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LIBRARY
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OF WlODtRNART
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I
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David Sorochty
FL f''-
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^fU^IMERl / BERLIN, 6. JANUAR 1 929 / P R E I S 4 0 P F E N N 1 G
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Das große
Ufa-Lustspiel
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it Nicolai Kolin und Gustav Fröhlich
Manuskript: Julius Urgiss und Friedrich Raff
nach der Komödie von Georg Kaiser ,, Der mutige Seefahrer''
Regie: Wilhelm Thiele ^ Prod. -Leitung: No6 Bloch
Das Ulieil der Presse:
. , . Geor<i Kaisers Komiidie ,,Dcr niuti<>c
Seefahrer" erlebt damit die amüsanteste fil-
mische Bcarbcitunis. Das Um und Auf, der
Mittel- und Höhepunkt ist der famose Nicolai
Koiin, der wieder von mitreißendster Ko-
mik ist. Berliner Montagspost
. . . Von Nicolai Kolin in einer einzigen,
grandiosen Charakterstudie vorgeführt. Wun-
dervoll dieses zwischen List, Güte und Ver-
schlagenheit rumorende Temperament . . .
eine Leistung, die in ihrer epischen Dichte
und Verflochtenheit die Tradition russischer
Schauspielkunst genial weiterführt . . . ein
vorbildliches Ensemble, aus dem sich das
Brüderpaar Gülslorffs und A. Bondireff's
überwältigend heraushebt. Montag Morgen
. . . Dieser Film ist unter einem guten
Stern geboren, geht hin, seht ihn euch an.
Welt am Montag
. . . Ein Abend voller Laune und Heiter-
keit, der vom Publikum mit dankbarem
Lachen quittiert wurde . . . Wilhelm Thiele,
der Regisseur . . , beschwingt, leicht und
spritzig und baut eine humorvolle, mensch-
liche Komödie auf, die fesselt. Nicolai Kolin
. . . ein liebenswerter Prachtmensch mit halb
lustig blinzelnden, halb naiv schauenden
Augen, ein etwas weltfremdes, gutmütiges,
ewig grol3es Kind mit wirklichem, von innen-
heraus quellendem, unaufdringlichem Humor,
Eine glänzend gelungene Figur, an die man
schmunzelnd zurückdenkt . . . Ganz großer
Erfolg im Universum. Berliner Morgenpost
. . . Beifall, der am Schluß zum Orkan an-
wächst, wie man ihn in solcher Einmütigkeit
lange nicht mehr erlebt hat. Nicolai Kolin
. . . ein ganzer Künstler, ein ganzer Mensch.
Neue Zeit
Nicolai Kolin als mutiger Seefahrer . . .
das zu sehen ist unvergeßlich.
Neue P'eiißische Ztg.
D 1 j: ^\ o c 11 1. \ s c ii w i i r n i: u i i l m f w i. r \ d r
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OUo Gebühr als Blücher im Emelka-Film „^äierloo"
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Oben und rechts:
Clara Bow
Mitte: Der für die
Aufnahmen erricii-
teie Turm und das
eigens für den Film
gebaute dreimotorige
Flugzeug
Unten: Richard
Arlen.CharlesRogers
(Aus dem Film
„Wings")
P/iol. Paramount
Dreiundzwanzi^ Kameraleute pholographicrlen
die fjroßarligen Liiftszencn.
Die Herstellung von „Wings" erforderte die un-
'interbrochene Arbeit von fast zwei Jahren.
Ein vollständig eingerichtetes Laboratorium, in
dem täglich mehr als dreitausend Meter Negativ-
und Positivfilm zur Bearbeitung gelangen konnten,
wurde während der Herstellung dieses Films in
San Antonio in Texas erbaut. (Die Kopieranstalt
der Ufa liefert täglich rund 80 000 Meter.)
Dreihundert Flugzeuge
französische und amerikanische
wirkten in diesem Film mit.
An vier räumlich weit von einander getrennten
Schauplätzen wurden zu gleicher Zeit Szenen für
„Wings" gedreht. Zwei Gruppen arbeiten bei
San Antonio, achtzig Kilometer voneinander
cnlfernl, eine unter der Führung des Regis-
seurs William Wcllman, die andere unter
dem künstlerischen Obcrleiter Lucien Hub-
bard. Gleichzeitig machte in Hollywood in
einer Entfernung von 2200 Kilometer Norman
McLeod eine Anzahl Innenaufnahmen für
,, Wings", und Harry D'Abbadie D'Arrasl
pholographierte
i'ariser Szenen.
Paris die typischen
deutsche, englische, \
Maschinen —
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Oben rechts:
Charles Rogers
Mitte:
Vor dem Aufstieg
ten: Clara Bow,
rles Rogers, Clara
w, Richard Arien
Namhafte Kriegsflieger von vier Nationen wurden für wich
tige Rollen in dem Fliegerfilm „Wings" ausgewählt. Unte
ihnen befanden sich der Deutsche Carl von Hartmann
der Amerikaner James Healy, der Franzose Pearsons un
der Engländer S. C. Campbell.
*
Von den 650 männlichen Komparsen, die in
den Folies Bergere-Szenen von „Wings" mit-
wirkten, waren 327 in Frankreich gewesen und
kannten das berühmte Vergnügungslokal aus
eigener Anschauung.
Charles Rogers und Richard Arien, die
Träger der männlichen Hauptrollen in dem
Fliegerfilm ,, Wings", verbrachten während der
Aufnahmen der Kampfszenen 78 Stunden in
der Luft.
Obwohl der Film mit staatlicher Unter-
stützung hergestellt wurde — das amerikani-
sche Luitministerium stellte Flugzeuge, Luft-
schiffe, Tanks, Kriegsmaterial, Soldaten zur
Verfügung — , beliefen sich die Kosten von
„Wings" doch noch auf 1 Million 200 000
Dollar.
Der Fliegerfilm der Paramount ,, Wings"
läuft seit dem L August 1927 vor täglicli
ausverkauftem Hause im Criterion - Theater
in New York und wird jetzt in Deutschland
laufen.
Sie trifft des Morgens nie verspätet im Ate-
lier ein Sic lächelt einen freundlichen
Gruß an alle Arbeiter, welche bei ihren
Aufnahmen beschäftigt sind ■ — vom Regisseur
bis zum Elektriker und Laufjungen. —
Sie sitzt nicht müßig umher und raucht lange
Zigaretten auf noch längeren Zigarettenspitzen.
Ich habe sie eigentlich noch nie rauchen ge-
sehen.
Sie ist nicht übertrieben temperamentvoll.
Wer sie ist? Sie ist Baclanova, früher Schau-
spielerin am Moskauer Künstlertheater und
jetziger Flimmerstar in Hollywood.
Baclanova ist fabelhaft interessant. Ob-
wohl sie ihr Temperament ihren Mitarbeitern
gegenüber im /^aum hält, vergleicht man die
Russin häufig mit einem Vulkan, welcher einem
Ausbruch nahe ist. Sic ist voll von nervöser
Energie — dynamisch. Sie kann mit dem
besten Willen nicht länger als einen Augen-
blick stillesitzen.
Nur manchmal packt es sie. Dann sitzt sie
stundenlang auf ein und demselben Fleck und
hört kaum, was ihr gesagt wird, sondern starrt
abwesend ins Weite.
Doch diese Stimmungen kommen nur äußerst
selten vor. Man findet Baclanova meistens
lebendig, gespannt und sprungbereit, wie ein
edles Vollblut, das auf das Fallen der Barriere
wartet.
Die Schranke fällt, wenn die Aufnahme be-
ginnt. Sie stürzt sich, sich selbst vergessend,
mit ungeheurem Feuer in ihre Rolle. Nach
Beendigung ihrer Szene ist sie oft gänzlich
erschöpft, aber ihre Kräfte, sich in kürzester
Zeit wieder zu sammeln, sind ungeheuer.
An seltenen Anlässen, wenn Baclanova grü-
belt, ist sie unergründlich. Sic selbst weiß
nicht einmal, was sie sieht, wenn ihre blau-
grauen Augen unbeweglich in die Ferne schwei-
fen. Eine unglaublich große Schwermut scheint
ihre Seele dann zu befallen — schwarz und un-
durchdringlich. Vielleicht ist es ein Erbe ihrer
Vorfahren, die in den düsteren Steppen Nord-
rußlands einen zähen Kampf ums Dasein
führten? . . .
Nur eins kann Baclanovas schwarze Wolken-
wand durchbrechen, und zwar das Wort des
Regisseurs. Wenn Baclanova vor die Kamera
gerufen wird, wirft sie ihre düsteren Gedanken
gleich einem schwarzen Mantel von sich.
Niemand und nichts anderes kann sie aus
dieser schwermütigen Stimmung in die Wirk-
lichkeit zurückrufen. Ein zerstreutes Lächeln
und einsilbige Antworten sind ihre einzige Er-
widerung. Baclanova ist aber niemals unhöf-
lich, denn sie ist vor allem anderen ein sehr
freundliches Menschenkind.
Die amerikanische Arbeitsweise
jigefällt Baclanova sehr gut,
Sic erzählte mir: „Ich arbeite
gar zu gern an Filmen, bei wel-
chen alle Mitarbeitenden, ganz
gleich ob Star, Komparse oder
Techniker, Freunde sind und wo
es keinen unheimlich großen Star
gibt" (sie hob ihre Hände weit über
ihren Kopf empor, um die Größe
des Stars anzudeuten) ,,und eine
Menge winziger Darsteller" (die-
ses Mal illustrierte sie ihre Rede,
indem sie sich fast bis auf den
Fußboden beugte).
Baclanova liebt die Wahrheit
über alles. ,,Das", sagte sie mir,
„kommt von meiner Ausbildung
am Moskauer Künstler-Theater.
Das Motto dieses Theaters ist
CS, Wahrheit durch Konzentration
zu erzielen. Ein Teil meines Stu-
diums bestand darin, allein in
einem Zimmerchen zu sitzen und
mich auf eine bestimmte Gemüts-
bewegung zu konzentrieren, bis
ich diese zur vollkommenen Zu-
friedenheit meiner Lehrer porträ-
tieren konnte. Um dieses Ziel zu
erreichen, mußte ich meine Rolle
fühlen, ich mußte sie in der gan-
zen Tiefe meines Wesens erleben."
Erst vor kurzem legte die Ba-
|clanova eine treffende Probe ihrer
Liebe für Natürlichkeit ab. Der
""Regisseur befahl ihr, unordentlich
und schmutzig auszusehen, gerade
so, als ob sie auf der Straße ge-
legen habe.
Sie nickte, blickte blitzschnell
um sich, bückte sich und schabte
so viel Schmutz vom Fußboden
des Glashauses zusammen, wie sie
nur konnte, und beschmierte ihr
Kleid damit. Dieses wiederholte
sie einige Male und besah sich
darauf im Spiegel. Aber sie war
mit ihrem Aussehen noch nicht
zufrieden. Da legte sie sich der
Länge nach auf den Fußboden
und rollte sich im Staube. Dann
stand sie auf, schmierte etwas
Farbe auf Wangen und Stirn und
zerriß ihren Strumpf. Als sie
sich darauf im Spiegel betrach-
tete, waren sie und auch der Re-
gisseur zufrieden.
Baclanova hat keine kompli-
zierte Philosophie und Regeln wie
anchc Filmschauspielerinncn, die
ren Schwestern mitteilen, wie
an im Film erfolgreich sein
ann. Neue Erfahrungen spornen
ie an und erfreuen sie.
Ihr Wahlspruch ist: ,,Man muß
leben, um verstehen zu können! '
*
viel größere Mittel zur Verfügung als bei uns in
Deutschland.
Die beiden berühmten Seeschlachten, die zu den
größten Szenen des Films gehören, wurden in Kali-
fornien gedreht, und zwar Abukir und Trafalgar
hintereinander am gleichen Ort, während sie im Bild
natürlich vollständig voneinander getrennt sind.
Die Schiffe sind genau nach alten Modellen ge-
arbeitet, aber in ihrer natürlichen Größe rekon-
struiert. Die Masten ragen bis 35 Meter Höhe
zum Himmel, und die Bordseiten, kanonenbe-
wehrt, reichen bis zu 15 Meter Höhe über den
Wasserspiegel.
lieber 800 Komparsen wohnten eine Reihe
von Tagen am Strand von Catalina, und für
alle diese Männer mußten Uniformen der briti-
schen Matrosen aus der Zeit des 18. Jahrhun-
derts hergestellt werden.
Für die ,,Lady Hamilton" wählte man Co-
rinne Griffith aus. Den Lord Nelson übergab
man Victor Varconi, weil selbstverständlich im
amerikanischen Film dieser Held der Liebes-
Liebesgeschichten der wun-
dervollen Frau und des be-
rühmten Seefahrers sind
Gegenstand vieler Romane
und ernster kulturhisto-
rischer Bücher gewesen, so
daß es klar war, daß den
Film immer wieder dieser
Stoff gereizt hat.
In der Nachkriegszeit
griff zuerst Richard Os-
wald hier in Deutschland
diesen Stoff auf. Er machte
daraus einen Großfilm, der
sich aber im Ausmaß nicht
mit dem messen kann, was
jetzt Amerika darbietet.
Ganz abgesehen davon,
daß die Technik in-
zwischen rapid weiterge-
gangen ist, stehen den
Filmfabrikanten in Hol-
lywood im allgemeinen
i^cschichle ein scliöncr Mann sein muß, etwas, das
man vom historischen Lord Nelson nur bedingt sagen
rconntc.
Ucberhaupt hätte derjenige, der als Zuschauer den
Aufnahmen beiwohnte, mancherlei historisch amü-
sante Dinge sehen können.
So wurden die drei großen Schlachtschiffe, die an
sich durch Segel fortbewegt wurden, außerdem noch
von kleinen Schleppern gezogen, damit der
Wind die Schlachtflottc nicht von der Richtung
abtrieb, die vorher festgelegt war, um 20 Ope-
rateuren bestimmt die Möglichkeit zu geben,
den grandiosen — aber auch kostspieligen —
Kampf im Bild festzuhalten.
Wenn man nun noch hört, daß neben diesen
großen Kampfszenen prächtige Bilder von
Volksfesten in London, am Golf von Neapel,
der große Einzug Nelsons in die britische
Hauptstadt mit einem Menschenaufwand von
2000 Personen für die ,, Ungekrönte Königin"
verwendet wurden, so kann man verstehen, daß
die amerikanische Herstellungsfirma dieses
Links: Corinne Griff ith
Recfiis: Victor Varconi
Unten: Marie Dressler, Corinne Griff ith
historische Erzeugnis als das
beste Bild des Jahres be-
zeichnet und daß sie glaubt,
es würdig dem berühmten
,,Ben-Hur"-Film an die
Seite stellen zu können. Wenn
die „Ungekrönte Königin"
auch nicht die Aufnahme-
dauer beanspruchte wie ,,Ben
Hur" (für diesen Film mußten
bekanntlich die Aufnahmen,
für die eine Expedition nach
Italien ausgerüstet war, in
Hollywood wiederholt wer-
den), so stellen 200 Auf-
nahmetage immerhin einen
Zeitraum dar, der auf die
Größe, den Umfang und die
Qualität eines Films den be-
rechtigten Schluß zuläßt, daß
CS sich hier wirklich um
einen in jedem Sinne
,, großen" Film handelt.
Wenn man jetzt im Ufa-Atelier Tempelhof einem Herrn
in den besten Jahren begegnet, dessen Gesicht ebenso
unverkennbar englisch zugeschnitten ist wie sein Anzug
und dessen lange Zigarettenspitze nicht minder berühmt ist als
seine Romane, so hat man Edgar Wallace vor sich. Die lite-
rarische Karriere dieses Mannes ist ohne Vorbild, denn er be-
gann erst vor sechs Jahren zu schreiben, und doch zählen seine
Romane bereits über 100 Bände, die Zahl seiner Theaterstücke
geht in die Dutzende, und Edgar Wallace ist außerdem noch
Theater- und Sportkritiker sowie Sachverständiger für Hunde-
rennen. Es nimmt wunder, daß ihm überhaupt noch die nötige
Zeit zum Besuche eines Filmateliers bleibt, aber das eigentliche
Element im Wesen dieses Schriftstellers ist das unerschütterliche
angelsächsische Phlegma, das sich allen Situationen gewachsen
zeigt und das Edgar Wallace mit seinem Hut im Arbeitszimmer
ablegt. Friedrich Zelnik verfilmt einen der vielen Romane,
den ,, Roten Kreis", dieses Weltautors, dem man es auf das Wort
glauben darf, wenn er erklärt, daß er sich an den vor etwa vier
Jahren geschriebenen Roman nicht mehr erinnern könnte. Es
würde ihm auch schwer fallen, aus der eben aufgebauten Deko-
ration, die einen Ballsaal mit Karnevalstreiben zeigt, auf ein
Kapitel seines Romanes zu schließen, denn diese Szene kommt
ist
im Buch gar nicht vor. Sie ist nur für den Film erfunden j
worden, um ein belebendes Element hineinzubringen,
Edgar Wallace, der englische Bühnen- und Filmverhältnisse
genau kennt und der augenblicklich in Berlin weilt, um eines
seiner reißerischen Bühnenstücke einzustudieren, lobt die deutsche
Filmarbeit, weil ihm das eifrige Arbeitstempo in den Glashäusern
behagt und er die präzise Arbeit des Regisseurs zu würdigen
versteht. Ein Routinier wie Friedrich Zelnik kann einen Außen-
stehenden natürlich schnell in das Wesen der deutschen Auf-
nahmetechnik einführen. In einem Zelnikfilm versteht es sich na-
türlich von selbst, daß die Hauptrolle von Lya Mara dargestellt
wird. Dieser Liebling des Publikums hat diesmal eine besondere
Überraschung vorbereitet, Lya Mara erscheint nämlich auf dem
Maskenball als Chiromanlin, als Anhängerin der Handlesekunst,
die aus den Linien der Handfläche das Schicksal deutet. Für
diesen Zweck hat sie sich in ein indisch-chinesisches Kostüm
geworfen und sogar eine glatte schwarze Perücke aufgestülpt, so
daß man im ersten Augenblick verblüfft über diese Handlung ist
und an Anna May Wong erinnert wird. Aber Lya Maras Lachen
hat nichts Orientalisches an sich, sondern ist höchst lebendig
europäisch. Lya Mara bleibt eben auch unter der Maske Lya
Mara,
Buster Keaton kontrolliert ein Baseballspiel durchs Radio
f.Siö^ OMC Sku^.....
2, (jl}mgei^yfiü&^ nadj
Sia/S mackb SduOies^'^
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Kjd/t lAmc -HÄNDEN
vftÄ &il Sie. ERKENNEN
VON MAR/ ANNE RASCH IG
Die Hand :tls das Meisterwerk der Schöpfunj« steht
in ihrer vollendeten Zweckmäßijjkeit unübertroffen
da. Die Natur verlieh offenbar dem Menschen dieses
{Genialste Gebilde seines Korpers zum ausdrück-
lichen Zeichen dafür, daß er die höchste Entwicklunj^s-
stufe unter den Lebewesen zu erreichen bcfahij^t ist.
Dieses ,,0r}5an der OrjSanc", wie Aristoteles schon die
Hand benannt hat, läßt in crhöhterem Maße wie andere
Körperteile eine Erkennunj« und Beurteilun<J unserer
Wesensart, unserer Kräfte und Schwächen, unserer
Wünsche und Ziele zu.
Das ^ilt nicht nur von der Form der Außenhand, der
Glicderun<5 der Fini^cr, sondern mehr noch von der Innen-
hand und ihrem je nach Empfindun<^en und Fortschritt
veränderlichen bedeutunj^svollen Liniennetz, Sobald man
sich mit diesem Spiegelbild unseres Innern näher beschäf-
tij^t, erkennt man den Wert einer Handlesekunst, der
Chiroloj^ic, wie sie heute — von Wust und Schlacken mit-
telalterlicher Phantasterei befreit — ausj^eübt wird, als
vollberechtij^t und notwendi;! zur Diagnostizierunii und
DifferenzierunjJ unserer Wesenskräfte an.
Künstlerische Beschäftigunjjen zumal sind imstande, die
Hand zu einem Orj^an von fast transzendenter Schönheit
zu gestalten, da freiwerdende Fluide die Hand zu ver-
jjeisti^en verm()j«en. Das wird ;4erade während der künst-
lerischen Betätij^unj4 des Schauspielers dem Auj^e des For-
schers sichtbar. Ich beobachtete häufig, daß das Linien-
gebilde 8^nz anders während resp. kurz nach einem er-
li*
"tc
st,
in
schütternden Spiel wirkt, als im Ruhestande, wenn sich jrei
auch Reste dieser Erschütterung erhalten und oft zum lEii
dauernden Bestandteil werden. Daher ist die Hand des j I
Schauspielers, die mitspielt auf der Bühne und im Film.jjliel
ein so wundersames Forschungsobjekt, das besondere Auf- lau!
Schlüsse über Eigenart ihres Besitzers gibt. In dieseml am
Artikel werden zunächst die Hände von sechs bekannten
Filmkünstlern besprochen, die bis auf Hand sechs typisch
amerikanischen und deutsch-amerikanischen Einschlagli Lin
aufweisen, j bcs
1. Emil Jannings' Hand, breit, wuchtig, voll, mitjlscli
eigenartig schwungvollen Linien ausgestattet, zeigt dicjj Das
ganze große Gestaltungskraft dieses zum Deutsch-Ameri- link
kaner gewordenen Schauspielers, der — schon fest ver- en
wurzelt in seinem neuen Lande — dennoch mit sehnsüchi, satz
tigem Tränenauge zur alten Heimat hinschielt. Von seineiJTjew
Handaufnahme ist mir besonders in Erinnerung gebliebeni keni
die wahrhaft intensive Anteilnahme seines schönen Airelj D
dale-Hundes, der mit beiden Pfoten auf dem Tisch und) Taj,
glänzenden Augen der erstaunlichen und ihm gänzlich Ha
unbekannten Prozedur des Anschwärzens der Hände zu Bil
sah und besorgt darüber wachte, daß seinem „Herrchen"
nichts Böses widerfuhr.
Im Handinnern sieht man als besonders interessant die
starkgeschwungene und eigenartig verbogene Herzlinie
(obere Linie), besser ,,Zirk.ulationslinie" benannt, die hier
starkes Empfindungsleben und motorische Kraft andeutet.
Auf ihr entspringt, zum Ringfinger gehend, aber auch un-
terhalb der Herzlinie Wurzeln schlagend, eine doppelte,
starke Kunstlinie, dae bis in die Wurzel des Ringfingers
reicht und das Maß der künstlerischen Gestaltungsfähig-
keit verrät. Die sackartige Ausbuchtung unterhalb des
kleinen Fingers weist auf den entwickelten Sinn für Komik
und Humor hin, das lange schmalgezogene Schrägkreuz
unter dem Mittelfinger auf Sensitivität und Intuition, wäh-
rend die hohen Berge der Hand auf Beobachtungsgabe,
1 Eindrucksfähigkeit und künstlerischen Schwung hindeuten.
Conrad Veidt, den Dämonisches gestaltenden
lieben Kerl, nahm ich im Efa-Atelier kurz nach einer sehr
anstrengenden, tiefschürfenden Rolle auf, deren Spuren
jauch noch im Handabdruck zu finden sind. Noch ist die
Hand, die eifrig mitgespielt hat, sehr erschüttert, wenn
auch die Schreckensgebilde bereits abreagiert sind. Die
Linien sind in Schwingungen geraten und stark markiert,
besonders die Herzlinie sieht wie gespalten aus; doch
schon ringt sich die ursprüngliche Klarheit wieder durch.
^ Das Liniennetz ist nämlich verhältnismäßig einfach, klar,
unkompliziert, alle komplizierteren Empfindungen reagiert
er restlos im Spiel ab. Seine Hand erscheint im Gegen-
satz zu Gesicht und Figur, breit ausladend, wuchtig, eine
I gewisse Ähnlichkeit mit Emil Jannings' Hand ist unver-
( I kennbar.
Douglas Fairbanks — Mary Pickford. Eines
1 1 Tages kam ich zufällig ins Hotel Adlon, um die Hand von
l[lf. Hans Albers aufzunehmen. In der ,, Halle" das bekannte
Bild eines großen Empfanges, eine Gruppe als Kern, um-
geben von Journalisten mit gezücktem Bleistift, Zeichner,
Photographen mit aufgestellter Kamera. Aus dem ,,Kcrn '
löste sich plötzlich ein Herr, kam auf mich zu und zog
mich, gemütlich unter den Arm hakend, zum Fahrstuhl
hin: ,,0o, Missis Raschig, your nome is wellknown all
around the world, comc with me to Mary Pickford." Als
wir oben den Fahrstuhl verließen, wollte Mary Pickford
mit ihrer Mutter gerade nach unten fahren und sagte:
,,0oo, that's very fine, what you do, readings hands and
making horoscopes. You must be my teacher."
Mir kam das Ganze etwas unwahrscheinlich, so wie ein
Traumerleben, vor, bis ich von Fairbanks hörte, daß eine
amerikanische Reporterin Miß Carr, die mich vor kurzem
in Goslar bei Kathinka v, Oheimb näher kennengelernt
hatte und die auch beim Empfang in der ,, Halle" zugegen
war, bei meinem Eintritt auf mich aufmerksam gemacht
hatte. Das damals im Beginn seiner europäischen Berühmt-
heit stehende Starehepaar lud mich dann zum Pressetee
am nächsten Tag ins ,, Adlon" ein und ich las nach dem
Tee beider Hände, auch die Schwiegermutter kam an die
Reihe.
Douglas, der Große, zeigt in seiner breiten Hand
tiefe, wohlgeformte Linien, von denen die Herzlinie beson-
ders markiert und zerklüftet ist. Die Kopflinic (mittlere
Querlinie) ist in seiner Hand sehr lang, wie auch in der
von Mary Pickford und zeigt den hohen Grad von
Intelligenz, der beiden bei ihren Darbietungen zu Gebote
steht. Vieles ist bei ihnen ,, Kopfarbeit", was bei unseren
Deutsch-Amerikanern aus Gemüt und Gefühl geboren
wurde. Selbst das Schrägkreuz ist in Fairbanks' Hand auf
"^ ^OJwwW\
Henny Porten, ein ganz anderer, rein deutscher
Typ, zeigt auch in ihrer Hand, deren feste, frauliche, ver-
trauenheischende Form angenehm auffällt, diesen deut-
schen, ich möchte sagen schulmeisterlichen Typ. Ich nahm
sie in einem seltsamen Milieu auf, eine Nachtaufnahme im
Freien, in fliegender Eile. Doch kam ich auch später,
am ruhigeren Ort der Efa, nicht mehr dazu, ihr das Cha-
rakteristische ihrer Hände, die Schicksalsrunen, zu ver-
dolmetschen, da ihr Gatte bei ihrer (oder seiner?) Ner-
visität dagegen Bedenken hatte (vielleicht auch aus an-
deren persönlichen Gründen).
Ihre Hand ist außerordentlich klar und rein gezeichnet,
die Hauptlinien schwungvoll, leuchtend, die vielen kleiner
Nebenlinien gleich feinen Blumenranken oder Arabesken
gezeichnet, das Ganze wie eine Federzeichnung von Mei-
sterhand. Die Kunstlinie reichverästelt und vielgestaltig,
Sinn für Komik und Humor ist durch die hüpfenden Ge-
stalten unter dem kleinen Finger (Merkurberg) angezeigt.
Unter dem Mittelfinger sind mehrere Schrägkreuze inein-
ander verwoben (Intuition, Einbildungskraft, Mystizismus).
Die Kopflinie senkt sich stark, in breiter Gabelung, was
auf schnelle Depressionszuslände hindeutet. Die Hin-
neigung des Ringfingers zum Mittelfinger verrät Anleh-
nungsbedürfnis in der Kunst, sei es auch nur an die selbst-
kreierten Rollen, der weite Abstand des kleinen Fingers
dagegen das Streben nach Selbständigkeit und Disposi-
tionskraft.
Der Umfang eines Artikels läßt es nicht zu, noch aus-
führlicher zu werden, sonst würden ähnliche Handverglei-
chungen wie diese zwischen amerikanischen und deutschen
Filmkünstlern auch zwischen Filmregisseuren und ihren
hauptsächlichsten Filmkünstlern, interessante Einblicke in
das Innere mittelst der menschlichen Hand geben. Als
Schluß möchte ich wie Peter Eyppner ,, Tiere sehen dich
an" sagen: ,, Hände sehen dich an, nur mußt du dir die
Mühe nehmen, ihre Sprache verstehen zu lernen."
dem Ende der Kopflinie angebracht, wo es auch in Marys
Hand zu sehen ist, hier allerdings umgeben und verfloch-
ten von zahlreichen wellenförmigen Reiselinien. Ihre
zierliche Hand, winzig, feingliedrig, kindhaft, ist doch fest
im Zugreifen und Gestalten, wie sie es auch ihren Filmen
gegenüber ist. Sie verrät besonders gutes Dispositions-
und Organisationstalent (langgestreckter kleiner Finger,
gerader Daumen) und große geschäftliche Tüchtigkeit.
Lya de Putti, das ganz zur Amerikanerin gewordene
zarte, quecksilbrige Geschöpfchen voll unberechenbarer
Einfälle, nahm ich kurze Zeit vor ihrem ,, Sprung aus dem
Parterrefenster" auf. Ich warnte sie vor allzu intensiven
Entschlüssen, vor Extravaganzen, doch war es mir mehr
als fraglich, ob ihr bewegliches Gehirnchen überhaupt
solche Warnung registrieren würde, da alles bei ihr von
Augenblicksregungen abhängt. Ihre Hand mutet seltsam
an, alles erscheint zusammengedrängt, die Finger fügen
sich eng, fast ohne Zwischenräume, aneinander, nur der
kleine Finger wird etwas abgespreizt hingelegt, ihre Hin-
neigung zu plötzlichen, unaufhaltsamen durchgeführten
Entschlüssen und Entscheidungen. Die Linien leuchten
klar aus der Hand hervor, die Kopflinie ist sehr lang und
gerade, ein weitcntwickelter Intellekt ohne große Phan-
tasiebeschwerung. Was uns in diesem Künstlerschicksal
phantastisch anmutet, muß ganz anders gewertet und er-
klärt werden. Die Kunstlinie steht wie ein feiner, langer
Strich zur Mitte des Ringfingers gereckt in der Hand und
verrät großes Darstellungstalent und Kunstverständnis.
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Ernst Matray und Kalla Slerna im Spieheugballetl. „Universum" am Lehnincr Platz
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ROMAN VON HANS SCHULZE
4. forisetzniiji
Ein Rotschwänzchenpaar hatte über einem Türpfosten sein
Nest gebaut, so niedri;', daß er den Jungen fast in die Hälse
schauen konnte, die dies zirpende KinderUonzcrt so rührend-
fein anstimmten.
Ein Gefühl wehmütiger Zärtlichkeit zog leise durch sein Herz,
doch schon im nächsten Augenblick .hatte er die weiche Regung
wieder überwunden.
„Bestellen Sie der gnädigen Frau," befahl er dem Diener,
„daß ich sie abends zur Stadt abholen werde. Ich werde für
die Premiere im Westendtheater Karten besorgen lassen!"
V.
Evelyn saß vor dem großen Ankleidespiegel ihres reseda-
farbenen Toilettenzimmers und massierte mit einem Kugelappa-
rat ihr schmales, überwachtes Gesicht, in dessen geisterhafter
Blässe eine steile Stirnfalte einen tiefen Schatten hineintuschle.
Ihre jüngere Schwester Lora lag auf dem Eisbärfell eines
breiten Ruhebettes und balancierte ein Tennisrakett auf den
Spitzen ihrer Füße.
Sie war nachmittags auf einem Tennisturnier in Grunewald
gewesen und berichtete mit der ganzen Lebhaftigkeit ihrer
siebzehn Jahre von den Toilettenwundern des mondänen Da-
menpublikums und den Eroberungen, die sie selbst unter den
internationalen Matadoren des Tennissports gemacht zu haben
glaubte,
Sie war ein wenig brünetter als die lichtblonde Evelyn; aus
ijihren lachenden Augen sprach eine sprühende Lustigkeit und die
luinbekümmsrt-heitere Lebensauffassung ihres Vaters, dessen er-
lärter Liebling sie von jeher gewesen war.
Eine seltsame Erstarrung lag über ihrem ganzen Wesen,
daß sie sich nur mit Mühe zur äußerlichen Aufmerksamkeit zu
zwingen vermochte.
Seit jenem furchtbaren Augenblick, da sie aus der Villa in
er Albrechtstraße zum Bahnhof geflüchtet war, hatte sie keine
uhe mehr gefunden.
In zitternder Angst hafte sie den ganzen Abend über auf
die Rückkelir ihres Mannes gewartet und um Mitternacht end-
lich die Tür ihres Schlafzimmers mit einem schweren Möbel-
stück fest verbarrikadiert.
Doch, all ihre Furcht und Sorge war umsonst gewesen: Der
Gatte war nicht nach Hause gekommen und auch am anderen
Tage unter einer belanglosen Entschuldigung von Wannsee fern-
geblieben.
Was war geschehen?
Der Fernsprecher schwieg beharrlich.
Weder hatte Kurt, wie er versprochen, an jenem Unglücks-
abend noch einmal bei ihr angerufen, nocli war in der Folgezeit
eine briefliche oder telcphonischc Verbindung mit ihm zu er-
reichen gewesen.
Auch Walter v. Prayer, zu dem sie in ihrer Not endlich auf
eine Viertelstunde hinübergehuscht war, hatte ihr keine Aus-
kunft geben können.
War Kurt einem Unglück, einem Verbrechen zum Opfer ge-
fallen? Und was bedeutete dieser seltsame Theaterbesuch, wenn
es zwischen den beiden Männern vielleicht zu einem Zusammen-
stoß gekommen war, der auch für sie nur den Auftakt zu einer
furchtbaren Katastrophe bilden konnte.
Jetzt trat die Zofe leise herein.
,,Der Herr Generaldirektor ist im Haus", sagte sie, ,,und
kleidet sich bereits zum Theater um!"
Evelyn nickte.
Die Kehle war ihr wie zugeschnürt.
Auf einmal graute ihr wieder vor dem ersten Zusammen-
treffen mit dem Gatten, das sie doch den ganzen Tag über fast
herbeigesehnt hatte, um der kaum mehr erträglichen Marter der
Ungewißheit ein Ende zu machen.
Willenlos, mit bleischweren Gliedern, ließ sie sich das kost-
bare Goldlamckleid überstreifen und legte als einzigen Schmuck
eine schmale Perlenkette um den schlanken Hals,
h\
„Komm, Lore," sagte sie dann, ihren ganzen Mut zusammen-
nehmend. ,,Ich muß eilen — es ist bereits halb acht vorbei!"
Draußen in der großen Halle mit den florentinischen Säulen
wartete der Gatte schon.
Er war ruhig und ernst wie immer. Kein Zug in seinem
undurchdringlichen Gesicht verriet etwas von einer tieferen
seelischen Erregung.
Er begrüßte die Damen mit seiner stets gleichen, ein wenig
farblosen Höflichkeit und sprach zu Lore ein paar bedauernde
Worte, daß er versäumt habe, auch für sie eine Karte zum
Theater besorgen zu lassen.
Dann bot er Evelyn den Arm und geleitete sie über die
breite Freitreppe mit den am Geländer herabschreitenden Löwen
zum Auto.
Als Kurt und Walter v. Prayer vor der Säulcnfront des
Westendtheaters vorfuhren, war der Beginn der Vorstellung
schon nahe herangerückt, aber noch immer strömten diclite
Menschenscharer an der endlosen Auffahrt der Automobile dem
grellerleuchteten Marmorportal der Eingangshalle zu.
Ein Summen wie von einem Bienenschwarm ging durch das
ganze große Haus, das sich mit seinem ragenden Turmaufbau
wie eine dunkle drohende Masse in das warme Grünblau des
sinkenden Maiabends emporreckte.
Im Parkett des riesigen Zuschauerraumes ein ewiges Aufstehen
und Sichsetzen, ein ununterbrochenes Grüßen und Winken, ein
Gewühl und Gewoge von Köpfen und Lichtern.
Jetzt das erste Gongzeichen.
Erwartungsvoll lehnte sich alles in den Stühlen zurück; die
Theaterzettel, die nur ganz unpersönlich drei handelnde Personen
als „den Mann", „die Frau" und ,,den Dichter" verzeichneten,
wurden zurechtgelegt.
Noch einmal und ein letztes Mal die dumpfen, hallenden
Töne des mahnenden Gongs.
Der strahlende Lichlerglanz in der Deckenkrone erlosch, und
der schwere Brokatvorhang teilte sich lautlos auseinander.
Kurt hatte sich bereits in der Vorhalle des Theaters von Walter
verabschiedet und sich von dem Rundgang des Parketts aus
durch eine Geheimtür sogleich hinter die Bühne begeben.
Auf einmal war er wieder völlig gleichgültig gegen das Schick-
sal seines Werkes, auf das er bisher die ganze Hoffnung seines
Lebens gesetzt hatte.
Auch die entrüsteten Vorwürfe, mit denen er im Direkfor-
zimmer empfangen wurde, ließen ihn gänzlich unberührt; einzig
dem Oberregisseur, dessen künstlerischen Ernst und hingebenden
Eifer er in der Kleinarbeit der Proben besonders schätzen ge-
lernt halte, sagte er ein paar entschuldigende Worte.
Dann stand er neben dem Feuerwehrmann in einer Sciten-
kulisse und schaute klopfenden Herzens in den Ring des Zu-
schauerraumes,
Er konnte von seinem Versteck aus gerade die ersten Reihen
der Parkettbesucher überblicken, deren Gesichter und Hände
sich wie zahllose weiße Flecken aus dem feierlichen Dämmer des
Theaters undeutlich abhoben.
Ob sich auch Evelyn unter jenen Menschen befand, deren
Atem in einem einzigen verschwebenden Laut zur Bühne herauf-
wehte?
Mit bohrenden Blicken suchte er die Mauern der stummen
Gestalten zu durchdringen, und wie eine glühende Kette riß
wieder die Sehnsucht an seinem Herzen, Evelyn noch ein letztes
Mal zu sehen und zu sprechen, ehe sich mit dem Ablauf dieser
furchtbaren Nacht auch sein Schicksal vollendete.
Auf der Bühne hatte unterdes der erste Akt seinen Anfang
genommen.
Man sah in die mattcricuchtetc Diele einer vornehmen Park-
villa.
Das Ehepaar war mit dem Dichter in später Nachtstunde
soeben von einem Sommerfest heimgekommen, die junge Frau
noch in einem bunten Phantasiekostüm, die Herren im Frack und
Domino.
Die joviale Stimme des Ehemannes erfüllte das ganze Theater
mit lärmender Lustigkeit.
Er nötigte seinen späten Gast in einen Klubsessel am Kamin.
holte Kognak und Liköre, bot Zigarren vmd Zigaretten an und
schaltete ein elektrisches Grammophon ein, ein gutmütiger Bär,
saftig und lebensvoll, eine ganz der Wirklichkeit abgelauschte
Figur.
In heiterem Wortgeplänkel flog der Dialog hin und her und
gab in zwangloser Form die einfache, sogleich zutage liegende
Vorgeschichte.
Der Gatte, ein reicher Fabrikant aus der Webindustrie, der
sich in schon stark vorgerückten Jahren die schöne Tochter
einer mittellosen Beamtenfamilie in sein üppiges Haus geholt
hatte.
Die junge Frau, ein feines, stilles, aus lauter Zartheiten zu-
sammengesetztes Wesen, gespielt von einer genialen Schau-
spielerin, die erst im letzten Winter als Stern erster Größe am
Berliner Kunsthimmel aufgegangen war und in einer einzigen
Saison die ganze Reichshauptstadt in ihren Bann gezogen- hatte.
Drei Jahre lang war die Ehe dieser beiden so ungleichen
Menschen im eintönigen Trott des Alltags ereignislos dahin-
gegangen.
Bis die weltfremde junge Frau eines Tages wie aus einem
Traum zur Wirklichkeit erwacht war, an jenem Schicksalsabend,
da sie den Dichter auf einer Gesellschaft getroffen hatte und mit
dieser Begegnung ihr ganzes Leben auf einmal auf einen völlig
neuen Grund gestellt worden war.
Mit allerzartesten Händen, mit feinstem Mitempfinden und
heiliger Begeisterung war das Geheimnis dieser Liebe dem
eigenen Erleben nachgeschaffen worden.
Wundervoll, wie sich in Rede und Gegenrede, im Spiel der
Augen, in einem schüchternen Lächeln das tiefe Gefühl dieser
einander unrettbar verfallenen Menschen offenbarte, indes der
Gatte, ganz selbstherrliche Besitzerfreude mit der Ahnungslosig
keit des am nächsten Beteiligten, trinkend und rauchend in'
breiter Behäbigkeit, zwischen ihnen saß.
Die Rolle des Dichters war einem gefeierten jungen Schau
Spieler anvertraut worden, dem Liebling des westlichen Berlins,
der sich mit seiner sieghaften Blondheit und dem weichen Ton-
fall seiner betörenden Stimme schon zahllose Frauenherzen er-
obert hatte, ein unbekümmerter Bejaher des Lebens, dessen
leichter, federnder Schritt selbst unter der Last eines tragischen
Schicksals nicht schwerer und wuchtiger wurde.
Mit liebenswürdiger Ueberlegenheit behandelte er den um
zwanzig Jahre älteren Gatten, der seine Frau jetzt mit täppischer
Zärtlichkeit auf seinen Schoß gezogen hatte und nur durch
ironische Abwehr und geschicktes Ausweichen immer wieder da-
von abgehalten werden konnte, allerlei kleine Intimitäten aus
seinem Eheleben zum besten zu geben.
Als er dann mit dem Eigensinn der leise einsetzenden Trun-
kenheit darauf bestand, daß man zur Feier des Tages unbedingt
noch einer Flasche Sekt den Hals brechen müsse, und schwan-
Ivcnden Schritts die Szene verließ, um persönlich in den Keller
hinabzusteigen, brach die mühsam gewahrte Fassung der jungen
Frau plötzlich zusammen.
In einem kurzen, leidenschaftlichen Bekenntnis riß sie die
letzte Hülle von ihrer Seele, wie sie aus der Knechtschaft dieser
Geldehe in ein reineres, freies Menschentum hinausverlange, gab
sie das Drama ihres Lebens bis zum bitteren Ende rückhaltlos
preis.
Sie war bei diesen Worten von ihrem Sessel aufgesprungen
und lehnte sich schweratmend gegen den Kamin.
Auch der Dichter hatte sich erhoben und war ganz nahe zuz
ihr herangetreten.
Wie in einem unentrinnbaren Zwange neigten sich die beiden
heißen Gesichter einander langsam entgegen.
Für die Dauer eines Augenblicks schienen sich die sehn-
füchlig geöffneten Lippen zu berühren.
Da knarrte eine Tür.
Die Liebenden schreckten auseinander
Im Hintergrund der Bühne stand der Gatte breitmassig,
drohend, unter jedem Arm eine goldgekapsellc Flasche.
Hatte er etwas bemerkt?
Die Spannung auf der Szene war mit gleicher Gewalt auf dicj
Zuschauer übergesprungen, die mit verhaltenem Atem den Ein i
tritt des Ehemannes beobachtet hatten.
Der kam jetzt langsam, mit der Sicherheit plötzlicher Erl
nüchterung, ganz nach vorn an die Rampe.
Alles Blut schien aus seinem Gesicht gewichen zu sein.
Mit einer seltsam heiseren und doch bis in die letzte Par^i^
kellreihe klar verständlichen Stimme sagte er mühsam zwischci
den Zähnen:
,,Ich glaube, Herr Doktor, es ist besser, Sie verlassen mei
Haus."
Walter v. Prayer hatte auf der Fahrt zum Theater noc
einmal versucht, vorsichtig tastend in Kurts Vertrauen einzi
I
1
Aller Menschen Wunsch ist - glücklid)
zu sein!
Glücklich ist - v^er dem Elend wehrl
und den Funken der Hoffnung in trau-
rigen Augen schaut -!
Glöcklidi ist - wer Kindern beschert -
Aus Spielzeug und Tand eine Welt des
Glückes erbaut!
Glücklich ist - \v^er einen Herzschlag lang
Liehe erv^achen sieht - süß und bang!
Glücklich ist nur - der Glück verschenkt!
Und nicht an sich - nur an andere denkt!
Aller Menschen Wunsch ist - glücklich
zu sein!
Ist das so schwer?! - Idi glaube: nein!
f
drinfjen, vor seiner cinsilbig-abwehrenden Verschlossenheit sein
Vorhaben endlich aber wieder aufgejjeben.
Er fühlte unwillkürlich, daß der Freund halt- und hilflos
einer schweren Katastrophe zutrieb, und er zweifelte ebenso-
wenig, daß diese von ihm schon länjjst befürchtete Katastrophe
einzi<i und allein in dem Verhältnis Kurts zu Evelyn Karr
ihre Ursache haben konnte.
Als sich der Vorhang unter dem einmütitjen Beifall des
Publikums über dem ersten Akt «sesenkt halte, beschloß er daher,
nach dem Fehlschla<5 bei Kurt das Feld auf der Gegenseite zu
sondieren und den Karrs, die er schon vor Bejjinn der Vor-
stellung vom Parkett aus begrüßt hatte, während der Pause in
ihrer Loge einen kurzen Besuch abzustatten.
Er wurde mit gewohnter Freundlichkeit begrüßt. Vor allem
Evelyn bemühte sich, möglichst unbefangen und heiter zu er-
scheinen; dem erfahrenen Psychologen war es jedoch im ersten
Augenblick klar, daß zwischen den Eheleuten ein tiefgehender
Konflikt bestand, der ihm gewissermaßen die rätselhafte Ver-
störtheit Kurts widerzuspie-
geln schien.
Als er dann selbst zu einem
Vorstoß überging und Karr
durch ein paar direkte Fra-
gen nach seiner Mei/iung über i
den Autor und sein Werk aus
seiner Zurückhaltung heraus-
zulocken suchte, verstand es
dieser, ihm ebenso gewandt
immer wieder auszuweichen
und unter Vermeidung alles
Persönlichen allein über das
Stück und seine hervor-
ragende Besetzung zu spre-
chen, die den Zuschauer
ganz vergessen lasse, daß er
sich in einem Theater befinde.
In tiefer Sorge suchte Wal-
ter beim dritten Klingelzei-
chen endlich seinen Platz in
der vordersten Parkettreihe
wieder auf.
Die geheime Angst um Kurt
hatte sich durch seinen Be-
such bei den Karrs nur noch
weiter verstärkt; im.mcr wie-
der gingen seine Gedanken
um den Freund und die un-
selige junge Frau, deren Hand
beim Abschied so kalt und
leblos wie ein Stein in der
seinen gelegen, in deren fie-
bernden Augen die hilflose
Verzweiflung eines gehetzten
und unentrinnbar umstellten
Tieres gestanden hatte. — —
Der zweite Akt, der etwa — — — ^^^.— ^— ^—
acht Tage nach dem ersten
spielte, zeigte die gleiche Sze-
nerie der Diele am Spät-
nachmittag eines dunklen
Somnicrtages.
Der Ehemann hatte den Dichter zu einer Aussprache in sein
Haus gebeten und, um diese möglichst unauffällig zu gestalten,
hierfür die Form einer Einladung zum Tee gewählt.
In dem gedämpften Licht einer hohen Stehlampe saßen sich
die beiden Herren in den Klubsesseln am Kamin gegenüber,
in verhaltener Ruhe und gemessener Höllichkeit, indes aus ihrer
halblaut geführten Unterhaltung die tiefe Gegnerschaft wie eine
unsichtbare Flamme allmählich immer höher brannte.
Schon lange sprach fast ausschließlich der Gatte, abgerissen,
stoßweise, in Scham und Angst um die geliebte Frau, die er
zu verlieren fürchtete, vielleicht schon verloren hatte.
In eindringlichen Worten suchte er dem jüngeren Mann vor
Augen zu führen, wie seine Gattin seit Tagen völlig verwandelt,
verzaubert sei, wie er sich gar nicht mehr in ihr zurechtfinden
könne und schon daran gedacht habe, einen Nervenarzt zu Rate
zu *iehen.
,,Es ist ungcsvöhnlich," sagte er endlich, ,.und vielleicht auch
unmännlich, daß ich mich mit diesen Dingen an Sie wende.
Aber ich glaube doch als Mensch zum Menschen sprechen zu
können. Meine Frau ist krank, seelisch krank, krank nach Ihnen.
Darüber mache ich mir absolut keine Illusionen. Sie hat es
mir ja auch selbst eingestanden. Denn sie ist viel zu stolz
für eine Lüge! — Lieber Herr Doktor", schloß er erschöpft. ,,Es
gibt ja so viele Frauen! Warum wollen Sie mir gerade die Frau
nehmen, von der mein ganzes Lebensglück abhängt?"
,,Ich glaube, Sie verkennen die Sachlage", gab der Dichter
nach einer kurzen Pause ruhig zur Antwort. „Nicht ich nehme
Ihnen Ihre Frau, es ist das Schicksal, das uns zueinander
treibt. Unsere Jugend und unsere Liebe. Und das ist stärker
als alles in der Welt, Sie wissen, daß Ihre Gattin sich mit
dem Gedanken einer Scheidung trägt. Warum wollen Sie sie
da halten, seit Sie sich darüber klar sind, daß Ihnen ihr Herz
nicht mehr gehört?"
,,Nie, niemals willige ich in eine Scheidung!"
Unwillkürlich war der Ehemann aufgesprungen und stand
drohend vor seinem jungen Gast.
,,Ich gebe nichts her, was
ich besitze, am allerwenigsten
meine Frau!"
In diesem Augenblick öff-
nete sich zur Linken eine Tür.
-~~^^ ^— Die junge Frau trat ein.
Mit einem einzigen Blick
erfaßte sie den Zusammen-
hang, fühlte sie instinktiv,
wie in diesen beiden Män-
nern bei aller bisherigen
äußeren Korrektheit die ent-
fesselten Urtriebe im Kampf
um das Weib einer furchtbaren
Entladung zudrängten.
Der Gatte hatte sich wieder
in seinen Sessel niedergelas-
sen.
Seine Hände irrten in ner-
vösen Zuckungen über die
Lehne, er bewegte den Kopf
mechanisch hin und her, wie
ein Tier, das aus seinem Kä-
fig einen Ausweg sucht. J
Mit weitgeöffneten, leeren!
Augen starrte er wie gei-
stesabwesend auf seine junge
Frau, die in ihrer ruhigen,
stillen, fast traumhaften Art
noch einmal all das wieder-
holte, was in diesen ganzen
letzten Tagen in endlosen,
quälenden Gesprächen übet
eine Trennung ihrer Ehe zwi-
schen ihnen verhandelt wor-
den war,
,,Und unser Kind?"
"^~~"~^^^^^"~~~"~^^~~ Die Stimme des Gatter!
klang auf einmal wieder gan;
fest und klar, in einem letzter
Versuch, das schon unrcttbai
Verlorene doch vielleicht nocl
einmal zurückzugewinnen.
Die junge Frau zögerte sekundenlang mit der Antwort.
,,Ich bin auch nur ein Mensch!" sagte sie dann mit einer
leisen, sehnsüchtigen Lächeln, das wie ein verlorener Glücks
hauch über ihr feines Gesichtchen huschte. „Auch über unse
Kind wird am Ende eine Einigung zu erzielen sein!"
Da stand der Gatte auf einmal wieder blitzschnell auf del
Füßen.
Der Lauf eines Revolvers blinkte in seiner drohend ei
hobenen Rechten,
Eine Dame im Parkett kreischte laut auf.
Dann krachte ein Schuß,
Eine Scheibe splitterte.
Die große Stehlampe stürzte um.
Sekundenlang herrschte auf ('cjr Bühne ein tiefes Dunkel, un
man hörte durch die totenhafte Stille nur die keuchenden Aten
züge zw-eier miteinander ringender Männer.
Als es endlich wieder hell wurde, lag der Gatte wie eii
leblose Masse in seinem Sessel, die noch rauchende Waffe
der schlaff herabhängenden Hand. Fortsetzung folgt
SINGER NAHMASCHINEN
AKTIENGESELLSCHAFT
SINGER LADEN ÜBERALL
FRAGEN
die uns erreTchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i 1 ra - M a g a z i n ", Berlin SW 68, Zimmerstr. 35-41.
Schcrlverlag. Antwort erfolijt im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
A p viele: Dio Fr;iK('. \^ io iii:im zum Film kommt. kOnnrn wir ini
r'iii/i-liicii iii<lit iiii-lir lic-.'iiil« iirIcM. Wir rm|ifclilrii. in miIcIicm l'.illrn
— Iicsi.iiilcrs Ufiiii CS sich iiiii J):imcii dilcr Ilcrri'H liandclt. die keinerlei
NorliildiiMK haben — sich an die Denl-ichc F'ilm^ehiile in .\liinelien.
Sdniieii'-tralie. /ii «enden. — l>ie Ue.^oruMiij; »nn Anln^ranuiien erlordert
in ni.niclii'n F'äilen län;;i're /.eif; wir lilllen nnsi'i'e lA'.-er ileslialli um
tiediilil.
•
II. h'.. U e r 1 i n : Senden Sic iiii- die fiinr l'<i>(k;irieii nnd 2..'iii in
.M.irkcii. d.i. in weiden \vii Ihni'ii die Aiilii;;raninic lieber;;!'!!.
I>1-. I'., ]t r a n n .s c li w c i j;- : K> tut nn< leid, lliiien keine luak-
ti^elien llalvehlii^e nclien zci kinincn. da wir F;nnai;('iin'iil> riehl \<'iiiii'-
Iclii. Am liebten. Sic wenden >i(li .in die Filni;;c.sell>cliaflcn diii'kt, oder
Sie Mdireilieii an liek u.nte i;e;;i^~eiire wie Fril/. l.itn^'. F^iclilicrj;. Zeliiik
n. ;i. nt.
(;. St.. .1 .1 n c r : Wir >cli;it/cii .lenin .Iii^u als eine niiM'icr lpi-;;al'-
tesleii jiiiiijen F'iimkiiastlcriniicn.
.\1. F.. F r a 11 k t II r t - M a i n : .I.h k 'J'ie\cu ;;ilpt Aiil(i;;raniiiic. ist
Iddiid nnil lil.Miiäii^i';-. Nie kininen ilini deiii-i li sc hrcilicn. A.lrc~ve: liln.-
Wilmcisdnrf. Nikolstiiir>;criilalz (i.
(; ii II t c r S.. F r a n k f 11 r t - () d c r : Arledc .M.iichal ;;il.| .\iitn-
Hiamnie. l'iiscrcs Wissen^ \ ci lii'iiatct. Filmlnielicr .illei All erlialtcii
Sic durch den Verlan .\l.-i\ .Mattissun. üeiliii s\\ ds. J;iiicr-tr. 71. Sie
hallen leidit. der Filmscliaiivpielcrlicriil' i>t iieiUe sihr wcnin' all^slehl^^ nll,
IT ist zu iilicrlaiil'cn.
I'. H. I.. S Ii d c n d c : t:ii-l;i\ I'ndilieh i-t nicht \ oii F.lizza la l'nit.i
t;csidiicdcii. .IcniiN .liind i'l mit Kurien lienlcr \crl(ilit. F'ri'il Sidiii alias
Kohcrt Caslli- crreiihen Sie per Adro-c: l!e\ crl.v-MilN. Hnihwnod. K.ili-
li.rnicn. .Maria l'.indicr w.ir mit einem Knnstler verheiratet. (Ircia (iailm
lind .lidin (ülhcrt werden Ihiicii sicher die Aiitd^ranime iiocli scliii'ken.
Tcler l.c^ka «olint Uerlin W . Kiiitiir>temlamm ln-4I. I'ensidii Meileiiwahl.
.\1 .1 11 d (i.. 15 e r 1 i II : Filtere .\ iiliinr.imnila^c werden immer r'- lit-
zeitin' liekaiiiit;;c;;idicii. Fi.-inz i.cdercr spielt .-ils Partner villi Hri^jitt ■
Helm .jetzt in dem neuen l'f.i- l'ilm : ..lue w iindci h.ire I.ii;;i' der .Nin.i
l'elrowmi". \'.v wird sp.itci iiiil ]'eiiili.iiill n.'ich Amerika uclicii und iii
dem .•;rdl.'icli (üsli- l'ilm (iiiilei h'ciiili.'ii ilts I'cniel die mannliclie ll.iiiiil-
idllc spielen.
I' .1 II I ().. F r i e d e ii a ii : l'iitz Kurt erreielien Sic diireli Star-Film.
Herliii SW is. Fiiedriclistr. Jls.
II e r III i II e W .. \\ i c n : l\.iii l'e|i(i\ ich ist aiii;enlili( klieli in üerliii
lind filmt lici Orplid - .Mcsvlrn ..l'ari-, du Stadt der lache- (..I Jiiaitiej
l.;itin"). Kr ist also stark hesch,ifti;;t.
Hei. \\ !■ i.. Ii o r 1 i t z : Wir cmpfihlcn lliiicn. ein l!ew ci liiiiii;-^-
schreihen hei der Fta einziircielicii.
II a I r .V (■ ,1 r e v - V c r r li r c r i ii . Ii i ii ii n : Il.irrv (arc.v leht in
.Amerika, fiiht .\iitdKraminc.
li e d r y- .\.. li d r I i I z : Zu unserem Hedaiierii kiiniicn wir Ihnen
nicht den Xaniin der .juii;iiii Sch.iiispielcrin verraten, die in dem F'ilni
..l'at und l'.itachdii auf dem l'ulvcrf.il.!" eine .Nchciirdllc ;;espiclt hat.
Wir liahcii iiiiv mehrf.iili erkiindii;!. Sic erf:iliren den hclrcffiMidcn .Namen
jl'.inz si(licr. wenn .Sic an die l'alladiiim-l'ilm, Kdpciili.i;;en. sehrcllicii.
li r e I c S.. II i r s e li b c r n : Wir sind «crn licreit, Ihnen ein .Aiite-
Hiaiiim \ IUI W illv Frit-ch zu hcsdrj;'cii. Aber wir erhielten bis .jetzt nur
die ."id l'f. in Itiicfm.-ii keil, eine Uihlk.iric l;i;; nicht bei. .\lfdiis Fr.vlaiid
ist mit Niebtsch.'iiispiclcrin \ ci heir.itct. .\l.idy I hrisliaiis l'.irlncr in
..F^ilie Frau % iiii Fdrm.if war I'eler LesU». Her \ersliubciie Dciic .Mcirel
spielte in ..M;iii|uis d'F.dii' ilic f.icbhalierrdllc. Sie kiinncn .-in (irela
II:irh() und .Idliii liilhcit deutsch sehreihen. Adri's-c: Uc\ crh - Hills,
Hdll.vwddd.
Fritz !{.. K a m c n z : H.ins Mieienddrff filmt seit ca. tu .l.iliren.
liibt AiildKramnie. .la. auch an der Sprci-hbiihiic täti.u. F",in Kind.
l r m ^ . 1 r d li.. J> e i ji z i ;;■ : Oskar .M.aridii Wdhiit Berlin W. Kiir-
fiirsli-ndamm Uli. hat .im 1. Februar licbiirtstaK. )i\ht .Viilo^ramnie. Der
Wii'iicr Film ..Scliw i'ster Maria", in dem der verstnrhenc Werner l'ittscli.aii
lioeli niits]iielt, wird hüchstw .■ihrschciiilich in der iiächstcii Spielzeit
crselieinen.
I) a s 15 c r k m ;i d e I . A\' i t I e ii .'i n : l.iiis 'l'rciikei i^t iiichl mehr
i-ii Berlin. Seine iclzi;;c .\ilrcs-i-: lld/eii. Vi.i Villurid Fniaiiiiclc .;.
Karl S.: Senden Sie Ihr Maiii|sUri|il an die ..di am;Miir;;isclie AIi-
tiilitiid" einer bck;iniitcii l'ilm;;c-e|ls IlüI. \iidleie!n an die Ff.i. Ucili.i
SW i;S. Koebstr. h— l(i. ;ii die .Natiiinal. Herliii S\\ l.s, F"i icdrii lislr. Id. an
die .\af.i. SW l.s. Fricdriclislr. JJ.i.
I r ni a B.. H a iii h ii r ;; : .M.ix Keinhaiill ist zur Zeit micli in Berlin.
II .1 r r y P i e 1 - V i r e h i e r i n .M.: Il.irrv Piel wirile am 12. .luli
jj,^ in Itiisseldiirf •;cbdreii. l>.ii,\ lliilm ;im Ifi. Fcbrn.ir in H.imbiir«-. W illicjm
Dielcrle wohnt Bln.-\\iliiiei sibirf. .Iciie.cr Str. «. Wir kiinncn tliiien leider
.Mich nicht sajicn. w e I c li c n F'iliulicrur Sie cif;ri'ifei. kdiinteii. s.e
• miivscn selbst am besten wissen, wdfiir Sie i;-cciniict sind. Has Abitur
ist sicher nicht \ dii Nachteil, wenn auch nicht not" endif;.
II i I d c ;; a r d I'"., .N.: A. tdnr;imme \ ii\i anicrik.-iiiisehcn st.ns in
Hdll.vwddd vermittelt das ..Filiiima;:;:iziii" niebt. Schrcibcii Sie daher direkt
I.'ia Haiiidii Ninarri). Kr wird llineii sicher Ihre Bitte erfiillen. Ann W ilh-
>''iitscli iinil llustav Frdhlich widlcii wir Ihnen (icrii eine rnterschrirt bc-
.• inKcn. Senden .Sic uns. bitte, eine Bildk.irtc miii .jedem Kiiiisllcr und
; ( Mark In Briefm.irken ein.
F r i e d a 10. B r c s I ,' ii : Fritz K.inipcrs spielte iiielil in ..Aiiinr
.f .Ski". Mari.i P.iiidler w.ir mit
Künstler \ i'ihcir.'itct. keim»
' iiidcr. .\iii 2(1. .Iiiiii liebiirtsta;;. .Mter wird nicht bck;iiiiil;;i'j;ebcn. Ann
•'«l" j .'iriii P.iiidler eisebiencn kiirzlieli fdl;;cmle drei Filme: ..Dim- li.iiih der
ibiiici iiincii". ..Heirat-ficber ". ..Kill Mddcl mit 'renipcr;iiiiciit '. Fiiseres
issei.s ^cbeii alle Kiins|lcr .\uld^r;imme. Sic kiinncii sieb alsii direkt :ili
I' I e wenden. Brinitte llidiii h.it keine Kinder. Sii- filmt aiif;cnblieklicli :
l' JjKic w niKTerb.ii c I,ii;;c diT Nin.i INtrown:!". \ieilciclit kdiiiml dii>
Künstlerin .iiieb einmal ii.icli Breslau.
,,2 .7 d s 0 f H.. B e r 1 i II : Wenden Sic sich, bitte, an die F'ilmbdrsc,
liorliii-Moabit. Am l'lap.
VI
\ II II a - M a r .\ H.. F r a ii k f u r I - .\1 .i i n : Zu unserem Bedauern
kiiiiiieii wir Ihiicii keine A ir;;.ilieii iilu'r den ciii;lisclicii Miilieniir licrald T.
m.'iclieii. .Sdbalil wir elw:is .X.ihcrcs nher ihn eif.ihieii. werden wir es
Ihnen sdfnrt mitteilen.
P. S.. I) r c s d c n : Ihc lietrcffcmlcn l'ilmkunslleriiiiicii h.ilien .s|(di
alle ins Privatleben zurüekuczducii. Briiim Kastner wiilnit Uln.-( harldtten-
hiir;;. Stiirmstr. ;i. F'ern .\ndi;i filmt nicht mehr.
li i I d a 11 II d T h i 1 d a . B e r 1 i li : W ill.v Frilsch ist sei all. w ie er
.'iiissjcht. rarnicii liiini ist mit dem l{ej;issciir .Vii>;ustd lieniii:i vcilK'inilet.
Maria P.iiidler ist sehiin l.iiij;e Ki'scliicdcii. Jtie Telcididniiiimmcrn der
Künstler Kchcii wir niebt bekaiiiit. .\st,-i Nielsen ist mit dem riissisehen
sch.iuspicler lirc;;(iri riiiii;ira x erheiratet.
F r .1 11 .\l. K. — II., H d r ji c ii (S c h w c i z): Henii> Piirlen hat .im
7. .I.iniiar (icbnrista;;. Keine Kinder. Senden Sic uns. bitte. Imcli (i.."ili.M.
in Bi idniai kell, dann werden wir die Bildk.'irtc siifiirl ;in lleiinv Purtcii
w eilcrleitcn. Km Hciin.x Pdrlen-Biicli u'iht es. Bilder der Kiiiistli'iin cr-
ballcii Sic diu eil den Ifess-Pdstkartem crla.u-. Berlin SW (i.s. .Mcx.indrlnen-
slr.ilJc Uli.
I, I I d H.. W (■ s e r m II II d c : I>ie 'niclrdllc in ..liräfin M.iritz.i "
spielte \ i\ i.iii liibsdii.
Anneliese K.. N c ii k d I I n : l>ic Hildkartcn sind an Wilhelm
llictcrlc w citi-r^icdcilel wiiiden.
lierda F.. Berlin: Hie weihlichen H.iiiidi dllcn in ..l.iebcs-
irw.ichcn ■ s|ijeltcn Aliit.-i .l.ilidv.i nnd lircle Sebiilz. .Aiina-l.isa I!.\diii<;'
lilmt aui;cnblicklicli nicht, spielte \(ir eiiüncr Zeit .als P.irtnerin von
liiinn.ir 'rcdn.ies im ...Siinb" (\ oi\ l'arl Stcrnbeim) auf der S|ircclibiihiie.
Herherl B.. Dresden: Olf;:i Tsehcchowa wohnt Berlin NWl';!.
Kliipstdckstr. L'.'k am ill. .April in .\le.\aiidrd|iol (Kaiik.isiis) f;;cb<ireii. };o-
sehii'dcn. ;iibt .ViitdKr.immc. aiiucnhlicklieh in Berlin. Ihr neuester Film:
..Weih In Fl.imuicn". In .\ibclt: ..Ili.iiie. die llcschieble einer Pariserin''.
I". r I c h li., AI i II d e II : licid.i .\laiirus widiiil Jtln.-W ilmersddrf. Hii-
benzdlleriid.'inim .'c'. Am i'.i. Aiiniist in Krd.'iticn ;;ch(ircii. Fiiv erheiratet.
^i|iiclt die 'ritelridlc in dem neuen l'iitz I.aiin-I'ilni ..l'raii im .Mdlid ".
I.icii Itvcrs ist unvcihelratei.
H a n 11 s B.. M d r e li c n s t e r n : Sendi'ii Sic uns. hlitc. eine Bild-
kartc villi ll.'irr.v Piel und liir.\ lldliii und I Alark In Bricfimirkeii. d.'imit
wir Ihnen die riilerscbriflcn der heideii Künstler iicsiiinen kdiinen.
K I I s a h <■ t h W .. B r e s I :, 11 : Her 'l'a-. an welchem It.- ni No-
\.arrd zum crsleniii:il in Berlin |.ersdii|ich ;iuflri'leii wird, steht mich
nicht fest.
Hanna, Berlin: W ill.v l'iitsch widiiil Blii.-rh.irldilenliiiri;. Kai-
scrihimm Sl.'i. Sein rielillK'cr Name. Am 27. .laiiinir in K.ittow it/ ;;('boren.
I) d r a P. a ii s W c i LI e n s e e : Itcii Filnualcr \ nii F.lisabetb Bcrfiiier
Im ..Heiner von Flnrcnz" spielte I diir.id \ciilt. Fred I.duis l.ercli wdlint
Berlin \\ , Kiirfürstcmluiim ;'i7. Pcnsiim Kcuimi. um erheiratet, fi'll't -Autd-
^;i.imiiie, am 2S. .März in lansd'irf (Ocstci reich) ^chdicii. Krnst \Vinar
filmt iidch, mit rdictic Brettl \ crhcir.ilet. laust \'Mehcs wiilint Bln.-Cliar-
Idltcnburf;-, Niehiilirstr. 7li. bei llallie. W alK-r SIcz.ik wiiliiit Bln. -Friedenall,
stiersIr. M-1.').
I.l 1 i B.. .M a ;; (1 e b 11 r ti : Anii.x Oiidr:i wiilint Bln.-('li:irldttcnburK.
Klirfurstciiil.'iiiiiii 17s. Nächster Film; ..Hie .Iiiil^fr.iii von Paris".
F i I m - I, 11 r i aus II ii 1 I y w o ii d : \'l;;;;(> Larson lebt, filmt nicht
mehr, wohnt Blii.-Wilnicrsddif. B.ibelsbcrKcr Str. 1. vcrlieiratot. W aldemar
psylander ist freiwillig; ans dem Leben sc'^ehleden. Die Adresse des
llliisir. I'"ilmkiiiicis ist Berlin W !». Kiitheiicr Str. 37.
Teddy. Berlin: Fr.iiik M.nidii lebt In lloll.xwddd. F'.r sibt
Auldfirammc.
M. Seil, ans H :i ni b n r ;; : licrd Bricsc wdlint Bln.-^\■ilmcrsddr^,
N;,ssaiilsche Str. 2S-l".1. rii^cf.ihr fünf .lalire beim Film. Sein erster Fa -
fdl;;: ..KiisenmunlaK". Fn\ erheiratet. I.v.i ile Piitti wohnt In Beverly-
Hills. Hdilywdiid. K.'ilifonilen. FiiKariii. Ossi l)sw;ildas riclili;;er Nanio
ist Osw.alda Sta.nllch.
Irmgard S.. M a s d e h ii r n : Die iiäclistcn Filme \dii Il.irr.v
I.iedtke sind: ..Der Fasehiiinsprinz" und ..Ich küsse Ihre Hand. Mad.imc'.
Harry I'iid arbeitet an ilcr ...Mittcrnachlst.ixe". nnrj Livin Pav.inelli wird
bald In dem Hcnii.x Pdrten-l'ilm ..I.icbfr.iuenmili'b " zu sehen sein. Harry
I.iedtke li.-it .im 12. Oklidicr. l.ivid Pa\.inclli am .s. Se|itember lichnrlsiaf;-.
liiista Kkni.in wnliiit Stdidilidlm. ll.jdrthde s\ .•|i;cii. Fritz K.-impers Bln.-I'har-
Idttcnbiiri;. W .lilzstr. 22. Diirili den 1 lliis|rici tcn Filmkiiilcr (.\drcssc an
anderer Stclli'1 crh.allcii .Sic alle Filnihcse|ireihnn;;eii. die Sic wunsclion.
li e r h .-1 rd K.. N c ii k ii I I n : Kichaid 'r.inbcr erreichen Sic durch
d.is .Mclrdpid-Thciter. K.-ilhc Diirscli w (ibnl • Bln.-I.iclitcrfeldc, Dr.ikestr. Sl.
I'nscrc Aiild^iammt.'i^c werden immer voibcr niitKel''ilt.
.1 d h a 11 n B.. Dussel d o r f : AVenilen Sic sich einmal an die l'fa.
Berlin SW (W, Koebstr. S— Id.
K I o t h I 1 d c F^. I> II i s h n r u : In dem Film ..Fntcr der Laterne"
(..Trink, trink. Brüderlciii trink "i s|iieltcii LIssy .\rna, Matthias ^\ icnuinn
und Paul HiMdcm.'inn die Haiiptrollen.
Will y A.. II .1 11 11 d V e r : Blllie Diivc ist durch die F'irst Xatiiinal.
Burhaiik-lldlly w ddd. Kai., zu erreichen. Die anderen KiMiaiinten anierlka-
nischcii .St.iis wdhiicn: Bex crly-Il ills. Hollywood. Pat und Pataclioiis An-
schrift: P.i Iladill 111- Fl Im, Kd|ic>nb;i(;cii.
F" r. H., II II h e n : Alaria und Didiiiira ,I;ieobinl sind llcschwister.
.A II t o II H., D o r t 111 n ii d : .Aber nein, w ir sind Ihnen nicht bö.sc.
wenn Sie F"ra«eii stidlcn. Im licycntcil! Ein APiniiskript unter dem be-
treffenden 'J'ltel e.xisticit unseres Wissens nicht. .Senden Sie das .Sujet,
bitte, direkt an die I"ilni!;-escllscliaft. Die F'ilminaniiskripte werden im
.■ill;;cmcinen mit KUKI— Kl (Hill M:irk hdiiorlert.
D i t a P a r I u - A' c r e h r e r . Leipzig: r)lta Parld kehrt in
.illermli hstei Zelt wieder nach Berlin zurück. AIökUcIi. dali sie schon
liii I ist. wenn diese Zi'ili'ii erscheinen. Ihre bislieriKc -Adresse: Berlin
W. .Mdtzstralie »<7. Sic ;;ibt .\utd^r.iiiinic.
.\ n n e I i c s e A\'.. (' b a r I e t t c n b ii r ;• : Lia Eibensehiitz woliiil
Bcrliii-I hai lottiMibiiri;. ri.insew itzsiralJc :i. mit Kiiit A'espcrmann verliei-
r.ilct. rihirlolte .\iidcis' .\dicssc: Berlin-riKirldtteiihnrn-. Knescheckstr
Nr. 27. Kiulolf A alentinos Bruder lebt in Hollywood, Jawohl, er soll
filmen.
<>l;if l-'.joni Hcrliii-W iliiiciMlorl'. \;iiitcinT Str.il'H- )s. |>io Kiinstlfr ;;cli('ii
.■illc AiitDKr.MiiiiiP.
M i <• z (• I.. H r (■ 111 (• II : \U\us ]{i;niso\\ cttcr iiml W.illiT Slc/ak sind
Ictii«. ül'iill' ;;i'li(ll AulllulMIlllllI'.
K ä t li r II 11 >l r I i t z . 1{ ii s t r i II a c n : .l.iwiilil. in dein Kiclilii'ii;--
I'lliii ..Scliiiiiil/.it;rs ticlil" (..Solls"! ^jiirllc .■nirli }|;ni» .VilalluTl \ im
ScIilcHow mit.
(! i s (■ 1 !i II.. (■ li :i 1- I (I t I (• 11 li II r - : Der Kilm ..D.is (;r:iliMi:il einer
;;riilien J.ielie' i.»t :ini i'ii. Dezeinlier im ri;i-l\il.;ist .im Zeil iirjuil'^eliilirt
uiinleii. In ili'ii Il.'iii|ili'<illeii; llini.'iiiMi Hai. ('Ii.'iiii Kev. Kii.'ilvslii H.'im.i-
li:iu
N II r 1' 1 i I -i (■ li - V e r <• li r e r i )i . I" i .-i n U f ii r I - .\l a i n : K-
•tiiiimt '.(■|ii;n, Willy l-l-il^eli spielt die miiiinlielie IlMiiplKdle in dem neuen
l'rilz l.aiiH-l'ilni ..l"i:iii im .Mund'. liizwiM-lien liat sieli llir W iiiivcli
i'rfiillt: \\ illy l"i'it~i-li .-pielt wieder mit l.ilian ll.ii\e\ /iisaiiimen. und
/war in dem lla-rilm ..Ihr limUler l'nnkt ".
(i. '/... i{ e r 1 i 11 : W.'iininiidd \.in Itiel i'i reiidieii Sie diireli dii' ]>el'ii.
Iterliii - llaleiisee. ( ieern^lialie. Iter Kritz l.aiit; - l-ilm ..l'r.iii im
Mcriid' ers(dieiiit eist in der näelisten Spielzeit. Die ll.iiiptriilleii spielen
(ii rd.i .Maiiins. A\ illy rrilseli. .Margarete Kupfer, (Iiisil M.irlv-(istett<>ii-
lijiiicr.
ti. 7... Leipzig-: .\n wirUlieli Rillen l'ilnistidfen liat jedi' Kilni-
nesellseli.il't Interesse. Vielleielit
wenden Sie sieh einmal an die dr.i-
m.itiirniselie .Miteiliin;;' der l'fa,
lierlin SW dS, Koelistral.!e «-10.
J) I) r a r. H e r I i n : N.ieli den
sill>;emeiii f;iilti;;i'U (ielir.-iiielieii im
Zeitnnus^cw eilie werden iiielit .-ili-
neliulie iirielC ii.ieli 1 \\ iiclieii \ er-
Zeitiinns:;i\> 1 I ■.!• \>
neliulie iirielC ii.ieli 1 \\ iiclieii \ ei
niclitet.
S t r e I i I z
KnelistraUe fil. Die niäniilielii'ii
llaiiptriillen in ..Kiiiii« der Ku-
iny.e' spielten \ietiir Varkoni und
Hndiilf und .li>se|ili SeliiliiUr.'iiit.
.Nein, man kann in Hiieliliaiidliin-
■;i'ii keine Filniniaiiiiski iple k.inten.
II n ;;■ i> l'.. 1" r e i li e r s : Kiii
AntoKiamm (= iN;;i'iiliainliKe l'ii-
d I. I r : L\a de l'iitli. Dolnres del
lüii. Inici;;ene Holiertson wohnen,
liexerlv - Hills. Ilidlywood. Kai.
lietty liiid wohnt lierlin W. Kiir-
l'iirstendamm i':'(i, Iw.i \\ .inja Her-
lin-Cliarlotteiiliiirf;-. DeriilMirnstr.ille
\r. .'i^i. Dolores U«'! Ifio ist «c-
seliiedeii.
I" r a II .\l i a \V.. H e ii t li e n :
Donylas Kairh.iiiks. der (lalle \ im
Mary l'iekfmd, »ohiil Iteverly- l^'VlUTiaai. rDIIL'lll. OlPCl
Hills. Hollywood.
K r n s t \ e e h es . V e r - Lm^^^t^mt^^^^m^^^m^mm^mmmm^^^
e Ii r e r i n . H a iii l> n r k' : Ca-
iiülla llorn lih'ilit vorliinrip; iioeh '
in Amerika. Kriist X'erelies' l.ieli-
liimsldnnieii sind Hosen. .leiiiiy Jw^o iiml Ileniiy Torten werden .in
die talli^eii .Aiitonrani erinnert. .Maly Delsehaft woliiit lierlin \\ . W il-
lelsl.ailier Stralie Jf*. hat am I. Dczemher (Jehiirtst.i;;. ist niil einem Kaiif-
m.'iiiii verheiratet.
.\l a r K a r e I e II.. I" r i e d e ii a ii ; (iii-tav V'rühlieli ist i.iil Klizza
la I'orla iinselälir seit einem .Inlir entlolit. (Jleieh zum l'iliii. Carnien
$t\Ü^tt fO ttßtt)D6
un6 gealtert bor
0^mtt
um 3cil)u
6urd) 6cn löifTcnKtaftlid)
funöicrtcn ncuucn-nä()rftpff
BIOCITiN
i^ci'ijcftcllt nad) 6cin L'^cifahicn v. Vvof. fvibcimann.
Darum: ocl^ bcinc Hcrucn in otanM nimm
Bipcitin! (Prböltlid) in 5lpDtl)cfcn u. Drpiicnl)anLMci.
Drudfad). t'Dftcnl, i5iDcitinfabnf, Berlin SW 29 Fm.
Hauptrolle in den» IIosrPw.TM-FlIni ,.<;"seliielitpn ans dein 'Wieiipr AValiT'.
Diireli diese Firma (SW Is. Kriedriehstralie iäd) z.ii erieieheii. Sehwede. .1a-
wohl. AVilhelm Dieterle ist aiieli im l.cdien n:«''«;'" ^o selilieht wie in
seliiin l'ünien.
(i i s e I a li.. H e m s e h e i d : I»oii;;las Kairhanks" .\ilresse finden
Sie an anderer Stelle. .\in 2:1. S\:\i (jelioren. Das .VIter wiril nicht he-
kaiintseyehin. Kr hat einen Sohii. iler elienfalls Douglas lieilit. Sein
iieiiesier l'iliii: ..Der \ierte .Musketier". Hosen. Heilen. .Villen iiinl
Haare dunkel. Dnreh den Verl i;; .M.ix .Mattisson. .\dresse ;iii aiidertr
.stelle, erhalten Sie sielier (las (iew iiiisehie. Koiiald Colman. ('nl\ er-Citv.
K.iliforiiien; Harry l.iedtke. Hei lin-tuiiiiew.-ild. liisin.irek.-illee Ifi. ICiii
Nierteljahri'sahoiineini'nt des Kilmnia^aziiis kostet .j.Jil il. ziizüfiplieli I'orto.
K ä t !■ II.. II .1 n 11 o V e r ; Hairy Halm widiiit IvcrIin-IIaleii.see, \\ est-
f:i|is(dii' StralJe ;!!. hat am IT. .laiiiiar (iehnrlstaf!;. ist mit Xielit-Selian-
s|iielerin ^ erhidratet. Kred laniis J.ereli ist ledi)r. hat am i'S. >l:irz (ie-
liicrtst.i;;-. wohnt lierlin W, Kiirriir-teiid.-iinni ;!7. l.ya Maras .Vdrosse:
lierlin-Wi'steiid. I'oninieriiallee ä. (ielmrtstajr ifM 1. -\ii;;nst. mit Friedrieli
Zeliiik verheiratet. I.i.iiie Haid. mit li.iron Ilaymerle \erlieiralot, wohnt
lierlin \\ 1.'). Dnisliiii^er -Stralie !.">. wurde am Ui. .Vii^iist in Wien frc
lioieii. .\lle Kiiiistler ycheii .Xiitosiainme.
(i e r d .1 II 11 d Ii e r t a ans Kiel: rr.ink .Marion ist iiieht .ler
Minder vdii (Isk.ir .Marion.
T. (i.. 1..: Der Kilni ..Kampf ums .Matterhoni" wurde vor iiiiKef:ilir
^ iei Wdelien im l'fa-I'alast am Zoo nianf'iefiihrl. I'eter \'oü wohnt
lierlin W'. I'.iriser Straße .'i.
K 'j: o 11 v o n .1 o r d :i ii - \' e r e h r e r i n . K r f n r t : Die H;nipt-
ndlen in ..Was Kinder den Klleiii \ erseliw ei';eir' spielten: .Mary .lolin-
son. Elisahetli I'in.i.jeff. Kriist Ve-
nhes. Andre .Mattinii. Xina \aiina.
Hamon Xovarro wurde am (i. Ke-
liin.ir in Diiranso (.Mexiko! «c-
lioren. Noch nicht in Hi'rlin. Wird
\orher niitucteilt. Knun von .Tor-
(l.in ist .sein- viel an der Spre(li-
liiihni' täti<r.
II o r s t K.. .\ I I e 11 ^ t p i n :
^liUon Sills Viliiit fleiUi;?. Vor
einisi'r Zeit erschien in lierlin
sein Kiliii ..Kampf im Tal der
Hieseii". Colleen .Moores neuester
l-iliu heilil: ...Mädel sei li -h ". Vom
Cl.ira lio« erschien kürzlich ..Hin
ich Ihr Typ?" li.irh.ira Keiit wird
ielzt in I)i-nts<dilan<l filmen.
H i I d p S.. M ii 11 e h i- n : Die
.\dresseii cler i;eiianiiieii amerika-
nischen Filmstars finden .sie an
anderer .stelle. .\nii:i .M.iy WoiiK
erreichen Sie dnreh KichherK-
Film. lierlin SWIS. Friedriehstralio
.\'r. 171. tolleen .Motne 'durch First
.X.ition.il. Hill Ipink-IIolly wood. Kai.
(Irete Ifeinu.ild iiiiil .Mary Kid
wohnen lierlin W. Kurfiirsten-
damui ;!T. Hensimi ]{e>;ina. Kvelyii
Holt wohnt lierlin-Charlotteiihiirt;.
Schiliei-traUe 121. Hri;;ilte Helm
Herliii-Dahli Im Winkel .'..
K 1 I i' II .1 a c k o o r , L P i p -
■/. \ K : .Vlier selhstverst/indlieli, .lack
Trevar Iilciht heim Film. Ktvva
:i— I .lalirc. .Sie erhalten ein JJucli
iilier das Filmmaiiiiskript im Vpr-
l.is Max .Mattisson. lierlin SW IS,
Hitln-tral.ie 71. .Senden .sie Ihr
Manuskript in Form eines Kxpo-
ses d' — .( .Schreihm.iscliiiienseiteiij
direkt all die Filninesell.sehafteii.
wie l'fa. lierlin sW (,s. Kochstniüp
Xr. s— Kl. Xalional. sW 4«, Fried-
riehstralie Id.
D 0 r a . t; ö r I i t z : Willy
l'ritsch vvoliiit lierliii-Charlottpii-
hiirj;-. Kaisprd.'imm ii."i, und hat am
il. .lanu.ir Cphiii tsta«:. Das .Alter
w inl nicht liek.iiinl?;c';;elien.
F i 1 m s e h w ii r in p r i n Ur-
sula T.: .I.iwidil. für ilie Hesor-
^11111; vmi .Vntonrammen herpclineu
wir .lO l'f. (in liriefniarkpii zu sen-
den) |iri) iiildk.-irte.
H e n - H p I. in R i k a : Hri-
üittc lli'lni wohnt Herliii-Dahlein,
Im A\ iiikel 5. In Slrindherfcs
..H.iiiseli • spielten I.ars Hansoii
iiiiil (üiia Malles die Hauptrollen;
fiiilier wiirilp dieser Film mit der
Xielsen niiil .\hel );ptlrplit. In der
..(irolien I'ausp • spielten llenny
Horten, l.ivio I'av.inelli. W'.ilter
SIezak. Iwa Waii.ja ilie llaiiptrellpii.
H erst W'.. K i) II i f; s h p r gr : Ol;;.! liaclaiiova ist Hiissin lind von
Sam tloldwyn iiaili Hollywood verpflichti't. N'era Schmittprliiw spipitp
eine Holle in ..ICiiie kleine Freiinilin hranclit ja .jedpr .Mann".
.S. (). S. 1 (< : .lawulil, der .Name (iiiniiar Toln.-ies ist ..echt". Tolnaes
i^l Xorwcjjpr, wurde am 7. Dezpiuhpr in Oslo hc'""'''". unverheiraKI. Hans
.Mhers VNohiit lierlin. I.ennestr.ilJe 7. (»skar MaviO'; K'hl AiitOKraniinP.
I\aii l'etrovich erreichen sie durch dii' (irepnbaiiin-Filiii. Hprliii SW G8,
KochstraUe IM.
K i n F r e n n d \ o m F i I m n ii d M a fr a z i n : Dita Parlo und
Käthe von Na^j ;;(dieii .\ulo^;raminp. liildkarleii von Filmstars erhalten
Sie in .jeder liessi-ren I'aiiierli.iiidliiiifC. Dita l'arlo ist im Aiispnhliek noch
in Hollywood.
Z v\ e i I' i I in f r e u d i n n p ii a ii s W a I d p n h n r s : Hciinon Xn-
xario. Heverly -Hills, Ilidlywood. Kai.. (iehurlstaK: fi. Fehriiar. J,ya .Maras
Adresse: lii-rlin- Westend, l'oniniprn.illee ."i. tiehiirlsta";: 1. .\ii)iiist. Liane
ll.'iid wohnt lierlin W 1,'>, Diii~lun;;cr Sir.ilJe i:>. (iehiirtstai;;: Ifi. .Viikiis'j
Maria Händler li:it am 'M. .Iiiiii (ielmrtst.'if; und wulint Herliii-HalpiisP'
.\ll(reclit-.\cliillcs-StriilJp ,'>a. l.ili.in ll.irvpy w nrdp am 19. .laiiiiar gplioiPi
.\drpssp: liprlin W l.'i, DiisspMorfpr Strali'p 47.
Kitpl K.. li r e s I a u : .\l|p Kiinstlpr Kchen .\ntosr;iiiinip. Sendi^
sie uns. liitip. eine liildk.irtp «Ips hetrefrenden Stars und Mt IM", in Hrie.
m.irkpii Pill, d.iiin wprdpii wir lliiipn piii .ViitOKiamm hesorfren. Os
(Iswsilda wohnt lierlin W tu. HulieiizollPriistr:iUp II. Tliplina Tod j
lievcrly-Hills, Hollywood. Kai.
(! •;. K.. (; e 1 s I j 11 •; e n ; Fritz l-an}; i.st diireli Fritz Laiifr-FilnJ
lierlin SW is, Fri<'driclistralJp ■-'21. zu erreichen. Dio .Vdrpssp ilpr Kiiipikili
München. Soniienstr.il.;e l.'i. Das Filmmaf;.izin hrui);! mir Hihlpr von Filnij
(;roUeii, aher niilit von .seinen Lesern.
Sdiaditel
1.90 M.
Jfa^Theater werden mit
Verkaufsstellen:
■ Kurfürstendamm 236 Beothen, Bahnhofstr. 13 Braunschweig, Münzstr. la Bremen, Hcrdcntorstcinwcg 5 ' Breslau, Junkcrnstr. 38 40
Ikcplatz 2 Coblenz, Schloßstr. 35 Dortmund, Kciiscrslr. 6 Dresden, PraiJcr Str. 35 Duisburg, Kuhtor 2 4. Gcncralanzeigcrhaus Düsseldori,
.isenach, FraucnbcrjJ 9 Elberfeld, Altenmarkt 13 Essen, Huysscnallcc 93 Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 59 63 Halle, Masjdcburger
burg-Nord, Gr. Bleichen 31 Hannover, Bahnhofstr. 13 Karlsruhe, Kaiscrstr. 205 Kiel, Holstcnstr. 61 Köln, Hohe Str. 64 Königsberg,
Leipzig, Rudolphsir. 4 Lübeck, Breite Str. 19 Magdeburg, Breite Weg 3 b Mannheim, A. 2. 5. München, Salvatorslr. 18 Nürnberg,
Färberstr. 16 Stettin, Moltkcslr. 5 Stuttgart, Rotcbühlstr, 41 Wiesbaden, Wilhelmsir. 18.
AuBerdem Verkaufsstellen in weiteren GroB- und Mittelstädten des Reiches.
e l>lUli.eticl
sieltsi
aus!
..Was für rosige Wangen,
was für eine volle Figur
hast Du doch bekommen !"
„Ja das verdanke ich nur
den Eta-Tragol-Bon-
bonS." Die unschönen
Knochenvorsprünge an
Wangen und Schultern
schwinden. Pfund für
Pfund nehmen Sic zu, an
allen Körperteilen zeigt
sichFettansatz.Unbchagen
und Unlust weichen, und
nach ein paar Wochen hat
das bisherige schmächtige
Aussehen einer vollen
ebenmäßigen Erscheinung
Platz gemacht. Durch den
Genuß der „Eta-Tra-
gol- Bonbons" läßt
sich das Körpergewicht in
einigen U'ochen um 10 bis
30 Pfd. erhöhen. Zugleich
schaffen sie aber auch, in-
dem sie die roten Blutkör-
perchen bis zu50" rivcrmeh-
ren, Nervenkrafl und Blut.
Zu bezichen von der
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izelpreis 40 Pf, für das Heft. Bezugspreis durch die Posl monatlich 1.75 M. Verlag: Illustrierte Filmwoche G.m.b.H., Berlin SW 68, Kochstraße 6—8. Schrift-
1 1 u n g A. Rosenthal— Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oesterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien 1, Domgassc 4. Verantwortlich für Anzeigen
jlhelm Schaefcr, Charlollenburg. Anzeigcnver waltung Bcpa-Vcrlag, Berlin W 35. Blumcs Hof 5. Kupfertiefdruck: August Scher! G. m. b. H, Berlin SW 68
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Pichard Baribelmes und Betty Compson in „Das Lied von Sing-SinQ"
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dem Gegenspieler die Stellung zeigt.
Natürlich wird so nicht jede Szene vor-
^jespiclt. Bei routinierten Darstellern ge-
niigen oft Andeutungen, mündliche An-
weisungen. Aber manchmal genügt das
Wort nicht. Vor kurzem wurde die
Fra^e aufgeworfen, wie man sich hin-
setzt, wenn man einen Frack anhat.
Drei Schauspieler, und zwar ganz be-
ncr vorspielt, nur an. Sie geht aber bei
der Aufnahme aus ihrer Reserve heraus,
knickt unter dem Angriff Fröhlichs fast
ganz zusammen, biegt sich zurück, um
auch ihrerseits anzugreifen.
Wir sehen diese feinen, kleinen Nuan-
cen auch auf dem obersten Bild der rech-
ten Seite.
Hier markiert Fröhlich, während May
Kn
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kannte Namen, hatten darüber ganz ver-
schiedene Auffassungen, und doch war
die Lösung des umstrittenen Rätsels
cijgentlich ganz einfach.
Es gibt nämlich gar keine Regeln dafür.
Man setzt sich einfach auf die Frack-
schöße. Die Zeugen dieser Debatte und
die Schauspieler selbst wollten das zu-
nächst nicht glauben.
Man beschloß, auf zwei ganz exklusi-
ven großen Bällen wirklich tonangebende
Männer zu beobachten, und es stellte
sich heraus, daß der Regisseur recht
hatte.
l'hüt. Ufa
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rßcMw
Der Scheich und der Sohn des Scheichs sind zu be-
rühmten und erfolgreichen Filmpersönlichkeiten
geworden. Wen wundert es da, daß die ameri-
kanischen Textdichter, die schließlich pro Jahr für
siebenhundert Filme Ideen finden müssen, nun auch
darauf gekommen sind, daß ein richtiger Scheich auch ein-
mal eine Tochter haben kann, die Filmabenteuer zu be-
stehen hat.
Man läßt also in einem neuen Paramount-Fiim Zaida,
den Sprößling irgendeines mächtigen Wüstenfürsten, aus
Amerika kommen und will sie dann mit einem Bcduinen-
häuptling verheiraten, der den poetischen Namen Kada.
der Schakal, führt. Die junge Dame hat nach ihrem
amerikanischen Aufenthalt kein Verständnis dafür, daß sie
ausgerechnet den Mann heiraten soll, den die Familie
bestimmt. Sie lehnt also die Vermählung mit ihrem Lands-
mann Kada ab und interessiert sich mehr für den Kapitän
Colton, der irgendwo bei der Fremdenlegion dient.
Leider findet das Interesse nicht die nötige Berücksich-
tigung, denn Herr Colton kümmert sich viel mehr um
Wanda, eine schöne Engländerin.
Es ist schon mehrfach in dicken Büchern untersucht
worden, was der Frau erlaubt ist, wenn sie liebt, und die
Handlung des Films ergibt ein ganz neues Kapitel für der-
■••rmmis''----'^'
"^*^.«y»l)',, -
An die StellP Hm- ^ ^'"^^^'^ entführen.
^ ""» uer oarnison
hallen. Uilfercnzcn mit Herrn Kada
i^'c amerikanischen F,lr«i^ ,
-^ e,ne n.cht gerade alhth :"*"'^'^'^- ^^ Ka.pf
'ast unglaubliche We,se Si' ''•^'"^'^ märchenhafte und
--S Hauses einen Filni. der d-lZTl " '" "^'"^^
von Soldaten zeigt. ""^* ^°" Tausenden
V^i^erstämme den^Tr .k^ch: ''r-^^^'^^-h- w.lden
^- Garnison .st gerettet und .: ■?''"''" ''' ^'^^t.
^a.da w,rd von d "''"'^" ^'"^- -f^-
^-P-, d,e .iH^I^^:-!-^^^-- ^^^^ ^-'-^'^ ver-
-"■de Richard Arien üb^rt 1 "'^'"- ^^P''^" Molton
«anten Schauspieler. Das Mih"' ""!" -"^^-ten. ele-
^-ffen, wie denn überhaupt d^ ' . ^"^^--'^hnel ge-
-"^ R-'der ergibt von e "T'"'^ ^^^"^ --^er-
-^-.a.nceWre:X.;^;--fr^Kr^'^
' "*^' 'm Kahmen
einer eigenen Produktion bei der P.
I.«bscher B.lder hcraus.ebra . h , d ""°r' ""' ''^""
DeuUchland Beifall ,,„dl ' "'■ ''" ""''"'■'*' "eh ■»
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klar a„( der Hand. Man will Ah u\ '''''" '''«'
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beinah in Europa und Amerika p""'!^ '"'""'■ ••-
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noch unerforschtes Gebir d!" Tl'" d"" "" '"'""
«ichnen sich nicht nur durch k- ^^ ' "" *""='"'"•
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Aus der i'ja-Drulig \\ pchcnschuii. — .\tifnahiiien Schert.
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Die Amerikaner verlegen ihre Filme neuerdings gern in
das englische Europa. Dafür haben sie zwei außer-
ordentlich wichtige und einleuchtende Gründe. —
Sie entrücken das Milieu der Kontrolle ihres heimi-
schen Publikums, können sich im Manuskript und in der
szenischen Durchführung mehr Freiheiten lassen und kommen
gleichzeitig der Mentalität unseres Erdteils entgegen, die
gleichbedeutend ist mit einer verschärften Wirkung auf das
europäische Publikum.
Norma Shearer, der bedeutende Star der Metro-Goldwyn,
hat sich mit Vorliebe in der Darstellung von — vom amerika-
nischen Standpunkt aus gesehen — fremdländischen Typen
beschäftigt. Sie spielte, um nur ein Beispiel zu nennen, das
auch bei uns sehr bekannt ist, die Käti in Alt-Heidelberg und
erscheint jetzt in einem Film als kleine Schauspielerin. Man
hat als Überschrift für dieses Filmspiel nicht ohne Absicht das
Wort ,, Komödiantin" gewählt, denn es handelt sich um eine
kleine wandernde Truppe, wie wir sie auch in Deutschland
kennen und deren Wirkungsort man gern mit dem Wort
,, Schmiere" bezeichnet.
Allerdings ist es nicht das Milieu Strieses, sondern diese
Vorstellungen irgendwo in der Nähe von London stehen in
ihrer äußeren Ausstattung auf ganz großem Niveau. Sie zeigen
ein Maß von Ausstattung, das man hier in Deutschland an
manchen kleineren Theatern kaum finden dürfte.
Das liegt wieder daran, daß der amerikanische Film in erster
Linie auf das Auge gestellt ist und so viel Schönheit und Niveau
verarbeitet, wie irgend angängig.
In dieser kleinen englischen Truppe wirkt Rose Trelawney
als Liebhaberin, verliebt sich eines Tages in einen jungen Mann,
den sie auf romantische Art kennenlernt.
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Nornia Slieorer als ,.Kumödiantin"
l'i^l. M.O.-M-
rieht, den man dem frischen, leben-
digen, natürlichen Menschenkind er-
teilt, wird zur Katastrophe.
Schon die Tatsache, daß sie eines
Abends Klavier spielt, während die
alten Herrschaften sich am Whist er-
freuen, führt zu einem großen Krach,
der aber gar nichts ist gegen den
Sturm der Entrüstung, der ausbricht,
als Rose eines Abends ihre alten Kol-
legen empfängt, die etwas mehr Lärm
machen, als es im Hause des Vize-
Norma Shearer und O. P. Heggie
Normo Shcorer und Ralph Forbos
Eines Abends kommt es, wie das bei jungen
Leuten häufig passieren soll, zu einer Liebes-
szene, die von den Kollegen und Kolleginnen
belauscht wird und die schließlich — die Ge-
schichte spielt in England — zur offiziellen
Verlobung führt.
Aber der junge Bräutigam hat die Rechnun<4
ohne seinen Großvater gemacht, der wohl die
kleine entzückende Frau, nicht aber die Schau-
spielerin in seiner Familie willkommen heißen
würde.
Die Braut nimmt vom Theater Abschied, um
sich im Hause des alten Herrn für die Ehe vor-
zubereiten.
Aber der aristokratische Anschauungsuntcr-
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MaauBMoaBaik
kanzlers zur nächtlichen Stunde im all-
gemeinen üblich ist. Die Geschichte
endet damit, daß Rose das Haus ver-
läßt. Sie kehrt ans Theater zurück,
verliert aber auch hier bald jeden
finanziellen Rückhalt, weil die kleine
Truppe pleitemacht.
Arthur Gower ist verschwunden.
Man sucht ihn überall vergebens.
Schließlich löst sich alles in Wohl-
gefallen auf. Der alte Lord finanziert
ein Theaterstück, in dem Rose die
Normo Shcarer und Ralph Forbes
Hauptrolle spielt. Sie ist überrascht und be-
glückt, als sie auf einer Probe erfährt, daß
ihr Verlobter ihr Partner sein soll.
Aber dazu kommt es nicht, denn der alte
Gower erscheint wie ein deus ex machina,
gibt seinen Segen, so daß es statt einer er-
folgreichen Premiere eine fröhliche Hochzeit
gibt.
Das Ganze erzeugt den gleich guten, be-
friedigenden Eindruck, wie ihn ein spannen-
der, fesselnder Roman zurückläßt. Norma
Shearer gibt der Rolle, wie das schon die
Bilder erkennen lassen, ihren ganzen Scharm
und ihre ganze Anmut. Ihr Partner Ralph
Forbes zeigt alle Vorzüge der amerikanischen
Heldendarsteller.
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•vcr^
^JÜ^"^
Im Berliner Wintergarten, an derselben Stätte, wo
damals die Aufnahmen zu Jannings' großem Film
„Variete" gemacht wurden, arbeiten jetzt hoch in
der Luft die drei Codonas, die wir hier im Bild zeigen.
Es sind dieselben Künstler, die auch in dem großen,
bahnbrechenden deutschen Film mitwirkten und die
man auch auf den Bildern sieht, die wir aus dem Film
hier auf dieser Seite bringen. Die drei Codonas haben
ü^brigens ihre ausgezeichnete Arbeit im verfilmten
Variete erst vor kurzem sehen können. Sie waren
begeistert, nicht nur von ihren eigenen Aufnahmen,
sondern auch von Jannings und Lya de Putti.
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VON M AR/ANNE RASCH IG
In den Händen vieler in beruflichem Zusammenhang ste-
hender Persönlichkeiten fielen mir gelegentlich Ähnlich-
keiten und Gleichartigkeiten der Handlinien auf. Oft
auch wurden Gegensätze in den Charaktereigentümlich-
keiten, die sich jedoch zu ergänzen geeignet waren, sicht-
bar. Man kann gleiche Beobachtungen wohl auch von den
Handschriften und Gesichtszügen von Menschen machen,
die der Art ihrer gtnieinsamen Tätigkeit nach gegenseitig
durch gleichartige Erlebnisse stark beeindruckt werden, bei
Ehepaaren, Lehrern einer Gemeinschaft, Mitarbeitern gro-
ßer Unternehmen und Ämter. Im Handbild des Filmregis-
seurs und der mit ihm besonders häufig arbeiten-
den Filmschauspieler fand ich oft überraschend große
Ähnlichkeiten in Form und Abmessungen der Handlinien.
Es braucht sich dabei nicht um ständig fortgesetzte Zusam-
menarbeit zu handeln, was z. B. bei Film und Bühne nur
in seltensten Fällen stattfindet, allenfalls bei Ehepaaren
wie Joe und Mia May, Zelnik und Lya Mara, Eichberg
und Lee Parry, Nelson und Käte Erlholz.
Um Ähnlichkeiten der Linienführung zu rechtfertigen und
ihre Entstehung zu begünstigen, ist ein ständiges Be-
eindrucktwerden nicht unbedingt erforderlich, wenn es nur
intensiv genug ist. Es genügen ja schon, wie wissen-
Serie II.
schaftliche Untersuchungen ergeben haben, die feinsten,
kaum merklichen Vibrationen, veranlaßt durch die sogar
noch unter der Bewußtseinsschwelle verlaufenden gedank-
lichen Einfälle, um Ähnlichkeiten im Denken und Fühlen
hervorzurufen und diese Ähnlichkeiten auch nach außen
hin zu projizieren. Wer sich für die wissenschaftliche Be-
gründung dieser seltsamen Tatsachen interessiert, den ver-
weise ich auf meine in den Vorjahren erschienenen Artikel
über mein Handlesesystem in der ,, Koralle", der ,, Garten-
laube", im ,,Buch für Alle" u. a. sowie auf die vergleichen-
den Studien des Anatomen Medizinalrat Carus, des engli-
schen Physiologen Charles Bell und des Psychologen
W. Preyer-Jena. Wie weit solche Ähnlichkcitsi^rkenpung
möglich ist, will ich zunächst an den beigefügten sechs
Handbildern nebst kurzer Linienangabe erläutern. Mir fiel
solche Übereinstimmung zum erstenmal auf, als ich vor vier
Jahren die Hände von Mauritz Stiller, Greta Garbo und
Einar Hansom aufnahm, die ' mir durch Pabst zugeführt
wurden.
G. W. Pabst, diesen feinfühligen und genialen Regis-
seur, lernte ich kurz zuvor bei Paul Wegener im ,,Wege-
ner"-Atelier in der Friedrichstraße kennen. Es war zur
Zeit harter Kämpf?, und Wegener sagte zu mir: ,,Was ich
da von Ihnen höre, ist ja fabelhaft. Wieviel Fehler hätte
wohl gleiche Form und Knickung aufweisen, aber ihrer
I.änfje nach verschieden sind. Das Liniennetz auf dem
Daumenballen (Venusberg), das starkes Schönheitsemptin-
den und ein reiches Sinnesleben andeutet, wie es bei einer
derartigen künstlerischen Betätigung auch unerläßlich i^t,
ist bei allen vieren sehr ähnlich und besonders reichhaltig
ausgestattet, die Form und Lage der Finger gleichfalls
übereinstimmend, besonders des Daumens. Ich gewann den
Eindruck, diese Hände gehören zusammen zu gemeinsamer
Arbeit, zu Kampf und Sieg, wenn auch ihre Wege zeit-
weise getrennt sein werden.
Die Kunstlinien, zum Ringfinger gehend, sind verschieden
gestaltet. In Greta Garbo s Hand sind sie in unend-
lich vielen, zarten, ährenartigen Linien angeordnet, einem
wühlbestandcnen und zur Ernte reifen Getreidefeld ähnlich.
In der Hand von Werner K r a u s s fällt die eigenartig
schöngestaltete Kimstlinie besonders auf, die in geradem
Aufstieg, von der Wurzel der Hand bis zur Wurzel des
Ringfingers gehend, den Kelch einer Wunderblume trägt,
die von Zeit zu Zeit herrliche Blüte reifen läßt. Einen klei-
nen Teil der damals zur Entfaltung reifen Blüten bespra-
chen wir damals, und es beglückte mich sehr, daß ich auch
ihm wie so vielen aus der Hand zweckmäßige Winke für
wichtige Entscheidungen geben konnte. In seiner Villa im
Grunewald verlebte ich einen herrlichen Tag in angeregtem
Gespräch, der mir auch besonders dadurch unvergeßlich
geblieben ist, daß sein eifrig zuhörender elfjähriger Bube,
ich schon verbessern und üble Folgen vermeiden können,
wenn ich Sie und Ihre Kunst eher kennengelernt hätte."
Er rief Pabst herbei, den er als Künstler mit besonderem
Verständnis für seelische Zusammenhänge als den kommen-
den Mann einer tiefer schürfenden Filmregic bezeichnete.
Ich wurde nicht enttäuscht, Pabsts Hand, die ich in der
Folgezeit noch mehrfach beobachtete und beurteilte, spie-
gelte stets getreulich die einzelnen Phasen eines kompli-
zierten Werdeganges wieder. Man sah wie durch ein Fen-
ster in einen lichten Ort. *
Bei Vergleich der Hände von Pabst und seinen Mit-
arbeitern in der ,, Freudlosen Gasse", besonders mit A s t a
Nielsen, Greta Garbo und Werner Krauss,
ist der Gesamteindruck der männlichen wie der weiblichen
Hände einander sehr ähnlich; man sieht in allen das gleiche
schwungvolle M in großer Linienführung, die bis in den
Zeigefinger reichende, stark verästelte Herzlinie (obere
Querlinie), die bei Asta Nielsen und Greta Garbo' bei glei-
cher Abmessung überaus ähnlich verläuft. Die Nebenlinie,
die sich bei Greta Garbo wie ein mehrfacher Reifen (Saturn-
ring) oberhalb der Herzlinie gebildet hat, ist nur ein vor-
übergehendes Zeichen, da^ auf einen schweren Herzens-
konflikt der im Gemütsleben besonders empfindsamen und
f'^irfühligen Filmkünstlerin hinweist und inzwischen wohl
längst wieder aus der Hand verschwunden ist. Denn zum
näheren Verständnis muß gesagt werden, daß Nebenlinien
veränderlich sind, gleich der schwankenden, eindrucks-
empfindlichen Psyche ihres Eigners, und daß nur die tiefe-
ren Hauptlinien ihre ursprüngliche Einzcichnung im allge-
meinen behalten, allerdings auch bei Schicksalswendungcn
besonderer Art ihre Form verändernd, ersichtlich nur in
der rechten Hand.
Sehr ähnlich verläuft bei beiden auch die Kopflinie (mitt-
lere Querlinie), während diese Linien bei Pabst und Krauss
i
-^-m. T
ganz des Vaters Ebenbild, auf die Aufforderung, Schul-
arbeiten fertig zu machen, erwiderte: ,,Ach, Vati, laß' mich
lieber noch zuhören, hier kann ich doch Wichtigeres für.
dein und Muttis Wohl lernen, als wenn ich jetzt die Schul-
aufgaben mache. "
Wie in der Hand von Werner Krauss ist auch in der von
Asta Nielsen die Kunstlinie als eine Wunderblume ge-
zeichnet, an schlankem und schwankendem Schaft, nur ist
II die Widerstandskraft dieses Schaftes nicht so robust wie
\m der Hand von Krauss, so daß der größere Teil ihrer
IjWunderfrüchte uns wohl schon beschert sein dürfte. Aber
lies war eine köstliche Bescherung aus des Schöpfers Hand,
Ko daß Asta Nielsen in der Geschichte des Films stets ein
^'csonderes Ruhmesblatt darstellen wird. In der reich aus-
gestatteten Hand fällt besonders die lange, gerade, helle
lerkurlinie auf, die, zum kleinen Finger gehend, stark
[rzieherische Wirkungen auf den künstlerischen Nachwuchs
lefät.
Vieles im Handbild von Louise Brooks ähnelt dem
iren, vielleicht wird uns hier später eine wahre Nachfol-
jrin der Nielsen heranreifen. Das Zeug zur Filmtragödin
it sie in sich. Auch mit dem Handbild von Pabst hat
IS Brooks-Händchen viel Ähnlichkeit, besonders die Form
,r Kopf- und Herzlinie habe'' große Übereinstimmung.
f ■
inz anders als in allen andern mden ist hier der Luna-
'rg gestaltet (am Handrücken), jchlank und schmal ohne
|sbuchtung geht er aufwärts, Einbildungskraft und Phan-
ie sind nicht übermäßig stark entwickelt, wenigstens im
jetzigen Stadium. Das Real-Praktische überwiegt in dieser
Hand, die ideal-sentimentale Einstellung kommt erst in
zweiter Linie zum Wort. Echt amerikanischer Typ! Mit
Pabst s Hand ähnelt die eigenartige Biegung der Kopflinie,
die als wichtiges Zeichen für blitzartiges intuitives Ver-
stehen gelten kann, auch für komplizierte Aufgaben, diesel-
ben Zeichen auf dem Schönheitsberg und eine lange Kunst-
linie mit zart angedeutetem Kelch, aus dem als erste Blüte
,,Lulu" hervorstrahlen wird. Auf dem ,, Venusberg" (am
Daumenballen) ist noch vieles unentwickelt, doch in der
Anlage bereits gut erkennbar.
Fritz Kortners Hand steht in einem gewissen Gegen-
satz zu den eben besprochenen Händen. Man sieht das
schon an der äußeren Form, wenn auch der Daumen ganz
ähnlich erscheint und der Lunaberg mit dem von Pabst und
Krauss große Übereinstimmung aufweist. Am gleichen Tage
der Kortnerschen Handaufnahme las ich auch die Hand von
Kaiser-Titz, der eine unüberwindliche Abneigung gegen
einen Abdruck der Hände hatte, wie ich das auf meinem
Weg nur selten erlebt habe, Gott sei Dank, denn wie hätte
ich sonst die Viertelmillion Hände in 30 Jahren schaffen kön-
nen! Ich dachte: ,, Armer prächtiger Kaiser-Titz, deine Tage
sind gezählt, nun wird wohl Kortner, der — meiner Mei-
nung nach — im Gesichts- wie im Handbild einige Ähnlich-
keit mit dir hat, manche deiner restlichen Aufgaben mit-
erfüllen müssen." Wunderbar gestaltet sich in Kortners
Hand die Herzlinie, die von der Fülle der vielen schweren
Apollolinien (zum Ringfinger gehend) fast erdrückt und
durchgedrückt wird und sich auf die Kopflinie zu senken
scheint, die aber ihrer besonderen Stärke nach den Druck
wohl auszuhalten vermag. Besonders reichlich mit Linier]
ausgestattet erscheint der hohe Venusberg, während auchl
der Lunaberg durch eigenartige Gebilde starkentwickelte,'
blühende Phantasie, vom Intellekt in Schranken gehalten '
und gemeistert, zeigt.
äUCnc jßa^^trk.
SUrßtL
Auf einer großen Filmredaktion erscheinen
allerhand Besucher, die Auskünfte haben
wollen, die von ihren Erfolgen und Miß-
erfolgen erzählen.
Aber es passiert nicht alle Tage, daß sich ein
Star mit lautem „Wauwau" ankündigt.
Togo, der Wunderhund, der vor kurzem hier
in einem großen Variete auftrat, hat das so ge-
macht. Er ist ein ausgezeichneter Rechcn-
— so erstaunlich das ist —
Er hat seine Arbeit bei uns
im Redaktionszimmer genau
so exakt verrichtet wie auf
der Bühne des Wintergartens.
Ganz ohne Trick und Ap-
parat, denn er war allein mit
uns. während sein Herr und
Gebieter draußen auf und ab
wanderte. Wir haben ihm
fünf Aufgaben gestellt, und er
hat sie ohne Fehler gelöst,
sah uns dabei an, als ob er
sagen wollte: ,,Nun müßt ihr
mir aber für diese Sonder-
vorstellung auch ein Honorar
künstler. Kann
wirklich rechnen
aini]4!«amH94
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MMER3 / BERLIN, 20. JANUAR 1929 / PREIS oPFENN IG
^reia ^arbos neueste Cy\,olle
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Uraufführung zur Zeit Ufa-Theater Universum, Berlin
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I) 1 1: w o c II 1 \ s c II Kl r r n i: r i i l m f r i: i n d e
BETTY C O M P S O N
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Nun hebt sich auch von dem letzten geheim-
nisvollen Lande, das die Welt barg, der
Schleier, denn Tibet, das Land der 1000
Klöster, ist zum erstenmal von Wilhelm
Filchner im lebenden Bilde festgehalten worden. Die
Schwierigkeiten des Reisens in einem Reiche, das
die Natur durch kyklopischc, bis zu 5000 Meter an-
steigende Bergketten von seinen Nachbarn abgerie-
gelt hat, wo es weder Straßen noch Dörfer in unse-
rem Sinne gibt, wo tödliche Sand- und Schnee-
stürme einherjagen,. wo Lebensmittel knapp und
Hungersnöte an der Tagesordnung sind, diese
Schwierigkeiten werden noch verhundertfacht durch
das feindselige Verhalten der Bevölkerung, die von
Fremden, namentlich aber von Europäern, nichts
wdssen will. Ganz verschlossen waren bisher die
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t^i-iv-"
kl
1? b-^
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Klöster der Lamas, in denen buddhistische Riten mit
seltsamem schamanistischen Zauberglauben ausge-
übt werden. Mögen es nun rote, gelbe oder schwarze
Lamas sein (so genannt nach der Farbe der Kopf-
bedeckung), immer verschlossen sie sich bisher dem,
der anderen Glaubens und Nichtmongole war, wo-
mit dieser Begriff nicht rassenmäßig umschrieben
ist. Wilhelm Filchner hat das Kunststück voll-
bracht, in die Klöster einzudringen und die Mönche
bei ihren Religionsübungen zu filmen. Seinen Film
hat er ,,0m mani padme, hum" (0 du Kleinod im
Lotos, Amen) überschrieben, wie das tibetische
Hauptgebet heißt, das die Gebctsmühlen in ewiger
Umdrehung wiederholen. Dieser Blick in eine völlig
unwirklich erscheinende Welt gehört zu den größ-
ten Eindrücken der Kinematographie.
■*i^
11-
In rascher Folge zeigt uns Amerika
jetzt eine Reihe von hübschen Lust-
spielen in europäischem Milieu, in
einer Art, die uns besonders zusagt,
und vor allen Dingen in einer Durch-
führung, die ganz unseren Geschmack
trifft.
Im Ufa-Theater Universum in Berlin
sieht man jetzt Menjou, bewundert ihn
als Kellner, allerdings nicht als irgend-
einen unter vielen, sondern als den
Mai'tre d'Hötcl eines großen Pariser
Luxusrestaurants.
*«"'
Wenn man sieht, wie er dort
das Personal kommandiert, wie
«r eine Creme Susettc zube-
reitet, ja, wie er selbst einem
gewöhnlichen Salat eine eigene
Note gibt, dann versteht man.
Oben: Adolphe Menjou und
Lawrence Grant
Mitte: Kathryn Caruer und
Adolphe Menjou
fürstcn gehalten, aber die junge Dame
aus Amerika nimmt schließlich auch mit
dem eleganten Oberkellner vorlieb, um
so mehr als alle Aussicht besteht,
daß er bald Inhaber eines hübschen
Etablissements wird. Es wird glänzend
gespielt, man sieht wundervolle Frei-
aufnahmen, die in der Schweiz ge-
macht sind, und stellt mit Vergnügen
fest, daß die Tatsache, daß man diesen
Menjou-Film tatsächlich in Paris
machte, dem Bild zum ganz ent-
schiedenen Vorteil gereicht hat.
daß der große Genfer Verband
der organisierten Kellner ihn
zum Ehrenmitglied ernannt hat.
Natürlich verliebt sich Men-
jou in eine entzückende Frau,
wird von ihr für einen Groß-
Jf^'
Oben: Adolphe Menjou
Mitte: Kathryn Carver und
Adolphe Menjou
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Florence Vidors neueste Rolle
Für die eleganten Salonstücke, die halb Komödien, halb
Schauspiele sind, jedenfalls in Leichtigkeit und Grazie
vorüberfliegen, hat man in Amerika ebensowenig Dar-
stellerinnen als anderswo. Die Swanson ist ein ur-
wüchsiges Talent, aber ihr Hang zur Groteske macht sie vor
allem zur Darstellung derber Typen geeignet. Ihre Saddie
Tompson, ihre Madame Rccamier waren aus einem Guß,
beides aber Geschöpfe, die nicht in der Atmosphäre des
Salons groß geworden. Constance Talmadge ist unübertreff-
lich in heiteren Wirkungen, in schelmischer Grazie — aber
auch sie kennt die ganz leinen Reize des leisen Spieles nicht.
Sie ist nur Heiterkeit, während die auf gleichem Gebiete be-
heimatete Marie Prevost es sogar an Keßheit nicht fehlen
läßt, wie ihre rüdige Bolle im ,, Gottlosen Mädchen" am
besten bewies. So bleibt allein
Florence Vidor, die alle über-
strahlt durch die sanfte Schön-
heit ihrer Erscheinung und die
schöne Sanftheit ihres Gemütes.
Und ist sie zuerst als die
kleine Eifersüchtige in der ,,Ehe
im Kreise" bekannt geworden,
eine Rolle, die man sich mit
keiner anderen Schauspielerin
der Welt besetzt denken könnte,
weil keine andere an einer ge-
wissen Weinerlichkeit vorüber-
gegangen wäre, die im Bannkreis
der Rolle Hegt. Die Vidor war
ganz gelockert, ganz zart und
verhalten. Man sah, wie sie ein-
mal mit den Tränen kämpfte,
aber dann lächelte und sich nicht
aus der Ruhe bringen ließ. Die
Vidor war rührend — und das
ist sie immer. Florence Vidor
stellt, wie man öfter behaupten
hört, den Typ der großen ameri-
kanischen Dame nicht dar. Nicht
jener Kreise vielleicht, deren
Vorfahren mit der Mayflower
herüberkamen und deren Damen
heute in Boston und Phila-
delphia ein strenges Regiment
führen, eifersüchtig darauf ach-
ten, daß niemand, der nicht
siebenmal gesiebt ist, in ihre
Kreise tritt. Die Vidor ist mo-
demer, gewiß auch die Dame
der Oberen Vierhundert, aber
mehr New York, Riverside
Drive oder Park Avenue, viel-
leicht mit kalifornischem Ein-
schlag: etwa Pasadena, wo Ka-
liforniens berühmteste Millionäre
wohnen, die Buschs (Nachkom-
men deutscher Brauer), Lever-
hulmc, der Seifenkönig und der
Rasierklingen-Erfinder Gillette.
Dabei ist Florence Vidor nicht
einmal gebürtige Amerikanerin,
sondern eine Ungarin. Aus die-
ser Abstammung erklärt sich
-v.^
Im
manchmal ihr Pointieren einer Nuance, man denkt anCzardas
und Paprikaspeck — aber beides natürlich auf Silber serviert.
Sehr jung heiratete sie einen kleinen Schauspieler, King
Vidor, mit dem sie ein Leben auf Gastspielen im amerikani-
schen Mittelwesten führte, wie es wohl keinem amerikani-
schen Schauspieler erspart bleibt. Da beide nichts besaßen,
war es eine Liebesheirat, wie sie unter der jungen Welt in
U. S. A. üblich ist, denn die Mitgift kommt dort nur bei
sehr reichen Leuten in Frage, und die Zimmereinrichtung
kauft immer der Mann. Es wird behauptet, daß die Vidors so
arm waren, daß sie einen Teil des Weges, durch Steppen
und Gebirge, zu Fuß zurücklegen mußten. Nun, sie langten
schließlich an und mußten die Leiden aller Unbekannten in
reichem Maße auskosten, King war anfänglich Manuskript-
schreiber und Hilfsregisseur — Florence nichts.
I
1
4
tii
Helen Twelveirees, der neue Fox-Siar
(Slm^lh^käi^e^
Die Konfektion ist ein Milieu, das Filmautoren
und Produzenten jjern verwenden.
Das hat seinen guten Grund; während viel-
fach in Filmmanuskripten die Berufe der
handelnden Personen etwas Schemenhaftes haben,
i§t bei Filmen aus der Konfektion der Beruf, eigent-
lich die ganze ,, Branche", ein lebendiger Faktor und
für die Begebenheiten wirklich mitbestimmend.
Wenn in Filmen, die sonst in der Kaufmannswelt
spielen oder in denen es sich um epochemachende
Erfindungen dreht, das Milieu vielfach dadurch zum
Ausdruck kommt, daß Hauptbücher gewälzt, auf
Schreibmaschinen getippt oder mit Reagenzgläsern
Oben, im Kreis und unten:
Norma Shcarer, Mille : Ralph
Forbes und Norma Shearer
Pliot. M.-Q.M.
\H)1l 0<Xouf<iP,
gabtc Konfektionsreisende zu leisten vermag und in
dem diese entzückende Künstlerin mit feinem Hu-
mor im Konkurrenzkampf auf dem Gebiete der
besten „Kollektion" und der Liebe Siegerin bleibt.
Das ist das Charakteristische an diesem Film, daß
er — man kommt hier eben von der Konfektion nicht
los — nicht auf den Star zugeschnitten erscheint
und der Star doch die erste Rolle in diesem Film
vom New-Yorker ,,Hausvogteiplatz", der dort die
Sevcnth Street ist. spielt.
Norma Shearer hat von ihrem ersten Erscheinen
an die Fäden in der Hand, weil sie eine Darstellerin
von natürlichem, feinem Humor ist.
realer und sinnfälliger wird. —
Die Konfektion hat ihre eigenen
Sitten und Gebräuche, die sich für
die Handlung, die sich im Film
abspielt, geschickt verarbeiten,
oder um im Bilde zu bleiben, kon-
fektionieren lassen.
So ist es auch in diesem Film,
in dem Norma Shearer, diese schar-
mante Darstellerin, den Herren
der Schöpfung zeigt, was eine be-
Ohcn: Norma Shearer und Ralph Forbes.
Mitte: George Sidncy, Norma Shearer,
Jenen Hollz. Ralph Forbes. Im Kreis:
Norma Shearer und Ralph Forbes. Unten :
Die neue Kollektion wird vorgeführt
pfwt. .\i.-a.-M.
m
Der Herrgott ist in Ungarn geboren / Gegen Morgen, bei Zigeunermusik, / Beim Glas Tokajer
mit goldenen Sporen / — So ist er geboren, fürwahr: / Der Herrgott ist ein Honvedhusar! .
Aus dem Ufafilm „Ungarische Rhapsodie"
U/VD
Von Lola Kreutzberg
Meine zweite Expeditionsreise führte mich nach
Britisch-Indien. Da ich in kürzester Zeit zwei
abendfüllende Spielfilme zu drehen beabsichtij^te,
gelang es mir, die Mitarbeit des bekannten Filmschau-
spielers Henry Stuart als Regisseur und Hauptdarsteller
zu gewinnen; als kaufmännischer Leiter begleitete uns Bob
Stell, Unseren ersten
großen Spielfilm .,Der
Ring der ^^j^dere"
drehten wir hauptsäch-
lich in der Gegend von
Bombay. Den erfreu-
lichenProvinzerfolg die-
ses Filmes erkläre ich
mir aus folgender Tat-
sache: Es ist eine fest«
stehende Erfahrung, daß
in jeder Nachkriegszeit
die Mystik eine große
Rolle im Leben eines
schwer ringenden Vol-
kes spielt. Kurpfuscher,
Sterndeuter und Wahr-
sager erfreuen sich in
solchen Zeiten steigen-
der Einnahmen. Nun
zeigt unser Film ,,Der
Ring der Bajadere" die
vielbesprochenen Fa-
kirwunder und vor al-
lem die Suggestions-
kraft eines Inders, der
einen Europäer zwingt,
ein ganzes Menschen-
leben in wenigen Augen-
blicken zu durchleben.
Dem mystischen Inhalt
■dieses Filmes und der
Mitwirkung Henry
Stuarts verdanken wir
wohl den freundlichen
Empfang, den dieser
Film bei Publikum und
Presse fand.
Mein Lieblingsfilm
aber ist ,,Nuri, der Ele-
fant". Schon seit Jah-
ren wünschte ich mir,
einen abendfüllenden
Film drehen zu dürfen,
bei dem ein Tier han-
delnd im Vordergründe
steht. Als unser erster
Film nun beendet war,
durchquerten wir ganz Südindien, auf der Suche nach dem
klügsten Elefanten, Die Maharadschas von Baroda und
Kolhapur zeigten uns ihre kostbarsten Elefanten, aber
immer hoffte ich, ein noch klügeres Tier zu finden. In
Mysore endlich erreichten wir unser Ziel. Der Licblings-
elefant des Maharadschas, Nuri, war das verständigste,
gütigste und liebevollste Tier, das mir jemals begegnet
war. Der Maharadscha willigte ein, daß Nuri die Haupt-
rolle in unserem Filme spielen durfte. Dieser Film sollte
nicht das Leben der indischen Fürsten schildern, sondern
^
4-
'%:
Krishna und Bulbule,
das Kommen und Vergehen der Millionen, deren Ruf nicht
bis Europa dringt. Die menschlichen Hauptrollen, neben Nuri,
spielen Krishna und Bulbule, zwei bezaubernd schöne Kinder
aus dem Volke. Der Film streift das Problem der Kinder-
chen, jene indische Unsitte, die kein Geringerer als Gandhi
mit der Macht seiner Persönlichkeit zu beseitigen trachtet.
Die grüßte Liebe aber
widmeten wir Nuri, und
ich glaube, es wird ihm
gelingen, die Herzen
der Kinobesucher im
5e zu gewinnen,
kann es kaum
fauben, - daß es das
Iciche Tier ist, das
heute Palmen abknickt
und wegschleppt, als
wären es nur dünne
Reiser, und morgen mit
unendlicher Geduld und
rührender Sorgfalt ein
Kind betreut. Er schau-
kelt dessen Wiege,
fächelt dem winzigen
Lebewesen Kühlung zu,
und als ein Affe das
Kind auf eine Palmen-
krone verschleppt, ret-
tet er es sachte wie
eine Mutter aus dieser
gefahrvollen Lage. Nuri
nimmt Teil an dem
Leben der Familie: Er
zieht den Wassereimer
aus dem Brunnen und
trägt ihn seiner. kleinen
Herrin nach; er folgt
dem Wagen des Wuche-
rers, der das kleine
Mädchen entführen will,
und bringt es unver-
sehrt ins Elternhaus zu-
rück; er legt an ihrem
Hochzeitstage dieBraut-
kette um ihren kind-
lichen Hals und be-
streut sie mit einem
Regen köstlicher Blü-
ten. Mit dem Sohne
steht er dann am rau-
chenden Scheiterhaufen
des Vaters. Kniend lei-
stet er Abbitte, als sein
Herr ihn beim Obst-
stehlen erwischt, und wenn er gar einmal ,,ein Fäßchen"
Rum über den Durst getrunken hat, zwinkert er seinem
Herrn zu, als wollte er sagen; .,Das gleiche kann dir auch
passieren."
Das Agfamaterial, auf dem wir unseren Film drehten,
ist das einzig Europäische an unseren Aufnahmen, Sonst
ist alles Zoll für Zoll Indien, Keine gestellten Atelier-
szenen, keine Nachaufnahmen, keine Europäer, nur tro-
pische Menschen und Tiere in voller Schönheit. Vor jeder
neuen Szene wurde beraten und gereist, wir wollten die
/
i»^
^^
zwei indische Filmslars
schönsten aller Mo-
tive als Hinlerjjrund
zu unseren Bildern
nehmen. Wer den
Film sieht, soll die
heiße Tropensonne
Indiens verspüren.
Wie ein Märchen
soll der Film in
Europa wirken. Er
zeij^t nicht tropische
Konflikte und Be-
jjebenheiten, sondern
den schlichten All-
tag eines Volkes,
das anders lebt und
denkt als wir im
alten Europa.
Nachdem wir bei
Bombay unsern
Spielfilm ,,Der Ring
der Bajadere" been-
det hatten, war un-
sere Expedition nach
Mysore weiterge-
zogen, um dort den
Kulturfilm ,,Nuri, der
Elefant" zu drehen.
Der Maharadscha
hatte uns seine Un-
terstützung zugesagt
und uns alle seine
zahmen Elefanten
für unsere Aufnah-
men zur Verfügung
gestellt. Wir wähl-
ten die beiden Klüg-
sten unter ihnen,
..Herrn und Frau
Nuri", als Hauptdar-
steller unseres Films.
Unsere kleine Ka-
rawane zog täglich
in die Umgebung
von Mysore, wo die
-Aufnahmen stattfan-
den. Es war ein selt-
sames Bild, wenn wir
so auszogen: Voraus
ging das Elefanten-
paar ,,Nuri", denen
meist ihr Baby folgte.
Am Rücken der Ele-
fanten saßen die ge-
samten Inder, die
wir an dem betref-
fenden Tage zu un-
sern Aufnahmen
brauchten. Wir
selbst folgten mit
unseren Apparaten
imd allem Zubehör
in unscrm Reiseom-
nibus. So zogen wir
Tag für Tag früh-
morgens aus , und
kamen erst nach
Sonnenuntergang zu-
rück. Aber eines
Tages versagte un-
ser braver Omnibus,
als wir noch weit
von unserer Arbeits-
stätte entfernt wa-
ren. Ein kleiner Mo-
tordefekt, dessen Re-
paratur mehrere
Stunden in Anspruch
nehmen mußte. Bob
Stoll und Henry
Stuart, meine ge-
treuen Mitarbeiter,
blieben zurück, um
den Schaden zu be-
heben; ich aber
wollte mit den Ele-
fanten vorausgehen,
um nicht unnötig
Zeit zu verlieren und
wenigstens die Auf-
nahmen vorbereiten
zu können. Da die
Elefanten langsam
gehen, war es leicht,
mit ihnen Schritt zu
halten, nur die Tro-
penhitze machte mir
zu schaffen. Plötz-
lich kamen wir an
einen Teil derStraße,
der durch einen aus-
getretenen Bach voll-
ständig über-
schwemmt war.
Traurig betrachtete
ich meine hübschen
Wildlederschuhe, die
dem nicht gewach-
sen waren, und
schickte mich an,
Schuhe und Strümpfe
auszuziehen. Ich
wurde unterbrochen
durch einen Zuruf
des Elefantentrei-
bers, der mit einer
einladenden Hand-
bewegung auf Nuris
breite Zähne zeigte.
Nuri sollte mich hin-
übertragen. Der Ver-
such gelang — aber
Nuri bereitete mir
eine Überraschung
und schaukelte mich
auf den Zähnen auf
und ab. Das war
peinlich, denn Ele-
fantcnzähne sind
glatt. Ich hing nur
halb auf der gefähr-
lichen Schaukel. Wir
umwanden die Zähne
mit Stricken. Jetzt
saß ich sicher, und
Nuri trug mich stolz
,,ans andere Ufer".
^1
m
Trude Hesierber^.
die sich demnächst mii Heinrich Mann vermählt, „schimpft" jetzt im Berliner ^i^intergarlen auf die Männer
66 ^M je^ ßequm.
Amerika ist nicht nur das
Dorado der Filmschauspieler,
soweit CS sich um die Spiel-
honorare handelt, sondern auch
sonst, \scil man drüben auf dem
Standpunkt steht, daß ein Star
bessere Laune hat, wenn man es
ihm ganz bequem macht.
Allerdings haben es auch die
größten Schauspieler nicht so
leicht wie hier bei uns. Der Tag
hat drüben auch im Filmvertrag
24 Stunden, und es wird so lange
gearbeitet, bis das Tagesprogramm
erledigt ist, und bis man die Sze-
nen, die am Tage aufgenommen
wurden, auch im Bildstreifen be-
sichtigt hat. Das dauert oft bis in
die Nacht hinein und hindert nicht
daran, am anderen Tag wieder
Punkt 9 Uhr mit der Dreharbeit
zu beginnen.
Eine Reihe von namhaften Stars
besitzt auf den großen Aufnahme-
geländen in Beverly Hills ihren
eigenen Bungalow, elegant und
luxuriös eingerichtet, mitEmpfangs-
salon, Badezimmer, ja, sogar mit
eigener Küche und eigenem Per-
sonal.
Corinne Griffith scheut anschei-
nend sogar den Weg von der Auf-
nahmehalle zu ihrem kleinen Häus-
chen, denn sie hat sich eine fahr-
bare Garderobe einrichten lassen,
die der Photograph hier im Bilde
festgehalten hat.
Es handelt sich hier, wie wir be-
stimmt versichern können, nicht
um eine gestellte Aufnahme, son-
dern dieses rollende Atelierboudoir
existiert wirklich und wird von
Corinne Griffith bei jeder Auf-
nahme benutzt.
Ob es allerdings wahr ist, was
man erzählt, daß nämlich Frau
Griffith dieses Holzhäuschen mit
auf Reisen nimmt, wenn sie Außen-
aufnahmen macht, wissen wir nicht.
Für Deutschland ist an eine der-
artige Einrichtung vorläufig nicht
zu denken. Das liegt zum Teil
daran, daß unsere großen Stars
doch nicht so viel beschäftigt sind
wie ihre Kollegen und Kolleginnen
in Hollywood. Deutschland macht
im Jahr etwas Aber 150 Fihne,
während Amerika durchschnittlich
600 Bilder jährlich auf den Markt
bringt.
ROMAN VON HANS SCHULZE
6. Fortsriziin
Das also war die Lösung des Rätsels, um das sie schon seit
zwei Tagen vergeblich gerungen hatte, der tödliche Streich aus
dem Hinterhalt, mit dem der Gatte sie beide zugleich vernichtend
treffen wollte,
,,Du sprichst von einem Gottesurteil", versetzte sie endlich
mit zitternden Lippen. „Du wirfst dich zum Richter auf und
trägst an dem allem doch selbst die größte Schuld.
Ich bin nicht mehr das unerfahrene Ding, dessen Wehrlosig-
keit du dir einst zunutze gemacht hast.
Ich weiß jetzt, daß unsere Ehe von Anfang an tief unsittlich
war. Immer hat mir heimlich vor dir gegraut, eine Entweihung
war mir jede Berührung von dir.
Zu spät erst sind mir darüber die Augen aufgegangen, was
Liebe wirklich ist und was ich bei dir dafür eingetauscht habe!"
„Evelyn, hüte dich!"
Mit geballten Fäusten war Karr wie rasend auf sie ein-
gedrungen,
Sie sah ihm furchtlos in das ganz entstellte Gesicht,
,, Schlag mich doch auch noch!" sagte sie in steigender Er-
regung. „Nun ist ja doch alles gleich.
Aber auch damit wirst du mich nicht stumm machen.
Ich lasse mir mein Leben nicht länger vcrpluschen — ich habe
auch ein Recht auf Liebe und Glück.
Frei und offen, als Mann zu Mann, wollte mich Dr. Slein-
hoff von dir fordern.
Und weil du wußtest, daß du mich nicht halten kannst, hast
du diesen Plan ersonnen, ihn heimtückisch in den Tod zu
treiben!"
Ein heißes Schluchzen zerbrach ihr plötzlich die Stimme.
,,Das ist Mord, ein feiger, erbärmlicher Mord,
Wo ist Kurt? Was ist mit ihm geschehen?
Ich will zu ihm, er darf nicht sterben.
Gott im Himmel, gibt es für ihn denn keine Rettung mehr?"
Sie war bei den letzten Worten aufgesprungen und drängte zur
Tür,
Doch der Gatte vertrat ihr den Weg,
,,Du bleibst!" stieß er zwischen den zusammengebissenen
Zähnen hervor. ,,Dein Platz ist in meinem Hause!"
Evelyn hob trotzig den Kopf, Eine Siedehitze übergoß und
verbrannte sie,
„Du hast keine Gewalt mehr über mich!" sagte sie mit flie-
gendem Atem. ,,Ich lasse mir nichts mehr von dir befehlen.
Zwischen uns ist alles aus. Ich gehe und komme nie, niemals
wieder!"
„Evelyn!"
Er hatte von neuem die geballte Rechte wie zum Schlage
erhoben.
Unter den halbgeschlossenen Lidern sah er das Bild ihrer
schlanken Gestalt, empfand er die Weiße ihres Halses, die ganze
süße Gewalt ihres Wesens.
Und plötzlich verließ ihn die letzte Besinnung, daß er sie an
den Armen packte und mit einem brutalen Schimpfwort hin- und
hcrschleuderte,
,,Du bleibst!" keuchte er, ,, Treibe mich nicht zum Aeußersten! '
Evelyn schwankte.
Ein schwarzer, brausender Nebel war auf einmal um sie
her; sie versuchte nicht, sich zur Wehr zu setzen; nur ein leises
Stöhnen kam aus ihrem Munde, wie das Klagen eines kranken
Kindes,
Jetzt tasteten sich die grausamen Hände höher, packten ihre
Schultern, umklammerten ihren Hals,
Da schrie sie auf einmal laut auf in dem heißlodernden Haß
der Todfeindschaft,
,, Mörder, du!" klang es verzweifelt von ihren Lippen.
Karr zuckte zusammen.
Die eiserne Umklammerung löste sich.
In diesem Augenblick rang sich Evelyn mit letzter Kraft von
ihm frei, stieß ihn zurück.
Ein Stuhl krachte dumpf zu Boden,
Jetzt eine schützende Tür,
Der Schlüssel fuhr im Schloß herum.
Gerettet.
Langsam tastete sich Karr wieder zum Kamin zurück und
brach hier schwer in einem Sessel zusammen.
Der wahnsinnigen Nervenerregung des furchtbaren Zusammen-
stoßes war eine ebenso große, vernichtende Erschöpfung gefolgt.
Was hatte er getan!
Wie ein reißendes Tier war er über eine wehrlose Frau
hergefallen, wie ein betrunkener Arbeiter hatte er sich an ihr
vergriffen.
Mit einem Gefühle geheimen Grauens sah er auf seine Hände
herab, mit denen er Evelyns zarten Hals gewürgt.
Sic schienen ihm auf einmal schwer wie Blei und heiß wie
Feuer.
Mörderhände!
Verstört sah er um sich; ihm war's auf einmal, als habe ihm
eine höhnende Stimme das entsetzliche Wort heimlich ins Ohr
geraunt.
Doch nichts regte sich; nur die Kerze auf dem Schreibtisch
brannte hoch und still wie bei einem Totenamt,
, .^ ^ '«. ^
Die Alfred -Jackson -Girls aus der Scala, Berlin
So saß er lange, ganz in sich zusammengekauert, wie erdrückt
von der Not seines Herzens,
Irgendwo, wie in weiter Ferne, schlug eine Tür zu. Eilige
Schritte knirschten leise über den Kies der Gartenwege.
Evelyn verließ wohl sein Haus, er rührte sich nicht.
Er hatte das Spiel, um das er noch zwei Tage zuvor den
Tod herausgefordert, ja doch verloren.
Hoffnungslos, wie der Mann auf der Bühne, starrte er in eine
entgöttcrte Zukunft. — — —
Die Zeit verwehte.
Mitternacht kam und ging.
Und noch immer hockte Karr in seinem Sessel, ein plötzlich
ganz alt gewordener Mann mit einem stumpfen, leeren Bauern-
gesicht.
Was sollte nun werden?
Es war ja Wahnsinn zu denken, daß er morgen früh viel-
leicht, wie immer, zu seinem Büro hineinfuhr und sich wieder
in die Tretmühle der täglichen Arbeit einspannte.
Dieser Arbeit, die bisher
sein Leben ausgemacht hatte
und die im Grunde nicht um
ein Gran sinnvoller gewesen
war als die ewige Glücksjagd
der raffgierigen Menschen-
nieute, die ruhelos von früh
bis spät durch die Sleinwüste
der Weltstadt einem unsicht-
baren Ziel zutobte.
Ein alter Bibelvers kam ihm
auf einmal in den Sinn, den
ihm der Vater bei seiner Ein-
segnung auf den Weg ins
Leben mitgegeben hatte und
der ein halbes Jahrhundert
lang in ihm verschüttet ge-
wesen war,
,,Was hülfe es dem Men-
schen, so er die ganze Welt
gewönne und nähme doch
Schaden an seiner Seele?"
Mit zuckendem Munde
sprach er die feierlichen Worte
leise vor sich hin.
,,Und nähme doch Schaden
an seiner Seele."
Er hatte seine Seele einst
dem Moloch des Geldes ver-
schrieben.
Gold und Macht, so hatte
von jeher die Devise seines
Lebens gelautet, rücksichts-
loser, erbarmungsloser Kampf
um den Erfolg.
Und was war das Ende ge-
wesen? ^
Eine ungeheure Leere und ^"^^^^"~~^"^"^"~"~"^'~"
Herzenseinsamkeit, die Eises-
kälte des Alleinseins.
Die Frau, an die er sein
liebearmes, alterndes Herz ge-
hängt, deren Seele er sich mit
seinem Geld erkaufen zu können geglaubt, sie hatte ihn heute
nacht für immer verlassen, sie übte jetzt Vergeltung an ihm für
die Vergewaltigung ihrer Jugend, die Schändung ihres Lebens.
Als ein Wrack, ein hinfälliger, willenloser Mensch, ein lebender
Toter war er zurückgeblieben.
Und eine große Sehnsucht nach Erlösung aus all diesen
Qualen zog auf einmal übermächtig durch sein Herz.
Ein leises Klopfen schreckte ihn endlich aus seiner Versunken-
heit auf.
Der alte Diener war geräuschlos eingetreten und fragte, ob
er für ihn noch Befehle habe.
Karr raffte sich gewaltsam zusammen und trat zu seinem
Schreibtisch.
Hin seltsamer Entschluß war plötzlich in ihm herangereift,
daß er hastig ein paar kurze Zeilen auf ein Briefblatt warf und
den Umschlag an Dr. Kurt Steinhoff adressierte.
,,Es tut mir leid, Franz," sagte er, ,,daß ich Ihnen ein Teil
Ihrer Nachtruhe raube, aber ich muß Sic bitten, diesen Brief
noch unverzüglich nach Schlachtensee zu besorgen und, wenn
irgend möglich, dem Adressaten persönlich auszuhändigen. Mein
Privatauto soll Sie hinüberbringen. Sie können dann gleich
schlafen gehen, ich bedarf Ihrer heute nicht mehr!"
Wie lange Karr noch an seinem Schreibtisch gesessen hatte,
er wußte es nicht.
Der Kopf war ihm auf die Arme herabgesunken, die Glieder
schmerzten ihm vor Müdigkeit, doch schwerer noch war die
Müdigkeit seines Herzens.
Ein Riß klaffte auf einmal in seinem Denken, wie wenn
eine Welle im Antrieb seines Gehirns zerbrochen war; und über
dem Ganzen lag eine trostlose Verzweiflung, durch die doch
immer wieder das Wissen hindurchbrach und ihn zerfleischte.
Wie ein Schlafwandler trat er endlich an das offene Erker-
fenster am Kamin und sah in die blaue Mondnacht hinaus.
Kein Laut stieg aus ihr empor.
Ganz still und einsam war die Welt,
„In solcher Nacht stirbt
man", dachte er, und er fühlte,
wie die völlige körperliche Er-
schöpfung jede Todesangst in
ihm ausgelöscht hatte,
_-^_^_^_^^_^_^_^__ Noch einmal rann die Sehn-
sucht nach der fernen Frau
in ihm.
Süß, schwer und brennend.
Dann schloß er leise das
Fenster und ging langsam nach
seinem Schlafzimmer hinüber.
VII.
Kurt hatte das Theater
•schon während der ersten
Szenen des dritten Aktes durch
einen Seitenausgang des Büh-
nenhauses heimlich verlassen.
Auf einma' hatte ihn in-
mitten der Vorstellung das
Bewußtsein seiner Lage wie-
der mit niederschmetternder
Gewalt überkommen, daß ihn
alles, was er tat und dachte,
völlig sinn- und zwecklos
dünkte, nun da er die Faust
des Todes schon im Genick zu
spüren meinte.
Wie im Fieber nahm ei am
Steuer seines Autos Platz und
fegte durch den Flammcn-
traum der Großstadt, die ihm
in tausendfachen, farbentrun-
kenen Lichtkaskaden entgegen-
blühte.
Er achtete kaum darauf
■^■^———^^^^^—^-^ wohin ihn sein Weg führte.
Er hatte nur den einen Ge-
danken, den tiefen Sturm
seiner Nerven in einer rasen-
den, hemmungslosen Fahrt zu
betäuben.
Immer weiter über den spiegelnden Asphalt der sich endlos
auseinanderzweigenden, lichtübergleißten Straßenschächte, in
denen das Leben bereits langsam zur Ruhe ging, um sterbend
aus seinem Schoß schon wieder einen neuen Tag verzweifelten
Ringens und Raffens zu gebären.
Eine halbe Stunde später hielt er vor seiner Wohnung in
Schlachtensee,
Unterwegs war ihm plötzlich eingefallen, daß die vereinbarte
Benachrichtigung an Karr ja noch ungeschrieben war, auch
glaubte er, Walter ein paar Abschiedsworle schuldig zu sein,^
wenn er seinen Wagen, wie es jetzt ganz sicher bei ihm feststand,
zur Fahrt in den Tod benützte.
Der seltsame Gedanke, der bei dem letzten Besuche des
Freundes in ihm aufgesprungen war, hatte sich allmä+ilich zu
einem unerschütterlichen Entschluß verdichtet.
Aus früheren Wanderfahrten in die Umgebung Potsdams
kannte er eine Bahnunterführung in den einsamen Wäldern um
Neubabelsberg.
SINGER NÄHMASCHINEN
AKTIENGESELLSCHAFT
SINGER LXDBS ÜBERALL
Wenn er mit neunzig Kilometer Geschwindigkeit,
die Walters Auto im Höchstfalle hergab, gegen die
Granitquadern des Viadukts anrannte, war eine alles
vernichtende Katastrophe unvermeidlich, konnte er
selbst mit völliger Sicherheit auf den Eintritt seines
sofortigen Todes rechnen.
Ein leises Frösteln kroch ihm plötzlich über das
Genick.
Wie in einer Schreckensvision sah er sich als zer-
schmetterte, blutige iMasse unter dem zertrümmerten
Wagen vor der grausamen Steinmauer liegen.
In diesem Augenblick bangte er, daß er doch viel-
leicht nicht den Mut zu diesem letzten Schritt auf-
bringen würde, und die Angst vor dem grausigen Ende
seines jungen Lebens brannte ihm auf einmal wie ein
Feuer im Herzen.
Dann saß er an seinem Arbeitstisch und schrieb
seine letzten Briefe.
Im ganzen Hause regte sich kein Laut; Frau Hart-
kort hatte wohl das gesamte Personal zum Besuch
des Westendtheaters aufgeboten.
Nur der Hausherr, der in den ersten Nachtstunden
eine Art von Portierstellc versah, schnarchte leise in
seinem Schaukelstuhl auf der Diele. — Es war
alles so ruhig und friedlich um ihn her. daß er
beinahe mit Gewalt immer wieder den furcht-
baren Entschluß in sich wachrufen mußte, dessen
Ausführung allmählich näher und näher heran-
rückte.
Mit einem scheuen Blick streifte er seine
Schreibtischuhr. Halb Zwiilf!
Die Nachl verrann, Minute um Minute, un-
aufhaltsam, ohne Erbarmen.
In drei, vier kurzen Stunden war es sclion
wieder Tag, ein herrlicher Frühlingstag.
Die ■ Softne leuchtete über
war nicht mehr. — -r- — —
Mit schweren Füßen kam er end-
lich wieder die kleine Freitreppe
zum Vorgarten hinab, warf die
Briefe an der nächsten Straßen-
ecke in einen Postkasten und stieg
in sein Auto.
Der Mond trat in diesem Augen-
blick groß und klar über die
hohen Fichtenkronen der Potsda-
mer Chaussee, und die zarten, blas-
sen Schatten gaben allen Linien
einen geheimnisvollen Reiz.
Zur Rechten klang unablässig
das ferne Rollen der Wannseebahn
herüber, und die langen
Strahlenfächer der Aulo-
mobillaternen huschten
gespenstisch zwischen
den schlanken Kiefer-
stämmen hindurch, daß
sie rot und braun aufzu-
flammen schienen, ehe
sie wieder in das sam-
tene Dunkel der Nacht
zurücktauciitcn.
Zuweilen ein Landhaus,
unter Büschen und Bäu-
men wie begraben.
Eine Tannenallee, die
in ernster Feierlichkeit
auf ein verwunschenes
Schlößchen zu führen
schien.
Ein Reh sctzie mit
federndem Sprung über
den Straßendamm und ver-
schwand windschnell in
einer niedrigen Dickung.
Und dann ward es ganz
still und einsam.
Nur das unablässige
Schrillen der Zikaden
hing wie ein einziger.
langgedehnter Ton in dem großen Schweigen
der Mitternacht. — —
Jetzt bog der Wagen auf einen Landweg
ab und mahlte eine Zeitlang durch tiefen
Sand, die die Übersetzung aus dem Getriebe
stieß, daß die Maschine gewaltig durch den
Wald lärmte, ehe sie mit knatterndem Ruck
immer wieder vorwärtsschoß.
Dann wich der lockere Boden einer festen
Kiesschüttung.
Eine riesige Lichtung öffnete sich, von der
Linie des Bahndamms wie von einer .Mauer
weithin umzogen.
Und plötzlich wuchs an der nächsten Waid-
ecke die Wölbung eines Viadukts wie der
Rachen eines furchtbaren Tieres aus dem
mondhellen Dunkel auf.
Das Auto hielt.
Er war am Ziel.
Kurt hatte sich eine Zigarette angezündet
und schaute ratlos zu dem dämmernden Fanal
empor, mit dem sich die verborgene Gigantin
Berlin in den nächtlichen Hummel hin-
einschrieb.
Seine Hände umkrallten krampfhaft
das Steuer, sein ganzer Körper bebte
leise im Takt der rhythmischen Erschüt-
erungen des leerlaufenden Motors.
Es war fast taghell ringsum, eine fahle,
bläulichweiße Helle, daß man den
eigenen Schatten auf dem Boden sah.
Das Mondlicht lag wie ein feines
Schleiertuch über der verlassenen Land-
rtraOe.
Nichts regte sich.
Und doch schien ihm die Welt wie
erfüllt von Harfenklang und hal-
lendem Gerang.
Kurt nahm die Mütze vom Kopf
und atmete in tiefen Zügen die
ganze erregende Süße der linden
Frühlingsnacht.
Sterben! Jetzt also sollte es ge-
schehen!
Nacht und Dunkel war um ihn
her, daraus stiegen die Schatten
empor, die ewigen Rätsel der
Menschheit:
.,Ihr führt ins Leben
ihn hinein.
Ihr laßt den Armen
schuldig uerden — "
Ja, er war schuldig ge-
worden an seinem Näch-
sten, er hatte sich an sei-
nem kostbarsten Besitz
vergriffen, an seinem
Weibe, an seiner Ehre,
Furchtbar, vernichtend
traf ihn dafür die Ver-
geltung.
Und er senkte das
Haupt unter der Wucht
der Hoffnungslosigkeit.
In diesem Augenblick
brauste ein Zug fernab-
donnernd über den Bahn-
damm.
Kurt schreckte empor.
Wie durch einen
Schleier sah er die Helle
der Wagenfenster, die
langsam zu einem feinen,
gelblichen Strich zusam-
menschmolz.
Fortsetzung folgt
J<IN05
VON
auße^o
zu VERMIETEN
lissrfaäii
An ihren Außenfronten sollt ihr
sie erkennen, möclite man
von den modernen Filmen
sagen, wenn man die großen Propa-
gandamalsreien an den Pforten der
modernen Lichtspielhäuser betrach-
tet. Allerdings gilt das natürlich nur
für die großen städti-
schen Theater, weil sich
an kleineren Plätzen ^
sowohl die kostspielige
lUPPTij^JISVaJA* («oxTnficqM'
itgHimDUicunwiWMu« noeblmh
>«)T-a«NTN«, A; 1
Ausgabe nicht lohnt, als auch die
Außenfronten meist zu so aus-
gedehnter Reklame, wie wir sie im
Bild zeigen, nicht Platz bieten.
Aber immerhin ist auch in der
tiefsten Provinz manches besser
geworden. Es ist noch gar nicht
solange her, da sah man entweder
fürchterliche Schriftplakate oder
Zeichnungen irgendeines braveä,
aber nicht gerade sehr ta-
lentierten Malermeisters.
Heute beschäftigen die
führenden Lichtspielhäuser
namhafte Künstler und be-
sitzen eigene Ateliers.
Wir zeigen heute Außenfronten dreier
großer Berliner Theater, oben den Ufa-
Palast am Zoo, und zwar die Nebenein-
gänge, in der Mitte das Hauptportal des
neuen Universum am Lehniner Platz und
unten den Ufa-Pavillon, über dessen Portal
Pat und Patachon überlebensgroß aus-
geschnitten dastehen.
Die heute gezeigten Entwürfe stammen
von Rudi Feld, der in seiner Art iür die •
Theaterjwopaganda bahnbrechend _ gewirkt
hat. Seine Ausstattungen sind für die deut-
sche Filmwelt vorbildlich geworden und
wetteifern heute in Wirkung und Ausfüh-
rung mit den besten amerikanischen Vor-
bildern,
FRAGEN
s
die uns erväh
r-2
Anfragen erbitten wir an die Redakti
Schcrlvcrlag. Antwort erlolgt im „Film-Maga;
■n jp-lÄl e : pie Frap;p. wie man zum Film kommt, können wir im
izqWtli iiclil nidir bfantworton. A\ ir i'iii]it"olilen. in sololion F;ilU'n
.liüJnmlofe, wenn es sich um 'Diimcn oder Herren liandolt, die keinerlei
ToVyildrÄc^liaben — sich an die Deutsche Filmsclmle in München,
'SonncnsttJSiUfc «ti wenden. — IJie üesorg-unK von AiituKraninien erforderi
iBaneli4u-V''üiUMi Jüngere Zeit; «ir bitten unsere Leser desluilb um
tduld.
S t (1 1 p : V.ileria Uootlihy ist Deutsche. Kibt Auto-
von Kepisseur Kriih AVaschneek fiir den Film enidecUt.
Tf'^uaiMc. Spielte u. a. in fiilf;enden Filmen: ..Die Frau mit dem
' \ftifd' . _Das (iii-l von der Ke\ue'. ..Der Tanzstudent'. ..Adani und
£»■51; X;f!^e filmt fleiUiK. Geschieden. Adresse: Iterlin \\'. Kufsteiner
Strij,'ic/^ Jici Hasch.
i M. in H c r I i n : I. Jawohl, (iustav Fridilich. 2. ]"rit,c
iliMt H"rliii-D.il]leiii. .\la.\-F,itli-StraLie .'i. Verheiratet. Senden Sie
uM.s eine Hildkarte des Künstlers und .')ü l'f. in Marken, dann wollen wir
Ihnen Kern das .Autogramm hesorsen.
F i 1 m f r e u n d Hanns v. M a t.: Der Film ..Ifi Töchter uml kein
P.ip.a" (,, Fritz und Fritzi ■) ist kiirzlich im Tauentzienpalast zur l'iauf-
fiihruiifr pelanKt. Helmuth Körnig erreichen Sie durch die Siar-Film,
Herliii SW j,h, Friedriclistralic i'is. Hoclistwahrscheinlicli ^iht Körui'j
AutOKrainiiK».
F i I m f r e u n d i n Annemarie aus M a n n h e i m : SSie können
die Iviiustler aueli direkt um Autogramme bitten. Dann sendet man ein
I'hotd und adres-iertes. frankiertes Kückkuvert an sie ein. Douglas F;iir-
banks jr. ist bis .jetzt noch nicht in RroUen Rollen her \ orKctreten. Dina
(iralla war mit deiu kürzlich verstorbenen Kedalvteur Lincoln Eyres ver-
lniratet. Lars Hanson ist mit der seliwedisclien Schauspielerin Karin Mo-
hitider v crheir.itct.
F i 1 ni f r e u ii d in if a r t b a F.. Berlin: Der beriilimte Ounnar
Tolnacs-Film ..Die LieblinKsfrau de> Mabarad^clla■' läuft lieute noch immer
in aller Welt. In Herlin momentan nicht. Am besten. Sie setzen sich mit
dem Itoitzcr Ihres Slammkinos in YerbiiidunK. Möslicb. dali er den
Film noch einmal briiiKl. Die Hauptdursteller in ..(inkel Toms Hiitte"
sind talsäclilich .riclitiKc" Xe^er. Leben in Hollywood. Ebenso tieorge
Bancroft.
F i 1 in f r e 11 n d W a 1 t li c r H.. Hamburg: Die Hauptdarsteller
iu ..Der fidele B.iucr" «.-ircii Werner Krauß, Leo Pcukcrt, Carmen Boni.
^lattbias \Viemann.
E V a B r i K i t t a H., Berlin: Pat und Patachon erreichen Sie durch
die Palladiuin-Film. Kopenhagen. Emil .lanninfrs. Buster Keaton, Harobl
Lloyd, (dnrail Vcidf \\(dinen in Bcverly-Hills, Hollywood. Kai. .Vlle Künst-
ler (jrebeii AiitOKnimme.
U r s u 1 a M.. B üc k e b ii r si : Ef;<in von .lordan ist sehr viel an der
Sprechbühne tätiK- Im .\u>;ciiblick filmt er unseres \\ issens nicht, l'n-
verlieiratet. Dux in Bölimcu. Kosen. Wassersport.
R a m o n a D . . .s., K e m s c li e i d : .Vnn.i May Wonir ist durch
Uicli.ird EichberK-Film. Berlin SW 48, FriedrichstralJe 171, zu erreiclicu.
DouRhis F.iirlianks, mit M.iry Pickford verheii.itet. hat einen Sohn Douglas
und wohnt Beverly-Hills. Hollywood, Villa Pickfair.
B r i d d y P., Berlin: Das .t. Quartal endet bcUanntlicli .im
.10. September. Dit.i Parlo i>t unverheiratet. Die betreffenden Ffa-Filme
Kclaiifrcn schon in nächster Zeit zur l'rauffübrunK.
(; ii n t e r S., F r a n k f u r t - () d e r : ('(uirad Veidt und Camilla Hörn
bleiben vorläufip: noch in Amerik.i. A\ Clin Sit' wieder nach Berlin kom-
men, «erden ihre hiesioen ,\drc^>cii .sofort bckanntKCKeben. OIk.i Tscbc-
cliowa wohnt Berlin NW S7, KlopslockstralJc ■lt\.
Haus Ij., Breslau : Srb.ild «ir die ennli.'ibe .\dresse vo.i
M. P. in Erfahriiiif!; Kcbracbt haben, teilen wir sie ihui'ii in unserem
Briefkasten mit.
E. F. 1 0 0 : ANClchen Anzuff ITans Adalbert von Kchlettow bei der
Premiere ,,Wol(>;i . . . Wol^a" in .Mimchen KCtraucn hat, können wir
Ihnen leider auch nicht verr.iten. Ist das denn überhaujit s<i wiehtiK?
F i 1 m k a t e r H. S.. f) p p e 1 n : Es tut uns leid, Hinen in Ihrer
Aii;;-elef;eiilicit nicht beliilflich sein zu können. Aber wir vermitteln keine
.Stellungen.
A 11 n i .T.. Zürich: Die beiden amerikanischen Filmstars in unserer
Xiimmer 47 .sind .\lilton Sills und Dorotliy Maekaill.
K. v. W. O.: Am besten, Sie senden Ihr Manuskriiit (kurzes E.xpose)
direkt an eine FilniKesellschaft vielleicht an dic> dram;iture:isi'he Abteilung
der Xritioii.il. Berlin SW 4t*, Friedricbstraße 'lO.
1) r. Hans ^^■.. Berlin: (ilauben .Sie uns. die BefA'isseure KCbeii
sich wirklich Mühe, talentvollen Xacliwiuhs her.inzubilden unil zu förilern.
Aber viele glauben sich berufen, und nur wenige sind — bekanntlich —
auserwählt, (ich! braucht ein Filmnachw üchsliiig fiir Toiletten, teure
ScIiminUen, gute Photos usw. Das Publikum wWl schöne, interessante und
eleg.mte .Menschen auf der Leinwand sehen: selbstverständlich ist letzten
Endes doch immer das TtUent die Hauptsache. Ein Schönling wird nur
eine Eintagsfliege des Ruhmes sein. WirUlich bedeutende (icsichter d:i-
gegen merkt sich das Publikum und vcrgiUt sie nicht.
Harald ()., Wismar: Fragen nach dem .\lter unserer Kuiisller
beantworten wir grundsätzlich nicht. Wir meinen. d.iLI d.is nichts mit der
persönlichen Vereliiung zu tun hat. Henny Portc'ii und Claire Iiummer
sind an die fälligen Autogramme erinnert. Lilian Il.uvey trägt unseres
AVisseiis den Namen ihrer Mutter, die eine Eilgläiulerin ist. Matthias Wie-
mann ist verheiratet. ^\dlrgaIlg Zilzer wohnt Berlin-Steglitz, Knieidiof-
straLie 60, und h.it am l'O. Januar (ieburtstag. Hans Stiiwe, lierlin-
Friedenau, Rönnebcrgstralie fia. verheiratet.
D u r a n g o - .\ 11 g s 1> u r g : Kamoii Xovarro spricht gibrocheu
Deutsch. Am 6. Februar in Diiningo. Sehr leicht möglich. d.ilJ l!:iiiiuu
Xovarro auch im Rundfunk sich hören liilit.
Z w e i E g o n v o n J o r d :). n - \' e r e h r e r i n n e n aus l> a n z i g:
Carl de Vogt, mit Claire Lotto verheiratet, wolint Berliii-Tempelliof. Hoheii-
zollernUorso .'i.ia. Alfred .\bel ist mit Xieht-Sebausiiielerin verheiratet, hat
ein Töchterchen mit Xaiiien Trsula und wohnt Berlin-Haiensee. Kur-
fürstendamui 74. Hermiiie Sierlers Anschrift: Berlin W 50, Xürnbergcr
Berlin-
Franz
Bcrlin-
i^i|>orto nat also iLcincdj Zweck
Straße 6.). iinvcrli.eliitet. M:iria Paudler wohnt B'erlin-Haleii/ee.S.Vlbiecht-
Acbilles-Straljc 'lih gcscliieden Hans Junkerm.inn ist injl' .Mifie Scrda
verheiratet und wolint Berlin-Westend, Bundesallee fi. Egoti, Von '-Jordans
Adresse ist Berlin W l.j, Lictzenburger Str.iße 1'7. Ida Wüst. Bcrllrt-Wil-
mersdorf, Jenaer Straße 7. von Bruno Kastner geschiodeu. ,Budolf Rl(^n-
Rogge ist verheiratet, .\ilresse: Berlin-Licbterfehlc-West./Hjirtensienstr. l.'i.
F i 1 m g i r 1 Edith S., Leipzig: Guiinar TöHi:ies gibt -Vito-
gramme, spielt zur Zeit in Koiienliagen Theater niwl' wghnt Hotel D.-igSitir,
Kopenhagen. Dolores del Bios Adresse: Beverly-Hills, Hollywood, Kai.
Mary Pickford ist scliou viele Jahre beim Film. Charlie Cbaplin filmt
unseres A\ issens ungefähr seit 192U. Maria Paudler war mit einem
Kunstler verheiratet.
(i ü n t h e r K., B 1 n. - P a n k o w : Elisabeth Bergiier wohnt
Dahlem. Faradayweg 1."), ist unverheiratet und gibt Autogramme.
Lederer ist ebenfalls unverheiratet, gibt Autogramme, wolint:
Friedenall. Felilerstraßc 4.
Elsa B., Harburg: (!r<'ta Garbo ist zur Zeit in ihrer Heimat-
stadt (iöteborg. Sie gibt Aiitugr.imme. Ihr neuer Film ,,Das göttliche
^\■eib'■ ist in Berlin kürzlich uraufgeführt worden. Sie können deutsch an
sii- schreiben. (iret.a CJarbo wurde von dem kürzlich verstorlienen Re-
gisseur M.iuritz Stiller für den Film entdeckt. Ihre erste Rolle war d:e
Elis.ibi'th Dohna in ,,Gösta Berling".
P. H.. Bremen: Brigitte Helm wolint Berlin-Dahlem, Im Winkel ,'>.
und ist mit Richard Weißbacb verheiratet. Die -Vdressen von bekannten
Komponisten finden Sie siclier im Adreßbuch.
Theo H., Frankfurt: Eine Besehreibung vom Luther-Film er-
halten Sie durch den Illustrierten Filnikurier, Berlin W !>, Köthener Sir. ;!7.
Fritz K.. Steglitz: Nein, das Filiii-M:igazin hat ki'iii Bild von
dein Pat lind Pataclion-.\utogrammtag gebracht. Trotzdem können Sie
einen Abzug (fiir 1 Maik) erhalten.
Rita L., F r a n k f ii r t / O d e r : Igo Sym filmt zur Zeit in Berlin
bei .straussfilm, Berlin SW 4S. Friedricbstraße Tilfi. . Er gibt .\ulogramme.
Kleeblatt. X e ii k ö 1 1 n : Elisabeth Bergner ist ledig. Am
17. April in 'Wien geboren. Veilchen. Werner Fiietterer. Franz Ledorer.
Ranion X(i\.irro und M:irgarete Scliön sind unverheiratet. Dary Holm ist
mit Harry Piel verheiratet.
A\' i 1 m a E., H a m b ii r g : Die beiden Bildkarten sind an die Künst-
ler weitergeleitet worden.
Sie müssen mehr verdienen!
Und Sic wollen es sicher
auch. Lernen Sic daher
fremde Sprachen! Wir
kennen zahlreiche junge
Leute, die schon mit 20
Jahren durch ihre guten
Sprachkenntnisse zu ver-
antworthchen Posten ka-
men — wir kennen viele
ältere Herren und Da-
men, die durch ihr
Sprachwissen neue Ver-
dienstmöglichkeiten fan-
den. Schließen Sic sich
ihnen an und werden
Sie Schüler der Methode
Toussaint-Langenscheidt
Sic lernen durch unsere
Methode schon in einem
halben Jahr jede fremde
Sprache wie Ihre Mutter-
sprache gebrauchen. Der
Unterricht kostet monat-
lich nur 3 Mark; er ist
abwechslungsreich und
interessant. Überzeugen
Sic sich selbst davon
und verlangen Sic unver-
bindlich eine Probelek-
tion! Siekostetihncn
nichts — Sie brau-
chen nur den ne-
benstehenden
Abschnitt aus- _
^r ersuche um
gefüllt an ^^ Zusendung der
^ m ,.Film-Ma-
Uns cmZU- .^ gazin" angebote-
en Probelektion d.
Lanöensdieldtsdie
Verla^sbudihandlanö
(Prof. G. Langenscheid t)
G. m. b, H.
Berlin-Schöneberg M Ort u. Sir.
Sprache, kostenlos, por-
tofrei und unverbindlich.
5021
H ? i n 7: B.. II n n n 0 V r r : Akuo? Polerson wohnt Berlin AV, Kiirfiir-
stciiilanmi l'iö, und ist mit Ivan Mo.sjiikin vcrluMratct.
Kurt Z., H c y d e k r u tf : Senden Sic Ihre Bilder an vorsehiedeno
r iln>K<'--^c'IIscliuften. wie National, Berlin. SW tu, FriedriclistralJc 10, Aafa,
S\V 1», Kriedrielistralie -'2.i. (ireenl)auni, SW ti8. KoelistralJe t;4. AVir l)C-
toneu alx'r, dati die Aiissioliteii für AnfänKcr im Kilin nur >.elir ^erin^ sind.
Teddy H., S a a r b r ii c k e n: l.ilian Ilarvey ist Engländerin, liiver-
lipiratet. Werner Fuelterer wohnt Berlin-Sieylitz, Kle|.ststr;ilJe i'7. und hat
.•im 10. Januar (ielmrt.'^laK. ^\ enn .>^ie ziiiii l'ilni wollen, müssen Sie vor
allem uhcr Aufdruckt- und ^\■andlunJ;■sfähi^^keit verfü};en, also mimisehes
Talent lialjen. \\ Cnden Sic sieh, liitle. direkt an die FilniKesi'llseh.iftcn.
Z w ei \\' i 1 I y ]■' r i t s i- h - T r ä n u\ e r i n n r n au.- Z a li o r z e :
\\'ir sind K<'rn bereit, die lietreffendcn Künstler an die fiillisen Auto-
Uranime zu erinnern. Willy Kritseli aWit keinen Filmunterrieht.
M .-i r !j: i t T a m a r a , II a ni h u r n : tiunnar Tolnaes ist nicht mit
K.irina Bell verheiratet. Beide sind IciliK- Tolnaes spielte kürzlich in
..(iesehlcclit in Kcsx-In', Karina Bell in der ..Bevolntionshoelizeif. Sie i.-t
ist auch sehr viel .m der S|ii'eelihühue t.-itij;'. wird
als bisher filmen. Harry Liedtke ist .jetzt zum
liänin. tiunn.ir Tolnai
.iber h.ald wieder mehr
dnitcnmal \ erheir.itct.
1 n <;• 0 B.. li e r I i n
liamon Ni
arro i^t iin\ erlielr.itct. Bevcrlx -Hills.
Hollywood, Kai. I,ya Mara i>t mit ilem BcKisseur Friedrich Zelnik ver-
heiratet und widmt Berlin-\\ Oteml. INuMmcrnallee .'>. Willy Fritschs
Adresse: Berlin \\ . Kaiserdamm ',i.>; Kxchn Holt wohnt Borlin-Charlotten-
burff. SchillervtralJe li'l.
F i 1 ni f r e u u d i n Li] o a u s Hess .i u : Betty Birds neuester Film
ist ..Die ilitlern.ichtstaxe- (ll;uiiitrolle um! Rcfiii- Harry riel). Dary Ilidm
wurde am lli. Februar in H.imburK n'cboren. Busen. I'iel bevorzu<;t \inseres
Wissen- Hyazinthen. Mady Cliristi.ius siibt Autnsir.imme. Biesip: nett.
Mari o n .T., W i 1 m e r s d o r f : Ivan Mosjukin widint Berlin W.
Kurfiirstendauim l!l.'). pilit .\utonranime und filiot au«i'nhlicklieli li<-i der
l'fa ..Xarzil.!". ..Der Kurier des Zaren' lauft jetzt nicht mehr in Berlin.
Rudi H., t' li e m n i t z : Lili.in Harvcy wcihut Berlin W l.'i. Diissel-
dorfcr StralSe -17. hat am II). .l.muar (Jcluirtsla^;- uiiil lielif Ro-en. Lya
Alaras (icburtstay: ist dci :. ,\u(ru-t. Tuljien. .\dresse an anilcrer Stclie.
Harry I.iedtke hat am 1l>. Oktober CeburtstaK. wohnt Bcrlin-tirunew ald,
Bismarekallee Ifi. Re-<-d.i. Willy Fritseh hat am 27. .Tanuar tJebnrtst.ifr
nnd schätzt unseres Wis-ens AlpcnveilelH-n. .\<lresse linden Sie an anderer
Stolle. Die Ehe T.iedtke-Tordy ist bis .jetzt kinderlos.
T o w e i d a Z — 1.. Z i t t .-i u . (!. B.: AVir bedauern, Ihnen keine .\nt-
wiirt KClien zu kiiuncn. da Sie uns Ihren X.unen versehw eisen. Wir machen
nochmals darauf aufmerksam, daß wir anon>me Briefe y:rundsätzlich nicht
beantworten.
W. S e Ii.. Leipzig: Lina Ba.squettr war kürzlieh im ,.fi(dtloscn
Mädchen" zu sehen. .Mary Prevost dürfte unRefähr acht .T.ihre beim Film
.sein. Trinrs van .\alten ist Holländerin, am i. .\nfrust k^utou. siiielte
eine Rolle im ..Modernen C.is.inova". .\nny Ondrn dreht au(;enblicklieh
..Die .TuiiRfrau von I'.i)is'. wurde am 1.'). .\Iai in Tarna geboren. (Iritta
I.ey ist Deutsche. Kün-tlcrn.-nnc. Die betreffenden Stars sind unseres
W isspns unverheiratet.
Rudi I).. Neukölln: D(mieuico Cambinn ist dureli rando-Film,
Berlin SW .|S. Friedrieli-traLle 7. zu i'rreicben. In Wien KÜ't PS u. a.
die Saselia-Film. A\ icn. SiebenstcrnKassn 'M.
V r a u M e t a N., S c li ö n e b e r s ^ T)ip beiden Bildkarten sind
w eite_r^eleitet w orden.
>I a r h e s a H e n s; a w : 1. .T.iw(dil. unseres Wissens sind sie Briid-'"".
LV Douglas Fairb.inks )iat i-incn Scdin. der seinen Xamen trä«t. Kr filmt
.•luch. ;i. Henry Stuart tränt einen Künstlern.auien. Sein riclilij;cr Name ist
.limniy Hell. Er hat .im 1. Februar (Jeburtstas:. Höehstwahrselieinlieh
Rosen. Wir haben ihn noch nicht ninu-ssen, !;;lanbPn vaber, daI3 er Ihren
.Ansprüchen (renüp:t.
L. H.. (; ö r I i t z : Die weiblicbe H.iuptrcdle im ..AVeiberkries" spielte
Liane Haid. In iler ..Orchideentänzeriu' war Ric'.inio (ortez der männ-
liche HaUi)td;irstoller. I>ie weibliche II;ni]itroll<' und Partnerin von Hein-
rich (ieorKC in ..Soiifr. .Sebmntzises Celd" spielte ilie f'hinc-iin Anna Alay
AVon^. Die Hauptdarsteller v(mi ..Mc'tropoli-" w.-ircu: .\lfred .Abel. Hein-
rich Ceorne, Brigitte Helm, IJiistav Fröhlich. Theodor Loos. Fritz R.isp.
Erika <!.. Charlotte n li u r n' : Ramon Novarro ist Mexikaner.
In Dur.inKO •reborcu. .Am 0. F(diruar (leburtstajr. .Alter wird srnndsätz-
lieb nicht liekanntKi'K''ben. Riebtiuer Name: R.imon Sainoniego. Iirr
S(onnier in Berlin jrewcsen. liikoscnito. l>edifr- (übt .Autogramme. Treibt
viel Sport. Bleibt beim Film. Spriclit etwas Deutseh. Genaue Ankunft
iKudi nicht fi-stpesctzt. Sein letzter Film: ..Der Fürst der .Abenteurer''.
Fiüliere Filme (aiiLicr ..Ben Hur''): ..Ben Mi'. ..Der Seeoffizier", ..Aer-
leiniidun^"'. Näcbster Film; ..Pflicht und Liebe"'.
H. II.. D a n zip.-: Dolores del Rio spielte die Titelrolle in ..Ramon;i".
Der Scblaecr ..AVeun oer weiße Flieder wieder blüht"' i-t bis .jetzt noch
ii("ht filmi-ch verwertet worden.
E. !>.. D e ni m i n : AVir werden Ly;i Mara, Jenny Jui;o, Liane
Haid um die fälligen AuloKr.'iuime malinen.
Kurt F., W u r ir w i f z : <)lf;a Ts("hecliowa wohnt Berlin NAV ST.
Kloiislock-tralle 20. Sie «ibt .\uton;ranimp. ("•rscbieden. Ein Kind. Ihr
n/Mdister Film: ..Diane, die (Je-icliicbte einer Pariserin".
Jf r. A\' u . Lankwifz: Bildkarte ist inzwischen w eiterireleitet wor-
den. AVilly Kritseli w .ir noch ?)iebt verheiratet, (o-.iublaue Auijcn. (ireta
Cirbo wird voraiissielillieh in näeh-ter Zeit nach Berlin kommen.
K a t z e n s t e h: . H ö n «■ ;; : J.ick Trevor w ohiit Berlin AV. Bendler
stralle tl. Mit einer En;;länderin verlieir.-itet. 2 Kiuiler. I'riihcr Kiivallerie-
offizlcr, dann Film-t:ilist. Seit etwa 1 Jahren als Filmdarsteller tätipr.
L i 1 0 S., A u fr s b n r c : Vera Sebmitterlöw wohnt Berlin-Halensee,
Xestorstraße 1. AA'alter Slpzak wurde am ;t. Mai in AAien ßeboren. Henny
Porten bat keine Kiinler. Käthe von Nafjy wurde am 4. April in Subotiea
Kcboren.
F i 1 m f r c u nd Rudolf AA'.: An Pat und Pataelion können Sic
Pat und Pataelion können Sic
deutseh sclireiben. Pat: Carl Selienström.
Henny Porten wohnt Berlin-D;ihlem,
(iebiirlst:i '"
Pataelion: Harald Madsen.
len woiiiii j>eriin-ji;iniem, Parkstralie 71, bat am 7. Januar
„. mit Dr. von Kauffinann vcrlieir.itet, f;il>t Autogramme. Xeni.i
Desni wohnt Berlin-AVilmersdorf. RiMlesheimer Straße 1. hat
Aerbeirati't.
nächster Film ist ..Pflicht
Februar (ieburtstaff. Schwarzes
•iie . -^ulIl iiic'ii 111 iiciiin. .viii n. rcoruar i»i'iiiirisiajj. :^eiiwarzes
«cliw.irzc Auu,-en. .lack Tre\or siiielte die niännliclie Hauptrolle
itzenstes"'. Blond, blaue ,\uf;eii. Ernst. Ernst A'erebes ist ledip;.
.\useii, selnvarzis Haar.
Hans K., Stettin; Din.i tJrallas letzter Film; ..Die tolle Komleü .
Nächste .Arbeit: ..Ein kleiner Aorschulj auf die .SeliKkeif" Sie «'•''
.Aiitodr.imme. AVobniiiiK: Berlin AV. .Spcycrer Straße 22.
I 2 li .H . AV i e s b a d (• u : Siegfried .Arno wohnt Berlin-Sieslilz;
Scliloßstraße .M. und fribi .AiitoKr.imme. Zu bi'ziclien dun h den Pojtkarten
M'rl.ifi ]{oss. Berlin SW l». Alex.indrinenstraße 110.
D 0 r a K.. AV r i e z e n ; Ramon Nov arro
und Liebe''. Noch nicht in Berlin. .Am (
Haar, scliw.irzi
im ..Kat
Braiiiu
E m 111 11 1.. B r e in e n : Ivan Petrovicli erreichen Sie durch die
(ireenbaum, Berlin SAV (iX. Koclistraße U-1. Er ist serbischer Abstammung,
iiiiverheiratet und s'i''t .\iitot;raninie.
K. V. u. II — P.. Beut li e n : l/aura La Plante hat
fieburtstag und ist kürzlich mit einem Film ..Hoppl.i
nicht" erseliienen. Fnseres AAissens ein Künstlername.
M a fr d a 1 e n a H., Erfurt: Lien Deyers ist durch die Deutselie
Fniversal, Berlin SAV, Mauerstraße S2, zu erreichen. Spielte bis jetzt in
..Spione". ..Die Heilipre und ihr Narr'' und ..Haus Xr. 17''. Erscheint
b.ild in einem neuen Film mit AVillielni Dieterle, dessen Titel nocli
nicht feststeht.
Hansa.. B i e I p f e 1 d : AVirklieli bpfrablpu Menschen werden wir
ii.itürlieh nicht ;ibrateii. zum Film zu Kehen. Aber das k.inn kaum ein
.\leiiseh auf den ersten Blick beurteilen. Die Leinw.md hat ihre eifreneii
(Jesetze. Und Sie wissen .ja, viele fühlen sich berufen, doch nur weniftc
sind auserwählt. .Aber wir sind sieber, daß sich letzten Ende.s die wirk-
lieh talentvollen Xacbwiicbslinfre doch ininier ilurehsetzen werden. Aber
es ist ein Kampf, und den müssen .«ip allein durelifcchten.
E v e 1 y n aus Halle. .V n n i AV. aus D r e - d e n , R u t li A.,
B r (i u n s c li vv e i pr : bitten wir um Anjrabe ihrer vollen X'amen. da wir
im 7. Septemlicr
Aater siclit's ja
. aus D r e - d e n , Ruth
um Anffabe ihrer vollen X'amen, da
anonyme Briefe bekanntlich nicht beantworten.
Karl Cr e 0 r tr R.. H a m b u r g : Fee Malten wohnt Berlin AA', A\"il-
mc rsdorfer Straße 80. ist unverheiratet und spielt auKcnblieklich beim
Xero-Film. Inioscn Robertson erschien kürzlich in dem Univers;il-Filni
,.Die Hölle der Heimatlosen". Sie können deutscli an sie schreiben.
1.1 0 t t e S., .V n e : Lien Deyers (ihr richtiger Name) ist unverbciratet.
d Solni trägt jetzt den Künstlernamen Robert C-istle. Cilly Feindt
ind AVerner Fiietterer sind ledi.g. Lee Barrys richtiger Name ist Mathilde
Benz. Hertha von AValther i.-t die Tochter des OberstPn Stprn von AVal-
tlipr. Hat sich kürzlich mit dem Prinzen Louis Ferdinand von Bnurbon
% erlobt. Richard Tauber filmt im Augenblick noch nicht. Dagegen soll
s J.ickies 4jaliriKer Bruder Robbie sejir bald tun. Douglas Fairbanks jr.
Fred Soli
filmt ab unil zu.
E 1 1 i AV.. H a m b u r g :
i'. I 1 I >v .. II a m II u r g ; Jack Trevor wohnt Berlin AV. Bendlcrstr. 9.
Am 11. Dezember in London geboren. Mit einer Engländerin verheiratet.
2 Kinder. Er gibt Autogramme. Dita Parlo hat am 4. Seiptcmber Cebnrts-
t;ig. Ledig. (iret;i Garbo wurde am 17. April in Güteborg geboren. Noch
in ihrer schwedischen Heimat.
Eitel K. K,: Ihre Bildkarte ist an Ossi Oswalda weitergeleilet. Das
Alter der Künstler geben wir grundsätzlich nicht bekannt.
H .a r r y L i e d t k c - A' e r e li r e r i n , Sc li vv i' i z : Harry Liedtke
ist so alt. wie er aussieht. .Tawolil, er h.it eine Sekretärin. Aber die
Autogr:imnip schreibt er natürlich höchst eigenhändig. Imre Raday
wohnt Berlin AA', Geisbergstraüe 21. Pension Nürnberger Platz. I.'nfrar,
unverheiratet. Carl Auens Adresse: Berlin-Lichtcrfelde-Ost, Hermann-
-Ir.ißp .11. Johannes Riemann hat am 31. Mai Geburtstag und ist mit
Thea Biugner \ erheir.itct.
Edmund N., Cottbus; AVir bitten Sie, uns noch die fehlenden
beiden Photos von Lix io I'avanelli und Hans AUiers zu senden. Wir
worden Ihnen dann sofort die Autogramme besorgen.
Bilder von Filmgrönen mit deren Namenszug. und zwar eine ganze
Saiiiiiiluiig. bekoiiimen Sie gratis und portofrei ziisanimen mit einer inter-
essanten Bros(liiire. (ilciclizeitig erhalten Sie, ebenso gratis nnd porto-
frei, eine Probe der köstliclieii Marylan-Creiiie. welche auch von den ab-
gebildeten Filmgrößen benutzt und geschätzt wird. Marylan-Creme gibt
blendendes .Aussehen, aiii'li bei verdorbener H.iut. Damit Sie noch recht-
zeitig eine Probe erhalten, schreiben Sie an den Mar> lan-A'ertrieb,
Berlin Ml, Friedrichslraße 21a. F. M. P.'i.
3tDet fd^ötte grauen.
2ic ii'iir u'irflirf) nllorlicbft, Mo .Mloiiio. lliift irf)
bot fic iint eilt ■,!l'lc^crfl•l)^.'lt•
Üi'ic freute irt) mid), nk- irf) iiiciito ilotlc 'lMntiic=
viii am nnbi-rii Jon — ii>ic ocrnbrciict — im O'nic'
(jnitö fi^cn fiil). 2ic lonv oni JoiU" i'bcnfü frfu'u
luic n^^c^^^\<, mth iftrc ('>>c(id)t!>lioiit .•,ci|ito einen
iiictrf)cii 2ri)iininer, öeiieii l)niiri)fri)ijiic ;iintbeit mirf)
iMtu'i&orfteI)Iid) nikuni.
od) foflle int Voiiie i^ec- (^K'ipriul)-:- ,ui iiiciiicr
2ri)üiicii, iirtii id) mir ein Äiiieitec- nu'ibliflii'v '..'-.H'ieii
ii'lc fie iiidit lun-ftelleii foniie. To lorfjcUe üe foiu">er=
bor Ulli) fol) flevn^eollc• nii mir uovbei, nlo blide
fje jiiiirtiii*!, i^er oii einem oll^erell Jiirf) foi"i,
liirijeliiti Oll. od) foliite ^el■ Mfidiliiiirt i>ei> SMirtei.^
lutiA fol) eine 3"ome t>ovt fiHeii, Me eine oiifiollenöe
i'(el)iiliri)feit mit meiner 5ri)üiieit Oolte.
aJiiii lülIr^c mir evtliirt, bi\ii öiCi' — i)ie ;Viiiller
meiner Tome fei. O'f) fonntc e^^ foitnt nfoubeit.
«■(rf) loitr&e noraeftellt iiiib lunr f)öd)ft erftniint.
~.>iori) einer 3iHid)e foRte mir meine i'IiioerumOfte,
i'ioii ilire Aiiiitter ein '.Viittel onioeiu'ie, onf öefien
'-'•.'irtiiitd fic frf)Uiiire. O'vi fei ;Vnin)Ioii=C>reme. Tie
3',*irfinirt fei iiberrofrf)eiiii fiiit. Aalten, )uelfe ■C'ioiit
iierfdjuioiibeit, (iroiie voiit luerhe öiiftin nitb biirfh=
firt)tin=,inrt. Jliid) pideline U'&erne .vioiit U'er&e
uiinu'ierfrf)«» loeiri) iiiib jitfieiiMid) frifri), felbft iiieiin
Me foneiinnnten 5<Iiitejolirc (öiinft porüber fiiiö.
„•".^Iber 2ri)ol.u, ftoiiii foinift S"» bod) fiiefe fomofe
".Oi'ornlopjC'^reiiie frf)Oii je(.it 0llU'ell^elI, önmit Tu
immer fo jiineiiMiri) fd)oii bleibff, mie Tu jcld bift."
Sie fol) mid) mit iiberlefieiiem Vari)elii oii. To
uMifdi' iri), bofi oiiri) fie :l'ion)(rtii=0"reme iiiiiiiiif.
15'iiie folrije Tome luill irf) iierii aU ,vi'on mein
O'iiieii iteniien. 2ie lent X'x-ert boroitf, firi) ihrem
iVioniie jiiuii ,^ii erl)0lteii. Toc- ift lluiil
,1ri) felbft höbe oiiri) fd)oii ifJoryloii-Vreme ou=
iieiiioui»!- VH'imlid), oerfteljt fid). lliiö loirflid):
meine fd)orfen 3iiflc um öeii Si?itn6 finfi iiicrflit^
perfrf)ipitubeii, iiiiö b'ic Sliniiolteii fiiib onrf) beinol)
fori. Uiiii meine -Ooiit ift fo frifrf) uiif> frf)iin iic=
' ii'orfteii, öoft ei< mciiieit "Jlefrtiiiilcii oiiffrilU.
S'.'cr onf fein fliileo Vliti'fehen etmoö flibt, Inffc
fid) lofteiiloe- iinb portofrei eine *lU"obc öer föft=
lirijen :Vion)Iou=Prenie fommeii; {in.vi niirf) &0i^
3!iid)Ieiii über Ilune 2rt)iiubeiliHifIcne. ÜU-ibcö
uöllia foftenUHv nnb portofrei. ,voft 15 000 nlo«»
«eube Toiilfri)roibeii bcmeifeu ben a-.'ert! 2rf)nci6cu
2ie iiori)ftel)enbeii ('•hotie-be.vitlfdKin oiic- iiiiö Icflcn
2ic ihn in ciit oifeuei- .Miiuert. Tann foffet c3
lAiirrf) non;, Teiilfd)IoiuA nur ."> 'l^fn. t-into. .Oititeii
oiif öoi- .«.iiioert lotiimt iioiiit ohie fleiioiie 3li">refic.
(^h•olie•be,•,unid)eiu: i'ln tieii ;li!ornIoii5*.;HM"trieb,
3>erliii 11-4, ,vri«bfitiifti'- -'• O'rbitte foftenlov* nn&
portofrei Me 'l'robc i'ion)loiul.Meme unbiioc' 2rf)ön-
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L*.i'""ß_'^- Rosenthal — Aros, Berlin, Für die Redaktion und Herausgabe in Ocstcrrcich verantwortlich Robert Mohr. Wien I, Domgasse 4. Verantwortlich (ür Anzeigen
Wilhelm Schaefcr, Charloltenburg. Anzeigcnvcrwaltung Bcpa-Vcriag, Berlin W 35. Blumes Hof 5. Kupfertiefdruck: August Schcrl G. m. b. H., Berlin SW 68
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reche: johanne^ guter
UFA-FILMVERLEIH <3.N.B.H.VEßLEIHBETRIEB DER UNIVERSUM FILM A.GBERLIN SW68,K0(HSni.6-7
Uraufführung am 19. Januar im Gloria-Palast, Berlin
„mmmrimfrit IM I l -
r JL
NUMMER4 / BERLIN, 27. JANUAR 1929 y PREIS 4üPFEN^
oLtltan zTlarvey jeterie am IQ. Cyaniiar ihren ^ebuHtfofi
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RE0(E:30HANNES GUTER
Das neueste erfolgreiche Ufa- Lustspiel
erscheint jetzt auch im Reich
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DIE \\ O C H K \ S C H R I 1 T D 11 U l 1 I. M F R E l N D E
FQANZ LEDEQEQ
spielt in dem Ufa-Film ,/T>ie wunderbare Lüge der Nina Peirowna"
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-»til.
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Das deutsche Lustspiel hat zweifellos in den letzten
Jahren einen starken Aufschwung genommen. Man
hat erkannt, daß gerade das lebende Bild besondere
Möglichkeiten bietet und hat alle bewährte drama-
turgische Requisiten des Worttheaters mit Absicht für den
} ilm nicht nur übernommen, sondern sogar darübei hinaus
noch ausgebaut.
Wir haben heute besondere Lustspielspezialisten, Dar-
steller, die auf diesem Spezialgebiet nicht nur besonderes
leisten, sondern sogar europäischen und Weltruf erlangten.
Das ist deshalb interessant, weil noch vor verhältnismäßig
kurzer Zeit die Ansicht verbreitet war, daß uns in puncto
Lustspiel die Amerikaner weit über seien. Als Jannings
nach Amerika ging, las man spaltenlange Artikel darüber,
daß das eigentlich kein Wunder sei, denn die Deutschen
seien die Meister des Filmdramas, wenigstens des psycholo-
gischen Filmdramas, während die Amerikaner Beherrscher
o'er Massen seien und uns die leichten, gefälligen graziösen
Stoffe brächten.
Auch diese Meinung, vor ein paar Jähren vielleicht noch
bis zu einem gewissen Grade berechtigt, ist jetzt schlagend
widerlegt. Lilian Harvcy zum Beispiel hat ihre großen Er-
folge immer im Lustspiel errungen, und so ist es klar, daß
auch ihr neuester Film wieder einen Lustspielstoff bringt,
eben eine jener Verwechslungskomödien. von denen eingangs
die Rede ist.
Die Geschichte heißt recht geheimnisvoll ,,Ihr dunkler
Punkt". Wer unsere Bilder genau beobachtet, wird bald er-
kennen, wie dieses geheimnisvolle Ding aussieht. Es hat
die Form von Hcras und befindet sich auf dem Oberschenkel
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einer junjjen Dame, die in allerhand komplizierten oder
— um mit dem Titel zu sprechen — dunklen Geschichten
ihre Hand im Spiel hat.
Diese Dame aus der Unterwelt will Lilian entlarven. Das
I ist nicht so einfach, wie man das sonst in Detektivfilmen
sieht, sondern j^ibt allerhand Schwieri{|keiten, die vor allem
dadurch entstehen, daß jenes jjeheimnisvolle Mädchen im
Variete bei einer Zaubernummer als Assistentin auftritt.
Welche Komplikationen entstehen, als Lilian hier unter
falscher Flai^ge segelt, muß man sehen. Diese Situationen
sind einfach nicht zu schildern. Sie erinnern jjanz leise
etwa an die Art, wie Chaplin im Zirkus wider Willen zum
Artisten wird.
Die große Kinogemeinde wird ihre besondere Freude aber
daran haben, daß als Partner der Lilian Harvey Willy
Fritsch agiert.
Zwei solche Filmkanonen in einem Film hat man in letzter
Zeit kaum gesehen. Man vermerkt dieses Zusammenspiel mit
dem Gefühl, daß das Zeitalter des Starfilmes im alten Sinne
endgültig vorüber ist und daß jetzt das Ensemblespiel mit
erfolgreichen, bewährten Künstlern das Entscheidende und
Ausschlaggebende ist.
So ergibt sich voraussichtlich, daß ,,def dunkle Punkt"
einer der erfolgreichsten Filme der nächsten Zeit sein wird,
der nicht nur in Berlin, sondern aucb in London und Paris
beim Publikum die Aufnahme finden wird, die für den
Erfolg ausschlaggebend ist. Denn schließlich sind die Filme
ja für das Publikum da, das selbst darüber bestimmt, was
ihm gefällt und was es wünscht.
^%aSk
Mit fünf Köpfen aus ver-
schiedenen Filmen
^WP
N
IJ Bondireff in Zivil
2) Mas/ie aus „Hilfe,
ich bin Millionär"
(Ufa)
3) Inquisitor in ..Ca-
sanova" (Ufa)
4) Apache in „Apa-
chen von Paris"
5) „Was/a" in „Wol-
ga-Wolga"
t
Das Lustspiel „Hurra! Ich lebe!" hat das deutsche
Publikum auf Alexei Bondireff aufmerksam ge-
macht, der in diesem Film einen Bruder des „muti-
gen Seefahrers" spielt.
In seiner Heimat ist der Russe kein Unbekannter, Er
kommt, ebenso wie Nikolai Kolin, Gregory Chmara,
Iwan Moskwin (der ,, Postmeister"), Michael Tschecho
und Leonidoff (,,Iwan, der Schreckliche"), aus der Hoch-
burg der russischen Bühnenkunst, dem Moskauer Künst-
Urtheater, Er hat die berühmten Reisen der Russen
unter Stanislawski durch Europa und Amerika mitge-
macht und filmte zum erstenmal in Frankreich, wo er
mit Nikolai Kolin und Iwan Mosjukin zusammenspielte.
Die erste Rolle, die Bondireff in einem deutschen
Film spielte, war die des Steuermanns auf dem phan-
tastischen Drachenschiff im Ufa-Prunkfilm ,, Geheimnisse
des Orients". Dann sah man ihn in ,, Hurra! Ich lebe!"
und in „Wolga-Wolga".
Seine Maskenkunst erinnert an Lon Chancy. Aber
während man bei dem Amerikaner immer an virtuose
und rücksichtslose Technik denkt, verwandelt sich der
Russe Bondireff in jeder Rolle in einen neuen Menschen.
Er erzählt selbst, daß er nie früher vor den Schmink-
spicgel tritt, bevor nicht die neue Gestalt in seinem
Unterbewußtsein einen psychologischen Entslehungs- und
Entwicklungsprozeß durchgemacht hat, bevor nicht der
neue Mensch mit seinem ihm eigentümlichen Gesicht und
Gesichtsausdruck, seiner Figur und allen den Merkmalen,
die ihm das Charaktcriitischc und Individuelle verleihen,
geboren ist.
Diese Äußerung ist charakteristisch für die Künstler
der russischen Schule, die auf einem merkwürdigen Ge-
misch \on intellektueller Grübelei und spontaner, rein
intuitiver Schöpfung beruht.
Die nebenstehend veröffentlichten Photos beweisen
die Kunst Bondircffs besser als alle Worte.
<:S)epQjlkg 2mt^:Mm>
VON JESSE L. LASKY.
I.Vizepräsident der Paramount Famous Lasky Corporation.
Jedes Ziel, das des Erreichcns wert ist, ist wert, daß man dafür arbeitet. In diesem
Sinne bietet das Leben \venij<e Ziele, die nicht die letzte Anstrengung, Konzen-
tration und stetige harte Arbeit verlangen, um erreicht zu werden. Nirgends ist
dies wahrer als in der Filmindustrie. Es gibt nur einen Weg, zu den Höhen der
Bildkunst zu gelangen, nämlich durch unendlich harte Arbeit, selbst wenn man alle
zum Filmerfolg nötigen fundamentalen Eigenschaften besitzt. Ohne die besondere
Qualifikation zu diesem Beruf ist die Sache hoffnungslos. Unglücklicherweise sind
die meisten Mädchen, die die Filmkarriere machen wollen, davon überzeugt, daß sie sie
besitzen, ob es nun wirklich so ist oder nicht, und sie kommen voller Hoffnung nach
Hollywood, ohne die geringste Vorstellung von den Gefahren, denen sie dort gegenüber-
stehen. Die meisten haben keinen Begriff von den zu überwindenden Schwierigkeiten
und den unendlichen Mühen, denen sie sich unterziehen müssen. Sie stützen sich auf
die Geschichten der Stars, die über Nacht berühmt geworden sind, und sehen in
ihnen die Aussicht auf eine ähnliche Zukunft. Sie haben nicht die geringste Ahnung,
was tatsächlich hinter den Stars liegt, die, metcorhaft aufsteigend, selten am Film-
himmel aufblitzen, und würden, wenn die Wahrheit bekannt würde, entdecken, daß auch
ihrem plötzlichen Erfolge dieselbe Zeit harter Arbeit und unverdrossener Mühe vor-
aufging. Der Unterschied bei ihnen war nur, daß der Wendepunkt zum Erfolg plötz-
licher kam. Irgendwie und irgendwo trugen die vorbereitenden Arbeitsjahre zu dem
individuellen schließlichen Aufstieg bei. Niemand kann einen dauernden Erfolg im Film
erreichen, ohne in die eine oder andere Schule gegangen zu sein, die ihr einen Vorrang
verschaffte. Diese Übernacht-Berühmtheiten sind jedoch so rar, daß sie in der Gesamt-
summe der Filmkarrieren keine Rolle spielen. Ich erwähne sie nur, weil sie dauernd
einen Teil der Lockspeise bilden, die jährlich lausende von Mädchen nach Hollywood
zieht, um dort ihr Glück zu versuchen. Für Tausende von Mädchen in aller Welt ist der
Name Hollywood von einer romanti-
; sehen Magie von Erfolg, Ruhm, Rcich-
' tum, von allem, was das Herz sich
IM wünscht, umgeben. Und alle diese
S ungezählten Tausende sind davon
^ überzeugt, daß auch sie bei gegebener
'^'"^^^^K- Gelegenheit in einem Tage zum Star
würden. Unglücklicherweise kommen
^ , —^-- sie zu diesen Schlüssen und zu dieser
^iifc ÄP* Selbstcinschätaung ohne eine Kennt-
nis der Bedingungen oder ohne jede
Kenntnis des Filmwesens. Sie alle
denken , daß sie nur die Filmstadt zu erreichen brauchen, um
den We<> zum Ziel zu finden. Das Resultat davon ist, daß siu
von jedem Punkt des Erdteils aus nach Hollywood kommen, ohne-
Schuluni! oder Erfahruni», die ihnen Nutzen brinjjcn könnte. Die
meisten von ihnen kommen, weil ihre Freunde und Nachbarn
zu Hause ihnen erzählt iiaben, daß sie sch<)n seien und deshalb
dort am Platze sein müßten, ohne zu wissen, daß Schönheit
eine Eijjenschaft ist, die auf dem Hollywooder Markt in absolut
keinem hohen Kurse steht. Ich möchte damit nicht allen Mäd-
chen, die den Ehrgeiz haben, zu filmen, saj^en: Kommt nicht
nach Hollywood! Die Filmhersteller sehen sich immer nach
Mädchen um, die wirkliche Eijinunii zum Film besitzen, die
intelli)|ent sind, die schauspielerische Fähijikeiten, Charakter
und Schönheit haben. Aber sie müssen all dies besitzen und
nicht nur eine oder zwei dieser Eijienschaf tcn. Wenn die
Mädchen, die den Ehrjjeiz haben zu filmen, sich wirklich dar-
aufhin prüfen würden, würde es den endlosen Zustrom hoffnunj*s-
voUer Aussichtsloser, die die Studios überlaufen, oline Aus-
sicht, je auf die Höhe zu kommen, nicht «seben. Bevor sie sich
ausmalen, nach Hollywood zu <4ehen, sollten sie sich einen ehr-
lichen und vorurteilslosen Befähifjun'jsnachweis verschallen. Sic
sollten die Kosten ihres Unternehmens bedenken und genau
feststellen, wie sie für den Kampf «»erüstet sind, ehe sie den
Versuch machen. Denn die Mädchen, die voller Ehrgeiz nach
Hollywood kommen, setzen sich vielen Gefahren aus.
Das Durchschnittsmädchen kommt nach Hollywood, ge-
schwellt von höchstem Selbstvertrauen, den <5uten Wünschen
und dem Vertrauen seiner Anj^ehörisjen und Freunde und einer
vorgefaßten Meinunjä von seinen Fähigkeiten, deren Beweis nur
in seinem eigenen Kopfe besteht. Lind jjewöhnlich hat es nur
beschränkte pekuniäre Mittel, um den Kampf auszuhallen. Es
macht sich nicht klar, daß die Chance, überhaupt eine Arbeit
zu bekommen, im Verhältnis von 10 zu 1 steht, selbst als „Extra",
wenn es ihm {gelingt, eine EinschreibunjJ bei dem Central
Casting Bureau zu erlanj^en, das die führenden Studios mit
Komparserie versorjjt. Das Bureau hat mehr als 10 000 Namen
auf seiner Liste. Die Durchschnittszahl von Darstellern, denen
es täglich Arbeit vermittelt, beträgt kaum mehr als 700, Die
Folge ist klar. Dem Durchschnittsmädchen, das nur sieben Tage
von . hundert arbeitet, wird es schwerfallen, ihre Miete, ihr
Essen und ihre Garderobe zu bezahlen. Diese Ungewißheit,
Arbeit zu finden — mit der einzigen Sicherheit, daß diese genug
bestehen wird — , ist eine der Grundgefahren, denen das nach
Hollywood kommende Mädchen entgegengeht. In dieser Klasse
muß es nun mit Tausenden anderer Mädchen konkurrieren, die
ebenso schön sind oder möglicherweise schöner. Es macht sich
lerner nicht klar, daß die Chance, aus der ,,Extra"-Klasse zum
Startum zu kommen, wie 10 000 zu 1 gegen es steht. Es denkt
nur an all das Angenehme, das es von seinen Freunden
zu Hause iiörte, die nichts von der Lage in Holly-
wood w issen. Es beginnt, herumzulaufen. Wenn es Glück
hat, bekommt es dann und wann Arbeit. Es sieht,
wie seine Mittel rasch zu Ende gehen; es fängt an zu sparen,
um das Ende hinauszuziehen, was ihrer Erscheinung nicht zu-
gute kommt und ihre Chance verkleinert. Durch die Tatsache,
daß sie keine der Eigenschaften zeigen konnte, die einen Film-
hersteller bewegen würden, ihr eine besondere Gelegenheit zu
geben, fleht sie um Hilfe und wird immer empfindlicher, weil die
Gelegenheit nicht kommt. Entmutigungen und Enttäuschungen
sind weiterhin ihr Los. Es kommt schließlich der Moment, wo
ihre pekuniäre Lage sie zwingt, am Essen zu sparen, bis sie sich
endlich in äußerster Not befindet. Ihr Stolz hält sie von der
Rückkehr nach Hause ab, denn sie will das Mißlingen nicht
zugeben. So ist sie von jeder Hilfe verlassen, bis ihr Geld
zu Ende ist. Das ist der gefährlichste Punkt ihres Versuches.
Sie kommt in eine verzweifelte Gemütsstimmung, die sie zur
Beute vieler Versuchungen werden läßt. Diese Versuchungen
sind in Hollywood nicht größer als anderswo, aber sie sind über-
all. Es erfordert eine besondere Charakterstärke, um als Sieger
aus dieser Periode der Enttäuschungen und Depression hervor-
zugehen. Und unglücklicherweise ist es so, daß nicht nur eine
solche Zeit überwunden werden muß, sondern oftmals wieder-
kehrend. Unvermeidlich gibt es Wochen und Monate, in
denen nur wenig produziert wird und die Nachfrage
nach Darstellern gering ist. Es passiert immer wieder, daß
die Mädchen nach allen nutzlosen Versuchen stranden, ohne zu
wissen, wohin sie gehen sollen, und oft ohne jemanden, den sie
um Hilfe angehen könnten. Das ist die Strafe für die, die ihr
Glück in Hollywood versuchen, ohne genügend ausgerüstet zu
sein. Die Gefahren sind besonders groß für die Mädchen, die
vorher ein beschütztes Leben führten und nun das erstemal
sich allein durchkämpfen müssen. Das kann mit einem Unglück
enden, das hängt von dem Mädchen ab. Wenn es eine Per-
sönlichkeit ist, über Charakterstärke, Schönheit und alle übrigen
zum Erfolg notwendigen Eigenschaften verfügt, kann es hoch-
kommen. Aber auch dann ist die Chance nicht allzu groß.
In einer so ungeheuren Industrie, wie der Filmproduktion, gehört
Außergewöhnliches dazu, um ein Individuum aus der Menge
herauszusuchen. Kein Mädchen sollte daran denken, es mit
diesen Gefahren aufzunehmen, wenn es nicht weiß — nicht denkt,
sondern weiß — , daß es Befähigung und das Geld besitzt, um
sie zu überwinden.
Jannings in der Komparsengarderobe in Hollywood
Als zweiter ,, Querschnittfilm" erscheint in der Serie
„Das Auge der Well" eine Zusammenstellung der
schönsten Liebesszenen. Als Autoren zeichnen Dr.
Kaibus und Stanhope sowie Martin Schuster. Einer
von ihnen, Stanhope, nimmt hier das Wort.
Eine schöne, mühevolle Reise liegt hinter uns, eine Fahrt
ohne Fahrt. Angetreten wurde sie vor wenigen Wochen
in einem der kleinen, privaten Vorführungsräume der Ufa.
Ihr Ziel war ein Ausflug in die Vergangenheit; ihre Rückkehr
endete in der Gegenwart. Deutlicher: Es gehören zu den Auf-
gaben des Querschnittfilms die Besichtigung und Auswahl der
Bildstreifen aller Entwicklungsepochen. Eine erfreuliche Arbeit,
die durch ihre Schwierigkeit, Unzusammenhängendes zu gliedern
und zu einem inhaltlichen Ganzen zu verschmelzen, an Reiz
gewann
,,Rund um die Liebe" ist der Name des neuen Films, der
eine Revue der schönsten Liebesszenen im deutschen Licht-
spiel seit 1910 geben soll. Alle Wege führen zur Liebe: Bald
geht es hart und bitter zu, werden Menschen gestoßen, ver-
irren sich im Nebel und finden nicht mehr zurück; bald geht
es glatt und sicher, treffen wohlgefällige und glückliche Men-
schen, Vertreter des moralischen Weltgefüges, zusammen; bald
werden kleine Unebenheiten spürbar, die aber nur vorhanden
sin-d, um vorhanden zu sein, und das Paar, das sie beschreitet,
um so sicherer in den Hafen des Happy End zu leiten; bald
zeigen die Wege heitere Ausblicke, lustige Punkte, Winkel,
deren Bestimmung von vornherein keinen Zweifel läßt.
Unsere Reise hat uns aus der Perspektive diese Wege gezeigt.
Und nebenher noch mancherlei mehr: modische Entwicklungen,
Aufblühen von Städtebildern — beispielsweise der Wandel
Berlins: Oft genug tauchte der Potsdamer Platz der Vorkriegs-
zeit auf mit seinen ,, Sechseromnibussen", seltsamen Auto-
droschken und vorsintflutlichen Straßenbahnen, die wie ehr-
Szenen mit: Lydia Potechina und Max Giilstorff, Mady Christians, Emil
Jannings und Lya de Puiti (Variete), LH Dagover (Chronik von Grieshuus)^
Reinhold Schünzel und Valery Boothby (Adam und Eva), Pola Negri
I'holo-Montage aus Szenen des Quersclmiltfilnis ..Rund um die Liebe" mit Jannings, Ycelle Cuilbeil. l'uUi
Ncgri. Lya de Putti. Wladimir Gaidarow. Camilla Hörn, Göftta Ekman. Paul Richter Margarethe Schön.
würdige Matronen wirken, und vieles dieser Art. — Auch der
Wandel der Dekorationskünste, der Regie?uffassung und Dar-
stellungsweise wurde offenbar (Proben waren bereits im ersten
Querschnittfilm ,,Henny Porten" zu sehen). Meiningcrhaft ver-
zerrtes Mienenspiel, Händeringen und heftiges Busenwogen kenn-
zeichnet die Marlitt-Epoche des Films vor 1918. Naturalistische
Detailschilderung, fast die Grenzen des Kunstwillens über
schreitend, ist ein Dokument der Zeitgeschichte nach den Entbeh-
rungsjahren des Krieges. Prunkentfaltung, Neigung zur Ge-
schichte und ihren leuchtenden Beispielen folgen in den Inflations-
tagen; gleichzeitig zeigt sich schon tieferer Ernst und der Wille,
den verfilmten Stoff, seine Bearbeitung und Darstellung zu ver-
tiefen. Die Zeit wird gelöster, freier, natürlicher und mit ihr der
Film. Alles Gekünstelte ist abgefallen. Die Menschen auf der
Leinwand sind von Fleisch und Blut, genau so wie wir, und
wenn sie schlecht gespielt werden, dann sind sie's nocii genauer.
Steinchen um Steinchen haben wir auf dieser Reise aufgelesen
für das Mosaik, das den Titel ,,Rund um die Liebe" tragen soll.
Ein Spiegel der Zeit ist im Entstehen begriffen. Um die Vorstel-
lung dessen, was wir wollen, zu umreißen, sei hier eine Szene
als Beispiel angeführt: In kurzen aneinandergereihten Bildern
werden wir Zeuge, wie Jcanne Becus-Quantiny von einer Um-
armung in die andere taumelt. Karriere macht, bis sie sich
endlich als Madame Dubarry an der Seite Louis XV. und als
mächtigste Frau Frankreichs wiederfindet. Im Lubitsch-Film,
den wir benutzten, entwickelt sich der Werdegang in fünf Akten;
der Querschnitlfilm zeigt ihn in wenigen Minuten.
Neben Raffungen dieser Art werden Gegenüberstellungen der
verschiedenen Temperamente, die die gleiche Rolle verkörperten,
zu sehen sein; daneben versucht der Film den Wandel des Ge-
schmacks, was den Frauentyp angeht, zu dokumentieren. Kurzum:
der Film ist eine Revue der schönsten filmischen Liebesszenen.
Szenen mit; Hcnny Porten
und Emil Jannings, Mona
Maris und Curt Bois, Elisa-
beth Bergner und Conrad
Veidt.JcnnyJugo and Harry
Halm. Dita Parlo und Willy
Fritsch p/wt. Ufa
'//
UM
V
4
In dem groUtn Waterloo-Film, der
jetzt in den deutschen Lichtspiel-
häusern gczeisjt wird, dominiert die
Heldengestalt Blüchers, von Otto Ge-
bühr aus.s^ezcichnet verkörpert. Neben
ihm und um ihn herum stehen histo-
rische und frei erfundene Persönlich-
keiten in buntem Reigen. Am popu-
lärsten ist neben dem englischen
Heerführer Wellington, vor allem
Gneisenau, der j^roße Generalstabs-
chef.
Frei erfunden ist die Figur des Blü-
cherschen Adjutanten, der mit der
Gräfin Tarnowska, einer französischen Spionin,
flirtet, während sein Herz tatsächlich der kleinen
Riekc «Jehört, die unser Bild hier zeigt. Mit der
Gestalt Blüchers schafft Otto Gebühr erneut eine
vollendete Reproduktion geschichtlicher Persön-
lichkeiten. Den Gneisenau spielt Fritz Ulmer, wie
I man sagt, auch in einer gewissen Porträtähnlich-
keit. Oscar Marion und Betty Bird bemühen sich
erfolgreich um das Liebespaar. Marion zeigt nicht
nur sein schauspielerisches Können, sondern über-
rascht auch durch seine kühnen Rciterkunststück-
chen, die besonders gegen Schluß des Films bei^
der Vcriolgungsszenc imponierend auffallen.^
,,Waterloo" ist nicht nur ein Erfolg für die Emelkai|
sondern auch für Karl Grüne, den Spielleiter, deifq
aus seinen Darstellern alles herausholt, was iit:;
ihnen steckt.
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, ■•■■% ' Der Wildwcst-
/' film nähcrl sich
^ dem Höhepunkt.
Die Postkutsche rast
mit der MiUiüncn-
erbin durch die Prärie,
um sie vor den Tramps
in Sicherheit zu brin-
gen. Die wilde Jagd
geht jetzt am Rande
eines reißenden Baches
entlang. Da — plötz-
lich — wo das rettende
'"^ C^' , if ^ Blockhaus schon winkt
bricht^ie Deicjisel, Der Kutscher wird vom Bock
geschleud^l, die 'Pferde gehen durch, während der
Kutschwä^gen in den schäumenden Wasserfall stürzt.
Verzweife|i -kämpft das schöne Mädchen gegen die
Flut. Da naht der Retter, der sich qm Lasso zu ihr
herabläßt und sie in seinen starken Arm nimmt. Und
gerührt betrachtet der Zuschauer den' Happy-end-Kuli
in einer Großaufnahme. —
Solche Szenen geben dem amerikanischen Film das
stürmische Schlußtempo, das über manche Breiten
des Eingangs hinweghilft. Wenn die Hauptdarstellerin
sich vom Ozeandampfer ins Meer stürzt und die
Brandung vor der einsamen Insel durchschwimmt, aut
der ihr Geliebter verbannt lebt, wenn sie vom scheu
gewordenen Pferde durch die Straßen geschleift wird.
#
\
wenn sie von der zerbrechenden Brücke mit dem
Auto in die Schlucht sinkt, wenn sie sich aus dein
brennenden Gebäude im -Augenblick vor dem Zu-
sammensturz retten kann, so stockt dem Zuschauei
der Atem, und er bewundert den Mul der Schau-
spielerinnen, solchen Katastrophenaufnahmen ge-
wachsen zu sein.
Madgc Beiami, Norma Shearer, Dolores Coslello.
Mary Philbin, Jane Winton, Priscilla Dean — sie
alle flößen dem Zuschauer Mitleid in solchen Szenen
ein — und doch ist es immer June Ford, die in
diesen Situationen für sie eintritt.
June Ford, das furchtlose Mädchen, wird in
Hollywood die Königin der Doubles genannt. Jeder
Star hat eine Double, eine Komparsin, die ihm
etwas ähnelt, zum mindesten dieselbe Gestalt zeigt,
so daß sich bei gleichei' Kleidung in gewisser Ent-
fernung eine Ähnlichkeil herauslesen läßt, in den
Szenen, die, mit dem Leben spielen, muß natürlich
eine Artistin eintreten, denn eine Schauspielerin
ist nicht imstande, die gefährliche Aufgabe durch-
zuführen. Der hilm verlangt von seinen Darstellern
viel mehr als eine andere Kunst. Sie müssen nicht
nur künstlerisch ihrer Aufgabe gewachsen sein, nicht
nur Gefühle in plastische Gebärden umsetzen kön-
nen, sondern auch körperlich ein so vollendetes
Training besitzen, daß sie allen Anforderungen ge-
wachsen sind, die der Film stellt. Das gilt nicht
nur von den Mitwirkenden in Sensalionsfilmen, soii-
June Ford in einem Tom
Mix- Film Plwl. Fox
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A
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dein auch von den Schauspielern der Spielfihne. Das
Bühnenstück verle<>t anstrenf>ende körperliche Bewejjun-
}5en in den Zwischenakt. Wenn eine Schauspielerin im
Keitdreß die Bühne betritt und erklärt, daß sie eben vom
MorjJenritt komme, so er-
«Jänzt sich der Zuschauer
)5ern die Situation im Geiste.
Im Film wünscht er sie mit
Kccht zu sehen, und er ver-
lanjJt nicht allein ein Ianj5-
sames Spazierenreiten, son-
dern einen PariOrceritt.
Vilma Banky verdankt ihre
Beliebtheit nicht allein ihrer
Sch(»nheit und Darslcllunj>s-
kunsl, sie ist auch ebenso
;4ut zu Pferde. Natürlich
gibt es auch für die trai-
nierteste Schauspielerin —
wenn man , von der un-
erschrockenen Anna Qu.
Nüssen absieht — eine
Grenze, an der ihre TiitijJ-
keit enden muß, weil ein
Unfall des Stars die Weiter-
führiin^ der Aufnahmen ge-
fährden würde. In dei' Ke-
gel werden die Sensalions-
szencn erst dann gedreht,
wenn alle übrigen bereits
fertiggestellt sind, so daß
Umbesetzungen einer Holle
wegen eines Unglücksfalles
nicht mehr zu fürchten sind.
Uenn die Großaufnahmen
werden natürlich mit dem eigentlichen Star gedreht.
nur in den Weiteinstellungcn tritt June Ford ein.
Dieses furchtlose Mädchen ist eine frühere Zirkus-
artistin, der kein Wagnis zu gefährlich ist. Natürlich
schwebt sie ständig in Lebensgefahr, aber sie hat sich
ihren ursprünglichen Optimismus nicht rauben lassen, und
sie plaudert gern von ihren Erlebnissen.
,,In dem Scnsationsfilm , Vampire der Rennbahn", plau-
dert June Ford, ,,war mir die Aufgabe zugefallen, aus
dem zweiten Stockwerk des brennenden Hauses in ein
Sprungtuch zu stürzen. Das war keineswegs schwierig,
und ich lief, wie man mir befohlen hatte, auf dem Balkon
mit verzweifelten Gebärden umher, damit das l^ild sehr
echt aussehen sollte. Das Signal zum Sprung sollte ein
Startschuß sein, aber es kam nicht dazu, weil der Hilfs-
regisseur den Ereignissen ins Werk pfuschte. Er hatte
sich ausgemalt, wie hübsch es sich im Bilde darstellen
würde, wenn der Bau kurz nach meinem Sprung in sich
zusammensinke, und dazu eine Ladung Pulver im Erd-
geschoß anbringen lassen. Nun fraß sich das Feuer
schneller durch die Zündschnur, als vorgesehen war.
Während ich noch mit verzweifelten Gebärden auf dem
Balkon schrie, explodierte das Pulver, Kaum verspürte
ich den Stoß, als ich mich schon mit einem verzweifelten
Salto weit nach vorn in die Luft warf, um nicht von den
brechenden Balken getroffen zu werden, und das Sprung-
tuch nur an der äußersten Kante streifte. Ich erlitt eine
Verstauchung heider Beine, aber schlimnier war, daß man
von der Szene wenig brauchen konnte, weil mein Salto,
der in Todesangst erfolgte, vollkommen unnatürlich aus-
sah. Man hat freilich diese effektvolle Szene einfach in
einen anderen Film hineingeschnitten, in einen Zirküsfilm,
dessen Heldin eine Akrobatin war, der man einen Salto
aus brennendem Hause schon eher zutraut.
1
üben: June Ford. Union: Die Explosion c/cs Hauses erfolgt eine Minute zu früh I'Iuh. I ,n
^^saasaäatmmfeämaoBsßj ,
b:'.< ,,<; }\i .\:'- rur!> '• Mi. ,. ■"■ ."i;. ,. t ■" |
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i Eins, zwei, drei! . . , Der Bauer mäht (sät) / So lang, so lang die Welt besteht. / Der Mensch vergeht mit Wort und Tat, / Es
bleibt die Erde und die Saat. / Eins, zwei, drei, ja, eins, zwei, drei! / Auch dieser Sommer geht vorbei, ja! / Eins, zwei, drei!
Aus dem Ufafilm ..Ungarisctie Rhapsodie"
FRAGEN
y;
die uns erv&wht^rt
Da staunt der Fachmann
Von Lörrach bis nach Krolosclun
Heut' Blicke vor der Leinwand t>lühn:
Briliitte an der Knatter Brausen
Bcselii^t Wc'4'ners Shylock-Grausen;
Herbert aus Gleiwilz schreibt i>ar kühne
'nen Film für Holt, die E^elyne, —
So ist's im ..Mayazin" zu lesen . . .
Dem lausend junye A^enschcnw esen
Raketcnfeurii5 Fra<4en st2llen.
Wem sollte da das Herz nicht schwellen'
Seit Valentino jäh verblichen,
Hat Fritsch des Toten Ruhm erschlichen
Mit ,, Walzertraum" und ,, Rhapsodie"
. . . Darf man dich fragen. Willyly???
Wie jun<^? Wo stand die Star(cn)- Wiesle? —
Oh, daß ich gleich die Kränke kriege,
Nicht Hollywood, ei Potz und Blitz,
Nein: Willy stammt aus Kattouilz!
Gibt AutofiTamme mit Entzücken,
Tat wie S, M. die Welt bciilücken
Am siebnundzwanjj'stcn Januar . . .
Sein Alter? — Fritsch bleibt jun«, 's ist klar'
, . . ,, Warum denn ist Ramon Novarro
Kein Deutscher?" — (Wie der liebe Hano,
Herr Dieterlc) — so K^ht in Bochum
,,Zwei deutschen Mädels" dies im Kopf rum.
Novarro, der Karl-Heinz der Ufa,
Zuckrig wie ein Kartoffelpuffa,
Geliebt, umschwärmt, begehrt, erkoren,
Den Feuerblicke traut durchbohren!!!
In Badens Hauptstadt ,,rast" ein Maidle
Nach ihm; er ist dein Augenweidle:
,, Filmfreundin Gretchen aus Berlin" . . .
Du schickst ihm rote Nelken hin.
..Dolores lebt!' - Auch Carmen-Blicke,
Sic schmerzen in der Lampen Tücke, —
Erfährt H. R. in Bielefeld.
Und für ihr ganzes Taschengeld
Wird Deutschlands liebe Henny Porten
Aus Gütersloh Rosen, nicht Torten
Zum Wiegenfest am s ebten Ersten
Empfangen froh! \\ao Asta bersten.
,, Filmfreund aus Kreuzburg" fragt nach Dita,
Der holden Parlo — nämlich die da
Im Pommer-Film spielt die Geliebte.
... Ob dies Carola S. betrübte.
Daf5 man Maria Paudlers Wagen
Nicht kann nach seiner Nummer fragen? . '. ,
Frau ."^lara-Zelnik hieß mal Lissy;
In Friedenau ist ganz gewiß die
Johanna R. nicht gerade böse. —
Indes H. P. aus Köln nervöse
Das Maß \ on Conrad Veidt vermißt . . .
Was das auch für ein Wunsch schon ist,
S. 123 S.'s Begehren:
. . , daß Gerda Maurus ihm verehren
Ein Haar von ihrem Schöpfe sollt' . . .
— — Wein war vordem der Minne Sold.
So werden diese Magazine
Zur Wunsch-, zur Schau-, zur Huld'gungsbühne,
Zur Börse, die mit Autogrammen
Der Nachwelt rettet jene Namen,
. . . Und blinkt der Mond ins Beliehen schon:
Vom Film — wie träumen sie davon,
Gisela, Elfi. Ellinor,
Der Stars berauschter Jubelchor.
Spcctator in der ..Obcrschlcsischcn
\olkssliminc". Gleiwilz
ROMAN VON HANS SCHULZE
Fortsftiung
Ein entsetzlicher Gedanke war plötzlich in ihm wachgeworden.
Wenn er nicht auf der Stelle tot war, wenn er vielleicht
verstümmelt mit gebrochenem Rückgrat in ein Krankenhaus ge-
schafft wurde, um nach aller Qual dieser Nacht zu einem neuen
Leben zu erwachen?
Mit einem raschen Blick maß er die Entfernung bis zu seiner
Schicksalsstätte.
Fünfhundert, nein, sechshundert Meter.
Ein Druck auf den An-
lasser, der Motor sprang
an, der offene Auspuff
trommelte wie ein Schnell-
feuergcschütz
Jetzt war ihm die Un-
terführung so nahe, daf3 er
jeden einzelnen Quader
deutlich unterscheiden
konnte.
Ein Ruck am Steuer —
und alles war vorbei.
Doch die Hände waren
ihm wie gelähmt.
Für den Bruchteil einer
Sekunde klang ihm der
Widerhall der Steinwöl-
bung dröhnend im Ohr.
Dann flimmerten die
Sterne wieder über ihm.
Er hatte nicht den Mut
besessen, das Letzte zu
wagen.
Langsam fuhr er durch
den Viadukt zurück und
stieg dann am Rande der
Lichtung aus dem Wagen.
Ein verzweifeltes, schmerz-
haftes Weinen quoll leise
in ihm auf, der SchweiÜ
perlte ihm in großen Trop-
fen auf der Stirn.
Ihm war's auf einmal, als
müsse sich eine Hand auf
seine Schulter legen und
eine Stimme tröstend zu
ihm sprechen:
„Ich erlöse dich, ich
weiß einen anderen Aus-
weg."
In zitternder Hoffnung
hielt er den. Atem an.
Doch das Wunder kam nicht vom Himmel herab.
Namenlos verlassen war er allein auf der einsamen Straße.
Mit einem unterdrückten Stöhnen barg er den Kopf in beiden
Händen.
War denn das Sterben wirklich so schwer, auch wenn es der
einzige Ausweg aus einem verlorenen Leben war?
Wie hatte er einst geglaubt, sein Leben meistern zu können!
Und sollte nun hier verenden zwischen Gestrüpp und Gesträuch,
wie ein Tier, das man anderen Morgens vom Wege auflas und
verscharrte!
Ein kleines, unendlich trauriges Motiv aus einer Beethoven-
schen Symphonie kam ihm unwillkürlich in den Sinn, daß er
für Augenblicke seine ganze Umwelt vergaß und nur Evelyns
süßes, weiches Gesicht wie in einem wachen Traum vor sich sah.
So saß er lange an der Grenzscheide zweier Welten, versteint
zwischen Entschluß und Tat, und starrte zu dem Zyklopenbau
des Viaduktes hinüber, wie ein Verurteilter zur Guillotine blickt.
Normo Talmadge und Gilbert Roland
Der Nachtwind spielte in seinem verwühlten Haar.
Über dem Wiesengrund begannen die ersten Nebel zu brauen.
Dahinter der Wald, schwarzdunkel, tief, geheimnisvoll.
Und dann auf einmal brachen alle Dämme der Vernunft, des
Widerstandes in ihm zusammen, und das Verlangen nach einem
leisesten Hauch der unselig geliebten Frau, um die allein er all
das Furchtbare ertrug, wuchs ins Namenlose.
Seine Schläfen hämmerten, sein ganzes Denken loderte in
einem Aufschrei seines
fiebernden Blutes wie in
einem verworrenen, wahn-
sinnigen Gebet.
Er mußte Evelyn heute
nacht noch einmal sehen,
ihren jungheißen Körper
noch einmal in seinen Ar-
men halten und das süße
Feuer eines letzten atem-
losen Kusses von .ren ge-
liebten Lippen trinken.
Niemand sollte dem Tod-
geweihten wehren, wenn
er vor diesem entsetz-
lichen Ende noch ein ein-
ziges Mal die Hand nach
dem Reif seines einstigen
Glückes erhob.
Zwei, drei Minuten da-
nach hämmerte der Motor
wieder durch den stil'<»n
Wald.
Ein dröhnendes Zittern
bebte durch den stähler-
nen Leib des schlanken
Wagens, der wie ein rol-
lendes Panzerschiff die
blaue Mondnacht durch-
schnitt.
In geisterhafter Schnelle
zog rechts und links die
Kulisse des hohen Forstes
vorbei.
Die riesigen Bauten der
Filmstadt von Neubabels-
berg wuchsen in märchen-
haften Linien in die kri-
stallene Klarheit des Him-
mels.
Dann trat der Wald wie-
der dicht an die Straße heran, die unter den Flammenkeilen der
Scheinwerfer wie ein breites, flackerndes Band unablässig vor
den rasenden Rädern einherfloh.
Der Wind floß mit einem scharfen, singenden Ton um die
Metallhaube des Kühlers und schlug dem nächtlichen Fahrer zu-
weilen mit solcher Gewalt ins Gesicht, daß er ihm fast den Atem
vom Munde riß.
Doch er achtete all dessen nicht.
Das Herz weitete sich ihm im Rausch der Gefahr, daß ihm
die ganze Welt auf einmal wie eine große Einsamkeit erschien,
in der nur das Lied seiner Sehnsucht klang zu den Trommel-
wirbeln der pfeilgeschwinden Maschine.
In kaum einer Viertelstunde war er so bis nach Wannsee
gelangt.
Er lenkte den Wagen in die Königstraße hinein und hielt
dann am Eingang der Seestraße vor der Villa Karr.
Ein verspätetes Auto kam von Potsdam herauf und verscl.wand
über die Brücke in der Richtung des Sees.
^U meiner
SINGER
und deren Jipparaten
kann idi rmräiQ
Qntzäckendften
Kleidungsftücke
fblbfl anferh'gen
Dann wieder Stille, daß man die Turmuhr vom Kaiserpavillon
,i;anz deutlich dreimal schla<;!en hörte,
Kurt sprang aus dem Wagen und klinkte vorsichlif; die hohe
schmiedeeiserne Gittcrtiir des Parkcinj^anfis auf.
Sie war unverschlossen und wich lautlos in den Anijelii vor
ihm zurück.
Mit verhaltenem Alem stand er ein paar Augenblicke lauschend,
dann wandte er sich kurz entschlossen tiefer in den Park, in
dem der Rausch des vollen Mondes webte.
In einem breiten Silberstrom floß er über die nächtlichen Wege
und überblaute die prunkvolle Fassade der Villa Karr, die hin
und wieder wie ein weißes Märchenschloß zwischen düsteren
Baumßruppcn her-
vortrat.
Kein mensch-
liches Wesen war
weit und breit zu
erblicken, nur ein
Wehr rauschte be-
ständig und eintö-
nig, und aus der
Ferne klang ge-
dämpftes Hunde-
gebell.
Dann stand er
am Rande einer
kleinen Lichtung in
der Deckung einer
alten Weimuts-
kiefer.
Das ganze Haus
lag in Dunkel und
Schweigen; nur aus
einem halboffenen
Fenster des Erd-
geschosses fiel ein
breiter Lichtkegel
auf eine dichte Ge-
büschgruppe, die in
dunkclmassigen
Umrissen, einem
kauernden Raub-
tier gleich, das Ra-
senrund des Vor-
platzes gegen die
große Zufahrtstraße
abgrenzte.
Mit leisen, kat-
zenartigen Schrit-
ten, die \erräteri-
schen Kieswege
sorgfältig meidend,
schlich sich Kurt
ganz dicht zum
Hause heran und
lauschte.
Doch nichts regte
sich.
Es war so still,
daß er seinen eige-
nen Herzschlag zu
hören meinte.
Nur der Nacht-
wind Tührte zuwei-
len leise an den
üppigen Holundcr-
büsclien, aus denen
ein süßes Gedüft wie eine Opfcrgabc des Frühlings zum Him-
mel emporstieg.
Was nun?
Sollte er es wirklich wagen, wie ein Dieb in der Nasht in ein
ihm völlig unbekanntes Haus einzudringen?
Auf einmal fiel ihm der Wahnwitz seines Unterfangens mit
Zentnerschwrere auf die Seele, so daß er selbst nicht begriff, wie
er überhaupt auf den Gedanken dieser abenteuerlichen Fahrt
nach Wt.nnsee gekommen war.
Unwillkürlich trat er wieder in das schützende Dunkel der
Allee zurück und ließ sich hier auf einer Bank nieder.
Jetzt erst, da er saß, empfand er, wie grenzenlos erschöpft
er war, wie ihm seine Nerven in diesem völfigen seelischen Zu-
sammenbruch den Dienst versagten.
Die Arme waren ihm taub und schwer, daß er sie kaum zu
heben vermochte.
Und plötzlich stand er wieder auf den Füßen und schritt in
einem unbegreiflichen, unabwehrbaren Zwange von neuem auf
das helle Fenster zu, dessen fahlgelbes Licht ihn wie mit magi-
scher Gewalt anzog.
Mit nachtwandlerischer Sicherheit kletterte er an dem dichten
Weinspalier der Hauswand in die Höhe und stieß beide Fenster-
flügel weit zurück.
Der Blick in ein
üppiges Schlafzim-
mer ward frei.
In dem breiten
französischen Bett
lag regungslos eine
männliche Gestalt.
Ein großer Blut-
fleck zeichnete sich
auf dem blütenwei-
ßen Frackhemd ab.
Karr!
Kurt schob die
Knie über den Fen-
stersims und stand
dann ganz im Zim-
mer,
- Das Licht der
Bettlampe zitterte
über dem verzerr-
ten, wachsgelbcn
Gesicht eines To-
ten.
KOSTENLOSE ANLEITUNG
im Jsfafwn, SHckon und Stopfbn
löwie in dor^Ö-fandhabimg derSpparate
mild bereitwillig ß in Jedem SingerJhden erbilt
SINGER NÄHMASGIINEN AKTIENGESELLSCHÄfT
Der reciile Arm
war über den Belt-
rand herabgeglil-
ten, ein Revolver
lag daneben auf
dem Fußboden.
Kurt hob ihn auf
und schaute ihn
mit leeren Augen
an.
Der Anblick der
kleinen Waffe zer-
riß für einen flüch-
tigen Augenblick
den Vorhang vor
seinem Bewußtsein.
Doch schon ran-
nen wieder andere
Gedanken über
seine Seele, die
ihm fremd und rät-
selhaft waren und
allmählich zu einer
Kette wuchsen,
die ohne Ende lief.
Er wußte auf einmal nicht mehr, wo er war, was ihn in dieses
Haus geführt hatte.
Die Zeit verfloß ineinander, und die Räume verschoben sich um
ihn her und versanken.
So verharrte er lange in dumpfer Betäubung.
In seinem Kopf ging es bald wie ein Brausen von Gießbächen,
bald wie ein Klappern eiliger Hufe.
Mit einer achtlosen Bewegung schob er endlich den Revolver
in seine Jackettasche und schwang sich wieder zum Fenster
hinaus, ging langsam und ruhig durch den schweigenden Park
und stieg in sein Auto.
Es dämmerte schon sacht.
Im Osten war ein zartes Frühlicht aufgestanden.
Eine Drossel sang herzbewegend in einem verwunschenen
Garten.
Und dann schoß die erste Garbe rotgoldenen Sonnenlichts
empor und erfüllte die ganze weite Morgenwelt mit Duft und
Glanz.
Wie ein Träumer fuhr Kurt durch den wachsenden Tag.
Noch immer lag die grenzenlose Benommenheit wie ein dunkler
Mantel über seiner Seele.
Mit automatenhafter Sicherheit bediente er die Steuerung des
Wagens, gab Gas und schaltete die Hebel um und wußte dabei
doch nicht, was er tat und warum er es tat.
Jetzt zeichnete sich ein schlanker Kirchturm in den durch-
sichtigen Ring des Horizonts.
Die Außenwerke der alten Residenz Potsdam öffneten sich.
Still und vornehm standen die langen, geraden Straßenzüge
in der hellichten Sonne.
Der Flieder blühte in den verschlafenen Gärten, tiefblau,
violett und weiß, überflammt von den gelben Seidenfahnen des
Goldregens.
Wie eine funkelnde Schale wölbte sich der hohe Frühlings-
himmel vom Pfingstberg zum Brauhausberg hinüber.
Das Glockenspiel der Garnisonkirche sang sein ehrwürdiges
Lied.
Dann wieder Felder mit junger Saat, reife Wiesen mit
trägem Vieh,
Blaue Seen und heißdurchsonnter Nadelwald. — —
Nach vielen Stunden hielt er endlich in einem verlassenen
Dorfkrug eine kurze Rast.
Der Wirt, ein graubärtiger Aller, mit einem verwitterten
Gnomengesicht, brachte ihm ein Glas Milch und versuchte ein
ländliches Gespräch.
Doch Kurt gab ihm nur ganz einsilbige Antworten und starrte
aus blicklosen Augen in die sonnige Weile.
Der Riß in seinem Bewußtsein hatte sich allmählich zu einer
unüberbrückbaren Kluft vertieft, daß er sich auch der letzten
Beziehungen zu seinem einstigen Sein und Ich entrückt fühlte
und wie in einer brennenden Wirrnis lebte, in der all seine
Gedanken einmündeten und vergingen. — ■ —
Am späten Nachmittag saß er endlich wieder im Aulo und
strebte von neuem der unbekannten, sehnsüchtigen Ferne zu.
Er halle bereits die höchste Geschwindigkeit eingeschaltet und
jagte mit achtzig Kilometer durch die fliehende Ebene, doch
noch immer erschien ihm die Art seiner Fortbewegung wie ein
Schneckentempo.
Der Abend war unterdes langsam hereingesunken.
Um die alten Obstbäume flirrte das Licht der scheidenden
.Sonne wie gesponnenes, blauglilzcrndcs Glas.
Ein Dorf flog vorbei, ein zweites.
Verzehnfacht hallte das Toben des Motors von den Gebäude-
wänden zurück, daß Menschen und Tiere entsetzt zur Seite
flohen.
Und immer noch wuchs die Schnelligkeit der tapferen Ma-
schine, als ob es einem Wettlauf gelte mit dem lockenden Phan-
tom der Ferne, die an jeder Wegebiegung immer weiter in die
flammende Glut des Himmel hineinwich.
Jetzt schwang sich die Chaussee in einem weiten Bogen zu
einem Walde hinauf.
Unwillkürlich schaute Kurt zurück.
Eine ungeheure Staubwolke stieg unablässig aus der brausen-
den Spur des Autos auf und legte einen Schleier über das
abendliche Land.
l'nd plötzlich dünkte es ihn, als forme sich aus den Airbeln-
den Massen das graue Gespenst eines zweiten Wagens.
Fortsetzung folgt
Maria Corda ielephoniert von Hollywood nach Budapest
l'hot. Hrst Saiioiiat
Xh 'Mt ^i^
Kf(f ftuidt^ ULIAN HARVEYaM 7ä0C
FRAGEN
die uns erre i cht ert
Anfragen erbitten uir an dir Redaktion des „ Ki 1 in -M a y az i n ". Berlin SW 68, Zimmerstr. 3S-41.
Scherlverlag. Antwort er(uli;t im „Film-Magaiin". Die Einsendunti von Rückporto l>at also keinen Zweck
An viele: Die Frasc, «io man zum Film i^ommt. konpcn wir im
einzcln<-ii nicht mohr boanlwdrten. Wir empfohlen, in sülclicn Fiillrn
— Iicsondcrs wenn es sieh um Damen oder Herren handelt, die keinerlei
Vorhildiinp haben — sieh an die Deutsche Filmselmle in München.
Sonnenstraße, zu wenden. — Die Be,«iirj;iinff > on Aiito^^rainnien erforderi
in manchen Fällen längere Zeit; wir liitten nnsere Loser deshalb nni
Geduld.
•
F i I m f r e u n d A h I» f , H ii -
t o w : Jl.uia Pandler und Jenny
.Tu(r» sind »» alt. wie .'^ie <;eschätzl
lial)en. Maria I'atidler ist (jesehio-
don. .lonny .liij;<) mit Enri<'0 Ben-
fiT verloht. Heide jrelien Auto-
^riimmo. .Jenny .Iiiku wurde am
II. .luni in AVien «:el)orcn. Maria
rjiiidlor am 2». .Itini in Tetschen-
IJcidonliach. Erich Kaiser-Titz ist
nie .\l.iurer Kowosen. Er stammte
aus einer allen .Sehauspiolerfami-
lle. I'at, alias l'arl .'^chenström. war
früher Buchbinder und „fahrender
tiosoll', Luciann .Vlbortirii .Marine-
tiirnlelirer. Film hat nichts mit
VermÖKon /u tun, das Talent ent-
scheidet. Aber zunächst prüfen Sie
sich <-inmal, ob Sie auch wirklich
Talent h:iben. Dtinn wenden Sic
sich am besten ilirokt an die Film-
tfosellschafton.
.V s t r i d II.. IIa m hur«;: In
natura ist .lohn (ülbort bartlos,
(lar.-i Bo« ;;ibt -VutoRfamme.
H a II II e 111 aus. Beut h e n : M.i;
ry I'iokfiird ist mit ItouRlas Fair-
lianks verheiratet, l.ya Mala niit
Fric<lrich Zelnik. Käthe von Xaey
ist ueschieden. Eine Familienälin-
lichkoit zwischen dem verstorbe-
nen Werner Pittschau und simeni
Brillier Ernst besteht. Erii*l l'itt-
sclinii filmt auch, ist aber nur in
kleineren Itollen zu sehen.
K o b e r t (i., F r a n k f ii r t -
Main: .lawolil. .Mady Christians
ist eine (trolle Blumenfreundin. .sie
ist sehr musikalisch. Spricht flie-
Ueiiit Eiitrlisch und Französisch.
Treibt KunstKOschichte. Ein Biieli
über sie Ribt es nicht.
P ii II I T., B 0 c h 11 m : Lassen
Sie sich einen Prospekt von der
Miiiichcner Film>oliulo scnilon. d.anii
orfahroii Sie alles, was .Sie wissen
iiiiichti'ii. .Vkiios Petersen i>t mit
lv;in Mosjiikln verheiratet und j;ibt
AiiloKramnie. Sie können :iii Laura
l.i Plante deutsch schreiben, fni-
Acrsal-Studios, riiiversal-City, Ka-
lifornien. Eine öffentliche Besich-
tiKun^r der l'f.i-.VIoliers in Xeuba-
belsber«- findi't nur in Aiisti.ibiiie-
fällon statt.
H. B.. B r o s I a u :
die Sznieiibilder stets
haltsaiiitabon vom
Filmkiiricr Berlin W
StraUo .17. Vielleicht
sich auch einmal .-iii
aiiilrinenstr.'ifie IJd.
W alter S., B e
weiterseleitef.
Fritz B r., Mannheim: Kino-i.i'i,lli;liler sind
Am besten. Mo wenden sich in Ihrer \ .li.-loKenheit
ableiliinKen der FilmKosell-cb.ifioii.
A e n n o B. .•! ii s L ii d w i };■ > h ;i f e n : Ifjo Sviii
Berlin und ist durch Stiaiiss-rilm. Berlin .'sU in.
erreichen. Charles Farreils Aiiscjuilt: Mol \\ Csior
W alte r C>. in B r ;i ni b .i ii c r - I. ü n <■ n :
keine BatschläKO Kcben zu können, wie mau
.Sie Filmschausploler werden widleii. niüssi'u
Schäften uiiniiltelb:ir in Verbiiidun»;' setzen.
C h a r I o 1 1 e C. B r a ii n s c h w c i ;; : Eine .\iiierik:in(
Stiefel, die im dciitsohen Film lätifr sein soll
Thomson ist unseres Wissens verheiratet.
Herbert (!., Bremen: Die «ow ünschton Filmbücher erhalten Sie
durch den M.ix .Mattisson-VerhiK. .Adrossi- nii anderer stelle. ..Dii' Ki'pii-
blik der Backfische" soll an Ort und .SKdle .luf^-onouimeii worden sein.
Alfred M., Berlin: Die Titelrolle in ..EiiroI der Strallc- spielte
.laiiot (iayiior. Der Titel v(ui Lien Deyers' iiächsloin Film
fest. .Sie spielt wieder mit Dietorle zusammen. Käthe vei
Film ist ..M.isootichen". Die Kollo der Filmdiva ii
spielte Mariett.'i Milliior. Dila I'arlo filmt erst kurze
.letzt in folgenden Filmen: ..Die Dame mit der
hoimiiisso des (»rieiits". ..rnj;:irisobo Kliai
Hiebt nach HidlvwotHl. Kim
II. B., Essen: Anna Lis;i Ryiliiip: ist durch das Vasa-Thealer,
stooklKdiii, zu erreichen. Es tut uns leid. Ihnen die Adressen s ä m t -
lieh e r amcrikanisoher Filmstars nicht aiiKobon zu können, da in Hollv-
U OOil
Ihnen
hofoii
nicht
:ibor,
filmt
w oniKcr
sich il.is
vorläufig
lDei__smd
unzertrennliche
nde.
< 91
Sie finden
bei den In-
Illiistriorteii
9, Kölhenor
wenden .s;ie
den Postkartenverlap:
Preis
2.20
Kos
' 1 i II
Dil
Berlin SW «8, Alex-
heiden Bildkarten sind an die Künstler
nicht verkäuflich,
an die Reklamo-
filiiit zur Zeit im
Friodrichstralii" .'i-H. zu
.\vo., Hollywood, Kai.
Wir beilaiiorii, Ihnen
zum Film kommt. Wenn
Sie sieh mit den FilmiresoH-
rin mit Namen
ist uns nicht bekannt. Fred
-tobt iiuoli Hieb
von Xasys neuester
.,>loderne Piraten"
Zeit und spielte bis
Maske". ..Heimkehr", ,.Ge-
. iodio". Maria Paudlor ;;elit
Filmsohaus|)ieleriii IIa Kina gibt es. .Icnny
Jiigo wohnt Berlin W, Kaiscrdamm -9. und gibt AutOKramme.
als I- bis .VMi Filmkünstlor loben. Wir eiupfelil'
,labrbuoli Filnidaily zu hesehaffen. Holen von .Müiieh-
nieht. Wohniiiij;: Berlin W Ci. Kiirfürstenstral'.e :ifi.
Hein ;; L.. C h a r 1 o t t e n -
b 11 r h: : C(dlooii Moore und Bon
Lyon sin<l iiiiter der .Vdrosse: First
Xational. Burliaiik-Hollyw ood, Kai.,
zu erreichen, Pat und Patachon
durch die ]*alla<liuiii. Ko'ponhaKcn.
Emil .T;inniiiKs und Mary Pickf<ird
wohnen in BoviTly-Hills. Holly-
wood. Kai. Maroellji .\lhanis .\ilrosse:
Berlin-AVilniers<lorf, Kaisoralloo ITi.
Teddy Bill widint Berlin W .'»n. Ho-
H;ensburKor Straße :>:\.
E. E.. 1) . . . d 0 r f : Paul We«e.
ner. Berlin W .i.-i. Am K.ilsbail 2.
I n «• e M., B o r 1 i ii : Frisch ne-
w.-iKt ist halli «owoniioii! MöKlicb.
daß Ernst Vorebes Sie omiifäli};!.
Verehes bat am (>. Dezember (io-
biirtst.i'T. Tiiliien. ..Serenissimus ii.
die letzte .Iiin^frau". Xächsto .\r-
beit: ..Die Zirkusiu-iiizossin".
X. B., K ö n i jr s b o r (; : Con-
rad Veidt wohnt in Heverly-Hills,
Holl.> wiMid. Kai.
.1. B., Dresden : \'era Voro-
nilia tribt .Xntosramme. Sie siiiolto
kürzlich in (b'iii Hegewald - Film
..ti'schichton ;nis dem Wiener Wald"
eine Haii|>trolle. Die .\drosse des
„Film - Kuriers" ist: Berlin W 9.
Köthener Straße ;17. Die Adresse
vom Hoss-Verl;ig finden ,Sie :in an-
derer Stelle.
K ä t h e T.. T e m |i o 1 h o f : .VI-
fred Br.-iuii ist veiheir.itot. H.irry
l.iedtkes .söhne sollen niolit in Ber-
lin wohnen.
W. S., D o r t 111 II 11 d : La .lana
widiiit Blii.-Charlotteiihurg. B.iyorn-
alloe l.'i. sie üibt .Vutogramme und
hat am H. .\ii;;iist (ioburtst.ig.
F i 1 m f r << ii n d i n .\ n n o in i e:
Wann B.inion No\airos ..Fürst der
.Mientoiirer" nach .Maiiiilioim komiiii,
erf.ihron Sie am bosti'ii durch den
Besitzers Ihres .Slammkiiios. Dou-
glas Fairbanks' Sidin filmt noeh.
\ 1 f r 0 d B.. W ü r z h u r g: Die
heidoii hühschen .Vufn.'ihmen, für
die w ir herzlich daiikon. werden in
einem der nächsten Hefte gebr.iehl.
Ernst K., F r i i' d e n a ii: Der
l>ilian H.Trvoy-Film ..Ihr dunkler
Punkt" gelangt .Mitte .lanuar im
tilori.i-Palasl zur rraiiffiilirung.
Herbert R.. H a iii b ii r g: Hii-
dolf Klein - Koggi' wohnt Berliii-
Lichterfelde-W.. llorfensienstr. !.'>.
wurde am 21. Xovember in Kiilii
geboren, gibt .Viitogramme, s<dl
sich mit Mary ,1<diiison verlobt ha-
ben, war kürzlich in ..Wolga —
Wolga" zu sehen und spielt eine
Hauptrolle in dem französischen
Um „Tu m'appartiens" mit Siizy Vernmi.
t! 1 e i w i t z 2 t): Das Ranion Xovarro-Biicb bekommen Sie heim Ver-
Ma.x Mattisson, Berlin SW CK, l?ifterstr;iße 71. Bamon Xovarros richti-
ger Xaiiie ist KaiiKui Saiiioniegn. Sie köiiiien deutsch an ihn sclireibeii.
H a n II a ('<.. B r e s I a u ; Die beiden Photos sind an .Maria Paiidli^r
und Evelyn Holt weilergeleitet. Iiiire K;iday w(dint Berlin W, tw'isli
Straße 21. Pension Xürnberger Platz. Fiigvir. Etwa ilrei .lahre beim F
Sein nächster Film: ..Ein kleiner Vorschuß auf die .Seligki'it " mit Dina
tiralla. .lawidil. Liliaii Ellis ist ein neuer Filmstar, spielte ihre erste
größere Bolle in ,.Heiit siuelt di'r .Strauß". Sie ist so jung, wie sie .-iiis-
sieht. Harry l.iedtkes söhne filmen nicht:- der älteste diirfte großjährig
sein, der jiingste ungefähr .11 .l.ihre alt.
M i m ni i K.. l' — Sc h.: Ly;i de Piitti ist Fngarin. Fred .Solni-Robert
Castle kommt vorläufig nicht nach Deiitschhind. Felicitas Malten ging
schon als neunjähriges Kind zur S|irechbüline. Für den Film wurde sie
» or etwa einem .Talir von dem l'fa-Direktor (irau i-nideckt. Brigitte Hi-Im
ist nicht bei der Sprechbüne. Von Fritz Lang eiitdeikt. Bubikopf. Xächster
Film: ..Die wunderbare Lüge der Xina Petrowna". .laques Catelaiii ist
l'r.anznse. »Seit mehreren .lahrcn heim Film. .letzt in Paris. Unseres
Wissens sein richtiger Xame. Die Titelrolle des Cagliostro in dem gleicb-
nnmigen Film siiielt Hans Stüwe (vor .lahren Conrad Veidt). Fabrikat:
.\lbatros-Wengeroff, also französische Produktion.
Hilde St., Potsdam: Die Bildkarte ist an Walter Rilla weiter-
geleitet worden.
Ivan P e t r o v i c h - V e r e h r e r i n , Dortmund: Wir werden
Ivan Petrovieh einmal an das fällige -Vutogramm erinnern. Seine nächsten
Filme sind: ..P.iris, du Stadt der Liebe" und ..Der Zarew itscli ". Frühere
Filme: ..Fürst oder Clown". ..Der Däiiion". ..Frauenarzt Dr. .Schäfer" und
kürzlich „C;ehcimnisse de§ Orients".
der Birken
sind Kräfte
die wirken.
m
3 75, Yz Lfr 6 -, 1 Ltr. 1O.50
lag
iliii.
litlli
l'nvoiliciratet.
iloiii l'iodiiktionslcitcr
Erster Film: „Küiii;;!" l.iiiso". l>a-
(U's rrban Hell". >«iielister Film:
Zwei Willy F r i i s i- h - \' e i o li r e r i ii n (! ii . iC r f vi r t : FraRcn
iibcr die Kniitession unserer Stars hoantwortcii wir K"i'<lsälzl'el' "ielit.
Willy Fritseh gelit nielit iiatli Hollywood. Er filmt seit 192.'J. Photos vom
Fritsch erhalten Sie in jeder u"ten l'apierliandluns. Einer seiner ersten
Filme war „Stolze Frauen", uaeli dem IJoman ..Hallig Hooge" von Anny
Wothe. Er spielte ". a. in folgenden Filmen: .,Wal/,ertraum". ..Die
keuselio Susanne". ..Her Tanzstudent'', ,,I)ie Ciirnien von St. Pauli",
...Spione", ,.1'ngariselie IJhapsodie''.
H. H., Dan zig: Hans Stiiwe ist mit einer Ilulgarin verheiratet und
spielte erstmalig die Titelrolle in ..Prinz I-ouis Ferdinand". La .lana hat
am 8. Angust (iel)urtstag ninl spielte zuerst in dem Defu-Film ..Der Kiher-
pelz". Lil Dagover hat am :10. S.'iitemlier (iehurtstag. Zu ihren ersten
Filmen gehören: ,,Der müde Tod" und ..Tiefland". Hans .funUermann
stammt aus einer alten Herliuer Sehauspielerfamilie. ist selion viele .lahro
beim Film und mit Julia Serda verheiratet. Mareella AIhnni ist ein
Künstlername. Mareella Alb.ini wunle am 7. Dezemlier in Hom gelioreu.
Sie filmte zuerst in Rom unler der Kegie ihresi (iatteu (;uido Sehamherg.
Luciano Albertini: am ;iO. November in Lugo (Italien) geboren.
I r m a' A., Berlin: Fred Döderlein wohnt Herlin-fharlottenbur};
Kantstraß'e liü-lJl. Am 2J. April in Sankt Avold geboren.
Früher Keklamefaehmann. Im SeptemlKT 1927 von
Grund (Terra) für den Film entdeckt,
nach „Blutrache", ..Die drei Frauen
„Das Tagebueh einer Kokotte".
K X. Berlin: Xenia Desni wohnt BerIin-^^ ilmersilorf, Riidesheimer
Straße ■!.' Die Telepiionnummern der Filmstars teilen wir nicht mit.
H. <r. S. D.: Die betreffenden
Nummern sind vorhanden und wer-
den auf Wunsch per Nachnahme
geschickt. „Die Yacht der sieben
Siiiulen" ist schon vor einiger Zeit
in Berlin herausgekoinmeu. Bri-
gitte Helm ist in einem Kloster
erzogen und später von Fritz Lang
liir den Film entdeckt worden.
Erster Film: ..Metropolis". Neue
Filme: „Skandal in Badi'ii-Baden ",
..Cield — (ield-. ..Die wunderbaren
Lügen der Nina I'elrowna". Sen-
den Sie Ihre Bilder an die Natio-
nal, Berlin SW 4«, Friedrichstr. W.
oder an die Aafa. SW 18. Frie.l-
richstraße 223.
E. (i., Leipzig: ilaria Corda
erreichen Sie unter: First Natio-
iial-Studios. Burbank - H(dlywood.
Kalifornien.
J u m ho K.. Berlin: Sie sinil
im Irrtum, denn nicht Charles
Farrell, sondern Oskar ilarion
spielte den Liebhaber in .,Water-
loo". Charles Farrell lebt nicht in
Berlin, sondern in Hollywood.
A s t a v. S t., Düsseldorf:
Hans Adalbert v. Schlettow wurde
am 11. .Juni in Frankfurt a. Main
geboren. Mit einer Schauspielerin
verheiratet.
M. K.. B e r 1 i n: Die Hauptdar-
steller von ..Stolzenfels am Klieiii '
waren folgende: Maria Mindzenli.
Cirete Reinwald, Helen von Münch-
hofen, Carl de Vogt. Harry Frank,
(ierd Brieso spielte ii. a. in: „Ro-
senmontag". ,,Reveille, das große
Wecken", „U 9, Weddigcn", ..Frei-
wild".
C; n d r u n Sc li.. Kassel:
Mady Christians wurde am 19. Ja-
nuar in Wien geboren. Mimosen.
Reiten. Mit Dr. von Müller verhei-
ratet. Christa Tordy ist Maily Chri-
stians' Cousine. ]>ien Deyers ist un-
verheiratet. Das Alter geben wir
grundsätzlich nicht bekannt.
Hans- Jochen B., Wil-
mersdorf: Luis Trenker ist
Diplomingenieur, in Bayern gebo-
ren und wohnt Bozen, Vi;i Yittorio
Emanuelc 3.
Kieler S p r o t t c h e n : Die
Beschreibung von ,,Dr. Bessels Ver-
wandlung" erhalten Sie durch den
Hliistrierten Filmkurier, Berlin AV 9.
Köthener Straße 37. (irit Ilaid ist
Lianes Schwester. Vilma Banky ist
mit Rod la Rociine verheiratet.
(i e 0 r g D.. Hoch u m : Da
brauchen. Ihr Besuch ist uns aber
Maria K. aus Leipzig:
filmt wenig, lli ist im
K 1 » a und E d i t h C, S I c t t i :i : Dr. (.ierd Briesc ist nicht niit
Paul Richter verwandt. Anny Oiidr.is Partner in der ..S:ixophon5usi" war
der Engländer M;ilc(din Todd. Anny Ondra wurde am 1;'). Mai in Tariia
geboren. Von dem Regisseur Carl Lamac entdeckt. Auch Tänzerin.
Etwa seit vier .lalireii beim Film. Widmung: Bcrlin-Charlottcnburg,
Kurfürstelldamm 17.S.
Li esc I D., Berlin: Harry Piel wohnt Berlin-Schiineberg, Am
Park 12.
Fritz B.. H .i 1 1 e : Harold Lloyd ist verheiratet.
.\! o n i k a v. B. a u s 1) r e s den: l-i;ine Haids Partner in ..Marriuis
il'Eun ■ (..Der Spion der Pomp.-iilour") war der kiirzlich verstorbene Deiic
Morel. Den Vetter von Evelyn Holt in ..Frauen.-irzt Dr. Schäfer" spielte
Inire Raday.
Ingeborg P., Salzwedel: Anita Dorris wolint noch in
und filmt fleißig. Die Liebbaberridle in „Svengali" spielte
toni. Käthe von Nagy ist von dem Regisseur
schieden.
E d <■ I t 1 a 11 d t lt.. II .1 n ii o v e r : Luis Trenker ist Bayer, vor
heiratet. Diplomingenieur und wohnt Bozen. Vi.i Vittorio Emanuele :
wird w.'itcr filmen.
T s c h e c h o w a - B r a diu- V e r e h r e r i n a u s M.: Olga Tsche-
chow.i wcdiut Berlin NW «7. Klop>toek>ti.iße 20. .Maria Jacoliini sipielte
noch in folgenden Fili i: ..Bigamie". ..Fr.iiienga«se von .Mgier'
Fall dl s Staatsanwalts M.'', ..Vill;i F.-ilconieri ". Nächster Film
lebende lA'ichnam". Adresse: Berlin
Der neueste Douglas Fairb;iiiks-Film
(Jiay spielt die weibliche Hauptrolle
Berlin
Aii'ire Mat-
Constantin David ge-
Er
unö gealtert t»oc
um '^a\)n
öurd) öcn rrti)Teufd)aftlid)
fun6icitcn ricrücnnäbrftoff
BiOCITIN
iVfflcftellt nad) 6cin ücrfa[)i-cn u. V^^l i)al)ci-mann.
Darum: 6ct^ öcinc Herücn in 6tan6! nimm
BiDcitin! (frbältlid) in 5IpDtl)cfcn u. Droocnbanölg.
Drurffad). feftcnl. öiocitinfabrif, Berlin SW 29/ Fm.
.Manu^krip( ist leider nicht zu ge-
trotzilem gelegentlich :ingenehm.
.Sie haben reiht, Egon von Joiil.in
-Viigeiililiek noch in N\ien. (iroßer Blumenfreund.
lieh einmal I^eipzig. Ernst Verebes
' r a 11 k f II r t .-i. Od e r
Ernst Ildfiiiaiin filmt
Fritz Lang ..Die Frau
: Sehr
: Sic dürfen
selten. Willy
im .Moiiil " mit
Sic nicht zum
sind auch tat-
Er gibt .\uto-
ibeii. Helle
ist nicht mit
Vielleicht hesucht Henny Porten
filmt seit ungefähr vier J:ihreii.
F i 1 m f r e u ii d i n P. a u s F
Fragen stellen, sooft .'«ie mögen.
Fritsch arbeitet augenblicklicli bei
Oerda Mauriis als I'artneriii.
.\ u m a r y .Sc h., Leipzig: Sehr vernünftig, daß
Film wollen, weil der Beruf überfüllt ist! Die .\ussiclilen
sächlich sehr gering. Igo .Sym hat am 3. Juli (lebiirt''tag.
gramine. Er ist Deutscher, Sie können also deiit^cb sehr
Augen, dunkles Haar. Neuester Film: ...Spelunke". Igo .Sym
Fay Marb6 verlobt.
L o t t e - H e r t h a . Seil: Hilda Rocbs neuester Film ist ..Die Zir-
kusprinzessin". Einer der ersten Filme mit .lack Trevor war der Ellen
Richter-Film ,.I)ie tolle Herzogin".
.V n n i Sc h., W e i ß e r Hirsch: Henry Stuart wohnt Berlin W.
Püssaiier Straße 17, und ist ledig. Lola Kreiitzberg wohnt in demsellie'i
Hause.
T. B., K ö 1 n : Anna May Wong filmt augenblicklich unter Richard
Eicilhergs Regie den ...Vsphaltschmetterling" in Neiihabelslierg. Durch
Eichberg-Film, SW' .18. Friedriebstraße 171. zu erreichen. Anna Mny Wong
spricht nur sehr wenig Deutsch. Von Job.t ua RaKluii. ilie in lle\erl.\-
Hills. Holl.Nwooil. woliiil. erhalten Sie Karten beim Koss-\'erlag, Berlin
SW KM. .\rcx;iiidriiieiistr:iße I !o. Elga Hriiik «ohnt Herliii W .j<l, Pr^ig'-r
Straße ni.
„Der
Der
W ].-). Joachimsih.iler Straße 22/2.'..
i-^t ..Der vierte Musketier". Eie
1 ..Lockendes Oift". In London.
F r a II H e d i W., .M a n n -
li e i m: Ivan Petrovicli gibt Aulo-
graiiime. Durch lireeiibaiim - Film,
Bi-rliu SW 68. Kochsiraße fil. zu
erreichen. Sic erhalten Bildkarten
\ 011 l\aii Petrovicli beim Ross-Ver-
lag. Berlin SW fiS. .Mexandrinen-
straße 110.
W alter P., Z ii 1 1 i e h a u :
Von einem Bruder (ireta Oarbos.
der hier am Schariiiützelsee eine
Villa haben soll, ist uns nichts be-
k.innt. (ireta (!:irbo ist noch in
Euroiia.
Christine K., JI i t t w e i d a :
liai|ucl Meiler filmt vorläufig nicht.
M a r i e F.. W i e n: Ivan Petro-
vicli ist unverheiratet.
N o v a r r o - Verehrerin.
K a r I s r n h e: Die .Ankunft Ita-
mon Novarros wird 'selbstverständ-
lich vorher im ..Film - Magazin"
bekanntgegeben. ..Die tolle Kom-
teß" ist vor einiger Zeit herausge-
kommen. Luis Trenkers Adresse
finden Sie an anderer Stelle. Neue-
ster Film: ,.Der K.impf ums Mat-
terhorn".
F r i e d e 1 O.. Zeitz: Fern
Andras letzter Film war ..Fuiik-
z.Milier". Ein Buch über sie gibt
e^. Hau* -Mien'iidorff ist verheira-
tet iiud bat ein Söhnchen.
S c h.: Lissy Arna wohnt Berlin
\\ 9. Lindauer Straße 9. l'nverhei-
latct.
C u r t A., Oggersheim:
\ Cr.i Sclimilerlöw wolint Berlin-
llalensee. Nestorsiraße 1. Schwe-
din, rnverheiratet. Spielte u. a. in
folgenden Filmen: ..Frau .Sorge",
..Der F.ihnenträger von Sedan".
..Wenn die .Mutter mit der Toch-
ter". Letzter Film: „Seine stärkste
Waffe".
Lg.. W 1.. H i n d e n b u r g: Wir
bedauern. Ihnen keine Ratschläge
geben zu können, da wir Filni-
eiigagement'; nicht vermitteln. Wol-
len Sie sich bitte unmittelbar au
ilie Filmgesellschaften wenden. Wir
iii;icheii aber gleich dar;iiif auf-
merksaiii. daß ilic .\iissichten .•iiicli
für Kinderdarsfeller heim Film nur
sehr gering sind.
L u e i e H.. Wilmersdorf:
Jack Mylong - Münz wohnt Berlin
\\' Vi. ituisburger Straße 17. gibt
.Viitogr.'ime und ist mit Maria Mind-
zenti verheiratet.
F i I 111 f r e ii n d aus. Köln:
Fritz Lang erreichen Sic durch
Fritz L.iug - Film. Berlin SW 48,
Fricdriclistraße 221.
F i I 111 f r e II 11 d v o n (i e r d a il a u r u s : tierda M.iiirus wohnt
Berlin-W iliiiersd(nf. Hohenzolleriidamm ,')2. ist iinverheir.-itet, am 2.'). .\ugust
in Zagreb (Kroatien) geboren, gibt Autogramme, von Fritz L;uig für den
I-'iliii entdi-ckt. .\iicli bei der .S)(rechhübiie gewesen. Titelrolle im neuen
Lang-Film: „Die Frau im Mond".
IJ I I u B., H ;i n n 0 v e r : Marcella Albani ist Italienerin, in Koni
geboren. Künstlername. Verheir.ilet. ..Die Frau im Mond" kommt in
der nächsten Spielzeit berauv. l.ilian II.ir\ey ist eine große Blumen-
freiiiidiii.
(i e r t r u d
'röcbterclicu.
werilen Ihnen
111. s bitte die
Vivian (iibson
sehen.
AV e r 11 e
.Xiilograinm erinnern.
E i n H a r r y P i e I - \' e r e h r er. K ö ii i ;
Piels .\dresse finden Sie an anderer Stelle. Er .irlj
an der ..Mitteriiacbtstaxe".
(i. K., D t. - K r 0 II e : .\iiiiy Ondras .\dresse an anderer Stelle. Lie.i
Deyers ist durch die Deulsehe rni>ersal. Berlin .SW. .M.iiierstraße 82. zu
erreichen. H.inui Reiuwald wohnt Bi-rlin W, Kurfürsleiidanim .'i7, Pen-
sion Reglii.i. (üna -Maiies" .\dresse: Berlin-Cbarlottenburg, .\ugsburger
Straße -17. *
Haus s. St.. .\I .1 r b II r g : D.i- Phi.to ist zur Aiitogranimbesorgiing
an Vivian lühsoii geschickt worden.
H a n 11 e I o r e B.. Stettin: (Jiislav Fröhlich wohnt Berlin- Wesieii.l
Kiirläiuler .\llcc I. uiul hat am 21. März Oebnrtstag.
T.. ('< I .au c h :i u : Vi\i.iu (;ib«oii ist geschieden. Ein
AVohnung: Bcriin-Schlachteiisec. \\ annseeslraße 109. Wir
gern da* gewünschte .\iitograiiiiii besorgen. .Senden Sie
Bildkarte der Künstlerin und O.öO RM. in Briefmarken,
war kiirzlich im Liedtke-Film ..Der moderne Crtsanova" zu
M.
N e II k ö 1 1 n
Mir werden Ilarrv I.iedtkc an d.is
: s b e r g : Harry
i'itet aiigenhlieklicli
Die Ufa ^Theater werden mit
gereinigt.
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I.Quartal: Heft 1 — 13, 2. Quartal: Heft 14 — 26,
3. Quartal: Heft 27 — 39.
Jedes Quartal für sich broschiert 2. — M. Bei
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Unsere FUmmerhöpfe
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lei t u n g A. Roscnthal — .Ares, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Ocsterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien 1. Domgasse 4. Verantwortlich für Anzeigen
Wilhelm Schaefcr. CbarlottcnhuT);. ^»nzeigenvcrwallung Bcpa-Verlag. Berlin W 35. Bluroes Hof 5. Kupfertiefdruck: .August Scherl G. m. b. H., Berlin SW 68
Sowohl die Welt -Uraufführung in Baden -Baden als auch die
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NUMMER5 / BERLIN, 2. FEBRUAR 1929 / PREIS 40P FENNIG
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auf dem Wege zu Bruneaux hatte
er geglaubt, seinen Schwiegervater
in das Vorstadthotel „Au lapin
agile" eintreten zu sehen, aber dann
den Gedanken lächelnd von sich ge-
wiesen. Tatsächlich war Bruneaux dort
gewesen, um seiner Frau Schweigegeld zu
überbringen. Henri glaubte jetzt die Spur
verfolgen zu müssen. Als er mit seinem Wagen
vor dem Hotel vorfuhr, fand er eine erregte Menge
und hörte zu seinem Entsetzen, daß Madame Huguet
ermordet sei. Während er versucht, seiner Braut die trau-
rige Nachricht zu verbergen, kommt
Bruneaux lächelnd zum Fest und
übergibt seiner Tochter den —
Halsschmuck. — Inzwischen hatte
sich im Hotel folgendes abgespielt:
Vor ein paar Stunden war ein selt-
samer Gast angekommen. Ein Pro-
Oben : Hilde Schewior
Mitte: Hilde Schewior und
Karl Hannemann. Unten
links: Karl Hannemann und
Heinrich George. Unten
rechts: Olga Limburg
Phot. National
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yvette, die Tochter des Kunsthändler Bruneaux, steht vor
ihrer Verlobung mit Henri Valencours. Am Morgen
des Verlübungstages bringt ihr ihr Verlobter als Geschenk
seiner Eltern einen kostbaren Halsschmuck. Noch
während seiner Anwesenheit läßt sich Madame
Huguet bei Yvette melden und dringt, als
diese erschreckt abwehrt, an dem Mäd-
chen vorbei ins Zimmer. Yvette schickt
ihren Verlobten ins Nebenzimmer.
Die Besucherin ist Yvettes Mutter,
die vor mehr als zwölf Jahren
ihre Familie verließ. Sie ver-
langt von der Tochter eine
Summe mit der Drohung,
sonst der Familie Valen-
cours die Wahrheit über
ihre Vergangenheit zu er-
zählen. Während Yvette
das Geld holt, stiehlt
,,Mme. Huguet" denHals-
schmuck und flieht. Henri
ist über das Geständnis,
das ihm seine Braut not-
gedrungen macht, erschüt-
tert. Schnell kombiniert er:
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vinzler, der ängstlich ein Glas mit einem Laubfrosch vor sich
hertrug. Während das „Ehepaar" Huguet zu Bruneaux fuhr,
stattete der Unbekannte ihrem Zimmer mittels Nachschlüssels
einen Besuch ab, wurde aber durch das Zimmer- ,
mädchen gestört. — Kurz darauf kamen „Herr .jgStJ^^^ 1
und Frau" Huguet zurück. Der Frau ent-
fiel auf der Treppe die Handtasche, und
der Hausknecht sah zu seinem Er
staunen einen kostbaren Hals-
schmuck herausfallen. Im selben
Augenblick hörte man auch
schon aus dem Zimmer strei-
tende Stimmen. Man hörte
Stühle umfallen, dann ver-
ließ der Mann rasch das
Haus. Der Hausdiener
sprangmit einemFluch zu-
rück. Beinahe wäre er über
den neuen Gast gestolpert,
derauf dem dunklenKorri-
dor seinenLaubfroschein-
fing. — Zehn Minuten spä-
ter fand der Zimmerkell-
ner die Tote. Die Finger
ihrer linken Hand waren
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chon in den „Phönizierinnen"
des Euripides heißt es, daß es
auf der Welt keinen Krach
tjeben würde, wenn dem einen ge-
fallen würde, was den andern
,, schön und lieblich dünkte".
Da aber nun sehr oft dem einen
nicht schön und lieblich vor-
kommt, was dem andern gefällt,
gibt es ob der Meinungsverschie-
denheit Krach, zu dem es aber
auch kommt, wenn der eine und
der andere einig darüber sind, was
ihnen gefällt und beide nach dem
gleichen Objekte des Gefallens die
Hand ausstrecken.
Also Krach, überall Krach.
Und da der Krach etwas so
Bildwirksames ist, hat der Film
schon in seinen Anfängen — und
gerade in diesen ganz besonders — das dankbare ,, Krach -
motiv" aufgenommen und seither in allen nur denkbaren
Variationen abgewandelt.
Es gibt ja in der Tat überhaupt keinen Film, in dem es
nicht irgendwie zum Krach käme, und das muß auch so
sein, denn ohne den Konflikt, zu dem es die Filmdichter
in mehr oder minder schöpferischen Ideen kommen lassen,
wären ja die auf der Leinwand gezeigten Begebenheiten
wie eine Speise ohne Salz.
Der Kranz von Krachbildern, der diese Zeilen sanft und
zart umwindet, hätte nach Belieben größer, bis zu den
Oben: Paul Samson-Körner und Igo Sym in „Spelunke". — Mille:
Fiel in „Mann gegen Mann". — Unten links: Lon Chaney in „Der
— Unten Mitte: John Barrymore in „Don Juan". —
"3Mi
riesenhaftesten Dimensionen groß
geflochten werden können. Denn,
wie Gottes Brünnlein Wassers die
Fülle hat, solche Fülle an Krach-
situationen hat der Film.
Die Anlässe, die Gelegenheit zu
Krachszenen geben, sind ja über-
aus mannigfaltige.
Die Ausgestaltung von Keilerei-
szenen wurde besonders von den
Amerikanern mit genußvoller
Gründlichkeit besorgt; heute noch
kommt es in Wildwestfilmen unter
allen Umständen zu der Szene, in
der kein Stuhl ganz bleibt, und
die das Ausräumen eines Lokals
und die liebevolle Behandlung des
Gegners mit Sachverständnis und
Methodik schildert.
Bei der fortschreitenden Aufnahmetechnik war es bald
mit dem sozusagen ,, einfachen" Krach nicht mehr getan.
Die Kamera lernte mitgehen, und so kam man dazu,
die Konflikte, ihre Austragung und Lösung in allen Vari-
ationen unter Gefahren für die Kameraleute (z. B. bei
Sensationen) in ihren Einzelheiten aufzunehmen.
Und — es ist nicht zu leugnen, daß das Publikum gerade
dann mit gespanntem Interesse mitgeht, wenn es im Fil
bild recht dicke Brocken gibt, und wenn in gut und
selnd inszenierten Szenen das Thema , .angeschlagen" w
,,Da streiten sich die Leut' herum!"
Oben: Karl Dane und Charlotte Greenwood in ..Rasch ein
Baby". Mitte . Douglas Fairbanks und Warner Olandin: ..Der
Seeräuber". Unten links: ..Um Himmelswillen. Harald Lloyd".
Mitte: Harry Fiel in
..Mann gegen Mann":
Rechts: „The Michigan
Kid"
Plintfls :
Pariijamrl, l itiled
Arlist'i. Iju
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VON
Wir hatten in Nizza die Außenaufnahmen für den Ufa-Film „Ihr dunkler Punkt" beendet und saßen im Schnellzug, der uns wieder
aus dem sonnigen Süden nach dem kalten, aber doch so lieben Berlin zurückbringen sollte. Im Speisewagen machten wir die Bekanntschaft
eines englischen Herrn, der entzückt war, in mir eine Landsmännin kennenzulernen. Da aber nicht alle Mitglieder unserer kleinen
Expedition Englisch sprachen, mußte er seiner Begeisterung wohl oder übel in deutscher Sprache Ausdruck geben. ,,Auo — ich sein
sehr glicklich, Sic kennenzulernen, Miß Harvey!" Trotzdem ging unsere Konversation sehr gut von statten. Einige Stunden vor
Berlin wurde mir plötzlich von einem Mitropa-Boy ein riesiger Korb mit Blumen, Früchten und allen möglichen Leckerbissen über-
bracht. Mitten in den Blumen hing ein großer, dicker Brief, der aber keinerlei Aufschluß über den geheimnisvollen Spender gab,
sondern nur folgendes Gedicht enthielt:
Denn will man Dich einmal persönlich
Minuten nur im Kino sehn,
Muß Zuschlag zahlen man gewöhnlich.
Das ist bei Gott doch nicht sehr schön.
1
,,Es kommt nicht häufig vor auf Reisen,
Daß solch ein Star im Zuge sitzt.
Weshalb wir heut uns glücklich preisen,
Daß uns das Glück beschieden ist.
Die Eisenbahn ist auch nicht billig.
Von allen Seiten Du es hörst.
Doch wer zahlt den Tarif nicht willig,
Wenn Du zwölf Stunden mit uns fährst?
Du bist uns von dem sonn'gen Süden
Von dem wir wieder heimwärts ziehn,
Als einz'ge Sonne nur geblieben.
Oh, bleib es weiter in Berlin!
Einen Augenblick waren wir
alle sprachlos, bis mein eng-
lischer Landsmann das Schwei-
gen brach: ,,Auo," meinte er ver-
sonnen, ,, Sehen Sie, Miß Harvey,
uie Sie berühmt sind, Sie sogar
uerden angedickt!"
Oh, wie haben wir alle ge-
lacht! ,, Angedichtet" wollte er
natürlich sagen. Aber durch die
Anwesenheit des riesigen Lecker-
Hierzu verhilft nach unserm Glauben -
Und damit endet unser Lied -
Schok'lade, Äpfel und auch Trauben.
Wir wünschen guten Appetit!"
bissenkorbes bekam auch
das ,, angedickt" einen aktu-
ellen Sinn. Und bei meiner
schlanken Winzigkeit — ich
bin trotz aller Anstrengungen
nur 1,58 m groß geworden
und wiege bloß 98 Pfund —
wäre es vielleicht gar nicht
so unangebracht, wenn ich
mal etwas „angedickt" wer-
den würde.
.J(
VON
GERTRUD
WIETHAKE
Keine Zauberlampe verhalf Maurice Chevalier, dem
ausgesprochenen Liebling der Pariser Bühne, welcher
soeben seinen ersten Film für die Paramount in
Hollywood fertigstellt, aus der Nacht seiner ärm-
lichen, freudlosen Kindheit zum Lichtblick, denn er ist heute
eine der populärsten Figuren des Nachtlebens auf dem euro-
päischen Kontinent. — Wenn man die Geschichte
seines nimmer erschlaffenden Ringens mit
dem Hungergespenst und dem Wunsche,
andere zu beglücken, betrachtet,
so muß man unwillkürlich an
den Aufstieg Charlie Chaphns
denken, denn nur große
Genies, wie Chaplin, die
Negri und wenig an-
dere, hatten die Aus-
dauer, immer wieder
den Kampf mit den
sich ihnen entgegen-
stellenden Hemmnissen
aufzunehmen und trotz
aller Mißerfolge nicht
zu verzagen. — Che-
valier erblickte vor
etwa dreißig Jahren
in Menilmontant,
nahe Paris, das
Licht der Welt.
Sein Vater starb
bereits, als Maurice
elf Jahre zählte,
und hinterließ die
Mutter und einige
jüngere Geschwister
in äußerst bedrückter
Lage. — Schon in diesem
Alter waren Chevaliers
ganze Träume auf die Bühne
gerichtet, die natürlich für
den von allem leicht begeister-
ten Jungen aus dem Zirkus
mit seinen Clowns und Akro-
baten bestand. Dieses Bühnen-
fieber ist schuld, daß Maurice
mit zwölf Jahren aus der Schule
gewiesen wurde. Damals, als
er noch rechnen sollte, wieviel
von 40 Sous nachbleiben, wenn
man zwölf davon nimmt, ertappte
sein Lehrer ihn beim Nachahmen seines
Lieblingsclowns, und ihm wurde ohne
viele Umstände der Besuch der Anstalt des
Wissens untersagt. — Der so gebrandmarkte
Junge wurde dann Tischlerlehrling. Doch zwischen den
fallenden Spänen tauchten immer wieder die regenbogen-
artigen Visionen von Kaffeehäusern, Konzerten und Zir-
kussen auf, bis der Meister ihn davonjagte. Dann wurde
er der Reihe nach Gehilfe eines Elektrotechnikers, eines
Buchdruckers, und schließHch finden wir ihn in einer Puppen-
fabrik beim Bemalen der Porzcllangesichtcr wieder. Aber
anstatt den Weisungen seines Vorgesetzten zu folgen und
engelhafte Gesichtchen zu malen, pinselte Chevalier hoch-
rote Wangen und verwandelte die Puppen in phantastische
Marionetten, so daß er sich sehr bald wieder auf der
Arbeitssuche befand. — Nun, im Alter von dreizehn Jahren,
ist : Reisender für eine Farbenhandlung und zum ersten-
mal verhebt. Die glückHche kleine Dame seines Herzens
ist Georgette, eine blonde Mademoiselle von zehn Lenzen.
Der romantische Maurice nimmt diese kindliche Affäre sehr
ernst, und das Ende vom Liede ist, daß sein Chef ihn mit
der Begründung, er sei keinen Sou wert, an die Luft be-
fördert. Doch Maurice nimmt dieses nicht weiter krumm;
denn nun hat er ja genügend Zeit, mit seiner ge-
liebten Georgette spazierenzugehen. Bei
einem ihrer täglichen Gänge kamen sie an
einer Kirche vorüber, in welche gerade
ein Hochzeitszug trat. Der Junge,
welcher stets voll von komischen
Einfällen steckte, breitete plötzlich
seine Arme aus, stimmte ein
ulkiges Liedchen an, und — die
Kirchentür schließt sich und
quetscht Maurices Finger er-
heblich. Im Krankenhaus be-
schließt er dann, seine Liebe
für Georgette fahren zu
lassen. — Der genesene
Maurice ist nun in einer
Nagelfabrik angestellt und
leistet so gute Arbeit, daß
es fast den Anschein nimmt,
als ob er seine Berufung
fürs Leben entdeckt habe
. . . . Nägel zu fabrizieren!
Seine Theatersucht ist
aber immer noch nicht ein-
geschlafen, und während
seiner Frühstückspausen
stiehlt er sich auf den Hof
und mimt bekannte Schau-
spieler. Nach Feierabend findet
man ihn regelmäßig bei einer
Turnvereinigung, um sich als
Akrobat auszubilden; doch ein
verstauchter Fuß und ein zer-
schlagenes Gesicht, welches er
beim Ausüben seiner Kunst da-
\ontrug, veranlassen seine Mut-
ter, ein energisches Wort mit ihrem
Maurice zu reden, und sie verbietet
ihm alle weiteren Versuche auf diesem
Gebiet, — Sowie Chevalier aber wieder
einigermaßen hergestellt ist, begibt er
sich zur Konzerthalle der ,,Drei Löwen"
und erzählt dem Inhaber dreist von einigen
erfolgreichen Tournees als Sänger, die aber nur
in seiner Einbildung existieren. Er bittet ihn
um Anstellung, und die Gattin des Inhabers, die
an dem hübschen Jungen Gefallen findet, legt bei
ihrem Gatten ein gutes Wort für ihn ein, so daß der
Junge sich tatsächhch sein erstes Engagement als Sängef er-
bluffte. Maurice, der noch nie mit Klavierbegleitung ge-
sungen hatte und noch viel weniger vor so vielen Menschen
aufgetreten war, versagte vollkommen. — ,,Gut, dieses Mal
war es halt ein Mißhngen", sagte er zu sich. ,,Das ist so-
gar schon Caruso passiert. Nächstes Mal werde ich mehr
Erfolg haben." — Und mit diesem zuversichtlichen Trost
sucht er weitere Chancen. Er findet die nächste Anstellung
als Sänger im Casino de Tourelles. Der Junge imitiert be=
kannte Persönlichkeiten, tanzt und gibt Schlager zum besten.
Er erhielt pro Abend drei Francs und trat viermal wöchent-
lich auf. — Durch einen seiner Pariser Freunde wird er
eines Tages der Mistin-
guette vorgestellt, welche
schon damals rühmlich
bekannt war, Sie soll ihm,
nachdem sie sein Gesicht
aufmerksam betrachtet
hatte, prophezeit haben:
,,Mit deinem Gesicht
brauchst du dir um deine
Zukunft keine Sorgen zu
machen!"
Jahre vergehen, und
ChevaHer ist ein großer,
hübscher Junge in seinen
letzten „Zehn". Er ist
nun der Tanzpartner
der Mistinguette bei den
Fohes Bergere.
Im Jahre 1913 wird
Chevalier eingezogen, um
seine Dienstzeit zu absol-
vieren, die Frankreich von
allen ihren Söhnen vor dem
Kriege verlangte. Dann
brach der Krieg aus, und
Chevalier, welcher singend
hineinzog, kehrt nach Ende
dieser Periode des Schrek-
kens verwundet zurück.
Doch er findet sich sehr
schnell wieder in sein ver-
ändertes Nachkriegs -Paris
ein, wird wieder Mistinguet-
tes Partner in den Folies
Bergere und dem Casino de
Paris und ist so erfolgreich,
daß bald sein Name in elek-
trischen Lichtern über dem
abendlichen Paris aufstrahlt.
Er ist Star!
Nachdem er längere Zeit
in London und Paris auf-
getreten ist, kam er kürzHch
nach Hollywood, um sich
beim Sprechfilm neue Lor-
beeren zu ersingen, . . .
vkk lAmc -HÄNDEN
vftÄ 9ll Sie ERKENNEN
VON MAR/ANNE RASCHIG
Beim Vergleichen meines großen Handbild-Materials
von Filmschauspielern und Filmregie-Künstlern fiel
mir auf, daß Handbilder aus dem Regie- und Darsteller-
kreis der ,,Ufa" stets besondere Zeichen von Expansions-
kraft und Eroberungswillen aufweisen. Der hohe Mars-
berg (oberer Teil des Daumenballens), welcher auf Mut,
Entschlossenheit, Zielbewußtsein schließen läßt, ist in
allen Händen übereinstimmend zu finden, selbst im Hand-
bild der zarten Lil Dagover. Allen gemeinsam ist der
große Schwung der Linien, die ein deutlich erkennbares
M prägen, sowie die leuchtende Klarheit des Hand-
innern, dessen Linien bei Jenny Jugo, Lilian Harvey und
Dita Parlo auch weitere große Übereinstimmung zeigen.
Serie lll.
Die unterschiedliche Eigenart wird mehr durch die Ver-
schiedenheit der Kunstlinien und die differenzielle For-
mung und Zeichnung des sogenannten Venusberges
(Daumenballens), der die Art des Temperaments, der
Sinneskraft und den Schönheitssinn erkennen läßt, doku-
mentiert.
Gemeinsam ist auch der überragende Zeigefinger in allen
Händen (bis auf Lil Dagover), der Herrschlust und domi-
nierende Eigenschaften anzeigt, und die aufstrebende Form
der Finger, die Aufstieg verheißt. Die Linien im Handbild
Erich Pommers sind ähnlich denjenigen in Willy Fritschs
Hand; nur ist in jener die Kopflinie (mittlere Querlinie)
eigenartiger und interessanter markiert, infolge der hervor-
ragenden Regietüchtigkeit und Tätigkeit. In Fritschs Hand
aber fällt die Herzlinie (obere Querlinie) besonders auf,
die mit ihren Verästelungen auf starke Inanspruchnahme
von Herz und Gemüt, auf intensive Gefühlsexregungen
hinweist, während die Kopflinie nur als einfa^
langer Strich erscheint.
Die Hauptdarsteller der „Ungarischen Rhapsodie",
dieses besonders durch herrliche Naturschönheiten aus-
gezeichneten Films: Lil Dagover, Willy Fritsch,
D i t a P a r 1 o , zeigen den Niederschlag dieser Eindrücke
rf,4i^
*
bogen, und zwar in Lilian Harveys Hand ebenso weit nach
rechts zur Daumenseite hin entwickelt, wie in Jenny Jugos
Hand nach links zur Handrückenseite hin geneigt. Es ist
hierdurch eine prinzipielle Verschiedenheit der Auf-
fassungen angezeigt, die sich bei künstlerischen Aufgaben
auswirken wird und jeder Künstlerin ihre besondere Note
gibt. Größe der Hand und Gestalt des Handtellers er-
scheinen fast gleich; auch ist der Daumen in beiden Händen
ganz ähnlich gestaltet.
In Erich Pommers Hand, des Regiegewaltigen, der
europäische und amerikanische Filmeigenarten großzügig er-
faßt und ihre Zusammenhänge vorausahnend bewertet, er-
scheint diese Fähigkeit durch die zangenförmige Endung
der Kopflinie ausgeprägt. Auf ihr entspringt eine sehr
klare Merkurlinie (zum kleinen Finger gehend), die sich
wiederum mit der Kunstlinie (zum Ringfinger aufwachsend)
schneidet und verknüpft. Die Zeichnungen unter dem Mit-
telfinger deuten in Form eines mehrfachen Schrägkreuzes
auf starke Intuition, Eindrucksfähigkeit, künstlerische Ge-
staltungskraft auf Grund blitzartiger Übermittlungen aus
dem Unterbewußtsein hin.
Die lange Lebenslinie, stark und gleichmäßig gestaltet,
verheißt eine dauernde Wirksamkeit auf Grund guter
Lebenskraft und Widerstandsfähigkeit, während die zahl-
Jyi/itjo^
auch recht deutlich in itirem Handbild. Besonders in der
Hand von Dita Parlo vermeint man den hellen Sonnen-
schein, das Wogen des Korns auf dem Felde, den vollen
bevorstehenden Erntesegen zu sehen, feurige Blutaufwal-
lungen, durch Tanz und Liebessehnen verstärkt, auf-
schnellende und wieder sanft verklingende Melodien von
Liebesleid und -glück, von bedrohlicher Lebenszerstörung
und neuem Lebensaufbau zu spüren. Willy Fritschs
Hand zeigt in robuster, vereinfachter, männlicher Form
auch ein Kornfeld im Sonnenglanz; auch über der fein-
abgeklärten, vergeistigten Hand von Lil Dagover liegt
klares Sonnenleuchten.
Lilian Harvey und Jenny Jugo, so verschieden
in ihrer äußeren Wirkung, weisen außerordentliche Ähn-
lichkeiten im Handbild auf. Gleiche Schwingung der
Linien, gleiche Reisezeichen (auf dem Lunaberg am Hand-
rücken), gleiche Strahlungen auf dem Daumenballen, glei-
cher Schwung der Herz- und Kopflinie, gleiche Daumen-
form. In beiden Händen erscheinen die Finger stark ge-
^Y^
reichen Reiselinien ein an Abwechslungen und Eindrücken
reiches Leben andeuten, was für die Vitalität von ein-
schneidender Bedeutung ist. Die Fingeransätze sind sehr
gleichmäßig gestaltet, wodurch Harmonie und Rhythmus
angedeutet ist, sowie Verständnis und Beherrschung der
Formen. Der energische Daumen zeigt auf Führertum,
Zielstrebigkeit und Durchdringungsvermögen hin, Gut-
mütigkeit nur bis zu einem gewissen Grade, wo Ausnut-
zungsbestrebungen empfunden und dagegen Front ge-
macht wird.
Die Hand von Willy Fritsch, zwar nicht so gleich-
mäßig gestaltet, wie auch die Ansätze der Finger zeigen,
verrät durch das langgestreckte untere Glied des Ring-
fingers seine großen darstellerischen Fähigkeiten, schnelle
^U^ .^h^c^^'^^-Tr^:^
Auffassungsgabe, Elan, Anschmiegsamkeit, Güte (weite,
tiefgezeichnete Herzlinie). Zum Apollofinger, der lang,
kräftig und gerade ist, führen mehrfache schöngezeichnete
Kunstlinien in Wellenform, mehrfache Talente und geistige
Beweglichkeit kündend. Ein gutverlaufender Schicksals-
weg, zum Mittelfinger weisend, und eine kräftige Lebens-
linie vervollständigen das Handbild dieses Künstlers.
Enrico Benfer: Junger ,,Ufa"-Nachwuchs sei hier
noch im Bilde vorgestellt. Vergleichenderweise sieht man
ein Liniennetz von außerordentlicher, fast verwirrender
Vielgestaltigkeit, das viel verheißt, aber erst ausgären und
sich klären muß, ehe man Schlußfolgerungen auf die künst-
lerische Zukunft aussprechen kann.
^MfMfs
Die Dobrudscha-Expedition des Dr. Ulrich K. T. Schulz
hat das Leben der letzten europäischen Wildstörchc
im Bilde festgehalten, eine sehr rühmliche Tat, denn
die Generation nach uns wird von Wildstörchen nur noch
als von ausgestorbenen Vögeln hören. Die Tage der Störche
sind überall gezählt. Man weiß nicht genau, weshalb auch
bei uns der Hausstorch immer seltener wird, weshalb er
vielfach nicht mehr zur Brut schreitet, sondern nur noch ein
P
J
Phot. Ufa
Nest baut oder sogar
diese Tätigkeit nicht
mehr ausübt. Gewiß
wird der Storch in
seinen Lebensge-
wohnheiten dadurch
beeinflußt, daß wir
unsere Landschaft im-
mer mehr ineineKul-
tursteppe verwan-
deln. Auch durch die
moderne Heuschrek-
kenbekämpfung in
Afrika, die mit Ar-
senik erfolgt, ist der
Storch gefährdet, da
Heuschrecken seine
Hauptnahrung wäh-
rend seines Winteraufenthaltcs bilden. Aber bevor die Entwässerung unserer Moore und
Sümpfe erfolgte, bevor man Heuschrecken mit Chemikalien zu vernichten trachtete, war
der Storch bereits seltener geworden. Das vertraute Bild eines mit Storchnestern
besetzten Dorfes, das unsere Großväter liebten, wird immer mehr zu einer Ausnahme.
Vielleicht ist im Haushalt der Natur seine Aufgabe erfüllt, und er verschwindet, wie
andere Vögel vor ihm, vollkommen, um neuen Geschöpfen Platz zu machen. Vielleicht
kündet auch sein Aussterben den gefürchteten Aufstieg der Insekten an. Wie dem
sei: Generationen nach uns werden ihn im lebenden Bilde wieder erwecken können.
ROMAN VON HANS SCHULZE
S. Fortsetzung
Ein seltsamer Fahrer kockte über dem Steuerrad.
Unter der Lederkappe grinste ein knöcherner Totenschädel mit
gefletschten Zähnen höhnisch zu ihm herüber.
Mit einem heiseren Schrei schlug er die Hände erschauernd
vor das Gesicht; eine furchtbare Erinnerung war plötzlich in ihm
aufgesprungen.
Wie ein wildgewordenes Pferd bäumte sich das steucrlose
Auto mit den Vorderrädern steil in die Höhe.
Staub stob nach rechts und links.
Ein Krachen und Splittern, ein schmetterndes Prasseln.
Dann Totenstille.
In tausend Trümmern lag der Wagen quer über dem
Straßendamm. — —
VHI.
Die Mordkommission war schon in den frühen Morgenstunden
zur Villa Karr herausgekommen, nachdem der Kammerdiener
Franz, der seinen Herrn als erster tot im Schlafzimmer auf-
gefunden hatte, in höchster Erregung unverzüglich das Polizei-
revier in Wannsee alarmiert hatte.
Die Leiche Karrs war sofort amtsärztlich untersucht und
ebenso wie der ganze Tatort photographisch aufgenommen
worden.
Der Tod war offenbar durch einen aus nächster Nähe ab-
gegebenen Brustschuß erfolgt und zweifellos auf der Stelle ein-
getreten; bei der Obduktion ergab sich, daß das Herz durch die
Sprengwirkung des Nahschusses vollkommen auseinander-
gerissen war.
Die Kriminalpolizei konstruierte nach den ersten Erhebungen
den mutmaßlichen Tatvorgang dahin, daß ein zu dem offenen
Schlafzimmerfenstcr eingestiegener Einbrecher wahrscheinlich
hinter dem Fenstervorhang versleckt gewesen sei und im Augen-
blick seiner Entdeckung auf dem ziemlich engen Raum zwischen
Fenster und Bett im unmittelbaren Einandergegenüberstehen auf
Karr gefeuert habe.
Eine Fußspur im Park, die sorgfältig in einem Gipsausguß auf-
genommen wurde, Beschädigungen an der Hausmauer und am
Weinspalier und deutliche Fingerabdrücke auf dem Fenstersims
gaben einen einwandfreien Hinweis auf den Weg, den der Täter
genommen haben mußte.
Eine Beraubung des Überfallenen hatte anscheinend nicht statt-
gefunden, wenigstens wurde die sehr wertvolle Platinuhr und eine
Brieftasche mit einem bedeutenden Barbetrag noch bei der Leiche
vorgefunden; offenbar war der Einbrecher durch einen bisher noch
unaufgeklärten Umstand vorzeitig verscheucht worden, da der
Knall des Schusses in der Stille der Nacht weithin vernehmbar
gewesen sein mußte.
Die weiblichen Dienstboten, die im Souterrain des gegenüber-
liegenden Gebäudeflügels untergebracht waren, vermochten hierzu
allerdings nichts von Belang auszusagen; auch der noch ganz
verstörte alte Franz, der allein mit dem Ehepaar Karr in der
gleichen Etage schlief, wollte von einem Schuß nichts gehört
haben.
Seine eingehende Vernehmung ergab jedoch einen ziemlich
sicheren Anhalt für den wahrscheinlichen Zeitpunkt des Ver-
j^Sitmmii^aBa^t:sä&
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und deren Jipparaten
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UlaidungsßüdiQ
lolblt anfiirtigQn
brcchens, das nach seiner Auffassung nur während der Dauer
seiner Abwesenheit etwa zwischen ein und zwei Uhr nachts ge-
schehen sein konnte, als er auf Anordnung Karrs noch einen
Brief nach Schlachtensee besorgt und in der Wohnung des
Empfängers erst nach längerem Warten Einlaß gefunden habe.
Die gnädige Frau sei zur Zeit der Tat überhaupt nicht in der
Villa anwesend gewesen.
Sie habe nach der Rückkehr aus dem Theater mit ihrem
Gatten im Gartensaal noch zur Nacht gespeist und dann gegen
zwölf Uhr durch die große Eingangshalle, in der er noch mit
Aufräumungsarbeiten beschäftigt gewesen sei, in großer Eile das
Haus verlassen.
Sie habe dabei
im Vorübergehen
bemerkt, daß sie
über den Zustand
ihrer kranken Mut-
ter soeben eine be-
drohliche Telephon-
nachricht erhalten
habe und, wie dies
schon manchmal
geschehen, mit
einem Wagen vom
nahen Autostand
am Haus am See
nach Zehlendorf hin-
überfahren werde.
Der Untersu-
chungsrichter nahm
bei dieser Sachlage
von einem Verhör
der jungen Witwe,
die vorläufig in der
Wohnung ihrer
Mutter verblieben
war, bis auf weite-
res Abstand, zumal
ein Zeugnis des
Hausarztes ihre
augenblickliche Ver-
nehmungsunfähig-
keit infolge eines
völligen Nervenzu-
sammenbruchs be-
scheinigte.
Die Affäre Karr,
die ein Späfabend-
blatt noch am glei-
chen Tage mit al-
lerlei sensationel-
lem Aufputz kom-
mentiert hatte,
schrumpfte unter
der nüchternen kri-
minalistischen Be-
trachtung zu einem
einfachen Mord-
überfall zusammen,
der nur durch die
Persönlichkeit des
Ermordeten ein be-
sonderes Gepräge
erhielt.
Als mutmaßlicher
Täter kam nach
den behördlichen
Presseinformatio-
nen ein Einbrecher in Betracht, der erst vor kurzem in einem
anderen westlichen Vorort eine nächtliche Beraubung ganz ähn-
lichen Stils versucht halte und über den seinerzeit eine ziemlich
genaue Personalbeschreibung zu den polizeilichen Akten gegeben
worden war.
Die Beisetzung Karrs erfolgte auf einen testamentarisch nieder-
gelegten Wunsch des Verstorbenen in aller Stille und mit größter
Schlichtheit.
Trotzdem hatten es sich die Reichs- und Staatsbehörden nicht
nehmen lassen, bei seiner feierlichen Einäscherung im Wilmers-
dorfer Krematorium durch besondere Abordnungen vertreten zu
KOSTENLOSE ANLEITUNG
Im J^ähon, Siidion und Sfopfbn
Ibtoie in dorJ^ndhabung derSpparate
iwd bQre'dmiUigß inj ödem Singer Jhden erteilt
SINGER NÄHMASOilNEN AKTIENGESELLSCHÄfT
sein, und die Unzahl pomphafter Kränze und spaltenlangcr Nach-
rufe in den Tageszeitungen sämtlicher Parteirichtungen bewies,
welcher Wertschätzung sich der so jäh aus dem Leben Ge-
schiedene in den weitesten Kreisen von Industrie und Handel
erfreut hatte.
Die gerichtliche Untersuchung war unterdes mit höchstem
Nachdruck betrieben und der ganze umfangreiche Apparat des
Fahndungsdienstes sofort nach allen Richtungen der Windrose in
Bewegung gesetzt worden.
Sämtliche bedeutenderen Polizeistationen des In- und Aus-
landes hatten auf funkentelegraphischem Wege das Signalement
des gesuchten Verbrechers erhalten.
Ein überaus schar-
fer Grenzüber-
wachungsdienst war
eingerichtet wor-
den, und die von
der Staatsanwalt-
schaft ausgeschrie-
bene beträchtliche
Belohnung, die von
der Geschäftslei-
tung der Karrwerke
privatim noch um
den dreifachen Be-
trag erhöht worden
war, spornte das
große Publikum in
solchem Umfang zu
freiwilliger Mit-
arbeit an, daß die
Nachrichtenabtei-
lung des Polizei-
präsidiums die
Überfülle der täg-
lich massenhaft ein-
laufenden nament-
lichen Anzeigen
und anonymen De-
nunziationen kaum
zu bewältigen ver-
mochte.
Die Leitung der
Voruntersuchung
lag in den bewähr-
ten Händen des
Untersuchungsrich-
ters Dr. Rottmann,
eines in Verbre-
cherkreisen über-
aus gefürchteten
Kriminalisten, dem
die Jurisprudenz
eine Reihe wertvol-
ler Arbeiten zur
Psychologie der
Zeugenaussage ver-
dankte und der mit
einem bedeutenden
Fachwissen ein
kühl abwägendes,
scharf - kritisches
Urteil und eine
rücksichtslos durch-
greifende Energie
vereinte.
Ungefähr eine
Woche war seit der Beisetzung Karrs ins Land gegangen, als der
Justizwachtmeister vom Dienst Herrn Dr. Rottmann eines Spät-
nachmittags die Karle eines Herrn v. Rybinski überbrachte, der
den Herrn Untersuchungsrichter in einer sehr dringenden An-
gelegenheit unbedingt noch einmal zu sprechen wünschte.
Mit einem leisen Seufzer bog der Vielbeschäftigte das dünne
Kartcnblatt in der Hand.
„Ich lasse den Herrn bitten!" sagte, er endlich ergebungsvoll.
Gleich darauf trat Herr v. Rybinski ein, wie immer streng
korrekt in Gehrock und Zylinder, einen hellen Sportmantel
kokell über dem linken Arm.
Dr. Rotlmann hatte die Karte wieder aufgenommen.
„Geschäftlicher Leiter der Detektei Helios", las er halblaut.
..Womit kann ich Ihnen zu Diensten sein?" fragte er dann mit
einem leisen Unbehagen. ..Wollen Sie bitte Platz nehmen!"
Herr v. Rybinski räusperte sich geräuschvoll.
.,Tch komme in der Angelegenheit des verstorbenen General-
direktors Karr, Ich war in letzter Zeit geschäftlich in Schottland
und erfuhr erst vor einigen Tagen durch die Londoner Zeitungen
von dem aufsehenerregenden Todesfall. Ich bin daraufhin so
schnell wie möglich mittels Flugzeuges nach Berlin zurückgekehrt,
weil ich mich im Besitz von Material glaube, durch das die
Untersuchung gegebenenfalls ein ganz neues Gesicht gewinnen
könnte!"
Herr Dr. Rottmann spielte ungeduldig mit seinem Füllfeder-
halter; die gemessene Feierlichkeit seines Besuchers ging ihm auf
die Nerven.
,,Darf ich Sie bitten, sich recht kurz zu fassen? Meine Zeit ist
außerordentlich beschränkt!"
Herr v. Rybinski verneigte sich höflich.
,,Ich komme sofort zur
Sache, Herr Landgerichtsrat!
Ich habe den heutigen Vor-
mittag dazu benutzt, sämtliche
mir erreichbaren Pressenotizen
über die Affäre Karr über-
sichtlich zusammenzustellen.
Dabei ist mir vor allem ein
Umstand aufgefallen, der mir
für die Psychologie dieses
Verbrechens besonders wichtig
erscheint, nämlich, daß man
bisher nicht die geringste Be-
raubung des Ermordeten hat
feststellen können. Die Frage
liegt daher nahe, ob es sich
überhaupt um einen Raub-
überfall handelt."
Er hatte bei diesen letzten
Worten seiner Ledertasche
ein Aktenheft entnommen und
bewaffnete sich umständlich
mit seiner großen Hornbrille.
,,Ich weiß nicht," fuhr er
dann vorsichtig tastend fort.
,.ob es gerichtsseitig bekannt
ist, daß sich Herr Karr in
jüngster Zeit sehr ernstlich
mit dem Gedanken einer Ehe-
scheidung getragen hat?"
,, Einer Ehescheidung?"
Mit einem scharfen Ruck
hob der Untersuchungsrichter
seinen kahlen Vogelkopf; ein
Ausdruck unverhohlener Über-
raschung malte sich auf seinem
Gesicht.
Herr v. Rybinski glättete
vorsichtig die etwas wider-
spenstigen Seiten seines
Aktenheftes.
„Allerdings, einer Eheschei-
dung", wiederholte er dann im
Ton deutlichen Triumphes. ,,Die Sache liegt folgendermaßen: Kurz
vor Antritt seiner letzten Reise nach England ließ mich Herr
Karr eines Abends nach seinem Privatkontor in der Behren-
straße bitten und beauftragte mich im tiefsten Geheimnis mit
einer Beobachtung seiner jungen Gattin. Das Ergebnis meiner
Ermittelungen ist in diesen Blättern niedergelegt, die ich Herrn
Karr am Tage seiner Rückkehr sofort im Original überreichte.
Und die, wie ich gleich bemerken möchte, den bündigen Beweis
dafür enthalten, daß Frau Evelyn Karr seit einigen Monaten
zu einem Dr. Kurt Steinhoff in nicht ganz einwandfreien Be-
ziehungen gestanden hat."
„Wie nahm Herr Karr Ihre Eröffnungen auf?"
„Äußerlich blieb er im ganzen ruhig und beherrscht, aber es
entging mir trotzdem nicht, daß ihn dieser Schlag sehr schwer
traf. Seine erste Frage galt denn auch sofort der Möglichkeit
einer Ehescheidungsklage. Ob er in dieser Richtung noch Schritte
unternommen hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht hat
ihm hierfür auch die Zeit gefehlt. Denn unsere Unterredung
fand am Donnerstag vor acht Tagen statt, und am Sonntagmorgen
unö gealtert bot
6et ^tit
^mk
um Jai^tt
Detjflngt
öurd) öcn n)ifTcnfd)aftlid)
funöicitcn nci-ucnnäf^rftoff
BiOCITiN
^cugcftdlt nad) öcm üerfal)rcn v. Prof. ^abcnnann.
Darum: 6et^ öcinc flcrücn in ©tanö! nimm
öiDcitin! €rt)ältlid) in ^potI)cfen u. Drogeni)anölg.
Drucffad). foftcnl. öiocitinfabrif, Berlin SW 29/Fni.
weilte Herr Karr bereits nicht mehr unter den Lebenden!" —
Der Untersuchungsrichter sah nachdenklich zu dem verzirkelten
Geleisenetz des Lehrter Bahnhofs hinüber, dessen zahllose
Schienenstränge wie glühende Ströme flüssigen Metalls in der
Abendsonne schimmerten.
,.Dr. Steinhoff, Dr. Steinhoff", wandte er sich dann wieder
seinem Besucher zu. „Ist das nicht derselbe, an dessen Premiere
das Ehepaar Karr noch am letzten Sonnabend teilgenommen hat?"
Herr v. Rybinski nickte zustimmend.
,,So stand es wenigstens in den Zeitungen. Dr. Steinhoff ist
ein aufstrebender junger Schriftsteller, dem man allgemein eine
große Zukunft prophezeit. Sein Bild und ein kurzer Abriß seines
Lebens ist übrigens in meinen Akten enthalten, die ich depn
Gericht selbstverständlich ganz zur Verfügung stelle!"
„Wir werden die Persönlichkeit dieses Herrn wahrscheinlich
einer kleinen Nachprüfung unterziehen müssen!" sagte der Richter
mit wachsendem Interesse. ,, Jetzt fällt mir auch ein, wo mir
sein Name bereits einmal aufgestoßen ist. Steinhoff hieß auch
der Empfänger des letzten
Briefes, den Karr noch in sei-
ner Todesnacht nach Schlach-
tensee aufgegeben hat. Seine
Adresse muß sich übrigens an
Gerichtsslelle befinden."
Er blätterte ein paar Augen-
blicke in seinen Ermittelungs-
akten und ließ sich dann durch
die Zentrale mit der Pension
Hartkopf verbinden.
Gleich darauf meldete sich
eine klangvolle Altstimme und
erging sich auf die Frage nach
Dr. Steinhoff in einer längeren
erregten Entgegnung, die der
Richter sofort in einigen ste-
nographischen Aufzeichnungen
festzuhalten suchte.
Als er endlich den Hörer
wieder niederlegte, war sein
Gesicht tiefernst geworden.
„Ich glaube, wir stehen vor
einer überraschenden Wendung
im Fall Karr!" sagte er dann.
„Wie ich aus der Pension Dr.
Steinhoffs soeben erfahre, ist
dieser seit der letzten Sonn-
abendnachl ohne Hinterlassung
einer Adresse oder eines son-
stigen Lebenszeichens aus sei-
ner Wohnung spurlos ver-
schwunden. Ich werde hier-
über selbstverständlich sofort
alle notwendigen Ermittelungen
anstellen lassen und möchte
Sie bitten, sich für die nächste
Zeit zur Verfügung des Ge-
richts zu halten und vor allem
vorläufig gegen jedermann
strengstes Stillschweigen zu
beobachten!"
Mit einer beschwörenden
Geste legte Herr v. Rybinski die behandschuhte Rechte auf seine
Herzgegend.
,,Mein Ehrenwort, Herr Landgerichtsrat! Ich werde schweigen
wie eine Katakombe. Darf ich mir im übrigen die Bitte er-
lauben, mich bei der Verteilung der ausgelobten Belohnung für
die Aufklärung des Verbrechens in angemessener Weise berück-
sichtigen zu wollen!"
IX.
Lore von Eckartsberg kam die Terrassentreppe des Sieben-
eichener Herrenhauses herab und ging in den Park.
Es war noch ganz früh am Tage,
Ein frischer, schleierloser Maimorgen mit Sonnengold und allen
Wundern der Auferstehungsstunde.
Lerchen sangen hoch im Winde, und der Blick über den See
und die Wiesen ging bis an das Ende der Welt.
Lore schlenderte gemächlich die alte Buchenallee entlang, in
deren grüne Dämmerung die Sonne ihre ersten Strahlen schräg
hereinfließen ließ, und holte sich dann aus der Gärtnerei einen
großen Fliederstrauß für den Frühstückstisch. Fortsetzung folgt
Sthaditel
1.90 M.
/ Deii^mafsipäscße in
Amerißa
Auch Berti ßmte ßisto-^
n'scße Persönfidj^eiten
ßönnen ni'cfit darauf
verzichten, int Laufe der
Jaßrßunderte einnia/
ffetvascßen zu luerden
*
2. Trei'ßei's auf der Efße
Eine Arßeit, auf man'
d>en deutscßen 7/1153 en
genau so lüicßtig ipie im
Pofiirmeer
%
3. Das Eisfaufpaar
Mkßefsen iindRücßert
in St. Aloritz
Studie von Grazie und
Scfiönßeit auf dem Eise
Zum 2oo. Geßurtstag
Lessings
Gedanken und Werke,
die Jahrhunderte üBer'
dauern
*
^ 5- und 6. Tiauenfießfinge
Tiere, die man in Japan
genau so verBätscAeft
ii'ie Bei uns
*
Die AufnaBmen stammen aus
der Ufa" und der Deu/tg^
WcSensdau Nr. 4, die in
dieser Wot^e in den meisten
Kinos fäuft
II
FRAGEN
'-^7"^^'
die uns erreTchterL
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,. Fi 1 m -M a g a z i n ", Berlin SW68. Zimmerstr. 3S-41.
Scberlverla^. Antwort erfolgt im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei Manu-
skriptancelCKenheiten bitten wir folgendes zu beachten: Jeder Anfrage ist
Kückporfo beizufügen. Jede Einsendung eines Manuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2 — 3 Sclireibmaseliinenseiteu
sind zur Einsendung an die Filmindustrie, Regisseure usw. geeignet. Für
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durchschlage senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
•
Frieda K. in Königsberg: Jawohl, Liane Haids Schwester
Grit filmt ebenfalls. Von Liane Haid gibt es kein Buch. Werner
Pittscliaus letzter Film war ..Der erste Kuß" mit Anny Ondra.
Carl H.. München: Das ist leider vorläufig ein Ding der Un-
möglichkeit, daß Conrad Vcidt Ihnen zu einem Bilde sitzt. Denn er lebt
und filmt in Hollywoo«! und kommt in nächster Zeit weder nach Berlin
noch nach München. Aber vielleicht haben Sie später einmal (ilück.
F i 1 m f r e u n d i n Margarete aus Berlin: Jack Trevor
wohnt Berlin W. BendlerstraUe 9. Harry Halm hat am 17. Januar (Je-
burtstag. Lilian Harvey ist unvcrheitatet. Willy Fritsch wohnt Berlin-
Charlottenburg. Kais<>rdamm 9.">.
E I s ,1 B.. Harburg: Greta Garbo soll mit John tiilbcrt verheiratet
sein. Mauritz .Stiller haMe Greta G.arbo in i^ltockliolm im Tlicjitcr gesehen und
sie für den Film entdeckt. Einige Adressen von Filmgesellschaften:
Orplid-Messtro. Berlin SW 68. Zimmerstraße T!)-80. Strauss-Film. Berlin
8W 48, Friedrichstraßc 5-6, Hegewald-Film, Berlin SW 48. Friedrich-
straße 250.
Paul U. R., Oppeln : .Tenny Jugo wurde .im lt. .Tuni in Wien
geboren, ist mit dem Filmschauspieler Enrico Benfer verlobt. .Sie gibt
Autogramme. Ihr nächster Ufa-Film: ..Flucht vor der Liebe".
Eugen L.. Dresden: Cecil B. de Mille. Cecil B. de Mille-
Studios. Hollywood, Kai.
Margit Seh.. B r a u n s c h w e i g : Ruth AVcyher. Hanni Weisse.
Gerda Maunis, Walter SIezak. Fee Malten. Truus vnn .Aalten sind ledig.
Lee Parry ist mit dem Kaufmann Moldauer, Gräfin Esterhazy mit dem
Filmdireklor Sokal, Lia Eibenschütz mit dem .Schauspieler Kurt Vesper-
mann, Johannes Rieniann mit der Sportgröße Thea Bingner. Bruno Kastner
mit der Operettendiva Luisl Tiersch. Ellen Richter mit dem Filmregisseur
Dr. Willy Wolff verheiratet. Harry Liedtke war zuerst mit der Schau-
spielerin Proft und dann mit Käthe Dorsch verheiratet. Xoch 2 .Söhne.
I. C o m i t o I i , Wien: Mona Martensson weilt unseres Wissens in
ihrer sehwedischen Heimat. Maria Paudler fährt nicht nach Amerika.
Thr nächster Film: ..Das närrische Glück". Eva von Rerne ist noch in
Deutschland, spielt eine Hauptrolle in dem .Sfar-Film ..T)ie Hellseherin".
Mausi «.US Guben : Den Fürsten Brauneck im Film ..Die Heilige
und ihr Narr" spielte Felix P. .Soler. Lien Beyer« wurde in .\msterdani
geboren. .Jenny Jugo ist mit Enrico Benfer verloht. .\gncs Petersen
smielte m. a. in den ..Geheimnissen des Orients" und in ..Der geheime
Kurier".
L i t a B., Dortmund: Wir sind gern bereit. Ivan Petrovicb ein-
mal an das fällige Autogramm zu erinnern. Jn. er ist sehr beschäftigt,
spielt jetzt bei Orplid-Messtro: ..Paris, du Stadt der I-iebe" (..Quartier
Latin"), ist zur Zeit in Paris zu .Außenaufnahmen.
Erika u. D. A., Berlin : Am besten. Sie wenden sich noch
einmal direkt an Göst.a Ekman. Stockholm, Hjorthogsvägen. Wir haben
Lilian Harvey noch nicht gemessen, werden aber das Versäumte natürlich
so bald wie möglich nachholen. Hoffentlich gestattet es Lilian Harvey.
Greta Garbo- Verehrerin aus Braunsehweig: Einen
Film ..Nesthäkchen" gibt es nicht. Und Gret.a Garbo sollte das Nest-
häkehen spielen??
Nur Willy F r i t s e h - V e r e h r e r . Mannheim: Willy
Fritsch wohnt Berlin-Charlottenbiirg. Kaiserd.imm fl.'i. bei Syltcn. Spielt
die männliche Hauntrolle in ..Frau im Mond". Kommt erst in der nächsten
Spielzeit heraus. Rosen. Treibt viel Sport.
Gerda F.. Berlin: Imogene Robertson bleibt vorläufig in Holly-
wood. Sie gibt Autogramme. Ihr neuester Film: „Die Hölle der
Heimatlosen".
Thea K.. C h a r 1 o t t e nj) u r g : Nein, in ..Im siebenten Himmel"
sT>ielte nicht Reinhold Schünzel mit. Ein amerikanischer Film mit .Tanet
Gaynor und Charles Farrell in den Hauntrollen. Früher gab es ein
Stück „Pat und Pataclion im siebenten Himmel". Der Ufa-Film ,,Ihr
dunkler Pimkt" ist Mitte ,Tanuar im Gloria-Palast uraufgeführt worden.
Filmfreund aus Zittau: Warum Harry Piel im Film ..Seine
.stärkste Waffe" nicht wieder mit Dary Holm, sondern mit Vera Schmitter-
löw spielte, können wir Ihnen leider auch nicht verraten. Piels nächster
Film ist ,,Die Mitternaehtstaxe". Tm allgemeinen hat das Publikum nicht
Zutritt zu Filmateliers. Sonst kostenlos. Aber nein, man muß nicht un-
bedingt eine Filmschule besuchen, wenn man Filmstar werden will.
Trautcl, die Henry Stuart-Verehrerin: Walter Rilla.
Paul Richter und Truu.s van .Aalten werden wir an die fälligen .Auto-
gramme erinnern. Henry Stuart wurde am 1. Februar in Kairo geboren,
hat noch eine Schwester und einen Bruder. Avar zuerst Maler und Archi-
tekt, wurde vor ungefähr 5 Jahren für den Film entdeckt und spielle
.seine erste .Rolle mit Gebühr und ,Tenny Hasselquist in der ,, Perücke".
Er ist unverheiratet und so groß, wie Sie sich ihn erträumen. Dasselbe
kann man voh Werner FHietterer sagen. Fuetterer wurde am lo. Januar
in .Stralsund geboren. .Spielte zuerst den Engel Gabriel im ..Faust".
Husch. Husch die W a I d f e e : Es gibt einen Filmschauspieler
Leo Peukert. Wohnung: Berlin-Neutempelhof. Hohenzollernkorsn 8. Die
nächsten Filme von Ramon Novarro sind: ..Die Dame hinterm Vorhang"
und ..Pflicht und Liebe", fm Augenblick noch nicht in Berlin. Ledig.
P i I m r a 1 1 e AV. W.. Liehterfelde: Barbara Kemp filmt nicht.
Ramon Novarro soll in Berlin in der Ot>er ..Tosca" auftreten. Mady
Christians ist Wienerin, Agnes Esterhazy Ungarin. .Jawohl, voraussiehlich
wird Greta Garbo nach ihrer .Scliwedenreise Deutschland einen Besuch ab-
statten. Wie lange es dauert, bis Sie von einem Filmstar das gewünschte
Autogramm erhalten, ist ganz verschieden. Das kann Tage, aber auch
Monate dauern. Mady Christians' wohnt Berlin-Charlottenburg, Bismarck-
straße «7. Carmen Boni Berlin W. tlhlandstraße 1.18. Gräfin Esterhazy
Berlin W. Kaiserallee 215, Anita Dorris Berlin-Charlotfenburg. Soorstr 28.
Ly aus Altona: Sie können auch deutsch an Billie Dave
schreiben.
F i I m f r e u n d i n aus Leipzig: Willy Fritsch wohnt nicht bei
seinen Eltern. Maria Paudler war mit einem Künstler verheiratet. Natür-
lich muß man jung s<'in. wenn man Filmschauspiderin werden will, und
darf weder zu groß noch zu klein sein.
Else F., M ü n c h e n : Die von Ihnen aufgezählten Filme sind alle
Lya Mara-Filme. Die nächsten Filme von Lya Mara heißen: ..Mein Herz
ist eine .Tazzhand". ..Der rote Kreis", „Die Kaiserin". Geboren am
1. August in R.iga. Alter wird nicht angegeben. Reseda. Fred Louis
Lerchs Name ist unseres Wissens ..echt".
E m m y B., M ü neben: Fritz Kortncr spielte in der ..Revolutions-
hochzeit" (Jen Kommissar der Revolutionspartei. AVohnung: Berlin-Dahlem,
Mai-Eyth-Straße 5.
Frau Dir. .S.. Marburg: Hcniiv Porten wohnt Berlin-Dahlem,
Parkstraße 74.
F u e t t e r e r - A' e r e h r e r i n . Königsberg: Jenny Jugo war
mit dem vor einiger Zeit verstorbenen Filmschauspieler Emmo Jugo ver-
heiratet, jetzt mit Enrico Benfer verlobt. Conrad Veidt wohnt in «Beverly-
Hills, Hollywood, Kai. W i r haben nichts dagegen, wenn Sie die Film-
schauspieler besuchen. Hoffentlich die Stars auch nicht.
Evelyn H o I t - V e r e h r c r i n . Bocholt: Die weibliche Haupt-
rolle in ..Paris, du Stadt der Liehe" (..Quartier I^tin") spielt Carmen Boni.
Oswald» Valcnti ist Italiener, war in einer kleineren Rolle in der ..Unga-
rischen Rliiipso<lie'' zu sehen und wird auch weiter filmen. Die Antworten
im ..Kilmmagazin" siml selbstverständlich kostenlos.
.Anne m a r i e S.. Bern: Die ,.1'ngarische Rhapsodie" wurde in
Ungarn aufgemnnmcn. Dita Parlo ist Deutsche und hat am 4. September
Geburtstag. Sie ist jetzt wieder von ihrer Amerikareise zurück. AVilly
Fritsch ist ungefähr so alt. wie Sie geschätzt haben. Möglich. daU er auch
einmal nach der Schweiz kommt. Seine neuesten Filme: ..Ihr dunkler
Punkt'" und ..Die Frau im Mond".
Lya M a r a - A' e r e li r e r i n . Berlin.: Der Lya Mara-Film
..Mein Herz ist eine Jazzhand" erscheint voraussichtlich schon in dieser
.Spielzeit. I/ilian Harvey wohnt Berlin W 15. Düsseldorfer Straße 47. Ja-
wohl, die Künstler sind bei den Uraufführungen ihrer Filme oft anwesend
imd sitzen dann in den sogenannten Künstlerlogen. Am Schluß veriieigen
sie sieb von der Loge oder von der Bühne aus.
Frau M. K., Hör gen : Ihre Bildkarte ist aii Henny Porten weiler-
geleitet. Das Buch erhalten Sie durch den Verlag Max Mattisson, Berlin
SW 68. Ritterstraße 71.
H. .S., Frankfurt a. Main: Ossi Oswalda ist geschieden, war
mit Baron von Koszian verheiratet.
Li. Fr. aus Göttingen: Louis Trenker war früher Diplom-
ingenieur und ist verheiratet, aber nicht mit Marcella Albani. Marcella
.Alliani ist mit deoi Filmregisseur Guido Schamberg verheiratet. Loui»
Trenker wohnt Bozen. Via Vittorio Emanuele .1. Seine früheren Filme
siml: ..Berg des Schicksals" mit Erna Morena und .,Der heilige Berg" mit
I.eiii Riefenstahl als Partnerinnen.
Charlotte A., Berlin: Martin Herzberg wohnt Berlin SO 26,
AVjildcniarstraße Räa. Wir werden Franz Lederer einmal an die fälligen
.\utogramme erinnern.
H a n s E.. Frankfurt a. Main: .Aber nein, Ida AVüst ist nicht
die Mutter von Maria Paudii-r. Harry Liedtke hat noch zwei Söhne. Sie
sollen außerhalb Berlins wohnen. Die weihliche Hauptrolle im ..Heiratg-
nest" spielte Gritt.a lycy. Lilian Harveys Mutter ist eine Engländerin. Da»
Buch „Unsere Flimmerköpfc" ist noch erbältlich. Harry Liedtke ist täg-
lich durchschnittlich von morgens 8 Uhr bis abends 6 — 7 Uhr im Atelier.
Oft sind auch Nachtaufnahmen.
Gerda P.. Koblenz: Janet Gaynor spielte die Ehefrau in
„Sonnenaufgang".
T r u d e 1 P.. Stuttgart: Fee Malten wurde am 2. Dezember in
Berlin-Charlcttenburg geboren. Lebt bei ihren Eltern. Richtiger Name.
Kam .'••chon als neunjähriges Kind zur Sprechhühne. Wurde vor einem
.L'.hr vnn dem Ufa-Direktor Grau für den Film entdeckt. Ihr erster Film:
..Die Frau im .Schrank". Es folgten: ,.Der geheimnisvolle Spiegel" und
..Rutschbahn". Ihr neuester Film: ..Das Tagebuch einer Kokotte". Sie
ist unverheiratet.
.A 1 b i n P., H e i d e n a u : Harry Piel wurde am 12. .Juli in Düssel-
dorf geboren. Mit Ihren Fragen belästigen Sie uns gar nicht. Im
Gegenteil!
Franz K. R.. Neukölln: Martin Herzberg hatte früher in vielen
Gunnar Tolnaes-Filmen mitgespielt, z. B. in ..Wenn Mädchen träumen".
Er .sipielte u. a. noch in ..David Copperfield". ..Primanerliebe". ..Die
Siehzehnjährigen". Er gibt Autogramme und wohnt Berlin SO 26. AValde-
marstraße 65a. Selbstverständlich sind wir auch gern bereit. Ihnen das
-Autogramm zu besorgen. Senden Sie uns bitte die Bildkarte und 50 Pf.
in Jfarken ein.
Lilly V. K.. Hagen: Wir glauben kaum, daß Ramon Novarro
auch in Hagen auftreten wird. Im .Anschluß an sein Berliner Gastspiel
soll er in AVien und Paris singen ..Ben Hur" wnirde vor ungefähr 3—4
Jahren gedreht.
Melanie H.. AA' i t t c n b e r g : Es ist zweckmäßig, im ,.Kine-
matograph" oder im ..Filmknrier" zu inserieren.
I. H. E.. Thüringen: Fred Louis Lerch filmt seit ungefähr droi
.lahren. Einer seiner ersten Filme: „Liebelei". Sein neuester Film:
..Der rote Kreis" mit Lya Mara. Betty Amman wohnt Berlin W. Duis-
burger Straße 16. Fee Malten ist unseres AA'issens nicht verloht. Richard
Weißbach ist beim Film.
S c h w a b e n j u n g e : Im allgemeinen sind die Aussichten für Kin-
der beim Film noch geringer als für die Erwachsenen, da Kinder für
Hauptrollen selten gesucht werden. Da wir keine Enc-agements vermit-
teln, so wenden Sic sich am besten unmittelbar ••in die Filmgesellschaften.
Eine Filmfreundin aus Königsberg: John Gilberts
neuester Film ist: ..Mann. AA'eib. Sünde". A'on Liane Haid gibt es kein
Buch. Jawohl, Grit Haid. Lianes Schwester, filmt gleichfalls. Spielt
eine Hauptrolle in dem neuen Reinhold Sehünzel-Film: „Ans dem Tage-
buch eines .Tunggesellen".
Paul von O.. Barmen: Die weibliche Hauptrolle in ..Vater
werden ist nicht schwer" spielte Lilian Harvey.
H u i u z C, Bremen: Das gcw ünsclitc Buch erhalten Sie durch
ilcn VerlaK Slax Mattisson. Berlin SW 68, RillerstraUe 71.
Heinrich L.: Heinrich George ist Deutscher, spielte kürzlich die
männliche Hauptrolle in dem Eiclihcru-Kilni „Rutsclibalin" und lUnit
jetzt hei Gerhard Lanii'recht „Verhrechen (Der Mann mit dem Laub-
frosch)". Jawohl, er ist auch ein hervorrasender Bühnenschauspicler.
K ä t e K., S t r e b 1 a : Lya Mara ist augenblicklich gar nicht in
Deutschland. Wir werden aber die Künstlerin an das Autogramm
erinnern.
A n n i H., Berlin: Louis Trenker wohnt Bozen. Via Vittorio Ema-
niiele '.i. ist verheiratet, Diplomingenieur und ein bekannter Bergsteiger.
Neine früheren Filme: „Der Berg des Schicksals" und .,Der heilige
Berg". Trenker wird schon bald in neuen Filmen an die Oeffentlich-
keit treten.
Martin L.. Bremen: Jackie Coogan gab vor kurzer Zeit ein
Gastspiel in Paris, trat dann in Berlin bei Hallcr im Admirals-Palast auf
und gastierte dann in Frankfurt am Main im ."^cluimann-Tlieater.
G r e t c-h c n , Willy F' r i t s c h - S c h w ji r ni e r i n , Berlin:
Die Aulicnaufnahmen zur ..Ungarischen Rhapsodie" wurden in rngarn
gedreht. AVilly Fritsch spielte die männliche Hau'ptrolle. den jungen Offi-
zier. Großphotos von Fritsch erhalten Sie bei der Ufa, Koehstralle 6i'7,
Berlin SW 68.
Maria Pandler- Verehrerin. Halle: Maria Paiuller
gab ihr Filmdebüt in ..Die vom andern Ufer". Sie spielte dann in un-
zähligen Filmen, von denen am bckjinnteslen sind: ..Wochenendzauher",
..Die wcilJe Spinne". ..Dragonerliehchen". ..Der Bettclstudent", ,,Hcirats-
ficber". Ihre neuc>ten Filme: „Liehe im Schnee". ..Das närrische (Jlück".
(Jenau so frisch und natürlich wie in ihren Filmen. Olga Tschechowa
filmt augenhlicklifh ..Diane" (Die Geschichte einer Pariserin). Ihre ersten
Filme: „Schloß Vogelöd", „Nora".
Filmfreundin Margarete: Die männliche Hauptrolle in
..Ich küsse Ihre Hand, Jladame", spielt Harry Lieiltke. Marlene Dietrich
ist Licdtkes Partnerin. Ben Lyon ist durch die First National, Burbank-
Hollywood. Kai., zu erreichen.
Ä. L.. Dresden: Die beiden amerikanischen Filmstars in unse-
rem Heft 47 sind Milton Sills und Dorothy Mackaill.
I. T.. Chemnitz: Maria Paudler wohnt Berlin-Halcnsee, Albrecht-
.Achilles-StraOe üa. Filmt zur Zeit in Staaken bei Berlin.
Vivian Gibsou-Freund
i. E.: Vivian Gibson wohnt Ber-
lin-Schlachtensee.Wannseestr. 109.
Sie ist geschieden. Hat ein Kind.
Sie gibt Autogramme.
Heinz F., K a r 1 s h o r s i :
Ihre Bildkarte ist an Vivian
Gibson weitergelcitct worden.
K. II. , B o n n : Vielleicht sen-
den Sie Ihr Manuskript einmal
an die dramaturgische .\bteilung
der Ufa, Berlin S\V 68, Koch-
straße 8-10. Einen ähnlichen Titel
gab es vor einigen .Tahren.
B 1 a n k a A., W ü r z h u r g :
Sie belästigen uns mit Ihren
Fragen nicht im geringsten. Oh
\Verncr Fuetterer Ihre Karte be-
kommen hat, können wir Ihnen
im Augenblick auch nicht sagen.
.Aber wir werden einmal nach-
forschen. Fuetterer ist nicht der
Sohn des Friseurs Fuetterer aus
Dortmund.
Eva Ellen aus Uelzen:
Ramon Novarro ist noch immer
nicht in Berlin. Orchideen. Harry
Liedtke ist läng.st ans Paris zu-
rück. Filmt hei der Aaf.a in
Staaken. Sein Film ..Ich küsse
Ihre Hand. Madame" ist vor eini-
gen Tagen uraufgeführt. Die
Titelrollo in ».Dämon" spielte
Paul Wcgcner. die andere männ-
liche H.auptrolle war mit Ivan
Pctrovich besetzt.
Ossi Oswalda wohnt Berlin W 10, Hohenzollcrnstraße lt. Am 2. Fe-
hniar in Pankow geboren. Von Baron Koscian geschicilen. Reseda,
l'ngefähr seit 1918 beim Film. Ihre neuen Filme: „Ossi hat die Hosen
an" und ..Das Haus ohne Männer".
Hans .Tunkermann ist mit .Tulia Serda verheiratet. Kurt Vcspctmann,
mit Lia Eibenschütz verheiratet, spielt eine Rolle in dem Aafa-Green-
haum-Film ,.Mascottchen". Li.a Eihenscliütz filmt in München (Gcisel-
gasteig) ..Die keusche Kokotte". Betty Bird sipielt eine Hauptrolle in dem
Mcnen Harry Piel-Film: ..Die Mitternachtstaxe". Tom ilix wurde am
fi. .lantiar in El Paso, Texas, geboren. Norma Talmailge ist nicht mit
Ifichard Talmadge verwandt. Alle Künstler gehen Autogramme.
Ramon a, Düsseldorf: Der Künstler ist noch nicht in Ber-
lin. Es werden selbstverständlich auch weiter stumme Filme hergestellt
«erden.
F i 1 m f r c n n d i n , AV o 1 ga. s t : AVladimir Gaidarow wohnt Ber-
lin-Halensee. .Toachim-Friedrich-Straße .5.3. Gibt Autogramme. Mit der
russischen Schauspielerin Olpa Gzowskaja verheiratet. Keine Kinder.
.\ni 28. .luli in Poltawa geboren. Sohn eines f^utsbesitzers. In Rußland
auch bei der Sprechbühne gewesen. .S|iricht gebrochen deutsch. Sein
erster Filn\: ..Die Gezeichneten". I^etzte Arbeit: ..Frauenrauh in Ala-
rokko". Senden Sie eine Bildkarte des Künstlers und frankiertes, adres-
siertes Rückknvcrt ein. Reiten, Tennis, Golf.
AV i I h e 1 m G., AA' i I m e r s d o r f : Licn Deycrs ist durch die
Deutsche Universal, Berlin AV 8, Mauerstraße 82, zu erreichen. Sie gibt
.Autogramme.
(!. fr. u. AA'. K., Bremen: AVerner Fuetterer ist ledig und am
10. .Linuar in Stralsund geboren. A'ivian Gibson ist nicht mit Hoot Gib-
son verw.mdt. Paul Richter hat am 1. April Geburtstag und wohnt Ber-
lin A\'. Tauentzienstraße 10.
M i m m i P. ii. B r o n i AA'., B a r m e n : Um die Heirat Garbo-Gil-
bert liegt so etwas wie ein großes (Jeheimnis. Wenn wir (ireta G.irho
«ährend ihres Berliner Aufenthaltes sprechen, wollen wir sie direkt
fragen. Bis d.ihin müssen Sic schon in (Jeduld warten. Hcnny Porten
trägt keinen Bubikopf. Elga Brink ist ledig, Paul Kichter mit Aiid
Egede Nissen vcrheir:itet. .lawohl. es gibt einen Film, in dem die
Künstler gänzlich ungescliminkl sind, und zwar der französische Film
der Ufa: ..Die .lungfiau von Orleans".
A B. 2. Bochum: Dila Parle wohnt Berlin W. MotzstralJe 87.
ist unverheiratet, DcMl.>-chc, bat .-im i. September (icburtstag unil gibt
-Autogramme. Sie spitlle bis jetzt in folgenden Filmen: ..Die D.ime mit
der Maske", ..Heimkehr", ..Ungarische Rhapsodie", ..Gehcimnise des
()rients '. Lien Deycrs ist durch die I>eulsclie Universal. Berlin W 8,
.MauersIraUe 82. zu erreichen. Unverheiratet, sie j^ibt Autogramme. Sie
spielte in ..SiMone". ..Haus Nr. 17" und ..Die Heilige und ihr Xarr".
Der Tilcd iliri-s nächsten Films steht noch nicht fest.
Außerdem
Imogene
Lilian Har-
a(fpt}o(arme
ar3<Iid) cmpfo<?(cnc
:5D(f£Jgefrdnf
(SanmflQtüiliNfr
Irmgard G., Leipzig: Oskar Marion ist blond und blau-
äugig. Alpenveilchen. Geschieden. Jawohl, es ist gestattet, Sie dürfen
Oskar Marion auch zum Geburtstag gratulieren.
H. F., E 1 b e r f e I d : Brigitte Helm ist zur Zeit nicht bei der Sprech-
bühue. Lilian Harvey ist jetzt mit zwei Filmen auf dem Plan: ..Eine
Nacht in London" und ,,Ihr dunkler Punkt". Nächste Arbeit: ,,Das Mo-
dell von Montparnasse". Auch bei der Sprechbühne sind die Aussich-
ten auf ein A'orwärtskommen gering.
Elli AV., Breslau: Ob John Gilbert für Eva von Berne
..schwärmt", können wir Ihnen Avirklich nicht sagen. AA'enn er es täte,
würde er es uns aber sicher nicht verraten. Gilbert soll nebenbei mit
Greta Garbo verheiratet sein. Eva von Berne spielt eine Hauptrolle in dem
deutschen Film, der gerade vor ein paar Tagen verboten wurde: ..Die
Hellseherin". Künstlerehen werden nun einmal oft geschieden. Pola Negri
spielte die Titelrolle der , .Madame Dubarry", Henny Porten spielte die
..Ann.a Boleyn".
Filmfreundin Erika F., Kiel: Käthe von Nagy hat am
4. April Geburtstag. Geschieden. Liane Haids Geburtstag ist der
16. August. .'<ie wohnt Berlin AV 15. Duisburger Straße 15. .Sic dürfen
den Künstlerinnen zum Geburtstag gratulieren.
F i I m I o t t i aus Breslau: Hans Brausewetter ist unverhei-
ratet. Er sowohl wie Hans Stüwe sind genau so alt, wie sie auss'-hen.
Hans Stüwe wohnt Berlin - Haiensee. P.aiilsborner Straße 9. Mari.i
Paudler und Evelyn Holt waren nicht auf einer Filmschule. Di'n jungen
(Jymnasiasten im T.'rra-Film ,,Die Siebzehnjährigen" sniel'e Martin
Hcryb.Tg. AA'ohmmg: Berlin SO 26, AValdcmarstraße 65a. Er gibt Auto-
gramme.
Kurt AV., D e s s a u - S ii d : Maria Pandlers .Adresse finden Sie an
.iidcri-r Stelle. .Am 20. Juni in Tetschen-Bodenbach geboren. Alit einem
Künstler verheiratet gewesen. Jetzt ledig. Ungefähr 4 — 5 .lahre heim
r'ilm .Aafa-Star. Nächster Film: ..Das närrische Glück",
hei der Sprechhühne. Gibt Aiitojframme. Flieder.
AV e r n e r P i t t s c h a u - A' e r e h r e r i n , Berlin:
Robertsons neuester Film ist: ..Die Hölle der Heimatlosen"
vey ist nicht mit AVilly Fritsch verlobt. Die Filmbesehreibung vom
..AValzertraum" erhalten Sie beim Illustrierten Filmkurier, Berlin AV 5.
Köthener Straße 37. Xenia Desni ist ungefähr so alt, wie Sie ge-
schätzt haben.
Hans Seh. in H.amburg:
Jenny Ju<;o wohnt Berlin AV.
Kaiserdamm 29. Sie gibt Auto-
gramme. Künstlername.
II a n n s Hein z Z. . .Ab g.
i. E.: Aber selbstverständlich
dürfen Sie einen Brief an Hanni
Weisse schicken, ebenso Ihr
Freund an Dita Parle. Nein.
Sie brauchen nicht zu befürch-
ten, daß die Künstlei^nnen die
Briefe uneröffnet wieder zurück-
senden. Im Gegenteil, sie wer-
den Ihre .Autogrammbitten gern
erfüllen.
Anneliese K.. Neu-
kölln: AVir werden AVilhelm
Dieterle an Ihre lieiden Bild-
karten erinnern. Aber Sie müs-
sen sich, bitte, noch etwas ge-
dulden, denn Dieterle ist sehr
viel auf Filmreisen und hat. da
er auch Regie führt, eine dop-
pelte Aufgabe zu erfüllen.
Erich J., M e e r a n e : Die
Rolle der Prinzessin der ..Linden-
wirtin am Rhein" spielte Maria
Solvey. Marcell.a Albani wohnt
Berlin -AVilmersdorf. Kaiserallee
Nr. 172. Vivian Gibson Berlin-
Schlachtensee. AA'annseestr. 109.
Elizza la Porta Berlin-AA'estend.
Kurländer .Allee 1. Maria .Taco-
bini Berlin AV 15. Joachims-
thaler Straße 22-23.
Jacob F., S a «■ r w e 1 I i n R- e n : Durch uns können Sie keine
Künstlerpostkarten beziehen. Sie erhalten sie in jeder guten Papier-
handlung (pro Stück 0.15 M.) oder beim Ross-Vcrlag, Berlin SA\' 68, Alex-
andrinenstraße 110.
H. K., Sc h w e i z : Elisabeth Bergner hat am 17. April Gehurlstag.
In Berlin. Nächster Film: ,, Fräulein Else". Ein Buch existiert über
sie, aber nicht in dem betr. A'erlag. Fragen Sie Ihren Buchhändler danach.
Zwei Lya Mara -Fred Louis I>erch-A'erehrerinnen:
Lya Mara hat dunkle Augen. Möglich, daß sie noch öfter mit Fred Ix>uis
Lerch zusammen spielt. Sic gibt Autogramme. Genau so frisch und herz-
lich wie in ihren Filmen.
Rudolf K.. Burgstädt: In Harry Piels nächstem Film ..Die
Mittern.-ichtstaxe" ist Betty Bird seine Partnerin.
R. C, K ö 1 n : Die Hauptrollen von ,,A'ariete" spielten: Lya de
Putti, Emil Jannings, Maly Delschaft. AV.arwick AA'ard. Die Hauptdar-
steller von ..Mr. AVii" waren: I^on C'haney. Renee Adorce. Anna Sl.-iy
AAong. Die Hauptrollen in ..A'eritas vineit" .spielten Mia May und Jo-
hannes Riemann. Hauptdarsteller von ..Casanova" waren: Ivan Alos-
jukin, Diana Carenne. Rudolf Klein-Rflgge. Jenny .Togo. Die Titelrollen
^ cn ..Zwei Menschen" waren Gräfin Agnes Esterbazy und Olaf Fjord.
In ,.I<iehe macht blind" spielten: Lil Dagover, Conrad A'eidl und Georg
.Alexander die Hauptrollen. Hauptdarsteller von ..Kammermusik" waren
Henny Porten. IJvio PavaJielli. Harry Halm, Ida AA'üst, Ferdinand von
Alten. Im Eichberg-Film ..Der Fürst von Pappenheim" spielten: AVerner
Fuetterer. Alona Maris und Hans Junkermann die Hauptrollen. .\gnes
Esterbazy ist eine geborene Gräfin.
F i I m f r e u n d i n Rena. Berlin: AVir sind gern bereit,
Ihnen ein Autogramm von Anna May AVong (sie spielt augenblicklich
bei Richard Eichberg den ,..Asphaltsehmetterling") zu besorgen. Senden
Sie uns. bitte, die Bildkarte der Kün'stlerin- und .'>0 Pf. in Briefmarken
ein. Mary Prevost spielte die Hauptrolle in ..AVochenerdliebcben". Co-
rinne Griffith ist nicht mit dem Regisseur D. AV. Griffith verwandt.
T.i.ine llaid wohnt Berlin AV
lin-WcsIcnd. Arysallee 4.
Fort mit der Schlaflosigkeit. Eines der schrecklichsten 1'bcl.
das den Alcuschen befallen kann, ist das der .Schlaflosigkeit. Man wälzt
sich stundcii|;ing im Bette herum, die .Sorgen des Tages stürzen mit aller
Gewalt auf einen ein. die Augen f.illen vor Müdigkeit zu, aber der wohl-
tuende ruhige .Schlaf bleibt aus. — Eine angenehm beruhigende, tiefen,
natürlichen Schlaf bringende Wirkung geht vom R i w a - S e h I a f -
k i s s e n aus. Man wird sanft, wie von Mutterhänden, eingelullt und
erwacht am nScb.sten Morgen wie neugeboren, fähig zu vermehrter
.Arbeitsleistung. AVir empfehlen die heutige Anzeige der Beachtung unse-
rer Leser.
*
15. I>uisburger Straße 15, Lil Dagover Ber-
II
Die Ufa^Thcater werden mit
gereinigt.
^Jektwlux
Verkaufsstellen:
Berlin W 50, Kurtürstcndamm 236 Beuthen, Bahnhofslr. 13 / BrannschweSg^, Münzstr. la / Bremen, Herdentorstcinwcg 5 / Breslau, Junkcrnstr. 38'40
Chemnitz, Falkeplatz 2 Coblenz, SchloQstr. 35 ' Dortmund, Kaiscrstr. 6 ' Dresden, Praj^cr Str. 35 Daisburg, Kuhtor 2 4, Gencralanzeigerhaus / Düsseldorf,
Sleinstr. 2 / Eisenacb, Frauenberg 9 Elberfeld, Altenmarkt 13 \ Essen, Huyssenallec 93 ' Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 59,63 / Halle, Magdeburger
Sir 56 ' Hamburg-Nord, Gr. Bleichen 31 Hannover, Bahnhofstr 13 Karlsruhe, Kaiscrstr. 205 / Kiel, Holstenstr. 61 / Köln, Hohe Str. 64 / Königsberg,
Münzstr. 17 , Leipzig, Rudolphstr. 4 Lübeck, Breite Str. 19 / Magdeburg, Breite Weg 3 b / Mannheim, A. 2. 5. / München, Salvatorslr. 18 / Nürnberg,
Färberstr. 16 / Stettin, Moltkestr. 5 / Stuttgart, Rotebühlstr. 41 / Wiesbaden, Wilhclmstr. 18.
Außerdem Verkaufsstellen in weiteren GroB- und Mittelstädten des Reiches.
und diese 18 Piund gleichmäßig ver-
teilt auf Gesicht, Arme, Brust, Hüften
und Waden. Bedenken Sie, wie Ihre
Figur durch diese Gewichtszunahme
verschönert wird und um wieviel
Sie sich dadurch begehrenswerter
machen.
Durch die wohlschmeckenden
JtaTraSol-Bonboos
fefc
(für Damen. Herren und Kinder von
jjleicher Wirkung), die nach der Mahl-
zeit genommen werden, läßt sich das
Körpergewicht in einigen Wochen um
10 — 30 Pfund erhöhen. Die unschönen
Knochenvorsprünge an Wangen und
Schultern schwinden. Pfund für Pfund
nehmen Sie zu, an allen Körperteilen
zeigt sich Fettansatz. Unbehagen und
Unlust reichen, und nach ein paar
Wochen hat das bisher schmächtige
Aussehen einer vollen, ebenmäßigen
Erscheinung Platz gemacht. Zugleich
schaffen Sic aber auch, indem Sie die roten Blutkörperchen vermehren. Nerven-
kraft und Blut. Schachtel M« 2.50 gegen Nachnahme. Zu beziehen von der
..Eta'-Chem.- techn. Fabrik, Berlin - Pankow 137. Borkumstraßc 2.
,ltflnWH#J|jtw Ä/ilafhjfftnr
^HaqenUnatiaiktlntfliJiW.- .jiranKtn-femDenWunfl/
Ikif p*<n^am*ifchqefüiüijk,wrantiertunrc;rädh'cft<,<lafürpyrher5;nti>tn-uf)d(iwiiLi4b(ruhi-
gende ,Riivfl'schiafbrinqtnde Je[aen-Ki7(tn miJtouPkpaij4<TOn!}ala(jon()ilft ajiena; oflun-
(ICTii.^ieftn^tWfmiaf.fordtrtdaiSlIqenieinbepndm.rtqeHdVfrjlärf^
kmolOflfn föire"b(-.,fcrErfinder ho* fichtin ho«i fertiftiffunidif gtpla(J^<.nfura)Hl«nif(rtu.al)o^
tittii* Men(*htl|{_rwort«n; ol{m)t«r(Jfrafi WikrfWiqKtttCf Idtndtn ijlertin ÄtH<r gewonleanr—
Gnand(rffra9t:JUMiit(ffliWfdJtovttidjncr(iilMMJaKjrfrDaut(Af^^
JlurrentJiihitTroduk««! XeinoKi (l)(niir(ti.CtO«! JtälitteukidMn! li<(enintfJ«HjJluiiand.NkWlu|leiiia.
ftmiKWJurn bei olln fonfcVn UnHimmigfatei des Körptt^ qtqui Rüuporta
In. 9Jf
0<auWMr,4«rBl__
iuiul-^ulfjhruna hmt
2«.-
Malat<cn>|Cllüna,iitPmd«i nur
taMuflatenAfmftKrai* mtimt
Pll.einhefdtUtr e(«b«fcaBn»«n, allgemein l)«(ifW*n und t\Cr\*r wirl\»noi»n Xahirtföxirort««
.Kitieimfi qeqen ]«]e Qb«|keil -juhauMjndwElsMtiahn.imFluqiwq auf 8«T}toui*n
}uc$ee,imlufiri>ilff odmmAuto .jUhelma'-ToniilitnpiiJuinq atOmiien Sin. 9JS ^^
Xabocatorium J^lwa, Di-esclen^-xerÄautsfier Stralie 54
Eine Probe -Lebens-
deutung frei für
Leser dieses Blattes.
DiT \\ (ilill)ck;miito .Vstri'lOKP Profcs.^^nr
Kdxnij ]i;it sich wiodcr piits( lilnsspii, für
die Bpwnhiicr dieses Laniliv; };an/. kosten-
frei l'rolio-Iloroskoiie ihres Lebens aus-
zuarbeiten.
Vrof. liuxroys Ruhm ist so weit verbreitet, daß er wohl kaum
mehr einer Kinfiilirunf; dureh uns bedarf. Seine Fähinkeit. das
I.i'lien anderer zu ile\ilen. einerlei, wie weit entfernt sie aiieli von
ihm wohnen tnox^n, sollen an das Wunderbare i;rcnzen. Selbst
Astrologien von versehie<lenen Xationalitälen und Ansehen in iler
aanzen Welt sehen in ihm ihren Meisler und folgen in seinen FuU-
tapfen. Er ziililt Ihre Fähisikeilen auf. Sagt Ihnen, wie und wo .Sie
Erfol(;;e haben können, und erw:thut die i;iinsli;;i'n uml ungünstigen
Kiioehen Ihres Lebens.
Seine Besehri'ibuns' vcrtjaiiKcner, i;''B<'nw;irti!>er .und zukiinttiHcr
ErelKiiisse wird Sie in Staunen versetzen und Ihnen helfen.
Herr Paul Stalilniann, ein erfahrener Astrologie, Ober-Xiewiadom,
saKt:
„Die Horoskope, die Herr l'rof. Roxroy für niiih aufscstellt
h;it. sind Kanz der Wialirheit entsprechend. .si<> sind ein sehr
gründliches, wohlKclunsenes Stück Arbeit. Da ich Selbst
Astroloae bfn. habe ich seine pianetarischen Be-
rechnungen und Ansahen genau untersucht und
ftefunde.i, dali .seine Arbeit in allen Einzelheiten perfekt, or
selbst in dieser Wissenschaft durchaus liewanclert ist."'
Wenn .Sie von dieser Sonderofferte flebraucb niaclicn und eine
Leseprobe erhalten wollen, senden Sie einfach Ihren vollen Xamen
und Ken.iue Adresse ein, nebst Tag:, Mon,it, .Tahr und Ort Ihrer lle-
burt (alles deutlich Kcschrieben). sowie Angabe, ol) Iferr, Frau oder
Fräulein, und nennen Sie den Xamen dieser Zeituiiy. Geld ist nicht
notwendi;;-. .Sie konen aber, wenn .Sie wollen, öo Pf. in Briefmarken
Ihres Landes (keine CJeldmiinzeii einschließen) mitsemlen zur üe-
streitun-i des Portos und der Sclireibsebühren. Ailressieren Sie
Ihren Hrief an Prof. UOXROY, Dept. 8i9S C, Emmasstraat 42. Uen
Haas (Holland). Briefporto 2J Pf.
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Icitung A. Roscnthal— Ares, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabc in Oesterrcich verantwortlich Robert Mohr, Wien I, Domgasse 4. Verantworthch für Anzeigen
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Charles „Buddy" Rogers
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^^ßemßto
Während in Europa
körperliche Übun-
gen zur Hebuno
der Körperkräfte erst in
neuester Zeit gebräuchlich
sind und aus den Turn-
bestrebungen des Vaters
.Jahn abgeleitet werden
können, befassen sich die
Chinesen, die so viele
Dinge vor uns kannten, da-
mit schon seit langer Zeit.
Max Lenz, der bekannte
Berliner Journalist, gibt von
einer dieser Methoden fol-
gende eingehende Beschrei-
bung:
,,Die Kulturfilmabteilung
der Ufa, der wir eine ganze
Reihe hochinteressanter und
wirklich vorbildlicher Lehr-
und Kulturfilme verdanken,
hat einen neuen Film Dr.
Nichotas Kaufmanns her-
ausgebracht, der in weni-
gen Minuten einen Über-
blick über eine bisher in
Deutschland unbekannte
Gymnastik ,,Ba-Duan-Gin"
gibt. In einer Reihe von
Übungen, die der Chinese
H. C. Tsian - Kanton aus-
führt, wird die im Jahre
1100 n.Chr. von dem Feld-
herrn Jüo - Fe erdachte
Gymnastik gezeigt, die im
Gegensatz zur deutschen
steht und, statt auf E n t -
spannungsübungen, den größ-
ten -Wert auf A n Spannung
legt. Die allen Übungen
gemeinsame Grundstellung
wird „Reiter" genannt; hier-
von ausgehend, wird der
Körper durch die ,,acht
Grundübungen (Ba-Duan-
Gin)" systematisch durch-
gearbeitet.
Die Erklärungen zu die-
sen Übungen sind chinesi-
schen Begriffen angepaßt.
Bei der ersten heißt es:
,Die Erde aufheben und den
Alts dein kiiltiir-
Tiliti der Ufa
/Jl t VON DEN
Uaimmj
%
lluiiiiicl slulzeu, brinjjl die
inneren Rcfjionen (das heilJl
Brust, Bauch und Unter-
leib) in Ordnung', Bei der
zweiten wird {Jesagt: .Links
und rechts den Bogen an-
spannen, wie man den
Adler schießt"; hierdurch
werden Arm-, Schulter-
und Brustmuskeln jjestärkt.
Bei Nummer 3 wird die
,Hand allein hochj^ehalten,
um die Bauchorj^ane zu
kräftigen'.
Für die vierte Übunj)
wird folfjender Ausdruck
gewählt: ,Nach hinten bis
zur Ferse schauen, um die
fünf Krankheiten und sie-
ben Wunden zu heilen.
(Um welche Krankheiten
und Wunden es sich han-
delt, wird nicht erklärt.)
Die fünfte Übung dient der
Konzentration. (, Fäuste und
Augen werden starr gehal-
ten, um Kräfte zu sam-
meln!') Die sechste Übung
soll Wirbelsäule sowie
Rücken- und Lendenmus-
kulation stärken. Hierzu
wird gesagt: ,Wic ein Hund
mit Kopf und Schwanz
wackeln, um Nieren und
Taille zu festigen.' Die
nächste Übung: , Zwei Hände
halten einen Fuß, um das
Herz zu heilen und zu stär-
ken', macht geschmeidig
und schlank und erfordert
fleißiges Training. Zuletzt
muß man ,auf dem Pferde
siebenmal schaukeln, um
hundert Krankheiten zu
verhüten'. Darauf wird ge-
zeigt: .hungriger Tiger ver-
schlingt ein Schaf.
Die Entspannung erfolgt
in der ruhig sitzenden Hal-
tung des Buddha."
Chinesische Gyiniiastifi
C..Ba'Diian^Giii"J
1
^r^*'k
Es kann keinem Zvscilcl unlerlic^icn. ilaü der ^roße ErlOli; des
neuen Lya Mara-Films „Mein Herz isl eine Jazzband" neben
Lya Mara zu einem ;4iilcn I eil aiicii auf das Konto anderer
Darsteller zu buchen isl.
Damit soll der Erfolt; des Baumeisters Andrei Andrejcw und der
Kameraleute Frcderik Fuglsang und Paul Rischke nicht verkleinert
werden, denn zweifellos zeigt der Beifall bei der Berliner Urauf-
führunjj. daß die phololechnischen Tricks und das hübsche Bühnen-
bild in der Varictcszene starke Momente sind, die die Stimmun;4 des
i'ublikums entscheidend beeinflussen.
Aber der kleine Bobby Burns, den man jetzt mit Recht als deut-
schen Jackie Coojjan bezeichnen kann, schießt, wenn man <;cnau ab-
wägt, den Vo;4el ab. Man merkt, daß dieser kleine Mann wirklich
Bühnenblul in sich hat und- daß hier wirklich einmal das Prophe-
zeien einer erfolgreichen FilmlgJÄfbahn kein Risiko bedeutet.
Daß Karl Huszar zu den erTdhireichsten Fpisodislen gehört, über
Oben: Bobby Burns. der deutsche Jackie Coogon
Mille: Lya Mara mil ihren Saxophon-Girls
Unten: Lya Mara mil Kowal-Samborski
Pliot. £}iel-lilm
.\^ '/ /
die Deulschland zur Zeil vcrfüjit, braucht cijjcnllich aucli nicht be-
sonders erwähnt zu werden. Er hat in diesem neuen ZelniU-l'ilin
;4cnau so wie sonst die Lacher hörbar auf seiner Seite, besonders
dann, wenn er t;liicklich geführt wird, wie das hier durch Zclnik ge-
schieht, und wie das vor kurzem Land in seiner ,, küssenden Hand-
madame" getan hat.
Schließlich oibt es noch ein frohes Wiedersehen mit Alfred Abel,
einem feinsinnigen, routinierten, jjutaussehenden Schauspieler, der vor
ein paar Jahren ganz vorn in der Beschäfti;4uni(sstatistik stand und
der dann merkwiirdijjerweisc mit einemmal verschwand. Bis ihn
Paris wieder entdeckte und Zelnik ihn in seinem neuen Film auch
in Deutschland wieder einführte.
Sicherlich wird der ausgezeichnete Eindruck, den gerade Abel hin-
terließ, dazu führen, daß man ihn nunmehr auch bei uns wieder bc-
schäftirft, um so mehr als anzunehmen ist, daß gewisse unerfreuliche
Begleiterscheinuntäen, die sich um einen vicli^enannten verbrannten
Frack gruppieren, nuninehr endgülti<5 erledigt sind.
"äfer^^
m
1
i^H "^
.' L
■■'■'f-'^. ~ . -' '
Oben: Lya Mara in ihrem Dirigcnlciikosliiin
Milic: Karl Hiiszar und Lya Mara
Unten: Lya Mara und ihre Girls
W\
I
/
H%AlT0^.
Cic haben sich gesucht und
^ sich gefunden,
Die „Sieben von der Jazz-
band" hier im Bild,
Der stumme Film ist näch-
stens ganz verschwunden.
Jetzt macht der Tonfilm die
Gemüter wüd !
Noch proben sie im stillen
Kämmerlein,
Das wird Musik von ganz be-
sonderer Sorte:
Wie seelenvoll blickt Betty
Amann drein,
Sind das nicht
,, L i d c r ohne
Worte"? —
Da ist Kurt Ves-
permann doch
ungenierter
Beim Pauken sei-
ner Rolle, fcstc-
druff:
Die große Trommel
(der Reklame)
rührt er!
-)f
Belly Amann
Dila Parlo
Enrico Benfer
Benfer holt gerade einmal
Atem: ufffü —
Seit wann bläst Dita Parlo
denn Posaune?
Hier wäre Parlophon wohl
angebracht ! —
Die Harvey zupft Guitarre;
na, ich staune:
Genau wie 's eine
Harvey 'nistin
macht! —
Auch Jenny Jugo
zeigt hier neue
Saiten,
Ondra-Susisaxo-
phont nicht
stumm . . . : —
Wenn sanfteTöne
sie begleiten,
Bejube't sie erst
recht das Publi-
kum ! ! —
■)f
Anni Ondra
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rst zusammenfindet. nachdem
ehon auf beiden Seiten der feste
{'illc bestand, voneinander zu
[ehen.
Schon das Zusammenspiel der
aish mit Hansen bietet seine be-
onderen Reize. Wir kennen diesen
einen, sensiblen Künstler aus
zielen anderen Filmen und wissen.
laß er, der ijenau so wie Sjöström
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aus dem Norden Europas stammt,
heute nicht nur in Amerika, sondern
auch in Deutschland zu den belieb-
testen Darstellern zählt.
Klar, daß die wundervolle Land-
schaft im Film reichlich ausfjenutzt
ist. Aber ebenso selbstverständlich,
daß das Spiel stark im Vordergrund
steht, wie denn überhaupt ,, Stürme"
zu denjenigen Bildern (Jehört, die
ihren Erfolti der Leistung der Dar-
steller verdanken, an denen der Re-
gisseur Sjöström vielleicht mehr be-
teiligt ist, als CS im allgemeinen be
Spielleitern üblich ist.
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Als zum ersten Male auf der Leinwand „lebende Bilder" er- ;
schienen, war wohl der stärkste Eindruck das Bild der heran-
brausenden Lokomotive, die, größer und jjrößer werdend, in
drohender Riesenhaftigkeit aus dem Bildrahmen heraus in den Zu-
schauerraum hineinzurasen schien.
Wenn das Sprichwort sagt: „Besser gut gegangen, als- schlecht ge-
fahren", so gilt das für den Film nicht immer, denn der Film bezieht
gerade aus dem ,, schlecht gefahren" die Motive für bildwirksarac
Situationen, wie sie hier z. B. in den Szenen: Zusammenstoß der
riesigen Lokomotive mit Harold Lloyds Auto und die Fahrt auf dem
Verdeck des beträchtlich schiefliegenden Autobus gezeigt sind.
Es gibt wohl kein Fahrzeug bzw. kein Verkehrsmittel, das im Film
nicht schon eine Rolle gespielt hätte. Die uns so drollig erscheinende
erste Eisenbahn sahen wir z. B. in dem Bustcr Keaton-Film ,,Bei
mir — Niagara"; eine große, sozusagen ,, stücktragende" Rolle spielte
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die Eisenbahn in dem Film ,,Das Feuerroß"; im ..Herzog Hansl" wird
die Postkutschenzeit lebendig, auf der Plattform des Aussichtswagens
im Pacific-Exprcß fährt Reginald Denny durch ..Gottes eigenes Land";
ein Fahrzeug gar sinnreicher Konstruktion ist der Wagen, der dem
Kameramann Einstellungen knifflichster Art erlaubt; an Bord der
Jacht mit den netten ,,Malrosinnen" möchte wohl mancher Kapitän
sein; Studry Ferrit, die wir an ihrem vielmotorigen Flugzeug sehen,
ist entschieden zuversichtlicher als Billy Dolly in seiner Himmcls-
granate, die er mit einigermaßen verzweifeltem Gesichtsausdruck
durch den Wellenraum steuert. Viel Zeit haben die Herrschaften
im spanischen Kostüm: Renee Adoree und William Collier jr., die
sich als gemächliches Transportmittel eine Schubkarre gewählt haben,
und auch Tim McCoy und Dale Austen scheinen es mit dem hölzernen
Fahrrad ältesten Modells, dem ,,Knochenschüttlcr", nicht gerade auf
ein gefährliches Tempo abgesehen zu haben.
Russische Garde inTempelhof
Draußen, im Tempclhofer Atelier, sieht
man jetzt interessante Bilder aus ver-
gangenen Tagen. Da zieht über das Ge-
lände die russische Garde. Voran die Musik
mit dem traditionellen Paukenschläger mit
dem breiten, martialischen Bart. Dann die
Lanzenreiter mit dem hohen,
blinkenden Helm, geführt von
einem Offizier, in dem man Franz
Lcdcrer erkennt, der eine der
männlichen Hauptrollen verkör-
pert. Es handelt sich um Szenen
zu dem neuesten Werk Erich
Pommers ,,Die wunderbare Lüge
%, der Nina Petrowna", das schon
^ • in den nächsten Tagen ganz fertig-
gestellt ist.
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G Ö S T A E K M A N
nicht beendet. Aber dem Photo-
graphen war es nicht möglich, die
anderen Fixsterne am Flimmerhimmel
vor das Objektiv zu bekommen.
ROMAN VON HANS SCHULZE
V. forlsetziiif^
Drei Taije schon ueilte sie inil Evelyn in Sie-
beneichen, wohin die Schwester in einem plülz-
lichen Entschluß bald nach der Beisetzung
Karrs übergesiedelt war.
Wie ein düsterer Schatten stand es über den
Ereignissen der jüngsten Verrfanjjenheit seil
jenem Schreckensmor<sen, als Evelyn todblaß
und verstört am Fenster ihres einstigen Jun»-
mädchenslübchens Einlaß in die elterliche Villa
verlani4t und kaum eine Stunde später der
Fernsprecher die furchtbare Katastrophs
in Wannsee j-emeldet halte.
Mit der {ganzen Spannkraft ihrer
frischzupackenden JujSend hatte Lore
damals das Schicksal der Schwester in
die Hand jicnommen und mit Unterstüt-
zung von Karrs Frivatsekrelär all die
tausenderlei Förmlichkeiten erledigt,
die der jähe Todesfall für die Witwe
mit sich gebracht hatte.
Evelyn selbst hatte die erste Zeit in
einem Zustand völliger Betäubunj; zuge-
bracht und war nur mit dem Aufgebot
ihrer ganzen Willenskraft imstande ge-
wesen, an der Leichenfeier in Wilmers-
dorf teilzunehmen.
Erst in dem ländlichen Frieden Sic-
beneichens war sie wieder ein wenig
aufgelebt, und doch lag über ihrem gan-
zen Wesen noch immer der Schleier
einer liefen, f4ramvollen Trauer, die
Lore um so weniger verstand, als ihrem
scharf beobachtenden Auge die Brüchig-
keit der so ungleichen Ehe schon seit
langem kein Geheimnis mehr geblieben
w'ar.
Ob auch die Schwester hier das
Gleichgewicht ihrer Seele wiederfinden
würde, das ihr von einem geheimnis-
vollen Schicksal tief erschüttert schien?
Unterdes lag Evelyn in ihrem Schlaf-
zimmer im ersten Stock noch hinter
dicht verschlossenen Vorhängen.
Auch in der letzten Nacht hatte sie
nur durch künstliche Mittel ein paar
Stunden eines unruhigen Schlummers
erzwingen können.
Immer wieder war die Reihe der
furchtbaren Ereignisse seit jenem Abend
im Westendthealer wie aus einem
grauen Meer von Bewußtlosigkeit in ilir
aufgetaucht.
Die Flucht aus ihrer Wannseevilla;
die rasende Nachtfahrt nach Schlach-
tensee, die Stunden tödlicher Angst und
vergeblichen Wartens vor den dunklen
Fenstern Kurts.
Bis endlich der Morgen aufgedäm-
mert und sie in völliger Verzweiflung
nach Zehlendorf gekommen war, um
hier das Letzte zu erfahren.
Den Tod des Gatten.
In Schweiß gebadet fuhr die Sin-
nende aus den Kissen empor und
lauschte mit klopfenden Pulsen in das
malle Zwielicht des Zimmers.
Wie ein warnendes Menetekel stand
auf einmal wieder die Erkenntnis der
ganzen entsetzlichen Geschehnisse vor
ihr, das unbarmherzig klare Wissen um die
letzten Dinge, daß niemand anderes als Kurt
der Täler gewesen sein konnte, der Karr um
ihretwillen mit auf seine Reise in die Ewigkeit
genommen hatte.
Um ihretwillen.
Ein Schauer der Angst rann ihr plötzlich
über den Rücken herab, daß ihr die große
Sülle ringsum auf einmal wie ein Abgrund
Sie allein halte jene beiden Männer
in den Tod gelrieben.
Vor ihrem Gewissen war sie die Mör-
derin, auch wenn sich auf dieser Welt
kein Ankläger und kein Richter für sie
finden sollte.
Und das Bewußtsein einer unsühn-
baren Schuld legte sich immer wieder
wie eine Bergeslast auf ihr Herz.
Nach Stunden erst kam sie durch den
hellen, kleinen Garlensaal zu Lore auf
die Terrasse hinaus.
Es war alles so licht und klar, so
strahlend und freudig um sie her, und
die allen Bäume im Park rauschten leise
in den stillen Morgenfrieden, als sängen
sie schon von Sommerlust und Sommer-
seligkcil.
Zum ersten Male aß und trank Evelyn
heut wieder mit Appetit und ließ sich
von der Schwester über ihre kleinen
hausvvirtschafllichen Sorgen berichten.
Waller v. Prayer, den sie in der Angst
ihres Herzens tags zuvor um seinen Be-
such gebeten halle, wurde erwartet; ein
Programm für das Mittagessen mußte
entworfen und mit der alten Mamsell
besprochen werden.
So war es fast neun Uhr geworden,
als vom Gutshof ein Autoruf herüber-
klang und gleich darauf Walter auf der
Terrasse erschien.
„Ein guter Geist hat mich hierher-
geführt", sagte er nach der ersten Be-
grüßung, auf den reichbeselzten Früh-
stückstisch weisend. ,,Das Land, wo
Milch und Honig fließt!"
Evelyn drückte ihm herzlich die
Hand.
,,lch danke Ihnen für den Besuch,
Herr v. Prayer, Sie bringen so viel
Leben und Frische in unsere Einsam-
keit!"
Waller lehnte lächelnd ab.
,,Aber, liebe gnädige Frau, das ist
doch einfachste Freundespflicht. Auch
ohne Ihren Hilferuf wäre ich heule
ganz von selbst nach Siebeneichen her-
ausgekommen. Denn ich habe manches
mit Ihnen zu besprechen!"
Lore halle ihm unterdes eine lasse
Katfc^ eingeschenkt und ein neues Ge-
deck aufgelegt.
,,Vor allem muß sich unser Gast nach
seiner langen Reise erst einmal gründ-
lich stärken", erklärte sie in ihrer ent-
schiedenen Art. ,,Dann kann meinet-
wegen die Slaalskonferenz beginnen!"
Ihre blauen Augen lachten schalkhalt
aus dem schmalen, hellen Gesicht,
i/ll'
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Jessen Reiz das stumpfe Schwarz der Traucrklcidunjj wunder-
sam verdoppelte.
Wie eine warme Welle slrömle es dem jun<>en Maler zu
Merzen.
Mit stillem Entzücken umfaßte er das liebliche Bild ihrer
mor-ienfrischen Erscheinung, und als sie jetzt um Urlaub bat, um
in der Küche nach dem Rechten zu sehen, schien es ihm, als ob
der lichte Friihlingshimmel auf einmal viel von seinem strahlen-
den Glanz verloren habe.
Zeillan<i in tiefem Sinnen gesessen, wie
n sich hincinhorchle.
SINGER
und deren Jipparaten
kann ich mir die
QnhiüdkendftQn
Kleldungsftücke
Ihlbß anferiigen
Evelyn hatte eine
wenn sie <>leichsam :
Als sie sich dann
Waller wieder zu-
wandte, war die
Maske der s^esell-
schafllichen Be-
herrschung gefallen.
Ein leidzerwiihl-
Ics Gesicht schaute
ihm ontgcgen, und
ihre Augen standen
voller Tränen.
,,Was ist mit
Kurt?" fragte sie
leise.
Mit einer begüti-
genden Bewejjung
lejjtc Walter seine
Hand auf ihren
.\rm.
,, Regen Sie sich
doch nicht so
furchtbar auf, Frau
Evelyn!" bat er.
,,Noch stehe ich *
freilich auch heute
wieder mit leeren
Händen vor Ihnen.
Aber seien Sie über-
zeurft, daß ich nichts
unversucht lassen
werde, um das rät-
selhafte Verschwin-
den unseres Freun-
des aufzuklären!"
Evelyn schüttelte
den Kopf.
,,Es ist ja doch
alles umsonst!"
sarite sie mit er-
stickter Stimme.
„Kurt ist tot. Ich
weiß es, ich fühle
es. Es kann ja
auch gar nicht an-
ders sein!"
Walter hatte sich
eine Zijjarelte an-
ijezündet und
schaute in die Son-
nenhelle des Par-
kes hinaus, auf
dessen sauber ge-
narkten Kieswegen
;in einsamer Pfau
majestätisch ein-
herstolzierte.
Sphinxhaft, unenträselt dünkte ihn auch das Geheimnis der
furchtbaren Katastrophe, die so jäh und vernichtend über das
Haus Karr und zugleich damit auch über Kurl Sieinhoff her-
eingebrochen war.
Seil acht lagen hatte er seine ganze Zeil und Kraft dafür
eingesetzt, eine Spur des Verschwundenen aufzufinden, immer
bemüht, Evelyn gegenüber das Gesicht zu wahren, obwohl er im
Grunde mit ihr der gleichen Meinung war, daß Kurl nicht mehr
unter den Lebenden weilte.
Als er ihn am Abend der l^remiere bis spät in die Naclit
hinein vergeblich hei Kannenberg erwartet hatte, war er am
anderen Morgen sofort nach Schlachlensee hinübergefahren, um
KOSTENLOSE ANLEITUNG
im J^ähQn, SiidzQn und Stopfbn
fbwie in dorö-fandhabimg derSpparate
wird berQÜmiUigß in Jedem SingerJhden er hilf:
SINGER NÄHA^SmiNEN AKTIENGESELLSCHÄfT
dem Freunde, der ganz offensichtlich unter einer schweren seeli-
schen Krise zu erliegen drohte, mit Rat und Hilfe zur Seite zu
stehen.
Doch weder an diesem noch an einem der nächsten Tage war
ein Lebenszeichen von dem Verschwundenen eingegangen, so daß
er Frau Harllvorl nur mit dem Aufgebot seiner ganzen Bered-
samkeil bisher von einer Anzeige bei der Polizei abzuhalten
vermocht hatte.
Dagegen hatte er selbst mit der Sonntagspost einen Brief
Kurls erhalten, der nach Inhalt und Fassung gar nicht anders
als ein Abschied vom Leben gedeutet werden konnte.
In abgerissenen, mit flüchtigster Feder hingeworfenen Sätzen
liatte Kurt ihm für
seine langjährige
Freundschaft ge-
dankt und zum
Schluß ganz unver-
mitlclt die Bitte
angefügt, daß er
Evelyn zur Seite
stehen möchte, falls
ihm irgendein un-
erwartetes Unglück
zustoßen sollte.
Der Brief war
nach dem Post-
stempel noch späl
in der gleichen
Nacht zur Post ge-
geben worden, in
der die irdische
Laufbahn Karrs un-
ter so tragischen
Umständen geendcl
hatte.
Und vom ersten
-Augenblick an war
Walter davon
durchdrungen ge-
wesen, daß zwi-
schen diesen beiden
Talsachen eine ge-
heime Verbindung
bcsland, wenn er^
sich auch in inner-'.
slcr Seele noch im-
mer nicht dazu ver-
stehen konnte, die
letzte, fast unaus-
weichliche Schluß-
folgerung aus seiner
Überzeugung zu
ziehen.
..Ich habe die Un-
fallchronik sämt-
licher großen Zei-
lungen in den letz- ;
ten Tagen forllau-
fend genau stu-
diert," nahm er
endlich wieder das
Wort, ,,aber nir-
gends auch nur der
geringsten Hinwei.'
auf Kurl enldeckcr
können!"
,.Und wie slellei
Sie sich zu de
Möglichkeit eines Selbstmords?" — Ganz leise und zaghaft löslci
sich die Worte von Evelyns Lippen, als fürchlcle sie, daß di
.Antwort auf ihre Frage im nächsten Augenblick die geheimst j
Angst ihres Herzens bestätigen könne.
Waller zuckle zusammen.
Für den Bruchteil einer Sekunde stand der Gedanke an Kur'
Brief in ihm auf, doch vor der seelischen Haltlosigkeit Evr\yr
entsank ihm wieder der Mut. davon zu sprechen.
,,lch seile kein rechtes Motiv dafür!" versetzte er dann ruhi
mit betonter Sachlichkeil. .Auch wären Sie wohl die Nächsj J
gewesen, gnädige Frau, der Kurl im Falle eines freiwillig«
Todes ein paar letzle /eilen hinterlassen hätte!"
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mssaaaeiamsssb.
Douplös FairbäLtiks holt Max Qeinhardi und Lilllan Gish von der Bahn ab
Mri irr' 'i
Till' 111 iriih'i"i
. ir—BBi«
T%
Ein langes Schweifjen folgte.
Der Himmel stand hoch und blau.
Ein leiser Wind war aufgekommen und trug zuweilen das
ferne Geläut des Parkes herüber.
In diesem Augenblick knirschte auf dem Kies des Vorplatzes
ein schwerfälliger Schritt, und die alte Botenfrau Müssiggang
stapfte mit ihrer Posttasche die Terrassentreppe herauf.
Ihr zahnloser Greisenmund mahlte beim Anblick der Köst-
lichkeiten der Kaffeetafel mit leisem Schmatzen begehrlich hin
und her, indes sie den Inhalt ihrer Tasche umständlich auf einem
Korbsessel auskramte.
„Es ist auch eine Zustellung für die gnädige Frau dabei", be-
merkte sie wichtig. ,,Die Urkunde soll ich dem Herrn Postvor-
steher wieder zurückbringen!"
Evelyn schluckte; ein leises Würgen saß ihr plötzlich wieder
im Halse.
„Gehen Sie in die Küche, Frau Müssiggang, und lassen Sie
sich von der Mamsell etwas zum Frühstück geben!" sagte sie, sich
gewaltsam be-
herrschend, um
die neugierige
Alte so schnell
wie möglich aus
dem Bereich
der Teirasse zu
entfernen.
Dann löste
sie mit zittern-
den Händen das
Dienstsiegel und
faltete den
grellgelben Um-
schlag langsam
auseinander.
„Eine gericht-
liche Ladung",
sagte sie tonlos.
Walter hatte
ihr das Schrift-
stück mit sanf-
ter Gewalt aus
der Hand ge-
nommen und
studierte es
sorgfältig.
„Sie sind auf
morgen mittag
zwölf Uhr zu
einer Verneh-
mung vor den Untersuchungsrichter nach Moabit beordert!"
Evelyn neigte den Kopf; ihr Gesicht war leichenblaß.
,,Was soll das bedeuten, Herr von Prayer?"
Walter hob die Schultern.
,,Ich weiß es nicht, gnädigste Frau. Ich glaubte, die Akten über
den Tod Ihres Herrn Gemahls wären schon geschlossen. Wahr-
scheinlich wünscht man aber von Ihnen nur irgendeine neben-
sächliche Auskunft!" schloß er beruhigend. ,, Zumal Sie ja bisher
überhaupt noch gar nicht gerichtlich vernommen worden sind!"
Von neuem schwiegen sie und tauchten die Blicke tief inein-
ander, als ob sie sich gegenseitig ihre Gedanken entreißen wollten.
Wie ein drohendes Gespenst stand auf einmal ein furchtbarer
Verdacht unsichtbar zwischen ihnen.
,,Ich darf doch hoffen, daß Sie mich morgen zum Gericht
begleiten werden!" sagte Evelyn endlich. ,, Allein wäre ich dazu
nicht imstande!"
Walter verneigte sich.
„Ich stehe ganz zu Ihrer Verfügung, gnädige Frau!"
Evelyn drückte ihm in hilfloser Dankbarkeit die Hand; der
blaue Frühlingshimmel über ihr schwankte,
Ihr war's auf einmal, als sei sie mit dem Saume ihres Kleides
in die Speichen eines Rades geraten, das sie widerstandslos,
mit unhemmbarer Gewalt in das Getriebe einer entsetzlichen
Maschine hincinriß.
X.
Das Welter war im Laufe der Nacht umgeschlagen.
Seit den frühen Morgenstunden fiel ein feiner Sprühregen,
der den Asphall mit glitschiger Nässe überzog und in zähen,
kalkigen Nebeln zwischen den unfreundlichen Giebelfronlen Alt-
Moabits hin und her wogle.
Schlesische Gaumeisterschaft im Fünfer-Bob
Fiifirer: v. Newlinsky (Ufa), Bremser: Maurer, Maiinscfiaft: Kyser (Ufa) und Borcfiert (Ufa)
Walter v. Prayer war mit Eve-lyn kurz vor zvi<>lf Uhr in
Moabit eingetroffen und geleitete s\e fürsorglich durch das. Laby-
rinth der unzähligen Treppen und Gänge bis vor das Ver-|
handlungszimmer des Untarsuchungsrichtcrs.
Ein schnauzbärtiger Justizob'5rwachlmeister, der einem Garde-
regiment als Flügelmann Ehre gemacht haben würde, nahm ihrj
die Ladung ab und stellle ihr mit einschüchlernder Tonhärte nochj
eine längere Wartezeit in Aussicht, da in einem großen Kokain-j
schieberprozeß schon seit mehreren Stunden umfangreiche Ver-
nehmungen stailfänden.
Mit einem leisen Schauder ließ sich Evelyn auf einer Bank •
nieder; sie konnte nicht mehr weiter, die Knie drohten ihr vor
Aufregung und Erschöpfung zu versagen.
Dann wurde Evelyns Name aufgerufen.
Der Wachtmeister riß die Tür weit vor ihr auf.
Im nächsten Augenblick stand sie in einem großen, saalarligcni
Raum mit vielen blankpolierten Bänken und einem langgestrecklen^
Podium
Irgendwoher^
klang eine
schnarrende,
befehlsgewohn-
le Stimme:
,, Bitte, wollen
Sie Platz nch'
mcn, gnädige
Frau!"
Evelyn ge-
horchte mecha-
nisch; die ein-
geschlossene
Luft des muffi-
gen Raumes be-
nahm ihr fast
den Atem.
Von dem
Richter, der,
eifrig arbeitend,
hinter dem
Büchergebirge
seines Podiums
wie in einem
kleinen Fe-
stungsbau ver-
schanzt saß, ge-
wahrte sie zu-
nächst nur eine
umfani^: he,
mattspiegelnde Glatze, deren spärlicher Haarkranz in grau-
slachligen Strähnen über die ticfangeselzten Ohren hinweg-
starrle.
Jetzt hob der Richter den Kopf und richtete seinen scharfen
Examinalorenblick mit prüfendem Ausdruck auf Evelyns über-
wachtes, blasses Gesicht.
„Sie sind Frau Evelyn Karr, geborene v, Eckarlsbcrg?" fragte
er kurz, gemessen, mit geringer Verbindlichkeil.
Evelyn bejahte schüchtern und gab zu dem hastigen Gekritzel
des Schreibers die wichtigsten Daten ihres Lebenslaufs.
Der Richter blätterte unterdes in seinen Akten und betrachtete
zuweilen die tadellos gepflegten Nägel seiner auffallend weißen
Hände.
,,Ich habe Sie hier vorgeladen," sagte er dann mil bclonler
Wichtigkeit, „weil ich Sie bitten möchte, mir einige Fragen nach
den letzten Lebensstunden Ihres Herrn Gemahls und vielleicht
auch noch nach einigen anderen, damit zusammenhängenden
Dingen zu beantworten. Da Ihre Aussagen vielleicht von aus-
schlaggebender Bedeutung für die weitere Aufklärung der überaus
traurigen Angelegenheit werden können, muß ich Sie um recht
genaue und wahrheitsgemäße Auskunft ersuchen!
Sie waren mit Ihrem Herrn Gemahl an dem betreffenden
Abend noch im Theater?" schloß er, seinen kahlen Schädel höher
aus dem sehnigen Halse herausreckend.
Evelyn nickte.
„Ja, im Westendlheater. Wir fuhren nach der Vorstellung
direkt nach Hause und speisten dort noch zur Nachl." v*
,,Das deckt sich mil den Bekundungen Ihres Dieners! Was
geschah dann weiter?"
,,Ich halle mit meinem Gallen nach dem Essen noch eine kurze
Besprechung in seinem Arbeitszimmer!" Fortsetzung folg
FRAGEN
die uns erreTchtert
Anfrajjcn L-rbitlen wir
Scherlve'Iag. Antwort
an die Redaktion des .. K i 1 m - M a !< a z i n ■, Berlin S\V 08. Zimmerstr. J5-4I.
erfoljit im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
A 11 viele: Anonyme IJiicfc ucidcMi nioht lieantwortct. Bei Manu-
skriptansjelcsrcnlioiton bitten wir lolsen>le> zu beachten: Jeder Anfraj^e ist
Rückporto beiziifiiK^en. Jede EiMsemliiiij; eine;; Maniiskriiits zur l'nituns
ist zwecklos, nur Exposes im l'infanfie von - — 3 Scbreibmascliincnseiten
sind zur Einsemluns an die Filmindustrie. Kes:lsseure usw. Keeif;net. Für
Verlust iler eingesandten ilanuskriple kaiin keine A'crantwortunK über-
nommen werden, also soll der \ erfasser nur Durcliscliläse senden, von
liandgeschriebenfn Sendun};en tlescrliili) eine Abschritt zurückbehalten.
•
F i 1 ni ui ;i d i a u s W e ^ I f ,i I e n Jlir Vorselila^- liat vorläufig Tioili
{lewisse Schwirl i^UeiliMi. aber it wird ernsthaft in ErwiiiiUM^ Ki'zogen.
Sobald K.iiiKiii Nov.irr') in IHutsihlaud i^l. werden Sie auch Ihr .\ul)-
Ki'.imm erhallen. Im ühri^icn «ird da> Film-Magazin bald eine Reihe ynu
«:chtisen uml Wi'rtMdi">u \ Crlies-erunKen zeiRcn.
H !• r r n C. li.. 1. ii d w i ■! s h a f e n : >Venn es sich um Filme han-
;Ielt, die noniiale Uildlueite haben, was bei Auiateiii aufnahmen nicht
immer zutrifft, »o Uiiuiieu Sie \rrsuchen, eine i'ilui^i'sellscluift zu finden,
die diT.'irtis; ■ Hilder k.iult oder \erleilit. Die Adressen sind so zahlreicli.
dalj wir sie lluicii nicht liekaiiutKeben können. Ue«ori;cu Sie sich bei
irtccndeinem Kinolic-itzcr in l.iidw i^^liafen das Kiiiuadreltbuch, oder lassen
sie sieh von ihm eiit^precbende .\dressen ijebeu.
E I I i W i e /, I e n , U r e s I ;•. ii : Ihr (iediclit ist sehr nett, aber
leider eignet es ^ich noch nicht zur Veröffcntlicliunu; in unserem IJIatt,
F: d i I Ii ]>.. Annelic> K.. .Mainz; Wir «erden Walter SIezal;
an die fälli;;en Aufo;;r;.mine eriiinerii.
H. U.. Dauzijr: Die neuesten Filme von Lilian Warve.v ^ind: ..Ihr
dunkler I'nnkf und ..F-ine Nacht in London"'. (Jeiireht wird zur Zeit
mit ihr: ..Das Modell von Montii:irmisse". (Jreta tiraal ist leider tot.
A'er;i Schmiterlöw ist Schwedin. I,i:i Eibenschütz i^t mit Kurt Ve^per-
, mann verheiratet. F'incr ihrer ir>leu Filme war ..Der K.iiifmaiiu von
i VeuiMlifr- mit Henn.v Porten in der ll.iuiitrulle. Diiia tiralLi wurde in
(■W.irschau ^cboreu. Mit ilem kiuzlicli M-rstorbeneii Redakteur Lincoln
E> res \erlieir,itet i^ewe-en. Einer ihrer ersten Filme: ..Prinzessin Trul-
lala' mit Lilian Har\(.\ in der Titelrolle.
1 u g- e h o r ;;• s.. 15 r e s I a u : .\udre M.ittonis letzter F'ilm ist ..Glück
bei Frauen". Dcutselier. Mar.v .lohnson. mit Rudolf Klein-Rojjge vcr
lobl. ivt zur Zei* in .Mar>eille. Hotel Regina.
Z w e i W i e 11 c r i n n e n : Ivan Petro\ ich ist serbischer .Vbstain-
juuns. nnveiheir:itet, .;ibt .\utogr.imme und ist ein groCicr Rlumenfreuml.
Durch (hecnliaum-Filiii. Iteiliu S\\ (;s. KocIi^traUe K4, zu erreiclien. Sein
!Filui ..Der Zarcw itM-h" i«t kürzlich ur;iiifgefiilirt. Nächste Arbeit: ..Pa-
j ri^. du ütadt der Liebe" mit f'.irmen lioni in der «ejblichen Ilaupirolle.
W .ihrsclK'inlieli Uomint Uaii Petrovich .•luch einmal nach Wien.
.V I b i n P.. Meid e n a u : Harry I'iel wurde ;im 1:1. Juli in ]>ii«-
scldorf geboren. Kiiii-tlernamc. .Vber nein. Sie brauchen die Filmstar^
nicht mit ..Mr." oder ...\lili" .iiizurcdeu! Wir glanlien kaum. d;i|j Harr>
Piel bei aller Tapferkeit seinen geli<-lilcii Tigi-r Hyl.inl in >einer AV(di-
niiiig hat. CS wäre doch wohl ciwa~ uiigeuiüllich. Die lic-cbreibun;; zu
..Panik" erhalten .sie durch cb-n Illustrierten Filuikiiricr, Herliu W 9.
Kiilhener StrriUe ;'.7. ..Tu m'app.irticiis"" mit Rudolf Klein-Reivge kommt
auch nach Dciitxhland.
Richard S.. L e i ip z i g : D.t Harry Piel-F'iliii ..Seine stärkste
Waffe" wurde in den Ffa-Atcliers. Neubabelsberg, gedrelit.
Eine Will > F r i t > c h - V c r e h r e r i n : Lilian Harvey hat am
IM. .laniiar (icburtsiag. Lotte T.orring ist unverhiMratet.
Ij i I o , Duisburg": drete fiarbo ist nicht mit Lars Ilansou \ er-
heiratet.
Lore, Hamburg: l'harlie (liapliu war mit Lita (Jrey \ 'Thei-
r.itet. (ieschiedin. \\ird siih jcl/t w iederveiliciratcu. Lien l)e>er- ist
Piiverheiratel. In Amsterdam geboren. Ihr richtiger Name. Rloiid nml
blauäugig". Spielt in einem Film der IHMitscIu'n ruivers.il die wciblielie
H;iuptrolle.
Tatjana T... Bad Homburg: Ivan Petrovich spricht :iuch riis-
sich. (;reciibaum-Star. Durch diese F'irnia. Berlin S^^ (is. Koclistr. r.l.
zii_ erreichen.
.V il o 1 f K.. Breslau: Jeiin.\ Jugo wohnt Berlin W. K;iiserdaium
Nr. 2!). Die Telephoniiumnieni i\rv Künstlerin können wir lliiicn b'ider
nicht hekanutgeben.
F i 1 m f r e n ii diu T h e a . Sc h w c i z : Die Rolle des Fürsten
Jussup(d'f in ..R.ispiitins Liebes.ibenteuer"' spielte Jack Trevor. Ein
Ranion Novarro-Biich existiert. Zu beziehen durch Ma.v Mattisson-Ver-
liig. Berlin SW Cs. Ritterstralle Tl. '
T r a V e r s . L e i ji z i g : Jack Trevor ist seit .1 — l .Taliren beim
deutschen Film. Einer seiner ersten F'ilme: ,.Die tolle Htrzogin" mit
F'llen Richter. Bek;(nnt wurde er durch den .Sudermnnn-l'ilm ..Der
Katzensteg'". Neuester F'ilm: ..Nur lin (Jassenmädel"'. Früher K.ival-
lerienffizier Nicht bei der Sprcelibübue. nur lu'iin Film. Ilild.i Rosch
ist erst ganz kurze Zeil beim F'ilm. Ihr Debüt: ..Der Vniibcrw indlichc"
n.it Luciano .Mbertini in der Titelr<dle. Der Laie h.it wenig .\u,-sic!iteu.
ein Filmmanuskripl unterzubringen. Nur wenn Sie ganz sieher sind,
einen wirklich brauchbaren F''iliiistoff zu liaheu. können Sie einen Ver-
such wagen. .\ber dann sind Sie noch lange nicht .-luf dem AVege zum
Erfolg. Dazu gehört viel F'ncrgie und .\iisdauer.
A n i t a R.. B e r I i n : f'harlcs F'arrell spielte ii. a. in ..Im sieben-
ten Himmel" uiul ..Fanget der Straße'". Sein neuester Film: ..Hinter
Haremsmaiiern"'. Rosen. Braune .Xug'wn. sdiwarzes Haar. So grolj. wie
CT im Film erscheint. Seine \nschritt: 14ni Western .\ve.. Hoilywood.
tJertrud B.. Stuttgart: Die Titelrollen in .Zwei Menschen"
{ sjiielten .\gnes Eslerh.izy uml Olaf F'jord. Ivan Petro\ich ist Serbe. Er
Kibt .\ntogramiiie und spricht gebrochen deutseh. Sie können also auch
i' deutsch an ihn sehreiben. Er ist unverheiratet. Durch die Creenbaum.
Adresse an anderer Stelle, zu erreichen. Wie lange es dauert, bis .Sie
rtr.s -Xiitogramni von ihm erhallen, können wir Ihnen auch nicht sagen.
t Jedenfalls hängt das g.inz \ <m seiner Zeit ab. Er filmt sehr viel. Sein
^ ,.Zarcw itseli" ist kürzlich uraufgeführt. JC.äehste .\rbeit: ..Paris, du
l" Stadt der Liebe".
.\ :i n a S.. H a n n o vcr: Gunnar Tolnaes kommt vielleicht schon
im Frühjahr wieder nach Berlin. Vom 1. F'ebru.ir an tritt er einige
Wochen im ..Neuen The;itcr " in ftslo auf. Im ilai ist der beliebte
Iviiiistler aber bestimu.t in Berlin, oa fiir diese Zeit ein neuer Gunnar
Toliiacs-F'ilm in Aussicht genommen ist. dessen Titel noch iiiclrt' fest-
steht. Die Antworter. im ..F'ilm - Magazin"" sind selbstverstämllieii
kostenlos.
Anna Z.. Wien: Karina Bell wohnt Berlin-Schöncberg. Stei-
nacher Straße 1. Ivan Petrovich ist un\ erheiratet. .Viiscliriii an anderer
Stelle. Vera Sclimiterlöw ist unverheiratet. Wenn man Filmdiva wer-
ilen will, braucht man (ield fiir kostbare Toiletten, gute Schminken,
Photos usw.
W ,( 1 t e r Rilla i. I. d.: Walter Rilla wurde am 22. .August in
Neiinkirehen gidioren. Mit Thercse Rolaml \erheirntet. F> gib! .Vuto-
gramme und wohnt Berlin - t'harloticnburg. Wacholdcrw eg Ii F'red
Thomson ist tot.
Jugendzeit: Jack Mylong-Münz is| mit Maria .Mind/enti \ erhei-
ratet und wohnt Berlin W lö. Ibiisburger Straße 17.
r r s n I a B.. B i e d e r i t z : Auch w eiin Sie noch so \ iel und oft
fragen, finden wir Sie nicht „nnversehämt ". Grete Garbo scdl seit .\|>ril
mit John (Jilbert verheir.itet sein. Keine Kinder. Er ist nicht mit tiret.i
Garbo in Sehweden. \ Oii Gilbert ist kiirzlicb ein Film ...Mann, Weib.
Sünde"' erschienen. ..Ihr dunkler Punkt'" ist kürzlich in Berlin urauf-
geführt. ,.l>ie Frau im .Mond' mit (ierda Maiirus in der Titcindle er-
scheint erst in der nächsten Saison. Wann diese Filme nach .Magdeburg
kommen, erfahren .Sii> am sichersten durch den Besitzer Ihres Stamm-
kinos. .Matthias Wiemann filmt fleißig. (;ew iß. Lilian Har\ cy uml auch
Henry Stuart gehören zu den beliebtesten Leinwandsti'rnen \Vir wcrilcii
Lilian Harvey einmal an das fällige Anlogr.inim .erinnern.
«■ i I I y F e i n d t - V e r e li r e r i n . K ö I n : Cilly F'eindt hat :im
R. .Vpril (Jeburlst.ig- und bevorzugt Mimosen.
E I e f a n t e n k ii k e n : W ilhelm Dieterle arbeitet augenblicklich au
einiMii Film mit Lieii De.xiis. ..Die Heilige und ihr Nr.rr" ist höchst-
v( alirscheinlieb sclioii in D:<iizig gelaufen. Dann Irahen Sie nicht dar.iuf
geachtet. Ramoii .\iivarro ist noch immer iiiclit in Berlin. >>eiiic .\n-
kiinft wird in .-illcn Zeitung<'n rechtzeitig bekanntgegeben. Da simi .Sic
im Irrtum: ..Petronella' und ..A'iol.inth.r" sind zwei ganz verschiiMlene
Filme. In ..Vi(dantha"" s|uelle Ilciiiu PortiMi. in ..Petrouella" .Maiv
Delscliaft die Titelrolle.
D i 11 .-i ti r a 1 1 ,( - \' e r e b r c i K ii i I \\.. < t e g 1 i I z ; .\cuia
Desui wdbnt Berlin-\\ ilmcrsdorf. RiidesiniuHr sir:iße I. LH Dagover
Berliu-Westend. Arys.illee I. \ i\ iaii Cibsoii Hi^rlin-Sclilaeblcnsee. Wann-
seestraße lo;), Diiia tirall.i Berlin W, Siieyerer Sir.iße 22. (Jiiia Main s
Bcrlin-Ch.irlottenbiirg. .Xiigshurger Straße 17, Wollg.iiig Zilzer Berlin
Steglitz. Kniephofstraße fio. H;irr> ll.iliii Berlin-Halensee. Westfälische
■Straße :!1. Persönliches Pech. il;iß Sii' die Autogramme noch immer
nicht bekoiiimeu h.ibeu! .\m besti-n. s-e versuchen es noch einmal. .Aber
wir sind gern bereif, ilic betreffenden Kiiiistler an die f:illigeii .\utogi;imme
zu erinnern. Lien Devers erreichen sie durch die Deutsche Vuivers.il.
Berlin W 8. Alaucrstraße S2.
M .1 u s u n d .M Olli .i u s 1. i c h I e i f r I d .■ : Paul Riiliter w idinl
Berlin W. T:iuciitzienstr:iße 10. W.iriim er so wenig filmt, können wir
Ihnen leider auch nicht s;igen. Lee Parr.\ ist nicht mit .\eiii:i llesni vci-
wamlt. Xeui.i Desui ist gcsebiedcii und hat eine Tochter T.itj.ina.
R II d o I f V o n !>.. (' Il a r I o I t e n b ii r g : M.iria J.icniiini wohnt
Berlin W !."■). Joachimsthalcr Straße 22-2:1. Italienerin. Sie gibt .\nto-
gramiiie. Dioiuir.i J.icobiiii ist ihre .Schwester.
Ilse N.. B e r I i n : Mari.i .laeobiiii ist eine große Freiimliii ^ on
Flieder lind Rosen. Der Rom.in ..Fiisere Alutter'" wird \orläufig niclil
verfilmt. Miiglich. daß es spiiter nocli geschieht.
N i II a D i a n a i n II o p p e gart e n : Alichael Rolnicn ist .iiigen-
hlieklicli nicht in Berlin. Er gibt .\utogramme. Aerheiralci. Schwarze
.\ugcii. scliwarzi's Haar. Hat früher sehr \ iel gefilmt.
!•'. 1 s e K.. .\I il I li e i m : A\ir verstehen durchaus Ihre P;issioii für
.\iid Egede Nissen uml P.iul Richter, können :iber bi'im besten Willen
in der Sache nichts äiideru. Wir Mniiiittclii keine Engagenients. .Am
zweckmäßigsten ist es. wenn sie sich unmillelli.ir mit den Filmgcsell-
M-haften in A'erliiiidung setzen. N.itiii Meli wird d;is ..l-ilm-.M.igazIn " \ iiii
allen Regisseuren gelesen.
Star übergor Mädl: Jickie Coog.iii gibt .\iilograuiiiic. F'lizza
La Porta, von Gustav Fröhlich entloht, wohnt Berlin W . Niiriihergei"
Straße 4;t. bei .Vdlcr. Livio Pavaiielli wohnt Berlin-Wilmersdorf. Raveiis-
berger Straße .'i. Hi-rtba ^ on AValtbers .Adresse: Berlin W, Kurfiirsten-
d:imni IS.'i. ^
Z w ei F' i I m f r e ii n d i ii II e u a ii s K r a n k f ii r t ;i . S\ ;i i ii : .T.i-
wohl. Werner Pittseh.iii ist mit seinem .\iito töillicb vcruugliicki.
F' i I 111 f r e ii n <l i n a ii s N c u k ö 1 I ii : Die niäiinliclieii Haiiptd.ir-
steller in ..Wenn die Scbwalbeii heimw.ärts ziebu" w.iren: Oskar .Marion
und Gustav l'röblich. Oswaldo A'alciiti spiidle die Rolle des Fähnrichs in
der ..Ung.iriscben Rli.ipsodie". tdrinne Griffilli erreichen Sie unter I'irst
N;itional. Biirhaiik-Hollyw ood. Kai. Riiliard Talmadge ist nicht der Bruder
\ 011 Noriiia und (diist.ince. Giist,i\ I'röhlicb ist wirklich und w .•ihrhaftig
tiieht mi'lir mit Elizza l.i Porta \erlidit. L\ a de Putlis richtiger Name
soll .\iiialie AI;iukc sein.
!■■' r i t z It.. Berlin: I'"\ i ICva ist mit dem Riltnici-lei von (»iipcii
verheiratet. Ossi Oswalda ist \ on dem B.iroii Koszi.m geschieden. Ai.-iria
Paudler w.nr mit einem KüiisIIit MMlieir:ilet. Ililda Rusch ist verheiratet.
Käthe W.. (; r e i f f e n b e r g : \\ illv Frilscb w.ibiit Berliu-Cliar-
lottenbiirg. Kaiscrd.imm !).'i. Er wurde am 27. J;iiiiiar in K;itlow ilz geboren.
.Alfons F'rylands Adresse: Berlin-Si hmargendorf. Riihlaer Straße l.'i. .\m
1. Mai in AVien geboren.
(i II s t a V F r ö 11 I i c h - A" c r e b r e r i n .-i ii s Berlin: (liistav
Fröhlich ist nicht mehr mit F'.lizza l;i Porta verlobt. Betty Astor filmt.
E V e 1 y 11 Holt- V e r e h r e r in aus s e h n e i d e m ii h 1 : Evel\ n
Holt w.diiit Berliii-( harloltenbiirg. Seliillersiraße 121. .\m .".. Oktober in
Berlin geboren. Ihr Aater ist Itedakteiir. Ledig.
Lola P.. Hamburg: (iösta Ekmaii wohnt Sioikholm. Hjurtliogs-
vägen. A'erheiiatet.
(> > k :i r K.. M .-i ii ii li c
F i I III t' r <' II II <l i M I. II
riiidit ikr l)i-li;i-. Nrlk
iii: Kvcl.Mi Holt li.ii .IUI ::. OktdliiT tifliiiitslaf:'.
I ;i : \\ ( Tiicr Fiictirrrr^ iiciu'stcr Film ,.Dic
lianuiii Niivaiii) i.--t iHicli iiiiiiiiT iiiclit in
in UiTliii KC-
lin-( 'liai'lottcn-
r iiiriii luT i/i'ii;t . -M'iKrii. i^aniuii .n»i\;uio im iiocil iMiuiiT niciiT in
iiiiliii. Wann iiml \\ (i cv aiillicton «inl. kinnifii wir lliiicn Iciilcr iclzt
niiili nirlil sam'n. lir\ crlx -Hills. H<ill\ w ihmI. Dointhci W icck uiiliiit
Miinclicn. 'l'liici^lrallc 1!).
Sein li a li y a ii > Merlin; Der tranziivisclir Film mit Clauilr
I'ianrc (y) iinil Olaf Fjord lirillt: ..Mailonna im Sclilaf« aiicii". l)io liciili'ii
Diciislniäilclien in ili'ni Srliiinzcl-Filni ...\ilam nnil Kva" wurden von FIza
Teniarj (ilie hlondej lind \ aleria Uoolliliy (die dunkle) darseslellt.
K. II.. Leipzig': Urtnio Kästner hat am :i. .laniiar (ieltiirtsta^.
1' i I m 1 r e ii n il i n II a n n i , K U i n u e ii : W Criu r Kiielteror wurde
am 10. .lanii.u in Stralsund Kelioren. \\ <iliiiiinn: Herliii-.sitefjlitz, Kleist-
stral'o' i'T. I'".r nilit .Viitofir.amme. Senden sie ihm seine Hildkarle und
• idressierles. frankiertes ifiiekkiivert. Kr spielte ii a. in folf;-eiiilen Filmen:
„Die Hnider Schellenliei;;-. ..l-aiisf. ..Die Wiskotteiis", ..Kiihiiike-, ..Ich
hall' mein Herz in Heidellier« verlori'ir". ..Die keiiselie Siisi;inii('". ..Der
Sohn der Il:i;;ar". ..Der For-t von l'.ippenheim". .,.\m liiiileslieimor Sehlol.i
stidil eine l^iiide". ..So Uiillt nur i'iiie Wienerin'.
V <• r w a n il t . I' i 1 I k ,i Neu: 'riieodoi l.oov wohnt Herlin-Lankwitz,
(ilnekstralJe IJ. Verheir.itet. Kinder.
.1 n n ji e r F i 1 ni f r e ii n il !■; r u i n \\ ., F r i e d r i c li s li a f o n :
Maria randler wohnt Iterlin-IIalensee. .Mhreeht-Aeliilles-Stralle ."la, am
•-•0. .Iiini in Tetseheii-Hodenli.ieli ■;elporen. (iesehieden.
W'alther Kill.i. mit 'l'lierese Kolanil \ erlieir.Uel, widint Berlin-Charlid-
tenhnrK- W aeholdcrw (■•;■ (i. (iehoren: 22. .\ii;fiist in NeiiiiUirehen.
Idaiie ll.üd wurde am ll>. .\iiKnst in Wien f^ehoren. ist mit Baron
llaynierle \ erheiratet und wohnt Berlin \\ l.'i. Diiishiirurer Stral.le ].").
J.i.s.'-y .\iiia ist lim erlieir.-itet. wurde :iiii ■_'!. Dezeiiilier
hören. AVcdiiiiinn: Berlin W !t. l.indaiier Stral.le !l.
.\nil.i Dorris ist ledi;;. in Liilieek i;(horeii. .Xdressc: Berli
loiry. Soors(ral.le 2H.
.\' II r H e II r \ s i n .i r t . X e n k ö 1 I n : Fred Tliomsen ist leider
an den Folgen einer (iallensteinoper.ilion ücstorhen. Wilhelm Dieterlc
Kiht .\iilo(;ramnie. Senden Sie ihm sein Photo und frankiertes, adressiertes
Hiiekkovert.
F ritz ^\ .. K (i n i «■ s h e r R :
Die lietreffenilen anierik.-ini^ehen
Filmstars li;iheii ihren Wohnsitz
in Bcverly-Hills. Hollywood. Kai.
Harry l'iil ist sehon \iele .lalire
heim l'ilni. Betäubte sieh vorher
seliriftstelleriseh. Seit etwa 2—:!
.lahren mit Dary Holm vi'rheira-
tet. Kinder. Ist niKenhlieklieii
in Berlin. Dreht ..Die .\litter-
naehtst.ixe--. Fred 'riioiiisen i-t
Keslorheii.
I V e '1'.. K s > (■ II : \\ aiiii die
beiden Ff.i-Filme ..Die Cirmi'ii
von St. l'.-iiili" lind ..Skand:il in
Bailen-B.iden" n;ieh Kssen koni-
tneii. erfahren -Sie sieher diireh
den Besitzer Ihres St.-immkiiios.
Einige .Vdresseii: Biehard Ki(h-
heri;. Berlin SW -18. Friedrieh-
straUc 171. Fritz F;inu;, Berlin
SW in. I'riediiehstralie 224. Carl
Bliese, durch -Nation.il-Filni, Ber-
lin SW .18. Frieilriclistrane 10.
D i e t e r 1 e - \' 0 r e 11 r e r i n .
X o r il (ist: Kvelvii Holt liril am
.■!. Oktoher. .M:ily Delschaft am
t. Dezemlier. (I.iire Kommer am
7. Dezemlier. .\l;>reella .\lhaiii
ehcnfalls am 7. Dezemlier i'-r-
hiirt-t.iK. Die .\iisehriften mhi
Heniiv Porten und Maly Delschaft
stimmen. Wir werden ilie Kiinst-
lerinnen uern eiiiiiKil an die
.\iitoKr.'iniiiie erinnern.
.\l. I!.. W a I (I e n h II r fi : I-y;i Mar.i wohnt Berlin-ANestend. Pommern-
.•illee .1. \\ iliy Fritseh Berliii-t li.irlotteiihnrn. Kaiserdanim IIa. Lil Dagovcr
FJerlin-AVeslend. .\rvs,illee I. Banion Xu>arro erreichen Sie unter
Keverly-Hills. Hollywood.
Iv C 0 !i h a r d S.. W ii r s e 1 e n: Die Adresse der Parnfainet ist Berlin W,
Bidleviiestral.le 11. l)ie .\iis(dirift iler Jletro-tloldw yii-.Mayer ist Cnlvcr-
fity. Kai. (ireia (Jarho weilt unseres Wissens ann-eiibiicklieli noch in
illrer IIeini:i|stadt (üilebor};. .Soll mit John (ülhert verheiratet «ein.
I{ ;i m o II a D— s. H c m s e h cid: H:irry Hardt wolint Berliii-Halen.sec.
I'aiilshorncr Str;il.ie Wi. ist verheiratet und fiiht Aiilo^ramnie. Die be-
treffenden anierikaiiischen Filnidi\eii wohnen in ]{e\ crly-Hills, Hollywood.
Doii;;las Fairh.iiik» jr. i'l bis .jetzt nur in wenigen Filmen an die Ocffent«
i;..l.t...:. ._ I.. t. . ..l.l I 1 1 :t... ..:,.l.* nl.. Oa1.>«
Ihre Bih
(iesandten
hart.
KCfill
ist ;
rt <'inmai
hckaiint-
Kiiiisiler
noch ni'-
^e^piclt.
Sil-
der
all Willy Frilscli
Frau von Format"
i'Oo;;ias l .llloaiiKw fr. im oia .pizi liiii in ^>eiii^eo riuiiuo an uiu v/viiciib*
lichkeif j;('trcteii. In Dentscjil.-ind kennt man ihn nicht nur als Soliii
seines heriilimleii \;iters. soiuhTii auch als Filmschauspieler.
Ursel. N o r d li a u s e n : (irete Mosheim-Homolka wohnt Berlin W.
Pariser .strafte 27. Jtina ilars.i Berlin W. Knrfiirstenibiniiii
1. Peter Le.sU.i
rariser .^irane _i. iiiiia ->iars;i licriin *> . ixiiriiirsiciuuinim m. i eier ijcsk.-i
Berlin W. Kurfürstend;iiiiin 10-11. Peiisimi Medcnuald, M.iry Kid Berlin W,
<;ieschreclits|ral.le i:l. I.illi.in Cisli Beverly -Hills, Hollywood. Ivan Mos-
.iiikiii Berlin W. Kurfiirsteiiikimni !!>.">. Fay .M.irbe wdhnte bis vor einiger
Zeit im Hotel .\dlon. ist iiii~eres Wissens aber .jetzt nicht mehr in Berlin.
.\ ti n y B.. t; r ii ii e \v a 1 d : Itamon Xovarro ist noch nicht in Berlin.
Der Sohn von Dr. Philiiip .\laiiiiin;; filmt iiicIit. If;(i Syni ist durch .Stranss-
Kilni, Berlin sW 4M, l'iiedriehstraße .')-6, zu erreichen. Henry Stuart
wcilint Berlin W. P.issaiicr straMe 17. .Sein neuester Film: ..Skandal in
Baden-Baden' mit BriRilto Ileliii.
Ci e r t r II d (!.. (' Il c in n i t z : Victor Varconi ist der Partner von
Coriniie (iriffitli in dem neuen First X.ational-Filin ..Die ungekrönte Kiini-
liiii''. Biirhaiik-Holly wood. Kai. .I.iek Trevors (Jattln ist Engländerin,
keine l-'ilmsciiaiispielerin.
F d i t b 1'., Berlin: .Nein, l.ilian Harvey war noch nie mit Richard
FichheiR verlieir;itet. .Aber vor .l.ibren war Ivce Parry mit ihm verm.-ililt.
H e i n z .M.. li r i s s a tr o : Der Film ..Ca^liostro" wird mit dem
Deutschen Hans .stiiwe in der Titelrolle vioi der französischen Firma
Albatros- WeiiKerott liernestellt.
H i 1 d e ii a r d de Z.. Drei b e r k e n : Die betreffenden ainerika-
nisclieii Filnist.ars haben alle ihren Wohnsitz in Beverly-Hills, Hollywood.
Kai. (irete .\lo>lieim wohnt Berlin \\', Pariser stralie 27. Lissy .\rna Ber-
lin W II. l.indaiier .sir.il.ie H, Fr.inz Feilerer Berlin-Friedenaii, Feblerstr. 1,
Livio Pa\anclli Berlin-Wilmersdorf, l{a\ cnsherKcr SiralJe !>, Vera Bclimi-
tcrliiw Berliii-II.-ilensee. Xestorstralle I.
'r r e II e Li
I. e i )> z i f; : Ivan I'etrovich ist Serbe, (ritit
11. Fr filmte früher
pKiitsf libahn'
Anlo'^ramnie. iiiiverbciralct und lieht besonriers Tiilpi
in Hollywood mit .\lice Terr.v ;ils Partnerin.
lircle Kcinw.ild spielte kürzlich in dem Kiellbert,- ,,--■..
eine Holle. Wir werden sie Kern einmal an das fälliRe AntORrnnini er-
innern. Harry Piel arbeilet aiiKCiihlicklicIi an einem Film ,.l)ie Mitter-
nachtstaxe". Ks l.-inft \ Oll ihm jetzt ...Seine stiiikste AV:iffe".
K I s e P., H ;i r b ii i ff : Jn dem Creeiibaum-Film ..Die Königin seine«
Herzens' spielte Liane Haid ilie I{(dle der Königin, Käthe von Nafry war
die Hofilanie. Filter einem AiitoKramm versteht iniii: eiftenhäiulisc L'iiier-
schrift. Es is-i fiir l.;iieii iinendlich scliwer, l"ilmen^af;ements zu finden.
!•% ;;ibt Enttiiiisiliiinficn über Enltänscbuimcn. Aber wenn Sie Irulzdem
nie Küi^sllerkarriere eiiisehlaKeil wollen, so inusser. Sie ziinäelist lliic
Bildi'r an die Filni;^esellseliafteii senden. D i> Weitere wird sich dann
finden.
11. B.. W i I 11 e I in s h ö li e : E.s tut uns leid, Ihre Fragen nielit bc-
:ntworten zu können. Wir beantnttrten anonyme Briefe };rundsätzlieh Hiebt.
I n n- e X.. \\' ;i n d s b e k : Wcrui'r Piltsi hau ist hei einer Antotoiir
mit dem Willen tödlich veriiiif;liiekt. Frv'd 'riiomseii ist an einer IJallen-
steinoiier:ition (;estorbeii. l'red Foiiis Ferch w<;biit Berlin W, lEcnens-
biirKcr S|r:il.le 11, Alfmis Frylaiid Herliii-SeliniarKeiidoif. Kuhlaer Str. 15.
Fr ist \erheiratet. Ivan Petro» ich eireicben sie am hesleii durch die
(ireenbaiim. Berlin SW fis. Koclistr.ille 1.1.
F. W.. Brebach: Wenn (ireta flarbo und .Föhn (.iilbi
nach Berlin konimeii. wird selbstvcrstätidlicb ihre .\dresse sofort
o,,o.(.|i,,||. Dann können Sie sieh aNo auch unmittelbar an die
wenden.
E I i s a li e t )i M. a u s .M ;i n n h e i m : \ilma B:inky war
mit l'onald (oliuaii \ erheir.itet. Sie li.iben nur \iel zusammen
\ iliii.i Banky ist die Hattin von Kod la Koci_
.la. sie hat .iiich sclioii friiher in Deiitscblaiid Kcfilml. Untfariii.
können deutsch an sie schreiben.
(; r e t e S., II i r s c h h e r h' :
w eitersieleitct. Den Burschen (les
spielte Hans 'riiimiü.
\V i 1 I y F r i t s c II - V c r e h r e r i n F. K., B e r I i ii : .\ni besten.
Sie warten noch kurze Zeit, ilelin A\ illy Fritsch ist stark durch .\rbeit
iiherl.istet. Wenn Sie nach einigen Wochen noch immer keine Xachricht
li.ibeii. dann schreihen Sie ihm riihif; noch einmal. Oswaldo Valenti
wohnt Bcrliii-Cbarlottenhiiry:. KankestraLle 2ö. Sie erhalten Bilder von
Valenti sicher beim Ross-\ CrlaR. Berlin SW 68. .VlexandrinenstralJe 110.
Durch unseren Verla« können Sic keine Filnikaleiider beziehen. Eilten
Kcx ist ein bek.innter Filmschauspieler.
(i II s t i K., Hannover:
.lohn Barryinore ist Amerikaner,
mit der Filmdiva Dolores Costello
verloht. ;;ibt Autü;;ramnie. ist
schon mehrere .Talire beim Film
und sreliörl zu den bek.-inntesten
Filmstars .\nierikas. Bildkarten
von ihm Kil't es in jeder sroLlen
Papierhandlung.
D r. .M.. Berlin: Henny
Porten ist mit dem Produktions-
leiter ihrer Firma. Herrn Dr. von
Kauffmanu. verheiratet. Adresse:
Berlin - Dahlem. ParkstralJe 74.
Ihre letzten Filme: ..Zuflnclif,
..Liebe im Kubstall". Xächstcr
Film: ..Liehfrauenmileh". In \i-
heit: ..Die Frau, die jeder liebt,
bist du". Pola Xe^ri ist noch in
Paris. Mit dem kaukasischen
Fürsten Serse Mdivani vermählt.
OlKa Tschechowa ist ;ieschicdcn.
hat ein Töchlerchen und wohnt
Berlin XW 87. Klopstockstraße 20.
Hilde s., Breslau Hau*
Stüwe ist seit einiger Zeit mit
einer Bulgarin verheiratet.
AV. M., (; 1 a n e h a u : .law obl,
Max Hansen ist nneh Sehallplaf
tensänRcr. Der 'A. Teil des Welt-
kricK-Filnis ist noch nicht lier-
ansKckommen. .Sie haben recht,
Theodor Loos spielte eine kleine
Holle in dem Ufa-Film ,, Heim-
kehr'.
A n i t a L. H.. E I h e r f e 1 rt : Wenn Sie an Greta Garbo schreiben,
so KCnÜKt: Göteborg. Wie lanj;e sie dort bleibt, können wir Ihnen leider
auch nicht saeen. Jedenfalls wird sie Kanz Europa einen Besuch abstatten.
Sie soll mit .lohn Gilbert verheiratet sein. Das Alter geben wir f;r"n(l-
sätzlich nicht bekannt. Orchideen. Sie könncii deutsch an sie schreiben.
S c II n II r t z n n d Spatz aus Leipzig: Dina (irallas Partner
in dem Eichberc-Filni ..Ein kleiner Vorschuß auf die Seligkeit' ist Imre
Haday. Greta (iarbo i.-t ohne John (ülbcrt nach Schweden gefahren An-
kunft in Berlin noch unbestimmt.
W Criicr Fuetterers nächster Film ist „Die Flucht der Delia"'. Seine
Partneiin ist Mareella Albaiii. Ivan I'etrovich beendet jetzt seinen Film
..Paris, du Stadt der IJebc'" (,, Quartier Latin'"), seine Partnerin: Garnien Booi.
I in r e II a d a y. m ein Seh w a r iii, Breslau: Imre Kaday ist
Ungar, unverheiratet, gibt Aiitograiniiie, treibt viel -Sport, ist der Partner
von Dina (iralla im neuen Eiehberg-Filiii ..Ein kleiner Vorschuß auf die
Seligkeil"' und wohnt Berlin W, Geisbergstraße 21, Pension Nürnberger
Platz. Der Roman von Vicki Baum wird vorläufig noch nicht verfilmt.
Oswaldo Valenti wird bald in einem neuen Ufa-Film zu sehen sein.
E r i k :i B.. Leipzig: Elisabeth Bergners nächster Film ist „Frau
lein Else". ^\ aiin er nach Leipzig kommt, erfahren Sie am besten durch
den Besitzer Ihres Staiiinikiiios. Bis vor kurzem spielte Elis:iheth Bergner
am Berliner Tlienter in Reinli;irdts ,, Romeo und Julia". Augenblicklich
tritt sie nicht in Berlin ;itif. Fragen über die Konfession unserer Stars
beantworten wir nicht.
(iretaW., Wesel: John (ülberts nächster Film ist ..Die Kosaken"
Amerikaner. Sie können deutsch an ihn schreiben. Angeblich mit Greta
Garbo verheiratet. Beverly-Hills. Hollywood, Kai. „.Vniia Karenina"' ist
in Hollywood gedreht worden. Xielil John (Jilbert, sondern Lars Ilanson
ist Greta Garbos Partner in ihrem neuen Film ,.Das güttliclie Weib"
(i e r t i F.. C li p e n i e k : Den Prinzen Karl-Heinz in dem amerika-
nischen Liibitscb-Film ..\li-Heidelberg" siiielte Raiiion Xovarro. Beverly
Hills. Hollywood. Nächste Filme: ..Die Dame hinleriii Vorhang", ,, Pflicht
und Liebe". Kürzlich uraufgeführt: „Der Fürst der .\benteurer"
G h r., O 1) p a u : I-ilian Harvey gibt .\ntogranime. Selbstverständlieh i|
Sie können sieb auch iinmiitclbar an die Künstlerin wenden. Harry Pic
trägt einen Künstlerii.inieii.
Fort mit der Schlaflosigkeit. Eines der schrecklichsten Übel]
d.a.s den .Menschen hefallen kann, ist das der Schlaflosigkeit. Man wälzi
sich stundenlang im Bette herum, die Sorgen des Tages stürzen mit alle
Gewalt auf einen ein. die Augen fallen vor Müdigkeit zu, aber der v, ihl
tuende ruhige Schlaf bleibt aus. — Eine angenehm beruhigende, tiefei
natürlichen Schlaf bringende Wirkung geht vom R i w a - S c h 1 a f
k i s s e II aus. 5fan wird sanft, wie von Mutterhilnden, eingelullt nii
erwacht am niiehsten Morgen wie neugeboren, fähig zu vermehrti
Arbeitsleistung. Wir empfehlen die heutige Anzeige der Beachtung nnsi
rer Leser.
ultobolarmc
ar3<licb empfohlene
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Die Ufa^Theater werden mit
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Berlin W 50, Kurtürslcndanini 236 Beuthen, lijhnliofsir. 13 Brannschweig, Münzslr. 1 a Bremen, Hcrdcntorstcinwcj; 5 Breslau, Junkcrnslr. 38 10
Chemnitz, Falkeplatz 2 Coblenz, Scliloß*tr. 35 Dortmund, Kaiscrstr. 6 Dresden, Pra);cr Str. 35 Duisburgs, Kuhtor 2 4. Gcncralanzci^crhaus Düsseldorf,
-Kmslr. 2 Eisenach, Fraucnbcrj; 9 Elberfeld, Altenmarkt !3 Essen, Huysscnallec 93 Frankfurt a. M., iN\ainzer Landstraße 59 63 Halle, Maijdeburfier
Sir 56 Hamburg-Nord, Gr. Bleichen 31 Hannover, Bahnhofstr 13 Karlsruhe, Kaiscrstr. 205 Kiel, Holstenstr. 61 Köln, Hohe Str. 64 Königsberg,
\lünzstr. 17 Leipzig, Rudolphslr. 4 Lübeck, Breite Str. 19 Magdeburg, Breite Wcs» 3 b Mannheim, A. 2. 5. München, Salvatorstr. 18 Nürnberg,
FUrberstr. 16 Stettin, Moltkcitr. 5 Stuttgart, Kotebühlstr. 41 Wiesbaden, Wilhelmstr. 18.
Außerdem Verkanfsstellen in weiteren Groll- und Mittelstädten des Reiches.
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vorräiig für das 3. und 4. Quartal 1928
3. Quartal: Heft 27 39. 4. Quartal: Heft 40 53.
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ta! w<<n^amilichqetoüt5l<,flarantier+unWädlicn{,dafiIrat>frher^;neiytn-tjndqiemiJ<i)enJhi*-
gena« ,R'tta'itliicifbn'nqencle Seioen-Kifien mit Ji'aKii-ki'äuterOnncjlaiiop hilft gjienaiqsfun-
aen u. liefen AacWfdnlaf.forterrda! flilqememliffinaen, reqei*d.)Jei'3lä*)qKeit u.btnjhlqfd.JItrrtri.
Jr.med.OR^n rc(irtiW:,Der Erfinder hat fidi ein fiotiei Verdienl» um die qepiaq)e,(if uitilWienilüieu.aöqf-
hetjte Menfctiheif erurorben; dem Heer fleran StWaf lofiaKeH £f idcnden id ei'ein ÄtHer qewoiilefi! 1 1'—
tin anderer faijl.-Jlin'a ülxraii«f*d.N(rwn lunvtrfäKtWiftHurprMuUd.fflanienjum WieaerouflaudJiffröüiÖTiea'
J(uritine*itarpfoauk4<! Keinerlei cfiemifch.Cffle! JlählieGutacWen! üefenntfJfHi.Busiand.N'peKtlullenlct
Femceratunq ^I allen fonftiqen UrBimmlqkeitenjles Körpers jeaen Riiüwrlo.
RliwflJiloftnntienao Seid«i-XIffenmJ(niut*r-
Mhaia+ionifCitung,at>Pre«len nur Rjn. 9.1ff
Xiyfa-JamiliVnqamitureft; iSeidefiJciffen,
U<äub(/i0n, .SUmbonä o^Omdennir Kjn. 15.-
luiui^ulführunq nur * 22.'
Äli_finhfr|leUer e(»s t*Kon»i>en,allqertiefn betift)(«n und sicher vnVlwnaen Jfaluppräporort*»
,Rtnelma qKjen jede Obe!kei+ -juhau$e,inder"'
Eisentahn, im fluqseuoj.oufJlercjtaiPM
.Rihtlmo'-FamilifnpaOujnij oB Kreiden Rm. 9.5
}uc Sm, irn tuftfchiff Oder imfluto
Xaboraloi'Ium J^iwa/üfe3aen-Jr.6, iautsnei* Stralie 54
Nachdem
Ein
11.1 ch
eriiliri
paar
dem
Miiiiilcn tÜRÜcIi für die
li;i(le. worden Sic im
Ko.'.ondcr.s n:K-li drni ll.ide
i>t der ..riiiikt-üollcr" vuii
;;rüljtor W'irk'-anikeit.
XV'ciiii iliircli \Mir!iios Was-
ser ilie llaMlporcM weil ;;c'-
offiiet siiul. tritt die saii^eiiile
Wirkung' des „Punkt - I.Nil-
Icrs" (lopiielt stark in Kr-
sclicimiiif;.
Pas Killt wird kräfli- liis
In die kleinsten Kanäle de>
San/.en Adcrsystenis liineln-
sezusen.
Sic siiiiren sofort, wie an-
(;eneliMi das ist. denn iler
,,runkt-I\uller" tiimnit dem
Herzen einen Teil seiner
seliwcrcn T.-itiskcit ab und
entlastet es.
Träges Blut führt zu iin-
Kenügcmlem Stoft'weclisel.
es fordert den Fettansatz,
bringt Kliennia, Giclit.Zueker
und Arterienverkalkung-, liie
Haut- nnd Muskelpartien
ersthlaften. und der Mensch
altert schneller.
Kräftige Dnrchblutunsaller
Adern hingegen liält die
Haut frisch, das UUit ge-
sund und macht den Körper
.i"ng'-
Punkt -Koller -Mas sage, besonders
Interesse Ihrer Gesundheit gcwilj
Preis für den ruidct-Itoller Mk.
Doppel-Punkt-Pollcr . .
mit auswceliselbaren
i>angnäi)fchen
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llw''""" ^' '^"'•'■'"'hal — Aros. Berlin. Für die Redaktion und Heraus^iabe in (H'sterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien 1, Domjiasse 4. Wrantwortlich für Anzcisicn
IfWilhclm Schaefer, Charlottenburi«. A n : c i d e n % e r w a 1 l u n ß Hepa-\ erb)«, Berlin W 35. Bhimcs Hof 5. Kupfertiefdruck; Au^iust Sclierl G. m. b. H., Berlin SW 68
^^'&^
^
mit Harry Halm
Warwick Ward
Siegfried Arno.MaxEhrlich
Julius Faikenstein
Wilhelm Bendow
CatI Platen, Harry Frank
Manuskript:
ROBERT LIEBMANN
Produktions-Leitung;
GÜNTHER STAPENHORST
Regie:
JOHANNES GUTER
Lilian Harvey . . . spielt
eine so hübsche wie
amüsante Hoppelrolle
mit aller Liebenswürdig;
keit und Anmut, sehr
drollig und ausgelassen . .
S-Uhr- Abendblatt
u
Wieder viel Beifall für Lilian Harvey . ..
ein Wunder, ein vom Publikum, ihrem
großem Publikum immer wieder bestauntes
W under . . eine groUcPosse . . . gut gemacht . . .
alle Requisiten williger Amüsierlust sind aufgeboten
in besonders prachtvoller, verschwenderischer Weise ...
Siegfried Arno als Illusionist — Lachstürme umtoben
ihn. Lebhafter Beifall bezeugte den Publikumserfolg
Filn-i-Kuriev
Eine Doppelrolle, in der sich die graziöse Lilian
offenbar außerordentlich wohlfühlt . . verwickellsle
Situationen . . . unterhaltsam . . die entzückende
Lilian Harvey . . . ein Publikumsertolg. Starker
Beifall KinematogTQDh
Irrungen und \\ irrungen in Fülle . . Lilian Harvey
immer süß und reizend Film-Echo
wunderbar beschwingtes Spiel, graziös, voll Span
nung und Humor, großer Luslspielerfolg . . es wird
alles mit herrlicher Laune gespielt Lilian Harvey in
einer Doppelrolle ein charmunles Persönchen. Wie sie
die beiden I ypen auseinanderhält, ist grandios, ist
labelhaft gekonnt . . ein fabelhaftes Ensemble.
Applaus, Applaus' Q^r fag
Eine Doppelrolle für Lilian Harvey, das ist allein schon
eine kleine Delikatesse! Lilian Harvey amüsant . . Der
Beifall war sehr lebhaft. Lokal- Anzeiger
Lilian Harvey . . . Laune. Charme und bestricken-
des Temperament ... Es gab viel Beifall
n-Uln Blütt
Der süßen Lilian 's schauspielerisch bester Film .
Besetzung erstklassig Tempo
Heiler das verwickelte Spiel, moussieren-
des Temperament der Harvey . . eine
unterhaltsame Stunde. Montagsposi
Lilian Harvey graziös, schelmisch
und mit bestrickendem Lieb-
reiz Am Schluß starker
verdienter Beifall.
Welt am Nontap
)W^$ieuK»i^i(c^fccf${fi(/liwitn4»^bv
I
I
^^^
U.\IMER7 y BERLIN, I- FEBRUAR 1 929 / P R E 1 S . 0 P F E N N 1 C
^».«^
I
I
I) I ]. M () c II K \ s c 11 K 1 I r D i; \{ v i l m f r i: r \ d e
HAQQY HAQDT
in „Die v^underbare Lüge der Nina.Pelrowna"
ußland ist große Filmmode.
Der Zar und das Milieu von
Petersburg aus der Zeit vor
dem'Kri^g- üben immer wieder
ihre Atizffehungskraft aus. Darum
mußte auch Iwan Mosjukin "wie-
der einmal als Gardeoffizier vor
sein Publikum treten, äußerlich
den Gatten, noch fürchterlicher,
als er gleichzeitig erfährt, daß
ausgerechnet seine Frau den
Zaren bei einem Fest vergiften
soll. Natürlich sorgt er dafür,
daß CS nicht zum Äußersten
kommt, aber er gerät in Ver-
dacht, irgendwie etwas gegen
seinen Herrscher unternehmen
zu wollen, und er stellt sich im
Bewußtsein seiner Unschuld,
nachdem er vorher die geliebte*^
Frau über die Grenze gebracht
hat.
Selbstverständlich ist dieser
Roman reich an kleinen dra-
x"
matischen Zwischenfällen, Schon
die Geschichte am Anfang, wie
sich Held und Heldin kennenler-
nen, weckt menschlich alles Inter-
esse des Zuschauers.
Neben den beiden Hauptdar-
stellern wird man diesmal beson-
ders auf den Regisseur achten
^j
Vt^'
manches Interessante sehen, stand doch Nikolai
Toporkoff ''an der Kurbel, der Mann, dem der
europäische Film viele ausgezeichnete Werke ver-
dankt.
Mosjukin ist bei der deutschen Uraufführung
persönlich anwesend. Er arbeitet bekanntlich
jetzt in Deutschland bei der Ufa und spielt zur Zeit
in Neubabelsberg in einem neuen Großfilm mit histo-
rischem Hintergrund.
^
M
Oben und unten: Carmen
Boni und Iwan Mosjukin. —
Mitte: Carmen Boni
müssen. Er heißl Wladimir
Strichewski, schrieb selbst das
Manuskript, und er erscheint
zum ersten Male mit einem
großen Werk vor dem deut-
schen Publikum. Er wählte auch
für die Nebenrollen bewährte,
routinierte Darsteller. So wird
man Eugen Burg, Fritz Alberti
und Alexander Granaoh sehen,
die sich einem Ensemble ein-
ordnen, das in abwechslungs-
reichem, stiicchtem, manchmal
ausgedehntem und großem Mi-
lieu spielt.
Photographisch wird man auch
*?>g^
#
Ttai?
H;
/
j««^
VON
DITA PARLO
ow d(> you liUe America. Miss Farlo?" Das war die erste Hraj^e, die
man an mich richtete, schon als ich mich noch mit einem Fuß auf dem
.DampferstejJ und mit dem anderen auf New-Yorker Boden befand.
„Very well!" war meine prompte Antwort, denn ich sajsfe mir. wenn ich
auch noch nichts, noch <«ar nichts von dem Lande kannte, dies sei jedenfalls
die kürzeste und allcrkiüj^stc Antwort. Und im Nu waren unjSefähr zwanzijs
Reporter um mich herum, und krampfhaft versuchte ich ihnen allen in etwas
holperigem. En<ilisch klarzumachen, daß ich zwar schon furchtbar viel von ihrem
Land jSehört und f4clesen hätte und daß ich sehr, sehr viel und Außerordent-
liches erwarte, daß ich aber doch noch jjar nichts gesehen und erlebt
halle. Das sah man dann auch ein, und nach einigen anderen, ganz
wichtigen und aktuellen Fragen (meiner Lieblingsfarbe, Lieblings-
beschäftigung, Lieblingshunderasse, -sporl, -speise, ob blonde oder
\ schwarze Manner mein Tvp, ob alle oder imge) gab man sich allmäh-
lich zufrieden, hinige drängellen sich noch mil mir durch die entsetz-
liche Menschenmenge bis zu meinen Koffern und dem Zollbeamten, der
schon seit einer halben Stunde darauf wartete, in den Koffern des
Filmstars allerhand verzollbare Geheimnisse zu entdecken. Es gelang
ihm nicht; aber als er gerade das Unterste durchkramte, v\arf er einen
Umschlag mit Photographien von mir heraus, und sie fielen durch-
einander herunter, und siehe da, ungefähr hundert Photos waren wie
im Nu verschwunden. Man war nämlich schon auf mich aufmerksam
geworden durch die vielen Journalisten, die mirh empfangen hatten,
und als man nun die Photographien herunterfallen sah, sprangen all
die Menschen um mich herum auf sie zu, und jeder
angelte nach einem Bild. Meine armen KoHer in der
Mitte dieses Gedränges wurden umgerissen, man trat
L auf sie, sprang über sie hinweg, ich selbst wurde
geschubst, meine Mutter angelte mit Händen und Füßen
und schrie mir etwas zu, was ich bei dem Lärm und
Drängeln nicht verstehen konnte, der Zollbeamte verlor
seine Mütze, die irgendwo unter den Füßen der Menge
zertreten wurde, und dann plötzlich, nachdem das letzte
Photo verschwunden war, bekamen wir wieder Luft.
Die Leute waren mit einmal wieder ganz friedlich, und
jeder schwang ein Bild in der Hand. Manche reichten
mir dann noch ihre Füllfederhalter oder Bleistifte, und so
gab ich gleich auf dem Pier in New York meine ersten
Autogramme in Amerika. Und als dann der letzte „good
luck" gewünscht und ,,good-bye" gesagt hatte, sahen wir
nach der Uhr, und es waren drei Stunden über dem allen
vergangen. Aber das hatte mich doch sehr aufgeregt, ich
war ganz überwältigt, und ich nahm meine Mutter beim
Arm, und als wir endlich zum erstenmal in einer New-
Yorker ,,taxi" saßen und zum Hotel fuhren, wußte ich:
Dies war mein allererstes Erlebnis! Und dann, als wir
im Hotel im zweiundzwanzigsten Stockwerk in unseren
Zimmern angelangt waren und auf die Fifth Avenue herab-
sahen, merkwürdig, nicht wahr?, da war es zum erstenmal,
daß ich Heimweh nach Deutschland hatte! —
'^'^'I!^^^??^'^:^''^^:
I'liot. Piiliiritil Ctililorniii
Blick auf HolKwood
%
Den Pulsschlag einer großen Stadt im Film zu einem
Erlebnis zu gestalten, das ist schon eine sehr schwere
Aufgabe für einen Kulturfilm-Regisseur. Die wesent-
lichen Bestandteile eines Kulturfilmes ermöglichen
die Gruppierung der Örtlichkeit im Sinne einer rein visuel-
len Steigerung; dabei bleibt eine Stadt in ihrem filmischen
Gesicht fern. Sie wird dann Gegenstand der Handlung; die
gigantischen Ausmaße ihrer sichtbar.-n Struktur erdrücken
den Menschen in ihr. Ein derartiger Kulturfilm einer Stadt
wird großartig — er wird den Rhythmus der Stadt er-
fassen, aber nicht den Rhythmus ihrer Bewohner.
Bei einem Spielfilm packt aber nur ein menschlich nahes
Geschehen, So war es in dem neuen französischen Groß-
film „Geld! Geld! Geld!", der demnächst von der Ufa in
Deutschland herausgebracht wird, die wichtigste Aufgabe des
Kegisseurs Marcel L Herbier, seine Heimatstadt Paris aus
ihren Menschen heraus zu erleben. Pariser Leben im Pariser
Milieu mußte nach dem berühmten Zolaschen Roman ..Das
Geld" gestallet werden. Aber das Geld \on 1929 und nicht
etwa das vor dreißig oder vierzig Jahren, zur Zeit des Zola-
schen Romanes. Diese filmische Symbolisierung hatte in
ihrer Endwirkung echt zu sein und auch in der Charakteri-
sierung des Spieles, in der menschlichen Verbundenheit der
Konflikte dem großen Werk Zolas gerecht zu werden, ob-
wohl es auf eine heulige Lebensbasis gestellt wurde.
Zu Zola und seinem Roman gehört Paris, das Paris des
Damals und Heute. Wie zeitlos sein großer Roman ..Das
Geld " ist, dafür bildet die L Herbiersche Verfilmung den
besten Beweis. Paris ist Milieu und wurde spannende Hand-
lung. Die Place de lOpera. ein Brennpunkt des heutigen
Vor der Pariser Börse
l'/iot. Ufa
Pariser Lebens, ist einer der großen Schauplätze. Wie sehr
L'Herbier den Zolaschen Roman aus dem gegenwärtigen
Leben empfand, ist interessant. Die Nachrichten von dem
Fluge Hamelins leuchten in laufenden Lichtbuchstaben über
den Platz. Diese Aufnahmen, die dort in. mehreren Nächten
gedreht wurden, sind wie eine. Erinnerung aus ganz naher
Zeit und wie ein Zukunftsbild aus den nächsten Jahren.
Dreißigtausend Zuschauer belebten bei diesen Nachtaufnah-
den die Place de l'Opera, und all die gebannten Blicke
fing die Kamera auf. Vierzehn Operateure arbeiteten gleich-
zeitig, und der große Platz mit seinen dichtgedrängten Men-
schen lag im Lichte vieler hundert Scheinwerfer fast taghell
vor ihren Augen. Wie eine immense Brandfackel strahlten
ihre Lichtkegel gegen den Himmel und lockten immer neue
Zuschauer heran. Eintausend Polizisten schützten den Platz
gegen diese vielen Tausende, die sich ebenfalls die gran-
diose Nachtaufnahme ansehen wollten. Ein echtes Bild Pa-
riser Lebens bei aufregenden Ereignissen.
Um all den Zuschauern dieser großen Filmaufnahme auch
von sich aus etwas zu bieten und ihre Blicke immer in die
von ihm gewünschte Richtung zu lenken, hatte L'Herbier ein
einfaches Mittel entdeckt. Er lenkte das Interesse seiner
nächtlichen ,, Gäste" auf einige hinter der Kamera arbei-
tende Luftakrobaten, deren tollkühne Stücke die Menge
ebenso gespannt verfolgte, als ob es sich um Nachrichten
eines großen Ozeanfluges handelte.
In der Pariser Börse, die bekanntlich schon im Mittelalter
zu den bedeutendsten Börsenplätzen gehörte und infolge-
dessen auf eine jahrhundertlange Tradition zurücksieht,
wurden zum erstenmal in ihrer Geschichte Filmaufnahmen
gedreht. Die große Gcldschlacht des Filmes zwischen
Saccard und Guggenheim wurde nämlich dort an Ort und
Stelle aufgenommen. Diese Szenen gehören zu den größten,
die jemals außerhalb eines Filmateliers in einem öffentlichen
Gebäude aufgenommen wurden. Nur unter größten Schwie-
rigkeiten konnte gedreht werden, denn der geregelte Börsen-
verkehr durfte keineswegs gestört werden, und so mußte
man all diese großen Szenen an zwei börsenfreien Tagen
drehen. Über dreitausend Börsenbesucher belebten die
großen Börsensäle. Die meisten von ihnen waren wirk-
liche Börsenbesucher und Angestellte der Pariser Banken,
die mit Freude sich für diese Szenen zur Verfügung stellten.
Es war nötig, fünfzig Lichtwagen mit insgesamt 15 000 Amp.
heranzuziehen, um die vielen hundert Scheinwerfer, mit
denen die großen Hallen zu diesen Aufnahmen ausgeleuchtet
werden mußten, zu speisen. »In diesen zwei Tagen wurde
aus einem Rechenexempel ein klares, in seinen Urtiefen
menschlich verständliches Bild des Börsenlebens.
In diesem Falle lebt Paris, trotzdem nicht nur Paris.
Es wird zu dem Leben der Großstadt, ja, man kann
erweiternd sagen, zu dem Leben aller Großstädte. Paris ist
Schauplatz, aber sein einfaches Geschehen hebt sidh über
jegliche lokale Einstellung zu einer ergreifenden mensch-
lichen Tragödie.
li
\
i
MAQIETTA MILLNEQ
filmt jeizi im UfsJilm „Das Modell vom Montpamasse'
5
VON
Oben: Pola Negri (Rachel) und
Nigel de Brulier (Direktor der
Comedie FrancaiseJ. — Mille:
Nils Asther und Pola Negri. —
Unten links: Rachel (Pola Negri)
auf der Bühne der
Comedie Franfaise.
— Unten rechts: Pola
Negri und Nils Asther
DBßTiQMSiEN
Oben : Nils Asfher und Pola Negri
— Mitte: Pola Negri und Paul
Lukas — Unten links: Pola Negri
und Nils Ast her — Unten rechts:
Pola Negri
Plioi. Paramount
A
Kl
Vi
biv^
'-r."^:i2.
<
f.
hätte vielleicht vorher nicht eine so gute Interpretin ge-
funden, wie es Pola Negri ist.
Diese Frau muß schon ihrer ganzen Art nach in dieser
Rolle besonders aufgehen. Sie hat das Faszinierende im
Wesen wie der Stern der Comcdie Fran9aisc. Sie ist eine
große Schauspielerin und fand in Nils Asther den kongenia-
len Partner, der hier wieder einmal ein Kabinettstück euro-
päischer Filmkunst in Hollywood hervorgebracht hat und der
es sicherlich dem Regisseur Rowland V. Lee leicht machte,
den Film so zu gestalten, wie er ihm vorschwebte, als ein
Schauspiel, daß durch Menschlichkeit wirkt, in dem Stoff,
Dekoration und Darstellung zu einer großen Einheit ver-
schmelzen, aus der die große, starke Publikumswirkung er-
wächst, die man in Deutschland von diesem Film erhofft.
'^A
/'\
VON
HAfiJiy FfZANfC
\
Wie oft habe ich schon von meinen Bekannten ge-
hört: „Nein, das könnte ich nicht", wenn ich
wahrheitsgetreu erzählte, was man alles als selbst-
verständlich beim Film können und an körperlichen Stra-
pazen auf sich nehmen muß. Es ist bestimmt nicht richtig,
daß eine gute Bezahlung allein jeden Filmschauspieler kör-
perliche Anstrengungen ertragen läßt, die ihn weit über
sich hinauswachsen lassen, so daß man sich hinterher öfters
wundert, wie man das alles fertiggebracht hat. Die Eigen-
art unseres Berufes, die merkwürdige Suggestion des Films
bringt es eben mit sich, daß man dauernd Höhepunkte
seines ,,Ichs" erreicht, die spontane Höchstleistungen mit
sich bringen, wie sie sich im gewöhnlichen Leben eben nur
selten ereignen.
Ich muß gestehen, daß ich meinen Beruf gerade deswegen
so unendlich liebe, weil ich eine Abenteurernatur bin, eine
Natur also, die sich nach solchen Höhepunkten dauernd
sehnt und die diese Sehnsucht nun glücklicherweise in
einem so vielseitigen Beruf ausleben kann. Ich habe ver-
schiedentlich zu meinen Freunden gesagt: ,,Wenn der Film
nicht erfunden worden wäre, wäre ich bestimmt ein Aben-
teurer geworden."
Der Filmschauspieler muß ein Allerweltskerl sein — er
muß einfach alles können! Denn er soll ja richtiges Leben
wiedergeben. Gestalten formen, die echt sind und die man
ihm glaubt.
Herr Frank, können Sie? .... Jawohl, zum Donner-
wetter, ich kann! Ich kann mit den Füßen Apfelsinen
schälen, ich kann drei Tage lang mit zu engen Reitstiefeln
spielen, und ich kann des Teufels Großmutter tanzen
lassen. Wo ich das alles gelernt habe? Im Leben.
Die Sache fing mit einer Meinungsverschiedenheit an, die
ich mit meinem Vater hatte, bei der er der Stärkere, ich
aber der Flinkere war; denn zwei Tage später befand ich
mich schon im Bremer Hafen. Ich möchte bemerken, daß
ich 153^ Jahre war, mich für furchtbar lebensklug hielt
und ein langgewachsener Lümmel war. Meine Ausrüstung war
Privalbild von Harry Frank " piwi. Ufa
I
sehr kümmerlich und bestand in der Hauptsache aus dem
Grundsatz ,.Ich kann alles" und einem unerschütterlichen
Selbstvertrauen. Aber diese beiden Dinge erwiesen sich als
so praktisch, daß ich sie mein ganzes Leben lang als Aus-
rüstung beibehielt. Es folgte nun cm halbes Jahr Seefahrt,
bis nach Amerika, und ein halbes Jahr Kampf in Amerika.
Ich kann hier nicht alle Einzelheiton dieses
Jahres aufzählen, aber jedenfalls war es eine glän-
zende Schule für den Film. Damals habe ich
eiserne Muskeln bekc^mmen, wurde schlag-, hieb-
und wetterfest, wurde schwindelfrei und lernte
boxen. (Rudern, segeln, schwimmen und eislaufen
konnte ich als Junge von der Wusserkante schon
vorher.) In Amerika studierte ich dann weiter
Film und spielte Portier, Schokoladenverkäufcr.
Hausdiener, Anstreicher, und zuletzt war ich
Assistent eines Zauberkünstlers. Gott, habe ich
gelernt! Die feinsten Kartenkunststücke kann ich
heute noch. Aber dann reiste ich auf Betreiben
eines Onkels nach Deutschland zurück.
Ich will hier nicht mein ganzes Leben erzählen,
nur kurz andeuten, was ich noch alles gewesen
bin: Landwirt, Redakteur, Offizier, Rcklame-
akquisiteur, Prokurist in einem Exportgeschäft
usw. usw. Nutzlose .iaiire? Nein, durchaus
nicht — ich habe gelernt, gelernt und nochmals ge-
lernt. Ich spreche sechs Sprachen perfekt, treibe
jeden Sport, und es soll mir mal einer kommen
und fragen: ..Können Sie?" — ,, Gewiß, kann ich!"
Und in einem halben Jahr lerne ich auch nocli
Seiltanzen, wenn es sein muß!
^
Harry Frank und Lilian Harvey
in ..Ihr dunkler Punkt"
Harry Frank in dem Ufa-Film „Ihr dunkler Punkt'
h^ it\
ED NA NAßlON. ein beliebter Lusispielstar
PhoL M.'O.-M
10. Forlselzung
„Darf ich Sie bitten, sich über deren Inhalt etwas näher aus-
zulassen?"
Evelyn stutzte.
„Ich wüßte nicht, in welchem Zusammenhang diese Unter-
redung, die einen rein privaten Charakter hatte, mit dem Tode
meines Mannes stehen könnte!"
Eine Falte des Unmuts erschien auf der hohen Stirn des
Richters.
,,Ich glaube, Sie überlassen es am besten mir, wie weit ich
den Kreis meiner Fragen zu ziehen gedenke. Nach einer neuer-
lichen Angabe Ihres Dieners soll das Zusammensein mit Ihrem
Herrn Gemahl zuweilen einen recht stürmischen Charakter an-
genommen haben!"
,,Mein Gatte war in den letzten Tagen
infolge seiner starken Arbeitsüberlastung
meist sehr nervös und gereizt. Ich ver-
ließ ihn übrigens schon nach kurzer Zeit,
um meiner kranken Mutter in Zehlendorf
noch einen Besuch abzustatten!"
,,Eine etwas ungewöhnliche Besuchs-
stund
„Meine Mutter ist schon seit langem
schwer leidend, so daß ich jederzeit mit
dem Eintritt einer Katastrophe rechnen
kann'"
.,War denn an jenem Abend eine be-
sonders alarmierende Nach-
richt eingegangen, die Sie
noch zu einem so späten
Besuch veranlaßte? Zu
Ihrem Diener haben Sie
ja wohl von einem Tele-
phonanruf gesprochen!"
Evelyn zögerte ein paar Augenblicke lang mit der Antwort.
,,Ja, ich glaube, meine Schwester hatte angerufen", sagte sie
dann unsicher.
Der Richter hatte sich wieder in seinen Sessel zurückgelehnt
und fixierte Evelyn geraume Zeit durch seine scharfen Kneifer-
gläser.
,, Seltsamerweise," begann er endlich mit schlecht verhehlter
Befriedigung, ,,hat nach einer amtlichen Auskunft der Fernsprech-
zentrale Wannsee in der fraglichen Nacht überhaupt keine Ver-
bindung zwischen Amt Zehlendorf und Ihrer Nummer bestanden.
Und dann sind Sie, gnädige Frau, nach der Aussage des Portiers
einer Nachbarvilla, der dies ganz zufällig beobachtet hat, erst
gegen sechs Uhr morgens nach Zehlendorf herüber-
gekommen. Das ist doch einigermaßen auffällig, wenn
man sich vergegenwärtigt, daß Sie nach Ihrem eigenen
Zugeständnis Ihre Wohnung viele Stunden vorher ver-
lassen haben, um Ihre Frau Mutter zu besuchen, deren
Gesundheitszustand angeblich eine bedrohliche Wen-
dung genommen hatte.
den Tryon
Darf ich fragen, wo Sie sich in der Zwischenzeit aufgehalten
haben?"
Evelyn senkte den Kopf.
„Darauf verweigere ich die Antwort!" sagte sie leise, kaum
hörbar.
Ein Schweigen entstand und richtete sich langsam wie eine
Wand zwischen ihnen auf.
Der Richter hatte seinen Kneifer abgenommen und blinzelte aus
seinen unbewehrten graugrünen Augen nachdenklich ins Leere,
,,Ich hatte Sic zu Anfang unserer Unterredung um strengste
Wahrhaftigkeit gebeten", sagte er dann, und es klang wie eine
versteckte Drohung durch seine Stimme, ,,Um so mehr bedaure
ich, daß ich schon jetzt einen bemerkenswerten Widerspruch
zwischen einzelnen Ihrer Angaben und ganz sicheren Tatsachen
feststellen muß. Sie sind auch keineswegs berechtigt, auf meine
Fragen einfach die Antwort zu verweigern, sondern nur in dem
besonderen Falle, wenn Sie sich selbst einer strafbaren Handlung
zu bezichtigen fürchten!"
Er machte eine kleine Kunstpause; ein dünnes Lächeln, das
seinem Gesicht eine entfernte Ähnlichkeit mit einer altägyptischen
Vogelgottheit verlieh, spielte um seine Lippen,
,, Kennen Sie einen Dr, Kurt Steinhoff?" fragte er dann ganz
rasch und unvermittelt, wie aus einem Hinterhalt heraus,
Evelyn schreckte zusammen,
Ihr Herz setzte sekundenlang aus und begann dann wieder,
wie im Fieber zu rasen,
,,.Ja!" sagte sie endlich mühsam,
,, Verkehrte der Herr in Ihrem Hause?"
Evelyn wand sich unter dieser drohenden Fragesucht auf der
Folter. ,,Ich war mit Herrn Dr. Steinhoff befreundet!" suchte
sie einer direkten Antwort auszuweichen.
Das Lächeln um die schmalen Lippen des Richters ver-
schärfte sich,
,,Das Wort , Freund' ist recht vieldeutig, gnädige Frau, und
hat oft einen geradezu peinlichen Beiklang. Das dürfte auch Ihr
Herr Gemahl empfunden haben, denn diese gesellschaftlich wohl
nicht ganz legitimierte Freundschaft war ihm offenbar so ver-
dächtig, daß er sich mit dem Gedanken einer Scheidung ge-
tragen hat!"
Er hatte bei den letzten Worten sein scharf vorspringendes
Kinn etwas gesenkt; sein lauernder Blick beobachtete jede Miene
in Evelyns Gesicht.
,,Die Untersuchung ist in der ersten Zeit auf Irrwegen ge-
gangen," klang dann wieder seine kühle, leidenschaftslose Stimme,
,,bis die Zerrüttung Ihrer Ehe durch die Mitteilungen eines
Detektiv-Instituts gerichtsnotorisch wurde, das Ihr verstorbener
Gatte mit Ihrer Beobachtung betraut hatte. Damit ist auch die
Persönlichkeit dieses Dr. Steinhoff, der seit der Mordnacht spur-
los verschwunden ist, auf einmal in den Vordergrund des Inter-
esses gerückt. Bisher nahm das Gericht an, daß Ihr Gatte
einem Einbrecher zum Opfer gefallen sei, obwohl von vornherein
verschiedene Momente dagegen sprachen. Diese Auffassung ist
denn auch vorläufig ganz zurückgestellt worden, und es scheint
fast so, als ob sich auch in diesem Falle der alte kriminalistische
Grundsatz: ,0u est la femme' wieder zum wichtigsten Hebel für
die weitere Untersuchung gestalten soll.
Ich habe infolgedessen gestern," fuhr er, lebhafter werdend,
fort, ,,die gesamte bewegliche Habe Dr. Stcinhoffs beschlagnahmen
und durch meinen erfahrensten Beamten untersuchen lassen.
Dabei hat sich herausgestellt, daß ein Schuh dieses Herrn haar-
genau in einen Gipsausguß hineinpaßt, der am Morgen nach dem
Morde von einer verdächtigen Fußspur in Ihrem Park auf-
genommen worden ist. Ebenso hat sich eine unbedingte Über-
einstimmung zwischen Fingerabdrücken auf der Schreiblischplatte
Dr, Steinhoffs und den Fingerabdrücken ergeben, die auf dem
Fensterbrett im Schlafzimmer des Ermordeten nachweisbar waren.
Es dürfte daher zunächst außer allem Zweifel sein, daß Dr,
Steinhoff derjenige gewesen ist, der Ihrem Gatten in seinem
Schlafzimmer einen nächtlichen Besuch abgestattet hat.
Was sich dort zwischen den beiden Herren abgespielt hat, be-
darf allerdings noch der weiteren Aufklärung, Das eine scheint
mir aber auch bei ganz vorurteilsloser Beurteilung der Sachlage
schon jetzt klar zu sein, daß niemand anderes als Dr, Steinhoff
für die Täterschaft in Frage kommen kann. Ich möchte Sic
daher dringend bitten, sich über Ihre Beziehungen zu ihm rück-
haltlos zu äußern und mir vor allem seinen gegenwärtigen Auf-
enthaltsort anzugeben, da Sic ja wohl zur Zeit der einzige Mensch
sein dürften, dem er bekannt ist,"
Evelyn antwortete lange nicht. Wie eine tödliche Lähmung
kroch die Erschöpfung der letzten durchwachten Nächte über
sie hin,
,,Wie Dr. Steinhoff und ich zueinander gestanden haben,"
sagte sie endlich, ,,isl bis jetzt unsere Privatsache und die meines
Mannes gewesen. Ich leugne auch gar nicht, was Sie anscheinend
für eine so wichtige Entdeckung halten, Dr, Steinhoff wollte
mich heiraten, sobald ich wieder freigeworden war. Der Gedanke
einer Scheidung ist von mir und nicht von meinem Gatten aus-
gegangen. Wo sich Herr Dr, Steinhoff augenblicklich befindet,
weiß ich ebensowenig wie Sie, Aber selbst, wenn ich seinen
Aufenthaltsort kennen sollte, werden Sie als Ehrenmann mir
doch wohl nicht einen so schmählichen Verrat zumuten!"
Eine Röte des Unwillens schoß dem Richter ins Gesicht,
,,Sie belieben recht starke Ausdrücke, meine gnädige Frau,
und erschweren mir meine amtliche Tätigkeit ungemein. Bis
jetzt habe ich nur den mutmaßlichen Anteil Dr, Steinhoffs an
dem nächtlichen Verbrechen beleuchtet; nun aber zwingen Sie
micli, mich auch mit Ihnen näher zu beschäftigen. Sie sind mir
vorhin die Antwort schuldig geblieben, wo Sie die Mordnacht
nach dem Verlassen Ihres Hauses zugebracht haben. Ich ersuche
Sic hiermit zum letzten Male um eine Antwort, Es handelt sich
vielleicht um Ihre ganze Existenz!"
Mit einer trotzigen Bewegung warf Evelyn den Kopf zurück.
.,Und ich kann Ihnen nur wiederholen, daß ich auf diese Frage
die Auskunft verweigere!"
,,Nim, dann will ich es liinen sagen!"
Wie Blitz und Schlag folgten sich die Worte,
,,Es ist der Kriminalpolizei gelungen, den Chauffeur festzu-
stellen, den Sie am Haus am See für Ihre nächtliche Fahrt an- ';
genommen haben. Er hat Sie nicht nach Zchlendorf, sondern'
nach Sciilachtcnsce gefahren. Zur Wohnung Dr. Steinhoffs!" .?
Unwillkürlich hatte sich der Untersuchungsrichter von seinem
Sitze erhoben; ein ungewohntes Pathos klang durch seine sonst
so spröde Stimme.
,,Sie haben Ihr Haus verlassen, um Dr. Steinhoff den Weg frei-
zumachen. Vielleicht hatte Ihnen Ihr Gatte mit Schande ge-
droht, alles stürzte für Sie zusammen. Da sind Sie zu Ihrem
Geliebten geflüchtet. Ich gehe heut noch nicht so weit, zu be-
haupten, daß Sie ihn zu der furchtbaren Tat angestiftet haben.
Das wird erst die weitere Untersuchung ergeben. Aber Sie haben
jedenfalls um sie gewußt und sie nicht verhindert. Sic sind
moralisch mitscliuldig. Und auch vor den rechtlichen Folgen
kann und werde ich Sie nicht schützen!"
Es war totenstill im Zimmer.
Man hörte nur das meckernde Hüsteln des Gerichtsschreibers
und die dumpfen Laute der elektrischen Bahnen, die zuweilen
wie durch einen Nebel von der Straße heraufklangen.
Der Richter hatte sich wieder auf seinem Sessel niedergelassen
und rückte seinen Kneifer zurecht.
,,Ich habe bereits einen Haftbefehl gegen Dr. Steinhoff er-
lassen!" sagte er dann kalt und ruhig in geschäftsmäßigem Tone,
,,In wenigen Tagen dürfte ihn der Arm der Gerechtigkeit er-
reicht haben,
Ihnen selbst, meine gnädige Frau, kann ich nach dem Ergebnis
der heutigen Verhandlung leider nicht gestatten, dies Haus
wieder als freier Mensch zu verlassen.
Ich spreche vielmehr aus schwerwiegenden Gründen über Sie
die Untersuchungshaft aus!"
Evelyn zuckte zusammen; ihr Herz wand sich wie unter einem
stählernen Griff,
Sic wollte sprechen, sich verteidigen, rechtfertigen, doch die
Kehle war ihr wie verdorrt.
Und plötzlich wallte es wie ein blutroter Vorhang vor ihren
Augen,
Mit einem leisen Aufschrei glitt sie von ihrer Bank ohn-
mächtig auf den Fußboden, — —
XI.
,,Wie geht es unserem Fremdling auf Station Sieben?" Ge-
heimrat Dr, Krusius legte den Krankenbericht der geschlossenen
Abteilung des Sanatoriums Waldfrieden auf dem mächtigen
Arbeitstisch nieder und entzündete sich behaglich seine gewohnte
kohlschwarze Morgenzigarre,
Der Assistenzarzt Dr, Schleyer zuckte die Achseln und zeigte j
sein weißes, blinkendes Wolfsgebiß,
,,Dic Benommenheit des Patienten dauert noch in alter Stärl-^»
an. Er antwortete auch gestern auf Fragen nicht einmal mit
Augenbewegungen. Dagegen ist das Fieber vollständig verschwun-
den, auch sind keinerlei Lähmungserscheinungen festzustellen.
Ein Schädelbruch, an den wir anfangs ja dachten, scheidet für
ie Diagnose also endtjültig aus. Und es handelt sich wohl nur
'um einen allerdings recht schweren Fall einer Gehirncrschülte-
ung mit anschließendem Dämmerzustand!"
' Der Geheimrat nickte zustimmend und betrachtete aulnicrk-
sani den tadellosen Brand seiner Zi;4arrc.
Durch das weitoffene Fenster klan^ien die Schla;4fanfaren eines
Finkenpärchens herein.
Es duftete nach Jasmin und Flieder, und die Wälder, die das
Sanatorium von allen Seiten mit ihren «rünen .Armen umfaßten,
lagen wie im lichten Glanz des ersten Schöpiunöstagas.
,,Wir haben diesen modernen Kaspar Hauser nun schon in der
zweiten Woche in der Anstalt", nahm der Geheimrat nach einer
kleinen Pause wieder das Wort. ,,Mcrkwürdio, daß er noch
nirgendwo vermißt worden ist und sich noch niemand nach ihm
erkundigt hat. Allerdings passieren in Deutschland zu Beginn
der scheinen Jahreszeit la auch so zahllose Autounfälle, daß der
einzelne in der Masse vollständig verschwindet!"
Dr. Schleyer strich sich über seinen blauschimmerndcn
Assyrierbart.
,,lch bin ein alter Sportsmann, aber ich habe selten eine so
restlose Zcrstöruni^ eines Wagens gesehen; nicht einmal die
Nummer war mehr zu entziffern. Der Herr muß wirklich cm
mörderisches Tempo vorgelegt haben; der Kilometerzähler stand
ja noch auf 110. Wenn unser Obcrpfleger an jenem Abend nicht
noch zufällig nach Waldhausen heruntergegangen wäre, Iiätte
der UnfSUicksmensch auf der einsamen Chaussee vielleiciu die
ganze Nacht hilflos unter den Triimmern gelegen!"
Der Geheimrat blies nachdenklich einen kunstvollen Rauchring.
„Ich hoffe noch immer, daß unser Unbekannter schon in den
nächsten Tagen die Sprache wiedergewinnen wird. Sonst wird
es allerdings hohe Zeit, daß wir die Behörden verständigen!" —
Dann saß er am Bett des Verunglückten und schaute in das
blasse, verfallene Gesicht.
Es war ganz still im Zimmer, nur die gestärkte Haube einer
Schwester raschelte leise, und aus dem Garten klang zuweilen
das helle Zwitschern der Schwalben.
,, Können Sie uns noch immer Ihren Namen nicht nennen?"
fragte er endlich in seiner eindringlich suggestiven Art.
Der Kranke hob die Schultern um Haaresbreite aus den
Kissen; einen Augenblick lang schien es, als ob er den Mund
zum Sprechen öffnen wollte.
Dann aber sank die seelische Erstarrung wieder wie eine
.Haske über sein krampfhaft arbeitendes Gesicht.
Der Geheimrat winkte seinem Assistenten.
.,Ich glaube, in den nächsten Tagen wird das Eis gebrochen
sein! Ich bitte Sie jedenfalls, unseren Freund ganz besonders
im Auge zu behalten und mir über die geringste Veränderung
in seinem Zustand sofort Bericht zu erstatten!"
Drei Tage lang hatte Kurt nach der Katastrophe auf der
Chaussee in völliger Bewußtlosigkeit gelegen, ehe er aus dem Tor
der Ewigkeit noch einmal in die Grenzmark des Lebens zurück-
gekehrt war, dieses schon halb verlorenen Lebens, dessen müh-
selig flackerndes Lichtlein der Gluthauch rasender Fiebernächte
immer wieder auszulöschen getrachtet hatte.
In seltsamen Traumgesichten war seine Seele jenseits von
Kaum und Zeil über Länder und Meere dahingcwandcrt.
Die Ferne tat sich ihm auf. und aller Sehnsucht wurde Er-
füllung.
Leuchtende Städte wuchsen herauf, um ihn war der Glanz
einer heißeren Sonne und tausend Nächte unter stillen Sternen,
lausend Nächte voll Licht und Lärm.
Bis sein Schiff von der gr.TUgelben Finsternis eines mcer-
brcilen chinesischen Strom.s verschlungen wurde und die Hiife-
lufe der Ertrinkenden im Heulen der Sirenen crsticklcn. mit
denen sich die im Nebel tastenden Dampfer ihre Todesangst
^"brüllten. Fortsetzung }olgt
l'/ioi. .\ii!!i>:iul
Lissi Arna feiert Geburtstag im Atelier
Oben rechts: Deutschland
siegt im Eishockey
Im Kreis: Der Alle und
der Neue. Präsidfnt Hoover
(rechts) ist von seiner Südamerika'
reise zurückgekehrt. Er wurde von
Coolidge (links), dem er in Kürze
im Amte nachfolgen wird, in dem
Weißen Haus in ]f ashington
feierlich begrüßt
Unten: Das erste Metall-
luftschiff
Photos: Deulig-Woche
und Ufa-Wochenschau
Oben links: Japanische
Säuglingspflege
Im Kreis: Von der jüng-
sten Brandkatastrophe im
amerikanischen Erdölgebiet
Mitte oben: Die deutsche
Küste vereist
Mitte unten : Eine Fahrt auf
den „Zuckerhut", das Wahr-
zeichen Rio de Janeiros
^:
Ff^AGEN
die uns erreTchtert
Antragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i 1 m - M a g a z i n ", Berlin SW 08. Zimmerstraße 35-41.
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im ,, Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nieht beantwortet. Bei Manu-
skriptaiiselesenlieiten bitten wir fülgeiulcs zu beaehteu: Jeder Antrabe ist
Kiiekiiorto beizufiisen. Jede Einx'iuluiiK eines Mainiskri|its zur Prüfung
ist zwcekici- nur Expose.s im Umfange von J— .T Scbreihuia.-cliinenseiteu
sind zur Eii'-iiuluns- an die Kilmindustrie. KeKi-^seure usw. geeignet. Für
Verlust der einsesandten Jlanuskriiite kann keine Verantwortung iiber-
nomnien werden, also soll der Verfasser nur DureliseliläKe senden, von
bandgescliriebenen Sendungen (leserlieb) eine Absebrift zurückbehalten.
H. S.. B r e s 1 a n : Erieli I'oniuier ist selion lange aus Hol
rück lind wieder bei der l'fa als Produktionsleiter liitig. Sie
ilin also'bi'i dieser Firma. Berlin .'<\\ BS, Kocbstralic 6-8.
\V. P., V a r e 1 : Die beiden Karten
sind an die Künstler weitergeleitet. Os-
kar Marion siiielte eine Kollc in dem
Otto (.Jebiilir-Filni „Waterloo'. Seine
niiehsle Arbeit: ..Sankt Helena".
F i 1 m s e h w ;i i in e r i u Gerd a M.,
Hamburg: Uenla Maurus spielt dn-
Titelrolle in dem neuen Fritz Lang-
Film ..Die Frau im Mond". Fred Tbom-
seii ist kürzlieb an den Folgen einer
Oallcusteinoperation gestorben. Tom Mix
ist verheiratet und bat ein Kind. Cilly
Feindt filmt muh. Die Adresse der Mün-
ebener Filmsebule ist: Müncben, Son-
nenstraLle 1.').
W i 1 h e 1 m \y.. M ii n c li e n : tay
Slarbe ist unseres Wissens nicht mehr
in Berlin. Henny Porten «obnt Berlin-
Dahlem, l'arkstraUe Tl. Hans Ailalbert
von Sehlettows Adresse ist Berlin O IT,
(iroUe Frankfurter Stralie 1. Magda
Sonja wohnt Berlin. MarclistraUe T.
Frau Else W .. Berlin: Willy
Fritseh spielte den Husarenoffizier in der
„Ungarischen Khapsodie ". Die Titelrolle
in ..Ein besserer Herr" wurde von Fritz
Kampers verkoriiert.
Hans li.. Berlin: Lien De>ers
erreichen Sie durch die Deutsch<> L'ni-
versal. Berlin S\V k. MauerstraUe bJ. Ihr
neuester Film: ,, Triumph des Lebens".
In Amslerilaui geboren. Unverheiratet.
Franz Z.: Fern Andras Berliner
Adresse ist: Cbarlottenburg. Keiehskanz-
lerplatz .i. Sie soll in England filmen. In
Deutschland w inl sie liaum noch filmen.
Ihr letzter Film w.ir ..Fuiikzaulier ". Ein
Film mit Asta Nielsen ist vorläufig nicht
in Aussicht genommen.
Erika D., li a r m e n : Die beiden
weiblicben Hauptilarstellerinnen in der
„Lorelei" waren Maria Paudler und
Lotte Lorriiig.
S u ,s e 1 K., L e i I) z i g : Von Ramnn
Xovarro laufen zur Zeit „Alt-Heidel-
berg" und „Der Fiirst der .Vhcnteiirer".
Seine nächsten Filme sind: ..Die Dame
liinterm Vorbang' und ..Pflicht und
Liebe". Den Neffen des ..Alten Fritz"
in dem gleichnamigen Film spielte Heinz
Burehhard Klokow. Seine Adresse: Ber-
lin W :(.-). Potsdamer StraMe :>€,. Von
einem neuen Film, in dem er mitwirkt,
■ist \orläiifig noch nichts bekannt.
(ireta (Jarho ist im .\ugeiililiek noch in Siliweden. S
.stellen, sooft Sie Lust haben, Sie bclä-tigen uns nicht im
.1 e a 11 V.. D r e s d e n : Vielleiiht semli'ii sie da- >
niaturgiscben Abteilungen folgender Filmgesellschaften
anderer Stelle. National, Berlin SW
Versal, Berlin SNS ti.'*. MaiierstralJe i
ywoud zii-
erreicben
E. G.. Horde: Iwan Mosjiikin wiilint Berlin W. Kiirfiirstendamiii lO.'i,
Jenny Jugo Berlin W, Kaiserdamm 2'.]. lernst Verebes Berlin W, Einser
StralJe 16, La Jana Berlin-l barlottenbnrg. Bayernallee 15. Igo Sym er-
reiebeii Sie durch Straiiss-Film. Berlin SW 48, FriedrichstralJe .">-6. .Toc
Mareco-Stöckel filmt nur noch selten. Luciano Allicrtini ist ein vorzüg-
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Das ist der Anfang. Ob Sie danach sofort ein Engagement finden werden,
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um ein .\utogramm. Von Enrico Beiifer wird es auch bald Karten geben.
Jenny Jugos Adresse finden Sie :in anderer Stelli'. Jack Trevor wohnt
Berlin \V, BendlerstralJe 9. Gustav Fröhlich. Berlin-Westend. Kiirländcr
Allee 1, Liane Haid Berlin W ].">, Duisburger stralie' !.'>. MarccUa -Vlbani
Berlin W, Kaiser.illee 1T2. Gräfin Agiie> Eslerhazy Berlin W, Kaiser-
allee 2I.'i. Vivian Gihson Berlin-Schlaclitensee. Waniiseesiraüe 109.
Hanna W., Hamburg': Jiwolil, es beruht leider auf Wahr-
heit, daß der bekannte Cow boydarsteller Fred Thomson kürzlich an einer
Gallensteinoperation gestorben ist.
E 1 I y R., L e n n e p / R li e i 11 1 a n d :
Lotte Neumann ist verheiratet. Zum er-
sten Mal.
H a n n i K., Berlin: Die weibliche
Hauptrolle im ..Tanzenden Tor" spielte
Karina Bell. F'ritz Alberti wohnt Berlin-
Wilmersdorf. Liidwigkirchstr. 9a. Hein-
rich George ist verlieiratct. Hans Mic-
rendorff gibt Autogramme.
R. F., D r e s den: ßie Rolle der
F'rau Direktor Werner im ,, Modernen
('asano\a" spielte \alcria Blaiika. ,. Mo-
derne l'iratcn " ist in Deutschland her-
gestellt «orden. .leiiiiy .Ingo gibt Auto-
gramme iiiiil wohnt Berlin W, Kaiser-
damm 29. l'lara Bons .\iisclirift: Gulver-
C'ity, Kalifornien. Sie können deutsch
an sie schreiben. Gibt Autogramme.
Ihre neuesten Filme: ..Bin ich Ihr
Typ?", ..W iiigs". Aiiny Ondra woliut
Bi'rlin - Cbarlottenburg, Kiirfürsteiidamm
Nr. 178.
H e I 111 11 t L., Breslau: Lien
De,\ ers sjiiclt die weibliche Hauptrolle
in dem neuen Film der Deutsehen Uni-
versal ..Triumph de- Leben-". .Sie er-
reichen sie durch die-e Firma in Berlin
W H. .M:iuer-tral.te 82. Viui Fritz Lang
entdeckt. Ihr erster l'iliii ..Spione".
Danach ..Die Heilige und ihr Narr" und
„Haus >r. IT'.
J 0 s c f P.. B e 11 t b c n : Es tut uns
Ijid, Ihnen nicht den Zunamen und die
Adresse des betreffenden Lesers geben
zu können, da das Redaklioiisgebeiin-
iii.s ist.
O I 1 o D., s c h ö 11 c b e r g : Wenn
Sie Filmstatist u erden wollen, so emp-
fehlen wir die Filmbörse, Berlin, Beutb-
stralle l-:t.
A e n II e B., Lud« i g s h a £ c n :
Charles Farrels Anschrift ist: 1401 We-
stern Ave.. Hollywood. Ricardo Cortez
erreiclieii Sie durch die First National,
Burbaiik Hollywood. Kai.
Ilse B.. K a li I - t c d t : Der Name
des hi'lreffeiiileii Filmschauspielers ist
Donald Keith.
Paul B.. B e r I i n : Fritz Kortner
wohnt Berlin-Dahlem, .Max-I':ylli-Str. ü.
(ierh.ird Lamprechl erreichen Sie durch
die Naiioiial, Berlin SW 48, Friedrich-
straße 10.
Charlott, Breslau: Möglieb, daß Suzy Veriion auch wieder
einmal mit W illv Fril-eh /usainmcii -pii'lt. Werner Fuetlerers nächster
Film ist ..Die Flucht der Delia'-. Seiiii> Partnerin ist Marcella Albani.
Wenn Sie Filmk.irlen durch den Verl, ig Boss beziehen wollen, bitten Sie
ihn am besten um einen Prospekt, siicben sich die Karten aus, die Sic
wünschen, und bestellen -ie dann.
Till V ().. .V u g - b 11 r g : Ernst Hotmann ist verheiratet und gibt
.Viitiigramiue. Harry H;iliii ist gleichfalls verheiratet. Wdhiiuiig: lierlin-
ILtlciisec, Westfälische Straße :!1. Ramon Novarro ist noch nicht iii Ber-
lin. Be\erlv-llills, Hollywood. Ol.if Fjord v, 'dint Berlin-Wilmersdorr.
Xantei.cr Straße 18. Selhst\ erständlich geben wir gern auf alle Fragen
-Viitwort, dazu bind wir ja da.
Hubert I... E s - e n : A\ir glauben kaum, daß die Filmgesell-
sibaft, die den ..Fcselien Husar- gedrclil bat. Iliiieii die Husareniiniform
\ Oll Ivnr N(iv( Uli leihen würde. Wir können Ihnen jedenfalls zu unserem
Bedauern in ilii-er .Vngelegeiibeit keinen Rat geben
F 1 I III 1 o r e , Cbarlottenburg: In den ..Webern" spielte
neben Paul W egeiier auch Wilhelm Dietcrie. Der Schauspieler Hans
Heinz Winkler ist iius dem Namen nach bek.innl. Nähere Mitteilungen
über ihn köTinen wir Ihnen im Augenblick leider auch nicht machen.
Gii-tav Frülilieh i-t nicht mehr mit Elizza la Porta verlobt. Wir raten
Ihnen. Lilian Harvev noch einmal um ein Autiigranim zu bitten.
II i 1 d e g a r d lt., \ 1 t o n a : Die Titelrolle in „Iwan, der Sehreck-
liclie" spielte Conrad Veidt. Von Maiiolo San Germano können wir Ihnen
\orläufig auch nicht- weiter sagen, als daß er eine Hauptrolle in
l'illii ..Der Kampf um den Mann" spielte. Wenn wir Bilder von
großen amerikanischen Slars bringen, so kommen wir damit nur
Wünschen unserer Leserschaft entgegen. Aber Sie sind im Irrtum:
bringen doch auch Bilder von anderen Künstlern,
.\. IL, Dan zig- Hans Stiiwe ist Jleeklenburgcr und bat
f
I
dem
den
den
wir
am
14. Alai Geburtstag. AVar früher Opernsänger in Königsberg. Wurde
von dem Regisseur Blaelinitzky für den Film entdeckt.
Je.
Eine Berliner R a m o n X o v a r r (i - V c r e li r e r i n Else:
iScliit'ken Sic os nur
welchem Tage er liier
Egon von Jurilan und
April in Ciüle-
Uir IJanuin Jsüvarru-(!eili(lit t'inilen wir t^elir nett.
riiliiK an Xovarro. Vielleicht freut es ihn. An
auftreten wird, ist noeli uiclit l>ekannt.
It i ii F., Mainz: Wir wenhn Harry Halm.
Harr.v I'iel an die fälliffen Antiisramme erinnern.
J{. U., X-> i e h t e r f e 1 d e ; Cireta (jarbo wurde am 17
borte Kel>ur*-'".
H e i n z (!., (J e 1 .« c n k i r e h e n : Ihre beiden Bildkartcn sind an
J.iek Tre\ür und W illv Fritseh weiterseleitet. Ueber Hirc liebenswiirdi-
KCii. anerkenenden Worte haben wir uns sehr gefreut. \Vir hüffcii, bald
wieder von Ihnen zu hören.
F i 1 m f r e u n d E d i j a e o , O .« t s c e b a d E e k c r n f ö r d e :
Ossi Oswaldas riebÜKer Name ist Ob«al(la ötiiiiliili. In ,,S<-in nrülier
Hluff" si)ielte Harry I'iel eine JJuijpelrulli-. Wenn Sie sieh als Film-
.-tatist betätiKeii «dllen, so wenden Sie sieh am besten an die Filniborse,
Herliii. UeuthstraUi- 1/,1, Wir niaehen aber Klt'ieh darauf aufmerksam:
auch in der Komparserie ist alles überfüllt. Im allgemeinen erbalten
die .Statisten pro Tajj 8 — iU Mark, werden aber oft nur 1—.') Tage im Monat
beschäftiRt.
Fritz B., Berlin: Elizza la Porta ist wirklieh nieht mit (Wistav
Fröhlich verlobt und hat am 1. März Uehiirtstat;. BriRitt<' Helm wohnt
Berlin-Dahlem. Im Winkel ä. Luciano Alhertini bat am 30. November.
1-otte LorriiiK am 6. Dezember, Ossi Oswalda am 2. Februar, .Tenny Juf^o
am 11. .Iimi (ieburtstan'. Es stimmt schon. Eya Mara ist mit Friedrich
Zeluik verheiratet. Aber so, wie Sie adressiert haben, ist es auch
rieliti;;, I,ya -Mara erhalt also den Brief.
H e r t :i ii n d Bert a aus Kiel: .lack Trevor e'iht Auto{;rammo
und wohnt Berlin W, BendlerstraUe 9.
F i 1 m f r c 11 n d i II L o I o S., Z e b 1 e n d o r f : Orete Mosbeim-
Homolka wcdint -Berliu W, Pariser Strafe 27 und ist blond. Wilhelm
Dietcrles Partnerin im ..Pfarrer von Kirchfehl' w;ir Margarete Laiiner.
Ossi T., K ö n i g s b e r g : Vielleicht erinnern Sic Harry Liedtke
noch einmal .in d.is Aiitogranin.. Die I.ösiing unseres Preisausschreiben?
wurde in Xummer 2. vom l.t. .Januar, veröffcntlielit. Die beiden Bilder
stellten Hcnny Porten und Norma Talmadge dar.
V i 1 111 f r e u n d H. B., Dres-
den : Die beiden Lilian Harvey-
Filme .,Die tolle Dola" und ,,Ihr
dunkler Piii.kt " sind nicht fiir
Jugemlliehe freigenchcn. In Ihrer
anderen AiiRelegcnbeit ist es
zweekmäliig, sich an die Keklame-
abteilungen verschiedener Filni-
gcsellscliaften zu w enden. Es sind
auch dort Uebcrangebote. aber es
ist trotzdem nicht ausgeschlos-
sen, daß Sie Beschäftigung finden.
1) 0 r o t li e a P., Berlin: Die
Bildkarten sind w citergelcitet
worden.
M a r i e F.. W i e n : Die Rolle
des Piloten Alexander im ,,Or-
low' spielte Ivan Petrovich. Mar-
cella .Vlbani ist mit dem Regis-
seur Ciuido Schamberg verheira-
tet. Ihr neuester Film: ..Die
Flucht der Delia.".
T ru d el P.. Stuttgart:
Fee Malten wohnt bei ihren El-
tern. Ihr richtiger Xanie. Gibt
Autogramme. Mimosen. Wohnung:
Berlin W. Wilmersdorfer Str. W.
Am 2. Dezember in Charlotten-
burg geboren. Als 9jabrigcs Kind
zur Spreclibiihne gekommen. Von
der Ufa für den Film entdeckt.
Ihr erster Film: ,.Die Frau im
Schrank". Es folgten ..Der ge-
heimnisvolle Spiegel" und
..Rutschbahn '. Ihr neuester Film:
,,Das Tagebuch einer Kokotte".
(i., Steglitz: Den Kapitiin in ...laekie, der Seliiffsjunge" spielte
Lars Hansoii. D;is ,.Filni-M:ig:izin" besteht jetzt 1 .Tahr und 2 Monate.
Der Tag von Ramon Xovarros Ankunft steht immer noch nicht fest.
Paul Hariniann filmt vorläufig nicht. Der Berger-Märchen-Film ,,Der
verlorene Scbuii" lief in den Weilinaelit.sfeiertagcn in einem Uta-
Theater.
D o u g I a s - F r e u n d i n in Hamburg: Douglas Fairbanks
filmt fleißig. Erst kiirzlieh erschien sein ., Vierter Musketier" in Berlin.
F 1 I m f r e u n d Rudolf S., Z ii r i c b : .Jackie Coogan ist nicht
mehr, Ramon Xovarro noch nicht in Berlin.
Wißbegierig, Jl a g d e b u r g : Höehstwahrseheinlicli
Ramon Xovarro ein Sekretariat. Die Autogr:imme gibt
D c 11 t s c h e s M ä d e 1 i n B o c h u m :
tovv wohnt Berlin O K, (iroße
■ Frankfurt am .Main geben
Davis ist Engländerin. Sie
ist verheiratet
hat
eigenhändig.
Hans Adalbert von Sclilet-
Fraiikfurter Straße 4. Am 11. .Tuni in
Xeiii. er ist in natura bartlos. Lilian Hall-
trägt einen Bubikopf.
,.R e g i s s e u r": Wenden Sie sich, bitte, an entsprechende Fabrika-
tionsfirnien. In München ist die Enielka, .Sonneiistraße 15.
U ii. M a.: Die Hau]itdarsteller vim ,.(;csclileclit in Fesseln" waren
(lunnar Toln:ies, Wilhelm Dieterle. Mary .lohnson. In ,.Quo Vadis" spiel-
ten: Emil Jaiinings. .Mfoiis Frylanil. Lillian Hall-Davis, Elga Brink. in
..Ben Hur": Ramon Noxarro. Betty Hroiiso. May Mc. Avey, t'armel ilyers,
in ,.La Boheme": Lillian (iisli und ,)ohn (iilbert. in ,.Der heilige Berg":
Leni Riefenstahl Luis Trenkcr, Ernst Petersen, in ,.<)rieiite.\preß";^ l.il
Dagovcr und Heinrich Ceorge, in ,,.Schinderliaiines ■; ILins Stüwe,
Arna, in ,.\lt-Heidellicrg": R.inion Xovarro und Xorma Shearer, in
kago": Pbyllis Haver uml \'ictor Varkoiii.
E. F. V. in Dresden: Für die N'orführung in Wanderkinos kom-
men die ühlicben Xorm.il-Projektionsapiiarate in Frage, also Imjicrator
von Zeiß-Ikon. der Mccbaii-Projcktor der Firma Leiiz in Uetzlar. der
Apparat der Firma Eugen B;iuir in Stuttgart usw. Wenn Sie selbst vor-
fiiliren wollen, müssen Sie eine entsprechende Priifung machen. Die
fnngsbestinimungen finden Sie in dem Hilfsbucli für dii
fung, Verlag August Scberl. In diesem Buch ist auch
was in der theoretischen Priifung verlangt wird. Es ist von Dr. Meiiidl
verfaßt, der die Prüfungen in Dresden abhält. Im übrigen schreiben wir
Ihnen ausführlich.
H e r 1) e r t X., Berlin: Wollen Sie sich, bitte, in Ihrer Angelegen-
heit an die Tcehnische .Vbteiliing der Emelka, München, Soniienstraße lä,
wenden. Dort erfahren Sie alles Xäliere.
L y. K., Breslau: Fritz Lang und Thea viii Harbou sind durch
Fritz Lang-Film, Uerlin SW IS, Friedriehstr.iße 221, zu erreichen.
.1 o n n y ly., \\ e s e r in ü n d e : Lil Dagover hat am 30. Septenibif
(ieburtstag.
Lissy
p.Cbi-
Prü-
Vorführer-Prü-
behandelt.
Irma B., Berlin: Hans Adalbert von Schlcftow
und hat ein kleines Kind. Max Hansen ist unverheiratet.
Lustige F i 1 m r a t t e . D a n z i g , Walter S.. Berlin:
Von den Filmstars in Amerika vermitteln wir keine .Vutogramme.
Hans Heinrich v. K.: Die Darsteller von der ,.t'hrciuik von
(irieshuus' waren l.\l Dagover, Paul Hartmann. Rudolf Forster uiui
(iertrud Welckcr. Die Beschreibung von diesem Film erballen .Sie
sicher duicli ilcn Illustrierten Filnikurier, Berlin W U, Köthcner Straße 37.
Die weiblichen Hauptridlcii in ..Deutsche Frauen — deutsehe Treue"
spielten Hermine Sterlcr und Helga Thoma^. Die Bildkartcn sind an Lya
Mara weitergeleitet. Wenn .'<ie Filmstatist werden wollen, ist die Filni-
borse. Berlin, Beulhstr.iße 1-3, Am L'la)), zu empfehlen.
\ g 11 e s V. IL, W i 1 b e 1 m s h a v e n : R.iiinm Xovarro, AVerner
Fuettercr und Fred J^ouis Lerch sind ledig. Das Alter der Stars geben
wir grundsätzlich nicht bekannt. Ramon Xovarro erreichen Sie in
Heverly-Hills, Hollywood. Kalifornien.
.V n n e 1 i e s e F.. M a g d e b u r g : Hans .Stüwe w ohnt Berlin-
Haiensee, Paulsborner Straße !l. Fährt in den nächsten Tagen nach
.\frika. wo die AußenauFiiahmen zu seinem neuen Film ,.Die Flucht in
ilie Legion" statfinden. .\iii M. .\l;ii in Jlecklenburg geboren. Mit
einer liulgarin verheiratet. Kam von der Oiiernbiihne zum Film. Filmt
.jetzt drei .lalire. Sein er-^ter Film: ..Des Königs Befehl". Es folgten
dann; ..l'ol--dam. das Sclieksal einer Residenz". ..Prinz Louis Ferdinand".
,.Fcmc", ..Hr. Bessels \ eru :iiiilliiiig" ..Die Sündeiin", ,, Schinderbannes"
usw.
H e i 11 z .s.. C r i m in i t s c h a u : Wenn Sie mit einem Filmfreunde
in Briefwechsel treten wollen, so empfehlen wir, eine Anzeige aufzu-
geben. KosteniHinkt: 3 Mark. Es stimmt: Mary Kid hat ein vier.jäliiigcs
Tiiehterchcn. Marianne Winkelstern spielt auch in dem neuen Harry
LiedtUe-l'ilni ..Die Zirkusprinzessin" die weihliehe Hauptrolle. Ein Lya
.M.ira-Buch gibt es. Der .loe May-Film „Das indischo lirabmal" läuft
augciihlieklich in Deutschland nieht.
II :i 11 s b u r , Bremen: Die Bildkaiien sind an die Künstlerin-
nen weitergeleitet.
Tokania: Henry .Stuart wohnt Berlin AV. Passauer Straße 17. \\ ie
lange Raniuii Xovarro in Berlin bleiben wird, ist noch nicht bekannt.
t; e r d a AV., (! e 1 s e n k i r -
e h e n : Wir ver>tcheii Ihre Em-
jiöruiig über die vielziivielen aus-
ländischen .Stars voll und ganz.
Trotzdem: Kunst ist iiiteruational:
die wirklichen Könner verdienen
auch ihren Ruhm. Daß .\ud Egede
Xisseu und Paul Richter so sel-
ten filmen, tut uns selbst sehr
leid, wir können aber in der Sa-
che auch nichts ändern. Daß der
von Ilincii angeführte Aiigelo Fer-
rari Italiener ist. wissen Sie wohl.
Der Film ,.Selinecsehuhbandite;i"
wird vom norw egiseheii Super-
film Iicrausgebnicbt.
E r n i S. aus Ha m b n r g :
Dcne Morel starb Ende vorigen
.lalires an einer Blutvergiftung.
Er war verheiratet. Engländer.
Möglieh, daß Sie Karten von ihm
durch die Emelka. München. Son-
nenstraße 15. erhalten. Gustav
Fröhlich kommt vorläufig nicht
n.icli Hamburg, reist in den näch-
sten Tagen nach der Schweiz.
Rosen.
Max M.. Hannover: Die
Aufnahmen zum Metropolis-Film
haben l'j— 2 Jahic gedauert. Ja-
wohl, zu vielen Filmen wird auch
eine Musik geschrieben. Senden
Sie uns. bitte, eine Bildkarte von
Harry Piel und 0.:)0 M. in Brief-
ni.irken, dann wollen wir Ihnen
gern das Autogramm besorgen.
Ines R.. Leipzig: Hcnny Porten ist eine große Blunienfreundin.
Sie gibt Autogramme. Möglich, daß sie Ihnen durch ihr Sekretariat auch
einen Brief beantworten wird.
Mainz: Xein. wir vermitteln nicht den Verkauf von Filnimanu-
skripten. Am besten, .Sie senden Ihr Sii,iet unmittelbar an einige Film-
gesellschaften. Dabei ist folgendes zu beachten: Jede Einsendung eines
Manuskriiils zur Prüfung ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2 — 3
Schreibmachinenseiten sind zur Einsendung an die Filmindustrie, Regis-
seure usw., geeignet. Für Verlust der eingesandten Sl^nuskripte kann
keine \erantw Ortung übernommen werden, also soll der Verfasser nur
Durchschlage einsenden.
Willy F r i t s e h - T r ä u m e r i n . Berlin: .Sie werden in-
zwischen Ihren Wunsch (in unserer Xummer 3) erfüllt gesehen haben.
Denn wir brachten eine ganze Seite aus der ..Ungarischen Rhapsodie" —
den siiigemlen AVilly Fritseh mit dem Geige spielenden Zigeunerprimas.
Lotte B,, W r i e z e n : Jack Trevor ist vor einigen Tagen in dem
Orplid-Meßtro-Film ..Xachtgest;,ltcn" herausgekommen. Er spielt jetzt
die männliche Hauptrolle in dem Derussa-Film ..Die weißen Rosen von
Ravensberg". Jawohl, der (irundzug seines Wesens ist ernst. Harry
Liedtke denkt nicht daran, sich von Christa Tordy scheiden zu lasset!.
Ronald Colniaiis .Vnsehrift: Culver-City. Kalifornien." Einen Freiumsehlag
mit deutschen Marken einzulegen, ist zwecklos.
Ruth .\.. Krefeld: Ditu» Gralla erblickte in Warschau das Lieht
der Welt. Einer ihrer ersten Filme war ..Prinzessin Trullalla" mit Lilian
ILirvey in der Titelrolle. Dina (irallas neuester Film ist ..Ein kleiner
Aorschuß auf die Seligkeit". Sie spielt hier nicht mit Werner Fuettcrer,
ihr Partner ist Inire Raday.
Hall a -Breslau: R,imon Xovarro ist noch immer nieht in Ber-
lin, weil ihn höchstwabrseheinlieh seine Filmarbeit in Hollywoo<l festhält.
..Heriisteinfarbige" Augen hat er aber trotzdc- nicht, vielmehr schwarz-
braune.
Lieselotte, Stettin: Ernst Hofmann ist mit der Soubrette
llcdda Kemp verheiratet, gibt Autogramme und filmt noch ab und zu.
Q(fof?ofarme
drsflid) cmpfot)(ene
^Solfögcfrcin!
Einzelpreis 40 PI. für das Hell. Bezugspreis durch die Post monatlich L75 M. Verlag: Illustrierte Filmwoche G.m.b.H.. Berlin SW 68, Kochstraöc 6—8. Schrilt-
Icilung A. Rosenlhal— Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Ocsterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien 1, Domgassc 4. Verantwortlich für Anzeigen
Wilhelm Schacler, Charlottenburg. Anieigcnverwaltung Bepa-Verlag. Berlin W 35, Blumes Hol 5. Kuplexticidruck : August Schcrl G. m b H Berlin SW 68
'
Die Ufa-Theater werden mit
gereinigt.
uektcoüix
Verkaufsstellen:
Berlin' W 50, Kurfürstendamm 236 Beutben, Bahnhofstr 13 Braunschweig, Miinzstr. la Bremen, Hcrdentorstcinwci; 5 ,' Breslau, Junkcrnstr. 38 40
Chemnitz, Falkcplatz 2 Coblenz, Schloßsir. 35 Dortmund, Kuiscrstr. 6 Dresden, Prajjor Str. 35 Duisburg, Kuhtor 2 4, GencralanzcitJcrhaus Düsseldorf,
Stcinslr. 2 Eisenach, Fraucnbcrii 9 Elberield, Altcnmarkt 13 Essen, Huyssenallec 93 Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 59 63 Halle, MaiSdeburger
Str. 56 Hamburg-Nord, Gr. Bleichen 31 Hannover, Bahnhofstr. 13 Karlsruhe, Kaiscrstr. 205 Kiel, HoKtenstr. 61 Köln, Hohe Str. 64 Königsberg,
Miinzstr. 17 , Leipzig, Rudolphstr. 4 Magdeburg, Breite W ei< 3 b München, Salvatorstr. 18 ; Nürnberg, Farberstr. 16 Stuttgart, Rotcbühlstr. 41
Wiesbaden, Wilhelmstr. 18.
AuOerdem Verkaufsstellen in weiteren Groß- und Mittelstädten des Reiches.
Sdiulmäddien- Teint,
Fi.»-
iMi.
eine licsiclit^li.-iiit. xi /.irt. ^csrliuu'idin luwl
ro.sit;"ii' (lio cilM- SeliiiliiiNdcIirlis. Uiiiilli'U
Sie durcli dii' Ifiihic HeliainllUMn lliriT
Haut mit ,,Eta-Teint-Maske" ii/iil( ii.
Trauen Sic die .Masl^r ta^iieh :'.ii .\l iiiii-
tcii. ruiii'U Sil' >icli ,M1>. «alivi'iid ~ie « irl^t.
Sie «cnk'U fühlen, wie .~ii> all da- aus
der Haut zieht. \\a> die.se ver-tupft und
zerstört, .st.iuh und Sehniutz. al)f;eslciripcne
Haut und erhärteter lal^ werilen \ uu der
,.l'.ta-'reiut-.M:isUi'"aus den l'oren ;;ezci:;en.
Die l'rsaelu' der Mitesser und Kle(d<.'U i-t
dann lu'seiti^l. Sie werden idne au^.'-
neliiue Erwäruuiu^ luiplimleri. d.i ila- Hlui
in die II, IUI ;;etnelii'n \v ird und dir-r n.ihrt
und IHM! Iii'lelpi. Nach 30 Minuten .stellen Sic
lest: Wangen wie Rosen, verjüngtes Aus-
sehen, klare, reine Haut, weiche, zarte
Haut. Kli-iiu' l'ajieu sind \ er-cliw und.-u. l.'unzeln d.adureli !;anz ^i'^liiltid.
erwcilerie l'oreu /u-.auiuienL;cz,i;;eu, er-elilallli- -\lii^l>i-lri wiTdeu fester. Viele
Frauen von 40 Jahren u.darüher erscheinen in 30 Minuten um 10 Jahre vcrjiingt.
Versuidu'U Sie es ani.Vhend. wenn Sie \orlialien, au~zu^cdien oder lie-U( li
ZU enijifanfien. Sie und Ihre l'reniule werden lie^eislert iilier ilie neu rr-
Standene Schönheit sein, sie werden zu Ihrem Besten aussehen, und weil
Sie dies wissen, sieh am widilsten fühlen, 'ruii Sie es in Ihrem cif;encH
Interesse. I'rei- diT ..l^t-i-Teinl-MasUc" Mk. 4, — nml Tiirto. \er-and un-
anffälli'' per Xachnahuie ilurch die ..Kta" (■|]eni.-le<hu. J'alirik (i. uj. Ii. 1 1..
Berlin-rankuw lil, Horkumsir. i.
M
b= ' P":i:Ä>
jeJUaqoi finde iJiktinfnStMof:' .J^ranKtn-RrnDenafundf
>^
/
„»tnmeg
Jltiva-Jüilafkiffeni'
tat pat<r)t-armlithqefctiü(5*f,<iarantiertunrthädliche, dafür aMPh«r5;nervtn-unclijefnuJberu hl'
Qtnde (Rivva^chiaf bringende Seiaen-Kilieri mifXaioPkräWrOnjialafion hilft gjienzu
aetiu.)iefen.fa£htfi:;ilaf, fordert dai(Illqenieinbefrndtn,r'eqtl)d.)(^-5W»('5Keifu.t>enjfiiq)d.Jlervtn.
lcmed.0(l<n füim'bt: „cer Erfinder ha* fi'di ein notiei IferdienNm die qepiaale.ne urafltle^i(c«u.al)(I^
iiefjjf Menfctiheü ertrerttn; dem Hccrderan Wiiof lofiqKeit Ctidcnden iP erein ÄeHer aewrden! H —
(inaiKlefer(a(>(:Jli*alikrrriHet*(I.*£ntn(ljjiwrfal((We.VwijrprBauktd.PfkmienjümWitdfn3ufl)audJitf*^
Äurm'neJIdtarproaul*«! fcinerlei ditnift^.Cifltl 3&fi|)<(WacW<n! Ü!fcmn*fi<nj.Ouiiond.PrDfptWlulletilix.
Ftmutfotunq bei allen fonjiqen UnHinimiqkeifen dt$ Körper? gegen fiücKforW. ,
8i*o-(U;laf*(ynoido Stidwi-XiffmmJtraut«»'
Mhaloli'onjfülluna abOre)d*n nur \n. 9 JE9
MoifVl^cnARWnKill» ■»tnslin • 29.i>
Xl^-famfirfrnaacTubiren: «Sefdefikifffft,
•}tau teilen, >$Wmbomd o^Dradfniwr Sm. J5.-
luiiu-^ulführunq nuf • ii,-
JlllfinherBcUer d»s.b«Konin«n,allqeniein beireW«n und sich«r inVkinoien JfoturtröporoKM
Jlthelmji qetjen jedeübe!kei4 - juhouse, Inder Eisenixihn, im Fluq5fuqoiuf8«tiq4<!ui"en
)uc5e«,imtufir(Jilff oderimAuk) .Ailielma'-Ttimilinipaduinq aMlrnden Km. 9.S
Xabocalocium Jiiwa/Diresclen -xOautsaer Strafte 54
i^
iJne Probe -Lebens-
deiitung frei für
Leser dieses Blattes.
liiT widilheh.iiiulc A-indo-c I>r.dc^-i.i
Iviixiii.v li.it sich wieder entvidilo^scii. für
die Hcwidilicr diese- J.. indes ,i;aii/ kosten-
frei rrolie-lIi.riiskii|ie ihres Lehen- au--
/iiai liciteii.
I'rol'. K(i\rii>s l.'uliiii i-i -o weit \ erlueilet. d.-ilj er wohl kaum
Uichr einer Einfiilnuun durch uii- bedarf. Seine l-'.ihi^keii, da-
I.elien .iiiilcrcr /u diuilen. cim-ilci. wie weit entfernt sie aiiidi vuii
ihm wohnen ]iuij;en. sollen .in das W'underhare ftrenzen. .Si'lli-t
.\str(ilOL;en \ on \ ei -cliiedcnen .Nationalitäten und .\nsehen in der
;;.'inzen W'idi si hcii in ihm ihren Meister und fol(;en in seinen FuB-
t.ipfen. Er /.ihlt lhri> r.älii.ükeiten auf. Sayt Ihnen, wie und wo .Sie
Krfol;;e liahen können, und erwähnt die f;iin-lin('ii und un^'iinsliKen
Kiioihen llue- Leben-.
Seine Hesehreihnn;;- verKanscner. ceseilw ärtiiier und znkiinftii;er
Ereignisse wild Sie in Sianuen versetzen und Ihnen helfen.
lli'rr l'.iul st.'ihlniann. ein cifahrcner A-trolof^e, dber-Xiew iadom.
saKt:
..Die lluroskope. die Herr l'rof. liii.xroy für niieh aufj^estellt
li.'it. sind ;;;iuz iler \\ alnhcii cnl-jirei hend. Sie -ind ein -ehr
uiondliehe-. widiUeluiiL^ciic- .N(ii, k .\rl'cit. Da ich Selbst
Astroloqe bin, habe ich seine planetarischen Be-
rechnunqen und Anqaben qenau untersucht und
;;efiinde 1. d.ill -eine .\rlicii in allen Kiii/cllieilen iierfekt. er
s(dli-t in die-cr \\i-si'n-cliafl durcli,-iii- licwainleri i-t."
A\'eun Sie von ilic-er Sonilerofferle iKdir.-iueli maidicn und eine
Leseprobe erhallen wollen, senden Sie einlach Ihren vollen Xainen
lind !;eii;iue .\dresse ein. ludist Ta^-. Jlonat. .lalir und Ort Ihrer (ie-
liiirt (alles deutlich Kesehrieheii), -o" ie Anuabe. ob Herr. Frau oder
riänlein, und nennen Sie den \:inien dieser Zeituiij;. tield ist nielil
mdwendiu. sie köneii aber, wenn Sie wollen. .'lU l'f, in liriefinarken
lliri'- Linde- (keine ( ;eldniiin/eu einsehlieUen) milseiideii zur Be-
-Ireiiuiii; de- Torlos und der SehreibRebühreii. .Vdressieroil Sie
Ihren brief .in l'iof. lUiXKOV. Dept. 8l'9ö (', Emniasstraat 12. Den
H;ki«- (Hollaiidl. Hriefporlo 25 If.
B«it|
üiinnll .IIIIIIIIIiIiIIIIiiiIiiiiimIii Uff
iiiieniiiiiiiiiiiiiiMMiiiiiiiiiMiiiiiiiHlilihlilillllliilllllllllllllllllllllllllllllllll
""' tlMIIIIIIIMIIIIIIIIIUIIIimTÜTlT
JfCIuI>-SesseI
Kurze Zeit in der Großen Kunst -/lussiellung
Daölöeim benutzt, fast wie neu, verkautt von
35 Mark an in Stoff — Rina-Leüer 95 Mark
H. £ip1ce, Berlin SW>, Koc0straße 6 bis 7
'"IUI" llllllNlnaillllllllHffilill,,. I ^
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den Ihnen die Bildstreifen frohe und
ernste Stunden, wichtige Familienereig-
nisse, liebe und vertraute Gesichter in
aller Lebendigkeit vor Augen führen.
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fache Handhabung und die niedrigen
Anschaffungskosten der Aufnahme- und
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sind Erinnerungen. Alle frohen Stunden,
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der Erinnerung wert ist. Sie werden
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Die Bedienung der Aufnahme- und Wieder-
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f a c h m a n n leicht. Die Beschattungs-
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a^in
n I i; M OCH I \ s c II K I I v i) i; w i i i. m r w \. i \ n i'
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ALBEQT STEINQÜCK f
spielte seine lelzle ßolle im Ufa-Film „Aspball"
'7%KM
X Hl
Die Bilder zeigen Mady Christians, Guslav
Seit Sonnabend läuft in Berlin Ludwig Ber-
geis neuester Film, den er während seines
Urlaubs in Deutschland gedreht hat.
Am gleichen Tage ist der Dampfer in See ge-
gangen, mit dem er nach Amerika zurückkehrt,
wo ihn neue Aufgaben erwarten.
Es ist nicht ohne Interesse, daü die eigent-
liche Uraufführung des Films im Ufa-Palast
ungefähr um die gleiche Jahreszeit stattfand
m der vor langer Zeit auch der ..Walzertrauni'
vom gleichen Regisseur mit der gleichen Dar-
stellerin aus der Tai:fe gehoben wurde.
Mady Christians erscheint in diesem Film,
wie man bereits aus den Photos sieht, viel
reifer, fraulicher, schauspielerisch vollendeter,
und Berger hofft, mit dem Bild auch in New
York einen Erfolg zu erringen, das sich sicher
noch für Mady interessiert, die ja früher jen-
seits des groBen Teichs lebte und arbeitete.
Neben Mady Christians erscheint Gustav
■9B
■np
Fröhlich, Anloti Edthoior. Frida Richard
Fröhlich in diesem Bild, ein Künstler der in
den nächsten Monaten in großen, aufsehen-
erregenden Bildern — man braucht hier nur
,, Asphalt" zu nennen — vor die Schar der deut-
schen Kinobesucher treten wird.
Interessant und ein Zugeständnis an das
moderne Sensationeile die Tatsache, daß Georg
Wittig, der junge Komponist, einen Apparat
erfunden hat, der Musik durch Ätherwellen
aus der Luft hervorholt.
Vor ein paar Jahren hätte man das für
eine Jules Vernesche Idee gehalten, aber in-
zwischen haben wir so etwas hier auf der
Varietebühne gesehen und wissen, daß tat-
sächlich dem modernen Erfindergeist nichts
mehr unmögUch ist. In der großen Festvor-
stellung wurden die Hauptdarsteller lebhaft ge-
feiert, und es ist zu vermuten, daß dieses Bild,
in dem Geist und Technik sich glänzend ver-
binden, bei allen Filmfreunden gefallen wird.
^^ß^cdm
Patsy Ruth Miller
Das ist eine tolle Geschichte, das Aben-
teuer eines Untergrundbahnschaffners in
der Silvesternacht. Ein Detektivspiel, in
dem ein irrsinniger Millionär mit dem Be-
amten der Subway Uniform und Au; Aeis tauscht,
und ihn so zwar mit Geld versieht, ihm aber auch
allerhand Ungelegenheiten bereitet.
Er hat ein Abenteuer mit einer entzückenden
jungen Dame, wird überfallen, von Verbrechern
verschleppt, vor die Wahl gestellt, entweder
innerhalb von zwei Stunden fünfzigtausend Dollar
zu beschaffen, oder aber Bilder von sich und der
hübschen jungen Frau veröffentlicht zu sehen.
Das ist in Amerika nicht angenehm, weil es
kompromittierend ist. Er rettet sich und die
junge Dame auf ein Schiff, läßt sich mit ihr
trauen, weil das Bild dadurch seine kompromit-
tierende Wirkung verliert, nird aber dann ver-
haftet und — ausgerechnet auf der Untergrund-
bahn — zur Hauptpolizeiwache gebracht.
■Pü«!
\
Monte Bitte
Hier löst sich das Rätsel, denn der irrsinnige
Milliardär taucht auf und will die Untergrund-
bahn zum Entgleisen bringen, damit er nicht als
>\örder verhaftet wird.
Ist es da nicht ein Glück, daß unser Held in
Wirklichkeit Untergrundbahnschaffner ist, also
genau Bescheid weiß?
Denn jetzt werden alle gerettet. Aber es ist
schade, daß die ganze Geschichte nicht wahr ist,
sondern daß sie Monte Blue, der Hauptdarsteller,
nur träumt, und zwar im Fieberwahn, denn er ist
gleich, als er seinen Urlaub antrat, von einem
Auto überfahren worden, war schwer verletzt und
Hegt nun im Hospital.
Was bleibt ihm jetzt übrig? Er muß seinen
Dienst antreten und kann höchstens damit rech-
nen, daß ihm beim nächsten Urlaub wirklich eine
junge Dame aus dem Kreis der Upper-tcn über
den Weg läuft, aber dann ohne Detektiv und ohne
Verrückten.
Phol. \\ urner
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1 I
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BAQBAßA LA MAY
triH in der Scnia auf
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yj UND DIE 3ÖSeU Q£/STER
■*— »-m*j
V>'*
^yie sieht man sie in ihren Filmen anders als ärm-
I lieh, verprüiielt und gehetzt — nie darf sie, wie
J ihre Kolleiiinncn, Juwelen tragen, Auto fahren,
tlirten und sich von eleganten jMännern umwerben
lassen — sie ist immer das Aschenbrödel, das arme kleine
Mädel, das in ärmlichen Verhältnissen lebt, vcriolgt und
herumgestoßen, bis endlich eine große Liebe das strah-
lende Licht ihres Lebens wird. Und auch die große Liebe
ist äußerlich arm. — Kein Prinz kommt, um das Aschen-
brödel zu erlösen — es ist immer nur ein hübscher, her-
zensguter, aber prinzipiell armer Kerl . . . Und doch
möchte Janel Gaynor sicherlich mit keiner Kollegin tau-
schen — denn die Aschenbrödelrollen haben der kaum
Neunzehnjährigen den Namen eines großen Stars gebracht
— und das viele Elend, das sie im Film zu erdulden hat,
wird durch Ruhm und große Gage überreichlich aufge-
wogen. — Dabei ist Janet Gaynor nicht einmal ausge-
sprochen hübsch. Aber ihr feines, etwas unregelmäßiges
Gesicht ist von einer unglaublichen Ausdrucksfähigkeil!
Mit einem Blick ihrer großen, strahlenden Augen zwingt
sie den Zuschauer in ihren Bann, imd es gibt nur wenige,
die nicht durch ihr zartes ,, Lächeln unter Tränen" gerührt
würden , . . Ihre Rollen sind immer ganz primitiv und
einfach gestaltet — wie es die Amerikaner gerne tun, —
Oben: Janet Gaynor. — Mitte: Margaret Livingstone
und George Brien. — Unten links: Janet Gaynor (Im
siebenten Himmel J. — Unten rechts: Charles Morton,
Lucy Doraine, Janet Gaynor i'hoi. I o\-i dn:
Hier verfolgte Unschuld — dort triumphie-
rendes Laster — hier das unschuldige Mäd-
chen — dort der böse „Vamp", dessen Auf-
gabe es aktelang ist, dem Unschuldsengel
das Leben schwer zu machen, und ihm da-
mit alle Sympathien zu sichern. In ,, Son-
nenaufgang" ist sie die kleine ostpreußische
Bauersfrau (mit blonder Perücke!), der die
verführerische Margaret Livingstone den
Mann abspenstig macht und ihn beinahe
dazu bringt, sie zu ermorden , , , In ,,Im
siebenten Himmel" ist's wie im guten alten
Märchen, die böse Stiefmutter mit der Peit-
sche, die es zum Schluß sogar beinahe fertig
bringt, daß der Unschuldsengel als Dirne
sistiert wird ... In ,, Engel der Straße"
ist's die raffinierte Natalie Kingstone, die
den Engel verdächtigt, ein richtiger ,, Engel
der Straße", d. h. ein kleines Freudenmäd-
chen gewesen zu sein, und es beinahe dazu
bringt, daß der Geliebte (ärmlich, aber rein-
lich — siehe oben!) sie erwürgt ... In
„Vier Teufel" ist es die faszinierende Mary
Duncan, die ihr den Heißgeliebten abspenstig
macht, so daß sie sich verzweifelt vom Tra-
pez stürzen läßt und beinahe sterben
muß ... In „Christine", dem neuen Mur-
naufilm, wo das Aschenbrödel allerdings
schon zum gutsituierten holländischen Mädel
avanciert ist, erreicht es die raffinierte Lucie
Doraine beinahe, daß Janet an dem Mann
ihrer Wahl verzweifelt und einem anderen,
ungeliebten, die Hand reicht ... Ja —
dieses „beinahe" — es spielt eine große
Rolle im Filmleben des kleinen Aschenbrö-
dels — aber es geht — Gott^ei Dank! —
immer, wie im Märchen auch — es bleibt
bei dem Beinahe — der „Vamp" verschwin-
det aus dem Bild, die letzten paar Dutzend
Meter werden eitel Seligkeit, und — wenn
sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch
heule.
Oben : Gladys Brockwell und Janet Gaynor (Im
siebenten Himmel). — Mitte: Natalie Kingstone
und Charles Farell. — Unten links: Mary Dun-
can in „Vier Teufel". — Unten rechts: Janet
Gaynor in „Engel der Straße" Plml l nx-nim
■■ r:^-rs»mi V : '^'^'■'^'■"iimW?^'
L
fNO£J^.
il|\7|Änn wir vor kurzer Zeil hier behaupteten, daß die Wüste jetzt große Filmmode geworden ist,
['AABo wird das einem aufs neue erhärtet durch den neuen Paramount-Film vom „Weißen Harem",
er Verfasser dieses Opus ist der Autor der „Elulsbrüderschaft", die im vorigen Jahr größte
iichlung und in ihrer technischen Durchführung überall Bewunderung erregte. Diesmal hat er einen
»gen Offizier der französischen Kolonialarmee in den Mittelpunkt gestellt, der im Auftrag seines
Ikels mehrfach, teils als Spion, teils als diplomatischer Unterhändler, die Beduinenstämme in der
liste aufsuchen muß, um mit ihnen zu verhandeln. Dabei lernt er eine hübsche Amerikanerin
unen, die mit ihrer Gesellschafterin in der Wüste umherreist, weil sie Stoff für einen Roman sucht,
E verliebt sich in sie, rettet sie vielfach aus Gefahren und rechnet schon mit der Verlobung, als
ir:ndein Scheich die junge Dame als Preis für einen Vertrag verlangt. So etwas tut natürlich ein
a jrikanischer Gentleman nicht, und die Geschichte wäre fürchterlich kompliziert geworden, wenn
n 1 nicht wieder feindliche Stämme zum entscheidenden Angriff vorrückten, die Beduinenhäuptlinge
sii gegenseitig ums Leben bringen wollten, und wenn_ scl^ießlich nicht die Amerikanerin den Scheich
1 damit den Vertrag rettete, der natürlich dtm Helden außerordentlich gelegen kommt, weil er so
I 1 Onkel General Heldentat und Verlobung in einem berichten kann. Es ist eine spannende Ge-
;«ichte, die etwas von den modernen Kriminal- und Detektivromanen hat, leise an Karl May erinnert,
II vor allem hübschen Menschen glänzende Gelegenheit bietet, in einem bildwirksamen, malerischen,
r ressanten Milieu Dinge zu erleben, die den Beschauer in ihren Bann ziehen.
iiL
\inM\nin4it
Skizze von Lolti Behrens
Lilo, ein allerliebster Backfisch, ist eine leidenschaftliche
Sammlerin' von Künstlerpostkarten. Eine einzige fehlt ihr
noch, und das ist die des Filmschauspielers Otto Gebühr.
Hm, denkt sie, ich möchte doch gar zu gern diesen so sehr ge-
feierten Künstler einmal persönlich sprechen, ja, wie fange ich
das bloß an, da ist guter Rat teuer. Wenn ich nun Mama frage,
aber nein, dann würde sie ganz sicher sagen: ,,Kind, wie kannst
du nur solchen Gedanken haben." Aber ich möchte doch so
furchtbar gern einmal mit ihm sprechen, wie würden die Freun-
dinnen staunen. Sie sieht sich schon als Mittelpunkt, über-
haupt, das Gefühl schon allein, gefragt und angestaunt zu wer-
den. Schelmisch, wie nun einmal Lilo ist, denkt sie, ach, sagst
es Mama erst, wenn du dort warst. Ein Blick auf die Armband-
uhr, soll ich, soll ich nicht. Bloß einmal versuchen kannst du
es schließlich, ob du ihn ahtriffst? Sie drückt beide Hände gegen
das stark klopfende Herz, Kurz entschlossen geht sie zum
Kleiderschrank, ja, wer die Wahl, hat die Qual. Das Blaue
wird herausgeholt, sie hält es an, beschaut sich kritisch im
Spiegel, nein, das ist nicht hübsch genug. Nun kommt die Reihe
an das Gelbe, auch das ist nicht mehr so modern. Das Grüne
wäre imstande, Lilo zu befriedigen, aber da fehlt ja der Crepe-
dc-chine-Kragen, und der ist natürlich noch nicht gew'aschen.
Ärgerlich wirft sie es in den Schrank. Sturm im Kleiderschrank,
wütend schiebt sie die Bügel hin und her, halt, da ist ja das
fraise Tanzstiindcnkleid mi! dein beigen Einsatz. Eins, zwei, drei
hat sie es an, so schnell war Lilo noch nicht angezogen. Nun
noch die passenden Strümpfe und Schuhe an, ach, wenn sie sich
doch daran gewöhnen könnte, das Kleid zuletzt anzuziehen, nein,
das tut das Krausköpfchen einmal nicht. Vielleicht lernt sie es
später noch. Bald hätte sie ganz in der Eile vergessen, in den
Spiegel zu schauen. Wie scheußlich, da entdeckt sie einen
Pickel. Wie kann ich den unsichtbar machen, ach, da ist ja
Elida. Ein wenig damit eingerieben und etwas Puder darauf,
so, kaum mehr zu sehen. Nun ist auch noch die Naht von den
Strümpfen schief, das sieht leicht so aus, als hätte man ver-
bogene Beine, und die hat Lilo gar nicht. Endlich ist sie fertig.
Das Mädchen sagt ihr, die Mama sei ausgegangen. Lilo macht
fast einen Bocksprung, sie wäre ja sonst ganz rot geworden,
wenn Mama sie gefragt hätte, wohin sie wolle. Elastisch geht
sie über den weichen Teppich der Diele, da fällt ihr Blick auf
Schnippel, der sie erwartungsvoll anblinzelt und freudig mit dem
Schwanz wedelt. Er schaut sie von der Seite an, als wollte er
sagen: ,,Was ist mit meiner jungen Herrin bloß los, sie sieht ja
so verklärt aus, könnte ich doch nur mitgehen." Lilo hat wohl
Schnippeis Gedanken erraten, sie holt Maulkorb und Leine. Wie
freut er sich, es ist doch schön, wenn man eine junge und dabei
noch hübsche Herrin hat, wie man da gleich angesehen wird, und
er stellt seinen Schwanz kerzengerade in die Höhe. Schnippel
ist ein niedlicher Dackel mii ganz fürchterlich krximmen Beinen
und fliegenden Ohren, Lilo ist ganz in Gedanken, bald stößt sie
hier an, bald dort, entschuldigt sich zerstreut, Sie geht über
den Fahrweg, sieht nicht rechts und nicht links, eine Autohupe
ertönt und schreckt sie aus ihren Träumen. Sie sieht die Haus-
nummern, ach, hier fängt ja die Straße erst an, und in die HttS'
derte herum ist doch erst die Wohnung, Ob Herr Gebühr wohl
zu Hause ist? Zaghaft öffnet sie die Haustür, Schnippel denkt,
hier warst du ja noch gar nicht, was will bloß deine Herrin hier.
Ach, wie ihr Herz klopft, am liebsten möchte sie gleich wiedet
umkehren. Versuchen kann man es doch einmal, zögernd drückt
sie auf die Klingel, bimmm — Ganz heiß wird es Lilo, wenr
doch bloß niemand öffnen würde. Schnippel fängt an zu winseln
sie zieht energisch an der Leine: „Bist du gleich still?" Gan;
schief sieht er die Herrin an, was mag ihr bloß sein, sie ist j:
/
II:
• I
V
I «k«
IWAN MOSJUKIN
)l
so aufgerejjt, daß mein Halsband zittert. Energische Schritte
sind zu vernehmen, Lilo friert vor Aufregung, sie möchte so
gern wieder kehrtmachen, aber nun ist der Augenblick so nahe,
daß sie diesen so beliebten Filmschauspieler von Angesicht zu
Angesicht sehen kann. ,, Guten Tag!" In der Tür steht er
freundlich lächelnd, Lilo bekommt Mut. Anmutig neigt sie das
Köpfchen: ,, Guten Tag." Sie stammelt ihren Namen, eine Hand-
bewegung ladet zum Eintreten ein. B.efangen fragt sie, ob denn
auch Hunde gestattet seien. „Ja, aber natürlich, ich habe Hunde
sehr gern!" Schnippel merkt das sofort und springt freudig an
Herrn Gebühr hoch, er beißt ihm in das Ohr, leckt an seiner
Hand. Lilo hat es satt, diese Leckerei von dem Hund. — Sie
bindet ihn kurz und bündig an den Gasherdständer, jetzt muß
Schnippel nun ganz still sitzen, und er möchte doch so gern
weiter spielen. Das ist eine große Geduldsprobe für ihn, man
muß sich eben in sein Schicksal fügen. Herr Gebühr bietet Lilo
Platz an, sie stammelt: ,,Ich komme, um . . . wären Sie so freund-
lich . . . dürfte ich Sie bitten, mir . . ." Sie ist auf cihmal so
verdreht, daß sie ihre schön zurechtgelegte Rede ganz vergasen
hat. Schnippel sieht sich indessen um, da sieht er eine Flietfe,
nun muß sie auch so weit von mir sitzen, denkt er, kriegen tuW
ich dich doch. Er springt hinzu, denkt aber nicht, daß er an-
gebunden ist. Der Ständer gibt einen quietschenden Ton von
sich, ob es meine Herrin gehört hat? Gott sei Dank nicht, sie
ist ja so verklärt. Herr Gebühr bietet Lilo eine Zigarette an,
sie hat zwar noch sehr wenig geraucht, man darf es sich eben
nicht merken lassen. Sie zieht, es geht ja gar nicht, sie zieht
noch einmal, so jetzt brennt sie endlich. Ach, wie der Rauch
in die Augen steigt, hättest du doch lieber keine Zigarette an-
genommen. Lilo bringt nun ihr Anliegen vor, Herr Gebühr ist
auch gleich bereit und bringt eine Postkarte von sich. Sie
bittet noch um seine Unterschrift, auch diese Bitte wird erfüllt.
Jetzt hat sie den Rauch halb runtergeschluckt, und er reizt zum
Husten. Wie konnte sie sich nur so unsterblich blamieren, ganz
rot wird sie bei dem Gedanken. Ein würgendes Geräusch läßt
beide aufhorchen. Lilo schaut nach Schnippel, Herr Gebühr
folgt ihrem Blick. Sie springt auf: ,,Aber Schnippel, was machst
du?" Da steht er und würgt. Entsetzt sieht sie Herrn Gebühr
an, sie ist ganz außer sich, auch noch das Malheur. Schon ist
ein kleiner See zu sehen; belustigt über das kleine Intermezzo
holt Herr Gebühr einen Lappen, um ihn zu entfernen. Das kann
doch Lilo nicht zulassen, sie bittet um den Lappen und ent-
fernt alles. Nun ist aber das Maß voll, Lilo holt ihren Zer-
stäuber aus der Tasche und erfrischt Hände und Gesicht. Wer
war wohl an Schnippeis Studium schuld, ich glaube, die Fliege
wollte ihre goldene Freiheit wieder haben. Schnippel ist nicht
zu halten, er springt an Herrn Gebühr hoch, da passiert noch
Otio Gebühr als „Aller Frilz"
l'liüt. Siilicnal
das Schrecklichste. Der Gasherdständer rutscht und fällt um.
Alles, was sich gerade darauf befindet, fällt zur Erde. Zu Tode
erschrocken, schaut Schnippel seine Herrin an, was wird sie
sagen? Während Herr Gebühr mit den Aufräumungsarbeiten
beschäftigt ist, löst Lilo Schnippeis Leine, und in einem günstigen
Augenblick verschwindet sie, Sie eilt die Treppen hinunter,
zwei, drei Stufen nehmend, wenn bloß niemand hinterherkommt.
Schnippel gefällt diese Jagd, freudig bellend, springt er Lilo
nach. Unten hört sie die Stimme Herrn Gebührs: ,,Die Karte?"
Nicht um alles in der Welt wä^^j^ioch einmal zurückgegangen,
diese Blamage, nur gut,
daß Mama davon nichts
weiß. Den Freundinnen
wird Lilo es bestimr
erzählt haben, aber de
wahren Sachverhalt ba^^^ ^ I
sie verschwiegen. Ja, was*.j^ ' ^ 5 >j
war denn mit der Karte?
Bekommen hat sie dieselbe
doch, aber durch post-
lagcrnde Adresse. Nie
•■jvieder wird Lilo einen
berühmten Filmschau-
spieler persönlich um ein
Autogramm bitten — viel-
leicht doch — aber dann
ohnöfc Schnippel.
Otto Gebühr
in „Spork'sche Jäger"
» ■• il
ROMAN VON HANS SCHULZE
.30
//. ^prl.^ftziwf;
Und aus dem Düster der tiefen, lichtverlassenen Nacht slie^en
allerlei phantastische Menschcnschattcn herauf, mit leeren Augen-
höhlen und ^''ausi<4en Kahlschädcln auf lan<>en, zitternden Hälsen.
Das bo" und drehte sich in linkischem Umfassen, das klapperte,
stolperte, tobte in vsahnsinnigem Reihen.
Und dann war alles wieder verweht, verschwunden.
Eine einsame. BahnunterfiihruntJ öffnt"o sich, dahinter in
üi;4antischen Linien der flimmernde, lichter^länzcnde Leib einer
jjewaltisjen Stadt, der er mit donnerndem Motor wie ein Sturm-
wind ent^esjenraste.
Wälder flogen vorbei, dunkel verzerrte Massen, die wie mit
wildiireifenden Armen über dem We;4e hingen.
Bis sich die samtene Nacht allmählich in ein unijehcueres
Chaos wandelte und er mit dem jjanzen Gespensterspuk in
schwarze. >!ähnende Flutab^ründe versank.
Dann fand er sich auf einmal in einem hellen, freundlichen
Zimmer.
Bebrillte Herren in weißen Mänteln beuijten sich über sein
Bett, sprachen zu ihm.
Er sah und hörte alles, was um ihn her voroinjj, und doch
dranfS keines ihrer
Worte durch die
Umwallun^ seines
Bewußtseins.
Nur allerlei selt-
same Stimmen
raunten und wis-
perten um ihn her;
sie krochen aus den
Wänden und aus
jedem Fußbreit des
Bodens, sie ver-
lachten, verhöhn-
ten, beschimpften
ihn und bedrohten
ihn mit entsetz-
lichen Gefahren.
In seinem Schä- •
del war zuweilen
ein Drohnen, als ob
ein Mann mit blei-
ernen Sohlen darin
herumgintje.
Seine Glieder
schienen ihm zu
Stein erstarrt, die
Zun^e unbeweglich
an den Gaumen Ge-
preßt, die Kinn-
backen eisern zu-
sammcn<ieschmic-
dcl.
Sobald er den
Kopf zu heben ver-
suchte, zischte eine
riesige Schlange
wie ein Pfeil vor
ihm auf.
Auf den äußer-
sten Schwanzring
gestützt, wicijtc sie
den weichen, grün-
lich schimmernden
Leib hin und her.
Bis sie plötzlich
wieder in sich zu-
sammenfiel und
sich in fetti^-<5län-
zenden Rinj<en am
Normo und Constance Talmadge
Fußende des Bettes zu einem scheußlichen Ballen zusammen-
rollte.
Aber noch lange fühlte er den bannenden Blick des medusen-
haft schönen Tierhauptes, als ob er dem Urwald mitten ins An-
gesicht («eschaut hätte.
So schlichen die Tage einförmig dahin.
Noch immer lag auf seinen Sinnen die dumpfe Lähmung, die
ihn von aller Welt absperrte.
Nur in der Stille der Nacht regte sich zuweilen ;4anz leise der
feine, süße Schmerz einer wehen Sehnsucht, wie wenn in einer
Nebelwand eine Lücke entsteht und eine erste, unsichere Helle
in das Zimmer dringt.
Und dann kam eines Morgens eine kleine Drossel, setzte sich
auf einen Fliederstrauch am Fenster und sang so laut und
freudig, daß der ;4«'nze blühende Garten von ihrem jubelnden
Sänge erfüllt war.
Da erschrak der Kranke bis auf den Grund seiner Seele; ein
Zittern ging durch seinen Körper, und er bc<4ann auf einmal
fassunjislos zu weinen. — — —
XU.
,, Fräulein Lore,
Fräulein Lore!"
Walter v. Prayer
stand am Sieben-
eichener Bade-
strand und sandte
seinen Ruf weithin
über das blaue
Blinkfeuer des
Sees.
Ein lustiges
Jauchzen klang als
Antwort durch die
morjsenhellc Luft
zurück.
Dann warf die
Schwimmerin den
rechten .A.rm in die
Höhe und schwamm
in langen Stößen
w iedcr dem Ufer zu.
Über dem See
leuchtete die Sonne
in der wundervol'
Icn Klarheit eines
stillen Junitages.
In der unermeß-
lichen Himmels-
ferne schwebte ein-
sam ein weißes
Lämmcrw (»Ikchen
und trieb lanj^sam
dahin wie ein lieber
Sommer;5edanke.
Jetzt tauchte das
kecke Rot der
Kappe zwischen
den jungen Rohr-
pieifen auf. Eine
Familie von Hau-
bentauchern trieb
aufgeregt durch-
einander.
Im nächsten Au-
genblick rauschte
das Wasser hinter
der Schilfv\and der
Badebucht laut avil.
Schlank und rank stand Lore in ihrem seidenen Badetrikot in
der flimmernden Sonne.
Sie reichten einander die Hände.
„Guten Morien. Herr v. Prayer!"
schüttelnd. „Herr Gott, war das schön
sa^tc sie, sich wohlifj
da drau(3en! Das macht
frisch für den (Janzen Tag!"
Ihre jungen Au^en lachten
immer an den Händen hielten.
Bis ihm die Kleine auf
die braunen Finjjcr fortriß.
,,Da stehen Sie,"
umzurfeben. Und
Gebüsch!" — Dann
saßen sie unter
einem alten Tul-
penbaum iJanz dicht
am Wasser und
schauten auf das
Geruhsame Treiben
des Sees hinaus.
Lore hatte in
aller Schnelle ihr
Kleid überjjestreift;
ihr blondes Haar
leuchtete in der
hellen Sonne wie
ein Gespinst von
Gold und Silber.
Der kleine Mund,
der sonst kaum
einen AusJenblick
stillstand, war auf
einmal verstummt,
und als sie Walter
jetzt ihr schmal -^e-
wordenes Gesicht
zuwendete, laj< ein
feiner Tränen-
schleier über ihren
Aujjen.
,,Was brinj^en Sie
Neues aus Berlin,
Herr v. Prayer?
Bitte, sajjen Sie es
ijanz schnell!"
Walter zuckte die
Achseln.
,.Im all(^emeincn
nicht viel! Ich habe
Ihre Frau Schwe-
ster (gestern auf
der Lazarettstation
in Moabit besucht.
Sie war noch im-
mer völlifj jSebro-
chen und weinte
unaufhörlich. Dabei
ist es noch ein
Glück, daß man sie
fürs erste wenig-
stens dort unter-
gebracht und nicht
gleich in eine Ge-
fängniszelle ge-
steckt hat!"
Lore sah sinnend
auf das hurtige Ge-
trippel eines klei-
ineinandcr; daß sie sich noch
hatten sie ganz vergessen,
einmal mit einem empörten RuuU
schall sie, ., anstatt mir
dabei hängt er gleich
einen Bademantel
hinter Ihnen ini
•Mtf meiner
SINGER
und deren (Apparaten
bann ich mir die
entzäckendfien
lileidungsßüdie
/oibft anfbrügen
KOSTENLOSE ANLEITUNG
im Js/ahon, Sfidzon und Siopfbn
fbwie in dorJ-üindhabimg derJlpparatQ
wird bQreiiwilUgft injßdem SingerJhden erteilt
SINGER NÄHMASOilNEN AKTIENGES€LLSCHÄfT
ihn«:
nen braunen Amselweibchens, das furchtlos i
weichen Ufersande hin und Iier lief.
,,Ks ist so wunderschön hier draußen," sagte sie leise.
dem 1
„daß
es immer wieder nicht fassen kann, welch ein Unglück über uns
hereingebrochen ist!'
Mit einer beschwichtigenden Bewegung legte Waller die iland
auf ihren sonnenwarmen Arm.
,,Frau Kvelyns Unschuld wird und muß sich herausstellen. Die
Anklage gegen sie ist ja ganz unsinnig. Ich habe gestern auch
mit Herrn Justizrat Schwerthauer darüber gesprochen. Er hat
dem Gericht eine Kaution in jeder beliebigen Höhe angeboten.
wenn Ihre Frau Schwester wieder auf freien Fuß gesetzt
wird!"
,,Und \\as hat der Untersuchungsrichter geantwortet''"
,,Er will noch nicht recht» heran. Ich glaube, er fürchtet die
öffentliche Meinung. Sie können sich ja selbst denken, welches
Aufsehen dieser Sensationsprozeß in der Presse der ganzen Welt
gemacht hat."
Von neuem schwiegen sie.
Ein Zug wilder Enten stieg klatschenden Fluges aus den griin-
goldnen Schlupfu inkeln ihres Schiltwaldes empor.
Dann wieder Stille. — Nur zuweilen ein Gurren im Holz, ein
Kuckucksruf fern drüben im Walde.
,.Was denken Sie eigentlich von dieser ganzen Sache'" naiim
Lore nach einer
Weile v\ieder das
Wort. ..Sie haben
Dr. Steinhoff ja?
doch am nächsten'
gestanden. Sagen
Sie einmal ganz
aufrichtig: Halten
Sie ihn für den ■
Mörder Karrs?"
..Diese Frage läßt .
sich nicht so ein-
fach mit .la oder
Nein beantworten.
Für die Täter-
schaft Steinhofls
sprechen auch für
mich ge\\ ichtige.'
Gründe, die aller-
dings mehr auf psy-
chologischem Ge-
biet liegen.
Kur! litl schwer
unter Frau Evelyns
Ehe, er sah sie für-
ein Gefängnis an,
und er sah bei dem
Eisenkopf Karrs
vielleicht keine an-
dere Möglichkeit
als die einer ge-
vs altsamen Lösung.
Zweifellos ist er
in der kritischen
Nacht hei Karr ge-
wesen; dafiir hat
die Anklage in
ihren erdrückenden
Indizien und nicht
zuletzt in seinem
unerklärlichen Ver-
schwinden unwider-
legliche [beweise!
Lore nickte eifrii;
..Das mag ja alles
so sein, wie Sie
sagen, Herr von
Prayer! Nur eines
begreife ich nicht:
was einen .^\ann
wie Dr. Steinhoff
veranlaßt haben
kann, wie ein Ein-
brecher nachts bei
Karr einzusteigen."
Walter lächelte
eise. — ,,Da haben Sie den Kernpunkt der Anklage sofort ganz
richtig herausgegriffen. Dieser nächtliche Besuch ist das große
Fragezeichen, das wir alle, und nicht nur der Untersuchungs-
richter, hinter die Handlungsweise Dr. Steinholfs setzen müssen!"
,.So halten Sie Ihren Freund im Grunde Ihres Herzens also
doch für schuldig?" fragte Lore und bedrängte mit einem
Stöckchen einen kleinen Laufkäfer, der die rundliche Wölbung
ihrer linken Wade zu erklimmen versuchte.
Waller wand sich verzweifelt hin und licr.
„Sie verstehen es wirklich ausgezeichnet, einen Menschen in die
Enge zu treiben. Fräulein Lore!
i
Wollen wir einmal i^anz langsam und schrittweise vorijehen.
Hat Kurt Steinhoff den Mord be<san,t>en, so bestehen zwei
MöolichUciten.
Erstens, daß er unter der Wucht der seelischen Erschiitterunii.
die die Tötung eines Menschen wohl jedesmal mit sich bringt,
Hand an sich selbst äelci>t hat; das glaubt übrigens auch Frau
Evelyn, wie sie mir noch auf unserer Fahrt nach Moabit anver-
traut hat.
Und meiner Ansicht nach nicht mit Unrecht.
Denn v\enn, zweitens, Kurt noch leben und sich irgendwo in
Sicherheit gebracht, z, B. ins Ausland geflüchtet haben sollte, m)
hätte er durch die Zeitungen doch schon längst von Evelyns Ver-
haftung erfahren und hierzu sofort Stellung genommen; denn er
ist nicht der Mann, sich den Folgen seiner Handlungsweise zu
entziehen und einen anderen Menschen, vor allem nicht die Frau
seiner Liebe, in einer so furchtbaren La^e im Stich zu lassen.
Da dies nicht geschehen, er vielmehr so <^ut vsic verschollen
ist, liejjt die Annahme seines freiwilligen Todes — davon bin
ich überzeugt — leider am allernächsten!"
„Und was soll nun werden?"
In verzweifelter Ratlosig-
keit krampfte Lore die
Hände zusammen,
Walter sandle aus seiner
Shag'pfeife eine gToße Rauch-
wolke in die klare Mor-
fienluft.
„Lassen wir den Fall
Steinhüff vorläufig einmal
ganz beiseite! Denn das
Schicksal Ihrer Frau Schwe-
ster liegt uns ausJenblicklich
näher. Sie muß vor allem
erst wieder frei und von dem
schimpflichen Verdacht ge-
reinigt werden, daß sie Dr.
Steinhoff zur Beseitigung
ihres Mannes angestiftet
habe, um den Folgen der ihr
angeblicli drohenden Ehe-
scheidung, in erster Linie
einer Enterbung zu entgehen.
Ein einfjehend begründeter
Einspruch jjegen ihre Ver-
haftung ist übrigens zugleich
mit dem Kautionsangebot er-
neut bei den zuständigen In-
stanzen eingereicht worden!"
Mit einem umflorten Blick
sah Lore auf das stille Was-
ser hinaus, über dem die
Sonne in blaßgoldnen Blitzen
zuckte, unstet und flüchtig
wie der Flatterflug eines
Falters.
..Wie soll ich Ihnen dan-
ken, Herr v. Prayer?" sagte
sie. ..Sie sind u irklich der
einzige, der uns Ireugeblie-
ben ist. All die anderen so-
Sjenannten Freunde fangen
bereits an, uns zu verleug-
nen. Eine Zeitung habe icii
schon seit Tagen nicht mehr aufgemacht, und in die Stadt wage
ich midi überhaupt nicht mehr! '
Ein verhaltenes Schluchzen saß ihr plötzlicli in der Kehle.
,,Nur wenn Sie um mich sind, fühle ich mich sicher und ge-
hörigen! ' vollendete sie schüchtern.
Walter hatte ihre ganz kalt gewordene Hand genommen und
streichelte sie leise; eine starke Zuversicht maclite ihm Seele id
Augen hell.
„Ich verlasse Sie nicht, Fräulein Lore! Sie wissen ja. wie nahe
Sie alle meinem Herzen stehen!"
Lore senkte den Kopf tiefer.
Ein jähes Rot schoß ihr in die Schläfen, und ihr Atem
auf einmal in einem heißen, herzklopfenden Glücksgefühl.
Dann sprang sie plcitzlich auf und lief zum Wasser hinab, wo
ihr Badeanzug auf dem Schilf trocknete.
,,Wo hab' ich heute nur meine Gedanken?" sagte sie, und ihre
Augen leuchteten v\ie blaue Edelsteine aus der blonden Anmut
-^^V!SSSSäSSSiS^-&>SJ.^^
neu IC c/uckc
JUxUla
ijunuiu jui4
Qua
^
cticdic
ßcrlin: Friedrich tbcrfs fr. 10
VVKüufÄsf-cKc Köln OcichmannhüüS
ßinsi
ihres Gesichtes. ,,Ich hab' sie ja noch ^ar nicht gefragt, ob Sit
überhaupt schon gefrühstückt haben, und dabei müssen Sie doch
vor Tau und Tag aus Berlin herausgefahren sein!"
Als Walter am späten Nachmittag aus Siebeneichen nach
Wannsee zurückkam, überreichte ihm sein alter Atelierdiener die
Karte eines Kriminalkommissars Brandstetter.
Gleich darauf trat der Komissar selbst ein, ein breitschultriger,
untersetzter Mann, dessen biedermännischer Wohlgenährtheit es
niemand ansah, daß er lange Zeit hindurch den Schrecken der
Berliner Verbrecherwelt gebildet hatte.
Walter hatte Herrn Brandstetter im Kriege kennengelernt und
fast ein Jahr lang mit ihm in den Unterständen der Rokitno-
sümpfe gelegen, bis ein schweres rheumatisches Leiden im Winter
1917 seiner militätischen Laufbahn ein vorzeitiges Ende bereitet
hatte.
Brandstetter selbst hatte bald nach Ausbruch der Revolution
seinen Abschied bei der Kriminalpolizei genommen und betätigte
sich seitdem mit großem Erfolge auf dem Gebiete privater Er-
mittlungen und Beobachtun-
gen, wofür ihn seine ausge-
breitete Bekanntschaft mit
allen hauptstädtischen Ver-
hältnissen und Gesellschafts-
schichten in besonderem
Maße befähigte.
Als im Fall Karr mit der
Verhaftung Evelyns eine ge-
fahrdrohende Wendung ein-
getreten war, hatte Walter
sich vor allem die Mitarbei-
terschaft Brandstetters ge-
sichert, dessen durchdringen-
den Scharfsinn und uner-
schütterliche Energie er im
Felde kennen und schätzen
gelernt hatte.
,,lch habe bereits mehrfacli
bei Ihnen angerufen, Sie aber
leider nicht erreichen kön-
nen!" begrüßte ihn der Kom-
missar. .,Da bin ich denn auf
gut Glück gleich persönlicii
nach Wannsee herausgekom-
men. Hoffentlich störe ich
Sie nicht mit meinem unver-
mittelten Überfall!"
,,Aber, lieber Herr Brand-
stetter!" wehrte Walter ab.
,,Sie wissen doch, daß Sie
mir stets willkommen sind.
Auch hat Ihr später Besucli
sicher einen schwerwiegen-
den Grund."
Damit schob er die Klub-
sessel in die behagliche Log-
giaecke des riesigen Atelier-
raumes näher zusammen und
baute einen kleinen Berg von
Zigarrenkisten vor seinem
Gaste auf.
Der Kommissar legte seine
Aktentasche auf der Onyx-
platte des Rauchtisches nieder und entnahm ihr einen Brief. —
,,Ich will mich nicht lange mit der Vorrede aufhalten!" sagte
er, eine kleine Henry Clay entzündend, „Wie Sie ja wissen, hat
Herr Karr kurz vor seinem Tode seinen Diener noch einmal mit
einem Schreiben zu Dr. Steinhoff nach Schlachtensee geschickt.
In dieser Nacht hat aber auch Steinhoff einen Brief an Karr ge-
schrieben, der nach dem Poststempel in der zwölften Stunde in
Schlachtensee zur Post gegeben ist!"
Walter sah überrascht auf.
„Dr. Steinhoff hat an Karr geschrieben?"
,, Allerdings! Der Zufall ist ja meist der beste Helfer, und so
ist es auch mir ergangen, als ich heut wieder einmal in der Villa
Karr herumstöbert^. Da hab' ich nämlich in Karrs Arbeitszimmer
unter den Drucksachen und Zeitungen, die auf seinem Schreib-
tisch lagen, einen Brief gefunden, der in den Umschlag einer
Drucksache hineingeschlüpft und damit wohl der Aufmerksamkeit
der Kriminalpolizei entgangen war." Fortsetzung fohl
'T
^il\^
9
FRAGEN
die uns erreTchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ F il m -M a g a z i n ", Berlin SW 68, Zimmcrstraßc 3S-41.
Scberlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Itriofc wcrilcn nicht beantwortet. Bei Manu-
skriiUanseleKCiiheiten bitten wir lolgenilcs zu beachten: Jeder Anfrage ist
Kückiiorto beiziifilKcii. .Jede EinseiidiiTiK eines Maniiskri|its zur l'riifun;;
ist zwecklos, nur Exposes im rmfaii^e von 2— .'i ^iclireibniaschinenseiteu
sind zur Eiusendunfi an die Filmindustrie. Regisseure nsw. seelRuet. Für
Verlust der eiMKesandlen ilanuskripte kann keine Verantwurlung ülier-
nomnien werden, also soll der Verf:isser nur l»urelischläse senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
1) o II T , Z tl r I c li - ]»er Preis
A n n e li e s H.. 1" r i e il e -
nau: Die Hi.-innliclie Haupt-
r(dle in ..C'schichleu aus dei
WicTier Wald- spielte Eric
Ilarel;i\ . .Schwelle. Vera Voro-
riina w"ohnt Herlin-Wilmer-dorl'.
l'hlandstralJe <<<, bei Harkow .
|i Verheiratet.
N u r e r : Ernst Verebes
wohnt in Berlin \V. Emser
JJtralle Ifi. iA'iUtx. Braune Au-
Kcn, schwarzes H.i.ir. In^-ir.
Kichtifrer Name. Svii\ nächster
Kiliii: ..Zirkusprinzesvin-. Sie
dürfen es ruliij; wacen. ihn zu
besuchen, (tli N'ereiies KauKUi
Xovarro iicrsiinlich kennt, w is-
sen wir im Au);enl)lick leider
auch nicht. Waun der Film:
„Was Kinder den Eltern
wieder läuft,
sicher durch
Ihrer Stamni-
fiir die .VnzeisiC beirast .'• Mark.
.limniy Hcli.
der ..reriicke"
vorscIiweiKcn'
orfaliren sie
iloii Beisitzer
kinos.
F r i e il a E., Breslau:
Maria l'audler Iräst ihren rich-
tigen .Namen. War früher ii\\t
einem Künstler verheiratet.
MÜKlich. d.'iU sie wieder einmal
mit Harry lüedtke zusammen
.spielt. -Maria l'audlers ncuesirr
Film ist ..D.is närrische tJlück '.
Ihr l'arlui'r ist l.i\io l'avanelli.
Kürzlii'h erschi<~n \ oii ihr
„Liebe im Schnee", ebenfalls
mit l'avanelli als Tartner. Viel-
leicht klimmt die beliebte Kiilist-
lerin auch eium;il nach Bres-
lau. Sicherlich w ird Dary Holm
bald wieder in einem Harry
l'iel-Film zu sehen sein.
A I b e r t B., I) r e s d e n :
J»as betreffende (»ri;iinalphoto
von Viliiia B.inky können Sie
durch uns nicht käuflich er-
werben. Wenden Sie sich,
bitte, an die l'ro|i.if;.inila-Abtei-
liin«: der l'niied .\rtist<. Hcrliii
XW IH. Friedriclistralic l!l. Iiila
l'arlo ist wii'iicr in Kerliii und
beginnt In ailern.-ichster Zeil
bei der Ifa mit einem iieiieii
Film. Konald <'olni:iiis und
Vilma H.'inkys letzter liemeiii-
schaflsfilm war ..l>ie Ncrscliwii-
rer". Von dirsein Film lir.-ichte
ilas ..Film-Magazin • Hilder.
J.. S. ;i 11 s 1,.: Jxaii retrii-
Tich ist iinverheiratrt. Dunkle
.Viigeii. dunkles Haar.
1' o I i t a F.. B r e m e n :
.lean Itradiii filmte kiirzlich in
...Vnadiie in HnppcKarleii-. fn-
seres Wissens ist er uiiverliei-
ralet. Ein neuer Film mit Ivor
Novello ist noch nicht ange-
kündigt.
A I f red ,'.. W ;, n ne :
doit zur Schule jtCK.'inge
blickliih zur Erboluiin i
niernallee .'i.
E I f r i e de H.. M e i tl e n : Italph Forbes
Metro-tioldwyii-M.iyir. Ciih .-r-l it\ . Kalifornien.
Hins Stiiwe ist mit einer Biit;;arin \ erheir:itet.
raiilslioriier Stralle il.
<r 0 s t ;i E k m .i n - V e r e h r e r i n a ii s
Fkman wohnt Stoekliolm. Hjorlliogsväfjen. sie
ihn schreiben. Er gibt .ViitoKramme. Wird
Conrad Veidi
kehrt aus Hollywood zurück und
wird vom 1. März ab in allen Vor-
sleliun$en seines neueslen Films
„Der Mann, der iQchi"
im Ufa-Theater
U N IVE QS U M
Lehniner- Platz- kurfürstendamm
persönlich anwesend sein.
Sonntag, den 5, Mätz,
vormitiags von 11-1 Uhr,
öibt Conrad Veidi den Lesern des
FILM-MAGAZiN
im „Universum" Autogramme,
Unli^rzv.icbnct 'X't^rden die Bilder
in den Nummern 8 und V.
l.ya Mar.i wurde in Kiga Kebcn n. -Vuch
-Vller wird nicht bekanntKeKelien. Aiigen-
F.iigadin. AVobniiiig: Berlin-Westend, Toni-
erreicheii 8ie dur<'h die
Fr gibt .\utogramme.
-\ilre«so: Borlin-H;ilensee,
(■■ Il e m n i t z : (iüsta
kiinnen auch deutsch an
auch b;ild wieder einmal
I
.Sein neiie-icr Film: ..Flu seine Elin
^u den iiiei-t
keniien wir
.Seine
beschäf-
ihn |ier-
nach Berlin kommen
Partnerin ist I..1 .laiia.
-M i a C. |{ o m a n i a : AVallber Rilla gelüirt
tigten deutschen l-iebhgbern des Films. X.atürlicl
sonlich. Am Ji'. .Vugii^t gehören.
A u t o g r a ni m j ä g e r in (J r e i f s w ;i | d : Die betreffenden
amerikanischen Star, haben alle ihren WiduiMtz in Beverly -Hills. HolU-
wood. Dolly (irey ist zur Zeit in l'ari--. Ernst Hofmanii wohnt Berli-i-
nalensce, AuRuMe-Viktoria-StraUe 1.
O e r t T II d L . . . k e . C h e in n i t z : Harry l'iel liat nie die Pocken
gehabt. AVie kiiinmen Sic nur darauf? .l.iwuhl. es ist ..gestaflef. Film-
stars in ihrer Wohnung aufzusuchen.
Ilse, .s p a n i e n : (Jew ilJ. die Möglichkeit heslehl. dali liamon
Xovar.To auch im Hiindfuiik singen wird. Dolores del Itio ist Mexikane-
rin, (jloria Swanson filmt noeli fleiUig.
H e II r y .s t u a r t - \' e r e h r e r i n . (' h a r I n t t e 11 h 11 r g : Henry
.Stuart wohnt Berlin \V, I*a.ss;iiier SiralJe 17. .\iii 1. Februar (ieliiirtstag
rnverlirtratet. Trägt einen Künstlernamen. Sein richtiger Name ist
Seit 19l';'. beim Film. Filmte erstmalig in Deiit^cbl.ind in
mit Otto tiebiibr und .Jenny lla'^seliiiii^t.
N e II n II p p k (• aus K ö -
n i g s h .■ r g : U illy Fritseh
giiil Aiitogr.immi'. \\ idier Sie
ein Alliiim mit Itildkarten \ 011
sämtlichen Filmstars erhalten,
können wir Ihnen leider auch
nicht sagen. .Vber wir empfeli-
leii Ihnen, eine Anzi'ige I Kn-leii-
Iiiiiikl .1 .M.irki aiifziigelu'ii. Viel-
leiihl findet sich ein Film-
tiegri-terter. der lliiien sein
-Vlhiim MTkaiifl.
F r e c II d .i c h > .'i 11 s (1.: Sio
langweilen uns mit Ihren Fr.a-
gen ganz und g:ir nirhi. Fragen
.Sie nur immer liirlitig weiter!
Von l.ilian Har\e> bähen wir
in unseren letzten Nummern
viele Hilder und Text gehraidit.
so d.ilJ »ich .iKii Ihre W iinelie
seliiiii erfiillt bähen. Siilialdwir
dii- Kiiiisllerüi treffen, werden
wir Ihren (Iriili .iiivrieliten.
J/iliaii llar\ey w iinli' ;im IM. .I.i-
niiar 111 l.iindoii gehören, be-
suchte III Berlin- Iried. 11.111 die
Schule, wurde dann T.iii/.eriii
und in Wien. ,il- »ie in einer
Iti'Mie auftrat. mui Itiihard
Eichherg gesehen und il.inn
bald für den Film entdeckt.
»Jrete K.inwald ist geM-bieilen.
It o b e r t .1.. H a d i- Il ■ It a -
d e n : Aiiny Oiidra hat am l.'i.
.Mai (;eburtst'.ig. Der beti effeiide
Fllmdarsteller .iiif iin-erem Bild
in Nr. ."1I ist (t-w.ilibi Valeiiti.
tJiist.o Froblieh i»t wirklich
nicht mehr mil Eli//.a la l'orta
verlobt. Claire Konimer ist mit
einem liroUKaufm.inn verheira-
tet. Wenn Sie iiii» im .Juli
;) l'hotos und (i..'iii .M. je Karte
gesandt h.iben. so können .sie
sich darauf verlassen, d.ili sie
zur .Viitiigrammbesorgung an
die Kün-tler w eitergeleitet wor-
den sind. Hau Sii- die lie^chrif-
teten Karten noch immer nicht
erbalttii lialien, tut uns auf-
richtig leid. ist aber nicht
unsere Sidiiild. Wer war es denn?
C. I. <i.. Breslau: Hans
.Stüwe wurde am 14. .Mai in
Mecklenburg geboren. Er kam
von der Opernhuhnc zum Film.
AVaruni die liriefe in den Fil-
men nicht Min den Künstlern
Mdlist gesihrii'beii werden, kön-
nen wir lliiien lei.ler auch
nicht sagen. .\ber So- haben
mit Ihrer Ansieht diirehau»
recht: manchmal ^ind die Haml-
schrifteii ^o iinindn idiiell. daß
sie unmöglich zu der ganzen
rersönliclikeit de» hrtn-ffendeii
.Stars in der Kolle passen.
H a r V e y - 0 II d r a - V e r e h r e r i n ; In we--rn Itegl.'ituiig »ieh
l.ilian Harvey damals befand, als sie aus dem iietreffcndi 11 Ffa-Tlieater
ging, können wir Ihnen kaum sagen. .Möglich. il.ilJ e» l.iipii l'iik war
oder irgendein Bekannter von ihr. .Jedenf.ills Kicli.ird Eichberg war es
Picht. lälian Harvey trägt den Xainen ihrer Mutter, die eine Englände-
rin ist. Ihr Vater lieilit l'ape. Die ..Saxoplmtisusi" wunle vor ungefähr
einem .7alir gedreht.
.V r ni i n . .V u g s b 11 r g : Fiir Deutsehland ist d 'r Dougl.is F.iir-
banks-Film ..Der vierte Musketier" neu. Aber er wurde schon vor über
zwei .lahreii gedreht, als Barbara la M:irr noch lebte.
Frau Dr. W ., L 11 d w i y s h .1 f e n : Wenden Sie sieh, bitte, an die
Xational. Berlin SW •)». FriedrichstraUe l(i, ,111 die Deutsche Fniversal.
Berlin W «. .MauerstralJe Si. an die Fox (Deutsche Verein-Film 1. Ilerlin
W X. Fnter d"n l-iiiden 16. an die -Mondial-Filin, Kerlin .sW ih. Fried-
richstraUe 1-2.
-M e t a H., S c h ü n e b e r g : Wenn Sie zum Film wollen, müssen
Sie si( Il mit den Filiugescllscbaften In \'"rbinduiig setzen, d. h. Ihre
l'hotos einsenden oder sich |iersönlich vorstellen. Wir betonen alicr neeli-
mals, dali es uneiullich schwer ist, tausend Enttäuschungen gilit. ehe mau
ein erfolgreicher Filmstar wird.
!I e r I) (' r t S., K i 1 c n b u r )i : 1-ui.s Tronkir wohnt Bolzano, Via
ViHorio Kiiwimu'lc Ti. Aiinelo Ferraris Ailrcssc: llcrlin, Hozciicr Str. !•.
Kr f (1 \V a I t h (■ r 1'..
Siiizv Vcriiiiiis st.-iniiihO
crhri-
u II rill'
I.
l.iist^pii'l|irüiliil;tiiiii liat ili.'
r . ilic ;iiis-
-irlic'i iiiclil
• \(1I1 IlltU'll
.11,. ....,,.... ... K ü n i K' s I' «• r „ , , „ ^.
Aihrsse ist l'aris, 12, IJmilcv.inl Smilt Iß. Sio ist I- i:iii/,<isiii iniil vcrliri-
r:itct. (iilit .\iilii(;r:iiiiiiic>. S|ii(lli' ii. a. mich in ticii Kiliiicii: ,.l>io lürichtc
,liiii(rtraii". ..llir T.iiizstiKlciif. ,.l)cr Präsident", l.i^sy Vrna wulml Uerliii
\\ !l, J-inilaiier StralJe !>, ni'i> Aiitofiraiiiiin'. ist iiiiverlieiralet, li:it .um
il. J)o/.eiMher (irhiut^taj;-, in JJerliii !;elHireM iiiiil filmt aiineiiiilii kiii li
,.Kiinler iler .sitralie".
K I 1 i (i., X e r 1 i n : IJrctc .Musheiiiis Schui'sler heil.it l.iire iinil ist
aiieli liei lier SpreehhiiJMie. .,l>ie «eil.ien Kosen von U.ivenslieri'" w'nA
von der Derus.^i unter Hiiih)!!' .\leinerts I{e;;ie lierwi'steljt. J.ien Deyer,-.
IJeiiiholil Sehiinzel und .\lari,i Minilzent.v werilen wir Kern an die t".illi«,'ii
\ulowi:iiiinie erinnern. I.iiil« i« Herder liat liurzlich ilen .\l,idy t lirisiiaiis-
Filni .,l>as hreiinende Her/" heendet iinil wird hald wieder naeli lloliy-
u cioil fahren. Diana Ivarenne errei( heri Sie diireli die Deriissi, H.rl'ii
S\\ IN, Kriedrielistinlie i:). Ker.ee llerihel ist unseres W ivM'ns .iiii;!'!!-
Idielxlieli in l'.iris. .laeoh Tieilllie «olmt Uerlin \V ],">. haiser.ilh'e i'l.
Klse Ke\:ils Adresse i>t Herlin-CliarlottenhurK. .loacliinisM.aler Sualie Ift.
II e 1 f; a \'., K i> I n : Ifanion Nov;irro ist mich nieht in Berlin. Wir
ntdinien an. d,il.i er hionde Itnliikiiiife lievorzu{>t. Aher M'IhstMTsi.indliili,
er kennt Sii.inien. \ erelirer \ on Wagner und \erdi.
N. W .. J, i e s t a I : liillie |)ii\es Kitern sind Seliweizer
in .\nieriUa gehören. l'in erlieir.itet. {"riilier Zie^feld^irl
I, ... 11 . Norden: Kiiie .insMcsiirdiliei
.\»?';i-l-'iliiin('sellseliaft. In Kcipelihanen niht es die ..I'aihidiiii
.,.etilieljlieh Tat und l'ataehon-l'iline herstellt. Ks i>l teeliuisili
iiiiiiioi;'iii II, dalj drev>ii'ile Kanarieiivöu'cl in einem Lii^lspiel di
an^iefiihrten Kunststiieke ausführen.
K II d o 1 f S.. 1) :i r ni s t a d I : Sje liahen reelit. in unserer -Niiinnier 47
ist Kil^ar \\alla(e auf dem Hilde zusammen mit l.ya .Mara und l-'riedrieli
ZeliiiU. I'.iiil Ifiehter wohnt Berlin \\ , 'raiientzieiistralje in.
K 1 s e K.. .\1 ii lli e i i.i : W ir ver-
stehen wirklieli nielit. warum Sie ii n s
Vorwurfe machen, dali so \ iele aiishin-
dische Kilmkiinstler im deiilsidieu l'ilm
hesehäftint werden. Ha müssen Sie ~ieli
sehon unmittelliar mit den Ki1nij;esell ■
scliaften in Verhinduns setzen. \ lel-
leleht erreichen Sie etw;is.
1{. .M.. H e r 1 1 11/: Mary l'arker
wohnt Herlin-Chnrlotleiihiirfi. Te-ialozzi-
.-traUe 1o:i. \\eiin Sie von den in Ai
rika wohnenden Kiiiistlern Aiitii^;r.im
hahen wollen, so müssen Sie der direk-
ten Bitte an den hetr. Star die Bild-
k.irte des Stars und einen internationa-
len I'ostschein heifiiKen.
H e r II e r t (i n.. B r e in e n : Uina
(;ralla treibt jeileii Sport, fährt aUo
auch .Mciliirrad. Harry Jaedtkes J.ieh-
liuKssvort ist Keiten.
Orchidee: Es stimmt sihon, K:i-
mon Novarro ist ein Metro-Cioldw yii-
Mayor-Star. Antonio Moreno lebt in
Hollvw ood.
i' a u I .•<.. H a K <■ II : T.iii.i Bas-
«liiette und .Mary l'ri'vost erreielien si,.
durch die J"ox-Stiidios. lliil W e-terii
Ave.. Hollywiiod. llaniii Weilie hat am
1«. (»ktoher (iehiirtstai;.
M. K. Binnen: Kine siid.imerik.i-
iii-ehe KilniKesellsch.-lft I'ortciio i-t im-
nicht hekannt. AVir liedaii<-ru d.iher,
Hmen nichts Nälieres über ilne l'r.i-
diiktion mitteilen zu können.
Urace T h .. K i f a : Imhi l'elro-
\ ichs l'artnerin im ../.irew ilscli" ist
Mariett.i .\lillner. l.ilv J)amit.i lebie in
Beverly-Hills. Hollywood.
Helmut H.. Bremen: \\ ir emp-
felilen Ihnen. sich zuiiäcli>l eiiiiii.il
brieflieh an bekannte ]{e;risseure oder
unmittelliar an Filin!;e,.ellv(li,iften /u
»enden. J>ie .\ussiclilen sind li(dianiil-
lieh sehr ncrin^: aber es ist .ja nicht
anstfcschlossen. d.iU ni;in Sie. allerdin-vs
zu rst »Olli nur fiir lüne XehenroUe.
verwendet, wenn Sie schon mit Krfidu
al.s Bühnenkomiker wirken.
\V. 1'. H a n n o v e r : \\ illiam
Bovil lind Ellitior Fair filmen noih.
K n iL 1 1 li o n b o II : Ivan Tetrin ich wohnl Berlin. Hotel lOden. Ttml:!-
liester .Str.iUe. Oskar .Marions Adresse: Berlin W . Kiirfiirstendamm iin.
Von der liräfin .\rnim y-eschieden. Am I. Fcbrii.ir in KoiiiK-hers yehon n.
Fr ;;iht .\iito;;ranitne.
\ n n e r o s e .\.. (' h a r I o I t e ii b ii r n' : Henry Sdnirt ist seit Ifli':)
beim Film, ist iin\ erlieiralet. loit .•im 1. hebriiar (icbintsi.i^;- und wnliiil
Berlin \V. l'assaiuT StralJe IT. Fr lrä;;t einen Kiiiisllernamiii. s,.ii|
richtieer .\aine i~t .liiiimv Hei;
Walter .M.. B r e s I :i ii : W.ilter Sllezak wohnt Berlin-Friedenaii,
Sfiorstralie ll-l.>. .\iiita Morris Berlin-» liarloitcnbiir^, SiMU-tralJe Js. .I.iek
Trevor Berlin W. Bendlerstralie 9.
A— I. St.. Hirschher};: Hans Stiiwe wiilint IJerliii AV, l'auKhorner
.StraUe !t. Kr ist mit einer Biilf;;irin v erlieir;itet; iiiüii. keine Schauspie-
lerin, war Chemikerin. Slüwe wurde am ,11. .Mai in Mei kleiibiirfj k'C-
lioren. .Si'ine n.ichslen Filme >iiid: ..(a;;lin.tro ■ und ..Ibe Flinlil in die
l.CKion".
.1 a e k T r e v o r - \ e r e h r e r i n . 1' :i d e r b o r n : K.iiiion No-
varro denkt nicht iiiclir d.ir.in. in ein Kloster zu ;;elieh. Xielmcbr w inl
i'r hald nach Berlin kommen, uiii liier ein Konzert zu \ ei .in-talten. Von
.l:iek TrcMir erli,ilten Sie I'ostk.irten durch den Boss - Nerla^, Berlin
SW fiH, .\lexanilrinenstr:iLie 1 in. Trevor (;iht Aul,i;rraiiiiiie. Senden .Sie
ihm sein riioto und leyen Sie einen fr;inkierten. adressierten Kück-
nni.oclilau' ein. .\o\arro erreielien Sie unter Be\ erl\ -Hills. Hollvw ood,
Kalifornien.
(ierli S.. H a m b u r ;;■ : Frie Barebix i~t durch die Heucwald. Bi-rlin
sW IS, FriedricbstralJe i'.'.o. zu erreichen. .lohn l.oder wohnt Berlin \\ .
Bendlerstralie li. .lean Br.nlin weilt ,iii«cnlili< klich in l'aris. i harles
Farells Aiisehrift: lim Western Ave.. lloll>wood. Sie li.ibeo yanz recht:
l»ie l'ilnist.irs wechseln sehr oft mit ihren W ohniinueii
I' i I III f r e 11 n d i n <i, M., B e r I i n : (;rete .Movlirim i*| mit dem
S(h.iu.,pieler Oskar Homiilka vcrhciraJcl und widint Berlin W. I'arisei
.siralje 2". \\ ir werder. sie tern einm.il an das f.illide .\utoi>rani riti-
i'crii. Kiiinon Nnvarros richliuer .\':iiiie ist K'anion S.iinonie;rii. Beverly-
Hills. Hollywood. Karin.'i Bell ist Dänin, ihr richli;rer N.anie. \\ (diiiiini; :
Berliii-Selioneher^. S|ein,i<lier siralJe I. Fred I.oiiis l.ercli wohnt B"iliii
W. Kencii»biirt;er stralie II. \vr:\ Noroniuii Berlin-W ilmer.sdorf. Uhlnnd-
'sterreich) gehören und ist
.iebelei" und ..\ ersief;elte
sIralJe 8J, Carmen Boni licrlin-Wilmersdorf, L'liland.straßo I.IS, Eliz-za lu
l'orla wdlint Berlin \V, Niirnherj;er stralie i:i hei Adler, sie ist Kiinianin,
Käthe von N.-iny ist Fiij^anii, Carmen Jloni llalicnerin, Kanion Nov.irro
.Mevikaiicr. Crela (iarbo weih noch in ihrer scIi» edisclien Jleimat. Hinny
rortcn wohnt Berlin-Dahlem, l'arkstralie 71. .Mle Kiinstlerinnen geb.ii
.Viitoyranim,'. \ iele .Stars, die Kiinstlernamen trafen, miiebten nicht, dat;
ihre ri(liti;iin N',iiiu-n der Oeffeiitliclikeit bekannt werden.
W. \\ ., 1! i n f;- e n : Kine Filnischiile ftiht es in .München. Sonnen-
slralie l.i. Es i.-t nicht notwendig!:, d.ill Sie erst zur Sprecbbuhnc gellen,
wenn sie zum Film wollen. .\llerdinv;s sind viele unserer Filnistara
auch beim Pliealer. Vor allem miissen Sie cr»t ciniii.tl Ihre Photos an
die FilmucsellM-liaften senden.
K a r I .M.. K li n i ^ s h e r n' : Kin Hiich iibcr l.ilian llai\ey ist noch
nicbi erschieni n. J)oiinlas Fairbank> wohnt in Heverly-lCills, Holhwoml,
K.ilitornicii. \ on l'al und Pataclion erhalten Sie sicher die «ewiinscble
K.irte beim Kos.v-\'erla;;. Berlin SW B«. .\le.\andrinenstralje 111). l>nreli
den .Ma.\ .Mattissoii-\ erl.iK können Sie scllistvcrständlicli auch alle Bihlrr
beziehen, die .sie wiinsclien.
{•. T.. Berlin: .ViilJer ..AVinKs" läuft jetzt von Clar.a Bow noch ?
..Bin iili Ihr rNp?" Durch die Parainount, ,')4r)l -Marathon Street, Holl>-
wood. zu erreichen. Sie ^iht Aiitofiraniio" .Sie können auch dentscli
all .~ie xlinibeii. Fred J.oiiis l.ercli "■' t Berlin A\', Kcfienshiirser
Sir.il.ie II. wurde am l'.s. März in Eriisd n
1 'ij;. Zu seinen cr-.|cn Filiiieii f;ehöri
Lippen".
1{. S.. D a r tu s t a (I t : Fat und Pai .. lion sprechen fast flielJeiid
Deutsch. Sie kiinnen also deutsch an sie sclireibeii. l.ien J)e> ers erreichen
Sie (liircli die Deutsche Fniversal. Berlin \V h, .MaiierstraLie X2. llaiini
Weisse w oliiit I Berlin. Hotel Kaiserhof, W illieliiipl:ilz. Kiidolf Klein-
Kon-^es .\nsclirift: B-rlir. - Ficherfelde-W (•■•t, llorteiisieiistralie 1.'). Lia
Eibenscliiitz wohnt Berlin-t iLirlottenbiirf;. l'laiisew itzsfnilJe ;l. Betty Bird
Berlin W, Kiirfiir-Ii'iid.imm 22li. Pension Kadloff.
F I 1 III f r e II n d i n Christel:
Fili.'in HarMv war nie mit Kiiii.'ird
Kicliberj;- verhcir.-itet. Sie hat früher
nur \ iel unter seiner Ketjie n-carbeiiei.
K.,iiiion Ninarro ist noch nicht in Ber-
lin. Krnst Petersen isi Norwe;;er und
ein bek.innter Skiläufer. Kr Kiht .\iii»-
;;r.iniiiie und' ist unseres Wissen> iiii-
\ erlieir.itei. Näheres können wir Hmen
im .UiKcnblick iiber Krnst I'elerscn
leider nicht >a;>en.
I' i 1 m n II ,- t e 1 . Stettin: l.a ,lana
ist SU junn'. w ie sie .iiisviehl. ]>ie
Filme, ilie^ im Siideii siiielen. werden
meistens .iiich dort .•iuff;cnoiiiiiien. .Mög-
lich, dalj Kich.ird 'i'.iuber auch noch
filmt. .Xyiies Petersen wohnt Berlin W ,
Kiirfiir>teudanim IH.'i. l.ien Deyi-rs ist
noch jJin;;-er, als Sie (jeseliätzt haben.
K e i n b o I d B.. s e h o n e b e r k :
\\ ir kiinncn Ihnen zu unserem Be-
d.niern die .Malie \ on Kiidolf Nalentiii.i
iiiclil aiifreben. Bei einer Sclniiilie;t>-
koiikiirrenz diirfen Fr.-iucn weder zu
;;riiti noch zu klein sein; .Männer dürfen
liier zu firoli .als zu klein sein.
I. > a - .M .1 r a - V e r e h r e r i n . H a-
m ein: .Senden Sie nur Ihr »iedicht-
iliin an l,y;i .Mara, .sie wird sieh
-icber ihirüher freuen. Kosen und Nel-
ken. Sdbalil wir mit l-va .Mara wieder
zu„,'iiiimenkoiiinien, werden wir (fern
Ihren (iriilj ,iiisricliten, .sie dürfen
fra;;eu, so oft sie niö-t'en. Wir sind '
llini'ii Kanz und nar nicht böse!
I" i 1 in f r e ii li d i n W . K. a ii s
l.eipzi;;-: Wenn Sie an Willy ■
l'ritsch einen Brief schreiben, so seien
sie versichert, dali Sie ihn nicht nn-
eröffnet zurückerhalten, sondern, ilaU
Fritscli ihn öffnet und liest, (irotlphotos
von A\ illy Frilsch können Sie durch ib-n
l'o-lk.irteiiverlai;- KoU beziehen, Berlin
sW (IS, Alex.indrinciisti.ilie lin. .l.iwohl.
die \ Oll Ihnen aii;;i'nebeiien .Maüe
..p.issen ■ fiir die l.aiifliahn einer Film-
dar-tclleriii.
F. K.. K o c li e r n : D.is --ind I'ri-
\atsaclien. in denen wir nicht r.ili'il
kiimien. Sclireiben -sie ,in die Kiinsl-
lerin iiiul warten .sii> ;ib.
F. r II a 1... Berlin: Hoot (iibson erreichen Sie unter Fnivers;il.Cit.> .
K:ilifornien. Das .\lter der Kiinsller (>eben wir nicht .in,
C b :i r 1. K., Berlin : Harry l'iel ist nie in einer Filmscliülo rp-
wesiii, elieusn Werller l'iietterer nicht. l'iietterer wohnt Berlin-Ste^lit/,
Kleiststr.il.'ie .'7. Baby Pcküv filmt unseres Wissens an^tenblicklicli iiiilit.
M.-iri.i l';iiidlers iiächsti r Film i-t ,,D:.- närrisidie Cliick". Filmbiiclier
aller Art beziehen sie am bcvieu diiicli den .\la\ .M.itlis,.iiu-\erla;r. Berlin ..
SW (i,s, Hitterstr:>IJe 71,
T' r i I- h A'., I. ö w e n h e r ;; : ,Ieiiny .Tii;;o i^t um dem 'iiiu;;en Film-
d:>rs|eller Enrico Beiifer verlobt. Sie ist Wienerin. W ■diiiiini; : Berlin W,
Kaiserdamin J!l.
S t r a I s II n d e r F I ii n d e r : Willy Frils« h w ohnl Berlin W . K.ii-
scrdamm !!.'> und li.it am 27. .I.iniiar Cchiirtstaf;-. •'!' er seine Siuiiiiier-
reise n:icli Binz machen wird, können wir lliiien zu unserem Bedauern
iiiilil \irr.ilen. Wir iielinien .aber au, dalJ Willy Frilsch d.as heute sidlist
i'dcb nicht weilJ, Al.ix Ha!is<'n wohnt Berlin - AVilniersdorf. Brandeii-
biirnische StraUe 2.'>, Sein (iebnrtsta«: 22, .Viiniist,
(iertriid \V., Berlin: Fnsere .Xiitofir.immtajie finden stets in
einem der trrol.ien l'fa-Tlieater statt. Der Film .,\Vir armen kleinen
Mädchen" ist schon ältenn Datums, (Jre'e Moslieim war friiher mit eiiieie
Bankiir v.-rheiratet, .lawohl. s.iniiälsral .Mosheim ist der V.ilcr der Künst-
li rill, (irete .Moslieim ist :iiicb Biiliiieiis<!.auspieleriii. .\n den l{e>n|iarilr-
Biilmi'U. Ks niht noch kein Buch iiber (irete Mo>lieiui. I..\a Mar.i he-
liiiilet sieh .'iU!;enlilicklich im F.iii;:idin zum \\ int.Tsport. Kin l.y.a Maia-
lliicli yibt es. Zu bezuhen diircli dfii M i\ .M.illis-Mii- \ erlm. Adresse an
:. mierer Stelle. Vlle Filmstjirs baheii ■relephouniimmerti. sie stcbeii des.
Ii.-ilh nicht im 'relrplionbuch. weil es mi'ist lieheiiuniimiiiern sind. Stellen
Sie si.h vir. wie ift winde Milisi eine lleiiiix Porten iidei einliaiiy l.iedtke
.Miueriifcn werden! <t
\ II i I a S.. ,1 e n a : l.iiisl Tierscb, die Operettendiv:!, ist Brunn,-
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üeben \\\. einer Mette non t£nttdufd)uuiien unb tlliinerfokien
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l«itun)< A. Rosenthal — \ros, B.'.in. Für d\- • , daklion und Herausi;.'; Oestcrrcich \ eranlwortlich Robert M 'ir. Wien 1, Dom^iasse 4. Verantwortlich für Anzeij;en
\Xilhelm Schaeler, Charlottcnburii. A n z c i ^ e n v e r \\ a I l ii n ;> Bepa\>.i ,,, BerlinW .., Blumes Hof 5. Kui .. rUefdruck : .\u^;ust Scherl G. m. b. H, Berlin SW 68
DieUIÄ
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I L J
^^^
Ml M iM E R 9 / BERLIN. 3 MÄRZ 1929 / PREIS 0 P F E N NM G
I wenn Sie an den Sommer mit all seinen
y Freuden denken, an die Sommerfrisdie,
die Ferienwanderung, an das all-
wödientliche „Weekend".
Aber glauben Sie: noch sdiciner als
\ orfreude ist die Nadifreude ^ die Er-
innerung. Möditen Sie nidit audi nodi
nadi Jaliren sdiöne Stunden, unver-
geßlidie Augenblidte in unveränderter
Lebendigkeit vor Ihren Augen erstehen
lassen? Sie können es! Filmen Sie alles
selbst, was Ihnen der Erinnerung wert
ersdieint.
Bedienen Sie sidi der Aufnahme- und
Wiedergabe - Apparate der Amateur-
kinematographie, die billiger sind als
Sie annehmen. Sdireiben Sie uns oder
besudien Sie uns unverbindlidi in den
Ausstellungsräumen der Üfä-Handels-
diaft, Berlin SW68, Kodxsit. 6/7
.J
1) I i: M c) c II r \ s c II K I i v n r. k i i \. m r w r i \ n r
>^^
CON QAD VEID T
^ibi am 5. März Autogramme im „Universum", Lehnine'r Platz
anstalten, beim Boxen, hoch zu Roß und
beim Ski.
Unsere Bilder zeigen Franz Lederer
beim Training und bei der praktischen
Verwendung der erworbenen Fähigkeiten
in seinem nächsten Film „Die wunder-
bare Lüge der Nina Petrowna".
Phot. Ufa
M
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äBci I
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ConkaSuäSl-:
Es ist S(
ein offe
wesen.
schon seit Monaten
fenes Geheimnis ge-
'wesen, daß es nur eine
Frage der Zeit sein würde,
wann Conrad Veidt Hollywood
wieder mit Berlin vertauscht.
Während Jannings sich drü-
ben in Amerika immer mehr
durchsetzt und eine Popularität
erreichte, die beinahe ins Mär-
chenhafte grenzt, kam Veidt
nicht recht zur Entfaltung, weil
man diesen großen Filmkünstler
beinahe grundsätzlich verkehrt
verwendete.
Die Schuld liegt sicher nicht
an dem deutschen Schauspieler.
E. A. Dupont, heute einer der
größten und erfolgreichsten
europäischen Spielleiter, machte
bei der Universal, bei der auch
Veidt tätig war, ungefähr die
,'".•' *
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"^^-lüfc s^
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gleichen Erfahrungen, Er brach noch viel
schneller die Zelte in dem amerikanischen
Filmöpolis ab und ist heute eine der stärksten
Stützen des englischen Films.
Selbstverständlich hat man nie etwa mit
Absicht Veidt vor undankbare Aufgaben ge-
stellt. Es scheint im ganzen Produktionsstil
der Universal zu liegen, in der grundsätzlichen
Richtung,. daß sich künstlerisch etwas eigen-
willige Deutsche nicht bei ihr zurechtfinden
können.
Vielleicht war es die Erkenntnis, • daß
Laemmles Produktionsapparat sich den deut-
schen Verhältnissen schwer anpassen kann,
die letzten Endes dazu geführt hat, daß er
einen seiner besten Produktionsleiter nach
Deutschland sandte, damit er hier für Rech-
nung und Gefahr des New-Yorker Betriebs
arbeitete.
Ob Veidt in diesem Rahmen tätig sein wird,
steht im Augenblick noch nicht fest. Dagegen
ist sicher, daß unmittelbar nach seiner An-
kunft die Berliner Premiere eines Großfilms
stattfindet, in dem Veidt eine tragende Rolle
spielt.
Es handelt sich um die Verfilmung eines
Vorwurfs, der von Victor Hugo stammt und
sich ,,Der Mann, der lacht" nennt.
Dieser ewig lächelnde Mensch wird noch als
kleiner Knabe von Zigeunern auf der Flucht
zurückgelassen. Er findet ein kleines Mädel,
höchstens ein paar Monate alt, das er — selbst
verfolgt und schutzlos — rettet, und das dann
später mit ihm gemeinsam von einem Gaukler
aufgezogen wird, der aus den beiden Find-
lingen Attraktionen seines Wanderzirkus
macht.
Später wird aus dem Clown ein Edelmann.
Die englische Königin erfährt nämlich, daß
der Mann mit dem grinsenden Gesicht der
Nachkomme eines geächteten Lords ist, für
sie ein willkommenes Werkzeug, um eine
verhaßte Frau zu strafen.
Der königliche Plan mißlingt, und der Mann,
der lacht, geht nach abenteuerlicher Flucht
mit der Frau, die er liebt, über die Grenze.
Man verspricht sich in deutschen Film-
kreisen von diesem Film außerordentlich viel,
glaubt, daß er ein großer, nachhaltiger Erfolg
werden wird, etwas, was wir schon im Inter-
esse Veidts wünschen, dem man gern bei
seinem persönlichen Erscheinen zur Urauf-
führung auf deutschem Boden einen herzlichen
Empfang bereiten möchte.
Bilder aus dem Universal-Film
„Der Mann, der lacht"
mit Conrad Veidt. Mary Philbin,
Cesare Gravius, George Siegmann
' "4.:
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-ö^iptfir
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Ifeeti
Der scharfsinnige Detektiv, mag er nun
Sherlock Holmes, Nie Carter oder Stuart
Webbs heißen, der aus unwichtigen In-
dizien den rätselhaften Kriminalfall abzulesen
und aufzulösen weiß, entstammt dem ironischen
Roman ,,Sadik" von Voltaire, worin das alles
'^DRGKTS /// ^ nicht so ernst gemeint ist. Die Leser müssen
sich aber schon bei Zeiten über den verblüffen-
den Scharfsinn des Detektivs geärgert haben,
der ihnen so außerordentlich überlegen war,
denn der Trick jeder guten Kriminalgeschichte
beruhte eben darin, den Leser bereits eingangs
zu verwirren, daß er regelmäßig auf einen fal-
schen Verbrecher tipte. Man hätte sich sagen
sollen, daß es in einer konstruierten Roman-
geschichte umgekehrt wie im Leben zugeht. So-
wohl im Kriminalroman als auch im Kriminal-
film hält der Detektiv mit der Bekanntgabe
wichtiger Spuren zurück, um mit ihnen auf dem
Höhepunkt der
Handlung die ver-
blüffende Wen-
dung einleiten zu
\
Photos:
Palladium-
Film
1
können. In der Praxis käme kein Kriminalist,
der sich so verhielte zum Ziel. Als Scotland
Yard, die Londoner Polizei-Zentrale, nach den
Erfolgen der Sherlock - Holmes - Romane sich
Conan Doyle als Beirat engagierte, machte
dieser berühmte Schriftsteller einen Fehler nach
dem anderen, setzte Unschuldige gefangen und
entließ Schwerverbrecher, so daß man ihn nach
einer Woche bat, seine praktischen Versuche
schleunigst einzustellen.
Mark Tyk-ain muß das vorausgeahnt haben,
denn in seiner Groteske „Der gestohlene weiße
Elefant" führt er den Typ des komischen De-
tektivs ein, der aus richtigen Anzeichen immer
die falsche Spur aufnimmt. Pat und Patachon,
die sich der Komik verschrieben haben, kön-
nen als Detektive natürlich auch nur nach
diesem Prinzip handeln. Ihnen würde man es
weniger als irgendeinem anderen glauben, daß
sie Indizien geistreich kombieren und kaum
sichtbare Spuren zur Lösung eines Rätsels be-
nutzen könnten. Sie halten sich auch gar nicht
lange bei solchen Versuchen auf, sondern sie
sind in ihrem neuesten Film „Pat und Patachon
als Detektive" eben der dämliche Lange und
der pfiffige Dicke. Wie immer kommen sie
durch einen Zufall dazu, sich in dieser un-
geahnten Art zu betätigen. Eigentlich sind
beide zwei Kopenhagener Zeitungshändler,
die sich dieses Gewerbes nur deshalb be-
mächtigten, weil man
)
T)ie Kamera als Toileiienspiegel Ein lusliges MomenMd aus Hollywood
Phot. Int. Sewsrttl
-i\
fyb&fyiaiis^
Tolstois Jugendnovelle ,,Dic Kosaken", eine Arbeit aus
dem Jahre 1860, hat zu dem Film ,,Die Kosaken" die
Handlung hergegeben. Nicht so sehr die Tendenz der
Erzählung, die hauptsächlich darum geschrieben wurde, um
die seelische Läuterung eines eleganten Moskauer Offiziers ,
durch die einfachen Verhältnisse bei den Kaukasiern ver-
I
sländlich zu machen, sond
und Mitreißende des Kosa
den Filmregisseur an. Hier konnte er seine
Wildwcstreiler in ein prächtiges Kostüm stecken
und brauchte ihrem überschäumenden Temperament
keine Zügel anzulegen, denn je wilder es bei einem nur
halbzivilisierten Reitcrvolk zugeht, desto besser. Die Kämpfe
zwischen Kosaken und Mohammedanern geben zu dem einen
anregenden Hintergrund, vor dem sich die Handlung in brei-
ler Fülle entwickeln kann. Ein Film ist ohne Liebes-
Kcnec Adurec und John Gilbert
l'liot. M.G.-M.
^^lö^uöOodJhapekUjfe
ij geschichtc nun einmal nicht zu denken, und so drehen sich
denn auch die Vorgänge in den , .Kosaken" um dieses alles
umspannende Gefühl. Der Sohn des Hetmans, den John Gil-
bert darstellt, liebt ein Kosakenmädchen in Gestalt von Renee
Adoree, um das sich auch Fürst Olcnin, von Nils Asther
elegant und liebenswürdig verkörpert, bewirbt. John Gilbert
k
John Gilbert und Renee Adoree
In den letzten diei Jahr-
zehnten ist aus zaghaf-
ten Anfängen eine Säug-
lingsfürsorgebewegung ent-
standen, die ganz Deutsch-
land schon mit einem
Netz von Säuglingsfürsor-
gen überzieht. Die Müt-
ter stellen in regelmäßigen
Zeitabständen ihre Klei-
nen vor, erhalten dem
Alter und Gewicht des
Kindes entsprechende Rat-
schläge, und das Ergebnis
ist: Die Säuglingssterblich-
keit, die über 20 Prozent
betrug, ist auf 10 Prozent
abgesunken; Erkrankungen
wie Skorbut, Milchnähr-
schaden, Mehlnährschaden
und dergl. sind zu Selten-
heiten geworden. Der Som-
mergipfel der Säuglings-
sterblichkeit, durch Darm-
erkrankungen verursacht,
ist verschwunden.
Zugleich werden Tages-
heime für Säuglinge und
Kleinkinder erwerbstätiger
Mütter in immer steigen-
der Zahl eingerichtet, so
daß die Kleinen nicht
fremden Pflegefrauen an-
vertraut zu werden brau-
chen. Die Mütter brmgen
morgens ihre Kinder zum
Heim und holen sie
abends nach Arbeitsschluß
ab. Früher war die Ein-
richtung solcher Krippen
ein Werk freier Wohl-
fahrtspflege; jetzt sind sie
zum Arbeitsgebiet der
Kommunalbehörden ge-
worden.
Bilder aus einer solchen
neueingerichteten Säug-
lingsfürsorge und der ihr
angegliederten Krippe zei-
gen unsere Aufnahmen;
sie stammen aus der Säug-
lingsfürsorge Wedding . A
(leitender Arzt Dr. B.
Feilchenfeld) und dem Ta-
gesheim Wedding I im Be-
zirk Wedding der Stadl
Berlin.
Phot. Ufa
I
Emil JeinninQs in ,,Der Pairioi'
l'liot. I'iiniiiioiinl
iL
^■*.'
/' ?.v y$ i
Einer der letzten Filme, die Paul Davidson in eigener Firma herstellte,
nachdem Lubitsch nach Amerika gegangen und Jannings zur Ufa zurück-
gekehrt war, zeigte Liane Haid in der Rolle einer Sängerin, die eine
Tischgesellschaft so durch ihre Lieder bezaubert, daß niemand die sich
nähernden Eisberge bemerkt und das Schiff mit ihnen zusammenstößt. Wer
"^ sich noch dieses Filmes er-
innert, wird vielleicht wis-
sen, daß er ,,Ich liebe dich"
hieß und von Paul Ludwig
Stein inszeniert war. Liane
Haid erscheint nun abermals
in einem Film, der sie in
Seenot geraten läßt und der
sich deshalb stilgerecht
,,S. 0. S. Schiff in Not" nennt.
Die Handlung ist natürlich
vollkommen anders; nur eins
ist gleich geblieben; der
Partner, der jetzt wie damals
von dem scharmanten und
liebenswürdigen Alfons Fry-
land verkörpert wird. Da
Paul Ludw ig Stein, der seiner-
zeit die Szenen des Schiffs-
bruchs trotz geringer Mitlei
recht geschickt und wirkungs-
voll inszeniert hatte, heute
in Hollywood weilt, hat Car-
mine Gallone, der nicht un-
bekannte italienische Regis-
seur, die Spielleitung über-
nommen und sich auch gleich
das Alanuskript selbst ge-
schrieben, ein Umstand, der
sich immer als besonders
glücklich herauszustellen
pflegt. Außerdem geht es
diesmal lebhafter zu, denn
Liane Haid hat nicht nur die
l'lioi. r>e\init
Nacht aut einem locken Schiff zuzubringen, sondern wird von einer
Sturzwelle erfaßt, über Deck geschwemmt und von den Wogen des
Ozeans mit fortgerissen. Liane Haid, sonst immer am bewährtesten als
Darstellerin lieber, freundlicher Mädchen, erscheint also zum erstenmal
in einer Sensationsrolle, bei der man sich übrigens keines ,, Doubles", also
einer artistischenVertretcrin,
bediente. Man darf darauf ge-
spannt sein, zu sehen, wie sich
Liane Haid mit dieser für sie
neuen und nicht ungefähr-
lichen Situation abgefunden
hat. Als Gcgenspielerin und
Gegnerin erscheint Gina
Manes, die allmählich zum
Generalvamp des europäi-
schen Films wird, nachdem
sich dieser Typ auch bei uns
durchgesetzt hat. Die Manes
ist die elegante Salonschlange
im Sardoustil, eine Schau-
spielerin mit eigenartig kal-
tem Blick, von der etwas
Faszinierendes ausgeht. Die
Art von Alfons Fryland ist
bekannt. Er findet abermals
Gelegenheit, seine Liebens-
würdigkeit zu beweisen, seine
Eleganz ins rechte Licht zu
stellen. Er hat sogar eine
Rolle erhalten, die ihm
schärferes Heraustreten ge-
stattet, denn die Verhältnisse
gestalten den Verlauf der
Handlung tragisch, wenn der
Schiuli auch das Tragiidieii-
hafte vermeidet, sondern
zu den Elementen eines
Schauspiels zurückkehrt.
Joan C.rawlord
hat sidi ,mit Douglas l'airl>anb» jr.
verloDt
ROMAN VON HANS SCHULZE
12. fortsetziing
Als ich meinen Fund dann etwas genauer untersuchte, stellte
ich zu meiner größten Überraschung fest, daß es sich um einen
Brief Dr. Steinhoffs handelte.
Hier ist das interessante Schriftstück; sein Inhalt lautet
folgendermaßen:
, Herrn Generaldirektor Karr!
Hierdurch teile ich Ihnen mit, daß ich noch im Laufe der
heutigen Nacht der nach unserem Abkommen übernommenen
Verpflichtung genügen werde. Damit dürfte mein Schuldkonto
bei Ihnen endgültig ausgeglichen sein.
Dr. Kurt Steinhoff.'"
Walter war aufgestanden
und ging mit großen Schrit-
ten im Atelier auf und ab.
Dann ließ er sich auf
emem breiten, vergoldeten
Prunkbett nieder, das ihm
mit seiner Überfülle von
orientalischen Decken und
bunten Seidenkissen als Di-
wan diente, und schaute
lange in die verdämmernde
Weite des Sees hinaus, von
dem es zuweilen wie ein
tiefes Atemholen voll Duft
und Frische durch die weit-
offene Terrassentür her-
überschwoll.
,,Was halten Sie von die-
sem Brief, Herr Brandstet-
ter?" fragte er endlich,
wieder zur Loggia tretend.
Der Kommissar trommelte
leise auf der Tischplatte.
,,Ich möchte mich fürs
erste nach keiner Seite hin
festlegen, denn ich muß ge-
stehen, daß der Steinhoff-
sche Brief mit seiner zwei-
fellos absichtlichen Dunkel-
heit auch für mich vorläu-
fig noch ein großes Rätsel
bildet.
Gegenstand des darin er-
wähnten Abkommens kann
selbstverständlich nur Frau
Evelyn sein, und am näch-
sten liegt da die Annahme,
daß Karr von Steinhoff ir-
gendeine bindende Erklä-
rung, z. B. ein ehrenwört-
liches Versprechen, alle
weiteren Beziehungen zu
seiner Gattin in Zukunft
abzubrechen, verlangt und auch erhalten hat.
Eine solche Zusage wieder würde aber doch immer nur eine
Verpflichtung auf Zeit, auf die Zukunft bedeuten, während der
Brief Steinhoffs ausdrücklich davon spricht, daß er seiner Ver-
pflichtung noch in der laufenden Nacht genügen würde!"
Walter stäubte mechanisch die Asche seiner Zigarette ab; der
grüblerische Ausdruck in seinem Gesicht verstärkte sich.
,, Beabsichtigen Sie, diesen Brief dem Gericht vorzulegen?"
fragte er dann.
Der Kommissar schüttelte den Kopf.
„Vorläufig jedenfalls nicht! Herr Dr. Rottmann ist in seiner
Art gewiß ein sehr tüchtiger Untersuchungsrichter, diesmal aber
hat er sich nach meinem Gefühl mit seinem Urteil zu früh fest-
gelegt. Denn er hält Frau Karr und Steinhoff bereits für über-
führte Verbrecher, während ich glaube, daß wir viel tiefer
schürfen müssen, wenn wir den wirklichen Zusammenhängen dieses
Dramas näherkommen wollen. Wo ist übrigens der Brief Karrs
geblieben, der sich in der Mordnacht offenbar mit dem Schreiben
Steinhoffs gekreuzt hat? Hat ihn Dr. Steinhoff überhaupt noch
erhalten? Die Untersuchung hat sich meines Wissens hiermit
überhaupt noch gar nicht näher abgegeben."
Walter zuckte die Achseln.
,,Das entzieht sich meiner Kenntnis! Auch mich hat die
Frage nach dem Verbleib des Karrschen Briefes schon mehrfach
beschäftigt; ich habe ihr aber, offen gestanden, nicht den Wert
beigelegt, den sie nach
Ihren letzten Ermittlungen
zu gewinnen scheint. Ich
schlage daher vor, wir fah-
ren auf frischer Tat noch
einmal nach Schlachtensee
hinüber und stellen dort
gleich an Ort und Stelle
Nachforschungen nach dem
verschwundenen Briefe an!"
Josma Selim tritt im März wieder in Berlin auf
Eine halbe Stunde später
hielt das Auto der beiden
Herren vor der Villa in der
Albrechtstraße.
Frau Hartkort, die sich
zum Abendbrot bereits der
qualvollen Umpanzerung
ihres Frontkorsetts entledigt
hatte, begrüßte sie in
großer Aufregung und in
einem geblümten Schlaf-
rock, der ihr die Umriß-
linie eines Zwergflußpferdes
verlieh.
,,Ich bitte vielmals um
Entschuldigung," sagte sie.
,,wenn ich die Herren in
dieser schon etwas vorge-
schrittenen Auflösung mei-
ner Toilette empfange. Aber
ich nehme an, daß Sie mir
Nachrichten über unseren
unglücklichen Dr. Steinhoff
bringen, und da wollte ich
Sie auch nicht einen Augen-
blick lang unnötig warten
lassen!"
Walter verneigte sich mit
vollendeter Höflichkeit.
,, Gnädige Frau haben recht
geraten. Unser Besuch gilt
mittelbar Dr. Steinhoff, Und
zwar betrifft er den Brief, den Herr Karr kurz vor seinem Tode
noch zu ihm geschickt hat. Können Sie uns vielleicht sagen,
wer diesen Brief in Empfang genommen hat?"
,, Gewiß, Herr v. Prayer, mein Hausmädchen Anna!"
,, Würden Sie wohl die Güte haben und das Mädchen einmal
hereinrufen? Wir möchten sie gern persönlich sprechen,"
Frau Hartkort setzte einen altertümlichen Klingclzug in Be-
wegung. Gleich darauf erschien ein stattliches, schon älteres
Mädchen mit einem offenen, verständigen Gesicht.
,,Es handelt sich um einen Brief, Fräulein Anna," eröffnete
der Kommissar das kleine Verhör, ,,der in der Nacht, als
Herr Karr ermordet wurde, hier für Dr. Steinhoff abgegeben
worden ist. Sie sollen diesen Brief in Empfang genommen
haben!"
Das Mädchen bejahte eifrig.
„Das ist richtig! Ein alter Mann, der im Auto gekommen,
war, hat den Brief gebracht und mir noch besonders eingeschärft,
ihn Herrn Dr. Steinhoff möglichst gleich auszuhändigen. Der
Herr Doktor war aber gar nicht in seiner Wohnung."
„Was haben Sie denn da mit dem Brief gemacht?"
,,Ich habe ihn bei Dr. Steinhoff auf den Schreibtisch gelegt!"
„Dann hat ihn Dr. Steinhoff gar nicht erhalten?"
Das Mädchen seufzte.
,,Das mag wohl sein. Denn der Herr Doktor ist ja nach-
dem überhaupt nicht mehr nach Hause gekommen. Der Brief
hat noch eine ganze Weile mit anderen Postsachen auf dem
Schreibtisch gelegen. Bis eines Tages die Polizei angerückt ist
und alles beschlagnahmt hat!"
Die Herren wechselten einen raschen Blick.
,,Der Brief befindet sich also doch wohl bei den Gcrichts-
akten", sagte der Kommissar halblaut.
„Wir danken Ihnen für Ihre
Auskunft, Fräulein Anna'"
fuhr er dann, zu dem Mäd-
chen gewendet, fort. ,,Sie
können wieder an Ihre Ar-
beit gehen. Und auch Sie, _ _
verehrte Frau Hartkort, wol-
len wir nicht länger Ihrem
Abendbrot entziehen. Es
handelte sich nur um diese
Feststellung. Verzeihen Sie
die späte Störung!"
Frau Hartkort begleitete sie
bis zur Haustür.
„Glauben Sie, daß Herr
Dr. Steinhoff noch lebt?"
fragte sie beim Abschied, mit
den Tränen kämpfend.
Walter drückte ihr herzlich
die Hand.
,, Solange nicht der Beweis
des Gegenteils erbracht ist,
besteht noch immer Hoffnung.
Ich gebe Ihnen jedenfalls so-
fort Bescheid, sobald eine be-
stimmt greifbare Nachricht
eingegangen ist!" — — —
XIII.
Kurt kam durch die kleine
Kirschenallee des Sanatori-
umsgartens und setzte sich
auf eine Bank in die Sonne.
Die Bienen summten leise
um die blütenschweren
b-
weißen Wipfel der Akazien,
und der Himmel war von
einem wundervoll klaren und __^_____________^.^
tiefen Blau. "'"~~~'~~~^^~^"~^"^~~
Kurt hatte sich auf seiner
Bank weit zurückgelehnt und
«chob die Decke, die ihm der
Pfleger vorsorglich mit heraus-
gebracht hatte, beiseite.
Seit drei lagen war die körperliche Starre wie mit einem
Zauberschlage von ihm gewichen, so daß er seine Glieder auf
einmal wieder selbständig regen und bewegen konnte.
Auch der Chor der quälenden Stimmen war langsam
geklungen und endlich ganz verstummt.
Nur sein Gesicht blieb nach wie vor unbelebt und leer, und
in seinen Ohren brauste und rauschte es unablässig wie ein
ferner Wasserfall.
Vergebens hatte Dr. Schleyer bei seinen ärztlichen Besuchen
mit bewunderungswürdiger Geduld und Ausdauer immer wieder
eine sprachliche Verständigung mit ihm angestrebt.
Kurt behielt allen Fragen gegenüber stets den gleichen ab-
wesenden, taubstummhaften Gesichtsausdruck bei und schloß sich
mit derselben Undurchdringlichkeit auch gegen die anderen In-
sassen der Villa ab, die mit ihm in Verbindung zu treten
suchten.
Gegen sechs Uhr kam Dr. Schleyer etwas verspäte! zur Nach-
mittagsvisite und gab die letzten ärztlichen Anordnungen für
die Nacht. Dann entbot ihn der Fernsprecher in einer sehr
dringenden Angelegenheit unverzüglich in die Villa des Chef-
arztes.
Ein fremdes Auto hielt vor dem Gartentor, und in seinem
Dienstzimmer saß der Geheimrat in eifrigem Gespräch mit zwei
entschlossen blickenden Herren mit bedrohlichen Schnurrbärten
und subalternen Bcamtengesichtern.
,, Verzeihen Sie, lieber Kollege," sagte er nach der ersten
Vorstellung, ,,daß ich Sie noch einmal zu mir bemüht habe, aber
die Sache duldet keinen Aufschub. Die Veröffentlichung des
Signalements unseres Findlings auf Station Sieben hat nämlich
einen unerwarteten Erfolg gehabt.
Der Untersuchungsrichter beim Kriminalgericht in Moabit
glaubt in ihm mit aller Bestimmtheit den schon seit Wochen
gesuchten Mörder des Großindustriellen Karr zu erkennen,
dessen Affäre vor kurzem ja ganz Deutschland in Aufregung
versetzt hat!"
,,Die Ähnlichkeit ist allerdings außerordentlich!" schloß er,
seinem Assistenten eine Photographie über den Tisch reichend.
Dr. Schleyer schob seine
Eulenbrille höher auf die
Stirn.
,,Das ist zweifellos unser
großer Unbekannter!"
— .^^„ Der Geheimrat nickte zu-
stimmend.
,,Die Herren Kommissare
möchten sich durch persön-
lichen Augenschein gern
selbst von seiner Identität
mit dem gesuchten Dr. Stein-
hoff überzeugen und ihn ge-
gebenenfalls gleich morgen
früh im Auto mit nach Ber-
lin nelimen. Ich glaube, daß
dem nichts entgegensteht.
Vielleicht sind Sie so freund-
lich, Herr Kollege, und ver-
anlassen, daß der Kranke von
seiner Station noch einmal
herübergebracht wird!"
Fünf Minuten später trat
Kurt in Begleitung seines
Stationspflegers ins Zimmer.
Er sah geisterhaft bleich
und verfallen aus und ging
ein wenig gebückt mit auto-
matisch steifen, hölzernen Be-
wegungen, als schliefe er im
Gehen.
,,Sie sehen, meine Herren,
ganz das Bild des ausgespro-
chenen geistigen Hemmungs-
zustandes, wie ich es Ihnen
vorhin kurz skizziert habe!"
'~~"^~^~~~'~~~~~^~~~~'~ bemerkte der Geheimrat, als
Kurt auf einem Stuhl in der
hellen Beleuchtung des Fen-
sters Platz genommen hatte
,,Eine seelische Fühlung war
bisher mit ihm noch nicht zu
gewinnen, und ich fürchte, auch heute wird kein Weg durch
diese Erstarrung hindurchführen!"
,,Herr Dr. Steinhoff," sagte er dann
,,hier sind zwei Herren aus Berlin,
wünschen!"
,, Verstehen Sie mich, Herr Dr. Steinhoff?" wiederholte er,
mit Nachdruck auf jedem einzelnen seiner Worte verweilend.
Kurt rührte sich nicht.
Keine Muskel in seinem Gesicht zuckte, und sein Blick ging
unentwegt teilnahmlos ins Leere.
Einer der beiden Polizeibcamten war aufgestanden und be-
trachtete ihn lange und aufmerksam.
,.Eine Simulation ist ausgeschlossen?" fragte er mit bcruls-
mäßigem Mißtrauen.
Der Geheimrat lächelte ironisch.
,,Es ist ein typisches Krankheitsbild, wie es zuweilen nacli
schweren Gehirnerschütterungen auftritt. Im übrigen wird ja div
psychiatrische Beobachtung in der Charile alles Weitere er-
geben!"
Fortsetzung fol^l
SINGER NÄHMASCHINEN
AKHENGESELLSCHAPT
SINGER LADEN CBERALL
mit erhobener Stimme,
die Sie zu sprechen
FRAGEN
die uns erre Tchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i I m -M a g a li n", Berlin SW68, ZimmerstraOe 35-41.
Scheriverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei Manu-
skriptangelegenheiten bitten wir folgendes zu beachten: Jeder Anfrage ist
Kilckporto beizufügen. Jede Einsendung eines Manuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2 — 3 Schreibniaschlnenseitcn
sind zur Einsendung an die Filmindustrie, Regisseure usw. geeignet. Für
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durchschlüge senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
•
Fritz B., Berlin: Grete Mosbeira hat am 8. Januar Geburtstag.
Evi Eva wurde am .SO. Dezember in Pankow geboren, Hilda Rosch am
22. September in Stuttgart.
Eine Ernst Verebes-Verebrerin, Bingen: Ernst Verebcs
wohnt Berlin" W., Emscr Straße 16. Er ist so jung, wie Sie geschätzt
haben. Unverheiratet. Bildkarten von Verebes erhalten Sie durch den
Postkartenvcrlag Ross, Berlin S\V 68, Alcxandrinenstraße HO. Sie können
sich mit der Autogrammbitte unter Beifügung der Bildkarte und des Rück-
portos direkt an ihn wenden.
Otto Z., Breslau: Felicitas Malten wohnt Berlin W, Wilmersdorfer
StraUe 80. l)cr Film ,. Rutschbahn" ist vor einigen Wochen in Berlin zur
Uraufführung gelangt.
Erich S., D a n z i g : Truus van Aalten wohnt Berlin W, Luther-
Straße 2", ist ledig, gil)t Autogramme und filmt fleißig.
M arg a V., Berlin;
Siegfried Arno wohnt Berlin-
Steglitz, Schloßstraße 34, Harry
Liedtke Berlin - Gninewald,
Bismarckallec 16,
L y a M a r a - V e r e h r e -
r i n Irma F., Berlin:
Lya Mara wohnt Berlin-West-
end, Pommernallee 5, ist gold-
blond und gibt eigenhändig
Autogramme. .,Der rote Kreis"
erscheint in der nächsten
Spielzeit.
L o t t i und G e r d i a u 8
Dresden: Werner Fuelterer
wohnt Berlin-Steglitz, Kleist-
sfraUe 27, wurde am 10. Ja-
nuar in «Stralsund geboren und
Ist unverheiratet. Fred Louis
Lerch wurde am 28. März in
Ernsdorf (Österreich) geboren.
Kurt D., Berlin: Willy
Fritsch hat am 27. Januar Ge-
burtstag und spielt augenblick-
lich die männliche Hauptrolle
in Fritz Längs ..Frau im
Mond". Der National - Film
..Schwere Jungen — leichte
Mädchen" ist in Berlin her-
gestellt worden. Das .\lter der
Künstler veröffentlichen wir
nicht. Gustav Fröhlich hat am
21. März Geburtstag und wohnt
Berlin - Westend, Kurländer
Allee 1. Suzy Vernon ist ver-
heiratet, ihre ständige Adresse:
Paris 12, Boulevard Soult 46.
Filmschauspieler kann man nur
werden, wenn man die Fähig-
keiten dazu hat.
M. Gisela L a u r i s , Marburg: Carl de Vogt wohnt Berlin-
Neutempelhof, Holienzollernkorso 5.'>a. Mit Ciaire Lotto verheiratet. Er
gibt .\utogramme. Ebenso Oskar Marion, der unverheiratet ist und
Berlin W, Kurfürstendamm 110, wohnt. Igo Sym hat ein Sühnchen von
ungefähr li Jahren, ist geschieden, filmt augenblicklich in Berlin und gibt
Autogramme.
^\ . H.: Wir teilen das .Vlter der Künstler nicht mit, weil wir finden,
daß das mit der persünlichrn Verehrung nicht das geringste zu tun hat.
Es gehen täglich unzählige Fragen hei uns ein. Grcto Mosheim ist mit
dem Schauspieler Oskar Homolka verheiratet. Sie spielte u. a. in folgenden
Filmen: ..Die .Sporkschen Jäger", „Erwai'hen des Weibes", ..Primaner-
liebe". ..Höhere Töchter". ,.Die kleine Sklavin". Ihr neuester Film:
„Die Siebzehnjährigen". In Arheit: „Frühlingscrwachcn".
Vallu, die \Verner Pittschau- und Fred Louis
1-ercli- Verehrerin aus Berlin: Werner Pittschau betrachtete
Wien als seine eigentliche Heimat, hatte aber auch sehr viel in Berlin
gelebt und gefilmt. ,,Der erste Kuli" ist in Berlin hergestellt worden.
.\ndr«^ Matloni spielte in „Gliiek bei Frauen". Fred Louis Lerch wohnt
Berlin W, Regensburger Straße H. Unverheiratet. Geburtstag: 28. März.
I..etzter Film: „Rutschbahn".
Gerron- Verehrer, Charlotten bürg: Kurt Gerron w ohnt
Berlin \V, Albrechl-.Vchilles-Straße 8, ist verheiratet, wurde am 11. Mai
in Berlin geboren, war Arzt, bevor er zum Film kam, ging dann zuni
Kabarett und filmt seit ungefähr vier Jahren.
P e t t a F.. Berlin: Douglas Fairbanks kommt vorläufig nicht nach
Berlin. Er ist ungefähr so alt, wie Sie geschätzt haben. Mary Pickford
ist bloml. Das Filmmagazin brachte schon Bilder von der Villa Pickfair
in Be\ crly-Ilills. Außer den von Ihnen genannten Filmen gibt es noch
den ..Mann mit der Peitsche" mit Douglas Fairbanks.
R e s i B., D ü s s e 1 (1 o r f : Die Titelrolle in ..Der fesche Husar"
spielte l\or Xovello. Engländer. In England sehr berülimt. Aiigeiililicklich
auch wieder in London. Gustav Fröhlich wohnt Berlin-Westend, Kurländer
Allee 1, hat am 21. März Geburtstag, in Hannover geboren, ist ledig, gibt
Autogramme, großer Blumen- und Tierfreund. Zur Zeit in der Schweiz.
Conrad Veidi
„Der Mann, der lacht"
Oibt
Sonntag, den 5. M ä r z,
vormiitags von ll-l Uhr,
im Ufa-Thealer „Universum"
A uto^ram m e
Unterzeichnet werden die Bilder in den Nummern 8 und 9
Egon S., Dresden: Erich Pommer erreichen Sie. durch die Ufa,
Berlin SW 68; Kochstraße 6—8, Erich Waschneck wohnt Berlin-Lichter-
felde, Hortensienstraße 34, Holger-Madsen Berlin-Schöneberg, Hauptstraße 47.
Neugier, Loch hausen: Gunnar Tolnacs spielt augenblicklich
mit großem Erfolg in Kopenhagen Theater und kommt wieder im Sommer
nach Berlin, um hier einen neuen Film zu spielen. Er spielte kürzlich
in dem Starfilm ..(icschlecht in Fesseln" eine Hauptrolle. Ernst Petersen
ist Norweger und lebt in Oslo. Luis Trenkcr ist mit Nicht-Schauspielerin ver-
heiratet, ihr Vorname ist Hilda. Lcni Riefenstahl wohnt Berlin-Wilmers-
dorf, Hindenburgstraße 97.
Filmfreundin Margot G., Augsburg: Dene Morel wurde
am 17. Januar in England als Sohn eines bekannten Politikers geboren.
Dene studierte Medizin, zeichnete sich daneben als Amateur-Boxer aus,
ging dann nach London zur Sprechbühne, wo er mit Shakespeare-Rollen
große Erfolge hatte, filmte auch ab und zu in England und kam dann
nach Berlin, wo er von Graham Cutis für den deutschen Film entdeckt
wurde. Man sah Dene Morel noch (außer in den von Ihnen angeführten
Filmen) in der ...Xlpentragödie". Möglich, daß Sie von dem Künstler bei
der Defu uiiil Emclka noch Standbilder erhalten. Er war ein großer
Blumenfreund.
H. W. W., Berlin: Jenny Jugos nächster Film ist „Das Mädchen
aus Valencia". Dina Gralla arbeitet augenblicklich an dem Eiebberg-
Film „Ein kleiner Vorschuß auf die Seligkeit". Dita Parlo filmt bei der
Ufa; der Titel ihres neuen Films steht noch nicht fest.
Pummel aus D a n z i g :
Harry Liedtkes erste Gattin
war die Schauspielerin Proft,
die zweite war Käthe Dorsch.
Alfons Fryland filmt aügen-
t)licklieli in München ,,Die
keusche Kokotte". Er ist mit
einer Nicht-Schauspielerin ver-
heiratet, wurde am 1. Mai in
Wien geboren und.wohntBerlin-
Sehmargendorf, Ruhlaer Str. 15.
Edith Bm Münster:
Greta Garbo soll seit April
mit John Gilbert verheiratet
sein. Gustav Fröhlich ist
blond und blauäugig, riesig
nett und so groß, wie Sie sich
ihn erträumen.
Gertrud und Edith
W., Berlin: Iwan Mosjukin
wohnt Berlin W, Kurfürsten-
damm 195, Gösta Ekman Stock-
holm. Hjorthogsvägen, Franz
Lederer Berlin-Friedenau, Feh-
lerstraße 4, Suzy Vernon Pa-
ris 12, Boulevard Soult 46.
Eifrige Leserin aus
Kreuz: Hermine Sterler ist
ledig. Auch noch nicht verhei-
ratet gewesen. Die Adresse
»timmt. Sie gibt Autogramme.
Filmt fleißig. Am 20. März
in Cannstatt bei Stuttgart ge-
boren. Das Alter geben wir
grundsätzlich nicht bekannt.
Sie ist sehr geistvoll, ernst
und zurückhaltend.
W. Hd.: Die betreffende
Firma heißt British Fotofon
Limited, London.
Zwei Egon von Jordan-Verehrerinnen, Danzig: Egon
von Jordan kam von der Sprechbühne zum Film. Er stammt aus Dux in
Böhmen. Filmt augenblicklich nicht. So alt, wie Sie geschätzt haben.
Seine Lieblingsbeschäftigung: Sport.
Johann L., Hamburg: Gewiß, man kommt auch noch mit
.17 Jahren zum Film, wenn man wirklich mimisches Talent hat. Ivan
Mosjukin ist mit der Dänin Agnes Petersen verheiratet, gibt Autogramme
und wohnt Berlin W, Kurfürstendamin 195.
B r e s I a 11 e r F i 1 m r a n g e: Aber gewiß, wir kennen die Filmstars
alle persönlich, und wir werden gern Ihre Grüße an die beiden Künst-
lerinnen ausrichten. Möglich, daß Harry Liedtke auch bald einmal nach
Breslau kommt. Lilian Harvcy ist von Richard Eichberg, Maria Paudler
von Artur Bergen entdeckt worden^ Maria Paudlers Vater ist Baumeister.
Lilian Harvey. Maria Paudler und Fred Louis Lerch sind ungefähr fünf
Jahre beim Film. Evelyn Holt wurde in Berlin geboren.
Margit Tamara: Jawohl, Ernst Pittschau war im „Modernen
Casanova" zu sehen. Siegfried und Bruno Arno sind Brüder.
W. R., Augsburg: Filmbücher aller Art können Sie durch den
Max Mattisson - Verlag, Berlin SW 68, Ritterstraße 71, beziehen. Lil
Dagovers nächster Film ist ,,Der Graf von Monte Christi". Wohnung:
Berlin-Westend. Arys-Allee 4. Ihre letzten Filme: „Der geheime Kurier"
und ,, Ungarische Rhapsodie".
Ilse F., Z ö r b i g : Wenn Sie Gunnar Tolnacs um ein .\utograiiim
bitten, müssen .Sie Ihrem Briefe einen intern.itionalen Postschein beifügen.
Der Künstler wohnt jetzt: Ved Amagerport 6, Kopenhagen. Alfred Abels
Adresse: Berlin-Halensee, Kurfürstendamm 74. Nur Geduld, wir bringen
auch bald wieder Bilder von Gunnar Tolnaes und Oskar Marion.
Traute v. L.. Breslau: Den Fürsten Brauneck in ..Die Heilige und
ihr Narr" spielte Felix P. Soler, die Fürstin war Gina Manes. die Prin-
zessin Rosemarie wurde von der Holländerin Lieii Deyers dargestellt. Licu
Deyers wurde in .\msterdam geboren. Ihr richtiger Name.
S c h w e s t c r F r i e d a M. . B e r 1 i n : Der Verfasser unseres Romans.
Dr. Hans Schulze, war früher Arzt und wohnt Berlin-Cbarlotteiibiirg,
Reicbsstraße 78.
k
Film-
Ernst H., Essen: Ein Dreiibuch enthält iniKefülir 150 — 2iK) Bilder.
Ein zwciteiliuer Film wird liciitzutage nur noch in Ausnahmefällen
geniaeht.
K., B e r 1 i 11 - B u k a r e s t : (ircta Garbo am 17. April in Ciöteborg-
geboren, sie i.-^t sehr niu.sikalisch. Jawohl, auch selir intelligent. Olga
Tscheeliowii war er>t einmal verheiratet. Nur eine Toehtcr. Sic ist ilie
Enkelin des bekannten Diehler* Tscliecliow . War früher Jiildhaueriii.
.Am 2B. .\pril in .Mcxamlrdpol geboren. Hosen. Jtiissisehc Volksliedi-r uiiil
Opern. Aiigcnblieklieh nicht .m der Si)ri'chl)iihiu' tälig. Ihre bekanntesten
Filme: ..Nora", ,, Brennende CJrenze", „Die selige E.xzellen/.". ...Moiilin
Kouge". ..^Veib in Flammen". ..Siegerin '. Jn Arbeit: ..Diane".
A e h i m (i «i t z v. Z. ii ii il 11. H.. 1? c r I i n : Sic können einen
Originalabzug- der betreflenden Aufnahiiic gegen Vureiiiscndung von 1 .\l.
durch uns beziehen.
1' o r t e n - D i c t e r I !■ - V e r c h r e r i n : Cillv Feindts .\dresse ist
Berlin S\V. Wilhclmstraße 14X. Wilhelm Dietcrlc liebt Tulpen. Bitten
Sie ruhig llenny Porten noch einmal um ein .\utogramm.
R o 1 « , D r c s (I e n : ..(iösta Berling' ist von der Svcnska, .Stockholm,
hergestellt worden, und zw.ir schon vor einigen .Jahren. Die Beschreibung
zu diesem Film ist gewilj noch beim Illustrierten Filmkurier erhältlich.
Von Lars Ilanson laufen augenblicklich ;! neue Filme: ..Das göttliche
Weib' mit (ircta (Jarbo. ..H.uiseli" mit (Jina il.iiics, ,..stiirme" mit l.illian
(iish. J.ars ll.inson ist schon sehr lauge beim Film. -Man sah ihn friilicr
viel mit den schwedixhcn Filmschauspiclerilineu Tor.i Te.je, Karin
Mcd.indiT und .Icnuy llasscliinist spielen.
Sira .\1.. 11 !■ r I i 11 : \\ ladimir (iaidarow W(djiit Berlin \V. Joachim-
Fricdriili-.stralJc :>■'•. ist Kusse, in I'ollawa am ix. .luli geboren, mit der
russischen Sch.iuspiclcrin Olga (izows.ka.ja verheiratet. Vielleicht wenden
sie sich in Ihrer amiereii .\ngelegcnhcit einmal an den Kegissenr Dr.
(icorg .\sagaroff. Berlin. InnsbruckiT .straUe 41.
Hilde (i., S e h n e i d e m ü h I : Selbstverständlich ist der _
kurier auch einzeln im Verkauf erhältlich. J)as Stück kostet 0,2» M
K r a n .1 . v o n d e r \\ a s s c r -
kante: .laek Trevor wohnt Berlin \\ .
Bendicrsiraße 9. Eugläudcr. am 14. De-
zember in London geboren. Mit einer
ICugländerin verheiratet, 2 Kinder. Trc-
\ or war früher Kavallerie-Offizier. b(>-
tätigte sich dann zuerst in London als
hilmstatist, sjiäter in .\merika. iiam
endlich vor ungefähr 4 .lahren nach
rilmbcrliii. HIoml. bl.iu/iugig. .So alt.
wie .Sic ihn geschätzt haben. Sciueu
ersten groUen i;rf(dg hatli' er in (ierh.ird
Lamprechts ..Katzensteg". .Sein neuester
Kilm: ...\aelitgcstalten ". In Arbeit: ..Die
weiBen Kosen von Kavensbcrg".
L .V a -M .-1 r a - Verehrerin.
Hamberg: Wenn <liese Zeilen er-
scheinen, filmt I..V.I .\lara schon «iedcr
in Berlin. Kudolf Klein-Kugge kommi
etwas später uuil wird dann mit seinen
.Aufnahmen bei Fritz Lang (..Die Frau
im .Mond") beginnen.
Mari i> Luis e I) t., Kohl e n z :
l'.iul lüchter gebt es gut. Er ist augen-
Idiiklich in Herlin und wird auch wic-
iler filmen. Kürzlich erschii'ii von ihm
..Lockendes (iiff. Der Norv\eg. Sui)cr-
lilni ..Sehneeschuhbanditeu • soll in
nächster Zeit seine Berliner l'remiere
erleben, .loe .Ma.v erreichen Sic durch
die Ifa, Berlin SW ti.s. KoehstraDc II— H.
Fritz Lang durch Fritz L.ing-Filni, Ber-
lin S\\' 4», Fricdrichsirallc 221.
(i e r d a S.. F r a n k f u r t / M a i n .
Ifim.ild Colm.in erreichen .Sie durch die
i'iiited .\rlisls Studios. 720(i Santa Mo-
iiiea Houlevard. Holl.wvood, Kai. L.va
.Maras Partner in ,,,Mein Herz ist cini-
.lazzband ■ ist Koual-Saniborski. W<di-
nung: Herlin-tirunewald. P.iulsborncr
StralJc Ki. Wenn Kamon Nov.irro in
Berlin ist, wird sofort seine .\dresse mit-
geteilt. Sie erhallen das (iewünschtc
durch den .Max .M.itlisson-Vcriag. Herlin
SW (W. Kittcrslr.djc 71. (b.-irles Ifogcrs
Anschrift: Culver-Citj , Kalifornien,
Ein e F r i t z 1. a n g - \' e r e h r e-
r i n , H r e m e n : F'rilz Lang erreiihen
Sit! durch Fritz Lang-Film. Berlin sW is.
Friedriehstr.ilic 224. Ol.af F.jord wolml
Herlin-Wilmcrsdorf, .Xantencr Stralie if*.
Lotti K.. Coburg: Maria Zelenkas Partner in ..O alte Burschen-
herrlichkeit" war W.iller SIczak. Clairi' Kommers neuester Film ist
..Fraucnranb in .Marokko". Sic ist mit einem Ccrichtsrat verheiratet uml
bat keine Kinder. Die Il;iuptdarstcllcr in der ..Sünderin" waren: llelg.i
Thomas, JLms stüwe, Elisabeth Piiia.jcff, .\ngelo Ferrari, .lohn Loder.
Nein, es sind noch kein • Biuher von den bctrcflcndi'n l'ilmsl.irs erschienen.
Lisi .s., Berlin: Lena -Maleiui erreichen Sic durch die Terra.
Berlin SW 0«, Kochstralie 7;i.
Henry S., Marburg: Viggo Larsen wohnt Berlin-Wilmersdorf.
Babelsberger Stralie 1, ist mit einer Dänin verheiratet, kinderlos und gibt
zusammen mit W.-mda Treumaun, Bcriin-Schönebcrg, WexslraLic
öfter (iastspicli'. Olga l^ngl wohnt Berlin W .10, L;indshutcr str
WS^^^Mm^i^^^i£^&^^mmiäi
K u t h J., H a i n i e h e n : Carmen Boni ist mit dem Kcgisseur
Augusto Cenina verheiratet und wohnt Berlin W, Uhlandstraßc 138. Fred
Sülm filmt unter dem Namen Kobert Castle in Hollywood; er ist ledig.
Licn Deyers erreichen Sie durch die Deutsche Universal. Berlin SW ü.s,
llauerstralie H2. Fnvcrheiratet. La Jana wohnt Berlin-Charlottcnburg.
Bayernallee -].').
F" r a 11 z Seh.. Bruchsal: „Der Wolgasehiffer" wurde vor un-
gefähr ;s .lahren in Hollywood gedreht. Die Titelrolle spielte William
Hoyd. die l'rinzessin war Ellinor F'air.
E. Bra.. Halle : Vilma Bauky und Kod la Roiiue erreichen .Sie
unter 720(1 Santa M(mica Houlevard. Hollywood, Kai. Beide geben Aufo-
grammc. Sie können deutsch an sie schreiben. \Nir werden Lya Mara
nud Harry Piel gern au die fälligen Autograninic erinnern. Die Künstler
sind in Berlin, aber durch ihre F'ilmarbcit stark in .Vnsprueh genommen.
„Die Mitternachtstaxe" wurde hauptsäehlich im (Jrunewald-.Vtclicr gedreht.
IL B.. Danzig: Hilda Kosch wurde am 22. September in Stuttgart
geboren. -Mit einem Industriellen verheiratet. Hanni Kcinwald ist die
Schwester (Jretcs. Hans Stüwe wunle :ini 11. Mai in -Mecklenburg ge-
boren. Mit einer Bulgarin verheiratet.
-M. T.. .\ ii r n b c r g : Wilhelm Dieterle. Berlin-Wilmersdorf, Jenaer
Str;iUi- H. Keine Kinder.
]•■ e e .M alten- V e r e h r e r i n a u s B r e s l a u : Leider können wir
Ihnen nicht verraten, in Avelchem Jahre Dina (iralla das Lieht der Welt
erblickt li.it, da wir das .\lter unserer Stars grundsätzlich nicht angeben.
.Sie war mit dem vor einiger Zeit verstorbeneu Redakteur Lincold Eyres
V erhi'iratet. Fee -Malten wurde am 2. Dezember in l'harlottenburg geboren,
trägt einen Bubikopf, gibt .\utogr.inimc: ihr richtiger Xame; noch jünger,
als Sie geschätzt haben: wohnt Berlin W, Wilmersdorfer Straße 80. Ihr
nächster F'ilin ist ,..Vus dem 'J'agcbuch einer Kokotte". Jean Bradiii lebt
in Paris.
H a n s R., C h e m n i t z : Jawohl, in ,,ilein Heidelberg, ich kann dich
nicht vergessen", spielte Dorothea Wieek die weibliehe Hauptrolle.
V r a II II eleu Z., Leipzig:
Livio P;iv.inelli filmt in Deutschl.ind seit
lii2:j. .Sein erster deutscher Film war
..Kammermusik" mit Henuy Porten. Seine
neueste .Vrbeit ist ..Das närrische Olüek"
mit Maria Paudler. .Vuliir in den von
Ihnen angeführten Filmen ersehieu Pa-
v.'inelli kürzlich noch im ..Haus ohne
-Männer".
F' i I m g c r d i .aus B r e s I ;i ii :
( harles Rogers .Vdri'sse fiinden sjc an
.luderer Stelle. Ossip Runitsch filmt
augenblicklich bei Starfilm, Berlin SW 4H,
F>icdrichstral!e 21«, Wenn Sie Maria
l'audler um ein .Viitogramm bitten wol-
li'ii, so reden .Sic die Künstlerin am
besten mit ,. gnädige Fr.iu" au. Lilian ,
H.irvey ist im Augenblick noch unver-
heiratet. W(dinuiig: Berlin W lö, Düs-
seldorfer StraUe 47. .Selbstverständlich,
sie spielt auch Tennis. Sie erhalten
Bihlkarten von F'ilmstars bei Ross, Ber-
lin SW fix. .VlcxandrinenstraÜe 110. Per
Nachn.ihme.
W. K. Z. .j: Wenn Sie zum Film
widicn, so ist es durchaus niiht nötig,
dali Sie eine Filmschule besuchen. Das
Monatseinkommen der F'ilmstars ist wirk-
lich ganz verschieden. Das hängt von
der I'opularität des betreffenden Film-
stars .-ib. \\arum sollten Blauäugige
sich n i e h t zum Film eignen? Denken
Sie doch an Lotti- Neumann. Li'c Parry.
(irete .Mosheim. Lilian Harvey usw., die
.die blaue .\ugen liabcnl Von dem be-
iretTendeii Regisseur können wir Ihnen
leidi'r nichts Näheres sagen. Bis jetzt
ist er muh nicht mit einem F'ilin an die
Ocl'fcntlichkeit getreten. Er soll von der
< tpcrnbühuc kommen.
F". .\. D., Kiel: Selbstverständlich
dürfen Sic F'ilmidceii an die Filmgesell-
schaften senden, und zwar in Form
eines sogcu.uintcn Expos(^s. d.is aber
nur einen l'mfang von 2^.! Schreib-
maschincnseiten haben darf. .Vn die
..dramaturgische .Abteilung" der betreffen-
den F'irma zu senden. Ein Drehbuch
i'ntliält durchschnittlich l.iO— 200 Bilder.
Für das Ausarbeiten eines Drehbuchs
kommen aber nur Fachleute in Frage.
IL. I. u d w i g s h a f e n : 1. ..Das göttliche Weib" wurde in
jedrebt. 2. Lilian Harvey ist heimlich verlobt. :4. Ernst Verebcs
4. Lilian Harveys neuester Film ist ..Das Modell von
Jawohl. unsiT Bild stellt Siegfried .Vrno dar.
ritelrolle in ..Der Frauenbändiger" spielte
Bevcrl.v -Hills, Hollywood.
die niännliehe Haupt-
noch
..... ■ . ... .1 . >> |. . , .. . .'.^.v L.ll^l ,,111111, .1. Villi! .. .1,'. I .., IKl.-ll II l,~l .-.lialjC ,*.
Friedrich l-'eher ist der Oatte von Magda Sonja und w(diut Bi'rlin. .March-
the Loop ". ..Die
..Das .Mädel .lus
..Ilcrbstm.inöver".
-Mona .Marteiisson.
Luciano .Mbertini
X- iit-ui II II i-i-in-i isi urr iiaue von .tiagna .-'on.ia nun wonui iti-riin. -Tiaren
.StraUe 7. Lina Hasi|nette erreichen Sic unter 1401 Western Ave.. Hollywood
Nur I V a n P e t r o v ich- V e r e h r <■ r i n I. V.: Ivan Pctrovicl
wohnt im Kden-Holcl. Berlin. Hudapester StraUe. Er ist iinverheiratcl iin
hat dunkle .\ugen.
Z w e i .1 e n n y J u g o - V e r e h r e r : .lenny Jugo wohnt Herlin W
Kaiserdamin 20, wurde am 14. .luni in Wien geboren. Sie spielte u. a
folgenden F'ilmen die Hau)itrolle: ..flie Hose", „Looping the Loop "
Carmen von St, Pauli", ,,Die blaue .Maus", In .Arbeit
Valencia". Hanni Weisse s]iiclte eine Hauptrolle in
Die beiden Hauptrollen in ..Acrsiegelte Lippen" siiielten
eine .Schwedin, und der Österreicher Fred Louis Lereh.
und Carlo .\liliui sind Italictier.
Resi H., Düsseldorf: .\d<dplie Mciijmis Partnerinnen in ..Blond
oder braun" waren Crela .Nissen uml .Vrletle March.il. lOmil .l.innings'
l'artneriii in ..Sein letzter Befehl" war F.vcI.mi Urem. Die Titelrolle der
..Ramoiia" spielte Dolores del Rio. Hauptdarsteller von der ..Dame mit
der tiaskc" w.iren: Arletlc M.ireh.il. Wladimir (iaidarow. Heinrich (ieorge.
In ..(iesehichlcu aus dem AViener Wald" spiidten \er:i Vorouina und I-'.rie
Harcla.v die Hauptrollen. Die ParliK'riiiucn von -Menjou in ..Der (>entlcmaii
von Paris" waren Arlette .Marchai und Shirley (THara. Iv:in .Mosjukin
spielte im ,,(ieheimeii Kurier" mil Li! Dagover und seiner (iatlin .\gnes
Petersen,
Ikn .S c h„ Nürnberg: Wilhelm Dieterle wohnt Berlin-Wilmers-
dorf, Jenaer StraUe 8, und gibt Autogramme.
K .1 r I
Hollywood
ist uuvcrheir.iti't.
Montparnasse". ,
.M a r i e T., B r c m e n : Di
.lohn (ülbert. .Mit (ircta (<arbo verheiratet.
.\ 11 n i K., B r e in e n : AVolfgang Zilzer spielte
rolle in ,,Priniaiierliebe", Fnverheiratet. Wohnung: Berlin-Steglitz, Kniep-
hofstraUe (iO.
II i 1 d c L, Berlin: Charles Rogers erreichen Sie unter Jletro-
(i(ddw yn-Studios. Culvcr-City, Kalifornien, Die F'ilmstars werden sich
iiöchstw ahrscheinlich kolossjil freuen, wenn sie sie zeichnen wollen, vor-
.insgcsetzt, daU Sie auf diesem Gebiete ein Genie sind. Im andern Fall
werden sie nicht gerade entzückt sein. Eine persönliche .Autogranimbittc
können Sie getrost w.igen. GroUphotos von Fröhlieh erhalten Sie beim
KoUvcrIag. Berlin SW f.S. .AlexaudrinenstraUc HO.
Dr. Hans s c h.. Lichtenberg: Zu iinserm Bedauern können
wir Ihnen nichts Näheres iibcr die verblaßten .Sterne Klara Kimball-Joung
und Suzanne (irandais erzählen, da man von beiden nichts mehr hört.
C a s t 0 r und I' o I 1 ii x : Fritz Kortiier ist so alt, wie er aussieht.
Braune .\ugeii. F'ranz Lederer ist unverheiratet, hat am B. November
(iebnrtstag und wohnt Berlin-F'riedenau. F'elilerstraUe 4.
H e n 11 y P o r t e n - V e r e h r e r B. H.. Steglitz: Harry Piel
trägt einen Künstlernamen. ..Skandal in Baden-Baden" ist au Ort und
stelle aufgenommen. In Berlin gibt es keine I-"ilmschule.
Hilde, H a m bürg: .Maiiritz Stiller war herzkrank und ist in
seiner schwedischen Heimat gestorben. (ircta (i.iibos Licblingsparfüm
können wir Ihnen leider nicht verraten, aber vvir werden das Versäumte
nachholen, sobald die Künstlerin in Berlin ist. Möglieh. daU sie auch
nach Hamburg kommt. Pauline Frederik lebt in London und spielte in
dem englisehen Film ..Mumsic" mit Uerhert Wileox.
Gcrhafd B.. Danzig: .Am besten. Sie wenden sieh an den Klub
der Kameraleute Deutsehl;mds E. V., Berlin-Charlottenbiirg, Reiehskanzler-
jdatz .').
F s e h i - .A n g e 1 0 F e r r a r i - \' e r e h r e r i ii : .Viigelo F'errari
wohnt Berlin, Bozener StraUe !». .Am 14. August in Korn geboren. Er gibt
AutORrnrnme. Spricht gebrochen Deutsch. Unverheiratet.
'4.
s
H. E., Hohenlychen: Xenia Desni ist {reschieden und bat eine
Tochter Tatjana. Sie ist Russin. Fritz Kortners neuester Film ist „Die
liüchse der Pandora". Im „Kampf der Tertia" spielte Ilsa Stobrawa die
weibliche und GustI Stark-Gstettenbaur die männliche Hauptrolle. „Mo-
derne Piraten" wurde in Deutschland hergestellt. Maria Paudler wohnt
Berlin-Balensee, Albrecht-Achilles-Straße öa.
Paul F., Dresden: Wir sind gern bereit, Ihnen ein Autogramm
von Harry Piel ru besorgen. Senden Sie uns, bitte, eine Bildkarte des
Künstlers und 0,50 M. in Briefmarken
Lotte R.. Wien: Ivan Petrovich wohnt augenblicklich im Eden-
Hotel, Berlin, Budapester Straße. Er ist unverheiratet. Der ,, Illustrierte
Filnikurier" hat von jedem größeren Film, der in Deutschland gelaufen
ist, eine Beschreibung. Die Adresse: Berlin W 9, Köthcner Straße 37.
Gustcl K. aus Mannheim: Lilian Harvey wohnt Berlin W 15,
Düsseldorfer Straße 47, und ist unverheiratet. Auch die amerikanischen
Filmstars geben Autogramme. Fügen Sie der direkten Bitte an diese Stars
einen internationalen Postschein und die betreffende Bildkarte bei. Truus
van Aalten wohnt Berlin W, Lutherstraße 27. Madge Bellaniy wurde in
Hilsboro (Texas) geboren und ist durch die Fox-Studios, 1401 Western Vve..
Hollywood, /u erreichen.
F r i e d c 1 S., Berlin: Wladimir Gaidarow wohnt Berlin-Halensce,
Joachim-Fried rich-Straße 53, Wolfgang Zilzcr Berlin-Steglitz, Kniephof-
straße 60, Lee I'arry Berlin-Charlottenburg, Waitzstraße 13, Anita Dorris
Berlin-Charlottenburg, Soorstraße 28, Asta Nielsen Berlin W, Kaiserallee 203,
Lya de Putti Beverly-Hills, Hollywood, Kai.
Traute und Ina, Riga: Rod la Roque wohnt in Beverly-Hills,
Hollywood, und ist mit Vilma Banky verheiratet. Aber natürlich, Jack
Trevor gibt seine Autogramme höchst eigenhändig.
Ruth E.. B e u t h e n : Fred
Solm filmt in Hollywood unter
dem Namen Robert Castle.
D a i s y , Berlin: Angelo
Ferrari wohnt Berlin W, Boze-
ner Straße 9. Er ist Italiener,
am 14. August in Rom geboren
und filmt augenblicklich in
,,Don Manuel, der Bandit".
Al-Hair, Berlin: Maria
Zelenka wohnt Berlin W 30, Ho-
henstaufenstraße 54, sie ist mit
Alfred Läutner verheiratet. Ada
Svedin, mit Ludwig Czerny ver-
mählt, wohnt Berlin W, Kaiser-
damm 94.
P. B., Köln: Jenny Jugo
gibt Autogramme. Ein Buch ist
noch nicht über sie erschienen.
So, wie Sie angegeben, adressie-
ren Sie richtig.
F r a u T., H a m b u r g : Große
Tierfreunde unter den Filmstars
.Mnd u. a. Henry Stuart, Paul
Heidemann, Yivian Gibson, Ernst
Hofmann, Agnes Esferhazy.
Lisa P., Leipzig: Eve-
lyn Holt wurde am 3. Oktober
in Berlin geboren. Sie ist noch
jünger, als Sie geschätzt haben.
Kam von der Schule direkt zum
Film. Ihr erster Film: „Wal-
purgisnacht". Ivan Petrovich ist
serbischer Abstammung, Adresse
finden Sie an anderer Stelle. Er
filmte früher in Amerika. Un-
verheiratet. Gibt Autogramme.
Nein. Ivan Petrovich und Eve-
lyn Holt waren nie auf einer
Pilmschule.
M. O. S c h., (; ö r 1 i t z : Mar-
cella Alhani wohnt Berlin W,
Kaiscrallee 172.
F i 1 m f r e u n d i n D o r o -
t li e .1 , Berlin: Lya Mara
kommt sehr bald wieder nach
Berlin. Carla Bartheel ist Polin,
in Schwicntochlowitz geboren,
tichurtstag: .'S. Juli. Sie filmt
fleißig und gibt Autogramme.
Maria Paudler hat blaue Augen.
I I s e - W i 1 1 y , Harburg:
Willy Fritscli gibt Autogramme,
wird auch bald wieder einmal
nach dort kommen, und spielt im
.Augenblick ..Die Frau im Mond".
Der Künstler wird Ihnen auf
Ihren Brief antworten, sobald tr
Zeit hat. Die ..(iräfin Mariza"
ist vor einigen Jahren mit
Liedlke. Vivian Gibson und Ernst
Vercbes verfilmt worden. Wenn
•Sie niimisches Talent haben,
kommen .Sie auch ohne Protek-
tion zum Film. In Hamburg
gibt es keine Filmgesellschaft.
IIa, die T r e v o r - F r o e 1 i c h - V c r e h r e r i n : Otto Gcbührs
Tochter heißt Hilde, ist ungefähr 15 Jahre alt und wDlint in Düsseldorf.
Harry Licdtke h.it noch zwei Söhne; sie sollen außerhalb Berlins wohnen.
Sie crliallen ganz sicher die Beschreibungen von den betreffenden Filmen
beim Illustrierten Filmkurier. In ,.Wer das IScheiden hat erfunden" spielte
Alfred Abel die männliche, Mary Parker die weibliche Hauptrolle. Die
Partnerin Ivan Petrovichs in ,,Zarewitsch" heißt Marietta Miliner. Die
Hauptdarstellerin von ,,Volk in Not" war Ciaire Rommer. Die Besetzung
von ,. Kampf um die Scholle" war folgende: Oskar Marion. Ferdinand von
Alten, Otto Kronburger, Mary Parker, Margarete Schön. Die Müllerstochter
in der ,, Mühle von Sanssouci" wurde von Anita Dorris dargestellt. Jawohl,
alle Filmstars lesen das ,, Film-Magazin".
Margarete B., Danzig: Wer der Hauptgewinner der Tombola
auf dem Filmball am 1. Dezember 1928 war, ist uns leider auch nicht
bekannt.
Ursel S., Berlin: Charles Rogers erreichen Sie unter Culver-
City, Kalifornien. Maria Jacobini wohnt Berlin W, Joachimsthaler Str. 22'23.
R. S., Dresden: Vielleicht wenden Sie sich elnm&l an den Auto-
renverband. Berlin, Hedemannstraße 27.
Maria K., Leipzig: Christa Tordy filmt nicht mehr, weil ihr
(iatte Harry Liedtke es nicht wünscht. Ernst VcrebC's' Name ist ..echt".
Blumenfreund. Seine neuen Filme: ,,Die lustigen Vag.ibunden" und ,,Die
Zirkusprinzessin". Greta Garbo soll mit John Gilbert verheiratet sein.
R. M., B e r 1 i n : Mary Parker wohnt Berlin-Charlottenburg, Peslalozzi-
straße 103, Margot Landa Berlin W, Kurfürstendamm 11.
^SSi^SSäSääiäSSSSSSSSSäSSS^^^
(jlixxL^lia
aamrru mi4-
0Ua.£>uu:>xAXuö \ ,
IC
Berlin : Friedrich tbcrfsfrlO
VcrkaufesfcK« Köln : Ocichmannhaus
^?SSä¥SiSSSSSSÄSSS!S^Ä«SiSi^^
Heinz B., Herford: Die Adresse der Parafumet ist Berlin \V 9,
Bellevuestraße 11. Vielleicht senden Sie Ihr Wild-West-Stück einmal
an diese.
Maria 6. in Bremen: Für den Lilian Harvey-Film der Ufa „Das
Modell vom Montparnasse" sind bis jetzt Julius Falkenstein und Ernst
PröckI verpflichtet. Wer die weibliche Hauptrolle in dem Greenbaum-Film
,,Die Spielerei einer Kaiserin" spielt, steht noch nicht fest. Dina Grallas
Partner in ,,Ein kleiner Vorschuß auf die Seligkeit" ist Imrc Radav.
Rudolf W. , Görlitz: Fred Solm alias Robert Castle filmt in
Hollywood. Maria Zelenka wohnt Berlin W 30, Hobenstaufenstraße 54,
Wladimir Gaidarow Berlin-Halensee, Joachim-Friedrich-Straße 53, Margarete
I-anner Berlin-Charlottenburg, Windscheidstraße 40, Ilanni Weisse Berlin,
Hotel Kaiserhof, Wilhelmplatz, Walter Slezak Berlin-Friedenau, Stier-
straße 14/15.
Eise G. und Renate Z. , Naumburg: Diomira Jacobinis
neuester Film ist ,.Don Manuel, der Bandit". Grälin Agnes Esterhazy ist
mit dem Filmdirektor Sokal verheiratet. Alfons Fryland ist mit einer
Nicht-Künstlerin vermählt. Sein nächster Film: „Die keusche Kokotte".
Lien Deyers ist unverheiratet, durch die Deutsche Universal, Berlin W 8,
Mauerstraße 82. zu erreichen und filmt augenblicklich bei dieser Gesell-
schaft ,, Triumph des Lebens". Die beiden Filmkünstlerinnen in unserem
Preisrätsel waren Hcnny Porten und Norma Talmadge. Cilly Feindt wohnt
Berlin, Wilhelmstraße 148, und ist ledig.
B e n - H e 1, in Riga: Jenny Jugo wohnt Berlin W, Kaiserdamm 29,
Ivan Mosjukin Berlin W, Kurfürstendamm 105, Otto Gebühr Berlin W,
Kurfürstenstraße 118.
H. Seh., Hamburg: Willy Fritsch wohnt Berlin W, Kaiser-
damm ftä. Der Brief ist an ihn vveitergeleitet worden.
Filmfreundin Paula,
FranKfurt/Oder: Willy
Fritsch spielt die männiicna
Hauptrolle in dem Fritz l^aiiK-
Film ..Die Frau im Mond". Ro-
sen. Harry Liedtkes neuester
Film ist „Die Zirkusprinzessin".
In Arbeit: ,,Der lustige Witwer".
Werner Fuetterer wohnt Berlin-
Steglitz, Kleiststraße 27.
Taugenichtse aus
Schlachtensee: Ivan Pe-
trovich wohnt im Eden-Hotel.
Berlin, Budapester Straße. Er
ist serbischer Abstammung, gibt
Autogramme und ist unverheira.
let. Wenn Sie den Künstler per-
sönlich um Autogramme bitten,
so werden Sie nicht ,,mit Krach
die Treppen hinuntergeworfen".
Im Gegenteil, wenn die Film-
stars Zeit haben, so sind sie die
liebenswürdigsten Menschen.
Lilian in Hamburg: Ja-
wohl, Lilian Harvey und Willy
Fritsch spielen auch Tennis. Bei
der Uraufführung des betreffen-
den Films persönlich anwesend.
Die Hauptdarsteller von der
.Keuschen Susanne" waren fol-
gende: Lilian Harvey, Ruth
Weyher, Willy Fritsch, Werner
Fuetterer, Lydia Potechina, Hans
Junkermann. Ruth Weyher hat
neuerdings eine eigene Gesell-
schaft. Ihr erster Film ihrer
Produktion heißt ,,Was ist los
mit Nanette?" (Ein Champag-
nertraum). Dita Parlos Chevalier-
Film bei der Paramount hat sich
durch das Hollywooder Tonfilni-
fieber zerschlagen.
H. H. G., Berlin: Sie irren
sich: Der Terra - Film „Hell in
Frauensee" läuft in unzähligen
Kinos.
Heimweh : Wilhelm Die-
terle hat keine Kinder. Gustav
Fröhlich ist wirklich nicht mehr
mit Elizza la Porta verlobt.
Höchstwahrscheinlich werden
Dieterle und Fröhlich auch ein-
mal nach Danzig kommen.
Eine Filmfreundin
aus Königsberg, Pr. : In
..Zwei unterm Himmelszelt" spiel-
ten Jean Angelo, Margarete
Schlegel und Ernst Deutsch die
Hauptrollen. Evelyn Holt ist
unverheiratet. Greta Garbo und
.lohn Gilbert werden höchslw.ihr-
Fcheinlich auch wieder zusammen
In einem Film spielen. Die weib-
liche Hauptrolle in ,,Die Heilige
und ihr Narr" spielte Lieii
Deyers.
F i 1 m s c h w ä r m e r i n Steffi: Sie haben recht: Gustav Fröhlich
ist nicht mehr mit Elizza la Porta verlobt. Lilian Harvey ist blond. Lars
Hansoii lebt in Hollywood.
Alice S.. B e u t h c n : Der Filmgatte Maria Jacobinis in ..Fünf
bange Tage" war Anton Pointner. Außer den beiden Künstlern spielten
in dem Film noch (Jabriel (Jabrio, Fritz Alberti, Harry Hardt, Angelo
Ferrari. Evelyn Holt ist ledig. Wir glauben, daß Charles Bogers noch
unverheiratet ist.
Just B., Z e h 1 e n d o r f : Betty Asfor wohnt Berlin W, Albrechl-
Achilles-Straße 68.
Lotte S., Großziethen: Ch.irlolte Ander wohnt Berlin W,
Zähringerstraße la, und hat am 14. Februar Geburtstag. Verheiratet. Sie
gibt Autogramme. Ihr letzter Film: ..Gaunerliebchen".
Hugo S., Leipzig: Die Länge der Großfilme beträgt ungefähr
2- bis ,tooo Meter.
Emil C. . H i n d e n b u r g : Senden Sie Ihr Manuskript in Form
eines kurzen ExposcJ's an verschiedene Filmgesellschaften, wie Ufa, Berlin
SW (>«, Kochstraße 6/8. National, Berlin SW 4«, Friedrichstraße 10, Aafa,
Berlin SW 48, Friedrichstraße 223.
August I)., Bremen: Es kommen in Deutschland im Jahr über
400 Filme heraus. Es ist unmöglich, alle Filme im „Filmmagazin" zu
besprechen. Es werden nur die interessantesten behandelt. Ernst Reicher
filmt nur noch selten.
H. H. i n W.: Harry Piels Partnerin in ,,Mann gegen Mann" heiSt
Dary Holm, ist Piels Gattin und wohnt Berliu-Scböneberg, Am Park 12.
I
Die Ufa ^Theater werden mit
gereinigt.
%lektixrlur
Verkaufsstellen:
Berlin W 50, Kurfürstcndamm 236 ' Braunschweig, Münzstr. 1 a ' Bremen, Hcrdcntorstcinwcg 5 / Breslau, Junkcrnstr. 38 40 ' Chemnitz, Falkeplatz 2
Coblenz, SchloBslr. 35 Dortmund, Kaiscrstr. 6 Dresden, Prager Str. 35 Duisburg, Kuhtor 2 4, Düsseldorf, Stcinstr. 2 Eisenach, Frauenborg 9 Elberield,
Altenmarkt 13 Essen, Huysscnallcc 93 Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 59 63 \ GleiMrilz, Bahnhofstr. 13 , Halle, Magdeburger Str. 56 J Hannover,
Bahnbofstr 13 Karlsruhe, Kaiscrstr 205 Kiel, Holstenstr. 61 Köln, Hohe Str. 64 / Königsberg, Münzstr. 17 / Leipzig, Rudolphstr. 4 / Magdeburg,
Breite Weg 3 b , München, Salvatorstr. 18 / Nürnberg, Färberstr. 16 / Stuttgart, Rotcbühlstr. 41 , Wiesbaden, Wilhclrastr. 18.
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Einzclpreij 40 Pt. für das Heft. Bezugspreis durch die Post monatlich 1.75 M. Verlag: Illustrierte Filmwoche G.m.b.H., Berlin SW 68, KochsfraOe 6—8. Schrifl-
w-'ii!"i"^ ^' Rosen'tial— ^ros. Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oeslcrreicb verantwortlich Robert Mohr, Wien 1, Domgasse 4. Verantwortlich für Anzeigen
Wilhelm Schaefer. Charlottcnburg. Anzeigenverwaltung Bepa-Verlag, Berlin W 35, Blumcs Hof 5. Kupfertiefdruck: August Scherl C. m. b. H., Berlin SW 68
»eu vn i»tii»-^ji*
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>UMMER 10 / BERLIN, 10. xMäRZ 1 929 / P R E I S 0 P F E N N I G
V.
^s W
r/u't. L ja
m-
^iWai'tcick ^iXJarcl 1« ,,cJJie wunaerbare cLuöe der \fltna cJelroicna
Filmen Sie alles, was Ihnen der Er-
innerung wert ist. Sie werden sieh
und anderen damit viel Freude be-
reiten. Das Filmen ist keineswegs
kostspielig. Wir sagen Ihnen gern
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D I j: \\ o c II r \ s c ii u i i r d i. k i i l m r p^ r. i \ n i:
I
\
\
YVETTE GUILBEQT.
die jeizi in Deulschländ im Vor/rag>ssaa/ große Erfolge erzieli
Photo ans dem „Fausl"-Film der Ufa
mm
KosUinwiisjüliriwg: Leopold Verfh, liirlin
Emil Jannings mit Florence Vidor
lind Lewis Slone
Plwt. I'uramoiint
/
.■^
Tragödie spielt,
erschien bei diesen
Studien in einem neuen
Licht.
Sämtliche Rundfragen
über den besten Film des
Produktionsjahres 1928/29
in Deutschland und Ame-
rika ergaben die Antwort:
„Der Patriot".
Große Schwierigkeiten
bereitete die Notwendig-
keit, im heißen Kalifornien
das Rußland des Winters
erstehen zu lassen. Tau-
sende von Doppelzentnern
weißen Marmorkieses, in
den Straßen von Peters-
burg, auf den Dächern der
Paläste und Häuser aufge-
häuft, erwecken im Film
den Eindruck eines tiei-
vcrschneiten
Landes. Die
Echtheit ist
verblüf-
fend.
*
^.
he.:
sN~k:
i$^,.
A
\
\.
kN
'^i
,/"
DAS"
Hauses, die .4ar keine Rolle spielt, weil der Besitzer natür-
lich ein viel zu beschäftigter Mann ist, um sich um sein
Personal kümmern zu können, Sie sitzt da mit ihren großen
Kulleraugen und blickt vor sich hin, nicht sehr nachdenk-
lich, vielleicht sogar ein wenig huschelig, aber in jedem
Augenblick reizend anzuschauen. So sehen die vielen
tausend Mädchen alle aus, die in den Büros sitzen und
sich heraussehnen aus der Einförmigkeit der Arbeit. Welch
weiter Weg zu den Zimmern des Chefs, der so unnahbar
ist wie früher die Königssöhne! Aber wie in diesen doch
X^!^S^^S^
Das Märchen vom Prinzen, der das
Gänseniädchen heiratet, hat eine
höchst moderne Variante gefunden,
nämlich die Geschichte von der kleinen
Angestellten, die von ihrem Chef gehei-
ratet wird. Clara Bow ist die letzte An-
gestellte eines großen New-Yorker Waren-
/ '1
hin und wieder der Wunsch lebendig
wurde, sich unter die Men^e zu mischen,
so kann auch ein Chef nicht immer in
eleganter Isolierung verharren. Das Herz
pocht doch einmal auf sein Recht; der
Chef ist mit einem Male aus einer sagen-
haften Gestalt zu einem Menschen gc-
'f«»*AEff*
worden, der auch seine Bürokräfte nicht nur als Ange-
stellte, sondern als Milarbeiter betrachtet. Vielleicht geht
es im Leben nicht immer so überraschend zu wie in einem
Film, der ja ein modernes Märchen sein will — nämlich,
daß dann die große Stunde für alle Stenotypistinnen
schlägt, die es verstehen, in solcjien Augenblicken an der
richtigen Stelle zu sein. Clara Bow jedenfalls hat dieses
Glück und weiß es an sich zu fesseln. Wie sie das macht,
wie sie die kleinsten Umstände für sich auszunutzen weiß,
erzählt dieser in leichter Heiterkeit aufsprühende Film.
i
Wenn demnächst in den deutschen Kinos der
Film „Pflicht und Liebe" läuft, wird man zu-
nächst frohes Wiedersehen mit Ramon No-
varro feiern, dem Schauspieler, der augenblicklich wohl
zu den populärsten amerikanischen Darstellern zählt,
und der unbestritten heute, nach dem Tode Valentinos,
der Liebling derjenigen Frauen geworden ist, denen die
Schönheit das Wichtigste und Wesentlichste bei
einem Manne ist.
Aber dieser Film wirkt außerdem interesse-
erweckend, weil in einer kleinen Rolle Anna May
Wong auftritt, die Frau, die in Amerika aus ver-
schiedenen Gründen keine Karriere machen
konnte und die jetzt mit einemmal von Eichberg
in Berlin und von E, A. Dupont in London ganz
groß herausgestellt wurde, mit dem Resultat, daß
das Publikum gleichfalls begeistert anerkannte,
«laß hier eine Darstellerin allererster Ordnung neu
entdeckt worden ist.
Die eigentliche weibliche Hauptrolle spielt Joan
Crawford, eine begabte und beliebte amerikanische
(Si; I>>ie9ef^ da
I.
:vj^^
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wald Andre Dupont, der Spiellei-
ter des Films, der als das größt-
'angelegte Werk des letzten Jah-
res anzusehen ist, kommt aus Deutsch-
land. Er begann ganz klein mit Detektiv-
filmen, schuf dann später im ,, Alten Ge-
setz" eines der stimmungsvollsten, feinst-
empfundenen Bilder, die je über die Lein-
wand gingen, und errang mit ..Variete"
den großen überragenden Welterfolg, der
den deutschen Film in Amerika ein gro-
ßes Stück vorwärtsbrachte.
In jenem Film arbeitete er mit Jannings
und Lia de Putty. Der Spielleiter und
sein größer Star gingen zu gleicher Zeit
über den großen Teich. Emil machte drüben seine Riesen-
karriere, spielte sich immer erfolgreicher an die Spitze aller
amerikanischen Charakterdarsteller, erzielte Riesengagen
und steht heute auf der Höhe seines Ruhmes.
Dupont machte seinen ersten und einzigen amerikani-
schen Film unter Schwierigkeiten fertig. Er fand nicht das
richtige Verständnis, sollte unter Bedingungen arbeiten, die
für ihn undiskutabel waren, und kehrte nach Europa zurück.
Das war im Augenblick, als die britische Filmindustrie
anfing, mächtig ihre Schwingen zu regen. Maxwell, der
bedeutendste Exponent des jungen englischen Filmes, rief
ihn nach Elstree, übernahm seine ,,Moulin Rouge", der,
sicherlich ein interessanter und wertvoller Film, doch nicht
die Hoffnungen erfüllte, die man auf Dupont gesetzt hatte.
Der Fehler lag nicht an unserem deutschen Freund; die
Verhältnisse waren gegen ihn und sind es vielleicht auch
noch heute.
Oben: Gilda Grey. Mitte: Anna May-Wong und Jameson -Thomas.
Unten : Anna May-Wong. King Ho-Chang
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Es ist eben schwer, in einem aufstre-
benden Filmland «ileich allererste Spit-
zenleistungen zu schaffen, wenn die Vor-
und Nebenbedinounjjen ndch nicht so ganz
geklärt sind.
Das Manuskript zu ,, Nachtwelt", dem
großen Film der British International, der
in Deutschland bei der Südfilm erscheint,
stammt von Arnold Bennett, einem der
bekanntesten und populärsten englischen
Bühnenschriftsteller. Er fand eine span-
nende Handlung voller interessanter Mo-
mente, aber er hat sie nicht in der
geraden Linie filmisch transponiert, die
den ganz großen Erfolg bringt.
Es gibt in diesem Film außerordentlich viel Schönes:
großangelegte Tanzszenen, dramatische Momente, die
jeden fesseln; aber es kommen immer wieder Stellen, die
retardierend, hemmend, abschwächend wirken.
Man muß sich also bei diesem Film, der absolut über
dem Durchschnitt steht, an die Darsteller halten und findet
auch da seine Rechnung eigentlich nur bei Anna May-
Wong, die eine chinesische Tänzerin gibt, deren Aufstieg
auch der Anfang zu ihrem Untergang ist.
Die Berliner Kritik ist sich über den endgültigen Wert
dieses Filmes nicht vollständig im Klaren. Ein Teil sieht
in ihm den Anfang eines neuen Dupontschen Filmstils,
ein anderer kann sich mit dem Stoff an sich nicht befreun-
den, aber nirgends findet er glatte Ablehnung, sondern
überall erkennt man an, daß es ein Bild ist, das man
sehen und von dem man sprechen muß.
Oben: Jameson Thomas und Anna May-Wong. Mitte: Gilda Grey
j und Cyril Ritchard. Unten: Anna May-Wong und King Ho-Chang
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UND
Mary Duncan,
ein neuer Fox-Star
Die „Industrie der Schönheit" hat
auch bei uns in Deutschland Um-
satzziffern erreicht, die man sich
früher nie hätte träumen lassen. Ein
schlagender Beweis dafür, daß die
Frau von heute sich der siegenden
Kraft der Schönheit noch genau so be-
wußt ist wie früher und daß sie den
hemmenden und zerstörenden Einflüs-
sen des modernen Berufslebens mit
tausend Waffen gegenübertrilt, um das
große Palladium zu schützen — Frauen-
schönheit.
Der eitlen Frau sind Kleider, Pelze,
Schmuck und die übrigen kostspieligen
Kleinigkeiten nur dazu da, um diese
vielbegehrten Dinge möglichst auffal-
lend zu zeigen und möglichst darum
beneidet zu werden.
Die kluge Frau aber weiß, daß die
Dinge erst in zweiter Linie kommen
dürfen, daß sie nur Mittel zum Zweck
sind, daß sie nur dazu da sind, um die
Schönheit der Trägerin zu betonen und
ins hellste Licht zu setzen.
Die schlanken Finger einer schma-
len, weißen, zarten Hand erfordern anderen Schmuck als die
einer molligen kleinen Marquisenhand aus dem deutschen Ro-
koko — zu schmalen Gesichtern passen lange Ohrgehänge gut,
die zu einem runden oder breiten einfach lächerlich wirken.
Es gehört also Studium dazu, um schön zu sein. Es gehört
viel Beobachtung und Aufmerksamkeit dazu — — und auch
mancher Verzicht wird geleistet werden müssen, — — wenn
die Schönheit über die Eitelkeit siegen soll!
Seltsamerweise sind viele Frauen noch ziemlich oberflächlich
in diesem Schönheitsstudium! Sie pflegen Körper, Gesicht und
Hände — — sie achten vielleicht auch auf diskreten Schmuck
und geschmackvolle Kleidung, aber sie vergessen ein Moment,
das außerordentlich wichtig ist: den Hals!
Ein bekannter französischer Maler hat einmal in der be-
rühmten „Schönheilsgalerie", die Ludwig L in der Residenz von
München angelegt hatte, den Ausspruch getan:
,,Erst der Hals entscheidet, ob eine Frau bloß hübsch oder
wirklich schön ist!"
Die Dichter aller Zeiten besangen den Ruhm des schönen
Halses, der „edel", ,, königlich" und ,, schwanengleich" genannt
wurde. Aber heule kommt es einem manchmal vor, als ob die
Frauen diesen wichtigen Faktor vergessen hätten.
Mary Duncan, die die manchmal angenehme, oft aber auch
schwere Aufgabe hat, die große Ver-
führerin zu spielen, gilt mit Recht als
eine Frau, die mit ihren sonstigen Vor-
zügen auch den eines klassisch schön
geformten Halses vereinigt.
An ihrem Beispiel kann man am
deutlichsten lernen, wie außerordent-
lich wirkungsvoll gerade der Hals ,,in
Szene gesetzt" werden kann.
Abgesehen davon, daß sie ihn pflegt
wie andere vielleicht höchstens Gesicht
und Hände, versteht sie es auch
meisterlich, ihn ,,zu betonen".
Zwei Mittel liebt sie besonders da-
für: Pelze und Perlen!
Und sie hat recht: nichts Schöneres
und Faszinierenderes, als wenn ein
schlanker, edelgeformter, blendend
weißer Hals königlich emporwächst
aus feinem Rauchwerk! Wie wunder-
bar als Hintergrund für einen schönen
Hals der hohe schwarze Seidenlustre-
kragen, der sich, breit ausladend, fast
bis zur Mitte der Ohren erhebt. Die
doppelt geschlungene Perlenkette be-
grenzt in raffinierter Weise das Blick-
feld nach unten — der Blick des Beschauers ist gefangen!
(Abbildung I.)
Wie elegant und fein hebt sich der Hals aus dem dunklen
Sealmantel mit dem breiten Squirrelkragen ! Und wieder
sind's Perlen, dieses Mal kleine, zarte Schnüre, die sich drei-
fach um ihn schmiegen und ihren Glanz in seiner Marmorblässc
sterben lassen! (Abbildung II.)
Raffiniert endlich der Chinchillamantel Marv Duncans, dessen
Chokerkragen den Hals halb verbirgt und damit verheißungs-
voll andeutet, während eine große, einfach laufende Perlenkette,
von ausgesucht großen Perlen, langsam den Blick von der blü-
henden Brust nach oben lenkt! (Abbildung III.)
Alles wirkt so t. 'fach und selbstverständlich, so ungekünstelt
und ungewollt — — — und ist doch das Resultat von langem
Nachdenken und Probieren! Die Männer haben ja im all-
gemeinen überhaupt keine Ahnung, wieviel Kopfarbeit eine
Frau tatsächlich leisten muß, nur um — — — ganz einfach
und selbstverständlich ,, schön zu sein"!
Gewiß, hat die Natur in vielen Fällen von Haus aus einen
schönen Fonds mitgegeben, aber er muß dann richtig heraus-
gestellt, unterstrichen werden. Das geschieht beim Film in erster
Linie dadurch, daß man den Star wörtlich ,,ins rechte Licht
setzt", aber es gehört auch ein passender Rahmen dazu — in
diesem Fall: Pelze und Perlen. H. U. B.
I
ROMAN VON HANS SCHULZE
12. Forlsetziing
Als Kurt wieder nach der Station zurückgeführt und von
seinem Pfleger zu Bett gebracht worden war, lag er noch lange
still und regungslos in einem traumhaften Wachzustand.
Eine erste, leise Lockerung war mit der unvermuteten Nen-
nung seines Namens in das erstarrte Gefüge seines Denkens ge-
kommen, ein erster, bewußter Laut der Außenwelt in die abgrün-
dige Tiefe seiner gefesselten Seele hinabgedrungen.
Gerade ihm gegenüber, in einem vergitterten Wandausschnitt,
brannte eine kleine elektrische Birne und sandte einen matten
Dämmerschein in die lautlos belebte Stille des einsamen
Zimmers.
Und dann zuckte es auf
einmal wie ein Wetterleuch-
ten über sein Gesicht.
Hinter den halbgeschlosse-
nen Lidern sah er allerlei
wirbelnde Kreise und seltsam
tönende Farben.
Seine vertrockneten Lippen
formten zaghaft ein erstes,
unhörbares Flüsterwort.
Das GefüM einer unend-
lichen Leichtigkeit hob ihn
plötzlich über sich selbst
hinaus, und eine grenzenlose
Schwere sank von seinem
sich langsam wieder erhel-
lenden Geiste.
Mit einem jähen Ruck fuhr
er aus seinen Kissen empor
und setzte sich im Bett auf-
recht.
Was war mit ihm
schehen?
Vergebens suchte er
der ersten Angst des
Wachens nach einer Brücke
zur Vergangenheit; je länger
er sann und sich den Kopf
zermarterte, um so weiter
schien sie ihm wie in einen
Nebel zurückzuweichen und
schließlich wieder ganz in
ihm auszulöschen.
Dafür begann das Bewußt-
sein der Gegenwart um so
stärker in ihm zu wachsen,
so daß er sich langsam,
schrittweise in das wiederge-
fundene Leben zurücktastele
und die Gegenstände in sei-
nem Zimmer allmählich kla-
rer und deutlicher zu unter-
scheiden vermochte.
Ein weißes Bett, ein weißer
Schrank. Auch die Wände glatt weiß, nüchtern und kahl wie in
einer Klinik.
Die Decke des Zimmers, die sich in wahnsinnigen Traum-
nächten zuweilen wie ein unentrinnbarer Alp auf ihn herab-
bewegt hatte, hing jetzt starr und ruhig über ihm, daß er end-
lich aus dem Bett aufzustehen und leise zu dem nahen Fenster
zu schleichen wagte.
Es war vergittert und verschlossen, wie die Tür nebenan.
Und plötzlich schlug wie ein Blitz die erste klare Erkenntnis
in ihn ein.
Er war gefangen.
Das Haus, in dem er sich befand, war ein Gefängnis.
Dann saß er wieder auf dem Rand seines Bettes und ver-
suchte abermals zu denken, aus den winzigen Bruchstücken der
_Erinnerung eir Bild zu formen.
ge-
aus
Er-
Hinter der geheimnisvollen Tür gingen zuweilen leise Schritte,
Ein gedämpfter Baß sprach befehlend.
Sekundenlang überfiel es ihn mit übermächtiger Gewalt, aus
tiefster Herzensnot laut aufzuschreien, einen Menschen zu Hilfe
zu rufen, doch ein unerklärliches geheimes Grauen hielt ihn
immer wieder davon zurück.
Draußen in weiter Ferne rauschte ein Fluß.
Und wenn das gleichmäßig leise Stöhnen ein paar Atemzüge
lang aussetzte, hörte er ganz deutlich das feine Zirpen der
Grillen, die über unsichtbaren Wiesen lustvoll ihre Geigen
strichen.
Eine heiße Freiheitssehn-
sucht weitete ihm plötzlich
die Brust.
Heraus aus diesem Toten-
hause in die lockende Som-
mernacht, die ihm wie mit
tausend Stimmen zu rufen
schien!
Auf einem Stuhl vor sei-
nem Bett lagen, sauber zu-
sammengefaltet, seine Sachen,
Mit unsicheren Händen be-
gann er sich anzukleiden und
seine Schuhe anzuziehen;
dabei lauschte er klopfenden
Herzens auf jedes Geräusch
hinter der weißen Tür, die
ihn mit ihrem schwarzen
Guckloch wie mit einem bö-
sen, drohenden Auge zu beob-
achten schien.
Dann stand er, fertig an-
gekleidet, wieder am Fenster
und untersuchte den Ver-
schluß.
Der oberste Teil wurde
von einem Kippfenster gebil-
det, das der Stationspfleger
zur Lüftung in der warmen
Nacht in einem Gelenk halb
auf gestellt hatte.
Die Vergitterung endete
hier mit runden Verschnör-
kelungen dicht über dem
feststehenden Unterteil und
bildete für einen körperlich
gewandten, schlank gebauten
Menschen kein wesentliches
Hindernis, durch den schma-
len Schacht der Zwischen-
öffnung das Freie zu ge-
winnen. Mit einem raschen
Blick prüfte Kurt die Höhe
des Fensterrahmens und
kletterte dann mit Hilfe eines Stuhles vorsichtig daran hinauf.
Das eiserne Scharnier des Kippgelenkes knackte bedrohlich,
als er sich jetzt langsam darauf aufstützte.
Doch schon hatte er sich geschickt über die zolldicke Scheibe
hinweggewunden und hing an der Außenseite des Unterfensters.
Noch ein letzter Sprung über ein Spiräengebüsch, und er stand
hoch aufatmend in einem Garten.
Nun erst erfaßte er, wie in einer plötzlichen Offenbarung, den
wahren Charakter seiner Umgebung.
Er war in einem Irrenhause eingeschlossen gewesen, wenn
diese Siedlung vornehmer weißer Villen vielleicht auch den
harmloseren Namen eines Sanatoriums trug.
Mit einer angstvollen Bewegung tastete er nach seiner Stirn.
War er denn wirklich geisteskrank gewesen, ja, war er es
vielleicht noch?
Privatbild von Emil Jannings
l'lh't. I'iiriinii'iint
Wie mil Zenlnerschwere fiel es ihm auf einmal aufs Herz,
daß ihm die Erinnerung an ein {ganzes Stück seines Lebens ja
noch immer nicht wiedcrjjekchrt war.
Ein taUtniäßic; schlurfender Schritt schreckte ilm endlich aus
seiner Versunkcnheit auf.
Der Nachtwächter kam mit blinkender Laterne vorbei.
Hinler ihm im Hause schlug eine Uhr mit lang aushallenden
Schlägen.
Dann wieder nur das stumme Wachsen und Sprossen, das
Geheimnis des Werdens, das die blühende Nacht wie ein Zauber
umspann.
Da löste er sich ganz leise und vorsichtig aus der Gebüsch-
deckung der Villa und stahl sich über die weichen Rasen-
böschungen des Gartens unhörbar bis zu einer Liguslcrhecke,
über der der Gipfelsaum eines Waldes wie eine hohe Mauer in
den dunklen Himmel hineinzackte.
Ein schmales Pförtchen v\ar mit sträflicher Sorglosigkeit nur
angelehnt.
Im nächsten Augenblick stand er auf einem kleinen Feld-
rain und reckte mit einem unterdrückten Jubelruf die Arme.
Gott sei Dank, er war frei!
Dann saß er lange auf einem bemoosten Findlingsblock am
Waldesrand und lauschte in die große sommerliche Stille hinaus.
Zur Rechten wuchs der Wald eine Bergwand entlang, tief-
schwarz und steil.
Eine grasüberwachsene Fahrstraße führte bis zur halben Höhe
hinauf und verlor sich dann weiter in unbekannte, drohende
Dunkelheiten.
Die wählte er endlich zu seinem Wanderweg, ganz gleich,
wohin sie ihn führen würde.
Nur fort, weit fort von den Fangarmen dieser Menschenfalle,
wenn am anderen Morgen seine Flucht entdeckt ward.
Zuweilen rauschte und raschelte es über ihm wie von unsicht-
baren großen Vögeln; es duftete nach Blumen, die das Auge
nicht sah.
Und überall schwirrten in Gebüsch und Gesträuch unzählige
Glühwürmchen, ihre kurze Eintagstrunkenheit verfunkelnd und
versprühend.
Jetzt säumte ein erster rosiger Schimmer die ragenden
Buchenwipfel.
Ein frischer Wind kam durch das Unterholz.
Die Sonne erstand aus nächtlichem Schlaf.
Unwillkürlich hemmte Kurt seinen Schritt und schaute in
stiller Andacht in das ewig neue Wunder des erwachenden
Tages.
In langen Goldstreifen flirrte das Licht zwischen den grau-
grünen Stämmen hindurch und goß einen lohenden Purpurstrom
über die betauten Wiesen und Moorgründe.
Hier und da regten sich bereits die ersten Vogelstimmen, und
ein kleiner Kuckuck wurde nicht müde, seinen Namen immer
wieder durch den stillen Wald zu rufen.
Eine Stunde später traf Kurt an einer Schonung auf ein altes
Hutzelweibchcn, das Bruchholz auf einen kleinen Wagen
sammelte.
Er rief sie an und fragte nach dem nächsten Dorfe.
Sie wies ihm einen Weg, der in steilem Abstieg über eine weite
Rodung führte.
In großen Klaftern lag das frisch geschlagene Holz reihenweise
aufgeschichtet; eilfertige Ameisen irrten über die graugelben
Stämme und Stubben, und tiefeingeschnittene Räderspuren kün-
deten von der Mühsal der Gäule, die die schwerbeladenen
Wagen durch den lockeren Sand gezogen hatten.
Dann öffnete sich der Wald auf ein freundliches Tal,
Eine baumbestandene Landstraße lief durch Wiesen und Felder.
Das junge Korn wiegte sich im Morgenwind, der Roggen schon
schwer in Ähren, der Hafer noch grün.
Dahinter die weiße Kirche eines stattlichen Dörfchens.
,,Heinhardtshagen — Kreis Sondershausen — Amtsgerichts-
bezirk Allstedt" las er an einer verwitterten Grenztafel.
Dann saß er im Garten eines kleinen Wirtshauses; er hatte in
seiner Westentasche noch einen ganz zusammengeknüllten Fünf-
marksciicin gefunden und sich ein einfaches Frühstück bestellt.
Pfingstrosen wuclicrtcn über verwilderten Beeten, Schwertlilien
und Goldlack und Fleißiges Lieschen.
Bunlgewürfeltc Betten hingen über einem Staketenzaun, und
hinter den nie gelüfteten Fenslern der Gaststube stand ein
Myrlenbäumchen und in einem Bierglas ein halbvcrwelkter Vcr-
gißmeinnichtstrauß.
Er trank Kaffee und aß heißhungrig ein paar fingerdicke
Butterstullen mit frischem Landschinken.
Dann nahm er ein Zeitungsblatt auf, das die Wirtin für den
seltenen Stadtgast vorsorglich mit herausgebracht hatte.
Es war eine Nummer einer großen mitteldeutschen Provinz-
zeitung, zerlesen und wochenalt, und doch für ihn die erste Ver-
bindung zu einer verlorenen Welt.
Mit einem flüchtigen Blick überflog er den politischen Teil.
Und dann fuhr es auf einmal wie ein Axthieb gegen seine Stirn.
In Fettdruck schrien ihm aus dem ersten Beiblatt zwei furcht-
bare Zeilen entgegen:
,,Der Mord in Wannsee; der mutmaßliche Täter Dr. Steinhoff
flüchtig, Evelyn Karr unter dem Verdacht der Anstiftung in
Untersuchungshaft."
Nach langen Minuten erhob er endlich wieder den Kopf und
blickte verstört vor sich hin.
,,Der Mord in Wannsee."
Auf einmal war die Umschleierung seines Denkens wie ein
Spinngewebe zerrissen, und in ihrer ganzen erbarmungslosen
Nacktheit standen die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit
wieder drohend vor seiner Seele,
Der Pakt mit Karr, der Abend im Westendtheater, die furcht-
baren Stunden im Ncubabelsberger Forst.
Bis auf einmal der Einhieb kam, der sein Bewußtsein spaltete,
daß seitdem nichts mehr in seiner Erinnerung war als eine end-
lose, schemenhafte Weite, ohne ein Merk für Zeit und Geschehen,
Mit zitternder Hand griff er wieder zu dem verhängnisvollen
Blatt, ob das gedruckte Wort ihm vielleicht sein verlorenes Ge-
dächtnis wiedergeben könnte.
Doch die Buchstaben tanzten vor seinen Augen, so daß er die
Zeilen immer wieder von vorn beginnen mußte und nur ganz
langsam die Einzelheiten des mit kinohaften Zwischentiteln
sensationell zurechtgeputzten Berichts in sich aufnahm,
,,Der Tote im Schlafzimmer — die Frau im Einverständnis,"
Und dann das letzte: Evelyns Verhaftung.
Evelyn im Gefängnis!
Die zarte Frau hinter Kerkermauern, in einer öden, kahlen
Zelle, zwischen dem Auswurf der Menschheit.
Von neuem überfiel ihn eine wahnsinnige Angst, ob er nicht
doch vielleicht seinen Verstand verloren hätte. ,
Karr tot, ermordet — indes er selbst noch lebte! '
Ein sinnloses, nutzloses Geschenk des Schicksals an einen Tod-
geweihten, der mit jenem Handel ja doch sein Leben verwirkt
hatte, gleichgültig, was inzwischen mit seinem Gegner ge- ■
schehen war.
Und nur der eine Gedanke behauptete sich in dem stürmischen
Aufruhr seines Herzens:
Er mußte zu Evelyn.
Er mußte ihr helfen, weil er der einzige Mensch auf Erden
war, der ihr helfen konnte.
Wenn sein verlorenes Leben noch zu etwas nütze war, so war
CS das eine, daß er es ihr zum Opfer brachte.
Ganz klar und deutlich lag dieser letzte Bußgang, dieser Weg
zur Schädelstätte auf einmal bis zum Ende vor ihm, daß er all-
mählich wieder gefaßter, gesammelter wurde und beim Abschied
mit der Wirtin ganz ruhig und sachlich über den Weg zur
nächsten Bahnstation sprechen konnte.
Noch einmal sah er zu den ragenden Waldbergen zurück, durch
die er in der letzten Nacht wie im Traume gewandelt war.
Dann trat er auf die Landstraße hinaus und ging festen
Schrittes durch den lachenden Morgen — seinem Schicksal ent-
gegen.
14,
Die Voruntersuchung war von Landgerichtsrat Dr. Rottmann
mit bemerkenswerter Schnelligkeit so w-eit gefördert worden, daß
die Anklage gegen Kurt und Evelyn schon gegen Ende des Monats
Juni erhoben und der Hauptverhandlungstermin noch vor den
Gerichtsferien anberaumt werden konnte.
Die SelbstgestcUung Kurts hatte den Karr-Prozeß auf einmal
wieder in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses gerückt,
nachdem sein nächtlicher Ausbrucii aus dem Sanatorium Wald-
frieden die gesamte Polizei Mitteldeutschlands in Alarmzusland
versetzt hatte.
Drei Tage nach seiner Flucht aus der Anstalt war Kurt in
völlig erschöpftem Zustande noch am späten Abend auf dem
Polizeipräsidium am Alcxanderplatz erschienen und hatte sich
selbst der Täterschaft an der Ermordung Karrs bezichtigt; er
hatte, soweit seine geringen Barmittel ausgereicht hatten, die
Eisenbahn benutzt. und dann die letzte Wegstrecke von Wittenberg
bis Berlin zu Fuß zurückgelegt. Fortsetzung folgt
mk
MMÜMMIHi
FRAGEN
1 ^-r-i^r-rziä^^^:^^
die uns erreTchtert
H ,1 IM 1) II i;? - '* (• 1- I i M : Ku-
dolf Klciii-rtüssi" wtinio ;uii 2).
Xiivciiilior in Köln geboren.
Er soll ^icli t:it.-;ii'Iilicli mit
Mary Johnson vcrloht h.-ibcn.
ütiNfav l'rülilich ist iiiclit mehr
mit Elizza la rorl.i vt'rlobt, Sic
dürfen es uns gl.uibou. l'ola
Xc'Kri ist nocli iiuiner mit dein
Fürsten Mdivaui vorlieiratet.
Greta Uarl)o soll mit Julin (Jil-
bort verheiratet sein.
G ü n t e r S., F r a n k i u r t -
Oder: Es ist zwecUlos, bei
den im Auslände wolinendeu
Stars deutsche BriefmarUen ein-
zulcfveii. FüKen !Sie einen inler-
iiationalen l'ostschein bei. Geld
ist nijtis für Garderobe, Scluniu-
keu, erstklassige l'liotos und fnr
evtl. nesellschafilichc Verpflieh-
tuiiRcn. Eine ncn.nie Xuimne
also, w i e V i e 1 Kapital Sie für
die Filmkarriere brauchen, kön-
nen « ir ilincn leider aiicli nicht
saseii.
L i a n c - 11 .i i d - \' c r e li r e r
K. F., He r I i u : J.iane Haid,
am 16. Anglist in Wien Ki'horen,
früher mit Eujcen Klopfer, jetzt
mit B.uou Ha.vmerlc % erheiratet,
ilibt .Vnlügrammc, ist eine ;;rolJe
'Blumenfreiiiidin, ungefähr so alt.
Avie Sie teeraten h.iben, von
ciuem FilnircKisseur entueckl.
Ihre ersten Filme waren: ,,Der
Roman eines Dienstniädehens",
„Lukrezia Hor^ia ■, ,.I,;ul.v Ha-
milton"". Ihr neuester Film;
..Maniuis d'Eon ". Kiesig nett.
Älöf^licli. d.iü sie .•mcli ."luf einen
Brief aniworlen würde.
Rolf E. W ., B r e in e ii : M.i-
,riaunc Winkelstern wohnt Ber-
lin \V, Ulilaiidstr. l(>:i. Karten
von ihr wird es bald in allen
Kroßen Biicliliaiidhin^en neben.
Anna May ANoiik nasliert zur
Zeit in London. Tragen Sie
Ihren Filmliebliiigen d.is Ge-
wünschte vor: «ir sind sicher.
dalJ Sie Erfolg haben werden.
Aiitogr.imine verinitleln wir gern.
wenn Sie uns die Bildk.ulc des
betreffenden Stars und o..jo ,\I.
in Briefm.irken senden.
H e i 11 z G.. Berlin: Kiithe
von Nagy .•irbeilet zur Zeit an
I dem (irceiiliaum-Film ..Mascott-
c-lieii". Durch diese Finn.i. Her
lin S\V CS, KoehstraUe Ct, zu
erreichen.
K .1 III o II . X I, V .1 r r o - S c h w :i r in e r i n Ci. JI.: Kainon Xovarro ist
noch nidit in Berlin. Am C. Februar geboren. Gibt Autogramme. Orchi-
deen. Henry Stuart hat am 1. Februar Geburtstag, (ireta Garbo am
Ij. Aiuil, Jenny Jiigo am II. .Tiini, Gillv Feindt am H. April, Felicitas
->lalten am 2. Dezember. Lyn, Mara am 1. August, Elizza la Porta am
1. -März. Ired Döderleln am 21. April. Alle Filmstars geben Autogramme.
Lee larrys richtiger Name ist Mafhible Benz. Wohnung: Berlin-Char-
olteiiliiirg. WaitzstralJe 1.). Fred J.oiiis J.crcli wohnt Berlin \V, Kcgens-
biirger stralle II.
Hanse. -lt. Bremen: lliinansii Bai und Cham Rov erreichen Sie
durch Ihe Grcat Easlcrii Corp. Ltd., Delhi. Indien. Dita I'arlo wohnt
«erlin W . .Motzstralle K7, K\» von Berne »erlin-Grunewald, llubertiis-
allee i:i La .Jana Ifcrliii-Cbarloltenburg. Bayernalice Ib. Lva de l'utti
I -n-ohnt Hollywood, Kalifornien.
L u li a S c hott a w a : Charles Farrells Anschrift: 1101 Western A\e ,
Hollywood. Amerik.iner. Sein richtiger N.ime.
Sydonie V. W.. AI a g d e b u r g: Harrv l'iel wcdint Berlin-Scliöne-
ücrg. Am Bark 12. Er ist mit Oary Holm verheiratet und gibt Aiilo-
[Kramnie. Lilian Harvey ist unverheiratet, tiustav Fröhlich wohnt Berlin-
\>cstend, Kiirliuider .\llee 1.
F i 1 m f r e u n d i n : Sic haben recht, das Bild stellte Lina Basiiiiette
<l!ir. Der bctreflcnde amerikanische Film ist noch nicht herausgekommen.
Die deutsche Bearlieitung ausländischer Filme wird meistens den Drama-
lUrgeii übertragen.
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,, Film-Magazin", Berlin SW 68, ZimmerstraQc 35-41.
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
J a c k i c - C o o g a n - F r e u n d i n H ,i n n o v e r : Sie können an
.Taekie Coogan ruhig deutsch sehreiben. Seine augenblickliche Adresse
können wir Ihnen leider auch nicht sagen, da er sich zur Zeit dauernd
auf Gastspielreisen durch ganz Europa befindet und immerfort seine
Adiesse wechselt. Seine amerikanische Adresse: Beverly-Hills, Holly-
voo<l. A'on Charlie Chaplin für den Film entdeckt. Sein erster Film:
„The Kid". Jawohl, es gibt ein Buch über ihn. Jeau Forst lebt unseres
Wissens in Paris.
H a u n i B.. in Neukölln:
Das Bild von Josma Selirn in
der vorigen Nummer stammt von
Förster in Wien. Die Kiinstlerin
tritt mit ihrem Gatten Ralph
Benatzky den ganzen Monat
März in der Sc:ila auf. Wenden
.Sie sich direkt an sie.
Irmgard G., Leipzig:
Von Oskar Marion gibt es kein
Buch. Sein Vater ist unseres
Wissens Oberstabsarzt. Oskar
Clarion hat keine Filmschule be-
sucht. So alt, wie Sie geschätzt
haben. Treibt jeden Sport. Un-
gefähr l,8n groß. Nächste Ar-
beit: „Sankt Helena".
E r n s t W. M., Hannover:
.Tackle Coogaii wird auch wie-
der filmen. Augenblicklich reist
er durch Europa und gibt Gast-
spiele. In dem genannten Film
spielte nicht Lita Grcy, die
frühere Gattin Chaplins, mit.
Das war ein deutscher Film.
Ein T., W i e n : Brigitte
Helm ist mit Richard Weißbach
verheiratet.
Hans W. D., Mannheim:
Anna May Wong gastiert zur
Zeit in London. Elisabeth Berg-
ner wohnt Berlin-Dahlem, Fara-
daywcg 15, Gräfin Estcrhazy
Berlin W, Kaiser.illee 215, La
Jana Beriin-Charloltenburg, Bay-
eniallee 15. Joseiihine Baker ist
nicht mehr in Berlin.
C i 1 g i in S.: Bildwünschc
werden gern entgegengenommen.
Elisabeth Bergner wurde am
17. April in Wien geboren. Un-
verheiratet. Sie gibt Autogram-
me. Sie können sie auch per-
sönlich darum bitten. Jackic
Coogan ist eine Entdeckung von
Charlie Chaplin. Jetzt IG Jahre
alt. Bereist augenblicklich Eu-
rojia und gibt Gastspiele, in
denen er tanzt und spielt. Gibt
Autogramnie. Keine ständige
Adresse. Die Titelrollo in ,,PcUm"
Pan'" spielte Betty Brouson. J.i-
wolil, dieselbe, die die Mutter
Gottes in ,,Ben Hur" darstelKe.
Ramoii Xovarro spielte den Ben
Hur. Die männliche Hauptrolle
in ,,Das edle Blut" spielte der
kleine Waldemar Pottier. Hans
Thimig ist mit Helene Thiniig
verwandt. Das Filmmagazin er-
scheint jeden .Sonntag. Pliolos
von Filmstars erhalten Sie in
jeder größeren l'.ipierhandliing
oder beim Postkartein erlag Roß,
Berlin SW 68, Alexandrinen-
stralie 110.
J. R. G. L e i I a : Es tut uns leid, Ihnen über den Filmschauspieler
Billy Dolly nichts Näheres sagen zu können, da er der Öffentlichkeit un-
bekannt ist.
E 1 1 i M., Berlin: Die Filmsterne ,, reden sich untereinander" genau
so an, wie dies andere Menschen tun. Geschiedene Eheleute dürfen nichts-
destowenigertrotz zusammen spielen. Wir nehmen an, daß das Gerücht
von der Ehe Garbo-Gilbert auf Wahrheit beruht. AVilly Fritseh war bis
jetzt noch nicht verheiratet, wird es aber bald sein.
Günter M., Berlin: In der ,, Kameliendame" spielten Norma
Talmadge und Gilbert Roland die Haiiiitrollen. in der ..Kleinen Sklavin"
Grete Mosheim, Fred Louis Lerch, Walther Jansen, (Jina Manes, Trudc
Hesterberg. Hauptdarsteller in der ,, Heiligen Lüge" waren: Otto Gebühr,
Sybil Morel, Maria Mindzenti, Margarete Schlegel. In ,, Heimweh ' spielten
Mady Christians und Wilhelm Dieterle die Hauptrollen, in ,.Song"
(Scliinutziges (ield) .\nna May Wong und Heinrich George, in ,. Katzen-
steg" Lissy Arna und Jack Trevor, in ..Mctroiiolis' Brigitte Helm, Alfred
.\bel, Gustav Fröhlich, Fritz Kas]!, in „Nju" Elisabeth Bcrgncr, Janniiigs
und Veidt, in „U 9, Weddigen" de Vogt, Solm, Briesc, Hofmann, Alberti.
Hella Mo.ia.
P a u 1 P., Berlin: Wenden Sie sich, bitte, an den Klub der Kamera-
leute, Berlin-Charlottenbiirg, Reichskanzlerplatz (i.
Margit H., Karlsruhe: Den jungen Norfolk in „Maria Stuart"
spielte Eberhard Leithoff, der Page war Martin Herzberg. Wohnung:
Berlin SO 26, WaldcinarstraUe 65a.
FEUER BREITET SICH
HAST
MINIMAX A.-6. BERLI
Pliol. A. Bindtr, Berlin
NICHT AUS
DU MINIMAX IM HAUS
N, KÖLN, STUTTGART
Paul K., Berlin: Büclier über üas Filniin.inuskriiit erhalten Sie
(liiroli (loii Max Maliissou-Vcrlaf?, Berlin SW 6», Hittcrstraße 71. Jlan
uiilersclicidct Exposi^ und Urcliliuch. Im Expose ist kurz der (JaiiK der
llandluiii; erzählt, das Drehbueh umfaßt ].">0— 20u Bilder und ist kurbelreif
Ke.-elirieben. l'nter ,Mai!uskri|it versteht man .sowohl das Expose^ als aueh
da.s UrehlMieh.
r. B.. Pforzheim: Irejie IUftniar ist nieht bekannt. AVir können
Ihnen d.ilier leider keine näheren Angaben über sie maelicn.
N a d j a A., Berlin: Tom T.vler wohnt in Beverly Hills, Hollywood,
Kalifornien.
1. II. B.. H .1 m b u r H- : Viola Garden wohnt Berlin W 10, BeiuUer-
str.ille 17. Sie o-ibi Autonrainme.
.\I .1 rt i n H.: \Vir sind ^;ern bereit, Ihnen ein Vutosranim zu besorgen
nn<l bitten Sie um Einsendun;;- von (1,50 .\1. und der BildUarle des betref-
fenden St.irs. Nein, der Besueh einer Kilmsehule Ist nieht noti};. Wenden
Sie sieh, bilie. unmittelbar an die Filmjiesellseh.-iften. .Sämtlielie Fllin-
slerne i;ebeu Autu^rninnn'.
F r i t z (i.. II a n n o v e r : AX arten Sie noeh eine kurze Zeit, die Aafa
wird Ihnen bestimmt bald Beseheid se'»'"- l'ic Adresse der National ist
Berlin SW is. Friedriehstralte in. die der Terra Berlin SW (is, Koeli-
.stralJe 7;t. Sie können Ihre Exposes ruhii; an \ers(hiedene Firn)en sleieb-
zeiti^ .■.ebleken.
F i 1 m f r e u n d i n E r n i a u s Y r a n k f u r t / ().: ,\sl.i Xielsen w ird
aueh wieder filmen, sobald sie ein K"les Manuskript und eine fiir sie
Keei^nete Holle findet. \Vir ixrhrn das .\lter der Filmkiinstler nicht
bekannt, weil wir alauben. dal.! es mit der persönlichen \crclirung der
Slars nichts zu tun bat.
Bobert (i.. F r ;! n k f n r t a. Main: I)it;i l'arlo wohnt Berlin W,
MotzstralJo *<7. Elisabeth ner;;iier Berlin-Dahlem, Far.idaywe- ].-.. Mady
Cliristi.ins hat am 19. .I;inu;ir tieburtslaK. Das Cehurtsj'ahr können wir
llinen leider nicht verratin. da wir es Kriinds.ätzlich nicht tun. Madv
Cliristiaiis' Ciitte. Dr. von .Miiller, ist Offizier. .7;i«olil. aueh. tanzen.
Si-b.ich spielen iinil plioloirr.ipbieren k.iiin .Al.idy Christians, alles, was .Sie
uiinsclieu. Fiid ein synipalliiscbes. liebes A\esen hat sie auch. Cemessett
haben \v ir sie poch nicht, nehmen aber an. daß sie I.TO f;roß ist.
C <• r d :i M.. M a k d <• b u r j; : Da ANerner Fuetterer ein prominenter
I'ilmstar ist. bi-sitzt er natiirlii'li auch ein .\nto. Seine ].ieblinf>sblumcn
können wir Ihnen nicht lunm-n, da er last :ille Blumen lieht. A\ir haben
wunscliK'cm.-iß Ihm AVenier Fuetterer angerufen, und tr hat uns vcr-
sprocli<-n. furchtbar nett zu Ihnen zu sein und die Bildkartc persiinlieh
zu iinlerzeiclinen.
T r .'i 11 I e I . die H e n r y - s | u a r t - V e r e h r e r i n : Ihre (iriiße
au Henry Stuart sind aiis<;ericlitet. Den Arzt und Freund Stu.irts spielte
Hol) st(dl. Die indisclien Jlitwirkcndcn w.iren keine Berufsschausineler.
Carmen Bonis Partner in ..Ein Spruiif;- ins Cliiek" war der Franzose
Andre Roanne. Vivi.ui (iibson ist im Leben gerade das <ieg-enteil von
dem. was sie in ihren meisten Filmen spielt. Dr. Asa^jiroff ivolint Ber-
lin, Inn*brucker Straße -11. Lilian Harvey spielte in „Eine Xaeht in
London ■ mit Ben Nedell. Daß Sie von DIta Parlo so cntziiekt sind, he-
Kreifen wir vollkommen.
B u t h B.. I, e i p z i K : AVeiin .«iie Filmdarstellerin ^verden wollen,
so brauclien Sie nicht unbedingt eine Filmselmle zu besiielien. Evelyn
Holt spielte kürzlich in dem l.amprechl-l"ilm der National ..Der .Mann n'iit
dem Laubfrosch-. Iw.in l'cirovich ist ein si.ir der (Ireenbaum-FilinKesell-
scb.ift. Er wcdmt im Eden-Hotel. Berlin, Bud.iiiester Straße Evelyn Holt
Berlin-Cliarhittenhurt;, Sehillerstraße 121. Wenden Sie sieh." bittet direkt
an eine ^.roße Filmgesellschaft, viellpicht an die Ufa. Berlin SW 68,
Kochstraße fi— 8.
AV i 1 h e 1 m .«:.. S t n f t •; a r t : Den Fr<'und von dem Rennfahrer
(Enrico Bi-nfer) in der ..Carmen -von st. l'anli' spielte Oswalde Valenti.
Im ;ills-enieiiien sind die Filmstars in ganz juiinren .Tahren zum Film «e-
liommen.
Kurt E., H a m b ii r i; : Tlarry Eiedtke w ohnt Berlln-Cmnewald,
Bismaick.-illi-e Jfi. AAenii Sie Filmd.irsteller werden wollen, so kommt es
in erster Linie auf niiniiscbes T.ileiit an.
E r i c h 1'.. Berlin: Lily D.imita und Xorma T.ilmadse sind durch
die Fnitcd .\r(ists 7200 S.int.-i Moniea-B(uilev;ird. Hollywood, Kai., zu er-
reichen. Lil Dasjower wohnt Berlin-AVestend. Arysallee f.
(1 e o r ;;■ X.. Berlin: AVenden Sie sieb, bitte, in Ihrer Anf;elegen-
heit an den Bund der Filmamateure. Berlin SA\'. Scliiilzenstr.iße :ll.
T h ü r i n !>• e r Eis: Peter Voß wohnt Berlin A\ , Pariser Snaße ö.
Er wird weiter filmen.
C u r t F., (' h e m n 1 t z : AVenden Sie sich in Ihrer .\n};-eleKenheit,
bitte, an die Firma A. Schimmel, Berlin ('2. Bmjjstraße 28. Aber auch
bei den großen Film-A'erleibfirmen erb.illen Sie fjnte Kopien alter Filme.
N:it;iseha. Berlin: A\ enii Sie Filniil.irstellerin werden wollen,
SU ist es am besten. Sie stellen sich einmal bei den \ (■rscliiedenen Film-
Kesellsehaflen iiersönlieh vor. lassen sich zunächst dem Aufn.ibmeleiter
.melden und zeiijey ihm Ihre I'liotos. Das weitere wird sich d.mn von
selbst finden.
H. F e 1 1 e n b e r K , t' h a r 1 o t t e n b ii r fr : AVir K'auben kaum,
rlaß Sie schon mit ].>'■. .lalucn Mir lirot .-ils Rinieassistentin finden \UMdea.
.\ucli hier sind die .Aussiclilen nur ticriiif;. A\ ir empfehlen Ihnen aber,
sich uiimitlelb;ir an dii' Regisseure oder Filiiif;esellscliaften zu wenden.
Fritz- K ,1 m p e r s - A' e r e li r e r i n . C h e m n i I z : Fritz Kam-
pers wohnt Bcrlin-Charliittcnbur.n. A\ ;iitzstr;iße 22. Seinem C.attin ist vor
einiger Zeil ni-storben. S<'in riclitijicr Xanie. Ist inificfälir ü .Talire beim
Film. Xelki'u. Sie erb.ilten Bildkarten von deni Künstler bei Roß.
Berlin SW ns. .Mex.iiidrinenstraße tio.
Lilo L, Lilly M.. Kiel. Charles Rogers' Anschrift: Ciiher-Clly,
Kalirornicn. Die .\dresso von ( liarles Farrell ist IJOl Western .\\e.,
Hollywood.
F. I 1 i T., AV i e n : BriKÜte Helm ist mit Richard A\"eißbaeh ver-
lielralet.
C h. E. .1 US Sc h m a r k e ii d o r f : M.irietl.i Millner wohnt Berlin
A\ .111. N'.ichüdsu.ißc 21i. Künsllcriiame.
II. K., H ;i n n o V e r : Wenden Sie sieh, hillc. in Ihrer .ViifreleKen-
bcii .111 die Ifa. Berlin SA\' f.S. Kochstr:iße (i— 8.
\ d o 1 r B.. Köln: K;irl (iriiiie wohnt Hc>rliii-Cli.ii loltenbiirK, Dro.\ sen-
slr.il.!e :t. Henrik C.aleen Herliii-Cli.'ii lolUMiliurn. Sprceslr.iße 10. Alax
Rcichm.iiiM Berlin AV .iO, Neiu' \\ inlc-rfildlslr.iße lll. Miini:iu |{e\crly-
llills. Hollywood.
F r .1 u E. s.. Berl 1 ii : l'.iß unser kleiner Druck für Sii- ein
.ViiKenpiih er i>l. tut uii^ :iiifricbli;i leid. \\ ii' würden ;;ern Ihrem
Wunsche l'oln'e leisten, .iber die AVißbeRier unserer Lesersch;ift seht
so weil, d.iß wir sogar maiichm.il drei Seilen in diesem Druck bringen
müssen, um .'ille zu befriedigen. Schließlich wollen sie und ilie .•indi-ren
j.i .iiißer ilen .\ntw(nlen noch .inderen Text.
1" i I m w Ii I : Vielleiclit wenden Sie sich .iii die lli'rii-s.i I Denlseh-
Russische Film-.Mli.inee). Uerliu sW 18. I'rieilricli^lr.iße i:i. Cewiß. es
i~l leichler. iiber die •Spiechbiihne zum l'ilm zu komiiien. Aide, die
heule beliebte Filmsiais sind, waren früher beim riie.uer. .Vber dieser
A\ Cg ist nicht unbedingt nol\\<*ndig. Eine Filmd:irsiellerin d.irf weder
zu klein noch zu groß sein. Kin Xormalm.iB .gibt es nicht.
F r. IL. D ii s s e I d o r f : Siimlliehe amej-ikauische Firmen, w ie Melro-
(iiildwyn-Mayer. Fox. l'.ir.imoiint usw., li.iben ihren Siiz in Xew A'ork-
City. Stellen Sie sich nur den .•iiiierikanischen Filmgöllern vor: mehr
als nein sagen können sie auch nicht!
C 1 e m e n t i n e K., B a c h a r a c h : Ivan Kowal-Samborski wohnt
Berlin-Grnnew:ild, Paiilsborncr Straße 16. und gibt Autogramme. Bernhard
Ooeizke gibt ebenfalls Autogramme, hat am 5. Juni Geburtstag und wohnt,
in \\ oltersdorf-Erlmcr. -^
F i 1 m freund Fliege und Spinne: Lily D:iinit:is .\nsclirift: '
7200 Santa .Monic.i-Boiilevard. Hollywood. K:il. (irele Mosheim wohnt
Merlin W, Pariser Siraße 27. Greta Garbos sländigc Adresse ist Beverly-
Hills. Hollywood. ..Die Jliiternaehtstaxe" kommt höchswahrscheinlielt
schon in nächster Zeit heraus.
L e b e n d es IC i n o - L e x i k o n : Asta Nielsen wird auch wieder
filmen. Lon Clianey ist verheir.itet. Lili.an Harvey ist nieht von Fritz
Oilemar. sondern von Richard Eichberg für den Film entdeckt. Lissi
.Vrna. Lilian Harvey und Egon v. .lordan sind unverheiratet. Der
französische Film ,.>iad.(mc im Schf.ifw ;igen- mit Olaf Fjord und Claude
l'ranee ist schon in Deiitschlainl erschienen. .Alfred Abel und Bernhard,
(ioetzke sind mit Nicht-Schaiispielcrinnen verheiratet. ..Sal;im.inder" ist
für Deiitschl.and vorläufig noch nieht .ingezeigt. Rudolf Klein-Roggcs
Partnerin in ..Tu m'.ippartiens- ist Suzy Vernnn. .La. er soll mit .M.iry
.loliiison verlobt sein. A'mi Ch.iplin ist ein .iller Film jetzt auf dem
Plan: ..Carmen''.
F r i I z - S c b ii 1 z - A' e r e h r e r i n . AI .i n n h e i m ; Fritz .Schulz
wohnt Berlin A\', ()li^aer Pl.itz 4. Fnseres Wissens unverheir.ilet.
AV ;i I t e r S.. Stettin: -\m besten, sie schreilien direkt .-in den
Klub der Kameraleute E. V. Deutschl.inds, Berlin-Charlottenburg. Reichs-
kanzlerplatz :i.
Brigitte II c 1 ni - V c r e h r e r i n , Stettin: Man darf als
Filmstar weder zu groß noeh zu klein sein. Brigitte Helm isi mittel-
groß. Nur beim l'ilm. AA'ohnnng: Berlin-Dahlem. Im AVinkel :^. Neuester
Film: ..Die sells.ime Lüge d("r Xin.i Petrown.i-. Henry Smart wohnt
Berlin AV. Passaucr .Straße 17. Sl.-irs mit blauen .Augen li.iben gen.ni
dieselben Cli.incen wie die mit dunklen. Es kommt nur .auf den Aus-
druck, nicht ,iuf die Farbe an.
K a r I M.. H ,i ii n o v e r : Ob (ireta (;:irbo während ihrer Europa-
reise auch nach Hannover kommt, wissen wir leider nicht. AA'ir glauben
es aber kaum. .Selbstvei ~tändlieh können Sie deutsch an die Künsileriii
sehreiben. Sie gibt .Autogiamme.
F r n n z ('.. Dussel d o r f : lw;ni Alo=jukln .irbeitet aiigenblieUlicli
an dem Vfa-Film ..Manulesco". Die .Außenauf n.ihnien finden in .St. Moritz
und Monte Carlo statt. Mosjukins Korrespondenzen werden durch Aer-
mittlung seines Sekretärs D.iuiel l>olsky erledigt. A'ielleicht wenden
.sie sich einmal an ihn.
Er i k ,1 B.. K I o s t e r b n c h : l'ola Negri hält sich immer noch
in Paris ;inf. Dii» helreffenden ;niierikaniselien Slars erreichen Sie alle
unter Beverly-Hills. Hollywood. .Angeln Ferrari wohnt Berlin. Bozener
Str.iße n
Fee D.. G e -v c 1 s li e r g : Fritz L.uig erreichen .sie durch ilii> Frii.--
I,ang-Filingesells<liaft. Berlin SAV 18. Friedrichstr.ißc 22-1.
E r i e Ii Ci., Danzig: A\'enn es Ihr Ziel ist, Filmschauspieler zu
werden, so müssen .Sie schon den AVeg zu diesem Ziel allein finden.
D:is haben alle Filmgrößen gemacht. AVir können Ihnen nur den R;it
geben: Setzen Sie sich mit den Filmgesellscb.iflen in A'crbindung.'
Möchten ;iber doch noch betonen, daß dieser lic'ruf wie k.ium ein
.■inderer überfüllt ist und daß daher die Aussichten auf ein A'orwärls-
kommen wirklich sehr gering sind. X'ein. in Danzig gibt es keine
Filmschule.
I. B.. G I e i w i t z : AA'ir bitten Sie. uns Ihren volb-n Xamen .inzii-
geben. damit wir Ihre Briefe in Zukunft bi-.iiitworten können.
G ö s t a - E k m a n - V e r e h r e r i n . .All o n .i : Zu unserem Be-
dauern haben wir noeh immer nichts über den Filmd.irsteller .losef
Celeniiis. der in Deutschland noch unbekannt ist. ermitteln köiim-n. Zur
..Rr'N olutionsbochzeif gibt es eine Origiii.ilmiisik. Bc-sien D.ink für Ihr
hübsches Hildilieii.
AI .-1 r g .1 K 1 .1 u s . Berlin XAV21: Iwan Pelrovich wohnt im Ilol'd
Eden. Berlin. Itiid.ipester Str.iße. F.r wurde am .'51. Dezember in Bmlapot
geboren, ist .•iber jetzt ^erbisi-lier Sl.-i.its.-ingehöriger. l'nverhcir.ilel. Kr
spielte II. a. in foig.'iiden Filmen: ..Der Dämon •. ..Fürst oder Klowii'.
..Fr.iiien.irzt Dr. Schäfer". ..T)er Zarew itsch'. N'ichsli'r Film: ..«Jiiarlier
L.ilin" (..P.iris. du St;idt der Liebe'). In Arbeit: ..Der Leuin:inl Ihrer
Alajestäf. Lilian H.irve> s P.irlner in ..Eine Xaclit in Lomloii- sind
Engländer. In Eiigl.iiid gedrehl. Ihr nächster Film ist ..D.is Modell von
.Montp.-iniasse'.
Er. A\' a. und Iure E.. Bremen: M.iry Bri.iii ern-icheii Sif
liiiter Bc\erlv-Hills. Hollywood. K.il. Sic fjiht .Aulogramme. Treibt vi,>l
Sptnt. I'ilmt fli'ißig. Sic ist ungefähr so alt wie Sii> geschätzt haben.
I. .1. in t; ö r I i I z : (Irel.i (I.-ubo spielte bis jetzt in folgenden
Filmen: ..Cöst.-i Iterling'' (in Schwellen). ..Die freudlose (J.isse'- (in
Deiilschland). ..Es w.ir". ..Totentanz der Liebe". ...Anna K.irenin.i" und
..D.is göHlichc Weib" (in .Amerika). Sandr.i Alilov.inofr wird .iiicli wieder
filmen.
A\'. R.. II .1 g e 11 : Dita Parlo wohnt Berlin AV. Alotzstr.iße 87. hat .ini
I. Sepieuiber tiebinlst;ig. gibt .Aulogranime. ist nnverheir.itet. spielte in
folgenden l'iliiii'ii: ..Die Dame mit di-r Al.iske". ..Heimkehr''. ..Geheimnisse
des Orients". ..rng.irische Rh.ipsodic". Ilir nächster Film: ..ALiniilescu"'
mit lw;iii .Mosjiikiii und Itiigillc lli'lio. Hildcr \ oii pii.i p;irlo crb.illcn
.Sie in jeder größeren P.ipierh.indliing oder bei Roß. Berlin SAV 08.
.Mexaiidriiienslraße 110.
I. i t t 1 e f 0 o 1 : Das Jingegehene .\ller vmi Hciiny Porieii siiminl.
l.len Deyers spielt die weibliche H.iiiiUrolle in ..Triumph des Lebi-ns"".
dem neuen Film der Deiitselien Fni^("•s,•^l. und ist (Tnrcli diese Firiiia.
Berlin AV 9. AIauerslr;iße 82. zu erreichen. .Sie können sieh ruhig mit
Ihrer Bitte .in II.irr.\ Piel i>ersöiilieh wenden, AA'ir werden f>tto Gebühr
und l.i.iiie ll.iiü :iii die .\ iilogi .i iiiiiie erinnern. A'er.i .Schmilerlöw ist
.Schwedin.
II e n r \ - S i u .i r t - A' e r c li r e r i ii R . . . h e r g : Ein neuer Film
mit Ileiny Stuart ist bis jetzt noch nicht angezeigt. Siii.irt hat eine
eigene AAohnung. Er besitzt ein eigenes Auto. AV.igen Sie es mir.
Stuart wird Ihnen sic-her Ihre Bitte erfüllen.
F' r i t z S.. Dresden; Filmbücber .-iller .Art erliallen Sie bi-im
Alax Mallissoii-Aerlag. Berlin SAV f.8. RitlersIraGe 71.
(i e r h :i r d R.. B r .i ii n s c li w e i g : Fred Thomsen ist .im AA'ei'i-
ii.ichls.ibciid .111 den Folgen einer G.illensleinoiieralion gestoiluMi. .laek
lloxie woliiil in llollywooil. K.ilifornicii. Sie können deulsch .in ihn
-clireilien. Kiillic Mm X.igy ist geschieden. I'ng.irin. Sie spielte in
tolgenden Filmen: ..(iii>l.iv Almid. du gehst so stille". ..Das brennende
Schiff"'. ..Die s.imlgiäfin ". ..Die Durcligäiigeriji"". ..Königin seiiu'S
Herzens". ..Die Republik der H.ickfische"". In .Arbeit: ..Al.iscollchen"".
II. M., (; o >< I .1 r ; Werner Fiiellerer erfreut sich be-ler tJesiindheit
Er Wohnt nielil bei seinen Ellern. A'.iler Farmer gewe«c>ii.
F i 1 m f r c u ii d .i u s Lei p zig: .lenny .Ingo widiiii Berlin AV.
K.iiserd.imm 29. .sie dürfen riibiir .in sie schreiben.
R o b.. I! r :i ii n s c h w e i g : Wenn Sie mit einer jungi'u Filmfreiiiulin
in Briefwech'^el lielen wollen, so inserieren Sie am beslen Im ..l'ilin-
iiiig.izin". C.rill.i l.ey gibt .Aiitouramme und ist jetzt 2 :'. .I.ilire beim
Film, Ihr riebliger Xanie ist Grefe Sebmidt.
Lotte lt.. D r e -i d e II : Iw.iii Kow ;il-S;imborski wohnt BiTlin-tJriine-
w.ild, P;iiilsboriier Sir.iße Ifi. ist iiiiverheiralet. gibt .Aulogr.imme. liebt
Schneeglöckchen, ist Russe und spielte seine erste große Filmrolle im
..Scliinderhanncs". Nein, der Schnurrbart ist nieht ,,echl'".
I
Eissegefn der hoß^äu
discßen Jugend
Oßen:
TrajeklverkeHr
Warjieitjüiide= Gjeds ei
durcß Eis gefäfirdci
Linlis :
Tagung der Repara=
tionsßonferenz in
Paris
Links :
BegräBnisfeierficfi=
lieiten der König in'
Mutter von Spanien
*
Recßts:
Das neue Efeßtro^
institut der Tecß^
nisdjen HodjsdJuft:
in Braunsctiiueig
*
Links:
Eine ameriHaniscßt ■
Stadt in Efammen )
ReSts: S
Modenschau
in Kafifornien
Aiifnafini^it der lJfa=
iiiiif Dciifig - \Vo<fyeiiS(£au
E. li r., S ii (1 e ii il e : i)ip H.niptilnrslcllcr in der ..Rnffinicrtcstoii Fr.iu
Uorliiis" waren l.iiifj-i Scrvcnti, .Mmi\ .lolinsoii. Amlrc .M:itiiini. Niii.i
Vamia. Im „Turm iIcs Sclnv('i,;;ciis- spielten Xeuia Bcsiii und XiKSCl
Barrie die Ilaiiptrollen, im „Kampf um die Sclmllc" Margarete beüün,
Osk.tr Marion, Mary Parker, J'erdinand vnn Alten.
E. '/... Berlin: Lilian Il.irvev «ulinl Jierlin A\' IT), Düsseldorfer
Stralic -17.
Trotzkopf, L e i II z i K ; Evel\ ii Unit ist micli jiuis. Alter wird
Krniidsatzlicli nielit anjreneben. l'n\ i rlieiratct. SelliMx iTsliiiidlich, sie
sibt AntuKramme. Neuester Film: ,.J)er Mann mit dem l.aulifniseli"'.
Wann er zu Ihnen kommt, erfahren Sie am sichersleu durili den
Jtesitzer Ihres Stainnikiuos.
F i I ui f r e u n d i n .-i u s Alle n b u r % : l'lir die niielislc Zeit ist
kein Film \ (U'neselieii, in dem Ly.i Al.ira und ll,ur\ l.iidike zus.immi'U
spielen, Ciirista Tordy beKUÜfit sieh weiter damit, die f;IiiiUli<he (lattin
Liodtlvcs zu sein. Wir siinl iioeli nieht d.izu gekommen, I.y.i M.ii-.i
tind Harry Jdedtko zu messen.
F r ;i n z ,\., 11 ;! 1 I e : In f.ist allen früheren ll.irry - I'iel - Filmen
war Dary Holm seine l*;irlneriii. Im letzten Film ..Seine sliirksle Waffe"
spielte er mit \'era Sehmilerliiw. In seiner soelien W'rlisi!;estellten ..Mitter-
n.iehtst.-ixe ■ ist Helty IJird (u'y<'nspii'leriu. .letzt bereitet I'iel einen ucvien
Film vor, der sieb ..Sein firolJes Ehrenwort" betitelt,
E i n e r . der :\. n d i e r e i z e n d e (i e r d .\ M a n r u s T a % u ii d
X a e h t d e ii k f : Wenn Sie an Cierda Maurus soviel denken, wissen
Sie ^('wilj viel besser als wir, was Sie der llivji zum (iebnrtstasi' ■^ibenlven
sollen. Sie öffnet ihre Briefe alle seihst. Sehneeslöckehen. AVir jil.iuben
hitlu r, daß sie einen W;if;eu besitzt.
Bibi II.. Muskan: Aliee AVhites Anschrift ist Burhank-llolly-
wood, Kai. Amerik.-inerin. Spielte u. .i. in ..Spanisehes Hlut ""^ mit
Milton Stills und „Was eine schone l'rau betiehrf' mit Billie Dove.
Sie filmt fleißi?;.
■17 11. () II p e 1 n : Leider UcinneM wir llnK'u nicht sai;cn. welcher
Filmst.ar an dem i;('n;inii(en T.it;i' (Icbiirlsl.-i^- li.ii. .Icnny .lui^o wohnt
Berlin W, K.-iiscrdamm i>!l. A\',Mllcr sjcz.ik Hcriin-l'ricdcii.-ui. Siicrslr;il3e ll/l.').
\' i o 1 .1 H., It a m b u r jr : (;ust;iv
Fröhlich ist nicht mehr mit Elizza l.i
Port.-i verlobt. Friihlich wohnt Berlin-
AVestciul. Kurl.änder Allee 1, Elizz.i la
I'ort.i Merlin W, XürnherfAer Straße l'i.
bei Adler. Anna May Won;;- ist jetzt in
London. Anny Ondr.i w(dint in Beilin
W, Knrfiirstend.-iiiini 17S, l"ensi(Mi Ber^-
feld. - Iwan l'elro\ ichs Adresse: Bi'i lin.
Eden-llotel, Bml.ipester Stralle. \'ilm.i
Banky ist mit Hod l.i Hoiiue verheir.i-
tet, Bonald ('olm;ni mit Thelm.M Uoye,
Lee I'arr.v mit dem Kaufni.inn -Mol-
dauer, Xils Astlier isl ledii?. Alle Film-
stars Ri-ben Autogramme. I'ola X<K'-'i
wohnt in I'.iris. Sie können .in. die be-
treffenden .■imerikaniscben Stars di'Ulsidi
selireibeu. Adresse: Bev erly-Tlills. llcdly-
wood. Uie l.iiine es dauert, bis .si.-
Antwort ;iiis Amerika h.'ihen, häiiKl ii;:iiiz
von den Kiinstlcrn ;iT).
(J ii n t c r S., F r a n k f u r t / (J d e r :
Olg.i Tschechowas Ciebnrtsl.'iff ist der
l'fi. .\i)ril. Ihre Lieblinf^sblumen sind
Rosen. Bei der Wichtigkeit Ihrer Fr.ige
li;ibeu wir natürlich sofort samllich'>
Flimmerstcrne untersucht und fest-
gestellt, d.il! ihre Zähne genau so ..eclit''
oder so ..künstlich" sind, wie d.is bei
anderen Menschen der Fall ist. Zu
Ihrer letzten Frage: Aber selbstverständ-
lich können ,. schmissige" .Studenten
zum Film, wenn .ilies andere vor-
handen ist.
H a n s H.. L e i p z i g: M.irgot L.md.i
Avohnt Berlin W, Kurfürstemhimm 11,
und wurde am 1. t)ktolier in i'olsd.im
geboren. Ihr richtiger Xame ist .M.irgot
Walther. Sie wurde von Beinbold
Sehiinzel für den Film entdeckt. Sie
gibt Autogramme.
F i I m f r e u n d .s t ii ni p e I . X i e -
d e r 1 (i IJ 11 i t z : Die Tilelrolle in ..Wer
heiratet .XunettV" spielte .\.nny Oiidra.
AVühnung: Berlin-Ch.irlottenburg. Kur-
fürstendamm 178. l'botos von dieser
Künstlerin gibt es in .allen großen r.-ipier-
handlungen oder bei Rol.i, lierlin S\\" 6S,
,\Ie\;indrinenstra IJe 110. .Jenny ,lugo
gibt Autogramme. Lya de I'uttis Adresse
finden Sie .in ;inderer Stelle.
II e r I) e r 1 A., X e u s t r e I i t z : Woher ll.irry I'iel seine AV .äffen
bezieht, können wir llinen leider nicht \ erraten. N'iellcicht fragen Sic
bei I'iel selbst an.
Erich S e h r., B I u ni b e r g : Von Kichard Talmadge gibt es
Karten. Vera Schmiterlöw spielte in ...Mäilelienschicks.ile". Autogr.-iinm
lieilU cigenliämligc Fnterscbrift.
Zwei 1) o n g - A' e r e h r e r i n n e n . S t n t t g a r I : Douglas Fair-
lianks' neuester Film heißt ,,Die Eiserne M.iske ". Er hat einen Sohn
namens Dongkis. \\illiam F;iirbanks ist nieht mit ihm verwandt. Das
gewünschte Buch erb.illen Sie durch den ,Max .\L-ittison-A"erlag, Berlin
SW f>H. Bitler.straße 71.
E 1 i s a b e t h K., Leipzig: Brigitte Helm hat am 17. März
(iebnrtslag. Feber einen Clüekwunsch wird sie sich gewiß freuen.
Ernst K., Bremen: .Jenny .Jiigo. arbeitet .■.ugcnblicklich ;in dem
Ufa-Film ,,I);is Mädchen ;uis A'.ilencia". In Berlin sind bis jetzt der
Klang- und (ieräuschfilm ..AVings " und ,.Ieh küsse Ihre Hand. Mad.ime"
mit einer Tonfilmeiiil.ige. in der Liedlke den bcU.mnten Schl.iger singt,
erschienen. In Arbeit isl ein Tonfilm ..l',-ig;inini in A"eiiedig''.
I r a S.. Charlotten b u r g : A'on einer Filmscli.iuspielerin llill.i
-Achilles wissen wir nichts. Möglich, d.iß sie in kleineren Bollen zu
sehen war. (Just.iv Fröhlich ist niibt mehr mit Elizz.i l.i l'ort.i verlobt.
Die näheren CJründe d.ifür Iiat uns Fröhlich nicht >"rraten. ..Die ANiinder
des Kchneesehubs" sind vor ungefähr vier .lahreu gedreht worden. Es
ist nieht .■iiisgesclilosen, daß der Film noch einmal .-luf der Leinwand
erseheint. -Aber selbstverständlich, Sie dürfen Fr. igen slellcn, sooft Sie
mögen. '
A' e r n h. in Sc h n e i d e m n h I : Ihre Hildcrw linsclie sind \ or-
geinerkt. .Agnes Esterb;izy bringen Mir in .-ibseblp.irer Zi il. Von Liane
Haid finden Sie in einer der iiächslen Niiinmcin Milder.
F i 1 m b a n n i a u s B r e s 1 /i u : Nein, die bcireffeiiden Filins|;irs
waren nicht auf dem I'resseb.ill, d;i sie sich ger.ide .Inf Filinreiser
befanden. .Maria I'aiidlcr ist geschieden. .Alan wähle zweckmäßig die
.'Anrede ,.I'rau". AVir werden .Alari.i raudler und Evelyn Holt an die
fälligen -Autogramme erinnern.
.f I
-Agnes -V. S. u. H a n s AA'. S.: Am besten, Sic kaufen sich d:is
neue Beichskino.idreßbueb. Verlag -Max Alattissoii. Merlin SW 6tt, Bitlei-
siraße 71. Sie finden d:iri!i alles, was Sie wiluscheii.
Else -XL. H;imhurg: Hudolf Klein-Bogge wurde am 2J. Xovemiier
in Köln geboren, ist gescliieden und soll mit Mary Johnson verlobt
sein. Fritz Basp ist ebenfalls verlobt.
Fr i edel S., Hamburg: Es tut uns leid. Ihnen keine pral -
tischen l'atschläge gidicn zu können, wie man zum Film kommt, d.i w ir
Engagcnienis grnnds/itzlicb nicht vermittein. Der Besiicli einer Filn:-
schiile ist nicht notwendig. A\ enden Sic sich, bitte, unmitlelbar an
die l'iliogcsellscbaflen.
E 1 s e S t.. I- a 11 k w i t z : .Sie crliallen bestimmt noch einen
lllusirii-rteii Filmkurier Min „-Anna K.irciiina". .\iii :.. -Alärz findet im
l'niversum ein -\iitogr.imnit;ig mit Conr.id A'eidt sl.itt. Es kommt lui
den Bussen häufig vor, d.lß sie ibrc N.imen M'rscbieden schreiben. ^
Nicolai Kolin ist ebei,so richtig, wie ..Xicol.is Koline". Die .\dressr
der The.iter- und I'ilun erlagsgesellscbaft Möhui & Co. ist Berlin SAV 4Ä, ^4
Friedricbsiraße .17.
Fr i t z s.. (■ h e ni n i I z : Bruno Eicbgtiin lelit in Berlin und wird
auch bald wiedi'r filmen.
AV. 1... \\ e i l.i e n s e e : l);iß /^ie a im Aivi:in Gihson noch immer
nicht d;is .Viitogr.iinm erh.-ilten h;iben. tut uns aufrichtig leid. Selbst-
v( rstäiidlicb gibt die Isiinstlerin .Autogramme, ist aber iliirch ihre Film-
arbeit st.irk in .Ansjunch gi'noiiiiiieii. Wir empfehlen Ihnen, sieh noch ;
eiiun.il direkt .•in sie mit Ihrer Miite zu wenden. Ce/a L. Weiß ist
ein bek.iunler Komiker, der in \ieleii Filmen mitwirkte. .Anna Sten'
erreichen Sie über Derussa, Berlin SW \*. Friedriehstr.iße i:!. -Marietta
-Millner wobiit Mi-rliii W .'lO. N.-iebodstraße 2fi.
Z u e i T lui r i ii g e r V i 1 m f r e u n d i n n e n : In ..Die flef.ingene
\u\\ Scli:iiigb;ii ■ spiclle Bernliaid (ioetzke die iii;iiiiili<he Il.iiiptrolle.
A\ ohniing: Wollersdorf -Erkner. Mlnmenfrciind
II ,1 11 s IL. AI .1 r i e 11 d o r f : Aei;i \ iiioiiin:i w.ir kürzlich in dein ,;
llegcw .■ild-l''iliii ..Ccscbicblen .ms dem A\ieiicr A\ .-ild" zu sehen, ist > er-
heir.-itei, gibt ,\iitugr;iiuiiic und wohnt lierlin-Wilmersdorf. l'blandsir.iße SL
Heinz B. E.. Bielefeld: Ans
dir Münchener Filmschule sind nur
einige Filmst.trs hervorgegangen. Im
■illgemcinen ist d:is Besuchen einer
Filinsihnle für Filmbegeisterle über- : ir
flilssi^-. weil mimisches Talent nun ein-v
iii.'il .■ingeborcn sein muß und die Spiel
gcw.indlheit erst durch die l'r.-ixis im
.Alclicr kommt. Alöglich. d.il! AI;iri;iimC'^!
L.iiiiliing schon mit einigen Filmen :ill
die lleffcutliebkeil getreten ist.
i{ n d 0 I r .1.. F r ,i n k f ii r t I AI ;i i n
Ihr Brief an Eherh.ird L<'illioff ist
w eitcrgeleriet worden. AVenn Sie .ibon
liieren, so beziehen Sie unsere Zeit
Schrift direkt durch unseren A'erlag
'I' h. 1.., H ;i 11 n o v e r : Eine An
n.ilime von .lack Trevor wird b.ild e
scheinen.
B e 1 .1 S.. 1! 11 d .1 p e s t : Ihre .Vn
reguiig h.ibcn wir zur Kennlnis genom
meii und werden sie gern beriicksiell
tigen,
M :i r g a r e I e B., Essen: A (i
l'.uil Hichter ist außer den beiden gi
nannten noch kein neuer ^Filni .-inge
zeigt. D.lß liicbter so wenig filmt, tut
uns' selbst sehr leid. AA'ir können .-iber
d.iran nichts ändern. Der Querschnitt-
film ..Blind um die Liebe" kommt sicher i
rinch nach Essen. Es ist nieht .ans-jT-
geschlossen, daß die „Xibelungen" imV'
isommer, wo keine Saison ist, noch ein-
mal herausgebracht werden. CarlBoesc"
crreichen Sie durch die National, Ber-
lin SAV 4«, Friedrichstr.iße 10. Frea<^
S.iiier widint Berlin-AVilmersdorf, AVit-^
Icdsli.iehi'r Str.iße t. K.arl (;rune Char-
lolleiibiirg. Drovvcnstraße :i. I.iipu l'icks
Anschrift: Berlin SW IS. AVilhclinstr. 10.
E 1 1 i (i.. B e r 1 i n : Len.i Malen.-t
erreichen Sie durch die Terr.i. Berlin
SW es. Kochstraße 7:1. Else Rev.il wohiil
Berlin - Charlottenburg. .I.i.ichimsthaler
Straße 10. .I.icob Tiedtke Berlin AV I.">.
K.iiserallee i'l. Marg.i Lion Berlin-Wil-
mersdorf. Riideshcimer Pl.itz 10. Suz.v
A'ernon, Reinhold Sehiinzel und Lieil
Deyers werden wir .in die fälligen
.Aiitogramnie erinnern. Ludwig Merger
isl wieder iiacli Hollywood .ibgercisl.
II .1 11 s Felix B.. S t r i e g a u : Ihre Criiße an AVilly Fritsch haben
wir ausgerichtet. Sie können ruhig an Lilian Harvey schreiben: sie
wird den Brief lesen und Ihre Antogr.immbitte '^i-rw erfüllen. Jaul
Sinimel wohnt Berlin AV 30. Xene AVinlcrfeldlsIraße iö. AVenn Sie sieh
.als Reklamezeichner im Film betätigen wollen, so ist es am zweek-
mäßigsten. sich unmittelbar mit den Reklameabteiinngen der !• ilmgesell-^
sch.iften in A'erbindiing zu setzen.
F i I 111 f r e 11 n d i 11 . A I t o u :i : -Außer der Münehener Vilmseliul
gibt es keine anerkannle I'ilinscbule in Deutschland. .Vber Sie köniieir
;ii'cli ohne A'orbildong Filmdarstellcrin werden. Die Hauplsadie iil:
Talent und gutes .Aussehen.
11 er 111 ine AI.. AV i e n : Boris de Fas wohnt Berlin A\ , Pariser,
Str.iße 7. K.irl Heinz AViemulh Berlin. Holsteinische Straße ;i:i, bei.
Schreiber. .Aliles Alander erreichen Sie durch St.irfilm, Berlin S\\ 18,^
Friedriehsiraße i'is. Ann.ili.s.a Ryding durch Aasa Theater. StocklKili»,^
F i I in f r <• u 11 d i n . Krefeld: Mona M.aris filmt in Hollywood.
.\ud Egede Xissen wohnt Berlin AV. Tauentzienstraße 10. Triius van
.\.illen Berlin W. Lntlicrstr.iße :.'7. Hans Adalbert von Sehlettow Merlin
() 17. (iroße Fr.ankfurter Sn-.-iße-l.
E. AI.. Berlin: AVo und w:inn die Filmsl.irs Maskenbälle mit-
gemacht h.ibeu. können wir Ihnen leider auch nicht gen.iii sagen. Sic
w.ireu sicher .iiif den \ erschiedensten großen I'.ischiiigsver.inslaltiiiigen..
F i 1 m f r e u n d a u s 1) r e s d e n : Charles Rogers ist in Culver-»
City. Kalifornien, zu erreichen. Amerikaner. Spricht gebrochen Deiiiscll.-." ;
rnvi'rbeiratet. Es sind neue I'ilme mit ihm in -\rheit.
E I s i St.. B e r n : Elisabeth Bergiier w urde in AVien geboren. I>oro-:
Ihe.i AVieck ist Aliinchneriii. Heiiny Porten hat keine Kinder. AA'crner •
I'uelterer. AVilly l'rilseh. Oskar Al.irion sind ledig. Elis;ibelli Bergners '
erster l'ilm w.ir ..Der E\ a ngelim.inn". Fnverlieir:itet. AVobniing: Berlin- *
D:ihlein, K.ir.id.i\ w eg l.'i. Dorothea Wieck isl ebenfalls iiii\ erheir.ilel iiml
wobnl in Aliiiicbi'u, Tbierscbsiraße 1!<. Ihr er-ter Filmerfolg: ..Ich liah' meiu
Herz in Heidelberg verloren". (iloria Sw:iiisoii ist .Amerikanerin iinil
wird .inch b.ild wieder in einem neuen Film zu sehen sein. Im all-
gemeinen diirfen die Filmstars ihre Partner nicht selbst wählen.
I
1^'
t
«MHiaiiÜiil
Die Ufa -Theater werden mit
gereinigt.
Ve rka ufsstellen:
Berlin W 50, Kurfurstcndamm 236 Brannschweig, Münzstr. la Bremen, Herdcntorstcinwet; 5 Breslau, Junkcrnstr. 38 40 Chemnitz, Falkeplalr 2
Coblenz, Schloßstr. 35 Dortmund, KaiscrsSr 6 Dresden, Präger Str. 35 Duisburg-, Kuhtor 2 4. Düsseldori, Stcinstr. 2 Eisenach, Frauenberg 9 Elberfeld,
AUenraarkt 13 Essen, Huyssenallcc 93 Franitfurt a. M., Mainzer Landstraße 59 63 Gleiwitz, Wilhclmstr. 2. Europahaus Halle, Magdeburger Str 56
Hannover, Bahnlmfslr 13 Karlsruhe, Kaiserstr 205 Kiel, Holstcnstr. 61 Köln, Hohe Str 64 Königsberg, Münzstr. 17 Leipzig, Rudolphstr. 4
Magdeburg, Breite Vteg 3 b München, Salvatorstr. IS Nürnberg, Färberstr. 16 Stuttgart, Rotcbühlstr. 41 Wiesbaden, Wilhelmstr. 18
Zittau i. Sa., Zcichenstr. 14
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Bei I5aizahlun<i 7'^,, Kassa-Rabatt auf
die ausgezeichneten Preise, außer für
Linoleum und Marken -Teppiche
schaflcn S;
kraft und
„Eta"-Chc
und diese 18 Pfund gleichmäßig ver-
teilt auf Gesicht. Arme, Brust. Hüften
und Waden. Bedenken Sie. wie ihre
Figur durch diese Gewichtszunahme
verschönert wird und um wieviel
Sie sich dadurch begehrenswerter
machen.
Durch die uohlschnuckenden
„Eta-Tragol-Bonhons"
(für Damen. Herren und Kinder von
gleicher Wirkung), die nach der Mahl-
zeit genommen werden, laßt sich das
Körpergewicht in einigen Wochen um
10 — 30 Pfund erhöhen. Die unschönen
Knochenvorspriinge an Wangen und
Schultern schwinden. Pfund für Pfund
nehmen Sic zu. an allen Körperteilen
zeigt sich Fettansatz, Unbcliagen und
Unlust weichen, und nach ein paar
Wochen hat das bisher schmacütige
Aussehen einer vollen, ebenmäßigen
Erscheinung Platz gemacht. Zugleich
le aber auch, indem Sie die roten Blutkörperchen vermehren, Ncrven-
Blut. 'Schachtel M. 2.50 gegen Nachnahme. Zu beziehen von der
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leitung A. Rosenthal — Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Ocsterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien I, Domgasse 4. Verantwortlich für Anzeigen
Tilhclm Schacfer, Cbarlotlenburg. Anzeigen Verwaltung Bcpa-Verlag, Berlin W 35, Blumes Hof 5. Kupfertiefdruck: August Schcrl G. m. b. H., Berlin SW 68
Ein Joe May-Film
der Erich Pommer-
Produktion der Ufa
j>iiiii^
^^
NUMMER II / BERLIN, 17. M '^ HZ 1 929 / P R E 1 S 4 0 P F E N N 1 G
Wie oft bedauerten Sie
mit diesen Worten Ver-
säumtes, das nicht nach-
zuholen ist. Und vielleicht
besonders dann, wenn Sie
unvergeßliche Stunden der
Vergangenheit vor Ihrem
geistigen Auge von neuem
erstehen lassen wollten,
aber das Erlebte in der
Erinnerung verblaßte?
Die Amateur-Kinemato-
graphie bietet die Mög-
lichkeit, für alleZeiten und
zu jeder Stunde das Ge-
schaute in unveränderter
Lebendigkeit und Natür-
lichkeit vor Augen zu
führen. Die Bedienung
der keineswegs teuren
Aufnahme- und Wieder-
gabe-Apparate ist leicht.
Bitte schreiben Sie oder
besuchen Sie die Aus-
stellungsräume der
Ufa-Handelsgesellsdiaft
Berlin SW 68, Kochstraße 6-8
Eigentlich ist
Filmmode
im Film. —
I
llich ist es eher
als A^ode
Denn seit-
dem die berühmten Stars es
gelernt haben, die Eigen-
art ihrer Persönlichkeit
und ihres Geschmacks
auch im Stil ihrer Klei-
dung reizvoll zu betonen,
ist der Einfluß des Films
auf die Mode unverkenn-
bar geworden. Den An-
fang machte Gloria Swan-
son, die vor einigen Jah-
ren mit einem eigenen
; Modezeichner aus Paris
nach New York zurück-
t kehrte. Sie hatte erkannt,
daß Paris mit all der herr-
ischen Pracht seiner Mo-
j^eschöpfungen ihr doch
pr eine aller Welt gehe-
nde Mode geben konnte,
'le sah ihre schönsten
oiletten dutzende Male
ieder: in Modejournalen,
f der Straße, im Salon.
^as Modell, das sie in Pa-
gekauft hatte, traf
hon vor ihr in New York
n und wurde im selben
ugenblick zu unpersön-
hem Allgemeingut. Glo-
'a wußte aber, daß sie
s Publikum gerade
trch ihre Eigenart faszi-
lerte. So beschloß sie
fzerhand, sich ihre ei-
e Mode zu schaffen,
.eute legen fast alle
s größten Wert darauf,
im Stil der Kleidung
persönliche Note zu
pn. Der Einfluß einer
^a auf die Mode ist
^h zur Tatsache ge-
Greta Garbo hat
Stil durchgesetzt
underte von Anhän-
'en gefunden, Ihre
e, elegante, stark-
e Linie ist sogar
'lelen ihrer Kollegin-
bewußt oder unbe-
kopiert worden,
he andere Stars sind
iings weniger glück-
in_ ihrem Bestreben,
?rsönlichkeit zu
Dazu gehört vor
viel Selbstkritik und
klares und starkes
Empfinden für seine per-
ift:-
vcii Rene' Hubert
sönlichen Eigenschaften. Nicht leicht ist es, sich
selber zu sehen und die aparte Note seiner eigenen
Persönlichkeit richtig zu erkennen und zu unter-
strtichen. Darum haben die meisten Stars ihre
eigenen jModezeichner, die viel stärker die Linie
sehen und vervollständigen können.
Die Filmniode ist natürlich nicht ein möglichst
abseitiges Schöpfen, denn der Einfluß der aktuel-
len Pariser .^lode muß klar erkennbar sein. Un-
möglich wäre es, eine Richtung einzuschlagen, die
Eigcnarlige neue
Frisur. Speziell
entworfen um den
neuen persön-
lichen Typ von
Betty Amonn her-
uorzuhebcn
Abendkleid in hellblau
Satin mit Straßbesalz.
weißer Fuchspelz
Slraßenkleid in grau
Velour - Chiflon mit
grauem Feh-Pelz
abstrakt gegen die Fühlung der
Weltmode geht, oder, wie es oft
leider passiert, gar ins Kunst-
gewerbliche, Kostümhafte aus-
artet. Solche Verirrungen sind
eine enorme Gefahr für die
Künstlerinnen, denn sie führen
leicht zur Emanzipation, die
schädigende Kritiken des Publi-
kums zur Folge haben kann. Die
Kunst liegt darin, daß das
Aktuelle sich leise anschmiegt,
daß die Persönlichkeit der Künst-
lerin unaufdringlich und harmo-
nisch, aber mit sicheren Zügen
hineingezeichnet wird.
In dem Joe May-Film der
Erich Pommer-Produktion der
Ufa „Asphalt" wird Betty Amann,
eine reizende junge Deutsch-
Amerikanerin, ihre Sternenfahrt
beginnen. Ein neuer Typ! Und
mußte gezeigt werden, daß
I ^
i
sie auch ein wirklich neuer
Typ ist. Gerade hier durfte
nichts Unpersönliches sich
einschleichen, der neue Typ
durfte nichts gemein haben
mit einem anderen Star —
und wie leicht möglich ist
doch ein Sich-Ähnlich-Sehen
mit irgendeinem bekannten
Filmgesicht, Eine Frisur ge-
nügt oft, um eine Anlehnung
sehr stark fühlbar werden
zu lassen.
Diese Gefahren mußten
umgangen und jede Alltäg-
lichkeit vermieden werden,
Pariser Mode wäre nur ein
Leitweg gewesen, um in den
Kanal des Alltäglichen zu
geraten. So versuchten wir
in gemeinsamer Zusammen-
arbeit, die Eigenart Betty
Aniaiins und der zu spielen-
den Rolle zusammenzufas-
sen und zu betonen. Alles
im Film muß leicht unreal
sein, ein ganz klein wenig
überbeleuchtet. Es ist selbst-
verständlich, daß man im
täglichen Leben in genau
solchen Kleidern, wie* Betty
Amann sie in ,, Asphalt"
trägt, nicht über die Straße
gehen kann. Aber die Sil-
houette ist doch immer im
Bereiche der Möglichkeit
und chokiert nicht! Die
Menschen um den Star
*
Schwarzer Chiffon Pyjama mit
schwarzer eingesetzter Spitze
herum sind in Harmonie und
nur leicht überblendet, aber
das ist gewollt.
Die Silhouette der Künst-
lerin soll sich leicht lösen
und so ihre Eigenheit unauf-
dringlich einprägen. Viel-
leicht erscheint das eine
oder das andere zu neu, zu
ungewohnt, doch wir müs-
sen der Zeit vorauseilen,
denn hätten wir das streng
Aktuelle der Mode von
heute, so wäre unser Film
immodern, bevor er er-
scheint. — Kleinigkeiten,
Eigenarten, die im Augen-
blick frappieren, — ■ diese
Überzeichnungen sind gerade
oft die Anregungen, die eine
neue Modelinie ins Rollen
bringen.
Mode im Film soll und
muß ,, Avantgarde" sein und
sich dabei dem Star schön
und harmonisch anpassen;
die Silhouette und Persön-
lichkeit muß individuell sein,
für das Publikum leicht faß-
lich, so daß die Linie un-
willkürlich sich einprägt und
immer wieder sofort erkannt
wird.
Hat man das geschafft,
dann ist die Mode ein Stück
der Harmonie eines Filmes
— ein unbewußtes, unauf-
dringliches Glied des Ganzen.
*
Conrad Veidt und
Mary Philbin
M
VIKTOQ VAQCONl
isi nach Eurupu zurückgakchil
Mm-^Mc
Die großen Damen der Welt<5eschichte iiaben
sich gern mit Tieren malen lassen, mit
schönen Hunden, Katzen, Jagdfalken. Es
war sogar Mode, mit dem zahmen Kanarienvogel
auf dem Zeigefinger vor den Maler zu treten,
und die etwas leichtfertigen Damen späterer Zeit
verschmähten es nicht, einen Papagei neben sich
auf dem Porträt zu dulden. Die Photographie
hat diese Sitte übernommen und sogar noch ge-
steigert, nachdem bei der letzten Mode ,,Dame
mit- Raubtier", allerlei liebliche Bestien zum Vergleich
zwischen Raubtier und Frauenschönheit herausfordern.
So absonderlich die Tiere auch manchmal sein mögen,
mit denen heute schöne Frauen ihre Schönheit zu
unterstreichen lieben, man muß schon ein paar Jahr-
hunderte in der Kunstgeschichte zurückgehen, um eine
Frau zu finden, die, wie Lilian Harvey, den Mut besitzt,
eine Eule neben sich zu dulden. Zwar war dieser Vogel
das heilige Tier der Athene — aber außer dieser Göt-
tin hat wohl nur noch Hille Bobbe, die Hexe von
Harlem, den Mut besessen, eine Eule auf ihrer Schulter
zu dulden, ein Bild, das Frans Hals für die Ewigkeit
festgehalten hat. Wer aber Gelegenheit hatte, die
zahme Schleiereule des Ufazoos in Neubabelsberg
kennenzulernen, die von dem Tierfreund Wolfram
Junghans ,,Max" gerufen wird, der begreift die Vor-
liebe Lilian Harveys, Denn Max ist nicht nur finger-
zahm, sondern auch ein kluges Tier, das die Welt nach-
denklich mit den großen gelben Augen der Nachttierc
betrachtet und zeitweilig in kleine Schreie ausbricht,
die wie das Weinen eines Kindes klingen. Max ist der
Hauptdarsteller, der Star eines Filmes aus dem Mäuse-
leben — und auf einem unserer Bilder ist zu sehen,
wie er gerade eine naschhafte Maus kröpft.
WuUrum Juiiglians. der l icrliinircgissciir, mit seiner zaliincii Schleiereule. Im Kreis: Lilian Harvey mit Max P/u^t.Lla
Von P, C. V. G o n t a r d
Man liest in Jagdzeitschriften,
aber auch in Tageblättern und
Jagdbüchern so manches Mal
über sogenanntes „gefährliches Wild"
in Afrika, und die Frage, welches
Wild wirklich gefährlich ist und wel-
ches nicht, ist der Streitpunkt zwi-
schen vielen ernst zu nehmenden Leu-
ten geworden, die selbst in Afrika ge-
wesen sind.
Oben: Der Verfasser
mit einer erlegten
Löwin. Mitte: Abend-
idyll an der Tränke.
Unten: Leopard im
Steppengras, ein gutes
Beispiel der vielum-
slrittenen Mimikry
Eine Ungleich-
heit der Meinun-
gen ist um so
verständlicher,
als eben die Er-
fahrungen mit
Tieren der glei-
chen Art zu ver-
schiedenen Ge-
egenheiten ganz
grundverschie-
den voneinander
sein können. Ich
persönlich habe
zwei Expeditio-
nen in das In-
nere Afrikas un-
ternommen, eine
vor 2yi Jahren,
lediglich zu
Jagdzwecken,
und eine wäh-
rend des Sommers des letzten Jahres, um
den Film „Fori" zu drehen. Die hierbei
gemachten Erfahrungen über die Gefähr
lichkeit des afrikanischen Wildes weichen
selbst bei mir auf beiden Expeditionen
voneinander ab.
Während wir auf der ersten Expedition
keinerlei Unglücksfälle und nur sehr
wenig ernste Lagen durch Angriffe von
Großkatzen oder Dickhäutern hatten, war
unsere zweite Expedition recht reich an
derartigen Vorkommnissen. Es kommt
eben zur Beurteilung der Gefährlichkeit
der Tiere sehr darauf an, wo man jagt. In
Gegenden, in denen sehr wenig gejagt
wird, wie im Hochgebirge Ostafrikas, sind
die Tiere wenig beschossen, kennen den
Menschen und seine Gefährlichkeit nicht
genügend aus eigener Erfahrung und sind
daher meistens harmlos, während in den
großen Ebenen, in denen Sport-, Elfen-
bein- und Fleischjäger recht erheblich
herumknallcn, die
unfreundliche Be-
urteilung des Jä-
geis von Seiten des
Wildes eine sehr
viel größere ist..
Jedes Tier sam-
melt Erfahrungen
und stellt sich ge-
mäß diesen auf
seine Umgebung ein.
Wo es den Men-
schen als harmlos
erkannt hat, ent-
wickelt es geradezu
eine frappante Zu-
traulichkeit inner-
halb der kürzesten
Zeit, die sich so-
fort ändert, wenn
sich das Verhalten
des Menschen än-
dert. Der Löwe, der ein paar Kugeln hat
pfeifen hören und womöglich schont, weil
er ein vorsintflutliches Bleigeschoß irgend-
eines Buren mit sich herumträgt, ist
schlecht auf Menschen zu sprechen und
wird viel eher annehmen als ein solcher,
der mit dem weißen Menschen noch gar
nicht oder fast gar nicht in Kontakt ge-
kommen ist. Ebenso geht es dem Elefan-
ten, der mit außerordentlicher Intelligenz
behaftet ist und, wie das Beispiel von
Elefanten in der Gefangenschaft lehrt, so-
gar ein reges Racheempfinden entwickeln
kann. Vier böse Löwen sind das reine
Kinderspiel gegen das Zusammentreffen
mit einem alten Elefantenbullen, der ein
paarmal seines ertragreichen Elfenbeins
wegen angebleit worden ist. Wenn der
,, kommt", dann kommt er, um zu töten,
und wenn man ihn nicht erwischt, bevor
er ,,da" ist, dann sucht er einen so lange,
bis er einen hat — und dann Lebewohl!
/^-
Für angriffslustig, unbeschossen,
halte ich nur den weiblichen Elefan-
ten mit Jungen, den alten Einsiedler-
elefanten, den Einzelbüffel und das
Rhinozeros. Letzteres ist es aus aus-
gesprochener Dummheit. Es nimmt
alles an, was es nicht definieren kann.
Da der Angriff im bedeckten Gelände
urplötzlich erfolgt, ist es ein aus-
gesprochen lästiges Individuum für je-
den Jäger. Der alte Einzelgänger-
Elefant und Einzelbüffel dagegen ist
bösartig, weil er, aus der Herde von
jüngeren, stärkeren Bullen vertrieben,
keine Möglichkeit hat, dem ihm inne-
wohnenden Liebesdrang ein Betäti-
gungsfeld zu geben, und das macht
immer bösartig, auch bei Menschen.
Die Elefantenmama ist so unfreundlich
Giraffe
Oben:
IIP. Dornbuscli
Mitte.
Wildrudel in der Sti^ppe
Unten:
Wütender Elefonlenbulle
'«e»<«*?^-<W?'^ «^i-^;
in dem Wunsch, alles zu verscheuchen, was irt'endwie ihrem
unbeholfenen Junocn nahekommt. Meistens hetzt sie einen
nur ein paar 100 Meter, wobei man als Mensch eine «ge-
radezu phantastische Geschwindij^keit entwickeln kann, wie
ich das aus eij^ener Erfahrung weiß. Sie läßt dann wieder
von einem ab, wenn sie sieht, daß man aus dem Gefahr-
bereich ihres Jun<>'en {«ekommen ist.
Außer den obenerwähnten Tieren greifen, unbcschosscn
manche auch auf Hilferuf der Artj^enossen an. Die Löwen,
wenn man den Löwen schießt und letzterer zu röcheln
anfänjit. Eine jjanze Büffelherde, die sehr unanj«enehm
ist, wenn sie den Todesschrei des verendenden Büffels
hört. Unter den alten Afrikanern, deren Gewehre noch
nicht ein so schnelles Repetieren wie unsere erlaubten,
war es daher die Rei^cl, bei mehreren Löwen zuerst die
Löwin zu schießen und nie auf einen Büffel, der in der
Nähe einer Büffelhcrde stand, zu feuern, wenn nicht irj^cnd-
wo ein recht bequemer und leicht zu ersteigender Baum
■war. Überhaupt haben Bäume etwas außerordentlich Sym-
pathisches in vielen Situationen.
Der Rest der Tiere ist eij^entlich nur \crwundet gefähr-
lich. Hierbei unbedingt der Löwe, aber noch viel gefähr-
licher der Leopard, dann der Elefant, das Rhinozeros und
der Büffel. Letzterer ist vielleicht der Schlimmste von allen.
Er macht fast immer eine gute, leicht verfolgbare Schweiß-
fährte, dann aber einen großen Bogen und stellt sich neben
seiner eigenen Fährte im dichtesten Gebüsch ein, kein
Haar rührend, bis der ihn verfolgende Jäger auf zwei Meter
an ihm vorbeigegangen ist. Ein blitzschneller Angriff von
hinten, und die Jagd ist aus.
Ich habe noch eine gefährliche Art Wild vergessen, und
zwar die allergefährlichste: die kranke oder alte Groß-
katzc — den Menschenfresser. Wenn es der Großkatze
nicht mehr gelingt, Wild zu fangen, so wirft sie sich, von
Hunger gequält, auf irgendein schwarzes Weib beim Was-
serholen. Der Überfall gelingt, und die Katze erkennt, wie
leicht es ist, Menschen zu schlagen. Sie übt sich darin.
Sie, die kurz vor dem Hungertode stand, nimmt wieder an
Kraft zu, und der Menschenfresser ist fertig. Die Löwen
von Tzavo sind ja hinlänglich bekannt, die den Bau der
Kenja-Bahn durch ihre Massenmorde unter den Negern
br.chstäblich Monate aufhielten. Während des letzten
Jahres wurden bei Arusha ebenfalls mehrere Neger von
einem Löwen geholt, so daß in der Gegend kein Neger
mehr allein geht. Der Weiße ist aber vor dem imverwun-
deten Löwen beinahe sicher, wenn er auch in Afrika die
Vorsicht nicht außer acht lassen soll. Auf unserer Film-
expedition, die unter der Leitung des Freiherrn von Dun-
gern den Film ,,Püri" in Afrika drehte, haben wir einen
Löwen in vollem Angriff im Bilde festgehalten, und wer
iliU so kommen sieht, der weiß, daß es kein Vergnügen ist,
da zu stehen, wo unser Operateur, Herr Bohne, an der
Kamera gestanden hat. Denn ,,cin angreifender Löwe", sagt
mein schwarzer Führer Barkadi, .,ist kein Ziegenbock!"
Die Photograohen j chleichen sich in der Maske von Straußen an das Wild heran
(i^Ä^Ö^ 1^^ J^!^
Man liest so oft, daß Schlager per Zu-
fall entstehen oder durch irgend-
welche Zwischenfälle des Lebens, die
Popularität erhalten, die sich dann für
den Komponisten
und Verleger in
klingende Münze um-
setzen.
Es ist auch im Le-
ben schon passiert,
daß kleine Liedchen,
die später Weltruhm
erlangten, zunächst
unbeachtet
und daß
glückselige
und der Komponist
keinen Menschen fan-
den, der ihnen für
ihr Opus auch nur
einen roten Heller
zahlte.
Diese Geschichte eines Schlagers gehörte zu
den wenigen Dingen des Lebens, die noch nicht
verfilmt worden sind, bis jetzt endlich Beatrice
Van, eine amerikanische Filmschreibcrin, diesen
aufgriff, der
in Deutschland
Stoff
jetzt
gemeinsam m.it einem
Lied erscheint, das
Robert Gilbert für den
Film komponiert hat.
Um diesen Schla-
ger schlagen sich ver-
schiedene Leute. Die
4
kleine Laura Jones gibt
dem gefürchteten Ver-
leger Bride ein paar
Ohrfeigen, weil er sie
belästigt. Der Kompo-
nist, der von Clenn Tryon
liebenswürdig und sym-
pathisch dargestellt ist,
haut sich aus Eifersucht
mit den verschiedensten
Leuten herum, bis
schließlich aus den vie-
len Schlägen zehntau-
send Dollar für den
Schlager herauskommen.
Zwischendurch muß
sich Laura la Plante, die
die Hauptrolle darstellt,
aus einem feschen Tanz-
girl in eine Negerin verwandeln, sich krimina-
listisch betätigen, und das alles, damit der
Schlager einen Verleger findet, und der geliebte
Mann wenigstens soviel Geld bekommt, daß er
sich ein kleines Landhaus kauft, in dem das
glücklich vereinte Paar seine Flitterwochen
verbringt.
Der berühmte Song, um den sich alles dreht,
heißt: ,,lch hab' für Sie ein bißchen Sympathie."
Er wird im Film an einem Sonntag komponiert,
wo eine kleine Landpartie die Liebenden etwas
näher zusammenbringt. Man hat nach dem
Filmtext von Robert Gilbert eigens ein Chanson
komponieren lassen, das mit dem Film populär
gemacht werden soll, und das nun bald in allen
deutschen Kinos und darüber hinaus ertönen
wird.
Inszeniert wurde das Bild von William A.
Seiter, einem Regisseur der Universal Film
Corporation, die das nette Lustspiel auch in
Deutschland herausbringt.
In Berlin ist sogar das anspruchsvolle Kur-
fürstcndammpublikum von diesem Lustspiel be-
friedigt. Es zeigt sich hier genau so wie bei
anderen Erzeugnissen, etwa der Paramount und
der Metro, daß man sich drüben immer mehr
dem europäischen Geschmack anpaßt.
Daraus kann man mit ziemlicher Sicherheit
den Schluß ziehen, daß auch die Anforderungen
des amerikanischen Publi-
kums an Inhalt und Szenen-
führung im europäischen Sinn
gestiegen sind, etwas, was
für die Herstellung von Filmen,
die in der ganzen Welt ihre
Abnehmer Bnden, bedeutende
Erleichterung bringt.
Jm Kreis und Mille :
Laura la Planle und Glenn Tryon
l'liol l nivrrsiil
ROMAN VON HANS SCHULZE
14. Fortsetzung
Er war sofort in Haft genommen und schon am anderen
Morgen einer vielstündigcn Vernehmung unterzogen worden, die
für die Nerven des Untersuchungsrichters eine sehr starke Be-
lastungsprobe gebildet hatte.
Kurt war auf eine große Anzahl von Fragen die Antwort
schuldig geblieben, so daß es dem erfahrenen Juristen erst ganz
allmählich gelungen war, aus seinen spärlichen, lückenhaften An-
gaben ein ungefähres Bild des Dramas in der Wannseevilla
herauszuschälen.
Irgendwelche nähere Einzelheiten über den Auftritt im Schlaf-
zimmer Karrs waren auch bei späteren Verhören nicht aus ihm
herauszubringen gewesen; er hatte sich vielmehr mit unerschütter-
licher Beharrlichkeit immer wieder darauf beschränkt, in kurzen
Worten sein erstes Geständnis zu wiederholen und dabei zu be-
tonen, daß der Gedanke deä nächtlichen Überfalls einer plötz-
lichen Eingebung entsprungen gewesen sei und daß Frau Karr
hiervon ebensowenig Kenntnis gehabt habe wie von seinen vorauf-
gegangenen Differenzen mit ihrem Ehemann.
Kurt war in seinen Aussagen mit instinktiver Vorsicht so knapp
und zurückhaltend wie möglich gewesen; war doch der Boden,
auf dem sich die Fragen des Richters bewegten, für ihn noch
immer em völlig unbekanntes Land, da er auch mit dem Auf-
gebot seines ganzen Erinnerungsvermögens nicht imstande war,
sich die entscheidenden Vorgänge der verhängnisvollen Nacht ins
Gedächtnis zurückzurufen.
Vor allem jedoch fürchtete er, durch ein nicht ganz genau ab-
L°
gewogenes Wort Evelyn zu verraten, über deren Belastung durch
die bisherigen Untersuchungsergebnisse er absichtlich im un-
klaren gehalten wurde.
In den langen, einsamen Stunden der Gefängnishaft hatte sich
heimlich ein entsetzlicher Gedanke in ihm eingenistet, den er
anfangs, vor sich selbst erschreckend, in den innersten Winkel
seiner Seele zurückverwiesen und der doch, immer mächtiger
wachsend, allmählich sein ganzes Bewußtsein überschattet hatte:
Der Gedanke an Evelyns Schuld.
Niemand anders als sie, das war ihm nach und nach zur
felsenfesten Überzeugung geworden, konnte die furchtbare Tat
getan haben, in der sich die langangesammelte Spannung einer
innerlich zerbrochenen Ehe auf einmal mit der Gewalt einer
Naturkatastrophe entladen hatte.
Ganz deutlich, wie in einer dichterischen Eingebung sah er
die Grundlinien der düsteren Tragödie im Geiste immer wieder
vor sich:
Das qualvolle Zusammensein im Iheakr mit seiner sich lang-
sam steigernden Erregung, die Heimfahrt nach Wannsee in dem
verbissenen Schweigen der Todfeindschaft und endlich der letzte
elementare Zusamnicnsloß. bei dem ihr der Gatte vielleicht den
Triumph seines Sieges höhnend ins Gesicht geschleudert und sie
dann in einer sinnlosen Wallung von Haß und Verzweiflung die
tödliche Waffe gegen den Rasenden gerichtet hatte.
Es schien ihm oft wie ein Wunder, daß Evelyn unter dem
unerträglichen Druck der immer neuen Vernehmungen nicht
schon längst einmal mit ihren Nerven zusammengebrochen war
und durch ein plötzliches Geständnis das ganze Opfer seines
verlorenen Lebens zunichte gemacht hatte.
Und er atmete aus tiefstem Herzen erleichtert auf, als ihm
der alte Gefängnisarzt, den das Gericht mit einer Begutachtung
seines Geisteszustandes betraut hatte, eines Morgens bei seinem
Besuch erzählte, daß Frau Karr mit Rücksicht auf ihre stark an-
gegriffene Gesundheit nach einem langen Krieg der zuständigen
Amtsstellen wahrscheinlich schon in allernächster Zeit gegen eine
schwindelnd hohe Kautionssumme wieder auf freien Fuß gesetzt
werden würde.
Von diesem Augenblick an war eine gewisse Hochstimmung
in ihm eingezogen, daß er den Tag der Hauptverhandlung fast
wie einen Festtag herbeisehnte, an dem er Evelyn zum ersten
Male wiedersehen und vor aller Öffentlichkeit für sie Zeugnis
ablegen, den letzten, entehrenden Makel von ihr nehmen konnte.
Walter v. Prayer war sofort nach Kurts Verhaftung um Be-
suchserlaubnis eingekommen und bereits an einem der nächsten
Tage nach Moabit hereingefahren.
Das Wiedersehen der beiden Freunde in dem halbdunklen
Sprechzimmer des Gefängnisses hatte sich sehr bewegt gestaltet.
Kurt war Waller in seiner ersten Herzensfreude fast um den
Hals gefallen und hatte ihm immer wieder gedankt, daß er ihn
nicht vergessen und ihm trotz allem, was geschehen, seine alte
Freundschaft bewahrt habe.
Noch sei ihm selbst das Ganze ja wie ein wüster Traum, doch
schrecklicher noch als dieser Traum sei die Wirklichkeit der
Kerkerzelle.
Wenn er nicht die Pflicht in sich fühle, für Evelyn weiter-
zuleben, so würde er diesem Dasein der Schande schon längst ein
Ende gemacht haben und durch einen freiwilligen Tod dem
Spruch des Gerichts zuvorgekommen sein.
Warum seine Tat geschehen und wie sie geschehen, würde für
immer sein Geheimnis bleiben, das er lieber mit ins Grab nehmen
wolle, ehe es in Verbindung mit Evelyns Namen durch alle Zei-
tungen der Erde geschleift würde.
Deshalb bäte er auch Walter, nicht weiter mit Fragen in ihn
zu dringen; er wisse, daß ihn die Welt verdamme, verdammen
müsse; vielleicht werde aber doch noch einmal ein Tag kommen,
da man ihn anders beurteilen und das furchtbare Unglück, in
das ihn ein blindes Schicksal verstrickt habe, besser verstehen
werde.
In tiefer Erschütterung war Walter nach Ablauf der Sprech-
zeit von ihm geschieden, aber noch lange hatte ihn das Bild des
hoffnungslosen, grauen Gesichtes verfolgt, in das die wenigen
Tage der Gefängnishaft bereits unauslöschliche Furchen ge-
zogen hatten.
Trotz Kurts lebhaften Widerspruches hatte er einen aufstreben-
den jungen Anwalt, Dr. Ruhland, mit seiner Vertretung beauf-
tragt, der in letzter Zeit sich in mehreren großen Strafsachen den
Ruf eines schneidigen Debatters und glänzenden Verteidigers
erworben und sich sogleich mit Feuereifer auf das sensationelle
neue Mandat gestürzt hatte.
Doch schon sein erster Besuch im Gefängnis halte ihm gezeigt,
welche Schwierigkeiten für ihn in der seltsamen, kühl-höflichen,
aber undurchdringlichen Zurückhaltung Kurts zu überwinden
waren, der anfangs überhaupt jede Zuziehung eines Rechlsbei-
stands abgelehnt und sich erst durch einen wiederholten Hinweis
auf die Vorschriften der Strafprozeßordnung hatte bestimmen
lassen, eine Vollmacht für Dr. Ruhland zu unterzeichnen.
,,Ich fürchte, Herr v. Prayer," sagte der Anwalt, als Walter
eines Abends zu seinem Büro am Savignyplatz heraufkam,
..daß uns Herr Dr. Steinhoff noch manche harte Nuß zu knacken
geben wird. Ich habe heule die Akten von der Staatsanwaltschaft
zur Klagebeantwortung erhalten und auch schon einmal eingehend
durchgearbeitet, sehe aber offengestanden in der ganzen "Sache
bis jetzt noch sehr wenig klar. Es ist da in der Anklage eine
Menge von Widersprüchen enthalten, bei denen die Verteidigung
sehr wirksam einhaken könnte, wenn sich Dr. Sfeinhoff zu" ein
paar aufklärenden Worten entschließen wollte. Aber gegen diese
verbohrte Schweigsamkeil kämpfen ja selbst Götter vergebens,
und es macht mir manchmal fast den Eindruck, als ob'^diescr
Unglücksmensch geradezu planmäßig in sein Unglück rennt!"
Es dunkelte bereits, als Waller das Büro des Anwalts
\\ieder verließ.
Er hatte mit Dr. Ruhland an der Hand der Akten die Tatfrage
noch stundenlang nach allen Richtungen erörtert und im geheimen
dabei die unermüdliche Ausdauer und systematische Gründlich-
keil des jungen Juristen bewundert, der nach immer neuen Wegen
gesudiht hatte, die aus dem Dunkel dieses undurchdringlichen
Konfliktes zur Klarheit und Wahrheit hinausführen konnten.
Daheim lag auf seinem Schreibtisch noch ein Brief,
Es war ein kurzes, mit Bleistift hingeworfenes Schreiben Lores,
daß Evelyn in den späten Nachmittagsstunden ganz unerwartet
aus der Untersuchungshaft entlassen worden sei und vom Gericht
bis zur Hauptverhandlung ihre Wannseevilla als Wohnsitz ange-
wiesen erhalten habe; sie und die Schreiberin dieser Zeilen
würden sich sehr freuen, wenn Herr v. Prayer zwei einsamen
Frauen sobald als möglich einen freundnachbarlichen Besuch ab-
statten wollte.
15.
,, Guten Morgen, Herr v. Prayer!"
Wie ein liebliches Sommerbild stand Lore unter den Glyzinen-
hängen der Terrasse in der hellen Sonne; sie trug ein ganz
schlichtes weißes Leinenkleid, das den schlanken Hals in einem
losen Ausschnitt freigab und die runde Brust in zarten Umrissen
anmutig nachzeichnete.
Walter schüttelte ihr mit kameradschaftlichem Druck die Hand.
,,Sie werden von Tag zu Tag hübscher", sagte er bewundernd.
,,Es ist bald nicht mehr zum Aushalten!"
Lore drohte ihm lachend mit dem Finger.
,,Und Sie bleiben ein unverbesserlicher Don Juan! Ich sah Sie
vorhin schon mit Ihrem Segelboot hereinkommen, als ich im
Garten Rosen schnitt!"
,,Ja, ich habe gleich nach meinem einsamen Frühstück einen
Schlag nach Schwanenwerder hinübergemacht. Wo bleiben all die
Gespenster der Nacht vor diesem Glanz der Morgenfrühe!"
Damit ließ er sich behaglich in einem Korbsessel nieder, indes
Lore ihre Rosen mit geschickten Händen in Schalen und
Vasen ordnete.
,, Meine Schwester schläft noch", sagte sie. ,.Sie sieht zum
Erbarmen aus, und ich werde sie in der nächsten Zeit erst einmal
ordentlich herauspflegen. Ich danke Ihnen übrigens, daß Sie
meinem Notschrei so schnell gefolgt sind, denn ich habe einiges
Wichtige mit Ihnen zu besprechen!"
Sie war bei den letzten Worten an die Tür des Speisesaals
getreten und kam mit einem Päckchen Briefe zurück,
,,Hier ist die Post von heute morgen. Ein gutes Dutzend Droh-
und Schmähbriefe. Die Gemeinheit der Masse Mensch ist wirk-
lich unbeschreiblich."
Mit einer unwilligen Bewegung schob sie den Briefberg bei-
seite, ihr feines Gesicht glühte in ehrlicher Empörung.
,,Ich war gerade im Begriff, den ganzen Kram ins Feuer zu
werfen, als ich mit dem letzten Brief eine merkwürdige Ent-
deckung machte. Da behauptet nämlich ein anonymer Herr —
natürlich gegen eine entsprechende Vergütung — die Unschuld
meiner Schwester und Dr. Steinhoffs nachweisen zu können.
Ähnliche Angebote sind übrigens schon mehrfach erfolgt; das
heutige ist aber so bestimmt abgefaßt, daß ich Ihnen dankbar
wäre, wenn Sie es einmal näher prüfen wollten!"
Walter nahm den Brief zur Hand und las ihn lange und auf-
merksam.
Eine flotte, steil-moderne Handschrift, der Stil gewandt, leicht
phrasenhaft; zum Schluß die Mitteilung, daß der Unbekannte
einen Beauftragten Frau Karrs während der nächsten Abende
zwischen acht und neun Uhr in einem Restaurant Wilhelmsgarten
am Oranienburger Tor zu einer Rücksprache erwarten würde.
,,Eine Hyäne des Schlaclitfeldcs!" sagte Walter endlich kopf-
schüttelnd. ,,Das Ganze läuft wahrscheinlich auf eine gewöhnliche
Erpressung hinaus!"
Lore zuckte die Achseln.
„Das glaube ich ja auch, aber der Ertrinkende klammert sich
bekanntlich an einen Strohhalm. Ich werde Evelyn natürlich
den Brief zunächst unterschlagen, denn sonst erwecke ich in ihr
vielleicht nur falsche Hoffnungen, und die Enttäuschung ist nach-
her um so größer. Jedenfalls möchte ich der Sache aber doch
nachgehen und wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich mit dem
Wilhclmsgarlcn-Kavalicr möglichst bald in Verbindung setzen
wollten! '
Walter war zur Teeslunde noch einmal nach der Villa Karr
herübergekommen und von Evelyn im Chinesischen Salon emp-
fangen worden.
Karr war ein leidenschaftlicher Verehrer antiker chinesischer
Porzellankunst gewesen und hatte für seine berühmte Sammlung
aus der Zeit Kaiser Kwangsüs das kleine Erkerzimmer neben dem v|
Garlensaal nach der alten Bildvorlage aus dem Kaiserpalast in
Peking ganz in Elfcnbeinläfelung und jadegrüner Seide ein-
richten lassen.
Fortsetzung folgt
FRAGEN
die uns erreTchtert
Anfrajjfti erbitten wir an die Redaktion des ., F i 1 m - M a £ a z i n ". Berlin SW 68, ZinimerstraQc 35-41.
Scherlvcrlaij. Antwort crfoljjt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat aUo keinen Zweck
W'ILLV F RITSCH
Sekretariat
An viele: Anuii.viiic Uriefe winleii nicht beantwortet. Bei Maiiu-
skriptaiiKOlcKenlieiten bitten wir folgcndci zu bcaclitcn: Jeder Anfrage ist
Kiickporto bcizufiJKen. Jede Einsendnns eines Mamifkriiits zur rriifiing
ist zwecklos, nur Exposes im UmfanRe von 2—3 Sclireibniascbinenscitcn
sind zur Einseiiiluiig an die I'ilniindustrie, Re^'isseuro usw. geeignet. Für
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung iiber-
noniinen werden, also soll der Verfasser nur Durcliscliliigo semlen, von
Iiandgcsclnicbenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
•
!■' i i 111 f r e u ii d 1.. .M.. A u g s h ii r a : (iret.i (..iilni iiiiil I.'.ininii No-
varni gehen Autogiaiiiiiu'. Creta (iarlio i>t noch in tiüteliorg. Ihr
neuester Eilni ist ..Das giittliche Weiii' . Ifaiiion Ndv.htos koiniiieiKir
rilinc licilien: ..Pflicht und Liebe" und ,.i)ie JJ.tme liintenii Vorhang ■.
An viele: l>ie Nachrichten
VOM einer Vcrhciratiiiig Oreta
(iarl)os mit .lohn (üHicrt werden
dementiert.
Ilse X.. H !• r 1 i 11 : Maria
.lacobini wurde am IT. Fcliniar
in Koni geboren, ist verheiratet
und hat einen kleinen Sohn
Angelo.
ir a r r y - B r e s 1 a 11 - E t e :
Maxime Ilodges ist im Film uii-
bekamit. I'nseres Wissens aluT
bei der .'sprechhiihiic. Ther l'cr-
söiilichkeitcn aus der amcrik,i-
niselicn (icsellschaft können wir
Ihnen leider keine .\uskunli
geben.
F. W.. T> i c h t e r f e I d e :
Henn.v I'orten und I,ya Mara
sind jünger, als .sie ge.seliät/t
haben. ..Friiulein Else' wurde
am 7. März im Capitol urauf-
geführt. Daß Schnitzler seinen
Roman ..Friiulein Else" zum
Bühnendrama umarbeiten soll, ist
wohl nur ein (Jeriicht. Elisabeth
Berguer hat eine Sekretiirin.
M a r g o t S.. Berlin: Der
Darsteller des Hell in ..Hell in
Frauensee' beilU Fred Döderleiii.
hat am 21. April (iehurtstag und
wohnt Berlin - riiarlottenburg.
Kantstralie 120/121.
H e r in a n n B.. H a n n o -
V c r : Xeiii. Horst Bergner ist
nicht mit Elisabeth Bergner ver-
wandt.
Ted d y : Ililda Bosch ist
blond. Iwan Mosjukiu gibt Aiito-
Kraiiime. .Vugenhlicklich zu
AliUciiaufnahmi'ii seines l'fa-
Filins ..Manolescii" in St. Morit/.
Robert .7., B n d e n - B a -
den: Wir werden »iust.iv Frijli-
licb an das Autogramm erinnern.
Walter .siezal; spielte ilen Herrn,
der Mlumeii kauft, in ..Zwei rote
Rosen". Reue Hi^ribel war die
Partnerin von Elga Brink im
„Faschingskönig", Von Ben I.voii
"St im Augenblick noch kein
treuer Film angekündigt. V.-r.i
Schmitterlow spielte die weih-
liche Hauptrolle in ...Am Rüdcs-
beimer .Sehhili steht eine I.imle ■
DalJ ilie Filmstars so h;infig ihre
"ohmiugeii wechseln, liegt da-
ran, daß sie meist niöblien
wohnen. Warum sie sieh so „ft
scheiden lassen? Da niiissen so-
die einzeliun Herrschaften "Ibst
fragen. Der Illustrierte Film-
kurier kostet pro Xiiniiner 0.20 .M
l'ranz Baumaniis ^\■ohlllln•■■• Ber-
lin XW (i. Karlstralie HJ.
L o , das F i 1 ni k i n d .-i u s Z w i c k .i ii : Die l'.irtncr
Tolnaes in ..Klein Dorrit " war K.iriiia Bell. Der Titel v
Rillas neuestem I'ilm »tcdit noch nicht fest. V.ileria Bciothhy s
in folgenden Filmeii; ..Die Krjui mit dem Weltrekord", ,,ba^
der Revue". ..Dit T.inzsludent", ..Ad.ini und F.\.i".
F i I 111 h e i 1 , H c u f e 1 d : Im ..Feldgel ichl \ oii (iorlii
Tgo Sym die männliche Hauptrolle. In ,, Lockendes (_;ift " war
die I'.irtiierin von l'.inl Richter.
Viktor u n d K a r I . (I |i p a ii : Dila P.irlo ist Deutsclie.
bis jetzt in folgenden Filmen: ..Die Dame mit der M.iske", ..I
..(ieheimnisse des Oiieiits-', ..Ungarische Rh.iiisodie ". Xäch
..Manolcscu". Liane H;iid ist mit Baron Haynieile verlieiiatet
nisso des Orients" wimle von der l'f.i hergestelil.
I. H., W i e s b a d e n : H.ury Liedtke iiillt sich nicht sehe
fried Arno küiiuen .Sie ruhig um ein Autogr.imni bitten. Adres
•Steglitz. .Schlnßstraße r)4.
Besuchen kiinnen Sie uns. aber bitte nichts mitl
ernsthaften Zeitung gibt es so etwas nicht.
Berlin, den 27. Tebraar 19£9
in (iiiniiar
011 Walter
pielte u. :i.
> Uirl voll
•e" spielti'
Ev(> (iri>
Sie spielte
leimkehr .
ter Film:
..(ieheim-
ideii. Sieg-
e: Berliu-
en. Bei einer
Frau E 1 f r i e d e J{. i ii B n h r : Ihr Brief war uns sehr inter-
essant. .Sie vergessen .iber. d.iß es unmöglich ist. Filme nur für Dentscli-
l.and herzustellen, soudeni d.iß der Geschmack der ganzen Welt beriick-
si<htigt werden muß. Wir müssen mit Amerikti rechnen und können
desh.ilh Anierik.-i nicht einfach vom dentscheu .Markt tiusschließcn. —
.Xiißerdeni wollen .Sie bedenken, daß Deulschl.ind j.ihrlich ungefähr fünf-
liutidirt bis sechshunderl Filme br.iuclit. um ;ille seine Theater so zu be-
dienen, wie es nötig ist. J>ie deutsche Fabrik.ilioii beträgt aber nur
zw (•ihiindert Bilder und kann auch nicht mehr betragen, weil das Fabri-
k.itionsrisiko in Deiilsclil.iiid ;ius vielen tiriinden besonders groß ist. Die
von Ihnen gen;itiiiteii Kiinstler werden in Deutschl.iiid beschäftigt. .\[auch-
mal scheitert es .iher an der ti.-igenforderunu- oder ;iii den hesoiuleren
Hc'setzungswünscben der auslämlisclien Abnehmer, die man wohl oder
iihel in vielen Fällen berücksichtigen muß.
A n 11 a M a y A\' 0 n g - V e r -
c b r e r i u : Anna May Wong
wurde am 21. .September in
Los .\iigele.s geboren.
M a g a z i 11 - Tj e s e r . B 1 u in -
berg: Nein, Rin-Tin-Tin ist
nicht erschossen worden, sondern
lebt seeleuvergnügt in Holly-
wood und wird weiter Film-
lorbeeren ernten. Der Filmkiirier
ist Fachzeitung. Die Zeitschrift
..Filnihorse" kennen wir nicht.
AVilly Fritsch hat noch nie in
einem Fremdenlegionär-Film ge-
spielt. Von Harry Piel werden
bald Bilder im ,, Filmmagazin"
erscheinen.
M a r g 0 t L a n d a -Ver-
ehrer: Margot Landa hat
dunkelblondes Haar und dunkle
.\ugen. Ernest van Dneren spielt
die männliche Hauptrolle in dem
Frnnco-Film ..Figaro". Den Pe-
froniiis in ,,Quo \adis?" spielte
.\ndrt>e Ilabay. Lygia war Lillian
Ilall-T)avis, Viiiicius wurde von
Alfons Frylnud. dargestellt. Rai-
niondo van Kiels neuester Film
ist ..S. O. S.. Schiff in N'ot".
F i 1 m f r c u 11 il G.K.. T h ü -
ringen: Herrn I>irektor Grau
können .Sie unmittelbar durch die
l'niversum, Berlin .s\\' CS. Koeli-
straße 6-7, erreichen. Leider
sind wir nicht in der Lage,
Ihnen nähere .Vngalien zu
..Sein größter Bluff" Harry Piel
machen. In ..Rinaldo Rinaldini"
siiielte Luciano Alhertini eine
Uüiipelrolle.
T o 1 n .1 e s - F ii 11 s s - A' e r -
e h r e r , Wien: Wir haben
Direii Brief an die Ufa weiter-
geleitet. Es ist nicht ausge-
sclilossen, daß sieh Hire Wünsche
wenigstens zum Teil, erfüllen.
Daß Guiinar Tolnaes kürzlich
eine Hauptrolle in ,, Geschlecht
in Fesseln" gespielt li:it und Olaf
Fönss jetzt an ,, Triumph des
J.ebens" arbeitet, werden Sie
gewiß schon gelesen haben.
Tolnaes kommt im .Sommer wie-
der nach Berlin und wird hier
filmen. .Vngenhlicklicli spielt er
iiiit großem Erfolg am ,, Betty
Xaiisen-Theater" in Kopenhagen.
Willi P.. V a r e I : Käthe
V 011 X'agy wohnt Berlin W, Prager
.Straße t, und hat am t. April (ie-
liurtstag. Li.aiie llaids Geburtstag
ist der Hi. August. Oskar Marion
wurde am 4. Fehrnar geboren.
.Sie dürfen ruhig an ihn schrei-
ben. Jawohl, alie Filmstars lesen
das ..Filmmagazin".
Christine S.. X ü r n h e r g : AVilhelni Dieterle w (ihiit Berlin-Wil-
mersdorf, .len.ier Straße 8. ist mit der Schauspielerin C'h.irlotte Hageiibrueh
verheir.itet und gibt Antogramine.
H a 11 II .1 R.. A 1 1 e 11 s t e i 11 : W.ildemar Psyl.inder ist vor einigen
.(.■ihren gestoriieii. Ellen Kiiiti. Helene H.-illier nml Dororihea Wieck fil-
men noch. Helen von Miliiclihnfen vorläufig nicht mehr. F.s gab vor
vielen Jahren den .,T;inzeiidcii Tor" mit Waldem.ir Psylander in der
Hauptrolle. Vor 2—,'! J,ihreii v\ utile der Film noch eiiim.il gedreht, und
/w.ir mit K.irin.i Bell und Göst.i Ekman in den Hauiitrolleii. Jawohl, die
l'ilmst.irs sind ntitereinander sehr gut bek.iiiut. zum Teil befreundet.
C o r t c 7. - F i I 111 f r e u ii d i n \ n n e i ii I. u d w i g s h a f e n : Ri-
i-.irdo C'ortez erreichen Sic durch First Xation.il. Burhank-Hollywood, Kai.
Selbstverständlich erscheint im Kino alles diiich die Riproiliiktioti stark
vergrößert. Jiic.-iido Cortiv. li,-it auch in tiatur.i große Augen. Ein Buch
ist über ihn bis jetzt noch nicht erschienen.
E m i 1 W.. L 11 d w i g s h .i f e n : Wegen M.digels an R.iiim können
wir Hineii an dieser Stelle die genaue Technik nicht erklären. Wir
bringen aber in absehbarer Zeit einen Artikel, der dieses Thema behandelt.
An meine '/erehrerinnen and Verehrer !
Für die mir anlässlich meines
Geburtstages erv/iesenen Gratulationen und
Auftaerksajakeiten spreche ich Ihnen meinen
herzlichsten Dank aus.
Mit besten Grössen verbleite ich
Ihr
k
Albert Pf.. Berlin: Filme ohne Zwischentitel sind schon mehr-
f.irli Kcdrehf worilcii. Der er.ste war ein Lupu Pick-Pilm „Scherliicn".
A\ir können Ihnen leider anoh weiter keinen Rat geben, als daß Sic sieh
innncr wieder mit den verschiedensten Filmgesellschaften in Verbimhing
setzen, wenn .Sie Ihr Ziel erreichen wollen.
i.ani F., Berlin: Ariliert Mo« spielte den einen .Tnnglelirer in
dem Terra-Film ..Kampf der Tertia".
U f a - F r e n n d W i I I i a m J.. M a ii n li e i m : Chaplin IT o I z -
f ii II e ? ? ? Dazn sind seine BeweprunKen doch wohl zu wenig „holzern".
Tfarry T^iedtke ist KiiniKSherger. Frieda Riehard ist eine groüe Blumen-
freundin. Das .\lter KCben wir grundsätzlich nicht an. Sic gibt Autogramme.
Nina B., Bremen: Wir empfehlen Ihnen, Xils Astlier noch ein-
mal um das Autogramm zu bitten. Harry Halm wollen wir gern an die
Unterschrift erinnern. Ricardo Cortez erreichen Sic unter First Nation.il-
Studios. Burbank-IIollywdod, Kai., George O'Bricn durch Fo.\-Stud., Hol
Western Ave., Hollywood.
Otto B., 1 g g e 1 h e i m : Wir bedauern, Dinen keine Ratschläge
geben zu können, da wir ICngagements nicht vermitteln. Wenden Sie sich,
bitte, unmittelbar an die Filmgesellschaften, wie l'fa, Berlin SW fiS. Koch-
straüe fi-H, Terra. Berlin SW 68, Kochstraße 73, National, Berlin SW 4,s,
Friedriehstraße 10.
F i 1 m f r e u n d i n , Krefeld: Käthe von Nagy wohnt Berlin A\',
I'r.iger Straße 4, Ciaire Kommer Bcrlin-.Schöncberg, liiusbrucker Straße !.•<,
.Vu(l Egede Nissen Berlin W. TauentzienstraHe 10. Wilhelm i)iclerlc
Berlin-Wilmersdorf, .Iciiaer Straße 8. Mona Maris wohnt in Hollywood.
R o s a <)., M a n n h e i m : Clara Wieth. die früher häufig Tolnacs-
I'artnerin war, ist nicht mehr beim Film, soll ganz zum Theater gegangen
sein. Eilith Meiler siiielt eine Rolle in dem .Ama-Film ..Bccf uiul Steak"
mit Kurt (icrron nnd Siegfrie<l Arno. Conra<i Veidt bleibt vorläufig in
Berlin. I,ya de Putti filmt augenblicklich in London bei der British
iMternatlonal.
(J. I. <;., Breslau: Hans Stiiwc ist ungefähr so alt, wie Sie ge-
schätzt haben. .Tawohl. graue .\ugen. dunkelblondes Haar. .Arbeitet in
-Vfrika an dem Film ..Die Flucht in die Legion". Noch nicht zurück.
Herta aus Coburg: Ihr (Jedichtclicn ist sehr hübsch, doch be-
dauern wir im Augenblick keine Verwendung dafür zu haben. Oswahlo
Valcnti gibt -Autogramme und filmt bei der Ffa.
( ; r e t c h e n , Rudolf \' a 1 c n t i n o - S c h w ä r m e r i n . Berlin:
Rudolf Valentinos l'arfnerin im ,, -Adler" war A'ilma Banky. Jawohl,
A'alcntino galt als ..der schönste Mann der Welt". Bilder von dem
Künstler erhalten Sie noch in jeder größeren Papierhandlung oder bei
Boss, Berlin SW «8. -Alexandrinenstraße 110.
L u , Kaiserslautern: Dita Parlo filmt jetzt über ein .Tahr.
Willy Fritseh kam von der Sprcehbühnc zum Film. Jawohl, die Unter-
schrift ist ,,echt '.
W. B., B a (1 N e u e n a h r : Emil .Tannings wohnt in Beverly-Hills,
Hollywood, Kai. Conrad A'cidt ist vor kurzer Zeit aus den A'ereinigtcn
St.ialcn zurückgekehrt und wird voraussichtlich immer in Berlin bleiben.
Sie erreichen den Künstler über die Deutsche Universal, Berlin W 9,
Mauerstraße 82.
Ellen J a e k o w- : Ivan Pctrovich kam vor sechs Jahren durch
Michael Kertesz zum Film. Er war früher Ingenieur, dann Operetten-
bonvivant in Budapest und im Kriege Husarenoffizicr. Schwarzes Haar.
Ernst. ..Nachtgestalten" ist zum großen Teil in Berlin gedreht worden.
AVir nchn>en an, daß wohl alle Filme, die in Berlin herausgebracht werden,
früher oder später auch in Leipzig laufen.
Gert K., Zittau: Wilhelm Dieterle wohnt Berlin-Wilmersdorf,
Jenaer Straße 8, hat am 1.'). Juli Geburtstag, ist mit der Schauspielerin
Charlotte Hagenbruch verheiratet, hat braune .Augen und schwarzes Haar.
So alt, wie Sie geschützt haben. Elisabeth Bergner wohnt Berlin-Dahlem,
Faradayweg 13, und ist unverheiratet.
Anna F., Köln: ttunnar Tolnaes tritt zur Zeit mit großem Erfolg
am ,, Betty Nansen-Theater" in Kopenhagen auf und wohnt A'^cd .Amager-
port 6, Kopenliagen. Er bleibt dort bis zum Sommer und kommt dann
nach Berlin, wo er wieder filmen wird. Erna Morena wohnt Berlin NW 2.!,
Häiulelstraße 5. Ihren C.eburfst.ig können wir Ihnen leider nicht angeben,
da die Künstlerin, als wir sie telephonisch anriefen, gestand, daß sie ihn
ganz und gar — — — vergessen habe.
T r u d i - L o r i W., C h a r I o t t e n b u r g : Eric Barclay ist .Schwede
nnd wohnt augenblicklich in Paris, 15 nie du Cirque. rnverheiratet. Einer
seiner ersten Filme war: „Die drei Kuckiu-ksuhrcn".
Karl M.. Königsberg: Reinhold Schünzel filmt durchaus nicht
wenig. Er arbeitet augenblicklich am ..Frauenfresser". Die weibliche
Hauptrolle in den ...Ajiaehen von Paris" spielte Ruth Weyber. AVohnung:
Berlin-Sehöneberg. Stubenrauchstraße 5a. I^ilian Harvey gibt .Vutogramme.
Sic dürfen sich ruhig an sie wenden. Adresse: Berlin AV 15, Düsseldorfer
Straße 47.
Dora K., (r e r t r u d AV., Chemnitz: Elisabeth Bergner wohnt
Berlin-Dahlem, Faradayweg 15. ist unverheiratet, am 17. April in AVien
geboren, gibt -\utogramme. ist eine große Blumenfreundin und spielte
bis jetzt in folgenden Filmen: ..Der Evangeiimann", ,,Nju", ,,Der Geiger
von Florenz", „Liebe", ,, Donna Juana". Kürzlich ist ihr neuer Film
,, Fräulein Else" herausgekommen.
E. P., -A 1 t 0 n a : Der neue Film mit AVilhelm Dieterle heißt „Triumph
lies Lebens". Sie verwechseln ihn mit ,, Triumph des Herzens", den die
Svcnska augenblicklich mit Lissy Arna in der Hauptrolle dreht.
I) i d o K. - R., Oldenburg: Jack Trevor wurde am 14. Dezember in
London geboren. Er ist mit einer Engläinlerin verheiratet und hat zwei
Kinder. Er arbeitet augenblicklich bei der Derussa an den ,,AVeißen
Rosen von Ravensherg". AA'erner Fucttcrer wohnt Berlin-Steglitz, Kleist-
straße 27. und hat am 10. Januar Geburtstag. Harry Piel ist mit Dary
Holm verheiratet und wohnt Bcrlin-Schöneberg. .Am Park 12.
Luise F. M., M a n n h e i m : Schlettows A'ornamen sind Hans Ail;il-
hert. Er wurde am lt. Juni in Frankfurt/Main geboren. Verheiratet. Ein
Kind. AVohnung: Berlin O 17, Große Frankfurter Straße 4. (übt .Auto-
gramme. Iwan Mosjukin wohnt Berlin AV, Kurfürstendamm 19.5. Russe,
am 20. September geboren, gibt .Autogramme, mit der dänischen Film-
schauspiclerin Agnes Petersen verheiratet.
F i 1 m f r e u n d , B r c m e n : Stellen Sie nur Fragen; wir sind
lliiien durchaus nicht böse. Dita Parlo sollte in den U. S. -A. die weib-
liche Hauptrolle in einem Maurice Chevalier-Film spielen. Da aber
ganz Hollywooil venu Tonfihnfiebcr besessen ist iiiul Dita Parlo von
der Ufa nur drei Monate beurl.-iubt w.ir. zerschlug sich dieses Projekt.
Augenblicklich spielt Dita Parlo als Partnerin von Iwan Mosjukin in
dem Ufa-Film ..Manolescu" neben Brigitte Helm tlic weibliche Hauptrolle.
Conrad A'cidt wird vornussiehllich ein halbes Jahr in Dcuischland bleilu-n.
Es ist nicht ausgeschlossen, daß er bei der Ufa filmt. A'or einigen Tagen
war die Premiere seine» amerikanischen Films ..Der Mann, der lacht".
Holla. B r e s I a n : Jawohl. Ramon Nov.irro war im Juli inkognito
in Berlin. F.s ist also sehr leicht möglich, daß .Sic ihn — Ihrer Be-
schreibung nach — goehen haben.
II e 1 Ol u t h T., Dresden: A'ala de Lys ist Deutsch-l'ussin. ihr
richtiger -Name ist A'aleria Osteruuinn. Sie gibt Autogramme, ist un-
verheiratet, spielte kürzlich eine kleine Rolle in dem Licdlke-Film ,,Dcr
moderne (.'asanova" irtid widnit Berlin W, Dctnudder Straße .'>". Karten
von ihr gibt es wohl in allen größeren Ruchhandluiigen. H;nry Piel
trägt einen Künstlernamen und gibt Autogramme. Seine ..Milteruacbtstaxe"
ist von'ührungsbercit. Sein nächster Film ist „Sein großes Ehrenwort".
C li a r 1 0 1 1 c T., S c h m a r g e n d 0 r f : Marictta Miliner wohnt Berlin
AV 50, Naehodstraße 20, gibt -Autogramme und trägt einen Künstlernamen.
G ö s t a E k m a n - V c r e h r e r i n , -Altena: A'on Imre Raday soll
demnächst ein Bild gebracht werden. AVir machen aber darauf auf-
merksam, daß wir in früheren Nummern häufig Bilder von dem Künstler
brachten. Hans -Adalbert von Schlettow wurde in Frankfurt am Main
geboren. AVladimir Gaidarow gastiert zur Zeit mit seiner Gattin Olga
Gzowskaja in Jugoslawien. .Sein neuester Film ist „Frauenraub in
Marokko". Iwan Mosjukin ist Russe. Elisabeth Bergners ,, Fräulein Else"
ist vor einigen Tagen in Berlin uraufgeführt worden. AA'agcn Sie es nur.
an die Künstlerin zu schreiben. Ucber Manolo San Germano ist nichts
bekannt.
Hildegard K.. G ö t t i n g e n : AVerner Fuetterer wohnt Berlin-
Steglitz. Kbiststraße 27, wurde am 10. Jainiar in .Stralsund geboren und
gibt Autogramme. \Vir empfehlen Ihnen, sich noch einin.il mit Ihrer Bitte
an ihn zu wenden. .Sie haben recht, er ist sehr groß. Riesig nett.
Kurt II., H a n n 0 V e r : Mady Christians wohnt Berlin-Charlotteii-
burg, BismarckstraUe 07. Lilian Harvey Berlin \Y 15, Düsseldorfer
Straße 47. Beide Künstlerinnen geben Autogramme.
Adalbert IL. Berlin: Livio Pavanelli wohnt Berlin-AVilmcrs-
dorf, Ravr-nsberger .Straße 5. wurde am 8. September in Bologna geboren
uiul ist unverheiratet. Igo Sym ist durch die Ufa, Berliu SW C8. Koch-
straße 0-8. zu erreichen. Er hat ;im .'S. Juli Geburtstag, ist geschiedcu
und hat ein kleines Söhneben. Beide Künstler geben -Autogramme.
Fritz B., Berlin: Brigitte Heln\ bat am 17. März. Grete Mosheiin'
am 8. Januar, Hilda Bosch am 22. September. Evi Eva am .W. Dezember
Geburtstag. Lotte Lorring wohnt Berlin AV, Babelsberger Straße 4.
Hans Stiiwe Berlin-Halensee, Paulsborner Straße 9. Hilde .Iciinings wohnt
Berlin W 15. Pariser Straße l.l, uinl hat am 21. Dezember Geburtstag.
Elizza la Porta wohnt Berlin AV. Nürnberger Straße 4;i, bei Adler.
Heinz (f.. (; i e s e n k i r c h e n : Setzen Sie sich, bitte, der Rudolf
A'alcntino-Bilder wegen mit dem A'crlag des Filmmagazins, Berlin .SW 48.
Kochstraße 0-8. in A'crbind\nig.
(i 1 0 r i a , Breslau: Greta Garbo ist noch in Göteborg. Das
Gerücht von der Ehe der Künstlerin mit John Gilbert beruht nicht auf
AVahrheit. Sie küinien an die beiden Filmstars deutsch schreiben.
Fritz C, Halle : Richard Talmadge wohnt in Beverly-Hills, Holly-
wood, gibt .Autogramme und ist unseres AA'isscns verheiratet. Ein neuer
Film ist im .Augenblick noch nicht angezeigt.
G ü. M a.: In der ..Mühle von .Sanssouci" spielten Otto Gebühr, Olga
Tschechowa und Anita Dorris die Hauptrollen. Der Titelheld vom ,,Sce-
kadctt" war Walter SIezak. Die Hauptdarsteller von ..Zwei rote Rosen"
waren Liane Haid, Oskar Marion, La Jana. Harry Halm und Teddy Bill.
In der ..Sache mit Schorrsiegel" spielten AValter Rilla, Bernhard Goetzke.
Anita Dorris. in ..Du sollst nicht stehlen" AVerner Fuetterer und Lilian
Harve.v, in der ..Königin seines Herzens" Liane Haid. Käthe von Nagy.
Luigi Serventi und Kurt A'espermann. in ,, Metropolis" Brigitte llelni.
Alfred -Abel, (iustav Fröhlich und Fritz Rasp. in ,, Klettermaxe" Paul
Heidemann, Dorothea AVieck und Corry Bell die Hauptrollen.
F i 1 m f r e u n d i n Margret L. : Den Amerikaner Jcfferson in
,, Karneval des Lebens" spielte Malcolm Todd. Engländer. AVarwick
AVard ist ebenfalls Engländer und wohnt im Eden-Hotel. Berlin. Budapester
.Straße. Ramon Novarro ist so alt, wie Sie geschätzt haben. AA'illy
Fritseh öffnet alle seine Briefe selbst. Sie dürfen ruhig an ihi\ sehreiben.
Wenn Sie zum Film wollen, ist es am zweckmäßigsten, sich unmittelbar
an die Filmgesellschaften zu wenden.
Kurt F., Berlin: Dita Parlo wohnt Berlin AV, Motzstraße 87, ist
unverheiratet, hat am 4. September Geburtstag uiul gibt -Autogramme.
Fred Solm alias Robert Castle filmt zur Zeit in den U. S. .A. als Partner
von Bebe Daniels und wird vorläufig nicht nach Deutschland zurück-
keliren.
F 1 i m m c r f r i t z c : Luciano Albertini erreichen Sie durch die Aafa,
Berlin SW 48, Friedrichstraße 22,'?. Harry Piel trägt einen Künstlernamen.
Die Grüße an Albertini, Piel und Hilda Bosch sind ausgerichtet.
L. .\I., Stettin : Ernst Hofmann wohnt Berlin-Halensee. -Auguste-
A'iktoria-Straße 4. Er filmt noch, ist mit der .Soubrette Hcdda Keniii
verheiratet.
Gretel N.. Berlin: Luis Trcnker spielte außer im „Kampf ums
Matterborn" noch in den Filmen „Berg des .Schicksals" und „Der
heilige Berg".
A. B., 5 5: Den Stenka Rasin in ,,AA''olga-AA'olga" spielte H;ins -Adalbert
von Seblettow. AA'ohnung: Berlin O 17, Große Frankfurter Straße 4.
Elliane, Kaiscrstraßc: Greta Garbo ist nicht mit John
Gilbert verheiratet. Ihr neuester Film ist ,,Der Krieg im Dunkeln".
Hans .Stüwe ist mit einer bulgarischen Chemikerin verheiratet. Mona
Martenss(ms Partner in ..A'ersiegelte Lippen" war Fred Louis Lereh.
Ilona R.: AVerner Pittschau .ist durch einen -Autounfall ums Leben
gekommen. Sein letzter Film war ,.Der erste Kuß" mit Anny Ondra.
K ä t h e V. Z., L i c h t e r f e 1 d e : Charles Rogers ist Sportsmami
comme il faut. Ob er den dunklen oder bloinlcn Frauentyp liebt, wissen
wir nicht. Ebenso bedauern wir außerordentlich, sein Licblingsparfüin
nicht zu kennen. Rosen. Beverly-Hills, Hollywood. AVir haben ihn noch
nicht gemessen.
F i 1 ni f r e u n d i n Ilse M. aus O.: Fred Louis Lereh Iiat am
28. März Geburtstag. Großer Blumenfreund. A'on Lereh wird bald ein
Bild gebracht werden. Ob der Kiinstlcr noch öfter mit F>clyn Holt
zusammenspielcn wird, wissen wir ebensowenig wie er selbst.
A. B. 10 0: AVir emiifehlen, ein Inserat im ,,Kinematograi)li" auf-
zugeben. Harry Liedtke hat eine Sekretärin.
Paul K., Helmstedt: AVenden Sie sich, bitte, an die -Aaf.i
(Regisseure: Rudolf AValter-Fein, Ma.\ Obal). Berlin SW 48, Friedrich-
straße 22."?. an die Terra (Regisseure: I»r. Asagarnff, .A. W. Sandberg''.
Berlin SW^ 08. Kochstraße 7.'!, an die National (Regisseure: Gerhard
Lamprecht. C'arl Boesc). Berlin SW 48. Friedriehstraße 10.
F i 1 m f r c u n diu H i I d e g a r d aus S e h w i e b u s : Liss.v Arnas .
Partner in ..Unter der Laterne" war Matthias AViemann. Der A'orname
von Hans Adalbert von Schlettows Gattin ist Ilse. Der Partner voti M.-irir«
.Solveg in der ., Lindenwirtin vom Rhein" war Fred Solm. Die männlichen
Hauptdarsteller ans der „Leichten Kavallerie" waren Alfons Fryland,
Andr»' Matoni. Fritz Kampers.
AV a I t e r R i 1 1 a - A' e r e h r c r i n , H a m b u r g : AValter Rilla wohnt
Berlin-Cbarlottcnburg, Wacholderweg 0. ist verheiratet, gibt .Autogramme.
Sein nächster Film ist ..Der Monte Christo von Prag". F> liest alle
seine Briefe selbst. Möglich, daß er auch einmal nach Hamburg kommt.
,T .a n n e und Sänne aus Berlin: Die betreffenden an\erika-
nischen Künstler wohnen in Beverly-Hills, Hollywood, Kai. Ch;nles Rogers'
neuester Film ist ..Dreimal Hochzeit".
\' a 1 e n t i n o - A' e r e h r e r i n in Ha m bürg: A'on Charles Farrell
erschien kürzlich in Berlin ,. Hinter Haremsmauern". Neue Filme mit ihm
sind in -Arbeit. Es gibt mehrere A'alentino-Doppi-lgänger. die alle in
ILdlywood auf den AVeltrubm warten. A'ilma Banky ist durch die United
Arlists, 7200 Sant.'i Monica-Boulevard. Hollywood. K.il.. zu erreichen.
Inge B., Zeitz: Lya Mnra ist wieder in Berlin unil filmt. Nornia
Talmadge ist -Amerikanerin. Ihr neuester Film: ..Die Stund<. der Ent-
scheidung". Evelyn Holt spielte die weibliehe Haviptrolle in dem neuen
(ierhard Lamprecht-Film ..Der .\l;inn mit dem Laubfrosch", (iösta Ekmans
neuester Film ist ,,Um seine Ehre".
.\. B. aus Hagen: Ivan Pctrovich wohnt im F.den-Hotcl, Berlin,
Uudapestcr Straße. Er spricht (jcbrochcn Deutsch,
i
)
Armida, die spanische Tänzerin
0
..u
](l.
A.-if.-i
Ik-rliii
Marlies O., Dessau : Greta Xisscii ist nicht die Schwester von
Aiid Egpdc Nissen. Corinne firitfilh ist nicht mit I{;i\ niotid (iriffith vcr-
H.indt. (irete, H;inni und Otto Hcinw.ild sind Geschwister, Gilila und E\e
(;rny nidit, Suzy und Iledd.i Vcrndn ehenV.ills ni<'Iif. .IJebe P.uiiels li.it
pich jetzt mit Ben ],.V(in verlohl. \on einem Söliiiclien ist nichts liek.innt.
V ritz K., S t 0 s I i t z : llnnni AVeilh- wohnt Herlin, )[(]tel K.-iisevliof.
■\\ilhelmpl.itz, Fritz If.isii Herlin-WilnHMsdcnf, G.isteiner S.rnße :(:). Kein
liDid Scliiinzels Adresse ist: Herlin W IM. Auj;shurser StriiUp 68. Werner
Kr.inli wohnt Herlin-D.ihlem. Im Schw.irzen (irund 17. JcilirinuCb Kio-
m.'inn Berlin W ].'>. .IdMcliinisthaier Str.il.le i't.
AI ji t t h. I,., W ii r z li u r k : Senden Sie. bitte, ]hre Exposes iin die
dijiinaturiiiscln' .Vhteilunji' einer Filmf;esellscliaft, wie l'f.-i, Berlin S\V BS
Kochstr.ille fi— «, Nation.il. Berlin S>V 1^, Friedrichstr;
S\V IH, Friedrichstral.!e 2i':'..
I{ u d o I f .S., P o t s d a m : Louise Brooks erreichen Sie nnler
verl> -Hills. Hollywood, .sie fiilit .\nt(Pf;r,iinine. .sie können rulii^ deutscli
.■in sie schreilien. l.e,!;<'n .sie einen inlei ii.ition;ileu INjstseliein ein. K.irlen
>on L(niisc Brooks erh.ilten Sie hei Hoss, Berlin .SW ()8, Alexandrinen-
slrafte 110.
ir e i d e h 1 u m e : Ihr 'W'nnscli wird ucrn heriicksiehtJKt werden.
H e d w i K .M.. Berlin : Corinne (iriffith erreichen .Sie durch die
l'irst N.iticnial-Sludios, Burliank-Hidly wood, Kai. Verheiratet. I,on (haney
wohnt in Beverly-Hills, Hollywood, iiml ist verheir.itet. Hiinuira .lacoliini.
die Schwester Mari.is, spielte die Filnihraut von AValter Killa in der
..Kevolntionshochzeif. Gösta Kkmaii w(dint H.jorthogsvagen, Stockholm.
T reue F i I m f r e u n d i n II e -
1 e n ().: Den Forsten Br.iuiieck in ..Pie
Heiliüc- und ihr Narr" s|iielto Felix
]'. .Soler. .Nein, es niht keinen 2. Ti'il
vini diesem Film. Wilhelm Dieterles
nächste .\rheit ist ..Triumph iles Lehens".
(' o n r a d A' e i d t - \' e r e h r e r i n ,
AI ;> n n h o i m : Conrad Veidt hat am
;i. Miirz im Fniversum .Vutn^ramme ^e-
y:ehen. .lawolil, auch später. .\Ht einer
iSicht-Kuiistleriu \ erheiratet. Kr wohnt
zur Zeit im Kden-Hotel. Berlin. Sein
neuester Film ist ..Her .Mann, der lacht '.
,.|).is imlisclic (irahmal" ist ein .loe May-
l''ilni. der vor .lahren mit .\li.i .May, Olaf
FiJuss, Conrad Veidt und I.yji de l'utti
in den Hauptrollen «('dreht wurde: ,,l)as
Grahmal einer «roüi'U lache' ist ein
neuer Film der l'fa, in dem .lusschlielj-
lich imlisclie KiinstliT mitwirkten. F.in
Buch üher Conrad Veidt iiiht es. Die
richtigen Nanieu von l'at und I'.itaelHui
sind: l'at — C.arl .Seheustrmn. l'atachon =;
llar.ald .Madsen. Gret.-i (i.arho. Ditu Tarlo
und .\m(I Kfic-de Nissen trafen ihre
richtiKcn Namen.
K. F., (J e I s e n k i r c h e n : Tii-
Hom-Filin hat ihren Sitz Berlin SW is.
Kriedridistralie ,"i-ii, die Terra HitIiu
SW «8, Kochstratie (>1. da.s Deutsche
Liehtspiel - S\ nilikat IScrliu SW .|s.
FriedrichstraUe 2i',').
K r ä n z c h c n , B r a >i n s c h w e i ^- :
Mi.i May ist die Gattin von loe .May.
llire Tochter F'va w.ir 21 — 2.') .l.ilire .alt.
als .sie sich vor ungefähr l'unf .Jahren
das Lehen n.ihin. Sie war zuerst mit
Die Auljen.infn.ahnieil
siinl in der Fnif^chun^
den Ffa--A.telicrs, Ncu-
Bcvcrly.
'i'alniad«e wohnt
. f- t<— M Tapre.
Filnulaily-J.ahrhncU können Sic diirdi
durch die Pr<
H e 1 e n e
W a n n
sse.-ihteilun^; der
I).. M e r 1 i n :
dem Ke(;isseur Lothar Meiules, dann mit
M.infrerl Xoa verheiratet. Iiuoivene L'o-
hertsou filmt in Auu'rika unter dem
Namen Mary Noian. In Deutselil.aml
erschien von ihr kürzlich ..IMc Hidle
der Heimatlosen". Lil I)a.i;over war
zuerst mit dem Schausiiieler Pa^hofer
verheiratet und ist jetzt mit dem Pro-
duktionsleiter (ieorn- W itt vermählt. .Sie
hat eine Tochter. Lee Parrys erster
(iatlu w.ar lüchard Kichhert;-, jetzt mit
dem Kaufmann M(ddauer verheir.iti't.
OIk-i Tscdiechowa unil Xenia Desni sind
jjeschieden und haben jede eine Tochter.
A. E. Z., Chemnitz: Nein. Sie hr.iuehcn keine Filmsehule z
.siiclicn. Auch der Wes; über die Sprcchbiihue ist nicht erforderlich
allKcmeim-n sind die Aussichten .luf
(terin;;. Selbst die hek.'inntesten Sta
EnjcaKcmeut.
a u n- F.. Steglitz: Harry I.iedtke denkt nicht d.ir.in
Tordy scheiden zu lassen. Also (ienicble! .Snderi'
Lyn Mara— Friedrich Zelnik. Vilma Bank>— Kod
Mav — .loeMay, Olna (izowskaja— \\'l.idiniir Gaidarow,
AV o I f
von Christ.i
Iiaare sind:
Mia
be-
im
ein Vorwärtskommen im Film sehr
s siiul m.anchmal monatelang- ohne
eil
Filniehe-
la l(o.|ue.
Aud Esede
Nissen — Paul Kichter. Carmen Boni— .Vudustotienina, A^nes Petersen —
Ivan .\Iosjukin. Doris Kenyon — Milton Sills, K;itliryn C.irver— .\dolpli'>
Menjou, Dolores Costello— .Ldin Barrymm'e.
E i n I' 1 I m f r e u n d . E 1 h e r f e 1 d : Die Filmateliers befinden sich
in Groß-Bcrlin, z. B. in Xeu-B;ibelsberK. Staakeu, Tempelhof, AVcißenscc,
llalensee. Maricnfcldc usw. Die Komparserie wird auf der Filmbörse
eiiK.iKicrt.
K n r t G.. Ebers vv .i I d e : Ramon Xovarro hat am 6. Februar Ge-
burlst.iK. Kr kommt bestimmt nach Berlin. Wahrscheinlich aber erst iin
Sommer. .Seine .Viln-sse wird dann rechtzeitig bek;inntgep:eben. .T.iekie
CooRan befindet sieh aufrenblicklicli auf Gastspielreisen durch Enrop.i.
Er hat keine feststcdicnde Adress«'.
Liest K., .Steglitz: Höchstwahrscheinlich werden v (m dem
Mady Christians-Film ,.D;is brennende Herz" bald Postk.irten erscheinen.
..Xanette macht .illes" ist vor ungefähr l'-., .Taliren her.iusKekommen.
(i e r d a .S., O s t ji r e ii ß e n : .Tawohl, der Kundfunktenor Franz Bau-
mann h.it schon in verschiedenen Filnu'n milKcwirkt.
II .1 r r y P i e I - F r e n u d .( ii s Leipzig
zu dem H.irry Piel-Filn| ...Seine stärkste Waffe
Herlins f;-e(lrcht worden, die Innen.iufn;ilimen i
BabelsberK.
Eric h P.. 11 a n n o v e r : lüchard
Hills. Hollywood. Briefe nach dort ireln
K :i r 1 M., 11 a n n o v e, r : Das
.,The D.iily, New York, beziehen.
1" r ;i n L. v. AV.. W a n n s e e : Sie erhalten das Gewünschte sicher
rf.-i. Berlin SAV fiS. Koehstr.ilJe R— 8.
Ellen Kichter h.it am 2K. .Iiili Geburtstag.
F i 1 m f r e u n d i n Dorle F., Süd-
e n d e : M:in redet liamon Novarro mit
seinem Xamcn an. Beverly-Hills, Holly-
wood. Wir habiMi ihn noch nicht ge-
messen. Orchideen.
II e i n r i c h G., s t r e 1 i t z : Die
Leo Franksche Xo^ eile ..Karl und Anna"
ist >c'rtilmt worden, und zwar ist P8
der bekannte Ifa-Filni ..Heimkehr" mit
Dita Parlo, Lars llanson, Gustav Fröli-
lich. Detekti\filnie mit Ernst Keiclicr
(Stii.irt Webhs^ und -Alax Laiida l.loe
Deebsi werden nicht mehr fredrelit.
-Mar^id L;iuda war ilie (iattin von .Max
I. .111(1.1. Sic i>t jetzt von ihm sescbicdcn
und nennt sich wieder Mar;;-ot AValtcr.
l'orrit \\('i\ler starb vor nntrefähr zidiii
.l.ilireii. Sie w.ir noch sehr juuK. Beniil
.\lil(U' s|pi(dte jetzt eine Bolle in dem
Ama-Filni ..Indizienbeweis". JlÖKlidi.
dal.! Ludwii; Trautmann auch wiedef
filmt. Coletle Corder wohnt Berlin W.
Passaner Stralh? 17.
X c n ii' i e r i n e I' n « a r i n : Die
betreffenden amerikanisdien Filmstars
b.ibeii :ille ihren Widmsitz in Bcvcrlv-
llills. Hollywood. Kai. Nur Maria Conla
crrciclicn Sie dureli First Xationul-
Stiidios. BurbanU-lIoUyvvood. Ivan l'e-
trov ich wohnt im Eden-Ilotel. Berlin.
Bud.ipestcr StralJe. Anna May AVong
H.istiert zur Zeit in London.
H i 11 (I en Im r k'i" r AV i 1 1 y F r i t s c h -
A' e r e h r e r i n Lotte: AVilly Fritseh
W(diut Berlin W. Kaiserdamni flö, ist iin-
\ erheiratet und Imtte am 27. J.inuar Gp-
bintstaj;-. Kiditii;. er hat auch ein Se-
kretariat. Ob Sie mit einem Filmstar
in Briefwechsel treten können. liäuKl
nicht zuletzt \ on Ihnen ah. Fritsch spielt
.•iiiKeiibli(dvlich die männliche IL'iiiptrolIc
in Fritz Laiiu's ..Frau im Mond".
II a n 11 clor e D.. Suhl: Der Har-
stcller des jungen .Schriftstellers in „Die
letzte Nacht" lieiLU Paul Wichter. .Vni
1. .\pril in Wien ficboren. Mit .\iid E^ede
Xisseii verheiratet. Er sjiielte u.a. in
folgenden Filmen: ,.Die Xibelunj;cn"
(Siej;fried1, ,,Dafifin"'. ..Schuester A'ero-
nika'. .Seine neuesten .Arbeiten sind
..LocUemles Gift" und ..sdineesdinh-
banditeir'.
L. B.. L ii d e n s e h 0 i d : AA'illy Fritsch wohnt Berlin AA'. Kaiser-
d.imm ii.'i. Liane Ilaid hat am Ifi, August (iebiirtstag, AVohnung;: Berlin
W i:., Duisburger Straße Vk
Hanns M.. A' e s e s a c k : Die Bildkarte ist .Tn die Künstlerin
weiterncleilet. Lil l).if;iivers Halbster Film ist ,,Der Graf von Monte
Christo". Orchideen.
J n R- e H., Dresden : Peter Leska wohnt Berlin AA', Kurfiirstcn-
damm 10-11. Er ist in A\ien Reboreu. Ann Rod la Könne werden aueh
b.ild wieder neue Filme zn uns heriibcrkommen. Brigitte Helm wurde
von Fritz L.iiii;' fiir den Film entdeckt und s|iielte ihre erste Rolle in
..Metropolis". AA'erner Fuettcrers nächster Film ist ..Die Fliiclit der Didiji'".
Willv Fritsch besitzt ein .\nto.
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wiu i"'^c '*°^'^""ial— Afos, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabc in Oesterrcich verantwortlich Robert Mohr, Wien I, Domgasse 4. Verantwortlich für Anzeigen
Williclm ichaefcr, Charlollenburg. A n z c i ß c n v c r w a 1 1 u n g Bepa-Verlag, Berlin W 35, Blumes Hof 5. Kupfertiefdruck: August Schcrl G. m. b. H., Berlin SW 68
Ein Joe May-Film
der Erich Pommer-
Produktion der Ufa
D«*«t1^A/:
1
/^ks:^
MiMAltK 12 / BLK LIN, 24. \t A K / I 929 / PREIS 40 IM II NM (;
T
C^Ort^iHe melni, in „cJeU, [jelJ, QeU
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\
Man kauft dann nicht mehr gerne
billige I-IV2T0 Lastkraftwagen, die
im Dienst schon nach kurzer Zeit
enttäuschen. Man kauft dann lie-
ber die soliden Mercedes -Benz-
Lastkraftwagen mitSechszylinder-
motoren, deren überlegene Wirt-
schaftlichkeit sich schon nach einem
Jahr und erst recht nach 2, 3, 4 oder
Jahren schwerer Arbeit erweist.
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Preis des 6fach be- O 7iC ^\
reiften Fahrgestells O X 9 W Mark
i
Er
hat sich zu
diesem Zweck eine etwas
primitive Unterkunft gesucht und
durchstreift als Chauffeur mit einer recht
alten Autodroschke nächtlich die Stadt
nach Fahrgästen. Das ergibt erst einmal
den hübschen Titel „Die Mitternachtstaxe",
dann aber auch eine hübsche Folge
höchst aufregender Situationen. Harry
Piei und die Begriffe Abenteuer, Span-
nung, Sensation sind nicht von ein-
ander zu trennen. Noch dazu, wenn
sich die Hauptvorgänge um Mitternacht
zutragen, welche Stunde immer noch
etwas Geheimnisvolles an sich hat.
Harry Piel also hat sich auch dies-
mal wieder mit einer Verbrecher-
bande herumzubalgen, bei der es |
ihm beinahe an den Lederkragen
der Chauffeuruniform gegangen wäre.
Aber er hat auch diesmal wieder
eine Lösung gefunden, die ihm mit
Glanz aus der Patsche hilft. Daß
Harry Piel es auch als Mitternachts-
chauffeur nicht vergessen hat, sich
mit schönen Frauen zu umgeben,
daß er sogar eine ganze Taxe voll
schöner Mädchen vor die Zu-
schauer bringt, soll nicht ver-
schwiegen werden.
D. /.. .S-.
^j/}unjirümxuuay als <Ana^(moJ'
Die „entfesselte Kamera" ist durchaus nicht etwa, wie man
meint, eine Errungenschaft der let/len Jahre, wenn auch
in der letzten Zeit von dieser Technik der Filmaufnahme
reichlicher, in manchen Fallen jjar zu reichlich, Gebrauch ge-
muchl wurde. Fin paar <>'*'" moderne Operateure haben das
Stativ zum alten Eisen geworfen oder lassen es nur dann (Selten,
wenn sie es übermäßijj in die Höhe zerren oder verkümmert
um Boden hocken lassen können. Nun v\ar die Entdeckung der
Tatsache, dal! eine vom Stativ befreite Kamera ganz neuartige,
tliMii Sriin fin/eliu-r Hew t'_nHi><en aniSepaßte Bilder erniogliclil.
von großer Bedeutung. Sie verlangte allerdings von dem
Kameramann, der bis dahin der ruhende Pol in der Erscheinun-
gen Flucht gewesen war, eine körperliche Ausbildung, die sport-
lichem Training gleichkam, weil der Boden, auf dem sich der
Kameramann bewegte, durchaus nicht immer ein fester Stiilz-
Dunkt war. Wenn sich Karl Freund bei einer Aufnahme zu
, Metropolis' auf den Fußboden legte, um über eine Treppe
eilende Füße in neuartiger Einstellung aufzufangen, so ließ sich
das ohne akrobatische Künste erledigen, zumal er eine gut
gepolsterte N\atratze unter seinem Rücken hatte. Aber als
sich Clide Cook, ein HolU w ood-Kamera-
mann, in den Wanten eines Seglers festbinden
leß, um Sturzseen naturgetreu aufnehmen zu
können, ohne von den Wogen hinweg-
geschwemmt zu werden, da war dies weniger
angenehm, obgleich er in einer Art Schaukel
hing, die im ersten Augenblick gar nicht wie
ein Marterwerkzeug aussah. Als aber ein
Sturm heraufkam und es keine Möglichkeil
gab. vor seinem Nachlassen den Kameramann
aus dem Tauw erk zu befreien, so daß Cook
volle zehn Stunden zwischen Himmel und
Wasser hing, konnte man wohl von einer
akrobatischen Meisterleisluni;
reden, zimial m dem Film von
diesen Bildern nur ganze fünf
\\eter gebraucht wurden.
Aufnahmen, die vielleicht noch
gefahrvoller sind, gehören zum
Handwerk von Sepp Allgeier,
der als Kameramann der
Fanckschen llochgebirgsfilme
beständig in Lebensgefahr
schwebt. Auch er hängt oft
stundenlang an schwankendem
Seil über gähnenden Abgrün-
tlen, wird, sobald der Schauspieler aufv\ärts-
kletlert, emporgezogen oder in die Tiefe ge-
lassen.
Der Kameramann am Strick, wie man in
den Ateliers respektlos sagt, ist aber eine Er-
scheinung, die es bereits in den Kindertagen
lies Films gab und die in der deutschen
Imwell in üuskes Tempelhofer .^lelier aus-
probiert wurde. Ein früher sehr bekannter
Regisseur K., dessen Spezialität jene tollen,
kurzen Lustspiele waren, die uns heule ■-'
unsagbar traurig vorkommen, nahm diese oi p^i
Helle Einstellung zum Anlaß, um seinem etu.i-
bockbeinigen Kameramann einen Streich zi
spielen. Dieser halle aus der luftigen Höht
des Ateliers die Szene gedreht, und K liel
eine Frühstückspause eintreten. Unauffallu
verschwand ein Darsteller nach dem anderen
die Atelierarbeiter verkrümelten sich sathlc
so daß der unglückliche Operateur schließ
ich ..vergessen" in dem leeren Atelier hinji ,
durch dessen damals noch nicht verdunkelt'
Scheiben die ^'littagssonne erbarmungsio
brannte. Solche Scherze kamen früher be
deutend häufiger vor als heute, wo mit de
Zeit nicht mehr so verschwenderisch um
gegangen werden kann. Der Kameiaman
Sparkuhl denkt noch heute mit gelindei
Gruseln an jenen Tag zurück, da man ih
bei der Aufnahme eines Sensationsfilms ii
Eisbärenkäfig ,, vergessen" hatte und er Sit
vor den vielleicht nicht bösartigen Tiero
durch kühne Klimmzüge am Käfiggitter relli"
mußte. Robert Ramir
\tiUirn(itisclifr Fniiotuina ■ hnin lu'i
in Vnivt'rstil Cilv
'\iilniiliin
Cn^^ä^/t/
j^n^
Ein Film kann, wenn er lebensecht
wirken soll, nicht nur von den
Hauptdarstellern gespielt werden,
sondern er braucht Menschen, die nur
dazu da sind, die Umwelt darzustellen.
Sie greifen zwar nicht selten in die Hand-
lung ein, aber sie sind trotzdem nichts
als Begleitstimmen der Vorgänge, Figuren
im Hintergrund. Das ist an sich schon
das Elend der Komparserie, die zum
großen Teil aus ehemaligen Bühnenmit-
gliedern und Artisten besieht. Schlimmer
noch natürlich, daß sich der Verzicht auf
das eigene Gesicht auch finanziell aus-
vsirkt. Die Komparserie erlebt das trau-
rige Schicksal, von der täglich wechseln-
den Nachfrage abhängig zu sein, so daß
ihre Angehörigen wirtschaftlich in der
Luft schweben. Als vor acht Jahren die
historischen Großfilme die Kinos be-
herrschten, brauchte man unübersehbare
Komparsenmengen. Da es einfach nicht
möglich war, von einem Tag auf den an-
deren mehrere tausend Menschen in den
Filmbörsen zu finden, mußten Arbeitslose,
Studenten usw. mit herangezogen werden.
Diese Zeiten sind längst vorbei, sie waren
auch nur bei entwertetem Gelde möglich,
denn heute würde ein solcher Aufnahme-
tag, wie man sich ihn damals für jeden
Film mehrfach leistete, etwa 50 000 Mark
kosten, eine Summe, die selbst in Holly-
wood ungewöhnlich ist. Aus jenen lagen
war aber eine gewisse Regellosigkeit
beim Engagement der Komparserie übrig-
geblieben. Der Arbeitsnachweis für die
Oben und unten: Typen aus
der Berliner städtischen Film-
börse. Mille: Vordem Engage-
mentsbüro
bei Metro-
Coldwyn
['hol. Reinharl
Ralf Brodt,
M.-G.-M.
^^^^^«^ie^^ti^''^
Statisterie, kurz Filmbörse genannt, spaltete
sich in viele wilde Börsen und Klubs, die
sich in Restaurants oder Privaträumen nie-
derließen und von den Hilfsregisseuren,
denen die Sorge um das Engagement der
Statisterie zugefallen ist, viel lieber besucht
wurden als die offizielle Börse. Die machte
schon seit Jahren vor der Aufnahme neuer
Mitglieder zur Bedingung, daI3 diese den
Nachweis über Bühnen- oder Varietetätig-
keit erbringen konnten. Deshalb blieb in der
Filmbörse ein Stamm eingearbeiteter Kom-
parsen, die sich natürlich im Scheine des
Atelierlichtes sicher bewegten, aber trotzdem
den Anforderungen des Nachwuchses in
keiner Weise gewachsen waren. Die wilden
Börsen lebten also lustig weiter, aber es ent-
wickelten sich in ihnen Zustände, die mehr
als unerquicklich waren, und nach Abhilfe
riefen. Das Berliner Bezirksamt Mitte hat
jetzt eine städtische Filmbörse geschaffen,
indem es die Komparsen, die eine Filmtätig-
keit nachweisen können, in den Räumen der
Börse sammelt und den Hilfsregisseuren
vorstellt. Der Bedarf an Statisterie ist aber
nach wie vor äußerst gering, da im einzelnen
Film aus Gründen der Kalkulation auch
nicht ein Komparse engagiert werden kann,
der nicht unbedingt gebraucht wird. Deshalb
ist die Lage der Komparserie nach wie vor
trostlos, zumal niemand mehr daran glaubt,
vom Statisten zum Star aufsteigen zu können.
Auch in Hollywood nicht, wo das Angebot
so groß ist, daß nur der vierte Teil halb-
wegs genügendes Engagement findet.
Oben und unten: Genrebilder
von der Berliner Filmbörse.
Mitte: Kom-
parsen werden
bei Buster
Keaton ent-
lohnt Phot.E.R.
Itrodt, Uniled
Arliüls
(3^/W/^^,/^<^
Amerika, das Land der selbständijjen Frauen, hal
die Welt mit einem neuen Frauentyp beschenkt,
mit dem Girl, das man sich sehr wohl selbständig
denken kann, obgleich es seinen ganzen Ehrgeiz darin setzt,
von den Männern verwöhnt zu werden. Filmamerika hat
noch einen anderen Frauentyp populär gemacht, die große
Verführerin, den ,,Vamp", der zwar selbstsicher durch das
Leben schreitet, aber doch ohne den Mann nicht gedacht
werden kann. Die Frage, ob die wirtschaftlichen Verände-
rungen die Frau vermännlichen werden, ist wohl öfter auf-
geworfen, und verschieden beantwortet worden. Eine Zeit-
lang sah es aus, als sei die Gefahr nahe gerückt, die in
einer weitgehenden Angleichung an den Mann das Ideal
gesehen wurde. Aber diese Mode beschränkte sich
nur auf einen kleinen Kreis Frauen und wurde
namentlich von solchen übernommen, die aus
niederen Gesellschaftsschichten stammten.
Oben: Lotte Neiimann
Im Kreis: Crete Mos-
heim, Anita Dorris
Unten: Camilla Hörn
l'hot. Tfrni. L'nitfd Artis'^
Wer sich näher mit dem Probkm befaßte, mußte mit Erstaunen fest-
stellen, daß der Film von dem großen seelischen Umschwung der
Frau unberührt blieb. Amerika, das seine Filme in erster Linie
dem Geschmack seines Landes anpaßt, brachte allerlei Frauen-
typen auf die Leinwand, aber niemals die selbständige Frau. Das
mußte nachdenklich machen, um so mehr auch in Amerika die
weiblichen Zuschauer die größere Hälfte der Kinofreunde dar-
stellen. In einem Lande, das auch seine Frauen nicht vor dem |i
rücksichtslosen Lebenskampf bewahren kann, hätte eigentlich das »H
Ideal die erfolgreiche Frau zu sein, die sich aus eigener Kraft r
gegen ihre Mitschwestern und den Mann durchsetzt, wie ja Filme
und Romane für Männer immer auf diesen Schluß hinzielen.
c4&
cum
£idf
Statt dessen bringt der amerikanische Film Situationen und
Frauengestalten, die aus einer ganz anderen Welt stammen.
Das Rätsel löst sich sehr einfach: die Frauen sind gar nicht
so, wie sie scheinen möchten! Sehr deutlich hat dies in
ihrem Roman ,,Das Mädchen George'" die junge Berliner
Schriftstellerin Jo Lederer ausgesprochen. Das Mädchen
George ist eine moderne junge Dame. Berufstätig, mit
Etonschnitt und kniefreiem Rock, ein Mädel, das Auteln
kann, Gymnastik betreibt, Zigaretten raucht und sich dabei
kreuzunglücklich fühlt. George weiß, wie ihre vielen Mit-
das Leben gehen konnte. In ,, Mädchenlos" und , .Boheme"
hat sie Millionen von Menschen zu Tränen gerührt, Mary
Pickford ging noch einen Schritt weiter, in dem sie
das .,Kind" darstellte, das Kind aus dem Volke,
das schon durch seinen Anblick zu rühren
wußte. Elisabeth Bergner, die Frau mit der
scharfen und wachen Intelligenz, spielt auf
der Bühne und im Film schutzlose Mädchen,
Oben: Mary Picki-ird
Im Kreis: Lillian Gish,
Margarete Schlegel
Unlen: Elisabeth Bergner
Phol. United Arlisis, M. G. M.,
fmelka Poflir
Schwestern, mit der so sehr ersehnten Freiheit nichts anzufangen.
Sie beneidet die Unmodernen, die Mädchen mit den echt weib-
lichen Vorzügen, die Frauen, die jeder Mann liebt.
Der Mann aber liebt aus einem uralten ererbten Instinkt die
hilflose Frau, das schutzbedürftige Geschöpf, das ohne Anlehnung
an den Mann nicht durch das Leben kommt. Deshalb haben alle
jene Filme einen Welterfolg, in denen ein solcher Frauentyp im
Mittelpunkt steht. Weil gerade dieser Wesenszug so geliebt wird,
haben einzelne Schauspielerinnen, die im Leben sehr wohl auf
eigenen Füßen zu stehen wissen, die G;ste der Hilflosigkeit im
Film kultiviert. Lillian Gish, der Urtyp des zerbrechlichen Ge-
schöpfes, hatte immer nur dann Erfolg, w<;nn sie leidbeladen durch
ß-esäcAiel cßfco da HocUL
VonunseremLondonerB. C. P. -Korrespondenten.
Das Savoy-Hotel am Strand in London, der Treffpunkt
der „Society" der englischen Metropole, ist nun das
Hauptquartier Lya de Puttis, in dem sie ihre zahlreichen
Verehrer und Bewunderer tagaus, tagein empfängt, so daß
selbst der Vertreter des Kinematographen tagelang auf die Ge-
legenheit warten mußte, mit dem nach Europa zurückgekehrten
Filmstar zu sprechen. Es ist ganz eigenartig, festzustellen, wie
sehr die sonst doch so kühlen Anglosachsen aus ihrer Reserve
heraustreten und der typischen Vertreterin des Vampyrtyps be-
wundernde Verehrung zollen. Es ist aber dabei zu bemerken,
daß immerhin ein Unterschied zwischen ihr und den seinerzeit
so berühmten anglosächsischen Vertreterinnen dieses Typus be-
steht. Theda Bara und Barbara la Marr, die seinerzeit die ge-
feiertsten Stars am dortigen Filmhimmel waren, hatten auch in
ihrem Privatleben ganz und gar die Allüren des Vamps, der
ihrem Wesen diesen Stempel aufgedrückt hatte. Lya de Putti,
trotz äußerlicher Ähnlichkeit, ist aber eher das hübsche ,,enfant
terrible" oder ,,Naughty child", wie sie es hier nennen, das alle
in seinen Bann zieht. Und die Zahl ihrer Freunde steigt täglich.
Nach längeren Versuchen erst gelang es Ihrem Korrespondenten,
der Künstlerin in der Halle des Savoy-Hotels habhaft zu werden.
Nach den üblichen Begrüßungsworten, wobei er feststellen
konnte, daß Lya de Putti trotz ihres langen Aufenthaltes in
Amerika noch immer nicht
gut oder halbwegs gut eng-
lisch spricht und auch das
Deutsche hart behandelt, er-
klärte sie, daß in den Ver-
einigten Staaten alle Aus-
länder enge Kreise bildeten,
in denen man natürlicher-
weise sich niemals des Eng-
lischen als Konversations-
sprache bediene, so daß sie
also fast immer ihre Mutter-
sprache, Ungarisch, ge-
sprochen habe. Die natür-
liche Faulheit und Gering-
schätzung dieses Umstandes
bringe es dann so w^eit, daß
man trotz langen Aufenthal-
tes niemals eine fremde
Sprache im Lande selbst er-
lerne. ,,Aber in London
hier," sagte Lya de Putti
mit einem süßen Lächeln,
„hier muß ich wohl schleu-
nigst darangehen, englisch
zu lernen. Ich habe näm-
lich einen sehr vorteilhaften
Kontrakt mit der British
International und habe jetzt
die Hauptrolle in dem Film
„The Informer", welcher
sich mit den schrecklichen
Konflikten in Irland befaßt.
Ich habe hier die Rolle
eines Mädchens aus dem
Volke zu spielen und Ge-
legenheit, alle Register der
Leidenschaften und meiner
Darstellungskunst spielen zu
lassen. Wie Sie wohl noch
nicht wissen werden," sagte
Lya de Putti dann weiter,
„hätte Emil Jannings, mein
Partner aus dem Film .Va-
riete', auch hier die männ-
liche Hauptrolle spielen sol-
len, konnte aber infolge an-
derweitiger Verpflichtungen \ \ri rlo Putti
nicht annehmen. Es wäre eine Bombenrolle für ihn gewesen,
und als ich das Manuskript gelesen hatte, konnte ich mir Emil
so recht darin vorstellen." Hier gab uns dann Lya de Putti eine
private Probe ihres Könnens, indem sie mit unglaublicher Treue
verschiedene Gesten und Bewegungen, ja selbst die Mimik
Emil Jannings' so verblüffend nachahmte, daß selbst Jannings,
hätte er sie hier gesehen, ein bißchen überrascht von Lya de
Puttis Imitations- und Darstellergabe gewesen wäre.
,,Aber", so fuhr Lya de Putti dann nach dieser kleinen Unter-
brechung fort, ,,mein derzeitiger Partner, Lars Hanson, ist eben-
falls ein hervorragender Schauspieler und der richtige Mann für
die schwere Rolle."
Über Elstree im Vergleich zu den deutschen und amerikani-
schen Ateliers befragt, meinte Lya de Putti, daß die englischen
Ateliers in keiner Weise den übrigen europäischen Großateliers
nachstünden und auch ruhig einen Vergleich mit Amerika aus-
hielten, wenn man von der Größe absähe.
,, Haben Sie sich auch im Tonfilm versucht, Fräulein de Putti?"
,, Jawohl. Ich hatte einige Probeaufnahmen, und man erklärte
mir, daß meine Stimme sich sehr gut mache. Aber, wie schon
früher erwähnt, war meine Unkenntnis des Englischen ein großes
Hindernis. Im allgemeinen bin ich ja nicht sehr traurig darüber,
weil ich mich nicht allzusehr für diesen Zweig der Filmkunst inter-
essiere. In Hollywood habe
ich eine ganz andere Lei-
denschaft gehabt, die ich
auch in kurzer Zeit meinen
Freunden in Berlin vor-
führen werde. Ich habe
nämlich fliegen gelernt. Es
war nicht ganz leicht, und
ich hatte lange damit zu
tun, bis ich nach meinem
ersten Alleinfluge, der über
vierzehn Stunden dauerte,
und mit einer glatten Lan-
dung auf schwerem Terrain
endete, meinen Flieger-
schein erhielt. Dann ließ
ich mir auch einen Spezial-
aeroplan aus England kom-
men, mit dem ich in Ame-
rika flog, und mit dem ich
nach Beendigung meines I
Films von hier nach Berlin
fliegen werde. Ich willi
eine Weile dort bleiben und
dann für einen Monat zu
meiner Familie nach Ungarn
fahren. Vorläufig bitte ich
Sie, durch den Kinemato-
graphen alle meine besten
Grüße nach Deutschland zu
bringen."
Damit war die Unter-
redung mit der Frau zi
Ende, die einen so seiter
warmen Empfang durch
Presse und Publikum ir
England gefunden hatte, unc
die sich rühmen kam, di«
äußerliche Ruhe und Kühlt
dieses ungewöhnlich erre
gungslosen Volkes der An
glosachsen verwirrt zu ha
ben. Lya de Putti gehör
zu den gefeiertsten Persrn
lichkeiten des Beginns de
heurigen „Season" in Lon
den. Immerhin ein Er
folg.
f^
X
k
i
i'V
i.ou[<:'i"r/\ YCWNCi
i'hoi. w -a -M.
^
Dilti Parlo mit ihren Haiistit>rcbcn
^^^l/hj^S'-eynScUjVLrhC
Die Klassiker erscheinen auf unseren Bühnen immer mit
starken Strichen, weil ihre großen Bühnendichtungen zu um-
fangreich für einen Theaterabend sind und auch die Zuschauer
«s nicht mehr fertigbringen, sechs Stunden im Parkett zu sitzen.
Unter den Schauspielern entsteht dann gewöhnlich ein heftiger
Kampf, denn niemand will, daß gerade seine Rolle verkürzt
wird. Zu einer solchen Auseinandersetzung kam es einst am
Burgtheater zwischen Joseph Kainz und Ferdinand Gregori beim
,,Don Carlos". An dieser künstlerischen Stätte herrschte stets
am meisten Disziplin, und die Striche beschränkten sich in der
Regel auf nebensächliche Szenen, während jene Abschnitte, in
denen der Dichter seine Weltanschauung zum Vortrag bringt,
den Zuschauern nie vorenthalten wurden. Kainz, der den Don
Carlos spielte, war durchaus nicht damit einverstanden, daß
Ferdinand Gregori seine langen Reden als Marquis Posa halten
durfte. Ein sonst beliebtes Mittel, den Souffleur zu bestechen,
damit dieser den vorgesprochenen Text von sich aus kürzte,
hätte keinen Zweck gehabt, denn Gregori lernte gewissenhaft
jedes Wort der Dichtung auswendig, und bei seinem wunder-
baren Gedächtnis hatte er es nicht notwendig, die Worte, wie
es im Bühnenjargon heißt, „aus dem Kasten zu ziehen". Gregori
lehnte es entrüstet ab, sich mit Kürzungen des Dialogs einver-
standen zu erklären, und so beschloß Kainz, durch ein Extem-
pore seinen Kollegen schachmatt zu setzen. Der Soldat, welcher
hinter der Szene den Schuß auf den Marquis Posa abzufeuern
hat, wurde mit einem Zehnmarkstück bestochen, auf ein gegebe-
nes Zeichen abzudrücken.
Gregori begann also in wohlerwogener Ruhe, wobei er den
Vokalreichtum der Dichterworte in seinem singenden Pathos
wie eine Arie hinlegte, als plötzlich, nachdem Kainz den Arm
von sich gestreckt hatte, der Schuß die langen Auseinander-
setzungen krachend unterbrach. Ferdinand Gregori, der sich am
Wohlklang seiner Stimme wie immer berauscht hatte, erschrak
heftiti und kam aus dem Konzept, während er nach dem Schuß
die Worte des Textes: ,,Wem galt das?" sprechen mußte, um
das Stichwort zu geben.
Aber Kainz, der mit dieser Verblüffung gerechnet
extemporierte frisch: ,,Ich glaube, das galt dir!" Womit e
nur die Fortführung des Stückes ermöglichte, sondern
um zehn Minuten Spieldauer kürzte.
hatte,
nicht
dieses
In den letzten Wochen wurden die Theater Berlins von der
Behörde auf ihre Feuersicherheit geprüft. Man interessierte sich
außerdem für die Frage, wieviel Zeit erforderlich wäre, inner-
halb welcher die Zuschauer den Theaterraum verlassen konnten.
Direktor Z., einer der witzigsten Theaterleute Berlins, nahm
als eine Folge dieser Kontrolle wahr, daß die beiden im Theater
stationierten Schupos die Zahl des Publikums festzustellen
suchten und mit Hilfe einer Stoppuhr Berechnungen anstellten.
,,Was machen Sie denn da?" fragte er eines Tages die eifrijj
schreibenden Beamten.
,,Wir sollen hier feststellen, w ie sich das Theater leer t ",
antwortete einer der Schupos.
,,Ach," antwortete Z., ,,mir wär's schon lieber, wenn Sie
feststellten, wie sich das Theater füll t."
/ ^. / oitiftzui'
9MmU9em,9cS
I ROMAN VON HANS SCHULZE ^^
Tiefschwarzc Ebenlioirscssel standen auf einem Fußboden aus
liclricbenem Kupfer, und aus wundervoll j<eschnitzlen Vitrinen
schimmerten hauchdünne Tassen und Vasen in märchenhaften
Formen, diese zartesten, köstlichsten Din^c der Welt, die in
ihrem Farben- und Gestaltenreichtum den jjanzen Zauber länf^st
versunkener asiatischer Kulturen neuerstehen lassen.
Evelyn hatte Walter mit altgewohnter Herzlichkeit begrüßt und
sich anfan<«s nach Kräften bemüht, beherrscht und unbefangen zu
erscheinen, doch schon nach den ersten Worten war ihre Fassung
dahin gewesen, und sie halte den immer wieder hervorquellenden
Tränen nicht mehr zu wehren vermocht.
In einer leidenschaftlichen
Selbslanklagc halte sie sich
der Alleinschuld an dem
Tode ihres Gatten bezichtigt,
an der nun auch Kurt zu-
grunde gehen müsse, ohne
daß iemand helfen könne.
Was dies Bewußtsein für
sie bedeute, was sie in der
letzten Zeit an Gewissens-
qualen durchgemacht habe,
könne iiir niemand nach-
fühlen.
Sie sei seelisch und kör-
perlich völlig am Ende und
kenne nur noch den einen
Wunsch, daß es bald Jjanz
aus mit ihr sein möchte, ehe
man sie noch hinter den
Mauern eines Irrenhauses
bei lebendigem Leibe einsar-
gen müsse.
Vergebens hatte sich Wal-
ter mit dem Aufgebot seiner
ganzen Beredsamkeit be-
müht, aufmunternd und trö-
stend auf sie einzuwirken,
sie mit neuem Lebenswillen,
neuer Zukunftshoffnung zu
erfüllen.
Evelyn hatte ihm schließ-
lich überhaupt nicht m-'hr
geantwortet und in tränen-
loser Starre fast unwillig
icdcn weiteren Zusprucli ab-
gelehnt.
t)a hatte er ihr cndlicli
leise die Hand gedrückt und
war still zu Lore auf die
Terrasse hinausgegangen,
aufs tiefste erschüttert von
der Hoffnungslosigkeit die-
ser Verzweiflung, unter der
die strahlende, lebensprühende Frau in wenigen furchtbaren
Wochen zu einem Schalten ihres früheren Selbst geworden war.
Walter hatte schon am Vormittag im Sladtbüro Brandstettcrs
angerufen und ihm lür den Abend seinen Besuch angemeldet.
Als er jedoch gegen sieben Ühr in dem großen Geschäftshause
im Filniviertel der südlichen Friedrichstadt eintraf, fand er von
dem Personal der Firma nur noch ein bleichsüchtiges Schreib-
maschinenfräulein vor, das ihm mit einer betrüblichen Zahnlücke
schüchtern entgegenlächelte und ihm mitteilte, daß Herr Brand-
.stetter nachmittags noch einmal nach außerhalb gerufen worden
sei und Herrn v. Prayer bitten lasse, falls die Angelegenheit sehr
dringlich sei, ihn gleich in seiner Privalwohnung abzuholen.
Walter dankte ihr mit der ihm eigenen liebenswürdigen Höl-
lichkeil, die ihm ein abermaliges beglücktes Lächeln des freud-
Oüo Gebühr in dem Emelko-Filni „Die keusche Kokotte"
losen kleinen Menschenwesens einbraclilc, und fuhr dani\ sofort
nach dem Berliner Norden weiter, wo der Kommissar in einem
großen Pensionat in der Luisenstraße wohnte.
Als Walter jetzt bei ihm anklopfte, saß er bereits in Schlafrock
und Pantoffeln bei einer großen Weiße, zcilunglesend auf seinem
kleinen Balkon und blinzelte aus kurzsichtigen Augen dem späten
Besucher erstaunt entgegen, dann aber erkannte er Walter und
begrüßte ihn geräuschvoll.
,, Welch ein Glanz in meiner Hütte!" sagte er. ,, Verzeihen Sic
nur meine Kragcnlosigkcit! Ich werde mich aber sofort wieder ver-
menschlichen. Denn ich kann mir denken, daß es irgendwo brennt!"
Walter nickte bejahend.
„Ganz recht, Herr Brand-
ätetter! Ich bringe wichtige
Nachrichten vom Kriegs'-
schauplatz! '
Damit überreichte er dem
Kommissar den an Evelyn
eingegangenen Brief und be-
richtete ihm über seinen Be-
such in der Villa Karr.
,,Wir fahren selbstver-
ständlich noch heute nach
dem Wilhelmsgarten!" sagte
dieser nach kurzem Besin-
nen. ,,Es ist ein altes Stu-
denlenlokal mit Schrammel-
musik und einem ewigen
Bockbierklamauk. Der Wirt,
ein früherer Ringkämpfer, ist
zufällig ein alter Bekannter
von mir, der uns über die
Persönlichkeit des Anony-
mus vielleicht einen Wink
geben kann!"
P'ine Viertelstunde später
standen die beiden Herren
vor einem düsteren, grauen
Hause in der Nähe des Ora-
nienburger Tores.
Eine Rotte halbwüchsiger
Kinder spielte unter den
Hallenbogen einer breiten
Durchfahrt, die nach der
Straße zu mit grellgelbcn
Plakalen gepflastert war.
Dahinter öffnete sich ein
geräumiger Hof.
Ein alter Mann fegte be-
dächtig allerlei Müll und
Papierfelzen zwischen ein
paar bestaubten Oleander-
bäumen zusammen, die im
Verein mit einem schwind-
süchtigen Holundergebüsch den Gartencharakter des Lokals an-
deuteten.
Wäsche liing an den Fenstern zu ebener Erde zwischen Schil-
dern mit ,, Frischer Wurst" und ,, Hackepeter".
Irgendwo quäkte ein Grammophon.
Es roch nach gebratenem Fett und Zwiebeln.
Eine einsame Bodenlampe streute zitternde milchige Kreise
auf den schmutzigen Asphaltboden und begann einen stillen
Kampf mit dem dämmrigen Zwielicht des sinkenden Abends.
Mit der Sicherheit alter Bekanntschaft stieg der Kommissar
die ausgetretenen Sleinfliesen einer kleinen Treppe hinauf und
trat dann mit Walter in das Lokal.
Es war ein langgestreckter, halbdunkler Raum, grellbunt mit
Bockbierfahnen und verblichenen Papiergirlanden dekoriert.
P-in endloses, den Alkoholjicnuß verherrlichendes Spruchband
iinizois die j^raiiweiß gekalkten Wände.
Der Inhaber des Lokals, ein ricsijier Mann von jjewalti<sem
Schulterbau, stolzierte {iravitätisch zwischen den enjsgestellten
Tischen einher und schob hier und da einn Bierfilz, einen
Streichholzständer zurechl.
Als er der beiden Gäste ansichti<i wurde, kam er sofort in
bcschleunijjter Gan;4art näher und bejjriißle sie mit devoten
Bücklingen.
Der Kommissar bestellte eine Lajje Kognak und erkundii^te
sich leutselig nach dem allgemeinen Geschäftsjlan}«.
Der dicke Wirt war ;4erade in einer beweglichen Klage über
den Steuerdruck der miserablen Zeiten begriffen, als ein weiterer
Gast im Lokal erschien.
Es war ein schlanker, auffallend diskret und gutgekleideter
Herr im Anfang der Zwanzig, mit raschen, sicheren Bewcguniien
und einem regelmäßigen, scharfzügigen Gesicht, in dem nur der
unruhige Flimmerblick der dunklen Augen verriet, daß sein
Charakter viellciclil nicht ganz einwandfrei war.
Mit einer leichten, weltmännischen Verbeugung wandte er sich
an den Kommissar und fragte, ob er den Vorzug mit einem
Herrn aus Wannsee habe.
Dann trat er zu einem runden Tisch im Hintergrunde neben
einer kleinen Musikempore und wartete höflich, bis die beiden
Herren bei ihm Platz genommen hatten.
Der Wirt schaltete dienstbeflissen eine rosa-magische Beleuch-
tung ein und brachte selbst das Bier.
Der Kommissar bot Zigaretten an.
Dann saß man eine Zeitlang abwartend in beredtem Schweigen
,,Wir wollen zur Sache kommen", eröffnete Walter endlich mit
gedämpfter Stimme die Verhandlung. ,,Sie haben an Frau Gene-
raldirektor Karr ein Schreiben gerichtet, daß Sie gegebenenfalls
in der Lage wären, zu ihrem Prozeß wichtige Mitteilungen zu
machen!"
Der junge Mann entblößte ein tadelloses Gebiß.
,,Well, Sir, so ist es!" versetzte er dann in einem leicht-
gefärbten Deutsch. ,, Natürlich kommt es ganz darauf an, was
Sie mir hierfür zu bieten haben!"
,,Das heißt also, um das Kind gleich beim rechten Namen zu
nennen, Sie beabsichtigen eine Art Erpressung!"
Ein Achselzucken war die Antwort.
,,lch bitte Sie, Ihre Ausdrücke etwas vorsichtiger zu wählen,
l'iir mich handelt es sich nur um ein kaufmännisclics Geschäft.
Ich glaube mich im Besitz wertvollen Entlastungsmaterials zu
l)eiinden, das ich selbstverständlich so teuer wie möglich zu ver-
kaufen wünsche. Von einer iirpressung kann daher wohl niclit
tlie Rede sein."
Walter biß sich auf die Lippen.
Kr fühlte, daß er sich gleich zu weit vorgewagt hatte; die kühl-
überlegene Art des jungen Menschen bewies ihm, daß er einen
äußerst gewandten und verschlagenen Gegner vor sich halte.
,,Wir wollen uns einmal auf Ihren Standpunkt stellen," nahm
er dann nach einer Weile wieder das Wort, ,,und die ganze Sache
rein kaufmännisch betrachten. Da werden Sie es verständlich
finden, daß wir die Katze nicht im Sack kaufen wollen. Dürften
wir also zunächst erfahren, mit wem wir es eigentlich zu tun
haben? Auch wären wir Ihnen für eine Andeutung dankbar,
in welcher Weise Sie überhaupt glauben, den gegenwärtigen Stand
des Karrprozesses entscheidend beeinflussen zu können!"
Ein tückischer Blitz zuckte im Auge des anderen auf.
,,Mein Name tut vorläufig nichts zur Sache. Da Sie mir ja
liebenswürdigerweise sofort einen Erpressungsversuch vorgeworfen
haben, möchte ich mit meiner Person vorläufig lieber noch etwas
im Hintergründe bleiben. Ebenso denke ich nicht im Trauni
daran, mein Material auch nur mit einer Silbe preiszugeben, ehe
nicht ein absolut bindendes Abkommen in der Geldfrage zustande
gekommen ist!"
,,Was verlangen Sie also?" ließ sich jetzt die tiefe Stimme des
Kommissars vernehmen, der dem kleinen Rededuell bisher als
stummer Zuhörer gefolgt war.
.,Dreimalhunderttauscnd Goldmark! Keinen Cent weniger!"
Herr Brandsletter pfiff leise durch die Zähne.
,,Ein anständiger Balzen Geld!"
,,Bei dem Vermögen, das Herr Karr nach Zeitungsberichten
seiner Witwe hinterlassen hat, ist es nur eine Bagatelle. Und
schließlich dürfte der gnädigen Frau dieser kleine Aderlaß ihres
Bankkontos weniger schmerzlicli sein als ein lebenslängliches
ZuchlliauN oder vielleiihl noch etwas Schlimmeres!"
Er fuhr sich mit einer bezeichnenden Bewegung um den Hals
und blies dann seelenruhig eine Kette von Rauchringen gegen
sein Bierglas.
Walter sah scharf über den Tisch.
Unwillkürlich verglich er die Breite der Platte mit der Spann-
weite seines rechten Armes.
Sekundenlang hatte er nur den einen Gedanken, diesen höhnen-
den Mund mit einem einzigen Schlage seiner wohltrainierten
Boxerfaust für immer zum Schweigen zu bringen.
Der Kommissar hatte unterdes sein Benzinfeuerzeug aus der
Tasche genommen und zündete sich bedächtig eine neue
Zigarette an.
,,Wir werden Frau Karr zunächst von Ihren Ansprüchen m
Kenntnis setzen!" sagte er dann. ,,Denn Sic haben ja wohl selbst
nicht angenommen, daß wir den Betrag gleich bar in der Westen-
lasche bei uns führen!"
,, Selbstverständlich nicht!" war die Antwort. ,,Bis zur Haupt-
vcrliandlung sind ja auch noch fast vierzehn läge Zeil, und
da läßt sich noch manches erledigen!"
,,lcli habe Zeit, meine Herren!" schloß er selbstbewußt. ,,Icli
mache Sie aber gleich darauf aufmerksam, daß ich bei langem
Zuwarten vielleicht noch wesentlich teurer werden könnte!"
Herr Brandstctler lächelte freundlich.
,,Sic sind wirklich ein Gemütsmonsch und können es bei Ihrer
Jugend sicher noch weit bringen. Nur einen freundschaftlichen
Rat möchte ich Ihnen geben: Seien Sie vor der Polizei ein
bißchen auf der Hut!"
Ein ironisches Grinsen erschien auf dem blassen Gesicht seines
Gegenübers.
,,Mil der Polizei schrecken Sie micli nicht! Aber Sie zeigen
mir mit diesem Hinweis, daß ich im Verkehr mit Ihnen doppell
vorsichtig sein muß. Sollte ich übrigens bemerken, daß Sie
irgendwie die Behörden gegen mich in Bewegung setzen, so könnte
es leicht geschehen, daß mein Material, das an einem sicheren
Ort niedergelegt ist, durch einen Mittelsmann vernichtet wird,
ehe es für Ihre Klienten überhaupt in Aktion tritt. Schließlich
haben diese ja alles und ich nur sehr wenig zu verlieren!"
,, Irgendwelche Skrupel, daß man auch aus rein moralischen
Gründen verpflichtet sein könnte, für zwei unschuldige Menschen
einzutreten, scheinen für Sie nicht zu existieren!"
,, Verehrter Herr!"
Die Stimme des jungen Mannes hatte einen fast mitleidigen
Beiklang.
..Ich glaube, wir sind liier doch niclit zusammengekomnien,
um Scntimeiitalitälcn auszutauschen. Ich kenne weder Herrn
Dr. Steinhoff noch Frau Karr und habe an ihnen kein beson-
deres persönliches Interesse. Dieser Fall aber, zu dem ich ganz
durcli Zufall Beziehungen gewonnen habe, ist für mich die große
Chance meines' Lebens, die icii entschlossen bin, bis zur letzten
Konsequenz auszunützen. Darum will ich meinen Standpunk'
kurz dahin präzisieren: Ich verlange, daß der vorhin genannte
Betrag auf einer Bank im Ausland, die ich Ihnen noch näher
bezeichnen werde, unantastbar unter einem bestimmten Deck-
namen niedergelegt wird. Gegen Aushändigung des Depot-
scheines erhalten Sie dann am Tage der Hauptverhandlung mein
Alalerial. Bis dahin ist es wohl besser, daß wir nicht mehr per-
simlich, sondern unter einer Chiffreadresse durch das Poslaml
Dorotheenslraße miteinander verkehren!"
Er hatte Ihi diesen Worten seiner Brieftasche ein Blatt ent
nommen und warf ein paar Zeilen auf das Papier,
Dann legte er ein Geldstück auf den Tisch und erhob sich.
,,Ich darf wohl darauf rechnen, von den Herren bald etwa^
zu hören!"
Damit war er bereits zur Tür hinaus.
Auch Waller war aufgesprungen, als ob er ihm nacheilei
wollte, doch der Kommissar hielt ihn zurück.
,, Keine unnütze Aufregung, Herr v. Prayerl Dreihundcrl-
tauscnd sind kein Pappenstiel. Die läßt der Mann nicht iir
Stich, wenn er überhaupt etwas zu melden hat!"
XVI.
Leisen Schrittes schlichen die Tage dahin.
Der verhängnisvolle Termin der Hauptverhandlung rückte uii
aufhaltsam näher und näher.
Waller war vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hinein
ruhelos in Berlin unterwegs und halle immer wieder lange Kon-
ferenzen mit Brandstctler, ohne daß doch, wie er sich setbs'
gestand, bisher auch nur der geringste Erfolg seiner Rettungs-
aktion für Kurt und Ivvelyn zu verzeichnen gewesen wäre.
Fnrixi'lziing folgt
FRAGEN
die uns erreicht ert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,. Fi I m -M a g a z i n ", Berlin SW 68, Zimmerstraüc 35-41.
Scheriverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
h !i r I n t I o 11 b II r ji : Der in iiiimti'iii Aiifs.itz ..(icl'iilir
NiiiiiiiH'r 11 «Twäliiito Film ..INiri" crsilK'inl liri der l'f.i
.uinciililirkliili iiiil ^riiOlPiii Erfolg im l'f.i-r.Millnii ;iiii
M 11 n II li (• i m : Wciiileii Sii- Kicli, liittc. an <lic
.s\\" l„^. Koili>traUo l.l. :iii ilic .\af,i. HiTliii SW 4S.
an die llcBCwalil. Kerliii SW 4«. Fririlrirlistralic :.'.'>ll.
iTrciclH'M Sie iliircli Eiclilx'ryr-Film. HtTÜii SW js.
Frilz l/aiij? durch Fritz LaiiK-Film. Ui-rliii SW is.
W. s (• li.. (■
liflio^ Wild' in
Her Film liinlt
.N<p||cnil(irtl>l.ilz.
11 0 r 111 i II <" H..
Creoiiliaiiin. lirrliii
l''ri('ilricli>lrali(' il'.'<.
iJicIianl Kiilil'iT^-
F'rioilriclistralif 171.
Frifilriclistral-ic -'iM.
I) i m i t r y K.. Hin" : "n' Brief hat uns aiiljeronlentlich interessiert.
Wir hallen situ nelesen. ilal« niiin liei lliiien iiber viele Spfiniisiiieler anderiT
.\nsielit ist als in Herliii. It.is
lälit sieh leider nicht wr-
meiden, denn man kann die
Scliaiisiiicler nicht nach dem
Gescliiiiack eines liesliiiiiiitcM
Staates aiiswiililcn. siindcrii iiiiiU
mit der k:"'^'"" \\ clt als .\li-
satzschicl rechnen. Vdrliiiilin
ist der ^Tölälc Teil ilcr Film-
leser noch anderer .\iisiclit als
Sie, ohwcihl wir lliiion in eiiii-
ften Fallen eheiisii recht <?•'''>'"•
wie Sie hei andern Darstellern
unserer Meinung nach im Irr-
tum sind. I'ie Nachricht. claLi
Billie I>o\e hei Zieslield war.
haben wir \ »ii eiiieni ({iilcii
Bekannten lier Dame. I hri;^cns
gilt das in New York als ehren-
voll. I.ieii Deyers wurde in
Amsterdam ({»'boren, hat al'er
l.iiiHe Zeit in Wien ;;elcht.
Sclireiheii Sie uns nur recht
oft. wenn Sie et«as auf ilcm
Herzen haben; wir anlw orten
immer Kern.
L y a - M a r a - I. i 1 i a n -
H a r V c'y - S !• h w ä r m e r i n .
Ha III h 11 r si ; Sie hcschweren
sieh, (lall wir zmii'l amerika-
nische .'^cliaiispieler hriimcn. und
ierlan>;en d.inii nleicli ein Uihl
von Hell Lyon. — Ihr Schwärm
wird sicher bald in ll.iinlpiirn
sein. Weiiijistens hat er es iin-
neulich erzählt. Willy FrilM-h
war ja voi ^ar nicht allzii-
langet Zeit iicrsiinlicb an der
.Vlster. Auch Jenny Jiino ist
hei Ihnen in llainhurj^ (;ewcscn.
I>a kann man ilocli nicht >a;;eii.
dal! Ihre nrolJe Seestadt « ic
ein Itorf lieli.indelt wiirdc. —
/einik ist noch in .SniiTika.
I.ya Mar.i \\ieder in Kerliii.
Wenn Sie in Herlin sind, rufen
Sie uns zweckmälJi;; an. W .'
werden Ihnen dann saften, in
welches .\telier sie sicli hi'-
KCbcn müssen. — F.ine Film-
redaktion hat nie einen be-
stiiuinlen .Schw.irm. sondern
niuli sich fiir alle Schausiiieler
und Scliaus|iieleriiiiien ^leicli-
liiäUiH: iuleressiercn.
T e II f e 1 . U i e I c f cid:
Den Soliii des .Sia.ilsaiiwalt^ in
den ..Sictizeliiijiihriüi'n " siiielle
Martin llerzbi-rt;. Seine Film-
Freunde waren farl Malh.iiis
und IJerliard Kitterband. Alle
Künstler t;eheii Aiitonraiiiiiie.
Oeor;; .\lexaiider hat am .t. April
CehurtstaK und ist mit Sweela
Tzatschewa verheiratet.
Fr. Seh.. Dortmund: Es ist wirklich der sicherste WeR. wenn
Sie sieh nnmiltelbar mit den FilniKesellsehaflen oder Regisseuren in
VerhiiidiiUK setzen. KiiiiKe Adressen: IJiebard EichberK-F'ilin. Herlin SW 4.-*.
FriedriclivtraUc ITl. Fritz I.aiiK-Filin, Berlin SW IM. FriedrichstraUe i'.'t.
l'fa. Herlin SW ti.s. KoehstraUe i;-s.
It i t .1 , d i e (i r o U s t a d t j ü h r e : Laura la Plante wohnt in Beverly-
llills, llcdlyuood. .Sie ist M-rbeir.itet. Inseres Wissens Küiisllernauie.
Sie spicUe ii. a. in <len Filmen: ..Soldatenicben. das beillt lustis sein ■
und ..Hoppla. Vater siclu's ja nicht". Ihr neuester F'ilni ist ..Ich hab' fur
Sie ein weiii;; Sympathie-. Sie können an Tharles IJogers ilentsch
sclireibcu.
r r s II 1 a ('.. 11 e r I i n - N e 11 k ö I I 11 : Cerda Maunis wohnt Kerliii-
! ^yilmcrsdorf. llolieiizollenidamin .')2. Aniiy Oiidra Berliii-Charloltenbiirt;.
Kurfiirsteiidamiii ITH. Käthe von Xany Berlin W. Fräser Straße 1.
F i I m r i m m e I . L e i p z i k C 1: Die iieiioleii Filme von HriKi'li>
Helm sind ..Die wiindcrb.-ire I.iii^e der Nin.i I'eirowii.i- und ..(;eld-
(ield-lield '. .\u;;enblicklich arbeilct sie au dem neuen Ffa-Filiu
..Manidescii'. In ..(ieid-Ceid-tield- spielt sie mit Allred Abel, in der
..W uiiderb.iren Lils;e der Nina I'etriiwii:i • mit Fr.inz Lederer. in
..Maiiuleseu" mit Iv.in Mosjukin. Ihr (i.itte l{ieli;ird Weißb.ich spielt .ab
und zu eine kleine Hidle. Brinilte llidiii bat am 17. Mär/. (iebnrtstaK.
tirelc I!i'in«alil wcdiiit »itUii W. KeffensbiirKi-r Str;iUe 11. Von Brigitte
Conrad Veidt und Max Schmeting
Helm sind kürzlich w iedi-r Bibler bei uns erscliieneii. I'hotos \ oii der
Küiistlcriii erhallen Sie hei L'oss. Berlin SW (;^. .MexaiidrincnstraUe Uo.
Hanna I{.. .\ I 1 ■• n s t e i n : In der ..tiräfiii .M.iriza' s|iielteii Harry
l.iedtke. \i% iaii tübson und Krnst \ erebes die Haii|itrolleii. in ..l'ielro. der
Kors.ir- l'.iiil lüchtcr. Aii>;-, F:ni-de Nissen und Ifiidolf Klcin-Rosjie. .I.i-
wolil, es sali vor .I.ihrcn einen F'ilm ..Wilhelm Teil'. Die Titelrolle
wurde von H;ins .M.irr darf^estclll. in weiiereii Itollen sah m.iii .Veni.i
Desni. (;rete Heinw.ild. Knia .Moren.i. (onr.id Veidt. .Man will jetzt in
.\inerika das Thema noch einmal behaiuleln. Aber es ist noch nicht sii-her.
Sie können Jtanion Xovarro ruhig jetzt um ein .Viitogramm bitten, er bleibt
vorlänlig noch in Hollywood, t'harles Farrcll ist durch die F^ox-Studios,
lim Western .\ve.. Ilidlywood. zu erreichen.
Herbert IL. Herlin:
Diomira .lacobini woliiil Berlin
W. Herkules -Haus. Friedricli-
Wilhelm - StraUe i:i. Brigitte
Helm Berlin-Dahlem. Im Win-
kel :,. .\enia Desni Berlin W.
I'.iulsborner StraUe :i. Ast:i Niel-
sen Berlin W, K.iiserallee Hr.).
Lilian H.irvev Herlin W 1.).
Diisseldorfer StraUe 47. Cillv
Feindt Berlin SW. Willielm-
straUe 148. .\lle Künstlerinnen
neben .Vntograinnie.
W i I I y - F r i t s c h - N' e r -
e h r e r i n i ii d e r s <■ h w c i z :
Neue Bilder M>n Frilscb und
Fuellercr werden in iUt näcli-
slen Zeit gebracht. Sein nächster
F"iliii ist ..Die Frau im .Mond ".
li ö s t a - E k m ,i n - V e r -
c h r e r i n M a r y \.: tiösta
F^kmaii ist verheiratet. HIond.
blaue .\iigen. (iroUer Blumen-
freund. F:s ist nicht ausge-
schlossen, daU er bald nach
Herlin kommt.
H o n z o II n d T e d d y a u s
Köln: Harry Fiel hat Kimler.
F.s stimmt schon. Kamoii No-
\arro wird bald iii Herlin ein
Konzert geben, .laiine (atelain
filmt in l'aris. W olinuiig:
l'aris ().'!. Houlevanl des In-
valides VII. Kr gibt Auto-
gramme. Wladimir tiaiihirow
Ist in diesen T;igeii von einer
(iastspielreise aus .Jugoslawien
gekommen. .Sein neuester Film
ist ..!• r.inenraiib in M.irokko' .
<;reta (Jarlio i^t nicht mit .lohn
(iilberl verheiratet.
L'i 1 Ml s c li w ä r m e r i n tl e ril a
K.. i; e m s c li cid: .\orma
Sh.'arer ist nicht mit Werner
l'iuttcrer. sondern mit Irving
Thallierg verheiratet. Fiietterer
i-t noch zu hallen und woliiil
Herliii-Steglitz. Kleiststralie J7:
.\riiold Hasenclever in Berliu-
fbarlotteubiirg. Dahlm;innslr. ir..
Treue Tomate Steffi (i.:
l.ilian llarvov i-t unseres Wissens
nicht mit \\illy Irilsch \crlubt.
lOriisl l'ittsch:tii i-t nur in ganz
kleinen Wollen zu schell, (ireta
(iarbo ivt nicht mit .lohn (iil-
berl verheiratet.
F i I m f r e n n d i n F ii I d a .
(; I e i w i t z : Faul IJiehler
wohnt Herlin W. Tauentzien-
-traUe 10, F'red Louis Lerch
Berlin W. Itegensbnrger StraUe
Xr. 14. (iilberl Holand uml
Xils .\stber leben in Hevcrlv-
Hills. Hollywood,
r r a r i - V e r e h r e r i u ii e ii :
i; s c h i II 11 d K I f i . .\ n g e I o l
Die (iriiUe an .\iigelo Ferrari sind ausgerichtet,
() s t p r e II U e n : .lack Trevor widiiit Berlin W. BendlerstraUe !i. i^t
mit eiller F^ngläiideriii \ erhcir.itet. b.it zwei kleine Kinder, gibt .\ulo-
graiiime. war friiher Kavallerieoffizier, dann Filmstalisl in l.ondcui und
Amerika uml kam vor etwa vier .T.'ibren zum denlsehen Film. Sein erster
groller Krtolg: ..Der Katzensteg''.
Doli y .L. II a n n o v e r : Der neueste FMm mit I'cicr Voss ist
..Der (iefangene der Bernin.i'. F> bleibt beim Film.
K d m 11 n d .\L. D r e s d e n : Bob .Sti.ll erreiiheii .Sie iliirch ilie Terra.
Berlin SW r.s. KochsIraUe 7;i.
F r a n .\ ii n .i .s.. II a n ii o v c r : Oiinnar Tolnaes tritt .•lugenhlicklich
mit groUcni F'.rfolg am ..Betty Xaiisen-Tlieater" in Kopenhagen auf und
wohnt Ved .Vmagcrport 11. F.r wurde fiir einen neuen denlsehen Film
V erptlichlet und kommt daher im Sommer nach Berlin. i",r wird dann
wieder im Hotel am Zoo. Knrfürstendanim. wohnen. Tolnaev spielte
kiirzlich eine Hauptrolle in dem St.irfilm ..(iesehlecbt in F'esselii'.
1' e t e r II. F., C h a r I o I I e n b n r g : Ilse Stobrawa wohnt Berlin W.
\schaffenbiirger StraUe il. Ihr neuester Film ist ,.T)er (ief.ingene der
Berenina''. Mady Christians wohnt Berlin-t'harlottenhiirg, Bismarek-
slraUe (17. Ihr richtiger Xame. Vera Schiniterlöw gibt .\iitogr.imiiie und
wohnt Berlin-Halensee. Xestor-lraUe I.
S II > i K.. O r ;i II i I- ii li ii r j; : l'lurriHT \ lilnr« it-Iit liiillc «iir Kiii;;
Viiliir. I.ya de l'iilti ist rii^ariii iiiiil »pii'ltc ii. a. in fiiltcciulcu Kiliiicii:
..Das iiiilisilic Cniliiiial". ..\'ariotc ■. ..Kcr lirciicinlc ArkiT", ..Maiiim
l.oscaiil". ..('Iiarlotl etwas vcrriickf. Kaiiiiiii Novarro kdimiit in ilicsfiii
.lalirc licstiinnit mocIi nach Kcrlin. Der Iliiii^las Kairlianks-Kilin ..Der
Mann mit (U-r Pritsclu'"' ist Mir uii;;cl'älir ;i .lalircii nraiifj;i'fiilirt wonloii.
|)rr lll'istricrto P ilniknrivr bringt von jcilcm (truUcn rilin i-iiii' lic^clirci-
llUIlft.
M.irKüt H., (' Ii a r I .1 I tf II It n r K : Willy Fritxli wolint Hcrlin \V,
Kaiscrilanini tl.'i, iiinl hat am i'T. .laniiar (ichiirtstaK-
Z w (• i l' <i II r a d V <• i d t - V c r c h r c r i n n «• n : (iinrnil Vi-iilt ist
mit Krau iiiul Kiinl ans Amerika K<'ki)n)in<'ii. Kr wiilint im Kilen-Iliitel.
Iterlin. itiiilaposter ■'^tr.'iUe. Natürlich uiril er hier filmen. Wenn l{aiiii>ii
N'oxarro iiacli Kerlin kiimnit. »inl sicherlich auch mit ihm ein Aiitn-
uranimtaK > i'raiistaltet wenlen.
Krni .(.. H :i r in e n : Kalbe v. Xaf;y «obnt Berlin \V. l'raf;er
Str.ilie t. .Möglich, daU sie aiiF einen Brief aiil«<irt<-ii wird. Wenn Sie
zum Film wollen, so wenden .sie sich am besten an die Kilmjc<'sell-
schaften. oder besnehcii die Filmscbiile in .Miincben. .SoniienstruUo l.'>.
Lassen Sie sich ein l'rospckt scliicken.
M .1 r i a S.-K.. Berlin: I.ya .Mara wohnt Berlin-Westend l'omniern-
allee .'i. .\sta Nielsen Berlin W. Kaiserallei' 2m. .Maiija 'J'zschatsehewa
Berlin-( barlüttcnliurfr, Friderieiastralie i'!(. .Mit .l.ick 'frevor erschienen
kürzlich ..N.icIitKCslalten ' und ..Friiiilein Klse". In .\rbeit: ..Die weißen
Ifoseii Min Itaveiislier:^".
II i 1 d e t. K., D r e s d e n : Henry Stuart wohnt Berlin W. l'assaner
StraUe 17. Künstlernanie. .Sein riclitij"i-r Name ist .lininiy Hess. Er
«ibl Auto;;r.imine. Kr wurde um 1. Febrniir in Kairo (;elioren. Itiehti^.
er hat .iiicli zwei fr.inziisische Bulliloy;H:eil.
.1 II n Ii e r K i I m f r e ii ii d \ o in K h ein: t'laire Kommers nächster
I ihn ist ...Sensation im \\'inler;;;irteir'. I.ili.in llarM'y n'i''t Autogramme.
Wohniin;;: Berlin W !.'>. Düsseldorfer Sli.ilJe 47. Sie film! ;iiinenhlicklicii
..Das Modell \on Moniparnasse". Kürzlich erschienen von ihr ..Kine
Xaclit in London" iiml ..Ihr dunkler l'iiiikl". Otto (Jebiihrs neuester Film
ist ..Die keusche Kokotte''.
F i I in f r e ti n il i n () her- 1{ h ein: Ivan l'etroxich ist nii\ erhei-
ratet. Kr spielte u. a. in fidK:endeii Filmen: ..Der Dämon'. ..Fnineiiarzt
Dr. Schäfer ", ..Fürst oder Clown". ..(•elieimiiisse des Orients ". ..Di-r
Zarew ilsch". ..Das jiröUle Opfer". Xeiiesler Film ..tjiiartier l..itin ' (..I'.iris.
(In St.idt der Liebe"). Kriist Hückert wohnt Berlin. Ilalb'sche StraUe !.'>.
filmt seit einigen .laliren. .Sein nenestcT Film ist ..Drei Taj>e Karneval'.
T a n z e 1 f e : .\iinv Ondras l'artner in der ..Sa.xophousnsi" war
Malcolm Todd.
(' I .1 r a B o w -Verehrer: Clara How erreichen Sie durch die
r.'iramonnt Studios. Hollywood. Kalifornien, .sie wurde ,'im .s .\ni;usl in
Brookl.Mi geboren. Sie sibt .\iitot;r.imme. Bilder von Clara Bow (;iht es
in jeder nröUeren l'apierhandlnnu.
K d i t h S. II. F r i e d e 1 B.. Berlin: Die männliche H:iiiplrolle
in ..W inns ■ spielte Charles Hoji'crs. Cnher-City, Kalifornien. Walter
.Slezak ist um erheiratet iinil hat ;im :t. .Mai tichiirtsta^'. Im AiiKenblick
filmt er nicht. Werner Fuetterer liest alle seine Bricf<' scHist. ..Die
Flucht der Delia" ist noch nicht iirauf<refiilirt. ^
II e r t h a IL. Berlin: I'ola Xe^rri und Ilona Karofewiia hieben
AntoKr.-inime. I'ola Xejtri ist von I'aiil Davlilsoii für den deutscheii Film
entdeckt worden. Dir riclitif;er Xame ist .\ppi)loiii:i Cli.'ilii|iec. .lauolil.
sie ist mit d<>m kaukasischen tVirsten Serne .Mdivani ^ erheiratet.
Charlotte K.. Berlin: Unsta\ Frülilicli wohnt Berlin-Westend.
Kurläiider Allee I.
K r II a Z.. F r a II k f 11 r t - <) d p r : Wilhelm Dieterle i.st in Berlin.
Sein neuester Film: ..'rriiinipli des Lebens". F.r ist mit der Schauspielerin
Ch.irlolte llaKcnbruch verheiratet. Kr f;iht .VuloK'rainine.
K 1 f i 8., Berlin: Douglas Fairbanks bat nur einen .Sohn. Olf-a
'rschechowa wohnt Berlin NW 2,1, Klopstockstralie 2(1, ist geschieden, hat
ein Tocbter<beii. nibl .\nto};raiunie, wunle am 2l>. .\pril in .Vlexandropid
geboren. Xeiiesler Film: ..Diana". Fred Louis Lercli wohnt Berlin W.
Kesensbiirf^er .Stralie II. Ivan Kow.il-Saiuborski Berlin-Oriinewald. l'anls-
boriier StraUe 4ii. Kurt Vosperinann Iterlin-Cliarlolteiihnrn. Claiisewilz-
siraUe :i. Iw.i Wanja Berlin-Charlotteiibiirf;. J)eriibiirnsfraUe .'«t.
.\ s t a D. L.. D o r t III II II d : Itod la Koipic lebt und filmt in Holly-
wood, Krie Barclay in Paris. Lars Hanson ist Schwede und mit der
sclivvediscben .Schauspielerin Karin .M>dander vcrheirat<'t.
(i e r d a X.. X ü r n li e r k : H.'imon Xov;irro kommt vor.iiissiclitlich
im .Sommer nach Berlin. MiiKlii'b. dali er .'luch im Kiindfiink sich hören
bissen wird. Ciistav Fröhlidi nü't Aiitoj;r.iiume. Am 21. .März Cehurts-
taf;. Wobiiun;;: Berlin- Westend. Kurläiider .\llee 1. .Seine nciu'stcn
Filme: ..D.-is brennende Herz" und ...\splialt".
D i t a S.. Berlin: Werner Fnetter<T ist nn^cliener nett iinil kann,
wi'iiii er will. <tenan so liisti<; sein wie in seinen Filmen. Kr liebt
Xelken, Tulpen, Veilchen, Sclineef-lückclicn. X.irzissen und noch viel mehr,
.lawolil, er ist wirklich mäcliti;; (;roU. .Sicherlich wird er noch öfter mit
Dina (iralla zusammen spielen.
1. <;.. F r i e d r i e h s h a K e II : l'ic Holle des Filka in ,.WoIh:.i-
Wol;;.-!'' spielte tieorse .Sproff.
H. I.. D r e s d c ii : „Die weiUon Hosen von I{;ivpiisberg'" sinil vor
.laliren verfilmt worden und werden jetzt in neuer Kesetznii;;: (Trevor.
Diana Kareiine. Dolly Davis, Viola (Jardeii) noch eiunial {{«"'Ircht. Con-
rad Veidt wohnt im Kden-Ilotel, Berlin, Hiidapcster StraUe. Willy Fritsch
Berlin W. K.iiserdamm it.'), Werner Fuetterer Berlin-Steglitz. Kleisl-
straUe 27, Otto (iebühr Berlin W, KiirfiirstenstraUe IIH, .\enia Desiii
Berlin W, l'anisborner StraUe .l, Cilly Feiiidt Berlin SW, Wilhelni-
straüp IIH; Clara Uuw crreiehoii sie in (^iilvcr-City, Kalifornien.
Mar;;. U.. S i (■ s • • I '• : Wenn Sie zum l'ilm widleii. so isi ,•> aio
zweikmäliiy:sten. wenn Sie sich mit den !• ilnifjesellsehaften in VerlündMii;;
set/i'ii. oder wenn Sie ilie Filmscbiile in München. SonnenstraUe l.'i.
bi'sncbcii. Wir vermilleln keine Kn^jaKcments.
-M :i r a a r e I e S.. X e n k ö I I n : Wenn .Sie Ivan l'itrovich scni
kennenlcriu-n möchten, so können wir Ihnen il.izu auch nichts weiter saKcii
als: Bitten Sir den Kiiiistlcr znnäcbsi schriftlich darum. Das weitere
werden Sii- ja ilaiin sehen.
1 n Ii e b o r K ^^■- '* a ii / i ;;- - L a ii {l; f ii h r : Ihr Bililvviinseh wird in
einer der nächsten Xiimmern ertülll.
\\ alter K.. .Strausberg: \Veiiilen Sie sich, bitte, an den
Klub der Kamerab'iite. Berliii-Charlotlenbiir^. lieichskunzlerplatz j. sj,.
erfahren dort alles Nähere.
.M :\ T s .-i r e t e I'.. Dresden : Ks ist sehr seh« er. nach einer l'osl-
karte zu urteilen, ob Sie ein Film);'ef*icht h.-iben oder nicht. Die bewerte
l'boloKr.iphie li:il wieder k:>I'z andere ticsetze. .\ber v lelli'iiht sciuleii
Sie lliie Bilder i'inmal uuiuilielbar an die Film;resellscliafl zur Beur-
teiliin^C <'<n. W .ilter l'illa ;tibt Antoi:;r.'iiome. wohnt Berliii-Cbarlotlrii-
biir;i. \\ acliolderweH: •'• Sein iieucsler Film: ..Der .Monte Christo \.iii
l'ran. ■
Dr. K I i s a b 0 t h F.. Berlin; \\ ir cmpfc-bleii Ihnen, sich ilir.ki
mit den ;;roUen l'rodiiklioiisfirmen in \erbiiiduiii; zu setzen, wie I fa.
Berlin SW liS. KocbstraUe f.— s. .\afa. Berlin SW If*. Friedrlchstr.iUe 22;..
National. Berlin SW in. l'riedrichstraUe lu. Terr.!. Berlin SW ii.s. Kocli-
slraUe 7:i. Dort lassen Sie sich am besti-n bei den Ke;;isseiircii an-
nielden und werden dann :illes weitere von ihnen erfahren.
Ilse D.. Berlin- W e i U e n s e e : .lack Trevor i»t mit eiii.r
Xicht-Sebaiispieleriii verheiratet. Seine beiden Kinder sind noch klein.
Trevor bleibt lür immer beim deutscheii Film. Kiirzlich siinl von ihm
iiranfnefiibrt: ..Xacbl;;estalteir' und ..Fräulein Klse". Sein neui'st-r
Film sind ..Die weiUen l'oseii von üaveiisbers "'.
Viola IL. 11 a m b iir ;; : .M.'iriaiiiie NVinkelsterii wulint Berlin U.
l'hlandslruUe lli:l. ninl ist nnverbeiratet. .Mar;;ot l.aiida ist .i;e^cliiedeii.
nennt sich jetzt wiediT Mar^jot W.illcr iiinl wohnt Berlin W. kiirfiir-leii-
dämm 11. Louise Broidis erreichen .S'e in Be\ erly-llills. HidljwiMnl.
Kalifornien.
.. .1 e m :i n d . der s i e h a u s k e n n t i m F i I m s e h a ii -
s p i e 1 e r I e b e n ■■; Leider können wir lliiien Ihre Fräsen nicht beaiii-
wcirlcn. ila .Sie uns Ibri'ii N.imen verschweißten, wir aber anonyme Briete
grundsätzlich nicht beaiilv\ orten.
K r 11 a tJ.. C b a r 1 e s IJ ü y e r s - V e r e h r e r i n : Charles Köders
und Clara Bow errcieben sie durch die Metro-(iiddw\ n-Stiidios. Ciilver-
City. Kalifornien. Cl.ira Bow li;it .im s. .\u!;iist tichnrlst.iK.
1< e i n h o I d B.. S c b ö n eher;;: Die Kör]ieriiiaUe von Jlmbilf
\alciitino können wir llilien leider nicht .'iii;;ebeii. Welche Körpcrioalie
Sie haben müssen, iiiii bei einer Schönheitskonknrrenz aufzuf.illen. aliiicii
wir auch nicht. Aber Sie wissen ja: Schlank sein ist die ;;roUe .Mode!
Klaus B., Bad L a u t e r b e r k : Der Film ..Am Rande der Welt
ist liier in Berlin und auch in alliieren Städten mit Kr"LIcni Krfoli;
;;idaiifen. L.irs Hanson ist unseres Wissens nicht mit dem v erstorlicncii
ICiiiar Hanson verw.iiidt. Douglas Fairbanks jr. filmt cbeiif:iMs.
Ilse H.. H a I e n s e e : Die männliche Hauptrolle in ..Charlcys
Tante" spielte Syd Chaplin, der Brmler Charlies. .Mady Christians
l'artner in ..N.iiiette macht .illes " war (ieor;; Alexainler. Im ..Her« des
Schicksals" w.ir Luis TrenUer der llaiiptil.irsteller. Der l'artner vnii
(ireta tiarbo in ..Anna Karcnina" war .lohn (.ilbert. Im ..Craf von
Kssex" spielten K\a .M;i> und Kn^en Klopfer dii' ILinpirolleii. in
..Charlotl etw.is vcrriickf' I.ya de l'iitti. .Vlfoiis Frylainl. Li\io l'a\:iiicl!i.
Lotte l.orriiiK. im ..F.iiist" Camilla llorii. Kmil .Linnin^s. Costa Kkiiiaii.
Vvetle (Jiiilberl, im ..Casanova" Mosjnkin. .leiiiiy .Iiiko. Klein-Uos^ie.
Di.iiin.'i Kareiiiie. in ...Meine T.inle — deine T.iiile " lleniiy l'orien. Ii:ili>li
Arthur Itoberls. Aii;;elo Ferrari, in ..Marquis d'Kon" Liane llaid. Akiics
l'-sterhazy. Fritz Kortner. Deiie Morel.
Zwei 1 r r v\ i s c b e a u s W ü r z b ii r }j : Conrad Veidt wohnt im
Kden-Ilotel. Berlin. Biid.ipesti'r S|r;iUe. H:ibt .Viitoj^rainme. ist riesi;; nett,
bleibt vorlänfi;; in Berlin und wird hier filmen. Seine Catlin ist weder
beim Film noch bei der S|ireclibüline. Kr li:il ein Töchtercheii.
F i 1 m f r e n n d .1. .\l.. in K ö ii i h: s b e r ^ : Die fehlenden Helle
erhalten sie durch den \ erl.iu des ..Filni-.MaK:;izins ". Berlin SW um. Kocli-
straUi" Ii — K. lind durch ileii llliislrierteii Kilnikiirier. Berlin W !(. Köthencr
Sir:iUe ;!7. Der lllnstrierie Filmkiiiäer kostet pro Stück it.2ü M.
.M .1 r i a n n e <i.. D :i ii z i ;; - L a n tx f u h r : Creta Oarbo weilt inicli
in CöteborK'. Wann sie wieder in Hollywood sein wird, ist im .\ii;;cii-
bliek noch nicht bekannt. Sie l^t iiiclit mit .lohn Cilbert vcrheiralct.
es w.'ir Hill ein Ceiiicht. Ihr neuester Film ist ..Krie^ im Diinkolir'.
Ihre .imerikanische Adresse i>t Beverly-Hills. Hollywood. Kai.
L i f s e 1 du c k d i e b aus S ;i a r b r ii c k e ii : Willy Fritsih Iräst
in natura keinen Schnurrbart. Kr ist mit Lilian Harvey verlobt. Wilhelm
Dieterle dürfte ungefähr l.s; «roU sein. Sein neuester Film ist ..Triumph
des Lebens", t'ranz Baiini.-iiin ^ihl .\uto)tramine. ist verheiratet und wohnt
Berlin NW i;. KarlstraUe li.
F i I III f r e ii n d i n I. W.. Berlin: Willy Fritsch ist mit Liliail
ILirvex verlobt. Clive Brook wohnt in Beverly-Hills. Hollywood. Kai.
Wir VM'rdi'ii Harry ll.ilm einmal an die fälli;;en .\iilii;(raniiiie erinnerii.
Dina (lrall:i wohnt Berlin W. Speyerer SiraUe 22. und war mit dein vor
einiger Zeit verstorbenen Itedakteiir Lincoln F.yres verheirati-t. Werner
Fiielterer i^t li'din'. Die tirüUe an Lili:iii Harvey, Willy Fritsch und
Henry Stuart sind aiis;;ericlitei.
(• e r d .'I L.. Haiinov er; Wir können Ihnen leider auch iiirlit
s:iu;eii. wie man ziiiii Film koniint. d:i wir Kiiiia^emeiils nicht verniillelii.
Wenden Sie sich, bitte, iinniittelb:ir an die Filmgesellschaften.
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Aus Ufa- II.
Denligwoche
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Oben links: Schwierige Landung
eines Luftschiffes
Oben rechts: Linienschifl Elsaß
\erät bei einer Hilfsaktion im Eise
der Ostsee in Bedrängnis
linis; Treibeis gefährdet die Rhein-
niicke zwischen Mannheim und
Ludwigshafen
h^
Rechts: Ein kranker Hund wird
in der Tierklinik mit Höhensonne
behandelt
Mitte: Zwi'i Preisträger einer New-
Yorker Hundescliau mit ihren Be-
sitzerinnen
Unten: Wie vor 3000 Jafiren:
Chinesische Mutter mit ihren Kin-
dern auf einem primitiven FlolJ
im Hafen von Kanton
V
ß
V,
►^ ..,^^'
'^k^
(I. M. K i 1 III V p r r ii (' k t : I^iiciaiin Allieitini wurde :iiii 30. N'on'iii-
liiT In l,ii;;ci ( It.ilicii) ;i<'Ii<picii. Kr .-irlx'ili'l ziir Zeil an ili'iii ikmicii A.ila-
Film ..TciiiiMi - 'rciii|i(i'. Kaiiioii Niivair« wiiidi- in J)nraiiK<> (Mrxikni
KOhoicii. \Villirliii Dii-Icilc slamiiil ans I.nd» i^slialrn. llany
Lic(ltk(' ans KiinitfslU'rtr. Willy Kiilscli ans Kattnwitz nnil l'aiil Kiclitcr
ans Wien, also alle siiiil «asclioclilc Dcntsclie. Wenn sich die Aiiiwoil
ftwas \ i'izöjit'it. so licnici'kcn wir dazu, dalj Ix-i niis tä^lirh 1 — -.'(ili Hiii'f«'
rinlanfcn.
K i I in f r «• n n d. K r c n z li n r sj O.-S.: Der llarr.v I'ichl-I'ilin ..MaiMi
>,'i'K<'ii Mann" wniili- mhi iIit |{iiif;-Filiiij;('s<'llscliaft licrHi'stcllt. Alxr
lu'iii. Willy l'iilsili. isi doch iiiclit .incli im l.cbcii ..nnsarisclici- l.cniiiant '.
Kr sollte nr«pi iiniilicli Inuciiicnr «<'iilcii. ;iiii;; .ihcr zur Sprccliliiilinc nud
liald zum Tilm. Knili .\li\ ist dii' Tochter von 'lum Mix. ..Amor auf
Ski" wurde \cin diM' Uayerisclicn Kilmucsellschari (jcdreht. l,ott<' \eii-
m.'inii filmt nur noch .-ili und zu. I.ce l'arr.vs nencster Kilin ist ..Die
reichste i"r:ni der Well". Von .\eni.i Dcsni erschien \ or ('init!;<'r Z<"it
..Die Orchideentänzeriii". Ol) l.ilian Harvey mit Willy Krilsrli lieinilicli
\ erloht ist. wissen \\\r iii<hl. Kritz Laiis nud liicharil Kicliliers li.ilien ihre
»•ifjeiu' IJesi'llscli.it't.
K I i s a li e t h D.. Had <) e y n li .i n s e n : Igo Syiii ist durch die
rta, Berlin SW CM. KocIisIralJe li— s. zu erreichen. Kr hat am ;;. .Iiili
(iehiirtsta«-. Wir halieii Diren CniU licstellt. Conrad Vciilt wcdint im
JMeii-llotel. Herlin. Hiidapester Stralic.
.1. N.. .\ n II a lp e r i; : .lack Trevor wolmt Hcrliii W. lieiidlerslr. 'I.
V nrde :iiii II. Dezenilicr in l.oiidnn gehören, ist mit einer Kiii;laiidei in
\ eilu'iralet. tial 2 Kinder. Ki'il .\ nlo(;r.i niine. war früher K.i\ allerieofti-
zier. dann l'ilmsl.itist und spielt a o^eiililii klich in ..Dii' weiden Kosen
Mm l{a\ cii^liei j; die männliche Ha U|>li olle. \'i\ian (ühsini wurde .lUi
II. M.ii in Liverpool <jelioreii. wohnt Herlin-Schlichtcnsce. W.iniisei-^tr.
Nr. lull. i;i'i' .\nloftramme. ist «eschiedeu und h;it ein Ulcincv 'riichteichen.
K a r I <; e o r }■■ 1!.. II a m h ii r K :
l.oiiisi- Hrooks wiiliiil in Heveily-Ilills.
llollyuood. Kai. Ami'rikanciin. sie kiiii-
iieii aiicli deutsch an sie sclireihcn.
KildUartcii von der Künstlerin n'i'i' <"^
in .ji'dcr ••riillereii Hiiclih.indlnii«- oih r
hei HolJ. Herliii sW (W. .Mev.iiidrinen-
sir.iße IUI.
K i n W i e II e r M a d e I : Werner
Kuetterer ist lilond iiml lil.iiiäu;;ii;-. Kr
nihl Auto;;r.iinnie. Sie dürfen ihn .luch
direkt d.iriim liitten. Seine .\iisclirirt :
i'.erliii-Ste^vlitz. Kleiststr.ille i'T.
.M ü II c ii II e r k i II d I in .V.: Il.iinon
Novarro li.it nie die .\hsiclit ü'eli-'hl. in
ein Kloster zu s«"'"""- ••■'"^ l'rojekt Hein-
liirdts. einen Kilni mit l.illian (iisli zu
iii^zcnieren. hat sich zersclila;;eii. I.illi.in
(iisli filmt tM'reils in lliilly wood. iintl
l.'i'inh.'irdt lieuuü^it sieh mit ilem Ifiiliiii.
ein srol.'icr Hiihiiens|iielleiler zu sein.
.I.iwidil. \ or Ili .I.ihri'ii hat .\l.ix Ifeiii-
h.irdl einen l-iliii gedieht. Dit.i I'.irici
i^l nicht dazu ^i'Uommeii. in den r.S..\.
zu filmen, da in Uidlywood der 'l'ou-
filin alles Interesse an sich z.ielit. Dita
l'.irlo ist aller keine liülineiiscliaiisple-
leiin und w;ir von der l'fa ancli nur
auf ". Monate heiirl.-iuht worden. Har-
h.ira l.i .Marr ist sechsm.il zum St.indc^-
.•iiiit ue>;aii;;eii und ist .-in einer I.iiiiKcn-
entzundunu' Kcstorhcn.
I. ö I.I II i t z e r - .\ 11 : Doii'il.is K.iir-
li.inks ist mit M.iry l'iekfoid veilieir.i-
let. Die l'.'irtiiei in ll.iiry l'iels in ,, Seine
si.irksie W.iffc" «.ir \ er.-i Schmiterliiw.
Harry l.iedtkcs S.ihne sollen .iiiUerh.illi
Hi'tliiis wcdincn. .\liltoii Sills s|)ielte u.
a. in ..D.is «<ddene Kand". ..Spanisclics
lUiit". ..K.inipf im Tal d,'r Riesen".
..I.ockrnf des (iohles".
T e d il y . H 1' r I i n : l.illian (iishs
l'artiier in ...\iiiiie I.aurie " «.ir .Voriiiii
K.Miy. \iuerik.iner. Kilmt zur Zeil in
Kurland.
I. o II ,1 - .\ II (■ : Di>r r.iitner \oii l'l i-
rence X'idor in ..Scheidnii:; \ (u- iler Klie
«.ir Tiillio (■.irmenati. .\l.id.\ Clirisli.itis
i~l mit Herrn Dr. S>eii \ oii Müller vr-
heii.itet. .lo.iii t r.i w ford. die (lattiii von
Doii^l.is l'.iii h.iiiks jr.. ist Kilmsch.iii-
spielerin.
(i. I... U e II t h e II : Ilse Stohr.iu.i
Str.-ilie 11.
V i I m f r e 11 n d T e d d y . U e r I i n ; Klleii l'icliter ist iiiilit mit
I'aiil lUcliter vcrwanilt. Ilse Stohrawa ist Heriifsschaiispieleriii. Viele
l"ilmstars h.ilieii ihr Sidtrctariat. lesen .iher trotzdem alle ISriefi' ^elli-l.
\\ ill.v Kritscli stammt ans Kallowitz. .leiiny .lii'^d li.it schwarzes ll.i.ir
iiiiil liraiine .Vu^eii. N.ichsler Kiliii: ..D.is .\l;iilchen \ oii N'.ileiici.i". ('.iriiuMi
Itoiiis neuester Kilni ist ..l'aris. du Stadt der l.iehc" HJiiartier l..itiiii.
(lewilJ. wir keiineii alle prominiuiteii Filnist.irs piTsönlicIi.
ihiit Herlin A\'. .\«( li.iffeiihiii;;-cr
(i c r d i s c li.. S I e K I i I z : Wir wissen wirklich iiielit, oh TJIiauHar-
\v\ mit Willy Krilsch verloht ist. I.iliaiis iiäeli.ster Kilni ist ..Das Modell
vom .Moiilp.ariiasse". .letzt in Herlin. Sie lieht alle Kliinien. Hans
Adalhert von Sehlctto\\s nächster Kilni ist ..Diane, che (ieschichie einer
l'ariserin ". Seine (lattiii liciUt Ilse. Kiii Kind. .I.iwohl. auch ein .Auto.
Kr ist .iiicli in Wirklichkeit iinheschreihlicli nett. Diu .\iitoKr.iiiiiiiliitte
können «ie also g;elrost wa;;cii. Kr lieht K!>i>z hesonders Hosen imil
l'lieder. .\iii II. .Iiiiii in Krankfiirt-M.iiii auf die Welt ti-ckonimpn.
K r e d I. o II i s I, e r c h - V e r c li r e r i n . ti e r :i : Kred I.oiiis l.ercli
wohnt Kerliil W. i;e(;elishin;^er Str.iUe 14. ist nnverlieir.itet. niht .Xiiio-
;,'i.iniiiie. «iirde ;ini -Jx. .März in Krii^dorf (Oesterreich) gehören. Sein
iiiiiesicr l'ilm ist .Der rote Kreis" mit I,ya .Mari.
S e h II II r t z und S p .i t z aus 1..: Kiiu' X'erlohiinsc l.ilian Harveys
mit W ill.v l'iilseh ist uns niihek.inni. ..Kille Xaclit in l.ondon" ist schön
iir.-iufuc-fnhri worden, l.ili.in ll.irvcvs l'.irtner im ...Modell \(mi Muntpar-
iiass<'" simi l^o Svin und Harry Halm. Werner Knetterers Partnerin in
..Die l'liicht der Delia " ist .M.ircella Alli.ini: ..Die sehiinsie Ki:iii der Welt"
spiielt l'.lfj.i Hriek. .Micr ii.ii iirlich. l.ilian Harvey. Willy Kritseh und
\\'eriier l'iicltcri'r sind hefreniidct.
S a X o p h o 11 - S II s i : Sie dürfen Kraben stellen, so oft Sie iiiöjj;en!
Die mäniiliclie Hauptrolle in ..l.ady Hamilton (Die iinKekriinie KüniKin)
sjiielte der Ciliar \ictor Varkoni. Zu erreichen durch die First X.ational-
Studios. Unrhank-llollyuood. Kalifornien. Die l'fa-Darstellerselnih'
existiert nicht mehr.
I, i s .s j T.. II a 1 !• 11 s <■ !■ : Conrad Veidt lileihi Mirläiififr in »erlin.
\'era \oroiiiiia s|iielt eine l'olle in dem .I.iiiiiiiius-Filni ..Der Patriot-
Wiihniiiii;: r.erliii-\\ ilinersdorf. riilandstralie .st. .Mar\ .lohnson und Frcti
I.Duis l.ercli gellen .Viito^ramme. Hans Heinz \\ iiikler ist noch niclil in
eiiiein Film lierv or;;('tretcii. .Martin Herzher^ filmt schon viele .Jahre.
Seinen ersten uroUeii KrfolK hatte er mit seinem ..Da\id Copiierficld".
W .•! I t e r .S 1 e z ,1 k - V e r o h r e r i n:
N'ehen Heiiny Porten w.ir Iw.i W.iiij:i
die P.irtnerin von Walter Slpz.ik in der
..Croßcii Pause".
.\. H.. O 11 p a II : Victor Varkoni dürfte
elw.i !1 .lahre filmen. KichÜK. Willy
Fiit^cli ..vcri-hrt " l.ilian Harvey. Voii
einer heinilichen \ i'rlohiiiif; wissen wir
nicht».
.\l a t t h. 1,.. W ü r z b II r s : Senden
Sie. hitte. Ihr .Manuskript in Form eines
kurzen Kxposes .'in die drain.itiirgischeii
AliieiliiiiKeii der Ff.-! (Perliii SW r>.<i.
Kochstr. r.-S). Xalional (Berlin SW 48,
Friedrichstr. KD. Terr.i (Berlin SW fi«
Kochstr. T.-il.
.M. II.. W i e s h .-1 den: Iw.m .Mosjn-
kin ist ein Ffa-St.ir und hieilit vor.iiis-
sichllich stänilis; in Herlin. Seine Woh-
iiiiiiu; Berlin W. Kiirfürslend.iinni I9.'i.
Kr li.it einen Sckri-tär. .Mosjiikin i-t mit
der d.'inischen Filmsch.iiispielerin .Agnes
Petersen verheir.itet. Sein (Jeliurtstap:
ist der i'fi. Septeniher. Kr triht .\uto-
«•r.imiiK'. Sein neuester Film i-st ..M.inn-
lesen".
C. e r d .1 (;.. M e r 1 i n - <• h a r I o f .
f e II h II r u- : Sie erreichen Iw.m Petro-
vieh im Eden-Hotel. Berlin. Biid.ipeslcr
Str.-ilJe. Kr wurde .•im .'il. Dezeinlier in
Biid.ipest gelinren. Iiiverheiratet. C.ibt
.\iiio;;r:imiiie. S|iiiclil Deutsch. Bleiht in
Berlin. Filnile \ or fi .l.ihren erstmalig
unter .Michael Kertesz" Besie in Fnji.irn.
F ritz K.. Berlin: Käthe von Xa-
uy wohiil Berlin \\ . Praj-cr Sir.iUe 4.
wurde am I. .\pril in Suhotic.i Ki'hoien.
im erheiratet. Xelkeii. Sie filmt .•iiitfeil-
hlieklich ...Mascotlchen ". I.i.ine ll:iid ist
mit B.iroii H.aymerle verheir.itet.
1" i 1 m \ e r e h r e r i ii I, ii z i .-i : .\n-
uehi I'crr.iri «olint Berlin. Biizener
Straße !1. Kr küH XulOfjr.imme. .I.iwolil.
ein -Viito he-ilzi er .iiicli.
K ä I II e s.. \ e II s I r e 1 i I z : Fraiii
B.iiini.iun wohnt Berlin NW f.. Karlsir.
Nr. Ifi.
W e t t e - s t r e 1 i t z : Der Siegfried-
D.irsteller in Fritz l-iiiyrs ..Xiheliiimeii'
heißt P.iiil l'icliter iiiiil erfreut sieh
bester (iesiindlieit. Sie haheii also die
A\ etil. Ke^vonnen.
Ilse K li ^.. C li .1 r 1 o t I <■ II h II r ;;■ : Conrad N'eidt wohnt im Kden-
llotel. Berlin, liml.i pester Straße. .Marlene Dietrich. Berlin W. Kaiscr-
.•illee .VI.
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die l'iliii;;esellseliafteii weiulen
si'iideii.
Hihi II.. Bad M u s k a 11 . O.-S.: Die weihliehe nanptrolle in .l"i
..Seligen F.xzelleiiz" spielte OI>;a Tschechowa. Itiissin. (Jeschieilcii
\\ ohnniif;: Berlin .VW-':!. Klop-toikstraße in.
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Wollen Sil' sich, hitte. unmittclhar
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[ti-hi'it, ohivolil ^ocl) Ihr Vctu'ii iiiiivcni'iit'i'v ii(>>
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iiitölicl)c Jonlichri'ilK'it luut Tiimcii iiiiö NTvrvoii tior
X'iiilliiiMt- iiitö AiliiuiuMt licfiiMficii, ini'lcboii SlH'rt iic
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or iiiit iiod) boii tiiiibriiit oiiico ,'tiiiirtliiinv.
Vliirii lioi Ädtiuifiiloloritiiioii tniin innii iiloirfioo uo^
uluiditoii, iHiuiiboro l'oi fioiioit luuii A-ilm, iiui t»io
£il)iuio bov". Ailinoüjotlii'oo Mo floiiiitoit iiuiroii
noii iviilton iitifi<oiiou luitrlio. To luiiiii^ovl niiiii
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e 1 1 11 ci ü A. Rosentlial-Arus. Berlin, liir die Redaktion und Herausgabe in Oesterrticli verantwortlich r<olieit Mohr, Wien I, Doinuasse 4. \ eranlworllicli für Anzeigen
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Phot. ija
-■isaiiiiij---
¥
(Albimcuf
Die }5rößte tragische Filmschauspielerin Amerikas
ist nicht Gloria Swanson, sondern Norma
Talmadge. Das Talent der Swanson ist reicher,
verfügt als Komödiantin großen Stils über eine
Vielheit von Nuancen, die aber immer wieder auf den
Humor hinzielen. Norma Talmadges Begabung liegt
auf einer anderen Ebene, aber sie dringt in Gebiete ein,
die der Swanson ewig verschlossen sind. Norma
Talmadge ist eine große Seelenkünderin, ist die
liebende, die mütterliche Frau. Sie zeichnet mit Vor-
liebe Charaktere, die schwer am Leben zu tragen
haben, schicksalsbeladene Mädchen, die das bißchen
Glück erst nach zahllosen Demütigungen erreichen.
Norma Talmadge rührt immer zu Tränen, weil sie sich
so tief in ihre Filmgestalten hineinfühlt, daß sie mit
ihnen verwächst. In ihrem neuesten Film, der den Titel
,,Die Stunde der Entscheidung" trägt, heißt sie Anne-
marie Wagner und ist ein Straßenmädchen in Tarnopol.
Das bedeutet für den amerikanischen Film eine un-
mögliche Kostümierung, ein provinzmäßiges Gebaren,
eine Ansammlung lächerlicher Zwischenfälle. Gloria
Swanson würde hier karikieren und ihr Straßen-
mädchen zu einer frechen Person machen, die
!•
Norma Talmadge mit Gilbert Roland,
Arnold Kant und Michal Vaviisch
Phoi. United Artist)
^
sich ge<5en das Schicksal aufbäumt. Auch Norma
Talmadge wehrt sich natürlich auf ihre Art, aber bei
Jhr geschieht alles leise und eindringlich. Der lächer-
liche Putz ihrer Kleidung wirkt nicht komisch, sondern
tragisch, wenn die großen Augen der Talmadge wie
die eines verprügelten Hundes melancholisch in die
Welt blicken. Diese Schauspielkunst ist härteste Selbst-
disziplin, denn Norma Talmadge ist schwer zu photo-
graphieren. Ihr Gesicht wechselt in jedem Augenblick
den Ausdruck und besitzt in der Nase eine gewisse
Schwäche. Die Künstlerin darf bei Großaufnahmen ihr
Profil nie zu scharf nehmen, sie muß immer daran
denken, daß sie in solchem Augenblick ungünstig
wirkt. Wie sehr schwer also, in Augenblicken der
größten Erschütterung, die tiefstes seelisches Mitgehen
erfordern, noch an die Photographie denken zu müssen.
Nur eine große Menschendarstellerin ist dessen fähig!
,,Dic Stunde der Entscheidung" spielt in der zweiten
Hälfte, dicbesondersstraffe Regie aufweist, im Weltkriege.
Aber dieser bleibt nicht, wie in manchen anderen
Hollywood-Arbeiten, nur Hintergrund für privates Er-
leben, sondern greift handelnd in die Ereignisse ein,
deren Abschluß das versöhnende Ende bringt.
Norma Talmadge mit Arnold Kant,
Gilbert Roland, Gustav von Seifferiitz
Boris dp Fas Plwt. Vnited . \rlists
Oben: Die Fensterltürme in der Rosengarten-
gruppe; der Langkofel, ein beliebtes Ausflugs-
ziel. — Im Kreis: Der Paiernkofel. — Dar-
unter: Blick auf die Rosengartengruppe. —
Unten: Einer der seltsamen der Cinque
Torri (Fünf Türme)
Jenny Jugo mii den Glückssymbolen des Osierlages
Phot. Ifu
Vor zwei Jahrzehnten, als die Konvention den
Frauen und Mädchen noch nicht jene Freiheiten
gestattete, die sie heute besitzen, waren die Bälle
noch nicht von der heutigen Buntheit und Ausgelassenheit.
Zwar in Paris waren die Grenzen auf den Bällen nicht so
eng gezogen wie anderswo, aber als wirklich ausgelassen
und toll konnte doch nur einer von ihnen gelten, der ,,Ball
der vier Künste", pariscrisch ,,Bal des quat'z'arts" ge-
nannt, den die Maler mit ihren Modellen feierten. Die
Pariser Boheme, die außer ihnen noch Maler, Dichter und
Schauspieler zu den Ihren zählte, traf sich einmütig bei
dieser Vereinigung, die für Außenstehende ebenso schwer
zugänglich war wie ein förmliches Fest der Diplomatie. Die
Stimmung auf diesem Ball war toll, übermütig und ein
lauter Protest gegen die Philister. Schon beim Eintritt
richtete ein großes Plakat folgende Bitte an den weiblichen
Teil der Besucher: ,,Die Damen werden gebeten, ihre
Hemden an der Garderobe abzugeben." Das war natürlich
nur ein Scherz, aber manches Modell, manche Midinette
und Grisette erschien in einem mit eigener Hand zusam-
mengehefteten Kostüm, das im Zeichen einer Mode, die
den Frauen absolute Verhüllung vorschrieb, als kühn und
herausfordernd erschien. Wie sehr haben sich doch unsere
Ansichten geändert, denn niemals sah man auf dem Bai
des quat'z'arts so wenig bekleidete Frauen, wie man sie
heute auf jedem Kostümball antrifft. Allerdings bestan-
den die Kostüme der armen Mädel meist aus recht billigen
Stoffen, und der einzige Schmuck, den sie trugen, bestand
in ihrer Jugend und Frische. Auch Sekt wurde wenig ge-
wurden
bestraft.
trunken, und dann meist von Außenseitern, die ihre Ein-
trittskarten von Kunsthändlern und Verlegern erhalten
hatten und die mit eigenen Augen sehen wollten, in welch
verruchter Weise sich das tolle Künstlervölkchen amü-
sierte; auch mit dem heimlichen Wunsch, eines der netten
Modelle an den Tisch zu bekommen und beschwipst zu
machen. Diese Absicht mißlang zumeist, denn fast immer
diese Außenseiter erkannt und mit Verachtung
Aber alle jene, die sich wie Freimaurer an
einem Geheimzeichen erkannten, dem unsichtbaren Ge-
heimzeichen aller, die zur Boheme gehören oder aus ihr
hervorgegangen sind, alle jene amüsierten sich köstlich.
Man tanzte und küßte sich, man teilte seinen Wein und
seinen Absinth mit allen, ließ sich Zigaretten schenken
und kaufte für die Mädchen Leckerbissen. Man warf
Konfetti und Schlangen, kostümierte sich mit Papier-
mützen, und es kam nicht selten vor, daß man mit irgend
jemand das Kostüm tauschte. Der tolle Rausch der Jugend
beseligte die gesamte Pariser Boheme, das war die stür-
mische Nacht des Bai des quat'z'arts. Um diesen Ball ganz
zu verstehen, muß man zwanzig Jahre alt sein, aber wer
ihn einmal erlebte, vergißt ihn nicht. Denn auch der Bai
des quat'z'arts gehört zu den Dingen, die heute längst dem
,, Betrieb" verfallen sind, wie das Leben nach dem Kriege
in Paris härter geworden ist. Wilhelm iThiele versucht
jetzt, in seinem Ufa-Film vom ,, Modell vom Montparnasse"
den Rausch dieses Künstlerballes bildlich zu gestalten.
Mit Lilian Harvey, der reizendsten Musette von der Place
du Pantheon, wird ihm das schon gelingen.
I
Ballszene aus dem von Wilhelm Thiele inszenierten Ufa-Film „Das Modell vom Montparnasse"
Pliot. L/a
% &y4e^(Sm
Die junge Künstlerin, die in Deutschland zum ersten
Mal im Ufa- Film „Geld! Geld! Geld!" herauskommt,
ist in Frankreich durch diesen Film geradezu über Nacht
eine der berühmtesten und beliebtesten Filmdarstcllc-
rinncn geworden.
Ich wollte zum Film. Das ist ein Wunsch, den sicherlich nicht
nur die französischen jungen Mädchen hegen. Man kann sich
meine Freude gar nicht vorstellen, als mir in einer großen Ge-
sellschaft Marcel L'Herbier vorgestellt wurde. Marcel L'Her-
bier, der große Regisseur, der
in einem unbekannten jungen
Mädchen eine große Film-
schauspielerin entdecken
konnte. Ich war so schüch-
tern und erregt, daß ich
kaum ein paar Worte mit ihm
sprechen konnte. Ich wollte
ihn fragen, ob er glaube, daß
ich mich zur Filmschauspie-
lerin eigne; aber ich hatte
Angst, zu große Angst vor
einem Nein, Wenn ich ihn nicht frage, gibt es wenigstens immer
noch Hoffnung, sagte ich mir. Kurz und gut: Ich habe ihn
nicht darum gebeten, filmen zu dürfen. Vielleicht war er eine
solche Bescheidenheit nicht gewohnt, denn er wurde von all
meinen Freundinnen bestürmt, sie zum Film zu bringen. Jeden-
falls, als ich ihm eines Tages zufällig auf der Straße begegnete —
ich glaubte sicher, er hätte unsere Bekanntschaft schon ver-
gessen — , sprach er mich an und fragte: ,, Wollen Sie nicht ein-
~ mal probeweise filmen?"
— Mein Herzenswunsch
war bis zu einem gewissen
Grade erfüllt. Ich stand
vor der Kamera. Aber
noch hieß es: Probeauf-
nahme. Ich wußte nur
nicht, für welchen Film,
bis ich aus einer Unter-
haltung hörte, der Zola-
sche Roman ,,L'Argenl"
sollte verfilmt werden und
man suche für die Rolle der
Liane Hamelin eine neue
Darstellerin. Heute kann
ich es eingestehen: bei die-
ser Aussicht hielt ich da-
mals meine Filmlaufbahn
für beendet. Warum sollte
man ein junges filmbe-
geislertes Mädchen für
diese große und schöne
Rolle nehmen, um die sich
so viele bekannte und große
Filmschauspielerinnen be-
mühten. Ich hatte doppelte
Angst — Angst davor, daß
man mich nicht nehmen
würde, und auch Angst,
was geschehen würde, wenn
Und diese Angst zog sich
lin. Probeaufnahmen, Ko-
stümproben, Frisurproben, wieder Probeauf-
nahmen. Marcel L'Herbier siebte unter den
vielen Anwärterinnen für die große Rolle sei-
nes neuen Films. Eines Tages rief man mich
in das Büro der Cineromans de France und
legte mir dort einen Vertrag zur Unterschrift
vor. Ich unterschrieb, freudig. — Schon am
nächsten Tage sollte ich mit meiner Rolle be-
ginnen. Jetzt stieg meine Angst ins Unermeß-
liche. Ich glaube, es war einer meiner qual-
vollsten Tage. Ich zweifelte an mir, ich zwei-
felte an meinem Können. Aus Angst vor einem
Fiasko wollte ich abreisen. Aber natürlich
reiste ich nicht.
Nach einer unruhigen Nacht stand ich vor
der Kamera. All meine Sorgen, all meine
Angst waren verflogen. Ich war Liane Hame-
lin ohne Hemmungen, ein junges, einfach lie-
bendes Mädchen, und Henry Victor war mein
Mann und Geliebter. Fünf Monate lang habe
ich mit Marcel L'Herbier an dem Film ,,Geld,
Geld, Geld" gearbeitet. Es war die schönste
Arbeit, denn jede Szene, die ich spielte, durfte
ich aus der ersten Intuition spielen, immer
unter den leitenden und wachsamen Augen
meines Regisseurs.
Ist es mir gelungen, den deutschen Kino-
publikum eine Zolasche Frauengestalt in ihren
Leiden und Freuden nähergebracht zu haben,
wäre ich sehr stolz. Mary Glory
Mary Glory
und
Henry Victor
man mich nähme,
über zwei Monate
Vilma Banky stellt sich in der
,, Fahrt ins Feuer" mit ihrem
neuen Partner Walter Byron vor,
der im Film an die Stelle von Ronald
Colman tritt, der jetzt mit Lily Damita
filmt, Walter Byron ist im Typ weicher
als der sehr herbe Colman, der trotz
seines romanischen Aussehens von
nordischer Härte sein kann. Die Fabel
des Filmes folgt wieder der alten Vor-
schrift, die der Produzent Sam Gold-
wyn, der die Banky nach Amerika
brachte, erfunden hat. Es ist wieder
eine einfache, rührende Geschichte, mit
inigen Sensationen, vor allen Dingen
Oben: Vilma Banky
und Walter Byron
Mitte: Vilma Banky
und Louis Wolheim
Liebe zu regen beginnt und wie sie sich
eingestehen muß, daß der Offizier nicht
ohne Eindruck auf ihr Herz blieb. Sie
hat dafür einen Blick, den man nie ver-
gißt, ein mädchenhaftes Erröten, ein
plötzliches Unsicherwerden in der Hal-
tung, und dann ein verklärtes scham-
haftes Lächeln, ein Gelöstsein und ein
Aufatmen, das gewinnt und gefangen-
nimmt. Gerade diese Zartheit in der An-
deutung der Gefühle sagt mehr, als es
eine direkte Betonung erklären könnte.
Und man begreift nach einer solchen
Szene, warum diese blonde Ungarin
Amerikas gefeierte Liebhaberin ist.
Vüma Banky mit
Walter Byron und
Louis Wolheim-
Phot. Unittd Artist
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Hl
Neger sind nicht schwarz genug! Man sollte es
nicht für möglich halten, aber wenn es ein so er-
fahrener Mann wie King Vidor sagt, so muß es
schon wahr sein, Vidor dreht nämlich eben einen Film,
dessen sämtliche Rollen von Schwarzen dargestellt wer-
den — oder vielmehr von solchen, die schwarz zu sein
scheinen, aber es vor der Kamera nicht sind. Nun liegen
die Verhältnisse in Amerika allerdings nicht so einfach
wie in Afrika. Die Mischungen mit europäischem und
indianischem Blut haben die afrikanische Hautfarbe
heller gemacht, und für Neger gelten in den Vereinigten
Staaten noch Mischlinge, denen der Europäer dies auf
den ersten Blick nicht ansehen kann. King Vidor mußte
also seine Neger schwarz schminken, damit sie genügend
,,echt" aussahen. Weiße als Neger sind auf allen amerika-
nischen Varietebühnen anzutreffen, und den berühmtesten
Negerimitator, wenn man so sagen darf, AI Jolson, haben
wir, wenigstens im Film, kennengelernt. Der Neger
kann innerhalb der angelsächsischen Welt auf der Bühne
immer nur ein Komiker sein, der tra-
gische Neger, wenn man vom melodra-
matischen Onkel Tom absieht, wird erst
von King Vidor entdeckt werden. Othello,
der Mohr von Venedig, ist von Shake-
speare als Maure gedacht worden, und
deshalb hat ihn Emil Jannings im Film
richtig als Marokkaner gespielt. Als Mu-
latte strich sich Georg Alexander für
den Film „Herrn Philipp Collins Aben-
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w»
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Oben:
Hans Junkermann
II und Lilian Harvey
Mitte: Willy Frilsch
*
Unten links: Die drei
Eddis, bekannte
Negerimitatoren
Unten rechts:
Colleen Moore
Phot. Ufa, First National
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teuer" an, aber die Farbe allein macht es nicht, sein
deutsches Gesicht kam immer wieder zum Vorschein,
wenn dieser Umstand auch ganz gut zu diesem Lust-
spiel paßte. Auch bei Willy Fritsch macht die Farbe
nicht den Mann, denn er ist auch kohlpechrabenschwarz
geschminkt nichts anderes als ein deutscher Jüngling
gewesen. Auch in seiner Boxgroteske war die Schminke
ein Scherz, ein gewisses Komisches sollte chargiert wer-
den, was auch überraschend gut gelang. Wenn von den
beiden Sisters Duncan sich die eine als Negerin gebär-
det, so geschieht dies wegen des Kontrastes, durch den
die Grotj^sktänze der beiden Schwestern noch komischer
werden. AI Jolson nun packt die Sache anders an. Er
ist nicht nur der komische, sondern auch der sentimen-
tale Neger, und sein größter Erfolg sind die schmachten-
den Niggersongs, deren Tränenseligkeit nicht jeder Euro-
päer vertragen kann. Aber sie wirken im amerikanischen
Variete deshalb so stark, weil die Zuschauer genau wis-
sen, dort oben steht kein Neger, sondern ein Weißer,
Oben:
Mary und Topsy
Duncan
Mitte:
Georg Alexander und
Ossi Oswalda
Unten links:
AI Jolson
Unten rechts:
Willy Fritsch
in „Der Boxerkönig'
der die Schwarzen nur kopiert. AI Jolson
übertreibt natürlich alle Effekte, aber
darin beruht seine Wirkung. Er ist viel
zu schwarz, um echt zu sein — und sein
Mund ist so geschminkt, wie man es bei
den Negerzeichnungen der Witzblätter
sieht. Bereits diese Erscheinung macht
lachen, aber AI Jolson, der als singing
waiter, als singender Kellner, begann, weiß
genau, was wirkt.
yjSt c/uim -HÄNDEN
<S0&^ ki Sie ERKENNEN
VON MAR/ANNE RASCHIG
In nachfolgenden sechs Händen prägt sich Gegensätz-
liches besonders stark aus. Zunächst zwei bekannte
Regie-Genies; Ludwig Bergers lange Hand mit
tastenden, etwas gebogenen Fingern und dem traumhaft
anmutenden Flimmergespinst der Linien, die viele Aus-
strahlungen und Nebenlinien aufweisen, wirkt ganz anders
als Friedrich Zelniks kleine, breite, festgefügte,
kurzfingrige Hand mit klarem weitgeschwungenen Linien-
netz, das die leichterkennbare Form eines M hat. Auch
hier sind einige Linien verdoppelt, doch macht das bei der
so klaren Hand nicht den Eindruck des Traumhaften, Ver-
wischten, sondern zeigt in dieser Hand häufige Entschließun-
gen und Entscheidungen nach mehreren Seiten hin an.
Es muß stets der allgemeine Eindruck der ganzen Hand,
des Temperaments und des Nervenzustandes (erkennbar
aus Form und Farbe der Nägel) bei Beurteilung der Linien
berücksichtigt werden. Auch der Duktus der Schriftzüge,
l^JUUt^
Serie IV
die Unterschriften stimmen in ihrer Eigenart ganz mit dem
überein, was die Handbilder von beiden kundgeben. Z e 1 -
n i k geht vom Gesamteindruck, den er in voller Großzügig-
keit auf sich wirken läßt, bald auf die Einzelheiten über,
die er sorgfältig prüft, bewertet und ausbaut. Er läßt dabei
seinem Schönheitssinn, seiner Freude am Hübschen, Aus-
geglichenen, Abgeschliffenen freien Lauf unter Erkennung
und Benutzung äußerer Zusammenhänge, während au.s
B e r g e r s Hand mehr der Wunsch nach Ergründung i n -
n e r e r Zusammenhänge, nach Vertiefung in Probleme.
Auffindung und Lösung von Konflikten und dramatischen
Verwicklungen hervorgeht.
Die Kopflinie (mittlere Querlinie), in beiden Händen sehr
lang und gerade, tritt in Zelniks Hand klarer hervor. Ich
möchte das so auslegen, daß sein Intellekt -unbeschwerter
und daher praktischer und dünnflüssiger in seiner Ver-
wendbarkeit ist, während Ludwig Bcrgcr mit Krisen und
inneren Schwankungen zu kämpfen hat, welche in ihrer
Auswirkung auf die Kopflinie diese nach anfänglicher Klar-
heit im weiteren Verlauf etwas verschüttet erscheinen
I
lassen. Beide groß in ihrer Regiekunst, wie der feste, har-
monisch gefügte Daumen, der lange gerade Ringfinger und
der gleichfalls gerade kleine Finger (Talent zum Organi-
sieren und Disponieren) anzeigen. Beide aber so ver-
schieden in ihrer Kunstgestaltung, wie ihre Hände ver-
schieden sind. Zu beachten sind insbesondere die beider-
seitigen Kunstlinien (zum Ringfinger gehend), von denen
die von Zelnik aus einem eindeutig klaren Strich mit gabel-
förmigen Endungen besteht, während man diejenige von
ßerger suchen muß, dann aber erstaunt ist über die Fülle
feiner Linien, die aus tiefstem Untergrund hervorzuquellen
scheinen.
Zwei andere Hände, ebenso interessant wie verschieden-
artig wirkend, die der Filmschauspielerinnen M a d y
Christians und Olga Tschechow a. Beide als
weibliche Hände sind etwas wuchtig und ausgedehnt, was
auf die Weichheit der Hände zurückzuführen ist. Beim
ersten Betrachten fällt schon die verschiedene Haltung und
Bauart der Finger auf. In Olga Tschechowas Hand lehnen
sich die tastkörperähnlichen, feingliederigen Finger mit
ihren Spitzen zueinander, so daß die Hand wie eine Tulpe
erscheint oder auch wie ein Instrument zum Hineintasten
in Geheimnisvolles, Übersinnliches, Immaterielles. Bei
Mady Christians, die mehr auf dem Boden des Realen,
der Wirklichkeit steht, ist die Fingerhaltung so ganz an-
ders. Jeder Finger bringt seinen eigenen Willen zum Aus-
druck, hat seinen eigenen Typ. ,,Hier stehe ich, ich habe
J^Ä/z^ö^
Berechtigung dazu, zu sein, wie ich bin." Besonders wuch-
tig erscheinen Ring- und Mittelfinger, von Anlehnung des
einen Fingers an den andern ist nichts zu spüren, Gerad-
heit, unkomplizierte Offenheit, Güte, spontanes Mitgefühl
(Daumen biegt weit um). Typisch ist auch der Lunaberg
geformt (am Handrücken), der durch seine starke Senkung
am Handgelenk Hang zu Träumereien und phantasievollen
Spielereien verrät.
Originelles ergibt sich beim Vergleich der übrigen Linien
des Handtellers. Die beiderseitigen Kopflinien sind recht
ähnlich in ihrem Verlauf, besonders der Schluß der Linie
im Lunaberg, der, in mehrfacher Winkelspaltung eigenartig
gezeichnet, auf bizarre Gedankengänge, unberechenbare
Entschlüsse hinweist, zumal auch die Kuppen der Daumen
sehr hoch und voll sind (Impulsivität, Intuition, schnelle
Entschlußkraft). Das geht übrigens auch aus der flüssigen,
eiligen und doch energischen Schrift hervor, die bei Olga
Tschechowa noch besonders schwungvoll erscheint. Das M
der Linien tritt scharf in großer Deutlichkeit hervor, dabei
zeigt die aufsteigende Längslinie (Schicksalsweg) in ihrer
Vielgestaltigkeit tiefe, schwere, eigentümlich komplizierte
Lebensschicksale an, während sie in Mady Christians Hand
leichter, freudvoller gezeichnet ist, nicht so großen Schwan-
kungen und Gefahren in erster Jugend ausgesetzt. Ähn-
liche Zeichen finden sich auch an der Lebenslinie (um den
Daumenballen).
molka ist alles viel urwüchsiger, zusammengedrängter, mas-
siger, aus der Fülle von Urkräften zuströmend zu sehen,
während bei Abel konzentrierte Geisteskräfte eine Durch-
dringung, eine Gliederung der Urmatcrie in kleinste, feinste,
wohltemperierte Ströme, ein Abschleifen alles Überschüssi-
gen bewirkt haben, so daß das Innenbild in größerer Straf-
fung aus der Hand hervortritt.
Hier ist eine Art Selbstdisziplin zu beobachten, eine
Selbstkontrolle, die zur Entwicklung von Kräften und zur
Abschleifung ungleichmäßiger Eigenschaften so sehr nützlich
ist. Es lassen sich der höhere Zweck und die Ziele der
Handlesekunst erkennen, wenn man diese Selbstkontrolle zu
einer bewußten macht und ständig übt. Alles ist verbesser-
bar und sollte auch verbessert werden, was uns an einer
Hand — sei es die eigene oder eine fremde — unschön, un-
harmonisch erscheint Auch die Hand des Künstlers, des
Schauspielers und Menschendarstellers, zeigt Ungleichmäßig-
keiten und verrät uns aus ihnen außer der besonderen Eigen-
art ihres Eigentümers auch seine Hemmungen und Schwä-
chen, die noch vorhanden sind und des Ausgleichs harren.
Wenn man wie ich so oft Gelegenheit gehabt hat, Wege zur
Erkennung und Weiterentwicklung anzugeben und gerade
bei Künstlern — und das ist gewiß nicht Zufall — auf be-
sonderes Verständnis gestoßen ist, wird das stets von neuem
ein Ansporn sein, weiterzuschürfen und neue Hilfsmittel zu
entdecken.
Ganz abweichend voneinander markieren sich auch die
anderen Linien und der Venusberg (am Daumenballen) mit
seiner verschiedenartigen Einzeichnung, hier mehr Schön-
heitssinn auf der Basis von Sinnenfreudigkeit anzeigend,
dort mehr seelische Empfindsamkeit dokumentierend. Die
Herzlinie und die Kunstlinie weisen große Unterschiede in
beiden Händen auf. Bei Olga Tschechowa fällt die große
Gabelung am Ende der Herzlinie (unterhalb des Zeige-
fingers) auf, die überaus großes Pflichtgefühl im Beruf, fast
bis zur Selbstvernichtung, anzeigt. Die Kunstlinie ist, vom
Handgelenk aufwachsend, wie ein langer Stab gezeichnet,
der unter einem Schutzdach sich stetig erfolgreich ent-
faltet. Bei Mady Christians erscheint die Kunstlinic nach
kurzer Unterbrechung unterhalb des Ringfingers wie ein
leuchtender Mosesstab, der unterirdische Quellen eröffnet.
Beim Vergleich der Hände von Alfred Abel und
Oscar Homolka ergeben sich schon auf den ersten
Blick deutliche Unterschiede, Zwar sind Form und Haltung
der Finger, einschließlich des Daumens, recht ähnlich, wenn
auch bei Abel eine größere Spreizung hervortritt, ein be-
vvußtes von sich Fortrücken und sich selbst Betrachten, um
zu größerer Selbständigkeit zu gelangen. Aber im Hand-
innern werden sofort die Unterschiede durch die Art der
Raumverteilung und der Linien selbst deutlich. Bei Ho-
^/^^ä(n^/^^^
16. Fortselzuns
Eine zweimalige Zuschrift an die Chiffreadresse auf dem Post-
amt Dorotheenstraße, in der er zuletzt sehr drin<^end um eine
erneute Rücksprache gebeten hatte, war ohne Antwort geblieben.
Auch im Restaurant Wilhelmsgarten, wo er mehrfach Nach-
frage gehalten hatte, war der Fremde nicht w-ieder aufgetaucht.
Der Wirt kannte ihn nicht, hatte ihn nie zuvor gesehen, so
daß Walter zuweilen ein Gefühl stiller Verzweiflung überkam,
als ob sich alles gegen ihn verschworen habe und ihm eine
geheime Macht planmäßig entgegenarbeite,
Kraft seiner Vollmacht als Vermögenspfleger Evelyns hatte
er, um nichts unversucht zu lassen, nach einer Rücksprache mit
Lore den Betrag von 300 000 Mark auf die Filiale der Deutschen
Bank in Amsterdam überwiesen, obwohl der Kommissar davon
abgeraten und das Ganze nur als einen Hochstaplertrick eines
gesellschaftlichen Desperados bezeichnet hatte,
,,Ich stehe dieser Sache nach wie vor sehr skeptisch gegen-
über", meinte er, als Walter am Tage vor der Hauptgerichtsver-
handlung noch einmal in seinem Büro vorsprach, ,,Der junge
Mann muß uns für richtige Greenhorns gehalten haben, die er
mit seiner eleganten Frechheit bluffen zu können meinte!"
,,Ich warte die Post von morgen ab!" versetzte Walter nach-
denklich. „Da wird es sich ja herausstellen, ob uns der Herr
endlich Nachricht gibt, oder es sich nur um einen Erpressungsver-
such gehandelt hat. Augenblicklich ist die allgemeine Lage für
uns ja so gut wie hoffnungslos. Selbst Fräulein Lore, die nicht
so leicht zu entmutigen ist, fängt an, nervös zu werden!"
„Wie geht es Frau Karr eigentlich?" fragte der Kommissar,
Walter zuckte die Achseln,
,,Sie ist natürlich seelisch ganz gebrochen, so daß der Ge-
richtsarzt bei seiner letzten Untersuchung ihre Verhandlungs-
fähigkeit sehr stark in Zweifel zog. Davon will sie aber durchaus
nichts wissen. Weil sie einfach nicht imstande ist, diese sie lang-
sam aufzehrende Ungewißheit länger zu ertragen."
Walter war am Nachmittag noch einmal bei Lore gewesen
und hatte mit ihr die letzten Vereinbarungen für den nächsten
Tag getroffen.
Auch der langjährige Hausarzt Evelyns hatte an der kleinen
Konferenz teilgenommen und sich bereit erklärt, die Damen nach
Moabit zu begleiten und für die Dauer der ganzen Verhandlung
im Gerichtssaal anwesend zu sein,
Walter hatte den alten Herrn später im Auto mit zur Stadt
genommen und dann tödlich lange Stunden im Gewühl eines
großes Musikcafes gesessen, in einer triebhaften Angst vor dem
Alleinsein,
Gegen acht Uhr speiste er endlich in einem Weinrestaurant
Unter den Linden und ging durch die Menschenbrandung der
Friedrichstraße zum Wintergarten,
Für die neunte Stunde war hier ein letztes Zusammensein mit
Brandstetter verabredet worden, der seit einiger Zeit in der Ehe-
scheidungssache eines Chemnitzer Fabrikanten Material sammelte
und einen Wink erhalten hatte, daß der zu beobachtende Ehe-
mann abends auf der Winteriiartenlerrasse in kompromitliercndcr
Damenjjesellschaft anzutreffen sein würde.
Als Walter jetzt vom Winter<5arlensaal aus die kleine Seiten-
treppe zur Terrasse hinaufstieg, ließ sich dicht vor ihm ein
älterer Herr in korrektem Abendanzu<4 an einem der ersten Tische
nieder.
Der Kellner nahm ihm einen hellen Sportpaletot und einen
;4riincn Hut mit Dachsbart ab, und der vornehme Gast klemmte
sich ocradc ein Funiilas ein, um das Pr'ooramm zu studieren, als
er Walters ansichtig wurde und ihn freundlich heranwinkte.
Der stutzte im ersten Augenblick über die Vertraulichkeit des
fremden Herrn, dann aber erkannte er Brandstetter und grüßte
ihn mit herzlichem Händeschütteln.
,,Ihre Maske ist austjczcichnet!" sagte er halblaut, ,,Um ein
Haar wäre ich an Ihnen vorbeigelaufen!"
Der Kommissar zog ihn auf einen Stuhl.
,,lch hab' mich heut als Agrarier verkleidet! Es ist wirklich
wunderbar, wie ganz geringfügige Veränderungen an der Bart-
Iracht und ein paar fast unsichtbare Retuschen den Gesamtein-
druck eines Gesichtes umgestalten!"
,,Dorl drüben hab' ich übrigens auch schon mein Opfer er-
späht!" schloß er, verstohlen auf einen glatzköpfigen, gewöhnlich
aussehenden Herrn weisend, der an einem Nachbartisch mit einer
blutjungen und auffallend hübschen Dame saß. ,,Es ist gut, daß
ich meinen Smoking angetan habe. Denn ich werde das Pärchen
heut wohl noch zum Palais de Danse begleiten müssen!"
Walter lehnte sich weit in seinem Stuhl zurück und gab sich
für Augenblicke ganz der Stimmung des riesigen Raumes hin,
zu dessen flimmerndem Sternendach soeben drei junge AAänner
in blendend weißen Trikots an Strickleitern und Tauen hinauf-
lurnten.
Ein zärtlicher Walzer rieselte durch die bläuliche Helle der
leise vibrierenden Luft, in der jetzt über einem weitgespannten
Stahlnetz ein wundervolles Gleiten und Schweben von biegsamen
Körpern zwischen den rhythmisch schwingenden Trapezen begann.
Dann schoß auf einmal ein schimmernder Pfeil blitzschnell
durch die silbernen Lichtgarben der Scheinwerfer.
Die Musik setzte aus.
Eine atemlose Pause.
Im nächsten Augenblick ein Furioso rasend umeinander wir-
belnder menschlicher Leiber.
Ein dreifacher Salto in Himmelshöhe,
Doch schon waren die kühnen Flieger auf ihren Absegeibrettern
gelandet, und das Orchester schmetterte gellend in den befreiten
Beifallsjubel der tausendköpfigen Zuschauermenge.
Dann wechselte das Bild.
Die Musik war in allerlei seltsam zerrissene orientalische
Disharmonien übergegangen.
Eine Flöte spielte, unermüdlich auf und abwärts gleitend, die
chinesische Viertonleiter.
Dann wurde der Blick auf die Bühne wieder frei.
Vor einem leuchtend roten Seidenvorhang stand ein puppen-
haft zierlicher, gelbgesichtigcr Mann und begann unter feierlichen
Verbeugungen mit seinen Produktionen.
Er warf ein halbes Dutzend loser Servietten in die Luft und
ließ sie kunstvoll zusammengeknotet wieder herabfallen.
Er legte eine Anzahl Hühnereier in ein kleines, völlig leeres
Lackgefäß, breitete ein Tuch darüber, und sofort erhob sich unter
dem Tuch ein lebhaftes Gegacker, und eine Henne mit sechs
putzigen Kücken marschierte stolz aus dem Lacktöpfchen heraus.
Dann zündele er auf einem schw-eren silbernen Kandelaber
sechs große Wachskerzen an, löschte sie wieder aus und wickelte
sie alle zusammen in einen großen Seidenpapierbogen.
Unter seinen unablässig arbeitenden Händen verkleinerte sich
das Kerzenpaket zusehends bis auf die Größe eines Tennisballes
i'nd verw'andellc sich schließlich in eine Blumenmanschette, mit
der er immer von neuem in die Luft griff und ganze Haufen
bunter Papierblumcn um sich aufschichtete.
Mit einer raschen Bewegung raffle er auf einmal den ganzen
Blumenberg zusammen und zog eine viele Meter lange chinesische
Drachenlahne daraus hervor.
Doch ehe sich die Zuschauer noch von ihrer Verblüffung er-
holt hatten, faßte er in eine Falte seines Kimonos und hielt den
Kandelaber mit den brennenden Kerzen wieder in seiner trium-
phierend erhobenen Rechten.
Jetzt trat ein großer, schlanker Mensch, gleichfalls in chinesi-
scher Tracht, auf die Bühne und überreichte ihm einen Stoß
Zeitungen.
Der Zauberer riß eine davon in lange Streifen, legte diese
sorgfältig zusammen, riß sie noch einmal quer durch und faltete
die soeben zerrissene Zeitung dann wieder in alter Unversenriheit
auseinander.
Das Staunen des Publikums wuchs, während der kleine Chinese
gleichmütig Zeilung auf Zeitung zerriß und einige davon durch
seinen Gehilfen in das Parkett herunterreichen ließ, damit sich
jedermann durch persönlichen Augenschein überzeugen konnte,
daß sie wirklich in Stücke gerissen waren; wenn sie dann zu
ilirem Meister auf die Bühne zurückkamen, hatten sie sich unter-
wegs wieder in ganze Zeitungen verwandelt.
,, Zeitlupe", sagte er endlich mit einer eigentümlich näselnden
Stimme und führte seinen Trick so langsam aus, daß man jede
einzelne Phase genau verfolgen konnte.
Noch einmal schwang er die Papierfahnen in die Luft, ver-
neigte sich undurchdringlich lächelnd und hatte dann doch wieder
ein vollständig erhaltenes, vierseitiges Zeilungsblaft in der Hand
Brandstetter hatte sein Opernglas erhoben und beobachtete
interessiert die rätselhaften Manöver des gelben Mannes.
Dann stutzte er plötzlich.
Schon beim Eintritt des Gehilfen waren ihm dessen gesclimei-
dige Bewegungen .Tufgefallen, die auch durch das faltige Gewand
nicht ganz verdeckt weiden konnten.
Irgendwo mußte er dieses verschlagene, absolut europäische
Gesicht schon einmal gesehen iiaben.
Und dann schössen seine krampfhaft arbeitenden Gedanken mit
einem Male in einer einzigen Vorstellung zusammen.
Wilhelmsgarlen.
Wenn ihn nicht alles trog, stand der junge Herr aus dem
V7ilhelmsgarten dort oben neben dem Zauberer auf der Bühne.
Mit einer nervösen Bewegung knüllte er das dünne Programm-
heft zusammen; er mußte unter allen Umständen klarstellen, ob
er sich nicht geirrt hatte.
..Entschuldigen Sie mich bitte für ein paar Minuten, lieber
Herr v. Prayer!" sagte er, sich unvermittelt erhebend. ,,Ich sehe
da unten im Saal soeben einen Herrn, den ich heut unbedingt
noch einmal sprechen muß!"
Damit war er bereits die Terrassentreppe hinabgeeilt und ließ
sich in der Kleiderablage seine Sachen geben.
In seiner amtlichen Tätigkeit hatte er eine Zeitlang den sicher-
heitspolizeilichen Teil des Kunstdezernats bearbeitet und kannte
daher sämtliche Berliner Theater und Varietes in- und auswendig.
So fand er sich denn ohne Schwierigkeiten zu den hinteren
Bühnenräumen des Wintergartens und ließ sich durch einen
Diener bei dem ihm seit Jahren befreundeten Inspizienten melden.
Ein halbnacktes, schlankes Kind, den Miedergürtel der Salome
um die schmalen Hüften, huschte gerade die kleine Wendeltreppe
hinab, die zwischen den grauen Steinwänden von Garderobe zu
Garderobe klettert.
Von der Bühne kam zuweilen ein zartes Echo von Orchester-
fanfaren.
Dann schoß der völlig kahle Schädel des Inspizienten aus
einer sich plötzlich öffnenden Tür, und der Kommissar fühlte sich
in einen winzigen Büroraum hineingezogen, in dem ein schnee-
weißer Kakadu mit einem uralten Philosophengesicht still und
nachdenklich auf einer Messingstange über einem Schreibtisch
von fabelhafter Unordnung hockte.
Fortsetzung folgt
FRAGEN
die uns erreichten
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ Fil m -M a g az i n ", Berlin SW 68, Zimmerstraße 35-41
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei M.inu-
skriiitanRClCKenbeifcn bitten wir folgendes zu beacbten: Jeder Anfr.Tge ist
KiieUporto beizufügen. Jede Einsendung eines Jlanuskripfs zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2 — 3 Sclireibmascbinenseiten
sind zur Einsendung an die Filmindustrie, Kcgisscure usw. geeignet. Für
Verlust der eingesandten Jlanuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durcbscblage senden, von
liandgescliricbcnen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten,
•
G r i ( a F., AV c i ß e n s e e : (ieorgi v. ReulJ ist ein Edelkomparsc
und seine .Adresse leider nicht bekannt.
Paul II. in B.: I.ily Daniita
filmt augenblicklich bei liiitcd
Artlsts in Hollywood als P.irt-
ncrin von Ronald Colman. Die
Künstlerin ist eine Fnmco-Por-
tngiesin und licitit biirgcrlich
l.ilv (iavrocho.
Heia F., B 1 n. - C b a r -
1 0 t t e n b u r K : Conrad A'eidt
wolmt im Eden-Hotel, Berlin,
Budapestcr StralJe.
Otto S., Leipzig: Ob
,.T)cr Clöckner von Xotre-I>ame''
in Leipzig noch eiiiiiial gezeigt
wird, können wir Ihnen leider
nicht sagen. Es ist wohl am
zweckmiiliigstcn. wenn Sie sich
mit dem Besitzer Ihres .Stamm-
kinos in A'erbindung setzen.
Eine Beschreibung zu diesem
Film erbalten Sie beim Hlti-
strierten Filinkurier, Berlin W 9,
Kiithener Stral!e 37.
1, i s s i , An n a b e r g : Xein.
AVerncr Fuettcrer trügt in natura
keinen Schnurrbart, i^ie künncn
also ruhig sein. Maria Paudler
bat ihre AVohnung in Bcrlin-
Halensee, Albrecht - Aebillcs-
Strntle ,'ia.
E V a I>., Berlin: AVerner
Fuettcrer wohnt Berlin-Steglitz,
Klciststraße 'J7, und gibt .Aulo-
gramme.
1. i I i a n H a r v (> y - A' e r -
e b r e r Rolf Sc h., Leip-
zig: Lilian Ilarvey. am 1!). Ja-
nuar in LoM<lon geboren, wohnt
Berlin AV K). Diisscldorfer Strai.le
Nr. 47. Gibt Autogramme. Xiiehste
Arbeit: „Das Modell vom Xlont-
parnasse".
B <^ a t r i c e P. i n Z.: AVil-
lielm Dietcrle w(dint Berlin-Wil-
mersdorf. Jenaer Stral'ic 8. uml
ist mit der Schauspielerin Char-
lotte Hagenbrucli verheiratet.
Rudolf R.. AI ü neben:
AVenn Sie Filmdarstidler werden
wollen, so müssen Sie in erster
Linie mimisebi's 'P.iIcMit haben.
Am besten, .Sie setzen sich un-
mittelbar mit den führenden
Filmgesellsebaften. wie l'fa, Ber-
lin S\V m. Kochstr;ilJe fi-8, A;ifa,
Berlin SW 48. FriedrichstraCle 2l'3,
Terr.i. Bc-rlin SW (i,s, Koeli-
stral.'.e 73. Xatinnaj. Berlin SW 48,
FriedricbstralJe 10.' in A'crhindnng.
Filmliiieher aller .\rt erh;ilten
Sie durch den Alax Alattisson-
Verlag, Berlin SAV «8, Ritter-
stratle 71.
Luise IL, Calla nberg-
L i c h t e n s t e i n : Das eine
Bild stellt Olga Tseheehowa dar,
das andere Rin-Tin-Tin.
Otto L., H .1 m b u r g : Die Partnerin von Conrad Nagel in ,, Raz-
zia ■ beißt MyrM.i Loy. Sie spielte auch neben Jane AA'inton die weibliche
Hauptrolle in dem Monte-Blne-Film ,,Der Deserteur". Der kürzlich ver-
storbene AlluTt Steinrück ist noch in ,..\sph;ilt'", ,. Fräulein Else" und
..Schw.uzw.ildkindcr' zu sehen. l)it;i Parlo wohnt Berlin AV, Motzstr. «7.
Dunkle Ang(ii, dunkles Haar.
Dr. AV o 1 f B.: Didorcs del Rio ist durch die Fnited Artists Studios,
7200 Santa ilonic.i Boulevard, Hollywood, zu erreichen. Ihre neuesten
Filme sind: ,.Zig'Mincrr;iche", und .,,.Angelus". .Sie gibt Autogramme.
..Die Liehe \ om Zigeuner stammt'' wir<l gcwifl noch in vielen Kinos
l.iufen. Karlen von Dolores del Rio erhalten Sie in jeder grüßeren Papier-
l.;iiidliiiig oder beim Posikarten-Aerlag Roß, Berlin SAV 68, Alexandrinen
sti.iße 110.
M a X A'., X ü r n b e r g : Aber selbstverständlich erb.ilten die Film-
stars ihre Brief«? iineröFfnet. H.iiis B<'ck-0.ideii ist schon viele Jahre beim
Film. (Jretc Reinwald gibt Aiilogr.imme. J.iwohl. alle Filmstars lesen
d.is ,, Film-Magazin". AVenn Sie zum Film wollen, so müssen Sie vor
allem Talent haben.
Anne B., AI a n n li e i ni : In jeder größeren Papierhandlung gibt es
.■iiieh Privatbilder von Künstlern. AVjirum sollte nicht auch cinm;il ein
Autogramm mit Bleistift geben,
unzählige andere
durch die Aafa. Berlin
gibt Autogramme. Sie
Joe May mit Betty
Fröhlich nach der
Filmstar ein
Menschen?
B e r t a aus Kiel: Luciano Albertini ist
SW 48, Friedrichstraße 223, zu erreichen. Er
Können naiürlich Deutsch .in ihn schreilx n.
,7 e t t .1 de Z., D r c i b e r g e n : Johannes Riemann wohnt Berlin
AV 15, Jo;ichimstb.iler Straße 24, Conrad A'eidt: Eden-Hotel, Berlin, Buda-
pester Straße. Käthe von Xagy: Berlin AV, Pr.iger Slr.iße 4, Evi Eva.
Bi rlin AV, Badenscbe Straße 13. Die genannten amerikanischen Filmstars
h;.hcn ihren Sitz in Beverly-Hills, Hollywood.
Richard S., Leipzig:
.,Die Mitternachtstaxe" wurde in
Berlin aufgenommen. Tum Mix
gibt Autogramme. Fügen Sie
eine Bildkartc dos Künstlers
und einen internationalen Post-
schein bei.
Richard F., Bremen:
Richard Talmadges Anschrift ist
Beverly-Hills, Hollywood, Kali-
fornien. Er gibt Autogramme.
Noch kein weiterer Film an-
gezeigt.
AV i I h e I m S.. Stutt-
gart: Brigitte Helm und \\cr-
ner Fuettcrer sind nicht bei der
.Sprechhühue. Der Besuch einer
Filmsibule ist nicht unbedingt
erforderlich, aber zu empfehlen.
A\'enden Sie sieli einmal an die
Filmsebule in Jliinchcn, 8(mnen-
straße 15. ,,Die Dame in
Schwarz" ist schon ein älterer
Film. AVilly Fritscb filmt seit
ungefähr 1924, AVerner Fuetterer
hat etwas später angefangen.
A\' i 1 1 y S.. D e m, m i n : Max
Hansen wohnt Berlin-AVilmers-
dorf, Branilenburgisehe Straße 25.
Jenny Jiigos neuester Film ist
..Das Mädel aus A'alencia".
Ernst A'erebes spielte eine Haupt-
rolle in dem neuen Harry
Liedtke-Film ,,Die Zirkusprin-
zessin". Douglas Fairbanks'
ni-chsfer Film ist „Die Eiserne
Maske".
Paula .S.. H a m b u r g :
Enrico Benfer wohnt Berlin W,
Kaiserdamm 29, wurde am
28. Juli in Neapel geboren, gibt
Autogramme und ist mit dem
Ufa-Star .Jenny Jngo vorlobt.
Die betreffenden amerikanischen
Künstler haben ihren AVohnsitz
in Beverly-Hills, Hollywood.
Stuttgarter Range:
Clara Bow b.it tizianrotes Haar.
Ähnliche Haarfarbe haben Lya
Mara, Elisabeth Bergner, Ruth
AVeyher, Lucy Doraine, Nita
Xaldi u. a. m. Im Film kommt
diese Haarfarbe tiefschwarz.
Hildegards eh.. Sehön-
eiche: Den Sohn des Staats-
anw.ilts in den ,,Siebzebn,iäbri-
gcn" spielte Martin Herzberg.
AVobnung: Berlin .SO 2«, AVal-
demarstraße 6.')a. Ossi Oswalda
wohnt Berlin W 10, HohenzoUern-
straßo 14. Ihr richtiger Name ist
Oswalda Stäglich. Die Post wird
sie aber auch finden, wenn Sie
an ,.Ossi Oswalda" adressieren.
Am 2. Februar auf die AVeit ge-
kommen. Geschieden. Rosen.
Augenblicklieb tritt sie in AVien
als Soubrette auf.
F ranz X. R., N e ii k ö I I n : Adele Sandrock wohnt Berlin AA',
l.eihnizstraße 60. AA'ir empfehlen Ibnen, Alartin Herzberg unmittelb.ir um
Bild und Autogramm zu bitten. Er wird Ibnen bestimmt Ihre Bitte er-
füllen. Die Antworten im Film-Magazin sind kostenlos.
C. e r d a S., II ;i m bürg : Der Operateur Arkos Parkas ist durcli
die Deutsche Universal, Btrli'i AV 8, Alauerstraße 82, zu erreichen.
AV. G. H.. D a m e n h o c b s e b n ii r s t i e f e 1 : AA"enn Sie Film-
streifen und Kinostandbilder käuflieh erwerben möchten, so wollen Sie
sich, bitte, init den Verleih-Firmen in Verbindung setzen. Dort crf.ihren
Sie all-s Nähere. Lilian Harvey wohnt Berlin AV 15, Düsseldorfer Str. 47,
F i 1 m f r e II ii il i n L u., 51 a n n h e i in : Ein Film mit Dorotliei
AVieck ist augenblicklull nicht angekündigt. Die Hauptdarsteller von den
..A\'cißen Rosen von P.avcnsberg" sind Jack Trevor, Dolly Davis, A'iola
ti.irden, Diana K;irenne. Harry Licdtke läßt sich nicht von Christa Tordy
scheiden. Marianne A\ inkelstern ist Tänzerin. Ihr zweiter Film, in dorn
sie mit Licdtke spielt, licilit ,,l)ie Zirkiisprinzessin". Brigitte Helms Ga'te
Richard AVeil'lcich filmt bin und wieder in kleineren Rollen. Richtig, Sil
b;iben es eriaten, wer Lilian Harveys Auscrwählter ist.
Amann und Gustav
„Asphalt"-Prem iere
Pliot. Ufa
.) a r o Ii F.. S ;i n r \v 0 1 I i 11 K c n : Ertdip Piilo filmte friihrr in Aiiio-
i;k.». Hill-Till-Till ist ein Waiiicr Urollicr.s-Star und wdliiit. clieiiso « io
'fiiiii 'l'.vicr, in llollywond.
(; <• 1- t r II rt (l (• K.. N (• 11 1; ö I I n : llir üricf i>l an Hciiiliaid Cnctzlvo
« (•ilcr;;('lt'il('t.
I- i I m f r c n n diu Ii i s :\ II.. I> r c n d c ii : It.inion N'in.ario wiirdi?
in I)iii;iiis'> (Mexiko) i^cliorcii. JJr.iiiiif .\ii:;c'ii. .'^i-iiic J.ii'liliiiKsl'arlu ii
Ui niii'ii wir niclil. I.ril!!;. Xäclistcr l''iliii; ..Die Diiiic liiiitchn \ Oili.iiiK".
si{- iliiii'i-ii ilini riilii;; .••(■liicilicn. 01«;i 'r.-^fhciliiiwa .■i|iicllc im ..Wcili in
I l.iinincn" iiiil .\illnir l'ii.-.~c.v. I)(mi Admir.-il Ni-Is<im Im ..Die iinf;eliniiili>
Ivüinum" siiielte der l iif;ar N'ictor N'arlvoni. I^r sduie l'uriiine (iril'lilli
>iiid .Uli' dem Wi'iic iiaeli lOiiriipa. M.ady ( liri^li.aiis' l'.irlner in ..l'"ine l-'r.iii
\ Hii l'iirni.al ■ war l'eler l,esk;i. Die miiiiuliehe ll.niiilrulle im ..llerz^i-lil n;'
dii Weif >;i)i<'lte Ifaliili Korlies. Der Partner von llenny l'nilen in ..Zu-
l'lneli! " lieil't J'i.iiiz l.ed<'rer. Den jinmcn Straiil.1 in ..Ilent' spieli ili-r
.■^iriiil!" siellto Imre Kaday d.ir. seine l'.irliierin w.ir l.ili.in Kllis.
Kurt (!.. \V e i IJ e 11 f e I s : Harry l'iels neuester Kilin ..Die .Mittir-
iiailil-^laM-' wurde Iviirzlicli in Herliii iir.iiil'i.vefiilirt. .\iif;eiililieklleli .ir-
l'( ilet er .-in einem .'^tiicU ..Sein firoUes Kliren« ort". \ orjäliripe Filme
sind: ..M.inn ije^i.'n M.iim" und ..Seine sliirUstü W.ilIC '. K.irten xni l'iel
iili.ilieii Sie lieim l'.ilj-Verlaü'. .Silresse an .•indcMcr .Sielle.
(i e r d i in II .'i in li n r ;; .'1: Die A\'elti>remiere iler ..Kran im Mond'
wird IHK li in dieser Saison in Herlin stattlindmi. \\ .iiin der Film in
llanilinr;; laufen wird, ebenso ..Ihr ilnnkler l'nnkf. erfahren Sie am
besten ilnreli di'ii liesitzer llires Stanimkimis. Ijllan llar\ey wurde am
111. .Liniiar In l.omlmi t;-el)oren. ,,Der Tanzstinlenf wurde In den l'fa-
Ateliers anf^cnonunen. |ilt;i I'arlo ist liber ein .lalir lieim Film.
A II II i S.. |{ r e s I a n : Der I'arlner .Maria Cordas im ..l.iebesleben
iler scliiiiien lleleii.T' belUt l'li.irdo (orti'Z. Ist dnreli die First X.itioii.il-
Sindios, Kiirbank-Ilolly wund. K.il.. zu errelclK'n und nibt .\iitouraiiime.
."^ii- hallen reelit: l.aiir.i !.i l'l.-nile li.it eine gewisse .\eliiilirhkeil inll
.\l.iri.i r.iiidler.
II e t y lt.. .\ r n s b e r }? : Waller SIezak und Eftnii von Jordan wer-
den .iiich wli'iler filmen. H.irr.v ll.ilin ist mit einer Nicht-Seh.iiispielerin
\ erlii'lr.itet. (inslav Frölilieh widiiit IierIiii-\\ Cslend, Knrliinilir Allee 1.
.MIa .M.iy iiiiil l.olte Xenm.inn filmen xnriiliifl^' nielil iiielir. .\lle Filinsiars
;;iben .\ iiloH'ramme. Sie kiiiiniMi sieh direkt .'in sie wenden.
V. V e I y 11 a ii s H a I I e : (Jrete Heinwalil wohnt Berlin W, Rescn's-
biiiiicr Str.ilJe II. Haiini Ifeiiiwald: Berlin W. Knrfilrsiend.imm ;17. Die
Merliner Adresse von Kamon Nov.arro wird sofort bek.innl;iei;ebeii, wenn
iler Künstler hier ist.
.\ n n i W. a ii s I) r e s d e n : (illy Fcindt tjlbt .\iitüf;r.inime. \\ anii
..Ihr dunkler l'iinkf in Dresdeif erseheint, werden Sie am besten a on
llirein KInobesilzer erfalir'Mi. (lar.i ]{ow ist durch rar.iniouiit, City,
Kalifornien zu erreiehen. .sii- ist nicht mit Ch.irles IJofrers verlobt. Mon-
licli. (I.iIj \ lele Filmstars aiicli In Dresden .\iitonr;imine );(>lieii. Die aiiKeii-
hlu-kllche Adres-e der Tanziiln Aiiii;i l'.iwlow.a ist uns leider nicht be-
kannt. Sie können .-iber n;icli London A\'. adressleren, wo die Klinsllerin
stund 14? wcihiit.
I. i I i .1 11 I n II a in b n r i;- : ..Kliie Xaclit in London" ist in Berlin
sdion iir.iiif^H'fiihrt. KIn Bild m>m Knlli Weylier wird bei (ielefienheit ge-
br.icht werden. A(;nes l'etersen h.at bl.iiie .\iifien und dunkles ll.iar. Die
beiden ll.iii|itil.irsteller von ,, Flucht vor der Liebe' sind .Teniiy .Iiiko und
Knrico Benfer. .\ni besten, Sie fr.i^'en Llll.in Ilirvev einm.il selb-t.
(' o n r a d V e i d I - V c r P h r e r I n . X e n k ö I 1 n : Der AutOKramm-
ta;; mit t'oiir.id X'eidt ist bereits .im H. Febrii.ir .'iiif dem Titelblatt an-
fii kündigt worden. Vielleicht meinen Sie hier senaii so wie Im Falle
.Ii iiiiy .Inno i'lne Briefkasleiinotiz. die .ins Irtiendeliien; (iriiiide acht Tase
s|..iter ersebieiien Ist, als d.is elni'iitllch ;;esclielien sollte. Ver,ü;esseii Sic
nicht, d.'ilj wir jede AVocIie weit iiber inil Hriefe be.iiiiworteii, d.ilJ aber
die .\nfia;;en oTl die dopiielte .\iiz.ilil erreichen. Im hbriften diirten sie
t oiii.'id \ eidt sicher Im Edi'ii-Hotel aiifsneheii und ihn um ein .\iito;;ramui
l.ltti'ii.
Räte K.. s t r e li I a : .Volles Kstprhazy wohnt Berlin \V. Bisniarek-
straUe, tirand-llotel Tieryiirteii. Sie KihI Antof;i'ainnie und ist mit dem
Fllioillrekim' Sokal verheiratet. .Margot AValter webnt Herliii AV, Kiir-
fiirslendamm 11, und ist von .Ma\ Laiidii Kcsehieileii. Brigitte lloini wohnt
Herlln-Dalilem, Im AVinkel 5. ll.'irry LIedtkc denkt iilihl dar.in, sieh von
( hrlst.'i Tordy scheiden zu lassen.
F r n a M., A I I o ii a : Sie haben recht, der ..Sllberköiiij;-' gehörte
Fred Tliomsen. In si-liier Heimat begraben. Tom .Mix erreichen Sie durch
Fox Studios, 1101 AVesterii .\ve., liolljwood. Seiiio Tochter heiUt Ifiith
lind filmt noch nicht.
.S c h i V 11 .s ,1 11 s I) .-1 11 z i j; : ^Vir werden Leni Hiefeiistahl «rern an
il.is .Viilofir.'imni erinnern. Lieii Deyers ist durch die Denische Fnivers.il.
lii'rlin \\ H. M.'i Herst r.iIJe h2. zn erreichen. Klis.iheth Berliner ist nicht
mit dem HeKissenr Czlnner verhcir.ilet. Fllmiiostkarten können Sie nicht
durch uns beziehen, sondern durch den l'osik.irten-Vei laj;' l!ol3, Berlin
S\\ f;8. .Mex.indrinenslralie lio.
II e I •;• a V., Köln: IJamon Noxarro spricht Kcbrochen Dentscli.
F.r ist ernst und sensihel, hat ein w.irmcs, klangvolles Or^'.in und kann
aiicli Cilarre spielen. Oh er sein .\liitiir ftem.icht hat, wissen wir niclii.
.\ber wir Kk'i"heii, ilaü er trotzdem etwas von Walter von der Vosel-
welde weilL .Seine .\n>;ehöris'en leben in Dnr.inn'o. Kr wird in Berlin
znniichst ein Konzert ^-clien. Erst d.'iii.ich wird er in einer Oper sinken.
II ans J o a c h i m I'., B e r I i n : Dita I'arlo wohnt Herllir ^\■. .\lotz-
slralJe ^7. Ihr (iebiirtst.iji' Ist der 1. September. 'Alice Terrys .ständige
Adresse ist Xizz.i, Hotel Ne^ires; o.
(.' i I I y F r> I n d t - Ve r e h r e r i n . Berlin: (illy Feiiidt. H.inni
\\'eil.ie und Orete lielnwald filmen noch. C'llly Feindt befindet sich oft
auf den ;;roi;en Ifciineii in Hoppei;;irt('n,
F r .1 II II. K., F r a ii k f u r t - .M .i i n : Ernst IJeicher wohnt Bi'rlln,
HIhlesardstrane :il.
F i I m f r e n ii d i n AV. IL, ans Lei p z i s : Mit wem sich Willy
F'ritsch bald M'rmiihleu wird, können wir Ihnen nicht sapren. Frltsch
liest alle seine Briefe selbst. ]>ie liriiLie sind aiisficerichtet. Wir h:ilieii.
ihn und ebenso Maria I'andler iioi'li nicht (ri'messeii.
L y a - M a r a - II a r r y - H a I m - V e r e h r e r i n A n n e I i e s e K.,
L e i p z i ;;: : Lya Mara wohnt Herlin-AVestend. I'ommernallee .'>, wiirile
am L AiiKiist in Blya fiehoren, ist dem FilnircKisseur Friedrich Zelnik
\ erheiratet. (;ibt Autof;rainiiic und helllt mit rlelitlfrem Namen Lissy
(Icrdüwltsih. Ihr neuester Film ist ..Der rote Kreis". Harry Halm wohnt
Herlln-IIalensee, C'IcerostraUc ii", siht .\utOH:ramiiie, ist mit einer Nlcht-
Sch.iusplelerin verheiratet, hat am 17. .laiiiiar (Jebnrtstas' und filmt
aiiKenbllcklieh mit Lillan Ilarvey „Das Modell von Müntptiniasse".
Film freund .-V r t n r IL: Der AVe:;' zum Film ist nicht .sehr ans-
slditsreich. Wir können Ihnen leider keine BatschlÜKO tccbcn, da wir
KiiKaKcments nicht vermitteln. Filmbnchcr aller .\rt beziehen Sie am
besten durch den Max M.ittlsson-Aerla^^ Berlin S\V U^, KltterstraUc 71.
Conrad Veidl beim Autogrommtag des „Film-Magazin" im Universum i'/ioi. L'ja
J M c k T r p V o r- ii n a !• r c a
Louis. L (.■ r c li - V e r e li r c -
r i 11 : Jaclv Trc\ur uoliiit IJcr-
liii W. Hfiiitlorstralio 0. Aii\
14. DcziTiincr in Lomloii K>'l'or«Mi.
Ernst. Mit einer Nicht-Iviiustli'-
rin vcrlu-iratct. Kroil I.miis l.ereh
woluit Herlin \\ , Kcsi'M>lnirKfr
SlrHlie U. und Iiat am -f*. .\liir/.
(Jcluirtbtajr. J.ottc Ncnniaiins (ic-
iMirtst/tf;- ist lU'r r>. Antust. Sie
i.st mit einem Kaufmann vciln'i-
ratet und hat keine Kimler.
W .irnm Christa Tordy nicht mehr
filmt, erfahren -Sie am besten
von Harr> l.ieillke. t;rele -Mos-
heini und I.ya .\l.ira hahen keine
Kinder. l>al! llenny Torten ein
kleines .*; e h « e s t o r e h e n he-
koinmen h.ihen soll, diirfte wohl
Uiiiim stimmen. J.ilian Ilall-l>a-
\ i> wohnt Herlin. IIit/i;;str;iU<- ä.
(ierd.i ilanrus ist ledit;. ISohhy
Hurns erreiehen Sie dnreli den
Efzet-l'ilm. Hi-rlin S\V. Mark-
(i-r.ifiMistlalie 21. AVir wollen
niehl so indiskret sein. .\m
liesten, Sie fr.ijjen die Künstlerin
seihst, mit wem sie sieh ver-
loht liat.
M. U.. II .1 m h n r k : Von Af.i-
ri.i (armi können wir Ihnen nur
mitteilen. d.iU .sie vor Juliren
den Fürsten Uelj;iojoso heiratete,
eim'ii iler reichsten .\risiokrateu
Italiens. Sie filmt nicht mehr.
Es ist nicht ;ins;;eschlossen. daß
Sie noch \ on der Künstlerin hei
Itoli. Herlin S\V Bh, .\l<-\ainlri-
nenstr.ille II". K.irten erhalten.
K o h <■ r t II.. 1) r e s ,1 e n: Die
p:en;innfeM .unerikanischen I'ilm-
sl.irs li.ihen ihren \\ Ohnsitz in
IJeverly-Hills. Hollywood. K.ili-
foriiien. .\Ion.i .\I.iris weilt ehen-
f.ills In Hollywood. Ann.i M:iy
WooK ^astii-rt in I.orjilon .iiif
der .Siireclihühne. .Mi.i .\l.iy wohnt
Herlin W. Knrfürsiend.imm 7ii,
Hrifii'te Helm: »erlin - Dahlem,
Im Winkel ."). Eliz/.;i I'ort.i : Ber-
lin W, N'iirnherKcr StraUe i:!. hei
Adler.
Drei ]•' i I m k ä f z e h e n ,
« o (holt: Wer die .Vnserwiihlte
lies Kiinsllers ist, erf.ahriMi sie
am sidn-rsten \on ihm sidhst.
Wir müchlen nicht so indiskret
sein.
Karina Bell und Gunnar Tolnaes bei der Aulführung des Lustspiels
„Arm wie eine Kirchenmaus" im Betty-Nansen-Theater zu Kopenhagen
Jack T r 0 V o r — m e i n
h 1 o n d c r L i e h 1 i ii g: Vielen
D.ink für Ihre lielKMiswürdiRen
/eilen. .lack Trevor war früher
englischer Kavallerieoffizier und
stammt aus einer rein englischen
F.imilie.
n e d w i K M., 15 c r I i n : Die
Uranl in der ..KeMdnlionshoch-
zeif s|Mclle Diomir.a .l.icohini.
l,on C'haney wohnt in Hollywood,
K.difornien. Seine neuesten Filme
sind ..Der S(din der Tai?;;!- und
..In <ten Harnten d(>r Polizei".
Ciuin.ir Tolnaes spielt mit K;ui-
na Hell ,im ISetly N.insen-Theatcr
in Koiienh;ii,'en ,..\rm wie eine
Kirchenm.ms", Heide sind iin-
verheiraiet. (drinne (Jriftith ist
\«rlieiralet und auf dem We^e
n.ich Enroii.i, (liist.i Ekni.ui, ver-
heir.atet, widmt Slocklndm, lljor-
thoRsvän-cn. AVenn man zum
Film «ill. so mnlJ man in erster
I.inii' mimisches T.ilent hauen.
T e u fei. in e I e f e I d : Sie
h.iheu reiht. Marlin Herzheru
spielle den Sohn des Staatsan-
walts in <len ..Siehzehiijiihrisen'
und auch eim; Haniitvolle in
..Verirrte .lugend'. Selbstver-
ständlich, er liest das „Film-
.M.i^.izin ■. .Senden Sie niis eine
Uihlk.-irle von HerzherK und
0..')U .\1. in Hriefniarken. d.inn
wollen « ir Ihnen gern das ge-
wunschti' .\ntog:r;imm besorgen
Immer stellen Sie nur \> eili'r
Fr.igeu. Wir sind Ihnen gai
nicht böse.
(i e r d .-1 D.. K e r I i n : l'.r
heil.'t in A\irklichkeil l'.-irl Scben-
ström, r.-il.'ichons richtiger Name
ist ll.ir.ild Madsen. .Sie sind auch
im l.ehen eng bi'frenndet.
F r I. II .1 r. I' .1 r.: l.ee l'.irry
hat am :;.">. .I.inn.-ir (iehurtsl.i;;
und ist eine groUe Hlumenfreuu-
din. (tssi (_)sw;ild.-i «idint licr-
lln W 10, HiduMizollernsiralie 14.
.\1 a r j a D.; Der Parlner \ ou
Eiis.ibelh üergner in ..Liehe "
heil.it Hans Helimann. Er ist ein
hek.i unter ISühneiisch.iusiiielei
und wirkt im Denischen Theat"r
in ,.l)ie lustigen Weiher von
Wimlsor" mit.
H ;( m b u r g : Cirmen Hon
wohnt Berlin W. l'hl.tndsir. lys.
Reichswettkochen der Hausfrauen
Die deutschen 6aswerke haben sich zur Durchführung einer originellen Veranstaltung zusammengeschlossen, die
unter dem Titel „Reichswettkochen" zurzeit in ganz Deutschland zur Ausführung gelangt. Es handelt sich darum,
unter genau gleichen Bedingungen, in der kürzesten Zeit, bei geringstem Gasverbrauch ein schmackhaftes Essen
herzustellen. Die Wettkochen finden an etwa 400 Orten statt, so daß die Zahl der angemeldeten Teilnehmerinnen
in die Tausende geht. Die Siegerinnen aus diesen einzelnen Wettkochen werden in größere Bezirke zusammen-
gefaßt, in denen die Ausscheidungskämpfe für die endgültige Feststellung der Reichskochkönigin stattfinden. Das
eigentliche Reichswettkochen wird dann am 5. Juni gelegentlich der großen Ausstellung ,,Gas und Wasser"
in Berlin stattfinden.
Uschi - Angplo - Ferrari - Vcrohrcrin: Wir glauben
sicher, (Ulli Aiifjolo tVrrnri den belreffi-ndcn IJrief liiichst oi(;<'iili;iinlij; an
.Sic (jesrliricbon hat. Er )iat ein i'Iki'Iics Auki. J)io CirülJe hiiid an ihn
alle .scllist. Anny Onilra ist mit
Am besten, !<if bestellen sieh das
KClien, beim A'erlas, IJerlin SW GS,
erreielien dureli Eddie rolo-l''ilm,
an.Sf?eriehtet. Er öffnet seine Briefe
dem Kegisscur t'arl J.uinae verheiratet
rilm-Ma(?aziii, bevor Sie anf die Reise
Koelistraße (1 — S. Eddie l'olo ist zn
Herlin SW 4X, FriedrichstralJe '-'17.
1^ i e s e I H., T r n d e 1 S., Mainz: A\ir nehmen an, daß Sie
KiinstlerUarten bei IJoss dnreh Xaehnahme erhallen können. (Jnstav
Fröhlieh ist blond und blauänj^i;;. Ein CiroLSplioto von dem \ erstorbenen
l'ittseliau li.iben wir fjebraebt. In der ..Tollen Komteli" war nielit Werner
l'ittseliau. sondern Werni'r Knetlerer der Partner von Dina (!ralla. .Tawobl,
1-uis TrenUer ist ein bekannter UerKsleiKer, anlJerdem noeh Diidom-
inKenieur. Er wird weiter filmen.
B u d h a : Holf Kaffe ist ein kleiner Re<rissenr. Xiihero Ang.iben
können wir Ilinen im Aiif;enbliek leider aiieh nielit machen.
F i 1 m f r e n n d i n .\ n n e ni a r i e :
Harry I.iedtkes l'arlnerin in ..Ich küsse
Ihre Hanil, .Madame ■ heilit Marlene
Dietrich. Wohruinf;-: Berlin \V, Kaiser-
allee .'il. Sie (iibl Autoj;iamme. Näcli-
ster Film: ..Die Fr:ui. n.ieh der man
sich sehnt"'. Vilma Bankys neuester
Film ist ..Die Fahrt ins Feuer'".
H r t .. i: I b e r f.e I d : Frau
Marianne Kaschiji" wolinl Berlin, Hotel
(iotland, am Stelliner B.ihnbof. Sie
köniwn sich selbst einen llandabdrnck
unter BenntznUH; eines Siempelkissens
herstellen.
F i 1 m f r e u n d B. .M.. ]) r e s -
d e n : i.ilian llarvey raucht lei<len-
schaftlich nern. \\eh-he Marke sii' liebt
und wieviel sie tätlich (■ciiicIU. haben
wir bis jetzt noch nicht in Krf.ihnin^
sebraclit. Sie dürfen I.ilian llar\ey
und ebenso Siesfried Arno am 1. (tstiT-
feierlaj;- eiiien Besuch abstatten. Wenn
Sie zum Film wolh-n, so miissen Sie
sich nicht an die Film s t a r s , sondern
an die l'ilm ;;: e s e I I s c h a f t e n wen-
den. I.ilian llarvey fi-iert immer am
1!). .famiar ihren (ieburlstair.
K. 1 0 II 1 , ]{ e u t h e n : Es tut uns
aufrichtig- leiil, Dmumi nicht helfen zn
können. Aber wenn Sie Filmstar wer-
den «ollen, dann müssen Sie den W'vti
allein linden. Wir betonen immer wie-
der: wir vermitteln keine EnKanemenls!
DalJ die Ifa Sic kostenlos bei der
Münehener Filmschnle ausbilden lassen
soll, kiinnen Sie im Ernst nicht {>'ul
verlangen. Schreiben Sie, bitte, au die
Filmschnle in Miincheu, SonnenstralJe l.'i,
und lassen Sie sich einen rrospekt
sendiMi. Da.s weitere wird sich dann
liiiden.
Frau Elisabeth ('., M a u n -
heim: Wir sind k<1'>z Ihrer Ansicht:
die Filmkunst ist, wie jede andere
Kunst, international und h.it mit Politik
nichts zu tun. l'nsere Künstler finden
im Ausland Beschäftifjuntr uiul An-
erkeiniunK (sie filmen in skandina\ ien,
En4;laiul. Fr.inkreich, ]{nl.!land und
.\merika), also darf und kann auch
Deutschland den auslämlischcn l'ar-
stellern zum Kuhm verhelfen.
M a r s o t \\'.. Wesel: Greta Garbo ist nicht mit .lohn (iilhert
verheiratet. Ein Buch s'ht es noch nicht iiber sie, Willy Frisch hat uns
seine Auserwählte noch nicht verraten, l.il DaROvcr ist mit dem Produk-
tionsleiter Georff Witt verheiratet. Xein, im allgemeinen hat kein Laie
Zutritt zu den Ffa-Ateliers.
E I i s a K e 1 d e y , E e i p z i g : Dolores del Rio erfreut sich
(iesiindheit. Ihre Kraiiklieit war nur ein Gerücht. Ihre neuen
sind ,,ZiKeunerrache" und ..AnKclus". Sic ist ein Star der
Artists. Ein neuer Asta Xielsen-Film ist noch nicht angezeigt.
Wohnung: Berlin W, Kaiserallec 203. Eia Eey. Kita l'lermont,
Porten, Eeontiiie Kiilinberg und Ally Kolberg filmen nicht iiudir.
Otto F., Zeitz: H.irry Piel wohnt Jfcrlin-Schönelierg, Am Park li',
ist mit Dary Holm verheiratet, gibt Autogramme, filmt augenblicklich
„Sein großes Ehrenwort"'. Kürzlich erschien von ilim in Berlin „Die
Mitternachlstaxe". Ein Maniiskriiit vviril im allgemeinen mit lOüO bis
10 Ulm .Mark honoriert, je nach Qualität und nach dem Huf des Verfassers.
(Miarlotte lt.: Erich P(mimer. .Tohaiines tiuter, Hanns Schwarz er-
reichen Sie durch die Vfa. Berlin SW fks, Koehstralie 6-S. Gerhard Lam-
jirecht durch die Xatioual, Berlin SA\' 48, FriedrichstraUe 10. Ma.x Obal und
Victor Janson durch die Aafa, Berlin SA\' l>i, Friedrichstiaße "Ji'S.
^iämSB^JifSgiigiffli^^
bester
Filme
United
. Ihre
Rosa
Ruth B.. H a m h u r k : Xein, der Wiener Regisseur Hans Otto ist
nullt mit dem Hamburger Schauspieler identisch. Ein Ernst-Verebcs-
Buch gibt CS nicht.
I. W.. B r e m e n : Anilrö Mattoni ist ledig", stammt aus Karlsbad und
trägt seinen richtigen Xamen.
F i 1 m f r c u n d i n H a n neben St.: Gritta Eey wohnt Berlin W,
Düsseldorfer Stralle '42, und hat am 2."i. .Vugust Geburtstag. Die betreffende
Rolle in ..Frauenar/t Dr. Scbiifer" spielte Haus .Mbcrs. Von (Jiistav Fröh-
lich h.iben wir wiederholt Bilder gebiaclit. Fritz Kampers wohnt Berlin-
t'liarlottenburg, \\ aitzstralJc "2i.
Gerda G., Berlin: Ein neuer Film mit Gerdi Gerdt ist noeh
nicht erschienen. I.ilian Harvey ist in der Königin-Luise-Schule, Bln.-
l'riedcnau. unterri("htct worden.
.V. H n., 1' f 0 r z b c i m : Wilhelm Dieterle wohnt Bln. -Wilmersdorf,
.leiiaer Straße S. und li.it am l.'i. Juli Geburtstag. Elg.a Brinks .-\nsehrift
ist Berlin W. Prager StraUe »1. (Mdiiirlstag; 2. .\pril. Fritz Lang er-
reichen Sie durch Fritz Laug-Film, Berlin SW 4,'*. Friedrichstraße 224.
S c h \v i w a , Leipzig: Marianne
A'\"inkelstern wohnt Berlin W. Uliland-
straße Hl."), Lee I'arry Berlin-Charlotten-
burg. Waitzstraße 1.1, Marietta Miliner
Berlin W jO, XachodstraUe 26. Hilda
Rosch Berlin X^\■ 87, Agrieolastralli- i:t.
V.ileria Boothby Berlin W. Kufsteiner
Straße 2. Die Herstellung eines Groß-
films d.iuert im .illgemeinen 4 bis 8
\Viichen. An ganz großen Filmen wird
ein halbes ,Talir, manchmal sogar ein
.lalir und noch länger, gearbeitet.
1 m m e r sind die llaiiiitdarsteller nicht
piisöulich bei ilin-n Premieren an-
wesend, aber sehr häufig.
H e t t y K.. B o e h ii m : Erii'
Barcl.iy wohnt in Paris. ].') nie du
('in|iic. ist Schwede und filmt in
Frankreich.
R a 111 0 n X^ o v a r r o - V e r e h r e -
r i 11 A 11 n i v. if., X ü r u b e r g : Die
beiden Hauptrollen in ..Anneliese von
Dessau" spielten Maly Delschaft uml
der verstorbene Werner Pittscbaii. Vor
4 bis ,'> Jahren gedreht. Marianne
Winkelslern wohnt Berlin W. riiland-
straße H">'>. wurde am 24. März in
Berlin geboren, tanzte schon als Kind
während der Saison in Misdrov. ist jetzt
Prima Ballerina am Großen .Schauspiel-
haus und spielte bis jetzt in z« id
Lieiltke-.\afa-Filmen. Von I.ilian Harveys
Verlobung wissen wir nichts. Ramon
Xovarro ist unbeschreiblich nett.
A. M. 1\. L 11 z e r n : .Tawolil. Mady
Christians ist die Tochter des berühm-
ten Schaiispieli-rs Rudolf Christians.
Fritz Delius filmt nur noidi ab und zu.
S c h. B.. S t r e I i t z : I>ie ge-
nannten amerikanischen Filmstars woh-
nen in Beverly-Hills. Hollywood. Sie
können deutsch an sie schreiben. Sie
gehen .Vutogramme.
F i 1 m f r e u n d i n Margarete
ti.. Leipzig: Iwan Petrovich gibt
.Autogramme. „Die Dame im schwarzen
Haar'" im .,Orlow" war Vivi.in Gibson
und nicht Petrovichs Gattin. Denn Iwau
Petrovich ist noch ledig. Die männ-
liche Hauptrolle in ..Wings" suielte
Charles Rogers. Beverly-Hills, Holly-
wood.
A u t 0 g r a in m j ä g e r in G r y p s : Die Jeanette in ..Faschings-
prinz" spielte die Tiinzerin .Marianne Winkelstern. .\in 24. März in Berlin
geboren. Wohnung: Berlin W, Fhl.indstraße 163. Die Baronesse Sommer-
feld wurde von Valeria Blanka, einer Ungarin, dargestellt. Geschieden.
Adresse: Berlin XW «7, Brückenallee 2.
H c r t a B.. K a s s e 1 : AXenn Sie einen Roman oder ein Theaterstück
frei bearbeiten wollen, so müssen Sie selbstverständlich erst die (ienehmi-
giing des .\utors haben. Senden Sic IliT iLtnuskript in Form eines kurzen
Exposes an die dramaturgischen .Abteilungen verschiedener Filnigesoll-
schafteu, wie Ufa, Berlin SW 68, Kochstraße 6—8: Terra, Berlin SW 08,
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Angelegenheiten werden Ihnen durch die Astrologie, die
älteste Wissenschaft der Geschichte, enthüllt. Ihre
Aussichten im Leben über Glück in der Ehe, Ihre
Freunde und Feinde, Erfolg in Ihren Unternehmungen
und Spekulationen, Erbschaften und viel andere wichtige
Fragen können durch die große Wissenschaft der Astro-
logie aufgeklärt werden.
Lassen Sie mich Ihnen frei aufsehenerregende Tat-
sachen voraussagen, welche Ihren ganzen Lebenslauf
ändern und Erfolg, Glück und Vorwärtskommen bringen
statt Verzweiflung und Mißgeschick, welche Ihnen jetzt
entgegenstarren. Ihre astrologische Deutung wird aus-
führlich in einfacher Sprache geschrieben sein und aus
nicht weniger als zwei ganzen Seiten bestehen. Geben
Sie unbedingt Ihr Geburtsdatum an mit Namen und
Adresse in deutlicher Schrift. Sie können, wenn Sie
wollen, 50 Pf. in Briefmarken (keine Geldmünzen ein-
schließen) mitsenden zur Bestreitung des Portos und der
Schreibgebühren. Adressieren Sie Ihren Brief an Pro-
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Icitung A. Roscnthal — Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oesterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien 1, Domgasse 4. Verantwortlich für Anzeii;cn
Wilhelm Schacfcr, CharloUenburg. A n z e i g e n v c r w a 1 1 u n g Bcpa-Verlag, Berlin W 35, Blumes Hof 5. Kupfertiefdruck: August Schcrl G. ni. b. H, Berlin SW 68
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Ein hinreißend temperierter, Im
Abenteuerliohen starker Film aus Afrilv.t
konnte einen Beifall etringon, wie man
ihn lange nicht im Kino hörte '. . . Unver-
ßleiohliciie Ticraufnahiiicn. Den Kampf eines
(inos mit einer Lüwin hat überhaupt noch nie jemanil
l'hotOKmphisph fcstlialleii können, und die Teleobjektiv-
Hildcr von SirauUcn, Giraffen, Zebras, Elefanten sind so ein-
?iKnrtiij. daß sie aiieli das verwühnteste Publikum zu stürmischem
Applaus anresen können Hinematoaraith.
. . . piachtvoll, hervorragend gelungen, durehschlagende Wirkung . . .
Tieraufnahmen von großartiger Eindringlichkeil . . . grandios die Jagd-
szenon. nufregfnd der erbitterte Kampf zwischen Löwen und Gnu . . . Das
Ganze millianlciiinal einprägsamer. p.n('k<'nder, fesselnder als die beste Reise-
schilderung. Ein Film für jung und alt. den jeder sehen sollte 19 l'hr-BUitt.
Der Film ist das interessanteste und spannendste Itilderhuch der groß-
artigen Tierwelt des ostafrikanischen Husehlandes . . . Wunder Über Wunder
. . . herrliche, ja phantastische l'rohen filmischer .''ilhouettenkunst . . . präch-
tig . . . bisher wnlil nie erreichte Höhepunkte . . . glänzende Aufnahmen schwar-
zer Angriffslechnik mit einem fabelhaften Buschbrand. Xiivlitausgahe.
. . verzauberte Tieraufnahmen aus nächster Nähe . . dieser Film ist wirklich
eiDErlebni.s . . .beinahe nach jeder einzelnen Aufnahme Beifall. I,ofcnl-.-lu~«'iff<'r.
. . . prachtvoller Natuifilm . . das Wort ist zu schwach, einen Begriff
von der Großartigkeit des Dargebotenen zu geben. Diese Jagdszenen, diese
Kämpfe der Tiere untereinander — vielleicht das Fahelhafleste, was an Xalur-
aufnahmen überhaupt geboten worden ist . . . bisher unerreichte Aufnahmen,
vor allem der Massais. ihrer Kampfe mit den Nachbarslämmen . . . ein Film,
der das spannendste Interesse des Zuschauers vom ersten bis zum letzten
Augenblick v'jllig gcfangennimnil. tt'Hhrheit.
. . spontaner Beifall, der mehrfach bei den schönsten Aufnahmen ein-
setzt . . herrliche Bilder. bosnische Xeiliiita-
. . besonders interessant die Ticraufnahmen. Prachtvolles Ist gelungen.
Die Kamera vermittelt lebensvollste Bildci jener Tierwelt. Die D.irbieiung
fand stürmischen Beifall. S I'hr-Aheittiblatt.
. . . wunderbare Aufnahmen . . . herrlich, ganz reizend. B. X. n. yt.
IlcrrlicheAufnahmen die laut akklamicrl winden . . . herrlich! herrlich! Temito.
*^A
«Ü
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*/.
•'*
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Täglich: 5^^ 7^5, 9^^ IJ f^
Fernsprecher: Nollendorf 8376
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i'''r '^'t
JrL ji
KUMMER 14 / BERLIN, 7- APR II I 929 / PREIS io P F E \ \ I (.
/"; 1 I M
nlariella Qllillner sßieli im Q/fa^<ffilrn „Gas Q%cUl vom Q'lUiiß
n
y entlasse
Eine der genialsten Er-
findungen der Jetztzeit ist
wohl die Kinematographie,
das „lebende Bild" in seiner
unvergänglichen Lebendig-
keit. Zweckmäßige Spezial-
apparale, die im Preis sehr
niedrig sind, ermöglichen
heute jedem, selbst zu filmen
und sich damit bleibende
Erinnerungen zu schallen.
Filmen Sie Ihre Ange-
hörigen, Ihr Heim; nehmen
Sie den Apparat mit auf
Reisen. Alles, was Ihnen
lieb und wert ist, bannt der
Bildstreifen zu jeder Zeit in
unveränderter Lebendigkeit
weiße Leinwand.
Wir würden uns freuen,
Sie kostenlos beraten zu
können. Bitte schreiben Sie
uns, oder besuchen Sie un-
sere Au s s t e 1 1 u n g s rä u m e
Berlin SW 68, Kochstr. 6-8.
D I i: w o c n K \ s c h r i i r d j, w v i l m f r r. i x d e
Busier Keaion mit seinen Söhnen
Phot. M.-G.-M.
w—
ne clefantm kam,
''iiiifir
I
Schon mehrere Monate lang
drehten wir in Afrika unseren
Film „Pori". Alle Szenen mit
Tieren und Eingeborenen waren
uns überraschend geglückt. Nur
Elefanten hatte ich bisher noch
nicht vor das Objektiv meiner
Kamera bekommen. Wir be-
schlossen nun, eine Kanzel zu
bauen. Eine Stunde von unserem
Lager entfernt, gerade an einem
Elefantenwechsel, stand eine alte
Tamarinde. Unsere Träger brach-
ten Knüppel, Schilf und Bast zum
Binden. Dann errichteten wir in
der Krone des Baumes eine Kan-
zel von zwei Meter im Geviert.
Herabhängende Lianen ersparten
uns den Bau einer Leiter.
Spät abends kamen unsere
Schwarzen von ihrer Erkundungs-
tour zurück. Sie hatten eine wich-
tige Beobachtung gemacht. Meh-
rere Kilometer in nordwestlicher
Richtung befand sich ein Sand-
becken, und in dem angrenzenden
Busch schienen die Elefanten sich
tagsüber aufzuhalten. Da konnte
man es mit Aufnahmen versuchen,
mußte aber, damit die Herde nicht
Wind von uns bekam, einen ge-
hörigen Bogen schlagen, um diese
Stelle gegen den Wind zu er-
reichen.
Das wollten wir in den kommen-
den Tagen versuchen. Zunächst
aber sollte es mit der Kanzel pro-
biert werden. Bei Sonnenunlergang
bestiegen wir unseren Hochsitz.
Unsere Mahlzeit wurde von einer
kleinen elektrischen Birne erhellt,
die nach außen abgeblendet war,
um nicht den Argwohn schon jetzt
zur Tränke kommender Elefanten
zu erregen. Während wir gerade
einen Tin Früchte leerten, hörten
wir aus der Ferne ein Knacken.
'ml \
/
Elelanlen im Rade
Sofort löschten wir unser Lämp-
chen. Das Geräusch kam näher.
Bald krachte es an verschiedenen
Stellen. Kein Zweifel, die Herde
war im Anmarsch. Da — auf der
einen Seite — ein mächtiges Ge-
dröhnc von berstendem, brechen-
dem Holz. Dort versucht sich ein
Elefant an einer Palme. In ihrem
trockenen Zustand krachte sie
ganz unheimlich durch die lautlose
Stille. Der Elefant trompetet!
Aus Übermut? Oder sollte er
schon Witterung bekommen
haben? Nachtäffchen kreischten
auf. In. der Tat, es fing an, um uns
lerum lebendig zu werden. Unsere
Plattform lag vielleicht sieben Me-
ter über der Erde. Das mußte
eigentlich genügen; aber ich
glaube, wenn es ein Elefant ver-
sucht hätte — und sie sind sehr
neugierig — , wäre es ihm wohl ge-
Der Kameramann
auf dem Ausguck
Piioit's l'h'
V.
^
7
■MBi
glückt, unser Kniippellager herunlerzureißen.
Lange vor Sonnenaufgang waren wir munter.
Bei Hellwerden stellten wir fest, daß wir allein
waren. Nur in der Ferne zog ein Rudel Elen-
Antilopen zur Tränke. Wir untersuchten den
Boden um unsere Kanzel herum. Auf der Wind-
seite unseres Baumes führte die Fußspur bis
wenige Meter an den Stamm heran. Dort hatte
sogar ein Elefant liegengebliebene Stangen, die
zum Bau der Kanzel herangeschleppt waren,
auseinandergerissen und zerbrochen. Auf der
anderen Seite des Baumes führte keine Fährte
so nahe heran. Dort halte der Wind unsere
Witterung hingetragen.
Wir hielten Rat, wie wir die Elefanten ,im
Wi'^'Vf
Oben und unten:
Die Riesentiere im
Buschgras
Mitte: Die Beute
wird enthäutet
Photos Vjü
l
/
f4 ^
Tage zu sehen bekommen könnten. Schließlich beschlossen wir,
unser Lager noch etwa drei Stunden flußaufwärts zu verlegen.
Aber bald, nachdem wir in unserem neu aufgeschlagenen Lager
eingeschlafen waren, wurden wir durch ein Knacken und Krachen
geweckt. Nur undeutlich, verschwommen, hoben sich Büsche
und Bäume vom Nachthimmel ab. Schienen da nicht die Ele-
fanten zu kommen? Ich hörte ihre Magengeräusche, hörte sie
plätschern. Sie waren ganz ungeniert. Einer stampfte durch
das nahe Schilf. Man hörte das Knacken des Rohrs. Dann
verstummte das Geräusch. Die Elefanten gehen lautlos. Ihr
Fuß ist gepolstert mit einer zähen, gummiartigen Masse und
gibt wie ein Pneumatik nach. Der Elefant war ganz nah bei
uns, aber wir sahen ihn nicht. Daher gaben wir das nutzlose
Spähen in die Finsternis auf. Wir waren so müde, daß wir
gleich einschliefen und von nichts mehr hörten.
Am anderen Morgen gingen wir drei Stunden flußaufwärts und
dann in einem Bogen zurück zum ausgekundschafteten Elefantcn-
busch. Nach abermals zwei Stunden hörten wir in der Ferne
das Krachen und Brechen von Bäumen. Elefanten am Tage!
Jeden Schritt abwägend, jeden Zweig vermeidend, dessen
Knacken uns verraten könnte, gingen wir mit erhöhter Spannung
vorwärts. Eine Grasnarbe setzte ein. Die Bäume und Sträucher
wurden frischer, Knospen und ßlältclicii sprossen hervor. Der
Weg ging bergab. Hier schien eine fruchtbare Niederung, vom
Ödland umgeben, zu liegen, w'as den Elefanten wohl bekannt
war.
Plötzlich sahen wir die Tiere. Sie brachen die jungen Triebe
und fraßen sie. Zwei junge Bullen rangen mit ihren Rüsseln.
Weiter rechts graste eine Herde von vielleicht 20 Tieren. Im
Vordergrund stand eine einzelne Kuh. Sorgfältig, wie ein Fein-
schmecker, suchte sie sich mit ihrem Rüssel nur die schmack-
haftesten Halme aus Die Tiere ahnten nichts von unserer
Nähe. Meine Kamera surrte leise. Ich konnte drehen nach
Herzenslust, Dann zogen wir uns langsam zurück. Wir waren
unbemerkt geblieben! Als wir außer Sicht der Herde waren
— 150 Meter genügten bereits — sagte mir unser Führer, ich
sollte hier hinter dem Busch auf ihn warten. Er wollte ver-
suchen, nach Norden herumzugehen, um vielleicht einen ein-
zelnen Bullen zu schießen. Denn mit einer ganzen Herde an-
zubandeln, wäre eine heikle Sache.
Ich nahm meinen Apparat in die
Hand; das Stativ und das Gewehr
hielten die Neger für alle Fälle bereit.
^Das Dornengestrüpp, hinter dem wir
stcoiden, bildete nlir einen illusori-
sehen Schutz. Kein Zweig war dicker als ein schwaches Hand-
gelenk.
Da — ein schrilles Trompeten! Ich konnte es mir schon
denken. Das war Gefahr. Die Herde setzte sich im Nu in Be-
wegung, ein Rauschen, wie eine Brandung an einer' steilen Fels-
küste. Die Herde floh von der Stelle, wo der Leitbulle seinen
Warnungsschrei erschallen ließ, und kam direkt auf uns los.
Ich war allein. Die Neger waren bereits verschwunden und
liefen nach Westen, wohin auch die Elefanten flohen. Ich hatte
meine Kamera in der Hand. Das Gewehr hatte mein Träger
Sabuni m der Aufregung mitgenommen. 30 Meter von mir nach
Norden zu stand ein dicker Affenbrotbaum. Dahinter ver-
steckte ich mich schnell. Plötzlich hörte ich einen Schuß. Das
konnte nur Sabuni sein — er hatte vollständig den Kopf verloren.
Wie ich nachher hörte, schoß er in die Luft, um die Elefanten
nach Süden abzudrängen. Aber die Lage wurde dadurch für
uns nur unangenehmer. An mir brauste eine Herde von viel-
leicht 80 Elefanten vorbei, alles zeitretend, alles vernichtend,
was ihnen in den Weg kam. Ich drückte mich in eine Spalte
des Baumes. Bald war es ganz still. Nirgends ein Lebewesen
zu sehen. Ich ging auf die Suche nach meinem Führer. Nach
ein paar A\inuten traf ich ihn. Gott sei Dank heil. Wir waren
alle in iiblcr Layc geu esen.
Allmählich fanden sich auch alle unsere Träger wieder ein.
Nun gingen wir der Spur des Bullen nach, der Sabuni an-
gegriffen hatte. Nach einer Stunde stand er wieder vor uns.
Er besprudelte sich mit Wasser, das er aus seinem Magen her-
vorgurgelte, in den Rüssel zog und dann auf die Schulter pustete.
Es war ihm scheinbar sehr warm in der Nachmittagssonne.
Nun kam wieder Aufregung in die Kolonne. Unser Schwar-
zer — - Pfeil und Bogen im Anschlag — huschte von Strauch zu
Strauch. Wenn er sich vom Elefanten beobachtet glaubte, stockte
er urplötzlich seinen Lauf und blieb in grotesker Stellung stehen.
Bald war er nahe genug und konnte den ersten Pfeil anbringen.
Vielleicht rutschte der Pfeil ab, der Bulle nickte jedenfalls bloß,
wie wenn er ein lästiges Insekt verscheuchen wollte. Der zweite
Pfeil saß wohl auch nicht richtig. Doch beim dritten Bogenschuß
zuckte der Elefant sichtlich. Er wankte ein paarmal hin und
her und brach dann mit Gepolter und Gekrach zusammen.
Einige Male zuckte er noch wie in
einem Fieberkrampf, und dann wyr er
nur noch eine leblose graue Masse.
Das Pfeilgift hatte den Urw;a^drieVen
zur Strecke gebracht.
'
Bripiiie -Helm auf der Veranda ihres Heims in Dahlem
Phot. Ufo
Kj^^aumr
Die Weltliteratur hat viele Briefwechsel
aufbewahrt, ernste, ironische und insbe-
sondere solche, in denen große Geister
um ihre Weltanschauung kämpften. In
nicht minderem Maße sind aber auch Frauen-
briefe aus vergangenen Jahrhunderten bis in un-
sere Zeit gerettet worden — und sie mögen in
ihrer Fülle den Männerbriefen an Umfang um
nichts nachstehen. Nur in einem unterscheiden
sie sich prinzipiell von Männerbriefen: sie ver-
lieren sich niemals in Abstraktionen, verschwär-
men nie in geistige Gebiete, in die kühle Höhen-
luft philosophischer Systeme, sondern kreisen
immer um die Zentralsonne ihrer Gefühlswelt —
um die Liebe. Frauenbriefe sind immer Liebes-
I
briefe. Frauenbriefe sind fast immer an einen Mann
gerichtet. Und wenn schon einmal, wie es so die Ver-
hältnisse mit sich bringen, die Briefe einer Frau an
eine ocschlechtspartnerin gerichtet sind, so ist doch
hinter all den Worten der Mann spürbar. Gerade
dieser Umstand macht alle
Frauenbriefc lesbar. Wer
nicht gerade Historiker oder
Philologe ist, wird den
vor 200 Jahren geschrie-
benen und von einer kon-
servierenden Wissenschaft für
die heutige Zeit in Publi-
kationen geretteten Männer-
briefen wenig Geschmack ab-
gewinnen können. Sie sind
trocken und scholastisch,
wie die Männer von jc'lier
Oben: Ossi Oswalda. Im Kreis:
Jack Trevor. Unten : Brigitle Helm
Kl
waren. ' Aber sobald der beschwingende
Atem des weiblichen Fluidums aus den vergilb-
ten Zeilen spricht, wird eine vergangene Zeit
lebendig. Das erregende Tempo weiblichen Er-
lebens macht sich bemerkbar, und der Herzschlag
der Welt pulsiert in jenen Briefen, die vor vielen
Jahren Frauen geschrieben haben. An wen
schrieben Frauen? Im Grunde immer an Män-
ner. Frauen müssen den Überschwang der Ge-
fühle, der nicht immer plastischen Ausdruck fin-
den kann, im Brief niederlegen. Das gesamte
Werk des großen Romanschriftstellers Honore de
Balzac kreist um die Tatsache, daß Frauen nie-
mals genug geliebt werden, weil der Mann nicht
genügend Intuition besitzt, um die ganze Fülle
ist, läßt Fontane diesen mit
Worten nicht zu fassenden
Reiz der Weiblichkeit aus-
klingen, — Der Film, dem
das Wort nicht gegeben ist,
hat den pikanten Reiz des
Frauenbriefes in weitestem
Maße für sich in Anspruch
genommen, Frauenbriefe sind
im Film immer Liebesbriefe,
Was schreibt eine Frau? —
Im Grunde schreibt sie immer
an einen Mann.
Rechts: Werner Fuelierer. Im Kreis:
LH Dagover. Unten: Mia May
Plwt. Ufa
äfi^Mßlfm
„Die ganze Lieb' ist in der Erdenzeit, ein kleiner
/orschuß auf die Seligkeit." Dieses Chanson war
or mehr als einem Dutzend Jahren so populär wie
leute das Lied vom weißen Flieder, der wieder blüht.
\ber Richard Eichberg, der seine Filme gern auf
populäre Wirkungen stellt, hat diesen Refrain zum
Motto genommen, um ein fröhliches Spiel in seiner
bekannten Art darauf aufzubauen. Diesmal handelt
es sich um eine sehr scharmante Angele-
genheit, nämlich um die Einführung eines
neuen Parfüms, das seinen Namen nach
einem bekannten Bühnenstar erhalten
soll. Aber das ist leichter gesagt als
ausgeführt, denn die Konkurrenz er-
hält von dieser Absicht Kenntnis und
tritt nun ihrerseits an eine beliebte
Revuetänzerin heran, um von ihr die
Erlaubnis zu erhalten, ein neues,
köstlich duft'»ades Erzeugnis der
Firma mit dem wohlklingenden
Namen ,,Ninette" schmücken zu
dürfen. Leider war dies eine Un-
vorsichtigkeit, denn Ninette ist
die Freundin des zuerst genann-
ten Fabrikanten. Aber der
zweite, der scharfe Konkurrent,
hat für seine ,,Duftei", den
elegant eingerichteten Laden an
einer verkehrsreichen Straße,
eine neue Verkäuferin enga-
giert, die auf den Namen
Dolly hört und den Teufel im
Leibe hat. Diese Dolly, man
ahnt es bereits, ist keine andere
Dina Gralla, Jutta Jol, Imre
Raday, Mimo von Delly
Pliot. Eichber£-Film
als Dina Gralla, die mit dem ganzen Humor, der sie
auszeichnet, sich der Sache ihres Chefs annimmt, zu-
mal sie eifersüchtig auf Ninette ist, die sie in zärt-
lichem Zusammensein mit dem Chef ertappt. DoUy-
Dina also kündigt dieser Konkurrentin Kampf bis aufs
Messer an und bedient sich dazu — sonst wäre sie
kein Weib — vor allen Dingen der Waffen ihrer kör-
perlichen Vorzüge. Welche Irrwege Dolly zu gehen
hat, welche Rollen sie verkörpern muß,
wie sie sich zu verwandeln hat und
trotzdem immer die scharmante Dina
Gralla bleibt, das erzählt der von Jaap
Speyer witzig und temperamentvoll ge-
drehte Film — ein echtes Eichberg-
erzeugnis, das sich den früheren Ar-
beiten dieser Firma würdig zur Seite
stellt. Für den Humor sorgen in dem
Film vom kleinen Vorschuß all
Darsteller, der eine grotesk, der
andere liebenswürdig, der dritte
ironisch, erreichen die Absicht, die
Zuschauer lachen zu machen,
jeder auf seine Art. Muß man
sagen, daß zum Schluß der Ange-
legenheit gar nicht so sehr von
dem Parfüm die Rede ist, son-
dern von vielen anderen Dingen
die zwar auch in gutem Geruch
stehen, aber noch viel angeneh-
mer sind. Dina Gralla, die ein-
zigartige Künstlerin, hilft sich
mit einer Leichtigkeit über die
Hindernisse hinweg, durch die
sie mit einem eleganten Sprung
im Herzen des Parketts landet.
Sofie Pagay, Paul Micholo
Cramer, Henry Bender
P/iot. Eichbirg-Film
Von Pierre Alcover,
Pierre Alcover, einer der hervorragendsten und belieb-
testen französischen Film- und Bühnendarsteller, spielt
eine tragende Rolle, den Bankier Saccard, in dem
Ufa-Film „Geld, Geld, Geld" (nach dem Roman
,,L'Argenf' von Zola).
Bevor ich auf die vielleicht etwas merkwürdige Kombination
— Feldherr, Bankier oder Schauspieler — näher eingehe,
möchte ich mich ein klein wcnifj dem deutschen Publikum
vorstellen; denn ich kann wohl mit Recht annehmen, daß
man mich in Deutschland nicht kennt. Ich bin Pariser, bin zur
Schule geganilen und habe alles, was ich dort gelernt habe,
prompt wieder vergessen. Dann habe ich in einer Bank ge-
arbeitet, aber außer dieser nackten Tatsache ist mir auch von
dort nichts weiter im Gedächtnis haftengeblieben. Denn endlich
hatte ich einen Beruf gefunden, dem ich mich ganz hingeben
konnte: Schauspieler! Auf der Comedie Fran<;aise, im Sarah-
Bernhardt-Theater und vielen anderen Boulevard-Bühnen bin ich
aufgetreten. Meine Filmkarriere ist dagegen nur kurz. Vor der
Rolle des Bankiers Saccard in ,,G e 1 d , Geld, Geld" habe ich
nur zwei kleinere Episodenrollen in älteren französischen Filmen
gespielt, gleichsam, um für mich selbst den Beweis zu erbringen,
ob die Laufbahn eines Filmschauspielers für einen Theaterschau-
spieler von Überzeugung gangbar ist oder nicht.
Als der Regisseur L'Herbier an mich herantrat, in einem Film
nach dem Zolaschen Roman ,,L'Argcnt" die Rolle des Saccard
zu spielen, habe ich lange gezögert; denn gerade Saccard ist für
mich eine von Zolas markantesten Figuren. Ich wäre ohne
Zögern darauf eingegangen, diese Rolle auf der Bühne zu spielen.
Aber der Film stellt an den Schauspieler bedeutend größere An-
forderungen, vor allem an Konzentrationsfähigkeit. Da bei den
Filmaufnahmen die Kontinuität des Geschehens fehlt, fühlt der
Filmschauspieler kaum eine Entwicklung seiner Rolle, wie das
auf der Bühne der Fall ist. Für ihn ist der Moment der ge-
steigerten Spannung innerhalb einer Szene maßgebend. Nur der
Regisceur kann das Spiel des einzelnen Schauspielers im Rahmen
des gesamten Werkes zähmen, auflockern und einfügen. Ich
habe viel der Regie L'Herbiers zu verdanken, der in manchen
Momenten dämpfend, in anderen aufpulvernd auf mich einwirkte.
Als Junge hatte ich immer den Wunsch, ein großer Feldherr,
ein großer Bankier oder ein großer Schauspieler zu werden.
Und nun spielte ich unter L'Herbiers Regie die Rolle des
Saccard, der in gewissem Sinne Bankier, Feldherr und Schau-
spieler zugleich ist. Der Bankier Saccard ist ein Schauspieler,
denn er ist nur solange ein Führer, als er vor sich und der Welt
den erfolgreichen, den großen, den kühnen Feldherrn spielt, und
solange er von seiner Führernatur selbst überzeugt ist. Für mich
als Charakterschauspieler war es eine große und herrliche Auf-
gabe, die Gestalt dieses triebhaften, ungestümen, egozentrischen
Menschen zu verkörpern. p/wt. Ufa
riiül. Ija,
|]C>
Wer ihn jemals auf der Leinwand gesehen hat, den schar-
manten Albert Paulig, der wird es nicht glauben wollen,
daß Albert einmal Lehrer werden sollte. Allerdings war
dies nur Wunsch seines Vaters, denn in ihm selbst regten sich
keinerlei pädagogische Fähigkeiten, und so wird man es glauben,
daß der Besuch des Lehrerseminars bei Paulig nur eine vorüber-
gehende Episode blieb. Aber vielleicht hat er doch etwas davon
zurückbehalten, ein gewisses väterliches oder vielleicht mehr onkel-
haftes Benehmen, einen zeitweiligen Ansatz zur Strenge, wenig-
stens jenen Mädchen gegenüber, die er in den Filmen zu be-
treuen hat. Albert ist der geborene Aufsichtsherr, der kor-
rekte Ressortchef, der so konziliant und liebenswürdig zu
den Kunden, so energisch und trotzdem nicht unsanft zu
den kleinen Warenhausmädchen sein kann. Wenigstens
alles im Film. Er muß wohl von jeher den Ehrgeiz be-
sessen haben, in einer Stellung, die Würde verleiht, auf
der Höhe des Lebens zu stehen, und er hat vielleicht
daheim in Stollberg in Sachsen die Honoratioren und
den Chef bewundert, in dessen Geschäft man ihn steckte,
um ihm die Anfänge einer kommerziellen Bildung bei-
zubringen. Aber es regte sich in ihm Bühnenblut,
dessen Drängen so schwer zu widerstehen ist. Der Weg
zum Ruhm führte, nachdem im Konservatorium zu Dres-
den die technischen Stützen des Berufes erworben
waren (damals mußte ein Schauspieler vor allen Dingen
eine dialektfreie Aussprache haben, heute sind schartige
Stimmbänder und knödelndes Wortgedudel womöglich ein
Vorzug an unseren sprachlich verlotterten Theatern), der
Weg also führte Albert Paulig nicht gleich an jene t^üh-
nen, die damals das Ziel junger Talente darstellten, son-
dern an bescheidenere Stätten : nach Zwickau, Lodz, Han-
nover, Dresden. Für einen jungen Schauspieler sind solche
Theater von besonderem Wert, denn sie pflegen nicht nur
das Ensemblespiel, lehren die größte Disziplin, sondern sie
haben auch einen umfassenden Spielplan. Nicht wie in der
Großstadt, wo Serienslücke lieblos heruntergehaspelt werden,
sondern wie in der Kleinstadt das Theater betrieben wird, ist
die beste Schule für einen jungen Künstler. Da hieß es oft über
Nacht Rollen lernen, wenn ein Stück nicht einschlug und durch
eine Neueinstudierung ersetzt werden mußte. Das Gedächtnis mußte
geübt werden, denn man konnte sich nicht ausschließlich auf den
Souffleur verlassen, wie dies heute einige ,, Prominente" als Folge ihrer
Überarbeit zu tun pflegen. Schließlich landete Albert Paulig aber doch
in Berlin, und zwar in jüngerem Alter als Jannings und Krauß, die noch
länger in der Provinz spielten. Bald danach brach, ganz wie heute, das
Tonfilmfieber aus, denn Oscar Meßter, der Senior der deutschen Kinemato-
graphie brachte seine ,, Tonbilder" in die Kinos, die freilich in der Zeit
<eine Paläste, sondern in der Regel leerstehende Läden waren. Paulig
spielte also in solchen Tonbildern, zu denen eine Grammophon-
platte den Text schnurrte, Opernarien, längst vergessene Schlager
von Paul Lincke, die in vier Minuten beendet sein mußten.
Seine Partnerin war die Tochter des Regisseurs, eines ehe-
maligen Operettenlenors Porten. Dieses blonde^ schlanke,
eben dem Backfischalter entwachsene Mädchen stellte die
klassischen Posen der Opernarien. Papa Porten tonfilmte
auch Lohengrins Abschied von Elsa, wobei die Grammo-
phonplatte herumgedreht werden mußte. Aber alle Be
teiligten glauben, daß Paulig in diesem Tonbild nicht
mitgewirkt hat. Albert als Lohengrin . . . nicht aus-
zudenken. Sein Flimmerstern ging erst einige Jahre
später auf, als Karl Wilhelm bei der Union einen
rasend komischen Film aus der Konfektion drehte
,,Die Firma heiratet", worin Albert Paulig die erste
größere komische Rolle spielte. Einer seiner Part-
ner, der Lehrling Moritz, wurde von einem fixen,
berlinisch kessen Reinhardt-Schüler dargestellt, der
seinen Meister im Rauchen vieler schwerer Zi-
garren kopieren wollte, obgleich ihm dabei öfter
übel wurde. Dieser kleine Darsteller war Ernst
Lubitsch. Woran es gelegen hat, daß Paulig nie
unter Lubitsch filmte? Wer weiß es? Jedenfalls
verschrieb sich Albert Paulig nach der heiratenden Firma der
heiteren Filmmuse, und er hat mit unnachahmlicher Grazie seitdem
seine zahlreichen Geschäftsreisenden, Empfangsherren, Oberkellner,
Ressortchefs hingelegt. Der Grundzug seines schauspielerischen
Wesens ist Lie- p/,gi i:j„
benswürdig-
keit.
AIS
Der Beruf des Wochenschau-Kameramannes hat un-
zweifelhaft die angenehme Seite, daß man viel
herumkommt und vieles sieht. Aber er ist sehr
anstrengend und oft gefährlich. Ein Beispiel dafür bil-
den die Filmaufnahmen von der Rettung des im Eise
festgefrorenen Fährschiffes „Schwerin". Der Ufa-
Kameramann Richard U n g e r war einen ganzen Tag
über mit dem Filmen der Ausbesserungsarbeiten am
Witzlebener Funkturm beschäftigt. Diese Klettereien in
100 Meter Höhe lieferten ihm gewisser-
~" .;, maßen einen Vorgeschmack der kom-
" menden Ereignisse. Denn bereits um
sieben Uhr früh des nächsten Tages flog
er mit 180 Stundenkilometer Geschwin-
digkeit mit einem Flugzeug der Ver-
kehrsfliegcrschule über das vereiste
Meer, auf der Suche nach der eingefro-
renen „Schwerin". Nach mehrstündigem
Flug wurden endlich zwei kleine Punkte
am Horizont entdeckt. Sie erwiesen
sich als die russischen Eisbrecher, die sich
durch das schwere Packeis mühsam an die
,, Schwerin" herankämpften.
Um die unten liegenden Schiffe vor das
Objektiv zu bekommen, mußte sich der
Kameramann mit dem ganzen Oberkörper
aus dem Flugzeug lehnen. Der Luftdruck,
der bei der ungeheuren Geschwindigkeit der
kleinen Rennmaschine erzeugt wurde, war
so stark, daß Unger nur mit größter Kraft-
anstrengung die Kurbel drehen konnte.
Mehrmals wurde ihm die Kurbel des Appara-
tes aus der Hand gerissen. Glücklicherweise
trafen aber die gebrochenen Kurbeln nicht
das Steuer des Flugzeuges, denn sonst wäre
ein Absturz unvermeidlich gewesen.
Nach etwa vierstündigem Flug trafen
Kameramann und Pilot wohlbehalten wieder
in Warnemünde ein, allerdings völlig steif
gefroren vor Kälte. Alle Ersatzkurbeln
hatte Unger bei diesen Aufnahmen eingebüßt,
ebenso war ihm seine Schutzbrille abgerissen
worden.
Aber die Aufnahmen waren gelungen.
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f_ n. Fort Setzung
ROMAN vo/^ HANS SCHULZE
„'n Abend, Brandslctter, alter Junge!" bcorüßtc ihn der immer
eilige kleine Herr. „Das ist ja eine unerwartete Überraschun;«.
Sind wohl auf dem Kriegspfade? Zirfaretle oder Kojjnak jsefällig?"
Der Kommissar wehrte ab.
„Danke, lieber
Freund! Ich will Sic
nicht lange stören.
Die Geißel der Auf-
führung hängt ja
noch über Ihnen. Nur
eine kurze Auskunft.
Wer ist der lange
Assistent des chine-
sischen Zauberers?"
Der Inspizient fuhr
sich über die spie-
gelnde Glatze.
,,Das ist eine Dok-
lorfrage, Brandstet-
terchen! Soll ein ver-
krachter Jurist sein.
Reist schon seit Jah-
ren mit der Nummer
durch die ganze Welt.
Ist mir persönlich
ein fataler Bursche,
aber die Weiber sind
wie toll hintei ihm
hei. Wenn Sie übri-
gens noch ein Hühn-
chen mit ihm zu
pflücken haben, müs-
sen Sic zugreifen.
Der Chinamann geht
morgen gleich nach
der Vorstellung mit
ihm in ein Engage-
ment nach Holland."
,, Wissen Sie, wo
der Jüngling wohnt?"
,, Keine Ahnung,
aber Sie treffen ihn
bestimmt drüben bei
Kannenberg. Er hat
ein Techtelmechtel
mit unserer französi-
schen Tänzerin und
speist mit ihr dort
jeden Abend!" — —
Die Herren verlie-
ßen das Büro, und
der Inspizient gab
seinem Besucher noch
ein paar Schritte das,
Geleit.
In diesem Augenblick ging ein großer Herr mit einer jungen
Dame so nahe an ihnen vorbei, daß er sie auf dem schmalen
Gange fast mit dem Ärmel streifte.
Irotz der unsicheren Beleuchtung erkannte Brandstetter in
ihm sofort den Gehilfen des Zauberers.
Als er jetzt aus dem Portal des Wintergartens auf die Doro-
theenstraßc hinaustrat, verschwand der fabelhafte Abendmantel
der Dame gerade im Eingang des Kannenbcrgschen Lokals.
Der Kommissar schickte Walter durch den Portier ein paar
rasch hingeworfene Zeilen und begab sich dann gleichfalls zu
Kannenberg hinüber.
Er war entschlossen, vorläufig allein zu operieren; Walter
V. Prayer hatte den Wilhelmsgarten-Kavalier durch sein hitziges
Temperament schon einmal vorzeitig vergrämt. In diesem Falle
Julius Falkenslein filmt bei der Ufa
wollte er vorsichtiger zu Werke gclicn und nicht eher ruhen, als
bis er Namen und Art des falschen Chinesen restlos auf-
geklärt hatte.
Bei Kannenberg wählte er seinen Platz mit strategischer Um-
sicht in der Nähe
der Tür so, daß er
das Paar dauernd im
Auge hatte, und war-
tete dann bei einer
Flasche guten Rhein-
weins die weitere
Entwicklung der
Dinge ab.
Seine Geduld wurde
zunächst auf eine
ziemlich harte Probe
gestellt.
Der junge Herr vsar
in Erwartung des
morgigen Fischzugs
anscheinend in be-
ster Stimung und ließ
für seine wirklich
entzückende Freun-
din auffahren, was
Küche und Keller
nur bieten konnten.
Erst gegen ein Uhr
verließen sie das Lo-
kal und fuhren im
Auto zum Potsdamer
Platz. Brandstetter,
der sie in einem
zweiten Wagen un-
bemerkt verfolgt
hatte, saß zehn Mi-
nuten später mit
ihnen in einem über-
füllten Abteil der
Wannseebahn.
Hinler einer Zei-
tung versteckt, beob-
achtete er jede Be-
wegung der beiden
jungen Leute, die
sich unter der Nach-
wirkung des reichlich
genossenen Alkohols
ziemlich laut und
ungeniert in franzö-
sischer Sprache un-
terhielten.
Als sich der Wa-
gen auf der Station
Botanischer Garten
etwas zu leeren begann, sank der Bubenkopf der kleinen
Pariserin auf einmal schwer gegen die Brust ihres Begleiters,
und eine alte Dame entrüstete sich lebhaft über die allzu frei-
gebige Enthüllung eines schlanken Paares einfach vollkommener
Beine.
Lichterfelde, Zehlendorf-Mitte, Zehlendorf-West flogen vorbei.
Dann aber, als der Zug in den Bahnhof Schlachtensee ein-
lief, schreckte der Herr auf, und die beiden stiegen eilig aus.
Der Kommissar folgte ihnen langsam im Strom der übrigen
Reisenden durch die Sperre; eine Art hellseherischer Gewißheit
war auf einmal in ihm, daß diese nächtliche Expedition einzig
die Pension Hartkort zum Ziele haben konnte.
Das Paar hatte unterdessen die Tunneluntcrführung durch-
schritten und VN.uidte sich dein Villenviertel zu.
/•/;, :. l ;j
Mit Blitzesschnelle vergegenwärtigte sich Brandstetter das
Straßenbild Schlachtensecs.
Die Pension Hartkort lag im Schnittpunkt der Albrechtstraße
mit der Potsdamer Chaussee, die er auf einem Abkürzungsvvege
am Sanatorium Schlachtensce in wenigen Minuten erreichen
konnte.
So schnell ihn seine Füße tragen wollten, eilte er die mond-
helle Viktoriastraße entlang und verbarg sich im Gebüsch eines
Gartens gegenüber der Villa Hartkort.
In demselben Augenblick bogen die jungen Leute um die nächste
Straßenecke, und das lustige Lachen der Französin klang weithin
durch die stille Nacht.
Vor der Hartkortschen Pension machten sie halt.
Der Herr zog einen Schlüssel aus der Tasche und öffnete die
Gartentür.
Dann waren sie im Innern des Hauses verschwunden. — —
Mit einem erleichterten Aufatmen richtete sich der Kommissar
aus seiner gebückten Stellung empor,
Gott sei Dank!
Ein Anfang war gemacht, ein erster Faden angeknüpft
worden, an dem er sich aus dem Labyrinth des Karrprozesses
heraustasten konnte.
Ein instinktives Gefühl sagte ihm, daß ihm hier wieder einmal
einer jener unerwarteten Glückszufälle zu Hilfe gekommen war,
wie er schon manchmal einer halb verlorenen Sache eine völlig
neue, überraschende Wendung gegeben hatte. —
XVII.
Vor dem riesigen grauen Sandsteinporfal des Landgerichts
in der Turmslraße fuhren die Automobile in ununterbrochener
Reihe auf.
Der Zuhörerraum des großen Schwurgerichtssaales war längst
bis auf den letzten Platz besetzt, aber noch immer hasteten eilige
Menschen durch das Treppenhaus des mächtigen Lichthofes zum
dritten Stockwerk hinauf.
Mit ungeheuerer Spannung erwartete man allgemein den Be-
ginn der Verhandlung; die Sensationsstimmung eines großen
Tages zitterte über einem erlesenen Publikum aus dem vor-
nehmsten Westen, das sich zu dem Schlußakt der Karrtragödic
wie zu einer nervenaufpeitschenden Premiere in einem Luxus-
Iheater des Kurfürstendamms ein Stelldichein gegeben hatte.
Jetzt öffnete sich ein schmaler Türspalt in der Rückseite der
Anklagebank, und Kurt Steinhoff wurde von einem Gerichfs-
diener hereingeführt.
Er sah blaß und angegriffen aus, und sein Gesicht zeigte be-
reits die charakteristische gelbe Gefängnisfarbe.
Ohne von seiner Umgebung auch nur die geringste Notiz zu
nehmen, ließ er sich am äußersten Ende der Bank nieder und
schaute regungslos in eine blendende Sonnenbahn, die sich wie
eine Wand von glitzernden Staubatomen vor dem fahlen Grün
des Richtertisches aufgebaut hatte.
Wenige Minuten später wurde die große Saaltür von einem
Justizwachtmeister weit aufgerissen.
Das Summen der Unterhaltung sank plötzlich zu einem leisen
Tuscheln herab.
Am Arm ihres Verteidigers trat Evelyn ein, in tiefer Trauer,
das totenbleiche Gesicht fast ganz durch einen Schleier verdeckt.
Einen Herzschlag lang stockte sie, als die Gitterschranke der
Anklagebank vor ihr aufklirrte.
Dann aber erblickte sie Kurt, der bei ihrem Erscheinen un-
willkürlich von seinem Sitze aufgefahren und ihr ein paar
Schritte entgegengekommen war.
Mit festem Druck lagen ihre beiden Hände für Sekunden in-
einander
Und aus diesem Druck floß es wie eine heimliche Glut her-
über hinüber, fühlten die beiden unseligen Menschen ihre tiefe
Schicksalsverbundenheit, und der Pranger der Anklagebank
schien ihnen auf einmal wie eine rettende Insel, die ihnen mitten
in dem Meer von Gemeinheit, Neugier und Gehässigkeit der Mit-
welt eine schützende Zuflucht bot.
Walter v. Prayer hatte die Karrschcn Damen zusammen mit
dem alten Hausarzt im Auto nach Moabit gebracht und war Lore
dann auch beim Zeugenaufruf treu zur Seite geblieben.
Still und blaß hatte sie dem Kreuzfeuer von Hunderten zu-
dringlicher Blicke getrotzt, indes sich ihm selbst das Bild des
Gerichtssaales sogleich zu einem nachhaltigen malerischen Ein-
druck geformt hatte.
Der weitgedehnte, lichtdurchflutete Raum in seiner fast fest-
lichen, hellen Nußbaumtäfelung.
Ihr gerade gegenüber der eisengraue Senatorenkopf des Vor-
sitzenden mit den feingeschnittenen, geistvollen Zügen und der
vornehm-beherrschten Haltung eines Diplomaten alter Schule.
Ganz anders der Vertreter der Staatsanwaltschaft, ein breit-
schultriger, monokelbewehrter Herr mit einem drohenden Durch-
zieher auf der rotgeäderten, von brüchiger Haut gespannten
linken Wange.
Die Geschworenen zu beiden Seiten der schwarzen Talare des
Richterkollegiums, unter ihnen eine einzige Frau, eine an-
gejahrte, entschlossen blickende Blondine.
Unter den Zeugen hatte Herr Brandstetter bei Eröffnung der
Sitzung gefehlt, und auch später im Zeugenzimmer hielt Walter
vergebens nach ihm Ausschau.
Mit der ersten Post war endlich die ersehnte Chiffrenachricht
des Postamtes Dorotheenstraße eingegangen; ein ganz knapp ge-
haltener Brief in Maschinenschrift, daß Schreiber dieser Zeilen
Punkt zwölf Uhr vor dem Portal III des Kriminalgerichts in der
Turmstraße zum Austausch der Dokumente erscheinen würde und
den Depotschein bereitzuhalten bitte.
Walter hatte sich sofort mit der Privatwohnung und dem
Büro Brandstetters in Verbindung gesetzt, ohne seiner jedoch
persönlich habhaft werden zu können; nach einer Auskunft seiner
Pension hatte der Kommissar bereits gegen sieben Uhr morgens,
ohne das Frühstück abzuwarten, das Haus verlassen und aus
dem Büro kam die Nachricht, Herr Brandstetter habe soeben
aus Schlachtensee angerufen, daß er heute voraussichtlich über-
haupt nicht mehr zur Friedrichstadt hereinkommen würde.
Was war geschehen? Was suchte der Kommissar zu dieser
Zeit, da alles auf dem Spiele stand, in Schlachtensee?
In steigender Unruhe sah Walter in den jungen Tag hinaus,
der sich wie zum Hohn auf das düstere Drama im Gerichtssaal
mit seinen leuchtendsten Farben geschmückt zu haben schien.
Was würden die nächsten Stunden bringen?
Immer wieder suchte sein Blick das feine Gesicht Lores, und
ein stilles Gelübde stieg in ihm auf, wie auch der heutige Tag
ausgehen mochte, dies Kind in ein neues Leben zu führen, daß
keine Schicksalsnol ihr junges Herz je wieder verwunden könnte.
Im Sitzungssaal halte inzwischen der eine der beiden Beisitzer,
ein greisenhafter Herr mit einem lederfarbenen Mumiengesicht,
dem die Worte in pausenloser Eintönigkeit von den dünnen
Lippen knarrten, die Verlesung der umfangreichen Anklageschrift
beendet, und der Vorsitzende begann mit dem Verhör der An-
geklagten.
„Herr Dr. Steinhoff," sagte er, „Sie haben soeben mit angehört,
welche Anschuldigungen gegen Sie erhoben werden. Gestehen
Sie die Tötung des Generaldirektors Alfred Karr zu?"
Ein kurz herausgeschnittenes, scharfes ,,Ja" war die Antwort.
,,Frau Evelyn Karr," fuhr der Vorsitzende in seiner verbind-
lichen Art fort, ,, Ihnen gilt dieselbe Frage: Bekennen Sie sich
gleichfalls im Sinne der Anklage schuldig?"
Evelyn hatte ihren Schleier ein wenig zurückgeschlagen, ihre
Augen waren groß und weit.
„Nein!" klang es dann kaum hörbar von der Anklagebank
zurück.
Der Vorsitzende räusperte sich leise und zog seinen langen
Notizbleistift nachdenklich durch die schmalen, aristokratischen
Hände.
„Herr Dr. Steinhoff," nahm er dann wieder das Wort, „Sie
haben zwar in der Voruntersuchung bereits ein offenes Geständ-
nis abgelegt, zur vollen Klärung der Sache ist es aber erforder-
lich, daß ich den Text der Anklage noch einmal ausführlich mit
Ihnen durchgehe. Und da entsteht gleich am Anfang eine sehr
bedeutsame Frage, die man gewissermaßen als das Leitmotiv
dieses ganzen Falles bezeichnen könnte, nämlich, welcher Art
Ihre Beziehungen zu Frau Evelyn Karr gewesen sind?"
,,Wir beabsichtigten eine Heirat, sobald Frau Karr wieder frei-
geworden sein sollte!"
,,Wie stellte sich der Ehemann Karr hierzu?"
„Er erklärte mir, daß er niemals seine Einwilligung zu einer
Trennung seiner Ehe geben würde!"
„Wann haben Sie mit ihm hierüber verhandelt?"
,,ln meiner Wohnung. Am Tage seiner Rückkehr aus Eng-
land!"
,,War dies Ihre einzige Unterredung mit Herrn Karr?"
Forlsetzung folgt
FRAGEN
die uns errei'chterL
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i I m - M a g azi n ", Berlin SW 68, ZimmerstraOe 35-41
Scherlvcrlail. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
Au viele: Anonyme Uricfe wcnlcii niclit beantwortet. Bei Manu-
sUriptanscICKenliciten bitten wir folgendes zu bcaclilen: Jeder Anfrage ist
Uiickporto beizufügen. Jede Einsendung eines Manuskripts zur Prüfung
ist z-vveoklos, nur Exposes im Umfange von 2 — 3 Sclireibniascliinensciten
sind zur Einsendung an die Filmindustrie, Kegisseure usw. geeignet. Für
Verlust der eingesandten Slanuskriptc kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durohschlägo senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Absehrift zurückbehalten.
•
T u d il y K.: H.is Hamnn Xovarro-Uucli kostet l..'iii M. Egon von
Jordan wolint Heriiii W !.'>. l.ictzenburger .•^tralJe ■"". und gilii Autogramme.
K <■ g i n a H.. I) a n z i g: (ier-
da M.iurus widnit ISerliii \V. llo-
heuzollermlanim '.>J, Elizza l.i
Porta Berlin W, Nürnberger
Stralie i;i. bei Adler. Aljee
Terry Xizz.i. Untid NcgreMO.
Ly.i de Piitli, Elstree .Stmlious.
London, Harry Fr.iiuk Berliu-
l'harlottenliurg. li<ji'thep;irk !'■'..
t'.ustav Frölilieli wird, wenn die^e
Zeilen er.sehcinen, liiiihstw.ihr-
selieinlieli \vied<'r in Herlin sein.
(» t t i , Helmstedt: ..Per
Fuhrm.mn des Tixlrs' ist naeli
einer Novelle von ."<elma L.iger-
liif, der Film ..Der .M.inn. der die
Ohrfeigen liekani" n.ieli eini'm
Theati-rstiick ..Per Herr mit der
grünen Krawatte" von Ark.idy
-Vwortselienko gedichtet.
L e o P.. Köln: AN'ir sind
gern bereit, Ihnen ein .Vuto-
gr.'imni von l.ilian H.irvey zu be-
sorgen. Wir bitten !Sie d.iher.
uns eine Hildkarfe der Künsile-
riii und (i,.')i) .\1. in Briefm.irken
freiindliehst einsenden zu wollen.
I.ili,iu Ilarvey widmf Perlin
\\' 1.'). Düsseldorfer J^traLle 47.
und h.it am 19. J.uniar Ue-
iMirist.iK.
F r .1 u L. H., Dresden:
Nielleieht senden .Sie Ihr Sujel
an die Nalion.il-Kiini, Berlin
S<\V 4.S. Friedrieh>lraße 10.
W e r n e r .s., Leipzig:
l.ili.in H.irvey und Willy Fritsch
sind ledig. Beide geben Auto-
gr.inime.
i; e r t r u d T., Neukölln:
NVerner Fuetterer wolint Berlin-
••^teglitz, KleisIstr.-iUe 27. li.it ,im
lü. .laniiar Geburtstag, gibt .Viito-
;;r.immo, ist ungefähr 1 — .'i .(.ihre
beim Film, bevorzugt A\',isser-
sport und ist ledig. .Sein nenoter
Film ist ..Die Fliieht der Deli.i- .
Im ..Fürst von P;iiipenlieim'
war iloii.t Jl.iris seine P.irtnerin.
H. B., h üd e n s e h e i d :
Harry Liedtke wolint Berlin-
(Jrunew.-ild, Bism,irek,illee Ifi,
und hat am 12. Oktober (iebiirts-
tag. Paul Richters Wiege st.ind in ^Viell. >ein (icluirtM.ig i>t der 1. April.
(i r e I .a li a r b o - V c r e h r e r : Wenn Sic zum l'ilm wollen, so
ist es am zweckmälJigsten, .Sic wenden sich inimiticlb.ir ;in die Film-
gcscllsch.iflc'ii. Wir \ ermitteln keine Krig.igenicnts. (irela O.irbo gibt
.\iitogramme. .Sic ist noch in (iiiteborg. Wenn Sic n.ich Herlin kommt,
wird ihre hiesige Ailressi' selbstvcrstäiidlicli bck;innlgcgeben. AiitJer in
den gcii.iniifcn Filmen spielte die Kiiiisilerin noch in i-ineni deulsclicn
Film ..Die freudlose lia>se' und in dem .•imerik.aiiischeii .Suderm;inii-Filiii
.,E.- w.ir".
(' h .1 r 1 (I t t e F., (i ö s > n i t z : \\ .iltcr lüll.i ist M'rhcir.itct und gibt
.\ntogi-.'imme.
11. 1.. II i r s c II b e r g : Der neueste Harry I.iedike-Film Iieißt ,,Herr
nhne (ield". In \iirbereitung sind folgende Filme mit ihm: ,.Der scliw.irze
Doniiiio", ..Die Konkurrenz pl.itzf, .,0 Mädchen, mein Mädchen, wie
lieb' ich dich!" Emil ,I.iniiings" neue.-ter Film i>t ..Der P.ilrinf. P.iiil
Wegencr ist wieder M'rhciralet und befindet siili .•inginbllcUlieli auf einer
Itiihnen-'l'oiirncc. (ircl.-i O.irh.i liest .-ille ilue UimMc seihst. Sp.irl.
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i- ünischauspiclcr a
Henry Stuart und Leontine Sagan
Theaters Deutscher Schausp
i' h a r 1 e s F ,i r r e I 1 - V e r e h r e r i n aus 11 .i in bürg: C'h,irles
Farrell ist durch die Fox-Stndios, 14lll, Western .\ve.. Hollywood, zu
erreiclieii. Er gibt Anlogramnic. IWolJer Blumenfreund. Treibt jeden
Sport. Filmt seit mehreren .lahren. Sein neuester Film ist ,,Bud.ipcsf.
seine I'.irtni'rin wieder ,l,iiiet (i,iyiior,
F i I m f r e ii n diu aus N ii r ii b e r g : Otto Uebiilir wohnt Berlin
W ,')7. KiirfiirstenstraUe UX. li.it am Itt. .Mai (iebiirtst.ig, ist gesiliieden,
hat ein T(ichterclicii, ist ;iuch M;iler und Lautensänger und err,ing kiirz-
licli eim'ii grolJen Erfolg mit seinem Blücher in ,,\Vaterlo(r-. Sein
neuester Film ist ,,Die keusche Kokotte",
Helmut E., Oörlitz: Oeorg (J'llariu wohnt in Bevcrly-Hills,
Hollywood. Sic kii:iuen deutsch :iii ihn schreiben.
W. V li., H a II II o V e r: Lili;in
H.irvey gibt Autogramme. Ranioii
Xov.irro ist noch nicht in Berlin.
Werner Fuetterer wcdint Äerliii-
Steglitz, KleiststraUe 27, Willj
Fritsch Berlin W, K.iiscrdamm
Nr, 9,'>. Jackie t'oogan ist schon
hange nielit mehr in Berlin.
H ,a n II i H,, K a n 1 s d o r f :
It.'imoii Novarru kommt im Soni-
luer n,icli Berlin. .Seine Berliner
Adresse wird sofort bek;i mit-
gegeben. Fred .Soliii filmt augeii-
blicklieli in Hollywood ;ils P.irt-
iier von Bebe Daniels unter dorn
N,inien Robert Castle,
F r i t z M„ II ,1 m b ii r g: Giin-
ii,ir Toliiaes spielte kürzlich eine
Hauptrolle in dem Starfilni ,, Ge-
schlecht in Kesseln", Er kommt
im Jniii wieder nach Berlin, um
hier zu filmen, Bilder von Tol-
iiaes werden wir :iuch b,ild wie-
der bringen. Fnverheiratet. Mai-
glöckchen. In Oslo geboren.
W i 1 li e I m B.. Dort m ii n d :
Wenn Sie Filmdarsteller werden
wollen, so nilissen Sie sich un-
mittelbar mit den Filmgesell-
scli,iften in Verbindung setzen.
D.i wir Engagements nicht ver-
niitteln können wir Ihnen leider
keine Ratschläge geben.
H e i n z H c r h e r t G., B e r-
1 i 11 : Sie irren sich, der Film
..Hell in Fr.iuensee" ist in \ie-
leii Filmtheatern gel.iufen,
K. E., H e 1 m s d o r f : Die
Hauptdarsteller im ,,Wolga-
scliiffer" wjircii A\illiam Boyd,
Ellinor F.iir und \iclor V.arkoni.
Vilm:i B.inky ist nicht mit Dou-
i^l.is F,iirtiaiiks, sondern mit Rod
l;i Roniie vcrlieir,itet,
Uschi, .\ n g e 1 o F e r r a -
r i - V e r e h r e r i n : Geburts-
tag und Adresse von Aiigelo
Ferrari stimmen. Der KüiistU'r
gibt .\utograiiinie. Scliw.irzcs
H.iar, braune Augen. Er w.ir
früher mit Elen;i LniuLi verhei-
ratet. Jetzt ledig. Ferraris
neuester Film ist ,.I)oii Manuel.
der B.iiidif, Ob er blonde oder dunkle Bubiköpfe liebt, eiitzielit sich
unserer Kenntnis.
J. A.. Leipzig: Fred Louis I.crch wolint Berlin W, Regensbnrger
.straUe 14. Sehr nmsik.ilisch. Der Kiiiisilcr dürfte 7.11 beschäftigt sein,
um Besuche ciiiiif;ingi'n zu können, Sie unterschätzen doch wohl, wie
.■iiistrcngcnd die Filmtätigkeit ist. Lerch sinclli- 11. a. in folgenden Fil-
men; ..Liebelei", ,, Versiegelte Lippen", ,,Eln"sk.iiid,il im H,iuse Froin-
niont", ,, Carmen", ,,Jlary Lou", ..Die kli'ine Sklavin ". ,,RiilsclibaIin",
.,Der rote Kreis",
Mop.«, (i I c i w i t z : Ilse Slobr,iw,i wohnt Berlin W. Ascliaffcnbur-
ger Str.iüp (i, Fr.igcn über d:is .\ltcr und die Konfession unserer Stars
beantworten wir griiiulsätzlich nicht.
I r in g a r d L., T e m p e 1 li o f ; M.iria P;nidl -r
Spieler Czimeg vcrhcir.itet. Febcr die (iattin von
wir Ihnen nichts Näheres mitteilen.
II c I c 11 c IL. Essen: Den Regisseur Puilowkiii erreichen Sie
die Ileni'sa. Berlin SW i,s, FricdrichstralJc i:l.
ul der Sprechbuhne
in einer Aufführung des „Englischen
ieler" in Berlin Phol. Schert
w,ir mit dem Schau-
Alfred Braun können
durch
1 n (T e b 0 r K S., Breslau; Aiulrt' Mattoni triiRf seinen rielitigen
Namen, Kit'* .VutOKraiiinic, staiiiiiit aus KarNhail und ist leilij;. Sie dürfen
i'raKeu stellen, so oft wie sie wollen. Nur dürfen Sie bei Ver/.ügerunKen
nicht unseduliliff werden: denn bei uns laufen tät;li(li — wir niaeben
noeliinals darauf aufmerksam — elwa loo Itriefi- ein.
i^ u S. a u s .S a a r 1> r ü e k e n ; \\ ir lialicn Willielm Dieterle noeli
nielit t{emi'>!'en. iiebmen über an, dali er elwa 1,!<'> ni jtroll ist. Wohnung:
l;ln.-\Vilniers(lürf. .leuaer SiraUe S. Kr «ilit Autonraninie. l'ranz Hau-
niann wohnt Berlin NW «, K.irlslr.ilJe Ifi, ist verheiratet und «iht Auto-
gramme. >Vill.v Fritsebs Sebnurrbart in der ,.l'ntc;iriselien Hliaii-sodie"
ist nicht ,.eebt".
E r i e li l.., Dresden : l.ili.-in llarvey wolint Berlin \V 1.'). Düssel-
dorfer Straße 47, die anierikanisehen Kilmslerue erreichen Sie unt"'r
Beverly-Hills, Hollywood, Kai. l.ya .\lara wobut Berlin-Westend, I'oni-
niern.iUee :>. und tjibt .\ut0j4ramme. Am besten, Sie reden die Künstlerin
mit „Knüdise Frau" .in. Bei AulOH:raniiuw ünseben ist immer die be-
treffende Karle des Stars und adressiertes, frankiertes Küekkuvert ein-
zuleijen.
T r o t 7. k 0 ]) f Gertrud: Harry Liedtkc wuide in Kiini(;si)erj;.
Wilhelm Dieterle in Lndwii;sb;ifen, Willy Fritseh in Kaltowitz und Paul
Kiebter in Wien geboren. Bamun Nov.irro erblickte in DuranKo (.Mexiko)
das Liebt der Welt. Der neueste Albertini-Film ist ..Temiio-Tetuiio ■.
Luciano Albertini wurde am ;iO. November in Lugo (Italien) geboren.
P. H. 7: Ureta (iarbos Partner im ,, Totentanz der Liebe" war Antonio
Moreno. Franz Lederer fährt, da sieb das Filmprojekt Reinhardts zer-
seiilaKcn hat, nicht nach .\merik:i. Ureta Garbo wird vorau.ssiehtlieli
noch oft mit .lohn Gilbert zusainnienspielen. Ein Buch über die beiden
Künstler ist noch nicht erschienen. Die Verlobunj; vmi Fritseh ist ein
lieriicbt, das sich nicht zu hewahrbeilen scheint. In ..Die vom Nieder-
rbein" war Uschi Elleot die Partnerin von Ernst Hofmann.
H. H., E 1 b e r f e 1 d : Die Filmkomparsen werden in der Filmbörsc,
Berlin, Beutlistraße 1—3, enKagiert. Die Ufa liat ihren Sitz in Berlin
SW 68, KochstraUc 6 — 8; ihre Ateliers befinden sich in NeubabelsberK und
in "K'^tipelbof, OberlandstraUe: die Anschrift der National ist Berlin SW 48,
r/lPdrichstraÖe 10, ihr Atelier steht in Teinpelbof, Borussi.-istraße: die
Terra wohnt in Berlin SW 68, KochsiralJe 7:i, ihr Atelier befindet sieb
in .Marienfclde, Siemensstr:iße.
W e r n e r .\., C h a r 1 o t t e n b u r k : Elisabeth Bergner wohnt Ber-
lin-Dahlem, Faradayweg l.'i. Unverheiratet. Gibt Autonramme. Ein neuer
Film mit ihr ist noch nicht in Vorbereitung.
Lilly D., Minden : Wer-
ner Kra'uß wohnt Berlin-Dahlem,
Im Schwarzen Gruiul 17. Er ist
verheiratet und gibt Autogramme.
Durch das Film-Magazin können
Sic keine Karten von Filmst.-irs
beziehen.
Ruth F., Kiel: Ein Buch
über Heiiny Porten gibt es. Zu
beziehen durch den Max Mattis-
son-Verlag, Berlin SW 68, Ritter-
straße 71. Mady Christians hat
dunkelblondes Haar und dunkle
Augen.
F e I i e i t a s H., D a n z i g :
Ernst Deutsch filmt nur noch ab
und zu. Er ist sehr viel an der
Sprecbbühne tiitig. Lya de Putti
ist unverheiratet. Die genannten
amerikanischen Filmsterne woh-
nen in Beverly-Hills, Hollywood.
Harry Liedtke bat seine Villa im
Grunewald, Bismarckallee 16;
t'arl Lamac ist diircli die Hom-
Filin, Berlin SW 48, Friedrich-
straße 5-6, zu erreichen, u. Bruno
Kästner wolint Bln.-Cbarlotten-
burg, Stormstraße 3.
Ilse D., Berlin: Ihr Briet
ist weifergcleilet worden.
Lieselotte W., M e i n i n -
gen: Paul Richters nächster
Film ist ,, Sensation im Winter-
garten" mit Clairc Ronimer.
..Schneesebubbanditen" soll noeli
in dieser Spielzeit erscheinen.
F i 1 m f r p u n d i n Dolly ans Berlin: Rainon Xnv.-irro wurde
Jim 6. Februar in Durango (.Mexiko) geboren, (»rebideen. Beverly-Hills.
Kai., U. S. A. Sein richtiger Name ist Ramon Samoniegos. .L-iwobl, es
gibt einen Illustrierten Filinkiirier vom ., Fürst der Abenteurer".
Eine A n g c 1 o F e r r a r i - V e r e b r e r i n : Angelo Ferrari wurde
am 14. August in Rom geboren. Unverheiratet. Letzter Film: ,,Das iW-
stilndnis der Drei". In .\rbeit: ,,Don Manuel, der Bandil
ist Ende vorigen ,lalires gestorben.
H a 11 s W., Hannover: Lilian Harvey spielte
Punkt" eine Doppelrolle, also die blonde Lili;in und die
Die Hohe der Gage eines Stars richtet sich ganz n;tcli
licit. Ihre Wünsche sind vorgemerkt.
Gottbard >!., Breslau: Lilian Harvey arbeitet aiigenblick-
licli in Berlin an ihrem neuen Ufa-Film ,,Das .Modell vom Montp:irn;isse".
Z w ei F i I ni s e b w li r m c r i n n e n , Berlin: Einen Film-
darsleller Fred Iminl<>r gibt es. Er spielte kürzlich eine Rolle in ,.Lii\.
der König der Verbrecher". Zu erreichen durch Albö-Film, Berlin
SW 68, Kochstraße 18.
L i c M., M i e. L.: Fred Solm wurde am 22. Janu.ar in Frankfurt-
Main geboren, ist unverbeinitet, gibt Autogramme und filmt .aiigen-
blicklich als Partner von Bebe D.iniels in Hollywood unter dem Namen
Robert Castle. Elisabeth Bergner liest alle ihre Uriefe selbst und gibt
Autogramme. Max Reinhardt ist verheiratet. Barry Norten filmt in
Hollywood.
G. M., Lichtenberg: Es ist am zweckmäßigsten, wenn Sie
Ihr .Manuskript in Form eines kurzen Exposes nnmittelb.ar an die dra-
nialurgischen .Vbteiluiigen der Filmgesellsebaften senden. Wilhelm
Thiele ist durch die l^fa, Berlin SW 68, Kochsiraße 6-8, das Regisseiir-
ebepaar Fleck durch die Hegewald, Berlin SW 4», Friedriebstraße 2i>o,
zu erreichen. Heinz Paul widiiit Berlin-Cbarlottenburg, Lielzeuseeufer 10.
Anneliese D., Ober h a u s e n : Ly:i Mara wohnt Berlin-West-
end, PommernuUce .'), und b;it am 1. .\ugiist (ieburtslag. Harry Liedtke
hat seine Villa im («ruiiewald. Bismarckallee 16 und erblickte am 12. Ok-
tober das Licht der Welt. Nils Asther ist dureb die Metro-Goldwyn-
.Studios, Ciilvcr-City, Kalifornien, zu erreichen. Sein Geburlstag ist der
17. .lanuar. Harry Frank ist verheiratet und wohnt Berlin-Charlotlen-
burg, Goetbepnrk l.'t.
Barbara A., D a b 1 e in : 1. Mady Christians kam in sehr jungen
J.'ibreii zum Film. 2. Das Aschenbrödel im ,, Verlorenen Schuh" spielte
die Schwedin Helga Thomas. :i. Die männliche Hauptrolle im ,,Sobn
der Hagar" wurde von Werner Fuetterer dargestellt. 4. Das .Autogramm
von Käthe Dorsch wird besoigt und geht Ihnen dann sofort zu. 5. Frieda
Richard wolint Berlin-Hermsdorf, llillmaniistraße b.
im
dunkle
»einer
Dene Morel
, Dunklen
Yvelle.
Beliebt-
Dolorcs del Rio-Schwürmcr: Henny Porten und Ossi
Oswalda sind an die fälligen Autogrjtmmc erinnert. Dina Gralla wohnt
Berlin W, Sj.eyerer Str. ::2. H.-irry Halm Berlin-Haleiisee, Cieerostr. o7.
•Sobald R.-imon Novarro in Berlin ist, wird seine Adresse bekanntgegeben.
.Sic können Fr.igeii siellen. so oft .Sie mögen.
\\ o 1 f g .1 II g F., B e r 1 i n - S t e g 1 i t z : Den Zeitungsausschnitt
h.-ilieii wir Ibiieii schon vor einigen Wochen zugesandt.
l" i 1 111 j ü n g e r . Stettin: Wir empfehlen Ihnen, sich an den
Klub der Kaiiieraleiite, Bcrlin-Charloltenbiirg, Reicliskaiizlerpl.atz ö, zu
Hcinleii. Dort «■ri'.ibreii Sie alles Nähere. .I;iwi(hl, die Filmbörse ist
ein .Vrbeitsiiacbwcis.
R e s e - P 11 m in e 1 .a 11 s B o n 11 a. Rhein: Igo Sym ist durch
die Uf;i, Berlin SW 68, Kochsiraße 6-7, zu errciebeu und wurde am
;t. Juli in Innsbruck (Tirol) geboren. Die weibliche H.aiiptrolle in
..Unterwelt" spielte Evelyn Brenl. Lya Maras neuester Film ist ,.Der
rote Kreis", ihr Partner ist Fred Louis Lercli. Die männliche Haupt-
rolle im ..(iraf von Monte Christo" spielt .lean Angelo.
Hans E., Freital: Dila Parlo wohnt Berlin W, Motzstraße 87,
Ossi Oswalda Berlin W, HolutizollernstraUe 14, Betty Amin;in Berlin W,
l>uiRburger Slr.iße 16, H;irry Liedtke Berlin-Grunewald, Bismarckallee 16.
Willy Fritseh Berlin AV, Kaiserdamm 95. Alle Künstler geben Auto-
gr;inime. Die gewünscbten Photos erhalten Sie beim Postkarteii-Verlag
Roß. Berlin SW 68, Alexandrinenslraße 110. Manuskripte werden von
den draniaturgiscben Abteilungen der Filmgesellsclniften geprüft. Bücher
über das Filininanuskri|)t erhalten Sie durch den Max Mattisson-Verlag.
Berlin SW 68, Ritterstraße 71. Es ist leicht möglich, daß es einen Film
...Macht der Liebe" schon einmal gab. Aehnlich lautende Titel findet man
häufig.
A. B. M.. Kaunas (Litauen): Lya de Putti filmt zur Zeit in
London bei der British Interii.itioii.il ,,Tlie Informer". Ihr Partner ist
1-ars Hansoii. Ein Vierteljahrs-Abonnement ;iuf d;is ..Film-il.-igazin"'
kostet 5.85 M. inklusive Porlo. Für ein H;ilbjabrs-.\bouneinent wird das
Doppelte berechnet. In Dcutschl;«nd gibt es nur die Filniscbule In
München, Soiinenstraßc 15. Am besten, Sie lassen sich einen Prospekt
schicken. An Lya de Putti können Sie ruhig deutsch sebreiben. Es ist
nicht ausgeschlossen, d;iß die Künstlerin auch b:ild nach Deutschland
kommt.
R. v. ()., Berlin: Der alte ,loe M.iy-Film, in dem Mia M;iy, Erika
Gläßner. Charlotte Ander und Emil ,Iannings die H:iuiitrollen spielten,
hieß ,,Tr,igödie der Liebe". Den Liebb.iber spielte Wladimir G.iidarow.
Fred Louis L c r c h - V e r-
e h r e r i n 11 e 11 L i s s i M. und
Irene L.: Die Grüße an Fred
Louis Lerch sind ausgerichtet.
Ungefähr drei Jahre beim Film.
Seine ersten Stücke sind ,, Lie-
belei" und „Versiegelte Lippen".
Ledig., Gibt Autogramme. Treibt
viel Sport. Filmte später u. a.
in ..Freiwild'', „Die kleine Skla-
vin", ,,Rutschbaliii". Sein neue-
ster Film ist „Der rote Kreis"
mit Lya Mara.
Film freund Heinz L.:
Die betreffenden .•inierik.aniscben
.Stars haben alle ihren Wohnsilz
in Beverly-Hills. Hollywood. Ossi
Oswalda wohnt Berlin W, Hoben-
zollcrnslraße 14; Kurt Vesjier-
mann, Bln.-Charlottenbiirg, Klau-
sewitzstr.aUe 3; NicoI;ii Kollin,
Berlin - Charlollenburg, Xiebnhr-
str.'iUe 78; Johannes Riemann,
Berlin W 15, Joacbimstbaler Str.
Nr. 24. Pol.-i Negri filmt unter
Cziiiners Regie zur Zeit in Lon-
don.
S t e m p e b w c g e n c r von
der Aue: Paul Wegener wird
sicherlich auch wieder einin:il
filmen. Der Vater von Gerda
M.iiiriis ist Ingenieur. Harry Piel
jirbeitet zur Zeit an einem Film
..Sein großes Ehrenwort". Mar-
lene Dietrich wohnt Berlin W,
K.aiserallee 54.
Strick. Berlin : Harry Liedtke wohnt Berlin-Grunewald, Bis-
marck.'illee 16, und war zuerst mit der Sch.-iiispieleriii Proft, d.inn mit
Käthe Dorsch verheiratet. Seit einem J;ihr ist Dr. Christ.a Tordy seine
Gattin. M;iria Paiidler li:it ihre Wohnung in Berlin-H.ilensee. .\ibreclit-
Acliilles-Str;iße 5.i. Lili.an Harvey Berlin W 15, Düsseldorfer Str.iße 47,
Mady Christians Berlin-Cb;irlottenbiirg, Bism.-irckstraße S7, Diii.i (iralla
Berlin "W, Speyerer Straße 22. Dita P.'irlo Berlin W, Motzstraße 87. Otto
(iebülir Berlin W 57. Kurfürstenstraße 118. Bei Autogr.-immwünschen
muß man .-in die Künstler die betreffende Bildkarte und adrc.s.sierlPs.
fninkiertes Küekkuvert einlegen.
Felix R.. Berlin: Die Verbdiung von Willy Fritseh ist ein Ge-
rücht, das sich nicht zu bewahrheiten scheint. .Sein richtiger Name.
Gustav Fröhlich wohnt Berlin-Westend. Kiirländer Allee 1. Henny Porten
Berlin-D.'ihli'm, P.irkstraUe 74, Käthe von N;igy Berlin W. Pr.ige'r Str. 4,
.loh.iiines Hiemann Berlin W 15, Jo.achimslbalcr Straße 24. .\lle Künst-
ler geben .\iitogramiiie. AN'enn d.is nötige Talent vorh:inden ist, kann
111:111 auch schon mit 17 Jahren zum Film.
U IIa S., .Stuttgart: Luis Trenker gibt .Vutogr.iinme und wohnt
Bolz.'ino, Via Vittorio Emaniiele 5. Sein P.irtner in ..Der beilige Berg "
war der norwegische Skiläufer Ernst Petersen. Louise Brooks wohnt in
Beverly-Hills. Hollywood. Kai. AVenii Sie mit einer jungen Filmfreundin
korrespondieren möchten, so empfehlen wir, im ..Film-Magazin'' zu
inserieren.
Elisabeth K., Leipzig: Brigitte Helm gibt Autogramme.
Senden Sie eine Bildk;irte der Künstlerin und adressiertes, frankiertes
Rückkuvert an sie ein.
E. G. E.. D .-1 11 z i g : I'eber Auguste Praseh-tJrevenberg können wir
Ihnen zu unserem Beil.iuern nichts Näheres mitteilen. Die Künstlerin
filmt hin und wieder in kleinen Rollen.
F i 1 m f r e 11 n d . Kiel: Harry Liedtke wohnt Berlin-Grunewald,
Bismarckallee 16. Ii.at am 12. Oktober Geburtstag n.id liest alle seine
Briefe selbst. J:iwi.lil, Dr. Christa Tordy, seine Gattin, ist eine ganz
bekannte Filmdiva.
Erich D.. .M a g d e b 11 r g : Zw ecklos ist es nicht, wenn Sie Ihre
Photos zur Prüfung au die Filmindustrie senden. .\ber der Beruf des
Filmd.iisleller.s ist nicht sehr .'lussicbtsreieh, und viele fühlen sieh be-
rufen, doch nur wenige sind auserwählt.
K ä t h e .s., Kiel: M:idy Christians hat keine Kinder. Sie dürfen
ruhig :iii die Künstlerin schreiben. Sie gibt Autogr:imine.
F i I ni f r e 11 n d i n P. a u s F r a n k f u r I - O d e r : Ein neuer
Film mit Bruno Kästner ist im Augenblick noch niclit .iiigezeigt. Werner
Fuetterer wohnt Berlin-Steglitz. Kleiststr.-iße 27. Neue Filme mit Anton
Pointner sind: ..Der lustige Witwer" und ..Durchs Brandenburger Tor''.
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iCc^c/ec//tci//'J
iVlCi^VX
]B]e:c]k:]r:]r
^(^//c^ZfY;. /.'//«.y
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Emil Jannings und seine Gafiin Gussi im kalifornischen Frühlinp
Phot. ParameuHl
alliiMi luMiuwiirts
lAspliiilt" wurde
spicllc (iiisl.iv
zichii'. ..Die -'ir
KmizHcIi im If.i-
Funttcrer-Vorclirpriii, KöiiiRsbcrg: Conriul Voiilt
wohnt im Eilcii-llofel, Ht-rliii, HiKlapostcr Str.-ilJi-, Henry Stiinrl: Hirliii ^V,
I'Mss.uier Str.ißi' 17. Crcla O.irbo ist nocli in (üilcburfr. Die H.mptil.ir-
sleller in rlem Lee I'.irry-Kilm ..Die Fr.Tii mit ilem Weltrekord' «.treu
Henry Stn.irt, Seliletlow nnil .loop von Hiilsen.
Fi I m f r e ii n d i n :\ ii s T li ii r i n k <; n : Wenn Sie 1.G5 ni Kroß Kind,
so ist d.is weder /n klein noch zn n'n'ß- "nd mit iM ,l:iliren sind .sie
wirklich nodi jnnc' Rcnn^; zum Filmen. Aller es i.st schon K^mz ricliti;;-.
wenn Sie Ihren Filmlr.-inm bepr.ilien wollen; denn die .\nssichteii .-uit'
ErfolR sind sehr, sehr fjerinK- Viele heriilimte Si.irs sind oft mon:itel;in.u:
ohne Keschiil'tiffunK. Anßcr in den Ken.innten Filmen
Fröhlich \i. ;\. in „Wenn die Sehw
Tenfel-, ...Viifist". Sein rf;i-Film .
I';U;ist nnuiftfefiihrt.
Willy F r i t s e li - V e r e li r e r i n Else I'.: Wir h.-ilten Sie dnrcli-
.•ins nicht für .uifdrinAlich. wenn Sie melirere Fr.-iden .-nif einm.il .stellen.
•I.iwolil, Willy Frilsch ist verlolit. Wir werden den Künstler ;ni Ihren
Urief erinnern, empfehlen .-ilier trotzdem, sieli jetzt nnmittelb.ir .-in ihn zn
wenden. Fr.inz I.edcrer ist nnverheinitct und wohnt Herlin-Frieden.m.
Fehlerstr.ille l.
M :i d y D.. M :! n n h e i m : Zu unserem Bed.uiern kiinnen wir Ihnen
nichts X.-iheres iiher All.in Dur;int n\itteilen.
K ri r 1 R., K o n s t ;i n z : Die ,Mon;itss;ise eines Filmstars Iiänfjt g;ii\z
\(in seiner Popularität ab. Wenn Sie zum Film wollen, .so müssen Sie
sieh unmittelbar an die Fihngesellscliaften wenden. Jawohl, man niul)
auch sportgewandt sein.
Dresdener F i 1' m f r c u n d e : ]>an >larry 7,ieiltke sich von
Christa Tordy selieiden lassen soll, beruht «-anz und sar nicht auf W.ibrheit.
.Alexandra I'.. W i 1 m e r s d o r f : Es stimmt schon, AiKtor \:iu-
eoni kommt wieder nacl Deutschlaml und wird vor:iu.<"sielitlicli hier filmen.
T'nK;!ir. Seine ,\dresse Vird dann sofort hekannlKeKchen
H. I,.. H o h e u m Olsen: Der
neueste Film mit l';it und ralachon
heißt ..I'.it null I'ataelion .als Deteklivi--.
Hücher iiber d.is ..Filmmanuskripf er-
h.ilten Sie durch den Max Mattisson-
Vi-rl.is. H'-rlin SW fix. Kitterstraße Tl.
•I.iwohl, d.is einzusenib-nde Expose muß
mit Maschinenschrift Kesehrieben sein.
Kei Uoss bekommen Sie auch Karteil
viui .'lusliindischeu Filmsternen.
F i I m li o y T o m m y : Ernst Hof-
m.inu wohnt Herlin-H.ilensee. Auguste-
Viktori.a-Straße 1, wiird(> am 7. Dezem-
ber in Uresl.-iu K<'boren und ist 'mit
Iledda Kemp verheir.atet. Er spielte
zuletzt in dem (ireenb.ium-Filin ..Köni-
tcin seitu's Herzens " eine Ifolle. Fnge-
fiihr 10 .J.ihri- beim Film. Elisabeth
Bergner spielte bis jetzt in foltreudeu
Filmen: ..Der EvanKelimaiin", .,Xju'.
..Der (ieiKcr von Florenz", ..Liebe",
..Dona .)iian.i". Ihr neuester Film ist
„Fräulein Else".
Kurt S.. J{ e r I i n : Elpi Brink bat
am 2. .\pril (iehurtsl;iK- Fnverheir.itef.
Sie ist die I'artnerlii in dem neuen
Conrad Veiilt-Film „Br.iut Xr. 68".
Imofiene l{obertsons neuester Film ist
.,\';isabundenliel)chen".
i* a n I S.. S p ;i n d .a u : I,udwij;:
Czeriiy wohnt HerlinW, K.iiserd.imin !il.
Wenn Sie Filmkoinparse werden wollen,
so können Sie sich ;iuch :in die Film-
börso. Berlin, Heuthstraßc 1 .'1, wenden.
.1 o h ;> n u .i IJ., K d t z s e h c n b r o -
d a : AVir kiinnen llinen leider keine
l{atschlä(;e t;eben, da wir EiiKaBements
nicht vermitteln, maelien ;iber (tleicli
dar.iuf aufmerks.im, daß der Filmd.-ir-
slellerberuf überfüllt ist und nur wenig
.\ussicbten h;it.
F i 1 m f r e u n il 1' u I t i : Die betref-
fende Hidli- in ,,Hurr;i, ie)i lebe!" spii'lto
W.-ilia Ostermann. Zu erreichen durch
die l'fa, Herlin SW 6H, Hochstraße 6—«.
L' r s e I K., ]{ e ii t h e n : l'eber l»o-
hin Irviii. den Partner von Lilian Har-
vey in ..Eine X.ic)it in J-omlon", kön-
nen wir Ihnen im .Augenblick noch
nichts Näheres mitteilen. Diiia (irall.is
P.irtner in ,,Ein kleiner A'orscbuß .iiif
die Seligkeit" ist der l'ng.ir Dnrc
Haday. Kamon Xovarro feiert seineu tJeburtstag
.lawohl. seine »erliner Adresse wird d.inn sofort
ji'tzt ist es noch nicht soweit.
W a I I y , Pitts c h a n - F u e t t e r e r - V e r e b r e r i n . H e r 1 i n -
Haien See: 'Werner Pittschau wurde am 21. .März in Berlin geboren,
betrachtete aber AVien al.s seine eigene Heimat. Sein X'.iter w.ir s'Ib.iu-
sjiieler. Er war jünger als sein Prüder Ernst. Eine Aehnlichkeil zwischen
beiden bestand kaum. Ernst Piltschan ist nur in kleineren l'ilmrollen
zu sehen. AVerner Fiietterer wurde ;im in. .I.inn.ir geboren und wohnt
Herlin-Steglitz. Kleiststr.iße 27. Sein neuester Film ist ..Die Flucht der
Delia". Al.ircell.i Albani ist seine Partnerin.
Horst s., Leipzig: Filmmaniiskriptp werden je nach Qn.iliiät
uiid dem Huf des Autors mit dOOO— il.'>ti(H) Mark honoriert. A\ ir empfehlen.
Ihr Sujet unmittelbar an die dramaturgischen Abteilungin der großen
Filmgcsellscb.iften zu senden. Sie haben dann die (icwäbr. d.iß es bc-
.stinimt gelc'ii n wird. .Adressen finden Sie an anderer Stelle. Wir machen
gleich darauf aufmerksam: ,7ede Einsendung eines .M.inuskripis zur Prü-
fung ist zwecklos, nur E.xposes im t'mfange von 2— :i Schreilima^cliiiien-
seiten sind zur Einsendung .in die Filmiinliistrie geeignet, und jeder .\n-
tr.ige ist Hiickporto lieizufügen. Jlit dem Ausaibeilen des Drelibi'iclis wird
ein Laie nicht beauftragt. Ein Film mit dem betreffeinleii 'l'ilel ist bis
jetzt noch nii'lit erschienen. Sie können Dir Sujet ,in amerik.inisclie
Firmen auch in deutscher Sprache schicken.
Margit T .i m a r a : Wir werden in nächster Zeit auch Titelbilder
von (Juiinar Tolnacs und Karina Pell bringen. Angenblicklicb spielen die
beiden Filmstars mit großem Erfolg zusammen in Sk.imlimn ieii .iiif der
Sprechbiihne in ...Vriii wie eine Kirchenmaus '. Hella .Moja filmt nur nocb
selten, betätigt sieb aber filin.-ichriftstelleriseh.
Tänzerin H o r t h ii : Unino Kästner gibt .Autogramme und wohnt
Pln.-CharlottcnlMirg. Slormstraße ;^. (Jiistav Fröhlicli ist eine Entili-ckniig
von Fritz Lang. s.pielte erstmalig in ..Metrojiolis", gibt .Vutograinnie und
wolint Hin. -Westemi. Kiirländer Allee 1.
C II n n n r Toi n a e s - A' e r e li r e r I n a n s AV i e n : (iunn.ir Tol-
naes i-t unverheiratet, wurde am 7. Dezember in Oslo geboren, studierte
znersl .Iura, d.inn Medizin, ging zur Spreclibühne und sehr liald zum Film.
Er filmte ersim.ilig unter Aictot sjöströms Regio in Stockholm.
lenmdimg"
1- ürst der
..Die D.inu
hinterm A'orhaii!:
immer .'in
bekaniitgi
FelM'ii.ir.
•n. Aber
E r n a S.. T., i c h t e n b e r g : Tin ..K. u. K. B.illettmäder' hat Werner
Pittscluiu die männliche H.inptrolle gespielt.
T r .'1 11 t m a n n - V e r e h r e r i n : Es ist nicht ausgeschlossen, d;iö
Ludwig Tr.iiitmann wieder filmen wird.
Dura D., Halle: Ein .Autogramm von Gret.-i Carbo und Lillian
H.ill-l);ivis können wir Ihnen zu iinserm Pedauern nicht besorgen, da wir
rnterscliriften nur von in ])eiitscbland lebenden Stars vermitteln. Heiiny
Porten i-^t mit J'r. von Kaiiffmann verheiratet und wohnt Bln. -Dahlem,
ParkstraLie 71. Maria Pandlers nächster Film ist ..Das närrische (ilück' .
I-aiir.'i la Plante ist durch die rniversal-Stiidios. Universal-City. Kalifor-
nien, zu erreichen. Lia Eibenschütz. mit Kurt Aespermann verheiratet,
widiiit Hln.-Cb.irlottenbiirg. Klaiisewitzstraße ;i.
Kurt (i., E b e r s w a 1 d e : Pat und Patachon sind durch die
Pall.idiiim-Filiii, Koiienhagen, zu erreichen. Riimuu Xovarro versteht und
.'■jiricht auch etwas deutsch.
t;. L.: Ilse .stobrawa wohnt Berlin AV, Asehnffenhurger Straße 6.
B e r n h a r d F.. AV i o s b a den: Eine der grüßten Wiener Filin-
gesellscb.iften ist die .Sascha, AVien. Siebensterugasse 31. Die Anschrift
der Eiiielka ist München, Soniienstraße I.'k
Liidu ig H., P a s s :i II : Harry Piel ist von seinem Unfall längst
wieder hergestellt. (Jreta Carho weilt noch in (iötehorg. I..au Lauritzen
führt nur Regie.
W i 1 m a B. a ii s K ö 1 n : .T.iwohl. das F'ilniinagazin wird Hincn auf
AViinsch im Abonnement durch die Post geliefert. Da Lya Mara auch
'r.'inzerin ist. t;inzt sie in allen ihren Filmen selbst. Sic dürfen an die
Künstlerin ruhig schreiben.
F i 1 m r a t t e v. A. : Ramon Xovarro wohnt in Beverly-Hills. Holly-
wood. Kai., und kommt noch in dies<'in .lahr nach Berlin. Xach ,,A'ei-
ind von ihm noch herausgekommen: ,. .Alt-Heidelberg", ,,Der
Abenteurer" und ,. Pflicht und Liehe". Seine nächsten Filme:
und ..Der Heide", ein Tonfilm.
(inst .-i V F r ö h I i c h - A' e r e h r e -
r i n R. JL. B e r 1 i n : Sie können es
getrost w.igen. Ciistav Fröhlich um ein
.\ntiigr.imin zu biileii. Er wird Ihnen
den Wunsch bestimmt erfüllen. Welche
.Marke sein .\iito hat. wissen wir leider
nicht. ..Das brennende Herz" ist iiber-
.•ill mit großem Erfolg aiifgenonimen.
Evi Ev;i wohnt Berlin W, Badenseho
Straße i:i.
F i I m f r e u n d S. .\l.. Königs-
berg : Olga Tscliechowas Partner in
..M.'irler der Liebe" war Hans Stiiwe.
H.iiilitd.irsleller im Film ..Die drei
l'r.iiien des Trhan Hell" waren Fred
Doderleiii. .Mona M.iris. Hilde .M.iroff.
.\Ii,i P.ink.'iii. In der ..Hölle der Hei-
matlosen " siüelten Imogeiie Ifobertson
(= Mary Xol.iiO, .Iiiiie .M.irlowe, .Xor-
nian Kerrv, Lewis Stoiie.
F i I m e I f e . B e r 1 i n : .lawohl. Hi-
m.insii R.ii ist ein richtiger Filmseh;in-
spieler. Inder. Er gibt .Autogr.iinme.
Zu erreichen durch: Tlie tJreat Easlern
Corp. Ltd.. Delhi. Indien-. Ob Sie Harry
Liedtke. wenn Sie ihn noch einm.il in
ii.itiir.i seilen, ansprechen dürfen oder
nicht, müssen Sie selbst am besten
w issen.
T II t t i L.. Königsberg: Xein.
(Jret.'i (iarbo ist nicht mit .lohn (ülbert
verheiratet. Willy Fritseh sollte ur-
sprünglich Ingenieni werden, ging aber
zur S|)recbbiiline und sjiäter zum Film.
AVobniiiig: Berlin W, K.iiserdamm lt.').
Lilian H;irvey wohnt Berlin AV l.'>,
Düsseldorfer Str.iße IT, .lenny .Ingo
Berlin W. Kaiserdaiiim 2!l. Fred Louis
I.erch Berlin W. Ifegeiisbiuger Straße 1 1.
liret.'i (i.irbo redet ni.iii ;iin besten mit
..gnädige Frau " :in. Die gewiinschteu
Kilmbeschreibnngeii erbalten Sie beim
Illustrierten Filmkiirier. Berlin A\' !'.
Kötbener Straße ;!7.
A\' e r n e r K.. B n e e h e n : A\ ir sind
gern bereit, Alfons Fryland .in d.is
.Autogramm zu erinnern. empfeblen
:iber, es seihst nach einiger Zeit noch
einmal zu tun. .Seine ständige .Adresse:
Schm.'irgemlorf. Riiblaer Straße 1.'). Wi'tm
er sich ;iuf Filinreisen befindet, wird
ihm seine Post über;ill
Else M., B r a u n s c h w e i g : Lilian Harvey und
sind glückliche Autobesitzer. Beide sind unverheiratet.
genannten Filmen spielte Willy Fritseh noch ii. a. im
zu seinen .illerersten Filmen gehörte ..Stolze Frauen" nach dem Roin.iu
..ll.illig Hooge" von Aiiiiy Wotlie. Der nächste Film mit Gret.i Ci.irbci
jist ..Krieg im Dunkeln". Ihr Partner ist Conrad Xagel.
.\1 a r li e s a R e n g a w , die X i I s .\ s t h c r - A' e r e h r e r i n: Xils
Asther w iirde ;im 17. j.inti.ir in M.ilinö geboren, l'nverbeiratet. (übt .\iilo-
gr.'imiue. Weilte vor einigen .I.'ibren in Berlin und spielte im Ffa-Film
.,Die drei Kuckiieksiibren" eine Hauplndle. Sein Lipiieiibart ist ,,ecbi'
und — jawcdil — groß ist er auch. Er wohnt in Beverly-Hills, Holly-
wood. K;iliforiiien.
O s t e r h ä s c h e ii
AValler Rill.i.
A. Z.. M ü II c h e n: Heiir.v Stuarts richtiger X'amc ist Jimmy Hess.
Er ist ledig und erblickte in K,-iira das Lieht der AVeit. Luis Trenker
trägt seinen richtigen Xameii. st.immt aus Südtirol, ist Diplomingenieur,
\ erheiratet und widint in Bidz.ino. \i,i Aittorio Emaniiele 5.
Anna Seh.. W ien : Fnsere .\ngaben iiber I"an Petrovich stiinnien
genau, wir haben sie von dem Künstler selbst. l>er Film , .Fürst oder
Clown" dürfte vor ungefähr einem .lahr uraufgeführt worden sein.
Strick. Berlin: Brigitte Helm ist mit Kicli;ird AVeißbaeh ver-
heiratet. Die Titelrolle in ..Ben Hur " hat Ramon Xovarro gespielt.
Be\ erly-Hills, Hollywooil, Kalifornien. Er gibt .\iitogramine. Conrad
A'eidt bleibt vorläufig in Berlin. .Sein erster deutscher Film i-^t ..Braut
Xr. fi.S". Er wohnt im Eden-Hotel. Berlin. Hiul.ipi'ster Str.iße. und gibt
.\iitograniiiie. Brigitte Helms .\drc-.-e ist Bln.-D.ihliiii. Im Winkel .'>. Iw.in
.Mosiukin wolint Berlin W. Kiirfiirstendamm 19.'i: Xenia Desni, Berlin \\ .
P.iuisborner Straße ;l: Evelyn Holt. Bln.-Cliarlottenbiirg. SchillcrstraUe 121.
A' o g I. V. M.: Louise Brooks befindet sich zur Zeit wieder in Hollywood
und ttibt .\iitograniine.
11. r., M ii II c b e n : Luis Trenker wohnt Bolzano. A'ia A'ittori i
Kiiiaiiiiele .t; Ronald Colm.in. Beverly-Hills. Hollywood, Kalifornien.
X u r F r e d Louis 1. e r e h - A' e r e li r e r i n . K ö 1 n : Fred Louis
I.erch hat dunkles Haar und braune .Viigen. Sein neuester Film ist ,,Dcr
rote Kreis" mit l.>a .Mara. Er ist Sporlsm.inn.
n.ichgescbickt.
AVilly Frilscii
.\ußer in den
.Walzerlr.iiim ".
11)20: Thcrese Roland ist die Gattin vo'i
Die Ufa-Theater werden mit
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Coblcns, ScMoQstr. 35 ' Dortmund, Kaiscrstr. 6 Dresden, Präger Str. 35 Duisburg:, Kuhtor 2 4, " Düsseldorf, St'cinstr. 2 /Eisenach, Frauenberg 9 / Eibir'fefd'
Alienmarkt 13 ; Essen, Huysscnallcc 93 Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 59 63 / Gleiwitz, Wilhclmslr. 2, Europahaus , Halle, Magdeburger Str 56 '/
Hannover, Bahnhofstr. 13 Karlsruhe, Kaiserstr. 205 / Kiel, Holslenstr. 61 Köln, Hohe Str. 64 ' Königsberg, Münzslr. 17 Leipzig, Rudolphstr 4 ''
Magdeburg, Breite Weg 3 b München, Salvatorstr. 18 / Nürnberg, Färbersir. 16 , Stuttgart, Kotebühlstr. 41 Wiesbaden, Wilhclmstr. 18 \
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und diese 18 Pfund gleichmäßig ver-
teilt auf Gesicht. Arme, Brust, Hüften
und Waden. Bedenken Sie, wie Ihre
Figur durch diese Gewichtszunahme
verschönert wird und um wieviel
Sie sich dadurch begehrenswerter
machen.
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gleicher Wirkung), die nach der Mahl-
zeit genommen werden, läßt sich das
Körpergewicht in einigen Wochen um
10 — 30 Pfund erhöhen. Die unschönen
Knochenvorsprünge an Wangen und
Schultern schwinden. Pfund für Pfund
nehmen Sie zu, an allen Körperteilen
zeigt sich Fettansatz. Unbehagen und
Unlust weichen, und nach ein paar
Wochen hat das bisher schmächtige
Aussehen einer vollen, ebenmäßigen
Erscheinung Platz gemacht. Zugleich
schaffen Sie aber auch, indem Sic die roten Blutkörperchen vermehren, Nerven-
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Wird beim Anblick dieses Bildes in Ihnen
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Stolz der Familie zu besitzen? Möchten Sie
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rungen Ihres Kindes in voller Lebendigkeit
erhalten, sich selbst und Ihren Angehörigen
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I) I 1. \s () c II 1. \ s c II K II 1 n 1. K I I L M r w \. i \ n j:
Ossi Osw/a/da
singt in Wien in der Operelle „Posen aus Florida
^^^DcHiH
Marion Davies ist eine der reizendsten Schau-
spielerinnen, die sich in Hollywood dem Film
verschrieben haben. Sie ist nicht die typische Lieb-
haberin, das Girl mit dem ewigen Lächeln und der
dazu gehörenden Unschuldsmiene, sondern eine Dar-
Marion Davies und Lawrence Gray
mit Tempo" ist schon deshalb inter-
essant, weil er dem Zuschauer einen
Einblick in das Leben der amerikan'
sehen Familie des Mittelstandes gewährt.
Wie schließlich Millionäre leben, das
wissen wir aus vielen Filmen, und
schließlich unterscheidet sich das Leben
der reichen Amerikaner nicht viel von
dem, welches die wohlhabenden Leute
in allen Gegenden der Welt führen.
Aber wie sich eigentlich der Alllag in
den Kreisen des amerikanischen Mittel-
standes abspielt, das ist reichlich unbe-
kannt. Hier kann man nicht in jedem
mAAj
-rBMPo
Augenblick einen Scheck unterschreiben, sobald es
sich um die Erfüllung eines kostspieligen Wunsches
handelt, sondern muß hübsch bescheiden mit dem
Cent rechnen und den Dollar als eine großartige
Sache ansehen. Schwierig genug für ein junges
^■'
iFlß-
T T
Marion Davies,
Marie Dreßler,
Del Henderson
•*'^ü
»^
i.\V*^
^^
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Mädchen, das hübsch ist und Tem-
perament hat, dessen Wünsche
aber nicht so schnell in Erfüllung
gehen können, weil das ent-
sprechende Geld nicht im Hause
ist. Die Mama tyrannisiert den
Vater, denn er hätte doch schließ-
lich die Aufgabe, die wirtschaft-
lichen Verhältnisse der Familie zu
ändern, zumal die älteste Toch-
ter verheiratet werden soll,
was heute auch in Amerika
l'hot. M.-ü.-M.
3
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-t;
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nicht mehr so leicht geht. Aber wozu
ist in der Familie die jüngste, das Mädel
mit Tempo, also die Marion Davies,
deren Geschicklichkeit es gelingt, eine
Lösung zu finden, die alle schief ge-
ratenen Dinge wieder an die richtige
Stelle setzt. In der Art, wie Marion Da-
vies das macht, wie sie aus dem Aschen-
puttel des Hauses zur großen Dame wird,
ist sie unerreicht. Ein natürliches Ge-
fühl gibt ihr im rechten Augenblick ein,
daß eine leise verinnerlichtc Wirkung
stärker nachhält als eine deutliche Über-
treibung. Ein natürlicher Humor umgibt
und erhöht ihre Erscheinung.
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■^v;3P^- ^»»
X
John Bar-
rymoore erscheint in die-
sem Bilde zum letzten Mal als
stummer Schauspieler. Er, der be-
rühmteste Darsteller der amerikanischen Bühne, wird
in Zukunft nur noch in Tonfilmen spielen, die ein an-
deres Gepräge haben als das stumme Spiel der Schatten.
Als „König der Bernina" wird er von Ernst Lubitsch
dirigiert, der für diesen europäischen Stoff besonders
charakteristischen Ausdruck fand. Die Welt des euro-
päischen Hochgebirges wurde in die Rocky Mountains
verlegt, deren Gipfel ewigen Schnee
tragen. Als Partnerin des großen
John Barrymoore erscheint wie in
seiner letzten Arbeit Camilla
Hörn, deren schlichte Darstel-
lung besonders geeignet war.
John Barrymoore.
Camilla Hörn,
Mona Rica
rii.'t. Inilrd Artiit^
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(iNHSMWsaaiiMiUMyaiSMNHHMaNNaw
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W^.
'-»j^^i-
i!
Wenn sich Menjou den Turban eines in-
dischen Granden aufsetzt und noch den
Roßschweif persischer Schahs hinzufügt, so
kann -es sich bei ihm, dem ironischen Schau-
spieler, nur um einen Ulk handeln. Und in
der Tat ist das Kostüm nur eine Maskerade.
Menjou stellt einen kleinen Statisten dar, den
seine Rolle zwingt, allabendlich in die Prunk-
gewänder eines Maharadschahs zu schlüpfen,
stumm vor das Publikvm zu treten. Menjou iro-
nisiert nur das Schicksal, hochstapelt seine Rolle
im Leben und erringt dadurch die geliebte Frau.
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jd^
^i.
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":5^i^^
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Adolphe Menjou und
Evelyn Brenl
l'hof. Paramoiiiit
st^mjBannnMBaimsiiaBpa^BwvmwnB^nBCK-' .-nana
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irr-"
K
X'ILMA BANKY
in
„Die ranrt ins reuer"
Phot. United Artisis
'^\. r
Ik
'%
1
Der Gedanke, eine Reise aul3erhalb
unserer Weltkugel zu vvagen, isl
nicht sehr alt. Solange der Mensch
den Fuß nicht von der Erde losen
konnte, mußte er zufrieden sein, die un-
erforschten Erdteile seinem Abenteurer-
dranö dienstbar zu machen. Aber nach-
dem es gelungen v\ ar, mit Ballons aufzu-
steigen, entledigte sich die Phantasie d^r
Oben: Gerda Mau-
rits, Willy FrUsch.
Im Kreis: Heinrich
Gotha. Mitte:
Willy Fritsch
lind Margarete
Kupfer.
Unten: Ger-
da Maunis und
Gustav V. Wan-
genheim
der, etwas komisch auf die Erde zurück-
kommen. Jules Verne, der mit größerem
wissenschaftlichen Rüstzeug als der Dich-
ter Poe seine Zukunftsromane schrieb,
fand schnell heraus, daß eine Ballonfahrt
jenseits der Erdatmosphäre eine physi-
kalische Unmöglichkeit war. Als er da-
her seine ,, Reise zum Mond" schrieb, er-
fand er, nachdem er so manche heule be-
kannte Erfindung vorausgeahnt hatte, ein
Raketenfahrzeug, das von der Erde in den
Mond geschossen wird. Freilich ließ er
seine Helden nicht auf dem Monde lan-
MH'
den, denn dann hä
Stande der damalige;
auf die Erde zurüc
er ließ die Rakete u
und schließlich auf d
fallen. H. G. Wells
neni Buch „Die erste
nicht damit, aber d
Mondreisenden _, ziis
Ohan: Margarete
Kupfer und Gusll
Slarb-Cslellenbaur
Im Kreis: Willy
Fritsch undGustl
Stark - Gstctten-
haiir.
^
Mitte: Fritz
Rasp und Willy
FrÜsch. Unten :
Klaus Pohl.
f':.
I nu I ii/ii;-/ ihn
ilfr I tu
von der Oberfläche des
hen vor im Mond . . ."
orgenstern, der es frei-
allen diesen Büchern
die sich über die Erde
jSroße Unbekannte vor-
zustoßen. Dieser Umstand entspricht vollkommen der
Einstellung, die der Mann noch vor zwanzig Jahren
zur Frau halle. Seitdem ist ein neues Geschlecht
mit anderen Ansichten herangewachsen, und es fällt
heute, da Frauen in allen Sportarten Weltrekorde
fi/icien, niem;iiid mehr auf. wenn Thea von Har-
boii ihren neuesten Roman ,,Frau im Mond"
nennt, nachdem Wilhelm Hauff mit seinem
..Mann im Monde" der deutschen Literatur
i>m Buch 'chenkte, das heute noch gelesen
wird. Der Roman der Frau von Harbou ist
gleich wieder von ihrem Gatten Fritz Lang
verfilmt worden. Diesen Künstler des Film-
bildes mußte die Aulgabe reizen, eine voll-
kommen auf Phantasie gestellte, technisch
jedoch mögliche Reise durch den Weltraum
zu meistern .4ber nur aus Phantasie kann
kein Film bestehen. Deshalb ist die ,,Frau
im Mond ein Abenteuer.
nU^UlUtMCchJLy
Die Geschwindigkeit, mit der in den Filmateliers
Dörfer, Städte und Landschaften aus dem Nichts
entstehen, lassen jeden Städtegründer vor Neid er-
blassen. In Amerika freilich kann man auch außer-
halb des Filmbetriebes Städte wachsen sehen, die sich
manchmal — genau wie beim Film — nur wenige Monate
halten und deren Häuser und Einrichtungen von einer
ähnlich zerbrechlichen Haltbarkeit sind wie die Papp-
und Zementbauten dsr Filmstädte,
Städtegründungen, die aus dem Luxusbedürfnis ameri-
kanischer Millionäre entstanden sind, finden sich bei-
spielsweise ii! der Nähe des Luxusbades Miami in Flo-
rida an. Hier wurde innerhalb von drei Monaten eine
Nachbildung venezianischer Kanäle konstruiert, echte
Gondeln aus Venedig importiert und Renaissancebauten
1. Platz in einer Großstadt aus „Sonnenauf-
gang". 2. Vergnügungssiraßc aus „Schuldig".
3. Holländische Kleinstadt aus „Hurra! Ich
lebe!" 4. Künstliches Indianerdorf in
Kalifornien Pliol. lox, Vja, Pnramnunl
I
r^tS^-^r^^MtAS^
iilBiiiiiia
31111 ■■■■■■■■
^11111 ■■■■■■■■
^nn ■■■■■■■■
■■■■■■■
^ü^^^iA>eLe4i.
Früher hieß es nach den meh^rliösen Klängen
der „Fledermaus": „Komm mit mir zum
Souper, es ist ganz in der Näh". — Heute
gibt das Saxophon den Ton an, und die Forderung
ist schärfer und bestimmter geworden, etwa auf
der Linie des Schlagers: ,.Erst trink
bißchen Alkohol",
In den Konversationsstücken, besonders solchen
französischer Herkunft, gab es oft die Szene des
,,zu zweien — allein am hübsch gedeckten Tisch",
eine Situation, die zu prickelndem Dialog und geist-
reichen Apcrgus Gelegenheit bot.
Im Film spielt die Szene, in der die zwei, auf die
es in der Handlung besonders ankommt, zum Diner,
in der blauen Stunde oder zum Souper zusammen-
sitzen, eine bedeutsame, meist für den Ahlauf der
Begebenheiten ausschlaggebende Rolle.
Ein gar beliebter Regiewitz war es früher, daß
,,er ' oder ,,sie ' oder gar beide in ein pikfeines
Lokal gerieten, dort tafelten und sich gar tölpisch
benahmen. Hummernschalen mit dem Messer schnit-
ten, daß das Schalentier
rot vor Scham vom Teller
sprang und was derglei-
chen Scherzchen mehr
waren. Heutzutage ist
man von solchen Schilde-
rungen mehr und mehr
abgekommen in der rich-
tigen Erkenntnis, daß ge- ,f
k
^^Ti£/ifi£44^HMc^a/Uf^
l'ir: Si /iniii'fii im II iildf: Jiinj;t:i Mmiclicii jiillerl einen Damhir'.ili
Im Kiii-- . /'rt.v Küliclien und die Kiiilileiii
Im allgemeinen ist die gegenseitige Hilfe in
der Natur eine dichterische Vorstellung, die in
der Wirklichkeit der harten Tatsache „Friß,
damit du nicht selbst gefressen wirst" weichen
muß. Von zärtlichen Verwandten weiß die Natur
wenig, und artfremde Geschöpfe schließen sich
nur dann zu einer Lebensgemeinschaft zusam-
men, wenn sie Vorteil davon haben. Das bekann-
teste Beispiel dieser Art ist das Zusammenlebe.i
i
Stishoni und (inii am 'gemein sumen l'utteniapj
zwischen Einsiedlerkrebs und Seerose. Aber
unsere Haustiere, denen ja der Mensch den
Kampf um das Futter abgenommen hat, ent-
u ickeln mehr und mehr Eigenschaften, die denen
des Menschen nahekommen. So taucht auch bei
ihnen der Gedanke der Freundschaft auf. Hund
und Katze sind sich ebensowenig Feind, wie sich
das vermutlich einsame Schweinchen einei
Hund als Freund ausgesucht hat - und sogar
die- Mi^'zc läßt das Mausen!
ROMAN VON HANS SCHULZE
/>. fortietzunn
„Persönlich ja! Herr Karr hat dann auf mehrfachen tele- im Auto unterwejis und halte dabei jjewohnheitsmäßi;) stets
phonischen Anruf abgelehnt, sich noch einmal mit mir ausein-
anderzusetzen, da die ScheidungsfrajSe für ihn end}5iiltii! erledigt
sei. Diese wiederholten Abweisungen waren schließlich der
Grund meines nächtlichen Eindrinjjens in seine Villa und damit
der ganzen Tat überhaupt!"
,, Bitte wollen Sie sich hierüber etwas näher äußern!"
Kurt zögerte sekundenlang
In jagender Hast suchte
er im Geiste noch einmal
die Momente zusammen, die
er sich in der Zelleneinsam
keit der Untersuchungshaft
für seine Belastung zurecht-
gelegt hatte.
„Am Abend meiner Pre-
miere im Westendtheater,"
sagte er dann langsam mit
gequälter Stimme, ,,als ich,
aufs tiefste aufgewühlt, mit
dem Auto meines Freundes
V. Prayer zur Entspannung
meiner Nerven noch einmal
ins Freie flüchtete, kam mir
plötzlich der Gedanke, bei
Karr noch einen letzten
Versuch zu machen, ob ich
ihm vielleicht nicht doch die
Frau meiner Liebe würde
abringen können.
So fuhr ich denn mitten
in der Nacht noch nach
Wannsee hinaus, ließ meinen
Wagen auf der Chaussee
halten und ging durch den
Park zur Villa Karr.
Bis dahin steht alles ganz
klar und deutlich vor mir;
für die weiteren Vorgänge
habe ich dagegen nur noch
eine etwas unsichere Er-
innerung.
Ein helles Fenster im Erd-
geschoß.
Ein Schlafzimmer, in dem
ich mich auf einmal Karr
gegenübersah.
Was damals zwischen uns
gesprochen wurde, weiß ich
nicht mehr.
Es kann ja aber nur das
einzige zwischen uns mög-
liche Thema gewesen sein,
und es gab jedenfalls eine sehr erregte Auseinandersetzung, denn
plötzlich hatte ich einen Revolver in der Hand schoß und sah
nur noch, wie Karr zurücktaumelte und auf seinem Bett zu-
sammenbrach.
Das gab mir wohl auf einmal die Besinnung zurück.
Ich schwang mich wieder zum Fenster hinaus, lief zu meinem
Auto und fuhr dann plan- und ziellos in die Weite, bis der
Wagen irgendwo in einer Berggegend in Trümmer ging!"
Eine Pause entstand.
Gespannt hingen alle Blicke an dem statuenhaft-starren Ge-
sicht Kurts.
,, Hatten Sie den Revolver mit vorbedachter Absicht nach
Wannsee mitgenommen?" klang jetzt wieder die ruhige Stimme
des Richters. ,,lm allgemeinen p"egt man in Deutschland doch
keine Schußwaffen mit sich zu führen!"
,,Das kann ich heute nicht mehr sagen. Ich war früher viel
Achtung! Aufnahme!
Regisseure verlangt, Film-
schauspielergesucht!
HIN
\ I. I
einen Revolver bei mir!"
,. Hatten Sie nach dem Schuß auf Karr die Absicht, sich der
Verantwortung für die Geschehene durch die Flucht zu ent-
ziehen? Ihre auffallend lange Autofahrt, die Sie ja bis nach
Thüringen geführt hat, deutet doch offenbar darauf hin'"
Kurt zuckte leise mit den Schultern.
,,Es ist mir selbst peinlich, daß ich immer wieder erklären
muß: ,Das weiß ich nicht
mehr'. Aber durch meinen
schweren Unfall ist meine
Erinnerung an viele Einzel-
heiten stark getrübt!"
„Darüber werden wir
später noch die Herren
Sachverständigen hören!
Der Richter machte ein
paar kurze Notizen und sah
Kurt dann lange und for-
schend ins Gesicht.
„Noch eine letzte und
vielleicht die wichtigste
Frage. Herr Dr. Steinhoff!
Sind Sie in der betreffenden
Nacht vor Ihrer Tat noch
einmal mit Frau Karr zu-
sammengetroffen?"
Kurts Gestalt straffte sich.
Eine jähe Blutwelle schoß
ihm in die Schläfen.
„Herr Landgerichtsdirek-
tor", sagte er dann, und
seine Stimme drang scharf
und klingend bis in den ent-
ferntesten Winkel des Saa-
les. „Bei allem, was mir
heilig ist, schwöre ich, daß
ich Frau Evelyn Karr zum
letzten Male zwei Tage vor
dem Tode ihres Mannes und
dann erst heute hier an Ge-
richtsstelle wiedergesehen
habe. Meine Tat war die
Eingebung eines unseligen
Augenblicks -- Frau Karr
hat nicht das geringste da-
mit zu tun!"
Eine lebhafte Bewegung
ging durch den Saal; auf den
hinteren Bänken reckten die
Hörer die Köpfe hoher.
Die mutige Erklärung
Kurts hatte offensichtlich
-.'inen tiefen Eindruck gemacht und ihm die allgemeine Sympathie
erobert.
Der Staatsanwall rückte aui seinem Stuhl hin und her und
blätterte in seinen Akten.
Nur der -Vorsitzende behielt unentwegt seine vorbildliche
Ruhe bei, als er sich letzt mit einem leisen Neigen des Kopfes
der Vernehmung Evelyns zuwandte.
„Frau Evelyn Karr," sagte er, ,,Sie sind ja selbst Ohrenzeuge
gewesen, in wie bestimmter Form Herr Dr. Steinhoff ein Zu-
sammensein mit Ihnen in der Todesnacht Ihres Gatten abge-
lehnt hat, Wie stellen Sie sich nun persönlich zu dieser Frage?"
Evelyn atmete schwer.
,,lch kann nur das gleiche sagen wie Dr. Steinhoff. Ich
gebe zu, daß ich ihn in jener Nacht gesucht habe, aber ich habe
ihn nicht gefunden!"
,,Wie ist das zu verstehen, gnädige Frau? Eine solche Er-
iLndlich haben Sie eine > löfjlich-
keit, zum Film zu kommen I jetzt
können Sie selber Star oder Re-
gisseur sein, oder wollen Sie lie-
ber das Drehbuch schreiben?
Zeigen Sie, was Sie im Kino
lernten. Bilden Sie mit Ihren
Freunden zusammen eine
kleine Amateur-Filmgesell-
schaft. Es macht soviel Spati
mit einem Cine „Kodak"
Ihr Photohündicr führt Ihnen
fiern und unverbindlich
tinsci e Appciratc rorl
CIKE
IJkVCK AUI' DE N H E It E L . .
ES ÜBRIGE TU .V U 1 K
klärung klinj^t bei einer Dame Ihrer Gesellschaftsklasse doch
einigermaßen befremdlich!"
Evelyn klammerte sich fester an die Lehne ihrer Bank, ihre
Augen irrten hilflos ins Leere.
„Ich stehe hier am Schandpfahl, Herr Direktor", begann sie
dann mit Anstrengung. ,,Aber tiefer, als ich schon gefallen bin,
kann ich nicht mehr stürzen. Darum sage ich es ganz frei und
offen: Ich wollte fort von meinem Mann, mit dem mich nichts
mehr verband. Der Abend im Westendtheater hatte uns gevk-isser-
maßen noch einmal ein Spiegelbild unserer Ehe gezeigt. Und
was dort auf der Bühne geschehen war, wiederholte sich später in
unserem Hause. Es gab eine Aussprache zwischen uns, bei der
die letzten Masken fielen und es schließlich zum Außersien kam.
Mein sonst so ruhiger und beherrschter Gatte stürzte plötzlich wie
ein Wahnsinniger über mich her und versuchte mich zu erwürgen.
Da gab mir die Todesangst noch im letzten Augenblick Riesen-
kräfte. Wie durch ein Wunder war ich wieder frei, hetzte zur
nächsten Tür und rettete mich in mein Schlafzimmer!"
In einem heißen Schluchzen sank sie plötzlich wieder in die
Bank zurück; ihr ganzer Körper bebte in verhaltener Erregung.
,,Das ist der Tatbestand des verhängnisvollen Abends", fuhr
sie endlich, wie aus einer Betäubung erwachend, fort. „Aus dieser
Stimmung heraus verließ ich später das Haus und fuhr nach
Schlachtersce. Weil ich Schutz und Hilfe suchte und sie am
ersten bei dem Mann zu finden glaubte, an dem mein ganzes
Herz hing. In Schlachtensee habe ich dann stundenlang vor der
Villa Hartkort gestanden und auf Dr. Steinhoff gewartet. Doch
vergebens. Erst viel später fiel mir ein, daß er seinen ersten
großen Bühnensieg wohl mit seinen Freunden feiern und in
dieser Nacht vielleicht gar nicht nach Hause kommen würde. Da
hab' ich mich endlich auf einen Stein an der Chaussee gesetzt und
muß wohl vor Erschöpfung eingeschlafen sein. Denn als ich er-
wachte, schien bereits hell die Sonne. Mühsam schleppte ich
mich bis zum Bahnhof Schlachtensee und fand hier ein Auto das
mich nach Zehlendorf brachte. Eine Stunde später erreichte
mich dann dort die Nachricht vom Tode meines Gatten!"
Von neuem erstickten ihr die Tränen die Stimme.
Der Vorsitzende hatte den Kopf in die Hand gestützt; sein
gütiges Gesicht war tiefernst.
„Haben Sie Ihre Nerven jetzt wieder so weit in der Gewalt,
daß ich mit Ihrer Vernehmung fortfahren kann?" unterbrach er
endlich das lastende Schweigen.
Evelyn nickte wortlos.
Die Zähne sciilugen ihr wie im Fieberfrost aufeinander, doch
mit Anspannung aller Willenskraft zwang sie sich zu äußerlicher
Beherrschtheil.
,,Sie haben Ihrem Diener angegeben," sagte der Richter, „daß
Ihr auffallend spätes Verlassen des Hauses einem Besuch bei
Ihrer kranken Mutter gegolten habe, und diese Angabe auch
bei Ihrer ersten Vernehmung in Moabit aufrechterhalten!"
Evelyn fuhr mit dem Taschentuch über die brennenden Augen.
,,Das war im Falle unseres Dieners eine berechtigte Notlüge
und dem Herrn Untersuchungsrichter gegenüber ein Fehler. Ich
bitte dabei aber auch die allgemeinen Umstände berücksichtigen
zu wollen. Ich stand zum ersten Male vor Gericht, ich wußte
gar nicht, worauf die Fragen dieses ganzen Verhörs überhaupt
hinzielten, welche Bedeutung meiner Aussage beigemessen wurde.
Ich wollte bei Gott nichts verschweigen oder beschönigen. Doch
eine wohl leicht begreifliche Scheu hielt mich davon ab, einem
mir bis dahin völlig fremden Herrn meine tiefsten Herzensge-
heimnisse zu offenbaren. Auch wenn ich mich selbst damit
belastete!"
,,Das bedauere ich nachträglich in Ihrem Interesse, gnädige
Frau! Denn gerade Ihr Verhalten vor dem Herrn Unter-
suchungsrichter im Zusammenhang mit Ihren plötzlich aufgedeck-
ten Beziehungen zu Dr. Steinhoff war in der Hauptsache der
Grund für Ihre Verhaftung!"
Ein Gerichtsdiener hatte inzwischen einen großen Lageplan
der Villa Karr vor dem Richlertisch aufgestellt, und der Vor-
sitzende erläuterte den Geschworenen daran die für die Beurtei-
lung der Tal in Betracht kommenden Örtlichkeiten.
Dann wurde als erster Zeuge Herr Direktor v. Ribinski auf-
gerufen, der, wie gewöhnlich mit übertriebener Eleganz gekleidet,
in einem hechtgrauen Cutaway und gleichfarbigem Zylinder er-
schienen war und die Eidesformel kurz und schneidig wie auf
dem Kasernenhof nachsprach.
Er fühlte sich sichtlich als Mittelpunkt der ganzen Verhand-
lung und verfehlte nicht, immer wieder in reklamehafter Weise
auf die aufklärende Tätigkeit seines ausgezeichneten Instituts
liinzuweiscn, so daß der Vorsitzende den taktlosen Indiskretionen
seiner überschäumenden Beredsamkeit kaum Einhalt zu tun ver-
mochte.
Als nächster Zeuge kam der Kammerdiener Karrs an die Reihe,
der im ganzen seine Angaben aus der Voruntersuchung wieder-
holte und auf eine Frage von Evelyns Anwalt ausdrücklich be-
stätigte, daß zwischen den Eheleuten Karr nach dem Abendessen
noch eine sehr stürmische Aussprache stattgefunden und er die
erregte Stimme des Herrn bis ins Souterrain gehört habe.
Eine längere Auseinandersetzung entspann sich dann über die
Frage, wann Evelyn die Villa verlassen habe und er selbst im
Auftrag Karrs nach Schlachtensee gefahren sei, •■■
Den letzten Zeitpunkt konnte der in seinen Angaben sehr -
überlegte alte Mann fast auf die Minute genau angeben; denn
als er durch den Park zum Auto gegangen sei, habe es vom «
Kaiserpavillon gerade ein Uhr geschlagen, und der Chauffeur habe I
noch gescholten, daß man ihm jetzt nicht mal mehr nach Mitter-
nacht seine Ruhe gönne.
In Schlachtensee habe er ziemlich lange warten müssen, bis
ihm endlich geöffnet worden sei; er schätze die Dauer der beiden
Fahrten einschließlich des Aufenthaltes vor der Villa Hartkort
auf etwa eine Stunde, so daß er gegen zwei Uhr nach Wannsee
zurückgekommen sein dürfte.
Wann die gnädige Frau aus dem Hause gegangen sei, ver-
möge er dagegen nicht mit solcher Bestimmtheit zu sagen.
Die Herrschaften seien erst gegen elf Uhr aus dem Theater
zurückgekehrt, und das Abendessen habe kaum zwanzig Minuten
gedauert, da die gnädige Frau überhaupt nichts angerührt habe.
Dann habe sie sich mit dem Herrn Generaldirektor in sein
Arbeitszimmer zurückgezogen, und es könne wohl kurz vor Mitter-
nacht gewesen sein, als sie, zum Ausgang fertig, noch einmal
durch die Diele gekommen sei.
Man einigle sich unter den Prozeßbeteiligten schließlich dahin,
daß der Tod Karrs zwischen ein und zwei Uhr nachts eingetreten
sein mußte, eine Annahme, die sich auch mit dem Cutachten
des Kreisarztes deckte, der die erste Besichtigung der Leiche
vorgenommen halte.
Für die Möglichkeit eines Zusammenseins der beiden An-
geklagten vor der Tat kam daher nur die Zeit zwischen Mitter-
nacht und ein Uhr in Betracht, und selbst diese Zeitspanne er-
fuhr durch die nächsten Vernehmungen noch eine weitere Ein-
schränkung.
Wie der Droschkenchauffeur, der Evelyn nach Schlachlcnsee
gefahren hatte, angab, war die Villa Hartkorl nach der Straßen-
seite zu vollkommen dunkel gewesen, und als er später in eine
Seitenstraße abgebogen sei, habe er bei dem hellen Mondlicht
zufällig gesehen, wie die Dame vor dem verschlossenen Vorgarten,
anscheinend wartend, auf und ab gegangen sei.
Daß Kurt in dieser Zeit nicht zu Hause gewesen war, wurde
durch d'e 3ehr bestimmte Aussage des Hartkortschen Dienst-
mädche s erhärtet, das in der fraglichen Nacht noch lange Wäsche
geplätt :i und dabei beobachtet halle, wie Dr. Steinhoff in der
tlflen Stunde später wieder fortgefahren sei.
Sie selbst sei erst nach ein Uhr zu Bett gegangen und dann
durch den Boten mit dem Brief aus Wannsce gerade aus ihrem
besten Schlaf gestört worden.
Auch da sei der Herr Doktor nicht daheim gewesen, denn sie
habe den Brief auf Drängen des Überbringers sofort auf dem
Schreibtisch seines Arbeitszimmers niedergelegt und sich durch
einen Blick in sein Schlafzimmer noch besonders davon über-
zeugt, daß dieses leer und das Bett unberührt war.
Das Gesamtbild der Zeugenaussagen gestaltete sich unter den
geschickten Fragen der Anwälte für Evelyn allmählich so
günstig, daß Justizrat Schwerthauer nicht umhin konnte, die
Voruntersuchung mit verschiedenen scharf-kritischen Bemerkungen
zu bedenken, und es geradezu als einen Justizskandal bezeich-
nete, daß man eine Dame wie Frau Evelyn Karr auf einen derart
mangelhaften Indizienbeweis hin unter einer so furchtbaren
Anklage viele Wochen lang in Untersuchungshaft gehallen habe.
Den Schluß des Zeugenverhörs bildete die Vernehmung Lores
und Wallers.
Lore bestätigte, daß Evelyn gegen sechs Uhr morgens in einem
gänzlich erschöpften Zustand in der elterlichen Wohnung Einlaß
verlangt und ihr unter fassungslosem Weinen nur immer wieder-
holt habe, daß alles zu Ende sei; sie sei fort von ihrem Mann,
der sie gewürgt und gemißhandelt habe, und werde nie wieder
in sein Haus zurückkehren; die Nachricht seines jähen Todes
habe ihrer Fassung dann den letzten Rest gegeben, so daß der
Hausarzt in der ersten Zeil bei ihrer völlig unbeeinflußbaren {
Verzweiflungsstimmung sogar einen Selbstmord befürchtet und
bereits ihre Verbringung in ein Sanatorium ins Auge ge-
faßt habe. Fortsetzung folgt
fit.
FRAGEN
die uns erreichten
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „Film-Magazin", Berlin SW 68, ZimmerstraQe 35-41
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei Manu-
skriptauselefcenlieiten bitten wir folgendes zu beachten: Jeder Anfrage ist
Rückporto beizufügen. Jede Einsendung eines Jlanuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nnr Exposes im l'nif.inge von 2 — .S iSchrcibmaschinenseilen
sind zur Einsendung an die Filmindustrie, Regisseure usw. geeignet. Fü:
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durcliscbläge senden, von
liandgcseliriebcnen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
.1 n M g e r F i I m f r c n n d a u > B o n ii : Wir werden Eili.in Harvi'v
an da.- .\uliigraiiirii erinnern. Nicht verlobt. (Iltu (".cbiihr ist iiber tu
Jahre beim Film. Harry I'iels neuester F'iim ist ..l>ie Mitteni.iehtstaxe'.
in .\rbeit ist ..Sein grolies Ebreuworf. (Jrete .\losbeim erlilickt-'. .im
(<. J.iiiu.ir in Berlin das l.icbt der Welt, ist mit Oskai' Hnmidk:i verhei-
ratet und wohnt Berlin A\ . l'.iriser StraUe 27.
E r n :i '/... F r .i n k f u r I - () d e r : Wenn .Sic M'ilhelni Dieterle ein-
mal in n:itura sidii-ii milcbteu. so ist wiibl .-im besten. Sie wohnen seilen
!■ ilmpreiiiieren bei. Er i>t sehr häufig persüiiliib .inwe-ciul. .Sie n.üsse-i
also auf die Filmanküinligiingen in den großen BCiliner Zeitungen .ichten.
I) o r a S., B e r I i 71 : .Vliee
Hechy ist verheiratet. Paul
Richters neuester Film ist ..Sen-
sation im AVinterg;irten'" mit
Claire Kommer. ('<inr;iil Veidt
wird voraussichtlieh ein h.il-
lies Jahr in Berlin bleiben.
Douglas Fairbanks jr. wobnl iu
Beverly-Hills, Hollvwood. Kai.
R n t h .\I.. H i u d e n b n r g:
Viele Filmstars luibeii auch
kein Sekret.iriat. ^Venn Sie
Filmsehanspielerin werden wol-
len, so müssen Sie sich unmit-
telbar an die Filmgesellschaf-
ten weinlen. Wenn- es Dinea
gelingt, so kiinnen Sie .lucii
mit Filmkünstlern in Brief-
wechsel treten.
Zwei F i I ni s c h w ;i r n\ e-
r i n n c n . Berlin: Fn'd
Immler spi<'lti- kürzlich eine
Rolle in dem Althoff - Film
..laix. der König der Veriin'-
cher" und ist durch diese Fii-
ni.i. Berlin SW fix. Kochstr. l.>.
zu erreichen. J.ars H.ansoii filmt
in I,.iiiil(Mi bei der British In-
teru:ition;il ..The leformer' mit
l,va de Piilti. Verheir.itel.
Else P.. H .1 r b n r g: Wil-
helm Dieterli' ist mit dc-r Schcui-
spi<'lerin (h.irlotle ll:igenhrucli
M'rheir.itet. Ihr Bildwunsch ist
vorgemerkt. Beim Film ent-
scheidet immer d.is 'P.ilenl.
Aber (!eld müssen .Sie für Plii-
los. Schminken. IJarderidie u>'.\ .
haben. F^s ist-schwer. ein erfolg-
ri'icher Filnisl;ir zn VM'rden.
Z o r r o . ein Do u g I .-i s -
F :i i r b ;i n k s - V e r e h r e r :
Douglas F.iirbank* und M.iry
Pickford geben .\ulogr;ininic,
Sie können ruhig deutsch schr.'i-
beli. BeverIv-llilN. Hollvwood.
Kai.. U.S.A.
li r e t e P.. B r e m e ii: Ihre
OriiUe an i,issy .\rna und Kiil!ie
vmi X:igy haben wir ausgerich-
tet. Kiitlie von Nagy> nenest"r
Film ist ..M.iseottcben'. .sie i-t
geschieden, keine Kinder. (»:•
und wann ..Die s.iudgräfiii
noch einm.'il in Bremen läuft,
kann Ihnen am besten Ihr Ki-
nobesitzer s.agen. I.issy .\rua
bat am 21. Dezember (.Jehiui -
tag.
F i 1 m f r e n n d i n M.. B o i-
I i II : Henny Porten wohnt
Berlin-Dahlem. P.irkstraüe 71.
Lotte B.. Wriezen: Die Rolle des Prinzen Sora in ..Vill.i
F.ilkonieri' spielte Aiigelo Ferr.iri. Ihr Bildwunsch ist vorgemerkt. Hans
Stüwe ist mit einer Bulgarin verheiratet. Willy Fritsch ist ledig. Eia
neuer Film mit Clöst.i Ekm:in ist noch nicht angezeigt. Ernst Pittseh.-in
spielte eiiK Slatistenndle im ,, Modernen (';i>;inova".
H a r r y P i e 1 - V c r e li r e r : (ireta ti.irbo Ist nicht mit John Gil-
bert verheiratet. Die Verlotning vou Eilian Harvey ist nnr ein Gerücht.
Il.irry Piels .,ililtern:u htstaxe" ist schon nr.iufgefiilirt. Sein nächster
Film ist ...Sein groUes Ehrenwort". Ihr Bildwuiiseli soll in näclister Zeit
erfüll* werden.
Rudolf T., Beut h e n . Eine Zi-Prodnktion in der Filmindustrie
gibt es nicht. D.iß Sie .-ibschlägige .\ntworten von vielen Filingesell-
scb.iften bekommen h.iben. tut uns n:itiirlich leid, dii.di niöcliteii wir Sie
gleich dar.int aufmerksam ni:icheii. d.iU der Weg zum Filmstar nicht so
leicht ist, wie Sie ilenken. lud wenn Sie sieh für .,ein so großes Talent"
schreiben, so glatihcn wir doch, daß das etw,Ms iibei-
Sie
halten, wie
trieben ist.
K I e I- b I .1 t t .
daß wir bis jetzt
P o t s d a in :
nur über l.eni
.Vngehörigen orientiert sind.
AVir bed.iuern. Ihnen sagen zu müssen,
Riefciist.ihl selbst, nicht aber über ihre
Lucy
filmt in Hollywood als Partnerin
von Janet Gaynor Piwt. Fox-Film
l.eni Riefenst.ihl gibt Autogramme.
Heinz L., F r i e d e n a u :
GustI stark-Gslettenbaur wohnt
Berlin XW ß, K.irlstraße 2.i.
R e s 1 .Sc li.. B .-1 m b e r g :
Wenn sieh die Antworten et-
was verzögern, so bitten wir,
zu beachten, daß bei uns täg-
lich ca. KHi Briefe einlaufen,
die alle beaniwcutet werden
wollen, .\lfred Abel wohnt Ber-
lin-Haie nsee. Kurfürstendainin
Nr. 74, Triins van .V.ilten Ber-
lin W. Lutherstraße 27. Carl de
Vogt Berlin-Xeutempelhof. Ho-
henzollernkorso y.y.\. Hans Stüwe
Berlin - Halenscc, P;iulsborner
Straße 9, Egmi vcui Jor.lan Ber-
lin W 15, Lietzenburger Str. 27.
S (• li 1 n d e r h a n n i : Die
weibliche H.iuptrolle in ..Vill i
F.ilkonieri" spielte .M;ui;i .l.ico-
liiiii. H.iiis Stüwes P.irtneriu in
..t'agliostro ■ i>t Renee Heribel.
.\lso zwei V erscbiedeiu' Filme.
Dit.i P.irlo wohnt Berlin W.
Motz-tr. «7. foiir.id Veidt Edeii-
liotel, Berlin. Budaiioter Str.
.Vorm.i T.ilm.idges neuester Film
beißt ,,Die Stunde der Entsehei-
diiiig".
i" i I in f r e u n d i ii (J r e t -
e h e n . X e u s t r e I i t z : Ben
Lyon ist mit Bebe D.iniels vei-
lobt. Bruno K.istner wird auch
wieder filmen. ..Ich küsse Ihre
Hand. Madame" ist schon in
Herliii her.iusgekommen. W;iun
er n:ich doit koir^,\il, erf;ihr;"ii
Sie ,1111 sichfrsten durch .len
Resitzer lliies Stammkinos.
JI ,1 j .1 . W ü r z Ii 11 r g : AVii
werden Harry Liedtke an las
fällige .\utogranim eriiiaerii,
empfehlen aber, dem Künstler
noch einmal eine Bildkarte mit
der Bitte um ein .\utogr;iinni zu
senden.
W a I I y Seil., C ü p o n i c k :
Wilhelm Dieterle ist mit der
Sch.iuspielerin Charlotte Hagen-
linicli verheinitet, h.it keine
Kinder, trägt seinen richtigen
Xameii und wohnt Berlin-Wil-
mersdorf. Jenaer .Straße si.
M .1 r i a n n e 1).. B o ii u: Da
Filmscbanspielerkarten bei uns
i'icht erhältlich sind, können
wir Ihnen leider keine Karte
von J.ick Trevor senden.
Ernst O.. C o h ii r g: Aiuiy
Ondra wohnt Berlin - Charlo*-
tenbnrg, Kurfürstend.imm 178.
Ä
M .1 r g a Klaus, Berlin XW 21: AiitoKrammtagc mit den TOn
Ihnen genannten Filnikünstlern finden in aljsohbarer Zeit statt. Warwiok
Ward befindet sieh augenblieklieh nielit in Berlin. Das Geriielit von der
Verlobung l>ilian Harveys mit Willy Fritsch beruht niehl auf Wahrheit.
Marietta Miliner wohnt Berlin W ü(i, Nachodstraße :.'(>. Werner rittschau
wurde am 24. Jlärz geboren und war noeli nieht 2.') .lahre alt, .als er
starb. Oskar Marion ist KöniKsberRer, Hubert von Jleyerink sjiielt eine
Rolle in dem neuen Olga Tsehceliowa-Film ,, Diane, ilie Uesehielite einer
Pariserin". .\nny Oinlr;i wurde am 15. Mai in Tarn;i (Polen) geboren,
ist mit dem Kesissenr Carl l.aniae verheiratet und wohnt Berlin-t.'harlot-
lenbuiK. Kurfiirstendamiu 17H. Pension Bernfeld.
E 1 I y G., T e t s e h e n ; Ralmondo van Kiel und Ernest van Düren
sind Hoiliinder. Der Film, in dem Myrn.i ]>oy mit Monte Blue spielt,
heißt ,.Der Deserteur". Aber selbstverständlieh bekon;Mil der Kegisscnr
Ceeil B. de Mille .«ehr viele Zuschriften. Sie können luliig deutseb an
ihn selireiben.
I> o e k e m :( n s , Köln: Kiehtif;. es KJbt aueh Filmstars, deree
Wiege in Köln stand, z. B. von t'.irl de V4)gt und I'.uil Heidem.iun. Im
Film „Die weiße .Sklavin" siiielte \Vladimir (i.iid.irow den .Seheicli.
Dolores del Kio ist Kesehieden. Ihre naehsteu Filme: ..Ziu;eunerraehe "
nnd .,AnKeIus".
T u n e 1 e S p I r I a : In Kopenhagen haben Nordisk und P.-illadium
ihren Sitz, in Wien die Saselia. Siebensterngasse :U. Die .\nsehrift der
Vfa ist Berlin SW fiH, Koehstraße G-». der Xational Berlin SW 4S, Fricd-
riehslraße 10. der Emelka Miinehcn, Sonnensiraße ir..
F i 1 m f r e n n d und M a r i .« P a u d-
1er- V e r e b r e i- , Koni g s b e r g:
Die Antworten im ..Film-Mag.izin" sind
kostenlos. Ihre Angaben über Maria
l'andler stimmen .ille. Sie sind .-ilso fa-
belhaft orientiert. Die Künstlerin gilii
Autogramme. .Sonden Sic ihre Bildkart<-
und adressiertes, fr.mkiertes Küekkuvert
an sie ein. Sie reden sie am besten mit
..gnädige Frau" an und bitten sie um
ein Autogramm.
.V I e \ a n d r .i W.. Berlin: "Wir
werden ^Vl,•ldimir (Jaidarow .in d.is tii'-
lige Autogramm erinnern, (iösta Ekman
ist verheir.-ilet. ebenso Brigitte Helm.
.\lle Filmstars neben \utogr.immc. Mady
Christians wohnt Berlin-Charlottenbiirg,
Bismarckstraße G", J.ilian H.irvey Berlin
W l.'i, Düsseldorfer Straße 47, Otto C.e-
bühr Berlin W ft~. Knrfiirstenstraße IIS,
Orete Reinwald Berlin W. Regensburger
Straße 14. Dimnira .);ieoliini Berlin W,
Herkules-Iiaus. Friedrieh-Wilhelm-Str. 1.1.
E i n M .-1 r i e t t a M i I 1 n e r - V e r -
e li r e r , Frankfurt- .\I a i n : Ma-
rietta Miliner trägt einen Künstlernamen.
Ihr neuester Film ist ..D.is .Modell vom
Montparn.isse" mit I.ilian H:ir\ey. Ihre
.Vdresse: Berlin W äO, X;iehodstr.iße 2«.
Anny Ondras näehster Film ist ..Die
.Tungfrau von Paris". Das Alter der Künst-
ler geben wir nieht bekannt. Ver.i
Sehmitterlöw wohnt Berlin - Halcusce,
Xestorstraße 1.
L i 1 i .'i n H .-i r v 0 y - V e r c li r e r i n
K. O/S.: Vera Sehmitterlöw Ist Sehwe-
din. gibt Autogramme und trägt ihren
riehtigen Xamen. Das (ierücht \»n lA-
lian Harveys Verlobung beruht nicht .auf
W;ihrheit. Werner Fnetterers m'uester
Film ist „Die Fluehl der Deli.i".
H a n n .a l... II a m b u r g: I \\ .ui Mo?.-
jukin hat keine Filmsehule Ih ■.inht. Er
spricht gebrochen Deutseh tind hat keine
Kinder. Wir h.aben Iwan .Mosjnkin und
Iw.in Petrovich noch nicht gemessen.
Ihre .Mtersschätzinig stimmt ungefähr.
F i 1 m f r e n n d i n P. ;i u s F r a n k -
f u r t - O d e r : \\ erner Fuetlerer wohnt
Berlin-Steglitz. Kleiststr.iße Jl. Die Ver-
lobung ^Villy Fritschs mit I.ili.in H.irve.v
seheint nur ein (ierücht zu sein.
(Herd a K.. S c h ö n c b c r g : Henny Pmlen
Parksiraße 74. (iunnar Tolnai-s ist unverheiratet,
lieh im Hauptberuf bei der S)irechbühiU'. f.ya M;
seh.'.uspielerin. sie war ehedem Tänzerin und ging
E k I.. Fried e n a n : Brigitte Helm wohnt
Winkel :>. ist mit Riehard Weißbach verheiratet.
Berlin geboren, gibt Autogramme, wurde von
entdeckt, spielte erstm.ilig in ..Metropolis".
,,Die wunderbare l>üge der Xina Petrowna"
S p u t z , Leipzig
. Berlin: Sie wissen ja, von beliebten Filmst.-xrs wird
s|)roclicn. Das Publikum ist oft so wißbegierig, daß es
intimsten Privatangelegenheiten seiner Lieblinge OTientieri
^o tauchen d.anii urplötzlich tierüehte auf, die sieh wie ein
wohnt Berlin- Dahlem,
l.'iwohl, er ist eigent-
ra ist keine Bühneii-
sehr jung zum Film.
Berlin - D.ihlem. Im
wurde :im 17. März in
Fritz L.ing für den l'ilm
Ihre u.'ichsten Filme sind
und ...M.anolesen'.
Albert Paulig w(dint Berlin W l.'i, Duisbnrgei
Straße 16. Harry Piel trägt einen Künstleriuimen.
Erik .1 ,V
immer \iel gi
aueh über die
werden will.
Lauffeuer fortpflanzen und doch jeder Unterlage entbehren. Lilian Uar-
vey und Willy P'ritseh sieht man oft in ihren Filmen zusammen spielen,
und schnell heißt es: sie sind verlobt! Also wieder ein (ierücht, das sieh
nicht zu be«ahrlieilen seheint!
U r s <• I .1 u s H a n n o v e r : Steward Rome spielt die männliche
Hauptrolle in dem neuen Ly.i .M;ira-Film ,,Der rote Kreis" und ist durch
die Efzet-Film, Berlin SW CS, Markgr:ifenstr;iUe 21. zu erreichen. Er
gibt Autogramme.
F i 1 m f r e und K ;i r I - H e i n z : Ilse Stobraw.i wohnt Berlin,
.\schaffenbnrger Straße B, und gibt .\nlogramme. In dem neuen Film
,.l)er (ief.ingene der Bernina" ist sie die Partnerin des schnell beliebt
gewordenen Peter Voß.
A n n e r 1 v o m B ö h m e r w ;i I d : Die Anschrift der S:iselia-Film
ist; Wien, .sicbcnsterngasse Hl.
Alfred M., Berlin X: Greta tiarbos Partner in ,,Güsta Berling"
war L.irs Hanson. .Mariett.a Miliners neuester Film ist ,,Das Modell
\ um Moiitp.irn.-isse". Lillian (lish filmt bei der United Artists.
H u li e r t n s K., W .a r m b r n n n : Egon von Jordan wohnt Berlin
W 1,'>. Lietzenburger Straße 27. (jibt Autogr.imme. ist unverheiratet, er-
blickte in Du.\ (Böhmen) d;is Licht der Welt, sjiielt viel Theater und
wird ;iueh wieder filmen. Jtiesi;; nett.
K u r t O.. B e r I i n : Henny Porten
wohnt Herlin-D.ihlem, Parkstr. 74. Lya
Mara Berlin-Westend, Pommernallee 1,
l'.irmen Boiii Berlin W, Fhl.tndstr. 13K,
.Mary Kid Berlin ^V. (iiescbrechtstr. 13.
.\lle Filmst.irs geben .Vutograinme. Wal-
ler .Slez;ik und H.ins Bransewctter sind
ledig, Waller lüll.i vcrheir.itet.
(i r e t .•! O a r b o - .S c h w ä r in e r i n .
Breslau: (ireta (i.arbo ist wieder
u.ieh Culwer - ( il> . K.ilifornien. zurück-
gereist. Ihre Heim.itst.idt ist (iöteborg,
ihr richtiger X.imi' Gret.i Gusl.ivson. ihr
neuester Film heiül .,Ki ii'g im Dunkc-In".
Sic jiibt Autogramme, ist nicht mit .lohn
Gilbert verheiratet. Beginnt jetzt in den
Metro-Gold" yn-Studios mit ihrem neuen
Film. Es gibt noch kein Greta Garbo-
Buch. I»er Riiss-Verlag hat seine Räume
in Berlin S\V fi.s. .Mexandrinenstraße
Xr. IUI.
]., i 1 o M (I r i s : Die Filmkoniparserie
wird in der Filmbörse. Berlin. Beutli-
straßc l/.'l, engagiert. Vielleicht wenden
Sie sich einmal dorthin, sonst ist es aueh
nitsain, sich mit den Filmgesellschaften
unmittelbar in Verbindung zu setzen. Die
,\ussichten beim Film sind, wie wir wie-
derholt betcmeu. sehr gering. Brigitte
Helm heißt richtig Brigitte Sehütten-
bclm. Lee Parrys richtiger Xame ist
.Mathilde Benz, und R.nin)n Xnvarro k;im
.ils R.imon S.imoniegos ;iiif die Wi-lt.
(iust.iv Friihlieh ist nicht mehr nii,
F.lizz.i l.i INnt.i verlobt. Willy Fritseh
und Lili.'in Ilarvey sind ledig. Ramon
Xovarro kommt im Sommer nach Ber-
lin und H ird hier ein Konzert geben.
also nicht filmen. Brigitte Helm wohnt
Berlin-D.ililem. Im Winkel ,').
K i u o f r e ii n d i n. M ü 1 h c i in - Ruhr:
Ob \\illy Fiitscli einni.il nach dort kommt.
« iss<'ii wir leiiler nicht. Freil Solm .alias
Robert Cistle filmt in Hollywood und
w.ir früher Offizier. Oskar Marion ist
n.itürlieh .iiicli im Privatleben ein ganz
reizender Mensch und stammt .aus Kö-
nigsberg. Filinbücher .aller .\rt erhalten
Sie durch den M.ix M.itlisson-Verl.ag,
Berlin SW BS. Ritlerstraße 71. Elis.ibeth
Relhberg filmt nicht.
M a t h i I d e B., B n x h e i m : Betty Bronson filmt noch. Bild-
wünsche sind vorgemerkt. Elis.ibeth Bergner trägt keinen Künsller-
iiamen.
A\ i I li e 1 m K., H a g e n : Wenn Sie zum Film wollen, ist es am
•/weckmäUigsten. Sie setzen sich uiimittelb.ir mit den Filmgesellschaften
iii Verbindung. Wir vermitteln keine Eng.igemenls.
F r ;i g e z e i c h e n ;i ii s K ' h i- : Die H.iiiiiidarsleller von ..Rntseh-
li.ihn' sind Heinrich George, Freil Louis Lercli und Fee M.ilteii. R.iinon
Xov.-uro wird längere Zeit in Berlin bleiben. Seine N'orf.ihren waren
Spanier. Im Film ..Die .lacht der sieben Sünden", spiel'en Brigitte Helm
lind Kina Marsa die weibliehen Hauptrollen.
^
illllinlllllllllllllllllllllllllHillllnil
nnmmniiiiiuiiiiiiiiiiiujiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniinr iiiiiiMiiiiiiniiMniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimi mnninmns
Klub-SGSSGl
Kurze Zeit in der Großen Kunsl - Aussiellung
DaOlOeim benutzt, fast wie neu, verkauft von
35 Mark an in Stoff — Rina-£eaer 95 Mark
H. £ipKe, Berlin SW, Koc^siraße 6 bis 7
^IIIIIIIIIIIIHMIIIIimilllHUIIIMIIIIIIIIIIIimMIIIIIIUIIUIUIIUIIIUIIIIIIIIUIUIIilllllUIIIIIIIUIUUlllillllUIUIIUIIIUI
L i I i .1 n U a r v f y -Vor <■ li r c r in II r <■ s d c ii : l.ilian Harvey
licilit jc'dori S|M)it inii slt'i'lKT l^oidcnscliaft. UroUc Uliiiiiciifioiindiii.
Lebt mit ilircn Elloni ziisaiiiiiu'ii. Xiclit vi-rlübt.
(; (• r il a 1'., (i (• 1 s f II k i r c li i- ii : Xeiii. es ist k'iiU-r Ut-iii (ioriiclil :
Kird Tlioinsfii ist am AVeiliiiaclitstaKe im <l<Mi rolfjiMi einer (Jallenstein-
ipperalioii ncstoil)cn.
Lies (■ h e n - II a in li ii r K : Marianne AViiikelstern woliiit Ucriin \\ .
riilaiulstralif IH.l. Charlotte Ander ist mit Nielit-Selianspieler veriieiratet,
II 1' 1 IM II t M.. He r I i M : Da der liet reffende Asta Nielseii-l-'ilm selir
.•■It ist. läljt sieh seliu<r Ceiiaiies ilariilier festslelh'ii. Hergestellt winde
er viin der Art-I'ilin.
K d in II n d N.. C i t t h ii s : Wir «erden l.i\ io I'a\aiull' und llai.s
Alhers ah die Autofcrainino erinnern.
H a II n a R., .\ 1 1 e n s t (• i n : Dali I>oii);las I'.iirbanks seinen tsiiiin
..enterben" will, weil s( in Soliii sieh mit der hiibselieii .liian Crawford
vernijililt hat, ist uns allerdings t!;:iiiz neu. l.ilian llarvey ist ninerhei-
r;itef. ebensn ('h;irles F.irrell.
.1 n n t; e r (' .i in i 1 I .i H o r ii - V e r e li r e r i n II.: ('.iinilla llnrn ist
diireh die riiitel .\rtis'>-Stiiilios. 7J0II Sant.i .\Ii)H!e.i-H(>iiii-v;ird. Iliillywood,
K:il.. zu «'ireiehen. Sie wurde in KranUfiirt-M.iin n<'li«ren. ist mit einem
ileiitsehen CinlJU.iiifmaiin veilieirali't, j;ibt Aiitu^r.imme. liebt Ito-ieii. II. r
neuester l'iim i--! ..l)ei KöniK der Hernina" mit .hilin H.irr) iiiore als
l'.'irtner.
|{ (1 1) b y II.. Dresden : iSehreiben Sie. iiille. des Abdiinements
Wesen .an die Ufa, Uerlin s\V C8. KoehstraUe ll-t*. lAcu Deyers' Filmdcbiit
war in ..Spione". Ihr näehster Film ist ..Triumph des Lebens-. IJild-
wuiiseh ist vorfiemerkt.
II .1 Mo, .M a X II .1 n s e n : Kainon Novarro ist noeli niclrl in Herliii.
Max ll.inseii ist iinverlieir.ati't. Fred lionis l.ereli wobiil Hi-rlin W.
KeKeiisbnrKer Straße 14, .\lfons Fryland IJerlin-Sclimiruendorf. Uiihlaer
Str.iße 1.').
Rudolf .1., S e h I e s w i K -H o 1 s t e i n : Rina Mars.i wohnt Uerlin
\V. kurfiirstpnd.inim 71, C'illy Fcindt Berlin SAV. \Vilhelmsir;iLie MS. l'n-
verlieiratet. Ileniiy l'orten ist mit Dr. von Kauffni.inn verheiratet. Diiia
Oralhi ist Witwe. Lilian Il.irvey ist ledij;.
R. R.. H e r I i n ; \on Ramon Xovirro ersehien kiirzlieh ..IM'lielit und
hiebe" Seine näelisten Filme sind: ..Die Dame hinterm Vorhans" ui.'l
..Der Heide". Er kommt im Sommer n.ieli lierlin und wird hier ein
Konzert (;''''P'1- Sein Operndebnt soll später kommen. Douglas Fairbani»''
neuester Film ist ,.Die eiscrno M.aske'. Rosen. lieMMly-llills. Hollywood.
K.iliforiiien.
(). K.. H .1 m b u r s : J^u einpfelilen ist ein Biiih ..D.is l'ilnimMiiu-
Kkript", zu beziehen (lureli den M.ix M.ittisson-Vei l.is- Uerlin s\V fiS.
Rillerstraße 71. M.ily Delseh.ifts neuester Film ist ..Die keusche KidiOlle ■
iiiit Otto (iebiihr. Sic ist mit einem K.iufui.inn \erheirati't und «cihnl
Rerlin \V. Wiltelsbacherstralle is. It.imoii Nox.iiros biirneiliilier X.iii.e
ist Ramon Sanioiiie.H'os. Renee und Ils- Stoliraw.i sind (iesehw ister.
(' o n r a d V e i d 1 - V e r e h r e r i n , .\l a n n h e i in : Ihre (iriiPie
haben wir Conrad Veidt bestellt. Sein (jebiirtst;iK ist 22. ,l;inu,ir. Resed.i.
..Erieli der (iroUe " ist in Uerlin noeh nielit .•iiifu.efiihrt. . Die .\ilielunseu'
und ..D.IS iiidisehe (ir.ibm.il" l.iiifen zur Zeit nicht mehr, l'iaiiz l.cderer
wurde .'im (1. Xoveinber Keb<n'en.
S ji o r t s ' 1" I "^ • I" r a U k f u r t : Lili.iu niid Dmiitby (iish filmen
fleißig. Cli.'irl.v Cli.iplin ist wieiler sesniid. Il.irry l'iel winde in Diissid-
dorf geboren. Rtin.ild (dim.ius iiiichster Film lieilJt ..Rellnns '.
(i e r t .1 I?.. O b e r h .i u s e n : Sic diirfen Fr isen stellen, so oft Sic
mos'eu; wir sind Ihnen nicht biise. Mi.i M.iy wohnt Hciiin-II.ileiisee.
Kurfiirstend.imm 7(i. Die Filmstars lesen sejbstvei stäiidlich :illc Mricie.
die sie von ihren Freunden erh.ilten. sidbst.
Irrwische Eis b e t h L.. L i s s y .\l.. \V ii r z b n r s : Conr.Ml
Veidts kleines Tdehterelien beißt Viol.i Veia M.iri.i. \ eidt ist sehr musi-
kalisch. nr<''-'<''" HIunK-nfreniid. filmt unter (J.ilbmes Renie ..Hr.iiit .Vr. fis-
und hat ;nn'h — l.ist not least — ein Sekret.ari.il.
Hobby .\. ,1 II s Dresden: Ivan l'ctrov ieli werden u ir ^ern .in
das .\ntosr.imm erinnern, bei R.imon Xov.irro ist d.is nicht •in' möglich.
da wir desuesen nicht n.ich Hcvcriy-Ilills. Hollywood, telcpbonii'rcn kiiii-
IK'H. Fred Solm alias Robert Cisile erreichen .Sli- in t 'ul\ cr-( itv . K.ili-
rornieii.
F i I m f r e ii n d H e 1 m n t T.. D r e s d e n : Diu>h uns Können Sie
keine Hildk.irten \on l'ilmsl.irs bezieben. Wileri.i Hl.iiiU.i wolnil Herlio
X\V H-, Uriickenallee -'.
(; i n a X.. H e r I i i; : (liistav Fröhlich treibt jeden Sport, liidd ,i!.'e
RInmen und ist ineli im Leben nuseheuer nett. Kr wird seineu miehsteu
Film wiedi'r bei der IT.i spielen. Wenn Sie die Courage h;iben. so diirfen
Sic (iiistav Fröhlich veii uns .uis riiliif;' besuchen.
F i I m f r e n n d II a r r y .i n s d e in H n h r tx c b i c I ; Helly Hiid
wohnt lierlin W, Kiii fiirstend.imni i'i'li. Isi \ iMlieir.ilct, A\ icnerin und spielte
u. a. in folK'<'ndeii Filmen: ..Dim' l.;idciiprinz". ..Der Herzeiispliotos'r.iph .
"„Herzen ohne /.icl '. ..Die .\litleiii.ichtsla\e ".
H. R., Einbeck . .I.ick Trc\or wurde in L.indoii geboren, ist mit
einer Eiisländcriii \ erheiratet. Ii;it zwei Kiiiiler und wolinl Hi-rlin A\\
Ucndlersiraße M.
Emil S., Düsseldorf: Victor \'.inoni ist ii.icl; Deuts<lilaiiil
zurücks<'kelirt. rns-ar. Filmt se.it niin'efälir (i .lahren.
F r ;i u Helene D.. Uevlin: Ellen Richter «cdiiit Herlin W .
Kurfiirstend.imm iOfi und wurde am in. .Inli in Wien geboren. Xelkeii.
.\ p II i n . .s e II w I e b u s: Es isl am zweekmäßigsten, w« nn Sie sieh
uniniltelb.ar an die l'rop.'ifranda- und Rekl.ime.-ibteilnngen der Filmsc'SoU-
seliafton wemleii. Ibirt erfahren Sic alles Xiiliere. Hrisitte Helm wohnt
Herlin-Dalilem. Im Winkel ,'>, Der ni-ueste l.uciano Albertini-Film heißt
..'rempo — 'l'empo". Ast.i Xielsen filmt Aorläiifis iiielit.
E I 1 1' n .1 11 s li .1 :■ m e n : Adressen .ins unserer I,e<ersch.ifi können
uir Ihnen .nicht milteilen. d.i d.is ReiLiklionssebeimnis ist. Wir einpfeli-
l( n Ihnen. Ihr .Manuskript In Form eines kurzen Exposes (2 — :! Sehreib-
m.isi hiiienseitenl direkt ;in die drainaturKisehcn Abteilungen der Film-
rinnen zu s<'nden.
V. Seh. I».: .losepli Schenck. der (i.atle \ on Xmiii.i 'r.ilin;idKC, i^^t
Deiitsi li-.\mcrik.iner.
II a r r y 1. i i' d l k e ■ V e i e h r e r i n . (i in ii ii il : .l.iwohl, es ^'''1
ein H;irry I>iedtke-Uueli. Zu beziehen durch den Max .Mattisson-Verlag.
lierlin SW (SM, Ritterstr.iUe 71. Die Einilie in den ..Wiskottetis" spielte
,\l;ily Delsch.aft. die .M.ibel wurde \on Camill.i \on lloll.iy d.irfrestellt.
W ilhidm Dieterle filmt si'it nnsefiihr s .I.ihren und ist mit der Schau-
spielerin t li.irlolte llaftenbriicli \ erheiratet. Senden Sic uns. Ijitte. eine
liildkarte xon H.irry I.iedtke und o..)ii M. in liriefm:irken. damit wir
Ihnen il.'is .Vutosr.-imm bi'sorsen Uiiiincn.
E. 1.. aus Dresden: .\l.id> Christians «ulnit Herlin-C'harlottori
biirs liismarckstralie <i7. und ist mit Dr. v im Aliiiler verheiratet. I.y;i
.M.iia ist mit Friedrich Zelnik. .Icnn> .lii'.;o mit lairieo lienfer vermälil*.
\l.iri.i l'aiidlcr ist ^''^ehieden.
R o b e r t S.. li r .1 II n s e b w ein: Den Cr.ifi n \\ idm.-inii in
...\ri:ulne in lloppesarten " spielte .le.iii lir.'idin. Kr ist leili;;. wurde in
r.iris !>ebori'n und war früher .Moilezeiehuer. .Viisenlilicklieh in l'.-iris.
W i 1 h e I m F.. C h .i r 1 o t t <■ n b u r n : la'.v D.nuil.i ist durch die
Inited .\i.Iists-Studios. 7J(MI S.inta .Monic.i-Iionleva rd. Hollywood, K.il..
zu ern-ichen. \'erlieir-itet. (ieborcn .im lo. .lull. Lili.in H.uvev wohnt
licrMn W lä, Diisseldjrfer Slr.ille 17. iinil li.it am lii. .I.inn.ir Ceiiiirtstai;-.
I'nverhi-ir.itel. H:inni AVeiße li:it am ni. Oktober (!cburtsta(?. -Man schreibt
(;ebnitst;i'.',s);'li'ckwi!!ische und Dankesbrii'fe .in l'iliiist.irs senaii so wie
■111 .-indere .Mensehen.
V f .( - 1. i c h t s p i e 1 e - I' a I ,i s t - 'I' li e ;i I c r - II .i m b u r K ■ D'e
rf.i-Wochcnschan hiuft in .illen Ifa-Xbe.iteru. aber .iiich in den l.iebl-
s| ii'lhäiiscrn .iiiderer Filmkouzerm'. Ob und wann die Filme ...Vnssereeh-
iiet Wolkeiikr.ilzcr • (H.irold l.lovd) und ..Liebe und 'riompetenbl.isen "
iH.ir\ey. Liedtke) noch einm.il in ll.inibiirs l.iufen werden, erf.ihren Sie
am besten durch den Hesitzcr Ihres Si.'iinmkinos.
F. .s.. .M ii n c b e u : sie h.iben uns mit llircin lirief «auz und ^-.iv
nicht belustigt. Sie h.iben re'-ht. es sollte nicht jeder zum Film sebe:i.
der die Sehnsucht d.iuaeh li.it. Wir r.iteii .•iiieli jedem .ib, iiin vor Ent-
liinschiincen zu bewahren. Aber leider fiihleu sieh immer noch viel-
ziniele berufen, iiben keine Scilistkritik und sehen erst, wenn es zu spät
ist. d.iU sie keine Filmslerne sind.
L i I I y IL, R n t h .s c h.. li ;i r in e n : I)"ii Prinzen Louis Fenlin.inil
in der ..Königin Luise" li.it H;iii> .\d:ilbert \ou Sehlettow s'"spieli
Ch.irles Farrell ist unseres Wlssiiis niiv erheir.itet, sibi .\iitui;r.imine. ist
si'lbstv erständlieh .imh im Lcdien ein saiiz reizender Menscli. liebt .illi-
Hlninen. die Sic sich nur ileuki'ii können, ist .S|iorlsm,inn comme il f;int.
stellte 11. .1. die inännliche.i H.inptridleu in ..Elidel der straßi'". ..Im
siebenten Himmel '. ..Iliiilcr ll.'ireinsinaiiern" d.ir. .irbeltet zur Zeit mit
.l.inet ti.iynor .in einem neuen Film ..Hudapesi" und ist .'.Is Fox-Si.ir
iluich diese l'irm.i. lim Western Am'.. Holl.v u I. K.il.. (".S.A.. zu er-
reichen.
M. II. (i. Ii. I: Oskar M.irion wurde .im i. I'ebni.ir in Könissbeis
geboren iiiid wiibiit Heilin W. K iirfiii'sienil.imm llo. D.ilJ .sie währeml
Ihres Iteiliner A nfeiitb.i lies im M.ii ILiiry l'iel miindlich um ein Aiito-
(ir;imm bitten wollen, wird der Kiiiisiler sicher nicht .als Aiifdrinsliehkeit
ansehen. Zu dem .\us.irbeiteu eines Drchliiichs werden keine L;iien
In ransizoRcn. Auch d.is Verf.issi'ii und N'erk.iiifcn eines Exposes ist
liebt Sil leicht, wie Sie sieh denken. X.itiii lieh diirten Sie Ihr Sujet ;iii
Il.irry l'iel schiekeu. wie .sie be.ibsiclitisen. Sonst ist es aiieli r.itsam.
es den ilramatnrsisehen .Miteiliinsen der großen l'ilinfirmeii zur l'riifniij;
einznsemlen. Hücher über il.-is ..Filminaniiskripf erh.ilten Sie durch den
■Max .M.ittisson-VerlaK. Uerlin SW li«. RitterstniUe 7i.
Zur Entfettung der Hüften und Glie-
der! Ein ide.'ilcr .\l.'iss.'ise.ipp:ir:il fiir Ihrllcim
ist der neue ,,l'nnkt-\ ibr,itor". Der schnell
si-liw in;;<'nde Cürtel des ..l'unkt-Vibralor" .irbei-
li'i si'uiidlielier nnd bei|iiemer lim eigenen Heim i
als der seschicktesle .M.isseiir. str.ifft die .Mus-
keln und erhöbt ilie Funktion der inneren Or-
S-iue. Kr \erscli;ifrt IbiiiMi die \\ (dilt.iten der
Sport- und Köi pcriibiiiisen. aber (diiie die d.iniit
verbnudeuen Anstrensunj;en. — lileibeii sie frisch
und juiiH durch ilii'se neue, bessere .Methode. Wo
eine Steckdose \ orli.indeii. ist der ..l'unkt-\ibr.i-
lor '■ sofort in liciriidi zu setzen. \erlaus;eii Sie
Hr.itis d.is ..Vibi.itor-Iinch ■ vo:. der F.ibrik orthop.
App.ii.ite L. M. Ha-inski (i. m. Ii. H.. Herliii-
I'.'inkow :ii.
Die Ufa -Theater werden mit
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Lassen Sie mich Ihnen frei aufsehenerregende Tat-
sachen voraussagen, welche Ihren ganzen Lebenslauf
ändern und Erfolg, Glück und Vorwärtskommen bringen
statt Verzweiflung und Mißgeschick, welche Ihnen jetzt
entgegenstarren. Ihre astrologische Deutung wird aus-
führlich in einfacher Sprache geschrieben sein und aus
nicht weniger als zwei ganzen Seiten bestehen. Geben
Sie unbedingt Ihr Geburtsdatum an mit Namen und
Adresse in deutlicher Schrift. Sie können, wenn Sie
wollen, 50 Pf. in Briefmarken (keine Geldmünzen ein-
schließen) mitsenden zur Bestreitung des Portos und der
Schreibgebühren. Adressieren Sie Ihren Brief an Pro-
fessor Roxroy, Dept. 8298 D. Emmastraal 42, Den Haag
(Holland). — Briefporto 25 Pfg.
Stepßati Lorant
WIR VOM FILM
Das Leben, Lieben und Leiden der
Filmstars
Mit 49 persöiüdien Beiträgen der bedeutendsten.
Filmstars und 400 Abbildungen ^ut" bestem
Kunstdrud<papier. Brosdiiert 4.— RM. Gcbund.
5.— RM. Gegen Voreinsendung oder Nadinahme
lllustr. Filmwoche, Berlin SW68, Kodistr. 6« 8
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Nachdem
Hosondors nach doni Bade
ist der „Piiiilit-Üollci" von
jiröUtcr WiiUsainkcit.
\Vciiii diircli warnios Was-
-(T die llaiiti)0i('il weit ye-
olTiU't sind, tritt die paii^iMide
WirUuii- di's ..l'iinUt - Kol-
lers" dopiiclt st.iil; in Ki-
-clu'ilinn;;.
Has nint wild kräftiK Ins
in die kU-instcii Kaiiiilo dos
ganzen Ador.s.vslcms liinoin-
JJOZIISCII.
Sic sidiron sofoil, wie ;\n-
gtMK'lmi das ist. denn der
..rnnkU.'ollci"' nimmt dem
Herzen einen Teil seiner
seliwercn Tätigkeit ali nnd
entlastet es.
Träges ültit fiilut /\i nn-
■'enii"-endem SiolTueelisel.
es ' rdert den Fettansatz.
Ii ringt IfiieMMi.i. (iielit, Zucker
Mud Arteiien\ erk.ilknn;;', die
Hallt- niiil Miiskeliiarlien
eiseiiL-itTeii. und der Mi'iiseli
allert seliiieller.
Kräfti.^e I in reliMntiin;; aller
Adern liinjjesen hält die
llant frisch, das UInt ge-
sund niiT iii.iclit den Köiper
Kill jiaar Minuten läglieh fiir die l'unkt -l?iiller-Mass;i^c, liesoiiileis
nach dem liade. werden Sie im liiteiesse Ihrer (iesundlieil gewilj
criilirigcn.
l'reis fiir den rnnkt-üoller -Mk. 12.50
i»opiicl-Pnnkt-l;ollei . . .. IT.öd
mit ans« ccliselliaren
Saiign.-ipfelicii Sf). —
Gesichts-Pnnkt-Hcdler . . .. 7..')(i
Kaufen Sic sich iioeli heule einen Original - Punkt - It(dler. aher
geben Sic acht, es gibt nur einen mit der Starke ,. Punkt auf der
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Berlin-Pankow 292, Hiddenseestraße 10
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PICKEL. MITESSER
/^
Q Schöne Augen
A^i.il. AM^eulir.-ineiisal'i stiukt
Sehönheit hedeiilet (iliiek. l'.rl'ilg und Liehe. und \\ iiiipiTU. l'reis M. ■J.T.'i.
tili all diese .siege des Lehens \n\U'^t Sie Ihr ..^\ ilu:i' li.ii die gleiehi'U Ei-
iinreiner 'l'eiiit. der Sie so entstellt und iiii- gensehafieii. farht .ihei- zii-
sehiiii ni.ieht — der sie alistotlt. Selicmheit gleich dunkler. Sehr diskr ■!.
otlnet alle Pforten des Leinens. Deshalh ver- Preis .M. .'>.—
wiMiden .Sie sofort meine .Seliälkiir ..Nino- Augeiihraueu - .lugiinliii nur
cerm.-r-. SelHin naeh der ersten \ii\veiid. he- /nr Kehtfärhuug \ on Hraiien
ginnt ilie iteinigiing Ihrer Haut, und Sie seliier und Wiiuperii. l'reis M.l.T.i
uerdeu mit Ihrer neuen. \ er.jungten (Jesiehts- Zur Krlidhiing der .Viisdrncks-
li.-iiit ein neuer. luilTiiungsreieher Mensch. faliigkeit di'r .\iigeii m-v-
Piekel, Mitesser. Haulgriell. welk werdende. wende man ..Diamant' . Der
graue, fahle niid grolJpiirige H;iiit h<'sei(igt Hlick wird lebhaft und
meine Seh.-iikiir samt deiiKiitsteliuiigsursacheii. frisch. Pein v e g e I a b i-
tniiierklieh für die riugehiing. ojine Keriif^- I i s e h e s Prjiparat ,,])i;i-
slorung. (;.-ir;intiert iiiisch.-idlieli. Prei- .\l.9,75 maiif . . . Preis M. i.T.'i
SCHRÖDER :^ ^ H ^ iJ ;;: £ ^ £e R L j^ N w J08
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Ein Film der Erich Pommer Produktion
der Ufa mit
Franz Lederer, Warwick Ward
Ferner wirken mit;
Harry Hardt, Ekkehard Arendt,
Michael von Newiinsky
Regie: Hanns Schwarz
Autor: Hans Szekely
Fotografie: Carl Hoffmann
Urauf f üh rung
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I^U M M E- H 1 6 / li E 1^ L I N , 2 1. A P K I L 1 9 2 9 / P R L I S 4 o P I i: N N I C
B 1 1: M o c im: \ s c II K I r r d i: ii r i l m r u e r n d e
i fm:
F Q IT Z LANG
hi-i (li-n Atil'r.iihm<yn s<^inas /loi/f-n Films .J-'inu im A/o/ie/'
/'//or. / r/7z l.ang-l ihn (Irr l jo
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maPekHiM
lächter, das ihre Kleider bei ihren inodcrnen
Schwestern auslösen würden. Und Nina, sel-
ber belustigt, schlürfte ihre Schokolade zu
Ende, zündete eine Zijjarette an und über-
lejjte. Es ^sar nicht leicht — zu modern
durfte sie auch nicht sein. Sie mußte eine
Eleganz, eine AUüre haben, die den Duft
der Vorkriegsjahre, die Pracht der Peters-
burger Halbwelt, den Luxus der Zeit zeigte,
in der die Frau das goldene Joujou des
Mannes war. Heule ist ja alles so anders,
die Mode ist herb, praktisch, unfeminin ge-
worden. Die Zeit hat alles abgerauht; un-
nötige Bänder, Schleppen, Federn und Hüte,
die Platz und Anmut verlangen, sind ver-
gessen.
Also Mode 1929 ging auch nicht, so durfte
Nina nicht aussehen! Ihre erdachte Seele
war ganz anders. Ein Kompromiß wurde
geschlossen. Stillos, zeitlos, wurde Nina
eingehüllt in Toiletten von Prunk und
Linien, die für moderne Augen nicht lächerlich,
grotesk oder verstaubt wirken, sondern einen
Luxus ausströmen, einen zarten femininen
Hauch, und die Luft der parfümierten At-
mosphäre von damals wiederbringen. Ganz
leise durchdringen soll es, durch all die
Kleider, daß die Frau doch schön ist, wenn
ein klein wenig Unnützes, Unpraktisches,
nur zu dem Zweck geschaffen wurde, die
Frau schiin zu machen.
Rene Hubert
li
Oben: Brigitte Hein..
Unten : Brigitte Helm
und Warwicb Ward
l'hvt. Ija
V£.
Julius Falkenslein und Mariclla Millnur. — lAlian
Harvcy, Igo Syni und Marieita Miliner rhot. i /</
Gattin konnte sich nicht genug darin tun,
den Kreis der sie umschwärmenden Ka-
V liiere in jedem Augenblick zu vcr-
jiroßern und damit den Gatten in gelinde
Verzweiflung zu bringen. Der Höhepunkt
eines Pariser Bohemefestes bringt im
Film die Versteigerung eines A\odells.
Wer am meisten bietet, kann ein schönes
Mädel wie anderswo einen Tümbolagcwinii
nach Hause tragen und mag -zusehen, wie
er sich mit dem Geschöpf airseinander-
setzl. Das Modell Lilian Harvey. die rei-
zendste Krscheinung unter so vielen an-
mutigen Frauen, wird dabei versteigert.
Lilian ist gut. wie alle diese kleinen
A\ädc!ien fiir die ein Franc schon viel
Geld bedeutet und die mit jedem Sous
rechnen müssen, weil sie nur mit kleiner
Münze bezahlt werden. Lilian läßt sich
versteigern, weil sie einer noch ärmeren
und kranken Freundin zu einer Frholungs-
rcisc verhelfen will. Der Galle der ko-
ketten Frau besinnt sich nicht lange. L.r
i
Wie gewinnt man eine Frau zurück, die flatterhaft ist und mit allen
Männern flirtet, weil sie sich sicher im Besitz ihres Gatten
weiß? — Man macht sie, nach einem alten, aber immer noch
wirksamen Rezept eifersüchtig, indem man sich eine reizende Freundin
zulegt. Die Gelegenheit dazu ergibt jeder Tag, aber am günstigsten ist
doch ein Ball, zumal jede Festlichkeit eine große Reihe außerordentlich
schöner Frauen aufweist. In diese Situation geriet ein junges Pariser
Ehepaar, das einen Küns'.lerball auf dem Montmartre besuchte. Die
Harry Halm. — Miirictta Millncr und Harry Hahn.
Igo Syni und LUian Harvcy i'iu>t. l ja
ßlopdpaMaJ)fle
Kcbt seine Galtin uirklidi und cIc-nlvL ilir durch uiiicn Cieu ailslreic
die Aujjen zu öffnen, welch gefährliches Spiel sie treibt. Er iiber-
biclcl alle Kavaliere bei der \ erslen>erunj> und ist der Geuinni^
von Lilian. Aber auf seine Frau bleibt der Vorgang ohne Liindruck. iiiu
so täuscht er denn Liebe zu dem Modell vom Montparnasse vor, ob
gleich er innerlich an dem Vorgang ganz unbeteiligt ist. Hs sieht st
aus, als würde die Rechnung nicht stimmen. .Aber nun stellt sich heraus
daß Lilian sich in ihn verliebt. Der Knoten ist doppelt geschürzt uiu
Irotzdem will sicli kein Zusammenliall
ergeben.
Diese in leicliter Heiterkeit aufsprühende
Handlung hat der Regisseur Wilhelm
Thiele seinem Lfafilm ,,Das Modell vom
Montparnasse" unterlegt und auch einen
entsprechenden Schluß gefunden. Denn
ein Film, der unter s\ mpathischen Men-
schen spielt, muß auch den Zuschauer mit
einem sympathischen Schluß entlassen.
Von ihm, der reizende Überraschungen
bringt, soll aber doch verraten werden,
daß er die Hauptdarstellerin, das ...Modell
vom Montparnasse" belohnt. Ihr Wunsch
wird erfüllt. Sie darf am Arme des ge-
liebten Mannes aus dem Schlußbild gehen,
worüber der Zuschauer ganz siciier ebenso
erfreut sein wird wie sie selber. Und die
flatterhafte Gattin — ' Nun, auch sie
findet nach Irrungen und Wirrungen wie-
der einen Mann, der von ihr sagt: Die
oder keine!
'cm.
Frilz LanjJ, der sich als Re-
Siisseur immer cifjenartige
Aiügaben gestellt hat, hat
in seiner neuesten Arbeit „Frau
im Mond" nichts weniger als
Landschaften des Mondes im
Filmatelier errichten lassen.
Denn das Weltraumschiff, dessen
Reise zum Monde glückt, landet
inmitten der bekannten Mond-
krater, die schon ein mällig
starkes Fernrohr deutlich zeigt.
Nun läßt zwar die Dichterin
Thea von Harbou ihre Reisen-
den auf jener Seite des Mondes
landen, die der Erde ewig ab-
nioglicli, und nicht weniger
Kopfzerbrechen verlangte die
Aufgabe, diesen Sand so aufzu-
schütten, dalJ er den Eindruck
vollkommener Unberührtheit
hervorruft. Die Mondreisenden
treffen auf dem Gestirn kein
lebendes Wesen an. Alles ist
tot um sie und verharrt in jahr-
millionenlangcr Erstarrung. Die-
sen Ausdruck einer vollkommen
unirdischen Versteinerung muß
Fritz Lang für seinen Film her-
vorrufen. Er darf auch nicht
ohne Not phantastisch werden,
der Film ist Realität,
gekehrt bleibt (dort sollen die fabelhaften Gold-
berge liegen, von denen ihr Roman zu erzählen
weiß), aber die Struktur der Landschaften wird
die gleiche sein wie die der sichtbaren Seite. Der
Mond stellt eine wilde Gebirgslandschaft dar.
Die Astronomen, denen die unausdenkbaren Ent-
fernungen des Weltraums ihre Geheimnisse ver-
raten mußten, haben die Mondberge gemessen und
festgestellt, daß sich diese Gebirgszüge bis zu
8000 Meter erheben. Derartige zerklüftete Berg-
riesen kann das Filmatelier natürlich nur in der
Illusion erstehen lassen. Man sieht aus den bei-
gegebenen Bildern, in welcher Weise die Vor-
stellung riesiger Gebirge im Atelier erweckt
wird. Der Boden des Mondes dagegen ist mit
feinem Triebsand bedeckt, blendend weißem, ge-
rilltem Sand, wie wir ihn auf der Erde gar nicht
kennen, weil unsere Atmosphäre zu feucht und
schwer ist. Die Beschaffung dieses Sandes war
nur nach Überwindung zahlreicher Schwierigkeiten
EMIL JANNINGS
koninif im Mai auf dreimonatii^'en Urlaub nach Deulsriilniu
Qkdss-ta^-
!
Anna Ma\ WonjS ist schnell m
Europa beliebt geuorden. Amerika
schätzte sie zwar auch, aber sie
erhielt stets nur kleine Charakterrollen.
In den Jahren, da die Abenteuerfilme
m Amerika i^roße A\ode uaren, bür-
i.
I
II
i
(^crnneSfeW^
Realitulen des luglithen Lebens /.u
entfliehen, ein Land, dessen Alenschen
rätselhalt und tückisch sind. Vor hun-
dertfünlzi^ Jahren, als nur verschuin-
dend weni^ Menschen die Grenzen
Ihres Landes ühersthritten. u o man
holungsreisen nur in die nächste Umgebung des \Xohnsit,?es wagte,
waren die Äg\pter jenes geheimnisvolle Volk. Ihre Stelle traten später
die Inder an, die man im Besitze manischer Künste glaubte. Als sich
das aber als ein Irrtum herausstellte, wurden den Chinesen absondei
liehe Gelüste zugeschrieben. In Amerika, v\ o dieser Glaube zuerst auf-
tauchte, haben die Großstädte ihr Chinesenviertel, dessen Eigenart seine
Abgeschlossenheit ist, so daß die Vorstellung, es gingen in den Opiuni-
und Tanzkneipen die wildesten Verbrechen vor. wohl Nahrung finden
konnte, — Unter diesem Vorurteil haben die chinesischen Schauspieler
noch heute zu leiden.
.Auch bei uns erscheint
.•\nna .Ma\ NX'ong stets
in diesem Milieu des
iihertr.iLienenL'hinatow n.
M
l'v.
i
c/
roAÄ^H.
entdeckt, der von einem Spiegel ausgeht. In der Tat besitzt
der Spiegel eine Magie, der sich keine Frau, freilich auch
mancher Mann, nicht zu entziehen vermag. Ein geheimnis-
volles Fluidum strahlt von ihm aus, das magnetisch in seine
Nähe zieht und zwingt, den Blick hinein zu werfen. Eitle
Zeiten, wie das Rokoko, stellten den Spiegel in den Vorder-
grund; und doch war der Spiegel, trotz seiner Stellung im
Salon, damals noch selten. Unser modernes Leben ist voll-
kommen auf den Spiegel und seine Erziehung zur Eitelkeit ein-
gestellt. Wie nüchtern waren doch die Straßen noch vor hun-
dert Jahren! Jetzt blitzen Spiegel in allen Schaufenstern und
locken magisch in ihre Nähe.
Selbst die blanken großen Schei-
ben widerstrahlen das Bild der
Straße und der vorüberhastenden
Menschen. Doch damit nicht ge-
nug. Alle Frauen tragen heute
einen kleinen Handspiegel bei sich,
um jederzeit eine Kontrolle ihres
Gesichtes vornehmen zu können.
Soll der Film an dieser Eigenschaft
vorübergehen? Er benutzt den
Spiegel sogar mit Vorliebe, denn
aus der Mannigfaltigkeit seiner Be-
nutzungsart lassen sich die besten
photographischen Wirkungen er-
zielen. Der Film zeigt recht gern
nicht die ganze Szene, sondern läßt
sie als Ausschnitt im Spiegel er-
scheinen. Wenn er Frauen auf be-
sondere Weise darstellen will, ver-
doppelt er sie, indem er sie mit
dem Rücken gegen den Zuschauer
stellt und ihr Gesicht nur im Spiegel
sichtbar wird. Hierdurch ersciieint
der Reiz des Geheimnisvollen.
Es ist bckzinnl, daß viele Thealcr ihre Plätze nur durch Ab-
gabe der Biilells zu sehr billijjem Preise füllen können. Zu
dieser Taktik nuißte auch ein im Berliner NVcslcn ßeicsscncs
I hcalcr j;rcifcn, dessen eigentlicher Gcsciiäl'tsfiihrer nicht der Di-
rektor, sondern die Frau Direktor war. Die Komniandeuse küm-
merte sich besonders um den Billcttverkauf. und an manchem
•\bend saß sie an der Kasse, um die HÜngänge zu kontrollieren.
Kurz vor dem Bejjinn der Vorstellung erschienen eines Abends
zwei Damen, die zwei Orcheslerssssel verlangten und nicht etwa
Linen KrmäßijSungsschein. sondern dreißig Mark in schweren Sii-
berslücken vor die Kassiererin, also die Frau Direktor, legten.
\ber pl.)tzlicli begann die eine der namcn unsiLJicr zu werden
und sagte:
, Ach. entschuldigen Sie die frage, wird in dem Stück ge-
schossen?"
,,Ja," antwortete die Direktorin. ,,iin drillen Akt wird ge-
schossen!"
,.0, dann kann ich die Billetts nicht nehmen, icli kann Schießen
niciil vertragen."
„Keine Furcht, gnädige Frau." fiel die entsetzte Direktoiin ein.
die unter allen Umständen die dreißig A\ark für die Kasse retten
wollte. . dann lassen wir eben heute abend den Schuß weg."
Albert Paulig will Max Adalbert anrufen, um eine Skatparlic
mit ihm zu verabreden. Fr nimmt den Telephonapparal, verlangt
die Nummer und hc'irl nacii einigen Minuten die Stimme Adal-
bcrts, der sich meldet: ..Hier ist der größte Komiker dieses ,lahr-
hunderts."
„Danke," sagt Paulig, „ich wollte Max Adalberl sprechen. Ich
bin also falsch verbunden."
Siegfried Arno, der immer zum Scherzen aufgelegt ist. pflegt
■luch in peinlichen Situationen von seinem Humor nicht verlassen
zu werden. Einmal verlangte ein F'ilmmanuskript von ihm mitten
im Winter einen Sprung in eiskaltes Wasser. Die Aufnahme
wurde zwar im Atelier gedreht, das Wasser war natürlich an-
gewärmt, aber Arno glaubte ein schmerzhaftes Reißen an den
Füßen nach Fertigstellung der Szene zu spüren und verlangte
nacli einem Arzt.
Als dieser eintraf, v\andte sicii Arno mit kläghclisler Miene an
ihn: „Herr Doktor, was soll ich anfangen, ich muß sdiw^r kr,-inl<
sein, ich habe so schreckliche Sciimerzen im Untcriuß."
„Unlerfuß?" fragte der Arzl erstaunt. ,,Was ist denn das?"
Darauf Siegfried Arno: ,.Die Aufklärung verlangen Sie von
mir? Bin ich ein .-Xnalom?"
Ernsl Litbilsch wührcnd einer Aufnahmepausc
i'h.it. .ii.-o.-.i;.
Skizzi.
Ernst L'litisch
Zwei Monate hindurch halte Frau Kapitzki ihres ver-
storbenen Mannes mit Tränen gedacht, seit ihr eines Tages
die Kunde «ieworden, daß eine Dachtraufe mit ihm den Weg
in die Tiefe genommen hatte. Herr Kapitzki, den Freundes-
kreise nie anders als „nassen Adolf" gekannt, hatte sein
turnerisches Talent vor allem an Regenrinnen und Blitzableitern
geübt, wobei ihm besonders durch offen stehende Fenster höherer
Stockwerke der sportliche Ehrgeiz entlockt worden war. Bis
ihn die Sparsamkeit eines Hauswirtes, der dem schadhaften Zu-
stand seiner Dachrinnen kühl gegenüberstand, unsanft in ein
besseres Jenseits beförderte. Zwei Monate hatte dann seine
Witwe mit feuchten Augen vor seiner Photographie gesessen,
solange die Sparpfennige reichten, die ihm seine gymnastische
Begeisterung in den Schoß geworfen. Aber als nun der Tag
nahte, an dem Amanda Kapitzki das letzte Dutzend silberner
Kaffeelöffel ins Versatzamt tragen mußte, wischte sie die letzte
schnelle Zähre mit ,dem Handrücken von der Nase und seufzte
über das harte Geschick, das ihr einen guten, wenn auch manch-
mal recht schlagfertigen Mann zur unpassenden Zeit entrissen
hatte. Als ein Wesen, das in w irklichkeitsu achen Verhältnissen
gelebt, erkannte sie die Schwierigkeit, bei dem Überangebot
\ on Arbeitskräften eine Tätigkeit /u finden, die ihr aus-
iLichcnde Ernährung versprach, und glaubte deshalb am klügsten
/u handeln, ihrem \\ann in dem geliebten Beruf zu folgen. In
ihm galt allein persönliche Tüchtigkeit und weder Fürsprache
noch behördliche Zeugnisse über erfolgreiche Tätigkeit sicherten
dort ein befriedigendes Fortkommen. Zwar waren ihr die körper-
lichen Fähigkeiten ihres Gatten versagt, aber als Erbteil hatte
sie einige Bunde virtuos gearbeiteter Werkzeuge empfangen,
die, aus der Hand eines geschätzten Spezialisten her\ orgegangen,
111 Kollegenkreisen neidvoll bewundert wurden.
In beinahe zehnjähriger Ehe war ihr die Hantierung nul diesen
einfachen Instrumenten nicht denul geblieben und sie hielt
sich für pfiffig genug, Gelegenheiten auszukundschaften, m denen
ihr diese feinglitdrigen Slahlhaken eine erfolgreiche Verwen-
dung verhießen. Adolph Kapitzki hatte stets auf sein Ansehen
gehalten und deshalb nicht im volkreichen Osten, sondern m
einer gut bürgerlichen Straße gewohnt. Das kam der trauern-
den Witwe nun zugute; denn gleich in der Nachbarschaft, schräg
gegenüber, wohnte ein Filmschauspieler, von dem Amanda aus
Dauernder Fensterbeobachtung wußte daß er seine Wohnung
oft halbe Tage ohne .-Xulsichl ließ. Und eine so wenig gefahr-
volle Betätigung schien ihr das geeignete Probestück /u sein.
.Ms sie vor der Tiir des f'"ilmseliauspieler'~ (.uinn.ii Skolii.n
(Jrclu Guibu spielt in ihrem iwticslcn tilni nul einem dresswi ten Elelanlen
l'il.:l. .ii.-(/.-,i;
stand, hatte sie alle die Ruhe wiedergefunden, die einige
Minuten zuvor, beim Betreten des Hauses, einer flackernden
Anjist gewichen war, Amanda lächelte jjeringschätzig über
zwei protzig eingelassene Sicherheitsschlösser: denen war ihr
Seliger immer gewachsen gewesen. Sic hantelte ein wenig mit
einem seltsam geformten Haken, bis dessen bewegliche Schneb-
ben die Sicherungen erfaßt und zurückgedreht halten, lioch-
aufatmend blieb Frau Kapitzki auf dem Flur der kleinen Woh-
nung stehen: Eine drückende Luft, von Parfümen, Puder und ge-
ringer Lüftung herstammend, legte sich beklemmend auf sie.
Sobald Herr Skolnar filmte, verließ er seine Wohnung früh-
zeitig, um erst in der Nacht oder erst nach Ta.^en zurückzu-
kommen. Amanda fand seine beiden Zimmer in einem Zu-
stand vor, der sie sprachlos machte. Kasten und Schränke
klafften weit und leer, während die Kleidungsstücke über
Tische. Stühle, Bett, Diwan zerstreut lagen und teilweise zer-
knüllt herabhingen. Getragene Wäsche, die aber noch sauber
war, daß ihr Adolf mit einem Wechsel dieser Stücke nicht
hätte kommen dürfen, lag am Boden, und, zierlichen Schlangen
nicht unähnlich, ringelten sich die farbigen Seidenbänder der
Krawatten dazwischen. Halbleere Schnapsflaschen waren von
einer Batterie benutzter Gläser in allen Farben umringt. Und
über all den Dingen lag \\ ie feiner Moder die Asche unzähliger
Zigaretten, deren Stummel bottichartige Aschenbecher bis zum
Rande füllten.
Frau Kapitzki machte einige unsichere Schritte, ängstlich be-
müht, nicht auf die Sachen zu treten, die ihr den Weg ver-
sperrten. Aber dann glitt ihr Blick über die Wände, deren
Tapeten verschwanden unter der Fülle von Kränzen, Schleifen
und unzähligen Photographien, die Gunnar Skolnar in den
mannigfaltigsten Posen darstellten. Bald im Frack oder Sport-
kostüm, bald im Hausanzug oder der farbigen Kostümierung
eines Fürsten aus Exotien. Amanda Kapitzki, die eine eifrige
Kinofreundin war, wußte gleich zu sagen, daß dieses Bild aus
dem ,,Weg zur Sünde", jenes aus den ,, Stunden des Teufels"
und noch ein anderes dem ,, Letzten Abenteuer des Maha-
radschas" entstammte. Herr Gunnar Skolnar sah auch zu schön
aus. Amanda hatte immer für das „Noble" geschwärmt — und
geradezu verliebt blinzelte sie zu einem Bilde, aus dem Herr
Skolnar schmachtend auf sie herabschaute.
Dann aber schlug der guten Witwe das Herz. Da sah man
wieder einmal, wohin es führte, wenn einem Haushalt die zarte
Hand der Frau fehlte — obgleich Amandas Hand nicht gerade
sehr zart war. Sie streifte die Ärmel hoch, nahm einen Putz-
lappen und eine Bürste, öffnete vorsichtig das Fenster und be-
gann mit großem Eifer das Reiniv;ungsw erk. Die Anzüge wur-
den über die Bügel gehängt, die Hosen in den Spannern straff-
gezogen, die Krawatten ordentlich in den Kasten gelegt, die
Hüte gebürstet und die Wäsche aus dem Zimmer entfernt. Dann
schwang Frau Kapitzki in geübter Hand den Staubwedel, fuhr
in die verborgensten Winkel und fegte sauber, was in monate-
langer Frist an Staub und sonstigen Schmutz die Sachen zer-
fressen hatte. Sogar die Schnapsgläser wusch sie rein und
stellte sie sorgfältig in das Büfett. Nachdem sie auf diese Weise
zwei Stunden geschuftet hatte, überblickte sie mit strahlendem
Lächeln ihr Werk, prüfte noch einmal mit tastendem Finger, ob
auch ja kein Stäubchen mehr auf den Gegenständen liege. Aber
sie konnte mit ihrer Arbeit zufrieden sein - - alles blitzte vor
Sauberkeit. Nun erst plötzlich fiel ihr ein, daß ihr Besuch einen
ganz anderen Zweck gehabt habe. Sie entsann sich keiner be-
deutenden Wertgegenstände — nur eine silberne Zigaretten-
schachtel konnte sie nehmen; dann aber steckte sie alle Vor-
räte an Schokolade, Zucker und Wurst in die Taschen, um
wenigstens nicht ganz umsonst gearbeitet zu haben.
Nach zwei Tagen erschien dieses Inserat in allen Blättern:
,, Diejenige Verehrerin meiner Kunst, die während meine"
Abwesenheit mein Heim in so tadellosen Zustand versetzte,
wie ich es überhaupt nicht mehr gevsohnt bin. wird gebeten,
anzugeben, ob sie bereit ist, die SteJle einer Wirtschafterin
bei mir anzutreten. Schokolade, Zucker und Wurst stehen in
ausreichenden Mengen zu ihrer Verfügung, auch wird auf die
Rückgabe des Zigarettenetuis kein Wert gelegt.
Gunnar Skolnar. '
Trotz dieses verlockenden Angebotes erschien die Unbe-
kannte nicht bei dem Filmschauspieler — tags darauf hatte
man Amanda Kapitzki beim Besuch einer anderen Wohnung
erwischt.
Ein Blick über dit neuesten Straßen von Beverly Hills
ROMAN VON HANS SCHULZE
Ä:
/'/. I ,<rt<,-t;.iin''
Jugendliche
Schauspieler
gesucht!
Das Verhör Wallers liatlc im vscsenlln-licii die Bezieliiiiioeii
Kurts zu Evelyn zum Gc!>enstandc. soweit er als sein nächster
Freund davon Kenntnis jjchabl halte.
Waller erklärle mit allem Nachdruck. daÜ es sich seines
Wissens nicht um eine leichtlerti<4e Liebelei, sondern um eine
beidcrseititje tiefe Neiijunä tjehandelt habe, die nach Evelyns
Scheidun;4 unbedin<jl zu einer Ehe führen sollte.
Kurt habe sich bis in die letzte Zeil hinein in einer durch-
aus hoffnungsvollen. z\.\-
kunltsfrohen Stimmung be-
funden, bis mit der Rück-
kelir Karrs aus England eine
vi)lliije Wandluni« seines We-
sens eingetrelen sei. l.r liabe
sich auf tajjelanuen Segel-
bootfahrten anscheinend ab-
sichtlich von aller Welt ab-
geschlossen und ganz den
t-^indruck genuichl, als ob er
linier einem schweren seeli-
schen Uiuck stunde: niemals
vei ihm aber .luch nur im
eiil lerntesten der (.ledanke
gekommen, daß dies der Auf-
laiil zu einer so furchtbaren
lal gewesen sein kniinle.
die zu der sonstigen Denk'-
ui;d Handlungsweise seines
Freundes einen unauslnsch-
lichen Widerspruch bilde und
unbedingt als .Ausfluß einer
piolzliclien geistigen \ er-
wirrlheil angesehen werden
miisse
Nachdem endlich noch ein
SchicßsacInersl.Tndiger über
die technische Seite des Fal-
les gehört worden war.
schloß der Vorsitzende xor-
läufig die Verhandlung und
ordnete eine ^\illagspause an
Kurt wurde in seine llait-
zelle znrucivgebraclil. wah-
rend W ,i I lei' l.\el\n und Loti
nach einer Konditorei in
All-Moabit begleilele.
I.ine jagende Unruhe
brannte ihm im Bliil.
NXohl zehnmal war er in
der zwölften Stunde aus dem
Sitzungssaal zur Turmslralie
hinabgeciit und halle nacii
dem Herrn au-- dem Wil-
helmsgartcn .Ausschau gehallen — Ducii immer wieder war seine
lirwarlung gelauscht worden, und auch der Chauffeur des Karr-
sclicn .Autos, der während der ganzen Zeit vor dem Gerichts-
gebäud« gewartet halle, halle keinen lungen Mann seiner Be-
schreibung in der Umgebung des Portals IIl bemerk!.
IJeii ganzen lag über halte Walter im stillen an das Wunder-
bare geglaubt, das plötzlich wie eine Offenbarung vom Himmel
kommen wurde.
.Als t r letzt aber mil den Karrschcn Damen in dem halb-
dnnklcu Hinlcrzimmcr der kleinen Konditorei saß und die ganze
1 rostlosigkeit der Gegenwart aus ihren vcrhärmlen Gesichtern
zu ihm sprach, da rang sich auch in ihm allmählich die Über-
zeu;.;ung durch, daß all sein Hoffen vergebens und die Groß-
sprechereien jenes unverschämten Burschen nur eine plumpe
Myslilikation gewesen waren.
Evelyn halle den Kopi an Lores Schuller gelehnt und träumte
in dumpfer Benommenheit still vor sich hin.
XVHl.
Als Waller mit Evelyn und Lore gegen drei Uhr zum Ge-
richt zurückkam, halle sich der Andrang des Publikums noch
mehr verstärkt.
Eine Wagenburg von Automobilen hielt bis weit in die Turm-
straße hinein, und im Zuhörerraum herrschte eine solch er-
drückende Fülle, daß sich
der Vorsitzende entschloß.
die Tribünen freizugeben.
Die Sitzung halte mit der
Vernehmung der ärztlichen
Sachverständigen begonnen,
und als erster Guiachter war
Gehcimral Krusius aufge-
rufen worden. in dessen
Sanatorium Kurt Aufnahme
gefunden halle.
In kurzen, knappen Wor-
ten zeichnete der berühmte
Nervenarzt an Hand des
lagesiournals ein klassi-
sches Bild des klinischen
Krankheitsverlaufes und
faßte sein Schlußurteil da-
hin zusammen, daß bei Kurt
ein in ungewöhnlicher Weise
von Sinnestäuschung und
körperlichen llcmmungs-
erscheinungen begleiteter
Dämmerzustand vorgelegen
habe, dessen Ursprung in
der Automobilkalastrophe
und der dadurch bedingten
schweren Erschüllerung des
gesamten Nervensystems zu
suchen sei.
Die strafrechtliche Zu-
rechnungsfähigkeit des An-
geklagten werde selbstver-
ständlich durch die erst
viele Stunden später crlolgU-
Erkrankung nicht beriihri :
eine Auffassung, der sich
auch der Moabiler Gefäng-
nisarzl auf Grund seiner
Beobachlungsergebnisse wäh-
rend der LJntersuchungshafl
in vollem Um lang anschloß.
Der Vorsitzende v\ar ge-
r.ide im Begriff, die Beweis-
aufnahme zu schließen, als
sich der .Anwalt Kurts noch einmal zum Wort meldete.
..Herr Geheimrat Krusius," sagte er. .hat den Beginn des
Dämmerzuslandes mit großer Bcslimmlhcil auf das .Autounglück
Dr. Steinhoffs festgelegt. Ich möchte demgegenüber die Frage
aufwerfen, ob sich nicht auch für den Herrn Sachverständigen
aus der heutigen Verhandlung Momente ergeben haben, nach
denen dieser Zeitpunkt vielleicht früher anzusetzen v\äre. Wie
wir von dem Zeugen v. Prayer gehurt haben, ist Dr, Steinhoff
schon tagelang vorher m seinem ganzen Wesen auffällig ver-
ändert gewesen. berncr wissen wir aus dem eigenen Munde
des Angeklagten, daß er lür gewisse Einzelheiten des angeblichen
Mordes nur eine sehr undeutliche Erinnerung bcsilzl. Da Herr
Dr. Sleinhoff allgemein einen absolut glaubwürdigen Eindruck
gemacht hat, kann diese Lückenhaftigkeit des Gedächtnisses woli!
ohne weiteres als Tatsache unlerslcllt werden' '
Wollen Sic zum Film? Dann
gehen Sie heute Abendineines
der großenKitrotheater Passen
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sich mit Ihren Freunden zu-
sanimen und bilden eineFilm-
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Der Geheimrat strich sich mit der jjepflcjjten Hand über den
graumelierten Spitzbart.
,,Die FraiSe des Herrn Verteidigers ist durchaus berechtigt,
aber ich |(laube, daß ich sie verneinen darf. Gerade die Lücken-
hafliijkcit des Gedächtnisses ist für mich ein Beweis da(Je<!en,
daß der Dämmerzustand bei Dr. Sieinhoff schon zur Zeit der
iat bestanden haben könnte. Denn in diesem Fall würde ein
völliger Erinnerungsausfall für alle Tatumstände vorliegen. Daß
das Gedächtnis des Angeklagten für die jüngste Vergangenheit
überhaupt getrübt ist, erklärt sich zwanglos aus der überstande-
nen Geisteskrankheit. Hierzu kommt, daß sich Dr. Steinhoff in
der kritischen Zeit zweifellos in einer schweren Störung seines
seelischen Gleichgewichtes befunden hat, die gleichfalls das Er-
innerungsvermögen beeinträchtigen dürfte!"
,, Würden Sie danach, wenn Sie einen eigentlichen Dämmer-
zusland ausschließen, die Möglichkeit zugeben, daß die Tat des
Angeklagten vielleicht in einem seelischen. Ausnahmezustand, zum
Beispiel in einem die Zurechnungsfähigkeit beeinträchtigenden
schweren Affektzustande, geschehen sein könnte?"
Der Geheimrat lächelte leise.
,,Das ist natürlich durchaus möglich. Leider fehlen für eine
solche Annahme aber alle greifbaren Unterlagen, da der An-
geklagte den Inhalt und Ablauf seiner Unterredung mit Herrn
Karr ja nur andeutungsweise wiederzugeben vermag!"
Der Verteidiger schlug ein Aktenstück auf und nahm einen
Brief im Umschlag heraus.
„Ich danke Ihnen, Herr Geheimrat," sagte er, ,,und möchte
zu meiner letzten Frage noch ein Beweisstück heranziehen, das
mir erst vorgestern durch d.n Kommissar Brandstetter zu-
gegangen ist. Es ist dies ein Brief, den der Angeklagte noch in
der Mordnacht an Karr geschrieben und nach dem Stempel
zwischen elf und zwölf Uhr nachts in Schlachtensee zur Post
gegeben hat. Herr Brandstetter hat den Brief unlängst bei einer
privaten Haussuchung unter den Papieren Karrs aufgefunden.
Ich stelle ihn dem Gericht zur Verfügung. Vielleicht ergeben
sich aus einer Vernehmung Dr. Steinhoffs über seinen Inhalt
weitere Unterlagen für die Beurteilung seines Geisteszustandes
zur Zeit der Tat!"
Der Vorsitzende hob den Kopf.
,,Der Zeuge Brandstetter ist wohl noch immer nicht im
Hause?" fragte er zu dem wachthabenden Justizwachtmeister
hinüber.
Dann überflog er den Brief und überreichte ihn dem Staats-
anwalt, der ihn nach kurzer Einsichtnahme achselzuckend zu-
rückgab.
„Der Brief ist etwas dunkel gehalten", begann der Vor-
sitzende darauf unter wachsender Spannung des Publikums,
,,und besteht eigentlich nur aus einem einzigen Satz. Der An-
geklagte teilt Herrn Karr darin mit, daß er noch in der Nacht,
das heißt in der Todesnacht Karrs, der nach ihrem gegenseitigen
Abkommen übernommenen Verpflichtung genügen werde."
,,Herr Dr. Stcinl.off," wandte er sich dann mit erhobener
Stimme Kurt zu, ,,das Gericht hat sich nach jeder Richtung hin
bemüht, den seelischen Vorgängen gerecht zu werden, die Sie zu
Ihrer Tat geführt haben. Denn es steht vor einer sehr ernsten
Entscheidung, der Entscheidung über Leben und Tod. Jetzt
taucht auf einmal dieser Brief auf, der auf bisher ganz unbekannte
Beziehungen zwischen Ihnen und dem Ermordeten schließen läßt.
Wollen Sie sich daher in Ihrem eigenen Interesse recht ein-
gehend über ihn äußern, vor allem darüber, welcher Art das
darin erwähnte Abkommen gewesen ist. War dies Abkommen
letzten Endes der Grund für Ihr nächtliches Eindringen in die
Villa Karr und barg sein Inhalt vielleicht so viel Zündstoff, daß
er bei Ihrer damaligen Gemütsverfassung gewissermaßen zwang-
läufig zu einem tätlichen Zusammenstoß mit Karr und damit
zur Katastrophe führen mußte?"
Kurt antwortete lange nicht.
Er fühlte aus der menschlich-gütigen Art des Vorsitzenden
sehr wohl heraus, wie dieser ihm eine goldene Brücke zu bauen,
ihm gleichsam die Antwort in den Mund zu legen und noch im
letzten Augenblick einen Weg zu weisen suchte, auf dem er sich
noch einmal vor dem furchtbarsten Schicksal zu retten vermochte,
l.in einziges erklärendes Wort, und die Anklage brach aus-
einander, und der Mord, zu dessen Schuld er sich bekannt, ward
zu einer Tat der Leidenschaft, einer Tragödie eifersüchtiger Liebe,
die ihn bei der wohlwollenden Stimmung des Gerichts vielleicht
nur ein paar Jahre seiner Freiheit kostete.
Für einen flüchtigen Augenblick regte sich in ihm mit Ur-
gewalt der Selbsterhaltungstrieb.
Draußen lockte der Sommer mit Sonnengold und blauem
Himmel.
Und er war noch so jung und sollte sein junges Leben hin-
geben, ehe er es überhaupt noch recht gelebt halle, das Leben,
zu dem alles empordrängt, das niemand lassen will.
Das Leben?
Wie eine Eisenfaust kra'lte es sich plötzlich um sein Herz.
Er war ja schon längst zu Tode verurteilt, ehe das Gericht
den Spruch jener furchtbaren Nacht wiederholte, in der er sich
selbst aus dem Leben gestrichen, dessen letzte Wochen er sich
nur noch als eine Gnadenfrist erschlichen halle, um die Frau
zu retten, die neben ihm jetzt ihrem Urteil entgegenzitterte.
Wie in einer Vision sah er auf einmal wieder das steinerne
Gesicht Karrs, klang ihm der eherne Ton seiner harten Stimme
im Ohr.
,,Das Schicksal hat gegen Sie entschieden, Herr Doktor! Sie
haben das Spiel verloren — "
Mit einer entschlossenen Bewegung warf er den Kopf zurück.
,,Ich bedauere, Herr Direktor," sagte er dann, ,,daß ich auf
den Brief nicht näher eingehen kann; das darin berührte Ab-
kommen betraf eine rein private Angelegenheit zwischen mir und
Herrn Karr.
Was ich zu sagen gehabt habe, habe ich gesagt.
Verurteilen Sie mich, wie es das Gesetz vorschreibt, aber
quälen Sie mich nicht weiter mit Fragen.
Ich bin am Ende, ich kann nicht mehr!"
Seine Stimme brach.
Der ganze Jammer seines Unglücks erfaßte ihn plötzlich mit
vernichtender Gewalt, und er legte die Hand über die Augen,
um die Tränen nicht sehen zu lassen, denen er nicht mehr
wehren konnte.
Der Vorsitzende blickte in der Runde umher.
,,Sind noch irgendwelche Fragen an die Angeklagten zu
stallen?
Dann er'.>.lärc ich die Beweisaufnahme hiermit für endgültig
geschlossen und erteile dem Herrn Staatsanwalt das Wort zur
Begründung seiner Anklage!"
Schon lange sprach der Staatsanwalt weiter, leidenscliaftlich
bewegt, mit der ganzen Wucht seiner erlesenen Redekunst.
Er ha '.e sich weit über die Lehne seines Sessels vorgebeugt,
daß sich sein Talar wie das Gefieder eines gewalligen Vogels
um ihn bauschte.
Seine schwere Faust schmetterte zuweilen dröhnend auf den
Tisch, wenn er einen Satz seines Plädoyers mit besonderem
Nachdruck unterstrich.
,, Meine Herren Richter," sagte er, ,,ich habe soeben den ver-
derblichen Anteil beleuchtet, den, wie so oft im Leben, auch an
diesem Drama eine Frau gehabt hat.
Das hat der Herr Vorsitzende bereits im Eingang seines Ver-
hörs gebührend unterstrichen, als er die Beziehungen des An-
geklagten zu Frau Karr das Leitmotiv nannte, das in allen
Phasen dieses Geschlechterkampfes immer -von neuem aufklingt.
Um sie ist die Tat geschehen, über die wir heut zu Gericht
sitzen, um ihretwillen vergaß der feinfühlende, vornehme Mann
sich selbst und alle Bindungen von Ehre und Vernunft so weit,
daß er nächtlicherweile in das Haus des verhaßten Gegners
eindrang, um den Raub, den er bereits am Herzen seines Weibes
begangen hatte, nun auch noch mit dem Raube seines Lebens zu
krönen.
Das ist der einfache klare Talbestand, an dem es nichts zu
drehen und zu deuteln gibt: Frau Evelyn Karr trägt weithin
sichtbar die moralische Verantwortung dafür, daß zwei wertvolle
Männer an ihr zugrunde gegangen sind.
Ein anderes freilich ist es, ob ihr auch eine werktätige Mit-
hilfe, eine Anstiftung zu diesem Verbrechen nachgewiesen werden
kann, oder ob es bei ihr nur bei einem Gedankenmord ge-
blieben ist.
Meine Herren Richter!
Ich stehe nicht ai., offen zu erklären, daß die heulige Ver-
handlung den vollen Beweis für eine strafrechtliche Schuld Frau
Karrs nicht erbracht hat.
Frau Evelyn Karr ist wolil schwer belastet, aber sie ist niciil
überführt.
Und doch bleibt sie für mich die wahrhaft Schuldige, denn
c'ie Leidenschaft für sie ist es einzig und allein gewesen, die
Dr. Steinhoff bei seiner Tal die Hand gcfi hrl und ihm Herz und
Sinne verwirrt hat.
Fortsetzung folgt
FRAGEN
die uns erreichten
Anfragen crbillen wir an die Redaktion des „ Fi I m -M a g a z i n ", Berlin SW 68, Zimmerstraße 35-41
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei Manu-
skriptanKeleEcnhciten bitten wir folgendes zu beachten: Jeder Anfrage ist
l.'iickporto beiziifiigen. Jede Einsendung eines Manuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2 — 3 ^cbreibmaschinenseiten
sind zur Einsendung an die Filmindustrie, Regisseure usw-. geeignet. Fijr
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur IJurchscbliige senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
E. E., F r e i t a 1 : Lars ll;in>on filmt .uigonblirklich in I.nnrtoii
..'Ihi' Infiiruu'r" mit J.y.i de l'ntli. (;ii>i;i Ekm.in crroiilii'n Sic in
Mii(klii>lni, lljcjrlhog.-vagcn. Agnes ]'ctiT>cii wohnt Berlin \V, Ivurliir-
steiid.iuim lll.i. Heinrich ticorge KoliiliaM-iibrück bei Berlin. Hacclxc-
.straUi- «. .Mona .M.iris lebt in Beverly-llili-, Hollywood. Kai.. U.S.A.
1, i 1 11 H. .1 US Kiel: Die .M.iri.i in ..Ben Hur ' war Jfetiy Bron.-on.
Rudolf \ .ilcMtino w.ir ll.iliencr. im 7. M.n in f.istell.inet.i geboren. Er
starb im -Vugu.-l ÜIl'H in Amcrik.i und w.ir ;io .{.ihre alt. Er war melirmal.s
gixhiiMlcn. (iriilJpbotos Min dini Kinisil,>r crh.ilten ü>ie sicher noch bei
Rot!. Berlin SW (is. .\U-\;uidrinen>tr,il.!c IKi.
K i I m f r e u n diu 1' u t t i .M., Berlin : Ernst Riiekert filmt noch.
Jenny Jiigo ist keine It.ilienerin. sondern \Vicnerin. .\l:iri.i Jacobini und
.\ngelo Ferrari wurden in Rom geboren. I.ivio l'a\ .inellls Heimat^tadt isl
Bologna. Willy Fritsch ist nicht \crlolpl.
Frida :i ns ],.: J.eidcr köiMien wir Ihnen keine Ratschläge gehen.
Wenden .Sie <icb, bille. unmillelliar .in die Filmgesellsch.ifti'n. Einig"
Adressen: l f.i. Berlin SW hm. KocIistr.ilJe (i-s. N.iiimi.il. Berlin SW IS.
Friedrichs(r;ilJe lo. Ten.i. BiMlin ^^\■ liM. KochsiralJe 7:!. Sie haben rcchl.
die .\us-.ieliieii .luf ein Nurwiirlskomnien sind wirklich sehr gering. J>ci-
Besuch der Filmsehule in .München, SonnensIr.ilJe l.'i. ist zu em|ifelileri.
•liier nicht unliedingt noi" endig. J)er neueste i'ilm mit Ramoii X<pv;irro
lieiUt ..Pflicht und Liehe". Xocli nicht uraufgefiibrt wurde sein F'ilm
..Die l):ime hinterm Vorh.ang''.
L II X II s in ä d e 1 . II ;i n n o v e r : Ralph F'orbes ist in Ciilvcr-fity
Kalifornii'ii, zu erreichen. Malcidm Todd durch Itoy.il -Vir forcc Cluli,
128 Picc.idiUy. I.ondiin W. I. Fred J)i)derlein wohnt Berlin-(_'h.irloltenburg.
Kaiitstr.ilie 120-121, Andre Mattoni ]k'rlin W. .M.irbnrgiT StraLle ;i.
F> 1 f r i e d e S.. J., ii d w i g s h ;i f e n : tirele -Mosbeim ist mit dem
.Sch.iuspieler üskar Homolka vcrheir.ilet, wurde am M. .I.inuar geboren,
wiihnt Berlin W, P,iriser .stralie 27, und spielt augenblicklich in der ,. Ko-
mödie" eine Hauptrolle in dem Stück ..W'.inn kommst du wi<'der?''
AV i e n e r F i 1 m f r e u n diu: Von H.irry J.icdtke erschien kürz-
lich ..l>ie Zirkusiirinzessin" ,iuf dem Spielplan. Kommende l..iedtke-
Filiiie sind: ..i)er Held aller Mädchenträume", ,,Per lustige AVitwer",
,,l)er schw;irzc Domino ", ,.Dic Konkurrenz pl.ilzt '.
V i 1 m f r e n n d i n E r i k .i B.. (i 1 o g a ii : .li-niiy Jiigo Avohiit Ber-
lin AV. Kaiserd:mim 2!t. und h;it ;im 14. .Iiini (ieburtst;ig. (irete .\losheim
hat am 8. Januar (iebiirlstag und wuhnt in Berlin W. I'.iriser Str. 27.
(iret.-i (Jarbo erreichen Sie in t'iih er-( ity. K.ilifornieii. ihr tlcburlst.tg
ist der 17. .\pril. Triiiis van .\.ilten wubnt Berlin W. I.iitherstr.iUe 27. uinl
wurde am 2. .\ugiisl geboren. I,ili;in H.irvey iiml Willy Fritsch sind lui-
verheir.itet. l.ili.in Harvey h;it :im 1«. .I.inu.ir ticliurlslag. Brigitte Helm
:iiii 17. März. R.uiion Novarro wohnt in Jteverly-Hills. Hollywood. K:il..
und h.it am 6. Februar (ieburtstag.
E g o n v o n J n r d .-i n - V e r e h r e r i n .i ii s B.: Egon von Jord.iii
kam über die Sprechhühne zum Film. Viiverhciratet. Ihre .Vlters-
schätziing stimmt Bildwunsch ist vorgemerkt. Seine Wohnung: Berlin
W l.">. I.ictzenhurgcr Stratie 27.
Erna (i.. Dresden: .Sie haben Hire Welle gewonnen: 'Werner
FnettiTcr und Elga Brink spielten die H.iiiptrollen in der ..AVochenend-
lir.-iiit ". F;ig.i Brink wohnt Berlin W .'lO. Prager Str.ilie ,fl. Die neiiesieii
Filme mit Werner l'iietterer sind ..Die Flucht der Delia" und ..Morgi-n-
röte". .Mit I.ili.iii Har\ey spielle er ziis.immen in ..Die keusche Sns.iniie "
lind ..Du sollst Hiebt stehlen".
.M .1 r i ,1 n n e H., I, a ii b an. Ell y J.. AV i c s b a d e ii . .\ n n y S I..
W i e n : l.ili.iii H.irvey und Willy F'ritsdi sind befreundet und sind li.'-
k.inntlieli in vielen Filmen Partner. Von einer (iffentlichen Verlulniiig
ist nichts bek.innt. .\lso ein (Jerücht. v\ie es unzählige gibt. M.in denke
nur an H.irry I.iedtke. bei dem es lieiljt. dalJ er sich von Christ:! Tord.»
«cheiden lassen soll, obglciib beide Kiiiistli-r nicht im entferntesten dar;iii
denken.
T r i o der Carl B a 1 h a u s - V e r e h r c r i n n e ii : Ciirl Ualh;ius
ist niiverheiratet. gibt .\utograinme, ist (in groljer Blumenfreund, treibl
jeden Sport, ist blond und blauäugig, wurde ;im 4. November in Mül-
heim geboren, wohnt Berlin. Flensbiirger Str;ilJe 2.1. bei .V.ilfeld. spielte
kleinere Rollen in verschiedenen Filmen, n. .-i. im ..Alten F'rifz". In dem
1 enen Derussa-Film „Revolte im Erziehungshans" spielt Balhans eine
H.iiiptriille.
F i I m f r e II n d i n Inge. Dresden: Der l'.irtner von T,ili;in
H.irM'v in .,F;ine N.uht in London" bcillt Rubin Irvin. Es gibt einen
Filmsch.inspieler Viggo E.irsen. Er ist Däne und >erlieii,itet. H.ins
l..irseii ist nicht bek.innt.
Robert S., B r a ii n s c Ii w e i g : Es gibt unseres AVissens einen
s( leben F'ilm älteren Datums; der Haii|itdarstellcr darin war (';irl .\iien.
\' e r e h r e r i n Liane II a i d s : Die männlicbe ILiiiptrolle in dem
Film ..Es w;ir einm:il ein treuer Husar" spielte Ernst Riiekert. Aber
nein. Grit H.aid ist nicht die Tochter, sondern die J^cliwcster von Liane
Ha id.
i 1 o n .a R.: AVcrner I'ittsehaii wurde am 21. März gehören und ist
Oktober ^origen Jahres gestorben. F2r w.cr unvcrbeir.ilct und trug scin.'ii
richtigiMi Namen. Bl.iuc .Viigen. ICriist Pittseh.in ist sein Briiiler.
T o d il - S c h « ä r m e r i n , B i e d e r i t z : .M.ilcolm Todd gibt Aulo-
gramnie. ist ein groß"r Blumenfreund, b.it am 17. .Mäiz tiehnrtst.ig und
wohnt in London A\ . 1. 1?8 Piec.idill\ . Riesig nett. Ihre Altersschat/.iing
siinimt ungefähr. Engländer. War kürzlich in der ..Siegerin" mit Olga
Tschechowii zu sehen. Aon im .Vnslande wuhnenden Stars vermitteln
wir keine .\iitogramnie.
H e d i und L i I 1 > :\ u s P f o r z b e i m : AVilhelm Dieterle filmt
nicht wenig. ;iuUerd<'m führt er .uicli sehr häufig Regie. .Sein neuester
Film ist ..Triumph d-'s Lebens". Flinen zweiten F'ilm ..Durchs Branden-
burger Tor" inszeniert er nur.
AV i 1 I y P.. der O s k ,i r ,M .i r i n n - F r e ii ii d .i ii s \' .i r e 1 : Herz-
lichen Dank für ihre liebenswürdigen, anerkennenden W cirte!. t)sk.ir
Marion und H.irry Piel h.ibeii wir .an die fälligen Autogramme erinnerl.
Senden Sie uns, bitte, eine Bildk.irte von Ernst Aerelies und P.iiil Ri( lit-r
und o.-jil AI. pro Krirle In Bri"fiii.irki'n, d.inn wiillen wir Ihnen gern ■ diu
gewünschten Aiitogramine besorgi n. Ob ()sk;ir M.irion einen Diener hat,
wissen wir leider nicht. .\ber Ihre (irüUe h.iben wir dem Künstler be-
stellt. M:iriiin filmt schon seit mehreren J.ihreii. .Seinen ersten groljen
Elfolg hatte er in dem l'f.i-Film ..Der K,im|if um die .Scholle".
D o r . i D.. Halle: Wir betonen michni.ils. d.ill wir .Viitogr.imme
^llll Im Ausl.iiule wcibneuden .Stars nicht \crmiltelM. Bililk.irleii von l'ilm-
sl<'riieii kOnnen Sie nicht durch uns beziehen.
.\ II f m e r k s a m e r Leser in R ii s t r i n g e n : AVir nehmen
Ibiicn Ihre Fr.ige nicht im geringsten iibel. .\ber wir sind wirklich ganz
unschuldig. Lili.an H.irvey iinil Willy Fritsch sind eng befreundet, dm b
\on einer Aerl.ibung wcilj die (»cffentlicbkeit nun einm.il iiichis zu
berichten.
.S e r ,1 p h i II e D., Danzig: Nils .\stlier wurde .•im 17. .I.ini ar in
.M.ilimi geboren. Sein Schniirrb.irt dürfte ..echt" sein. ICr filmt bei der
Aletro-tiold« yn-M.iyer in CiiUer-City. Kiilifornien.
R i c .1 r d a (.'.. W i e s b .i d e n: (ieorge O'Brien filmt in Hollywood.
Heil Alless.iiidro in ..R.imun.i" spielte AV.irner B.ixter
F i 1 m f r <■ 11 n d i n M a leben. Berlin: Den Chopin in dem
franziisisehcii Film ...Abschiedsn.ilzer" spielte Pierre Blancliar. Er ist
durch die Alb:itros-Weiigeroff-Film. 20 nie F^irtiiny, Paris, zu erreichen.
Er ist F'ranzosc und gibt .Vutogramme.
Kurt K., C h ;i r 1 o t t e n b ii r g : Orcia U.-irbos .Vnschrift ist:
.Mctro-Coldwvn-Stiidios. Culver-Cilv. Kalifornien. Fritz Kortner wohnt
Berlin-D.ihlem, .Max-Eyth-Stralie .">.
T e II fei. B i e 1 e f cid: Oskar Marion ist iinvcrheir.itel. Die
neuesten Filme mit Afartin Herzberg sind ..Die .Siebzehnjährigen" und
..Verirrte .lugend". Ihre Allersschätziing stimmt. Ilerzberg gibt Aiito-
gr.inime. Ihre tirülje haben wir .lusgerichtet.
F. i II e 1. o I o s b I n m e a ii s L.: Her P.irtner Liliaii H;irveys in ..ICbe-
ferien" w.ir H.irry H:ilm. Ranion Novarro wohnt in Beverly-Hills. Holly-
wood. Kai. Fr.iiik M.irion filmt in Hollywond und ist nicht mit Oskar
M.irion verw.indt. AVill> F'ritsch ist durch seine l'ilmanfnabinen stark in
Anspruch genommen. Seine Aerlobung mit Lili.in H;ir\cy scheint nur ein
(Jerüeht zu sein.
L i I I y t a . B e r I i n : Iw.in Petrovich ist durch die (ireenli.iiim.
Berlin SW 6M. Koebstralle 61. zu erreichen. Lili.in Har\ey und Willy
I''rilscli sind eng befreundet, .aber nicht verlobt. M,irietl;i Alillner wulinl
Berlin A\ itO. N.ichodstr;iße 2(i.
O. Z.. Köln : Das Ramou Novarro-Biich erlialten Sie durch den
AI,i\ .Mattisson-Verl.ig. Berlin SAV 6«. RitterstralJe 71. Charles Rogers Vilml
in Hollywood, gibt Aufogr.imine iiiid ist iinverbcir.itet. Aiitogniniiiic von
;imcrik.iiiisclien Filmst.irs erh.illen Sie ;im besten durch diese iinmittelb:ir.
\iele wohnen in Be\ crl\ -Hills, maiicbe in Cnlver-City. andere wieder in
I.MS Angeles.
F i I III r .1 t t e 1. AV.. B e r 1 i n : AVilly Fritsch. AVcrner Fiielterer.
l.ili;iii H;ir\ey. Din.i Oriill.i. Dita I'arlo sind .alle unverheiratet und iin-
verlobt. Ricb.ird |{:irtlielmess ist durch First N.ition.al, Biirb.iuU-Holh -
wood, K.il., zu erreichen. Betty Amann wohnt Heilin AV, Diiislnirger
Str.ilJe Ifi. Ernst A'erebes BerliiiAV, Einser Str.ilJe 16, Margarete Si'hlegel
Berlin AV, B.illeiistedier Stra'Je 16,i. Hilde Al.iroff spielte n. :i. in fol-
genden Filmen: ..Schwester A'cronik.i". ..Freiwild", ,,Ossi hat die Hosen
an", ,.Hell in Fraiieiisee".
(; e r d a AV., S ji a n d ;i ii : (iiist.iv Fröhliih wohnt Berlin-AVeslend,
Kurländer .\llee 1.
!•:. K.. Berlin : A\'endcn Sie sich, bitte, an die Vfa. Berlin SW ns,
Kocbstralle 6— H. ;iii die N.itional. Berlin SW J.s. F'riedricbstr:ine 10. ,iii
die Terra. Berlin SW 6X, Kochstralie 7:!, an die .V.ifa, Berlin SW 18,
Friedriehstralie 223.
I{ i t .1 , M .1 r i .1 1' ;i II .1 1 0 r - \' c r i- Ii r c i- i ii . il a I I <■ : Kit- Auln-
iiiiiniiici' \i>ii M.iii.i l'ünTiliMs Waf^tMi kiiiiiM'ii wir lliiirii li'iilfr nicht s.i;;! ii.
M.iiia I'.iikIIit liest alli- Hiii-t'e seihst, llilil.i K'uscji wiinle .-iiii L'J. Sep-
ii'iiilier in S|iitt;;:iil nelmicii. Sie ist mit eiiieiu Nirht-Kiinsller VCT-
liiiiatet. Kl'" .\iil<>i;i':iiiiiiie. ist eiiii> ^tciUi- Mliiiiieiilieiiiiiliii iiiiil isf im
l.clic'ii ;;eii m sd >\ iii|>.'iilii>eli wie in iliien Kiliiien. Sie >pi(lie liis jelzl
111 folireiiilen SliiiUen: ..Der riiiil>er\vinillielie" < l.nei.nnn Allieitiiii'. ..D.is
•spiel mit iIim" l.ielie" (H.inv I.icdikc). ..Hie ZirUiisiniii/.esvjn- ll.iiij
l.iedtke). lliv iieiiesler Film ist ..Teiii)Mi-'reiiipM- mit .\lliei liiii. Biielier
iilier Hilila lioseli linil .Marl;i I':ili>llei' uil>t es iiiclit.
K r i k n K.. (,' h .i r I o t t i- n li ii r «; : l.anr.i l.i IM.inles I'artner in
..Solcl.iicnlelieii. ilas lieilJt liistiü' >eiii!- tieilJt .loliii llarnm. l'aiil Ifieliler
uoliiit Heiliii \V. 'r.iiieiitzienstr.ilJe Id. Kr ;;ilit Viilnyr.imme. .I.nk 'I rev.ir
ir.ml seinen lirlilitren .N.inien J'ieil Diiderlein «ulinl Hcilin-t'li.irlidlen-
hiiij;-. K.intsir.iLie li'li/]21.
U r e s 1 ,1 II e r K I i in ni )• r I r i l / e : M.iiy l'arker ist -u iniiü:. \> ie
sie .iiissielit. Wenn Sie einen Kilmsl.ir nm ein .\ nld^r.i iniii liitleii. so
ii.iisx'M Sie seine Hildk.irle und .idressiiTles. l'iMiiUii lies Kiiekkin eil ein
le;;en. Sie können liei der Ailiess). iIcmi Kiiiistlei n.imen inliin' liennl/.en.
linde l.ie-ke tritt jeden .\l)end im Cidljen Sdiaiispielli.i iise ii: ..J)i r lielie
Aiinnslin' .iiif, .\iina M.iy Won^- Kasiieit in l.ondini. .\l.id.v (liri^tiaiis
«idiiit Herlin-Cliailoüeiibiiij;. Hisin iickslr.ilie (iT. Willy Klitsch ItiMlin W.
K.iiseiil.imm !!."). l.issy .\ina Heiliii W !t. J.ind.ini'r sii-.ilJc (1. Kelly Aniaiin
lieiiin W. |)iiis|iiir;;er StraUe 1(1.
\ n t o ^ 1 .1 in in j ;i p: e V i II I. i e » <■ t eh.. Soli n n e n : Den Kurt
M.n Holstein in .Veiiirlt .In;;iMid- -piellc U ilf \ on (iolh. VW uolint üerlin
>\\ 11. Il.illesilies I Ter J.>. k.ini \ on der Spi'echlMihne /nin Film und
spielli' II. .1. in dem lla-Kilin ..Vom Täler telill jede Spur". Ainold llasen-
I lexer «ohnl Herlin-Cli.irlotteiriniri;-. D.ihlm.i niistr. 1(1. Kr lileiht In'im
lilm. \\ Criier l-'nettercr und Willy I'ritsch f;clien AnloKr.imMie. I'ri-d Solm
vvnnle .im .'i'. .I.aiinar in l'i.inkVnrt i. -\l. mdoni'n. i~t nm ei heii.ilei. ^ilit
Vnlo^iainiiie und lilinl nnler di'in N.imi'ii Ifulierl Cisilc in l|o|l\\\ood.
Kalironiien.
Kllen .1 .1 c k V ö r : .lack 'Irmors N'.inie ist ..erhf. Oh So' d.is
Viito;;r.iinin von Imiii l'etrovich noch erh.ilten werden, kiinnen wir Ihnen
leider .iinli nicht sasjeii. Hitteii Sie ihn zum dritteiiin;il. vielleicht li.ihen
" ie d.'inii KrI'oli;!
K .1 z i a It o \ e r t : Sidli-lv er.ständlich j;iht es .-iiich eine ^roUe Ifeilie
von l'iliiist.irs. die liiilier nie etwas mit Hiiline und l'ilni zu Ina halten,
du- \k;ideiiiiker. >>^fiziere. It.inkhe.imti' oder K.inl'lente w.aren. und unter
den Di\.is (iilil es viele, die fnilier K r.iiiUeii^rhw estern. Krzielieriniien oili'r
Sekret.iiiniien uewesen siml. M.iriett.i Millm-r i^t mir heim l'ilni. In
l.eipzii;- wurde ii. .1. .Ml'red .\hel n'"horeii. Die .Vnssichtcii. erfolgreiche
l-ilinstars zn werden, sind für die männlichen .\spiranten uenaii so -.jeriii;;
\\ le für die weililiclien.
T. i I I y K., .s t e t t i 11 : AVI.idimir (iaidarow wurde .'im J«. .Inli in
l'olt.iw.i (tehoreii. Kr li.il seliw.irzes H.i.ir und scliw.irze .\iif;<'n. .Mit iler
inssiscln'ii Schaiispiiderin" Ols;;! (izowsk.ija \ crheir.atet. keine Kinder.
II i I d e •; .i r d M.. N e n k ö I I ii : .M.idy Cliristi.ins h.it ,im l!l. .Linnar
(IchiMtsta;;' und j;iht .\iitOKr.i iiiiiie.
II :i 11 s H., .\ I t o n a : Wir veröffentlichen nur lüldiT von promineii-
leii Kilmst.irs. nicht .ins iinseri'm Leserkreise. Iler l"ilnis(h.iiis|iielerhei iif
li.it nur weiiiK .Xiissichlen. Im .illueiiieineii li.ilien l.;iien nicht ZntritI
zu Afidiers, •^en.iii wie man .inch .indere I. eilte lii'i ihrer .\rheit nicht
»Kireii darf. .lawolil, einen l'ilni: ..Auf der Keeperhalin ii.ichts um halli
eins- tiilil es: Kildie l'olo spielt die ll.iuptrolle.
I NI r e i; a cl .-i y - \' e r i' h i e r i n W. x . /,. .i u > 15 r e in e ii : Inire
i;.id.ij svurde in l'nuarn ^cehori'ii. Kr h:it dunkles Haar und ilunkle .\ir:ren.
I'in erlieir:itet. Seine l.ielilinK>hliiinen sind Kosen. Die Kricmhild in den
..Niheliillden" spielte M.-m ;;:irete .Schon. H.ifren \> ,ir ll.iiis .\d.illiert von
Srhlettow. Klzel ^pieiie Hiidolf K lein-ltosKC Hnmliild w.ir ll.inn.i ü.ilpli.
(iiiiitlier w.ir 'llieodor l.oo.-. ileii l!iidi;;er spielie Itndolf lijitner.
K ä t e H.. K o n i ^ s h e r •.; : Iwin .Mosjukin wohnt Ueiliu \\ , Kiir-
fürslend.iiniif JO.'i.
'1' Il e :i \'.. II ;i n 11 o \ er: ll.in> Ad.ilhert von Schlelto« «ohni Her-
linOlT. (irolie rrankfnrler Sir.ilje I. ist mit einer früheren Sch.insiiieleriii
\ erheir.ilet nnil ;iilit Antojjrammi-. Ihr Hrief is| an den Kiin~ller weiter-
neleitet. Schlelto« li.it dunkles ll.iar iiud p:r.iiil>r.i iiiie \ii;;i'n. Seine
neuolen l'ilme sind ..Di.iiic. die ( iesrliichle einer l'.n iscriii" und ...\l.i-
doniia oder Dirne'.
K. K., I' e i s k reis r |i .i m : Diii.i (ir.ill.i «ohiil lici liii W . Speyerer
sir.ilJe _':;. ist seit einiger Zeit Witwe. •;ilit .\nio>;r.iniiiie und ist iiii^cf.ihr
iliei .l.ihre heim l-'ilin. Ihr neuester Kilni ist ..Kiii kleiner \iiisclinl.; .iiif
die Selit;keif. Dit.i l'.irlo ist iiiiv erheir.ilet und ijiht A uloi;r.ininie.
K i 1 111 f r e 11 II d i n I. 15. .ins l( e r 1 i n : (Hiiin.ir 'rolnacs ist iiiner-
heir.Ui't. jiilit .\iilOKr.iiniue und h.it dunkles ll.i.ir und si.ilijhlaue Alleen.
Kariiia Hell ist elieiif:ills ledi^ und h.it hr.inne Auüeii und hloiules ll.i.ir.
T" o 111 .\l i x - \' e r e h r c r .i ii s 1) r <■ s d e n: 'l'om Ali\ ist \ erheir.ite!.
Irä^t unseres W issi'iis einen Külistlern.imen und ist r.u erreichen durch
I'ox-Sindios, lini \\estern -\\e.. lloUvuood. .sie Uöniien ileuisch ;iii ilm
schreihen.
K il 11 .1 r il -\l.. S .1 .1 r h r n c k 1- n : (Iret.i li.irho ist durch die .Meli.i-
(Joldw > n-sindios. ('iil\ er-('ity. K.ilifornien. zu erreii-hen. .sie li.it :iiii
IT. .\pril (Jehurtstay:. s|iriclit i;ehroclien dcnlscli. Ihr neuester l'ilm isi
..Krici;- im Dnnkelir'. .I.iwohl. es ist ;;est.ittet. .in Kilinsl.irs zu sdireilieii.
Die \nlH orten im ..l'iliii-AI:i!;;izin ' sind kostenlos.
\l .1 r ü: o t s t.. X e n k ii I I n : .\li.i .May h.it MMschiedene l'iliii-
inpehoie ah-ielehnt. weil ihr ilie Manuskripte nicht ziisaiiicii. Sn- filmi
nur d.iiin wieder, wenn die Itolle für sie ii.iUl.
(' .1 111 i I I .1 If o r n - S c h w ä r m e r i ii : Cainill.i tlorii ist ilurcli die
Ciiited .\rtists. ?:!()() .s.iuta .Moiiic.i-HiMile\ ard. >lolly vvood, K.il., zu er-
reichen. Ihr neuester Kiliii ist ..Der Kimis- iler Keriiin.a" mit .lohn H.irr.x-
nioie. |{rii;itte Helms neue l'ünn- lieiUeii: ..Die wiinderh.ire l.üf?e der
Niu.i retrowu.i" und ..Minolcscu'. I.ili.in H.ir\ey .irheilet .'iiiKeuhlicklich
im ..Modell x oiii .\loiil|i.i ni.isse'. I'elicit.is M.ilteii woliiit Herlin-Il.ileiisee.
.Neslorsti.iüe .i.>. und spielie knizlich eine ll.iiipli olle In dem l'ilni ..'Hine-
liuch einer Kidiolte". Käthe Dorsch wohnt lierlin-I.iclitei fehle. Dr.ike-
strnlJe s|. lOvrlyn Holl Hci liii-t harlolteiilinr!;-. Schillerstrano IJI. .l:iwolil.
alle rilmscli.iuspieleriiiuen nehen .\ ntoiir.iinine.
K 1 n s t i; ii c k e r f - V e r e h r e r i n Ol ^ i W.. H .i iii h n i ^- : Krnsi
liiickeit woliiii Merlin s\\ u, H.illesche -Sir.iUe l.i. Wir werden ihn !;erii
.111 die fälli;;'eii .\iitoi;'r.'iniine erinnern, eiii)if(dilen .iher. riihi^ zum dritten-
mal an den Künstler zu schreihen. Kr ist ühriftens sehr viel auf Cisl-
spielrj-isen. I.ili.in H.irvey und Willy l'rits<-li sind iinverheir.itet. i).iry
lloliii trä<;t einen Küiistlern;iineii.
I' o I I y H.. It r e m e n : IC;jon von .lord.iii filmt muh. Victor V.irconi
ist noch nicht in Herlin. ( h.irles V.inid spielte den X.ipoleon in ..W.iter-
loo". Kr ist I'r.inzose und leht in l'.iiis. liildw iiiiscli ist vorncmerkt.
Kill neuer l'ilni mit Henry .Stuart ist noch nicht .iii>;cküiidij;t. .stn.in
w.ir kürzlich in Uerlin .inf der Sprechhühne Im ..Kn^-Iischeii Thciter"
zu sehen, (iritf.i l.ev wohnt Merlin W, Düssehlorrer str.iUe IJ. M.ircell.i
.Mhaiii Merlin W. IViulshorner Siralie Ki.
Belly Aniann und Gustav Fröhlich gaben in Frankhirt am Main Atilogramnic
l'liot. IIa
BS g**
Knie von Nagy
als „MascoHchen"
11 ,'rlf II ;// ^Inuhtro
ITi: Uli-:-,--: 1 tri,:::
.ll,.^,i u ,.■,.,,• y.
\\ II I f •^ a n f; (;.. 1) r c s «1 o ti : J>i'ii J,aii-ii i>l diT Zuliilt zu den
Filiii.itclii'is mir in Aiisii;iliiiicl"älh'ii fjcstatict. SoU-lic ücmkIii" slöri'ii die
Kiltiilciiti' — lM•t;■l■l•ifli(•l>(•l■^v(•i^(■ — Lei der Arlicit. Cliarlii- C'liapliii niaclil
im ill^i'nu-iiii'n nur ciiicii l"iliii im Jahr, kc'"'"' " i"' ^ i<'l<' aiidi'rc! Iifriilimlc
Kilm-Ici HC. .\iis diesem (iriiiide .'■ielit Jiiaii ihn .~u sflti'li. .Sein iKMicstor
l'ilm lieilit ..Lieht in di'r St.iilf.
(i e r m .1 r li — h ;;■ : Holiiu lr\iii U'ht in i.nndim. Krie H.irelay in
Paris. Heide Kiin>ller f;eben A nlii;;ramme. Fred Diiderleiu «cihiil IJerlin-
Clwuliillenliiir);. KanIsIr.-iUe Un/l-l, ist nn\ erheir.-ilel und liat .■im :.'l. Ajiril
(ieluirlst.it;-. Spielte .lUeli die 'rileliiilje in dem J-"ilm ..Hell in Frauensei'".
(lilil .\iitonr,iiiime. I'hiilos von l"ilin>t;irs heziehen .Sie .im liesten diireli
den -M.ix .M.illissiin-VerlaK, Herliii S\V (;«. Hilterstralie 71.
I> i 1 .1 W.. H r <• 111 e n : (Juiinar Tidnaes i^t ansenhlieklieh niehl in
Herlin. Mindern in Skandinavien. Kr wild aher im .(iini wieder hier
lilmi'ii. I.v.i .M.ir.i i>t mit Friedrieli /eliiik. Wilhelm Jüelerli' mit (li.ir-
liille, il.i;;enhni(li verheir.itet.
1, i .1 n e H .i i d - V e r e h r e i i n . (J i e II e n : l.i.iiie lliiiil ist mitlel-
«ruIJ. Ii.il diinkelliratiiie .Viit;eii und rniljr.iiiiies ll.i.ir. w.ir friiher mit dem
Seli.iiis))ii-Ier Kurien Kliipfer \ erlieir.itel und ist jetzt mit li.iniii llajiiierle
\eiiiialilr. li.il keine Kinder. Isi niifiefälir .lelit .l:ilire lii'im Film und
«iirde liek.iiinl diireli fdlnendi- Filme: .. Per Kdin.in eines Diiiislmädehens-.
,.l..id> ll.iniiltoir-. ..laikrezi.i Unrfii.-i". ..Sehl.ij;ende Weller". Ihr iieiiesler
Filii: lieiUl ..S. (). .s.. Sehit'f in Xnl". (ieliiireii am 1(1. .\iiKiist in Wien.
Cril ll.iid ist ihre Schwester. Die 'rilelnille der ..Fr.iii Sur^c- spielic die
Amerik.iiierin .M.iry Carr. .I.iwiihl. der männliche H.iiipld.irsteller in
diesem Film w.ir Wilhelm Hielerle. .M.idy Christian.'» widiiit Herlin-t Ii.ar-
liifleiiliiir;;. UiMii.irrkslraüe (i7. liat am l!l. .I.inii.ir Celini l-l.is und liebt
alli' Kliimen. Ihr nenesier Film: ..D.is breiinende JU-iz'.
F'. K. H.. S 0 n n e b e r j;- : Rudolf
W.iller-Feiii erreichen sie durch dio
Aaf.i. Herlin SW |S. Friedriclistr. i'i':!.
(ierli.-ird l.:impreclil und Carl Bnese
iliireh die X.ition.il. Herlin SW |S. Fried-
richslr.ilJe lU. .Ii;e .\I.iv. I l,inn> Sehw -.r/,
lind Wilhelm 'riiiidc ilnrcli die IIa. Her-
lin SW its. Koihslr.ilJe ti-«. Fritz I.-iii^
durch Fril/, I..iii;i-Filni. Herlin S^' tf',
l'riedriehslr.iMe Ji'l.
K 11 I h c h e 11 . Herlin: T.ili.in
H;ir\e.\ und W ill.v Fi il^ili sind ledi^;.
Ks hielJ in l-'ilmkreisen, d.'ilJ sie sieh
M'rlolil liälleu. I.ieu |)e,\ ers isl iliucli
die Peiilsche FniviMs.il. Herlin A\' ^<.
M.iiiersiralle .si'. /.n erreieheii. Wir wer-
den W.illcr IMI.i Kern .in d.i^ Au'n
;;i.imm erinnern, empfehlen .iber. is
lieber selbst noch eiiim.il zu Um.
(i I H r i a : (ireta (i.irho ist wieder
n.ieli ( iih er - (ii.v. K:il.. ziiiiieksereisi
iiinl be;;iiiiit dorl mit einem neuen
l'iliii. Die Künstlerin isl Sehuediii und
bediel Tsclit ,ils siilehe .iiich die norwe-
üiselie und diiuisehe Spr.iehe: Deutsch.
Knyii^cli und Fran/iisi^cli spriclil sie
;;i-bioelieii. Sie isl nirlil iiiil .lohn (iil-
liei I verlieir.ilel. F.rnsl. ( iemlilsliefe mit
einem leisen llann' zur Sihwermiil sind
(irundzü;:!' des sk.indin.i \ isclieu \'olkes.
Ciel.'i «;;ii Im isl und lileibi .'iiicli in A
iik.'i immer die N<iiill;iiideriii.
K II r I (!.. AN' i 1 r s ,| ,, ,■ f: ]•:< i>(
.1111 /» eckiiiäUifislen. wi-iiu Sj.. >ie|i iiii-
millelli.ir .111 die Film.üesellsch.i l'leu \\e:i.
den. Scliieilieii Sie. nncli blosser, sielleii
Sie sich pcrsiiulich \ or und zeif;eu Sie
den l'ünileiiieii Ihre l'hiilos.
H .1 li > I... H e 1 I i n : Wir veiiirfeiil-
liclieii nur Hilili'i' \nii •.nlclii'H Si.ns, die
111 Ib'Uiselil.'inil oder im AiisLiiul Iü'-
scliärii;;l sjiiil. Dil' beiden Hildk.irleii sind
Ihnen inz«isilieu wieder zii^ienaii^eu.
H 1 1 - 1 M e W .. \ II - s li 11 r - : Kli-
salieih Heryiier ist uiu erlieir.itel iiiil
liäll sieh :imi('iiblii'Ulieli in der .Schweiz
.Ulf. Kill neuer Film mit ihr ist noch
iiielit :i ii^eKiiiidi;;t. Sie i^l .-tiich im Fii
i.'illtdieu sehr lielieiisu uidi:;-. Hii^ili"
Helm h.it .1111 17. .M.irz (iidiurlslaj;. Sie
ist in Herlin. Kiii .Jfiicli «ilit es nii lil
iiber sie.
K. IV, \ I I u 11 .1 : Wilhelm Hielerle liesi und offiii I .-ill
selli^l. Wir \M'iileii ihn .lu das .Viiio^r.'imm erinnern.
W e 1 II e r K.. H e r I i n : Hie männliihe ll.iiiptrolli' in ..Klire deine
Muller- -pielle W.iller Hilla. Die 'rilelrolle in ..Fr:iiieiiarzl Dr. Schäfer'
«Mide \ou Ix.iii l'elroN ich d;n ;;esielll.
K I « .1 s (• h.. H ]■ .1 u II s c h w eis;: Wl.idimir (iaidarow wohnt Her-
liii-ll.ili n-ee. .lo.iehim-l'ricdrieh-Siralie .'kI. ist mil der nis.sisehcn Seli.in
Spielerin ()li;-.i ( izo« sk;i j.i \ erlieir.ili 1. ;;ibt Anlo^r.i iiinie. kehrte kiirzlich
\'in einer C.isispielreise duridi .lu:;iisl.iw ieii zurück. Irin jetzt mil seiner
(■.iltin im ..Kleinen 'riie.'itei" in Herlin auf und wird .iilch li.ild wieder
III einem neuen l"iliii zu selien sein.
K r i e li .1.. Meerane: Sie li.ibeii ri'clil. I.ili.in llarvey und Willy
1'rilseli sind lief reiiiidel. Von einer \ crlobiinn- weiU die (leffnillichkeit
liiellls /ii lierichlell.
1' i M a I'.. Herlin W: ClLirly Cli.iidiii h.il .im Ifi, .\pril. M.iry
l'ickford .1111 IS. April, Dou;;l.is F.iirbanks .im i':t. .\l,ii (Jebiirlsl.in'. Sie
kiinuen .in Fairbanks deutsch schreiben. Er bleibt beim Film. Aorläiifi^;
komiiil er nicht ii.icli Kiirupa. Die im ..Kiliii-.\l.i;r.iziii" erschieiioneii Hil-
ili'i- \ oll Filiusl.irs kiiniieii .sie \ on uns iiiilil beziehen.
1. i I o M.. H r e s I .1 II : Klis.ibelli Herfiiier wurde in Wien s'idioreu,
Iräul ihren richtisicii N;inieii. nilit .\iilii«r.iuiuie iiiid «oliiil Herlin-Dalileni.
Farad.iy we;;- l.'i. li.iinoii Xov.irro wohin in He\ erlj -Hills. HolK woiid.
K.il.. -ibi .\uloy;r.imiue. bleibi selbst\ crsläiidlich .auch beim l'ilio. Ii.it
.-,111 li. Felini.ir Ccbiirlsla;;-. Sie kiinuen ileiitsch au ihn sihreiben.
Alfred H.. Herlin: Hebe J);ini<ds ist durch die .Mctro-tJoldw vn-
M.ivcr-siudios. ( iilver-t ity. K:ilifnrnien. zu errcielien. Sie hat ;im II. .1.1 -
Mi.ir Celiiirtst.i;;. ist mit Heu Lyon vorhdil niiil n'ibt .\ii|o(;r:imuie. Sic
spielle 11. .1. in fol;;-eiideii Kiliiien: ..Soiuirita". ...Miciiieuer in Taris",
..Die 'l'ochler des Scheichs", .Eins - zwei - drei - lo.«/'
H e i n z s (., Z e 11 I e n d o r f : Douglas F'.iirb.iiiks w idinl in Hevorlv-
HilU. Hollywood. K.il. Er bleib! beim Film. MoKlieh. d.ilJ er Hineu.
wenn Sie d.'iriim liitlen. ein Hild schenkl.
Dr. Fediir W .. Herlin: Feber Iris (;r;iy küiinen wir Hiiieii
leider kcilio näheren .\1 illcilnu-cn m.nheii. d.i sie nicht bok.'innl isl.
K»— ■.'—.- , -,. ..^ ,... _ ,:i i
^eine Hriefe
.1 o .1 c Ii 1 m - E r 11 s I 1... H e r 1 i ii : Es isl für den l-aieii iiiisi'-
lieiier schwer, im Film festen Fiili zu fassen. Wenn Sie erlauben, wirk-
liili miniisihes 'J'.ilent zu liabeii. So müssen Sie mit ^roUer .\iisd;iuer
immer «eiler kämpfen, wie es alle Filmkiinstler nel.iii haben und noch
immer tun. Aber priifen Sie sich Mirlier genau! Es ist nicht jeder ein
t^eboreiier l'ilmsl.ir. der Kiit.-nissieht und etwas N";ich;ihiiiun;;s|.i|(.nt h.il.
.\ s 1 .1 I,.. 1) r e s d e 11 r' J)ie iienesten Filme mil Werner Fiieltcrer
sind ..Die Flucht der Deli;i ■ nud ..Mors^cnriilc'. l>ie wcililiche H.iiipl-
lolle in ..Hoheit tanzt \\alzer' spielte (laire Kommer. Vera Vorouina
wohnt Herlin-Wilmcrsilorf. t'hl.indstraLie M.
F i I 111 f r e ii n d K. .M. :i ii .s ]l a m b ii r u : (luiiu:ir 'roliiaes ^ibl
\uliit;raniiiie. Ii;it am 7. J)ezeniber (icdiurlslaj-' und ist iinvcrhoiratel.
XHIIoii Sills ist mit Doris Kenyon verliPir;itel.
Hertha K.. Krefeld : Hi-sclireibuiiften mmi den {rt'"n'>'itpn Eil-
meii erh.illeii Sie iidcli durch den IHüstrierlcn Filmknrier. Herlin A\ !',
Kblhcncr Str.ilJe :!7. I>as Einzelheft kostet (1.2(1 M.
.1 II II n e r (■ .1 111 i I I :i H o r ii - \' e r e li r e r i u H.: (.iniill;) Horii isl ein
si.ir der Fiiiteil Artisis und durch diese Firma. 7l'(KI .Saiit.i ilonie.i-UouIe-
x.ird. Holl.\wood. K.il.. zu erreichen. Sie ist mit einem deiilseheu (iroU-
k.iiifiiLinn \ erlieiialel und wurde in Fr;inkfiirt a. M.iiii trcborcn. sie i-t
eine ;;rolJi' Hlumeufreiiiidin. Siiielte liis jetzt u. .1. in foltiemlen Filmen:
..l'.iusf. ...Iu;;eiidr.ius( h", ..Der fnihliehe W'eiubcr;;', ..Wetlerleiichteir'
(..Der rote Stiirni"'. Hir neuester Film i-1 ..Der Küiii;; der Herniiia" nul
■lohn Harryniore .als l'arlner. Sie ^jibt Anto;;r.iinme.
Karl Heinz I'.. O p p e I ii : Evelyn Holt li.if ;im :!. Oktober Ce-
biirlslafj. üibt Aiito;;r.imine. wobiit Mäiidii; in Berlin und siiriclif :nic1i -
l.i^t not le.ast — fließend Fr.inzösisch. Hir iiouester Film ist ..Verbrechen"
I Der .M:iiiil mit dem l.aubfroscli i. lau Hiich iibiM' sie jiibt es nicht.
A\' i 1 h e 1 m S c h.. S I ii I t ^ a r l :
AVenii Sie das ..Filtn-AIasazin " Hiebt
erli:ilten li.iben. so ist es .im besten. Sic
rekhiniieren bei der l'ost. Kili:in Har-
Acys l'.irtncr im ..Modell vom Aloni-
parn.isse" sind Isi) Sy;ii und H.irry
H.ilni. Kiane H.iijs neuester F'ilm ist
..S () S. Schiff in Xot ". Hilda Koseli
ist mit Xiclit-Kiiiisller verheir;itei. Sie
wurde in StnltK.arl (tcboren. Friedrich
Zelnik ist noch nicht iii Herlin, Man
uiilerscheidct in der Komp;irserie sol-
che Komparsen, die in Masseiiszeneu
mil« ii kell, nud die sogenannten Edd-
Uomp.irseii. die schon vor scIiwieriKP
ViifKaben ucslellt werilen. sie Ireteri
für Sekunden einzeln vor die K.imera.
Iiiiii;;eii lU'r Div.i oder dem männliebeii
.St.ir irK'pndeine Meldiin;; usw., kurz,
sie füllen das Hild aus.
R ;i m (1 II X o v ;i r r o - V e r e )i r e -
r i 11 . 1) r o s d e 11 : .Sie kiinuen .lU
l{:inion Xiiv:irro riihij; deutsch schrei-
bi'ii. .l.'iwolil. er ist einer der schöiisien
Männer der Well. Elisabi'tli BerK'ior isi
noch 11111(1'.
li u d r u II '1' h.. (i II b e n: Kiir l,;iien
i.-l CS sehr -cliwer. ein Kilnunaniiskripi
zu verk.iiiVen. Am zweckmäUiasleu ist
e-, wenn Sie Ihr Siijct ii'— :i Schreib-
mascliinenseileii) au die dr.i m.iliir;;ischcii
\lilciliiiii;'eii verschiedener Filiiii;c«cll-
«ch.ifteii senden.
E 1 11 s I Stahl- .\ a c h b .i ii r - \ e r-
c h r e r i n JI i I d e . V. I b e i f cid:
l'änsf Stalil - X.ichb.-inr ist m>ii C.irol.i
l'oelle {rpscliiedeu. «ibt .VnlOKr.imme.
iräut si.iiien riililiyen X.imeii und h.il
unseres A\ i>«eiis •;l.iiie .\ufriMi.
I.ieu De y e r s - .s c h w ä r in e r i ii:
l.ieii Deyers ist unverheiratet, lu .\m-
sierdam jicboren. Die Außeii;iufiialinieii
IM dem Film ..IMe Heilis;i- und ihr .V.irr'
wurden in Il.ilien Kcdrclil. die liineii-
szenen im Fifa-Alclier. Berliii-Halensee.
CicerosIr.ilJe. Hamon Xinarro ist ledi;;
und sribi .Viilo^i :iiuiiie. (irel.i (i.irlio i^l
wieder n.icli ( iilxer - Cilv . K.ilifornieii.
zuriickuckcliri und liefiinnl dort mil den
.\iifiialiiiieii ihres neuen Films. Hire Lieb-
liujisbliimen sind Hosen.
I' 1 .1 II I, e II i W . I' r :i n k f ii r I - .\l .i i u : Dciie .Morel wunli' .im
17. .I.inu.ir in Kn;;l.iiid .als Soim eiiu's liek.innlen Diplomaten •;eboreii.
Fr w.ir ein cifol^reicbcr Sporlsni.inn nml spielte in London Tbcilei.
Später wurde er Min dem Kesisseiir (Jr;ih;nn Ciilts für den Film ent-
deckt. Kr si.iili Ende Mirifieii .l.ilire« an einer HlutverniftiiiiK- .\ußer
in ..Hilller Klosieriuauern" spielte er noch im ...M.'iri|iiis d'Eon" die männ-
liche H.inpirolle. Ein Hncli jiibi es nicht über ilin. Er w;ir verheir.itei.
Hilder des Küiisileis kiinneii Si(. noch von seiner (iailiii. Berlin AV .'lO.
rjiuenlzieiislr.iLie i'd. erhalten.
F i I 111 f r e u ii diu. (t b e r - V. h e i n : Iw.iii l'etrovich wurde .im
:ll. Dezember in Hud.ipesl geboren, ist .aber -erbi^clier St.ials;iiinehöri:;-
ki;il. Er w.ir früher lii(;eiiieiii'. ikiiiii Operctlenbonv iv .iiii in Hud.ipesi und
im Krie;;e H iisarenoff izier. Er wurde von .Mich.iel Keriesz vor ti .l.'ilireii
fiir den Film enldeidvl. H.'irry l.iedtke w.ir zuerst mit der Scli.ins|iieleriii
i'roft und d.iiin mit Käthe Dorsch \erheiralet. .letzt isl er mit Dr. t'hrisi.i
Torily Ncrniähll.
F" i I 111 - 1. y. .'ins E s s e u : Käthe von N':i^ys neuester F'ilm heißi
...Mascoltchen ". In Arbeil: ..l!e\olle im .liinjrseselleiiheiin". Ihre .\llers-
scliälziliif;' .-liliimt. (irele Moslieims letzter Film war ..Die Siebzehii-
j.ihrinen ". Die };cii.iiinleii Küii>llciiiiiien h.ibeii :ille eigene Wohnuiificn.
I.ili.iii H.ir\ey isl mit Willv Fril^ch sehr befreundet. Das (Jeriicht Min
einer \erlobiiii;; si'Iieinl aber nicht .iiif A\'.ihrlieit zu beruhen. Senden
Sie Ihre l'holos .in die l'r:i. Herlin SW (i.s. KocIi^lraUe fi-S. :iii die X.ilio-
nal. Herlin SW is. I'riedrii hslr.iUc lU. .iii die l'crr.i. Berlin SW lir<. Koch-
sii.ilJe tili.
I, a I I ,1 - B II I Ii n. X a r r e y - X o r iii .i . H c r 1 i ii - H e 1 I e v ii e :
I.ili.in 11,'irvey ist mil Will\ Frilsih eii^ befreniidet. D;is .\ller der
Künstler H;ebeii wir Kr"'"'sälzlicli nielit bek.iiinl. Ceinessen haben wir
Willy Frifsch und (iiisKiv Fröhlich noch nicht, nehmen aber an. d.'iB
beide Ihren .Vnsprücheu ;;ciiüueii. Xils Astlier koiiiml vorläufii;- nicht
ii.icIi Deiiisclil.ind. \\ (1 sich die Filmstars im Sommer w.ähreiid der Hoch-
s.ii^oii erholen und .■imiisicreir.-' (J.inz verschieden! Sehr viele k.iiiii m.m
ibci in Weslerland Ireffeii. Ernst Vercbes wohnt Herlin W. Faiiser
sir.ilJe Ifi.
4|<
Einztlprci-; W IM. lür das Heft. BczutSsprcis durch die l'ost monatlich 1.75 M. \ e r 1 a »! : Illustricrlc Filmwoche G.m.b.H., Berlin SW 68. KochstraBc 6—8. Schrul-
le i I u n |> A. Kosenihal — Aros, Berlin. Für die Kedaklion und Herausgabe in Ocsterrcich verantwortlich Robert Mohr, Wien I, Domjiassc 4. Verantwortlich (ür Anzciiien
Wilhelm Schaelcr, Charlollenbur|<. Anzei£envcrwaltun|< Bepa-Vcriag, Berlin W 35, Blumcs Hol 5. Kupfertiefdruck: August Schcrl G. m. b. H., Berlin SW 68
|i
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Berlin W 50, Kurfürsicndamm 236 Braunscbweig^, Münzstr. la Bremen, Hcrdcnlorstcinwo)< 5 Breslau, Junkcrnstr. 38 40 Chemnitz, Falkcplat/ 2
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Hu- I rN.ichr ili r .\liti'~«fr und l'lc(kcu i-t
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iii'luuc Kr» aruniii;; i'iiipliiirli'ii. il:i d,'i~ lllui I
MI dir H.-iut u'i-trirlh-u v\ i rd und dii<<>i- ii.-ilirl
1 iiiu l.iliht. Nach 30 Minuten stellen Sie i^- 01
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seilen, klare, reine Haut, weiche, zarte '• J^Lk^ _Ä ^>:.
Haut. KliMiii- l'.iltiii '■iiid \ i-r-ih« uiidi-n. l.'unzilii d.idiirili .naiiz, U''«'''""''-
i-r\\ cilrrtc l'orrii zu-auiiui'M^i'/iii;cu. iMMddatTlc .\lu>kidii w i-rdiMi fotiT. Viele
Frauen von 40 Jahren u. darüber erscheinen in 30 Minuten um 10 Jahre verjüngt.
Vrrsuidu'ri sj,. ,.v .-iiii \1m-ihI. wcliii Sif Mirh.-i bc-u. au~/.M-(dicn oilcr Urvui h
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st.iiMli-ui' .Si-Iu)iili( ii x'iu. .si|. wi-nlcn zu Ihrciii Hr>ti'ii ;iu>>iduMi. und wnl
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I iiM-iiiliciicn Ibici ll;iiif. .ilici - iMc- .ib- H.intbräiniiiiiücii ii. Hiulvcr.
-t..ljcnd mii— en sie erst .iiif .iiidcre wirken, f-'i '"|"ii'-ii \ ci mIiu iii.lcii \ ..|U
Wie oft in.i"; ein unappetitlicher 'reim (iliuk ^' ' - ' _.' „,
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meine s ,• 1, ,-, 1 u „ ,- ..\,, , ., .- c r ni .i". Schon chniiii der ll.-inl. dic~lilciidcn,l
Iiaidi diT cr-lcn \n\\cndiin;: bessert sieh Ihr zirl nml weill winl. Wenn
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Ein Film der Erich Pommer Produktion
der Ufa mit
Franz Lederer, Warwick Ward
Ferner wirken mit:
Harry Hardt, Ekkehard Arendt,
Michael von Newiinsky
Regie: Hanns Schwarz
Autor: Hans Szekely
Fotografie: Carl Hoffmann
Wochentags:
Sonntags: 5^'
7«
7"
91s
9"
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I!l Jl
^^
UMMER17 / BERLIN, 28. APRIL 1929 / PREIS 40 PFENNIG
r!iol. Ija
KSyamillo zTlorn sßtelt itn c>Lubttsch=cJthn ,/^er LKoni^ der cJdery%ma
1
k
as sag^'^dr ^tutp i
„Da seht Ihr mich als mein eigener Filmstar, Regisseur, Operateur, Pubhkuni -
alles in einer Person. Bekommt Ihr nicht Lust, es ebenso zu maÄen? Alan
gemeßt, so oft man m ill, alles Erlebte, alle Reisefreuden von neuem. Die
badie ist billig. Wendet Euch nur auth an die Ufa-Handelsgesellsthaft,
A f "l ' Kochstr. 6-8. Sie sagt EuA gern unverbindlich, welche
Aufnahme- und Wiedergabe- Apparate der Kino-Amateur benötigt."
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]^ I i: u o c II 1. \ s c II H I I T D i; r r i \. m r w l i \ d i:
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f^'wf. ;4I.-Ü.-.1I.
Weekend in Hollywood
Die Filmslars Gwen Lee und Josephine Dünn im kalifornisdien Bergland
I !
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fe . /
Wenn man den wundervollen Film von der wunder-
baren Lüge der Nina Petrowna als eines der
besten deutschen Filmwerke bezeichnet, so ge-
schieht das wohl deswegen, weil hier wieder einmal der
Beweis erbracht ist, daß es beim Film nie auf irgendein
einzelnes Moment, also weder auf das Manuskript noch
auf die Regie oder die Darstellung allein ankommt, son-
dern auf das Gesamtresultat, das sich im
vorliegenden Falle so außerordentlich kon-
zentriert erweist, daß man diesen Film, wenn
man ihn einmal gesehen hat, kaum aus der
Erinnerung verliert, daß dieses Filmschaffen
nachwirkt — bei uns sowohl wie -in der ganzen Welt, genau so
wie etwa „Variete", ,, Madame Dubarry" oder ,,Ben Hur",
Dabei ist es ein Spiel, das, genau gesehen, zwischen drei
Personen abrollt, zwischen dem Obristen, dem Fähnrich und
der Nina Petrowna, einer jungen schönen Dame der Peters-
burger Halbwelt, die Geliebte des Obersten ist. aber Reichtum,
Luxus, Wohlleben hingibt, als sie die wahre Liebe erfaßt, die
Zuneigung zu dem jungen angehenden Offizier, der so wenig
vom Leben kennt, daß er nachts, als ihm Nina Petrowna die
Schlüssel ihrer Wohnung zusteckt, noch nicht einmal wagt, sie
zu küssen.
Hanns Schwarz, der Regisseur, hat Brigitte Helm unter seiner
Leitung zur Höchstleistung angespornt. Diese junge Künstlerin
tritt unwidersprochen damit ganz an die Spitze der deutschen
Darstellerinnen. Ihre Partner Franz Lederer und Warwick
Oben: Franz Lcdcrer, daneben Brigitte Hetm
und Warwick Ward. Unten: Brigitte Helm
l'ho!. l.'la
da^Jyim Jämmi
Ward crgänzi-n die si;li;ui.spicl(.'r)si.lien Leistungen, bieten
beide — gimz anders, uls man es bisher bei ihnen ge-
sehen hat — Höchstleistungen,
Glänzend auch die Photographie, die Bildeinstellungen
an sich, die das Milieu des Films in einer Weise charak-
terisieren, die man bisher höchstens andeutungsweise in
dem einen oder anderen russischen oder amerikanischen
Großfilm sah, — Es gehören unwider-
sprochen ein großer Teil der Ruhmes-
blätter Carl Hoffmann und dem Mann
• '^'''^*»f^^*o'*°n»*J^*ntot>t^9ifAjwvfiwxortCKKfKe>f»vtmt^av»*Q
am Kurbclkastcn sowie Herlth und Röhrig, den Architekten. —
Es ist ein herrliches Bild, künstlerisch schön und stark in der
Wirkung auf jeden Beschauer, ganz gleich, ob er die Kunst oder
die Unterhaltung sucht.
Besonders bemerkenswert sind in diesem Film die Kostüme
der Hauptdarstellerin. Brigitte Helm muß, um im ersten Augen-
blick den Eindruck eines kapriziösen Geschöpfes hervorzurufen,
individuell und doch nicht aufdringlich gekleidet sein. Rene
Hubert, der den cntäprechendcn Rahmen um sie stellt, hat mit
höchstem Takt und trotzdem mit Phantasie gearbeitet.
Man bedauert nur eins nämlich daß zu diesem Film die syn-
chronisierte Musik Schmidt - Gentners mit herrlichen Klang-
cJfcktcn nicht im Tonfilm durch ganz Deutschland gehen kann.
Sie war in Berlin ein Erlebnis, eine starke Unterstützung des
Films, wie man sie von Seiten der Musik aus bisher selten fand.
Oben: Brigitte Helm, links mit Franz Lederer
Mitte: Franz Lederer. Unten: Warwick Ward
l'liot. llJ
QMoß^mi
Die Pariser Boheme ist in Wort und Ton
so oft dargestellt worden, daß man in aller
Well weiß, wie es auf dem Montmartre
zugeht. Das lustige Völkchen der Künstler und
Studenten und der mit ihnen verbündeten Mo-
delle, Laufmädel, Modistinnen weiß sich ge-
schickt über die Nöte der Zeit hinwegzusetzen
und Armut durch Anmut zu besiegen. Aber die
meisten Schilderungen des Quartier latin gehen
auf eine Zeit zurück, die im allgemeinen sorg-
oser war. Es ist die Zeit des zweiten Kaiser-
reichs, dessen äußerer Glanz auch bis nach
Montmartre und Montrouge strahlte. Vor dem
Weltkriege war Paris allerdings noch das Dorado
der Künstler, aber das Bohemeleben hatte doch
schon viel von seinem alten Zauber verloren.
Nach dem Kriege sind auch in Paris, wie anders-
wo, die Verhältnisse so vollkommen andere ge-
worden, dafj der Begriff „Quartier latin" nur noch
historische Bedeutung hat. Das Leben spielt sich
auf einer ganz änderen Basis ab; es ist selbst in
Paris härter und kälter geworden. Zwar stehen
die wackligen Häuser in den alten Straßen noch
— man hat ja auch in der Seine-
stadt kein Geld, um zu bauen,
Mimis Häuschen wird sogar von
Fremdenführern als eine Selten-
heit gezeigt, aber die Menschen,
die heute über die knarrenden,
ausgetretenen Stiegen laufen, die
in den niedrigen Zimmern der
allmodischen Hotels hausen —
diese Menschen haben wenig
Mitte: Carmen Boni und Helga Thomas.
Im Kreis: Iwan Petrovich, Maurice Bra-
dell, Carmen Boni, Helga Thomas
l'/iot. Orplid-Meplro
mehr gemeinsam mit der Boheme von ehedem. Erstens
einmal, weil sie noch ärmer sind als die der vergangenen Zeit,
denn die Mehrzahl der heutigen Studenten — auch in
Paris — erhält keinen oder einen völlig ungenügenden
Wechsel. Wenn aber der Tag mit dem Studium, der
Abend mit Broterwerb verbracht wird, bleibt wenig Zeit
für die Liebe übrig. Auch die Modistinnen können heute
.*
li
nicht mehr den Tag vertrödeln. Und selbst wenn
sie Zeit hätten, würden sie ciavon abstehen, denn
auch sie sind von der gymnastischen Bewegung
erpackl worden — und für den Sonntag
schätzen sie einen Freund, der sie auf dem Motor-
rad ins Bois de Boulogne oder anderswo ins
Grüne fährt. Die Romantik des Quartier latin
hat heute ein ganz anderes Gesicht. Natürlich
zeigen die jungen Bewohner des Quartier laiin
immer noch das Bestreben, es der Boheme von
ehedem glcichzutun. Nicht alle männlichen An-
gehörigen dieses Viertels sind zudem Studenten;
immer noch bilden Maler, Bildhauer, Schau-
spieler, Schriftsteller einen großen Teil der Be-
satzung — freilich nur, solange sie noch un-
bekannt und daher recht oft in Geldnöten sind.
Sie sind weniger ernst, nehmen das Leben
leichter und haben bei den Frauen deshalb auch
mehr auf Entgegenkommen zu rechnen. Diese
Künstler sind auch die Veranstalter jener großen
Bälle, die auch von wohlhabenden Kreisen be-
sucht werden. Atclierfeste und Budenzauber —
das macht man unter sich ab, aber die Bälle für
dreitausend Besucher verschlingen
große Summen und sind nur mög-
lich, wenn viele zahlende Gäste
sich dazu einfinden. Diese Tat-
sache benutzt der von Augusto
Genina inszenierte Film ,, Quartier
latin", um seine Handlung darauf
aufzubauen. Er zeigt das moderne
Quartier latin, aber er nimmt auch
die Zuschauer mit zu jenem alten
Mute: Iwan Pelrouich und Carmen Boni.
Im Kreis: Maurice Bradell und Helga
Thomas i'/ioi. orplid-Mfssiro
Oben: Iwan Petrovich
Bohemeviertel, das romantischer und erregender ist als die
ein wenig nüchterne Sachlichkeit der neuen Stadt Paris.
Im Quartier latin des Filmes spielt dann auch die Liebe
ihre alte große Rolle. Ein schönes Kostümfest bringt die
bekannten Typen des Murger -Romans Schaunard, Musette,
Colin, Marcel und natürlich auch Rudolf und Mimi wieder
zum Leben.
Im Wunderklima von Kalifornien kann man meiir
Haustiere halten als anderswo. Die Papageien
brauchen nicht in den Zimmern gehalten zu
werden, sondern man kann sie in den Gärten frei
herumfliegen lassen. Sie kommen schon wieder an
den Futternapf, und Raubvögel, die ihnen gefähr-
lich werden könnten, gibt es nicht in Hollywood.
Wenn man den Andengeier sehen will, muß man
in den zoologischen Garten von San Francisco
fahren. Sobald das Auto durch eine der stillen
Straßen der Stadt fährt, die sich durch vornehme
Palmcnalleen bereits von den üblichen Verkehrs-
straßen, die Avenuen oder Boulevards heißen,
unterscheiden, fliegen nicht selten ganze Schwärme
kleiner grüner Papageien auf, die irgendein Tier-
freund in seinem Garten ausgesetzt hat und die
nun manchen Schabernack anrichten. Das be-
liebteste Spielzeug sind aber im Augenblick
Schildkröten. In Los Angeles gibt es eine Schild-
krötenfarm, in der die so gesuchten Suppenschild-
kröten ebenso gezüchtet werden wie die Karett-
schildkröten, die das Schildpatt liefern. Warum
soll man es auf den Zufallsfang ankommen lassen,
sagen die praktischen Amerikaner, wenn man ein
Klima besitzt, worin sich Schildkröten besonders
Wühl fühlen. Für die Filmstars, aber auch für
andere Bewohner von Hollywood, die sich den
besseren Kreisen zuzählen, sind die Schildkröten
eine neue Mode. Man hat seine Hausschildkröte,
wie man früher seinen Haushund hatte. Die Schild-
kröte ist genügsam, ruhig, man kann sie in den
Salon lassen, wo sie etwas zur Belebung des Fuß-
bodens beiträgt, dessen Parkett neuerdings nur
ganz wenig Teppiche trägt, auf denen sich die
Schildkröte übrigens auch sehr dekorativ aus-
nimmt. Wenn eine Karette oft gesäubert und ihr
Panzer blank poliert wird, sieht sie ganz stil-
voll aus. Der Tierschutzverein hat die abscheu-
liche Mode beseitigt, den Panzer des Tieres mit
Gold einfassen zu lassen oder gar Edelsteine darin
anzubringen, was ein paar weibliche Stars nicht
unterlassen konnten,
,1
'i
Noch vor vier Jahren enthielt jeder
Star-Vertrag die Formel: .,Sie ver-
pflichten sich, für die Dauer des
Vertrages kein Flugzeug zu besteigen " Da-
mals galt auch in den Staaten der Flug noch
als ein Wagnis, und die Versicherungsgesell-
schaften weigerten sich, eine Prämie auf
das Leben eines Stars zu vereinbaren, so-
bald nicht die obige Formel sie von dem
Risiko eines Fluges entband. Dann kam
Lindbergh mit seinem Ozeanflug,
der einen Taumel nationaler Be-
geisterung in Amerika hervorrief
— und die gesamte öffentliche
Meinung setzte sich für die Popu-
larisierung des Flugwesens ein.
Ford, der seine Zeitgenossen immer
zu nehmen verstand, verschickte
ein Programm, worin er das ,, Flug-
zeug für alle", ein Gegenstück zu
seinem Fordwagen, versprach. Da-
Oben links: Allane Ray.
Oben rechts: Leila Hyams.
Mitte: Raqiiel Torres und
Josephinc Dünn. Unten: Monte
Blue l'lwt. M.-G.-M., Warner
mit ist es natürlich, wie mit vielen
Dingen, die Ford angekündigt hat,
nichts ge\v Orden. Die Luft ist eben
schwieriger zu beherrschen als die
Erde, und Reparaturwerkstätten,
ohne welche Fordfahrer nicht aus-
kommen, sind einstweilen im Luft-
meer noch nicht zu stationieren.
Aber wohlhabende Privatleute in
Amerika, namentlich im Westen
des Landes, wo nicht mit jedem
Quadratmeter Raum gegeizt zu
den braucht, legten sich zu
en Chrysler und Rolls-Royces
auch ein Flugzeug zu, dessen
Kosten ja für Millionäre nicht un-
erschwinglich sind. Aber es
stellte sich bald heraus, daß recht
viele Käufe übereilt geschlossen
iü
waren, denn es fehlten die Pilo-
ten, die imstande gewesen wären,
ein Flugzeug auch zu steuern.
Man ist in Amerika den Automo-
bilisten gegenüber sehr_ großzügig,
anders hätte das Auto auch dort
kaum jene Verbreitung finden
können, die es heute besitzt. Man
braucht keine Prüfung und keinen
Führerschein, aber die Behörde
nimmt an, daß man gut und sicher
zu fahren versteht. Ist der Auto-
fahrer ungeschickt und verursacht
er ein Unglück, so gibt es strenge
Strafen, die unnachsichtlich jeden
treffen. So mancher beliebte Film-
star hat schon an die kalifor-
nische Polizei hohe Geldstrafen
zahlen oder gar ein paar Tage
brummen müssen, weil er zu
schnell oder zu unvorsichtig fuhr.
Mit den Flugzeugen wird die Sache
strenj^er genommen. Wer nicht im
f
Oben: ReginaldDenny mit Frau
und Tochter. Mitte: Douglas
Fairbauks jr. u. Warner Baxter
Unten: Doris Hill
I-liot. Litiversal , Paramounl
Sport widmete, war Monte Blue,
den angeborene technische Fähig-
keiten in die Lage setzen, sich
schnell in die kompliziertesten
Maschinen hinein zu finden. Tom
Mix, der König der Cowboys,
folgte ihm, denn er spürt seit
einiger Zeit, daß die Sensationen
des Cowboyfilms bei den Zu-
schauern nicht mehr recht ziehen
wollen. Reginald Denny legte nach
ihnen sein Pilotenexamen ab,
weil seine Tochter Daisy so gern
ein Flugzeug haben wollte. Natür-
lich konnten die weiblichen Stars
nun nicht mehr dahinter zurück-
stehen, zumal sie entdeckten, wie
kleidsam die Pilotentracht sein
kann, wenn sie von einer feschen
etragen wiid.
Besitz eines Pilotenscheines ist,
darf kein Flugzeug besteigen, das
auch als Privatbesitz von der
Flugpolizei auf seine Tüchtigkeil
in gewissen Zeitabständen kon-
trolliert wird. Die Stars, welche
den Weg über die Erde selbst
nehmen wollten, mußten auf dem
Flugplatz von Los Angeles, dem
größten Flugplatz der Welt, Un-
terricht nehmen, was ihnen an-
fangs sehr schwer wurde. Denn
die Stunden begannen mit theore-
tischen Erklärungen, Maschinen-
und Motorenbau, während es
recht lange dauerte, ehe man sie
vom Modell zum eigentlichen
Flugzeug übergehen ließ. Der
erste Filmstar, der sich diesem
Es ist noch gar nicht so lange her,
wenn es einem auch so scheint, daß
über die Bretter des Thalia-Thea-
ters die Operette ,.Mascottchen" ging,
zu der Will Steinberg seine reizendsten
Texte geschrieben hat. ,,Bist du glück-
lich Schatz, sag' es mir . . ." und „Es
gibt im Leben manches Mal Mo-
mente . . ." waren die Schlager, die von
allen Lippen tönten, nachdem Hilde
Wörner sie mit unübertrefflichem
Scharm gesungen hatte, Hilde Wörner . . .
Damals war die Zeit noch nicht verges-
sen, in der diese reizende Kassclerin
als Lotte Bach, die Berliner Range, über die
Leinwand getobt war. Auch als Mas-
coltchen war sie eigenartig, von be-
strickender Liebenswürdigkeit und stür-
mischer Jugend, so daß niemand an ihre
dramatische Darstellung im Danton-Film
dachte, nachdem er sie als ,,Mascott-
chen" gesehen hatte. Natürlich kamen
bald andere Aufgaben für die Künstle-
rin. „Prinzeß Dodo" und ,, Madame
Flirt"; sie war Nachspielerin der Mas-
sary in ,, Madame Pompadour" und im
Film, unter der Leitung von Ernst Lu-
bitsch die lustige Freundin der melancho-
lischen Pola Negri in der ,, Flamme".
Aber der Nclmc Hilde Wörner bleibt für
immer mit dem großen Erfolg von ,,Mas-
cottchen" verknüpft.
Oben: Käthe von Nagy und Kowal-Sam-
borski. Mitte: Käthe von Nagy als Schau-
fensterpuppe. Unten links: Käthe von Nagy,
Kowal-Samborski. Michael Rasumny, Kurt
Vespermann, Paul Morgan. Rechts: Käthe
von Nagy und Murial Angelus
Nun hat sich „Mascottchen" auch den
Film erobert. Acht Jahre sind seit der
Premiere vergangen, und in den acht
Jahren sind neue Talente aufgetaucht,
die stürmisch nach Betätigung vordrän-
gen. Hilde Wörner hat den Sprung auf
die Sprechbühne gewagt und durch
den Witz ihrer Darstellungskunst über-
zeugt. Mascottchen ist im Film Käthe
von Nagy, das bereits erprobte wand-
lungsfähige Talent. Von der Operette
ist im Film gar nichts mehr übriggeblie-
ben, was man bedauern kann, weil das
Leben auf dem Dampfer und Mascott-
chens Flucht im Segelboot zu dem alten
Kapitän auch im Bilde besonders rei-
zend gewesen wäre. Nun also ist Mas-
cottchen ein kleines Mädchen, das sich
vor dem strengen Ressortchef fürchtet,
wie alle Mädchen aus dem Warenhaus.
Doch zum Trost ist ein Quartelt lustiger
Künstler da, die mit Mascottchen in
lustiger Freundschaft leben und mit
ihrem Humor dafür entschädigen, daß
Mascottchen, nachdem die teure Wachs-
puppc im Schaufenster zerbrochen ist
nun selbst mit dem Kostüm ins Fenster
steigt, um sich und das Modellkleid aus-
zustellen. Käthe von Nagy packt die
Rolle derber an als die Wörner. Frei-
lich stellt sie auch keine Komtesse, son-
dern ein Mädchen aus dem Volke dar,
dem der vielbeneidcte Aufstieg in bes-
sere Verhältnisse gelingt.
Oben: Jane Hebling und Kowal-Samborski.
Mille: Muriel Angelas und Kurl Vespermann.
Unten: Kowal-Samborski und Käthe von
Nagy l'liot. Aaja
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o<k iAmt -HÄNDEN
vftÄ &ll Sie ERKENNEN
VON MAR/ANNE RASCHIG
Das Rätsel der Koniikerseelc wird sich auch im Hand-
bild des Humoristen, des Komikers besonders wirk
sam bemerkbar machen Man sieht in diesen Hän-
den starke Depressionsmerkmale, die von einem Ent-
liiuschtsein vom Leben und von dem, was man von ihm
erwartet, Kunde geben. Es hat mich beim Studium der
Hände seltsam berührt, daß von allen Künstlern j^erade
der Komiker so häufig unter Befürchtungen bezüglich der
Zukunft leidet. Neben großer Gemütsweichheit, ja Kind-
haftigkeit der Gefühle dominiert eine gewisse Ängstlich-
keit den Wechselfällen des Lebens gegenüber, zuweilen
ist direkt ein ,, Geldkomplex" zu erkennen. Auch andere
Komplexe und Phobien fehlten nicht. Müßte man nicht
annehmen, daß gerade der mit Humor gesegnete Künstler
durch sein schnelles Erfassen der Situation, durch seine
Schlagfertigkeit sich leichter über alle Widerwärtigkeiten
des Lebens hinwegsetzen kann, daß er sie mit einem
schnoddrigen Bonmot zu zersetzen und hinwegzufegen
\crmag, daß er besonders von allen Künstlern über all-
gemeine ,, Wurschtigkeit" verfügt?
Gerade das Gegenteil ist aber der Fall. Der Berufs-
komiker zumal ist ein seltsam ernster, melancholischer,
pessimistisch veranlagter Mensch, der tiefer und nach-
haltiger leidet als andere und wohl aus diesem Leiden-
können, aus einer gewissen Wehleidigkeit heraus stets
Serie V
G\ ö4vvlJ2a--
'/M^ ^ V«5i^^^i^^^
neue Kräfte zum Humor gewinnt, so als gäbe er bei seiner
Arbeit jeweils ein Stückchen von seinem Herzen zum
Ausdruck. Für so manches Komikers Berufsauffassung
paßt das Motto:
„Drum ist doch auch unser Beruf, ach, wie fein,
Für so viele Menschen Spaßmacher sein."
Lebhaft, als sei es erst gestern gewesen, steht mir noch
der Eindruck vor Augen, wie Siegfried Arno, vom Kran-
kenbett des sterbenden Jean Kren kommend, bitterlich
weinte, unbekümmert um die im Vorzimmer Versammelten,
ganz aufgelöst in Trauer war und doch am Abend das
Publikum durch seine sprühende Komik in Bewegung und
Wort elektrisierte und hinriß. ,, Lache, Bajazzo!" Und
auch manch anderem sturmgewohnten Mitarbeiter wurden
bei Krens Grabrede die Augen feucht, als es hieß; ,,Und
so vielen seiner Schauspieler ist er ein unvergeßlich treuer
Helfer und väterlicher Freund gewesen."
InSiegfriedArnos Hand sieht man die tiefe, klare,
breite Herzlinie (obere Querlinie), die in kleiner Gabel
unterm Zeigefinger endet, Pflichttre'ue andeutend. Hell
und klar ist auch die lange Kopflinie gezeichnet (mittlere
Querlinie), die wohlgeschwungen im Lunaberg (am Hand-
rücken) verläuft. Die Lebenslinie umrahmt in weitge-
schwungenem Bogen den hohen Vcnusberg am Daumen-
ballen, der mit gleichmäßigem Maschen werk bedeckt,
starke Vitalität und Impulsivität, Schönheitsempfinden,
Smnesfrcudigkeit verrät. Die Kunsllinie, auf der Herz-
linie ruhend, strebt wie ein gerader Strich unverästelt zum
Ringfinger empor, und die von unten aufsteigende Schick-
salslinie wächst in gleichem Tempo wie die von oben
kommende Lebenslinie, was als Zeichen eines in eigener
Regie stehenden Aufstiegs gelten kann.
In allen hier abgedruckten Händen finden wir als be-
sonderes Charakteristikum den halben Saturnring (unter-
halb des Mittelfingers) als Merkmal schneller und nach-
haltiger Depressionsneigungen, zumeist in Verbindung mit
einer klar erkennbaren, auffallend guten Kunstlinie, die
bei Hans Albers, Paul Heidemann und Albert Paulig die
Form eines Schrägkreuzes hat (Intuition, künstlerische In-
spiration) und bei Lydia Potcchina wie ein stark vcr-
Murzelter Baum, von der Herzlinie mit breiter Wipfel-
krone erscheint und vielseitige künstlerische Gestaltungs-
kraft und zielsicheres, erfolgreicheres Können verrät. Das
Schrägkreuz, -welches auf Inspiration und Intuition hin-
weist, finden w^ir hier als Krönung des Schicksalsweges
unmittelbar unter dem Mittelfinger. Das Linienbild in
der Hand von Lydia Potechina ist überaus fein differen-
ziert, kompliziert gestaltet, trotz großer Klarheit. Beson-
ders fallen die mehrfachen Samariterlinicn unterhalb des
kleinen Fingers auf (Güte, Herzlichkeit, Anpassungsfähig-
keit), Die Herzlinic in ihrer bedeutenden Ausdehnung
läßt Zielbewußtsein und Zähigkeit, ein besonderes ,,bei der
Stange Bleiben" erkennen, während die gegabelte, mit
einem Ast sich stark senkende Kopflinie auf Konzilianz,
Diplomatie und weitreichende fruchtbare Phantasie hin-
weist. Gleiches ist auch bei Margarete Kupfer und Paul
Heidemann zu konstatieren, während die anderen Hand-
bilder eine mehr gerade geformte Kopflinie haben (ratio-
nalisierte Eingebungskraft).
Margarete Kupfers Hand zeigt ein Liniennetz
\ oller Harmonie und Gleichmaß, woraus sich ein gutgc-
zeichnctes schwungvolles Bild ergibt. Kreuze findet man
in dieser Hand mehrfach verzeichnet und auf dem Luna-
Wy /^/dc/^
berg oin wolkenartiges Gebilde gleich einer großen Maske,
wie man solche auch an gleicher Stelle mit wenig Mühe
in Arnos Hand erkennen kann. Ein stetig aufstrebender
erfolgreicher Berufsweg, hauchartige Kunstlinie in Wün-
schelrutenform, starkgekettete Herzlinie und eine breite,
helle, lange Lebenslinie vervollständigen das Handbild,
dem auch eine lange, geschwungene Merkurlinie, zum
kleinen Finger gehend, als Zeichen erzieherischer Wirkung
ihrer Kunst auf den Nachwuchs, nicht fehlt.
InHansAlbers' Hand dominiert neben den Komiker-
Hinweisen das große Schrägkreuz unter dem Ringfinger;
drei kleinere Kreuze finden sich schwebend über dem Ende
der Herzlinie, auf der sich allerhand seltsame Ulkgestalten
zu tummeln scheinen, wie im Märchen von den ,, sieben
Schwaben" mit eingelegter Lanze. Sollte das ein Hin-
weis auf die Abklärung im Schwabenalter sein? Oder
auf die kolossale Behendigkeit und groteske Beweglich-
keit seiner Glieder, die wie in federnden Scharnieren zu
spielen scheinen? Jedenfalls zeigt die Hand eine Fülle
ungebändigter und schwer zu bändigender Kräfte, eine
Vitalität allerersten Ranges, die doch mit großer Fähigkeit
zur Raffung verbunden ist. Schon damals bei der Hand-
aufnahme, 1924, zeigte Albers' Hand ein bedeutendes
Künstlertum, ein sprühendes Draufgängertum, das zur
Steigerung seiner Leistungen diente, in schnellster Weiter-
entwicklung. ..Tempo, Tempo!"
Albert Pauligs Hand zeigt ruhigere Züge (er war
ja 1924 auch schon über das Schwabenalter hinaus), doch
ähnelt in vielfacher Richtung sein Linienbild dem von
Hans Albers. Der Verlauf von Kopf-, Herz- und Lebens-
linie hat bis auf geringfügige Variationen in beiden Künst-
lerhänden viel Verwandtes. Auch die Kunstlinie in Form
des Schrägkreuzes ist in beiden Händen fast gleich, nur
scheint in Pauligs Hand ein oberer Balken des Kreuzes
abgeknickt und nach unten gerutscht zu sein, wird aber
durch die tjute Herzlinie jjcstützt und au{}Jehalten, Das
läßt auf ernste SchicksalsschläjJe schließen, auf Ent-
täuschunjjen und Verluste, die wohl {«eeijjnct waren, ihn
zeitweise stark zu erschüttern und zu beängstigen, die
aber dennoch seinen Frohmut, seine Lust an Witz und
Komik unzerstört ließen oder vielmehr zu neuem Aufflam-
men, zu neuer Aufwertung brachten. Notzeiten gerade
wirken sich beim Bühnenkünstler, ganz besonders beim
Komiker, Talent und Kräfte fördernd aus. Es läßt sich in
Albert Pauligs Hand neben einer lehrhaften Zurück-
haltung, die etwas steif und verkrampft anmutet, vornehme
Gesinnung und Lebensauffassung erkennen, sowie ein tiefes
Gemütslcben, das sich nach außen hin Zwang auferlegt.
Die Hand von Hermann Picha zeigt große Ähn-
lichkeit mit Albert Pauligs Hand, besonders ähnlich sind
sich die Zeichnungen auf dem Daumenballen und die
kleineren Nebenlinien, während sein Handbild demjenigen
vt)n Hans Albers dagegen wenig oder gar nicht ähnelt.
Auch ist in Pichas Hand alles verschwommener, blasser, nur
oberflächlich eingekerbt, was wohl darauf zurückzuführen
ist, daß Picha feine Übergänge liebt, die Zartheit, das Leise,
Unaufdringliche, das aber seinen ihm eigenen Typ aufs
beste repräsentiert und zur Ausgestaltung brachte.
Wer wie ich Gelegenheit gehabt hat, gerade die aus der
allen guten Operette stammenden bei ihrer Weiterentwick-
lung im Film zu beobachten, die feinsten Ausläufer ihrer
sonst scharfumrissenen Persönlichkeit wachsen und blühen,
neue Früchte ansetzen zu sehen, kann nur mit großer
Freude konstatieren, daß alle schon vor Jahren gestellten
Prognosen sich wahrheitsgetreu und bestens erfüllt haben.
Nicht einer der sehr vielen ist in der V^crsenkung ver-
schwunden, ,,zum alten Eisen geworfen", alle haben sie
ihren Siegeslauf angetreten und werden ihn weiter fort-
setzen, jeder auf seiner besonderen Domäne.
Ein typischer Vertreter der ,, Diener "-Partien im Film,
Ernst Behmer, zeigt in seiner Hand die seiner Rolle
entsprechende Zusammenschnürung, Beengung. ,,In der
Beschränkung zeigt sich erst der Meister.'" Das Handbild
erscheint so wie eine zu prall sitzende Livree, doch erstrahlt
z. B. das Liniengeflecht auf dem eingeengten Venusberg
(Daumenballen), das Schönheitssinn und Eindrucksfähigkeit
anzeigt, hier um so heller, als es auf gedrängte Form ge-
biacht ist. Die Kopflinie (mittlere Querlinic) zeigt keine
Gabelung am Ende, was auf große Abneigung gegen heuch-
lerische Diplomatie und Mantelträgerei hindeutet. Klar-
heit, Offenheit, Freimut zeichnen diesen Künstler aus, der
seinen Humor wie so viele echte Komiker aus einer außer-
gewöhnlich großen Herzenstiefe schöpft.
Die lange geschwungene Herzlinie weist unter dem Ring-
finger eine Einbuchtung gleich einem vertieften Bassin auf.
aus dem sowohl Kunst- wie Merkurlinien (erzieherische
Gaben) entspringen und dauernd gespeist werden. Sama-
riterlinien vervollständigen das Bild dieser Hand, das
auch einige charakteristische Reisclinien auf dem Luna-
berg — am Handrücken — als bedeutungsvoll für die Be-
rufsentwicklung hat. Der Schicksalsweg (aufsteigende Linie
zum Mittelfinger) verläuft gerade und ist etw-as durch die
Verhältnisse eingeschnürt. Die Lebenslinie ist kräftig und
auch lang zu sehen, nachdem sie bis zum 20. Lebensjahr
etwa viele Querschnitte und Behinderungen durch Krank-
heiten und Schwächen aufweist. Unter dem Mittelfinger
finden sich als Zeichen von Intuition zwei dünne Schräg-
kreuze, die mit den andern Gebilden auf der Herzlinie der
Hand etwas Lustiges, Humoristisches geben.
ROMAN VON HANS SCHULZE
"vSfeä
20 VorUctzunz
Das ist der wahre psychologische Grund, warum ihm hier zu-
weilen das Gedächtnis versagt hat, nicht jener Dämmerzustand,
mit dem die Vertcidigunj« nur ssinen Kopf zu retten sucht.
Der ganze Saal ist Zeuge gewesen, wie der Anocklagte selbsl
jede Verschleierung des wahren Tatbestandes abgelehnt und sich
mannhaft zu dem bekannt hat, was er gefehlt hat.
Niemand wird ihm darum rein menschlich sein Mitgefühl ver-
sagen doch über aller Sympathie steht das Gesetz, das Gebot
des Staates.
.WcrMenschcnblut vcrgicUt,
des Blut soll wieder ver-
gossen werden,' heißt es
schon in der Heiligen Schrift.
Es ist eine harte Pflicht,
die mir auferlegt ist, doch
ich muß sie erfüllen.
So beantrage ich denn
gegen Frau Evelyn Karr
wegen Mangels an Beweisen
Einstellung des Verfahrens.
Für Dr. Kurt Steinhoff
verlange ich dagegen zur
Sühne seiner Blutschuld die
Todesstrafe!"
,,Die Angeklagten sind beide unschuldig!" stieß er mit fast
\ ersagender Stimme heraus. ,,Karr hat sich selbst erschossen.
Ich bringe den Beweis!"
Der Vorsitzende wechselte einen erstaunten Blick mit dem
Staatsanwalt.
,,Sie kommen sehr spät, Herr Kommissar!"
.,Ich hoffe, nicht zu spät, Herr Direktor! Dieser Brief
für mich sprechen!'
hier soll
richtete
s
ONNE, freie Zeit und
nichts als Aufnahmen
machen mit einem
C1NE„K0DAK''
Studieren Sie im Kino, wie
wunderbar dieFreilichtauf
nahmen dort sind. Probieren
Sie einmal, selbst zu filmen.
Es ist so einfach für Amateure
mit einem Cine „Kodak" und
macht soviel Vergnügen. Von
jedem frohen Wochenende
behalten Sie dann einenFilm,
denSie immer wieder inihrem
Meim vorführen können.
Ihr Photo-
händicr fiilirt Ihnen ficrn und im-
i'crbintllich unsere Appurute i'or.
1er
Minutenlang herrschte ein
angstvoll verhaltenes Schwei-
gen.
Aus dem Zuhörerraum
klang das leise Schluchzen
einer Frau.
Dann wieder Stille. — —
Da richtete sich Evelyn
mit einem Male von ihrer
Bank auf.
Ein fieberndes Rot brannte
auf ihren Wangen, und in
ihren Augen stand ein tri-
umphierendes Leuchten.
Der Vorsitzende sah fra-
gend zu ihr herüber.
,, Wünschen Sie noch eine
Erklärung abzugeben, gnä-
dige Frau?"
Evelyn nickte; der verbind-
liche Ton des Richters hatte
die letzte Spannung in ihr
gelöst.
,,Der Herr Staatsanwalt
irrt!" sagte sie dann ganz klar
und ruhig. ,.Dr. Steinhoff ist
unschuldig. Ich selbst habe "^~^^^""
meinen Gatten getötet!"
Eine ungeheure Aufregung entstand.
Wie ein Mann war der ganze Saal aufgesprungen, sämtliche
Menschen sprachen auf einmal gleichzeitig durcheinander.
,,Ich beantrage Aussetzung der Verhandlung!" übertönte end-
lich die schmetternde Stimme des Staatsanwalts den allgemeinen
Tumult.
Der Vorsitzende schwang seine Glocke.
,,Das Gericht zieht sich zur Berätung zurück. Ich ersuche die
Anwesenden, wieder ihre Plätze einzunehmen!"
In diesem Augenblick entstand an der Saaltür eine lebhafte
Bewegung.
Ein untersetzter Herr drängte stürmisch zum Richtertisdi.
Das Haar hing ihm wirr ins Gesicht, yroli« Schwcilitropftn
perlten ihm auf der Stirn,
Brandsletterl
Kodak, Akticn-Gcscllschalt, Berlin SW68, MarkgrafenstralJc 76
Der V^orsitzende
sich höher empor.
,,Wir treten noch einmal
in die Beweisaufnahme ein!'
erklärte er mit ruhiger Sach-
lichkeit; dann nahm er den
Brief zur riand und prüfte
ihn lange und sorgfältig.
,, Woher stammt dieses
Schreiben, Herr Kommissar?"
fragte er endlich durch die
atemlose S ille.
,,Es ist der Brief, den Herr
Karr noch kurz vor seinem
Tode an Dr. Steinhoff nach
Schlachtensec gerichtet hat.
Er galt lange als verschollen.
Etst heute ist es mir unter
einigen Schwierigkeiten ge-
lungen, ihn in der Villa Hart-
kort aufzutreiben. Er befand
sich im Besitz des Pensions-
inhabers, der ihn ein paar
Tage nach der Unglücks-
nacht auf dem Schreibtisch
Steinhoffs vorgefunden und,
ohne Ahnung von der Be-
deutung seines Inhalts, an
sich genommen haben will!"
Der Vorsitzende nickte zu-
stimmend.
,,Ich danke Ihnen, Herr
Brandstetter, Sie haben dem
Gericht und dem Angeklag-
ten einen unschätzbaren
Dienst erwiesen.
Die heutige Verhandlung
war bereits reich an Sensa-
tionen, doch dieser Brief ist
die größte Überraschung,
denn sein Inhalt scheint mir
mit einem Schlage das ganze
Schuldgebäude umzustürzen,
um dessen Errichtung wir
uns heute so viele Stunden
lang gemüht haben. Er lautet folgendermaßen:
.Herrn Dr. Steinhoff,
Schlachtensec,
Wenn Sie diese Zeilen erhalten, bin ich nicht mehr.
Ich habe das Spiel verloren und entlasse Sie aus unserem
Pakt.
Es war ein Unrecht, daß ich mir einst mit meinem Gelde
die Blüte eines jungen Lebens erkauft habe.
Ich büße es damit, daß ich freiwillig das Todeslos wähle,
das mir die Vorsehung vor zwei Tagen verweigert hatte.
Sie sind jung und stark, Dr. Steinhoff! Das Leben hat Ihnen
noch vieles zu bieten
Knüpfen Sie Ja an, wo ich es verlasse.
Gute Nacht!
Alfred Karr.'
Ein Rauschen der Bcfreiunjj j>in}> durch den Saal,
Jeder einzelne fühlte die Schicksalsfjewalt eines Dramas,
dessen Schatten auf einmal stumm und docli so beredt in die
Gegenwart hineinwuchs.
hin ZcujSc aus dem Jenseits war aul>iestanden und hatte für
den Mann gesprochen, dem er selbst unterlejjen war in dem ur-
fwijjen Kampf zwischen Alter und Jugend. — —
Der Vorsitzende hatte den Brief wieder niederijelejit und
wandte sich jetzt den An'>ekla;iten zu.
„Herr Dr, Steinholf," sa;ite er, ,,sind Sie willens und imstande,
zu diesem Brief Karrs eine Erklärunö abzujjeben, die die letzten
Kätsel löst?"
Kurt erhob sich.
Auf einmal war die Pforte der Erkenntnis jjroß und weit in
ihm aufijesprungcn, und eine kristallene Helle dranß wieder bis
in den letzten Grund seiner Seele.
,,Ich werde alles sai;cn, was ich weiß!" bejjann er mit fester
Stimme. ,, Jetzt, nachdem mir Karr mein Wort zurückgegeben
hat, habe ich nichts mehr zu verheimlichen.
Am Abend seiner Rückkehr aus England kam Karr zu mir
nach Schlachtensee, um von mir Aufklärun'4 über meine Be-
ziehungen zu seiner Gattin zu fordern.
Ich stellte mich ihm zur Verfügung, doch er lehnte einen
Zweikampf in der herkömmlichen Form ab.
Dafür kam eine Abmachung zustande, daß das Los zwischen
uns entscheiden sollte.
Derjenige, dem das Todcslos zufiel, sollte dem anderen frei-
willig das Feld räumen."
Er hielt sekundenlang inne, um die Erinnerungen zu ordnen,
die immer maclilvoller auf ihn eindrangen.
Es war so still, daß man eine Nadel hätte zu Boden fallen
hören.
Hier und da hatten sich im Zuhörerraum vereinzelt dunkle
Gestalten erhoben und schauten wie gebannt zur Anklagebank
herüber, auf der sich die Tragik eines Menschenschicksals in
ihrer gan.en Unerbittlichkeit enthüllte,
,,lch zog das verhängnisvolle Los," klang jetzt wieder Kurts
ruhige Stimme, „und erbat und erhielt von Karr noch einen
Aufschub von zwei Tagen bis zur Uraufführung meines Bühnen-
werks.
Die Nacht danach sollte die letzte meines Lebens sein.
Ich fuhr vor Schluß der Vorstellung noch einmal nach meiner
Wohnung und schrieb dort jenen Brief an Karr, der heute hier
gleichfalls besprochen ist.
Dann trieb es mich plötzlich nach Wannsec. Ich wollte die
Frau, um die ich sterben sollte, vorher noch ein letztes Mal
sehen und sprechen.
Ich weiß jetzt, daß die Aufregungen jener Nacht meine geistige
Klarheit getrübt haben, und doch steht das Schlafzimmer Karrs
auf einmal fast greifbar deutlich vor mir.
Er lag erschossen auf seinem Bett, ein Revolver neben ihm
auf dem Fußboden.
Ich nahm ihn auf, um bei Tagesanbruch irgendwo mit mir
das gleiche zu tun, und fuhr in der wachsenden Umnachtung
meines Denkens planlos ins Weite,
Dann kam das Autounglück; mein Aufenthalt im Sanatorium.
Als ich nach meinem Ausbruch aus der Anstalt dann durch
die Zeitungen von der Verhaftung Frau Karrs erfuhr, war ich
sofort entschlossen, mich freisvillig dem Gericht zu stellen und
mein ia doch verlorenes Leben für sie einzusetzen.
Denn damals, als all diese Erkenntnis im Schacht meines
Bewußtseins noch tief verschüttet lag, glaubte ich, daß sie wirk-
lich, wie sie vorhin erklärt, um mich zu retten, ihren Mann er-
schossen habe!" —
,,Und Sie, Frau Karr?"
Der Vorsitzende hatte den Blick zu Evelyn erhoben. Sein
großes, klares Auge lag forschend auf ihrem weißen Gesicht.
,, Warum haben Sic vorhin eine so furchtbare Beschuldigung
gegen sich selbst ausgesprochen?"
Evelyn schreckte wie aus einem Traum emoor; ein ganz leises,
hilfloses Lächeln irrte um ihren Mund.
,,lch weiß es nicht!" gab sie stockend zurück.
,,Es war auf einmal etwas in mir, das stärker war als ich.
Ich mußte es sagen, weil ich glaubte, daß ich Dr. Steinhoff
damit retten könnte!"
Fast tonlos gingen ihre letzten Worte aus und rührten doch
wie ein unsichtbarer Flügelschlag an die Herzen der Hörer,
In seiner ganzen Schwere lag das Leid zutage, das jene beiden
Menschen durchschritten hatten, und darüber leuchtete das
Wunder einer Liebe, die stärker gewesen war als alle Macht der
Welt, die in ihrer schrankenlosen Hingabc selbst das eigene
Leben für nichts geachtet hatte, — —
.,Wir wollen zu Ende kommen!"
Der Vorsitzende hatte sich von seinem Sitze erhoben und
stand in schwarzer Feierlichkeit hinter dem Richtertisch,
„Herr Staatsanwalt," sagte er, ,, haben Sie nach dem Erlebnis
dieser letzten Stunde Ihrem Plädoyer noch etwas hinzuzufügen?"
Der Staatsanwalt bewegte bejahend den mächtigen Kopf,
Mit einer abschließenden Bewegung faltete er seine Papiere
zusammen und legte seine Hand darauf,
„Ich beantrage Freispruch für beide Angeklagte," sagte er,
,,und beglückwünsche sie zu dieser unerwarteten Wendung ihres
Schicksals!" — —
Ein ungeheurer Beifallssturm brauste auf.
Von allen Seiten drängten die Menschen heran, hundert Hände
streckten sich gleichzeitig glückwünschend über die Anklagebank,
Evelyn hatte sich halb in ihrem Sitz emporgerichtet,
Ihr Blick suchte Kurts Gesicht,
Sie wollte sprechen, ihm danken, doch sie vermochte es nicht.
Der Übergang von der tiefsten Verzweiflung zu höchstem Glück
war zu überwältigend gewesen.
Ein seltsames Singen und Klingen war plötzlich in ihren
Otiren, die Decke des Saales schien sich ihr zu weiten und eine
strahlenfle Helle auf die Stätte des Gerichts herabzufließen.
Und dann auf einmal war auch ihr letzter Halt dahin.
In einer tiefen Seligkeit sank sie Kurt ohnmächtig in die
Arme. — — • —
XIX.
Lore stand an dem offenen Fenster ihres Siebeneichener
Schlafzimmers und ließ sich den frischen Hauch der Morgenluft
in einem wohligen Erschauern über die runden Schultern rieseln.
Die Sonne lag in einer breiten, blendenden Bahn auf den
blankgescheuerten Dielen, und die weißen Mullgardinen blähten
sich in dem lustigen Sommerwind,
Ein Tag voll Glanz und Glut war über Siebeneichen auf-
gegangen.
Unwillkürlich breitete Lore weit die Arme aus.
Ein Neues, Köstliches war in ihrem Blut, daß ihr das Herz
fast schmerzte in dunkler, ahnungsvoller Spannung — —
Eine halbe Stunde später kam sie mit ihrem Badeanzug zur
Diele herab.
Im ganzen Haus regte sich noch niemand.
Nur der alte Gärtner Heinrich mit den gewaltigen Zahn-
stummeln und dem verknitterten roten Genick, in dem sie gleich
bei ihrer ersten Bekanntschaft das Stromnetz des Mississippi
entdeckt hatte, stelzte bereits um die Terrasse herum und harkte
den Vorplatz,
Er hatte zur Feier des Tages seine grauen Haarsträhnen ge-
waltig einpomadisiert und verbreitete einen süßen Duft um sich,
daß ihn die blauen Brummer wie eine Blume unablässig und
begehrlich umschwärmten,
Lore drückte ihm ein Päckchen Pfeifentabak in die gefurchte
Rechte und ginj^ dann weiter durch den erwachenden Tag.
Ein großer Schwalbenschwanz, schwarz-gelb gestreift wie ein
päpstlicher Landsknecht, flog ihr gleichsam als Wegweiser
vorauf, bis er auf einmal in jähem Fall in einer Blumeninscl der
betauten Parkwiesen ertrank.
Dann saß sie auf einer kleinen Birkenbank am Badestrand und
schaute auf die lachende Frühsommersehönheit des Sees hinaus.
Seltsame Vogelstimmen schnarrten und schnatterten aus dem
hohen Röhricht, und zierliche Libellen schössen im blitzschnellen
Zickzackfluge über das seichte Uferwasser, in dem sich eine
ganze Herde von Fischchen angesammelt hatte, alle Köpfe mit
den schönen, großen Augen zum Goldglanz des Himmels gerichtet.
Lore hatte die Stirn in die Hand gestützt und lauschte auf
die leise Rätselmusik der Einsamkeit, die in einem einzigen
langgedelinlen Ton über den stillen Wassern schwang.
Wie ein Märchen war der gestrige Tag zu Ende gegangen,
der mit all seinem Leid und Schrecken in der Dämmerung
eines grauen Meeres allmählich immer tiefer hinter ihr zu ver-
sinken schien.
Der Freispruch in Moabit unter den jubelnden Huldigungen
des Publikums.
Die Fahrt nach Wunnsee und zur Mutler nach Zehlendorf,
Und endlich die schnell improvisierte kleine Feier im Garten-
saal von Siebeneichen, bei der Walter so liebe, herzbewegende
Worte für Kurt und Evelyn gefunden und das Land der Zukunft
gepriesen hatte, das jetzt glückverheißend, einem leuchtenden
Hafen gleich, nach all den schweren Schicksalsprüfungen vor
jenen lag. Fortsetzung folgt
FRAGEN
die uns erreichten
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,. F i 1 m -M a g a z i n ", Berlin SW 68, ZimmerstraOe 35-41
Scherlverlaii. Antwort crfolijt nur im „Film-Maijazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
All viele: Anun>me Itriufc «oriloii niclit Ijcantwurlct. Hoi Maiiii-
skriptanscIeKcnliciten bitton \v.ir tulgciules zu beacliien; .leik'r Ant'r;ijj;o ist
Kuckporto lioiziifiif;i-ii. Jode Kiiisoiuluii^- eines Manuskripts zur l'nifiin^'
ist /«ccklos, nur Expoi-is im Liiifan^'o mmi ■-'—;; ^eliroiliinaseliincnjoiton
siiul zur Einsendiins; an die I-'ilniiiHiiistrio, lio^jisseiiro nsw. geeignet. Für
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung iiber-
noniinen Verden, also soll der \ erfasser nur Duieliselilage senden, vom
liandgesolirietienon iSendungon (leserlieli) eine Absehrift zurückbehalten.
K. \\ . :i II > 1' I .1 11 k r II 1 I - M .1 i II : Fls im uns h-id. lliiieii keine
piakti^rboii l{.ilselil;ige gidieii zu kiinneii. Der l'iliiisch.iu^pielirlioi iiT
i>l sidir iiberfiillt niid d.ilior nielil .■iiis>ielit>roic li. N.ieii den kleinen
Hiidilieli lallt es sieh seliwor beurteilen, ob Sie lilnibegaiit sind. .\iii
• w c-ekiu;iUigsti'U i>l es. wenn Nie sieb iiniiiillelli.ir mit den Filnigesoll-
siliiftei I Hegisseun'ii in Verbindung setzen, .lue .Ma.v. Il.inns Si-liw nrz
Mild \\ ilbcliu 'riiiele sind dnreli die IIa. Herliii .^W lis. Kdcbslralii- fi-S.
I.'iid.dl W .ilter-Feiii. .\la\ Ob.il. \'i(liir .laiison diiieb (Mo Aal'.!, Uerliii
s\\ |s. FriedriibsiralJe ■2S.\. Fritz l.:iiig diireli Lang-Filiu. Herlin SW is.
Friedricbstr.ilie i'j:;, .N.ilion.il. Herlin s\\ 1«. Friedrielislr.aUe In. zu
erreiebeii.
F. (;.. K II II i g s b e r g : (idelte lUillel. mit Fjiist Wiiiar verlieiralot.
«iiliiif lierliii-( li.irliilleiiburg. I.ietzonbiirger Sir.ille I.'.. Fernst Uen lirr
liliiil Hiebt nieln. fillv F'eindt iliiifir iiiigef.ibr in zolin i'iliiien ,il- ll.iiipi-
d.irstollerin gewirkt li.iben. Sie ist .iiieli eine bokaiinle Tuniiei reilirin.
E. 1'.. .\ 1 I (I n .-1 : wenn sieh die .\ntwort im ..Filiii-.Magaziii' luaiiili-
nial verziigert. so bitten wir iilelit zu M-rgessen, d.iLi t.-iglicli etw.i Iiiindori
Jirii'fo bei uns oinkiiifen. Wir bitten Sjo. llire l'r.igi'ii noch einmal zu
stellen.
.\ I II i s i;., F'. 11 I o 11 a II : |l:i wir I'iliiieiig.igonionl- nii'lil x erinilloln.
köiinen wir Minen leider keine W.il-ililage geben. Aiieli mit is .l.ibreii
k.'iim m:iii zum h'ilni. wenn ni;in das nntiue T.'ilent hat. li.i^ Ix-ire!-
foiido ln>or.it kostet :; .\Firk.
Herta H.. Kiel: Der letzte l'iliii Min Fred 'riionisiMi liiolj ..F'.in
Itiiidit \ Oll F:iiie". Frank .M.iriiin lilint in llnllv wund nnil koninit ^or-
l.'iiit'ig .Hieb iiieiil n.ieli Deiilsebl.ind.
Neugierige i: I s e (;.. J> ii s s e I d o r f : Hosten K.ink für d.i-
notte liediebtebeii! In Diisseldorf gibt es keine F'ilmseliule. Vieliir V.ii-
koni ist » erbeir.itet. Niieli Hiebt in Herlin. -Voeli kein neuer l'ilni mit
iliin angekündigt. ( liailiilto ll.'igoiibriieli ist nielit inelir liiilineiiliiiiu.
I'.i^t .illi' dental bell l'il werden in Herlin ndor .Miiiielien liorgestelll.
.M.inelie F'iliiisl.iis sind selioii von Kindesbeinen .in beim Film. .Msn ni.iii
k.'inii aiieli unter 1^ .labri'ii sebmi t'ilmen.
II. K. 1lM!I7: I.ieii llojers ist lliillandei in und wurde in Anistord.im
gcdioren. Fred l.nuis l.oreli st.imml .ins F>nsdiirf (( »esloiroiebl und li.it
.1111 Js. .März Ceburtslag. Il.iiis .stuwe wurde :iin 11. -M.ii in ileeklen-
biirg gelioriMi.
II. K. li'HiT: l.ion l)e\ors wurde in .Vmstord.im geboren und ist dunli
die lleutselie rni\or-;il. Herlin W s. M.inoi »tr.i lie f>L'. zu erreielieii. Froil
I.Ollis l.oreli widint Herlin W. Kegonsbiirgi'r Sir.iUe II. st.ininit .ins F.riis-
dor (Oesterreieb) und b.it .im J«. .Miirz (Jeburtsl.ig. H.iiis .stiiwe erbliekle
.'IUI 11. .Mai in .Meeklenbiirg das l.ielil der Welt und bat seine Wobniing
in Herlin-Halonsee. l'.inlsbornoi sti.irte il. Fee .M;ilten wnlint Herliii-
ll.ileiiseo. Nesti.rstr.ilie :>:>. und wurde .iin .'. Dezoinbor in ( liarlottelibiirg
goboron.
F n V 0 r s (• b ii m t e F" r .i g e r i n ;i n s I. ti z o r n : Hillie Dine ;
I';.rtnir in ..l.unisi.ni i. die weilJe Skl.iviir-. w.ir (;ilbert Hokind. F",r w ir
.ineli Xorm.i 'ralni.idges l'.irtnor in der ..Stunde der Entselieidiing-. Der
Kiinstlor ist diireli die I'niied Arlists, Tjmi S.int.i Monie.i Houlovard.
Hollywood. K.il.. zu orreiilion. I>er r.irtner Min Hetty J'.ilfoiir in ..i;\.i
im l'.ir.idios' beilJl .\le\.iiidei d'Arcy.
I. o o S., Hozon: (»Ig.i 'l'^ilioeliowas neuester F"ilni Iieilit ..Di.ino.
die Uosebielite ei • l'.iriseriii ■. II. H. W.irner ist diireb (eeil B. de
.Millo-StuiUiis, lloll\wooil. K.il.. zu orroiiben, Iwan l'etruvleli diireli die
(ireenli.inm-Filni. Herliii SW (is. KoebstraLii- (il. Kurt (ieiron widint Her-
lin-H.ileiisoo, .\llireelit-.\iliilles-Sti.ilio H. itin.a de l.igiioro Hoin. \i;i Cres-
eontzio 19.
Else S.. H . I d M .' r g e n t II o i 111 : l,oiii-o HinoU.. i>t Aniorik.inorin.
Sie wird in einem Ir.iiizi.siselieii l'ilm. der siili ..l'reis der Sebiiiibeif
belit<-lt. die II.i iiplriil lo spielen.
.M a r t a Seh.. Herlin: AVeiiden Sie sicli, bitte. ;in die Arbeils-
geniein>eli.il't dir l'ilni\erleilier. z. ll.inden ile^ Herrn liemr.i Idirektors
l'eit. Herlin SW |s. Fi iedi ielisii.ilJe i'J.i. odoi .iii den Hund der l.elir- und
Kiilturlilmliersleller. Heilin SW (is. Koeloir.iUe 7:i.
-M .1 r g a Soll.. Nürnberg: .Maleolm Todd ist iini.r liov.il Air
fijree Club, i>H. I'ie.idilly. I.i.ndon \\' 1. zu erreiebon. F;r wurde .im
IT. .März geboren und ist unseres Wissens nincriieii.itet. K.irten \.ni
F'ilinst.irs können sie aiieli diireli den \erl.ig des Filni-Mag:izins. Herhii
SW (is, Koelistr.ille (i-.s. erli.illen. Hie (iiiiljo .in ll.'irr\ I.iedlke siml .■ins-
gericbtet.
Frieda AV.. Herlin: Feber Elis.ibetb Hergmi i-t liir die iiäi li-le
Zeit ein Aufsatz mit riiotns vorgeseben.
A n n 0 1 i 0 s (i. ,i ii .- l) i e s ^\ c n ; (;iei:i (.arlio i>t nielit mit .lohn
(iilbert verbeiralel. Die von llineii erv\;ilinle \ erlobiiiig selieint nur ein
(ieriieht zu sein. W.inn die genannten F'ilinst.irs einm.il Dresden be-
siiehen, können wir llinen leider ;ineli nielit s.igen.
A.. O p p .1 n : lue weibliehe H.iii|iiroIle im l'ilm ,.Ilie vom Nieder-
ihein" spielte F'.rn.i Moiena. .\iiii.i .\la\ \\ Hiig ist (liinosin, Hetty
.\iiim;in .Vinorik.anerin.
F r s e 1 ans Hremen: sie li:ilien reibt, die \'erloliiiiig A\illy
liii-eir ist nur ein lioruebt. Hamon No\arrn kommt im Sommer nacb
Herlin.
F: \ .1 '1' 11.. H e r 1 i n : Frilz l..ing erreiehen Sic dureli l'ritz L.iiig-
Film. Herlin S\\ is, Friedriehstr.ille Ji'l.
F" 1 s e H.. Kiel: Der llaii|ild.iistellei im ..Hing der H.ijailere' w.ir
nielit lüeb.ird H.irtbelmess. sondern lleiii> sin.ut. Hrigiite Ilelin gibt
.\iilogr;iinme. ])ie ll;iuptd.irs|ellerin in ..Die Heilige und ihr N.irr' war
l.ien Deyer>.
10 1 1 e n II.. Königs b 0 r g : Die l'.ii'tnerin \oii Emil .l.innings in
..Sein letzter Helebr w.ir Evel> n Hrenl. Dil.i l'.itlos neuester l'iliii IioIIjI
...M.imileseu'. Hetly .\iiiniaii ist .\mei ik.iiierin und ninei heir.itt.'t. V.i-
lori.i Hl.'ink.'i ist l'iig.irin. geschieden, filmte friiher in .\merik:i, wohnt
Herlin NW sT. Hrliekon.illoi' i. siöelte ii. .i. im ..Modernen ('.is.iinn .i'-
und ,.1'asehingspriiiz" und wird in weiteren Aat.i-I'ilmen zu sehen sein.
F' i I m f r e n n d i II F;. A\.: I'b.irlie (liaidin wohin in Heverly-Ilill=,
Dolly wodd. Kalifornien.
li II d o I f F.. H u d .1 p e s t : snideii Sie lliie l'ilmidee in l'urm eines
kurzen lOxposi-s an die dr:iiii.iliirgisi lieii .Vbieiliingen der Filmgi'sellsehaf-
1011 wie ff.i. Herlin SW lis, Koeli-.tr. ilie li-s, Nalimi.il. Herlin SW IS.
FriedriehstralJe lo. Aäfa. Herlin SW is, F'riedriehstraCe i'j:;, Terra. Her-
lin SW (iS. Koehsli.ilJe i;t.
F' i 1 111 f r e II n diu i n M ;i i n z : Den Hm-i im ..K.iiniit' der 'l'erti.r-
spielte der kleine (iiistl Stark-tistetteiib.uii . W iiluiiing; Herlin .\'\\' f^.
K.irlstr.iUe L'."i. Er wurde in .str.iiibing geboren. Fee M.ilten widiiil
Herlin-Il.ilensee, Nostorstralie .'i.'i. Ernst \ erebes Herlin W, Kinsor sn. in.
1, j d i ;i M.. Herlin: .lawohl. (iiinn.ir Tolnaes ist selnni l.iiige bei
der S|ireehbiiline. Sein neuester Film ist ..(iosehloeht in F'esselii . Tol-
ii.ies kommt im .liini wieder n:ieh Herlin und wird hier filmen. l':ml
Wegener befindet sich ,iuf einer Hiibiiong.istsiiielroiso durch .Südamerika.
S (• h 11 II r z II 11 d Spatz a ii s 1, e i p z i g : Die Verbibiiiig oxistiorl
nur als ..(ieriiehf. Im nbrigen l'riv;its;ielie der Heteiligleii. Der neueste
Film mit Werner l'iietterer lieiCt ...Morgenröte •. (irel.i C.irbo isl wieder
n.aeh ( iih er-Cily zui nckgekebrt. Ihr l'.irtner in ..Krieg im Dunkeln"
ist (onr.id Nagel. Feber Hoben 'riioereii können wir Ihnen leider keine
näheren .Vng.ibeii m.ichen. FN ist nicht .•insgoscblosson. il.il.) l.ilian H.ir-
vey ;ineli wieder mit Werner l'iietterer filmen wird.
I. i .-1 It.. Nürnberg: H.ii li.ir.i Kenf und H.irbar.i JJedford filmen
fleilJig. Karina Hell und ('orr,\ Hell siml zwei versebiedene Eilnisi'h.iii-
s|iieleriniien. K.irin.i Hell ist Dänin und h.inplsäelilieh als r.irlnerin ^on
(iiinn.ir Toln.-ies bok.-imit. C'orry Hell ist Deutsche niid s|iielie in ,.Kle(ter-
iii.i\e". ..Moderne I'iralen" usw.
Fditli N., Herlin: l'.iiil ll.irtm.inii und Hiiiiio Decarli filmen
Hiebt mehr.
F". r i e li Hr.. Halle: l'.it und r.at.ielion U'.irl Seheiistriim und
llar.ihl — nicht Ilolger — M.nisenl erreiehen Sie durch die Palladiiim-
l'ilm. Kopenb.igen. \ielleielit wenden Sii. bei der .Vnsclirift ihre rich-
tigen Namen .an. Iteiile Kiiiistler geben .\iitogr:inimc. .Sie können deutsch
:iii sie sclireiben.
N II r Ott 1) c; 0 h ii li r : Otto Gebiilir ist geseliieden und b.-it eine
Tocliter. Die angegebene Adresse stimmt noeli. Sie haben reelit. Ge-
bühr war friiher .lucb kurze Zeit in .\nierika. Sein (Jobiii tst.ig ist iler
Ii). Mai. Die (Jriil.lo sind ausgerichtet. Der N.iine TrcMir wird aul' der
ersten .Silbe beloiil.
Ilse K., Leipzig: Iw.in Mosjiikin gibt .\iitogr.iiiiiiie und ist iiiil
der Filmsebanspielerin .\gnes i'eterseii ^ erheiratet.
Herliner F" i 1 ni r ;i t t e I' ii s s y : 1. .lawiibl. Sie diirien l'r.igeii
stellen. i. Din.i (ir.illa gibt .\iitograniiiie. wird also Ihren Jirief nicht
iineröffnel zurücksenden. .'1. Der Film, in dem Hrigitte Helm eine Hlindc
siiielle. beilit ..Die Liebe der .leaniie \ey.
F' i I m f r e ii ii d i n n e n F r i e d c h e n 1'. n n d 1' .i ii I i n c h e n T.
.1 II s N e II s I .1 d t : Hon Lyon ist durch die First X.-ilinn.il. Hiirb.ink-
Holljwiiod, Kai., zu erreiehen. F2r ist Amerikaner, bat am (">. F'eliru.ir
(iebiirtst.ig, ist mit Hebe Daniels verlobt und gibt .Vntogramnie.
.M ,1 d e 1 e i n e IL. (' h a r 1 o t t e n b ii r g : Km .Autogi.imnil.ig mit
Henry Stuart ist ;iiigeiiblicklicli nicht vorgesehen.
L' 1' 1 !) . O p |) a II : Ihre Hildw iinsche sind MirgemerUt und sollen tun
liebst in näehsler Z -it erfiilll werden. Der Film ...Metropolis", sämtliche
H.iiiteii usw. wurden in Neii-H.ibelsberg In rg. 'stellt.
.1 a k o b F\. S .1 a r w e I I i n g e n : ll.irr.v l'iel ist selmn viele .l.iliie
beim F'iliii. Zuerst betätigte er sieb nur filnis.diriftstellerisch. Hon.iid
Colm.an erreiehen Si,' dnreli die riiiled -\rtisis. Tjn i S,in;it Monic.i Hoiile-
\.ird. Ilollywdod. K.alifoniieii. ICddie l'ulos .\iisclirift ist Herlin SW'ls.
F I iedriehstr.iUc i'lT.
Arnold IL. Cronberg: (.ieboii Sie im ..Filmm.ig.-izin" eine enl-
s| rechciiilc .Viu.oigo .auf: Kusici,piii,kt :!.— M.
i
E d i I li II.. Berlin: M;i(l.v ('liristi;ius woliiil Hoiliii-Cli.irlotti'iiliurK.
Uisiiiarck.'itr.i/Jf (>T. H.imoii Xo\:irri) koiiinil \ (iiaussiclnlicli im ^Diiiiiifr
ii.'icli ]t('rliii.
E. S., 1, M 11 K <■ 'J '■ I' '■ U : l'i'l I!hmi.iii ..Sind, iri.d. IIclciic AVilliii" isl
bis jetzt noch iilclil verfiliiU ■worden.
E. V. !{.. I' (I t s (I .1 IM : TmiiI lleiiieniiiiin wdliiil Ucriin-Waiiiisee, Küniu-
str.ilJe (isli. \ivi.iii Cili.siiii lierliii-.ScIil.Hlileiisee. W .innseeslralie Iii'J, Erii.--I
lli)fiii,iiiii Herliii-Il.ileiisee, \iij;iisle-\iktciri;i-Sir:ilic l, .Vfine.s Eslerliazj Uer-
liii \V. Hi.'^iii.ireksIr.ilJc 1. (ir.uiil-llolel Tier(;.Mieii. (iriiUi- Tierlri ile .-.iiil
.iiieli mich II, ■•!. .leiiiiv .Tiisn. Ileiiiy Stii.ul. l.>cli.i l'nlecliiii.i, Tlie.i mim
Harliiiii.
Irene l>.. K li I ii : lu.iii l'elrdvicli ist (liiri'li die (ireeiili.iiini-Kilm,
Hcrliii .S\V (in, KiielisIr.ilJe (II, zu erreielieii. Aii^ciililieklieli i>l der Kiiiisi-
1er .aber nielil in Heriiii. Kr Rilit AiitdKraiiiuie.
A n n y .\l.. Dresden: Ein neuer ( 'ill.\ -l'eindl riliii i~I im Aii;;en-
Miek iKieli iiielit .an^ekündifii. (ill.v l'eimll ist liliiml und lil.iiiaii;;!^'.
II. .St.. <; (i r I i I z : .M.isila Snnj.i nilit A iito;;r,imiMe.
H e r II li .1 r d S e li.. M » in li n r fi, : W arnm keine l'ünie mii Hrij^iiie
lli'lm ilcnt l.Mifen. kiiniieii wir Ihnen leider .ineh nielit s.ij;en. Es ist :im
zw eikmalJinsten. wenn Sie sieh in dieser Aimele^enlieil .an die dnriiui'M
Kimdiesitzer (ider alier .an die rt'.a. Iterlin S\\ Cs, KnehsIr.iUe (1 — s. «en-
den. Der I'ilni ...Mraiine" liiiilt nielil mehr in lierlin. .Mii^lieh. d.ilj
Xri^itte Helm .iiieh i'inm.al n.ieli lliinihiir;;' reist.
W .1 I t e r (i.. I" r .a ii k f ii i t ;i. .\l .a i n : .\in hesteii, .sie iiisiaiereii im
..Kilnim.iR-aziii'. Die In'lreffemle .\nzei(;e würde ;i. — .\l. kcisien. .\mii.i
.M.ay Wonp; i^üM Aiitiifiraniine. Sie s|piidt .uiKeiihlieklieli in Limdiin
Theater.
i: r i e h K.. Dresden : Hilda Uoseli wiilint Berlin XW «7, Afirieol.a-
str.alJe i::, ist mit einem Industriellen verlieir.-itet. naht .\iitoKr.iimiie, öfl'nei
lind lii'st alle Brii-fe seihst und ist eine ;;r(ilJe Itlnnienrreniidin.
I" r a n z K.. S t e s I ' • '• : \Veun sjc zum Kilm wollen, se ist es am
zweekm.älJif;steii. Sie setzen sieh direkt mit den l'ilmf;esellseh.itlen in
Verhiiidiin«. Wir \einiillelM keine EiiK.iK'enienls. Die .\iissielilen sind
t^anz iintciinsti;;.
I, i s .1 W e I d e n : Im allt;ciiuineii h.iheii I'remde keinen Zutritt zu
den Ateliers, was sehr he^i fiflieli ist, d.a (li'r liesneh die Kilmleule liei
ihrer Arbeit stiirt.
\V (I I f E.. I' I li n : Die Lukrezia in ..Dein .lii.an- spielte Dnlurr^
(iistello, die (iattin .liilin Barr.x innres.
I" i 1 111 s e h w ä r iii e r i ii ii e n E r i k .a ii n d E I f i i e d e : Die bei-
den ll.an|itndlen in ..(i'seliiebtcn aus di'iii Wiener W.ald" spielleii Ver.a
ViMiniiii.i iiiid Erie B.arel.iv. Diii.a (Jr.all.a wurde .im l.'i. .lauii.ar in \\'.ir-
sih.iii fiehoren. Werner l'netterer ist ledi^'. •;ibt .\iitnf;r.iiiiiiie und spielte
kiirzlieh in ..Die Kliiehl der Deli.a ". Willy Kritseh « im de am l'7. .I.inii.ar
in K.illd« ilz fjebiireii. l,>:i Mara. tiebori'ii in Hin.i. lieifjt rielilin I.isvv
tii'rdiiu iixh lind isl mit Kriedriih /einik verheir.alet. Christ.! Tiiidys
liehÜKer N.iine ist ( hrista rilioin. .am im. .Iiiiii in liremen neberen.
Mady (hrisli.ins wurde am l'.l. .I.iiinar in W ieii ^cbdreii. t'hrist.i Inrdy
lind Mady Chrislkans sind Kusinen.
.\ I p e 11 r o s e i ii d e r S e h w e i z : Doiiij.l.is Fairhanks i.st mit
.\l.ar.\ I'iekfiird verheiratet, hat einen erw.iehseueii Sdhn, ist .Vinerlkaiier.
«ibf .Viiliinraiiime und wiihiit in Beverly-Hill-^. Hcill.v wiiod. Kai.
Olly -M.. Berlin W: \\i\\:\ C.arden ist mit dem riissiselien l'eKis-
seur Ozep \ erheiratet.
-V K o Barish: Wendel) Sie sieh, bitte, iiiiniittelliHr .••n die Filii-
•;csellseliarteii. Wenden .Sie sieli .an die Kiliiisehiilo in iliinehen, Souiien-
sir.al.le l.i. Dort erfahren Sie alles .Näheie.
X e 1 I y a u s II .a n u n v e r : Lewis .Sioiie erreiehen sie dnreh iie
I'.ir.amount, .'>l.')l .M.ar.athon Streef, llnllywood, Kai.. l'.S.A. Er ;;ibi Aiitn-
nr.amnie. I'ii^en Sie einen intern itiiiii.al''ii I'ostseln'iii bei.
I, n e i e F.. B e r I i n : (iunn.ir Tidn.ies ist uieht mit K.arin.i Ibii
\ erheir.atet. \. W. Sandber^ widiiit Berlin-Sehiinebein, Steiii.ieber Sii. i.
I.ueie Dnr.iine lilml in Hollywond als Partnerin .laiii't <;.iyii(Ms,
H e i 11 z I,., N e u - B a b e I s b e r }; : (Jreta (i.irbo ist durch di;'
.^letrll-(i(lldwyn-.stUl^io-, f'nlver-City, K.alifiirnicii. zu erreichen. Sie i-l
Schwedin, am 17. .\pril in (ibtehorn- tceliDieu. (übt .\utnni.imnie. Isl
iinverheir.itet. Ihr niicbster Film lieiUt ..Krie^; im Dunkeln'. Mett\ Amm.ar.
«cdinle kiirzlieh der Erst.iiitliihruiifi- von ..Asph.alf in Sincklicdin lui.
Wenn diese Zeilen i'rscheineii. wird die Kiiii-Ilcrin aber IkicIisI« .ahisebein-
licli «icder in Berlin sein, Ihre neue .\dre^»e wird d.aiiii snt'url liek.aniH-
iic^cbeii. Sie nibi .Kntdijr.amme.
E i 11 I, e s e r ;i ii s d e in B .i y e r w .i I d e ; (Jiistl si.ink-tJ^Icilenb.nu r
spielte bis jetzt n. .a. in l(il(;eiiden Filmen: ,.Der l'ieeuld muh ;;iililciieii
l.üwen'. ,.\\ olsa — \\ ulfi.i", ..Der K:iniiif der Terli.!". In dem kiuumeii
dl II l'ritz I-inu-Film ..Die Krau im .Mumf spielt er .imh cim- n.i^ciidi-
Udlle. Er st.immt .aus Bayern.
E in I, i I i .a n H .a r v e y - u ii d B e b e D .i ii i c- I s - s c b w ii r tu e r.
S I e s; I i t z : Fred Soliii .alias Kohert (aslle ist der I'.irtner \ini Bebe
D.iniels. verloht isl die Kiinsllerin aber niil Ben I.yiui. Die .andere Vir
lobnii;; ist anschciuend nur ein (iciiicht. Im iibiincii l'ri\.itaiijrelef;eiibeii
der BcteilisK'n.
.1 .1 r i> w i s c h : l'ebcr die belrell'eiiden Hiilineiisch.iiispiiler mihi
stesilitzcr SchloUp.ark - 'l'hc.iler kdimen uir Ihnen leider keine uäbeicn
.\iinaheii lu.icben.
M a n. S i., S e n f t e n h e r ;;■ ■ Der licireffende Kilm ist iinbck.iuiil.
I.'oberl Tliicni isl ein juiifier l'ilmil.irslellcr. der auch bei der .Sprechbiiliii-'
läti^ ist. Er wirkt,- in i'iil^;ei,dcii Kilmen mit: ..Vciiiis im Kr.aik' . ..W,i»
Kinder den Eltern M-rscbw eij.;en'. ..Weiiii Menschen reif zur Liehe
« crdi 11."
D I) r i s K.. K 1 a ii k f ii i t - M .a i u ; 'Widier sie d.is Bild von Diildre--
del Hill bekomiuen haben, d.as Sie tKHV nielil bestellt h.ilien, können wir
lliueii leider ;iuch nicht s.ifj-en. Da .aber nnler dem Bild .,1'iiileil .Arlisis
l'ictiire" M'r:iierkt ist. so r.ileii wir. sieh einm.al schriftlich .in die l'nited
.\rlisis in Berlin SW Js. Kricdrichsir.iljc l!i. zu «.•.iileii. Die Intel schrifi
MUi Dolore- ilel Bio ist u.itiirlich ..eclif . .\dolplie Menjoii ist iliinli die
I'.ir.amonnt .'il.il. .M.iratbiiii Street, lliillywodd. K.il.. zu erreichen.
(i. .Seil., Krank fürt : .Senden .sie :\ M. für die Annonce :in ili.-
Illiisliierte Filmwdcbe. (;. m.b.H. (Verla;; des I'iliii-M.i^.izin i. Berlin. Koeb-
slralJe ti-«, VMir.inf die .\nzei;;e erselieineu wird, (dnr.ad Veidi wiibiil im
I'.deii-IIolel. Berlin. Biiilapesier Sir.aüe. Selbstverständlich dürfen sic den
Kiiiistleriniien zum (Jebiiitsi.i^- nr.atiilieren. Ol^.i Tsehechow.a wurde .im
L'6. .\inil in .Mexandropol (Kaukasus) neboren. Sje w.ar früher Bild-
h.iiierin. kIhK ilaiiii zur Biiliue und zum Film, ist «;eseliiedeii und li.at eine
'rochier. Ihr iiächsler Film heil.it ..Di.ine. die (icschichte einer I'.iiiserin".
i
Ein schönes Bild beweglicher Reklame
Die Front des „Ufo-Palast am Zoo" mit der lebenden Lichtreklame bei den Aufführungen des Ufa-Films „Asphalt".
I'liot. l l\i
Entwurf: Rudi Feld.
Greia Garbo in ihrem neuesien Film „Wilde Orchideen'
P/Wt. M.-Q.-Mr
Elsa P., I. i c ff n i t z : Ilnrry I.ioiItUi-? V;iUt i>l nicht Si-luiuspiflor
Kcwi'scn. I.icdlki' stMiiiint vicliiiclir .ins ciiu-r K.iiil'iiiMiiii^if.nnilip.
E. E.. 1-" 1- ;i n k f II 1- t : Ein«' ilcr lick.iiiiilcstcii ciinli-clicii Filiiit;t'M'll-
scliaftoii ist die Itrilisli Iiilcni.iliiiii.il. I.oiuloii. El>lri'c-.'<liiilii)>.
1" i ! 111 f r <• II 11 il i 11 E y n ;\ U.. .\I .i ii ii li (• i m ; Iw.iii IN-lrovicli )i;it am
:il. Di'zi-iiilicr (;(■llll^l^t.■lJ^ iiiiil i.-.| iiiivcrlicii.ili-i. .I.i»(ilil. er s|>ii'!tc oini»
ll;iiilitr(iilc in .. Alr.iiinc'. In ilcii ..l>ici l.cidi'iiM-lmfli'n ■ i.st Alice Tcriy
>.ciiic l*;iiinci in. l-\:i M;ii;i li.it keine KiniliT. \\iil> Klitsch i.st niilit
verldiit. .I.ick TiCMir ist nicht •;cschieileii. Minilein mit eiiici- Eii^l:inileiiii
;;liicklich M-rhcir.-iIct. (irctri (iiubo ist nicht mit .Inhii (;inieil \eriii;ihll.
. 1{ .•! 111 o n .-1 : Wenileii Sie sidi direkt .in Itol.ind |)i-e\v. Kiiffcn .'^ie
.seine Hildk.iite lind einen interii.iti(iii;ileii l'iislsclicin hei. Er ist niiscres
Wissens Ainerikiiiier. Die Eiliiist;irs ^tdicii .\iit<>Ki'.'niine.
V. K.. I? e r I i 11 \V : I,y;i M.ini ist ehcnl;ill> n.ich Aiiieiika Ki'l'eist.
wo sie mit ihrem (;.itlcii 'I'nnfilmstiidien ni.-icht. (;iinii;ir TcdiLies K-isli«'''
.iimcnlplicUlich in Scliwedcii in dem I.iisispii'l ..Arm wie eine Kirchcn-
iri.-iiis' mit K.irin.i IJell. Tnlii.ie^ knmml im .Iiiiii n;ich licrlin und «iri^
liier filinoii. Lirct.i (i.irho ist wieder n.nli ( iilx cr-Cily. K.il.. /iiriick-
gekehrt.
(iertriid ]•".. 1? i- r I i n : Den N.inieii und die Adrc--e mhi Louise
Urooks Erisenr Uiiiineii wir zu iinserein Sclinier/ nicht einiitieln.
Horst N.. K o II i K s b (• r (? : ,!>'<'
heideii ll.i iiptd.irstcller in dem I'irs'
N.itimi.il-l'ilni ,.\\.is eine sdioiie l'r.iM
bcfichrf w.ircii Hillie Dove und l.hiy.l
Hi7Klies. \i\i.iii (iilisoii lilmt liei der
.\;>f.i. Der iiiicliste l'iliii mit ll.irry ll.iini
iieilJt ..D.is Modell vom .Moiitii.niiMsM- .
Ein neuer Eiliii mit »ctty .\iiiin.iu ist
noch nicht .inncküiidigt. Erst kurze /.cit
lii'im J iliii.
H e i n li o I d K., C I .1 d b o e k: Il.irry
l'iel widitit Hln.-Sclninelierfr. .Viii l'.irk li.
\V e r 11 e r K. in Z ii r i c li : i)iii.i
(;r.Ul.i wohnt Herlin W, Speyerer .Str. l'J.
i>t seit kurzer /.eil Witwe, wurde .im
l.i. .I.inii.ir in \\ .iiscIkiii ;;(dinrcii. tr.iA't
einen Kiinsllcrn.iiocii. ist Min Uicli.iril
lOichhcrt;- Ihr den Film entdeckt worden
lind h;it nie eine Eilmscliiih' besucht.
Das Alter neben wir Ki'"iids.itzlicli nicht
.111. Sie spielte u. .i. in lol^endeii
rilinen: ..Prinzessin 'l'rnll.ill.i". ^D;is
Iraiilein \oii K.isse U'-. ..Der .ilte
l-ritz-, ..Der Pic(olo vom niihlenen
l.öwen'. ..Die tolle Kointi-ss'. Ihr
iieiiesler Film lieiUt ..Ein kleiner \«:-
schiilj aiil' die Selio-keif.
Fritz S c h.. D r e s d e ii : E^ ist
am zw cckmänis^len. wenn Sie Ihr M.i-
iniskri|>t in Form eines kurzen Exposes
IL' — .'i Schreihmaschinenseiten) ;iii die
drain.atiirfiiscbcn Abteilungen der Film-
gesellschaften, wie L'la, Berlin s\V (!s,
KochstraUe CS. Aafa. Berlin S\V 48,
Friedriihstraßi- i'i':i. Terra. Berlin S\V fi«,
Kochslr.ilJe ?:>. senden. Es wird ;;idesen
lind K''iriift, aber Sie niiissen sich sehr
in (Jediild f;isseii. da der Einn'.in^- an
Filmentwiirfen sehr t;roü ist. Biicher
über d.is Filnim.aiiiiskript erh.illeii Sie
beim .\l.ix Mattisson - Verl.i^-, Berlin
SW fi.s. Ilitterstr.ilie VI.
(; e r II .1 r d s o li., Berlin: Diex-
VerlobuiiK scheint nur ein (leriicht zu
.sein. Wir sind der .Meiniiiif;. d.iß i's
.»ich um eine Privat.iiif;eleKcnlieit han-
delt. J)ie neuesten Filme mit Uetty Bird
.sind ..Dil- .Mifternaclitstaxi-'' und ..I>er
Held aller M.idclienträiiiiie'. Beide Filme
sind kiirzlicli in Berlin iir.iiil^el'olirt.
Ob «'S möslicb ist. I.ili.in Har\ey kennen
zu lernen, bezweilelu wir.
.V II I o r , D r e s d e ii : Die .Adresse von dem französischen Alli.itros-
WeiiKerorf-Filin ist L'(i nie Fortiiny, P.iris. .Außer den Keuannten (21)
Filinnesellsch.iften sibt es noch ii. a. Fox, Perlin AV H, Fiiter den Lin-
den Ifi, Poetic-Film, Berlin SW l.s. FriedricIistr.ilJe 13, Heiiiiy Porteii-
F'ilin, Herlin SW 18, Frieilriclislr;ilje ■>>{. Xordisk und l'all.idiiiin in
Kupeiili.'iKen, S.isehn-Filin, Wien, SiebensteniKasse .fl.
Lolo S., AA'e i li e n s e e : Die Doppelrolle in ..Fm seine Ehre"
Avunle von Ciost.a Ekinaii dargestellt. Cilly Feindt ist blond. Al.irtin lleiz-
lierff spielte eine Hauptrolle in den ..SiebzehnjjihriKeir'.
[a^WB^s^iSmimr^si^aia^^
H. B. 12«. K ii n i K s h e r ff : Harry H.alin wohnt Berlin- 'alensee.
(icerosiralie .'i7. wurde .im 17. .I.inii.ir in Herlin K<"boreu und s'ht Auto-
gramme. Er spielte ii. .i. in folueiideii I'ilmeii: ..K.iiiini<-riiiusik' mit
Ileiiii.\ Porten. ..Prinzessin 'i'nill.ill.T', .,Die tolle l.ol.r-, ..A'.iter werden
ist nicht schwer". ..Zwei rote Hosen". ..Der I.adi'iiprinz ". ..Ihr dunkler
Punkt". Sein- nächster Film ist ..Das .Alodell vom .Mouip.irn.isse ■, in dein
er wieder mit I/iliaii H.irvey spielt.
Arnold H.. (' r o n b e r fi : Briaille ilcliii wohnt Herlin-D.ihlein,
Im Winkel .'>. J)orotlie:i AVicek Jliiuehen. 'riiicrstr.iüe 1!). H.irr> Halin
Berlin-H.ilensee. Cicerostr.ilie öT. (iiist.iv Fröhlich Bcrli-i-AVestend, Kiir-
lander Allee 1. I..i .l.iii.i Berlin-Ch.irlotlcnbnrM:. B.iyeni.illee l.'i. Cliarles
Farrell ist durch die Fox-Studios, lim Western .\\e., Hollywood, Kai.,
zu erreichen.
H .1 r r .\ I, i e d t k e - A' e r e h r e r i n a u s AI .i (i d e b u r ;; : Harry
IJedtke wurde am 12. (Iklober in Könifjsbcry; freboren. Er li.it zwei
Sohne, die .iiiLlerh.ilb Berlins widmen sollen. .Xciii. sie sehen nicht zum
Film. Fritz K.impers wohnt Berlin-Charloltenbintr. W.iitzsir.iße 22, und
ist sehini viele ,l.ilire beim Film, .lohn B.irr.v iiiore ist Amerikaner, in
Pliil.idel|diia eeboreii. Iw.in Alosjiikiii ist Hiis^e und wurde in l>enz.i ffc-
.loreii. H.irry j'iel erblickte am 12. .Inli in Dii-seldorf das l.iclit di-r Welt,
l.ivio l'.'ix .'iiielli .1111 H. September in Bolonn.i.
(i e s c h w i s t e r U ii t h ii. H i I d e
.1 II s (;.: JJen Ol.if in ..Hiitschbahii"
spiidte .\riiold Hasenclever. J>ii' weib-
liche Hauptrolle in ..Kreuzzu^ des AVei-
bes • stellte Al.ily Di-Iscb.ifl d.ir. Orete
.Mosheiiii wohnt Berlin \\ , l'ariser Str.
Nr. 27, ist mit dem Scli.inspieler Oskar
lliimolk.i \ erheiratet, «ibt Aiilofiraniine.
winde .1111 H. J.inii.ir in Berlin ^cebonMi.
i.-t blond und bl.iuäiiyis:. Sie ist eiiii'
grolle X.itnrfrciindiii. tri'ilil viel .Sport
lind interessiert >icli sehr fiir Literatur
und Kiiiistj;-eschiclite.
H e r t li :i S., J) r e s d e u : l'eber Ines
Monlos.'i können wir Ihnen leider keine
H.-ihcrcn Aiifi.-ibcn ni.ichen.
L 11 c i .1 D., K ö II i K ^ '• f f ff : AVl.i-
dimir (iaid.irow wohnt Iterlin-H.ilensee,
.liiacbim - Friedrich - Str.ilie fvt. Er ist
l.'iis^e. in Polt.iwa geboren und liebt
seine lleiniat sehr. Er ist Bühnen- und
Filmscli.iuspieler. Sein neuester Film
lieilit: ..Fr.iiii>iir:inb in Al.irokko". AVeun
diese Zeilen erscheinen, tritt der Künst-
ler mit seiner »i.ittin, der Scb.iuspielcriii
OIk.i OzOHskaj.i. in der Tribüne in Ber-
lin .'Ulf. Sie werden in nis>ischer
Siir.iclie spielen. (J.iidarow bevorzugt
iinseies AVissens Hosen.
I' i I 111 r r e 11 11 d S c h w i w a P o s a i:
Die yenaiinlen Filniiicsellscb.iften haben
keine eigenen .\telier>. Fremde diirlen
den I'ilm.iiifn.ihmen iin ;ill(;eineiiieii
nicht beiwohnen. Die Parufamet i.-t
eine ACrleihfirma.
II o I 1 .1 , B r e s 1 .1 n : Der Künstler
heilit H.iinon .\ o v.irro, nicht X a v.irro.
Eine Deiitschland-Hiindieise wird ihm
seine Zeit nicht p:f-'''''"P".
E 1 f r i e d e H., 1, e i p z i ff : Dir Oe-
wiclit ist mit l.iü Pfund reichlich hoch.
Mier für diesen .Schmerz wissen wir
eiiii'ii Hat: Treiben Sie (;yiiin.istik.
Eleonore B., D r e s d e n - S i r i e-
s e 11 : D.i H;irry Liedtke und Hild.i
Bosch beide zu den .Aafa-Stars ffchören.
ist es sehr leicht möfflich, daß sie noch
öfter ziisammenspieleu werden. Das
Alter der ffenannten D.irstellerinnen
können wir Ihnen nicht aiiffeben, d.i wir
ffruiidsätzlicli. wie oben bemerkt, d.is
Aller nicht veröffentlichen.
O I t m .1 r IL, AA' i e s ,i b <• i (i r e i f f e n b e r ff : Lilian H.irvey
wiihiit Berlin \\ l.i. Düsseldorfer Str;iße 17. und li.il .im 19. .Januar (i«'-
bnrtst.iff, Dr. Christa Tordy. mit ll.irry Liedtke verheir.ilct, widint Berlin-
Crunew.ild, Hisni.irckallee Ifi.
(i unter S e li.. F r .i n k f u r t / O d e r : .leiiiiy .liiffo wohnt Her-
lin W. Kaiserdainin 2!), Al.iry Kid Berlin W, Oiesebrei-litstr.iUe l^^, Lya
Alar.i Berlin-AVestend. Pommcru.-illee .'>. (ireta (iarbo Ciilver-t'ity, Kali-
fornien, .Alice Terry Hotel Xeffreseo. Nizza: Ailina Banky durch United
Ariisis-SliiiL. 7200 Santa Alonie;i Bonlev.-ird, Hollywood, Kai,, zu erreichen.
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inztlprcis 40 PI. (ür das Hell. Bezugspreis durch die Post monatlich 175 M. Vcriafi: Ilhislricrlc Filmwoche G.m.b.H., Berlin SW 68, KochslraOe 6—8. Schrill-
Icilung A. Roscnihal— Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Ocsterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien I, Uomgassc 4. Verantwortlich für Anzeigen
Wilhelm Schaeler, Charlolteöburg. Anzeigenverwallung Bepa-Vcrlag. Berlin W 35. Blumcs Hot 5. Kupiertiefdruck: August Scherl G. m. b. H.. Berlin SW 68
Die Ufa ^Theater werden mit
gereinigt.
Verkaufsstellt-n:
Barlin W 50, Kurfürslendamm 236 Brannschweig, MünzsIr. la Bremen, Hcrdcnlorstcinwci« S ' Breslau, Jiinkcrnstr. 38 40 Chemnitz, Falkcplati 2
Coblenz, Schloßslr. 35 Dortmund, Kaiscrslr. 6 Dresden, Prager Str. 35 Duisburg, Kuhtor 2 4. Düsseldorf, Steinstr. 2 Eisenach, Frauinhcrg 9 ' Elberfeld,
Altenmarkt 13 Essen, Huys'icnallcc 93 Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 59 63 Gleiwitz, Wilhelmstr. 2. turopahaus Halle, Magdeburfjcr Str. 56
Hannover, BahnhofsIr 13 Karlsruhe, Kaiscrstr 205 Kiel, Holstcnstr. 61 Köln, Hohe Str 64 Königsberg, Münzstr. 17 Leipzig, Rudolph>itr, 4
Magdeburg, Breite Weg 3 b München, Salvatorstr. 18 , Nürnberg, Farberstr. 16 Stuttgart, Kotebühlstr. 41 Wiesbaden, Wilhelmstr. 18
Zittau i. Sa., Zcichenstr. 14.
AuBerdem Verkanlsstellen in weiteren Grofl- und Mittelstädten des Reiches.
Wenn Sic sidi
nidit fürditen, die
Wahrheit zu hören,
dann lassen Sie mich
SIC Ihnen sagen.
Gewisse Talsachen aus Ihrer Vergangenheit und Zu-
kunft, finanzielle Möglichkeiten und andere vertrauliche
Angelegenheiten werden Ihnen durch die Astrologie, die
älteste Wissenschaft der Geschichte, enthüllt. Ihre
Aussichten im Leben über Glück in der Ehe, Ihre
Freunde und Feinde, Erfolg in Ihren Unternehmungen
und Spekulationen, Erbschaften und viel andere wichtige
Fragen können durch die große Wissenschaft der Astro-
logie aufgeklärt werden.
Lassen Sie mich Ihnen frei aufsehenerregende Tat-
sachen voraussagen, welche Ihren ganzen Lebenslauf
ändern und Erfolg, Glück und Vorwärtskommen bringen
statt Verzweiflung und Mißgeschick, welche Ihnen jetzt
entgegenstarren. Ihre astrologische Deutung wird aus-
führlich in einfacher Sprache geschrieben sein und aus
nicht weniger als zwei ganzen Seiten bestehen. Geben
Sie unbedingt Ihr Geburtsdatum an mit Namen und
Adresse in deutlicher Schrift. Sie können, wenn Sie
wollen, 50 Pf. in Briefmarken (keine Geldmünzen ein-
schließen) milsenden zur Bestreitung des Portos und der
Schreibgebühren. Adressieren Sie Ihren Brief an Pro-
fessor Roxroy, Dept. 8298 D. Emmastraat 42, Den Haag
(Holland). — Briefporto 25 Pfg.
P/CKEL.M/raSSEQ
Schöne Augen
Miiil l.ii'lh
.Si-liüiilirit lioilcutcf (Jliick, Krfoljj
im all <lics(' .Sicf;c (Ifs Lulifiis liriii;;! .Sio |ln'
uiirciiMT Teint. iliT iiie .so cntjti'llt und iiii-
scliDii loaclit — ilcr Sic abstüLit. SclidiiliiMt
(itfiict alle rtorti'U des l.cbt'iis. Do.'-Iialb mt-
wiiidiM Sic ».(iforl niciiic SclialUiir .,.\o\(i-
ccriiia'. Schon nach der cr>tcn .VnNsciiil. be-
ginnt die Ifciiiidiiii;; Ibrcrllaiit. und .Sic selber
werden luil Ihrer newcii. \ iTJniiKlen (ie>n-ht>- Zur lalndiinitr der Aiisdnicks-
hant ein nener, bolTiirin^rsreiehcr Mi'nsdi. Iäliii;k<'it der .Viis'cn vcr-
J'ickel, .Mitesser, I laiitsrieij, welk werdende, wende man ..Di.ini.iiif. Her
^'rane. I'alili' und >;roU|Hiri(;c Haut beseitigt Blick wird lebli;ift und
meine Sclialknr samt denKntstcliunssiirsaclien. frisch. I.'ein v c f; c t ;i b i -
L iimerklicb fiir die rmtielmns, oline Henifs- 1 i s c b e s I'r;i|i.ir.it ..I>i.i-
stornnjc. (iarantiert unscb,idli<h. Preis M. 9.75. m.iiif . . . I'icis .\l. i'.T.'i
.\~i,if. \Hneiibr.-inensafl stärkt
das W.icbslnm von Hraiicn
nnd Wiiopern. l'rcis .\l. 2.7.').
,,Wibra" li.it die sicicben ICi-
yenscliaftcn. färbt aber /,ii-
Kleicb dunkler. S<'hr diskret.
Preis JI. .-,.—
AuKi'iibr.iiH'M - .In^nntin nur
zur Kcbtf.irbnns *on Brauen
nnd \\ impern. Preis M. t.T.i
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\
AiAiki
¥1
.1 .:
'^^
i
^JUMMER i8 / BERLIN, 5- MM «929 / PREIS o P F E iN N I G
Cy^rt^iUe XJielm im uLja^cyünt „=/i'e uuiidcrbarc cXu^e der U'lmci c/eironiia
Seit kurzem der glückliche Besitzer eines Kiirbelkastens, zählt Herr Meyer
jetzt zu den begeistertsten Anhängern der Amateur- Kinematographie. Sei
es in der Sommerfrische, auf Ausflügen, Familienfestlichkeiten - keine Ge-
legenheit läßt er sich entgehen, um seine Familie vor die Kamera zu bringen.
Wie wär's, wenn auch Sie unter die Filmleute gingen? Bitte erkundigen Sie sich
über alles Erforderliche bei der Ufa-Handelsgesellschatt, Berlin, Kochstr. 6-7.
a^in
I) I i: w () c II 1 \ s c II K I r r d i, w \ i l \i r i^ r i \ d i:
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PAi>/. (,•/!//(•</ ArtisIs
John BQrrymore. „Der Könip der Bernina'
IL
Eine groß angelegte Spionageaffäre,
Kampf zwischen Österreichern und
Russen um wichtige Dokumente, die
von Wien nach Berlin gesandt werden. Auf
der einen Seite der österreichische Haupt-
mann, dem man die gewiegteste Spionin,
eine bildhübsche Frau, gegenüberstellt.
Liebe und Pflicht wirbeln durcheinander.
Die schöne Frau will dem Zug des Herzens
folgen, aber der Österreicher mißtraut ihr
und verliert dadurch Papiere und Ehre.
Später versucht er in Rußland, als Mu-
siker verkleidet, die Dokumente wiederzu-
erhalten. Das gibt wieder Komplikationen,
bringt Held und Heldin, die sich inzwischen
gefunden haben, in Lebensgefahr und
zwingt sie schließlich zur Flucht nach
Österreich, wo sie dann beide endgültig
ihr Glück finden. Der Film, dem ein Ro-
man von Ludwig Wolff zugrunde liegt,
wurde von Fred Niblo inszeniert. Er hatte
den großen Vorzug, bei seiner Arbeit ein
buntes, wirksames Milieu zur Verfügung zu
haben. Es standen ihm außerdem Schau-
spieler zur Verfügung, die zur Elite der
Filmdarstcller gehören. In allererster Reihe
steht Greta Garbo, heute vielleicht die be-
rühmteste Frau, die überhaupt im Film auf
der Leinwand erscheint. Es ist nicht un-
interessant, daß dieses Bild zu der gleichen
Zeit in Berlin und auch im übrigen Deutsch-
land läuft wie die Geschichte der Nina
Petrowna. Man hat dadurch die Möglich-
keit, unmittelbar hintereinander die be-
rühmte schwedische Darstellerin und Bri-
gitte Helm auf der Leinwand zu sehen, ein
Ereignis, das zu Vergleichen Anlaß gibt
Oben und Mitte: Greta Garbo und
Conrad Nagel. Unten: Greta Garbo
r/:rf. M.-a.-M.
und das die Richtigkeit der Behauptung
jener Filmkritiker beweist, die immer wie-
der feststellen, daß Greta Garbo und Bri-
gitte Helm eine Reihe stärkster Ähnlich-
keiten miteinander aufzuweisen haben, und
die nicht mit Unrecht glauben, daß der
deutsche Staat vielleicht die einzige Frau
aufweist, die zur Zeit ernsthaft in Kon-
kurrenz mit Greta Garbo treten kann.
Allerdings ist dabei zu bedenken, daß man
Leistungen zweier Darstellerinnen nur re-
lativ miteinander vergleichen kann und
daß es natürlich ganz zwecklos ist, zwi-
schen ,,Nina Pctrowna" und dem ,, Krieg
im Dunkel" irgendwelche Vergleiche zu
ziehen. Beide Bilder sind zwei Leistungen
besonderer Art. Sie werden von ganz ver-
schiedenartigen Temperamenten getragen —
denn schließlich ist doch der Regisseur bis
zu einem gewissen Grade maßgebend — ,
die in diesem speziellen Fall beide ihre
Aufgabe von ganz verschiedenen Gesichts-
punkten aus angreifen und die beide das
Publikum mit ihren verschiedenen Werken
ganz für sich gewinnen. Für uns in Deutsch-
land ist erfreulich, erneut festzustellen,
daß das, was wir bisher europäische Filni-
auffassung nannten, auch diesmal wieder
von den Amerikanern als Weltfilmge-
schmack aufgefaßt wurde. Der ..Krieg im
Dunkel", im Manuskript die Idee eines
deutschen Schriftstellers, in der Darstel-
lung getragen von einer europäischen Schau-
spielerin, gehört zu den beachtenswertesten
Werken der letzten Zeit. In den Erfolg
teilen sich mit Greta Garbo Conrad Nagel,
der den Hauptmann darstellt, und Gustav
von Seyffcrtitz in der Rolle des Generals
Korsuchin,
Oben: Greta Garbo und Gustav von
Seyfhrtitz. Mitte und unten rechts:
Greta Garbo und Conrad Nagel.
Unten links: Gustav von Seyfferlitz
(\l
0)oh^
B
in Film, der ausgezeichnet ist
durch ganz einzig dastehende Auf-
nahmen aus dem südamerikani-
schen Urwald mit seiner ungeheu-
ren Wildnis und seinen wuchernden
fröpenpflan/cn, seinen Alligatoren und
anderen reißenden Tieren! Dolores de!
Rio spielt, temperamentvoll wie immer,
die Tochter eines Weißen . . . die im
Hause ihres Onkels aufwächst, der als
Oberingenieur einen Bahnbau leitet.
Dieser Oberingenieur ist ein brutales
Tier! Er baut seine Bahn über Men-
schenleiber. Der Haß und die Wut unter
den Eingeborenen gegen ihn ist groü
und kommt offen zum Ausbruch, als ein
junger Inspektor der Baugesellschaft er-
scheint, um das Treiben des Oberinge-
nieurs einer sorgfältigen Beobachtung
und Prüfung zu unterziehen. Der Ober-
ingenieur hat nur zwei ihm ergebene Leute, den Schank-
wirt und einen Unteringenieur, und er hat allen Grund,
die Revision zu fürchten, weil er große Unterschlagun-
gen begangen hat. Seine Nichte, die nichts von seinem
Treiben weiß, hängt zärtlich an ihm und glaubt an ihn.
Als der junge Inspektor eintrifft, fliegt ihm das Herz
des jungen Mädchens entgegen.
Der Oberingenieur läßt seinen Unteringenieur, der ihm
zuviel weiß, im Dschungel umkommen, und auch der
junge Inspektor soll das gleiche Schicksal teilen, doch
warnt ihn das Mädchen, das von dem Anschlag Kenntnis
bekommen hat. Trotzdem gelingt es dem Komplicen des
Oberingenieurs, den jungen Inspektor schwer zu ver-
wunden, und das junge Mädchen, das ihn in diesem
Oben und unten: Dolores del Rio und Waller Pidgeon.
Mille: Dolores del Rio und Anders Randolf r.v'. Tot
1
■■■
mmi
PokUc^
Zustand auffindet, bringt ihn in ein In-
dianerdorf, um ihn gesund zu pflegen.
Die Indianer, die jetzt durch ihre
Sympathie für den jungen Inspektor
nicht mehr vom äußersten zurückzu-
halten sind, brechen offen aus und jagen
den Oberingenieur in den Urwald, da-
mit er dort umkommt, wie viele seiner
Opfer auch. Das junge Mädchen, das
seinen Liebsten schon nahezu verloren
geglaubt hat, weil er zuerst in die Hei-
mat zurückkehren wollte, ohne seinen
Pflichten zu genügen, wird endlich mit
ihm vereint.
Die Hauptrollen werden von Dolores
del Rio und Leslie Fcnton verkörpert.
Regie führt John Griffith Wray, wäh-
rend für die Photographic Chester Lyons
verantwortlich ist.
Es braucht in einem Filmblatt nicht
besonders erwähnt zu werden, daß ein Bild mit Dolores
del Rio immer eine sehenswerte Angelegenheit ist. Diese
Mexikanerin, in deren Adern spanisches Blut, gemengt
mit amerikanischem, fließt, ist zumindest eine der inter-
essantesten Erscheinungen, die in den letzten Jahren in
der großen Zahl amerikanischer Stars auftauchten. Wer
Gelegenheit hatte, diese Frau, als sie vor kurzem in
Deutschland weilte, persönlich kennenzulernen, war be-
geistert nicht nur durch ihr Wesen, durch ihre Art sich
zu geben, sondern auch durch die große und starke In-
telligenz, die man nicht oft bei Filmschauspielerinnen
findet, und die man nicht nur im Leben freudig begrüßt,
sondern die auch im Film sich sehr bemerkbar macht.
Oben, Mille und unten rechts: Dolores del Rio und Waller
Pidgeon. Unlen links: Dolores del Rio. Anders Randoll
und Leslie Fenton
■a,:
Brigitle Helm und Franz Ledcnr noch der Premiere von Nina Pclrowna. — Sper.ialaul nähme des ,, Film-Magazins"
JfL
ma
Schon sieben Monate liegt der Aufnahmebeginn des
Erich Pommer-Fihns der Ufa ,,Die wunderbare Lüge der
Nina Petrowna" hinter mir.
Ich spiele bereits wieder einen anderen Menschen in dem
Ufa-Film ,,Manolescu", eine Abenteurerin, wie die Nina, aber
eine egoistische, ungefällige, geldgierige Frau. Ich kehre
nun oft in Gedanken zur Nina zurück, zu diesem Wesen,
dessen Freuden, Abenteuer und Liebe ich mehrere Monate
lang gefühlt, erlebt habe — ja, das ich selbst gewesen bin.
Zum erstenmal war ich eigentlich ein Mensch mit warmem
Blut, aus dessen leichtfertiger Lüge das Schicksal erwächst
— eine Frau, die liebt. Ich weiß, daß das Publikum mich
aus meinen Filmen hauptsächlich als ,,Vamp", als dämoni-
sches Weib kennt. Das tut mir eigentlich leid, denn abge-
sehen davon, daß ich als Mensch gar nicht so dämonisch und
bösartig bin, liegt in diesen Rollen nicht der Weg, den ich
gehen will. Darum habe ich mit aller Liebe und Kraft an
der „Nina" gearbeitet und hänge noch heute an dieser Rolle
in dankbarer Erinnerung.
Es ist eigentlich merkwürdig, daß ich in meiner noch
recht kurzen Filmlaufbahn schon in zwei Filmen einen
..künstlichen" Menschen gespielt habe: die Maschinen-
Maria in ..Metropolis" und ..Alraune". Diese beiden Rollen
sind eigentlich das genaue Gegenstück zur Nina Petrowna.
Dort waren es kalte, gewinnsüchtige, jeder weichen Re-
gung fremde Frauen, die in ihrem Haß oder in ihrer Räch-
VON ßRIGiTr£ f^ELM
sucht den Männern zum Verhängnis wurden. Die Nina
F'etrowna ist dagegen eine weiche, im besten Sinne des
Wortes ,, frauliche" Erscheinung, eine Frau, die an ihrem
Gefühl, an ihrer Liebe zugrunde geht, sich selbst zum Ver-
hängnis wird. So muß ich denn diese Rollen auch ganz
verschieden spielen. Während ich bei der Maria in
,, Metropolis" mich ganz auf Wut und Haß konzentrieren
mußte und meine schlechtesten Charaktereigenschaften
,,nur gerade gut genug" waren, um in die Gefühle des
Maschinenmenschen der Maria das von dem Regisseur
Fritz Lang gewünschte Maß erotisch aufreizender und da-
bei geradezu niederträchtiger Kälte einzuhauchen, habe ich
bei der Nina Petrowna ganz andere Gefühle ausdrücken
und daher erleben müssen. Um so lieber habe ich diese
Rolle gespielt. Natürlich kann ich nicht selbst entscheiden,
üb ich dieses warme, herzliche Gefühl überzeugend zum
Ausdruck gebracht habe.
Für uns Filmschauspieler ist die Beurteilung unserer eige-
nen Arbeit ja so schwer. Wir spielen Monate hindurch einen
Film, und dann können wir wieder monatelang warten bis
zur Premiere. Dieser Tag ist eigentlich der einzige, an dem
wir etwas in Kontakt mit dem Publikum kommen und fühlen
können, ob man sich an uns erfreut — oder nicht. Wenn ..Die
wunderbare Lüge der Nina Petrowna" nur mit einem kleinen
Teil jener Freude aufgenommen wird, die ich beim Spielen
dieser Rolle empfunden habe, will ich froh und dankbar sein.
ÜHHBÜI
^i>:^:Ä*-"-*'
üamon tsfovarro
hall sich inkognito in Berlin auf
Jl
Die iv^fien,(ßoscn.
Die Gräfin Adlersfeld-Ballcstrem wird noch
heute viel gelesen, obgleich ihre Romane
vor mehr als dreißig Jahren erschienen sind
und eigentlich Probleme behandeln, die auch da-
mals schon überholt waren. Den Grund dieser
Beliebtheit bildet der Umstand, daß diese Schrift-
stellerin es versteht, eine spannende Handlung zu
erfinden und den Leser bis zur letzten Seite zu
fesseln. Kein Wunder, daß der Film an der Stoff-
fülle der Romane nicht vorbeigegangen ist und daß
so ziemlich alle Romane der Gräfin Adlersfeld-
Ballestrem verfilmt wurden. Die ,, Weißen Rosen
von Ravensberg" waren schon einmal für den Film
in Anspruch genommen worden. Der Film, den die
Decla mit Erfolg herausbrachte, ist vergessen und
technisch überholt. Deshalb hat man ihn abermals
verfilmt, und die starke Handlung wird jetzt nicht
weniger als früher interessieren.
Es handelt sich um düstere Vorgänge auf einem
einsamen Schloß, die beinahe wie eine Parallele zu
einem aktuellen Fall anmuten. Immerhin ist es not-
wendig, um den Vorwurf der Sen-
sationshascherei nicht aufkommen zu
lassen, die Erklärung abzugeben, daß
der Film bereits fertiggestellt war, ehe
sich die Tragödie auf dem schlesischen
Grafenschloß abspielte. In Ravensberg
ist ein Mord geschehen. Der Schloß-
herr, ein lebenslustiger Mann in den
besten Jahren, wird eines Morgens
erschossen in seinem Zimmer aufge-
funden. Man sucht nach dem Täter —
nicht gerade mit den Mitteln moderner
Kriminalistik — , findet keine untrüg-
lichen Beweise, sondern nur Indizien,
die gegen die Gräfin sprechen. Nach
der landläufigen Meinung kann kein
anderer der Täter sein als diese Frau.
Sie wird verurteilt und soll lebensläng-
lich im Kerker schmachten. Achtzehn
Jahre sind ins Land gegangen. Eine
Oben: Dolli Davis. Mitte: Jack Trevor,
Unten: Dolli Davis und Jack Trevor.
I'hol. Oiiiiiia
v^yn(KAA>£M^deyr^
neue Generation ist herangewachsen. Iris von
Ravensberg ist zu einer blühenden Jungfrau er-
wachsen, die das Schicksal ihrer Eltern nicht
kennt. Sie wurde bei dem Grafen von Erlen-
stein erzogen und wähnt Vater und Mutter tot.
Erlensteins eigene Tochter ist Sigrid, eine kalte
dunkle Schönheit, die, wie Iris, von den Freiern
umschwärmt wird, da man bei beiden eine gute
Mitgift erwarten kann. Aber das Herz beider
Mädchen hängt an dem Dr. Marcell Hochwald,
der nicht, wie die übrigen, ein Allerweltskerl, sondern
ein ernster, reifer Mann ist. Auch er schwankt
zwischen den beiden Mädchen, bis er eines Tages
inne wird, daß sein Herz der blonden Iris gehört, die
er, wie alle Welt, für eine Tochter Erlensteins hält.
Am Abend der Verlobung übergibt ihr Erlenstcin das
Erbe ihrer Eltern als Vermächtnis eines entfernten
Verwandten — am selben Tage, da die unglückliche
Gräfin Ravensberg aus dem Gefängnis entlassen
wurde und den Weg zu ihrem Kinde sucht, den ihr
Erlenstein versperrt.
Durch einen Zufall erfährt Sigrid,
die echte Komtesse von Erlenstein,
von dem Vorfall. Eifersüchtig wie sie
ist, läßt sie sich dazu hinreißen, der
Rivalin die ganze Wahrheit ins Gesicht
zu schleudern. Iris, die nie etwas von
der Vergangenheit ahnte, bricht unter
der Wucht der Tatsachen zusammen.
Der Schluß bringt die überraschende
Lösung des Rätsels. Nicht die Gräfin
hatte vor achtzehn Jahren ihren Gatten
erschossen, sondern der alte Gärtner
war der Mörder. Er hatte sich zu der
Tat hinreißen lassen, weil der Graf
seine Tochter verführt hatte. Das pak-
kcnde Thema gibt dem Film Gelegen-
heit, sich groß zu entfalten, und den
Schauspielern Aufgaben, an denen sie
sich erproben können
Oben: Jack Mylong-Miinz. Mitte: Viola
Garden. Unten: Dolli Davis und Jack
Trevor. Phoi Omnui
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Stil unserer Zeit, denn amerikanische Jungen und
Mädels haben diese Klage lächerlich gefunden, und
selbst eine Elisabeth Bergner vermochte sich als
Julia nicht durchzusetzen, wobei allerdings zu betonen
ist, daß diese Rolle anders temperierte Darstellerinnen
erfordert, Oscar Wilde hat ja in seinem ,,Dorian Gray"
zu beweisen versucht, daß eine Schauspielerin die Julia
nur darstellen kann, ehe ihr die Liebe bewußt wurde.
Sybil Vane, sein Romangeschöpf, nimmt Gift, als sie die
Liebe erkennt. Das Bild beruht in seiner Wirkung auf
anderen Motiven. Es kann im erotischen Element bis
hart an die Grenze des Kitsches und der Süßlichkeit
gehen, ja, es kann der Kitsch selbst sein und wird trotz-
dem Beifall finden. Der Film, der nicht auf den starren
Eindruck des Bildes angewiesen ist, der nicht die starre
Pose braucht, vermag sie in schwingende Bewegung um-
zusetzen. Hiermit kommt er der Reproduktion weiblicher
Wirkung besonders nahe. Das Temperament einer Pola
Negri rast dem verliebten Scheich anders entgegen
als die frauliche Anmut einer Lil Dagover, wie
auch Willy Fritsch vollkommen verschieden von
Paul Wegener in den Kreis dieser Erlebnisse tritt.
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Oben links: Willy Fritsch und Dita Parlo.
Rechis: Paul Heidemann. Mille: Lil Dagover
und Willy Fritsch. Unten links: Lil Dagover
und Paul Hartmann. Rechts: Brigitte
Helm {Metropolis) f/wi. l ja , Dechi
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Hollywood gilt in ganz Ame-
rika als Künstlerstadt, wes-
halb man seinen Bewohnern
manches nachsieht, was bei ande-
ren Bürgern unerbittlich kriti-
siert werden würde. Originell
sein, heißt alles in dieser Stadt,
wo einer vor dem anderen immer
etwas voraushaben muß, um auf-
zufallen. Daher ist es kein Wun-
der, daß sich nicht nur die Men-
schen, sondern auch die Dinge
bizarr und seltsam gebärden,
damit man auf sie aufmerksam
werde. Da in Hollywood Paris
für eine besonders künstlerische
Stadt gehalten wird, so tragen
viele Geschäfte französische Na-
men. Ein Schauspie-
lerrestaurant nennt
sich Montmartre, wird
aber sonst in kalifor-
nischem Stil geführt
und besitzt keine fran-
zösische Küche. Aber
da sich die französi-
schen Bezeichnungen
allein nicht als zug-
kräftig genug erwie-
sen, sind findige Un-
ternehmer auf den Ge-
danken gekommen,
bereits das Äußere
der Gebäude bizarr
zu gestalten. Grau-
man leitete diese
Mode ein, er, der seine
Kinos, das „Ägypti-
sche" und ,, Chinesi-
sche Theater", in dem
betreffenden Stil auf-
führte. Das Hotel
„Samarkand" hat das
Aussehen einer inner-
asiatischen Burg, wäh-
rend andere Restau-
rants und Vergnü-
gungsstätten sich spa-
nisch oder italienisch
kostümieren. Doch da-
aber für
finden sie
mit nicht genug. Man kam auf
ganz phantastische Dinge, um
nicht übersehen zu werden. Ein
Eiscreme-Laden wagte es eines
Tages,' sich als Eskimohütte dar-
zustellen. Eis und Nordpol haben
verwandtschaftliche Beziehungen,
selbst wenn das Gletschereis nun
nicht so süß und wohlschmeckend
sein sollte wie die ganz vorzüg-
lichen Eisspeisen, von denen in
kalifornischen Restaurants
Dutzende verschiedener Sorten
angeboten werden. Mit der fett-
losen kalifornischen Küche er-
klären sich Europäer nur in den
seltensten Fällen einverstanden,
da.'? schöne Speiseeis
nur Worte des höch-
sten Lobes. Das Cafe
als Lokoniotivwerk-
statt ist ein Witz und
nur als solcher ge-
dacht. Der Besitzer
erreichte allerdings
seinen Zweck, Auf-
merksamkeit zu er-
regen, glänzend, denn
nach den Atelierstun-
dcn ist kein Plätzchen
in dem Raum frei.
Die Speisewirtschaft,
die sich einen Hut als
Dach errichtete und
die Aufforderung ,,Iß
im Hut" mit Leucht-
buchstaben verkün-
dete, verdrängte ein
noch viel bizarreres
Lokal, dessen Äußeres
einem Schuh nachge-
bildet war. Man muß
nun nicht annehmen,
daß es sich hier um
massive Bauten han-
delt, wie sie unser
nordisches Klima er-
fordert. Alles ist De-
koration, Kulisse,
Scheinwelt aus Sperr-
holz und Gips.
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Indien gilt als das klassische Land der Schlangen, und
trotzdem kann man jahrelang in indischen Städten und
Dörfern leben, ohne jemals einer Schlange zu begegnen.
Der brasilianische Urwald ist dagegen das Dorado der
Schlangen, Sie sind ja eigentlich Nachttiere und lieben den
ewigen Dämmer des Urwaldes, die drückende Moderluft
und die Feuchtigkeit seines Bodens, Hier leben die giftig-
sten Schlangen der Welt, Der Buschmeister, auch Lachesis
genannt, jagt im Unterholz nach Beute. Aber die Natur
hat jedem Wesen einen Feind entgegengestellt, und so ist
die ungiftige Musurana nur darauf bedacht, den Busch-
meister zu überwältigen und aufzufressen. Im Aquarium
enttäuschen Schlangen in der Regel, weil sie zu stumpf-
sinnig hinter den Glasscheiben liegen. Aber Schlangen sind
auch im Urwald nur dann schnell und beweglich, sobald
sie nach Beute jagen. Dann freilich entfalten sie eine Ge-
schwindigkeit, die staunenswert ist. Mit blitzschnellen Stößen
jagen sie das Opfer, wobei sie sich ihrer gefürchteten Waffe,
des Giftes, sicher sind, denn nachdem die Zähne zugeschlagen
haben, erwartet die Schlange ohne Aufregung den Tod der Beute.
Trotzdem sind die Schlangen wegen ihres kleinen Gehirns nicht
klug, wenn auch das Altertum diese Eigenschaft annahm.
Oben: Kopf der Lachesis, daneben: Lachesis in der Eihaut, darunter:
junge und alte Lachesis. Mille und unlen: Musurana frißl Lachesis.
Unlen links: Mokassin-Schlange beim Fischen phot. Ufa
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VON LUDWlGvoN WOHL
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Als Robby Valberg langsam die Treppe herabkam, steuerte der
Portier auf ihn zu.
„Ich wollte CS gerade auf Ihr Zimmer schicken, Monsieur",
sagte er dienstbeflissen,
Robby Valberg schob das Telegramm ärgerlich in die Tasche.
Wahrscheinlich pumpte ihn Valescu wieder an oder der kleine
Block. Schreckliche Angewohnheit, diesen Selbstverständlich-
keiten durch ein Telegramm eine drohende Wichtigkeit zu geben.
Beinahe erpresserisch so was. Auf alle Fälle hatte die Sache
Zeit bis morgen früh
Didi und die anderen saßen sicher schon in einer Ecke und
warteten.
„Du hast dir Zeit gelassen Robby."
Didi hatte das Gelbe an, das ein bißchen zu tief ausgeschnitten
war. Aber sie konnte es sich leisten.
„Er ist wie eine Primadonna", sagte Wandsworth Tuppingham
und kniff ein Auge zu,
Maud Dundee tat ihm
den Gefallen, zu lachen,
„Wo sind die andern?"
fragte Valberg,
„Wir treffen sie im Che-
val Pie, Freddy Starhem-
berg kommt übrigens nicht."
„Was hat er, eine neue
Freundin?"
,, Nicht ganz so schlimm.
Mandelentzündung."
,,Also los!"
Tuppingham hatte seinen
Wagen mitgebracht.
„Rue Victor Emanuel III.
— Cheval Pie, Jones",
sagte Wandsworth Tup-
pingham. Er sprach das
auf amerikanisch aus.
Die dunkle Limousine
tauchte im Kandelabermeer der Place de la Concori.e unter
wie ein Komet in der Milchstraße.
Im ,, Cheval Pie" wartete bereits ein halbes Dutzend junger
Leute bei der zweiten Flasche Anjou,
Der kleine braunhäuligc Marsciller Kellner schnitt mit der
Sorgfalt des künstlerisch arbeitenden Menschen die köstlichen
Weißbrotscheiben.
„Ich habe Hunger", sagte Didi und ärgerte sich über Huguettc
Malvy, die unverschämt gut aussah.
Das gelbe Kleid war ihr doch ein ganz klein wenig eng. War
sie dicker geworden?
Robby hatte bestimmt nichts gemerkt. Aber wenn es die
Männer erst einmal merken, ist es auch schon zu spät.
Sie beschloß, kein Weißbrot zu essen und keine Sauce. Sauce
war das reine Gift.
„Du siehst entzückend aus, Huguette", sagte sie begeistert. „Es
steht dir ausgezeichnet, daß du etwas voller geworden bist."
,,0h, du irrst, Didi — ich habe abgenommen."
„Wirklich?"
Robby Valberg beobachtete das Geplänkel mit vergnügt glit-
zernden Augen,
„Was habt ihr eigentlich heule nacht vor?" fragte er und be-
stellte bei dem aalgewandten Marseiller zwei Dutzend Imperiais.
„Einen Akt Grand Guignol", sagte Maurice Grouchy, ,.i'er
Mann bringt seine Braut mit einem javanischen Gift um, das sie
in Champagner schluckt, weil sie ihm — also, es ist sehr
spannend. Dann Casino de Paris — Chevalier hat ein neues
Chanson, das man hören muß. Dann noch irgendeine Boite —
y
V
,,Dii denkst schon wieder," sagte sie vorwurfsvoll.
Nachdruck verboten
das hängt von Denitzki ab, der um eins im Casino sein will. Er
sagte, er wüßte etwas ganz Neues,"
Robby Valberg nickte ernsthaft. Wenn der kleine Prinz
Denitzki so etwas versprach, dann hielt er auch Wort,
,,Ich sehe schon," sagte er in gespielter moralischer Entrüstung,
,,wir landen wieder um fünf oder halb sechs bei Mere Poulette
in den Hallen, Ich weiß tatsächlich nicht mehr, wie mein Bett
aussieht,"
Valbergs Finger spielten gedankenverloren mit einer Brot-
krume, die ländlich gebräunt auf der blaurot gewürfelten Leinen-
decke lag.
Didi schüttelte sich.
„Du denkst schon wieder", sagte sie vorwurfsvoll, „Wirst
du das denn nie lassen können?"
Valberg lachte fröhlich auf.
,,Das sollte Onkel Heinrich gehört haben, der behauptet, ich
hätte nicht einmal die Ansätze zu den Einrichtungen, die der
Mensch zum Denken ge-
braucht."
^ ^ ,, Quelle bete", sagte Hu-
guette teilnahmsvoll.
Zu teilnahmsvoll.
Didi sah sie schräg von
der Seite an mit einem
jener samtglatten und
dolchscharfen Frauen-
blicke, die in der Rivalin
zuerst die unbestimmte
Vorstellung erwecken, ir-
gend etwas an ihrer
Toilette wäre nicht in Ord-
nung.
Robby Valberg speiste
mit der Andacht und vor-
sorglichen Behutsamkeit
eines Menschen, der weiß,
daß er heute noch schwere
unbedingt notwendig ist, sich
und daß es
Arbeit vor sich bat
dafür zu stärken.
Alles, was er anfing, vollzog er mit der sprichwörtlichen Gründ-
lichkeit des Deutschen, aber gleichzeitig mit einem begeisterten
Schwung, der auch ohne irgendwelche idealen Hintergründe bei
ihm auf Kommando in Erscheinung trat.
Bedauerlich nur, daß es nichts Rechtes gab, was in Angriff zu
nehmen war — keine Angelegenheit, die lanciert, hochgebracht,
emporgezüchtet werden konnte. Denn dazu saß man zu sehr auf
dem Trockenen,
Onkel Heinrich verwaltete das Vermögen seines Vaters mit —
bis zum vollendeten dreißigsten Lebensjahre des ,, Kindes" —
nach einer jener blödsinnigsten Testamentsklauseln, die es leider
nicht nur im Film gibt und die, blutarm und völlig aus der Mode,
in wurmstichigen Notarschränken die unglaublichsten Zeitände-
rungen mit dem Phlegma einer dreihundertjährigen Schilddrüse
an sich vorbeiziehen lassen.
Also in vier Jahren war man so weit, daß man für würdig be-
funden wurde, als ein vollwertiger erbfähiger Mensch zu gelten,
von dem ohne allzu großes Risiko angenommen werden konnte,
daß er sein Vermögen nicht unter gütiger Mitwirkung einer nicht
völlig einwandfreien Dame, beziehungsweise einer Reihe von
solchen, unter verstaubten Rivierapalmen oder auf dem Renn-
platz ,, durchbrachte".
Robby Valberg hatte mit seinem Onkel wilde Kämpfe ausge-
fochten, wenn sich ihm eine neue Gelegenheit zeigte, von der
aus irgend etwas angepackt werden konnte.
Aner der alte Knurrhahn in dem grauen Cut aus der King-
Edward-Zeit bewies klaren und logischen Beweisgründen, ja
deutlichen und unwiderlegbaren Zahlen gegenüber so viel Ein-
sicht wie ein Parteifunktionär.
Er ging jeden Morgen um halb neun in sein verräuchertes Büro,
das immer so aussah, als würde niemals ausgefegt — und ver-
ließ es punkt fünf Uhr wieder, ganz gleich, ob etwas zu tun
war oder nicht. Da aber Onkel Heinrich an seine Bürostunden
seit vierzig Jahren gewohnt war, so sah er sich so einer Tri-
vialität wegen in keiner Weise veranlaßt, geheiligte Einrichtungen
zu ändern. „- • '
u
„Meinen Mantel — meinen Hut!"
Das kleine Bankgeschäft mit dem geschmacklosen und alt-
modischen Schild schlief einen Dauerschlaf.
Robby wurde das Gefühl nicht los, daß es, wenn man es auf-
weckte, genau so bissig und schlechter Laune sein würde wie
Onkel Heinrich.
Man war auf diese Weise kaltgestellt, lahmgelegt, zur Un-
tätigkeit verurteilt.
Was halte es für einen Sinn, irgend etwas anzupacken, gegen
alle möglichen Hindernisse anzugehen, wenn einem in ein paar
Jahren mit langweiliger Selbstverständlichkeit die Millionen
kampflos in die Tasche geschoben wurden? Die beste Arbeit
wurde auf diese Weise zu jämmerlichem Theater. Es war wie
ein Match, bei dem man die Entscheidung vorher brav und bieder
festgelegt hatte — das machte keinen Spaß.
Man ließ sich also den von Papa seinerzeit freundlichst eben-
falls festgelegten Monatswechsel auszahlen und tat damit das
einzig Richtige; man sammelte Erfahrungen.
Das war sicher das Interessanteste. Man merkte, daß hinter
den Bergen auch noch Menschen lebten, und lernte ihre Vorzüge
und Schwächen kennen. Man reiste viel und gründlich, wenn
auch nicht weit über Europa hinaus — der Monatswechsel hatte
ziemlich enge Grenzen.
Dieses halbe Jahr Paris war bestimmt keine verlorene Zeit.
,, Trink!" sagte Didi vorwurfsvoll und schob ihm das Cham-
pagnerglas zu.
Er war ein bißchen beschämt. Einen bedauerlichen Konzen-
trationsmangel hatte man doch, dachte er noch. Man kann doch
tatsächlich weder eine elende kleine Stunde lang nur vergnügt
sein, nur andächtig oder nur gedankenvoll.
Dann begann er mit Energie einen wilden Fight gegen die
Neckreden des Tisches, verteilte überallhin blitzschnelle kleine
Florettstöße und erledigte Maurice Grouchy mit einer schweren
Granate.
,, Gehen wir", sagte Tuppingham. „Er bringt uns sonst noch
alle um."
Huguette hätte gern noch Crepes gegessen, aber der ganze
Tisch protestierte. Befriedigt stand sie mit auf. Die einzige, die
es sich leisten konnte, so viel zu essen, wie sie wollte.
,,Du bekommst jetzt im Grand Guignol das javanische Gift in
Champagner", tröstete Valberg und ließ sich den Frackmantel
umlegen. —
Eine halbe Stunde später lachte er Tränen über die realistisch
gespielte Szene der Vergifteten. Er behauptete, sie erinnere ihn
lebhaft an den Bauchtanz einer Algerierin, den er im Marseiller
Hafenviertel gesehen hatte.
Dramatische Szenen auf der Bühne reizten ihn immer zum
Lachen. Er war als Begleiter im Theater geradezu gefürchtet.
Chevalier im Casino war wieder einmal so bezaubernd, wie
sein Couplet blöd war.
Robby Valberg warf einen vorsichtigen Blick um sich.
Didi unterhielt sich eifrig im Flüsterton mit Tuppingham.
Ein Bleistift? Der war da. Jetzt noch Papier —
Robby Valberg sah voraus, daß er vermutlich Kopfschmerzen
bekommen würde — Didi mußte sich dann weiter mit Tupping-
ham unterhalten, er konnte ihr nicht helfen.
Man mußte nach Hause gehen, Eisumschläge machen und
mehrere Tabletten nehmen.
Das mußte man.
Was schrieb man am besten?
Wenn man nur erst Papier hätte!
Er angelte in den Taschen und zog auch etwas hervor. Es war
das Telegramm vom kleinen Block. Gar nicht schlecht. Man
schickte ihr ein Telegramm. Das sah so schön dringlich aus.
Man brauchte nur den neuen Text darüberzuschreiben und das
andere gründlich auszustreichen.
Er riß das Formular auf und überflog die kurzen Zeilen, wäh-
rend er den Kellner heranwinkte.
Dann legte er das Blatt langsam, sehr langsam auf das
Tischchen und fuhr sich mit der Hand über die Augen.
Sein Gesicht bekam Ähnlichkeit mit einer der hölzernen Schau-
spielermasken, die, schief auf schlankgliedrigen Säulen auf-
liegend, die Sahara und die sechzehnjährige Maurin aus Be-
sannen flankierten.
Herrmann Gerson
iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiüiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiii
C^ßcrlin, QOcvclcvschcy QllarCl
DAS FÜHRENDE MODEHAUS
Der Kellner räusperte sich, und blitzschnell flog Valbergs
Blick zurück.
,, Meinen Mantel, meinen Hut!" sagte er, so leise, daß der
Kellner ihn fast nicht verstanden hätte.
,, Sofort, Monsieur."
Valbcrg stand auf und verließ die Loge — der atemraubenden
Sensation auf der Bühne gegenüber ein selbst für Paris uner-
hörter Snobismus.
Im Taxi fiel ihm ein, daß er sich nicht einmal von seinen
Freunden verabschiedet hatte. Aber fast gleichzeitig dachte er
daran, daß er auch das Telegramm vergessen hatte. Das war
Aufklärung genug.
Aus Höflichkeitsgründen mußte man freilich — - — Ob man
noch einen Platz im Flugzeug bekam?
Im Hotel ließ er sofort
nach Le Bourget telephonie-
ren. Ja, ein Platz war noch
fiei.
Der Start war erst um ach'
Uhr früh. In vier Stunden.
Valberg schrieb ein paar
Abschiedszeilen an Tupping-
ham und bat ihn, die andern
zu verständigen. Tuppingham
kannte fast alle »seine
Freunde.
Dann eine Order an das
Modehaus Lanvin. Der Silber-
fuchs für Didi. Eine Bon-
bonniere und ein Strauß gel-
ber Rosen sollten beigelegt
werden — seine Karte dazu
— p. p. c. , . .
Das war vermutlich alles.
Er ging nach oben und
packte.
Zwanzig Stunden nach dem
Tode seines Onkels war er
in Berlin.
z
die
AUßER
der Leinwand, derTausende erfreut!
Sehen Sie um sich . . Stoli für einen
Film überall, so interessant und so
leicht zu verfilmen. Schaffen Sie sich
einen Cine »Kodak« an. Passen Sie
gut auf im Kino und versuchen Sie
einmal, selber einen Amateurfilm zu
machen. Dann zeigen Sie ihn mit dem
Kodascope im eigenen Heim.
Ihr Photohändlcr
führt Ihnen gern
tindunverbindlich
iinacrc Apparate
ror
Kodak, Aktien -Gesellschaft, Berlin SW 68, Markgrafcnstraßc 76
Herrn Zitelmanns unterschriftsberechtigte Finger brachten
zögernd ein letztes, ziemlich dünnes Aktenpaket.
,, Wieder eine faule Sache, wie?" fragte Robby Valberg augen-
zwinkernd über die Schulter zurück.
Der alte Herr, der in seinem vorsintflutlichen Cut wie eine
unterwürfige Kopie seines Chefs aussah, lächelte etwas gedrückt.
,,Eine merkwürdige Sache, Herr Direktor — "
,,Sie, verehrter Herr Prokurist, wenn Sie mich noch mal Direk-
tor schimpfen, dann sollen Sie mal sehen. Ich heiße Valberg.
Direktor ist heute jeder Eiswagenbesitzer. — Was für 'nc merk-
würdige Sache?"
Er überflog die Akten, runzelte die Stirn.
Dann warf er das Paket auf den Schreibtisch und stand auf.
,,Man sollte das wirklich nicht für möglich halten", sagte er.
Herr Zitelmann schwieg er-
geben und mit auf der Brust
ineinandergelegtcn Händen.
Er hätte nie eine Meinung ge-
habt. Wie hätte er also auf
den Gedanken kommen kön-
nen, jetzt etwas zu sagen —
geschweige denn, etwas ab-
zustreiten?
,,Eine runde Million, Herr
Zitelmann?"
„Eine runde Million, Herr
Di Herr Valberg — "
,,Ohne Sicherheiten?"
,,Der verstorbene Herr Di
— Herr Valberg — — Herr
Direktor Valberg hatte gro-
ßes Vertrauen zu Herrn
Stavrides, — Herr Valberg."
Robby Valberg begann im
Zimmer herumzulaufen. Er
hatte plötzlich solche Ak-
tionslust in den Gliedern.
,,Der vereinbarte Zinssatz
ist fünf Prozent."
,,Das ist sehr niedrig in
Anbetracht des augenblick-
lichen Diskontsatzes. Ein
Freundschafts - Prozentsatz."
Zitelmann nickte schwei-
gend.
„Trotzdem sind die fälli-
gen Zinsbeträge in den letz-
ten zwei Jahren nicht einge-
gangen", fuhr Valberg fort.
,, Welchen Grund hatte Herr
Stavrides dafür angegeben?"
Der alte Prokurist machte
ein bekümmertes Gesicht.
,,Ich weiß es nicht, Herr
Valberg."
Valberg klingelte.
Ein altes junges Mädchen
trat ein, eine Stahlbrille mit
woUfädcnumwickcltcn Bü-
geln auf der flachen, etwas glänzenden Nase.
,, Bitte, Fräulein Rocllig, ein Stenogramm! Herr Stavrides, in
Firma Illyrische Export- und Importgesellschaft, Unter den Lin-
den 262. — Sehr geehrter Herr Stavrides, wir beziehen uns —
auf unsere Abmachungen vom — — wann war das? — 22. Sep-
tember 1925 — und bemerken zu unserem Erstaunen — daß Sie
uns — die Zinsen auf unsere Einlage bei Ihnen — weder für 1926
noch für 1927 bisher eingesandt haben. Punkt. Wir ersuchen um
gefällige umgehende Begleichung. Im übrigen machen wir von
unserem in erwähntem Vertrag enthaltenen Kündigungsrecht des
Kapitals zum — na — zum 1. Mai Gebrauch — das sind noch
fünf Wochen, er hat also alle Zeit — und ersuchen Sie, die bis
dahin fälligen Zinsen für 1928 nebst Zinseszinsen an Ihrer Kasse
bereitzuhalten. Hochachtungsvoll. — Danke. — Wollen wir
wetten?"
„Wie beliebt, Herr Di — Herr Valberg?"
„Wollen wir wetten, daß Herr Stavrides spätestens morgen
mittag hier auf diesem alten zerfetzten Ledersessel sitzen wird?"
Fortsetzung folgt
CIKE
1 I ,N Ü U 1 t' k .\ l I- DIN II l-, II K I.
\ I. L E S L B K I (1 I-. T L' N W
l 1^
ROMA/S/ VON HANS SCHULZE
.^^
I Schluß)
Erst gegen Mitternacht hatte sie sich mit der Schwester zu-
rückgezogen und dann noch lange an dem Fenster ihres Giebel-
ätübchens gesessen und die mondbeglänzte große Stille dieser
heimlichen Stunde genossen, deren sehnsüchtige Traumverloren-
heit sie noch nicht schlafen lassen wollte.
Da knirschte hinter ihr ein rascher Schritt.
„Hallo, Fräulein Lore!"
Walter stand vor ihr.
Mit einem frohen Lächeln streckte sie ihm die Hand entgegen,
,, Guten Morgen, Herr v, Prayer!"
,,Der alte Heinrich hat mir verraten, daß Sie zum See hinab-
gegangen sind. Da bin ich errötend Ihren Spuren gefolgt. Eigent-
lich vermutete ich Sie schon in Ihrem ureigensten Element!"
Lore schüttelte den Kopf,
,,Ich hab' heut' keinen rechten Schneid. Mir ist von gestern
noch ganz benommen zumute!" .
,,Das geht mir genau so wie Ihnen, Fräulein Lore, wenn es
bei mir auch einen anderen Grund hat. Ich habe nämlich heute
nacht, als Sie wahrscheinlich schon längst der Ruhe pflegten, mit
Herrn Brandstetter noch etlichen Flaschen Burgunder den Hals
gebrochen, und der Kommissar hat mir dabei ausführlich erzählt,
wie er die Angelegenheit mit dem Anonymus aus dem Wil-
helmsgarten geregelt hat. Ich sagte Ihnen ja wohl gestern schon,
daß er den Herrn an unserm letzten Abend im Wintergarten
in dem Gehilfen eines chinesischen Zauberkünstlers wiedererkannt
und später noch als Logiergast der Pension Hartkort festgestellt
hat. Besagter Jüngling hat tatsächlich ein paar Semester die
Rechte studiert und stammt aus einer alten rheinischen Familie,
ist aber gänzlich verbummelt und schließlich in der Artistenwelt
gelandet. Für diesen mit allen Wassern gewaschenen Kavalier
war der Brief Karrs, an dessen Verwertung sich der treffliche
Herr Hartkort aus Angst vor seiner Gattin allein wohl nicht so
recht herangetraut hatte, natürlich ein aufgelegtes Geschäft,
Denn er übersah bei seiner juristischen Vorbildung ganz richtig,
daß hier ein klarer Beweis für die Unschuld von Kurt und Frau
Evelyn gegeben war!"
Walter hatte sich bei den letzten Worten zu Lore auf die
Bank gesetzt und peitschte mit einer Weidengerte den nassen
Ufersand,
,, Gestern morgen gegen acht Uhr," fuhr er dann lebhaft fort,
, .begann also Herr Brandstetter in Schlachtensee mit den ersten
Plänkeleien gegen die Pension Hartkort,
Doch unser Freund war früher aufgestanden und hatte, wie
sich später herausstellte, mit seiner kleinen Pariserin bereits
einen Autoausflug nach Potsdam und Sanssouci unternommen,
um ihr zum Abschied den alten Fritz noch einmal an all seinen
Glanzstätten vorzuführen.
Es wurde daher beinahe Mittag, ehe das Pärchen nach Hause
zurückkam und der Kommissar zum direkten Angriff übergehen
konnte,
Anfangs übrigens ohne Erfolg, denn er fand in dem falschen
Chinesen einen ebenbürtigen Gegner, der ihm in seiner hämischen
Art, die mich schon cii>mal bis aufs Blut gereizt hat, hohn-
lachend erklärte, daß er jetzt, wo man ihm das Geschäft ver-
dorben habe, die Angeklagten selbstverständlich ganz ihrem
Schicksal überlassen und keinen Finger mehr für sie rühren
werde.
So gingen die Verhandlungen ohne ein Ergebnis stundenlang
hin und her. Es wurde später und später, die Sache stand auf
des Messers Schneide, bis Brandstetter im letzten Augenblick
auf einen rettenden Gedanken verfiel.
Er sagte sich nämlich, daß die Wissenschaft des Burschen,
wenn eine solche wirklich vorhanden war, einzig und allein aus
dem Umkreis der Pension und damit nur von dem ihm schon
lange als etwas^anrüchig bekannten Hausherrn stammen konnte,
der sich bisher wohlweislich ganz im Hintergrunde gehalten hatte,
Gedacht, getan, stieg er kurz entschlossen zu Hartkort in den
Keller hinab, wo sich dieser neuerdings ein Laboratorium zur
Erzeugung von veredelten Hausweinen angelegt hatte, und über-
fiel ihn hier mit der direkten Frage, was ihm sein Sozius als
Gewinnanteil versprochen habe.
Und Hartkort, der vor der Polizei eine wohlbegründete
Achtung hatte, ließ sich wirklich bluffen und stotterte etwas von
zehntausend Mark.
Damit war natürlich das Spiel gewonnen.
Denn als er hörte, daß wir um die dreißigfache Summe hatten
geprellt werden sollen, geriet er in eine sinnlose Wut, lief nach
seinem Zimmer hinauf, und fünf Minuten später halte Herr
Brandstetter den rettenden Brief in Händen!"
,,Und was wird nun aus den beiden Leuten?"
Walter zuckte die Achseln,
,,Ich glaube, Brandstetter hat sie laufen lassen. Er wollte
Ihrer Frau Schwester jede weitere Aufregung ersparen. Ihm
lag ja nur daran, noch rechtzeitig zur Verhandlung zu kommen!
Doch was reden wir jetzt von all diesen dunklen Dingen der
Vergangenheit? Es gibt ja so viel Wichtigeres zu besprechen in
dieser wundervollen Morgenstunde!"
Lore hatte sich weit in der Bank zurückgelehnt.
,,Ich weiß nicht, was Sie meinen, Herr v. Prayer!"
Er hatte ihre Hände gefaßt. Ein großes, reines Gefühl stand
in seinen Augen,
,, Fräulein Lore, was soll ich viele Worte machen? Ich habe
Sie lieb. Lange schon. Ich kann mir mein Leben nicht mehr
denken ohne Sie!"
Lore senkte den Blick. Wie eine heiße Welle strömte es ihr
zu Herzen.
,,Ich fürchte mich vor der Liebe!" sagte sie leise.
Er schüttelte den Kopf,
,,Sie haben nichts zu fürchten, Fräulein Lore, solange ich um
Sie bin. Gewiß bringt die Liebe oft tiefstes Leid, Schande und
Tod, Das haben wir ja selbst erfahren an dem Drama dieser
letzten Tage, Aber sie schenkt uns auch alles Glück, das höchste,
was das Leben zu geben Tiat!"
Es war märchenstill.
Kein Lüftchen regte sich.
Nur zuweilen sprang ein Fisch im See; langsam rundeten sich
im Wasser weite Kreise.
Da wandte ihm Lore ihr tieferglühtes Gesicht zu, und ihre
blauen Augen sahen ihm ins Herz.
Und dann legte sie die Arme um seinen Hals und weinte.
— Ende. —
Fr(AGEN
die uns erreTchtert
ii^-^^N-,
.\Y
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i 1 m -M a g a z i n ", Berlin SW 68, ZimmcrstraBe 35-41
Sehcrlvcrlafi. Antwort erfolgt nur im ,,Film-Magajin". Die Einsendung; von Rückporto hat also keinen Zweck
TEEKLEIDER
ABENDTOILETTEN
FANTASIE- UND
SCHNEIDERKOSTÜME
PELZE
An viele: Anonyme Briefe werden nielit beantwortet. Bei Manu-
skriptancelCKonheitcn bitton wir folgendes zu beachten: Jeder Anfrage ist
Kückporlo beizufügen. Jetle Kinseriduiif? eines Manuskripts zur l'rufung
ist zwecklos, nur Kxiioses im Umfange von 2 — ;! iSclircibiunscliinenseiien
sind zur Einsendung an die l-"ilniindiistrie, IJegisseure usw. gccisnct. l'iir
Verlust der einges.-indlcn Manuskripte kann keine Verantwortung ülier-
noinnien werden, also soll der Verfasser nur Diirehscliliige senden, von
liandgcsehriebenen SeiidunKcn (Icserlitli) eine Abschrift zurücUbchalteii.
C h a r 1. ("■.: M.iry (Jiory lobt in Paris, (iret.i tiarbn w.ir weder mit
L.-irs HanMin. noch ist sie mit .lohn Uilbort verlioir.itet. AVenn Sie von
einein Filmstar ein Autogramm besitzen miiclitoii. so bitten Sic ihn
schriftlieh d:uiiin und fügen Sic seine Uildk.-irte und .-Kliossiorlos. fr.-tn-
kiertes liiickkin crt bei.
\V. M., (i I a u c b .-1 u : XuriMan Tro\or ist iiiclil .laok 'l'rovors Vator.
Der liom.an ,,ltio Drei um Kditli" ist noch nicht verfilmt wurden. .Auljor
in den geiiaiuiton Kilmoii splollo (live JJrook uooli in ..St.iobeldralil"' mit
Pohl X4'gri. ...'^üLie Siindo" und ..Artistenliebe'' mit l-'loreiioo Vidor.
Fritz l'., 15 r e m o n : Ilse
Stobr.iwa wcihiit Horlin \\ . .Vschaf-
feiiburger stralio (>. und stammt
aus Kiiln. _^
(J r e t a B.: l.ivio Pavanelh
wohnt Berlin - 'Wilmersdorf, Ra-
vensberger str.iljo .'), und li.it .im
». September Hebiirtst.ig. Conrad
Veidt öffnet und liest alle seine
Briefe selbst, gibt .Vuiograinme
und ist ein grolier Blumen- und
Tierfreund.
(i r e t e 1 und L i e s e 1 M.,
Leipzig: H.irry l.ied'ke h.it
eine Sekretärin. Alier selbscver-
ständlieh kommen al>e Briefe und
.\ufmerks.imkeiton immer in
seine Il:iiide. Wenn Iliuen der
Künstler nielit geantwortet Iiat,
so liegt das daran. il.ilJ l.iodlke
v<iii froh bis spät durch seine
Filmarbeit in Anspruch genom-
men und anoh öfters auf
Reisen ist.
II i 1 d e g a r d F., Friede-
n a 11 : Suzy Venioii vvidini Pa-
ris 1-2. Biiulevard Soult 40, Ruth
Weyher Berliii-Soböiieberg. .Stii-
benr.iuchstraße ."ia.
,1 0 h. P., 1" r i e d e n a ii : l)i(?
Pat niid Pal.ioluiii-Filme werdiMi
von der Pall.idiiim-Film. Kiipon-
hagen. liergestollt. Der Regis-
seur heiljt I,:iu I.aiirilzon. .\ngen-
blieklich drohen die Künstler in
Afrik.i i'iuoii neuen Film.
R. B. M.: Villi der ..l'iig.arisehen Rliajisodie" gibt es Postkarten. (!roD-
photos .•ins ..Metropolis" künnen Sie nicht durch die Ufa bekominoii.
,,Das (ir.ibiiial einer groljcn l.ielie"" ist n;icli einer alten Legende. J>io
Darsteller von ...M.aiiolescif siml wieder in Berlin. Dit.a P.'irlos Liobliiigs-
bliimen sind Veilchen. Filmliiicher aller Art erhalten Sie diirih den .\la\
Mattissiin-Verlag. Berlin sw UK, RitterstralJe 71. Die Filmstars lesen meist
ihre Briefe srlbst.
Kurt (;.. Weißenfels: Der neueste Eddie Polo-Film heißt ..Auf
der Rtcperbahn nachts um h.ilbcins'. Harry Picls iiiiihste .\rlieit ist
..Sein großes Elireiiworf. Kürzlich erschien sein Film ..Die Mitter-
naehtstaxe''.
Will y O., Bens h e i ni : Conrad Veidt wohnt im Eden - Hotel,
Berlin, Budapester Str.aUe. Er gibt .Autogramme. Fügen Sie der .Aiito-
grammhitte an ihn seine Bildk.irte iiml adressiertes, frankiertes Riick-
kuvcrl bei.
Hans K.. Bremen: Hcniiy Purleii w.ir auf dem Presseball. Paul
AVegener und Werner Kr.iiiss unsrres Wissens nicht. Dit.i Parlo hat die
Weibliehe Il.auiilrolle in ..lirimkebr" gespielt.
Karl H.. B e r 1 in : ..B e r e c h t i g f ist natürlich jeder d;izu, ein
Filmnianuskript zu scbreiheii. Aber ob er die Fähigkeiten hat, ist eine
zweite Sache. .Irdciif.alls kommt es nur .aiif das Können an.
M a r g .a reih e (i. u. L o t t e H.. F r a n k e n t h a 1: Ch.irles Rogers
ist durch die P.iramipiint. .Mol AIar;itlion Street, Hollywooil. K.il.. V . S. A..
zu erreichen. .Vmcrikaner. Dunkles Ha.ir und dunkh; Augen. Er gilit
Aiitogr.imme. IJanion N'ovarro wohnt in Bevcrly-Hills, Hollywood, Kai.
Die Titelrolle in dem Film „Der .SchlauluMger" spielte Olenii Tryon.
F i I m f r e n n d i n A n n e m a r i e .S. a u s B.: Wlailimir (i;iid,iro>v
wohnt Berlin-IIalenseo, .loachim-Friedriih-Straüe ,''i;!, ist Russi? und mit
der russischen Schanspieleviu Olg.i i;/n\\ sk.ij.i verheir.itet. .Alfred Abel
Wohnt Berlin - Halensoe. Kurfiir>tciul iiiim 71. Harry Liedtke ilcrlin-
Grunew.ild. Blsmarekalli'e Kl, Willy Fritsch Berlin - Cb.crlotteiiliurg,
Kaiserd.imm ö'i.
T. u. E. Pf.. <; a b I 11 11 z a, N.: \\ ilhelm Dielerle ist mit der frü-
heren Schauspielerin Cliarlolte Iligenbrucli verheir.itet. Keine Kinder.
Er ist augenblicklich in Berlin und inszeniert einen neuen Film ..Durch*
Bi.indenbiirgcr Tor". Seine P.irtiierin in ..Die Heilige und ihr Xarr'*
heißt Lien Deyers und ist Holländerin. Dieleile ist seif einiger Zeit nur
lieini Film, wälirend er früher auch bei der Spreclibüline war. „
Harr y a n s d e m R n h r g e b i e t : Gustav Frölilieli wohnt Ber-
lin-AVestend, Kurläiider .Allee 1, wurde am :.'l. März in Hannover geboren.
Er .<<pielt(! u. a. in folgenden Filmen: ,, .Metropolis", ,,Die Pflicht, zu
schweigen", „Wenn die .Schwalben heimwärts zielin', „Angst", ..Hurra,
ich lebel", „Asplinlt", „Das brennende Herz''. Früblieh ist ledig.
TEL. NORDEN 4078
4079
41 S8
yf^'^/Zo-^^Yr /■■//,^
Herbert H., Berlin: (lara Bow ist durch die P.uamount-
Studios. öl.'il M;uatliiin Street, Hollywood. Kai., l'. S. .V., zu erreichen.
Sie gibt Autogr;iinnie. F'iigen Sie einen intcrn.-itioualcii Postschein bei,
den Sie bei der Post erhallen.
F r i t z e h e n . C h a r 1 o t t e n b u r g : Ruth Weyher li.it am 28. M.ii
Cieburtstag. Ihr letzter Film war ..Indizienbeweis". Sie filmt angcn-
blicklieh im Ausland.
Emma Seh., AV i e n : Iw.m l'etrovieh ist ein Greenbanm - Sf.ar.
Aiigenblicklieli weilt der Künstler nicht in Berlin. Liddy Hegewaldt ist
verheiratet. Lya Christy ist durch die Hegewald, Berlin SW 4!*, Fried-
richstraße 250, zu crreielien. Aerlieiratet.
B n b i - T a n g e r ni ü n d e : Den Professor in ,.Xull l'Iir" spielte
Lionel Barryniore, den Detektiv Ch.irles Delaney. Die genannten Künstler
sind an die fälligen .Aulogramme erinnert. I.ily D.imitii ist durch die
rnited .\nists. 72!ili S.iiita Aloiiiea Boiilc\ ,ird. Iliillvwood. K;il.. zu er-
reichen. Albert Palliig wohnt Berlin W l.'i. Duisburger Straße lli. Marg.a-
rete Seliiin Berlin W ;iO. Xeiie -Ansbai-her Sir;iße H. (ieorg Alex.auder Ber-
lin-Frieden.au. Wic-b.-idener Straße .'i. .loli.aiiues Ricin.aun Berlin W !.'>,
.Io:icliim>lli.iler Straße 24, Eric B;irclay l.'i, Rue du Circ|iie. l'.aris.
F i 1 111 f r e u n d i n M a r g o t
a 11 s Fei z e n : Mia .Al.iy filmt
\ orläiifig nicht. Der neueste Film
mit Willy Fritseli ist ,.Die Frau
im Mund". Er ist über die
Spreclibüline zum Film gekom-
men. AVilly Fritseli und Harry
Liedtke lieben mehr oder weni-
ger alle Blumen.
.\I a r 1 i e s T.. G ü t e r s 1 o h ;
Charles ..Buddy" Rogers ist ein
großer Bliimenfreuud. Die mei-
sten Filiiist;irs geben .Autogram-
me. Sie können sich direkt an
sie wenden. Dina Gralla wurde
am 1,'). J.inuar in A\:irscliau ge-
boren. Karten von Filmsi;irs er-
halten Sie auch durch den Ver-
lag ..Illustrierte Filmwoche",
Berlin SW CS, Kuehsiraße C-8.
E r n :i X., B e r 1 i n : Igo
Syin erreichen Sie durch die Ufa,
Berlin SW GM, Koihstraße C— 8,
Ronald Colmaii durch die Uni-
ted Artisis, 7200, S.ant.-i Monica
Boulevard. Hollywood, K:il. Dou-
glas Fairbanks ist schon längere
Zeit mit Mary Pickfard verliei-
r;itet. Iwan Mosjukin wohnt Ber-
lin AV, Kiirfürsteiidamm 135.
O r e t c h 0 n AV.. X e u s t r e -
1 i t z : Sie h.iben recht, von ei-
ner A'erlobung ist noch nichts
bekannt. Ein Bild von Luciano
.\lbertini soll .auch b:ild gebracht
werden.
Mary AV.. H r e m c n : Giiiinar Toluaes g.asliert angcnblieklich in
Sehwcdeu mit dem Liisls|iiel ..Arm wie eine Kirehenm.ans". Seine Part-
nerin ist K.iriua Bi'll. Er kommt im .Inni wieder uaeli Berlin und wir.l
hier filmen. A'ietor Sjöström ist schon längere Zeit in Amerika.
A. Z., M ü 11 c h e u : M:ily Delscli.aft wohnt Merlin AV, AVitlelsbacher
Str.aße 2S, wurde am 4. Dezember in Hambiirg geboren, ist auch Buhuell-
seh;ius|ii<'leriii und mit eiueiii K.anfmaun verlieir.atet.
F i I m f r e u ii d i n G r e t c li e n II.. F r ;i ii k f u r t : Fred Thomscii
ist ;iin AVeihu.achts.ibeud leider an den Folgen einer Gallensteinoperaiion
gestorben. Beltv .AiiKinn wiihiit Berlin W, Knrfiirstcnd.amin 42. Gustav
Fröhlich Berlin - Westend, Kurländcr Allee 1, -lack Trevor Berlin AV,
Hiiidlerslr:iße ü. Agnes Eslcrhazys neuester Film ist ,,Der Leutnant
lliri'r Jlajestät ".
H a r r y L i e d t k e - A' e r e li r e r i n . G m ii n d : Harry Liedtke
h.it blaue Augen und trägt seinen richtigen Xameii. .Tawohl, er Ii;it .lucli
einmal mit Clirist.a Tordv. seiner (iattin, gefilmt, und zwar in ...AiiKir
.auf Ski'. AVilhelm Dieterle hat am i:>. .Tiili Geburtstag. Keine Kinder.
Lotte IL. L i c h t e 11 s t e i 11 : Die Tänzerin in ..Xaclitwelt " war
weder .\Iarv Philbiii noch A'era Selimitterlöw. sondern Gilda (ir.iy. Den
Besitzer des Hotels s|iielte .lamcson Tlioui.as. Der Rennfalircr in der
..C.irmen von St. P.iuli" wurde von Enrico Benfer d.irgcstellt. Henry
Stu.irl h.at am 1. Febro.ar (icburtstag. ll.ariy Halm :iiii 17. Januar. Mit
den geiiannten Künstlern sind noch keine neuen Filme .angekündigt.
H.irrv Halms nächster Film ist „D.is Modell vom .\liiiitp;irn,asse".
li a II s p e t e r AV., Z e h 1 e n d o r f : Anna May AVoiigs Adresse ist
London. St. .Alartiiis Laue, Xew -Theatre. Sie wurde am 21. September in
Los Angeles geboren. Sie gibt Autogramme. Sehreiben Sic ruhig
deutsch an die Künstlerin. . ,
T o m M i X - V e r e h r e r E. M., Dresden: Tom Mix ist verhei-
ratet und durch die Fox-Sludios, 11(11. AVestern Ave., Hollywood, Kai.,
IM erreichen. Sie können dentseh an ihn schreiben.
Elsa (!., C h a r 1 0 t t e n b u r g : Elisabeth Bergncr war nie ver-
lieir.atet. kann infolgedessen .auch nicht geschieden sein. Um Künstler
weben viele Gerüchte.
Gustav F r ö h I i c h - V e r e h r e r i n F i 1 m 1 i e s c 1 , Königs-
berg: (instav Fröhlich gibt .Aiitogr.amme. Sein neuester Film ist
..Asphalt".
Ruth A., Krefeld: Evelyn Holt wohnt Bcrlin-Charlottcnburg,
Sehillersiraße 121, La ,Fana Bcrlin-Charlottcnburg, BayeriuiUee 15, Aiiny
Ondra Bcrlin-Charlottcnburg. Knrfürstendamin 178, Fee Malten Berlin-
Halcnsee. Xestorstraße ri.'i. Jenny Jiigo Berlin AA', Kaiserd.imm 29, Mar-
eella Albani Berlin AV, Paiilsborner Straße 13, Erna Morena Berlin
XAV 23, Hundelstr. 5.
Cii.l
1111(1
ali.T
Leonora S. ans Karlsruhe: „T)ns Filmsesiclit" von Ramon
Xovarro können Sic duVch den Vorlag „Illustrierte i'ihuwoclie", Berlin
SAV CiH. Kochstraße 6-8, beziehen. Wir vermitteln nicht Autogramnie von
im Aiislaiul wohnenden Stars, aueli nicht von solelien, die voriiliergehend
in Herlin ■weilen, weil es aus technischen (Jründen nicht durchzuführen
ist. Hamnn Novarros LiebliuRslilunien sind Orchideen. Er spielte bis
jetzt in folRenden Filmen: ..Ben Hur', ..Ben .Vli". ..Der Seeoffizier". .,Alt-
HeidelberK". ,,VerleumdunK'', ,.Der Fürst der Abenteurer', ..IMlicht und
Liebe", ,.I>ie Dame hinterm Vorhang". Kürzlich wurde in Hollywood
sein erster Tonfilm. .,lJer Heide ', herKcstellt.
Oskar M a r i o n - V e r e h r e r i n I r m k a r d O., I< e i p z i k :
Osear Marions neuester Film ist ,.I)ie von der Scholle sind" l.-ilenscheu
der Heimat"). Marion ist auch im Leben furchtbar nett.
M i z z i , München: l>aß Hinen Lilian Harvey auf Ihre Briefe
nicht antwortet, ftit uns ja schrecklich leid. Sie dürfen aber nicht ver-
gessen, d.iU die Kiinstlerin, wollte sie die Briefe ihrer Verehrer und Ver-
elireriniien alle bc:int\\ orten, iiberliaupt nicht zum Filmen kiime.
d.is wollen Sic gewiß nicht.
Ein Wiener M ji d e I : 'Werner Fiietterer ist dunkel blond
blauäu^iK- Er eiht .\uto(j:rainme. ist (iroß. Welelie Haarfarbe er
bei den Frauen bevorzuf;t, können wir Ihnen trotzdem nicht sasen.
H W K: IJen Film „Mascottchen" ha-
ben Sie in Stettin als Vorschau gesehen.
l)as kommt öfter vor, daß die Gesell-
schaften ihre Filme in der Provinz eher
zeigen als in der Kcichsbauptstadt.
A. W.. K a u n i\ s : Ein Mon:itsaboii-
nement auf das ,. Film-Magazin" kostet
1.75 K.M. In den Exemplaren, die in den
[■fa-The;iterii verkauft werden, befindet
sich auch noch eine Beilage vom ,,Illu-
slricrten Filmkurier". .Tean Mnr.it wurde
von der Fnited Arlists auf drei .Tahre
verpflichtet und ist durch diese Gesell-
schaft. 7200, Santa Monica - Boulevard,
Hollywood, Kalifonien. zu erreichen.
Eugen Otto D., Berlin: Ja-
wohl, es gibt ein Buch ,.l'nsere Fliin-
merkö,.'e". in dem Sie die .\dressen von
fast allen Filmstars finden. Sie erhalten
es im Verlag ..Illustr. Filmwoche",
Berlin SW (,», Kochstr.iße G'H.
Betty H., M ü n c h e n : Die ge-
wünschten Filmbeschreibungen können
Sie durch den ,, Illustrierten Filmkurier",
Berlin AV 9, Köthener Str. 37, beziehen.
Margarete K., Charlotten-
bürg: L;irs Hanson filmt augenblick-
lich bei der British lnlernation;4l in den
Elstree-Studios, l.oiulon, ..The luformer"
mit l.ya de I'utti unter Artur Hobisoiis
Kegie.
D. Lg., Chemnitz: Ernst Ver-
cbes wohnt Berlin W, Emser Straße 16,
und ist unverheiratet. Iwan l'etrovich
ist ein großer Blumenfreund, \\ann i'r
einmal n.icli Chemnitz komni-t, wissen
wir leider nicht. Fritz Kampers wohnt
Berlin - Ch.-irlottenburg. AVaitzstraße 22,
tind ist seit kurzer Zeit AVitwer.
Pfarrer .1. M., V a h 1 h a ii s e n -
Detmold : Dir Brief an Otto tiebiihr
ist weitergeleitet.
Frau Else U., M a n n h e i in : Ein
Filmd;irstcllcr Johann Schuck ist uns
nicht bekannt.
H i I d .-i - E v a : Otto Gebühr wohnt
Berlin AV 62, Kurfürstenstr. 118. Gerda
Maurus Berlin - AAilmersdorf, Hohenzol-
lermlamm 52, Kndolf Klein-Kogge Ber-
lin-Lichterfelde-AVest, Hortensienstr. 15.
U^tt"!
PJ»*A^lWl"ll*«
mM&^6:^;(^m,iM^£Mi^'ä^m^äismismi^^^
a n g f u li r : Jaek
großer Natiirfrennd:
Jawohl, in Berlin
Sie geben .Vutogramme
1 n g e b 0 r g M., D a n z i g - I.
Berlin AA', Bendlerstraße 9, ist ein
Sport ist das Keiten und Polospiel.
filme erschienen. Es sind augenblicklich viele Tonfilme
Filmstar hat seine eigene Schminke, nämlich die, die ihm
sieht am vorteilb.iftesten erseheint.
I> i e n D e y e r s - V e r e h r c r i n , AA' a 1 d e n b u r g :
wurde in Amsterdam geboren. In ,, Triumph des Lebens"
Dieterle wieder ihr Partner.
Joachim (J., F r i c d r i c h s h a g e n : Die Ifolle
in der ,, Büchse der Pandora" spielte Gustav DieUl. Der
Berlin gedreht worden.
Carlo AA'., Frankfurt: Max Jfaek ist durch die
SAA' 68, Kochstraße 73, zu erreichen. Die Filmgesellschaften
guten Filmnachwuchs heranzubilden.
AA' e r n e r K., Zürich: M.iriaune AA'inkelstern wurde am 21. Milrz
in Berlin geboren. Sie kam von der T;inzbühne zum Film. Fnverheiratet.
Lilian Harveys Ellern leben mit ihr in Berlin zusammen. Ihr erster
großer Film war ..Die Liebsdi.iften der Hella von (iilsar", d.inn k.imen
..Prinzessin Trullall.i", ,. Liebe und Trompetenblasen '., ,,Die keusche
Susanne", ,,A'ater werden ist nicht schwer", ..Die tolle J,ol;i", ,.Eino
Xacht in London", .,Ihr dunkler Punkt". Ihr neuester Film heißt „Das
Modell vom Montparnasse". A'on Dina i;rall:i erschien kiirzlich ein
Film ,,Ein kleiner Vorschuß auf die Seligkeil". In Arbeit: ,. Fräulein
L.'iusbub".
Trevor wohnt
sein Lieblings-
ind schon Ton-
n -Arbeit. Jeder
für sein Ge-
Licn Deyers
ist Wilhelm
des Mörders
Film ist in
Terra, Berlin
sind besirebf,
L i 1 y V. B., Stettin: Gunn;\r Tolnaes kommt im Juni wieder
n.ich Berlin. Er gastiert angenblivklich in Schweden. Er gibt Auto-
gramme. Jawohl, ,,Die Licblingsfrau des Mahar.ulscha ' hatte niehrero
Teile.
H e d i K.. Magdeburg: Ramon Xovarro ist unverheiratet und
hat am 6. Febru.ir Geburtstag. Seine ständige Anschrift ist Bcverly-Hills,
Hollywood. Kai.
H i c h ;i r d S p.. L e i p z i g : ..Die Mitternachtsta.ve'' ist in Berlin
gedreht worden. Albert Paulig wohnt Berlin AV 15, Duisburger Str. 16.
H c n n y P o r t e n - \' e r e h r e r : Henny Porton ist blond und hat
dunkle Augen. Sie ist mit ihrem Produktionsleiter Dr. von Kauffmaun
verheir;itet.
M a r g 0 t AA'., Berlin: Hilda Bosch wohnt Berlin XAA' 23, Agrieola-
straße 13, wurde am 22. September in Stuttgart geboren, ist eine große
Blumenfreundin, gibt Aufogr;imme. ist verheirjitet, Ihr nächster Film ist
.,Temi>o — Teniijo" mit Liici.ino Albertini. — Ein Monatsabonnement auf
das ..Film-M.igaziu " kostet 1.75 BM.
Fritz B.. Berlin: AAir gl.-itibcn. Sie siiul da etwas im Irrtum:
Die Filmmusik wird in den großen T;iges- und Abendzeitungen stets
besprochen und auch gewürdigt. l'iul es gibt Filmfachschriftcu (z. B.
der Filmkurier), die der Filmmusik eine ständige Rubrik widmen.
Tolby v. L.: Lilian Harvey ist noch
jünger, als Sie geschätzt h.iben. M:irianne
AVinkelstern wohnt Berlin-AA'ilmersdorf,
l'hlandstraße 1C3. Brigitte Helms Gatte
filmt nur selten.
F 1 i m m e r f r i t z e , D a 1» 1 c m :
„Xoahs .\rclie" ist ein AA'arjier Brothers-
Film. von .Michael Kertesz' inszeniert,
mit Dolores Costello uiul George O'Brien
in den Haiiiitrollen. Käthe von Nagy
und Iwan Kowas-Samborski spielen die
ll.iuiilrollen in ,..AIasci>ttchcn". Regio
führte Feli.v B.isch.
E. K., B e u t h e n : Die genannten
Filmstars erreichen Sie durch die Metro-
Studios, Cuher-C'iiy, Kai., nur die An-
schrift von .Milton Sills ist: First Xa-
tion.il-Stud., Biirliank - Hollywood, K.il.
Iw.in Jlosjukin ist Russe uml wurde in
Pcnz.i gcbcncn. Seine bek;inntesten Fil-
me sind: ,.Kean", ,.Der Kurier des Z.i-
ren ', „Casanova", „Der geheime Ku-
rier". ..i)cr Adjutant des Zaren", ..Der
Präsident". Sein nächster Film heißt
,.AIaiiolescu". Die Kaiserin Kalharin.i II.
von Rnßl.iird im ..Casanova" spielte
Diana Karenne.
F i I m f r e u n d, K r e u z b u r g 0)S.;
Die betr. A'crlobung ist nur ein Gerücht.
Die Fritz L;iug-Filnigesellsehatt arbeitel
für die L'fa, Eichberg- und Henny Por-
ten-Film nicht. Käthe von Xagy ist von
Constautin D.i\id geschieden. Beide sind
bei verschiedene!! Firmen beschäftigt,
ebenso .Vugusto Genin.i. Lya Mara wohnt
Berlin-AVcstend. Pommcrnallee 5. .\gnes
Esterhazy Berlin AV, Bismarckstraße 1,
Gr.ind - Hotel Tiergarten. Jenny Jugo
Berlin AV, K.ii.-erdamm 29. Iwan l'etro-
vich ist durch die Greenbaum, Berlin
SA\' fiS, Kochstraße 64, zu erreichen.
.VugenblicUlich befindet sich der Künst-
ler aber nicht in Berlin. .Anny Ondras
neuester Film heißt ..Sündig und süß ".
Sie ist mit dem Regisseur Karl Lamac
verheiratet. Dita Parlos uächster Film
ist ,,Maiudesca".
C. F., G 1 a u c h a u : Oskar Xfarion
wohnt Berlin AV, Kurfürstend.imm 110,
ist geschieden, öffnet alle seine Briefe
selbst und gilit Autogr.imme. Er ist auch
im Leben sehr sympathisch.
Zwei AV i 1 I y F r i t s c h - V e r e h r e r i n n e n : Leber die Fami-
lienaiigchorigen voi\ A\'illy Fritsch können wir Ihnen leider keine Aus-
Kunft geben
S u s t i AA'., (^. I a d b e c k : Betty Amann wohnt
türstendanim -12, ist Amerikanerin, iinvi-rheiratet, gibt
spielte die weibliche Hauptrolle in ..Asphalt".
H e d y IL, B e r 1 i n : Es ist am zweckmäßigsten, wenn Sie sich an
die Reklameabteilurigen der Filmgesellschaften wenden, wie Ff.a, Berlin
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Berlin SAV 68, Kochsiraße 73, Aaf.a. Berlin SA\ 18. Friedrichstraße 22;!,
u. a. m. A'ielleicht haben Sie d;is (ilüek, .Aufträge als Reklaiiu'zeiclincnn
zu bekommen. Aber auch hier simi die Aussichten nur gering. Außer
den von Ihnen genannten Filnigesellsch.iften gibt es noch Ilom-Film,
Derussa. Star-Film. X<'ro. Fox, Peter Osterm.iyr-Film, Henny Porten-Film,
Strauß. Alna, Eichberg-Film, (ireenb.ium. Orplid-Meßtro, Deutsche l iii-
versal usw. usw. Fritz Lang ist durch den Fritz Lang-Film, Berlin
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Ramon H. M., Berlin : Ramon X'ovarro hat bis jetzt u.a. fol-
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Icitung A. Roienthal — Aros, BerUo. Für die Redaktion und Herausgabc in Ocsterrcich verantwortlich Robert Mohr, Wien 1, Domgassc 4. A'cranlw ortlich für Anzeigen
Wilhelm Scbaeler, Cbarloltccburg. A o i e i g e d v e r w a 1 1 u n g Bepa-Verlag, Berlin W 35, Blumes Hof 5. Kupfertiefdruck: August Scbcrl C. m. b. H., BerUn SW 68
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zeit genommen werden, läßt sich das
Körpergewicht in einigen Wochen um
10 — 30 Pfund erhöhen. Die unschönen
Knochenvorsprünge an Wangen und
Schullern schwinden. Pfund für Pfund
nehmen Sie zu, an allen Körperteilen
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Unlust weichen, und nach ein paar
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Aussehen einer vollen, ebenmäßigen
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UAIMER 19 / BERLIN, 12. MAI 1 929 / P R E I S 4 0 P F E N NM G
^tanss c?L.eciefer sßiell tm ^C/ija=cJtini f/,=JJte tciuiderbarc cUsii^e der ^l Ima C/eirotctia
Ich sage Dir: wuiukMschön isl so ein Kiiil)elUaslen. Du
glaiihsl gar iiichl, was wir alle für einen Spal.) daran lial)en.
l^ipa hesondeis isl ganz hegeislerl. Immer, wenn wir aus-
gehen, nimnil er den Apparat mit. Von uns allen hat er
schon herrliche I'^ilme gedreht, zu Hause und auf der Heise.
Und stell Dir vor, wie lein es dann isl, weim wii* auf der Leinwand
so richtig lebendig sind. Möchtet Ihr nicht auch so was haben?
Aiiskiinltc iil)ei' Trcis und Anwcnduiiji (k'i- Aiiriinlnuc- und Wii-dori'nl«' A|)|);ir:ilc <ior Anialour- Kine-
in:di>i;r:i|)liu- erteilt uiiviTliiiidlicIi tind Ixostcnlos die ri':i-II:indc'lsi(rscllsfliiift. lU-ilin S\V OS, KorlistniUc (i-7.
ttift
OJ^l/l
n I i: M o c II r \ s c ii k ir r n i. w i i l m r w i: i \ d i:
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:/>-
^am
Die fjroße deutsche Harry-
Liedtke-Gemeindc wird in
begeisterten Jubel aus-
brechen, wenn sie ihren schönen ;
Harry als lustigen Witwer über '
die Leinwand wandeln sieht. Er ;
hat diesmal ein ausgezeichnetes \
Manuskript — wenigstens in
der Grundidee — gefunden
und einen Regisseur, der genau
weiß, wie er den beliebten und
routinierten deutschen Schau-
spieler herausstellen muß.
Es zeigt sich jetzt mit einem-
mal, daß Harry doch ein viel
besserer Schauspieler ist, als es
manchmal aussah, und es
scheint, daß er jetzt glücklich
die Gefahr überwunden hat, an
Stelle des überlegten souverä-
nen Spiels gewissermaßen als
Typ über die Leinwand zu
gehen.
Wenn man vom ausgezeich-
neten Manuskript spricht, so
Oben: Marcel Vibert, Alice Roberle,
Harry Liedtke. — Mitte links: Harry
Liedtke, La Jana. — Mitte rechts:
Carl Huszar und Harry Liedtke. —
Unten: Morgendliche Heimkehr
kann das nur mit Einschrän-
kungen geschehen. Das Buch
gibt einen guten Rahmen, sorgt
für einen temperamentvollen
Ablauf der Handlung, aber
würde doch weniger gut gefa
len, wenn nicht neben Liedtke
Schauspieler stünden, die die
Geschichte vom kleinen Bank-
beamten, der aus Reklame-
gründen auf vier Wochen einen
lustig-traurigen Witwer spie-
len soll, mit ihren Leistungen,
die weit über dem Durch-
schnitt stehen, beleben.
Selbstverständlich steht Har-
ry im Mittelpunkt, aber der
dicke Puffy reizt trotz Harrys
in
Beliebtheit in vielen Szenen das
Publikum zum Lachen und stellt
Harry auf viele Meter in den
Hintergrund.
Alice Roberle befriedigt, La
Jana sieht gut aus, und der
Franzose Marcel Vibert gibt
den jetzt so beliebten euro-
päischen Einschlag.
Der Film ist wirklich an der
Riviera gedreht. Von Nizza
bis Cannes suchte man die
schönsten und glücklicherweise
auch die weniger bekannten
Motive, ließ Robert Keppach
ein wirklich mondäne^ Hotel
großzügig bauen, so daß alles
zum Erfolg zusammenklingt, für
den sich der männliche Teil der
Darstellerschaft bei der Urauf-
führung persönlich bedankte.
Robert Land, der Regisseur,
geht planmäßig weiter auf dem
Weg, der ihn zum wirklich
guten, modernen Film führt.
Oben: Alice Roberte, Harry Liedtke. —
Mitte: Harry Liedtke und Alice
Robertc. — Unten: Harry als erster
Gast im Luxus-Hotel
Pht'l. :iiipcr-lilni
w
Er fügt kleine Lichter ein, die
aber niemals den gegebenen
Rahmen sprengen. Er macht,
was als besonderes Verdienst
ausgezeigt werden soll, aus
Harry Liedtke einen Men-
schen aus Fleisch und Blut,
führt ihn von der Maniriert-
heit wieder zum wirklichen
Spiel und trägt so dazu bei,
daß der Ruhm Harrys neu
gestärkt und verstärkt wird.
Er erzielt für sich dadurch
indirekt — und alle Regie-
erfolge sind indirekt - — das
Lob; zu den besten, verständ-
nisvollsten Spielleitern gerech-
net zu werden.
JiL
Qela Qu^fl
Für eine so eigenartige Schauspielerin wie
Greta Garbo ist es nicht immer leicht, die
entsprechenden Rollen zu finden, die ihrer
kapriziösen Persönlichkeit entsprechen. Diese
Schwedin, Amerikas offiziell anerkannter und
am höchsten bezahlter Sex appeal braucht Auf-
gaben, die dem landläufigen Hollywood - Manu-
skript entgegengesetzt sind, die mit gefährlichen
Gefühlen spielen und trotzdem nicht über eine
gewisse Grenze hinausgehen. Die Rolle muß
außerdem noch Gelegenheit bieten, großen
Toilettenluxus und womöglich noch exotische
Pracht entfalten zu können. Die Basis solcher
Geschichten ist schmal, denn das Ungewöhnliche
darf sich nicht mit dem Unmöglichen verschwi-
stern — und als unmöglich werden in Amerika
viele gesellschaftliche Zustände angesehen, an
denen anderswo keine Kritik geübt wird. Gloria
Swanson, der andere Sex appeal Amerikas, hat
CS leichter, weil sie mit groteskem Humor auf-
warten kann, während
der Garbo Heiterkeit
■~~— ~-^ und Unbekümmerlheil
^^X^ versagt sind. — Nach
^ dem großen Erfolg
ihres letzten Filmes
kel" ließ sich die Metro von dem er-
fahrensten Szenarioverfasser der Welt, von
Hans Kräly, ein Drehbuch schreiben, das die
Garbo in romantische Beleuchtung rückt. Sie
erscheint diesmal als sehnsuchtsvolle Gattin
eines Durchschnitlsmannes, der seiner Frau
jeden Wunsch erfüllt, der sie aufrichtig liebt,
aber in seiner Nüchternheit nicht merkt, daß
die Frau leer und seelisch teilnahmslos an sei-
ner Seite lebt. Das Ehepaar geht auf eine Well-
reise, die ja heute zum Programm reich ge-
wordener Amerikaner gehört, und landet auch
auf Java. Hier ist Tropenpracht, Glut der
Landschaft und Glut der Sinne. Wie der Ur-
wald, so glühen auch die Menschen, und wer
aus der nüchternen Korrektheit einer amerika-
nischen Mittelstadt kommt, der kann wohl ver-
Oben und im Kreis:
Greta Garbo. — Unten
rechts und links: Greta
Garbo und Leuris Stone
Plwi M.-O.-M.
wirrt werden von der Fülle der Eindrücke, die
in unerreichter Farbenpracht auf ihn einstürmen.
Greta Garbo verliert vor so viel Buntheit die
innerliche Sicherheit. Aber sie hätte nie den
ersten Schritt aus dem bürgerlichen Dasein ge-
wagt, wäre ihr nicht das Schicksal in Gestalt
eines javanischen Prinzen begegnet, dessen ro-
mantische Erscheinung sie verwirrt. Der Prinz
verlangt mit der Kühnheit und Unbekümmertheit
des e.\otischen Menschen nach der Frau, die ihm
schließlich anheimfällt. Der Gatte, bisher
ahnungslos, erfährt zu seinem Schreck, daß in
seiner Frau Wünsche erwacht sind, von deren
Existenz er bisher nichts wußte. Als er schließlich
die beiden, die in den Dschungel geflohen u aren,
in einer verlassenen Hütte inmitten des Dickichts
wiederfindet, glaubt er, seine Frau für immer
verloren zu haben. Nun gibt es vor allen Dingen
für ihn nur eins: Rache an dem Prinzen, der
ihm das Liebste der Welt raubte. Der Mann
ladet den Javaner zu
einer Tigerjagd ein,
auf der er ihn mit
einem Schuß nieder-
strecken will. Aber
der Schuß erreicht
sein Ziel nicht; der Prinz wird nicht gelötet,
sondern nur verwundet, flieht aber in den dich-
ten Urwald, wohin ihm kein weißer Mensch
folgen kann. Der Gatte vvähnt, daß seine Frau
zu dem Prinzen gehen wird. Aber als er sich
wieder nach Amerika einschifft, steht sie plötz-
lich selbstsicher und ruhig neben ihm, als sei das
ganze Abenteuer nicht gewesen. Nur eine Künst-
lerin vom Range Greta Garbos vermag ein solches
Thema erträglich zu machen. Aber sie spielt auch
die glühendsten Liebesszenen mit einer Diskretion,
die allein einem Darsteller von Format glücken.
Aber auch ihre Mitspieler bewegen sich mit einer
Sicherheit, die den Vorfällen alle Schlüpfrigkeit
nimmt. Die noble Darslellungskunst von Lewis
Stone ist bekannt. Der Film wird im Herbst in
Deutschland herauskommen.
üaS^HocL 9m,Ai^o^fkuum
Vielleicht ist dieses Bild, das Joan Crawford auf einem
j^roßen Lastwagen voller Autogramme zeigt, etwas über-
trieben. Vielleicht ist die Post dieser beliebten amerikani-
schen Schauspielerin wirklich etwas kleiner. Aber eines steht
fest: die Jagd nach dem Autogramm, die in Amerika einen nicht
mehr zu überbietenden Höhepunkt erreicht hat, zeigt sich auch
in Deutschland in immer größerem jMaße.
Es ist an sich selbstverständlich, daß man ein Bild seines
Stars mit der Unterschrift haben will. Aber es scheint doch
nicht ganz richtig, daß jemand glaubt, gleich dreißig oder vierzig
Karten und Photos mit der Unterschrift ein und desselben Dar-
stellers besitzen zu müssen. Natürlich ist nichts dagegen zu
sagen, daß man von seinem Liebling die Unterschrift unter das-
jenige Bild gesetzt haben will, das ihn in einer Rolle zeigt, die
besonders gefallen hat. Es kommt auch vor, daß dieses Bild
jedes Jahr einmal wechselt, weil eben der eine oder andere
Bildstreifen schöner dünkt als der, bei dem man sich das Bild
zuerst besorgte. Aber die Dinge müssen ihre
Grenzen haben. Conrad Veidt erzählt uns,
daß neulich ein paar filmbegeisterte Da-
men mittags zu ihm kamen und ein
Autogramm wünschten. Er unter-
schrieb die Bilder und ließ sie
durch sein Stubenmädchen an
die Adressatinnen zurückgeben. Abends erfuhr er, daß die jungen
Damen noch um acht Uhr auf der Treppe gesessen hatten, um
den heimkehrenden Conny persönlich zu sehen, und sie säßen
heute noch, wenn nicht der Hausbesorger schonend darauf auf-
merksam gemacht hätte, daß um acht Uhr die Tür verschlossen
w ird.
Man hat heute Gelegenheit, bei den Premieren im Theater
oder bei Autogrammvormittagen unsere großen und bedeutenden
Schauspieler persönlich zu sehen. Schließlich haben gerade
unsere bekannten Schauspieler und Schauspielerinnen, die täg-
lich schwer arbeiten müssen, auch noch etwas anderes zu tun,
als ihre Verehrer und Verehrerinnen zu empfangen. Es ist nicht
etvsa alles nur Reklame, was man vom Training der Film-
schaffenden in den Mußestunden erzählt, und die Bibliotheken,
die man auf den Bildern sieht, die aus dem Heim des einen oder
anderen stammen, sind nicht nur Dekorationsstück, sondern
Mittel zu ernstem Studium. An all diese Dinge muß einmal
erinnert werden, wenn man dieses Bild sieht,
das — wie gesagt — vielleicht etwas über-
trieben ist, aber das schließlich doch der
Wahrheit einigermaßen nahekommt,
auch wenn es nicht gerade täglich ,.
^)
MAQGQET UVINGSTONE
VOM CULUi^lBIA-l'ILN
l'liot. Mt-lhourne S/uirr
Jeder Theaterfreund liebt es, einen Blick hinter die
Kulissen zu werfen, um das bunte Leben der Bühne,
das eigenartige Fluidum des Komödiantcntums aus
nächster Nähe zu erleben. Die Welt des Theaters ist
deshalb so eigenartig, weil in ihr die Gesetze auf-
gehoben sind, nach denen sich das bürgerliche Leben
regelt. ,,Im Rampenlicht" geschehen die eigenartig-
sten Dinge, die sich nur mit der Aufhebung der bür-
gerlichen Weltanschauung erklären lassen. Es regiert
der Bluff. So brennt einem Theaterbesitzer der Star
durch, die Zugkraft seiner Bühne, die sich nicht so
schnell ersetzen läßt, denn eine gleichwertige Kraft
ist teuer und nicht einmal sofort frei. Aber wozu gibt
es denn den Bluff, wozu die Reklame, mit deren Hilfe
sich mancherlei erreichen läßt! Was also macht
dieser Theaterbesitzer, um trotzdem volle Häuser zu
erzielen? Er läßt seine Stenotypistin, der er auf den
blonden Wuschelkopf eine dunkle Perücke drückt,
als berühmte russische Schauspielerin erklären und
gibt ihr die große Rolle. Die Stenotypistin ist eine
blendend schöne, rassige Erscheinung und findet
sich schnell in der Rolle einer gefeierten Bühnen-
künstlerin zurecht. Mit dem natürlichen Talent der
Frau für das Theatralische versteht sie es, in jeder
l
Beziehung zu wirken. Man bezahlt ihr eine hohe
Gage und verpflichtet sich nur, über ihre Herkunft
zu schweigen und die sich schnell bildende Legende
ihres Lebens nicht zu zerstören. Sie darf keines-
wegs mit der Außenwelt in Berührung kommen, um
nicht unwillkürlich von der Illusion ihrer Schein-
existenz abzuweichen. Das geht so lange, bis eines
Tages ihr Herz auf seine Rechte pocht. Sie ver-
liebt sich in einen jungen Mann, der seinerseits der
,, russischen Schauspielerin" mit entfesselter Sehn-
sucht nahte. Der gefürchtete Augenblick, da sie sich
entscheiden muß, ob sie weiterhin als Stern am
Bühnenhimmel bleiben oder die Gattin des geliebten
Mannes sein will, kommt schneller, als es alle Be-
teiligten der Komödie ahnten. Plötzlich muß die Ent-
scheidung fallen, und sie stellt sich natürlich im un-
geeignetsten Moment ein. Da auch dieser Film ein
schönes Märchen ist, so fürchtet sich die blonde
Frau unter der schwarzen Perücke nicht vor der
Wahrheit, die ihr Bitterkeit bringen müßte. Sie ge-
steht ein, daß sie eigentlich eine kleine Stenotypistin
ist, was ihren Prinzen mit großer Freude erfüllt, denn
er liebt sie — es ist eben ein Märchen — nur um so
mehr.
^U4Jei9eHi%ulSäSp(^eC
Nach zwei ganz entgegengesetzten Richtungen der Natur sind uns die
linsenförmig geschliffenen Gläser Schlüssel zur Erkenntnis geworden.
Das Fernrohr oder Teleskop führt unsere Augen durch den unend-
lichen Raum weiter und immer weiter; das Mikroskop dagegen ent-
hüllt uns die Welt des Kleinen und Allerkleinsten: Durch seine Ent-
deckungen bei Pflanze, Tier und Mensch ist die frühere Natur-
geschichte erst zur wirklichen Wissenschaft geworden.
Die Mutter einer jeden Naturforschung war die Phantasie. Ihr
Wunsch, immer wieder Neues und Seltsames zu schauen, ver-
anlaßte den Menschen, in der ihn umgebenden Natur Umschau
zu halten. Am schwersten fiel den früheren Generationen die
Vorstellung, daß es lebende Wesen geben soll, die so klein sind,
daß man sie nicht mehr sehen kann, denn wie
sollte etwas wirklich vorhanden sein, was man
^^^^^ nicht sieht? Wir können uns danach
9 m^^^^L^^ auch die Freude und das Erstaunen des
großen holländischen Naturforschers Leeu-
wenhoeck denken, als er um die Mitte des
17, Jahrhunderts zum ersten Male durch ein
von ihm selbst konstruiertes Mikroskop
schaute.
Im Laufe der Zeit lernte man komplizier-
tere und damit bessere Mikroskope bauen, die
den Begriff des Kleinen immer weiter nach
unten verschoben und die Möglichkeit gaben,
in den feineren Bau der Lebewesen einzu-
dringen. Man erkannte, daß alle Lebewesen,
Mensch, Tier und Pflanze, sich aus einfach-
sten Bausteinen, den Zellen, aufbauen; man
kam hinler das Geheimnis der Entwicklung,
indem der Befruchtungsprozeß des weiblichen
Eies durch den männlichen Samenfaden und
* die Entwicklung der befruchteten Eizelle
Aufnahmen aus dem Mikrolaboratoriunt
der Uh riwt. ija
\\
~^B1 — ^^^i^^H^
ÖeS^AhMöd^S'
durch viele aufeinanderfolgende Teilungen zum Embryo offenbar
wurde. Ungeheure Fortschritte machte die Medizin durch die Unter-
suchung des Blutes und durch die Entdeckungen der Erreger zahl-
reicher ansteckender Krankheiten.
Doch alle diese Wunder des Mikroskopes zu schauen, blieb im
großen und ganzen der hohen Wissenschaft vorbehalten. Als man
dann die Kinematographie wenige Jahre vor dem Kriege in den
Dienst der Wissenschalt zu stellen begann, wurde auch die mikro-
kinematographische Aufnahmeapparatur — eine lichtdichte Ver-
bindung einer h ilmaufnahmekamera mit einem A\ikroskop
— eines der wichtigsten Hilfsmittel in der wissenschaftlichen
Forschung. Konnte z. B. bisher ein Gelehrter seine Beobach-
tungen lediglich durch eingehende Schilde-
rungen und Zuhilfenahme von projizierten
.\\ikrophotographien, die natürlich keine Be-
wegung zeigten, demonstrieren, so war es ihm
jetzt durch den .^likrofilm möglich, selbst die
schwierigsten Entwicklungsvorgänge einem
großen .Audito'-i im in lebenden Bildern über-
zeugend und ' weisend vorzuführen.
Noch aber fehlte der allgemeinverständliche
Film über die Wuiiderwelt des .^\ikroskops
für die breite .^\asse. Das wurde erst anders,
als nach dem Kriege einige Kulturfilmfirmen
spezielle A\ikrolaboratorien einrichteten und
svstematisch die Hauptgehiete der A\ikrosko-
pie: das Leben im Wassertropfen, das Leben
der Schmarotzer und Parasiten, die Wunder-
well des Blutes und anderes mehr, ver-
filmten.
Die Hersteller mikrokinematographischer
Filme haben nun mit zwei überaus großen
Schwierigkeiten zu kämpfen, deren erste sich
Aufnahmen aus dem Mikrolaboratoriiim der Ufa
l'lu<t. Ufa
/ ^^
0 '-^^^1
«»'-
Buster Kealon und Dorotby Sebaslian
auf die reine Aufnahmetechnik bezieht. Genau wie bei den
Spielfilmaufnahmen ist Licht und nochmals Licht für den Mikro-
film notwendig. Starke, wirksame Lichtquellen sind heute aber
immer noch mit beträchtlicher Wärmeentwicklung verbunden, die
allzu schnell die zarten Tierchen unter dem Mikroskop zum
Absterben bringt. Da der mikroskopische Filmstreifen sich nicht
darauf beschränken darf, die einzelnen ,,Mikrostars" lediglich
ihrem speziellen Aussehen nach darzustellen, sondern auch inter-
essante Vorgänge, wie Vermehrung, Freßakte usw., bringen muß,
bedarf es einer ganzen Reihe von Einrichtungen, wie Kühlküvetten,
Filter usw., um das wirksame Licht für längere Zeit, oft Stunden
und gar Tage, auf das Objekt fallen lassen zu können und die
schädlichen Wärmestrahlen dagegen abzufangen.
Die zweite Schwierigkeit besteht in der Auswahl und Be-
arbeitung des zu verfilmenden Themas. Die Mikrokinemato-
graphie behandelt — das liegt im Wesen ihrer Arbeitsgebiete —
Stoffe, die selbst Menschen mit guter Allgemeinbildung meist
recht fernliegen. Wer könnte sich nach Jahren an die Aufguß-
tierchen und Infusorien, an die Zellenlehre usw. noch erinnern,
daß er einem Film über dieses Thema ohne weiteres folgen kann?
Der einzige Weg, dem Publikum die Mikrobilder näherzu-
bringen, sind leichtverständliche Titel von den Bildern, die frei
sind von langatmigen Fachausdrücken und auch von dem ein-
fachen Manne aus dem Volke voll und ganz aufgenommen wer-
den können. Gerade die Kulturablcilung der Ufa ist auf diesem
Gebiete bahnbrechend tälig, wie die Erfolge ihrer letzten Mikro-
filme ,, Unter dem Zauberspiegel des Mikroskops", ,, Pulsierende
Lebenssäfte", „Motor des Lebens" usw. vor Presse und Publikum
bewiesen haben.
Wenn auch heute in unserer an Hast und Wettbewerb so über-
reichen Zeit kaum einer die Geduld und selbstlose Zufriedenheit
zum Studium des Mikrokosmos aufbringen wird, so dürften
Mikrofilme dieser Art zur Erfüllung einer unserer wichtigsten
Kulturaufgaben beitragen. Dr. Ulrich K. T, Schulz.
Fairbanks als Lebensreiter
Douglas Fairbanks begann, wie alle Stars, in kleinen Rollen
imd brauchte Jahre, ehe er zu Ruhm und Reichtum kam.
Er war anfangs Sensationsdarsteller, von dem mehr Mut
und körperliche Fähigkeiten als darstellerische Mittel verlangt
wurden.
In einem jener Abenteuerfilme, denen er durch seine Uner-
schrockenheit die nötige Würze gab und die heute vollkommen
vergessen sind, verlangte die Handlung von ihm die Sensation
eines Sprunges über einen offenen Löwenkäfig hinweg.
Damals gab es noch nicht jene zahmen Filmlöwen, die heute von
jeder Schauspielerin als Partner benutzt werden können, sondern
es waren die paar dressierten, aber keineswegs ungefährlichen
Bestien aus einem Wanderzirkus, die schon durch das ungewohnte
Milieu eines Filmateliers mit seinen blendenden Scheinwerfern,
dem Lärm, der Musik erregt worden waren und unruhig im
Käfig auf und ab liefen.
Das Kommando zu dieser ungewöhnlichen Sensation fiel, Doug
setzte zum Sprung an, kam auch glücklich in fünf Meter Höhe
über den Käfig hinweg und erreichte unbeschädigt die gegen-
überliegende Seite, als plötzlich im Nebenraum, der einen Thron-
saal darstellte, der große Kronleuchter mit donnerndem Krach
von der Decke stürzte und in tausend Splitter zerbrach.
Zehn Menschen waren unter dem Kronleuchter beschäftigt ge-
wesen. Aber um Fairbanks' Sprung mitzuerleben, waren sie in
den Nebenraum gekommen und dadurch tödlichcrGcfahr entronnen.
Fairbanks, der den Lärm natürlich auch gehört halte, meinte,
als er die näheren Umstände erfuhr, nach seinem Sprung von
diesem glücklichen Zufall lächelnd; ,, Meine Kunst ist doch aller-
hand wert: Jetzt hat sie zehn Menschen das Leben gerettet!"
Als Herr und Frau Adolphe Menjou auf ihrer letzten
Europareisc G. L. Manuels photographisches Atelier
in der Rue Dumont D'Urville 47 in Paris besuchten, um
sich einige Porträte anfertigen zu lassen, bemerkten sie den
fünfzehnjährigen Helfer des Photographen gar nicht, der sie
mit pochendem Herzen hinter einigen Samtvorhängen unver-
wandt anschaute. Hätten sie ihn gesehen, so würden sie sich
auch weiter nichts dabei gedacht haben, denn sie waren es
gewohnt, überall in Paris angestaunt zu werden.
Dieser flüchtige Anblick eines seiner Filmideale war aber
für Paul Guertzman ein unvergeßliches Ereignis, und er
fühlte mehr denn je, daß Hollywood sein Schicksal sei.
Von da an legte er von seinem geringen Wochenlohn (er
verdiente gerade 12 Mark pro Woche) noch mehr Centimes
zurück, so daß er nicht mehr monatlich zweimal ein billiges
Vorstadtkino besuchen konnte, sondern alle acht Tage,
Wenn er dann sein ärmliches Lager aufsuchte, so kamen ^1
die bewunderten Filmgcstalten zu ihm, und er sprach mit
Emil Jannings, filmte mit Adolphe Menjou und ließ sich die
kalifornische Sonne in den Hals scheinen.
Die Träume dieses kleinen Jungen verwandelten sich über
Nacht in Wirklichkeit, denn Paul Guertzman gelangte durch
Ausdauer, Mut und Mutterwitz an sein Ziel. Heute ist er
Hollywoods jüngster kontraktlich verpflichteter Filmschau-
spieler, Einige Wochen, nachdem Adolphe Menjou mit
seiner Gattin in Manuels Atelier war, las Paul im Petit
Paul Gticrtzman Plmt. I'utatiumnt
Parisien, daß der Vizepräsident der Paramount FilmiJesellschaft, Jessc L, Lasky,
in Paris sei. Seine lebhafte Phantasie, die er noch immer mit dem für ihn intimen
Koritakt mit Hollywoods berühmtem Bonvivant und seiner entzückenden Gattin
nährte, brachte ihn auf den Gedanken, den Filmmajjnaten im Hotel aufzusuchen
und ihn um ein Enjjaj^ement zu bitten.
Gesagt — j5etan! Da man Paul aber j^ar nicht erst vorließ, wartete er Tajs für
Ta}J vor Laskys Zimmern. Eine j^anze Woche lanjj stolperte der Filmproduzent über
Paul Guertzman, der ihn wie sein eigener Schatten auf S^chritt und Tritt verfolgte.
Schließlich wurde es Lasky zu toll, und Paul wurde am Arm gepackt und ziemlich
unsanft durch das Hauptportal auf die Straße befördert. Kaum hatte sich aber der
Hotelgewaltige umgewandt, da schlüpfte der ,, Schatten" durch den Eingang für
Hotelangestellte ins Gebäude zurück und nahm seinen Posten wieder auf.
Pauls Ausdauer und unzerstörbarer Humor begannen den Filmmagnaten zu inter-
essieren, so daß er ihn eines Tages zu sich rief und ihn durch einen Dolmetscher
fragen ließ, was er überhaupt von ihm wolle. Paul erklärte, daß er zum Film
möchte. Doch als Lasky ihm kurz mitteilte, daß Hollywood mit Jugendlichen über-
laufen sei, die alle zum Film möchten, antwortete Paul, er würde wiederkommen,
wenn Lasky besserer Stimmung sei.
Und er kam wieder. Dem Filmmagnaten gefiel diese Entschlossenheit seines
,, Schattens" so gut, daß er ihn noch einmal zu sich rief und ihn fragte, was er denn
in Hollywood überhaupt zu tun gedenke. Paul führte einige originelle Szenen vor,
die Lasky überzeugten, daß der Junge eine fabelhafte Filmfigur sei.
Nun ist Paul Guertzman. der den Dienstbotenaufgang benutzte, als ihm Hotcl-
angestellle den Eingang durchs Hauptportal versperrten, vom Kopf bis zu den
Füßen neueingekleidct und nach Hollywood abgereist, um zu lernen, daß Filmen
nicht S — p — i — c — 1, sondern A — r — b — c — i — t buchstabiert wird.
Gertrud Wiethakc
Gr S
X_yl UND v_y
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UND SEHR VIEL
ScUiriitÄel
Gii/uLiyuSti0er Abei4.teixerronacui/L
VON LUDWIGvoN WOHL
/. Fortiftziing
Robby Valberg halle seine Wette gewonnen.
Um halb zehn Uhr rief das Büro der Illyrischen Export- und
Importgesellschaft an und fragte, wann Herr Generaldirektor
Stavrides Herrn Valberg seine Aufwartung machen dürfe.
Um elf Uhr erschien ein ziemlich umfangreicher Herr und gab
eine riesenhafte Karte ab, der er sofort folgte, ohne ein Herein
abzuwarten.
Er war außerordenllich elegant angezogen. Blütenweißc Ga-
maschen bedeckten mit mil-
der Sanftheit das auserlesene
Leder etwas phantasievoll
entworfener Ochsenbluthalb-
schuhe.
Die Wäsche war von flek-
kcnloser Seide, der englische
Filzhut strömte den feinen
Duft eines herben Parfüms aus.
Leider kam aus den tadeU-
losen Manschetten eine dicht-
behaarte Hand zum Vor-
schein, deren sorgfältige Ma-
niküre ebensowenig wie drei
viel zu kostbare Ringe das
Gefühl von Klebrigkeit para-
lysierten, das sie beim Druck
übermittelte.
Herr Generaldirektor Pe-
rikles Stavrides teilte die un-
angenehme Eigenschaft seiner
illyrisclicn Landsleute —
man halle stets die Empfin-
dung, daß sie so sauber ge-
kleidet sind, damit man auf
ihren Charakter und ihre Art
und Weise schließen soll
Und dabei sahen sie in ihrer
untadeligen Fleckenlosigkcil
immer aus wie schwach über-
tünchter Schmutz.
Der Herr Generaldirektor
verbeugte sich leicht und
ließ sich nieder.
Ein Generaldirektor laß;
sich nieder. Es ist ihm ganz
unmöglich, sich zu setzen.
,,Sie haben das Geschält
Ihres — seligen Herrn On-
kels übernommen, Herr Val-
berg — '■
Stavrides ging diesmal, im
Gegensatz zu den meisten
seiner Landsleute, sofort in
medias res.
,.Ich war so frei — "
,,Sie haben uns da einen Brief geschrieben, in dem Sie uns die
Einlage Ihres Herrn Onkels kündigen — "
,,Ich erlaubte mir."
,,Ich gehe von der Voraussetzung aus, daß Sie berechtigt sind.
die Firma rechtsgültig zu vertreten,"
,, Daran tun Sie sehr gut, Herr Generaldirektor."
Stavrides zündete sich umständlich eine Zigarette an.
,,Es scheint Ihnen nicht bekannt zu sein, daß zwischen Ihrem
Onkel und mir Abmachungen bestehen, nach welchen diese Ein-
lage gewisser privater Gefälligkeiten wegen meiner Firma bis
1948 erhalten bleiben soll."
Der Ausdruck Valbergs war so verblüfft, daß Generaldirektor
Stavrides sofort bedauerte, nicht 1984 gesagt zu haben.
Achtung! Aufnahme!
Regisseure verlangt, Film-
schauspielergesucht!
Kodak, Aktien-Gesellschaft, Berlin SW 68, .Nlarkgrafenslraße 76
Aber dann strahlte Valberg vor Verbindlichkeit,
,,Mein Onkel war ein außerordentlich korrekter Kaufmann."
,, Zweifellos — zweifellos — — "
,.Es verstand sich von selbst, daß er seinen Verbindlichkeilen
bis auf das I-Tüpfelchen nachkam."
Grüner, als man annehmen konnte, dachte Generaldirektor
Stavrides, während er höflich bestätigend nickte.
,.Ich bin daher ganz sicher, daß er diese Abmachungen ord-
nungsmäßig geregelt hat — .
Sie haben die Papiere na-
türlich mitgebracht, Herr
Generaldirektor?"
Stavrides wurde nervös.
,,Ich bedauere sehr — aber
meine Abmachungen mit
Herrn Valberg waren rein
treundschaftliche. Beide Teile
verzichteten auf schriftliche
Niederlegung,"
,,0h — das ist freilich
sehr bedauerlich."
,,Ja, man konnte natürlich
nicht vorausahnen — "
Stavrides seufzte schwer
und glotzte bedauernd vor
sich hin.
,,Das Unglück kam so
plötzlich — "
Gestern abend mit der
letzten Post, dachte Valberg.
Eine Pause entstand,
,, Womit kann ich Ihnen
also dienen, Herr General-
direktor?"
Stavrides schlug die schwe-
ren, fleischigen Lider zurück.
Mit den etwas schiefstehen-
den Augen und der vor-
springenden Unterlippe hatte
er etwas von einem grotes-
ken Tiefseefisch.
,,Ich möchte Sie bitten,
das Gentleman - Agreement,
das zwischen Ihrem armen
seligen Onkel und mir abge-
schlossen wurde, einzuhal-
ten", sagte er mit der bie-
deren, herzlichen Einfachheit
des ausgekochten Schwind-
lers. ,,Auch was die Zins-
frage betrifft, kann ich
Ihnen — '
,, Verzeihung — ", Valberg
stand auf. ,,Ich möchte Ihre Mühe nicht mehr" als nötig in An-
spruch nehmen — der Brief, den wir Ihnen gestern schreiben
mußten, ist unter allen Umständen endgültig."
,,Aber, mein lieber und verehrter Herr Valberg, Sie können doch
nicht von heule auf morgen derartig langfristige Geschäfte ab-
brechen — das widerspricht doch allen Usancen!"
,, Meine Usancen — — "
,,Ihre Usancen in Ehren, Herr Valberg! Aber Sie kündigen
hier einen Kredit, der uns von Ihrem Herrn Onkel freundschaft-
lichst eingeräumt worden ist, und der bis 1948 weiterlaufen
sollte."
,, Davon steht nichts — — "
„Ich habe die Summe fest angelegt — sie ist für mich im
Augenblick gar nicht erreichbar."
E/iid lieh haben Sie eine !^Iö^1k1i -
kcit, zum Film zukommen! jetzt
können Sie selberStaroderRe-
j5isseur sein, oder wollen Sie lie-
her das Drehbuch schreiben?
Zeigen Sie, was Sie im Kino
lernten. Bilden Sie mit Ihren
I^reunden zusammen eine
kleine Amateur-Filmgesell-
schaft. Ks macht soviel Spalj
mit einem Cine ..Kodak"
liir Pliololiandlcr l'iihrl Ihnen
t,' f 11] u n d II n vfrb i n d l ic h
II n \c I c Appoiiltc riir!
r
CIKE
ilS DUiVh MV DES IIF.HEI..
\ L r H ^ (' /( A' I C F. T V V u ; )>'
,,Sie haben ja fünf Wochen Zeit."
Da warf Herr Generaldirektor Stavridcs alle äußeren Formen
über Bord.
„Sie verstehen nichts vom Geschäft, Herr Valberg — 's tut mir
leid!" brüllte er. „Wie wollen Sie eine Million in fünf Wochen
loslösen, wenn — "
„Nun, v\cnn — ?" fragte Valberg scharf.
Zwei-, dreimal setzte Stavridcs an, aber er sagte nichts. Es
arbeitete in ihm.
„Gui , sagte er endlich und schaute Valberg feindselig an.
,,Sie werden das Geld in fünf Wochen haben."
Merkwürdig genug war, daß Valberg, als sein Besucher das
Zimmer verlassen halte, das Gefühl nicht loswurde, irgendwie
den kürzeren gezogen zu haben.
Er rekapitulierte sorgfältig das Gespräch, konnte aber keinen
Fehler in seinem Verhalten finden.
„Ich möchte Sie bitten, das Gentleman-Agreement einzuhalten"
Er hatte Stavridcs sehr schlecht behandelt, ja — aber diesem
Typ des Geschäftsmannes gegenüber war nur die eine Methode
möglich.
Trotzdem — er ärgerte sich.
Herr Zitelmann mit der Unterschriftsmappe trat ein.
„Ich habe eben mit dem Ochsenfrosch, dem Stavridcs, ge-
sprochen, Herr Zitelmann."
,,Ich habe jedes Wort gehört, Herr Valberg."
,,Sic haben — "
,,Die Wände sind so dünn, Herr Valberg. Jetzt hat man ja
wohl auch Doppeltüren für das Direktionszimmer. Aber der
verstorbene Herr Direktor Valberg meinte immer: was er sagte,
könne jeder Mensch hören."
Robby Valbergs leicht err^bare Phantasie sah Onkel Heinrich,
den Ehrlichen, als den geborenen Bankier für das Depot des
lieben Gottes im Paradies. Er hatte silberne Flügel an den
Achseln seines grauen Cuts und überprüfte seine Effektenbestände,
die er natürlich unverschlossen aufbewahrte.
Zehntausend Licht- und Kraftaktien für den Erzengel Michael
— zehntausend Allgemeine Wasserwerke für Johannes, den
Täufer —
,, Herrn Stavridcs gegenüber halte ich offene Türen für ver-
fehlt, lieber Herr Zitelmann."
„Das dürfte er auch gemerkt haben, Herr Valberg."
Wahrhaftig, dieses alte Herbarium auf zwei Beinen brachte es
fertig zu lächeln.
„Herr Zitelmann — "
„Herr Valberg?"
„Haben Sie eine Ahnung, wie mein Onkel dazu kam, diesem
Menschen sein Vertrauen zu schenken? Ich begreife nicht "
Herr Zitelmann wandte sich leicht ab. Über sein vertrocknetes
Gesicht lief ein Schatten.
,,Ich kann nichts Bestimmtes sagen ', flüsterte er achsclzuckcnd.
Robby Valberg sprang auf.
,, Hören Sie mal zu, mein lieber, verehrter Herr! Sie müssen
jetzt ganz offen zu mir sein, ja? Es gibt nämlich einen Fall —
eine Möglichkeit — dann würde ich nämlich das angebliche
Gentleman-Agreement dieser Firma akzeptieren. Wenn es sich
hier etwa um die Ehre meines Onkels handelt, um irgendeine
Erpresserei oder so etwas — "
Da geschah etwas Unerwartetes.
Der alte Herr Zitelmann fuhr herum und ergriff mit spontaner
Heftigkeit die Hände seines Chefs. Er hatte noch dazu eine
Träne im Auge.
,,Nein, nein," brachte er hervor, ,,das ist es nicht — oder
doch — wenigstens nicht wirklich — Aber es ist so gut von
Ihnen, Herr Valberg, daß Sie — — — "
,,Was heißt , nicht wirklich', Sie verdrehtes Huhn?" fuhr ihm
Robby in die Parade.
Rührszenen — das ist das Entsetzlichste vom Entsetzlichen.
Anständigkeiten in den großen Dingen des Lebens waren eine
Selbstverständlichkeit. Darüber brauchte kein Regenwurm ge-
rührt zu sein. Aus dieser Anständigkeit in großen Dingen
schöpfte man, nebenbei gesagt, das Recht, in kleinen anderes
lenken zu dürfen, Zigaretten über die Grenze zu schmuggeln,
Kolportage zu lesen und so etwas. Jedes Ding hatte sein Gutes.
,,Also, was ist das, Herr Zitelmann?"
„Der verstorbene Herr Direktor Valberg hatte einmal vor
mehreren Jahren in einem Klub Herrn Generaldirektor Stavridcs
kennengelernt. Es wurde etwas gespielt .und etwas getrunken
— und das war wohl Herr Direktor Valberg nicht gewöhnt.
Er geriet dadurch in einen Zustand, der ihn wohl etwas ver-
wirrte,"
,,Hm. Und was machte Stavridcs mit ihm in diesem — Zu-
stande?"
„Das weiß ich nicht, Herr Valberg. Aber am nächsten Tag
behauptete Herr Generaldirektor Stavridcs, von Herrn Direktor
Valberg in der Nacht das Versprechen erhalten zu haben, er
würde eine Million Reichsm.ark Einlage bekommen zu fünf Pro-
zent. Herr Direktor Valberg würde niemals zugegeben haben,
daß er — chem — ehem — daß er — ehem — nicht ganz —
ehem — "
„ — ich begreife schon. Weiler."
„ — und er bestätigte das Abkommen schriftlich."
,,Ah — so. Das genügt mir — das genügt mir vollständig."
Der alte Prokurist machte eine ruckartige Kanzleiverbeugung
und schlurfte aus dem Zimmer.
An seinem Pult bemerkte er, daß es zwölf vorbei war —
Frühstückszeit. Er packte seine Brutlerbrote aus; es waren vier
— wie immer seit vierzig Jahren. Und wie immer seit vierzig
Jahren zog Herr Zitelmann sein Taschenmesser, mit dem er die
Kleckse aus den Kontobüchern entfernte und seine Bleistifte an-
spitzte, und schnitt damit das belegte Brot in sechs gleichgroße
Teile, die er der Reihe nach verzehrte.
Wenn der Kerl aber in fünf Wochen nicht auf Heller und Pfennig
bezahlt — ! dachte Robby Valberg, und er hatte plötzlich
eine gefährliche Falte zwischen den Augenbrauen.
Dr. Brink hatte enorm viel zu tun.
Ein Stoß Post lag auf dem verklecksten Schreibtisch — es
war keine angenehme Post. Die Binnenbriefe wiederholten sich
zum Beispiel mit unangenehmer Regelmäßigkeit. „Wenn Sie
nicht binnen drei Tagen den fälligen Betrag von . , . usw. — "
Das waren positiv die bösesten Erledigungen. Denn wenn
man damit zum ,, Alten" herein mußte, gab es jedesmal einen
kleinen Tobsuchtsanfall. Man würde plötzlich mit dem Schreiber
des Briefes gewaltsam identifiziert und bekam alles zu hören,
was der Alte diesem Blutsauger, Vampir und hinterlistigen
Patron zu sagen hatte.
\. Schwarzkopf G, m. b. H. — schon wieder. „Wenn Sie
nicht binnen " (Fortsetzung folgt.)
FRAGEN
'.^^
die uns erre Tchtert
.SY
Antragen crbillcn wir an die Redaktion des ,. F i I m -M a g a z i n ". Berlin SW 68, ZimmcrstraOe 33-41
ScherlverlaiJ. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Hei M;iiiu-
skriptanselesenliciten bitten wir folgendes zu bcaehten: Jeder Anfrage ist
Kückporto beizufügen. Jede Eiiiseiuliins eines MaiiusUriiits zur l'rufiiiij;
ist zweeklo.«, nur Ex]ioses im Uiufan;;c ^ un 2—.". Seljri-ibiuascliineM-eitru
sind zur Kinseiuliins an die Filmindustrii'. Ite^isseure usw. Reeisiiet. Für
Verlust der einsesandlen Manuskripte Kanu keine Verantu ortuus über-
nommen werden, also S(dl iler Verl'.-isser nur HurcbscIilaKe senilen, von
liandjjescbriebenen i?enduiinen (leserlicli) eine Absebrift znriiekbelialten.
rvii'lli. KIcii.i l.unda
Kni~I Driitscb wulril
Cn-I.i (i.-iili
: Hc'ur> Stuart
ilil Aulosir.inim
iibi AuK
K i 1 m f r e u n d i n (i r e t c li e n . X e ii ^ t r c 1 i t /
i~t unverlieir.itet. Jaieiaiin AMii-rtiiii i>l verbeir.itci.
/ w e i 1" i I 111 f r e u u d i n ii e n a ii s U i e I r f r I d
wDliiit Berlin W. l'ass;iner Str.ilie IT. ist ledis und ..
Kill neuer Kiliu mit ilini stein im Audcnbliek noeli iiielit fest. Der Künst-
b-r ist neuerdings zur .Sprecbbiibue (;l'^'•■lnf;l•ll. Ivan l*etro\i(li i«t
au«:eublieklieb nicht in Hciliii. Kr hat duiikb'^ H.i.ir und ^
;;r.imiue. Sein neuester l'ilm ist ,.l»er l.eiituaut Ihrer .\l.ijesi.-it '
F i 1 111 f r e u n d Heinz S.. Cbeiu-
nitz : Den Don .lo^c in der ..l.ielie vom
Zi;.'eiiner stammt ■ .-iiielte Dun AUaradii.
Dolores (lel lUo war u.a. in fol^jeiideii
Filmen zu sehen: ..AuferstidiuiiH:". ..Die
rote Tänzerin \ oii Moskau-. ..Kamoiia".
..Die Liebe A Olli Zi«euiier stammf. Ihre
neuesten Filme sind: ..Dolores, die l'anther-
katze ' und ..Dolores, die Skl;i\iu der
Khc ■. Filme- mit .ImIiii (Jilbert >inil: ..Der
Friuienh.indi^nT-. ..I.a Hubeme . ..Ks
w:ir". ...Manu-Weih-Siiiide-. ..Aiiua Ka-
•reni:i 1 '■. ..Die K(i-:ikiMr'. .Sein nächster
Film heitlt ..Die Ma-ken des Krwiii
Keiner".
F. r i k a Ii. .'i u » s e b iii a r ;; e ii -
il o r r : Nein. Han> Hr:iusi'w etter i-t
nicht in ll.dlvHoud.
F.. F.. 11 a m b ii r n' : Die wcililiihe
Hauptrolle iu dem .lue .M.i.v-Film ..Das
indische (Irahmal' siüelte -Mi.i Ma> .
K 1 1 i .1 n e S e b.. K ü n i j; s h e r ;;■ :
Viola t;.irdeii spielt eine Hauptrolle iii
dem neuen Deru.Nsa-Filiii ..Dii' weijjen
Hosen \on lfa\eii>bcr;;'. Freil l.ouis l.ercli
ist unverheiratet. Vi\i,iii (iibsons näch-
ster Film ist ..l'rluzi'ssju .-iiif frlauh' .
in dem Ossi Osw.ibla die Titelndle d.ir-
stellt.
(' 1 * i r e l{ o IU m e r - V e r e b r e r ;
Clairi- lidinmcr wiibiit Iterliu-Scluine-
hern'. Inhsliriicker Str.ilJe is. ;;ilit Aiito-
;;ramme und ist mit ileiii ILindels-
tjerichtsrat .Streiijfer ^ erheiratet.
Z w e i F i 1 iii s c b w ä r m e r i n u e u .
Itzehoe: .lenny Jufjo wurde .im
14. Juni iu Wien gehören nml traf;!
einen Kuiistlernanien. Werner Fiietterer.
am in. Janu.ir in Str.alsund ;;eb(>ren.
trä(;t seiniui riihtisi'U Namen. Die
neuesten Filme mit Werner Fuetterer
heilien: ..Die Flucht der Delia und
...Morgenröte ".
K 10 i 1 lt.. H i K a (1, e t t 1 ;i n dl:
Die von Ihnen :in;;efiilirten Filiiii' hatten
auch in Deutschland ;;rol!e l'.rfolue. Sii-
haben recht. Harry Halm ist der S.ibii
eines Theatcrilireklors. I'.ric Harcla> filini
in l'aris. Wladimir (iaidarow spielte
kiirzlich iu Herlin — iu russischer
Spracbi' — Theater. Hans Stiiwes
neuester Film ist ,,('a;;liostr(r'.
K ü d i h u s . 11 .1 111 b u r i;- : Iw.ni Mosjukin ist von seiner Fümreisc
V ieder zijriick;;ekebrt und l'ilnil bereits iu Neiibabelsbers. Kr «11'' -\nlo-
Kiamme. (iewilJ diiireii Sie ihm rilssiseb schreiben, wenn Sie die-i'
Sprache beberrscheu. Dmislas F;iirb.iiiks und üon.ild Colman ;;eben Amo-
ftramme. Sic kiiuncii riiliit; deutsch :iii sie silireibcn. »i'ista Ekm;iii
(jibt ebenfalls Auto;;r;imme.
(i i s e 1 1 H.. J) r e s d e u : Osk.ir M.niou wohnt Ib-rlin W. Kurfiir-
stendainm liu. wurde .■nii •). Febru;ir iu KouiKshery,- yebuien. niln .\iiio-
sramme und ist unverheiratet. tlroller Hliimenlrcuiid. H.imuii Nd\arro
li.it seinen Widmsitz iu He\erly-llills. Ilollyw 1. K.il.. «ibt selbstvei
släiullich auch Autogramme und ist ledis. Kt;(in \ on .Im-dan wohnt
Herlin W l.'i. l.ietzcnbiirser SiralJe 21. ist iiiu erlieii atet und stammt aus
Dnx (HiibiiK'n).
W' e r 11 e r K.. Zürich: Din.i (ir:illM ist seit dem Summer
Witwe. Sie wiir mit dem Ked.ikteur Lincoln E.\ res verbciralet.
(iralla filmt seit ^-t Jahren. ..Kin kleiner VorscbiilJ auf die Selifikeit
ist kürzlich in Herlin urauruefübrt worilen. Es sind mebri're neue Filme
mit ihr iu Arbeit, u. .i.«.. Fräulein L.ausbub-. Ihre Lieblinfishlumen sind
Hosen. Veilchen. Flieder. Nelken. Schnecfrliickclien. Mimo^ell, Kornblnmen
und noch andere.
F r a n z 1'.. D i p p o I d i s w .i I d e : l.va .\I.ir.i wohnt Herlin-Westend.
I'ominerii.illee :>. wurde iu Hi^a ;;ebciren. Ii.il tizitinrotes Haar und grau-
bl.iue .\n;;eii.
Harald (».. \V i s m .i r : t iiiir.id Veidl wohnt im Eden-Hotel. Her-
lin. Hiid.ipester Sir;ili.'. und bat am i'J. .I.iiiu:ir (iebnrtstiif;-. Hans Albers
wohnt Herlin, l.ennestratie 7. Eric Harebiy ist .Schwede. Jaekie Coos.in
.\merikaner. Hans Stiiwe wurde am II. Mai iu Mecklenburg: geboren.
r s (■ Ii i , A n ^ c I o F e V i ,1 r i - \' e r e b v e r i n .-i u s '1" o r i ii o :
Aii:;elu J'eir.iii wurde in Italien von Jb.iii.i Kaieiinc liir den Film cul-
deckt und b;il dinii in seiner Hcim.-it mit Krfol;;- Kcfilnit. Sp.-itcr kam er
u.icli lieilin. wo er für mebrere I'orleu-Filnie aN r.iriucr \iiu llenuy
rurteii \ erpflicbiet wurde, z. H. ..Kosen .-ms dem .s.ideu-. ..Meine T.uiti
Deine T.uiie-. ..Don .\l;iiiiiel. der H.indif ist ferti;
lilint noch und ist unseres A\ is>eiis It.ilieiierin.
Iferliii \\ . Hendlerstr.-ilie s.
(; f r I r u d lt.. I' .1 s I- w a 1 k : Alle l'ilnisienM' ^el.i'ii .\uto;;r.iniini
Wenn Sie iiocb keiiis eib.ilteii li.-chcu. s,, i^i ,l,is pi-rsonliebcs l'ccli. .\ni
besten. Sie \ersiiclieii Ihr Heil no(li einm.il!
K d i t h ;i S,. Merlin ; l!.-inioii Ncn.irio weilt jetzt in Heiliii. Die
nähere .\ihcsse dinlcn wir ;iiif \\ iiiiscb des Kiiiistleis nielit \err.ilcii.
('. M.. K .1 r I s r 11 li e ; Nicht AVerner l'uetterer. sondein Werner
ritisehan i..i Knile \ori;;cii .lalires .liircli einen .\iitoiiiifall uiiis Leben
.L;«'koiiinieii. i;iiii;;e Adressen \ oii Filuijicsellscb.-iften : l'l'.-i. Herlin SW Cs.
Kochstr.ilJe (i-,s. .\af.i. H.'rlin sW l^. Friedriehstr.ilie i'i':'.. 'J'err.i. lieiiiii
SW (i.s. Kocbsiralie 7:1. N.ition.il. Herliu SW If*. FriedricbstraLIe lo.
E i n e H e i d e 1 h e r tx e r N o \ a r r o -
V e r e b r c r i 11 : Ob H.-iiiiou Nov:irro
auch nai'h Hcidelbcrn- konimt. können
wir Ihnen leider nicht sa;;cii. i>as
Hanioii No\arro-Hiicb kostet l..'iO .M. und
ist durch den Ma\ .Mattisson-Verla;;. Her-
lin SW HS. HitlersIr.ltH- 71. zu beziehen.
F i 1 ni r a t t e 11 Lot t i IL. 11 c r t a
S c b. aus Kiel: Sic dürfen riilii«
.111 (;iist.i\ Fröblicli scbreibcu. Er siht
Antoi;r.iinme. Ired Snlui bleibt \orläiiti;i
111 .\incrika. i'ic hi'lr. Künstler sind
nicht \ erloht. Selhstv crst.-indlicb. zum
Filmhall bat jeder Zutritt. Din.i (ir.-iUa
wird mo'ilicberw eise auch wieder mit
^\ eriicr l'uellercr ziisammeuspieleii. Oli
und wann .l.iek Tre\ or nach Kiid k mt.
w isseii w ir leider nicht.
F r u a W .. 1. ii d w i ;;■ s b ;i f c n :
Der Filmball f.ind am 1. Dezenilicr lüi's
iu den Häiinien des Zoo statt. Die \'er-
lidiiiu;; ist nur t'in (ieriicbt. ..Ihr dunk-
ler l'iiukf ist \ er;;;inL;encii Sommer ge-
dreht wiirdi'ii. Die Aiitieiiaiifnabmen fanden
iu Nizza statt. Das lietrelfeiide Inserat
kostet :i M. Sie können das ticid in
Itriefm.irkeii i-insenden.
.M :i r a T o i n a e s - V e r e b r e r i ii
ans It e r I i n : Lya Mara wiirdi- am
1. .\iiv;ust iu Hi;;a. Oiinnar Tolnaes um
7. Dezember lll Oslo ;;clioren. Heide
;;(ben .\iitonrai e. Toluai's wurde von
\ictor Sjösiriini für den l-'ilni entdeckt.
r s c h i . \' e i d t - S e b w ä r m c -
ri 11 : Kamoii Novarro weilte für kurze
Zeit in Herlin. Er ist iiicbt mit .Mar-
celine Day \erlobt. Die Künstlerin ist
(liircb die .Metro-tJoldw \ n-Siudios. Ciiloer-
( ity. Kai., zu erreichen. Conrad \'cidts
1 estcr Film beilit ..Das Land oliiie
Fr.iucn' (n.icli dem Hoiiian ..Hraut
Nr. HS"). .Seine l'.irtnerin ist Kljia Hrink.
\eiilt fiibt .XutOKrnmiiic. Hoy d'.\rc.\
wohnt iu HcMTly-llills. Hollywood. Kai.
\ oll ..Hamona' erli;ilteii Sie bestiiunit
noch einen ..Illustrierten Filnikurier".
I-; i n e A n d r e M .i t t o n i - \' e r -
e b r e r i ti T r ii d c I W.. H r <• m e n :
Amin' .Mattoni widiiit Herlin W. Mar-
hiirficr StralJe :i. und uiht Anto;;r;ininie.
Er ist lediK und wiinle .im i'l. Felirnar
iu Karlsbad geboren.
. ..,,,,.. ..,.,> .1 US Fr a n k f ort : l'.iiil 'WeKcie-r
wohnt Herliu W :i:.. Am K.irlshad 2. befindet sich .ibcr .jetzt .iiif ••iiicr
luicli Süd.anicrik.i. Jbich wird ihm die l'osi sicherlich
e den anderen Filmst. irs. also .•nicb Kalb
F i 1 m f I e u n d i n I.
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liiihnenlonrm
n;icbj;a'scliickt werden, e-enan wie neu .-iinMu-n i iiiii:-i.ii .-. .,i.-..
\on N.as.i. .L-iwobl. die Filmdarsteller weehseln sidir bäiifin- ihre Wob
Illingen. .Viicli Widmungen i;elieii sie ii.icli Wunsch. .Icnu.\ .Inno wohn
Herlin W. Kaisi ril.'imm iMi.
H I .1 11 k ;i A.. W iirzhurü: .Maii.i Solwci- b.al his jetzt noch nicli
\\ criier Fuetterer zus.immcn gefilmt. im ..Meiste!
(Jiist.n Fröhlich, in der .. Linden» irtin Mim Wlieiii
11. It
\'. ;, 1
I .Niiriibei n'
Fn d Solni ihr
l'.irtncr. Die beiden ll.i iiptrollen in ..O ;(lte Hurscbenherrlicbkeif spielten
W.ilti'r SIez.ik und .Maii.i Zeicuk.i. Ob die (iehiirtsj.ibre M>n den Film-
st.irs. dii- Sie .■innchen. slimmcn oder nicht, können wir llinen leiiler
Iiicbt sauen, d.i wir Fr.i.ncii über d.is .\lter der Filnist.irs ]Kiiiiidsätzlicb
nicht beantworten.
Kurt (L. K h e r s w :i 1 d e : Ks stiinmt schon. bV-inion No\.irio ist
jetzt wirklich und w .ilii li.ifti^ iu — Herlin. wiinschl .aber inko-nit.i zu
bleiben, weil er iu Hube seine (icsanssstudien hier fortsetzen will. Wir
nehineu jedoch au. ibilj No\.iiro schon wieder Heiliii verbissen bat. wenn
diese Zeilen ersclieiiieii.
Carl F r i t z H r.. H a m b n r :;• : sie h.abeu recht, bei uns l.iufeu
t ä K I i e II elw:i lOO Hiiefe idii. die .alle scbuellsteiis be.inlw ortet werden
wollen. Sie kiinneii sieh also Mirstellen. d.il! ^'erzö•^erllllyell d.ihci leicht
iiiö;;lieli sind,
Werner I'.. Leschwitz: .\iiiia M.i.x Wonus .\nsebrit't isl Lon
don. St. ALirlins L.ane. New - Tlieatre. Lili.an H.ar\e.\ wohnt Herlin W.
Diisseldorfer .str.ilh' IT. Heide {feheii .Vutoj>ramnie.
J) o I 1 y . Kiel; Der lIaiiii|iUir>ti'IUr irii ..Itiiij;- <hr HajailiTi' " >v.ii-
Henry .Sttuirl.
l) \ r 1 y IL i;.. H !■ r I i II : Victor Varkoiiy ^Mlrll^• am :il. .Mar/, in Ki--
N.inla U'nsarn) ;;i-liiir<'n. Kr i>t niif ilcr SiinncriM Nu^i .\\any(»>i \cr-
liiMrati't. filmt M'it nn^rlalir m'i-1i> .lalircn und i~( clu-n in I.dmlon i'in-
üctniffrn. \\u er filmen wird. S( ine l.i<'lrlinfi>Minii<'n kennen wir niclil.
Itamiin Nii\arri> i>t aueli selmii meliriTe .lalire beim l'ilm. Ilcnrj Stuart
i>l ledi;;. ein umlier IJlnmeiifreund nnil wcdint Berlin W. l'a-N.nur Str. 17.
r i I m f r I' II II d a u s Dres-
den ; \ IUI den u'eiialinlen i-'ilmen
i-rlialieii Sie HeMlireil)iEii;ien durch
den ..lllir-lrierten l'ilinkiuier". Iterliii
W !<. Kiithein'r Str. :I7. das StiicU
W !<. Kiitliein'r Str .,...- ...,.
kiisiei ci.i'n M. ..I.ielie im ScIiiiim-
mit Tat und l'.ataeliDii si'>t es iiielit.
In diesem l'iliii spielten .M;iri.i
I'.nidler. I,i\i(i ravaiielli und (Iceri;
Ale\.inder die U.auptrnllen. I)iiii;;las
l-'.iirliaiiks i>t nicht mit Willi.iin
l'.iirliaiiU- M'iwandl. In dem Cecil
li. de .\lille-\lilm .. I la- -(illln>e .\I.id-
clieii- spielten Lina |{.is,|ii|.tte. il.-iry
l'revost. (;(•()! s;e Jliii\ea und .Xiiä
JSeery die ll.aiiptndleii. llaiipld.ir-
steller vim ..Stol/enfels am Itheiii-
w.iren Carl de Voi^t. (ireto Jteiii-
w.ilil. M.iri.i ilindzenti. Helen Mm
.Miinclihofeii. H,irr> l-'r.ink. .\iiseli)
l'err.ari.
1" r a II ( h a r I \ A.: Ilir Jirief Isi
ICVNSTK^^^^G^IN
an
" a 1 I \ .\.: inr jsriet
Kriist Hiifmaiin w eilerselcilel.
H er I) e r t V., I" r i e d e n a n :
..Iv.unpf der
Die .Madchenriillo im ..Iv.unpf der ^
Torii.T' wurde von Ilse Stohr.iw.i
uespielt. Wolinniii;: IJcrIin W.
Aseli.iffenhnr;;er Str.iMe 6.
.\ II j ,1 \\ ., H .1 in h u r K : .\^t.i NieNm widint Rerlin \\ . Ivaiser-
allee :'n:l. wurde ;im II. Seplemlier in lläiiemark lieluiren. j;ilit .Viit.i-
Kr.ainnie und ist mit dem Hn»sen (irinuii Ihm.ara verheiratet, .sie inii--eii
adressiiTtes. fi.inkicriis Ifiickkuvert und eine Hiklkarie der Kiinstlerin
einloten.
K V a lt., (_' Ii a r I 0 t t e n h ti r «■ : Otistav Vrölilieh ist. wenn die-e
Zeilen erseheinen. hoehstwahrscheinlicli vviedi'r in Herlin. Mailliias W ir-
ni.iiin wiihnt Uerlin-Seliiineherj;-. K(iiii;;s\\ es;- 18.
I.. A.. IC s s e 11 - \V e s t : Die .\dresse der (Jreeiili.iiim ist Herliii
sW i.s. Kochsir.il.ie Ol. der St.ir-Kilm Herlin SW :.s. Kriedricli>i lalJe :lls.
der Ki(lilier;i-l-'iltii Herlin SW IS. l'riedrielistr.-ilJe IJl. der .Vin.a-Kiliii
Herlin s\\ i>. l'rieilrieli«ir.il.;e SMi. der l"ox Jlerlin W s, Tiiter den J.inden
Nr. lii. der Dentschen Inivi'rsal Jferliii AV s. MaiierstraUe b-'.
1" i I ni K n s t e 1 , H e i d e n a ii . Die (iriilJe .in l.ili.iii H.irvey und
Will.v J'ritseli sind .iiisttericlitet. AVann die tieideii Filmstars n.aeh Dresden
koinincn. wissen wir leider nicht. Es kommt lu'im Kilm in erster Linie
;iiif d.is mimisehe Talent ;in. .\her nur n'.iiiz wetiisie ilhen scli.arfste Si-Ilist-
kritik. Den Wes zur Spreehlniline (iiirfen Sie sieh .auch tiiehl .allzu leicht
deiiUen.
Anne Ii.. (I |i p .a ii : Liane ll.iid i~t diinkelliloiel und spielte die
j{elioren.
r i 1 in f r e u n d H,. E s s e u : AVesen Hanmm.ui
zin'' können wir leider Ihr isilbeiiriit-sel nicht verwe
l.'i. .lull in
Is im ..l"ilm-.M.i,;;,a-
Iv. (... S e h ü n e h e r K : ^i<' küiinen noch ein Hild vom l'at und
r.il.ichoii-Autoxr.iiiimias erh.ilten. Wir hitleii iSie. dem Verlas Hliistrierlc
Kilniw liehe. Herlin SW . lvoelistral.!e li— s. anziiiielieii. welche .Aufnahme
Sie he^telleii wollen, d.i zwei verschiedene };em.icht worden sind. J).is
liild kostet 1 S\j (und das d.azu;;ehörige Purtol und kann auch in Hrief-
m.iiken ein:;elcfrt werden. Hieh.ird Di\ ist durch die l'.ir.iiiionnt. jlöl, .\Ia-
latliiiii Street. Hollywuod. K.il.. r.S..\.. zu erreichen. H.ins .\lliors wohnt
Herlin. Lenii.-tr. 7. (»I.if Storni Herlin W. .Motzstr.ilJe l'O.
I, e 11 i \\ .. I:' r :i n k f ii r t a. ,\1 a i ii : AiiLier dem ll.irry Liedtke-Hiich
saht es noch einen (iedichtli.iiid ..Verü,el.ii mich nicht!" von H.irr.v l.iedtke.
Sie erhalten es durch den M iv M.itii^^on-Nerl.ii;-. Herlin SW (j,s, Hittcr-
stralie 71.
Niet .1 r \' .i r k o n i - V <■ r e li r e r i n : A ictor Vareoni filmt ausien-
lilicklicli in ildi Klstree-Studios. l.ciijduii. i-t .aber nur voriiherseliend in
Eiiid|ia. Er i^t mit der s.äiiy,ciin Nii-i Av.inyossi verheiratet. Er s|iielle
II. .1. in ..Sndom und tinniniih.i- mit l.ncv Dor.aine. in ..CliicaKi»" mit
l'li\ llis ll.iver. in ..Die iiiif;ekröiite Köiii;;iif mit Corinne (iriffiih. Werner
l'ittschan ist ICiide vorigen .l.ihrcs mit einem .\ntci tödlich veriinsluclit.
.\l a 11 d 1".. Ji e r I i n : Jlmislas l'airh.inUs w iiide am i':). .\l.ii in
Denver jiehoren. .lohn und Lionel H.iirv more sind xerw.indt. .lohn H.irry-
more wurde am l.>. rcbrn.ir in IMiil.idelidii.i ^■elioreii. ist mit Jlolurcs
Idstello verlieir.itet und li.il keine Kinder. Er ist diin-h di<- l'nited
Artists. 7-00 S.aiiti Monica Houlev.ird. Hollv vv ood. Kai., zu encichen.
Victor \';irconi filmt .i ii^cnhlicklii-h in den Elstree-.stndios. London.
(irol.Ier Hlnmcnlrennd. Lionel K.irrv iiioie lebt in llollvwimd. K.il.
.M .1 r fi- o I .\.. H .1 n ii o v e r .
(iret.i (i.irlio ist '^h4'j. mittelblond und
bl.iii;iu>ii;i-. .lawohl. .sie h.at in K.ili-
foiiiien ihre eigene Wohiiuiif;-. (ireta
(larlio ist wirklich nicht mit .lohn
(iilhert verheir.itet. d.is w.iren nur
(ieriiehte. Die Künstlerin «iht .\iito-
Kr.imme. Sie dürfen Sie also rnhi^
d.iriim bitten. Ihr richtifrcr X.iiiie
soll Ciet.i Ciist.ivsun sein. Elis.ibeth
J!er;;iier ist klein. Ii.at scliw.irze
.\n;;en und tizianrotes H.aar. .Viinen-
\ilicklich filmt sie nicht. Sie k.ini
iiber die Spreehhiihue zum Film.
Ihr erster Film w.ir ..Der Evaiij;eli-
iiiaiin- mit Paul Hartin.inti.
L i s s y X.. H 0 r 1 i n : (iiinn.ir
Toluai's befindet sieli .augenblicklich
in Herren (Xorwesen). wo er a\ii
.V.ation.il-'riic.tter «.istiert. Im .Inni .
kommt er n.aeh Herlin. .I.ivvohl. .\ud
E;;ede Xisscti i>t eine I..indsmäiinin
von ihm.
.V II II e m :i r i e .T.. H e r n : Es
ist sehr leicht möfilich. daß auch
Willy Fritsch b.ild in einem Ton-
film spielen wird. Jawohl, er ist
miisik.alisch.
K. K.. N e 11 b r .i n d e n b ii r a: .l.iek Trevor wohnt Herlin W, Berdler-
slr.aüe ','. ist En;;i;iiuler und wurde ;im 11. Dezember in London Reboren.
Er ist blond und bl.iuiiiiiiiü-. ein ernster .Mensch und sirolier N.itiirfrennd.
r;r nibf -Vutosramme. Hildk.arten von Filmst.ars können Sie auch durch
den Verlas iler Jllii^trierten Film" oclie. Herlin SW «s. Koehstralie (i— s.
beziehen.
E 1 f r i e d e ],.. H e r I i n - 1. i c h t e r f e I d e : A\ ir empfehlen. Ihr
.M.inuskiipt uiimitlelb.ir .au die dr.im.itiirsischeti .Vbteilniisen der Filtii-
-evi'llscli.ifteii. wie tf.i. Herlin SW (i.s. Koclistr.iUe (>— ^. .\.ifa. Herlin
SW is. l'riedrichstr.ilJe L'2.'.. Terra. Herlin SW (ks. Kochstr.iUe 7;!. X.itional.
Herlin SW Is. Friedriehstralie U». zu senden. Sie miissetf aber viel (iediibl
li.ibeii. denn die Eiiisäuse sind ziemlich z.ihln'ieh. Wenn es sef.allen
sollte, kommt es .später sowieso in die Hände der l{e.uis>eiiie. die ja bei
den (iesellschafteil tiiti^ sind.
Heinz 1,.. F r i e (1 e n ,1 n : (iii^t! Si.irk-tistetteiib.aiir wohnt Herlin
NW (i. K.iiNtr.iße i'.'i. und wurde .am 1. .Miirz in Str.iubins an der I)onaii
geboren. F.r w.ir fiüiier beim AN'.aiiderzirkiis und k.iin d.ann zum Film.
Hek.innt wurde er durch den Film ..Der l'iceolo vom IJoldeiieii Löwen'
lind durch ..W ol-.i. Wol^a'-.
Cerd.a .M.. Herlin : (iiniii.ir 'r.dii.ies k.iinmt im .luni nach Herlin.
l".r ■ia^liert .aiisetibliekiicli .im X.itional-Tlie.iier in Herren iXorwefreu i.
.\ils Asther i.st Schwede.
I V .1 n r e t r o v ich- \' e r e h r e r i n : Iv.iii Fetrovieh i~t durch die
(ireenb.iiini-Filni, Herlin SW (is. Kncli«tr.il.M' (;i. zu i'rreieheii. Seine
ni'uesten l'ilnie ^iiid ..Der l.eiiin.inl Ihrer M.iji'stjif und ..Qii.arlier
L.atitr' (..l'.iris. du .st.idt der Lieder' i. I'etrnvich wurde am M. Dezember
in Hiiil.ipest eeboreii. ist aber jetzt serbischer .Si.a.ils.insehöriiikeit. Er
war fruhi'r liiseuienr. d.iiin Operettenbonviv.int in Hiid.ipest. im Kriese
llii^.iretiiiffizier. wurde vor fi .l.ilireii von .Michael Kertesz für den Film
entdeckt. Er ist .■ineh ein s'i'olier .Musikfreund.
Lieselotte, die 1 v . i u I' e t r o v i c h - V e r e h r e r i n in D.:
Iv.iii l'etrovieli wird, wenn diese Zeilen ei'sclu'iiic'ii. h(iclistwahrseheinlicli
wieder in Herljii sein. Er ist dann .im besten durch die Greenb.ium-Kilm.
Herlin SW (i.-*. Koclis1r,il.!e (il. zu erreichen.
Der Wagen der Leute von Welt, die zu rechnen gewohnt sind
Brnuiabor 1 929. der Wagen mit dem „offenen Hinunel" - das Ergebnis jahrzehntelange! Erfahrung und überlegter Hcrslellungsnuethoden - modeni in der ErKheinung -
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Fabrikfilialen und Brennabor-Vertretungen an allen größeren Plätzen
zJ
der in dem Film , l^er- lusii"e Wiiwer"
großen Erfolg h,\:i-; r.-rD.L.S.
1^
3
(i II s t 1 II II d ,T ii (• k i i' - J" r <• ii n il , H ,i ii ii o \ i r : (;ii<itl St.-iik-
CstcttiMiliaiir wiiliiit Ucrliii NW i;. K.iil>li:iU(' :;:). «iirtli; ;iiii 1. Miirz in
.sirMiiliiiiK- ni'''i>rcii. filiK lici einem W.iiiiliT/.iikiis ■■ui, li.itli' .ilier .seine
eiste >;r(ilJe Kiille in dem Film ..l'iceiili) mihi (idlileiu'ii l.iiweii'. .\ii;;cn-
MieUlieli spielt er in dein l'ritz l..in(;-l"ilni ..Die J'ijin im Mond'. .I.ulue
(cion-.in ist Ainiiik.iner. Auf seinen (i.isispieleii t;iii/t und s|irieht er.
D.i.s .l.iekie (■iiufi.in-ltiich eili.iiieii Sie diireli den .\l.i\ Mattissnn-Verl.is.
Herlin SW (Is. Ititiersir.il.;,- 71.
K i 11 e )l a r r > (; « ii d i - S e li \v ii r iii e r i n : Hei Hemliard (loet/.ke
yeininf dii- .Vnschril'l: \\ Olter.sd.irf/Krkner Ih-x »erliii. Henry .Stuart tr.it
kürzlich in einem licrliiier Theater auf. Kr ;<ilil Autii;;ramme. (ieiir«
Ale\andi>r «olmt Herlin-rriedeiiaii. Wii'sjj.-idener straMe .i. Andre Malluni
Merlin W . Marliururr Str.iDe .;. Ilaiis .Miirend.irf Merliii-l'riedcMian. Snd-
»eslkorso J... Alfred Itrauii J!erliii-t harlidtenlmr--. Herliner Str.ilie IUI.
^iilit .VutDurainme.
K i 1 iij <l i p I (> m a t : Der l'ritz l.ani;-l'ilin ..Die Frau im .Mdiid- wird
hijclistwalirselieiulich im .iiini in Jterlin zur FraiiffuhrniiK nelan.nen. Der
l'ilm, in ilem Willy l'ritseh ileii Ne;;crlii>\er spicdti'. w iinle \ or zirk.i \ ier
.lahren {j-edri'ht. ('her llnnu Karnlewna U(innen « ir Ihnen im .\ii;;fnliliek
leider nichts (ienaileres mitteili-n.
I. i 1 i a n II .-i r v e y - \' e r e h r e r . D .i n z i ;;■ : I.iliaii ll.irM-\s l.ieli-
liiifislilumcn siinl linsen. ..Kine Nacht in l.ouilim" ist im lli'rhst Mirinen
.lahres. ..Die keusche- Susanne' \ or et«ri drei .(.ihren gedreht wurden,
(ieuil.! hestidit die Miiy lichUeit. clafi die Kiinstli-riu auch einmal D.-inzi;;
hcsiiclit. Hett.x Uird ist \ erheiratet. \'era KiikcIs wuliut Herlin \\ . l.iiit-
pi.lds|,.iL!e :'.K. wurde .im Jl'. .\lii in Kii'l nchiuen iinil ist mit (h.r.ies
Unciiln verloht.
K t I y 1*.. Herlin: ln«o Hur;;- ist durch die Deutsche FniMTsal.
Herlin \V n, .Manerstralie n>. I.iliaii Kllis durch die Hegewald. Herlin
SW IM. FriedriclistralJe i.Mi. zu erreichen. Die miinnliche Hauptrolle in
der ..Itauherli.imle" spielte .M.irtiii Herzhcr;;-. .lawolil. er war auch eimr
der ll.iuptdarstcller in den ..Siehzelini;ihri;;cn ■. Herzlier;;' wohnt Merlin
SO 2ii. W aldeuiarslr.ilje ii.').i. Fragen iihcr das .\lier inaiitw orten wir
nrnndsätzlicli nicht.
i. 11 r e St.. II a 111 11 11 r ;;■ : Sie irren, .■iiich ..einlache l.ciiic' KÜnncn
heim Film K.irriere machen. Ks entscheidet nur immer das 'ralcul.
s. |{.. I. i t .1 neu : (illy Feindt spielte u.a. iii ..Die Zirkusprinzessiu'
(Mir liiiiucrer Zeit sedrehti und ..Der Feldm,irsch;ill'. Schlcttows I'art-
iieriii in ..W ol;;a-Wol;t«- heifit I.illiaii Ilall-Da>is. ist Kiinländerin und
weilt aui;enhlicklich in London. F.ddie Polo erfreut sich liestiT (iesiiml-
heit und erschien kürzlich in einem Fili \uf der Keeperhahn naclits
um h.'ilh eins' . M.icistes niuesier l'ilm lieillt ..Der l'iisiillou \ un .\Ioiit
Cciiis ■.
I( i e li a r d T a 1 m a d « e - \' e r e h r e r i n . .\l ii u c li e n : l.'ichard
r.ilmad^re wiilint in HcM-rly-Hills. Holl\\\ooil. Kai., iiiid ist \ erlieiratel.
i;r Killt Aiitoyr.imme. Fiii;-eii Sie seine Hildk.irte und einen iuler-
ii;itionalcn l'ustscliein hei. Sein nächster Film heiUt: ...\;ichthesuch am
lielieimiresor ". .lawolil. NUrm.a und Const.iuce 'ralni.id;;e sind S( h» i'sleni.
Die I.iikrtzi.i Mor^i.i in ..Don .lii.in- spielte Dolores Cosfello. die (J.illii;
\ Oll .lohn Marr.v mure.
Maria Z.. .\l ii n c h e ii : i-u Svm wohnt Merlin W. Kurfursten-
daiiim 10/41. reiision -\ledeiiw ahlt. \\ iirdi' am ;.. .Iiili in Innsliriick ;;<•-
hören. DalJ er auch einm.il n.ich .\Iiinelien koiiimt. ist .inzunehmeii. Kr
spielte II. .a. in folgenden Filmen: ..Die K;iiser.iäner". ..Dorine und der
Zufall'. .Seine neiiesteii Filme sind: ..I'rinzessiii .luf l'rl.inh" mit Ussi
(.iswalda und ..Das Modell mihi Montparnasse' mit I.iliaii llar\e.\.
I II K I' h o r ti 1'.. S a I z w e d e I : Die hetreffeudeii amerikanisclieii
Kiinstleriiineii sind durch die Metro-( iold w ,\ ii-Siudios. ('ul\ er-('it.\ . Khl..
zu erreichen, ('.•imilla Min Ilolla.\ wohnt Merliu-('li:irliilteiilinrf;, (üese-
lirechlsii.ille II. I.'in.i di' l.iKUiru K'om. \i.i Ciescentzio 1!).
Hilde F.. Hof; Wilhelm lüelerle t;i''t .\uto;;r:imme. Ihre (iriiUe
sind aus;;criclilet worden. Mildkarten erhalten .sie auch durch den \erl;it;
Illustrierte Filmwoche. Merlin SW r,,s. Kochstral.'.e i.-s. ..Die lli'ili>;c und
ihr N'.-irr' ist im Mirisen .lalirc ;;edrelit wcinlen. Mildwiinsch ist Mir-
Kcmerkt.
.\ 11 1 o n lt.. Essen: Der letzte \ iertelj.ihrs-Kinli.iiul ist leider ver-
(iriffeu. Sie können .iher eine Hioscliiiie zum \orzu;;spi-eis Min i \\.
durch unseren Verl.!«. Merlin SW (;s. Kochsir.iüe (i — s. Illustrierte Filiii-
w liehe, erhalten. (liisiav Fröhlich wohnt Iterlin-Wesieml. Kurlander
.\llee 1. wurde ;iiii Jl. .März in ll.'iiino\er gehören, ist lilond und lil.iii-
äufi'i;;. tränt seinen riclitiiicn N.iuieii. is| utix eiheir.ilet. ^iht .\ iiliinr.-i mme
und ist ungefähr I .lalire heim Film.
It o 1) e r t II.. München: Wenn Sie d.is ..l'Unimayaziir' unrei;el-
inälli;; zugestellt h(d<onimen. so wollen .sie. hitte. hei der l'ost rekl.imiercii.
K 1 i s a h e t h M e r n n '• r - \\ i 1 h e 1 in D i e t e r I e - V e r e h r e r i ii
Z.: IClisalielli Meruni'r ist nicht mit MriKitte Helm verwandt. Heide );elien
Auto«r:inime. Wilhelm Dieterle liest alle seine Mriefe seihst.
1.. .\I.. F re i e n w a I d e : (lunn.ir Tolnaes lidindet sich aiiüen-
hlicklieh in Herren 1 Norw eficiit. wo er im .National- The.iler ■lastierl.
'I'oln.aes wurde in (»slo gehören und f-ilit .\ iito^ramme. .Sein neuester
Film ist ..(Jesehlecht in Fesseln". Die Adresse der St.ir-Filni ist Merlin
SW IK. FricdrichstraLle iM.-». (Jiiniiar Tolnaes kommt im .luni wieder
ii;ich Herlin. .M.iry .lohiison ist Schwedin.
!•■ r i t z M.. Herlin: Mesteii D;ink für Ihre lieheiisw iirrli;;en Zeilen.
F r a 11 \\' i 1 1 > I... \l a n n li e i m - s a n d h o f e ii : Si,- h.ahen rcclii.
Fred i.iMiis l.erch s|,ieltc eine llaiiplrulle in dem Kicliherü - Film
..Itiitschhahn '.
.\. H.. Hern : Die Holle de« (ll'fiziers der Kcvohitionsiiartci in der
..Hevoliitiorishochzeif spielte (iiisi.i JCkman. Er ist .^eliw ede. wohnt in
Sickholm. II jortlions\äf>eii. ist verheiratet und .spielte kürzlich eine
Doppelrolle in dem l'ilm ..l'm seine Klire". Hekannt wurde er durch
seineil Fällst in dein ;;leicliiiaiiiineii .Miiriiaii-Film mit Kiiiil .laniiiiiss
al.s .Meiihisto.
l; a m o n Xo v a r r o - \' e r e h r c r i n : Xein, (lret;i tiarho ist nicht
mit .lohn (Jillieri M-rlieiratet. tili Kamon \o\arrii :iucli mich Kiiln kommt,
wissen wir leider nicht. .Viisfiesclilosseu ist es nicht. Jawohl. Harrv
l.iedike w.ir früher mit Käthe Doisch verheir.itel. Hetty .\ni;iiin ist Anieri-
k.inerin. i;iisia\ Fröhlich erhlickte in Ilaniuner d.is I.iclit der Welt.
.\. .M.. Ilamhur«: (iuniiar Tolnaes ist jetzt durch d.is X.ition.il-
rhe.iler. Meri;eu i Ncirw ef;('ii I. zu erreichen. Kr hat am T. Dezeinher (Ic-
liiirlsia'; lind -iiit .\u|o;;rainme. Der hetreffeiide Film hieU ..Wenn
-Mädilien ir:iiiioin '. .Martin Herzhcr;; wohnt Herliil SO 2li. Walileinar-
str:iiie il.-i.i.
F Hell e r e i - n n d C ;i i d .i r o w - V e r e h r <• r i 11 n e ii 'M .-i r ;; o t
u. ( h .1 I I .1 I I e K.. s I e 1 1 i u : Fr.iyeii üher die Konfession unseror
s-l;.rs lie.inlw orten wir Krnndsätzlieh nicht. \VI;idiinir (Jaid.irow träj;t
seinen riehtiseii Namen. Ein neuer Film mit .M;iri;iiiiie ^Villkelsterll ist
lis jetzt noch nicht .iiiHrekündiKt. Werner Knellcrer ist ^loli. sj-iht .\iito-
ür.imnie. Ireiht jeden Spoii und ist .seit :i — 1 .l.ihreii heim Film. Seine
F.ltern sind nicht Scli.i iispieler. I^o S\ ni hat dunkles Tl.i.ir. Victor V:ir-
koni und (diiniie (Jriffilli sind noch nicht in Herlin. .-iher schon in Kimoim.
Olli. \ n 11 .1 .\I .1 y W o n «■ - \' e r e h r e r i n : Von .\nna -M.iy
W oiiK erschien in M'-rlin kiirzlieli ..OroMst.idlsehiuetterliiifi". Die Künstle-
rin nihi .\iiiii:;r.iiiinn' iiml ist .iiiKenhlicklich nicht in Heriiii. Ihre jetziee
Adresse: 1 Ion. Si. .M.iitins T.aiie. New -The.iire. Ihre näclisieii l'ilm.'
Iii'il.!en: ..S,MMplioiiie der l.iidie" und ..Der W'eji- der Seli.indc'. (dnr.id
X'cidl ^ilil .\utonr;iniiiie.
K o s r m .1 r i e W .. M e r I i n - 1. i c h t e r f e 1 d c : Dolores del Iv'io
ist nicht M-rliciratet. trä^I ihren richtigen Namen und ^iht .\iito>;ramnie.
Die \ on Ihnen .in^e^iehi .\dresM. stimmt.
D i e I e r I e - s e h w .-1 r 111 Kiini St.; Den Filiin.ilcr von ('.imilla
Honi in ..Der friililieli<- Weinheri;" spielte Itndidf Kittner. ^\ ilhelni
Dieterle ^ihi .ViiloKr.imme. Sie kö n ,iii ihn sehreihen. Die heideii Kilm-
liesclireiliiin;;eii erhalten Sie hestiniml noch durch di'ii Illustrierten Kilm-
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K.iiillui.iiin \ i'i lieir.itel. wohin lii'ili ii- 1 i.ihlem. I'.irkstr.c Me 71.
M .1 r i .1 n II e W i 11 k e I s I e r n - \ e r e h r e r C. K.: Die ;re-
uünschieu IMioios kiinneii Sie .luch durch den Verl.m' iler ..Hliistrierlen
l'ilinwoche ". Merlin SW ük. Koclisir.iUe H-S. hezielien. Hildwuiiscli ist
loryemerkt. Ein Aiito^rai [:r^ mit der Keuaniiten Kiiiisth-riii ist einst
»eilen nicht Mii «('sehen. .\I;iri.'i l':iiidler denkt nicht il.'ii'.in. jeden Suiin
l:ii; \ ormiil.'i;;s Anio^i.imme zu jiehen. Sie tut ,|.is immer, vv.inii und
»o sie K'er.ide Zeit li.il. -eii.iii wie .-ille .inderen Filmstars auch. Die
niännliehe llaiiplrulle in ..(> .Mädchen — mein Mädelien" wild Harry
I.iedtke spielen. Die Heseiziin«' des .■inderen Films steht noch uichi fest
Heinz H.. W e r il e n - |{ 11 h r : Tom Mi\ trä;^! unseres W isseiii
einen Kiinstlern.imen. Er v\.'ir friiher Cowliov. ist schon viele .l.iliie
heim Film, ist Fox-Si.n' und wird hald wieder in einem neuen Film zu
sehiMi sein. Er ist \ eiheir.itel. li.ii ein Kind, «ilii .Xiitiijii'.imme. .sin
kiinnen ileiitscli .'in den Kiinsiler schieihen. Vorlänfi«- kommt er niehl
n.ich Deiitschl.iml. I'hotos M,n dem Kiiiisilei- können Sii- durch den
\eil.c- d.T ..llhisiiierti'ii l'ilm w oclic". Merlin SW lis. Kocl|s|r.il.!i' fi-s.
Iieziehen.
l'- 1" i 1^ 'i '*■ II- Hilde M.. Leipzig: Der I'.irtiier mui I.ili.iu
H.'irvev 111 ..Kine N.icht in London" lieilh Uoliiii In in. Er ist .in...,.,,,
hlicklich in Kii;; l.i ml.
■■' i I ni f r e 11 n d i n !'. ,i n s F i .i n k I u r l - O d e r : Otto (;eliiilirs
neuester Film lieilJt ..Die keusche Kokotte". |';iis richliscr N.ime isi
Cirl Sehenström. I'.ii.ichoii h.'ilJi Il.irald .M.'ulsen. ..Die I'r.iii im .Mond"
wird n;ich der Merliner l'r.'inf fiihriiiifi' sicher .incli li.ild in Fi:iiikfiiit
.»Il sehen srin.
Wilhelm T h.. Hameln: H.irry Lipdtkp hat .nm 12. Oktohor,
Ifarry l'icl am 12. .Iiili (iphiirtstas. Die .Tahresziffern vverdcn srnmls.'i'z-
lieli nicht angeiieben. Harry Fiel tr.äfrt einen Kiinstlernanien. .Maria
l'.iiidler spielte in der .,\Veil.ien Spinne" eine Doppelrolle, sie war .also
mich die Zofe. Wily Eritsch lijit aiu 27. Januar Geburtst.iü . Der
Flie;;erfilm ..W iiins- wurde in .\iiierika Ki^'lri ht.
11. v. \V.. H e r 1 i 11 : VidKo Larsen ist nicht mit Wanda Troiim.inn
verheir.'itet. (iin.i M.iiies filmt zur Zeit in P.iris. T'nsores Wissens ist sie
\ crhcir.'itet. Kamon Xovarro weilte in Berlin, er ist jetzt niehl erreichh.ir.
Hetty .\niaiin ist .Amerikanerin. Henry Stuart wurde in K.iiro i^elMireii.
träKt einen Kiinsllern.imen und lieilJt in Wirkliclikeit Jimmy Heß. D.iry
Holm v\ iirile in H.iiiilnirK uehoicn. Hernli.ird (Joetzke ist verlK'ir.itet.
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Hallo f;il)l, wenn ich I^uch alle i)c'ini Haden oder heim „l\il.)l)allc'in" lilme, Knoikr,
sa}»i> ich Dir! Ich mache den Ixc^isseur, und Ihr seid die Stars. L'iid wenn der
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"n Ciioschen iMntrilt müßt Ihr Ijcraiipen. — — (Icmacht!
Wir iiirorniit-rcMi Sic K'''" "Ixt die cinnu'lu' ll:iiiilli.-il>iiii^' iiiul dio iiir<lii^'<-ii Aiisi-lialViiiitiskosIcn der Aufniilimc-
llild Wir-drr«al)<'- \|(|)ar;dc uiivcrliiiidli.-ti. Hille Nohrcihi-ii Sic uns odrr lifsiiolii-ii Sic <li<' Au.sNl<'lluii(;Nrruiiil<- der
l ra-llaiidilsnoscllsoliaft, H.iliii SW ll«. KocIistraUc fi— «
a^uih
n I i: M o c II 1 \ s c II K 1 r i \i) \. w i i i. m r w \ i \ d i;
^M,
WENE QICH
Plut. Warner
Für die Nachkricgsuclt ist die Südsee das
Paradies geworden. Suchte man dieses
einslniais an den Gestaden des Mittelmecrs,
später auf Madeira und den Kanarischen Inseln,
so sind diese im Laufe der letzten Jahrzehale
zu europäisiert worden, um noch Träume
wunschlosen Vergessens und dämmernder Glück-
seligkeit darzustellen. Aber die Kilande der
Südsee, die von Palmen umrauschten Korallen-
Inseln dieses tropischen Meeres werden von der
Sehnsucht nordischer Menschen umschwärmt, die
(Jcwohnt sind, unter einem anderen Himmel zu
leben. Für die Maler hat Gauguin die Südscc-
ir.seln mit ihrer nur in die braune, sanilige Maul
i^i-hülllen Kingeborcnen entdeckt, die auf den
nicht schönen Namen Kanaken hören. Die Dich-
tung sandte Steven-
son, Jack London,
Lanrids Brunn,
Willy Seydcl in
.j^ ^^^^BJE^^ ^ i'^'^*^' Gegend — die
ilire .Träume als farbige Räusclic aufzcichnclen.
Der ,Film kam zuletzt, aber jjerade er ist im-
stande, mit seiner Kamera viel mehr Bilder cin-
zufaigen, als dies anderen Künsten glücken
kojnie. Die Metro rüstete im vorigen Jahr eine
Fj^dition aus, die auf den glücklichen Inseln
dm Spielfilm ,, Weiße Schalten" drehte. Der Re-
gisseur van Dyke, ein Schüler des großen David
Wark Griffith, leitete die Aufnahmen, die Monte
fhie in den Mittelpunkt stellten. Monte Bhie,
ein hundertprozentiger Amerikaner, denn er hat
Indianerblul in den Adern,< Spielt darin einen
^Seemann, der auf eines der Atolle verschlagen
^wird und unter den Eingeborenen lebt. Seine
ffartnerin ist Racquel Torres, ein neuer Star, der
I anläßlich der Aufnahmen entdeckt woirde. Für
uns erhält der Film seine besondere Bedeutung
dadurch, daß er der erste auslän-
j;dische Tonfilm sein wird, der seine * ^*«
J dculsciie Premiere erleb!. ^Wt- ♦
Monte Blue und
Raqiiel Torres
Seitdem es technisch keine Utopie mehr bedeutet, i'iher
dic Atmosphäre des Erdballs hinaus in den Weltraum
vorzustoßen, liegt die Verwirklichun«! des Traumes
nahe, den der Krdo am nächsten liegenden Welt-
körper', den Mond, mit Hilfe eines Raumschiffes erreichen
und vielleicht sogar untersuchen zu können. Mondreisen
sind in der Literatur nicht seilen. Jules Verne, der die
Popularisierung technischer Utopien in Form von Zukunfts-
romanen begründete, hat auch zwei Romane geschrieben,
die sich mit einer Reise zum Monde befaßten. Aber Jules
Verne versagte als Schriftsteller sofort, wenn er Menschen
darstellen und eine Handlung erfinden sollte. Er war nur,
sobald die technische Seite seiner Schilderungen in Frage
kam, außerordentlich vorsichtig. Da \ or fünfzig Jahren die
Technik noch recht in den Kinderschuhen steckte, wußte
Jules Verne nicht recht, wie er eine Landung auf dem
II
Monde vollziehen sollte. Zwar war er schon von der Idee des Ra-
ketenantriebes besessen — und er wird gewiß seinen Vorgänger, den
Dichter E. A. Poe, belächelt haben, hei dem „Hans Pfalls Mond-
fahrt" noch im Luftballon vor sich geht — aber er wußte nicht
recht, wie er seine Reisenden wieder vom Monde hcrimlerbekommen
sollte. Deshalb reist denn auch sein Raiuiischiff nur um den Mond
und kehrt wieder zur Erde zurück.
Thea von Harbou, die zwei Menschenalter nach Jules Verne einer
Mondreise die Form des Romanes gibt, kann sich auf ganz andere
technische Möglichkeiten stützen, von denen sie nicht eine unge-
nutzt läßt. Seitdem das Raketenauto erfunden und Einsteins beld-
theoric ins Leben getreten ist, läßt sich das Problem anders fassen.
Zwar der Dichter braucht sich nicht an die Realitäten zu halten,
wenn er seiner Phantasie die plastische Form des Wortes gibt; aber
in einem technischen Zeitalter, wie dem unseren, sind die Leser
rasch bei der Hand, den Dichter zu kontrollieren, sobald er sich auf
das Gebiet der Technik begibt, und ihm scheinbare Fehler mit einer
gewissen Freude anzukreiden. Um dieser Beckmesserei zu ent-
gehen, hat Thea von Harbou sich technisch völlig an die Möglich-
keiten gehalten, über die wir im Augenblick verfügen, und ihr Dich-
Obcn: Gerda Maitnix. Mille: Regisseur Frilz Lang und der Kameramann
Ollo Kanhirek bei einer Aufnahme mil Willy Frilscli und Frilz Rasp.
Unten : Gerda Maurus und Gusll Slarh - Gstettenbaur
l'luil. Infi I iiiij:lilm liir I l<i
tertuni allein in die HandlunsJ oclcijt. Die Dichterin liebt
CS, ihre Leser mit einer spannenden Handhin«; zu über-
raschen und sie im jagenden Rhythmus der modernen Zeit
urch ihre Romane zu führen. Sie benutzt auch diesmal
wieder ein kriminelles Problem, die Geschichte eines Dieb-
stahls, der von ihr in cigenarlioer und ^anz persönlicher
Art dargestellt wird. Wieder sind Dokumente verschwun-
den, und zwar Zeichnungen imd Pläne, die sich auf eine
Mondfahrt beziehen, und wieder ist dieses Verbrechen auf
eine höchst geheimnisvolle Art bewerkstelligt worden.
Thca von Harbou stellt wieder scharf umrissene Charak-
tere gegeneinander, Herrenmenschen, die das Leben auf
ihre Art zu zwingen wissen. Aber das Bemerkenswerteste
an dem Roman und an dem gleichnamigen von Fritz Lang
gedrehten Film ist doch die Tatsache, daß eine Frau mit
auf die Reise genommen wird imd recht eigentlich den
ittelpunkt der Handlung bildet. In keinem der Mond-
'\^Vk<^
romanc. die sich bisher bemühten, den Leser durch ein Gemisch von Tech-
nik und Romantik zu unterhalten, wurde bisher der Versuch gemacht, eine
Iran mit über die Grenzen der Erdatmosphäre zu nehmen. Aber seitdem
n. G. Wells' ,,Dic ersten Menschen im Monde" erschienen, sind dreißig
.Jahre in das Land gezogen und haben die Stellung der Frau vollkommen
\erändcrl. Sie hat sich ihren Platz in der Wissenschaft und Technik er-
i'bcrt, ist als Forscherin in unenldeckte Länder gezogen und steht dem
.^\anne in nichts mehr nach. Diese Entwicklung hat aber auf der anderen
I^eitc keine überflüssige Emanzipation mit sich gebracht, wie man das
einmal nannte, sondern die Frau hat sich ihre weiblichen Reize zu be-
wahren gewußt. — Einen sehr netten Wesenszug flicht Thea von Harbou
in ihre Handlung ein. indem sie einen halbwüchsigen .Jungen mit auf die
.^\ondreise schickt, der sich als blinder Passagier in das Raumschiff
schmuggelte. Fritz Lang, der die Hauptrollen wieder jenen Darstellern
anvertraute, die sich in seinen letzten Filmen bewährten, hat den sehr be-
gabten Gustl Slark-Gstettenbaur für die Verkörperung dieser Rolle heran-
gezogen. Sein Kameramann ist Otto Kanturek, der die schwierigen Auf-
nahmen mit gewohnter Sorgfalt und Feinfühligkeit drehte. Fritz
Lang, ein Meister der Trick-Regie, hat für die Mondfahrt
eine Reihe ganz neuer Aufnahmemöglichkeilen ersonnen.
Oben und unten: Klaus Pohl, der Mondforscher. Mitte: die Ex-
pedition inmitten der Mondberge i'iu>i. l'ritz I ani;-! itm der l'ja
,/ m^*^
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^ZUmC
Aus dem Erich P om m e r- Fil m der Ufa /fT^^T^
,,Oie wunderbare Lüge der Nina Petrowna" >]S2^l5^
Text von Fritz Rotter — Musik von W. Schmidt-Genfner
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Lifian Harvey
im Ufafihn „ Das Mode ff vom Montparnasse" Phot. Ufa
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Dolores del Rio, die bisher immer dann am stärksten
wirkte, wenn sie Mädchen aus dem Volke darstellte,
erscheint nun wieder in einer Salonrolle. Dieser Film
ist schon deshalb interessant, weil für seine Regie Lou lellciJen
vcrantworllicii zeichnet, der mit Gcraldinc Farrar ver-
heiratet war. Wir haben von seinen Arbeiten noch nichts zu
sehen bekommen; er genießt aber in Amerika den Ruf, ein
vcrtrcfflichcr Regisseur zu sein, wie er ehedem ein guter
Schauspieler war. Der Film ,, Dolores — ■ die Sklavin einer
Ehe" zeigt den beliebten Star als Gattin eines Mannes, den
sie nicht lieben kann, weil er ein Abenteurer ist, der es nur
auf die Mitgift seiner Frau abgesehen hatte, der aber, ein-
mal verheiratet, den kalten, korrekten Ehemann spielt, der
seine Seitensprünge geschickt zu verbergen weiß. In Wirk-
lichkeit liebte Dolores einen jungen Diplomaten und ahnte
nicht, daß es ihr späterer Gatte verstanden hatte, die beiden
Unten rechts: Dolores del Rio mit Ben Bard. Auf den anderen
Bildern: Dolores del Rio und Don Aharado Plwt. Fox
ii
durch einen Schurkenstreich auseinanderzubringen. Dal5
sich die AnfJeleiJenheit schließlich doch noch erfreulich
regelt und die beiden Liebenden, die das Schicksal fürcin-
onder beslimmt halte, sich zuletzt zusammenfinden, soll noch
verraten werden, weil jeder Zuschauer der seelisch miß-
handelten kleinen Frau das Glück der wahren Liebe jStinnt.
Dolores del Rio zeigt sich als Schauspielerin ihren Ver-
clircrn von einer neuen Seite. Sie beweist, daß ihr auch
Rollen in großer Toilette liegen, daß sie ihr mitreißendes
Temperament zügeln kann und die Gebärde beherrscht, mit
welcher die elegante Welt durch das Leben geht. Natürlich
verläßt ihr natürlicher Humor sie nicht, und sie hat wieder
Augenblicke, in denen sie mit entfesselter Heiterkeit durch
das Bild geht. Es ist erfreulich, daß dieser meist auf einen
elegischen Ton gestimmte Film auch den Humor zu seinem
Recht kommen läßt.
Ober, und Mitte: Dolores del Rio und Ben Bard. Unten:
Dolores del Rio, Ben Bard, Don Alvarado Phot. Fox
eine Atclicrlradition im heutigen Sinne noch nicht
bestand. Auf ihn wurde die Allgemeinheit erst
aufmerksam, als sich der Metro-P'ilm entschloß, die
in Korn von Kaoul Walsh und June Malhis jjc-
drehten Teile von ,,Ben Hur" zu vernichten und
den Film noch einmal von Fred Niblo drehen zu
lassen. Dabei halte er damals schon ßroüc Er-
folge hinler sich. Rudolf Valcntino war von ihm
in ,,Blul und Sand" groß herausgebracht worden;
er halte mit Douglas Fairbanks, diesem gewiß
großen, aber eigenwilligen Star, die Erfolge von
den ,,Drei Musketieren" (einem Film, der ja erst
sechs Jahre nach seiner Entstehung in Deutsch-
land gezeigt worden ist), „Das Zeichen des Zorro"
Oben rechts und unten: Fred Niblo inmitten seiner
ethnographischen Sammlung. Oben links: Fred Niblo
Darunter Ramon Novarro und Mae McAvoy
l'hot. M.-ü.-M.
'M-^{ .
-^
dß^
hinter sich und war auch sonst künstlerisch her-
vorgetreten. Es mögen wohl vier Jahre her sein,
daß man in Deutschland seinen Film „Die rote
Lilie" sah, einen der entzückendsten und ein-
fallsreichsten Filme, die jemals über den Ozean
zu uns gekommen sind. Enid Bennct, Niblos
Gattin, spielte darin ein französisches Dorf-
mädchen, das nach Paris kommt und dort aus
Hunger zur Dirne wird. Die Leistung dieser
Frau, die mit sparsamsten Mitteln inneren Auf-
ruhr nachzeichnete, war erschütternd. Man hat,
außer bei der Nielsen, nie mehr ein ähnlich zer-
störtes Dirnengesicht gesehen wie in der ,, Roten
Lilie". Es ist unbegreiflich, daß diese Künstlerin
seitdem von der Leinwand verschwunden ist.' Ihr
Gegenspieler war der auch in jenen Jahren nicht
7r>
c±)^
ui'T-
//i
mehr unbekannte Ramon Novarro, der aber erst
vom Erfolg des ,,Bcn Hur" in die vorderste Reihe
der Weltstars getragen wurde. Für Fred Niblo
erwuchs bald danach die Aufgabe, Greta Garbo
zu einer Berühmtheit zu machen. Die junge
Schwedin war mit ihrem Landsmann Mauritz
Stiller nach Hollywood gekommen und hatte einen
Vertrag in der Tasche, der auf 300 Dollar in der
Woche lautete. Das war im verarmten Europa
viel, in Hollywood wenig, und so kam es denn
bald zu jenen bekannten Konflikten, namentlich als
Stiller auf die Beendung des Garbo-Films verzichtet
hatte. Es ist Fred Niblo gewesen, der den eigent-
lichen Typ der Greta Garbo entdeckt hat.
Oben links: Greta Garbo. Oben rechts: Douglas
Fairbanks in einer seiner berühmten Fechtszenen. Mitte:
Vilma Banky und Ronald Colman. Unten: Greta
Garbo und Conrad Nagel l'lwt. M.-G.-M.. Vnion Ariists
Marietla Millncr im Ufa-Film „Das Modell vom Montparnasse"
Fhot. Uia
^mS
In den amerikanischen Zeitungen nehmen Nachrichten über
das Privatleben der Filmschauspieler großen Raum ein.
Namentlich die in Kalifornien erscheinenden Blätter widmen
den Filmleuten viel Aufmerksamkeit, schon weil ihre Leser
wissen wollen, wie sich ihre berühmten Landsleute außerhalb
des Films bewegen.
Von Lon Chaney kann man bei solchen Gelegenheiten erfah-
ren, daß er, der Künstler der Maske, ebenso wie in vielen seiner
Filme, auch im Privatleben ein ziemlich eigenbrötlerischer Ein-
zelgänger ist. Vom Gesellschaftsleben in Hollywood hält er
sich gänzlich fern. Er treibt einmal sehr viel Charakterstudien,
und nur so ist der Erfolg seiner vielen Masken zu erklären. In
seinen Mußestunden macht er entweder photographische Auf-
nahmen, oder er bastelt an einem Radioapparat, oder er liest
fin Buch, wobei ihm besonders philosophische Lektüre behagen
soll. Am liebsten aber hält er sich in der Küche auf. Denn Lon
Chaney, der im Film schon viele Rollen spielte, in denen er
kochen mußte, ist auch in Wirklichkeit ein Kochkünstler, dessen
Tätigkeit mancher seiner Kollegen höher einzuschätzen weiß
als seine Tätigkeit beim Film. Es wird behauptet, daß Lon
Chaney, den niemand nach seinen Filmen für einen Gourmet
hielte, hervorragenden Geflügelsalat herrichten kann.
John Gilbert, derzeit beliebtester Liebhaber der amerikani-
schen Leinwand, der Schwärm aller Flappers zwischen New York
und Los Angeles, studiert in seinen Mußestunden Jurisprudenz.
Er beabsichtigt sogar, an einer der kalifornischen Universitäten
seine Examina abzulegen, aber er wird auch nach der Erlan-
gung des Doktorhutes seine Filmlaufbahn nicht aufgeben. Acht-
tausend Dollar Wochengage kann die Justiz nicht bezahlen.
Norma Talmadge bereichert mit Vorliebe ihre Handschuh-
sammlung. Sie sammelt nicht etwa zum eigenen Gebrauch, wie
Mae Murray, die sich in ihrer Glanzzeit mit unerhörtestem Luxus
umgab und Handschuhe wie auch andere "Toilettenausstattun-
gen nur im Dutzend kaufte, sondern Norma Talmadge sammelt
Handschuhe berühmter Persönlichkeiten. Sie besitzt ein Paar,
das Sarah Bernhardt bei ihrer New-Yorker Premiere trug,
das nicht eben anmutige Paar Chaplins aus dem ,,Kid", Hand-
schuhe fürstlicher Persönlichkeiten und ein Paar Boxhandschuhe
von Dempsey. Also eine wahrhaft bunte Reihe, die allerdings
reich an Erinnerungen ist.
Die Berühmtheiten Hollywoods, die alle dicht nebeneinander
wohnen, soweit das bei der räumlichen Ausdehnung von Los
Angeles möglich ist, sehen sich nämlich, außer bei der Arbeit,
nicht allzu oft. Am ehesten begegnen sie sich noch am Freitag
bei den Boxkämpfen, zu denen fast alles das strömt, was einen
Namen hat, und wo man ohne Schwierigkeit dreihundert große
Namen um den Boxring vereinigt sieht. Da trifft man die zarte
Lillian Gish, von deren Vorliebe für schöne Stickereien und
Spitzen ihr Heim Zeugnis ablegt, neben Monte Bluc, der sich
seit seinem Aufenthalt in der Südsee für die Kunst der Einge-
borenen interessiert und drohende Dämonenfiguren an die
Wände seines Hauses gehängt hat. Man trifft Ernst Lubitsch
mit seiner ewigen Zigarre (das einzige, was er seinem Lehrer
Max Reinhardt nachempfindet), Cccil B. de Mille, der unauf-
hörlich mit Goldstücken in seiner Tasche klimpert, Joan Craw-
ford, die gern Rad fährt, weil nämlich auch die teuersten Autos
nicht mehr schick sind. Bebe Daniels, die mit Vorliebe in den
Forellenteichen angelt.
Rence Adoree hält sich in ihrem schönen Landhaus eine große
Menagerie. Da sieht man Bären, Löwen, Gorillas, Nilpferde und
andere Tiere der Wildnis. Aber man braucht keinen Schreck
zu bekommen, obwohl die Bestien nicht in Käfigen unter-
gebracht sind. Sie beißen nicht. Sie sind außerdem nicht in
Originalgröße, weil sie alle aus Porzellan bestehen und in Vitri-
nen und auf Simsen ihre Aufstellung gefunden haben. Die
Sammlung dieser Tierfiguren von Renee Adoree ist so eigen-
artig, daß sie mancher andere Star darum beneidet.
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ARMIDA
eine sf)aniscKe länzerin, Jie bei
M.-G.-M. filmt
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1
(T^tUMMthoSi
Reinhold Schünzel, der sich eine Zeitlang auf das Lustspiel
beschränkte und seine große Gemeinde mit köstlichen Ulk-
lypen unterhielt, hat jetzt wieder einen Stoff gewählt, der
ihm eine Charakterrolle gibt. Schünzel zeichnete mit Vorliebe
Typen aus dem Volke, die er mit dem diesen Volkskreisen eigen-
tümlichen derben Humor ausstattete. Aber schließ-
lich sind diese Figuren, die aus Possen herstammen,
nicht sehr verwandlungsfähig. Sie gehen immer
wieder auf die angeborene Pfiffigkeit solcher A\en-
schen zurück, die sich mit großer Beweglichkeit
durch den Stacheldraht des Lebens zu winden wis-
sen, ohne darin hängenzubleiben. Aber Schünzel
kann viel mehr. Über seinen gewiß erfolgreichen
Filmpossen hat man vergessen, daß er einer der
größten deutschen Charakterdarsteller ist. In den
sozialen Filmen, die nach dem Kriege kamen, schuf
Schünzel unvergängliche Figuren, Menschen, die aus
der Tiefe kamen und die es immer wieder dorthin
zurückzog. Diesen schicksalhaften Zug verstand
Reinhold Schünzel so herauszuarbeiten, daß sein
Spiel von tiefster Symbolik erfüllt war. Erd-Geist
sprach aus seinen Rollen, die nicht mehr Rollen
waren, sondern Schicksale wurden und über alle
Schauspielkunst hinaus ins Menschliche wuchsen.
Solche Künstler haben wir nicht viel, aber es sind
auch in letzter Zeit jene Rollen selten geworden, die
Aufgaben von jenem Umfang stellen. Es ist erfreu-
lich, daß sich Reinhold Schünzel wieder mit ernste-
ren Problemen trägt. Als Matrose bewegt er sich
im A\ilieu seiner alten sozialen Filme, doch ist er
natürlich darauf bedacht, den Film im Sinne einer
fortgeschrittenen Dramaturgie zu schaffen, wie denn
auch in technischer Hinsicht mit ganz anderer Sorg-
falt gearbeitet wird, als dies vor zehn Jahren der
f-all war.
Pholomontage mit Rcinhold Schünzel, Renale Müller.
Rudolf Biebrach p/,,<t. SudiUm
^,,s
SciiwiitÄel
UNDV_^ll:^ UNDSEHR VIEL'
Gii/bLuiti0er Abei4i"eu.erroHaa.vb
^ VON LUDWIGvoN WOHL
Jugendliche
Schauspieler
gesucht!
Doklor Blink seufzte scliwcr luid sali bcküiniHL-rl diireli die
schmutzigen Fensterscheiben, an denen die pompösen Gold-
. biichstaben ,, Illyrische Export- und Importgcscllschaft" in
Spiegelschrift vorbeidefilierten.
Es war kein reines Vergnügen, Privalsekretär bei Stavrides
zu sein.
Zu Anfang — so um die Inflation herum — war es nocb
gegangen. Man hatte sich freilich an den Scliieberton der Zeit
gewöhnen müssen, an die Be-
suche mehr fragwürdiger
Existenzen, halte auch mit
kleinen plumpen Vertraulich-
keiten fertig werden müssen
— und das war besonders so
kurz nach der Universitäts-
zeit unangenehm genug ge-
wesen.
Aber sonst existierten nur
die üblichen Schwierigkeiten.
Die kleinen Angestellten
hatten natürlich zuerst ge-
feixt, wenn man ins Büro
kam, \scnn Stavrides ,,I)r.
Brink" sagte oder wenn in.iii
sich in regclmäf^igen Inter-
vallen die Nase puderte.
Diese Nase war iiberhairi)l
ein schmerzliches Kapitel.
Dr. Brink holte einen win-
zigen Spiegel aus dem lland-
läschchcn und besah sich
kritisch. Man konnte den
Leuten ihr dämliches Feixen
nicht übelnehmen, im Anfang
wenigstens.
Diese unmögliche kleine
Stupsnase in ihrer naiven
oberfläch liciien Kindlichkeit
gab dem Gesicht einen gänz-
lich unseriösen Typ.
Man war so — vernied-
licht. Amerikanisiert. Gla-
dys, die Tochter des ameri-
kanischen Tabakkönigs, s,ih
so aus, deren erschütternde
Schicksale man sechs Akte
lang in einem Filmpalast an
der Gedächtniskirche ver-
folgte. Stupsnase, blauer Un-
schuldsblick, duftiges Kleid-
chen — uff!
Ganz ernstlich halte Dr.
Brink daran gedacht, sich
diese Nase künstlich verändern zu lassen, sie in der bcrühiuten
Klinik Professor Josephs gegen einen schweren klassischen
Zapfen einziitausciicn oder gegen die küline, drohende Adlernase
Winnetous, des roten Gentlemans.
Aber dann halte sich das Feixen gegeben — man halte sicn
durchgesetzt, weil man arbeiten konnte.
Stavrides hatte zuerst ,, Fräulein Dorrit" sagen wollen, eine
ganz kurze Zeit sogar ,,Dorritchen'.
Dr. Dorrit Brink lächelte leise und ordnete das ewig wuschligc
hellblonde Haar. ,,Dorrilchen" hatte damals eine kleine Aus-
einandersetzung mit dem Alten gehabt.
Seitdem nannte er sie nur ,,Dr. Brink" und machte in neuer
Sachlichkeit. Paradierte wohl auch ein bilJchen mit seinem
Privatsekretär, der erstens eine Dame und zweitens Doktor der
philosophischen Fakultät war.
Wollen Sic zum Film? Dann
^chcn Sie heute Abend in eines
der großenKinotheater Passen
Sie gut auf. Dann setzen Sie
sich mit Ihren Freunden zu-
sammen und bilden eine Film-
gesellschaft. Schaffen Sie sich
einen Cine »Kodak« an. Sie
können Regisseur sein, das
Drehbuch schreiben, oder
möchten Sie lieber den großen
Star spielen ? Und es ist so ein
fach - Sie drücken den Hebel
herunter allesübrige tun wir.
Ihr Photohii iidlc r fiilirt llinrn
i^crrt iinü u n i'ert) i ml I ich un-
sere Apparate vor. Versuchen
Sie einmal eine Probea ufnali nie
Kodak, Aktien-Gesellschaft, Berlin SW 68. Markgralenstraße 76
Sailnlniik vfi holrn
Dann war es eine Weile ganz erträglich gewesen. Aber die
letzten fünf Wochen — fürchterlich. Windstärke zwölf war
chronischer Zustand.
Die Geschäfte gingen allerdings, soweit man das beurteilen
konnte, nicht überwältigend.
Dr. Brink seufzte abermals und stand auf. Das gab wieder
einmal eine reizende Viertelstunde da drinnen. Das beste war,
man ging heute nachmittag irgendwo hinaus schwimmen.
Vielleicht hatte Käte Ocst-
vig Zeit.
Es war immer etwas an-
deres, wenn jemand mit da-
bei war, der ein Auto hatte.
Kätes kleiner Zweisitzer war
eine gute Sache. Das Ding
kostete jetzt — na also, vor
dreißig Jahren war über-
haupt nicht daran zu denken.
Sie straffte ihr Gesicht zu
berufsmäßig gewohnter
Strenge und ging zum Alten.
Stavrides tclephonierte und
winkte ab.
Sie zog sich wieder zurück.
Also später. Zehn Minuten
Gnadenfrist.
Es war Stavrides seiir un-
angenehm, wenn sie eintrat,
während er lelcphonierte. Iir
schien überhaupt cine ganze
I^eihe von Geheimnissen vor
ihr zu haben. Es gab Sitzun-
gen, von denen sie nie etwas
erfuhr, Briefe, die er per-
sönlich schrieb, ja, sogar
Bücher, an die sie nicht her-
ankonnte.
Stcuersachen wahrschein-
lich. Sie zuckte die Achseln.
Man mußte den Allen neh-
men, wie er war.
Das feiste, glotzende 1 ief-
seefischgcsichl Stavrides'
hatte den Ausdruck eines
Menschen, der einen Preis-
atlileten versehentlich auf die
Zehen getreten hat. Er be-
wegte beim Sprechen den
massigen Oberkörper hin
und her mit schiebenden,
drehenden Bewegungen, als
müsse er sich aus einer un-
sichtbaren Schlinge ziehen.
,,_ nur noch wenige Tage Geduld, lieber Herr Valbcrg —
CS war eminent schwierig, den Betrag loszueisen — ich sagte
Ihnen ja bereits, daß ich niemals damit gerechnet hatte, schon
jetzt — nein, ganz ausgeschlossen — es kann sich nur noch um
wenige Tage handeln. Ich erwarte die endgültige Nachricht
aus Ragazza eigentlich schon seit gestern — gewiß — ich werde
Sie sofort verständigen — aber, verehrter Herr! — wenn es sich
doch nur um wenige — wie? — die Transaktion an sich ist
ganz einfach. Ganz einfach. Die jetzige Schwierigkeit liegt
darin, daß es in Ragazza keine Bank gibt — in Ragazza — ja,
das heißt, es gibt zwar eine, aber die ist sehr unsicher. Ich
würde das niemals riskieren — noch dazu mit fremdem Geld.
Unmögliche Zustände da unten. Was wollen Sie, Balkan! Man
muß in so einem Fall einen verläßlichen Boten hinunterschicken,
der einen Scheck mitbekommt. — Mein Gewährsmann selbst? "
tJr
Stavridcs laclilc niil fcslcr Zuverlässigkeit.
, Der Mann ist sicher — jjcnau so verlraucnswürdig wie ich
.■Ibsl
wie bitte?
Wie?
Ach
>! — W
? Si
<h
,,Nur noch wenige Tage Geduld
wollen selbst? Aber, lieber Herr Valbcrj« — wie werde ich
Ihnen denn zumuten — aber ganz ausgeschlossen — w?)
denUcn Sie hin! Was wollen Sie denn da unten in dieser jjräß-
iichen Geiiend? Illyricn ist klimatisch unangenehm, landschaft-
lich häßlich und blödsinnig -liciß — was wollen Sic dort! —
Markt sondieren? Sic interessieren sich für Tabak? Na, das ist
jedenfalls xcdiig zwecklos, daß Sic — — Ja, aber — aber das
iiat doch — das
ist doch — — "
Stavridcs' Ge-
sicht wurde lang-
sam bläulich.
,,Es hat doch
nicht den ge-
ringsten Sinn,
mein bester Herr
Valberg", keuch-
te er. ,,lcii • —
ich — mein
Bote ist ja schon
seit zwei Tagen
unterwegs, um
die Sache zu
beschleunigen
und mir das Geld direkt zurückzubringen. Fr wird es natürlich
in der nächsten zivilisierten Stadt einzahlen, damit kein Zins-
verlust entsteht — also in Budapest — — Kr ist ja schon seit
zwei lagen unterwegs — er wird — — • — — • — Ich kann Sic
natürlich nicht mit Gewalt daran hindern — im Gcgcnleir —
Wieso im Gegenteil? — lun Duplikat des Wechsels? — Ich soll
Ihnen ein Duplikat mitgeben? — ,1a. wenn Sie Angst haben, daß
n.ein Bote in die Adria gefallen ist, oder so etwas — ja —
bitte sehr! Lassen Sie es sich morgen holen — ja — 0 bitte,
das macht gar nichts — Guten Tag!"
Der Hörer knallte auf die Gabel.
Stavridcs erstickte fast. Er ballte die Fäuste und stieß leise
unartikulierte Laute aus.
Dr. Dorril Brink iiallc dreimal geklopft, olinc eine Antwort
zu bekommen.
vietzt trat sie ein.
Stavridcs lief mit ganz weilen Schrillen im Zimmer Iierum,
ununterbrochen leise vor sich liinnuirmelnd.
..Herr Generaldirektor — "
Fr fuhr herum.
„Was wollen Sie hier, zum Teufel? Was fällt Ihnen ein
,,Ich habe mir draußen die Finger wund geklopft. Fs
Telegramm da und ein paar dringende Friedigungen,'
Stavridcs riß das Formular auf — und sprang t()rmlicli in die
IL'ihe. Fr rang nach Luft und mußte sich in den .Armsessel
hinter dem Schreibtisch fallen lassen.
Sie betrachtete ihn erschrocken — so war er nun doch noch
nicht gewesen.
,, Fühlen Sic sich nicht wohl, Herr Generaldirektor? Soll ich — "
„Wieviel Uhr ist es? Schnell!"
„Dreiviertel elf, Herr Generaldirektor!"
„Dreiviertel elf? Ja. Das geht. Das gehl ganz gut."
1-s gelang ihm einigermaßen, den Anschluß an den wohlwollen-
den Chef zu erreichen,
,,Ich war sehr zufrieden mit Ihnen, Dr. Brink, sehr zufrieden. '
Sie machte eine kurze, ruckarlige Verbeugung, während eine
lähmende Unridie in ihr aufstieg. Wollle er sie hinausschmeißen?
l'.s war ekelhaft schwer, heutzutage etwas —
„ — so zufrieden, daß ich mich freue, Ihnen heute einen .Auf-
'■"''g geben zu können, der Ihnen Spaß machen wird. Sie reisen
nach lllvricn — "
so —
ist ein
„Ich
,,Nach Ragazza. Fincn Geldbetrag einkassieren. Sie werden
eine hübsche Reise haben; Illyricn ist ein reizendes Land: sonnig.
Palmen, Blumen, Adria — Sie reisen natürlich erster Klasse. Ich
gebe liincn einen Sichtw ichsei mit, den präsentieren Sie der
Firma Cyprian Mircovich in Ragazza Sic erhalten dagegen bares
Geld oder Primabankscheck über eine Million Reichsmark. Icli
kann den Betrag nur so einziehen — mit der Bank von Ragazz.i
ist es unmöglich zu arbeiten — Sind Sic mitgekommen? — '
, Ja. Ja "
,.Sie müssen sofort zum Reisebüro und zu den Konsulaten für
Billette und Paßvisa. Heute abend um — warten Sie — um — '
Fr riß ein Kursbuch aus der Schreibtischschublade.
,. — um zehn Uhr acht gehl Ihr Zug vom Anhalter Bahnhol.
Machen Sic schnell, denn um eins schließen die Konsulate."
Sic stand noch immer da, ohne sich zu rühren.
Sie glaubte zu träumen.
h-r verstand nicht.
..Was ist noch — ach so — ja, Sic brauchen Geld."
l.r riß ein Bündel zusammengcknülller Hundertmarkscheine ans
der Hosentasche — sie waren noch von gestern — vom
Fkarlc her.
, Achthundert — das w ird genügen. Wir verrechnen dann."
Noch immer wie im Traum nahm sie das Geld, sah ihn an —
dann ging sie auf ihn zu und schüttelte ihm beinah die Hand
aus dem Gelenk.
„Das sollen Sic aber nicht bereuen", sagte sie, vor Rührunt;
zitternd wie ein pensionierter ergrauter General, der aus hciterm
Himmel den Oberbefehl über das Ganze bekommt.
Stavridcs blinzelte.
.Machen Sic jetzt schnell, Dr. Brink! — Wenn Sie mit dem
Vorbereitungen fertig sind, holen Sie sich den Sichtwechsel b<.i
mir ab. Adieu!"
Dr. Dorrit Brink galoppierte die Treppen hinunter. In breii-
beinigcn Sprüngen hüpfte sie, drei Stufen auf einmal nehmend.
Die Tasche kreiste wie ein Propeller um ihr Handgelenk. Im
zweiten Stock schon ging es ihr zu langsam. Sic schwang sich
auf das Geländer und rutschte mit wehendem Rock wie auf einem
Bobschliltcn lababwärts.
Der Schwimg war grandios — krachend schlugen ihre .Absäl/c
auf — zwei ZcnlimcUr \c)r den l'üßen einer zurückprallenden
„Was wollen Sie hier, zum Teufel! Was fällt Ihnen ein '"
voluminösen Dame, die gerade iiirc sämtlichen Energien gesanmull
hatte, um die Treppe zum Zahnarzt (drei bis fünf, sonst nur
nach vorheriger Anmeldung!) zu erklimmen.
,. Jetzt aber so etwas — ja. das ist doch aber wirklich — "
Da stand Dorrit Brink schon auf der Siraße. —
Generaldirektor Stavridcs betrachtete in diesem A\omenl in
Gedanken versunken das Iclegramm. Forlselzung folgt
FRAGEN
die uns errerchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion de» „ F i 1 m -M a g a z i n ", Berlin SW 68, 7immcrstraQe 35-41
SchcrlverlajJ. Antwort erfoIi;t nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme liriefe worden nielit Iioanlwdrlot. IK'i Maiiii-
skri|il:iii;xelc);<'nlieiteM liiKrn « ir lullendes zu Ijeaihlcii: .Iccler Ahlr:!^!' ist
KiiekiKirti) beiziifiiucii. .leile KiiiM'iiiluii^- eines JI;lllll^U^i|ll^i zur l'riifiin;;
ist /.«('«kill«, nur Kxposes im rnif:in;;e Min 2 — '.', Scliriib]ii;is(liinen>eil('n
sind zur Kln.scndiinjt ;in die l-ilrnindusti ie. IJegissenri' n?w. geei;iCiet. Für
VeihKt der einnes.-indlen Jl;iniiskri|ite Kann keine Verant« uiinn;;- iilier-
nciinnien wenlen, also xill der Verl'asst r nnr Dnreliseliläne s-endcn. von
liandKesehrielienen .Sendnn^fen (leserlich) eine Absehril'i zuriiekhelialten.
•
If .• I 111 i n c II.. I. i r h I e r f e I d e : AVriiii sie Il.i ii...iii-c-.|ellli- \ mi
irueiiileiiier l-'iliiidi\;i werdrii tiiiM-hieii. <ii i^I r- ^\olll ;iiii zw eeli luiil.Wu-
steii, .Sie M'l/Ii'ii ^ieli niil ilen K iili^l leriliiii-ii iiiiiiiillrlliar in N'erliiiiiluii:;.
Wir r.iten Ihiieii ."ilier .ili. Sji- >elieii dir l>iiii;e i um ml i-iher. ;iN -le -iml.
I> (I r a s I'.. M .-1 -
r ie II w e r d e r : K.rii^l
Verelies hat .-^cliw.ir-
zes Haar und hranne
Alleen. Kr wiirde in
New York ■jelmreii.
Haimin .\'ii\arru ist
leilit;' nnd nilil .\n|ci-
grammi'. «Kkar Marimi
i spielte eine llaii|il-
rolle in dem kiirzlii h
nraiitL;eriilirliMi l'ilni
..l»i.- \iiii cler S( Imllr-
.sind ■ (...Meii^rhi-n dir
Jleimaf I.
H 11 r o t li e a s t..
Berlin; .Vn;;elo
l-errari wuhiit Herliii,
Hii/iiier .siralle '■>. üriii-
hohl SrIlllliZf Is näi'll-
Ster Film heiUl ..l'rli'r.
I der .Matrone '. I.i.im'
ll:iiil ^piidtiidie llaiipl-
ndlr in drm \iir kur-
zer /.i'it nr.iiil;;! Iiilir-
ten Film ..s. (». s.,
Schirr in Xol-.
Hein/: Klivalicth
Kcrumr i«l iin\cr-
heirali'l.
I' I I m I! 1. d .1 v ;
Hie \ I I liiliiinj; war nur
ein (Jeniclil. Fr.in/
l.edcrer uidinl lleilin-
l''rieden:iii. Fidiler-
.Mr.ilJe I. IVed Inider-
lein Itcrlin-Cliarliitleii-
Imr;;. I\.iiit>lr. I2ii ii'l.
K I - e F... .\l II II -
I r ii e n : l.iani- llaid
liat keine Kinder. Pen
l'ari-> im ..l.ieheslehcn
der seliöiien Helena"
spiclle liicardo Ciirtez.
Frau Ueno .Morel
Wohnt lierlin AN' .■)ii,
'J'aiientzienstralJe i'ii.
Sie erlahren dort .illis
Nähere.
K .-1 r I II.. I. n d w i u: - h .-i r e n : Crnlll'iln.c muh An-m.ill ciiie^
M'cikcs wie ..Aletropidis" Uiiiiiien sclmn der hohen Kopien \\e;;cii nur
Sidlen «edridu werden. Uil.i l'.iilo ist leili-. I.ili.iii Il:ir\c>s n;icli>ler
■F'ilm lieil.li ..Der \ i^;.-!!! I > oin .\ei|ii.ilor •. I"iil-.cli l'ilml zur Zeit in
rnti-.irn mit Diia r.irlo ..Soiinl.ifj nm li.illi \ier'. \Vii'\iel l'ilmsl.ir^ es
in Itciitsehl.iml ^iht. kiinnen wir llineii leider nicht sasi n. I.ili.in ll.ir\e,v
w.ir noch nie \ crlieiralel. j.i. sie liesilzt ein Anlo. I.oiii'^e liruoks ist ver-
lieii.itet lind lilnit jetzt lieiin .Sor.ir-I'ilni in l'.iiis ..Sehiinlieiiskoiikiirrenz''.
II. I... Hresden: INe S(,,l,row.i wiihnt Herlin W, .\scli.iireiiliiii yc-r
Mr.iUe II.
M .-1 r t£ .1 K 1 .1 n s . II !■ r I i n : Anl'.cr in den ^eiLiiinlen l'ilmeii vpicile
der vcrslorliene \\ i-rm'r l'ill'ih.iii mich in ..liii' K.iisei jäfier'. ..i:i iiine-
rniixen einer N'onne'. ..Tragödie im Zirkus Kov.il ' Kiiiiio Heuler spicile
liis jetzt in ..f.ir n Min .st. r.inll-, ..l>ie l'hichl \ oi der l.ielic- (immIi
nicht iir.-infjiefiihrl I und ..Die Si hmiiii«Ierhi.iiil mhi .M.illmc.i'. De;'
'l'anzp.-irlner von (üld.i tirey in ..X.ichtw eil' w.ir Cvril l.'ich.ird. Mir
llild«iinveli ist vmucmerkl. Aiin.i M.iy W niii; »pielii- noch .iiillci in den
Mm lliiien .■inf;;ezählleii Filmen in ..Mr. Wif inil l.on ( h.iiii-» ninl im
,.l>ieli Min H.ii;d.i(|- mit DoiiüI.is l'.iirli.inks.
Krna M.. A Ilona : AV.irnm Chrisla Tordv nichl iiiilir lilmi. ii -
tahreii .sie ;im siclierslen durch ll.irry l.icdlke. ü.iliv l'e.u;i\ lilml h.
Dolores del lüo nnd (h.irles Farrell >iiid diinli die Fo\ Sindios. i|ii|.
Western Ave.. Iloll.vwod. K.il.. zu erreiihen. Fallit l.'iickeil w.ihiil
Herliii SW II. Il.ille^elie Str.ilJe l.'i. (JewiU. die Mö^li« hk.-il I.c-I.hi. d.il,
l.iedtke inicli oller- mit M;iri.inne \\ iiikelstei n l'ilml.
«li-rly II. ans Dresden : l'.i-t ;ille I'ühi-Imi- ncl.en \ nl.pur.imme.
I.ili.in llarvey i-l liloiid und h.il lil.iiie Vimin. Ileiin> l'iii leii li.il :im
7. .laniiar (icliiirt-l.ii;. i^l mit dem Proiliiklion-Ieiler ihrer Firma. Herrn
I»r. Min K.'iiilliii.'inii. M'i heir.ilct und hat keine Kinder. Tino r.illici.i
iMiiicIiin Sie ;im licslen durch ilic si:(i|ii>ilii- (»per. ( h.irliiileiiliiH--. Kr
i. ist Serlie nnd h.it sicli kiir/licli mit der hekannten Sih.inspieleriii Krik.i
von 'l'liellm.in \eihcn.ilel. I..\.i .M.ii.i wohnt Herlin-\\ e-lend. I'nnimci ii-
allee .'i, nnd lial :im I. Aii;;iist lielini tsl.-iir. Victor X.ircnni liril am
"I. Mär/. (Icliiirlslau; und lilml mmiMililickiii h in den KNn ci' si u.lin-,
l.<iiid..n.
.Hermine", ein Slar des Ufa-Zoos in Neitbabelsbcrg
F r a II U f n v Irr S c h I i p p s e h e : T.y.i it.ii.i filmt bereits seil
midir als in .laliren. Sie trät;t einen K iinstlern.imen und lieilJl ri«lili;;
l.i-sy ticrdowit-ch. Il.irij l.iedtke wurde nicht in Fr.inUfnrt ;i. .M., son-
dern in Köni};>lier.y; !;-ehoren. Kr Iräjit seinen richllKi'n N.imeii. W.inn
••r n.ieli dort kommt, wissen wir leider nicht. Iv.in l'etrovich wnrd(> in
l<iid:i|iest ücdiuren. ist aber serbischer .si.i.ils.innchiirisikeil. Hrnno Käst-
ner, mit der Suiibrctie l.iii-l Tierscli M'rlieir.itet, ist seit li— i:i .laliren
lieim F'ilin. ..Melmlie iler Weif" isi ein 'J'iinlilm. der vor Unrzeni in
Herlin zur l'r.inffiibrnn« !;el.in:;le.
(). I... t; 1 e i w i t / : Hrisille llidm wohnt Hlii.-D.ililciii. ]m A\iiikel .'i.
iiml i-t mit Kich.ird \\eiljb.ich \ eiheii.iiit.
W :i. .\l ii.. II .-i n e n : Vii'lleicht wenden Sie sieh in Ihrer .\ n;;elc^eii-
lieil einmal :in den l'llm.ii chileklen Ma\ Kna.ike. lierlin-l'rieden.iii.
Siier-lialJe il. der im Xorsl.iiid des ..Klubs der Film.irchiteklen ■ ist.
1! o b e r t .1., I!a -
il e n - H a d e ii : Die
Hauptdarsteller in dem
Mir .laliren <;edreliteii
F'ilm ..Die Wildente"
W.Iren l.ncie lliillich
und Werner Kraul'.,
Arthur Dnarle spielle
111 ..A^iilialt ■ nur eine
kleine U'olle. Die bei-
den Zeitschrilteii sind
hiclil miti'iiiamlcr ser-
biiudeii. Die beiden
aiiilern w eililielieii Ifol-
len neben Mady fliri-
viiaiis spielten Hanna
Waan' iinil l.ena .Ma-
len.i. Ein neuer F'ilm
mit tiii-tav Fröhlich
ivt imcli nicht an-
>;ezeint. (»l:if siorin
\.olint Iterlin W. M..t/-
^iralJe L'!l, und hat am
111. .laniiar ticbiirt^la;;.
Hell Lyon wurde am
i>. Februar in .Mlanl.t
(l'..S.A.i "eboren.
K i k i : f oniad
\cidt wurde am --'.
.lanii.'ir neburcn. uoliiit
llerliii \\ III, l.ichteii-
-leiliallee .'. f;ilit Alllo-
^iiaiiime. ivi ein jiro-
l'.er .Naliirtrciiml. Ircibl
jeden Sporl. kam mmi
der Sprechliiibne zum
l'iliii. ist mit l'r.iii
nnd Kind ans Hiill\-
w iiod Kckoininen, spielt
aiineiiblicklieh die
maiiiiliclic llaiiidrolle
in dem Viliii ,.F).is
Land ohne Frauen ■
(nach dem Koman
..lir.inl Nr. iis"l. .seine
l'arlneriu i^t J^l;;.l
lirink. ^'eidt war
fiiiher mit Ciissy Holt
\ erheiratet.
T. n c i e M.. Iterlin; AXeiin .sie F'ilmd.irsti'llcrin werden wollen,
so niiisseii Sie sich bei den Film^escdlsrh.i l'leii vorslellen; durch den
Mesiieh bei Filmst.i rs werden Sie selbst kein Si.ir. Das l'nlernehmen ist
.liier .inssichlsbis. \\ Crner l'iiellerer wohnt lterliii-S|i';;lilz. Kleistsli .ille i7,
lind h.it ;im lo. .I.iiin.ir Ccbiu Isl.'i^-. Ver.-.i Sehiiiileridu- wohnt Herliii-
ll.ileiisee. .NeslorsI i .i l.le I.
F. 1.., II .1 m b n r t; : (Jiinn.ir Tolii.ies li.it .-im 7. Dezember (iebiirls-
I.ih:. ist niiM-rlieir.itet. j;ibt .\iiloj;i.ininie und sjiielt .•iiiprenlilicklieli am
X.ilion.il-'riie.iter in Hei ücn iXorwc'jenl. M.iry .lohnson ist Sehwediii,
K.iiin.i Hell Dänin. Doiifil.is F.iirb.inks ist mit -M.iry l'ickl'onl \er-
hcir.itet. Die nieisien l'ilmsl.irs ;;elieii Anlonr.imme.
(irele I'r.. H r e in e n : Kiitlie Min Nany wohnt Iterlin W. T'r.i;;er
Sir.iüe t. und wurde .-1111 I. .\pril in Siiboiic.a •■eboreii. ..Die Koiii;;in
seines Herzens" ist nn;;ef;ilir \ er einem .l.ihr in Iterlin ;iid;;enonimen
uiirden. W.inii ..M.iscoitelien " in Hremen laufen wild, erf;iliren Sie .1111
siiheisieii diiieli i\f\\ Hesilzcr Ihres Sl:ininikinos. (Jrit Haid ist ver-
beir.iiei lind die Sibwestcr Miii l.i.ine. Fi-sy .\rna ist ledi«;. Die üolle
der Kiieiiibild im N iliel iiiiy:en-l'iliii sidelle .M.ir'i.i rete Schbii. die Hiiin-
liild winde von ll.'inn.'i H.'ilph d;ir;;'estellt.
1" i I III 1 .1 1 I e .1 n s H II 1- e li h e i ni ; (l.iire l.'onimer' l';irlner in
..llohcii i.iiizl W.ilzcr" w.ir W.iller lüll.i. I'.r «ohnl Tlerlin-Cli.irlotlcn-
biii-. \\.iclmlder»e- R. .lohn (Jllberl nnd Jbni.ild Keilli erreichen sie
diinh die Melro-t lold \\ y n. ( iih ei -( ity. K.il.. Iton.ild ( iilm.an durch die
liiiled \rlisls. 7ilill. S.iiil:i .Monic.i Hoiib'X .ird. HoUjwood, Kai. Die
l'.silier in ..Heil Hin" spielle C.irniel .\l\ers. Il.ans ISransewcller wohnt
Herliii-t'h.irlollenbnin-, Soorstr;il.le 77.
K I e r ;i n I e n k ii k e n : Ihr Hildwiinseli ist vorüeinerkf. Willielm
Dielerle spielt die männliche H;inplrolle in ..'rriiiinpli des Febeiis". In
dem Film ..Durchs Hl ,iiideiilinii;er 'l'or . . ." riilirt er lte:;ie. spielt .ibcr
nicht. (;iis|.i\ l'röhlicli weilte in i{ir Schweiz zur Ki liolniii;. W.iiiii Dielcrie
und Fiohlich naeli D.iii/i^ kommen, kiinnen wir Ihnen leider am li
nicht s.-iKcii.
II e I- t h a II.. 1. e i p z i y : C.isl.i F'.kinrin wohnt in S|i.,kliolm.
Hjiirllioi;sx :ii.eii. Ix.ui l'elio\ieli is| diinh die 1 : leeiili. ,11111. Heiliu s\\ i.s.
I\.i, listi .ii;,. (.1. .Ml elleichen.
riwf. C/.i
k
\ M II y M., 1) r !■ - i1 i> II : 'Wciiii ilic^c Zi'iliMi i'i'-clu-iiioii. wiiil ll.-iny
l.iiMlIkr liiM'li'-r » .ilii X'lii'iiilii'li «iciliT in Krrliii m'JIi. l'iril I.hiiIn Litc li
"iiliiit Hi'cliii W . Ifcfirii^liiii ^;<T Slr.il.'.c II, j.-l Icdi;;' iiiiit li.il aiii JK. Mal/.
(icliiiitsl.-i^.
i; 11 I h W.. H .1 r III !• II : Kiiiiiii Itcnrci- i>t iliinli die ll'.i. üciliii
s\\ (i«. Kciclisii-.iUc (i — 1<, zu (iri'ulicii. Ilciir> Siii.nl- .\ilrc--c i>l lii'ilin \\ ,
l'n>.sini«'r .sirai-'u- 17.
M .1 r i .1 l\. ;i ii .s I. i- i |i z i ^' : l'r.ii;cii Sii' Inj I'",i ii-l Vcri'lir- .iii.
Hie (iriilii- .111 VcTclirs ^iiid .iiis^icriililrl. Oli it li.ilil n.icli l.i'ipzi;;
Uiiiiiiiit, »issi'ii wir li'idrr iiiclil. ..(■liiliii M.iiizz.i" und ^il•lll•^ mIiiiii in
l.cip/.i;;' ücl.iiifcii ,-<('iil. Hrij;illc llcliii wiiiilc \ iiii l'rilz l,.iii^- ciililrcUl
iiiiil spii'lti' <'r>liii!ilii;- in mmih'Iii ^nillin l'iliii ..Mclriipili- '.
I" i I in f r (• II II il E. W .. J' r i c il i i i li •• li .i I c ii ; li.i liri nii> t.i-.;-
lii'li Hill — 2(111 UricI'c ciiiLiiilfii iiinl uii llni'ii Und iiiiicr der l'iillc In-
ji'lzl iKicIi liicIil ;;cfinidrii li.ilicii, i-l i-> uidil ,ini lic-lcn. Sir -lidli-ii nn-
Hill" l'r.iiirii II rinidiicIiNl nncll ciiiin.il.
)■'. M (■ II 1{.. 1' f (I r z h 0 i in : llcnr> l',d\\:ird- i-l l'.n;;i;iiidi-i-. MTli.'ir.iIrt.
tiiln Aiiliiiiiinniiic. iNl ein ;•> iii|i;iliii-( Iht. cin-lcr .\li'ii-ili und i-l dnnli
sir.inll-l'iiin. Hcrliii S\V l,i. I'ricdiirlislr.iljc' .'> n. /n criiM.diin. V'.r -pirll
dii' nniiiiilii'ln- II ;i iiplnil Ic in dein Mr.'inlj-l'ilin ..l.ord liliill ' niil M.ii'i^nl
\\ .illliir-l.:iiid:i ;il< l>;ir(iiciiii.
I. II II d II 11 (' r l{ II II : Henry Slii.iil --iirKlit llirllrnd IlmUrli. .\ i:ilii-.cli.
I'r.ni/iisiscli. llaliciiiM-ll. Sciiii- Miillcr-piai lic ist {■■.n^^li-cli. \\ :iIIit Kill.i
li.il ciiicii Siilin. Ticd Sohn lilcilil \ «nl.-int'ij;- in AniriiU.-i.
1' r !• II (• \' (■ r (' Il r (' r i II : Daisy l'Ora Ist diircli die Mniii-Kilin. llcilin
sW IS. l'ricdriclistralji" ;'> — <i, zu (•rrciclii-ii. .I.nviilil. >ic ist ikhIi i;.iiiz
|iiii^-. Sit' spiidl .■uiKCiililirklirli ilic « cildiilic ll:iii|drolli- in drin lliiiii- l'iliii
-ilil \ulni;r;llil
Herren'
..ll.is \ iTscIi« iindcnc 'rc-laniciil" mil ('.-iiin \ldiiii
(i I •; (■ I a \ . S.; Ihr Mild« imimIi
ist niitii'rt und Mill in aliM'li-
lirTcr /rit iTliillt wcrdrii.
K I ri- I !• i d 1' f.: Willicliii Hii-
HTlr li('V(irziii;t ini-crrs \\ issriis
l.'iiM'ii. Mir UildwniiM-li i>t vor-
;;ciii('rUt. Uic ll;ni|itdarslcllcr viiii
..Wrliii du- .S( Iiw.iMkmi liiMiiiwärls
/ii'liii" «airii Oiii'iilln'a \\ it'i-U.
(iiist.-iv Fridilii-Ii lind (tskar
Marinii.
!•; il f -Kit .1 \. I'. . Sa .1 r -
li 1- il (■ k (• n ; Iwan l'clrii\ irli \\ ird
M-iiic iiärlisti'ii rilinc lici ilrr
I irci'iiliaiim spiidcii. Her cr-lr
lilni licilU ..Der Ifin- der !\ai-t-
liir' mit l.il l>:ii;ii\i'r als l'art-
iiiTin Dil' \drr-s,. der llruruald-
lilin-csidlM-li.-ifl ist Ucrliii s\\ |s.
I'iii'driclislr.il.lc J.Mi. Wciiii dic-c
/rilril crsrliriiirii. ist l'fliin ii II
iiiii^li<li(T«cisr «icdiT in Hi'rliii.
\licr Terry ist mit lfi'\ liit;r.iiii
\ crlieiratct.
H II d 11 I f s,. \1 ;, o d ,. 1, n r - :
lirniiii K.iNtiur uidint Itcrliii-t li.ii-
liitlfiilinrn. Stiiniistraljc ;!, ist mil
der Sinilirette l.iiisl Tierscli \ er-
lieiratet, mit der er kiirzlirli
in den firiiLicn Herliiier Kiim-
sketselile. {''.in lineli iilicr iliii
uilil es iiiilit. liiT Kini-tler i-t
:\n .l;i]in' llil.-i Min A-I:i .Nielsen
iin' den liliii eiildei-kt worden.
Kästners l':irtiiei in in ..Die l'in-
-iiii \ KU Keranien' war .sicdla
ll.iil' iiml in ..Die nescIiiediMie
Ir.in' -\l;id,\ Cliristiaiis.
• I 11 i e (■ li.. |{ e r 1 i II : «lluri.i
Suaii-iin lind .\iinii;i 'raliii.ad-c>
-ind diireli die liiited .\rti-t-.
Tiiiii. SmiiI.-i Miiiiiea |{oiile\ard.
Ilellyw I. K.il.. i:\elyii Urent
dniili die Metro - (ioldwyn - Stu-
dios. ( iih er-l'ity. K.il.. zu er-
reiclieii. W.ariim Clirist.i Torily
iiielit mehr niiiil. ertalireii Sie
Min he-len diireli Harry i.ieillke.
Die \iitom.nUe \ mi l.v.i M.iras
W.i^en kennen uir leiiler nicht.
t:. <>. C. I..: Di,. i;,,|i,. ,1,,,. se-
Ivret.äriii (Min l':riist Stalil-.N.ieli-
li.ain) im Kilni ..DieKlie- sjnelle
ll.aniia Waan. Si,. erreielii-n dii'
Kiin-tlerin diircli die Terra.
Herliii SW i.M. Koehslr.il.le 7;;.
Aiilonr.imme niht sie.
. I'rsel. .\ o r d h a n s e n : (innn.-n- Tnlnae-IMme sind ii. .i. lobende:
..D.i- llninnelsseliitT-. ..Sol |e- \olke- . ..Di,. I.ielili im-l i .in d,'- M.ili.i-
r.idselia •. ..Wi'iiii .\larlili,'ii Ir.-iiimei,- . ..!,:, iil, •in sli,.rl,i,-k Hol s ■. ,.Kl,.ni
Dornt-. ..Kr. der Herrlieh-t,' Min \ll,'ii-. ..D.is MTlorein- (;iii,U-. S,iii
iieii,.-t,.r Kilm ist ..(;,'si-lil,.,|,t in l'es-eln-. Tolnae- ist Noru er. Si,'
können ihoits,!, an ihn silireilo'ii. I.ivio l'avaiielli wohin liiTlin-U iliners-
ilort. i;.iMiisli,.rn,-r Str.il'.e .•,, .laek TreMir üerliii W . It,ii,ll,'rslr,ilie II.
H.irry ll.ilni l!,rliii-llal,-nsi-e. Clei-rostnil.;,' .'i7, Hans Siiiwe I!, •rlin-ll.il, Mi-
se.•. l'aiiUI„,ni,.r stralle !l. M.ily Delsilialt Herliii W. WitteMi.ieher-
-lial.,,. i's. Mar-areti- S.hl.-el Herliii W. Ualli'iisteilnT SIral'.e li;,i. H,'tl\
Vmiiian Uerliii W . Kiirliirst.'inlainm 11'. Ileinrieli C ••;,• Kiihllias,.nliniiic
hei lierlin. |{;ie,k,-stial.;e i;. Maria l';iii,ll..r li.it :iiii i'o. .liini (;,d.int-.t:i"
•leaii Uia.lin lielind,.t sieh in l'ari-. I'ol.i .N-i'uii lilmt m l.oi n. \iiii.-i si,,,
III Mosk.in. I.ieii De.M-rs i>t ,hnih di,' Di'in-ch,. liiner-.i I. HcTlin W s
M.iiier-.trat.;e sl'. ■/„ erreichen.
Mar^a .\I. I. i ,■ h t ,. n li e r - : S,.|i,l,.n Si,. Ihr l'al iiml l'alachoii-
l-.\|iose an die I .'illadinm. Kop,.nlia;;,Mi. Sie ki.nneii es ,l,.nt-, h schieilieii
wo in lt..rliii-\\esteii,l. I'onimeriialle,. ;,. ist mit il.nii i;,.yi»,.nr l-riclricli
/.elnik Miheiratet i /ilt -ich an;;eiililick lieh mit ilinin (iatl.-ii /n
,'."""'"',-""'"■" '" ^""'n'"" •nif. l-re,l I s l.ereli wohiil ItiMlin W
l.e-,.nsl, inner sirahe II. hat am js. Mürz (o-l.iirtsla;; iiii,l -ihl \iito-
;;r.niime. s,,. ,lnrl,.n also riilii- .ni ihn sihreili.-n. Die CriiU
t;eriihti't. s,.|ii n.-iii'sl,.r rilm ist ..Der rot,. Kr.M-- mit T.\a M-
l'ilm sind die .\iissiclil,Mi sehr «crilis;-. S,.|l,-| wenn m.-iii ' Imli-,-!
I.ehl hat. i-| ,l,.r lOrfol- dnrcliaiis nneli in, hl -o Ii,t
,. •■ I ' I" I re II II ,1 i II .\iire ans 1! .i t; ,• ii ( W e - I f .i 1 ,• n i ■ (.n-iix
l--"''!"'' "' • Iterlin-Westend. I rstralle s.,. ,„„1 ,„„ ..,„, .J M^/; ,';!.
Iiiirtsla;;. Kr tra^t seinen rieliti^en Namen. eh,.nso (irete ^Fosll,.'inl ninl
\\erin'r I' netterer. Wenn .si<. zum l'ilm wolhni. -o ist ,.s am zw.M-k
iiialli-slen Sie s.-tzeii sieh mit ,1,-n lolirendin Kiliimes.llsihalten in V,'r-
liiiidiiii«. Die .Viisvii-hten -iiid aher ül,-nU null, iti-denkei
hiM.ihile filinkr.ilte ohne lle-ili.i tlii;iiii;; -iml
Bcriiit * ^r icS rieh Ehe rt-^^ntO
\V a Her .\l.. H .i n n o v ,• r : TJeliolifo Kilnislars sind durch ihre
l-iliiitäti^keit stark in .\nsprneli yjenoiiiiiieii. Kic iniisspii sieh selioii noch
etwas «i'ilnldin. .lawolil, die riliiischiile in .Miinelieii ist zu cinpfolili'ii.
lOs kommt haiiti;; \ or. il.il.'i I'"ilniszeiien aiitVenoininen niiil später ^vie,l,•r
lii'i.insi^i sehnilleii wcrdi'ii. w.is in.iii iioeli iii'lit weil!, wenn diese .\nl'-
n.ihmen in den soncn.iniiten Staiiilpholos lest;;elialten werilen.
II. s I- 11., ti ii r I i t z : Harry l'iels l'.irtiieriiineii in ..Sein urül^fer
liliili • w.iren Dary Holm und \l.irleiie Dietrich. Die Jlanptdarsteller im
l'ilm ..Die Wunder i\r- Schi sclinlis" waren die liekaniiteii Siiortslcnt,'
Hannes ScIimodiT und l'.riist l'etersen. Ma;;d:i Son.j.i i-t si'it Unrzeiii .ini li
lii'i ,1,'r Sprcchliiihn,'. ,\nd Kue,!,' Nisseii.s iiiichsler Film lieitit ,.IH{; J'ran
im Talar ■. Iliri' Itihlw uns. In' sind MirficmerUt.
A r I n r 11 o V f m .i n n , 15 e r ii h n r .:;• : Jiie mäiiiiliehe Hauptrolle in
diiii l'ilm ..Der Schaiispiider" wurde Min l'ierrc Ulanch.ir dar^cstclll.
l'.riist lünkerts iu-iu-sIit l'ilm lieiUt ,.Ks w.ir eiiiial ein treuer llnsar'.
Si'iiie \\ iihniiii;;- i-t in lierlin s\V n. Ilallescln- Stralie l.'i. \tm Dini';las
l'airli.uiks ist kürzlich der l'ilm ..Die eiserne -Ma.ske" heraiisnid^omnii'ii.
Il.arry l'ii'l .irlieitet zur Zeit an einem l'iliii ..Männer ohne liernl' (Der
Herr .111- Sndamerika*. Uriiiille llelins neueste l'ilnie -iiid ..(ielil — (leid —
(ield '■ lind ..Dil' wiinderliare l.ii^e der Nina l'etrow ii.i'. .1,-tzt filmt si,'
in .Ni'ii-Iiahelsliir:; ...M.niolescii" mit Iwan Mosjiikin, ileinrieli (ieor^e und
Dit.i. l'arlo.
W .1 1 t e r I'.. I! r e s 1 ,i n ; (iiiui ilaiies >viir(l<' am 7. .\pril in Paris
;ieh<ireii. kam iilicr die Spriihliiiliiie /.um Kilm iiiiil filmt aiiKenhlieklieh in
l'aris ..Nächte eines l'rinzen" mit .laciines Cati'lain. Sie i.-t unseres
\\ isseiis verheiratet, sild .\iito;;ramme lind ist ein natiirlicher, Kntlierzif;cr
Mensch. (lina .\l.iiies spii'lte n. a. in ..Tlieresc Kaiiuin", ,,Dii! kleine
skl,-i\iii'. ..Die Heilige lind ihr .N;irr-', ,,,S. (». >;.'-.
.\ r II o 1 a ir. : ])ie Renaiie
.\ilre.sse di's lii'treft'emlen l.e-ers
dürfen wir Ihnen leider nicht inil-
teilen. tl:i das liedaktioiis(j;elieiiii-
iiist ist.
T i I d y .ins IIa n n o \ e r :
l>ie Il.'iiiptilarsti'llerin in dem l'ilm
,.-\n der Weser'" war (freie J{eiii-
wald. i.ilian Ilar»eys l'.irtiier in
..l'^iiie Xuclit in l.oiidon" war
lioliiii Irviii. In der ..Orcliiileen-
täii/.eriti'" spielten Louise l.a-
«raiifje. Xenia Desiii iiiiil Hicarilo
(ortez die Hauptrollen. W.iiiii
..Die l'r.iii im .Mond" nach Haii-
iioMT koiinnt,. erl'ahren ."-ie sp.i-
tcr am liesten durch ilen Mesit/er
Ihres Stainiiikinos. Xorläiifiy i-t
der l'ilm noch nicht in Merlin er-
schienen. Die Hauptrollen in ..In
Stolzenl'els am l.'lieiii' spielten
(ireti- Iteinw.ild. .\l;iri.i Miiidzenli.
Helen Min .Münclihofeii, Carl de
■\'out. Harry rraiik, .An^clo
Fcri.'iri.
A. II e II II e III a n n . 1* f o r / -
li e i III : l'.s li'hen \iele l'"iliiist.ir-
in Dentscliland. Die .\nfn:ihmi'-
d.iiK'r und die Kosten eines Films
rlcliten sich uanz. nach dem lin-
f;iiiH' des Filiiiw erks niid dem
\ii-iii.'ilje der .\usstattniij;-. .\ll-
:;enii'ine Ann.ilicn wnnlen da ein
-iliiefcs Hilil er;;,'lieii. Filiii-
hiicher aller Art erhallen si,'
durch den .Max Malti-soii-\erl.i-.
Uerliii SW (i^, lütter-tralie Tl.
Der l'ilm ..Hef;ii'rde' ist in lii'r-
liii -ilmn uraiif^cfiihrt worden.
I'.ddi,' l'olo ist 10— i:. .lahre h.'im
I ihn lind .jetzt durch die Deuts, he
riiiver.s.'il. Ui'rlin W s. .MaioT-
slr.ilji' .si>. zu erreiiheii. s,'iii
ii.i,h-ter l'ilm lieil.it ..Der Ti'ii-
li Isreporter" llniNchel der (iroi;-
stailt). ...Mieiiti'iircr Film (i.ni.li.ll'
wurde in einem Merliiicr .\teli,T
gedreht und i-t ein Carlo Aldiiii-
Film. I..'iieu h.'ihcn nicht /.n-
trilt zu den Film;iteliers, weil ilir
Uesucli die l'ilmleiite hei der
Arheit stiirt.
F, I I i W.. Charlotten-
1i II rn : Ch.irles Köders ist nii-
\ erheiratet, sjirieht jichroclicn
Dentscli und wird noch in die-
-i'iii .Tilne in melireren l'.ii-
iil'.iniet-l''ilmon zu si'lien sein.
I r t; : Ihre Criille siinl I.ilian llar\ey iilierinitlelt
sie -elli-t\ erständlii h um ein .\iito;;ranini liiltcn.
Helm lind l.ili.in llarM'y hald einmal nach H.im-
Innli l'roti'klion k.inn man kein Filmstar werden.
hört auch eine l'.irtion
imi .111--
ir.i. Iti'im
I-l iiiiil
dali \ieli
F 1 - .1 I!.. H .-1 r
Word, '11. Si,. ihirleii
Mo-liih. ilalJ Uri-itt
hiiri;- koninii'ii. Nein
sondi'rn nur diinli f;r<>IJ''s Talent. .Natiirlich
(Jliiik d.izii. (ireta (inrlni kommt Mirläntin- iiicjit nach Heiitschland. D
hi'lrelTi'inlen Filmküiistlerinnen tilnii'H .illc fleilii;;.
C. I".. (i I :l II e h .'I II : ()-kar .Marion ist hl I und hat hlaup .\nK<'ii
^\ ir nehinen iin. dalJ sieh .l.iek TrcMir und (tskar .M;iri«ii iilier Uliimen
freiii'ii würden. Wenn Sie i'iiicn Urief uiinnllelliar an die Kiin-tler senden.
s" wird er .im-li ^.elesen. Ihre liihlw iinsche sind Mirfiemerkt. si,. cr-
halleii all,' Iii Mk.i rt;'ii. die Sie w inisihi n. ilnich den Ni'il.i-- llln-trieilc
l'ilmwoclie. lii'rliii SW ii.s, Koclistral.ie li-.-*.
Hans T.. Leipzig: Wir neln'ii Ihnen hiermit die j-e" iiiischt.ii
Adri'-si'ii hekannt: st.'ir-l'ilin. Ui'rlin sW |,s. FrieilrichsIraUe 2l.s: Daiisk-
l'ihii-l'.ill.idiiim. Kop,.|iliay,'n: Di'iil-ih-.Nordisihe I'ihn-Fiiion. lierlin s\\ |s.
I'riedrichstralh' i;;: Dent-ch,' liiM.rsal. H.'rlin W .s. .Maner-tr.iKe t<J. Die
li.i.M'ri-ch,' l'ihiiKcsclI-chaft im Kniclk.i-Konzern li.it ihre liiiume Herlin
SW IS. Fricilrichslralle i'lii. linicUmaiin-Film lierlin sW (,,s, Koclistralie 7.;.
Allio-I'.lm Merlin SW (IS. Kncli-tr.iUe li,. Ama-I'ilm Merlin sW t.s, Frie.l-
richstralie L'r.il. Fm'I.mi Holt wohnt lierlin-( liarlotlenlmri;. SiliilhT-tralJe tjl.
Ii.it .1111 .!. Oktolier (ielinrlstas I ist leili;;. Mari.iniii' W inkelsti'rn wohnt
lii'rlin W. Fhlandstralh' lii:;, ist iniM'rheir.'itct und li.it :iiii lM. M.irz
(o'hnrtstau. Cill.v Feiinlt ist durch Feimlt-I'ihn. lii'rlin s\\ is. Frieilrich-
-ir.itie Jlii. zu erri'ichen, li.it am s. .\pril (ii'lnirtst.'i;; iiml is( ein'iil'.'ills leih-.
F. r i c h St.. D 1' e s il e II : Ihr (iciliihlchcn h.ilien wir mit Inlere--".,
uelesen und fimleii es i;.inz iiiedlicli.
I! II t h W.. li .1 r III e II : l..\:i .M.ira wohnt Merlin-Westend, l'oimneiii-
.illee :>. F.rii.i .Moren.'i lierlin NW ".':!. liändelstr.ilJe .">. Kainoii N'ovaiin
hefimlet sich aii;;,'nlilicklicli zu (iesan^rsstiidien in Mi-rlin: seine .\dres-
Willi :inf si'iiien W iiii-ih nicht i;eii;.iiiit. (li.iiles |{,ij;ers ist iliiieh d
l'.ii.imoiint siiiilios, .,i;,i. .\1 n.nhon Street. Holl.\wood, K.'iliforiiioii, /-
eiieichcn. Alle Filnisi.irs ^cheii .Viitogranime.
r;. X.. r. 0 r 1 i II : üamon Xov.irro liiilt sifli immer inioli inkosiiito in
Hi-rliii mir. i:iiiil Jaiiiiiiifts ist auf iluiii W'fin' liacli Di-iitsclilaiiil. I.va
ilc l'utti lilüil in ili'ii Ki>lrri--Slii.rnis. I.oiicliiii. lu-i clrr liritisli Inli'rnatiniial
..llu- Inl'.iniicr-. mit Lars llaiiMiii iiiiil Warwiclc Wanl al- rariiicni. iiiilir
Arlliiir Kiilii^ciiis JJi'sii'- W.'iiii liiere Zeilen (TMlirim-ii. «inl Cainilla
llorii sclioii in ll.Tliii sein. I'ii; l)clriMTi'inlcii anicriliaiii-rh.-ii Stars «iilincii
i]i ll.iilywc,,..!. Kai.. r.S.A. ..... ,,
K a I h f lt.. F r a II k t II rl , tl.: Urrm-r 1 iicil.-r.T i>( Ii'ilijr. ll.iiry
I ifililvi' liliiit .si'it 1(*— i'i» .l.ilirfii. Hi-n l.>iiii Komiiil xnrlaiilifr iiielil ii.nli
liriilsililaiid. I.va .M.ir.i ist etwa 10 .lalirc mit l'rii-iliiili Zeliiik verlici-
r.itcl. l'iil.i Ni'^ri li.il keim' Kiiiili-r. l'ranrn üImt ilic KiHili's-inii .!(•;•
l'ilnikiiiislIiT lic.iiilwiirli'ii « Ir i;ri"iilsä(/licli iiiclil.
/ w !• i N (• II ;; i *• r i K e n ii s H (> r -
I i II : Klis.iliclli licrsiH-r wuliiit Hciliii-
llaliU'iii. l'.irail.iywcK J.'i. AVcnier l'ii.M-
tcn-r HiTliii-Stfulilz. KloisIstralJc :;:.
Hciili' (iclicii .Viilonraiiiiiic. Cowili, Kü-
V.iliclh lii'i!;iii-r ist aiirli im I.i'lii'ii sclir
liclieiisw ilrili;;.
H I i I I .-1 I.., H o r 1 i II : Hans Sliiwo
uuliiit ItiMliii - naiensco, Paiilslinni.T
suaUi- !i. ist mit einer liiilnarisclu ii
Clieiiiikeriii M'rlicir.itet Mint li.il keine
Kimler. .^ein neuester Film ist ..( a-
illinstro". Wenn Sie zum Film w.illen.
Sil müssen Sic viir allem mimisches
T.ilent h.ilien. (ii-lien sie .sieh aher
keinen llliisiiineii hin
F V :i 11 E I s .1 t; 1 . - S r.. II .i m li ii r j; :
Kelly .\iii.iiin «iihiit Herliii \V, Kiirliir-
siendamm li', ist .Xmerik.ini-rin. iiiner-
lieiralet nml t;ihl Aiitdfir.imme.
11 er / h e r j;- - V e r e li r e r i n : il.ir-
tin llerzlierw: «dliiit Uerlin so i'ii. Wal-
ilem.irsii.ilie ll.M, wiiiile am .'i. J.iniiar
in Iferliii ;ielioren. ist iiiiverheir.ilel,
;;ilit .\iii"'4i.imnie, w nrde vor in .l.ihren
\cin .\. \\ . S.iMdliiT!;- fiir den Film eiit-
ileekt. wir kiiizlieli in ..l>ie Sielizelin-
j/ihrinen" und ..\'iTirrfe .luvend' /.u
sehen. Ihre (.iriilie an Herzlieit; sind
.■llls;;iMielllel.
Kino (i r e t a (1 .i r h n - V e r e li r e-
r i n ; (iret.i (iarlm isl wieder ii.nli
l'iih er-City. Kalif iirnien. ziiriiekKekeln l
lind .M-heilet dort liei der .Metro-tiold-
vvvn-M.iver an ihrem nenesien Film.
Sie kommt also v oijäiifii;- nielit ii.iih
lleiil^elil.ind. nie Kiinsllerin «nidi-.nii
17. April in tiöKdior:;' nehoren. Sie i»t
lijoiid. l>l.'iMaii4;iK lind nn\ erheir.ilel.
Kine ihrer (ilanzi ullen i-l ...\iina K.m-
nina" sevsesi'ii.
It r i {; i I ' e H e I ni - V e r e li r e r i n.
Kiel: l!rii;ille Helm h.il am 17. .März
(ieliiirlst.i;;. n'ilit Aiifonr.imine und ist
■iiieli im l.cdien sehr sy mp.ilhisrh. Sie
kiinnen .in .sie sihreilien. Ihr neneslir
l'iliii ist ..Die v\ iiriderli.ue I.iit;e ili-r
.\in,i I'eiro« ii;i". Jn .\rlieit i-l mit ihr
...M.iiiolesiif mit Iw.in Mosjnkin .ils
l'.irliier. Kine Filniscli.iiispielerin ll.inne-
lore .liimeil ist iiielit hekannt.
(i e r II o t AI.. H-e r I i n - .s e li I ,i e li 1 e
in llollvuoiiil. K.'il.. lind i^ihl .\nio;;r.'ininie.
F netter e r - F r i 1 s e li - \ e r e h r e r i n 1 r in s •'• r d H.; Der neu-
este l'ilm mit Werner l'iietterer heißt ..ilorf;enriite". Der Name
\ erehes wird .-iiif der ersten Sillie hetont. Fred Sujm Ideilit vorl.iiiliL; in
.\ rik.i. li.'iiiioii .\o\.irro VM-ilt iioeh In Ueilin. .\iif Wiinseli des
Kiinstleis wird seine hiesige Adresse niilit neii.innt. (Ili er auch ii.ieh
Hremeii l.'ihrt. \\ isseri «ir leiiler nicht. Imre I!.mI.i\ Ii.it am I. Seplein-
iier Celini Isi.in' und ucdiiit Herliii W. Ceislier^-li.i Ue :;i. l'eiision Niiiii-
lierner l'lalz. lOiii neuer F"ilm mit ( liaili's Köders ist aiii;enliliclvlicli
noch nicht ansezeij^t. Dina (Iralla v\(dinl Merlin W. .Speyerer Sn;il.le --.
lind hat am J.'i. .I:iniiar (ieliiirtstai;.
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Main: Ihr liihlwnnsi li ist vorgemerkt. I.eni Itlelenslahl ist nm.r-
heir.ilel iiliil l'ilml l'leilii};-.
K d i;- a r . 1' .i n t t, in i m . K .i r I s r ii h e - 1. .i n s :i n n e : Sie h.ilwii
reclil, r.iidvviü- 'rraiilm:iiin hüll sieh im Simiioer meistens in sein, in
J,amlii;iiis in Ol>erba> ern :iiif. Nein, er filmt nicht mehr, l.il Da;;o\,r
uilil .\iiiot;r.imine. Itriino Decaili filmt nicht mehr. Ver.i Vornnini
wohnt lfi'rlin-\\ ilmer-dorf. lhl.iinNlr.ilie M. ist Itiissin und verlieir:ilet.
Kin;i Moren.i wohnt Herlin NWJ:!. HändelstraUe :>. Kiidolf KIeiii-l!u-ue
Kerliii-I.ichlerfelde-West. llorleiisieii-triilJe J.'i. Die Hanpld.irsteller \":i
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Schön lleiiiN l'eters-.VrnoliN iiiiil .M:ir-4;irele Schlegel filmen muh.
F r i e d r i c h W.. R r e ha e h : l!ii-
dolf N'alentino war It.iliener und wurde
in ('.islell.inet.i ;;(lioreii. Killen Film
..Kmil lind sililcmil unter den .Men-
sclienfrcssi'in' (;ilit es. Willielni Die-
terle. Ili-niiy l*nrleii iiinl ll.iii-y l.ieiliki>
sind .111 die rälli;icii .\ iilo^r.'i loioi' er-
innert. '
.M .1 r i a K.. d i e i: i n s i V <■ i e h ,• s- ,
S c h w ii r III e r i n ans I. e i p z i u :
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Hl. Aiitiilst in W icn •icluireii. Sie isl cm
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Aiidii' .Mattoni wohnt Herlin W. \l ir-
loir^er Sir.iUe :i. und wurde ;iiii -1. I'e-
hiii.ar in K.irM>:ol se'xiren. H.inion
Nov.irro li.ill sich an^'elihlicklich in-
ko;iiiilii i.ii (ierliii auf: möglich. d:ili er
;iucli auf sanz kurze Zeit in der Sdi" ciz
;;e\vi'seii ist. Die Fla wird \ iele T. Öl-
filme herstellen, winl aher d.iiiel.eii
n.ich wie ^ or stninme Filme fahriziereil,
IN "iht auch Filmstars, die sich selnili
riln.MlnirisicIleri-ch lielätiiit li:ilien. /.. Bi
Milion Sil)-, durch First Natimi.il. Hiir-
h.iiik-lliill,\ w 'lod. K.il.. zu erreichen, iiiul
Hella .Moja. Merlin-W «•-Iciid. l.ietzeiiseO
nfcr III.
F i I m f r <■ n n d K. .\I.. W i ii t e r -
I h 11 r is c li w e i zi: Xiclil (irel.i (;.iiho.
sondern tierda .M.iiiriis siiielle ilie
vveihlicln- ll.iiiiitrolle im Fritz I..111--
Film ..Spinne •.
K d i t h .1 S.. H erlin: Ihr AViin>. h
i-l \ or;;enierkt.
art: Der Filiii-al(e von Hrisiitte Helm
in .. Ahwc^i'- war (.iistav Dicl.il. Franz Feilerer siiiidte seine erste Fiho-
r.lle in dein Hi y l'orlen-Film ..Ziiflnchr-. Kr ist .iiicIi hei der Spncii-
liiihne. CeriLi .M:iiiriis' erster Film war ..Spi,ine'. Die Knnsilerin i-l
iiiiv eiheiralet. H.ins .Innkerin.inn ist mit Jiili.i Scrd.i verinähll. Idiiy
.V'ii.'inn wohnt Herlin W. Knrfiirsteiid.imin V2.
W .1 I I e r .M.. H r e s I a 11 : Cl.iire Honimer wohnt Herliii-Scliiiiieliei -.
Inii-hriick.o SiralJe J!l. C.irlo .\ldini Herlin W. .\l.irtin-l.iillier-Sti:iÜe l'I,
f.iiii.id \.'idi Herlin W. I.ichleiistein.illee i'.i. Dit.i r.iiio Herlin \\ . .\lolz-
sir.ilie .s7. F;U:i Hrink Herlin W . I'r.iner Sti.ilJe :U. Heinhold Scliiin/el
Herlin \\ . .\ ii;;shinner Slr:il.le (js. Iw.i W.inj.i Herlin ^V, I'r.iner I'l.ilz I,
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iTwritrrli' r iri-n zii>iinniiriii;i/ii-i'ii. i-i ^.lil.ilTi.' Mii-Ui-In " iM.li-n ti-icr. Viele
Frauen von 40 Jahren ii.darühcr erscheinen in 30Miniilen um lOJaluc verjüngt.
\ crMnlicil Sic rs am .Mirml. «i'iiii Sii' \ orlialu'ii. aii-ziit;ili'ii <"lir lii'-ni li
zu riii|ifan;;i-ii, Sil- null Hin- l'rcnnilc «i-rilrii lirn'-i-l'-rt nbi-r ilii; nrii . r-
.staii(li-ni' Srliiinlnit srin. Sir «rrdi-n zu lliri-m Itrsti'n ansscIiiMi. iiml "iil
Sir ilics \\i>M'n. sicli am wiilil-lmi liililru. 'Iini Sii- i-s In lliri-ni i'ij; ii
liiliri-sM-. I'rri- ilrr ..Kta -l'iintMa-U. • Mk. 4,— uiiil l'i.rt.i. V.r-an.l iiii-
.Tiiir.illin piT X.iclinalimi' ilnrrli liii- ..lila' ( lirm.-li'rliii. TaiiriU Ii. m.b.H..
KiTliii-l'aiiUMU 111. Itorlviini-tr. -J.
PICKEL, MITESSER
W^
O Schöne Augen
^ .\-i:il. Aiiü.-iil.r.iiu'ns.-il'l starUI
Cf)
miCL- ^^^— "iii^CXöOß V -V-i-il. Vn-.-iil.r.iiu'ns.-ill stärUI
ii.i> W .iili-.liim villi Hi.iiirii
■■^1 liiiiilii-it lifili'iili't tiliiiU. Kriiil;; lind l.iibr. u\\A \\ im|pi-rn. \'\v\< M l' 7...
im all ilii-M- Sii-üi. ili'v |,,.|i|.Ms lirin-l Si,- Ihr ..\\ il,,a- li.i! dii- -Iciclicirki-
niirciiirr 'Irint. ilrr Sic .sd cnivtclll und nn- ücnsi-liallcn. fiirln ;ibci- zii-
^(■liiia niaclit — der Sic alistiiUl. Sclicinlicit •■ Iciili diinUlcr Sein' diNUr -t
iiffnci alle l'fiirlen des l.cl.en.<. Dolialb \er- ~ Viei- .\l "i —
«ciiilen Si,. «i.fnrt nieiiic Seli.-ilUnr ...\.u..- .\n-enhr.iiien - ,lie.;iiniin ' n'iir
eernia ■. Silinii n.iili der er>len .\inveiid. l.e- ,„y Keliltarbiiii:; \ nn Mraiien
- I die I, ).'Uim llirerll.ini. iinil Sie Mdlier und \\iiii|ierii l'reis .\I 17-,
»erden mit Ihrer neuen, xerjun-ieii Hoiehl- Zur Krhiiliiin- der An-ihneUs-
V'",' ;■"',. ' ■■• ,'i"ITii""--'eieher .MeiiM-li. lalii-keit der .\n-cii v.'r-
li.Uel. Miie-ser. I la iituriel.:. welk werdei wende ni.-in ..|)i.-ini.inf. J)er
ur.iiie. Iah le und ürol.;|u.ri^;e llaiit bceiti^t lilieU wird lebliali und
meine.vel,.sll>iirsamt,leiil-.iil>lelnin-Mir>;ielien. iriseli. Kein ve-eta li i -
I nnierUluh tnr die I m-ebnii-. „hn,. Iteriil- li s c li e .s rriinaiat Ili 1-
.-leriiie.;. I ..i r.inl lerl iiii-eh:idlieli. l'riM- M.9.75. ni.iiil ■ . . . l'reis .\| [ -.;.•,
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Wilhelm Schatfer, Charloltenbiir^:. Anzeifienverwaltunil Bepa-Verlasi, Berlin \X' .T). Blumes M.d •>. Kiiplerti.dIriirW : Au^iiist Srhcrl C. m b. II , Berlin S\X 6S
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NUMMER 2f / BERLIN, 26. M AI 1929 / P R E I S 4 0 PFENNIG
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auf den Filmstreifen /u bannen, bereitet dem Kino-Amateiir größte Freude und schenkt ihm viele
frohe Stunden. — Filmen audi Sic selbst! — Die beste Gelegenheit bietet die Sommerreise. Es gibt
keine schönere Erinnerung als eine reiche filmische ausbeute von dem, was Sie sahen und erlebten.
Vir infcirnilrron Sic gern uiixt-rbliulllifi oIxt die cliir<uhc llaiidli.tixint; und die nlodrljjon Ansdinltuniiskostoii der Aufnahme- um' \^■lcde^}fal)c- \pparnle
der Vni.ilriir-KtncniHtographle. Ultlc sdireibrn Sie uns oder besuchen Sie die Ausstellungsräume der L'(a-Handclsgescllsdia((, Berlin SW 6S, KodistraÜu 6— 8.
a^i/l
I) I i: N\ c) c II 1. \ s c II K I r i n i. w \ i l m r w \ i \ d i;
"^ILLY FQITSCH
im FrÜz Lang -Film der Ufa „Frau im Mond"
Auf Vilma Bankys neuen
Film blickt die große Ge-
meinde ihrer Verehrer
mit gespannter Erwartung. Wird
doch die große Gemeinde ihrer
Verehrer die Künstlerin ohne
Ronald Colman auf der Lein-
wand sehen. Gewiß, Vilma
Banky ist stets Partnerin ganz
großer Schauspieler ge-
wesen, hat in Wien mit
Max Linder, in Berlin
mit Georg Alexander, in
Hollywood mit Rudolf
Valcntino zusammen ge-
filmt — aber richtig ein
Vilma Banky mit
William
Orlamond.
Unten: George
Davis _
Phot
United Artisis '
gespielt ist sie ai
lein mit Ronald
Colman gewesen,
mit dem sie seit
dem ., Schwarzen
Engel" von Tri-
umph zu Triumph
schritt. Aber es ließ
sich leider nicht ver-
hindern, daß die
Filme mit beiden im-
mer gleichförmiger
wurden. In das
Spiel von der er-
wachenden Liebe wa-
ren keine neuen
Züge mehr zu brin-
gen. Außerdem hatte
Vilma Banky sich
inzwischen mit Rod
la Roque verheiratet,
und die Amerikaner
fanden es unschick-
lich, daß eine junge
Frau in so ,, starken"
Liebesszenen heraus-
gestellt wurde. Also
mußte mit dem
Wechsel des Part-
ners auch eine Än-
derung im Aufbau
der Banky-Filme vor
sich gehen. Ronald
Colman filmt einst-
weilen mit Lily Da-
mita, die für den
Tonfilm in kurzen
Wochen Englisch ler-
nen mußte und de-
ren Temperament in
Liebesssenen ja be-
kannt ist. Vilma
Banky spielt wieder
einmal in einem
Kriegsfilm, der sich
diesmal im Elsaß er-
eignet, aber eine
deutschfreundliche
Tendenz aufweist.
Die Zeit, in der in
Hollywood Filme mit
deutschfeindlicher
Tendenz hergestellt
wurden, ist endgü
lig vorbei. Die blonde
Vilma hat ein Bau-
ernmädchen darzu-
stellen, das einen
Leutnant im Manö-
ver kennenlernt. Die
beiden sehen sich
wieder, als der Krieg
ausgebrochen ist und
die Beziehungen bei-
der Teile sich geän-
dert haben. Die
Handlung setzt hier
mit Leidenschaft ein,
und die Vorgänge
sind nicht ohne Ro-
mantik. Daß Vilma
Banky auch diesmal
wieder sehr viel Leid
erfährt, ehe sie glück-
lich werden darf,
soll nicht verschwie-
gen werden, weil
diese Schauspielerin
gerade im Ausdruck
des Schmerzes stark
ist. Die Rolle ist
natürlich wieder so
geschrieben, daß sie
das ganze Spiel be-
herrscht. Noch nach-
haltiger als bisher
wird Vilma Banky
in den Vordergrund
der Handlung ge-
lragen, denn Wal-
ter Byron besitzt
bisher noch
Namen, der
nationalen
hätte. Das
skript stammt von
Frances Marion, ei-
ner der fleißigsten
und geschicktesten
Dramaturginnen von
Hollywood, die an
Vilma Bankys Er-
folgen von jeher
großen Anteil
halte.
Phoionwntage mit
Vilma Banky und
Walter Byron
Plwt. United Artists
keinen
inter-
Klang
Manu-
.^^
'uMmaß ,
Jim
Genau so scIkui wie das porlujjicsische Wort Miisii-
raiia ist die Träjjcrin desselben, eine Schlange
Brasiliens, die zu den Schcinboidcn zählt. Z\sei
Musuranas hielten vor cini{Sen Wochen ihren Ein-
zug in die Tierfilmstation der Ufa in Neuhabelsbcrg.
Nach freudiger ßcj«rii(3unj! ließen \\ir sie ins Bad gleiten
und brachten sie dann in ihr Heim, ein großes Terrarium.
Mit allen erdenklichen Mühen mußten wir unsere neuen
,, Stars" betreuen, um sie ihrer Tätigkeit als Hauptdar-
steller in dem Film ,,Musurana" bald zuführen zu können.
Hin regulierbarer Elektroofen unter dem Terrarium sorgte
für ständige Molligkeit (30 Grad) der Schlangendiva-
Wohnung, kommt sie doch direkt von Brasilien. Nur
durch besondere Beziehungen war es uns möglich, unsere
Stars aus Brasilien zu importieren; denn die Musurana
untersteht in ihrem Heimatland dem Naturschutzgesetz.
Mit großer Sorgfalt und Mühe züchtet man sie auf
Staatskosten in Brasilien, uo auch das große Institut
zur Bereitung von Schlangenserum aus l'rivatmittcln un-
terhalten wird. Der Nutzen der Musurana ist für die
Brasilianer sehr groß; sie lebt nämlich fast ausschließlich
von Giftschlangen. Giftschlangen gibt es sehr viele in
Brasilien, dem schlangcnreichslen Land (neben Indien)
auf der Erde. Zur Vollcndur.g unseres Filmes bedurften
wir auch ihrer Beutetierc, der Giftschlangen. Ich wählte
die Lachcsis lanceolatus, auch Lanzenschlangc genannt.
Die Lachesis-Schlangen werden bis zu eineinhalb Meter
lang. Wir haben sie mit Erfolg in unserer Station ge-
züchtet, das größte Weibchen warf zwölf junge Schlan-
gen. Die Giftschlangen legen keine Eier, sondern werfen
die jungen Schlangen lebend, nur noch mit einer dünnen
Oben: Wollram Junghans richtet die Szene für die Aulnahmen
her. Mitte und unten: Die giltige Lachesis („Der Buschmeister")
vor der Kamera Plwt. Lja
Eihaut umgeben, an feuchtwarmcn Stellen ab. Die jungen
Giftschlangen sprengen bald die Eihaut und kriechen da-
von als vollständige Wesen. Die junge Giftschlange kann
von Geburt an von ihrem Giftgebiß Gebrauch machen. Mit
meinem Kameramann Bernhard Juppe zusammen gelang es,
diese Geburtsvorgänge aufzunehmen. Eine zweite Lachesis
von 1,30 m Länge wurde als Beute für die Musurana aus-
gesetzt, sobald die Landschaftssituation 'aufgebaut und ein-
gewachsen war. Bald fühlte sich die Lachesis in der neuen
Landschaft heimisch, kurz . hintereinander schlug sie zwei
Ratten, wobei wir die Technik des Beißens mit der Zeitlupe
dichten.
Einige Tage später ließ ich nun die Musurana. zwei-
hundertdreißig Zentimeter lang, langsam in die Landschaft
der Lachesis gleiten, es dauerte nur wenige Minuten, bis
die sich in Bewegung setzte, um geradeswegs auf die
völlig unbeweglich daliegende Lanzcnschlange loszugehen.
Kurz vor dieser macht sie einige Sekunden halt, züngelt
einige Male, packt die Lachesis in der Mitte. Es ist er-
staunlich, wie schnell, bisher wohl noch nicht wissenschaft-
lich geklärt, womit, wodurch die Musurana das Vorhanden-
sein einer Giftschlange in ihrer Nähe feststellt. Daß sie es
sofort merkt, beweist unser Film ,, Musurana", von dem wir
gerade einen Teil dieser flauplszenc in Gegenwart einiger
Vertreter der interessierten Tagespresse aufnehmen konnten.
Die Lachesis schlägt ihre Giftzähne in die starklederne
Haut der Musurana, jedoch ohne jeden Erfolg. Plötzlich
windet sich die Musurana spindelförmig um die gepackte
Lanzenschlange und läßt sie dann ganz vorsichtig wieder
lockerer, behält aber die gepackle Beute fest im Maule.
Das zweitemal machte die Musurana sich die Sache noch
etwas leichter. Halb ausgestreckt, den Kopf etwas aufge-
richtet, bleibt sie regungslos, als sie eine Lachesis auf sich
zukommen sieht, und läßt diese an sich vorübcrgleiten bis
zum Schwanzende. Da packt sie in aller Ruhe am äußersten
Schwanzende zu, umschlingt sie nur ein wenig und beginnt
die Lachesis vom Schwanzende aus sich einzuverleiben.
Und nun noch eins. Fast täglich kommen Besucher in
unsere Station, die fast alle beim Betrachten unserer Gift-
schlangen fragen, ob ich ihnen die Giftzähne ausgebrochen
hätte. Das Ausbrechen hat docl/ wirklich keinen Zweck,
wie sollte ich dann die Giftschlange monatelang oder jahre-
lang halten, pflegen und füttern? Ohne Giftzähnc können
die Giftschlangen eben nicht fressen. Die zweite Frage
lautet immer: ,, Fressen die Schlangen ihre Beute in einem
Stück?" Hierauf kann man natürlich nur antworten; ,,Ja,
keine Schlange kann kauen. Sie muß ihre Beute in einem
Stück hinunterwürgen."
Wolfram Junghans
Oben: Kopf der Lachesis. Mille und iinlen: Kampf zwischen
Musurana und Lachesis i'iwt. Ufa
%( .'*:
V,
» >^
X«.' -,
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VV
.S.
>^^:
1
Während es in Hollywood heute als
selbstverständlich angesehen wird,
daß ein Star neben dem Auto ein Flug-
zeug besitzt, und daß er, wie Bebe Da-
niels, Anna G. Nilsson, das Piloten-
exanien ablegte, ist es bei uns noch un-
gewöhnlich, wenn eine Schauspielerin
vom Ehrgeiz gepackt wird, es einer Thea
Rasche nachzulun. Als Ida Perry, die
früher sehr beliebte Operettensoubrette,
Mutter der Charlotte Ander, vor dem
Kriege als Luftballonführerin aufstieg, er-
regte das Aufsehen. Jetzt hat Betty
Amann, der jugendliche Star, sich dem
Flugsport gewidmet, eine Aufgabe, deren
Erfolg diese Bilder zeigen.
Imiil Jannings wird bei sciiiir Rückkehr am Lehrter Bahiilml' von der \h'ii^e sitinnisch beorultt
\'on Hanns Schwanz
Die Retjie eines Films ist, wie jede künstlerische GestaltimtS,
aufbauend. Im Rahmen der äußerlichen Struktur des Ge-
schehens haben sich die einzelnen kiinUlerischen Aiis-
drucksmöjilichkeiten zu bewegen. Infolgedessen darf sich bei
einer Filmregie der künstlerische Aufriß nicht schrankenlos ent-
wickeln. Die Rejjie ist ijehemnil und muß es aus einer fast immer
richtigen Erkenntnis der Erfordernisse der Leinwand sein. Sie
darf das Spiel nicht weiten, sondern muß die Spitlspannungen
ballen. Nichts ist während der Regiearbeit schöner, als eine
S/^ene wirklich mit allen Nuancen ausspielen zu können, aber die-
sem Ausspielen folgen meistens Gewissenskonflikte. Das mimische
Gewissen der Szene kämpft mit dem Wissen um die filmi-
schen Notwendigkeiten des Gesamtwerkes. Die einzelne Szene
ist ja nicht Selbstzweck, hat ja nicht eine oder mehrere Empfin-
dungen dem Publikum gelöst zu übermitteln, sie hat nur eine
Treppe zu dem Gesamtgeschehen des ganzen Filmwerkes zu sein.
Ist man nun mit der Regie der einzelnen Szenen eines Films
fertig und warten die vielen Einstellungen, die bisher allabendlich
bei den Vorführungen vor den Augen des Regisseurs vorüber-
zogen, auf ihre kompositorische Zusammensetzung, so beginnt die-
ser Kampf im großen.
\\, enn der Konfliict eines Films durch grol5es äußerliches Ge-
schehen unterstützt wird, so ist die Komposition des Gesamtwer-
kes leichter. Denn aus der Umgebung, aus dem großen Milieu
läßt sich die Gesanitstimmung entwickeln wie auch die Stim-
mung im Spiel der einzelnen Menschen erklären. Entwickelt
sich aber das Geschehen des Films aus dem Spiel weniger Men-
schen, wie es in meinem neuesten Film der Erich Pommer-Pro-
duktion der Ufa ,,Die wunderbare Lüge der Nina Pelrowna" der
Fall ist, so hat beim Zusammensetzen des Films nur dieses Spiel
in der menschlichen Steigerung seelischer Konflikte Wichtigkeit,
So kann ich sagen, daß ich beim Schneiden dieses meines
neuesten Films im wahrsten Sinne des Wortes jedesmal einen
Schnitt im Hej^zen empfand. Viele Situationen, deren Anfang
und Ende mir in Erinnerung an schöne Arbeitsstunden teuer
geworden waren, fielen meiner Regisseurschere zum Opfer. .Jedes-
mal kosteten gerade diese Kürzungen Überwindung, ja, ich kann
sagen, Herzblut; Szenen, von denen man viel erhofft und von
deren Wirkung ich mir außerordentlich viel versprochen hatte,
mußten fallen. Aber, wie bei jeder Kunst, sind die Gesetze der
künstlerischen Einheit nicht zu sprengen. Hemmende oder die
Spannung lösende Spielmomente mußten fallen, obgleich diese
Szenen in ihrer Gestaltung ausgezeichnet waren. .'Xber nur noch
der Höhepunkt der Szene ist wichtig. Das .Vuf- und .abklingen
des Spiels? — vergessen, verloren.
Die Tätigkeit des Filmregisseurs besteht aus zwei verschie-
denen künstlerischen Betätigungen. Man kann sagen, jeder
Filmregisseur hat zwei Seelen. Bei der Regie muß er alle Spiel-
möglichkeiten aus dem einzelnen Schauspieler und aus den
Schauspielern in ihrer Zusammenarbeit herausholen und einem
objektiven und scharfen Beobachter, der Kamera, übermitteln,
in jeder Szene einen Höhepunkt des Spieles schaffen und dem
gegebenen Geschehen einen sichtbaren Ausdruck verleihen.
Die Montage des Films dagegen hat ganz im Geg'jn-
teil nicht auf die einzelnen Spielnuancen zu schauen, sie muß
exakt, klar und deutlich die Steigerung der Handlung heraus-
arbeiten, alle hemmenden Momente ausmerzen und den Film
nicht von der Einzelszene her aufbauen, sondern die Einzelszene
in den kvinstlerischen Gesamtaufriß einschalten. Nur dann be-
steht die Möglichkeit, den seelischen Aufbau herauszuarbeiten
und dem Zuschauer die einzelnen Bildmoniente zu einem in sich
geschlossenen Filmwerk werden zu lassen. Die Einzelszene ist
vergessen, tot, und der Gesamtfilm lebt aus dem kompositori-
schen Ineinandergreifen seiner einzelnen Bildelementc.
e Mille gilt zwar nicht als der künstlerischste,
r als der erfolgreichste Regisseur Amerikas.
It immer noch David Wark Griflith an die
ersieht dabei, daß dieser Pionier der Film-
seit zv\anzig Jahren in den Ateliers arbeitet
undert Filme schuf, gew iß ein Dutzend künst-
ller Arbeiten aufzählen kann, aber doch recht
d seit ein paar Jahren bedenkenlos fabriziert,
verlantjt wird. Der etwa gleichaltrige Cecil
:iuch von der Bühne kommt, hat sich in dieser
1 frischer gehalten. Er ist immer noch der
unerschöpflichen Einfällen, dpr Draufgänger,
keinen Schwierigkeiten scheut, ein unermüd-
, der einen sechzehnstündigen Arbeitstag spie-
ch läßt. Denn Cecil B. de Mille ist außer
seiner Tätigkeit als Filmregisseur noch
Bankier und Sporlsmann, der seine
Segeljacht selbst kommandiert und im
Pazifischen Ozean kreuzt, weil ihm in
der großen Einsamkeit des Meeres die
besten Gedanken einfallen. Cecil de
Mille hat, wie die meisten Filmleute,
klein begonnen, ist aber bald zu An-
sehen und Reichtum gekommen, u as auch
in der amerikanischen Filmindustrie
von fünfzehn Jahren leichter als heute
war, wo sich die Konkurrenz verviel-
facht hat und eine Karriere viel schwie-
riger zu machen ist. Seine Freunde
behaupten, daß Cecil seine großen Er-
folge nicht allein seiner Zähigkeit ver-
danke, sondern in gleichem .^laße seiner
Fähigkeit, die geeigneten Mitarbeiter
zu finden. Er war einer der ersten,
die einsahen, daß der Film als photo-
graphische Kunst auch ungewöhnlich
gut photographie'-t sein müsse. Diese
Tatsache erscheint uns heute selbst-
Oben: Cecil B. de Mille mit seiner Familie
in seinem Heim. Im Kreis: Cecil im Alter
von 17 Jahren. Mitte: Frau de Mille.
L'n!eii: Der Aufnahmcslah bei der .Arbeil
!■■' r W..f,.- M
\
versländlich, aber sie war es durchaus nicht immer gewesen.
Deshalb erregten die ersten Bilder von de Müle, die nach
Deutschland kamen, bereits wegen ihrer Photographie be-
trächtliches Aufsehen und haben in dieser Beziehung Schule
gemacht. Nicht so sehr seine Art der Regieführung, die
zwischen bewegte Szenen stets Genrebildchen einschneidet
und den Effekt der Szenen gern aus Nebenhandlungen her-
ausholt. Wenn ein paar Leutchen die Meinung vertreten,
Ernst Lubilsch sei von Cecil de Mille beeinflußt, so ist
das barer Unsinn, denn die Art von Ernst Lubitsch ist voll-
kommen anders und war in ihren Anfängen von Max Rein-
hardt angeregt, während unser gro(5er Landsmann inzwischen
seinen eigenen, 'optisch geballten Stil gefunden hat. Da-
gegen ist die gesamte Russenschule von Eisenslein an nichts
weiter als russifizierter Cecil de Mille. Seine Technik,
durch Genrebildchen abzulenken, seine
nicht zu leugnende Neigung zu brutalen
Effekten, seine Art, die Bewegung zu
steigern • — alles das hat man in Mos-
kau geschickt nachgemacht und nur
durch einen noch kürzeren Bildschnitt
den Anschein von Originalität hervor-
gerufen. Eine so bcwegbche Natur wie
Cecil de Mille kann sich natürlich von
Beeinflussungen nicht freihalten, und so
ist leicht festzustellen, da(i Lubitsch von
dem Amerikaner mit Erfolg studiert
worden ist, wenn man die biblischen
Szenen der ,,Zehn Gebote" mit dem
zwei Jahre früher gedrehten ,,Weib des
Pharao" vergleicht. Womit nicht etwa
die Tatsache gemeint ist, daß die
Pharao-Kostüme alle von Berlin nach
Hollywood geschickt wurden und dort
za den Aufnahmen der ,,Zehn Gebote"
herhalten mußten. Dramaturgisch arbL-itct
de Mille stets mit Miß McPhcarson
Oben: Cecil und William de Mille vor
45 Jahren. Daneben: Das de Mille-Depar-
iemenl im Melro-Sliidio. Mitte: Cecil de
Mille und sein erster Kameramann Pave-
rell Marlcy. Unten: de Mille und Joan
McPhcarson riwt. M.-n.-M.
"•^^
Von Heinz Udo
Alle Filmredaktionen der Welt atmeten
etwas erleichtert auf. als sich Jackie Coo-
jjan, das FilmwunderVcind, mal auf eini<Je
Jahre vom Film zuriickzoij. Die Zeiten, da ,,The
Kid" — ,,Das Zirkuskind" usw. liefen, waren
Zeiten härtester PrüfunjJ für die bedauernswerten
Filmredakteure, denen sprölilin^sstolzc Väter die
Tür einliefen, um ihnen ein härm- und argloses
kleines Geschöpf zu präsentieren,' das mittels lan-
jjer Haare und einer verkehrt aufgesetzten Mütze
zum ,, Jackie II." gestempelt sein sollte!
Mit dem Verschwinden Jackies von der Sil-
berleinwand wurde es dann — • Golt sei Dank —
etwas ruhiger — die Kinder bekamen ihre
Haare wieder geschnitten — setzten die
Mützen wieder richtig auf und — gingen brav
zur Schule, — genau so wie es ihr großer Kollege
Jackie Cocgan auch tat. Und das war gut so!
Es gibt natürlich auch heute noch ,,Kinder-
slars" in Hollywood — kleine Jungen und Mäd-
chen, deren Gesichter die ganze Welt kennt, die
mit ihren acht oder zehn Jahren schon recht
anständig ,, erwachsene" Gehälter verdienen — — !
Aber — von ihnen. soll hier nicht die Rede sein.
Sie sind auch schon eine Art von , .Wunderkin-
dern" — sie sind schon Darsteller im Sinne des
Wortes — iunge und jüngste Schauspieler —
aber eben doch schon — Schauspieler!
Die Kleinen, die immer Erfolg haben, sind grof3e
Anonyme! Kein Mensch kennt ihre Namen -—
kein Mensch wird sie je erfahren — aber trotzdem
geht ein Rauschen durchs Kino, wenn sie erschei-
nen — ein ,,Ahh! ■ und ,,Ohh! ' — entzückte Aus-
rufe werden laut — im \u haben sie die Herzen
der Besucher gefangen!
Manche Manuskriplschreibt r und Regisseure
haben diese Erscheinung schon bis zum Über-
maß ausgenützt! Vor zehn Jahren noch war es
in deutschen Filmen sozusagen Ehrenpflicht de^
Stars, nach sechs traurigen Akten anständig und
▼ >
fMp,
Brachvogel
sympathisch zu sterben! — Dann kam das „happy
end", von Amerika importiert, und hier trat .gleich
eines der Kleinen mächtig hervor; das Babv!
Während man sich heute schon wieder niil dem
einfachen .,Kuß- und SchluiJ-Bild" bejinügt, war
es damals unbedinijt notwendig, das lilücklich ver-
einte Paar ein Jahr später über eine Wiege ge-
beugt zu zeigen, in dem das obligate Baby stram-
pelte! Dieser Schluß wird uns jetzt gewöhnlich
wieder erspart.
Das gleiche sehen wir aber auch bei Tieren
— hauptsächlich bei kleinen Tieren! Ein:,Korb-
chen voll kleiner Katzen oder Hunda kknn in
einem Film stürmische Begeisterung hervorrufen
— oft größere, als es ein richtiger ,, Tierstar", wie
/. B. Rintintin, vermag!
Dem Tierstar geht es da so ähnlich wie dem
Kinderstar! Das Publikum bewundert wohl —
aber es bewundert eine Leistung, von der es
weiß, daß sie bewulH hervorgebracht wurde!
Beim Baby, das in der Wiege strampelt —
beim kleinen Kind, das mit irgendeinem Hünd-
chen spielt — bei kleinen Tieren, die in drolli-
gem Ungeschick tolpatschig über die Leinwand
taumeln, hat man das Gefühl des Echten, des L'n-
gewollten, des ganz Natürlichen — man hat das
Empfinden, daß hier von der Kamera die Natur
selbst belauscht wurde, und das gibt diesen Bil-
dern einen unsagbaren Reiz, der gar nichts mit
Sentimentalität oder ähnlichen Gefühlchen zu tun
hat.
Während die Filmgegner behaupten, der Film
verbilde die Menschen, er erziehe sie zur Schau-
spielerei, erwecke den Hang zum Unechten und
Theatralischen, sehen wir gerade das Gegenteil.
Durch die Gegenüberstellung von Natur \\\\\
Schausj.el erzielt der Film starke Eindrücke,
weckt gerade dadurch im Beschauer — vor allem
ifii Großstadtmenschen — wieder den Sinn füi
das Harmlose, das Einfache, das Natürliche!
.r
Oliue Bürden und Ncrui Qiiarlaro vom Cohinibia-tilm
r/n-l. Cflumh. I'ui.
r
//
Vor achtzehn Jahren war Majjerkeit noch nicht die erstrebte
Modelinie, und eine so schlanke Erscheinunji wie Asta
Nielsen, deren Stern im Aufgehen war, fiel bereits durch
ihre Figur auf. Eine der nettesten Bemerkungen darüber machte
einmal Albert Paulig.
,, Denkt euch an," erzählte er im Bühnenklub, „heute
morgen fährt durch die Blücherstraße eine leere Droschke, hält
vor Meßters Atelier — und wer steigt aus? . . . Asta Nielsen."
■k
Die Premiere im Großen Schauspielhaus unter Max Rein-
hardt, bekanntlich der von Hofmannsthal bearbeiteten ,,Ödipus",
endete mit einem schweren Reinfall. Die Räumlichkeiten der
Bühne stellten sich als zu groß heraus, da man das Gebäude,
den früheren Zirkus Schumann, noch nicht recht für die Ver-
hältnisse eine Sprechvorstellung umgebaut halte. Außerdem
waren die Schauspieler auf die akustischen Veränderungen der
Stimme in dem Riesenraum nicht eingeübt, so daß man den
Dialog in den oberen Reihen nicht mehr verstand.
Am nächsten Morgen saß Reinhardt sorgenvoll mit seinem
Stabe in den ersten Parkeltreihen und man beratschlagte, welche
Änderung wohl eingeführt werden müßten, um das Große
Schauspielhaus zu einem gewinnreichen Unternehmen zu machen.
„Ich habe da eine Idee", fiel Paul Wegener plötzlich ein. „Aus
diesem Theater ließe sich ein wunderbarer Zirkus machen,"
•
In Kansas City ist die Prohibition sehr streng durchgeführt.
Man kann nur mit größter Mühe Alkohol auftreiben und muß
ihn dann ganz heimlich genießen, weil die Womans Clubs
hinter den Sündern her sind, um sie bestraft zu wissen. Als
einmal Lars Hanson in Kansas City filmte, hatte der Aufnahme-
leiter seine liebe Not damit, alle Bootlegger, die Alkoholschmugg-
ler, von Hanson fernzuhalten, weil sonst der Film sofort boykot-
tiert worden wäre. Hanson, ein besonderer Verehrer eines guten
Tropfens, mußte sich seufzend in sein Schicksal ergeben.
Nach Hollywood zurückgekehrt, traf er wenige Tage später die
Mitglieder jener Expedition, die einen Wüstenfilm in Nevada
gedreht und schwer unter den Sandstürmen und der fürchter-
lichen Hitze gelitten halten. ,,Sie glauben nicht, wie entsetzlich
es war, als wir uns verirrten", klagte die unerschrockene Anna
Qu. Nilsson. ,,Wir sind beinahe verdurstet. Sieben Tage hatten
wir kein Wasser,"
,,Und ich erst" — antwortete Hanson — „ich war in Kansas
City und hatte sieben Tage nichts als Wasser!'
•
Emil Jannings war, als er nach Kalifornien kam. mit den dor-
tigen Landessitten und -zufallen nicht vertraut. Beim ersten
Donnerslagsessen auf Krälys ,, deutschem Abend" gab es zu der
getrüffelten Pute die besten aus Mexiko geschmuggelten Weine,
echt amerikanische Drinks und ausgezeichneten allen Kognak.
Während des Desserts wurde Kalifornien von einem Erdstoß
heimgesucht. Das Haus zitterte, der Tisch bebte, und der
Kognak, den Emil eben zum Munde führen wollte, ergoß sich
über seine Hemdbrust.
,,Wenn ich in diesem Zustand bin," sagte Emil,' der das unter-
irdische Toben nicht beachtet hatte, ,,ist es Zeil für mich, mit
dem Trinken aufzuhören."
I
mmk
Jenny Jugo und Beify Amann in Herder
Phot. Uta
L.
Ratten sind nicht nur
recht häßliche, son-
dern auch gefährliche
Tiere, und wenn man
sie verfolgt, so ge-
schieht das zum Wohle
der Allgemeinheit. Der
Naturforscher aber, der
den einzelnen Tieren eingehendes Interesse zu widmen hat,
sieht Ratten mit ganz anderen Augen an. Er erkennt sie
nicht nur als recht klugfi Tiere, die mit Pfiffigkeit verstehen,
der Verfolgimg zu entgehen, sondern lernt auch sympathische
Züge an ihnen kennen. Wenn man den Ufa-Kulturfilm ,, Er-
lebnisse einer Tierfamilie" gesehen und über das Grauen der
ersten Meter hinaus ist, betrachtet man das Leben dieser
gehetzten Nager mit anderen Augen. Zahllos ist das Heer
ihrer Feinde, und sehr viele von ihnen enden in den Krallen
einer Eule. Bemerkenswert ist die Naschsucht der Ratten,
die sie mit einer ungeheuren Gefräßigkeit vereinigen. Wie
alle Tiere, so verteidigt auch das Rattenweibchen seine Jun-
gen heldenhaft gegen alle Angriffe. Diese Tatsache macht
nachdenklich und ist geeignet, unsere Ansichten, die wir A\en-
schen von sogenannten widerlichen Geschöpfen besitzen, in
weitestem Umfang zu korrigieren. Für die Spielleitung des
Filmes zeichnet wieder der Biologe Dr. Ulrich K. T. Schulz
verantwortlich, dem an der Kameta bei den schwierigen Auf-
nahmen Bernhard Juppe und Paul Krien assistierten.
"^^^ ^^'?^?V
Cv S
X ^ UND W
le
UND SEHR VIEL
Sdtiriit^el
Gii/b Luftiger Ab ei/Lteixerrovna.i/b
VON LUDWIGvoN WOHL
s
ONNE freie Zeit und
nichts als Aufnahmen
machen mit einem
CINE..KODAK"
s;;
tudieren Sie im Kino, wie
underbardieFreilichtauf
S. fortiftzung
Es enthielt nur ein einziges NX'ort — und das schien noch dazu
ohne irgendeine Bedeutung. Aber darüber schien Stavrides
seine eigenen Gedanken zu haben. Er riß ein Streichholz an und
verbrannte den Streifen Papier mit umständlicher Sorgfalt bis auf
das letzte Eckchen, Dann griff er zum Hörer.
,, Telegrammaufnahme hier Zentrum 102 64 — Illyrische
Export- und Importgesellschaft — ein Telegramm dringend an
Mircovich, Ragazza, — Inhalt: Zchnuhrzug heute, Stavrides."
Das Telephonfräulein wie-
derholte, Stavrides hängte ab
und rief dann Steinplatz
198 13 an,
,,Sind Sie reisefertig,
Jander?"
Der rotblonde elegante
Herr am andern Ende der
Leitung nickte gespannt,
,,Dann los! Zehn Uhr acht,
Anhalter Bahnhof. • — Hübsch,
hellblond, graues Kostüm.
Ich schicke Ihnen ein Photo
per Rohrpost. Sie haben's in
zwei Stunden. Ist alles klar?
Dann gule Reise!"
Der rotblonde Herr dankte
sehr höflich.
In Eile zum Reisebüro, zu
den Konsulaten, ein atem-
loser Lunch in einem der
großen Lokale der Friedrich-
stadt, zurück zu Stavrides,
der Dr. Dorrit Brink den
Sichtwechsel übergab: ,, Zah-
len Sie bei Sicht gegen
diesen Primawechsel (Se-
kunda nicht bezahlt) an —
Überbringer den Betrag von
einer Million Reichsmark.
Wert in Rechnung." Das Da-
tum und Stavrides' gewohn-
ter Riescnschnörkcl darunter.
,,Ich brauche Ihnen ja
wohl nicht erst zu sagen, daß
Sie gut darauf achtgeben
müssen", hatte Stavrides noch
gesagt. ,,Wo werden Sie das
Ding aufbewahren?"
,,Ich muß mir eine kleine
Handtasche kaufen, eine Art
von Necessaire. Vicllciclit
wäre das am geeignetsten."
Stavrides war einverstan-
den gewesen. — Sie kaufte sich die Handtasche. — Dann nach
Hause, den alten Koffer packen, der ihr einziges sonstiges
Gepäck bildete.
Packen — großer Gott!
Vierzehn Tage Urlaub hatte man im Jahr bei Stavrides. Das
letztemal war es nichts mit der Reise geworden — Generalpleitc.
Vor zwei Jahren hatte es noch bis zur Ostsee gelangt.
Aber noch nie im Leben war nran über die Grenze hinaus-
gekommen. — Halt — das stimmt nicht. Vor dem Krieg, als
Kind, war man in der Schweiz gewesen und in den Dolomiten —
die waren ja jetzt italienisch. Aber damals hatte man ja keine
Ahnung, keinen blassen Schimmer.
Jahrelang war man mit Sehnsuchtsaugen an den Auslagen
pompöser Reisebüros vorbeigegangen, wo ein Tonmodell der
schlanken Königin Nefretete nach Ägypten lockte, wo unwahr-
Saclidniik verbolfn
Begriff Gardasee zu einer
nahmen dort sind. Probieren
Sie einmal, selbst zu filmen.
Ks ist so einfach für Amateure
mit einem Cine „Kodak" und
macht soviel Vergnügen. V'^on
jedem frohen Wochenende
behalten Sie dann einenl'"ilm.
denSie immer wieder inihrem
I leim vorführen können.
Ihr Plioto-
luiiullcr führt [lincii ficrti iiriJiin-
t'crbiiiiUich unsere Apixirulc for.
Kodak, Akticn-Gcscllschalt, Berlin SW68, Markgrafenslraßc 76
scheinlich buntes Palmengefieder den
Art von Überparadies stempelte.
Einmal war man sogar in so ein Ding hineingegangen und halte
über eine kleine Reise nach den Kanarischen Inseln gesprochen,
als wäre es eine absolute Selbstverständlichkeit, sie zu bezahlen.
Man kam sich dabei vor wie eine Hochstaplcrin.
Zweimal hatte man übrigens für Stavrides Plätze be-
sorgt, nach Genf und an die Riviera.
Auch als sie diesmal das
Büro betrat, konnte sie eine
Spur von Befangenheit nicht
loswerden, als müsse der Be-
amte argwöhnen, 'daß sie
keine seriöse Kundin sei.
Aber dann nahm sie sich
zusammen.
War ja lächerlich, dieser
Minderwertigkeitskomplex!
Weil man in der Inflation
gezwungen gewesen war, sich
sein Brot zu verdienen —
erst als Studentin mit Nach-
hilfestunden und Einpauken,
dann als Angestellte — dar-
um sollte man plötzlich
nicht mehr die Tochter des
preußischen Oberstaatsan-
walts Brink sein — und kein
Rcclit mehr auf die Konte-
nance und das Selbstbewußt-
sein der Dame besitzen —
lachhaft!
Außerdem ■ — außerdem
hatte man ja Geld.
Sic gab sich dem Märchen-
zauber hin und genoß den
Fahrkartenschalter zum Pa-
radies in vollen Zügen.
Da standen blinkend die
Modelle der neuen Luxus-
schncllzüge Holland — Rhein-
land— Schweiz und Berlin —
Frankfurt — Schweiz —
prachtvolle stählerne Wagen
in Violett, Bordeauxrot,
Creme und Silbergrau. Auf
einem Ricsengcmälde fuhr
ein mächtiger Dampfer der
Nippon-Yuscn-Kaisha
schaumaufw ühlcnd der roten
"^^~"" ' japanischen Sonne entgegen.
Die Palmen von Beaulicu,
Villefranche und Antibes
nickten fröhlich über farbenfrohen Fraucnkleidern. Hinter den
breiten Mahagonitischen aber standen kluge junge Leute mit
Hornbrillen und verkauften Paradiesanteile in Portionen zu zv\ei,
vier und sechs Wochen,
Gott sei Dank, daß wenigstens die Garderobe einigermaßen
inta'.t war.
Das graue, ein wenig strenge Bürokleid war als Reisckleid
geradezu vorbildlich. Dann ein Morgcnkleid, das rote Nach-
mittagskleid und das Prachtstück: das Abendkleid von Patou.
Dorrit Brink betrachtete es zärtlich.
Es war talsächlich von Patou — bitte sehr!
Irgend jemand hatte es millimetergenau kopiert und die Kopie
nach Deutschland gebracht. Hier sollte es in einem der großen
Paläste der Tiergartenstraße herauskommen.
Frau Schappel aber, die für dieses hohe Haus Wäsche nähte.
halte es genau kopiert, weil sie es sich gleich gedacht halle,
daß das etwas für ihre Kundin Fräulein Dorril Brink sein würde.
Sofort hatte sie sich das gedacht.
So kam es, daß Dorril Brink ein Abendkleid von Patou trug
— Weiß und Silber — und wenn auch nicht verschwiegen werden
kann, daß dieses Prachtstück unter dem doppelten Kopieren
ungefähr so gelitten hatte wie etwa ein Telegramm in deutscher
Sprache, das man von Peking nach Mekka schickt, so war doch
I jch irgendwie ein Gedankenblitz des Pariser .Modcgotlcs darin,
und den Rest besorgte ein gutgewachsener, ein bißchen sportlich
herber Körper.
Dorril Brink packte.
Dazwischen sah sie in den regelmäßigen Abständen eines in
Khrcn ergrauten Leuchtturms nach der Uhr, deren Zeiger der
großen Reise entgegenschlichen.
Das Zimmer, dessen Wohnungsrecht ihr P'rau Gageike, die
schwerhörige Beamtenwitwe, gegen Entrichtung von sechzig Mark
Der Fahrkartenschalter zum Paradies
monatlich zugestand, war so groß, daß sie sich risikolos dreimal
um sich selbst drehen konnte.
Aber dafür hatte da ein Piüschsofa gestanden, das einen Ober-
postassistenlcn in helle Begeisterung versetzt hätte, und ein zum
elektrischen Kronleuchter umgewandelter Gaslüstcr außer
Diensten, der eine trauliche Atmosphäre von der Art ,, Herzblätt-
chens Zeitvertreib" erweckte. Hinzu kam noch ein wackliger
Schrank mit üppig verschnörkelten Füßen und einigen Dutzend
Holzwürmern, bei denen entschieden noch wildwestliche Zu-
stände zu herrschen schienen. Zu den unmöglichsten 1 ages-
und Nachtzeiten knackte es im Holz wie Revolverschüsse.
Dann ein Waschtisch und ein Tisch, der weder neu noch alt
genug war, um erträglich zu sein, und den Frau Gageike des-
halb mit einer scharlachroten Decke geschmückt hatte, die sich
mit dem edlen Purpurrot des Plüschsofas biß, daß es eine
Wonne war.
Des Bodens abgeschabtes Linoleum bedeckte ein mit deutscher
Präzision gearbeiteter Schiras, dessen Muster ausgerichtet standen
wie eine Abteilung Infanterie,
Leider war die eine Seite verfärbt von einer kurzen, aber
schrecklichen Periode her, in der der verstorbene Herr Ober-
postassistcnl Gageike sich einen Hund gehalten hatte.
Zog man noch die riesigen Staubfänger von Vorhängen und ein
paar Makartboukette an den Wänden in Rechnung, so drängle
sich jedem denkenden Menschen die Empfindung auf, daß man
auf so ein Heim stolz sein müsse.
Das drückte denn Dr. Dorril Brink Frau Gageike auch aus.
Gleichzeitig bat sie um die Erlaubnis, ein paar geringfügige
Änderungen vornehmen zu dürfen. Worauf sie alles, aber auch
alles, was im Zimmer war, auf den Boden transportierte, die
dickgeblümte Tapete mit einer ruhigen hellgrünen überklebte
und entzückende moderne, geradlinige Möbel hinstellte, Schleif-
lack, fast ohne jedes Ornament und ganz ohne pislolenschicßende
Holzwürmer. Dazu hübsche Kretonnevorhänge.
In diesem Jahr reiste sie dann allerdings nicht.
Frau Gageike schüttelte verachtungsvoll den Kopf und bat sich
aus, daß, wenn die Mieterin auszöge, gefälligst alles wieder so zu
werden habe, wie es vorher gewesen wäre.
Dorril Brink schwor ihr das zu und baute sich einen Monstre-
Radio-Röhrenapparat, mit dem es ihr einmal beinah gelungen
wäre, Indien zu hören.
Rom, Paris, London und Budapest waren vertraute Abend-
fixunde.
Wenn man dachte, daß man jetzt bald durch Budapest fuhr —
morgen mittag war man da — , wo die herrlichen Zigeuner des
Hungaria-Hotels spielten — !
So. Jetzt war der Koffer voll. Aber auch alles drin. Bis
auf die Zahnbürste — — den Photoapparal ! — — die Abend-
schuhc und — halt! — die Glctschersalbc!
Illyrien war bergig — oder — oder — — ? Der dämliche
Atlas war natürlich wieder nicht zu finden. Ach was, man nahm
das Ding mit und fertig! Schaden konnte es auf keinen Fall.
So. Was jetzt? Ach ja — das Necessaire. Kamm, Bürste,
Manikürzeug, Puder, Stift und so weiter.
A HI.
A III war die Aufschrift auf einem winzigen "runden Papp-
täfelchcn, das neben sechs anderen an Seidenschnüren von der
Decke baumelte.
Dr. Brink zog an dieser Schnur kräftig und mit Nachdruck.
Wie man an der Schnur einer RoUjalousic zieht.
Herunter stieg eine schmale Holzscheibe, auf der alle Toiletlen-
requisiten lagen, Dorril Brink packle sie in das Necessaire.
Wieder ein leichter Ruck an der Schnur — die Holzplatte
schnurrte gelenkig empor und nahm ihren Platz an der Decke
wieder ein, von der sie sich durch ihre weißgeslrichene Unter-
seite kaum abhob.
Das war A III.
A II war Teetasse, Zuckerdose, Teekanne und Spirituskocher.
A I Nähkasten, Stoffreste, Knöpfe und Taschentücher.
Die ganze Vorrichtung hatte Dorril Brink angebracht, weil
ihr moderner kleiner Schrank nur die Garderobe faßte und eine
Kommode vorläufig unerschwinglich war.
Außer A IV bis VII, deren Holzplatten alle möglichen Dinge
aufbewahrten, gab es noch eine B-Serie an der Betlseile des
Zimmers.
Man konnte vom Bett aus seine Lektüre wählen, Pralines oder
kleine Delikatessen herunterleiern und verschaffte sich auf diese
Weise eine vergnügte Stunde vor dem Einschlafen.
Das Bell war übrigens tagsüber ein Sofa, und auch sonst gab
es eine ganze Reihe von Gegenständen im Zimmer, die sozusagen
eine Art von Nebenberuf hatten, ,,die etwas konnten", wie
Dorril Brink sich ausdrückte.
Sie war sehr stolz auf ihre Burg und hatte immer wieder neue
Ideen zu ihrer Vervollkommnung.
Die würdige Frau Gageike trat ein.
Käle Oestvig. das boshafte Geschöpf — man mußte ihr übrigens
eine Karte hinterlassen — schwor, sie hätte vor ein paar Tagen
ein Inserat von Frau Gageike in einem Blatt gelesen: Schwer-
hörige Bcamtenwitwe, tadellos erhallen, Vier-Zimmer-Wohnung,
sucht und so weiter —
Ob oder nicht — unterschreiben konnte man nur die ersten
beiden Worte.
Jetzt brachte sie das Abendessen — Brötchen, Butler, Schinken
und zwei Eier.
,, Danke, danke, Frau Gageike. Höchste Zeit. Es ist drei-
viertel neun. Um zehn Uuhr acht gehl mein Zug."
,,Wic ist es denn möglich, daß es zieht?" fragte die Bcamten-
wilwe. ,,Die Fenster sind doch fest zu!"
,,Ich verreise, Frau Gageike!" schrie Dorril Brink. ,.Ich fahre
nach Illyrien, nach Ragazza."
Frau Gageike schüttelte mißbilligend den Kopf.
,,Was ist schon wieder mit der Matratze? '
Es war wieder sehr schlimm heule abend.
,,Ich fahre nach Illyrien!!"
,, Schön, schön", sagte Frau Gageike wohlwollend. ,,Daß Se
aber um zwölf zurück sind! Kommen Se nicht wieder so spät
wie neulich. Nachher wollen Se wieder nicht aufstehn.
Kennen wir."
,, Liebe gute Frau Gageike, ich gehe nicht aus, ich fahre weg!
Ich verreise! Mit der Eisenbahn. Mit dem Schnellzug! Auf
sechs Tage. Montag bin ich wieder da. Ich reise nach Illyrien!"
,,Sie brauchen gar nicht <o zu brüllen", wehrte Frau Gaegike
gekränkt ab. ,,Ich versiehe sehr gut. Wo fahren Sie denn hin?"
,,Nach II — ly— ri— en!"
Dorril brüllte wie ein Siouxindianer.
,,Sehn Se woll, wie gut ich verstehe,
wollen Se denn da?"
Nach Illyrien? Was
Fortsetzung folgt
il
FRAGEN
die uns erre TchterL
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i I m - M a g a 2 i n ", Berlin SW 68, Zimmerstraße 35-41
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: AiUMi\nic ISrlcfe wcnlcii iiiclit licantwortct. lioi M:iiiu-
sUriplaiiKt'l<'i;<'nlicilcii bitten « ir fülReiiile!. zu beaehteii: .Teiler Aufr.i^e isi
l.'iieUiiortn hei/iifii;;('ii. .leile Kiii'^eiiiliiiiK eines >l:uiiii-kri|its zur l'rufun;,'
i-t zweeUlus, nur K.vpu.'^es im l'nif.-ui.ue von '2 — ."■ !<elirciliniaseliineM>eileii
sind zur Kiiiscniluiifv an die riIniiMiIu>irie, i;e.i;rissenre usw. f;ceiK!U't. Für
\ erlu:^t iler elUKesandien ilaiiUNUripie kann keine Verant« urlunt; ülier-
iiuninien wcnleii, al<ü soll der \ err.i'--er nur liureli.-cliliiso senden, vnn
liand;;i'seliriebenen .Seinlunsen (leserlieli) eine Abschrift zurückbehallen.
1' r a 11 I". ni lu y iL. ]■' r a n k f n r I ' M a i n : \\ .alter Mezalv w ird auel
\\ ii-ili-r lihiH'U. \N ir werden an da- l'.illiüe \\iiii;;r.iiiiiii c-riiniern.
1' i I ni f r (■ n n il i n A 11 r i-
.1 u > II a K >' n I \\ 0 ^ t f ;i 1 e ni;
(Jrele M(i>lieini «idmt Herlin W .
l'.iri>er Sir.iUe i'T. hat .im S. .I.i-
iiN.ir (;eburt>(:i(;' und i>l iiiil <•--
kar IlDru.ilka verheir.itet. Kseljii
ll(dls Adre.— e i>t IJerliu-t li.u-
liittenliurn-. .Sehiller^lr.il'M- Il'I;
>ie wurde am :!. Oktidier i;e-
lioreil Miui i«t ledij;. Fred l.(iui>
l.<M(li hat am i'.-*. Mür/. tiel.urtsli^'.
1; r i k .1 li.. K i> M i - s b e r -:
.\:\vU 'fievor "uliiii Merlin \\ .
Heiidler.-iraMe !i. wurde .am
II. De/.emlier In l.iru.lnM •jelior-n
und i>t mit «■iiii-r laisrianderin
\ erlieir.itet.
n .1 I f II.. M ii II e h e 11 : Di-
.\lier diT I'ilmst.ir- ^cbeii \\ii
•il uiid-.it/lirli iiiclii lii-k.iniil. D-i-
belri'lfi'ndi- Hiicli erli.illen Sie
ilureli di'ii M.i\ .M.iIli>-un-Ai>rl..:r.
Uerlin SW lis. Uilter>ir.iL!e 71.
K i e h a r d T... H e 11 1 h e 11 :
F"in i;e^i--eiM- S< beiiderlein i-t
nielil liek.-iiiiit.
\\ e r u e r K r a n - s - V e r -
e I1 r e r i n : W eruer Kr.iu--
widinl lierlin-Halib'm. Imseliw.ir-
zen t;rniid IT. Kr s|iielle znlet/t
den N:i|Hile(in in dein I'eU'r
tl-lerm.iyr-Film ..St. Helena".
'1' r e II e M .1 li .1 z i 11 1 e - e
rin: llenrj Stuart wird im
Siiiiiiiier wiialiT in Berlin Tbi'.iler
sidelen. I'.iii neuer Film mit ilim
i-t aii};'eiibiieklieli nmli niibt aii-
frezei;;!. .I.iwidil. er bat ein
Auto. Slu.irt -priclit rii.-lJend
J)eut>eh.
T (> il d y :\ u - t; ii r I i I z :
F".rn-t Stalil-Nai-Iili.iiir « idiiit Her-
liii-CbailcpileMbur^-. Svbel-ir. •_'.'!.
.M.irleue llietrieli Merlin \\ . K.ii-
ser.iiii'e .M. Henry Sluail winl
erinnert. ( b.irli'- F;ii Tri i-f diircb
die l".i\. lim. A\e>teiii A\e..
Ilitjlv \Miud. K.il.. zu erri'icben.
H .1 11 u e I, 11 r e. S I e ;;■ li t z ;
Hii- betrerfeiide Holle in ..iliiilei
Kbi-irrm.iiiern" spielte di-r li-idir
kilrzlieli M'r-turliene ensjli-elh'
Seb.iii>pieler Ftene Moni. Ki
«iirde .1111 IT. .J.inu.u •;elioien.
w.ir ili'r Scdin elue> li(d\.'iniileri
en;;li-elien Dtpluui.iten. Kinn' zur
Spriabbiibne und >piiter zum
Film. lIiT Kiiii-tier spielte .•iileii
in ilem K.irl (Iriiiie-Film ..Mai-
i|ui- d Kun" den l'.inui-r \ im
l.i.ine ll.cid. Pene .Mond w.ir
\ erbiMi.itet. Seine (i.ittin wohnt
Keiliii \\ .'lO. T.iiieiilzieii-tr. l'H.
li r e I ,1 t; r.. t; r a z - F. - -
Dito Parlo, der Ufa- Star, am Toiletleniisch
n b e r ix, (Ö s t e r r e i e h'i : l;;ci Syni
wolint Merlin \\ . K Nrriu-li-nd.iiiiin lii-ll. Pension .Medeiiw.ildt. wurde am
". .lull in liiiisliruik j;elioreii. ist ^csebii-iliMi. nibt Auto;;ranime und i-t
ein ;;rcdJer Spiiri- und Mlumi'iil'reiind. Seim- n:i<'h-teii l'iline -ind ..l'rin-
zis-iii auf l rl.iiib ■ iiiii 0--i (l-\\,ilila und ..ji.i- .Modill \om .\Ioiitparna-sc> ■
mit Milan ll.ir\e>. In .\rbeit: ..Her Va;i.ibund mhu .Xiiiialor", in cIimu
er ebenfalls l'arlner \on l.ilian H;ir\ey ist.
Frau Kisel 1... Dresdi'ii: Fs tut uns leiil. lliiieii keine prak-
ti-rhen K.atsi bl;i;;e ^cben zu kiinnen. da wir F^n^anemeiils nicht ver-
mitttdn. Wir niaehen .aber ilar.iiif aufmerksam. il.iLl auch für I — .ijäbri;;!-
Kinder, sillist wi'iiii sie filmbefj.ibt sind, die .\iissiehteii auf ein NOrwiirts-
kommeii sidir »lerini;; sind. Wenn .Sie es trot/.deni mit Ihrem Kinde \er-
suihen wollen, so setzen Sie sieh am liesti'ii mit den Filmuesellsch.iften
in \ iTliindunv;. (Jeiiaii so ist es mit den Maniiskriph'ii. auch hier sind
dl,- Aii-stcbteii auf F'.rfol;;- nicht ;;roli.
F 1 s aus '1" h ü r i n ^c e II : Wenn siih die Antwort Im Filmm;iK.iziii
i-tuas \ erzii;?i'rt. biiten wir, nicht zu \erj;esseii. daU tä^;licli sehr viele
Ai.fr.iücn hei uns eingehen. l'eter Voss wiibnl Mirlin, Muncljener
sttal'"- :;i, lind kam \ oii di-r .S|,rechbiiline zum I'ilm.
H e r b e r I !.., K a s s (- I :
Metl> .\m.inn wohnt Merlin W,
Kiirfiirstend.'iinm 12.
W .1 1 t e r .\1.. Dresden:
(iriti.'i Ley wurde am i:i. Aii;;iist
in Merlin geboren, ist iiiiverhei-
r.itet. w.ir friiher .Sidvrelärin bei
der lOmelk.i und spielte zum
erstenm.il in dem Coh-FiMii
..Kellerk.av.aliere". D;inai-h filmte
sie ...Miinner vor der I'.be". ..Ifei-
r.ilsnesf. ..Di>r (ji'öti'e fiaiiner
di'S .lahrbiinderts', ,.AInienr.iuscb
und FalelweiU", ..Herhsizeit ;im
Klieiif usw. Hir richtiger X.ime
i-l tirete S<-liiiiidt. (Iriit.i l,(>y
beendete (dien die .Xiifnahnii'n zu
dem neuen Kddii- I'olo-Fiim ..Der
'reiifel-rcporter" (Im Ncdiel der
(irolj-tadt I. in ilem sie die wcib-
li.he ll.lliptrolle spielt. — llel-.l
'rhom.a- ist .Sciiwedin und wolint
Iferliii. Kiifsteiner SiraUe .l.
K a r 1 II. K., D a e b .1 n :
Louise Hr<ioks filmt bei der Sn-
f;ir-Film^csellscli;ifl in l'.iris
..Schöiiheit-koiiknrrenz'. .leniiy
.Inno wolint Merlin W. K.ii-er-
d.inim i'!i, Maiiett.i Miliner Mer-
lin W .Ml. XacbodslialJe in.
IC I s i e A.. I, <■ i p z i ü : Ein
F"\pose d.irf im .ill;;emeiiien nur
■1 — ;t .Scbreibiii.ascbineii-eiteu (ein-
M'iti^' f;eseliri(dien1 l.iii;;- sein
und ninlJ kurz, kl.ir. .insch.inlich
iliMi ti.'in^ der Il.indlun:; siliil-
dern. D.as .Sujet .111 die ilr.im.i-
tur;;iselien Ableilunf;en der Film-
^•esellschaften in New York zu
senden, li.it weiii;; Zweck, d.i
dort t;ii;lieli T.i iisende von il.i-
niiskripten einj;elieii. t'harlie
Chaplin spricht Deutsch. .Miie
'Terry erreicben Sie iiber Hoti'l
Nesresco, Nizza. Fr.inkreieli.
Nils .V s t h <• r - ^\' e r 11 e r
I' nett e r e r - \' e r e h r e rin,
K ii 11 i •;■ s b e r j; i. I' r. : Nils
.\siber ist durch die .\lelro-tiold-
w\ ii-.\l.iyer-Stiidios. Culver-City.
K.il.. zu erreichen, wurde am
IT. .I.inn.ir in .M.ilmii (Siliwedeiil
gehören iiiul ist un\ erheir.ilet.
Der iK'ireffende l.ily Damit.i-Film
wurde Vor 2— :i .l.ihren in
Deut-chl.ind ;;cdrelit. l.ili.in Har-
\e.\ wohnt Merlin \\ l.'i. Dii--el-
dorfer Str. IT. Heiirv Siu.irt Mer-
lin W. l'as.s.mer Sti.aße IT. Wer-
ner Fiietterer ist n.itiirlieli .aindi
im l.ehen fnri-htb.ir nett und
wird Ihnen be-limml sein Aiito-
jiramni ^'ebcn.
Ihrem Mricf l.i-- leider kein
Ihre Fra-en freiindlicli-t noch
l'hM. Ll'i
D o r a W.. F r .1 n k fürt / M a i n :
Franeboy;en bei. W ir bitten sj.. d.ilier. iiii
einmal zu slidleii.
Alle I' N'.. y\ 11 11 c b e 11 : If.imon No\.irro berindet sieb jetzt in
Mi'rliii. .\ilrossi' kann auf seinen aii-drii( klieben Wunsch niibt mitiicti'ilt
wi'rden. Zu einem Nm arro-.\uto;;raniiii kiiinieii wir Ihnen leitler aiieli
nicht beliilflich sein.
W ji H o r T.. I, i (• li t p r f (• 1 il p : Sclilodito Z:ilinp. niicli Oold/älmr,
wiiUcM :nil' der Lcinw.-iiid ii:itiirli<li iiiclil vortoilli.'ift.
I' i 1 III \ o ;; <• 1 : Niilit (.)s\i ()<\\:il(l;i. sitiiclcrii KriKa von 'lliilliiian
ist mit Tiiiii l'atlicra v rrliciratct. (lliiria Swaii^^iiii i>t liloiiil iiiiil liat
lilaiiKraiic Aii;;rii. .lawtilil. Clairc \\ iiiil.-or ist i'iiic licliaiintc aiiicrika-
iiis<lic l-'iliiiili\ a. A;;n('s Iv-tcrlia/y und l.iani' llaid lialii'ii ki'iiic KindiT.
KoHal-Saniliiirskis Vorname ist Iwan. Kr ist nnM'rliciralct. .lawolil.
I>(ili)r('s dcl IJios (iatlc i>t Knilc vorifji-n .lalircs in einer KerliniT Sana-
tiirliim ;;estiirlieii. I.illian (iisli i>t f;es<-liicden. Ilire 1iiIit\ ie\\ u iiiisclie sinil
\ (HjicmerUt.
.M a \ II a n s e ii - \' c r e li r e r i n ii e n . A ii ix > li n r j; : Max Ilaiiscii
ist niivciliciratct. KrM>t \ ereijo «ulnil Ueiliii W , lOiiix-r StraLii- u;.
l'".in -Max llaiisiii-liMcli •;ilit c>s nicht. Has Kanuin No\ ari'o-liiuli crliallcn
durch den Max -M.itlis>(in-\'erla;;. Iferlin S\V iis. h'itlerstr.ilJe 71.
1' 1 1) r a !>.. 1' f 11 r / h e j m : .la\M>lil. I.ieii |)e>crs li.it ei
\\)llielni l'ieterle liefreundet und ist auch eine ^riiJJe
neu luekin'eii
I eine ;;riiJJi
Hie Z.i/u im l'ilni ..l>a-
liiihiko)>l'. ist mit
Klnnienl'reundiii.
.1 11 .1 e Ii i ni (J., !■' r i e d r i e li s li a
lireiinende Her/." spielte l.enu .\laleiia.
!•' i 1 m s e h w ä r ni e r i n , W e i IJ e n s e e : liiKifjc'n li'iiliiTlsiiii und
Nils .Nstlier spiidten die llanptrullen in dem l-'ilin ..i>as süUe Miidel'-.
I", I s e K.. (' Ii e m n i t z : .\niiy Ondr.i -vvcihnt Merlin-tliarluttenhurn-.
Kiirl'iirstend.'imm ITs. l'en«iiin Herfiield. «nrde .-im l.'i. Mai in Tarmi O'ulc'ul
^cliurtui uml ;iiht A utojiramnie. Ihr neuester IMIm lieilU ..s^iindi.ii"
tlllil wiil!'-
nnd siilJ .
U a ni t) n N n \ a r r ii - V e r e li r e r i n M a r t li ,i v o n H a s e I :
Uanmn Xmarro helindet sich jet/.t in ItiTJin. .\nf den .lusdriicklichen
"• -'• ■'•- ■-■■■■ .i-- "•■■ ■■■■■'■■ '■■■■■■ VI ..:->■• nt »erden.
Kätlii aus
Vurliant
l>i(
."^ein ifeiicster l'ilm ist ..Die D.ime hinterm ^
..Alt-Heideiher;;-- heillt N.irma Slie.-irer unil ist durch die .Melro-CIdldw.Mi-
.siiidicis. ( iih cr-City. K.il., /ii erreiclien. (iiisla\ l'riihlieh «nhiit Iterlin-
W i'sleiid. lleerstralle Sii.
r. ine Ott 1) (i e h ii h r - V e r e h r e r i n . H r e s I .i u : Oltu (iihiihr
wiihnt Herlin W .'i7. Kurlurstendamni UM, wurde am in. .Mai {;ebureii, ist
geschieden, .'^eiu neuester Film ist ..\\ .•iterliio''.
1' e d il y K.. D a n z i fv : .lenny .Iiiko \\ulint HiTliii \\ . K.iiserdamin ü).
i;. 1{ o I f 'I'. in Kiel: Die nächsten l'ilme mit Anna -Mav Won^
)i
il. Holt 1. in J\ I e I : Die nächsten lilme mit Anna -May >\ oii;;'
lieiüen: ..Symphonie der Liehe" und ..Der W'v^ der s,-ii:ii]||,.-. V.n-t
kürzlich erschien in Herlin ihr Kiliii ..(irdllstadtsclimetterlint;'. Kmil
.(aiininf;s h.it (dien in Hollywood ..Das Konzert" von Herm.inn IJalir he-
eiidet und helindet sich, wenn diese Zeilen ersclninen. in Merlin. Conrad
Veidl- erster ileiitseher Film heil.it ..Das Land ohne Kr.iuen" (,. Kraut
Nr. lis-). .l;iwolil, es werden \ iele 'rmililme auch in Deiilscliland
hert;cstellt.
It 11 d o 1 f Seh.. 1) a r III s t .1 d t : Max H.in^en wohnt ISerlin-U ilmers-
dorf. HramleiihnrKisc he .'stralie .'.'i. Krnst Deutsch Herlin \V. liendler-
stralJe ."<. Karina liell trat kiirzlii h mit (Jnnii.ir 'l'olnaes in Dänemark und
Schweden in ..Arm wie eiin' Kirchenmaus- .iiil'. Sie li.at ihre A\ ohniiiif;'
in HernslortTsv ey 7:'. llellerup. Dänemark.
(i r e t e !S.. 1! e r I i n : Anita I'a;;e ist durch die l'ar.imoiiut. .M.il.
M.ir.ithon Street. Hollywood, Kai.. 1. S. A.. zu errei<lien.
l" i 1 m f r e n n d K. W.. !•" r i e d r i e li s li a f e n : Sie können T'raKen
stellen, wir sind Ihnen niilil höse! Nur hitleii wir hei N'erzö^eriMiKen
nicht zu \ ermessen, daß wir tä^ilich unz:ililine Uriel'e erh.illen.
li e i s h :i a II s M. i n I' r.: li.'imon No\arro weilt hereits seit einiK>'r
Zeil zu (ie».in;;s>tndien in Merlin. \iit' seinen \Viiii>cli kann seine hiesige
.\dresse nicht f;'en;inut werden. Kiiie Dura .S(di. und Liselotte W. sind als
l''ilmil.'irslelleriiiiien nicht hek:iiiiit. Den (lei^eiikiiiisller im .,\\'e^- allen
l'leisehes ■ spielte Cordoii 'riiorpe.
I' r a n Dora H.. Merlin: Heiiny rorteii wohnt Herliu-Dalileni,
l;irkstr;ilJe 71. Es ist am zw eekniäl.lif;sten. wenn Sie Ihr -Manuskript in
Form eines kurzen F.xposes an die dr.imatiirsischen .\liteiliin';en der l'ilm-
(•esellscIiaVten. wie Fla. Merlin SAN C,H. Kocdistralie li-t*. National. Merlin
SW \n. Fri.MirichstraUe Hl. Terra. Merlin S\V liS. Knchstr.ille 7;i. senden.
|{ e n e e F.. (' h a r I o t t e n h n r fr : Die hetrellende liolle in dem
Van de Velde-Film ..Die IClii- " sjiitdte .M;ix Terpis.
St. F,., (' h a r I » t t e n h I] r ^- : riiotos von Mrij^itte Hidm erli.ilteii
.s|e in jeder ^iroüeii l'apieih.indluuii-. .Senden .Sie d:inii an die Künstlerin
eine Mildkirte und lii;;cii sie adressiertes, frankiertes Hiiekkiuert hei.
•Sie werden he>limiiit ein Autogramm erhalten.
IL. 1. e i p z i in : Franz Lederer wohnt Merliii-l'riedenaii. Felileistr. I.
F il i t h \\ ., Merlin: FlLsuheth Mernner wohnt Merlin-D.ihl.'iu,
F.iradaj wefj l.'). trä;;t ihren ricliti;;eii Namen und KÜd Auto;;raiiiuie.
Harry L i e d t k e - V e r e ii r e r . C li a r I o t t e n b ii r j;- : I la es
unzählige l.iedtke-Filnie kÜ'L können wir sie Ihnen nnmii^licli alle an-
uelu'ii. Wir nennen Ihnen die lud;,inntesten: ..('armen'. ...Madame
DiiharryS ..Sumurnn ". ..D.as Weih des I'h.ir.ui ". ..Vendetta". ..Der -Mann
ohne Namen", ,.Die Fledermaus-, ..Die Finanzen eines (irotlherzo^s--.
,.Di-r Aiienteiirer". ..Die Wiskotteiis". ..Die Celiehte'-. ..Der Mettelstudent-,
.,Dra;;onerliehclieii'. „ Woclieneiidz.iiiher -, ..Der Faschiiifisprinz-. Dii'
iniiesten Filme mit Harry l.iedtke sinil: ..Der liisliKe Witwer'- ((dien
uraiif^^-efiihrD. ..I';s fliistert die Xachf (in Arheit» ii. a. in.
!■■ ran (i i t t a. T e ni e s v a r : 'l'he.-i von llarlioii ist durch Fritz L.inu-
Filiii. Merlin S\\ is, Friedriehstr.-ille 221. zu erieichen. l'rodiiktionsleiter
ist nicht mit .\iifnalimeleiter identisch. Der l'rodiiktionsleiter wühlt die
zu vertilmenden Stoffe, setzt den 'rerniin der .\iifnalinien fest. eiina;;iert
die Stars, die Autoren, He;;isseure iisw. Das .Xrheitsfeld de.s Aufn.-iliine-
leiters ist ein anderes. Kr ist die rechte Hand des He.s^isscMrs, hestidll
ili;! Komparserie, sornt für die Keiinisiten usw.
V e r ;i Violett a : Uanion Novarro lileiht vorläiiFi;;- In Herlin. und
man erzählt sich, dalJ er hald als Säii^-er an die (Mfeiiiliclikeit treten
wird. Seine hiesiKo .Vdresse kann auf seinen ausdriii klichen Wunsch
nicht genannt werden.
K. 1*.. A 1 t o n a : ,,Triuinpli des Lehens" ist in Herlin noch nicht
zur I rauffiihriinu >;clannt. Wilhelm Dieterles J-iehlinKslilumen sind IJoseii
und Flieder.
Fried el I'.. Dresden : l.nn (iLiney ist durch die Melro-C.ddw \ n-
tslndios, Ciilver-lity, Kalifornien. V . S. A.. zu erreichen. Fr ist vCr-
lieiratet. hat eine jiroUe 'Idchter und ;;-iht .Xiitofiramme.
F. E.. Freital: .M.ily Delscliaft wohnt Merlin A\', \\ ittidshacher-
straLie -JS, Keinimlil Schiin/.el Merlin W, AuKshnr>ier Str.ilii' (is. (leor^-
Alcxaiider Herlin-Friedenaii. AVieshadener Stralie ä, Fritz Hasp lierlin-
W ilmersdorf, f.asleiiur stralJe .'W. Hel»;a Thomas Merlin W, Kufsteiner
StralJc ;!. Olaf Fjord Merlin-Wilmersdorf. Xaiiteiier Strafe Is; Lillian ILill
Davis ist unter London !M. College Koad O-Ierley l'.irk. zu erreichen.
Gräfin It p n e e : Dr. {Jerd Hriese war friiher aktiver oiTizicr,
studierte rhiloso|,!iie und Literatiir-esehichte. ^iiiK zur Si.rechhiiline und
wurde bald mui Undolf .Meinert fiir den Film entdeckt. Sein Filmdehiit
war in ..Kosenniontaf;--. ..Die Hefreiuii- vom Erbe" ist sein einzi-cs
Mnch. aber der Kiiiistler bat sehr viele Filme Kescbriehen Fr '^ibt
.VutoKramme und i.st aneb im Leben sehr svjiipatbisch und lii l.eiisw lirdi"
AuKcnblieklieli befindet sieh tierd Mriese auf einer (iastspielloiirnee m7t
lau! Wey:eiicr durch Sndamerik.i. Mriese ist iiiu erheiratet.
Waroch: Die Mritish International dridit .iiifienhlieklicb in den
Klstree-Sliidios. Herstordsbire. FiiKdand. einen Film mit l.va de Fiilli
Lars Haiison und Warwick Ward, der sie li ..Die Nachi nich dem"
Verrat- betiti-ll.
K n a I I e f f e k I : Claire Itommer wohnt Herliii-Schönidier'- Iniis-
brneker StraUe IS, Ilse stobrawa Merlin W, AscbalTenburKiT .sTraUe fi
ilciurieli Ueurse Koblbasenbriiek bei IJerlin, Bacckestralic ü. '
Audi Sie
sollten filmen!
Ist schon Photographiercn leicht — noch viel
leichter ist Filmen. Sie brauchen kein Stativ,
keine umständlichen Vorbereitungen; Sie brauchen
nicht zu kurbeln. Sie beobachten das aufzuneh-
mende Bild, die Szene, durch den Sucher, drücken
auf den Knopf — und der Film läuft durch den
Federwerk-Antrieb automatisch ab. Sehen Sic —
so einfach ist das Filmen. Den Film führen Sie
dann vor im ,.Kino im eigenen Heim". Wenn dann
auf der Leinev\rand Ihre Reiseerlebnisse oder all
Ihre Lieben oder Sportbilder oder Naturaufnahmen
als lebende Bilder abrollen, dann sind Sie der ge-
feierte Held des Tages. Und das alles durch die
Zeiss Ikon-Camera „Kinamo S 10". Das ist der
Apparat für Sie! So klein und leicht, daß er in
der Hosentasche getragen werden kann. Es ist ja
doch die kleinste und leichteste Federwerk-Camera
der Welt. Und wohlfeil! Kostet doch diese Kino-
Camera, ausgerüstet mit dem weltberühmten, sehr
lichtstarken Zeiss-Tessar 1 : 2,7, nur RM 250, — . Im
„Zeiß Ikon Kinamo SlO" wurde ein deutschesMeister-
werk geschaffen, das nicht seinesgleichen hat, Sie
interessieren sich für diesen Apparat und für das
Filmen? Dann verlangen Sie die bebilderte ausführl.
Sonderschrift von Zeiss-Ikon A.-G., Dresden 137.
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OSSI OSWALDA
mit ihrem Bern h a nl i iier
V i 1 III f r (" II II il i II II (• r III ine K. .1 11 s 1) ii > >. !• 1 d 11 r f : WcriifV
Kiicllcicr i.-l li-iliu. Wir Ii.iIm'M l'iil^ili iiiiil riicIlriiT Ihn- (iiiilic niiv-
Ki-riflitct. \\ Uly Krilsi-li k:iiii illiir die S|iii'cliliiiliiu' zum Kiliii. (iri'l.i
(J:irlio ist diircli die Mclio-Cold» \ii-.\l,i.\ rr-Snnlins, (iilvcr-Cily, K;il.. 7.11
ci rciclicii. Ilciiiiy INirli^ii Nviiliiit Hciliii-I>.ililciii. l'.■l|■k^tl'.■l lic 71. Hcriiiiiic
^ill•ll(■^ HiTliii W .iii. Niimln-rniT Str. (;;>. l.ili.ui llMivcy Uciliii W l.'>.
llii-.srld.iifcr Sii.ilJc 17. Kcc .M.iltni Hciliii-H.ili'iiMT. XcsliMXr.i 13c .">.>.
lidi.illiiM \Vicik Muiiclieii. 'l'liirisliaUe l!t. Kriist Ifiickcit Hi-iliii s\V II.
ll.ilIrMlic Sir.illc l.'i. tum .\li.\ ist diiicli die Fux. IIOl ■\Vc>lciii Am-..
lloil.v woiid. K.'il.. zu t'ircii'lK'ii.
\V i 1 li p I III T II.. II a ni 0 I n : Harry T.icdtkp li.it ,im 12. Oklolifr.
Harr.y l'icl am 12. .Iiili (icbiirtst;!;;. Die Jalirrs/.ilfcrii wprdrii (;ruiid.-ä'/.-
lirli nicht .■iiiKruclirii. Harry l'ifl trüst ciiu'ii KiiiisIlcrii.iiiH'ii. .Mari.i
l'Hiidicr siiicltf in der ..AVcüJcii S|iiiiiic"' oiiii" l)0]ip('Irolle. .sip \v;ir also
.iiicli <li<' Zdir. \\ ill> l'iilM-li liat .1111 27. .I.iiin.ir (ii'liiirt>l,m-. Ucr
Klii'ui'rfiliii ..AViiiKJ." « iirdf in Aiin-rika K<'<lr< lit-
W r r n p r K.. '/. ii rieh: Nuriiia
Talniadjic ist durch die l'iiilcd Artist-,
72IMI S.inia Miinica Hiuilcvard. Il(ill.\-
«iiuil. Kai., r. s. \.. zu erreichen: sie
spricht etwas Hciitsili. Hina (irall.-i
xMdiiit JJerlin \V. Spc.\ercr Str.illc 22.
wurde am !,''>. .'niiiiar in Warschau f;e-
Inircn. ist seit dein Suniiiicr i;i2H \\ ilwi'.
Killt Aiito^raiiinie und erschien kiirzlicli
mit einem Film ..Kill kleiner XdrschiilJ
auf die Selinkeif . Ihr iiacli>ter Kiliii
ist .,Kr;inli>in l,aii>lHih . Hi'i A er/ii};i'-
riinn'Cii hiltcii wir zu hcdenken. ilalt
tätlich etwa IlHi— 200 Briefe hei 1111-
cinlauten, die alle |iiiiiUllich heaiilwurlei
wcnlcii widleii.
.\l a r i c t t a M i 1 1 11 e r - 11 n d
H e t t y » i r d - V e r e h r e r : M.irielta
.\lilliier lind Hetty Hird trafen Kiiiistler-
naiiicii. Ki'tty Hinl ist mit dem Ko-
;;isseiir (!iist.i\ l'cicUy \ erlieiratcl. Sie
spielte kiirzlich die «eililiclie llaiipt-
rtille im ..Held aller Mäilcliciilräiinic".
Marictta .Miliner «idnil lierlin W JO.
N.icIici.lstralJe 2ii. Sie spielt eine llaiipt-
riille in dem kiininii'nilcn l.iliaii llar\cy-
Kilm ..l>as Miidell muh .Moniparnasse-'.
Mari c I'.. \\ i e 11 : W ir iiehinen
an. dalJ l«,in l'etr<)\icli den Klii}; ii"
..t>rl<i\\- selh-t aiisucfiihrt hat. I>er
Kilni ..l'iir>t iidcr ('Iiumi' ist vor un-
Kcliilir 1'.' .I.ilircn in iterliii her.ius-
Kckoniiiien. (iiiia Mains i-t iin-.erc''
Wissens \ erheiratet niul filmt zur Zeit
in l'aris ..Niichte eines l'riiizeii" mit
.l.'ii'i|ncs Catelain.
(;. /. (1. lt.: Werner Kiietterer ist
firulJ, dniikidhlond. niht AiiliiüT.inime.
treihl .jedcii Spurt, wurde am in. .lann.ir
in .■slralsiiiid nclinren. uiduit Uerlin-
Sie(;lilz. KleiststralJe 27. Sem neuester
l'ilm licii.it ..M(ir;icnriite'. Cilly Keilidt
ist hliind und hcIlan^iK.
H. c;.. H e r 1 i n : Sie irren. Mary
l'ickfiird filmt sehr fleilii^'. Ihr ncni'stcr
Kilm lii'iUt ..('(iiinetle ■.
K r II s t Stahl - Nach h a n r -
V e r e h r c r i 11 11 i I <l c , K I h e r -
feld: Kriist St.ihl-Naclihanr »dlint
Kcrliii-t'harhittciilmr},'-. Syhelslrallc 2:1.
iiiiil K'ht .\nlii;;ramnie.
1' i 1 in f r e ii n d i n I, 11 c y a u s 1{ ii s s c I : lu.iii IVtriivieh ist nicht
mit (.'.iriiien Hiini. »cd Kniiis I. ereil iiiclil mit 'l'illa (i:irdeii veilohl.
(ircl.i (i.irlni wurde am 17. Ajiiil in (iiiteliiirn Kehiucii und ist leiüs- Hri-
t;itte lleliii w nrdi' am 17. .Miirz in Kerliii };phnreii iiiid ist mit Iticli.ii'd
W ciUli.ich \ erheir.ilet.
\\ e r II e r I' r.. Merlin: Vvelte l);iniys ist diucli Sir.iiilj - l-'ilm.
lierlin S\\ |X. KriedrichstraUe .'i-ii. zn erreichen, ist Kranzüsin. :iiii 2if. .\I.ii
fiel.iircn. um erheiratet und >;ilit .VnlOKrammc.
r r s II 1 :i N.. 1. i c 11 t e n h e r {f : Iwan Kuwal-Sainhnrski wulint
Herlin-tiruncw .ild. I'aiilshdrner Stralie 4(i, und si''* AntO(;;rnnime.
(i o r r a I' e r 11 e t , S c h ti n e h e r h' : («rit llaid ist niclit die 'loclitcr.
scinderii die Sehwester \ mi l.i.iiie Ilaid. UiT .\anie Felix .Viirfnlk ist
uns bekannt, doch können wir Ihnen leider im Aii;;eiihlick keine n.'ilicreii
.Vnskiinflc iilier ihn Ki'heii. Alfred Hr.iiin ist xcrhcirntel und wuliiit
Hcrlin-l'liarhiltenhiir:;. Ucrliin'r SiraUc Uli.
II a II II a K.. .\ I I e II s t e i n : (irela liarlm ist lidi^ und .nicli imili
nie \ crhcir.itct ucwescn. Ihre Khe mit .lohn (ülhert war nur i'in
(icrucht. tiretn tJarbiis neucsier Film ist ..Kric;; im liuiiUcl ' mit Ccinrad
N.iKcl als l'artncr.
tijgä^iaassss^giiji^^
11. V. W.. H e r I i n : Vij/rgo Larsi'n ist nicht mit AA'anda Treuiiianii
verheir.ilet. lüii.i M.incs filmt zur Zeit in l'aris. Fnspres AVis.spns ist sie
verheiratet. Ramoii Nüvarni weilte in lierlin, er ist jetzt nicht errciehh.ir.
Helly .\ni:inii ist Aiiierik;iiicriii. Henry Stuart wurde in Kairo (■choren,
tränt einen Künsilenuinii'u und liciCt in Wirklichkeit .linimy llclj. Dary
Holm wurde in HamhiirK ^cdioieii. licnili.uii (ioetzke ist verheiratet.
C.irl dl' N'ont woliiil Hcrlin-Nenlempelhof. Iluhcuzollcrnkorso ,'),')a. Elizz,a
l.i Torla ist in Kr.ijo\.i (l'umänienl ;;ehonii. Dciie .Mm-cl w;ir M'rlieir,itet.
.Seine Witwe wohnt lierlin W. T.'ineulzieiisir.ilie 20.
V. i 11 c M ;i d .\ Christi :i 11 s - V e r e h r e r i n .1 n s ,1 ü t p r h o k :
Mady I hristi.ins tiüyl ihren richtigen X.inieii: sie ist die Tochter des be-
rühmten Sch.iiispielers Kiidolf I ■|irisii,iiis. l)ii. Künstlerin ist mit Dr. von
.Müller M'rheir.itPl. Sic können an sie schreiben.
K !■ i II e r Seh.. H e r I i 11 : Die kleine .Modistin im ..Held aller
.Mädcheiiträiimp" wurde von Hetty Hird dartccstellt. Den Laien ist im
.•illncmcinen der Zutritt zu den Film ileliers nicht (;csialtet.
Kurt I.., H r a u n .s p II w p i ff :
Louise Brooks filmt aiiKcnblicklich hei
der Sofar - Film;;espllscli,ift in P.iris
..Schönhcitskunkiirrenz''. .Sie ^iht Aiito-
urammc. Sie können diMitscli an die
Künstlerin schreiben. Louise Hrooks ist
\ erheiratet.
Kurt Sc h.. t; o 1 1 n o w : Feliei-
tas .Malten wohnt Hln.-llali-nsce. Nestor-
slraUe .Vi. wurde :im 2. Dezember in
Itlu.-Ch.irloltcnhnr.u' «('boren. <;iht Aiito-
Hi;iniiiie und ist M'rlobt. Ihr neuester
l'ilm lieilJt ..Aus di'in Tasehuch einer
K(d^(dtc■■. 1 her ihre Verwandtschaft
können wir Ihnen leider keine .\iis-
Uunfl uebcn.
Nur E i n <? - i; r 1 t 1 .1 • L c > ! Wen-
den Sic sie h des llita l'arhi - l'holos
wc-cn. bitte. .111 die Ifa. Berlin siW li.s,
KochstraUc li-s. tirilia Lcy wohnt lier-
lin W. Diissehlorfer Stralie 12. wurde
.'im 2:1. .\uj;ust Ki'boren. {tibi .\ulo-
«nimme und lieilJt in Wirklichkeit (irete
Schmidt. Sie ist 2— .( .lalire beim Film
und spielte n. a. in folgenden Filmen:
...Männer vor der Klie'. ..Heiratsnest ■,
..Der nröUte lianncr des .lahrhnndi'rts--.
..Alnicnniusch und Kdelw eili •. ..Ilerbst-
zeit am Hlicin-. ..Das deutsche Lied",
(iritia Lcy fHmt tlciliin. Hclf^a Thomas
wohnt Berlin W. Kiifsteiiier StralJo :'..
F i 1 m f r (' n 11 diu Z e p e r n i c k :
.lack TrcAcir wohnt Berlin \V, Beiul-
IcrstralJe ü, wurde am 11. Dezember
in London f;eborcn, f;iht Aiitoi;r;ininic.
lii st alle seine Briefe selbst und spielte
kürzlich die mäiinliche ILiiipIrdUc in
dem Film ..Dii' weiLicii Kosen \ mi
liaM'iisber;;'. Sein nächster Film liciUt
..Briefe einer rnbckaiintcir". .lawolil.
er befindet sieh augenblicklich in Ber-
lin. Anna -May Won.;- jetzi.;!' .\dresse
ist London, ."»t. -Martins Laue. New-
Tlic.-itre. Ihre nächsten Filme sind
...•Symphonie der Liebe" und ..Der Wej;
der Sebauile •.
L y a a u s II a m hur«: Krich
Wasihneck wohnt Berliii-Licbtcrfeldi',
llortensienstralip .it. Billie Dove ist
durch die First National. liiirliaiik-
Hollywood, Kai., zu erreichen.
F r i e d c I H.. H r c m c n : Fred Louis Lerch wohnt lierlin W. Kcneiis-
biiificr Sii;il.ie 11. Wir emiifchleii. ihm noch ciiini;il eine liildk.irte mit
der liilte um ein .Vuto^r.imm zu senden. Fr wird Diri'ii Wunsch he-
stimnit erfüllen. Ks tut uns leid, Ihnen kein .Vutoiiramm \on Tom T\ Icr
\ ermitteln zu können. Aber vielleicht kann Ihnen d.is Deutsche l.iilit-
spiel-.'Syiidik.'il. Berlin SW IS. Fricdricbstralic 22,"). ein Autofiramm \oii
Tom Tylcr \ crscli.iiTcn. da diese tiescllscliaft jetzt einen neuen Film mit
dem hck.iiiiileii Cou boydarstcllcr in ihrem Xi-rlcih bat.
W alter .M.. II a n n o v e r : Bei VerzöfrcrniiBi'H bitten wir nicht zu
\ei';-essen. daU in uiisenT Ked.iktion tätlich 100 — 2ii(i Briefe einlaufen.
die ;ille beantwortet werden wollen.
F. W ., 1. i c li t e II h er«-: Felicitas Malten widint lierlin-II.'ilensee.
NcstorstraUe .'O. Ihr neuester Film heilit ..Aus dem Taj;ebueli einer
Kokotte-. Ihr liihlwinisch ist \orweiiierkt.
24 jähr. Bankbeamter, rc)<cr Filmbesucher, möchte mit geb. Filmfreundin
etwa gleichen Allers, evtl, aus der Reichshauptstadt. in briefl. Gedankenaustausch
über gesehene Filme treten. Ausf. Ang. u. K. B. 8026 Scherlhaus, Berlin SW 68,
Zimmerslraße 36-41.
iiiiiuiiiiiiiiiuiiiuiiuiiiiiimniiniiiiiiiuiiiiiiiiiinniinniniiiiniiiiiiiniiiiiiuuuiiiiiiiu
iiiinnmiiiiiiniiinniiimiiiiimifiniiiimiiiini iiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiniiiiminiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiimniinina
JCIu2>-Sesse2
Kurze Zeit in der Großen Kunsi -/iussiellung
DaQlQeim henulzl, fast wie neu, verkauft von
35 Mark an in Stoff — Rina-Ceaer 95 Mark
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j Die Ufa-Theater werden mit
gereinigt.
Verkaufsstellen:
Berlin W 50, Kurlürslcndamm 236. Berlin S 42, Oranienslr, 59 Braunschweig, Münzstr. 1 a Bremen, Hcrdenlorstcinwcii 5 Breslau I, Junkcrnstr. 38 40
Chemnitz Sa., Falkcplatz 2 Coblenz, SchloBstr. 35 Danzig, Tr>pfL'ri:assc 23 24 Dresden-A., Praller Str. 35 Düsseldorf, Stc-n^^ir. 2 I Essen,
Hauptstr. 27 Frankfurt M., Mainzer Landstraße 59 63 Freiburg, Kaiserslr. 132 Görlitz, Jakobsir 16 Halle S., Maadibur.jcr Sir 56 Hamburg 36.
Gr. Bleichen 31 Hannover, Bahnhofstr 13 Kassel, Obere Kciniijslr. 13 Kiel, Holslenstr 61 Köln Rh., Holie Str 64 Königsberg, .Münzstr 17
Leipzig C 1, Rudolphstr, 4 Magdeburg, Breiter \X et; 3 b Mannheim, D 4. 6 München, Salvalor'-lr 18 Münster, Rusenstr. 9 Rostock
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Films die komisclien Seiten ahselaiiscfit hat.
Aus dem Inhalt:
Welt^esdiitfite im [^ilm — Aus den Kindertagen
des Films — Naturs^escfiid.te eines Films — Filni=
Könij;;e und ^Adjutanten — Der Rejfisseur — Der
Diditer — Die Kritik — Der Mann, der alles
dreht — Die Nie>;:enannten — Im Glashaus
Zwischen den Kulissen — Im Cafe der Kom-
parsen — Aditunj;! Aufnahme! — Die Diva
Der sdiöne Mann — Abenteuer, Sensationen
und Grotesken — Romantik — 1 lollywood Erotik
Film und Familie —Die Größten ihrer Zeit — Kino
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leitunt; A. Rosenthal— Ares. Berlin. Für die Redaktion und Herausjiabe in Ücsterreich verantvsortlich Robert Mohr. Wien 1, Domiiasse 4. \ crantveorthch für Anzciaen
Wilhelm Schaefer, Charlottenburi;. Anzeigen vcrwaltuns; Bepa-Verlaii, Berlin W 31, Blumes Hol 5. Kupferliefdruck; AufSusl Schert G. m. b H. Bcrhn bW 68
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BETTY AMANN
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^j I ^ in neues amerikj
^y\ \ „Riff und Raff,
^"'' 1 vBeerv und Rayt
kanisches Komikerpaar stellt sich in der Groteske
die Frauenhelden" vor. Es sind dies ^X'allac^
ymond Hatton, die einen Zie;4fcld-Sch\\ank mit
sprudelndem Leben erfüllen. Wie in allen amerikanischen Grotesken, ist
die eigentliche Handlung mit Willen dünn Kchallen \sorden, damit sie
durch ihr Gewicht nicht die Einfälle erdrückt, die sich aus den Vor-
gängen herauskristallisieren, Riff und Raff sind im bürgerlichen Leben
Kellner. Der große, dicke Riff ist Oberkellner, der kleine Raff aber
nur Aushilfskellner. Als aber der Krieg ausbricht, sind die Rollen
plötzlich vertauscht. Riff ist Gemeiner, Raff dagegen Unteroffizier, der
in dieser Stellung seinem früheren Vorgesetzten alles vergelten kann,
was dieser ihm einmal angetan hat. Das ist nun nicht wenig und führt
zu einer langen Reihe toller Szenen, in denen sich die beiden das Leben
schafft, \s ie eine solche. <4roßc Ver-
\\irrun<i. Riff und Raff sollen sich
vor eine unan>ienchnic Situation <4e-
stclll, deren Konsequenz sie nicht
Ucrn tra;4en wollen. In grotesken
Szenen schildert nun der Film, uic
es den beiden j^crisscnen .Amerika-
nern «jelingt, sich über alle Hinder-
nisse hinwciizuselzen.
Wallace Bcery, der Bruder von
Noah Beery, ist bei uns noch we-
nig bekannt. Man schätzt ihn in
Amerika als bedeutenden Charßen-
spieler, der mit einem pfiffifjen Hu-
mor an die Dinge geht. V'iclleicht
entsinnt sich mancher Leser noch
seiner feinen Leistung in dem bei
uns nicht nach Gebühr geschätzten
Ramon Novarro-Film ..Dierole Lilie",
wo er einen Vertreter der Pariser
Unterwelt mit einem entzückenden
Humor gab. Raymond Hatton ist ein
sehr bewußt mit Effekten arbeiten-
der, sehr quecksilbriger Darsteller.
schwer machen. Als Soldaten haben sie mit dem Krieg nicht viel zu
tun, sondern gehören einer Etappcnlormation an, die sich mit dem
Wegebau befassen soll. Die beiden halten es aber lieber mit den Mäd-
chen des Dorfes, zumal diese durchaus nicht spröde sind und es sich
gern gefallen lassen, von den amerikanischen Soldaten verehrt zu
werden. Vielleicht hätte sich das alles ohne Komplikation zugetragen,
wenn nicht der französische General, zu dessen Formation die beiden
gehören, ebenfalls ein Don Juan wäre und neben militärischen Siegen
auch solche bei den Frauen erringen möchte. Dem General sind
natürlich die beiden Spaßvögel ein Dorn im Auge, und er weiß nicht,
wie er sie kaltstellen soll. Da der Kriegszustand verhängt ist, so kom-
mandiert er kurzerhand, daß alle Mädchen in seinem Bezirk sofort zu
heiraten hätten. Dieser Befehl schlägt nun wie eine Bombe ein und
Wallace Beery, Ray-
mond Hatton, Tom
Kennedy
Phot. I'aramount
Zwcicinlialbi;s .lalir lial
l'.mil .fannin^^s in Holly-
wood Kcicbi und da-
selbst sechs Filme jiescliaffcn,
von denen wir zwei noch zu
sehen bekommen. Seine
letzte Arbeit, der „Patriot",
unter der Rciiie von F-rnst
Lubilsch, steht augenblicklicii
noch auf dem Spielplan vie-
ler Kinos und tritt seinen
Sic^eszuj! nach dem sensatio-
nellen Berliner lirfol)! durch
die Provinz an. Emil Jan-
nintJs, der jicbräunl von der
Seefahrt und dem Aufenthalt
in einem Sonnenlande ist, er-
klärt, dalJ der ,, Patriot" sein
letzter großer stummer Film
sein werde. In Amerika hat
mit dem ,, Patriot" die Linie
des stummen Films den
Gipfelpunkt erreicht. Nur
noch der Tonfilm herrscht,
und Frnst Lubitsch hat so-
eben die Kc^ie eines Sprech-
films ergriffen, einer Ope-
rette mit .Maurice Chevalier.
Fmil Janninjfs ist erfreu-
licherweise rasch für den
deutschen Film wiedergewon-
nen worden. Fr hat mit der
Ufa abgeschlossen, die ihm
von Anfang an die Mil-
schöpfung großer Filmwerkc
ermöglichte und wo sein Auf-
stieg in der „.Madame Du-
barry" begann, um bei „Va-
riete" zu enden. In einer
Nachtvorstellung, die zu
Ehren des Zurückgekehrten
im Ufa-Palast am Zoo ver-
anstaltet wurde, erwies die-
ser Film in unverminderter
Wirkung wieder die große
Geslaltungsfäiiigkeil von
Emil Jannings. — Für einen
so ungewöhnlichen Künstler
müssen auch ungcwiihnliche
Aufgaben geschaffen werden.
Die Ufa hat deshalb den be-
kannten jungen Dramatiker
Carl Zuckmayer beauftragt,
einen F"ilm zu schaffen, der
dem 1 alent des großen
Schauspielers vollen Spiel-
raum läßt. Der Film ist —
man verrät kein Geheimnis
— hIs Tonfilm gedacht.
Jannings hat ja in Holly-
wood aus nächster Nähe die
Entwicklung des Tonfilms
mit angesehen und verfügt
über alle die Erfahrungen,
welche für diese neue Kunst
in Frage kommen.
Emil Jannings und Foy Wroy
in ..Der König von Soho"
l'ht't. I j,!. l'iiiiiniKiinl
Die große Spiclszene aus dem neuen Ufa-Film .,Manulescii". riwt. Ufa
Es soll hier nicht von dem Spiel der Kinder die Rede sein,
von jenem sorglosen Vertrödeln der Zeit, womit man sich
und andere unterhält. Schon die Tiere spielen, und viel-
leicht vertragen sich Kinder und Tiere deshalb so gut, weil sie
stets das Bedürfnis zum Spiel haben und kein Ende darin finden.
Hier soll nur von dem Spiel gesprochen werden, das Erwachsene
zu faszinieren und manchmal bis an den Rand des Verstandes zu
treiben weiß. Auch da scheiden noch verschiedene Spiele aus,
etwa Schach, das wie eine Philosophie getrieben wird, ob-
gleich auch die Lösung der schwierigsten Aufgabe des Brettes
nur Selbstzweck ist und die Spieler nicht innerlich bereichert.
Schopenhauer, der ja überhaupt auf die menschliche Gemein-
samkeit schlecht zu sprechen war, hat das Spiel einen geistigen
Bankrott genannt, wie ja Ästheten sich niemals recht am Spiel
erfreuen konnten; der junge Arnim war entsetzt, als er
Schiller zum erstenmal gegenübertrat und ihn am Kartentisch
vorfand. Das Spiel um Geld oder um Wertgegenstände hat von
jeher gelockt. Es ist im Grunde eine primitive Angelegenheit,
denn gerade die einfachen asiatischen Völker betreiben es mit
einer Leidenschaft, die unter Kulturmenschen nur ganz selten
vorkommt. Zu allen Zeiten haben sich Moralisten heftig da-
gegen ausgesprochen, aber sie haben nicht den geringsten Erfolg
gehabt, denn wer einmal dem Spiel verfallen ist, für den gibt es
nur ganz selten den glücklichen Augenblick, da er ihm ent-
sagen kann.
Abenteuerliche Naturen werden den Reiz des Spiels doppelt
empfinden. Das Spiel ist ein Schacher um das Glück, die
Lockung des Geheimnisvollen, der Griff in das Unbegrenzte.
Kein Spieler weiß, welches Los die Göttin aus ihrem Füllhorn
schütten wird, und deshalb wird das Glücksspiel zu einer bei-
nahe mystischen Handlung. Wer sich zu einem Glücksspiel an
den Tisch setzt, trägt die Hoffnung in sich, daß er gewinnen
werde. Aber außer dieser Hoffnung trägt er nichts in sich, denn
er ergibt sich dem Ungewissen, dem Zufall, der am Spieltisch
die Stunde regiert — oder er sei denn ein Falschspieler, der
das corrigcr la fortune zu seinem Broterwerb erhoben hat. Die
großen Abenteurer der Weltgeschichte sind auch regelmäßig
ausgezeichnete Spieler gewesen. Casanova, St. Germain, Ca-
gliostro verstanden es meisterhaft, mit den Karten und der rol-
lenden Kugel umzugehen. Wenn daher für den neuen Ufa-Film
,,Manolescu" das Glücksspiel in den Vordergrund gerückt wird,
so entspricht dies vollkommen dem Lebensspiel dieses seltsamen
Mannes. Die Abenteurer von Beruf, denen das Schicksal keine
Seßhaftigkeit gegeben hatte und die sich nicht in die bürger-
liche Ordnung finden konnten, haben im allgemeinen im Spiel
mehr gesehen als eine Unterhaltung. Das Spiel trug in den
meisten Fällen dazu bei, ihnen die Existenz zu ermöglichen.
Denn nur im Spiel ist es möglich, große Summen auf einen
Schlag zu gewinnen. Einnahmen, die sich für den bürgerlich
arbeitenden Menschen auf eine große Zeitspanne verteilen und
die nur mit dem Einsatz einer unermüdlichen Arbeitskraft zu
erreichen sind, fallen dem Berufsspieler an einem Abend, im
Verlaufe weniger Stunden in den Schoß — wenigstens sobald
er gewinnt. Deshalb kann es gar nicht ausbleiben, daß die Be-
rufsspieler versuchen, das Glück gewaltsam zu erzwingen und
sich mit allen Mitteln in den Besitz des Gewinnes zu setzen.
Gewiß; wem die Karten jahrelang immer zur Hand gewesen
sind, der beherrscht die Technik jedes Spieles vollkommener als
ein anderer, der nur gelegentlich nach ihnen greift. Aber er
kommt viel eher in die Versuchung, die besten Trümpfe in seine
Hand zu schmuggeln und die des Gegners vor dem Ausspielen
zu erkennen. Casanova, der in seinen „Memoiren" recht vor-
leilhaft («emall luit, kann
trotzdem nicht unler-
driicken, daß er ein paar-
nuil jjeschickterzn mischen
wußte, als es notwendiji
jjevsfscn wäre. Die vielen
anderen Fälle, in denen
er es ^anz jjewiß getan
hat, verschweigt er, ob-
>il eich Schüchternheit sonst
nicht seine starke Seite
war. Er hat die naive
Entschuldigung des Aben-
teurers, daß die von ihm
Geplünderten sonst noch
ärgeren Schelmen in die
Hand j>efallen wären. Aber
er lebte im Grunde vom
Spiel, und es faszinierte
ihn ganz gewiß nebenbei:
denn der Abenteurer, der
gewohnt ist, mit seinem
Leben zu spielen und der
sein Schicksal auf das
Schachbrett seiner Tage
setzt, geht bei allem nicht
mit verkniffenem Ernst an
das Spiel wie jene Dilet-
tanten der Spielbank, die
Aufnahmen aus dem Ufa-
Film ,,Manolescu"
P/wt. Via
sich Systeme errechnen, nach denen die Kugel der Roulette un-
fehlbar in das richtige Feld rollen muß. Der Abenteurer hält
nichts von einem System, schon weil sein eigenes Leben system-
los ist und den Lockungen des Augenblicks gehorcht. Seine
Existenz beruht darauf, daß er es versieht, die Zeitgenossen
über das Ohr zu hauen, daß er gerissener ist als sie und
schwache Augenblicke für sich auszunutzen weiß. Dieselbe
Stellung nimmt er auch dem Spiel gegenüber ein. Für ihn ist
die Glücksgöttin nicht blind und verteilt nicht wahllos die
Scheine an Gerechte und Ungerechte. Er versucht, auch ihre
schwachen Augenblicke abzupassen, um sie, wie irgendeinen
anderen, zu düpieren.
Aber das Spiel gehorcht anderen Gesetzen, und mit Ironie ist
seine liefere Bedeutung nicht zu erschöpfen. Alle Abenteurer,
die sich dem Spiel ergaben, kamen von ihm nicht los. Casanova
verlor nicht selten bedeutende Summen an einem Abend. F"rei-
lich war in seinen Tagen das Spiel vor der Erfindung populärer
und rasch zu erhalten-
der Unterhaltungen,
wie es Kino und Radio
heute sind, eine soziale
Erscheinung. Die Spiel-
wut grassierte um die
Wende des 18. Jahr-
hunderts in einer Weise,
die uns heute unfaß-
bar erscheint. Heute
setzen sich Damen der
Gesellschaft zum Bridge
an den Tisch, w ährend
sia sich ehedem in den
tollsten Glücksspielen
versuchten. Es berührt
uns seltsam, wenn wir
in den Tagebüchern
der gefühlvollen Elisa
von der Recke lesen,
wie sie sich auf allen
ihren Reisen mit Leich-
tigkeit an den Spiel-
tisch locken ließ, und
noch verw undcrler sind
wir, sobald wir den
Zeilen entnehmen, daß die ,,reur«" Empfindlich schimpft, sobald
es jemand vergaß, seine Spielschulden bei ihr zu begleichen.
Also selbst eine dem Pietismus und der Empfindsamkeit ver-
schwisterte Erscheinung konnte sich dem allgemeinen Zug ihrer
Zeit nicht entziehen.
Wenn sich die Vertreter des Bürgertums in ihrer Einstellung
zum Spiel gründlich geändert haben, so sind die Abenteurer im
Grunde die gleichen Mensclien geblieben. Die Schelme des
Altertums unterscheiden sich von denen, die unsere Zeit-
genossen sind, nur sehr wenig. Für einen Menschen wie Mano-
lescu, der sein Leben der Erregung des Abenteuers in die Arme
warf, bedeutet nun das Spiel viel mehr. Auch er gelangte durch
sein blendendes Auftreten, seinen Witz und den Scharm seines
Wesens in eine Gesellschaftsschicht, die ihm anders verschlossen
geblieben wäre. Aber er war nicht frei von der Eitelkeil des
Glücksritters, die Gesellschaft herauszufordern, weil er sich ihr
gewachsen fühlte und weil er innerlich frei war von den Hem-
mungen der Konven-
tion, die er hur äußer-
lich beachtete. Solche
Rebellen sind immer
tragisch gescheitert,
weil es nur verschwin-
dend wenige verstan-
den, im richtigen Au-
genblick zu bremsen.
Chamfort, der Sohn
des ancien regime,
schrieb seine Apho-
rismen, in denen er
sich mit den Gesell-
schaftsproblemen sei-
ner Tage auseinander-
setzt. Manolescu, der
die Gesellschaft mit
mehr als geschlosse-
ner Schicht vorfand,
hätte für eine ähn-
liche Beschäftigung
keine Resonanz mehr
gefunden. Ihm blieb
allein das Schicksal
des Spielers.
!
I
K
Prarießlumen,
Wenn die Amerikaner romanlisch werden — und diese
bei uns als nüchtern geUennzeichnete Nation ist im
allgemeinen der Sentimentalität sehr leicht zugängig — ,
dann schwärmen sie entweder von Paris, der Stadt der
Liebe, oder, was ja recht nahe liegt, von der Romantik der
Prärie. Namentlich die Bewohner der kleinen Städte des Mittcl-
westens oder der Ansiedlungen am Fuße des Felsengebirges
haben genug Mitbürger, die sich noch mit den Indianern herum-
schlugen oder von ihren Vätern hörten, wie es damals war, als
noch die Bisons, heute in den Naturschutzparks gehütet, zu
Zehntausenden im Herbst über die Prärien nach Süden zogen
oder man den Skalp vom roten Mann holte. Das ist noch keine
vierzig Jahre her, und so mancher Indianertöter bewahrt noch
seine Büchse, an der jede Kerbe im Schaft eine erledigte Rot-
haut bedeutet. Nun hat sich seil dem Weltkrieg in den Ver-
einigten Staaten, und namentlich seit dem immer stärkeren Vor-
drängen der Neger, ein Umschwung in der Wertung der Indianer
vollzogen. Die ehedem verfolgte, weil unbequeme Rasse ist nun,
seit der vollkommenen Eroberung des Landes durch den weißen
Mann, zu einem Museumsstück geworden. Außerdem sind nicht
wenige Indianerstämme heule im Besitze großer Reichtümer, weil
auf ihren Territorien, die ihnen einstmals als vollkommen un-
( -^
brauchbares Land überwiesen wurden, inzwischen Öl gebohrt wurde.
Zwar werden die Einnahmen von einer bestimmten Stelle Washingtons
aus verwaltet, weil man mit Recht den roten Bürgern nicht soviel Geld in
die Hand geben will, aber von einer Übervorteilung ist heute nicht mehr
die Rede. Der amerikanische Nationalstolz nennt sie heute die ,, hun-
dertprozentigen" Amerikaner, und dem Aufstieg eines Indianers in jede
Gesellschaftsschicht steht, im Gegensatz zu den Negern, keine Schranke
entgegen. So ist Monte Blue indianisches Halbblut; und vielleicht wer-
den in nicht ferner Zeit in Amerika Stammbäume fabriziert, in denen
sich namhafte Leute der Abstammung von einem Indianerhäuptling rüh-
men. — Der Film hat sich natürlich dieser naheliegenden Romantik be-
mächtigt. Er gibt jetzt nicht mehr Westernbilder, in denen die In-
dianer die dummen Teufel sind, sondern großartige sentimentale Ge-
mälde, worin der Untergang der roten Rasse mit glühenden Farben ge-
malt wird. Der edle Indianer ist nicht nur eine Paraderolle von
Richard Dix oder Dick Barthelmeß, sondern erscheint in zahlreichen
Variationen. Neuerdings hat man zwei schöne Indianerinnen, Shannon
Day und Dorothy Janis für den Film gewonnen (beide links), während
der hier abgebildete Robert Frazier ebenfalls indianisches Blut in den
Adern haben soll. Als Komparserie dieser Indianerfilme dienen natür-
lich kalifornische Indianer, doch trifft man von Hollywood aus auch
Expeditionen nach Nebraska, Arizona und Texas an, um dort ganz
echte Bilder zu erhalten. Neuerdings wird sogar ein Tonfilm vor-
bereitet, der die noch nicht vergessenen Lieder der Krieger und die
Gesänge der Si >,iws festhalten soll, mag die moderne Indianerin auch
nichts mehr mit der verachteten Zelthüterin von ehedem gemeinsam
haben.
AiißcnrcUamc am Ula-Pavillon bei der Aiiffilhning des Querschnitt-Filmes „Rund um die Liebe" Phot. Uli
Es war ein weiter Weg zu gehen von jenen Straßen, die in
den Kindertagen des Films die Illusion der Nacht vorzu-
täuschen hatten, bis zu den Aufnahmen in den Filmen der
letzten Jahre, die kein Regisseur mehr ohne nächtliche Straße
läßt, weil sich auf diese Weise sehr stimmungsvolle Bilder stellen
lassen und außerdem unser Leben in der lat einen großen Teil
der Nacht für sich in Anspruch nimmt. Die ehedem beliebte
blaue Virage konnte nichl davon überzeugen, daß sich die Vor-
gänge bei finsteren Laternen in der Nacht abspielten. Die Tech-
nik mußte erst große Fortschritte machen, ehe es möglich war,
die nächtlichen Straßenszenen zu filmen, die wir besonders groß-
artig in der letzten Zeit in „Asphalt" sahen. Vor sechszehn
Jahren, als ein berühmter Bühnenregisseur seinen ersten Film
drehte, geschah folgende hübsche Geschichte. Er, der mit der
Technik der Filmaufnahme gar nichl vertraut war, fuhr mit dem
technischen Stab der Firma und den Schauspielern seines
Theaters nach Venedig. Der Zufall wollte es, daß die Truppe
zu später Abendstunde in der Lagunenstadt eintraf und, da es
Juni war, herrlicher Mondschein eine traumhafte Stimmung
über die Dächer fluten ließ. Der Regisseur, der auf den
bis dahin von ihm bedienten Bühnen mit Vorliebe malerische
Effekte über die Theaterstücke gegossen hatte, war von der
Schönheit der südlichen Nacht bezaubert, so daß er, ohnt in sein
Hotel zu fahren, die Apparate seiner beiden Kameraleute aus-
packen ließ und ihnen zurief: ,,Das ist ja gerade die richtige
Stimmung, wie ich sie brauche! Dreht!" — Vergebens wandten
die Operateure ein, daß es doch nicht ginge, aber der Bühnen-
regisseur, der sich um die Entstehung photographischer Bilder
bisher nicht gekümmert hatte, wollte klüger als die Fachleute
sein und entgegnete ärgerlich: ,, Drehen! Alles andere ist meine
Sache." — Und so wurde denn der herrliche iMondschein über
Venedigs Kanälen in mehreren hundert Metern Film gedreht . . .
auf denen, nach der Entwicklung, natürlich nichl ein Fünkchen
davon zu sehen war, weil einfach nichts zu sehen sein konnte.
■ — In jenen Tagen, da man den lichfschw achen Mond im Film
festhalten wollte, war das Problem der „nächtlichen Straße"
nichts anderes als mit Virage zu erreichen. Man mußte erst dar-
auf kommen, daß die Natur für den Film durchaus nicht immer
erforderlich ist, ja, daß man im Atelier viel echtere Bildw irkun-
gen zustande bringt. Dazu aber bedarf man lichtstarker Lam-
pen, die erst ein Jahrzehnt im Gebrauch sind und die Herstel-
lungskosten eines Filmes bedeutend verteuern. Auf die Idee,
eine Großstadtstraße im Atelier zu errichten, kam man zuerst in
Hollywood, wo den Regisseuren von Anfang an sehr große
Mittel zur Verfügung standen. Das Wagnis, und ein solches
bedeutete es das erstemal, gelang überraschend gut, und seit-
dem hat sich die nächtliche Straße alle Ateliers der Welt er-
obert. In Deutschland baute Fritz Lang die erste Großstadt-
straße für jenen Film, der seinen Namen mit einem Schlage
berühmt machte, für ,,Dr. Mabusc, der Spieler", jenen mit allen
Energien des Nachkriegstaumels geladenen Film, der ein großes
Zeitbild war und als solches bis heute unerreicht geblieben ist.
Fritz Lang und neben ihm Joe May haben diesen Effekt dann
ausgebaut, aber der heutige Zuschauer ist in dieser Beziehung
verwöhnt und unterschätzt die Schwierigkeiten, die sich der
Lösung dieser schwierigen Aufgabe immer wieder cnigcgcnlürmen.
Bei den großen Regisseuren ist aber die nächtliche Straße
längst nicht mehr eine geschickt ausgeleuchtete Dekoration, son-
dern, da der Film sich, wie alle Kunst, in Symbolen mitteilt.
das unheimliche Element, das Anti-Bürgerliche, das Erwachen
des Verbrechens. Aus dem Ungewissen, den Nebeln abgeblen-
deten Lichtes steigt das Entsetzen, das Geheimnis erwacht, die
Unterwelt tritt hervor. Gerade dieser Wesenszug macht aber
die nächtliche Straße zu einem Element, dessen AVitwirkung im
Film bedeutungsvoll ist. Auch das aufgeklärteste Publikum liebt
dieses spukhafte Schweben zwischen Grausigem und nüchterner
Realität. Deshalb wird die nächtliche Straße stets zu den stärk-
sten Spannungsniitteln eines Films zählen, der es versteht, sie
lebendig werden zu lassen, eine Rolle, in deren Gestaltung sich
Regisseur und Kameramann zu teilen haben.
HBMI
*'B!*gB:""J-4alli)&
Die Waldscluilbe-
strcbungcn sctz-
Icn in den acht-
ziger Jahren des vori-
gen Jahrhunderts ein,
in den verscliicdenen
Teilen des deutschen
Vaterlandes fanden sie
ihre Förderer und Be-
fürworter, und aus be-
scheidenen Anfängen
entwickelte sich, ganz
besonders auf Betreiben
des Stadtschulrats Dr.
Neufert in Charlotten-
burg, ein System, das
letzten Endes darauf
hinauslief, normalen
Kindern eine Erziehung
nach dem normalen
Schulleben angedeihen
zu lassen, im übrigen
aber nach Ermessen der
Lehrerschaft Vorge-
schrittenen oder Zurückgebliebe-
nen (aus körperlicher oder gei-
stiger Schwäche) gerade das zu
bieten, was ihnen in diesem Falle
besonders dicnlicii ist.
Die Waldvolksschule Charlot-
tenburg wurde im Jahre 1904
gegründet, sieht also auf eine
25)ährige, erfolgreiche Tätigkeit
zurück. Ihr Bestreben ist es,
den Kindern das ganze Jahr
hindurch in der freien Natur
Möglichkeiten des Lernens zu
bieten, im Gegensatz zu Ein-
richtungen, die die Kinder wäh-
rend der Sommerferien wenige
Woclien zur Erholung ins Ge-
birge oder an die See schicken.
Da in der Waldschule in der
Hauptsache körperlich nicht auf
der Höhe stehende Kin-
der betreut werden, ist
der Lehrplan so ab-
gefaßt, daß den Kin-
dern für das spätere
Leben Vorkenntnisse
und Freude an Berufen
mitgegeben werden, die
sie ihrer Konstitution
nach ausüben können.
Die Waldschule Char-
lottenburg beherbergt
im Winter 170, im Som-
mer 270 Kinder im Al-
ter von sieben Jahren
bis zu dem Zeitpunkt,
da sie die Abschlußreife
einer gewöhnlichen
Volksschule erreichen.
Auf Grund des Natu-
rells verzögert sich
diese Reife manchmal
um ein bis zwei Jahre.
ImlntcressederVülks-
gesundheit ist die Vermehrung der
Waldschulen in der Nähe unserer
Großstädte nur zu wünschen.
Die Wohnungsnot bringt es mit
sich, daß immer größere Teile
von den Wäldern am Rande der
Stadt der Bebauung zum Opfer
fallen. Die Wochenendbewe-
gung greift immer tiefer in die
bebauungsfähigen Ländereien ein,
kann aber naturgemäß stets nur
für einen gewissen Prozentsatz
der Bevölkerung von Nutzen
sein. Aber im Zeitalter des ge-
ringen Nachwuchses ist es not-
wendig, gerade den weniger
widerstandsfähigen Kindern
einen möglichst günstigen Ent-
wicklungsgang zu gewährleisten.
Phot. ija
Oben: Eine Klasse begibt sich zum
Unterricht
Mille: Die Schulklasse im Walde.
Im Kreis: Tanzunterricht.
Unten links: Spielstunde der größe-
ren Mädchen.
Darüber : Gartenbauunterricht.
i
6r 8
V_^ UND v_y
le
UND SEHR VIEL
SdiwiitÄel
GivbLu^ti^er Abei/LteixerrovKLöLi/L
VON LUDWIG VON WOHL
z
•/. Forlsclziing
Dorrit Brink machte einen spitzen Mund.
„Geschäfte für die Firma."
Die alte Frau blinzelte,
„Was für Würmer?"
Und nach der gcUreischlen Wicderholunj«:
„Da sind Se also jetzt so 'nc Art von Handlun(5sreiscnder,
FroUein Dorrit?"
„Stimmt", saj«tc Dorrit. so perplex sie war,
Opposition wäre zweck-
los gewesen. Frau Gageike
hatte immer recht.
„Nee, nee, auf was für
Ideen die Damens heute so
kommen — Handlungsreisen-
der! — Ich habe auch 'mal
einen gekannt — "
Dorrit machte sich über
ihre Brötchen her,
Frau Gageike tat dasselbe
mit Herrn Siegfried Blut-
stein aus Komorn — wobei
sie ihn als einen et\\as
leichtfertigen und nicht
unter allen Umständen ver-
läßlichen Herrn von aller-
dings adonishaftem Äußern
entlarvte.
Es war jetzt neun Uhr
vorbei, und Dorrit zog den
Mantel an. ,, Adieu, Frau
Gageike!"
„Adieu, Frollein Doktor!
Gute Reise — und hoffent-
lich verkaufen Sie ordent-
lich viel."
Gute, alte Spinatwachtel.
Dorrit Brink ging die
Treppe hinunter.
Den Koffer in der einen,
das Necessaire in der ande-
ren Hand.
Sie pfiff sich ein einreihi-
ges Taxi heran mit einem
richtigen schrillen, derben
Straßen jungenpfiff.
„Anhalter Bahnhof!"
Durch das nächtlich brau-
sende Berlin. Die gelieble
gewohnte Stadt hatte heute
abend ein ganz anderes Ge-
sicht. Der Straßenläim war
intensiver, bemerkbarer, die
Konturen traten schärfer
hervor. Eigenartig das Ge-
fühl, mit dem man die fast täglich gewohnten Straßen surrend
hinter sich ließ — •
Der flanierende Vcrkciir der Taucnlzienslraße — dann das
Schöncbcrgcr Ufer entlang, den schwarz glitzernden Kanal zur
Linken und quer über die autou immelndc Potsdamer Brücke,
am Wasserturm vorbei — Anhalter Bahnhof.
Die grünen Träger stürzten sich auf den Koffer,
,, Danke, nicht nötig! Ich trage ihn selbst."
Steinstufen hinauf in die riesige, rußgeschwärzle Halle, in der
die Züge dampfen wie gebändigte, in die Zügel knirschende
Pflugsticre.
Zug zehn Uhr acht nach Budapest, Schlafwagen Nummer 17.
Gedämpfter Schritt auf weichem roten Samtlcppich, luxuriöse
Sparsamkeit des Raumes.
Ihr Plit ■olmndliT
liihrl Ihnen t;rrn
und unrcrbindlich
iinsi-ii- ApiHii at('
\ I, I. i; s
Saiiiilnick vfi tu ili'ti
,,Wenn nicht noch jemand nachkimml, hamse das Abteil für
sich allein", sagte der Kondukteur mit der flachen Mitropa-
mütze, ein liebenswürdiger Bayer.
Sie lächelte ihn schelmisch an, daß er fast ein bißchen ver-
wirrt wurde.
Allein wirft sie sich auf das schmale Bett und lacht ganz laut
vor sicii hin. So glücklich ist sie. Schlafwagen, Eisenbahn,
Grenze, fremde Länder, lllyrien — — —
Halt — das Necessaire
muß unter das Kopfkissen.
So. Übrigens — es war doch
besser, den Wechsel in dem
kleinen Seideribeutelchen
um den Hals zu tragen. Ein
Necessaire konnte einem
trotz aller Vorsicht gestoh-
len werden.
Wie spät war es jetzt?
Natürlich noch viel zu früh.
Eine halbe Stunde hörte sie
die Geräusche des großen
Bahnhofs,
,, Würstchen, Zeitungen,
Keks, Bücher — "
Und Eduard, der auf kei-
nen Fall vergessen darf,
Tante Mathilde zu schrei-
ben.
Und: „Die Dritter-Klasse-
Wagen — wo sind die Drit-
ter-Klasse-Wagen, Herr
Kondukteur? Sie sind nicht
nur für die erste und zweite
Klasse da! Ich habe mein
Billett auch bezahlt, und Sie
haben mir Auskunft zu
ben!"
Durch das Fenster sieht
sie noch den energisch
nickenden Mclonenhut auf
dem Rundschädel des Hoch-
erregten.
,, Würstchen, Zeitungen,
Keks, Schokolade, Bü-
cher — "
„Vergessen? Na natür-
lich — wenn ich mich auch
nicht um alles kümmere!
Dreimal, dreimal habe ich
dir gesagt, du sollst das
Plaid mitnehmen! Dreimal!
Natürlich — es ist nicht da.
Da soll man nun nicht blöd-
sinnig werden! Wenn ich
mich nicht tatsächlich um alles — Was? Es ist da? Na, dann
mach doch nicht so'n Theater!"
,,Zug nach Basel?"
,, Drüben das zweite Gleis, mein Herr."
Man macht ein feierliches, ernsthaftes Programm.. Jeder
.^ugenblIck disser Reise soll ausgekostet werden bis auf das letzte
Jeder dieser sechs Tage muß ihr melir Eindrücke, Erfahrungen,
Wissen bringen als irgendeinem albernen Globctrollcr sechs
Monate.
Weg mit allen überflüssigen niederen Gedanken! Sechs Tage
lang muß man sich konzentrieren können auf —
,, Würstchen, Zeitungen, Keks, Schokolade — "
Stavrides soll es nicht bereuen, sie geschickt zu haben.
AUßER
der Leinwand, derTaiisende erlreiit !
Sehen Sic iiin sich . Stotl für eiiKMi
Fihn überall, so interessant und so
leicht /u \ertilmcn. Schatten Sie sich
einen Cine »Kodak' an. Passen Sie
t*ut auf im Kino und versuciien Sie
einmal, selber einen Amateurlilm xu
maihen. Dann /eiyen Sie ihn mit dem
ge-
Kodascope im eij^eneii I leim.
l4lll»AK<
1 K \ l I
hl N II I. I'. h I
. I T i; \ w
Der Zug ruckt
unmerklich
fast
die Lampenkeltcn
flirren vorbei, sekundenlang wächst das Menschengcniurmcl
draußen zur Kkslasc.
Dann klappern die Gleise.
Dorrit Brink, Doktor der philosophischen Fakultät, kniff sich
enerjjisch in den Oberarm.
„Au", sagte sie mit dem Ausdruck tiefster Befriedigung.
„Nehmen Sc doch noch eine Tasse Kaffee", ermutigte die
hübsche Frau von Jancovics. „Sic müssen sich daran gewöhnen.
Man trinkt ihn hier bei uns zu allen möglichen und unni<)glichen
Gelegenheiten."
„Es wird mir nicht schwerfallen," lachte Dorrit Brink. ,, Tür-
kischer Kaffee ist etwas Fabelhaftes. Das einzige Bedauer-
liche ist, daß die Tassen immer so klein sind."
Die grünen Trügir stürzten sich auf den Koffer
Herr und Frau von Jancovivs amüsierten sich,
„Sic sind eine ganz entzückende Reisegefährtin", erklärte er
mit chcvalcresker Verbeugung. ,,Sie glauben nicht, wie wohl-
tuend es ist, mit einem frohen, jungen Menschen zusammen zu
sein, der so unverbildet und begeistcrungsfähig ist wie Sie."
„Jetzt hören Sie einmal meinen Mann! Der gerät ja förmlich
in Entzücken", lachte Frau von Jancovics,
Und Dorrit fand es nett, daß auch nicht die leiseste Spur
versteckter Eifersucht in ihrem Ton lag.
„Aber bitte, hab' ich nicht recht?' verleidigte er sich
entrüstet.
„Natürlich hast du recht, Dmilri. Aber du hättest auch recht,
wenn du sagen würdest, daß Fräulein Brink — ach bitte, spreche
ich das richtig aus? — Ja? Danke! — daß Fräulein Brink
ein reizendes Gesicht und eine entzückende Figur hat, aber du
sagst es trotzdem nicht."
,, Immer eins nach dem anderen", erklärte Jancovics. ,, Darauf
wäre ich auch ohne deine freundliche Aufforderung gekommen —
sei ganz überzeugt!"
Ivin bißc!)en viel Honig auf einmal, dachte Dorrit Brink und
fühlte sich ein klein wenig unangenehm berührt.
Aber das lag wohl im Wesen aller dieser Balkanmenschcn.
Diese übermäßige Freundlichkeit, diese Neigung zu übertriebenen
Komplimenten.
Sonst waren die beiden wirklich sehr nett, wenigstens er.
Er war von Berlin an mitgefahren und hatte ihr bei den Grenz-
formalitäten in Ungarn und Jugoslawien sehr freundlich und
in höflicher, absolut unaufdringlicher Form geholfen.
Dabei war es nebenher herausgekommen, daß er an der illyri-
schen Grenze seine Frau erwarte, eine geborene lllyrierin.
In Kolorakck, der Zollstalion, war sie dann auch programm-
mäßig auf der Bildfläche erschienen. Es gab eine wirklich herz-
liche Begrüßung. Jancovics stellle sie seiner Frau vor.
Schon damals halle Dorrit bei aller Zurückhaltung die Empfin-
dung gehabt, daß sie an Stelle der hübschen Frau von Jancovics
— wenn auch, weiß Gott, ohne Begründung — ein ganz kleines
bißchen eifersüchtig gewesen wäre.
Aber die rassige schlanke Dame mit den prachtvollen dunklen
Augen schien ihrer Sache sehr sicher zu sein.
Sie war begeistert, daß ihr armer Dmilri sich auf der langen
Reise nun nicht gelangweilt halle, und beim Lunch lud sie die
junge Deutsche so dringend ein, daß es kränkend gewesen wäre,
abzulehnen.
Die beiden paßten eigentlich sehr gut zusammen. Sie in ihrer
schlanken Zierlichkeit mit dem elfenbeinfarbenen orientalischen
Teint und der feinen, etwas zu weit vorgestreckten Nase, mit sehr
kleinen Händen und Füßen — und er groß, lang aufgeschossen —
eine typische elegante Kavaliersfigur.
Bei ihm störte nur, daß er ein bißchen lasch aussah — ein
bißchen zu elegant — so wie aus dem Modejournal heraus-
geschnitten.
Und dann war er rotblond.
Dorril lieble rotblonde Haare nur bei Brünnhilde in der
„Walküre".
Aber alles in allem waren sie sehr nelt zu ihr und erklärten
ihr lUyrien, dessen erste Eindrücke eigentlich etwas enttäuschend
wirkten.
Graugrüne Steppe — selten einmal beackertes Land, ein paar
magere Weiden, einmal eine Schafherde.
Dann einstöckige, grauenhaft schmutzig aussehende Bauern-
häuser und, in reichlicher Zahl überall herumstrolchend, ganze'
F^udcl borstiger Schweine.
Wo blieben die Palmen, die BUimcnparadicsc, das leuchtend
blaue Meer, die Boote mil den bunten Segeln?
Man halle sie getröstet. Das käme auch noch. Nur abv\ arten.
Budapest war herrlich gewesen. Zwei Stunden Aufenthalt —
man halle schnell im Auto die Stadt durchqueren können.
Komisch eigentlich, mit welcher Geschwindigkeit man über so
viele Länder mit so vielen Menschen, Sprachen, Gewohnheilen
wegbraiistc — Deutschland, Tschechoslowakei, Ungarn, Jugo- •
slriwien. Jetzt war man tatsächlich im' fünften Land.
Man verließ den Speisewagen und ging in die Abteile zurück.
,. Nehmen Sic eine Zigarette. Fräulein Brink", sagte Frau von
Jancovics in ihrem drolligen Deutsch, ,,Es ist eine seltene Marke
— der beste Tabak, der existiert — heißt ,Die Königin von
Mazedonien',"
,, Vielen Dank!"
Donil betrachtete das schlanke Tabakröllchen kritisch.
,,Das ist zu schade fiir jetzt", entschied sie. ,,Ich nehme sie
mit in mein Abteil. Da habe ich einen famosen Roman — zu dem
kommt sie wie gerufen."
,,Sic kosten den Genuß ganz aus", lachte Herr von Jancovics.
,, Recht haben Sie."
Höflich bis zum letzten, begleitete er Dorrit in ihr Coupe — es
war übrigens nur zwei Abteile von seinem entfernt — uifd ruhte
nicht eher, als bis er ihr die köstliche ,, Königin von Mazedonien"
rngcstcckt halle,
„Viel Vergnügen zum Roman!" lächelte er liebenswürdig.
,, Danke, Herr von Janovics!"
Mit einer leichten Verbeugung zog er sich zurück.
Die Zigarette schmeckte ausgezeichnet. Das merkte man schon
nach dem ersten Zug.
Da legte sich der Wagen mit einem Ruck in die Kurve, und
die glimmende ,, Königin von Mazedonien" fiel aus den leicht-
sinnig lockeren Fingern.
Fortsetzung folgt
i
FRAGEN
die uns erreichten
Anfraijcn erbitten wir an die Redaktion des ,, F i I m - M a g a z i n ", Berlin SW 68. ZimnierstraBc 35-41
Scherlverla)}. Antwort crfol(>l nur im „Kilm-Majiaiiin". Die HinsendumJ von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Aikmiviiic Kriefo werden rilclit licantwortet. üei Maiiu-
sUriiitani;el<'nelilK'ileii bitten wir lol^emles zu beaelilen: .leiler Ant'ra;;e ist
l.'iiiUlMirti) lieiziifiinen. .leile KiiiseiuliiiiK eines Manii.-Kriiils zur rnifiinf;
ist z\ie(Ui(is, nnr Kximses im liiifaMse \nu i — .! Selircihniaseliinen^eiien
find zur Kinsendiin;? an die J'iliiiindiislrie. Kenisseiire nsu. Keeinnet. Tiir
Verlust der eiliKesandlen ManiisUripto kann keine Veraiitwurtiin;? über-
noninien werden, als« sidl der \ erlasser nur I)nrelisi|ilä;;o sernlen, von
liaiulj;escliriebenen SricndiiiiKen (leserlieli) eine Abschrift zuriicUbebaiten.
•
.1 I) s e |i li ('•.. I. u d w i ;;• s 1i a 1' e M : l'ilniseliule in .Muueben. Suiiiieii-
stralJe l.'i. I><nt erlalinn Sic alU^ N.'ilierc.
J,. N.. K li e i n -
1 a 11 d : Leider Uiiu-
ncn wir Ibiicii iibir
Harry l.icdtU.'> erste
(iatliii, die Scliaii-
s|iielcrin l'roft. keine
näheren Angaben
niaiben. Aber unse-
re> \\ i>seiis lebt sie
in Itirliii. WCiin
Harry l.ic.ltke bei
seinen Premieren an-
wesend ist. so Id.'ibt
er aiieh meist zu
allen \ or>telliinf;in
dieses 'rajjcs dort.
K. V. 11. l.s: Wir
r.ileii Ibneii drin-
gend, llire Sli'Huii-
nielit aurzu;irlii'ii.
um l"ilni-l{e(ii>seiir
zu werden. .Viicb
hier sind die Aus-
sichten sehr f;i'rin^.
Vielleicht wenden
Sie sieb eiiini.ii an
die rilmsehnle in
Mimehcn. Siuinen-
str.iUe Ij. Lassen Sic
sich zunächst einen
l'rospekt scbicken.
darin erfahren Sie
alles Nähere.
(i u n t b e r M.,
II a n n o v c r : (iiisll
Stark - (islrttenb.iur
wohnt Uerliii - \\ il-
niersdurf, N.issaiii-
sclie SIr.iMe ll/lj.
.lackie Ciio'i.in ist
nriffcfalir sii ;ilt. wie
Sie n-esehalzt h;ibcn.
Uiihbv (iordon ist
durch Warner Hro-
tliers - Sludios, .'islj.
Sunset Hl\d., Ilnlly-
«diid. K;i|., L'.S. .\.,
zu erreichen. Sie
können deutsch an
ihn schreilieii.
'' ' ' I" I r <• '1 n d i II ]■; r n a . I» r e s d e n : Maria r.indlcrs Adrcss,. ist
Jbrliii-lLiIciis,.,.. Albrecbt-Achilles-StraUe :.;i. .Munlich. dali die Kiinsllenii
aul einen Kn.l antuDrlcn wird. K^on vmi .lordaii filmt noch und ist auch
hei der Sprechbiihne.
. '^- »• l" Leipzig: l!ri;;itte Helm wohnt Ibrliii-Il.ibleni, Im
Winkel .-.. wurde am i;. .März in Uerlin Kcbori'ii, ist mit JCiehard Weilj-
hach verheiratet. fAÜit .Antnsramine, ist iniisikaliscb und kiiusllieliend. auch
SportlreuiKlin, iiiul filmt .lUKeublieklieli ,..\l!inolescu ' mit Iwan .Mosjnkin
ala i'arlner.
K. .\l. 1 !l L* 7 : .\niiy Ondra wohnt Herlin-Ch.irloltcnhnrü. Kiiifiiislen-
tlaniin 17«. Kllcn Kichter lierlii. W , Km fiirsieiid.imm l'h:.. Diii.i (ir.ill.i
ijerlin W. Spe.\<'ri'i Sn.iUe i':;. Dioniii.i .Lieoliiiii li.rliii \\ . Ilcrknles-
H;ius, l'riedrieh-W ilhelin-Str.ilJe l.l. Il.iiry ll.ilm Uerlin-lLilensee. Cicero-
Mr.ille ;")7. \i,-l(ir V.ircoiii ist ;iiineiibliiUliili iilnr Kisircc-Siiidios. Her--
Itnlshire. Ennl.ind. CiH.n l'eindl diiicli l'cindl-I-ilm. liciliii sW |S. Fri.'d-
liclistiilJe :;i(i. zu erreichen. Wir h.ibeii die beir.'ffcndcn Kiinslleriiinen
an die f:ini;;cn .\iitOKr;imui(' erinnert.
K i II !•■ i 1 in f r e ii n d .i ii s .\1 .i n n b e i m : Dolori's Costidlo ist mit
.lohn li.irr.Miiore vi'rheir.ilet. Sie spielt die weibliche ll.inptrollc in dem
f;rolJi.ii .Micb.iel Kerlcsz-I'ilin ..Arche Xiiah'-. Jfiehard T.ilin.inde wohnt
in lloll.\ wood, K.il.. V . s. .\.
!•' i I III f r e ii n d II :i r r y .-i n s d e in I{ u li r ;;■ c b i <• t : IF.ins lir.iiise-
, w-ott<'r wiiliiit Iterlin-t'liarloltenbiirK. Soorstr.ilie "7. iiml i-l nnverhcir.itei.
■Krnst Verebes ist <'benf.ills leiliü-, wurde :ini fi. Ilezcmber in .New Yoik
»aboieii, ist .-ibi-r iinn-.irisclier si.i:its.ini;eliörii;keit niiil woliiil lleiiin W ,
I'.niser Str.ilJe l(i. Triins \.in .V.illen i>t lloiländcriii. :ini :'. Aiiüust ^e-
hi ri'ii. Icdiu- und li.il ihre Widiiiiin- in lli'ilin W . I.iiihci -Ir.ille i'7. Alle
drei Kilustler filmen rieilJi;s-. ..Il.is .\lod"ll \ oin Mont|..i i ii.isse • wird in
der nächsten Spielzeit ui.inlKefiibrl. W.iiiii Lili.in ll.iney und l(rii;itle
Jleliii ii.icli dort kommen, kiinnen wir lliiien |,>icler nicht s.i;;en.
R .'i III o n .V 0 V a r r o - V e r e h r e r i n L ii e i e It., /, li r i c h : I!a-
inoii Xov.irro wiinb- :iiii C. Februar in l>nr;in;;o (M,\ikol yeliorcii, war
iiocli niemals vcrbdit oder «.»r verheir.itet und hli-iht \orl,intit;- in Iti-rlin.
tiilbert Rol.iiid wurde am 11. l»ez<Miiber in (■hiln.ibiia (,\le\ikoi geboren
lind ist durch die Inited -\rtists. 7L'tili, Sant.i Monica Ibnib-vard, llollvwi.od.
Kai., zu erreiclieii.
AuiogrammnachmHiag
im
Lunoi-Park
am Sonnabend, dem I.Juni, nachmiilaös von 4'/.^ bis 6',^
Beily AmQnn
Lee Pdtrry
Cldiire Qommer
selzen iiire Uiiterschrifi auf die Bilder,
die in dieser Nummer veröffenilicht sind
1' i 1 m f r (• 11 n d i n a u s |1 a b 1 e in : l'ainon No\arro bleibt sellisl-
vc rsläiidlicb weiter bc'im l'iliii. .Sie werden ihn bald in seinem erstiii
'Idiifilni ..Her lliidi-" sehen und hören. .Marianne' Winkclslern wohnt
Iti-rlin W. rblandslr.ille li;:l. er-cbien bis j<>t/t in den beiden .\;if;i-l'"ilmeii
..Her l'M>cbiii;;sprin/.' und ..Hie Zirknspriiizcssin" und Iriit als 'l'äiizcrin
am t;ridJ4-n Si li.in^piclli.iiis in Iterlin .iiif. Sie wird natnrliih auch wie.lcr
filiiicn.
Hubert /., II .-1 II n o V e r : ('.•irmen Ibmi wohnt Hcrlin W, riil.inil-
str.ibe i;is.
II. H.. n.: Heil If.-ilbsehwi'rKew ichlsineister in dem T.ili.in Ifarvey-
l'ilm ..Ihr dunkler l'unkf spielte ll.irry l'raiik. .Si- b.iben reclit, es l.iiifen
bei lins lä;;licli mehr .ils bpiidert Hricfe ein.
I'. II. 7.: Hie He-
sehn'ibiinm'ii zu ilcii
jicii.'iniitcii l-'ilmcn cr-
li.iltcii Sie iliirch den
lUustrn-rlen l'rhii-
kiiricr. Iterlin W |i,
Iviitbcner Str. :!7. .le-
des Heft kostet II. i'll .M.
A. V., Hresileii :
Her l'iliii „Hell in
l'r.iiiciisi'e" läuft
noch iiberall in ilir
rrci\inz. Kr f;c-
lanjite Mir etwa
einem li:ilben .lalire
in ItiMlin zur I r-
aiifriiliriiil;;-. Hie
Hauptdarsteller' die-
ses rilnis sind Tred
Höderlein. Mia l'an-
kaii. Hihle .M.iroll.
Mona .Maris. J^ine
lieschrciluiii^- von
ileiii l'ilm mit Hil-
ilerii tiiiden Sie im
llliisirierleu J'ilni-
kiirier. Merlin W !l.
Köthener Slr.iUi- :17.
Met .\., T o Id i
]{.. 11 a in h II rn: Ks
ist niiht aiisucselilos-
seii. d.ilJWeriierl'iiet-
terer nelet;eiitlich
auch einin.'il H.im-
biirs' besucht, l'ani
\\ eticni'r ist zniii
dritten .Mal \ erheira-
tet. Willy l'ritsib ist
ungefähr li .lalire
beim l'ilin.
(' a r m e n H o ii i -
V e r e h re r W. IL,
11 a 11 n (1 V e r : ( 'ar-
men Hiiiii wohnt Uer-
lin W. Iblamlstr. ]:!S.
ijie w iirde in Rom ge-
boren niiil ist mit dem
Rcnissciir .Xnniisto
(ieiiina verheiralet.
Sie spricht mir sehr
t^ciiroclien Heiitsch.
r, I I i ti.. Uerlin: Die .\dresse der Star-Film ist Iterlin sW is.
Friedricbslialle i'is. die I'.iruf.imet i Par.iimiiiiil-Üfa-Meli ol li.it ihre Räume
Iferlin W !l, Itellcx iiestr.-ilie II. lOnr.-id \eidl w oliiil Uerlin W 10. I.iclileii-
slein.illce L'a. l'ol.i .\e;;ri filmt .iiiKcnblicUlich linier l'.inl Iziniiers iiiiil
W.irwick W.ird linier .\rthnr Uidiisons Ife^ie in den IClstrce - Studios.
Hcrsfordsliire. ICiifil.iiid. Kva von Herne wohnt Heiliii-tiriinew.ild, lliilcr-
Ins.illee i:!. .M.ir^it ALiiisi.id ist niiti'r Slockbolm. Räl.inistori;' J. zu er-
reichen.
I" i I in f r e II II d ii. M .i r i ;i I' .i ii d I e r - V e r e h r e r K. 1.'.. K ö -
n i ;; s b e r fi : .M.iri.i l'.iudler filmt in der ll.iiipis.iclie in Iterlin oder
\\ ii'ii, wo sie ,iiicli 'riie.iter s|iielt. X.icli Holl.\w 1 ;;elit sie iiichl. .I.i-
wohl. sie ist jetzt in Uerlin. Ihr neuester J'iliii beilJt ,,Has närrisebo
(Jliick-.
K atze listen : .I.iek Trevm- wohnt Iterlin W. üendlerstralJe 9,
wurde .im II. Itivember in l.omloii ;;eboren. w.ir friilii r .iktiver Offizier,
l(K;iiin d.inn .ils Filmst.ilist in F.ii^rl.iiid und .irbeiiele sieh r.iseli empor.
F.r ist mit «'ilicr Fn;iläiidi'rin verheir.itet und h.if zwei Kimler. Kr ist
ein ernster. ii;iliirlicher. s.\ mpalhischer .Meiisih. .s,.iue .\ iilo;;r.iiiinie niiter-
schreibt er selbst. Sie können sieh also mit Ihrer lütte :in ihn wenden.
Seine m-neslen Filme simi: ..Hie weilien üoseii von Raveiisher^" und
. Itriele einer L'nbek.-iiiiiten".
t; r e t .1 W.. Wesel : Cret.'i (iarho lind .lohn (ülhc-rl sind durch die
Mctio-f ioldw \ n-\l.iyer-Siud.. Cnher-City, K:il.. zu eneieheii. (iret:i (J.irbos
neuester Film beilJt ..Krie^- im Hiiiikel". Aon .lohn (iilbert wird b.ilil ein
neuer Film. ..Hie M.isken di's Kl will Reiner" erscheinen. .\iicb die
llollywooder l'ilmsteriie ^cbeii Auto;;r.imme. Sii' niiissen nnr citieii iiiter-
ii.'iliiinalen l'o-lschein heifiif;-en. <iri-l,i (J.irlio ist \ or kuiveio nach l'ul\er-
(ily ziiriick;;ekelirt und w.ir einine W (iclieii in ihrer scbw edisclien Hei-
mat. .I.iwidil. dii' Künstlerin w.ir schon früher in Iterlin. und zw.ir li.il
sie in dem l"ilni ..Hie freudlose (i.issc' eine ILiiiiitrolle K''spiell.
I' r. \V., Uerlin: ('h.-irlcs Farrell ist durch die Fox-Stndios. Ilnl.
AX'eslern .\ve.. lloll.\wood. Kai., zu errcicbi'ii. l^o Syni bleibt \ orl.iiili';
in Uerlin und spielt aii;;'eiihlicklicli die niännliche Hauptrolle in dein l'f.i-
Filiii ..Her V;i;;abiind mihi .\i|u:itor" mit Lili;iii llarvey. Ron.ild Cidmans
nächster Film licilJt ..IJeltiiii^'. Colman ist mit der Schansiiieleriii Tlielma
Roye M'rbcir.itet. soll aber getrennt \oii ihr lubcii.
M a r i .1 n n r W.. Bonn: AIIp Film.<itnr!< (fflicn Aiitoirrnmnip. Hilil-
knrli'ii. ninli S/i-nciiliililcr. kiiillii-ti Sic iliircli ilic lllii-lrirrli! l'ilinVM'rhi-,
ItiTliii SW !;>. Kiirlistr.'iUi- 11— ."<. bczu-licii. .Inliii lt.iir> muri' i^l mil ilrr
.iiiiciiUniMM'hiMi liliii.li\.i Diiliiri's (■(.^Icll.i M-ilii'ir:ilrl, liii- ll.iii|'lil;ir-
■•lilltT »iin ..ll;iii^i:ilili • w.ircii tiili;i-iiilc: l'rilz AllnTli. Il.riiiim- Sii-rli-r.
WCriuT l'ill.-iliiiu (VI. I.'ciiiilc l!raiiT\M-tliT. ..I>>T Kiiiii;; liir |tiTiiiiia'- i>l
in Aiiicrika lirricr>lcllt worilcri. Wann ilic H:'''iaiiMirn l'ilnic in Koiin i-r-
M-lii-ini-n. i'rl'.ilii'cn Sii- am MclM>r»lcn ihiii li llin-n Kin.ilicsil/.cr. I.illian <.i>li
«nlmi in llc\ crh -Hill-.. Ilollx » iuxl. Ixal. «Jrfla Carlms naihst.-r J'ilni hcilil
..W jI.Ic OrrliiiliTTf. Hilf l'arlncr >iiiil l.rwis Slnni- und Nils Asth.T. Hit
rilni '■pirlt /nni ^nilJi'n Ti-il in lirn 'rropcn.
Ili'rtlia V. »i.. I' r i !• il (• II a n : Hie aiiK<'«i'licno Ailiivssc von Maily
riiri-lian-. >liniiMl nnrli. N'riii. Ucinr KiinliT. Sii- lirlit alli- Ulnnuii. _l»ir
Kini^lliTin i-l aiii;iMili|i(klii-li M'lir \ ii'l .in iliT Spii'ililiiilini- läli^-. ~ii ilaUsii'
wriiimT /.cit ziiiii l'iliiii-n lial. Hiiili lilrilit vic >rlli»iMT^Iaiiillirli ilcr l.rin-
waiiil Irrii. Ihr iiinr^lir l'ilni \-t ..rri>/.illa> l'aliil in< (Jlnrk ■. ..l>ir l'raii
in- Miiiiil" «inl Mii:ni--.i( lillicli in kiir/iT Zril rr»(liriiiiii. I.irii l>r>rr>
i-t iliirrli ilir llfiil-ilif l'ni\ iT^.il. Urrlin W >. M.iiiiT-lralJr ■«;.'. /n iT-
riirlii-n. Sic i^l IiIhikI. Iial Manc Aii^cn. i«t Icili^. unnic in Anistciilam
jrcliurcn. ;;ili| Anl(>;;i!iiiinic iiml lic\ ur/iiiil l.iinn. llir inner riliii
.. Triiinilili lies I.cIm'Iis' i>t iincli mein licran>ucKiiiMnicn. ..Die llcilii;c ninl
ilii' Narr" i>t ilaniaU im Caiiilnl nianrncriilirt winiliii.
(Jcririiilc I).. It ii .s s c I il (I r f : (Jcnla 'l'nn^nlinry; filinl iiiclit. /n
nn^crciii IdiLiiicni kmiiicn wir llincii iilicr ilicM' UiilincnUiin^llcrin Uiiiic
\iisUiiiiri gellen. (ircl.'i Cirliii knninit Mirl.iiili^ niclil n.'iili l'.nrii|ia.
A II n y .M.. I» r c .-. il c ii : (illy l'ciiult i>l lil<inil iiikI lilanäii^ii^. I'.iii
neuer rilin mil ihr >lelit im .\n;;i'iil<liek innli iiielil t'ot.
I. i I i a 11 II ;i r v e y - \' c r c h r c r . 1) a n /. i :; : l.ia Kihcii'^eliiilz «uhiil
r.erlin-(;iiine\\ahl. Ka^par-TlieiU-Sira Uc Is. nml li.it am l!l. Miirz (;<'lmri>-
l.m. I'arla Uarll 1 «nhiit Iterlin-SeliiinchcrH;. llc\v.ihKiral.!4' in. nml lilml
>eil iinni'lahr :i .lalircn. Itellv llinU .\ilressc i>l llerlin-'remi>elliiil. M.in-
liiirt'el>lral.;i' I: >ic i<t mit ilem i;e;;i>>.enr (insl.iv l'eiekx \ erheiratet.
Mari.iniie \\ inkel>lern i>l Icili;;- nml «iiliiit lierlin W, 1 Iil.iml-Iral'ie H.;).
\ er.i \ iininiiia wurde ^iin i'ü. .lull in (tile-~a ;;eliiiren und i-l mil eiiieni
rii>-i-clieii lleehl-aiiwail \ erlieir.ilel.
i; il i I 11 \\ .. \ i e il e r ^ e h «1 n c \\ e i d e : l'.li-aheih Her;;mr «ohnl
Merliii-Ilahlciii. I'ar.idav « ei;- l.i. llan^ l;r;iii~e\\ ,iler lierlin-tliarlntlcnhiird,
>-iM.r-irar.c TT.
I. 11 t I c i;.. Ka - - e I : \;;nes .sir.iiih »nhid llerliii-liriinewalil, Triiheiier
Mi.iUe 1.1. I'ritz Ka.-ii lierlin-Wiimer-dDrf. tia'.iciner sir.iLlc ;i;i.
I -i m ;i K.. t; II a d c 11 d 11 r r : W ill> I'ritM-h «idiiil Herliii W.. Kai-er-
d.'imin ii.'i. «nidc :im l'T. .laniiar in K.itlnwitz nclnircn. i>l iin\ erheiialei
lind yilil .\iiliiKranime. Harry ' ll.iliii und Sic;;rricil .\rm> .-iml mii Niiln-
i^iinstleriniicii. \ ilma K.inky mil Itnd la l'iii|iie \ crmälill.
Irene II.. I\ ii n i j; s h e r h' : Unris de l'.is i>t I'nle. M-rlieir.ilel und.
tilmt M lir viel. \\ iihniiii;;-: lierlin W . I'ari-er siralie T.
Il' i I a s.. |) 11 r t m n ii d : \\ ladimir (laidannv unhiil Hei liiill.ileii'-ee,
.lii.u him-rriedrieli-Siralic .VI. Km-l \ erelies Herliii \\ .. laiiver S|r:ille H..
I i.inz l.ederer Herliii-rricdeii.iii. I". hler-lr.iile 1. Willy IVil>eh liiTlin \\ .
Kai-erdamm ü.'i. NiU .\-lher i>l dnrili die .Meli (i-( liild« \ n-Mayer-Slndiii'-.
( iil\ er-t'il> . K.ililiirnicn. zu erreielicii.
II <■ r I i II e r 1' i I m r a I 1 c 1' n s > y : luaii Mn- jiiUlii «idnd Jterlin W ,
Knrliir-liiidamin lll.'i. Olaf Sturm tilmt Ii. I'ie I l.iu|itrulleii in der
. Herrin der \\ eil ' spielleii Mi:i .M.iy. Michael üidinen. Il.ins .Miereiidiirr.
I'.inl ll.iii-eii. I'.iii neuer l'iliii mit diuii Fu\-Sl.ir llureme l.:ike i>t im
.\iii:enlilick iiuidi iiiilit aii^ekiindii;t. (armen Kuiii i-t ll.ilioiicrin. .Muu-
lieli. dall -le wieder einmal mit .lack 'rre\ ur zii-:immen -luell. her liriil!
an Harry l.ieiltkc ist aii>Kericlitct. Wenn dic-e Zeilen ei -elieimu. i-l der
Kiiii-Ilcr ImlYciillicIi wieder ;;aiiz licri;e-lellt.
O ii n l o r S.. Bonn: Die Benannten Filmo sind noch nicht- nrftiif-
ncriilirt wurilcn. Nein, es ^iht kein IJucli über l.ilian llarvcy. Wir werden
iiiieli einmal erinnern.
I! 11 •■ e II r il t : <'>>i O.swalda wulint Hcrlin \\ S. ,\lancr.<traUi; 11, bc-
liiidei sieh aller iiueli in Wien (durtisc Adresse (iraiid Hotel) nml filmt
..l'riiize--iii auf rrl.iiilr". I.ieii lte\crs ist iliindi die Heiitsehe liiivcrsal,
Merlin \\ '•*. .Maiicr-lraUe sj, zu erreichen. Sic ^ilit .Xiito^ramine. ICim;
liililkarte Min einem lilnisrar ku-let O.J.) .M. Wenn Sie zum l'ilin wollen,
s.i i-t es .-im zweekinätÜKsten, -ich niimittclliar luii den riliii^;e-cllscliaftcii
in \crliiiiiliini? zu setzen. Ahcr die .\iis-iehleii sind -ehr ncrin;;.
I, i I o (1., II i n d e II li II r ^' : lictty liairunr und Kve (iray sind Kn-r-
läiiilerinncii. Jlic Kulle der 'IMiizcrin in ..Munliii Uuii-c- siiiclle (H^.i
'rschecliiiwa. Ihre 'rmliter w;ir l'.vc Uray. l.ilian ll.ir\ey wulint lierlin
W l.'i. J)iisseldorler Str.ilic 17, und hat .im l'.l. .I.innar (ielinrt-t.i^. W illy
l'ril-cli wurde .im i7. .lainiar neluireii. Werner l'itl-chan ist leider Kmle
Miri:;i'ii .l.ihn-s mit einem .\iilu liidliih \ <Tiiii;;liieki. Uiiia (irall:i wulnit
IterlTii W, .S|ieycrcr Sir.il'ic 2.1. und hat ,iin l.'i. .I.iiiiiar (lelnirlslaj;. Zu
emiifehleii ist die Kilmscliiile in .Munehen. .Sunnen-ir.iUe I.'i. l.a--eii Sic
sich ziinäch-t einen l'nispckt senden, dann erlahreii Sie alles N.ähere.
I. II . li :i t i II 11 r : Iwan .Musjnkin widiiil lierlin W . K nrlnr-teiidamm lll.'i.
Willy l'rilsch lierlin N\ . K.ii-erd.imin ü.'). Klisalielh lierf;ner lierliii-1 ':i lilein.
rr.id':i.\ WC- l.'i, liri-ille Helm lierlin-lialilcm. Im Winkel ,"i. funradt \ cidi
lierlin W Jii. l.ichleii-leiiiallee Ja, Kriist Vcndics lierlin W. I'.niscr siralJe lü,
ll;irr,\ ll.ilni lierliii-ll.ilen-ee. l ieeru-tral'.e .iT. (Kk.ir M.iriun lierlin W,
iMiiliirslendamm llu. ( arl de \ u^l lierlin-.Vi-iilempelhiil. Hiiheiizollern-
k. 11-11 .i.'ia. I\an relruvich i-t diireli die (ireeiilianm, lierlin SW i,s. Kiieli-
-lialie t;i. liun.ild t ulm.-m durch die l'iiiied .\rtist-. T-'uu. Santa Muiiiea
liuiilevard. Ilidl.v wiMid, Kai., zu erreichen.
Miller n a c li t > w a 1 z e r . .\ I 1 e n s t c i ii : (liarlcs l!uf;crs l-l
diiirh die l'ar.imimnt, .Marathun SIrcct, llollx w uud. Kai., I'. .s. .\.. zn ■er-
reichen. Amerikaner, iiin crheir.ilet. tiiht .Xiilui^rammc. (JruUer liliimcn-
iind Spurltrciind.
Teddy und (ierry ans lierlin: Iw.iii l'clriiwich ist durch die
( iieeiiii.ium-l-'ilm. lierlin sW i'.s. Kueh-traljc lil. zu crreiihcn. Tred l.uiii-
Iciih uuhiil lierlin U. j;eji('iislmr;;er Sir. 1 1. Ulli) (iehiihr lierlin W, Kiir-
lur-icii-lral.)i- lls. Il.ins SInwe lierlin-ll.ileii-ee. l'anl-huriii'r Str.ilie ;l. (Irele
.Mu-heim lierlin W. l'.iriscr SIraUc JT. i;\elyn Hull lierlin-Cliarliiltcnliur;;.
>i Itiller-lr.ilie 121. Klizza l.i l'url.a lierlin W. Nnrnhcruer Str.ilJe i:(. Andre
M.iH.nii lierlin \\ , .Marliurficr Sir.illc :;. l>r. (icnl Hrie-e Herlin-W ilmer—
(hui. Na--airi-ehe Stralle Jsjli, .\lliiiis l'r.x l.-ind Herlin-Sehm.u ;;eiiiliirl .
l.'iihlaiT siiaLie l.i, .\iii;elii Ferrari lierlin. liu/encr Stralle !i. Ol.il' l'dii-s
Kupeiiliaueii. St. Knnd-viy J(i. Ivur Ni.iellu l.iindiiii 11. .\ldw\eli; W . ( '. l.,ir-
H.iiisDii i-l durch die Kl-irce-siudiu-. Ilcr-ri)rd-liire. Kiii;laiiil, l.icii l)e.\cr-
diircli die Deul-che 1 uiM'r-.il. lierlin W ,s. .M.iuer-tralie s-j. Nils .\-iher
diirili die .Melnl-(Mlldw.^ Ii-Majir-Slndius, ( nlv er-l'it\ . Kalil'urnien. zu cr-
leieheii. Hie 'ruclrulle in ..l'riiiz I.Ullis Fcrdin.ind' -piidle Hall- Sinuc.
Ihre (iriilie .an S|ii:>n und llilla -iml :ins-;eriilMcl.
I' i I m r r e ii n d i n .i ii - W c s e r in ii ii-d c : l.'aiuun .Nov.irru weill
.ielzt in lieiiin. Hueli diirreii wir .auf \Viiiiseli des Künstlers seine liie-i;;e
.\ihessc leider nicht aii;;elieii. Niivnrru hat nie die Ahsiehl t;clialil. ins
Klii-ter zu ;;elien. (irela t.'arhu i-t nicht mil .lohn (liliierl verheir.-itci.
li e r ^- II e r - I. e d e r e 1- . 1 1 r c - il c 11 : Kli-.ihcth licr^iiier wuhiit Hcr-
lip l'alilcm. F.ir.id.iy w ei; l.i, l'r.inz l.eilerer lierlin-Fricdenan, Feliler-
.-U.il'ic I. Feilerer wurde in l'rat; nclmrcii. i-l iin\ crlieirritct, hei der
Spreehluiliiic iiiid di luilierle Nur nii';et;ilir einem .lahr in dem llenny INirtcn-
J'ilni ..Zufluclif.
K n r I I'.., li ra ii n s c 1i w c i i; : Mit I:'. .lalinu hniiicht man wirklich
m.eh niilil zum Film zu nidicli. Im iihri^jcii sind die .\n-sicliteii dort sehr
Hering. 'I'uni 'l'yler wohnt in lie\ crl\ -Hill-, llullywood. K.il.
Was der Kunde lobt, ist gut -
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presse Urteile von NAG-Wagen-
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Bi- lifiitc. vcn'lirtc l[.iii<rriiu. Iinlu'ii Sii-
Uir.'ii sili« ereil lienif in alliT Stille
;;i>hI.I. aU eine Sellis|\ (.r^tiiiidlieliKeil.
Min iler man iiielit viel \\ esen< niaehle.
\ lelli'iilit lie-^praelieii Sie liier iiikI ila inil
ilircM Ireundiniien Kiiclinielliinleii iiml ilie
\lii;;li(likeit. auf !;('-iiiiiler lia^i^ /ii -i>areii
iiii'l Ihre Zeit ricliliu; eiiiziili'ileii. Alier in
M.lelieii J)iskiissioiieu ptle^l ilie llaiislr;ni ihr
|ier>iiiilielies System liartliäckiu; zu ver-
teiili;;<'M. nnd ila dessen jeweilige Vnrzii^e
iiiiht liraUtiseli uiitiT lUnveis gestellt wer-
den, felilt jede nnmittelhare N'erüleiehs-
iMu-liehki'lt, wie sie sieh dun h Kiuikurrinz
auf allen anderen Cebieten cruild. .\u>
diesen Kr\vä^iinf;en heraus wurde der tie-
daiike eines IJeieliswettkoeliens n<'lii)reii.
dessen ^ eranstalter die deiitseheii (Jasuerke
sind und hei dem die llau^fraiieii im (ilTeiieii
W idlstreit ihre haus« irlsehaftliche (iesiliirk-
hehkeil (itTcntlieh erpridieii und ver^leieheii
sidleii. Ks liaiiilelt sieh darum, in der kiir-
/e^hii Zeit hei gerilltstem li;isverlir;iueh ein
schiiiaikhaftes Kssen l'erti^fziistelleii. .lede
Teilnehiiierin erhält fcleielies (leriil. sli'iehi-
l.'.dimalerialii'll und d;is ;;leiehe Ciaskneher-
m.Hlidl. Im Verlaiifi- des letzten halheii
.lalires sind die örtlichen ANettkuelieu im
;;aMzeii Kelche durchi;i'fnhrt wurden. IMe
.su'KcrinncM liahiMi sich d.-iiui wieder iu
renKPiialen Hezirkskochen nnterciiin ndi'r t;c-
iiievseii. und die .Siegerinnen dieser JlczirU"-
«.•llkdcheli srhliel.;ii. h halu-u «lie liercch-
titiUii;; erriiu^en. .-im ,'i. .Iiini au dem •;ridien
IJeichsw eltkiiciien in IJerlin teilzumdiiiien.
d:i^ anliiLllich der f;riil.'ien Aiisstelluiifi- ..t.;i-
iind Wasser" im Ki)nzertlians .,('lc)n" sl.ill-
tiihlel und hei dem die end^ultii;e l'rainiierun;;
der tuehti;isteii aller tuehlii;eii llansfraueii
.stattlinden soll.
iinil
iliiit
riiUrri'
M (• 1 i I t :i V.. It r h 1> T ii <• k (• Ip <• i I' d t s d :i ni : Daisy DOra s|m.1I
ilii- wrililirlii- Il.iiiptrollc hl lU-m iiiii.ii r:irl(i M.liiii-lMlm ..li:«^ \ .tmIi« uii-
tlriu- T.->t:iii.riir' iih.l i.-t .lurili .II.' Ili.ii.-Iili.i. H.rliii s\\ IM. 1- ri.-.ln.li-
str:ilJi- .)— Ii, zu iTriMiln-ii. l.'imiiiii NoMirni ««■llt iimli iiiiiii.t imKii-iiiIh im
it.-rliii, wi) er tii-san« ^lllrll(■rt. Siiiu- A.lro^.' kaiiii ;iiif iiiiMlriiikhiiifM
\Viiii»(li ilrs Kliii-ll.Ts iii.lit iiii;;.!,'.! \x.T.li-ii. .I..«<.lil. i\-r Mühra«;.
si.l.-ltc .II.- D.ini.-lii im ..Kaiiipr il.r 'nTli:.-. M.is Unn N..v.irr..-Hii.li
.•rli;UI.'U Sil- .liir.h den M.i\ M!.llK>i'ii-\ «•rl.i^r. Itirliii S\\ i.s. UilUT^IriiUf ,1.
\l,."li.li. il;ili ..li.n Hur- iinili .•imii.il In li.-rliii l.iiil'.'ii «ir.l.
"k i I a \| ., r I a W a ii .1 1 .• r- \ .• r <• li r .• r i ii . Hall.-: Hir.- (iriib.'
an Maria l'anill.r iiml llllila I.'.imIi --In.l aiis-.Ti.lil.'t. Hil.lw iniM-li.-
M.i'Min.Tkl. Ilil.la K..->.li «..hnl Hi-riin NW i:i, A;;rik..la>lr.ili.- l.I
ninrc aii'iiil.lM kliili In Slaaki'n. Il.-lna Tlii.mas ij,t S.liw.Mlih nnd \v..linl
K.rlin \V, KnlM.-in.T SiraU.- .i. 'Irii.l.- H.-rlln.T lial an. Ii >. In.n
Jt.ilUii In. l'ilni jr''>l''<l'- •"'i"' i-' •""■'' ''•■'""••••''i- ""• «•nii.l.-lil.'ii, miI
mit Anl.i^'ranimlilllfn am lM>lfn ilirckt an illc riliiinrdlirn zu «.•inlcn.
II .• r I a H.. f .> li n r K : Snzann.- l'.l-
Mias >i.i.'llf .•in.' Ilani.lriiil.' In ili-m l'ilni
..ll.irn.'nwc^' .-iniT l'iir>lln ■. 1>I.' Kr/^ali-
hiii;; Min ilcr N.tI.iIhiiik ":>r mir lin
(;it7iiIiI. Wanini Harry l.i.'illkc niilil
mi'hr mit s.-in.-r Calliii Cliri^la 'Cmly
lilnit. .Tlalir.'M Sic :Uii si.-luTSI.-n .Inr.li
l.ic.llkc M-lllSl.
r. V a (i., W i I ni c r s <I .. r f : Klisalnlli
lu'r;;n<T wiirilc am IT. April in Wl.ii
(;i'l>i)ri-n nn<l lii'Snrzn;;! nn^iTr-^ \\ i>:s.-n-i
.\llmi)~.-n. Nein. .-i>- i^l nmii niilit m
UcrliH.
K 1 1 m I .1 t I (• Ii .' n . f li a r I .> M c ii -
h II r fc : l>ina (irallas iii'nc^lcr l'ilni i>l
..Kill kli-iiKT \..rMliiiU auf ilif Si'li;;-
kfil-. Kamill: .N.narr.i i>t li'.li«. Hi-im
rilni siiiil .11. ■ Anxi.iili'ii auf Krf.iln si'lir
;;i>rlnfr. W.'iin Sic Ir.il/.ili-m Ihr Hell \fi-
micIu'II miii'lil.'ii. m> »iilli'ii Sii- si.li liilli'
nnmilli-lliar an .lii- (i.'^clUclialt wimhIi'H.
.\li.T, maclicn Sic .-.i.li auf i;iilli.ii>(linii-
)i.-n n.'laUt.
,.l II « .' li .1 r ^ > <• li " ii r m t !' IM.'
(■.'iiaiiiili-ii ami'rik.iiii^ili.ii Kilm;;riilJ.-n
.rrciilmn Sii- ilnr.li .ii.- Mctrn-Iuihl» \ n-
.siiiirni>. tiihtr-tily . Kaliliiriiii'ii. Sii'
nch.'ii Aiitii;;r.immc. I'iiia (iralla «iiliiit
H.Tliii W. Siicy.'r.r Sirai;.' i'i'. Wall.r
Killa \-t M'rlii'irali'l, hat am :'-'. Aii-ii-l
(icl)iirlst.i);- iinil wuhnt Ucrlin-CliarhilliM-
hiirtr. NNailmlil.'r«.'- li. .Vinlrc .Maltunl
hat am -I. Ki-hriiar (ichiirl^la;;. i>l nii-
v.Th.'iratcl iiml li:il s.'inc Wiihiiunt;
ll.TlIn \V. MarhiirniT siraU.; X
\: in 11 a r \ .■ y ii i s t : \h-u Lichlin-;^-
kiimiiiiiii^tcii Min Mliaii llarM'y kiiiini'ii
wir Ihnen im .ViiKi'iiliU.k nii'lil >a«.'n.
aii.-r wir wi><cn. .iaii l.iliaii .■in.' >.'hr
KriiLii' Miisiklr.'iimlin i>l iiinl \ li'li- Kinn-
liuiiislcn zu ihr.-ii l.i.'liliii;;cn zählt.
(» h a . li .1 m h II r ;; ; ll-i' St,ihr.i»a
iiikI (iii'll Slark-t;>l<-tt.nliaiir mihI I*.'-
Mi|vliliiiMlian>pi.'lfr. Il>.' Slohrawa »nnic
in K.ilii mh.ir.'ii nml wiihiil Hi-rliii W .
.Xschaffi'nhnrK.'r Str.ili.' (1, hei !(.•> >.r.
Kihlkart.'ii x<m l"ilm>tars. aiirli Sz.-n.'ii-
hil.liT. kiinn.-ii SU- .liir.-li .Icii V.tI.ik
lllnstricrt.' I'ilmwmlic. Ifcrlin SU iis,
KmhstraUi' H— «. li.'zi.'h.'ii.
I.. .S c li.. S 1- Ii \v .• i z ; Ihr Hrii'l i>t
\v.-ilcr;;.'l<'it.'l wiinl.'ii. .
.\l i z z I . (i .• I > <• II k i r .- h .• n : V^iirs V.^lcrliazy ist mit l- iliiiilir.-ktnr
Si.k.il MMlii'irat.t. lliri>la Turily lilnit vnrhinli:;- nicht iiiclir. Nur .-.ehr
«.•iiiKi- Kilmil.irNlellerinniMi liaheii mnli lan(;.> ll.iar, n. a. Ili'iiny l'iin.n
nml Km'I.mi Holt. ,. , .,
.1 » h a II n .- s \V.. K i ." I : l>i.' Si>krct:irin in «lein \aii de A elilc-l- ilm
,,l)ii> Khe" >pi.'ltc Manna Waa«. '•">• Knii>lli'rin war ••iiicli in ciii.-r
Ijii.ll.rcii Hullc im Ma.ly llirisliaiis-Filiii ,.l»as hn-iiiicmlc Ilcr/.' zu s.-iieii.
r II in f r c n II d i II Sonja v. .1.. 11 n m I) ii r R : .Tack Trcvor lia» am
II D.v.emher ti.'hiirt-ta''. i>t mit einer KiiHrlämlcriti verheiratet. ki''I Aiit.i-
urammc und hat lilai.c Alleen. Kr spii^llc bis j.-lzt ... a. in r..l;,end.n
Kilmeii- Ihr Kal/cn>t.i;- . ..I'n- SaiulKralnr-. ..Hie D.inic iiii.l ihr t h.inl-
teiir- M.idernc Piraten-. ..l-r.-.iilciii Kl».'". ..Hie wcilicn ü.iscii von l!a\cii!-
l,ei--' "suiii ii;i<l.>.ter Kilm h.'ilit ..llriefc einer riihekaiinteii-.
"w'erner K Z ii r i .• h : l.'ieli.ir.l l'.i.hherfi h.it .-ein.' liKCiic Film-
•'.-.lUchitt Sie hat ihre Häiiinc in Herlln S\V 4^. Kri.-.lri.hstraUe 171.
ff. ilic iieli.-l.ti-i Stars .liireli ihre Kilmtäti-k.'lt stark in Anspruch i:v-
nonim.'ii und \ieir.ich .luf I.'.'iscii sind, sinil lanm- V.'rzii-eniiifien natnrlich
iiü'li.li Hina (ir.illas l.i.ddin-shlnmcn sind Tnipeii. Welch.- Il.morar.'
Inr^ciii 'l ii^tMii.'hlr.'hh.i.h -.viihlt w.-rd.'ii. l.iUt sich nicht In eim-n Taril
Ii.«eii Has h;innt von «l.'r Ifc-clirtlii'H ilc- St.ilTcs. ili-r (trl-inalität und
v'i.dcn' 111.1. 'rcn riiistän.l.'ii ah. .I.'.lc (i.'sclKcliart hat ihr hcsiimmti's Pro-
.I.iklloiisiiro-ramm Hl." .'im' pro.liizi.Tt \i.ll.-icht aii'<hlHd.)li.li l.ii~i>picl.'.
eine zweiti;".lrclit Ahcntciir.'itilm.-. wi.Mler .■im- .iiid.'re l'rolilcmlilm,' usw.
|l r e 1 II a 11 n a W a a n- \ er e h r .• r:
llanii.'i W'aaj^ w.diiit U.'rliii-AVilmiTsdorl',
l.iiitpoldstr.iil.' JT. K'ht Aiitnsramiii.-. »i.-
spii'ltc a.ilJ.'r im ..Krennen.l.'n II. -rz'
iioi'h in iler ..Kli.>'- nii.l wird liahl in
V .■it.'rcii Kilm.'ii zu selii'U sein.
.\ n .1 r .• a s V. i ii il ii n c h e i. :
Louise Itrooks lilmt an^cnhlii klich lici
iliT Sol'.ir- l'ilmi;-escllschal't in Paris
..S( liönh.'itskonkiirn'ir/'.'". Da wir M>n im
Aiislanili' l.'hemli'ii Stars .\nl.)';ianiii.i'
iii.ht \crniiltcln. h.'d.iiicrn wir. Ilir.'ii
Wunsch nicht crfiill.'ii zu k.imicn.
.1. K. M.: l.eid.T kiiniU'ii wir Ihnen
kein.' pr:iktiscli.-ii l{.it»clil:in.' ^.di.'ii.
Wir li:illcii .'S fiir an. zw .■ckiii;iUi;;-ti'ii.
w.nn Sil' persoiilicli an .11.' I"iliiiii.'s.'ll-
s( li.'irteii schr.'ihen nn.l Ihr Aiili.';:eii
Mirtrai;.'n. .M.in wir.l Ihn.-ii .lann .iiil
all.' liille licM-li.'i.l f;<-h.-n.
II. W'.. II a 11 II o v .• r : Kiliaii llar\.-y
spielt.' in il.'i.i I ra-Kllm ..Ihr .liiiikl.'r
Punkt' <'iiii' llopp.'lroll.'. sie war aKo
der l'cx iicNtiTii mit .lein ;;hitlcii H.ihi-
kopl' wii- die hl lliicM^e l.lli.in. Die
(i.iK«' elii.'s St.irs riclili'l si.li ;;:i.iz na. h
si-iiier l'opiil.iritiit nml auch nach der
Art lind tirolJi' d.T zu M'rkörp.Tii.li'ii
lioll.'. Das l-'ilmmat;azln in .Icli l'la-
'l'li.'at.'rn ist .Icshalh hilli^er. weil i-s
.i.ht Seit. '11 weniger rnifan;; li.it.
II. W . U II.. M ii 11 c h e n : ..D.'r llih.r-
li.dz" w.ir.le Miii Kricli Si hünleld.'r iii-
s/eiiiert. ..Dil- S;indy;r;itin' \ oii ll:iiis
sirinholT. ..Di'r H.'lli-lstnd.'iif mhi llii-
doir Wallh.T-Fcin. ..Kit l.'lzle Mann-
\ on .Mnrn.'iii. ..I'oseii ans d.-m .s^inleii '
\on f.irl Kro.-Iich. ..Die l.-l/.ti- Dro-ehUe
Min K.-rlin " \>i\> l.iipii Pick, ..l'rii-d.--
i'ikns Kex" (.lie Iriilii-ren Kiliii.-i von
Arz.-ii voll fz.-r.-py, ..D.-r .\lle Kritz"
MIII <ii-rliar.l l.ampr.-.ht. ,.Die Koni^s-
;ir.-nadier.-' w.ir .-in l^m.-lka-l-'ilm.
I n ü .- I{.. Ha y r .■ ii t h : Der Part-
ner MIII ( 'onstaii.-.- 'ralmailK.'s in ..Hoheit
lniii;;iiilo" lii-iUt 'riilli.i (armcnali. Kr
wohnt in ll(ill.\wood. K.il., f. S.A. .\orma
lind Coiisian.'.- 'J'alnia.l;;.- siiiil (;.-Mliwi>-
ler. I..n(-n sie ili.- .j.-w .-ili;;.' liihlkart.-
nml .■inen iiit.-rnation.il.-n Postseliein hei.
ilanii wi-ril.-n Sie si.h.-r .li.- ;;■(-« iinsclilcii
Ai.t.i^iramm.' .-rlialt.-n.
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Neue Scliallplatten. Die l.i.-il.-r .-ins .l.-in ;;riili.>n :ini.<rikani^clieii Ton-
lilm ..Tln- siii;;iii;i lool- sind x-lhstx ersl.imlüch an.li auf Si-liall|ilall.-n
r. st^ii'halt.ii. D.-n H.inptsclilan.-r ..Snnny It.iy hört man gleich zw.-i.nal.
Kinmal lirinnt ihn AI .l.dsoii inil Orchcst.-rh.-^l.-itniin-, nn.l .-in zw.-ilcs M.il
;ilht es i-in.-n ..siimiy Ho\'- KoMrott. — AI .lols.ui ist iih.'rli.iiipt .-im-r
.l.-r herhhml.-^t.-u und pupnl.-irst.'ii Sih.illplatt(-iis;iii<;er. Itruiiswick lirliist
aiiiii-r ilen oln-n In-rcits .-rwahnteii l'latt.-n iioili ..Thi-n-'s .-i. IJaiiihow-
und ..Ifiiiind m.v slionld.-rs". — li.-i ..(Irammophon" kann man das Opus
. i;.'-;i-nho.i;eii';laii/."' als (lr.li.-st.-r-l'.i\ erhalt. -ii, .-in.' Pl.itt.-. .li.- in Am.-rik.i
lii-icits ilie h(-n.erkeiisw.-rte .\iillanc \ im einer .Million .-rh,ilt.-ii hat.
MFDVftCFf 2w anjisvorstcllung.. Schwermut, Unruhe, Unlust, Gedächtnis-,
REK* V9C« Nerven-, Willensschwäche- (Rauchen. Trinken, Morphium),
Angst, Bclangcnhcit, Erröten, Neurasthenie. Stottern, Schlanosigkeit, Hysterie,
Suiiijcslions- und psychoanalyt sehe Behandlung für Gemüts- u. Nervenleiden.
^W. 9 C ■■ a mm 4S W ^ r ■«. Neue GrünstraOe 20. II. 5—6.
3(ft fidh' ©i* «e6!
■JUcr iitliri)U' i-.'urtc, Mc itiiicicm Wciiuil mulil
fiiii, mic l.iui: Viiftc Im :'.'i.ii. '■I'.'ii' .'hi-i :i.i.'iiieii
liiiti- i'iiifrt)uiiiiiicii, io loiiiicii iiiitl) Mc ii.iiiu'<ovfiimoii
S-.-üilo „,\d) Imb' Ti(l) Hell!" ciiii'o J.i(lC\x i'i'niolii'ii.
•J-,-iuiiiit tirtciitlirtjy l}\\ flil't m\- :,\\ mtii: ^<>x\\\\i<i■
Slbcv Mo .^■lllllvlrtv»ll^c hciiVii: „Siitticiit" lnl^
„V5iiitiiii(i1iii«i\". ■J'öolH'r toimiil hicv^-V ii.uii: Cv^
nilit f'K-firtilcr, IUI öcuoii m.iu iid) iiirtit jiitltolu'ii
liiiiii, iiiiö c-> iiil't jolrtic, lici (lovi'ii Vluhliil niiiii
L'iili» iilicvi;itli(U iji. Hut" mit i*>i'v l>iiti.iiiirimnii üt
t>> iilpiliri). (xiiiii.i l'cttfiiftoiv^ i"<i\iiii, un'iui t>iu- (xVcjithi.
i)ii>> udr lii'i i">cr 'iJiiiiiilii'liloii iioliclM hiihcu, iiii ;)iCli
iH'rlicrt, (liill Jiiiiiiii .\ii;,iiiu'lii)uii. x^-ir Hi-lu'ii ciiicii
ilr.iiiii :llo(i'u, iKlitiiiH' fic t.miviid) iiiift iniS in
2diitulH-il iti.ihloii. a-.'it lti'lu-it ihn iiirtil iiioliv,
iiii'iiii er li.ilb iioibiiihi lit iiiiA <\ii U'cllcii bt'iuiiiit.
(xk'iuiji flll^ bei i'iiiciii -Ml eil 1(1)0 II. ^Cll mit ili'beii,
in boiior,tii|iU'iH :'.'.'.ii;c Mc iccliiriu-ii 'J-.-cvIc iiiu»
fd)iii|iiKl'eiiA. iNbcr >iii^ .v|i>rpcrli(1)c iii iiiiiiiiit .iiti"
öic Tiiiu't ^ürt) nie iuu\iiif<t).illi"ii; co fpiiihl iiiiiiu'i
.iiiiu'roiiiciillltO niit.
Tii-,- fulltc fiel) johc-> Wiiiiiliiii, ii'i>i- ,"\ Villi ioit niu'
"-'liiiu'it liiillcii. ^.'i.ulH'it 2ic xUlv Sliitliu iu icboii
iiiiii fi> ici.U'Oll, Hilft hiiltoii Sic Ci* \o bciiclin'iKv-
movt ii'ii' iiiiciift iiiü|ili.1i. T.iun n>ii& ft.u- a-.^ort tfjii lüitciiloc- ihui \\n-> snui ■.)!ci),iii& (U•b^•.lrf)tl^^
,.M) h.ib" Ti(l) lieb!' vcdit oil mit» idiv l.iiiiu' -liiitliu-iii ,iibt 0,hiicii lU'ii.utou Sliifidilui! iibcr Mc
i>cit, (U'iiii' V'iiit mit 'Viili'lu i'iittri)ii'iiii>i'l, uiift in
fi.K- (^icfiriit Itniiirtt ein uiiiiitioilioblidjcc-, blcibi'iitiiW
V'MiilH'ii!
oiilni" iit ,Vii' ein lliiiiu'ii, luiti iiiiiii n>ivft fiel) C\\)v
tMi'iiriit nie „ilbi'v" jclii-iil
Tic iiiciiicit ;Vi'iift(l)Cii iiiu") ,\riiiicii bcrtchcit in
!)cv (^ici'irtjl-.HMlciu' einen Aeliler iincl) tieiii iiiiftereii.
ai-irflid), Cö iit fo: ,vii)iieit iieibliiheii nirtil luiii
(elbiti 2ic loiicii fid) iieibliilieii! tliiii ftobei hntieii
iic ee. fo leidit, ein liebliil) bliiheiifte-;., iiilteiifieiec-
<^H'fid)t ,111 beüneii itiiii ,-,ii beliolteii, felbft in iior=
nevmlleii .wiliieii.
i-.Mc iieiiii;^ •.'i'elimeii 2ie eiiiindi -Wiiviiliiii 0"vciitc!
2ie iilmeii tiuiiii, iiiiie- ;i.ii'iiiitliiiiA.Meme iino ohrem
t^'iefiriit liei-.)iie-.-,iilioleii j.iliiii iftl 2ie uicifteii fdiini
ciftiiiint fein, iiieiiii Sie Cviiibliil in Me bei tiiic-
eiii(iei\itii|\eiieii lii nnii Tiiiilfdireibeii (itot.iviell be
illiinbiiit), iieliiiieii, in fteiteii ^lr,-,liiiiien, ,\iiinit'
lerliineii iiiift r.iiiieii iiiift A>eireii .iilev iiiöijHdieit
■J'einfc i'ün bleiifteiiiieii (.vrfi'liU'ii fpvertieii, t>ie fic
ftiird) A'i'iniiliiii (.»iciiic iicli.ibi liubeii. ,\iiiieii tier
ßcljcit, {djiiifc Viiiieii iiiiii U(iiii,ielii meiöen neiiiiU
iiiilftc Hill» tieiiueifeiiftc a-.Mvfiiii|i fter iiefiri)tc>iicr'
iiiiiiieiiftcii :'.ii'innl.iii (Ereilte, liiiieii i'liu-,-,nii beliebi»
rtcr Tiiiitiriircibeii beloinmcu Sic eben fall •;•; ft.i.vi
lind) nort) eine 'Vvobe ~h;rtriilint--l5ieiiic, tioiiiit Sic
Mefelbe eiiMiil) leiiiieit leinen, fteitu fic hilft vVikcii
iiefd)iiMUi)!
Sd)iieifteii Sic ciiftitelieiiheit (^'Miiliv-be,-,iiiie-fd)ciu
.iiix*, Iciieii Sic ihn in ein oifeiiec- .vtiu'Cit, ii'cil
Cv- tiiiiin ftiivd) rt'iii,; Teiitfdil.im'» itiiv •"> "l-iii. "l'orlo
U'itet, itiiö fd)i'eibeii Sic .mf Mc :liinlicilc fte-j
.viiinert-;. o'ivcit ^Vniiien iiebjt (teitiiuev Slftvefic.
i*Wiitiv-be:,inie-fd)eiii: Sin ftcii W.ivnl.ui'Jn'i trieb,
'i'crliii m, .vrici^iiriiftv. ^i. I5ibitlc »Viie -Vvobc
:Vi.ivi)liiiiA.>iciiic, ftiT,ii JiiK- ''."iidilein über llniic
Srtiiiiilieilopileiie; beiftCö ludlirt toftenlo-;- iiiiö
i'ortofrci.
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Die Ufa-Theater werden mit
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gereinigt.
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Chemnitz Sa., Falktplati 2 Coblenx, SchloB-lr. 35 Danzig, Tiipfer:^assc 23 24 Dresden -A., Praijcr Str. 35 Düsseldorf, Stcinstr. 2 I Essen,
Hauplstr. 27 Frankfurt M., Mainztr LandstraÜc 59 63 ' Freiburg, Kaiscrsir. 132 Görlitz, Jakobsir. 16 Halte S., Maijdcbiir);^ r Sir. 56 Hamburg 36,
Gr. Bleichen 31 Hannover, Bahnliofstr 13 Kassel, Obere Koniiistr. 13 Kiel, HoUtcnstr. 61 Köln Rh., Höh.- Sir 64 Königsberg, .MünzsIr. 17
Leipzig C 1, Rudolphstr. 4 Magdeburg, Breiler Wei; 3 b Mannheim, D 4. 6. München, Salvatorsir, 18 Münster, Rosensir. 9 Rostock
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Außerdem Verkaufsstellen in weiteren GroO- und Mittelstädten des Reiches.
7,iigeiiomnien ^ J^*"
schaffen S
kraft und
„Eta'-Chi.
und diese 18 Plund (jlcichmaßiii ver-
teilt auf Gesicht. Arme. Brust, Hüften
und Waden. Bedenken Sic, wie Ihre
Fi^ur durch diese Geuichtszunahme
verschönert wird und um wieviel
Sie sich dadurch begehrenswerter
machen.
Durch die wohltch neckenden
„Eta-Traiol-BonboDs"
ffür Damen. Herren und Kinder von
l^leicher WirkunfJ), die nach der Malil-
zeit f^enommcn werden. läßt sich das
K<irperjiewicht in einij^en Wochen um
10—30 Pfund erhöhen. Die unschönen
Knochenvorsprün*4e an Wan^^en und
Schultern schwinden. Pfund für Pfund
nehmen Sie zu. an allen Körperteilen
zeiiJt sich Fettansatz. Unbchaijen und
Unlust weichen, und nach ein paar
Wochen hat das bisher schmiichtitJe
Aussehen einer vollen, ebenmaßiiien
Erscheinunii Platz licmacht. Zugleich
le aber auch, indem Sie die roten Blutkörperchen vermehren, Nerven-
Blut. Schachtel M. 2.50 fiesjen Nachnahme. Zu beziehen von der
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(IcIIh» iiiiil lir.-iiiiio KleeUi'n des
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Il.iiithrauiniii^i'ii ii. ll.iiilM'r-
r.irlllJlllilll MTM'll« illcll'll Mlll-
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.Pigmat"
Wii- pciiiliili cnipriiiilrii .'<ii' vclli^t mIiihi ilic
riirfiiili)-lli-ii lliriT ll.iiil, .iIm'i- — wir ;ili-
sliiUcinl iiiii>scii sii' rr>t .iiif ;iii(lfii' «iiki'ü.
Wie oll iji.'i;; ein iiii:ippi>lilli>'ii<'l' 'l'i-iiil (Miick
iiiiil l.iilM- z<T>löicii. Vi'rxMMidc'ii Sio d.ilMT Soforli;;«'" Aiiniclliin- ii. Hh-i-
mi'iiic Sch.-ilUiir ..N' o v ii <■ c r in ;i". Sriioii i-lniiiK der ll.iut, ilii- lilciidciid
lijicli der iTsIrii .\iuvciiduiitf lii-sscrt sich Ihr 'nvx und wi-ilj wird. Wenn
Teint :iiiir,ill.-n(l. I'ick.-I. .Mitesser, lliiiit-rirlJ. Slo .illes Möjiliclio «Mlol-los
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Films die komischen Seiten al)v;;elausdit hat.
A US de m Inhalt:
\V'eltii;:esctiidite im I'ilm — Aus den Kindertasjen
des Films — Natiirvjestfiidite eines Fdms — [■'ilm^
Könige und ^Adjutanten — Der Regisseur —Der
Diciiter — Die Kritik — Der Mann, der alles
dreht — Die Niegenannten — Im Glashaus
Zwisdien <leii Kulissen ~ im Cafe der Kom-
parsen — Aditung! Aufnahme! — Die Dis'a
Der sdiöne Mann — Abenteuer, Sensationen
und Grotesken — Romantik — I loll>'\xood ivrotik
Film undl'amilie — Die Gröinen ihrer Zeit — Kino
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leitung A. Roscnthal — Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oestcrrcich verantwortlich Robert Mohr, Wien 1, Domgasse 4. Verantwortlich für Anzei>!en
Wilhelm Schaeftr, Charlottenburii. A n z c i ^ e n v e r » a I t u n >; Bepa-Vcrlai!, Berlin W 35, Blumes Hof 5. Kupfertiefdruck: Aui^ust Schcrl G. m. b. H, Berlin SW 6S
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riiol. I In
JENNY JUGO UND ENQICO BENFEQ
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Mauritz Stiller hat die Auffüh-
rung dieses Filmes nicht mehr
erlebt. Kurz nachdem er den
Film fertiggestellt hatte, reiste er, von
Sehnsucht nach seiner Heimat getrie-
ben, nach Schweden zurück und starb
ein paar Wochen später. Er hatte sich
in Amerika nicht so durchzusetzen
vermocht, wie es für em Talent von
seiner Bedeutung eigentlich notwendig
gewesen wäre. Denn er hatte Schwe-
den verlassen müssen, weil die Mög-
lichkeit, daselbst Filme zu inszenieren,
hinfällig geworden war. Nur noch das
Weltgeschäft hatte innerhalb der Film-
industrie Geltung, und in einem so klei-
nen Lande wie Schweden war das Ka-
pital für einen Film nicht aufzutreiben,
der nur in Europa Kapital und Zinsen
schnell hereinbringen mußte. Es ist
eben leichter, Streichhölzer zu fabri-
zieren als Filme. Nun empfangen wir
als Stillers letzte Gabe einen Jannings-
Film. Mauritz Stiller konnte in Holly-
wood seine besten Fähigkeiten gewiü
nicht enthalten; denn um in sicii alle
Eingebung zu lösen, brauchte Stiller
stets eine Dichtung der Lagerlöf, wie
er auch die schwedische Landschaft
brauchte, um milieuecht zu sein. Seine
großen Filme sind ja noch in einer
Zeit gedreht worden, die das Atelier
allein für Innenaufnahmen bean-
spruchte, Landschaften aber noch nicht
darin aufbaute. Aber es bleibt die er-
freuliche Tatsache bestehen, daß
Mauritz Stiller Gelegenheit fand, seine
Fähigkeit der Menschenbildung an
Europas bedeutendstem Schauspieler,
an Emil Jannings, erproben zu können.
Emil Jannings und Fay Wray
P/wt. Paramoitnt
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y
Hier {and er nicht einen amerikanischen
Routinier mit etwas verblaßter Theatralik,
wie sie dem berühmten John Barrymore zu
eigen ist, auch nicht einen jener Hollywood-
Naturburschen, die vor allen Dingen durch
ihren gut gewachsenen Körper imponieren.
In Emil Jannings erhielt nun Stiller bestes
Schauspielermatcrial, das an Deutschlands
bedeutendsten Bühnen in jahrelanger, zäher
Arbeit gereift und unter der Regie des ge-
nialen Ernst Lubitsch zum größten Darsteller
des deutschen Films geworden war. Zwei
mit dem ernstesten Willen für künstlerisches
Wirken erfüllte Persönlichkeiten fanden sich
zu gemeinsamer Arbeit zusammen. Man gab
ihnen nun nicht ein landläufiges Hollywood-
manuskript, sondern ließ von dem jungen
Joseph von Sternberg, der damals noch nicht
auf den großen Erfolg seiner „Unterwelt"
zurückblicken konnte, ein Drehbuch schrei-
ben, das künstlerisch auf bedeutend höherer
Stufe steht und ein ungewöhnliches Thema
zu verfilmen wagt. Der ,, König von Solio"
führt in die Kreise der Unterwelt. In
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dem Londoner Stadtteil Soho hausen die gefährlichsten Ver-
brecher der Hauptstadt, die sich im ewigen Kampf gegen die
bürgerliche Gesellschaft befinden. Sie rauben und stehlen in
Horden, deren Anführer sich untereinander bekämpfen. Wie es
in diesem Milieu ganz selbstverständlich ist, sind die Banden-
führer die stärksten und gewitztesten Verbrecher, die unter
ihren Genossen in hohem Ansehen stehen und deren Befehlen
die einzelnen Mitglieder blind folgen. Natürlich fehlen auch in
dieser Welt die entsprechenden Frauen nicht, die als Dirnen,
Hehlerinnen und Diebinnen durch das Leben gehen. Wie in
allen Großstädten, ziehen sich auch in London die asozialen Ele-
mente zwischen Männern und Frauen an, und so ist es ganz
selbstverständlich, daß alle diese Verbrecher ihre Bräute in den
Kreisen der Dirnen suchen. Auch hier sind die Frauen die trei-
bende Kraft, und sie bringen die eigentliche Tragik in das Leben
der Männer. Es berührt eigenartig, daß in keiner sozialen
Schicht die Eifersucht gerade eine so bestimmende Rolle spielt
wie in den Kreisen der Ausgestoßenen.
Die Besitzer von luxuriösen Gaststätten kümmern sich im
allgemeinen wenig darum, wie es hinter den Kulissen dieser
Etablissements aussieht. Der Film hat uns nun schon
recht oft in Nachtlokale und mondäne Tanzpaläsle geführt, ja,
eine Zeitlang gab es keinen Film, der nicht Szenen aus der
Welt, in der man sich nicht langweilt, brachte. Aber immer waren
sie mit den Augen des Publikums gesehen, das sich amüsieren
und unterhalten will. Es ist daher als ein netter Gedanke zu
bezeichnen, daß Franz Schulz, der bekannte Manuskriptautor,
uns die Welt eines Vergnügungslokals von der anderen Seite
zeigt. Nicht mehr diejenigen, welche sich darin amüsieren,
werden uns vorgeführt, sondern die dienstbaren Geister eines
solchen Unternehmens, deren Arbeit das Vergnügen erst er-
möglicht. Die Gäste lieben es, ihre Speisen von blitzendem
Silber und auf blütenweiß gedeckten Tischen in Empfang zu
nehmen. Auch das Porzellan muß nicht nur blank gerieben,
sondern auch entsprechend vorgewärmt sein. Wer macht nun
das? In der Küche hausen unbeachtete Wesen, nicht selten
reizende junge Geschöpfe, die in hastiger Arbeit dazu beitragen,
daß die Wünsche der Gäste rasch in Erfüllung gehen. Ein sol-
ches Küchenmädel führt uns der Film ,, Champagner" vor.
„Spatz", wie man die blonde Jenny in der Küche nennt, ist
das häßliche junge Entlein, das, ganz wie im Märchen von An-
dersen, zwar im Ententeich der Abwaschküche herumplälschcrt,
aber schließlich doch zeigen kann, daß es Schwanengefieder
trägt. ,, Spatz" ist im ganzen Hause beliebt, denn ,, Spatz" ist
lustig, arbeitet flink und zeigt sich gefällig. Aber eines Tages
verliebt sich ,, Spatz" in Jean, den mondänen Oberkellner des
Palais de Luxe. Jean ist nun die Blüte eines Oberkellners.
Man muß bei Ritz oder beim Sacher diniert haben, um zu
Oben links:
Betty Balfour und
Marcel Vibert
Phol. Saschafilm der
British Inlernational
Piciures
-i I
— ^-
wissen, wie ein Oberkellner von Format aussieht. Nämlich wie
eine Kreuzung zwischen Adolphe Menjou und dem Baron de
Meyer, der die schrecklich vornehmen Aufsätze für die Vogue
schreibt, und die angehenden Millionäre beider Hemisphären
zu Gentlemen erzieht. So hat man sich Jean vorzustellen, der
seinen Gästen die Rechnung nur unter der Serviette auf einem
Teller präsentiert, und der nicht gewohnt ist, auf einen Hundert-
frankenschein herauszugeben, im Falle man bei einer Bestellung
diese Kleinigkeit nicht einmal erreichen sollte. Diesen Kavalier
des Kellnerfracks liebt also der kleine ,, Spatz". Und was noch
seltsamer berührt: der vornehme Jean ist gar nicht so vor-
nehm, wie man glaubt, denn er sieht nicht, wie es sonst Be-
dienstete gern tun, über das kleine Mädel einfach hinweg; er
hat nicht den Ehrgeiz, es den großen Kavalieren gleich zu tun,
die sich nur in Herzoginnen oder in amerikanische Millionärin-
nen verlieben, sondern er nimmt die Schwärmereien des ,, Spatz"
mit sichtlichem Wohlgefallen auf. Jean ist sogar bereit, das
kleine Mädchen in der Wohnung aufzusuchen. Hier aber wird
der Film einen Augenblick tragisch, denn Jenny, der Spatz,
weiß im ersten Augenblick nicht, was man einem so vornehmen
Herrn auftischt. Und dann kommt sie auf den Gedanken, daß
man es gar nicht anders wagen dürfe, als Herrn Jean mit Sekt
zu empfangen . . . mit Sekt, den es im Palais de Luxe ja
reichlich gibt. Tragisch auch, daß sie auf Jean vergeblich
wartete, weil dieser auf dem Wege zu ,, Spatz" einer Schlange
in die Hände fiel, einer Salonschlange, der Schauspielerin Lola,
die ihn mit allen Mitteln ihrer raffinierten Verstellungskünste
an sich zu locken weiß. ,, Spatz" wird von dem englischen Lusl-
spielslar Betty Balfour verkörpert, während Jean in der Ge-
stalt von Jack Trcvor erscheint.
Brif^ülc flclm gob in Breslau Autogramme
Außenaufnahme
riioi. fiif hfarr
1
Vor liralten Zeiten — etwa zwan-:ijj Jahre zurück — als der
I'ilm gerade auf die Welt gekommen war und noch keinen Ton
reden konnte, gehörten Au(5enaiifnahnien zum taglichen Pro-
gramm eines Regisseurs.
Außenaufnahme bedeutete, da(5 man unter freiem Himmel, bei
Sonnenschein — höchstens verstärkt durch einige Reflektoren —
drehte. Heutzutage benuzt man dazu auch in solchen Fällen
stets noch Starkstromlampcn und Scheinwerfer stärkst?n
Kalibers.
Doch in jenen Tagen wurde es sogar als Verschwendung be-
trachtet, zuviel im Atelier mit kostspieligem Lampenlicht zu ar-
beiten; war doch Mutter Sonne mehr oder weniger jederzeit
bereit, die erforderliche Beleuchtung zu liefern.
Die Vorbereitungen für eine Aulienaufnahme bestanden in der
Hauptsache darin, daf5 die vier oder fünf Darsteller, der Re-
gisseur und der Kameramann — den man daran erkannte, daiJ
er seine Mütze mit dem Schirm nach hinten trug — ein sogar
für diese Zeiten antiquarisch anmutendes Auiomobil besteigen,
und wenn zufällig der Ritter der Linse „einen sitzen" hatte, so
war es nichts Ungewöhnliches.
Ob die Szene als Hintergrund nun eine tropische Wüste, eine
undurchdringliche brasilianische Dschungel oder die sanft ab-
fallenden Ufer des Nils vorschrieb — alles, was man brauchte,
fand man in den meisten Fällen nur wenige Meilen außerhalb
der Stadt. Natürlich war es nicht gerade angenehm, wenn der
Held als Scheich in der Wüste Sahara plötzlich über das Gerippe
eines halb im Sande vergrabenen Regenschirmes stolperte, oder
wenn ein ganz gemeines Feldkaninchen seine langen Ohren aus
einem Loch am Ufer des Nils heraussteckte.
Aber das Publikum war damals nicht so anspruchsvoll wie
heule — oder richtiger, das anspruchsvolle Publikum ging nicht
ins Kino, und wenn sich darunter wirklich nianchmaj Ausnah-
men befanden, so halte man es niemals zugegeben; denn der
Besuch eines ,, Kintopps" galt damals für ebcn<;o degradierend
wie das Lesen von I()-Pfennig-Hcften, die über das Mysterium
eines blutigen Vorfalles hinter der Kirchhofsmauer berichteten.
Nun vergleiche man diese Tatsache mit der Reise des Regis-
seurs W. S. Van Dyke nach den Südsecinseln, wo er (ür die
Metro-Goldwyn-Mayer einen Film mit Ramon Novarro in der
Hauptrolle dreht (,,The Pagan" mit Dorothy Janis und Rcncc
Adoree).
Es ist wahrscheinlich, daß man 99 Prozent der Zuschauer, die
diesen Film später sehen werden, glauben machen könnte, daß
die kalifornische Meeresküste die Südseeinselnküste darstel'j.
Aber um die restlichen ein Prozent zu befriedigen, und um das
echte Lokalkolorit zu bringen, wurde beschlossen, die Aufnahmen
wirklich an Ort und Stelle stattfinden zu lassen.
Außer zwölf Hauptdarstellern (die Rollen von Eingeborenen
werden nur solchen übertragen) umfaßte der gesamte Aufnahme-
stab den Regisseur, zwei Hilfsregisseure, einen Operateur, zwei
Hilfsoperateure und siebenundzwanzig Beleuchter und Techniker.
Diese anscheinend ungewöhnliche Anzahl der technischen Hilfs-
kräfte ist darum notwendig, weil naturgemäß auf den Inseln
selbst solche Fachleute nicht zu finden sind.
Unter den Dingen, die mitgenommen wurden, befindet sich
vor allem ein transportabler Dynamo zur Erzeugung des nötigen
Stromes für Lampen, die mitgeführt werden, um Orte, wo das
Sonnenlicht allein sich als ungenügend erweist — wie z. B. im
Urwald oder im Dschungel — , aufzuhellen. Auch ein Movietonc-
.•\pparat ist vorhanden, um die Naturlaute der Dschungel aufzu-
fangen.
Ramon Novarros Musikinleressen machten ferner die Mit-
nahme eines Flügels notwendig, den Gesangslehrer und eine
ganze Notenbibliothek nicht zu erwähnen.
Natürlich fehlt auch ein riesiger Bestand an Konserven nicht,
um den zivilisierten Bedürfnissen hinsichtlich der Ernähiung
der Filmtruppe Genüge zu leisten. Darunter befinden sich sieben
Tonnen Kaffee, da Van Dyke von seinem letzten Aufenthalt
auf diesen Inseln weiß, daß man diesen dort nicht röstet, son-
dern regelrecht brät. Das Endresultat ist so, daß sich keine
zivilisierte Zunge daran gewöhnen kann.
Aber das beste ist doch ein solider Radioapparat, um der
Truppe die nötige Unterhaltung aus der Heimat zu verschaffen
und um in Kontakt mit den Ateliers in Hollywood zu bleiben.
■P«^if9'"^?B»iff^f"".J, . ■ I -- ' l'
mmmmmmmmmt
ff
1.
Phot. Parutamet
John Gilbert
nach der Trauung mil Ina Ciaire
noch die Frage, ob der Mond eine Atmosphäre besitzt, in der Menschen
atmen und in der sich Raketen für die Rückfahrt entzünden können. Da
wir eben nicht wissen, was sich auf der dunklen Seite des Mondes ab-
spielt, so verlegt Frau von Harbou die Handlung ihre? Romans dorthin,
oder vielmehr, sie läßt dort Geschicke zum Abschluß kommen, die auf
der Erde in ihren ersten Phasen gezeigt wurden. Die Menschen nehmen die
Leidenschaften, von denen sie auf der Weltkugel beherrscht wurden, über
den Erdball mit auf das Nachbargestirn und erliegen dort denselben An-
fechtungen. ,, Geflügelt sind sie da und greifen . .", wenn man an die viel-
leicht nicht ganz zeitgemäßen Erinnyen erinnern darf: Geiz, Habsucht, Neid,
Haß, Ehrgeiz, ein hübsches Bündel menschlicher Leidenschaften, ohne die
aber kein Dichter gestalten kann, ja ohne welche die größten von ihnen,
Euripides, Shakespeare, Dante, Schiller nicht denkbar sind. Aber Thea
von Harbou hält es daneben noch mit goethescher Vervollkommnung. Sie
zeigt, daß auch edle Regungen, Freundschaft, Ehrfurcht, Bewunderung, mit
über die Stratosphäre fliegen, und daß der Liebe keine Grenzen gesetzt sind
und das Herz die größten Entfernungen zwischen den Weltkörpern schneller
zu durcheilen weiß, als es die leuchtenden Boten des Lichtes vermögen.
Liebe überwindet in diesem Film alle anderen menschlichen Eigenschaften;
sie triumphiert über die dunklen Triebe und bleibt in ihrem Weißglanz
sogar Triumphator über die lichten Seiten des Gefühls. Sie überstrahlt
in ihrer beglückenden Fülle alle Zweifel und weiß bei all dem einfach
und unkomniiziert zu erscheinen.
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Unten : Gerda Maiirus
in der Stratosphäre
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Oben links und im Kreis:
Vilma Banky: rechts mit
Ronald Colman in „Eni-
fesselte Elemente", unten in
ihrem Heim : rechts in,, Hotel
Hotemkin" Phot. l'nited Artiiti
Als Vilma Banky den berühmten Amerika-Vertrag unter-
schrieb, worin sie sich verpflichtete, im Laufe von acht
Wochen zvk'anzig Pfund abzunehmen, bedeutete das den Ver-
zicht auf die geliebten österreichischen Mehlspeisen. Dafür ist
Vilma aber auch der Liebling Amerikas geworden, und nur Greta
Garbo übertrifft sie unter den jüngeren Darstellerinnen an Popu-
larität. Die ,, Ungarische Rhapsodie" und nicht anders heißt sie,
obgleich ihre Art, sich im Film zu geben, nichts Ungarisches an
sich hat, denn Vilma Banky stellt immer noch denselben Typ dar,
den sie in Europa verkörperte, während Greta Garbo in Amerika
vor vollkommen andere Aufgaben gestellt wurde. Eines Tages
holte man die junge ungarische Schauspielerin, die in Budapest
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:^g£.g-ga5^a:BSii^»!.:d^aai6üBäJtJ8M£.^^ iiimiiiiaBmifefegtiBafcjiafe
'yt^ ,i^iU^! MÜiä^ ^
üic kleinen DarslcUer der berühmten ,,Our Gang " -Komödien
l'iinl. LiiiiKiliciial
Schauspieler unter sie
Wie so inanclic anderen Schauspieler lernte Emanuel ■
Reicher den Text seiner Rolle nur sehr oberflächlich
und verließ sich auf die Souffleuse, die seine Eigenart
kannte und bei ihm besonders deutlich sprach. Nun
halte er vor einer großen Premiere das Unglück, sich mif
diesem wichtigen Geisl des Theaters zu erzürnen, denn er hatte
sie auf einer stürmisch verlaufenen Probe ,,einc Gans" genannt.
Die ,, Einbläserin", welche sich ihres Wertes bewußt war, fühlte
sich mit Rechl verletzt, zumal es auch Reicher vergaß, sich bei
ihr zu entschuldigen, \\;is keineswegs einer bösen Absicht, son-
dern nur seiner großen Zerstreutheil entsprang. Flr mußte sich
also hinsetzen imd den umfangreichen Text der Rolle lernen.
Aber da er nicht gewohnt war, sich an den Wortlaut der
Rolle zu binden, so fiel ihm diese Tätigkeit schwer. Als er
am Premierenabend, an dem alle Darsteller eines Stückes in sehr
erregter Stimmung sind, im Bühncnkostüm aus seiner Garderobe
kam und im Konversationszimmer auf das Zeichen des Inspizien-
ten zum Auftritt wartete, hatte er jedes Wort der Rolle ver-
gessen. Er kannte wohl die Handlung, den Inhalt der einzelnen
Szenen, aber wie die für den Partner notwendigen Stichworlc
lauteten, wußte er nicht. Ein unbeschreibliches Gefühl be-
herrschte ihn. als er die Bühne betrat und ihm aus dem Souffleur-
kasten Worte enlgegendrangen, die er nicht verstand. Obgleich
es gegen die Absicht seines Regisseurs war, bewegte er sich in
die Mitte der Bühne, machte sich an einem Tisch zu schaffen
und hörte nhn aus dem Kasten die Worte: „Guten Abend!'"
i^as wäre jetzt nicht mehr am Platze gewesen und so impro-,
visierte 1-manuel Reicher: ,,lch vergaß ganz, guten Abend zu
sagen, also: Guten Abend." — In derselben Weise „schwamm"
der Schauspieler sich durch das Stück hindurch, zupfte sich am
Kragen, nahm eine langsame, von Stockungen nicht freie Sprache
an, wiederholte wichtige Worte in anderer Betonung und führte
den Akt zu Ende, den die Zuschauer mit sichtlicher 1-lrgriffcnheit
aufnahmen. Wie ein Verzweifelter stürzte sich Direktor Brahm,
nachdem der Vorhang gefallen war, auf Reicher und beschwor
ihn, sich zusammenzureißen, da zu befürchten war. daß die Zu-
schauer bei Eorlführung dieser Art der Darstellung skandalicrcn
würden. Reicher, der seiner selbst nicht mächtig war, ver-
sprach, sich im Verlaufe des Stückes ganz wie auf den Proben
zu benehmen, aber kaum halle er die Büiuie betreten und die
Souffleuse erblickt, als sich die vorherige Unsicherheil wieder
einstellte und die Vorstellung in dieser schleppenden Art zu
Ende ging. Das Publikum verließ das Haus niil dünnem Beifall.
Alle Mitwirkenden gingen gedrückt heim, denn sie erwarteten den
Mißerfolg des Stückes morgen gedruckt in den Zeitungen zu
finden. Die Stimmung, die gegen Reicher herrsciite, war nichl
eben freundlich. Wie staunte aber alles, als die Morgenblätter
glänzende Kritiken brachten und die Regie für einen Iriumph
des Naluralisnuis erklärten, vor allem aber Rcichers unüber-
treffliche Lebensechtheit rühmten, die sich nicht gescheut hätte,
im Spiel jene Pausen während des Gespräches einzulegen, wie
sie im Leben vorkämen. Seit diesem Abend gibl es den ,, natura-
listischen" Darstellungsstil , . .
Im Burgthealer war auf Wunsch von höchster Seile eine Neu-
aufführung des Philippischen Schauspiels ,,Der Dornenweg" an-
gesetzt worden, das vor dreißig Jahren als gewaltiger Reißer
über die Bühnen ging. Die Hauptrollen erhielten Adolf von Son-
nenlhal und Kalharina Schratt, die das Stück bereits häufig ge-
spielt hatten. Aber bei den Proben des zweiten Aktes konnten
sie sich nicht einigen. Der Bühnenmeister halle einen zweiten
Stuhl mit der Lehne rechts gegen das Publikum gestellt worauf
Sonnenlhal behauptete, der Stuhl habe früher mehr in der Nähe
der Rampe gestanden und die Schratt energisch die Meinung
vertrat, es sei früher ein ganz anderer Stuhl gewesen, und übri-
gens habe er links gestanden, denn ihr Auftritt erfolge von der
linken Seite. Der Wortwechsel wurde so heftig, daß der Re-
jjisscur die Szene abbrechen und dem Direktor, Baron Berger,
einen Vortrag darüber hallen mußte. Berger, ein vor-
nehmer Charakter, der aber Sinn für Witz besaß, ordnele an,
daß der zweite Akt nicht weiter probiert werden sollte.
Der Vorfall wurde vergessen, eine Generalprobe fand wegen
der Kürze der Zeit nicht mehr stall — und daher gerieten .so-
wohl Sonnenthal als auch Frau Schratt in nicht geringe Be-
stürzung, als sie im zweiten Akt die Bühne betraten und fest-
stellen mußten, daß der zweite Stuhl fehlte. Die Intendanz
hatte auf diese praktische Art alle Streitigkeilen beseitigt.
ßr S
V_^ UND W
»e
UND SEHR VIEL
SdtwiiiÄel
^\vLi\xSf\0e\' AbeyLfeixen'OwicLVL
5. Fortsetzung
Dorrit bückte sich, um sie aufzuheben — erfaßte sie auch —
aber das Aufrichten fiel ihr entsetzlich schwer. — Es war. als
drücke eine gewaltsame Hand sie nach vorn — dauerte denn die
Kurve noch immer an? — Es schien eine ganze Stunde, bis sie
wieder aufrecht auf ihrem Platz saß — der Kopf war ihr sehr
schwer — und die graugrüne Landschaft da draußen torkelte
vorbei, als wäre sie betrunken — vielleicht — — vielleicht war
sie betrunken — oder — oder — — war ja ganz egal — ganz
egal — ganz egal — ganz egal — ganz egal — sangen die Räder.
Dorrit Brink, die Zigarette immer noch in der Hand, hatte den
Kopf gegen das Fenster gestützt und die AugCiU geschlossen. Auf
diese Weise sah sie die Landschaft nicht so torkeln — das machte
sie schwindlig — ganz entsetzlich schwindlig.
Leise machte jemand die Tür auf.
„Hallo, Fräulein Brink?" fragte eine Stimme.
Dann fühlte sie eine vorsichtige Hand an ihrem Arm entlang-
gleiten.
•„Schläft?"
., Schläft. Auf mindestens acht Stunden. Ich habe Ihnen )a
gesagt, daß drei oder vier Züge genügen, Jander."
Im Abieil s'.anden Herr und Frau Jancovics niil dem Rücken zu ihr
gewandt und hatten ihren Koüer heruntergehoben und geölinet
„Ich suche. Bleiben Sic an der Tür stehen, wenn der Konduk-
teur kommen sollte — "
Die Frauenstimme lachte böse.
,,Er hat hundert Dinar erhalten! Für die nächsten fünf Minuten
hält er jeden auf, der vorbeikommt. Außerdem besorgt er alles
Weitere. Wir sind ja nicht in Deutschland, sondern in Iliyrien,
mein Lieber. Wo hat sie das Papier?"
,,Ich denke, in dem kleinen Necessaire. Wollen gleich sehen. '
,,Halt, wohin mit ihr?"
,,Die nächste Station ist Marovnik. Der Kondukteur wird sie
hinaustragen lassen. Sie ist krank. Das ist doch alles längst
vorbereitet."
,,Ihr Telegramm kam verslümmelt an."
,,Dann mußten Sie mich hier im Zug fragen."
,,Wann denn? Vor dem Mädchen? Wir durften doch die
Person nicht aus den Augen lassen."
.Person' ist 'ne Unverschämtheit, dachte Dorrit verschlafen,
richtiggehende Unverschämtheit — wie kommt der Kerl dazu?
— Schreiben Sie, Fräulein Brink: Sehr geehrter Herr Scluvarz-
kopf — —
,,Im Necessaire ist nichts."
„Den Mantel durchsuchen und den Koffer."
„Also, der Kondukteur läßt sie ins Krankenhaus bringen. Bis
sie aufgewacht, ist alles vorbei."
,,Im Mantel ist nichts. Wo sind nur die Kofferschlüssel?"
VON LUDWIGvoN WOHL
Sailulnuk verhutin
Audi Sie
sollten filmen!
Ist schon Photographieren leicht — noch viel
leichter ist Filmen. Sie brauchen kein Stativ,
keine umständlichen Vorbereitungen; Sie brauchen
nicht zu kurbeln. Sie beobachten das aulzuneh-
mende Bild, die Szene, durch den Sucher, drücken
auf den Knopf — uhd der Film läuft durch den
Federwerk-Antrieb automatisch ab. Sehen Sie —
so einfach ist das Filmen. Den Film führen Sie
dann vor im „Kino im eigenen Heim". Wenn dann
auf der Leinwand Ihre Reiseerlebnisse oder all
Ihre Lieben oder Sportbilder oder Naturaufnahmen
als lebende Bilder abrollen, dann sind Sie der ge-
feierte Held des Tages. Und das alles durch die
Zeiss-Ikon-Camera ,,Kinamo S 10". Das ist der
Apparat für Sie! So klein und leicht, daß er in
der Hosentasche getragen werden kann. Es ist ja
doch die kleinste und leichteste Federwerk-Camera
der Welt. Und wohlfeil! Kostet doch diese Kino-
Camera, ausgerüstet mit dem weltberühmten, sehr
lichtstarken Zeiss-Tessar 1 : 2,7, nur RM 250, — . Im
„Zeiss-Ikon-Kinamo S 10" wurde ein deutsches Mei-
sterwerk geschaffen, das nicht seinesgleichen hat.
Sie interessieren sich für diesen Apparat und für das
Filmen? Dann verlangen Sie die bebilderte ausfuhr!.
Sonderschrift von Zeiss-Ikon A.-G., Dresden 286.
„Liijjrii lijci iiiif dem Tisch. Wo IihI die Piilr <i<^% ninß
nur hin!"
,1'iitc"? ,1'ulc'? ,Piilc' war uncrliörl! .l'utc' war eine unglaubliche
l'rcchheil, das brauchte man sich nicht gefallen zu lassen! Das
brauchte man sich absolut —
Im Abteil standen Herr und Frati von Jancovics mit dem
Klicken zu ihr gewandt und hatten ihren Koffer hcrunicrgchobcn
und geöffnet.
Jetzt wühlten sie darin herum.
Außerdem halte sie .Pute' gesagt. Was — wie — die Zigarette?
— Was suchten sie in dem Necessaire — ?
Ks dämmerte. Es wurde immer heller. Ganz klar und scharf,
fast unhörbar wie das Einschnappen einer Feder setzte geregeltes
Henken wieder ein, Raubiibcrfall, Hochstapicrpärchen — sie suchen
nach etwas Bestimmtem, wollen sie ins Krankenhaus abschieben,
bis es vorbei ist. ,,Es" — das kann nur eins sein.
Ganz leise, unmerklich, gleitet die Hand nach der Brust. Das
seidene Beutclchen mit dem kostbaren Papier ist noch da. Auch
das Geld. Die dünne Schnur intakt.
Notbremse?
Der Kondukteur war be-
stochen. Am Ende war
dann womöglich noch s i e
die Verbrecherin. Sich zur
Wehr setzen? Sie waren
zu zweit und hatten weif?
Gott bewiesen, daß sie vor
nichts zurückschreckten.
Dorrits Augen wander-
ten blitzschnell durch das
Abieil.
Die beiden waren noch
immer mit dem Durch-
wühlen des Koffers be-
schäftigt.
Die Tür war zwar ge-
schlossen, aber unbewacht.
Dorrit Brink nahm ihren
Mut in beide flände.
Aufspringend, war sie
mit einem wilden Satz an
der Tür, die sie aufriß.
Das ,, Ehepaar" fuhr her-
titn und stand einen Augen-
blick wie erstarrt.
Da flog die Türe auch
schon zu, und Dorrit war
draußen.
Sie jagte den Gang ent-
lang, überquerte taumelnd
die Verbindung zweier Wagen
Ein Wagen dritter Klasse.
Überfüllt mit rauchenden, schwitzenden Männern in zerlumpter
Kleidung, Kerlen mit riesigen Lammfcllmülzen, die Wolle
nach außen.
Durch fürchterliche Dünste, unter denen sich Schafkäse, Knob-
lauch und Zwiebeln besonders hervortaten, zum nächsten Wagen,
wo es nicht besser war.
Ihre Flucht war ganz sinnlos, nur von dem Gedanken be-
herrscht, so weit als möglich von der Gefahr wegzukommen.
Der Zug war endlos lang. In Kotorakek waren zehn Wagen
dritter Klasse angehängt worden. Sie brachten Hunderte von
jungen Illyriern nach Ragazza — zum Militärdienst.
Die kleinen schmutzigen schwarzen Kerle mit den durch-
triebenen Gesichtern hatten von morgen ab Kasernendienst —
keine leichte Sache nach zwanzig Jahren völlig ungehinderter
Freiheit. Sie waren also heute noch einmal besonders vergnügt,
lärmten fürchterlich und ließen die Flasche mit Slibowilz kreisen.
Fast in jedem Wagen spielte eine Violine.
Durch dieses Mcnschcngehäuf drängte sich Dorrit mit dem
schrecklichen Gefühl, das jeden einmal im Traum beschlichen
hat. Man will vor einer drohenden Gefahr flüchten, und die Beine
sind einem schwer wie Blei.
Gleich im ersten Rekrulenwagen wurde "man aufmerksam. Es
war keine einzige Frau außer ihr da. Man rief sich über ihren
Kopf weg zu. Man lachte, stand stramm, mit den schmutzigen
Händen an der noch schmutzigeren Hosennaht, um sie passieren
zu lassen.
Fünfzig, sechzig, achtzig verschmitzte, durchtriebene schwarz-
Vielleichi war ihm auch der Slibowilz lästig geworden
wieder ein Gang.
haarige Männerkopie, dir Mutzen vcrwrgm im Nacken odT
iiberm Ohr, starrten, .slicrlcn und grinsten aus den Coupes und
auf den Gängen.
Dorrit rannte.
So schnell tauchte sie unter hindernden Armen weg, sprang sie
über nachlässig vorgestreckte Füße, schlüpfte sie an überraschten
Männerkörpern vorbei, daß sie im nächsten Wagen war, bevor
einer der zukünftigen Soldaten unbestimmte Gedankengänge in
laisächliche gemeine Frechheit umsetzen konnte.
Wie ein Wiesel rannte sie, vom dritten Wagen an mit einer
gewissen Technik die Hindernisse nehmend, und die Burschen
grinsten sie an.
Was suchte das Mädel da vorn?
Wollte sie auf die Lokomotive?
Sie sah nicht aus, als ob sie einen Schatz unter den Rekruten
der 1908-Klasse hätte.
Sie halte natürlich gestohlen! Gemaust hatte sie — eine Arm-
banduhr vielleicht, oder ein Börschcn — wer konnte es wissen? Die
arme Dingelchen!
Nun waren sie hinter ihr her. Und sie lief davon bis an das
Ende der Welt — bis an
den Gepäckwagen.
Vielleicht schloß sie sich
dann in der Toilette ein
lind machte die Augen zu.
Hahaha!
Im vorletzten Wagen
griff sogar einer nach ihr.
Ohne ihn anzusehen,
schlug sie ihn so ganz ne-
benbei kräftig in das vom
ersten Bart bestachcitc
Spitzbubengesicht.
Sie hörte ihn noch
schimpfen, während sie
schon den nächsten Wa-
gen enllangrannte.
Der war fast leer. Nie-
mand auf dem Gang. Und
dann war es aus. Kein
Übergang führte weiter.
Was jetzt kam, war der
Gepäckwagen.
Sie hielt.
Was tun?
Noch einmal ging sie
blitzschnell alle Möglich-
keiten durch. Auf die
Hilfe des Zugpersonals
konnte sie nicht rechnen.
Im Wagen bei den Rekruten zu bleiben, war natürlich ganz un-
möglich. Außerdem wurde sie sicher verfolgt. Dem ,, Ehepaar"
mußte es ja sofort aufgegangen sein, daß sie das Papier bei
sich trug.
Woher wußten die beiden nur überhyiupt davon?
Aber das war ja jetzt ganz gleichgültig. Die Hauptsache war,
daß man sie loswurde. Sic bei der nächsten Station bei der
Polizei anzeigen? Gott weiß, ob die nicht auch bestochen war.
Sie öffnete die Tür des Wagens und schwang sich auf das
Trittbrett. Von hier aus auf das Trittbrett des Gepäckwagens
hinüberzukommen, war nicht leicht.
Aber es gelang. Sie kletterte am Wagen entlang, während ihr
der sausende Luftzug der Fahrt wild um die Ohren pfiff.
Und dann sah sie, daß die große Schiebetür des Gepäck-
wagens weit offen stand, und schwang sich hinein — sah noch ein-
mal zurück, ob man sie bemerkt hatte? Kaum.
In dem dämmrigen Halbdunkel des Gepäckwagens roch es
nach Holzwolle, Stroh und dem unvermeidlichen Knoblauch. Er
war halbvoll von wackelnden Kisten, Koffern und Paketen und
so schlecht verpackt, daß sich bei jeder Kurve die Ladung mit
auf die Seite legte.
Sie setzte sich auf eine schwere Kiste und versuchte, mit sich
selbst fertig zu werden.
Das war ja schlimmstes Wildwest.
„Der Überfall im Südexpreß' oder ,.Das blutige Ehepaar aus
Illyrien".
Dorrits Knie schienen an diese Strapazen noch nicht gewöhnt.
Sie zitterten ein bißchen, und Dorrit redete ihnen zu wie Kinder,
die sich in der Dunkelheit fürchten. Fortsetzung folgt
FRAGEN
die uns erreTchterL
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i 1 m - M a g a z i n ", Berlin SW 68. Zinimcrstraße 35-41
Schcrlvcrlag. Antwort erfol(il nur im „Film-Maiiarin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
A II viele: Aiioii.vnie Hriefe werden nielit beantwortet. Bei Maiiu-
skrJptanBeleKeiilieiteii bitten wir folgendes zu bcaelilen: Jeder Antrabe ist
Kiielvporlo Ijciziifiifjen. •Jede Kinsendiiiis eines Manuskripts zur I'nifung
ist zweekliis, nur Exposos im linfanse von 2— 3 ^;cllreibnlasc!linenseiten
sind zur Einsendung an die l'iliiiindMsIrie, Regisseure usw. steisiict. Für
Verlust der eingesandten Jlanu>kriptc kann keine Verantworlunfc über-
nommen werden, also S(dl der Verf.isser nur HurcliseliliiKe senden, von
liandjrescluiebcneu Senduh;;en (leserlich) eine .\bscbrift zurückbehalten.
T r .1 N I (' H.. M c ni !• I : (irct.i Oarlui und .lohn (iilbert sind nichl mil-
eiuander M^rhciratcl. I'reil l.ouiv l.ercli wohnt Iterlin W. ücKensloirncr
.'^lialJe II. Uanion Nmarro wi-ilt noch immer iiiko;;nilii in Iterliii.
Ilcdwi;? V. IC. 1> f <i r z li e i m : Iwan Petrin ich i>t durch die tln^cii-
b:ium. Berlin SW lih. KochsIralJc til. zu erreichen. I^r «iht \Mto;;rammc.
Den Lustm()rder in der ..Bin bse di'r l'anilora" spii-lte Cnst.ix IMclJI.
..W i n j; s- : .lawobl. ilcr KuhriT der .laKd-tafTcl in ..\\ in^s" sollic
Bichlliofen vorstellen. I>ii- Handlung; s|iieU im Weltkrii-^. l'icIilhofcM
h.itle ein rote-, l'u^izcu;; t;cftcif;en. Ks war i-iiii' rein amerikaniscbe lic-
sclxiinji.
Mari a .1 .i c o li i n i - \' e r e h r e r i n . It c r I i n : Ihr Hild« iinsch
soll in alxchh.iri'r Zeit erlullt werden. .\uUer in di'n \ on Ihnen .lul-
Ke/ähllcn Filmen •-pielte die Künstlerin noch in ..llifjaiuie' und ..Frauen-
^asse \ ori .\lf;ier".
(; ü 11 t e r II.. I' h .1 r 1 o t I e ri b u r K : >\ilb<-lm Diilcrle wohnt Berlin-
W'iliiH'rxlorl'. .lenaer StraUe x. Ilso Stobrawa li.it am iL Fi'hrnar (iehurt>-
taj;. Fee .Malleu ist mil einem Niibl-Künstler \ erheiratet. Sie kiiiineii
alle Filmkarlen, die Sie wünschen, diireli den Verbif; diT llliisirierleii
Filniwochc. Berlin SW (is. Koehstralie li— p, erli.dteu. Ein Hueh üImt l".li-a-
betli Ber^ner (;ibt ev. Zu beziehen durch ilen Ma\ .\lallisson-\'erla«. Berlin
SW lis, ItittersiraUe 71. Fragen über die Konfession unserer Star.» beaiil-
w orten wir jirinzipicll nicht.
Irene It., 1. i e h t e r t e I d e : Iwan Mo>jiikin widint Berlin ^\', Kiir-
furslendamm 1!>.'.. Ernst Biickert Berlin SW II. Il.illescho StraUe !.■>. Kohv
Bobcrt Herlin SW II. Könijt^ralzer StraUo 1!», .lackie Cooftaii BeM'rl.\-
Ilills. Ilollvwood. K.ililoriiien.
II. U., K ii t z h e n : ltri;;ilt.' Helm woiinl Berlin-Dablem. Im Winkel .">,
I>r. .loh.innes liutcr l'olNd.-iin, .\uf dem Kiewitt 12. lircle Heinwald Berlin
W, He^icnsbur^er S|r;iiie II. J)r. liutcr hat kürzlich mit den .Vurn.'ibmen
seines neuen Ufa-Films beK<>niien. Brinilte Helm ist im l.cbeii ein feiner,
s.\ nuiathiscber und lieliens« iirdiner Mensch.
Herta B.. Kiel: .\ber nein, t'liarlotti- Ander ist nicht die 'l'oelili'r
\oii I.ee I'arr.v. Ihre Mutter ist Ida I'err.v, die in der llaiipts.-icbe Biihnen-
»chanspielerin ist. — I.ee I'arr.v ist mit dem Kaufmann Mold:iner ver-
bciratel.
1/. .\l.. Köninshers: Sie könni'H ruhis sein. \Villy Fritsch erfreut
sieh bester (icsundlieil. Nclien l'ritM-h und (Jcrda .Maiiru« spielen noch
in Fritz l.an;;s ..Fr.iu im Mond" ( iii>ll Slark-tJsli'llenliaiir. tiu>la\ xiniWan-
^enheim. Fritz Kasp und .M.ir^arclc KiipfiT. (;ii>la\ Fröhlich wohin jetzt
Hcrlin-Woteiid. Ilccr>tral'ie sii. »urde :im -'I. .März in Hannover •;«;boren,
ist um erlii'iraict. i'^t seit eini;;cn .laliren heim l'ilm und >|Mcltc ii. a. in
..Metropolis", ..Wenn die Sebw.ilbcn lieim\\arl> zichn' . ..Her Meister mmi
Niiruliert;". „.\iiKst", ,.l>ie Pflicht zu schw ci^icn', ..\spli;ill , ..Das bren-
nende Herz".
„Ii r e t a f. arbo": (ireta (iarbo \>t durch die Milro-üoldwvn-ilav iT.
f'iilver-l'itv, Kalifornien, zu erreichen. Sie wiinle am 17. .\pril in (iiilc-
bor«- (rcliorcn. j;ibt .\iilo^;i:imme.
P u I t c h e n II., B r a ii ii s !• h w e i n" l'rcd 'rboiii>en w.ir Amerikaner
und wurde in P.is.idcn.i. K.iliforniin. gehören. Er i«l \crhcir.ilcl ycweseii
und starb am Jl. Dezemher IH2>i an den Fo|t>en einer ( i.'illi'ii.-tci iioperation.
l'.r b.illc in unziililificu l'iimcn ^e^piell. \ on denen ye«ilJ noch \ielc
laufen. Sein Iclzler l'iliii uar ..Ein Bandit Mni Ehre". 'rboni»cn war
hlond und hlanäiiKis. — .lack Trevor lilml seit I — ."> .I.ihren. .Seine bc-
dcutcndsli'n Filme sind ..KatzenstcK". ..Die .Sundsräbn ". ..Die Dame und
ihr t'haiiffeur". ...Miwcfre". ..Fräulein El>e". ..Die wcillen Kosen \ on
U;n eiisberir". Sein nächster Film i>l ..Briefe einer Fiibi'kannicn" niilcr
der Ke>;ie Alfred Ahels.
M. F., F r .1 n k f II r t : Hcniiy Porten wohnt Berliii-D;ibU-m. Park-
slralJe 71. und i-t nnl ihrem Proiliiktionsleiter Herrn Dr. ^ on Kanffinann
\ erniählt.
K i I m f r e n n d F r e d . M li n c heu: l.ou f'hanev und (ireta
(i.irho sind durch di«' .\leuo-tiold\v> n-Sindios. ( iih cr-( il.N . K.il.. zu er-
reichen, t'h.ine.v ist M'rheir.itet und hat eine 'J'ochler. tirel.i (i.irho isl
ledid und wurde am 17. April in (Jöteborsr (.Schwellen) geboren. Douglas
F:.irlianks wohnt in Bev erl.\ -Hills. HollvHood. K.il . und wurde am
•.':l. M.ii in Denver cehoreii. Hebe D.inicis. mil Ben l..\on verlobt, isl
durch die Par:imoiiiit. .'il.il. .M.irathon Sheet, Hollywood. K.il.. zu er-
reichen und hat .im II. .I.iiiuar (iehurlsl.iy. Die sren.iniiteii Filinsi.us
prellen Aulo;;r.imnie. 1.« ^eii Sie die jeweilijie Bildkarte und einen iiiler-
i.ilionaleu l'osischein ein. Nein, durch l'ilmd.iistellcr und l'ilindivcn
können Sic keim> Enna^teinenls erh.ilien.
Ilanspcler W .. Z c li I c n d o r I' : M.irion Daviis i^t iliirch die
Mclro-<roldwyii-.M.i,\ cr-Studio>. Ciih er-t ilv . K:iliforuiiii. zu erreichen Die-
In iilen Anna -M.iy ^\ cinfi-l'ilmc- ..Symphonie cle> I.cIumi- " und ..Der NVeji
der Schande" sind cTst in VcirbcTeituiif;-. Sie lialicn rcclil. c'^l sind wieder
l.'icbard Ei chbern- Filme.
F i 1 m f r e u n d e K a r I B.. W r r ii c> r II.. I s c- r I o li n (\\ e s t -
f .1 I e n) : Hans Sliiwc wiilint Berlin-Il.ilcii^cc. Paiil-Inirner Sir.ilii- ii. und
ist mit einer Bnlf;ariii verlicir.-itct. IIarr> Piel- .\clrcsse i>i Iterlin-Sijione-
bc>r;j. Am Park U'. Iffo Syuc wcilint Hcrliu \\ . Kurfiirslc'iiclanini 10—11.
Pension Medc-nwaldt. i):is .\ Itcr der Filnist.irs j^i-hen wir sriindsiilzliili
nicht hekaiint.
F i I 111 f r c II 11 cl II c> I ^ ci I .1 11 d : .M.iily Christians wcibnt Berlin-Cliar-
loili'iihur;;. Bimii.i rck>ii .i Im' 117. Der nächste Film mil (ierd.-i .M.iuriis ist
..Fr.iii im .Mond" iintci der Keuie \ on Fritz Liiii^. Filiupostkarteii
können Sic> durcli den Verlag Illustrierte' l'iho« ochc'. Herlin SW li«, Koeh-
stralie r — P. Iiezicbcn.
li Cl 11 (■ li .1 n c' y - \ e r c' b r c r i n : l.oii t'lianej fiibt .\uto«raniine.
Sie kiiiincn deiit-cli an ihn »cbreilicn. Fii;;eM .Sie eiiiiui internatiiinalcn
l'i'--t>eliein hei. .sie erli.iltcn in jcdir i;roi;ercii l':ipierb:indliin;; Karlen \ on
dem Künstler.
II e r t :i K.. Merlin -I' ,i n k o x\ : Mari;iliiic W iiikel>leru wolinl liei
ilin-n Elti'rn. Sie hat noch c'ine Schwester. Sic' i>t Idonil und hat ;;raiie
Auveli. So alt, wie Sie ;;escliälzl haben. Fnseres \\ i>>ens besitzt sie
kein .\iito. .\iu boten. Sic- wcmlcii »ich mit einer Autonr.immliitle >clirifl-
lich an sie.
I. i e s !■ 1 o t I c P.. K .1 r 1 » b o r > I ; i;ii>.ihelli Ber^iiir wolinl Bcrlin-
D.'lilem. Farad;i> WCS '■'■ Hnnitle Helm Uerlin-D.ihlcni. Im Winkel .i.
i;eu:iv>eur KohiTl Land Herlin W :iO. .\sclialTeiiliiirf;c'r Sirabc :>.
B^r. Scholz. B r e s I ;t u i; ; Zu unserem Med.cueni kiinuen w ir Ihnen
eil. liilil von A;;ne> Eslerbazy in ..Zwei .Menschen" nicht verschaffen.
\ ic lleichl wenden Sie sich einmal an den Holl-X crl.i;;. Herlin SW ü.s.
Alex.inilrinenstralio HO.
F r .1 n V. K.. B a d e ii - H ,i d c n: Fritz l.aii^ und 'lliea von Harbou
circicben Sie diirch Frilz LaiiK-Film. Berlin s\\ is. FriedricIistraUe 2i'l.
.\ 11 p; II s t F.. .M. - I! 1 a cMi a e b : Martin Hcrzhcry wohnt Herlin SO JH.
W'.ildcinarstralJe ■ fi.i.i. Er ^iht .\nto;;r.imiiic. .sie können sich ;c1mi rulii;;
scllp^t an ihn wenden.
I. i 1 .V S.. E I e Cl n o r a de '1'.: (Jiistav l'rölilic'li erhliiMe in ll.innovcr
d.is l.ii'bt der W cdt und ist nicht mehr mit Eli/za la Porta vcriolil. Sein
neuester Film hcilit ..Hochverrat" mit Hetty Ainanii ,ils Partnerin. — Es
Kall vor einigen .):ilireii einen l-ilni ..Die Insiijc' Witwe' mit .M.ic .Miirra.v
in der Titelrolle.
W o 1 f •; a 11 t; (;.. Dresden: Der Film ..Kampf der Ti-rtia" wurde-
\oii der Terra hcr^jcstellt. 2t Kii»bcii sind wirkliclic Terlijnicr und standen
y.iiiii ersten .Mal vor dein Kurln-lkaslc-ii. .Nur die- Kolli- des Horst wurde
Miil dem kleinc-n Filmschauspielc-r liiistl Stjirk llstettenh.inr ibir^cstelll.
Er debiitii-rte im ..Piecolo \oni lioldencii l.ovven". war später in ..\\ol>;.i-
W 1)1^.1" zu sc-hen und spic-lt in dein neuen l'iilz-l.;nin-Filni ..liau im
Mond" eine- Kollc-. Die c-inziui- .Mädebenrolle, die- Daniela, wnrcle von llsc-
Stolirawa \erkörpcrl. die- eine Biihm-n- und Filmdarstellerin ist. Ihre
näcbstcn Filme- sind ..Der i;efan>;eni- der Bi-rniiia" und ,,l{evolte- im Er-
ziebiinfisb.uis''.
H.iiis,E.. Halle: C.irlo .Melini wohnt Bc-rlin W. Martini. ntlii-r-
Sii.ibc- lM, ist ve-rhciratet und yiht .\iilci{;r;imnie. Dout;l.is F:iirlianks und
Iharlie fli.-i|iliu li:ilieii ihrc-n Wdbnsitz in He-v .-rl.v -Hills, llollv wciod. K.il..
F. .s. \. Sie- können deutsch an ilie Kiinstli-r sclirc-ilien. Ihirry Pii-I träj;!
eiiii-n Kciiistle-riiameii. Carl de Vof;t und l'.riist Kiickcrt lilmc-n noch. \'on
Erich Kaise-r-Titz (il erh.iltcn Sie- noeli in jeder srölicrcn Papii-rhamlliin:;
Hildk.irli-n. Il.irry l.ii-dtke wediiil Bi-rliu-t;runewalcl. Hisio.irckalli-i- Iti.
S c b w a r z li r ;i ii n i- s M ä d e 1 . .\ n ;; s li n r ;; ; Cost.iv Fröhlich
wohnt Herlin-W i-stend. llecrsir.ilic sii. wurde- .cm Jl. M.irz in Hannover
uc bori-ii. ist leili^. •;ibt .\nloi4;raiiimc-. Iräi;l sciiie-ii ricbtiycii Xaini-n. Be-
k.iiinl wurde- er durch Fritz Lan^s ..Metropolis". Freililich treibt vie-1
.Si.ort und ist auch ein Krolicr Bluiin-n- und Tii-rfrciind. Er wird si-ineii
näihsten Film lic-i elc-r l'f.i spielen. Osw.ildo \alciili ist llalicne-r, iinver-
bc-ir.itcl, (lilit .\nto(;raniiiie- und ist dnrch die- If.i. Bi-rlin SW li«, Koeh-
stralie ci — H. zu erre-ichc-n.
Karl 7... Berlin: We-nn sie- zum Film wollen, so ist e-s .im zweek-
iniilliKsti-n. Sie setzc-n sich nnmitlclhar mit den Film^i-se-llscli;ifte-ii in Ve-r-
bindun;;. W ir ni-nne-n Ihiiiii l'fa. Hi-rlin SW iis. Koehstralie- ci — s. N.itional.
He-rlin SW is. Fric-drichstr.illc- lii. Te-rr;i. Herlin SW lis. Koi-bstralie 7:i.
Aafa, Be-rlin SW is. Erii-driehstraUc- JJ.t. — Die- Aussicliti-n lliri-r Be-wer-
bniiir cliifli-n .ihc-r (;le-ich Null sein.
Frilz Fr.. S i i- }t e n : .lawolil. :iMe l'ilnisl.irs lesc-ii el.is ..Filni-
M.iU'.czin". Die- lie-tr 'ffendi-n Kiinstle-rinnen li.ihen wir ;iii die fälligen
\uto;;i.iinme erinnert. Dil.i P.irlo wohnt Hi-rlin \\ . Motzsir.iße «7, Betty
Ain.inii Herlin W. Kurfiirslc-nl.imm I-'. (;in.i M;iui-s P.nis IH. V r'ie Ga-
bi ic-lb-. I.v.i de- Pulli .irlic-ilii zur Zeil in ele-n Elslri-c--Studios, He-rsford-
sbire. En.;i.inil.
II e i n z P.. K e i c h e- n h a c- h : H.inv Pie-1 ir.ifil c-im-n Kiiiistl -r-
ii;ime-n .\lii-r wi-nn Sie- mil liese-m Naini-n .idrc-ssii-ii-n. so wird ihn ilii-
l'ost lodsie-he-r finden.
('. r p t a (i ;i r fi () - \' 0 r o h r 0 r i II I, i s li o t h B., Karls r ii h o :
Crola (Jarbo wiirili- am 17. Apiil in (iiitcliorn ({i'lioroii. Sic ist diirch ili«'
.\li'tiii-(iiil(l«> ii-Siii(lios. CiilMT-City. Kai., zu <Tioic-licii, nü»! .\;ili)(;iaiiiiin>
tii.d kniiinit \ niläiifii; iiiclil ii.'iili Hcriiii. Ihr «Tslcr l-'iliu w.ir ..(iiisiM
J«irliiiu ■. in ilrm .-ii- ilii- Kli^.ilx-Ili lliiliii.i spicIU'. Si«; filiiili- il.iiiii in Hcr-
liii ..Die IH'ImIId.-c (i.issc'' tiiiil wind.' spiilcr \ oii Samuel liiiM\\>ii ii:i«li
lliillyuuoil vcrpflii lilct M.iii iliclilc dort IoIkimuIi- Kiliiu- mit ilir: ..¥.<■
war", ,..\iiii.i Kari'iiiiia', ..Tiilciitaii/. der IJclir", ,,l)as KÜtllicli.> Woili",
..KricK im Hiiiikcl". Ureta (iiirlioii iiärlistrr Film licißt ., Wilde (Irclii-
deeii".
.1 II s o |i )i H., K ii I II : Mari:i I'aiull.'r wohnt Hcrlinll.ilriiM'«'. AI-
l'rocIit-.Vrliillcs-.Stralii' .'.a. wiirilc .'im 2(1. ,liiiii in Ti'I.Tlifii-Hoili'iiliacli t^o-
lior w.ir friilipr mit di-m Scli.iiisiiicli'r C/.imPtf vcrlicir.ilct. i.-t ^cscliif-
di'ii. li.'it keine Kimler, i;ilil Antodrainiiie, ist aiieli liei der Spretlibliline,
li.il ein eigenes .\iilo. il.is sie mir' ^roUi-r l.eideiiseliafi seihst sie'ierl. isl
sehr iiMisikaliseh und eine Krcilie Tier- und -JJliimenfreiindiii. Sie ist
lijnnd. Iil:iii:iiii;i^ und initlel;;! iiU. Ihr iiiiehster Kilin heilJt ..Kille fidel.-
Ilerrenp.irlie". ^\■aMn M.iria l'aiidler ii.uli Kcilii kommt, wissen wir
leider nicht.
.\ II II e I i e s p S e li.. T. ii d w i t; s h .i f e n : Lewis Sinne ist durch
ilie ,\letrn-(ioldw.vn-Ma.ver-Stmlios, ('nl\ er-Cil.v, K:ilirornieii, zu erreichen.
Kr (riht .Xiitonr.imme.
F. S., M e r n : Wenn Sie uns Frapreii stellen, so lielas|i;;en Sie uns
iiicIil. Sie sind .•ilso hiermit lier/.lii-li wlllkoiiimeii.
\V.. S t <• t t i n : HriKÜte Helm
wohnt ll« rlin-hahlem. Im Win-
kel .'). i:iisahetli Her^iner Herlin-
liahli-iii. I'aradavwetc 1.'.. Ileiiiiy
l'orlen Herlin-Daiilem. Varkstr. II,
l.i.'ine llaid Herlin - Westend,
WnrtlemherKiselie Str. i:i: filly
l'eindt i^t durch Fi'indt-Filni.
Herliii SU' l.s. Friedrichsir. im.
zu erreieheii. Alle Kiinsllerinneii
neben AntoKramme.
A n n e 1 i e s (i. .ans H r e s-
d e II : F.rika ^ on 'riiellman ist
eiiM' liekaiiiite Itiihiiendarstellerin
und (hirch d.is l.issin^i-'l'heater
in Herlin 7ii erreichen. Sie ist
mit dem Sanier Tino l'attiera
\ erheiratet. Ossi Oswalda ist \on
Haren Kosziaii Kescliiedi'ii. Hri-
uilH" llelm war nie im Kloster.
Ihr Hildw iinscli ist vorneiiierkl.
1, y a M a ra — 1 1 n i- S t i. -
h r a w a — I, i 1 i a n II a r v e y -
Verehrer: Ilse Stobrawii
wurde am !(. Februar in Köln
;;eiiiiren und «ibt .\ iiloy ramme.
I.\a M.ira und Friedrieh Zelnik
sind /u Tonrilnistiidieu nach
Amerika ^;efahren und liclimlen
sich jelzl aiiT lUr Kiickreisc.
Itanion No\arros Iterliner Adre^-e
kann Ihnen leider ,iul \\ iiii>ih
des Künstlers nicht (iciianni wer-
den. Fr i^t ubriseii- zur Zeit an
der Hivier.i. .losephine Itaker
ist im Ausland. I.iitte l.orriiiK
wohnt Herlin-W'ilmersdorf. Itabels-
her^jer StralJe I. Friizi Massary,
mit .Max l'allenherj; \erheiralcl.
wcdint Herlin W 1.'), Meiiii'ke-
slralJe -'0. oder in (Jarmiscli-
l'arlenkireheii, Villa Massary.
r u I t y, t' Ii e m n i t z : .\l,iry
Urian wird bald in mehrcreii
IM neu Filmen zu sehen sein. Sie
hat ilnnkles Haar niid ;;iht Aiito-
(;ranime. Heim l'ilm entscheidet
\or allem immer ilas Talent, /.n
den jim^steii FilmdarNlellerinni'n
Kehören ii. a.: Tony van K\k.
Ina \ Oll Klheii. Ilse Slobruwa.
CeorKia i.int. Itnth .Mbii.
F r .1 11 I 1 s e K., Frank-
furt-Oder: Der Name Ma-
jorlie Hawii ist uns bekannt.
Die ]|aii|itdarst(dli'rin von ,.Kiki"
w.tr Xorma TalmadKe. llarrv
l.iedtki' bleibt in Deutschland.
Vin^jo I.arsen filmt leider nicht
mehr, sketseht aber liäiifiK.
Mae .\lurray soll bald in einigen
Tonfilmen zu sehen und hören
sein. liriino K.istners (iattin
heilit l.iii.sl Tiersch uml ist .Son-
hri'lle. Der Künstler wird auch
wieder filmen. ^— ^— —
K. n. (i.. J> r e s il e n : Ihre
.\lif{elij;enheit ist iuz«iseheu er-
lcilij;t worden.
F i I m t r e ii ii d Herbert K r., H e r 1 i n - S f P K 1 i t 7. : BriKittP
Helm wohnt Iterliii-H ihleiii. Im ANiukel .'>, ;;ihl Aulo,;r.imme, wiinle .im
I". März in Uerli.i Kebori'ii. ist mit Hicb.'inl WeiUb.ich verlieir.itet, ist
i.ni:ef:ihr so all. wie Sie Keschätzl b.ibeii. und spielte ii. :i. in folKenden
l'ilmeii: ..Metropolis"', ..Die Liehe der .leaniie Xey, .,.Mraiine\ ...\ui
l.'.ande di-r Weif, ,.AhweKe-. ..Die .lacht der sieben Sünden", ,,sk.ind.il
in Uadin-H.iilen ■. ..(ield — tiehl — (ii-ld". ..Die wiindurbare liiige ib-r
.Nimi l'ctroH u;i ". Ihr näclisler Film ist ,..\Linoles;'n".
I. o z i . Dresden: Cirlo Aldiiii wohnt Herlin W, Martln-Liithe:--
Stralie 2i. und isl verheiratet. Helly Uirds .\dresse ist Herlin-Tempelhof,
Manieiil'felstr.iUe L Sie ist mit dem IIcKisseiir tinsl.iv Feicky verlieira-
lei lind KehiiitiKc Wienerin.
,1 o h .1 n 11 !• s lt., .M e e r a n e : Wir Klaiibpii kaum, daß Ihnen eine
rilmi;esidlscb.ift oder ein Filmst.ir (ield leibt, d:iiuit Sie sich ein Liehl-
spiel-Tlie.iler kaufen können.
K II I h .\l.. Herlin: lli iino K.isdier wohnt Herlin ('b.-irlolieubiirn-.
siuiuislr.iUe ::. Fvi F\.i Herliu-Wilmersdorf, H:ideiische Str.iüe i:i. Kl«.!
Ilriiik Herlin W. I'r.i^cr Str.iUe :il, Taiil Heidemanii Herliii-WaiiUsee.
Koniuvweu C.sh. Il.ins Mbeis Hi'rliii, Lciinesii.iDe 7.
Karl 1.., (■ 1 lilz: .Xnf welcher H.illi;; der Film ..K.iinpf der
Tertia" :iurt;eiiommeu worden Ist. können wir leider nicht saKcii. Hse
Slobr.'iwa. die D.ir^lelleriii der Daniela, wohnt Herlin W, AscIiaffenbiirKcr
Sir.iUe fi.
(i. M., Merlin: Wenn «liesp /i'ileii prsehpineii, wird (•iiun.ir Tol-
imes schon in Herlin sein. .I;i. pr ist sehr > iel ,'in dpr .Sprechbühiie täliv..
— Jiickie Couirun winde .tin .'Ij. September in Los .\ii|/ele9 geboren.
Achtung! Aufnahme!
Regisseure verlangt, Film-
schauspieler gesucht I
Fritz K., V ö I k I i n f; e II : Tom Jlix ni'i< .Vutogramme, ist ver-
lieiralel. wurde am Ii. .lanujir in El l'.aso. Tpx:is, j-eboreii und isl durch
die Fo\-Stiidios, Hol, Western Avenue, liollywond, K:lliforiiien, F.S..V., zu
erreichen.
K. W., S e h m .i r j;- i' u d o r f : leher den von Ihnen KPiiannlen
Künstler können wir Ihnen leiiler im Aum'iiijliek keine nähej'Cn An-
gaben inaeheii.
Ellen F., 11 .i « e n : .T.iek Trexm- wohnt Herlin \V. Hendlerstr.iße <),
war früher entilisclier Offizier. be};.inn d.inn .als Filmstalist in London,
d.ir.iiif in Amerika uml k.im endlich n.ieh llentsehkiml. wo er .als t'ha-
l.ikterlielihaher r:iseli Ixdi.innl wiirili'. <— Der lielreffende lioman ist
noch iiiihl \erfilmt worden. — \\ Cr die drei kleinen Mädchen sind, die
sie in einer Zeitschriil iihf;ebild( t s.iheii, können wir Ihnen leider aiicii
l'ieht s:iKen.
E I s ;i H.. II a r b n r ir : Vii-Ie Filmst.ir- Unmnien über die Sprech-
liühiie /um Film. Wenn Si<' eine Filmsehule hesnclien, so ist damit
ii.itiirlieh iiichl nesap;!. d.ill .Sie n ich Misidvierunp; derselben ein beriiliiv.-
lei Filmstar wenleii. Wir nlmheii k.iiim, d.ilJ l.ili.iu ll.ir\«'y Ihre Eiii-
l.idiin;; .inuehmeii winde. Hedenki'ii .sii-, wenn s.'iintlicbe Verehrer und
Verelirerii.:ien die Kiin-tleiiniien zu sich einl.ideu wollten! I),i käme die
rinne Lili:iii j,i iiheiliai:pt nicht mehr zum Filmen, nml d.is wollen .Sie
doch nicht. — t'hrisia Tordy hat :iiii :iii. .Iiini. Heiiiiy rurteii am
7. ,Iaiiii:ir. Xeni.i Desiii am 1». .laniiar, (irel;i C.irbo am 17. .\pril, Ossi
Osw.ild.i .1111 2. Febrii.ir. Orilt.i Li'N :im iM. August (Jebiirtslag.
Charlotte IL. C h a r -
I o t t e n h II r g : Wir danken
\ erbind liehst für Ihre freund-
lichen Zeilen. — (Jösta Ekinau
ist in Sihweden geboren. Mar-
garete .Schön ist geschieden.
Tänzi'rin Kri, AVei: Vio-
len Dank für Jlire liebenswür-
iligeii ani'rkenneiiden Worte! —
.Marianne Wiukelstern wohnt Her-
lin W. Ihlandstraßo in:!. .Jacques
t'atlain l'aris (i;i, Boulevard des
Invalides, Liliaii Weiß Herlin W,
Kurfürsti'iidamm KW. Idlebill
S( hroth. Cilly Schünberger, ilabpl
Kiililer sinil unbek:innt.
F i I m f r i e d e I : IJurtrude
l'.erliner wohnt Horliii-Sehone-
herg, Ilcdienstaul'enstraßi? u:i,
M:trgarete Lanncr Herlin-Cliar-
iotteiihiirg. WindsiheitltsiraUe 40,
Jcuu -Aiigelo l'aris 11, Houla-
v,ird de .Montparnasse. l'aulHeide-
luaiin }terliii-Waniisee, Küuiir&-
weg (iwb. l'aiil Simmel Kerjiu
W :',il. Neue \\ iuterfi-ldtstr, 25.
Jawohl, :iiicli geschiedene Filiu-
-l.irs dürfen Sie mit ,,guädige
I r:iu" anreden.
S y d o n i e v. \V., M a (j il e -
h II r g : Die Xachriclit der Ver-
loliuiig ist unriihtig. Welche»
lloiior.ir für ein Filmmaiuiskript
bezahlt wird, hängt von vielen
l'nistäiiden ab. Einen Tarif da-
für kann man nicht aufstellen.
I'.gun Min Jordan filmt noch. \»i
.iiicli sehr viel bei der Spreeli-
biiline tätig und wohnt Herlin
W 1.'). I.ietzenhurger Straße 27.
Kva Speyers .\dresse ist Berliii-
Ilaleusee. AlhTecht-Aehilles^tr. «.
— \'ielleicht inserieren Sie ein-
mal in llirj'r .Angelegenheit im
,.Filiii-.\lagazin'.
,1 a c k T r e V 0 r - Ver-
ehrerin Iris L.. yi a u ii -
li e i 111 : Uelier Jack Trevörs
(iattin können wir llineii keine
genauen .\ngaben machen. Wir
wissen nur, daß sie Kiigländerin
und keine Hühiien- oder Filin-
ihirstellerin ist. Trevor ist ein
großer .Siiort-, Natur- und Tier-
freund. Er liebt alle Kliimeii.
D.is Alter der Filmstars geben
wir grundsätzlich nicht au.
(ireta (iarbo ist ledig.
Zwei M ;i d e 1 ans (i n -
b e n : Der Nanu^ Kurt Skalde
ist uns nicht unbekannt. — Ihre
W iinsche sind vorgeinerkl.
J) i t a I* a r I o - V e r e h r e r.
T r a II n s t e i II : Dita I'arlo
trägt einen Hiibikopf. Das Alter
'^"~^~ wird grundsätzlich nicht ver-
otfentliebt. Wilhelm Hoyd ist
\ erheiratet uml unseres Wissens
.Vmerikaiier.
Ein F i I 111 f r p n p d .i n s Fr n ii k e n t h :i 1 : Wenn Sie zum Film
wollen, so ist es .am zw eckm.-ißigsleu. wenn Sie sich i'iiekt mit den
Filmgesellschaften in Verbin liiiig M'lzen. wi^- Ff.i, Herlin SW (is. Km-h-
► Ir.iße «.!<, Cre.-nb.Mim. Herli.i SW fis. Kdchslraße tll. N.ilioii.il. Herli'i
SW l(*. Friedrichstr.iße in. A.if.i. Herlin SW IS. Friedri(listr;iße 22a. —
Der Titel des iiäelisten L\ .i M:ir:i-Filnis viidit noch nicht fest. Jenny
.Ingos neuester Film heißt ..Die Sclimiigglerbr;iut von M.allorca". Ein
!• ilmm.innskriiil wird — je n ich (^ii:ilität und ii.ich dem Kiif des Ver-
f.-issers — mit KHid— 10 OOli M.ark honoriert.
.V I I h e e : (iret:i tiarho ist durch die .Melro-(;oblwyn-5?tudios. Oui>er-
Cily. K.'ilifornien. C.imill.i lloru fiir die näehste Z üt durch die Warn.'r
Hrotbers. r.si2. Snnspt Hhd.. Il.ill,\ w oed. K:>l.. l.S .\.. zu erreichen. Di'!
Kiinstlerin wurde von dieser Firni.i fiir einen de,it>clieu Sprechfilni ..Die
königliche Loge" \ ei pflichtet. Ihr r.irtiier ist Ale\;inder Moissi. Hri-
gilte Helm wohnt Hi'rliu- D.ihlem. Im Wink.d .-.. Elisabeth l'in.ijeft Her-
lin-Wilmersdiirf. Hr.indenbiiigisihe Str:iße :l:!.
I" i I m b o y . F. 1 h e r f e I d : Dougkis F:iirbaiiks wohnt in Heverly-
Ilills. Hollywood. Kalifornien. F.S.A. Er gibt AiiliiKniinmc. Sie kön-
neu Deiil»eh .in ihn schreiben.
F r ,1 II II e I I .1 W.. Herlin: Die Verloliiing Li!i:in llarveys mit
Willy l'rilseb w:ir nur ein (ipiliehl. an ileni wir wirklich g:iiiz schiildl.i.s
sind. Daß beide Kiinsller eng befreundet sind, beruht aber auf
Wahrheit.
F r i t z H., H p r I i n : Es ist selion möglich, daß man auf dem be-
lieffenden Oinnibiis l'ilmaiifnabinen genuieht Iml. Fni welebeii Film es
sich li.HUilelle, können w ii Ihnen leider l.icht siif,'!!.
rLndiich haben Sie eine > löglich-
keit, zum Film zu kommen ! Jetzt
können Sie selber Star oder Re-
<^isseur sein. oder wollen Sie lie-
ber das Drehbuch schreiben?
Zeigen Sie, was Sie im Kino
lernten. Bilden Sie mit Ihren
Freunden zusammen eine
kleine .Amateur-Filmgesell-
schaft. Es macht sovielSpafj
mit einem Cine „Kodak"
« « *
Ihr Photohündler führt Ihnen
f^f rn und unverbindlich
unsere Apparate vor!
HIN DKUCK A U F DEN H E li E L . .
\ I. I. E S Ü B U I a E TU .V W I R
NILS ASTHh:U
t/cr ;)(:u(' IKiiliici </(■/ (ic'-lü Utiih<
Phol. M.-G.-M.
!
,,,,:, Vripdenan: Fritz Alberti wohnt Berlin-Wilmersdorf
\Bnelie5e H.. Wolfen: Wenn Sic iin(= die Namen '''•'■ !■'''"- , .J'i^.uirAiVlnßV o.a iM unverheiratet und war früher aueh hei der
Mar« nennen, üher die s,,- etwa« «i.-hea ni(iehlen. so werden wir Ihnen ''" .\\'j„/,,,,' 1" .,,1 Tetrovieh ist lodiR und wohnt jetzt Bcrlin-Schmar-
liher die Frapeii Antwort (jelien.
Hl. hard S.. I, .• i p 7, i it : Harry Piel l.csll/.t ein eigenes And.
l'l. er /nr rrciiiit're >ciiics ii;irli>leii Kilms nach Leilizitf kommt, kuiinca
wir heule imdIi nirlil .vagen. . , . , ,;„i,
Cerda \V.. H e r 1 I 11 - S p a 11 d a ii : Cii.-tav Irolilieh ist kiirzIieU
imiirezo(;eii und wi.hnt jetzt Itciliii- \Ve>leiid. lliMTstr.iUe »<fi.
V i I. I a II. Ilanil. urn: .Mari.ii.iie W iiiki'l-tirii «nhiit Herlm ^^ .
riilaiidMiaUe l(i;i. niid ist inn ci lieiralrl. M.irKül l.and.i ist ge.schi.-d.Mi
iMi.l M.lnil Herliii W. KiMtiir-t.-ii,l.iM,ni II. 1 ise Hronks ist veili.-ira .>!
lind li.-fiiid.-t sirh .iii^iinl'llrklich in Taris. «o sii- 111 di 111 Solar-I- Hin
„ScliDiihcitski.nkiirreiiz" dir ll.iiii'lr.dlr spielt. ,.■,.„„„
I ,. I I e X. Herliii; tiiislav iM.diliih spielte 111 vielen !• 1 men
iiMd wurde bekannt diinli Knlz l,.nms ..Metropolis-. Wir ei.iofelilen.
siili Mlirilllirli mit llner \ iiloniaininlölle all ihn zu «enden.
K i I ui in .1 II s i Cerda: Wir lial>cn
die lictrelTcihlcii riliii>tar- erinnert. I'ic-
«vildiclii- Hauptrolle in ..Her Mann, der
lliehf. spirlii- Mar.\ IMiilliiii. Hell .Ii-Mis
in ..Kiiiiin- der Kiiiii;;e' \rrkorprrti'
l(. It. Warner, die Mutter Maria wiiidi'
von Ui'ttv liroiiMiii dar-e>t<'lll. Ililda
WomIi «.diiil Herliii NW 1:1. Acriiol.i-
•.Iralle 1:i. Harry Halm Uerliii-llaleii-.ee.
Cieerostr.iUe .■>7. \'.\i \■'.\:^ Hrrlin-W il-
inersdorf. »adeiisehe Stralie I.!. Hetly
.\in.iiin Uerlin W. Kiirl'iir-Ieiiila 1 li'.
I'iit und ralaelioii sind iliinli ilie
rall.iiliiiiii-l'iliii, Kopi-iilia^eii. »iret.i
i;arlMi und K\elyii Hri'iit diireh die
Metro-Cold» \ ii-Sliiilios. Ciilver-t'ity. K:il..
.laiii-t (iayiior ihireli die Ko\.s:tiidios.
Hill. \Vf>tern Ave.. Hollywood. Kai.,
zu erreichen. Doiij^la^ rairl>;iiik- und
Nein Soliii widiiii'ii In I5e\ erly-llill>.
lloll\ \Minil. K.'ilifoniii'ii.
\\ i I li e I in !••.. s t u | t «■ a r t :
Wenn .Sie Ihre Hilder zur \erl'iif;nii;;'
an die l"iliiire};issciire senden wollen,
so nMi>scu s^ie l'r.iukiertcs. adressuTti-s
l'iickkin ert riiiley:eii. Hie Aiissielitcii
-ind aller »dir ;ieriiiK. es lierrMliI ein
relii'raii;:el>ol. Kiiiil .laiinliiKs i>t am
l.'i. .Mai in Herliii eiiisetrolTi'ii. .I.iwolil.
..|iie \\ iimlerliare i.iiue der Nina l*e-
Irowiia" lauft iiIut.iII mit ;;rol!eiii Krtdli;.
II i I .1 e ;; a r d M.. (J o > I .1 r : Oli
es Werller l'iicitercr w.ir. der am
-. l'liii;;»ll'eicrt.iK' ihm ' .•:! I lir in einem
;;i'|liliclicii Zweisitzer in Iie;;leitiiii;;'
einer l>;imi- iliircli (Joslar nefalireii i>t.
in einem wciticii AnziiK. können » ir
lliiieii zu unserem Itedaiieni auch iiielit
sagen. — \iilJir in dem ^en.iiiiitcii l'ilm
«irkl IVaiiz l.eilcriT li in ilcm Slar-
l-'ilni ..Meineid' mit.
!■: ine IIa m li ii r z '• r I" i 1 m -
r r e 11 n diu: l'.ni-l si.ilil - Naclili.inr
wohnt Herliii - I liailoiieiiluir;;. .S\liel-
slralle j:i. und niht Aiiio^rammi'. sie
erlialteii Hilder \on dem Kiin.-tler in
jeder grolJen l'apierliandliin;;-. Jlaii
s.ili ihn kiirzlicli in dem \;in de
Velde-Kilin ..Hie l.he". VuKciihlicklii li
tritt St:ilil-N.iclil)aiir am Kleinen Tliealer
III Herliii in dem l,u.-.tspiel ..Nail o,ler
trockc'ii' auf.
I" i I m k ii I i .1 n s H r c s 1 ,1 11 : ]>cr l'.-irtiier \on (dllecii .Moore in
..Sii-.iniiev erstes \li<'iileiiev lieiUl l)on:ild K'eeil. I>ie I>.i|s|elleriii der
Ilse .Vllw I unide \oii K.itliiv 11 .Mi. (uiire \erUöiperl. Heide Künstler
sind dnnli die Tirsi .N.iiion.il simlios. Hiirli;.nk-Iliill,\ w ood, K.ilil'oniieii.
r..s..\.. zu erreiclieii. — Ihre (inilJe an l.ili.iu ll.■lr^ey. l.ce l'.irry. J■;^elv•l
Holt und (Jiist.iv Kriililich sind ausgerichtet.
I> o n A.. I) r e - d e n : Ks tut uns aiifrichlig ieid. aber wir können
llineii wirklich nicht zu einer Filinrolle M-rlielfen. d.i wir Kiig igeinciits
nicht M'rmittelii. Am zw eckm;il!i;;>li'n ist es. we:iii Sie Ihre Hilder u;i-
miMelli.'U' in die l'iliiigesellsch.irten senden. .\lier wir möehleii gleich
d.ir.iuf .■iiil'iiierks.im m iclieii. d.ilJ ein reher.ingeliol hesti ht und d.ilj d
.Viissicht"ii rt.ihcr sehr gering siiiil.
M .1 r g a M.. I. i c h 1 e 11 li e r g : Wen
l'ilingesellscli.ift. Kopeiih.igeii' :idresviercn.
.Sie können DenSdi silircilicii.
Willi IV. der O v K .1 r .M ,1 r i u n - 1" r e n 11 d .1 11 s \' .1 r e I : (»sU.ir
M;:rioii ist hlond und h.it lil.iiie .\iigeii. Ihr Itildwnnsch ist vorgeiiierkl.
Wir werden die Künstler :in die fälligen .Nntogr.imnie eiiniu
tlica \Vieek wird .iiiih wieder filmen. Il.iirv ll.il
► 1 e. ( ieeloMr.iHe .M.
si.rechl.iihne. 'iwan' Tetrovieh ist ledig und wohnt jetzt Berlin-Schm.-.r-
.spr.it .niine Höehst«ahrseheinlich hat er auch ein Auto.
;,endo t ;'"jb^';';;;,!^,.'y„n d i n aus H :. 11 n o v e r : Lilian Harvey ist
lediir' Ihr nächster Kilm heiül ..Der Vagahniid vom Ae.iiiator". Sie
■de voi Kiclird Kicliherg für den Kilm entdeckt. Fred Solm ist un-
e -irat d durcl. die rMr:.,uonnl. .'.t.M. .Mar:.thon-Street. Hollywood
K-.l zu erreichen K.s slimiut schon, in Ainerik.i nennt mau ihn Rol eri
■: st'le Kr 1 d, hesonders rote Nelken. Harry Halm wohnt Berlin-
l'le isee. (iceioslratte :.;. Maly Delschalt Berlin W. AJ ittel.shacher Str.
xi- -S Conrad Veidt Berlin W. Liehteiisteiuallee 2a, Trnus van Aallen
'"•' "i'-i Vi i e's e"H':"^ ifd w i g s h a f e n : Klisahelh Bergner hat dun-
kelln-iune \ugen nnd lizi.mrotes Haar. Sie wurde am 17. April in \\ len
..ehoren und ist angenhlicklich nicht in Berlin.
" I 1 s e B.. I. e i p z 1 g : Agnes Peler-
.sen wurde in London geboren, ist aber
dänischer Sta;itsangeliörigkeit. Warwick
\V:iril ist Kiigläiiiler und war erst beim
englischen Film. Iwan Mosjiikiii filmt
sihoii seit vielen .lahreii. war friiher
in KiiUland. dann in Krankreieh und
.\merika tälig.
I, i e 11 1) e y e r s - V e r e h r er aus
M e r s e h 11 r g : l.ieii Deyers wurde in
,\msterdani gidioren und ist durch die
llenischc l'iii\ersal. Berlin W s. .Maner-
stralJe Hi>. zu erreichen. Ihr neuer Film
..'rriniiiph des Lebens-' ist schon fertig-
;;estellt und wird voraussichtlich in
n.K-hster Zi-it uraufgeführt werden. Ihre
llildwiiiische sind \ orgemcrkl. riiolos
Min Filnisl;irs können Sie auch durch
den Nerl.ig ..Illustrierte Filmwoche",
lierlin S\V r,s. Kiii-bstralie i'<-X. beziehen.
Sellist\crvl:indli(-h dürfen sie sich vor-
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F. r 11 s t I).. Königsberg: Pas
Verfitmiingsrecht eines Buches besitzt
der Verfasser bzw. der Verlag, ohne
deren Ccnelimigniig das Sujet nii-lit ver-
wendet werden kann.
(' 1 I I y . C r e I a (J a r b o - V e r -
e h r c r i 11 . >l ii n e h e n : Creta (Jarbo
ist dnrcli die Metro-tJoldw yn-Mayer-
smdios. ( üher-City. Kai., l'.s..V.. zu
erreiiheii. Tic spricht (lebrochen
Deiilsi-h. Ilie Künslleriii koninit vor-
läufig nii-bt nach l>eiitsclilaiid. Ihr
iiäi-hster Film heilJt ..Wilde Orchideen-.
Creta (iarbo spielte bis jetzt in folgen-
den Filmen: ..fiösta Bcrliiig". ..l>ie freud-
lose C.-isse'". ..K.s war", ,..\iiii.-i Kare-
iiiiia -. ..'roleiitanz der l.iidie". ..Das
göltlii-lie Weib--. ..Krieg im Diinker-.
Herta (;.. Berlin : Ciinnar
Tolnaes hat am 7. Dezember. Mady
Cbristi.-iiis am 1!>. .tann.-ir Ceburtstag.
.\lle Filmstars ^eben Autogramme. Die
Adresse der Ffa ist Berlin SW ili<. Koch-
slr.-ilJe ii-f. Iwan Mosjukin ist mit .\gnes
l'eterseii verheiratet.
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■*
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1 gi-nngt iliese .\nseliriri.
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li:it zwei 0|ierii zu je vier l'l.ittcn
heraiisgebrac-ht. Einmal den ..Frei-
sehiitz--: Sir.iff dirigiert von Hermann
Weigert, «•rfreiiliche Solostimmen der D.-imen de C:irmo und Mar-
herr, d.is C.inze ,-ils Kiirzoiier für die ..Heim-Bühne -, wie man lieilto
dii- ..ScIiallplattenmiisiU zu Hanse-' neniil. Iicarheitet miii Hans .M.-ieder.
I)i.> zweite Knrzoriicr ist der volkstümliche ..l.olieiigrin-: l-:itidriii-ksv<dle
.Männercliöi-e und klare Stimmen geben i'in gutes Bild der Cesamtoper.
Das On-besler arbeitet unter Weigert exakt. — Crammophon präsentiert
feiner S.ilonics 'l'aiiz. \oii Dr. Kichard StraiilJ persönlich dirig;^iert: Die
Berliner l'liilbarmoniker geben unter dem Komponisleii letzte Feinheiten
ihres l.cistiing^^ ermögeiis. F.iiie exiinisile Interprclalion. Besonderen
Cenulj versi-hafft eine ...\id.r'-l'lalle: -Xeiiia Belni.-is und AVilli Doingraf
singen die .\rie ..Zu dir fuhrt mich . . ." Federnder Klang der beiden
gliu-klichi-n Stimmen. Seliwntif; und HeinliiMl des Orchesters, aiiell in
den Fortis-imostellcn M.ir hleibend. Kine lobenswerte IMatte.
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die .,C.irmen--\orspiele hören. Fast niilitäriseh, ein wenig gedrillt, die
Kl.-iugstärke und der Hanmton ersetzen indessen das trockene Teni-
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F, I e c f r o 1 a lälit sii-li mit der beliebten ..l{ayinond---()iivertiire ver-
nehmen. Das Xi-iic Leichte Syiii|ihoiiie-Or<-licsler siiielt die flüssigen
.Mi-ltidieu. die wir mmii Kino bei Keiinsportaiifnalimeii kennen. % irliios
iiml cin-chmeichc-liid.
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Hauplstr. 27 Frankfurt M., Mainz^zr Landstraße 59 63 Freibnrg, Kaiscrstr. 132 Görlitz, Jakobstr. 16 Halle S., Ma;4dcburjjcr Str. 56 Hamburg 36^
Gr. Bleichen 31 Hannover, Bahnhofstr. 13 Kassel, Obere Knniijsfr. 13 Kiel, HoUtenstr. 61 Köln Rh., Hohe Str 64 Königsberg, Münzstr. 17
Leipzig C 1, Rudolphstr. 4 Magdeburg, Breiter WejJ 3 b Mannheim, D. 4. 6. München, Salvatorsir. 18 , Münster, Rosenstr. 9 / Rostock
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Sdiulmaddien- Teint
eine Gosiclit.shaiit, sd /:irl, (;i'.--<liinei<li;;iiiicl
rosifj wie die eines Sclnilui.-ideheii^. köiiiicii
Sie (liireli die leielite HchaiKlIiiii:; Ihrer
Haut mit ,,Eta-Teinl-Maske" er/ieUn.
Tragen Sie die .Maski- l;i;;li( li .iii Mitin-
tcii, ruhen .Sie- sieli aus. \\ iihreiid .-ii- \\ irkt.
Sie werden fühlen, wie .sie all das aus
der Haut zieht, was diese \erst()pft und
zerstört. Staub und .Schmutz. ah^csiorhene
Haut und erh.-irteler 'l'a'^; werden miu di^r
,.Kta-Teint-.Maske" au.- den l'oreii ^czu^eii.
l)ie l'r.saehe der Mitesser und l'leekeu ist
dann beseiti;;!. Sie werden eine an^r-
nelinie Kr\Yärinun^ emptindeu. da das Klut
in die Haut ^i'triidien wird und ilii'se n.ihrt
und neu lielebt. Nach 30 Minuten stellen Sie
fest: Wangen wie Rosen, verjüngtes Aus-
sehen, klare, reine Haut, weiche, zarte
Haut. Kleini Kalten sind verseliu unden, Huir/.eln dadnreli pcanz {reslaltcl.
IT« eiterte 1' iren zusainirieii^^rzo^cn. erseblaffte Muskidn werden re.sler. Viele
Frauen von 40 Jahren u. darüber erscheinen in 30 Minuten um 10 Jahre verjüngt.
Versuchen Sie es aui .Micnil. wenn Sie \i>rhalien, auszu>;ilicM oder Hcsucli
zu euipf,in;;i'U. .Sie und Ihre l'reiinde wi'rdcn bejicistert über ilie neu i r-
staudeiie Seliiiubeit sein. .Sii» «erden zu Ihrem Jiesteu ausscdien, und weil
Sie liies wissen, sitdi am «oblsten t'iihlen. Tun .Sie es in Ihrem eigenen
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Das Werk gibt zum ersten Male eine Zusammen»
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Weltgeschidite im Film — Aus den Kindertagen
des Films — Naturgesdiichte eines Films — Film=
Könige und ^Adjutanten — Der Regisseur — Der
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leitung A. Roscnthal — Ares, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oesterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien I, Domgasse 4. Verantwortlich für Anzeigen
Wilhelm Sehaeler, Cbarlottcnburg. A n 2 e i g e n v c r w a 1 1 u n g Bcpa-Verlag, Berlin W 35, Blumes Hof 5. Kupfertiefdruck: August Scherl G. m. b. H., Berlin SW' 68
Jäsiaim
ftm
FILM
''^^
GAZIN
UJ M M E R 2 4 / BERLIN, 16. JUNI 1929 / PREIS 1 0 PFENNIG
D 1 1: M OCH i; X s c II H I r r d i: u i i l m r r e u n d e
i^y Jolson und Josepbine Dünn in dem Tonfilm „The sinping fool"
In New York weiß beinah jedes kleine
Kind, wer AI Jolson ist. Er ist der
berühmteste Revuesänger, der genial-
ste Verkörperer jenes Niggersängertyps,
der die Schlager von der Bühne irgend-
eines Broadway-Theaters aus so populär
macht, daß sie bald darauf in aller
Herren Länder gegeigt, gejazzt und
durch die Schallplatte in Millionenauf-
lagen verbreitet werden.
AI Jolson war auch der erste Schau-
spieler, der den Tonfilm zum Siege trug.
Der Film, der den entscheidenden Er-
folg am New-Yorker Broadway errang,
trug bezeichnenderweise den Titel ,,Der
Jazzsänger". Auch der zweite große
Tonfilm, der in selten kurzer Zeit in
allen Weltstädten ausverkaufte Häuser
brachte, spielt in der Welt des Theater-
Varietes. Es ist ,,Dcr singende Narr",
die Geschichte eines Revuekünstlers,
dessen Lebensinhalt zunächst die Frau,
dann aber das Kind bedeutet.
Und diesem Kind singt er in der
Sterbestunde noch einmal das Lied, das
diesem Film die beson-
dere Note gibt.
Allerdings ist dasLied
vom „Sonny Boy" nicht
die einzige gesangliche
Einlage. AI Jolson tritt
in einer ganzen An-
zahl seiner populärsten
Schlager auf, die mit
Hilfe von ausgezeich-
net durchgearbeiteten
Schallplatten mit selte-
ner Naturtreue wieder-
gegeben werden.
Die Illusion ist bei-
nahe vollkommen. Man
hat höchstens imAugen-
blick, wo der Apparat
anläuft, den Eindruck
des Maschinellen. Aber
schon nach wenigen Mi-
nuten verschwinden
diese Nebengeräusche,
werden nicht mehr
wahrnehmbar. Viel-
leicht weil der Gesamt-
eindruck/ ^|r von die-
sem Mw^usgeht,
so über«^^tark
ist.
Neben AI
konzenl
son
AI Jolson
und
osephine Dünn
M
^ zr—.
sich das Interesse des Publi-
kums in erster Linie auf David
Lee, einen kleinen Jungen, der
heute bereits genau so populär
ist, wie es Jackie Coogan war.
Drüben in New York wett-
eifern die Direktoren der gro-
ßen Broadway-Theater und die
Leiter der maßgebenden Film-
gesellschaften, dieses Wunder-
kind an sich zu fesseln, und eine
geschäftstüchtige Mama hat für
diesen kleinen Beng
mehr als tausend D
Woche herausgeholt.
Im Gloria-Palast ist
die große Sensation
mußte bereits am ers
um dem Ansturm
des Publikums nur
einigermaßen genü-
gen zu können, eine
dritte Vorstellung
abends um halb
zwölf Uhr ansetzen.
Interessant ist, daß
man an einigen Stel-
len des englischen,
FItot Varner
\erfilmten Dialogs deutsche Titel am
unteren Bildrand einkopiert hat, da-
mit auch diejenigen, die der engli-
schen Sprache nicht mächtig sind,
verstehen, was gesagt wird.
Titel könnte man an dieser Stelle
licht einfügen, weil ja bekanntlich
die Länge des ganzen Bildes mit der
Musik abgestimmt ist.
Soweit man auch in Amerika
stumme Titel vorgesehen hatte, ist
einfach eine Übersetzung an diese
Stelle gesetzt.
Es sei, nur als Beispiel dafür, wie
■schwierig die internationale Verbrei-
tung des Tonfilms ist, darauf hinge-
wiesen, daß man bei der deutschen
Bearbeitung peinlich darauf achten
mußte, daß der deutsche Titel genau
>o lang wurde wie der englische,
weil schon eine Differenz von einem
oder zwei Zentimeter die Überein-
stimmung von Musik und Bild ge-
stört hätte.
Neben AI Jolson spielten Betty
Bronson und Josephine Dünn, von
denen vor allem Betty Bronson
hier in Deutschland außerordentlich
gefallen wird.
Wir kennen diese Schauspielerin
bereits aus dem ,, Peter Pan" und aus anderen großen stummen Movies.
Man merkt, daß es eine ihrer ersten Rollen im Sprechfilm ist, aber gewisse
Fehler im Filmsprechen werden übersehen. Was später kommt, ist kaum zu
sagen, denn gerade der Tonfilm zeigt, daß man in der Technik auf alles
gefaßt sein muß, und daß es kein Wunder mehr gibt, das heute noch Dichter
erträumen, und das übermorgen schon Wirklichkeit sein kann.
s^j:^!^-.
Pamir, „Dach der Welt", nennen die Asiaten das gewaltigste
Hochland der Welt, an dem die riesenhaften Gebirge dieses
Erdteils zusammenstoßen. In unseren Atlanten ist der
Pamir zwar schon lange eingezeichnet, aber er bedeutete doch
mehr oder weniger einen weißen Fleck, denn erforscht war er
so gut wie gar nicht. Das rauhe Hochgebirge lockte den Ehr-
geiz der Reisenden weniger. Wirtschaftliche Vorteile versprach
man sich nicht, zumal reichere Gegenden näher liegen als das
Dach der Welt, zu dem der Weg durch endlose Steppen und
wilde Gebirge führt. Der Russe Przewalski war der erste, der
sich in diesen Winkel der Erde wagte und der nicht viel
Nachfolger fand. Während des Krieges überschritt der Lcga-
tionsrat Otto von Hentig, der sich durch Persien nach Afgha-
nistan durchgeschlagen hatte und von russischen und englischen
Vorposten verfolgt wurde, den Pamir. Er hat ein sehr inter-
essantes Buch darüber geschrieben, aber gefilmt hat er begreif-
licherweise nicht. Das blieb einer Expedition vorbehalten, die
von der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft und der
Akademie der Wissenschaften Sowjet-Rußlands ausgerüstet
wurde. Erfahrene Asienreisende, W. R. Rickmers aus Bre-
men und N. P. Gorubunow, stellten sich an die Spitze dieser
Transalaiexpedition, denen neben anderen Mitgliedern die
deutschen Alpinisten Wien, Allerein und Schneider beigegeben
waren. Diesen dreien gelang denn auch eine Großtat der
Bergbesteigung: die Besteigung des 7150 Meter hohen Pik
Lenin, des höchsten Pamirgipfels. Bei rasenden Hochgebirgs-
stüimen trotzten diese drei dem Eisregen, den Nebelwänden,
der immer dünner werdenden Luft, um endlich den Fuß auf
den Gipfel des Berges setzen zu können, auf dem 30 Grad
Kälte herrschten. Der 25. September, der Tag dieser alpini^^ti-
I
sehen Kühnheit, wird für immer ein
Ehrentag in der Geschichte der Berg-
besteigung sein. Ihnen allen ist es zu
danken, daß wir jetzt aus der Geborgen-
heit eines angenehmen Parkettsessels
einen Einblick in die Welt des Pamir erhal-
ten, welche Gegend in den nächsten Jahren
kaum ^Is Reiseziel gewählt werden wird.
Man macht sich von fernen Gegenden stets
die seltsamsten Voistellungen und ist in der
Regel enttäuscht, sobald man Bilder von
ihnen zu sehen bekommt. Der Pamir, der
uns so fern wie der Mond liegt, rechtfertigt
das Vertrauen, das man in sein Aussehen
gesetzt hat. Er ist in der Tat eine der t
merkwürdigsten Landschaften der Erde. |
Der Pamir ist ein wildes, karges Gebirgs- ^m
land, dessen mittlere Höhe im Durchschnitt
4000 Meter beträgt. So hoch wohnen in
Europa und Amerika keine Menschen mehr.
■k
aber auch im Pamir sind sie nur spärlich vertreten. In den Tälern
am Fuße des Daches der Welt haben sich versprengte Reste
eines indogermanischen Volksstammes erhalten. Vielleicht sind
sie Nachkommen der rätselhaften Uiguren, von deren Existenz
wir erst seit zwanzig Jahren wissen, als man begann, die Trüm-
merstädte der asiatischen Stsppe zu durchforschen, die ehedem,
durch künstliche Bewässerung, blühendes Land waren. Im
Pamir selbst wohnen Kirgisen, die ein nach europäischen Be-
griffen trostloses Dasein führen, im ewigen Kampf mit den
Gewalten der Berge, die Kälte, Sturm und Hunger in die
Täler und Ebenen schicken. Die Expeditionsmitglieder, die alle
in sympathischer Einfachheit auf der Leinwand erscheinen und
die von jeder Eitelkeit frei sind, unter der manche Forschungs-
reisenden leiden, brauchten so viel Einsamkeit nicht mehr zu er-
tragen. Inmitten der unwirtlichen Gcbirgswelt stellten sie den
Radioapparat auf und konnten die Wellen aller Sender empfan-
gen. Ein merkwürdiger, einer früheren Generation vollkommen
unfaßbarer Gedanke, inmitten asiatischer Wüsteneinsamkeit die
Tenörc und Primadonnen der ,, großen Welt" zu hören. Aber
diese kleine Unterbrechung der Tagesarbeit war Männern zu
gönnen, die unerhörte Strapazen auf sich nahmen, um das
vorgesteckte Ziel zu erreichen. Die Hochsteppen, auf denen
die Kirgisen mit ihren Yacks hausen, denen sie fast alle Nah-
rung und Kleidung verdanken, bedeuteten Erholungsorte für
die Expeditionsmitglieder, deren eigentliche Leistung erst in
den höheren Regionen begann, welche auch der eingeborenen
Bevölkerung unbekannt waren. Hier hieß es nicht nur, die
wissenschaftlichen Arbeiten verrichten, der Kälte trotzen und die
schwierigs'en Hindernisse beseitigen, sondern noch daneben
weniger an sich als an die kostspieligen und komplizierten
wissenschaftlichen Apparate denken. Wenn
man in Betracht zieht, daß diese Arbeiten eine
peinlich genaue Aufmerksamkeit verlangen, daß
sie bei alledem nur zu Tcilrcsultatcn führen
können, umwälzende Forschungen ausge-
schlossen sind, so erkennt man erst recht,
welche Liebe zur Wissenschaft in diesen
Männern steckte, die sich nicht verdrießen
ließen, über alle Unbill des Klimas hinweg-
zusehen. Natürlich glückten ihnen auch ein
paar überraschende Funde. So überquerten
sie einen riesigen Salzsee dieses, erdge-
schichtlich gesprochen, nicht alten Gebirges
und erreichten den größten außerarktischen
Inlandsgletscher der Erde. Aber auch
andere Bilder, die sich ihren Blicken boten
und die wir jetzt bewundern können, zeigen
die Unberührtheit dieses fernen Erd-
striches an.
Barbara Kent nimmt ein Schnellfrühstück für 50 Cent in einer Cafeteria
Phot. Warner
Leinwand und Atelier
Als die schwedische Schauspielerin H., die sich Lubitsch für
seinen Film ,,Sumurun" aus Stockholm verschrieben hatte,
im Büro des Unionfilms eintraf, wurde sie von dem Direk-
tor D. auf die Eigentümlichkeiten des deutschen Filmmarktes
aufmerksam gemacht.
,,Mein liebe gnädige Frau," schloß er seine Bemerkungen, nach-
dem die H. den mit vielen Paragraphen gespickten Vertrag
unterzeichnet hatte, ,,Sie sind in Schweden eine Berühmtheit, bei
uns kennt sie außer einigen Fachleuten kein Mensch, Wir wer-
den eine eigene Propaganda für Sie einrichten, damit sie, sobald
der Film erscheint, bereits populär sind. Es ist uns recht, wenn
Sie sich in geschickter Form an der Reklame beteiligen. Aber
eines lassen Sie sich bitte gesagt sein: Lassen Sie sich niemals
Ihre Juwelen stehlen! Dieses Ressort gehört bei uns kontraktlich
der Pola Negri."
*
In den Kinderlagen des mehraktigen Films halte derselbe
Direktor .mit dem Sensationsdarsleller P. einen Vertrag über
mehrere Abenteuerfilme geschlossen. Es war verabredet worden,
daß ganz ungewöhnliche Sensationstricks eingelegt werden sollten,
um die eben auftauchende amerikanische Konkurrenz zu schlagen.
Nach ein paar Tagen erschien Herr P., zog das Manuskript her-
vor und verlas vor den Direktionsmifgliedcrn die Szenenfolge
seines geplanten Filmes, der von absonderlichen Dingen nur so
wimmelte. Unter anderen haarsträubenden Begebenheiten war
als Gipfel die Szene vorgesehen, in welcher ein irrsinnig gewor-
dener Millionär auf dem Dach seines Palastes ein Auto hcrum-
rasen und danach mit dem Wagen in die Tiefe stürzen sollte.
Direktor D. widersprach: „Gewiß sensationell, aber viel zu
Icucr. Das Auto geht in lausend Trümmer und wir überschreiten
den Kostenanschlag, selbst wenn wir einen allen Wagen nehmen."
,,Abcr. Direktor," besänftigte P., „wo denken Sic hin, ich lasse
diese Szene mit einem ganz eigenartigen Trick aufnehmen."
Auf diese Versicherung einigle man sich. Die Firma lieh ein
teures Auto, das von einem Artisten über das flache Dach eines
Fabrikneubaucs gelenkt wurde. Dann kam die große Sensation.
Der Artist wurde im letzten Moment von einer Puppe ersetzt,
das Auto angekurbelt und sauste vom Dach auf den Hof, wo es
mit fürchterlichem Krach vollkommen zerrissen landete und so-
fort in Brand aufging.
Dieser Aufnahme halte auch Direktor D. beigewohnt, der nach
dem Unglück auf P. zustürzte, der in sicherer Entfernung den
Kameraleuten seine Anweisungen gab.
,,Sind Sie denn verrückt geworden!" brüllte D. ,, Haben Sie
mir nicht ausdrücklich versichert, Sie drehen den Absturz mit
einem Trick, sogar mit einem eigenartigen Trick!"
„Nun, das war eben mein Trick!" entgegnete P. ruhig.
*
Als Ernst Lubitsch das ,,Weib des Pharao" verfilmte, halte er
auch eine Szene zu drehen, in der ein Sklavenwächler eine Haupt-
rolle spielte. Er wollte diesem Auftritt die kolporlagchafle
Brutalität nehmen und wählte als Vertreter der Rolle nicht einen
Muskelmcnschen, sondern den Charakterkomiker D., der an den
Reinhardtbühnen humoristische Chargen spielte. Die Partie des
Sklavenwächters besaß aber eine fatale Nuance: er sollte näm-
lich von seinem Gegner dreimal kräftig unter Wasser gedrückt
werden. Nun wurde das ,, Nilufer" von einem Tümpel vertreten,
der sich in einer Kiesgrube in der Nähe Berlins gesammelt halle
und reichte den Künstlern kaum an die Hüften. Aber als der
Augenblick nahte, da der Sklavenwächler in das feuchte Element
des Tümpels versenkt werden sollte, bemächtigte sich seiner eine
ungeheure Angst. Noch nie hatte er im Leben soviel Wasser auf
einmal um seinen Leib gespürt; er schrie entsetzt und war nur
mit brutaler Gewalt von seinem viel stärkeren Gegner in das
nasse Element zu tauchen. Doch kaum war der Schauspieler
zum drillen Mal an die Oberfläche gekommen, als er, entgegen
seiner Rolle, ans Land taumelte, eine große Portion geschluckten
Wassers von sich gurgelte und dann wie ohnmächtig liegen blieb.
Der Charakterkomiker war nicht zu besänftigen. Wütend
fuhr er Lubitsch an: ,,Sie erklären einem doch sonst jede Kleinig-
keit. Warum haben Sie mir nicht vorher gesagt, daß ich unter
Wasser den Mund zumachen muß!"
von tP,HSl HUGO C0mill''-9mhi<»- o^KA
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Der Übergang der Film-
induslrie vom slummcn
Film zum Tonfilm bringt
eine Umwälzung der bis-
herigen Arbeitsmethoden mit
sich, deren Umfangs sich bis
vor kurzem nicht einmal der
Fachmann bewußt war. Auch
nicht die kürzeste Strecke
der Produktion bleibt ohne
einschneidende Änderung
oder Frweitcrung.
Es beginnt beim Manu-
skript, Bisher bildete das
fertige Drehbuch nur die
Unterlage für die Arbeil
des Regisseurs im Atelier.
Es ist oft genug vorgekom-
men, daß ein phUzlicher Re-
gieeinfall während des Dre-
hens ganze Szenenfolgen des
Manuskripts geändert hat.
Ebenso häufig war es, daß
die Zusammensetzung des
Films wcscnlliche Abweichun-
gen gegenüber dem Manu-
skript im Schnitt der Szenen
und in den Titeln brachte,
fn Zukimft ist das unmög-
lich. Die Tonfilmaufnahme
kann weder während der
Aufnahme verändert noch
darf sie im Schnitt gekürzt
werden. Jede Veränderung
nach Fertigstellung des Dreh-
buches würde eine Unter-
brechung oder Zerreißung
der den Tonfilm begleiten-
den .Musik bedeuten.
Sehr wichtig bei Herstel-
lung der Tonfilme wird die
Stoppuhr oder das A\ctronom
^•.
: r" c f
■I-
sein. Die Länge jeder ein-
zelnen Aufnahme ist in völ-
lige Übereinstimmung mit der
begleitenden Musik zu brin-
gen, Regisseur, Autor, Kom-
ponist und Kameramann
haben sich bei der Herstei-
lung des Drehbuches über die
Länge und die Art jeder
einzelnen Einstellung zu ei-
nigen. Es muß unbedingt
schon am Schreibtisch die
dramatisch wirksamste und
knappcste Form gefunden
werden. Daraus ergibt sich,
daß die Vorbercilungszcit für
einen Tonfilm bedeutend um-
fangreicher gehalten werden
muß.
Auch der Architekt muß
umlernen. Es kommt in Zu-
kunft nicht mehr allein auf
die bildhafte Wirkung der
Bauten an. Es muß vielmehr
in stärkster Weise die Aku-
stik berücksichtigt werden.
Daraus ergibt sich die Un-
möglichkeit der Verwendung
gewisser Stoffe für den Film-
architekten. Auch einze:lnc
Bauformen eignen sich nicht
für den Tonfilm. Die Um-
stellung der Ateliers auf g^e-
räuschfreie Bauten ist eine
Selbstverständlichkeit.
Aufnahmen im Warner Ton-
film Studio. Der Aufnahme-
apparat ist in einer schall-
sicheren Kabine eingeschlossen
l'hot. \\ lirner
Dorothy Sebastian spricht unter Anweisung von Fred Niblo ins Mikrophon
Plwt. M.-G.-M.
Die Auswahl der Schauspieler muß in Zukunft nach anderen
Gesichtspunkten getroffen werden. Sorgfältige Prüfungen haben
festzustellen, welche Stimmlagen sich für die Wiedergabe durch
das Mikrophon am besten eignen. Der Mitarbeiterstab erfährt
eine ziemliche Verbreiterung. Der Komponist oder der Kapell-
meister werden schon bei den Vorbereitungen für den Tonfilm in
stärkster Weise tälig. Die Stellung des Autors ändert sich in-
sofern, als das Wort im Film eine ähnliche Rolle zu spielen hat
wie bisher auf der Sprechbühnc. Im Atelier taucht als neuer Mit-
arbeiter der Akustiker oder der Tonregisseur auf, der im Hör-
raum die Tonregie führt. Die Enlwickhfng dürfte allerdings
dahin führen, daß dem Bildregisseur durch Kopfhörer und eine
Tastatur zur Steuerung des Mikrophons während der Aulnalinic
auch die Kontrolle und die Regulierung der Tonwirkung möglich
sein wird.
Die einschneidendste Änderung erfährt die Aufnahme selbst.
Die starke Unterstützung der Schauspieler durch den Regisseur
während der Aufnahme muß in Zukunft unterbleiben. Die Regic-
arbeit hat vielmehr völlig lautlos zu erfolgen. Das bedingt eine
außerordentliche Erhöhung der Probezeit. Der Filmschauspieler
muß sich daran gewöhnen, beinahe mit artistischer Genauigkeit
zu probieren. Es ist selbstverständlich, daß er auch wie der
Sprechschauspieler seine Rolle peinlich genau zu lernen hat.
Gegenüber den Sprcchschauspielern isi er dadurch noch im Nach-
leil, daß er ohne Souffleur arbeiten muß.
Stärker als bisher wird das ununterbrochene Durchspielen
ganzer Szenen nötig sein. Die Großaufnahme bedeutete bisher im
Film den eindeutigen Hinweis auf die Wichtigkeit eines Szcncn-
ausschnitts. Das gesprochene Wort wird durch die akustische
Wirkung in vielen Fällen die optische Betonung durch die Groß-
aufnahme hinfällig machen.
Eine starke künstlerische Möglichkeit, die man bisher weder
auf der Bühne noch im Film kannte, liegt im folgenden: Der
Tonfilm vermag das Spiel einer Person zu zeigen, die auf ein
gleichzeitig vom Zuschauer gehörtes Geräusch oder eine Stimme
reagiert.
Die Außenaufnahmen bereiten in Zukunft stärkere Schwierig-
keiten. Die fahrbare Tonfilm-Apparatur wird nicht in allen Fällen
in Tätigkeit treten können. Sie muß versagen, wenn die Neben-
geräusche im Freien stärker sind als das nur für den Tonfilm
bestimmte Geräusch. Ähnlich wie beim Rundfunk wird man da-
her dazu greifen müssen, derartige Szenen mit künstlich her-
gestelltem Geräusch nachträglich im Atelier zu untermalen.
Die Internationalität des Films wird durch den Ton nicht
unterbunden, sondern erhöht werden. Musik und Ton sind bei
üllcn Völkern gleichberechtigt. Der lOOprozentige Sprechfilm wird
sich allerdings zu einer rein nationalen Angelegenheit entwickeln.
Aber der gemischte Ton- und Sprechfilm wird genau wie bisher
in allen Ländern gezeigt und verstanden werden können. Die un-
wichtigen Stellen des Dialogs werden in doppelter Fassung ge-
dreht werden: einmal stumm und einmal sprechend. Die wichti-
gen Stellen des Dialogs werden in den Haüptsprachen der Erde
gedreht werden.
Der Tonfilm wird nicht, wie seine wenigen Gegner behaupten,
gefilmtes Theater werden. Er wird vielmehr seine neuen beson-
deren Wege gehen, die zu dem Ziel einer völlig neuen Kunst, der
Tonfilmkunst, führen.
Besonders das Publikum in den kleineren Städten wird die
Einführung des Tonfilms tpit aufrichtiger Freude begrüßen müssen.
Die musikalische Begleitung wird nie mehr der Willkür eines
drittklassigcn Pianisten überlassen. Die schönsten Stimmen und
die besten Sprcchschauspieler der Welt werden in dem kleinen
Ort zu hören sein. Und endlich: der Tonfilm muß in sämtlichen
Vorführungen mit der genau bestimmten Bildzahl von 24 Bildern
in der Sekunde vorgeführt werden. Bisher war es möglich, das
Vorführungstempo beliebig zu regeln. Es wurde bisweilen sogar
mit einer Bildzahl von 32 — 34 Bildern in der Sekunde vorgeführt.
Dadurch erschienen die Bewegungen der Schauspieler auf der
Leinwand so rasch und unruhig, daß oft der Sinn der Handlung
unverständlich wurde. Der Tonfilm räumt mit dieser Sitte
zwangsweise auf.
Alles in allem — die deutsche Filmindustrie steht vor einer
neuen schweren Aufgabe. Das deutsche Publikum steht vor einer
wichtigen Entwicklung des Films, von deren Umfang man sich
nur sehr schwer in der Theorie ein Bild machen kann. Erst die
Praxis wird überzeugen — aber das wird bald geschehen.
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Eine der berühmtesten Kriminalaffären der
Welt ist die Gaunergeschichte mit dem
„Halsband der Königin". Sie darf ohne Übertrei-
bung als der folgenschwerste Schelmenstreich be-
zeichnet werden, denn sie trug mit zum Sturze des
französischen Königtums bei. Nicht sonderbar ist
es, daß einer der großen Abenteurer des acht-
zehnten Jahrhunderts seine Hand mit im Spiele
hatte und versuchte, den großen Coup zu landen.
Dieser eine ist der Erzzauberer Cagliostro, der
frühere italienische Bauernsohn Guiseppe Balsamo,
der zwar vorgab, neben vielen anderen magischen
Künsten auch die Goldmacherei zu beherrschen,
der aber Juwelen noch nicht synthetisch herstel-
len konnte und statt dessen den Zeitgenossen die
Louisdors aus der Tasche zog. Auch einer der
abenteuernden Abbes war in die Angelegenheit
verwickelt, einer jener Literaten, die den Rock
eines Geistlichen nur der Pfunde wegen trugen,
ohne ein Amt auszuüben. Die Halsbandgeschichte
ist niemals vollkommen aufgeklärt worden. Man
Diana Karenne
TA
Phol. Engbrrg
vierzehnte Ludwig erfunden hatte,
um über allen Klatsch unterrichtet
zu sein. Ob die Königin diesen
Brief entziffern konnte, wissen wir
nicht. Jedenfalls ist späterhin der
Inhalt von jedem Sachverständigen
anders ausgelegt worden,- und erst
jüngst hat ein französiscjier Histo-
riker sich noch einmal der Auf-
gabe unterzogen, den Brief und die
Begleitumstände genau zu prüfen,
und hat schließlich festgestellt,
daß man heute aus dem Billett
nicht mehr als das Wörtchen
, .nicht" entziffern könnte — ein
etv\as mageres Ergebnis langer
Studienzeit.
Selbstverständlich sind die Ro-
manschriftsteller eifrig hinter die-
sem dankbaren Motiv hergewesen.
Der Meister des historischen Ro-
manes, der bändereiche Alexander
Dumas, hat die geschickteste Er-
zählung vom Halsband der Königin
gegeben. Er hat sie freilich, wie
es so seine Art war, noch verwirr-
ter und unübersichtlicher gemacht,
und er kam ohne die höfische
Intrige und ohne das Dunkel rät-
selhafter Vorfälle nicht aus, wenn
er seine Leser spannen wollte.
Für den Film ist die Halsband-
geschichte wohl das dankbarste
historische Sujet. Kein Wunder,
daß es jetzt wieder in Paris ver-
filmt wird.
weiß nur, daß der Schmuck für Marie Antoinette
bestimmt war und daß diese Österreicherin, die sich
in Paris nach den Butterkipfeln der Donaustadt
sehnte, plötzlich zum Mittelpunkt einer Skandal-
affäre wurde. Eine sehr große Rolle spielt bei
der Angelegenheit ein geheimnisvolles Billett, das
sich merkwürdigerweise bis in unsere Tage erhal-
ten hat. Da bei der ganzen Geschichte jeder ein-
zelne Vorgang in Dunkel gehüllt ist — denn alle
Beteiligten hatten das Licht der Öffentlichkeit zu
scheuen — , so wurde auch das Billett der Königin
auf eine ungewöhnliche Weise überreicht. Es ist
ein mittelgroßes Stück Papier, das eine Nachricht
enthält, deren einzelne Worte nicht darauf ge-
schrieben, sondern mit einer Nadel hinein-
gestochen sind. Eine solche Spielerei war in
jener Zeit nicht ungewöhnlich, schon weil die
Polizeispione im letzten Viertel des achtzehnten
Jahrhunderts ganz besonders neugierig waren und
eingenllich keine Korrespondenz verschonten.
Selbst der Briefwechsel des königlichen Hofes
wurde von diesem Spionagesystem erfaßt, das der
Oben: Marcelle Jeffer-
son - Cohn und Jean
Weber
Unten: Fernand Falze
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in der Haupirolle des neuen Ulaülms „Adieu, Müscoiie'
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Von Marianne Raschig
Liebhaber — Naturburschen, für jeden Geschmack
etwas! Ein jeder spielt sich auf seine Art in das Herz
der Zuschauer hinein. Da der Geschmack unendlich
verschieden ist, müßte die Reihe noch wesentlich verlän-
gert werden, wenn nur nicht der Raum so knapp wäre.
Es müßten auch die berühmten Filmliebhaber anderer
Nationen zum Vergleich gestellt werden, denn jeder von
Ihnen — sei es nun Tolnaes, Hansom, Menjou, Mosjukin,
Trevor, Pavanelli. Gaidarow, Ferrari, Petrovich — zeigt
eine besonders anziehende und lockende Prägung, die nur
ihm eigen ist.
Alle gemeinsam sind Vorbild und Nachahmungsanre-
gung der männlichen Kinobesucher, soweit sie nicht selbst
zum Bau gehören und selbst dann, vor allem aber Ent-
zücken und Traumgegenstand der weiblichen Kinofreunde;
für jedwede eigene Liebessituation auch als Musterbeispiel
nützlich und anwendbar
,,Ja, das haben die Mädchen so gerne,
Die im Stübchen und die im Salon,
,,Schau'n des Nachts in ihr Bettchen die Sterne,
Dann träumen sie alle davon," — — —
Aus der Gruppe der deutschen Liebhaber des Films ragt
Harry Liedtke, der Liebling der Frauen und Mäd-
chen zwischen 15 und — zig, hervor. Mit treuherzigem
Lächeln, sieggewohntem Blick, Figur und Anzug bestens
zur Geltung bringend, sehen wir ihn allüberall über die
Leinwand flimmern, und wenn erst der Tonfilm Trumpf
ist, wird er uns auch noch anders kommen. Seine Hand
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zeigt verschiedenseitigste Begabung und künstlerische
Gaben an, die, durch gewisse Hemmungen in früher Ju-
gendzeit zurückgehalten und gestaut (diese Einflüsse sind
aus dem Handbild der Linken erkennbar), jetzt freige-
v\orden in breiter Front und vollentwickelt ans Licht
drängen.
Vor allem fällt die dominierende Merkurlinie (zum klei-
nen Finger gehend) auf, welche die stark erzieherische
Tendenz seiner künstlerischen Kräfte erkennen läßt, dieses
,, Vorbild sein wollen" und ,, Vorbild sein müssen ', um so
stärker, da ihm selber fast unbewußt. Trotz aller schein-
bar tändelnden und spielerischen Liebesmanöver spricht
aus Licdtkcs Handbild ein ernster, suchender Mensch. Der
hohe wellenartig von Linien durchzogene Venusberg
(Daumenballen) ist in weiter Ausbuchtung von der Lc-
benslinie umrahmt und zeigt neben starker Vitalität Aus-
dauer und ein großes Maß von Lufthunger an, den starken
Wunsch nach einem Leben in freier Natur, Land- und
Gartenarbeit neben geistiger Betätigung erstrebend.
Die starke Verdickung des Knotens am Handgelenk
verrät Gefühl für Rhythmus, musikalisches Talent, Stimm-
begabung, Sinn für Melodie und Klang, aus den Linien
des Venusberges lassen sich besonderer Sinn für das
Schöne in Form und Farbe, starke, zur Sublimierung drän-
gende Sinnesempfindungen erkennen. Die betonte Merkur-
linie und das auffallend lange Oberglied des kleinen Fin-
gers lassen auf dichterische Fähigkeiten schließen, ihm ist
Gewandtheit in Wort und Wortbild, Begeisterung für gute
Ausdrucksformen eigen. Der gerade, gutgeformte Ring-
finger und die überragende Länge seines untersten Gliedes
zeigt die darstellerischen Fähigkeiten, die aus dem eigenen
Gemüt der Natur und der Menschenbeobachtung schöpfen.
Eine gewisse Ähnlichkeit der Linienführung mit der Hand
von Willy Fritsch (im ,, Film-Magazin" vom 2. 2. 1929 abge-
druckt) ist zu konstatieren.
Als ich die Hände aufnahm, auch die seiner verständnis-
vollen Gattin Christa Tordy, wurde ich gerade Zeuge eines
frohen Familienereignisses. Es erblickten 85 (oder waren
es 58?) australische lebendgebärende Silberfischchen das
Licht der Welt, und trotzdem ,, Harry" spätabends nach
einem besonders anstrengenden Tag im Filmatelier heim-
kehrte, widmete er sich doch erst einen Augenblick den
Neugeborenen. Seine klare Herzlinie, im Verein mit dem
starkumbiegenden Daumen und den Samariterlinien (un-
terhalb des kleinen Fingers) legt Zeugnis von seiner großen
Güte und Hilfsbereitschaft ab, läßt Verständnis für Sorge
und Leid anderer, großen Altruismus erkennen, bis zu
einem gewissen Grade sogar Aufopferungsfähigkeit, wenn
die Freude am Behagen eine kleine Rolle bei ihm spielt.
Übrigens deuten auch die großen, schwungvollen Oberbogen
seiner Unterschrift auf angeborene Beschützerneigungen
hin. Die Kunstlinie besteht aus mehreren nebeneinander-
laufenden Linien.
In Alfons Frylands Hand, aus der gleichfalls
große Güte, Herzlichkeit, Lebenskraft, Hilfsbereitschaft
spricht (klare, lange Herzlinie, geschwungene Lebenslinie,
Samariterlinien), tritt eine sehr lange, auffallend helle
Kopflinie hervor, so als müsse er bei der vorhandenen
etwas uferlosen Großzügigkeit (kleine, breitausladende
Hand und umbiegender, aber festgestellter Daumen) be-
sonders straffe Ordnung in seinen Eingebungen und In-
tuitionen künstlerischer Art halten, wie auch sonst im
äußeren Leben, was aber nicht immer gelingt. Seine Hand,
die mit einem breiten Strahlenteppich auf dem Venusberg
und mit wunderbar gezeichneten, vielgestaltigen Kunst-
linien und durcheinanderwirbelnden Erfolglinien (auf Ju-
piterberg unterhalb des Zeigefingers) ausgestattet ist,
ähnelt in seiner Linienführung außerordentlich derjenigen
von Reinhardts ,, Romeo", Franz Lederer, nur daß hier
alles erst angelegt, wie untermalt erscheint. Das fällt be-
sonders beim Vergleichen der beiden Kunstlinien auf,
während die Herzlinie bereits ausentwickelt erscheint und
fast dieselben Spaltungen, Gabelungen und Häkchen auf-
1 ßOuUA ÜJüli^'i-^
weist. Große Begeisterungsfähigkeit ist beiden eigen, wie
der hohe, straffe Lunaberg am Handrücken zeigt, und Sinn
lür die Schönheiten des Lebens. Viele und große Reise-
Imien durchziehen den Lunaberg und deuten auf intensive
Eindrücke auf diesen Reisen und große Verwertbarkeit
lür Erfolge hin. Die Lebenslinie erscheint nicht ganz so
weitgeschwungen und zum Schluß auch etwas verwischt,
was als eine gewisse Warnung vor Überanstrengung und
Verausgabung von Kräften aufzufassen ist. Etwas Ähn-
liches läßt sich aus der Hand von Hans Albers (im
, .Film-Magazin" vom 28. 4. abgedruckt) erkennen, wenn auch
hier ein viel größeres Kraftreservoir vorhanden und daher
die Gefahr einer Verausgabung nicht so groß ist.
Prächtig als Liebhaber von reinem Naturburschen-Typ
zeigt sich die Hand von Fritz Kampers, die wiederum
Ähnlichkeit mit der von Dieterle und Brausewetter sowie
auch mit der Hand von Emil Jannings (im ,, Filmmagazin"
Nr. 1 1929 abgedruckt) hat. Aus einem breiten, vollen, ur-
wüchsigen Handteller wachsen die etwas verbogenen Finger
empor, aufschießenden Bäumen gleich, die sich in starken
Stürmen (des Lebens) biegen, um nicht brechen zu müssen.
Auch der Sturm, der über Kampers' Leben unlängst dahin-
gebraust ist, hat deutliche und schwere Spuren hinterlassen.
Vieles scheint wie mit Asche zugeschüttet und zerstört, so
als sei nach einem unerwarteten Vulkanausbruch ein
Aschenregen über blühende Fluren gefallen. ,,Es fiel ein
Reif in der Frühlingsnacht,"
Und dennoch regt sich neues Leben und Werden, und
das ist gut so. Die Kunstlinie ringt sich klarer und ver-
stärkter nach all der Herzensnot hervor, denn seine Kunst
basiert vollständig auf dem Gefühlsleben. Gemüt und Herz
sind mehr dabei beteiligt als alle anderen Empfindungen
und ausgeklügelten Gedankengänge. Quälende Gedanken
und Sehnsüchte werden als starke Kräfte umgewandelt
werden in vertiefte Darstellergaben, im Feuer geglüht, ge-
prägt. Qui vivra, verra! Auch in Fritz Kampers' Hand
ist eine vielsträhnige, lange Linie, zum kleinen Finger
gehend, als Anzeichen erzieherischer Aufgaben zu bemer-
ken. Gleich einem Baum mit starker Wipfelkrone baut
sich diese Linie weiter auf und deutet darauf hin, daß er
zum Führer und Leiter junger Schauspielkräfte berufen
ist, sie zum Finden und Ausentwickein ihres besonderen
Typs beraten soll, sei es auch nur durch das eigene
Beispiel,
Von seiner Herz- und Kunstlinie gehen unzählige feine
und helle Verbindungslinien zu Kopf- und Lebenslinic, das
Vorhandensein und den Zusammenschluß vieler Strömun-
gen anzeigend, als Anregung, Harmonien zu schaffen zwi-
schen Herz, Verstand und Urwüchsigkeit. Gleichzeitig ist
das als Warnung aufzufassen, nicht einseitig Vernunft-
gründen Raum zu geben, da ihm weit stärkere und natür-
lichere Urkräfte zur Verfügung stehen. Der erste Ein-
druck, der erste Wink, ganz aus dem Unterbewußtsein
stammend, wird immer der richtige und bedeutungsvollste
sein. Wie er aus der Urkraft seines Humors seine Zu-
schauer spontan zum Lachen fortreißt, so soll auch er sich
von seinem richtigwirkenden Unterbewußtsein spontan zu
richtigen Entscheidungen führen, in eiligen Dingen sogar
fortreißen lassen, über sein eigenes Beharrungsvermögen
hinweg.
Wilhelm Dietcrlcs Hand zeigt viel Ähnlichkeit mit
Fritz Kampers' Hand. Auch hier ein angeborener, ur-
wüchsiger Humor, ein Naturburschentyp unverfälschter
Art, der den Stürmen des Lebens, besonders wenn sie das
Gemütsleben betreffen — und wann wäre das bei einem
Gemütsmenschen zu vermeiden — , nicht recht gewachsen
eischeint. Auch hier blieb nur die Kompensation als
bester Ausgleich übrig, ein Abreagieren und Umwerten
aller schmerzlichen Enttäuschungen und Unbegreiflich-
keiten dieses Erdenwallens, ein Höherwachsen durch ge-
steigerte Leistungen.
Etwas schmal erscheint die Handfläche im Gegensatz zu
ihrer Länge, was besonders unterhalb der Fingeransätze
auffällt. Etwas stark Beengtes, Behindertes kommt da-
durch zum Ausdruck, so als sei das Vorwärtsstürmen durch
^^idrige Winde und Gegenströmungen gehemmt, ja fast
unterbunden und als laste diese Erkenntnis schwer auf
ihm. Die Kopflinie erscheint nach unten gedrückt, wie
unter einer schweren Last; Depressionsneigungen herrsch-
^cua^ ürO{XZ^uj<M^
ten zur Zeit des Handabdrucks (1924/25) vor. Hoffentlich
hat sich die Kopflinic inzwischen gehoben, und das Leben
zeigt Wilhelm Dicterle wieder freundlichere Seiten,
Die vielgestaltige Kunstlinic und der Strahlenteppich
auf dem Venusberg zeigen den Grad des Schönheitssinnes
und der Kunstbegabung an. Auch ist eine lange Merkur-
linie zu sehen, die, sich unter dem kleinen Finger gleich
einer Wünschelrute gabelnd, anzeigt, daß er nicht müde
werden soll nach Schätzen zu graben, die ihm schließlich,
nach fortgesetzten Mühen und Enttäuschungen, auch be-
schieden sind. Die Herzlinie ist zwar gekettet und ge-
spalten (Herzenskummer durch Sorgen), aber lang und
gerade und verrät Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit, Die
Lebenslinie ist lang und gut geformt.
Hans Brausewetter zeigt in seiner Hand ein
recht klares Bild, Wohlgeordnet sind Herz-, Kopf- und
Lebenslinie in gleichen Abständen zueinander gezeichnet,
alle lang und schön geschwungen. Die Hcrzlinie fällt be-
sonders auf, sie verrät Gemütstiefc und Gcfühlsstärke neben
großer Feinfühligkcit und Pflichttreue. So wie hier sehen
zuweilen Hand und Handschrift eines guten Arztes aus:
aber wie so manche Ärzte in ihrem Innern mehr zur
Schauspielkunst und Musik hinneigen, so kann solche
Doppelgestaltigkeit ja auch bei einem ausübenden Künstler
und Mcnschendarsteller vorhanden sein.
Die Kopflinic ist sehr lang und dringt mit zwei fort-
führenden Linien weit in den Lunaberg (Phantasie, Ein-
drucksfähigkeit, Gestaltungskraft) ein. Es ist eine weit-
gehende Einfühlungsgabe vorhanden, die ihn befähigt, den
andern nachgestaltend sich selber zu spielen. Die lange
llerzlinie weist am Ende breite Gabelung auf, die Pflicht-
treue anzeigt und das Bestreben, ständig mit Ernst an sei-
ner Entwicklung zu arbeiten. Die Kunstlinic (unter dem
Ringfinger) setzt sich eigenartig hübsch aus verschiedenen
verschlungenen Schleifen und Windungen zusammen und
verrät im Verein mit den bizarren Gebilden des Luna-
und Venusberges die Eigenart dieses sehr wirksamen und
beliebten Künstlers vom ,,Naturburschen"-Typ.
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Gin. LiA^ti 0er Ab eKi-eu^errona a.14.
6. Fortsetzung
Immer wieder fragte sie sich dann, wie die beiden Illyrier
wohl auf die Idee gekommen waren, daß sie eine so große
Summe bei sich trug. Sie hätten es vermutlich sehr einfach
gehabt, wenn ihr Plan gelungen wäre.
Brauchten den Wechsel nur Herrn Mirkovich vorzulegen und
sich mit dem niedlichen Sümmchen, das ihnen rettungslos aus-
gezahlt worden wäre, irgendwohin zu begeben, wo man nicht
ausliefert. Mit einer Mil-
lion Mark konnten sie so-
gar ruhig heiraten, diese
Da schnarchte doch
einei ?
Sie rutschte von ihrer
Kiste herunter und horch-
te gespannt.
Jawohl, da schnarchte
jemand.
Daher der Knoblauch,
dachte Dorrit crgebungs-
voll und begann, systema-
tisch Umschau zu halten.
Hinter einem Gebirge
von Fässern hervor sah ein
Stiefel.
Sie pirschte sich heran
und erblickte einen alten,
zerlumpten Kerl, der lang
ausgestreckt auf dem
Rücken lag. Direkt neben
seinem Kopf stand ein rie-
siges Faß, und aus diesem
Faß rieselte in dünnem,
aber beharrlichem Strahl
eine stark nach Spiritus
duftende Flüssigkeit dem
Scharchendcn in den Hals-
kragen.
Dorrit betrachtet» dieses
Stilleben mit zweifelhaf-
tem Vergnügen.
Der Mann war der Ge-
päckwagenschaffner — sein
zerlumpter Rock hatte
noch drei amtliche Knöpfe,
und auf dem Faß lag das
schmierige Käppi mit der
iliyrischen Plakette.
Lange konnte er noch
nicht schnarchen, sonst
wäre die Slibowitzpfütze, in der er lag, größer gewesen. Bis
vor wenigen Minuten noch mußte ihm der dünne, aber
beharrliche Strahl in den Hals statt in den Halskragen ge-
laufen sein.
Wenn er nur nicht aufwachte!
Aber sie hatte Pech.
Vielleicht hatte sie ihn zu scharf angesehen, so daß das in-
stinktive Gefühl in sein pflaumenschnapsumnebeltes Unter-
bewußtsein drang, irgend jemand wolle etwas von ihm. Vielleicht
war ihm auch der Slibowitz inzwischen lästig geworden.
Er knurrte jedenfalls etwas Unwilliges und richtete sich auf.
Aus seinem grauen Seehundsschnurrbart rieselten ein paar
erschreckte Tropfen, denen er instinktiv bedauernd, aber ver-
geblich nachleckte.
Dorrit beschloß, abzuwarten, und setzte sich wortlos wieder
auf die Holzkiste.
Der Schaffner sah sie mit gerunzelten Brauen an. Er schien
„Lotte", ein neuer Star des Ufa-Zoos, in Neubabelsberg Phoi. Uta
VON LUDWIGvoN WOHL
Nachdruck verboten
heftig zu überlegen, ob dieses Kollo schon vorher dagewesen
oder vielleicht mit dem dünnen, aber beharrlichen Strahl aus
dem Faß gekommen war.
Dann sagte er etwas, was Dorrit auch nicht verstanden hätte,
wenn ihr alle illyrischen Dialekte geläufig gewesen wären.
Sein Mund war wie ein mit Brei angefülltes Gefäß, in dem
die Zunge quirlartig herumruderte.
Dorrit beschränkte sich
also darauf, ihn stumm und
ernst anzuschauen.
Jetzt versuchte er es
von einer anderen Seite.
Er machte mit der Rech-
ten ein paar wilde, ener-
gische Bewegungen, als
wolle er sie wegwischen.
Aber sie blieb, und es
dämmerte dem Biederen,
daß da tatsächlich eine
junge Dame in seinem Ge-
päckwagen saß. Er brach
in einen wilden Wort-
strom aus.
,,Tut mir leid, aber ich
verstehe kein Wort", sagte
Dorrit erbittert und kam
sich wie Frau Gageike vor.
Da leuchtete das Gesicht
des alten Biederen auf.
„Deitsch? Ich famost
Deitsch vaschteh, nich
wa?"
„Fabelhaft!" sagte sie
verblüfft.
Und nun war er nicht
mehr zurückzuhalten.
,,Ick verdammtige Kerl
— große Deitschfreind,
warraftig."
Es kam heraus, daß er
1917 deutscher Kriegsge-
fangener gewesen war und
sich dabei tausend Worte
Stacheldraht angeeignet
hatte.
„Du geklaut, nich wa?"
fragte er zum Schluß mit
schöner Selbstverständ-
lichkeit. „Zeig her, wie-
viel!"
,,Wie bitte?" fragte sie, noch ganz schwindlig von der Erup-
tion seiner Sprachkenntnisse. Sie umfaßten begreiflicherweise
Worte, die sie nie im Leben gehört hatte.
,, Herzeigen, was du geklaut gehaben!" wiederholte er freund-
lich aber energisch. „Wenn du mir Hälfte abgeben, ick dich
verstecken vor Zaptich."
Zaptich war ein ursprünglich türkisches Wort und hieß
Polizei; das wußte Dorrit noch aus einem Abenteuerroman.
,,Ich habe nichts ge — gestohlen", sagte sie empört.
Er grinste.
,, Warum dann hier fahren, statt eleganten Wagen, he?"
„Das geht Sie gar nichts an."
Jetzt stand der Schaffner auf.
Das war allerdings nicht ganz so einfach. Nach mehreren
vergeblichen Versuchen griff er sich schlau an dem noch immer
sprudelnden Faß hoch. Dabei fand er seine Mütze, setzte sie
auf und wurde danach sofort dienstlich.
„Vorschrift — Eisenbahn — Reisende nix Gepäckwagen", sagte
er und brachte es tatsächlich fertig, die Arme auf dem Rücken
zu verschränken, was ihm allerdings die Erhaltung des Gleich-
gewichts stark erschwerte.
„Du in MarciA-nik bestraft, olles Mächen!"
Er sagte wahrhaftig „olles Mächen' wie ein Berliner vom
Wedding oder aus Oberschöneweide.
,, Kittchen in Marovnik nich schön — nich schön — " Er be-
gann, Handbewegungen zu machen. „ — Vill Beißzeug — Ratten
— Mause — Ratten — Mause nich schön — . Lieber du mir
Hälfte geben — alles in Ordnung. Hast vaschtehst?"
Er schwankte dabei langsam auf Dorrit zu,
Sie hatte „vaschtehst" und schob ihm eine Kiste zwischen die
Beine, daß er hinschlug. Dann begann sie, ihn mit großer Vir-
tuosität einzubauen.
Kisten waren genug da.
Sie waren mitunter gar nicht leicht. Aber man hatte nicht
umsonst so viele Jahre Sport getrieben.
Lange bevor er sich wieder aufgerichtet hatte, war um den
berlinernden Gepäckillyrier ein Festungswall entstanden, der ihn
einsperrte.
„So", sagte Dorrit befriedigt. Man hätte ihm ja auch Geld
geben können, aber dann hätte er natürlich alles haben wollen.
Außerdem — wie kam sie denn dazu?
. und lag der Länge nach im Steppengras
Eins war sicher: In Marovnik mußte man heraus.
Den nächsten Zug nehmen.
Wie man das freilich anstellte, ohne daß die Jancovics
oder wie sie hießen — es merkten —
Da — da war die Station schon.
Natürlich, man hatte sie erst ganz kurz vorher berauben wollen.
Hinter der Kistenfestung hervor kam jetzt wieder rhythmisches
Schnarchen.
Der niyro-Berliner hatte die Partie aufgegeben.
Bremsengekreisch. Der Zug hielt.
Dorrit zog sich in den äußersten, dunkelsten Winkel zurück
und duckte sich hinter einer Kiste zusammen.
Ein paar Kollo wurden hcrcingeschobcn, ein Käfig mit einem
halben Dutzend gackernder Hühner,
Die wenigen Minuten schienen quälende Stunden.
Endlich der Ruck der Anfahrt.
Dorrit sprang vorwärtsi
Der Zug fuhr noch sehr langsam — den Bahndamm entlang —
passierte eine Weiche — und war, eine kleihe Kurve nehmend,
auf freiem Feld.
Dorrit trat auf das Trittbrett, machte einen mutigen Satz nach
vorn und lag der Länge nach im Steppengras.
Ganze dreißig Kilometer später kam Jander-Jancovics wütend,
außer sich, in sein Abteil zurück.
„Sic muß doch in Marovnik ausgestiegen sein!" knurrte er.
Die Dame, die sich so wenig eifersüchtig gezeigt hatte, war
auch jetzt äußerlich völlig beherrscht.
„Wir müssen uns teilen", sagte sie ruhig. „Sie steigen auf
der nächsten Station aus — in Karassol. Ich fahre weiter."
,,Was hat das für einrn Sinn?"
„Ich glaube nicht, daß sie ausgestiegen ist. Wir hätten sie
gesehen. Ich habe bis zum letzten Moment den Bahnhof nicht
aus den Augen verloren. Wir haben jetzt eilig und nervös ge-
sucht. Fs gibt noch viele Vcrsteckmöglichkeitcn. Jedenfalls
— in Ragazza kommt sie bestimmt zum Vorschein. Ich fahre
also weiter. Was ich nur nicht verstehe, ist, warum die Zigarette
nicht gewirkt hat — — — "
Um diese Zeit schimpfte Dorrit Brink fürchterlich. Erstens
war sie in Sorge wegen ihres Koffers.
Ob es in Ragazza ein Fundbüro gab?
Dann hatte sie erfahren, daß der nächste Zug, der Orient-
expreß, erst volle zwölf Stunden später ging, und schließlich
halte sie alle Ursache, anzunehmen, daß es nicht nur im Ge-
fängnis, sondern auch in dem einzigen Gasthaus von Marovnik
,,vill Beißzeug" gab.
Der Orientexpreß sprühte Funken, Die Kolben hämmerten in
ölseliger Eile, Nervös wie Rennpferde vor dem Finish, Die
Räder fraßen Schienen, würgten sie in sich hinein — spien sie
wieder aus.
Tief auf stöhnten die heißen Achsen der Wagen, die donnernd
der Riesenenergie der stierhaft vorstürmenden Lokomotive folgten.
Weißlich und feucht quoll ihr der Atem aus dem zum Schrei
geöffneten Rundmaul,
Betroffen, wie betäubt, sanken Baumreihen, Schutthalden, Tele-
graphenstangen in ein Nichts zurück, Dutzendware, Abschaum,
der nicht vom Fleck kam, also natürlich zurückblieb.
Der Expreß sang ihr Spottlied, während er sie mühelos hinter
sich ließ.
Nur wer eilte, gewann; nur wer raste, erreichte.
Der Expreß sprühte Funken,
Die Menschen in den Wagen hatten zehn, zwölf, zwanzig
Stunden Fahrt hinter sich. Sie waren abgekämpft vom Schlafen
zu eintönigem Rädergcrasscl, von dem leisen, fernen Reden zuerst
so interessiert beäugter Coupe-Mitmenschen, vom Essen im
braunen, metallblitzenden Speisewagen — vom Sehen aus dem
schmutzigen Fenster, hinter dem die Gegend vorbeihüpfte.
Sie hallen sich die Freiheit gestattet, die auch elegante Men-
schen nach langer Fahrt für selbstverständlich halten. Herren
saßen ohne Weste, das Jackett salopp aufgeknöpft; sie achteten
nicht mehr auf die Haltung ihrer Beine, und ihre Hände waren
nicht mehr einwandfrei sauber.
Die Damen hatten den Kampf um die Frisur aufgegeben und
welkten mehr oder weniger. Wenn sie es nicht vorzogen, den
Ruß auf ihren Gesichtern mit einer neuen Schicht Puder zu
einem Ganzen zu vermengen, das für die Eisenbahn spezifisch ist.
Sie taten das lässig, unlustig.
Nach einem Tag Eisenbahnfahrt schlummert die Erotik, es sei
denn bei Hochzeitsreisenden,
Im Speisewagen der Compagnie Internationale klapperten noch
immer die Bouillontassen, dickwandiges blaues Geschirr, Ein
Dutzend Menschen beim Essen, verstreut über die Flucht der
lederbezogenen Stühle, geräuschlos umwandelt von blauweiß ge-
streiften polyglotten Individuen,
Robby Valberg an seinem kleinen Tisch war ein erfreuliche
Ausnahme, Er sah aus, als wäre er vor einer Stunde einem
erstklassigen Ge'ntlcmenschncider sanft und elastisch aus den
Händen geglitten. Seine Wäsche schien nach einem Spezial-
vcrfahren gegen Ruß immunisiert. Und seine Bewegungen waren
so frisch und selbstverständlich, daß man ihn mißbilligend ansah,
Robby Valberg sah nicht nur frisch, gesund und elegant aus.
Er war auch in ausgezeichneter Stimmung, In einer so ausge-
zeichneten, daß er eine Flasche Heidsieck Monopol bestellte,
was ein gütig herablassendes Lächeln auf den Lippen des dienst-
tuenden Ganymed hervorrief.
Ob man es riskieren konnte,* das Glas gegen sie zu heben und
ihr unauffällig zuzutrinken?
Es war ziemlich riskant,
Sie hatte bisher nicht im geringsten reagiert. Also vermutlich
gut erzogenes junges Mädchen, Es konnte natürlich auch mög-
lich sein, daß sie in festen Händen war.
Die Aufmachung der schönen Frau von heute war derartig
nivellierend, daß man geradezu Professional sein mußte, um
einigermaßen Bescheid zu wissen.
Das einfache graue Taylor-Made-Kostüm, der Hut — allright.
Die eigensinnige kleine Nase mit der lustigen Aufstülpung, der
schön gezeichnete, gut nachgezogene Mund — reizend, aber
puppenhaft, wenn nicht die Augen gewesen wären.
Die Augen waren bestimmt keine Romanaugen — übergroß,
tiefblau wie ein Gebirgssee und verträumt wie ein Wiener Kaffee-
hausfanatiker — , sondern eher zu klein, glitzernd vor schalk-
hafter beweglicher Bosheit und lustig wie zwei kleine Clowns,
Fortsetzung folgt.
FRAGEN
die uns erreTchterL
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i I m -M a g a z i n", Berlin SW 68, ZimmerstraQe 35-41
Scheriverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei Manu-
skriptanKeleRenheilen bitten wir folgendes zu beachten: Jeder Anfrage ist
Eiickporto beizufiigen. Jede Einsendung eines Manuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2—3 Schreibmaschinenseiten
sind zur Einsendung an die Filmindustrie, Regisseuro usw. geeignet. Für
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durchschlage senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
1) a i s y : Georges Charlias ist Franzose und wohnt Paris 18. 1 rue
Gabrielle. lu Deutschland spielte er bis jetzt in ,, Ritter der Xuchf und
,, Frauenraub in Marokko". Er gibt Autogranimo und arbeitet augenblick-
lich in Paris in dem Film ..Orient'' mit Dolly Davis als Partnerin.
Leonore E., Leipzig: Iwan Pctrovich hat am 31. DezonibtT
Geburtstag. Er Ist ein groBer Blumenfreund, liest alle seine Briefe selbst
und gibt Autogramme. .Sein nächster Film liciUt ,,Der Günstling von
Schonbrunn". Wann Pctrovich n.ich Leipzig koinnil, wissen wir nicht.
E. B., Harburg: Sie haben nicht unrecht, es besteht eine ge-
wisse Aehnlichkeit. Brigitte Helm debütierte in Fritz Längs ...Metro-
polis". Sie hatte vorher keinen anderen Beruf. Selbstverständlich gibt
.-.ie Autogramme. Greta Garbo ist talsächlich einer der berühmtesten
Filmstars der Welt. Vorläufig bleibt sie in Hollywood.
Karl M., Reinickendorf: Die neuesten Filme von Lilian
Harvey sind: ,,Das Modell vom Montparnasse" und ..Der Vagabund vom
.ietiuator". Der neue Detektivfilm mit Ly;i Mara heiUt ..Der rote Kreis '.
— Wenn Sie im Filmatelier arbeiten wollen, so ist es schon ganz richtig,
daß Sie sich mit verschiedenen Firmen in Verbindung gesetzt haben. Die
Aussichten sind aber gleich Null.
T o m - H a r r y : Mari.i Mindzenti wohnt Berlin W 15, Duisburger
Straße 17. Helga Thomas Berlin W, Kufsteiner Straße 3, Vivian Gibson
Berlin-Seblachlensee, Wannsecstraßo 109. Von bekannten Filmstars
erhalten Sie Bildkarten in jeder großen Papierhandlung.
Heinz L., N e u b a b e 1 s b e r g : Betty Aniann wohnt Berlin \V.
Kurfürstendamm 42. ist Aiiierik;inerin, unverheiratet und gibt .\uto-
gramme. Sie ist Ufa-Star und spielt die weibliehe Hauptrolle in den
neuen Filmen: ,.Das Fräulein und iler Levantiner " und ,,Hocln errat".
.Sie filmt also immer in Xeubabelsberg. Ihr Lieblingssport i.st das
Fliegen.
Wilhelm Seh., Stuttgart: Gustav DieUl war der Filmgatio
von Brigitte Helm in ..Abwege". Willy Fritsob und (Juvtav Krölilicli sind
Ufa-Stars und arbeiten augenblicklich an einem neuen Film. Hins
.lunkermann ist mit Julia Serda verheiratet. — Fr.-inz I.ederer <lebütierle
vor mihr als einem Jahr in dem Heuny Porten-Film ..Zuflucht".
Martin F.. Waldshut: Hans Micrendorf filmt noch fleißig.
Ihr Bildwunsch ist vorgemerkt.
B e r g i s c b e r Gustav F r ö h 1 i c h - R a m o n X o \ :i r r o -
Schwärmer: Gustav Friililicli ist wieder \on seiner Schweizer Reise
zurückgeki'hrt, wohnt jetzt Berlin-Wcsti-nd, Heerstraße HC, und spielt die
männliche Hauptrolle im lla-Filni ..Hochverrat". Bildwunsch ist vor-
gemerkt. Ramon Xovarro weilt zur Zeit an ilcr Riviera. Wir können auf
seinen ausdrücklichen Wunsch seine .\drcsse nicht angeben.
E r n i J., Barmen: La Jana wohnt Berlin-Charlottenburg, Bayern-
allec 15. Ihr neuester Film ist ,.Der lustige Witwer". — Wir geben Ihnen
wunschgemäß einige Adressen an: Terra. Berlin SW 68, Kochstraße T3,
Deutsches Lichtspiel-.syudikat, Berlin SW IS, Friedriebstraße -.'iö, Ufa,
Berlin SW lis, KochsiraUe 6-(<, Xational, Berlin SW 48, Friedrihstr. 10 .
Conrad V e i d t — I w ;i n P e t r o v i e h — E v e 1 y n H o I t -
Verehrerin, Augsburg: Conrad Veidt bleibt vorläufig in Ber-
lin, .Sein erster deutscher Film heißt „Das Land ohne Frauen" (Braut
Xr. fi8) mit Elga Brink als Partnerin. Paul Leni ist Deutscher. Er wie
auch Mary Philbin filmen nicht in Deutschland, sondern in Hollywood.
Iwan Pctrovich ist für die nächste Produktion der Greenbaum-Film vci-
pflicbtct. Ob und w;inn er wieder mit Evelyn Holt oder Lilian Ellis
lilmt, wissen wir nicht. Lilian Ellis spielte zum erstenmal in ..Heut'
spielt der .Strauß'. Die meisten Filmstars gehen Autogramme. Man legt
der direkten Bitte :in den betr. Star Bildkarte und adressiertes, frankier-
tes Rückkuvert bei.
H a n s - J o a e h i m B., C h a r I o t t e n b u r g : Greta Garbo ist
durch die Metro-Goldwyn-Mayer. Studios, Culver-Cily, K.ilifornien, Clara
Bow und M.'uy Brian durch die Paramount-Studios, ;)451, Marathoii-Street,
Hollywood. K;il., zu erreichen. Leni Riefenstahl wohnt Berlin-Wilmers-
dorf. Hindcnburgstraße 9i, Ilse Stobrawa Berlin W. Aschaffcnburger
Stnißc fi. Die Liebhaberrolle im „Meister von X^ürnberg" spielte
Gustav Fröhlich.
Ruth W., Barmen: Ramon Xovarro befindet sieh zur Zeit au
der Riviera. seine Berliner Adresse wird auf seinen ausdrücklichen
Wunsch nicht genannt.
..Roswitha": Am besten. Sic kaufen sich das Buch ,.Der gezeich-
nete Film", Verlag Wilhelm Knapp, Halle.
Argcntiua: Hanna Waag wohnt Berlin-Wilmersdorf, Luilpold-
Ktraße 21.
Teddy, Solingen: Margot Landa wohnt Berlin W, Kurfür-
stendamm 11, und hat am 4. Oktober (iebnrt.st.ig. Kurt Vespermann
vi'chnt Berlin-Grunewald, Casii.-ir-Tbeyß-.straUe 18. und wurde .'im 1. Mai
geboren. Fritz Kani|)ers b it am lt. Juli Geburl^lag und wohnt Berliii-
Charlotlenlung. A\ ailz>lr,iße 22. Lili.in Harveys .Vdresse ist Berlin W 15,
Diisseldorfer Str.iße 47. Sie erbli-kle am 19. .I.inu.-ir d;is Licht der Well.
Jenny Jugo wohnt Berlin W. K;iiserdamm 29, und h.-it am 14. Juni Gc-
burlst.ig. Teddy Bill hat seine Wohnung in Berlin W 5(». Regensburger
Straße 5.i, und wurde am 18. Xovember geboren. Osk.ir .Marion wohnt
Berlin A\ , KurfürstcMd.-imm 111). und h;it am 4. Kebru.ir (ieburtstig.
Helga Thomas wohnt M<'rlin, Kuf>ti'iner Straße .1, li.it .-im 8. Juni Ge-
burtstag und ist dunk.'lbloiid. — Jawohl, es gibt einen Filmschauspieler
Fritz R.isp. — Die Antworten im ..Film-Magazin" sind selbstverständlich
kostenlos.
J <i c k e r 1 e . L e o b s e h ü t z : Es ist ziieeklos, uKS ein Bild zu
senden, da wir uns jeder Kritik enth.-ilten und Engagements nioht ver-
milleln. Am besten. Sie schicken Ihre Photos direkt an die Kilmgesell-
scliaften. Wir nennen Ihnen wunschgemäß einige Regisseure: Riehard
Eichberg durch Eichbcrg-Film. Berlin SW 48, Friedrichstr.-iße 17t, Fritz
L:ing durch L.ing-Filni. Berlin SW 48. F'riedrichstniße 224, Dr. -Vsaga-
roff. Berlin-Schöiieberg. Inn.sbruckcr .stniße 41, Fred Faner Berlin-Wil-
nu-rsdorf, Wiltelsb.-icher Straße 2. Wir müssen Ihnen aber sagen.
d:iß die Aussichten, beim Film anzukommen, gleich Xull sind.
inHenimprotieieit
(^fa RoMliiL und
cAgfa Fdmpack sind
zuvedässig/
Und sie sinii so empfindlich, dass
jede Aufnahme ein Treffer werden
muss.
Jugendliche
Schauspieler
gesucht!
A n II e 1 i y sc (i., C h a i- 1 o t t e ii b u r jt ^ liieta Garbo i»l durtli
die Mctro-(;ol(lwyn-Sludios, C'iilvcr-City, Kaliforiiipn, zu prroiflicn. Sio
ist Scli\K'(liii und K'''' Autcisraiiime. Aiii:y Oiidra filmt zur Zeit iu Lon-
don. llir<' sli'iiidiK«.' Hcrliiicr Adii'.sM- ist ('liai'loltciil>ur<;. Kiirfiirslciidamm
Nr. 1T8, I'ciiKiiin BiT^fcld. Sie ist uiivorlii'iralet, wurde aui 15. Mai in
Tarni) ll'olcu) ■^i-liorrii und (liht .\ulO({rauiuii'. Iwau Tclrovicb ist li-dij;.
am :il. Dczcnilii-r iu lludapcst ;;fl)ort'n, jolzt alicr sciliis( her St.ialszuire-
lii)riKl<( it. wnlinl IJerliii-SeliniarjJceudorf. KorkeutieeksIr.iUe :>(ia und iiibt
cbcnf.'ills .\ulc>nrinnue. Die liekannleslen Kilnie niif Iwan Pelrovieli
Kind: ..Der Dämon". „Fiirst oder Clown", ,,(irlieinini;'se des Orients",
,.Der Zarcwilseli", ,.Der Leutnant Ilirer Alujesliit", ,.(Juartier Latin",
M a r i a n ti e W i n k 4' I s t e r u - V e r e b r e r C. K., U e r 1 i n :
Ihre Kildwiinscbe sind vorgemerkt. .Marianiu- Winkelstern lauzl jedon
.\bend im CroUen Seb.iuspielliaus, wird aber selhstverstiimllieli aucli wie-
der filmen. Die Ilaupidarsteller von ..Wenn der wi-ille Flieder wieder
liliilil • sind Vera Selimitterlii« , Waller (iriilers. (;.i>ton Jai|uel, (ieor;{
Henrirli. Der Film er.-elieint in der kunimenden Saison. Nein, ilaria
l'audler denkt niclil daran, jeden Sonnla;c v(uiiiittaK In ilirir Wolinunj?
Aulocrammi' zu ^eben. .\ber sie ist so lieln-nswürdis;, daß sie den vielen
Hillslellern an den versoliiedenslen 'r.i(;en .\iilosr; ne >pendet.
I,. .\l., Wiesbaden: l'.iul Kebkopf wolint Hcrliii \\ .10, F.iseiuicber
SlruUe Uli. Der Kiinsller spielt bald bei ilieMT. balil bei jener Film-
Kesellseli.ifl. .M;in sali ibii u, u. in ..l'ieeolo vom (Jolilenen l.oweii".
„Spione", „Feldinarseliall". „Vom Täter fcblt jede Spur".
K r i (• 11 11 r e 1 a y -V e r e b r e -
r i II . K :i r 1 s r u li e : ..Frau
im .Mond" ist noeb nielit iiraiif-
Kefiilirt. Hamon Xovarro wird
Hiebt in Berlin lilmeii. Krie
Uarelay wobnl in l'aris. l.'i, rue
du »'iniiie. Vor kurzem sab man
den Kunstler in dem Hegewald-
Film ..(J'sebiebleii aus dem Wie-
ner WabI".
W i I li e I in S r h. , S t u t 1 -
;; .1 r t : l>eii Kielithofen in .,l)er
rote Hitter der Luft" .spielte
Carl Walter .Mayer, — Wenn
Sir lilmsrliriflstellcrisi-bes T.ileiil
bubeii, dürfen Sie nalürlieb ilen
N'iTsueb maclien, .Manuskripte zu
schreiben. Heim .Mifassen des
Drebbuebs miiU man ^enaii seine
Teehnik beberrseheii. Selbslver-
stäiidlieli, man iiiuU aueli die
Titel, also das, w;is die .Seliaii-
spieler zu spreeben hüben, be-
arbeiten,
Dolores d e 1 K i o - V e r -
e h r e r i n : Dolores del Kin ist
diireli die rnited .\rlists-Sttidios,
Ti'oo, .Santa Moniea Hoiilevard,
Iloll.v «dod. Kill., r. S. .\., zu er-
reieben. Dii- Kuiisllerin nibt Auto-
(;ranime. Sie können deulseli an
sie sebreiben.
C b a r I o t f c T,, S <• b in a r -
)j e II il ort: Fritz Sebulz wohnt
Iterlin W. Olivaer l'latz I. — Die
Dkuer der Hersti.dliin« eines Films,
in«;efanK:en \ on den Vorarbeiten
liis zum letzten Sebnill. ist ver-
schieden laiiK, ji' nach Itedeii-
liiiiK der .Sujets und rmfaiiK der
Anst^estalliiiiK.
F i 1 m f r e u n d aus D r e s -
den: D.is Itiicli ,,Das Fillii-
maniiskript • koiiiien Sie durch
den VerhiK -Max .Mallisson, Ber-
lin SW IIK, Kilterstralie TI, be-
ziehen. Wiriienneii Ibneiiw iiiiscb-
;;rmäU die .\dresscii Min einigen
FiliiiKCsellsch.iften: Ffa, Bi-rlin
SW fiH, KochstraUe (V— .S, Nalimial,
Berlin SWIH, FrieilricbstraUe Hi.
Terra, Berlin SW lin, Koeli-
Mtralie 7:1, (ireenbaiim, Berlin
SW tw, KocbstraUe til. — Fritz
l.an^ ist durch LaiiK-Film. Ber-
lin SW IM, Friedricbslralie i':'l,
.loe .\lav, Hanns Schwarz und
Wilhelm Thiele durch die IIa,
Berlin SW <iH, KocbstraUe fr—».
Kudolf Walther -Fein und Max
Olial durch die Aafa, Bitüu SW IX,
l'riedricbstraUe 22.!, zu erreichen,
Gerda S p., B r a ii n .s e h w ein:
Greta (iarbo ist durch die Metro-
(Joldwyii-.Mayer-Sludios, Cul ver-
City, Kalifornien zu erreichen,
Sie (fibt .VuloKramine. Sie kön-
nen deutsch an .sie ."obreiben.
K m m a 11.. M ii n c b e n : Wilhelm Dieterle wohnt Berlin-Wilnii'rs-
dorf, Jenaer str.iUe 1, iiiiil ist mit der [ruberen Schauspielerin Cliarlollc
llnKenbriicb verheiratet, — l.ien Deyers ist durch ilie Deutsche l'nivers.il,
Berlin U' H. Maiier>lr.iße K2, zu erreichen, Sie ist leilif;. Senden Sie dem
bi tr. FiliiiNtar mit der .ViilOKrammbilte die Bibikarte des Kiinstlers und
li-nen Sie adressiertes, frankiertes Küekkuvert bei.
Ii 11 il o I t S p., W i I 111 e r s d 11 r f : ImoKone Bobprlson alias Mary
Xiliiii ist durch die l'niN ersal-Sludios, Univcrsal-l'ity. Kalirornien. F. S.A.,
zu erreichen. Sie kommt vorläiiliK nicht nacli Deutsehland, Ihr näcb.sler
Film lieiUt „Mademoiselle Cayenne",
Wollen Sic zum Film? Dann
lachen Sic heute Ahcnd in eines
der f^roßenKir tot hciiter Passen
Sie ^ut auf. Dann setzen Sie
sich mit Ihren Freunden zu-
sammen und bilden eineFilm-
f^esellschaft. Schaffen Sie sich
einen Line "hodak^- an. Sic
können Rcf^isseur sein, das
Drehbuch schreiben, oder
möchten Sie lieber den ^roficn
Star spielen ? Und es ist so ein-
I j fach - Sie drücken den Hebel
^_ herunter alles übrif^e tim wir.
'^A Ihr l^liotohiinülcr führt llinrii
liern unü ii n i'crlti ml lic h un-
sere Appiiratf i'ur. \'c rsiic lic n
Sic ciniuiil cinv Prtibcatil'tiaiiine
Kodak, Aklicn-Gcscllscliall, Rcrlin SW68, MarkßrafcnslralJc 76
,,1! a u b c r um .Mitternacht". 11 a K e n : Wir iiciiiicu Iliueii
wiin.scbKemäU einige Film^resellschafteii: Ufa, Berlin SW «H, Koeli-
stral!(> (i-s. National, Berlin SW 4S, FriedricbstraUe 10, Terra, Berlin SW (if>,
Kiichstralje T:i, .Vafa, Berlin SW t«, Friedriclistraljc 22.1. Greenbauin-Film,
Hcrliii SW UH, Koebstralie lil, Deutsches Licbtspiel-Syndikat, Berlin SW 4«,
IticdrichsIraUe 22j,
L e II i (;.. Barmen: Knist Stahl-Nacbbaur wolint Berliii-Cliar-
lotlenbiir;;, Sybelstralie 2:1, und Kibt Aulonr.imme.
Friedet aus l,.: K.imon Xov.-irro ist (tcgenwUrtig auf einer
llivier.-ireise. Er ist seit 1921 beim Film.
11 e I K :' . G 11 d r u ii und 1 n j:: r i d a u s .T.: Sic dürfen es von
Itauion Xo\arro jct/t nicht verlangen. daU er Ihnen auf einen Brief ant-
wiirtet. Kr befindet sieb aiineHblicklicb :iiif einer Hivier;irei>i'. kommt
vielleicht nach Berlin und will wieder (ranz iiikocnilo leben. Ihn- Bild-
wiiiiscbe sind vorgemerkt. — Wo die Filmstars ihre Sommerferien ver-
bringen, wissen wir leider nicht.
1, i I i I I a . S e n e z : .\n(;elo Ferrari wohnt Berlin, Bozeiier Str. !•,
und H;i'>t AiitOKramnie.
Kine 1, o l o s b 1 ii iii e aus L.: Werner Fnelt-^rer ist dunkelblond,
bl.iuäiijilff, wurde .im in. .):inu;ir s-dioren. ist ledij;, Hire (iriilje sind
.•lustcericbtet. Ranioii Xov:irr<is Berliner .\dresse kann nicht tceuannt
ucrdeii Diii.i Gr.ill.i li.il :iiii l.'>. .laiiu.ir, Dil:i l'arlo .im I. September,
(irilta l.ey .■im 2:'.. Aii;;iist. Evelj u Holt am .f. Oktober. Käthe \ oii X.ijiy
:nii 1. .\pril, l.eni Uiefeiistahl am 22. .\ii«u>t Geburlstas.
L i I i ;i 11 II a r V e y - V e r -
«brer. D ;i ii z i (; : (Jrete Keiii-
w.ild wurde am 2.'). Mai in Stutt-
gart fi<'''oren und ist fiescliiedeii.
Hilde Maroff bat am .'>. Juni Ge-
biirlstaji' und ist verheiratet. Sie
liliut seit uu;;efälir I .lalireu.
II;irry H.inlt ist verheiratet. Der
l'iliu ..Du sollst nicht stehlen'
i-t \ or ea, l'/ J.ihreii ;;iMlrelii
worden.
W e r 11 e r IL. Berlin: Tilla
Garden wolint Berlin-Cbarlottcn-
hurs:. Dablnitiiiiistral'ie S. Keiiee
lleribel 21. nie Deiunurs. Pari-.
Die .\dresscii von den .■indercn
Künstlerinnen sind zur Zeit nicbt
bekannt. Wahl Ostermann ist
nicht mit Valeri;i Ostermann
(= Vala de T,ys) identisch.
F i 1 m f r c 11 n d E r w i n N\'.,
F r i e d r i c b s h a f e n : Vielen
D.iiik für llin^ii freuuillichcii iiiiil
so langen Brief. — Sie haben
sich damals iiiiisonst beunruhiget:
l.issy Ariui war nur zu Filiu-
.•lufiuibinen nach Stockholm t;e-
fabren. Jetzt lilnit sie wieder in
Berlin. Sie ist ein sehr liebens-
würiliser. sympathischer Mensch.
W urde am 21. Dezember iu Ber-
lin ;;plioreu. ist iiiiv erbei ratet,
spielte früher kleinere I'olleii im
Film, käiijpfli- sich hoch und
wurde im Film besoiwlers durch
die licfriiie in (ierbard l,.impreclits
..KatzeustcK " bek:iiint. Sie spielte
dann u. a, in ,.S<hinderli;iniies'',
,,Eva in Seilte", ., Filter der La-
terne", ,, Lemkes Sei, Witwe",
Die nächsten Filme mit Lissy.Vrna
beilien ..Schneesturm' und ...Ten-
seits der SiraUe", Ihr Bildwunseh
ist vnrfjemerkt. l.issy Arn.i ijibt
.\utoj;ramme, Ihre Wolinun;; be-
findet sieh in Berlin W 9. Liii-
d.iuer straUe 9. — Ihren Wunsch,
bei uns :ils Setzerlebrliiit; einzu-
treten, können wir leider nicht
erfüllen.
Siegfried I... Görlitz:
Ein Bild von Kamon Xov,irro
haben wir schon Kebracht. Xo-
varro befindet sich auf einer
Bivicra-lteise und kommt liüehst-
w .•ilirscheinlieh nicht iiiebr nach
Berlin ziiriick. Das Konzert wird
.-ilso erst später st.ittlindei!.
Mister 1' e e 1 , H a m b n r k:
Wir fjlauben k;iiim, dali ILirry
Viel noch mehr Filme gespielt bat
als die von Ihnen aufgezählten.
.T.'iwobl, es f;:ib einen Film ,,Die
Xaebt des Inferno". — Harry
Liedtkes Söhne sollen in der Xähe
von Berlin leben. — Der neueste
Film mit ll.irry I'iel liciW ..Män-
ner ohne Beruf'" (Der Herr aus
,Sii(laiiierik;0.
Nur Iwan P e t r o v i c li - V e r e h r e r i n , Tilsit: Iwan Petm-
vieb ist ledig. Ii:rt am ."11. Dezember Geburtstag, gibt -Viitograinme, spricht
flieUeiid Itussiseb und ist auch im Leben ein sympatbiselier, liebens-
\Mirdiger .Mensch.
M a r a - F r i t s c b - H a r v e y . Verehrerin. Ha m b u r g :
(iiistav Fröbliib denkt nicht dar:in. einen .\uloiinfall geb.-ibt zu haben.
Er erfreut sich bester Gesundheit und tilmt in Xeii-B.ibelsberg ,, Hoch-
verrat" mit B.dly Amanii. — Wir haben den betr. Kiiustler erinnert. Ihr
Bild« iiiiscb ist vorgemerkt. Gerda Maurus wcilnil Berlin-Wilmersdorf.
Ilcdicnzcillernibimm .'c'. .\iiita Dnrris Berlin-Charlottciibiirg. Smirslr.ille 2s.
J
I
I
Pholomontage von Jannings' Rollenbildern aus „Faust", „Variete", „Kohlhiesels Töchter",
„Anna Boleyn", „TartüHe", „Der letzte Mann", „Madame Dubarry" Plwt. Uta
..W 1) (I o", \V ii r ■/. li II r «■ : Os^wiiMo Vulcntis i-rslcr Film ";ir ..Die
t'aniii-ii von si. rniilj-. <;ri-ta <;arlii> i>t iliinli ilic Mrlr»i-(ii>lil« vii-
Sliiiliii». CiilMT-rity. Kai., zu «'rrriolicii iiliil t;i'i' Aiiliijir.iiiinu'. Mio
küiiiioii aiii-Ii tlctilsrh an sio .sclirrilii'ii. Dif ..Hfliciiiiiiissi' iIcs ()rii-iil>""
-iiiil /. T. in Ni'iiliiilirUlicr;^ aiifK<'ii<<>i)>ii<'ii wniilrii. Wir niaflicii Kriinil-
-al/licli ki-inc Allcrsaii^ralicii.
Irin K.. (; ii r I i I z : Xciiia Kcsiii ist k«'!-'''!"'«'«"!!. Willy Krilscli
wurde am 3T..Iaimar in Kallowilz ■;cl>iiri>ii. Kr licl't alli- Hliimrn. l.ilian
llar\c>'i »K-linrt-drt ist l.un.liin. Dir Kllcni ilcr K tlcriii li'ln-n mich.
Ihr VatiT i>l Kaiifm.iiiii. lUiuilli' lli-lm i>l HcrlimTiii. ilrliiilirrlc in
Kritz I.aii^'s ..Mi-lrii|U)liv iiml ist iimh niilil M'hr laiiui- \ rrhcir.ili'l. M.iria
l'j'.nilli'r i>t \cin di-m .Sihaii-^iiicIiT Czimi'K ;;<'Mlii('(li'ii iiml hat ^ii-li imi-h
iiirht wieder \ c-rlieiralrl. I,.\a <lc I'iilli i-.t aiiih niiht z zweiten .Male
verheiratet. Ol^a 'r.-eheeliowa i.^t «:e.-ehieileM. Ihr 'rriehtereiieii i^t iiii-
({el'.ilir Sil all. wie Sli- (tesehätzt liaheii. Maria ZeleiiK.i wird aiieli wieder
filmen. I.iiey l>i)raiiie arheilet in lliillywood als Partnerin von .laiiel
(iayiKir. Ilei'iiiy Porten ist mit dem l'rddiiktiiinsleiler ihrer Firma. Herrn
i)r. von KaiitTiiiaiin. \ eriii.ilill. Fritz Kampers' tiallin war unseres Wissens
keine Filmd.irstelleriii. Vi\i.iii (Jihsoii ist ;;eseliieileii.
1" II r t (!.. V. h e r s w a 1 d <• : Kanion Xo\arrci will aiieli an der I{i^ier.•l
jtaiiz inkiiKiiito hleiheii. Kriist Hiii'kert wohnt Berlin SW. M.illeselie
Stralie l.'i. .I.ickie Coouan ist durch die .Mctro-(iolilwyii-.\layer-Stiiilios.
Ciilver-fity. Kalifornien, Ttim Mix durch die Fox-Stiidios. IIIU. Western
.Vvenne. Hollywood. Kai., F. S. .\.. zu erreichen.
Mari a n n e \\ i n k e 1 s I e r ii - V e r-
o li r e r F. K.. .'^ t e « 1 i t z : D.iU die s''-
naiinteii Filme im Sominer noch eiiim.il
auf den S|iiel|ilan koinnieii. ist sehr
leicht mö;rlieli. — .lawolil. der Film wird
inanclimal noch nach der Fraufirihrun;:
iim>;escliiiitleii und läuft in \erschiede-
iicn Kii|iieii in den Kimi-Thealerii. Ihre
Wiiiisehe siml \ or;;<'iiierkt.
Ilona : Den .Million.ir .lohn I. Is in
„Skandal in Uaden-liaden" spielte nicht
Theodor l.oos. sondern Kriist siiahl-
Xaclihanr. Die llaiiptd.irstellcr \om ..Ihr
;;iol!er Flirf waren Fhirencc \idor und
'l'iillid l'arnietiati. Die licIretTeiiden Itol-
leii in ..Die \ on der s^cholle sind" wur-
den von Franz .^leiii (Valerl und Fher-
liard l.eithoff (.Sohn) dargestellt, den
Sohn der 'l'lieres spielte .\rthiir \ii\\ ander.
(; cor;;; I... II a ni h ii r ^- : Die 'liinzc-
rin lii«;elior^ t'arlssoii wohnt Merlin W !l.
l.inkstraUe II. Fin Film, in dem sie
mitwirkt, ist his .jetzt nicht .iiifrezeij;!.
t; e r t r u d U.. 15 e r 1 i n : Iwan l'elro-
^ ich ist ein llreenhaiim-.St.ir und spicdt
aii;;enhlicklicli fiir diese Firma den
..(iiinstlinn von Scliiinliriinir'.
1 s o I d e . I< o n n : Fs tut uns leid.
Ihnen keine praktischen Itatschl:ii;c
Kfheii zu küntn-n, wie Sie Ihr z«ei.j:ih-
riges Töchtercheii am liesleri zum Film
liriiitcen. Die .\iissicliten sind auch fiir
Kinderd.irsteller dort «leicli Null, wir
können Ihnen von nutzlosen Schritten
nur ahmten. (°hri};ens sind die heliörd-
lielieii Vorsehrifti'ii in Iiezii;; auf Kiiider-
hcsch/iftiKiiiiK iii Deiilschl.ind sehr strcii';.
Frieda Sc h.. II a iii h u r >; : Di'f
hetretTcnde .'seliauspielcr ist nicht hi'-
kaiiiit. Wir können lliiien ilalier leider
auch keine niihorcn .Vn^aben liher ihn
inaeheii.
l' s e h i , die Stuart- V e r e h r e -
r i n : l)a.s ..Film-Ma;;aziii' wird Knde
des Sommers in MuftdehurK einen .\iito-
crainintag veran.stalteii. .Mit welchem
Filmstar, wird seH>st\ ersläiidlich reclil-
zeitifj liekaniilKeKeheii. — Wir hahen dun
hctr. Kiinstler erinnert. .lawulil. er hat
ein .\iilo. Fr tiluit lleilJi;;. .Stuart ist
.-inch im I.elien ein sehr sympalliischcr,
feiller .Mensch.
F i I in f r e ii u d C n r t K.. S t e h; 1 i t z : Die ,.Fran im Moinl'' w ird
liüchstwahrsclieiiilicli in der neuen •'Spielzeit ersclieinen. — lioinan Xovarro
hefiiidet sich zur Zeit an der l{i\iera. .Sollte er danach wieder nach liiTlin
ziiriickkehren. Iiesteht die MiiKliehkeit, ilali wir einen .ViitonrammtaK mit
dein Kiinstler veranstalten. — Ceori;- .Vle-\auder wohnt Herrni-Friedenau.
Wiesh.iilener StraUe .'>, 'rriiiis vaii .Valien Herliii W, l.iitherstraUe 27. Maria
.Tacohini Herlin W. .loacliimsthaler Stralle i'i'/-':'. <»skar Marion Kerlin W,
Kurriirsteiidamm 110. llelna 'l'hom.is Berlin W. Kufsteiner StraUe .1. .\iiloii
l'ointner Bi-rlin W. llaherl.andslnilJe 10. .Ma«:da Sonj.i Berliu-tiruiicwald.
Wallottstr.iUe H. F.li.s.ilieth 1'ina.jelT Berlin-Wilmersdorf. Brandeiihiirnische
StraUe ;i.i. — Fred Sohn alias ifidierl l'.islle hleiht Mirlaulin in .\meriUa
und liliiit dort als l'artniT \on Behe Daniels. — Dita l'.irlo sollte iirspriiii--
lieh in einem ('lle^.llier-FiIln die wi-ihliclie Hauptrolle spielen. D.i in
Hollywood .-ibiT das TontilmtiehiT lierrsiht, hat sich der Film d:im.ils zer-
schlagen. Die Kiiiislleriu war auch nur drei .Monate \ oii der Ffa he-
nrlauht. Ihr neuester Film heiUt ..Manolesen" mit BriKÜte Helm, Iwan
Mosiiikin. Heinrich (;eor;;e.
Dura \V.. F r a n k { n r I / M a i n : Harry I.iedtke ist von
Krankheit wieder lier({eslellt und wird schon sehr hald an die
nehen. — Heide Helm ist die Schwester von Briuitle Helm.
K. F.. V e r e Ii r e r d e r Filmkunst. M ii ii c h e n : Krinitte Helm
wohnt Berlin-Dahlem. Im Winkel .">. ist keine Biilinenschaiispieleriu. delni-
ticrte in Fritz l.antts ..Metropolis' und ist eine (jri'LSe Hlumenfreiiiidin. —
Fiaiiz l.ederer ist \ on Henny l'orlcn fiir den Film entdeckt worilen iiiul
spielte erstm:ili^ in ..Ziifliiclif l'.r hat .-im il. \o\emlier tJehiirtst.i};- und
wohnt Herlin-Frii-denaii. FehlerstraUe I. I.i;ine Haiils neuester Film heilil
..Spiid um den Mann". Cl.iire Kommers iui<'h^ter Film i^i ...Sensation im
Wiiiteri;arteir'. F.iii neuer Film mit Douglas Fairhanks ist ikuIi nicht
aii^'ekiiiidiKt. Ol^'a Tschchowa arhcitct :iu einem stuck ..Irrlichter"
F. If., C; r II n e w a 1 d : Werner
..Der Mäilelienliirf. Kiiic standi;;
Fiiciterer filmt
e I'artnerin hat
K r i k a T. ii n d
aiiKeiihlicklieh in I'r.i^
er nicht.
K I 1 i f.. W i e II : Sie li:ihen recht. Frna Morena wurde am 21. .\pril
in .\scliatTenliur;c gehören. — Kieliard Weilibach, der (iattc Brigitte
Helms, filmt ah und zu.
H u K o 'S c h.. Baden: Die Adresse der Henny Porten-Filingcsell-
scliaft ist Berlin W. Fiiter den Linden -'l; Tscheeliowa-Film hat ihre
Uiiiime Berlin s\V is. FriedriehstraUe 221. Harry Piel wohnt Iterliii-
.Scliiini'her;;. -\m Park 12. — Sie können an ('lara How riilii;;- deiitseli
schreihell. Die Filmstars, die keine eigene Filmgesellschaft hahen. sind
im allgemeinen ohne Finfliili auf die Produktion und die Manuskripte, die
•ji dreht w erdiMi sollen.
Drei N o v a r r o -V e r e li r e r i n n e n aus S I u t t H' a r t : Hamon
Xovarro ist iiiittel!.!;rol.; iiml schlank. Wir nehmen an. dal! er ein .\uto
li.'il und i:cru t.'inzt.
Kurt lt.. .M a «• d e li II r u' : Der Film ..Xachtwelf' wurde in London
^redrehl. Die Bilder sind zum Teil Oriiiiual.'infn.'ihmen ans dem ..Picca-
ililly". D.is Cewiinschte erh.'ilten Sie möKlieherw eise durch die .><iidtiliii,
Berlin SW !.•*. Friedriclistralii- 2u7.
Holla. 15 r e s 1 a ii : Wenn w ir Ihnen den Berliner Verlajr uiif^ehcii
sollen, so müssen .'<ie schon so freundlich sein und uns zunächst den Titel
des Bui'hes iieiiiieii. Denn sehlieLllich ^iht es nnzähliKe Kiieher. die in
Berliner \ Crla^ien erschienen sind.
F i I m f r e ii n d i n F, I 1 y V f.. H e r -
I i n : (iritta I.ey widiiit Herlin W. l)us-
schlorfer StraUe 12. und hat am 2:1. .\iitriist
tJehiirtsta;;. C.irl Auen ist verheiratet.
I'ied Soliii tilmt unter dein Xaiiien Kobert
Cistle in llollywiioil. .lack .\lyloni;-Miin/,
wohnt Berlin \\ !.'>. DiiishurK'T StraUe IT.
(Jiistav Fröhlich ist ledi;;- und hat am
21. März (Jehiirtsta;;.
F i I m f r e n ii d W a I t li e r M.. B e r-
1 i n : ."sie haben recht, Cnnnar Tolnaes
ist :uicli sehr viel an der Sprechhiihne
läii^. l'.r ;;ibt Autogramme und ist ledi};.
— Il.ihv Pejrs.v wird .•iiicli wii'der tilmen.
- I.ili.'in llarvey wohnt Herlin W l.j.
Düsseldorfer StraUe 47.
I> a III o n H. M.. B e r' I i n : l.ilian
llarvey ist iin;;efälir fünf .Jahre heim
Film. — Marlene Dietrich spielte ii. a.
in dem Harrv Piel-Film ..Sein jtröUter
Bluff'. ..Priiizc'ssiii (»lala". ..Ich küsse
Ihre Haiiil. M;idame". ..Die Frau, nach
diT mau sich sidiiit".
Cläre K.. Berlin : Weriter Fuetterer
i;iht .\uto;;ramiiie. Kr tränt seinen ricli-
tiKieii X;imeii. — l!<dün Irvin lebt in
Kiiirland. Die Hauptdarsteller von ..Me-
tropolis" sind: Brifritte Helm, .\lfred
Abel, (iustav Fröhlich. Fritz Kasp. Theo-
dor Loos. Heinrich (Jeorge.
F i II e F i I m f r e ii n diu aus Ber-
lin: Franz l.ederer wohnt Berliii-Frie-
den.iii. FehlerstraUe 4. .Mfons Fryland
Berlin-.Schmarneiulorf. Riihlaer StraUe I."i.
Alle Filnisterin- ;reheii .Viilosramme. .la-
wolil. Werner Fuetterer hat am 10. Ja-
iiii.ir (iebnrfstaK.
I! II t h W.. B a r m e n : Anny Ondra
wohnt Berlin-t'harlotlenhiirir. Kurfiirsten-
d.'imm 17(i. -Mfons Fryland Berlin-
Schm.irsendorf. Itiiblaer StraUe l.'>,
Hilde Rosdi Berlin XW i:l. A}?ricola-
straUe i:l.
(i r e t c II e n . 1{ ii d o 1 f V :i 1 c u -
t i n o - S c h w ä r m e r i ii . Berlin:
Kiiilolf Valentinos Partnerin in ..Der
.Viller" war Vilni:» Baiiky. Sie h.ihen
recht. V.ilenlino «alt als ..der schönste
Mann der Well". Blldkurten von dem
Kiinstler erhallen Sie noch in ■ jeder
jtroUen Papierliandliiiifr.
D a n z i )> - I. a n K f u h r : Sie haben reelit. Charlotte
(Jattin Wilhelm Dieleries, schreibt IiäufiK Filiumanu-
lilnit nicht, tritt auch nicht mehr au einer Sprechhiihne
Buch iiher Wilhelm Dietcrle.
I Helmut S e h., K s s e n : Oskar Marion wohnt
Gustav Fröhlieh
K r n a S c li..
Ha;;cnhruch. ilie
skri)ite. Aber sie
auf. Ks •;iht kein
F i 1 m f r e ii n (
Berlin \\ . Kiirfursteiidamm 110, und k''"' .\utO);ramnie
seiner
Arbeit
ist wieder in Berlin und arbeitet au einem neuen Ffa-Fllm ..Hochverrat".
Fridilicli «ibt .Vuto<?raniine und liest alle seine Briefe selbst. Er treibt
jeden Sport.
C a m i I 1 ;i II o r n - S c h w ä r in e r i n . B e r I i n - T e m \t e 1 li o f :
B.imoii .Ndv.irro heliiidet sich zur Zeit an der Kiviera. Doch können wir
auf Wniiscli des Künstlers seine .\dresse nicht nennen. Betty Bird wohnt
Berlin-Tenipelhof. MaiilenffelsIraUe 1. Iwan Pelrovich Berlin-Schmarsen-
dorf. FiirkenbeckslaUe .»lia: .\nila Pa^e ist durch die Metro-Cohlwyn-
.Mayer-Stiidios. l'ulver-<"ity. Kalifornien, zu erreichen. — Fragen über die
Konfession der Künstler ln-.intw orten wir );r"'"l-*'"*'zl'<''' nicht.
K ä t h e .1 1 > B e r 1 i n : Besten Dank. Sie haben recht. Das Bild
stellt die Keiiaiiiitc Künstlerin dar.
W aller H. i n H a m b n r r : Kayniond C-riffith wird auch wieder
filmen. Hanna Waa;; spielte bis jetzt im ..Brennenden Herz" und in
der ..Khe".
W. H.. H a r /. : Die H:iiiptdarsteller aus dem Film ..Die weilien Kosen
von Bav eiisbertf" waren .lack 'l'revor, Dolly Davis. Viola Carden. Diana
Carcnne. Willy Foist. — Ihre BiMwünsche siiul vorsreinerkt. Wie f^roli
die Filmstars sind, wissen wir nicht, d.» wir sie nicht messen. Der
neueste Harry I.icillke-Film lieiUl ..Der liistise Witwer" mit .Vlice Hoberte
und l.a .laii.'i in ileii weiblichen H:iuptrollen. Die nächsten Filme mit
I.iedtke sind: ..Die Konkurrenz platzt", ..Der Korvetten-Ka|iitän" und
,,ü .Mädclieii. mein .Mädchen . . .".
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Stellung der zahllosen Bilddokumente, in denen
der Stift des satirisdien Zeidiners der Weit des
Films die komischen Seiten abgelausdit hat.
Aus dem Inhalt:
Weltgesdiidite im Film — Aus den Kindertagen
des Films — Naturgesdiidite eines Films — Film=
Könige und »Adjutanten — Der Regisseur — Der
Diditer — Die Kritik — Der Mann, der alles
dreht — Die Niegenannten — Im Glashaus
Z\x'isdien den Kulissen — Im Cafe der Kom-
parsen — Aditung! Aufnahme! — Die Diva
Der sdiöne Mann — Abenteuer, Sensationen
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Film imdFamilie — DieGrößtenihrerZeit — Kino
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'»^'^
Phot. 11 ii'ner
DAVID LEE (Sonny boy)
In dem Ton - Film „Der singende Narr'
Dieser Unterscebootfilm ist der
zweite amerikanische Tonfilm,
der uns zudem die tönende
Leinwand von einer anderen Seite
zeigt. Nicht mehr der gesprochene
Dialog, die durch ein Lied weiterge-
führte Szene bestimmt den Inhalt
des Filmes, der sich damit dem Büh-
nenstück annähert, sondern die Ge-
räusche unterstreichen und beleben
das Bild vor allem. Thematisch bringt
der Film eine ,,Rivalen"-Geschichte
zur See und baut sich auf dem Vor-
gang jener Katastrophe auf, die vor
zwei Jahren zum Untergang eines
amerikanischen U-Bootes führte. Na-
türlich gibt der Film den Vorgang
nicht mit der letzten Giausamkeit. Er
ist, wie alle Kunst, versöhnlicher ge-
stimmt und läßt die Rettung im letzten
Augenblick gelingen. Über die Fabel
hinaus beweist die Handlung des Fil-
mes den Brechtschen Dramentitel
,,Mann ist Mann!" Ganz deutlich wird
dies im Tagesablauf der Seesoldaten
bewiesen, die prachtvolle, rauhe Kerle
sind und in jedem Augenblick ihr
Leben neu verteidigen müssen. Das
Wrack eines Kauffahrteischiffes ge-
fährdet bei Ebbe den Hafenverkehr.
Man schickt den Taucher eines Minen-
suchbootes unter Wasser; und er, in
den modernsten Skaphander gehüllt,
erreicht in der Tiefe von mehreren
hundert Metern das Wrack und bringt
die Sprengpatrone an. Aber beim Manö-
vrieren des Minenbootes gerät der Taucher
in eine Schlinge und wird dadurch in den
Sprengkreis der Bombe gezogen. Er wäre
verunglückt, wenn ihm nicht in letzter
Minute sein Freund Bob nachgesprungen
wäre und das Tau mit einem Messer ge-
kappt hätte. Das hohe Lied der Freundes-
treue, der Kameradschaft wird in dem
Film gesungen, es wird wahrhaft gesungen
— nicht nur in einer kurzen Einlage, die
nicht sehr überzeugend ist, sondern in der
ganzen Anlage des Filmes. Denn das
Kameradschaftsgefühl siegt hier sogar
über die Liebe, wenigstens in dem Fall,
da sich die Frau als unwürdig der Män-
ner zeigte.
,, Submarine" ist vor allen Dingen be-
merkenswert darin, dafJ der Film zeigt,
wie weit heute die Untcrwasserkincmato-
graphic gediehen ist. Der Film hat sich
alle Gegenden der Erde erobert. Er ist
unseren heutigen technischen Hilfs-
mitteln sind wir noch n'cht imstande,
in so bedeutenden Tiefen kineniiitogra-
phische Aufnahmen zu machen, wie sie
dieser Film erfordert. Wichtiger ist
aber, daß man in jedem Augenblick
den Eindruck vollkommener Echtheit
gewinnt und niemals auf den Gedan-
ken kommt, daß diese Bilder mit
einem I^Iöchstmaß an kinematographi-
scher Technik aufgenommen worden
sind.
Außerordentlich ist die Steigerung
der Wirkung des Filmes durch die
Geräusche, die den Vorgängen absolut
angepaßt sind. Hier erleben wir nicht
nur eine Wiedergabe jenes Lärmes
wie er auch in anderen Filmen zu
finden ist, sondern vernehmen eine
Abstufung, wie sie die Wirklichkeit
bietet. Das Ohr wird nicht mit ein-
tönigen Geräuschen überfallen sujidern
diese erscheinen abgestuft, so daß eine
räumliche Tiefe des Bildes hörbar
wird. Je nachdem, ob sich der Lärm
in der Ferne oder Nähe zuträgt, dringt
das Geräusch in der richtigen Laut-
stärke in das Ohr. Auch neben-
sächliche Vorgänge, die beim stummen
Film kaum in Erscheinung traten, er-
halten in Submarine durch das unter-
streichende Geräusch plötzlich Geltung.
Dabei ist dieser Film erst nachträglich
synchronisiert worden.
Kurze Dialogstellen, ein scharfer
Ruf nach dem ,,Boy" etwa, machen
die Situation so lebendig, daß die
Szene förmlich aus der Leinwand hcr-
ausspringt. Brillant auch ein eingelegtes
Matroscnlied, das rauh und wuchtig
erschallt.
Pholomontage mit Jack Holt, Ralph Graues
und Dorothy Revier piwt. Columbia
vor der Feuchtigkeit des brasilianischen
Urwaldes nicht zurückgeschreckt, ist in die
eisigen Höhen des Pamir emporgestiegen,
hat dem Gluthauch der Wüste und der
Kälte beider Pole standgehalten, aber das
Wasser war ihm bisher ein nur in gerin-
gem Grade vertrautes Element. Schon
weil es sich zum Licht ganz anders ver-
hielt als die Luft. Man hat in der letzten
Zeit eine ganze Reihe von Filmen gezeigt,
die das Leben der Tier- und Pflanzen-
welt unter dem Meeresspiegel zur Dar-
stellung bringen, aber zumeist waren es
Bilder, die in Aquarien aufgenommen
wurden, wo man für die notwendige
Lichtmenge sorgen kann. Seit der unver-
geßlichen ,, Insel der verlorenen Schiffe"
hat man ähnliche Spielszenen unter dem
Meeresspiegel im Film nicht wieder ge-
sehen, wie in ,, Submarine", die vollendet
und wirklichkeitsnah sind. Natürlich han-
delt es sich um Atelierszenen, denn mit
[
cm! Nicht so, wie Sie meinen! Der Film
siegt niciit über den Alltag, weil er Paare
zusammenbringt, die sich im alltäglichen
Leben nie finden werden — ! Er siegt auch
nicht deshalb, weil er die tollkühnsten Sachen durch
seine Sensationsdarstellcr vollbringen läßt — atcm-
raubcnde Angelegenheiten, bei denen man sich immer
wieder gerne davon überzeugen läßt, daß der be-
quemste Weg vom 4. Stock auf den Bürgersteig eben
doch — die Treppe ist, weil erfahrungsgemäß der
Sensationsdarsteller auf dem ,, direkten" Weg von
oben — via Balkon — Sprung — Blitzableiter —
sonstige Drähte — immer so viel Zeit braucht, daß
ein normaler Mensch bequem über die Treppe hin-
unterkommt — nein, der Film siegt deshalb über
den Alltag — weil er ihn und seine Sorgen — unsere
Sorgen — einfach ignoriert!
Ich habe noch nie erlebt, daß ein Filmheld keinen
Telephonanschluß bekommen hätte — außer bei Kri-
minalfilmen, wo das manchmal im Manuskript vor-
gesehen ist! Aber dann hört er einfach nichts. Das
I.Fräulein vom Amt" kommt gar nicht mehr zum
Fragen! Im normalen Spielfilm ist die Verbindung
1 — 2 — 3 da! Jederzeit! Die Reichspost soll sich
beim Film bedanken, der eine derartige Reklame für
ihre Einrichtungen macht! Allerdings werden in
einem Film die Anschlüsse auch nicht durch die
Reichspost bzw. die ihr unterstellten Telephonämler
hergestellt! Denn sonst könnte es passieren, daß ein
Akt mit einem Telephongespräch beginnt und mit
einem Tobsuchtsanfall des Hauptdarstellers endet!
Komisch! Wenn ein normaler Mensch — und
solche sind im allgemeinen die Helden des Films,
ein Fortbcwegungsmittcl braucht — dann existiert
keine Straßenbahn — dann gibt es keinen Autobus!
Höchstens ein Auto! Und wenn es schon einen Aulo-
bus gibt — dann hat er immer einen Platz für den
Filmhcldcn oder die Filmheldin frei! ,, Besetzt" —
dieses Schreckenswort zur großen Verkehrszeit in
Berlin — gibt's nicht im Film. Drangvoll fürchter-
Obcn: In Filmen sind, wie in obiger Bankszene, Konten
niemals überzogen und Wechsel gehen nie zu Protest. —
Links: Wenn Charles Farrell telephoniert, so bekommt
er sofort die richtige Verbindung P/iot. Fox
liehe Enge mit ihren zahlreichen komischen und tragi-
komischen Verwicklungen — gibt's nicht im Film! Die
Berliner Verkehrs A.-G. sollte umgehend beim Magi-
strat für Herabsetzung der Luslbarkeitssteucr ein-
treten — denn eine solche Reklame für die Verkehrs-
mittel der Stadt Berlin gibts nirgendwo wieder in
der Welt!
Schecks im Film gehen immer in Ordnung! Sie
werden mit einem vertrauensvollen, respcktuösen
Lächeln hingenommen und eingesackt, als — wenn sie
was wert wären! Alle Filmschecks sind gut! Ich habe
noch nie festgestellt, daß irgendeiner geplatzt wäre!
Dabei sind die Gerichtssaalberichle voll von derarti-
gen Angelegenheiten! Im Leben — jeden Tag! Im
Film — nie! Im Film werden alle Schecks hono-
riert! Und wenn sie noch so dick sind! Und trotz-
dem — welch dramatische Konflikte läßt sich die
Filmindustrie entgehen, damit, daß sie, im Film wenig-
stens, — alle Schecks honorieren läßt! Ein ge-
platzter Scheck ist wie ein Kieselstein in einen 'Icich
geworfen! Er zieht weiteste Kreise! Schade um die
ungenützten M(>glichkeiten! Aber — trotzdem — wollte
Gott, alle Stiiecks, die man annimmt, würden so
prompt honoriert — wie im Film!
Wenn sich ein Filmstar männlichen Geschlechts
von den Pyjamas bis zum Slraßenanzug anzieht —
so geschieht das per Überblendung! Damit gehl der
Film der gemeinsten und niederträchtigsten i.rfindung
aus dem Weg: dem Kragenknopf! Die europäische
und sonstige zivilisierte Männerwelt sieht ergriffen
zu! Im Film gibt es keinen Kampf mit einem wider-
spenstigen Kragenknopf, mit einer Krawatte, die nicht
,. läuft" — ! Der Filmheld kennt nicht die rasende
Wut, die einen Normalmenschen ergreifen kann, weil
ihm naturgemäß im Moment des ,, Eiligfertigwerdens"
der Kragenknopf bricht! Nein, das ist dem Film
fremd! Und ebenso die Erbitterung, die viele Leute
morgens schon wegen einer solchen Angelegenheit mit
Oben: Im Filmaulobiis ist immer noch ein Plätzchen
für den Star hei. Aber versuchen Sie einmal am Kiir-
lürstendamm einzusteigen! — Rechts: Der Dandy Brummet
verbrauchte eines Abends 21 Binder, ehe er die richtig
sitzende Schleife herausbeltam. Victor McLaglcn bringt
es ohne Mühe beim erstenmal fertig l'/wt. fox
f
ins Büro usw. bringen! Warum macht nicht einmal eine Kragen-
knopffirma eine Reklame.
Haben Sie jemals gesehen, daß Harry Liedtke sich mit Kragen-
knöpfen abärgert?! Harry Liedtke benützt aber auch nur unse-
ren Patentknopf In Treue Fest!
Die {'Irma hätte kolossalen Erfolg! Denn — man hat tat-
sächlich noch nie gesehen, daß der göttliche Harry solchen abso-
lut irdischen und alltäglichen Zufällen ausgesetzt war, wie dem
eines zerbrochenen Kragenknopfes!
Trotzdem — wie oben gesagt — dieses alltäglichste Ärgerungs-
niittel schuld an den verzwicktesten Angelegenheiten sein kann
inklusive der Kündigung der Sekretärin durch den Chef — , was
immerhin reiche dramatische Möglichkeiten in sich schließen
kann!
Nun sagen Sie: ,,Das mit dem Telephon — und das mit dem
Kragenknopf • — und das mit dem Autobus — das habe ich schon
gesehen! Garantiert! Das hab ich schon gesehen! Wie hat nur
das Lustspiel geheißen?!!"
Sehen Sie! Das ist der Kernpunkt der Sache! Wie hat das
Lustspiel geheißen?!!
„Lächerlichkeit tötet", sagt der Franzose! Die Wahrheit dieses
Wortes haben wir selbst oft genug bewiesen gesehen! Der Film
wird eben doch Herr über den Alltag! Im Spielfilm — ignoriert
er ihn! Im Lustspiel macht er ihn lächerlich! Was natürlich
Herrn Schultze, der am Abend noch in irgendeiner Komödie
Tränen gelacht hat, nicht abhält: seinen geplatzten Scheck, seinen
gebrochenen Kragenknopf, seine falsche Verbindung den ganzen
lieben, langen Tag ganz bitterböse ernst zu nehmen!
Schade, nicht wahr?! Man könnte aus der souveränen Nicht-
achtung, die der Spielfilm solchen Kleinigkeiten entgegenbringt
— und aus der grotesken Übertreibung, mit der das Lustspiel
sie behandelt, soooo viel lernen an kleiner, praktischer Lebens-
weisheit!
Wäre das nicht hübsch?! Möchten wir's nicht alle gern sein:
Sieger über den Alllag?!
Prinzessin Faschasch Worg, Nichte des Kaisers von Abessinien. besuchte die Ufa-Ateliers in Neubobeisberg und wohnte den Aufnahmen
des neuesten Lilian Harucy-Films bei pi,ot. Ufa
Carusos Fiasko beim Film
Wir haben jetzt Benjaniino Gigli im Tonfilm gehört, der
die Arien dieses Caruso unserer Zeit in einer Vollendung
wiedergibt, welche die besten Grammophonplatlen wo-
möglich noch übertrifft. Die bildliche Leistung steht in diesem
Falle nicht zur Kritik, denn Gigli ist in er.sler Linie ein Stimni-
phänomen und nicht seine Erscheinung, sondern der Wohllaut
seines Organes bestimmt die Wirkung. Es ist heule wohl schon
ganz vergessen, daß auch Caruso einmal gefilmt hat und damit
das einzige Fiasko seines Lebens erlitt. Leider war ja vor
achtzehn Jahren der Tonfilm noch nicht erfunden, und die auf
diesem Gebiete angcslelllen Experimente endeten um 191Ö mit
vollkommener Ablehnung durch die Zuschauer. Caruso er-
schien also im stummen Film und beraubte sich dadurch seiner
eigentlichen Begabung.
Auf den Gedanken, den gefeierten Sänger, der auf der Höhe
seines Ruhmes stand, für die Leinwand zu gewinnen, war Sam
Goldwyn gekommen, der in jenen Jahren noch bei der Famous
Players-Lasky Corp. tätig war. Enrico Can-so, der König der
Tenöre. erhielt bei der Oper märchenhafte Gagen und stellte
für die Tätigkeit beim Film die in jenen Jahren unerhörte For-
derung von 2 500 000 Dollar. Dafür sollte er in sechs Filmen
mitwirken, die man sich aber nicht als Großfilme vorzustellen
hat, sondern als jene Dreiakter, die damals den Spielpl.in be-
stimmten. Man drehte zuerst zwei Filme und brachte sie schnell
heraus, weil es ein Terminieren noch nicht gab und Filme nicht
im Überfluß vorhanden waren. Im Graumann-Kino zu Los An-
geles erlebten die beiden Filme an eint;m Abend ihre Premiere,
zu der Caruso erwartet wurde, aber nicht kam, weil ihn Tos-
canini, der Dirigent der A\etropolitan Opera in New York, nicht
freigeben wollte. Es war sein Glück; denn die Aufnahme der
Filme durch die Zuschauer war katastrophal. Die ein wenig sen-
timentale Handlung hätte einen ganz anderen Darsteller be-
nötigt als den etwas beleibten Caruso, der in den ernstesten
Augenblicken ein kleines pfiffiges Lächeln nicht unterdrücken
konnte. Das Publikum lachte, wo es gerührt sein sollte, und
blieb eisig, wo man es lachen machen wollte. So sind denn von
den sechs Filmen, die den Anfang einer großen Caruso-Serie
bilden sollten, nur diese beiden gedreht worden, von dcneT sich
auch eine Kopie nach Europa verirrte, die aber heute genau
so vergessen ist, wie die anderen, die in Amerika blieben. Jeden-
falls haben sich nicht einmal die Titel der Filme erhalten.
JENNY JUGO UND ENQICO BENFEQ
in dem Ufa- Film „Die Flucht vor der Liebe"
Über jenen Bühnenregisseur, der vor 18 Jahren
seinen ersten Film inszenierte und der dreihun-
dert Meter >\ondschein drehen ließ, ist viel jje-
lacht worden. Denn bisher ent^oi; sich der Trabant
der Erde den Angriffen der Kamera, und die Mond-
scheinbilder der vielen Trickfilme verdanken ihre
Entstehung einem Trick. Es ist aber in der neujsten
Zeit jjeluniien, diesen Himmelskörper nicht nur zu
photojjraphiercn, sondern auch auf dem Zelluloidstrei-
fen festzuhalten. Die Schwierigkeit der Mondaufnah-
nien liegt darin, dal] er sich bewegt, indem er die
Erde in 30 Tagen umkreist. Dazu kommt noch jene
scheinbare Bewegung, die aus der Drehung der Erde
um sich selbst herrührt. Man hat berechnet, daß zn
einer scharfen Mondaufnahmne die Belichtungszeit von
\i- Sekunde notwendig ist. Leider ist aber disse Zeit
infolge des schwachen A\ondlichtes, das ja 570 000-
mal geringer als Sonnenlicht ist, nicht ausreichend,
aber eine Exposition von mehreren Sekunden ver-
wischt das Bild bereits wieder. Deshalb haben sich die
Astronomen geholfen und die Fernrohre beweglich ge-
macht, so daß sich eine Übereinstimmung zwischen
dem Lauf des Mondes und dem des Fernrohrers erzie-
len läßt, die annähernd präzise ist. Welche Gestalt die
Oberfläche des Mondes in der Kamera zeigt, ist
aus obigen Bildern zu ersehen, die das Ringgebirge
Tycho mit Umgebung, die Mondrillen beim Krater
Triesnecker und die kraterreiche Gegend aus der
Nähe der großen Hallebene Walther zeigen. Der
Astronom weiß nun, wie er sich die Rinde des
iMondes vorzustellen hat, nämlich so, wie sie im Bilde
unten für den Film ,,Frau im Mond" gebaut wurde.
Phol. LI<J
:^sm
Brief ans N e \v York.
Was der Broadway sieht, gelangt meist ein
halbes Jahr später nach Berlin. Manch-
mal dauert es etwas länger; ganz selten
sind jedoch Ausnahmen, in denen ein Film in
Berlin früher gezeigt wird als in New York,
wie CS mit dem Lubitschfilm ,,Der König der Ber-
nina" der Fall war, der einstweilen der letzte
stumme Großfilm gewesen ist. Der Tonfilm hat auf
der ganzen Linie gesiegt, und nur Charles Chaplin
verhält sich einstweilen noch ablehnend. Dagegen
sind die anderen Aktionäre der United Artists mit
fliegenden Fahnen zu ihm übergegangen. Selbst .Mary
Pickford, nicht mehr ganz Amerikas Sweetheart, aber
doch noch der Liebling einer großen Gemeinde, hat
sich zum Tonfilm bekehrt und damit Abschied von
ihrem bisherigen Rollcngebiet genommen, Sie war
bis vor diesem Film, der den bezeichnenden Namen
.,Coquette" trägt, die Darstellerin armer, verprügelter
A\ädchen, die durch einen seltsamen Zufall reich und
glücklich wurden. Mary Pickford war den Ameri-
kanern das moderne A\ärchen. Von diesem Thema,
das sich allerdings kaum noch variieren ließ, ist sie
abgekommen. Sie hat sogar das Haar kurz ent-
schlossen gehobbt und ist aus dem Farmermädchen
ein moderner Flapper geworden. Der eigentliche Reiz
ihres Wesens, die Liebenswürdigkeit ihrer Erschei-
nung ist ihr geblieben. Aber noch sieht sie neu zum
Tonfilm, der ihre Stimme auch ver-
gröbert wiedergibt. Allerdings weiß
man in Hollywood noch nicht, wie
ein Tonfilmdrehbuch auszusehen hat.
Man steckt ganz inmitten der Ex-
perimente, die von dem ,, Singen-
den Narren" angeregt wurden. Ein
neuer Mann, John Brown, ist Marys
Partner — ein typischer Ameri-
kaner, dessen Name in jedem
Telephonbuch seitenlang zu lesen
ist. Auch Ronald Colman, jetzt
Oben: Fat O'Mallcy und Chester
Morris in ,,Voice of a City".
Unten: Ronald Colman und June
Bennet in „Bulldog Drummond"
,,banky"-los, ist unter die Sprechschauspieler gegangen. Nun
für ihn bedeutet dieser Schritt nichts Neues, denn er kommt
ja von der Sprechbühne. Außerdem genießt er jetzt den
Vorzug, Engländer zu sein, der ein reines Englisch spricht.
Denn es genügt beim angelsächsischen Tonfilm nicht, engli-
schen Unterricht genommen zu haben, sondern die Zuschauer
fordern, daß der Schauspieler ein dialektfreies Englisch
spricht. Übrigens werden in den Tonfilmgrotesken, wie eine
von ihnen Harold Lloyd vorbereitet, verschiedene englische
Dialekte aus humoristischen Gründen verwendet. Man läßt
Tramps ein derbes Hinterwäldlerisch sprechen und stellt
diesem Tonfall die gezierte Sprache eines College-Girls ge-
genüber. Auch Menjou, der sich auf Tonfilm umstellte, hat
bei Maurice Chevalier schnell seine französischen Sprach-
kennlnisse aufgefrischt, denn er soll in seinen Filmen das
Englische mit einem französischen Akzent sprechen. Von
dem verfilmten Bühnenstück, wie es der hundertprozentige
Sprechfilm ..Interference" darstellte, ist man schnell wieder
abgekommen, denn diese Mischung hat sich nicht bewährt.
Dagegen gefallen am Broadway immer noch jene Filme, in
denen das eigentliche filmische Element vorherrscht und nur
durch eingelegte Dialogpartien und Gesangsstücke verstärkt
wird. ,, Broadway Melody" ist nach wie vor ein Kassen-
schlager. Unter den neueren Filmen dieser Art verdient
,,Showboat" genannt zu werden, dessen Hauptrollen von
Joseph Schildkraut und Laura la Plante dargestellt werden.
Laura, deren schauspielerische Vorzüge unbestritten sind,
entpuppt sich jetzt als eine fesche Soubrette, deren Bühnen-
laufbahn gewiß von Erfolg gekrönt sein würde und die auch
einen Antrag erhalten hat, sich auf der Sprechbühnc zu ver-
suchen. ,,Showboat", die Geschichte eines Komödianten-
schiffcs, das den Mississippi entlangfäiirt und Vorstellimgen
in den kleinen Städten gibt, war als Roman der Edna Fcrber
einer der größten Bucherfolgc Amerikas. Das Werk wurde
dramatisiert und auf der Zicgfeldbühnc lange mit Erfolg ge-
spielt. Ein United-Artists-Film ,,Voicc of a City" erweist
sich als sclir erfolgreich. Es ist ein handfestes Verbrecher-
und Deteklivstück, mit Einlagen in saftigstem Slang. Gerade
Stücke dieser Art haben in allen Ländern ein großes Publi-
kum, das mit geheimem Gru-
seln die Vorgänge verfolgt
und froh ist, aus der Gebor-
genheit des Parkettsesscls
die Ruchlosigkeiten der Un-
terwelt — natürlich roman-
tisch verbrämt — verfolgen
zu können.
Oben: Morton Doronay in
„Molhers Boy"
Unten: Mary Pickford und
John Brown in „Coquettc"
Phol. United Artists
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Die letzten Wochen haben
uns ein paar der schönsten
Tierfilme gebracht, die
man bisher auf der Leinwand
bewundern Uonnte. Wieder
waren es Expeditionsfilme aus
Afrikas Wildkammern, deren
Reichtum einstweilen nicht er-
schöpft ist. Es ist kein Zufall,
daß die großen Tierfilme aus
dem dunklen Erdteil stammen,
der sich inzwischen vollkom-
men gelichtet hat. Denn auch
der Kameramann findet darin
neben den mannigfachsten Tier-
arten vor allem eines, ohne das
seine Kunst zwecklos ist, näm-
lich das Licht. Die großen Wildarten leben in
der sonnendurchglühten Steppe, die dem Licht
nach allen Seiten zugänglich ist. Die Tiere des
afrikanischen Urwaldes, das Okapi, der Schim-
panse und andere, sind ja auch noch nicht
gefilmt worden. Sogar die Raubtiere kommen
in den Expeditionsfilmen nur so weit zur Sicht,
wie sie sich in die Steppe wagen, was vom
Bären wie vom Leoparden gilt, die immer nur
durch ein paar Schnappschüsse der Kamera zur
filmischen Beute werden. Die Löwen sind im
afrikanischen Seengebiet eben zu Steppentieren
geworden; ihre Brüder im Gebirge sind im Film
bisher viel seltener zu sehen gewesen. Die
besten Tierbilder aus dem Urwalde hat bisher
die Dungern-Expedition vom Amazonenslrom
heimgebracht. Leider haben eine ganze Anzahl
Tiere die Angewohnheit, Nachttiere zu sein und
entziehen sich damit der Gelegenheit, gefilmt
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zu werden. Das gilt besonders auch von den
Tieren unserer Heimat, die außerdem viel
scheuer sind als das afrikanische Großwild,
da sie den Menschen fürchten gelernt haben
und viel weniger Gelegenheit finden, sich zu
verstecken. Obwohl ein Heer von tüchtigen
Amateurphotographen auf der Jagd nach Tier-
bildcrn ist, sind Aufnahmen in freier Wild-
bahn recht selten. Ja, sie gelingen eigent-
lich nur dem, der genau mit den Eigenschaf-
ten des Wildes vertraut ist und es an
den Wechseln belauschen kann. In Deutsch-
land leben im Harz noch die letzten Wild-
katzen, aber ihre Schlupfwinkel sind die dich-
testen Dichtungen, wohin kein Mensch diesen
scheuen Geschöpfen folgen, geschweige sie
dann mit der Kamera belauern kann. Der
Kulturfilm der Ufa ,, Natur und Liebe" zeigte
ein paar Bilder der letzten Elbebiber, die mit
Hilfe von Teleaufnahmen zustande gekommen
waren. Aber damit ist es auch aus. Man
verfolge einmal den scheuen und blitzschnel-
len Fischotter auf seinen Pirschgängen mit
der Kamera, man belauere die kluge Trappe
oder das ängstliche Wildkaninchen oder die
, Bache mit den Frischlingen, die in dieser Zeit
/nicht weniger gefährlich als ein Leopard ist.
4jf Es wird einleuchten, daß die Kinematographie
sich auf solche Zufälle nicht einlassen kann,
wie sie bei uns Aufnahmen des frei lebenden
Wildes immer sein werden. Außerdem kann
^^ eine solche Aufnahme stets nur ganz be-
^•^ -'.stimmte Lebensäußerungen der Tiere zeigen,
Aus dem Ufa-Film „Der Wilderer"
P/wt. Ufa
^
^
Hcktor, ein Insasse des Ufa-Zoos Neubabelsbcrg phm. Lfa
die für einen Film zu ueni^ sind und vor allen Dingen nie den
biologischen Zwecken dienen, welche sich die Kulturfilme zum
Muslcr genommen haben. Man kann nicht eine Reise nach Indien
unternehmen und dann abwarten, bis man auf einen Mungo trifft,
der sich gerade mit einer Kobra balgt, man kann nicht
an der Adria lauern, um Zeuge zu werden, wie ein Tinten-
fisch im Kampf mit einer Krabbe unterliegt — wobei sich dann
gewöhnlich herausstellt daß wich-
tige Abschnitte der Vorgänge außer-
halb des Kamcrafcldcs vor sich
gehen, weil die Tiere ja bei solchen
Gelegenheiten ihren Kampfplatz
erweitern. AUin kann nicht einmal
abwarten, bis es einem Käuzchen
einfällt, eine vorwitzige Maus zu
fangen, denn dann ist es gewöhn-
lich Nacht. Der Biologe, der das
lierleben im Film darstellen will,
'ß die Menagerie um sich haben
...i mit dem Leben der einzelnen
;cn vertraut sein. Er muß
. ,jch die Geduld eines echten
; Jc.iorschcTs besitzen, denn es gehl
natürlich nicht an, den Tieren
;;cnschliciien Willen aufzuzwingen,
•ie CS in läppischen Spielfilmen
der Fall ist, deren Erzeuger dann
noch gewöhnlich sehr stolz auf
diese Leistungen blicken. Tiere
sind keine Menschen! Eine bio-
logische Mustcranstalt stellt der
Ufa-Zoo in Neubabelsbcrg dar,
worin Wolfram .lunghans und Dr.
Ulricli K. T. Schulz ihre f'ilnif
drehen, insofern der letzte nicht
Meisler P./;.
gerade auf der Reise ist und die rumänischen Niederungen oder
den Golf von Neapel nach brauchbaren Motiven durchpirscht.
Wer ein Tier vor die Kamera bringt, muß genau mit dessen
Lebensablauf vertraut sein. Die Aufnahme erfordert Licht, mehr
Licht in der Regel, als die Geschöpfe vertragen können, von
denen sich ja die w-enigsten dem grellen Sonnenlicht aussetzen,
w'eil sie sich damit ihren F^cindcn ausliefern. Das Atclierlicht
muß aber auf die meisten Tiere
den Eindruck des Sonnenlichtes
machen, ja, es muß ihnen durch
■H^IPflHBHW^^HHB H seine höhere Temperatur noch un-
^■i'tl'fll .- *■' ^^^B H angenehmer sein. Dazu kommt das
unbekannte Geräusch der Kamera,
die Anwesenheit der Menschen, ihr
Gespräch usw. Allen frei lebenden
Tieren, die den Menschen kennen-
lernten, ist sein Anblick, sein Ge-
ruch unangenehm. Es gehört also
eine außerordentliche Kunst dazu,
aus dem Tier jene Bewegungen
herauszulocken, die für die Auf-
nahme notwendig sind, Schöne
Schauspielerinnen stellen sich vor
der Kamera bisweilen auch unbe-
holfen an und bringen beim besten
Willen nicht jenen Ausdruck zu-
stande, den der Regisseur für not-
wendig erklärt, Ihnen kann man
wenigstens erklären oder vorspielen.
Aber wie spielt man einer Eule
vor, daß sie auffliegen oder sitzen-
bleiben soll, wenn sie keine Lust
hat, sondern nur darauf sinnt, wie
sie sich am schnellsten in einen
ti'i I\nsionär der Ufa sicheren Winkel retten kann.
^
JEANETTE LOFF
Phot. P. D. C.
Der Regisseur, welcher mit Tieren arbeiten will, muß mit
ilinen befreundet sein. Das Tier muß in der i'ngewöhnlichen
Situation, in die es der Film;ippaiat bringt, durchaus das Gefühl
haben wie der Anzengrubersche Steinklopferhans: ,,'s kann dir
nix g'schehn." Diese Vertrautheit mit der Tierpsyche hat nichts
mit jener Sentimentalität zu tun, die neuerdings im Umgang mit
ihnen einreißt. Fanatische Tierfreunde sind nicht immer gute
Tierkenner. So wird jetzt neuerdings gegen das Gefangen-
haiten der Tiere in Käfigen viel Propaganda gemacht
und der menschliche Standpunkt vertreten, daß eine Haft-
psychose sich auch bei Tieren bemerkbar macht. Aber
die meisten von ihnen reagieren ganz anders. Gewiß, der Wan-
derfalke bietet im Käfig immer ein beklagenswertes Bild, denn
diesen geborenen Vagabunden der Lüfte muß jede Einkerkerung
bedrücken. Aber schon unsere Singvögel verhalten sich anders,
und bei der Schwarzdrossel erleben wir, daß dieser noch vor drei
Jahrzehnten scheue Waldvogel sich vollkommen an den Men-
schen gewöhnt hat und beinahe zu einer Plage der Gartenbesitzer
geworden ist. Man vergißt nämlich in der Stadt zu leicht, daß
Tiere oft durchaus nicht nützlich im menschlichen Sinne sind, son-
dern daß ihr Kampf ums Dasein sehr oft störend in die mensch-
liche Interessensphäre eingreift. Eine solche Aufklärung über die
eigentliche Natur der einzelnen Tierarten kann aber nur ganz
selten ein in freier Wildbahn aufgenommener Film vermitteln. Die
hier notwendigen biologischen Bilder sind allein im Atelier zu
stellen, wobei es vollkommen von der Kunst des Regisseurs ab-
hängt, ob die Bilder natürlich oder gestellt wirken. Muß der
Tierfilmregisseur, der in freier Wildbahn arbeitet, vom Glück be-
günstigt sein, um interessante Bilder einfangen zu können (hierbei
ist an den Kampf des Kaffernbüffels mit einer Löwin aus dem
Ufafilm ..Fori" zu denken), so braucht er im Atelier neben der un-
vermeidlichen Geduld noch Erfindungsgabe, um das Tier zu einer
Bewegung zu veranlassen. An sich sind nämlich Tiere viel we-
niger interessant als die meisten Tierfreunde annehmen. Die
wenigen charakteristischen Bewegungen sind bald erschöpft und
reichen sehr oft nicht aus, um einen Film abwechslungsreich zu
gestalten. Die biologischen Tierfilme setzen ihren Ehrgeiz vor
allen Dingen darin, das gegenseitige Verhalten der Tiere zu ein-
ander zu zeigen, wovon Jagdfilme sehr oft nicht ein Bild bringen,
weil sie zu rasch aufgenommen wurden. Das Tier wird aber erst
dann interessant, wenn es in seinen Beziehungen zur Umwelt er-
scheint. Anders natürlich das Tier im Spielfilm. Aber hier hat es
ja im höchsten Falle
eine Chargenroile und
darf niemals sich
selbst spielen.
Selbst Rintintin
spielt ja nicht eigent-
lich, sondern wird nur
in eine geschickt kom-
ponierte Handlung ge-
setzt, die seiner
eigentlichen tierischen
Natur nicht selten Ge-
walt antut. Der biolo-
gische Tierfilm aber
will die Wahrheit, das
ist sein einziges, höch-
stes, schwer erreich-
bares Ziel.
Oben : Der Tierfilmre-
gisscur der Ufa Wolfram
Junglians im Ufa- Zoo
Ncubabcisberg mit dem
bcriihmlen Mungo
Unten : Die Kamera und
ilire Beute phot. Ufa
^M
ßr S
V_^ UND v_y
le
UND SEHR VIEL
SdiwiiiÄel
Gii/bLu^ti0erAbeKteu>errom.aLVL
VON LUDWIGvoN WOHL
7. Fortsetzung
Sie sieht aus, als ob man mit ihr Pferde stehlen könnte, dachte
Robby Valberg begeistert und beschloß, in Elan zu kommen.
Dazu war der Heidsieck gerade recht.
Er trank und hob sein Glas ebenso mutig wie unauffällig in
ihrer Richtung, gerade als sie sich nach ihrer Serviette bückte,
die herabgefallen war.
Der einzige Mensch, der die Bewegung gesehen hatte, war eine
kräftige Dame, durchaus antiquierten Formals, zwei Tische
weiter als sie.
Sie verwandelte sich sofort in zwei Zentner Empörung. Robby
Valberg setzte das Sektglas hin und schimpfte leise, aber nach-
drücklich auf sich ein.
Was war denn los? Warum benahm man sich wie ein Ober-
primaner, wenn die Kusine vorbeikommt?
Er analysierte genau und stellte fest, daß dazu kein Grund
vorlag.
Na also. Ran an den Feind!
Natürlich — jetzt sah sie dauernd zum Fenster hinaus.
Es stimmte doch etwas nicht. Natürlich nicht. Sie hatte einen
ganz leichten Zug um den Mund, der nicht zu ihr paßte.
Wie ein Kind, das sich mit etwas schmerzlich abfinden will,
das ein aufsteigendes Weinen tapfer unterdrückt.
Weinen paßte nicht zu ihr, schien so fremd und so ungerecht
für dieses zum Frohsein geschaffene Gesicht, das doppelt rührte.
Ich habe Mitleid mit einem Mädel, von dem ich noch nicht
so viel weiß wie vom Dalai Lama, dachte Robby Valberg und be-
gann sich für gemütskrank zu halten.
Was sollte man tun?
Der Rädergesang ging jetzt vom Prestissimo in ein einfaches
Allegro über.
Die Bremsen kreischten wie alte Frauen.
,,Karossol!"
Die Holztäfelung ächzte.
Draußen auf regennassem Bahnsteig schwatzten, liefen, lärmten
Menschen; Karren mit Koffern, mit den prachtvollen illyrischen
Nachdruck verboten
Zigaretten, Limonade und unleserlichen Zeitungen rollten vorbei.
Der Zug hielt. Die junge Dame sah aus dem Fenster, und Robby
Valberg gewahrte eine gewisse Spannung in ihrem Blick. Sie
schien etwas zu suchen.
Als der Zug anruckte und mürrisch wieder in Gang zu kommen
suchte, atmete sie auf und lehnte sich mit halbgeschlossenen
Augen zurück. Erleichtert.
Hm. — Robby Valberg dachte einen angefangenen Gedanken
nicht zu Ende.
Die junge Dame war plötzlich sehr blaß geworden. Ihre Lippen
zitterten leicht. Sie hatte die Hand zur Faust geballt. Sie schien
mühsam nach Beherrschung zu ringen.
Ganz langsam sah Robby Valberg sich um.
Jemand saß drei Tische hinter ihm. Ein Herr, der noch vor
wenigen Minuten nicht da gesessen hatte. Der einzige übrigens.
Die andern Gesichter kannte man schon seit längerem.
Es war also der, der die junge Dame erschreckt hatte.
Er schien es übrigens gar nicht bemerkt zu haben, sondern
studierte sichtlich intensiv die Speisekarte. Ein magerer, langer
Mensch mit nicht allzu diskret kariertem Reiscanzug und aus-
gesprochen rötlichem Haar. Er nahm von seiner Umgebung nicht
die geringste Notiz.
Robby Valberg drehte sich wieder zurück.
Der Platz der jungen Dame war leer.
Unwillkürlich stand er auf, steckte ein paar Geldscheine unter
die Serviette und schob sich in wunderlich krausen Gedanken an
der dumpfheißen Miniaturküche vorbei, zwischen klappernden
Verbindungstüren hindurch die Wagenreihe entlang.
Im letzten Wagen mußte man natürlich seinen Platz haben.
Es war eine Art von Privatreise bis zum Dinning-Car.
Wagen sechs — sieben — acht —
Endlich.
Aha, da war ihr Coupe! In seinem Wagen, dem direkten nach
Ragazza.
Er beobachtete sie durch die Tür, ohne selbst einzutreten.
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Sie lief unschlüssig hin und her, dann riß sie plötzlich die Tür
auf daß er kaum noch Zeil halle, zurückzulrelcn, ging an das
nächste Wagenfenster und spähte hinaus.
Was suchte sie? Die nächste Station?
Es v\ar Ragazza, und bis dahin waren noch gut anderthalb
Stunden, noch hundert Kilometer.
Draußen ging die Dämmerung schon in Nachl über.
Graugrün und düster flog die Landschaft vorbei.
Der Wagen war leer. In jedem Coupe lagen ein paar Menschen
und schliefen.
Robfiy Valbcrgs gute Stimmung verflog. Jäh, und ohne daß er
sich direkt sagen konnte, weshalb. Auch er öffnelc ein Fensler
und ließ sich die weißen Rauchschwaden um die Ohren wehen.
Das Rädergebrüll verscheuchte ein unangenehmes Gefühl.
lir starrte plötzlich nach der hinteren Wagcniür, die sich lang-
sam öffnete.
Eine Hand erschien.
Wer war denn da verrückt geworden?
,Um Himmels willen, lassen Sie mich los!"
Er war mit fünf, sechs großen Schritten den Gang entlang am
Wagenende,
Die Tür war offen, die junge Dame stand halb auf dem
Trittbrett.
Er griff zu und riß sie zurück.
,, Lassen Sie mich!" stieß sie hervor. ,,Um Himmels willen,
lassen Sic los!"
,,lch denke gar nicht daran!" sagte er energisch, seine lähmende
Erschrockenheit meisternd. ,,Ich werde doch nicht zusehen, wie
Sie sich das Leben nehmen."
Sic lachte kurz auf.
,,Ich denke gar nicht daran, mir das Leben zu nehmen. Ab-
springen will ich."
Er riß die Augen auf.
„Sie wollen — — "
Sic riß sich los und kletterte wieder aufs Trittbrett.
Der Zug halte vielleicht vierzig Kilometer Geschwindigkeit,
mehr als genug zum Zerschmettertwerden,
,, Haben Sic nur keine Angst!" schrie sie und brachte es tat-
sächlich fertig, einen spöttischen Unterton in der Stimme zu
haben. ,,Ich falle immer wieder auf die Beine. Lassen Sie los!"
,,lch denke nicht daran."
Ihr Gesicht wurde hart.
,,Dann werde ich — —
,. Sehen Sie dahin!" sagte er, ihren Arm weiter festhaltend.
Ein halbes Dutzend Wagen weiter vorn war auch eine Tür
geöffnet. Ein dunkler Körper stand auf dem Trittbrett.
Die Augen des Mädchens weiteten sich jäh.
,, Jetzt ist es aus", sagte sie verzweifelt.
Kobby Valberg fühlte ihre Worte mehr, als daß er sie hörte.
I r brachte seinen Mund ganz nah an ihr Ohr.
„Er verfolgt Sie? ' raunte er.
Sie nickte mit zusammengepreßten Lippen. .
,,Wird er nachspringen?"
Sie nickte wieder.
Da zog er sie zu sich hinauf.
„Versprechen Sic mir, eine Sekunde hier stehenzubleiben!"
Er wartete ihre Antwort nicht ab, sondern war mit zwei Sätzen
in seinem Coupe, riß mit kalten Fingern den kleinen Schrank-
koffer vom Sitz, schloß auf, nahm einen langen Kleiderbügel
heraus, auf dem ein leichter Mantel hing und rannte zum Wagen-
ende zurück.
Sie stand noch da, Gott sei Dank.
,, Passen Sie auf — tun Sie genau, was ich Ihnen sage!"
Er drängle sie auf das Trittbrett, hielt ihr den Mantel vor
den Körper, daß oben der Kopf, unten die Beine aus ihm her-
vorzuragen schienen. ,, Jetzt tun Sie, also ob Sie springen wollten.
Heben Sie die Arme nach hinten und machen Sie eine leichte
Kniebeuge!"
Sie fühlte seine Faust fest in ihr Kleid greifen. Er hatte immer
noch Angst, sie würde wirklich springen.
Robby beobachtete wie ein Indianer,
Drüben setzte auch der Mann zum Springen an.
„Jetzt reißen Sic die Arme hoch! So! '
Sic tat es, und er warf mit mächtigem Schwung den flattern-
den Mantel samt Bügel aus dem Zug und riß sie zurück.
Wie ein Blitz war er wieder an der Tür.
,, Reingefallen!" schrie er begeistert,
Sie sah ihn fassungslos an. Sic begriff nicht, begriff nichts
von der ganzen Sache. Es war alles so schnell gegangen.
,,Er ist reingefallen", wiederholte Robby. ,,Ist tatsächlich
meinem alten Regenmantel nachgesprungen, hat geglaubt, Sie
wären es. Ich glaube, er wird sich ärgern, das Ding ist nämlich
nicht mehr neu. Ich wollte ihn schon immer wegwerfen. Hallo
— aber wer wird denn, Kindchen!"
Jetzt, wo alles vorbei war, wurde der jungen Dame so sonder-
bar schwarz vor den Augen.
Als sie zu sich kam, saß der Helfer vor ihr im Coupe und
hielt ihr ein Glas Kognak an die Lippen. Sie trank widerstrebend
und hustete. Aber das brennende Zeug half.
. ,,Ist er wirklich abgesprungen?" fragte sie matt.
,,Ich kann es beschwören."
Und dann saßen sie sich einander stumm und verlegen gegen-
über und starrten sich an.
Es war ganz unmöglich, auch nur irgendein Wort zu sagen.
Ernsthaft betrachtete er ihr junges Gesicht, das jetzt, vom
überslandencn Schrecken noch blaß, seinen Blick mit weitgeöff-
nelen Augen zurückgab.
Da kroch ein winziger lächerlicher Gedanke in ihm herauf:
So halte er als Kind seiner Freundin Maria gegenübergesessen,
Maria, der Tochter des Gärtners, Maria, mit den dicken blonden
Zöpfen — und sie hatten gespielt: Wer zuerst lacht! und hatten
sich grausam ernst in die Aujjen gestarrt.
Er hatte dabei immer verloren, und er verlor auch hier.
Es zuckte verräterisch um seine Mundwinkel — er wollte an
sich hallen, konnte es aber nicht und brach in ein frohes Ge-
lächter aus, das sofort — eine wundervolle Erlösung — auch das
Mädchen ergriff.
Es gab kein Gchetzlscin, keine Furcht, kein Alleinsein mehr;
man saß plötzlich einem warmen, lieben Menschen gegenüber
und lachte.
Aber dann brach sie ab, und nun perlte es feucht aus den
lustigen Augen und rann talabwärts.
Er war furchtbar erschrocken, und es fragte in ihm, wie es in
jedem Mann gefragt hätte: Um Himmels willen, was hatte sie
denn jetzt? Eben war sie doch noch ganz vergnügt! Und dann
dachte er mit jener wundervollen männlichen Logik weiter, die
den Mann der Frau gegenüber immer wieder ins Hintertreffen
geraten läßt: Es ist natürlich die Reaktion, die Reaktion auf die
große Aufregung.
Die Männer sind so dumm. Keine Ahnung haben sie, daß
Lachen und Weinen bei der echten Frau Geschwister sind, bei
der echten, gesunden Frau, bitte, nicht bei der ,, hysterischen '.
Es sind Geschwister, die sich lieben, nicht Gegensätze. Sie
fließen ineinander über, kommen und gehen zusammen, sind unge-
trennt, werden nicht künstlich vom Versland auseinandergehallen.
Trotzdem tat der Mann das in diesem Falle einzig Richtige:
Er faßte die Hände des Mädchens und streichelte sie. Er
sprach leise und tröstend auf sie ein, wie man zu einem Kind
spricht, das hingefallen ist und sich weh getan hat.
Und dann sagte sie:
„Ich habe Ihnen viel zu danken."
Das klang so feierlich, daß er wieder anfangen mußte, zu
lachen.
Diesmal langte es bei ihr nur zum Lächeln, und er ertappte
sich dabei, daß er das reizend fand.
,, Springen Sie immer ab, wenn jemand im Zug ist, den Sie
nicht mögen?" fragte er.
Fortsetzung folgt.
FRAGEN
die uns erre Tchtert
,»y
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i 1 m -M a g a z i n ", Berlin SW 68, ZimmcrstraDe 35-41
Scherlvcrlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Itriefe werden nielit hcantwortet. Bei Manu-
sUriptanseleKenheiten bitten wir l'ulKeniles zu beaelilen; Jeder Anfrafro ist
IJiicUiiorto lieizufii^i'n. .lede Kin^eiidiins eines Maniiskri])ts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Kxposes im l'mfanse von i — :\ Selireiluiiascliinenseiten
sind zur KiiisendnnK an <lie Filmindustrie, I{e;risseure usw. geeignet. Für
N'erlust der einKes.nidien Manuskripte kann keine Verantw ortuii'; iilicr-
nonjmen werden, also soll der Verfasser nur Diirclischliige senilen, von
liandscseliriebcnen S!endnnt;en (lescrlieli) eine Abselirift zurückliehaltcn.
unseri's
von l>iii
\\issens
a Cralla
s
StU
W
K. H.. H a d !• n - li a d e n : I?(diin Irvin ist l".n;;länder.
Mdeli unverheiratet und filmt .lus^enblieklieli als l'artner
iu dem Olj mpia-Sudlilm ..Kilire ziiriiek, alles vorgeben".
Marion. II o m b n r« : Kranz
1. (derer wcdiiil in liln.-l'riedenau,
I clilcrstralle 4. und fahrt Mir-
l.iuli;; nicht nach Amcrik.i. H.ir-
liara Kcnl und l.ilian Ilall-|ia\is
•-ind nicht mehr in Heut^chland.
l'ol.'i Ncyri lilmt in London unti-r
r.iul fzinniTs l{e;;ie ...'^traße der
\erlorenen Seelen''. Kern Andra
sidl au'ienldieklich in Amerikii
sein. Lya de l'utti, Lars Han-
sen. 'Victor Varkony. Corinne
(IrilTitli kommi'ii jidzl nicht nach
l'cnischl.iiid. K.ioil .I;iiniinjrs ist
seit <lem l.'i. M.-ii in licrlin.
H e n r y .'< t n .-i r t - ^' c r e h r e -
r i n , l{ e i e h e n b e r ;; : Henry
Stuarts Kitern waren .Schweizer.
Kr sellist wurde in Kairo ki'-
horen uml ist en(;!is<her Staals-
.•iiiKeliörijikeit. Sln.'irt lilnit und
spielt nencrdin;;s .incli Theater.
Näheres dariiher könmui wir
Ihnen im .Vusenbliek lei<ler nicht
safien. Ihr Itildwnnseh ist \ or-
Ui-nierkt.
K e 1 1 a II., II a n z i « : Helly
llird wohnt Herlin-Tcuipelliof,
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Ilerlin W, h'cHi'nshurn'er Str. l'(*,
bei Sclilensericr, Oskar Marion
Hi'rliu \\ , Kurfurstemlamm liu,
Kmil .Iannin;;s Herlin W, K-pl;i-
nadc-ll<del.
\V alter (i.. K r a n k f u r t -
Main: Cilly KeiudI wurde am
s. .\]iril geboren, ist ledi^j niid
ti.i;;! Ihren riclitit;cn Nauieii. Ihre
.\dresse ist lierhn SU is. Kried-
rlehstralJo Jlü. J.anra la Plante
ist rlureli die Kni\ersal, Uni-
versal-t'ity, Kalifornien. K.S..\..
zu errei<heti. Sie bat am 7. .Sep-
ti'mbcr tJeburtsla;;'. ist verlieir.-itet
und .s(dl im blirnerluhen Keben
l..'iura Seitcr bcllien. Liane llaid
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li'. .\u';ust tiebnrtstaf;' und ist
mit H:iron llaymerli' M'rheiratct.
Hruno Kastni'r hat am y. .Januar
(ieburtstaK. träst .seinen ricli-
ti^en Namen und ist mit der
Smibrette l.nisl 'l'ierseli vermiihlt.
Hillie Ibive ist durch die Kirst
.V.-itional-Studios, Hurbank-llolly-
Wüod. Kai., zu erreichen.
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l.'i .I.iliren zu jung als zu alt
für diu Kilm sind. Ji.is 'J'alent
ist immer ausscIilajJKebi.nd. .Aber
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.lack Tre\()r li:it zwei Kinder. — —^^
Möfilicb. dali er Ihnen das kc-
w'iinsebte Uild schenkt. Fred
'riiom.sen ist am Jl. J)ezeinber
Ifl'.'.s an den Kolnen einer Callen-
stcinoper;ilion Kcslorben.
K i I lo f r i e d e I : (iunnar Tidnaes ist. wfiui diese Zeilen erscheinen,
aller \oraiisslcht nach schon in licrlin. Kr wird dann wieiler im Hotel
am Zoo Wohnung nehmen. Kr steht in Verhandlunfien mit mehreren
l'ilniKcsellxb.iflc'u. doch steht im .\nf;cnblick noch nicht gi-uan fest, wo
''.'■'' ,"" ''i" Kniistlcr lilmen wird. Sie haben recht, die betrelTcnde
<;cs(dlschalt hatte glänzende 'J'()lnaes-F"ilnie Kc'drcbl. (tb und wann iliese
J'irma wieder produziert, wissen wir leider auch nicht. Aielleicbt setzi'ii
bie .sich .«ellist einmal mit ihr in VerbinilunK.
Charlotte, .M ü n e h o n : Mady Christians ist mit Dr. von Miiller
verheiratet. Wann Sie einmal persiinlich iia<h München kommt, wissen
wir leider nicht. Mady ( lirlstians tritt in Hcrlm an der Spreelibiihne auf.
Uli neuester Kilm ist ..Priscillas Kalirt ins C.liiik".
U i .s e I a S.. I< r e s I a 11 : Kranz Lederer hat am fi. Xo\eniber C.e-
lurtsta«. ist h-ii\ii. «Ibt .\uto;,'ramme und ist auch sehr > iel an der Spreeli-
biihne täti«-. Kr lijmt bei \ erscliiedenen IJesellscb.iftcn. Hildkarten
dem Künstler erhalten «ie iu jeder grülieren Papierhandlung.
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verbindlich unsere /\[>p(ir(ite t'or.
CIKE 'KIIIIAK'
Sli: KÖNNEN INR BIGENER lll.MSTAR .SEIN Dl'RCll
von
Kva (;., Barmen: Camilla Horu trÜKt ihren richtigen Namen
lind ist ilurch die Knited Arlists. 7200. Santa .M(.nie:i Boulevard. Hollywood,
Kai., zu erreich. n. Käthe von N.-iKy ist n'cschiedcn. .I<ihn (iilberts
niichster Film lieiljt ..OI.Miipi.-i'". Ossi Oswaldas .Mädclu'iiname ist Oswalda
St;;;;licli. |)ie Kiiiistleriii wurde ;iiii 2. Kebriiar geboren und tieliudct sieh
noch immer in Wien, wo sie in der Operette ..Kosen ans Florida" auftritt.
K i 1 m f r e u 11 d K. 11. I). aus Kiel: Die Hauptdarsteller in ..Cliar-
lott etwas verrückt'- waren l.ya de Piitti, .Mfons Fryland. Livio Pavanelli
Lotte Lorriii:;. — Maria .laeobini wohnt Berlin \V l.-j. Joaehinisthaler
Stralie i'L'/i';i. und wurde ;im 17. Kcbru.ir geboren. Billie Dove ist durch
di,! First NatioiLil. I{iirbank-lloll\ « ood. Kai., zu erroiclien. Dolly (irev
ist INimerin nnd wohnt I.'oiii, Via Porta l'injano 6. Maria .Mindzeiiti wohnt
Berlin W l.'i. DnisbiirKcr Stralie 17, und hat am 1>>. .Vii^iist (icbiirtstaf;.
\ 1 f., L e i jp z i K : -Mona .Maris
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lerin erhalten Sie in jeder srulJcn
Papii-rhaiiillniiH:.
H. .S e h o., Do n a u e s e h i n -
f; e n : J)ie Partnerin mui Douglas
Fairbank.s in ..Itobin liood" war
nicht seine Cialtln Mary Piekford,
sondern Kiiid Bennet.
Johannes F., Leipzig:
l>ie Heilige im Kilm ,,l)ie llei-
liRC und ihr Xarr' wurde von
der Holländerin Licii Ibyers dar-
gestellt. Die Künstlerin ist diireli
die Deutsche Knivers.il, Berlin
W S.MauerstrHJ, zu erreichen.
K ine U r e t a . O a r b o -
\ e r e h r e r i-n : (Ireta (iarbo
ist durch die Metro-tiobhvyn-
.Ma.\er-Studiüs, Ciilver-City, Kali-
fornien, erreichbar, Kibt .Vnto-
^r,iiiiiiie und ist auch im Leben
sehr symiiatliiseh. Sie können
ruhig Deutsch an sie schreiben.
(; a rd e u - P .i r I y : Viola nnd
Ulla (;.irdcii sind nicht niitein-
.iiider \crwaii<lt. Viola Oarden
"olint Berlin W !), Bendlerstr. 17,
lilla Ciarden Berlin-Charlotten-
burg, DahlmannstraUc 8.
K m 111 y und L r t t i M.,
' h .'V r I o t t e n b u r g : Willy
I ritsch liebt dunkle und blonde
l"ranen. Kr ist nicht mit Lilian
llarvey verlobt, aber befreundet.
\\ erner Kuetterer besitzt unseres
Wissens ein Auto, seine Num-
mer können wir Ihnen leider
nicht sagen.
II. S. 1-' aus Kiel: Wenn
■Sie Filmdarsteller werden wol-
len, so entscheidet ininier das
Talent. Kin beslimmtes Alter ist
nicht vorgeschrieben.
Herbert B., Kauen: Die
Bolle der Daniela im ..Kampf
der Tertia" wurde von Ilse iSto-
brawa gespielt. Ihre AVohnung
ist Berlin W, .\schaÖ'enburger
Straße li.
I., o. W., Gustav F r ü li -
1 i e h - V e r e h r e r i n , D r e s -
d e n : Gustav Fröhlich wohnt
Berlin-Westend, Heerstraße 8«,
li.'it am 21. März Geburtstag, gibt
.\iitogramme. Jenny Jugo wohnt
Berlin W, Kaiscrd:imin 2:i. Nils
.\stlier erreichen Sie dur<h die
-Metro - tiolduyn - Mayer - .Stu-
dios, Culver - City, Kalifornien.
Jawohl, er ist der neue l'artner
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G. n. Tli. B o .s s e , Bres-
lau: Brigitte Helm wohnt Ber-
lin-Dahlem, Im AVinkel 5, Agnes
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allee 10, Valerie Boolhby Ber-
lin. Kuf^^teiner Straße 2.
Pl.itz- und Zeitm.-ingels können
Wir enipfehleu Ihnen, sich ein
Ihnen heute fünf .Adressen au,
111 die .inderen Leser ersehen.
Betty Aiiiann wohnt Berlin W, K iirfiirstend.imm 12. Elisabeth Bergner
Herlin-D.ihleni. Far.id.ayweg 15. LH D.igover Berlin-Westend. .Arvs.illce 4,
Brigitte Helm licrlin-D.ihlcm. Im \\ inki'l ,''), .M.ulnine AVinkelstern Ber-
lin W. l'hl.iiidsiraßc ](i:t.
TI e I 111 - K II c t t e r e r - V e r e li r e r i n : Brigitte Helm ist eine
große Blumciirrciindin. — Willy I'ntscli ist nicht mit einem Auto verun-
glückt. Si^- können .-.Iso beruhigt sein. — L.iieii haben keinen Zutritt
zu den It;ibclsbi-rgcr Ateliers. I);is .\lter der Künstler geben wir grund-
säizlich nicht au Werner Kuetterer filmt augenblicklich in l'rag ..De>
Mädchenhirt " und bcMirzugt Hosen. AV.iiin und wo sein Film ,, Morgen-
röte" erscheint, ist jetzt noch nicht bekannt. Liane Haids nüehstcr Film
heißt ..Spiel um den Mann''. Ihr Partner ist Fred Louis Lereh.
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Herbert B., Breslau: Das (jewünscbfe Großjiboto ist im Handel
niolit zn liabcn.
Weite t' ü o K .a n : .Taekie CooKan «unle am :!G. Oktober in Los
Angeles «eboren. l)as Alter der Filmstars geben wir Kr""'!»''*'-'''''
nicbl an.
Gebrüder II., G ü t e r .s 1 o li : Kilmniannskriiite senden Sie am
besten uiunittelliar an ilie dramatiirKisilien .MileiliiiiKen der l'ilni(;esell-
s(hiitten wie Ifa, Uerlin SW (;n. KiiebsIraUe (i— N, Terra, Herlin S\V (i«,
Koelistralle T;(, Aafa, Herlin S\V Ih. 1-rie.lrielislraUe 22.!, Xalunial, Uerlin
S\\ !(*, Kriedriebslralie in, (ireenbaiim, Herlin S\V IIS, Koebstralie lll. Sie
Ilaben bei den FiliiiKe.sellsebafleii die (iewidir, daU die Sujets wirklieli
>ri lesen und neprüfl werden. .Aber der Kinlauf ist riesig. Sie «erden sieh
also sehr in (ieduhl fassen niiissen. W iinselinemiiU iieiiiien «ir lliiiiu auch
noeb die .\dresseii >oii eiiiiKeii Ifejcisseiireii: jtr. (leorf-' AsaK.iroff, Herliii-
.SebönebiTK. Imisbrueker Stralie II, .lue .Ma.v, lierlin-llalinsee, Kurfiirsleii-
daniin 70, Fred Sauer, lierlin-Wilniersdcjrl, Wittellpaeher Stralie 2.
L u 1 .1 1 1 9 : (ireta liarbo ist dnreli die Metro-liuld« yn-.\la.ver-Studios,
Culver-C'it.v, Kalil'iirnieii, l'.S.A., zu erreiebeii.
Marie F., Wien: Iwan l'etroNieli war bis vor kurzem In Nizza,
ist jetzt iiaeli Uerlin zuriiektcekebrt iiiul siiielt aui;enblieklieb die männ-
lielie llau|itrolle in dem lireeuliaum-Kilm ..Her liunstliiif; \ on .Sebiiii-
briiiin". Hex liiKraius .\dresse ist Nizza, llutel Ne,ü;reseci. — Der riiis
in dem belrelTenden Film wurde \on einem riehtisiMi i'iloteii ausselübrl.
Uina Jlani-s wulint Paris 1«, 1 rue (Jabrielle, wurde am 7. .Vpril in i'aris
geboren, kam von der S](reebbiibne zum Film und ist unseres Wissens
verbeiralet.
K ü s a ni a r i a
Sic können ileiitsel
Icrnamen. Sie bat ilunkelbr.iune Au;;en. Den .Messandro in
spielte Warner Uaxter. den Feliiie stellte ifcd.iiid Drew dar. —
zum Film will, so ist die llau|i|bediii^unK Talent. .\ber die
aiA KrfolK siiul jjleieb Null. Ihr IJililw uiiseb ist \ or^eniiTkl.
Hein z M., Berlin : Sie liabeu reeht, der
Partner von Hrij;ilte Helm in ..AhweKe" «ar
— neben (Justav DielJI — ,I,iek Trevor. J'eii
VerteidiKer im Film ,, Indizienbeweis" s|iielte
Jlax Xenfeld. Xenia Di'siii wcdint Herlin W.
I'aiilsborner .StralJe :t, und hat am l!l. .lanuar
UeburtslaH;. Wann Xenia Desnis Toeliler
Tamara das Lieht der Welt erblickt bat, wissen
wir aueli nielit.
E d m., F r i e d e n a u : IJicbard Weilib.ich
ist bis jetzt noch nicht in KfoUeren liolleii
bervorKelreleii. W ir können Ihnen daher leider
aueb keinen Film mit ihm nennen. Hri^itl>'
Helms Filiudebut war \ or un;^eliilir ilrei .labreii
in ..Metroiiolis''. Fiiseres Wissens besitzt die
Kiinsllerin ein .\utii. .Sie liebt alle Hlumeii.
Ein Huch iiher sie ist noch nicht erschienen.
BriKitle Helm ist l'f.i-Star. Der Titel ihres
niuhsten Films sieht noch nicht fest. ...M.iiio-
lescu'" wird im Herbst nraufgefiihrt. HriKitle
Helm bat nur in den von llineii .'iiifi;'cz;ililleii
Filmen f^espielt. Die betreflenileii lieschrei-
bun;;en werden .Sie sicher noch durch den
Illustrierten Filmknrier, Herlin W U, Köthener
Stralie ;17, erhallen.
E V a ('.. Köln: Iwaii l'elruvicb wurde am
.11. Dezember in Huda|iest fjehoreii, ist ,iher
serbiscbi'r .StaatsaiiKidiöriner, Iciük, gibt Aiito-
Kran.nie und wohnt Herliu-Schniar;;eiidiirr, Kor-
keubeekstralie .'iG.i. Sein nächster Film heißt
,,Der (iiinsllinj; > on Sehiiiilininn'. Kürzlich
wurde in Herlin der Film ...ScliloL! der Liebe"
mit Iwan l'etrovieb urauft;efiibrt. Hei Aiito-
gramniw imscbcn ist immir die jeweiline Hild-
karte und adressiertes, frankiertes Riiekkinert
beizuriiKfii.
H a r r \ Ji i e d t k e - V c r e b r c r i n H a n n .v
K., F r a n k f n r t / M a i u : Harry Liedlke
Kibt .\ulO};ramme. Senden Sie ihm nur seine
Hildkarte und tilgen Sic adressiertes, fr:in-
kierlcs Kiickkuvert bei.
Georg N., H o r I i n : Hse Stobraw.-i wohnt Herlin W, .\sehaffen-
burger StraUe (i. Alainiskriiit«- g<'drebter Filme kann man nicht kiiuflicli
erwerben.
Ursula M., B ii e k e b u r g : Egon von .lordaii befindet sieb in
Berlin und tritt un der „Tribiine" auf. Sein (ieburtstag ist der 1«. März.
Nein, ein Hiicb gibt es nicht über ihn.
Hannelore S.. .\ I t o n a : Sie können Ihre IMiolos an die Ffa
scbieken und stell evtl, später, wenn Interesse vorhanden ist, |iersönlicb
vorstellen. ,\ber es ist sehr \eriiiinftig Min Ihnen, ilali Sie Hiebt anfs
tieral.'wohl nach Herlin kommen wollen, um ..zum Film zu gellen", denn
die .\iissicblen sind sehr, sehr gering.
H o r s t (;., Königsberg: Conrad \eidt ist Di'nlscher und wurde
am 22. Januar geboren. Kr k;im über die S|ircclibiihne zum Kilm. .Seine
bekanntesten Filme sind: .,Lucrezia Horgi.i", ,. Wilhelm Teil", ,.Das
indisebe (irabmal". ,.l.ad.v H.iniilton", ,.Nju". ..Der Sliident von I'r.ig'",
„Der seltsame Fall eines Arztes", ,,Der M;inu, der lacht". Sein neuester
ge<^r. z<fv<5
Veiilt ist verheiratet
wollen. s(
kurzen
inii.ssen
l'mrissen
Sie
die
deutscher Film heilit ,.Das Land oIiik- Frauen"
und bat ein Töcbteri-beii. Er gibt .Viitogramme.
Anni J.: Wenn Sie einen Film schreiben
zunächst ein sogenanntes Expose verfassen, d.h.
Grundidee, den (iaiig der llaiidliing erzählen.
Gisela W., Breslau : So leid es uns tut, aber wir können
Ihnen wirklieb nicht Kauion Nmarros europäische .\dresse verr.iteii,
weil der Künstler jetzt ganz inkognito leben will. Er ist zur Zeit auf
einer Kivierareise. Jawohl. Franz Lederer kommt von der .Spreclibiihne
zum Film. Er bat am li. November Gebiirlstag. Lien De.vers ist durch
die Deutsche Universal. Herlin W s, MaiierstraUe H2, zu "erreichen.
Hans Seil.. Cottbus: Weilergeleitet. Will.v Forst wohnt Herlin-
Schöneberg, Wartburgslraße ;i2. Hildkarlen von dem Künstler erhalten
Sic in jeder großen rapierbandliing.
L i e s e 1 rt u e k dich: Georg Alexander wobnt Berlin-Friedenau,
Wiesbadener Str. :>, und war — vor seiner Ehe mit Sweeta Tzatsebewa —
mit 'viid Egede Nissen verheiratet. In nächster Zeit sjiielt Lilian Harvey
nicIit mit Willv Fritsch zusammen. Sie sind eng befreundet. Grefe
Mosbeim filmt ' augenblicklich nicht, sondern tritt mit ihrem Gatten
Öskar Homolka in dem Hühnenstück „Der Herr, der seinen Namen
änderte" .-luf l'.rnsl Stabl-Nachbaur gibt Autogramme und wohnt Berlin-
Charlottenbirrg. Sybelstraßc 2;i. Möglich, daß er auch noch Licbbaber-
rollcn siMclcii wird. , „.,„,,.
Prisma K. G.: Die beiden Hauptd.irstcUer in dem liudolf Meinert-
Film ..Hosenmontag" waren Helga Thomas und Dr. (ierd Hriese.
I. y ii M .1 r a - V e. r e b r e r i n H a n n e r 1 e : Ihren (iruß haben wir
Lya .\lara aiisgericbti-t. Wir nehmen an. daß sie sich über Ihre Hlumeii
gefreiit h.il. ..Der rote Kreis" ist in Herlin vor kurzer Zeit uraufgefiibrt
wordeil. — Krua Moreiia bat am 21. .\pril i;ebiirtst.ig.
II ,. I 11, II t (i., Herlin: Jawohl, friilier sind auch verschiedene
Karl JI.iv-Koniaiie verlilmt worilen. l>ic Hauptrollen in ..Der C.raf von
Monte Christo" spiidcn Jean Angelo, Lil Dagover. Uastoii Modol,
Bernhard (ioelzke, -Mary Glory.
E in i I S c li.. Herlin: Maria Corda wobnt Berlin W , Zäbringer-
straße lli. und bat ihren neuen ileiitselien Film ,,.Madonii:i odi-r Dirne-
eben beendet.
Z vv !• i Neugierige aus Herlin: Elisabelh Bergner w (ihm
Herlin-Dahlem. Faradayvveg l.i. wurde .-iiii 17. April in Wien geboren,
gibt .\utograiiiiiie. ist nnverheir.itet. bevorzugt .Mimosen und ist im
Leben genau so nett wie in ihren Kilmeii. Fr.iiiz Lederer Wciliut H<'rliii-
Friedcuaii. Fehlcrstraßi- 1. Werner Fuetterer Berlin-Steglitz, Kleiststr. 27.
Heide geben .\iitiigraniiiie.
A. L., Herlin: W eun diese Zeilen erscheinen, ist (iniinar Tolnacs
wii'iler in Berlin. Er gibt .\iitogramnie. — Mia May ist mit Joe .May
verheiratet. — .\sta Nielsen ist neuerdings auch bei der .Spreehbühlie.
•I.ivvohl. Sil- bat eine Tochter.
W i I m a F. ans M.: Die weibliche Haupt-
rolle im Emil Jannings-Film ..Sein letzter
Befchr' spielte Ev i-lyn Hreiit.
E r i k a IL. B e n s b e r g : Franz Lederer
wciliiit Herliii-l'riedeii.in. Felllerstraße I. wurde
.1111 II. Noveniber in Pr.ig geboren, debütierte
in dem Hciiny I'oiten-rilm ,.ZuHiiclit", gibt
Aiiliigraiiiiiie, treibt jeden Sport und ist Icilig
L( derer ist idötzlicb an i'iner Hliiiddarni-
eiilziiiidung erkrankt iinil mußte d.iher seine
Aufnahmen abbrecben. Gust.iv Frölilicb wurde
in H.innover geboren, ist niiv erheiratet, ein
großer .Sportfreund, gibt .Viitograninic und
spielt die männliche ILiiiptrolle in dem neuen
ria-l'ilm ..Hochverrat".
E 1 s e 1 o r e , Halle: Elisabeth Bergner
ist nicht verheiratet. Sie deiikl nicht dar.in.
sich von Hiihne und Film ziinickziizieheii.
Harry Liedlke ist nicht verunglückt, aber am
Hliniiil.irm operiert. Doch befindet er sieb jetzt
auf ilein Wege der Besserung.
D o r a K., C h e ni ii i I z , Eli.sabetli Bergner
bat am 17. .\pril (ieburtstag. Sie ist klein,
dem Maße iiacli, aber groß an Talent.
IL E. O.. L e i 11 z i g : Mady Christians
wurde in Wien geboren. .Agnes Esterhazy
trägt unseres Wissens einen Hiibikopf.
1' i n g - P o n g , Berlin: Pat iiml Pal.i-
clion und ihren Kcgisseur Lau l.aiirilzen er-
reichen .Sie durch die l'allailium-Film, Kopeii-
1 agen. Die Paramount, First National und
.\li tro-Goldwyn-Maycr-Studios stellen u.a. auch
Lustspiele her.
Carl lind N a t li a n o : Carl Balhaiis
wohnt Berlin W :i{l. .Motzstraße 29, wurde am
1. November in Mülheim geboren, ist unver-
heiratet, gibt .\iitogramme, liebt alle Hliiiuen.
•Sein nächster Film heißt ..Revolte im Er-
ziehungsbans '. Postkarten von dem jungen
Kiiiistler werden Sie sicher in jeder großen
P.ipicrliandlung erb.ilten.
R a m o 11 N o V a r r o - V e r e h r e r i n .-i ii s W.: R.imoii Novarro
ist mehrere Wocben in Berlin gewesen und befindet sieh jetzt auf einer
Kivierareise. Novarro ist ledig. Das Filnib:iiis Misebke belindet sich
in Herlin SW 11. Dessauer Straße 2. — Harb.ira la .M.irr ist leider tot.
Kurt IL, Vöbrenbacb: Gewiß, es kommt häufig vor, daß
berühmte Lilniregisscure einen jungen Meiiscben .ms dem Dunkel an das
Licht der Atelierlampen ziehen, also ihn zu einem Star niacbcu. .\ber
engagiert werden die Kilmgrößen von dem Produkliousleiter. — Fritz
Lang ist durch Fritz Lang -Film. Berlin SW l.H. Friedrichstraße 224,
Kiehard Eichberg durch Eichberg-Film. Herlin SW 4S, Friedrichstraße 17L
l'riedricb Zelnik durch Efzet-Film. Herlin SW (i^^. .Markgr:>feiistraße 21,
zu erreichen. I>er Regisseur .Max Xeiifeld wohnt Wien VII, Kandl-
gasse i:la.
(; e r d a J.. Zeblendorf : Igo Sym ist geschieden. I>as .Aller der
Filmstars geben wir griindsätzlieb nicht :in. Die beiilen niäiinlicbeu
Hauptrollen in ,, Verrat" spielten Victor Varconi und Joseph Sehildkraiit.
Den Christus in ..König der Könige" spielte II. B. Warner. Lars
Hanson tiliiil zur Zeit in den Elstree-.Stiidios. Ilersfordshire. England.
Iliistav Fröblieb ist nicht mit Elizza la Porta verbeirati't. Douglas F.iir-
lianks ist mit .Mary Piekford vermählt. Kriist Vercbes debütierte in dem
Film ..(irälin .M.-irizza". Er wurde in New York geboren, ist aber
ungarischer .sta.itsaugeböriger. Ranion Novarro erblickte in Diirango
(Mexiko) d.is Licht der Welt. Er befindet sich jetzt auf einer Riviera-
reise. kommt dann moglicliervvei.se wieder nach Berlin, wo er weiter
(Je.saiigstiidien treiben will.
M. P., C h e m u i t z : M.-irgot Walther. gescbiedenn Landa. wobnt
Berlin W. Kiirfiirstendanim II. und wurde am 4. Oktober geboren. Ihr
nächster Film ist ..Lord Bluff " mit Henry Edwards als Partner.
F i I m f r e ii n d i ii E r n a (L. K a r I s r n b e : Ihre Bildwiinsche
sind vorgemerkt und sollen in absehbarer Zeil erfiillt werden.
-^^l^täaar^ -^ ^
^
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^r
1
LUPE VELEZ
/>Aor. M.-G.-M.
<.
Filmintcresscntin aus II am bürg: Nein, Dolores «lel Rio
ist iiirlit mit Kaiiioii XoMirru vcrwaiiill.
A II Melius e K.. M « jj il e l> ii r n - ^\' <■ r d c r : l't'tcr Vo.-.s wnliiit
Itcriiii. .Miiiicliciii'r Straljo .11. I'.r l»:iia \üii iIit S|irc(lil)iiliiic' /um riliii.
Hio lifiiU'ii iiiaiinlii'lii-ii II;>ii|ittlarN|i'll>'r in .-.Her 1IciIik<' Hiiu' w.irrii
Luis TrfnliiT iiiul Krii>t l'iti-r^i'ii. llrnilianl (Joctzkc «dhiit \\ uliiMMliirl-
J.rkiu'r hri IIitIiii.
..'/. \s ^•'\. il i (• (I (• II 1" I I III ( i in in c I )i a 1) i- n": Hir KiiiislUriii i>l
mit iliMii KiiTislUr > cilu'ir.itrt. — Hell ticiftfiiiiiiiisIliT in ..l>i-r W r^ allni
l'lfi«.clir>' vii'llii- (liirilDM lliiirp«! ilar. Harry l.iiMitUr .N|iiill «ii-ilrr mit
.Mari.'i l'aiidli'r in ..(■r<>U>iaill,in:^riiir°, .li'iiny .lii;;i) innl Harry llaim
»i'rilcn .-iialiT sicliir ancli «ii'iliT einmal /.ii<aiiiiiii'iis|iieleii.
r r s e I , N 11 r il li a ii s e n : liin.i (iralla wolint Jii-rlm W, S|ieyirer
StralJe :'.', Marlene Piitrii li Herliii W. Kai.-erallee .'il. Conr.ul ' Neidl
lierlin \\ . l.iiliteii>l.>iii.illee .'a. Kelly Itir.l llerliil- Temi.i-lliDl. Manliiillcl-
NtralJi- I. Crilla l.ey hi-rlin W . Iln>.-eliliirler .■^IralJe 1.'. l«a \\ aiija
Herhii \\ , l'raniT l'l.ilz 1. .\rlelte .Marelial l'.iris Vvl. I!iie (iiiyot. I'iil.t
.\ev,ri ist zur Zeit diireli die Kistree-Siiiirids. Ilersfordsliire. Kii^l;»iid.
zu erreielieii.
<iiista\ t;.. K m d e n : l>ita l'arlo «nlinl H<rliii ^\ . Midz-Iral'.i' ST.
lind liat .im 1. Seiilemlur tieliiirr-lan.
II .1 II s 'I'., S !• Il II i I / : Hie ^eM.iiinteii ( ii« lim d.ir^leller «ulineii in
Hnll\ uiiiid. K.'ilil'iM'iiii-n.
Zwei ili e II w .1 11 V <\ ni :( il !■ 1 aus S | ii 1 1 ;; a r I : l«an .Mii^jiiUin
lial am iU. .-ieiilemlur tieliurl-l.ij;. sprielil ;;eliriielien Heulsili.
M II I z .1 u s S e II \\ .1 11 e n: Hi-r r.-iri-
iier Villi Klisalieili Her^ner in ..Hiiii.»
.Iii.'iii.'i" w.ir W .'liier lülla. Am liesleii.
Nie lullen die Kilii-tleriii und elienso
U'.'iiiein .\'o\arr>i iiiimilielli.ir um ein
\iil(iar.inini. I'elier die Kiinli'^-iuu uil-e-
ler Siars ^elieii «Ir ^rniid^ätzlieli Keiii'-
AiisUuull. Klisalielh HerKuer »iiielte liis
jelzl iii liilfrenden rümeii: ..Her i;\ .iiij;!'-
Iim.'iiiii ". ..Her (JeiKer miu Klureiiz".
..N'jii". ..l.ielie ■. ..Huii.i .lii.iii.T. ..I'räu-
leiu KIse-.
I' r i e il e I \.. r h .-1 I 1 .1 I 1 e n li ii r -:
\\eiiM .Nie /um i'iliii «nlleu. su «ullen
Sie sieh. Iiilli-, iiiiniilielli.ii luil den l'iliii-
;;es(. Um hallen in \erliinduii.u' sel/en.
.\lier die .\iissielilen sind xleiili Null.
r i I m r r e ii ii d i n it e n (i i ;; i ii ii d
M .1 K >;■ i . H r ;i ii n s v h « e i •; ; i'.iul
l'iililer isl hloiid. Iil.'in:iu^i<;. mit Aiid
l'.;;ede Ni^si.n verlieir.ilet. Iii-~i^zl ein
Aiilii. Seine iiäelisii.ii l'ilme ^ind ..Seii
~.iliiiM Uli W iiili'i ;;.irli'ii" und ..hie Irin
IUI 'l'.il.ir'.
(i e r d ,1 K.. J! e r 1 i n : Kli-.ilietii
Hirüiier v» iirde .im 17. A|iiil ;;elMueii.
ist uiiNerlieii.iiet. lielil alle iiluiueu. Ii.il
eine Sid^rel:irin niiil nnter^clireilu iliie
Uildir ;illc- luielist ei^enliiindiK. Au;;eii-
lilleUlirll lilluT sie llirht. Hie l'Huie. lll
denen sie sjuelie. linden Si|. .111 .iiideri-r
Sielli'.
(i. \. I!.: Sie li.ihen reelil. (irir ll.iid
ist ilie Silnveslc'r vun l.i.ine lliid. Alier
die .■in;;i';;eliene Adresse sliniiiil niilil.
I' e 1 e r e li e n. 'J' i I s i I; Andre .\l.il
liini Ir.ii;! seini-n rii'lili;;i'ii N.imen. i«t
ledi.n' und \-\ .iiicli im l.elien sein neu.
Kr ist in K.irlsb.id ;;(dii>ren. l\v;in relio
\ielis N.inie ist elienf.ills eclit.
I> n 1 II H.. I, e i p z i u- : linsl.i Kkin.in
ist .Silnvede und wiilml in .siui-klinliM,
Hjiirlliii-s\.i;;eu. i:r isl MMlieir.ilel.
.\u;;eiililieklieli tiliul er nicht.
V r .1 n 7. \, e d e r e r - N' e r e li r <• r i 11.
1' .1 II k (I « : l'r.in/. I.eilerer wurde .1111
11. .\ii\emlier in i'r.i;;- ;;clnneii. ir.-isl mei-
nen riiliti..;en N.imeii, ist ein «riilJer .Na -
Mir- und Musikfreund und aneli im l.e-
lien riesig- s\ iii|ialliiseli. Leider isl der
Künstler \nr kurzem an lilindd.irmenl-
zniidun;;' erkr.inkt.
.\l .1 ;; d .1 1 e n .1 ('.. A n n e in a r i e 1!.. W <• ^ e 1 ni ii n d e : Hen Kurt
Villi Hulslein in ..\erirrle .inucnd' s|.ielie i.'ult wni liiilli. Seine Adri-^se
ist Herliii S\V. Hallesilies 1 ler i'.'i. Aiiu> (liidr.is l'.irtller in ..S., \,i|ilii)n-
Siisi" M.ir .M.ileidm 'rndd. Km^t \ ercliis' n.ielivier rilni lieilii ..H.is l.:iud
4iline rr.iiieii" (..Hr.inl \r. i)s').
I' r V II I a M.. \1 ii I li !• i m ; tJiisi.ix l'rulilieli wurde .1111 21. .Miirz in
H.iniiiiMr ;;(liiuen. Ii.il keine Kilm^ilinle liesiiclil. suinlern wurde \un
eiiiein riliiiiii.iiin enideekl. Hek.innt wurde er durili Trilz T..ini;s ..Meiie-
Iiiilis-. Nein, er ist nicht mit Klizz.i l.i I'url.i \crliilil. I'rülilicIi Ireilit
\iel Spill I und licIii .ille Kliimen.
Jif.^i^^iväMiiii&!S/^^ii^^^^^^^^^M
■ F il lll f r c 11 n (1 II ;i r r y .1 ti s il o m Tl 11 h r g c b i e t : Bio ITatipf-
(larstoller von ..Hnrine niitl der Zufall" waren Kay M;irbe. Igo Syiii und
ll.iiis 'J'liimi!;. ...sens.-itimi im Winter^.irten' wird \ oraiissiclillicli im
llerlist zur Irrintriiliriinn- };el;iii;;eii. ..Hie Heilige und ihr N.irr-' wurde
viir iiiic<'lahr l'j .l.ihrcn .•iul'ü:eiiiiniiuen. Her nächste Film mit Willielin
Hielerle und I.ieii He> ers lieilil ..'rnnmpli des heheiis". (juslav Friihliehs
i'.irinerin in .rUucln <'rr.i|- ist (ierd.i M.nirns.
V. K.. üreslan: Hri;iitte Helm deliiiiierle in Fritz T.aiifrs ..Jleiro-
polis". Sie isl \ erlieiralci und li.it keine Kinder. Sie reitet, rudert, spielt
Tennis, läiitl .Ski. kurz .illes. was .sie w iiiischi-ii. Hri;rille Helm wurde
in Herlin ^ridniren. ..Hie w umlerli.ire 1.11««' di-r Xin.i l'etrow iia" wurde in
Xen-it.ilielslicr;;- ucdrelil. — h'.iiiiiiii Nov.irru ist .\le\ik;iiior.
r i 1 lll r .1 t t e II a n 11 i . H e r I i 11 : Tiilz l'.isp ist verlieir.itet s'c-
wcKeii. s,.iiie C.illin st.irli im vurinen llerlist .111 l.niiüeiu nlziiiidnii;;-. l)ie
i.i-lretfeiide Knlle in ..l'r.-inleiii ICIse" spielte (irit lle^es.i. Wenn Sie
(;ii>l.i Kkiiian iiiii ein Aulusr.imni liitten wulleii. so fii;;eii .sie ;nn liesten
einen interii.iliun.ilen rnsischein hei. A^iies .siraiili ist mit dem tSclian-
spieler l.eii Keiil! \ erheir.itet.
.M a K .1 r e t e I,. i n (i r n C h r e i t 0 n h ;i e h : W.ilter Slez.ik ist liluml
lind h.it lilane .\u;;i'n. Imre IJaday widinl Merlin W. Ceisber^straUe i'l.
Pension Nilrnberü:er l'l.ilz. Fee M.'ilten li.it .im i. Hezeiulier. Triiu.s van
A.ilteii .-1111 ■-'. .Viiiiiist. I\\.in l'etruvich .■im ;i|. Hezemlier fieburtslaf;. — Wir
•;l.iiiben k.iiiin. d.ili lialiy l'i'K:j;y iliMilscIi siirecheii k.iiiii.
K i I m f r v 11 n il II ans S e li. i 11 M .1 i 11 z : Alle Filmst;irs uelien
Aulii.icr.iniine. .sie kiinncn .alsi) riihii;' mit Ihrer Hille .in sie lu-r.iiitreten.
I" i I in r .-1 I 1 e F r i e d i' hen M. a 11 s
II .1 in b n r sr : Bri;riile Helm ist \i)\\
l'rilz l..iim. Fr.inz l.ederer mui llenny
l'iiiteii. Hiii.i tir.illa vun Hiili.u'd Kicli-
lii-rir tiir den Film enideekl worden.
Wenn Sie /.um Kilin VMillen. so isl es
am zw eckiuiilJiüslen. sieh direkt mit den
l"ilin^'esellsch;ifteii in VerliindiiU'.; zu
selziMi. Wir vermitteln keine Kn^:ii;e-
nieiits. Till vor KnlläusehnnKiMi zu lie-
wabreii. luiiclileii wir aber fjleii'li sagen,
dall die .\n-sieliten beiiii Film sehr, sehr
t;eriiin' sind.
II a II s T . I. !• i 11 z i g : (illy Feiiidt
b.il .Uli H. .\pril t;eliiirt-.t;iir. Ihre Filme
sind .alle von der (M'sellseh.iri ihres Va-
ters lieri;e»lellt. ..Her titizeiide Tor" isi
ein Xordisk-Film. ..(lelie|miiis»e des
Orients" wurde von der Ff.i ^-edrelil.
\V. ]'.: Inidnene lioberlsnn i-1 durch
die Fniver^.il - Slndius. Fnivers.-il - t'ity.
K iliforiiieli. l'.S.A.. zu errclelien.
Tanz auf der Platte.
11 11 lll o c II r d iirä..eiitii'rt die Iielioli-
ten ..Kis-I're.im "-Kl.-iiiiie. .■inf der Hreli-
or^el n-csiiiell. Trotz dem behäbifceii Tn-
slrument eine flotle. Inslinc Wiederii'.ibe.
(J r .1 m 111 u p h o n l.alJt eiiK'ii ri-izen-
dcii. verspielten l'uMrot ..li.iby (Jaliy
und die Spieluhr" Iniren. Hesomlers
cli.irni.iiil die Kuiisi-iii|.]^i. de^ Klavier».
Hii' gleiche ( loellscli.ifl überrascht
iliirch die Ol'teiibai b -Tnscanini - (iriien-
u.ilil-MiMur ..l..'iU dir nix von lliirfni:iiiii
er/äblcn". M.i\ ll.inseiis friiblicber Te-
nor eiilsülJt die H.irc.irole iiiiil ver.irbei-
lel sii' zum lauiiisell FoK.
IW'.ininioidion Iiriiigl .'iiißerileni .\be
l..\ni.iiis Solisten, die neuerdings .•nah
im riinl'ilni zu Iniren sind, mit dem Fo\
..s,iii-. Muntere» (ledndele für Frt'iinde
ilerlier .l.i/zniusik.
Hie vier .MieN. die kürzlich im I'ni-
\ersum. Berlin, mil so großem Krfol;;e
.inftr.iten. sin^reii ebenfalls für (ir.im-
inopbon einen Taiiso ..Hosen n. Fr.inii".
In»trniiieiil.ile Kidilen zaubern eine wie-
nerisch - weiche, .iinci ikani^ch - federnde
Melodie.
Gebildetes junges Mädchen 1 FiinifreundiMi sucht mii einem
lielicii Hellen .\Ia.lcl lll Hriefwccli-cl zu treten. .\ller l.'i— IS .(.-ihre. HIhl
eruiiUMbt. (Mrcrie n. H. K. .111 den N'erl.i;;. Herliii S\V GS, Kuehslr. li-8.
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1 c i t u n (ä A, Rosenthal — Aros, Berlin. Kür die Redaktion und Herausjjabe in Oesterrcich verantwortlich Robert Mohr, \X ien 1, Domgasse 4. \erantw ortlich für Anzeigen
Wilhelm Schaefcr, CharlotlcnburiJ. An? ciiJenverwaltuni; Bcpa-Vcriag, Berlin W 35, Blumcs Hot 5. Kupfertiefdruck: Aufiust Schcrl G. m. b. H., Berlin SW 68
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Man kauft dann nicht mehr gerne
billige I-IV2T0 Lastkraftwagen, die
im Dienst schon nach kurzer Zeit
enttäuschen. Man kauft dann lie-
ber die soliden Mercedes -Benz-
Lastkraftwagen niitSechszylinder-
motoren, deren überlegene Wirt-
schaftlichkeit sich schon nach einem
Jahr und erst recht nach 2, 3,4 oder
Jahren schwerer Arbeit erweist.
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A.
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Printed m (kmav
NUMMER 26 / BERLIN, 30. JUNI 1929 / PREIS .<o PFENNIG
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Phot. Via
oLil LJJa^over sßteli ttn ^ C/ija-Cytlm ffcJJer tvetße cJeujel
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die aufregende Jagd nach dem Sieg, wird von dem Objektiv der Kamera verfolgt
und im geeigneten Augenblick auf die Platte oder auf den Filmstreifen gebracht.
Ein jeder begeisterte Sportsmann wünscht sich wohl eine Sammlung solcher
sportlicher Höhepunkte, die ihm außer angeregtester Unterhaltung auch
manches 6eheimnis aus der Technik berühmter Sportsleute erschließen wird.
Wir informieren Sie gern unverbindlich über die Handhabung und Anschaffungskosten der Aufnahme-
und Wiedergabe-Apparate der Amateur-Kinematographie bzw. der Photographie. Bitte schreiben Sie
uns oder besuchen Sie die Ausstellungsräume der Ufa-Handelsgesellschaft, Berlin SW68, KochstraSe 8
i:) 1 E W O C 11 }• N S C H R I I T D ER FI L M F H E U N D E
rhrl. i'jo.
QUDOLF ßlTTNEP,
der ^roße deulsche Charakierdarsieller, v^ird am 50. Juni 60 Jahre ali
■"an hat die schöne Lee Parry eine geraume Zeit nicht auf der
einwand gesehen und stellt jetzt mit Vergnügen fest, daß
in der Zwischenzeit genau so jung und hübsch geblieben
'ist, wie man sie kannte. Der Zauber ihres Wesens ist nicht
gewichen, ihre reizende Art, darzustellen, ist ebenso natürlich ge-
blieben, ja sie hat sogar die Art, in der sie darstellt, verlieft und
überrascht durch die Sicherheit des Ausdruckes, der nach Rollen von
dramatischem Aufbau verlangt. Lee Parry kommt eigentlich vom
Lustspiel, das ihr, einem Münchener Kinde mit vererbtem Theater-
blut mannigfache Ausdrucksformen bot. Eichberg, ihr früherer Gatte,
erkannte aber bereits früh das dramatische Talent in dieser Frau und
er gab ihr deshalb die Monna Vanna zu spielen, für die sie den
Ausdruck der Rührung und restlosen Hingabe fand. Seitdem ist sie
nicht mehr in Kostümstücken, sondern nur in modernen Salonfilmen
aufgetreten. Einer ihrer größten Erfolge war „Regine", worin sie
als Partnerin Harry Liedtkes die Handlung trug. Diese Leistung hat
sich im Gedächtnis erhalten, denn alle Filmfreunde denken gern daran
zurück. In einem Sportfilm der ,, Meisterschwimmerin" vermochte sie
sich erfolgreich durchzusetzen, obgleich es natürlich für eine Schau-
spielerin sehr schwer ist, mit Sportsleuten Schritt zu halten, deren
Leben eigentlich nur aus Training besteht. Lee Parry ließ sich
damals von dem Meisterschwimmer Hans Luber lenken, wenn sie
auch nicht den Ehrgeiz besaß, es diesem vortrefflichen Sportlehrer im
Turmspringen gleich zu tun, — Als reichste Frau der Welt ist ihr
eine Rolle anderer Art zugefallen. Sie hat darin eine Dame der
Hochfinanz zu verkörpern, deren Mann imstande ist, mit Hilfe seines
bedeutenden Vermögens jeden Wunsch seiner Frau zu verwirklichen.
Es ist immer interessant, einen Blick in diese Gesellschaftskreise zu
werfen, bei denen Geld keine Rolle spielt und die in gesicherten
Verhältnissen leben. Gerade deshalb, weil das Leben seit dem Welt-
kiieg für die allermeisten Menschen unsicher geworden ist und von
den Zufällen des Tages abhängt — selbst in England, dem klassischen
Lande des Reichtums, ist die Mittelstandsschicht mit der ererbten
Rente vollkommen in den Hintergrund getreten - - gerade deshalb hat
ein Abbild des Lebens der wenigen reichen Leute seinen eigenen
Reiz. Dieser Film, den die Franzosen Delac und Vandal zustande
brachten, spielt zu einem großen Teil in Ägypten. Wir sehen Bilder
des herrlichen Nillandes, lernen die imposanten Bauwerke Kairos
kennen, werden nicht darüber im Zweifel gelassen, welche Ausflugs-
orte man als Tourist zu besuchen hat und werden an die Stätten
geführt, die den reisenden Millionären Zerstreuung bieten. Diese
ganzen Bilder erscheinen als filmische Begleitmusik zu einer Hand-
lung, die man bewußt einfach gelassen hat, um den geschlossenen
Eindruck nicht zu zerstören.
Lee Parry gibt eine junge Dame von Welt, die sich zur Ehe mit
einem ungeliebten, dafür aber sehr reichen Mann entschließt, weil die
entscheidende Aussprache, die sie mit ihrem Jugendfreunde haben soll,
sich hinauszögert. Wie es in Filmen so geht, treffen sich die beiden
in Aegypten wieder, aber es stellt sich schließlich heraus, daß die
Hindernisse zu groß sind, die jetzt einer Vereinigung entgegen stehen
und so schließt der Film melancholisch, aber lebensecht.
l:
Der schon lange mit Spannung erwartete Lilian
Harvey-Film „Das Modell vom Montparnasse" hat
jetzt den Titel „Adieu Mascotte" erhalten. Man
weiß ja, daß Lilian Harvey inzwischen an dem Film
„Wenn du einmal dein Herz verlierst" arbeitet imd daß
„Adieu Mascotte" vollkommen zusammengestellt und ge-
schnitten ist. Trotzdem ist die Neugier der vielen Ver-
ehrer Lilian Harveys groß, die sich mit Recht manche
Überraschung von dem Film versprechen. Es ist nicht un-
bekannt geblieben, daß der Höhepunkt der Handlung auf
ein Künstlerfcst verlegt worden ist, auf einen jener Bohcme-
bälle, die den Malern und ihren Modellen Gelegenheit
geben, ihre Jugend mit vollem Herzen auszutollen. Dieser
„Ball des quat'z'arts", der ,,Ball der vier Künste" schließt
in Paris in der Regel die Freuden des Winters ab und ist
eine wichtige Angelegenheit unter den Pariser Künstlern.
Vielleicht wird er heute nicht mehr ganz so wild gefeiert,
wie vor zwanzig Jahren, wo der Ruf: „Nieder mit den
Philistern" lauter als jetzt erschallte. Aber es hat sich eine
gewisse Tradition erhalten, die den fröhlichen Geist, aus
dem heraus diese Bälle entstanden sind, nicht untergehen
läßt. Auf diesem Ball wagt Lilian Harvey einen Streich,
der so ganz im Sinn der Pariser Boheme ist: sie läßt sich
ari den Meistbietenden versteigern. Aber nicht aus einer
frivolen Laune heraus, sondern vollkommen aus dem
Kameradschaftsgefühl der armen Mädel, die den Künstlern
Freundinnen und Helferinnen sind. Lilian Harveys beste
Freundin ist nämlich schwer erkrankt und hat zur Wieder-
herstellung ihrer Gesundheit dringend eine Badereise nötig,
doch woher das Geld nehmen, das in diesen Kreisen ja
in)mer mit einer gewissen Ironie betrachtet wird, weil man
in der Regel gezwungen ist, mit möglichst wenig auszu-
kommen? Deshalb also läßt sich Lilian versteigern und ist
erfreut, eine recht hübsche Summe herauszuschlagen. Sie
will auch alle Konsequenzen dieser Versteigerung auf sich
nehmen, und es trifft sich recht drollig, daß sie einem
pur zum Scherz bietenden Ehemann anheimfällt, der seiner
Gattin auf den Ball gefolgt war,
Lilian Harvey und Igo Sym phot. Ulu
von Dr. Ulrich K. T. Schulz
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Heute soll uns das Mikroskop einmal im eigenen
Heim zum „Zauberrohr" werden. Eine der inter-
essanten Überraschungen aber bieten die Textillustra-
tionen unserer Tageszeitungen. Bringen wir nämlich
eine solche Abbildung unters Mikroskop, so vermögen
wir von einem reproduzierten Turner z. B. nicht mehr
einen bestimmten Teil des Kopfes, der Hand usw.
stark vergrößert zu erkennen, wir erblicken im Ge-
sichtsfeld vielmehr nur noch ein System von Linien
und Punkten. Wir sind hiermit hinter das Geheimnis
des sogenannten autotypischen Reproduktionsver-
fahrens gelangt. Noch vor wenigen Jahrzehnten muß-
ten sämtliche Photographien oder Bilder, die im Zei-
tungsdruck erscheinen sollten, manuell für die Repro-
duktion umgezeichnet werden. Erst die Benutzung
eines sogenannten ,, Rasters" brachte eine völlige Um-
wälzung der Illustration unserer Zeitungen. Man geht
dabei folgendermaßen zu Werke: Die zu reproduzie-
rende Photographie wird nochmals photographiert, und
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zwar unter Einschaltung von zwei
einfach schraffierten Glasplatten in
die Kamera, die zusammengekittet
eine Netzliniatur ergeben. Durch die
offenen Punkte dieser sogenannten
,, Rasterplatten" wird das Original
auf der lichtempfindlichen Platte der
Kamera in eine Unzahl feinster
Linien und Punkte zerlegt. Es dürfte
interessieren zu erfahren, daß auf
den im Zeitschriftendruck meist ver-
wendeten Rasterplatten sich auf
einem Zentimeter 4S bis 60 Linien
befinden, die durch Kreuzung auf
einem einzigen Quadratzentimeter
die stattliche Zahl von 2300 bis 3600
Punkten darstellen. Das in feine
Striche und Punkte zerlegte Bild
wird von dem erhaltenen neuen
Negativ dann mittels einer licht-
empfindlichen und gegen Säure
widerstandsfähigen Substanz auf
Zinkplatten für den Druck kopiert.
Die schwierigste Arbeit an einem zur Zeit in Arbeit
befindlichen Kulturfilm der Ufa über dies Thema hatten
die Kameraleute Juppe und Krien zu leisten. Galt es
doch eine Spezialapparatur — eine Kombination von
Normalapparat und Mikroskop — zu schaffen, die kon-
tinuierlich den Beschauer von der Übersicht auf das
Objekt immer näher heranfahren läßt, bis nur noch das
mikroskopische Bild übrigbleibt. Aus einer Über-
sichtsaufnahme beispielsweise, die ein Zimmer
mit einem zeitungslesenden Herrn zeigt (Abbildung 2),
Phot. Via
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bei der der Apparat mehr als 6 m vom Objekt entfernt steht, muO
die Kamera immer näher heranrollen, bis von der Zeitung nur
noch ein ausgewähltes Bild (Abb. 3), weiter nur noch ein Teil
des Bildes (Abb. 4), und endlich nur noch die Linien und Punkte
des Rasters (Abb. 1) übrigbleiben, ohne daß auch nur für den
kleinsten Augenblick die Bildschärfe leidet, Da außer genannten
Themen noch die interessantesten Sujets der Schriftfälschung
und der gerichtlichen Medizin, vk-ic Nachweis von Blutfleccken
usw. zur Darstellung gelangen werden, darf man mit Recht
diesem Film mit Spannung entgegensehen.
Besuch in Neubabelsberg. Regisseur Ucicky, Produktionsleiter Günther Stapenhorst (links), Betty Amann (Mitte), Erich Möller (rechts) empfangen
den Romanschriftsteller Fedor von Zobeltitz und seine Gattin bei den Aufnahmen des Filmes „Der Sträfling aus Stambul". (Nach dem
Z.-schen Roman „Das Fräulein und der Levantiner") Pkoi. Ufa
Betty muß weinen
Von Hanna Heßling.
Dämmerung . . , grauer Wald von Brettern und Balken.
Lianengestrüpp der Lichtkabel, ein fernes Hämmern, ein
Krachen von Holzspänen, gespenstischer Urwald . . .
Filmatelier,
Gleich acht Uhr. Ich habe mich in der großen Halle von
Babelsberg verlaufen. Es scheint nicht mehr gedreht zu werden.
Da . . . ein plötzlicher Lichtstrahl.
Es wird gedreht.
Hasselmann liegt und kniet und hockt abwechselnd vor seiner
Maschine und haucht Kommandos an die Beleuchter. ,, Ver-
zeihen Sie," frage ich leise, ,,hier wird wohl gestorben?"
(Immerhin hat man ja doch einige Erfahrung als passionierte
Alelicrbummlerin.) „Nein!" antwortet mir ein Beleuchter, „hier
soll geweint werden . . . !" Das Klavier seufzt, „wie eiskalt ist
Dein Händchen" ... in Sehnsucht und tiefer Traurigkeit . . ,
hier soll geweint werden!
Man flüstert mir zu, daß es Betty Amann ist, die hier weinen
soll, und daß dieser Ufa-Film ,,Das Fräulein und der Levantiner"
heißen wird, und daß es der Levantiner (Heinrich George) ist,
um den das Mädchen weinen muß (unter der Regie von
G. Ucicky). Echte Tränen und keine aus Glyzerin sollen es sein,
die hier vergossen werden. Echte Tränen sind es, auf die Ope-
lateur und Hilfsregisseur, Beleuchter und Bühnenarbeiter warten.
Und auch ich warte. Leise gehe ich auf und ab. Zehn Minuten,
eine Viertelstunde . . . hier soll geweint werden . , .
Geht da plötzlich die Tür auf, und Betty Amann kommt
herein. Kein Laut. Schweigend wird es hell, Betty Amann
schluchzt und dicke Tränen kullern aus ihren Augen, fließen
seitwärts die feine Nase herab und tropfen mitten über ihre
Wangen, runter auf das Bild in ihren Händen. Derbe Tritte
von irgendwoher , . . Pscht . . . pscht . . . hier soll geweint
werden. Und die Bühnenarbeiter in ihren lauten, latschenden
Pantoffeln, und die fremden Beleuchter, die Lampen und Kabel-
seile vorübertragen, und die Zimmermänner, die nebenan häm-
mern und hobeln, lassen die Arbeit für .Minuten ruhen. Sie
werden still und treten leise auf, wenn sie vorüberkommen
müssen. Leise und scheu, wie in Ehrfurcht vor der ganz persön-
lichen, ganz privaten Träne, die eine junge Filmschauspielerin
hier weint, das Bild eines Mannes in Händen, der eigentlich gar
nichts dafür kann.
Irgendwo spielt jemand in Sehnsucht und tiefer Traurigkeit
Puccini , , , hier soll geweint w-erden.
Dieses Warten, abwechselnd in greller Helligkeit und tiefer
Dämmerung, ist eigentlich nur ein Merkmal der Arbeit am'Kullur-
und weniger am Spielfilm. Denn die Orchidee blüht nicht auf,
wenn der Naturfilmregisseur es befiehlt, und die Libelle schlüpft
nicht aus, wenn es dem Operateur gerade paßt. Es ist die
Natur, die Regie führt, wenn wir sie abbilden. Und deshalb ist
es ganz in Ordnung, wenn wir hier flüsternd warten , , , auf
eine echte, auf eine natürliche Träne, und nicht, daß die Träne
(in einer Flasche Glyzerin) wartet, bis wir sie gerade zu einer
bestimmten Minute gebrauchen können. Wirkliche Tränen
machen es wie die Orchideen und Libellen — sie führen Regie.
WatuM
Nach einer Unter-
brechung von
mehreren Monaten,
die durch Krankheit
und das Tonfiimfie-
ber hervorgerufen
worden wfar, hat
Charlie Chaplin wie-
der die Arbeit an
seinem neuen Film
„Stadtlichter" aufge-
nommen. Die Vorbe-
reitungen zu diesem
Film gehen noch in
das Jahr 1927 zu-
rück, denn gleich
nach Fertigstellung
von ,, Zirkus" machte
sich Chaplin, der ja
unermüdlich arbei-
tet, daran, seinen
Ideen zu dem neuen
Film Gestalt zu
geben. Er ist ja
einer der langsam-
sten Arbeiter, die
sich für den Film
einsetzen, aber diese
Ruhe bringt auch
jene köstliche Reife
hervor, die alle seine
Schöpfungen aus-
zeichnet. Man wird
vermutlich damit zu
rechnen haben, daß
er uns in Zukunft
nur alle zwei Jahre
ein Werk schenkt.
Eine ganze Reihe von
Jahren, bis zum
„Kid", hat Chaplin
sehr viele Kurzfilme
hergestellt. Und erst
als er fand, daß sich
seine besondere Art
auf den Großfilm
ebenfalls übertragen
ließe, ist er davon
abgekommen uni hat
die Meisterwerke
,, Goldrausch" und
,, Zirkus" geschaffen.
Diese kurzen Filme,
die hin und wieder
noch einmal auftau-
chen, enthalten na-
türlich ebenfalls
köstliche Episoden,
denn ihnen verdankt
Charlie ja den gro-
ßen Ruhm, der ihn
bereits umschwebte,
ehe er Jackie Coo-
gan für ,,Kid" ent-
deckte. Bekanntlich
ist ihm die zweite
Entdeckung aus die-
sem Film sehr
schlecht bekommen.
Ein kleines Mädchen
daraus, das in der
Statisterie spielte,
wurde einige Jahre
Charlie in „Zivil"
Phot. Spurr
danach von ihm als
Darstellerin zum
„Goldrausch" enga-
giert. Gutherzig, wie
Charlie ist (und mit
Hartleben kann man
ihn einen wahrhaft
guten Menschen nen-
nen), gab er den
Bitten der Mutter
dieses Mädchens
nach, die ihre Toch-
ter gern zum Star
gemacht sehen woll-
te. Hatte es doch
ganz Hollywood er-
lebt, daß Chaplins
Stenographin Betty
Moresco in dem
Film „A Woman of
Paris" (Deutsch: Die
Nächte einer schönen
Frau genannt) eine
Glanzleistung bot.
Denn Chaplin ist der
vollkommenste Re-
gisseur, der es ver-
steht, solange zu ar-
beiten, bis die Dar-
steller seine Bewe-
gungen nachahmen
können. Das Gold-
rauschmädchen aber
entpuppte sich als
„Golddigger" wie
man in Amerika von
jenen ,, Goldgräberin-
nen" sagt, die es auf
die Taschen der
Männer und auf eine
vorteilhafte Heirat
oder Abfindung ab-
gesehen haben. Nun,
Chaplin heiratete
Lita Grey, wie sie
sich als Schauspiele-
rin nannte, aber er
vernichtete alle mit
ihr gedrehten Teile
des ,, Goldrausch"
und begann noch
einmal mit den Auf-
nahmen, bei denen
ihm Georgia Haie
als Hauptdarstellerin
diente. Dieser Zwi-
schenfall, und die
noch unangenehme-
ren Scheidungsge-
schichten haben
Chaplin noch ernster
und in sich gekehr-
ter gemacht als er
schon vorher war.
Chaplin ist immer
gegen das laute Her-
vortreten gewesen
und hat sich in der
Öffentlichkeit wenig
sehen lassen, ob-
gleich er vielen jun-
gen Talenten neid-
los zum Aufstieg
Szene aus einem älteren Chaplinfilm
verhalf, auch solchen, die es heute nicht mehr wahrhaben
wollen. Sein eigentliches Wesen ist Ernst. Man kann dies
schon aus seinen Filmen folgern, die ja durchaus kein Ulk sind,
durchaus nicht harmlose Grotesken, wie sie andere ameri-
kanische Komiker bieten. An Liebenswürdigkeit ist ihm Harold
Lloyd überlegen, und man hat jenseits des Ozeans ganz gewiß
recht, wenn man Harold Lloyd viel amerikanischer findet. Aber
Chaplin übertrifft ihn an Tiefe. Es hat sechzig Jahre gedauert,
bis man erkannte, daß die scheinbaren Possen eines Wiener
Lokalkomikers, Johann Nestroy, den seine Zeitgenossen für
einen besseren Spaßmacher hielten, in Wahrheit Schöpfungen
eines tiefen satyrischen Geistes sind. Zu seinen Lebzeiten hat
man ja auch Shakespeare nicht anders eingeschätzt, was zur
Folge hat, daß wir heute von diesem größten Dramatiker der
Weltliteratur nur sehr wenig wissen. Chaplin genießt das Glück,
daß man aus früheren Fehlern gelernt hat und das Genie boi
ihm rechtzeitig erkennt. Denn was er spielt, ist eigentlich die
Tragödie des modernen Menschen, dem Menschen, der zum Schluß
allein bleibt, wie der Chaplin im Zirkus, der, immer kleiner wer-
dend, zuletzt im Hintergrunde verschwindet. Bei ihm gibt es
kein happy end. Wenn seine Filme trotzdem versöhnlich wir-
ken, ja, wenn von ihnen die Befreiung des großen Lachens aus-
geht, so deshalb, weil er menschliche Eigenschaften unter die
kritische Lupe nimmt, die es wert sind dem Gelächter ausgesetzt
zu werden.
Chaplin hat sich nur selten über seine Kunst ausgesprochen.
Er liebt es, wie gesagt, gar nicht, anders denn auf der Leinwand
zu erscheinen und hält im allgemeinen seine Absichten für zu
privat, als daß er sie der Welt erklärte. Dabei ist er nicht ab-
geneigt, mit interessanten Menschen in näheren Verkehr zu treten.
Cläre Sheridan, die Bildhaucrin und Journalistin, hat in ihrem
amüsant und nicht ohne Bosheit geschriebenen Buche erzählt, wie
sie Chaplin in Hollywood kennenlernte und mit ihm zwei Tage in
der Einsamkeit am .Meer verlebte. Aber Charlie hat doch ge-
legentlich Äußerungen über seine Art, Komik zu erregen, gemacht.
Er antwortete einmal auf die Frage, durch' welche Wirkungen
selbst nebensächliche Szenen in seinen Filmen so komische Wir-
kungen besäßen gewiß schlagkräftig: ,,Um die Leute lachen zu
machen, muß man ihnen .Menschen vorführen, die sich in lächer-
lichen Situationen befinden, also in solchen, die dem gewöhnlichen
Gebaren entgegengesetzt sind. Wenn uns der Wind den Hut ent-
führt, so ist das an sich noch nicht komisch. Drollig wird die
Situation erst, wenn wir den betreffenden Menschen vorher sahen,
wie er steif und würdevoll durch die Straße ging und nun plötz-
lich mit flatternden Rockzipfeln hinter dem Hut herjagt, mit der
Hand danach hascht und ihn erst dann erreicht, wenn er im
Schmutz liegt. Der Mensch in einer lächerlichen und peinlichen
Situation — das ist die Grundlage aller Komik. Nun ist aller-
dingt nur das kleine Mißgeschick komisch und wird es vor allem
dann, wenn der davon Betroffene es unter keinen Umständen
wahr haben will, daß ihm die Angelegenheit unangenehm ist.
Komisch sind alle Dinge, die man als falsch entlarvt. Echte
Würde ist nie komisch — und eine alte Frau kann sie in gleichem
Maße besitzen wie eine Königin, Aber komisch ist die selbst ver-
liehene Würde, mit der nicht wenig Zeitgenossen durch das
Leben stolzieren. Nehmen Sie einen großen Nachtwächter, der im
Bewußtsein seiner Würde durch die Straßen geht und der plötz-
lich den richtigen Schlüssel nicht findet. Nehmen Sie einen
dicken Schutzmann mit grimmigem Blick, die Würde selbst, der
plötzlich in ein Kanalloch stürzt. Oder eine protzig gekleidete
Dame, der aus der Galerie eine Portion Eis in den Ausschnitt
fällt. Komisch sind jene Vorgänge, in denen unbeliebte Menschen
lächerlich gemacht werden. Wir alle haben im Leben unseren
kleinen Ärger mit Menschen, denen wir nicht so antworten
können, wie es unser Gefühl von Rechts wegen möchte. Wenn
jetzt im Film ein Vertreter des gleichen Berufes für sein unan-
genehmes Betragen die richtige Entgegnung erhält, durch die er
in eine peinliche Situation gerät, so wirkt das lächerlich. Man
trifft in einem Restaurant einen groben Kellner, der schlecht be-
dient und die Leute wie Luft behandelt. Sobald Sie ihm zum
Wechseln eine HundcrtdoUarnote reichen, wird der Mann sehr
verlegen. Komisch ist natürlich ein Tramp, wie meine Film-
figur, der sich mit einem Spazierstöckchen ausrüstet, trotzdem er
sehr abgerissen geht. Ein Spazierstock ist an sich schon komisch,
weil er eine Würde vortäuscht, die nicht dahintersteckt, denn er
hat gar keinen Zweck. Wenn ich mir nun gar w'ährend unange-
nehmer Augenblicke die zerrissene Krawatte zurechtrücke, so er-
ziele ich damit den Eindruck einer lächerlichen Würde.
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Mal wiedertrifft. Deshalb hat man die Handlung
des Ufa-Films „Die Schmugglerbraut von Mallor-
ca" an Ort und Stelle aufgenommen, eine Selten-
heit in unseren Tagen, denn moderne Filmregis-
seure bauen sich am liebsten die Szenerie im
Atelier auf. Die Hauptrolle stellt Jenny Jugo
dar. Sie, die rassige „Carmen von St. Pauli", er-
hält hier Gelegenheit, eine echte Spanierin darzu-
stellen und zu beweisen, daß heißes kastilisches
Blut in ihren Adern pulst. Eine sehr interessante
Überraschung wird die Mitwirkung des spanischen
Fechtmeisters Felix de Pomes sein, der zum ersten
Male auf der Leinwand erscheint. Jenny Jugos
Partner ist wieder Enrico Benfcr.
An den spanischen Inseln geht der Strom der Ver-
gnügungsreisenden, die am Mittelmeer Erholung
und Zerstreuung suchen, vorüber. So haben sie
sich ihre Eigenart weit besser erhalten können als andere
Länder dieses Himmelstrichs, in denen heute die Frem-
denindustrie das große Wort führt, und modemer Hotel-
komfort die Welt auf eine internationale Gleichung
bringt. Die spanischen Inseln liegen abseits. Auf ihnen
herrschen noch Sitten, die aus alter Zeit stammen, und
die Bewohner fühlen sich in ihrer Abgeschiedenheit
glücklich. Diese Eingeborenen sind ein kühner Men-
schenschlag, die ihr karges Brot in immerwährendem
Kampf mit dem Meere gewinnen müssen, denn sie sind
zumeist Fischer und Seeleute — aber auch Schmuggler,
die es geschickt verstehen, die Zollwächter zu täuschen
und im Gewirr der Klippen vor den Steilküsten dem ge-
fährlichen Gewerbe nachzugehen. Eine dieser Inseln ist
Mallorca, von der man heute nicht mehr viel hört, seit-
dem jene ,, Majolika" genannte Terrakotta aus der Mode
gekommen ist. Hier sind die Spanier, namentlich aber
die Abkömmlinge der Sarazenen besonders kühn und
unternehmend. Aber die Insel hat daneben landschaft-
liche Reize, die man an anderer Stelle nicht ein zweites
Oben: Enrico Benfer und der spanische Fechtmeister
Felix de Pomes. Unten: Jenny Jugo p/wt. Ufa
Immer ist es interessant und
anregend, nach Neubabels-
berg zu fahren, zwischen den
gewaltigen Anlagen des Ufa-
Aufnahmeplatzes herumzuspa-
zieren und dann einen neugie-
rigen Blick in die Ateliers zu
werfen, die ja schon lange nicht
mehr die Bezeichnung „Glas-
haus" tragen . Zwar steht noch
unfern dem Eingang ein kleines
Glashaus, wohl das älteste Ate-
lier in Berlin, das aus den Ta-
gen der ersten ,, Autorenfilme"
stammt und worin Jos May
gern arbeitet. Aber die ande-
ren Aufnahmehallen sind so ge-
baut, daß sie dem Tageslicht
jeden Eingang wehren, und die
Tonfilmstudios werden sogar
gegen alle Außengeräusche ab-
gedichtet sein, Iwan Mosjukin,
der soeben den ,,Manolescufilm
beendete, ist der Hauptdarstel-
ler einer neuen Arbeit ,,Dpr
weiße Teufel", die nach Tol-
stois Erzählung ,,Hadschi Mu-
rat" geschrieben wurde. Lil
Dagover und Betty Amann sind
seine Partnerinnen. Dieser Film,
der natürlich in Rußland spielt,
erfordert Bauten von gewalti-
gem Ausmaß. Geht doch die
Handlung zum Teil in der Pe-
tersburger Oper vor sich, des-
sen weltberühmtes Ballelt in
einer großen Tanzphantasie im
Film erscheint. Dieses Ballett, dessen
Sterne, die Pawlowa, Karsawina, Fokin,
Nijinski längst in alle Winde geflattert
sind, wird im Film von der Eduardowa ge-
leitet, deren Tänzerinnen die berühmte
russische Schule verraten. Als Solistin
wird man Marianne Winkelstern, die
Zierde der Charcllrevuen, sehen, die ihre
ersten Filmschritte bereits getan hat
Man wird auch Betty Amann als Tän-
zerin bewundern können, denn Iwan Mos-
jukin, der weiße Teufel, hat sich in ein
kleines Ballettmädcl vergafft, das Betty
Oben: Hans Albers in einer
charakteristischen Rolle
Mitte: Lilian Harvey in
,,Wenn du einmal dein
Herz verschenkst".
Unten: Betty Amann
spielt in ..Der Sträf-
ling aus Stambu
riwt. Ufa
Amann heißt. Mosju-
kin freilich hat mit
einem Nebenbuhler zu
rechnen, mit dem ehe-
dem in Rußland nicht
zu spaßen war, nämlich
mit dem Zaren. Aber
seine Verbündete ist die
Fürstin Nelidowa, die
den Zaren bisher durch
ihre Schönheit zu fes-
seln wußte. Wenn man
verrät, daß Lil Dagover
in der Rolle der Fürstin
erscheint, so wird das
nicht wunder nehmen.
Sie sieht wieder wun-
derschön aus und ist so
schlank wie in der vo-
rigen Saison geblieben,
obgleich dies die Mode
jetzt nicht mehr erfor-
dert. Das Bild in der
Oper ist außerordent-
lich farbenprächtig. Lo-
gen und Rang sind er-
füllt von der ersten Pe-
tersburger Gesellschaft.
Man sieht viele Unifor-
men und entdeckt dar-
über den schneidigen
Harry Hardt, dem eben-
falls eine größere Rolle
zugefallen ist, sieht
viele elegante und
schöne Frauen, kurz, es
entwickelt sich jenes
strahlende Bild, das für
die Galaabende der Pe-
tersburger Oper typisch
war. Eben ist in Nea-
babelsberg der Regis-
seur Hans Behrendt mit
einem Lilian - Harvey-
Film fertiggeworden,
dem der Schlagertitel:
,,Wenn du einmal dein
Herz verschenkst" mit
auf den Weg gegeben
wurde. Bei einem Film
mit diesem beliebten
Star braucht nicht erst
gesagt zu werden, daß
man einen Lustspielfilm
vor sich hat. Hans Beh-
rendt ist besonders
stark im Ersinnen hei-
terer Bilder, und er fin-
det darin bei seiner
Hauptdarstellerin volle
Unterstützung, die ein
natürliches Gefühl für
humoristische Wirkun-
gen hat und doch nie-
mals derb wird.
Hans Albers, der in
Oben: Hans Albers bei einer Auf-
nahme
Mute: Ballett mit Marianne
Winkelstern in „Der weiße
Teufel"
Unten: Lilian Harvey
und der Tonfilm
Phot. Uta
t
der vergangenen Bühnensaison
in die vorderste Reihe der Ber-
liner Bühnendarsteller trat, der
in ,, Verbrecher" des rätselhaf-
ten Ferdinand Brückner und
in ,, Rivalen" die größten Er-
folge hatte, dessen Streit mit
Kortner das Tagesgespräch
aller Theaterfreunde bildete,
hat ebenfalls fleißig gefilmt
und wird bald in charakte-
ristischen Rollen zu sehen sein.
Die junge und anmutige Vera
Schmitterlöw erscheint in dem
Ufafilm ,, Flucht vor der Liebe".
Die Hauptdarsteller dieses
Filmes sind bekanntlich Jenny
Jugo und Enrico Benfer, die
auf dem Wege sind ein be-
rühmtes Darstellerpaar in der
Art von Ronald Colman und Vilma Banky
zu werden. Albers verkörpert in ,, Flucht vor
der Liebe" eine Rolle, die seiner Partie in
„Verbrecher" ähnlich ist und wie sie ihm
ähnlich niemand nachspielen kann.
Die sehr interessante bisher nur untef Fritz
Lang erprobte Gerda Maurus ist in der
nächsten Saison nicht nur die ,,Frau im
Mond", sondern wird bei dem Regisseur Jo-
hannes Mayer in ,, Hochverrat" spielen. Auch
dieser Film geht wieder in Petersburg vor
sich und spielt in den Kreisen jener Fana-
tiker, die ihren Ideen durch die ,, Propaganda
der Tat" , Anerkennung verschaffen wollen.
.Gustav Frölilich hat einen jener verirrten
'enschenSäarzustellen. dem ein junges Mäd-
MtiatebMiv. Gerda Maurus, den bereits zum
Schuß erhobenen Revolver aus der Hand
reißen kann.
Die Handlung ist hochdramatisch. Beim
Besuch der Ateliers in Neubabelsberg bekam
man eben jene Szenen zu sehen, in denen
Gerda Maurus von Polizisten verfolgt wird,
weil sie annehmen, daß sie die eigentliche
Attentäterin sei. Gerda Maurus spielte die
Vorgänge — sie flieht in eine fremde Woh-
nung und verbirgt sich dort — mit soviel
echter Angst, daß man diesem Film und seiner
Hauptdarstellerin mit höchsten Erwartungen
entgegen sehen darf.
Was mtn im Film alles braucht: Eine französische Reklamesäule für den Ufafilm „Manolescu"
Tonfilm-Montage
Von Marc Roland
Phot. Ufa
Am Anfang des Tonfilms steht nicht der Vorwurf, das Sujet,
die Idee, deren Wert an sich indessen nicht unterschätzt
werden soll, wohl aber das Manuskript, Bereits bei ihm
sind nämlich die Grundlagen einer guten Tonfilm-Montage er-
forderlich. Alle Schwächen im Aufbau, im Tempo und Ausdruck
einer Szene, die nachher beim Schneiden das große Kopfzer-
brechen verursachen, liegen meist schon im Drehbuch begründet.
Wenn heute von der Montage eines Films so viel Aufhebens
gemacht wird, so geschieht dies häufig aus tatsächlichem Pe-
S}»ekt vor denjenigen ,, Scherenmeistern", welche die Virtuosität
haben, aus dem vorhandenen Negativmaterial, durch abwechse-
luogsreiches Durch- und Ineinanderschneiden der einzelnen
Szenen eine spannende und packende Bildfolge zu erzielen. Eine
solche bunte Komposition aus Ncgativteilen, die in einer viel-
leicht im Manuskript vorher nicht beabsichtigten, aber der bei
der Durchsicht des Materials erkannten besseren Wirkung
halber neuschöpferisch zusammengeschnitten werden, scheidet
von vornherein beim Tonfilm aus. Damit soll nicht gesagt
werden, daß nicht in Ausnahmefällen auch beim Tonfilm Um-
stellungen möglich sind. Sie zählen aber zu den Seltenheiten
und werden stets eine reine Glücksache sein.
Der Tonfilm ist noch mehr an die Zeit und deren Kunstgesetze
gebunden als der stumme Film. Eine musikalische oder mit
Musik unterlegte Szene kann sowieso nur nach der Musik ge-
schnitten werden. Mithin muß die Aufnahme für den
Schnitt gedreht werden und infolgedessen hat das Manuskript
diese Voraussetzungen an einem tadellosen Schnitt bereits zu
enthalten.
Die Teilung der Manuskriptseite in eine linke und rechte
Hälfte — in eine tonliche und bildliche Seite — hat sich bereits
als sehr praktisch erwiesen. Es wird damit vermieden, daß ein
Fehler im tonlichen Aufbau gegenüber dem bildlichen in irgend-
einem Punkte übersehen wird. Ein solches Übersehen kann sich
nämlich zu einem großen Fehler entwickeln, der erfahrungsgemäß
die Wirkung einer Szene stark gefährdet.
Hier trifft man übrigens auf eine der ästhetisctien Grundlagen
des Tonfilms. War bisher im stummen Film die Begleitmusik des
Orchesters eine unumgängliche Notwendigkeit, so war es doch
dem Filmästheten niemals zweifelhaft, daß die Musik im
stummen Film das Sekundäre ist. Der Ton des Tonfilms dagegen
schiebt sich in derartig ausgesprochener Weise in den Vorder-
grund, das bei dem zu erwartenden Fortschritt des Tonfilms die
tonliche Seite das Primäre wird, wenn das nicht heute bereits
der Fall ist. (Es wäre aber falsch, anzunehmen, daß dies die
Folge des Bestrebens der Autoren sei, für den Tonfilm möglichst
musikalische oder reine Sprechstoffe zu wählen. Hier scheint
übrigens bei den meisten heutigen Autoren ein gewisser Irrtum
vorzuliegen. Die Verwendung z. B. eines Geigers als Handlungs-
figur ergibt an sich noch lange keinen guten Tonfilm.
Es darf also mit gutem Gewissen gesagt werden, daß nach
Anerkennung und Auswahl eines guten Stoffes die Haupt-
sache die sorgfältige Betreuung der tonlichen Seite des Dreh-
buches ist. Alle Fehler im Tempo, in Zeitdauer und in der
Dynamik, die hier unbeachtet geblieben sind, rächen sich tot-
sicher am fertigen Film und stellen sich schon bei der Schnitt-
arbeit heraus. Es verschiebt sich also die Filmmontage dahin-
gehend, daß beim guten Tonfilm-Manuskript von vornherein alle
Schnittfragen gelöst sein müssen.
Man braucht nun durchaus nicht gleich ängstlich anzunehmen,
daß mit der letzten Kurbeldrehung der Tonfilm sein letztes und
endgültiges Gesicht bekommen und behalten müsse. Es gibt
auch hier — in gewissen Grenzen — Möglichkeiten einer prak-
tischen Retusche. Bei der Arbeit mit der Schere ist es z. B. von
Fall zu Fall möglich, einem Sprecher einen Satz ganz oder teil-
weise wegzuschneiden, seine Sprachpausen zum Zwecke eines
gesteigerten Tempos zu verkürzen, ja sogar mit der Schere in
der Hand auch einmal Sprünge in die Musik hineinzuschneiden,
wie sie der Kapellmeister bei der Begleitung eines stummen
Films seinem Orchester ansagt. Hierzu ist natürlich Voraus-
setzung, daß genügend Bildeinstellungen in einer Szene vor-
handen sind, da es sonst unvermeidlich wird, daß in das Bild
ein Sprung hineinkommt, d. h. daß der Schauspieler nach dem
Herausschnitt eines Satzes plötzlich eine ganz andere Kopf-
haltung zeigt als noch im Moment zuvor. Genau so kann man
natürlich auch musikalische Wiederholungen aus einem zweiten
Negativ in den Film hineinschneiden, um so das Tempo einer
Szene ruhiger zu halten.
Harry Halm
spielt in den Ufa-Filmen: „Wenn Du einmal Dein Herz vepscbenksi" und „Adieu, MascoHe'
iK
iJM\
Wenn sich die Hitze in
den Mauern der Städte
fängt, die Straßenzüge drük-
kende Glut ausströmen und
selbst die Nacht keine Küh-
lung bringt, sondern dumpfe
Schwüle über den Häusern
brütet, dann packt man gern
die Koffer, eilt zur Bahn und
läßt sich ans Meer fahren. Die
Nordsee hat Heinrich Heine
besungen und wie kein zwei-
ter die Reize dieses nordi-
schen Meeres gepriesen, ob-
gleich es in seinen Tagen
noch keine bequemen Salon-
dampfer gab, keine Schnell-
zugsverbindung die Küste dem
Binnenlande nahe rückte, son-
dern die Fahrt nach Helgo-
land mit vielen Unbequem-
lichkeiten verbunden war und
die Helgoländer Fischer es da-
mals als ihr Privileg betrach-
teten, die meist seekrank
landenden Landratten kräftig
zu verspotten. Nun, das hat
sich seitdem gründlich ge-
ändert, zumal in Heines Zeit
das Badeleben noch nicht
recht erfunden war und der
Großstädter an der See mit
Verhältnissen zufrieden sein
mußte, die in starkem Wider-
spruch zu seinen sonstigen
Lebensbedingungen standen.
Da aber Wasser immer noch
keine Balken hat, so sind in
den letzten lahren sogar eine
Anzahl Bahnverbindungen
entstanden, die den Reisen-
den aus dem Innern des Lan-
des bis an den Strand brin-
gen, ohne daß er seinen Fuß
aus dem D-Zugwagen zu
setzen braucht. In neuester
Zeit hat man sogar entdeckt,
daß die Nordsee nicht nur
Oben: Der Bademeister von
Scheveningen. Mille : Hoch-
saison. Die Strandpromenade
von Scheveningen mit ihren
Hotels, Cafes und den Bade-
gästen Phol. Vja
prächtig ist, sobald die Sonne
das Thermometer auf tropi-
sche Hitzegrade treibt, son-
dern auch in den Frühjahrs-
und Herbsttagen prachtvolle
Erholung bietet. Sogar zum
Wintersport laden heute ver-
schiedene Badeorte der Nord-
see ein, wenn auch solche,
die dem milden Golfstrom
nahe liegen, auf dieses Ver-
gnügen verzichten müssen. In
den letzten Jahren sind so-
gar die Amerikaner zahl-
reicher geworden, die von
der Nordsee Stärkung und Er-
holung ihrer Nerven erwarten.
Florida ist ja auch um diese
Zeit zu heiß, und Kanadas
Küsten haben zu ungleiches
Wetter, auch sind sie zu ein-
sam für den modernen Men-
schen der Großstadt, der Ein-
samkeit nur ein paar Tage er-
tragen kann, sie aber her-
nach drückender als den ge-
wohnten Trubel der Stadt
findet. Die Nordsee gibt die
richtige Mischung. Sie er-
laubt dem, der Ruhe sucht,
sich abzusondern und in die
Einsamkeit der Dünen zu-
rückzuziehen und gibt jenem,
welcher ohne Gesellschaft und
buntes Treiben nicht aus-
kommen kann, Gelegenheit,
seine Wünsche zu realisieren.
Unsere Bilder bieten einen
kleinen Ausschnitt aus dem
Strandleben, wie es augen-
blicklich in den großen See-
bädern an der Nordsee
herrscht. Ob nun Schevenin-
gen oder sonst wo, die Nord-
see wird immer ein beliebtes
Reiseziel sein, das jung und
alt der verschiedensten Ge-
sellschaftskreise anlockt.
Im Kreis: Stiller Winkel im
alten Fischerdorf Scheveningen.
Unten : Badestrand mit den
Zelten des Freibades von Sche-
veningen P/iot. Ufa
6r S
V_^ UND W
le
UND SEHR VIEL
ScltwiitÄel
GivbLiA^ti0erAbeK.teu.errow/tcLVb
8. Fortsetzung
Sie runzelte die Stirn.
„Das kommt darauf an. Manchmal auch er an meiner Stelle."
„So. Aha. Na ja, sehr interessant."
Er wollte eigentlich Fragen stellen, aber wer wußte denn, ob —
Der Verfolger war natürlich wahrscheinlich ein Detektiv ge-
wesen, irgend so etwas — was mochte die Kleine auf dem Kerb-
holz haben?
Er gestand sich ganz offen, daß er sich schämte, ihr ,,so
etwas" zuzutrauen. Aber der scharfe Großstädterintcllekt lachte
ironisch. Man hatte diesem durchtriebenen, verw'egenen kleinen
Ding gegenüber, das mir nichts, dir nichts vor dem Schutzmann
aus dem fahrenden Zug springen wollte, die ängstliche Rück-
sichtnahme des Gentleman: Nur die Dame nicht in Verlegenheit
bringen. Und mehr — schlimmer als das: Man traute sich nicht,
sie auszufragen, aus Furcht, dabei jämmerliche Ausflüchte oder
— ein Geständnis zu hören zu bekommen, das einem das nied-
liche Bild verdarb und — na ja — und einem die ganze Atmo-
sphäre von Beihilfe, Mitschuld und so weiter höchst unangenehm
auf den Hals schickte.
Ja — jawohl! Und wenn auch! Und wenn es auch so wäre!
Es war so viel netter, an ein unschuldiges kleines Mädel zu
glauben mit einem hilflosen Stupsnäschen im feinen Gesicht, ein
Mädel, dem man beigestanden hat — warum sollte man sich mit
Gewall seine Illusion zerstören? Illusion war vielleicht das
Allerwichtigste, Halt den Mund, Robby, und spiel' deine Rolle
weiter!
Und das Mädchen:
Er fragt mich nicht — warum fragt er mich nicht — schüch-
tern ist er doch wirklich nicht. Er muß doch denken, daß ich
eine Verbrecherin bin, daß man mich wegen irgendeines Ver-
gehens verfolgt — oder — oder ist er selbst — wer kennt sich
denn in diesem Lande voller Gauner aus? Wer sagt mir, daß
er nicht auch von dem Papier weiß wie die Jancovics — Wenn
die es gewußt haben, kann er ebenso gut — Der Trick mit dem
Mantel vorhin — Also ich werde bestimmt nichts sagen. — Er
VON LUDWIGvoN WOHL
Nathdrack verboten
sieht mich sowieso so spöttisch an. Wenn er mich noch lange
so ansieht — ich glaube, ich haue ihm kaltlächelnd eine herunter.
Und wenn er mich noch so sehr vor Jancovics gerettet hat.
So kam es, daß die anderthalb Stunden bis Ragazza nichts
mehr zwischen ihnen gesprochen wurde als ein paar ganz all-
gemeine Phrasen.
Erst kurz vor der Station wurde sie wieder unruhig.
Man mußte alles daransetzen, um unbemerkt ins Hotel zu
kommen.
So viel hatte man von Illyrien schon kennengelernt, um zu
wissen, daß es Madame Jancovics inzwischen sehr gut gelungen
sein konnte, sich anderweitig Hilfskräfte zu engagieren. Viel-
leicht erwartete sie sie am Bahnhof von Ragazza mit einer Ab-
teilung bestochener Komitatschis, vielleicht mit dem Polizei-
präsidenten des Landes.
,,Sie haben Ihren Regenmantel aus dem Zuge geworfen," sagte
sie plötzlich, „aber ich sehe, Sie haben da noch einen anderen.
Es — ich — könnten Sie mir den Mantel bis zum Hotel borgen?"
Er sah sie mit schräg gehaltenem Kopf an.
,,Man muß ein bißchen Sinn für Stil haben", meinte er. „Wie
wäre es, wenn ich Ihnen einen Filzhut dazu aufsetzen würde!
Hier — den da zum Beispiel?"
Er beugte sich vor.
,,Wer darf Sie denn nicht sehen — die Polizei?"
,,Nein," fauchte sie, ,, jemand anders."
,,Hm, Sie wollen unbeobachtet ins Hotel kommen — also in
den großen Konak von Ragazza — ein anderes Haus gibt es da
ja wohl nicht."
„Dann würde ich Ihnen empfehlen, auch dieses Paar Hosen
anzuziehen."
Der hilfreiche Schrankkoffer wurde wieder geöffnet.
„Bitte schön, machen Sie in aller Ruhe Toilette, Gnädigste!
Ich passe auf, daß niemand hereinkommt."
jßHolWIm ,<^fa
Filmpack forden Sonuf
tag-erist empßndlidier/
Sie bekommen kerne HIV
lerbeliditete Außi^nne
mehr/
Oder photo-
graphieren Sie noch nicht? Dann
können Sie es mit einer Agfa-Camera
lernen. Die Billy kostet nur 36 771.
/
Als er ein paar Minuten später wieder eintrat, stand ein
schlanker Junge da in einem viel zu weiten Ulster mit hoch-
geklapptem Kragen, der ihm unnötig mächtige Proportionen
gab. Den Hut trug er tief in die Stirn gezogen.
,, Großartig", bewunderte Robby, obwohl ihm die ganze Zeit
über bei dem Gedanken nicht recht wohl gewesen war, hier
womöglich einer regelrechten — — Quatsch! Das war ja gräß-
lich, was für kleinbürgerliche Komplexe man in sich trug.
Sie war ein bißchen verlegen und sah ihn vorsichtig und von
unten heran an wie ein kleiner Hund.
,, Wissen Sic, eigentlich habe ich mir ja eine kleine Belohnung
verdient", begann er. ,, Finden Sie nicht, daß ich — "
„Da ist Ragazza!"
Der Zug verlangsamte seine Bewegung.
„Ich bin Ihr Sekretär," sagte sie heftig. „Sie müssen zu mir
sprechen wie zu einem Mann, ja?"
,, Gemacht!" nickte er gehorsam. ,,Und was die Belohnung — "
,, Ragazza", schrie draußen eine überschnappende Stimme. Der
Zug hielt. Robby hob sein Gepäck aus dem Netz. ,,Wo ist denn
Ihr Gepäck?"
„Hier, Schulze, nehmen Sie das Gepäck"
„Verlorengegangen — gestohlen — was weiß ich. Das ist ein
scheußliches Land hier."
„Hm."
Er hatte keine Zeit, über diese neue merkwürdige Sache nach-
zudenken.
,, Geben Sie mir meinen Koffer, bitte, zum Fenster hinaus! Ich
glaube, den Gepäckträgern hier ist nicht zu trauen,"
Er stieg aus dem Wagen und ließ sich die Stücke herunter-
reichen,
„So — jetzt kommen Sie!"
Dorrit nahm sich vor, auf keinen Fall zu vergessen, daß sie
ein Mann war. Energisch und mit finsterem Gesichtsausdruck
schritt sie zur Tür und sprang heraus.
,,Hier, Schulze, nehmen Sie das Gepäck!" befahl Robby und
packte ihr den Schrankkoffer auf die Schulter, „Haben Sie ihn?
— So. — Nehmen Sie noch den kleinen hier — und das Plaid
— so — jetzt vorwärts. — Sie haben doch Ihr Billett?"
Schulze keuchte.
„Ich — ich habe es in den Mund gesteckt", brabbelte er.
,, Sonst — sonst habe ich gar keinen Platz mehr."
„Geben Sic her!"
Robby Valberg nahm seine kleine Handtasche und ging seelen-
ruhig durch die Sperre.
Kofferbepackt folgte Schulze,
„Wo ist der Konok?" fragte Robby den Bahnbeamten auf
französisch,
„Gegenüber dem Bahnhof, Monsieur."
,,Sehr schön."
Ein ziemlich großer Platz, von einstöckigen Häusern umsäumt.
Ein einziger zweistöckiger Bau mit drei erleuchteten Fenstern
— das Hotel von Ragazza.
Der Weg dahin spritzte vor Schlamm,
Man fühlte das — zu sehen war nichts mehr.
Von der Mitte des Weges an überfiel Dorrit — oder vielmehr
Schulze — der grauenvolle Gedanke, daß die Hosen rutschten.
Es war nur eine Autosuggestion, aber sie machte aus den vierzig
Schritten bis zum Konak vierzig Kilometer voller Schrecknisse.
Der schwere Schrankkoffer auf der Schulter wuchtete und
schnitt ein.
Streifte das Plaid nicht mit dem einen Ende durch den
Schlamm?
„Zwei Zimmer", befahl Robby Valberg.
Schulze ließ die Koffer herunterfallen und rieb sich mit dem
stummen Stoizismus eines alten Sioux Schulter und Handgelenk.
Es ging eine wacklige Stiege hinauf.
Die Räume lagen nebeneinander und hatten natürlich eine Ver-
bindungstür.
Ebenso natürlich fehlte jede Möglichkeit, abzuschließen.
Sie war sehr dankbar, daß er nicht grinste, auch keine Be-
merkung machte. Er nahm vielmehr in durchaus ehrerbietiger
Form von ihr Abschied, wobei er allerdings auf etwas zu warten
schien — wie ein Junge, dem man ein Stück Schokolade ver-
sprochen hatte, und der sich nicht recht getraut, daran zu
erinnern,
Sie reichte ihm die Hand, überlegte sehr ernsthaft: War es
möglich, daß man ihm den Kuß gab, auf den er die ganze Zeit
schon wartete?
An und für sich war es natürlich ganz unmöglich — aber
man war jetzt in Illyrien — das war schließlich ein Ausnahme-
zustand.
Freilich — —
Da hatte er schon den Arm um sie gelegt, und sie bekam einen
wilden Kuß.
„Na also", sagte er vorwurfsvoll.
,,Es fehlt nur noch, daß Sie sagen: Warum nicht gleich
so!?" fauchte sie und schlug ihm die Tür vor der Nase zu.
Robby hörte, wie - sie ein Möbelstück davorschob, und
schmunzelte.
Dann ging er zu Bett und schlug sich, außer mit verschiedenen
kleinen Lebewesen lästiger Art, mit einem Haufen verrückter
Gedanken herum.
Das konnte von Dorrit Brink nicht behauptet werden.
Allein in dem kleinen, ärmlichen Zimmer, das nur von einem
Kerzenstumpf erleuchtet war, fiel ihr plötzlich ein, daß sie ein
gutes Recht darauf hatte, müde zu sein.
In demselben Moment spürte sie ihre Knie schwer wie Blei.
Die Augen klappten förmlich zu und waren durch nichts zu
bewegen, wieder aufzugehen.
Sie riß sich die Kleider herunter — flüchtig fiel ihr ein, daß
sie nicht einmal mehr einen Pyjama bei sich hatte — und Seife
— aber für alles das war morgen Zeit genug.
Sie fiel in das Bett, das vielfach geflickte bäuerliche Kissen
enthielt.
Die Leinwand lag ein bißchen feucht auf ihrem müden,
nackten Körper.
Das war das letzte, was sie feststellte.
Zwei Minuten, nachdem Robby Valberg das Zimmer verlassen
hatte, schlief sie fest wie ein Stein.
*
Trotz ihres festen Schlafes hatte Dorrit allerlei komische
Träume,
Frau von Jancovics lief hinler ihr her, nackt, bis auf einen
feuchten leinenen Schurz, um ihr das Papier abzujagen. Sie
selbst saß in Männerklcidern auf dem Dach eines Eisenbahn-
zuges.
Aber Frau von Jancovics lief so schnell, daß sie den Zug er-
reichte, und ergriff sie bei den Beinen. Sie zog ihr die langen,
grauen Hosen herunter, die immer länger und länger wurden
und die sich abwickelten wie zwei Taurollen.
Dann kam Robby Valberg und schrie: , Machen Sie eine leichte
Kniebeuge, sonst erschieße ich Sie!' Er hatte eine Kanone mit-
gebracht, um die sich ewig verlängernden Hosen zu durch-
schießen.
Der Schuß krachte fürchterlich, und Dorrit sah die riesige
Granate langsam auf sich zuscf^eln, Sie blieb hart unter ihr
stecken und explodierte. Das ganze Waggondach flog in die Luft.
Daorrit sah das Land tief unter sich und hörte, wie Frau
Gageike ihr etwas zurief. Ja, ja, sagte sie. Es war natürlich
acht Uhr, sie hatte wieder zu lange geschlafen. Um neun Uhr
mußte man im Büro sein — Stavrides rief mitunter von seiner
Wohnung aus an, um festzustellen, ob man da war. — Also
herunter mit B II, dem Palenlbrett, auf dem Strümpfe und
Wäsche lagen. Sie angelle nach der Schnur, — Aber wo
was — . fortseUune folgt
FRAGEN
<^§3c^>i:
die uns errei'chtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ., Fil m -M a g a z i n", Berlin SW 68, ZimmerjtraDc 35-4t
Scherlverlag. Antwort erlolgt nur im „Film-Magaiin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
s
ONNE freie Zeit und
nichts als Aufnahmen
machen mit einem
CINEMODAW'
Studieren Sie im Kino, wie
wunderbar dieFreilichtauf
An viele: Anonyme Briefe werden niclit beantwortet. Bei Manu-
skrlptanKcIcKonheilen bitten wir folgendes zu beachten: Jeder Antrage ist
Kiickporto beizufügen. Jede EinscndunB eines Manuskripts zur Priifung
ist zwfi-klos, nur Exposes im Unifanse von 2—3 Schreibniaschinenseitcn
sind zur Einscndunf,' an die Filniindustrie, Regisseure usw. Keeignct. Für
Verlust der einfjesandtcn Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Purchscbläge senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
•
Ellen P.. B r r I i II : Douglas F;iirli;ink'i wiihnt in Brvorly - Hills.
Hollywood, Kalifiiruien. U.JS.-V. Sie können ruhig deutsch an ihn schrei-
1,,,., ■ _ c.irl Halliaiis widiiit Berlin \V ;«). Mutzr^tralie ■.*9.
Margot Z. C h. A. 16: Harry
Liedtke ist inzwischen wiedor-
hergestelll. — Wir haben Iw.-in
Petrovich an das fällige .\uti)-
gramni erinnert. Ernst Verebes
wurde am 6. Dezember in New
York geboren, ist aber ung.iri-
.seher .'^taalsaiigehiiriger. .\lfoiis
Fryland erblickte am 1. Mai in
Wien das Licht der Welt. Fred
Louis Lerch stammt aii.s Ems-
dorf (Oesterreich) und hat am
2«. März (ieburtslag; Franz Le-
derer wurde am 6. November in
Pr.ig geboren.
E. 11. T. P f., ti a b 1 o n z :
Wilhelm Dieterle kommt von der
fSprerhbiiliiic zum F'ilm. spielt
aber jetzt nicht mehr Theater.
Er ist seil mehreren .I.ilirrn ver-
heiratet, (iewiü. Dieterle ist
.•iiicli sehr musik.'iliscli.
.V d i e II .M i m i : ."^eit wann
ist Bresl.iii in Buxtehude iiiiige-
t.iiiftlV! Hoffentlich finden Sie
den Kontakt!.
F r ä 11 1 e i ii E 1 s e. B i- r 1 i n :
Elisabeth Bergner ist unverhei-
r.itet. gibt Autogr.amme und liebi
.ille Blumen. Ein neuer Film
mit ihr ist noch nicht .iiigekün-
digt. .T.iwobl. sie hat eine .Se-
kretärin. Die Kiinsllerlii spielte
bis jetzt in folgenden Filmen:
,.I»er Evaiigelimann". ,.Nju',
,.I)oiiii:i .7ii;iiia". ..Liebe". ..Der
(ieiger von Florenz", ..Fräulein
Else".
L V. K.. B r r s I a u : Am
besten, Sie wenden sich :iii den
Bromsilber\ erlag Boss. Berlin
SW 6«, AlexandrlnensIraBe ]I0.
Else H. n ii s .M .-i g d e -
bürg : Iw.in Pelmvleli ist iin-
verhcir.itet. Liliaii H.irvey ist
nicht mit Willy l'ritsch verlobt.
D;is w.ir nur ein (JerilrhI. (Jret.i
ti.irlin war iioeh nie \ crliciraiet.
Fritz Alberti wohnt Berlin-Wil-
nicrsdorf. Lud« igkirchsir.iUe !ta.
Carlo Aldiiii Berlin W. Martiii-
Lnilici-Str.iUc J4. Kiiiil .I.innings
Esplan.idc-lli.tcl. Berlin W, Belle-
viiestralie. l'aul Kiililer Berlin W,
T:im'ntzieii>lr. 10. Louise Brooks
Eden-llotcl. Berlin \V. Biid.ipester
Stralle. t'liri>t.i Tordy - Licdtke
Berlin-(!riiiie«.ild. Bisiii;irckallee
Nr. 1(). Ernst Hofnianii Berlin-
Haleii^ee. Augustc-Viklori.i-Str. I.
Lee l'.irry ili'rlinW. Kiirfiirsteii-
il.inini I!i.'), Ernst Itijekert Berlin ^— — ■— — i^— — i
SW. H.illesche Sir.ißi- i:>. Käthe
von .N.igy Berlin ^\'. Pr.iger
Stralie 1. Die betreffenden anie.
rikaiiisehen Filmstar- wuhiieii in
Beverly-Hills, Hollvwiiod. Kai.
<i u s t :i V l" r li h I i c h - \' e r e li r e r 1 11 . ( ' li a r I o t I e n b u r g :
(Jiist.iv Friihlich widinl in Berlin-Westend. Heerstr.iUe Cfi.
Katja B.. Tilsit: Iwan Petrovich ist nicht verheiratet, trägt
seil. eil richtigen X;iiiien. ist sehr musikalisch, war friiher bei der Operette.
treibt viel Sport und besitzt. l;i>t not leasl, jiueli ein -Vulo. Er siiricht ge-
brochen Deutsch.
.\ I b e r t K.. Stuttgart: Harry PIcl arbeitet für das Deutsche
Liehtspiel-S\ iKJikat. Berlin SW Im. Krii'ilrielisIraUe Ji'.'i.
¥.. K. . Freital: Agnes l'etersiMi wcdinl Berlin AS', Kurfürsten-
djiiiiiii i!t."i. Heinrich Cecirge Kohlh:isenbrück bei Berlin. B.ieekestralie tl.
(iöst.i Ekm.'iii wnhiit in Stuekliolm. Hjorlhogsvägen. Lars H.'iiisnii filmt bei
der British liitern.itional in den F'lstree-Stiulios. Ilersfordsliire. England.
-Mini.i Maris «oliiit in Bi'verlv -HilK. HollywoiMl. K.il.. F. S. A.
I". rieh W.. (1 r e i f e n b e r g : Praktische Batschläge Uöiinen w ir
Ihnen leider nicht geben, du wir Engagements usw. nicht vermillcln. Den
genannten Titel gibt es wohl noch nicht.
nahmen dort sind. Probieren
Sie einmal, selbst zu filmen.
Es ist so einfach fürAmateure
mit einem Cine „Kodak' und
macht soviel Vergnügen. Von
jedem frohen Wochenende
behalten Sie dann einen Film,
denSie immer wieder inihrem
Heim vorführen können.
Ihr Photo-
hündlcr führt Ihnen ficrn ittid un-
i'crbinJIich unsere Apparate vor.
CIKE 'KIMIAK'
SIL KÖNNEN IHR EIGENER FILMSTAR SEIN DURCH
>'i I in f r e 11 n d i II M. Seh. i. T.: Olg.i TxheehoHa wohnt Berlin
XW 2;t, Klopstoekstralle 20. «iirde am 2fi. .\pril in Alexandropol i Kauka-
sus) geboren, ist geschieden, h.it eine Tochter, gilit .Vutogr.imme. treibt
viel Sport, w.ir friiher Bildh.'iuerin, ging d.iiiii zur Sprechbiihne und b.ild
zum Film und fiihrt jetzt Kegie. Sie ist .luch im Leben sehr sympathisch.
Ihr iii'tiester Film heiUt ..Die Liebe der Brüder Hotf. — Ihre Bildwünsehe
sind vorgemerkt. — Lil Dago\cr ist mit Herrn Witt verheir.ilet und hat
eine Tochter.
E r i k .1 K.: Die Karten sind niehl mit Autogrammen vorrätig. .Sie
können die Bildkarten mit fr.inkierlem l'mschlag für die Rücksendung an
die helreff.'iiden Künstler senden und um Autogramme bitten. — Bei
Künstlern, die .-lußerhalb Deiilschkinils wohnen, ist die Beilegung eines
internationalen Postgebiihrcns;-heins nötig.
Werner K., Zürich: Es
tut uns leid. Ihnen in Hirer .\n-
gelegenheit nicht behilflich sein
zu können. Aber es i.-t wohl am
besten, wenn sie noch einm.al an
Dina Uralla schreiben und sie
dringend bitten, Ihnen Ihr Ma-
nuskript zurückzusenden.
..X a pole o 11 a u s Ma g d c -
bürg' : .lawohl, Harry Liedtke
uolint noch immer Berlin-Grune-
wald, Bisniarck.allee 16. Sein
nächster l'iltn heißt ,.Die Kon-
kurrenz idatzf. Wie sein Reit-
pferd heißt und ob Liedtke große
oder kleine Hunde bevorzugt,
wissen wir wirklich nicht. —
Iwan Mosjiikin wohnt Berlin W,
Kiirfürstendamm 19,'). wurde am
26. September in Penza (Ruß-
land) geboren. Die nächsten
Filme mit Mosjiikin heißen ..Ma-
nolescu" und ..Der weiße Teu-
fel", .lohn Barrymore ist durch
die T'nited .\rtists. 7200 Santa
Monica Boulevard. Hollywood.
K.iliforiiien, zu erreichen. — Der
Künstler ist mit Dolores Costello
\ erheiratet und wurde am l.'». Fe-
bruar in Philadelphi.-i geboren.
V.T wird fleißig weiter filmen.
- Wladimir Oaidarow erblickte
am 2H. Juli in Pnllawa (Ruß-
land) das Licht der Welt. —
Livio P.iv.-iuclli wohnt Berlin-
Wilmersdorf, ILivensberger Str.
Xr. .'). Xenia Desni hat am
19. .lanuar. Lee Barry am 2,5. Ja-
nuar Geburtstag.
F; I I a H.. G 11 m b i n n e n :
F;iis;ibeth Bergiier wohnt Berlin-
Hahleni, F'ar.'id.iyweg 1.5.
H a II n a R., A I I e n s t e i n :
Hilde.Maroff «ohnf Berlin XW«".
Agricolastraße 13/14. Käthe von
Nagy Berlin W. Prager Str. 4.
Siizy Vernoii Paris. 12, Boule-
vard Soiilt 46. Harry Hardt Ber-
lin-Halensee. P.-iulsborner Str. 90.
Mary Johnsons .Adresse ist zur
Zeit nicht bekannt. — Selbst-
verständlich werden den Film-
stars ihre Briefe nachgeschickt,
wenn sie auf Reisen sind. — ('b
Fred Louis Lerch ein Auto be-
sitzt, entzieht sich leider unse-
rer Kenntnis.
.\ I b i n S p., Berlin: Liane
Haid widint Berlin-Westend,
Württembergische Str. 13. Con-
rad Veidt Berlin W. Lichten-
Steinallee 2;i. Emil Jaiinings Es-
planade-Hotel. Berlin W, Belle-
vuestraße. Bcttv Amann ist
durch die Ufa. Berlin SW 68,
Kochstraße 6— s. zu erreichen.
Werner Kraiiß gibt .\utogrammc.
in II a s p e. Harry Pid gibt .Viitogramme.
H o 1 m": Harry Piel spielte in unzähligen
hier seine bekanntesten: ..Was ist los im
größter BInflf". „Seine stärkste Waffe'-.
Herr aus Süilamerika" (..Männer ohne
Harry Plel hat braune .Vugen
ClNi; ..KODAK
Z w ei F" i I m f r e u n d c
..H a r r y P i e 1 - D a r y
F'ilmen. AVir nennen Ihnen
Zirkus BeclyV". ..Panik". ..Sein
Picls nächster Film beißt ..Der
Iteriif "1. Dary Holm ist seine Partnerin,
und schwarzes Haar.
C h a r 1 <■ s R o g e r s- V e r e h r e r i n (J e r d a <>.. B e r 1 i n : Charles
Rogers ist durch die Paramoiint. .■)4.")l Marathon Street, Hollywood, Kai.,
zu erreichen, wunli- in ()l;itlie. Kansas, geboren, ist unverheiratet, gibt
Autogramiiie. treibt jeden .Sport, lieht alle Blumen, filmt fleißig, ist im
Leben genau so nett und sympathisch wie in seinen F^ilmen, hat dunkles
Haar und dunkle .\iigen. — Gerda Maurus wohnt Berlin-Wilmersdorf,
Hohenzollerndamm .'')2.
J .a m e s W. K.: Madge Bellamy ist durch die Fox-Studios, 1101,
Western Ave., Hollywood, Kalifornien, zu erreichen.
Elly, Franz Ledcrcr- Verehrerin. München: Franz
Lcdorcr wolint Horlin-Friodeiiau, Fchlcrstraüc •), wiirilc Jim G. November
in I'rOK Kcborcn, ist ledis. tri'Kt si-inoii rii'hti(;ou Namen, ist bei der
Sprecbbühue und seit kurzer Zeit beim Fihn. Kr debütierte in dem llcnny
l'orten-Film ..Zufluehf, spielte dann in ,.!)ic seltsame Nnelit der Hel^a
Wangen", danach ,,l)ie Biielise der I'andora" und endlieh ,,l)ie wunderbare
liUlfC der Nina Pelrowna". Du iler Künstler zur Zeit an Hlindilarnient-
zünduUK erkrankt ist, konnte er die ihm iil)ertraft«'n<' Holle in dem Aafa-
Filni ,,i)ie Adele llerrenpartie" nicht spielen. .Seine Kolle ist nun von
Walter Rilla übernommen worden. Oleii Tseheehowa wohnt Berlin NW 2;i,
KlopstoekstraUc 20, und spielte u. a. in folgenden Filmen: ...Schloü
Vogclöd". ..Nor.%'", ..Der verlorene .Seliuh", ..Brennende (Jrenze". ..Nacht-
welt, ,.Weib in Flammen. „Diane". Dir neuester Film ist ..Die hiebe der
Hriider Kott". I.ilian llarvey wohnt Berlin W Ij, Düsseldorfer .StraÜe 47,
Willy Frilsch Berlin W. Kaisrrdamm 95.
A u t o K r u m ni I i e s e I : l'eber 20 Fragen stellen, ist wohl ein
wenig zuviel! NN'ir beantworten Ihnen hiermit eini(;e Ihrer Fraßen. Die
übriRcn Fragen finden Sic an anderer .Stelle beantwortet. Wenn Sie
;in die Filmstars schreiben, so dürfen .Sie getrost ihren Künstlernamen,
also den Namen, unter dem sie in der Welt bek.innt sind, wählen.
Die I'ost wird sie schon finden. (■rt'te Beinwald wohnt Berlin W.
Kegensburger StraUe 14. Maria Mindzenti Berlin ^\■ l.'i. Huisburger
StralJe 17, I.iane Haid Berlin-Westend, Wiirttenibergisehe StraUe l.i,
Mnria Corda Berlin W, Zähringer Slraüe 19, Crele Mosheim Berlin W,
I'ariser .Straße 27, Dorothea Wieek München, Thierstralie 49.
Käthe Seh., P a s » a u :
Da sind Sie wohl im Irrtum:
Es gab allerdings vor etwa
drei .Jahren einen Pat- und
Patachon-Film mit dem Titel
..Pat und Patachon zum Win-
tersport'". .\ber in dem Film
„Liebe im Schnee" spielen
nicht Pat und Patachon, son-
der Maria Paudler, 1-ivio Pa-
vanelli und Georg Alexander
die Hauptrollen.
H e d w i g L., K a r 1 s r u h e:
Die Simonie in ..Bin ich Ihr
Typ?" wurde von .Tosephine
Dünn verkörpert. Die Derussa
bat ihre Räume in Berlin
SW 48. Friedrichstraße 13. Sie
hat deutsehe und russische
Filme in ihrem Verleih.
Alice W., Charlotten-
burg: (>unnar Tolnaes weilte
kürzlich auf einige Tage in
Berlin, wo er im Hotel Kaiser-
hof Wohnung genommen hatte.
Er befindet sieh jetzt auf einer
Erholungsreise in der Schweiz
und danach an der Itiviera.
Im August wird der Künstler
in Oslo im ..Neuen Theater"
auftreten. Aber man hofft, ihn
in absehbarer Zeit auch wie-
der für einen Film zu gewin-
nen. Tolnaes hat noch einen
Siteren Stiefbruder, der ,Turist
ist; seine Eltern sind schon
viele Jahre tot. — Er hat seine
eigene AVobnung in Oslo. Nils
.luelsgate 4."). .lawohl, er treibt
jeden Sport: für das Skilaufen
ist er ja als Norweger prä-
destiniert. Tolnaes hat viel
Humor, aber der Grundzug
seines AVesens ist ernst. Ihr
Bildwunseh ist rorgemerkl. —
Sie dürfen Fragen stellen, so-
oft Sie mögen.
F i I m f r e u n d e M. u n il
P. aus Leipzig: Brigitte
Helm ist mit Riehard AVeiß-
bach verheiratet. Nein, es gibt
keine Postkarlen von ihm.
AVir nehmen an. daß er Auto-
gramme gibt, wenn er darum
gebeten wird.
AV i I d e O r e h i d e e n : fJre-
ta Garbo stammt aus einer
Nicht - Schauspielerfamilie. —
Ina C'laire, die junge Gattin
.lohn Gilberts, i.sf eine be-
kannte amerikanische Operel-
tonsängerin. Nils Asther ist
Schwede, in Malmrt geboren.
Greta Garbo ist liellblond und
blauäugig. Gewiß, die Mög-
lichkeit besteht, daß sie doch
noch wieder einmal mit John
Gilbert filmt.
AV i 1 h e 1 m 8., Stuttgart: „Die Frau im Mond" ist noch nicht
uraufgeführt. Außer in diesem Film spielte Gerda Maurus vorher in
,, Spione", also nicht in „Metropolis". Ihr nächster Film ist ,, Hochverrat".
II. H. i n W.: Brigitte Helm debütierte in Fritz Längs ..Metropolis".
Sic spielte noch in folgenden Filmen mit: ,, Alraune", ..Die Yacht der
siehcn Sünden", „Abwege", ..Skandal in Baden-Baden", „Geld — Geld —
Geld", „Die wunderb.ire Lüge der Nina Petrowna". Brigitte Helms
•neuester Film ist „Manolescu '.
I . ^\ ^^ ' ** f' •■ 1 ' " ■• l>'e angefragte Firma ist ein Verlag, der Filni-
l.iteralur verlegt und durch ihre Anzeige ihre Bücher empfehlen will.
1 1 .'V' • *' " n 8 1 e r : ..Das Modell vom Montpornasse" ist
kurzhcb fertiggestellt worden. Lilian Harvey ist nicht mit AVilly Fritsch
verlobt. Ibre_ GhiUe sind ausgerichtet, die BiUlwünsche vorgemerkt.
A 1 o I B R.. Bad Albing: Ihre Grüße sind Grete Mosheim und
Margarete Schlegel bestellt.
/ T^*^' "t.-"' " ,^" P: s 8 e n : In „AVenn die Schwalben heimwärts ziehn"
(„Der Jrerndenlegionflr") spielte neben Gustav Fröhlich, O.skar Marion
Dorothea A\ leck noch Rio Nobile.
Erich J., Meeranc: Margot Landa, wohnt Berlin AV. Kiir-
f ir.Mendamm II, und filmt fleißig. Dolores Costello ist durch die AVarner
Hrothers-Studios, ,')R12, Sunset Boulevard, Hollywood, Kai., V S V zu
erreichen. Louis Trenker» nächtser Film ist „Der Ruf des Nordens"
Agnes Pcterscn-MoBJiikin wohnt Berlin AV. Kurfürstendamm 195.
C: R. Kenne ist durch die Universal-Studios, Universal-City,
° * zu erreichen.
K. H.
Kalifornisn,
U.S.A.,
Mimi K., N. -Seh.: Elisabeth Bergner wurde am 17. April in
AVicn geboren und wohnt Berlin-Dahlem, Faradayweg 15. Ruth AVeyher
war früher auch sehr viel bei der Sprechbühne tätig. Jacques Catelain
wurde in Saint-Germain-en-Laye geboren. — Lilian Harvey ist nicht mit
AVilly Fritsch verlobt. Das war nur ein Gerücht. Außer in den ge-
naiiiitcu Filmen spielte Lilian Harvey noch in „Die Liebschaften der
Hella von Gilsar", ..A'ater werden ist nicht schwer". ,, Liebe und Trom-
petenblasen". Ihre nächsten Filme sind ..Adieu Mascotte" (Das Modell
vom Montiiariiassc) und ,, AVenn du einmal dein Herz verschenkst" (Der
Aagabiind vom Aequator). Conrad Veidt wohnt Berlin AA', Lichtenstein-
allee 2a.
G. M., Berlin: Ihre Frage nach diesem Schauspieler finden Sie
an anderer Stelle beantwortet. — Brigitte Helm ist mit Richard AVeiß-
bach verheiratet. Ihre AA'ohnung ist in Berlin-Dahlem, Im AVinkel 5.
Martha K.. Augsburg: Den Admiral Nelson in ,.Die un-
gekrönte Königin" *i>ielte A'ietor A'arconi. Er ist durch die First
N;itioiial-Studio8, Biirb.ink-Hollywood. Kai., zu erreichen. — Der Baron
Osteriiiann im ,. Patriot" wurde von Neil Hamilton dargestellt. —
Hamon Novarro ist nicht mehr in Berlin. In diesem Jahr wird er
auch M>raiissi(litlieli nicht mehr nach Deutschland kommen.' Sein Opern-
gastspicl ist verschoben worden.
Irmgard G.: Erna Morena wurde in Asehaffcnburg geboren. —
Hans Miereiulorf wdlint Bcrlin-Friedenau, Stubenraiichstraße «2. Er gibt
.\iitogramnic. Mieremlorfs nächster Film i.st „Das Panzerauto" mit Carlo
Aldini. Der Künstler wurde in Rostock geboren.
Drei Ramon Novarro-
Verehrerinnen aus
Stuttgart: Ramon Novarro
ist mittelgroß, schlank, hat am
6. Februar Geburtstag, treibt
jeden Sport, liebt Blumen und
Tiere. Novarro ist schon seit
AVochen nicht mehr in Berlin.
Sein Operngastspiel hat er ver-
schoben. — Ihren Brief haben
wir leider nicht weiterleiten
können.
Uschi. Angelo Ferra-
ri-Verehrerin aus To-
ri n o : Diana Karenne ist
eine bekannte französische
Filnidarslellerln. — .\ngelo Fer-
rari ist auch im Leben sehr
sympathisch und liebenswürdig.
Er treibt sehr viel Sport am
liebsten autelt er. Die Marke
seines AVagens wissen wir aber
trotzdem nicht. Selbstverständ-
lich, er ist auch ein Blumen-
und Tierfreund. Ferrari filmt
fleißig. Elena Lunda hat
dunkles Haar.
Max \.. Nürnberg:
Hans Beck-Gaden lebt in Mün-
chen. Die in den Schaukästen
der Lichtspieltheater ausgestell-
ten Szenenbilder sind im all-
gemeinen nicht käuflich. —
Elisabeth Bergner filmt augen-
blicklich nicht. Ein neuer
Film mit ihr ist bis jetzt auch
noch nicht angekündigt. — Die
gegenwärtige Adresse der Tän-
zerin .Anna Pawlowa können
wir Ihnen leider nicht mittei-
len. — Der Film ..Ich hab' im
Mai von der Liebe geträumt"
wurde vor 2—3 Jahren gedreht.
Filmfreundin Erna
aus Berlin: Nein. .Sie be-
lästigen uns mit Ihren Fragen
ganz und gar nicht. — Selbst-
verständlich dürfen .Sie die
Filmstars um AVidmungen bit-
ten. AValfer Rilla wohnt Ber-
liii-Charlottenburg. AA'acholder-
weg 6. Gustav Fröhlich trägt
seinen richtigen Namen. Liane
Hald ist die Schwester von
(Jrit Haid. Mady Christians'
neuester Film heißt „Priscillas
Fahrt ins Glück".
E d e - R i t a v. P., Saar-
brücken: Am besten, JSie
wenden sich in Ihrer Angele-
genheit an die National-Film
A.-G., die den betreffenden
Film in ihrem A'erleih hat.
Iwan Petrovieh filmt bei ver-
schiedenen Firmen. Seine näch-
sten Filme werden aber nur
von der Greenbaum herge-
stellt.
Ruth M., Berlin: Den Kurt von Holstein in ..Verirrte Jugend"
spielte Rolf von Goth. Er wohnt Berlin SW, Halleschcs Ufer 25. Seine
Filmschwestcr wurde von Ilanni Reinwald verkörpert, die in Berlin AV,
Kurfürstendamm 37, Pension Regina, wohnt. Hilde van Straaten wurde
von der Französin Dolly Davis dargestellt; die Künstlerin wohnt Paris 17,
•40 Rue Philibert Delorme.
AV e r n e r .S., Breslau: Suzanne Delmas' ständige Adresse ist
Paris, 12 Avenue de A'illars. Sie gibt Autogoramme. Sie können auch
Deutsch an die Künstlerin schreiben.
I.. y a M a r a - A' c r e h r e r i n , Hameln: Lya Mara ist noch
immer in .Amerika. — Karina Bell spielte in folgenden Gunnar Tolnaes-
Filmen: ..Die Insel der Erfüllung", ..Fräulein Sherlok Holmes". ..Die
Licblingsfrau des Maharadscha", "Klein Dorrit", ,,A\'enn Mädchen
träumen". A'or einiger Zeit spielte sie in Deutschland eine der Haupt-
rcllen in der ..Rcvoliitionshochzeit". — Henny Porten liebt alle Blumen. —
Das gewünschte Photo können .Sie durch den Verlag ..Illustrierte Film-
woche", Berlin SW 6«, Kochstraße 6-8, bezichen. — Ihre Filmkenntnisse
sind wirklich fabelhaft.
Gg. K., Geislingen: Die Emelka verpflichtet für ihre Produktion
immer wieder andere Regisseure, wie es die meisten Firmen tun. Es
haben dort in letzter Zeit u. a. gearbeitet: Karl Grüne, Franz Osten,
Fr;inz .Seitz. AVilly Reiber. Harry Piels neuester Film Ist ..Männer ohne
Beruf" (Der Herr aus Süd.imerika). AVenn Sie Autogramme von Film-
stars haben möchten, so müssen .Sic immer die Jeweilige Bildkarte und
adressiertes, frankiertes Rückkuvert beifügen.
\r^
'.sr'?s£f»^^f^^sätKi«S!;^<2ivaa£se^3^p«n«KSE^^
I u ly »^1 iwMlj^.l.f^ipi^s»
GRETA GARBO UND NILS ASTHER
in ihrem neuesfen Film „Wilde Orchideen"
Phot. M.-Q.-M.
Ji
L i V i a W., Düsseldorf: Die gennnnte Schauspielerin ist nicht
bekannt. Wir können Ihnen daher auch ihre Adresse nicht nennen.
K m m a H., München: Die BcschreibiinBen von ..Gesclilccht in
Fesseln" und ..Die HciliKC und ihr Narr" erhalten Sic durch den
„Illustrierten Filnikurier, Hcrlin W 9, Köthencr .StraUc M. Bildk:irten
von Filmstars bekommen Sie in jeder Rroßcii r.iiiicrhandlunK. — Mary
Johnson ist zur Zeit nicht in Berlin. — Der nächste Film mit I^icn
Deycr* und Wilhelm Dicterle heillt „Triumph des Lehens".
L u i se S., Berlin: Emil J.inninRs pribt Autogramme. Sie können
ihn also ruhig darum bitten. Er wohnt im Esplanade-Hotel, Berlin W,
BellevuestraBe. „
Lisa It.. Dresden: Ramon Xovarro ist ledig, liebt alle Blumen,
Ist nicht mehr in Berlin. Sein richtiger Name ist R.imon Samoniegos.
Wir nehmen an. daß der Künstler bloiule sowie briinctte Frauen liebt.
Die Dame hinterm Vorhang" ist in Berlin schon ur.iufgefiilirt worden.
Der Heide" noch nicht. — In der Berliner Presse erhält Xovarro meist
gute Kritiken. — .Tawohl. Emil .lannings gilt als der gri'ßte Filmschau-
spieler der Welt, und Brigitte Helm zählt ebenfalls zu den ersten D.ir-
stcllerinnen des deutschen Films. Die Lorenza in ..Cagliostro " spielte
Hen(^c H^ribel. die Joanne de la Motte wurde von IIa Meery dargestellt.
H i i d o D., W i e r n s h e i m: Senden
Sie Ihr M.muskript in Form eines kur-
zen F.Tpos(^s an die dramaturgischen .\li-
teilungen der Filmgesellschaften, wie
l'fa, Berlin SW 6!<. KochsIraUe 6—8,
Aafa. Berlin SW 48. Friedrichstraße 22.'?,
National, Berlin SW 48. Friedrich-
str.iUe III, Terr.i. Berlin SW 68. Koch-
sIraUe TU. Sie haben hier die Cewähr,
daU es bestimmt gelesen und geprüft
wird.
Hertha Sc h., Leipzig: Iwan
Potrovicli ist durch die Creenbanin,
Berlin SW 68, Koclistraße 64. zu er-
reichen. Er ist unverheiratet. gibt
-Autogramme und filmt augenblicklich
in Berlin ..Der Günstling von Schöu-
brunn". Wie Sie es ..anstellen" sollen,
ihn persiinlich kennen zu lernen, müssen
Sie seihst am besten wissen.
M. T h., (; ü s t r o w : Bamon Novarro
ist nicht mehr in Berlin. Seine augen-
blickliche .Adresse dürfen wir Ihnen auf
Wunsch des Künstlers leider nicht ver-
raten. Novnrro ist Mexikaner, unver-
heiratet und kommt in diesem J;ilire
nicht mehr nach Deutsehland. Sein
neuester Film heißt ,,Dic Dame hinterm
Vorhang". _
F i I m f r e u n d i n P. aus Frank-
furt a. d. Oder: Den Hans Sachs
im ..Meister von Nürnberg" spielte Ru-
dolf Rittner. der Walter wurde von
(Justav Fröhlich dargestellt. Harry
Liedlke war an einer Blinddarmentzün-
dung erkrankt, befindet sich jetzt auf
dem Wege zur Besserung und wird
schon im Juli wieder seiner Filmarlieit
nachgehen. Bruno Kastner filmt noch.
Jack Trevor wohnt Berlin W, Bendlcr-
straße 9. .Sein neuester Film ist ,, Cham-
pagner" mit Betty Balfour.
Frau M a r g a G ., Ludwigs-
h a f e n : Wenn Sie Ihren Sohn zum
Film bringen wollen, so ist es am
zweckmäßigsten, Sie setzen sieh einmal
unmittelbar mit den Filmgesellschaften
in Verbindung. Da wir keine Engage-
ments vermitteln, können wir Ihnen lei-
der keine praktischen Ratschläge er-
teilen.
F i I m o I I y . A r t e r n : Iwan Kowal-Saniborski ist unverheiratet
und wohnt Bln.-tirunewald, Paulsboriicr Straße 46. Er ist seit etwa zwei
Jahren beim deutschen Film, filmte aber schon früher In Rußland. —
Liane Ilaid ist rotblond. .Vußer Henny Porten und Evelyn Holt haben
nur noch g.iiiz wenige, ?.. B. Marcella .VIbani, keinen Bubikopf. ^ Anny
Ondr.a war Tänzerin, bevor sie zum Film kam. — Liliaii Harvey ist noch
jünger als Sie geschätzt haben. — Aber natürlich, man muß ii. a. auch
schlank sein, wenn man Filmstar werden will. — Viola Garden ist seit
2 bis 3 Jahren beim Film. Wo ,.Der Jäger von Fall" im Ausenblick
läuft, können wir Ihnen leider nicht sagen. In Berlin Jedenfalls Dicht.
(Jerda .Maurus wohnt Berlin-Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 52. Ihr
nächster Film ist ..Hochverrat" mit Gustav Fröhlich als Partner.
Erich B.. Halle: Dolly Davis wohnt Paris IT, 40 Rue Phillbert
Delürme. Suzy Vernon Paris 12, Boulevard Soult 46. Sie können Deutach
an sie schreiben. Die Adressen der anderen Künstlerinnen sind im Augen-
blick nicht -bekannt. — Die genannten Filmstars haben wir an die fälligen
Autogramme erinnert. Der Harry-Piel-Film ..Männer ohne Beruf" ist
mit ilcm betreffenden Film identisch. Dary Holm Ist Piels Partnerin.
Der Film erscheint im D. L. S. -Verleih. — Milton Sills und Doris Kenyon
sind durch die First National-Studios, Burbank-Hollywood, Kalifornien,
zu erreichen. .Schreiben Sie ruhig Deutseh an die beiden Künstler.
E. B., Glatz: Paul Heidemann filmt bei verschiedenen Filmgesell-
schaften. — Die Aafa hat ihre Räume in Berlin SW 48, Friedriehstraße
Nr. 22.3, die Defina Berlin SW 48, Friedrichstraße 10, die Phoebus Berlin
SW 48, Friedrichstraße 218.
Emil Elwin, Detektiv, Bremerhaven: Brigitte Helm
wohnt Bln. -Dahlem, Im Winkel .">, und wurde am 17. März in Berlin ge-
boren. Das Alter der Filmstars gehen wir grundsätzlich nicht bekannt.
Ruth W. Barmen: Marcella Al-
bani wohnt Berlin W, Paulsborner
S'traße 13; Colleen Moore ist durch die
First National-Studios. Burbank - Holly-
wood, Kalifornien, V. S.A., zu erreichen.
Josephine B.akers Anschrift ist zur Zeit
nicht bekannt.
Fr. Li II.: Wenn Sie sich als Film-
statist betätigen wollen, so wenden Sie
sich vielleicht einmal an die Filmbörse,
Berlin, Beuthstraße 1 — 3. Aber unseres
Wissens werden dort nur solche Film-
.•ispirauten angenommen, die eine Arbeit
als .\rtist oder beim Theater nachweisen
können.
-Anneliese O. aus Bremer-
h a V e n : AA'erner Fijlterer. Willy
Fritscli. Lilian H.-irvey und Fred Louis
Lcrch sind ledig.
(' ü n t h e r Seh., Frankfurt
a. d. <) der: Wir werden die betreffen-
den Künstlerinnen nochmals an die
.\nfogramme erinnern. — Nein, es gibt
keine Einbanddecken für das ,,Filrn-
niagazin".
K a r 1 V., Bln. -Pankow: Die
Titelrolle in der ..Königin des Welt-
badcs" spielte Imogene Robertson. Sie
ist Engländerin, unverheiratet, gibt
.\utogramme und filmt in Amerika
unter dem Namen Mary Noian. Sie ist
durch die Universal-Studios, Universal-
Cily. Kalifornien, D. S. .\., zu erreichen.
Ihr nächster Film heißt „Mademoiscile
C-iyenne".
Helge A., L i c h t e r f e I d e : Cilly
Feindt ist durch Feindt - Film, Berlin
SW 48, Friedrichstraße 246, Iwan Petro-
vich durch die Greenbaum, Berlin
SW 68. Kochstraße 64, zu erreichen.
Jack Trevor hat am 14. Dezember,
Anita Dorris am 21. Dezember Ge-
burtstag.
Bubi. Berlin: Den Verteidiger
im ..Indizienbeweis" spielte Max Neu-
feld. Xenia Desni hat am 19. Januar
Geburtstag. AVann ihre Tochter Tamara
auf die Welt gekommen ist, wissen wir
leider nicht. Brigitte Helms Partner in
..Abwege" waren Jack Trevor und
Gustav Diessl.
A\' i 1 h e I m N., B 1 n. - S t e g I i t z : Marianne Winkelstern wohnt
Berlin W, Uhlandstraße 163, wurde am 24. März in Berlin geboren, Ist
unverheiratet, gibt Autogramme und treibt mit Begeisterung jeden Sport.
Sie tritt wohl fast jeden Abend als Solotänzerin im ..Großen Schauspiel-
haus" auf und wirkte bis jetzt in 2 Liedtke-Filmen mit, und zwar im
..Faschingsprinz" und in der ..Zirkusprinzessin". In dem kommenden
Iwan-Mosjukin-Film ,,Der weiße Teufel" wird man Marianne AA'inkel-
stcrn in einer großen Tanzszene bewundern können.
N FD V ACFf ^^'">£'v°''^t^"""£" Schwermut, Unruhe, Unlust, Gedächtnis-,
*»!•■■» V31j» Nerven-, Willensschwäche (Rauchen, Trinken, Morphium),
Aagtt, BciaogeDhcit, Erröten, Ncarasthenic. Stottern, Schlaflosigkeit, Hysterie,
Suggestions- und psychoanalytische Behandlung lür Gemüts- u. Nervenleiden.
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der Stift des satirisdien Zeidiners der Welt des
Films die komischen Seiten abgelausdit hat.
Aus dem Inhalt:
Weltgesdiidite im Film — Aus den Kindertagen
des Films — Naturges(fiid)te eines Films — Film-
Könige und -Adjutanten — Der Regisseur — Der
Diditer — Die Kritik — Der Mann, der alles
dreht — Die Niegenannten — Im Glashaus
Zwischen den Kulissen — Im Cafe der Kom-
parsen — Aditung! Aufnahme! — Die Diva
Der sdiöne Mann — Abenteuer, Sensationen
und Grotesken — Romantik — Hollywood Erotik
Film undFamilie — DieGrößtenihrerZeit — Kino
Bestellung erbittet
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leitung A. Rosenthal — Aros, Berlin. Fär die Redaktion und Herausgabe in Oesterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien I, Domgasse 4. Verantwortlich für Anzeigen
Wilhelm Scbaefer, Charlottcnburg. Anzeigenverwaltung Bepa- Verlag, Berlin W 35, Blumes Hof S. Kupfertiefdruck: August Scberl C. m. b. H., Berlin SW 68
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NUMMER 27 / BERLIN, 6. JULI 1929 / PREIS / 0 PFENNIG
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I) I i: w () c II 1 \ s c II K I 1 r n \. k r i l m i w \ i \ n r
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BENGT BEQG
spricht zu seinem Film „Die leizien Adler" im „Universum'
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DAS
DBfl,
II
Wenn eine Kriminalj<cschichle sich im Gedächtnis
der Welt hunderlfünfzig Jahre hallen kann, dam.
muß sie Eigenschaften besitzen, die sie für du
Nachwelt interessant macht. Zuvicle Kriminalfälle sind
vergessen worden. Der Mann mit der eisernen Maske
Kaspar Hauser beschäftigen heute noch die Phantasie und
werden mit Für und Wider erörtert; der Gefangene von
Hildburghausen aber ist vergessen, obgleich seine Geschieht!,
noch rätselhafter ist als die der beiden obigen Sen-
sationsfälle. Auch der seltsamste Vorfall, die sonderbarsten
Ereignisse werden im Laufe der Zeil vergessen, wenn ihr
Träger sich nur dadurch zum Gesprächssloff ihrer Zeitge-
nossen machen konnten. Es muß eine bedeutende Per-
sönlichkeit, ein Name von historischem Klang in der Kri-
minalgcschichlc verwickelt sein, damit das Ereignis auc!i
auf die Nachwelt kommt. Nun, in der Geschichte vom
Halsband der Königin spielt keine andere als Marie An-
toinettc die Hauptrolle, wenn auch sehr wider Willen. Ja.
dieses Ereignis ist deshalb von so großer Bedeutung, weil
es den ersten Anstoß zum Untergang des französischen
Königtums gab. Zum anderen erhält die Angelegenheit
einen besonderen Reiz dadurch, daß sie noch heute vom
Zauber des Geheimnisvollen umwittert ist. Man weiß immer
noch nicht recht, wie eigentlich durch die banale Tal-
sache, daß ein Straßburger Juwelier für die Königin
ein Collier zu liefern hatte, eine solche SkandalgcschicIUc
mit so bedeutenden politischen Folgen in die Well ge-
setzt werden konnte. Aber vergessen wir nicht die Zeit,
in welcher sich die Sache zutrug.. Es war das ausgehende
achtzehnte Jahrhundert. Nachdem durch das üppige
Sinncnleben zu Anfang dieses Jahrhunderts eine Welle
von Frivolität durch die maßgebenden Kreise von Paris
zog — und Paris war damals die Welt, Amerika teil-
weise eine französische Kolonie, in die man Sträflinge
schickte — , puderte das Rokoko etwas Geist darüber,
blieb aber bei allem Witz und aller Grazie dennoch ober-
flächlich. Die „Aufklärung", der Rationalismus, brachte
keine Erlösung, sondern platte Selbstgefälligkeil, die
schließlich in einen allgemeinen Katzenjammer ausartete.
Wie immer in ähnlichen Zeilläufen — und die Epoche,
in welcher wir leben, zeigt manche verwandten Züge mit
jenen Tagen, gelangte man schließlich auf einen toten
Punkt und warf sich, um die innere Leere zu füllen, dem
Mystizismus und dem Aberglauben in die Arme. Geist-
reiche Menschen, die sich vordem in scharfer Kritik nicht
genug tun konnten, ergaben sich hemmungslos übersinn-
lichen Spekulationen und wurden in der Regel das Opfer
jener Abenteuer, an denen die Zeit groß war, und die es
in der raffiniertesten Weise verstanden, die Gutgläubig-
keit der anderen auszunutzen.. Unter jenen Schwindlern,
die sich in den Mantel überirdischer Weisheit hüllten,
Links: Marcelle Jefferson - Cohn
Unten: Fernand False und Diana
Karehne l'iwt. Enst'frj^
^^
CAv.,
befand sich auch ein ilalienischer Bauernsohn, Gui-
seppe Balsamo, der als Graf Cagliostro durch die
Länder reiste und zu dessen Gefolgschaft die großen
Skandalgcschichten gehörten. Er hatte die Finger
auch in der Halsbandgcschichte — und vielleicht sind
alle die anderen Leute, deren Namen mit dieser Krimi-
nalaffäre verknüpft sind — nur die von ihm vorge-
schobenen Figuren gewesen, denn wie alle Abenteurer
verstand er sich auf die Kunst, andere Leute für sich
arbeiten zu lassen. Man hat in den letzten Jahren
viel Interesse für Casanova gezeigt, weil er in seinen
vielbändigen Erinnerungen in so eleganter Toilette vor
die Leser tritt. Jetzt scheint neues Interesse für Caglio-
stro zu erwachen. Erst kürzlich widmete ihm Richard
Oswald einen Film, und nun ist in Paris die Hals-
bandgeschichte gedreht worden, in der Diana Carenna
und eine junge, bildschöne Schauspielerin, Marcelle
Jeffcrson-Colin, die Hauptrollen spielen. Casanova
und Cagliostro kannten sich gut. Sie empfanden sich
aber als Konkurrenten, und keiner ließ am anderen
ein gutes Blatt. Casanova, der gebildeter war und
besser schreiben konnte, hat seinen Gegner nicht nur
in den Erinnerungen, sondern in einem eigens zu dem
Zwecke geschriebenen Pamphlet: ,, Selbstgespräch
eines Denkers" arg zerzaust. Es ist auch heute noch
nicht uninteressant, in dem Büchlein zu blättern.
..Der ehrlose Betrüger, heißt es darin, verliert nichts,
denn er hat niemals Wert auf Ehre gelegt. Er glaubt
nicht daran, deshalb ist er in allen Situationen der
Überlegene." Diese Sophistik hat beiden nichts ge-
nützt. Casanova wurde im Alter zur komischen
"igur, zum Gespött der Dienstleute des Grafen
Waldstein; Cagliostro endete in den Kerkern Roms,
Selbstverständlich bilden die Vorgänge der ge-
heimnisvollen Halsbandaffäre einen vortrefflichen lilm-
stoff. Natürlich kann man die Figur Cagliostros nicht
in den Mittelpunkt eines Filmes rücken, der nur einen
Ausschnitt aus seinem abenteuerlichen Leben gibt. Die
Hauptrollen müssen natürlich jenen Frauen anvertraut
werden, welche die tragischen Heldinnen der Vorgänge
sind: Marie Antoinettc und die Coratesse de la Motte.
Gaston Ravel, der Regisseur des Films, hat sich nicht
immer eng an den Roman von Alexander Dumas ge-
halten, der nun wohl wieder in den Kreis jener Bücher
aufgenommen wird, die eine Renaissance durch den
Film erleben. Das alte Paris existiert ja nicht mehr,
es mußte daher für den Film gebaut werden.
Links: Jean Veber.
Oben: Marcelle Jelferson - Cohn
Pliöl. tnohfrg
In Baden bei Wien, wo sie zur Kur weilte,
ist Marietta Millncr vor ein paar Tagen an
einer Lungenentzündung gestorben. In dem
Jacoby-Film ,,Die Frau ohne Namen" tauchte
sie zum erstenmal auf: jung, temperamentvoll,
von sprühender Heilerkeit erfüllt. Hier war
i;in entwicklungsfähiges Talent, ein erinne-
r'.tngswürdiges Gesicht, dem eine große Zu-
kunft zu blühen schien. In kleineren Filmen,
die der „Frau ohne Namen" folgten, hielt
Marietta Miliner ihr Versprechen. Der Tod
hat jetzt diese junge Kraft vernichtet, die der
Ruhm schon berührt hatte. Aber der Film
kann über die irdische Existenz hinaus Kunde
von einer Persönlichkeit geben, und so wird
sich Marietta Miliner im Herbst noch einmal
ihren Freunden vorstellen. Sie erscheint als
Gegenspielerin von Lilian Harvey in dem Ufa -
film „Adieu, Mascotle", das alle Verehrer
der Harvey — und wer wäre das nicht —
so sehnsüchtig erwarten. Marietta Miliner
spielt darin eine lebenslustige junge Frau, die
|^9<e.^^;<^vfe*c.
Bengt Berg, der mit
den Zugvögeln nach
Afrika reiste, der
Abu Markub, den selt-
samsten Ricsenvogel, in
den Sümpfen des Weißen
Nils aufstöberte und ihn
zum erstenmal vor die
Kamera bekam, schickt
uns jetzt einen Film aus
seiner nordischen Heimat,
der dem Seeadler das
Schwanenlied singt. ,,Die
letzten Adler" über-
schreibt Bcngt Berg die-
sen Film, worin er, ein
Franziskus von heute,
den Menschen von den
Tieren predigt. Ein Men-
schenalter später, sagt
Bengt Berg, wird es keine
Seeadler mehr in Schwe-
den geben. Es gibt heute
in Deutschland noch
weniger, denn dem Be-
herrscher des Luftmeeres
sind unsere Schützen
lebhaft auf das Gefieder
gerückt, und vor den neu-
zeitlichen weiltragenden
Büchsen hilft heute keine
Flucht in den Äther
mehr. Mit dem Zielfern-
rohr kann auch er her-
untergeholt werden. Da
hilft auch kein Vogel-
schutzgesetz.. Schweden
hat seine Adler, nachdem
Bengt Bergs Buch ,,Die
letzten Adler" erschienen
ist, zu Naturdenkmälern
erklärt und ihren Ab-
schuß, das Ausnehmen
ihrer Horste unter eine
übrigens nicht sehr hohe
Strafe gestellt. Die Be-
schädigung eines Denk-
mals wird weit härter be-
straft. Auch in Deutsch-
land stehen die Adler
unter dem Schutz des
Gesetzes, aber leider ist
es ebenso unvollkommen
und sche'lcrt an der
menschlichen Eitelkeit
der Jäger, die stolz sind,
einen Adler erlegt zu
haben. Bei uns erblickt
schon die heutige Gene-
ration keine Adler mehr,
denn die Käfigvögel der
Zoologisclien Gärten
haben wenig mit jenen
königlichen Vögeln ge-
meinsam, die in majestä-
tischer Erhabenheit das
Luftmeer durchjagen.
Viele Völker und hochge-
stellte Familien haben
den Adler zu ihrem Wap-
pcnvogel erkoren, weil er
in der Tat ein königlicher
Vogel ist, einer der letz-
ten Könige des Äthers,
Für die Mitwelt, die den
Adler nicht mehr kennt
und die auch von alten
Sagen nichts mehr weiß,
in denen er besungen
wird, und für die Nach-
welt, die vor den leeren
Käfigen der zoologischen
Gärten stehen wird, ist
Bengt Berg in die unzu-
gänglichsten Gegenden
seiner Heimat gezogen
l''hotO:> Uffli^^ litl
und hat den Adler gefilmt. Er erwartete keine Abenteuer, wie
sie ihm auf seiner Reise durch das Land des Weißen Nils zu-
stießen, er wollte nur das Leben des Seeadlers verfilmen und
mußte erleben, daß dies heute einem Abenteuer gleichkommt.
Und ebenso, wie er in den Papyroswäldcrn Afrikas umherfuhr,
um den Standort des Abu Markub zu entdecken, der sich hart-
näckig vor ihm versteckte, mußte er in dem zugänglicheren
Schweden nach dem Adler suchen. Denn er wollte ihn nicht, wie
er es mit den Zugvögeln getan hatte, in seinen Flug von der
Erde aus verfolgen, er wollte ihm im Fluge nahe sein, das
Rauschen seiner riesigen Schwingen vernehmen und den Blick
des Adlerauges auf den Filmstreifen bannen, Bengt Berg also
eilte dem Riesen der Vogclwelt im Flugzeug nach und war
dann sehr verwundert, den Adler nicht einmal erschreckt zu
sehen, der das schnurrende, geflügelte Wesen, das mit großer
Schnelligkeit an ihm vorbeischoß, vielleicht für einen Ver-
wandten aus fernen Urwelttagen hielt, für den Vogel Roch aus
den Märchen der Tausendundeinen Nacht. Aber der Tierfreund,
der in tausend Meter Höhe den Flug eines der letzten Adler
filmte, erlitt das Ikarusschicksal. Er stürzte mit dem Flug-
zeug ins Meer und war froh, daß die kostbaren Aufnahmen
nicht naß wurden. Nun aber galt es, den Adler an seinem
Horst zu filmen, und diese Aufgabe erwies sich als noch viel
schwieriger. Denn es gab ja wohl noch zahlreiche Horste auf
den riesigen Kiefern Schwedens, aber die wenigsten davon er-
wiesen sich als bewohnt. Und außerdem wählten die Adler
in der Regel freistehende Bäume, an die auf keine Weise
heranzukommen war. Bengt Berg ging schon mit dem Gedanken
um, einen der Bäume, die ein Gelege hatten, Nacht für Nacht
so weit zu senken, daß er von benachbarten Bäumen aus den
Horst in die Kamera bckommten konnte. Aber dann brachte
ihm systematisches Nachforschen die Bekanntschaft mit einem
Adlerhorst, worin das Weibchen noch brütete und der für die
Kamera zugänglich war. Auf den Wipfeln benachbarter Kie-
fern ließ sich Bengt Berg ein Versteck bauen, betrat es nur
unter dem Schutze der Dunkelheit und harrte den ganzen Tag
darin aus.
Bengt Berg ist der erste Mensch, der die Geduld aufbrachte,
wochenlang neben dem Horst des Seeadlers auszuharren und das
Leben der riesigen Vögel zu belauschen. Merkwürdiges Spiel
•;
der Natur — wie bei allen anderen Raubvögeln, ist auch beim
Seeadler das Weibchen größer als das Männchen, und führt ein
strenges Regiment, wie es nur je in einem Weiberstaat möglich
ist. Aber auch wiederum nicht merkwürdig, denn der Adlerin
fällt der größere Teil der Sorge um die Nachkommenschaft zu,
und die Natur kennt keinen anderen Befehl als den, die Gattung
erhalten zu sehen. Die großen Raubvögel, die wenig Feinde
haben (der Mensch und seine mörderischen Erfindungen sind in
der Natur nicht vorgesehen), schreiten nicht in jedem Jahre zur
Brut. Bengt Berg kam an einen Horst, wo das Weibchen drei
Eier bebrütete, was selten ist, denn es fällt den Alten schwer,
für die Atzung der Jungen zu sorgen. Die Möwen, diese laute-
sten Schreier der Meeresküste, warnen mit schrillen Schreien,
sobald die riesigen Feinde am Himmel auftauchen. Die großen
Mantelmöwen kreischen aufgeregt, aber ein Paar ist wohl im-
stande, den Seeadler vom Gelege abzuwehren. Nur die Eider-
enten sind wehrlos, und ihre Küken werden deshalb nur zu
leicht eine willkommene Beute für die Adler. Aber den Jungen
im Horst müssen Fische am besten munden, denn Bengt Berg
konnte beobachten, daß sich die jungen Adler ganz aufgeregt
um den Horstrand drängten, sobald einer der Alten mit etwas
Blinkendem erschien, das dann jedesmal ein Fisch war. Übrigens,
nur das Weibchen atzt. Es hockte immer aufmerksam auf dem
Nestrand, riß fachmännisch die Beute in Stücke und schob jedes-
mal den Bissen nahezu zärtlich in einen geöffneten Schnabel,
Es verteilte auch ganz willkürlich, gab mal einem hastig
schluckenden Jungen zwei oder gar drei Bissen hintereinander
und bedachte ein anderes nur einmal. Der Adlervater saß bis-
weilen auf dem höchsten Ast der Kiefer, der wie ein Schirm
über dem Horst hing und der unter der Wucht seiner Flügel
schwankte, und betrachtete aufmerksam die Familie, Denn er,
der Kleinere und Gewandtere, fängt die Mehrzahl der Beute, die
er, wie ein besorgter Familienvater, an die Gefährtin seines
Daseins abgibt, Bengt Berg erlebte dann einen unvergeßlichen
Anblick, als eines Tages die Jungen flügge wurden. Den Sommer
über waren ihre Schwingen gewachsen. Das Jugendgefieder be-
gann härteren Farben zu weichen, die Adler waren jetzt reif,
das Leben auf eigene Faust zu wagen, Sic hockten auf dem
Nestrand und schrien und wagten endlich den Sprung ins Un-
gewisse, flatterten hinaus in die große, unbegreifliche Welt,
Ill
Igo Sy m I
Haupidarsieller in den Ufafilmen „Adieu Mascoiie" und „Wenn du einmal dein Herz versdienkst"
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^-y_,-,..»^^».^,«^».».,..»»»^-.-:»>a:T^^u^ .i-v ■«,««-.a»g^i^.t^. -^
xAfiiL.
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Collen Moore bei einer Tonfilniaufnolinie unter der Regie von William Seiler. Das Mikrophon ist beweglich gemacht worden, damit es den
Bewegungen der Schauspielerin folgen kann und die Lautstarke nicht verändert wird Phot hhsi Suiiunut
k)diS^
U unter den ,,il\lras",
die sich niil einer Spe-
zialiläl den Anspruch
;i^il dauernde BcschäflijJunfJ
nx sichern suchen, nimiiil
William Kedman uohl die
seltsamste Stcllun}! ein, denn
seine Auffjabe besteht darin,
effektvoll zu sterben. Dem
Hauptdarsteller darf ja, nach
dem Rezept der HoUywood-
Dramatur}<ie, nichts Krnsles
zustoßen. aber wenn ein
paar von den NebcnfijSuren
auf der Strecke bleiben,
'■cnn den schurkischen GejJ-
i'jrn des Melden vom Schick-
al die gerechte Ziichti{Jun)J
irteilt wird, dann fühlt sich
der Zuschauer befricdiiit.
William Redman ist jener
Komparse, der in allen Fil-
men, in denen er bisher mit-
wirkte, auf gewaltsame Weise
ins dem Leben zu scheiden
halle. Er dürfte mit der
Sterbeziffer, die er selbst auf
500 angibt, den Rekord hal-
ten, selbst wenn er, wie es
unter Schauspielern nun ein-
mal der Fall ist, die Summe
nach oben abgerundet haben
sollte. In den langen .lah-
Iwan Mosjukin wird modelliert. Links von ihm sein Regis
Wiatsiheslaw Tiirjanski
ren seiner Filmlätigkcit hat
er alle lodesarten auspro-
biert, die eine auf Sensatio-
nen eingestellte Dramalur-
genphantasie ersinnen kann.
Seine Spezialität Tind. wie
man sich denken kann, die
Wildwest- und Abenteuer-
filme, bei denen es immer
hoch hergeht. Aber auch in
den historischen Filmen, bei
denen ja immer einzelne
Menschen auf der Strecke
bleiben, hat Redman dem
lode ins Auge gesehen. Er
wurde unzählige Male ge-
hängt, auf alle nur miiglicnen
Arten erschossen, erstochen,
überfahren; auch die be-
sonders gruselige Art des
,,ln - die - Luft-gesprengt-Wcr-
dcns" hat er etliche Male
durchgemacht, teils allein,
<eils auf einem Schiff in-
mitten der todesmutigen
A\annschaft. Daß er in Chi-
nesenkneipen mit Opium ver-
giftet und dann geheimnis-
voll beseitigt wurde, konnte
natürlich nicht ausbleiben.
Schließlich ist er in einem
Banky-Filni im flandrischen
Sumpf versunken.
i
Reisen durch Afrika sind heute nicht
melir so gefährlich wie vor einem hal-
ben Jahrhundert, und die Nachfahren
der Livingstone und Stanley haben es
leichter. Auch Frauen ziehen jetzt in den
afrikanischen Busch oder durchqueren die
Wüste, ohne daü ihnen ein Schicksal be-
reitet wird wie der Holländerin Alexinc
Tinne, der ersten Afrikareisenden, die in
der Wüste von Tripolis ermordet wurde.
Sogar Vergnügungsreisen werden heute in
die afrikanische Steppe verlegt, und reisende
Ehepaare, die sich Inner-Afrika ansahen,
kennt namentlich die angelsächsische Welt
in großer Anzahl. Unter allen diesen
nehmen Martin und Osa Johnson eine be-
sondere Stellung ein. Sie sind nicht die be-
kannten wohlhabenden Leute, die einen Trip
um den Erdball unternehmen und sich dann
in einem behaglichen Landhaus in der Hei-
mat von der Reise ausruhen. Die Johnsons
leben in der Fremde und nehmen sie in sich
auf. Sie erleben die Wildnis und besitzen
die Fähigkeit, ihre Reize der zivilisierten
Welt mitzuteilen. Sie bedienen sich dazu
vor allem des Films, dessen Bildsprache
überall verstanden wird, zumal wenn die
Bilder mit jener Eindringlichkeit erzählen
können, wie es in den Johnson-Filmen der
Fall ist. Die reichen amerikanischen Univer-
sitäten rüsten seit einigen Jahren Expeditio-
nen aus, um die wenigen, noch unerforschten
Gebiete der Erde nach wissenschaftlichen
Prinzipien ausbeuten zu lassen. Diese Expeditionen sind mit
allen nur erdenklichen Hilfsmitteln ausgerüstet, werden von Spe-
zialisten geleitet und weisen in ihrem Mitarbeiterstab auch Frauen
auf, die an Universitäten eine fachmännische Ausbildung genossen
haben. Die Johnsons sind aus anderem Blut. Sie sind Wclt-
reisende aus Passion, sie besitzen die Liebe zur Ferne, und des-
lialb sind die Ergebnisse ihrer Reisen viel aufschlußreicher. Osa
Johnson hat nie eine Universität besucht. Sie war eines Tages
nichts anderes als das tapfere Mädel einer amerikanischen Klein-
stadt, daß es als selbstverständlich empfand, dem geliebten Mann
in die Wildnis zu folgen. Ihrer Mutter war dieser Entschluß,
was man verstehen kann, nicht recht, und sie versuchte, die
Tochter mit allen Mitteln davon abzubringen. Aber Osa war un-
erschütterlich. Sie wußte, daß sie ein Leben auf sich nahm, wie
es für eine Frau ungewöhnlich genannt werden muß. Die erste
Reise ging zu den Kannibalen der Südsee und wies Schrecken
genug auf. Dann folgte die filmische Aufnahme der afrikanischen
Steppe, eine Arbeit, aus welcher der Film ,,Siinba" die schönsten
Bilder entnommen hat. Eine ganze Anzahl Jagdexpeditionen,
die in den Steppengebieten der großen afrikanischen Seen ar-
beiteten, unterstützte ihre Tätigkeit durch Filmbilder; und wir
haben bereits so viel Jagd- und Völkerkundsfilme aus dieser
Gegend der Erde kennen gelernt, daß für eine weitere filmische
Ausbeute kein Raum mehr zu sein schien. Die Johnsons beweisen
mit ,,Simba", daß die ostafrikanische Steppe, das letzte Tier-
paradies des Erdballs, unerschöpflich ist. Sie betrachteten ihre
Aufgaben auch ganz anders, als diese Jagdexpeditionen im allge-
meinen tun können. Sic kamen nicht, um einen Trip durch das
Land zu unternehmen, sondern blieben vier Jahre. Diesmal wur-
den sie vom New-Yorkcr naturhistorischen Museum unterstützt,
in dessen Auftrag sie das Großwild der Steppe zu filmen hatten.
Die Riesen der afrikanischen Erde, Elefanten, Nashörner, Gir-
affen, Kaffernbüffel, stehen im Aussterben. Nach fünfzig Jahren
werden nur mehr spärliche Reste in Reservaten leben, in Natur-
Martin und Osa Johnson
^'^'k
Schutzgebieten, deren relative Kleinheit den Riesen und
ihrem Wandertrieb nicht genug Raum gewähren kann.
Und auch der König der Steppe, Simba, der Löwe, dem
dieser Film ein Heldenlied singt, wird nicht mehr in un-
umschränkter Freiheit, sondern in Gehegen leben.
Über den afrikanischen Löwen sind in den letzten
Jahrzehnten so viel widersprechende Urteile abgegeben
worden, daß die alte Meinung, er sei der König der Tiere,
erheblich ins Wanken geriet. Nun kann natürlich die alte
Ansicht, die ihn zu Nobel, dem König der Tiere in dem
alten Volksepos, machte, nicht mehr weiter bestehen, denn
die Tiere selbst erkennen diese menschliche Rangordnung
nicht an. Wohl aber kann behauptet werden, daß er ein
königliches Tier ist und nicht das feige Geschöpf, als
welches ihn verschiedene Afrikarciscnde hinstellten, die
den Großkatzen nur in Gebieten begegneten, in denen das
moderne Mantelgeschoß fürchterlich unter ihnen auf-
geräumt hat.
Erst in der freien Steppe, wo der Kampf um die Exi-
stenz mit unerbittlichem Ernst, mit vollem Einsatz des
Lebens ausgclochtcn wird, kann sich die wahre Natur
eines Tieres entfalten. Die Steppe hat auch andere
Lebensbedingungen als das Gebirge. Die Löwen des Ge-
birges leben nur paarweise, weil sie so am besten die
Beutetiere erjagen können, ohne diese, die ja auch nur
in kleinen Rudeln leben, zu verscheuchen. In der freien
Steppe, die nur wenig Deckung bietet, vereinigen sich die
Löwen zu größeren Verbänden, denn ihnen stehen ja die
großen Tierherden gegenüber, die oft zehntausend Stück
und mehr umfassen. Die großen Pflanzenfresser, die
eigentliche Beute der Raubkatzen, verkaufen ihr Leben
sehr teuer, und deshalb würden sie mit einem einzelnen
Löwenpaar bald aufgeräumt haben, wenn dieses nicht
Unterstützung von anderen Löwen erhielte.
Überwältigend sind in ,, Simba" die Szenen, welche uns
die afrikanischen Jäger im Kampfe mit Löwen zeigen. Es
ist ja nicht so außerordentlich mutig, mit einer Repetier-
büchse von schwerem Kaliber auf Löwen loszugehen.
Aber die Afrikaner scheuchen den Löwen auf und lassen
ihn in ihre Speere springen. Es sind dies ohne Zweifel
die erregendsten Szenen, die jemals gezeigt wurden.
Es besteht in vielen Kreisen
die absolut unrichtige An-
sicht, daß der Tonfilm in
seinem Ausmaß beschränkt sei,
daß man bei ihm viel weniger
Einstellungen brauche, daß sich
die Handlung auf einem ver-
hältnismäßig kleinen Raum ab-
spiele.
Wie verkehrt das ist, zeigt
die V^erfilmung des amerikani-
schen Romans ,,Showboat", der
in Deutschland unter dem Titel
,,Das Komödiantenschiff" er-
scheint.
Showboats hat es im alten
Amerika häufig gegeben. Es
waren große, pompöse Schiffe,
die die großen Ströme hinauf-
und hinabzufahren pflegten und an gewissen Zentral-
punkten anlegten, um die umliegenden Bewohner mit Kunst
zu versorgen.
Man versteht das sofort, wenn man sich daran erinnert,
daß es damals ja nicht die großen Millionenstädte gab,
daß die Leute verstreut lebten und
mit der Kultur im höheren Sinne
selten in Berührung kamen.
Diese Komödiantenschiffe boten
die besten Autoren jener Zeit, lie-
ferton vorbildliche Aufführungen
Otis Harlan, der
Kapitän
Plut. L'nivtrsc'. ^
Joseph Schildkraul und Laura la Plante
und zeigten Schauspieler großen und
größten Formats
Der Roman selbst schildert die Liebelei
des jugendlichen Liebhabers mit seiner
jugendlichen Kollegin, die sich schließlich
gegen den Willen der Eltern heiraten, die
Schauspieltruppc verlassen und nun ein
abenteuerliches Leben beginnen. Er ver-
praßt und verspielt das Geld, kommt mit
dem Strafgesetz in Konflikt, aber schließ-
lich löst sich alles wieder glücklich und
zur Zufriedenheit. Man versöhnt sich mit
der Mutter und fährt, glücklich vereint,
weiter den Mississippi entlang, Kunst ver-
breitend und Geld verdienend.
Unsere Bilder zeigen das wechselvolle
Milieu, lassen erkennen, wie vielfältig die
Aufj^abc des Tondichters ge-
wesen ist.
Es fehlt auch nicht an bild-
lichen Sensationen. Das Hoch-
wasser auf dem Mississippi ist
technisch und dramaturgisch
spannend und fesselnd.
Die Darsteller bieten wertvolle
Leistungen, Interessant ist Laura
la Plante in der Hauptrolle, Be-
achtenswert Emily Fritzroy, die
die böse Mama gibt.
Den jugendlichen Liebhaber
spielt der junge Schildkraut, der
— wenn nicht alles trügt — noch
eine große Filmkarriere vor
sich hat.
Die wundervollen Aufnahmen
auf dem Ohio und Mississippi sind
t^E33Er^ ■
T- .''■'■'sar j-, _^irR.'44i:
;^-'
zwischen Spielleiter und Kamera-
mann, Aus dem Zusammen-
wirken ist in diesem Fall in
einzelnen Bildpartien sicherlich
ein wesentlicher Erfolgsfaktor
geworden.
Oben: Das Komödiantenschiff
Mitte: Joseph Schildkraut beim
Pokerspiel
Unten: Laura la Plante und Alma
Rubens
von Gilbert Warrenton gemacht, während Harry Pollard einen neuen Beweis
seiner glücklichen Regieführung liefert.
Das Bild wird schon in der nächsten Zeit in Deutschland vorgeführt und
sicherlich — nicht nur, weil es ein Tonfilm ist — auf stärkste Beachtung
stoßen.
Er sah sich zum Teil vor historische Situationen gestellt, mußte infolge-
dessen möglichst populäre Kompositionen aus jenpr Zeit wählen. Das tat
er mit viel Geschick und machte populäre Songs zu zugkräftigen Leitmotiven,
die immer wiederkehren. Interessant ist die Reproduktion der Schauspiel-
vorstcllungcn aus jenen Tagen. Glänzend getroffen das Leben und Treiben
auf dem ,,Showboat". Interessant die Verteilung der einzelnen Szenen und
selten schön — photographisch sowohl wie darstellerisch — ein paar Liebes-
szenen, die Flucht in der Nacht, das kleine Kind, das sich die Schauspiel-
vorstellung heimlich ansieht.
Man hat gerade bei der Gestaltung des Hintergrundes in diesem Film ein
Musterbeispiel für die Notwendigkeit der congenialen Zusammenarbeit
Zum sechzigsten Geburtstag des großen Schauspielers Rudolf Rittner hat
die Ufa den Film ,,Dcr Wilderer" wieder hervorgeholt, der durch die
Mitwirkung des Künstlers eine besondere Note erhält,, Rudolf Rittner,
der aus der Schule des unvergeßlichen Otto Brahm stammt, hat ja die Bühne
vor zweiundzwanzig Jahren verlassen und sie als Schauspieler nicht wieder
betreten, um gegen die Verrohung der Premieren zu protc^ üeren. Vielleicht
aber auch, weil er merkte, daß der Naturalismus, dem er als Darsteller mit
jener Hingabc an die Kunst diente, welche dem heutigen Bühnenbetrieb voll-
kommen abhanden gekommen ist, künstlerisch und namentlich dichterisch im
Abstieg begriffen war. Es erregte Aufsehen, als die Nachricht vor sieben
Jaiiren durch die Welt ging, daß es gelungen war, Rudolf Rittner für den
Film zu gewinnen. Er, der sich fünfzehn Jahre in die Einsamkeit seiner
schlcsischen Heimat zurückgezogen hatte, er, der nur seinen Interessen als
Landwirt lebte und sein kleines Gütchen ertragreich zu machen suchte, was
ihm nur in bescheidenem Umfang gelang, sollte sich dem Film verschrieben
haben, der bei den Theaterleuten immer noch schlecht angeschrieben war?
Und doch stellte sich diese Nachricht als wahr heraus. Nach dem ,.Graf von
Charolais", der Rittners erste Filmschritte sah, kamen die „Chronik von
Gricshuus" nach der gleichnamigen Novelle Theodor Storms, ,,Das Glas
Wasser", Bergers mit mozartischer Grazie hingezauberte Rokokosymphonio,
,,Dcr Wilderer", ein naturalistisches Hochgebirgsdrama, ,,Dic Meistersinger
von Nürnberg", die durch Rittners Mitwirkung ihre besondere Note erhielten.
Ihm, der sich auf der Bühne durch zwei Jahrzehnte für die Lebensechtheit
der Gebärde eingesetzt hatte, mußte der Film besonders liegen. Denn er
entlarvt die theatralische Geste und läßt nur gelten, was empfunden und
inneT^lich erlebt ist.
Rudolf Rittner mit Helga Thomas und Joseph Peterhans in dem Ufafilm „Der Wilderer"
Plwt. Uta
6r S
V_^ UND W
le
UND SEHR VIEL
SdiiriitÄel
GiybLu^ti0er Abei/LteixerronacLK.
''. Fortsetzung
Sie setzte sich auf und hörte im «jlcichcn AujjcnblicU ein
brüllendes Gelächter.
Unten mußten viele Leute sein.
Aber — aber — ach so — was —
Der schwere Sessel, den sie vor die V^crbindunjjstür zum
Zimmer ihres neuen Freundes geschoben hatte, lajS mitten im
Zimmer am Boden, und die Tür war halb offen.
,,Ja, was fällt Ihnen denn ein?" sagte sie empört. ,,Sind Sie
denn Ö'inz und gar verrückt?"
Und sie preßte die Kissen an die Brust.
Denn Robby Valberg im Pyjama und mit strubbelijSem Ilaar
sah durch die halbgeöffnete Tür seelenruhig zu ihr herein.
Er schüttelte den Kopf.
,, Komisch," sagte er, ,,die ganzen Leute da unten stören Si^
scheinbar nicht, aber ich darf nicht einmal — "
Sie sah sich um und schrie auf.
Sekundenlang glaubte sio, noch immer zu träumen.
Da unten stand Kopf an Kopf eine Menschenmenge, meist
Männer, und sah lachend und feixend zu ihr herauf.
Und sie hatten auch alle Ursache dazu, zu lachen und zu
feixen, denn sie sahen, von keiner Fensterwand gehindert, in das
Zimmer eines jungen Mädchens hinein, das nackt, wie es Gott
geschaffen hatte, im Bett saß.
,,Sic brauchen sich nicht weiter aufzuregen", empfahl Robby
Valberg. ,,Dic guten Leute sehen von Ihnen nicht mehr, als man
bei uns auf einem Ball von ihnen sehen würde."
„Wenn Sie nicht sofort ruhig sind und machen, daß Sic weg-
kommen, werfe ich Ihnen das Kissen an den Kopf!" zischte sie.
,,Ich könnte mir nichts Reizenderes vorstellen", sagte er mit
einer leichten Verbeugung.
Da erinnerte sich Dorrit, daß das Kissen im Augenblick ihre
einzige Bekleidung war, und es verschlug ihr den Atem.
„Wollen Sie mir nicht sagen, \Nas um Gottes \sillcn denn da
passiert ist?"
,,Ein Erdbeben — ein ganz kleines, unbedeutendes Erdbeben.
VON LüDWIGvoN WOHL
Kachdruck verboten
Das ist hier fast so häufig wie die Flöhe in den Betten. Ihre
Fensterwand liegt unten auf der Straße — meine übrigens zur
Hälfte auch. Wir waren so todmüde, daß wir es verschlafen
haben. Es hat sicher auch nur Sekunden gedauert. Die Archi-
tektur dieses Hauses — na also — jedenfalls — ich wachte auf,
weil er mir so kalt an den Beinen wurde. Es war kein Wunder
— sie hingen durch die Mauer ins Freie."
Längst lag Dorrit wieder in die Kissen eingewickelt, so daß
kaum das Naschen hervorsah.
„Was mache ich nur?" wimmerte sie. „Ich kann doch so nicht
aufstehen — ich — "
,,Nur Mut!" begütigte er väterlich. „Seien Sie ein tüchtiges Mäd-
chen! — Wir beide — Sie und ich — wir werden jetzt den guten
lUyriern zeigen, wie Mittelcuropäer Toilette machen."
,, Wollen Sie jetzt also endlich mein Zimmer verlassen?" fragte
sie aus den Kissen heraus.
,,Aber — "
,,Wie oft muß man einen Gentleman bitten, das Zimmer einer
Dame zu verlassen!?!"
Robby Valberg verließ das Zimmer, und Dorrit begann Kriegs-
rat zu halten.
Man konnte ja schließlich nicht liegenbleiben, bis die Fenster-
seile wieder zugemauert war.
Aber wie sollte man aufstehen?
Einen Augenblick bereute sie, ihren Nachbar nicht um Hilfe
gebeten zu haben.
Aber ihn jetzt wieder rufen? Auf keinen Fall.
Es war eine entsetzliche Situation. Da lag man auf einem
Präsentierteller vor einer Menschenmenge, die in andächtiger
Ruhe abwartete, wie man sich aus der Affäre ziehen würde.
Wenn man nur die Kleider gestern in greifbare Nähe gelegt
hätte — aber die lagen drüben auf dem Tisch, vier Schritte
entfernt.
Was hätte der königlich preußische Oberstaatsanwalt Brink zu
dieser Situation seiner Tochter gesagt?
jfa Rollfilm ,^fa
Filmpack für den Soim^
tag- er ist einp|]ndlidier/
Sie bekonimen keine uib
terbelichtete Aujn^inie
mehr/
Oder plioto-
^raphicren Sie noch nitlit/ Dann
können Sie es mit einer Agf;i-Catnera
leinen. Die Billy kostet nur -56 7K.
Sic erinnerte sich, daß er ihr, als sie sieben Jahre alt war, streng
verboten hatte, in einer Kindervorstellung als Hansel aufzuirclen,
denn das war eine — es war ja gar nicht auszudenken — eine
Hosenrolle!
Eine wilde Entschlossenheit überkam sie plötzlich. Sic riß die
Bettdecke um ihren Körper zusammen und setzte sich mit einem
Schwung aufrecht.
Ein allgemeines ,,Ah" von unten bekundete ihr. daß die Be-
völkerung von Ragazza vom Beginn der Vorstellung Notiz ge-
nommen hatte.
Ohne eine Miene zu verziehen, ging Dorrit, nur in die dicke
Bettdecke gehüllt, eine moderne Monna Vanna, zum Tisch,
angelte behutsam Kleider und Wäsche und sprang mit ein paar
mehr eiligen als wundervollen Schritten zur Tür.
Zur Tür nach dem Flur natürlich.
Es war keine Kleinigkeit, gleichzeitig die Bettdecke zusammen-
zuhalten, die Kleider nicht fallen zu lassen und die Tür zu
öffnen.
Und als sie es endlich geschafft hatte, machte sie die Ent-
deckung, daß die hölzerne Stiege zum Parterre teilweise einge-
stürzt war. E!s war niciit schwer, hinunterzuturnen — das heißt,
w-enn man etwas anhalte — aber es war absolut unmöglich, sich
vor der Tür anzuziehen.
Hier erst wurde es ihr klar, was für einen gesegneten Schlaf
sie gehabt haben mußte.
Also zurück auf den Präsentierteller.
Es gab nur
noch eine Mög-
lichkeit — sie
schlüpfte wieder
ins Bett.
Ihre Rückkehr
wurde von drau-
ßen mit erfreuten
Zurufen begrüßt.
„Bande!"
knirschte sie und
begann, sich un-
ter der Decke
anzuziehen.
Das war nicht
leicht, und von
unten wurde jede
heftige Bewe-
gung mit Freu-
dcngeschrei be-
gleitet.
Endlich war sie fertig, setzte sich auf, fuhr in die Schuhe,
nahm ihren Hut und verschwand, nicht ohne ihrem bedauernd
,,0h" rufenden Publikum einen Blick zugeworfen zu haben, dessen
Verachtung, chemisch umgewertet, ganz Ragazza, ja ganz lilyricn
einer neuen Eiszeitperiode ausgeliefert hätte.
Eichhörnchenhaft turnte sie die geborstene Treppe hinunter.
Man mußte vor allen Dingen das Badezimmer finden — so
konnte man nicht bleiben.
Weder ein Empfangschef noch ein Stubenmädchen, ein Haus-
knecht oder ein Zimmerkellner waren zu sehen. Das entsprach
zwar völlig dem Umstand, daß es in den Zimmern keine Klingeln
gab, war aber reichlich unangenehm. Wahrscheinlich holten sich
die guten Leute Hilfe für den Wiederaufbau.
Endlich trieb sie ein verräuchert aussehendes, schwarzäugiges
Individuum auf, das sie der Reiiie nach auf deutsch, italienisch,
englisch und französisch nach dem Badezimmer fragte,
,,Salic de bain", verstand der Biedere nach einigen^ Sekunden
verdutzten Aufhorchcns, nickte mit dem Büffelschädel und winkte
ihr, ihm zu folgen.
Durch eine niedrige Holztür ging es auf den hinteren Hof. ,
Da stand eine Pumpe, und unter dieser Pumpe ein baumlanger
lllyrier, der — sich nicht etwa wusch, sondern — daraus trank.
Wie es dann Dorrit gelang, ein Handtuch und sogar auch Seife
aufzutreiben und unter dieser Pumpe Generalreinigung zu voll-
ziehen, war ihr später selbst nicht mehr ganz klar.
Talsache ist, daß sie zwanzig Minuten nach dem Aufslihen
frisch gewaschen in die Wirlsstubc trat.
Das ist zweifellos das passendste Wort für den Dinning-Saloon
des Grand Hotel von Ragazza.
Das schwarzbärtige Individuum spielte den Kellner.
„Wollen Sie jetzt also endlich mein Zimmer verlassen!"
Die Menschen hier hatten das Erdbeben sichtlich schon längst
vergessen, Sie tranken und lachten.
Ihr Helfer von gestern war noch nicht da.
Sie bestellte Frühstück und aß mit großem Appetit Maiskuchen
zu starkem, vorzüglichem Kaffee.
Plötzlich fiel ihr siedendheiß ein: Gestern hatte man sich alle
erdenkliche Mühe gegeben, um unbeobachtet ins Hotel zu kommen,
und jetzt hatte man, der Himmel wußte wie lange, halb Ra-
gazza seinem Lever beiwohnen lassen.
Es gab nur eins: so schnell wie möglich zu Cyprian Mir-
covich.
„Guten Morgen, Madame!"
Ein hochgewachsener alter Mann in einem malerischen
Kaftan, ein schmutziges Turbantuch um den schmalen Schädel
gewickelt. Sein langausgezogener Schnurrbart unterstrich noch
die Hakennase. Es gab nur ein Kostüm, das ihm noch besser
gepaßt hätte: der Schlapphut, die umwickelten Strümpfe und
die Steinschloßpistole eines Abruzzenräubers.
,,Herr Mircovich sendet mich, Madame," fuhr er in seinem
harten Französisch fort, ,,cr hat von Ihrer Ankunft gehört — "
KunststückI dachte Dorrit Benk,
„ — und er erwartet Sie in seinem Kontor. Bitte, mir zu
folgen."
Der Würdige verneigte sich und schritt — er ging nicht
etwa — feierlich voraus.
Nur einen Augenblick überlegte Dorrit. Es war doch schade,
daß man keinen
Revolver hatte.
Das konnte na-
türlich eine Falle
von Madame von
Jancovics sein.
Aber dann
überwand sie
ihre Bedenken
um so mehr, als
irgendeine Stim-
me ihr riet, sich
die Begleitung
ihres Freundes
von gestern zu
erbitten.
Eines Freun-
des, von dem
man noch nicht
einmal wußte,
wie er hieß.
Es war schließlich heller Tag, und man konnte die Augen
offen halten. Man war 1901 in Berlin geboren.
Es ging über den schlammstarrenden Bahnhofsplatz durch
ein paar Straßen mit unendlich schmutzigen Häusern.
Das Gebäude der Firma Cyprian Mircovich war für illyrische
Verhältnisse ein Palast.
Zweistöckig wie der Konak, aber bedeutend solider gebaut.
Mit zwei dorischen Säulen, die den Eingang flankierten, und
massiver Goldaufschrift darüber.
Dorrits Bedenken schwanden.
Sie wußte von Slavrides, daß Cyprian Mircovich ein zuver-
lässiger, ehrlicher Kaufmann war.
Und der Anblick dieses Geschäftshauses bestärkte sie in dieser
Ansicht.
Zwei Stunden vorher hatte es im Privatkontor des zuverlässigen
und ehrlichen Kaufmanns Cyprian Mircovich eine wilde Aus-
einandersetzung gegeben.
„Sie ist da!"
„Das ist ganz ausgeschlossen!"
„Hasib hat sie mit eigenen Augen gesehen!"
,,Hasib ist besoffen wie ein Schwein!"
,,Er ist so nüchtern wie du und ich."
,,Wie du? Das will noch gar nicht so viel heißen, mein
Lieber!"
„Ranka!"
„Was willst du?"
,,Ich rate dir, mi.- gegenüber einen anderen Ton — "
„Du langweilst mich."
,,Also, ob du es glaubst oder nicht: sie ist da. Das ist eine
einfache Tatsache."
Fortsetzung folgt
FRAGEN
die uns errei'chterL
> v^
.\Y
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ., Fi ! m -M a g a zi n ", Berlin SW 68, ZiromerstraOe 35-41
Scherlverlafi. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nielit beantwortet. Bei Manu-
skri|itanscleseiilieileii bitten wir folgendes zu beaclilen: Jeder Anfrage ist
K.i.kimrlo bciziifiisen. .ledc EinsciHltin;; eines Manuskripts zur I'riifuns
Ist zwecklos, nur Kxiioses im UnifaiiRe von 2—3 Schreibniaseliincnseiten
sind zur EiiisciidunK an die Filmindustrie, Kegrisseure usw. Reeignet. Für
Verlust der eingcsandleu Manuskriide kann keine Vcraiitwortuns über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur l>urclisclil!iBe senden, von
handKescIiriebenen iScndunften (leserlicli) eine Absclirift zurückbehalten.
W I .1 d i m i r (1 :i i d a r o w - V o r -
mit der rus^isoTlell .Scliaiisiiieleriri
.null \\ icdiT filmen. — lv:iii
ihm al>o riiliif^ selireiben.
l'etro-
Er ist
DiMi FilmK;ilten von I,il Daporer in der ..I.adv
Kinne l'rlio ."^omersalmi. Sehr vernünftig, d.tß
Es ist wirklieh so gut wie aussichlslos.
ein a .1 u s 1' o 1 e ii
ohne .Scbleier" s|iielte d
Sie nicht auch zum Film widlen!
L y. Z., W ii r z li u r ;;■ : FN
ist nicht notwendig, den Ort der
ll.iudluuji; in einem M.inuskript
.•inzujjclien, \v<dil .ibcr die l'er-
soncn. J>ic Hcset/.un^ der Stars
usw. lu'SorfAt sell.si\er.--tändlich
die F'ilmgesellsch.ift. — Wir
m.ichcn ;;leich dar.iiif .lufmerk-
>.im: es ist fiir den. l.aicu so
^ut wie .•nissichtslos. ein Film-
maniiskriiit zu verk.iufcii. M.in
iiiiili nicht .illeiii schriftstelle-
risch bejj.iht sein und den opli-
scheii Blick für d:is Filmisehe
h.'ilien. sniidcni iiwin miiU auch
die 'rechnik di's Drehbuchs be-
lierrsehen.
F r a 11 .\l a r g o t Seh.. 1) r e s-
d e II : (itiiin.ir ToIilh-s ist nicht
mehr in Iterlin und weihe nur
:■. Tage hier. Er hefindet sich
jetzt in der Schweiz. d.inach
fährt er an die Kivier.t. Im
August tritt er in Oslo am
..Ni-iien The.-iter' auf. Aller
W.ihrscheiiilichkeit nach wird er
ein .stück von dem iM^rnlimteri
norwegischen X:iti<iii;ildichler
(Jiinn.'ir Heiherg spielen. Die
(»slocr Telephonniinimer von
(Jiinn.ir Tolnaes kiinnen wir
Ihnen leider nicht s.igeii. Wir
nehmen .-iii, il.iß der Küii>tler in
aliselili.irer Zeit auch wieder in
Deutsehl.'inil filmen wird.
.. M e i n e Lieblinge'':
Ver.i Schmitterlöw wohnt Hlii.-
Il.ileiisee. Xeslorstr.ilJe 1. und
ist .Scliwedin. Ihr neuester F'ilm
heißt ..Flucht vor der Liebe'.
Die Künstlerin ist gr<iü. blond
und bl.'iuäiigig. Sie gibt Aiilo-
gr;iniiue. Lya M.-ir.i ist mit dem
Regisseur F'riedrich Zelnik ver-
heiratet. — Das ..Filmmagazin"
crscbeint jeden Sonntag.
M :i r I i n K. in M e r s e -
b II r g : Wir werden Harry I'iel
gern au die Autogramme er-
innern, empfehlen aber, selbst
noch einmal an ihn zu schreiben.
I- i e s e I o t t e S t., 15 y d -
K o s s a : F>nst l'elersen ist
durch die .Snk.il - Film, Berlin
SW IS. F'riedrichstr.iße 246, zu
erreichen. F> ist Norweger niul
gibt .Viitogr.imine. .Sein niii-bster
F'ilin ist ,,Die weiße Holle von
I'iz P.ilü'-. — l'aul Hartm.'inii
gibt Autogramme. .T.'iwohl, er
ist durch das Burgtheater in
Wien zu erreichen. — ..Der Mann
im F'cuer" und .,Der Wilderer'
wurden schon vor mehreren
.I.ihren hergestellt. Die F"ilin-
schwesler von H.iiis Braiisc-
wetter in ..Höhere Töchter" hieß
Margarete Stengritt.
U r e t e H., W a I d e n b ii r g : Franz I.cderer wohnt Berlin-Friedenau.
Felllerstraße 4, wurde :iiii fi. November in Prag geboren, gibt .Vutogramnie
und ist ein großer Blumenfreund. Leider ist der Künstler an Bliiuld:irni-
enlzündiing erkr.inkt und konnte deshalb die ihm übertragene Rolle in
dem Aafa-F'ilm ,.Die fidele Herrenparlie" nicht spielen. — Da wir keine
Engagements verniilteln, können wir Ihnen keine praktischen Ratschläge
geben, wie man ein erfolgreicher Filnist;ir wird. Wenden .Sic sieh, bitte,
nnmiftelbar an die F"iliiigesellseliaften. Aber die Aussichten auf ein Vor-
wärtskommen sind gleich Null.
F' i 1 ni f r e u II d i n L i I o G., H i n d e n b u r g : Reginald Deniiy
wurde am 20. November geboren und ist durch die Vniversal-Studios,
rniversal-Oity, Kalifornien, U. S. A., zu erreichen. — Harry Halm wohnt
Berlin-H.-ilensee, Cieerostraße .'iT. — Das Alter der Filmstars geben wir
giundsätzlich nicht au.
Alwin Sc h., M e r s c li cid: Liane Haid wohnt Bln. -Westend,
Württeiubergisehc Straße 13.
ST QONGH EAQT.
di'c banihmiti Filmhund, starb sot^bcn in HollyViOod
Phot. M.O.-M.
Nur Ivan P e I r o \ i c h - ii n d
e Ii r e r i n : Wl.idinilr (iaiil.irow ist
Olga IJzowsk.aja verlieir.ilet. F> wird
\ich gibt Aiitogr.imme. .Sie dürfen
passionierter .sportsmaiin.
F i I m r .i t t e .i ii s li o d e s b e r g : Emmy Lyiin und .Taiiue Citelain
siiielten die ll.iuptrolleii in ..S(iiij..|". Die Titelrolle der ..Weißen
Scilwester- wurde von l.illian (Jisli verkörpert, ihr Partner war Ronald
t'olm.'in.
Willy F., Bern: Die Aussichten beim F'ilm sind .«sehr gering.
rnd wenn Sie erst !.'> .Jahre alt sind, so li.aben Sie noch reichlich Zeit,
sich die Sache erst einmal zu überlegen. Da Sie Wert auf eiiu' F'ilm-
schiile legen, so empfehlen wir die Filiuschule In .München, Soiinenstr. l.'i.
A. S., B e r n : Naialie Ko-
w.inko ist mit dem russischen
Regisseur Toiirj.iiisky verliei-
r.-itet. Beide wohnen l{erliii W,
Kiirfürstendamm IT. Maria .la-
cobinis Adresse ist Berlin W !.'>,
.lo.ichimsthaler Str.iße 2223.
E. 1'., A 1 t o n a: Der genannte
Film mit Lissy Arn.i fiihrt jetzt
den Titel ..Schneesturm" und
wurde von der Svcnsk.i - F'ilm,
Sldckliolm. gedreht. — Wilhelm
Dieterle li.tl .luch den Krieg niil-
gcm.K-bt.
\V a 1 I y L. und f. r e t e 1 B.,
Berlin: Fern Andr.i und Lotte
.\euniann filmen seit ein pa.ir
.l.ahren nicht mehr. — .Maria
l'.iiidicr und L.iiir.i la Plante
sind nicht mitcin.inder verwandt,
haben .-iber wohl Aehnlichkeit
miteinander. — Wilhelm Dieterle
wohnt Itln. -Wilmersdorf, Jenaer
Straße H.
M a r t i n L.. S t o I p : Den
Kurt villi Holstein in ,.\erirrle
.lugend • spielte Rolf von tioth.
F:r wohnt Berlin SW, H.illeschcs
Ffer 2,'i. und gibt Aiilogr.inime.
— Ivan l'etro\ ich wurde am .31.
Dez.emlier in Budapest geboren,
ist .-liier serbischer Staatsange-
Inirigkeit. w.ir früher Ingenieur
— im Kriege Hiisarenoffizier — ,
dann O|ierellenbonviv;int in Bu-
dapest. Im Jahre 1923 wurde er
von .Michael Kertesz für den
F'ilm eiildeckt. Petrovich und
Rolf v. (ioth sind unverheiratet.
Ivan P e t r o v i c h - \' e r -
e h r e r i n K a t j a B., T i I -
.s i t : Ivan Petrovich wurde im
J.ilire 1923 von dem Regisseur
Michael Kertesz für den F'ilm
entdeckt. .Sein erster F'ilin
wurde in Budapest gedreht.
F'rüher w.ir Petrovich Ingenieur,
dann Operetlenbonvivant. Den
Krieg hat er als Husarenoffizier
mitgemacht. Jetzt ist er nicht
mehr bei der Biihne. Petrovich
ii.-it dunkles Haar und. dunkle
Augen. Ein Buch über den
Künstler gibt es nicht.
(' h a r I y P.. Tilsit: Andre
M.'itloni filmt fleißig und ist auch
in Berlin bei der Sprechbühne.
Er ist ein großer .Sport- und
.Musikfreund, liebt alle Blumen
und ist auch im Leben sehr syni-
p.'ilhisch. Er ist seit etwa fünf
.lahren beim F'ilm. Ein Buch
über ihn gibt es nicht.
L y a aus H a m b u r g: Erich
Waschneck ist zur Zeit in Ber-
lin und hat seine AVohnung in
Berlin-Lichterfelde, Hortensien-
straße 34.
E 1 I i n 0 r B.. München: Ivan Petrovich ist groß. Er besitzt ein
.Vuto. .Sein neuester F'ilm heißt ,,Der (<ünstling von Schönbrunn". Er ist
unseres Wissens ein großer Blumenfreund.
Frau Christel M., Bonn: Es tut uns außerordentlich leid,
Ihnen nicht behilflich sein zu können. Auch für eine erfolgreiche Tän-
zerin ist der Weg zum F'ilmrnhm noch sehr lang. Versuchen .Sie es;
senden Sie den führenden F'ilnigesellsehaften, wie Ufa, Aafa. National,
(ireenbanm. Hegewiild, Terra usw.. Ihre Bilder ein oder stellen .Sie sich
ihnen persönlich vor. Jedenfalls ist es für eine .Vnfängerin sehr schwer,
auch eine nur ganz kleine Holle zu bekommen. Die Enttäusebungen sind
sehr groß.
Junger F" i 1 m f r e ti n d aus T r a e li e n b e r g : Nein, der
stumme Film wird nicht durch den Tonfilm verdrängt werden. Es werden
immer noch viele stumme F'ilme hergestellt werden. Hollywood ist ein
Vorort von Los .Vngeles und liegt in Kalifornien. Aber selbstverständlich
dürfen dciitselic F'ilmstars auch im Ausland filmen.
Nur Harry LIcdtke- Verehrerin, Dresden: Bei wel-
cher Kompagnie Harry Liedtkc im Kriege gewesen ist und — wann er
einmal nach Dresden kommt, wissen wir leider nicht. Wir haben Liedtke
lind Hrigille Helm an Ihren Brief erinnert. Ivan Petrovich ist durch die
Oreenbaum-Film, Berlin ^W 6», Kochstr:ißc 61, zu erreichen. Uie .Vdrcssc
der Filnibörso ist Berlin, Beuthstraße ll;i.
F i I m f r e u n d Karl W. aus M .-i n n h e i m : Die Tilelrulle der
,, Leoparden-Lady" verkörperte J.'uiiielinc Log.m. In ,, Sensation im Zir-
kus" siiieltcn Dolores Costello, Luise Dre>ser, David Torrenee, Jason
Robards die H.iuptrollen. Lya M.-ira wohnt Bln. -Westend, l'oinmern.-illce 5,
befindet sieh aber jetzt mit ihrem (;atlen Friedrieh Zelnik in Anierik.'i.
Lya Mara tiHigt einen Kiinstlern.imen und heilit in AVirkliehkeit Lissy
Ciudowitseh. Ein neuer Film mit der Künstlerin steht im Augenblick
noch nicht fest.
Herbert T., Wilmersdorf: Ein Film hat im allgemeinen
ft— 7 Akte uiul umf.ißt 150— lHH) »ilder.
F i I m - .\l ;i X e , Nürnberg: Hans Beck-(Jadens neuester Film ist
,.Der (.irenzjäger". Der Künstler lebt in München. — I'at und l'ataclion
sind durch die I'all.-idium-Film, Kopenhagen, zu erreichen und geben
Autogramme. Ihr nächster Film heilit ,,i'at und Pataelion in Afrika".
— W.-iriim Sie auf die Autogramme oft 8 — 10 Wochen w.irten müssen,
liegt d.iran daß die Stars durch ilire Tiitigkeit sehr stark in Anspruch
genommen sind und daß sie sich oft auf Filmreisen befinden, die
wochenlang dauern.
G. G., F' r i e d e n a u : Die Adresse der Mutter des betreffenden
Künstlers wissen wir leider nicht.
E I I i G., Berlin: Louise
Brooks spielt die weibliehe
Hauptrolle in dem G. W. Pabst-
Film ,,Tagcbuc)i einer Ver-
lorenen". — Edith Jehanne
filmt in den Rex Ingr;im-Siu-
dios, Nizza, Frankreich. — Co-
rinne Oriffith ist durch die
First National, Burbank-Holly-
wood, Kai., Ren(''e Adoree durch
die Xfetro - Goldwyn - Studios,
Culver-Cily, Kai., Pola Negri
durch die Elstree - Studios,
Hersfordsliire, England, zu er-
reichen. Emil Jannings wohnt
im Esplanade-Hotel, Berlin W,
Bellevuestraße.
B i c e p i p und R ti d i h u s ,
H a tn b u r K : Gunnar Tolnaes
weilte kürzlich nur 3 Tage in
Berlin und konnte daher jetzt
noch nicht hier filmen. Der
Künstler befindet sich zur Zeit
in der Schweiz, f.älirl dann zur
weiteren Erholung an die Ri-
viera und wird im August in
Oslo am ,, Neuen Theater" auf-
treten. — Der Film ..l'm seine
Ehre" mit Gösta Ekman ist
in Berlin schon uraufgeführt
worden. Außer ..Wilde Orchi-
deen" ist ein anderer Film mit
Lewis Stonc im Augenblick
noch nicht angekündigt. Es
werden auch in Amerika neben
den Tonfilmen noch stumme
Filme gedreht. Die Aufnahmen
zur ,.Frau im Mond" sind vur
einigen Tagen lieendel; Fritz
Lang ist mit dem Schneiden
des Films beseliäftigt. — Cber
die Gagen der Star.s können
wir Ihnen leider keine Aus-
kunft geben.
Werner F u 1 1 e r e r rVe r-
e h r e r i n G e r d i aus Ber-
lin: Werner Fiitterer wird
hüchstwahrscheinlich auch bald
in Tonfilmen zu sehen und
hören sein. Wo der Künstler
seine Sominerferien verleben
wird, können wir Ihnen leider
nicht sagen. Fütterers niich-
sler Film heißt „Der Miidclieii-
hirt". — Ramon Novarro «ird
vorläufig nicht in Berlin sin-
gen. Wir nehmen an, daß er
sclion wieder in Hollywood ist
und dort seinen Filmjiflithten
nachgeht.
B c r t a B., Kiel: Die Cow-
boyfilme werden immer in
Hollywood gedreht. — Ihre
Bildwünsche sind vorgemerkt.
— Jack Hoxie und Big Boy
Williams sind unter Beverly-
Hills, Hollywood, Kalifornien,
iu erreichen.
H oiuu nc iilus, Breslau: Olaf Fönss filmte kürzlieh in Berlin.
rt»= t' ) ''.'"^ Hauptrolle in dem Film der Deutschen Universal „Triumph
UC3 i^coens . Unseres Wissens ist dieser Film jetzt aber fertiggestellt
Wir nehmen an, daß Olaf Fönss schon wieder nach Kopenhage.T gereist
M Seine dortige ständige Adresse ist St. Knudsvey 26. Wir c
"■" ^einmal schriftlich mit Ihrer Bitte an
mp''-hlen,
den Künstler zu
*ith zuDiichst _ _. „ ^.,
▼.enden. Olaf Fönss trägWöincn richtigen" N.a^men.
Soult ^B *^ '' n-L !? ". " * '-^^^y Vernons Adresse ist Paris 12, Boulevard
shid nirhrin n •^"•'",'=" Künstlerinnen sind zur Zeit nicht erreichbar. Sic
k "nnt -^ Der h.,,0»'-''".''' m"" ""if. ■''"'^«'■'•"ickliche Adresse ist nicht be-
ruf '( Der Herr ,,,« i^H* "■''V\ Pj?'!''*''" »'«'"• J^lzt „Manner ohne Be-
Davis'"olint T,r;, ,7 io^w^'^'l^, ?"\ "°'"> *^' ^'«-'s Partnerin. Dolly
V vi„,, <?. .'^ "• *^ ""'' P'"''bert Delorme. — Wir haben Lee Pirrv
gtami^e eHnnert^"''A'^r.'"K7' T" '"^ ■''"''J'"''" ■"" -e fäinge'n a" bl
giamine «""■■nncr . — All^ Filmstars geben Autogramme.
brück bei ll'Tliu'u^ocvyjnn^ V '^ ■ "«""'^'f'' ««""^KC wohnt Kohlhasen-
orucK Dei lUrlin, «aeckesirape 6, wurde am 9. Oktober in Stettin
und gibt Autogramme.
r-, •,, „ , -, -; ^- ■•■ ■^-■ti.iu geboren
8u;m!ng';:rs;,:::.;b!ri".'""' ^"^■"'""- '^"«''"•"-'''-.. mmt j^^ v,^:.?
Hee^;;;o^'l;6?"„Lr^ib."A:4?am.^^"'^ ^^'"^"^•' -"''■'* Bln.-Wes.end.
Z. r., C o s w i g - S a r h s e n : Richard Barthelmess wurde scho als
blutjunger Mensch von der russischen Tragödin AUa Nazimova für den
Film entdeckt. — Illteres^e am Filmnachwuchs haben ganz gewiß alle
Filmgesellscli.iflcn. Trotzdem ist es für den Laien sehr, sehr seh'^er,
festen F'iiß im F'ilm zu fassen. 'Wenden Sie sieh cinm.il an die l fa,
Berlin SW 68, Koehsiraße 6—8, an die National, Berlin SW 48, Friedrieh-
slraUe 10, an die Terra. Berlin SW 68, Kochstraße 7,3, an die Aafa, Berlin
SW 18, Friedrichstraße 223, an die Deutsche Universal, Berlin W 8, M.iuer-
straße 82.
H a n s T., Leipzig: Eine amtliche Prüfstelle für Lichtspiel-Vor-
führer befindet sieh bei der Kreishauptmannschaft in Leipzig. — Die ge-
nannten Kiinslleriniicn filmen im .\ugenbliek nicht.
E. Z., Riga: Ben «ard lebt in Hollywood, Kalifornien. U. S. A.
Niihcre Ang;ibcn über den Künstler können wir Ihnen leider zur Zeit
nicht machen.
E. A. ,1 e s s e n : Ein Manuskript ist als geistige Arbeit natürlich ohne
jeden weiteren Vermerk geschützt. Natürlich muß es eine Originalarbeit
sein. Man darf nicht ohne weiteres einen Roman, ein Drama für de.»
Film bearbeiten, sondern muß die Rechte von dem Verfasser oder seinen
Erben käuflieh erwerben.
Vera, N a p o 1 i : Heinrich George wohnt Kohlhasenbrück bei Berlin,
Baeckestraße 6, wurde .■im 9. (Oktober in Stettin geboren, er ist unver-
heiratet. Er kam über die Spreehbühne zum Film und spielt jetzt die
miinnliehe Hauptrolle in dem ITa-Film ,.Der Sträfling von Stambul".
G a r d e n - P a r t y : Bekannt sind nur Viola und Tilla Garden. Eine
Filmdarstellerin Jolanihe Garden ist unbekannt.
Harry Liedtke-Vcr-
0 h r e r i n H a n n y R.,
F r :i n k f u r t : Harry Liedtke
ist inzwischen wieder von sei-
ner Krankheit hergestellt und
wird schon in allernächster
Zeit wieder filmen. Er wohnt
Hin. -Grunewald, Bismarekallee
N'r. IG, und gibt höchstcigen-
liändig Autogramme. Sie kön-
nen es also ruhig wagen, an
ihn zu schreiben.
,1 o u r n a I i s t : Zu Emil
,l.iiiniiigs' ersten ganz großen
Erfolgen gehörten: ,, Madame
Diib.irry", ..Der Stier von Oli-
ver.!", ..Das Weib des Ph.ir.io",
..Anna Boleyn". — ..Der letzte
M.iuu ' wurde in Deutsehland
von der Ufa hergestellt und
von Murnau inszeniert. Er er-
schien in Berlin im .Tahre 1925.
Ina E s u : Selbstverständ-
lich dürfen .Sie aiieh Filmstars
ijiündlich um Autogramme bit-
ten. Aber .Sie müssen mit der
.Möglichkeit rechnen, daß Sie
sie g.ir nicht sprechen können,
weil sie sehr viel im -Melier
sind oder auch auf Filnireisen
usw. Harry Liedtke, Walter
lülla, Din.i Gralla und Andrö
Mattoni sind alle große Blu-
iiionfreunde. Liedtke wohnt
Bln. -Grunewald, Bismarekallee
Nr. 16.
E 1 I i e M., Los Angeles:
Ritte, geben Sie uns doch Ihre
genaue Anschrift an, d:imit
wir llinen auf Ihr Schreiben
antworten können. AVir hätten
Ihnen verschiedenes Interessante
mitzuteilen.
F. G.: Maria Pandler hat am
20. .Iiini Geburtstag.
W.i 1 t e r K., Spandau:
D.is betreffende Buch erhallen
sie durch den Verlag Max
.M.iliissou. Berlin SW GS, Ritter-
straße 71. — Es ist am zweek-
mäßigsien. wenn Sie Ihre Ma-
nuskripte unmittelbar an die
ilr;im;\lurgi sehen .Vbteilungen
der Filmgesellschaften senden.
H. R.. Leipzig: Das Ehe-
p.i.ir Kurt Vesiiermann - Lia
Eilx'nschütz wohnt Bln.-Grune-
wahl. Caspar-Theiß-Straße 18.
— Ihre Hildkarte ist weiter-
geleilet worden.
B e r t e I V., Mannheim:
Zu unserem Bedauern können
wir Ihnen keine Filmdiva nen-
nen, die eine Gesellschafterin
oder Haustochter sucht. .Vm
besten. Sie geben einmal ein
kleines Inserat im ,,Filnimaga-
c. n^",.,^'*"*,','" ■ E^*^'»" "o" wohnt Bln.'-Cliarlottenburg, Schiller-
straße 121, und hat am .1. Oktober Geburtstag. Elisabeth Bergner erblickte
..ml.. April das Lieht der Welt und hat ihre Villa in Berlin-D.ihlem,
i.ir.idMvwxg 15. Olga Tscheeliowas Anschrift ist Berlin NW 23, Klop-
wM.^r«! «•'• .^'*i '\';"--'""in hat am 26. April Geburtstag. Liane Haid
rl!,, i, V'""^V'"'"' • ^^ "rllcmbcrgischn Straße 13, und hat am 16. August
Geburtst.ag. Mia May wurde am 2. Juni geboren und wohnt Bln.-Halen-
wnA„^ n 'i' w'-'S."" '"■. ^''*'"' Rf'"^^-'"«! h.it am 25. Mai Geburtstag und
SW .H F ".- 1- ^<K,'-"'^'"'rK<"/. S'r-'ße ll. Cilly Feindts Adresse ist Berlin
S\\ 48, Friedriehstrabe 246. Sie wurde am 8. April geboren.
„ . i^Z ^J "r ■■ •„?■•«".' "• - S c h ö n e b e r g : Gretc Mosheim - Homolk.i
Mohnt Berlin AA , Pariser Straße 27, und hat am 8. Januar Geburtstag.
i„ «■'' " '*" ".V ^ "'.*''••' "> : ■'^iP ''•■'»'fn recht, Rudolph Valentino spielte
in „Monsieur Beaueaire" mit Bebe Daniels. Seine Partnerin in .Der
Aüler war A ilma Banky. Sie dürfen es uns ruhig glauben. Die Rolle
der /larin in dem genannten Film wurde von Luise Dresser dargestellt
vn, i*if" ,^.r ". * ' ^'- ^ •■.•' K : I|'^ «fdicht ist sehr nett. Aber einstweilen
veroffentlicheii wir keine Gedichte und müssen daher leider von einem
Abdruck ahsehen. - Wir nennen Ihnen wunschgemäß einige Filmgesell-
sch.-i ten: Ufa. Berlin SW 68. Kochstraße 6-8, National, Berlin SW 43
^['.•■'"'■'J.?'.^"P« '"'• Terra, Berlin SW 68, Kochstraße 73. Aafa, Berlii
Fr edriehsVr'aBTals' "^' "'■'""*^''" Lichtspiel-Syndikat. Berlin SW 48,
A I c X .1 n a r a P., Wilmers-
dorf: Victor Varcoiii ist nicht
mehr in Itorlin, soiiileru wlcilcr iiacli
Amerika zuriiclcgckclirt. Er gibt
Autoy;ramnic.
L u c i a K., L i f Ii t c r f i- I d p :
Die bein ' iciulon Kiiiisilcr filmen
auücubliclvliili nicht. — Wir emp-
fehlen, Harry Liedilie nnmitlelbar
um ein Autogramm zu bitten. .).i-
wohl, 12 Lildlcarlen auf einmal ihm
zur Untersclinft .^emleu. i>l wohl
ein weniK zu \ iel. Kuüen Sie auch
adressiertes, frankiertes KiicUkuvert
bei.
Dorothee Sc Ii., Hannover:
Gaston Jaciiuets Adresse ist Paris,
6» Kue l-.iu^icr. AuUer in „^Vehii
der weiße i'lieder wieder bliilif
spielte der Künstler noch in foltjcn-
den riimcn: ,.Ucr erste Kui;- ,
,,Saxophoususi\ ..Quartier I^atin",
„(Jroti.NtadtschmcttcrliuK'. liild karten
von Jaeiiuet können Sie auch durch
den Verlag Illustrierte l'ilniwoche,
Berlin S\\ 68, Kochstralie 6—7, be-
ziehen.
b u t z , C h ;i r I o t t e n b u r g :
Alfuns Fryland wurde in Wien ge-
boren, ist mit Nichtschausiiieleriu
verheiratet, hat keine Kinder, ist
sehr musikalisch und filmt fleiliig.
Zu seinen neuesten Kilmcn gehören
„S. (). S., Schiff in Xof und ,.Uie
keusche Kokotte". t'ryland war
früher Offizier und wurde vor ctw;»
b Jahren in Wien für den Film ent-
deckt. Seine Lieblingblunien sind
Nelken. — Harry Liedtke war früher
mit der Schauspielerin Proft und
danach mit Kiillie Dorsch verhei-
ratet, aber nicht — wie Sie schrei-
ben — mit Grefe Mosheim. Liediki
dritte G.ittin ist Christ.i Tordy, die
Kusine von Mady t_hristians.
L u c i e H., H a n n o v e r : Hire
Bildkarten sind an die Kunstler
weiterßeleitet. Nein, von Willy
Fritseh und Gust.av Fröhlich ist
noch kein Buch erschienen. Im
,,OrloW siiielten Ivan Petrovich
und Vivian tiibson die Hauptrollen,
in ,,KarUfSel des Todes" Ciaire
Rommer und Anton I'ointer, in
„Verrat" Jett.i tuiudal, Victor V.u-
coni, Joseph bclnlilkr.uit.
Alfred X., Berlin: Diana
Karenne wohnt Paris, .'i2 Avenue d'',
la Motte-Pi(iuet. D<dly Da\is Paris 17.
40 Kue Phiiibcrt Delormc. It.t Kini
Berlin- Wilmersdorf. Wilmersdorf er
StraUe 9». Haimundo v.in Uiel Ber-
lin W, Neue .\nsb.icher Sir.tUe l'J.
F i I m f r e u n d i n G r e t e
a US Köln: Wir werden i\k
den Kihistlcr Rem an ilie fiilligen
Autogramme erinnern, einid'ehien
aber, es nach kurzer Zeit selbst
noch einmal zu tun.
Susi lt. !■ H : Brigitte Helm hat
am 17. Miirz (ieburlslag, liebt alle
Blumen niul ist auch im Leben sehr
symp.ithiscli. Ihre l.ieblingsfarben
kennen wir nicht. Ihre ersten grollen
Erfolge halle sie mit ..Metropidis"
und ...Mraune '.
Erik .1 I>., b a r m .? n ; Die be-
treffende Pulle in der ..Lorelei"
wurde von M.iria Pamllcr d.irgestellt.
Elsa F., W i e II : Die drei
Szenenbildcr mit Iv.in Petrovich
und Alice Terry stammen aus dem
Kc.\ Ingram-Film ..Die drei Leiden-
schaften", der in der naclisteci
Spielzeit In Berlin herauskommen
wird. — Ilelg;i 'riiomas ist mit
einem Norweger \ erheiratet, .sie ist
nicht an eilu- bestimmte Ges(dlscli.ift
gebunden, sondern filmt bald bei
dieser und b.ild jeii'T Firm.i. t'.ir-
men Boni ist mit dem italienischen
Kegisseur .\uguslo tW'iiiiia vernialilt,
Marcell.i .\lb.ini von dem Pegissem
Guido Scli:imberg geschieden.
Ellen, B r e s I . i 11 : Der Anna
.Sten-Film ,,D.is Kind des .\iulern'
wurde von dem russischen Regis-
seur Ewgenii Tsehcrwjakow insze-
niert, vmi der .Sow kiiio-Filiii her-
gestellt und von der Derussa ver-
liehen. Sie können .-in Tsehcrwja-
kow ruhig Deutsch schreiben.
T e d (I y . 11 a iii b ii r g : J.ick
Trevor wcdmt Berlin W, Bendler-
slratie 9. wurde ;im lt. Dezemlier in
London geboren, ist mit einer Eng-
länderin verheir.itet, h.at 2 Kinder
und gibt Anlogr.'imiiie.
Elfi vom (! r u n i' w .i I d :
Gust.av Fröhlich widint Bln. -West-
end. Ileersir.ilie 86, heg.uin als Kilm-
st.itist und arbeitete sich empor.
Welchen Fr.iuentyp Fröhlich be\or-
zilgt, wissen wir t.itsächlieli selbst
nicht. Wenn Sie ihn in ,.n;itura"
einmal sehen wollen, so niiissen Sie
seine Premieren besuchen, bei denen
er meist anwesend ist.
Unser
Preisausschreiben
M.
bei-
7ri(A A.jrir/ ^^
Die Silben und Buchstaben:
asf beit — do en —
or — r ri — s — s —
si — sla — stein — tep —
US — vi —
■;r. ..r^Jiut;!
haus — ist
sc — schau
ihu — uck
sind vor und hinter die Namen zu setzen, so daß auf jeden
Punkt ein Buchstabe kommt und 8 neue Worte entstehen.
Bei richtiger Lösung nennen die 8 Buchstaben in der
senkrechten Reihe, die durch Stern bezeichnet ist, von oben
nach unten gelesen den Namen des populärsten deutschen
Regisseurs, der jetzt in Amerika weilt.
Für die richtige Lösung dieses Rätsels setzen wir nach-
folgende Preise aus:
1 Preis . . zu RM. 20.-
3 Preise . zu RM. lO.-
Ausserdem
20 Scheckhefte mit je 6 Einiritiskarten
10 Scheckhefte mit Je 2 Eintrittskarten
für ein Kinotheater am Wohnort des Gewinners.
Zweckmässig wird das Rätsel ausgeschnitten, ausgefüllt
und auf eine Postkarte geklebt. Es kann auch auf der
Karte abgezeichnet und dann ausgefüllt werden. Jede Sen-
dung muss die genaue Adresse des Einsenders enthalten.
Berücksichtigt werden nur Lösungen, die bis zum 20. Juli
d. Js. in unserem Besitz sind. Für den Fall, dass mehr
richtige Lösungen eingehen, als Preise vorhanden sind,
entscheidet das Los. Die Entscheidung der Redaktion
über die Zuteilung der Gewinne ist endgültig. Schriftliche
Anfragen können nicht beantwortet werden. Die Lösung
wird mit den Namen der Gewinner in der ersten August-
nummer veröffentlicht.
Elisabeth B e r g n e r - W i I -
heim D i e t e r I c - V c r e li r e -
r i n , Z. : Wir werden den Künst-
ler an das fiillige Autogr.imin er-
innern. — Elisabeth Bergner gibt
Autogramme, Sie können riiliig an
sie schreiben. Ihre Hildw (iiisclie
sind vorgemerkt. — Leider h.iben
wir in unserer IJed.iklion für Sie
als Stenotypistin keine Verwendung.
Erich K., Berlin: Brigitte
Helm wohnt Ulii.-D.ihli'iii, Im Win-
kel .'). und gibt .\ulogr;imme.
Olaf F j o r (1 - S c b w ä r m e -
r i n , Nürnberg: Ol.if Fjords
neuester Film heilJt ..Erotik". Er
filmt sehr viel. Das .\lter der
Künstler geben wir grundsatzlieh
nicht an.
Frau L c n 0 B., Bielefeld :
Elisabeth Bergners Adn^^c ist BIii.-
D;ihlem, Faradayweg lö.
Willi, R., Essen: Gustav
Fri>lilieh gibt Autogramnie. Sic kön-
nen ihn .-ilso ruhig (l.irum bitten. —
Betty .\m:mn wohnt Berlin W, Kur-
fürstemkimm 1-.
G. iL. (J n s t a v Fröhlich-
S c h W' ä r m e r i n , H a I e n s e e :
Gustav Fröhlichs neue .\ilresse I.'iu-
tct Bln. -Westend, Ileer.-iralie 86.
Wir nehnieii .-in. daß Fndilich glück-
licher Besitzer eines .\utos isf.
Welche Farbe <lieser Wagen li.it,
können wir Ihnen leider nicht
sagen.
J a k o Ii I".. S .T a r w e I I i n gen:
Harry Piel »olmt Hin. -Schöneberg.
Am Park 11', W ill> Fril-cli Berlin W,
Kaiserd.inim itö. Eddie Polos Adresse
ist Berlin SW 18. Friedriclislr;iUe l'17.
Alle ilrei Künstler geben Auto-
gr.-imme.
E v a s c h.. Berlin: Die Tän-
zerin liigeliorg Carlsson wurde am
7. Juli in Ilanibiirg geboren, ist
aber schwedischer Sta;ils,iiigehc)rig-
keit. Sie treibt .'»port und gibt
Autogr.amme.
(i e r il a .V., F r e 1 b u r g : Ernst
Verebes widint Berlin W, Emser-
.Sir.ilJe 16. wurde am 6. Dezember
in New York geboren, ist ungari-
scher Sl.iats.-ingehorigkeit, tragt sei-
nen richiigen N.iinen und gibt .\iilo-
gr.imnie. Sein Fllnidebiit w.ir ..IJcr
-M.inii im S.utel". Lissy Arii.i wohnt
Berlin W ;•. LiiiiKiiier Str:(l5e !1. Mar-
lene Dietrich Berlin W. K.iiser.illee
Nr. .'lt. Gerda M.iiiriis Hcrlin-Wil-
mersdorf, Hoheiiz<]ilernd.imm 5"J,
Carl de Vogt Bln.-Tempelhof, llohen-
zolleriikor'-o .Via: C'amilla llorn ist,
wenn iliese Zeilen erscheinen. in
Berlin iiiul durch die X.itioii.al. Bei-
liii SW -ts. Friedriehstralie 10, zu
erreichen.
Kurt F r.. Köln : Erna Morena
wurde am H. .\pril in Aschaffen-
biirg geboren, filmt seit 12 bis II
J.ilireii. war friilier Kr.'iiikeiischwester
und ist eine groUi- Blumen- uiiil
Tierfrenndin. Ihre Bildkarii' ist an
die Künstlerin w eitergeleiict.
Brigitte H e I m - K ä t h e v o n
N :i g y - Verehrerin: l.issy
.\rii.i wohnt Berlin W 9. Lindaiier
Slraüe 9, wurdi- .-1111 21. Dezember
In Berlin geboren und ist iinvcrliei-
ratet. Lil D.igover hat ihn' Villa
in Blii.-West<>ii<l. Arysallee i. ist
mit Herrn Witt verheiratet und
wurde .'im .'!0. .September in Jav.i
geboren. Din.a Gr.illa woliiit Ber-
lin W. Speyerer Str.iße 22. erblickte
am 1.'). J:iiiiiar in W;irscliaii d:is
Igelit der Welt und ist seit nahezu
einem .l.ilir W itwe. Käthe von Nagy
W(dint Berlin \\ . Pr.iger Slr:ilJe 1.
wurde .1111 I. April in .Subotica, Fn-
garii (jetzt Jiigo'-I.iw ieiil geboren
und ist ledig. Lee P.irrys .\dresse
ist Berlin W. Kiirfurstend:inim 19.'i:
die Künstlerin wurde am 2,'>. .lanii.ir
in Miinibeii geburen und ist mit
Herrn Mcildaiier verheiratet. — Bri-
gitte Helm h.it am 17. .März, Henny
Porten .1111 7. Januar Geburtstag.
B o b b y \. :i 11 s Dresden:
Ranion Novarro isf nicht mehr in
Dciitschbiiid. Willy Fritseh ist dun-
kelblond. Sein neuester Film lieilJt
..Melodie des Herzens". Wir werden
di<' beiden Kiiii^ller :ui die fällmen
Autogramme erinnern. Nils .\stlier
ist nicht in lleut^<hlaiid. Sein näch-
ster Film lieil.lt ..Wilde Orchideen".
E r 11 .1 K.. Berlin: Ernst St.ilil-
N.ichb.iiir wurde •■im 6. März in
Miinelien geboren, wurde im .I.ihre
19IX von l'rieilricb Zeliiik für den
Film entdeckt und ist von G;iroIa
Toelle gcicliieden. J.iwidil. sein
richtiger N.ime ist Giiggenheimer.
K.irleii von dem ICünstler erh.ilten
Sie durch den Verl.ig ,. Illustrierte
Filmwoche". Berlin SW 68, Koch-
straüe 6-(*.
Ery I.. .'1 II -i II :i 111 li II r K : SirRfricil Arno w>nili> .-iiii 2'. P.ziiiUu'C
in llaiiiliiir^ i;<'li<>i'<'ii- ^•l' •'•' '"'• <'"'i' fiiiln'ri-ii s«-li:iii>|iifI«Tiii l.ya IVihms
vorliciratct iiliil liat ein ilrrijäliriK'"'* Siiliiu-lu-ii.
K i I 111 f r 0 II II il <» .- w .1 I il Jl., r ra II k r 11 r t a. i1. f > il r r ; Hau«
Slii\V(> wurde in .Mi'cklcnl'iM;; f;<'l">rtMi. Sein l-'ünidrliii» war iir ..l>i's
KüiiiK:! Uffflil- Kr siiifllc ilaiiii ii. a. in liil^TiiiliMi rilnirii: ..Fi-iiir',
..l'riiiz T.Ollis rcnlinaiiil". ..Hio Siiiiilcriir', ..Siliiiiilrrliaiiiii-;'. ..Aiia.'-Ia'ii.i.
ilit' jiiiiK-*to Zari'iitiirlili'r--. ,.l»r. H<'>äcI>- \ iTwaiiilliiiiK •. ..Maricr lii'r
l.iclic-, ..Caf^lio^lr-i-. Seim' ii:i('li>-tfii l-'iliiii- sinil ..l>ic Klm-Iit in tli--"
Kcftion" iinil ..Es riiisl.-rt die Xaclif. — .layvolii. ilii- llaiiinrolli- im ..Köiiis
der Miltclsliiniifr- spiclir Tanl Kiclilcr. -- l'rilz If.tsp Nplell in drni Krilz
l.ans-I'iiiii ..Trau im Sloiul'.
t; i' r I r 11 il S o li <• ( z k o .-i ii s K .-i ii <l r z i ii : ..Dor ZitrciiiKMprlmas"
wiinlc narli iliT Oiu-rrtli- von .Inliiis \Villi<-liii und Vritz Criiiiliaiini ft'*-
dri-lil. Dir VcrtavviT ilrs Dlt-Iiliiiclis sind il.-r Krj;issciir farl Willirlni und
ilcr rilniaiilor Hidiy l.iilliKC. Carl Willicliii w.dmt Itlii.-Triiipi-lhol. Dici-
li IsiraUc •!.•!. Krnst Vcrrlirs «idiiit Hrrliii \V. l".ms.-r SlraUi- Ifi. .loo
M;iy IJrrliii \V. Kiirlür.sti-inlaiiim Tu. \\ .•Iclic «i.i-ri-n die Siars dir cim-n
l-'iiiii liokoniiiini. köiiiiiMi «ir llim-ii Iciilcr niclil s:ii;i-ii. .InlciilalN rirliti-n
.sir sicli j;anz iiaili ihrer l'iii>iilai iläl.
F. 1).. M .1 i II z : Marlin llirzlicrs;
woliiit Horliii SO -Mi. W.ildi'in.irstraUo
Xr. f..-.a.
I, II d \v i ;; C. M a g d i> li ii r -r : Hin-
HildkarJo ist an den Kiiiisllrr wrilrr-
Hi'lril«-t.
t; !• r II a r d (i.. 1» a n z i ;; : l»i<'
ll.'iiiplndli- iin ..licfidil zur KIic" spiclic
IHii.i (iralla. In di-iii neuen Harry l'iel-
Kiliii ..M.-inner oliiie Jtenif' i Her Herr
;iiis .Südamerika I. der friilier den \oii
llineii fjeiiannlen 'l'iti-l l'iilirle. ist Dary
lloliii seine l';irliieriii. Il.irrv l'iel war
friilier Arlist selirieli dann Kiliiiniaiiii-
^kripte und spielte und in^/enierle
hald s,.|l,st.
I'. <» e r Ii k II n : Die Itolli' der l'raii
van der \\ .il in iler ..Saelie iiiil Selnirr-
sie^el' spielte IIcIk.i 'riimnas. Hamid
Lloyd «oliut in |{e> eviy - Hills. Ilolly-
«ciod. K.'ilifornieii. Kr KÜd .\iilii^;r.in1me.
M.-iri.i ."sidye;; «oliiit Hin. - (Jriinew.ilil.
.M.-irsf.irellieiistr.iUe .'>. und «ilit elienf.ilN
Aiitonr.inime. — • Die a:enaiiiiteii Knn^t-
ler lilineii iiiilil nielir. — Die Kiliii-
lueliler von Olu.i 'l^elieiliowa in dem
Diipont-Vilin ..Moiiliii Iv'oiikc" spielte
K«e tir.iv; deren VerlolMer \\:>v .leaii
Krad in.
K ii t i V 11 III K e K .'1 s I r .i n d : Will.v
l'rilseli wolint llerlin AV. Kaiserd.iiniii
Nr. It.'i. Werner Kiilterer ]{|n.-S|e;;liiz.
Kleist.stralJe il. Krnst \erelies Iterlin \V.
Kiiiscr .str.ilie ir.
K. M.. S e 11 r i f t s t e I I - r : Tran
Klshetli (iiintlier-.lellert i-t diirili dji'
.st.ir-l'ilm. Merlin SW |s. l-rie.li iili-
■•tr.'ilie JIS. zu eireielien. — Aiiloii Kdt-
liiifer filmt deslialli so \\eiii};\ «eil er
seiir iiesiliäftif;! liei der Spieeliliiil
ist. — Die Ke" nnscliirn Kiiiliaiiddeekeii
u:ild es nielil. — Ihre Hildwnn^ehe siml
» orseinerkt.
lt. H. Kiel: Den Sielan in ..llerz-
sihlat; der A\ elt ' spielle I'.ilpli l'orhes.
.lohn wurde >on K.ilph Knerson dar-
Reslellt. Die ii.-ieli^ten rilme iiiil Ilnns
Siiiwe heiUen: ..Die riiiiht in die l.i;-
frioii' lind ..Ks llii>lert die N'.ielif. —
..Her KiiniK der Hernina" wurde in
Hollywood fjedreljt.
M .1 r t 11 .1 V. K.. H e r 1 i !• : Die Tänzerin Iiij,clior;j: f'arlsson woliiit
llerlin W !l. I.inksir.ilie tl. — SelUstverstämllieh sind die Aiiiworlen im
I ilinin.iKazin kostenlos.
I{ i e II .-1 r d It.. (; r ii n i ii >; e ii : Ks ist für den l./iien fast .iiissielils-
los. rilmm.'iiiii^kripte zu verkaufen. Wenn Sie es trotzdem weiter \er-
siM'heti wollen, so senden Sie Ihre Kxposes .-im liesien immer .'in die
ilr.im.itiirKiselren Al)teiluuf;eii der l'ilni;;c--ellMliafteii wie If.i. Herli'i
s\V 6H. Koih^lr.iLie (i— H, N.ition.il. lierlin S\V ls. l'rieilrielistr.ilJe 10.
'Jerra. Uerlin SW (in. Koelistr.ilJe 7:!. — Hie drei Kinnen. :iii die Sic schon
presehrieheii li.itieti, werden lliiien sielier iioeli Ihre Kxposes wieder
ziiriiekseiiden.
('. (11., Iterlin : l.ivio rav.inelli hat .•ini S. Seiileniher (lehurlsla:;
und wohnt Hin. -Wilmersdorf. Ka\ eiisln>ri;er Sir.il.Ie ."i. — We^en einer
Kilni.infnahme Hins Vereiiis.iiisVlii;;cs wenden .sie sieh :ini zweek-
■iiiil'ijl'-teii .'111 l'f.'i-Werhefilm, Iterlin SW OS, Koelisti.ilie 0—8.
I! o I .'1 11 d It. i II H .'1 n 11 o V o 1 : Ks ist iiielil so loielit. wie Sie .sieh
.'iii.selieineml denken, einen Kilin zu .selireihen. zu \erk;infeii iiiiil in diesi-m
il.'iiiii sell»t eine l'olle zu spielen. Heim Film ist alles iiliorfiillt. und die
Aussiehlen auf r.iseheii Krfidj; sind nur sehr ireriii!:;. Wenn Sie sieh
trotzdem .'ils Filmd.irsleller und l'"Hiiis(liriftsteller lielaliy:eu wollen, so
miisscn Sie vor .'illeiii iihcr .\usijaiier lind Zähigkeit, iiher filinselirift-
stellerisehe lte;;.ihnii'jr. Ifi.ineheiikeniitnisse und — .'ils D.'irslelleraspir.int
— iiher fiules Ansselien und miiuisehes 'r.ilenl verfügen. Vinl .'lueli d.inu
ist Ihnen der Krfol^ noch nicht sjewiU.
K.-H., \'., Dresden: Hie Adri'sse der .Mhatriis-'WeiiKProfr-Filiii ist
r.iris. 50 l.'ne Forluiiy. — AuUer ileii Kenaunlen Firinou fiiht es nocli
11. a. Si.ir-Film. iterlin SAV \x. Friedriehslr.ille i'ls. (»rplid-.Messiro. SW (iS.
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:iiieli wieder filmen. Die :;cn.ilinleii
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ly. ..'ro-Hays tinema' usw. erhallen
Sie in .jeder Hiichha ndlnii'.;. — Ihr llild
und .\rlikel« iin>i'li ist \ or;;einerkt. —
.lidiii H.'irr.\ iiiore i>l nmiefülir so .ill.
wie .sie m'^ehätzt li.ihen. — (ilori.-i
Sw.insiiii filmt fleilji^. — Die iiäelisien
l'ilme mit (iust.iv Hiessl In-iUeu: ..Die
weiUe Hölle von l'iz IVilii' lliiil
..'riicater!'
Opernmusik auf der Platte.
(i r ,1 ni m o p h o n hat Verdis ..'rnni-
h.idoiir" als lune Kiirzoper heran —
jiclir.icht. (ieliiniiener \ ersneli. po|iii-
l.ire Kl.in^e echt und |on>chon wiedel-
ziiüclu'ii. Die .Sziici'iia, der l.olte Dor-
wald verdient J,olis]iriiche. Die gleiche
(a-..'ll-.ch,'ift Ri'd 'lie iiii-lerhiiche
..lpliif;inic- -(tn\ eiiiire Min (ihuk. nuier
liicli:iril Straiili heraus. Das ist ein
reiner (ieniili! Ha^ Spiel der riiilh:ir-
iiioniker ist hra\oiiri>s. — ..Hie liisli;;e
Witwe" ist hei (irammo]ilion in mehre-
ren l'latten \ertreteii. /unaehst ;;iht es
ein ('h.'irinaiites l'ot|>oiirri; ilaiiii kräht
sehr louiiter -M.ix Hansen das .Viiftritls-
lied des Daijihi. Die Kefiihlvollsle .\iifn.ihiiie ist .'ilu r zweifellos d:is \ilj:i-
l.ied. VI n l'^lse Koelih.inn ;;e»nii;;en. Freiidiii-sentimental. sehmeichlerisehe
Kläni;e. kl.ir und w.ilir wiederjje;;ehi n. II o in o e o r d l.iUl die tlu\erlüre
zu ..l'ii;.iro> Hinhzeif liiireri. Dr. Felix (iünlher dirigiert. I.ehendiu: und
.-iiimuli;;. I'r.'izise Leistung des Iterliiier Siiifonic-Orehesiers. — K I e e -
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zeit «benommen werden, laßt sich das
KörperjJewicht in einigen Wochen um
10 — 30 Pfund erhöhen. Die unschönen
Knochenvorsprünijc an Wanijen und
Schultern schwinden. Pfund für Pfund
nehmen Sic zu. an allen Körperteilen
zeij*t sich Fettansatz. Unbehajjen und
Unlust weichen, und nach ein paar
Wochen hat das bisher schmachtiiie
Aussehen einer vollen, ebenmäÖijien
Erscheinung Platz gemacht. Zugleich
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leitung A. Roscnthal — Ares, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabc in Ocslcrrcich verantwortlich Robert Mohr, Wien I, Domgassc 4. Verantwortlich für Anzeigen
Wilhelm Schaefer. Charlollenburi>. A n z e i fi e n v c r w a 1 1 u n g Bepa-Vcrlaiä, Berlin W 35. Blumes Hof 5. Kupfertiefdruck: August Schcrl G. m. b. H.. Berlin SW 68
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NUMMER 28 / BERLIN, 14. JULI 1929 / PREIS 0 PFENNIG
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>^^
Phct. Ufa
ENQICO BENFEß. JENNY JUGO und PAUL HEIDEMANN
im Ufö-Film „Die Fludü vor der Liebe"
JL
Phot. M. 0. M.
während Moana eine Zeit lebendig
werden läßt, die vorüber ist, sind die
„Weißen Schatten" ein Ausschnitt
aus der Geschichte unserer Tage. Die
Siidseeinsulaner leben nicht mehr in
glücklicher Abgeschiedenheit auf jener
Kulturstufe, die wir mit dem Beiiriff
,,Südsceinseln" verbinden, sondern
haben sehr zu ihrem Nachteil Ele-
mente der allgemeinen Zivilisation in
ich aufgenommen und erweisen sich
nicht stark genug, um den Lockungen
der ,, Weißen Schatten" standzuhalten.
Ein für Europa neuer Regisseur, Van
Dyke, ein Schüler des berühmten
en und im Kreis: Monte Bliie und
R^qiiel Torres. Unten: Racqiiel Torres
mit einem Polynesier
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Racquel Torres
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rollen mit sensationellem Einschlag, bewahrt aber als
ErinnerunjJ an die Lubitschzeit noch jenen geistreichen
Stil der Darstellung, der keine Gebärde größer nimmt,
als sie gebraucht wird. Dagegen ist Racquel Torres,
eine Kreolin, ein für uns neues Gesicht. Ist Monte Blue
im Film ein Mann mit weißer Hautfarbe und mit allen
Vorzügen und Fehlern der weißen Rasse behaftet, so
erscheint Racquel Torres als braunes Südseemädchen.
In Hollywood würde man niemals eine Hauptrolle von
einer Farbigen, auch nicht von einer Polynesierin,
spielen lassen, weil die amerikanische Provinz dagegen
revoltierte. Also muß Racquel Torres in das Grasröck-
chen und das Hüftentuch aus Rindenbast schlüpfen, um
ihrem Partner Monte ßlue als echtes Kind der Natur
gegenübertreten zu können.
Dem Regisseur van Dyke gelang es, vornehme polynesi-
sche Familien zu bewegen, die entsprechenden Rollen zu
übernehmen und Originalkoslüme zur Verfügung zu stellen.
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D. W. Griffith, hat den Film inszeniert.
In den Hauptrollen, die ja nicht mehr
durchweg in den Händen von Ein-
geborenen liegen, stellen sich Monte
Blue und Racquel Torres vor. Monte
Blue ist ja eigentlich auch ein Far-
biger, ein hundertprozentiger Indianer,
Abkömmling einer alten Häuptlings-
familie, die noch Skalpe und andere
Trophäen der großen Indianerzeit
bewahrt. Monte Blue ist bei uns
durch Lubitsch populär geworden, der
ihn in seinen Ehekomödien auf den
Typ des Kämmerers festlegte. Seit-
dem spielt Monte Blue Charakter-
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Im Kreis: Monte Blue. Unten: Ein-
geborene der polynesischen Inseln
Mallorca! Seliges, ewig grünes Eiland in den Fluten
des Mittelmeeres, das in saphirhartem Blau an deine
Klippen schlägt! Ort romantischer Abenteuer, das
noch heute ein Stück Orient ist und auf die Reste der ehe-
maligen Sarazenenherrschaft mit Stolz hinweist. Dieses
noch immer viel zu wenig besuchte Juwel unter den spa-
nischen Inseln ist so recht geeignet, Schauplatz eines Filmes
zu sein. Schon Frank Heller, der witzige Schwede, hat es
zum Schauplatz eines seiner Romane gemacht, der ironi-
schen Erzählung von den ,, Finanzen des Großherzogs", die
Murnau vor ein paar Jahren so amüsant verfilmte, mit Harry
Liedtke als strahlendem unbekümmerten Großherzog, der
ewig in der Klemme ist, Alfred Abel als Kollin und Mady
Christians als Großfürstin, die in dieser Rolle zum ersten-
mal ihren Filmhumor beweisen konnte.
Aber ,,Die Finanzen des Großherzogs" brachten nicht das
eigentliche Mallorca auf die Leinwand, sondern einen Ope-
rettenstaat von balkanischem Gepräge. „Die Schmuggler-
Clifhrd McLaglen
i
Enriea Benfer und CliBord McLaglen
Phot via
Valery Boothby, eine rasch beliebl gewordene ileiilsclie Filmschaiispiclerin phot. l'fa
Der Tonfilm hat nicht nur eine ganze Anzahl Stars, die noch
in der vorigen Saison im hellsten Lichte strahlten, zurück-
treten lassen, weil sie den Ansprüchen des Mikrophons
nicht gewachsen waren, sondern auch wieder Namen zu Klang
gebracht, um die es eine ganze Zeitlang stumm gewesen war.
Gerade in diesen Tagen konnte Alexander Moissi, der aus
New York zurückgekehrt ist, von seinem ersten Tonfilm er-
zählen, der mit Camilla Hörn in deutscher Sprache aufgenommen
wurde. Die Tätigkeit Moissis beim stummen Film ist der heutigen
Generalion völlig unbekannt. Er begann in den Autorenfilmen
der deutschen Bioscop, spielte in dem kleinen historischen
Atelier in Neubabelsberg, in Adolf Pauls Pantalonekomödie ,,Das
. "}:..arze Tos" und in vielen anderen heute vollkommen ver-
:. t';d Filmen. Ja, er hat vor Richard Tauber den jungen
r dargestellt, als er für den Film ,, Dichtung und Wahrheit"
■ "u!':;'. wurde. Für ihn, wie für manchen anderen Sprecher
•^uhu?;, wird eine neue Zeit beginnen, Theaterfreunde hoffen
, -iiß e? gelinget? v/ird, auch Rudolf Riltner für den Tonfilm
u gewinnen, ihn, den eine unüberwindliche Publikumsscheu be-
r.;ien hat, die ilri jedes persönliche Auftreten unmöglich macht,
ürcr hat sich dem Film und dem Radio schon gewidmet, so
-- Tonfilm für ihn das Gegebene wäre.
ka ?st dieselbe Entwicklung zu verzeichnen. Pauline
f - «^12 bedeutendste Schauspielerin des Landes, war
völlig uo -il-.'^it un-i war sehr erstaunt, als ihr Lubitsch eine Rolle
in seinen „Drei Ft?uen" anbot. Trotz des Erfolges und einiger
weiterer Engagements vermochte sie im Film nicht mehr festen
Fuß zu fassen; der Tonfilm konnte ihr sofort bedeutende Rollen
anvertrauen; und heule feiert sie in den Broadwaykinos
Triumphe. Sogar Darsteller, die seit einem Jahrzehnt ver-
schollen waren, nimmt man heule für den stummen Film, der ja
auch noch nicht ausgestorben ist. Die Zuschauer haben eben
doch gelernt, gute Schauspieler zu erkennen und hübschen aber
wenig begabten Darstellern vorzuziehen. So spricht man davon,
daß Alla Nazinowa, die sich durch ihre Exzentrizität unmöglich
gemacht hatte, wieder zum Film zurückkehren wird, weil man
die Rolle einer russischen Tänzerin nicht anders besetzen kann.
Die russischen Schauspieler sind heute in aller Welt beliebt.
Italiens und Frankreichs größte Tragödinnen sind Russinnen aus
der Schule Stanislawskis. Auch Mae Murray kehrt wieder zum
Film zurück, nachdem sie drei Jahre ohne Engagement war.
Ebenso besteht Aussicht, daß Mae Marsch wieder auf der Lein-
wand zu sehen sein wird, die in Griffith' großer Zeit zu den
bedeutendsten Darstellerinnen des amerikanischen Filmes ge-
hörte. Sie war auch die erste Amerikanerin, die in Berlin ge-
filmt hat, in Grünes ,, Arabella", einem Film, an den man sich
noch mit Vergnügen erinnert.
Leila Lee und Eugene O'Brien, die beide vor Jahren Partner
in der Art von Greta Garbo und John Gilbert waren, sind jetzt
wieder engagiert und fügen ihren alten Lorbeeren neue hinzu. Theda
Bara, der erste ,,Vamp" der amerikanischen Leinwand, spielt
heute in Hai Roach Komödien. Marie Dreßler hat sich ihren
Platz als Charakterkomikerin in neueren M.-G.-M. -Filmen mit
überraschender Schnelligkeit zurückerobert. Ihr letztes Auf-
treten vor ihrem diesjährigen Erfolg fand in einem der Chaplin-
Filme statt, die vor ,,Kid" lagen. Herbert Rawlinson, der ,, große
Liebhaber" früherer Zeiten, war vorübergehend in Jackie
Coogans ,, Bügle Call" zu sehen. Wesley Barry, der sommer-
sprossige Lausbub des Films, ging zum Vaudeville, als er für
diese Rollen zu groß geworden war, kehrte aber ,,In Old
Kentucky" zu seiner ersten Liebe zurück. Theodore Roberts,
der sprichwörtliche Veteran des Films, der AAann mit der ewigen
Zigarre, welcher lange Zeit das Filmen krankheitshalber auf-
geben mußte, ist ebenfalls wieder zurück. Man wird sich seiner
demnächst in John Gilberts ,,Tcufelsmasken", wo er den Vater
des berühmten Darstellers spielt, erfreuen können.
Der Geburtsort des
schwedischen
Films ist Kristian-
stad, wo um die Jahr-
hundertwende das erste
Biographentheater er-
öffnet wurde, das seine
Tätigkeit bald auf be-
nachbarte Provinz-
städte erstreckte. Aus
diesem Unternehmen
erwuchs eine Aktien-
gesellschaft, die sich
zunächst nur mit Auf-
nahme von biologisch
interessanten Natur-
vorgängen und aktuel-
len Ereignissen befaßte,
bevor sie sich an die
Einspielung eigent-
licher Filmdramen her-
anwagte. Die ersten
dramatischen Handlun-
gen wurden aus schv\ e-
dischen Romanen ent-
nommen und in dem
damals neu errichteten
Atelier in Lidingö bei
Stockholm verfilmt.
Für größere Einspie-
lungen genügte dies
Atelier jedoch nicht,
und so wurde 1919 die
Filmstadt Rasunda mit
einem Kostenaufwand
von IVi Millionen Kro-
nen erbaut, nachdem
sich sämtliche schwe-
dischen Filmunterneh-
men zu einer Aktien-
gesellschaft zusammen-
geschlossen hatten, zu
deren Direktor man
den auch als Organi-
sator hervorragenden
Kameraoperateur
Charles Magnussen er-
nannte. Er ist noch
heute die Seele des
schwedischenFilms,der
sich inzwischen Welt-
geltung erworben hat.
Das fast 60 Quadrat-
kilometer umfassende
Gelände der Filmstadt
Rasunda ist mit seinen
Bodenerhebungen,
Waldungen und Anla-
gen für seine Zweck-
bestimmung so geeig-
net wie nur möglich.
Inmitten desselben
liegt der Gebäudekom-
plex, aus dem das etwa
1000 Quadratmeter Bo-
denfläche beanspru-
chende Atelier hervor-
ragt. Ein kleineres
Atelier daneben füllt
540 Quadratmeter Bo-
denfläche, und beide
sind durch einen vier-
häusigen Bau mitein-
ander verbunden, in
dem sich die Ankleide-
räume, Werkstätten
für Schneiderei, Tisch-
lerei und Malerei, Ma-
gazine, Laboratorien,
Papiermache koch erei,
Kastellanwohnung und
Schreibstuben befin-
den.
Mit Rasunda begann
die Blütezeit der schwe-
dischen Filmkunst.
Hier fanden Regisseure
wie Mauritz Stiller und
Victor Sjöström die er-
forderlichen Vorbedin-
gungen für die Ent-
wicklung ihrer Fähig-
keiten und für die Ver-
wirklichung größerer
Pläne. Hier entstand
schon im Gründungs-
jahr jener inhaltlich
ebenso packende wie
technisch formvollen-
dete,bedeutendsteFilm
Oben: Szenenbild aus
dem Sjöströmfilm ,,Ing-
mars Freund". Unten
links: Brita Appelgren;
unten rechts: Costa
Ekman
eine Szene vorbereitet. Trotz der ausgeprägt nationalen Note,
die dem schwedischen Film eigen ist, sind ihm doch ausländische
Gäste als Darsteller hin und wieder willkommen, so beispiels-
weise der temperamentvolle Chilene Enrico Rivcra oder die
reizende Naive Winnifred Westover aus Hollywood. Anderer-
seits verleiht auch er seine Stars ins Ausland, wie Gösta Ek-
man, gegenwärtig wohl der populärste Bühnenkünstler Schwe-
dens der unserem deutschen Filmpublikum aus seiner Faus'.-
roUe wohlbekannt ist. Als Charmeur par excelknce wird er von
der Frauenwelt Stockholms derart umschwärmt, daU Biographcn-
thealcr, in denen er sich bildlich zeigt, ausverkauft sind; per-
sönlich spielt er im Leben der mondänen Gesellschaft der
Hauptstadt eine wichtige Rolle. Eine würdige Gegenspieleriu
fand er in Signc Kolthoff, die auf der Bühne alle Männer-
herzen zur Begeisterung zu entflammen versteht; sie ist die ge-
borene Welldame und in ihren Filmrollen sehr beliebt.
Außer den beiden leider abgewanderten Diven Karin Molan-
der und Mary Johnson wäre noch Elsa Castro zu erwähnen,
die in dem von Cavallius eingespielten Film „Jugend" als mon-
däner Typ der Kolthoff den Rang streitig macht.
Als neuer Stern am nordischen Filmhimmel tauchte neuer-
dings in ,, liebreizender" Gestalt die erst achtzehnzährige Tän-
zerin Brita Appelgren
auf, die zum Königlichen
Opernballelt in Stockholm
gehört. Neben dieser Tä-
tigkeit hat sie sich erfolg-
reich der Filmdarstellung
gewidmet, und wenn sie
auch ab und zu im
Ausland hospitiert, so ist
sie doch ihrer Heimat
treu geblieben.
Von einem ganz ande-
ren Schlag ist die urge-
mütliche Stina Berg, eine
der besten weiblichen Hu-
moristen des europäischen
Films.
Ein Aufenthalt in der
Filmstadt Rasunda hat
seine besonderen Reize,
weil sich da Gelegenheit
bietet, das Filmvölkchen
in ungezwungener Arbeit
zu beobachten.
Oben: Brila Appelgren und
Enrico Rivera in „Ein voll-
kommener Kavalier"
Mitte: Ivan Hedquisl und In-
gaTidblad in „Onkel Franz"
Unten: Der schwedische
Kronprinz im Atelier
,,Der Fuhrmann des Todes" nach dem gleich-
namigen Buch von Selma Lagerlöf. Dies Werk
Sjöströms, der darin selbst die Hauptrolle spielte,
war nicht nur eine Meisterleistung der Regie
und schauspielerischen Darstellung, sondern auch
ein bildtechnisches Wunderwerk, das weit über
die schwedischen Grenzen hinaus sich Anerken-
nung verschaffte. Auch andere Werke Selma
Lagerlöfs sind unter Sjöströms Regie verfilmt
\orden, und es war zweifellos ein empfindlicher
\ erlust für den schwedischen Film, als er wie
auch Stiller nach Amerika abwanderten.
Gegenwärtig werden die meisten Inszenierun-
gen von Gustav AWlander geleitet, der noch vor
wenigen Jahren zu den besten Kräften des Kö-
niglichen dramatischen Theaters in Stockholm
gehörte und den wir hier auf unserem Bild im
Gespräch mit Lil Dagover sehen, wie er sie an-
läßlich einer Gastrolle in Rasunda gerade für
I
BrigiUe Helm und Iv/an Mosjukin
in dem Ufa -Film „Manolescu"
Phot. Uta
C^/« ■,.'/.!.', iij/;,,i//
IUI- Uli i!
!-s l-'ilni-'^l.iya/Jn in i''I<jiiU: C.,ilu)
Ofum^^Sj^
Emil Jannings und Esther
Ralston
Zwei Tage nach jenem Abend, an
dem sich Emil Jannings nach
Europa eingeschifft hatte, fand im
Paramount-Theater, einem der größten
und elegantesten Kinos des New-Yor-
ker Broadway die Premiere seines
letzten amerikanischen Filmes mit un-
gewöhnlich großem Erfolge statt. Mit-
ten auf dem Ozean erreichte ihn die
Nachricht, daß die Zuschauer Tränen
der Rührung vergossen und beim Hell-
werden des Parketts mit minutenlangem
Beifall gedankt hatten. Es war ein
schöner Abschluß seines Wirkens in
Amerika, daß die kritischen New-Yor-
ker, denen gerade die Serie der Ton-
filme die beliebteste Unterhaltung bot,
hm diese Anerkennung zollten. Eine
Folge dieses ungewöhnlichen schau-
spielerischen Ereignisses war es, daß
die Film Guild in ihrem Theater, einem
vorzugsweise von gebildeten Bevölke-
rungsschichten besuchten Kino, einen
ganzen Monat lang Jannings-Filme
spielte, von der
„Madame Dubarry"
bis zum ,, Patriot".
Jannings v^nißte ge-
nau, was dieser Er-
Unten : Gary Cooper
und Esther Ralston
folg des stummen Films gerade in diesem Augenblick in
New York zu bedeuten halte. Er wußte aber auch, daß
„Verrat" — so war der Film nach einigen Titeländerun-
gen schließlich getauft worden, sein letzter stummer
Film gewesen war, denn er hatte sich damals schon ent-
schlossen, nunmehr auch seine Stimme der neuen Kunst
des Tonfilmes zu weihen. Jannings hat in seinem Radio-
vortrag, den er ein paar Tage nach seiner Ankunft in
Berlin hielt, auseinandergesetzt, daß die Amerikaner
einen Künstler auf seinen ersten großen Erfolg festlegen.
Die Zuschauer wünschen dort einen Schauspieler immer
wieder in ähnlichen Rollen zu sehen, in Filmen, die eine
einmal erfolgreiche Art geschickt zu variieren wissen.
Nun halte Emil Jannings sich in seinem ersten amerikani-
schen Film „Der Weg allen Fleisches" als der unglück-
liche Vater gezeigt, der durch einen Fehltritt von seiner
Familie getrennt wird, und der deshalb
viel leiden muß. Dieser Film war melan-
cholisch verklungen, hatte an die Stelle
des sonst üblichen Endkusses ein Frage-
zeichen gesetzt, was nach amerikani-
schem Urteil ein tragisches Ende bedeu-
tete. Das war schon eine Kühnheit ge-
wesen, denn das Publikum ist dort ge-
wöhnt, einen versöhnlichen Abschluß
mit nach Hause zu nehmen, aber gerade
diese Neuheit hatte Anklang gefunden.
Nunmehr stand bei den Dramaturgen
fest, nach welchem Rezept alle weiteren
Jannings-Rollen anzulegen waren. Nach
dem Ausflug in die Historie, bei der ihm
Lubitsch behilflich war und die deshalb
gut gelang, weil russische Themen gerade
sehr gefragt wurden, kehrte Jannings
wieder in die bürgerliche Welt zurück.
Man verlegte aber den Schauplatz seines
Filmes „Verrat" nach Europa, in die
Schweizer Berge, um eine gewisse land-
schaftliche Idylle rechtfertigen zu kön-
nen. Das Drehbuch schrieb Hans Kräly,
der einstmals bei der ,, Madame Dubarry"
beteiligt gewesen war und in Hollywood
heute der am höchsten bezahlte und ge-
suchte Manuskriptschreiber ist, der frei-
lich seine sprichwörtliche Langsamkeit
in Amerika noch nicht verloren hat. Frei-
lich hat uns ja Emil Jannings in seinem
launigen Radiovortrag verraten, daß das
berühmte ,, amerikanische Tempo" heute
nur — in Berlin
existiert, in Kalifor-
nien aber ganz un-
bekannt ist. Das
Thema des neuesten
Emil Jannings u. seine
Kinder in „Verrat"
>..> '
Janningsfilmes ist für amerikanische Verhältnisse
sehr kühn und hat vielleicht mit dazu beigetragen,
daß der Film nach Europa verlegt wurde, dem
man in U. S. A. freiere Sitten gestattet. Jannings
hat einen einfachen Schweizer Bürger darzustellen,
der ein Mädchen heiratet, daß von einem Jugend-
geliebten ein Kind unter dem Herzen trägt. Als
er sie heiratet, weiß er nichts davon und betrachtet
dann das Kind als das seine. Aber wie es im
Leben so geht; im Laufe der Jahre gesellt sich
noch ein anderer Sprößling dazu, und es wäre
alles gut gegangen, wenn nicht der Zufall den
Jugendgeliebten wieder in die Nähe des Ehepaares
führte und damit die Tragödie ihren Anfang nimmt.
Im Film ist diese Handlung sehr psychologisch
ausgesponnen.
Gerda Mauriis, Gustav von Wangenheim und Willy Frilsch im Fritz-Langlilm der Ufa „Frau im Mond" l'/iot. I riu l.ang-nim cl,r Ija
Tricks bei Tier au f nahmen
Die zahlreichen Tierfreunde wachen mit Recht darüber,
daß ihren Schützlingen niemand zu nahe tritt und auch
der Fihn in Sensationsszenen die Grenze zu respektieren
weiß, an der die Tierquälerei beginnt. Vor Jahren wurde ein
Film, „Tiere sind Menschen", abgelehnt, worin Tiere in einer
.ilbernen Handlung gezwungen waren, an Drähten zu arbeiten.
Derartige geschmacklose Verirrungen sind selten. Sie haben
auch in Hollywood aufgehört, wo der kalifornische Tierschutz-
verein streng darüber wacht, daß jede Grausamkeit ausgeschlos-
sen ist. Der Fabrikant, der etwas Derartiges wagte, würde mit
dem Boykott des Filmes zu rechnen haben, einer Gefahr, der
sich niemand aussetzen wird. Trotzdem glauben Laien immer
noch, daß sie Tierquälereien im lebenden Bilde dort vor sich
sehen, wo die Aufnahme mit einem Trick vor sich ging. Denn
so ziemlich alle Tieraufnahmen, die so außerordentlich gefähr-
lich aussehen, verdanken ihre Entstehung einem Trick. Sehr
beliebt ist in dieser Hinsicht das andeutende Bild, dessen Fort-
gang der Zuschauer mechanisch ergänzt, ohne daß er den Vor-
gang selbst gesehen hat. In den „Zehn Geboten" „sieht" man
ein paar der ägyptischen Streitwagen mj^ Mann und Roß in die
Tiefe stürzen. In Wirklichkeit ereignet sich der Vorgang ganz
anders, er rechnet mit der Phantasie des Publikums, die sich die
einzelnen Bewegungsvorgänge in der entsprechenden Weise er-
gänzt. Der Trick kam wie folgt zustande: Sobald die betreffen-
den Wagen die durch die Einstellung des Apparates sehr steil
erscheinende Kurve verlassen und außerhalb der Reihe nach
unten fahren, blendet das Bild ab — und der Zuschauer, der in
einer späteren Szene ein paar Wagen in der Tiefe umgeworfen
sieht, glaubt, weil die Bilder an dieser Stelle ganz kurz ge-
schnitten sind, Zeuge entsetzlicher Stürze geworden zu sein.
In Mauritz Stillers herrlichem Werk ,, Herrn Arnes Schatz",
das mit vielem Erfolg wieder in den Spielplan aufgenommen
wurde, versinken Pferd und Schlitten im berstenden Eise eines
Sees. Unter jener vorher präparierten Stelle befand sich ein
Kasten, aus dem das Pferd nach Beendigung der Aufnahme her-
ausgezogen wurde. Für die strenge Auffassung, die man in
Schweden vom Tierschutz hat, spricht die Tatsache, daß diese
Szene unter der Aufsicht eines Mitgliedes vom Tierschutzver-
band gedreht wurde. Die bekannte, atemraubende Szene in
Stillers Verfilmung der ,, Herrenhofsage ', in der Lars Hanson
von einem scheuen Renntier über den Schnee geschleift wurde,
ist gleichfalls mit Hilfe eines Tricks aufgenommen worden.
Wenn Kater Kasimir in dem von Kurt Bleines inszenierten
Tierfilm aus dem Leben einer Katzenfamilie den Sack aus dem
Wasser fischt, worin die jungen Kätzchen ersäuft werden sollen,
so zieht er in Wirklichkeit einen Sack mit — Bierflaschen her-
aus, was man heute verraten darf.
Die tollkühnen Sprünge zu Pferde über fürchterliche Abgründe,
bei denen sich die Haare der Zuschauer sträuben, werden durch
Doppelaufnahmen allein zu einer Gefahr für Regisseur und
Kameramann, die darauf zu achten haben, daß niemand den
Trick bemerkt.
ii
^^^ qci4HSöe/v^ juM^eirjiicuin
Das Stadtchen Burchar in Nebraska ist vermutlich eine
jener Landstädte des amerikanischen Mittelwestens, die
sich alle zum Verwechseln ähnlich sehen. Eine Broadway
genannte Hauptstraße mit einigen Gebäuden, die den
nicht gelungenen Ehrgeiz zeigen, Wolkenkratzer zu werden,
Nebenstraßen, die zumeist von Holzhäusern umrahmt werden,
und Wellblechbuden an den Rändern, die kein Pflaster mehr
haben, sondern schon Prärie sind. Diese Landstädtchen leben
von den Farmern, die
auf ihren Fords viele
Kilometer herbeieilen,
um einmal ,, Großstadt-
luft" zu genießen. Aber
ehe das Auto und mit
ihm die schönen Land-
straßen in Amerika po-
pulär wurden, herrschte
in solchen Ansiedlun-
gen alles andere als
Wohlstand. Kein Wun-
der, daß die junge Ge-
neration aus ihnen her-
aus in die bevölkerten
Städte drängte, in
denen es leichter war,
zu Dollar — und wenn
nicht zu ihnen, so doch
zu einem mäßigen Ver-
gnügen — zu kommen.
Unter den jungen Leu-
ten, die aus Burchar
herausströmten, befand
sich auch ein gewisser
Harald Lloyd (das o in
der zweiten Silbe des
Vornamens kam erst
viel später), der sich
nicht nach dem Osten,
nach Chikago oder New
York, sondern nach
dem Westen, nach Ka-
lifornien wandte. Man
hatte damals gerade
die großen erfolg-
reichen Bohrungen in
Erdöl gemacht, und das
ganze Land war von
einem Ölfieber ergrif-
fen. Man kaufte ein
paar Acker wertlose
Wüste — auf Kredit
natürlich, wie alles in
Amerika — und konnte
morgen schon Millionär
sein, sobald das Vor-
kommen von Erdöl
unter dem Sande ver-
bürgt war. Wer aber
nicht auf Petroleum
spekulierte, hatte die
Anwartschaft auf eine
Filmkarriere. Hollywood
war, nachdem Mac
Sennet 1911 den Grund-
stein zu dem ersten
Atelier gelegt hatte — Grundstein natürlich nur im symbolischen
Sinne, denn das Studio war nichts anderes als ein leichter
Bretterbau — , in Amerika damals schon berühmt. Mary Pick-
ford hatte bereits ihre Wocheneinnahme von 10 000 Dollar,
David Wark Griffith, der berühmte Regisseur, bezog kaum
weniger und wagte eben den ersten Großfilm ,,Intolerance",
bei dem 6000 Menschen die ,, Atmosphäre" machten, wie man
in der Filmsprache sagt.
Dieser gewisse junge Mann tauchte also in Hollywood auf,
erfüllt mit dem Optimismus der Jugend, allerdings mit einem
sehr amerikanischen Optimismus, dem ein Berufswechsel über
Harald Lloyd p/wt. Paramount
Nacht keine Unbequemlichkeit bedeutet. Natürlich mußte er
sehr schnell einsehen, daß auch in Hollywood die besten Plätze
bereits besetzt waren und sogar um die sehr wenig guten die
Rauferei Tag und Nacht ging. Aber ihn störte die Erfolglosig-
keit gar nicht, der er eine sehr große Zähigkeit entgegensetzte.
Schon in jenen Tagen war der Verbrauch an Menschenmalerial
in der Filmstadt enorm. Die Regisseure wollten immer neue
Gesichter sehen, und wer nicht selbst als Komparse für einen
bestimmten Typ abge-
stempelt war, hatte kaum
Aussicht auf eine län-
gere Beschäftigung und
noch weniger darauf,
einen ,,bit", eine win-
zige Rolle, zu erhalten.
Harald Lloyd war ein
Statist wie tausend an-
dere. Und wenn er zu-
meist für die Grotesk-
komödien engagiert
wurde, so allein des-
halb, weil er über eine
körperliche Ausbildung
verfügt, die ihn Kunst-
stücke nach Art eines
Parterreakrobaten als
geringfügig erscheinen
ließen. Es ist bekannt,
daß in den amerikani-
schen Kurzfilmen die
tollsten Dinge von den
Darstellern verlangt
werden und durchaus
nicht alle halsbrecheri-
schen Kunststücke mit
Hilfe eines Tricks auf-
genommen sind. Lloyd
kam nun auf eine echt
amerikanische Art durch
Unglück zu seinem
Glück. Er hatte in
einer Groteske eine
Bombe zu werfen, die
im wahrsten Sinne des
Wortes zu einem Knall-
effekt werden sollte.
Durch ein Versehen des
Aufnahmeleiters war
die Bombe mit einer
falschen Zeitzündung
versehen. Sie explo-
dierte, ehe die Auf-
nahme begann, und zer-
fetzte die rechte Hand
von Harald Lloyd. Zwar
konnte man ihm diese
im Hospital von Los
Angeles mühsam zu-
rechtflicken, aber um
die Karriere als Lieb-
haber, die er sich wie
jeder andere Filmaspi-
rant erträumt hatte —
schon weil diese Darstel-
ler immer das höchste
Honorar erhalten — war es aus. Der Regisseur, der sich ein
wenig Gewissensbisse machte, beschäftigte ihn weiter, weil
Lloyd trotz des Unfalles vor nichts zurückschreckte, fand ihn
aber zu wenig typisch. Das freundliche, gesunde Durchschnitts-
gesicht des typischen amerikanischen Bürgers sagte zu wenig
für die Groteske, deren Wirkung ja auf einer Zuspitzung der
Gegensätze besteht. Ja, wenn Lloyd dick gewesen wäre wie
Fatty Arbucle oder athletisch wie Henry Bergmann, wenn er ge-
spielt hätte wie Ben Turpin, dann wäre es leichter gewesen, ihm
einen ,,bit" zu geben und ihn mehr nach vorn zu stellen. Es
war kaum mehr als eine Laune, die den Regisseur einst ver-
anlaßte, dem imer noch schüchter-
nen Harald Lloyd in einer Auf-
nahmepause eine schwarze Horn-
brille auf die Nase zu setzen.
Hornbrillen kamen in der Zeit als
europäische Mode auf und sollten
eine gewisse Bildung bereits
äußerlich markieren. Aber was
als Scherz, als Atelierulk, gedacht
war, stellte sich plötzlich als et-
was ganz anderes heraus. Mit der
schwarzen, natürlich gläserlosen
Brille und dem unvermeidlichen
Strohhut wurde Lloyd sofort zum
Komödientyp, noch dazu zu einem,
den es im Film noch nicht gab.
In dem Augenblick, da Lloyd die
Hornbrille aufsetzte, wurde der
Typ des schüchternen jungen
Mannes geschaffen, der sich lin-
kisch in der Welt bewegt und sich
erst durch ein anfeuerndes Ereig-
nis, zumeist natürlich der Liebe,
seiner wahren Fähigkeiten bewußt HH^^^^Hi^^^^^HHI
wird. Der Gegensatz zwischen
dem schüchternen Gesichtsaus-
druck und den artistischen Tollheiten, die er auszuführen hat,
ist komisch und führte zu jener Beliebtheit, auf die Harald Lloyd
heute blicken darf. Man ließ ihn zuerst in kurzen Filmen spie-
len, in denen Harald Lloyd nach dem Muster, das lange Zeit
für Humoresken maßgebend war, als ,,Er" abgestempelt wurde.
Als Partnerin gab man ihm ein sehr temperamentvolles junges
Mädel bei, Tochter eines Professors, das kurzer Hand von Hause
durchgebrannt war. Sie spielte jahrelang als seine Partnerin,
bis es ihr zu dumm wurde, nur in winzigen Rollen beschäftigt
zu werden und sie zu Paramount überging, wo man ihre schau-
spielerische Begabung lange erkannt hatte. Bebe Daniels, so
hieß das Mädchen, hatte von da an Gelegenheit, ihr humoristi-
sches Talent, ihre Neigung zum Parodistischen eigenen Filmen
zu widmen und ein beliebter Star zu werden. Ihre Nachfolge-
rin in den Lloydfilmen wurde Marion Davies, die wie Chaplins
,,Leading Lady" Edna Purviance ein anschmiegender weiblicher
Typ war, und die sich niemals auf körperliche Bravourstücke
wie die Daniels einließ. Marion Davies ist eine sehr anschmie-
gende Partnerin gewesen, und es überraschte niemand, als Ha-
rold Lloyd sie eines Tages zur Partnerin seines Lebens machte.
mehr. Ihren Platz nimmt Jobyna
Ralston ein, eine kühne Sport-
lady, die sioh nicht auf die Lloyd-
filme beschränkt, sondern auch in
anderen Filmen hervorgetreten ist.
Harold Lloyd begann, wie Chap-
lin und Busler Keaton, mit Kurz-
filmen, die anfänglich nichts waren
^ ^^^^^^^_ als eine Kette komischer Aben-
▼»^--..^^^Bj^^B teuer, denen aber die eigentliche
^■i^ - ^BnV Handlung fehlte. Nachdem Chaplin
im ,,Kid" die Linie vorgezeichnet
liattc, die ein komischer Großfilm
aufweisen muß, ließ auch Harold
Lloyd einen solchen für sicli
schreiben. Allerdings unterschei-
det er sich in einem wesentlichen
Punkt von ihm. Chaplin erfindet
die Handlung seiner Filme selbst,
während Harold Lloyd einen Stab
von Leuten beschäftigt, die komi-
sche Effekte erfinden müssen.
H^mH^^B^mmiH ChapUn ist der einzige, der ohne
.Gagmen", wie man diese Humo-
risten des optischen Witzes nennt,
arbeitel; Harold Lloyd beschäftigt heute die teuersten Gagmen
Hollywoods. Die Handlung seiner Filme wird nur ganz locker, in
großen Umrissen, angelegt, weil der szenische Witz immer erst
bei den Aufnahmen entsteht und bestimmend dafür ist, in welchem
S'nne die Handlung fortgeführt werden soll. Die Artistik seiner
Komik hat ihn weltberühmt gemacht, denn er ist in seiner Art so
-lOzigartig wie Chaplin oder Keaton. — Harold Lloyd gilt heute
als der am höchsten bezahlte Schauspieler Hollywoods. Sein
Lar-dsitz ist der prächtigste, den ein Filmschauspieler besitzt.
Harold Lloyd, ein Angler von Passion, hat sich auf seinem Grund
und Boden einen Forellenbach anlegen lassen, und es gilt als
große Auszeichnung, von Harold Lloyd zu einer Angelpartie
eingeladen zu werden. Der Golfplatz mit neun Löchern, den
sich der Künstler anlegen ließ, gilt als einer der schönsten von
Kalifornien, Lloyd, der, wie alle Amerikaner, ein passionierter
Autofahrer ist, verfügt über einen Park von zwölf Automobilen.
Aber noch stolzer ist er auf seine Hunde, von denen ein Dutzend
aller Grcißen und Rassen in seinem Park herumtollt. Harold
Lloyd ist besonders stolz auf ,, Tiger", eine riesenhafte dänische
Dogge, die anderthalb Zentner wiegt und mannfest ist, wie Lloyd
Seitdem Marion Davies glückliche Mutter ist, filmt sie nicht versichert, was jeder glaubt, der , .Tiger" gesehen hat.
2 Szenen aus dem neuen
Lloydfilm „Speedy"
Pfiot. Paramount
Gr S
V_^ UND v_7
le
UND SEHR VIEL
Sciiwiit^el
Gii/uLLA^ti0er AbeiAi-eixerrovnaLH.
VON LUDWIGvoN WOHL
/ü. rorlsetzung
„Willst du mich im Ernst glauben machen — "
Wc
ich dir doch sage, daß
denn das gewesen sein?"
„Alle Heiligen im Himmel!
Hasib sie gesehen hat!"
„Gespenster hat er gesehen. Wo so
„Im Konak natürlich,"
„Im Konak! Ich habe, seil ich zurück bin, den Bahnhof
scharf überwachen lassen. Es sind nur zwei Damen angekommen.
Es ist Gül Davidowicz, die Frau des Tuchhändlers, und die neue
Jungfer des jugoslawischen Geschäftsträgers."
„Und die kann nicht — "
,,Aber! Ich kenne doch
die dumme Pute. Hab' lang
genug mit ihr Konversation
getrieben. Also, sie kann
doch nicht durch die Luft
gekommen sein."
,, Hasib sagt: hellblond,
hübsch, graues Reisekleid. '
Ranka schüttelte den
Kopf.
,,Das stimmt. Aber wie,
wie?"
„Du hast eben geschlafen,
mein Kind. Um neun Uhr
machen wir auf. Ich halte
jede Wette, daß deine
blonde Pute um viertel zehn
an der Kasse steht und uns
ihren Sichtwechsel unter
die Nase hält."
Ranka fuhr sich durch die
schwarzen Haare.
,,Du legst es darauf an,
mich verrückt zu machen.
Ich glaube es nicht,"
Er klingelte.
,, Hasib soll kommen!"
Und, als gleich darauf ein
Mann im Kaftan und
schmutzigen Turban eintrat,
mit einem langgezogenen
Schnurrbart, der die scharfe
Hakennase nur noch unter-
strich:
,, Erzähle, Hasib!"
Hasib erzählte, was er
unter der Menge vor dem
Konak gesehen hatte.
„Es ist gut — du kannst
gehen! Du siehst, Ranka,
nicht nur Hasib — halb Ra-
gazza hat sie gesehen. Du
natürlich nicht."
Sie nagte an der Unter-
lippe,
,,Du bist sehr zänkisch geworden in der letzten Zeit", entschied
sie. „Ich glaube, du wirst alt, mein Freund."
Das war ein Pfeil, der Cyprian Mircovich schärfer traf als
selbst die Vorstellung, daß dieses Mädchen um viertel zehn an
seiner Kasse erscheinen würde.
Er verfärbte sich und rang nach Worten.
,,Im übrigen konnte uns dieses Mädchen ja gar keinen größeren
Gefallen tun, als hier zu erscheinen."
„Ranka, ich glaube wirklich — ich weiß nicht, du mußt tat-
sächlich — "
,, Bitte, rege dich nicht unnötig auf, lieber Freund!"
Sie setzte sich ungeniert auf die Ecke des Schreibtisches und
zündete sich eine Zigarette an. Ls war eine ,, Königin von Maze-
HAQQY HALM
im Ufa Film ,,\Vcnn Du cinmtil Dein tiarz vcrschi-nksl'
Ptwt. LIa
Kachdruck verboten
donicn" — aber sie enthielt diesmal kein Schlafmittel. Cyprian
Mircovich war noch immer außer Fassung.
In seinem regelmäßigen, gelblichen Gesicht kam und ging eine
Blutwelle.
Es war unglaublich, was Ranka sich in letzter Zeil heraus-
nahm. Wenn man daran dachte, daß sie ihm alles, buchstäblicli
alles verdankte — —
,,Reg dich nur nicht unnötig aui!" wiederholte sie spiilliscli,
„Du wirst in ein paar Augenblicken begeistert sein — mir um
den Hals fallen — mir den
Chinchilla bewilligen — und
noch verschiedenes dazu."
Seine Augen zogen sich
zusammen, daß sie nur mehr
einen schmalen Strich bilde-
ten.
,,Ich bin sehr gespannt, ob
ich so ein Narr sein werde",
sagte er
Sie schlug die seidenbe-
strumpften Beine überein-
ander.
„Was hättest du an dem
Geschäft mit Stavrides ver-
dient?" begann sie langsam.
,, Lächerliche fünftausend
Pfund, nicht wahr? Und ich
fünfhundert. Das ist eine
Armseligkeit; besonders,
wenn man wußte, daß die
Sache Stavrides fünfzigtau-
send Pfund einbrachte.
Warum soll er die fünfzig-
tausend verdienen — und
nicht wir?"
„Aber das ist doch —
jetzt — sehr einfach. Wir
haben Stavrides' geheimen
Auftrag, der folgender-
maßen lautet; Seine Sekre-
tärin soll überfallen werden.
Der Wechsel über die
Summe von einer Million
Mark, gleich fünfzigtausend
Pfund, soll ihr abgenommen
und an deiner Kasse vor-
gelegt werden, bevor sie
selbst in der Lage ist, dort
zu erscheinen."
„Das ist eine alte Sache!
Was — "
„Geduld! Weil der liebe
Stavrides seinem alten Ge-
schäftsfreund Mircovich
einen Agenten engagiert,
an der Grenze treffe.
nicht
einen
so recht traut,
Vertrauensmann,
hat
den
er
ich
Wir beide, der Vertrauensmann und ich, haben den Coup aus-
zuführen. Wäre alles programmäßig verlaufen, so hätten wir
bereits gestern den Wechsel vorgelegt, du hättest bezahlt, und
das Geld wäre zur Verfügung von Stavrides nach Abzug von
fünftausend Pfund an den Credit Lyonnais in Nizza überwiesen
worden. Dann hätte der liebe Stavrides Konkurs angcmcldcl —
einen ganz einfachen, ehrlichen Konkurs: Seine Privatsckrelärin
ist bestohlen worden — beraubt — er wäre in aller Augen der
ehrliche, aber unglückliche Kaufmann gewesen und hätte in
Nizza von seiner Million gelebt. Sehr nett."
„Alles das — — "
„ — wissen wir beide. Aber von jetzt ab ist jedes Wort neu
für dich, mein Lieber. Also: es hat sich nun herausgestellt, daß
Slavridcs' Vertrauensmann Jandcr ein Idiot ist. Du kannst ihm
ruhig ein bißchen den Kopf waschen, wenn er hier erscheint.
Das Mädel war auch schlauer, als wir dachten. Sie kniff aus,
und wir fanden sie nicht wieder,"
,,Ja! Das ist — — "
,, Warte ab! Wir trennten uns also — ich fuhr weiter und beob-
achtete Ragazza. Sic kam nicht an, weder mit der Bahn noch
auf einer Autostraße. Jandcr nahm den nächsten Zug. Seitdem
ftlilt von ihm jede Nachricht. Da sie jetzt hier ist, muß es ihr
gelungen sein, ihm irgendeinen Streich zu spielen. Sie hat ihn
abgehängt. Was können wir dafür, wenn sie jetzt an der Kasse
erscheint und ihr Geld fordert? Können wir es ihr verweigern?
Nein! Also zahlen wir es aus."
,\Vir ?"
,,Wir zahlen es aus. Was sollen wir denn sonst machen? Ich
konstatiere, daß wir damit ganz regelrecht und ehrlich gehandelt
haben. Wenn uns Stavridcs schon mißtrauischerweise einen
Agenten schickt, dann soll er uns einen klügeren schicken.
Jandcr iial das Mädel entkommen lassen, und wir zahlen aus."
,,Bisl du irrsinnig geworden? — — "
,,Abcr — im Augenblick, wo sie unser Geschäftshaus verläßt,
ist für uns die Sache erledigt — Stavrides gegenüber. Wenn ihr
„Ich glaube, du hast doch recht mit dem Chinchilla"
dann noch etwas passieren sollte — es gibt so viele Banditen in
diesem Lande — dafür sind wir ihm nicht mehr verantwortlich
-Meinst du niclil?"
Jetzt steckte sich auch Cyprian Mircovich eine Zigarette an.
„Ich glaube, du hast doch recht mit dem Chinchilla", meinte
er freundlich.
Hasib führte Dorrit sofort in das Privatkontor des Herrn
Mircovich.
Sie fand einen überraschend liebenswürdigen Empfang.
Der Grieche unterhielt sich mit ihr in tadellosem Französisch.
Er plauderte über Berlin und ihre Reise, geriet in helle Em-
pörung über die Jancovics, bewunderte laut ihren Mut und ihre
Geistesgegenwart.
,,Ich kann Herrn Stavrides nur zu Ihnen beglückwünschen."
Dann ironisierte er sehr geistreich die illyrischen Verhältnisse
und war taktvoll genug, über ihr Erdbebenabenteuer zu
schweigen.
Nach dem dritten Täßchen türkischen Kaffees wurde er endlich
geschäftlich.
„Es ist an sich sehr bedauerlich, daß es hierzulande so gut
wie unmöglich ist, bankmäßige Transaktionen vorzunehmen",
sagte er. „Aber ich habe nicht mehr das Recht, mich dirüber
zu beschweren — ich verdanke diesem Umstand Ihren Besuch."
Sie verneigte sich mit etwas kühlem Lächeln.
Der blasse Herr mit dem sorgfällig pomadisierten schwarzen
Haar, das nur an den Schläfen graue Stellen zeigte, war ihr
trotz all seiner Liebenswürdigkeit unsympalhisch.
„Ich werde unsere kleine Angelegenheit sofort regeln", fuhr er
fort. ,,Aber nach allem, was ich von Ihnen hörte, kann ich es
beim besten Willen nicht ratsam finden, daß Sie mit der Eisen-
bahn zurückfahren. Eine so große Summe — bedenken Sie
doch nur!"
,,Ja, aber was soll ich denn tun?"
Der Grieche dachte eine Weile nach.
,,Ich habe eine ausgezeichnete Idee", sagte er endlich. ,, Un-
sicher sind Sic nur, solange Sie auf illyrischem Gebiet sind.
Schon in Jugoslawien bestehen sicherere Verhältnisse, und von
da ab dürfte alles in Ordnung sein. — Ich werde Sie im Auto
zur Grenze bringen lassen, das ist unbedingt das beste. Meinen
Wagen kann ich Ihnen leider nicht mitgeben, da ich für die
nächsten Tage eine kleine Reise vorhabe. Aber es gibt hier die
Möglichkeit, ein ganz ordentliches Auto aufzutreiben. Wenn Sie
erlauben, möchte ich gleich — Sie verstehen, mein liebes Fräu-
lein Brink, ich würde mich ganz außerordentlich freuen, wenn
Sie noch auf ein paar Tage mein Gast bleiben — , aber ich
glaube, Herr Stavrides wird Sie sehr ungeduldig zurückerwarten,"
,,Das tut er allerdings. Aber — — "
Sie zögerte noch. Es war freilich eine angenehmere Aussicht,
im Auto diesem scheußlichen Lande zu entkommen — — —
,, Glauben Sie mir, es ist tatsächlich besser. Ich besorge
Ihnen einen sicheren Chauffeur — einen Menschen, auf den Sie
sich verlassen können."
,, Verzeihen Sie, Herr Mircovich — aber gibt es das hier lai-
sächlich?"
Er lachte gutmütig.
„Das ist sehr selten, da haben Sie recht. Also — darf ich
das Auto bestellen?"
,,Wenn Sie so freundlich sein wollen, Herr Mircovich."
,,Sehr gut."
Er klingelte und gab Hasib den entsprechenden Befehl.
Der Diener verschwand mit unbewegtem Gesicht.
,, Jetzt werden wir lunchen, Madame", lächelte Mircovich.
,,Dann werde ich Ihren Wechsel einlösen. Inzwischen wird das
Auto vorgefahren sein."
,, Besten Dank, Herr Mircovich! Aber ich muß zuerst noch zum
Hotel zurück — meine Rechnung ist noch nicht bezahlt. Und
dann muß ich am Bahnhof nachforschen, ob mein Koffer nicht
vielleicht doch abgegeben worden ist. — Ich glaube, die beiden
Jancovics haben nur Interesse für den Wechsel gehabt. Im Koffer
war auch wirklich nichts, was sie hätte reizen können. Immerhin
ist es meine ganze Garderobe."
,,Ah so — aber das ist doch sehr einfach. Die Ho'lelrech-
nung," — er schnalzte verächtlich mit den Fingern — ,,Sie
müssen mir erlauben, das zu erledigen. Ich verrechne es dann mit
Herrn Stavrides", fügte er schnell hinzu, als er ihr unwilliges
Kopf schul lein sah. ,,Und während wir essen, wird der Diener
zum Bahnhof gehen, um nach Ihrem Koffer zu forschen. Ich
würde niemals zugeben, daß Sie sich selbst bemühen."
Diese Liebenswürdigkeit war ja nachgerade überwältigend.
Sie wäre eigentlich lieber noch einmal ins Hotel gegangen. Was
mußte er — ihr Helfer von gestern — von ihr denken, wenn sie
sich ohne weiteres, ohne Abschied —
,, Bitte sehr, Mademoiselle."
Wahrhaftig, er hatte ein ganz modernes Speisezimmer mit
hübschen nachgemachten Chippcndalemöbcln und einem fabel-
haften Täbris.
Zwei Diener trugen das endlose Menü auf.
Wieder — zum wievielten Male? — beim türkischen Kaffee an-
gelangt, hatte sie das Gefühl, für mindestens drei Tage vollauf
gesättigt zu sein. Das Hammelfett, mit dem alle Speisen zu-
bereitet wurden, gab der Mahlzeit den schweren, typisch orien-
talischen Charakter.
Hassib meldete mit seinem gewohnten unbeweglichen Gesicht
das Auto.
Man stand auf.
Mircovich bat
Geldschrank.
Sie holte den
hervor.
,,Eine Million Reichsmark", sagte Mircovich. „Ich nehme an,
daß Herr Stavrides mit Plundnolcn einverstanden sein wird —
ich besitze kein Markkonto, sonst würde ich Ihnen Primabank-
schecks geben. Ich werde den letzten Kurs nachsehen — viel-
leicht sehen Sie mit mir ein, Mademoiselle. — Hier: Der Kurs
ist seit längerer Zeit so gut wie unverändert. Sollte Herr Stav-
rides nichl einverstanden sein — ich komme natürlich für alle
etwaigen Kursdifferenzen auf." Fortsetzung folgt
sie
in sein Büro zurück und öffnete den
hart umkämpften, schmalen Streifen Papier
I
FRAGEN
<^^X:i
- K
die uns evve^chten
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ., Fil m -M a g a li n", Berlin SW68, ZimmerstraÖe 35-41
Scberiverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
A II V i I' 1 0 : AiiDiix nii' Briefe wenleii niclit lioantwortPt. Hei Maiiii-
»^kript.iiijtcIrKciilii'itcii liittoii wir foluciido zu lit'.'ulileii: .Icili'r Anfrage i^t
Klickpiirtd lieiziifii^t'ii. .leite Kiii>eiiiliiiiK eines Maiiii$kri|its zur l'rUt'iilii;
ist zweckli);;. mir Ex|ioses im riiif.iiiKe von J— ;) Sclireibmascliiiieiiseiteii
sind zur EiuseiidiiiiK .-in die Fiiiiiiiiduslrie. Regisseure usw. KociBnef. Für
Verlust der eiiiKesMiulten M.iiiiiskriple kann keine VenintwortuiiR- iiljer-
noiiiiiieii werden, .-ilso soll der Verfasser nur Dureliseliläge senden, viiii
li.iiidL;es(liriel)eiieii Seiidiinften ileserlieli) eine Aliselirift zuriiekliehalten.
•
I r III .-i 8 eh., H :i ii ii o v e r: Die niiiiinlielip Hauptrolle in ..Manuleseu"
spielt liv:iii Mosjiikiii. — Samilielic Expeditiunsiiiitglicder zu dem Hoin-
Filiii ..Der Huf des Xordens" sind wieder in Berlin glüc-klieb gelandet.
Drei w i s s e n s d ii r s f i K e
M ii II <• ii II e r K i ii d I : Die liei-
deii Titelrollen in ..Die Heilige
und ihr X.irr" spielten A\ illielm
Dieterle und J^ieii Devers. (irete,
H.-mni und Otto Keiiiwald sind
(Jesehwisler. Jaek Trevor ist
verheiratet. Iwan l'etrnvieli ledig.
Kow.il-.S.iiiiI)orski heiUt Iwan mit
Vornami'ii. Alfons F'ryl.ind ist
mit Xicht-Seli.iuspieleriii verhei-
r.itet. Die männlirlie Hauptrolle
in dein Xoriiia fShe.ircr-Vilin ..Die
Komüdiantin" spielte Halph Kor-
l.es.
F i I m r r e ii n d i n II a n ii a
a II s d e III R n Ii r g <• b i e t :
Ranioii Xov.'irro ist nicht mehr
in Deutsellland. Er lileibt heim
Film, (iilit Aiitogr.-imine. Seine
Herliner .\dresse durften wir auf
den .■iiisdriiekliehen Wiinseh des
Kiinstlers niebt verüffeiitliehen.
K ä t h e - von - X a g y -
.'» e li w ä r m e r i n O r. P.. B r o-
in e n : Der iiäehsle Film mit
Kiitlie von X.-igy heilit ..(!aiikler'
und ist ein 'ronfilm. Die Künst-
lerin liebt alle Blumen. W.iiiu
sie iiaeli Bremen kommt, w isseii
wir nicht. — Harry l.iedtke ist
voll seiner Krankheit wieder
hergestellt. Maly Delsch.ifl wind.'
am 4. Dezember in Hamburg ge-
boren nnil ist mit einem K-iiif-
m.'inii verheiratet. Hans Br.iiiso-
wetter wohnt Bln.-f'h;irlottenbiirg,
Siiorstr.iUe 77. ist X'orddeiitseher
und ledig. U. a. spielte Brausc-
wcttcr in folgenden Filmen: ,.I)er
.Sieg der .lugend'. ..Die Durcli-
giiiigeriir'. ..Es zogen drei Bur-
schen", „Die .Sandgräfin".
Herbert "\V., K o B b a e h :
Heniiy Porten wohnt Bln. -Dah-
lem, I'arkstraBe 74: Pola Xegri
ist durch dii- Elstree-Stiidios,
Hersfordshire. England, zu er-
reichen. CJreta Xissen ist durch
die Fox-Studios, 11(11 Western
Avenue, Hollywood. Kalifornien,
r. .S. .\., ereichbar. Die Künst-
lerinnen geben alle Autogramme.
%' e r d i - V c r e h r e r : Die
.\dresse von dem berühmten
()|ieriikomponisten Verdi küiinen
wir Ihnen leider nicht mitteilen,
d.i \'crdi bereits vor L'8 .l.'ibreii,
und zwar in M.'iil.iiid, gestorben
ist.
.\ I b i n 8 p., Berlin: Ijaiie
H.iid widiiil Bln. -Westend. Wiirt-
tembergische Str.-iUe i:!, Betty
Astur Bln. -Haiensee. .Xlbreclit-
Achilles-Str.ilie 58. Hertli.-i von
W.iltber Berlin ^V. Kiirfiirsten-
d.'iiiim 18."i. Die Adressen der
drei .■uideren F'ilmstars sind zur
Zeit nicht bek.-iunt, da sie im
Allsland filmen.
H .1 r a 1 d H.. B r e m e n :
Hoheiizollernd.imm .')i. I,\.i
Clara Bow im Kostüm des Jahres J910 p/wt. Paramount
n : Cerda Maiiriis wohnt Bln. -Wilmersdorf,
.\lar.i Blii.-\\ esteiid. l'ommernallee 5, Willy
Fritsch Berlin W, Kaiserdamm iO, Werner Fütterer Bln.-Steglitz, Kleist-
straUe 21. Brigitte ll.-lm Bln. -Dahlem. Im Winkel .%. I.ilian Harvey Berlin-
Westend. Ahoriiallee lfi/17. M.idy Cbristi.-ins Bln.-Charlottenburg, Bismarek-
str.aüe 67. Christa Tordy Bln.-tiriinewald, Bism.irek.illee 16. Mady Christians
und Christa Tordy sind Kusinen. Käthe v. Xagy ist ledig. Alle Filmsl:irs
gehen Autogramme.
Erika (;.. C h .-i r I o I I e n b u r g : Ramon Xovarro Ist nicht mehr
in Berlin. Sein Operngastspiel wird erst später stattfinden. Der Kiiiistler
hat am 6. F'ebriiar (ieliiirtstag. Sein richtiger Xame ist Kainoii S;inioiiie-
Ros. — Den Messala in ..Ben Hur" spielte F>aneis X. Bushman. Sie er-
reichen ihn unter Sletro-(ioldwyu-.M;iyer-.stiidios, Culver-City. Kalifornien.
— Douglas F.iiibaiiks trägt unseres \\'isseiis seinen richtigen Namen.
Sein Sohn Douglas filmt ebenfalls.
F i I m f r e u n diu E r n .i ji ii s Berlin: Ciislav Fröhlich li.it .im
L'l. März Cebiirtstag und liebt alle Blumen. — Din.i Or.illa «ohiit
Berlin \\', Speyerer Sli.ilJe -JJ. — \\ fnii Ihre Schwestei zum Film will,
so muß sie sich mit den Filnigesellschaftcn in \erbindung setzen. Ob
sie Erfolg haben wird, ist aber sehr die Fr.ige, da die Aussicht.'ii
momentan gleich Xull sind. — Rudolf Scbildkr.iiiis neuester F'ilm heiUt
..Die neue Heimat". — Xeiii, es ist den l,;iieii nicht gestattet, Filinaiif-
nalimen beizuwohnen.
Ernst Seh., Dortmund: I.ilian Ellis ist durch die Hegewald,
Berlin S\V 48. F'riedrichstralie J.".0. zu erreichen. Sie .irbeilet bei dieser
F'irnia augenblicklich in ,.lin Pr.-iter blülin wieder die Bäume . . . ". —
Wenn Sie F"ilnuiperateur werden wollen, so wenden Sie sich, bitte, an
den Klub der Kameraleute, Berlin-Steglitz. Feuerbathstraße 21.
F i 1 m f r e n n d C. K.. Steg-
litz: (iegen Voreinsendung des
Betrages können Sie die ge-
wiitisclite Xiimmer durch unseren
Verl.ig ..Illustrierte F'ilmwoclie".
Berlin SW 68, Koehstraße C— 8,
erhallen. Einbanddecken gibt es
diesmal nicht. ■ — Ihre Bild-
wünsche sind vorgemerkt.
(Just a V O., V, in d e ii : Den
.Sohn des .Staatsanwalts von lan-
gen in den ..Siebzehnjährigen"
spielte Martin Herzberg. Er
vvüliiit Berlin SO iG. Waldeniar-
straße 6.');i. Wir werden Dita
l'.'irlo au das Antogramm erinnern.
K e g i n .i B.. Bern a u -
Berlin: .Mex.inder d'Arcy ist
Kngländer. Außer in der ..Regi-
mentstochter" s.ili m;in ihn kürz-
lich auch in ,,Ev,i im l'.ir.idies".
Sein nächster Film heißt ..Der
Held von Sevilla'. Willy Fritsch
trägt seinen richtigen X.imen.
Außer in den genannten F'ilmen
spielte er noch in ..Der Meisler-
boxer", ,.llir dunkler Punkt",
..Walzerlrauin", .,Die keusche
Susanne", ..l'ngarische Rhapso-
die". .Seine nächsten Filme sind:
..Frau im Mond" und ,, Melodie
des Herzens". — Dene Morel ist
an Blutvergiftung gestorben. Er
spielte in der ..Alpentragüdie",
,, Hinter Klostermauern" und
,,M.ir(iuis d'Eon". — Harry Piel
Molint Bln.-Schoneberg, .Vni
l'ark 12. Liane Haid Bln. -West-
end. Würtlemhergische Str. 13.
iMarlene Dietrich. Berlin W. K.ii-
serallee fit. .lack Holt und R.ilph
Cr.aves sind durch die Coliimbia-
F'ilm. Xew York-Cily, U. S. A.,
zu erreichen.
A s I a - T h u r i d e : Zweifel-
los wird (juniiar Tolnaes Ihren
norwegischen X'anien kennen und
sicher auch sehr eigenartig fin-
den. — Daß Sie aber mit Hilfe
dieses Xamens zum Film koni-
■neii kühnen, ist ausgeschlossen.
Es kommt hier auf gutes, ele-
gantes Äußere und vor allein
auf das Talent an. — Anna May
Wong spricht sehr gebrochen
deutsch. Trotzdem können .sie
ruhig in deutscher .Sprache an
sie schreiben.
Hugo K.. D a n z i g : Colleen
Moore ist durch die First Xalio-
n:il. Burb:iiik-Holly wood. Kalifor-
nien, L'. .s. A., zu erreichen. Con-
rad Veidt wohnt Berlin W 1*1.
I.icblensteinallee 2.i. — \Verner
Pittschau kam Ende des vorigen
.lalires durch einen l'nfall ums
Leben.
J o h n P.. Kiel: Ihr Brief ist
.111 die Künstlerin weitcrgeleilet
worden.
Ilse Slobrawa wulint Berlin W,
in Köln geboren, ist iiii-
F'ilni. Ilse .Stobraw.is
Herbert B., M i t t w e I d e
.Vschaffenburger Straße C. wurde am 9. F'ebrii.'ir
verheiratet und kam von der Sprechbühne zum
nächster Film ist ,, Revolte im Erziehiingshans".
Tatjana L.. Bad Homburg v. d. Hübe: Wenn Sie Lust
h.'thcii. dürfen Sie uns selbstverständlich in jciler Woche F"ragen stellen.
Die neuesten Filme von Olga Tseheehowa (außer ..Moiilin Rouge") waren
folgende: ,.Weib in Flammen", ,, Diane", „Die Liebe der Brüder Roll".
Die nächsten F'ilme mit Cl.-ilre Rommer heißen: ,, Sensation im Winter-
garte_n" und ,,Die Todesfahrt im Weltrekord".
Vera H.. S e h n e i d e ni ü h I : Ihre Bildwiinsche sind vorgemerkt.
Helga S., Berlin: Die männliche Hauptrolle im ..Sebinder-
liannes" spielte Hans Stüwe. X;ich Ihrer Schilderung kann er der Be-
treffende gewesen sein. Aber einen ..Pagenkopf" trägt er nur in ver-
schiedenen F'ilinen. Stüwe wohnt Berlin-Halensee, PanlsUorner Straße 9.
II (' r III i II (• \\ .. \\ i (■ II : W ir wcrili'ii ilcii KüiimIit iiiicliiii.ils .111 il.is
Aiito;;r:iiiiiii rriiiiici'ii. \\ ii- Sic ja m-IIjsI wissen. w;ir er oiiiif;«' Zeil \i'r-
ii'ist liiiil i>r iliin-li Nciiir KilniliitiKki-it sclir st.-irk in Aiispnicli ki'"""!""'"-
( i 11 s t a V I' r II li I i (• li - V r r c li r c |- i 11 K r i U :i II. H <• 11 s li «■ r }■ :
Kill Hiicli iilicr (iiisi.iv l'iiililiih iiiiil rr.iiiz I.ccU'icr K''it fs iiiclil. —
Das AltiT der KiiiislU-r ;;clii'ii «ir >;iiiiiils.itzli(li iiiclit .nn. Friililiili liclit
.illi' HliiiMiii W iTiirr Kiillrrri- liliiil imrli in l'r.iK. — Kran/, l.i'ilcri'r i>t
auf ilc'iii Wcfir zur lJr>si'riMi;;.
K. W., I, (I li 11 » i 1 z : 11.111 V l'icl lr.i;;t «■inen KiinstliTii.-inicii. Sfiiicn
ri<'liti}i,'<'>> .N'.'iiiii'ii will rr iiirlil \ rriil'lriillirlit Ii.iIkmi.
r i I III r a t I !• . K v r I y 11 II n I I - I, i I i .1 n II a r \ 1' y - \' c r -
r li r r r i 11 . H r i' s lau: AiiUrr in ..l''rri« ilii" iiiid ..AN'ciiii .Mriisilicn
ri-if zur l.ii-lio wcnliMi" spirltr Kvclyii Holt iiiirli in fipl^^i'nili'ii Filnicn:
..Spiizrii', ..W.iisi' von l,ii«o(iil\ ..Die AililzclinjiiliriKcn". ..I.ii'lirlfi'.
..Der fc'si'lic Hiis.ir". .Kiii Miiilcl iiiiil ilri'i Cliiwns". Ihr iiailisli'r l'iliii
lii'ilJt ..N.'ii'lilliikal". Km-I> II lliill ist lilinni. Maiiäii;;!;; iinit .iiiili im l.i-lx'ii
>\ iiip.illiiscli. .Ni'iii, sie Iriint kcinrii Hiiliikupf. Ilirr CJriißi', aiicli .111
l.ili.'in llarvi'y. siml .■iiisKcriclitrt. Kilil» iiiimIi ist \ (irtc<'iii>'rk(.
It i (• li .1 r il (;.. .'^ .1 ;; .1 II : llciuiy rurlrii wnlint Hln.-Dalili'ni. l'.irk-
>lialJi' Tl. Il.iirx ricl Illn.-Sihiiin'lii'rf;. Am l'ark 12, Emil .),iniiini;s
It.rliii W. licMc'» iir>lraUr. K>pl.in.iilc-Il(ilcl.
II i 1 il !• ;;■ a r il H.. S t 11 t I « a r t : ll.irry l.icdlkc wolinl Hjii.-driim'-
w.'ilil. KiMii.'irrk.illi'i' in. iinil ist iiijl ('liri>t.i Tiirily vcrliciralot.
Will y - K r i 1 .s (■ h - \' 0 r -
<• h r (■ r i II , K o I 11 : Willy
l'rilM-li hat niiM'rc.-i Wi.s.scns
lilaii^r.iiic Aii;;cn. Kr küiI
.\iitiif;i;iniiii<'. Kr ist .-null im
l.rluMi ein sy inp.ilhischcr iniil
riDlilichcr .Mensch. Kin Kinli
iilur ihn H'iht i's nirlil.
I. lt.. II a 1 «• II s «• <• : In
.. r.irlntlr" spiclli'ii l.il l).i;;c)-
Mr. Kmil .l.innin^s iiiiit Wcr-
iii-r Kr.'iiiU ilic ll.iiiptrtillfii, in
(li'r ..Kiiiii'iin l.iiisf' Alaily
( hrisli.ins. Il.ins AilalliiTt miii
Schli'tlii» nnil I.ntlc l.iirriiiK'.
Dir 'riii'lnillc villi ..Wcili in
l'l.iiiinirii" Hiirilc >üii Ol^.i
'l'M'hcchou.i (l.irj;('slcllt. In
,,(ic'ht'iiiini>.sc lies Orii'iils'
wirkli'ii .M.iricll.i .\lliaiii. A;;-
iic's l>.-i,-rM-ii. Dil.i l'arlii. Ni-
cdl.'ii Kiilin iinil Iw.iii l'clru-
vicli mit. In ..Der niiiile Toil"
.■-picltf l.il I);iK<ivi'r ilir wt'ili-
liclir ll.'iiiptrolle.
K .1 r 1 \V.. H a 11 11 n vor:
Diilorrs ilt-l Kin i.st diircli die
Inilcd Artist.-.. 72IHI. .s.uit.i Mn-
iiMM Kdiih'vaid. Dolly U.Kid.
K.ilifiiriiicn, l'. .S. A., zu cr-
n-iclicn.
(■ Il .-1 r 1 1. I t «• T.. li (■ r I i 11:
Knisl Vcndics «nhiil Itcrlin U ,
Kniscr .Siralii" 1(1. «iirdi- am
ti. i)cz.i-niln'r in New Ynrk ni"-
liiiri'ii. ist aller iinn.iris<ln'r
Sl.i.-its.-inni'lKirinkcit. küH Aiilo-
^rainnii'. i.st li'di^ und tra^t
•stillen richtigen .V.iiiien. Kr
li.it lir.iiine Aiisen niiil silnv.ii-
zes Il.i.ir. .Sein iiiichsler Film
i.st ..D.i.s I,.iiid ohne Kranen"
(..Hr.int .\r. la^"} mit Coiirail
Veidt.
K. K. K. F. (' Il .1 r 1 y : Otto
Keiiiw.'ild ist der Bruder von
(irete und llaiini. Kr widint
Hin.- Frieden.! 11. \\'iesli.idener
.Sir.iUe 7!i. Iiei .\liiller, wurde
.1111 :.>:i. Aiitcn.st in Kinist.inz ^e-
hciren und ist ledit;. Kr treilit
\if\ Spurt lind lieht alle Itlii-
men. — Werner Fhtterers
.Adresse ist Hln.-Sienlitz. Kleist-
straße 27. .Sein iiiielister Film
ist „Das .Miidel mit der Peit-
selie" mit .\nny Omlr.'i. —
\\illy Kritseh wiilint Berlin W,
K.'iiseril.iinm l'!I. .Sein neuester
l'ilm heillt ..Mehidie di's Her-
zens" mit Dil.i l'.irhi ;ils l'.irt-
neriii. — (iiist.n Fnihliehs .\n-
selirift ist Hin. -Westend, lleer-
slriitie t<fi. Der Künstler arhei-
tet .■iiiHenhlieklieh an ..lliieli-
verr.il" mit (ierd.i .M.inriis. —
Von Martin Ilerzherj;- «iht e.s
.selhstverständlieli aueh Kilm-
karlen. — .\lle Kimstler t?eheii
.\utOKr.i'iiinc.
Ji i 1 (l a K.. K ö t z s e li e n li r o d a : Ihr Brief an Heinrieh (;eor(!re
i.'i Yv eitergoleitet worden. — Einen sehüiien Film von Ihren Hoclizeits-
i-ieviii likcilcu wirrt Jlinen ri'.i-Werhefilm. Berlin SW 6», Koelistralie 6—8,
■.i.< \.vu.
Vi r il II U., H a 11 n o V 0 r : Ihre Kenntnisse iilier I.ya Mara sind wirk-
lieb raboMi.-ifl. Xur ist ihr riehtincr X.ime iiicIil Mizel Cerdo« itseli.
sondern l.issy Oudowilsch. .VuUer in den von llineii aiiri;ezälilteii Kilinen
"ah man I.ya Mara vor vielen .Inhren 11. a. noeli in ..Pie Venus von
Mmilmarlre" und ..D.".s .Miidel auf Capri". — Das I.ya Mar.i-Aiito(;rainin
werden wir Ihnen kitü hesoruen, wenn Sie uns noch zu der Bildkarte
II. ritt Mark in Briermarken senden. Sie müssen sieh atier d.inn noeh eine
('Ute Weil" Rednlden, da l,ya M.ir.i zur Zeit in .\iiierik;i wi'ilt. — Die
le-t;err.'nden Vilmheschreihiin^en erh.-illen Sie sieher noeli dnreli den
!I!iistr:eiten Kilmkiirier. Berlin W !i, Kiilhener Stratte .17. Es ist leicht
iiiOAle- il. daß die ..Cräfin M.-iriza" wieder einm.il .lof den Spielplan
koniiiil. - ..Dit Kaiserin" ist noch nicht iir.iiifKefülirt.
F i 1 m - X i m in p r .s a t t (! r e t e I'.. E 1 li e r f e 1 d : .I.iek Trevor
erschien kiirzlieh in dem Betty B.'ilfoiir - Film ..ClLiinpaßner". Sein
n.'iehster Film heißt ..Meine Schwester und ich" mit .Madv riiristi.'ins ;ils
l'.'irtnerin. ilcr l.iliaii H;irvey-Film ...\dieii .M.-iscotte" (Das .Modell vom
.Montparn.asscl ist noch nicht zur Vranffiilirini); jiclanj;!. Evelvn Holt
liest .ille ihre Briefe seihst lind ni'il Autogramme. Christ.i Tordv'-I.iedtke
h.it keine Kiiidr-r. Dolly D.avis wohnt Baris 17, 40 Kue riiiliberl Delormc.
Martin llcrzhertf ist ledig.
Esther E.. Dresden : Von H.imon Xuvarro können wir Ihnen
leider kein .\utonr.iiiim hesor^ten. da der Kunstler iiichi mehr in Dentseh-
l.'iiid ist und wir rnterschrifteii nur von im Inl.inde wDhiiciiden St.iis \ er-
mitteln. Louise Brooks wohnt im Kilen-Ilotel. Berlin A\ . Biid.ipester
Sir.ilie, niiil ;;iht .\iitot;ramnie. Sie können also rnliift' an sie schreihen.
\\ Clin Sie .liier ^\■crt dar.inf lesen, d.ill die Besorfiniin- durch uns n'e-
scliieht. so w edlen Sie uns. bitte, eine Bildk.irle mhi der Küiistleiin und
(I..MI M.irk in Briefni.irken einsenden.
I n s e . 1 v .1 n I' e t r o v ich- 11 n d W I .1 d i in i r (i a i d .1 r o w -
\' e r e li r c r i n , M .1 i n z : AVcnii Sie ein Aiitoi;r.'iniiii von I\.in I'elro-
vicli liesilzeii iiiöclileii. so M-hreilien .Sie ihm .1111 besten in seine Wnli-
niiii;;, Bln.-Sehmariieudorf. Forkenbeckstr.iUe äli.i, d.i es von dort .ins
mö^lieherw eise schneller Kellt als durch ilie Filiiif;esellsch.ifl. .sie
können deutsch :in ihn schreiben. — Wl.idimir (i.iidarow ist .iiicli häufig;
liei der .Sprechbiihne. Kr spricht fast flieljend Deiitscli und ist mit der
russischen Sch.-inspiiderin t)lKa (izowsk.ij.i vcrln-ir.-itel.
D j w .'I n (>.. I. e i p z i t4' : Die Künstlerin ist niil dem biirctlcinlen
Künstler seil kurzer Zeit ^ erheiratet.
M i z z i F.. W i e n : Der Iv.iii l'etrovich-Film ..Schloß der I.iidie" ist
Viir Dcutschl.ind neu. J> ist von der fr.inzösisclien K|-.iiico-l"iliiii;esell-
sch.ift herncslellt unil wird durch d.is Filinh.ius l'cindl \ 11 liehen. Kiiie
BcschiiMliiiiiK werden .Sie sicher durch di'ii ..1 lliisirici ten Filmkiiricr",
Berlin W H, Kötheiier Straße ;17, erhalten.
O s s i - t» 1 .1 '1'.: IliMiry
Stii.-irt spielte die Kiebli.ilier-
rolli> in ..Sk.'ind.'il in B.ideii-
H.iden". — Hans Stiiwc wohnt
Blii.-Ilalensee. I'.iulshorner
Sli.'ilJe !l. iiiiil wurde .1111
14. M.ii in .Meckleiiliinj; .ils
Sühn eines l;u|s|lc.^itzers -^r-
boreii.
H o s 1 .1 II s M ii II c II {• 11 :
Iw.in I'etro\ ich ist ein };roß<'r
Bliimenfreiiiid. Welche ll.i.ir-
f.irlie er hei Fr.iiien liebt, ist
uns nicht liek.innt. Eine sl.'iii-
difre I'.irtnerin h.it er nicht.
Erika B.. (; I o u: a n : Es
ist j.i sehr freiindlich. d.il.l Sic
lins Ihre-M.ißc so freiw illi;; ziii
N'crfiiKuiiK stellen, aber wir
können Ihnen Iroizdi-m nicht
s.'isen, ob .sie für di'ii Film
Rceiffnet sind. Es komnit dort
in erster Linie auf das T:il<-iit
an. Wir möchten Sie .'iber
^leieli d.ir.iiif .iiifnierks.im
machen, d.iU die .\iissichleii
beiiii Film gleich Xiill sind. —
Da Ly.i .\l;ira zur Zeit noch
in .\nierika ist, müssen sie
sich schon mit dem .\iilo-
;;r:inini noch ein wellig yi'''"!-
den. Die andere Kiinsilerin
haben wir d.ir.-in erinnert. —
l.i.i Kibcnscbulz wohnt Blii.-tlrii-
iicw.ild. t'.ispar-'riieyß-.Sir. 18.
und hat .-im lil. .\I;irz (iebnrts-
t.if;. (l.iire Itommer li.it ihre
W ohiiiin;;' in Bln.-.Si'liönebi'i n.
Iniisbriicki'r .Straße If«. und er-
blickte :im 7. Dezember d.is
Licht der Welt. I.ily Daniit.i
ist durch die United .Arlists.
7l'(I(I. S.inl.i .Miinic.i Boiilex.ird.
Hollywood. K.ilifornieii. r.S..\..
zu erreichen niid hat :im
10. ,7iili (ieJiurtst.iHr. — (■.innen
Koni wolint Berlin W, l"lil.iiid-
straße i:is.
Susi. II .1 III II 11 r ü : W'ci-
ner Fütteri-rs n.-iihster l'ilm
heißt ..D.IS Mäilel mit der
l'eitsche" mit .\nii\ (Indr.i .ils
r.'irlni'i in. Ihr Bilil wünsch ist
vorgemerkt. — D.is ji-ew iinscble
Heft ist noch vorrätig.
.M a r i .1 .S t.. .\l il 11 e h e 11 :
In ,.1'riscill.is F.ihrt ins (Jliiik"
ist I'.iiil ('.iv.in.i^h der l'.irt-
ner von .\lady Chrisli.ins. In
ihrem nächsten Film ...Meine
Schwisicr und ich" sinelt ilic
Kiiiisllerin mit .I.ick Tre\ or
null lp:o Sym. Mady Christi.ins
li.'it dunkle Anteil iiiul bi'.iii-
iies H.i.ir. Daß sie einmal
persönlich nach München
kommt. ist wiihl anznnch-
inen; w.inn dies KO^tliieht.
wissen wir leider .•iiich
nicht.
F i 1 m f r e u II d (in. K.. E d e n k o li e n 1 Blieinpf.ilz'l: AVir emp-
fehlen Ihnen den neuen ..Filnifülirer ". in dem sie s.lmtliclic .\dresscii
Ihrer FilmliebliiiKe niid scliiine Bilder von ihnen finden. .sie erb.ilten
d.is Buch durch ilen Verl.iK llliistr. Filmwoche. Berlin SW fi.s, Koch-
straße 6/H. — Lilian Harvey wohnt Bln. -Westend. .Miorn.illee l(WI7.
Lil Datcover Blii.-\\ Cstend. Arys.illee 4. Brigitte Helm Blii.-D.ihlem. Im
Winkel 5. M.-iri.mne Winkelslerii Berlin W. I'bl.indstr.iße ir.;i. .Ienn>
•liiKo Berlin W, K.iiserd.imin i'9. Kntli Weyher Berlin-SchöncbcrK. Stiiheii-
rauchstr.iße Im. Louise Brooks Eden-Hotel, Berlin W. Biid.ipester Str.iße.
(iret.i (i.irho ist durch die .Metro-(ioldw yii-Stndios. Ciilver-City. K.ilifornien,
zu erreichen.
1. i s :i IL. Dresden: Lilian (Jislis I'.irtncr in ..HerzscliI.iK der
Welt" w.ir H.ilph Korbes. Die Titelrolle in ..Kv.i in Seide" wurde von
Lissy .\rii.i gespielt. — K.iinon Xovarro ist .aller W.ihrsclieinliclikeit ii.icli
schon wieder nach Hollywood ziirück;;ekelirt. Ihr Bildwnnsch ist \ 01-
Kcmerkt. D;is H.imon Xov.irro-Biich erb.ilten Sie diirrli den .\l.ix .M.ittis-
son-VerhiK. Berlin SW fiH. Ititterstr.iße 71. L.irs H.inson ist Schwelle, mit
der schwedischen Sch.'inspielerin K.arin .Miil.inder \erheir.ilet und aiiKcn-
blicklieh durch die Elstree-Stndios. Hersfordshirc. En^I.iiid. zu erreichen.
H.inson spielte ii. a. in ..Erotikon". ..Die Landcsflüchti^cen". ..(iöst.i Ber-
lins", ., Heimkehr ', .Es war". ...I.ickie. der .Schiffsjunge". ..I);is -{ötlliche
Weih", ,.Stiirme '. Werner Fütterer ist Deutscher, wurde in Str;ilsniid
(■elioren. Er spielte mit Dina (iralla in ..D.is Fräiiloln von Kasse IJ "
und ..Die tolle Kouileß"
Oben:
Unierhaltungen im Freibad
Wannsee
Oben:
25000 Zuschauer im Regen
bei der Grünauer Regatta
Im Kreis:
Silberfuchs auf der Farm in
Oberlangenbielau (Sclilesien)
Pliol. C/n-'l oclirnsrtiaii
Im Kreis:
Das Mikrophon auf der
Rennbahn
P/tot. Peulig-Woche
Mitte:
Der jugendliche König
Michael I von Rumänien
mit der Königin Mutler
*
Links:
Ein Prachtexemplar aus
Gays Lion Farm,
Californien
*
Rechts:
Der Häuptling White
Horte Eagle besucht
im Alter von 107
Jahren die Grabstät-
te Old Shatterhands
in Radebeul
\ II K II -^ t (• I,.. AV i <• II : ..hns Sclilnß ilcr l.ii-lic'- l>t fr.inziisisclios
l'.iliiik.if. lind zw.ir ein KniiiKu-Kiliii. riir Dciilsclihiiul \ cilii-liiMi wird
iliT Kiliii iliircli (l.is Kilinli.iii* \\ illii-lni I'riinll. Kiiic lii'Mliri-iliiiii;; ilicscs
l'iliii* «rnli'ii Sir .sicher iliircli ili-ii llliistricitcii l'iliukiiiicr. Ili-rliii \V fl.
Kolhfiicr Sir.-iUi- ;I7. i-rh;illcii. — l^.■lll l'i-lr"\ irli ist iiiclif M-ilifinilfl. «Mi
ihm ilic Vill.-i in Siliiii.ir;iriiiliirt' n<'li''i'l- <"''■'' "I' ''■' i'>"' mn' 'i"' -Mi«'!'"
«iihiil. \vis.-('ii «ir Iciilci nicht.
I'. II. 7 : M.il.v l)cl>ch.ill w.ihiil Ucriin \V. WiltcMi.icIicr Sir.ilJc :!.•<.
l-icil n.nl.'rlcin Hiii.-Wiliiicixloil. H.ilicUhci s<'i sir.illc ,Mi. Krcil Piiilcr-
Iciii >iiicll<' II. .1. in ..Hell in Kr.im-nscc- nnil ..Ans il<-ni T;ifii''iii''ll «'ini'I'
Kiikipllc-: sein inichsicr l'ilni ist ..N.ichthiK.il' mit K\cl.Mi lliill. — (':i-
inill.'i llnin ist Mir einigen 'r.ifjen in Hellin .•iii;;ekiimnicn. «nhnl im Kilen-
llnlel. Kinl.iiiesier Str.ilJe, iiiiil wiril in zwei m-iicn N.iliiin.il-W.nner-
l'il n ilii- ll.iiinliiilli' siiielen: ...\l:iiliiiiii:i im Kenefi'nei'- nnil ..Die Drei
lim Kilitli". Kiiric.i Heiifer ist (liirch die 1 f;i. Heilin SW (iS. Kncli-
sli:iUi' t\—x. zu eiicicl I>i«' Adri-sscn iler lieiden .inileren Künstler, ilio
zur /eil im .\nsl;inil «eilen, sind nicht hek.-iiinl.
K r i k .1 lt.. S c h m .i r «■ e n d n r f : Kijlsl llHlni.inn ist mit der
Scli.ins|iielerin lledd.i Keinii \ erlieir.ilet lind li.il .im 7. Itivemlier (Jidmrts-
t;iK- l'-i' spii'lte zuletzt n. .i. in ..Kiiiii.nin seines Herzens'.
Fl. St., n r e s il e 11 : Leider können
wir Ihnen .ins techniselien (ininden in
Ihrer AiiKeleseiilieit nicht liidiiltlicli
sein. Wir emiifehlen. Ihrem niönlicher-
«eise \erloreiiuc!i.inf;i'n>'ii Hriel nicht
weiter ii.ichzntr.-incrn lind einen iieiieii
.111 Iw.iii l'eirdvieh zu schreiheii. Anlii-
UT.-imine tiilit er jedenl'.-itls. und seine
Wnhniin^ li.il er in Itlii.-Schm.irnen-
ihirf. rorkenhecksIr.iUe .Mi.i. Kr lieliii-
del sich in Berlin nml filmt hier ..Her
(iiinsllin;;- vnn .sii-hiinlirnnn-.
Chemnitz. .M. K.: Il.irr.v l.iedtke
w.ir früher mit der Scli:ins|iieleriii
l'rnrt. d:in;ich mit Kiithe Dorsch ver-
heir.ilet. Clirisl.i Tordy ist .-ilsn seine
dritte (i.iltin. Mit .\l.iri:i r.indler wtir
er nieiiKils verleiht oder \ erheii.itet.
V i c t 11 r \l. \' .1 r c ii n i - V e r -
e h r e r i ii : Victor X'.Mcimis licIiliK« r
Viirn.ime ist .Micli.iel, Der Kiinstlci-
w.ir kürzlich in l.cndun. filmt jel/.t
wieder in Amerik.i und ist mit der
Säiifrerin Xiisi .\\.in.\ ussi m-i lieir.itet.
— Neil ll.'iiniltiin ist unseres Wissens
.Vmorik.-iiier. — lliiclistw.ihrseheinlich
ist Wilhelm Dielerle Antidiesiizer. Ihr
Hildwnnsch ist vm ;ienierkt. .I.ihiiIiI.
(Iiiss.v Holl, die (i.ittin miii Kmil .l.in-
iiin;js. w.ir friiher mit ('iinr:id Veiilt
\ erlieir.ilet.
I' r .1 n /. I. e d e r e r - \' e r e li r e -
r i II . .\l .1 II n h e i in : l'r.inz l.cilerer
ist leider Mii Itliiiild.'irnicnlznnilnnK' er-
kr.iiikt lind niiilile d.ihcr mit den Anf-
n.ihmen zu dem A,if.i-I'iliii ..Dil- fiilele
llerrenp.irlie • .ihlireclien. Die ihm zii-
Kcdnchte üolle spielt nun W.ilter lüll.i.
— Ihre Hildwiinsche sind viirjicini'rkt.
— (oiir.id \eidt ist schon mehr .ils
in .l.'ihre heim l'iliii und k.iiii \i>n der
Sprechliüliiie. Ks ist nicht .■insKe^'''il"s-
sen, il.ill der l'ilin ..Die Urinier sichel-
leiiheri;" iiiicli in kleineren Kinns in
Denischl.'ind liinft. I'.mil .hinnin^s Kiht
,\iitii;i,r:imine nnil wnhril im Kspl.in.ide-
llolel. Itcrlin W. UclIcMiesti.iUe. —
W.iiiier U.ixtcr ist durch die l•'ll^;-Stll-
iliiis. lim, \\ eslern-Ave., Ilnll.v « und,
K.'ilifnriiien. l'. S. A.. zu erreichen, ist
ein ^rollcr MIninenfreiinil nnil ^iht
.\iilii;;r,'imme. Sie Uöniien rnhi;^ deutsch
.111 ihn sclirciheii.
.\l .1 r y II II li K r ii i H., K ü 1 n - X 1 p p e s : Oli der helreffeinle Künst-
ler senide .-im II. und li. .Iniii in Kiiln geweilt li.il. wissen wir leider
iiielit. W;inii Fr.iiiz Lederer einm.il iwich dort kninint. können wir Ihnen
elienf.ills nicht s.iKen. Ihre CrüMe li.ihen wir hestellt. Der Künstler ist
Min seiner Kr.inkheit wieder hci;;estelll lind wird h.ilil in T'.iris die miinn-
liche 11,'iiipti'iille in einem 'ronfilm ...M.'iin.in <'idihri" spieh'n.
,1 ;i in e s K.. H e 1 K <> 1 ••' » i' : ^'"''i Uiink widint üerliii W .Mi. TniKcr
Sir:il!e :!l. DiirolhiM \\ iccU Miinclien, 'l'hierslr.iUe til. — Aiiit.i Dmris he-
findct sich zur Zeil in Herliii. .\her «enn sie sclion in den niichsieii
'l'.i^^i'ii eine l'ilmreise nnternehinen sullte. sn diiiVen Sie uns nicht d.ifiir
vei"iiit\\iirtlicli in.ichcn. — Wenn Sie A iitiinr.iminc miii im Ansl.inde widi-
iieinleii S|:irs hesitzen möcliten, sn müssen Sie Ihrem Hriefe einen iiiler-
n.itiiin.ilen l'ostschein heifüsen.
1' ;i I II n d I' .1 I .1 c I - \' e r e )i r c i in l' s c h i N.. W .i I il c n -
li n r K '■ 'l'n\\> T.vler ist unter Heverl.N -Hills. Ilnllvwiiiid, K,ilifiirnien, zu
ciieiilien. Kr >rilit Aiitiifir.iinme. l'nseres Wissens tr.-iuM T.vler einen
Kiinstlern.imen. Ilse Stidirnw.i kniiimt miii der Sprechhüliiie zum Kilni.
Ihre ii:ich-le Arlieit heilil ..KeMilte im Krziehiinysh.uis-. — l'r.i^en ülier
die Kiinfessiim unserer .Si.irs «erden ^i iinds:itzlicli nicht lie.int« nrlei. —
(th H,irr> l.iedtUe hlniide oder dniikle Hiiliiküiife heviirziist. entzieht .sieh
leider nnseriT Kenntnis.
K. K., H e r I i n - K r i »• il e ii ,i n : Tiiseres Wissens Ist Heide Helm
die einzige Scinvester von Hri^itte Helm. In «eichen Kilinen diese Künst-
lerin niiti;e«irkl h;it, wissen wir leider nicht. .Ieileiif:ills ist sie his jetzt
niicli nicht in einer ■rrnUeii Kulle herv ornctreten. Kin .\iitiiKr:iinmt;if;- mit
Itii^ittc Helm wird li,ild n:icli den Suinmerferien st,illfiiideii.
1'. S., H e r I i n : Am liesten, sio
wenden sich in Ihrer .\n>;eley;eiilieit .in
die Kekhime.ihteilnnueii verschiedener
l"iliii.ucsellscli,irten, wie rf.i. Berlin
SW «8, Kiiclistr.iße fi— S. X.ition.il,
Berlin SW IS. Friedrichstr.ille 10.
Terni. llerlin SW fi!i, KnchslniUe 7:1,
A.if.i. Berlin SW IM. Kriedrichsir.iUe Jj:),
]>eiitsclies l,iclitspiel-S> ndik:il, Berlin
SW IS. l'riedrichslr:iUe i-'.').
(■ i II y . (1 r e I .1 «; .i r h n - V e r -
e II r e r i n . .M ii ii c h e n : (iret.i (i.irho
ist ^riilJ, liellhliiml und lil.'iniiiiKi^. Sie
lieht :ille Blninen. Kill Buch iiher si(>
siht es iiichl. — .liiliii Cillierl li.ii sich
kürzlich mit Jii.i (l.iire vcrheir.itet.
II .1 n s '1'., I. e i p z i K : l'illy Keiiidt
isi von ihrem riif:ill wieder herf;eslellt.
— Die Kssi-in-Kilm li.it ihre Itlinme in
Berlin S\\ i.h. l'riedrichstr:iße 21H. die
l.iiiider-l'ilm, Berlin XW 7, J)orotheeii-
slnille 1.
I. II I I II U. .•! n s A II ii s II II r K :
ll.irry l.iedtke «nliiil 1<ln.-liriine\\ :lld.
Bisin.irck.illee III. Die (Jriiße sind .iiis-
nerichtel.
K .1 t j .1 B.. Tilsit: Iw.iii l'elro-
vicli trciht jeden .Sport mit gleicher Be-
Keislernns;. Kr ist ein (••''oller X.itiir-
iiiid Tierfreund. I'etrovich h.it einen
Sekretiir. J.eider können wir llineii
«irklicli nicht verr.iten. in «elcliein
.l.ihre der Kiiiisiler fiehmen ist. eheiiso,
oh er dunkle oder hlonde Kr.inen be-
vorziint. Schreihen Sie ihm. fr:i;;en
Sie ihn, viclciihl nihl er Ihnen .Ant-
wort!
MFDVilCFf Zw^nii^vorstcllung.. Schwermut, Unruhe. Unlust, Gedächtnis-,
"KMwVjljJ Nerven-, Willensschwäche (Rauchen, Trinken, Morphium),
Anjfst, BetaDgenheit, Erröten. Neurasthenie. Stottern, Schlailosigkeit, Hysterie,
Siuli^estions- und psychoanalytische Behandlung (ür Gemüts- u. Nervenleiden.
W. SciBtfBaewerIC. NcueGrünstraOc20, II. 5—6
Orchester auf der Platte.
K I I' c I r o I .1 modernisiert .loli.'inn
sir.iiiL! .iiif der \\ nrlitz-( irnel. ..The
D.iiice iif tlie lilne Dannlie • sind zum
Mississippi };e wordene ..Diin.'in« eilen'.
I. listig; .'ikzentiiierl nnil von iilierzeiicen-
deiii KoMrott-Kliy tlimiis. C r :i m m o -
p h o II modernisiert .lidninn Strnnli
durch Theo .Mnckehen: ..Str.inli to-d.iy,
eine .l:izzpli,int,isie. Kffekivollo l'.ir.i-
Vlirnse ühcr die hek,iiinteslen Weisen.
(Ir.'inimo]ilion liilJt ferner Ahe l..\ni:ins
.I.izz-Solisten ;inf der l'l.itle .,We.iry
We.isi'l" hören. Wilde (li.irlestnn-Tr.i-
ditioii. Sehr ostimiln. Kiiie l'l.itle für
wirklich «"'e T;inzer. Hnmocord sliinzt durch eine Keilie ;;eni:iler
Khivierpintten. die W;ilter (üesekinn- hespielle. Kine wie die nndere siifC-
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Sdiulmandien-Teinf
eine Gcsiclitsli.aut.so z.Trt, K<'seliineidiß:iinil
rosig wie die eines Scliiiluiäilclieii.s, konnon
Sie durch die leichte IJeliaiullung Ihrer
Haut mit „Eta-Teint-Maske" er/ieleti.
Tragen Sie die Muske tiiglieh 3U Minu-
te», ruhen Sie sieh aus, wahrend sie wirkt.
Sie werden fühlen, wie sie all das aus
der Haut zieht, was diese verstopft und
zerstört. Stauh und .'^(■liniutz, .•|ll•^l■st<lrll(•nl•
Huut und erhärteter 'i'aif;- vM'rdeii von der
„Kta-'l'eint-.Maske" an.' den l'oreii {jezuKeii.
IJie Ursache der Mitesser und Flecken ist
dann beseitigt. Sie werden eine ange-
nehme Krvväriuung eniptindcii, da das Hlut|
in die Haut getrieben wird und diese nährt
und neu belebt. Nach 30 Minuten stellen Sie
lest: Wangen wie Bösen, verjünKtes Aus-
sehen, klare, reine Haut, weiche, zarte
Haut. Kleine P'alten sind verschwunden, Runzeln dadurch ganz geglättet,
erweiterte Pjrcti zusammengezogen, erschlaffte Muskeln werden fester. Viele
Frauen von 40 Jahren u. darüber erscheinen in 30 Minuten um 10 Jahre verjüngt.
Versuchen Sie es am Abend, wenn .Sie vorhaben, au.szugeheu oder Itesuch
zu empfangen. Sie und Ihre Freunde werden begeistert iilier die neu ir-
stundene Schönheit sein. Sic werden zu Ihrem Besten aussehen, und weil
Sie dies wissen, sich am wohlsten fiihlen. Tun Sic es in Ihrem eigenen
Interesse. Preis der „Eta-Teint-Maske" Mk. 4,— uiul I'orto. Versand un-
auffällig per Nachnahme durch die „Eta" C'hem.-teehn. Fabrik G. m. b. 11.,
Bcriin-l'ankow 19, Burkumstr. 2.
Bekanntmachung
17*5 75«' sowohl von Arbeitgeber- als auch von Arbeit-
alt nehrnerseHe wiederholt die Frage an uns geridiiet
worden, ob wir in der Lage seien, audi versidierungs-
pfliditige Personen in unsere Krankenversidierung
aufzunehmen.
Da nur Ersatzkassen hierzu berediiigt sind, so haben
wir mit der
Ersatzkasse des Kaufmännisdien Vereins Merkur
in Nürnberg,
der zu den angesehensten Organisationen des deui-
sdien Kaufmannsstandes gehört, eine Arbeiisgemein-
sdiaft gesdilossen.
Unsere Gesdiäflsstellen und Vertretungen sind nunmehr
in der Lage, audi versidierungspfliditige männlidie
Personen des Kaufmannsstandes für die Ersatzkasse
des Vereins Merkur aufzunehmen.
Auskünfie und Prospekte stehen gern zur Verfügung.
Vereinigte
TfrattHeamsidieruttgs-fiktlengesellsthttll
(vormals Gedevag, Kosmos and Selbsthilfe)
Generaldirektion:
Serlitt W50, Jifeue :/lnsbather Sfr. 7
Barbarossa 9431
Einzelpreis 40 Pt. (ur das Heft. Bezugspreis durch die Post monatlich 1.75 M. Verlag: Illustrierte Filmwoche G.m.b.H., Berhn SW 68, KochstraQe 6—8. Schrift-
miL i"^c L Ros«"''?,'''— Aros. Berhn. Für die Redaktion und Herausgabe in Oesterrei.h verantwortlich Robert Mohr, Wien I. Domgassc 4. Verantwortlich für Anzeigen
Wilhelm Schaefer, Cbarlottenburg. Anzeigenverwaltung Bepa-Verlag, Berlin W 35, Blumes Hof 5. Kupfertiefdruck: August Schert 0. m. b. H, Berlin SW 68
Prioted in (itxtLuüj.
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NUMiMER 29 / BERLIN, 21. JULI 1929 / PREIS ^0 PFENNIG
riw: .M (i.M
c^.,,.'. i9./o«., </«• QH-gMl-cflur
> )■
hat die Welt ein besonderes Gesicht. So kennt man
sie noch wenij«. Immer möchte man diese eigenartigen
Bilder aus der Vogelschau, diese neuartigen Eindrücke
im Gedächtnis behalten. Ganz einfach: Die Filmkamera
oder den Foto-Apparat zur Hand genommen, geknipst,
und schon sind die herrlichsten Ausblicke für alle
Zeiten im Hilde festgehalten
Wir inrormicrcn Sie gern und uiivcrbiiullich Ober Anscha/TuiiKskosIcii iiiul
Handhabung der Aufnahme- und Wicdcrgabt'-Apparato dt-r Aniateur-Kincniato-
graphio b»\v. der Fotografie. Bitte sehreiben Sic uns odtT besuolu-n Sie die Aus-
stellungsräume der t' fa-HandcIsgescl Ischaft. Berlin SW68, KochstraUe8
n I j: ^s o c ii i. \ s c ii k i i \ d w k r j l m r u i: i \ d e
>^^
^
DöiS Q h ö n r ad Im Film.
CONQAD NAGEL und die Sporlgirls in einem neuen Cecil ß. de Milie-Film
. k
Rrigilli- Helm
l'h.'l i h'
Zufall, daß die Romane von Edgar Watlace und
don ein immer breiteres Publikum finden und
Karl May, der doch in wesentlichen Punkten
Beliebtheit nicht verloren hat. Der Abcnteuer-
n Handlung regelmäßig einen Menschen vorführt,
cn wildesten Augenblicken zu behaupten weiß, enl-
ntessenz des modernen Lebens. Es wird dem ein-
r schwieriger gemacht, sich durchzusetzen und die
Konkurrenz zu überflügeln. Mit den alten A^itteln, wie Tüchtig-
keit und Fleiß, ist das Leben allein nicht mehr zu zwingen.
Der originelle Einfall bestimmt heute den Erfolg, das blitz-
schnelle Erfassen der Situation ist notwendig, um im Daseins-
kampf nicht unter die Räder zu kommen. In den Abenteuer-
romanen sind nun die Schwierigkeiten gehäuft. In jedem Augen-
blick wachsen Widerstände empor und stellen die Personen in
einem fort vor unerwartete Situationen. Es kommt immer
anders, als es .sich der Leser und die Figuren dieser Bücher
gedacht haben. Damit erwacht im Leser die Neugier, der immer
gespannt bleibt, auf welche Art wohl der Held des Buches den
Kopf aus der Schlinge ziehen wird, die ihm bereits eng um den
Hals liegt. Ganz ähnlich geht es dem Zuscliauer im Kino, wo
seine Gedanken auch den Bildern vorauseilen und er in der
Regel den Verlauf der Handlung vorausdenkt. Der abenteuer-
chc Mensch interessiert in Roman und Film deshalb so stark,
weil sein Leben eirT ewiges Auf und Nieder ist. Der Abcn-
teurct kommt leichter in die Hölie, weil er mit Witz und Pfiffig-
keil jede Situation aiis/unutzcn versteht, aber für ihn ist die
f
Gefahr des Absinkcns schneller gegeben als
sehen, der die Höhe langsam erreichte.
Ein Manolescu kann heute als großer Herr auftreten und
morgen sclion bettelarm sein. Was ihn in einer solchen Situation
vom Durchschnittsmenschen unterscheidet, ist seine äußere
Sicherheit, das genaue Erkennen des Umslandes, daß jedes
Anzeichen von Schwäche seinen Untergang bedeuten würde.
Dann hängt es oftmals von einer Kleinigkeit ab, einer geschick-
ten Geste, durch die eine prekäre Angelegenheit in das Ge-
genteil umgewandelt wird. Krank und innerlich verzweifelt
hockt der Abenteurer Casanova in seinem Zimmer in Mitau
und hat plötzlich den guten Einfall, dem Zimmermädchen, das
ihm die Morgenschokolade bringt, seine beiden letzten Gold-
stücke als Trinkgeld zu geben. Schon spricht alles von seinem
Reichtum, und sein Kredit ist wieder unbegrenzt. Der Aben-
teurer Mosjukin hat es sogar schwerer, da es eine Gesellschaft,
wie sie zu Casanovas Zeiten tonangebend war, nicht mehr gibt.
Das ,, gesicherte Leben", das ehedem nicht nur hochstehende
Kreise, sondern breite Schichten des Bürgertums führten, ist
zu einer seltenen Ausnahme geworden. Diese Tatsache hat
eine völlig veränderte Lebensauffassung hervorgerufen. In das
Schicksal der meisten Menschen ist ein gewisses abenteuerliches
Etwas gekommen, eine verschärfte Spürfähigkeil, wie sie ehe-
dem nur das Geschlecht der Schelme besaß. Die Welt von
heute betrachtet den Abenteurer wie die Engländer ihre aben-
teuernden Weltfahrer, deren Streiche das Imperium zusammen-
eroberten.
Brigille Helm
Es sind jene Antlitze, die eines Tages aus
unserem Gesichtskreis verschwinden und
deren Eigenart wir vergessen. Wir denken
erst flüchtiger, dann kaum noch, später gar nicht
mehr an sie und sind überrascht und er-
schreckt, wenn sie nach vielen Jahren wieder
auftauchen: gealtert zwar, aber doch von un-
verkennbar echter Prägung. So ist es vor allen
Dingen mit den Gesichtern jener, die für Jahre
in den Gefängnissen verschwinden, weil sie eine
Schuld zu sühnen haben, und deren man sich
nicht gern erinnert. Vor allen Dingen dann
nicht, wenn ihre Schuld eigentlich nicht so groß
war, daß sie so hart gesühnt werden mußte,
oder wenn gar der in Freiheit gebliebene Ur-
heber des Vorfalls von einer Schuld bedrückt
wird, die der andere mit abbüßen muß. Viel
häufiger, als man meint, tragen sich ja solche
Vorfälle zu und finden in irdischem Sinne keinen
Abschluß. Es war daher einmal angebracht, das
Thema zum Gegenstand eines Films zu machen
und seine starke dramatische Bewegkraft mit
filmdramatischen Effekten zu verbinden. Nament-
lich die Darsteller mußte eine solche Aufgabe
reizen, denn hier fanden sie Rollen, die es ihnen
ermöglichten, Menschen und Schicksale dar-
zustellen und außerdem durch die Kunst der
Maske die Wandlungsfähigkeit ihres Aussehens
zu beweisen. Victor Scherlzinger, dem wir eine
ganze Reihe hübscher Filme verdanken, hat auch
diesmal wieder ausgezeichnet und sorgfältig ge-
arbeitet. Seine Art, das Milieu stilecht auf-
zubauen und mit der notwendigen Atmosphäre
zu versehen, bewährt sich gerade in vorliegen-
dem Falle wieder bestens. Die Handlung gehl
nicht in den bürgerlichen Kreisen zu, auch
nicht in der robusten ,, Unterwelt", sondern
in einer ganz merkwürdigen und reizvollen
Oben: Olga Baclanoua. links unten: Clive Brook
reclils: Marx Brian
Atmosphäre. Der Hauptdarsteller, der Heliotrop-
Harry, so genannt nach seiner Vorliebe für diese
Blume, ist ein Gentlemaneinbrecher, der mit
seinem Freunde Fioggy geheime Spielklubs aus-
hebt, und das eigentlich auch nur tut, um seiner
verwöhnten Frau und seiner kleinen Tochter ein
angenehmes Leben zu verschaffen. Das ameri-
kanische Ethos entschuldigt hier die Tätigkeil
des Hauptdarstellers: er knöpft eigentlich nur
solchen Leuten das Geld ab, die es doch im
Spiel verlieren würden, oder gar anderen, die
während des Spieles versuchen, Geld auf be-
trügerische Weise an sich zu bringen. Hier lebt
der edle Räuber der Kolportageromane wieder
auf: Schinderhannes hat sich den Frack an-
gezogen und die .Manieren moderner Gentleman-
verbrecher wieder angenommen; Raffles und
Arsene Lupin sind seine Vorbilder. Freilich be-
sitzt er nicht ganz den Zynismus der beiden
letzten, allerdings auch nicht ihren Humor, der
sich ja auch nicht ganz einfach verfilmen ließe.
Heliotrop-Harry ist eine Magazinfigur, glatt her-
ausgeschnitten aus der ,,Saturday Evening Post".
Leider hat Harry sein Herz an eine Frau ge-
hängt, die ihn haßt, weil ihr ein anderer Mann
besser gefällt. Sie ist aber nicht moralischer als
ihr Gatte, sondern von der Gier nach Genuß be-
sessen. Und während er auf Raub ausgeht, um
die notwendigen Mittel zum Unterhalt der
Familie herbeizuschaffen, trifft sie sich mit ihrem
Geliebten. Ein solcher Film kann nur wirken,
wenn zwei starke schauspielerische Individuali-
täten sich für die Hauptrollen einsetzen. In vor-
liegendem Falle sind es Olga Baclanova und
Clive Brook. Die Baclanova gibt sich ganz als
Vamp, als die große Verführerin, Clive Brook
erreicht seine Wirkungen durch leise A^ittel.
'f
Oben and unten: Clive Brook
Pliot. Parjinount
Mar\ Diincan, ein rascli beliebt ecirordcner Fnx^tci'-
Phot. FoK
]jOaS'HiaM.SccA.cKffo^uHk?&e^mASf^
Cccil H. de Millc liebt es, in seinen Gcsellsthallsiilmen
einen unerhörten Luxus zu entfalten. Die teuersten Dinge
sind ihm gerade recht, um prunkvolle Inneniäume zu ent-
falten, und die Boudoirs seiner Hauptdarstellerinnen, als
deren Typ er mit Vorliebe die Mischung ,, Sündig und süß"
liebt, sind wahre Stapellager von Teppichen, Kissen und
Decken. An einem Tage betrat er etwas verärgert eine so-
eben für die Aufnahme hergerichtele Dekoration, betrachtete
sie kritisch und fand auch gleich einen Grund, sich zu argern
, .Warum liegt in diesem Boudoir nur e i n Eisharfell?"
fragte er stirnrunzelnd.
,,Wir haben nur eins", antwortete der Architekt schüchtern.
,.Ach. reden Sie docli nicht, ich weiß ganz genau, daß wir
zwei haben . . . ein weißes und ein braunes. '
Alice White, ein junger Star, der schnell beliebt geworden
ist, mußte sich neulich einer Reihe von Probeaufnalmien
unterziehen, um die sie manches Mädchen beneidet haben
würde. Der Regisseur bestand darauf, weil in dem Film
eine wirksame Kußszene vorkommt und er nun den ge-
eigneten Partner aussuchen wollte. Es waren nicht weniger
als 22 Kandidaten für diese angenehme Beschäftigung vor-
gemerkt, und es hätten sich sicher noch mehr eingefunden,
wenn nach ihnen gefragt worden wäre. Ks wurden also
22 Probeaufnahmen gemacht, und Alice White hatte reich-
lich Gelegenheil, sich über die Fähigkeiten ihrer Partner
zu unterrichten. Freilich enthielt sie sich jedes Urteils,
und als sie der Regisseur lachend fragte, wer nach ihrer
Meinung der geeignete Partner sei, zuckte sie vielsagend die
Achseln, und Nahestehende konnten die wenig schmeichel-
hafte Bemerkung ,, Nichtskönner" hören. Nun wird also
der Vorführungsraum darüber entscheiden, welcher Partner
sich am besten auf der Leinwand ausnimmt. Ihre Kolle-
ginnen behaupten allerdings, Alice wünsche sich dringend
noch eine Probeaufnahme . . .
*
Gespräch in einem Filmcafe Hollywoods:
Ja, ja, glauben Sie mir, Geld allein macht nicht
immer glücklich. Ich kenne Schauspieler, die beziehen eine
Gage von tausend Dollar am Tag und sind so furchtbar un-
glücklich. — Und dann gibt es dagegen welche, die erhalten
nur fünfhundert Dollar am Tag und fühlen sich restlos
glücklich . . ."
*
Viola Dana hat ein berühmt schlechtes Gedächtnis, sie
kommt also auch diesmal wieder einen Tag zu spät, um
Mae Murray zum Geburtstag zu gratulieren. Die Murray
weiß das, ist etwas nervös und führt den Gast in den
Salon, wo die Dana mit Entsetzen sieht, daß der herrliche
Stutzflügel der Murray in der Mitte durchgebrochen.
,,Aber was war denn los?" sagt sie entsetzt. ,,lst etwa
ein Unglück passiert?"
„Ach, kein Gedanke!" lacht Mae Murray. ,,Noah Beery
versuchte alisolut. uns eine Sonate von Tschaikowsky \or-
zuspielen; und da er immer wieder steckenblieb und von
vorn anfing, so hat ihm Milton Sills schließlich den Flügel
weggenommen."
I
i
L i 1 1 an H arv ey und Igo Sy m
In dem Ufa-Film „Wenn Du einmal Dein Herz verschenkst"
sl die Zeil der „Westcrnbilder" \orbei? Wird der
Tag kommen, an dem der letzte Cowboy seinen
Lasso zusammenknüpft, die. riesigen Sporen ab-
schnallt uhd den Sombrero an den Nagel hängt?
Fast könnte es so aussehen, denn m den letzten
Jahren sind immer weniger ^Westernbilder angefer-
tigt worden. Sogar Tom Mix, dr.s Oberhaupt der
Gilde, hat ein Jahr gefeiert und jetzt nicht einen
Filmvertrag, sondern einen Zirkusverlrag abge-
schlossen, freilich zu einer G^ge, die ihm heute der
Film nicht mehr zahlen könnte. Der Tonfilm hat
mit dazu beigetragen, daß die Produktion der Wild-
westfilme nur noch in geringem Maße aufrecht-
erhalten wurde. In der Tat war ja der Betrieb ein
bißchen schematisch geworden. Die Mehrzahl dieser
Filme wurde rasch heruntergedreht, und nur wo es
sich um große Namen wie Hoot Gibson, Tom Mix
oder Ken Maynard handelte, wurde mit Sorgfalt
gearbeitet. Der gute Mann war immer der ehr-
liche, hübsche, jedoch arme Cowboy, der nichts als
sich und seinen Gaul besaß, mit dem er allerdings
die tollsten Zirkusszenen ausführte, der böse Mann
dagegen war in der Regel ein reicher Farmer oder
Minenbesitzer, der den biederen Vater eines engel-
reinen Mädchens so zu umgarnen wußte, daß er die
Holde beinahe erobert hätte, wenn nicht — Ha! —
der tapfere Cowboy im letzten Moment dazwischen-
gesprungen wäre, womit alle Untaten des Rivalen
aufgedeckt wurden. Diese Buffalo-Bill-Geschichtcn
für Erwachsene ziehen heute nur noch in der ameri-
kanischen Provinz, die ja ganz anderen Idealen
huldigt wie New York oder Boston. Für diese
Zentren und für Europa ist eine andere Gattung
Ccm^P
Wildwestgeschichten entstanden, die an Bret Harte
und Jack London erinnert. Das Abenteuer wird
immer eine entscheidende Rollg' im Film spielen,
und es wird immer das eigentliche Element eines
Cowboyfilmes sein. Entscheidend ist natürlich stets
die Art, in der die Fabel vorgetragen und zu
Bilde gebracht wird. Wenn Hoot Gibson seine
reiterischen Kunststücke vorführt, so ist das allein
natürlich schon ausreichend, um breite Teile eines
Filmes interessant zu machen. Dieser Cowboy-
darstellcr bietet beste artistische Schule, nicht
mehr zu überbietende Zirkuskunst, die außerdem
noch dadurch Wert erhält, daß sie nicht in der
abgegrenzten Enge einer Manege, sondern in der
sonnigen Weite der Prärie vor sich geht. Diese
letzten Cowboys, Hoot Gibson und Ken Maynard,
werden die alte Cowboylradition wieder festigen.
"?*
Als Begleiter sind ihnen natürlich jene stürmi-
schen Jungen geblieben, die beim Film manche
Veränderung überdauerten. Diese echten Kinder
des wilden Westens sind mit ihren Pferden ver-
wachsen, sind Zentauren der Neuzeit, die keinen
Schritt tun, den sie nicht im Sattel zurücklegen
können. Diese buntscheckige Komparserie ver-
läßt natürlich ihre Pferde nicht, sondern jeder
dieser rauhen Kerle hegt und pflegt seinen Gaul
wie ein Kind. Daher kommt die überaus große
Anhänglichkeit zwischen Mann und Pferd, wie sie
nur bei Reitervölkern zu finden ist, nicht aber
mehr innerhalb von Gebieten, in denen das Pferd
maschinellen Beförderungsmitteln weichen muß.
Der Tonfilm greift auch auf den Cowboyfilm über,
und wir wprden bald die rauhen Kolilen und die
rioÜeder von der Leinv ;.'id vernehmen.
I
d6[)^j(>m(>4u^e*c dm-^^<jß(iXj
Als in Joe Mays „Tragödie der
Liebe" der Schnellzug durch die
nächtige Schneelandschaft raste,
sprang der zündende Funke der Be-
wegung auch auf das Parkett über, das
sein Gefallen in lautem Beifall äußerte.
Dabei sind Lokomotiven und Eisenbahn-
züge schon seil den Anfängen des Films
notwendige Requisiten gewesen, da die
Romantik des Reisens durch nichts
besser betont werden konnte. Aber die
Entdeckung der Lokomotive als leben-
des Wesen ist Joe May zuzuschreiben,
der überhaupt die starke Bildwirkung
der Technik früh erkannte. Diese nächt-
liche Schnellzugsfahrt — ein Bild, das
trotz der Abwesenheit von Menschen
ergriff — war eine Trickaufnahme,
deren exakte Ausführung noch heute
nicht übertreffen ist. Aber seit diesem
Bilde hat sich der Sinn für die Leben-
digkeit der Lokomotive, für die phan-
tastische Realistik eines Eisenbahnzuges
bei den Regisseuren entwickelt.
Gewiß, in den Abenteuerfilmen, die
in Hollywood gedreht wurden, war den
Lokomotiven die Rolle eines drohenden
Elementes vorbehalten. Die riesigen
Schnellzugslokomotiven der PuUman-
Züge wirkten bereits als malerisches
Element. Und da sie fast immer die
Aufgabe hatten, etwas zu zermalmen, so
griffen auch sie in die Handlung ein.
Freilich geschah dies mehr oder weniger
primitiv, denn in allen den Szenen
strebten doch die Menschen danach, in
Oben: Lon Cheney in dem M.G.M.-Film
„Donner." Unten links: Igo Sym im Ufa-
film „Adieu, Mascolle!" i'lmt. ifü.M.cJ.M.
den Vordergrund zu treten. Fritz Lang
hat dann in „Spione" den Zusammen-
stoß eines abgehängten Wagens mit
einem in Höchstgeschwindigkeit daher-
stürmenden Zug zu einer dramatischen
Szene von äußerster Wucht gestaltet.
Noch realistischer allerdings baute Cecil
de Mille den Zusammenstoß zweier
Züge auf, wobei die empfindsamen ame-
rikanischen Flappers den aufregenden
Moment erleben konnten, da dem jungen
Schildkraut die Puffer durch die Coupc-
wand in den Rücken stießen. Die groß-
artigste Erfassung eines Eisenbahnzuges,
die absolute Übertragung des Maschinen-
rhythmus auf die Leinwand ist Artur
Robison in ,, Looping the Loop" ge-
glückt. Hier erlebt der Zuschauer die
Reise eines Zuges von der Lokomotive
an. Die Bewegungen gehen voUkomm^u
vom Rhythmus der Räder aus und sind
aus der Perspektive des Räderbaus aus
gesehen. Die Erschütterungen der
Wagen, das Schwanken der Kuppe-
lungen, das Ziehen des Federwerkes
sind so echt, daß der Zuschauer das
Stampfen und Schnaufen des Zuges zu
hören meinte, ohne daß eine Geräusch-
platte eingeschaltet wohdcn war. Diese
höchste Kunst, die Phantasie des Zu-
schauers anzuregen, besaßen auch die
Bahnhofsszenen des ,, Quartier Latin", in
denen der Lokomotive ebenfalls eine
führende und entscheidende Rolle zu-
gefallen w.\r. Der zischende Dampf der
Ventile, das Stoßen des Kolbcngestänges
ließen schon das kommende Unheil
ahnen. Denn die Lokomotive ist als
lebendes Wesen ein Gigant, ein Unge-
heuer, das sich von der Bevormundung
durch den Menschen freizumachen strebt
und dann aller Fesseln ledig, drohend
und flammend durch die Nacht stürmt.
Solcherart sind die Lokomotivszenen
in den Avant-Garde-Filmen, in den kon-
struktivistischen Arbeiten deutscher Re-
gisseure, die die Vielseitigkeit der Lo-
komotive auf ihre Arbeil dokumentieren.
Oben und unten: Bahnhofsszene aus
„Quartier Latin." Unten rechts: „Spione"
P/iol. OrpliJ-MessIro, I an<;lilm der l'ja
Jenny Jttgo (als Silhoiictlc) in dem Ufa-Film ,, Flucht vor der Liebe"
l'hot. Lfa
Vor einigen Monaten begab sich der Regisseur W. S. van
Dykc nach den Siidseeinseln, um für den Film der Metro-
Goldwyn Mayer „Weiße Schalten" die Aufnahmen an Ort
und Stelle zu machen. Außer seinen technischen Assistenten
nahm er nur die Darsteller der Hauptrollen mit. Alle anderen
Rollen besetzte er mit Eingeborenen, deren meiste noch nie
einen Film gesehen.
Sie hatten tatsächlich nicht die geringste Ahnung, weshalb sie
für die Verrichtung ihrer täglichen Arbeit im Angesicht eines
weißen Alannes, der eine an einem Kasten angebrachte Kurbel
drehte,' auch noch extra bezahlt wurden. Ihnen erschien ein
solches Verhalten eine große Dummheil, und der Kasten mit der
Kurbel war und blieb ihnen ein tiefes Mysterium.
Dann erschien eines Tages der Häuptling der weißen Män-
ner, W. S. van DyUe, wieder unter ihnen, diesmal aber mit zwei
anderen weißen Schauspielern. — Ramon Novarro und Rcnce
Adorcc. Die Eingeborenen führten einen Freudentanz auf, als
sie hörten, daß sie noch einmal ihr tägliches Leben und ihre
festlichen Spiele vor dem Manne mit dem Kurbelkaslen leben
und spielen sollten tmd wiederum noch extra dafür bezahlt wer-
den würden.
Van Dyl<e erzählte ihnen, wie die Menschen anderer, weit
entfernter Länder mit so viel Freude und Anteilnahme das
Leben und Treiben der biaunen Inselsöhne hatten an sich vor-
beiziehen lassen, daß er sich entschloß, noch einmal zu ihnen
zurückzukehren. Diese Rückkehr wurde durch ein großes Fest
begangen, im Vei laufe dessen van Dykc seine braunen Freunde
einlud, sich nach dessen Beendigung selbst im Bilde zu be-
trachten.
Man begab sich daiaufhin in das einzige Kinofhcalcr Tahitis,
einem früheren Missionshausc, das aber nie von Eingeborenen
besucht wird.
Niclit ohne Furcht sahen die Nalurkinder sich plötzlich in
einem stockdunklen Raum. Dann lief mit einem Male ein Licht-
strahl über ihre Köpfe hinweg und fiel auf eine weiße Wand
vor ihnen — und da sah sich nun jeder selbst. Ein unglaub-
licher Lärm setzte ein, einer machte den anderen auf sich oder
seine Freunde aufmerksam.
Dann setzte sich Ramon Novarro an das uralte Harmonium und
holte aus dem allen Klapperkasten heraus, was er nur hergeben
wollte. Dieses Instrument halten die Zuschauer bisher nicht
sehr geschätzt, denn mit diesem war in ihrer Vorstellung die
Stimme des Missionars verbunden.
Aber die Melodien, die der junge, weiße Mann spielte, hatten
einen anderen Rhythmus; und noch größer wurde die Freude,
uls er die Lieder intonierte, die sie selber sangen.
Dann kamen Momente, wo eine große Traurigkeil sich über
die Versammlung legte — denn Krankheilen hallen während
der Abwesenheit des weißen Mannes geherrscht, und so manche
Freunde und Verwandte, die dort auf dem tanzenden Bilde
lachend ihre blitzenden Zähne zeigten, weilten nicht mehr unter
den Lebenden; auch ihr Häuptling nicht — er war ebenfalls der
mysteriösen Krankheil erlegen.
So löste eine Stimmung die andere ab, und die alte Projek-
tionsmaschine schnarrte und klapperte ebenso laut wie das Har-
monium, aber das tat dem Vergnügen nicht den geringsten Ab-
bruch. Nach Schluß der Vorstellung bekam jeder noch ein
Exlra-Geschenk, und dann begab sich jeder in seine Hütte —
um eine ganz wunderbare Lebenserfahrung reicher.
(\£^ \9o^kptnmehe (jeHt&man^
Um jede große Karriere der amerikanischen Leinwand
rankt die Legende ein üppiges Gespinst. So wurde
von Cecil B. de Mille behauptet, daß er vor seiner
Filmtätigkeit ein Milchgeschäft besessen habe, und von Adolphe
Menjüu wird in vollem Ernst behauptet, daß er jahrelang
Kellner gewesen und in dieser Eigenschaft entdeckt worden
sei. Bei dem Auf und Ab des in Amerika herrschenden
Berufswechsels
ist es nun nicht
ausgeschlossen,
daß beide wirk-
lich einmal auf
kurze Zeit durch
diese Beschäfti-
gung ihr Brot,
zu verdienen such-
ten, aber wenn es
je der Fall war,
so ist diese Tätig-
keit niemals Aus-
gangspunkt ihrer
Filmkarriere ge-
wesen. Bei Mcn-
jou liegt der Fall
so, daß man ihm
daraus gern ei-
nen Strick dre-
hen möchte, denn
seine vorbildliche
Eleganz erhielte
dadurch einen
Stich in die Tip-
top - Konfektion.
In Wirklichkeit
verlief die Kurve
seines Lebens ganz
anders. Seine El-
tern kamen als
junge Leute nach
Amerika und
brachten es, was
vor zwei Mcn-
schenaltcrn ja
noch leichterging,
zu mäßigem Wohl-
stand. Sie assi-
milierten sich als
Franzosen nicht
so leicht, und
trotz der Bürger-
papicrc blieb in
ihnen stets gro-
ßer Zusammen-
hang mit der
Heimat. Vielleicht
empfanden sie dies als einen ilbelslciiul. da sie wirtschaftlich
vollkommen an die neue Heimat gebunden waren, denn
Adolphe, der in Pittsburg geboren wurde, mußte in die Mili-
tärakademie eintreten, um Berufsoffizier zu werden. Aber
ihm sagte das strenge Leben eines Kadetten nicht zu, und
nach einigem Widerstreben erlaubten ihm seine Eltern, an
der Cornell Universität Technik und Chemie zu studieren. Er
verließ diese Anstalt mit dem Zeugnis eines Diplom-
Ingenieurs. Menjou hat aber niemals einen bürgerlichen Be-
ruf in diesem Sinne ausgeübt, sondern es folgten einige
Bohemejahre, die ihn auch auf die Bühne brachten. Jeden-
falls wandte er sich dem Film nach dessen Aufblühen zu, und
Adolphe Menjou
bereits 1912 war er Darsteller bei Vilagraph. Er war da-
mals allerdings nur ein gehobener Statist, dessen Lage sich
zwar besser gestaltete, denn kleine Rollen wurden in
jenen Jahren ausnahmslos in allen Filmfabriken der Welt
von Statisten gespielt. Immerhin war Adolphe Mcnjous
Rolle wenig rosig, und wenn er sich ein paar Jahre später
iiach Hollywood wandte, wohin sich inzwischen der Schwer-
punkt der ameri-
kanischen Film-
herstellung ge-
legt hatte, so ge-
schah es in der
Hoffnung, daß er
endlich Karriere
machen werde.
Aber darüber ver-
strich eine ge-
raume Zeit. Adol-
phe Menjou war
inzwischen zwar
zu einem ,,Featur-
cd Player", zu
einem Darsteller
von Episoden-
figuren, aufgestie-
gen, doch hatte
er immer noch
kein festes En-
gagement. Ohne
den berühmten
Zufall wäre er
auch vielleicht
noch heute ohne
ein solches.
Nach dem Er-
folg des ,,Kid"
hatte Charles
Chaplin beschlos-
sen, sich nunmehr
dem Großfilm zu
widmen und einen
Stamm neuer Dar-
steller heranzu-
ziehen. Es lockte
ihn aber auch,
einmal seine Fä-
higkeiten als Re-
gisseur zu zeigen,
ohne als Darstel-
ler hervorzutre-
ten. Dabei wollte
er gleichzeitig das
Versprechen ein-
lösen, das er der
Darstellerin der
Mädchenrolien in seinen bisherigen I' ihnen gegeben hatte,
nämlich sie in den Mittelpunkt eines Filmes zu stellen. Für
Edna Purviance schuf er den Film ,,The Woman of Paris"
(er kam in Deutschland unter dem irreführenden Titel ,,Die
Nächte einer schönen Frau" heraus) und suchte nach einem
Partner, der den Typ des eleganten französischen Aristo-
kraten verkörperte, da die recht erotische Handlung nach
Paris verlegt werden mußte. Diesen Darsteller fand Chaplin
in Adolphe Menjou, der sich noch am Tage vorher einen
Frack leihen mußte, um eine Statistcnrolle für einen Gesell-
schaftsfilm annehmen zu können. Chaplin ließ ihm erst ein-
mal die notwendige Garderobe von Lecöeur, einem eleganten
P/iiil. I'dnniwiint
L
Schneider in Los
Angeles, anfertigen
und nahm ihn dann
in seine Schule, in
der sich der begabte
Menjou tntwickeln
konnte. In einer
Vorschau sah ihn
Ernst Lubitsch und
beschäftigte den
neuen und billigen
Star in seiner ,.Ehe
im Kreise". Kein
anderer als Menjou
hätte die Ironie der
Rolle des Professors
Stock, die elegante
Überlegenheit, die
weltmännische Kul-
tur aufgebracht.
Es ist gar nicht
auszudenken, was
damit geschehen
wäre, wenn Lubitsch
diesen Film bereits,
wie er beabsichtigte,
im Herbst 1922 in
Berlin gedreht hätte.
Damals wollte er
den Professor in
allem Ernst . . . von
Wilhelm Bendow
spielen lassen, was
ihm nicht einmal
seine Freunde aus-
reden konnten. Es
ist glücklicherweise
anders gekommen, die ,,Ehe im Kreise" hat Menjou popu-
lär gemacht, und da der von ihm verkörperte und nicht
nachzuahmende Typ Anklang fand, so bewarb sich Para-
inount um den Künstler, zumal die Firma eine Anzahl
Sujets erworben hatte, deren Erfolg davon abhing, daß ein
Adolphe Menjou in seinem Heim
Hauptdarsteller im
Format Adolphe
Menjous vorhanden
war.
Denn er ist der
vollkommene Gent-
leman der Leinwand,
dessen Art, sich zu
kleiden, vorbildlich
für die Amerikaner
in gesetztem Alter
wurde. Menjous Er-
scheinung hat eine
neue Art des Film-
liebhabers hervorge-
rufen. Adolphe ist
der etwas ironisch
über den Frauen
stehende Liebhaber,
der ihnen gefährlich
wird, weil sie sein
unergründliches Lä-
cheln anziehend fin-
den. Er darf sich ja
auch rühmen, in
jenen Kreisen, die
Wert auf Eleganz
und Lebensart legen,
den Schnurrbart wie-
der populär gemacht
zu haben, wenigstens
das kleine schmale
Bärtchen, dessen
Pflege viel Zeit und
Geschick erfordert.
Er wurde oft ko
picrt und nie er-
reicht, weil sein Wesen seine Ausdrucksart bestimmt, die
mit der Nachahmung gewisser Äußerlichkeiten nicht er-
schöpft werden kann. Menjou bleibt eben Menjou. Wie
auch die von ihm geschaffenen Filmfiguren allen Witz, alle
Satire und tiefere Bedeutung erst durch ihn erhalten.
l'liot. Paramouui.
^^■'^hTirf'i""' "ü
Kammersänger Karl Jökcn bei einer Tonfilmprobe mit dem Komponisten Edmund Eyßler
Phot. Ufa
ßr S
V_^ UND W
le
UND SEHR VIEL
Sdiwiit^el
GiiA.Lu^ti0er Abei/tteixerronaaLVb
//. Fortsetzung
Es waren nahezu fünfzigtausend Pfund in guten knisternden
Tausendpfundnoten der Bank von England.
Mircovicfi war sichtlich stolz darauf, in bar zu bezahlen. Er
tat es mit der eleganten Leichtigkeit des an solche Summen ge-
Nvöhnten Großkaufmanns.
Dorrit unterzeichnete seine Quittung, die er sorgfältig im Geld-
schrank verschloß, und steckte die Noten in das Seiden-
beutelchen, das bisher den Wechsel enthalten hatte.
,,So," sagte er, ,,nun bleibt mir nur übrig, Ihnen eine gute
Reise zu wünschen."
Er brachte sie höflich zur Tür.
Auf dem Gang blieben sie stehen.
Da kam Hasib aus einem Zimmer und trug einen Koffer in der
Hand — es war ihr Koffer.
,,Das ist ja herrlich!" sagte sie. ,.lch weiß wirklich nicht, wie
ich Ihnen danken soll Monsieur Mircovich."
,,Aber ich bitte Sic!"
Furchtbar, dies ewige Lächeln bei diesen Balkanmcnschen!
Sie fühlte eine Erbitterung, deren Grundlosigkeit sie ärgerte.
Was wollte sie eigentlich? Cntgegerikommcndcr konnte man sich
doch ihr gegenüber nicht verhalten.
Vor dem Portal mit den dorischen Säulen hielt ein großer,
kräftiger Fiat.
Der Chauffeur saß am Steuer.
Er trug keine Livree, sondern die Pumphosen und kurze Jacke,
die man in Illyrien überall sieht. Unter der flachen Mütze eine
riesige Autobrille. Bis auf ein kleines englisches Schnurrbärtchen
war er bartlos.
,,Das ist Danilo Pasic," nickte Mircovich, ,,cin vorzüglicher
Fahrer. — Sie können sich auf ihn verlassen."
Er half ihr in den Wagen, nahm selbst den Koffer aus Hasibs
Händen und legte ihn neben sie
,,Es ist nicht mehr sehr früh," meinte er, ,,und auf unseren
wundervollen Straßen können Sie unmöglich nachts fahren. Sie
VON LUDWIGvoN WOHL
Sachdruck verboten
müssen bei meinem allen Freunde Schükri-Pascha übernachten —
er ist ein außerordentlich liebenswürdiger alter Herr, dem es ein
Vergnügen sein wird, Sie zu beherbergen. Außerdem hat er sicher
Benzin für den Wagen. Sie erreichen sein Haus vor halb acht
Uhr abends, nehme ich an. Au revoir, Mademoiselle! — Ihr er-
gebenster Diener! Meine besten Empfehlungen an Schükri-Pascha
und an Herrn Stavrides."
Er verbeugte sich immer wieder, während das Auto schon
anfuhr.
Endlich, dachte sie erlöst. Ab^-r eigentlich war doch das alles
recht schnell gegangen — dank der Bereitwilligkeit des Herrn
Mircovich. Man bedauerte jedenfalls nicht, so schnell wegzu-
kommen. Der Gedanke an eine ordentliche Badewanne ervsecktc
geradezu gierige Gefühle — fließendes Wasser — blanke Hähne
— ein gekacheltes Zimmer. Die Kultur hatte entschieden ihre
Reize. Wie er wohl mit Vornamen hieß? Gerd hätte ganz
gut gepaßt — die Abkürzung von Gerhard — — oder Fred —
nein, das war zu weibisch. ,, Schulze" hatte er sich genannt. Sie
mußte lachen, aber sie rieb sich doch die Schulter in der Er-
innerung. — Was er sagen würde, wenn sie auf Nimmerwieder-
sehen verschwunden war — ?
Der Weg wurde immer schlechter. Mitunter wurde man fuß-
hoch emporgeschnellt — ein Glück, daß der Wagen so gut federte.
Der Chauffeur fuhr wirklich sehr ordentlich. Für die illyrischen
Straßer. war er schließlich nicht verantwortlich - — hoppla — das
ganze Land bestand hier nur aus — hopp . — • Dreck. Pfui Teufel!
Wie der Morast spritzte! So recht — ein Spritzer übers Kleid.
Na. der alte Herr Schükri-Pascha, oder wie er hieß, war ja hiesige
Verhältnisse auch gewöhnt — trotzdem war's gut, daß man seinen
Koffer wiederhatte. — Au! Das ist aber eine Fahrerei • — ! Um das
Abendkleid von Patou wäre es überhaupt schade gewesen, so was
kriegte man nicht so schnell wieder. — Donnerwetter —
Die Löcher traten jetzt geradezu rudelweise auf. Der riesige
Wagen stieß und ruckte. Wie ein Gummiball flog Dorrit auf
dem Sitz herum. Sie schimpfte wie ein Rohrspatz.
Ihr Flioto Apparat
muß leidit zuhand
liaben und preiswert
sein-itiit einemWnle:
eme^IgfaCjamera!
Jeder Photohändler zeigt Ihnen gern die
verschiedenen Modelle der Agfa-
Standard -Camera und die Billy.
^A^, -^^^Jjl^ Die Billy kostet nur 36 <!K.
Aber als es Abend wurde und das Auto schnaufend die Straße
erreichte, die sich in unzähligen Windungen an der illyrischen
Küste cntlangzieht, kamen andere Gedanken,
Urplötzlich hinter niederer Böschung hervor kam das Meer auf
wie eine ungeheuere tiefblaue, fast schwarze Wand. Die Sonne
war schon hinab, und nur ein paar rötlich gefärbte Wölkchen
schwebten über dem spiegelglatten Meer. Das war still und sehr
feierlich. Und sie hätte gern haltgemacht und den Anblick
tief in sich aufgenommen. Aber der Viertakt des Motors hära-
mcrlc fort, und der kleine, schlanke Mensch am Steuer nahm
maschinenhaft unbewegt seinen Weg weiter.
Seltsame Kakteen hingen zu beiden Seiten der Straße über,
griffen vorwärts mit slachelbewehrten dunklen Armen. Sterne
blitzten auf.
Dann bog der Wagen wieder von der Straße am Meer ab. Die
Holperei begann von neuem, wenn auch nicht so heftig wie im
ersten Teil der Straße,
Tief vornübergebeugt hing der Chauffeur am Steuer. Aus seiner
Hüfttasche sah irgend etwas Metallisches hervor, an dem sich
Dorrits Blick verfing.
Plötzlich wurde es ihr klar, daß es der Kolben eines Revolvers
war. Das war so-
weit nichts Außer-
gewöhnliches. Aber
sie beugte sich doch
vor, um ihrer Sache
.sicher zu sein.
Ja, es war ein Re-
volverkolben.
Die Hüfttaschc
war aufgegangen.
Bei der nächsten
heftigen Bewegung
würde die Waffe
herausfallen.
Der blitzende
Kolben reizte zur
Berührung —
Jetzt schob sich
der Drücker zurück
— und Dorrits Fin-
ger griffen die
Waffe auf.
Ihm auf die Schul-
ter klopfen - Sie,
Sie haben Ihr
Schießzeug verloren!
Ja — aber — —
Der hochwandern-
de Blick blieb jetzt
am Nacken des
Chauffeurs haften,
der schmächtig,
dünn, fast weiblich aus dem Kragen sah. Der Haarschnitt hinten
hatte sich verschoben — der Chauffeur trug eine Perücke.
Also doch! war ihr erster Gedanke, Sie halle sich immer
wieder ein Gefühl von Sicherheit aufschwatzen wollen — gegen
eine widerliche kleine leise Stimme, die zum Aufpassen riet.
Es ist schon so, daß diese widerliche kleine leise Stimme in
uns meistens recht hat.
Also doch!
Und dann blieb ihr fast das Herz stehen bei dem Gedanken,
sie hätte den Blick nicht an dem glänzenden Gegenstand hängen-
lassen, den Revolver nicht entdeckt.
Jetzt zum Beispiel würde es wahrscheinlich der Fall gewesen
sein — es war schon ziemlich dunkel, der Himmel tiefgrün.
Sie wog die ziemlich schwere Waffe in der Hand — —
Wenige Minuten später kam ein Haus in Sicht.
Bald sah man, daß es sich um ein ungewöhnlich großes, lang-
gestrecktes Gebäude handelte. Die Architektur war nicht zu er-
kennen. 1^8 war schon zu dunkel. Auch verschleierten dichte
Palmcngruppcn die Formen fast vollständig.
Der Chauffeur bremste ziemlich hart und hielt.
Man war vielleicht fünfhundert Meter von dem Gebäude
entfernt.
Der Chauffeur sprang ab und öffnete den Schlag.
,,Schükri ~ Pas;ha-i Haus', sagte er kurz. ,, Steigen Sic ab!"
,, Fahren wir nicht bis ganz hin?" fragte Dorrit,
Den Revolver hatte sie unauffällig unter der aufgestützten
rechten Hand,
Typen aus der Komparserie zu dem neuen Ulaton-Film „Der loeiße Teufel" nach der
Novelle „Hodschi Mural" von Leo Tolstoi Phot. Ufa
,, Überlassen Sie das mir", sagte der Chauffeur, ,, Jetzt kommen
Sie heraus! Nehmen Sie den Beutel ab, den Sie um den Hals
haben! Geben Sie ihn her — oder ich — "
Er griff in die Hüfttasche,
„Oder was?" fragte Dorrit. -
Und der Chauffeur sah seine eigene Waffe auf sich gerichtet.
Er war sehr blaß, er rang nach Worten.
„Ihre Stimme kommt mir so bekannt vor", fuhr Dorrit fort.
„Vielleicht nehmen Sie einmal die Perücke ab,"
Mit einem Ruck flogen Mütze, Perücke und Brille herunter,
Schwarzes, wuschliges Frauenhaar quoll hervor.
Dorrit nickte.
,,Dns habe ich mir gedacht. Was wollen Sie eigentlich, Madame
Jancovics? Ein Raubübei .'all mit Revolver — lUyrien muß ganz
nahe bei Texas liegen. Können Sie auch so von der Hüfte weg
schießen wie Bück Duane oder der blutige Fred? Himmel, was
ist das für eine Kolportageatmosphäre in diesem Land!"
Ranka lachte spöttisch auf,
„Sic sind eine eingebildete Gans. Weil ich dumm genug war,
Sie für eine Stubenhockerin zu halten, für ein Büromädchen ohne
Ahnung der hiesi-
gen Verhältnisse,
haben Sie zweima'
Glück gehabt. Und
jetzt blasen Sie sich
auf wie ein Frosch.
Wenn sie eine
Ahnung hätten, Sie
blöde — — "
,, Lassen Sie Ihr
Gekeif!" unterbrach
Dorrit, aber sie
lachte dabei. ,,Die
Einbildung dürfte
wirklich nicht auf
meiner Seite sein.
Ich begreife nicht,
wie sich Ihresglei-
chen vorstellen kann,
einer Mitteleuropäe-
rin von heute über-
legen zu sein! .Titta,
das kleine Stuben-
mädchen' oder ,Ein
Finger in der Nase,
der andere am
Pistolendrücker'. Sic
kommen hundert-
fünfzig Jahre zu
spät, meine Liebe."
Die blonde und
die schwarze Frau
standen einander gegenüber.
Wie in einem amerikanischen Film, dachte Dorrit.
, Alberne Pute", sagte Ranka. „Das nächste Mal werde ich — "
,, Haben Sie sich den niedlichen Schnurrbart eigentlich angeklebt
oder ist der Natur?" fragte Dorrit sanft.
Ranka riß das Stückchen Bariwolle, das sie vor der Feindin
lächerlich machte, mit einem Schimpfwort herunter,
,,Ich habe jetzt genug von Ihnen", sagte Dorrit verächtlich,
,, Verschwinden Sie — da hinunter! Ich fahre morgen allein
weiter. In Kotorakek werde ich dafür sorgen, daß das Auto
seinem wirklichen Besitzer zurückgegeben wird. Er heißt, soviel
ich weiß, Danilo Pasic oder so ähnlich. Damit es aber Ihnen
nicht etwa einfällt, mir morgen irgendwo aufzulauern — ich werde
mir Polizeideckung verschaffen. Gute Nacht, Madame oder Mon-
sieur! Vergessen Sie nicht, Ihren Schnurrbart mitzunehmen!"
,,Was wollen Sie jetzt tun?" fragte Ranka unbewegt.
,,Ich fahre hinauf zum Hause Schükri-Paschas. Und Sic
machen kehrt und gehen zurück."
Ranka zerbiß ein Lächeln,
Gott allein wußte, ob vor Wut oder vor Hohn,
Sie drehte sich um und ging langsam den Weg zurück, den sie
heraufgefahren waren.
Eine Weile sah ihr Dorrit nach.
Dann setzte sie sich an das Steuer des Wagens,
Autofahren konnte sie. Mit dem Zweisitzer Käte Oestvigs ging
sie viel besser um als die Besitzerin selbst.
Das Auto schnaufte und sprang vorwärts. Fortsetzung folgt
Ff^ACEN
die uns errefchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „Film-Magazin", Berlin SW 68, ZimmerstraOe 35-41
Scheriverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden niolit beantwortet. Bei Munn-
skriptangeU'frenlieiten bitten wir folKeudes zu beacliten: Jeder Anfrage i.-t
Riiekportu heizufüKen. .lede EinseiidniiK eines Maiin:<kript» zur I'riifnnK
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2—3 JSchreibniaseliinensciten
sind zur Eiiisemlnii!; an die Filmindustrie, Regisseure usw. geeignet. Für
Verlust der eingesaiulten M.muskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Dnrelisehläge senden, von
liandgeseliriebeneu Sendungen ( leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
•
E I r e t e i il Pf.: Der Star-Film ..(iesclilecht in Fesseln" ist im
Ef:i-Alelier und in der Umgebung von Berlin gedreht worden. — Elizza
l.t I'orta hat unseres Wissens schwarzes Haar. — ..Triumph des Kebens"
ist noch nicht nr.iufgeführt.
.\ n t 0 n O., K e i c h h o I z -
h e i m : Es ist leicht möglich,
(lali vor mehr als zehn Jahren
dieser Roman schon einmal ver-
filmt worden ist. Heute werdi-n
solche Stoffe nicht mehr zur Vcr-
filmnng herangezogen. Wir glau-
ben kaum. daU Sie lilück damit
haben wenlen.
I., e o II h a r d Sc h.. W ii r -
seien: -Sie haben recht, Greta
(iarbo ist wieder nach l'nlver-
City, Kalifornien. gereist, ohne
vorher in Uentschland gewesen zu
sein. Sie können die Künstlerin
aber trolzilem um ein .Autogramm
bitten. Fügen Sie Ihrem Brief
eine Bihlkarte und einen inter-
nationalen I'ostschein bei. ..Der
Krieg im Dunkel" ist in Berlin
schon uranfgi'führt worden. —
Sclbstverstiimllicli ist der Weg
über die Sprechbühne zum Film
ein wenig leichter. .Aber ob Sie
dadurch ein erfolgreicher Filmsiar
werden, kann liiemand vorher
wissen. Die .Aussichten sind jeilen-
falls gering. — Durch die Ufa-
Werbefilme. Berlin SW l!l, Krau-
senstraüe :i8-3!), haben Sie viel
Vorteile. Sie kann Ihnen zum
Beispiel schöne Filmaufnahmen
von llocbzeitsfeierliehkciten, Ver-
einsausflügen. Einweihungen usw.
drehen. — Durch den betreffemlen
Verlag erhalten .Sie interessante
Film-Bücher.
F i I m f r e u n il W i 1 I y a u s
II a m bürg: Lya .Mara, l.iliaii
Harvey uml Jenny Jngo geben
Autogramme. Wir empfehlen,
höchstens 1 — 2 Karten auf einmal
zu senden.
Elsa V u m R h ein: Otto
(iebübr wohnt Iterlin W :ü, Kur-
fürsteustraUe 118. Seine Sommer-
ferien verlebt er meist in Jliddensee.
.\l u c k e 1 AV. a u s D r e s d c n :
(irit lluid wohnt Berlin-llalensce.
Westfälische StraUe :M, Maria
Mindzenti Berlin W l.'i, Duisburger
StraUe 17, Fred Louis I.crcli Ber-
lin W, Rcgensburger StraUe II,
Rina de I^iguoro Rou\, A'iu
Crcscentzio la, Charlie Chaplin
Bc\erly-Hills, Hollywood. Kali-
fornien. Richard Dix ist durch
die l'aramount, {r401, Marathon
Street, Hollywood, Kai., Charles
Rogers durch die Mctro-tioldwyn-
Mayer, Culver-City, Kalifornien,
zu erreicbeii.
H. H. Seh., (! u s t r o w : AVenn Sie Filnioperatenr werden wollen,
Bo ist es am zweckmäUigsten. sich unmittelbar .-in den Klub der Kamera-
leute, Bln. -Steglitz, Feuerb.-ichstraUc 21, zu wenden. Dort erf:iliren Sie
alles Nähere. WuiischgemäU gehen wir Ihnen aber noch die Adressen
einiger bek:iunter (»per.iteure an: Friedet Behn-(!ruml, Bln. -Wilmersdorf,
HildegardsIraUe !t, Kurt Conr.iut. Blu.-W'ilmersdorf, Xantener Stratle 2.1,
Karl Freund. Berlin W l.'), Aleincckestralic 2», Heinrich Gärtner, Berlin-
Wilmersdorf, Babelsberger Slr:iUe &ll.
F r e i i n M a r i a ^ I. n i s e v. B.. M ü n e heu: Iwan Petrovieh hat
einen Sekretär. Die Vilhi in der Forkenbeckstratie hat er nur gemietet.
Seine Aulom.-irke kennen wir nicht. Ihr Bildwunsch ist vorgenn-rkt. Der
Film „Die drei Leidenscbiiflen " ist v(n- ein bis zwei Jahren in Nizza ge-
dreht worden. Ihre lirüUe h.ibcn wir bestellt.
Bobby, Magdeburg: Jenny Jngo wohut Berlin AV, Kaiser-
d:imm 2», Fred Döderlein Berlin-Wilmersdorf, B:ibelsberger Str. 50. Egon
V(m Jord.in Berlin W l.'i, I-ietzeiibnrger Str. 27, Andre .\lattoni Berlin \\ .
Marbnrger Str. :i, AVilly Forst Berliji-Schöueberg. AVarlbnrgslr. .^2.
.Anneliese Seh.. M :i g d e b u r g : Iwan Petrovieh ist uuverhei-
r.ltet. „Die Frau im .Mond" ist ferliggestellt. aber noch nicht vorfiih-
rungsbereit. — Hans Sliiwe wohnt Berlin-H.ilensee, P;iulsborner Str. 9,
Igo Sym Berlin A\', Kurfiirstondamm 40-41.
R u <1 o I f W., (i ö r 1 i t z : Fern Andra weilt in
Bohnen in New A'mk. Lotte Neiim.'inus .Adresse
Tauentzienstr. 14. Grit H.iid uohiit lierliii-ll.ilensce,
K;irl Beckers.'ichs. Fern .Aiidr:i und Lotte Xenni.inn
nml zu. .Micli:iel Bohnen ist für mehrere Tonfilmi- \
G n s t 1 s F r e n n d : Ihre Blldwüiische siiul mh
Holl.iwood. Alichacl
ist Bi'rlin W 50,
Wcstfälisclie Str. M.
filmen nur noch ;ib
•rpflichti'i worden,
gemerkt.
H :i b d .1 n k : .Marianne Winkelsti-rn wohnt Berlin W, UliLiiidstr. 16:1.
Hild.i Bosch Berlin NW i:i. Agricolastr. i:t. Lee l'arry Berlin W, Kur-
fürsteml.iiiiui l!t.'>. .\nii.i .Ma> Woiig ist dincli il.is New Th<';itre. London,
St. .\l;irtiiis Laue, zu erreichen. Bell.t l'olini wohnt Berlin-Chrn Intlenbnrg.
Bleiblreustr. .">.'>. Sie spielte u. a. in ,, Dürfen wir schweigen?"
.Antworten sich einni.il etw.is \ erzögern, so bitten wir. nicht zu
daU wir täglich über 100 Briefe erhalten, die alli- ..niögliclist r:iscli und
ausführlich" beantwortet werden wollen.
Eric h B.. H ji 1 I
Wenn ilie
vergi'>sen.
Mariettii
RITA JAHN
spielt im Ufa-Film „Die wunderbare Lüge der Nina Pelrowna" phot. Ufa
Miliner ist Kmle J\ini an einem
Lungcnleiden in Baden bei Wien
gestorben. — Die heiilen Carlo
Aldini - Hom - Filme ..D.is ver-
schwnnilein- Testament" nml ..Das
Panzerauto'' werden von der
Derussa herausgebracbf. — Bri-
gitte Helm und Lotte l.orring fil-
men augenlilicklich in Berlin, die
beiden andern Künsllerinin>n sind
unseres Wissens zur /.eil im Aus-
land. — Hoot Gilison und Tom
Tyler sinil durch die liiiversal,
Universal-Cit\ . Kalifornien. Ken
Maynanl durch die First National.
Burbank-llidlywood. K:il., zn er-
reichen. Sie geben .\ntogramme.
Schreiben Sie ruhig deutsch an
sie. — Freil S(dm-Rob,Tt C:istle
ist durch <lie Paramonnl, .'>4öT,
Marathon-Strect. ILdlywooil. Kali-
fornien. IT.. S.A.. erreichb;ir. Es ist
gleichgültig, mit welchem Namen
Sie adressieren, ebenso bi'i Imo-
gene Robertson alias M.ir.\ N'olan.
L i I i a n H a r v c y - A' e r e h r e r
.ins We i U e n R e e : Nein, I.ilian
Harvey ist nicht mit Willy Fritscli
verlobt. Aber sie siml sehr be-
freundet. — Heimy Porten ist mit
Dr. von Kauffmann \ crbcirali-t.
Sie hat keim> Kiinler. Gibt .Anto-
gramnie, ist eine grolic Blnme>i-
uml Tierfreundin. — Harry Liedtke
wohnt Bln.-(irnnc«al»l. Bismarck-
allee IG, uml ist mit Dr. Christa
Tordy vermählt.
K d i e B o n d i n g a u s IL: iiie
haben recht, Paul Heidemann bat
noch immer seine A'illa in Berlin-
Wannsee, Köuigswcg iwb. Er
wurde in Köln geboren, ist ver-
heiratet uml filmt schon s<'it
vielen Jahren. — Wenn Sie ein
Filmmannskript schreiben wollen,
so müssen Sie zunächst ein so-
genanntes Expose anfertigen, das
in kurzen, klaren Ziigen den Gang
iler Handlung erzählt und aller-
höcbbtens 4 Schrcibmaschinenseiten
lang sein darf. Mit dem Aus-
arbeiten des Drehbuchs werden
nur Fachleute beauftragt. Ein
Buch über das ,, Filmmanuskript"
erhalten Sie durch den .Max
Mattisson-Verlag, Berlin SW 6,S,
ICilterstralJe 71. — Clara Bow hat
:im 8. August Geburtstag, ist ledig
und ilurch die Paramount, 0451,
.Marathon Street, Hollywooil, Kali-
fornien, zu erreichen.
Leny P., Cleve: Imre Raday filmt fleiUig. Er wohnt Berlin AV,
(ieisbergsir. 21, Pensimi Nürnberger Pl;itz, und ist ledig. Sein letzter
Film war .,Ein kleiner A'orschiiU .inf die Seligkeit" mit Diu.« Grall.i. —
Franz Lederer ist wieder gi'siind nml filmt. Er ist unverlieir.itet. .Mona
M:iris lebt in ll.illy woimI, K.ilir<niiien. USA. AVenn Sie Autograi.\me von
Filmstars haben möchten, so müssen Sie die jeweilige Bildk.irte an den b<-
Ireffeinlen Kinistler einsenden und adressiertes, frankiertes Rnckkuverl
beifügen. Ulv Bontry wohnt Berlin-Cb.irlotti-nburg, (Sroinntnstr. t>8.
M. W.. B (• r 1 i u : Einen Filmsch.iuspieler Wcrry Werk kennen wir
nicht. Bck.-innt ist nur W:irwick AV;ii(l.
Ellv P. aus Buch: Den Ralph Flamingo in ...Alanege" spielte
Eriu'st xan Düren. Er gibt .Anlogr.tmine, ist unvcrheir.-itet. \'an Düren
ist vor allem Tänzer uml befindet sich gröUtenteils auf (i.islspiclreisen.
H e i d c b I u in e , Lüneburg: Ihr »ildw iiiisch ist vorgemerkt.
Holla, Breslau: Schreibfaul sind Sie wirklich nicht! Acht
Briefe in ganz kurzer Zeit, das lätlt sieh hören! Schütten Sie uns nur
immer weiter Ihr ;insclieinen(l übervolles Herz ans! Selbstverständlich.
Ramcui Novarro liest d.is ..Filiiim.igaziii". Er ist mittelgroU. Die Riviera
h.'it er längst verlassen. AVir nehmen .-in, dall er schini wieder in den
Filmateliers von Hollywood steht und sieh von den dortigen .lupiter- und
Qucckailberlampen bescheinen lälit.
(■ ;i r i n n H., W I o s I) a d c n : Fficliiig. die tiolii-ffcnilf Darstpllcrin
lic'iUt (Jwcii l,co. — (jrola (iailii) ist nicht mit Nils Asllii-r verlobt. —
...laliniiarkt des Lobciis" mit (iuslav l'rölilicli und \'cia Sclniiillorliiw
\N iirilr vor iin^rfälir zwei .laiircn j;t'ilrrlit. Wir ncliiiicii an, ilal! .sich alle
Filmstars iibcr (icInirtstaKSK'liirkwiinschc Irenen. Ob sie aber ilarauf ant-
worten, ist .-ehr fr.islich.
I. n (1 w i >f S e h.. .\ 1 1 e n s t e i ii : Anilere Stars sind nicht .si-hleehler.
aber man lielicinimt mmi ihnen > iel .schwerer .Material. .Maria I'amller.
Mad.v ('hrislian.s nnd Harry I'iel wariMi bereits mehrlach im ..Kilni-
.Mafi'.izin" ilurch .\rtiUel und lühler \erlri'ti'n nml wcTden anch in Zn-
knnl't wieder ersclieinen. — Mady Christians liat am 1!l. .I.innar (lehnrts-
la;;. M.iria l'ainller «nrde am :.'(>. .luni HC'hnren. Hin- näehslen Filme
heiUen ..l'as Iet/.t4' Fort" nnd ..l»ie t'idele llerreniiartie'.
(! e (I r h: e l> n r y e a - V e r e li r e r i n F r i e d e I II., 1 s «• r 1 o li n :
(ieorge Diiryea nnd l.ina Hasiinette sind ilurch die l'.D.C. de llille-Film.
.Si-w York (.'ity, U..S..\., zn erreichen. Sie können dentseli an .sie
sehreiben. Alle Filmstars fri hen .\nloi;r;imme. Dnryeas nächster Film
heiUl: ..l>ie .T:i-;d n:ich der Krhschaft". Der neneste F'ilm mit l.ina Ua.s-
ipiette lu'ilJt ..Varielcsterne". — llildkarteil Mm Filmurölien können sie
durch den Vi-rla«- Illustrierte Filmwoche, Herlin S\V (18. Ko<hstralJe f.-s.
beziehen. — Nein, es kiunmen nicht alle amerikanischen Filme nach
Deutschland nnd .ille tieutschen Filme nach .\merika. aber sehr viele.
I, i e s e 1 St.. Köln: Harry
I.iedtke träst seinen riclitisi'n
Namen. Kr ist wieder H:esnnd
nml wird schon iu .•illcrnach-
.sler /eil wieilcr filmi-n. Seine
erste (iailin war Schauspielerin
nml lebt noch. Sclhsl\ ersl.iml-
lich. Medtke nnlerschri'ibl die
.Vulosraninie alle selbst. .Mle
Ulumeli sind seine l.ieblint;s-
bhimen. Kr besitzt l'lerd und
.\nlo. .\nt' wclclu'u N.imen sein
edles l!oU börl und wie die
Farbe seines WaKi'Os ist. wis-
sen »ir tals-icblich selbst nicht.
,\ber Ihre (iruUe haben wir
dem Künstler ausucrichlcl, und
Mire liilil« mische sind \ or-
yremerkl.
H e r m a n n H., 15 e r I i n :
Die Holle der Helrats\ crmilt-
leriii in ..Das niirrisehe (ilnck"
wurde von Irene Kraus dar-
Kcstclll. Die Künstlerin ist
durch die Aafa. Herlin SW -IS.
Frii'dricbstr. 22:\. zu erreichen.
I'ritz Kamiieis hal am 11. .lull
Cebnrtstaf;:. Ihn- Angaben stim-
men. Wir bewundern aufriihti;;
Ihre Keimtnisse. — .Vlle Filni-
(jrölicn K>''»'i' Aulügramme.
H o her! S.. 15 a il e u -
JS a d e n : Noten aus dir
..l'nj;arisclien |{h;i,iisodie" f;i'''
es nicht. V(Mi eim-r Schall-
plalte ist nus ebeul'alls nichts
bid^anut. Das betrelYende Kild
stellt den I'.iramount-St.ir Mary
lirian dar. Der neueste FIItu
mit .\uny Ondra lieiül ..Siin-
din' nnd siill". — l.ilian Har-
% cy ist lediK. Das waren nur
üeriichte. — Der l.ya .Mara-
Film ...Mein Herz ist eine ,laz/.-
baml" wurde s(him vor einiger
Zeit nraufKcfiihrt.
A. Ci r.. H i r s c h b 0 r {•■ :
Illustrierte Hesehreihunf;en von
ilen •lenannten Filmen werden
Sie si(dnT noch durch den
IllnsIrierten Filmknrier, Merlin
\\ !1, Köthener Stralie :17. er-
ballen. — Kiuc Mar-(d llol-.i
ist lins als Filnularslellcrin
niehl bekanl. — \ .-ra .Mali-
nowsUaja weilt in lierlin nnd
wohnl W'ilmersdorr. Kaiser-
alliM' :.'07. Ihre iHoieslen Filnw
,,\\'alerloo' und ..Der ,.Zi-
f;euner|irimas".
K r i <■ h H.. K a r I s b a d .
Verbindliehslen Dank fiir Ihre
li(djens«iirdi);cn Karlennrülje!
A I r r e d X., H e M i n :
(ieoTfila Kind «ohiit llerliu-
Hali'iisee, .\lhrei ht-Achillcs-
StraUe :., Daisy d'Ora INdsdam,
MoltkestraUe 21. Ha Meerv
lierlin-\\ilmersdori'. DnisbiirKer
Stralie 17. — .lean .Mural be-
lindet sich zur Zeil In Paris.
Kurt 1'., Herlin: ll.-irrv Kiedlkes r.irlnerinnon in der ,.Zlrkiis-
liriiizessin' waren Hilda Kosch nnd .Marianne Winkelstern (die Tänzerin).
K H.. H :( m b n r K : -M .7olson ist durch die \\anier Hrolhers-Stndios.
.W)2, Snn.set Uonlevard, Hidlywood. K.ilitoruien. F. S. A.. zn errei(lieii. Kr
siirichl auch etwas ileiitseh. Wenn Sie zum Film wollen, so ralen wir
Hinen, Ihre Thotos unmittelbar :in die FilmKesellseli.afleii zn .senden. Nein,
.sie w. Indern nicht iu den l'ainerkorb, soiulern werden Ranz objekliv nml
racbiminniscb Kf'IH'iift.
Franz I. e d e r e r - Y c r e b r e r i n Klly: Ihre Orliße nnd unten
W iiiische haben wir Fr:tnz l.ederer beslellt.
Waller M.. Breslau: Die Hanidrollen in ..Wie heii.ile ich
moinen Chef? • spielten Dina (iralla. Harry H:iliu nnd Helene Hallier. -
Wir Haben die betreffenden Kunstler an die Antonr.imme erinnert, (iril
v'xv- V-""""- "'"•""■'''''""■,'■• ^Veslläliscbe Stralie ;H, Hilde Maroff Herlin
NW «1. .A|;ncul:istraUe l.'illl.
K o II a I d C 0 I m a n - V e r e h r e r i n . K a r I s r n li o : Pen Haiipt-
niaiiii Kamon in den ..Verschwörern' s|.ielle I'anI Kiicas. — Hon.ild C(d-
maii h.il am !). November. Vilma Kanky am it. .laniiar i;elMHlsla-.
Werner lucllcici- l'arlncrln in ..Die Flucht iler Delia" ist .Mareella \lhaiii
— Ks stimml lei.lcr. die jimse. taleiitvulle .Mariella Milliier ist kürzlieh
in Hadeii bei Wien an KuiiKonbliiten Keslorben. jlir letzter Film war
..Adieii. .Maseotle".
F r i I z S.. C h e in n i t z : Der llanpldarsleller von ..Sonja" w.ir
aiine Calelain. Der Kiinsller ist Franzose, lebt in Paris und heendelo
kürzlieh dort einen Film ..Nächste eines rriiizen'. Der Harry riel-Film
heiOt ,.Fnus. der Wck in die Well".
.1
F.. 1'.. A I I I) n .1 : Sie dürfen uns ruhif? j;laiiben: der Lissy .\rna-
S\enska-Film ..'rriiimph des Herzens" kommt l.ilsäeblieli unter dem Titel
..Schiieesinnu ' .in die OefVcutlichkeit. auch wenn Sie dies ..koiniseh"
timlen nml Ihr Stammkimdiesitzer nichts davon wi'ili. Die Filinf;esell-
schaftcn nehmen minilich liiinfi!;' Tileländcruni;en vor. zum Heispiel wurde
der Klll;in H.ir\ ey-FlIni ...\dieii .M.iscotlc- friihi'r als . Jlwlpli vom Jlonl-
p.ii ii.isse". der nächsle l.ili.in H.irvey-Film ..Wenn du einmal dein Herz
\ erschenkst''' als ..\a);abnml vom Aequator". der Anny Ondra-Film
..Siindi;; und siili" als ...liiu;;frau von l'aris ", der Kya de Pulli-Film
..Tlie Informer" .als ..Die N.iebt ii.ich dem Verrat" aiifiekündij;;!. und wir
kiiniitcn Ihnen noch eine Hcihe anderer Filme mit Titeläiideriin^en :iuf-
zählcu. — Ks ist möglich, dali \\illielni Dieterle als Offizier im Felde
Kcuesen ist.
Irene S.. C ö r I i t z : Dr. Cieor^ .\s:i^arotf wohnt Herlin-Schöne-
bern'. Iniisbrueker .stralie II.
If II d i W.. .1 e n a : Harry Piel wurde am 12. .Tuli in Düsseldorf
;;eboren. ist mit l>;iry Holm verheiratet nnd K'bt .\utoj;Tanime. Seine
Wohiinn-^ hat er in IJerliu-Scböncber;;-. .\ni Park 12. Piel IrÜKl einen
Künstlernamen. Seinen richtiKeu .N:inien will er nicht vi-röffentlicht haben.
SelbsU erständlich. i'r ist auch ein •^TnÜrr Kinderfreniid. Harry Piel
.irlieilet für d.is Deutsche Kiclitspiel-Syndik:it. Sein neuester Film heilit
...Männer ohne Hernf" (Di'r Herr aus Südamerika).
K a r 1 T.. S a g a n : Wenn
Sie ein Filinmaniiskript ge-
schrieben haben, so ist es am
zweckmäliinsteii, Sie senden i's
nnmittclb.ir an die dramalur-
Kisehen .\liteilun';;eii der Film-
Kesellsclwiften wie Fla. Herlin
S\V CiH, Kochstraße il-h. National-
Wariier, Herlin S\V 4», Fried-
richstralie 10, Terra. Herlin
SW (18. Küchslralie 7.1, llem'-
wahl. Herlin .sW 4,s. Friedrich-
stralie 250. Für ein Film-
manuskript werden — je nach
tjiialität und dem Huf des
-Autors — iu Deutschland llHKl
bis 11)0(10 .Mark ncabll. in
.\merika im Durchschnitl be-
dcnteml mehr.
T r a v u s . J, e i ji z i s : Am
besten. .Sie wenden sich un-
mittelbar an die Ffa. Herlin
SW d«. Kochstr.iUe (l-H. — .sie
können es ruhitt waKem .lack
Tie\or und seine (iatlin, ob-
wohl sie keine Scl'.aiispiclerin
ist, um ein Auto;;ranini zu bit-
leii. W ir b.-iben Ivan Petrovich
an das fälli;;p .\utiit;ramm er-
innert, empfehlen aber, noch
eiiim.il selbst an ihn- zu s( brei-
ben. — Die neuesten Filme mit
.lack Trevor sind ..Clinni-
pagner" nml ..Hriefe einer Un-
bekannlen".
If o t e K o s e n : Kieh.-ird
Tauber ist f;-esiind und munter
wieder in Herlin .innekommen.
Kr hatte lielcnkrhcumatismiis
gehabt wie ilamals llenny Por-
ten nnil ist nach 2'j .Monaten
Kiir in Pystian fjebeilt. .\bcr
nein. T.iiiber ist nicht mit
llenny Porten \ erheiratet. Di-r
Kiinsller ^Ibt .\nto;;ramme und
ist sellistrcilcnd auch ein };rolier
Freund \ mi Hlumeii. Kr fährt
jetzt zn den Keliär- Festspielen
nach Holland, wo er wieder
seinen ..lioetbe" in ,.Fried<>-
rlke" sln;;cn wird. Danach wird
ei in mehreren Tonfilmen
w irken.
.M a d y Christians-
.S c h w ä r in e r i n V i e k y :
.M.iily Christians wurde am
l!i. .laiinar in Wien K<'boreii.
In ihrem kommemlen N.itional-
>\;irner-Fllm ..Jleliie Schwe-
ster und ich" spielt sie keine
Doppc'lrolle. Dire Partnerin ist
J'ill.i (i.irdeii. Ihre Hildw iiiisehe
sind vorKemerkl.
II e d w i «• H.. y\ a -d e-
b u r K : Ks stimml leider. Har-
bara la Mar ist \ or uiif^efähr
zwei .laliren gestorben, l.iipe
\elex filmte ii. a. schon als P.-irt-
llerin von Douglas Fairbanks im
..Cianelio". Sie ist aber erst in
letzter Zeit populär (geworden.
I I o H., H e r I i n : (Jöst.i Kkni;in wohnt Stockholm. Hjorlhosväsen, und
ist verheiratet. Kr wurde in .Schweden j;el'>'ren. ^i''' .\nlof;r;iinine. — D;is
.M.inuskript zn dem Film ..Die drei Kiiekiieksuliren" wurde von ISobert
l.iebm:inn iniidi dem Kb'iehn.-iinif;eii Ifoni.in von Ci. Miilileii-.Sehiillo ^c-
selirieben.
E r w i n F.. H e r I i n : Uieh.ird Dix ist durch die P.ir.iinonnt. 5I,')I.
Mar;ilhon-Streel. Hollywood. Kai.. F. ,S. A.. Ken .M.i.\ n.ird durch die First
Naiion.il. Hnrb.ink-Holly w ood. Ka!.. lloot Cibson durch die Fnivers:il,
Fnivers:il-City. K.ilifornien. (JeorK'es O'Hrien durch W.irner Hrolhers.
r>812, .Snnsel Honlevard. Hidlywood. K.-iliforinen, F. S. A.. Eddie Polo
durch Polo-Film. Herlin .SW 48. Fricdrichstraße 247, zu erreichen. Alle
Künstler gidn-ii .Vulofir.imme.
K. (i. .M. (I.: .M.idy Chrlsti.ins wurde von Friedrich Zelnik für den Film
entdeekl. Ihr erster Film hieli ..Die Krone \ cm Kerkyr.t". Die Küiisllerin
war .aber vorher schon unter lieiiih.irdl beim The.iler. .sie liebt .alle
Hliimen. Ist un^c'fähr so all. wie Sie Kcsehälzl h.iben. Jlady Christi.iiis
kennt unseres Wissens mindestens (lanz Eiirop.i nnd Nord;imerik.'i. Norcl-
:ifrik:i. — Wenn Sie die im .Vuslande wohneuden Filmsl:irs um .\iilo-
Kr.imme bitlen wollen, so müssen .Sie einen internationalen Postscliein
beifiijren und die jeweilige Hildk.arte einlegen. — Vrrbiiulliehslvii Dank
für Ihre litdiensw iirdi);:en. anerkennenden SVorte!
E I i s .1 b e t h F.. H ü I z o w : Ernst Verelies befindel sich jetzt in Her-
lin. Die N.imeii Verehes und Petrovich werden auf der ersten Silbe betont.
.1 e n n y .1 n s o - V e r e h r e r i n n e ii , K r e f e I d : .leiiny .IiiKO
wcdint Herlin AV. K:iiseril:imin 2!l, liest alle Hriefe selbst und ^ibt .Aiilo-
Kramme. .sie wird ancli Ilireii Wniiseh crfiillen.
liii^fxwim\i<»'mse<i^ji^iS:i^säs/it-<mt^miassA^ '
Enrico B e n f e r
in dem Ufafilm „Flucht vor der Liebe"
(' o I p I t 0 H r !■ < t I - V 0 r p h r p r i n Dolly T.. H p r I i u : Dip
Ictztpii KiliMu von CoJpltp Urplll warpii; ..W'.is piiio Fr.tii im Frübliiii;
Iriiiiinl" 1111(1 ..Der iiiotlfriip (■:i.-;iiit)\ .r". Dip Kiiii.-llpiiii «oliiil Hprliii W,
SiiclisiM-lip Sir. 1, i^<l mit Erii>l Wiii.ir vcTlipinilPl iiml ^ibt Aiito-?r:immP.
Sip ist .-iiipIi im l.pbpii piii s.vm|p.itliiMlipr -Mpum'Ii.
\V ;i I t p r (i.. K r a II k r II r I - .\l a i n : -Mary .loliiisoii ist aiifCPiililick-
HpIi iilrlit in Uprliii. Ilir Namp ist „ppbf. l'plipr jlairy l'ipl limlpii Sip
ilip Naphiiplit an aiulprpr SipIIp dipspr Xumiiipr. — Källip Uoispli «dIiiiI
Hprliii-l.iilitPircItlp. J>iaki'S(r. M. iiml liat am ill. I)p/.piiilipr (iplnirlstaK-
l.ieii Dpvprs int iliirpli ilip l>piitsplip riiivpisal. Ui-iliii \V s. Maiipislr. ,si.
y.ii Piipiplipii. Sip ist liollämlri'iii iiiiil \\ iinlp in Ainsicidani ;;pli<npn.
Sicfifripil .Arinis Wc.liiiniifj lu>riinli'l sipli in Hcrlin W, Z.iiiriii;;pr Sir. .">.
M.'ii'Kiil W.'illpr wiilinl liprlin ^V. Kiii'l'iii'stpnil.iinin II iiiiil li.il am I. l)i;lii-
liiT (Ji'liiirt.stajr. Kätlip Pnispli. l.ipii Dpvpis. .siic-^fiicil .\rno iitiil JlaiKMl
Wallpr tr.i(;pii ilirp ripliliftPii XaiiiPii.
F; 1 f r i p il B.. (' li p in ii i t z : (»wpii (ioriii ist iinsPrp.< Wissen.»! noch
in .\mpi'ik:i. — Olaf Fjonl ist .Niirwpjcpr. wurde in Oslo jjp'oh'pii. Spin
iipiipstpr Kilm lipißt ..Erotik". Si-iiip Kprliner .Xdri'ssp i«l Wiliiiprsdiirf.
.Xantpiipr Str.-iUi- 1«. — Korotlipa \ViPi-k ist in MiincliPii lipi dPr Sprppli-
liiilnip. Wl.idimir (i.iidarow hat kpiiip Kindpr. Kr sit*' AnloKr.immp.
U n I I o . >l a r fj " : •'^''' hplästi^pn
uns mit Ihrpii Kragen ganz iiinl uiir
iiiplit. — l>pr llrPtii (Jarlio-Filin ..Wilde
Orphidppn" ist noch nicht in Merlin iir-
aiifKcfiihrt. — Wir werden Wilhelm
l>iptprlp nn das fällifrp .\Mt())iramm cr-
iiinprn. — Ks slimint. ilip heUaiinle l'iliii-
di\a ist mit dem lielretYendpn Kiiiisller
seit kurzer Zeit \ erheiratet.
r 1 I y H.. N e n k ö I I II : AV.'rner
Fnctterer widitit Hcrliii-Stej>:litz. Klcist-
stralip °J7, lind ist iin\ i'rlieiraict. F^oii
\ (m .Jordan hat seine Wdluiiin^' in Her-
liii W !.'>. I.ictzi-nliiirj,'cr SIr.iU.- 2',. und
ist phpnfalls IciUk. .lack TrcNor ist mit
piiier Knuhiiiilprin vermählt und wohnt
Herlin W, Beiidlprstralip !). .\Ilp Künst-
ler (jelipii .\nto;;raniine.
I' e t e r S p h.. K ii s 1 e n d i e I -
S c h i s e h k o w r. i : Itanion No\arro
niiil .lohn Cilherl sind diireli die Metro-
Ciddvvyn-StuiliDs. Ciih c>r-( 'ily. Kai.. Hoil
la Kocinie durch die First National. Unr-
li.inlv-llollywoo.l. K.ililoriiien. I'.ila Xe-ri
durch die l'.lstree-Sliidicis. llersfnnlsliire,
Knuhinil. zu erreielipii.
F i I m f r p II 11 d . K I h c r f e I d : Lei-
der köiiiipii wir Ihnen nur wciii<;; lieliill-
lieli sein. Denn die nenaiien .\dresscn
(Ip.s heriihiotcn Miistcrhosers (icnc
Tuiine.\, der riissisclieii 'räiizcriii Ann.i
Pawlowna und des .imcrikanisehen Mil-
lionärs Wood sind uns nicht hckannt. —
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hcslen durch ilip Fnilpd .\rlists. TJnii.
Santa .\lonic.i-Hoiile\ard. Holl.s« I.
Kalifornien. F. S.A.. (ins Schlesiii;;ers
Adresse ist Wariipr-Xational, Herlin
S\V 4X. FripdrichsIr.ilJp 10.
K r vv i II U.. Herlin: P.inl Wep:ener
licfindct sich noch immer .iiif einer (iast-
spieltoiiriic durch Sjidamcrika. Kr ;;ilit
.Autogramme. Seine sländi^i" Hcrliiier
Ailressp ist Herlin W .l.'i. Am Karlsbad :'.
Herbert F.. .\ n k 1 a in i ii i' o in -
ni e r n : Wir nennen lliiicii liiermit
w iinscIiKemäM pini-;«' .\drpsspn von Filni-
HPspllscIialtpii: l'fa, Herlin SW IW. Kocli-
stralii' il-.t. N'.itioiial, Herlin SW l.s,
Fried richstratip 10. Hegewald. Herlin
SW IK. FriedrichsIralJe i','>0. Terra. Her-
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Fiiivi-rsal. Herlin W M. MaiicrsIralJe m'.
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kannt. .S|i;itpr foluleii: ...Alraune", ...\in lf:inde der Welt". ..I>ie Liehe der
.le.inne Xey". ..Sk;ind.il in Hadcn-H.iden", ...Miwpkp". ..(;<dd - (ipld - tipid ■.
..Ihp wnnderharp l.iij;(' der Nin.i I'ctrowiia". Ihre nächsteu Filme sind
...M.iiiolescii • und ..Sklaven der l,eideiisph:ift''. Hrijiitte TIelin ist .•lucli im
l.idien symp.illiiscn iiiid liehcuswiirdi';'. .Sie {■'''• .\ulofrr.iminP.
I( i o d e 1 O ro : Die f;eu.iue HesPtziiii;;' von di'm };<'n.iniitpn Film ist
noch nicht hckaiiiil. Kolaiid Drew lelit in lloll,\\\ood ( K.'ilil'oriiieii) iiiid
isl ein liek.uiulcr l):ustell|.r. Eine Hildk.irlc \oii dem Künstler werden Sii.
sicher durch eleu \'erl.i^- ..Illiislrierle Filniwo;-he ", Hi^ilin SW GS, Koch-
sir.iUe li-s, erhallen.
tSKftaKfßf/sfiiime&i
i
\Y alter M.. H r a ii n s p li w p i ^ : Rirliaril Talmadge vvobnt in
Hp\ prIy-Hills. Hollywood. Kaliforiiipii. V. S. A., und gibt Antogranime.
Ihr Hild«iinsch ist M»rt;pniprkt. — l>ip Adrpssp von .Alfrpd Torge ist
nicht bekannt.
f i I I y F e i n d t - \' e r e li r e r i n A. K., Berlin: Cilly Feintlt
ist l)(.itlsche. .Sie filmt nur sehr wenig, weil sie In der Il.iiiptsapbe
Toiiniiei reilcrin ist. Kiuer ihrer letzten Filme w.ir ..Der Fphlinarspliall"',
— - Vpr.i \'oroiiin.i >;ilil .Viilogramiiip.
E r II s t II.. W i I d h a d : l)pr Ilpimlnirg-Koinaii „Wip aiieli wir ver-
.icpbpii" ist bis jetzt iiocli nielil verfilmt worden.
(1 r e t a ti :i r h o - V p r p Ii r p r i n ,i n s Jl ii n p b p ii : tirpla (iarbo
ist durch dip .Mptro-Ciohlwyn-M.iypr-Stiiilios, ('nlvcr-City, Kalifornien,
F. .s. .\.. zu erreichen. Sie ist nielit mit .lohn (ülbert vprlipiratet. (.Ireta
(irirliü gibt .Xiilonr.-iniiiie. Ihr nächslcr Film bpilJt ,,W ildp Orehidppii" mit
l.pwis Sioiip und Nils .\stlipr :ils l'arlnpr.
X n r I. i p d t k e - I' c l r o v ich - V e r e h r e r i n Ann y .M.,
1> r p s d p n : Ix.in l'plrovicb wurde am ;il. Dpzpiiihpr In Bud;ippst ge-
hören, ist :iber heute seiliiselier Staats.-iiigphörigkpit. Er lipbt :ille Blumen.
Si-iii nächster Film Inilit ..Der lüiiislling von Schijuliriinn" mit Lil Da-
guvpr .-ils l'.irtneriii. — .M:iry l'arker filmt seit etwa fünf Jahren.
H i I I y ii., Basel: Spinlpu Sie un.s,
hiiip. iioeb jp piiip Hildkarte von Liane
llaiil und Willy Fritseh, damit wir
Ihnen dip .\iitograimno bpsorgen können.
— Kiiip l'nterschrift von ILnnon Xo-
\.irro konnten wir leider nicht vermit-
tilii. ila ilir Künstler während seine.s
Hcriiner Aufenthalts ganz inkoguilu
lelic.n wollte. Wir spiidpn IhiiPii die
Zciinngsaiisscbnilte auf Wunsch natür-
lich wieder zuriiek. — .Alle Filin.star.s
gehen .\iitograiiinip. Donglas Fair-
li.'inks und Har:ihl Llovd »olinpn in
Heverly-Hills. Hollywood", Kai., U.S.A.
Liane llaid hat ihre Widiniing in Berlin-
Westend, W iirltcMohergiscbe Straüe l.i.
Xeiiia Desni Herlin W, l'aiilsborncr
str.ilJe :l. I'anl Itiehtcr Berlin W.
'I aiicnlzienstralje 111. (ireta (iarlio ist
durch die .\lctro-t;oldwyu-Stiiilios. Cul-
M'r-City. K:il., I.ya lU- l'iitti tliirch die
l'.lstrce-siudios. Ilersfordshire. Kngland,
Dolores ilel Hio durch die Fnitcd-
Ailists. Tl'OD, S.inta Aloniea BoiiUn aril.
Hollywood. Kalifornien. F..S..\.. zu c'r-
rcichen. Wenn .Sie in piiipr wiiizigpii
Bolle im Film mitwirkpii inücbten, so
ist es am zweckmäßigsten, sieh nii-
millclhar mit diu Filingpsellsphaflen in
\ Crhiiidung zu setzen.
(i 11 s I ji V F r ii Ii I i c b - V e r e h r c -
rill Hoy: .\iidere Filme mit tiiistax
l'rcdilich alliier den mhi Ihnen aiif-
ge/ähltcn gibt es iiiclil. .Sie sehen :ilso.
\» ie gut iinterrichlet Sie sind. — Froli-
lichs l'.irtncriiinen in ...Angst" waren
l'^lga Hrink iiml \'ivian ('■ibson. in den
,.KIf 'reiit'elii ■ Lissy .\rna. Evelyn
llidt. lii dem Deriissa-Film ..Kcvollc
i'm ICrziebnngsheiiii' spidt (iiist.n
l"riililicli nicht mit. Welche Nnininer
sein .\iito trägt, eiilziebt sich niisi'rer
l\<'iiMtnis. — Fr.iiiz l.edercr li:it braune
.\iigeii und schwarze Haare.
(i e r t r II d D., Be r n : leher Hazel
Korh<.s, die hpi piiipr Sphünlipitskioi-
kiirrpiiz den ersten l'reis erhalten hat,
küniien wir Iliiien keine näheren .Vii-
g.ilien iiiai'hen, Sie wohnt in Beverlv-
llills. Hollywood. K.ilifornieii. F. S.A.
Will y 1... L ii b z : Agiles Ksterhazy
widint Herlin-W Cstend, K:iiserd:imm lo.
ist Fiigarin und mit dein Filmdireklur
S(d;al verheiratet.
.Sie li.ihen rcelil. in dem Film ..llcrzpii
l'.naiielli. Hatiii.i Jfalpli und Bcllj Bird
V .1 I p r i .1 E.. L n z p r ii
pllllc Ziel" spielte llrbeil Li\ i
Hieb die sp.uiisihc K iiiisllcriii Iniperio .Vrgeniin.i.
Ein l'oslen Filmiioslk.irlen. .\iilogr:iinme iiinl gelbe rilsleinbiicln-r
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lleitung A. Roseothal — Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oesterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien I, Domgasse 4. Verantwortlich für Anzeigen
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i
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Phjt. Via
C/laryy (L/ialiii spielt in ac»*J iieuen ^C/ijajiltn ff^fUenn au etnnial dem zTlcrz verscnenKsl
1
i
D I j: AS o c 11 ]: X s c II H I r i^ d j: h r i l m tue i x d l
Mrs, OSA JOHNSON
die Heldin des Expedtllonsfllms „Simba"
L
Alfred Allan und Bebe Daniela phvt. Paramjunt
Bebe Daniels, die in Hollywood wegen des Tonfilms
feiern muü. werden wir bei uns noch mehrfach be-
grüßen können, weil die in der vorigen Saison her-
gestellten Filme jetzt zur Aufführung gelangen. Bebe Da-
niels, die als Partnerin von Harold Lloyd begann, hat nach
einigen Ausflügen in die sentimentale Filmdramatik, wie in
„Monsieur Beaucair", wieder zu ihrem eigentlichen RoUen-
gcbiet, der Komödie, zurückgefunden. Wenn man von
Constance Talmadge absieht, die aber mehr für das Salon-
stück begabt ist, bleibt Bebe Daniels der einzige große weib-
liche Komiker des amerikanischen Filmes und würdige Nach-
folgerin von Mabel Normand, die ein privater Skandal un-
möglich machte. Bebe Daniels. Tochter eines Hochschul-
pädagogen, ging gegen den Willen ihrer Familie zum Film
und brauchte eine Anzahl von Jahren, um sich vollkommen
durchzusetzen. Erst verhältnismäßig spät wurde ihr paro-
distisches Talent erkannt, das sie zuerst in Ulkfilmen be-
weisen durfte. Die Amerikaner lieben eine Filmgattung,
die sich nur selten in deutsche Lichtspielhäuser verirrt und
dann in der Regel nicht erkannt wird, nämlich die Parodie
eines großen Filmerfolges. Douglas Fairbanks, dessen Ar-
beiten ja immer an jener gefährlichen Grenze herumturnen,
wo die Vorgänge von selbst aus dem Ernst zum komischen
Effekt werden, ist von jeher ein beliebtes Objekt der Paro-
die gewesen, weil seine ganze Art nur noch ein bißchen
verstärkt zu werden braucht, um plötzlich schallendes Ge-
lächter hervorzurufen. So parodierte Rod la Rocque den
,, Schwarzen Piraten" des großen Doug mit dem ,, Roten
Piraten", einem herrlichen Film, der in Berlin leider nur von
wenigen Zuschauern verstanden wurde, so parodierte Bebe
Daniels, neben anderen nie bei uns gezeigten Filmgrößen
Hollywoods, Fairbanks in ,,Senorita" und Valentine in
, .Tochter des Scheiks". Das ,, Mädel mit der Kamera" ist
eine Verulkung der amerikanischen Bildberichterstattung.
Laura la Plante kam uns in der vorigen Saison als Presse-
photographin, die auf der Jagd nach Sensationsbildern in
die komischsten Situationen gerät und dadurch ihre Kollegen
aus dem Felde zu schlagen weiß. Bebe Daniels ist die Be-
richterstalterin einer Filmwochenschau. Sie hat es sich in den
Kopf gesetzt, Vorfälle als erste zu photographieren, die
noch nie gezeigt wurden, und sie ist in der Wahl ihrer Mittel
nicht wählerisch. Der Zuschauer erhält im Rahmen einer
sehr wirklichen und mit Schnellzuggeschwindigkeit angekur-
belten Handlung Aufklärung über die außerordentlichen
Schwierigkeiten, unter denen die Bilder einer Wochenschau
zumeist aufgenommen werden. Diese Szenen sind, was nicht
unbetont bleiben soll, durchaus nicht parodistisch gemeint,
sondern geben den Kampf gegen die Hindernisse höchst
realistisch wieder. Bebe Daniels kann natürlich ihren Hang
zur Groteske nicht unterdrücken, aber darüber hinaus würde
sie tatsächlich eine gute Photoreporterin sein.
Für dessen Erfolg ist der Einfall bestimmend. Der Re-
porter einer Wochenschau muß, wie der Journalist, das Fin-
gerspitzengefühl dafür haben, welche Tatsachen die All-
gemeinheit interessieren werden. Allein das Wesentliche hat
Aussicht, sich durchzusetzen, der Höhepunkt eines Vor-
ganges, wie ihn Bebe Daniels in vorliegendem Film geschickt
auszunutzen weiß. Über dieses Technische hinaus weiß sie
aber auch durch ihre reife Schauspielkunst zu fesseln und
durch zündenden Humor die Zuschauer mit fortzureißen.
Gusiav Ditssl
Soict^ijm der Aala
7
ein, der kühnste Bergsteiger, den die Well jemals sah, der vor Jahren bei
einer Besteigung des Piz Palü seine Braut verlor und seither ein Ge-
fangener des wilden Berges ist. Wie kein zweiter Regisseur versteht es
Arnold Fanck in jedem seiner Filme die seelischen Stimmungen seiner
Darsteller mit der Umwelt zu verschmelzen. Bei ihm svird deutlich sicht-
bar, wie die Berge es verstehen, die Menschen in ihren Bann zu ziehen
und sie zur Abhängigkeit von sich zu zwingen. So spielt der Dr. Krafft
des Filmes seit dem Unglückstage mit seinem Leben und steigt immer
wieder die gefälirÜchcn Grate zum eisbedeckicn Gipfel empor. Ja, er
betrachtet sich als eigentlichen Besitzer des Berges und ist unwillig,
wenn ihm jemand zuvorkommen will. Als er hört, daß die als unersteig-
bar angesehene Nordwand des Berges von jungen Leuten gestürmt werden
soll, kennt sein Ehrgeiz kein anucres Ziel, als ihnen zuvorzukommen.
Aber seine leidenschaftliche Liebe zu dem Berge wirkt erregend auf
Hans und Maria, die sich trotz seiner Warnungen nicht von ihm
trennen. Der Berg aber, der in seiner Einsamkeit allein bleiben
will, weiß den Ansturm der Menschen zu vereiteln. Er begräbt die
jungen Leute unter einer Lawine und schüttet über die Drei Eisblöckc
aus, die dem Dr. Krafft ein Bein zertrümmern. Den dramatischen Ab-
schluß des. Filmes bildet die Rettung durch den Flieger Udet.
4
vt
Oben: Leni Riefens^hl,
rechtSjmU Guslav a«skl-
IS \ w*
f
'Umme
Der Berliner Filmprcssc-
Vcrband veranstaltet
jedes Jahr im I.una-
park ein Sommerfest und bit-
tet traditionsjjcmäß ein paar
flimmernde Sterne, die dann
ihren Verehrerinnen und Ver-
ehrern Autojjrammc j<ebcn
auf die Bilder, die aus die-
sem Anlaß im Film-Maj^azin
veröffentlicht werden.
Diesmal war die Sache
nicht sehr leicht, denn wich-
tijje und zwinj^cndc Arbeiten
machten dem Veranstaltunßs-
leiter immer wieder den mit
Recht so unbeliebten Strich
durch die Rechnunj5.
Erst wurde Clairc Rommcr
durch Aufnahmen tief unten
im Süden überhaupt verhin-
dert zu erscheinen. Dann
klappte es mit den Aufnah-
men bei Lilian Harvcy und
Betty Amann nicht, und nur
Gustav Fröhlich erschien,
strahlend, j^utj^elaunt, um
bald der Mittelpunkt von
mehreren hundert Menschen
zu sein, die ihren Star ein-
mal in allernächster Nähe
sehen wollten.
Schließlich kam Lilian,
und die Arbeit bej^ann.
Es war nicht so einfach.
ein paar tausend Menschen
abzufertigen, und diesmal
besonders kompliziert, weil
sehr viel gedreht und ßc-
Obcri: Lilian Harvey
Mitte: Gustav Fröhlich
4M
knipst wurde, um geeignete
Bilder für einen Photowett-
bewerb zu erhalten, der
gleichzeitig stattfand.
Als es schon dunkel wurde,
mußten die beiden Stars
noch ein Flugzeug besteigen,
das wenige Stunden später
einen Europaflug antrat.
Abends filmte Max Mack
mit dem Publikum, eine
lustige Angelegenheit, bei der
der anwesende Generaldirek-
tor der Warner Bros, sogar
noch einen Preis für die
beste Filmleistung aussetzte,
der in der nächsten Woche
zur Verteilung kommt, wenn
die Kommission des Film-
pressc-Verbandes den Film
vom Luna-Park besichtigt.
Betty Amann bittet uns
auf diesem Wege noch ein-
mal, sie bei allen ihren
Freunden zu entschuldigen.
Sic wäre außcrordentlicii
gern erschienen, wenn es die
Arbeit möglich gemacht
hätte. Sie vertröstet ihre
Freunde und Freundinnen
auf einen der nächsten
Sonntage, an dem sie gern
und unbegrenzte Zeit mit
Autogrammen zur Verfügung
steht.
Wir benutzen die GeleiHn-
hcit darauf hinzuweisen, daß
die Autogrammtage in Berlin
und im Reich nach den Fe-
rien wieder beginnen.
Unten rechts: Max Mack
iJbL'vV^'-
tSKE:
HEINRICH GEORGE
in dem Bloch-ßabinovitsch-Film der Ufa „Manolescu" phot. Uja
■I
äK
Aufnahmen unter Leitung von Erich Pommer und Hanns
Schwarz in Temesuar
Die Vielseitigkeit und Schönheit der unga-
rischen Tiefebene bestimmte Erich Pom-
mer, seinen neuen Ufalihn ,, Melodie der
Welt" abermals in Ungarn spielen zu lassen, wo ihn
Hanns Schwarz mit Willy Fritsch und Dita Parlo
inszeniert. Die ,, Melodie der Welt" wird aber nicht
wie die ,, Ungarische Rhapsodie" als stummer Film
erscheinen, sondern gleich als Tonfilm aufgenom-
men. Wieder wird das Leben, wie es sich im
schönen Ungarland wirklich abspielt, im Vorder-
grund der Aufnahmen stehen. Die Komparserie
ist wieder ,,echt". Man hat nicht etwa Statisten
in Bauernkleider gesteckt, sondern die Landleutc
selbst gefilmt, zumal sich diese mit einem Eifer
zur Verfügung stellten, wie er den Berufsstatisten
abhanden gekommen ist. Der berühmte sonntäg-
liche Kirchgang, dessen Eigenart uns der Film ver-
mitteln wird, konnte in einem Dorfe bei Temesvar
aufgenommen werden. Der Geistliche der Ge-
meinde erklärte sich mit dem Vorschlag, die Land-
bevölkcrimg beim Verlassen der Kirche als auch
das Glockengeläut für den Tonfilm drehen zu las-
sen, sofort einverstanden, und am Schluß der Pre-
digt verkündete er von der Kanzel, daß eine Film-
aufnahme nach dem Gottesdienst in Aussicht
stände. Die Bauern folgten seinen Anweisungen,
denn sie waren stolz darauf, in einem Film zu er-
scheinen, und bewegten sich vollkommen natür-
lich, w'ährend in der Regel freiwillige Komparsen
vom Ehrgeiz besessen sind, dem Regisseur zeigen
zu wollen, daß sie ebenso gut wie Schauspieler
spielen können. Aber Hanns Schwarz, der mit
T-
ir. .iftl AliZSZ
äS3SSSSES35SS5S5SiS
In den Hauptrollen Willy Fritsch und Dila Parlo
den Aufnahmen an sich recht zufrieden war, konnte
es mit der einmalijjen Aufnahme nicht bewenden
lassen. Es ist im Laufe der Entwicklunj^ des kinc-
matoj^raphischen Bildes üblich geworden, nicht nur
zwei Nc<4ative anzufertii^cn, sondern auch jede ein-
zelne Szene mehrfach aufzunehmen, damit der Re-
«Jisscur, wenn er sich in der Schneidekammer an
die Arbeit bej^ibt, «Jcnüi^cnd Material hat, sich die
am besten j>clunt|ene Aufnahme auszusuchen. Die
Wirkun<5 einer Aufnahme hänijt ja von Din<4cn ab,
die sich im voraus i^ar nicht bestimmen lassen.
Namentlich bei Massenszenen kommt es darauf an,
dafJ die Vor<>änjJe sich vollkommen natürlich voll-
ziehen. Sowie der Eindruck einer gestellten Szene
entsteht, sowie die Hand des Rc<4isseurs spürbar
wird, fehlt die Echtheit. Namentlich bei Aufnahmen,
in denen nicht europäische Straficnkleidcr, sondern
Kostüme zur Anwcndunji tjelanstcn, kommt es sehr
darauf an, daß diese phototjraphisch im richtijSen
Bildwinkel j^epackt werden. Nun lälJt sich das im
Atelier mit dem beweglichen künstlichen Licht ohne
Schwierij^kciten erreichen. Im Freien <4cht es nicht
immer. Auch sind Berufsdarsteller an mehrtachc
Wiederholungen gewohnt, freiwillige Statisten aber
schwerer zu behandeln. Nun, die Bauern von
Temesvar zeifjten außerordentlich viel \ erständnis
für die Filmarbeit. Sie waren mit Freuden bereit,
den Kirchijano dreimal zu wiederholen, schritten
immer wieder in das Kircheninnere zurück und
kamen wieder hervor, obgleich die Sonne mit wahr-
haft ungarischer Glut brannte. So ist denn Hanns
Schwarz auf diese Weise zu ganz hervorragenden
Bildern (gekommen.
Wir haben zwar heute keint- „Gesellschaft" mehr,
die ihre Mitglieder kontrolliert und mißliebige
Eindringlinge ausschließt (so streng sind jetzt
nur noch die ersten KrcMse der amerikanischen Gese
Schaft), aber trotzdem bleiben zwischen den einzelnen Bf
völkerungsschichten noch Grenzen bestehen, die sicli nich
in jedem Fall überbrücken lassen. Jedem einzelnen ist
sein Wirkungskreis durch Geburt und Bildung vorge-
schrieben — und nur die Liebe kann bisweilen Brücken
schlagen, wenn auch ihr durchaus nicht alle Pläne ge-
lingen. Die Lokalchronik weiß von vielen Fällen zu be-
richten, in denen es einem hübschen und bescheidenen
Mädchen aus dem Volke gelang, durch einen Mann, dei
sich in sie verliebte, in eine höhere Gesellschaftsschicht
aufzusteigen. Recht oft wurde dann von dem Manne
der wahre Wert hinter dem schlichten Äußeren erkann
Aber die Fälle sind doch gar nicht so selten, in denen
über dem Rausch des Augenblicks die Zukunft vergessen
wurde. Zwei Menschen, die ein glücklicher Zufall zu-
sammenbrachte, lernten später erkennen, daß sie die
Schwierigkeiten, unter denen sich das Leben vollzieht,
Jenny Jugo',
unterschätzt hatten. Nur ganz starke Menschen können die Umstände alle-
weil meistern, sonst aber pflegen Konventionen sehr oft mächtiger zu sein,
als sich dies junge Menschen, die ganz von ihrem augenblicklichen Glück
erfüllt sind, vorzustellen pflegen. — In dem neuen Ufafilm ,, Flucht vor der
Liebe" wird dieses Thema ausgesponnen. Es ist ja eine ewige Geschichte,
die sich bereits ereignete, da die menschliche Kultur sich zu bilden begann
und die nocii in fernen Zeiten aktuell sein wird: Die Liebe eines Mannes
zu einem Mädchen aus anderer Gesellschaftsschicht. Der Film liebt aus
Gründen dramaturgischer Wirkung die starken Konflikte. Er muß die
Gegensätze hart aufeinanderprallen lassen, um leicht verständlich zu sein;
er braucht einfache, unkomplizierte Vorgänge, die sofort im Bilde verständ-
iicii sind, ohne daß die i itel erst komplizierte Zusammenhänge aufdecken
müßten. Der Film führt mit Vorliebe in ein buntes Milieu; denn er muß
Bewegung zeigen und jeden Vorgang zu einer originellen Szene gestalten.
..Flucht vor der Liebe" spielt auf einem Rummelplatz. Die Jahrmarkts-
buntheit eines Rummels wirkt ja nicht nur auf die Jugend, sondern auch
auf Erwachsene erregend. Die ,, Vogelwiese" mit iliren lauten und grellen
(k'lustigungen ist nur in der äußeren Aufmachung von einem der ,,Luna-
^
daß ihre Väter ganz andere Pläne mit ihnen vor-
haben. Marios Vater kennt natürlich nur eine Ab-
sicht: standesgemäße Heirat seines Sohnes, die ihm
gleichzeitig in der Karriere förderlich ist. Margas
Vater aber will sich auch nicht die beste Kraft
seines Unternehmens rauben lassen. Er will allen-
falls einen Schwiegersohn, der Artist ist und der
mit ihrn und der Tochter zusammen auftreten
könnte, aber vor allen Dingen muß er die Tochter
wiederhaben, denn von ihrer Mitwirkung hängt
seine ganze Existenz ab. Und rnit dem Spürsinn
des Schaubudenmannes weiß er sie auf dem Sem-
mcring zu finden. Der Film ,, Flucht vor der Liebe"
verzichtet auf ein billiges happy end. Er weiß,
daß auch das Leben solche Dinge nicht zart be-
handelt, sondern daß die Wirklichkeit hart ist.
Gerade dieser Umstand wird den Zuschauern ge-
fallen, denen die gewaltsame Konstruktion des
glücklichen Ausganges um jeden Preis längst lang-
weilig geworden ist.
Parks" verschieden, wie sich die Vergnügungsstätten heute international be-
zeichnen. Junge Leute der gehobenen Gesellschaftsschichlen verirren sich nicht
selten auf einen Vorstadtrummel, um sich eine Stunde lang in dem kreischenden
Trubel zu amüsieren. Über einen solchen Fall legt der Film Bericht ab. Der
junge Diplomat Mario Hollberg hat mit seinem Freunde Henry einen Bummel
durc!: die Großstadt unternommen und ist endlich weit ab vom Zentrum auf
dem Vergnügungsplatz einer Vorstadtstraße gelandet. Ihn amüsiert die Buden-
welt eines solchen , .Etablissements" mit dem billigen Flitter ihrer Ausstattung,
aber nicht minder findet er die Menschen des Rummels anziehend. Und es ge-
schieht, wie es kommen mußte. Er entdeckt die Artistin Marga, die sich so sehr
von ihrer Umgebung unterscheidet, die schön, aber bescheiden ist; eine Lilie im
Sumpfe des Rummelplatzes. Was als flüchtiges Abenteuer von ihm gedacht wurde,
entwickelt sich plötzlich zu einer großen Liebe, zumal Marga nie daran geglaubt
hat, daß es ihr möglich sein werde, einmal die Budenwelt des Rummels zu ver-
lassen. Mario Hollberg entreißt die Artistin ihrem Milieu, und als er dienstlich
nach Wien reisen muß, nimmt er Marga, von der er sich nicht trennen kann, mit
und bringt sie in einer kleinen Pension auf dem Semmcring unter. Aber beide, die
sich lieben, haben nicht mit der Welt und vor allen Dingen nicht damit gerechnet.
Phot. Ufa
Die Ufastars Brigitte Helm und Iwan Mosjukin an der Riviera
llc^eMi Gnoh^ ih. Qe^. llcwk lauckH
Wer in Kalifornien mil dem Auto fährt, befindet sich, so-
bald er den Bannkreis der Städte und die Anlagen der
Obst- und Gemüsefarmen verlassen hat, in der Wüste, in
trostloser Streppe, die mit drahthartem Grasbusch bewachsen ist,
der allein im Frühling seine graugelbe Farbe und die Dürre ver-
liert. Nur dort, wo Bäche oder kleine Teiche durch künstliche
Anlagen vor dem Versiegen geschützt sind, stehen Eukalyptus-
bäume, wie auch die Ufer der nicht sehr zahlreichen Flüsse von
immergrünen Wäldern umrandet sind.
Diese dürren Wüstenpfianzen bergen eine große Gefahr,
sie brennen wie Zunder. Deshalb stehen an den Auto-
wegen Warnungstafeln, auf denen die einem Fremden merkwür-
dige Inschrift steht: „Das Rauchen in der Wüste ist unter
allen Umständen verboten." Polizisten auf Motorrädern üben
eine strenge Kontrolle aus, und das kalifornische Gesetz ist
unerbittlich. Wer beim Anzünden von Feuer oder beim Rau-
chen in dieser Wüste angetroffen wird, muß unerbittlich ohne
Ansehen der Person vierzehn Tage ins Polizeigefängnis wan-
dern.
Davon hat in Kalifornien jedermann Kenntnis und hütet sich
streng' davor, beim Rauchen — erwischt zu werden. Als ein in
Berlin sehr bekannter Regisseur, nennen wir ihn Paul Ludwig,
einen seiner ersten Filme in Hollywood drehte, hatte er die
Außenaufnahmen in der Wüste vorzunehmen. Man wählt dazu
gern eine Stelle, die sich für Filmaufnahmen besonders eignet,
weil Wasser, zum Tränken der Pferde, nicht fern ist, weshalb sich
auch die Cowboy-Rcgisscure gern daselbst einfinden. Bei 35 Grad
im Schatten beginnt ein europäisches Gehirn leicht schummerig
zu werden. Paul Ludwig, der bei den Aufnahmen in praller
Sonne stehen mußte, wankte alle halbe Stunde unter sein Zelt
und nahm hastig ein paar Züge aus einer Zigarette, um sich
etwas anzufeuern.
Iis ging dies etwa drei Stunden, bis Paul Ludwig, der gerade
unter dem Sonnendach hervortrat, eine Hand auf seinem Rücken
verspürte und, sich umwendend, dem strengen Blick eines Sheriffs
begegnete: ,.Ich habe Sie jetzt eine ganze Zeit beobachtet," sagte
dieser, ,,Sie haben geraucht! Sie sind verhaftet! Sie werden im
Gefängnis vierzehn Tage Zeit zum Nachdenken haben, ob Sic
unbedingt einen Waldbrand in Kalifornien hervorrufen müssen."
Paul Ludwig erbleichte und erwiderte stotternd: ,,So gestatten
Sie doch bitte, daß ich meine Aufnahmen beenden kann. Ich
habe nur noch zwei Tage zu drehen. Meiner Firma erwächst ein
außerordentlicher Schaden, sobald eine Verzögerung eintritt. Ich
stelle mich dann unbedingt der Polizei."
Der Aufnahmeleiter und die Darsteller, darunter die schar-
mante Irene Rieh bestürmten den Sheriff mit Bitten, aber er
blieb unerbittlich, wies auf ein haltendes Polizeiauto und schüt-
telte nur den Kopf. Schließlich blieb Herrn Paul Ludwig nichts
weiter übrig, als seinen Rock anzuziehen und dem Sheriff zu
folgen, wobei ihm der Regieassistent noch hastig zuflüsterte;
„Versuchen Sie noch einmal unter der Hand zu ordnen."
Unter der Hand heißt in Wildwest immer noch, die Angelegen-
heit durch Geld aufzuschieben, und Paul Ludwig dehnte den Weg
bis zu dem Polizeiauto gehörig aus. Der Regisseur ist, was seine
Freunde wissen, ein ausgezeichneter Redner, aber derart fließend,
ja mit Engelszungcn, hatte Paul Ludwig noch niemals gesprochen.
L'nd endlich, endlich, nachdem Paul Ludwig bereits in dem Auto
Platz genommen hatte, ließ sich der Sheriff erweichen, gegen ein
Douceur von 50 Dollar zu gestatten, daß sich der Regisseur nach
Beendigung der Aufnahmen bei ihm melden sollte. So schnell ist
P. L. noch nie aus einem Auto herausgesprungen, und seine
Schritte zum Lager zurück waren eigentlich auf eine andere
Temperatur berechnet.
Er hatte eben wieder geprobt und die Apparate neu einstellen
lassen, als ein Cowboy mit verhängten Zügeln auf ihn zusprengte,
ein paar Kapriolen ritt, in drei Hochrufe auf ihn ausbrach und
einen Brief zu Boden warf, worauf er dem Pferd die Sporen gab
und davonsprengte.
In dem Brief lagen dreißig Dollar und folgendes Schreiben;
,,Der Sheriff-Schauspieler der U. -Kompagnie wollte nur seine
Visitenkarte abgeben und sich für den nächsten Film empfehlen,
denn er ist nur für den Tag engagiert. Außerdem besten Dank
für die zwanzig Dollar, meine Cowboys haben sich Bier dafür
gekauft."
1
<^%cutA 9el H/maßp ßw^
Vor genau zwölf Jahren war Fatty Arbucle der beliebte
Komiker der amerikanischen Kinos. Die trübe Kriegs-
stimmung machte sich auch jenseits des Ozeans bemerk-
bar, und die Allgemeinheit war jedem dankbar, der sie durch
fröhliches Gelächter bannen konnte. Dafür sorgte ,, Fatty", so
und nicht anders hieß er, in reichem Maße und fand überall
dankbare Bewunderer
für seine recht grob
gezimmerten Filme.
Aber neben ihm ging
damals ein Gestirn
auf, das nicht weniger
komisch, in der Wahl
seiner Mittel jedoch
viel geschickter war.
CharlieChaplin brachte
in die Slapstic-Komö-
die einen ganz eigen-
artigen Ton, und
Fatty, der sein eige-
ner Regisseur war,
ging schnell daran,
die Basis seiner Gro-
tesken zu verbreitern.
Er suchte nach einem
jungen A\ann, der ko-
misch genug war, um
zu wirken, der aber
nicht so stark sein
durfte, daß er dem
großen Fatty gefähr-
lich sein konnte. Fatty
war, wie sein Name
bereits sagt, eine Fett-
kugel, der Partner
mußte also mager
wie ein Nagel sein.
In einem Variete von
Los Angeles trat da-
mals eine Akrobaten-
truppe ,,Die drei Kea-
tons" auf, ein Ehe-
paar mit einem zwan-
zigjährigen Sohn, die
artistisch kaum mehr
als Durchschnitt boten
und herzlich schlecht
bezahlt wurden. Die-
sen schlanken und
blassen Sohn holte
sich Fatty, schon weil
er recht billig war
und ohne Zögern die
durchaus nicht unge-
fährlichen Kunststücke
ausübte, ohne die
Faltys recht rohe und
heute völlig verges-
sene Grotesken nicht
zu denken waren. Der
junge Mann schlug
ein. Er gefiel den Zuschauern schon deshalb, weil er im Gegen
,satz zu dem ewig grinsenden Fatty niemals lachte. Weil er in
den tollsten Situationen immer ernst und tief traurig blieb. Viel-
leicht schon traurig darüber, daß er mit geringer Gage abgespeist
wurde, während Fatty an seinen Komödien ein Vermögen ver-
diente. Eines Tages aber, und ehe Fattys Ruhm über Nacht
durch einen Skandal vernichtet wurde, hatte ein anderer Fabri-
kant den Mut, Buster Kcaton, dessen Name noch vollkommen
unbekannt war, für eine Serie zu engagieren. Buster Keaton
hatte in einem Zweiakter gestartet, der unter dem Titel ,,Der
Fleischerssohn" erschienen war. Es. war leider nicht festzu-
stellen, cb der Film jemals nach Deutschland gekommen ist.
Die neue Firma hatte Mut; sie beschäftigte Buster Keaton nicht
mehr in den kurzen Slapstick-Komödien, deren Zeit ihr mit Recht
überholt schien, sondern ließ für ihn von geschulten Szenario-
schreibern ein Drehbuch herstellen, das dramatischen Aufbau
besaß und eine komische Handlung mit den entsprechenden
;Mitteln durchführte. Dieser Film besaß einen gewissen alt-
väterlichen Einschlag.
Man parodierte mit
leisen Mitteln die gute
alte Zeit der Groß-
väter und stellte dem
modernen Menschen,
der eine entwickelte
Technik beherrscht,
jene Zeit gegenüber,
in der die Technik be-
gann, sich die Kinder-
schuhe auszuziehen.
Das mußte von selbst
komische Effekte von
stärkster Wirkung er-
geben, und in der Tat
hat dieser erste Film,
der später in Deutsch-
land unter dem Titel
,,Bei mir — Niagara"
erschien (und — Ku-
riosum! — vor seinem
Erscheinen von einem
in New' York gewese-
nen Regisseur plagiiert
wurde), so stark ein-
geschlagen, daß Buster
K?aton plötzlich zum
berühmten Mann
wurde. Er übernahm
aus den Fattykostü-
men die etwas altfrän-
kische Kleidung, den
schlecht enHaarschnitt,
dieses komische, flach-
gedrückte Hütchen,
das ihm etwas Hilf-
loses und Rührendes
gab. ein Wesenszug,
der noch von dem
melancholischen Ge-
sicht verstärkt wurde.
Man wurde nun erst
auf Requisiten, die
man in Fattyfilmen
doch so oft gesehen
hatte, aufmerksam
und stempelte Buster
Keaton darauf ebenso
ab wie Chaplin auf
das Spazierstöckchen,
In diesem Film spielte
eine junge Schauspie-
lerin zum ersten Male
die Rolle der ,,Lead-
Sie hatte zwei ältere Schwestern, die schon seit
längerer Zeit beim Film waren, von Griffith entdeckt und zu
Stars gemacht wurden. Diese beiden, Norma und Constance,
brachten die junge Natalie auch beim Film unter, aber es sind
trotzdem nur zwei Schwestern Talmadge berühmt geblieben.
Die dritte, Natalie, ließ sich von dem jungen Buster Keaton
überreden, daß es besser als eine drittklassige Schauspielerin-
sei, als erstklassige Hausfrau durch das Leben zu gehen. NataÜe,
und vielleicht in noch größerem Maße ihre kluge A\ama und
der sehr gescheite Schwager Joe Schenck, Normas Gatte, sahen
das ein, und so zog sich dann die Schauspielerin w ieder von der Lein-
wand zurück und richtete ihren Ehrgeiz allein darauf, Buster
Busler Kcaton
ing Lady'
rii,^i. M.-a.-M.
i
Keatons treue Ehegefährlin zu
sein. Die Verbindung zwischen
beiden gilt als eine der glück-
lichsten in Hollywood, trotzdem
etwa Doug und Mary auf Ver-
langen des Publikums das be-
rühmt glückliche Ehepaar mi-
men müssen, was nicht alle
jene glauben, die Marys Tem-
perament und ihre Herrsch-
sucht kennen. Der Ehebund
zwischen Buster und Natalie
dokumentiert aber bereits nach
außen die harmonische Stim-
mung, denn es sind ihm bisher
vier Kinder entsprossen, drei
Knaben und ein Alädchen, eine
Seltenheit in Hollywood, wo
die allermeisten Kinder der
Filmstars nur — Adoptivkinder
sind. Buster Keaton, der in
seinen Filmen so erschütternd
schüchterne junge Mann, lebt
ganz seiner Familie und nimmt
an den offiziellen Veranstaltun-
gen der Filmleute gar keinen
AnteiK Man findet ihn nur,
wie jeden Prominenten, am
Freitag abend in der Boxarena
— als Zuschauer natürlich.
Seine Besitzung in Beverly Hills ist eine der hübschesten. Er
verfügt über ein ziemliches Terrain und hat sein Haus auf einem
Hügel bauen lassen, zu dem von der Straße eine ganze Anzahl
Treppen führt. Das Haus ist in spanischem Kolonialstil erbaut,
der in diesem Teile Kali-
forniens oft kopiert wird,
wenn man ihn auch nicht in
Stein, sondern nach der
Bauweise dieser heißen Ge-
gend in Holz und Putz auf-
führt.
Buster Keaton hat, wie er
gern erzählt, eigentlich nur
einen Ehrgeiz, nämlich ein
vortrefflicher Familienvater
zu sein, und bei vier Kin-
dern bleibt ihm reichlich
Gelegenheit, diese Sehn-
sucht zu betätigen. Schon
heute erzählt er jedem, daß
keiner seiner drei Söhne —
und das Töchterchen schon
gar nicht — zum Film oder
zur Bühne gehen dürfte.
Noch unvergessen ist bei
ihm seine eigene Varielc-
zeit, die wohl manchmal
sehr trübe gewesen sein
muß, denn er spricht ungern
davon. Trotzdem sieht ohne
Zweifel fest, daß Buster
Keaton ohne die harte
Lehrzeit niemals jener große
Komiker geworden wäre,
der er heute ist. Daneben
hat er aber auch ein ,, Hob-
by", eine Lieblingsbeschäfti-
gung in der freien Zeil, die
er sich jetzt, da er höch-
stens noch zwei, m der Re-
gel aber nur einen Film im
Jahre herstellt, etwas häu-
figer gönnen kann. Natür-
lich spielt er Golf, wie alle
Prominenten in Holly-
wood. Von einer gewissen
Lebensführung aufwärts isl
in angelsächsischen Ländern
das Golfspiel eine Notwen-
digkeit des gesellschaft-
Btistcr Kcaion in seinem neuesten Film ,,Der unvollkommene
Ehemann" mit Renee Adorec als Partnerin
Buster Kcahin nnl seinen Söhnen Joe und Bob
liehen Lebens. Eine Sammler-
natur, wie etwa Fred Niblo,
ist Buster Keaton nicht. Übri-
gens ist es in Los Angeles mit
Schwierigkeiten verknüpft, ei-
ner derartigen Passion nachzu-
gehen. Es gibt in dieser Stadt
keine Gemäldeausstellung von
wirklichem Niveau (die Samm-
lung Leverhulme in der Vor-
stadt Pasadena — sie hat den
berühmten „Blue Boy" — ist
heute ein Museum), geschweige
denn ein Antiquilälengeschäft.
Wer solche Dinge kaufen will,
bezieht sie aus New York, aber
so ziemlich alle Amerikaner
stehen ihrem ,,Heim" ja ganz
anders gegenüber als ein Ver-
treter der alten Welt. Sie sind
vielmehr Freiluftnaturen, wie
ja auch Fred Niblo seine ethno-
graphischen Sammlungen auf
seinen Reisen zusammenge-
bracht hat. Eben deshalb, weil
auch er sich am liebsten im
Freien aufhält, welche Neigung
das kalifornische Klima begün-
stigt, ist Buster Keaton Jäger
und Fischer. Nun kann man
freilich dieser Leidenschaft am Stillen Ozean nur in geringem
Maße frönen. Großwild gibt es nicht; die Jagd auf Füchse
und Präriehasen ist viel zu beschwerlich. Entweder schießt man
nach Tontauben oder schließt sich einem Klub an, der eine
Fasanenstrecke unterhält.
Buster Keaton hat sich für
beides entschlossen. Er
fischt außerdem leiden-
schaftlich gern nach Forel-
len, hat es aber noch nicht
zu einem eigenen Forellen-
teich gebracht wie sein
großer Konkurrent Harold
Lloyd. Beliebt ist es auch,
auf einer Dampfjacht in den
Stillen Ozean hinauszufah-
ren und dort auf die riesi-
gen Meeresbarse zu jagen.
Richard Bartheimuß und Ce-
cil B. de Mille laden oft auf
ihren Jachten das Filmvölk-
chen zu solchen Ausflügen
ein, — Buster Keaton, der
sich, nach kurzem Aufent-
halt bei den United Artists,
wieder zur M.-G.-M. zu-
rückbegeben hat, ist, nach
Chaplin, der bedeutendste
Komiker Amerikas, wenn er
auch nicht halb so hoch be-
zahlt wird wie Harold Llovd,
dessen Gage jeden Rekord
schlägt. Seine Komik be-
ruht auf der Tatsache, daß
er gar nicht komisch er-
scheinen will, sondern wie
ein sanfter, einfacher Bür-
ger durch das Leben
gehl, Seine außerordentliche
Schüchternheit ist dem kek-
ken Draufgängertum Lloyds
entgegengesetzt, welch letz-
ter ja tatsächlich der beste
Ausdruck des modernen
Amerikaners ist. Busler
Keatons Komik ist im
Grunde europäisch. Er ist
nachdenklich, verträumt, oft
sogar lebensabgewandt doch
von erstaunlicher Vitalität.
I'h.'l. M a.M.
V_^ UND W
UNDv^/IC^ UNDSEHR VIEL
Gii/u Lix5ti0er Abei4.teu.errovyLcLVL
SdiiriiiÄel
/-'. Forlsi-tziinj;
Eine Minute später hielt sie vor einer zicmlieh hohen Mauer,
hinter der sich große, schwere Palmen erhoben.
Es sah beinahe aus wie ein Fcstungswali,
Eine Männerstimme fragte etwas in einer Sprache, die sie niclit
verstand.
Sie antwortete auf französisch.
,,Ich komme auf Veranlassung von Herrn Mircovich, Bitte,
melden Sie mich Exzellenz Schükri-Pasciia!"
Eine kleine Pforte ginj! auf.
Ein breites Negergesicht unter
rotem Fes starrte verblüfft her-
iiber.
Dann teilte es sich grinsend in
zwei ungleiciie Hälften.
Der Neger zog die gro(5c
1 ür auf.
,,Entrcz, Madame", sagte er.
sich verneigend. .•\ber er grinste
noch immer dazu.
Was für einen Irrsinn mache
ich da. fragte eine widerliche
kleine leise Stimme.
Aber Dorrit war müde, Sie
zuckte die Achseln und fuhr in
den Hof.
Hinter ihr schloß der Neger
sorgfältig die Tür.
Robby Valberg schritt verärgert
durch den leise pitschenden
Schlamm der Straßen von Ka-
gazza.
Die Mittagssonne brannte ji
fiirmlich Löcher in die Haut.
Außerdem waren die hiesigen
Flöhe von einer unverschämten
Beißfreudigkeit und — also über-
haupt!
— ,, Überhaupt" war spurlos
verschwunden.
Man hatte also Kaffee getrun-
ken — und jetzt nnißte man dem
Schuft Mircovich auf den Zahn
fühlen.
I3azu war man gerade in der
richtigen Stimmung — sich mit
irgendeinem schmierigen Balkan-
menschcn hcrumzuraufen.
Robby Valberg zog sich den Gürtel enger,
Mircovich konnte jetzt etwas erleben.
Dieses Gesindel, das an furchtbar viel Herumparlamentieren
gewöhnt war — an katzenfreundliche Höflichkeit, an eine Art von
öliger Diplomatie; wenn man dem Bruder den Wechsel auf den
Tisch schmetterte und gröbstes Geschütz auffuhr, gab er klein
bei. und die Sache war erledigt.
Der Bote des Herrn Stavrides? Wenn der überhaupt jemand
geschickt hatte! Ziemlich unsichere Sache.
Daß Mircovich Geld hatte, war dagegen so gut wie sicher. Die
Auskunft lautete auf das Drei- bis Vierfache der Summe, um die
es sich handelte. Also.
Vor dem Haus mit den dorischen Säulen sah er ein Auto stehen,
einen ziemlich großen Wagen. Eine Dame saß darin. Ein
Herr nahm von ihr Abschied. Das Auto fuhr ab. — Aber einen
Augenblick glaubte er, sie erkannt zu haben. Nachdenklich
ging er weiter und betrat das Portal.
,,Herr Mircovich?"
,,Obcn", sagte ein Diener in Kaftan und Turban.
„Was "
,,Sie begreifen nicht, Sie Idiot?
VON LUDWIGvoN WOHL
Saclidruck verboten
Aber Robby Valberg war sclion an ihm vorbei und die Treppe
hinauf.
Ein mittelgroßer eleganter Herr stand in der offenen Tür.
Er war derselbe, von dem sich die Dame im Auto verab-
schiedet hatte.
,,Herr Mircovich?"
,,Ja — ah, da sind Sie ja endlich! Kommen Sie herein, —
Bitte."
Der gute Stavrides hat also telegraphiert, dachte Robby,
Aber daß man seine Ankunft
hier gar nicht erwarten konnte,
war eigentlich komisch.
Er trat in das Arbeitszimmer.
,,lch habe schon gedacht, Sie
kommen überhaupt nicht mehr",
fuiir Mircovich fort, und sein Ton
war ausgesprochen hohnisch.
,.Zcit genug haben Sie sich ja
auch gelassen."
,,Wic beliebt?" fragte Robby.
•letzt begann Mircovich zu
schreien. Er schlug dazu in regel-
mäßigen Intervallen auf den Tisch.
,, Durch Sie hat Ihr Auftrag-
geber jetzt sein Vermögen ver-
loren! Und mich kostet Ihre
Dummheil fünftausend Pfund.
Das beliebt mir, Sie alberner
Patron! Das beliebt mir!"
Robby Valberg faßte sich an den
Kopf. Ihm war, als hätte er eins
dagegen bekommen.
,,Ich verstehe übrigens Herrn
Stavrides nicht", fuhr Herr Mir-
covich jetzt wieder eisig ruhig
fort. ,,Man vertraut doch solch
eine Angelegenheil nicht einem
Menschen an, auf den so wenig
Verlaß ist, wie auf Sie."
,, Jetzt erlauben Sie mal. Ver-
ehrtester!" begehrte Robby auf.
,,Ich begreife gar nicht ■ — "
,,Sie begreifen nicht, Sie be-
greifen noch immer nicht, Sie
Idiot? Sie Kalb? Ja, bei allen
Himmeln, ist Ihnen denn nicht
klar geworden, daß durch Ihr
Versagen die Sekretärin des Herrn
Stavrides an unsere Kasse gelangt ist? Sic haben das Mädel
zweimal entkommen lassen — zweimal, durch Ihre Schuld. Das
erstemal haben Sie den Zug nicht gründlich genug durchsucht,
denn als Sic das Suchen aufgaben, muß sie noch im Zuge ge-
wesen sein. Und dann haben Sie sich von ihr abhängen lassen!
Oder vielleicht nicht?! Sic hat eben im kleinen Finger mehr
Mut und V^ersland als Sie überhaupt. Sie ist entkommen und
hat heute morgen den Wechsel präsentiert. Wir haben auszahlen
müssen, und Herr Stavrides kann sein Geschäft zumachen. Er
wird Ihnen vermutlich sehr dankbar dafür sein."
Robby Valbcrgs Augen traten aus den Höhlen — es war, als
wollten sie hören, nicht nur sehen, und als beugten sie sich vor,
um besser zu verstehen.
,.Ich — Sie — das Mädel ist — das Mädel wird — "
Mircovich, die Hände in die Seilen gestemmt, schüttelte mit
einem prachtvoll verzweifelten Lächeln den Kopf.
,,Ich wundere mich nicht so sehr über Ihr Verhalten, seil
ich Sic gesehen habe, Aionsieur", sagte er mit wütender Bos-
haftigkeil.
Langsam, ganz langsam begann es in Valberg zu dämmern. Er
sclzle ein paarmal an, um zu sprechen. Aber die Sachlaße, drei-,
viermal in ein paar kurzen Salzen aus dem Munde dieses ge-
schniegelten allen Affen um sich selber gedreht, war viel zu
komplizcrl, als daß niaii schon jetzt hätte wissen können, was
zu tun war. Man hatte gerade genug Arbeit damit, alles zu
erfassen.
,,.Ia, jetzt stehen Sie da wie eine Schafiicrde, wenn es blitzt!"
Mircovich zischte förmlich.
,, Sehen Sic jetzt ein, was für eine riesenhafte Ungeschicklich-
keit Sic bewiesen haben?"
,,Ja, durchaus", brachte Robby Valberg hervor und dachte an
das entzückende kleine Ding, das sich wie ein Held vor allen
Nachstellungen zur Wehr gesetzt hatte. — Das nach dem doppel-
ten Überfall mißtrauisch und stachlig gegen jeden in diesem ver-
fluchten Lande geworden war und jedem die Krallen zeigte. Und
alles, um das Geld — sein Geld zu retten.
,,Ich war ein Esel," gestand er kleinlaut, ,,ein von Gott und
aller Welt verlassener Esel."
,,Gut, daß Sie es merken."
Mircovich, der die ganze Zeit über am liebsten gelacht hätte,
nahm .«sich immer wieder zur rechten Zeit zusammen und spielte
die Rolle eines Menschen, der für fünftausend Pfund Ärger halte,
bis zu Ende weiter.
,,lch weiß wirklich nicht, was ich Ihnen raten soll", stieß er
zwischen den Zähnen Jiervor. ,,ln Berlin mag das ja anders
sein • — aber was Sie hier erleben würden, wenn ich Stavrides
wäre — "
,,Na, ich habe ja eben eine kleine Kostprobe davon gehabt",
sagte Robby grimmig.
Jetzt war ihm die Sache schon klarer geworden. Er wußte,
daß es nur an dem Mädel lag, wenn er auch nur einen Pfennig
seines Geldes wiedersah.
Stavrides stak also mit dem illyrischen Zigarettendreher unter
eine Decke. Warum gab man diesem arroganten Kerl nicht eins
in die Futterluke?
Mircovich verspürte die Energien, die sich zusammenzogen. Er
hatte nicht das geringste Interesse daran, die Unterredung fort-
zusetzen. Wenn der Kerl jetzt nach Berlin kam, konnte er er-
zählen, daß er wegen seiner Ungeschicklichkeit böse Dinge zu
hören bekommen hatte. Das genügte vollständig.
,,In Illyrien werden Sie jedenfalls niciil mehr benötigt", sagte
er kurz. ,, Guten Tag, mein Herr!" Und er wollte das Zimmer
verlassen.
„Eine Frage noch" sagte Robby und gab sich alle Mühe, höf-
lich zu bleiben. „Wo ist die Sekretärin jetzt?"
Mircovich zuckte die Achseln.
,,Wo soll sie sein? Auf der Eisenbahn natürlich. Und sie
muß in ein paar Stunden an der Grenze sein."
Er ging aus dem Zimmer.
Robby Valberg dachte nach. Ganz eng waren seine Pupillen,
so angestrengt dachte er. — Das mit der Eisenbahn — das war
gelogen. Es war ganz bestimmt sie, die er im Auto gesehen hatte.
Je mehr man daran zurückdachte, desto sicherer wußte man
es, und das Auto war in umgekehrter Richtung gefahren — vom
Bahnhof weg. Die Straße wäre zum Wenden breit genug gewesen.
Mircovich hatte gelogen.
Warum?
In der Tür erschien der unbewegte Kopf des Dieners.
Langsam ging Robby Valberg die Treppe hinunter.
Die irrsinnigsten Theorien, die seltsamster Möglichkeiten
zischten auf und verlöschten. Es gab so viel zu denken, daß
.nan mit dem besten Willen nicht wußte, was man zu tun hatte.
Natürlich hätte man sich jetzt diesem Obergauner gegenüber
ruhig entschleiern können — ihm sagen können, daß man keines-
wegs die Kreatur des Herrn Stavrides war, sondern sein Cläu-
oigcr, und daß es sehr interessant gewesen wäre, zu erfahren,
•vie man hier mit seinem Gelde umzugehen beabsichtigt hätte.
Warum hatte man sich das alles so ruhig mitangchörl — sich
sogrir mit Kälbern und Idioten bewerfen lassen?
r.T gab sich gleich die Antwort.
Es hätte an keiner Tatsache irgend etwas geändert, und er
selbst wäre damit nur eine höchst unangenehme Persönlichkeit
geworden — der man sich womöglich so schnell, wie es irgend
ging, entledigte.
Illyrien war nicht Deutschland.
Außerdem — und das war wichtiger — es gab noch einen
anderen Grund.
Es stimmte hier etwas nicht, gar nicht.
Immer wieder kam man darauf zurück. Warum hatte Mirco-
vich gelogen?
Es war schon besser, man blieb der Agent des Herrn Stav-
rides. Vielleicht erfuhr man so doch noch etwas. Langsam
schlenderte- Robby die Straße entlang. Nach Berlin zurück-
kehren? Ohne festgestellt zu haben, wohin das Auto gefahren
war? Nein.
Aber andererseits, wenn das Mädel nun tatsächlich im Auto
zur Grenze fuhr — die Eisenbahn war ja hicp scheinbar nicht
das sicherste Fortbewegungsmittel.
Dann kroch man in diesem Drecknest herum, und sie war
längst wieder in Berlin, lieferte ahnungslos das Geld ab und
gab Herrn Stavrides, dem lieben Kerl, dadurch Gelegenheit zu
einem neuen Plan.
Wie kam nur so ein Mädel zu so einem Chef?
Was für eine Gemeinheit, sie mit diesem Auftrag zu betrauen
und einen Kerl hinunterzuschicken, der sie beraubte!
Und vor dem Konkurs stand er, wenn die Sache nicht klappte?
Robby Valberg fühlte plötzlich, daß die finanzielle Seile der
Angelegenheit ihm schon nicht mehr als die Hauptsache vorkam.
Das erschreckte ihn so, daß er mitten auf der Straße stehen-
blieb — mit gerunzelter Stirn — und sich eine sehr unbequeme
Frage steHte.
Diesmal gab er sich jedoch nur eine ausweichende Antwort
und ging hastig weiter.
Im Konak erfuhr er, daß der Zug nach Budapest vor drei
Stunden abgefahren wäre.
Also hatte Mircovich unter allen Umständen gelogen.
Der nächste Zug ging morgen früh um elf.
Er ließ sich ein anderes Zimmer geben — die Aufräumungs-
arbeiten halten noch nicht einmal begonnen.
Je mehr er über die Sache nachdachte, desto mehr geriet er
in Wut.
Der Agent — das war natürlich der Kerl, der dem Regen-
mantel nachgesprungen war. Vielleicht hatte er sich den Hals
gebrochen. Hoffentlich — — —
Robby Valberg nahm seinen Hut und lief Ragazza ab. — Ein
tristes Nest. Ein. abscheuliches Nest.
Ziemlich früh kehrte er in den Konak zurück, aß und ging auf
sein Zimmer und legte sich, um zu schlafen.
Dabei ließen ihn gewisse Gedanken nicht locker.
Als es Morgen wurde, hatte Robby Valberg beschlossen, den
Dingen auf den Grund zu gehen.
*
Exzellenz Schükri-Pascha w'ar sicherlich ein sehr reicher Herr.
Der Selamlik der Vorhalle war auf altlürkische Art möbliert,
das heißt — viele kostbare Teppiche, breite Prunkdiwane an den
hohen Wänden, in deren Seidenbespannung Koransprüche mit
Goldfäden eingestickt waren.
Ein langer, hagerer Mensch, tiefbraun, mit schneeweißem
Kaflan und rotem Fes, trat auf sie zu.
,, Seine Exzellenz bittet, sich kurze Zeit zu gedulden. Seine
Exzellenz wird Madame sehr bald zur Verfügung stehen. Wollen
Madame in diesem Zimmer Platz nehmen, s'il vous plail?"
Durch einen teppichgepolsterlen Gang, der die Schritte völlig
lautlos machte, ging es in einen mittelgroßen Raum, der mit
kostbaren Möbeln fast überladen war. Ein leiser Duft nach köst-
lichen Zigaretten schuf eine behagliche Atmosphäre. Auf einem
Tischchen von eingelegter Elfenbeinarbeit eine Schale mit Konfekt.
Hier war gut sein.
Dorrit setzte sich.
Der alle Herr mußte entschieden Kultur haben.
Man konnte sich ganz gut vorstellen, daß da draußen der blaue
Bosporus seine kitschigen Wogen programmäßig kräuseln ließ.
Goldenes Hörn — Therapia — Hagia Sofia —
ScTiöner als Illyrien: Cc n'est pas jure gros! sagt der Franzose.
Ob der alte Herr Telephon hatte? — Das mit der Polizei-
bedeckung war gar keine so dumme Idee.
Diese Jancovics war ja zäh wie Schafleder. Aber der Schnurr-
bart halle sie doch geärgert.
Ob es noch sehr weit bis zur Grenze war?
Na, zu erzählen halle man jedenfalls in Berlin. Das Schlimme
war nur: Wenn man alles erzählte, wie es gewesen war, glaubte
einem ja kein Mensch!
Ob der alle Herr einen Harem hatte? Aber das gab es w'ohl
nur noch in antiquierten Romanen. Im Film war es auch eine
Zeitlang Mode gewesen. Dei hübsche junge Scheich auf feurigem
Roß — beileibe nicht Pferd — und die schöne entführte Eng-
länderin, Fortsetzung folgt
I
FRAGEN
aJ^^^":^^^: f.
die uns erreichten
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i I m - M a g a z i n ". Berlin SW 68, ZimmcrstraDc 35-41
Scherlvcrlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anoiiymo Rricfo werden nieht beantworte». Bei Manii-
skriiitaiisflcRenheiten biiti-n wir fol;riMidi> zu beachten: .Teder Aiifr.ige i>t
Riiekportd liciziifiifien. Jode Einsendung eines Manii>kri|)ts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im l'inf.in^e von 2— S Selireiliniaschtneiiseiten
.sind zur Einspndunn an die Filmindustrie, I'cKisseure usw. jreeiKnPt. Kur
Verlust der einf^es.iiulten M.inuskripte kann keine VeranlworluuK über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur DurcliscIilaKC senden, von
handgeschriebenen Sendun};en (leserlieh) eine Abschrift zuriiekbehalten.
Ti i> r e X., GortesberK : I'''" Adresse von dem ..lris"'-I'oslkartcn-
verlajr (Allireelit & -Meister) ist Uerliii X 6.'), Xeue Hoelislr. 3J-31.
H a^ii -s P.. 1) r e .s d e n : Ilse
Stol)rawa wohnt Uerlin W,
Aschafrcnliur;;<T Sir. C.
\\ alter Sc h., U r a u n -
s c b w e i K : Ver.i Voronin.is
Adresse ist Berlin-Wilmersdorf,
riil:iiidslr. Hl. J»ie Künstlerin
wurde am 29. .Juli in Odess.-i ne-
lioren und ist mit einem russi-
hchen Kechl.sanwalt verheiratet.
.Außer in ..(Ischichlen aus dem
Wiener Wald" sah man Ver.i
Voronina kürzlich als r.irtnerin
von Emil .l.innings in „Der
r.-ilriof.
Billy f!., Basel: Inzwi-
.schen werden ."^ie Ihre Antwort
in einer unserer voriiien Xum-
mern gelesen haben. — .SotmIi'H
.Sie uns also, bitte, die beiden
Bililk.irten. damit wir die Auto-
;;r.imuie besorgen kiinnen. —
I.ili.in Harvey h.it ihren enj;-
lischen Xamen von ihrer MiiltiT.
die eine EnKl.-inderin ist. Ii.is
Aller der Film^l.irs wird cruml-
salzllch Non uns nicht .inneffeben.
— Hans Br.iuseweller kam ülier
ilie Spreclibiihne zum Film. —
Emil .l.inninfrs p;ilt als iler crüßte
Ftluisch.iuspieler der Well. Wir
empfehlen, sich in Ihrer •Ans''-
le^jeiibeit brieflich .an die Filin-
};esellscbafleii zu werulen. Wenn
sich die .\ntworlen im ,.Film-
M.icazin" i-inmal etwas verzü-
Kcrn, SU bitten «Ir. zu bedenken.
d.iU Ipci uns tütflich mehr al^
liiii ]{ri<-fe einl.iufen.
A. II.. B r e m e n : :H Adrc^.
{sen auf einmall Das ist wohl
etw.is zu viel verLaiiRt! — V:\t
K'arl Schenstriini) und I'.il.-ichon
(Har.'ild M.idsen) sind durch die
I'alladium-Film. Kopenhagen, zu
erreichen. Emil .l.iiiniriKS «eilt
zur Zeit in BadKaslein. Crei.i
(i.irbo und It.iinon N'ov.irro siml
durch die Mctro-tiiild wvn-Studin^.
t ulver-t'lty. Kalifornien. F. S.A..
zu erreichen. Dou^Lis F.iirb:ink>
wohnt in He\erl\ -Hills. Holl.» -
Wood. K.'ilifoinien. Ilin.i (Jr.ill.i
«ohnt Berlin W. Speyerer .S|r.
Nr. 22. (»I);.i Tschechow a Ber-
lin NW ,sT. Klopsiockstr.iOe 20.
Ossi Oswalda Berlin W in. Ilo-
benzollern-tr.iße 11. Hermine
Sterler Uerlin W .'lO. XürnberKcr
Str.iUe B.'i, CLiire Konimer Bcr-
lin-.Schöneherd. Innsbrucker .S|r.
■Nr. IH. Adele S.indriu'k Berlin W,
Leibnizsiralle fiü. -- |)|e .anderen
-Adressen finden Sie .in .nidcrcr
Stelle.
Hilde Sei,.. l'orO: Itri^'ilic Helm «oliiil Uerliii-Iiahlrm. Im
A\'inkel .'). wurde .iiii 17. M;ir/ in HcrIiii trcliorcii. i^t mit Kicliard W eil'.-
Iiach \ erliciralct und fiilit .Auto;;r.iiiimi'. Sie ilebuticrte in ...Metropolis'
und spielte d;inn in f(d^endcii Filmen: ..Alraune'. ..I>ie Yacht der siibeu
Siimli'u". ..Die Liebe der .le.inni' Nev ". ..Am H.iiide
wejre-. ..Skandal in Badcn-Haden-. ..'Celd-tield-Ccbl-.
I.ii(;e der Nina retrown.i'. Ihre näch.sten Filme sind
,..Skla\en der I.eideiisehaff.
K ä t li e B.. Z s c h a e li w i t z : In Ihrer M.inuskrildaiiReleRenheit
können wir Hiiien leider .luch nii-lil helfen. .\m besten. Sie schreil>.-n
noch eiiim.il an den A'erl.an und bitten um Ites'beid. .\uch wenn Sic
Filmdarslellerin weiden wollen, .so künnen wir Ihnen nicht di'ii We^
eliiien. Wir raten Ihnen, sich direkt .in die Filiiinesellseh:iftcn. z. H.
l'fa. Berlin SW fi.s. Kochslr.il'.e fi— s. N.ition.il. Herllii SW IS. I'riedrich-
slraße in. Terra. Berlin SW fis. Kochsir.iße 7:i. zu wi-n<trn. — I.i.iiic ll.iid
ist f;ebiirtine AVienerin. mit H.iroii Haymi-rle verlieir.ilet. yibt .\u1o-
Kiamnie. ist eine jrroUe N.iturfreundin iiml .lucli im Leben riesj}; ncti.
F j I ni f r e u n d Hei n z S., f h e m n i t z : Aon Keiwe .\dori'e (ji"'
es K;irten in jeder Kroßen l'apierh.indimif;. .Sie haben reclit. die Kiiiist-
lerln spielt auch in ..AV.inderzirkus". — Die betreffende Kolle in den
..Kos.-ikeu" wurde von einer amerikanischen Konip.arsin d;ir;jeslelll.
Kleine Wasche bei
P/wl. M
der Welt". ..Ab-
..Die wiindcrb.ire
..Matiolcscii'' lind
I. y a D.. A I t (1 n a - V. 1 b e : Erich W.ischneik weilt vnraussiebtlieli im
.liili' und .\UKUSt in Kerlin. d.i er fiir W .irncr Brothers den cr.sten deut-
schen ( .imilla Horn-Filni der N.ition.il ..Die Drei um Edith' inszenieren
wird .
T b e o II. n. (! ü n (her ¥., B r a ii n s c b w e i ^; : Hazel Korbes
wohnt in Hc\ erly-llills. lloll.\ w iiod. Kalifornien. U.S..V. Wir nehmen an,
daß sie sehr ;;ern AuloKraniiue sibt.
li. T.. N e n b r .'i n il e n b 11 r n : Wilhelm Dictcrle wurde am l.'). .luli
in Ludwijisbafen geboren, ist seit ciniser Zeit mit der früheren Schau-
spielerin (.'harlolte Haf;enlirucli \ erheiratet und li;it keine Kinder. Kr
hat braune Annen und schwarzes Haar. — Werner F'uetterer ist sroß. —
.M.ilcidm Tod ist Engländer und h;it am IT. .März (lebnrtslai;.
.A d o 1 f S c h.. D a r m s t a d t:
Beltv Bird wohnt Berlin-Tempel-
hof.'M.intenffelstr. 4, Elfra Hriiik
lierlin W ,'.li, Prasser Straße :il,
.Mary Kid Uerlin W. tJiesebrecht-
straße l'l. Lotte I.<u'riii'r Herlin-
Wilmersdorf. Babelsberf;er Str. t.
Osk.ir .M.irion Merlin W, Kiir-
fiirstcndamm 110. Fred Louis
Lcrdi Merlin AV. Ke^eiisbur«er
.Sir:iße II. .\nu:elo F'err.iri Bln.-
Schiineber^. Bozener Straße it.
.loh.innes Kiem.inn Berlin W Ifi.
.loachimstlialer Rtr.iße 24. Bruno
K.'istiicr lierlin - Charloiteiiburj;.
Siormstraüe ;i.
(I. F. (i. II. i:i: Die Zofenrolle
in der ..Tollen Komteß " wurde
\on Till.'i C.'irdcii (LirKestelll. Die
Künstlerin spielte u. ;i. in ileni
ICicbbers-Film ..i;roßst;idtschmet-
terliiiK' mit .Vnii.i .M;iy Wonjr.
Sie ist sebürli^e Wienerin und
wohnt Berlin - f'brirlottenbnrsr.
D.'ililniaiinstr. !<. M.ary C'hristi.ins
lind .M.irietta Miliner w';iren nicht
iiiiti'iu.inder verwandt. Wie Sie
widil inzwischen Kelchen li:ibcu
werden. ist .M.iriett.i .Millner
I^nde .liini an einem Lunten,
leiden in B.ideii bei Wien ;.;e-
storlieii.
F i I m b II b 1 :i u s i; I o ji .i u :
Lissy Arii.i wobnl Uerlin W :iO.
I.ind.iuer Str. !», ('armen Boni
ItcrIin W, Fhlandsir. l.^S. LH
|l.ii;o\er Herlin-Westend. .Ar.\s-
.\llce t. Viol.i (i.irden Berlin
W <l. Bendler Sir. 17. Dita l'.irlo
Ifi-rlin \V ;iO, Alotzstr. S7. Lissy
\ni.i hat am 21. Dezember, l.il
|).i;;ii\i'r am .^0. September. Dita
r.irlo .IUI 4. SeptemlK-r (iebiirts-
t.iü,. Billie Dove ist durch die
Fir^l N.ition.il-Stiidios. Burb;ink-
Hollxwood. K.illfornien. F. S.A.,
.M.'uy .\sior lind Al.idnc Kcll.imy
iliirch Fo\-Sludio-. 1(01. AVesIern
A\enue, Hollywood. Kilifmnien.
F. S.A.. Esther K'.ilsliui durch
l'.irai Mit. .'>(.'>(. >I.ir.illion - Str..
Hollywood. K.ilifornien. F. S. A..
zu i'rnüchen. .\lle Filmst.irs ^e-
beii .\ulo^:r;inime. -Sie kiiiinen
:ilso rubis; :iii sie schreiben. .\m
besten. Sie senden Ihre IMiotos
zur lieiirteiliinsr direkt an die
Filiiifiesellscbaften. z. B. an die
Fl,i. Ucrliii SW r.8. Kochstr.fi-.«.
N.ilion.il-Warner. Berlin SW 4S,
Friedricbslr.iße 10. Terr;i. lierlin
SW «•*. Kocbslr. 7:t. Hesi-w;ild,
lierlin SW 4s. I'riiMlrichstr. 2;)n.
Dentsi'be Fni\ers,il. Berlin WH.
M.inerstr;iße S2.
I r Ol ;; .1 r d W .. S i c t t i ii : ..l-ninliün F'.lse" ist ein roelic-Filin.
..liu-l.i licrliim" ein S\ cn^ka-Film. ..Brennende (ireiizc" ein Eiko-Filni
Im \iilcili ricr N.il ioii.il. Wir pfebleii. sich eine i;en:iiie liibalts.tns.abe
Mii ..W ol;;;i-W ol^;'! ■ zu wrscb.i f feil . Sie erb.-ilten sie durch den ..lllu-
strierleii Filmkiirier '. Berlin W !l. Kotbc^ncr Sti.ißc ;!T. Dort finden Sie
.ill.'s Nähere.
,\ I f r e d N.. Berlin: .\lice h'oberte wohnt l'.iris. .h Avenue Mac
M.ihon: M:ilcolm Todd ist durch üoy.il .Vir force Club. 12« lMecadill.\ .
London W I. zu erreichen. — Die .\dresen der anderen beiden Künstler
sind zur Zeit leider nicht bek;innt.
W e r n e r F" u e t t c r e r - V e r e h r e r i ii .a u s K ii n i (j s b e r n :
^Verner Fiielterer ist lediu'. iliiiikelblonil und li.it bbiUKraue .AiiRen. F'.r
ist seit I— .'i .lalircn beiiii Film. F.iii Buch ilbcr Fnctteri-r «ibt es nicht.
Der Kuiistlcr bctindet sieb .lu^icnblicklich in l'ran zu .\iifn.ibmen seines
iiiich^ti'ii Films ..Der M;idclieiiliirl '. — Cour.nl \ eidl weilt in Berlin und
I niete kiii/lieh seinen erstell deutschen Film ..D;is L.ind (dine FV.ineii''
ilir.iiit .\r. UM. — Willy Fritscji filmt noch in Fny;.irii ..Melodie des Her-
zens' mit Dil;i I'.irlo. — C.irl de Vottt bat seine AVobnuiii; in Berlin-
Tempelln.f. Hoheiizollernkorso .V>a. — Bri;;ilte Helms neuester F'ilm heißt
..Skhivcn der Leidenscb.afl", Betty Balfoiirs l'.irlner in der ..Rcfiiment.s-
toch(er" war Ale.xandcr d'.Vrey — Ernst Verebes gibt Autogramme.
Jacqueline Logon
.-a.-M.
I" i I 111 I r (' II n il A. \V,. l.i'ir /iy:. lirinil'«' Hrlni Ii.it liis jetzt iii
liilKi-mli'ii Kilim-ii ni'wirkt: ..M<'lroiioli>.-', ,..\lr:iiiiiO-. ..Am Kiiiulr der
Will •. ..Die l.irlif dor .It-iiiiii.' Noy. ..]>i>* Y.iclit iliT sieU.ii Siiiulcn',
...\U\\,Ki-\ ..Sk:iiiil:tl in H.id.ii-Hail.-n-. „(leid - (ii'lil - Ufid ■. ..i»ic> «iin.lor-
liHic l.ii«c drr .N'iii.i l'rliip« n.i". Ihre iiiuli'^tcii Kiliiif .-iml .-M.-iimiIcmu"
und ..slil:i\rn ilir l.cnli-nMliaff'. i;ii>l.(V Kriihlioh >iiii'lti' ii. .1. Iti ...\Ii'-
tr(ip"li>". ..l'iT Mi'KliT X'iii Niil nlii'iü: •. ..Wrnn die Siliw.iltiiMi licini« iirts
/hImi-, ..\nji<f . ..llfiniki-lir •. ..lluir.i. ich Idn-'. ..H.i-^ liiiiinondr Ihrz'.
. \<|ili.ilf. l>iT l'ilni ..IIoinil;i-lir' i-^l Anr inifirführ cincin .l.ilir K'''Ii>-IiI
»..idiii. Hildli.iili'ii \.in >;iinlliilirn l"ilni>i|.'ir< i'rli.iltcn .*<ii' durch den \ Cr-
hii: ..IIInMiii'iii- rilniwdchi--. Itcriin S\\ lls. Knclisirallc fi-S. Kiii Jiiic-h iihcr
ltii;;ulc Helm nil)t CS ni<-ht.
I! 11 d 11 1 f .\l.. Dresden: M.irla l";ilcuiietli leid in l'.irls. isi uiner-
lii'iialcl und kiinunt vnn der Sincrhliuhne. .sie li.it t.ils.-iclilich fiir die lie-
Irefl'endeu .S/enen in der ...I iiii;cli au \ im OiliMn»' sich ihre ll.iare weheren
Lassen.
I.ii U.. Uini/en: lleiiiy Sm.rrt «idini Iti-iün W. r.isx..,nev Sir. 17.
lind i^t ledit;-. Willy l'nlsilis Adresse i-t Hiiliii W. K.iiseid.iiiim ü.'i.
lyci S\m \Mihiit Uerlill W. Kurfiirsteiidainni lii-il.
I" i' I m I r e 11 II d i 11 .Maria au~ s 1 c, 1 li <■ r a : Ihr W üiimIi ist
\ iir;;enierkt.
(lein N.. II .1 ni li 11 r :;■ : Ihe \ iii;.'ii.i iii ii.ahmen yii dem 'reu a -l"i Im
.Der K.-inipf der Terli.i' \\iiidi-M ;iiir e r IIa llit;- 1 ii^el ^;i'diehl,
r a r 1 V.. I{ od a. d. W r i I:
I .ini.iil \eidt w nlint Hei Uli
W III. l.iclitciislein.illee Ja.
S a ;; .1 . K 11 1 II : ..Die Nilie-
liinneii ■ sind vnn der l'f.i.
Herliii sW 1.!^. Kiichsiralie (l-^,
lii'i.insnelir.icht «iirden. Der
l'iliii «iinlo von l'riiz l..iim.
l.aii« l'ilni. Herliii SW Is.
l'iicdrichsiraUe JH. iiiszenieii.
l'.iiil Kichter. Herliii W. T.i'i-
eiil/ieiisiralJe tu. s|.ielle ileli
sie-.;lried; Krieniliild wurde
\.in M.irnareie Silicin. Herliii
\\ IUI. -Nene .\nsli.iclier Jstr.ilii>
Nr. II. d.HKestelll. — Dii-
M.ixim-Kilni li.at ihre Käiinie
in Berlin SW . HliicliersU;iUe
Nr. ;1J. — .\ni liesteii, .Sie sen-
di'ii Ihr .Maniiskri)it in Kerni
eines kurzen Kxpiises ;iii ilie
ilr.imalurt^ischen Alpleiliiniii'n
der l'ilmucsellsch.afteii. sie
h.ihen liier die (iewähr. dal.!
e^ wirklich t;eleseii und i;e
priitl wird.
(I I 1 II (; e Ii ii h r - W .1 1 I e r
siez .1 k - \ c r e h r e r i 11
S II ^ e M.. N 11 r 11 li e r ;;■: »Min
i:ehiilir sl.ininil .nis Ketmm
.111 der Ruhr. Seine let/ien
l'ilnie sind ..W.aterhuj" und
..Die keusche Kiikiitte'-. Kin
neuer l'ilni mit ihm i^t iiocli
nicht .niKekundi«!. Au:;cm-
hhckliih hcFiiidet sieh (Iclmlir
IM lliddensee zur Krlmlnuji-,
..Wenn die Schw.alhen heim-
wäris ziehu" (Dir Kremd'n-
Icüiiinär) wurde in .Münclnn
f;eilreht. — W.ilter ^livak
\vohiit Herliu-l'rieilen.-iu. .siici--
sliMlle ill.".. — Jlell.i Miiji
s|iielte II. a. in ..l'ii;.irii- lim li-
zeif. ..SiraUe des Verj;i'ssen~".
.. W jireiih.iusprinzessin", ..l' 0.
W eddii;eir'.
I" I i IM m e r - K .1 I i : V.\ i
l'.i.i wiiliiit Herlin-W ilmerMliii 1.
It.ideusche Slr.iUc 1.1. l.ee
l'.irrv Herliii W, Kiirfiirsteii-
il.imm Ifl.'i, I,.i Y.aii.i Iterliu-
( iLirlolloiiliiirn'. It.iyerii.allee I.''.
I.iaiie ll.'iiil Berlin - W'esieinl.
\\ iirlteiiiherf;iselie Sir.il.!e 1:'..
Cnt ll.iid Berlin - ll.ileiise:'.
W esit.ilische Sir.iüe :M. — Am
licsten. .Sie reden die lilni-
di\eii in Ihren Brieten mit
..;;n:idi{;e l'r.iii" .-in. .\ilri's~ie-
reii diirl'eii Sie riiliij; mit dmi
iMiiistlern.'inien di'r siars. die
I'ost wird sie hostimiiit linden!
(; e r li a r d S.. ], i e li t e r -
f e 1 d e : JSell.i Polini ist eine
(h.-irni'iul.arstellerin. Sie spielte
II. .-1. in ..Dürfen wir seliwci-
-eny-
l'riiz 1'.. T, i e Ii I p r f 0 1 d e : .T.-iekie Cinp^.iii liaf niii 211. Oktuher
(ieliiirlstapr. — I.ya .\lara ist noch inimer mil i'riedrich Zelnik in
Amerika. — Ciillopli Moiire orreielicii Sie durch die Kirst .Natinii.il, Uiii-
>>aiik-Ilollywi)oil, Kalit'uriiieii, U. S. A.
B. A., Dresden : Senden Sjp Ihre Mriiinskriple in l'nrm vnn
Kurzen Kxpiises zweckiiiälüj; an die (ir.ini.itin ■fischen Ahteiliini;en der
l-ilni(;eselscliafteii. wie l'fa. Berlin SW (is. KochsIr.ilJe 1^ -8. A.if.i. Berlin
SW' LS. KriedricIislralJe 2j;t, Terra, Berlin SW «s, Knclislraße 7S, Xatiu-
iial. Berlin SW 48, J-'riedrichstr.'iße Kl.
V. \ :i E., T e ill p e I h o r : Leider können wir Ihnen im AiiKf^nblick
iiorh niihl ;illzii viel iiher l'rilzl .\lassary erzählen. Die Kiinstlpriil be-
iludet sich zur Zeit in (i.-isleiii. und .luch ihr (Litte. .Max l'alleuher«'. wird
.mIii.Ii in den iiiiclis|i.|i Ta^pii dnrt eintrel'feii. Sie ist schon mehrere .lahro
lull l'allpnlicrs verheiratPt. — Dali Sie iiirRends eiiip PhotORraphip von
Trilzi Massiiry erh.illpii. wundert uns. Dann pinpfelilen wir. die Seliaii-
spielerlM selbst lim ein Bild zu liiiien.
B.irnnln K.. K ii n i r s b p r r : HeUa >loja wohnt nerliu-Westeiid.
"utzi ns fer 10, Dr. Alfred Scbirokaner Herlin - Haiensee, Knrfiirstpn-
d.i U1.
s e n 1 a s I.. It e i c h e n b ;i e h: 'l'iiiii Tyler ist ein bekannter Cowbov-
ilarsteller. ICr wuhiil in BeM-rly-Ilills, Hollywood. Kalif.. inien, und Riht
.\iirii).rr.imfi|... — .M.-irlin Herzber« wohnt Heilin SO ;r,. 'W.ildemarsir. fij.i.
III. d uibi ebeiif.ills .\iilo;tr.i miiie. Kr wurde von dein danlsclien IJejiisspiir
\. \V. Sandberjr fiir dei. l'ilni eiilileckl und filmie schon iiiil .acht .(.ihren.
Kr spielte 11. 11. in ..Da\id Copperfield". ..Wenn .Mädchen Iraunieir',
„.Mnriii Stiinrr', „Die Slebzehnjiiliri(ji'ii", „Verirrte Jugend".
W. S.. K s s e 11
: Möglich, d.ilj CS von dem genannten Film Szenen-
diese Bildk.irlen
^\, ,.s_, l'jSSIII . .* 11.^1. III. .1.1. J .-^ ».III iiiiii i^tiiiiiiiiiiii iiiiii ''^.^ii.ii-
k.irteii ;;ibl. Sollte ilie> iler K.ill sein, so erhallen Sie diese Bildk.irlen
durch den Verlay; ..lllusirierie Kilinwoclie", Berlin SW' fis, Kochsir. ti— .-i.
.1. I'.. Diii-biiru: ,.K.- fiel ein Reif in der l'ruhliiiKsn.icht ■ vx.ir
ein Kern .Vndra-l'ilm. Die an. leren D.irsteller sind auf dem l'ro^r.imm
..:..l.. * ..r ...i..lii...l
nicht verzeiclinel.
K i 1 in f r,e 11 11 d i n II e d i 1'. .1 u s H :i n 11 o \ er: In dem Kilm
..(lefährliche l'r.iuen" spielten l\.in I'etrov ich iin.l .\rlelle .Marclial die
llaiiptrolleii.
M. B.. II .1 m li II r K : l'i«' I'.irliierin \oii Huilolph N'.ileiitiiiu in
..Monsieur He.iiic.iire ■ i>t liehe D:iniel>. K.lninnd l,o\e ist mil l.ili.iu
r.i-hm.in verheir.itel.
H. \V. ().. .München: Die Kilme ..Der H.-rR des Schick^.ils- iiiid
..Der heilige Bern" sind m.ii Dr. Arn. .1.1 l'.im k. ..Soll und ILilien" v<in
larl Wilhelm. ..>Villieliii 'rell" von l.'inlulf Dwiirsky Inszeniert worden.
1". r I K.. .\l ii II c h e II : Si-mleu sie uns, bitte. Ihre ZeicIinunKen iiu-
\ irl.iiidlich zur Aiisiclil ein. — III .Miinehen bat die Knielka (Miiucheuer
l.ichlspielkiiiisti. .SonnensIr.iUe l.'i. ihre Käiiine.
(1 r e t .1 II. :i 11 s .M li 11 c li e n : Ernst Df ulscli wiibiit Berlin \V ifi,
Beiidlerstralie s. träfjt seinen richtigen N.iinen. i.-l verheiratet, gibt Aiito-
f;r.in Deutsch ist vor .illi-in hei der Sprechbiihne tüti-; und filmt
..ehr »enis. Kr filmte 11. ;i. in ...Monic.i \ oKels.iiis" und ..D.is ..iH,.
i^cncIz'. Kr h.it' scliw.iizes ll.iar und br.iniie .\iif;eii. st.Tmnit aus Praj;.
K r i t z K ;i in p e r s - V e' r -
e h r e r i n .1 o h ,1 n n a C.
< li e m n i I z 1 Krilz Kampers
li.it am II. Juli (lehiirlst.iK.
Seine (iaitiii w.ir nicht heim
l'iliii. Kampers liat keine
Kill. 1er. Kr iieiht jeden Sport
mit Kleicher Leidenschaft.
\\.inii der Künstler iiaeli
« heiunitz koinnit, wissen wir
leider nicht. Ihre CriiUp sind
l.esielli. .Sie können es ruhj:;
w.iy;en. um inii .seine l'ntei-^
Schrift zu bitten. Ihr Brief
wird bestimmt nicht ungeöff-
net in den l'.ipierkorli «ewor-
l'en. wie Sie .claiiben. Krilz
K.impers sibt .Viito-r.immp.
I{. S e h.. Berlin; Käthe
II.-. .ik w,.lint Berlin-Ch.irlotten-
Liiiii'. .\li>ninis,.i|s|,...|U,, .-,;| j).,„|
lliiilein.inn Herlin - Waiinsee,
KoniKstr.-ilJe IM1.
Z w e i K i I III freu n d i n -
M e 11 .-1 n s W e i IJ e n b n r •? •
l'ianz Lederer «ohnt lierlFn-
I riedenaii. Keliler.-tr. I. wurde
.1111 I!. .\o\ einher in l'ras <'e-
li.ireii und ist niiverliprrarpt.
Kr träiit seinen rielitispn X.i-
m.-n. Ilibt AutoRraiuiup. Jst
-■■. jiiii:;-. wie er aussieht. —
D.IS b.-iiefl'ende Bild stellt
\\ illy Kriisch d.ir. Seine Woh-
nuii;; befindet sieh in Berlin W.
Kaiseid.iiiini !!.'.. Krilscli wurde
.IUI i'T. .I.iniiar in Kallowiiz
gehören und ist ledi«. — Ivor
Novellos Adresse ist London II,
Aldwych. Wf. — Bildkarten
Miii Kilmst.irs erh.ilten Sie
durch den Verl.iK ..lllusirierie
l'ilmwdche'-. JJerlin SW «8,
Kochsir.iLie fi— S.
< ' i 1 I y K e i n il 1 - \' e r -
■ ■ h r e r in A. K.. B e r 1 i n :
t illy Kein.lt h.it unseres Wis-
-cus keine Oeschwister. —
Hriiiille Helm ist n.itiirlich
.incli im Leben furcliihar nett.
— Il.anni Weisse wohnt Ker-
liu-rharlottenburtt, Claiisow itz-
sn;il.le ;!.
K .-1 r 1 !!.. AI .1 n n Ii p i m :
K.M'lyn Holt wohnt Herliii-
( h.irl..lteiiburR. Srhillersir.ilJe
Nr. KM. lind j;i'>t AiitOKranime.
Sie diirfen also riiluK an sie
schreiben. KüRen Sie Ihrem
Briefe eine Hildkarte der
Kiiiistlerin und adressiertes,
tr.inkierles Hiickkuvert bei. —
tiiiia .M;iiies ist unseres Wis-
sens nicht mit dein Inb.iber
des •rleicIiiiamiKen Konfektions-
Ii.i Ilses verwandt. — Kin Ke-
Kisseur Birnbaum ist uns nicht
bekannt.
K i I 111 I II 1 n : Knon von Jordan wird auch wieder filmen. Bild-
v\ misch soll in ali>ehbarer Zeit erfüllt werden. Ihre GrüDo sind bestellt
w ordeu.
Kritz K.. StPRlitz: Afax Landa wolint Berlin W. Kurfürsten-
d.iinui 11. Il.ans .Mierendorf Berlin-Kricdenaii. Sliibenraiictisiraße fii. KuRen
Biirfr BerIiii-Haleiis,-e. Albrecht-Aehilles-SlraUe .'., Wilhelm DieRclmann
|{erlin-(harli.llenbui.i- t. .Moninispnslr;iße 5.'). Marv Johnson Berlin-SleR-
lilz. .Mbreclitstr.'ilJe Ifi.
K i I 111 b n b i . (' ii p e n i e k : John (ülbert war noch nie mit Crela
(;arlio verlobt oder verheiratet. Das waren nur (W'riiehte. Jaekie Coo-jan
hat am L'ii. Oktober OchurtstaR. Vera Voronina wolint Iterlin-Wilmers-
dorf. l blanilstralii. Sl, ist mit einem russischen Iteclilsanwall M-rheiratet,
wurde am ;'!l. Juli in Odessa geboren und filmt jetzt in Deutschland.
Louise Brooks wolint im Kden-Ilolel. Berlin W. Bndapester Str.iUe. st.inimt
aus W irhila und ist cesehieden. — Ilse und Rent^e Stobrawa sind
Schwestern. Beule kommen von der Sprechbubne zum Film. — Valeria
Bootliliys .\ilresse ist Berlin W. Kiifsteiiier Straße 2. bei Bascli. Sie hat
am !.><. Oktober (iebiirtstiiR und ist geschieden.
K i I ni f r e 11 n d II a n s s e h., Mainz: Ein Anlosr.tmmt.id im
lfa-Pal;ist von Mainz wird im Winter veranstallet.
Z w e i !•' i I m freu n d i n n e ii .1 11 s Weißens p p : H.irry
Lieillkes nächster Kilm ist ..Der sehw;irze Domino" mit Ver.i Schmiterlö«-
.als Parlneriii. Liedtke ist ni,. mil Crete Mosheim verheiratet «ewesen. —
BriRille llleliii wolint Berlin-Dahlem. Im Winkel ."i. Sie ist mit Richard
Weißbaeb verheiratet. Ihre nächsten Filme sind: ..M.inoIeseW iimt
..Sklaven der Leidenschaft".
'^^i^smBE^ssm^'
ANITA PAGE UND DOQOTHY SEBASTIAN
am Skande von St. Monica
Phol. M.-G.-M.
Julius r f.: AVpiin Sie Filniopomtour wcrdon ^xollon. so wcmlon
Sio sicli :iin Iipstcii einmal au den Kluli der KaiiicrjikMilc, Herlin-Stcgiitz.
Keucrliaclislralie 21.
K ii (1 i K (' r ^"•. T» r p s d o n : Am besten. Sic reden die 1-ihnstars
mit ..snädi^-e Frau'' an. — ..Das (ialeen-nseliiff'' wurde von Allan Crus-
laud. ..Bieiralsfielier" von IJudulf ^Valllier-Fein, ,.l);is .Siiiel mit dir
J^ielie" von \ictiir Jansou inszenier).
Charlotte K.. Berlin: Maeistc Rilit AiitOKraninie. — Cirln
Aldini wolint Herlin W 1.'.. Marlin-I.utlier-Str. L'l. und ist verli.'inilet.
Jiiek Mj lonK-Miin/, ist mit .\l:irla .Miudzeuli verm.-ililj und wuIimI lieilin
W 1.'). Duisburger .Str.ilie 17. t'arl .\ueri hat seine WdlinMu^ in Heiliu-
l.ieliterlelde. llermannstr.aUe 31. Kr ist ebenfalls v.-rlieli.itcl. Die .innen-
bliekliclie Adresse Vun ErnesI van Dueren ist uns leiili-r nieht liek.iiiut.
Er befindet sieh im .Ausland auf einer Tanz-Cistsiiiel-Tininiee.
V;m Duereii jst unvi'rlieinilel. — Tbre (iriisse au Ciuslav Kniehlieh.
Henry Stuart. Kred Luis l.ereli und .Viij^elu Ferrari .sind .•lusnciielilet.
W i'l h e I m .S e li.. G o 1 1 u o w: .Mary
Uriaii ist dureh die l'aramount. riljl,
Maralhnii Street, Ildllywond. K.ilifnr-
nien, l". S. .\., zu encichen. Sie filmt
dort fleiUitr. In ihrer Kreizc-il Ireilrl
sie viel Sjuirt. >I:iry Hrian wird lliinii
sicher ein .Autogramm {teben.
Ch.irldtle H., L e t s e b i n: ..Der
Al.inn im Sattel" wurde von der .\l.i\ini-
Filiu, «erliu SW. JilinherslraUe ;Il'.
lier^esfollt. Vii-lleiiht wenden Sie sich
einmal an diese Firma. Dit 'l'itelnille
spielte Ernst Verebes. Der Künstler
wirkte daiiaeb u. a. in fulfireuden Fil-
men mit: ,,(;räfin ^fariza■'. ..An der
.sebünen blauen Dcm.iu", ..Der Heltcl-
stiidenf', ,, Serenissimus und die let/li-
Juu({frau'', ..Die Zirkusprinze-isin'-.
..Der ZiBCunerprimas", ,,D;is l.:iiid nhiii'
Frauen".
A. L., .S p a n d a u : ("Jiinn.ir Tolnaivs
befindet sieh zur Zeit in der Schweiz.
Danaeh wird er au die I{i\ier.i falueu.
Im .\iiKUst tritt er am ..Neuen riie.iiei"
in Oslo auf. Aber man h.ifit. den
Künstler In absehbarer Zeit aiieh wie-
der für einen neuen denlscheu Kilin zu
Kew innen. Ihr l!ild«unseli ist vnr-
Hemerkt.
F i I m f r e u n d i u M a r i a n n e .
Altfelde: Leider künnen wir Ihnen
ülier die betreffende Künstlerin im
Au-renbliek keine näheren .\iin.ilMn
niaebeil, da sie nicht erreichbar isi.
Ein neuer Film mit ihr ist niclH aii-
i^ekiindiKt. Erna .Morena ist iiichl um
JJerta Morena \erw.iiidt. (ierda Maiirii-
widinl Berlin Wilmersdorf, llulieM/ollei ii-
daiiim .'i2. Vilm.i H.inky ist dincli di'"
Fnited .Artisis, Tl'iiO, .Santa Mouiea Uoulc-
v.-ird. Hollywood, Kalifornien, U. S. .\ .
zu erreichen.
1 (I 0 ü 1'. X.. 0 I o R a u : Tat nii.I
Patachon erreichen Sie durch die J'.ill.i-
dium-Fllm, KopeuhaKfn. P.it (C.irl
.Sehen.strom) wurde ;im 1.1. Noieiiilicr
iu KopenhaKcn Rehoreu, ist verhi'ir.ilct
und hat zwei Kinder, l'at.ichon (H.iraM
-Madsen) wurde am 20. Xovemlier in
SilkeborE, Dänem-irk, geboren. Er ist
ebenfalls verheiratet und h.it eine
Tochter.
I r m K .T r d L.. D a n z i ); : AValier Killas
fidele Herrenpartic". Ihr Uildwuuseü ist notier!
iliwmm iiiwiwwjwwi jpiiw» ■■■■■>miii p.i ifiijiwu.nB^tiii nim.in y*u ■■ P."IAPI>*>»U ■!
nächster Film
, die lirüße .-ins
ist ..Die
i>ericblet.
FilmKOnstler erzählen ihr Leben.
Wir haben neueidiners auch das von Dr. Ilerniaiin Tieuncr heransgcfrebene
Werk „Wir über uns sellist" auf Lager frenonimeu. F.iii v(irz.ii^li( li ausßestatlPlPr
JJand mit 270 fanzspitiuen Porträts und dazugehiirifren .Vulobioi;rRphien imichte
Ihnen die Filnikünstler nUherbriiippn. Könnten wir Ihnen dieses prächtige AVerk
zeitjen — wir sind üherz-eugt, Sie würden es besitzen woUenl Jieachten Sie hiUe
auch die Anzeige in dieser Nummer.
Ci p r d a AV.. T5 r a n u s e h w e i g : Porolhf a AA'ipck wohnt in
Miincbeii, Thierstralie 4!i, ist nnvcrheir.itet, hat am ."?. .T.inn.'ir (iebtirtslai?
und {T'bt .\utonr:imnie. ])ie Künstlerin ist augenblicklich iu Alüuehen
hei der Sprechbübue. wird .iber auch wieder filmen. — Sie li.ibeu nicht
unrecht, der nächste Tom Alix-Film soll im Zirkus spleli'u. Alix selbst
lilnit .ninenblieklicb nicht, da er in einem Zirkus auftritt. — il.-iri.i
Miiidzenti. (irete Ueiuwald und (Jerd Briese filmen noch. Der neueste
l'ilm mit Leiii Ifiefeiislahl heil.lt ..Die vveiUe Hölle vom Piz Palii".
K ä t e ]{.. AI i t I w e i d a : l.ndwii^ Tr.iutmann ist auKPublicklich
nicht in Jierlin. — ISiiRitle Helm wollte ursprünirlich Lehrerin werden,
li.itte aber noch kein.-u Heruf ergriffen, als sie zum Film k.im. Hamou
Novarro spi,-lie n. .i. in folf;endeii l'ilnien: ..Heu )Iur". ..Hen .Ali". ..A'er-
leiimdiiii'!;"". ..Der Seeoffizier", ..Alt-Heidelberi; •, ..Der Fürst der .Aben-
t( iirer". ..l'flicbt und Liebe". ..Die Dame hiuterni A'orhiing". Sein Uer-
lihcr Opi-ruji'.aslspiel ist verschoben worden, l'nseres AVissens wohnt
liiislav Froehlich mit seinen Elu-ni zus:iiiimeii.
AL F.. .Neukölln: Die Antwor-
ten im ..l''iliiini:iK,'izin" sind kostenlos.
Henry Hemler wohnt Rerlin-Charlotlen-
binjr. Schliiterslr.ilie IS. .Iiilins K.-ilken-
sleiii 1{erlin-Sehl;icht<'nsee. Kroiiprinze--
siiiiieiislr.il.il> 11. .lean Hr.idiu befindet
sich zur Zeit in l'aris.
K 1 i m m e r f r i t z :> ii s W i e s -
li a d e u : tiret.i (iarbo h.it .ini 17. April
(;ehiirlslaR-. .Sie ist nicht mit .lohn
(Jilberl verheir.itet. ]br nächster Film
lieilit ..Wilde (»rehideen'. Lewis Stoue
lind Xils Astlier sind ilire Partner. (Jreta
(iarbo nilit Aiito^rramme. — Hriffitte
lleliii wohnt ISerlin-Dahleiu, DiiAA'iukel .'>.
A u t o ■; r a 111 m j ä j; e r i n H r e s -
I .1 n : (aniill.'t Hörn wohnt im Eden-
Hotel. Herlin W. «ndapester SiraUe;
Cilly Keindls Adresse ist Berlin S\V 48,
l-riedrichsiralJe 21(1. t'lara Bow ist durch
die P.'ir.'imoiint. äl.'il. M.'ir.ithon .Street.
Hollywood, K.'iliforuieii, l". S. A., zu er-
reichen. .Anny Ondra wohnt Berliii-
('li.irloitenliiir!;. Kiirfiirstendamni IT.S,
Pension Ber^feld. — .Snli.ild .Aiin.i May
A\ iiii^- wieder in Berlin i.st. werden wir
die Kiiiisderin an das fällige Auto-
ui.niim erinnern.
.s c h w e i z e r m ä d e 1 Af. .7., Ba-
sel: l)eii Don .lose in ..Die Liebe vom
ZincuMer sl.immf spielte Don .Alv.arado.
Di-r Künstler ist durch die Fox-Studios,
liül. AVesterii .Avenue, Hollywood. Kali-
foniien. l'. .s. .A.. zu erreichen. Er
filnil fleitii^'. Ribt .\ntop;r.iniine. Senden
Sie ihm seine Kildk.-irle und füfieii Sie
einen iutern.ilion.ilen Postschein bei.
.Sic i^iiniien deutsch :in ihn schreiben.
..Die Liebe vom Zijjeiincr si.imnit"
wurde vor etwa zwei .l.ihreii in >iolly-
wiinil jicdrelit. — Dolores del Bio wurde
\ Oll dem Hegisscur Carewe für den
Film entdeckt. — Beim Film komiiil
es iu erster Linie auf luiniisclies
T.ileiil .-111.
.\ 11 s 1 a n d s d e n t s c li e , Basel:
Wilhelm Dieterle ist wieder in Berlin.
Wir werden ihn «erii .■in das fällifte
\iilof;i;iiiiin erinnern. — Die Haii|it-
d.usieller von ..Di'r Sohn der T.iisa"
(Die roten Ta^e) waren Lon Cb.iuey,
Kicardo (orlez und Barbara Bedford.
Helm ist mit Kichard A\eiüb;icli verheir.i-
.' Er ist zur Zeit nicht iu fierlin. ]{anion
II Diir.iiiuo lAlexiko) (!:<'l'ori'u. Er gibt AulOKr.imine. —
st.irs erhalten Sie durch den A'erl.-i;; ..Dliistrierte Filni-
68. KochsIr. B-8. Lili.iu Harvey wurde am 19. Januar
Sie ist nicht mit AVilly Fritseh verlobt.
ne Diamant': l'eber den betreffenden Film
M.. B e r I i n :
Giiunar Toln.ie
tet.
\uv;irro wurde
Karten von Fili
woclie-, Heiiiii S\V
in London geboren.
,.D er s e f u n d e
läßt .sieb leider nichts
Brifiitle
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Gegen Voreinsencjung oder Nadinahme des Betrages
Das Werk gibt zum ersten Male eine Zusammen»
Stellung der zahllosen Bilddokumente, in denen
der Stift des satirisdien Zeichners der Welt des
Films die komischen Seiten abgelauscht hat.
Aus dem Inhalt:
Weltgesdiidite im Film — Aus den Kindertage»
des Films — Naturgesdiidite eines Films — Film-
Könige und -Adjutanten — Der Regisseur — Der
Diditer — Die Kritik — Der Mann, der alles
dreht — Die Niegenannten — Im Glashaus
Zwisdien den Kulissen — Im Cafe der Kom-
parsen — Arfitung! Aufnahme! — Die Diva
Der sdiöne Mann — Abenteuer, Sensationen
und Grotesken — Romantik — Hollywood Erotik
Film und Familie —Die Größten ihrerZeit — Kino
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leitung A. Rosenthal — Aros. Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oesterreich verantwortlich Robert Mohr. Wien 1, Domgasse 4. Verantwortlich für Anzeigen
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r
ili
D I i: \\ o c II 1. \ s c II K I 1 T n j. k r i l m r w k i \ d i:
^>?
JVi-.
a
/'//,./ (■/<;,
ENQLCO BENFEQ
in dem Ufa- Film „Die Schmug^lerbraui von Mallorca"
/
Gerda Maurus, die Frau im Mond, muß
wohl doch mit einem Raumschiff den
Trabanten der Erde verlassen und die
Stratosphäre glücklich passiert haben, wenn ihr
auch das Mißgeschick zustieß, in eine etwas
zweifelhafte Gesellschaft geraten zu sein. Aber
als ,,Frau im Mond" stand sie ja auch, so wollte
es die Romandichterin Thea von Harbou, in-
mitten einer abenteuerlichen Handlung, sah
sich von Desperados umgeben, so daß sie sich
schließlich unter russischen Revolutionären
nicht allzusehr ängstigen wird. Wer vor ein
paar Tagen durch die Ufa-Ateliers in Neu-
babelsberg schlenderte, konnte Gerda Maurus
in einer höchst dramatischen Szene erblicken,
die gewisse Anhaltspunkte dafür gab, auf wel-
chen stofflichen Grundlagen der Ufa-Film
,, Hochverrat" ruhen wird. Man war in Ruß-
land — eme Straße in einer der Städte des
Riesenreiches, aber eine Straße, bei deren An-
blick man sofort sah, es ist Rußland. Müßig-
gänger und Volk, Soldaten, und dann der
Wagen eines Machthabers. Unter der Menge
ein junger Mann mit etwas erregten Gesichts-
zügen, und dann, da der Wagen naht, reißt er
einen Revolver aus der Tasche. Man erfaßt
blitzschnell: ein Nihilist, der ,, Propaganda der
Tat" treibt. Aber er kommt nicht zu der Un-
tat, denn noch ehe er zu zielen vermag, stürzt
sich ein blondes Mädchen auf ihn und entreißt
ihm die Waffe. Eine kurze Panik entsteht, die
der Attentäter zu nutzen weiß, um im rasch
sich bildenden Gewühl zu verschwinden. Das
Mädchen ist wie vom Schreck erstarrt und hält
immer noch die Waffe in der Hand. Es ahnt
nicht, welches Unheil ihm droht, jetzt, wo die
Kosakensotnie naht und im Revolver schon
allein ein Schuldbekenntnis sehen wird. Da
kommt Leben in die schlanke Erscheinung, ent-
setzt flieht sie die Straße entlang, stürmt in
ein fremdes Haus, jagt die Treppen empor, reißt
die Tür einer unbekannten Wohnung auf,
durcheilt ein Zimmer und verkriecht sich unter
dem Bett. Dann kommen die Schritte auf der
Treppe, grobe, langsam von Stufe zu Stufa
kletternde Schritte mit leise klirrendem Bei-
klang. Sind es Kosaken, die die Spur der Ge-
flohenen gefunden haben, oder ist es ein alter,
müder Mann, der schwerfällig von der Arbeit
nach Hause kommt? Wir werden dies sowie
den Fortgang der Handlung erfahren, sobald der
Film ,, Hochverrat" uraufgeführt wird Gerda
Maurus, die mit konzentriertestem Gefühls-
ausdruck spielt, hat Gustav Fröhlich zum Part-
ner, Ein Teil des Films spielt in Sibirien, zur
Abwechslung einmal in Sibirien während des
Sommers
Unter der Produktionsleitung von Alfred
Zeisler leitet Regisseur Johannes Meyer die Auf-
nahmen. Als Kameramann hat er den bewährten
Karl Hoffmann zur Seite, der wieder einmal
darüber nachsinnt, wie es ihm gelingen wird,
neuartige Lichteffekte auf den Filmstreifen zu
zaubern. Unter den übrigen Darstellern erblickt
man auch den Spanier Felix de Pomes, den In-
haber der iberischen Meisterschaft im Amateur-
boxen und -fechten, der bei den Aufnahmen zu
dem Ufafilm ,,Die Schmugglerbraut von Mal-
lorca" zum erstenmal filmte. Er ist ein eigen-
artiger Typ, dessen persönliche Art vielen An-
klang bei uns finden wird. Größere Chargen-
figuren werden von Rudolf Bicbrach und Leo-
pold von Ledebur dargestellt. Da die Handlung
in der Vorkriegszeit spielt, sind die Moden stil-
gerecht der damaligen Zeit angepaßt worden.
£
Max, die Schleiereule
Schwäne im Ententeich
Phoi. Ufa
Eine Filmgesellschaft, die biologische Tierfilme dreht,
kann sich die Tiere nicht ausleihen, wie dies bei
Spielfilmen die Regel ist. Denn wo könnte man sich
zahme Schleiereulen leihen, Mäuse, Frösche oder gar Gift-
schlangen? Der Tierfilmregisseur muß ja außerdem seine
Schützlinge studieren, um ihren Charakter zu erkennen,
den jedes Tier so gut wie der Mensch besitzt. Auch der
verwöhnten Diva kann der Regisseur schließlich doch bei-
bringen, wie er sich die Szene denkt, aber — wie sag' ich's
meinem Mungo? Deshalb hat sich die Ufa einen kleinen
Tierpark zugelegt, in dem aber neben Affen und Bären die
Kleintierwelt eine besondere Rolle spielt. Denn gerade sie,
die zumeist übersehen oder für uninteressant erachtet wird,
entfaltet auf der Leinwand, sobald diese ihre Geschichte
erzählt, einen ungeahnten Zauber. Und wo lebt nun die
Kleintierwclt in Neubabclsbcrg, wo werden jene mikro-
biologischen Filme gedreht, die uns später im Kino den
Einblick in phantastische Lebensverhältnisse gestatten?
Ein nüchterner Raum, unten im Erdgeschoß des Verwal-
tungsgebäudes auf dem Ufafilm-Gelände. Es sieht furcht-
bar langweilig aus. Ein paar Aquarien, ein paar Glas-
schalen und eine Dame im weißen Kittel stehen umher, und
alles wirkt ein bißchen wie im Märchenschlaf. Und doch
ist dieser Raum, sind diese Schalen und Aquarien erfüllt
von lebendigster Geschäftigkeit. Wenn sie auch dem un-
bewaffneten Auge verborgen bleibt, wenn sie auch erst ein
Blick durchs Mikroskop uns enthüllt.
Jetzt zischt längs der einen Wand violettes Licht auf
und bescheint eine fast bis zur Decke reichende Appa-
ratur . . . Die Mikrokamera. Ein Wink der Weißbekittel-
ten ruft mich an die Linse. Was ist das? Mein Gott, ich
schaue . . . längliche und rundliche Glasgefäße, grünlich
durchsonnt, wogen und weben auf und ab. Was bedeutet
jenes zuckende Geflimmer in den fast durchsichtigen Hü-
gclchcn, die von unsichtbarer Hand fortgeschoben werden,
wieder auftauchen, wieder verschwinden?
I
Käfige für Kleintiere im Ufa Zoo
Schneckenlaich liegt vor dem Objektiv der Kamera. Ein
fahles Stücklein Schleim, wenn man es mit bloßem Auge
betrachtet, doch jetzt, unter der Mikrokamcra: ein von
rücksichtslosem Lebenswillen bewegter Haufen noch unge-
borener Schnecken, die in wenigen Minuten ausschlüpfen
werden. Ein ruckartiges Knacken geht durch die Ma-
schine . . . die automatisch arbeitende Kamera filmt jede
Bewegungsphase der Tiere bis zum Ausschlüpfen. Und
jenes zuckende Geflimmer, das sich krampfartig unweit des
deutlich erkennbaren Schneckenkopfes bewegt, ist . . . das
Schneckenherz. Langsam, fast mühselig kämpft sich das
Tier durch den zähen Laich und zieht sich hin und wieder
ermüdet in sein Haus zurück. In seinen wie aus Glas ge-
sponnenen Palast, den es als durchsichtigen Knoten bereits
auf dem Rücken trägt. Und dann kann man durch die
wasserklaren Wände des Schneckengehäuses das Herz
weiter schlagen sehen wie ein kostbares Uhrwerk in einer
Kristallkugel. Immer wieder kriecht die Schnecke aus
ihrem Haus und versucht den Rand des Laiches zu er-
reichen. Deutlich kann man sehen, wie das Tier mit den
Fühlern arbeitet. Mit diesen kleinen, rührenden Fühlern,
die noch nicht die charakteristische Form haben, sondern
eher aussehen wie durchsichtige Dackelohren. Beglückt
erkennt man, daß sie die Schnecke schon zu gebrauchen
versteht, Sie streckt sie manchmal neugierig hervor, gleich-
sam als wollte sie versuchen, wie es da draußen im soge-
nannten Dasein wohl ausschaut.
Weiter geht der Kampf, Mutig puckert das seltsame
Herz in dem Haus aus gesponnenem Glas . . . bis ... es
dem Tier gelingt, den Laich zu durchstoßen. Das geschieht
mit einem jähen Ruck. Die Schnecke schlüpft. Die Ka-
mera macht tack . . . tack . . . dazu. Ein Stecknadelkopf
höchstens, wird sie in ein Schälchen gelegt. Und war doch
eben ein köstliches Geschöpf, grünlich durchlichtet, ein
lebendiges Wunder. Auf seinem Rücken thronte ein Haus,
in dem ein Herz schlug.
4 j Bären in den Hundstagen Plwt. Ufa
Petz ist durstig
Harry Halm und I g o S y m
in dem Ufa-Film „Adieu, MascoHel"
I
oDet^^^^än/g 9ei ßyui^^dyJ^
Tom Mix, der noch vor einem Jahre der unbestrittene
Herrscher im Lande des Lassos und der Rauhreiterci
war, hat sein Amt abgeben müssen. Ihn ergriff tine
Müdigkeit, jahraus, jahrein in Filmen aufzutreten, die sich
immer ähnlicher wurden, weil das Milieu kaum noch
wechselte. Vielleicht auch, weil er sich den Fünfzigern
näherte und spürte, daß seine Zeit vorüber war, vielleicht
auch, weil er als
echter Amerikaner
nach einem Ver-
trag griff, der ihn
nicht, wie sein
Filmkontrakt, an
einen Ort band.
Tom Mix ist heute
die Glanznummer
in einem amerika-
nischen Zeltzirkus,
der auf einer Wan-
derung durch den
ganzen Kontinent
begriffen ist. Tom
Mix kommt ja vom
Zirkus her — und
wer sich einmal
der flimmernden
und romantischen
Manegegewalt ver-
schrieben hat, kann
ihr nicht mehr ent-
fliehen. Unwider-
stehlich treibt es
ihn wieder in die
Kreise der Zirkus-
menschen zurück,
Aber damit sind
die Wildwestfilme
nicht zum Unter-
gang verurteilt. Zu
brausend und stür-
misch ist ihr Atem,
zu berauschend die
prächtige Fülle ih-
rer Abenteuer, als
daß nicht immer
Nachfrage nach ih-
nen wäre. Wer sich
ein Stück Jungen-
haftigkeit zu bewah-
ren wußte, auf den
werden sie immer
zu wirken wissen.
Um die Nachfolge von Tom Mix bewarben sich verschie-
dene junge Cowboystars, die "ihn schon in der letzten Zeit
mit ihren Kunststücken zu bedrängen wußten, zumal die
Zuschauer von einem Cowboystar neben der selbstver-
ständlichen Verwegenheit auch Jugend verlangen. Hoot
Gibson hat sich den Platz von Tom Mix sehr schnell er-
obern können.
Ein Cowboystar kann nur ein hundertprozentiger Ameri-
kaner sein. Er muß sogar aus dem Mittelwesten stammen,
denn wer im Bannkreis der Städte groß wurde, kann es
wohl zu einem tüchtigen Reiter, aber niemals zum Cowboy
bringen. Hoot Gibson erfüllt diese Bedingungen, denn er
wurde in dem Landstädtchen Tekemah in Nebraska ge-
boren, das zu jener Zeit, da er das Licht der Welt erblickte,
nur aus zwei Dutzend Holzhäusern bestand. In jedem
dieser Häuser befand sich ein Drugstore, der den Cow-
boys und den Farmern alle jene Dinge lieferte, die sie zum
Leben notwendig hatten, von der Nähnadel bis zum
Trommelrevolver, von der Petroleumlampe bis zum Kau-
tabak und Whisky, der ja damals in Amerika noch besser
war, weil er nicht geschmuggelt zu werden brauchte.
Gibson, der schon als Säugling die Künste der Cowboys
bewundern konnte,
hieß damals noch
Richard, und es
war sein ganz
selbstverständ-
liches Ideal, ein-
mal ein wilder
Cowboy zu wer-
den wie Texas
Jack und Arizona
Kid. Alle Jungen
aus Tekemah
träumten den Cow-
boytraum, bis sie
sich dann zumeist
doch praktischeren
Berufen zuwanden,
denn der Cowboy
ist wohl ein wilder
Geselle, aber ein
armer
Teufel.
Richard
Gibson
konnte
natürlich
wie seine Alters-
genossen mit acht
Jahren reiten und
mit zehn Jahren
den Lasso schwin-
gen. Mit fünfzehn
Jahren fürchtete
er sich vor keinem
Pferd und fing sich
keck den wider-
spenstigsten Mu-
stang aus der
Herde. Aber viel-
leicht wäre auch
er in einen ande-
ren Beruf abge-
wandert, denn da-
mit ist man in
Amerika schnell
bei der Hand, aber
Hoot Gibson Piwt. Universal scin Vater erwarb
damals in Kalifor-
nien größere Ländereien, und so verstand es sich von
selbst, daß Hoot Gibson im Sattel blieb.
Schon ein paar Jahre vorher hatte er den Namen „Hoot"
erhalten. Es war ein Scherzname, den ihm die Cowboys
zulegten, weil er in der ersten Zeit auf einem bockenden
Gaul etwas erregt wurde und, um diesen zu beruhigen und
vielleicht auch, um sich selbst Mut einzuflößen, sehr laut
den Ruf „Hoot, Hoot, Hoot" hervorstieß. Das machte den
alten Wildwestlern, die natürlich ohne Wanken im Sattel
saßen, viel Spaß, und sie nannten ihn ,,Hoot". Wie es mit
Scherznamen so geht. Man kriegt sie leicht angehängt und
wird sie nicht wieder los. Für „Hoot" Gibson erwies sich
der sonderbare Vorname später von Wert, denn es gibt
wohl viele GibsonS in der Welt, aber sie sind alle nicht
unter einen ,,Hoot" zu bringen.
Hoot Gibson auf einem Spazierritt in der Umgegend von Hollywood p/wt. Universal
Als er nach Kalifornien kam, hatte er sein Ideal schon
geändert. Nicht mehr Texas Jack und Arizona Kid waren
seine Vorbilder, sondern Harry Carey, der Meistercowboy
der Leinwand. Der Film begann seinen Siegeszug anzu-
treten und brachte dadurch die Namen der Stars in aller
Mund. Harry Carev war als Cowboy wegen seiner fabel-
haften Kunststücke auf dem Pferde von der Farm zum
Film geholt worden und stieg schnell zum Liebling der
Amerikaner auf, die ihn grenzenlos bewunderten. Alle
Jungens schwärmten von Harry Carey, der wie der Wirbel-
wind zu reiten vermochte und der immer das hübscheste
Mädchen bekam — wenigstens im Film. Also wie Harry
Carey wollte Hoot Gibson werden.
Wer in Kalifornien lebt, hat es nach Hollywood nicht
weit, und wer noch dazu über ein Pferd verfügt, der macht
seinen Weg noch schneller. Also eines Tages war Hoot
Gibson auf und davon nach Hollywood. Das Glück be-
gleitete ihn, denn er langte im richtigen Augenblick an.
Die Filmstadt begann eben zu wachsen, und wenn sich
auch damals schon mehr Menschen zum Film drängten,
als gebraucht werden konnten, so war der Ansturm nicht
entfernt so groß wie in den Zeiten der Monumentalfilme.
Hoot Gibson fiel in der Masse der Bewerber auf und wurde
Cowboystatist, Nicht also, wie er gewünscht, Hauptdar-
steller und rettender Held, der das schöne Mädchen den
Banditen entreißt, sondern einer von den Freunden des
Cowboys, die alleweil lustige Jungen sind und die nur
auf den Augenblick warten, wo sie ihn aus der ijbermacht
herauspauken können. Seinen Fähigkeiten hatte es Hoot
Gibson zu verdanken, daß er nicht lange Komparse blieb.
Man vertraute ihm bald größere Rollen an, und schließlich
wurde er der führende Darsteller in jenen Wildwest-
Zweiaktern, die damals als Dutzendfabrikat in Hollywood
hergestellt wurden. Ein paar hundert solcher Kleinfilme
haben Hoot Gibson als Hauptdarsteller gesehen, bis ihm
die Sache zu dumm wurde. Er wurde einfach Regisseur
und schrieb sich selbst fünfaktige Wildwestfilme, die sei-
nen Namen über Amerika hinaus populär machten.
Hoot Gibson wurde vor allen Dingen durch seine außer-
ordentliche Liebenswürdigkeit populär. Reiten und Schießen
muß jeder Cowboy verstehen, und daß ein Wildwestler, der
sich bereit erklärt, für den Film zu arbeiten, auch über eine
gewisse Mimik verfügt, ist selbstverständlich. Aber Hoot
Gibson kann mehr. Er, der ja auch als Regisseur arbeitete,
weiß, daß es mit der herkömmlichen Lassogeschichte nicht
getan ist, sondern daß die Handlung schon an sich dem Zu-
schauer etwas Neues sagen muß. Deshalb arbeitet er nicht,
solange das Manuskript nicht seinen Ansprüchen genügt.
Gerade ein Gebiet, bei dem Milicueinflüsse mitbestimmend
wirken, wie es bei den Cowboyfilmen der Fall ist, erfährt
rasch ein Überwiegen der Schablone. Die Gibsonfilme ge-
fielen schon deshalb, weil sie wirklich interessante Vorgänge
abrollen ließen, weil originelle Typen in ihnen auftraten und
weil dem Humor ein weites Feld gelassen wurde. Und
gerade diese geschickte Verquickung von Abenteuerlichem
und Scherzhaftem macht jeden Hoot Gibson-Film zu einer
angenehmen Unterhaltung.
i
Eine Straße von Alt Paris im Filmatelier Phot. En^bern
^/hlP W>tiJcy0^aAle^
Selbst in Städten, die wie Paris von der Tradition zehren und
eifrigst bestrebt sind, ganze Stadtviertel so zu erhalten, wie
sie vor ein paar hundert Jahren erbaut wurden, kann man
einen historischen Film nicht mehr auf der Straße drehen. Von
dem alten Paris, wie es unter den Königen bestand, ist natürlich
noch eine ganze Reihe markanter Gebäude übriggeblieben; es
hi'.ben sich sogar Slraßenzüge mit Bauten aus jener Zeit er-
halten, aber sie sind doch der neuen Zeit so angepaßt worden,
daß jede Aufnahme die gröbsten Anachronismen zeigen würde.
Nicht nur, daß der Baumeister Hausm.ann unter dem zweiten
Kaiserreich die Stadt umgekrempelt hat, in noch weit größerem
Maße ist das durch die neuzeitliche Technik und Hygiene ge-
schehen. Im Paris von 150 Jahren gab
es natürlich nur grobes Kopfstein-
pflaster, und da die Spaziergänger, an
denen Paris von jeher reich war, den
schwerfälligen Fuhrwerken leicht aus-
weichen konnte, so gab es noch keinen
Bürgersteig. Dafür hatten aber die
Straßen einen Rinnstein, den die Ju-
gend nach Regengüssen zum Spielen
benutzte, indem sie Papierschiffchen
auf dem trüben Rinnsal segeln ließ,
laden in unserem Sinne waren dtr
damaligen Zeit ebenfalls unbekannt.
Die Magazine zeigten ihre Ware in
kleinen, wenig auffälligen Fenstern an.
Man kaufte Lebensmittel auf dem
Markt oder in Hausfluren, und wer
nach einem H.indwerker verlangte,
N^ußte ihn zu finden, denn auffällige
Sciiilder sind ebenfalls erst im 19.
J;ihrhundert erfunden worden. Und
mittel, die zwar die ewig qualmenden Kerzen des Rokoko ersetzt
haben, aber die dem Regisseur unweigerlich in das Bild kommen,
sobald er an historischer Stätte Aufnahmen machen will. Es
bleibt dann nichts weiter übrig, als ein Atelier zu bauen, was
zwar sehr teuer kommt, aber allein das richtige Bild einer ver-
sunkenen Epoche wiedergibt. Für den Film ,,Das Halsband der
Königin" erwies es sich als notwendig, das vorrevolutionäre Paris
wieder aufzubauen. Nach Gemälden und Stichen aus jener Zeit
gelang es, jenen glänzenden Rahmen zu schaffen, den diese histo-
rische Geschichte erfordert. Die Stätten, an denen sich der Hof
und die elegante Gesellschaft jener Tage amüsierten, sind in
vielen Romanen beschrieben worden, wie man eigentlich über
das Leben keiner Zeit so gut unterrichtet ist
als über das des ausgehenden Rokoko. Die
siebziger Jahre des 18. Jahrhunderts kün-
den bereits den Untergang eines Abschnit-
tes an, der in Heiterkeit begonnen und zu-
letzt in Schwelgcrei ausgeartet war. Aber
der große Glanz, der über diesen Tagen
lag, ist immer noch nicht von ihnen ge-
wichen und versieht es immer noch, anzu-
locken und zu entzücken. Denn es war
die Zeit der Grazie und der geistreichen
Menschen, die ästhetisch einwandfrei durcli
das Leben gingen, mag immer ihre Moral
nach heutigen Ansichten die beste nicht
gewesen sein. Die Summen, welche die
Ausstattung eines solchen Filmes ver-
schlingt, sind ungeheuer. Handelt es sich
doch um die höchste europäische Gesell-
schaft, deren Luxus genau nachgeahmt
werden muß, damit der Film historisch echt
erscheint und die Darsteller Repräsentanten
dann die modernen Beleuchtungs- Fernand False, Marcelle Jellerson-Cohn, PierreVeber des Rokoko sind.
L
reien, die einen minimalen Gewinn
versprechen. Solche Griffe über-
läßt er anderen, sondern für ihn
kommen nur die großen Pointen
in Frage, an die er sich mit so viel
Witz und Aufmerksamkeit heran-
schleicht, v^fie sie beide einer bes-
seren Sache würdig wären. Wenn
also Manolescu als der geistreiche
und lustige Salonheld von Iwan
Mosjukin hingestellt wird, so ent-
spricht dies den Tatsachen. Im
Leben würde er Wildesche Apho-
rismen sprechen und nicht damit
hinter dem Berge halten, daß er
die Gesellschaft eigentlich verach-
tet. Auch der Tonfilm kann den
geistreichen Aphorismus der Spra-
che noch nicht wiedergeben, da-
gegen kann das Bild außerordent-
lich ironisieren, und Turjanski, der
Regisseur, hat es denn auch an
glitzernden Einfällen nicht fehlen
lassen. Da ist e.ine Szene, in der
Manolescu im Auto mit Brigitte
Helm sitzt und im Zickzack durch
die Straßen von Paris jagt. Beide
wissen, daß sie verfolgt werden,
daß ihnen ein Wagen mit Detek-
tiven auf den Fersen sitzt — aber
sie plaudern ganz ruhig, denn ge-
rade in solchen Augenblicken darf
der Abenteurer die Haltung nicht
verlieren, oder aber er ist ver-
loren. Man könnte meinen, daß
Mosjukin zu Bügitte Helm sagen
möchte: „Madame sehen heute
wieder vorzüglich aus." Oder:
Brigitte Helm und Iwan Mosjukin
Der Abenteurer muß ein lusti-
ger Gesellschafter sein. Darauf
beruhen seine Erfolge, denn
er, der die Gesellschaft schröpft,
muß ein ausgezeichnetes Mitglied
sein, um seine Schelmenstreiche
sicher anbringen zu können. Er muß
sogar viel Witz besitzen, um in die
Kreise des Reichtums und der Ele-
ganz eindringen zu können, denn er
ist in der Regel ein Außenseiter,
dem sich die Tore nie öffneten, so-
bald er in wahrer Gestalt erschiene.
Wenn von dem Abenteurer nicht
allgemein gesagt wird, daß er ein
netter Kerl sei, wird sich ihm keine
Gelegenheit bieten, zu dem großen
Schlag auszuholen, den er allein er-
strebt. Ein Abenteurer verzettelt
sich nicht an die kleinen Gaune-
Elsa Wagner, Iwan Mosjukin,
DUa Parlo.
„Werden Sie morgen abend auch
auf dem Ball der Madame de N. er-
scheinen?" Aber nein, er ist eifer-
süchtig, weil die Tänzerin Cleo,
seine Begleiterin, also im Film Bri-
gitte Helm, in Danzig einem jungen
Herrn schöne Augen machte. Der
Mann ist reich, gewiß, aber er
glaubt der Cleo nicht, daß sie sich
nur deshalb an ihn pirschte, denn
der andere ist schön und jung —
und Manolescu empfindet plötzlich
einen Stich in der Herzgegend,
denn mit seinen Jahren geht es
bergab, und die Frauen sind merk-
würdig, sobald sie anfangen, Ver-
gleiche zwischen den Männern zu
ziehen. Denn der Abenteurer darf
nicht altern, er darf sogar nicht
einmal krank werden, weil alles,
was ihn außer Gefecht setzen
könnte, seinen Plänen schadet.
Wer ein Abenteurer ist, kann es
nur mit dem Einsatz seines ganzen
Lebens sein. Er darf scheinbar
mit den Dingen spielen, scheinbar
tändelnd durch das Leben gehen.
Je besser er diesen Eindruck zu er-
wecken versteht, um so größer
werden seine Erfolge sein. In
Wirklichkeit darf ihn der ge-
schärfte Sinn einer Übcrwachheit
niemals verlassen. In jedem Augen-
blick kann sich das Schicksal er-
füllen, seine Rolle erkannt wer-
den, sein Fuß in ungeahnte Angeln
geraten. Packt ihn aber die Krank-
heit, so hat er erst recht alle Ener-
(MoAO&iii
r^->fo.=asE£i«?."^Ä:
Ttila Parlo, Iwan Mosjukin
gie aufzuwenden, um ihrer ledig zu
werden. Jeder Abenteurer richtet
es so ein, daß sich die Kranken-
schwester in ihn verliebt, alles an-
dere ist dann nur halb so gefährlich.
Freilich muß der Abenteurer dann
darauf bedacht sein, die zarten Be-
ziehungen, die ihn mit der Kranken-
schwester verbinden, vor der Teil-
nehmerin seiner Streiche zu ver-
bergen. Denn so seltsam es ist,
gerade jene Frauen, die alle Dinge
des Lebens mit leichler und spiele-
rischer Hand nehmen, lassen sich das
Besitzrecht auf den Mann, den sie
lieben und für den sie zu allem
fähig sind, nicht rauben. Das ist
stets die größte Gefahr, die dem
Abenteurer droht: er scheitert zu-
letzt an der Problematik der Frauen,
daß 6r Frauen in sich verliebt macht.
Elsa Wagner, Dita Parlo,
Iwan Mosjukin
I'hi'l. /'. /'. (
DIANE ELLtS
ein neuer Star des A D, C- Films
o^<«
Text und Aufnahmen
von Hanna Hessling
Als nach dem Kriege der deutsche
Film seine ersten großen Auslands-
erfolge hatte, waren Monumentalfilme
,,die große Mode". Ausstattungsbilder, die
in aller Herren Länder und in allen
Erdteilen spielten, wurden bevorzugt. Aber
man zog damals noch nicht mit der Ka-
mera und den Hauptdarstellern in der Welt
umher. Man hatte noch nicht die Wirk-
lichkeit für den Film entdeckt. Ebenso wie
etwa Gegenwartsgeschichten nicht gerade
zu den zugkräftigsten Lichtspielen gehörten.
Historie, allertiefste Vergangenheit oder
Märchenland, das waren so die Schauplätze
der großen deutschen Filme, die Amerika
und den Weltmarkt eroberten.
Joe May, der bekannte Regisseur, der
heute eine eigene Produktion innerhalb der
Ufa hat, drehte in der Nachkriegszeit
draußen bei Woltersdorf auf seinem eige-
nen Grund und Boden die damals erfolg-
reichsten Filme: „Die Herrin der Welt",
,,Das indische Grabmal", ..Die heilige Sim-
plicia" und andere Großfilme. Drehte sie
in großzügigster Ausstattung, in Bauwer-
ken aus allen nur erdenklichen prominenten
Ecken der Wellgeschichte. Allen Berliner
Ausflüglern war ,,das Filmland" bei Wol-
tersdorf bekannt, das aber im Laufe der
Jahre immer mehr vereinsamte, weil sowohl
diese Art Filme als auch die Methode, sie
aufzunehmen, unmodern geworden sind.
Vor Jahresfrist etwa verkaufte Joe May
sein Filmgelände. Heute wird es für
Wochenendsiedlungen parzelliert. Wo einst
geheimnisvolle Tore, drohende Felsenklüfte,
pseudosteinerne Paläste und Türme stan-
den, werden bald die schmucken Häuschen
der erholungsbedürftigen Berliner erstehen.
Aber was wurde das Schicksal
dieser ganzen Welt von Pappe,
Stuck und Gips? Was wurde aus
den Filmkulissen?
Ein Winter lag dazwischen, da
entdeckte ich sie plötzlich auf dem
andern Ufer des Kalksees. Dort,
wo das kleine Motorboot anlegt,
das von Woltersdorf nach Rüders-
dorf fährt. Gleich am Landungs-
steg erhebt sich jetzt das große
und prunkhafte Chinesische Tor
aus der ,, Herrin der Welt". Die
farbigen Türme, zwischen denen
eine schwere Glocke hängt, werden
von dem höchst stilwidrigen Blätter-
werk des märkischen Waldes um-
rauscht. Ausflügler mit Photoappa-
raten versäumen nie, das Chinesi-
sche Tor aufzunehmen, besonders
wenn Frau und Kinder Stullen
essend davor picknicken.
Geht man den schmalen Wald-
weg entlang, so sieht man zwischen
Birkenstämmen einen feierlichen
Buddha sitzen, der unweit des
,, indischen Grabmals" seine Heimat
hatte. Auf der Straßenseite ragen
plötzlich steile Felsen empor, und
prunkvolle Säulen stehen neben
halbverfallenem Gemäuer. Unsere
Augen wandeln in Märchenland.
Aber inmitten einer ,, zerklüfteten
Felsengruppe" steht eine moderne
Villa. Wer mag wohl so film-
begeistert sein, daß er sich mit
dem alten Kulissenzauber eines ver-
lassenen Filmgeländes seine Villa
umbaut? Was sage ich umbaut?
Dieser Filmenthusiast hat ja nicht
nur seinen Garten mit Filmkulissen
vollgestellt, er hat auch das Dach
seiner Villa durch einen Turm ,, ver-
schönt", der in jedem Filmbewan-
derten allerlei Reminiszenzen an
die Kindertage des deutschen Licht-
spiels wachruft. Es ist ein blauer
Turm, der mit silbernen Sternen
und einem sehr lyrisch dreinblicken-
den Halbmond verziert ist. Über
diesem schwebt eine Malerpalette.
Als Wetterfahne gleichsam. „Wem
gehört denn dieser merkwürdige Park und diese seltsame Villa?"
fragte ich einen Wochenendsiedler, der gegenüber wohnt und
gerade seinen Kopfsalat begießt. Ich bin sicher, wie im Märchen
zur Antwort zu bekommen: ,,Das gehört dem König Drossel-
bart . . ." Aber der biedere Berliner antwortet mir: „Det jehört
dem Hofmaler Fischer, der hat sich den janzcn Zauber über den
See schaffen lassen."
Tatsächlich ist das einzige lebende Wesen, das man in diesem
so seltsamen Fleckchen der östlichen Mark sehen kann, ein weiß-
bekittelter Malermeister oder dergleichen. Die ,, bissigen Hunde",
von denen zahlreiche Plakate rund um das Haus erzählen, sind
weder zu hören noch zu sehen. Nur der überlebensgroße Buddha
lächelt dem wißbegierigen Ausflügler entgegen. Eines Tages wird
es von ihm und all dem Sonderbaren dort am rechten Ufer des
Kalksees Ansichtskarten geben. Wer sie erhält, wird ungläubig den
Poststempel von Woltersdorf anstaunen. Die erste Karte aber
sollte man unbedingt Joe May schicken.
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UND SEHR VIEL
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VON LUDWIGvoN WOHL
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,,LHc Jclinuig^lcrbraut
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vorm. von II
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tag.
13. Fortsetzung
Zum Schluß, nach bösen Erlebnissen ohne alle schädlichen Kon-
sequenzen für die Tugend der jungen Dame, erscheint das briti-
sche Kamelreiterkorps und bringt gleich den Geistlichen mit, der
den rettenden Leutnant mit der geretteten Heldin traut. Der hüb-
sche junge Scheich resigniert in totem Zustand. Harmonium.
Der alte Herr ließ auf sich warten.
Seelenruhig machte sich Dorrit über das Konfekt her. —
,,Ich lasse bitten", sagte
Exzellenz Schükri-Pascha.
Das Zimmer betrat —
Ranka Jancovics,
Sie begrüßte den sofort
aufstehenden und ihr ent-
gegengehenden alten Herrn
sehr freundschaftlich und
mit einer Herzlichkeit, die
an seiner betonten Höflich-
keit abglitt.
,,Ich habe viele Grüße von
Herrn Mircovich zu bestel-
len", sagte sie. ,,Er schickt
Ihnen eine junge Dame, die
sich nach einer Reise sehnt
— nach einer möglichst lan-
gen und großen Reise, etwa
nach Port Said oder Alexan-
dria oder Südamerika."
Exzellenz Schükri-Pascha
blinzelte und strich sich
den weißgrauen, borstigen
Schnurrbart, der ebenso wie
die Fingernägel sehr sorgfäl-
tig gepflegt war. Er liebte
es nicht, wenn man so mit
der Tür ins Haus fiel, wie
es jetzt üblich zu sein schien.
„Warum wendet sich die
Dame nicht an ein Reise-
büro?" fragte er steif.
Ranka lachte. Das war
ein guter Witz. Exzellenz
war bekannt für seine geist-
reichen Bonmots.
Exzellenz müsse entschul-
digen, daß sie gezwungen
sei, so formlos gleich von
dem Geschäft zu sprechen,
aber leider dränge die Zeit.
Sie müsse noch in der Nacht
zurück nach Ragazza. Vier-
zehn Stunden am Steuer — •
eine Gewaltleistung. Exzel-
lenz könne daraus ersehen, wie
vich sei.
Als Antwort ließ Exzellenz
retten bringen.
Es war zum Verzweifeln, und Ranka wurde immer nervöser.
„Sie sind nicht zusammen angekommen?" sagte der Pascha
endlich.
Nein — es habe ein kleines Mißverständnis zwischen ihnen
gegeben • — ganz unbedeutender Art — es sei besser, daß auch
hier keine Begegnung stattfinde — Mircovich beanspruche
übrigens nur fünfzig Pfund — trotz der großen persönlichen
Vorzüge der Dame. — Wenn Exzellenz sich überzeugen wollte —
Schükri-Pascha sog an seiner Zigarette.
Der Diener habe die Kuchen vergessen. Er sei ein alter Mann
und brauche zahlreiche Dienerschaft, Trotzdem sei er gezwungen,
alles se'bst zu tun.
JENNY JUGO
und
ENRICO BENFER
er des Uia=FiInis
Mallorca"
von
4.
/August/
1 "Lllnr
im
Lira=i alast am Z,0(
iito^rdiniine
für die Leser des
F 1 L M -MAGAZIN
eilig die Sache für Herrn Mirco-
den Diener Kaffee und Ziga-
Nachdruck verboten
,,Es ist sehr schwer, ein milder Herr zu bleiben."
Er entschuldigte sich und ging mit noch gar nicht sehr ver-
kalkten Schritten aus dem Zimmer, trug seinen behäbigen Leib
den Gang entlang.
An einer Tür schob er mit einer sehr geschickten Bewegung
der plumpen Finger ein winziges Brettchen beiseite und spähte
hindurch.
Er blieb viel länger an der
Tür stehen, als er es vor-
halte.
Ein Diener, der vorbei
wollte, bekam ein paar
kurze, leise Worte an den
Kopf, unter denen er sich
duckte.
Als der Pascha wieder ins
Wohnzimmer trat, hatte er
eine silberne Schüssel mit
köstlichen flachen Mais-
kuchen in der Hand.
Ranka griff ungeduldig zu.
Der Alte mußte mit Samt-
handschuhen angefaßt wer-
den.
,,Ja — um auf die junge
Dame zurückzukommen — "
,,Sie haben mir noch gar
nicht gesagt, wer sie ist,
liebe Freundin."
Ranka zuckte die Achseln,
,,Mein unseliges Gedächt-
nis, Exzellenz! Aber was
sagt Ihnen ein Name! Sie
ist eine kleine Angestellte
bei einer deutschen Firma
— ich weiß nicht einmal
mehr, in welcher Stadt. Man
wird sich auf keinen Fall
viel um sie kümmern,"
Der Pascha schwieg eine
Weile.
Dann, als hätte er es bei-
nahe vergessen:
,,Es ist gut, daß Sie mich
daran erinnert haben, daß
ich dem lieben und verehr-
ten Herrn Mircovich noch
fünfzig Pfund schulde. Er-
lauben Sie mir, das sofort
zu regeln."
Er zog ein Kuvert hervor.
Ranka verbarg ein flüchti-
tiges Lächeln, während sie es in die Seilentasche ihres Jacketts
schob.
„Damit ist alles in Ordnung, Exzellenz. — Ach ja — was ich
noch sagen wollte — lassen Sie mir, bitte, das kleine seidene
Beutelchen geben, das sie um den Hals trägt. Es enthält Pa-
piere — die uns gehören."
Sic sah dabei dem Rauch ihrer Zigarette nach.
Vielleicht habe ich es zu nebensächlich gemacht — und hörte
ihr Herz klopfen.
Unter den müden, schweren Augendeckeln des Paschas lag
ruhige, kühle Gelassenheit, Das Netzwerk der Falten und
Fältchen veränderte sich nicht. Er neigte ganz leicht den
schweren, massigen Kopf.
,,Sie sollen das Beutelchen haben", sagte er und erhob sich
abermals.
Dieses Mal stand auch Ranka auf,
„Ich sehe, Sie sind wirklich in großer Eile", sagte der Pascha
bedauernd. „Das ist sehr schade. Bitte, empfehlen Sie mich
Herrn Mircovich! Ich sehe Sie noch unten beim Auto, liebe
Freundin."
Sie atmete auf, als sie aus dem Zimmer war.
Es sah ihm ganz ähnlich, daß er kein Wort für ihre immerhin
ungewöhnliche Kleidung gehabt hatte. Aal, Eisblock. Es gab
kein umfassendes Wort für Schükri-Pascha.
Sie ging durch den Selamlik in den Hof.
Der Wagen wartete auf sie.
Sie setzte die Brille auf.
Dann trat der Pascha aus dem Portal,
,, Nochmals meine besten Empfehlungen!" sagte er, während
er ihr das seidene Beutelchen übergab.
Unter Aufbietung aller Kräfte gelang es ihr, sehr beherrscht
und sehr liebenswürdig zu lächeln und zu danken.
Die Pfundnoten in dem Beutelchen knisterten, als sie es in der
Hand zusammenpreßte.
Der Wagen sprang vorwärts und floh aus dem Tor, an dem
sich der Neger verneigte.
Der Pascha kehrte ruhig in das Haus zurück,
Dorrit zuckte zusammen, als sie das Geräusch des davonfahren-
den Automobils hörte.
In ihrem gemarterten Hirn rauschte noch das Blut von der
Aufregung der letzten Minuten.
Seit die beiden braunen Diener eingetreten waren. Von denen
der eine ihr plötzlich die Hände festhielt und sie an die Wand
preßte und der andere mit einem leichten Ruck den Seiden-
beutel von ihrem Hals gerissen hatte.
Das hatten sie ganz ruhig getan, sachlich und mit einer ge-
wissen Abwesenheit,
Es war, als dächten sie dabei an ganz andere, weit entfernte
Dinge,
Dann waren sie verschwunden, und ein Schloß an der Tür
schnappte scharf ein.
In ihre rastlosen Gedanken klirrte der Motor des davonjagen-
den Autos,
Schwer lag in der Tasche ihrer Jacke der übertölpelte Revolver,
Schükri-Pascha saß in seinem Arbeitszimmer.
Er zählte Geldscheine,
Tausendpfundnoten.
Sie knisterten genau wie die Einpfundnoten, die Ranka in dem
Seidenbeulelchen in hübschem Tempo nach Ragazza brachte.
Schükri-Pascha hatte Ranka gegenüber mehr Großzügigkeit be-
wiesen, als notwendig gewesen wäre. Denn er hatte ihr nur das
seidene Beutelchen versprochen, und sie erhielt noch vierzig oder
fünfzig Pfund darin als Draufgabe.
Allerdings hätte Zeitungspapier nicht so beruhigendes Knistern
hervorgebracht.
Schükri-Pascha lächelte.
Als Robby Valberg an der schmutzigen Garage vorbeikam,
blieb er mit einem Ruck stehen.
Mißtrauisch gegen jeden Stein, a«f den er trat, lange Kombi-
nationen an die seltsamsten Dinge knüpfend, sah er hier plötz-
lich etwas, was ihn durchzuckte wie ein elektrischer Schlag.
Und er beglückwünschte sich zu dem Gedanken, noch einmal
durch das Häuserviertel zu streifen, in dem Mircovich wohnte.
In der Garage stand ein großer, kräftiger Wagen.
Derselbe Wagen, den er hatte abfahren sehen, Oder sein
Bruder.
Jedenfalls dunkelbraun, mit Gelb abgesetzt — nicht allzu
häufige Farbenzusammenstellung, Der Typ war meistens blau.
Und dieses Auto war schmutzig, schlammig, kotbespritzt bis
in die Polster.
Wenn der Wagen bis zur Grenze gefahren wäre, konnte er un-
möglich schon jetzt zurück sein. Unter keinen Umständen.
Es fiel also auch die letzte Möglichkeit fort, daß das Mädel
lefzt in Sicherheit war.
Übernächtig, zerstochen, gepeinigt, mehr noch als von bösen
Gedanken von der Ungewißheit und dfer Unsicherheit, was zu
tun sei, fand Valberg hier endlich die Handhabe, den Griff, der
angepackt werden konnte.
Er trat in die Garage,
Ein alter, schmieriger Kerl wusch mit einem Lappen die Kühler-
haube,
Es erwies sich, daß er — wie übrigens fast alle Illyrier
sich auf französisch einigermaßen versländlich machen konnte.
Und als Valberg einen Fünfzig-Dinar-Schein aus der Tasche zog
und ihn nachdenklich in den Fingern drehte, zeigte der Alte
für diese internationale Sprache sogar verblüffendes Ver-
ständnis,
Ja, der Wagen wäre heute nacht um drei Uhr zurück-
gekommen, — Nein, er dürfe nicht sagen, wer ihn gemietet habe
— er habe sein Wort darauf gegeben,
„Wieviel hat Ihnen Herr Mircovich für Ihr Wort gegeben?"
,,Herr, wenn Sie wissen, wer es war, warum fragen Sie mich?"
„Wer hat den Wagen gesteuert?"
,,Herr — ich — mein Wort — "
„Was hat Ihr Wort gekostet?"
,, Hundert Dinar,"
,,Das ist zwar frech gelogen, aber Sie sollen hundertundeinen
Dinar von mir haben, wenn Sie mir alles sagen, was Sie wissen.
Hier sind fünfzig im voraus."
Der Alte druckste noch eine Weile, dann nahm er plötzlich
energisch den Geldschein und verstaute ihn.
,,Am Steuer hatte Ranka Jellacic gesessen", sagte er leise.
,,Wer ist das?"
,,Die Freundin des Herrn Mircovich."
Der biedere Alte drückte sich allerdings hierbei etwas volks-
tümlicher aus.
,,Sie hat einen Männeranzug angehabt und einen Schnurrbart
unter dem Naschen. Oh, was haben wir gelacht! Aber sie war
ganz ernst, und sie hat gesagt, sie braucht den Wagen nur für
die Nacht."
,, Wohin wollte sie fahren?"
,,Das hat sie nicht gesagt, Herr, Wirklich nicht — auch nicht,
ob sie allein fährt oder — "
Valberg sah, daß aus dem Alten nicht mehr herauszubekommen
war, gab ihm seine restlichen einundfünfzig Dinar und ging.
Was jetzt?
Die Polizei benachrichtigen?
Er wurde der Verlegenheit enthoben.
Ein langer, hagerer Mensch in Kaftan und Schmutzigem Turban
trat auf ihn zu.
,,Bon jour, Monsieur! Herr Mircovich bittet um die Ehre, den
Herrn auf einige Minuten in seinem Hause sprechen zu dürfen,"
Valberg sah ihn an.
Der Mensch hatte ein völlig unbewegtes Gesicht,
Los,
Würdevoll schritt Hasib voran.
Als Valberg das Zimmer wieder betrat, in dem ihm gestern
in einiger Verbindung mit allen möglichen Verbalinjurien die
seltsamsten Eröffnungen gemacht worden waren, fand er nicht nur
Mircovich vor.
Eine überraschend hübsche junge Dam.e von etwas orientali-
schem Typ war da und ein Herr, den Valberg kannte. In einem
etwas zu eleganten Reiseanzug mit rötlichblondem Haar, —
Der Herr, der s i e verfolgt hatte, der Agent des Herrn Stavrides,
— Wodurch es klar war, daß in der nächsten Minute die Bombe
zum Platzen kommen würde,
Sie platzte.
Sorgfältig schloß Hasib die Tür,
Mircovich hatte tiefe Ränder um die Augen und sah ebenso
übernächtig aus wie Valberg,
Die junge Dame übrigens auch und Loge, der Feuergott,
desgleichen.
Sie hatten also auch ihre Sorgen, die Braven,
Mircovich dachte heute so wenig wie gestern daran, seinem
Besucher Platz anzubieten.
Noch weniger dachte er daran, ihn bekannt zu machen.
Er begann sofort und ohne Anrede.
„Sie haben sich gestern mir gegenüber fälschlich für jemand
ausgegeben. Ich — "
,, Pardon," unterbrach Robby, „ich möchte nicht, daß Sie un-
nötig einen Nachsatz aussprechen, der unter allen Umständen
falsch ist, weil der Vorsatz nicht stimmt. Ich habe mich gestern
überhaupt nicht für jemand oder etwas ausgegeben, Sie haben
mir gar keine Zeit gelassen, das zu tun!"
„Sie haben — "
,,Sie zogen es vielmehr vor, mich, als ich nichtsahnend in Ihr
Zimmer trat, mit einer Fülle der interessantesten Eröffnungen zu
überschwemmen, von denen ich so überwältigt war, daß ich erst
heule dazu komme, Ihnen meinen Dank dafür abzustatten. Ich
erfuhr außerdem, daß Sie mich für ein Kalb halten, für einen
Idioten, aber finden Sie wirklich, daß zwischen mir und
diesem Herrn da mit dem Tizianschopf auch nur die leiseste
Ähnlichkeit besteht?" Fortsetzung folgl
FRAGEN
die uns erreichtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „ Fi 1 m -M a g a z i n ", Berlin SW 68, Zimmerstraße 35-41
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nit-lit beantwortet. Bei Manu-
skriiitanReh'Kenlieiten bitten wir folsendes zu beachten: Jeder Anfrage i^t
Rückporto beiziilÜKen. .lede Einsendung: eines -Manuskript» zur I'riifuuf;
ist zwecklos, nur Exposes im InifauKe von 2—3 Selireibmaschinenseiten
.sind zur EinsenduuK .-in die Eilmindustrie, KeK'sseure usw. fi;ceit;net. Für
Verlust der eint^esandten M.iniiskriple k.inn keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durcliscliliige senden, von
liandgescliricbenen Sendungen (Icserlieli) eine Abschrift zurückbeli.ilten.
l
R u s s c n f r e u n d : Die weilliclie Hauptrolle in dem
.,T);is Weib des ti.irdisten" spielte Emma Ze.ssarskaja.
1 I s e K., D e s .s a u : Evelyn
Holt wohnt Bln.-Charlollenburg,
Schillerstr. 121, und wurde am
3. Oktober in Berlin geboret\.
(Sie wollte ursprünglich Opern-
säiigeriu werden. E\elyn Holt
ist ledig und gibt Autogramme.
Ihre bekannlest<-u Fihne sind
..Spitzen-. ..Liebelei-, „Frei-
wild-, ..Wenn Mensehen reif zur
I.ielie werden ■, ..Ein Mädel und
drei Clowns'-. Ihre neuesten Fil-
me lieiUen ,.Xaclitloka|-' uml
, Scb:im". —Ernst Verebes wohnt
«erlin W. Emser Str. 16. Er
wurile :im 6. Dezember in Xew
York geboren, ist :iber ung.in-
seber St.-iatsangehörigkeit. Ver-
ebes ist unverheiratet. Kr debii-
tierte im ...Mann im Sattel''.
Spielte dann n. a. in ..(Jräfin
.Marizza-', ,,.\n der schonen blauen
Donau", ,. Serenissimus und die
letzte Jungfrau". ..Der Beltelstu-
dent", ..Der Zigeunerprimas".
Der Künstler gibt Aulogniinme.
— Zu empfehlen ist die Film-
schule in Münclicn. Sonnen-
straße l.'i.
Margot S e b.. Dresden:
Der Tag der (iunn.'ir Toln.^es-
Tremiere im ..Xeucn The.-iter"
in t>slo steht im .Augenblick noch
nicht fest. Auf jeden F;ill be-
ginnt sein .\uftreteu im .\ugust,
allerspätestens im September. So-
bald wir den Tag der l'rauffiih-
rung wissen, wird er Dinen mit-
geteilt. .\lle BlunuMi sind seine
Lieblingsblumen. I>er Roman
..Halbgott ' ist unseres AVissens
nicht .'ils Buch. s(nidern nur in»
,, Eisbär" erschienen. .\ber viel-
leicht wenden Sie sich trotzdem
einmal an Marie Luise Droop.
F i I m f r e u n d . W e s t -
d e n t s e h 1 a n d : Je;in Hradin
wurde am .10. Mai in l'.-iris ge-
boren uml w;ir Modezeichner, ein-
er zum Film kam. Er ist ledig,
filmt fleiUig und gibt Auto-
gramme. Unseres AVissens trägt
er seiiuMi richtigen Xamen. Br;i-
din h:it braune .Viigen und dunk-
les Ha;ir.
Werner F u e t t e r e r -
Verehrerin K ä t h i B. aus
Berlin; Werner Fuetlerer
wurde am 10. J:inuar in Str;il-
sund geboren. Er ist nngefälir so
alt. wie Sie geschätzt h.-iben.
Fuetterer ist dunkelblond, gibt
Autogr:imm<' und treibt jeden
Sport. Welchen Frauentyp er be-
vorzugt, entzieht sieh leider un-
serer Kenntnis.
Fred M.. Stettin: Ivan Petrovich ist
Vi'rheiratet. Er ist ledig. Carmen Boni ist die
Kegisseurs August« (ienina. — Iw.-in Mosjukin
fürslendamm 19.'). wurde am 26. September
Derussa-Film
und ist mit der dänischen Filmdarslellerin Agnes Petersen vermählt. —
Alle Filmstiirs geben Autogr;inime.
Oskar M a r i o n - F r e u n d Willi P., Varel: Den Staats-
anwalt in den ..Siebzehnjährigen" spielte Hans .Ad.-ilbert Schlcttow. Die
Hauptdarsteller aus dem Film ,.Das Geheimnis der alten M.-imsell"
spielten Frieda Richard uml Marcella .\lb;ini. — Oskar Marions nächster
Film heiUt ..Aufruhr des Blutes''. Ihr Bildwuuscli ist vorgemerkt. Wo
Marion seinen Sommerurlaub verlebt, wissen wir leider nicht. — Wir
werden die betreffenden Künstler noch einmal an die Autogramme er-
innern.
D r e i m ä d e r 1 - H a n s , Mannheim: Warner Baxter wohnt
Hollywood, Kalifinnien, V. S. A. Er gibt .\utogr;imme. Sie können ruhig
deutsch an ihn schreiben. Er ist ein großer Blumen- und Tierfreund. —
Franz Lederer haben wir :in das Autogr;imm erinnert. — Der neue Con-
rad Veidt-Film ,,Das Land ohne Frauen ' (Braut Xr. 681 wird vorans-
Bichtlieh schon im Herbst uraufgeführt. Veidt bleibt vorläufig in Berlin.
Greta Garbo und Lewis Slone in „Wilde Orchideen"
nicht mit Carmen Boni
(iattin des it:ilienischen
wcdint Berlin W. Kur-
Penza (Rußl.ind) geboren
F i 1 m f r e u n d P u I t i : Tilla C.arden wohnt Berlin-fharlottenburg.
Dahlmannstr.iße 8, Renee Heribel P.iris 17e, 9 Rue Verniguet. Die
Adresx'u der andi-reii Künstler sind im Augenblick nn-lit bek.innl.
(i r e t a (1 :t r b o -Vor e b r e r ;i u .s D o r t ni u n d : (iri'l.i ti.-ubo
ist nicht mit .lohn (iilbcrt verheiratet. Die Künstlerin ist durch die
Melro-Coldwyii-.M.iyer-Slinlios, Ciilver-City, K.-iliforMien, f. S. A., zu cr-
riichcn. Sie gibt Autogr.-iinme.
A g n e s u n d T i I d e t!. a u s H a n n o v e r : .\Ile Filmstars geben
Aufogr.inime. — Hc'lga Tliom;is ist mit einem Xorwcger verheir.itet. — .
Douglas Fairbanks, mit Mary Pickford vermählt, wcihrit in Beverly-Hill.-.,
Kalifornien. — Sie h;iben recht, Emil Jannings ist mit (!us>y Holl
verheiratet.
Margot L.. Berlin-
Steglitz: D(uothi-:i Wieck
hat dunkles H.'i.-ir uml h.if in ih-
ren Filmen mi-ist i-in(- blonde
Perücke getr;igeu. Es ist dunli-
;ius nicht ..unp.'isserid ", wenn Sic
Iw.an Petrovi<li um <-iii .\ulo-
gr.'imm bitti-ii. Kr wird Ibinn Ih-
ren Wunsch aiK'b .sicher erfül-
len. — Die Künstl(-riu i-t mit
dem lp(-treffenden Künstler vi-r-
h«-irat(-l.
D o r I e Af., X ü r n b e r g :
Lili.'in H;irvey ist mit Willy
Fritscli b(-freundet, aber iii( ht
lerlobt. — Sie h.'iben recht. M;i-
ria P.-iudler spielt in Müncheu
'rhe.-iter. — Ihre Bildwünsche
sind vorgemerkt. — Evelyn Holt
ist noch lange nicht sn alt. wie
Sie gelüirt h:iben. I'nd sie ist
.-incli nii- .steuotvpistlM gevvesen.
E i n W i e n e r M ä d 1 : „Dii-
Flucht der Deli.r- ist in Berlin
schon unuifgi-fübrt worden. ..Mor-
g(-nröte" noch nicht. — Werner
Fuetterer wurde am Kl. J.inu.'ir
geboren. Er ist noch jünger, .-ils
Sie geschätzt h;iben. Er ist seit
1926 lieini Film. Die Telephnn-
numnii-rii von Filmst;irs veriif-
fentlichcn wir grundsätzlich nicht.
Ihre Ciriiße ,in Fui-tterer simi
.•lusgericbtef worden. .Möglich.
d:iU der Künstler ain-h einmal
nach München kommt.
Horst R.. Berlin: Cilly
Feindts Adresse ist Berlin SW is.
Friedrlchstr. 246. Sie hat ,'ini
8. April (Jeburtstag und trägt ih-
ren richtigen X:imeii. .Alle Film-
st;irs geben Autogramme. — Dii-
beste (i(-legenheit. die Künstler
persönlich zu sehen, b.iben Sie,
wenn Sie ihren Premieren bei-
wohnen. — .Sie erh.ilten durch
den A'erl.-ig ,, Illustrierte Film-
noehe", Berlin SW 68, Kocbstr.
Xr. 6-8, alle Bildk.-irten von Film-
st.'irs. die Sie wünschen.
Christel B.. D a n zig:
Ihr Bildwinisch ist vorgemerkt.
R.'imon Xovarro gibt .Autogr.'iinme.
Sie können es ruhig w.-igen. .-in
Ihn zu schreiben. Seine .Adresse:
Aletro -Coldwyn -Studio«. Culver-
litv. K:ilifornien. Carl AValther
Meyer wohnt Berlin AV. Alotz-
str.'iße 16. — Ernst P(-Iersen ist
durch die Sokal-Film. Berlin SW
48. Frledrichstr;iße 246. zu er-
reiehen.
Herbert V.. B e r 1 i n -
F r i e d e n .i u : Ilse stobraw.i
h:it .-im 9. Februar Oeburtstag.
Ciiseres Wissens b.il sie kein.Vuto.
R. L.. Köln: Brigitte Helm wohnt Berlin-Dahl<-m. Im Winkel .'i.
und wurde am 17. März In Berlin geboren. Sie ist mit Rich.-ird Weißhacli
verheiratet.
RAid. Seh.. Berlin: Leider können wir Ihnen In Ihrer An-
gelegenheit auch nicht behilflich sein. AVir empfehlen, sich unniiltelb;ir
mit den Film-The.itern in A'erbiudung zu setzen.
Hilde M.. H a in bürg: J.iek Trevor wohnt Berlin AA'. Bendler-
str.iße 9. wurde .-im 14. Dezember in Lomlini gi-lnnen, ist mit einer Eng-
länderin verheiratet und h;it zwei Kinder. Trevor w.ir früher Kav.illerie-
offizier und später Filmstatist. In Deutsehlanil errang er als Filinlii-b-
habcr die ersten Erfolge. Er spielte u. a. in ..Die Frau ohne Xamen"..
..Der K;itzensteg", ..Die Sandgräfin'', „Die D;ime und ihr ( hauffeur",
..Fräulein ELse". ..Moderne Piraten", ,, Rasputin", ,. .Abwege". ..Die weißen
Rosen von Ravensberg". ..Chamiiagiier", ,.Xachtge»taltcn". Ein Buch
über Jack Trevor gibt es nicht. Das Buch .,1'nscre Flimmerköpf(-" ent-
hält auch ein Bild von Trevor. Jawohl, von den genannten Filmi-n
erhalten Sie noch Beschreibungen durch den Illustrierten Filmkurier,
Berlin AV 9. Kölhener .Straße ,"?T.
I. T., Essen: Sie haben recht, Betty Aniann wurde in Pirmasens
geboren.
wi'ililiclirii ll.iiiiit-
Kriia ^V.. It M il 1' r c i o n w .■! I tl <• : .l.-ickic CooRnn ist niisoiililiok-
lich olüic Kiisii^i-iiii-iit iiml Hill in V.-irirtcs iiml l!i-MiclMiliiicn .•iiif. Kr
.soll im MoMiciit in Siiil.-iiiiciil^.i M-in. Ks «iiil «ciiiK Zucck li.ibi'ii. ciii
AiitiiKiaiiiiii zu (Tliilleii. clir sein fester Wi)liiisit/. lieU.iniit ist.
F i I III - (i r e t e 1 .i ii -s il e in AV ii p |i e r I :i I : Hie
rnlleii in ilcin Film ..Hitler iler N.ielit ■ spielten l-.i .T.iii.i und .Xns.iiino
Delin.is. — llelty Hiril trÜKt einen Hiiliiknpf. — Krie K.irclny ist unseres
\\issens leili«. — .I;iik TreMir ^ilit Anliiv
Kililk.'irte iiml fr.inkierles lliiekkin erl
..Siimifiralln" kiinncn sie ilnreli ileii
\\ !t. Kölliener Slr.iiJi- :t7. lie/.ieliel
I t .1 1{ i II .1 - N' <■ r e li r e r i n .
T.ailuieli. ."<erl>ien. i;:eli<ireii. Her nur
der
Berlin
.;;niinnie. Senilen Sie ilii
, — Kine Heselireiliiinj; von
...Illustrierten F'lnikiirier'"
H.is lieft kostet tl.in M.
.\l ii n e li e n : Ita Hin.i wiinle in
i'liste Film der Kiiiisllerin lieiUt
Ihr
W
l'.irtner ist Fr.in/. I.ederer. — OI:if Fjord wnrde
Der
sind
näeliste K\elvn Ilolt-Film lieiUt
Ernst Veiil.es, Wolft;aiiK Zjizer.
Itetty .\iiiaiin wohnt
Iiml wiinle in Pirmasens
i;ilit Alltosramme. Hetty
< .siaiiiliiil'' mit Heiiiricil
..(i:ilK<'ntoiii".
O.slii (^elioreii.
I, II e i e l>.. W e s t f a 1 e n :
..Seh.-iin". K\el.vn llidts IVirtnei
Fritz Odrio.ir. \aleria Hoothhy.
Z « ei U e t t y A m a n ii -Verehrer:
lieilin \V, Kiirfiirstendamm IJ. Sie ist Keiitseln
;;elioreii. Kii- Kiiiistleriii ist iin\ erheiratet. Sie
\iiKiiins n.-iehsier Film heilJI ..Der Slr.-ifliii^ ;ii
(ieoriie als P.irtner.
F i I in f r i- ii n d i ii M .a r i .-i.
(' Il .1 r I o t t e n !> ii r jr: l'.'iniini
Nov.irro ist iiiilit verheir.itet.
Otto IJeliiihr erlndt sieh ,iiii;eii-
lilieklieh in lliddensee. wo er
ein l.;indli.iiis besitzt. tJehölir
ist ^esihieden. hat eine Toih-
ter lind ist .■iiich iin l.iheii so
s\ mpalliiseh wie in seinen Fil-
men. .Sellisiv i-rsiiindlich h.it <•■■
in seiner Herliin r \\ idimiii^'
Teleidioii.
A. St., F r a n k f ii r t - M.;
Ililda Hoseh wohnt Herlin NW
i:i. .Vu'rieol.'istr. l.'l. iiinl li:it ;iiii
il'. .Septemlier fieliiirlsl.i!;. Ciir-
ley Witzel ist .ils Filmd.ir-
sleller nicht iii'k.iiint. Lewis
Sfone ist durch die A[elio-
lioldwyn-Siiidios. Ciilver-City.
K.'ilit'ornien. F..S..\.. zu errei-
chen. Tom .Mi\ ist verlielr.itel.
J);is .\lter der Künstler flehen
wir Kriindxätzlich nicht .-in.
Kinen Film ..I'.it iiml l'.ita-
choii .als .Musketiere" (;ilit es
nicht. Wenn Sie zum Film wiii-
len. so empfehlen wir. sich
iininitlelh.ar mit den Filiii;j:esell-
seli.iften in Verliindiint; zu set-
zen. r>ort erf.ilireii Sie alles
Nähere. Ihr M.uiiiskriiit sen-
den .Sie :iin hesteii in Form
eines Exposes :in die dr.iina-
tiirsisclien .\liteiliiiir;en. EiniKi-
.Adressen: l'f.i. Herlin S\V i;,<.
Kochstr. ß-S: .\afa. Rerliii s\V
4S. Friedrichstr. l'J.I: N.itioii.il-
Warner. Berlin S\V AH. Fried-
drichstr. Id: Hegewald, Uer'iii
S\\" IH. Friedrichstr. '.'.'.0. Ein
Ruch iiher das ..Filmin.inii-
skripf erti.'ilten Sie durch den
M.ix M.-ittisson-VerlaR. Berlin
i<W 08, Kitterstr. 71.
Gerd M r i e s e - V e r c h -
r e r i II , li t v m e n : (ieid
Briesc wird unseres Wissens
in nllern.-ielister Zeit von sei-
ner (i.istspielreisc nach JJerliii
ziiriickkehreii. .Seine W ohiiiinj;
befindet sich in Herlin - NVil-
mersdinr, Xassaiiisclie SlraUi>
Nr. 2W-29. J)er Künstler tr.ifit
.seinen richliuen X.imeii, w.-ir
früher Offizier, K'nK dann zur
Sprechbüline und wurde bald vun
Hudolf Jleinert für den Film
«•ntdeckt. — I{ic:irdo Cortez ist
durch die First Nalion.il - Stu-
dios, Biirb.'ink-Kollywood. Ka-
lifornien, F. S. A., zu errei-
diPii.
Wir Iiabcn <Iic belreffondcn
Kiinstleriniirn au die fälligen
.Viitoer.imiiio oriniiort.
T i I 1 y a u -s Bielefeld: C'laire Kninmer w iirrie am 7. Dezember
in Herlin Kcboren. Sie liat ihre WolininiK in Berlin-Seliiineberg. Imils-
brneker Straße 18. Die iiäclisten Filme mit Claire Kommer lieiOen:
„Sensation im WinterK.irten- und ..Die Todesfahrt im Weltrekord'.
1- e i p z i K e r K i n d e r f r e u n d : Die bekanntesten Filmkinder
sind aiiUer .lackie Coouaii und Baby l'cKKy folgende: Bobbv Biims,
liiKe LandKiit, David J.ee, Koby Kobert, Waldcinar Pottier. — Brigitte
Helm wohnt Herliii-Dableni, Im Winkel 5.
H e II a t K ans I' a n k o w : Der Xaine des KoIliKrs In dem »l.idv
( bristians-Film „Priscillas Fahrt ins Uliiek" ist auf dem Programm
iiiclil verzeichnet.
(i. H M ii neben: Ohne nähere AnRaben können w ir leider den
V'"V.''',' . '" "•'«"""■•"■X von den betreffenden Filmen nicbf ermitteln.
>. lelleirlit ist es lliiien inÖKlich, uns die Firmen zn nennen, die die
tiline herfiestellt haben. Dann werden wir nns dort erkundigen
nU...^!sLy ^•■ ,,'■''.•„"" •..^■'■'"■'" "''■" Ki-nannten Film orfalircu *ie
alles Nähere durch die l'lioto-Kinozentrale Koseh.iitzke in Thiessow auf
Hütten, die ibii lierKestellt hat. "3».i , »ui
Fritz K., Herlin: Vivian Gibson wohnt Hcrlin-Schlaebtensee.
A «nnsees r.iBo 109 und wurde am ,4. Jlai in Liverpool. England gc:
boren. Sie ist geschieden und hat eine Tochter Angela. Vivian G.b.sou
bin''w';r'"" "v" '""' ''/■"""■ '^"•'"■"- ^'<' Killt Antogrnmme. Tr ig
ihren riehtigen Namen. Der nächste Film mit Vivian Gibson heiUt
„Prinzessin auf l rlaub" mit Ossi Oswalda in der Titelrolle
hilni freund Max in 11 i I d e s li e i m : Greta Garbo ist blond
und hat blaue Augen. Sie ist Schwedin, in (iöfeborg geboren hat an
17. April Geburtstag und ist ledig. Die Kün.Mlerin ist durch die Melro-
Uoldwyn-Mayer-Sludios, Culvcr-City. Kalifornien, U. S. A., zu erreichen.
G. K., .\ a e li e n : Es stimmt schon. .Toliti Gilbert liat .sieh mit der
ainerik.'inischeii Künstlerin lii.i Cl.iire vermählt. — Egon von .Tordau
wurde für die koininetide .Spielzeit .in d.is Liist.spielliniis in Berlin ver-
pflichtet. — (Jrigori l'hiii.ir.i. der (!.itle Asta Nielsens, filmt niigenblick-
licli in Polen.
H .1 in b II r K e r F i I in r .-i t t e n : Mady Christians' Partner in
..l'riseill.is Pahrt ins tilück"' war l';iiil ('.iv.iih-igh. Der nächste Film
mit Mady Christians lieiltt ..Meine Schwester und ich". Sie spielt hier
mit .lack Trevor und Igo Sym. — Die llegew.-ild-Film hat ihre Käiiiiie
in Berlin ■S\V J,s. Fricilrichstr.ilie i'.'iü. — C'lara How li;it sich soeben mit
dem amerikanisclien 0|ierettciiküiistler Harry Hicbmond verbeir.itet.
]( .1 n s .M.. (! I e i w i t z : l\:iii Petrovich wohnt Berlin-SchiiKirgen-
dorf. ForkenlieckstraUe .'iii.i. Er wurde am ;!t. Dezember in Hudapest
geboren, ist .iber Jetzt serbischer .St.i.its.-iiigeliörigkeit. IVtrovicIi war
früher Ingenieiir. d.iiiii Opercttenboiu iv.iiit in Hudapest. im Kriege Dii-
sareiioflizier. Im .lalire IHl'.) wurde der Künstler von Michael Kerlesz
für den Film entdeckt. Er ist unverlieinitet. gibt Autograinine. treibt
jeden Sport. .Sein neuester Film lieiUt ..Der Günstling von .Schünbriinn'.
L o t t e ]{.. Berlin- Ne ii k ü I I n : IL-irry Liedtli. wohnt JJerlin-
Griinewald. Hism:irck;illee Ifi. und gibt Autogr.-ininie.
Willy, il ;i II r a I :i P I a ii f e - V e r e li r e r : Laura la Plantes
nächster Film lieiUt ..showho.il ". Die Künstlerin ist diireTi die l'nivers.il,
l'nivers;il-tity, Kalifornien, F. S. .\., zu erreichen. Sie gibt .Viitogr.imme.
C a r o I .1 . S ;i :i r h r ii k -
k e 11 : Charlotte .\mler wohnt
Herlin 'NV. Zähriiiger .Str. I.i.
Die Künstlerin ist h.iuptsäcli-
licli .111 der .Sprechbühae tälig
und filmt daher so seilen. — Al-
foiis Fryl.-iiid schwiirint unse-
res Wissens für Teerosen.
M .•! r I o . Dresden: D.-n
^ollell Namen und die gen;iiie
Anschrift der betreffenden Le-
serin kciiinen wir Ihnen zu un-
serem Heil.aiiern nicht mittei-
len, da d.-is Redaktionsgeheiiii-
nis ist.
Heinz L.. 11 n h P n m ii 1 -
sen: Grefe Mnsheim wohnt
Berlin AV. P.iriser Str.iße 2",
lind ist mit Osk.ir Ilomolka
M'rlieir.itet. Die Künstlerin
spielte II. :i. in folgenden Fil-
men: ..Die Spork'schen .läger".
..Priinanerliehe". ..Erw.-iclien
des Weibes ". ..Diihere Tücli-
ter". ..Die kleine Sklavin".
..Die Siebzehnjährigen". Sie
liaben recht, in ..So küßt nur
eine Wienerin" spielten die
ffeiiannti-n Kiinslleriniien. Die
Tltelrcdlen in ..Es zogen drei
Hurschen" wurden von Teddy
Hill. Hans Braiisewetter und
dem verstorbenen Harrv Lam-
bertz-Paulsen d;irgestelll. T,u-
einiio .\lliertini filmt sehr viel.
Sein nächster Film heilit ..Tem-
po - Tenmo" und wird bald
zur l'r.iufführung gelangen.
Kurt C... Eber s w ;i I d e:
R.iinon Xovarro kommt vorläu-
fig nicht nach Berlin. .Sein
Operngastspiel ist auf snäter
versclioben worden. Der Künst-
ler filmt aiigenblieklieli bei
der Metro - Goldwyn -JLiyer in
Culver-City. Kalifornien. l'S.\.
H a r I "\V.. H a ti ii o v e r :
Dolores dei Kio ist ledig, trägt
ihren richtigen Namen und li.it
.•im 3. Anglist Geburtstag. Die
Künstlerin w urde von dem Re-
gisseur Carewe für den Film
entdeckt. Rekannt wurde sie
durcli ..Riv.-ilen" und ..Aufer-
stehung". Ein Biicli über sie
ist noch niclit erschienen. Do-
lores del Kio wurde in Du-
r:ingo. Mexikii. gelioren.
>' i 1 III f r e 11 n il i n Lotte
M.. S c 11 k e II d i t z - H a 1 I e :
Es ist möglicli. d:iB Eil.lie Po-
lo .iiicli schon in einem dorti-
gen Kino einmal persönlich
.anwesend war. — Von Iwan
Petrovich gibt es unseres AVis-
sens kein Buch.
Mary P r e v o s t - A' e r e li r e r i n : Mary Prevost spielte in dem
genannten F'ilin nicht mit.
Egon S.. Dresden : Die Soei<^t^ Geiu'Tale de Films hat ihre
Räume in Paris. .Ifi .Avenue Hoclie. Die Adresse der Soeiete de Films
Historiiines ist Paris. .19 Boulevard Friedland. Der Regisseur Emo ist
jetzt durch die Hegewald. Berlin .SW 48. Friedridistralle iM. zu erreichen.
C a m i I I n H o r n - V e r e li r e r . AV i e n : C;imiIIa Hörn befindet
sich wieder in Berlin. Sie li.'it in New A'ork kürzlicli den AVarfier
Brotbers-Tonfilm ..Die Königliche Loge" beendet. Dir P.irtner ist
.Alexander Moissi. Camilla Korn wird in Deiitschl.'iii(T in zwei National-
Warner-Filmen die Hauptrolle spielen, und zwar ..Die Drei um Edith"
und ..Madonna im Fegefeuer". Die Künstlerin ist mit dem Kaufnianii
Klans (Jeerz verheir.'itet. Sie gibt Autogramme.
K o in m e r - M a r :i - A' c r e b r e r i II ans P a r t e n k i r e h e n :
Claire Ronimers Partnerin in ihrem neuen Film ..Die Todesfahrt im
AVeltrekord" ist der Sensationsd.-irstcller Salto King. — I,ya Mara be-
findet sieh nugenblickltch zu Tonfilmstiidien in .Vmerika.
S. L.. S e h e r m b e c k : AValter Rilla spielt die m.lnnlielic Haupt-
rolle in dem neuen Aafa-Filin ..Die fidele Herrenpartie". D/r Künstler
ist verheiratet, gibt Autogramme und wohnt Berlin-Charlottenburg,
AA'aehülderweg 6.
H. K., Leipzig: Franz Lcdercr wurde am 6. November in Prag
geboren.
Karl Seh.. Berlin: Lilian Harvey wohnt Berlin-AA't-stend. .Ahorn-
allee ll«/17; sie ist nicht mit AVilly Fritsch verlobt. Die niiclisten Filme
von Lillau Harvey heiUcn: ..Adieu, Mascotte" (Dag Modell vom Mont-
purnassel und ,,\A'enn du einmal dein Herz verschenkst" (Der A'agabund
vom Aequator).
.*
f
Blick in die große Aufnahmehalle des Ufa-Ateliers in Neubabelsberg Phot. Uja
Von Gertrud Grunwaldt
Was für eine Stimme hat eigentlich John Gilbert? — Wie
mag Lon Chaney sprechen? — Oder Bustcr Keaton?" —
,1 Wer unter den Verehrern dieser Filmstars hätte sich
wohl noch nicht diese Frage seit dem Durchsetzen des Sprech-
films vorgelegt?
Professor W. K, McDonald von der Universität von Südkali-
fornien, die als erste den Film als Wissenschaft anerkannt hat
und kürzlich auch Sprachtechnik im Rahmen ihrer Filmkurse
aufgenommen hat, kann darüber einiges aussagen, da er die
Stimmen verschiedener Darsteller im Interesse seiner Lehrtätig-
keit untersuchte,
,,Wenn John Gilbert in seinem nächsten Film, den die M.-G.-M.
nach Tolstois .Lebendem Leichnam' herausbringen wird, zum
ersten Male sprechen wird, bekommt das Publikum einen hoiicn
Bariton zu hören. Norma Shearers Stimme ist ein Sopran in
mittlerer Lage, der in der Wiedergabe durch den Apparat et%vas
tiefer klingen wird als wie in Natur. Das gleiche gilt auch für
Gilberts Stimme.
Lon Chaney und Buster Keaton sind beide im Besitze eines
Basses, ebenfalls in der Mittellage. Auch Keatons Stimme wird
sich durch den Apparat hindurch tiefer anhören, wohingegen
Chaneys Stimme viel kräftiger, tragend ist.
William Haines ist ein anderer Filmstar mit einer Baßstimme.
Normal klingt sie in höherer Lage, doch kann er sie so weit
senken, daß sie in der Wiedergabe durch den Apparat die tiefe,
tragende Cualität annimmt, wie sie die ,, Negersänger" aufweisen.
Joan Crawford hat eine klare, etwas herbe Altstimme, während
Johnny McBrowns Bariton und Dorothy Sebastians Mezzosopran
die Weichheit und den Akzent besitzen, die typisch für die
Amerikaner aus den Südstaaten sind.
Marion Davies besitzt ebenfalls eine Sopranstimme und kann
entzückend stottern, welches Talent sie in ihren Lustspielen auf
das vorteilhafteste verwenden wird.
Und nun Greta Garbo! Sie hat einen tiefen, ungewöhnlich
voll klingenden Alt, bei sehr deutlich akzentuierter Aussprache,
und der Umfang ihrer Stimme ist erstaunlich für die anscheinend
geringe Anstrengung, die sie beim Sprechen aufwendet. Ich
kenne keine Bühnenstimme, mit der ich sie vergleichen könnte,
um einen auch nur ungefähren Begriff zu geben. Ihr Landmann
Nils Asther hat ebenfalls eine Baßstimme von außergewöhnlicher
Tragfähigkeit; während Conrad Nagels voller, runder Bariton in
seiner Wohlgeschultheit eine der besten Sprechstimmen darstellt,
die je auf der Bühne oder durch das Mikrophon gehört wor-
den sind. Auch Lars Hansons Stimme erweist sich in ihrem
Volumen als außerordentlich tragfähig.
Lionel Barryraores normale Stimme ist ein Baß-Bariton, den er
jedoch nach Bedarf, d. h. je nach dem Charakter einer Rolle,
in verschiedene höhere und tiefere Lagen transponieren kann."
vor-
sllllil
seine rartnerin.
klciiio l4:)li(l>iu
iliircli
>t.i im
..l"r;iii im
Der
I'e-
1) r e s (1 e ii !■ r F i I ru f r 0 u n (1 o : Artikel- und BiMwiinsolie sinil
^■( merkt iiii>l sdllen luilil erlnllt «i'nleii. Harry l.ieiltke i.-l «i^'-der
nnil lilnit den ,,S(li\viir/en l>iimin(i". \ i-ra Sclimiterlü« ist
t'lirist.i Tdrdys rielitiKiT Nnnie ist Lieselotte llliorn. IliT
lind die (Jninew aldvilla sind l.iedlkes Einenliim.
..M e t r i> )) o I i s" : Kine Brosiliiire \ on ..Melmiiolis- kiiiinen Sie
den Verl.ifc ..Illustrierte Film« Dilie', Herlin .s\\ i>s. KoclistralJe (;/8
ziehen. Ki)steii|iiinkt: 0..iO .\!. znziifilieli (i.in M. I'iirtii. — Ueii Mepl
..I'aiisf MTkiirperle F.iiiil .laniiini;s. — Die llaii|>tridl<-n viin
Miiid- spieli'ii Cerd.i .\1.innis. Willy Fritseli, Fritz K.isp. (iiistl .stark-
C^telteiilianr. — Urittilte Helm spielte liis jetzt in ..Metropolis". ...Mraiine- .
..Die .lailit der sielien Sünden". ..Die l.ielie der .li'anne Ney. ...\li\ve[;;e--.
..Sk.ind.il in H.iden-H.iden-, ..Celil - (!elil — Celd-'. ..Die h nnderliaro l.iitci!
der Nina l'etrowna'. Ihre näelisten Filme sind ..Manolescu' und ..Skhnen
der l.eideiisihaft"'. .'^ie h.iheii nicht iinreeht. l!ri(jitte Helm hat eine f;e-
\\is>e Aehnliilikeit mit Crela ('..irlio. In ..Alraune' spielten liehen Hristitti;
Helm iioeli l'aiil \\ ej^ener und Iwan l'etro\ieli die Haii|drolleii.
I w .1 n 1' e I r o v i e li - V e r e li r e -
rill Katja. Tilsit: Iwan IVIro-
\ieli ziihll tatsäehlieh zu den ersten
Darstellern des dentsehen Films,
(irnndznjr seines AVosens ist ernst,
trovicli k'M AntOKr.iinine. ."^ie dürfen
ihn ;ni<di uiimltlelh.ir d.iniin liitten.
Seine Adresse ist Herlin-Sehm.-irKendorr,
Forkeiiheekstr. .'itla.
F. r n s I K., '1" e in p P 1 li o f : ^\ illy
Fritseli wird nnieii sielier noch .inl-
w orten. Sie diirfen nicht verticssen.
d.'ili die Kilmdarsteller sehr sl.irk in
Anspruch ;tenommeii sind. — Die F^in-
weihiin^^sl'eierlichkeiten Hirer neiioii
Villa «ird Ihnen l'f.i-Werhefilm. Mer-
lin SW (18, KochstraUe (i— «, sehr schon
drehen.
Otto (i e 1" ü li !• - V '^ r e h r c r i ii
II. I.. a 11 s D o r t m n n d : \\ ir neh-
men ,111. dalJ Otto Cehiihr im Anglist
wieder in Merlin sein wird.
F i I m I r e n n diu Er! k a T..
1" o r s I : Mrij;ilte Helm wohnt Jterlin-
D.ihlein. Im Winkel .'.. und ist mit l'i-
ch.ird W.-ilJhach verheiratet. Sie ^üd
.\ntonramme. — Harry l.iedtko h.it seine
\'illa in Herlin-tininewahl. Hisniarek-
.allee Ifp. .\ncli er «iht .VntOKr.iniine,
ehenso l.iliaii H.irvey.
F 1 1 in i n t e r 0 s s e II I i n a ii s
H a IM h II r K- Fr.iiiz I.ederer widint Her-
lin-Friedenaii. Fehlerstr. 1. und Ii.it am
(1. -NOvemher {lidinrtst.iK- - Enrico Jlen-
ler hat .1111 L'H. .lull (iehiirtst.iy; und ist
iliucli die l'fa. Merlin SW f.n. Kochsir.
-N'r. G-8. zu errpiclieii. — Ifich.ird M.ir-
theliness kam :ini !t. Jlai .iiif ilie ^Velt
und ist .■im hesten durch die First N.i-
tion.il. Mn rli.i II k -Hollywood. K.'ilil'ornien.
F. .S.A.. zu erreichen. MriKitti' Helm
h.it ihre Woliiiiin;;' in Merliii-D.ihlcm. Im
\\ iiikel .'). und feiert .im 17. .\larz ihren
llehurtsl.'i^. Itciii.ild l'olm.in ist iliii'ch
die riiiled Arlisis-Stiidios. 7iOn. Sanl.i
.Monici Moulev.ird. Hollywood. K.ilifor-
iiien. F. S.A.. zu erreichen, und h.it .im
M. .Noveinlier (iehnrtst.iK. — l>ie l,:idy
H.'imilloii in der ..rntrckrönten Kiini-
Kin' spielte Corinne (Iriffith. Nelson
wurde von Victor Varkoni d.irKeslellt.
V, r 11 s t K.. M a sei: Dieser Film ist
Die Metro-Coldwyn-.Mayer, Ciih er-Cilyy,
l.ou ('h.iiiey scliim vieh- .lalire t/iti;;- ist, wird Ihnen
d.iriiher ficheil.
M .1 r i e t t ;i .\l i I I n e r - V e r e h r e r - Es slinmif leider, Mariotta
Miliner ist Ende Juni in li:uliMi hei Wien :in einem I.iiiiKenloiden kc-
slorhen. Sie triiK den N:inieii ihres i;eseliiedenen Citlen. — Ver.t
Schmilerlöw i.st Schwedin. Hire Mildk.'irtc ist an den Kiinsller weiter-
Kcleitet worden.
FilmkOnstler erzählen ihr Leben.
Wir hahen neuerdinss auch das von Dr. Hermann Trennen lieransgi'S'ebene
Werk „Wir iiiier uns seihst" auf Lager fieiiommen. Ein vorzüjrlich aussest^itteter
Jialid mit 270 t:nir/.seitit;i'ii Poiträts und dazufiehörifi-en .Vutobioqiaphien möchte
Ihnen die Kilmkiiiistlcr näliprhrin<ir''n- Könnten wir Ihnen dieses iiriichtise Werk
z,.jf.en — wir sind überzeugt, Sie würden es besitzen wollen! JJeachten Sie bitte
auch die Anzeige in dieser ^uulmel•.
in F)cutscliland nicht Kclanfen.
Kalifornien, F. S. .\., fiir die
ewilJ njihere .Vuskuiift
T) I e t r i c Ii AI.. Ft r a n n s c h w e i ff : Harry Piel wurde am 12. Juli
in Düsseldorf (;clioreii. Kr tr.iHrt «'inen Kiinstlernainen. Seinen ricliti|;en
.\:imeii dürfen wir auf W unscli des Künstlers nicht verötTeiitlicheii. l'iel
i~t mit D.iry Holm verheiratet.
I. I I 1 a n H ,1 r \ e y - \ !■ r e h r p r i n . U r p s I a u : Eiliaii Harvey
erhlickte in London das Licht der Welt. .Sic i.st nicht mit Willy Fritseli
A erloht. Die näelisten Eiliiie mit Lilian Harvey lieilieii: ...\dieii Mascotte"
und ..Wenn du einmal dein Herz verschenk.st". Die Küiistlorln gibt
AutOKr.Mmme.
V r i e d r i (■ li W.. 11 r e h a c li : Am hesten. .Sie weiider sich in Ihrer
Aii;;idem'iihcit uiimittelli.ar an die Filnifiesellscliaften Sie erfahren dort
alles Nähere. Wir niMiiien Ihnen ilie l'fa. Berlin SW (iH, KochstniLle (i/K,
N.ition.il-\\ .iriier. Meiliu SW 4H. Friedrichstralie 10, A.if,i, Berlin SW 48,
Friedriclistralie .'J:i. Deiitsclie l'nlvers.-il. Berlin W 8, ALaiierstraUe 82.
Sonny B o j : Der kleine David Lee ist c.i. t .lalire alt. Kr ist durch
die W.irner Brothers, .■)84-.', Suiiset Boulevard, Hollywood, Kalifornien,
r. S. .\.. zn erreichen.
r r s 11 1 a 0.. B e r I i n - .«; p a n d a x\:
M.iKd.i ;<oiij;is r.irtiii-r in ..Hotel^elielm-
nisse" w.iren lAvio l'avanelli. .\nnelo Fer-
rari. Wolfsan-; Zilzer. — T.ia Eibpu-
schiitz ist t.atsächlich mit Kurt Ve.sppr-
m.inn verbcir.itet. ;ilso kein (JeriicIlt.
Lili.in H.irvey ist zlrk;i l..')8 m Rroß.
...\dieii .M.iscotte" ist noch nicht her-
;iusKekommen. Betty Ain.inn wohnt
Merlin W, Kiirfürstendamm 42. H.-ms
Stüwc Bcrliii-Haleiisee. P.iiilsboriier .Str.
Nr. 9. Alfoiis Fryl.ind Merlin-SchmarKen-
dorf. Huhl.ier Str. l.'i. Evelyn Mrent i.st
durch die .Metro-tiohlw yn-.Studios. Cul-
ver-City. Kalifornien, zu erreichen. Triiiis
van .Aalten widiiit Berlin W. Lutherstr.
Xr. 27. Lilian H.irvev Berlin-Westend.
Ahorn-Allee ir.-17. Willy Fritseli Berlin
\\'. K.Liserd.imm 9.5. l,ia Kihenseliiitz
Bcrliu-tiriinewald. ('.isp.ir-Tbeiß-Str. 1,1,
.\nny Oiidr.i Berlin-CharlottenhnrR. Kiir-
fMistendamm 17S. Till.i ('..irden Berliii-
('harlolteiil)iirsr. D.ililm.mnstraße 8. Isro
Svni Berlin W. Kiirfürstendamm 40-41.
Mairda Soiij;i Bln.-(;riinew;ild. Wallol-
str.ilie 9. Snzy Vernon spielt .-lugen-
hlicklich eine H.iiiptrolle in dem Stuart
Widihs-Filin ..T)as Rrüne Alonokel" und
ist durch das Deutsche Eielitsniel-Syn-
dikat. Berlin SW 48, Friedriclislr. 225,
zu erreichen.
Franz L e d e r e r - V e r e li r e r i u
M ;i n n li e i m : Wir haben Eranz Lede-
rer an d.i.s fälÜKC Autonramm erinnert.
Werner Fiietterer ist noch immer in
l'r.i};, wird .iber schon In den nächsten
'J'.iKcn wieder nach Berlin zurückkeh-
ren. ,,I)as indisehe Urabinal" wurde
ii;icli einem Koiiian von Tliea von Har-
hoii verfilmt und ist in jeder RroUeii
Miicbb.-indlnn;; erhältlich. -Alle Film-
stars Kcheii .AiitOKramnie, also auch Fritz
Kortiier. — .leiiiiy .Inno wohnt Berlin
A\', Kaiserdainm 29, Lilian Harvey Ber-
lin-Westend, .Ahorn-.Allee 10-lT. Enrico
Menfer ist durch die l'fa. Berlin SW
B8. Kochstr. 6-8. zu erreichen. Ihre
(IrüUe an Franz Lederer. Conrad A'eidt
und F^ritz Kortner sind ausgerichtet.
Eine jiutojrranimierti' Bildkarte aus
Hollywod können Sie früliestens in 3—4
Wochen zurückerhalten.
F i 1 ni f r e II n d i n E d i t h a ii s d e m S c h \v ;i r z w a 1 d : Iwjin
Pctrovichs nächster Film heiUt ..Der (iünstliiifc von Sclioiibrunn". Weitere
ILiuptrollen spielen Lil D;i;iOver und Henry Stuart. Petro\ich ist ledig
und niht .\nto(;raiiime. Kr treibt sehr viel Sjiort.
Besichtigung: Der f^ridie Erich l'oinmer - l'fa-Tonfilin, der in riifrarn
(;cdreht wird und dessen erste .Aufnahmen vvir in Nummer :tO des Filni-
maf^azins veröffentlichten, trägt den Titel ..AI e 1 o d i e d e .s Herzen s'',
und n i c h t, wie vvir versehentlich schriidien „Alelodic der Welt". In den
H:<ii]ilrolleii Willy Fritseli und Dita P;irlo.
Noiiz: Das in Nr. 24 des ..Filmm.igazin" erschienene Bild einer sehall-
sicheren .\ufnahiiiekahine ist, wie wir jetzt erfahren, im Studio der
l'nited Artists, und nicht, wie vermerkt, im Warner Studio aiifgenoniincii.
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Gr. Bleichen 31 Hannover, Bahnhofstr 13 Kassel, Obere K«ni)<str 13 Kiel, Holstenstr. 61 Köln Rh., Hohe Str. 64 Königsberg, Münzstr 17
Leipzig C 1, Rudolphstr. 4 Magdeburg, Breiter Wet; 3 b Mannheim, D. 4. 6. München, Salvalorstr. 18 Munster, Rosenstr. 9 Rostock,
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Außerdem Verkaufsstellen in weiteren GroB- und Mittelstädten des Reiches.
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\eiu' ii ueikTlc .\asijiibc. Mit .Xn-iilinlic-ii, ilen
Iclcplionimmmeni iiiul nciie<tcii biUlnis.'icii llircr I iliii-
liebliiiRc. 4 I r Seiten stnrk. k<irtonieit. (jei;<ii \iircin-
^cnilcini; ilcs Bi'tr<i<jes mmi KM 4.4". sonst N.iilmalimc
LLU.MRIhKTf: FllM\VOc;i 11": G. M. h. 1 1.
B I; K I I N S W o 8 . K o ^- h s t I .1 |; r o - 8
l'ostsdifvJikoiito berlin 14SJ-.
18 PfiiM
gugenormuen
und diese 18 Piund [^IcichmaQiiJ ver-
teilt auf Gesicht. Arme. Brust. Hüften
und Waden, Bodenken Sic. wie Ihre
Fijjur durch diese Gewichtszunahme
verschönert wird und um wieviel
Sie sich dadurch bej^ehrenswcrter
machen.
Durch die wohlschmeckenden
Jta-Mol-BoDboDS
frfr
schaffen Sie aber auch, indem Sie
kraft und Blut. Schachtel M. 2.
,.Eta"- Chem. - techn. Fabrik, Berlin
(für Damen. Herren und Kinder von
jjlcicher Wirkung), die nach der Mahl-
zeit j^enommen werden, laßt sich das
Körpergewicht in einijien Wochen um
10—30 Pfund erhöhen, Die unschönen
Knochen vorsprünije an Wanj^cn und
Schultern schwinden. Pfund für Pfund
nehmen Sie zu, an allen Körperteilen
zeifjt sich Fettansatz. Unbehatjen und
Unlust weichen, und nach ein paar
Vi ochen hat das bisher schmächtijie
Aussehen einer vollen, ebenmäßigen
Erscheinunji Platz jiemacht. Zujjleich
die roten Blutkörperchen vermehren. Nerven-
50 iJejien Nachnahme. Zu beziehen von der
Pankow 44. ßorkumstraße 2.
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leitun^ A. Rosenthal — Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausfjabc in Ocsterreich verantwortlich Robert Mohr. Wien I, Domjjasse 4. Verantwortlich für Anzciijen
Wilhelm Schaefcr, Charlotlenbur|<. A n z e i £ e n v c r w a I t u n jl Bepa-Vcriag. Berlin W 35, Blumes Hol 5. Kupfertiefdruck: Aujiust Scherl G. m. b H.. Berlin SW 68
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NUMMER 32 / BERLIN, 11. AUGUST 1929 / PREIS 40 PFENNIG
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Johnny Mack Brown wird in einer Alelierpause von Anlia Pape gezeichnet
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Die arme Marietla Miliner hat die Premiere dieses Filmes
nicht mehr erlebt. Eine Lungenentzündung, die einer etwas
leichtsinnig behandelten Erkältung folgte, setzte den
Schlußpunkt hinter ein junges Leben, das auf dem Wege
zum Starruhm war. Leicht ist ihr dieser Weg nicht geworden,
wie ja überhaupt der Ruhm nicht über Nacht kommt, sondern
Jahre braucht, in denen um ihn gekämpft werden muß. Marietta
Miliner, eine gebürtige Wienerin, kam am Ende der Kriegszeit
zum Film, der damals auch in Wien einen bedeutenden Auf-
schwung nahm. Selbstverständlich war sie nicht mehr als eine
Figurantin, denn die Wiener Stars kamen stets von der Sprech-
bühne und hatten als Schauspieler schon einen Namen, ehe sie
beim Film Anklang fanden. So dicht nun auch Komparsen und
Stars in don Filmen zusammenstehen, es trennt sie ein gewal-
tiger Abstand. In den Kindertagen der Kinematographie konnte
eine Statistin wenigstens zeigen, daß sie Talent besaß, denn die
kleinen Rollen wurden alle von Statisten verkörpert. Heute
besetzt man die letzten Chargen mit bewährten Schauspielern,
ja, man stellt solche heute sogar in die erste Reihe der Kom-
parserie, um charakteristische Köpfe zu haben. Marieita Mili-
ner erhielt diese kleinen Rollen in den Filmen des Ehepaars
Fleck. Bekannt wurde sie in Wien erst durch jene Affäre, die
sich im Park von Versailles abspielte und bei der alle Mitglieder
der Wiener Filmexpedition in Haft genommen wurden. Georg
Jacoby gab der schönen Marietta die erste größere Rolle in
seiner „Frau ohne Namen". Wilhelm Thiele, der gern mit jungen
Darstellern arbeitet, übertrug ihr die Rolle von Lilian Harveys
im 'Tr^r
lii
Lilian Harvey, Igo Sym,
Harry Halm Phot. UIj
m!
Gegenspielerin. Zwei temperamentvolle DarstcU
einem Film bedeuten eine schwere Aufgabe für dei
der natürlich genau zügeln und abwägen ir.uß, danii
lung die Ruhepunkte nicht verlorengehen, deren auc
spiel bedarf, damit die Zuschauer sich inmitten des l
wieder sammeln können. Nun ist das Temperament d
Miliner ganz anderer Art als das der Lilian Harvey.
ner war ein Talent, das leicht zur Schärfe neigte und
Wirkung nicht selten überhitzte. In ,, Adieu Masco
sie eine leichtsinnige junge Frau dar, die sich mit V
Bällen und Tanztees amüsiert und nicht recht darauf
ihr guter Ruf gefährdet ist und dem Gatten diese
gar nicht pa(3t. Wilhelm Thiele hat diesen Leichtsii
andeuten lassen, und so ist denn die Figur der Joset
Rolle der armen Marietta gewesen. Lilian Harvey, i
gewöhnlich den Aufstieg eines kleinen Mädchens in
Schaft zeigen, tritt auch in ,, Adieu Mascotte" die F
Glück an. Sie ist ein kleines Pariser Mädel, das s
nicht tragisch nimmt, weil Jugend immer Liebe bring
diese Pariser Mädel schon sind: Aus Gutmütigkeit,
Freundin zu helfen, die eine Badereise nötig hat, läßt
auf einem Pariser Künstlerball versteigern, da
Summe zusammenkommt.
Lilian Harvey, Igo Sym
Miliner, Harry Halm
*-^ /^f
X vo^ GERTRUDE GRUA/W/llOr
Wohl in kcinor an-
deren Induslric
spielt Frauenarbeit
eine so jjroße Rolle
als wie in der Film-
industrie", sagt Norm:i
Shearer, ' die kürzlicli
ihr Debüt in ihrem
ersten Sprcchfilni für
die Metro - Goldwyn -
Mayer „Der Fall ^\ary
Dufjan" mit großem
Erfolge abgelegt hat.
Ebenso wie andere
Branchen ist auch
diese Industrie von
Männern gegründet
worden, und eine ganze
Keiiie von Jahren hin-
durch herrschten Män-
ner in den prominen-
ten und wichtigen Po-
sitionen. Heute in-
dessen, wie ja auch in
fast allen anderen In-
dustriezweigen Ame-
rikas, sind Frauen un-
entbehrliche Faktoren
bei der Herstellung
von Filmen — nicht
nur im Schauspielfach,
sondern auch in fast
jeder anderen Abtei-
lung solcher Unter-
nehmen.
Mit der Ankunft des
Sprechfilms eröffnen
sich nun wieder neue
Möglichkeiten für
Frauenarbeit. Es dürfte
nicht uninteressant
sein zu erfahren, daß
der erste M.-G.-M.-
Siirechfilm von einer
Frau geschnitten und
zusammengesetzt wur-
de. In Amerika ist
diese Arbeit bekannt-
lich ein Spezial ,,Job"
— die Arbeit eines
eigens nur dafür An-
gestellten, des ,, Cut-
ters". Es war ihr er-
ster Versuch, das pho-
tographische Negativ
in Übereinstimmung
mit den ,, Sound
Tracks" (eine an der
Seite des Filmbandes
entlanglaufende, un-
regelmäßige Wellen-
linie], den Sprech-
linien, zu schneiden;
und das crFuigrciche
Ergebnis ihrer Tätig-
kell ist ein neuer Be-
weis für das Talent
und die Befähigung
des weibliclien Ge-
schlechtes für solche
Arbeit. Audi das Dreh-
buch dieses Films hat
0/,iJa Raclanowa. der Paranwunl-Star p/wl. Paramount
eine Frau verfaßt.
Überall in der Film-
industrie sieht man
Frauen in wichtigen
und verantwortungs-
vollen Stellungen, ob
nun in den Scenario-
oder in den Cutting-
Departments, den
Schneidcratelicrs od-jr
in technischen oder
kaufmännischen Ab-
teilungen. Viele davon
beziehen Gehälter, die
man sich noch vor we-
nigen Jahren geweigert
hätte, überhaupt als in
Betracht kommend zu
erwähnen.
Ich glaube bestimmt,
daß, nach welchen
Richtungen und zu wel-
chem Umfange sich
auch die Filmindustrie
noch ausdehnen wird,
die Frau nicht nur im-
mer Schritt halten,
sondern sich auch Po-
sitionen, die ihr heute
noch so gut wie ver-
schlossen sind (wie
z. B, Regie und Kame-
rabedienung), erobern
wird. Die ja im Grunde
weiblichen Eigenschaf-
ten, wie Phantasie und
Intuition, befähigen sie
ganz besonders für
solche Berufe; und
Zweckentschlossenheit,
Urteilsfähigkeit und
Sinn für Ausgleich
finden sich von selbst,
sobald sie sich ernst-
lich vor solche Auf-
gaben gestellt sehen
wird.
Daß in dieser Hin-
sicht noch lange kein
Ende der Entwicklung
abzusehen ist, dafür ist
der Filmstar von heute
wohl der beste Beweis.
Eine solche Frau muß
nicht nur Künstlerin,
sondern auch eine
ebenso tüchtige Ge-
schäftsfrau sein und
alles, von den größten
Dingen bis zu den win-
zigsten Details, die
mit ihrem Berufe und
mit ilircr Karriere zu-
sammenhängen, mit
feinstemFingerspitzcn-
gefühl zu ..managen"
wissen.
Soweit Miß Shearer,
die dabei natürlich nur
amerikanische Ver-
hältnisse im Auge ha-
ben kann.
I
.
Enriko Benfer, Jenny Jugo und Clifford Mc Laglan in dem Ufafilm „Die Schmugglerbraut von Mallorca" P/wt. Ufa
^•on Hans Behrendt
Die Entwicklung des Films kann man in drei große Epochen
einteilen. Zuerst war das Interesse für die Bewegung des
Bildes, ganz gleich, ob die Bewegung harmonisch oder un-
harmonisch war, vorhanden, sodann begann man, sich mehr und
mehr für die Schauplätze, für den Rahmen, kurz und gut für die
Kulissen des Films zu interessieren. Man entdeckte das Milieu
eines Films. Heule hat man wieder ein neues Element in den
Dienst des künstlerischen Filmschaffens gestellt, und zwar das
lebende Bild als malerisches Erlebnis. Natürlich darf
es nicht Aufgabe eines Films sein, den dekorativen Eindruck
über alles zu setzen und das Spiel der Darsteller, den Schnitt
des Films nur vom Malerischen her gestalten zu wollen. Jedes
der drei grundlegenden Erfordernisse eines Filmwerkes hat für
sich allein in seinem künstlerischen Aufbau zu wirken, sowohl
Darstellung wie Milieu und Schnitt. Hat man nun für einen
film besondere visuelle Vorstellungen vom Milieu, so gibt es
zwei Möglichkeiten der praktischen Ausführung: sie durch den
T- lim- Architekten im Atelier gestalten zu lassen oder das
optische Milieu draußen, dort wo der Film spielt, zu suchen.
Bei dem neuen Ufa-Film „Die Schmugglcrbraut von Mallorca"
mit Jenny Jugo und Enrico Benfer in den Hauptrollen haben
Alfred Zcisbr als Produktionsleiter und ich den Versuch ge-
macht, unsere Vorstellungen von dem Milieu des Films dort "zu
erfüllen und auszugestalten, wo der Film auch in Wirklichkeit
spielt. NX'ic schon aus dem Titel ersichtUch, ist sein Schauplatz
Spanien, oder naher bezeichnet, die Insel Mallorca.
Bei Außenaufnahmen ist es nun nicht so, daß man aus male-
rischen Rücksichten Veränderungen an den notwendigen Bauten,
Straßen oder der Landschaft überhaupt vornehmen kann. Sie
zu fmden, ist zum größten Teil Glückssache. Entspricht die Ge-
gend, die wir uns ausgesucht haben, der Handlung unseres Films,
seinen Menschen in ihm, kurz und gut, können unsere Darsteller
aus dem Milieu heraus spielen, so glaubt man ihnen das Milieu.
Diesmal schwelgten wir in herrlichen Motiven. Oft schwankten
wir, sollten wir die schönere Landschaft nehmen, aber dann
wäre vielleicht das Spiel der Darsteller zurückgetreten — oder
sollten wir die Szene in einer harten, felsigen Landschaft drehen
lassen, so daß das Spiel der Darsteller stärker hervortritt und
die Landschaft nur den wahrscheinlichen Rahmen bildet.
Unser neuer Film spielt im Schmuggler-Milieu. Mallorca ist
— natürlich munkelt man dies nui — eine SchnuigglcrinscI.
Unsere Darsteller konnten in dieser Umgebung das spielen, was
sich von den Voraussetzungen des Manuskripts her ergibt. Es
isl nicht eine Hollywooder Sciimugglerbraut, die »sir in den
Mittelpunkt des Films gestellt haben. Die Menschen unserer
Außenaufnahmen sind echte Mallorcaner, unsere Darsteller
gingen in den Rahmen der Landschaft auf. Für einen Regisseur
ist es die schönste Arbeit, wenn sich das malerische Moment der
vorliegenden Handlung anpaßt, wenn man seine visuellen Vor-
ahnungen erfüllt sieht, kurz und gut, wenn Darstellung und
Milieu eines Films zu pulsierendem, ursprünglich*.-!!!, volkstüm-
lichem Leben werden; dann läßt man sich durch das wochen-
lang studierte Leben der Bewohner beeinflussen und gibt aus den
so gew onnenen Anregungen her mancher Szene des Manuskriptes
neue, wa'irhafte Nuancen, natürlich ohne daß dadurch die grund-
legende Handlung beeinflußt wird.
Ii
iji
Die malerische Wirkung des Schnees hat die Filmregisseure von
jeher angezogen, Sie sind in das Hochgebirge mit ihren
Apparaten geklettert und in die Polarländer gezogen, um den
Schnee zu filmen. Aber für einen Spielfilm lassen sich solche
Reisen nicht immer machen, und wenn nun gar die Handlung in
Petersburg vor sich geht wie in dem Ufafilni ..Der weiße Teufel", so
bleibt dem Regisseur nichts weiter übrig, als sich im Aufnahmc-
geländc oder im Atelier eine Winterlandschaft aufbauen zu lassen.
In den Anfängen des Films, da für Dekorationen nur geringe Mittel
aufgewandt werden durften, half man sich wie auf dem Theater mit
Watte und Papicrschnitzeln. Aber leider ließ sich die Hlusion, wie
sie auf der Bühne besteht, nicht wahren. Die Zuschauer lachten über
den plumpen Schnee, der gewöhnlich auf arme verzweifelte Mädchen
fiel, und so wurden rührsame Szenen um den Erfolg gebracht. Schnee-
landschaf tcn %\urden darauf erfolgreich mit Hilfe von Gips her-
gestellt, den man allerdings nicht herabrieseln lassen konnte, doch
fehlte ihm das feine Glitzern des Schnees, und ein Nachteil war es,
daß sich seine Farbe zu kreidig ausnahm. Schnee-
sturme wurden auch in Amerika anfänglich mit
Konfetti gedreht, die durch eine Windmaschine in
Bewegung kamen. Aber die Flocken wirkten zu
groß, und außerdem durften sie nicht zu dicht vor
dem Apparat wirbsln sonst stellte sich ihre pa-
pierene Herkunft zu schnell heraus. Ernst Lubitsch
benutzte für die Winterszenen im ,, Patriot" Marmor-
staub, der sich aber wohl doch nicht so bewährt
hat, denn er kehrte im .König der Bernina" wieder
zum Salz zurück, das den Schnee im Atelier er-
setzen muß. Salz ist auch bei uns der beliebteste
Schnee-Ersatz, der in der Photographie einen
weichen, seidigen Ton gibt. Der Kameramann ist
entzückt, wenn er auf einige Zentner Salz das
Licht seiner Lampen fallen läßt und nun die schön-
sten Abstufungen vom reinen Weiß bis zum dunklen
Grau entdeckt. Aber weniger sind es die Schau-
spieler, die durch einen Schneesturm laufen müssen,
dessen Flocken eigentlich Salzkörner sind. Ein bren-
nender Durst macht sich nach wenigen Mmulen
spürbar. Das von der Windmaschine durch die Luft
geschleuderte Salz beizt die Haut und brennt in den
Augen. Die Darsteller haben nur einen Wunsch,
dieser Salzhöllc entfliehen und trinken zu dürfen.
Wie eine Schneclandsclwlt auf dem Ufa-Gelande in
Nciibabelsbcrg entsteh! p/wt. Ufa
A^
lexander Moissi und Ca-
milla Hörn haben vor
ein paar Wochen in
New York in einem in deut-
scher Sprache aufgenommenen
Tonfilm gespielt, der auf Alex-
ander Dumas' Bühnenstück
„Kean" beruht. Achtzig Jahre
ist das Stück alt, aber es reizt
immer noch die Virtuosen unter
den Darstellern, sich daran zu
erproben, denn es enthält eine
Bombenrolle, an der kein Schau-
spieler vorübergehen kann. Vor
einigen Jahren hat Albert Bas-
sermann, dessen Kunst einmal
in anderen Gebieten beheimatet
vsar, den ,,Kean" wieder auf die
Bretter gebracht und erregte
namentlich dadurch Aufsehen,
daß er als Fünfundfünfzigjähri-
ger noch auf den Händen gehen
konnte. „Kean" ist aber auch
ein außerordentlich dankbares
Filmthema, dessen sich einzelne
Regisseure wiederholt bemäch-
tigten, Bassermanns Beispiel hat klar bewiesen,
daß man Dumas' Schauspiel als Ganzes heute
nicht mehr retten kann. Es liegt doch schon
recht viel Staub auf einigen Szenen, und nicht
wenige Effekte des vollkommen auf Sensation ge-
stellten Stückes sind so oft nachgeahmt worden,
daß von ihnen keine Wirkung mehr ausgeht. Löst
man aber aus dem Theaterstück die packendsten
Motive, gibt ihnen eine andere Grundlage und ver-
bindet die einzelnen Sensationen mit Themen aus
unseren Tagen, so erhält man ein absolut zugkräf-
tiges Buch. Hans H. Zerlett hat dies jüngst gc-
Giislau Dicßl oben mit Daisy
D'Ora, Mute mit Valery Boothby
lan, und der Regisseur Brignone
hat dieses Stück vom Theater
im Film unter dem Titel ,,üer
Mann, der nicht liebt" unter
seiner Leitung drehen lassen.
Geblieben ist das Spiel von dem
Schauspieler Mcronc, einem
schmucken jungen Burschen,
dem die Frauen gern schöne
«1
Augen machen, obj^leich er nur
das Aiitglied einer kleinen und
unbedeutenden Truppe ist. Aber
ein Schauspieler ist für die
Frauen immer noch ein sehr an-
ziehender Held, weil sie zu
rasch Darstellung und wirk-
liches Leben miteinander ver-
binden. Allerdings nimmt Mc-
rone im Anfang, da er mit sei-
ner Truppe in dem eleganten
St. Moritz auftritt, die Liebe
noch sehr ernst. Er sieht nicht,
daß Elena, die mondäne loch-
ter eines sehr reichen Vaters,
nur aus einer Laune mit ihm
flirtet, aus einer plötzlichen
Lust an romantischem Abenteuer,
daß sie ihn aber von Anfang
an nicht ernst nimmt und er nur
ein Spielzeug ohne weiteren
Wert ist. Solche Enttäuschun-
gen treffen junge Menschen
bitter, namentlich aber jemand,
der vom Beifall der Menge lebt
und daher, ohne es immer zu
ahnen, auch in seiner Eitelkeit gekränkt ist. Aber
an vielen kleinen Theatern haben sich Talente ent-
wickelt, die einmal in der Welt der Bühne etwas
bedeuteten, und so naht auch der Tag, an dem Mc-
rone zum berühmten Mimen wird. Freilich gehen
bis dahin noch viele Frauen durch sein Leben,
aber auch die erste, Elena, taucht wieder auf, jetzt
vollkommen Dame von Welt, die einen großen
Salon ihr eigen nennt, verheiratet, aber trotzdem
weiter auf der Jagd nach Abenteuern ist. Mcrone
bleibt auch im Film der große Komödiant, der
Mann zwischen den Gesellschaftsschichten, der
Gustav Dießl oben mit Agnes
Estcrhazy. Mille mit Nico Tiirolf
zwischen Kaschemme, Salon und
Bühnenhaus pendelt und der
Irolzdem nicht haltlos wird.
Das ist die romantische Auffas-
sung vom Schauspieler als eines
Menschen, der viele Gesichter
in sich trägt, dem das Leben
gleichfalls wie die Bühne ein
Spiel ist.
/.// Dagover im Ufaion-Film (Bloch-Rabinowilsch-Produkiion) ..Der treißc Teufel"
Phot. Ufa
Die Tonfilmsituation in Deutsdiland
Von Paul D u b r o.
Betrachtet man die Entwicklung der Tonfilnibeweijung in
Deutschland, so kommt man zu dem Ergebnis, daß der Ton-
film sich auf wirtschaftlicher Basis nur organisch ent-
wickeln kann. Es ist in Deutschland nicht wie in
Amerika, daß die Filmindustrie aus den vollen Kassen eines rei-
chen Landes schöpft. Der deutsche Film hatte ein durch Steuern
und behördliche Maßnahmen eingeschränktes Absatzgebiet. Auch
können die Eintrittspreise nicht wie in Amerika auf Grund des
Tonfilms ohne weiteres erhöht werden. Es bleibt also für die
Ausgestaltung des deutschen Tonfilms aus finanziellen Gründen
nur ein allmählicher, ruhiger Aufbau, um den deutschen Film vor
schweren Rückschlägen zu bewahren.
Alle diese Erwägungen haben die Ufa in ihrem neuen Programm
einen Ausweg suchen und auch finden lassen. Die neue Pro-
duktion der Ufa erfüllt die Ansprüche der Theaterbesitzer, die
sich zur Anschaffung einer 1 onfilmapparatur entschlossen haben
oder noch entschließen werden, ebenso wie derjenigen Theater,
die weiterhin in der neuen Saison stumme Filme spielen wollen.
Gerade die Struktur dieses organischen Aufbaues des Tonfilms in
Deutschland ist derart interessant, daß man immer wieder auf sie
hinweisen muß.
Die Produktion der Ufa umfaßt eine Reihe von Großfilmen.
Unter ihnen befindet sich eine Anzahl stummer Filme, teils aus
eigener Produktion, teils Spitzenproduktion ausländischer Her-
kunft. Desgleichen werden große Ufaton-Filme hergestellt, zu
denen sich noch zwei gekaufte ausländische Tongroßfilme ge-
sellen. Die Ufaton-Produktion wird mit allen Geräusch- und
Musikeffekten und insbesondere Dialogszenen ausgestattet sein,
teilweise wird sie sogar mil einem hundertprozentigen Dialog ge-
dreht. In den gekauften fremdsprachlichen Tonfilmen der Ufa wird
allerdings kein hundertprozentiger Dialog enthalten sein, dagegen
wird ihre Wirkung durch Gesangsszenen in deul.'^chcr Sprache
unlerslülzt. Auch die Beiprogrammfilme, wie Kurzfilme oder
Wochenschauen, werden mit Geräusch, musikalischer Untermalung
und mit Begleilvorlrag herausgebracht, so daß der Tonfilm-
Thcalerbcsitzcr sich ohne weiteres ein vollständiges Programm aus
der Produktion der Ufa zusammenstellen kann. Auch die übrigen
bisher stumm gedrehten Filme der Ufa werden möglichst mil ge-
räuschlicher und musikalischer Unlcrmaliing geliefert. Es kann
also für alle Thealcrhcsilzer, die sich für den Tonfilm entschließen,
niemals die Gefahr eintreten, im Herbst ohne Programme dazu-
stehen, ganz abgesehen davon, daß reine Tonfilmprogramme in
den Tonfilmtheatern selbst in Amerika und England selten sind.
Aber jedenfalls werden auch zu den stummen Filmen der Ufa die
Begleitmöglichkeiten in Form von Synchronisation oder auf ähn-
lichem Wege vorhanden sein.
Aber auch für die große Anzahl der Filmtheater, die in dieser
Saison noch keine Tonfilme herausbringen, ist gesorgt. Sämt-
liche Filme der Ufa werden auch stumm gedreht. Diese stumme
Fassung unterscheidet sich natürlich wesentlich von der Ton-
filmfassung, denn im Tonfilm werden die Sprechszenen länger
ausgespielt, während sich im stummen Film die Spielszenen rein
auf den schauspielerischen Ausdruck konzentrieren, also in ihrer
Ausdrucksfähigkeit sich rascher dem Zuschauer übermitteln. Aus
diesen Gründen werden gerade für den stummen Film besondere
Aufwendungen gemacht, denn eine Reihe von Szenen wird in
ganz anderer Einstellung, die sich aus den Bedürfnissen des
stummen Films ergibt, gedreht. Thematisch und im künstleri-
schen Aufbau bleiben beide Fassungen, stumme wie Tonfassun-
gen, natürlich völlig gleichwertig. In beiden Arten des Films
wird von der Ufa das Beste und Vorbildlichste geliefert. Die
Tonfilme, ebenso die stummen Filme halten sich durchaus auf
dem Niveau der bisherigen großen Erfolge der Ufa wie ,, Un-
garische Rhapsodie", ,, Hurra! Ich lebe!", ,, Geheimnisse des
Orients" usw. Für den Theaterbesitzer, der stumme Filme spielt,
werden sich natürlich für seine musikalische Untermalung erheb-
liche Vorteile aus den vorhandenen Erfahrungen des Tonfilms er-
geben. Er kann seine sämtlichen Ufa-Filme in einer dem Tonfilm
bereits angepaßten musikalischen Linienführung orchestral be-
gleiten lassen, so daß für ihn ein noch stärkeres Zusammenarbei-
ten zwischen musikalischer Untermalung und Film eintritt.
Bei der Situation des Tonfilms von heute kann also der Thea-
terbesitzer ohne Sorgen für seine Programm-Zusammenstellung
Ufa-Filme für die kommende Saison abschließen, ob er sich nur
zur Anschaffung einer Tonfilmapparatur entschlossen hat oder
nicht. Ks bleibt auch weiterhin das H;u:plaugcnnierk der Ufa,
den Tonfilm in Deutschland organisch aus den wirtschaftlichen
Voraussetzungen des deutschen Theaterbesitzers und den künst-
lerischen Bedürfnissen des deutschen Filmtheater - Publikums
heraus aufbauen und zu fördern.
.;
Die Romane des beliebten
Schriftstellers Fedor von
Zobcltitz werden deshalb
so jjcrn jjeiesen, weil sie stets
Beziehungen zu Zcitproblemcn
enthalten und aus diesem
Grunde seiion allein inter-
essant sind. Aber über den
aktuellen Stoff hinaus sind die
Zobellitzromanc spannende
I'.rzählunjien und jjesellschafts-
krilischc Gemälde. Dieser Au-
tor versteht es außerdem, Men-
schen von Fleisch und Blut zu
schaffen, die sich mit dem
Leben auf alle nur mög-
liche Art auseinanderzusetzen
wissen. Da er auch Humor
besitzt, gibt in allen semen
Romanen ein heiterer Grund-
ton die Stimmung an, die den
Leser hoffen läßt, daß sich die
vielfachen Verwicklungen,
ohne die ein echter Zobellilz
nicht zu denken ist, schon wie-
der einrenken werden. Einen
seiner letzten Romane ,,Das
Fräulein und der Levantiner"
hat die Ufa unter dem Titel
,,Der Sträfling von Stambul"
verfilmt. Es ist eine Abcn-
teuergeschichtc, so recht nach
Erich Möller und Heinrich
George
dem Herzen der Filmfrcunde,
die den spannenden Verlauf
der Begebenheiten mit Ver-
gnügen verfolgen werden. Zo-
beltilz greift in die Inflations-
ihre zurück, die eine voll-
kommene Umschichtung der
Gesellschafls Verhältnisse her-
vorriefen. Viele Frauen aus
gut bürgerlichen Kreisen, die
ihr Leben bisher auf Grund
einer Rente oder des aus-
reichenden Verdienstes eines
männlichen Mitgliedes der Fa-
milie geführt hatten, sahen sich
plötzlich gezwungen, ihr Brot
selbst zu erwerben. Recht oft
waien sie vollkommen lebens-
fremd oder standen doch dem
sprunghaft wechselnden Auf
und Nieder des Lebens hilflos
gegenüber. Dagegen erntete in
ganz Mitteleuropa eine kleine
Schar gerissener Abenteurer,
die aus aller Welt zusammen-
strcimtcn, dort, wo andere ge-
sät hatten, weil sie skrupel-
los jede Situation für sich
auszunutzen wußte. Einen
solchen Fall nimmt sich Zo-
bcltitz vor. Sein Roman und
somit der Film schildert die
Erlebnisse einer jungen Dame
aus gut bürgerlichen Kreisen,
-W^'M^^iM^^-ir
die sich pli)lzlich dem Niciils
gegenübcrsichl und immer
noch nicht bcjjreifcn kann,
wie das eigentlich alles fje-
kommcn ist. In diesem Aujicn-
blick nähert sich ihr einer
jener internationalen Iiidu-
strierittcr, die Geschäfte in
aller Welt haben und dem die
Millionen, damals in Schwei-
zer Franken oder in holländi-
schen Gulden, nur so zuflie-
gen. Der Mann aus Stambul,
einer jener gerissenen Han-
delsleute vom Goldenen Hörn,
Mischblut aller Mittelmcer-
rassen, die geläufig ein Dut-
zend Sprachen und mehr
sprechen, weiß das arme Fräu-
lein natürlich für sich zu ge-
winnen. Sic zweifelt zwar
noch etwas an ihm, denn
seine ganze laute Art ist so
anders, wie sie diese bisher
bei den Männern des deu!-
sclien Bürgertums kennen-
lernte, sie fürchtet sich etwas
vor der Abenteuerlichkeit sei-
ner schnellen Karriere, deren
dunkle Punkte sie übrigens
nicht einmal ahnt, aber
schließlich bcsicgl ihre Mittel-
losigkeit und die Aussieht,
wieder in gesunde Verhält-
nisse zu kommen, jedes Be-
denken, und sie willigt in eine
Heirat ein.
Die Ärmste ahnt aber nicht,
daß der Mann aus Stambul
bereits verheiratet war, daß
seine erste Frau aber seit
Jahren verschollen ist, und
daß er sich vergeblich bemüht
hat, sie mit Hilfe von Detek-
tiven ausfindig zu machen, um
eine ordnungsmäßige Schei-
dung herbeizuführen. Gerade
am Tage nach der Vermählung
erscheint nun die Verschollene
plötzlich wieder auf der Bild-
flächc, von der Sehnsucht nach
geordneten Verhältnissen ge-
rieben. Der Levantiner muß
jetzt seine ganze Verschlagen-
heit aufbieten, um die Situa-
tion zu retten, versucht mit
reichen Schenkungen die Ein-
willigung zur Scheidung zu er-
kaufen, aber die Frau über-
listet iiin, und bei einer Unter-
redung unter vier Augen mit
der unglücklichen Neuvermähl-
ten droht sie mit Anzeige
gegen den Levantiner, wenn ihr
der Platz an seiner Seite nicht
sofort geräumt wird. Also die
Schwächere muß der Stärke-
ren weichen, aus Angst um
die Zukunft ihres Wohltäters,
i'ud resigniert geht sie in
den Tod.
Betty Amann und Heinrich
GeorPc
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ßr S
X_^ UND W
le
UND SEHR VIEL
SdiiriitÄel
Givi. La5ti0er Abei/LteixerronaeLVb
b
/■/. Fortsetzuns
Jander schoß das Blut in die Stirn,
Mircovichs Augen funkelten.
Ranka lächelte ein bißchen spöttisch zu ihrem Reisebegleiter
hinüber,
„Wer sind Sie also?" fragte der Hausherr gepreßt,
Valberg ergriff einen Stuhl und setzte sich nach einer leichten
Verbeugung gegen Ranka.
— „Ich bin ein großer Be-
wunderer von Autos, Herr
Mircovich. Es gibt sehr
schöne Wagen in Ragazza.
Kräftige Wagen, mit denen
man in einer Nacht ziem-
lich weit kommen kann."
Stille.
Der Grieche räusperte
sich.
„Sie sind durch eine un-
angenehme Verkettung von
Umständen Mitwisser von
Dingen geworden, die Ihnen
selbst nur schädlich sein
können."
„Wirklich? Nur mir?"
,,AIso kürzen wir das
Verfahren ab! Wieviel?"
Robby Valberg betrach-
tete seine Sliefclspitzen.
,,Eine Million deutsche
Reichsmark würde ge-
nügen", sagte er bescheiden.
Jetzt zuckten sie alle
drei zusammen.
,,Ich habe die Summe
mit keinem Wort genannt",
flüsterte Mircovich Ranka
auf illyrisch zu.
Er hat also noch andere
Quellen.
Aber worauf will er hin-
aus? Wer ist er?
,,Wcr sind Sic?" wieder-
holte er laut auf franzö-
sisch.
,,Ich? Das wissen Sic
nicht? Ich bin der König
von Persien, Natürlich in-
kognito. Ich habe deshalb
nicht viel Gepäck mitge-
bracht — nur ein paar
kleinere Elefanten. Sie lie-
gen auf dem Bahnhof in
der Handgepäckausgabe. Ich hoffe nur, daß — — " — ,,Herr'
Wir sind nicht hier, um alberne Witze zu machen. Wenn ich
Sie frage, wer Sic sind, so tue ich das, weil icli meiner Frage
auch Nachdruck verschaffen kann."
„Oh, bitte!"
Robby Valberg verbeugte sich leicht.
„Ich sehe ein, es ist allerdings nicht die Zeit, Scherze zu
machen. Ich möchte Sie auch nicht länger als nötig hinhalten.
— Haben Sie schon einmal von Amundscn gehört?"
„Von dem Nordpolfahrer?"
„Ganz richtig."
„Was hat das mit — "
,,Amundsen," wiederholte Robby feierlich, ,, sehen Sie, der bin
ich auch nicht."
Jander schlug mit der Faust auf den Tisch.
„Ein Narr sind Sie, Herr!" schrie er. „Glauben Sie, ich höre
Harry Hardl beim Training im Boxring Plwt. Ufa
k
VON LUDWIGvoN WOHL
Nachdruck verboten
mir Ihr Blech noch länger mit an? Sie haben sich für mich
ausgegeben, und auf diese Weise — "
„Glauben Sie mir im Ernst, daß irgend jemand auf der Welt
es auf sich nehmen würde, sich für S i e auszugeben?" unter-
brach ihn Valberg eiskalt.
Jander konnte sich nicht mehr beherrschen. Er knurrte etwas
und stürzte vor. — Noch
im Aufspringen schlug ihm
Robby die Rechte gegen
das Kinn — sehr sauber
und ordentlich, mit leicht
eingebogenem Arm,
Jander überschlug sich
nach hinten und blieb lie-
gen. Ums Haar hätte er
Kanka in seinen Sturz mit
hineingerissen,
,, Verzeihung, Fräulein
Jcllacic!" sagte Robby.
,,Es ist nicht meine Schuld
— er fiel nur so unge-
schickt,"
,,Er ist überhaupt unge-
schickt", sagte Ranka ruhig.
Aber ihr Atem ging
schneller.
Mircovich halte die
Fäuste geballt. Er brachte
keinen Ton über die Lippen.
,,Auf Wiedersehen!"
sagte Valberg, „Übrigens
— wenn Sie wissen wollen,
wer ich bin — , ich bin Old
Shatterhand, der Weiße
Jäger! Howgh!"
Und Old Shatterhand
verließ das Zimmer und
begab sich unverzüglich
zur Polizei,
*
Stanco Papavic, der Po-
lizeioffizier, war schlechter
Laune,
Erstens war heute mor-
gen ein Spiegel von der
Wand gefallen, und das be-
deutete immer Unglück.
Zweitens war das Unglück
auch prompt eingetroffen.
Ein Schreiben vom Justiz-
ministerium, was mit dem
Gefangenen Nummer 68
wäre. - — Nummer 68 war vor drei Monaten eingeliefert worden,
und vor sechs Wochen etwa hatte Stanco Papacic entdeckt, daß
er ihn ganz vergessen hatte.
Und das Schlimme war — er konnte keine Akten über ihn
finden. Es war nur der Vermerk der Einlieferung da.
Weswegen war Nummer 68 eingesperrt?
Vielleicht, wenn man ein neues Verhör aufnahm — aber so
etwas war unglaublich anstrengend. — Heute? — Bis morgen
konnte das Justizministerium warten.
Stanco Papacic gähnte. Er gähnte dem eintretenden Robby
Valberg herzhaft und zwicblig ins Gesicht und zeigte dabei etwa
acht oder neun schwärzliche Zähne.
Seine Feinde behaupteten, die übrigen besseren zeige er grund-
sätzlich nicht — aus Sparsamkeitsgründen.
,,Bon jour, Monsieur", sagte Robby Valberg.
Die Antwort Stanco Papacics wurde von seinem gewaltigeo
Gähnapparat völlig zermalmt und verdaut.
„Ich komme in einer wichtigen und dringenden Angclegcnhcil",
begann Robby Valbcrg und hüstele.
Die Atmosphäre hier war ja förmlich mit Staubmassen geladen.
Außerdem roch es muffig nach allen möglichen Abfällen und ver-
faultem Holz.
Slanco Papacic blinzelte den Störer über seine verrostete
Nickelbrillc böse an.
Die rötlich blauen Äderchen zu beiden Seiten der leicht ver-
dickten Nase legten für die tägliche Slibowitzquantität ihres
Besitzers leuchtendes Zeugnis ab.
Mit ihm blinzelten von den verräucherten Kalkwänden der
Polizeistube Dutzende von vergilbten Verordnungen.
„Dringende Angelegenheil — wichtige Angelegenheit", grunzte
Slanco Papacic. „Wie heißen Sie?"
„Robert Valberg."
„Geboren?"
Es wurde ein sehr vollsländigcs Personale, das Slanco Papacic
mit kratzender Feder sehr umständlich und unter vielen Mühen
zu Protokoll nahm.
Bei der sechzehnten Frage begann Robby zu streiten.
„Zum Teufel, ich weiß wirklich nicht mehr, wo der ständige
Wohnsilz meiner Großeltern mütterlichcrseils war!"
,, Können Sic gegebenenfalls einen Nachweis darüber er-
bringen?"
,,Ja — ja", sagte Robby verzweifelt.
Es war einfacher, ja zu sagen.
,, Haben Sic, Ihre Ellern oder Ihre Großeltern einmal in lUyrien
gelebt und warum?"
,,Gott bewahre!" stöhnte Robby.
Die Feder kritzelte.
Frage achtzehn bis einunddreißig beschäftigte sich mil seinem
Vorleben, der M()glichkcil, mehr als drei Zeugen für Unbeschol-
tenheil, geistige Iniaktheil und regelmäßige bürgerliche Führung
aufzubringen, sowie mil seinem Verhältnis zu Finanzämtern,
Kommunismus und Faschismus.
Schließlich;
,, Können Sie lesen und schreiben?"
„Ja", platze Robby heraus. ,,Aber warten kann ich jetzt
nicht mehr."
,, Unterschreiben Sie Ihr Personale."
Slanco Papacic hatte natürlich illyrisch protokolliert. Viel-
leicht unterschrieb man hier sein Todesurteil oder gar, daß man
diesem biederen Amisbeflissenen hunderttausend Dinar schulde.
,,Was wünschen Sic also?" fragte Slanco Papacic und lehnte
sich zurück.
Robby Valberg erzählte die ganze Geschichte von der Million,
die der Sekretärin des Herrn Stavridcs anvertraut war, bis zu
dem ichmübcrkrustetcn Auto, der Auskunft des Wagenwäschers
und der Aussprache mit Herrn Mircovich, mit Ranka Jcllacic
und dem Rotblonden.
Stanco Papacic horte sich das alles mit an, ohne eine Miene
zu verziehen.
,,Sind Sie fertig?" als Valberg Atem holte.
Und auf ein verblüfftes Ja:
,,Das ist doch eine Privatangelegenheit!"
„Wie bitte?" fragte Robby Valberg.
,,Das ist keine Polizeiangelegenheit", grunzte Slanco Papacic
empört. ,,Da hätten wir ja viel zu tun, wenn wir jede — "
,, Jetzt sagen Sie mal, mon eher — "
Robby trat einen Schritt zurück und äugte den Polizeigewal-
tigen mit schrägem Kopf an. ,,Das ist keine Polizeiangelegen-
heil? In Ihrer schönen Stadt wird eine Million veruntreut und
eine junge Dame verschleppt, und das ist keine Polizciangclegcn-
heit? Fangen Sie erst bei siebenfachem Raubmord an, sich für
den Fall zu interessieren, oder ist das Verbrechen an sich hier
polizeilich nicht strafbar?"
„Herr — "
Stanco Papacic rutschte plötzlich um zwanzig Zentimeter in
die Tiefe.
Er war aufgestanden, und da er außerordentlich kurze Beine
halle, brachte das diesen Elfiekl hervor.
,, Überlassen Sie es gefälligst der Polizeibehörde von Ragazza.
zu beurteilen, ob ein Fall von uns zu bearbeiten ist oder nicht!"
brabbelte er empört. „Was Sic mir da erzählt haben, müssen Sie
Ihrem Konsulat erzählen. Das gibt die Akten nach Berlin weiter.
wo Sie zuständig sind. Und von da aus gehl die Angelegenheit
erst an das Juslizminislerium, und wenn wir von dort Mitteilung
bckonuncn, daß etwas geschehen soll, so wird es geschehen. Ihre
Ausfüiirungcn interessieren uns vorläufig überhaupt nicht."
Robby Valberg atmete schwer. Es kochte und brodelte in ihm.
Es zischte und dampfte.
Und dann kam die Eruption.
,, Interessieren Sie nicht?" stammelte er. ,, Interessieren Sie über-
haupt nicht?"
Er packte das nächstliegende Bündel Akten und schmetterte
es in eine Zimmerecke. Er riß den Aktenschrank um und tram-
pelte knurrend vor Wut darauf herum. Er fegte mit einer ein-
zigen wilden Handbewegung alles herunter, was auf Stanco Papa-
cics Schreibtisch lag.
Der Polizcigewallige hatte sich in die äußerste Ecke gedrückt
und krähte um Hilfe.
In der Tür zur Wachtstube erschienen die Köpfe zweier Poli-
zisten,
,, Sofort auf eure Plätze", brüllte Robby sie an, ,,odcr ihr seid
eure Stellung los!"
Die beiden sahen sich einen Augenblick unschlüssig an. Der
Ton des eleganten Herrn verriet den Mann, der gewohnt ist, zu
befehlen.
Vielleicht war es der neuernannte Polizeiminister, der hinter
die Bestechereien Papacics gekommen war.
Papacic schrie ihnen zu, den Mann festzunehmen.
Aber Robby machte drohend einen Schritt auf sie zu.
Sie wichen zurück, und Robby schloß die Tür hinter ihnen ab.
,,Ich werde Sie verhaften lassen", krähte Stanco Papacic. ,,Sic
haben sich gegen die Staatsgewalt aufgelehnt!"
Robby Valberg ergriff das Tintenfaß und schleuderte es Slanco
Papacic vor die Füße.
Der Inhalt spritzte nach allen Seiten.
,,Das ist keine Polizciangelegenheit", sagte Robby kalt. ,.Sie
müssen die Sache meinem Konsulat erzählen — das gibt die
Sache nach Berlin weiter, und von da gehl die Sache an das
Justizministerium. Wenn Sie von dort Mitteilung bekommen, wo
meine Großmutter mütterlicherseits ihr Weekend verbracht hat,
können Sic mich meinetwegen verhaften! Leben Sie wohl!"
Er nahm den Schlüssel zur Polizeistube mit.
Bis der Schlosser kam und sein Personale aufgegeben hatte,
vergingen sicherlich ein bis zwei Stunden.
Man hatte also Zeit.
Was für ein sympathisches Land!
Der Vulkan war noch durchaus nicht beruhigt, als er im
Konak anlangte.
Was war jetzt zu tun?
Sich das Schießzeug einstecken und zu Mircovich zurückgehen.
Der Kerl wußte, wo das Mädel war, und er würde es auch sagen,
oder es müßte mil dem Teufel zugehen.
Das schwarzbärtige, verräuchert aussehende Individuum, das
hier alle Funktionen des Service zu vollführen schien, Iral auf
ihn zu.
,,Dame warten' oben, Monsieur."
Er grinste dazu, unter gütiger Mitwirkung eines schwärzlichen
Zahnstummels. —
,,Eine Dame? Sollte — "
Robby Valberg stürzte auf sein Zimmer.
„Guten Tag, Monsieur", sagte Ranka Jcllacic.
,,Ah — Sie sind es — "
Zu dumm, daß man wirklich einen Augenblick lang gedacht
halte —
„Bitte, nehmen Sie Platz, Mademoiselle."
,,Sie haben mehr Lebensart als Dmitri Mircovich",
lächelte sie.
,,Ihre Komplimente sind erfreulicherweise nicht übertrieben",
sagte er trocken.
Jetzt lachte sie sogar.
,,Sie sind ihm überhaupt überlegen. Deshalb bin icli hier."
Er sah sie aufmerksam an.
,,Wic soll ich das verstehen?"
Sie überlegte und hob dann den Kopf.
,,Ich will ganz offen zu Ihnen sein. Es hat, glaube ich. Ihnen
gegenüber keinen Zweck, Versleck zu spielen. Sie wissen von
der Sache mit der Million. Sic wollen die Million haben?
Ist das so?"
,,Das ist so", sagte er leise belustigt.
„Sehr gut. Aber Sie werden Sie niemals bekommen!"
7"
,, — ohne mich!"
„So. Wenn ich nun zum Beispiel Herrn Mircovich — hm -
sehr energisch befragen würde — " Fortsetzung folgt
FRAGEN
die uns erre i'chtert
Antragen erbitten wir an die Redaktion des „ F i I m - M a (i a z i n ", Berlin SW 68, Ziramerstraße 35—41
5>chcrlverla(i. Antwort erloljit nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An V i c 1 o : Aiiimyme Briefe werden nielit Iieanfwortet. liei Manu-
skrlptaMselciienliciten bitten -wir ioI<ii'niles zn lieaclilen: .leilcr ArilraKc i.-t
l.'rii-kpürtii beiziit'iii;cii. .l<-(le Eiii.-cnihiiiK eines .Manll^kl■ipl^ zur rruliiun
i-t zwceUIos. Hill- Kx|>o.-r's im rnif:iri;;r von 2— .". fielireiljnia'-rlMnenM-ili'n
siiiil zur Eiiisendn?!!;- an die I'üniindiiMrie. Keeisseiire nsix . i;eeiynet. Fiir
Verlust der einvicsandleii Maiuiskriple kann kiMne \'eran(\\ortiiM^ iilier-
noniiiieii werden, .alvii soll der \Crlasser nur ])urclisclil.if;-e senden, von
luiiulüeseliriclienen .Scndnn.ijcn Ueserlieli) eiiH> Alisclirilt ziiriicklielialten.
•
T r II d (• K.. K i <■ I : llir Uild- nml Artikel« nn-cli ist vin-;;cinerkt
und seil in .-i li^elili.n ei Zeil eiliilU werden.
I r III - ,1 r il K.. 1" .1 s i
\\ ,1 i 1 d () r r : Curry IJelJ w.dint
l>ln.-('li;irliittenl)nr^. Km l'iiisfen-
(l.iinni ts.'). lt,i K'ina Herlin-\\ il-
niersdorf. AVüincrsdinfer Str. !l.s.
,\l.iri,i .siiiUe;;. Kerliii-t^riiiKMV.'iid.
.\larn'arellienstr. .'>. Till.i (i.'irden
Herliii-('li,irliitlenliiiru. l).ililiii,iiin-
str.ilji' b. K'idiin lr\iii ist diireli
die (llyiniii.i-l'ilni. J{erliii S\V IS,
Frieilrieli-lr. :\'. zu erreielieii.
I u II .1 II.. I) r e s d e n : l{.i-
nnni Xii\.irrn ist diircli die .\le-
ti(i - tJdIdwyn - Studios, (nlver-
(■it\. K.ilil'iirnien. f. .S.A., zu er-
reielieii. Sie Ii;ilieii reelif. er
«nide in Dur.an^ii. .\le\ikii. K''-
liereii. Dil' lieiiurlsj.ilire der
Kiinsiler iiclien wir ürnnihiitzlieli
liielil :in. Sie kiiniieii deiil-eli .-in
Niiv.'irni silireilieii. D.is K'.iniciii
Niiv.'irni-Kui'li erli.ilteii Sie diinii
den M.ix M.ittisMin-Verl.i;;:. J{cr-
lin SW (i.s. Killersir. Tl. Kosleii-
liiiiikl: I-.'in .\I. Wir iieliinen .in,
(1,1 IJ der Künstler siiiiter seine
(;es,injiss|ndi<'ii wieder in Herliii
;iul'iieliiiii-ii wird. — l'iir Ihre lie-
lu'ii»« iinliuen .\nre^un;;en il.iii-
ki'ii « ir \ crliiiKllieli-l. Die AN iin-
selie sollen so Ii;tld wie iiiii^Iieh
erl'iilll u erden.
|{ 1 i U i t t e Helm - V e r -
e h r e r H. X., S I n t t ;r a r t :
Hl initte iHelm (lilit .\iilo;ir.ininie.
Sie li.ilien sie mit lluor Hitle
diirelians nielit lielästii;'!. und wir
fil.inlieii liestimmf. d.ilJ Sie die
rnlerselirilt in einiger Zeit noch
erli.'ilteii werden Aller Sie dür-
fen nielit verues>eii. d.il.I die
Kilinsi;us, und lie^nnders Hri'.;ille
Heim, diireli ilire Tiitijikeit selir
sl.irk In .\nsprueli «•eniimmen
.sind und t;i;;lleli nielir ;ils lniii-
diM-l Uriel'e liekiniimen. die .alle
lie.inlw iirlel «erden «olieii.
1. 11 I t i .1 II s II .-1 iji II u r ^' :
ll.aiis Ad.illierl SeliL^nou «nlint
Berlin (> JT. (JnilJe Kriiiikfurler
Sii-,il,;e I. und l'iliiil lleitii^-. Die
.Miinliclikeil lie>lelit, d.ilJ Selilel-
tii« ,iueli einni.il ii.ieli ll,iiiiliiirs;-
kdinnit. — H.aiis .Mln-rs «nliiit
Merlin, r.eniiestr.il.le 7. l'ied l.nis
l.ercli Jferliii \\'. l{e;;-eiisliiirKer
Str.-iUe II. Dm- Kielilier^-Kiliii
..(iriilM.-idl'-i-limellerliii;;-- « iirde
in Xeiili.-ilieM.er;;- iiedrelil. \er.i
Selimilerlou «nliiil Herliii-Il.aleii-
see, XeslursIralJe I. ..Wenn di-r
veilJe Flieder wieder liliilil-
wurde vor iinncfiilir einem .l.ilir
.■inlKen.immen. Ver.i Seliinileiliiw
ist Sehwedin, l,y,i .\l;ir,i wurde
in I;i-,-i j;-elmreii, sie sind nielil
verw.iiidi. Wir kiiniien eine
AelinlicIiUeil zwischen lieideii
nielit festslelleii. Jl.iv Aller ili-r
rilmstars \ en.alen h ir niilii.
All red X,. H e r I i 11 ; Mimu von Dellv ist diireli die lloni-Vilm,
Herlin SW l.s. Friedriehsir. 2i'r.. K.ilph C.iney isinarl Wehlis) diireli da.s
J)eutselie raelitspiel-S.Midik.il. Jferlin SW' 4^, l'rii-drielistr. 2J.'), zu errei-
elieii. Till.i (lardeii wiihnt Herlin-Cli.irliittenliiirti-, Dalilmaniislr. ,s. Ciirrv
Hell Herlin-Cliarlollenlinrn, Kiirfiirslend.inim l.s.'i.
F i 1 m f r e ii n d K r w i n a n s (", ii r I i t z : A\'enn Sie zum Film
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17. April. Mrisilte Helm .im IT. Miiiz (ieliiirtslai;. (Jrel.i li.-irh.i wurde
111 t.ciiehor--. Schweden. Hri-itle Helm in Herliii uchoreii. Hei, je Kimst-
lerinnen sind ^roLI. hlniul und lii.-i iiaii;;ii;. und lieide ^id.eii A iilnür.imme.
Uriuiile Helm isi mit h'icli;ird \\ eilJlMcli \ ei lieii.alei, (irel.i" ti.arijo
ist ledit;.
F i I m I' V e ii n d e a n s F r a ii k I ii r ( ' O d e r : Der neueste Film
mil 11,-e Slulir.-iwa IcilJl „Spuren im Selmi'e • i Di^r I lef.aiiKi-iie der Mer-
iiin.'ii. — D.dcires (ostello ist mit .lohn H.irrymore. .lo.iii ( r.iwford mit
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lioreii. — \ er.i Schmiterlii« s rarlner in ..\\ Cnn der weilJe l'lieder
wieder liliihr' lieilJl W.illlier i;iiilei-.
Her III .-1 II 11 i;.. .\ n k I ;i in :
T'.inl W c';;elli'rs st.-lllili';e .\il res>-.
i~t Merlin \\ :;,'). Am K.ai Isli.id 1.
Der Künstler hefindet sich ;iii;;eii-
lilicklieli :iiil' einer (iastspielicise
durch Süd.iinerika. Wir nehmen
liestinimt an. d.-ill ihm dii- l'ost
n;icli;;escliickl wird. \Vep:eiier
^ilit .Vntonr.iiiime. F.in neuer
Film mit ihm ist voilanfiü; nicht
in .Viissielit ;j.'eiiMiiimen. .lawolil,
wir \ ermilli'lii A iilonr.'imme und
werden also ;iiich Ihren Wunsch
(jerii crfiilleii. .\her Sie iiiiisseii
sich schon ;;(iliilden. his l'.iiil
W c;;cner wieder in Merlin ist.
Denn wir \ ermitttdn keine Fnter-
scliriflcn von Filmsl.ars. die im
Auslände hdieii. Später senden
Sie Ulis zw eckmäUiu,' eine Kild-
karle von dem Kiin^iler iiinl
ti..'iii .\l. für l'orlo.
K I I i (!.. M e r I i II : Is7 Aiilo-
Sr.aiiiiiie liesilzcn Sie — il.as ist
.allerdinus ein Kidvord! lt:i K'in.i
wohnt Merliii-\\ ilmersdorf. W il-
nier^dorl'er Sir.il'e «IS, Jfeiici' Sto-
In.iwa Meilin-lkilensee, Wesi-
fiilische Sir.ilJi' :'.l, ll:i -Meery Iter-
lin-W ilinersilorf. Duisliurner Sir.
Xr. 17. .letta tJoiidal ist in Me-
verly-Ilills. Holl.xwood. Kalifor-
nien. F. S.A.. und I'ola Xi't;ri
in den Elstree-Sindios. Her--
t'ordsliire. Eli;;l:ind. zu er-
reichen. Louise Mrooks woliiil
im Kden - Hotel. Merlin. Kinl.i-
jiesler Sir.il.ii'. M,ir;;ci l.ioii Heilin-
Fri("deii.iii. lüideslieimer I'l.itz in.
Hl ,1 r r .\ I. i e d t U e - \' e r -
e h r e I i n . Düsseldorf:
H.irr.\ l.iedtke wolinf Herliti-
(iniiiew .ild. Misin.irekallee tC.
w nrde .-im Vi. Oktober in KiiiiiKs-
liers Ki'boren. war früher mit
iler Scli.-inspielerin Troft. sp:iter
mit Käthe J)oiscli und ist .jetzt
mit Hr. (hrist.i 'l'ordy verheir;i-
te(. Kr hat zwei Sidiiie. J.iedlke
f;ibt AiiloiiT.iiiinie, .sie dürfen ihn
rnlii^- d.iriim billeii. Sein iieiiesier
Film ist ,.Der sclnv.arze Domino"
mit \ei.i Schmiterlöw als Part-
nerin.
( ' 1 ;i r a M.. M a r in e n : Den
Alless.indro in ..H.imon.a'' spielte
Warner Maxter. — Conrad Xaijel
ist durch die AVarner Mrolhcrs.
.'i.slL'. Siiiiset Üonlev.ird, Holly-
wood, K.ilifornien. F. .S.A.. zu er-
reichen. Kr isl mit der .Sclirift-
stellerin Uiiili llidins verlieir.-itet.
— Die betreffende üolle in ..Meli
Hur" wurde ^on M.iv .\lc\\(iv
d.irtceslellt. — Ch.irles V.inel
spielte den Xapoleon in ..A\ .i-
terloo". — .lohn Barrymores
neuester Film ist ..Der Köiiit;-
der Merniiia" mit C.imilla Horii
als l'.irtiieriii.
K .1 r 1 AV.. H . i n n o v e r : .\ni besten. Sie beziehen ..Das Film-
nianuskripf iininitteib.ir durch den Verl.iff .\fa\- .M.itlison. Merlin SW Ii8.
l(illerslral.!e 71. Aber selbstversländlicb kiinnen Sie d.is Miicli .•incli bei
einem dorli;;('n Hnclih.-iinller licsfelleii. — Sie h.iheii recht, zunächst wird
das F;\|iose (iescbrielMni. d.'in.-ich wird das Dri-bbiich — in der He^i'l nur
von l''.-iclileilten — ;iiisf;e;irbi'ilet. — Die St.alisteii erh.ilten ein T.ases-
bonorar von 11)— -jn ,\l;irk, doch werden sie im ;illK<'nieinen liüclisteiis
.acht T;iji(! bescliäfti.nt.
Vj 1 .s e S e li .. B o n n
1, ,. - ,,: ",,■ -^ . -T > ... .... ..Willi. Der X'aiiie des li(>treffenden Sch.aiispielers in
ne;;ew.ii(i. Berlin SW IS. I- nednchslr.i be 2M. ii. .i. CewilJ. Sie branclieii dem Ki'nannten Film ist auf dem rro^ramm nicht aif eben
znnaclist so-ar sehr viel Celd. lind zwar für Schminken.' ele-.iiite (i.irde- I r in u a r d W.. Stettin: Durch den Verla- .Tllliistrierie Film-
lolie. I botos usw. — Die H.iuinil.irstellerin ans dem Film '..Die Toeliter woclie-, Berlin SW Cs. KochstralJe i:/H. erhalten Sie auch sicher ilie
«les Scheielis ■ heißt Bebe Daniels iiiid ist dnreli die l'.iramoniit. öt.'.!, ■ K<-wiinschten Szenenbildkarten. — ..(üista Berlin-- ist im Verleih der
^lar.i lon Street. Ilolvwood. K.ilifornien. T'. S. A.. zu erreielien. Die Ffa. ..Brennende dreiize" im Verleih der Xational erschienen. ..tjiio
IMiiiMierin ist mit Ben l.yoii verheiratet. Sie silit .Mitojiiamme. — V.adis?'- wurde von der Cines-Film in Kom her-i'stcllt, verlieben wurde
Viiicrtini ist mit X iclil-Sclninspielerin verheir.itct, der Film durch das Filmlians Bruckniann.
laici.a
^'
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Das Resultat unseres Preisausschreibens.
Auf unser Preisausschreiben sind uns wieder mehrere lausend Lösungen zugegangen. Wir mußten deshalb die Gewinner
durch das Los feststellen. Es erhalten:
1. Preis: zu RM. 20, — : Bernhard u. Irmgard A'oigt, Leipzig.
2. — 4. Preis: je RM. 10, — : Elisabeth B ö v i n g , Pianistin, Barmen; Schneider-Scheer,
Schauspieler, Bonn; Karl Roth, Lehrer, Ludwigshafen,
5, — 24. Preis: je ein Scheckheft mit 6 Eintrittskarten: Jost
Rapp, Bremen; Josef Balg, Köln-Zollstock; Olga
Demski, Danzig-Neufahrwasser; Frau Christel Schä-
fer, Ludwigshafen Rh.; Hedwig Stange, Frankfurt Main;
Oskar K 1 i n g e r , Dentist, München; Ilschen Spieß, Ber-
lin; Mary Anders, Berlin; Frau Guslel Hirt es, Mainz;
Victor L. Schieß, Leipzig; cand. jur, Ernst Otto, Bar-
men-Nächstebrech; Else Stein, Saarbrücken; Käte
P e t r y , Köln; Mary Schräg, Hagen; Helmut Schmidt,
Elberfeld; Hedwig Seeliger, Hannover; Fiau Dora
Weiß, Freinsheim, Pfalz; Lydia Schwerin, Bad Ems;
Margarete Noack, Königsberg i. Pr.; Ursula v. Pult-
kam e r , Bln. -Wilmersdorf.
25. — 34. Preis: je ein Scheckheft mit 2 Eintrittskarten: Chem.
Ing. Joh. Körber, Ludwigshafen Rhein; Walter Diet-
rich, Oppeln; N. B a t h e 1 t , Estland-Pernan; W. Fried-
rich, Bln. -Buchholz; Ilse Zell, Ilsenhorst bei Jastrow;
Margarete Sachse, Bernburg a. S.; Thea Kostian,
Hamburg; Bruno Walter, Dresden; Rosy F e 1 1 e r ,
Zürich; Erika W a 1 1 h e r , Leipzig.
I'.IK« "iiil I>()n>lliy .Sc'liasti.iii sind ihirch ilii- Molro-Cnlilw) ii-.Sttulii)S. «'iil-
viT-City. K;ilil'i>riii(Mi. ll;ir;i Itow durch dir riir.iinoiiiit-.'^liidin''. T)!.')!. .M:i-
r.itlioii Mrcct. JIcillywDOil. K.iliFciniicii. L'. S. A.. zu cin-iiliiMi. Edilli
.Icli.niiic i>t diircli die Jffx-Iii^r.iui-Siudios, Nizz.i. l-'r.iiikicicli. orn'i(lili;ir.
— Sil' kiiniuMi .-ui Cicl.i (i.ulm niliis' d<'iit>cli schn'ili<-ii. JJic Kiiiistlt'riii
lilcilit voiläufit;: in Aiiicrik.i. — Wir )i:ilicu dii" Ix-irclfciulru l'iliiisi.iis ;ii\
dir liillifrcii Aulii.nr.niiiiir crinm-rt. — ()ln;i 'I"sc1ut1ii)\v:i li.u :»n M. April.
I'cc .\l.illcii .-IUI 1'. Dozciiiber. Diu.i (ir.ill.i .im J.'). .I.iiiii;ir, Cl.ir.» Buw ;im
!<. August (Jcbiirtst.if?.
Kurt K.. S (• 1 i ü; p II s t :i d t : Es tut uus .-nifricliti^ loTd. llinen
kciui- iir.iktiscIu'U UmIscIiImhc f;i'l)cii zu kcium-ii. Alicr wir M-ruiilteln
keine Kilmeus-iiüeiuents. W <-un .sie Filiuseli.iu>iiielei- werdeu Avolleii. so
«eudeii Sie sieh .-lui zweckuiiiLiiiisleu ;iu die l'ilmtresellscii.iftou uuniiltel-
li.ir. Wir si'lx'U Ilnieu eini;;e Adre.sseii: Doutselies I.iclilsiiiel-Syndik.it,
lierliu S\V i^. Friedricli-lr.ilJi- ■2-2:,. i:f.i. Heriiii SW 6!*. Koihslr.iUe (!— s,
X.itiiui.il-W.iiuei-. Uerliu SW 1«. Kiiedrirlistr.iiJi' 1". A:if:i. »erliu SW is.
Frie(lii<li>lr;ilJe 22-\. — W \v ui.ielu'u aluT sleich darauf aufiuerk.<aui. daß
die Aussiehteu lieini Film nur m-Iu K<'riu?r sind.
.7 (I li II (i i 1 I) e r t - (i r (■ t .i C a r l> ii - \' e r e li r e r i ii : .Tolin (iilbert
liat sich kiirzlich mit ilcr anicTiUanischcn Scli,ius|iieleriu Ina Chüre ver-
ni.ihlt. — (iri'l.i (iarlid ist Schwedin und wnide in tüilelmrtt neboreu. .Sie
ist unverheiratet. Ucidi> Künstler :;i'beu AutoKrauime.
11 e I ni - 11 a r v e y - 1' :i r 1 n - V e r e li r e r i n . A u « s b u r }r : '^V'r
nehuien .-»u. ilalj Dit.i l'.irli) schiiu fjliickliehe Autcibesitzcrin ist. — Ihre
CriilJe sind den betreffenden Filnist.as bestellt worden. I.ilian H.irvpy
h.ilte .ils blutjunj;i-s Mädchen in Berlin 'r.inzuuterricht bei einer bek.inuten
'laiizerin fienonnnen. Ks ist sehr leicht niii^licli. dalJ ..l>ic Xibelunsen'"
wieder einui.il ;ils Keprise in \u:;sburj; Linien werden. — Xcben Carl
dl- X'ofjt lind l.olte N'eiini.nin niikleii iiii ..l"ri)hlicheu \\ein1ier5:;" C.-linilla
llorn. Hudolf l{itlner niid 1-rii.: Odeni.ir mit.
F i 1 111 - 11 n d T li e ;i t e r V r. e n n d i n K d i t h T,.. 15 e r 1 i n : Marga-
rete Schön wurde :im 7. .April in .\lai;debiir'r iicdioren. Sie ist unverhei-
ratet. J>ie Künstlerin koninit viiu der .Spn'clibiiliue zum Film. Sie spielte
die Kriemliild in Fritz l,:iiis:s ..Nilu'lunneu". Vnr kurzer Zeit s.ili min
sie in ...Menschen der Heimat" (Die von der .Scliolle sind). • — Velicr
Otto I..'iul)infrer können wir Ihnen im .\n;.;eublick noch keine Daten
neben. Iter Künstler wcilint Uerlin-Friedeu.in. Wiel.indstr.ifjo i'.">, ist sidir
viel ,111 der Sprechbiiline tätin'. K'ht -\utOKr;imme und liebt solbslver.stäud-
licli .•inch alle Hlnmen.
II e i n r i c h (1 e o r K p - V e r e li r e r . Berlin: Heinrich Cioorges
näclister Film heißt ..Der Str.-iflin^ von siambnl" lO.is Fraiib'in und der
l.evanliner). Betty .\ni.inu ist seine I'.irtnerin. (".eoru;e wurde in .Stettin
Kcliiiren. F.r li'ibt .Vulofiraninip niid ist unverlieiratet.
(ierdi S.. II ;i n ii o v e r : Ob und wann Ilse und Kence Stnbr.iwa
einni.il ziis.immen spielen, wissen wir nicht. Ilse Stobr.iw.is neucsier
Film lieil.it ..Spuriti im .Schnee" (Der (lef.iiiiiene der Bernin.-i'i. Ihre
nächste .\rbeit ist ..l'evolti- im KrzielnniKsh.'ins ". I'eiiee Stobr.iw.-i tr.it
bis jetzt nur in dein deiitsdien Tonfilm ..Melodie der Well" hervor. Beide
Schwestern kommen vnii der Sprechbiiline zum Film. Ilse Stobraw.i hat
am il. I"(d)ru;ir (ielmrtsi.if;-. — Bildk.irten von den Siobraw:is können Sie
.iiich durch den Vi-rl;iK ..Illustrierte Filmwoclie ". Berlin sW f,s, Kncli-
str.'ilie G — «. bezielien. Hence Siobraw.i wohnt Bi'rliii-ll:«lenspe, AVesi-
fälisehe Sir.il.ie :;i. Ilse Slobrawa Berlin W M. .\s,li,iffeuliur:;er Sir.-iße Ci.
1' .1 11 1 B.. II i n d e n b u r i;- : .\ii fii'IP'i. vvirksamen Filmideen lial
jede Film;;esellschaft liileresse. Sie finden .in .•inderer Siidle die .\ilressen
villi eininen Firmen. Wir iieiiniii Ihnen iioeb die Emelk.i in Miinclien,
SoniieiisIr.ilJe l.'>. die Ilom-Film, Berlin SW IS. Kriedrichsir.iLie i'J.'l. die
(Jreenbaum, Berlin NW •<, I'rinz-I.onis-I'erdinand-Siraße. Keke Doroilieen-
slraße. Selbstverständlich müssen .•lueli im .'lusfübrlicheu Drehbuch die
soKen.i nuten Zwiseheuiilcl ausne.irbeilet werden. Wenn Sie einen Itoni.iii
verfilmen wollen, so müssen Sie sich die (ieuehminuuÄ il.izii vom .Viilur
liolen. bei der Operette mü.sspn .Sie Koinponislen und Textdichter fr.ijieii.
— Fv.a von Herne Ii;it keine Filinscliiile besucht. Sie wurde in Wien
niboreii und gibt AntO)rraniine.
Allen übrigen Freundinnen und Freunden unseres Blattes sagen wir herzlichen Dank für die Beteiligung, hoffen, daß ihnen
das Raten wenigstens viel Vergnügen gemacht hat und daß sie beim nächsten Preisausschreiben, das schon in der kommenden
Woche verüffcnllicht wird, mehr vom Glück begünstigt sind als diesmal,
F i l m f r p u n d M. 1(. aus Berlin: .\eltere Filme mit l'ola Ncfiri
waren ..Carnien", ...Madame J)ub,irry ■. ..A'endett;i', ,,.\rine Violett:»",
...Suinuruii". „Die Hernkatze", ,1a, es ist wahr, die Künstlerin hat siih
kürzlich von dem Prinzen .Serne .Mdivaui scheiden lassen, — Harry l.iedlke
war nie mit (irete Moslieim verbeiralet.
K 1 i s a b e t h H e r n n e r - I- i 1 i a n II .i r v e y - Y e r e h r e r : Kli-
s.ibetli Bernner wohnt Berlin-I>.ihlem. F.ir.id.i.v wen J-''. hat braune .\iincn
und tizianrotes ll.'i.ir. Ihr neuer Film mit ihr sti'ht im .Viinenblick noch
nicht fest, Kiu Buch über sie ist erschienen. Zu bezielien durch den
.Max Mattissou-Verl;in, Berlin SW BS, Bitterstr, 71, — l.ili.iii llarvey be-
.sitzt ein .\nt(i, — ,,l)ie Fr.iu im Mond" ist nocli niclil nr.iulnefiilu't
worden,
K ,1 r I Her m .i ii u II., 1' v r ii z e : Mi.i M.iy filmt nur noch selten,
.Top Jl.-iy ist i'roduktioiisleiter und Kenisseiir bei der Ffa. — Violett.i
X.-ipiersk.i filmt nicht mehr. .\sl.i Xielsen wohnt Berlin ^\', Kaiser.illeo
Xr. 2n;i, — J)ie Kinenialonr.ipbie wurde erfuinlen. Die erste öffentlieho
Vorfiihrunn veraiist.-ilteten .M.i\ und ICmil Sk,ul.inowsky im Berliner
■\Vintern:irtpil am 1. November JSü.'i. ]tain;ils nannte iii.iu den -Vpparat
..Biuphou",
.M .1 r y ,1 o h n s o n - V e r e li r er, Berlin: M.iry ,7ohnson ist
.Schwedin, verheir.ilet und li.it Kimler. Oniin.ir Toln.ies ist ledin. Wil-
helm Dieterle ist mit der friiheren Seliauspieleriii (h.irlolte Hanenbriiih
vermählt.
AI ,1 o 1 s o n - V e r e li r e r . Berlin: .\l .Tolson ist durch die
AVarner Brothers-Stndios. .■1S4:;. Snriset lioiilev.ird, Hollywood, Kai,, F.S..V.,
zu erreichen. Fr ist Kusse, in S|. retersbiirn n''lmren, verheiratet und
nibt .Vnlonr.imme. Seine hek.'inulesteu Filme sind ,,l)er .I.izzsänn'cr" iiml
..Der sinnende Narr". Sein nächster Film heillt ..I.ittle l'al" (Sein
kleiner Freund), in dem er wieder mit dem kleinen D.ivid l-ee spielt,
.lolsoii ist der höcbstbez.ililti' Filinscb.iiispieler der Welt,
K 1 i s ;i b e t li B e r n n e r - V e r e li r e r i n 11 e n a 11 s A\' i e u : Kli-
Siibeth Bernner wohnt Berliu-D.ililem, Far.idaywen !•'>. "od li.it am 17. .\pri!
(Jeburtstan'. Sie ist ledin, nibt Aiitonramme, Kiii neuer Film mit ihr
.steht im -Viinenbliek noch nicht fest. Die Künstlerin spielti- liis jetzt in
..Der Kv;innelim;inn'', ..Ceiner von Florenz", ,,Njn", ..Liebe", „Donna
Juaiia", ,. Fräulein Flse",
1. i e s e 1 (i., II a I 1 e : f'olleeii minore i.st dureli dip First Xational-
.Stiidios, Burb.ink-Ilolly wod, Kalifornien, l', .s. A., erreichbar, — Kvelyii
Holts nächster Film lieilJt ,.Seli;im". — .lenny .Inno ist Rebürtine Wie-
nerin. Ihre neiiesten Filme sind „Die Flucht vor der Liebe'" und ,.Die
Schmunnlerbr.iul von .\lallore:i". Sie liebt ;iI1p Bliimpii,
L i p II.. K .'1 sspI : ImonPiie Boberlsuu alias M.iry Xol.in ist ein
Star der Fnivcrs.il niid wird b.ild in mehreren Filmen dieser Firin.i. 11. .t.
in ...M.idenioiselle Cayenne", zu sidien sein. Ihr letzter Film liielj ,.Van'a-
biindeiiliebcben" mit Iteninalil Denn.v .ils l'.irtner. — J)ie Il.iuiiirollen im
..l'alriol" spielten Kniil .l.iuninns. Lewis .sinne, Florciice \'iilor. Ver.i
Voronina. — ,\ll,' Filnisl.irs neben .\iitonramme. Senden .sie an Ihre
Lieblinne die betreifende Bildk.irte und fiin'en .Sie adrpssiprtps, fraii-
kiprtps Uiickkiivert bei. Selbstv crsländlich wird .-luch Kassel von Film-
stars besucht. Hilde Wörner ist .-ins K.issel n'i'hürtin.
H e r z b e r n - V e r e h r e r i 11 . M ii 11 e h e n : M.irlin Herzberns
neuester Film heillt ,,Die ll.ilbvvüehsinen". Ilerzbern's Vater ist tot. Der
Künstler ist nuni'fälir so .ilt. wie Sie neschätzt hallen. Fr liidit .illo
Blumen, Selbsiv crstäudlich. er liest :incli d.is ,.rilmm,in:izin". Die (initie
li.ibeii wir ihm bestellt. rilmiiostk.irleii erh.illen Sie durch den Verl.in'
Illustrierte Filmwoche, Beiliii SW Ils, Koclistnilie fi— (*, \V,inn .M.irtin
Slerzbern einm.il ii.ich .Miinclien kommt, wissen wir ebeusoweuin wie .sie.
F .1 i r b .1 u k s - 1* i c k f o r d - I" r e 11 n d : Doiinl.is Fairb.inks und
Mary l'icklord haben ihre Villa ( l'ickf.iir) in Beverly-Hill.s. Kalifornien.
F, S, .\. Fairbaiiks wurde ,1111 2:1. .M.ii in Denver, .Mar.v IMckford .im
S. .\pril in Toriinto (K.inad.ii nphorcn. Beide np'""" .Vulonr.immp.
F i 1 m b u b i .1 u s A I I p n b 11 r n (T h ii r i n n p "): .Mari.inne Winkel-
slern woliiil Berlin W. riilandstralip l(i;i, I.ilian llarvpv Bpriin-Westpud,
Ahoriiall.p ir„i7, Fpe M.illen Berliii-IIalensee, Xeslorstr.ilie ,V), Anita
II
I
F«^uer breitet sich nicht aus
hast Du Miiümax im Haus!
Sl^ haben Sachen von
^ hohem Wert
teilweise sogar unersetzbar, in Ihrem Hause.
Warum haben Sie nicht«
für den Bedarfsfall zum
Schutze Ihres und Ihrer
Angehörigen Leben und
Eigentum einen
It i I .1 1' .1 r 1 (> - V <- r (• li r i- r . ]l :i ii ii o v o r : ])il.i l';iiIo woliut Uor-
liii W , -MdIzsIi-, ^7, \vunU' ;iiii 1. SciUciiilpcr in .Slflliii kl'Iidiimi. i>t iiiivri-
lii-lr.ilct. in-ilpt vii'l (S|mit iiiiil lii'lit .-illc Hliiiiifii. Hic iicui'slcu J'iliiic
lull IMl.i I'.irlo siiiil ...M.iiKili'xu" iiiiil ..Mcldilic iIcs Hc rzi'li>".
\V i I 1 y F r i I -• (■ h - V >• |- <• li r i- r i ii . AI :i n ii Ii c i in : AVilly
J-iilMli \Milnit Jk'ilin A\'. K.iiMTil.iiiiin ü.i. Kr i>t nin ciln'ii.itct. Jiilil-
K:iiti'n \ (Ml (li-ni Kiin.sllt'i- iMli.ilii'n .sji- in jcilrr f;riilJi'n Jinclilu-iiiilinng'
oder .-nicli diircli diMi Vrilaj;- ..llliisu iciti- Filmwiichi-'. JJcrIin S\V lis,
Kdclislr. (i-s. FrilM'li n'i'i' -\iiI();;i.iimmi('. Sic koniii'n .il-n irilii;;' ;in ihn
.-•(■lin-ibcn. Senilen Sie ilini eine JtililK.i rte ninl In^cn Sie :i(liessieiies,
li;inliieili's Uliekkiiveri Iii'i.
.1 .1 e k 'I" r e \ u v - \ e i- e li i e r i n (; r e I e I'., E I I( e r f e I <1 : J.uk
'l'ic\.ir w.ir en;;lis('ln'r K:i\.illciieiiirizier. ln'\iir er znm Film k.nn. Kr
lilnii Ml i^enl^(•lll.■ul(l .••eit nn^cfiilir (i .l.iliren. \ orlier Ii.it er kU'iiU're
Ifiillen in l.iiMiliHi nml Anierik.i ne>iiiell. Seinen ersten umllen Kr'-il;;-
li.iile 'rrevdi- .-ils liulesl.iv im ..K;ilzenstes-. — ..llie s.inil.ur.-ilin- i>. vor
zirk:i zwi'i .hilireii neilrelil \Mii-.len. Sellistversliinillicli lie>l .l.iek Trevor
fl.-i-- ..Kilni-.\l.iü.izin'. AnUer in den Min Jlmen m'n.-innten rilnien spiilie
er iioeli in ..l'r.in nliiu' N.inien ■. ..l!a>piitiiis J.ielies.tlicnlein'r", ..l.ielies-
k;iriie\.il'. ..T'riinlein KIse ". ..N.u'lii'ipstMllen".
.1 " li .1 n n ,1 If.. W i I ni e r .•- d o r f : ]>ie Adresse li.ilien wir \iiii der
Kiiii>lli>rin seilist liekiinnn<-ii. In;^-elnirs' «'.-irlsscm li.-il in Skandm.n ic-n
nnd in llenlsililMiul 'r.in/.ilM-iide ^je^jelieii. J)ie Aiisclirili der beulen
}.es(>riniieii kiiunen wir lliiien leider mein mineil<>n. d,i d.is Ited.ikliniiv-
{;'(.lieiiMiiiv i-i.
llarrj .ins dem i; ii li r n e li i e t : .M.irjAiit AV.illlier erldiekle in
Piitsd.ini d:is l.ielii der \\ Clt. Ilir nenester Film In-ilii ..l.md JJliilf'. I>ie
Kiinstlerin ist vnii dem .Seli.in.s|iie|er .\l.i\ I.,ind.i f;cseliH'den. .Siegfried
.\rni> ist mit der l'riilieriMi SeliMiispielerin l,\,i J):ilinis \ erlieii'.iiei und li.ii
ein lireij.-iliri^es S<iliinlnMi. .Seine neneslen Filme .sind: ..l(e\(ilti' jm
.1 iin;;-;i('se|lenlieim' nnd ..I);is versidiwnndene 'J'est.imenf.
Kilon 1{., i' i <i r z li e i ni : Leider niiissen «ir Jlmen initleilen, A;\ß
Jlire Frenndin dii> AVeite prew «innen li.it. J)enii nielit 'Werner l'ittseh.ni it"i.
wie Si(! ;;l;inlilen. sondern Henry Siii;irt li.it die nninnlielie lt:inpirolk'
in ..]>er -\l:inii im' Fener" ;;es|iielt.
Anton S., A\' i 1 m e r s d II 1- r : I'ol:i Ne-ri ist liente i'nlin und sibt
.\iilcinr.ininie. .Sie können deiitseji tin die Kiinstlerin selireilieii : sie ist
in liroiiiber;;- f;''b"ren. — (Jri-I.i (J.irbo ist diireli die .\lelni-tiold\vyn-
.\l:i\ <-r-.Stiidiiis. ( nh er-('il\ . K.ilifornien. r..s.A.. zu erri'iilien.
K I s (• A.. li e r I i II : W.irwiek W .-ird ist diireli di<' Elsiree-Stiidios,
Ilersforilsliire, Eiidbiiid. zu err<'ielien. Kr filmt dort ..Die N.ielit n;u li
dem Verr.-if mit l.y.i de l'nlli nnd J,.irs ll;inson. JrtBij<«4«i«*^j3iiUeii Hiieli-
li.iiidlniin- nibl es Jiildk.irteii von A\;ir«iek \\';ird. — Alle Kilmsl.ir.s
Kfdii'ii Aiitiiür.imme. — K\id\n Holt Avolmt Uerlin-ClnirlottciibiirLj. Seliiller-
str.ilJe IL'I.
F 1 1 III r r e n n d Karl- II e i n z :i ii s ,1 e n :i : .\nii> Oiulrns näelister
IMni lieilJt ..l>:is iliidel mit der l'eitselie'-. — l.ili.in llarvey ist nicht mit
Willy Frilscb xerbdil. sondern nur befreundet. — Wenn Sie zum Film
AVI, Hell, so müssen Sic sieb iiiiiiiitlelb.ir .'in die J'ilm^esellscb.-ifteii. wie
IIa, iierlin sWtiS. KoehsiralJe (1,'S. Aaf;i. Uerlin S\\ Is, Friedrii-listralJe Ji'.t.
National. Uerlin S\\ )s. Frieilrielislr.il.le Id. wenden.
IIa r r y II a 1 m - X r t e h r e r i n . |l ii s s e I d o r f : Harry Halm ist
mit Xieht-Selians|iielerin \ etlieiralet. Kr ist ein ki""!''''" S|iori- und liliiineii-
IrcMind. Jlaliii wurde am J7. .laniiar in Herlin );(di(ireii nml ist der .Sohn
i-iiies 'riii'aterdiridUors. Kr i;ibt Autogramme.
I.. .1.. I" r a n k f u r t - M .-i i n : ])on;ilas Falrb.inks wolint in IJeverly-
Hills, Hollywood. Kalifornien. i;.S..V., H.irobl J.loxd ;)(li', Jrviii- Jilud,
l.os .\ii;;i'les. Kai. — Alt'oiis l"ryl.iiid liat seine W idiniiiifc in JU'rliii-
Selim.ir;;eiidorf. liiilil.ier Mr. J.'i. — l>.imon Xov.irro ist .-1111 besten durch
dii' .\leti o-tJoldwyn-Stndios. ( nlver-lity . K.'iliforiiien. l S.A., zu erreichen.
Kr wurde am (>. Fidirnar in Jiiir.-in^o u^I<'>.ihoi j;eboren. sie diirfen Fra-
gen ;in d.'i.s ,,Film-.M;i;;azin'" richten, so oft Sie milden,
K r i e b ii.. Halle; J)er neiK'ste J.nciano .\lbertini-Filin lieil.'d
..'remiMi-Temiio". J>er .iiidere l'ilm ist in Arbeit. — KlU-n Knrtj.s Adresse
is( Jicrlin-Schoneber!;-. Jii-rcbtcs^.-idcner Strafie 1. Wir haben die bctrelfen-
dcii Kiiiistb'rinnen ,'in die fiillii;en Anto;;ramme erinnert, lielty lialfoiir er-
n-iclnni Sie über die llom-Film. lieiliir S\\ is. FriedriebsIr.iMe :;:.'.'i. Sie
können deutsch .in sie schieiben. — J'iaii Alorcl. die C.iltin iJene .Monds,
wohnt Iierlin W. 'ranenlzieiistralb' i'ii. .Sj,' wi'nlen ^on ihr bestimmt d.is
(ieuniisidite erballen. — Die Adressen der drei .•indercn Kiiiislleriiincii
haben wir trotz wiederholter licmiiliiin-cn nicht erniiltclii können. .Sobald
wir sie wissen, teilen wir sie Ihnen mit.
.\l a d y 1'.. Treptow; M;i\ Sebnielinj;- ist iiiu erheiratet. — Her If.i-
W Crbefilni hefimlet sieh in Iierlin S\\ IM, Ki.iiiscn~ir.iljc ;;s ;iM. — ■ Jlri^itiir
Helm wohnt Jterlin-Dablcni. Im W iiikid :<.
W a s s e r n i X e h e n . ■» w 1 n e 111 11 11 d e : l.icn Di'jeis ist durch
lue Dentsche l'niNersal. lieiiin W s. \l.iiicT~lr.-i llc si'. /n erreichen. — (üiia
.Manes wohnt Paris Is. J.'ue (.ahricllc.
U .'i III o 11 N o V a r r o - .s e h w ;i r m e r i n . Uli d c s h e i ni : K.inion
Ni.\:irro ist ,\le.\ilv;iner nnd wurde in l>nraiii;o -cboien. Kr ist .im bi'stcn
diiieli dii' .Metro-üoldw v ii-.\layer-.S|udios. (nh er-l'il.\ . Kalifornien, l. s. \..
zu erreieinn. .\ov;irro heiUt in Wirklichkeit .s.imoniei^os. Kr ;;ibl .Viito-
fir.Miime. Sein naibsler l-ilin ist ..Her Heide--. .Seiii Openiiiastspicl ist
\ i rsehobcn w orden.
.\ K' n !• s ['.. .s p a n d .-I II : l..\.i Maras ri<btij;i'r N.-inu- ist l.issy (indo-
witseb. i)ie Kiinstlerin i^t mit J'ricdrich Zi-inik \ erhcir.itet. Sie belindet
stell an;;-enhlicklieh in .\nierika.
F a i r h a n k s - JI i \ - F r <• 11 11 d : Dmifilas Fairbatiks ist mit M.-irv
l'ickford verheir.ilet nnd wobnl in l>e\eil\ Hills, Hollywood, K.-ilifornicn.
— 'J'om -Mi.x fiibi .Xiitosr.innnc.
M :i d y l! h r i s I i .-i n s - s c h w ä r m e r i 11 Vi c k y : Rinbdf (liri-
slialis. der \ ater Al.-idvs. ist im l-'ebniar tliL'l an einer l.nni;eiieiitzjindiinu-
in New York f;eslorben. ,\l;idy ( hrisii.-ins ist .■iiicli lud der ".Sprucllbiihne
t.-iti;;-. J-'.s ist moKlieb. ilalj die betreffenden Filme der Kiinstlerin zur Zeit
noch in kleineren lierliner Kinos laufen. .\Iad\ l'hristi.ins ist nnsi'fiihr so
.■ilt. wie .Sie ^vesehiitzt haben. Selb^t\ ersländlieb liest sie iiueli das
..l-'ilmmaji.iziii"'.
1". -M.. Wien: Krika (Jläs.sner h;it friiher sehr \ icl Kclilnit. ist .-iher
jetzt mehr bei der Siirechbiibne tiili;;. — liri.^ille Helm wohnt lieriin-l»ali-
lem. Im W jiikcl .'i. J)ie Kniistl -rin ist mit iJicbarLl W Citlbacli verheiratet
und wnrd" ;im 17. März in Uerlin i;idioren. .sie ;;iht .\ iilOüranimc. Ibc
njichsten l-"ilnie von Jiri^itte lllelm .-ind ...\l.iiiolescii-- und ..Skl.uen dci
J.i idenschaff-.
II e 1 •; a 11 n d (! i s c 1 a . K ö n i ^ s b c r ^ : l.'anion N'o\:irro ist nie lit
iinbr in lii-rlin. Kr lilmt wieder in den .\lctro-Siiiiliii~. ( ■iilver-('it.\ . K;ili-
fmiiien, F. .S. .\. Nein, er ist nicht mit Norm.-i .sbearer \ erlieir;ilcf. .\o-
\;nro ist ledij;. Kr stammt ans Dnran^o. .\le\iko.
Iren c .s t.. I\ e i e b e 11 b e 1 s : dienry .stn.irts näc bsler Film ist
..Her (Jiiiistlin^- von .Sehönbriinii-- mit lu.in l'eirovieb in iler 'riti'lrolle.
Stii.-irt bleibt heim Kilm. wenn er .•iiicb im Herbst zur Spreehlnibne nebt.
k
II y t li n X.. li o r 1 i II AV: T.ili.in Hiirvoy ist i.r.8 m p:roß. Tu ilirer
lii'ifH Zeit lirilit sie > icl Spurt: sie rcilol. ruilort. scfr<'lt. .scliwinimt. tiinil.
-Iiiclt 'rriiiiis iiiul iM'liiTrsclit si-lbsticdciiil .iiicli ji'ilcii \\iiitci-.s|)i)rt. —
Wir Kl.iiilicii lliiii'ii Kcrii. il.iU ;Sic inimiM-lics 'iMlciit lialx'ii. Trolzdriii
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iicimcii Avir lluirii ciiii;;-!- Ailrrsscii \ im Ki-KisM'iiicn: .liir M.iy. UiTliii W.
Kiirliiisli'iiil.-iiiiiii TU. I'rii'iliiili ZrliiiU. Hcrliii-\\ r-ti-iiil. I'iiMiiiKrii.illci- .'i
i/iir Ziit .ilirr iioili in Aiiirrik.iK J'rcil S.iiii'r. MiMliii-WiliiicrMlurf, AVit-
lcl>li:iclu'r StraUi' J. Dr. Cimm;; .\s;ij;-:ir(ilf. Hi'iiiii-ScliiiiirluM^r. Iiiii-c-
liniikcr Sir.ilJc tl. I'ri!/ I.,in;; (diinli l.;inK-l'il'ii). Jicrliii .SW l!<, l''rii<l-
1 iilisir.iUi- l'-l.
..I" i I in narr a ii ni 1.' li c i n' Crrti' ^loshciin ist mit ()sk;\r
lliimolk.i virlii-irairl. Sic kam u1>it die S|irr(liliiilinc zum l'ilm. Jlii'
Kiinstlcriii uiiliiit Hirliii W. l'.iriscr Str.iLio i'T. Sir ist ilir TDclitcr ciius
l.rkaiintiMi lU'rliiu-r .\r/.trs. — (Jrcta (;arlio ist ilnrili ilir Mctiii-liolilwyn-
stiiiiiiis. CnlviT-City. K.ilitiiriiicn. 1'. S. A.. 7.11 crrciilicn.
S .1 1 1 i H r (• 1 1 :i : AVir hiltcu Sii\
uns ]liin ;;cn.inc .Vilri'ssi- .inziiKc'n'n.
il.'imit wir iliniMi ilrii lirirf .111 l.'amon
Nn\:irri> « iiilcr ziiriiikscnili'n küiincn.
Iii'i l\iiiistlcr ist scliiin l.in^c nii-lit mi'lir
III Urilin. .Srinr sl;inili!;i' Ailri'ssc ist
Mi'iro - Colli» .\ n - Sujilins. ( iih rr - Ciiy.
Is.'ililornii-ii. I'.S.A.
(■ a r m r 11 H n 11 i - \' ■■ r i' li r v r .
I" r .-1 n k I Uli- M a i 11 : ( armrii Houi
ln'liiiili't sich aiinciililicklicli zur Krlio-
liiii;;' in einem Ira iizii.sisi-licii Sccli.-iilc.
Kic I'iisi Willi ihr .ihcr ilnrch ihren Se-
kretär. Herrn Op.ivi. ISerlin XW kT.
\IUiii:ier Sir.-iLic I. ii.ichycsehickt. l'ie
Kiiiisth'rin wiirile in I'oni ^ehnren.
T h !■ .1 , K 11 h r ii r I : Am licslcn.
»Clin Sic sicli in llirer .Vn^'clcKi'nheil
iiniiiilteni;ir ;in ilie Kilini;ese|lseh.illen
ueiiili'ii: in iliesem KilU- ;ilsii :iii ilic
IViriif.iiiiet. Merlin W M. l<clle\ nesir. II.
iimt an ilie ll.i. Heilin S\V (i,s. Kueli-
sir.ilJc C-s.
F i I m I r e 11 ii il i n I'. .1 11 s ]■' r .1 11 k-
V II r t - O (I (■ r: Cnlellc Knüller ist ;i!s
l'ilniilarslelleriii niilil liek.iniil. — Hilda
l.'iisc-h hat lilmides ll.i.ir. — Ileniiy l'.ir-
leiis iieiii'stcr l'ilm In'il.U .. Miillerliehc".
\iilJer lleiiin l'iiiteii. Kveh n llull iiinl
Mariella Alh.'iiii tra-eii widil allel'ilni-
■ ili.insiiieleriniien di'ii Kiiliiknid'. Il.'irr.v
ll.ilni \\iiliiil Uerliii-Il.ileiis|.c. Cieern-
Mr.alje 'ü . — Si,. iliirfen l-'r.i^cn sii'lleii.
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H c 1 S a V o m 1,' h ein: 1>.i wen-
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U.ilie fi-s. (Jrcl.i (i.-irliM ist iliiiih die
Mciro - IJohlw .\ 11 - .\l.i \ er-Slndios. ( 'iil\ er-
iit.\. K.ililiirnien. 1 .S.A.. zn eneiehen.
!•■ r .-1 11 .\l. l',. U e r I i 11 : \l:ii i.i iine
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Mi-Itiner li.-ilinhut.
K r i k -1 ){.. S e h m .-i r ;;■ e 11 d ort':
l'.nisi lliitm.'.nii li.il unseres Wissens
ki'iiic Kinder. Wir werilen den Kiinsiler
;;eni .111 d.is r.alline .\nIo;;r.imm er-
innern.
I' .1 n I 11 s lt.. r :i d c r II (I r n : Sen-
den si,. uns. iiitte. ilas rorlo. damit
wir Ihren Uricf .in den Kiinsiler weiler-
leiteii kiinnon.
I. y a .M :i r a - (i r e ) .1 N i s s e n - (» 1 •; a '1' s e li e c li u w a - V e r -
e 1: r !• r . F r ;i n k I 11 r t / M a i n : .Fa( kic CiKi^an hat :iin i'ii. Oktolier
(Jclmri.stas- und widint in Hollywood. Kalifornien. I'.S.A. — l.a .lana liat
am S. .Anglist. <)i:.;;i 'i'scheehow ;i am l'i;. .\|iril. .\nn.i May Wonjc am
-I. Septemlier. Ossi (Isw.ilda am 2. Fclirn.ir (leliiirlstai;-. — (iretu Nissen
ist Norwcficrin und wurde in Oslo g-ehoren. Ihr (iclnirtstaf; i.st uns leider
nicht liekannt. — Ihre Mild» iiiisclie. sind \orKenicrkt.
I.otle 1'.. 1, i c h t e r f e I ,1 e : l.il |)a-o\cr hat ihre \illa in Itcrlin-
W'csleinl. .\r,vs-Allcc I. l)ie Kiinsllerin hat am ;;ii. Siptenihcr (iidiiirtst.i';
lind ist mit Herrn Will verlii'ir.-itct. Sic hat eine Tochter :111s ihrer ersten
Klie mit dem Scli.nispiider l>at;liofcr. Ihre neiicstcn Filme sind ..Fs
tliistert die Nachf, ..Der (inlistliii^ miii Schlinhrnnii". ..Der w ciUc. 'J'cnfcl'.
FilmKünstler erzählen ihr Leben.
Wir hiilien iiciienliiii:s aie li das von \U: llcrniaiin 'riiMincr liprnnsR'i'trehene
Werk „Wir jüicr uns sclhil" aiil' l,ao,T ;;eiiiiiniiieii. läii voiv.ii;;lieh allsp-stattPtcr
liaiid mit L'Tii j;aiizseiti':cii l'oilriils nml daziiyeliöri-icii .\ntohioi;ra|ihieii iiiöchle
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zeigten — wir sind iiherzciifrt, Sie w iiiileu es besitzen wollcnl Jic.icliten tfie liltte
auch die Aiizeisre in ilicsur Numnicr.
Carola A., TI a 111 li 11 r k : .lack Trevor ist mit einer F.n^länderin
verhcir.itct und hat zwei Kinder. Svin neuester Film ist ..Meine Schwester
und ich" mit M.idy Christians in ih-r weililichc'ii Jlaiiiitrolle. 'l'reNor wurde
:im II. Dezcmlier in London ;;elioren. w.tr friihiT K:i\.illcrieolfizier. dann
Filnistatist in F.n^land iiinl Amcrik:« und crran;; sidiie ersti'ii Filinlorheeren
hald in I>i-nlscliland. Kr .spielte 11. a. in ..Katzenstep:'-. ..Die Sand;;rälin'.
..Her -vroUi^ inlndi.innle "■. ..It.ispiiiins l.iehes.ihentener", ..r.ielicsk.irne\ .i|-\
...\Iodcrin> l'ir:it<'ii-. ..Frl. Klsc". ..Naclili;-e.slalteii ■. ..Ch.iniii.if^ner".
..Mricre einer Fnliek.iiinten', ..Dii' wjilJen I>'osen \i>n llav ensher;;'.
/, w c i F i 1 m 1' r c n n il e .1 11 s O s I p r c 11 1.1 e 11 : M.ircidla .\lhaiii
wurde in -Mhano bei lioin ^elioren. — Die r.irtncriii \ on l^ci Sym in
dem St ra Uli- Fi Im ..ASas kostet l.ichcy-- w.ir Helen Stecis. — ll.irry J.icdlke
hat zwei Söhne.
li u i s T r e 11 k c r - A' c r e h r e r . I( c r 1 i 11 : Luis 'rrciiker ist ,siid-
tiroler. war Diplominneniciir. Iic\(ir er zum l'ilm k.ani. und isi xcrhciratcl.
Sein ncni'stiT Film heillt ..Her l.'nf des Nordens'.
l-:. (;. ll.'i. C 11 a r I o I I e n h 11 r !X :
Der Fritz I,.in;;-Film ..Die l'r.iii im
Mond- wird Miraii.ssiclitlicli im Wiiiler
zur Franiriihrnnsj •^••'■inn'n.
III. S c li:. (; ii r 1 i t z : Der IJesis-
seiir Min ..|{liil>hriiderscli.ifr- heillt Her-
hcit Mreiion. ..I>er Mctielpoef wurde
\ cm \ll.cii Crosland inszeniert. Mi'i
..\iiii.i K.irenin;i" fiilirtc Kdninnd C.oiil-
iliii'; l!c;;ie. Ilie l'.irtncrin \ 011 ll.irry
Fiel in ...\clilunf;-. Il.irr.x. .AnKen :inf!'
w.ir Colellc t'ordcr. .\iid K'ji'de Nisscns
näclisier Film ist ..Die Fr.in im T.il.ir".
\ Oll M.iiida s.mj.i steht im .\nsenhlick
noch kein neuer Film fest. Itndidl' Kleiii-
lto;;';cs ii.Mchsie Arbeit ist ..'l'ar.i-
k:iiiov.i •.
F i I m f r <• 11 n d i 11 I. n r e .-i 11 s d e m
It 11 e i 11 I .1 n d : \'er.i Sclmiiti'rldw
uohiil Merrtn-II.ilensee. N^'slorsn-.iUe I.
Hie Kiinsllerin s|iielt zur Zeit die weib-
liclic ll.'iii|itrolle in ili'iii neuen l.iodlki'-
A.if.i-Filni ..Der scbw.irze Domino". —
W.ilicr (Jriiicrs ist ilnrch dii- Kmidk.i.
München. Soniienstr. l.'i. zu erreichen.
Meide Kiiiisih'r stebeii Anlo;;r.iinme. —
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:.'7. .I.'inii.'ir (iebnrista;;'.
F r i I z K r.. 1? e r 1 i n: A'ivi.in (iili-
son wiilint lilii.-ScIil.-iclilcnsec. W'.inn-
.seestr.il.!e loii. wurde am 11. Mai in
l.iver|iool. F.nsl.inil. scboren. ist fr^-
schiedcn und li;it eine 'rochier Anf;i'l:i.
Vi\ian (iihson li.it dniikles Haar und
t;ibt .\nlo^'raiiiinp.
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l:ars ll.iiison ist durch die IClstroc-Siu-
dios. Hersliirdsliire. Kii;;l.iml. zu errei-
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Kaiscrdanim ;i.'i. wurde am i'T. .laiinar in Kattiiwitz f;eboren. kam liber
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NUMMER 33 / BERLIN, 18. AUGUST 1929 / PREIS :o PFENNIG
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SÄ, K
Phot. Ufa
LILIAN HAQVEY ianzt mit dem Grohskkomiker MAL SHEQMAN
nach der Premiere des Ufa-FUms „Adieu, Mascoite"
40 Grad im Schatten! — • Die Hitze wandelt
mit schweren, schleppenden Füßen durch die
Stadt. Wie glühende Backöfen die Häuser-
reihen. Der Asphalt auf den Straßen wird
weich unter dem heißen Atem der Sonne.
Müde, verdurstet, hängen die Blätter an den
Bäumen und Büschen • — sie ^echzen nach Küh-
lung. Und die Menschen? — Wenige Glück-
liche sind, die in kühlen Wäldern und in den
Wellen des Meeres den Gluten entgehen kön-
nen. Tag ist Arbeit, auch ein Sonnentag,
und die Jagd nach den Früchten dieser Arbeit
kümmert sich nicht um die Quecksilbersäule
des Thermometers. Das gewaltige ,,Muß" steht
ernst über dem Dasein der Menschen und —
nur kein Erbarmen mit sich selbst! — Aber,
dieses unerbittliche Muß liegt wie eine Peitsche
über den Zentren schwerer Arbeit und über
dem Rücken der Menschen, die sie leisten
müssen. Auch bei 40 Grad im Schatten! Die
technischen Regisseure der Werbefilm-Abtei-
lung der Ufa wissen davon ein Lied zu singen,
denn bei der Schaffung großer Werbefilme, die
ihren Weg nach allen Weltteilen finden, drin-
gen sie mehr als jeder andere ein in die
Stätten, an denen die Herrscherin .^\aschine ihr
eisernes Szepter mit harten, unerbittlichen
Händen schwingt, Folgen wir dem Aufnahme-
trupp in eins der gewaltigen Stahlwerke an der
Ruhr, folgen wir ihm an einem Tag dieses glut-
umhauchten Sommers. Bei 40 Grad im
Schatten!
Wie eine dunkle Stadt hebt sich aus sonnen-
flimmerndem Nebel, der, ein grauer, heißer
Schleier, das Land deckt, das wuchtige Massiv
der mächtigen Gebäude, mit tausend hochge-
türmten Schloten. Wir treten in die gewaltige
Halle des Thomaswerkes. — Wolken dampfen-
der Glut schlagen uns entgegen. Hämmern und
Pochen, Kreischen und Zischen, Stampfen und
der grollende Donner heranrollender Riesen-
blöcke von Eisen umfängt uns. Sinnverwir-
rende Kakophonie der Arbeit! Jedes Wort des
Menschen ist gestorben, es wird aufgesogen von
dem Toben des Schalles. Glühende Bachs
flüssigen Eisens, von der Farbe purpurnen
Sammets, verbrämt mit weißschimmernden,
leuchtenden Rändern, zerschneiden für kurze
Minuten das Dunkel, in das wir, kommend aus
greller, gelber Sonne, eintreten. Erst nach und
nach gewöhnt sich das Auge an die geheimnis-
volle Nacht, der wir, fast beklommenen Her-
zens, entgegenschreiten. In Turmhöhe rollen
Kiesenkrane über uns, mächtige Blöcke in den
festgeschlossenen, eisernen Krallen tragend.
Phantastisch tauchen aus dem grauen Schleier
des Dunkels seltsam geformte, haushohe Bauten
auf, Gerüste, Mauern. Hier arbeitet der Auf-
nahmelrupp der Werbefilm-Abteilung der Ufa.
Auf vier Meter hohem Holzpodest stehen die
Scheinwerfer, sie werfen ihr leuchtendes Licht
auf die stählernen Riesenbirnen, in deren Bauch
das glühende Eisen kocht und brodelt, um von
allen Schlacken und Unreinigkeiten befreit zu
werden. Es kocht und zischt, widerwillig dem
glühenden Zwang gehorchend, der das starre
Metall, mit 900 Grad Hitze, zum fließenden
Strom machte. Aus gewaltigen Turbinen wird
Sauerstoff in den Glutkessel gepreßt. Mit hoch-
aufsprühenden Stichflammen antwortet der rot-
glühende Feuerriese zischend auf die neue
Folter, in die ihn der starke Wille und die Kraft
des Menschengeisles beugte.
Tage, Wochen arbeitete der Aufnahmetrupp
der Ufa in diesen Stätten schwerster Arbeit.
Tiefaufalmcnd treten die Menschen hinaus in
die lichte Sonne des Tages.
Die Milarbcitcr der ,,Unj;arischen Rhapsodie",
deren intcrnalionalcr Erfolj« noch immer an-
hält, haben sich zu neuer Arbeit zusammen-
gefunden und wieder ein Thema geuählt, das im
schönen Unjjarland beheimalel isl. Seit der Pre-
miere der „Ungarischen Rhapsodie" aber hat der
Tonfilm seinen SiejJeszujS angetreten, und so konnte
es nicht ausbleiben, dal3 Erich Pommer. der Pro-
duktionsleiter, Hanns Sciuvarz, der Regisseur, und
die beiden Hauptdarsteller Willy Fritsch und Dita
Parlo nach einem Tliema suchten, das für einen
Tonfilm geeignet war. Man ist von den Sprcch-
filnicn, die den Biihncndialog in seiner ganzen
Breite nachzeichnen, auch in Amerika schnell wie-
der abgekommen, denn ein Tonfilm kann niemals
die Aufgabe haben, ein Theaterstück mechanisch zu
übettragcn. Der Film verlangt als Kunst der
Bewegung die dramatische Technik kleiner und
■ Oben: Willy Fritsch.
Mitte: Dita Parlo, Willy
Fritsch und Leszlo
Dezsölfy. Unten: Marcsa
Simon, Willy Fritsch^
Gero Maly p/wt. Ufa
kleinster Szenen, die auch jene Vorgänge sichtbar machen,
die auf der Sprechbühnc, welche die Einheit des Schau-
platzes wahren muß, hinter die Szene verlegt werden und
nur im Dialog eine Rolle spielen. Der Tonfilm hat
mit dem stummen Film die Mannigfaltigkeit des Szenen-
wechsels gemeinsam. Er ist ihm aber darin weit über-
legen, daß er die Titel durch das gesprochene oder ge-
sungene Wort ersetzen kann und durch musikalische Un-
termalung die Szene verständlich machen kann. Auch die
Sprechbühnc greift ja zu diesem A\ittel. Man denke nur
an den letzten Akt der ,, Fledermaus", wo der Schlaf
des Gefängnisdireklors mit seinen Schnarchtönen dadurch
ironisch markiert wird, daß die Melodie, die bis dahin
von der ersten Geige geführt wurde, plötzlich dem Con-
trabaß anvertraut wird. Der Titel war die Schwäche
eines jeden stummen Films. Je besser ein Film
bisher war, desto weniger Titel drängte er zwischen die
Bilder. Trotzdem hat der titellose Film, wie ihn nament-
lich der Filmdichler Karl Mayer pflegte, auch nicht
voll befriedigt, weil er sich nur an ganz unkomplizierte
Vorgänge wagen durfte und trotzdem stellenweise schwer
verständlich blieb. Im Tonfilm ist es natürlich, daß eine
besser ist er bei der mcchanisclicn Reproduktion zu
vernehmen. Man braucht dazu aber nicht in jedem
Falle Sprcchuntcrrichl mit dramalisch rollendem
KRH zu nehmen, ganz im Gegenteil ist eine solche
1 Unbildung geeignet, beim Sprechfilm überscharf
zu klingen. Dita Parlo besitzt eine äußerst an-
genehme, sehr melodisch klingende Stimme, die
sehr feine Tonunterschiede bemerkbar machen
kann. Ebenso verfügt Willy Fritsch über einen
angenehmen Bariton, der in der „Melodie des Her-
zens" voll zur Geltung kommen wird.
Die ,, Melodie des Herzens' spielt, wie die Bil-
der bereits beweisen, wieder unter der ungari-
schen Landbevölkerung. Da der Regisseur nun
ganz echte Erscheinungen haben wollte, beste
Kenner des Landes und seiner Sitten, so nahm er
sich ungarische Darstellar. Die ungarischen Schau-
spieler sind, bis auf Sari Fedak, Sari von Petras,
die internationalen Ruhm genießen, Oskar Beregi,
der zur deutschen Bühne übergegangen ist, reich-
lich unbekannt. Hanns Schwarz hat sich die vor-
trefflichsten ungarischen Charakterdarsteller aus-
gesucht und solche bevorzugt, die auch Deutsch,
wenn auch mit heimatlichem Tonfall sprechen.
Gerade der letzte Umstand wird der ,, Melodie des
Herzens" das notwendige Lokalkolorit geben, das
für einen Tonfilm in der Stimmfärbung liegt.
Oben und unten:
Willy Frilscb und Dita
Parlo
Mitte: Dita Parlo
Phot. Lja
— ^ V-
-'"^cm^^^w
"1^
optisch nicht vollkommen verständliche Situation durch
den Dialog erklärt wird. Ein solcher Tonfilm bedarf aber
nun ganz anderer Vorbereitungen, außerdem wird die
Kollektivität aller Mitarbeiter eines Filmes noch enger.
Konnte früher etwa der Architekt seine Dekorationen
allein so -aufbauen, daß sie besonders bildvvirksam er-
schienen, so muß er jetzt auch darauf Rücksicht neh-
men, wie sich der Ton in ihnen entwickelt. Die Aku-
stik hängt von Dingen ab, die vor jeder Aufnahme genau
festgestellt werden müssen. Die Tatsache ist allgemein
bekannt, daß jedes leere Zimmer den Ton hart macht
und daß schon ein paar Möbelstücke genügen, um ihm
weiche Abrundung zu geben. Es gibt aber auch Stoffe
und Möbel, die tonverschlingend sind, wie andere exi-
stieren, die böse Nebengeräusche hervorrufen. Ein Ton-
film verlangt in erster Linie Schauspieler, die sprechen
gelernt haben. Jedes Organ eignet sich nicht für die
mechanische Wiedergabe. Die Stimme muß frei und
unbefangen klingen. Gaumige Töne, die zu weit hinten
im Munde gebildet werden, und schartige Stimmbänder
zerstören manche Illusion, Je lockerer der Ton ge-
bildet wird, je weiter er vorn im Munde entsteht, desto
i
Adolphe Menjou und seine Gattin Katharin Carver
Phot. Paramount
Gern hab icfi die Frauen geküßt
Von Adolphe Menjou
Vor einiger Zeit schlich sich ein bekannter Reporter in
einer dunklen Ecke des Hollywooder Paramount Ateliers
an mich heran, und, indem er mich beim Ohr packte,
flüsterte er mir zu; ,, Warum schreiben Sie nicht einmal einen
Artikel über all die schönen Frauen, welche Sie im Film geküßt
und umworben haben? Jeder Star schreibt etwas, und Ihre
Filmfreundc und Freundinnen würden einen Aufsatz von Ihnen
direkt verschlingen und mit Freuden begrüßen!"
Diese Reporter können honigsüße Worte und schmeichelhafte
Phrasen erdenken! . , . Ich wäre vielleicht schwach geworden
und hätte dem Berichterstatter alles erzählt, was er wissen
wollte, wenn ich nicht die Geistesgegenwart gehabt hätte, unter
Anwendung meiner ganzen Kraft leise eine Entschuldigung hervor-
zustammeln, daß ich sofort, ganz hestimmt sofort, etwas sehr
Eiliges zu erledigen hätte. Später wurde mir erst klar, daß ich
mir dadurch mein eigenes Leben gerettet hatte; denn es wäre eine
Taktlosigkeit gewesen, genau so schlimm, als ob ich mich mittags
um 12 Uhr am Ausgang des Paramount Ateliers hinstellen und
mit donnernder Stimme vor der sich stauenden Menschenmenge
die an mich gerichteten Liebesbriefe einer Frau vorlesen würde.
Sicherlich würden die Stars, mit denen ich noch oft zusammen
zu spielen hoffe, sich stets in acht nehmen, daß keine kom-
promittierende Kußsiluation aufgenommen wird. Vielleicht käme
^ sogar zum Äußersten, und die Filmschauspiclerinnen würden
111 ihren Kontrakten auf eine Klausel bestehen, welche „keinen
Kuß von Adolphe Menjou" lautet! Und, bitte schön, was wäre
heute ein Filmdrama ohne das kleinste Küßchen?!
Stellen Sie sich z. B. vor, ich näherte mich Esther Ralston
mit einem ,, Armsündergesicht" und verspräche ihr unter Eid,
daß ich niemals und unter keinen Umständen verraten würde,
sie geküßt zu haben, wenn sie nur jetzt so freundlich sein und
mir gestatten würde, sie für das ,,happy end" zu umarmen, wie
es Szene 356 im Manuskript vorschreibt.
Wenn ich die Stirne hätte, meinen Namen unter einen solchen
Artikel zu setzen, wie es der Reporter vorschlug, könnte ich nie
wieder in die ernsten, vorwurfsvollen Augen Florence Vidors'
schauen. Ich war allerdings in ,,Die Großfürstin und ihr Kell-
ner" nur ein Kellner, aber ich bin doch ein Schauspieler, und
so kann er es ohne Gewissensbisse verraten, daß man küssen
kann, ohne zu markieren, und daß man doch nicht eigentlich
küßt.
Arlette Marchai würde nicht weiter überrascht sein, wenn sie
von solch einer indiskreten Offenbarung hören würde, denn ich
war in ,, Blond oder Brünett" kein allzu guter Ehemann. Aber ich
war ihr gegenüber immerhin so zuvorkommend, daß sie den
geliebten Mann heiraten konnte. Wenn sie sich an dieses kleine
bißchen Selbstlosigkeit erinnert, würde sie vielleicht nicht ganz
so schlecht über mich denken.
Shirley O'Hora würde über eine solche Dummheit Adolphe
Menjous nur süß schmollen und meinen Namen gelassen aus der
Gastlistc streichen. Sie war in „Ein Gentleman von Paris" so
vertrauensvoll, so naiv und arglos und wußte so gar nichts von
der Schlechtigkeit der Männer (nicht einmal der Reporter!), daß
ich es nicht übers Herz brächte, dieses herrliche Vertrauen,
welches sie in mich gesetzt hat, zu zerstören.
Und die süße kleine Kathryn Carver — die beste Kameradin,
welche ein schlechter Mensch, den ich in „Alles für die Frau"
und „Sein Privatleben" spiele, wohl haben kann — (ja, sie ist
jetzt meine kleine Frau!) — . Was würde sie sagen, wenn sie
erführe, daß alle meine aufrichtigen Küsse mit einem Auge dank-
bar geschlossen hingenommen wurden, während i.as andere Auge
so hinterlistig war und Stoff für einen Artikel sammelte.
\ ^
A
Also: es ist da oder — jjenaucr — es war
da: Emil JanninjSs, die Filmmajestät aus Holly-
wood. Kein Rej^isseur sah ihn noch so ver-
jsnüjjt. Er war ja auf Urlaub, fern vom Atelier,
ein Mensch ohne Sorjjen, der keine Grimassen
schneiden, nicht auf Kommando essen oder
weinen mußte. Trotzdem ist er weder in
Gastein noch sonstwo auf dieser Welt von
Tokio bis Leitomischel zu beneiden, denn sein
Gesicht ist ein Steckbrief geworden. Jedes
Kind kennt ihn, auch wenn er in strengstem
Inkognito seinen Morgenspaziergang antritt.
,,Jannings" flüstert es hinter ihm her, wenn
er irgendwo auf der Promenade erscheint, und
jeder Kellner, jeder Chauffeur, jeder Zeitungs-
verkäufer wird ihn mit diesem Namen an-
sprechen, der hundertmal von der Leinwand
Icuchleic, bis er heute felsenfest im Gedächt-
nis sitzt.
Einmal — es ist lang her — • waren wirkliche
Majestäten in Gastein, um sich hier aus dem
Wunderwasscr ewige Jugend zu holen; heute
ist Jannings der Mittelpunkt des Kurlebens.
Was er tut, geschieht i.Titer der Zeitlupe beob-
achtender Neugier, die betriebsam und sensa-
tionshaschend notiert, mit wem er gesehen
wurde. Und da Erich Pommer von der Ufa,
Joe May, der Regisseur, und Carl Zuckmayer,
der Dramatiker, in seiner Nähe waren, erschien
es auch dem Naivsten als selbstverständlich,
daß da auf peripatetischen Waldspazicr-
gängcn, zwischen österreichischem Beinfleisch
Emil Jannings mit seiner Gattin Gttssi und seiner Tochter
'((fASr£/N
Majestätisch und unwahrscheinlich, wie die
Papierkulissen eines abenteuerlichen Phantasie-
filmes, bauen sich Berge und Wälder um die
schmale Alpenstraße auf, die gleichzeitig der Markt-
platz von Gastein ist. Links rauscht ein Wasserfa
über seine achtzigprozentig steile Rutschbahn in die
Tiefe, rechts wachsen vierzehn Stockwerk hohe Holcl-
wolkenkratzer aus dem Tal herauf. Und alles ist
Szenerie für einen Film, den kein Dichter, sondern die
Wirklichkeit geschrieben hat, und der den Titel führen
könnte: ,,Die Kinokönige auf Sommerurlaub".
Die Fremdenliste ist ein illustres Personenverzeich-
nis. Wollte ein Aufnahmeleiter zusammenaddieren,
was die hier versammelten, badenden und in Höhen-
luft bummelnden Stars an Tagesdiäten bekommen
müßten, er würde vermutlich aus Angst vor der End-
summe wahnsinnig werden, um nur ja nicht diese zu
erfahren. Denn es ist alles hier, was Glanz an Namen
besitzt, wird der Berichterstatter vermerken, ehe er
die Liste der Anwesenden mit der alltäglichen Phrase
,,Man sah unter anderen" fortsetzt.
Fritzi Massary in Gastein f/iot. Mnrintti isemb
und Pilsner Bier an
einem neuen Film ge-
knobelt wurde. Seinen
Namen sollt ihr, Ga-
steiner Gäste, erfah-
ren, wenn der Herbst
wieder ins Land zieht.
Irjjendein AUeswisser
aber munkelt mit siche-
rer Betonung, daß es
ein Tonfilm werden
würde, dessen Idee da
oben in Gastein zwi-
schen Tannen und Föh-
ren entstanden ist.
Das Leben eines
Stars ist anstrengend
und beschwerlich. Viel-
leicht war dem großen
Emil Jannings gar nicht
so wohl zumute, wenn
er sich in seiner Behag-
lichkeit gestört und be-
drängt wiederfand, wenn
sich zur Audienzstunde unbekannte Dichter und namen-
lose Regisseure vor seiner Hoteltür drängten, wenn ihn
Engagementsvorschläge, Manuskriptideen, Theaterprojekte
aus der idyllischen Ruhe weckten, die er in Gastein —
nach dreijährigem Tempoleben im Himmel und in der
Arbeitshölle von Hollywood — zu finden gehofft hatte.
Als Trost mag ihm da das Fulda-Wort geblieben sein, vom
König, der halbnackt unter der Tarnkappe spazierengeht
und den erst ein Kindermund an das reale Dasein er-
innerte: ,.Ach, Jannings, laß dich nicht erbosen, du bleibst
ein Star doch — auch in Unterhosen!"
Es ging den anderen, die auf der Operettenbühne oder
im Konzertsaal zu den für die höchste Gage Auserwählten
zählen, nicht besser. Sie waren wie er umschwärmt und
Reinhold Schünzel, Hermann Vallentin, Frau Schünzel Phoi. Marii-tui lirmh
gestört. Wenn Fritzi
Massary, eine illegiti-
me , .lustige Witwe",
denn Max Pallenbcrg
war in der Nähe, ihren
chinesischen Seiden-
pinscher über die
Waldpromenade spa-
zieren trug, verfolgten
mindestens drei Direk-
toren, nicht errötend,
sondern engagements-
lüstern, ihren Spuren,
und Trude Hesterberg
fand, wenn sie abends
von ihrer Höhenwan-
derung heimkehrte,
ebenso viele Vertrags-
vorschläge in ihrem
Brieffach,
Da machte es Oskar
Fried, der bekannte
Dirigent, viel einfacher.
Er zog sich eine knie-
in dieser Verkleidung für
freie Lederhose an und war
keinen Agenten zu erkennen.
Hermann Vallentin wiederum trainierte als Lang-
streckenläufer auf den entlegensten Wegen,, während
Reinhold Schünzel schon mehr auf die Wahrung seines
Startums bedacht war. Und auch die anderen, von Dagny
Servaes bis Oskar Sima, von Kraußneck bis Thielscher,
ließen sich durch keine Alltags- und Bühnensorgen das
Gasteiner Regenvergnügen stören.
Berühmtheit muß leiden, sagt ein Sprichwort. Aber
wenn man wieder in Berlin und bei der Arbeit ist, dann
hat man es leichter als diese Gasteiner Kurgäste . . ,
Erik Krünes.
ANEKD OTE
Schauspieler sehen sich ungern in ein bestimmtes Rollenfach
eingeordnet, und die moderne Bühne hat denn auch damit
gebrochen, das Schema der Rolleneinteilung in Intriganten,
Bonvivanls, Heldenväter usw. aufreciitzuerhalten, das ehedem
eisernes Theatergesetz war. Man erzielt die besten Erfolge da-
mit, daß man begabten Schauspielern
die verschiedensten Aufgaben stellt.
Ist doch gerade in der vergangenen
Saison der jahrelang in Operetten und
Revuen tätige Hans Albers als Cha-
rakterdarsteller eine der größten Über-
raschungen gewesen. Aber bei der
Schnelligkeit, mit der manchmal Pre-
mieren herausgebracht werden, läßt
sich der Rückgriff in die schematische
Einteilung bisweilen nicht vermeiden.
Als Victor Schwanneckc nach kurzer
Inlendantenzcil .aus München nach
Berlin zurückkehrte, fand er kein
Engagement, weil die Serienstücke
schon fertig besetzt waren, und eröff-
nete deshalb sein bekanntes Wein-
restaurant, das zum Stammlokal der
Berliner Schauspieler geworden ist.
Es fügte sich, daß er die erste Rolle
in einer Neueinstudierung der ,. Minna
von Barnhclni" fand, und zwar war es
der — Wirt, dessen Charge er mit
einem verbissenen Humor ausstattete.
Schwanneckc mi.chte aus dieser ja
nicht großen Partie eine ausgezeich-
nete Studie psychologischer Charak- ^■^^^» f «rii viTn
lerkomik und fand brausenden Beifall. Qskar Fried mit seiner
Aber Stücke bleiben nicht ewig auf dem Repertoire, und so nahm
Victor Schwanneckc danach ein Engagement an, das ihm in
einem Pariser Boiiievardreißer die Rolle eines Hotelbesitzers
zuertcillc. Damit hatte
Stufe erreicht. Aber da
Tochter in Gaslein
er, im Gastwirlsgewerbc, eine höhere
sich das Stück nicht als Serienerfolg
erwies, war bald ein neues Engagement
fällig, und dieses brachte ihm die Auf-
gabe, einen Oberkellner darzustellen.
Schwannecke w ir nicht eben ;»ng>;-
nehmdavonberührt, denndarin erblickte
er eine gewisse Ironie von seitcn der
Direktoren. Dabei hätte sich Victor
Schwanneckc auf die große Kabarett-
zeit berufen können, die eine Ver-
bindung von Kleinkunst und Weinlokal
brachte. Auf den großen Pariser
Chansonnier Aristide Bruant, der ein
guter Kneipwirt in seinem Kabarett
,,Mirliton" war, auf Georg David
Schulz, der im ,, Siebenten Himmel"
Kabarcttvorlräge und Weinausschank
zu vereinigen wußte, sogar auf die
„Elf Scharfrichter" in München. Aber
Schwannecke fand diese Parallele nicht.
Das Stück war gerade angelaufen,
als Schwanneckc von einem der
bekanntesten Berliner Theaterdirek-
toren folgendes Telegramm erhielt:
Wollen Sie in amerikanischem
Schwank komische Ciiarge als Barbe-
sitzer übernehmen? Schwannecke
drahtete zurück: Fragen Sie bei Herrn
Aschinger an!
J> hie %9ee
r;
Um Erfolg zu haben, muß man an
seine Fälligkeiten glauben. Dieser
sehr amerikanische Lebenssatz vsird
am besten mit den Erfolgen der Schrift-
stellerin Anne Nichols bewiesen, die es
nur ihrer Zähigkeit verdankt, daß sie
heute die am meisten gespielte Bühnen-
schriftstelleria der Welt ist. Sie war von
allen New- Yorker Dramaturgen, denen
sie ihren Schwank ,, Dreimal Hochzeil"
vorlegte, sanft aber energisch mit der Be-
merkung herauskomplimentiert worden,
daß sie die Feder besser mit dem Koch-
löffel vertauschen möchte. Aber Anne
Nichols, die ihr Stück so brennend gern
auf den Brettern gesehen hätte, ließ sich
nicht entmutigen. Sie mietete im Hoch-
sommer, also zu einer Zeit, da viele Büh-
nen geschlossen sind, einfach ein mittleres
ßroadwaythca tcr, brachte in kurzer Zeit
ein Ensemble unbeschäftigter Schauspieler
zusammen und spielte mit ihnen an einem
glutheißen New-\orker Abend ihren
Schwank ,, Dreimal Hochzeit' Das
Theater war heiß wie ein Brutofen und
gähnte deshalb vor Leere. Aber die wenigen Zu-
schaut r, die sich zum größten Teil auf Freikarten
eingefunden hatten, kamen aus dem Lachen nicht
heraus, und in wenigen Tagen konnte Anne Nichols
der Temperatur mit ausverkauften fläusern trotzen.
Das Stück lief sieben Jahre in diesem Theater,
Sonntags sogar in zwei Vorstellungen, und brachte
bis zum Schluß ausgezeichnete Kassen. Für die Ver-
filmung erhielt Anne Nichols eine Million Dollar,
und der Tonfilm mr.cht augenblicklich seinen Weg
um den Erdball. Da sie mit Heiraten viel Geld
verdient hatte, schrieb Anne Nichols auch ihren
zweiten Schwank ,, Hochzeitsreise" über das belieble
Thema. ..Hochzeitsreise" hat es bisher nicht zu
jener Kekordziffer gebracht, obgleich das Stück
dramatisch besser gearbeitet und auch weniger sen-
Pholomonlage mit Ruth
Taylor, Lila Lee,
James Hall,
William
Austin
ßp
a/Se^,,.,,
timcntal ist. „Hochzeitsreise", die ver-
filmt wurde und als Lcinuandbild den
Namen ,, Erstens kommt es anders , . ."
führt, tritt soeben den Siejjeszug über
die deutschen Bühnen an. In Berlin kann
man das Stück jetzt zweimal am Abend
genießen: im Komödienhaus auf der
Bühne mit dem scharmanten Georg Alex-
ander, im Gloria-Palast mit beliebten
Paramount-Stars. Anne Nichols, bei der
immer geheiratet werden muß, läßt es
diesmal bei zweimal Hochzeit bewenden.
Aber während sie in ,, Dreimal Hochzeit"
ein einziges Ehepaar benötigt, das die
Zeremonie dreimal über sich ergehen
lassen muß, hat sie diesmal ein Ehepaar
und zwei Liebespaare nötig, die sich zur
Heirat finden. Aber da das eine Zeil-
lang verkrachte ältere Ehepaar versöhnt
und wie jung verheiratet aus dem Spiel
geht, so ist es im Grunde wieder dreimal
Hochzeit, die den Inhalt des amüsanten,
von Frank Strayer unter der Produk-
tionsleitung von B. F. Schulberg schmis-
sig inszenierten Films bildet.
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Bei einer solchen Posse darf man natürlich nicht
danach fragen, ob die einzelnen Vorgänge auch
logisch begründet sind oder ob sie nicht vielmehr
alle Begriffe logischen Denkens auf den Kopf stel-
len. Solche Possen rechnen stets mit dem Moment
der Überraschung. Es wird alles in ihnen ver-
wechselt. Türen öffnen und schließen sich zur un-
geeignetsten Minute, und von den Personen wird
jede für eine andere gehalten. Dieser Trick ist
alt, aber immer wirksam, sobald der Zuschauer
vom Tempo der Vorgänge in Spannung gehalten
wird und das Abbild seiner Umwelt in drei Auto-
mobilminuten erlebt.
L' ♦
!•«
4
Photontontage mit Ruth Taylor,
Lila Lee, James Hall,
William Austin,
Harrison Ford,
luy Harris
r^^
1^
P/wt. Paramouni
Bisher las man nur von den
kulturellen Möglichkeiten des
sprechenden Bildes. Jetzt
sieht man bereits an den verschie-
densten Beispielen, welch unge-
ahnte Perspektiven sich gerade auf
diesem Gebiet eröffnen.
Im regulären Kinoprogramm
zeigt man augenblicklich in Berlin
gläserne Wundertiere, feine, durch-
sichtige Gebilde, verschiedenartige
Quallen, die auf dem Meeresgrund
ihr seltsames Leben führen.
Nicht so einfach war diese Auf-
nahme zustande gekommen, weil
es sich um die empfindlichsten Ob-
jekte handelt, die je vor ein Ob-
jektiv gekommen sind.
Außerordentlich schwierig, weil
Dinge zu zeigen waren, die nur in
der mikroskopischen Vergrößerung
wirksam werden. Aber der Ope-
rateur hat alle diese optischen
Aufgaben glänzend bewältigt. Je-
des interessante Detail tritt pla-
stisch vor den Beschauer und wird
vor allem instruktiv erläutert
durch einen Vortrag aus sachver-
ständigem Munde, der die Vor-
führung auf dem Film begleitet.
Also man hört dieselbe Erläute-
rung, die der Berliner in dem
Theater der Zweitausend am Kur-
fürstendamm für teures Eintritts-
geld genießt, genau so in dem klei-
nen Städtchen, wo derartige Kul-
turfilme oft erst nach Monaten
oder Jahren laufen.
(II
1
Nidden auf der Kurischen Nehrung
Fischerboote im Hafen
Blick auf das Dorf
Auf den Elch!
Von Alfred Kell, Regisseur
der Ufa-Werbefilm-Abteilung
Einen Tag wie Sie!" Das ist
immer der Gruß eines guten
Freundes, wenn ich von
einer Filmfahrl zurückkomme.
Ja, es ist schön, da draußen in
Licht und Sonne Schönheit zu
suchen, dem Leben eines Landes
und des Volkes nachzugehen, und
iin ,,Ufa-Hcimatfilm" ein lebendiges
Bild zu schaffen, das dieses Land
und dieses Volk zeigt, wie es ist.
Und doch, mein lieber Ernst,
Arbeit, oft harte Arbeit steckt
gerade in diesen Filmen, die sicii
dann so leicht und schön ansehen,
Geduld und eine Anspannung des
Auges und der Seele, von der einer,
der nur die Früchte dieser Arbeit
sieht, keine .Ahnung hat.
Und ich denke an einen Tag, den
ich mit meinem kunstreichen Ka-
meramann Conrad Wienecke er-
lebte, dort oben in Litauen, den
lag, an dem wir auszogen, den
Elch zu suchen und ihn festzuhal-
ten im Bilde. In schimmernder
Sonne lag die Kurische Nehrung
als wir mit dem Schiff in Nid-
den ankamen. Kleine Fischerboote
im Hafen mit seltsamem Takelwcrk.
Dort Nidden, das Dorf, fast wie
eine italienische Landschaft hinge-
bettet an dem bewaldeten Berg.
Dort unten die kleinen Häuschen,
grünbewachsen, in blühenden Gär-
ten. Die Mädchen tragen noch ihre
alte Tracht, wir hielten Bilder fest
in der heiteren Sonne des Tages,
wie sie Wasser schöpften an dem
altertümlichen Ziehbrunnen. Lachend
und doch halbverschämt ließen sie
das ,, Kurbeln" über sich ergehen.
Am Abend ein prachtvoller Son-
nenuntergang hinter leuchtenden
Wolken. Morgen früh wollten wir
in das Elchrcvier.
,, Hoffentlich wird das Wetter
nicht umschlagen!" sagte unser
freundlicher Wirt und zeigte mit
bedenklichen Blicken nach dem wie
in rotes Gold schimmernden Meere,
auf dem das untergehende Tages-
gestirn eine breite, strahlende Straße
schuf, eine Straße von glühenden
Rosenblättern.
,,Und morgen wird die Sonne
wieder scheinen!" rief ich.
Ich wußte es, daß sie scheinen
würde, denn man muß nur an sie
glauben! — —
Und ein strahlender Tag brach
an!
Um vier Uhr warfen wir die
Decken von unseren Betten, und
pünktlich fünf Uhr stand der kleine,
leichte, niedrige Wagen vor der
Tür unseres Hauses.
Unser Freund und Wirt fuhr
selbst.
,,Ich kenne alle Wege und
Schliche des braven Elchs, aber Sie
müssen sich darauf gefaßt machen
daß wir ihn suchen müssen!"
Dann fuhren wir los. Das kleine,
Am Ziehbrunnen
„Marjellen"
Im Elchrevier
aber starke Pferd zog den Wagen durch den tiefen Sand der
Wege. Wienecke halle den Apparat fertig zwischen seinen
Beinen, ihn kunstvoll balancierend bei den Sprüngen und Ka-
priolen des leichten Wagens, der mit seinen übergroßen Rädern
wie ein Pfeil dahinschoß.
,,Wir können keinen anderen Wagen
brauchen, denn — na, Sic werden ja
sehen!"
Mit einem, wie mir schien, fast
spöttischen Lächeln sagte es unser
Führer.
Da drüben tauchte in violettem
Dunst der Wald auf. Weiße Wolken
schwammen in dem tiefen Blau des
Himmels wie weiße Schwäne, die still,
auf unergründlichem Wasser, schim-
mernden Ufern zustreben.
Und bald nahm uns das Dunkel
des Waldes auf.
Wie goldene Pfeile glitten die
Sirahlen der Sonne durch die Stämme,
breite Schatlcnbändcr flogen wie
mächtige Gitlcr über die breite, weiße,
sandige Waldslraßc. —
,,Nun aber, bitte, halten Sie Ihren
Apparat fest, denn wir können nicht
auf der Straße bleiben!"
So klang es vom Kutschersitz
zu uns.
Und, die Warnung war berechtigt,
denn plötzlich bog der Wagen mit
einem Schwünge ab und fuhr in das
dichte Gestrüpp zwischen den Stäm-
men am Wege.
Einstimmig riefen Wieneckc und
ich ,,Halt!", denn uns bangte um den
Apparat.
Der Kurbclkasten wurde abge-
schraubt, und sorglich, wie eine Mutter
ihr Kind birgt, wurde er auf die Knie
genommen. Ich nahm das Stativ in
meine Arme.
Und nun ging es Schritt für Schritt
vorwärts durch das Dickicht. Es war
wie in einer Schaukel; ab und zu hielt der Wagen, und gespannt
sahen und horchten wir, ob wir nicht Knacken hörten in den
Zweigen oder einen braunen Rücken sähen.
Aber vom Elch selbst nichts zu sehen. Dabei stieg die Sonne
höher und höher, fünf Stunden waren wir schon unterwegs.
,,Ja, meine Herren, hier hilft nur Geduld, aber — wir finden
ihn!" —
,,Ihn", das war der Elch. — Oh, käme ,,cr", denn halbgerädert
waren wir schon!
Vor uns lag ein Waldteich.
,,Er ist nicht tief!" — und schon tapple unser braves Rößlein
Der Herr der Niederungen
Sthnilirlie Bilder aus dem L'jaAX'erhejiln! „l>ie Stfioti/ieilen de
Deiilsiiien (l^reri'."
durch das seichte Wasser. — Langsam glitt der Wagen in
den mit Wasserblumcn bedeckten blanken Spiegel des Sees
hin.
Bis an den Boden des Wagens spülten die Wellen.
Wienecke legte den Arm auf den Rücken des Führers.
,,Und wenn der Elch nun hier
kommt? Da muß ich doch in den
Teich? In dem Wagen kann ich den
Apparat nicht aufstellen!"
Und schon hatle er Schuhe und
Strümpfe ausgezogen, die Hose wurde
zu einer Art Hottentoltenschurz zu-
sammengeschoben.
Und weiter ging's. — ,,Hier müssen
wir ihn treffen!"
Die Spannung stieg auf das höchste.
Oft, wie eine Fata Morgana, glaub-
ten wir aus dem Dickicht einen dicken
Kopf auftauchen zu sehen, oft hielten
wir, den Atem anhaltend, und unsere
Augen durchbohrten die sonnenflim-
mernden Waldränder. — ,,Da, dort be-
wegt CS sich!" — — — —
Es war nichts.
Jetzt war es Mittag, und wir durch-
kreuzten noch immer, scheinbar plan-
los, das weite Waldgelände,
Hunger? — — —
Wer hätte Hunger gehabt! Alle
Fibern waren gespannt und die Augen?
Ich hatte das Gefühl, als hätten die
meinen durch Sonnenglast und Ein-
stellen des schärfsten Ob)ektivs,
dessen meine Sehnerven fähig waren.
Stiele, mit denen ich die Pupillen be-
liebig um jeden dicken Birkenstamm
hätte werfen können, um ,,ihn" zu
suchen und zu finden. Und Wieneckes
Augen waren so groß wie Glaskugeln.
Aber, geraucht habe ich!
Schweigend aber rasch wendete sich
unser Führer und deutete mit der
Hand nach dem Waldrand, und dort,
gar nicht weil von uns —
„Das ist einer!"
Da stand er, hochgeweiht, und äugte ruhig zu uns herüber.
Und alle Müdigkeit war verschwunden, vergangen!
Breite Abendschatlen warf die Sonne, meine getreue Sonne,
als wir glücklich wieder eintrafen in dem stillen Dorf.
Müde — wahrhaftig, müde saßen wir dann noch eine Stunde
auf der breiten Veranda unseres Hauses. Dann aber schlafen —
schlafen!
Ich träumte die ganze Nacht, daß ich auf einer russischen
Schaukel sitzen und einen Elch schießen mußte. — —
i
I
Uli an Harvey und der Eismann
Von I g o S y m.
Es war zu jener Zeit, als die Kälte Sibiriens unter souve-
räner Mißachtung des bisher Gültigen die Grenzen ihrer
Heimat überschritten hatte und sich's in Deutschland wohl
sein ließ.
Wilhelm Thiele drehte an dem neuen Ufa-Lustspiel ,, Adieu,
Mascotte!" Eine reizende kleine Separeszene, in der Lilian
llarvey bitterlich zu weinen hatte, weil ihr Freund so unglaub-
lich töricht gewesen war, sie zu versetzen, war an der Reihe.
Die kleine Lilian Harvey hatle so bitterlich zu weinen, daß ein
niedlicher Eismann, es darf getrost ein süßer Eismann gesagt
werden, da besagtes Figürchen ganz aus Fürst-Pücklcr-Eis be-
stand — voll Mitempfinden milweinen und in Tränen zerfließen,
hinschmelzen mußte.
Das nelte bunte Ding wird gebracht. Lilian Harvey nimmt die
silberne Platte mit ihm zur Hand — man wartet. Vergebens.
Der Eismann bleibt ungerührt. Die sibirische Kälte draußen hat
ihn so steinhart frieren lassen, daß weder das heiße Licht der
Scheinwerfer noch der Kummer der schönen Lilian ihn zu er-
weichen imstande ist.
Plötzlich und unvermittelt treten Lilian die vom ganzen Auf-
nahmcstab sehnsüchtig erwarteten Tränen in die Augen. 1 ropfen
über ihre Wangen hinab. Richtige, runde große Kindertränen.
Und siehe da — auch das Eismännlein beginnt zu weinen.
,, Famos", ruft Thiele, ,, famos, famos!! — Achtung! Aufnahme!"
Die Kameraleute kurbeln, die Scheinwerfer strahlen, Klein-Lilian
weint immer bitterlicher, das Eismännlein schmilzt immer kläg-
licher. Thiele kann sich nicht genug tun an Wiederholungen und
neuen Einstellungen.
Plötzlich aber versagt Lilian, trotzdem ihre Tränen immer noch
ergiebig rinnen.
,,Ich kann nicht mehr", sagt sie klagend, und das Silberlablelt
fällt klirrend zu Boden.
Bestürzt umringt man sie. Da zeigt es sich, daß die eisige
silberne Platte ihre armen kleinen Hände starr und steif ge-
froren hat, daß es überaus echte Schmerzen gewesen waren, die
ihr so ausgiebige Tränen erpreßt hatten, und der ganze männ-
liche Stab bemühte sich nun, um die armen erfrorenen Händ-
chen wieder warm zu reiben.
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V_^ UND W
le
UND SEHR VIEL
SciiiriitÄe!
Givb Lix5ti0er Abei4.teixerrovncLyb
VON LUDWIGvoN WOHL
/5. Fortsetzung
„Das würde
H«
nicht den geringsten Zweck haben.
Mircovich eine kleine Reise angetreten — "
Erstens hat
.W
ann.'
T-
reicher Mann. Er
,.Vor einer Viertelstunde."
„Wohin?"
„Außer Landes. Herr Mircovich ist ein
fand, daß dieses Geschäft
mehr Aufregung für ihn
bedeutete, als es ihm ein-
bringen konnte, und hat
verzichtet."
,,So, so. Er hat verzich-
tet."
,, — und zweitens — "
„Zvfcfeitens weiß er gar
nicht, wo sich die Million
befindet."
,,So, so. Er weiß nicht — '
„Nein. Aber ich weiß
es. Ich werde es Ihnen
vielleicht sagen. Viel-
leicht."
Sie sagte das plötzlich in
einem sehr süßen Klein-
mädchenton, dem alten
Mittel der primitiven
Frauen,
Es hatte ihm auf den
Lippen gelegen, sie nach
dem Mädel zu fragen, der
Berliner Sekretärin des
Herrn Stavrides. Aber hier
war der Anfang einer Ko-
ketterie — eines Flirts.
Vorsicht.
,, Vielleicht, sagen Sie.
Sie haben also Ihre Kondi-
tionen?"
Jetzt war sie die Be-
lustigte.
„Weshalb, glauben Sie,
daß ich Ihnen die Ge-
schichte erzählen will?"
Er gab eine Frage als
Antwort:
„Für wen halten Sic mich
eigentlich?"
Sie vermied sein Auge.
,,Für einen Mann, der
ausführt, was er sich vor-
genommen, und der Mut
hat", sagte sie langsam.
Das heißt, für einen besonders zähen Hochstapler, dacht
Und laut:
, .Wollen Sic mir nicht alles der Reihe nach erzählen? —
s-ind, soviel ich \scili, mit Herrn Mircovich sehr eng
freundet?"
„Ich war mit ihm befreundet", sagte sie hastig. ,,Wir
uns getrennt."
,,Scit wann?"
,,Seit heute früh,"
,,Seit heule früh um drei
„Woher — "
,,Denn um diese Zeit sind
gekommen?"
Sie überlegte.
,,Mehr wissen Sie jedenfalls nicht", sagte sie ruhig. ,,Sic
klopfen auf den Busch."
,.Wer weiß — "
Jenny Jiigo in ihrem Heim Plwt. Via
Sic
be-
haben
oder
Sic
vier Uhr!"
doch mit dem Auto
Nachdruck verboten
,,Sie können nicht mehr wissen", sagte sie heftig.
,,Auf alle Fälle werde ich mehr wissen, bevor Sie das Zimmer
verlassen haben."
„Wenn das bedeuten soll, daß Sie mich nicht eher aus dem
Zimmer lassen, als bis ich Ihnen gesagt habe, was Sie wissen
wollen, so ist das grade nicht sehr klug von Ihnen", spottete
sie. ,,Wic wollen Sie wis-
sen, was wahr ist und was
gelogen? Aber lassen wir
jetzt diese Dummheiten
und reden wir ernsthaft!"
Er verbeugte sich.
,,Ich möchte Ihnen ein
Bündnis vorschlagen", sag-
te sie langsam. ,,Wir ar-
beiten gemeinsam daran,
das Geld herauszubekom-
men — ich sage Ihnen
gleich, daß es nicht einfach
sein wird."
„Und wenn wir das Geld
heraus haben?"
Sie zuckte die Achseln.
,,Dann werden wir uns
schon einigen", sagte sie
bescheiden. „Es gibt so
hübsche Orte auf der Welt,
wo man das Geld ausgeben
kann." — Ach so, dachte
er. — „Und wenn der
wirkliche Besitzer An-
sprüche darauf geltend
machen sollte?" fragte er
bedächtig.
,,Der wirkliche Be-
sitzer?"
Sie schüttelte etwas er-
staunt den hübschen Kopf.
,,Sie meinen Stavrides?"
,,Nein — der, dem
Stavrides das Geld schul-
det."
,,0h, maman," lachte sie,
„das ist irgendein Idiot in
Deutschland, der Herrn
Stavrides für einen fabel-
haft ehrlichen Menschen
hält. Er wird uns bestimmt
nicht stören."
,,Das ist nett von ihm",
sagte der Idiol aus Deutschland.
Eine halbe Stunde später wußte Robby, was sich in der letzten
Nacht ereignet hatte.
,,Was ist eigentlich aus der Sekretärin von Stavrides ge-
worden?" fragte er leichthin.
,.0h, ich weiß nicht. Der Türke, von dem ich Ihnen erzählte,
hat verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für so etwas. Sie
ist schließlich ganz hübsch — "
,,So. — Hm."
Robby preßte die Nägel in die Handballen. Er atmete ein
bißchen mühsam. ,,Aber sie war noch im Hause des Türken?"
,,lch nehme es an — vorläufig,"
,, Vorläufig?"
Sie zuckte die Achseln,
,,Mein Gott, immer kann er sie doch nicht behalten — er hat
da seine Absatzmöglichkeiten."
Robby stand mit einem Ruck auf und trat ans Fenster.
Er wußte, daß er sich nicht viel länger beherrschen konnte.
Was für eine gottverdammte Bande das war! Gottverdammte
Bande!
Er fühlte den Blick Rankas aufmerksam auf sich gerichtet
und drehte sich mit dem heitersten Gesicht um, das er auf-
bringen konnte.
„Was hat Herr Mircovich eigentlich vorgehabt?" fragte er un-
befangen.
,,Das ist doch sehr einfach. Wenn das Geld ausgezahlt war,
hatte er keine Verantwortung mehr Herrn Stavridcs gegenüber.
Wenn es also dann abhanden kam — " —
Sic lächelte vielsagend.
,,Stavrides hätte sich eben einen geschickteren Agenten nehmen
müssen."
Robby Valberg pfiff durch die Zähne.
„Das war mein
Plan", sagte sie
stolz. „Aber als ich
zurückkam, und in
, dem Beutelchen la-
gen einige vierzig
Pfund, statt ebenso-
viel lausenden — da
hatte Dmitri die
Frechheit, mir vor-
zuwerfen, ich hätte
den Rest unterschla-
gen. Also, ist das
nicht unerhört?!"
„Unglaublich. Ich
hätte Ihnen das nie
zugetraut."
Sie warf ihm einen
schnellen Blick zu.
Aber er verzog
keine Miene,
„Es gab einen
heftigen Streit", fuhr
sie fort. ,,Wir —
wir waren überhaupt
nicht mehr recht
einig in der letzten
Zeit. Er reiste ab • — "
„Wohin?"
„An die Riviera",
sagte sie in abwe-
sendem Ton.
Ihre Stimme klang dabei etwas verschleiert.
Ging ihr der Abschied von diesem Obergauner nahe?
,,Er will sich erholen", sagte sie heftig. ,,Er hatte zu viele
Aufregungen gehabt. Es ist sehr komisch — Männer erholen
sich immer am besten von Aufregungen, wenn sie in Monte
spielen oder monatelang herumvagabundieren."
Vielleicht hätte dieser plötzliche, fast ehelich klingende Ge-
fühlserguß Mademoiselle Rankas Robby sonst amüsiert. Heute
aber war er nicht dafür in Stimmung,
„Was also ist Ihr Plan jetzt?" fragte er kurz.
,,Wir müssen noch heute nacht abfahren", sagte sie. ,,Ich
miete das Auto wieder — wir werden das Geld schon finden."
Er sah sie scharf an.
, .Woher eigentlich diese Offenheit mir gegenüber?" fragte er.
„Woher wissen Sie, daß ich kein Detektiv bin — Joe Jenkins
oder Stuart Webbs — was weiß ich — wie?"
Sie lachte hellauf.
„Ein Detektiv? Sie? Das ist herrlich. Nein, mein Lieber —
Sie sind kein Detektiv! Erstens verirren sich solche Leute nie-
mals hierher — niemals, mein Lieber. Sie wüßten Ja nie, an wen
sie sich zu hallen hätten. Sic können doch nicht die ganze illy-
rischc Bevölkerung verhaften! Und von der Polizei haben sie
nicht die geringste Unterstützung zu erwarten."
.Davon habe ich allerdings gehört,"
,,Nein, Detektive wären hier völlig hilflos. Alles, mit dem sie
gewohnt sind zu arbeiten, versagt hier. Dadurch werden sie
überflüssig. Detektive sind etwas für Großstädte und elegante
Badeorte, und Sic — " sie schrie fast vor Lachen, „— Ihnen
sieht man es doch sofort an, daß Sic gar keiner sein können!"
„So."
..Aber natürlich. Für Sic gibt es doch nur eine Möglichkeit.
Ich bin sicher, wenn ich die schönen Photographicsammlungcn
von Scotland Yard oder so einer Anstalt durchblättern würde —
Die originelle Aiißentront des Universums bei
tinlwiirj Rudi leid
ich finde Sie. Und in Paris und in Berlin. Und jetzt vor ganz
kurzer Zeil haben Sie etwas lanciert."
,,Habe ich was?"
,, — denn sonst würden Sie nicht in dieses Land kommen, wo
sich die Füchse und Wölfe gute Nacht sagen. Was Sie sind, ist
doch sonnenklar — das merkt man doch an Ihrem ganzen Auf-
treten, mein Lieber."
,,So", sagte Robby Valberg wieder und rückte mit spitzen
Fingern an seinem Kragen herum, der ihm plötzlich zu eng
vorkam.
*
Es ist sehr seltsam, bis zu welchem Grade Menschen — und
ganz besonders Frauen — die Fähigkeit haben, zu merken, ob sie
beobachtet werden.
Gewisse Nervenspitzen werden getroffen und gleichsam elektri-
siert. Warnend tele-
graphiert der In-
stinkt, und von der
Sekunde ab ge-
schieht jede Bewe-
gung und jeder Aus-
druck bewußt.
Schon einmal in
diesem Zimmer hatte
Dorrit das Gefühl
gehabt, beobachtet
zu sein.
Sie hatte nicht
reagiert — sehr bald
darauf waren die
beiden Diener ein-
getroffen, die ihr
das seidene Beutel-
chen abgenommen
hatten.
Jetzt wiederholte
sich dieses Gefühl.
Irgend jemand sah
durch irgendeinen
Spalt zu ihr herein.
Langsam, war ihr
die klare Erkenntnis
gereift, daß sie noch
nie so in Gefahr ge-
wesen war wie
jetzt.
Nicht als die beiden Jancovics ihr Gepäck durchwühlten — ,
nicht als sie aus dem Zug springen wollte — nicht im Auto,
das diese kleine schwarze Kanaille steuerte.
Da draußen lauerte eine Macht, die ihr hundertmal überlegen
war, weil sie sie nicht kannte.
Eine Art von vorweltlichem Ungeheuer mit Fledermausflügeln
und giftigen Augen, Ein Alpdruck, der lähmte, der die Energie
aus dem Hirn sog.
Sie halte das Bedürfnis der modernen Generation, schnell und
mit einer gewissen Logik über ihre Gefühle und ihre Einstellung
zu allem Neuen klar zu werden.
Hier war es unmöglich.
Man war irgend etwas Unsichtbarem ausgeliefert und mußte
auf das Schlimmste gefaßt sein: Der ruhige, nachdrücklich-sichere
Überfall vorhin verriet eine Macht, die ihrer selbst sehr sicher
war — und vielleicht auch, die es liebte, im Bewußtsein ihrer
selbst mit dem Opfer ein wenig zu spielen — —
Die Unsichtbarkeit und gleichzeitige Nähe der Gefahr schuf
mit strömender Gewalt Abwehr in ihr.
Eine Abwehr, die sich im kleinen Mädchen, im Weibchen, in
der Frau aus dem Volk wohl in hysterischer Aufregung, ja hyste-
rischer Tätlichkeit, in angstvollem Sich-an-die-Wand-Drückcn, in
einem Strom von Schimpfworten geäußert hätte.
In ihr rief es die ganz wunderbare Macht auf den Plan, die
aus alter, wahrhafter Kultiviertheit und unendlich einprägsamer,
unwandelbar strenger Erziehung heraus das Rüstzeug der Dame
entstehen läßt.
Es heißt von diesem geheimnisvollen Typ sehr zu Unrecht,
daß LT im Aussterben begriffen sei — nur weil man ihn nicht
mehr so häufig in der Öffentlichkeit trifft wie vorher, und weil
sich einige Äußerlichkeiten der Lebensführung — auch auf mora-
lischem Gebiet — verändert haben.
Fortsetzung folgt
der Premiere des Ufafilms „Adieu, Mascotte"
Phot. Vjn
\
FRAGEN
die uns erre Tchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,. F i I m - M a g a z i n ", Berlin SW 68, Zimmerstraße 35 — 41
Scherlvcrlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
Au V i c I o : Anonyme Uricfo worden nicht hcantwortot. Bei Mami-
skriplaUKeleKPnlieiten bitten wir fiiljjendes zu beachten: Jeder Anl'ra>;e i.-t
Hiickportd lieiziifüscn. .lede Kinsendiinn; eines Manuskripts zur rriifuns
ist zweckhis. nur Expo'5(''s im l.'nifanKt^ von 2—3 Schreiliinasehinenseiten
sind zur Kinsenduns an die l'ilniindnstrie, Kesisseure usw. KceiKiiet. Für
Verlust der eitiKesandteii Manuskripte kann keine Veraiitworluutc über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur J>urchschl;if;e seiulen. von
handgcscluicbeiieu ISendunsen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
•
I r in a K., il e i n i n g e n : Wir werden den Künstler noch einmal
aii das fiillite Autogramm erinnern.
K s t h e r K... K r e i t a 1 :
Ihre Hildkarle ist an den Kiin-t-
Icr u(iti-rj;cleitel.
F. I 1 e u - F. \ a a u s F e 1 -
zeu: Harry l.iedtke ist nicht
Min Christa Tordy kC'^«'''"''!''"-
snmiern lebt in olüidilicbster F.he
mit ihr. Her Kiiustler filmt llei-
Uitc. S,'in neuester Film lieilit
..l>er schwarze Domino'. — F.rnst
Verebes ist unverheiratet. —
AVillv Frilsch ist nicht mit dem
Auto vcruufiliiikt. Fr bctiiulct
sieh wohl und wird, wenn ilicse
Zeilen ersilieiuen. wieder .■Mis
I'nfraru nach Herlin zurückge-
kehrt sein. — M.irielta Miliner
ist am L'-.'. .luui dieses .lahrcs au
einem l,unf>enlci(len in liaden bei
Wien gestorben. — Hritiiltc llclm
di-biilierte in Fritz I..imüs ..Metro-
,,„li<-. _ Willy Frilsch .spielte
11. a. in frduiMiiien Filmen: ..F.in
Walzcrlrauu\''. ..Per Tauzstu-
dent". ..Spione''. ..Ihr dunkler
l'unkf. ..liiK-arische Itba|>si>(lie ".
.Seine ni'uesten Filme sind ..Me-
lodie des Herzens'- und ..Frau
im M,md'.
r a u il I e r - II a 1 m - V c r -
e h r e r i ii. U .'i d V. 1 s t e r : Ma-
ria l'audler widiut Herlin-Ilali'U-
see. Albrccht-Acliilles-SIraUe :m.
und bat am .'O. .Juni tii-burtstap,-.
Harry Halms Adressi' ist Berlin-
Halensce, Cicerostralic tu. Ui'ide
Künstler (;cben .\ntoKramme. Sie
kimneii es also ruliij.; wagen, Sie
darum zu bitten.
F 1 1 a H.. I d s t e i n: (iustav
Fliihlich w(dint noch immer l?ln.-
Westend. HeerstraUe b(l. und tjibt
AutonTammc. Senden Sie ihm eine
Hiblkarte und .idressiertes, fran-
kiertes l(ii<kku\ert. Filmpost-
kartell erballiii Sie durch die
..Illustrierte Filmwoche". Berlin
SW Ii». KoclisiraUe ü-H. Friihlich
wird Ihnen il.iiin bestimmt Ihren
Wunsch erfüllen.
II a 11 s K.. Dort m ii n d ;
Bebe Daniels ist durch die l'ara-
iiioiint. .M.il. Marathon Street,
Hollywood. Kaliforiiieii. F. S.A..
Mary l'bilbin durch ilii- Fiiiver-
sal. Fiiiversal-('i(y. Kalifornien,
F. S.A., Sue Carol durch die Fox-
Studios, tun. Western ,\veiiue,
Hollywood. Kalifornien. F.S..\.,
zu erreiidien. Mary .lohnsons
deutsche .\dresse ist Herliu-Stee-
litz. .Mbrecbtstralie l(i. Corry Bell
wohnt Bln.-Cbarloltcnburt^, Kur-
fürstcuii.imm IH.').
Karl D.. M a n ii h e i m -
•S a II d h o f e II : Die betreffende
Seliaiispielerin heilit nielil, wie
Sie annehmen, Mag'du, sondern
Marlene Dietrich.
S 1 a h 1 - N a c h b a u r ii n d C e b ü h r - V e r e h r e r i ii . Berlin:
Kriist Stabl-Nacbb.inr wohnt Berlin-CharloHciibiM'i, Sj lielsIraBe L>:i. ist von
Carol.i 'l'oeMe geschieden, ^ibt .\ iilo;;i aiiime. Sein richtiner Name ist
(liiKtjeuheiiuer. Die neuesten Filme mit sribl-Nachb.iur heiljeii ..Mutter-
liebe' und ..Die sells inie Vern.iiiuenhi'il der Tlie:i f.irler". Wenn Sie
ihn einmal persünlich sehen miiehleii, so besuchen Sie am besten seine
Filiiiiiremiereii. bei denen er sicbi'r persöiilich anwesend ist. .ViiliiTdem
i'uipfehlen wir. einm.il die 'rhe.ilerpro;;r.imnie :in den l.itfassiinlen zu
sludieren. Denn Krnsl Stabl-Xaclibaiir ist :iucli bei der S|ireelibiiline liilin.
^ Olto (iebiibr ist ({«'"chieden und li.it seine \\ ohiiiinn- in Berlin W 57,
Kiirfürstenslr.iße 117.
U r e I a C a r b o - Ve r e li r e r i n . B e r 1 i ii : (in'l;i (larlio ist
durch die .Melro-(!old\\ yn-Stmlios. ('ulMM-('it> , K.iiiforiiieii, V. S. .\., zu
erreichen. Sie haben rechl, die Künstlerin bat nuch einen Bruder. Sven
(i.irbo-(;iist:ifssoii. der jetzt in scliweiliscbeii Filmen debütiert. (irela
(iarbo ist iediti.
Evelyn Brenl vor ihrem Sommerhaus in Bei Air bei Hollywood
Phot. Paraniount
O 1 \: a T s c l'i e c li o w a - V e r e h r e r .\l. .S c li.. T r e b bin: ,.Mou-
lin IJouj^e " ist vor 1 — 2 Jahren ^•'dreht worden. Kr ist ein British liiler-
n.ilional-Film im Verleih des Deiitscheii LiclKspiel-Symlikats. Der nächste
Tscliechoua-Film heiUt ..Der Narr seiner Liebe". In diesem Film führt
Olfia 'rschccbowa selbst Kesie. spielt aber nicht mit. — Ihr Bildwiiiisch
ist vorf;eiiierkt. — Ihre (Jrülie ;in Ols'i 'rschechow.i und Il.irry I'iel sind
bestellt worden. — Wir empfelilen, die Kiinsilcrin iiiimillelb.ir um d.is
lutreffende Bild zu bitten. \\ ir Kl.iiiben sicher. d.iU Ihr Wunsch erfiillt
wird. — -Marlene Dietrich ist mit einem XicIil-.Schaiispieler verheiratet.
F. B.. M a n d e b n r tc : Hichanl Kicliber;^ wohnt Herlin W. (_iiese-
briMlitsIralJe Id. Kiidolf Walter-Fein. .Ma\ Ob.il und Victor .lansou sind
durch die .\afa, Berlin SW 4t<, Friedrichstralie 1'23, zu erreichen.
Herbert E.. il a {; d c -
b 11 r \x : Die neuesten Filme
mit \Villy Fritsch hi'ilJen ..Frau
im Mond" und ...Meloilie des
Herzens". — tiret;i (i.irbo ist
diircli die Metro-Cobluyn-Mayer-
Stiiilios, ('iiher-t'ity, Kalifornien.
F. S.A.. zu crreiclien. ..Jack Tre-
vor " spricht sich ..Jiick Tr .wor".
— Wir haben ilie betreflenden
Kiiustler an die fälliniMi .\iito-
;;ra riniiert. — Walter Billa
wohnt Berlin-C'harloitenbury; \\ a-
chobliMwe- (i. Inire Haday Ber-
lin W . (JeisberKsfralle i'l. Pen-
sion XürnberKiT l'latz. Malcolm
'l'od erreichen Sie durch den
lto.\,il Air fori'c Cliili. 128 Picca-
dilly, l.onilon W 1.
Otto K., X i e d e r s c h ö n-
h a u s e n : Am besten. Sie wen-
den sich in dieser .ViiKele^i'iiheit
einmal :iii die bctri'ffeiideii Kiiust-
ler selbst. .Mier wir fi'lauben
kaiiiii, ilalJ Sie (ilück haben wer-
den. Wenn Sie wirklich ein ko-
mischer Typ sind und. wie Sie
schreiben, mimisches 'r.ilent ha-
ben, so ist es am zweckmiiliin-
sten. wenn sje sich eleicli direkt
mit den FilmKcsellscIiaften in
A'crbinduii^ setzen.
K a m o n X o v a r r o - V e r -
e li r e r i II I. i s a IL, D r e s -
d e n : ILinion Ninarro ist wie-
der nach .Amerika ziiriickf;!'-
kclirt. Der näidisle Xovarru Film
..San;;- der Siidsee" ist ein Ton-
tilm. Ob er Mareeline Day liebt,
wissen wir wirklich nicht. —
lliinnar 'roliiaes spielte u. a. in
folnenden Filmen: ..Die Lieb-
liiiKsfran des .Mabaradsclni". ..Im
i;:iiis(be der .Macht". ..Wenn
.Miidchen träumen ", ..Die Insel
der ICrfülliiiif;". ..Friiiilcin Slier-
lock lloliues ", ..Ihre kleine Ma-
jestät". ..I'as \erUirciie tiliick".
..Ceschlecht in Fesseln". Uiinnar
ToliLies ist iiNverheiratet. — Dina
t;rall.i ist Polin, in AVarschau
;;c'boreii. Sii> ist Witwe. Das
Kaiiion Xiivarro-ltiicli kostet \.'M
.M.irk. ist .liircb den Max Matti-
soii-\'erlat;. Berlin SW li^. Ititter-
sltalJe 71, zu beziehen und ent-
hält eine ;iiisfübrliclie Bionrapliie
des Künstlers.
I' li r i s t c I B., D a n z i K :
In dem Film ..Verirrte Jugend"
spielte Kamoii Xinarro nicht mit.
— [las BiK-h .,1'iisere Flimmer-
köpfe" enthält Bilder von f.ist
sämtlichen in Dentscblanil leben-
den Filmstars. — l.iliaii Harvey
widiiit seit kurzem Berliii-
Wcsti'iid. Ahornallee 10-17. Wir
werden die Kiinstlerin kct" an
das fällige Autogramm erinnern.
Hilde L. II i II il e n b 11 r K : Fred Immler wohnt Herlin W, Kur-
fiirslcnd.imm .^7. Franz Lederer hat seine WolinuiiK in Berlin-Friodcnau,
Fchlerstr.ilie 1. wurde am fi. November in Präs geboren und ist un-
\ erlieir;ifct.
IL V. W.. B e r 1 i n : Ernst Stalil-Nacbbaur wohnt Berlin-Cliarlotten-
biirt;. Svbelstr.ille L':i. wurde am ß. März in .München •teboren, heilit in
Wirklichkeit (iiiKKenbeimer. fiibl AutOKr.imine, ist nicht mehr verlieir:itet
und kommt von der Sprechbühne zum Film. Er filmt fleiUiK. — IHcr-
iniiie Sterler li.it ihre W (iliniintc in Berlin W .Ml. Nürnberger Stralie t;.").
erblickte am 2(1. März in (■.■innsl.itt bei Stiittu.irt d.is Licht der Welt, ist
iinviTbeirati't und niht .\iito(ir,inime tirit ILiid ist mit einem Schrift-
sleller verbeir;ite(. Iharles Willy K;iyser wird auch wieder filmen.
Adolphe .Menjon befindet sich ;iut!:eiiblicklich mit seiner tiatlin K.dhr.Mi
('arver zur Krlioiniij;- in P.iiis iiiiil wird auch b.ild nach Berlin kommen.
Elizza la Porta filmt fleißig. (iustav Frülilich wohnt unseres W i--ens
mit seinen Eitein zusammen.
1
T, i I I i l\., -M ,1 II II li (• I Ml : \\;ir«uU Wanl i?-l iliinli ilir Kl>lr<'f-
Studios. Ili.'r>l(iril.sliir('. ICiiylainl, /ii crrfiilicii, l^r tilmt ilort ..Die Nacht
lliK'li <l('iii Verruf' mit \.\n dr riitli iiinl l.:ir> II;iiim>ii in ilcn .'iiiilrrii
llaiilil-riillrii.
(i r ;i / i ;i, A 1 « i ii c I.. A u n ^ I' ii r >; : Cli.irli-s l'arrcil iiiiil lircia
NivMMi ^ill(l iliir<li die rtix-Stiiilios. I IIU, Uc^lcrii Am'Miic, lliilly« »mt,
l\.ilil'i)riii('ii, r.S.A.. zu crrricIuMi. Hoiialil (cilinaii i>t iliircli (lio l'nitcil
Arti.Nts. TJiMi. Santa Minnia UiiMli-\aril, llnllvwiiinl, Kalifuriiirii, f. S.A.,
1 rifirhliar. ('nlniaii Irlit \ <iii seiner l'raii ;;elieniit. l'.irnjl ist IciÜK. —
Wnlli We.vlier wiilint Iferliii-Selnineliert;. Stiilieiiraiicli.stral.le bn. — Iwan
l'elrii>ieli «iirde in lliiila|iest m-linreii. — Jlail.v Cliristians rarlner in
..r.iiie J'raii ^<in l'urniaf w.ir l'eter l.eskji. — Wenn Sie von l'ilnistars
Aiiliinraiiiine li.ilifii iniii-liteii, sii .«icnderi Sic z" ei-liiniiLii;^ die tictieffend.;
Hildli.irte niiil adressierte.s, Irankiertes Hiickkin ert an die Knnstler ein.
t; n n t Ii e r >'•.. S e li ii ii c li e r K : I'> anderen rilinen, aiiMer in di'ii
\oii lliiieii .•inlucziililleii. spiidte .leiiiiy .Tiijio nielit. Ihr neuer Film
..Die riilelit Mir der l.ielie" i^t fertij;f;estellt. alier Iliieli nielit nranf-
;;<-riilirt. In .\rlieit liat sie ..Der Itiiiid der Drei'. — Wie laiiKO es ilanert.
Iiis wir ein ViituKramm liesiir;;t li.ilieii. ist mIinmt zu sajieii. da ilie Zeit
in iler ll.iii|itsaelu> nielit n iiii uns. smidern mii ileni lietrenVinlon Star
.■.Idi.iii;;!. \ iin uns ans «erden die liildk.irten soliirl \veiier(;eleitet. Aller
die l'ilniUiiiistli'r iii.-ielieii hekanntlieli sehr liäiiti« l.iii;;ere J'iliiireiseii,
Vddiireli sieh tlie Aiilo^rainnn ennittliiii;; seihst» irsliiiidliih MTZ(i;;erii niiill.
.\l .» . II.. I" r a 11 k I II r t a. Main: Die ll.iiiidndlen in ..K;iiiier.id-
seh.iftsilie' spielten .Manja Zeiiiszek. Svinlle l'eaeli. Claf I'jcird und
Knist Verehes.
D (I n ;;■ 1 a s r !i i r li a ii k s - X e r o li r e r i n M .i r s' r ' * •\-- <^I e i -
s (• I K a s t e i « - .M ii n e li e ii : Duiifiilas Kairlianks hat nur eiiuMi Sohn
D('ii;;las ans er.ster Klie. .\lar.v l'iekfiird hat keine Kinder, aln-r eine
.\dii|itivt(ieliter. — Diin^l.is l'.inh.iiiks \v. ist mit .lo.iii Ciawfoid ver-
heiratet. .Iiiaii <'ra«l'iird spielte n. .i. mit Kaninn Ninarni in ..l'tliehl
lind Liehe". — Die ...Inn^lran miii Orleans" ist selnni mehrere .Male \fr-
t'ilnit wmilen, iiinl z«ar Min einer .i nierikaiiiseheii tJesellsehaft lind \er-
sehiedenen Iraiiziisisehen l'irmeii. In dem anierikaniselien Film spielte
lieraldine l'arrar die Titelrdllc.
.M a r n' (> t \V.. li e r 1 i n : Marlene Dielrieh uuhnt Iterlin \V. Kaiser-
allec ."lt. Kill .Viitnurammt.i;;- mit Hri;;itte Helm liiidet in nächster Zeit
statt. Killen riliiiseh.iiispieler reden Sie, K^nan wie .leden .indem Meii-
selieii. mit seinem .N.imeii .in.
i; i e h t e r - 11 a r v c y - 1' .i r 1 n - II e I m - \' e r e li r e r i n M ,i r ;; n t
(i., .\ II >; s b 11 r u : Ihre liiriiriiialiniieii liluT l'aiil Kieliter sind hewiiii-
deruiiKswert. Ihre Any;ahen stiiiimeii diirelnvi^;-. .\iidere Filme mit ihm
« isseii «ir anili nielit. Seine l.iehliii;;>hliiiiieii sind Kiiseii. Neilehi-n,
Nelken. Knriihliimeii. Tulpen. Wir ;;laiiheii iiänilieh. er lieht sie alle.
Ihre (iriille. .nieh .in And Knede Nissen, sind .■iiisjjerielitet.
I « ii II M 11 •- j II k i II - \ e r e h r e r a n s .1 e n a : Iwan Mn-jukin ist
Ii'nsse, in l'eiiz;i. und zwar am -li. Septemlier. ;;elHireii. I'.t wcdint in
Heiliii W, Kiirl'iirstendamiii l!).'). niiil ist mit lier d.inisehen l'ilmsehaii-
spielerin .\j-iies Teterseii verheiratet. Seine iieiie>teii Filme sind ..Mann-
li'seu' lind ..Der weilie 'reiitel'. In Vurhereitiin;;- mit ihm ist ..SklaM'ii
der l.eideiiseliaff'. Die weihlielie H.niptriille wird Hrisitle Helm spielen.
K s t li e r A., Stettin: (Jret.i (iarlm ist durch die .M'etro-Cdldwyn-
Mayer-Stiidios, Ciilver-Cily. Kalildriiien. F.s..\.. zu erreichen. — (innn.ir
Tnlnaes ist nicht mit Mar.v .Iiihnsdii \ erheiratet. Toliiaes ist ledijr, ,\lary
Jdhnsoii (reschiedeii. — llel;;,i 'l'lidm;is wdliiil HerliiiW. Kiifsleiiier Stralie:!.
— .\st;i Niidseii wlnl. «enii sie die jiasseiideii Wiillen timlet. auch wieder
tiljiieii. Sie ist mit dem Kiisseii (iriüori Chmarii m rheiratet. — .lue .May
wohnt IJerlin-IIalensee, Kiirfnrsteiidamm 70, .\lfred .\hel Herliii-Ilaleiisee.
Kiirl'iirstemlaiiini 71.
Fritz M.. Hannover: ('li\e Kniiik is| mit Nicht-Seh.inspii'leriii.
Addlphe .Meiijdii mit der amerikaiiiseheii Filmcl.irstelleriii K.iihr.x n ('.ir\er
verheiratet. — Alle Filiii>t.irs ;;(dien .\iitd<;;raiiinie. — Die IIa hat ihre
Ifiiume in Iterlin S\V (is, KiiehstralJe (i-M.
Kdtti und '1' 11 t t I .M.. F r e i e 11 w a I d e : Willy Fritseh ist nicht
mit l.ilian Harvey \erldlit. sie sind nur liefreniidet. — l.il D.i;;dM'r Avoliiit
Herlin-\\ cstend. Arys.allee 1. Itri-itte Helm hat :iiii 17. März (Jchnrlst.ii;.
Sie n'iht AiitdKr.imme.
I" r a 11 z .M.. 15 e r 1 i n : Die ll.uiptilarstellcr in .lein .M.iiiritz Stiller-
S\ eiisk.i-l'ilni ..Kriitikdii'' spielten 'l'iira Teje. Lars ILiiimiii. K.iriii Md-
l.inder. .\nders de Wahl, 'fora 'l'.'.je und Anders de W .ilil -iiid sidckholmer
Itiiliiieiiselianspieler. Lars H.insdii ist mit Karin .Mel.imler verheiratet
lind helindet sich aiiKcnhlieklich in Hersfiirdsliiri'. IOii«laiid. wii er in den
KNtrce-Stndids einen Film ..Die .Nacht n:uli dem \irraf mit l..\a de
l'iitti in der vveihlichen llaiiptnille spiidt. Alle Filmstars ^ehen Aiitii-
Kr.imnie. Lars Hansiiii spielte iidcli ii. a. in ..tliista HerliiiH", ..Die L.indes-
tliK litiKcn", ..Der s( liarlachnite linchstahe'. ..Stürme'. ...lackie. der
Si liitTs,jiiiii;e". ..Ks war', .,I>as f;iittliclie ^Veih'■.
F r ii Ii I i e h - V e r e li r e r i ii, .M ii ii e h (■ ii : (iiistnv Friililieli wiilint
Herlin-Westend. Ileerstral.le Mfi. wurde am i'l. März in Hannover (felinren,
ist iinverlieiratet, i;ilit .\iitii!;r:iiiinie und Ireiht mit derselhen HeneislerniK;
.iedeii Spurt, den sie nur wiinsehen. .Sein neiicster (■■iliii hei 11t ..lloeli-
verral". erscheint hei der Ffa und hat (Jerda .M;iiiriis als wcildiche H.iiipt-
darstellerin.
F I i ni in c r k u r t. (ioslar: Mari.-inne Winkelstern ist iiiiverhci-
rati-t. Sie spielte liis .jetzt er.st in zwei Fllnieii: ..Der Fascliiiif;sprinz'
lind ..Die Zirkiispriiizessiii". — Anny Ondra ist ledi;;-. Ihr neuester Film
i>t ..lilaekmail-. der in Knuland ;;edrelit wurde. ~ Helic D.iniels ist mit
lieii Lyiiii verheiratet. — Die l'artiieriii \dii flive Hronk in ..Fiitcrw elf
war Kvelyn lireiit. — Lili:in Harveys neuester Film lieil.U ,.\\ eiin du ein-
mal dein Herz verschenkst''.
.1 1- n 11 y ,1 II <x o - V «■ r e li r e r i 11 , IJI a in li n r k : .leiiny .l.ufjd f;iht
AiitdKrainnie. Sie i,^t seliürtiRe (irnzerin. Ihr .Mädehcnname ist .leiiiiy
Walter. — Anna -M.iy Wohk wurde in Los .\nnelcs ^jeliiiren. — (irete
Mosheini wohnt Iterlin W. l'ariser Stralie J7. ist mit Oskar lliiinolka ver-
heiratet und Kiht Aulduramiiie.
y. .\., K ö I n : Wenn Sie zum Film wollen, sd ist es am zwei k-
inäUiKstpii, Sie wenden sieh direkt .in ilie FilmKescIlsehat'ten. Wir ver-
mitteln keine Entiajicments und koiinen Ihnen daher auch leider nicht
helfen. — Die Adresse der Aala ist Berlin SW l,s. FriedrichstralJe Jl':1.
It e t t y 1t i r d - V e r e li r e r i n. A a e Ii e ii : Itetly Hird wnlint Iterlin-
Tempelhof. Mantennelstr:ilJe I. niht Aiitojrramme. ist mit dem ){e^;issciir
(iiislav Feicky verheiratet und wiirilp am I«. .Iiini in Wien Kchdren.
Itetty Itird tilmt lleiUiu.
M ,1 1 i e e h e 11 IL. 11 e I ^' o I .i ii d : (iiisiav Frdlilich arheitet .iiiKcn-
hlicklich in .Neiih.ihelshertJ an dem Fta-Film ...lldcliverraf mit Itetty
Aiii.iiin .ils l'.irlnerin. Der Kiiiistler ist iiiiv erln-iratet und hat am iM. .\Lirz
t;eljiirisl.iji. Sil. haheii recht. L.inr;i la l'l.inte spielte die weihlielie
llauplrdllc in ..Ihr Spielzent;--. cHnry Stuart wiilint Iterlin W. I'.iss.iiier
Sir.ilie 17. Fred Lins Leieli Iti'rlin W. Ile-eiisliiirner Siriil^e II. Lily
D.'iniit.'i ist durch die Fiiited ,\rtisls. 7idd. S.iiila .Moiiica IfiiiiliM .ird. Ilolly-
woiiil. K.ilildniien, F. S. .\.. I'reil Sulm .ili.is l.'idiert Castle durch die
.Metrii-tidld" yn-Sindios. ( iilv er-( il.v . Kalifornien. F.s. .\.. zu erreichen.
.1 F .1.. li v du.: Wenn Sie ein Filmiiiiiiiiiskript i;cschrieheii liaheii. sn
müssen Sie dieses in l'oriii eines kurzen K\|ioses (iiiclil l;iiij;er ;ils drei
Schreihm.ischineiiseitenl an die dr.im.itnr^iselieii Ahleilunnen der l'ilni-
nesellsch;ifleii senden, wie Ffa. .\.if.i. Terra. .N.itinn.il. Ileucw.iid ii^w .
Die .\ilresseii finden sie .-in ;inderen Stellen. Sie li.ihen hier ilie tiew.ihr.
dali Ihr Sujet wirklich ;;elescii und «epiüfl wird. Freilich, idi Sie (iliicU
li.ihen werden, vxissen wir .iiicli iiicIii. .ledent.ills sind ancli hier ilie .\iis-
sichten fiir L.iieii sehr ^eriii^'. — ,.lteii Hur' i-l von der .Melro-tioldw v n-
.\1ayer (rcdrelit wurden
- t; r e 1 e 1 IL, Fred J) ö d e r I e i n - S e h w ii r m e r i n :i n s 1. e i p -
V. i K ■ Fred Diiderlein wurde :ini 1' 1. Aiuil in S:iiikt .\vdld gehören. Kr
k;iiii llii'7 zum Film und w.ir fnilier üidil.inief.iehm.inn. Ihren neuen
Aiilosr.imniH iinseli wird er Ihnen sicher eifiilleii. Die (oiille liaheii wir
;iiis;;ericlitel. Si-iii n.icli>ler l'iliii ist ..Nachlluk.-ir' mit K» elv ii Holt. —
.lack 'l'revor wohnt lierlin W, Itendler^lr.ilJe !>. — ICiiiil .l.iiininus ;;ilii
Aiildt^T.imme. - K;;"n viui .Icirdaii wiilini Iterlin \\ l.'i. Lietzeiiliiirf;er
StraLIe 1'7. — \\ .irleii Sie noeli ein weiii;;. Dil.i l'aihi wird Ihnen newiT.
iiiiili die Fnlersclirift schicken.
F r s e I .-1 US Nord h .i u s e n : Eric liarcl.iy hefindet sieh noch
immer in Pari.». — (;osta Kkin.in ;;iht ,\ntdKr:iniiiie. — Die »Iriissi? ,'in
liiistav Fröhlich sind aiis^;erieliti'l wurden. — ICineii V.ilenlino-Klnh nihl
es in Iterlin. Doch kdiineu wir Ihnen die y,en,iiie Adresse heute leider
mich nicht mitteilen. — Krii>t \erelies Wdliiit Iterlin W. Kinser stralie li;,
l'eter Leska Hcrliii-Zelileiidorf-\\ est. Ueorsrenstr.ilJe II.
M a r i ;i I'.. <' li a r I o t t e n h ii r ;; : l'.inidii .Nuv.irro ist Icdi;:. —
Otto (Jchiihr ist Kcschicdei 1 auch im Lehen sn s.\ mp.iihi^ili wie in
seinen T'ilmcu. W.iiiii er wieder in Iterlin ist. wiesen viir im Aiitieiihlick
mich nicht. Hiddeiisee ist eine kleiiii'. sehr m.clerische Insel in ehr
Ostsee, nicht sehr weit enifernt von Kiiueu.
Kurt F.. II .•! I I e : Karin:i Itcll ist iinnenlilicklieh iiicIil in Iterlin.
Ihre diinische Adresse ist Iternslorffsv e y 7J. Ilellcriip. Dänemark. Me
;;ilit Aiitd^ramnie. Schreiben sii- riilii^; deutsch au die Kuiislleriu.
Ilclwv 'Thiimas wohnt Iterlin W . Kiir^tciiicr Sir.il'.e ;;. Itett.v Itird h.it
ihre Wiihniint;- in Iterliii-'Tempelhiif. Maiileiiffelstr.ilie t. Der iieiie>lc l'.il
und l'.ilachiin-l'iliii lieiüt ..l'al und ratacliiin in Afrika". F'.r ist luii h
nullt iiraiif;;efiilirt »■irden. — Wir empfehlen. Camilla lliirii lieher mic li
einmal um cm AiitiiKramm zu liitten. ."<ie ist durch i\:\> TMen-Holel,
Iterlin. Itiidapester Straüe. oder durch die N.ilion.il. Iterlin SW |s. I'ried-
I ichsir.'ilie 10. zu erreichen. Wir vM'idcii die Kiiiistler i;crii an die fäl-
li;,eii .^iito^ramme erinnern. .\iit;eiililicklicli sind »ie in Iterlin. Doch
ivt es leicht niöiilich. daU sie schon inor^cen wieder ihre Koffer packen
iiml auf einer Filmreise nnterwcirs sind.
W. D., W e s <• r m li n d e : .M.iry Kid wurde .-im ,■<. .\u^ust. D.iry
Holm am Ifi. Fidirnar. I(;<i S> m am .1. .luli, .Maly Delschaft :iiii I. Dezemher
frelioren. — ltri;;itle Helms Partner in ,..\iii Ifande der Weif war .le.in
Iti.-idin. — Die neuesten Filme von .lack 'Tre\ nr heil'.eii: ..N.arkuve-
I Kriefe einer InhekannteiO und ...Meine Sehwe-ter und ich". — .Malcdlm
'Td.l tilmt ehenfalls tlei l.'.if;:.
F. I I e II a II s D ii s s e 1 d o r f : l>er näi'hsle Film mit l'red Louis
1. ereil lieil.it ..Spiel nm den .M.iiin"". — • Lili.in Harvey wohnt Iterlin-
\\ esteiid. -Miorn.illee lli-17. Sie ist niittidhlond. Sellwlv er>tändlicli wird
auch Lili.in Harvey h.ihl tdiitilmen. Die Filme ...\dieu. .Mascutte ". ..M.i-
mdeseii" und ..Wilde Orchideen'' »ind iiiii li ni< ht iiraiifucfiihrt wurden. —
Der neueste Film mit llilda Kosih lieiljt ..'Tempo — 'Tempo" mit Luei.iiio
.\llicrliiii in der mänulieheii Hauptrolle, llilda Koseli wurde am i'i'. Sep-
teniher in Stiitl;;.irt ^(•lioreii und liliiit erst l!j .lalire. F.s ist leicht iiiük;-
lieli. dal! Hihl.i Uo>cli noch öfter ziis;iiiiiiinien mit Harry l.iedtke spielt,
weil heide Aaf;i-Stars sind. Dir- Kiinstlerin ijiht .\iil<if;ranime. — l'.velvn
llolts kürzlich iir.iiif;;-efiilirter T'ilin lieilJt ..N.ichlhik.i I ". — Die Itrnnliild
in den ..Nibelnn^en ' wurde von ILiiiii.i llalpli darne-^tcllt. — Hild.'i Huseli
spielte his jetzt in den l'ilmeii: ..Der Fiinlierw iiidliche" (Liieiaiid .\llier-
tiiiil. ..D.is Spiel mit der Liehe" Olarr.v l.iedtke). ..Die Zirkiisprinzessin"
lll.irry l.iedtke).
.M a r t li a W".. It e r I i n : lleiiny Furten wohnt Iterlin-Dahlem.
I'arkslr:il'ie 71, und li.it am 7. .T.'iniiar (Iclinrt^lair. Oskar .M.irioii vvotwit
Iterlin W. Knrfnr^lend.imni tili, er wurde am 1. Fehrnar gehören. Harry
ILilms Wiihniinü- hitiiidid sich in llerlin-llalensee. i'ieerostrath' ."i7. er
kam am 17. .I.iniiar .iiif die Welt. Ilcnr.v Siii.irt wohnt lierlin W. I'ass.iuer
SlraMe 17. Sein (Jeluirlsl.ii;- ist der 1. Fehrn.ir. l.il D.ii^uver h.il ihre
\ill;i in Iterlin-Westend. .\rysallee 1. Sie hat am ."iU. Septemlier de-
liiirtstäK. (iiistav F'riililicli feiert seinen lieluirtst;!;; imiiior am ".M. ^tärz.
Der Künstler wohnt seit kiirzein in Iterlin-WOtend. lleersIr.ilJc si;. Diiia
(irall.i> tieliiirtstan ist am l.'i. .):iiiiiar. Die Künstlerin wohnt Iterlin-
Slejilitz, t)pitzstr;ilie S. Paul Uiclitcr »olinl Iterlin W. TaiieiitzieiivtralJe 1ii.
hat am I. .Vpril (iehiirtstaj;-. lallen l'ichter wurde ;im 2S. .Tiili i;cliiireii
und wohnt Iterlin W, Kurfiirstendamm :.'0.'i. .M.ily Delschaft wiiliiiT
Iterlin \V, ^\ ittidsliacherstral'.e i'm. li.it am I. Dezemher (iehnrtstat;. Fee
Malten erhliekte am :.'. Dezemher das Lieht der \\Clt lind wohnt Berlin-
Haleiisee. Nesturstralie ä.'i. .\lle Filmstars ;;ehen ,\iito;;raiiiine.
W c r n e r .1 u s t ii s , H a r ni e ii : Emil .lanniniis hat am 2;t. Sep-
temlier. K'iidolf Klein-KoKf-e '"" -'• Xov einher, bernli.-iril lloofzke am
."i, .Iiiiii (ielinrtsta;;.
P. I (Miii : Sie hallen recht, es hat weni«" Zweck, wenn .Sie ein aiis-
fiihrliches Drehliiich sehreilieii. da .sie als Laie nicht die 'Technik lielierr-
sclien kiinnen iiiiil mit dem .\iis;irheiteii im all;:eiiieiiieii nur Fachloute
lieaiiftrast werden, .\lier Sie können ein Uiirzev F.vpo^e den Filmuesell-
seh.ifteu einreichen, nicht län.Lrer .ils drei Sehreilimaschinenseiten, ila>
in sp:iiiiieiider. erzählender Fiiriii den (J:inv: der Haiidliiii;; schildert.
Kurt N., W e r d e n a. d. IJ n h r : ..Die zweite Mutter"' ist ein
li. Ti.-Film der Ffa ans der PriidiiUlidn l'.l;.'.'i. Die hetreffeuden Kolleii
wurden nesiiielt von: .M.irKarete l.anner (Opcrcttciis.iiifjrcriii. die zweite
Mutter). I.ieselutte Krämer (Liire, das Kimn. ILiiis .Miereiidorff (VaterV
■lack 'l'revor (Liehhalier der zweiten Mutter). Fiiseres Wissens läuft der
l'ilin nielit mehr. Filmnianiiskripte .<ln^ nielit käiiflieli.
K il i t li .1.. H 0 r 1 i II : Urifritto n<>lm wohnt IJerliii - D.ililom. Im
^\■illk(•l r>. w inilc .•Uli 17. März in Hcrlin );<'•'<»'■<■". 'i*« "''• lti<'Ii.tr«l VVciU-
li.ii'h viTlicii-.ilct niid k''" AiilDKr.-uniiu'. Dii- nt-iii'^lcn Kilini- mit UriKittu
lli'liii Irciljc-ii ...M.inipli'scu' tinil ..SIJ.ivtMi der ].eiil('ii.>iclMf( ■. Die Kiiii>l-
li'iiii «iiiili; »Oll Krilz l.:iii;; liir iliMi Kiliii ciittlcckt und dcbiiliorte in
.Mctn.pulis.
.\ n 11 i r.. It r 0 ni,c n : Vi<r:« Sc)iniilprl(iw wurde :iin 19. .liili in Slock-
liiilin ;;cli(iicii. .*<!(' i.'-t iinvi'rlicir;ilct. AiiKfiihlickllcli ist die Kiiiistlt'rin
vcrn-isl. Hin- niiclistcn Kilnw sind ..Uot schwarze Doiiiiiui" und ..Urnder
KiTiihard ". \Vanii Vera Schniiferlow iiaeli KreniiMi kiininit, wissen « ir
l.'ider niiht.
..!•■ i I in - X n s e w e i s" in K I h e r ( e I d : l>ic wcililirhcn llaiipl-
ri-lli'ii in ..Hell Hiir" s|iieltcii May Me. Avoy und (arinrl .\l>crs. —
l«.>n rrtrc)\i(li ist Kroll, aller gemessen haben wir ihn iiocli iiieht. —
l.ili.'ili ll.ill-l>a\ is liliiit llciUin. — ..Die Kliieht vor der I.ielie' « ird in
iiaelister Zeit iiraiif(;efiihrt «erden. Wann Iw.tn l'etrovich iinil .lack TreMir
eil in.ll naeli l'.llierlelil koinineii. « issen wir aueli niclit. K\el>n Moll ist
>■! 11111«-. wie sii- Ke^eiiälzl hahen.
It e K ' '• •■> "■• li e r II a II : Hiidolf
\'alentiiio wurde in Caslelianeta. Italien,
(jelioren. Sein (JeliurtslaB: war der
f. Mai. Heil juiiKi'U .loliami SIr.iulJ in
Heul' M'ielt iler Sirauli" stellte Imre
üaday dar. - In ,.AI|ieiilra(;odie-
f|iielle l'eiie Morel nur eine Neheii-
rolle. Der Kilni. ist vor unKeliilir zwei
.l.ihreii Min d<T Defu hergestellt und
Von dir Defiiia verliehen worilen. Die
Ilaupirollen wurden von Wladiiuir (iai-
darovv. Lucy Doraiiie. llaniii lloeli,
\\ dllKann' /il/er und l.oiiis Itnlpli dar-
f;es|cllt. Deiii' Morels (i.ittin ist unsere»
\\ iss.'us iiii lit Scli.iiis|.icleriii.
Hans .^1.. H r .i ii n s c h w e i tc :
Asia Nielsen, llriiuo K.istner, (ieorn
Alexander werden auch wieder liliucii.
Uildkarteii von diesen l'ilnist.irs sind in
jeder KTulJen Hucliliaiidlun«- iTliiiltlieli.
l'.iu \iito;;raiuuitan in It. findet \ oraiis-
sichtlieli im Winter statt.
Mar 1 y ,i ii s d e m I! u h r K <• -
h i e t : Daisv D'Oras iiäi-listcr l'iliii lieilJt
..Die llalliwiiclisinen". — Carl It.ilhaus
kam iilier die Spreehliiiline zum Film. —
Der neueste Kiliu. in dem Ver.i Schiuiter-
low und Kriist Verelies spielen. Iieilit
..Der schwarze Domino' mit Harry
l.iedtke in ilcr Tili'lrollo. — In« **yui
wurde in Inusliruck, Enrico Hi'iifer in
N'i'apcl nclioren. — Oh und wann einiei'
l'ilnistars nach dort klimmen, wissen wir
hiiler auch nicht. — Von den lietretTeii-
ilen Kunstlern «ih' i's noch kein „Film-
Sesiehf-.
M. F. u n d !•;, (!.. .'Stettin: Iwan
I'etrovicli wohnt Hcrlin-Scliniarucndorf.
ForkeulieckstraiJe .iiia. Sein iiiiclister
l'ilm licilJt ..Der füiiistliiij;- \ (in .Scliüii-
lininii".
Otto .s t.. H r a u ii s c li w r i «: l><'r
neueste Fat iiiid l'at.iclHiii-l'ilm lieilit
..Fat und l*:it:iclioii iii Atnk.i ' und wird
voraussichtlich scliciii in <lcr koiumcmlen
.sipiclzcit lier.iusuehraiht werden. — Mary
(ilory lilmt in Fr.inkreich. Ihre erste
;;rolJo Filmrolle .spielte sie in ..(ield —
(Jeld — Held". — Kiithe von Nauy ist
iiiiK:el'älir so alt, wie Sie (geschätzt
haben.
t; r e t e Fr., H r e ni e n : M.-iria Paudler ist iniltelfjroß, blond und
lil.uiäUKiK. Sie ist im l.elien fii'uau so frisch iiiul liislis wie in ihren
Filmen. Sie deliiitierte in dem Film ,.l)ie vom andern Ufer'. Mari.i
l'aiidler wurde in Tctselien-Hodeiibacli geboren. — l,;i .l.in.i kam am
b. .AiiKiist in Wien auf die Welt. Sie ist nnverheiralet. Ein Kiinstler-
iiaiiie. — Vera Sclimitcrldw wurde am IM. .Iiili in .Stockholm geboren.
Sie ist iinv crlieir.ilet. — Werner Fuetterer ist unseres Wissens noch in
l'i.if;-. Sein iicucsler Film ist ..Das .Mädel mit der I'eilselie" mit .\iiny
Oudra in der 'ritelrolle. — .Mady Christi.ins ist KcbiirtiKe Wienerin.
K .1 r 1 W., H .1 n n o v e r : .,Die rote Tänzerin von Moskau" wurde
in Hollywood aufj>eiiominen. — In Haiinoveer existiert keine Filnigesell-
sclialt. die {inilie Spielfilme herstellt.
FilmkQnstler erzählen ihr Leben.
Wir h:itien neuerdings auch das von Dr. Hermann Treiiuer lierausgfcsehene
Werk „Wir über uns selbst" auf Lafjer fjöiiouinien. Ein vorzüyliih ausf;estatleter
ü.iiid mit 270 L'aiizseitlyen Foitriits und dazugehörigen Autobiofjraphien inöclito
Ihiieu die Filiiikiinstler niiherliriiigen. Könnten wir Ihnen dieses piacbtige Werk
zeigen — wir sind überzeugt, Sie würden es besitzen wüUeul lieucliteu Sie Litte
luicli die Anzeige in dieser Nuiiinier.
II c n r y F.. H o r 1 i n : .\.sf.t Nielsen ist mit dem russischen ."^ohau-
siiieler Cretrori Chmaia M'rlieiratet. Die Künstlerin wurde in Kopenhagen
am II. September «('boren, «ilil Aiit(i(?rainme und hat ihre Wohnuns in
Herlin W. Kaiser.illee 2ii:i. — Dolores C'ostello slamnit aus l'iltsliurg und
ist mit .lohn il;irryiiiore vermählt.
A. II. L'i'ii. }i r e m e ii : Fritz K;ini|)ers wdhnt IJerlin-CharlottenburK,
W.iitzstraße 22. — Die beste CelcKenlieit. Filmstars persönlich zu sehen,
h.'ilieii ."^ie bei ihren Filmpremiereii. bei denen sie meist anwesend sind.
— Filmpostk.arten erli.illcn Sie dureh den Verla« Illustrierte Filmvvoehe,
Herlin SW f<x. Kocbslr.i Lic fi— H.
Hill! e .S t., D r e s d c n : Iwan I'etrovicli wohnt Berlin-Sehmar«en-
dorf. l'orkenbeckstraüe .Mla. Kr ist .sehr miisik.ilisch, war früher bei der
0| ereile. Ob er ein Instrument und welches er spielt, wissen wir leider
.lucli nicht. (ieme^scii haben wir Iw.aii I'etrovicli noch nicht, nehmen
;ilier au. d.iU er «rölJer i-i .'ils Si(-. Die .VuUeii.'iutiialiiiieii zum ,,(Ju.irtier
Datin" wiinicn in I'.iris. die Atelierszenen iii Berlin «edrcht. Falls Sie
iiizwiscbcu (l,i> \ut<i«r:iiiim \ on Iwan Petrin ich noch immer nicht er-
b.illen b.ilicn, so cmpfeblcn wir. noch eiiim.il in den Künstler zu schreiben.
Ii r i « i 1 1 e 1 1 e 1 in - V e r e b r e r
a II s \V e i U e n s e e : R.-i(j;itle Helm
ist mit Hiebard WciUbach verheiratet.
Die Künstlerin bat ihre Wobnnii}; in
Ilerlin-Dahlem. Im \Vinkel S. Sie wurde
am li. März in Herlin Kcbnren. Ihr
l"ilmdcliül w.ir in ..Metropolis". Hrigitte
Helm ist eine «roUc Hliinien- und 'I'ier-
freundin. Sie «ibt seU>st\ erständlicli
allen ihren Freunden auch ecrii .\ulo-
«ramme. Ihr neuester Film (nach ,,Ma-
nolescir) heilJt ,, .Sklaven der 1-eiden-
schaft".
II e r t b a n n d W a 1 1 y. 1) ii s s c 1 -
(I I) r f : Oreta (larbo ist dureh die Metru-
Coldwyii-Mayer-Studios, Cuh er-f'it.v, Ka-
liforiii(-n, F. S.A., zu erreichen. Sie wurde
am 17. April in (iötehor};, Schweden,
«cboreii iiiiil ist nicht mit .Inbii fiilbert
\ erheiratet. (iilhert bat sich kürzlich
mit der amerikanischen Schuiisiiiclerin
Ina Claire vermäbll. Oreta Garbo «ihl
.\ulo«ramme und spricht «ebroclieii
(Ictitsch. Ihr nächster Film lieiljt ,, Wilde
Orchideen".
F i I in o I I y v o ni K li e i n : Colleen
Moore ist diircii die First National Stu-
dios, niirhank-HollyvMiod, Kalifornien,
F. S.A.. Laura la Plante durch die Fui-
versal, Fniversal-City. Kalifornien, F. S.A.,
Ij zu erreicbcn. Heide Künstlerinnen «eben
I AiitoKramme. — Hustcr Kealon ist mit
) Nat.ilie Talmad«e, der Schwester von
Noniia und t'onstanee, verheiratet. Er
hat seine Villa in Bcvcriy-Ilills, Holly-
wood, Kalifornien.
M ii 11 c h e n er K i ii d I : Valeria
HIaiika ist Fii«ariii. Dir neuester Film
ist ,,Der schwarze Domino '. — Marianne
Winkelstern ist ledi« und wohnt mit
ihren Fitem Herlin W, Flilaudstr.iUe IC.t,
Sie wurde am 24. März in Berlin «e-
borcii.
I. u T., K a s .s e 1 : Bri«itte Helm
und Elga Urink sind augenblicklich in
Herlin. Brigitte Helm wird bald mit
den Aufnahmen zu ihrem neuen Ffa-
Filni ,. Sklaven der Leideiiscliaft" be-
ginnen. Klga Brink arbeitet an dem
lacoby-Film ..Frauen am .Aligrnml".
E I h e r f e I d : Nils Astlier ist ledig. Er gibt
Sie ihm eine Kildk.irte und fügen Sic Ihrem Briefe
Postscheiii hei. .\sther spielte ii. a. in folgenden
Kiickucksuhr.'n ". ..D.is siilJe Mädel", ,.Die l.,ieb-
Die Kos.iken". In ..Fach, t'lown. lach"
Lee seine Partnerinnen. — Asilier wird
K i n o - 1, i aus
.\ iitogr.'imme. .Senden
einen Internatioiialen
Filmen: ..Die drei
seh.iften einer Scb.ius|iicleriu
waren Loretta Voting und (iweiin
V (ir.iiissiclitlich in mehreren neuen Metro-Filmen der Partner von Greta
G.irbo sein.
M. \. K.. Berlin: .7aek Trevor wohnt Berlin W, BeiidlersIraBe 9.
.Sein nächster Film ist ...Meine Schwester und ich" mit Mady Christians,
Tilla (iardeii. Igo Sym. — Trevor spielte bis jetzt ii. a. in folgenden
Filmen: ,,Die F'raii ohne N;imen", ..Der Kalzenste«". ..Die Sandgräfiu'*,
..Die Dame und ihr Chauffeur". ..Moderne Piraten", ...\bwege''. „Die
weißen Kosen von Ifavensberg". ..Briyfc einer Unbekannten".
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Hauptstr. 27 ' Frankfurt M., Mainzer Landstraße 59 63 Freibnrg, Kaiscrstr. 132 Görlitz, JaUobstr 16 Halle S., Maijdcburgcr Str. 56 Hamburg 36,
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leitung A. Rosenthal — Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Ücsterrcich verantwortlich Robert Mohr, Wien I, Domgasse 4. Verantwortlich für Anzeigen
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EMIL JANNINGS empfängi JOSEPH von STEQNBEQG.
den Qegisseur seines neuen Ufafilms, am Bahnhof Zoologischer Garien
jochte, und es von Delhi aus regierte, waren die Mewarier die ein-
zigen, die den landfremden Eroberern tapferen Widerstand ent-
gegensetzten und ihre Freiheit bis zum letzten Blutstropfen ver-
teidigten. Noch bis zum heutigen Tage singt man in ganz Indien
alte Volksweisen, in denen die Kriegstaten der damaligen Zeit ver-
herrlicht werden. Diese Lieder bilden das wichtigste Kapitel des
Buches; „Todd Radschasthan", das allen .Kennern und Forschern
der Geschichte Indiens bekannt ist.
Im Laufe dieser Freiheitskämpfe legte einer der Maharanas von
Mewar den Schwur ab, niemals die Stadt Delhi zu betreten, es sei
denn als ihr Eroberer. Dieser Schwur ist von allen seinen Nach-
folgern bis zum heutigen Tage gehalten worden. Ist es auch den
Maharanas nicht gelungen, Delhi zu erobern — dies blieb den Eng-
ländern vorbehalten — so hat doch kein Maharana jemals die
Stadt betreten.
Noch heute sammeln sich viele Tausende von Untertanen auf der
Straße, wenn der Maharana seinen Palast verläßt, und rufen ihm
als Begrüßung zu: ,,Wann marschieren wir nach Delhi?", und seine
durch Tradition geheiligte Antwort lautet jedesmal: ,, Morgen!" Ob
die Zeit einmal kommen wird, daß die Mewarier dieses „Morgen"
zur Wahrheit machen werden? —
Jenny Jugo und Paul Heidemann in dem neuen Ulafilm „Flucht vor der Liebe"
Plwt. Ufa
Trotz der englischen Herrschaft hat sich der kriegerische
Sinn der Bevölkerung nicht gewandelt. Niemals sieht man
einen Mewari ohne Schwert auf der Straße, und bis zum
heutigen Tage bekommen die Mitglieder der Herrscher-
familie ihr Essen auf Bananenblättern gereicht, die über
goldene Schüsseln gebreitet werden. Dieser Brauch soll an
die schweren Zeiten im grauen Altertum erinnern, als die
Mongolen die damalige Hauptstadt von Mcwar, Chittore,
eroberten, und die Herrscherfamilic sich in den Urwäldern
verbergen mußte, bis sie Thron und Land von den Usurpa-
toren zurückerobern konnte.
Im Gegensatz zu Städten, wie Kalkutta, Bombay und Ma-
dras, die alle Tradition verloren haben, zeigt Dschaipur immer
noch ein starkes nationales Gepräge, wenn auch das Neue
und der Forlschritt keinesfalls vor den Toren der Stadt halt-
gemacht haben. Wenn man durch die Basare der Stadt
geht, so findet man neben den modernsten Erzeugnissen
europäischer Körperkultur die köstlichsten Kunstwerke der
uralten Kultur des Landes -zum Kauf ausliegcn. Während
der Aufnahmezeit unseres neuen Films ,, Schicksalswürfel"
wohnten wir in einem ganz modernen Hotel mit elektrischer
Beleuchtung, fließendem Wasser — das uns übrigens für
unsere Photographien ausgezeichnet zustatten kam — und
allem Komfort. Auch die durch das Land führende Eisen-
bahn ist ausgezeichnet, und in den luxuriös eingerichteten
Speisewagen ißt man vielleicht besser als in den europäischen
,, Diners". Meine deutschen Mitarbeiter, der Regisseur Franz
Osten, der Photograph Emil Schünemann und sein Assistent
Südrow fühlten sich in diesen Speisewägen besonders wohl.
Bekamen sie doch dort echtes Münchener Bier in hervor-
ragender Qualität wie Quantität serviert. Vom Hotel bis zu
den Aufnahmestätten fuhren wir in modernsten Autodrosch-
ken und Kraftlastwagcn. Kurz, man vermißte keine Be-
quemlichkeit, die Europa zu bieten hatte.
Und doch fanden wir in Dschaipur ein Traumland ältester
Tradition, mit herrlichen Palästen und Tempeln, Seen und
malerischen Bergen, kurz den idealsten Hintergrund für
unscrn Film vom Triumph der Liebe über alles Böse. Nie
werden wir die Wochen der zum Vergnügen gewordenen
Arbeit bei den Spartanern Indiens vergessen.
ANEKDOTE
Es ist bekannt, daß Emil Jannings über viel Humor
verfügt und gern zu Scherzen aufgelegt ist.
Als er noch in Hollywood weilte, saß er eines
Tages mit dem Verfasser eines nicht sehr erfolgreichen
Films in einer der zahlreichen Parkanlagen auf einer
Bank, Der Schriftsteller bemühte sich eifrig, dem großen
Darsteller klarzumachen, daß er unbedingt ein von ihm
geschriebenes Sujet erwerben müsse.
Sie debattierten dann über einige sehr wesentliche Ände-
rungen in dem Manuskript, mit denen der Autor nicht recht
einverstanden war. Dabei hatte der Schriftsteller das
Buch auf seinem Schoß aufgeschlagen; später aber, als die
Debatte immer lebhafter wurde, legte er es neben sich.
Als beide schließlich aufstanden, um weiterzugehen,
blieb das Manuskript auf der Bank liegen. Jannings be-
merkte CS und sagte: ..Mein Lieber, Sie haben etwas liegen
lassen. Wie leicht könnte es jemand mitnehmen, der nicht
weiß, daß es ein Filmmanuskript von Ihnen ist."
Harry Piel hat in seinem Fümleben die Auigabe,
jene Gauner zu packen, deren die Polizei aus
irsSendeinem Grunde nicht habhaft werden kann.
Er ist in der Regel der Gentleman, der Interesse für
ein Mädchen tjewinnt, das in die Hände von Betrü-
jjern Gefallen ist und sich aus den Fesseln nicht be-
freien kann. Im letzten Auj^enblick, da der Zu-
schauer schon keinen Ausweg mehr sieht, erscheint
Harry Piel und zertrümmert die Hindernisse, worauf
er die Heldin in die Arme zu schließen pflegt. Die
Angelegenheit ist die modernisierte Legende von deni
fahrenden Ritter, der auszog, um den Drachen zu
töten, welcher die Prinzessin in einem verwunschenen
Harry Piel,
Dary Holm,
Edith Meinhard,
Grana Merita,
Georg John
Schloß gefangen hielt. .An Drachen und Zaubereien
glauben wir heute nicht mehr, aber daß Menschen
spurlos verschwinden, ohne daß eine Möglichkeit be-
steht, sie wieder zu entdecken, geschieht jeden Tag.
Harry Piel enträtselt in seinen Filmen gern derarti-ie
Sensationsfälle und zeigt sich auch den verzwick-
testen Angelegenheiten gewachsen. — ■ Es ist eine
große Streitfrage, ob es einen organisierten Mädchen-
handel gibt. Erfahrene Kriminalisten pflegen es zu
bestreiten, aber vielleicht verstehen sie unter ein^ni
organisierten Menschenhandel etwas anderes als die
Allgemeinheit, denn daß Mädchen in das Ausland
gelockt und dort in das Elend gebracht werden, läßt
sich nicht leugnen und ist ernstlich noch niemals be-
stritten worden. Der Romanschriftsteller und auch
der Filmautor haben natürlich das Recht, sich diesen
Vorgang so auszumalen, wie sie ihn für den Fortlauf
ihrer Handlung brauchen. Daß selbst in unserer nüch-
ternen Zeit noch die seltsamsten Geschehnisse mög-
lich sind, verrät jeder Blick in die Lokalchronik einer
.
Tageszeitung. Robert Liebmann, der in letzter Zeit
die Manuskripte für Harry Piel schreibt und sich auf
seine Eigenart vollkommen eingestellt hat, erfindet
also ein Konsortium von Männern ohne Beruf, die
den Mädchenhandel zwischen Marseille und Süd-
amerika als organisiertes Geschäft betreiben. In den
Hafenstädten des Mittelmeers gibt es ja die selt-
sarnsien Existenzen, die jeden Tag das Zuchthaus
mit dem Ärmel streifen. Marseille erhält Zuzug aus
Nordafrika und namentlich von der Levante, wo
Tausende von Geschäftsleuten leben, die jedes Mittel
ergreifen, um Geld zu verdienen. Diesen dunklen Zeit-
genossen hat Harry Piel in seinem Film von den
Männern ohne Beruf nachzuspüren. Je weiter man
nach dem Orient kommt, desto gefährlicher sind die
Verbrecher, denen Dolch und Revolver locker in
der Tasche sitzen. Wer ihnen also auf der Fährte ist,
setzt immer sein Leben aufs Spiel, denn wenn sie
selbst auch die Hand von diesen Dingen lassen,
die ihnen gefährlich werden können, so verfügen sie
Harry Piel,
Albert Paulig,
Hans Behal
Phot. D. L. i.
über die notwendigen Desperados, denen das Aus-
löschen eines Menschen nicht viel Gewissensbisse
macht. Auf Harry Piel macht dieser Umstand frei-
lich nicht sonderlichen Eindruck. Er ist gewöhnt,
mit der Gefahr zu spielen, und es kann ihn eigent-
lich nichts mehr reizen als eine ganz ungewöhnliche
Aufgabe. In seinem neuen Film hat er sich denn
auch wieder durch die sonderbarsten Abenteuer zu
schlagen. Übrigens muß einem weit verbreiteten
Irrtum entgegengetreten werden: Harry Piel führt
seine Sensationen selbst aus und läßt sich nicht, wie
es manche beim Film tätigen Bühnenschauspieler
lieben, in gefährlichen Momenten von artistisch vor-
gebildeten Ersatzleuten vertreten. Harry Piel ist
gymnastisch vollkommen durchtrainiert und wagt die
tollsten Kunststücke. Er hat allerdings seine Uner-
schrockcnheit bereits mit mehreren Unfällen bezah-
len müssen, aber selbst wochenlanges Krankenlager
hat ihn nie davon abgehalten, im nächsten Film doch
wieder seinen Hals zu riskieren.
» a6^^aj^7.?it.<iB^fati^»»4V'-''f3BiJSw;j;y/.'>vH'gr.a'j^^
BRIGITTE H ^ L M
In dem Bloch-Qabinowitsch Film der Ufa „Manolescu'
w
;iU*_p*£*!HftäStV
Selbst im Wilden Westen Amerikas, in dessen noch unbeacker-
ten weiten Steppen sich die Mustangs ungehinderter Freiheit
erfreuen und nur die riesigen Rinderherden in Umzäunungen
grasen, die an Größe manche deutsche Provinz ei reichen, selbst
in diesen verlorenen Winkeln dringt durch das Radio die Kunde
von der neuen Zeit und ihren technischen Fortschritten. Die alten
Leute wollen allerdings nicht viel von ihr wissen, und sie sind
auch nichl gut auf New York und Chikago zu sprechen, da ihnen
diese Riesenstädte nicht amerikanisch genug vorkommen. Sie
leben in demselben Stil weiter, der vor fünfzig Jahren in Texas,
Nebraska und Arizona gebräuchlich war, als die Indianer noch
nicht vollkommen unterworfen waren und bereits die andere Wjld-
westgefahr, die Horden landstreichenden Gesindels, die Tramps,
hereinzubrechen begannen. Diese- alten Leute von echtem Schrot
und Korn besitzen wirklich noch Kutschwagen, mit denen sie
durch die Prärie fahren. Die jungen dagegen, die Cowboys vor
allem, haben längst darauf verzichtet. Natürlich kann sich ein
ehrlicher Wildwester gar nicht von seinem Pferde trennen, und
wer sich nicht selbst den Mustang aus der Herde eingefangen und
den störrischen Wildling dressiert hat, gilt für keinen Mann im
Bereiche dieser Gegend. Aber dies schließt gar nicht aus, daß
der Cowboy von heute auf seinen Dienstfahrten mit dem Motor-
Photomontage mit Hool Gibson, Ruth Eider, Allan Forrest,
Herbert Prior
i
rad dahinknaüert, denn dergestalt ist es viel leichter, die riesigen
Strecken zu überwinden, die in Amerikas Mitteluesten zwischen
den einzelnen Städten liegen, von denen ja die meisten in unserem
Sinne nur Ansiedelungen sind. Den Typ eines derartigen Cow-
boys führt Hoot Gibson in seinem Film ,,Der fliegende Teufel von
Texas" vor. Er ist derselbe verwegene Geselle geblieben, aber
er weiß sich der modernsten Hilfsmittel zu bedienen, um seinen
Kampf gegen verbrecherische Elemente durchzuführen. Es ent-
spricht auch dem neuesten Stil des amerikanischen Lebens, daß
dem Flugzeug eine bedeutende Rolle eingeräumt wird. In Deutsch-
land sind private Flugzeuge noch recht selten; in Kalifornien aber
legt heute ein Filmstar nach dem anderen seine Pilotenprüfung
ab. Bei uns ist das Flugzeug in der Wirtschaft noch recht selten
in geringem Maße Verkehrsmittel, während es gerade in den
Farmbetrieben und in der Waldwirtschaft Amerikas von Be-
deutung ist und in der Bekämpfung von Waldbränden durch nichts
ersetzt werden kann. Hoot Gibsons Partnerin ist diesmal Ruth
Eider, die zwar die Uberquerung des Atlantischen Ozeans im Flug-
zeug nicht ausführen konnte, aber genug Ruhm gewann, um als
Filmschauspiclerin beschäftigt zu werden. Gerade in diesen Fagc.T
kam aus Los Angeles die Meldung, daß sich die Partner im Film
auch für das Leben gefunden haben und die schöne Ruth den
Namen Eider gegen Gibson eintauschen wird.
Photonwnlage mit Hoot Gibson, Ruth Eldcr, Chas. N: Schaller
Phol. Vnivenal
II
Es gab einmal Zeiten, da war die
Produktion von Märchen-Filmen
ein eiserner Bestandteil der deut-
schen Filmproduklion <Jcnau so wie die
kleinen einaktigen Lustspiele, die wir
heute ganz aus Amerika bezichen.
Die alten Märchen werden heule nur
von Zeit zu Zeit einmal hervorgeholt und
besonders dann, wenn sie sich besonder*
groß aufmachen lassen, oder wenn man
der Handlung einen Stich ins Mondäne
oder Moderne geben kann, wie das Dr.
Berger mit dem ,, Aschenputtel" zu-
letzt tat.
In Amerika liegen die Dinge genau
so wie bei uns. Nur manchmal kommt
noch irjjendwo einem ProJiiccr der Ge-
danke, daß die Brüder Grimm eine un-
erschöpfliche Fundgrube für gute Film-
stoffe darstellen.
Die Bilder, die wir diesmal zeigen,
sind nicht etwa aus irgendwelchem
Film genommen, sondern der Publicity-
Chef hat sie herstellen lassen, um für
die ihm anvertrauten Darsteller wieder
einmal eine auffällige ausgefallene Re-
klame zu machen.
Wir sehen auf unseren Bildern oben
Raqucl Torres als AschenpultcT Die
Aufnahme wurde gerade gemacht, als
,, White Shadows in ihe South Seas" —
die weißen Schalten in der Südsce —
beendet worden war,
Anita Page ließ sich als Schäferin
darstellen und achtel^; peinlich darauf,
daß man so ein kleines niedliches Tier-
chen neben sie stellte, weil sie sclb.-it
Leila Hyams als „Klein Goldilock"
nicht genau entscheiden konnte, ob diese
galanten Damen aus der alten Zeit wirk-
lich so ausgesehen hatten. Etwas, was man
ihr sofort überzeugend hätte beibringen
können, wenn man ihr vielleicht irgend-
eins der wundervollen Gemälde von
Watteau gezeigt hätte. Ihre Kollegin
Leila Hyams hat sich die Sache leichter
gemacht. Sie stellt Klein-Goldilock dar,
eine amüsante Figur aus einer amerikani-
schen weit verbreiteten Erzählung, die
mit den Lausbubentypen Wilhelm Buschs,
allerdings ins Modern-Amerikanische
übertragen, verglichen wer-
den kann. — Auf der zwei-
ten Seite oben beginnt Do-
rothy Janis den Reigen, die
für ein paar Minuten vor der
Kamera den kleinen Jack
Horner darstellt, von dem
eine lustige Geschichte erzählt
wird, die uns schildert, wie er
sich mit dem Daumen aus
einer schönen leckeren Obst-
torte die größte Pflaume holt.
Das mittlere Bild auf diesem
Tableau zeigt Dorolhy Seba-
stian als Rotkäppchen, Man
wählte den Moment, wo der
Wolf die fürchterlichen Worte
spricht: ,,Ich habe deine Groß-
multer aufgefressen und werde
dich jetzt selber verschlingen."
Allerdings wird die Sache
in Wirklichkeit nicht so
schlimm sein; denn dieser
Wolf ist natürlich, wie so häu-
fig beim Film, kein richtiger
Wolf, sondern ein preisgekrön-
ter Polizeihund, der auf den
Namen Flash hört und in meh-
reren großen Metro-Bildern
mit Erfolg tälig war.
Das letzte Bild auf der
Seile zeigt Josephine Dünn in
Anita Poge als Schäferin
Mi
Dorothy Janis
„Klein Jack'
für die Weihnachtszeit bestimmt sind, denn für starke Sentimentalität
hat man in Amerika auch im Sommer Sinn, und so kommt es, daß die
Leser amerikanischer Filmzeitungen in den letzten Wochen dauernd ihre
Lieblinge gesehen haben, wie sie im Märchenland sein würden, nach
dem sie sich, dem begleitenden Artikel nach, inbrünstig sehnen.
Die Damen haben aber vergessen, daß in diesen Gefilden der Phan-
tasie gar keine Gagen gezahlt werden, und deshalb werden sie sich die
Angelegenheit sicher noch einmal überlegen.
Phantasie spielt bei Filmgagen schon immer eine große Rolle. So
wurde in einer Berliner Mittagszeitung von Jannings behauptet, daß er
von der Ufa einen Vertrag über eine Million Mark Gage erhalten hätte.
Das ist, wie das gleiche Blatt inzwischen feststellen mußte, eine große
Übertreibung.
Aber ganz können die Stars nicht auf Geld verzichten, und deshalb
werden sie sicher schön weiterarbeiten und nur vom Märchenland
träumen und so das Ideelle mit dem Materiellen
verbinden.
Diese Ideen-Assoziation von Märchenland und
Filmschauspielerei hat auch sonst noch ihre
ernsten Seiten.
Viele Jünglinge und Jungfrauen sehnen sich
nach dem Reich der flimmernden Leinwand.
Eltern sehen ihre kühnsten Hoffnungen erfüllt,
wenn ihr Kind, einem zweiten Jackie gleich,
irgendwo flimmern würde. Selbst angejahrte
Damen und Herren versuchen noch in die Reihe
der Filmschauspieler zu kommen.
Ganz abgesehen davon, daß es überhaupt
schon schwer ist, auf ein paar Tage Engagement
zu finden, ist es selbst für eingeführte Künstler
nicht leicht, so viel zu verdienen, daß sie wirk-
lich auskömmlich davon leben können.
Wie lange übrigens dauert der Künstlerruhm?
Von den amerikanischen Stars, die vor 10 Jahren
berühmt waren, weiß man kaum noch etwas, auch
bei uns ist die Zahl der vergessenen Gesichter groß.
Wir erinnern nur daran, wie es den Hinter-
bliebenen Stcinrücks ging, in welch Irauriger
Lage sich Frau und Mutter des verstorbenen
Kaiscr-Titz befanden, die nur Beispiele sind für
Künsllerlos und Künstlerschicksal. Darum soll
^ ». man immer daran denken, daß diese Bilder Mär-
^■ik ^ chen darstellen, die man gern hört, aber denen
man nicht glauben soll, die genau so wenig wahr
sind wie die Million unseres Emit, von der man
spricht, von der man träumt, die man aber
schließlich dementieren und zurücknehmen muß.
einem herrlichen Himmelbett, das nach einem
Modell gearbeitet wurde, das in einem ur-
alten Schloß gestanden haben soll. Selbst-
verständlich ist Josephine Dünn ein paar
Minuten die schlafende Prinzessin, die
darauf wartet, bis sie der schöne Prinz mit
einem Kuß erweckt.
Vielleicht haben die Ameril: 'ncr an Dorn-
röschen gedacht. Aber dann hätten sie sicher
lausende von künstlicbtn Rosen herangeholt,
um das Photo möglichst leicht verständlich
und erklärbar zu machen.
Diese Zusammenstellung ließe sich noch
viel weiter vermehren. Wir haben nur diese
Bilder ausgewählt, um unseren Lesern ein-
mal ein Bild davon zu machen, auf welche
Gedanken die Publicity in Amerika kommt,
und wie man es sich etwas kosten läßt, Bil-
der zu stellen, die jeder gern sieht und die
deshalb jede Zeitung auch gern bringt.
Dabei sind das nicht etwa Aufnahmen, die
Die Kamera auf de
Auto. Der Reiiisssin Gustav Ucicky mit seinem Kameramann von Karwaschinsky bei Außenaufnahmen zu dem
Ufafilm .,Der Sträfling von Stambul" piu^t. i fu
Erstes Interview mit Joseph von Sternberg
Unser Mitarbeiter Herr Dr. Erich Krünes halte
seiner Ankiinit zu sprechen. Kr faßt seine Eindruck.
AUS dem blauen Nordexpieß, der Ueuchend und dampfend,
aus Paris kommend, im Bahnhot Zoo hält, steigt ein
kleiner, jjraziöser Herr. Typ: Künstler, interessanter Kopf,
uellij^es Haar, kleines Schnurrbärtclien, Ein Violinvirtuose?
Aber er trägt weiche Schuhe und einen Golfanztig. Also ein
Sportsmann? Doch Emil Janninjjs er\\artet ihn, küßt ihn auf
beide Wanden, sagt ,,du" zu ihm; Erich Pommer schüttelt ihm
die Hand. Ohne Zweifel: einer vom Film! Ja.
Es ist Joseph von Sternber», weltberühmt als Re<Jisseur seit
seinem Film ,, Unterwelt". Er ist auf Einladung der Ufa nach
Berlin gekommen, um hier mit Emil Jannings als Hauptdarsteller
den ersten deutschen Tonfilm zu drehen. Der Ruf, einer der
Ersten seines Faches zu sein, eilte ihm vorau.s. Noch kennt man
den Sprechfilm ,,Thunderbolt", zu deutsch ,, Donnerkeil", der
die Geschichte eines amerikanischen Verbrechers erzählt und
der, unter Sternbergs Regie hergestellt, bereits mit gutem
Erfolg uraufgeführt wurde, in Berlin nicht. Aber daß dem ge-
schickten Slernberg, der Pubilkumsinleressc und künstlerische
Ambitionen zu verbinden versteht, in diesem F^ilm wieder ein
.|^\eisterwerk gelungen ist, diese Nachricht hat Europa und
Berlin schon erreicht
Er sieht so gar nicht wie eine Erscheinung aus jener ,, Unter-
welt" aus, deren Leben man mit Gruseln und Spannung auf
der Filmleinwand sah. Viel eher gleicht Sternberg einem
Künstler oder einem Sportsmann. Und er hat, obwohl er be-
reits ein paßverbriefter Amerikaner ist. noch immer die Grazie
seiner Wiener Heimat an sich. Als siebenjähriges Kind kam er
mit seinen armen Ellern auf einem Auswandererschiff nach
Amerika. Harte Arbeitsjahre: Monteur zuerst, dann Hilfs-
regisseur. Sein Ehrgeiz trieb ihn dazu, selbständig zu werden.
Mit ersparten sechstausend Dollar machte er einen eigenen
Film. „Salvation Hunters" betitelt. Charlie Chaplin sah ihn
durch einen Zufall, den Slernberg geschickt arrangiert hatte,
war begeistert davon und verhalf ihm zum Start in einem Ncw-
^ orker Kinotheatcr. Fast über Nacht wurde der junge Re-
gisseur berühmt. Die grelle Lichtreklame auf dem Broadway
;ils erster deutscher .lournalist Gelesienheit, den Regisseur Joseph von SternberjJ nacli
in naclistehcndeii Zeilen ztisaminen.
verkündete seinen Namen. Inzwischen aber hatte Slernberg
fast ganz seine i^Vultersprache vergessen.
Er hat sie jetzt wieder gelernt, im Umgang mit Emil Jannings,
der der Held in seinem letzten Film ,,Der letzte Befehl" ge-
worden war. Und er spricht das Deutsch so fließend wie ein-
mal vor fünfundzwanzig oder dreißig Jahren. Denn diesem
Wien, das er nur aus dunklen Jugenderinnerungen kennt, gilt
auch noch die Liebe des gereiften A\annes, und wenn er von
lier Stadt spricht, dann glänzen seine Augen, und der harte
Lebenskämpfer, als der er sich erwiesen hat, wird sogar ein
bißchen sentimental, ein ganz kleines Bißchen. ,,Ich halle jetzt
das Wien meiner Jugend in Hollywood aufgebaut, für den
l'ilm, ,Der Fall der Lene Schmidt', der in biographischer Form
die Schicksalsgeschichte eines Wiener Dienstmädchens erzählt.
Da war alles zu sehen: der Prater, Grinzing, der Siefansturm,
das Riesenrad. Und es wurde ein echter Wiener Film, wie man
ihn wahrscheinlich an der Donau nicht besser hätte drehen
können, weil dieses alte Wien, das ich noch kannte und von
dem die meisten noch heute schwärmen und immer träumen
werden, weil diese alte Stadt ja doch nicht mehr so existiert
Als mich die Ufa nach Europa rief, folgte ich dieser Ein-
ladung mit großer Freude. Es war immer mein Wunsch ge-
wesen, einmal in Berlin einen Film herzustellen. Und noch dazu
mit Emil Jannings! Wir sind in gemeinsamer Arbeit gute
1 reiinde geworden, und ich schätze ihn als den besten Künstler,
den man sich denken kann. Es ist noch ungewiß, für welchen
Stoff wir uns entscheiden werden. Wir haben mehrere Sujet'v
vorliegen. Vielleicht wird es ein Raspulin-Film, vielleicht etwas
anderes. Wenn jemand den Rasputin^ diese interessanteste
ligur aus unserer Gegenw arlsgeschichle, die wir noch mit-
erlebt haben, spielen kann, so ist es Jannings."
Und schon am ersten Tag, den Sternberg in Berlin weilte,
gingen sie zu dritt an die Arbeil: der kluge Erich Pommer, der
große Emil Jannings, der kleine Joseph von Sternberg, der aber
trotzdem ein ganzer Kerl ist. Ein interessantes Kleeblatt. Aus
d<r Arbeit dieser drei muß ein guter Film werden.
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Als Clara Bow bei uns zum ersten Male auf- der Leinwand er-
schien, in dem Lustspiel ,,Küß' mich noch einmal" von Ernst
Lubitsch, da hieß es allgemein: welch reizender schwarzer
Teufel mit großen Kulleraugen. Aber diese Feststellung
war eine optische Täuschung, denn Clara Bows Haarfarbe ist tizian-
rot und erscheint in der Photographie tiefschwarz. Sie hat denn
später, als sie dem Gebiet der Nebenrollen entwachsen war, einen
Film ,, Rotes Haar" gespielt, einen Weibsteufel in der Art der Carola
Neher, nur natürlich gedämpfter, amerikanischer, aber auch liebens-
würdiger. Clara Bow, die im Lustspiel zuerst die Aufmerksamkeit der
Zuschauer erregte und bei uns vorzugsweise als eine Darstellerin
heiterer Abenteuer bekannt ist, hat sich schnell über dieses Rollen-
fach hinaus entwickelt. Bei ihr liegt einer der wenigen Fälle vor,
in denen es Darstellern gelang, nicht zu einem Typ abgestempelt zu
werden. Im allgemeinen arbeiten die Hollywood-Dramaturgen nach
Photvmonlage mit Clara Bow, Richard Arien und (oben links) Extras
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dem Schema, für einen bestimmten Schauspieler nur Rollen jener Art
zu schreiben, die ihm den ersten bedeutenden Erfolg brachte. Selbst
Jannings ist davon nicht verschont geblieben. Clara Bows Produk-
tionsleiter aber wagte es, diese erfolgreiche Regel zu durchbrechen,
und vertraute der jungen Künstlerin in ,, Steckbrieflich verfolgt" eine
dramatische Rolle an. Unterweltgeschichten erfreuen sich ja zu-
nehmender Beliebtheit, und so war es naheliegend, auch Clara Bow
in einem solchen Milieu zu zeigen, ihr aber gleichzeitig eine Rolle zu
geben, die sie sympathisch erscheinen ließ, Clara Bow hat bewiesen,
daß sich ihr Produktionsleiter nicht täuschte und sie in der Tat
fähig ist, sich im Schauspiel mit tragischem Ausgang behaupten zu
können. Das happy end ist, seitdem die Janningsfilme Amerikas,
denen es fehlte, ganz außerordentliche Erfolge waren, nicht mehr
unbedingt für den Erfolg eines Filmes notwendig. Man gibt jetzt den
Filmen gern einen ungewissen Ausgang, der zwar den Ausblick auf
bessere Tage verheißt, jedoch nicht unbedingt mit dem früher not-
wendigen Endkuß abzublenden hat. Der Schauspieler wird hierdurch
freier, denn für den Schluß mit Kuß hatte sich eine Nuance heraus-
gebildet, die bei sämtlichen Schauspielern wiederkehrte; süße Ver-
schwärmtheit, die schließlich unausstehlich wurde.
Pholomonlage mit Clara Bow und Richard Arien. Rechts unten:
James Pierre Phot. Paramount
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UNDv_7lt^ UNDSEHR VIEL
Gii/b Lu^ti0er AbeK.teu.errovncLVL
ScUwiit^el
lt>. Fortsetzung
Wenn auch der Typus der ,,grande dame" im Sinne einer Art
von Potentatin mit eigenem Hof seltener geworden ist — die
Dame, diese herrliche letzte Veredelung der Frau, die nur arme
kommunistische Tröpfe, die aus der Hefe oder aus anmaßend
sich spreizendem Kleinbürgertum stammen, für zwecklose Droh-
nen halten können — sie lebt und regiert weiter. Es ist fast
die Definition der Dame,
wenn man sagt; sie ist eine
Frau, die in jeder Lage
des Lebens mit Selbstver-
ständlichkeit und anmut-
voller Leichtigkeit das
Richtige tun wird. Fast.
Denn es fehlt noch das ,,Je
ne sais quoi", das Kräut-
lein aus dem Märchen, das
dem Respekt des Mannes
vor ihr die letzte Weihe gab.
Als Schükri-Pascha, ein
ganz leichtes Lächeln auf
den Lippen, eintrat, erhob
sich Dorrit Brink, Tochter
des preußischen Oberstaats-
anwalts Brink und seiner
Gattin, geborenen von
Schildt, sehr ruhig und
kühl und gar nicht im ge-
ringsten beunruhigt.
Er verbeugte sich,
„Schükri. Ich bin ent-
zückt, Ihre Bekanntschaft
zu machen, Mademoiselle.
Erlauben Sie mir, mein
Bedauern über gewisse,
leider unabänderliche kleine
Vorfälle auszudrücken. Sie
können versichert sein, daß
ich tun werde, was in mei-
nen Kräften steht, um
Ihnen den Aufenthalt bei
mir so angenehm wie mög-
lich zu machen. Was in
meinen .Kräften steht", wie-
derholte er nachdrücklich,
noch immer sein fatales
Lächeln auf den Lippen.
Dorrit hörte die Falsch-
heit seines Tones mit dem
selbstverständlichen In-
stinkt, der ihr eigen war,
heraus.
Es war ihr klar, daß ihm eine gewisse konventionelle Höf-
lichkeit zur zweiten Natur geworden jkvar. Sie wußte auch sofort,
daß es diesem Menschen gegenüber keinen Zweck hatte, zu
drohen oder aufzubegehren, und sie erfaßte blitzschnell, daß die
Höflichkeit, die der Türke für Kultur hielt oder doch dafür
ausgab, beim Schöpfe genommen, hilflos werden mußte.
Sie nickte kühl,
„Ich bin Ihnen sehr verbunden, Exzellenz. Herr Mircovich sagte
mir, daß Sie die Freundlichkeit haben würden, mir für diese
Nacht Obdach zu gewähren."
,,Aber gewiß, Mademoiselle — nicht nur für — "
,,Darf ich Sie dann bitten, mir mein Zimmer zu zeigen?"
Er verbeugte sich, seine Verblüffung geschickt verbergend. Man
war nicht umsonst Legationsrat in Paris gewesen, bis zu der
dummen Spielgeschichte damals — man war an erstaunlichere
Dinge gewöhnt als ein junges Mädchen, das eine kleine Ange-
stellte war und vermutlich morgen oder übermorgen im doppel-
Betty Amann und Frida Richard
in dem Ufafilm „Der Sträfling von Stambul'
VON LUDWIGvoN WOHL
Nachdruck verboten
ten Boden eines Segelschiffs nach Port Said oder Alexandria
abgehen würde — und die Kontenance behielt, obwohl sie längst
wissen mußte, daß sie hier nicht in einem Hotel der Place Ven-
döme oder der Rue Rivoli war.
Allerdings — sie war bildhübsch.
Es ging eine Treppe mit sehr schön geschnitztem Holzwerk hinauf.
Das Fremdenzimmer war
ziemlich klein. Die Möblie-
rung bestand aus einem
breiten Diwan mit Fellen
und Kissen statt des Bet-
tes. Ein Rauchlischchen
und Teppiche. Oben rechts
ein orientalisch vergittertes
Fenster.
Der Pascha war mit her-
aufgekommen.
Dorrit Brink, schon in
der Tür, drehte sich noch
einmal um.
„Eine Frage, Exzellenz
— wo setze ich mich mit
der Bedienung in Verbin-
dung? Ich muß meinen
Koffer heraufbringen lassen
und ein Bad bestellen."
,,Sie brauchen nur drei-
mal in die Hände zu klat-
schen. So."
Er tat es.
Ein weißer Kaftan er-
schien, bekam einige Worte
an den Kopf, worauf er
wieder verschwand.
„Es wird sofort ge-
schehen, Mademoiselle",
sagte Schükri-Pascha.
,,lch danke Ihnen, Ex-
zellenz."
Der Pascha gab sich
einen Ruck.
„Ich pflege um neun Uhr
zu soupieren", sagte er hastig.
„Wenn Mademoiselle — "
,,Aber mit Vergnügen,
Exzellenz. Ich bin in einer
halben Stunde fertig."
Sie nickte ihm zu und
schloß die Tür.
Schükri - Pascha stand
einen Augenblick unbeweg-
lich, dann drehte er sich scharf auf dem Absatz herum und stieg
in ziemlich angeregter Stimmung die Treppe wieder hinab.
Das Badezimmer Schükri-Paschas wies zwar keine eingelassene
Marmorwanne auf, keine Porzellankacheln, ja nicht einmal
Badesalz.
Aber mit einer Art hölzernen Bottichs, einem rauh-wolligen
Badetuch, einem handfesten Stück Marseiller Seife war es doch
den Thermen des Grand Hotel von Ragazza um mehrere Klassen
überlegen,
Dorrit war, als hätte sie mit dem Bad den Rest Befangenheit
und alle Furcht und Unsicherheit weggespült.
Sie unterschätzte zwar die Gefahr, in der sie sich befand —
aber eine Art von Furor Teutonicus überkam sie, der, in gesell-
schaftliche Bahnen gelenkt, die Überlegenheit der Mitteleuro-
päerin über lächerliche Balkanwirtschaft — die Überlegenheit
der Dame über Operettenmilieu — sicherstellte.
PHot. Ufo
L
1^
Der Ton des Abendkleides von der Firma Palou-Schappel lag
an diesem Abend nicht aut „Schappel", sondern auf ,,Palou".
Als sie in den Speisesaal hcruntcrraiischte — aus der halben
Stunde war eine kleine Stunde {«eworden — , fand sie den Pascha
im Smoking.
In einem sehr veralteten Snioking, — In den letzten zwanzig
Jahren halte man wenigstens kaum seidene Ärmclaufschlägc
getragen.
Dafür schimmerte eine mächtige Perle in der Hemdbrust,
Schükri-Pascha war geradezu lebhaft geworden.
Er sprach in animiertem Ton von der schönen Zeit, die er als
Legationsrat in Paris verbracht hatte — ungefähr um die Zeit
der Weltausstellung herum — —
,,Was für eine Stadt — — Was für eine Stadt! — "
In einem größeren Raum, der durch zwei schöne alte Louis-XV.-
Stühle, eine Anzahl fürchterlicher Möbel im Jugendstil und
einen ganzen Haufen syrischer Elfenbcintischchen zu einer miI3-
lungencn Kreuzung zwischen Kumpelkammer, Antiquitätengeschäft
und Ozeandampferbar geworden war, hatte er decken lassen.
Die Gläser hatten Sprünge, und die Teller waren abgestoßen - — ■
aber alles in allem kam doch etwas wie ein gedeckter Tisch
heraus.
Seine Exzellenz spielt Paris, dachte Dorrit Brink grimmig.
Und sie nahm mit so selbstverständlicher Miene Platz, daß sie
den Pascha fast enttäuschte.
Das Essen wurde aufgetragen.
Der biedere sudanesische Sufradschi versah den sichtlich sehr
ungewohnten Dienst mit leidlichem Geschick.
VAn schwärzlicher Finger in der Suppe und ein Sich-Schneuzen
mit eben diesem Finger waren allerdings nicht zu vermeiden.
Aber es war bezeichnend, daß es diesen kleinen Zwischenfällen
und den etwas lächerlichen Kontrasten der Entourage nicht
gelang, die Atmosphäre zu entspannen.
Der Pascha sprach noch immer mit viel Freude über Pariser
Zeiten. Er hatte ganz offensichtlich Vergnügen daran, sie für
eine Weile zu rekonstruieren. Aber immer wieder schimmerten
kleine Andeutungen hindurch, die sein Spiel als Spiel kenn-
zeichneten. Als eine Laune, die er in der nächsten Minute be-
enden konnte, wenn er wollte.
Ein paar um einige Schattierungen zu deutliche Komplimente
ließ Dorrit durch rasches Übergehen, einmal auch durch einen
schnellen, hochmütig erstaunten Blick abgleiten.
Das ärgerte den Pascha, der gesonnen schien, energischer an-
zugreifen.
, Ich bin sehr froh über Ihren Besuch", sagte er langsam. ,,Man
lebt ziemlich einsam hier — ich bin sehr froh, daß Sic vorläufig
mein Gast sein werden,"
,,Es tut mir sehr leid, daß ich gezwungen bin, so schnell weiter-
zurcisen", erwiderte sie. ,,Aber ich werde in Deutschland
dringend erwartet."
,, Niemand weiß, was morgen bringt", meinte Schükri-Pascha.
,,Wir Türken sagen; Es ist alles im Buche des Lebens ver-
zeichnet. Vielleicht werden Sie doch einige Tage hierbleiben —
und vielleicht reisen Sie dann in ganz andere Gegenden als
Deutschland weiter — es gibt so viele Möglichkeilen!"
Sie fühlte nadelspitz die Drohung und wußte, daß es nur
einen Ausweg gab: über die Gefahr wegzugleiten.
Sie begann, ihm herablassend Komplimente über sein Haus zu
machen — das erste Haus von erlesenem Geschmack und Kultur
in diesem Lande — — hier w-ar nicht mehr Illyricn, hier war
die glückliche Mischung aus türkischer und französischer Kultur,
die vielleicht die maßgebende der Zukunft war. Sie über-
schwemmte ihn mit einer Flut sicherer Redensarten, in denen
er herumplätscherte wie ein Fisch im Wasser, und sie amüsierte
ihn mit einer humorvollen Schilderung des Konaks von Ragazza.
Dabei ließ sie versehentlich ihre Handtasche fallen, di« der
Pascha entzückt aufhob. Sie war aufgegangen, und der Pascha
sah den Revolver Ranka Jellacics.
Eine plötzliche Pause.
Er begann heftig zu blinzeln, wie wenn er böse Gedanken hatte.
,,Ich sehe, Sie sind gut geschützt", sagte er sehr langsam.
Sein Blick glitzerte.
,,Die illyrischen Verhältnisse sind nicht die sichersten, wie?"
Sie sah ihm voll in die Augen.
Eine Sekunde schwankte sie — dann wagte sie; „Ich fühle
mich hier auf türkischem Boden und unter Ihrem Schutz, Ex-
zellenz. Jeder andere wäre unnötig. — - Darf ich Sie also bitten,
die Waffe ebenfalls für mich aufzubewahren?"
Sic reichte sie ihm hin und stand auf.
Sofort war er gleichfalls auf den Beinen.
,,Ich bin sehr müde von der Reise, Exzellenz — erlauben Sie,
daß ich mich zurückziehe."
Er rang nach Worten.
Fortsetzung folgt
Autogrammtag im Ufapalast in Berlin
FRAGEN
die uns erreichten
,*v
Antragen erbitten wir an die Redaktion des „F i 1 m - M a g a 2 i n ", Berlin SW68, Ziramcrstraße 35—41.
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im ..Kilm-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
All viele: AiiiiinnH- Uriife wcrdni iiulit licMiilwortet. Bei JI;iiiii-
sUriiil.iiim'li'^riihritcri Ijiltrii wir fciliiciHli's zu lic.'iclilcii : .Icder AiHrMtcc l~t
l{ii(U|>iirlii ln'iziifiit;cii. .feile EIiim-iiiIiiii;;- eines MMini^kri pts zur l'riif iiiilj
i>t zweekles, nur K\po><'S im l.uil^ni^i" voll 2- ."! Siliri'iipiii.'i^ehiiieiiseiteii
sind zur Kinsendnnn- ;iii die l'ilniiiidKsirie. l;e';i.s>enre u>w. f;eei;iiiet. J'iir
Verlust der einy;e>.indU'ii .M:iiuisUriple k.iiiii keine Vir.int« iinniiu: Itlier-
iiiiiniiien vverdi-n. :iIm) soll der Verf.isser nur Diinliselil.ifre seiidi'ii, von
li;iiMl(;es( lirii lienen ."seiidiiii^eu (leserlieli) ein"' Aliscliritt zuriiekbeli.ilieu.
•
!■' i I 111 w II 1 I' !■ li e 11 , (■ il p e II i r U : l.ieu I)e>ers ist dunli die Deiil-
sclie l"uiM-is:i[. Ifeiliii W s. .\l;i iierslia IJe sl'. zu ei ri'iclieii. Sie li;u .1111
.'). .N'dvenilier (leluirlst.-in. Die jun^e Kiiiistleriii wurde \ 011 l'ril/. I..1111;
fiir den Fiiiu eiildeckl iiiid delmlierte in seinem l'ilui ..Spione '. Alier
den ersten ;;riilJi'n l'.rroi;; li.ille l.ieu Deyers .tls lleili;;c in dem J'iliu
..Die Ifeilini' und ihr Narr'. Ihri' niielisii-n I'iline sind: ..leli lehe liir
dieli". ..rriililin;;sr;inseheü ■ und ..lleideriiselien ■. l.ien Ih'vers ist unver-
lieii;ilet. — ll:irr.\ il.'ilni li:it si'ine Widuiuiifr in Herlin-Il.ileiisee. t'ieero-
sli.il.le .iT. Kr li.it .'im 17. .f.inu.-ir (iehurtst.-i;;' und spielli' 11. ii. in fiilucii-
deii riliuen: ..I'rinzessiii Truli.-ill.i ". ..Die l.eilii'i^-enen". ..Vtiti'v' werden
isi nicht schwer". ..K:iniiiieriuusik"'. ..Ihr diinkh'r funkt". .Die lil.-iiie
M.iiis ■ ..Zwei roll- li'iiseir . Sein neni-ster l'ilm ist ...\dien. .M.iseolle". —
k.itlie Mui N;i:;> wohnt Herlin W. l'i.i;;er .Sir:ilJi' 1. und li.it ;iin ). .\|inl
Ccliurlsl.i;;. Ihre iMk.uintesri'ii l'ilnie siiiil: ..Die .s.uidurüriu'. ..Die
Diirch^iinnerin". ..Kiinin' seines lii'rzcns". ..Kepnlilik der Huckt i--clic'.
.,l'c\olIe im .lun^K-esellcnhcim". — l.ili.'in ll;ir\e> spii-lte in ..Liehe und
'riiimpelenhl.iseii '. ..]>ie Keusche .Sus.iune'. ..rrin/essiu 'I'rull.ill.i". ..V'.iier
werden ist nielil schwer". ..Die Kleine vuin Hunimel". ..Die tolle l.ol.r',
..Ihr diinUlcr l'nukt". ...\dien. >1;isciitte" us» . J)er nächste l.ili.-m II.iim'.v -
J-'iIni heilJl ..Wenn du einin;il dein flerz \ erselieiiUsr-.
\' i 1- k \ .aus 1) .-i n z i tc : Dei (;rela C.arim-l'ijiii ..Wilde Oichideeii'
i-t noch nicht ur;iul;;criilii 1 «onlen. — Den l'.iris im .. I.ielieslelien der
schiinen llelen.i " stellte ftie.irdo Corte/, d.ar. Der Kiinsller ist durch die
l''ir-t N.ational-Stiidios. Hin Ii.ink-If oll> « ood. K.al.. l'.S.A.. zu erreichen. —
.\ii If.amun Nij\arrii. .tidiii Uilliert, Nils Asihci kiiniieii .Sic riihit; deutsch
sihrcihen.
!•;. IV. A I I o n ;i : Ihre Uildkarle li.ihen wir au A\ ilheliu Dietcrie
w citerKcleiiet. >\;uiii der Iviinstler sie uns mit seiem .\uloi;ramiu wieder
znsendet, wissen wir seihst nicht. .ledenf.alls iniissen Sie si<-h schiiii
frenndliclisl noch etwtis «■(•dulden. — Der DietiTle-l'"ilm ..'rriiimph des
I.iduMis" heilJt jetzt ..Ich Iche liir dich". W.iiiu Sie ihn in Hamhuru- zu
sehen ludiominen, wird Ihnen am he-teu Ihr .Slanimkinohesitzer sajien
können.
.\1 .1 f .a - S c h m i I e r I ii w - V e r e li r e r i n : Es stimmt. T.y.i >r;ir.i
i~l mit rricdriih /.einik \ erlu'ir.alet. Heide hefuiden sich .•lUKenlilicklicIi
in Amerik.i. — l.y.i M.ir.a h.il riillichhlinides ll.i.ir. Dire Au;;euf.irhe ist
siliwer zu hesclireihen. Jl.is .\lter der l"iliusl:irs verraten wir sniudsätz-
lich nii ht. l,,\.i .\lar:i traprl eini-u Kiinstlerii.imen und heilJt in Wirklich-
K( it l.iss\ (Iiidow itsch. Sie sl.inimt aus Ki^a und wurde am 1. Auj;nst
flcliiMi'U. — \ Cr.i Schmiterhiw li.at ihre Wohniintf in Herlin-Ilaleusee,
.VesliHstialie 1. Die jiinjie Künstlerin erhiickte .-im 19. Juli in Stockholm
d.is l.icht lU-r \\clt. .Sie ist un\ erlu'ir.atet. f;iht AutoKramiue und kommt
von der Sprechliiihiie zum l'ilm. Sie ist hiond und hlauäu;;ifr. Die
neuesten l-'iinic mit \er.i Sclimiterlou sind ..Der Siinilenf.air' und ,.l)er
scliw.ii/.e Domino . -— Di-r hetret'fende l'ilm wurde in JJerlin sedreht.
K. II. 'II.. Ternze: Kniil .l.iuiiin!;s' iiäelisle l''ilni.irl)eit wird
sich in (•inein If.atnn - lirolirilm .alispielen. — Die betrerfeiideii
I iliml.irstellerinneu filmen nicht mehr. — Den l'etronins in ..(Jiio Vadis '
spielte Amiree Il.ih.iv . \'iniiiiis uiiide \ 011 .\Hons l'ryl.-ind d.irnestellt.
— If.arohl l,lo\d ist niclit toi. sondciu eilfeiit sich— unheriifen — liester
(Jesiindheit. Lloyd und t'h.nlic ('h.i|diii h.ilien heide ihre Hi'sitziiiiir in
.lie\crl\ -Hills. K.alifornieii. l.s.V. — Alte l-'ilme werden seihst verstäiullieh
.•iiilliewalirl. M:in spielt sie mich \ lell'.ich in der Provinz lind zum Teil
.iiich in diM- (irolUt.adt. wenn u.amlich ..lote S.aison" ist.
lierd.i I'.. Herlin: .l.ick TriMor wohnt Merlin AV. liemllcrstr. !i.
fw.in l'etroxich Herlin-Schni.irneudorf. J'orkenlieckstr. ;ill.i. Conr.id X'eidt
Merlin \V III. l.ichteuslciu.illi'c J.i. .\l.ii ■^;lrete Schim Merlin W. Neue Ans-
li.icher Str.ilJe 11. l.ei' r.arry Merlin W. Knrriirsti'iid.imm lll.'i. Lien Deyers
i-t durch die Deutsche l'nivers.al. Merlin AV (*. .Maui'rsiralie i<-2. zu eirei-
ehen. Die (ieiuinnten St.irs m-hen .Antotrr.unnie. — Wir werden Il.iriy
ll.ilui an il.is fällige .Aiito^r.imm erinnern. — .\n Lucy Doraiue. die in
ll"ll>« 1 durch die I"o\-Stndios. tun. \\ iv-tern .\\e.."zu erreichen ist.
empfehlen wir. liehcr sellisl zu sclireilicn.
11 .1 u s Seh.. 1; h e 1 n I .1 II d : flild.i I.'osch wohnt lierliu NW i:!.
.\;;ricol.istr. I.!. ist mit einem lud ustrii'llen veiheir.ilet nud ;jiht .\utii-
(Iiamme. Ihr neuester l'ilm lieil.lt ..Tempo — 'l'empn ". Ihr l'.irtiier ist
I.nci.ano Alhertini. Ilild.i llosch ist \:if.i-SI,i r. .also .auch iilier dii'se Kirnia,
Herlin S\V IS. l'"riedrichstr.alJe i'i'li. zu erreichen.
F r i t z u 11 il W o 1 r S.. H e r I i 11 : .Iciin.v .Iiiso wiihnl Hi'iliu A\ ,
K.aiserdamni •.';!. und <;iht ,\ nto;;r.imme.
II .1 n 11 a u 11 d (1 r e t e 1 ;i 11 s Z e I e I : A\eitier l'ncttcrcT wohnt
Hcriin-Steiilitz. K leistsir.alje i'T. I".r wurde :im in. .1:iiin.ir in SIr.ilsiiiiil •;e-
horeii. ll.iiis Hr.inseuetter wurde .am L'T. .\l:ii in .M.al.iKa. Sp.anien. als
Sohn deutscher Kitern tridioren. Ihre (iriille .an Kiietlerer und Mranse-
wettcM- sind ansuerichlet worden. — Fred l.oiiis l.ereli li.it seine Wohnung
in Herlin \\ , Ifcnenslinr^jer .Str.alJe 11.
Jenny Jiigo und Enrico Benfer geben Autogramme
Plu't. Uia
I il u I'., Horl i n : .Tonn AiikpIo wdliiit in Paris U, Boulevard <lc Monf-
pariiassf, iiml ist uiiM-rcs \\ i>M-iis vrrliciralct. — Uttu Ucbülir liat seine
WolimiiiK in Hcrliii \V TiT, Kiirliir.sIfiisIraUc US.
B e r t a U. aus Kiel: ()>kar Mariiiii hat lilanc Auücn und ist Jicll-
lilond. — Sio kuiuu'ii au LuilaMO Alhcrtiui iIcuImIi scliriMbru. — Was
aus i'reil Tluinisens ,.^>illu'riiiiniK" Ki'wordcu ist, wissen wir leider elienso
w<-nis wie Nie. Alter wir Klaulieii aueh, (lall er seinen Herrn selir \fi-
niiLit. — Hildkarteii miii sanitlielien rilnistars lie/ielien (Sie am lieslen
diireli den Verla« der „Illustrierten l'ilinvvoelie", Herliii S\V li«. Koeli-
blralle li-»*.
K. (i. .M. <).: ('»rinne (iriffitli ist üurcli die First Xational-Stiidios,
Iturbank-Ilolb wiiod, Kalilornien, l'.S.A., zu erreielien. Maria l'aiidler hat
ihre Wühiinn- in Iterlin-llalensee. Alliri'elit-Aeliilles-SIraUe ;>a. -Maria
C'iirda ist lunii in Deiilsclilaiid und wohnt lierlin W , ZähriiiKer Sir. II). —
Mady Ihristiaiis wurde kur/.lieli fiir die llauiitrolle des neuen Natioiial-
\\arner-i"ilins ,,.\li>ine Sehwoter und ieh" \ criitlulitet. Sie arbeitet also,
wie Sie sehen, nieht nur bei der Min Ihireii );ciiannlen Firma. Ihre (irutie
an die Kiinstlerin sind aust;eriebtet. — Selbst\ erslandlich können Sie aueh
tizenenbihler an ilie Stars zur llntersehritt schicken. — Alüjflielierweise
wird auch .Mady Christians in abseilbarer Zeit in Tonlilnien zu boren und
zu sehen sein.
i' a u 1 11 s 15.: Ihren Briet haben wir an den Künstler weilerseleitet.
F i 1 m f r e u n d i n Er n a aus H e r I i ii : Knrieu Benfer ist durch die
l'fa, Iterlln S\V HS, KocbsIraUe ll-S. zu erreichen. Ki wiirdir in Neapel
Kebciren. .Mit .leiiiiy Juso. Keine Kinder. — feber die niichste Ver-
wandtschaft von (lustav Friililich können wir lliiicn leider keine Jlit-
teilunsen niaclieii. Ebenso ist uns seine AiitoiiiimiMer unbekannt. Fröhlich
treibt ji'deii Si>ort. — Ks ist natiirlicb im allfjcmcincn besser, wenn Sie
die Filmstars sebriltlich um .\utoKranime bittiMi. .\licr Sie können es ja
trotzdem einmal versneben, Kmil Jannings in seinem Hotel iiersiinlieh
darum zu bitten. — Alle Filmstars lesen das ,,FiliiimaKaziu".
K \ e 1 y II , Zürich: tiuniiar Tolnaes ist auyeiiblieklicli durch das
Hotel DaKinar in K()]ienbaf;cn zu erreielien. Aber er reist sehr bald nach
Norwegen, wo er seine W (diniiiiK in l'slo, Nils Juelsj;ate lö, hat. —
.lack Tre\or wohnt licrlin \V. Hendlerstraße !•. Iwaii l'etrovich Berlin-
Sclimar(;eiidorf, ForkeiibeckstraUe Mix, Iwan Mosjukin Berlin W. Kur-
fiirsti'ndamm lli.'>, W ladimir (iaid.irow Berlin-llalensee. Joacliim-Friedriä-
Stralie ö.l. Werner Fuetterer Jterlin-Steglitz. Kleiststralie -'7, Imu fbaney
Beverly-Uills, Hollywood, Kalifornien, U.S.A. Oskar Beregi ist durch die
L'aiido-Filmsesellsciiaft, Berlin SW 4H, Friedrichstralie 7, Warwick \\ard
durch die Klstree-Studios. Hersfordshire, England, zu erreichen.
F i 1 m li 11 b i , C ö p c n i c k :
Jenny Juso wurde am 14. Juni in
(iraz" geboren und wohnt Berlin W,
Kaiserdamni :;!). Sie spielte u. H.
in den folKCiulen Filmen: ..Die
Hose", ..Pii|ue Dame". ..Sechs Släd-
elien suchen Nachliju.nlier". ..Die
blaue il.ius", ,.Die ('.innen von
.St. l*;iuli ', ..LoopiiiK Ibc i.oop",
,,Die Sclmiuj;f?le*lir;iiit \un Mallor-
ca". Ihre iiäclisteii Filme sind: ..Die
Flucht vor der Liebe" und ..Der
Bund der J)rei"'. — Enrico Benfer
ist durch die L'l'a. Berlin s\V 6s,
Kochstr. 6-8. zu erreichen. Er wurde
am 28. Juli in Neapel geboren. —
Jack Trcvor erblickte .un 14. De-
zember in London d.is Eicht der
A\ elt. — J.ee l'arry woliiit Berlin W,
Kurfiirstend.imni lii,'). und wurde .-im
Ü5. .lanuar in .Mumhen geboren. —
Cireto Ueinwald hat ihre \\ OhiuinK
in Berlin '\V, üefreiisbiirser sir. 14;
die Künstlerin wurde am i'.'). Mai in
Stuttg.-irt Reboreii. — Honald Col-
nian ist durch die Fnited .\rlists,
72(11). Sanci .Monica Boulevard. Holly-
wood, Kalifornien, r.S..V., zu er-
reichen. Er wurde ;im 9. November
111 Kichniiiiid. England. Kcboren.
F i 1 IM f r e II n (I i n Lola aus Mitteldeutschland: Mit wem
Willy Fritscb auf dem letzten Kilmball die Polonaise tanzte, ist uns tat-
s.ichlich — o Schrecken! — entfallen. Aber wir ulaiibeii llincii sagen zu
können, ilalj Ihr .Siiscrw/ililtcr •;raiiblaue .Villen und diiiikelbloiidcs Haar
hat. Frilsch ist jetzt uiiKefäbr .'i .Jahre beim Film. Seine liekaiintesten
Filme sind: ..Ein \\ alzcrtraiim ', .,Der Tanzstiident", ..Siiionc'. ..Ihr
dunkler l'unkf, ..FiiK.iris.'he Bhapsodie". Hie nächsten Filme mit Willy
Fritscb hciUcn ..Die Krau im .Mond' und ...Melodie des Hcrziviis '.
.Martha B.. Bocholt: Ks beruht leider auf Wahrheit, dal.! Deiie
Jlorel nicht mehr unter den Lebenden ist. AiiUer in dem Film „Hinter
Kloslcrmaiicrn " si.iclte er noch in der ..Spielerin'. .. Alpentraffödii— und
,..\l.iri|iiis d'Eon' (.,J)er Spion der Pompadour'). — AXCnii wir das -\lter
der l'iliMst;irs nicht MT.ifteiillicben. so Kcschieht es einmal deshalb, «eil
wir und nicht zuletzt die Künstler selbst — üjiirinens mit Beeilt — es
indiskret tlndeii. .indere .Menschen nach ihrem Alter zu fragen. Uaiiii auch,
weil es unserer .Meinnii;,^ nach nichts mit der iiersiinliclien Verehriinj? zu
tun hat. — —Paul lichter lebt in Berlin. Seine neuesten Filme sind
,, Sensation im Wiiilcr;;.irten" iiiiil ..-Die Frau im Talar".
F i 1 III r a t ( e i n IC 1 m s h o r n : Harry H.ilni ist mit Nichtsehauspielerin
vcrbeirati't. Er hat keine Kinder. .Vullcr in den frenaiinten Filmen spielte
der Iviinsller noch in ..Prinzessin 'rmllalla ", ..Die blaue Maus". „Ich hab'
mein Herz In Heidelberg,' verloren ", ,.lbr dunkler Punkt" usw. Harry
.\ d 0 z i : Afary Philbin ist dureli die I'nivers.il-Studios. Uni\ ersal-City.
Kalifornien, U.sIa., zu erreichen. Der nächste Film mit dieser Künstlerin
lieilJt ,.Hlusioii" mit t'onrad Veidt als Partner, und ist ein liunilert-
pio/.entii;er Tonfilm. — Dolores dcl Bio ist friiber mit ihrem Landsmann.
.. _ -i_ _ I .1 I»:,. . I. .;_.,. .* i:..o .;..!. ..1,..- .1 1.-
lel Bio, verheiratet gewesen, licll sich aber il.inn.
Film t;iii^. \on ihm scliciden. Im Winter xori;;eii
Berliner Sanatorium. Der neue Dolores
dem Mexikaner del Bio, verheiratet newcseii. licll sich aber il.inn, al
nach Hollywood zum Film giii
J.ilires starb del Jtio in einem
del Bio-Film ..Evaiigeline" ist in Berlin noch nicht lieraii>KckoiiiiMen. —
Bichard Arien ist durch die l'aramouiit-Stiidios, :i-l."«l, Maralhon-Streel.
Hollywood, Kalifornien, L'..S.,\., zu erreichen. — Der lüichsle Kamon
Novarro-Film lieiUt ..Sang der Südsee" und ist ein Tonfilm. — ..Das Land
ohne l'"rauen" mit Conrad Veidt wird in allernächster Zeit in Berlin
werden. — Brigitte Helms Partner in dem neuen Ifa-Fili
Ur;ill Igel illirt \>^-iiii-|i. *»iif^i«ii; ii^im.- * .ii.i„i m .i^m ii.if. II
..Sklaxeii der Leidenschaft " wird wieder Iwan .Mosjukin sein.
F 1 1 m f r e ii n d i n M a r i a , C b a r 1 o I t c ii b u r g : .So\ iel uns br-
k.uiiit. ist die geschiedene (iattin von Otto (iidiiilir auch Schauspiclenn.
Sie soll
Kiinstlcr
(i<>lMilirs Tochter dürfte jetzt im Alter \ on 14 — Ki .lahrcii sein.
nicht 111 Berlin wohnen. Wenn diese Zeilen erscheinen, wird dei
aller Wahrscheinlichkeit nach aus Hidilensee in die Beiehshauptstadt
zurückgekehrt sein. F.iii neuer Film mit ihm ist noch nicht angekimdigt.
A. S., F r a n k f n r t / -M a i n : Die Pallailium-Film befindet sich in
Ko|ienliagen. Eine nähere .Anschrift ist nicht nötig. — Den Filnischaii-
spielerberuf kann iiiaii nicht erlernen. Hier ist das \\ csenlliche mimisches
Talent und — last not least — gutes .Aussehen. Nur ein routiniertes .Spiel
kann man sich in der Praxis erwerben. J)all die -Viissiclitcn für Filin-
aspiranten gleich Null siinl, wird Diiien sicher bekannt sein. — Die
liekaiintesten Tom .Mi.\-Filme heiUeii: ,,l)er Sturm auf den (ioldexprclj '.
..Der Hi^rr der Stepiie", ..Der 'J'exasreiter ". — Der amerik:iniscbe (leräiisch-
filin ..W ings " ist in Hollywood eiitst.inden. — ■ Elga Brink widiiit Berlin
^\ ju. Pr.mer .Slraüe :u. — William Fairbanks iiiul C'iirley W itzel wobiieii
In Be\ erly-llills, Hollywood, Kalifornii'ii, L'..s,A., und geben .Viitograiiime.
— J)cr letzte Eddie l'olo-Film belitelle sich ,,.\uf der Beeperbalin naelit>
um halb eins ..."
F i 1 m f r e u n d H e r b o r t a ii s Hannover 9: Hoot (iibson ist
durch die Fniversal-Studios, Fniversal-C'ity, Kalifornien, l'.S..\., Tom -Mix
üureh die Fox-Studios, 14(il, Western Avenue, Jlollywood, Kalifornien.
l'.S..V., zu erreichen. Hoot (iibson erblickte am iL .liili in Tekenmh in
Nebraska das laicht der Welt. Tom Mix st.immt aus El P:
in 'l'ex.is
Alllogramme.
ihre Bildkarte
/ICVNSTIJ-
und hat am (i. Januar Ceburtstag. Beide Künstler geh
Sie können deutsch an sie schreiben. Senden Sie ihnen
iiiid fügen Sie einen internatinoaleu l'ostscbein bei.
A. H. 2 2 0, Bremen: Ernst
Verebes wohnt seit kurzer Zeit Ber-
lin W, Einser SIralle 16.- — Henry
Stuarts -\dresse ist Berlin AV. P.is-
saiier Str.-iße 17. Livio P:ivaiielli
hat seine Wohnung in Berliii-Wil-
niorsdorf. üavensberger Str;ille .'>.
Lissy Arn.i wohnt Berlin W ;U),
Lindauer Str.iße ;), Beinlndd Schün-
zelist durch Schünzcl-Film. Berlin
SW 11, Koniggrälzer Stralie ll.sill9,
Europ.ihaiis, zu erreichen. Kurt Ves-
permann wolint Berlin-Crunew.ild,
Caspar-Theyß-Straße 18. M.irgarete
Kupfer Bcrijn W 30. Barbarossa-
straße 95. — Dina (irallas neue
Adresse ist Berlin-Steglitz, Opit/.-
straUn 8.
Friede! K.. G 1 c i w i t z: .Sie
haben recht, John Itarrymore trug
als ,.Doii Juan " eine l'erücke. —
Die beiden mäiinlicln'n H.iuptroUen
in der ..Frau im Schr.ink" spiellen
Willy Fritscb und Jmre H.iday. —
Jules -Messaro lebt unsttes Wissens
in .München.
D o r ;i D., Dresden: l'er
betreffende Begisseiir ist nicht be-
kannt. — Ol.ga Tschechow a wurde
am 2ti. ,\pril geboren.
Orete Krämer, E.ssen: Iwan Petrovich kam am ."iL Dezember
in Budapest auf die Welt, ist aber jetzt serbischer Staatsangehöriger. Der
Künstler war früher Digeiiiciir. dann Operettenbom ivant und im Kriege
Husarenofi'izier. Petrovich wurde im Jahre 192;) von dem iiiigarisclun
Begisseur .Michael Kertesz fiir den Film entdeckt. Kr gilit .Autogramme.
Sein neuester Film heißt ..Der (üinstling von Scbönbriinn ".
Wilhelm Seh., Stuttgart: Fee Malten ist seit dem ."0. Jann.ir
dieses Jahres mit einem Niclitsehausiiieler glücklich verheiratet. — Die
.\iißeiiaufiiabincn zu dem Defina-Filin ..S. O. S.. Schiff in Not' sind unseres
Ort und Stelle der Handlung gedreht worden. — Enrico
nicht in Berlin, sondern in Neapi'l geboren. Er ist nur
.\n iiitcrcss.iiiten, guten, filmisch geschickt aiisgearbeiteleii
IJeiiai,
W i.-
Benfer wurde
beim Film.
Exposes balle
gekauft, und zwar
Sogenannte .Star-.Autoren
wunschgemäß die Adressen
Halm gibt
Bayeriiallee 1
F i 1 m f r e II II d in 11s e
SW ((8, KocbsIraUe li-8, zu
(Geheimnis im Schlafwagen
und ,,Wi'nn du einmal dein
beim Film tätig, arbeitete
.Autogramme. — La Jana wolint Berlin-C'harlottenburg.
S. i n B.: Igo Sym ist durch die l'fa. Berlin
erreielien. Seine neuesten Filme sind ,,l)as
' (l'rinzi'ssin auf Frlaub), ,, Adieu, -Mascotte '
Herz verschenkst ". Sym ist schon seit .Jahren
friiher fast .■iiisschließlich in Wien und kam
vor etw.i einem Jahr nach Berlin. Seine b(dväniil(?sten Filme sind: ..Der
Kaiserjagor -, ..Dorine und der Zufall", „Was kostet Liebe':"' Igo Sviii
wurde am ;s. Juli in Innsbruck geboren, ist geschieden und gibt Auto-
gramme.
(Irete P.. F, 1 b e r f e 1 d : Der neueste Film mit Ernst Verebes heißt
,.Uer schwarze Domino". — La Jana ist unverbeiratcL — .Martin llerzberg
wurde als achljabriges Kind von dem dänischen Begisseur A. W. Sandber.'
entdeckt und debiitierti- in dem Film ..Die su-t Teufel'. Er filmte dann
bei der N->rdisk in Kopenhagen d.Mi ..David Copperfield", wirkte in dem
(.urinar I oliiacs - 1 iliu „Wenn Mädchen träumen' mit, spielte noch
mclireren kleineren 1 ihnen und fllml nun si-it einiger
Iniid. — l'nseres Wissens ist Jack Trevor zum ersten
Die Namen seiner beiden Kimlcr können wir Ihm
en im
spielte
Zeit in DeutM-b-
-Male M'rbcir.itel.
.Augenblick nicht
sagen. — Ihre (iriiße an Trexir und Pelrovieb sind ausgerichtet.
!■ I I m 1 o I t e , .M ü n c b e n : .Mady Christians i.st seit unjieiähr sechs
.Jahren verbeiratcl. ..M e Schwester und ich " wird voraussichtlich sehr
bald erscheinen. .M.idy Christians ist dunkelblond und hat unseres Wissens
dunkle Augen. Sie gilil Autogramme. Es ist wohl anzunehmen, daß sie
Ulli ihrer Cousine Christ» Turdy befreundet ist.
alle Filnigesllseh.it'ten Interesse. .\Iso auch Exposes wi-rdeii
im Diircbschiiitt fiir ein Honorar von 2(iO bis lliUli Mark,
erhalten noch mehr. • — Wir nennen Ihnen noch
von einigen Filingi-sellschaften; l'fa. Berlin
SW 08. Koclistraße ()-8, Aafa. Berlin SW 48, Frieilrichstraße 22;), National-
A\ arner. Berlin SW 18, Friedrichstraßc 10, Terra, Berlin SW 68, Koch-
straße 7:).
L u c i e V. B. de T.: Eric Barelays Adresse ist Paris, l.'i nie du Ciniiie.
1 e k e s , F r ."X n k f u r t / M .a i n : Hans .Adalbert von .Sehlcttow wolint
Berlin O 17. (Jroße Fr.inkfiirter .Straße 4. — Frcil Döderlein hat sein Heim
in der Babelsberger Straße .^>ll, Berlin-Wilmersdorf. Er wurde in -Sankt
A\old geboren, liat am 24. -April ('.ebiirtslag. war friilier als Beklame-
fachiiiann tätig und kam 1927 durch einen l'rodiiktioiisleiter zum Film.
Döilerli'in ist unverheiratet, passionierter .Sportsmann iiiul gibt n.itiirlicli
uiicli .Aiilogramme. Sein neuester Film ist ,, Nachtlokal " mit Evelyn Holt
als der weiblichen llaiiptilarstellerin.
F i 1 m f r e u n d i ii D o r 1 e M.. Nürnberg:, Mari.i Paudler ist
ungefähr fünf Jahnr beim Film. Ihr erster Film war ..Die vom
t'fer". Lilian Har\ey siüclte mit Willy Fritscb n. a. in ..Dii
Susanne" und ..Ihr dunkler Punkt". — Was ni.in iiber Camill.i llorii
irzählt. ist f.ilsch. Sie w.ir vor ihrer Filmkarriere Tänzerin im Berliner
Nelson-Theater. — Ob und w:iiin ein bek.iiinler Fiimsl;,r nach NilrllluM^:
keniml. wissen wir nicht. — Crele .Moshi'ini filmt ;iugenblicklicli nicht.
Sie ist in letzter Zeit mehr bei der .Sprechbiiline tätig. — Wo Evelyn lloli,
l-ili.in ll.irvey und Willy F'ritscb ihre Sommcrf.'rii'n verbr.iclit h.ibeii.
entzieht sieh leider unserer Ki>iiiilnis. D.igegen können wir lliiien sagen,
d.iß H.irry Liedtkc wirklich und w.ihrbaftig Ski laufen k.iiin. selbst
wenn Sie es uiclit glauben, und d.iß Evelyn Holt auch viel und gern
Sport In-ibt.
P :> II I S., F r a n k f II r t - O d e r : Harry Plel ist durch das Deutsehe
l.ichtspiel-.Syndik.it, Berlin SW 48. Fricdriclistr;iße 22j, zu erreichen. Er
ist mit D;iry Holm verheiratet. — l,ii<-iaiio .\lberlini ist ll.iliener, in Liigo
geboren und durch die A;il'a, Berlin SW 48, FriedriehstraUe 22;l,
erreichliar.
H a n s M., Berlin : Brigitte Helm wolint Berlin-Dalileni. Im Winkel
Nr. 5, und ist mit Kicbard Weißbacli verheiratet. Sie gibt Autogramme.
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')i»3^
jcy-*g''»:-TT,nqia
PAör. u/u
GUSTAV FQÖHLICH
im Ufa-Film „Hochverrat"
Fritz II n d JF n n s r) ii s A n c li c n : T>'\r- .\ilvosso der T'f.i i^l
Horlin S\V (')h, K.iclislr:ilJi' li— t*; ilic Aal;i li:it ihre Umuiuc Im liniin s\V is,
l'i ii'ilricIivlr.iUr •-'.:(. - l.issy Arii;is iu'iir>lcr Kiliii i~l ..l>ic \ ri riiliii'i in".
lliri' iiäilisic Arlirit liciUt ...Iciiscits der SiralJc".
W ,1 1 I <> r (i.. I" r a ii k T u r t 1 M :i i ri : l.icii Hc'.mts ist diinli dii'
Pciitsclic l'iil\ crsal, Itirliii W M. .MainTsIralJr ^L'. /ii i rrcii'lu'n. Sic liat
am ä. NinciiiliiT (icliilsta;;-. — Kvi K\a liat am .".ii. J)c/iMiil)i'r (ii-liiiiiMa^i.
— Wir liatii'ii die iM'lii'nriidi'U Kiiiislli'r an dir AiiUi^iaiiiiiu' ciiiiiirrl. —
l.iii-iaiui Alliorliiü i.-t am licstcii diirc-li dii' Aala. Itrrliii S\\ is. I'ru-dricli-
stralJi' 2l':i. zu iTrciclu'ii. l.i'iii liiclcn-lalil «uliiil HiTliii-WIliiiiTMliiif,
lIindciiliiirKsIralJc !IL'.
M a r y K.. I'u l s d a m : Der iinic^ti' Film viiii Kallii' von Na^y lirllJi
..Oaiiklcr". Sic lialicii rrclit. dii' Kliiislicrlii sinrllr aiirh in ilcr ..s.md-
t;riifln' und in diT ..üi'iaililik drr liaikfiM'lic'. Sir l-t iiii5;i'ralir dn-i
■laliri' iH'ilii Film. — lliinl <;ilw()ii i.-t iililit mit Vivlaii Cilwciii vi'r«aiidt.
— Daisy D'Dia wohnt l'ulsdain. .MiillkotialJc iM, Ulf rlrlitlKiT Name iM
l>aisy villi Ficilirrw.. Sli' spiilli- in der ..liiiclisi- der I'aiidura " und in diiii
Carlo Aldiiil-Film ..Das MrMlnviindi'iic Trsl.aiiii'nf.
F i 1 m r r <• u ii d i u M a r jr a. Hor-
lin: .M.ari.innc Winkrlstmi wird aiu-h
li.'ild «irdi-r rilnu'ii. \\'.iiin und wo ..Di'r
wi'ilJo 'rciifc!" iiraiil'si'fiilirt «iiil,
•-lidit im ,\iin(-nldick norli iiiclil fol.
Mari.annc Winki'Nli'ni licld .-illc Hliiiiu'ii.
— Die AiilliMi.anl'n.iliiiii'ii /.u ili'iii lu'ircf-
fiMidcn Film wiudi'ii in dm Alpi ii ui'-
dndit.
(;. Seil.. Soest: ..DiT Koiiin,- d.T
Ucniin.T' windi' nai-li di-in ulrii-liiianii-
(4;i-ii l'oni.in Min ('. 1. Ili'ir. ..Die S.md-
f;räfin'" ii/u-li dom y;li'iiliii.imiui'n Koni in
von (iii-tav l"n'iis-i>ii vrrtilmt. ..Di'r
iviiiiit; der HiTiiiii.a" i-t oiii iiciiit 1-ilin
lind läuft daher noeh in \ ielen Kinos.
Mii^lieh. d.iD :iii( h ..Die S.iiid^r.alin-,
die vor iin;;cr;ilir zwei .l.ihrcn her.ans-
Uam, noch in \ ersfhiedeiien Liehlspicl-
the.-itern zu -ehen ist. — Der l'.irliier
\ on l.i.iiii' l.:iid in ..Maninis d'l^oii
Der S|iion der l'rpinp.adoiir) war Deiie
Morel, ein Kimländer. der leider F.iide
vorii;eii .l.ihres starb. K.irlen des Kiiiist-
lers kcMiiieii Sie noch diireh seine (I.-itlin.
I'r.iii Morel, lierlin W .''O, 'r.-meiili'.ieii-
vli.ilJe i'o. erliallen.
.\ n n e m .-i r i e 1' f.. 1! r e s I ,i n :
Den Fiirslcn (Jimarin in ..Di.-ine'- >|iie|t.'
Doris de Fas. Kr ist Pole. \ erlieir.ilet.
t>il)t Anto;;r.iinme. filmte fnilier in
,\iiierik;i und wohnt Merlin W. l'ariser
StralJe 7. limc l.;ind:;iit w iir.le \ nn
llenny l'oilen eiitdeekl. C.iisll St.ark-
(istettenliaiir s|iielti' seine erste jiridje
Ilidlf unter C.irl Hoeses I!e;;ie bei der
N.ilion:ii. n.-unlieli den ..Pieeolo vom
Culdenen l.iiwen". — A\ir werden Wil-
helm Dieterle ncrn .TU il.is rälli;;e .\ iito-
fcraniin erinnern. - - .M,itlhi;is \\'ieni.iiiii
wohnt Herliii. Moiiner Sir.ilJe .V».
M a r K II t (i.. .\ 11 a s h II r ;; : Ihre
(^riilji' .111 l.iane ill.iid, .Marn.irete .Sehiiii
iiml l'raii Dene .\loiel liaheii wir aiis-
Keriehlel. — liihlkarlen von M.iru.irete
Seliün erh.alteii Sie durch ileii Nerl.-iir
..llliisiriert« Filmwoche", lierlin S\V d.s.
Kochstr.aljc fi — H. Dene Morel li.atte in
folmMiden Filmen ;;-espielt: ...\ Ipentra^ö-
die". ..Die Spielerin". ..Marijiiis d'Kon '.
..Hinter K!osterni;iticrn".
A. V. J{ e r 1 i n : (irela C.-irhn ist diir.di die Melro-dold« yii-M.i.\ er-
■stiidios, _('iilver-('ily, Kalifornien. L'.s.A.. /ii ci reichen. sie niln Auto^
urainine.
1) i (. a P .-i r 1 o - V e r e h r e r . H e r Ii n : Dil.i l'.irlo ist nii\ eiheiralei,
^iht Aiilo^ramme niul wohnt Berlin W. .Molzsir.ille ^-7. Die Kiiiistlenn
wurde am 4. Sepleiiihcr in Stettin gehören.
.M .1 n s i . (i II h e n : ^N'crner Fnetti'rers niicli-icr Film i-l ..D.i-
Miidel mit der Peitsche". Die Titelrolle wird von .Snny Oudr.i ^e~pieli. —
l.eni Uierensi.ahl wohnt Herlin-\\ ilnicrsdorf. lliiulenhnrii-lra IJc '.H'. F,ni-t
pelerseii ist durch die Sidi;il-Film. Herlin .SAV Is. (■'riedriclisii:il,!c -.Mi;, zu
crreiclieii. Heide Kiiiisller sind die II;iiiiild:ir~lellir m dem neuen A.ifa-
Sok.ill'ilm ..Die ueiGe lldlle vom Piz P.ilii ".
i' i 1 in i n t e r 0 s ? 0 II t i n .1 ii s IT a m h ii r ^ : Wladimir Ciaid.irow
wohnt licrlin-ll.ileiisee. .lo.ichim-Fricdrich-Siralie .'i;!. und h.it .im M. Juli
( Hlinrlst.iK- — '?;■<> Syin ist diircli die Ff.i, Berlin S\V liS. KochslnilJo (i — s,
/II erreiilien. Kr wurde .-im ;l. .Iiili gehören. — Krnst llofni.inn hat am
7. Dczeinlpcr Cehiirisl.-i;;- und wohnt Herlin-ll.-iloiisec. .\unustc-Vikloria-
sir.ilJc t. - Ol.af Fjords Adresse i-t Herliii-Wilmersdorf. .Xantcner Str. 18.
I'jord hat .•im IJ. Auj;nst t.i-hnrlsl.it;-. — Viim.i H.aiiUy ist durch die Fnited
Artisis. 7;uu.' Sanl.i Monici lionlevard. llollyvsood, r.S..\.. crreichliar. Ihr
tiehurlslan i-t der M. .I.inii.ir. llel;;.i riiom.is wohnt Herlin W, Kiif-
-tciiier Sir.aUe :'.. Sie li.il .nn s. .luiii (Jeliurisla;;-. Ihr nenesli'r l-'ilm
lieilh ..Holet laicli Mir lelchlen l'r.iui-n".
M .1 d i 11. ans Z n r i c li ; .lack J'rcv or wohnt Herlin W. itcndler-
-tialle •!. und ^il't .\ulti-r.iniiiie.
X c 11 ;; i e r. li e r I i n; Hrijiilte llclin wohnt Kerlin-D.ihleni. Im Winkid j,
und Ist Ulli l.'H'lund WeilJhaih verheiratet. — (iuiinar 'loliLies ist Icdi«.
..('(■schlecht in l'csMdn " kauft siidier in der Provinz und .auch noch
in loni^jen Hcrlincr l,ichtspjidli:iusern. — Iwan l*etro\ichs Adresse ist
Hcrlin-SchmurKcndorf, Forkcnhci kstralJc Mn.
K 1 1 .1 H.. Horlin: P.da Xo;;ri ho-
fiiidet sich noch iinmor in Kna'land. — ■
l'ilmposik.'irlen erh.allon Sic durch die
..Illustrierte Filinwoolio''. Herlin S\V liK.
K.)ch-tr;il.'.e fi— S. Clani How ist durch
die P.ir.imonnt. .'il.'il. .\rar.ithon Street,
K.ilifornien, F. S.A.. .lotta (iond.al durch
die ]'rodiicers Distrilintion Corp.. .New
York Citv. I'.S..\.. zu erreichen. — It.i
l.'iiia wohnt Hcrlin-Wilmeisdorf. ^Vil-
luer-dorfer SIr.alie •!.•<.
.\I ,1 r i o 11 !{.. I, y 0 U : Senden Sie
uns. kille, noch die fidilcnden l.lo M.
in liriefiu.arken. d.amit wir die .\iito-
lii.inimo von den hetreffcndcii Kuiisilerii
hc-ori;cii kiinnon.
M .a r i o 11 . .Mii n c h i> n : Dorothea
Wiirk w.ilint Miinchon. 'rhicrstr:ilie lii.
h.it :iin :'.. .I.anuar (Jeliiirlst:iK. spielt in
Miiiichen Thc-iler und hat d.ihcr v\ohl
iiii hl so viel Zeit, um zu filmen. —
Dcooihc.i Wieek ist ledijr. — Ei;on von
.tiud.in ist in Herlin hoi der Sprech-
huhne lind xvohlll Herlin \\ l.'i. I.icl/eii-
huriier Sir.aRe -27.
H r i ;;■ i I t e II e I m - V e r e h r c r
;i 11 s s .1 c h s e 11 : Hrisitte Helm vMirde
.1111 17. Miirz in Herlin liidioren und isi
von Fritz T.;in?; für den Film entdeckt
worden. Sie ■ wohnt Hcrlin-Dahlem. Im
Winkel .">. ist mit Kich.ird 'Wcilähaoli
verhoiratot und {ribl .\ntoi;r.ininie. Xoin.
hi'i der Spreclihiilino ist Hrinitte Helm
iiirht. .\her OS ist ihr sehnlich-icr
\\ nii-i h. Die noneslen Filme mit der
Kiiii-thi in lieiMen: ...M.inolescii" nml
..Skl.iveii dcM- I.eidonsc h.-ifr-.
Dolore- ,1 0 1 K i o - Ve r e h r e -
rinn c n . M ii n r h o n : Dolores del
Pill vviiido in Durans,o, Mexiko, no-
horen, Ihr (iehnrtsfaK ist der Ii. .\iisnst.
Dolores del Itio ist dnrcli dio fniteil
.\iiisis. 7;.'nn. S.int;i Monic;i Houlevard,
Hollywood. Kalifornien. r.S..\.. zn er-
reichen.
A. P.. F >• .1 n k f 11 r t .M .-i i n : I.ia
Kihenschiilz ist iiiil Kurt Ves|ierm.inii
\ erhcir.itct. (>iht .\iitosr.iinme und wohnt
Hcrlin-t.rune« .ild. Crispar-'riieylJ-Slr. IS.
Die Künstlerin v\urde ;im lU. -M.ärz in
\\icsh:iden gehören.
rhaven: liriu'itle Helm i-l hlond und h:it
e isl eine :;rolJe Hlunieii- und 'rierfreiiiidin. Wenn Sie
iif dem Herzen ■ luiheii. so schreihcn Sic uns nur ruliis.
K.. H r .
klEDVilCKt ZwanjSsvorstwlIuni;.. Schwermut. Unruhe. Unlust. Gedächtnis-,
nCHTVjL: Nerven-. Willensschwäche (Rjiichen. Trinken. Morphium),
Aa)*st, Belan|<enhcit Erröten Neurasthenie. Stottern, Schlaflosigkeit, Hysterie,
Suiiiiestious- und psyehoanalyl sehe Behandlung für Geinvils- u. Nervenleiden
'WV. S C Im Ö ■• e ySV ^ r I«. Neue Grünstraße 20. II. 3-6
iir e i II z
Itl.ane .\u;^en.
w ieder ..elw as
Sie liol;isti!;oii uns nicht.
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•lo-eph \on Sieniliern-s spielen. Uli iiud w.iiin .I.inninus n.ich .Miinehen ^
k ml. »i-sen wir leider iiichl.
(■ r e I .■! t; .1 r h o - V e i e li r e r i n :i ii - II a m li n r k : ('.rei:i (;:irho
befindet sich schon kinue wieder in ( iih er-( ity. K.ilifornien. Sie .irbeilei
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des Films — Naturgesdiidite eines Fdms — Filr
Könige und ^Adjutanten " "
i\uiiij;e Ulm =,-\ii|uianien — Der Regisseur — Der
Diditer — Die Kritik — Der Mann, der alles
dreht — Die Niegenannten — Im Glashaus
Zw isdien den Kulissen — Im Cafe der Kom-
parsen — Aditung! Aufnahme! — Die Diva
Der sdiöne Mann — Abenteuer, Sensationen
und Grotesken — Reimantik — i loll>\xood Erotik
Film und Familie — Die Größten ihrer Zeit — Kino
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Wilhelm Schaeler, Chariottenburg. A n z e i g t n v e r w a 1 1 u n g Bcpa-Verlag, Berlin W 35. Blumcs Hof 5. Kupfertiefdruck; August Schcrl G. m. b. H., Berlin SW 68
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r.'u'i. i'jj
HIMANSU QAI
Haupldarsieller des Films der Ufa „Schicksals^ürfel"
[
Lilian Harvey
und
\lexander Sascha
TiinjSe verliebte Leute reißen mit Vor-
I liebe von Hause aus, um dem Gegenstand
^ ihrer Schwärmerei so nahe als möglich zu
sein. Meistens kommen sie aber nach eini-
;4er Zeit zurück, weil sie sich die Sache
überlegt haben und die Dinge in der Nähe
gewöhnlich ein anderes Aussehen anneh-
men. Wenn Lilian Harvey in dem Film
„Wenn du einmal dein Herz verschenkst"
von Reue gepackt nach Hause wollte, so
hätte sie auf der Rückkehr reichlich Ge-
legenheit, sich alles noch ein paarmal an-
Harry Halm in einer mittelamerikanischen Hafenstadt
ders zu überlegen, denn sie, die Nichte eines mittelamerikanischen
Plantagenaufsehers, verliebt sich in einen jungen Mann, der in Ham-
burg beheim.atet ist, und folgt ihm bis dorthin nach. Freilich wäre
es ihr auch nicht möglich, unterwegs auszusteigen, denn das Schiff
ist ein Frachtdampfer, der Bananen von Westindinien nach Ham-
burg bringt und die Strecke ohne jeden Aufenthalt zurücklegt.
Frachtdampfer rasen ja nicht wie die Passagierfahrzeuge mit
Schnellzugsgeschwindigkeit über den Ozean, sondern lassen sich
etwas mehr Zeit und benötigen für ihre Strecke mindestens vier
Wochen. In diesem Zeitabschnitt ist es schon möglich, die tollsten
Dinge zu erleben, woran Lilians Reise keineswegs mangelt. Ein
Frachtdampfer ist natürlich nicht wie ein Passagierschiff darauf
eingerichtet, seiner Besatzung die Zeit während der Überfahrt zu ver-
treiben, denn wenn wochenlang nichts als Himmel und Meer zu sehen
ist, so langweilt sich der unbeschäftigte Passagier beträchtlich. Die
Mannschaft eines Frachldampfers hat freilich keine Zeit, sich zu
Rechts: Lilian Harvey
Lilia n Harucy
und
Igo Sym
Harry llcilni, Lilian Uarvcy und Komparxcn
lan^w eilen, dazu ist der Diensl viel zu schwer,
und auch Lilian Harvey kommt nicht dazu,
denn sie ist unter den vielen Männern die
einzige Frau, der man viele Gefälligkeiten
erweist und die sich auf dem Frachtschiff
bald wie zu Hause fühlt. Sie hat sich als
blinder Passagier auf das Schiff geschmuggelt
und läßt sich erst auf hoher See entdecken.
Blinde Passagiere haben in der letzten Zeit
viel von sich reden gemacht, und wenn sie
im wirklichen Leben auf einem Fahrzeug ent-
deckt werden, so pflegt der Kapitän er-
1
Lilian Harvey
schreckend würdevoll ernst zu werden, und die Mannschaft wird
grob. Die richtige Reiseromantik darf nur mit einer vorgeschrie-
benen Fahrkarte angetreten werden. Im Film ist das aber an-
ders. Die ,,Frau im Mond" wird in der Stratosphäre von dem
vierzehnjährigen blinden Passagier überrascht, der sich in einem
Skaphander des Raumschiffes verborgen hatte. Nun, Lilian Har-
vey weiß sich ebenfalls gut zu verstecken, nur mit ihrer Liebe
hält sie nicht hinter dem Berge zurück. Ihr Gegenspieler ist der
lustige Harry Halm, auf den sie es aber nicht abgesehen hat,
sondern sie ist in den eleganten Igo Sym verliebt, der sein Herz
aber nicht im Lande der Bananenplantagen verliert, sondern damit
wartet, bis er wieder in Hamburg angekommen ist. Freilich er-
reicht Lilian ihr Glück erst auf Umwegen und hat eine ganz ge-
fährliche Nebenbuhlerin aus dem Felde zu schlagen, was sie mit
der ilir eigenen Grazie unter Regie von Thiele unternimmt.
Links: Harrv Halm tVintn-i-. Vjci
tLppcnspie
Von Alfred K c
Eine seltsame Gesellschaft hat sich bei der Werbefilm-
Ableilunft der Ufa versammelt.
Puppen! LeibhaftijSe Puppen!
Lustii« sehen sie aus mit ihrem lebendij^en Gesichts-
ausdruck, den pfiffi-
}5cn Knopfau)5cn, den
kleinen Flanellhänd-
chen und dem krau-
sen Haar, das ihre
Köpfe bedeckt.
Und das Kind in
uns wacht auf.
Es ist, als ob ein
Leuchten in uns auf-
}5in}5e.
Ja, wir alle haben
noch ein Stück Kind
in uns!
Haben wir das?
Wirklich? Alle?
Oh, seid froh, wenn
ihr es noch in euch
fühlt, wer ihr auch
seid!
Glaubt es mir, wenn
nicht noch so ein
Stück des längst,
längst vergangenen
Jungen in euch steckt,
das ab und zu mal
zum Vorschein kommt
und die Zunge heraus-
streckt und fröhlich
und herzhaft lachen
kann, dann seid ihr
alt, unwiderruflich alt
geworden.
0 über euch steif-
leinene, vernünftige,
immer korrekte Re-
spektspersonen, die ihr
das Beste, was in
euch ist, nicht ver-
stehen wollt, die ihr
die Welt, die schöne
Welt, mit ihren Bäu-
men und blauen Ber-
gen und bunten Blu-
men, mit ihrer hellen,
klaren Sonne nur noch
durch die scharfe
Brille eurer armen,
alt gewordenen Seele
seht!
Was sind euch
diese Puppen, die tot,
bewegungslos dort sit-
zen in der Ecke des
Ledersessels! —
Aber wenn es noch
in euch ist, wenn auch
in irgendeinem ver-
steckten Winkel eures
Herzens, das fröh-
liche, lachende Kind,
dann stehen sie auf, die toten Puppen, und Kinderland
leuchtet wieder auf vor eurer Seele. Und in diesem blauen,
freudigen Erinnerungsland springen sie euch entgegen und
erzählen euch lachende Märchen, die doch keine Märchen
sind, Märchen aus
dem geheimnisvollen
Sehnsuchtsbuch eurer
Jugend. ,,Es war
einmal — — !"
Und es war ein
Mann, der noch durch
die frohen Augen des
Kindes diese Puppen
ansah, der noch fabu-
lieren konnte. Und
seine kunstreichen
Hände brachten die
Puppen, die dort sit-
zen, still, allein, zum
Leben.
Er spielte mit ihnen!
Aber nicht das
Spiel des Kindes ist
es, das er mit ihnen
treibt. Sein Spiel hat
einen Zweck, und
ernste Arbeit erfor-
dert dieses Spiel.
Denn im Film sol-
len die Puppen leben-
dig werden.
Wißt ihr, was das
heißt?
Jede der Bewegun-
gen muß in einzelne
Phasen zerlegt, und
jede dieser Phasen
muß einzeln auf-
genommen werden in
mühseliger, zeitrau-
bender Arbeit!
Dann werden alle
diese Teilchen anein-
andergesetzt, und —
da grüßt euch der
Puppenmann mit tie-
fer Verbeugung, der
pfiffige Junge treibt
sein Allotria — über-
all ist Leben! Und
dann werben diese le-
bendigen Figürchen
nicht nur um die
Gunst derer, die sie
sehen, sondern für
einen besonderen
Zweck. Denn ein
Werbefilm soll das
Spiel werden, und
dazu sind sie da, diese
bunten Puppen.
Sie werden werben
mit besonderer Zug-
kraft, gerade weil sie
Puppen sind.
Photos: L'ja-W rrbe/ilm
G
lieh sojiar nur um Frauen, denn alles
Geld dient ihm nur dazu, jeden
Wunsch der geliebten Frau erfüllen
zu können. Der Abenteurer leidet
unter der Veranlagung, ein Weltfah-
rer zu sein. Das Glück in der stillen
Hütte lockt ihn nicht oder erst dann,
wenn das Leben abgeschlossen hinter
ihm liegt. Manolescus großes Vor-
bild, Jacopo Casanova, brach in seinen
Memoiren mit dem fünfzigsten Jahre
ab. Vielleicht zeigten sich bei ihm
damals die ersten grauen Haare unter
der Perücke, jedenfalls erlebte er es
zum ersten Male, daß eine Frau sei-
nen Bitten widerstand und nein sagte.
Der Fürst von Ligne, der letzte Ka-
valier eines untergegangenen Jahr-
hunderts, freilich ergriff die Feder
und erzählte uns das nicht eben amü-
sante Ende des großen Abenteurers,
der sich in der Einsamkeit des
Schlosses Dux mit Domestiken her-
umärgerte. Für Manolescu, den Ma-
nolescu des Films, ist ein besserer
Ausgang ersonnen worden. Im Zeit-
alter des Automobils bedeutet das
Leben auf einem Schloß niemals Ver-
bannung, wie vor 150 Jahren, son-
dern eher ein Ausspannen von den
Anstrengungen der Großstadt oder
der mondänen Luxuskurorte, in die
man heute geht, um sich zu zer-
streuen, weniger um sich zu erhqlen.
i)er Abenteurer liebt zuerst den
Typ der rätselhaften Frau. Weil er
selbst der Welt mit seiner Existenz
Rätsel aufgibt und weil er weiß, daß
eigentlich kein anderes Geheimnis
dahintersteckt als das, die Leute
glauben zu machen, was er wünscht,
brennt das Verlangen in ihm, zu er-
fahren, welches Rätsel eigentlich die
Frau birgt. Aber dann zeigt es sich
in jedem Fall, daß der Abenteurer,
den nichts schreckt, an einen Geg-
ner gekommen ist, der sich ihm über-
legen zeigt und vor dem er die Waf-
fen strecken muß. Fontane, der sich
Brigillc Helm, Iwan Mosjukin
und Dita Parlo l'hot. C'/j
lose Hinjjabe jeden Mann rührt und
willenlos macht. Sie siegt durch
nichts als die Einfalt ihres Herzens,
und überzeugt und überwindet
schließlich doch den Mann, obwohl sie
sich in keinem Augenblick ihrer
Macht bewußt ist und sich willenlos
treiben läßt von der erschütternden
Allgewalt der Liebe,
Der Film „Manolescu" ist keine
Wiedergabe der bekannten Memoi-
ren des Hochstaplers. Der Mensch
Manolescu entpuppt sich beim Er-
zählen seiner Lebensgeschichte als
arger Aufschneider. Er dichtete sich
Raubzüge an, die er niemals began-
gen hat und die er nur beschreibt,
weil er sich als kühner und gefähr-
licher Mensch zeigen will. Das Lüg-
nerische ist vom Charakter eines
Hochstaplers nicht zu trennen, aber
im Film wirkt eine solche Eigenschaft
unangenehm. Man hat daher die
Filmfigr.r des .^\anolcscu ein wenig
seinem Vorbild Casanova angeglichen,
zumal Iwan Mosjukin seinen ersten
internationalen Erfolg in der Rolle
dieses großen Abenteurers erzielte.
Sein Manolescu wird nicht dahinter
zurückbleiben. Die Regie führt, wie
stets in Mosjukinfilmen, Wiatislaw Tur-
janski, der seinen Hauptdarsteller seit
dem ,, Kurier des Zaren" betreut. Die
sorgfältige und einfallreiclie Art
dieses Regisseurs ist zu bekannt, um
noch besonders betont zu werden.
.^I^^l^!^%^2:l*i^ß^^«^ta42^c;b (}f^£^
Ein Interview.
\
Alle Welt in Hollywood hatte geglaubt, daß der Ton-
film dem berühmten Ramon Novarro genügen und
er auf seine Opernkarriere verzichten werde. Aber
der Reporter einer großen amerikanischen Zeitung, der
eigens von New York nach Los Angeles gekommen war,
fand ihn in ganz
anderer Stimmung.
Auch der Tonfilm
genügt dem Ehr-
geiz des Künstlers
noch nicht, er be-
steht darauf, von
der Bühne aus in
Kontakt mit den
Zuschauern zukom-
men. Tonfilm, sehr
schön, sehr präch-
tig, eine absolute
Steigerung des
künstlerischen Er-
lebnisses auf der
Leinwand, aber es
ist jedoch etwas
anderes, persönlich
aul der ""ühne zu
stehen und eine
Operngestalt zu
formen, jedesmal
neu zu singen und
gezwungen zu sein,
sich zur höchsten
Leistung anzuspor-
nen.
Ramon Novarro
will ganz ernstlich
im nächsten Früh-
jahr in ,,Tosca"
oder ,, Boheme" auf
der Opernbühne
debütieren. Vor-
aussichtlich stellt
er sich in Berlin
als Opernsänger
vor. Sollte er ge-
fallen, so folgt —
vielleicht — ,,Rigo-
letto" in Paris,
,,Pclleas und Me-
lisande" in New
York — , aber No-
varro verteilt das
Fell des Bären
nicht eher, ehe er es hat. — ,, Sehen Sie," erklärte er dem
Interviewer, „zur Oper zugelassen zu werden, ist vielleicht
noch schwerer, als in den Film hineinzukommen. Das erste
Erfordernis ist natürlich ein langjähriges Gesangs- und
Rollenstudium, und dann kommt die schwerste Aufgabe —
sich bei den maßgebenden Stellen Gehör zu verschaffen.
Ich kenne sogar Fälle, wo Sänger große Summen zu zahlen
hatten, nur um einmal öffentlich auftreten zu können. Sollte
er dann Erfolg haben, so wird er meist weiter beschäftigt,
— aber immer noch ohne Honorar. Sie sehen also, daß
ich nicht mit einem finanziellen Erfolg rechne — im Gegen-
teil. Ich glaube, daß auch mich die Erfüllung meines Lieb-
lingsv»/unsches ein nettes Sümmchen kosten wird."
Ramon Novarro
Mit zähester Beharrlichkeit hat er an der Verwirklichung
dieses Wunsches gearbeitet. Oft genug, bevor er das Glück
hatte, ein Engagement als Vaudevilletänzer nach Amerika
zu erhalten — er ist bekanntlich Mexikaner — , wußte er
nicht, ob er am nächsten Tage noch eine Mahlzeit haben
würde; aber nie
vernachlässigte er
sein Gesangsstu-
dium. Dann kam
seine Chance beirri
Film — nur um
ihn erkennen zu
lassen, daß er
trotz finanzieller
Unabhängigkeit der
Erfüllung seines
Herzenswunsches
noch viel ferner
gerückt war. Er
konnte sich jetzt
die besten Lehrer
leisten; aber ein
Film jagte den an-
deren, so daß er
nie Zeit genug
hatte, einen Beweis
seiner Fähigkeiten
als Opernsänger in
einem öffentlichen
Auftreten zu^ er-
bringen. Auch seine
größten Filmerfolge
— „BenHur ', „Alt-
Heidelberg", ,, Ra-
mon, der See-
kadett" und ,,Sang
der Südsee" — lie-
ßen ihn niemals an
dem, was er als
sein eigentliches
Lebensziel betrach-
tete, irre werden.
Seine Rollen probte
er in seinem eige-
nen kleinen Thea-
ter in seiner Villa
in Hollywood, wo
er sonst seinen
Freunden und Ver-
wandten seine Mi-
niatur- Schauspiele
vorführt.
„Trotzdem ist es eine große Überraschung für uns alle",
bemerkte der Interviewer. ,, Niemand glaubte, daß es Ihnen
wirklich ernst mit einem öffentlichen Auftreten war."
,,0h — das gerade ist vielleicht einer meiner Gründe,
weshalb ich meinen Weg bis zu Ende gehe!" lächelte er.
,, Sehen Sie, wenn jemand wirklich etwas vollbringen will,
aber andauernd darüber spricht, so geht dadurch ein gut
Teil der Enengie zuungunsten des Werkes selbst verloren.
Es ist ebenso wie Tag-Träumen — man versäumt darüber
das Schaffen selbst. Um ein gestecktes Ziel wirklich zu
erreichen, muß man sich still für sich in sein Kämmerlein
einschließen — und nicht eher wieder hervorkommen, bis
man sein Werk vollbracht zu haben glaubt,"
Phut. M.-a.-M.
Ramon Novarro und Südseeinsulanerinnen in dem 'Tonfilm „Sang der Südsee"
Piwi. M.
„Wenn ihr Debüt sich zu einem Erfolg gestalten sollte —
in welchen Opern gedenken Sie aufzutreten?"
„Vor allem einmal erst in .Rigoletto'. Ich habe da
meine eigene Auffassung von der Rolle des Herzogs. Bis-
her wurde dieser immer als eine Art Roue dargestellt —
ich denke ihn mir mehr als eine Art Benvenuto Cellini, als
einen jungen, romantischen Abenteurer, der alles im Leben
mitnehmen möchte; mehr gedankenTos und leichtsinnig als"
intrigant und finster.
Ob es mir gelingen wird, meine Regisseure zu dieser Auf-
fassung zu bekehren, steht freilich auf einem anderen Blatt.
Wie Sie wissen, ist speziell für »"olche Rollen ein traditio-
nelles Darstellungsschema festgelegt, und nur wenige
Sänger wagen es, davon ab-
zuweichen — sogar der
große Caruso war in dieser
Beziehung sehr vorsichtig.
• Das soll nun nicht etwa
heißen, daß ich mir auf
Grund eigener Ideen das
Recht anmaßen will, die ge-
samten Traditionen der
Oper über den Haufen zu
werfen. Ich möchte das
Recht eines Künstlers, einem
Charakter neue Nuancen
zu geben, nur dann aus-
üben, wenn ich glaube, daß
die Darstellung dadurch
gewinnt.
Vielleicht ist einer mei-
ner Gründe dafür der, daß
ich weniger meines Spiels
als meines Singcns wegen
besorgt bin. Ich weiß, daß
ich z. B. den Cavaradossi
i
oder den Herzog spielen kann; aber ich bin 'mir nicht so
sicher, ob ich sie auch gesanglich wirkungsvoll genug zu
bringen imstande bin. In dieser Hinsicht kann ich nur das
Beste geben, das in mir ist — und wenn ich wirklich ver-
sagen sollte, so bleibt mir wenigstens der Trost, Herz und
Seele in eine ehrliche Anstrengung gelegt zu haben."
Über seine Stellung zum Tonfilm äußerte Novarro, daß
dieser nach seiner Meinung eine Nationalmusik Amerikas
hervorrufen werde. Amerikas Musikstil, der Jazz, hat sich
in allen Ländern durchgesetzt, wenn auch sein Hauptinstru-
ment, das Saxophon, in Europa erfunden wurde und die
künstlerische synkopierte Musik in Europa geschrieben wor-
den ist. ,, Frankreich, Italien, Rußland, Deutschland," erklärte
Ramon Novarro, ,, jedes
Land hat seine eigene Mu-
sik, die überall anerkannt
ist; nur Amerika schuf mit
dem Jazz keinen nationa-
len Stil. Rußland zum Bei-
spiel", erklärte der Metro-
Goldwyn-Mayer-Star, ,, hatte
sein Ballett, und Kom-
ponisten, wie Tschaikowsky,
schufen im Hinblick darauf.
Auf diese Weise wurde ein
bestimmter Musikstil ge-
boren, der für die ganze
Nation typisch wurde.
Aber Amerika hat weder
ein National-Ballett noch
eine National-Oper: es
fehlte der zentralisierende
Faktor, die Musikschöpfer
zu einem bestimmten Stil
anzuregen und sich auf
diesen zu konzentrieren.
Ramon Novarro und
Doroihy Janis in „Sang
der Südsee"
■*4
1
ym»m
My Fritsch und Diia Parlo in dem Ufahnfilm der Pommer-ProdukUon „Melodie des Herzens" pm. Ufa
eorge
incrofl
Toseph von Sternberg, der in Ber-
I lin weilt, um den neuen Jannings-
I Film zu inszenieren, erzielte in
' Amerika seinen nachhaltigsten Er-
folg mit der überaus realistischen
Schilderung der ,, Unterwelt", Lange
hatte man nicht einen so mitrei-
ßenden, in allen Szenen elementar
erlebten Film jjesehen. Kein Wun-
der daher, daß Joseph von Stern-
berg den Auftrag erhielt, sich des
Milieus noch einmal zu bemächti-
gen und nunmehr in das Zentrum
des Verbrechertums vorzustoßen
und Chikago zu verfilmen. Das hatte
zwar vor ihm schon David Ward
Griffith getan, der in der ,,Tat ohne
Zeugen" nach einer wahren Ge-
schichte berichtete, aber doch noch
nicht den Weg fand, der zu der ein-
zig möglichen Realistik der Dar-
stellung führte, sondern der noch
Requisiten des durchschnittlichen
Gesellschaftsfilms benötigte, um die
Handlung vorwärtstreiben zu kön-
nen. Sternberg ist aus härterem
Stoff zusammengesetzt. Er verzich-
tet auf die Sensationen des Boule-
varddramas und zeigt seine Ver-
brecherwelt, wie sie wirklich
ist. Chikago kann den traurigen
Ruhm für sich in Anspruch nehmen,
diejenige Stadt des Erdballs zu
sein, in der die meisten Verbrechen,
vor allem die meisten Raubüber-
fälle und Morde, vor sich gehen. Es
liegt dies vielleicht an dem Um-
stand, daß Chikago die größten
Schlachthäuser der Welt besitzt, in
denen Zehntausende von Arbeitern
gegen Blutgeruch stumpf werden.
Dann aber auch daran, daß Chikago,
als Grenzstadt, mehr als ein ande-
rer Ort geeignet ist, Einfuhrhafen
für geschmuggelten Alkohol zu sein.
Das Wagnis des Alkoholschmuggels
ist groß, weil die Prohibitionsagen-
len mit allen Mitteln, auch un-
PM. Paramount
William Powell
"
!
/ '♦. \
Evelyn Brent und William Powell
gesetzlichen, dagegen vorgehen,
denn sie sind an der Prämie betei-
ligt. Aber ebenso groß ist der Ge-
winn, der den Alkoholschmuggler
lockt. Die ,, Bootlegger", wie sie in
Amerika heißen, arbeiten nicht
allein, denn dann würden sie schnell
von der Polizei geschnappt werden,
sondern in Banden, deren Organi-
sation außerordentlich fest ist. Die
Verbrecher von Chikago sind mit
den modernsten Waffen versehen.
Sie verfügen nicht allein über Pan-
zerautos mit Maschinengewehren,
sondern auch über Tränengas. Sie
sind bandenmäßig so stark, daß sie
Polizeitruppen offene Feuergefechte
liefern können. Den Verwaltungs-
behörden sind die Verbrecher der
Unterwelt natürlich ein Dorn im
Auge, aber es ist außerordentlich
schwierig, gegen sie anzugehen.
Erstens verfügt die Verbrecherwelt
über große Geldmittel. Dann ist
der Zusammenhalt zwischen den
einzelnen Elementen bedeutend; ein
Fremder erhält kaum jemals richti-
gen Einblick in die Verhältnisse,
und dem Verräter gilt ohne weiteres
die Revolverkugel. Dann bringt es
die Politik Amerikas mit sich, daß
sich die einzelnen Gruppen heftig
bekämpfen und sich dabei nicht
selten Mittel bedienen, die eben-
falls ungesetzlich sind. Außerdem
verstehen es die Verbrecher immer
wieder, durch Bestechungen ihr Ziel
zu erreichen. Die Unterbeamten
werden in Amerika schlecht
bezahlt. Auf sie wirkt natürlich
eine Summe von 10 000 Dollar sehr
stark. Natürlich widersteht die
Masse der Beamten einer solchen
Lockung, wie der Film „Polizei"
richtig schildert, aber überall gibt es
schwarze Schafe, die sich vom
Gelde blenden lassen.
Aus dem bei der Ufa erscheinenden Film „Das Halsband der Königin". Im Schlitten Diana Karenne und Marcelle JeHerson-Cohn Phot. Engberg
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Es scheint ein Widerspruch darin zu liegen, Paris im
Schnee zu zeigen, denn diese Lichtstadt scheint einen
ewigen Frühling zu erleben und stets eine Saison zu
haben. Aber das ist ein Irrtum, schon im Hochsommer ist
Paris im eigentlichen Sinne leer, nur noch ein Dorado
eiliger Fremder, die schnell in das Wesen dieser Stadt ein-
zudringen wünschen und nicht viel davon zu sehen be-
kommen. Der Winter sieht an vereinzelten Tagen Schnee
oder unangenehme Regenperioden, die das Bild der Stadt
grau tünchen. Die Wärmeausstrahlung dieser riesigen An-
sammlung von Häusern hindert freilich die Bildung einer
Schneedecke; nur in den Außenbezir-
ken, in welche sich nie ein Fremder
verirrt, oder in den Parks ist der
Schnee davor geschützt, sofort aufzu-
tauen. Das war vor 150 Jahren anders.
Noch war die räumliche Ausdehnung
der Stadt beschränkt. Es gab nicht
den zehnten Teil der Menschen, und
sobald die kalte Jahreszeit einsetzte,
verschwanden die nicht unbedingt
notwendigen Fuhrwerke von der
Straße. Man heizte mit Holz, das in
dem waldarmen Frankreich immer
teuer und manchmal gar nicht zu
haben war, und engte den Wohnraum
nach Möglichkeit ein. In den Palästen
und Prunkgemächern froren die gro-
ßen Damen und Herren und zitter-
ten, wenn sie ct'^'a zur Audienz in
das Schloß befohlen wurden, denn
es war in den Sälen bitterkalt, die
ja damals gar nicht zu erheizen waren.
Mlle. de Montefort, eine Dame der
Marie Antoinette, notiert in ihrem
Marcelle Jelferson-Cohn und Pierre Weber
Tagebuch: ,,Bci der Audienz im kleinen Saal erkälteten sich
alle Personen. Dem Herzog von Lauzun war es unmöglich,
ein Niesen zu unterdrücken, und nachdem er einmal los-
geprustet hatte, schien ein Signal für alle anderen gegeben
zu sein, sich des Reizes nicht zu schämen. Nur mit Mühe
konnte der Ernst der Situation gerettet werden, aber man
hatte die Gnade, unsere unglückliche Lage einzusehen und
uns gleich zu entlassen." Die Montefort schlief in einem
kleinen Zimmer, das noch winziger war, als wir es heute
in den Hauszinssteuerwohnungen erleben, aber da sie trotz-
dem fror — setzte sie sich in die . , . Sänfte, in der sie
sonst von Lakaien durch die Straßen
getragen wurde. Die Königin, als
Wienerin an echtes Schneetreiben ge-
wöhnt, liebte es, im Schlitten auszu-
fahren. Aber so begehrt diese Aus-
zeichnung war, so verwünscht wurde
sie innerlich, denn die französischen
Hofdamen liebten die Winterkältc
nicht, die allerdings ihren stark ge-
schminkten Gesichtern schadete. Frei-
lich war eine Schlittenfahrt über das
holprige Pflaster der damaligen Zeit
bei der dünnen Schneelage nicht ganz
angenehm. Wenn die Kälte im Paris
vor 1800 auch spürbarer war als
heute, so ist doch die Furcht vor ihr
nur aus der Zeit zu verstehen. Denn
die Entdeckung des Winters ist erst
ein halbes Jahrhundert alt; bis dahin
galt er als eine Jahreszeit, die nur
Unannehmlichkeiten oder Schrecken
brachte. — Der Film ,,Das Halsband
der Königin" bringt verschiedene
Kuriosa aus dem 18. Jahrhundert.
Im zaristischen Rußland lebte in vielen jungen Menschen
der Wunsch, die Starrheit des Regimes durchbrochen zu
sehen. Unterlagen doch bereits die Schüler strengen Vor-
schriften, die es bei uns niemals gegeben hat, wie denn
überhaupt in Deutschland, im Gegensatz zu England und
Frankreich, das Leben des Gymnasiasten und Studenten
freier war als anderswo. Russische Menschen, die leicht
in Schwärmerei verfallen, erhitzen sich gern an Extremen,
und so kam es, daß selbst in den Kreisen der Jugend aus
guten und gesicherten Häusern eine Hinneigung zu revolu-
tionären Ideen vorhanden war. Wohin das im Ernst füh-
ren mußte, wurde nicht bedacht. Dafür entstanden überall
Debattierklubs, in denen in endlosen Reden die Vorteile
eines Umsturzes auseinandergesetzt wurden. Der Jugend
geht jede Entwicklung zu langsam. Niemals glaubt sie, Zeit
zu haben, die Dinge sich ruKig entwickeln zu lassen, son-
dern will im Sauseschritt an ihr Ziel kommen. Da eine ge-
schichtliche Entwicklung des Fortschritts ihren Absichten
nicht entsprach, ließen sie sich dazu hinreißen, mit dem
Gedanken eines gewalt-
samen Umsturzes zu spielen,
von dem sie glaubten, daß
nach ihm die paradiesische
Zeit kommen werde. Im all-
gemeinen blieb es bei den
Ideen, nur einige, die voll-
kommen in die revolutio-
nären Theorien eingespon-
nen waren, versuchten
durch Propaganda der Tat
nachzuhelfen. Es ist be-
zeichnend für die slawische
Psyche, daß sich unter den
letzten nicht wenig Frauen
befanden und diest sich in
der Regel durch besonderen
Radikalismus auszeichneten.
Einer solchen Wühlarbeit
konnte natürlich die regu-
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Oben: Harry Hardt. Im Kreis: Gerda
Maurus, Gustau Fröhlich. Unten: Gerda
Maurus, Gustav Fröhlich phot. Ufa
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Oben: Harry Hardl. Im Kreis: Gerda
Maurus und Harry Hardt. Unten: Gerda p
MauTus, Harry Frank und Gustav Fröhlich
Phot. Ufa
läre Regierung nicht untätig zusehen. Sie wußte, daß es
vor allen Dingen das geheimnisvolle Dunkel war, von dem
für die Jugend ein eigenartiger Reiz ausging, und suchte
Licht in alle jene Geschichten zu bringen. Daher war es
ein Bestreben der Revolutionäre, sich durch alle nur mög-
lichen Hilfsmittel zu schützen, und vor allen Dingen vor
Spitzeln auf der Hut zu sein. Sie ihrerseits hatten natürlich
ihre Spitzel bei den Behörden, damit sie jederzeit über
drohende Maßnahmen unterrichtet werden konnten. Aus
diesem Grunde lag ihnen besonders daran, mit jungen Men-
schen aus der führenden Schicht in Berührung zu kommen,
da sich diesen leicht sonst verschlossene Türen öffneten.
Wurde einmal ein derartiger revolutionärer Klub ausgehoben,
dann machte die Polizei ganze Arbeit, indem sie alle Papiere
beschlagnahmte und jede Person, die in irgendwelcher Be-
rührung mit den Revolutionären stand, verhaftete. Nur so
ließ sich gewöhnlich das Netz des Verrates zerreißen, denn
die eigentlichen Führer solcher Vorgänge waren nur beson-
ders eingeweihten Personen bekannt. War sogar ein Atten-
tat vorgefallen, so erfolgte die Untersuchung besonders
streng. Einen derartigen Fall behandelt der Film ,, Hochver-
rat". Hier ist es eine Dame der Gesellschaft, die in revolu-
tionäre Kreise gerät und die, ohne es zu wollen, einen jun-
gen Studenten in den Verdacht bringt, der Anstifter eines
Attentats zu sein. Gegen ihn wird der ganze Apparat der
zaristischen Geheimpolizei in Bewegung gesetzt, und es
'-'"•bt schließlich nichts übrig als das Urteil: „Verschickung".
In der Hauptrolle wird
Gerda Maurus erscheinen.
Dieses interessante Talent,
das Schon in der ersten
Rolle als Agentin eines
Übermenschen (in Fritz
Längs „Spionen") Aufsehen
und Bewunderung erregte,
wird von neuem die große
Wandlungsfähigkeit echten
Bühnenblutes beweisen. Ihr
Partner, der um ihretwillen
so viel leiden muß, ist
Gustav Fröhlich, dessen
Wangen wieder einmal (wie
in ,, Heimkehr") ein Stoppel-
bart umrahmt. Eine größere
Rolle ist dem scharf charak-
terisierenden Harry Hardt
anvertraut worden.
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VON LUDWIGvoN WOHL
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Ihre küline Diplomatie drängte ihn in die Rolle des Gentleman.
Er war viel zu eitel, um nicht davon Gebrauch zu machen.
Er küßte ihr die Hand, er begleitete sie nach oben, er küßte
ihr wieder die Hand — und verließ sie sofort, ohne das geringste
unchevalereske Zögern.
Und in der Sekunde, in der die Tür sie voneinander trennte,
fiel die Sicherheil von
ihr ab.
Sic warf sich auf den
Diwan und preßte sehr
fest die Hände gegen die
Augen.
Vtie lange konnte sie
dieses Spiel fortsetzen?
Wann war der Moment da,
in dem dieser Mensch sich
nicht länger von ihr hin;
halten ließ? — Was be-
deutele die Andeutung
von der Reise in ganz
andere Gegenden?
Und sehr bald darauf:
Herr Gotl, was war aus
ihren harmlosen sechs Ta-
gen geworden!
Das Gefühl grenzenloser
Alleinhcil fiel sie an. Um
sie herum Schwindler, Be-
trüger, sudanesische Diener
und dieser alte, pfaucn-
eille Türke. —
Wenn man nur einen
Europäer, einen Deutschen
da gehabt hätte!
Aber der saß jetzt wahr-
scheinlich in seiner Ge-
sandtschaft und schrieb
Akten. Und man war die-
sem aufgeplusterten Pascha
von drei Roßschweifen aus-
geliefert, der hier eine Art
von kleinem Königreich be-
herrschte — der ihr Geld
stahl, aber gleichzeitig vor
allem Europäischen im all-
gemeinen und vor euro-
päischen Sitten und Ma-
nieren im besonderen be-
geisterten Kotau machte.
Und dann kam ilir eine
Idee.
Eine Idee, die so herr-
lich war, so erheiternd, daß
prickelnde Wärme.
Eine halbe Stunde später war sie eingeschlafen, und ihre Idee
ließ es geschehen, daß sie noch im Schlaf zufrieden und ein
wenig listig lächelte. — — —
In den beiden nächsten Tagen lernte Dorril verschiedenes zu.
Daß die Behausung des Paschas ein wahres Idyll war mit
einem großen, aber stark verwilderten Garten voller Palmen und
einer wirklich prachtvollen Aussicht auf das Meer, das fünfzig
Meter tiefer eine von Palmen umrahmte Bucht bildete.
Daß es unmöglich war, das Haus zu verlassen — oder viel-
mehr den von der starken Mauer eingerahmten Teil des
Grundstücks.
Denn wenn man einen Schritt weiter wollte, trat stumm ein
Sudanese aus einem Winkel und stellte sich vor einem hin.
Und daß es .loch noch eine ganze Reihe von Dingen gab, die
Harry Frank und Heinrich George
in dem Ufa-Film ,,Der Sträfling van Stambiil"
sie die Glieder durchrann wie
Nachdruck verbottn
man für längst erledigt und vergessen gehalten hatte: der Pascha
hatte einen Harem!
Einen Harem von nicht weniger als fünf Frauen. Von denen
drei allerdings nicht mehr gerade jungen Jahrgangs waren.
Die eine ging noch, und die letzte war sogar ganz annehmbar,
wenn man ihr Körpergewicht von vielleicht hundertsiebzig Pfund
und die schadhaften Zähne
nicht in Betracht zog.
Alles völlig naive arme
Dinger, die den ganzen
Tag über dreißig Jahre alte
Romane der Librairie Ha-
chetle lasen, Nougat und
Rabat Lokuum kauten und
ziemlich gelangweilt einem
recht freudlosen Alter ent-
gegenlcbten.
Daß es das gab!
Die Begrüßung war erst
ziemlich wenig freundlich
gewesen — aber sobald die
Damen gehört hatten — sie
sprechen alle, wenn auch
gebrochen, Französisch — ,
daß sie nur auf ganz kurze
Zeit hier war, erhellten
sich ihre Mienen, und sie
wurden sogar zutraulich.
Der Harem war für
Schükri-Pascha typisch.
Sie erfuhr, daß er seit
fünfundzwanzig Jahren hier
hauste — aus politischen
Gründen, wie er sagte, aus
der Türkei verbannt — ,
und er hatte sich hier an
der illyrischen Küste ein
Domizil ganz im Stile
seines bisherigen Lebens er-
richtet.
Irgendwie spukten dann
noch mehr oder weniger
frische Erinnerungen von
Paris in ihm herum, und so
entstand das merkwürdige
Mittelding aus Riviera-
schloß, Festung und alt-
türkischem Wohnhaus, in
dem er herumgeisterte und
die verschiedensten, ziem-
lich dunklen Beschäftigun-
gen ausübte.
Er mußte sehr reich sein — und über den Umweg Nymeth, der
jüngsten Frau, hörte Dorril, daß er sehr viel Geld durch Lom-
bardgeschäfte und Wucherzinsen verdiente.
Alles das erfuhr man herumhorchend und -spähend, um das
Endziel, die Gelegenheit zur Flucht, zu finden.
Und zwar zur Flucht mitsamt dem Geld, für das man Slav-
lides verantwortlich war, das er zu bekommen hatte, und das er
bcivommen würde, und wenn es Paschas vom Himmel regnete.
Dorrit halte sich längst damit abgefunden, daß es in lUyricn
nichts und niemanden gab, auf das oder den man sich ver-
lassen konnte.
Hier herrschte das Recht des Stärkeren, und sie hatte es sich
zugeschworen, daß sie die Stärkere sein würde.
Die Ausführung dieses Schwurs oblag ihrer Idee.
Und diese Idee war es, die auch Exzellenz Schükri-Pascha
staunend etwas zulernen ließ.
Phot. Uta
Sogar verschiedenes.
Fr halte unter seiner Post die lakonische Mitteilung des Herrn
Iskander Basilikos gefunden, daß die Bark „Samos" erst in fünf
Tagen eintreffen könne, um Fracht nach Alexandria niitzunciimen.
So lange war auf alle Fälle Zeit, und er hatte beschlossen,
Paris Wiederaufleben zu lassen.
So kam es, daß er Dorrit das ganze Haus zeigte, ihr augcn-
zwinkcrnd und mit einem kleinen, fetten Gelächter von Erinne-
rungen erzählte, die sich an alle möglichen Gegenstände knüpften.
Sie hörte sich das eine Weile mit an, dann lief sie ihm davon
und ließ ihn keuchend hinler sich her traben.
Sie hatte plötzlich allerlei Wünsche — und so liebenswürdig
waren sie gestellt, daß Schükri-Paschas Galanterie sich selbst
überbot, um sie zu befriedigen.
Sie hielt ihn in Atem, erzählte ihm von den verblüffendsten
Erfindungen der Neuzeil, von Dingen, die er nur von Hörensagen
oder überhaupt nicht kannte.
Sic verwirrte ihn mit einer längeren Auseinandersetzung über
das Radio und bedauerte gleich darauf, daß ein so glänzender
Verstand und ein Grandseigneur wie er gezwungen sei, in dieser
scibstgewähltcn Verbannung zu verkümmern.
Sie fegte neugierig und übermütig durch das ganze Haus, und
Schükri sah ihr blinzelnd und lächelnd nach wie eine feiste
Spinne, die sich über die im Netz tanzende Fliege freut.
Als er einmal den Harem betrat, fand er ein unvermutetes
Bild vor.
Dorril stand, mit dem Rücken zu ihm gewandt, mit weit ausein-
andergespreizten Beinen da imd iialte den schlanken Oberkörper
lief nach unten gebogen.
Und die fünf Damen, in militärischer Frontlinie ausgerichtet,
bemühten sich mit mehr oder minder Glück, ihre Stellung nach-
zuahmen.
,, Langsam aufrichten!" kommandierte Dorril. ,,Eins — zwei
— drei — i — i!"
Ein fünffaches Stöhnen begleitete das schwierige Experiment.
,, Rumpf seitwärts — beugt!"
Sie turnte vor.
Aber die Damen hatten den Gebieter bemerkt und traten er-
schrocken zurück.
Mitten in der 13ewegung wendete Dorril geschmeidig den Kopf.
,, Exzellenz? Jetzt dürfen Sie unmöglich hereinkommen. Wir
machen unsere Übungen — in einer Viertelstunde sind wir
fertig!"
Sie schob den Verblüfften resolut aus dem Wege und wandle
sich zu den Damen zurück. ,,Arme — — hebt!" Und die fünf
Grazien erhoben die Arme. Allah weiß, ob sie mit dieser Be-
wegung dem Kommando gehorchten oder ob sie es in fröhlicher
Anklage ob der Unverschämtheit ihrer neuen Freundin taten, die
den Gebieter hcrunikommandierle.
„Niedriger, Gül — niedriger, Nymeth — Brust heraus — Bauch
hinein!"
Sie kommandierte wie auf dem Kasernenhof in dieser Um-
gebung von orientalischem Holzwerk, Kissen und Tcppichen,
,,So jetzt ist's schon besser! Pause."
Die armen Damen ließen sich atemlos und ziemlich geräusch-
voll zu Boden fallen.
Sie hatten in den letzten Minuten mehr Bewegung gehabt als
sonst in einem halben Jahr.
Dorrit nickte befriedigt.
,, Sechs Wochen so weiter", versprach sie, ,,und Sie haben die
Linie, Mesdames!"
Die Augen der Damen leuchteten auf.
Als sie gehört halten, daß eine moderne Richtung in Europa
zur Herrschaft gekommen wäre, die äußerste Schlankheit mit
diktatorischer Gewalt forderte, waren sie leicht erblaßt.
Aber als Dorril fortfuhr, daß jede Dame durch geregeltes
Training dazu kommen könne, die Linie zu gewinnen, daß durch
diese Talsache in Europa Damen von vierzig und mehr Jahren
für jung galten und das Leben von jungen Damen führten — da
w,'\r es aus.
Dcrril halte ihre Herzen sicherer gewonnen als Cäsar die seiner
zehnten Legion.
Zur Belohnung für das Verhallen in der ersten Trainingslunde
verteilte sie unter ihre Schülerinnen ein Päckchen Kaugummi,
das noch vom Bahnhof in Budapest stammte.
„Aber um Himmels willen, Madame Nadine — nicht schlucken!
Kauen, kauen — immer nur kauen!"
Nachmittags fuhr Exzellenz Schükri-Pascha aus seinem besten
Schlummer hoch.
Vom Hofe her tönte ein dumpfes Bub • — Bub in unregelmäßigen
Abstän'den, und dazwischen klang helles Gelächter.
Wütend, in der Stunde absoluter Ruhe, dem Kef, gestört worden
zu sein, wuchtete er ans Fenster.
Unten auf dem Hof war die ganze Dienerschaft versammelt und
jaglc wie die Wilden hinler einer großen runden Kugel aus Stoff
oder Leder her.
Dorrit stand an der Wand und beobachtete kritisch.
..Haaaalt! Einen Elfnieier für die Achmed-Partei! Zurück!"
Sie hatte einen Fußballmalch inszeniert!
Am Nachmittag führte Schükri-Pascha seinen Gast in sein
Rarilätenkabinelt.
Es war ein ziemlich großer Raum, der das seltsamste Durch-
einander enthielt, das man sich vorstellen kann.
Da lagen Fässer und Flaschen mit Ölen und Weinen.
Pakete, Kisten und Schachteln mit dem verschiedensten Inhalt.
I'.ine Nähmaschine glänzte neben einer riesigen Kopie der Venus
von Milo in Gips.
Ein altes Piano war ganz mit Porzellangeschirr bedeckt, und
ein halbes Dutzend elektrischer Staubsauger lehnte sich an eine
Truhe unzweifelhaft altdeutscher Herkunft. Teppichstapel und
Gerumpel aller Art stiegen bis zur Decke empor. In einer Ecke
glänzte eine Dynamomaschine.
,,Herr des Himmels!" sagte Dorril und schlug die Hände zu-
sammen.
Der Pascha sah ihre Überraschung mit sichtlichem Stolz. Er
hütete sich wohl, zu verraten, daß alle diese Dinge von zahlungs-
unfähigen Schuldnern stammten, und gab sich als eifriger Samm-
ler — obwohl er von dem Zweck einzelner Dinge, wie zum Bei-
spiel der Dynamomaschine, keine blasse Ahnung hatte.
Plötzlich stieg Dorrit auf ein Knäuel seltsamer Apparate los
wie ein Habicht auf eine Feldmaus.
Sic schob ein paar Drähte beiseile, prüfte flüchtig und richlcte
sich mit glänzenden Augen auf.
„Ich habe hier etwas Herrliches gefunden, Exzellenz — Sic
erinnern sich, ich sprach zu Ihnen von der neuen Erfindung, mit
der man die Musik sehr ferner Städte hierher überträgt — die
drahtlose Telcgraphie, Radio — Sie erinnern sich?"
Schükri-Pascha nickte etwas besorgt. Sollte der verwirrende
Vortrag dieser technischen Rätsel wieder anfangen?
Aber sie fuhr in großer Erregung fort:
,,Hier ist de? Apparat dazu. Ich nehme ihn gleich mit nach
unten, und heute abend werden Sie Paris hören, Exzellenz! —
Die Abendmusik des Claridge-Hotels — oder Berlin — oder
London!"
Das Gesicht des Paschas war ein einziges großes, ungläubiges
Staunen.
,,Ich muß sofort anfangen, den Apparat instand zu setzen", rief
Dorrit. ,, Bitte, Exzellenz, lassen Sie zwei Diener kommen —
diese Drahtrollen müssen mit, und ich brauche Werkzeug —
wo kann man nur die Antenne anmachen?"
Auch den Pascha hatte es gepackt.
Er war neugierig wie ein Kind.
Aber seine Erregung war nichts gegen die Dorrits. Sie zitterte
förmlich vor Aufregung.
Denn — hier gab es nicht nur einen Drei-Röhren-Apparat zum
Empfang — hier gab es auch — einen Sender!
Der Kuckuck mochte wissen, wie er sich hierher verirrt halle.
Ein Sender! Das war vielleicht die Rettung.
Wie tausend Blitze schössen die Gedanken durch das Hirn,
während Achmed und Ali, die Fußballchampions, die Apparate
nach dem großen Wohnzimmer brachten.
Sechs Stunden später stürmte Dorrit die Treppe zu ihrem
Zimmer hinauf. Sie strahlte über ihr ganzes Gesicht.
Sie war schmutzig von oben bis unten, und das graue Reise-
kleid hatte drei Risse und ein Riesendreieck.
Aber sie war fertig.
fi!s war alles eingebaut. Die Hochantenne kletterte über das
Dach weg, am Stamm einer Palme hinauf. Die Erdung war
ladellos in Ordnung.
Was machte es da, daß man sich das linke
aufgerissen hatte und daß man aussah wie
fegerlehrlingl
Wenn man länger hierbleiben würde, hätte man den Pascha
veranlaßt, das Dach seines Palastes in Ordnung zu bringen.
Vielleicht wäre ein Dachgarten keine üble Idee gewesen.
Mit Five o'clock tea für die Nachbarschaft.
Sie wusch sich und zog sich um.
Und dann kam der feierliche Moment. Fortsetzung folgt
Bein ein bißchen
ein Schornstein-
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FRAGEN
die uns eiTeTchtert
Antragen erbitten wir
ScherlverlajJ. Antwort
an die Redaktion des „ Fi 1 m -M a g a z i n ", Berlin S\V 68. Zimmerstraße 35—41
erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe weiden nicht beantworte!. Roi >[:inii-
skriiitanpreleirenlieilen bitten wir fols<'iHles zii beaebten: .leiler .Viifrage i.-t
Kiickiiorto beizufiijien. .lede Einseniliiiiii eines .M;inii>kri|>ls zur IViil'un;;
ist zweekliis, nur ExpoM'.s im rnil'aiii;i' von 2—3 Sebreibmaseliinenseileii
sind zur Ein>eu(lun^ .-in die l"ilniinduslrie, l'etjl^seure u-^w. {reei;;net. Kur
Verlust der ein^iesandten .\l.iMU>krii'le k.tnn keine Verantworttiiii:; iiber-
noniMien werden. .iNo soll der Verl'.i>.-er nur l)urclisfbläj;e seiulen. von
liaiulseseliriebenen Senduii!;cii (leserlieh) eine .Misclirilt zurückbehalten.
•
M ;i r ft " • W.. Merlin: Enrico Heuler ist ilnrib di.- l'f.i. «erlin
SW (>s. Koehstr.ilie li-^. zu erreicli<-n. — Ihr \\ ciiiscli ist vin ;4;eiuerkl. —
l.ili.'in ll;iive\ wcdinl jetzt li^-rlin-W eslend. Ahiiruillee lU/lT.
V i n c- e n z o K.. U e r 1 i n : I. I.eidi-r können wir Ihnen dariiber
irichts Näheres erzälib'M. 2. Si(> hal)en re<hl. Jenny .In^o ist in \\ i;>n
;;eboieu. :!. .la. I. I>ie uäcbsii-n .lenny .In^u-Kihne heil!<-n ..l>ie Flucht
\or der l.idie- und ..Her liiiud der Drei'. — .Sie dürfen Frauen sti'llen.
siiiift Sie niüjien. Ihre (iriiUe .in .lenny .In^o h.ilien wir .uis^n-rii-lilet.
I. u I i n n d V s c li i V.. .\ I t n n a - (I t h m :i r s c h e n ; |{;inion
Novarru befindet sich schon lauere wieder in den l'.s A. VW hat braune
Au«:en. Ihr hililwiinsch soll in alisebip.irer /i-ir erfüll; «erden.. Hie be-
kanntesten l{.'inion No\arrii-Filnie siinl: ..Heu Ilur", ..llen .\li'. ..Her
Seeoffizier"'. ..\ erleuniduii^ ■. ..|)< r Fürst di'r Alpenieiirer •. ..IMIichl und
l.lebc!". ..Kie P.iiue hinterui Xdrh.in;;". Per neui'>ie Film mit No\.irro
heilJt ..S.iu;; diM Sudsee' und ist ei{i 'l'onfilin. — |)olore> ilid Kio h.it am
;t. Antust tieliurlsta«. — (;ret.i (J.trlio wurde in (ioleliors. Seh\\ed<'ii. ■•■('-
liiiii'M^ — .l:ick 'l'rexors (I.iltin ist eine (;-eliiirti;;e Eunländerin.
s. .1. N.: (irill.i I.cy wohnt Herlin \\ . hüsNeldorfer siral.!e li>. .\lalv
Iblschaft ItiTlin \V. \\ itlelsli.icher str.ilJe 2S. II: i Keiuw.ild Ib-rlin \\ .
KurfürsliMid.imm :17. Tension Ueyrina. (Jreta Ri-inwald Ifi-rlin \V. Kcmi-us-
hurucr Slr.iijc II. (»tto Keiuw.ild Herlin-Frieilenaii. Wic^lp.-idener .sir. 7!l.
Iiei .Müllei. F:riia Aloren;i Herlin NW j:,. Ill.imlelstr.ille .">. \'era .Sehniitcr-
li.w Iterliu-Il.alensee. NotorsIraÜe 1. M.irtiii llerzber;;- Herlin SO Ji:.
\\ .ihli'iu.irstralJe i;.'i;i. Werner Fuetterer Herlin-Si.Klitz. Kleis>tralie l'7.
I.uciano Alberliiii ist durch die A.il.i. Hi'rlin SW Is. Frieilricli^tr.ilie J.';:.
Siizy N'ernon durch das Iteiitsche l.iclits|.iel-S\ udik.il. Herlin SW Is.
l'riedrichstral'.i" l'l'.'i. zu erreiclu-u. Il.iuna \\ aa^ widinl Herlin-Wiimers-
dorf. I.uiliioldstralJe 27. Holly l»avi> l'aris 17. in nie l'hilibert lleloriue.
I. i 1 o C. 1> 11 i s h II r !r : »Hiwidil verschiedene Zeiisclirifli-n wieder-
holt Min der F;he »iret.i (iarlh.s mit .lohn tiilhert bericbteti-n. dürleii
Sil' nn- rnhi'r Kkiuben. ilaU das wirklich nur tierüclite w.iren. .lohn
• •illiert hat sich kürzlich mit der anierikanisclien S,.|iaus|üeleriii Ina
Claire verheiratet, »ircia (J.irbo ivt ledi^;-.
(i e r t i e M.. K ii I n : Wir werden lw:in l'etro\ ich an das AiiloKr.imm
t-riniu-rii. i'ni|>relilen aber, n.-ich cinit;en Wochen selbst noch eiiim.il ;in
ihn zu schreilieii. — W.irwick \\ :rM ist durch die Elsiree-Siudios. Ilert-
fordshire. Eii^l.iml. zu erreichen. Er spielt dort eine ll:iu|itr(dle in
ileni Film ..llic- N:icht n.ich ilcm \erraf mit l.va de l'iilti und l,.irs
llanson.
Harr y 1. i e d t k e - V e r e h r e r i n II a n u y U.. F r a n k f u r t /
Alain: Der l.ubilseh-Film ..Madame |)uliarr.\ ' wurile im .lahre l!ii;i
neilreht. Harry l.iedtke spielte einen juiincii Studenten darin. Ivs ist
iiiclit aus-cMblossin. daU alte I.iedtke-Filme imcli einmal .als l.'eprisen
l.iufeii. Warten Sie noch etwas, der Kiinstler wird Ihnen sicher das
\uIo;;ramm schicken. Vcrf;c'ssen Sii- nicht, d:il.! er l-i'ilicli mehr als
hundert Hriefe erhält, die er alle beantworten soll.
1( o b e r t H.. .M n n c h e n : W arnni die iM'trelTenden F'ilme so spät
nach .München ;celan^'en. erfahren Sii- am sichersten durch den Hesitzer
Ihres Stamuikinos. — Hita l'.irlo ist jetzt wieder in Herlin. .hiwohl,
sie hat am I. September lieburtstajr. Das .\ller der Filinst.irs \ erraten
wir üTundsätzlich nicht. — Marianne IJaschin- wohnt Herlin. Hotel
Holland am sicitincr H.ibnhof. — Wann der nächste Autiif;r.iiniiilaii in
Herlin st.ittlimlet. st<dit noch niiht fest. — Hie ersten Ifa-Tonfilnie werden
Mir.inssiehtlich schon in dieser .Spielzeit ersdieinen.
Ernst .\.. H o c h 11 in : I.ili.iu Il.irvey ist nicht mit Willy Frilsch
verlobt. — (ireta Uarlm ist durch die .Melro-Holdwyn-Slndios. l"ul\ er-
City. Kalifornien. F. S. A.. erreichb.ir.
F r a 11 z I, e il c r e r - \' e r c h r c r i n , It h 1 d.: F'aiiz I.ederer woliiit
Herlin-Fricdeiiau. l'chlerstr.-ilJe I. ist um erheirat t und ^;ibt Anto.uranime.
Sein nächs'er l'ilni lieibi ..Irene l'ysberüiics •iroUe Liebe''.
F i I in v e r e h r e r i n .\ n n e m i e , Herlin: l.ilian Ilarvey wohnt
nnseres Wissens mit ihren IMteni zusammen. — H.'iniii Weilie ist von
dem Filmschriftstcllcr H. K. Lüthje Kcscliiedi'ii. — .\nny Ondra arbeitet
augenblicklich an dem ...Mädel mit der reitsclie". Hie .\iifiialinien linden
in l'rat;' und in Herlin statt. — Wo ('Uly Fcindt ihn- Ferien verlebt
hat. wissen wir leider nicht. Sie hat eine (iroiJ-Herliner Slinlii'nanst.ilt
besuiht. — Filmkarten erhalten Sie durch den Nerla« ..lllnsiriertc F'ilui-
woehe', Herlin SW (is. KochstraUe 11-^.
Harr y a n s de ni l( n h r ^ e b i e I : Jenny .liifjos Partner in ..Her
Hund der Hrei" sind Enrico Henfer und Michael von -Newlinski. —
(iust.iv l'rohlicli irlH-itet noch immer .'in ..Hochverr.it ". Ein anderer
F'ilm mit ihm ist bis jetzt nicht aiisickündifit. — Ilse Slobrawa wnr.lc
am !». Februar in Köln •;<'boren. \\ ir finden sie auch in natura iin-
bi'schrciblich nett. Wie jiiiifr sie ist. kiinnen wir Ihnen aber trotzdem
nicht verraten. Ihre F'ilme sind: ..Kampf der 'lerlia". ..Spuren im
Schnee''. ..Kevolte im Erziehnnyshans", ..SpreiiKban;;er liiln ". Wir
n.üssen Ihnen treslehcn. d;ilj wir Sicf^fried .\riio. lf;-o .Sym. Hrif;ittc Heliii,
ebenso Ilse Stobr.iwa noch nicht Ki-messen h.ilicn. Hie Ilaiiptrolleu in
..Revolte im Junj;Kesellenheim " spielten neben .Vrno Käthe von N.ikv.
Kurt Cerroii und Adele Saudrock. Fee Malten pausiert anneiiblicklicii.
Sie ist seil dem :iii. Janu.ir M'rheiralet. — \on jedem Kroßeren Film
Killt es eine illiistrierle Hesclireilmiif;. Zu beziehen durch den ..Illustrierten
l''ilnikurier", Berlin W u, Köthener StralJe ;!7.
K ä t h e V.. I, e i p z i ü' : Jack 'l'revor spielt eine Iluiiptrolle in dem
neuen Xational-Filiu ..Meine Schwerter und iidi ". — Marietta .Millner
wurde in Wien, Werner riltsch.iii in Herlin beigesetzt. — Ein be-
stiininter Termin ist noch nicht festgesetzt. — Am besten, Sie wunden
sieh mit Ihren Fragen inimer schriftlieh an uns.
F i I III m a \ e .ins Hamburg: (.'.imilla lloni ist am sichersten
durch die N'.itioiial. Herlin SW is. Frieilrichslr.ilie Kl. zu erreielii'ii.
Hie Kiinstlerin wurde am J.'i. April in l"r,iiilcfiiriM;iiii geboren iiml ist
mit dein denlsclien (:rollk;.iifni;iiiu Kl.iiis ticer/ verhcir.itet. ('.imill.i
llorn s|iielt bei der Xation.il ,.Hie Drei um Ivlilb" iiiiü ...Madonna im
Fegi'fener'. Sie gibt Antogr.imme.
W e i Li e r Flieder: I.ilian Harvcy ist noch ctw.is junger, als Sic
geschätzt haben. — Käthe von Nagy wohnt unseres Wissens bei ihren
Angehörigen. — Jack Trevor besitzt ein .\iito. — Iwan retrovieh weilt
.■.iigeiildicklieh in H<'rliii. Sie Uiiunen ihn ruhig um ein Aiilogr.imm
bitten. — W.ilter tiriitiis wuliiit in .Müiichi'U. .M.irliiisslr.ille I. i>l ;im
l.'i. .\pril in i-'raiikfiirt/.Main gdioreii. gibt .Antogr.imme iiml ist iiincr-
lieiratei und iiinerlobt. — \era Schniitcrlöw wohnt lierliii-ll.ilensee.
.\e>ior>tr.ibe 1. — .lawolil. mit F^iirico Henfir.
M .i d e 1 o n K.. F r a u k f n r t / () d e r : Iwan l'etroxiili winde in
Hiicl.ipest geboren, ist aber jetzt serbischer .staats.ingidiüriger. Seine
W oliiiuiig liat er in Hi'rlin-.ScIimargendiirf, Forkeiibeckstr:il.h' älia. Er ist
uincrbeir.'ite! und spricht gebrochen Heiitsch. Wir lieh ;iii, d.iß er
auch etw.'is Fr.inzösisch spricht. I'elrovich wird seine nrielisten Filme
voraiissiehtlii h nur in Herlin — iiinl zwar in erster Linie bei (ireeii-
b.'iiim — herstidlen.
i: e g i 11 a H.. H c r 11 .1 II : leber Heiie Morels (i:illin haben wir keine
Haien. — Ob der Herr, der II n neiilieli begegnete, Eddie I'ipIo i-t.
wissen wir tatsäi-hlich nicht. — .\m luvstcn. Sie wenden sich iiiimittelliar
an die Stars. Senden .sie ihnen die ji'weilige ISiliUiarte und fiigeii Sie
adressiertes, frankiertes L'iickkiivert bei.
Waller H., H r a II n s c h w <• i g : Es tut uns leid, linieii in Ihrer
-Xiigelegenheit nicht helfen zu können. .\ber wir Mrmiili'ln keine Film-
eiigagements. Wenn Sie Filind.'irsleller «iTden «ollen, so ist es :im
am zweckmäUig^ten. .sie setzen sich iininillclb.ir mit den Filmgesell-
sch.iflcn in Vi'rbindiing. Wir glauben :iber k.ium. d.ilj .Sie ICrfolg liiiben
werden, da die .Vnssichtcn gleich .Null sind.
t; r e t a (i a r li o - V e r e li r e r , M ü n c li e n : (iiela (iarbo ist li'di^.
wurde .im 17. .Vnril in (iöteborg geboicu. gibt Aiiligr.imme, ist eine
grolle Natnrfrenndin und durch die .Mctro-Iioldwyii-M.iyer-Siiulios. cnher-
l'ity. Kalifornii'ii. F. S. .\.. zu erreichen. Ihr nächster Film licilJI ..Wilde
(trchidi'cn". Lewis Stone und Nils .Vsther siinl ihre l'.irlner. (ireta
(i:irbo ist blond, blauäugig' lind groU.
es Ihnen nicht
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Name: .
Beruf:
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AV ii 1 (1 e !ii a r S c ti., K b i ii p r '• : l.ilian Harvoy ist iiiilit vcrlieiratct.
— Zu Filniatclicrs lialicii ilic l.aioii im allK<'"i<'i'i''" niclit Zutritt.
F. K., S t (• I I i 11 : HriKittc llrliii woliiit l{crliii-l>alili'iii. Im Winkel Ti.
ist mit Wiclianl Wcillliai-li vcriicirati'l. hat am 17. .\liirz Ccliiirlst.'iK- i-^t
Horliiicriii iiml K'''t .Viitonrammc. llirc ii(iir.-.li'n Filme >iiiil ...Maiidleseii'-
iiml .,Skla\eii iler l.eideiiM half'.
Kl Im IL. K ö II i ü > li e r n : .laeU 'IrcMir avoIiiiI lierliii W . Hemller-
.«tr.ilJe :i. (ieiir^ .\ lex.iiiiler IJerliii-Fiieileiiaii. \\ leNli.iileiier SlralJe ."i.
.1 I) ^ I . \\ e r il a II : -M.iiy i^ids .\(lre>>e i>I Herliii \\ . ' (;ie>elire(lil-
slralie l:). — ^Vir «erden die lielrel'l'endeii Knn>ller an die l.illi;;eii
V iitonraiiime eriiiiierii.
I" (> r (1 t II e .1 .'^ e li., K ' li r e d a - H r e > il e n : laue illn>lrierle lie-
si lireilmnn- von dem lielri'lTenden Film crlialleii Sie durch den
..llln>lrierten FilmUiirier", Herliii W !), Kötliener NIralJe :;7. Kn^ieii-
liiiiiUl: 11.2(1 M. \>Tii llel't.
\. II.. I. <• i i> •/, i n' : >>ie li;ilieii reclil. der ..Craf mhi Winnie Clirisln- i>t
seliDii nudirinals vor .lalireii M'rfilmt uiirdeii iiml hatte viele 'l'eile. Kr
;;i>li(irte zu den damals sehr heliidilen .Serienlilineii. — ('elx'r den andern
Film lälJt sieh li'ider iiiehts mehr l'esistelhji. .■<r)\ ie| tni> hekannl i-t.
war er ein Film italieiiiselier I'riidiiktidii.
T r II d e V.. Detmold: Hdlores did K'io ist diireli die Iniled Artists,
7:!nii. S.iiila .Mmiiea ltinile\ard. Ilidlvwoiid. Kalll'iiriiien. F. S. .\., zu er-
reielieii. Die Kiinstleriii hat keine Kinder. — Cret.-i Carhds richtiger
N:iiiie ist (irel.i (;ii-la\ ssen. — li.inion Nnvanii ist läiifisi wieder in
Culver-l'ity. Kalil'drnieii. — .\in lieslen, Sie sihreihen mieh eiinnal .in
F.udii \ dii .lord.in lind iTinnein ihn an die Hildkarte.
F i I m f r e n ii d S e li. .-i " s
.\ n s; s h n r :;■ : {"ilmhesclirei-
liiin;;eii von den j>''ii'">ii'''"
l'iimen erh;illen Sie diindi den
llliistrierti'ii Filmknriei'. üerliii
\\ !l. Kiit heller Sir.iUe .17. -
Kill Crela (iarlm-Knih ist nni-h
iiu-lit erschienen. (Ikm- Emil
.I.inninss ;;iht es ..D;is Film-
(lesichf. zu he/ielieii durch den
M;i\ M.iltisstni - Yeil.iji'. Herliii
SW (i.s. Uilterslraüe 71.
D II r 11 I li e a S c h.. K li t z -
s c h e n h r (i il a ; .\ni hesleii.
Sie liesortjen sieh die ilhistrieile
InhaltsaiiKahe zu j.Sliirmfltit"
heim Illustrierten Filmkiirier.
Jterlin AV ü. Kiilhener Sir. :>".
Das lli.ft kostet o.L>(l .\I.
K V .1 S (■ li.. D a II z i n' : l);i
liahen Sie allerdings l'eeli. dafi
,ille Ihre .\iildi;r;iiiimhittpn fehl-
selilatteii. \\ir werden dio
Filinst.irs selhstverstämllich
w iiiisehfjemäW d;ir.iii orinnern.
emi>l'elilen .ilier. noch eiiim.'il —
frisch lind inniiler — seihst an
Ihre Lieliiiiijto zu selireilien.
(; II s t .-1 V F r (i II 1 i e li - V e r-
e h r e r i ii - H ii y : (lior dir-
Aiisieliöriiicii Min (Jnsl.av Fröh-
lich kdiinen wir Ihnen leidiT
keine .Snskiint'le nehen. Sie
lialieii recht, der Künstler w;ir
früher mit Elizza l.i I'orta ver-
lobt. Friihlicdis I'.irtiieriii in
..Hiirr.i. ich Udie!" w.ir Hetty
.\slor. in ..Schwere .Innigen —
leiclilo .Mädchen" s|iielte er mit
LLssy .\rna, in der ..K'dth.ins-
K.'i.s.se'- mit l'irele .Moslieim. —
(lustav l'roblich ist amh \\:\--
sionierter Sport sf reu ml.
15 r i tr i I t e II e I in - Ve r -
e II r e !■ i ii , 1) r e .s d e ii : liri-
^'ille Helm wohnt Herlin-D.ili-
lein. Im Winkel .'i, und li.il .im
17. ,\l;irz (iebiirtsl.if;. Sie ist
Kerlinerin. Hrifiitte Helms
n.-iehster Film betitelt sich
..Sklaven der Keidensch.il'f.
F r .1 II Dr. Ilse 1'.. If ii n d e;
l.iiis 'l'renlii'r ;;ilit .Vntofir.iniine
lind ist durch die llom-l'ilm-
.\.-(i., Kerliii SW IS. Friedrich-
str;il.!e i-J'). zu erreichen, i'osl-
karteii von dem Künstler er-
lialton Sie in jeder Krol.ien l'.i-
Iiierhandliin;;-. — Il.ins .Stiiwe
wohnte Iriiher dort, wo .Sie ;ui-
«.ilieii. .Seine jetzis«^ .\drOsse
ist Herlin-Ilalonscc, l'aiilsbor-
iier Str.-ille 9.
Keta H., D n i s b ii r u' : l{iii;ira|diien iilier die nenannlen siar
inudi nicht erschienen.
^'■«itte II.. Holzmindcn; Kien Dcyers ist durch die Denlsehe
Fnnersal. lierlin \\' H. .MaiierstralJe Xi. zu erreichen, (irilta I.ey wohnt
Merlin W. Diisseldorler stniLW; li. Ilaiini Weilie Herlin-CharUilteiibiirK.
riiuisewitzstral.'n^ ;t. Welcher Scbansiiieler liir Kakteen sehwürmt, enl-
zieht sieh Ir-iiler unserer Kenntnis.
F i I m r r e n n d i n l' r s e 1 . Dresden- Kien Deyers hat am
■'• Niiveinber (Jelnirlslajj und Ist niiverheiratet. Sie wurde Mir zirka zwei
•l.ilireii von Fritz Kau«- entdeckt und erhielt die zweite weibliclu' HaU|it-
lolle III seinem l'ilm ..Spione". Sie ;;ibt .VntoKramine. spricht f.ist
llielleiid Deiilseli. Ihre niichst.-n Filme sind ..Ich lebe für dich" iTriiimidi
des Kebeiis) niid ..lleideriischen". — Die kleine Koni Nest filmte sclion
als 1 iinfialiriKe in dem l'la-Film ..Stiirnirint des Kebeiis" mit Ciinnar
loliiaes lind fbarlolle .\nder. Wir nehnien an. dal.i sie noch zur
Schule (iclil.
Klse H,. 1! e r 1 i 11 : l^o S.mii ist am besten durch dii' Fla. Herliii
svv i.o, K„ci,s|r,il.!e li-s. zu erreichen. Kr ist geschieden, wurde aiii
•1. .Uli in liiiisbruik -elKiren und Kibt .\ul(mramme. Kr Iieilit rieliti);-
Karl .liilins Syin. ^- Wir nelimeii an, (lall Franz Kederer, wenn diese
/.eilen erschienen sind, wieder in Herlln ist.
I'iirl .\l., Ilaiiiidver: Ziiniielist wird das Expdse verfallt, daü eine
l.aiiKe Min rmit Scbreibmaseliineiiscileii iii(dit überschreit Iirf Mit
dem d.iriiuirdl^enden .\iisarbeilen des Drehbuchs werden iin allgemeinen
nur lachlenle beanftratrl. Kin l'ilmmaniiskript wird — je iiacir <Jii.ilit-it
und Huf des .\ntdrs — mit loiill bis Hl mio \l:irk lionoriert. — .leiinv
liind Ist mitleluroU. hat br;iiine .Villen und — wir Kl.inlien — dnnkelbiaiines
Haar. Sie ist ,sd alt, wie Sie Koschatzt lialien, — Die näelislen 1-ilme
mit Ulla l'arlo sind ...Maiiolesen" und ..Melodie des Herzens" — Ihr
N\ iiiisch ist \urgeiiaTkl,
Normo Shcarcr hört bei dem
Plwt.
silKl
Gertrud W., R e r I i n : Kmil .Tanniners ist durch die Ffa, Berlin
.s\\' i;,s, Kochstralie il-8, Knci.Tiio .\lbertini durch die Aafa. Berlin 8W 48,
Friedrichstr.iLle i'-.'i, zu erreichen. Die \ier amerikaiiisehen Stars haben
ihre \'illen in Heverly-Hills, llollyw onil, Kalifornien, F. S. .V. — Helga
'riioni.is wohnt Herliii, Kiifsteiner Slralle ;>. Kivio l'av.-inelli Berliii-
W ilmersrlorf, llav ensherser siralJe .'>, -Mary l'arker Berlin W, I'eslalozzi-
.sli;il.le lii;i, Diiia (iralla Berlin-Stef^litz, Opitzstralle 8, — Kiirico Heiifer
wurde am :.'s. ,Inli in Neapel iteboren. <^\\A .\iiloH:raiiinie und ist ein
>;iiiller Sportsfreiind. Kriist Stahl-N.ielibaiir erblickte am h. Jliirz in
Miinchen das l.iilit der NVelf. Kr wurde von Friedrich Zelnik für den
l'ilni entdeckt und kommt von der .sprechhühne. .Sein richtiger Name ist
(iiiüsciiheiiner. Stahl-.Vaebbaiir ist von C.irola 'l'oelle K<'^''bieden. Kr
nibt Aiito^iramme. .Sein neuester Film ist ..Mutterliebe" mit lleiiny
I'orten. — .sie erhalten die «ewüiisi liteii Hildk.irleii am bestell durch
die ..lllnstrierle Filmwiiche". Herliii S\\ «8, KochstralJe r.-8.
S p 11 i II .\ , Ha m b u rg : I'iidolf \aleiitiiio vMirde am li. .Mai in
t astidl.inet.i. Italien, ;;chi)reii. — Lewis Stones näehster Film ist ..Wilde
Orchideen" mit (ireta Carbo. Andere Filme mit dem Kiin--i!cr — aiiUer
den von Ihnen K'eii:iiiiileii — sind uns auidi nicht hidvannt.
Harry 1' i e I - V e r e li r e r aus T r a e li e n li e r H- e : Harry l'iels
neue .\dresse ist Herlin-Charlotteiibiirt;. , Kaiserdamm 77. Der Künstler
wurde am ]i'. .Tiili in Diisseldorf fieboreii. ist mit der Filniseliaiisjiiideriii
D.-iry Hulni verheiratet und nibt .Viito^ramine. .Sie köiiiieii .ilso riiliiK an
ihn schreiben. Fiel stellt seine Filme jetzt für das Deutsche Lielitspiel-
Sviidik.it. Berlin SW is, Friedriehslrallc 2i.'). her. Sein neuester Film
lieilit ..Sein bester l'rennd". Ihre (iriille haben wir ihm bestellt.
H a r r y 1* i e I - \' e r e h r e r
A. Böhm: (H.irrv Fii-I wohnt
jetzt Berlin - ClLirloiienhiirs.
Kaiserdainiii 77.
Jl .1 r t h a s I.. 1! (• r I i 11 -
(' Il a r I o t t c n li II r c: J)ie «e-
n.iiie .Vdres.sc von Ernost v.iii
Düren ist uns leider aiieli
iiielil bekannt. Wir fiL'ü-
lioii aber, dall er sieh zur
Zeit vorüberudieiid in l'.iris
aufhält.
.1 a r k a D.. 1? e i c h e n -
Il e r g : Iv.iii I'etrovicli wohnt
Herliii-Selimargendorf, Forken -
beekstralie .^fia. — Er gibt
Autogramme, treibt jeden Sjiort
— am liebtsen .iiitelt er — . ist
ledig lind .iiich im Leben rie-
sig nett. — Iw.in .Mosjiikiii li.it
seine Woliniing in Berlin W .
Knrfürsleiid.iinin I0.'>. .\ucli er
gibt .\nlogr;inime. — (irel.i
(i.irbo ist diirili die Metro-
(;oldwyii-M;iy(>r-Stiidios. Ciilv er-
Cit.v, Kalifdriiieii. F. S. .\.. zu
erreichen, sie gibt .\utogr;iiii-
ine. — Das Alter der l'ilm-
künstler wird iiriiizi|>iell von
uns nicht veröffentlicht. Wozu
auch? Wir finden es fiircht-
b.ir indiskret, die l'ilmdiveii
und mäiinliclien St.irs dan.ich
.■iiisziifr.igen. .Sie doch sicher
auch.
A r n o I d II. ii n d W a I d e-
m .1 r .\., AI a g il e b ii r g: Der
Xaine des kleineil Araberjnn-
geii in dem Hiidolf A'.ileiitino-
Film ..Der Sohn des Scheich"
lälil sieh leider nicht mehr
fi-ststellen. — Von .M.iriett.i
Millner können .Su' Hildk.irten
durch den X'erl.ig ..Illustrierte
Filnnvoche", Berlin .s\\' 68,
Koehsir.ilJe fi — 8, liezieheii.
Ernst S e li., B .i r in e n :
Weiiu .sie sich .-ils Komparse
betätigen wollen, so sclirei-
heu .Sie am besten .'in
die Filmbörse, Berlin, Bciilh-
str.ille 1—:!.
W i II II e I o II ; Die weibliehe
Haiiplrolle in ..Wenn der weiUe
Flieder wieder hlülil" siiielte
"V'er.i Sehiiiiterl(>w. Ihre .Adresse
ist Berlin - H.ilenseo. Xestor-
str.ilje 1. Die Künstlerin ist
.1111 in. .liili' in Sloekliolni ge-
boren und gibt Autogramme.
— Ilse Stobr.iwa ist ungefähr
so all, wie Sie geschätzt
haben.
i; r 11 s I W.. Breslau: Wir nennen Ihnen wniiscligeiiiäl.i einige
l'ilinregisseiire: ,loe .May. Herlin-IIaleiisi-e. Knrfürstend.imm 70. Dr. tieorg
Asagaroff. Herliii-Sehöiieberg, Innsbriicker Sir.ille II. Frinl Sauer. Berlin-
Wilmersdorf. ^\ ittelsbacher SIralie 1. .Adolf 'Irolz. Berlin-Wilmersdorf,
.leii.ier Str.il.te ü. Zv\ eekmäl.iig ist es :(uch, wenn Sie Ihre .M.iniiskriple
iiiiiiiittelliar an die drani.iturgischen Abteilungen der grolJeii Filingesidl-
sibafteii senden, wie Ffa, Berlin SW (;8, Koehslral.le l>-8. National,
l!( rliii SW 18, Friedrii hstralle in, .\afa. Berlin SW 18. I'rii'driehstraüe -'-;■,
Terra. Herliii sW (18. Kochstr.ilie 7:i.
'I' h e (I d o r K.. .\ ii g s b n r g : .\m besten, Sie wenden sich in Ihrer
Allgelegenheil .-in Ffa-\\ erbefilm. Herliii SW l!l. KraiisenstraUe ;i!l/:t!l. —
l'.iiiioii Nov.irro wurde ;iin i>. I'eliriiar in Diirango, Mexiko, geboren,
ist schon lange wieder in Ciilv er-t'ily , Kalifornien. F. S. .\.. und wird
Mirläiifig nicht nach Kiiropa kommen. — Faul Itichler ist augenblii klich
in Herlin. Er ist mit der nordischen l'iliiiseliaiispielerin Ainl Egede
Nissen verheiratet, hat .im 1. April (iebiirlslag. ist Wiener und hat seine
Wohniing in der 'rauentziensIr.aUe In, Herlin \V. .Seine nenesten Filme
»iiid ..Die Frau im Talar" und ,, Sensation im Wintergarten".
M ii n e h e n er K i n d I : Zu unserem Bedauern miissen wir lliiieii
sagen, ibill der Zutritt zu den Filmateliers dem l'ublikiiiii niilit gestaltet
ist. .\iieli wenn sich die Hesiiilier leise verliallen. so wi-rden dii' l'iliii-
leiile doch bei ihrer Arbeil gestört. Da Ihnen ja vor allem daran liegt,
bei einer Film .i n f ii a li in e znzuscliaiien. so hoffen wir. dali Sie noch
eiiim.il das (ilüek lialieii wi-nlen. irgendwann und irgendwo — vielleii'bt
gar in Miini'lien — einer A ii IJ e n aufnähme beiwnhneii zu können. Denn
CS werilen ntilil selten Slraliiuiszenen usw. in der S|;ii|t gedreht.
Kurt I'.. K ö 1 II : l'.rna Morcii.i ist schon seit liingerer Zeit geschieden.
Die Künstlerin weilt augenblicklich in ]<erliii, tilmt tieiliig und gibt .\iito-
gramme, ..Der Sitleiiriehter" ist mit dem betrelTenden Film identisch.
Wir werden Erna .Moreiia au das fällige Autograinin erinnern,
„Mixer" ihre Tonaufnahmen ab
M.-G.-AU
Der Zeppelin über dem Ufa-Aitfnahmegelände Neubabelsberg
rhol,)- L'j.i-liailii:M .■..'..
(• li r i s ( (■ I H.. Ttaiizift: "i"i< ';r:i1l:i woliiit 'ncrliii-f^tcKlitz. Opitz-
s(r:iU(- 8. .Miirtiii llcrzhcrj; Itcrliii S(l :!i;. W'.-iIcIcMiiarstralio li.">a, Nils .\>tluT
i>t (liinli die Metro-tidlil" yii-^^liiilitis. I'iilvcr-Cilv. K:ililiiriiiiii. l". S. A..
/M crrficlicli. Sic koiiiifii ilriiNi-li :iii Astlirr M-lircilirii. Il.iii-; l{r:iii.-f-
wcltcr liat am il. -Mal. Kiirirn Uciifcr am ;!•■*. .lull, .\larliii Uir/hcrt;
aiii :>. .lainiar (;clMirr>tafr. WalllnT Ifilla s|iii-llc ii. a. in l()l;;ciiilcii
l'ilmcii: ..Ita> K<'fi'lir''<'''*' Alter", ..lüirliMi wir .sfliwci«:!'!!?", ,.l'rinzi'>siii
Olala-, ..i)<iiiiia .liiaiia", ..Hit Kaiili ilrr s.iliiii«TiniUMr\ ..K\a in Sciilc'-,
..l!cvi)luliuiisliinli/.rif. ..IiiT .Mann mit ilciii LanlilrKscIi"-. ..Der Kanipl
nnis nciio (M'Mlili'clif. Sein nciirsli-r Film ist ..Hie fiili-li' llcrrcn-
partii-". — l>ii' lii'tnMTrmli'M KümsiIit simi — liis auf Lars llansiin —
iliiiiki'liinKi;; nml iiabrn diinkli's Haar. llaiisou li.it bl.iiic .\ii;;cn nml
ist iliiliki'lliidihl.
..s 1- h :i II s p i c- I k 11 II !■ ;; c'. H r a ii ii s <■ li \\ i' i c : l>.i li.ilicii Sir ja
«irUliili l'ci-li! Wir iiiiplVIiliii Ihiii'ii. uns rini' liililUarlr miii Iwan
l'('tiii\ ii'li iiml ii..'iii M. in iirii riii.'irki'ii /ii sfiiilcii, ilaiiiit wir lliiii'ii <l.i~
ncwuiisclitr .\iilo;;raiiim ln'siir;;in Uiiiim-ii.
I< II <■ Ii n in . K. S <• li : Harry Ticl lr:i;;l
«•inen Kiinslli'rnami'ii. Seinen ri(liti;;cii
N.inien «ill or nielit \ eriilTeiillielit
li.ilien. l'iel liat am li. Juli (ielinrlstaiv
nml ist n.iliezn i'd .lalire beim l'iliii. Sie
kiifinen iliin rnlii;;- eine (iratiilatimiskarle
.senden; ilncli das hat ja nun nneli eine
füllte Weile /.eil. Soviel wir wiesen, ist
seine Klie mit Mary Mulm kinderliis.
Aller dali er die Tricks in seinen rilmen
allem an^liilirt, Uiinni'ii \\\r lliiieii mit
Meslimnitlieit sa^eii.
Willy r r i t s e It - S e li \v ä r r i ii
1' II n k t e h e n. Merlin; W ill.\ l'rilseli
ist nielit mit l/ilian ll,ir\ey verlolil. Sie
sind alier — zu llirer UernliiKnnn' — sidir
liel'reiindet. I.ilian llarvey seliwärint
nn-eres Wissens fiir Maiijliiekelieii. —
Henry Stnarts W iilinnn^- lielindet sieh
in Merlin W. l'.issancr siralJe 17. Der
Kiiiistler wurde am I. Telirnar in Kairo
Kelmren. ist .ilier enj;liselier Sl.ialsan>;e-
liiiriiier. — Friisl \erelies widiiit McTlin
\\ . I'.niser str.iLle l"i. Kr liat .ini c. |)e-
ziinlier (JeliiirlstaK. Sein neuester l'ilin
ist ..Der seliwarze Diiminn" mit H.irry
J.iedtke in der Ilaiipiriille.
r e I i e I 1 a s S e li.. 1' e n z i k ; Unlli
W'eylier wdlint Hlri.-.SeliüiielierK. .Stiilied-
raiiclislralie .'la. W Cnn diese Zeilen <-r-
selieiiieii. wird die Kiiiisllerin wieder in
Kerlin sein.
Karl W'.. H a n n o v e r : Ott» Celiiilir
«iilint Merlin W :)1. Knrfiirstensir. II--,
wnrdi- am l'.i. .Mai in Kettwi;;- an iler
Mnlir Keliiiren. ist •;:eseliieden nml hat
eiiio 'Jiiehter. (Jeliiilir ist seit 1!M!» beim
J'iiiii lind erraiii; seinen ersten (iriiljeii
Krfcil;; .-ils l'riedrieh der (imlle in der
..Tänzerin Marliarina". Das Ottn (ieliiilir-
ISneli ist ilnreli den Selierl-Verlas;' zu Iie-
zielieii. — .lenny .Innii wuhiit MiTlin W.
Kaiserdamm i'll. nnd wurde am ll..liini
in Wien gehören. Kin Miieb über sie
;;ilit es nielit. Die Künstlerin wurde be-
kannt durch „Die Jlose". Mit Eiirieo
Heuler.
Kurt (;.. TJ e r 1 i n - r, i e h t e n -
b e r i; ; Kmil .TanniiiKs ist .-ini besten
diircli die VUi, Merlin SW r,s, Knch-
straLle i.-S, zu prreiehen.
•I n I i u s !•)'.. W' i e n ; Willi nnd T.mlwii;- IfiMber sind Uriider und
dnreli ilie Knielka. ,Miiiielien. S.mneii^lr.ille l.i. zu ■■rreielieu. Wie ilie
XtiMiamen der Klti'rn ^(lll I><>;;isseiir Ifeilier lauten, wissen wir nicht.
Dr. Kanck ist am besten diireli die Hdiii-Kilm A.-i... IJerlin SW IS.
l'iiedriclistralle i'i.i.- erreichbar.
II e r t .1 .aus C o b n r •;' : Krilz Scbiilz. V.\i Kva und Ernst \ erebes
tilnii-ii fleilJijj. — Vera Sebniiterliiw \Mihnt Merlin - H.-ilensep, Xestor-
stialJe 1. Walter tiriiters .Miiiieben. M.irtiiisstralJe 1.
1" r. K.. 1' 41 t s il a ni : W Cnn Sie zum Film wollen, so ist es am
z«eckmalJiKsteu. Sie weinlen sieh din-kl an die Filiiif-esellsehaften. Dort
ert'.iliren Sie alles Niibere. — l'rieda Kicliard wohnt herlin-Uernisdorf.
Ilillmaniistralje ,'i.
I.ilian II a r v e y - \' e r e h r e r ;i u s II a u u o v e r : T.ilian Harvey
ist eine ;;riilJe Mluineiilri'iiiidin. k'''' .\ntoKranime nnd ist ledit;-.
Marion D.. 11 ;i n n o v e r : Fritz Kortner wohnt }{erlin-l>alileui,
Ma\-K,\th-Stralie ."i, und hat am II'. .M.ii (Jeburtstat;. Kr f;ibi Aiito-
;;ramnie. .Sie diirfen rnhitf an ihn selireiben: das ist nicht :iiildriimlich.
II. li.. .\ u !;■ s '• 'I r K : Henny Tortens Adresse ist Herlin-D.ililem. l'.irk-
str.-ilie Tl. Die Künstlerin ist mit dem Produktionsleiter ihrer Ce-ell-
sehal't, Herrn J)r. von Kauffmanil, verheiratet.
T. i I i a II 11 n r >• o y - V c r e li r p r aus F r a n k f u r t / M a 1 n : Daß
Hinen der ll'a-Filin ".,.\dieu. .Maseolte" so };nt Kcf.'iMen hat. ist ja sehr
erfreulich. Der Film hat li .\kto und ist 2:'.ul .Meter lau;;, .also er-
hi bliili kürzer, als Sie Kescliiilzt haben. I.ilian H.-irvey ist mit Willy
Fritsch sehr .herreiindel. aber nicht verlobt. — Wann l.ya .Mara aus
.Amerika zurückkehrt, ist noch nnbestimint.
Mete M., .\ r u s b e r k : K^on von .lord.in ist sehr viel au der Spre<-h-
bühue t:itiK und bat d.-ilier weiii«- Zeit rt.r den Film. W:iltlier SIez.ik
filmt jetzt wieder. — Frai.z Manmann ist unseres W issens verheiratet.
Kr siiiidte in ..Ich war zu Heidellieri; .Student"' nnil ..D.is dentsclu- l.ied •.
Ihr' Hildwiin.sch ist vorgemerkt. — F.velyn Holt wohnt lic-rlin-Charlotleu-
biirs. Schillerstrarie lil. — ■ Der I.ilian Harvey-Film ...\ilieu. .Mascolte"
(D:is .Modell Mim Monlparn.asse'l ist kürzlich in Merlin nranfKefiihrl
worden. Nidieii l.ili.in Harvey spielen ilie leider kürzlich verstoilnMie
M.irielt.i ^iillner, luo Svni und H:ury li.ilni die H.ini'lrollen.
II i I d e ti a r d M., N o r d h a ii s eii : Carl Mei kersacbs wolinl Merlin
W .s, Muilapester Stralle :'.:(. und ^ibl .\ntii;;ramnie.
A 1 b i n S p.. Merlin: Daisy D'Ora
wohnt l'olsilam. .MoltkesiralJr Jl. Itina
Mafs.i Merlin W. Knrfnrstendamm I7;l.
I'iter Voss Merlin. -Münchener SiraUe :!l.
('amill.'i Horii ist durch die Nalion.il.
lierlin SW |s. Fricdricbslralle tu. Luis
'l'renker durch die Honi-Film, Merlin
sW l.s, FriedricIlstraUe i'-.'.">. zn er-
reichen. Louise Mrooks ist aiiKenblicklich
in l'.'iris iiihI »ohni dort im llolid i.'oyal
•Monieau Marb.ira Kenl ist diinb die
l'niv ers.iT-Siiidios, Inix ersal-Citv , Kali-
fornien, F. S. .\.. erreielib.ir.
t; r e t a (i .i r li o - V e r e h r e r i n
t; e r t r 11 il IV. 11 .-1 I e n s e e : D.iL! Kve-
l\ n Holt Steinitypislin t;ewesen sein ~oll.
ist uns nicht bekannt, .ledenfalls bat
uns die Kiiiistleriit davon nichts erzählt.
ICinfaeh fabelhaft, wie s'Ut Sie niiter-
riehtet siinl! — Sie diirfen. sich schon
auf uns verlassen: alle Filmst.irs sehen
AiiloKrainme! DaU lliiien t'oii F'eni
.\ndra nml IhriT Freundin von tirel:i
Carbo nnd .Mae .Miirray die .Vuto^r.imni-
\\iiiisihe nicht crfiillt worden sind, ist
natürlich sehr schade. .\ber .sie werden
im lernst nicht ;;lanhen. dali dcsh.ilb
die lietretTemlen Kiinsileriiinen jirinzipiell
keine .ViitoKrainme ;;(d)en. JSedeukeii sie,
d:ilJ Kriefe \ erloreu^ebeii kiiiinen, und
d.ilJ ein .Star wie tiret.i (I.irbo tiislich
Hunderte von Mriefen erhält, die sie
alle beanl«oneii soll und \ oii ilencMi sie
sicher :iucli viele beantwortet. Versiiilieu
sie Ihr Heil noch einmal, vielleicbl
liaheii Sie diesm;il mehr (Jliick! — .Mary
.\stor ist durch ilie Fo\-S(mlios. lldl.
AVcstern .\venue, Holl> h ooil. Kalifornien.
F. S. A., (;ilbert Kolaiid durch die Fnited
.\rlists. TiMMi. S;inta -Monica liniilevard.
Hollywood, Kalifiiriiieii. F. S. .\.. zu er-
reichen.
( i !■ r d H r i o s p - V p r e li r p r i n .
M r e in e n : (Jerd Hripsp ist iingefäür
SU :ilt. wii- Sie ^i'seliätzt haben. — Wir
werden Walther Jtilla :in die f-illiKcn
.\iito;;rainme eriiineru. — Aindi in Mremeii
findiMi Aulo;;rainiiilaj;-e st.-itt.
T r u d e I aus .\ I t o n a : A\'aiiii
l".lisalieth Mer^ner wi<'iler in Merlin fil-
men wird, ist noch unbestimmt,
(i e r t r 11 d M.. 1> r e s d e n : Wer zniii Film will, iiiull sich seinen
We^: dahin alli'in (dineii. Wir vermitteln keine KiiKasements. Die Aus-
sichten auf ein r;isclies Vorwartskonimeii sind auch für Kinder sehr
Kcriiiif. Am zvM'ckmäUi^rsleii ist es immer, unmittelbar au die Filiii-
^esidiseliaften zu schreiben.
Fritsch- il a r v e \ - F r e n n d . li e r 1 i ii : Nur liediibl. Willy
Fritsch wird auch wieder mit l,ili:in Harvey filmen. Sie sind niilit
miteinander verheiratet. Meide sind ledi^r. Fritsch wurde am J7. .laniiar
in K;ittowitz geboren. — (ierihi -Manrns stammt ans Zagreb. Kroatien,
hat am i'.i. .\UKUst (ielnirtstaH:. ist ebpnfaUs nnverheiratet und a.ibl
.Vntosranime
P. B., Herlin: Siegfried ,\rno wohnt Rprliii W. ZälirinRpr StraI5e .'i.
Hairy Franck Merlin-lharlotteiihnry, (.ioetliep.irk i:l, l.il Ilasnvpr, mit
Karl' W ilt verheiratet, Herliii-Wpstpiid, -Vrys-Allee 1.
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AuBerdem Verkaufsstellen in weiteren GroB- und Mittelstädten des Reiches.
ihm
und
Eine Probe Lebensdeutung
frei für Leser dieses Blattes.
Der wohlbeliannte Astrologe Prof.
Roxroy hat sich wieder entschlos-
sen, für die Bewohner dieses Lan-
des ganz kostenfreie Probe-Horo-
skope ihr.es Lebens auszuarbeiten.
Prof. Roxroys Ruhm ist so weit
verbreitet, daß er wohl kaum mehr
einer Einführung durch uns bedarf.
Seine Fähigkeit, das Leben anderer
zu deuten, einerlei wie weit entfernt sie auch von
wohnen mögen, soll an das Wunderbare grenzen.
Selbst Astrologen von verschiedenen Nationalitäten
Ansehen in der ganzen Welt sehen in ihm ihren Meister
und folgen in seinen FuIJtapfen. Er zählt Ihre Fähigkeiten
auf, sagt Ihnen, wie und wo Sie Erfolge haben können, und
erwähnt die günstigen und ungünstigen Epochen Ihres Lebens.
Seine Beschreibung vergangener, gegenwärtiger und zu-
künftiger Ereignisse wird Sie in Staunen versetzen und
Ihnen helfen.
Herr Paul Stahmann, ein erfahrener Astrologe, Obcr-
Niewiadom, sagt:
,,Die Horoskope, die Herr Prof. Roxroy für mich aufge-
stellt hat, sind ganz der Wahrheit entsprechend. Sie sind
ein sehr gründliches, wohlgelungenes Stück .Arbeit. Da
ich selbst Astrologe bin, habe ich seine planetarischen Be-
rechnungen und Angaben genau untersucht und gefunden,
daH seine Arbeit in allen Einzelheiten perfekt, er selbst
in dieser Wissenschaft durchaus bewandert ist."
Wenn Sie von dieser Sonderofferte Gebrauch machen und
eine Leseprobe erhalten wollen, senden Sie einfach Ihren
vollen Namen und genaue Adresse ein, nebst Tag, Monat,
Jahr und Ort Ihrer Geburt (alles deutlich geschrieben) so-
wie Angabe, ob Herr, F'rau oder Fräulein, und nennen Sie
den Namen dieser Zeitung. Geld ist nicht notwendig. Sie
können aber, wenn Sie wollen, 50 Pf. in Briefmarken Ihres
Landes (keine Geldmünzen einschließen) mitsenden zur Be-
streitung des Portos und der Schreibgebühren. Adressieren
Sie Ihren Brief an Prof. Roxroy, Dept. 8298 E., Emma-
straat 42. Den Haag (Holland). Briefporto 25 Pf.
schallen Sie aber auch, indem Sie di
kraft und Blut, Schachtel M. 2.50
und diese 18 Plund gleichmUßi<; ver-
teilt auf Gesicht, Arme. Brust, Hüften
und Waden. Bedenken Sie. w,ie Ihre
Fijjur durch diese Gewiclitszunafimc
verschönert wird und um wieviel
Sic sich dadurch bcj^chrcnswerter
machen.
Durch die wohlsciimcckcnden
„Eta-Tragol-BooboDs"
(für Damen, Herren und Kinder von
(gleicher Wirkung), die nacli der Mahl-
zeit genommen werden, läßt sich das
Körpergewicht in einigen Wochen um
10 — 30 Pfund erhöhen. Die unschönen
Knochenvorsprünge an Wangen und
Scliultern schwinden, Pfund für Pfund
nehmen Sic zu, an allen Körperteilen
zeigt sich Fettansatz. Unbehagen und
Unlust weichen, und nach ein paar
Wochen hat das bisher schmächtige
Aussehen einer vollen, ebenmäßigen
Erscheinung Platz gemacht. Zugleich
roten Blutkörperchen vermehren, Nerven-
;egen Nachnahme, Zu beziehen von der
„Eta'-Chem -techn, Fabrik, Berlin - Pankow- 147, Borkumstraße 2.
Schöne Augen
iiii.f Jic Möijdihfwit il\-r ErhöhiiUi] if'iw . \iis.ini Ji.^föfHfjUcit
ist in meinem Lciifaäcn für Biotoq. Scßönfyciis = Kiiltni
CM('. I -) iiustührlieh hchamlclt
Asiat. Augen-
brauensaft
f>i ingr Alujcnf'rüiicn ii.
\\ impcin sc/'ncK zum
Wiiä'sliiin Die Ih allen
neiifeii ifief'r iinJ schön
geSii'iriinijeii. i/ie \\'im=
pcrn liini; und seiifiij,
ivoJiiid? äen .\iiiienje=
ner pikante Heiz /v/-
lief;en winf, der Jas
Antlitz so anziehend
macht. XichtfärhenJ. -
Pieis MH. 2.7=,. Große
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Quantum Preis StI). 0. -
W 1 BR A ges, geschi.
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der biologischen Schön-
heits-Kultur die gleichen
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,,Wibra" — eine Flüssigkeit
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sofort nach der ersten An-
wendung dunkel färbt.
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Zur Echttarbung von Brauen
u, Wimpern ,,Augenbrauen-
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Bestricßenäen A'eiz,
Miahlenifen G/anz,
Teuer laul Trische cr=
laiHieii tfie Aiifjen diirch
..Diaiiiant"Ceinahso(iit
iinschäiilidjcs, i 'egeta -
Jvfisch.PiäparatJ. Mat-
ter, ti iifierBfidischiiiii=
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lehhaft u. gen innen er=
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ßeit. Diamant Mh. 2.75
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Wilhelm Scbaefer, Cbarlottenburg. Anzeigenverwaltuny Bcpa-Verlag, Berlin W 35, Blumes Hof 5, Kupferliefdruck: August Schert G, m, b, H, Berlin SW 68
1 -. *'/.. *
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N ü M M E R .'^ö / n F, R LI \ , 8. S F. P F F \l R E R 1929 / P K E I S .. 0 P F E N NM G
!
/'A^r. ( /j
d/Oeli^ c/jlniann spielt nn ^uLjajdtn f,'J)er C/lrä}ltti§ aus cJianWul
D I j: m o c II 1. \ s c II k I r r n r. w i i l m r n \ i \ n i:
>^;:
Nils A s i h e r
an Bord seiner Segeljacht „All Allone"
Soll ein deutsches Mädchen einen Aus-
länder heiraten, von dem es nichts
weiß, außer, daß er sehr reich ist?
Der Film ,,Dcr Sträfling von Stambul" ver-
neint diese Frage nicht prinzipiell, denn er
zeigt nur einen individuellen Fall auf, bei
dem die Gutgläubigkeit eines Mädchens
zum tragischen Lebensabschluß führte.
Nach einem Roman des stets lebendigen
Fedor von Zobeltitz, der die große Gesell-
schaft Europas, aber auch jene, die sich
dafür ausgibt, ohne es zu sein, wie kein
zweiter kennt, ist ein Film geschaffen wor-
den, der die Schicksale eines jungen Mäd-
chens schildert, das sich plötzlich der
Existenzmittel beraubt sieht. Film und
Roman stellen dieses Mädchen durchaus
als moderne Frau dar, die gewohnt ist, auf
eigenen Füßen zu stehen, aber die sich
nicht stark genug erweist, um der gewalti-
gen gesellschaftlichen Umschichtung, die
Kriegsende und Inflation über die Welt
brachten, gewachsen zu sein. Die Kreise
des guten Bürgertums, die ein gesichertes
Leben führten, fühlten plötzlich den Boden
unter sich wanken und waren nicht ge-
schickt genug, sich auf die vollkommen
veränderten Verhältnisse einzustellen, wie
es im Interesse der Erhaltung ihres Vermögens not-
wendig gewesen wäre. Plötzlich tauchten zumeist
aus dem Auslande neue Gesichter auf, die sehr viel
geschickter verstanden, sich des Augenblicks zu be-
mächtigen, und die ihren Vorteil klar erkannten.
Nicht alle sind in die Rubrik der Abenteurer einzu-
reihen, die mit absolut schwindelhaftcn Mitteln zu
Geld kamen. Eine Anzahl von ihnen sah nur vor-
aus, daß Mitteleuropa eine Zeitlang unter jenen Er-
scheinungen leiden werde, die im Südosten ständig
herrschen. In den Ländern mit schwankender Geld-
währung, namentlich im Orient, werden Geschäfte
auf einer ganz anderen Basis getätigt als bei uns.
Rcclils : Paul Rehkopf und Hein
rieh George piwt. Via
wie CT in einer gewissen Art allcrmodernstcr
Literatur sein Wcson treibt, sondern nichts
weiter als ein Mensch von heute, der sich mit
Pfiffigkeit und Mutlerwitz zu behaupten weiß.
Kein Zweifel daran, daß er ein weites Ge-
wissen hat und zwei mal zwei fünf sein
läßt. Aber dieses gewisse Hochstaplerischc
wird, (;ben weil es George mit der größten
Selbstverständlichkeit hinlegt, nicht als schä-
big und unangenehm empfunden. Georges
sehr diskrete Art, über peinliche Augenblicke
hinwegzugleiten, ist unnachahmlich, wie dieser
große Charakterspieler überhaupt duich seine
elbstverständlichkeit zu bezwingen weiß.
Das Fräulein, wie Zobeltitz die Hel-
din des Films in seinem Romantitcl
einführt, wird von Betty Amann ver-
körpert. Die Vorzüge dieser jungen
Schauspielerin sind bekannt. War
sie in ,, Asphalt" die Hochstaplcrin,
so ist sie im ,, Sträfling von Stambul"
das ahnungslose, an ehrliche Men-
schen gewöhnte Geschöpf, das ohne
Argwohn in die Wünsche des Lc-
vantiners einwilligt und, als es sich
betrogen sieht, die Flucht in das
Land ohnj Rückkehr wählt.
Der Handel ist nicht eine solide Einrichtung, ein Ge-
schäft von Treu und Glauben, sondern er hat noch
einen Stich in das Abenteuerliche, wie er es im alten
Griechenland gehabt haben muß, wo Merkur ja ein
recht vielseitiger Schutzgott war. Einen solchen
Spekulanten von der Levante stellt Heinrich George
dar. Man glaubt seiner massiven Gestalt, daß er
schon das Zeug besitzt, um sich gegen allerlei Hin-
dernisse behaupten zu können. Er ist nicht so leicht
aus der Fassung zu bringen und den pfiffigsten
Gegnern gewachsen. George gibt ihn als sympathi-
schen Typ. Er ist nicht der brutale Geldverdiener,
der Industrieritter mit übermenschlichen Fähigkeiten,
Paul Hörbiger und Betty Amann
Links: Betty Amann und Hein-
rich George
A
erforscht sind. Es war kein Vergnügungsflug,
keine Reise, bei der es sich darum handelte,
möglichst viel bunte Bilder aufzunehmen. Wenn
der Film trotzdem von bunter Mannigfaltigkeit
ist, so wurde er es deshalb, weil er über eine
Strecke von 37 000 Kilometer führte und die ver-
schiedenartigsten Landstriche berührte. Bereits
die Durchquerung des Mittelländischen Meeres
führte zu einem Kampf mit den Luftströmungen;
der Orkan zerbrach nach neunstündigem Wüten
eine der Tragflächen des Flugbootes, die eiligst
ersetzt werden mußte. Die Umwelt des Äqua-
tors brachte tropische Gewitter von ungeahnter
Heftigkeit. Vor allen Dingen waren die Reisen-
den niemals völlig über die Luftströmungen un-
terrichtet, die in den zu überfliegenden Land-
strichen vorherrschten. Obwohl die Expedition
eine vorwiegend wissenschaftliche Aufgabe zu
erfüllen hatte, die über der Erde lag, fand sie
Zeit, ihre Aufmerksamkeit auch auf den Boden
zu richten. Jedenfalls ist durch diesen Flug von
Sir Alan Cobham die Prüfung der Frage des
ständigen Luftverkehrs um Afrika in bejahendem
Sinne ausgefallen.
Der Verband der Aufnahmeleiter hat zum ersten Male
ein großes Fest zugunsten seiner Wohltätigkeilskasse
veranstaltet, das einen geradezu sensationellen Erfolg
hatte. Es gab kaum einen Filmstar, der dem Ruf zur Mit-
wirkung nicht gefolgt war. Unmöglich, die Namen alle zu
nennen, von den kleinen Anfängern bis hinauf zu den ganz
Großen. Sie gaben bereitwillig im Park jedem, der es
wünschte, Autogramme, waren umlagert von Hunderten,
die alle die Helden der flimmernden Wand einmal persön-
lich sehen und sprechen wollten.
Auf dem Podium drehte man Aufnahmen von Männern
und Frauen, von Kindern und alten Mütterchen, die sich
alle einmal auf der großen, flimmernden Projektionswand
sehen wollten.
Vor den Attraktionen, vor dem Musikpavillon und auf
den Terrassen der Restaurants arbeiteten angestrengt die
Kameraleute, weil man schon gleich bei Anbruch der
Dunkelheit alles, was man nachmittags gedreht hatte,
fertig entwickelt zeigen wollte.
«f.
Rulh Weyher gibt Autogramme. Unten : Siegfried
Behrisch, Henry Bender, ein Aufnahmeleiter, dessen
Wertiliittel mit über 300 Autogrammen bedecfit is
Die Aufnahmen klappten vorzüglich. Die
Bilder auf der flimmernden Wand fanden rei-
chen Beifall.
Zwischen sechs und neun Uhr marschierten
die Prominenten oben auf dem großen Mittcl-
podium auf und wurden, einer wie der andere,
mit lautem Händeklatschen begrüßt, um so
mehr und um so eher, als ja diesmal der Bei-
fall dem Darsteller persönlich, nicht seiner
Leistung und nur irgendeinem Werk galt.
Abends gab es Feuerwerk und einen
dichten Andrang zum Filmkabarett, zu dem
sich wiederum die Prominenten Berlins zur
Verfügung stellten.
Man zählte rund fünfzehntausend Besucher,
so daß die Unlcrstützungskassc der Aufnahme-
leiter einen großen grundlegenden Fonds erhallen
hat, auf dem man jetzt weilerbaucn kann.
Buslcr Keaion und Marcelline
Beverly Hills
In einem so wohlhabenden
Lande, wie es Kalifornien ist,
wird der Sport als eine {Jc-
scUschaftliche Angelejjenheit
betrieben. Alle anjjelsächsi-
schcn Länder haben von jeher
das Bestreben gezeigt, die
soziale Schichtung Englands zu
übernehmen. Mag man von
diesem politisch völlig ab-
rücken, das Vorbild der
,, Society" wird von den maß-
gebenden Kreisen kopiert. Da
E!nglands Gesellschaft dem
Sport huldigt, viel auf Reisen
ist, so gibt es für den reich-
gewordenen Amerikaner kei-
nen anderen Wunsch, als ein
ähnliches Leben zu führen, zu-
mal ja die Sport-Amatcur-
schaft, die sich durchaus nicht
immer in Preiskämpfen zu
äußern braucht, eine gewisse
Wohlhabenheit voraussetzt.
Freilich hat sich im Lande des
Automobils der feudalste und
eleganteste, aber auch teuerste
Sport, das Polo, nur wenig
durchsetzen können. Es ist in
Kalifornien auch zu heiß da-
zu, denn ein Polomatch bringt
schon in ganz anders tempe-
rierten Gegenden die Spieler
'in Hitze. Dagegen erfreut sich
das Golfspiel der größten Be-
liebtheit, namentlich die pro-
minenten Filmschauspieler ha-
ben sich von jeher damit be-
freundet. Im allgemeinen ist
^
Day auf dem Golfplatz non
l'lwt. M.-a.-M.
der Sportbclricb in Amerika
Sache des Zusammenschlusses.
Klubs beherrschen das Feld,
sind im Besitze der schönsten
Spielplätze und verhalten sich
äußerst exklusiv. Es ist in
Europa, wo man die Bedeu-
tung von Hollywood leicht
überschätzt, schwer verständ-
lich, daß sich die gesellschaft-
lichen Kreise Kaliforniens dem
Film gegenüber ablehnend ver-
hallen. DicÖlmagnatcn, Fruchf-
händlcr und Plantagenbesitzcr
bilden die Elite der Gesell-
schaft und wünschen unter sich
zu bleiben. Sic sind bedeu-
tend reicher als die Filmleulc,
die ja auf ihre großen Gagen
nur eine gewisse Reihe von
Jahren rechnen k(')nnen. Sie
haben maßgebenden Einfluß in
den Sportklubs, und keinem
Filmstar — von Douglas Fair-
banks und Mary Pickford, die
eine Klasse für sich bilden, ab-
gesehen — würde es jemals
einfallen, sich um die Mitglied-
schaft in einem dieser Klubs
zu bewerben. Die Eintritts-
gelder und Beiträge sind ver-
schwenderisch hoch, weil diese
Kreise absolut unter sich blei-
ben wollen; sie wünschen nicht
einmal die Nähe anderer
Menschen zu verspüren. So
hat der Bel-Air-Klub jetzt
hinter Beverly Hills Terrains
erworben, die nur an Mitglieder
Ricliard Dix übt auf dem Golfplatz der Besitzung Harald
Lloyds Phol. Parannuit
II
Pafsy Ruth Miller verbringt das Wochenende in Laguna Beach
abjjcjjcben werden und wo eine Kolonie von Landhäusern (wenn
man Paläste noch derart bescheiden bezeichnen darf) entsteht, die;
als eine Konkurrenz zu der Millionärstadt Pasadena gedacht
ist. Der Golfplatz in Beverly Hills ist mit seinen neun Löchern
ein hervorragender Spielplatz und wird zumeist von den Film-
leuten in Anspruch genommen. Die ganz großen Stars haben
natürlich ihren eigenen Golfplatz, wie Harold Lloyd, der sich auf
seiner märchenhaft schönen Besitzung sogar eines Golfplatzes von
achtzehn Löchern erfreut und der als der schönste Golfplatz
von Kalifornien gilt. Golf erfreut sich bei den Filmschauspielern
außerordentlicher Beliebtheit, und wer es irgendwie ermöglichen
kann, verbringt den Nachmittag auf dem Golfplatz, wenn er es
nicht vorzieht, abends Tennis spielen zu gehen. Hollyvvood weist
zwei lennisplätze auf, die bis in die tiefe Nacht besucht werden,
denn eine märchenhafte Lichtverschwendung, von der man sich
in dem dunklen Europa gar keine Vorstellung machen kann, er-
möglicht das Spiel auch zu einer Stunde, da in anderen Gegen-
den der Welt der Sport nur noch in HAÜcn möglich ist. Für
C'nen Filmschauspieler, dessen Beruf an aufregenden Momenten
reich ist, bedeutet Golf eine der besten Erholungen, die gleich-
zeitig mit gewisser Gymnastik verbunden ist. Die armen Stars
dürfen ja, solange sie auf der Höiie stehen, nicht«; unternehmen,
was ihrer Jugendlichkeit schaden könnte. Sic dürfen nicht ein-
mal lange schlafen, da nach Ansicht der Ärzte in dem heißen
Klima Kaliforniens ein mehr als sicbcnstün Jiger Schlaf die Haut
runzlig machen soll und Fallen der Todfeind der Karriere sind.
Sie dürfen nicht einmal einen gefährlichen Sport troibtn, denn
das ist ihnen durch den Kontrakt untersagt Freilich verbietet
schon die Polizei das früher beliebte Rasen mit den Automobilen,
denn innerhalb des Stadtbezirkes von Los Angeles sind nur
35 Kilometer als Höchstgeschwindigkeit zugehssen, und wer da-
gegen verstößt, wird von Polizisten auf Motorrädern gestellt
und hat 5 Dollar Strafe zu zahlen. Wer den Ehrgeiz in sich
spürt, es dem Major Segravc nachzutun, kann dazu eine private
Rennbahn benutzen, auf der es gegen eine Stundengebühr ge-
stattet ist, sich die Knochen zu brechen. Eine Einladung zum
Golfspiel bei Harold Lloyd bedeutet regelmäßig einen großen
Nachmittag. Die Stars sind ja, wie man weiß, «lußerordcntlich
kollegial, und die anderswo bestehende Spannung zwischen den
einzelnen Darstellern, die Eifersucht auf den Erfolg, die anders-
wo vom Begriff Theater nicht zu trennen ist, kennt man in
Hollywood nicht. Auf diesen Golf-Parties geht es übrigens viel
solider zu, als davon gesprochen wird. Bei der Nachmittags-
hitze besteht durchaus keine Vorliebe für starke Getränke, auch
sind die meisten Amerikaner in leiblichen Genüssen recht be-
scheiden. Ihre kulinarischen Wünsche pflegen sie in der Regel
niit einem Besuch von Paris zu verbinden, denn in Kalifornien
kann in europäischem Sinne niemand kochen. Der Gastgeber
reicht also zumeist Früchte und Limonaden, die auf Eis in
Silber serviert werden, und beteiligt sich eifrig an dem Spiel.
Er ist nicht einmal böse, wenn er schlecht abschneidet, was
stets der Fall ist, sobald Richard Dix an der Partie beteiligt
ist, der als der beste Golfspieler unter den Filmstars gilt. Ihm
gleich kommt Marcelline Day, die sich ihr Brot sehr gut als
hochbezahlte Golflehrerin verdienen könnte, wenn sie nicht ein
aufsteigender Filmstar wäre, dem eine große Zukunft prophezeit
wird. Tüchtige Golflehrer sind in Hollywood sehr gefragt und
werden teilweise höher bezahlt als die Schauspieler, die in
Charakterrollen erscheinen. Natürlich ist es der Ehrgeiz der
Klubs, einen englischen Golflehrer zu haben, möglichst einen,
der seine Amateurschaft aufgeben mußte, weil seine Mittel nicht
ausreichten. In England, das ehedem eine führende Schicht mit
behaglichen Renten ausgestatteter Sportamateure aufwies, macht
die Zersetzung der Gesellschaft große Fortschritte, und ein An-
gebot nach Hollywood als Sportlehrer ist heute verlockender
als eine unsichere Karriere beim Film.
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tggfgfljflll^/gmilgffllifmgammrwm'itmv^wimat' mum irif«irn-ir»-iii'-ifyiii» n. nnfFfimirti-ni i d' iMBBaaaiaef-.-wiiWiiii 1 1 1 1 inLii ^«flmriri riinrrrrtm- n-
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Ernst Petersen und Leni Qiefenstatil
im AafQ-Sokal-Film „Die v/eiße Hölle von Piz Palü'
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Das schwierigste artistische Kunststück ist der
doppelte Salto, der von einem Trapez zum
anderen führt. Dieser Salto ist so außer-
ordentlich jjefährlich, daß ihn nur die Elite der
Artisten wagt und mit ihrem Leben spielt, denn
von den wenigen, die ihn beherrschen, bricht sich
fast jeder zuletzt doch das Genick. Ein zu kurz
berechneter Schwung der Schaukel, ein nicht aus-
reichendes Rotieren des Körpers — und die
Hände, die fangen wollen, greifen ins Leere und
der Körper stürzt von der Höhe der Zirkuskuppel
in die Manege. Um diesen Salto auszuführen, be-
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Tami Coynor, Nancy Drcxel, Barry Norton. Charles Morton
fox Photos
darf es außergewöhnlichen Trainings; wer ihn
wagt, ist von Jugend auf in der Schule der Artistik
gewesen. Die Menge glaubt immer noch, daß den
Artistenkindern die Knochen gebrochen würden,
damit sie für ihren Beruf richtig vorbereitet
wären. Natürlich ist das ein Unsinn; Artistenkin-
der sind nur von Jugend auf trainiert und müssen
im sogenannten besten Alter von der Bühne ab-
treten, weil Sport und Artistentum nur für junges
Blut sind. Übrigens hat der allgemeine Auf-
schwung des Sportes die Parterreakrobatik schwer
bedrängt, denn gute Turner geben heute mittleren
Artisten nichts nach. Die Schule der Artisten-
zöglinge ist hart. Vor Jahren hat einmal der große
dänische Dichter Hermann Bang, den die heutige
Generation zu Unrecht vollkommen vergaß, eine
Novelle ,,Die vier Teufel" geschrieben, worin er
den Leidensweg von vier elternlosen Zirkuskin-
dern beschrieb, die schließlich, wie es in der
Sprache der Artisten heißt, eine berühmte ,,Luft-
luunmcr" wurden. Sic wachsen in einem Wander-
zirkus auf, in dem es nicht so lustig zugeht wie
im ,, Zirkus" von Charly Chaplin, obgleich ja auch
dieser große .^lenschenkünder die Melancholie des
Zirkuslebcns leise angedeutet hat. „Die vier Teu-
fei" haben den Filmregisseuren von Anfang an ge-
fallen. Die bunte Zirkusuelt, der Rausch ihrer
Vorstellungen, die behende Bewegtheit ihrer A\en-
schen sind für eine Kunst geschaffen, die, wie die
Kinematographie, die Belegung als erste Forde-
rung stellen muß. Da der nordische Film vor zwan-
zig Jahren die Kinos in Europa beherrschte und
in Kopenhagen künstlerische Filme herge.slellt
wurden, so nimmt es nicht wunder, daß die ersten
,,Vier Teufel" von dort kamen. Das dankbare
Thema wurde, technisch etwas vollkommener, nach
ein paar Jahren noch einmal gedreht. Aber die
filmische Aufnahmetechnik hat seitdem so außer-
ordentliche Fortschritte gemacht, daß diese alten
Filme heute nur noch kurios wirken würden. F. W.
Alurnau, der stets eigenartigen Themen nach-
spürte, hat die feine und melancholische Novelle
von Hermann Bang in Hollywood im vergangenen
Jahr noch einmal gedreht. Er hält sich im großen
#.
^,
>
und ganzen an Bangs Erzählung. Aber ein so
großer Künstler Murnau auch ist, die .^\elancholie
und die zarte Innerlichkeit von Bang konnte und
wollte er nicht ganz verfilmen. Das Drama braucht
härtere Kontraste als die Prosageschichte, die
vieles verschleiern und nur andeuten und das
Grausige der Phantasie des Lesers überlassen
kann. Die Grau-in-Grau-iMalerei aber liegt dem
Film nicht. Er braucht Aufhellung, lichtere
Ak/enle und darf den Humor nicht vergessen, der
nun einmal Hermann Bangs Art nicht war. Trotz-
dem kommt der Film dem Geiste der Novelle so
nahe, wie ein andersgeartetes Kunstwerk dem
stofflichen Original kommen kann. Ja, es ist noch
nicht einmal gesagt, ob Hermann Bang in unserer
Zeit, die andere Nöte als die seine hat, nicht auch
einen anderen versöhnlicheren Abschluß für sein
Werk gefunden hätte. Murnau legt besonderen
Wert auf die Kinderszenen, und der Reichtum
Hollywoods an jugendlichen Talenten, die dort
durch keinerlei Vorschriften an der Entfaltung
ihrer Begabungen gehindert werden, hat ihn im
reichen A\aße unterstützt. Janet Gaynor, die be-
reits in Murnaus ,, Sonnenaufgang" die Hauptrolle
verkörperte, stellt auch diesmal die entscheidende
lilmfigur vor.
Jonel Gaynor, Nancy Drexel, Barry Norton, Charles
WkkPhotos
HMHi
Willy Fritsch. Gero Maly und Meresa Simon in dem Ufaton-Film der Erich Pommer Produktion ,, Melodie des Herzens"
l'h.t. Uta
In den Kindertajjen des Films standen den Regisseuren nur
ganz geringe Mittel zur Verfügung. Die Aufnahmen niulJten
schnell hintereinander gedreht werden, und es blieb in der
Regel keine Zeit zum Wechsel der Dekorationen. In einem jetzt
längst anderen Zwecken zugeführte« Atelier hatte der Deko-
rateur, nennen wir ihn Lehmann, die erforderlichen Szenen auf-
zubauen und streng darauf zu achten, dal3 der in einer Ecke ver-
staute ,, Fundus" an Dekorationsstücken auch tatsachlich bei-
sammen war. Man verfügte nur über die allernotwendigsten
Dinge, und so kam es, daß gewisse Möbel in allen möglichen
Zimmern auftauchten. Da gab es einen großen viereckigen
Tisch mit Barockbeinen, der, mit einer Wachstuchdecke über-
zogen, in Armeleutewohnungen stand, mit einer Plüschdecke ge-
ziert, die Bürgerwohnungen zu verschönen hatte. Da aber auch
schon damals die Handlungen mit Vorliebe in die Häuser des
Reichtums verlegt wurden, so mußte der Tisch auch die prunk-
voll gedachten Salons der Filmaristokratie schmücken, zu wel-
chem Zweck der Dekorateur Lehmann ihn mit einer riesigen
Majolikavase dekorierte. Diese Vase war Lehmanns Eigentum.
Er hatte sie in einer Lotterie gewonnen und liebte sie zärtlich,
weil sie ihm wie ein Idol von Reichtum und Vornehmheil er-
schien. Sie paßte recht gut in den Dekorationsstil der ersten
Filme, aber dem Regisseur jener Firma, der wöchentlich seine
zwei bis drei Filme vom Stapel ließ, wurde es allmählich zu
viel, die Vase im Mittelpunkt seiner Filmdekorationen zu sehen.
Nach hartem Kampf mit Lehmann gelang es dem Regisseur
endlich, sie vom Tisch zu entfernen, aber sie verschwand des-
halb noch nicht aus der Dekoration. Mit einer Hartnäckigkeit,
die einer bsseren Sache würdig gewesen wäre, wußte es Leh-
mann immer so einzurichten, daß die hellblaue Vase, die im
Film weiß erschien, in den Aufnahmen zu sehen war, dem er
kannte die Art, in welcher der Regisseur die Einstellungen vor-
nehmen ließ, ganz genau. Da Lehmann nicht zu bewegen war,
die Vase aus der Dekoration zu entfernen und er sonst eine
überaus brauchbare und billige Hilfskraft darstellte, so entschloß
sich der Regisseur zu einem Gcwaltstreich. Er dachte sich an
Hand einer bekannten Novelle (damals beachtete man noch keine
Autorenrechte, und nahm die Stoffe, wo man sie fand, da das
„Filmen" im Urhebergesetz nicht vorgesehen war) eine packende
Handlung aus: Ein junger Graf macht seiner Geliebten das Ge-
ständnis, daß er leider beim Spiel sein gesamtes Geld verloren
habe und daher standesgemäß heiraten müsse. Die Geliebte,
eine Schauspielerin, wird bei der Eröffnung dieser Talsache
wahnsinnig und zerschlägt mit einer Bronzefigur die gesamte
Zimmereinrichtung. — Wahnsinnsszenen waren in dieser Epoche
der Kinematographie beliebt. Ehedem wurde nicht viel geprobt.
Die Schauspieler erhielten kurze Anweisungen, und die Szene
wurde einmal aufgenommen. Sie hatte eben beim erstenmal
gut zu sein. Die über den eigentlichen Plan des Regisseurs
unterrichtete Schauspielerin machte ihre Sache vortrefflich. Sie
fiel auf Kommando mit einem gräßlichen Schrei in Wahnsinn,
ergriff die ßronzefigur, fuchtelte damit wild um sich, zerschlug
einen gläsernen Aschenbecher und ließ dann — großer Mo-
ment — die Bronze wuchtig auf die Majolikavase sausen. Aber
man hatte sich getäuscht! Mit dem Schrei einer Löwin, der ihr
Junges entrissen werden soll, stürzte sich Lehmann in die Deko-
ration, unbekümmert darum, daß er mit auf den Zelluloidstreifen
kam, und umklammerte die geliebte Vase wie ein lebendes
Wesen. Aber die elegante Bronze, die aus einem Fünfund-
ncunzig-Pfennig-Bazar stammte, hatte sich an der Vase nur
vollkommen verbogen, die harte Majolika jedoch nicht im ge-
ringsten beschädigt. Trotz des ausbrechenden Krachs, wie er
größer nicht wieder in einem Filmatelier vorgekommen ist, nahm
Lehmann die Vase unter den Arm und brachte sie in Sicherheit.
Schließlich mußte der Regisseur die Szene auf andere Weise zu
Ende bringen. Eine Zeitlang war Lehmann überhaupt nicht zu
sprechen und benahm sich so grantig, daß niemand mehr mit
ihm arbeiten wollte. Dann ließ ihn seine Eitelkeit doch wieder
den Versuch wagen, die Vase malerisch in einer eleganten
Zimmerdekoration aufzubauen • — ■ und das sollte sein und ihr
Unglück werden. Die Vase stand auf einer Balustrade neben
der Tür, welche die betrogene Gattin aufzubrechen hatte, um
ihren Mann mit einer Nebenbuhlerin zu ertappen. Die Szene
begann, die Tür knackte, denn die Schaus|->iclerin warf sich mit
voller Wucht dagegen. Sie hatte den Stoß aber ein wenig zu
stark ausgeführt, denn die ganze Wand, deren Stützen nach
altem Theaterbrauch nur mit Bohrern zusammengeschraubt
waren, löste sich plötzlich, fiel krachend um und begrub alle
Requisiten unter sich. Als man zuerst die Schauspielerin, die
sich die Hand verstaucht hatte, und danach die Dekoration auf-
hob, fand man Lehmanns Vase in tausend Trümmer zersprungen.
Tränenden Auges suchte er die Scherben zusammen und war
nicht einmal zu trösten, als man ihm die Bezahlung seines Eigen-
tums versprach. Schließlich veranstalteten die Schauspieler
unter sich eine Sammlung und kauften eine ahnliche Vase, Aber
sie hatten sich getäuscht. Lehmann verweigerte die Annahme.
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Paul Lenis erster Erfoli^ in Amerika war „Spuk im
Schloß" gewesen, jener meisterhaft jjesehenc Krimi-
nalfilm, der bei den Zuschauern echtes Gruseln her-
vorrief. Lcni j|estaltete darin einen an sich plumpen Stoff,
der einem reißerischen Theaterstück entstammte, auf so
cij^ene Art, daß aus ihm ein Spiel zwischen Traum und
Wirklichkeit, eine optische Dichtung im Sinne E. Th. A.
t.' »^ ^^^B Hoffmanns wurde. Auch in Deutschland war Lcnis nach-
haltifjster Regieerfolg das ,, Wachsfigurenkabinett" gewe-
sen, dessen unheimlich spukhafte Bilder den Schauer un-
gewöhnlicher Vorgänge ausströmten. Paul Leni hat mit
wechselndem Glück in Amerika noch ein paar Gruselfilme
inszeniert, weil man in Hollywood den ersten Erfolg als
entscheidend ansieht. Er wäre, wenn nicht eine schwere
Krankheit, die ihn jetzt in die deutsche Heimat zurück-
führt, seine Tätigkeit unterbrochen hätte, ein Regisseur
wie Tod Browning geworden, der ja für seinen Lon Chaney
gar nicht genug sonderbare Geschichten erfinden kann.
Einer dieser Lenifilme ist ,,Die letzte Warnung", der ähn-
lich wie ,,Spuk im Schloß" einem Theaterstück nachge-
bildet wurde. Noch besser als vordem ist hier der ge-
I ballte Bühnendialog zertrennt, die Einheit des Schauplatzes
— eine Notwendigkeit der Sprechbühne — aufgehoben
und der Einzelvorgang im Bilde sichtbar gemacht worden.
Kriminelle Vorgänge interessieren immer, und sobald der
Zuschauer vor die Frage gestellt wird, von sich aus der
Lösung eines Rätsels nahezukommen, erwacht seine An-
teilnahme an einem Problem doppelt. Aber bei Ltiu geht
ilHüMllWü
es nie allein um die Fraise, wer der Täter ist. Diese Form
des Kriminalfilms, die sich vor allen Din<^en bemüht, sicht-
bare Spuren zu verwischen, um den Scharfsinn des Detek-
tivs darauf zu hetzen, ist veraltet. Überholt ist ja auch
die Technik der Sherlock Holmes-Geschichten, in denen
es nicht ohne Falltüren, präparierte Kabinette und ge-
heimnisvolle Möbel abfjeht. Edj^ar Wallace, Erfinder der
modernsten Kriminaljjeschichte, arbeitet denn auch zeit-
jjemäß mit Radio, Bildfunk und Fluj^zeuf«, aber leider
lassen sich seine besten Tricks nicht optisch sichtbar
machen. Paul Leni übernimmt daher den Trick der alten
Kriminaljjechichte, verbirjjt aber dessen Überholtheit hin-
ter dem Effekt des Spukhaften, Eine Falltür ist ein Re-
quisit, an das der Zuschauer nicht mehr recht glaubt.
Aber wenn sie sich im Fußboden einer Bühne befindet
und in einem Augenblick, wo sie niemand benötigt, von
unbekannten Kräften in Bewegung gesetzt wird, so wirkt
das überraschend und rätselhaft, und der Zuschauer ist
schnell geneigt; den gesamten Mechanismus, den der Re-
gisseur zur Vorführung seiner Tricks benötigt, ernst zu
nehmen. Denn Leni enträtselt seine Apparatur nicht
vollkommen. Er, der Maler unter den Regisseuren, liebt
es, über alle Dinge ein gewisses Halbdunkel zu legen und
mit den Beleuchtungskörpern, deren Licht die Aufnahme
erst ermöglicht, optische Effekte zu erzielen, von deren
Mitwirkung der Fortgang der Handlung abhängt. Pau
Leni hat noch in der Zeit, da er im Film nur als Architekt
tätig war, bereits durch die Technik seiner Bauten den
Charakter der Handlung stark betont. So ist der Erfolg
von „Scherben", jenem titellosen Carl Mayer-Film, dessen
Spiclwart Leopold Jeßner war, zu einem gewissen Teil
ihm zuzuschreiben, Leni hat seitdem diese besondere Art
vertieft und ist nicht immer der Gefahr ausgewichen, das
malerische Element zu stark einzusetzen und die Handlung
darüber zurücktreten zu lassen. In der „Letzten War-
nung" hat er das rechte Mittelmaß gefunden, schon weil
der Stoff an sich außerordentlich stark w'ar, den zu be-
wältigen CS der gesamten Kraft dieses bedeutenden Re-
gisseurs bedurfte, der ein unermüdlicher Arbeiter und An-
reger ist und dessen baldige Genesung wir erhoffen.
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GiiA. LbLSti^er Abei4.teu.errovnaLva.
VON LUDWIGvoN WOHL
IS. Fortsetzung
Der Pascha saß längst unten und besah kopfschüttelnd die
blitzenden, völlig rätselhaften Apparate, über deren Drähte man
übrigens leicht stolperte.
Der runde schwarze Trichter sah aus wie ein Grammophon.
Dorrit begann die Wellen zu suchen.
Eine Weile blieb es still.
Dann schrillte grelles Pfeifen aus dem Trichter. Es heulte
wie ein ganzer Chor liebeskranker Hyänen.
Die Diener, die das Zimmer vorsichtig umschlichen, fuhren
zusammen wie eine Herde, in die der Blitz einschlägt, und
raunten sich Vermutungen über die Abkunft dieses scllsamcn
Mädchens zu, unter denen der Scheitan, der Teufel, und ein paar
Abarten ungewöhnlicher Geisler bedeutende Rollen spielten. Die
liebeskranken Hyänen schienen auch noch Gcißelhiebc zu be-
kommen — sie heulten auf, und der Pascha verzerrte entsetzt
den Mund zu einer Grimasse, die er jedoch höflich verbarg,
als ihn Dorrit zufällig ansah.
,,Ist das die moderne Musik?" fragte er sanft.
Sie schüttelte lachend den Kopf und schrie etwas von ,, Welle
suchen müssen" und ,, werden wir gleich haben".
Und da klang es plötzlich im Chaos wie eine verwirrte Melodie,
unter deren Zaubcrklang die Hyänen das Weile suchten.
Sic verstärkte sich zu klingendem Spiel — - zu klirrenden
Rhythmen eines wilden, hüpfenden Tanzes.
Die Claridgc Syncopators spielten ,,Dancing Tamborine".
Die entfesselte Musik brandete durch den Raum.
Dorrit grinste.
Der Pascha murmelte ein Maschallah nach dem andern.
Jetzt sangen cm paar Männerstimmen.
,, Paris!" tagte Dorrit und zeigte die starken Zähne.
,,Abcr sie sprechen nicht Französisch." Der Pascha flüsterte
wie in einer Moschee.
,,Nein, Englisch. Der Text der modernen Musik ist fast immer
englisch. Sprechen Sie Englisch, Exzellenz? Nein? Wie
schade."
Sie unterdrückte einen Seufzer der Erleichterung dabei.
Sie hätte sich diese Muhe nicht zu machen brauchen. Der
Pascha war völlig konsterniert. Er saß wie betäubt, und trotz
des frohen und seltsamen Rhythmus, der seinen Körper zucken
ließ, fühlte er etwas wie eine ungeheure Beklemmung.
Ihm war, als stände sein Reich mit allen lausend Geheim-
nissen, die er sorgfältig behütete, plötzlich unter dem starken und
unbarmherzigen Licht der Großstadt, der Großstadt mit hundert-
tausend Augen.
Die Zivilisation rückte auf ihn zu und strahlte ihm ihre
Scheinwerferkegel ins Gesicht.
Nachdruck verboten
Unmerklich stellte Dorrit den Sender an.
Dann ließ sie Paris abbrechen. Die Stimmen verklangen nicht
— sie sprangen in die Höhe und verschwanden wie losgelassene
Raketen im Weltenraum.
,,Ist das nicht eine unerhörte Erfindung, Exzellenz? — Und
sie wird nicht nur dazu benutzt — auch zum Überbringen der
Tagesnachrichten, zum Ansagen der Presse — zur Reklame. —
Wissen Sie, wie ich zum Beispiel Reklame für Sie machen
würde?"
Sie stellte sich sehr niedlich und sehr graziös in Positur.
,,An alle, die es hören wollen!! Der Palast Seiner Exzellenz
Schükri-Pascha ist die größte Sehenswürdigkeit des Balkans!
Die Eleganz der Räume ist ebenso unübertrefflich wie die Reich-
haltigkeit der Küche und die Liebenswürdigkeit des hohen Gast-
gebers! In einer märchenhaften Umgebung liegt das uralte
Schloß an der Küste, das noch aus der Türkenzeit stammt.
Kommt alle, staunt und genießt! Die Eröffnung ist jetzt!"
Sic hatte sehr laut und deutlich gesprochen, den Mund ganz
nahe am Mikrophon.
Mit einer unmerklichen Bewegung den Sender abstellend,
wandte sie sich lustig lachend dem Pascha zu, der zwischen
lächelnder Verlegenheit und verwunderter Vcrständnislosigkeit
schwankte.
,,So muß man es machen. Aber die wirklich gute Reklame
muß vielsprachig sein. England und Amerika sind heute ton-
angebend,"
Sie stellte wieder an und begann auf englisch:
,, Ladies and Gcntlemcn, hier, genau sieben Autostunden zu
zirka sechzig Kilometer Durchschnitt nordwestlich von Ragazza,
der Hauptstadt Illyriens, entfernt, an der Küste, liegt das Schloß
Schükri-Paschas, bereit, Sie zu empfangen. Kommen Sie, sehen
Sic, genießen Sie die echte aristokratisch-türkische Gastfreund-
schaft des liebenswürdigen Paschas, der Sie einlädt. Es gibt
keine Prohibition — aber auch keinen Weinzwang. Große Be-
sichtigung der Frauengemächer (sie hütete sich wohl, das Wort
, Harem' zu gebrauchen). Sieben Autostunden nordwestlich von
Ragazza an der illyrischen Küsle, direkt über einer kleinen
Bucht, vom Meer aus deutlich sichtbar. Hier ist eine Sensation,
größer als die der Spielbank von Monte Carlo! Wir heißen
Sie herzlich willkommen!"
Abstellen. So.
,,So macht man in Europa heute Reklame, Exzellenz. Für
Hotels, Weinhäuser, Hüte, Chcwing-gum — tausend Sachen.
Und dann hat man besondere Apparate, Sender genannt, die
nicht nur, wie diese, zum Empfang bestimmt sind, sondern die
TSr3rW-«J^;^j;::,; «15550,
^abrikfilialen und Brennabor-Vertretun
igen an allen größeren Plätzen
Worte an den Empfänger weitersenden. — — Aber jetzt wollen
wir wieder Musik hören."
Sie stellte den Empfänger wieder an.
Aus dem Trichter kamen die letzten Töne der Tanzmusik
im Claridge — ein paar gellende, triumphierende, sieghafte
Schläge auf das Tamburin. — — —
Dorrit wiederholte ihre Sendung spät abends noch ein
dutzendmal auf verschiedenen Wellenlängen.
Ihre Wellen hieben mit der Pranke eines Löwen in die Tanz-
musik des Shcpheard-Hotels. Sie zerbrachen vehement den
Vortrag des Professors Dr. J. Emmerlich über die Pathologie
des Bubikopfs und zerschnitten grausam den Lebensfaden eines
Männerquartetts aus der Lüneburger Heide, das den Wald drin-
gend fragte, wer zum Teufel ihn denn aufgebaut habe. Dieses
letzte war vielleicht an
sich nicht so schlimm, da
die vier Burschen wahr-
scheinlich vergeblich auf
Antwort gewartet hätten.
Immerhin richtete es star-
ke Verwirrung in den ver-
schiedensten Gegenden an.
Frauen, deren Männer am
gleichen Tage abreisen muß-
ten, machten grauenhafte
Szenen; in Madrid, Prag
und Kaltowitz knallten Re-
volverschüsse. Elf Rechts-
anwälte wurden zu Schei-
dungsprozessen antelcpho-
niert. Die Aktienbesitzer
von Zoppot und Monte
Carlo erbleichten lebhaft,
und die acht ältesten ehe-
maligen Straßenreiniger Ber-
lins sandten eine Notiz an
die deutsche Presse, daß
sie zum Beweis ihrer Rüstig-
keit am nächsten Mittag
um ein Uhr vom Branden-
burger Tor aus zu Fuß nach
dem Schloß des Paschas
von Illyricn starten würden,
ohne Gepäck, nur einen
alten Sprengwagen vor sich
hinschiebend.
Aber Dorrit halte trotz-
dem richtig gerechnet.
Sie wußte, ein S. O. S.-
Signal hätte bestenfalls lang-
wierige diplomatische Sche-
rereien zur Folge gehabt,
und sie kannte Illyrien jetzt
gut genug, um zu wissen,
daß bis zu dem übrigens
sehr zweifelhaften Ergebnis
dreimal mehr Zeit vergehen
würde, als für sie gut
war.
Rettung war nur möglich,
wenn man Leute anlockte,
statt um Hilfe zu rufen.
*
Etwa hundertfünfzig Seemeilen von der Küste entfernt
schwamm eine kleine, blitzende Luxusjacht mit weißgestriche-
nem schlanken Rumpf und einem leuchtend zitronengelben
Schornstein.
Und auf dem Sonnendeck tanzte eine sehr lustige Gesell-
schaft zwischen dem vierten und fünften Gin-Fizz zur Musik
der Claridge Syncopators, als Dorrits Stimme ihre Reklame
dazwischendonnerte.
Einen Gin-Fizz später fiel Mr. Stuart Bobkinsons Jacht
„Uncle Sam" mehrere Strich vom Kurs ab und dampfte mit
voller Kraft auf die illyrische Küste zu.
*
In weitem, sehnenkräftigem Bogen sauste eine schlanke Gestalt
aus dem Laub des Ahorns hervor und landete auf der Mauer.
Sic duckte sieh, sprang ab und krachte ein auf einem ganzen
Nest übercinandergestcllter Geflügclställc.
Einer wurde völlig zermalmt und zwei Dutzend vollgestopfte
Gänse strebten in Zeitlupentempo mit den Flügeln schlagend ins
Weite. Der Eindringling fluchte in leisen, rauhen Tönen wie
eine ganze Bark voll irischer Vollmatrosen,
Er ließ sich nicht einmal Zeit, sich auf Hautabschürfungen
oder Schlimmeres zu untersuchen, sondern fegte blitzschnell über
den Hof und kletterte wie eine Katze an der blechernen Regen-
rinne empor bis zum Dach.
Dorrit stand am Fenster, als plötzlich zwei Beine baumelnd
gegen das Gitterwerk schlugen.
Sie fuhr zurück — das eine Bein trat jetzt die dünne Kolzver-
schnörkelung mit einem kräftigen Ruck ein — , und gleich darauf
saß Robby Valberg im Fenster.
So groß war ihrer beider Erstaunen, daß sie regungslos ver-
harrten, wie sie waren —
jeder völlig in die Be-
trachtung des anderen ver-
sunken. -
Wie immer dachte das
Mädchen zuerst.
Ich benehme mich sehr
albern — ich benehme mich
unglaublich albern — jetzt
habe ich sogar ganz lyrisch
die Hand auf das Herz ge-
preßt. Es fehlt nur noch,
daß ich mich auf die Zehen-
spitzen hebe und die Arie
beginne. — Aber was kommt
er auch so durch die Luft
herangescgelt, der dumme
Junge!
Und er (in ziemlich wil-
dem Durcheinander):
Herrgott, sie ist hundert-
mal hübscher, als ich sie in
der Erinnerung gehabt hatte
— wenn ich ihr jetzt nicht
sofort einen Kuß gebe, dann
verdiene ich wirklich, daß
sich der Holzsplitter da
hinten noch tiefer in mich
hineinbohrt.
Und er sagte:
,, Nehmen Sie erst einmal
meinen Revolver!"
Und sie sagte:
,, Haben Sie auch Ihren
Schwan mitgebracht, Ritter
Lohengrin? Was soll ich
denn nur mit Ihrem Schieß-
eisen? Übrigens, Sie dürfen
näher treten."
Bei Schwan dachte er
eine Sekunde lang an die
Elefanten mittlerer Größe,
die er auf der Handgepäck-
aufgabe von Ragazza zu-
rückgelassen hatte.
Aber bei Lohengrin fiel
ihm ein, daß er es bisher
nicht für nötig gehalten
hatte, sich vorzustellen.
Ach, hol's der Geier, vorstellen! Schwäne und Elefanten —
was für eine dicke Manierkruste hatte doch so'n Europäer. Im
nächsten Augenblick konnte es hier Mord und Totschlag geben.
„Wie hat Sie der Kerl, der Pascha, behandelt?"
Sie lachte leise.
,, Fragen Sie lieber, wie ich ihn behandelt habe."
Sie erzählte von dem Raub des Beutelchcns und von ihrer
Idee, den Pascha mit seiner Ehrfurcht vor dem Europäischen
hinzuhalten, indem man ihm nicht die Zeit ließ, Atem zu holen,
sondern so ungeheure Betriebsamkeit und Aktivität entfaltete,
daß er sich dauernd auf Neues umstellen mußte.
,,Ich habe so das Gefühl, daß das dringend notwendig war"
Robby nickte sehr ernst.
,,Wie wenig angenehm, wußten Sie wohl gar nicht. Der Be-
ruf, den er tatsächlich ausübt, ist so ziemlich der gemeinste,
den es gibt. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie froh ich bin, Sie
noch angetroffen zu haben." Fortsetzung folgt
Filmschauspieler auf der Sprechbühne. Henry Stuart und Hella Kürty in
dem Lustspiel „Geschlossene Gesellschaft" im Berliner Thalia-Theater
Phvt. Schert
I
FRAGEN
die uns erreTchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „Fi I m - M a g a z i n ", Berlin SW 68, Zimmerstraßc 35 — 41
Schcrivcriag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe vierdcn nicht beantwortet. I5ei Manu-
skriptanReleirciilioiten bitten wir folKendes zu beachten: Jeder Anfrage i>t
Kiickportu beizufiijjen. Jede Einsendung eines .Maiiu>kript* zur Prüfung
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sind zur Einsendung an die Filmindustrie, Regisseure usw. geeignet. Fiir
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durehsehlage serulen, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zuriickbehalteo.
Metro-tloldwj u-
chen.
i
K I. a US L II z e r n : H.iniou Nov.irni ist durch die
Mayer-Srudios. (ulvcr-City. KalifurMieri. L'.s.A., zu ern
(1. I. t!.. B r e s I .1 u : .\n-
dere Filme mit Hans Sliiwe als
die von Ihnen aufgezählten —
gibt es nicht. ..I>ie Flucht in
die Legion" ist in Berlin schon
uranfgefiihrl worden. Der Film
wurde von Louis R.tlidi insze-
niert. Der nächste Film mit
Hans Stiiwe ist ein Tonfilm,
der sich ,.Xur dich lialio ich
geliehf betitelt: Mady Chri-
stians spielt die weibliche
llauptr->lle. — Im allgemeinen
gibt es L'i) — ju Kopien von den
Filmen.
(J u s I a V F r ö blich-
V e r e hr e r (i e r b a r d Z.,
H r e s I a u : (iustav Frohlieh
wohnt Berlin-Steglitz, OrU'.ins-
straUc 4. Er wurde am 21. März
in Hannover geboren, ist un-
verheiratet uml gibt .\uto-
gramme. Seiiur bek.iniiteslen
Filme sind: ...Metropolis",
..Wenn die .Schwalben lieiiu-
wärts zichu", ..Die ITlicht zu
schweigen", ..Angst", ..Hurra.
ich lebe". „Das lirennunde
Herz". ..Asphalt". .Sein neuc-
.vter Film ist .Jllochverral" mit
Cierda .Maurus .al^ Partnerin.
Das .Vlter der Künstler geben
wir grundsätzlich nicht :in.
(; r e t e 1'.. E I b e r f e 1 d :
nie russische Fürstin in ..Wer
das Sihciden h.it erfumlcir"
spielte Alary l'arker. Die hei-
deii linderen wi-iblichen Haupt-
rollen wurden von (h.-irlotte
.\iider und Betty .\slor verkör-
jiert. Nein, der U'Izle Film nach
dem Schauspiel ..Alt - Heidel-
berg" ist kein rt';i-Film. Er
wurde von der Meiro-tJoldw > n-
.Majer hergeslelll. .\ber .Sie
haben recht, ein p,iar .\nlien-
:infii.'ihmen sind in Heiilellierg
gedreht wdrdeii. — D.is .\ller
der Ktinstler gi'ben wir grund-
sätzlich nicht ;in. Ihre .Schät-
zung durfte uugef/ibr stimmen.
— In dem Svenska-Film .,\ er-
siegelte Lippen" spielte Louis
l..ercb die männliche, Moim
.M.irtenssiML die wi-ihliche {laupt-
rolle. ..Die S.indgräfin • wurde
Mui der C>rplid-.\leUtro herge-
.vtellt.
I'. H. 7: Iw.in l'elrov idis
eigentlicher Acirn.iuie i^t Swe-
tislaw. — Elizza l.i Porta i.it
geschieden. — Ihr Wunsch ist
vorgemerkt. — i)er Uarbo-t;il-
t>erl-Film ..The wum.in iif .if-
fnirs" wird miiglicberwi'ise
iKJch in dieser S.ii>iiii erschei-
nen. — Adolphe .Menjou befin-
det sich ZPir Zeit in Paris.
Hildegard P.. H i' r I i n : ..Das verboteiu- Purailies" und ..Das ver-
bclene Land" sind zwei »erschiedene Filme. Im ..\ frboteni'n Paradies"
spielte aber nicht \ilma B.iiiky. wie Sie >clireiben. mit. Vilin.i Baiikv
hat natnrhloniles Ha.ir. — .\ulier in den genannti-n Filmen h:it der ver-
storbeni- Einar Haiison in Amerika m)ch in dem Pola Negri-Film ..Siaehel-
draht" gi'spiclt. — Der ..Hlusirierte FilmUurier" kostet o.i'ii M. pro Stiick.
~ Sie haben recht. Harold Lloyd ist mit .Mildred Da\ies MTlieiralet. tJreta
(iarbo ist mit .lohn (lilbert nie \erheirati't gewesen. .Sie standen dicht \or
der Verlobinig, erkannlc^n dann aliiT. d.iU sie nicht zu einander palJleri.
Ein tiroUphoto vcni dini verstorbenen .Manritz Stiller kiinncn Sie iiiogliclier-
weise durch die ..Illustrierte Film« oche", Herlin SW tis. KochsiraUe (i— s,
i'rbaKeii.
Brigitte Helm-. .7 e n n y .1 ii g o - V e r e h r e r innen. Ber-
lin: Brigitte Helm h;it ihre Wol iig in Berliu-D:ili[cm. Im \\ inkel ;..
ist mit I!i( li.ird \\ Ciüli.Kh \ erheir.ilel und gibt .\ iitog i Miiime. Sie ist
eine grolje Hliiiiniirreiiiidiii. — .iciiiiv .Ingo «olint Berlin W. Kaiser-
il.'imm i'H. und gibt ebeiif.ills .Vutogr.iiiimc. Ihr Partner in der ..Schmiiggler-
braiil Von .Malliir<;i" ist Enrico Beufer. Fr winde in Ne.ipel gelioreii.
F i 1 m f i ni m e 1 . K li t z s c h e n b r o d a : ''Iht.a P.irlos richliger
X;ime ist (Jerd.i Kornsiedi. — Ihn- Bildwünsche sind vorgemerkt und
sollen in ahselib.iri'r Zeit erfiillt werden. — Ll(:n Deyers hat am 5. No-
vember. Agnes Petersen .-im i'l. April, tierd.i .M.iiiriis :im •_'.'). August (;e-
biirtst.ig. Kslerhazx spricht ni.iii: Esterh.isi, Behe D.mlels wird liebe
Deiiiiji'lls .lusgi-sprocheii. I.il H.igovers sclKiiier N;ime wird ^ c^rschieden
belont. Viele s.igen 1) :i gover. in:inclie i).i g o ver , ;indi'ri' — und das
scheint richtig zu sein — D .i g o v e r . :ilso ■•luf allen Silheii gleichhetonl.
(; r e t a (! ;i rhu- V e r e li r e r . Berlin: (ireta (i.irbos richliger
Xanie ist (Ireta (iust.avson. Die Künslli'rin ist Schwedin, in (iiileborg
geboren. Ihr (Jebnrisl.-ig ist der 17. .\pril. (Jreta (i.irlio ist durch die
.Metro-Stiuliiis. (iilver-Citj , Kalifornien. F. S.A.. zu erreichen.
F r. \V., Berlin: .Jawohl,
Jenny Jugo Avird jetzt iifler mit
Enrico Benfer sjnelen, z. B.
schon in ihrem nächstiMi Film
..Der Bund der Drei". Wlailimir
tlaidarow filmt im .Viigenlilii'k
nicht. — Die Titel iler n.ichsten
Filme mit Nils Asiher (.iiiUer
..Wilde Orchideen") stehen noch
nicht fest.
L y :i 1. o d W. - (inst a V
F r o h I 1 c li - .S c h H .ä r m e -
rill in Alt o 11 a : Es ist
nicht .iiisgi'scbliissen, da IJ ,, Lie-
be" iiiicli einiii.il :iis Iteprise in
H.'imlinrg angcsclzt wird. Eli-
sabeth Bergners l'.irtiier in die-
sem Film «ar H.uis Kelim.inii.
— Edd:i L'roy wird auch wie-
der fihnen. — Wenn Sie Gu-
stav Fröhlich in Berlin ..in ii;i-
tiir.i" sehen niix'hten. so ist es
um besten, Sie besuchen seine
Filnipremii'ren. — W.iriim die
\ erloliuiig zwischen den bei-
di'ii Kiiiisileru .iiitgelosl wurile,
entzieht sich unserer Kenntnis.
— Da sind Sie wohl im Irrtum.
Wir begnügen uns d.iinil, stets
nur eine Adresse iler Film-
hlars anzugeben, und zwar
nach Mögliehkeit immer die
nem'ste. .M.inchmal ist das aber
diiickli'cliiiisch nicht mehr ein-
zurichten, di'iin \\v\v Film-
kiiiistler ziehen alle vier A\ o-
clien um. Von Brigille Hi'lm
und H.irry Halm geben wir
aber schon lauge die neuen
Adressen ;in. Halm wohnt Ber-
lin - 'llalensee, Clcerostr.ilji- ')7,
Brigitte Helm Berlin-D.ihlem.
Im Winkel ü. — Warwick
Ward befindet sich in Engl.ind
und ist durch die Elslree-Stii-
dios. Hcrsfordshire, zu errei-
chen. .Seinen (ieburtslag kön-
nen wir Ihnen hi'iite noch nicht
iiiilleilen. — C.unill.t Hörn ist
durch die X.itional-Film A.-IL,
Berlin SW 4,s, Friedriclisir. in.
zu el-reicben. .Sie bat :ini
2.'). April (Jebiirtstag. — Im .lU-
genieinen arbeiten die Film-
»t.irs 1(1— .'10 Tilge .111 eil
Film, manchiiuil länger, m.iiicli-
m.'il wenige T.ige. Das hängt
g.'iiiz von ihren I'tilleii .ib und
schlieltlich auch von den be-
treffeiidi-n Begisseureii. nntei
denen sie spielen.
P .1 II I K., 8 e h in ö 1 I n :
('.•irnieii Boiii befindet sich
augenblicklich in FraiiUrc'icb.
, Ihre Post wird ihr durch ihren
Sekretär, iHcrrn Op.ivi. Berlin
NW S7. Altün:ier SU. 1. n.ii h-
ges.-indt.
Gerda M.. Plauen: Sie haben recht, die Wilhelniine Eiicke im
..Alten Fritz" spielle Diii.a Cralli. — .M.irin P.imller ist bei <ler Sprecli-
biiline. wird aber :uich weiter filmeu. Ihr neuester Film heiljt ..Die
fidele H.Trenp.irlie ". — H.irry Liedlke filmt elieiifalls fleilJig. Doch
steht der Titel si-ines nächsten Films noch nicht fest. — Eim- Beschreibiiiig
von ,.\\ Clin der weiUe Flieder wicdiT bliilil" kömieii Sie durch den Illu-
strierten Filmknrier. Berlin W Ü, Köthi-ner Siralje :i7, beziehen. Den
Dr. P.iiil (Horst in dem genannten Film spielle W.-iller (irüters. v.in der
(i:iardeir wurde \ (ui (i.iston .I.ici|uet d.irgestellt.
F. M. niid H. (i., Dresden; Harry Piel ist mit Dary Holm ver-
heir.itet. Piels näclisler Film heilil ..Sein bester Freund". Der Kiinstli-r
-taninit aus Dusseldorf und li.-it .-im 12. .Iiili (iidiurlst.ig. Er gibt Aiito-
„r.imnie. — Tom .Mix ist durch die Fox-Siiidios. ipil. Western .\\<'nue.
Ilollywood. K.ilifm iiieii. r.S..\.. zu erreichen. .Mix erblickte .im (i. .I.inii.-u
in El P.iso, 'l'exas. d.is Licht der Well. Er ist verheir.itet. — Hoot
(.iibsoti ist durch die Fiiiv ersal-Siiidios. Iiiiversal-Cily. Kalifornien. F.S..\..
erreichb.ir. Er wurde :im 21. .liili in Tekem.ih. Nebi.isk.i (.ViiK-rik.i). ge-
boren, liiseres A\ issens ist er li'dig. .Alle Filmsi.irs geben Aulogr.iiume.
A II n c I i o s G., Dresden : Tino l'attioras Uorliiicr Adresse i.-t
W B, i';ilast-llolel. Der Künstler ist nn^rehilir seit April mit der .Scb:iii.
fcpielerin Krika von TliellniaM \ erlieiralit iiml «i''' Aiilo^rainnie. Nalieris
über den .Säiifjer künnen wir llimn im Ansenlilick niclit .-a^teii, da er zur
Zeit iiielit in der j;eiilisliau|il>lailt ist. Midiald er timfilmt, -{i'lH'n wir Ihnen
aiieli die (iesellsclialt. I'arliierin iisw. an, alles, «as .Sic uiiiisclien. Nur
bitten wir, iiielit unj^eduldi^ /u «erden, wenn .sicli die Antwort im Film-
.Matiaziu einmal etwas verzögert. iSie diirfen niebt verKesseri, daü bei
nns t.'i|;lieb nnzäbÜKe Itriele ein;;i-)icM. Am liesti'n, Sic_ wenden sirli in
dieser Ant;elry:i'nheit in eini;;eii \Voeben nocli riiimal an iiiis. \ielli-iibt
können wir Jlinen dann sclion nii'lir iil)er Tiiiii l'atliera \ erraten. —
Kieliard Tanber bat (ielenkrbenniatisnins ;;ebabi nnd wurde in l'jsli.-in
in 2'- Monaten vull nnd Kanz gebellt. l>er Künstler befiudet sieh ;»ui;en-
bliC'klieb in Holland.
Jl .-i n s .M.-, J) () r I m n n d : Die fienannten .'inierik.iiiisi-hen l'ilni-
stars wohnen in Ilollvwiiod. K.ilitdriiien, r.S..\.. nnd ^elien Anlo^:r.iinim'.
Sil- können rnliiK deiitseb ;ni .sie srlireilieii. — K\a von JSerne wohin
Hcrlin-Criinew.-ibl. llnberlns-.Mlee i:!.
Krilz ]■"., Herlin: Mari.inne \\ inkel.^lcrn wobiit Iterlin W,
I'hlamKir. ifi".. Sic b.it .im 21. .Miirz (iebiirlst.iK. — Ernst Verelies wurde
in New York p.eliori-ii, ist aber iinKariseher .St:ialsan;;ehörigkeit.
I r m •; a r d E., U u r g
L a n d s b e r « : Adolidie Mcn-
j,,n und Kaihr.vn f.ir\er, eben-
.so (iloria Sw.iii>on mit ihrem
i;atten, .Marqnis de la l'alaise,
.lohn (;ilbcrt mit seiner Catliii
Ini Claire, aneb -Marimi Itavics
sind noih nicht in Ilerlin. A\ o
sie hier wohnen werden? Nun,
voraussichtlich im Adlon, Edon.
K.iiserhof, Esplanade, Bristol
oder Excclsior.
Lilian Uarvey-yer-
cbrer. LeiP^-K- i-"'"»
Uarvev wohnt Herlin-\\ eslend,
Miorn-Allee Ki IT. wurde am
IM. Jannar in J.ondon neln»ren
nnd ist blond nnd blanangig.
Senden Sie nns, bitte, eine
Bildk.Mte der Kiiiistlerin nm
(I -,0 M in Itriel'm.nkeii, d.imit
wir ibiicn die rntei scbrilt bc-
.sor-en können. Selbstverständ-
lich können Sic auch iinmittel-
h.ir an I.ilian Harvey schrei-
ben. Sie K'l't AnlOKramme. —
Die Antworten im ,.Film - Ma-
ü-azin" sind kostenlos.
M a r K o t I... Herlin:
\Vii dem bcireflenden Kilin
ist die (;ewnnscbte Heschrei-
buiiK leider nicht mehr erbiilt-
licli. _ |,:,r> ll.inson ist durch
die Elslrce-Slndios, llersford-
shire, Eni;l.ind, zu erreichen.
Er gibt AntoKr.imme. i>as
..l-ilm-.\laj;aziu- vermittelt nur
llnter.scbrilten von Kilinslars,
die im Inlande wohnen.
.V n n e m i e M., H e « e n s -
b II r jc ■• Wir können Ihnen
leider in Hirer .\nsele-en-
beit nicht hebilflich sein.
Aber wir sind «.inz ihrer .An-
sicht, d.tti die gereiften .Män-
ner unter den Schaiisiiielern
im .•illi^emeinen immiT mn-li
mehr leisten .-ils der «.röUte
Teil des Nachwuchses. Ks ist
nicht unmonlieh, d.iU laidwiu
'l'r;iutniaiiii .lucb wieder filmt.
1 n K' e b o r k' 1'-. It •>sl <>e k:
Kamon Novarro ist .im besten
durch die .Metro - tloldwyn-
Stndios. fiilver - City, Kalifor-
nien. I'.S..\., zu erreichi'ii. wo
er f.isi l.ifilicb bis in den \hend
hinein dort filmt. NoMirro ist
mittelKroLi, li.it schwarzes Haar
nnd braiiiu! .\uKeii. Er k.im
11121 durch liex liiHT.im zum
Eilin und ist iinvi'rheir.itet.
W.iiin sein Tonfilm ,.S;in)j der
.Siidsee'" erscheint, steht noch
Hiebt fest. Ebenso ist nicUt.s
Näheres bek.innt über sein
(»lyemn.istsiiiel in Kerllii. No-
v.arro K'bt .\ntoiiramiiie. Viel-
leiibt haben Sie jetzt elw.is
mehr (iliiek.
,,Meowiilf", AV o 1 u .-1 s t : .M.ix Keinbardt ist durch d.is Hentsche
Theater, lieilin. ScIiiini.innstr.ilJe. Ilimaiisii H.ii durch die l.'f.i, Jlcrlin
^ W liK, KoebstraUe fi-K, zu erreichen.
M t! r r y und Fi 1 tu h o y : (iiist.iv Eröhlichs P.irtnerin in ...liifieml-
r.uisieh" w:ir ('.imilla Ilorii; in ..Die l'flicbt zu schweifen' spielte er mit
.Marcella .Mli.ini nnd Vivian Cilisnn. Die llerliner l'remiere des I'fa-
Eilins ..llorhverr.at" steht noch nicht fest. In der ..lliicbse der l'.iii-
dora"' spielte l'r.-in'z I.edi-rer mit 1 ise Urooks. in ..Die seltsame N.icht
der DelKa \Vaii;;en" war Eee l'arry seine l'.irtneriii.
E 1 1 e n ,1 ;i e k vor, 1, e i |i z i j; : .l.iek Trevor w iirde niebt .im
14. Februar, sondern am II. Dezember Kelxiren.
I w an r 0 t r o v i e h - V e r e b r e r i n - T r :i n t c )i e n . H .i n n o -
vor: Iwan Tetrovieb wird .•iiich b.ihl tonfilmen. Er gibt .\iitot;r.imioe.
Schreiben Sie nibiK deutsch an ihn. Ob relrovich bald einm:il in ll:iii-
nover der l'remiere eines seiner Filme beiwohnen wird, wissen wir Ic-ider
nicht. Elienso sind wir ratlos, wie Sie Ihren l.ieblin;; .•im besten kennen-
lernen können. Aber wir werden uns den Kopf zerbrechen.
Y i 1 tu - n n d T b e a t e r f r e u n d i n E d i t b 1... Herlin:
Veit ll.irlan ist ledi«. (»tto l..iiil>inner wurde am II. .Miirz in l'.ii henroili
Ktberbessen) geboren. Seit l'ijn ist <T :ini Sl.i.itslho.iter in Herlin tätijr.
Seine lil.'inzrollen siml ..F.iiisf und ..l'eer (Jyiif. Im Film spielte er
..l.iiiii|i:iei V:iKalnindiis-'. — Werner Kr.iiiU 'erblickte am ii. .Iiini in
Kobnri: das l.lcht der Well. Her Köiisller wird bald mit seinem Napo- Mi. Her verheiratet. Sie ^il.l Anlo-r.imme. Jladv flirisli.iiis spielt jetzt
leoii-lilm :iii ilie » »ef feiillichkeit trelcii. ,|,e weibliche Hauptrolle in dem A.if.i- Tobi-Film ..Nur dich liab' ich -e-
Ernst K.. Mn neben: Die l'artnerin \oii Emil .Taniiintrs in ..Sein liebt!' Der Film ist ein biindertiiro/:itiii:;er Tonfilm. Sie wenlen .also
Ii'lzter Hefebl- war Em-I.mi Hrent. Die Kiiii~lleriii ist durch die Metro- .Madv dann sprechen und sin-eii boren. Sie hahcii r.M lit. fhri^ta Tordv
liuldw.v ii-.Ma) er.Studios. l'ulver-C'ify, Kiilifornien. U.S.A., zu erreichen. ist ihre Cousine.
Gitslav Fröhlich, Gerda Maurus und Regisseur Johannes Meyer in einer
schwierigen Aufnahme für den Ulafilni „Hochverrat"
F. W., K ö I n : Film-tJrotesken in ainerikaiiiscUemi Stil werden von
deutschen Filinjjescll-eliatli'n nullt t.iiiriziei t. Zwei- bis DreiaUler, d.e
im Jteiiiro^iranini knifcii. werden in \ erscbw indeiid f;crin;;cr Zahl und
meist nur miii kleinen Firnieii, wie z. U. I':iiil ileiiU iii:iiin-Filiii iisw.,
;;i dreht. lUslorisclie Lustspiele sind im An;;'enhlick nicht Kuiijiinktnr.
Wir Klauben k.nim, d.ili .sie Erfoly; d.imit haben. Ebenso sind die .\iis-
sichten sehr trerin;^, ein Film-Siijet ii.ieli .\merik.i zu M'rk.iiifen, trotz-
dem die biesi^eii amerik.iiiischeii ^- innen ihre ilr.iinalurf;isclieii Ahtei-
liiii(;eii haben iiiiil :ille Eini;:iiiKe |>riifen.
<» I K ;i T s c b c c b o w a - V e r e b r e r : Ol^a Tscbeehow.i wohnt
Merlin .VWi':.. K loi.stockstr.iLie .:'•. .Selbsiv crsiandlich wird sie aiieii selbst
w ieder w eitirfilinen.
Ilildeii.ird Seh.. Merlin: M.i\ >l.ick w..liiit Merlin-Wilmers-
dorf. Koiisl.iiizer .^tr.il.'.e II. An^eiibliiklich dreht er nii lil.
M . 1 r t h a H.. W e i e b e n b e r iv : l.ily |).iniit.i ist mit dem l'rinzen
I, Ollis l'eriliii.'ind licfreiimlel. :iber nicht M'rlolit.
I. i I i .1 n 11 .1 r v e y - Ve r e b r e r :i u s .M e i IJ e n : l.ilian ll.irvcy
widiiit J{erlin-\\ «■stend. .\horii-.\llee If.llT. .Sie wurde am l!t. .I.iiiii.ir in
London t;elioreii iiinl i^l iiiiv erheiratet. Eili.an ll.arvey ist eine ;irolJf
Mliinicii- nnd Tierfreiiiidin. Ja. AiitoKr:imiiie .^ibt sie auch. Ihr näcli-
sler Film lieiljt ..Wenn du eiiiiiKil ili'iii Herz > erscbeiiksf.
E. K. v o m If h e i n : l».is
F.Iisalieih Mer-oer-Miich kön-
nen Sie durch den M.iv .M.illi--
son-\erl.iK. Merlin S\V CS, L'it-
terstraUe 71, beziehen. — Von
(iret.'i tiarbii und Li,'iiii> ll.iiil
«ibt es kein Hinli. Li.ine H.iid
ist auch im Lebern iinheschreili-
lieb nett. — .l.iwobl. fns;en Sie
einen iiitcrn.itioiLilen l'o^tscbein
bei.
..1" i I m h 11 m m e I c h e n
a HS D ii s s e 1 d o r f : Fred
Döderleiii wohnt Iti^rlin - Wil-
mersdorf. HabeMier^'er Str. :<».
ist iinverbeirati't und b;it unse-
res Wissens dunkles ll.i.ir.
Seine l'.irtneriii in ..N.icht-
lok:il" ist niidit die .\merik.i-
neriii Evel> ii Hrent. die in
ll.divwood lebt und filmt, son-
dern die llciilsche Evelyn Holt.
Itöderlein wird Ihnen bcsTinimi
ein .\iitoH;r.iinm ;;elieii. Hitteii
Sie ihn nur dämm! Ihre (iriiUe
h.iheii wir ihm sellistver^tiind-
lich bestellt.
I. n 1 II , d i e I, e e I' :i r r y -
V e r e b r e r i n : Nein, dii-
Filiiisidi:iuspieler diirfen sieb
ihre l'arlneriiinen nicht selbst
wählen. Diesi- werdi'ii von den
(;esellseli:ifleii ensa'^iert. —
Doiinl.is F:iirb.inks wird ;iiich
tonfilmen.
M :i r K ••! r e t o X.. 15 e r t i n :
■\\erner Fnetterer i;ibt .\n|o-
jcr.imme. Ihre (iriiUe sind aii~-
^ericblet.
\\ a r n i t I.., Berlin-
S t e ;; I i t z : Die Titelrolle
in dein l'.D.C.-de Mille-Film
..Her A\ (il^.isi hiffer" spielte
William Hoyd. Der Kiiiistler
wohnt in Hollywood, K.ilifiu-
nien. F. S.A. Er ist v erheir:il<l.
.Sein nächster Film ist ..IbT
tli.'uende Narr" (The flv iie.;
Fool). — Oina C.rall.i ist mit
Werner l'uettcrer weder verjohi
noch vcrheir.atet.
1" o I I y . H r e in 0 n : Wir
eni|itilileii. Lili.in ll.irvey noili
cinni.'il nm ein Anto^r.imm /ii
bilteii. l'ie Kiinsllerin wird
Ihnen sicher Ihren Wunsch er-
filllen. - t .imill.i llorii i~t
an^cnblicklicb durch die Na-
tion.'il - Film. Herlin SU' is.
Friedrichslraljc In. zu erreiiheii.
.M.ircell.i Alh.ini wobiii Herlin
.W. r.iiilsborner Str. i:i, C.iil
Auen Herlin-Lichterfidde. Iler-
m.annstralJe .'tl. Lotte Lorrinn
Herlin - Wilmersdorf, H.ibels-
berucr Sir.ilJe t. C.irl \V.illlier
Mever Herlin W. Motzsti.iKe -ti'..
.Meyer ist mit einer l'botosr.i-
phin verheiratet, (jibt Aiito-
Hiratnnie.
Coli e e 11 M o o r e - \' e r e h r e r i n . H e r I i n : Colleen .Moorc
ist durch die First Naliiod-Sliidios. Hiirli.inU-llollv wood. K.ilifornien,
F.S..A., zu erreichen. Die Kiiiistlerin ^ibt .\iiloftr:iiiime. heilJt mit -Miid-
cheiin.'imen .Morosen und wurde ;ini 12. .Vii^nst in Fort llnroii, l'.S.A.,
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(iroLicii .Sch:iu>pielh.iiis. Mari.inne WiiiUilsterii wirkt .iiicli als .Solotän-
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TInin-l'ilin ..l»ic Hrsimcntstorlitcr'' licilit AlcMuider d'Arc.v. — l.iici.ino
Allii-ilini isl durch di(> A.'if.i. Rorlin .S\V 4«. Fricdriclistr.nßo 223. Camilla
lliirii durch die. Natinn.nl rilm, Berlin NW 48, Friedrich.sIralJc 10, zu
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K i I ni f r c II n d H :i ii s a ii s .M ii n c Ii c n : Tom Mix ist dnrdi die
I'(i\-Stiidi(is. 1101, Wostcrii Aveiiiie, lltill.vwonil. Kalifonilcii, l'.S.A., crnioli-
ii.ir. Kr w iirile am G. .laiiiiar in El l'aso. 'l'cxas. ;;cl)iiren. — (Irclc Mus-
lirim ist mit <)>k:ir Ilomolka. (Jhiria Sw:iiisini mit dorn Marquis de la
l'alaisc vcrlicirafct. — Iwan Mdsjiikin ist Hiissc, in I'onza (;<'lMircii. Sein
(irliurlstaK ist am 2(1. .'>c|itenilicr.
II a 11 s i und 1, i 1 I y a ii s W i c s li a d c n : .Tcnny .Tii-ro woliiit Ber-
lin \V. KaiMTd.iiiiin '.'!!. ist Kc-liiirtiirc Wienerin und ^ilit Aiito<;ramine.
Axel 1,.. S t II t t K ■•" r t : Tlarry
T-i( dtl»e »obnt Herliii - (iriiiiew.ild, His-
iiiari'k.illee id, lial am 12. (»ktolicr lie-
liiirtstaK iiiiil si'it Aiitdirranime. Emil
.laniiiiins' (Jehiirlsla'; ist am 2:t. Sepn-in-
lier. Der Künstler ist durch die l't'a,
Merlin S\V (i.i. KocIislraUe R-8. zu errei-
clicii. Er ^ilit ehenlalls Antofiraninie.
F. r i c h K.. I> i e li t e n her« : \Vir
nennen lliiieii « unsclif;ein;ili einiije
rilnifies.-llsiliaften: Tfa. Herliu SW fis.
KiM-livtralJe (i-H. Naliimal, Herlin SU' 4s,
l'rieilrichstralJe in, Teir.i. Jterlin SW (is.
KniliMr. 7;l. Aala. Herlin SW KS. l-ried-
ricli>lraUe 22'.\. Di'iitsches l.iclitspiel-Syii-
.lik.it. Heiliii SW 4S. rrii'driihslr. l'l'.'i.
Deulselie rni\ers.il, Herlin WS. Maiier-
siralie f>-.>.
(i r e t .'i (i a r li 11 - V c r e li r e r i n .
I" r a n k t' ii r t / .M .i i n : (Wela C.irlni
ist durch die Metre-Cinlil« yn-M.iver-
sriidiiis. (ulver-City. Kalifnrnieu. l'.S.A.,
■/II erreielii'ii. Ilie Kiiiistleriii wurde am
17. .\|iril in (Jölelmr:;. .SchHeden, f;e-
liiiren und ist niiMTlieiralel. Sie ;;llit
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lohi. Heide sind ledij;. I,y.i .\lar.i ist
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konimen, ist noch nicht hek.innl. .Ia<-kic
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K.iiserdanim 77. ist mit l>.iry Holm vermiililt. wurde am 12. .luli in Hiis-
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länder, in London gehören. Er ist mit einer Engländerin verhcir.itet und
li.it zwei Kimler. Sein neuester Film heißt ..Meine Schwester und ich"
mit .Mady Christians in der Hauptrolle.
F 1 i m in e r f r e u n d e .-i u s .M i y; d e h ii r k ; Fritz I..111K ist Wie-
ner. [;iht .\ulo(;r.inime. ist mit Thea Min H.irlidu M'rlieir.itet. Es ist miitc-
licli. d.iU ..Die Frau im Mond" noch im Winter die Herliner Franfführnii^
crlelit. — Die heiden ll.inptd.irstelleriiinen in dem Stiller-Filni ..ErotiUon ■
waren Tor.i Teeje und K.iriii .Molander. Heide sind Sihw cdinneii. K.irln
Mol.inder ist die (iailin von Lars Haiison. — l,y;i de l'ulli wurde .1111
10. .laiin.ir in Hiidapest gehören.
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Werk „Wir jiher uns seihst" auf Laf^er {renommon. Hin vorziiirüch ausnfestatteler
liainl mit 2711 i.'aiizseitit;en Poitriits iinil dazu<jehörifren .\iitnliioi;r.Tphien möchte
Ihnen die Filmkünstler näherlirintren. Könnten wir Ihnen dieses priii-hlifre Werk
zeif;cn —wir sind iihcrzeii^'f, Sie würden es besitzen wollenl ]{eachten .Sie bitte
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Dita Parlo- Verehrer, 'Wien: Difa Parlo wohnt Berlin AV,
Motzstraße 87. ist unverheiratet und gibt Autogramme. Der Ffa - Film
...Melodie des Herzens" wird in ahsehharcr Zeit heraiisKebrachi werden. —
Hrisitte Helnr ist mit Hich.ird Wcilibach verheir.itet. — Da wir keine
l'ilnienjraKements vermitteln, kiiniien wir Ihnen leider keine jir.iktischen
li;itschläp,(' Kchen, wie in.in zum Film kommt. .\m liesten, Sic setzen
sich iiiimittelb.ir mit den Filmgesellschaften in Verliiniliitifr.
H (I I I y w o 0 d - S c b w ä r m c r : Donglas Fairhanks jiin. ist mit
.lo.in Crawford. .ioliii Cilhert mit Ina Cl.iire. .Milton Sills mit Doris Ken-
yon und .\l .lolsoii mit Kiihy Keeler verheir.itet. — Es stimmt. Xorm.i,
Censlance uiiil X.ilalie Talm.idü:e sind Schwestern. ''hen>o sind Charlie
und .Syd Ch.iplin Hriidcr. — Dolores Costello ist nicht mit Conrad Na;;el,
sondern mit John Barrymore verlieiratet.
II. W.. Wiesbaden: T)iiia (irall.l
widiiit Hcrlin-Stey:litz, Opitzstr.iße ,s und
(rillt .Vntomr.imme. Sie dürfen also niliiK
.111 sie ■' ,'hreiheii. Die konimemlen Diii.i
(iralla-l.iistspiele heißen: ..Wer wird
denn weinen, wenn m.in .iiisein.ander
eebf;'' (Tonfilnil. ..Kehre zurück, —
.il|es verdrehen!" und ..Fräulein F.iiis-
huh-.
Kurt E.. M a k d e b 11 r r : Ein
AutoKranimtay: in M.ijrdebnrp: ist noch
für dieses .l.ibr vortreseben. W.inii. in
welchem lachtspiel-Tlicitcr und mit
welchem Star, können wir Ihnen lieiite
noch nicht verrjiten. ■ — Kniest vaii
Diieren ist in erster Linie Tänzer. Er
hat bis jetzt nur in ..Mancfie" f:respii>li.
— Ein neuer Film mit Ilona K.iroh-wn.i
ist noch nicht annekiimligt.
H !l7lifl2: .Tiine .M.irlowe ist unse-
res Wissens wieder n.ich den F..S..\.
ziirück(;-ercist. .Sie spielte hier niitcr
M.ix Kn.iakes Hep:ii' die weihliche Il.uipt-
riille in dem Film der Deutschen l'ni-
viTsal ,..\ni Hr.indenbiir;;er Tor". .Iiine
Marlowe ist -Viiierikanerin und ;;ilil
.\ulot;r:iiiime. Ihre Mutter ist (leliürlicc
Deutsche, wesh.'ilb .liine Marlowe ^iii
Deutsch spricht. .Sie war .iiicli ll.inpt-
d.irstellerin in der ..Hölle der Hi-im.it-
losen' mit ImOKene Hobertson und Le-
wis Stoiie. Ihr Bildwiinsch ist vor-
gemerkt.
S c h 11 e I I r i c h v. AV. a 11 s D r e s -
d e 11 : Diiia C.r.ill.is .\dresse ist Hcrlin-
Ste-lifz. Opitzstr.iße S. C.imilli Hörn
ist zur Zeit durch die Xatioii.al-Filin
A.-(;.. Berlin SW 4.S. Friedrichstr. in.
zu erreichen. T,ya de l'iitti durch die
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.\niia l'.iw low.is aiisrenblicklicbe .\n-
sehrift ist iiii.s nicht bekannt. Sie befin-
det sich .Ulf einer ( Jasisiiielreise. b.il
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benzollernstrade 14. Marion l'.ilfi Herlin
W 11). Kaiseriii--.\uKiista-Str,iße 71, Fsclii
Elleot Berlin W l.'i. Oliv.icr Platz 4. Die
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verly - (Hills, Ilollvwdod, K.ilifornien,
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Hr i !;■ i t t e - H e I m - M o s j 11 k i 11 - \' e r e h r e r : Berlin: Bri-
trille IHelm «nhnt Herlin-D.ihlem. Im Winkel ."1. Iwan .Mosjiikiii Berlin
\V, KurfiirsteniUtmm in:>. Beide sebeji .ViitoKr.imme.
Tonfilm-Musik auf der Platte.
(i r .1 m m o p b o n und Hninswick haben aus dem ..SinRenden X.irr"
verschiedene Melodien lier.iiisnebr.icbt. die zum Teil von \l .lolson sellisi
und zum Teil von eiiropäischen T.iiizkapelleii interpretiert werden.
(iramnio|ihon läßt Harry .T.-icksoii hören. Er spielt aus dem Tonfilm
..Submarine-, der in Deutschland bereits ^ezeifj-t wurde, das l.iebesmotiv :
..I'ainteil Doli'. Eine liebensw ürdij;!'. leichte, s.inhere .Musik. .\iis dem
bei uns noch nicht .iiiftcefnhrlcn l'iliii ..Hro.idw .i.\ • st.inimt die Bro.adway-
Melodie: iinsilaublich präfjn.int. ,inierikaniscli-bildli.ift diircliicefiihrlcs
'riicnia. das in jeder BeziehniiK hält, w.is der Titel verspricht.
Eine nervös-reizvolle Komposition ist ...\lbiirad.i del (Jr.izios.a" von
M.iurice If.ivel niiler Klemiierer: <'ine interess.-iiite Probe lienliKer Jliisik.
der mau bänfifr als Film-.\kkonip.if;iienieiit hesesnet.
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A. Rosenthal— Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oesterreich verantworll. Robert Mohr, Wien 1, Domgasse 4. Verantwortl. für Anzeigen Wilhelm Schaefer.
Charlottenburg. A nzc i g e n ve r w a I tu ng Universum-Film A.-G., Abt. Ula-Werbefilro. Berlin SW68, Kocbstr. 6 8. Kupfertiefdruck: August Scherl G.m.b.H., Berlin SW 68
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■:mäk^,::..^;
Phot. V'la
QÜIL <^rlls[k, Jer CUfa.cJia,
Das Tennisspielen — oder welche S[)ortart auch
Ihr Lieblin^^ssport sein mag — hat Ihnen sicher
schon viele frohe Stunden gebracht. Um wieviel
mehr Freude werden Sie haben, wenn Sie Ihre
Wettkämpfe, aber auch das fröhliche Leben und
Treiben im Clubhaus als sländi^^e Erinnerung im
Bildetesthallen. Filmen u. fotografieren Sie selbst!
Wir iiifbriiiitMen Siej^orn unveibiiullich über Aiisclialfungskoslon und Hand-
liahuii^ der Aiitnahme und Wie .erf*al)e-A|)parale der Anialeur-Kineniatofira-
phie 1)ZNV. der i*ho(()<*iaphie. IJille sehreiben Sie uns oder besuchen Sie die
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DIE AS O C W E X S C H R 1 1 V DER EIL M F R E U N D E
■^
^^
Phct. Ufa
LU D apov e r
im Ufa-Tonfilm (Bloch -Qabinowiisch- Produktion) „Der v/eiße Teufel"
Es ist heute noch sowie vor hundert Jahren. Der Film-
dichter braucht nur ins volle Menschenleben hinein-
zugreifen. Man muß es nur richtig drehen, spannend
und mundgerecht machen — schon ist der interessante Film-
stoff vorhanden und drehfertig.
Es ist nicht nötig, daß die Geschichte kompliziert ist, daß
die grundlegende Fabel eine ausgefallene Sache behandelt.
Im Gegenteil. Je simpler die eigentliche Fabel, desto wir-
kungsvoller in den meisten Fällen das flimmernde Spiel.
Wilhelm Dietcrles Erfolg in und mit dem berühmten Roman
Agnes Günthers von der Heiligen und ihrem Narren ist noch
in aller Erinnerung.
Da lag es auf der Hand, dasselbe Erlebnis auch einmal
umgekehrt darzustellen, die Frau zur Triebfeder der Hand-
lung zu machen. So entstand vielleicht die Grundidee zu
dem Bild ,,Ich lebe für Dich". — Weih-
nachten steht hier wie da im Mittelpunkt
der Handlung. Die Christglocken läuten,
die Einsamen erfreuen sich gegenseitig
durch Geschenke, und der seltsame, tief-
poetische Reiz der Chrislnacht zieht in
neuer Form herauf.
Es ist vielleicht der stärkste Eindruck,
den dieses Bild vermittelt, wenn Dieterle,
der Held, vor dem Muttergottesbild Hun-
derte von Kerzen entzündet. Aber es
2i^Jei/iC
//
11^!^^^
reißt auch die Beschauer mit, wenn man langsam sieht, wie
ein kleines, frohes, hübsches und liebes Mädel einen ver-
grämten jungen Misanthropen wieder in das blühende,
lockende Leben zurückführt.
Zauberisch schön die Umwelt, der Winter von Sankt Mo-
ritz, Schlittenfahrten. Skier in gewaltigen, schön ge-
schwungenen Sprüngen. Die Berge in schneeiger, einsamer
Schönheit.
Dazwischen glänzende Maskenfesle in irgendeiner der
prachtvollen modernen Karawansereien. Momentbilder aus
der Welt, in der man sich selbst dann noch nicht langweilt,
wenn schwere, lebensgefährliche Krankheiten gefahrdrohend
über dem Menschen schweben.
Ein Volksstück im besten Sinne des Wortes. Volkstüm-
lich im Stil auch die Schauspieler, unter denen Wilhelm
Dieterle, Lien Deyers, Erna Morena und
Olaf Fönss in erster Reihe genannt wer-
den müssen. Es ist eine besondere
Freude, den großen dänischen Künstler
wieder einmal im Film zu sehen, der be-
kanntlich zu denjenigen Schauspielern
gehört, die am Anfang des deutschen
Kunstfilms standen und die mehr als ein
Jahrzehnt zu den festesten Stützen des
europäischen Films gehören.
Der Rummel ist der Zirkus
der kleinen Leute, die
großstädtische Form der
Vogelwiese, der Ort, dessen
Lärm und Buntheit eine be-
wußte Abkehrung vom immer
grauer werdenden Alltag ist.
Der Rummel ist eine Vorstadt-
angelegenheit, die Welt der
Schaubuden und naiven artisti-
schen Attraktionen, die flim-
mernde Welt hinter den Brand-
mauern der letzten Mietskaser-
nen. Das Volk liebt den Rum-
mel mit seinen Karussells,
Rutschbahnen und anderen
lärmhaften Vergnügungen, es
liebt ihn, weil es laut aufkrei-
schen kann in dem allgemeinen
Getöse und weil sein Witz
überall Zielscheiben des Hu-
mors trifft. Der Rummel ist
eine Erscheinung, die heute
allen Großstädten eignet und
zu ihrem Gesamtbild ebenso ge-
hört wie die Untergrundbahn
oder das Turmhaus. Darum
verirren sich auf dem Rummel
stets Angehörige einer gehobe-
nen Gesellschaftsschicht, denen
der Besuch von Zirkus und
Variete wohl möglich wäre, die
aber an dem Unmittelbaren, das
hier aus Zuschauern und Schau-
Jenny Jugo, Kurt Gerron, Paul
Heidemann im Ufa-Film „Flucht
vor der Liebe" Phot. Ufa
I
stellern spricht, ihr Gefallen
finden. Denn an keiner ande-
ren Vergnügungsstätte entfes-
selt sich die Lust des Volkes so
hemmungslos als auf dem Rum-
mel, nirgends spielen die Be-
sucher so anteilnehmend an
allen Vorgängen mit. Trotzdem
ist dies nur die heitere Seite
eines Bajazzo-Daseins, dessen
bitterer Ernst sich den Be-
suchern des abendlichen Ver-
gnügens entzieht. In dem Ufa-
film ,, Flucht vor der Liebe"
wird aber nicht nur der Flitter-
glanz des Abends gezeigt, son-
dern auch der Alltag des Rum-
mels zur Darstellung gebracht.
Wie leben denn nun eigentlich
jene kleinen Artisten, die sich
bei den Vorstellungen abmühen,
um ihre Zuschauer zu unter-
halten, wie teilen sie den kar-
gen Sold ein, den sie ihrer
Abendkasse entnehmen? Ohne
larmoyant zu werden, schildert
der Film in prächtigem Realis-
mus, der auch den Humor zu
Worte kommen läßt, das ganze
Leben der fahrenden Leute;
denn so sehr sie um ihr Brot
kämpfen müssen, so sehr lieben
sie ihren Beruf und so unlösbar
sind sie mit ihm verbunden.
Enrico Benfer, Kurt Cerron, Jenny
Jugo, Kurt Vespermann im Ufa-Film
,, Flucht vor der Liebe"
'^?£S^iammBimi^BEBSseaBSB^-
Südsec-Filme die große Mode, Keine amerikanische
Filmgesellschaft ohne Expedition in das Land der
Bananen, mit der seltsamen exotischen Landschaft,
den mit raschelndem Bast bekleideten Frauen.
Natürlich tut jede Firma etwas anderes dazu. Läßt
zu der Landschaft eine möglichst spannende Geschichte
schreiben.
Die First National arbeitete nach dem Rezept von
Edgar Wallace. Sie läßt einfach eine Gerichtsverhand-
lung vor uns abrollen, in der wir die seltsame Ge-
schichte einer leichtlebigen jungen Tänzerin erfahren,
die ihren Geliebten erschießt, in die Südsee flücl\tet
und dann von dem pflichteifrigsten Polizisten New
Yorks wieder in die Heimat gebracht werden soll.
Unterwegs gibt es eine Schiffskatastrophe und einen
mehrjährigen unfreiwilligen Aufenthalt irgendwo in der
Südsee, da wo sie nur mit einem weißen Fleck auf den
Filmatlanten Hollywoods verzeichnet ist.
Hier siegt erst die Liebe über die Pflicht und dann
die Pflicht über die Liebe.
Das eigenartige Pärchen lebt überglücklich vereint
ein paar Jahre in dulci jubilo, dann aber bringt er sie
auftragsgemäß vor den Richter, der sie erst verurteilt,
aber dann begnadigt zur Freude und unter dem lauten
Beifall des Publikums.
Die Hauptrollen liegen bei Milton Sills und Dorothy
Mackail in allerbesten Händen. Er ist der volkstüm-
liche Bonvivant, wie er schon immer im Filmstarregister
steht, und sie bietet vielleicht ihre beste bisherige Lei-
stung, zeigt, daß sie auf dem Wege ist, mit an die erste
Stelle zu rücken, da wo die Dollargagen sechsstellig
werden.
- ' f ^
"ifilfbn suis (oben) und unten nfftBM^hyßiackail
tPßtstei,
OCR, FILMaEPORJER,
Auf seiner Reise durch die Berufe, die eine ko-
miscfie Ausbeute zulassen, ist Buster Keaton bei
der Reportage für die Woclienschau angelangt.
Das Thema ist filmisch erst kürzlich von Bebe Daniels
benutzt worden, die sich temperamentvoll und paro-
distisch damit abfand. Aber die Begabung von Bebe
Daniels liegt auf einer anderen Linie als das Talent
Buster Keatons, und so sind die beiden Filme grundver-
schieder.. Dabei haben sie nicht nur das Thema, sondern
auch den Abiauf der Vorgänge gemeinsam. In beiden
Fällen handelt es sich darum, daß ein Außenseiter einen
sensationellen Vorgang verfilmen will und eigentlich erst
in dem Augenblick dazu kommt, da er gar nicht recht
darauf vorbereitet war. Aber während der Danielsfilm
manche Handlungslücke besitzt, die allein von der Haupt-
darstellerin mit ihrer entzückend wirbligen Grazie über-
sprungen wird, ist Buster Keatons Groteske das Muster
einer sorgfältig gebauten Arbeit. Der Film ist dramatur-
gisch fest vernietet, sogar eiskalt errechnet, so daß jeder
■Meter Zelluloidstreifen seine ^X'irksamkeit aufweist. In
den Buster-Keaton-Groteskcn, die natürlich alle unter
Mithilfe von Gagmen gedreht werden, herrscht jetzt
nicht mehr der Drang, die humoristischen Filfekte zu
häufen, sondern die Einsicht, daß es besser ist, sie klug
zu verteilen und vor allen Dingen darauf zu achten, daß
sie sich nicht gegenseitig erdrücken. Die Dramaturgen
Hollywoods haben herausgefunden, daß zwei komische
Effekte niemals ohne Pause zusammengedrängt werden
dürfen. Folgen zwei lustige Vorgänge, von denen jeder
gleich komisch ist, unmittelbar aufeinander, so verliert
der erste seine Wirkung, weil die Zuschauer nicht im-
stande sind, die beiden Eindrücke mit der notwendigen
Schnelligkeit aufzunehmen. Sie lachen nur über die
letzte Pointe, weil die erste von den Bildern der zweiten
verdrängt wird. Deshalb werden jetzt Unterbrechungen
eingefügt, die dem Zuschauer Zeit lassen, sich auszu-
achen. Diese eingeschobenen Pausen müssen Bilder
bringen, in denen die Handlung einen Augenblick still-
Buster Keaion im Vorführungsraum
HEINQICH GEOQGE und BETTY AMANN
im Ufa- Film „Der Siräüin^ aus Stambul"
Jenny Jugo, der Ufa-Siar mit einem Bären-Baby des Berliner Zoologischen Gartens Pfwt. Ufa
'Vo/-^
Noch immer geht die Ansicht des Publikums dahin, in den
Künstlern, vor allem in den Schauspielern, leichtlebige,
sogar verschwenderische Menschen zu sehen. Dabei sind
nicht wenige recht sparsam, und vereinzelte zeigen sogar ausge-
sprochenen Geiz. Zu den letzteren zählt in Hollywood die be-
kannte Darstellerin 0., zu deren Spezialität die großen Salon-
danien zählen. Mrs. O. versteht es ausgezeichnet, selbst größere
Ausgaben zu ersparen und die kleinen nach Möglichkeit einzu-
schränken. So hält sie sich, obgleich es ihre Gage zuließe,
keine Köchin, sondern erscheint als ungebetener Dinnergast bei
den Kollegen und bezahlt mit nichts anderem als ihrer Liebens-
•würdigkeit. In Hollywood lächelt man über diese Schwäche der
O. und nimmt ihre Besuche wie ein unabwendbares Ereignis
hin. Die Witzbolde unter den Schauspielern erlauben sich zwar
öfters, einige Scherze mit der Mrs. 0. zu treiben, aber nur Lewis
Slone spielte ihr einmal einen Streich. Da er nicht allzu ent-
fernt von ihr wohnte, erhielt er recht häufig den Besuch von
Mrs. 0., die jedesmal mit der Bemerkung erschien, nur schnell
vor dem Dinner ein paar Worte plaudern zu wollen. Stone
war gerade in einem Film aus der russischen Geschichte be-
schäftigt und lud aus diesem Grunde befreundete Kollegen zu
einem russischen Abendessen ein. Er wußte, daß die 0. von
der Schmauserei Kenntnis erhalten und am Abend nicht fehlen
werde.
Stone hatte sich nicht getäuscht. Um sieben Uhr fuhr Mrs. 0.
vor seinem Hause in einem alten Packard vor, den sie aus Spar-
samkeitsgründen selbst steuerte, und erklärte, nur ein paar
Minuten mit Mae Murray plaudern zu wollen, da ihr deren
Rückkehr aus New York soeben hinterbracht worden sei. Die
Murray, die mit im Komplott war, plauderte scharmant und
sagte so nebenbei zu Stone: ,,Ich habe am Broadway oft in
einem russischen Restaurant gegessen und bin gespannt, ob Ihr
Koch (Stone beschäftigt in der Küche einen Neger) gespickten
Lendenbraten ebenso appetitlich herrichten kann, wie er mir
in New York serviert wurde."
Mrs. 0. empfand schon den Vorgeschmack der kommenden
Genüsse, als Lewis Stone sie heimlich ins Nebenzimmer winkte
und sie fragte: , .Riecht das nicht außerordentlich verlockend?"
,, Gewiß ', antwortete die 0., die nicht wußte, was Stone mit
der Frage sagen wollte.
,,Nun, meine Teure, darf ich Sie in ein Geheimnis einweihen?"
Die 0. nickte ein wenig befangen. ,, Sehen Sie," fuhr Stone fort,
,,die echten Russen essen ganz andere Dinge, als die Murray
sie am Broadway auf der Speisekarte fand. Lassen Sie die
Gesellschaft nur glauben, daß gespickter Lendenbraten auf die
Tafel kommt. Wir beide werden wissen, daß wir ein viel pikan-
teres, echt russisches Gericht verzehren und hinterher die ganze
Gesellschaft tüchtig auslachen."
,,Und was ist eigentlich der seltsame Braten?" fragte die 0.
ein wenig beklommen.
Lewis Stone setzte sein berühmtes freundliches Filmlächeln
auf. ,, Geschmorter Hund — " sagte er unschuldig, „aber Sie
dürfen mich nicht verraten."
Worauf sich Mrs. O., einer Ohnmacht nahe, sofort empfahl,
ohne sich von der übrigen Gesellschaft verabschiedet zu haben.
Jedenfalls unterblieben eine gewisse Zeit diese Besuche vor
dem Dinner.
Als nach Rudolf Valentinos frühem Tod der Platz
des Ersten Liebhabers der amerikanischen Lein-
wand frei wurde, begann ein Ansturm von allerlei
Jünglingen, die den romanischen Typ verkörperten und
sich für schön
genug hielten,
den umschwärm-
ten Liebling der
Frauen ersetzen
zu können. Die
Filmgesell-
schaften, in deren
Interesse es lag,
die Lücke schnell
zu füllen, mach-
ten allerlei noch
heute nicht abge-
schlossene
Experimente,
denn eben wird
in Hollywood ein
neuer Mann mit
großer Reklame
kreiert, der sich
gleich Rudy Val-
ley nennt. Aber
die Spekulation
ist bis jetzt miß-
glückt, denn Va-
lentino ist unver-
gessen; er wird
als einziger aus
der langen Reihe
der Filmdarstel-
ler, die zu den
Schatten ent-
wichen, geliebt
und verehrt. Die
Erfahrung hätte
lehren müssen,
daß ein neuer
Filmabgott der
Frauen dem ent-
schwundenen Idol
vollkommen un-
ähnlich sein
werde, und in der
Tat hat sich die-
ser Fall auch er-
eignet. So unver-
gessen Valentine
ist, so schnell ge-
lang es John Gil-
bert, der um-
schwärmteste
Filmschauspieler
Amerikas zu werden. Seine Erscheinung, seine Art der
Darstellung war vollkommen anders als diejenige, welche
die Amerikanerinnen bisher von Wallace Reid über Dick
Barthelmeß bis zu ,,Rudy" erlebt hatten. Gilbert brachte
nicht den Jüngling, sondern den reifen Mann als Lieb-
haber auf die Leinwand. In einem Lande, wie den
,, Staaten", in denen ein Kult der Jugend betrieben worden
war, bedeutete dies eine vollkommene Umkehrung der
Begriffe, aber Gilbert konnte sich in erstaunlich kurzer
John Gilbert ist mit seiner Toniilmstimmc zufrieden Phot. M.-O.-M
Zeit durchsetzen, und seit der ,, Lustigen Witwe" hat er
alle anderen Liebhaber überflügelt. Vielleicht ist durch
ihn das kurze Bärtchen populärer geworden als durch
Menjou, Fairbanks, Colman, zumal es bei ihm, im Gegen-
satz zu den ge-
nannten drei, nur
ein Filmrequisit
bedeutet, John
Gilbert steht auch
zu seinen Mit-
spielern völlig
anders als die
übrigen Lieb-
haber. Waren
Wallace Reid und
Rudolf Valentino
absolute Starspie-
ler, die andere
Sterne nicht um
sich duldeten, son-
dern nur Mit-
spieler brauchen
konnten, die das
Stichwort brach-
ten, so ist durch
Gilbert der Sinn
eines Ensemble-
spiels in den
amerikanischen
Film gekommen.
In der ,, Lustigen
Witwe" trat Mae
Murray sogar
stärker in den
Vordergrund als
er, aber obgleich
sie mehr Groß-
aufnahmen bean-
spruchen durfte,
blieb der Eindruck
seines Spiels stär-
ker haften. John
Gilbert hat sich
einmal über seine
Partner in folgen-
dem Sinne ge-
äußert: ,, In jedem
Film, der mir die
Hauptrolle über-
trägt, bemühe ich
mich, bei der
Auswahl der Mit-
spieler meinen
Einfluß dahin gel-
tend zu machen,
daß nur beste
Kräfte eingestellt werden. Kein Schauspieler kann sich
völlig entfalten, wenn er nicht durch seine Partner an-
geregt und angespornt wird. Es gibt Stars, die sich zu
weiblichen Gegenspielern schöne Frauen aussuchen, deren
Aufgabe allein darin besteht, verführerisch auszusehen
und dann das — im Titel erscheinende — Stichwort zu
biingen, worauf der Star die Szene spielt. Ich bin stets
dagegen gewesen, denn es kommt mir wie ein Spiel gegen
die Wand vor. Ein Schauspieler kann sich nur in ent-
1
-^^^ ^«L«*;;-'-«
John Gilbert bei den Aufnahmen des verfilmten Tolstoi-Dramas „Der lebende Leichnam'
P/tot. M.-G-M.
sprechendem Maße dar-
stellerisch entzünden, wenn
er weiß, daß der Partner
mit ihm mitgeht. Im Ton-
film ist die oben gekenn-
zeichnete Art der Dar-
stellung an sich schon
eine Unmöglichkeit, denn
der Dialog kann nicht in
gleichgültiger Weise ge-
sprochen werden. Bereits
der Tonfall des Stich-
wortes bestimmt das
Tempo der Szene, und ein
Schauspieler ist von dem
anderen viel stärker ab-
hängig als beim stummen
Film." John Gilbert war
eine Zeitlang Partner der
sehr eigenwilligen Greta
Garbo, Obwohl diese
seltsame und faszinierende
Frau bereits im Manu-
skript stärker heraus-
gestellt wurde als er,
herrschte zwischen beiden
niemals Rivalität, denn
Gilbert fühlte sich durch
diese dramatisch starke
Darstellerin angeregt und
spornte sich zu höchsten
Leistungen an. Mit der
Garbo war es überhaupt
für Gilbert so eine Sache,
Diese eigenartige Schwe-
din verstand es, einen so
Eine Szene aus demselben Film mit John Gilbert, Eleanor Boardman
und Regisseur Fred Niblo
starken Einfluß auf ihn
auszuüben, daß er sich
eine andere Partnerin gar
nicht denken konnte. In-
folgedessen galten die bei-
den eine Zeitlang für ver-
lobt, was niemals der Fall
gewesen ist, denn Greta
Garbo fühlt sich als eine
Dienerin ihrer Kunst und
will nichts davon wissen,
mit dem Partner ihrer
Filme verheiratet zu sein.
Sie steht darin durchaus
nicht vereinzelt da. Be-
rühmte Tragödinnen, die
sich mit Kollegen verhei-
rateten, lehnten es ab, mit
ihren Gatten zusammen
zu spielen — vielleicht,
weil sie sich inzwischen
zu gut kennengelernt
hatten und jene unaus-
gesprochenen Dinge, die
nun einmal den höchsten
Reiz zwischen Verliebten
bilden, für sie in Fortfall
gekommen waren. Sowohl
John Gilbert als auch
Greta Garbo haben in-
zwischen den Partner ge-
wechselt. Die letzte
drehte mehrere Filme mit
ihrem Landsmann Nils
Asther, John Gilbert mit
Eleanor Boardman.
i
Aus dem Afrika- Großfilm der Ufa „Pari" phct. L'fa
Die Erlebnisse einer Filmexpedition durch Afrika. Von P. C. von G o n t a r d.
Wenn man nach Afrika kommt, wird man, gleichgül-
tig wie man heißt oder welche Religion man hat,
zunächst einmal wieder getauft, und zwar deshalb,
weil sich die Eingeborenen unsere für sie unaussprechlichen
Namen nicht merken können. Nach zwei bis drei Tagen ist
man bereits mit einem oft unglaublichen Scharfblick be-
urteilt und bekommt einen mehr oder weniger schönen und
wohlklingenden Namen zugelegt. Meistens erhält man sogar
zwei Namen: einen, mit dem man angeredet wird, und einen,
unter dem man von den Eingeborenen, wenn sie unter sich
sind, besprochen wird. Der letzte ist meistens der treffen-
dere, wenn auch nicht immer schmeichelhaftere. Z. B. hieß
ich wegen meines großen Texashutes, der in Afrika etwas
Neues war, offiziell ,,Bwana Cofia" (Herr Hut). Wenigstens
wurde ich mit diesem Namen, der große Ehrfurcht aus-
drücken sollte, angeredet. Wenn aber meine guten, schwar-
zen Jungen um ihr Feuer saßen, den Maispamps mit ihren
schwarzen Händen in kleine Kugeln rollten, in den Mund
steckten, dazu, wie allabendlich, über die Weißen diskutier-
ten und meistens kein gutes Haar an ihnen ließen, dann hieß
es nicht mehr Bwana Cofia, sondern etwas ironisch ,,Bwana
Piga Nayaga" (der Herr, der dauernd schießen muß). So
hatten alle Herren unserer Expedition, die in Ostafrika für
die Ufa den Film ,,Pori" drehten, einen offiziellen Höflich-
keitsnamen und einen zweiten, der von jeder Höflichkeit
Abstand nahm. Nur unser Regisseur, Freiherr von Dun-
gern, hatte den seltenen Vorzug, einen einzigen Namen zu
besitzen: ,, Bwana Yoka" (Herr Schlange). Diese Ehre ver-
dankt er folgendem aufregenden Erlebnis:
Die Eingeborenen haben einen unheimlichen Respekt vor
Schlangen. Das ist auch der Grund dafür, daß man bei Wan-
derungen im Busch immer einen Schwarzen vorausgehen
läßt, der jedes Reptil mit tödlicher Sicherheit sofort sieht
und es entweder mit seiner Keule totschlägt oder durch
einen nicht mißzuverstehenden, riesigen Seitensprung an-
zeigt. Dadurch läuft der Weiße, der sich in respektvoller
Entfernung hinter dem Schwarzen hält, keine Gefahr, von
einer der zum Teil sehr giftigen Schlangen gebissen zu
werden.
Eines Tages befanden wir uns auf der Fahrt von Arusha
zum Lager. ,, Fahren" konnte man diese Betätigung aller-
dings nur unter einem gewissen Vorbehalt nennen, denn es
war eigentlich eine Kletterpartie per Auto durch Löcher und
Gräben, über Steine und Felsen, durch Sumpfstücke und
Sand. So entwickelten wir die unheimliche Geschwindigkeit
von durchschnittlich sechs, im Höchstfalle aber zwanzig
Stundenkilometern. Wir brauchten wieder Benzin und Pro-
viant. Deswegen war die lange Reise nach Arusha und zurück,
die einen ganzen Tag beanspruchte, unerläßlich. Es war
gegen Abend, und wir hielten Ausschau nach Wild, das
gerade um die Zeit besonders rege herumzieht, bevor es
sich zum Schutz gegen seinen Todfeind, den großen, gelben
Löwen, in großen Rudeln für die Nacht zusammenfindet.
Plötzlich zeigte einer der Schwarzen aufgeregt ins Gras
und rief ,,yoka, yoka!" Wirklich schlängelte sich eine so-
genannte Python, eine über drei Meter lange Riesenschlange,
durch das hohe Gras.
Das war eine günstige Gelegenheit. Für eine Szene
unseres Films ..Pori"
brauchten wir näm-
lich unbedingt eine
Schlange. Es durfte
aber keine gezähmte
sein, da sie sonst
nicht die nötige
Wildheit aufbringen
würde. Die Python
kam uns deshalb wie
gerufen.
Aber Schlangen
haben etwas ausge-
sprochen Unsympa-
thisches für mich,
und, wenn ich ganz
ehrlich sein soll, —
ich traute mich nicht
so recht an das Rep-
til heran. Da fiel
mir ein, daß unser
Regisseur, Herr von
Dungern, während
seiner Filmexpedi-
tion in Brasilien be-
reits viele Erfahrun-
gen mit Schlangen
gesammelt hatte. Da
die Entfernung zum
Lager nicht mehr
weit war, schickte
ich das Auto dort-
hin, um Herrn von
Dungern zu holen,
während ich inzwi-
schen die Bewegun-
gen der Schlange
verfolgte. Als Herr
von Dungern eintraf,
war es schon dun-
kel. Das Reptil hatte
sich zusammenge-
knäult und lag in
einem Stück Gras.
Meine Schwarzen sa-
ßen in respektvoller
Entfernung davon
und wußten scheinbar nicht, ob sie mehr Angst hatten vor
der Schlange selbst oder vor den Löwen, die jetzt zahlreich
herumstreiften.
Herr von Dungern ging langsam auf die Schlange zu, nahm
sein Taschentuch in die linke Hand und schwenkte es mehr-
mals hin und her.
Sofort ging die Schlange in Angriffsstellung, indem sie,
wie alle Schlangen, aus dem vorderen Teil ihres Körpers
eine S-förmige Schlinge bildete. Einen Augenblick noch
folgte sie mit ihrem Kopf den Bewegungen des Tuches, dann
schoß sie wie der Blitz nach vorn, um ihre Zähne in das
weiße Tuch zu graben. Diesen Moment hatte Herr von Dun-
gern abgewartet. Ehe die Schlange ihre Zähne befreien
konnte, hatte er sie schon mit der rechten Hand dicht hinter
dem Kopf gefaßt, und nun war es vorbei. Auf seinen Zuruf
ergriff ich das Schwanzende, und bald hatten wir die Riesen-
schlange in einen mitgeführten Sack verstaut. Triumphie-
rend ging es zurück nach dem Lager, mit einem neuen
Schauspieler für unseren Film ,,Pori".
Aber es kam noch anders. Nach einigen Tagen sollte die
Szene mit der Schlange gedreht werden. Das war aber nicht
einfach, weil wir das Tier wieder freilassen mußten, um es
absolut natürlich arbeiten zu lassen. Morgens sind Schlan-
gen meistens träge, weil sie die Kälte der Nacht nur langsam
aus ihren Gliedern bekommen. Sobald sie aber warm wer-
Nancy Carrol, eine neue rothaarige Filmschönheit
Phot. Paramount
den, werden sie le-
bendig und angriffs-
lustig. Unsere Rie-
senschlange sollte
nun unversehens ei-
nen Angriff aus ei-
nem Bett auf die
ahnungslose Far-
mersfrau unterneh-
men. Die Schlange
war unter die Bett-
decke bugsiert und
verhielt sich ganz
ruhig. Unsere Appa-
rate waren aufge-
baut. Die Sache
konnte losgehen. Die
Farmersfrau trat ins
Bild, die Decke
wurde weggezogen.
Im selben Augen-
blick richtete sich
die Schlange blitz-
schnell auf und stieß
zu, so daß die die
Farmersfrau spie-
lende Dame gerade
noch zurückspringen
konnte. Aber wir
hatten uns in dem
Temperament unse-
rer Schlange verrech-
net, denn mit ein
paar unglaublich
schnellen Windungen
schoß sie noch ein-
mal nach vorn. So-
fort sprang Herr von
Dungern zu und
packte sie wieder
mit einem schnellen
Griff hinter dem
Kopf, diesmal aber
in der Eile zu weit
nach hinten, so daß
die Schlange ihren
Kopf wandte und
ihre Zähne blitzschnell in das Handgelenk grub. Alles war
blaß vor Schrecken, ahnungslos, was nun geschehen sollte,
Herr von Dungern faßte ruhig, aber schnell, mit seiner freien
Hand der Schlange ins Genick, drückte ihr Maul auf und
befreite vorsichtig die gebissene Hand. Während die Python
mit ihrem Schwanzende emsig nach einem Haltepunkt
suchte, riß er sie aus dem Bett, hielt sie freischwebend und
beförderte sie wieder in ihren alten Sack.
Der Biß war schmerzhaft, doch da die Python keine Gift-
schlange ist, nicht lebensgefährlich. Die Neger aber wissen
keinen Unterschied zwischen giftigen und nicht giftigen
Schlangen und waren alle überzeugt, daß Herr von Dungern
die Sonne des nächsten Morgens nicht mehr sehen würde.
Man sprach in der den Negern eigenen Art abends am
Feuer schon sogar davon, wie man seine Sachen verteilen
würde, und wer wohl das meiste von seinen Anzügen, Mes-
sern usw. bekäme. Theoretisch war er bereits in den Augen
der Neger gestorben. Als Herr von Dungern aber am näch-
sten Morgen wieder ganz vergnügt an das Licht des Tages
trat, da gab es keinen Neger, dem es nicht klar war, daß
hier ein ,,Fundi copiga", d. h. ein ganz gelehrter Mann und
sicherlich ein ,,Bwana fundi yoka", ein Schlangenweiscr, sein
müsse. So groß war ihr Erstaunen, daß Herr von Dungern
diesen Namen auch inoffiziell behielt und für lange Zeil
Gesprächsstoff für die Schwarzen blieb.
■ü\
%
Qx.S
SckiriiiÄel
UNDV^ylC^UNDSEHRVIEL'
GiR. LiA^ti0er Abei/tteaerronaaLi/L
^ VON LUDWlGvoN WOHL
19. Forlsetzung
Jetzt war sie doch etwas blaß, und die rasende Reihenfolge
der letzten Tage stand plötzlich unter einem furchtbaren Zeichen,
das ihre Unbefangenheit dem Pascha gegenüber zerbrach.
„Woher er seinen Paschatitel hat, weiß kein Mensch, am
wenigsten wohl die türkische Regierung", fuhr Robby fort. ,, Ziem-
lich dunkler Charakter. Daß Sie mit dem fertig geworden sind!"
Sie lächelte — aber es war auf einmal sehr schwer, zu lächeln.
Man hatte so ein sonderbar gelockertes Gefühl in den Knie-
kehlen, als wären die Knie
hohl.
„Mädel, Sie fallen ja
um!"
Er hielt sie fest, und sie
hing ihm ein paar Augen-
blicke schwer im Arm.
„Sofort lassen Sie mich
los!" sagte sie ernst, wäh-
rend sie sich ganz eng an
ihn preßte. ,,Aber so-
fort "
„Ja, ja", sagte er und
gab ihr den Kuß, auf den
sie beide seit fünf Minu-
ten warteten.
,,Das ist eine ganz un-
glaubliche Frechheit",
sagte sie und küßte ihn
wieder.
Und dann riß sie sich
los und war sehr rot und
sehr verlegen und wußte
absolut nicht mehr, was
sie sagen wollte.
,,Sie haben mich auch
geküßt, mein Fräulein",
sagte Robby mit der Steif-
heit eines Oberhofzere-
monienmeisters. ,,Wir wer-
den uns erlauben, darauf
zurückzulvommen, aber
erst, wenn wir in Sicher-
heit sind."
Sie machte plötzlich ein
ganz unbefangenes Gesicht.
,,Wie sind Sie eigentlich
auf meine Spur gekom-
,, Durch eine sehr hübsche
junge Dame mit schwar-
zem Haar und einem et-
was übertrieben stark ent-
wickelten Temperament —
sie heißt Ranca Jellacic und war die Edle, die Sie im Zug über-
fallen hat und später Ihren Chauffeur hierher spielte. — Im
Hauptberuf ist sie eigentlich die Freundin des Herrn Mircovich,
der ein ganz ausgekochter Schwindler ist. Das heißt, jetzt strebt
sie vor allem der Million nach, die ihr aber — • vielmehr Ihnen —
der Pascha abgeknöpft hat."
Und er erzählte ihr die Geschichte von den Tausendpfund-
noten, die zu Einpfundnoten geworden waren.
Dorrit nickte.
,,Also der Pascha hat das Geld. Ich dachte es mir gleich.
Übrigens, finden Sie die Dame wirklich so sehr hübsch? Sie hat
eine Indianernase ■ — und ihre Beine sind nicht sehr gerade —
glaube ich wenigstens", fügte sie ehrlich hinzu.
,,So sehr hübsch ist sie eigentlich nicht", gab er mit schrägem
Kopf und unter kritischem Stirnrunzeln zu. ,,So'n bißchen fin-
steres Weib, — Und mit den Beinen können Sie recht haben —
Roll von Coth, der jun^c Berliner Filmschauspieler Pimt. Binder
t^achdruck verboten
aus Schwarz mache ich mir sowieso nicht übertrieben viel —
und dann hatte sie ausgesprochen wilde Manieren."
,,Titta, das kleine Räubermädchen", nickte Dorrit eifrig, ,,Das
habe ich ihr schon selbst gesagt."
„Ja, sie hat eine ziemliche Wut auf Sie,"
,,So, so. Wo haben Sie sie denn jetzt gelassen?"
Er machte ein ganz verschmitztes Gesicht.
,, Abgehängt", sagte er vergnügt. ,,Sie fing an, mir furchtbar auf
die Nerven zu gehen. Ich
bin ihr richtig ausgerissen.
Wahrscheinlich streicht sie
mit ihrem Auto hier ir-
gendwo in der Umgebung
herum. Im übrigen halte
ich CS jetzt für an der
Zeit, daß wir uns durch-
schlagen. Wieviel Diener-
schaft ist in diesem nied-
lichen Lustschloß?"
Aber sie schüttelte den
Kopf.
,,Ich gehe nicht ohne
das Geld", sagte sie.
,,Ja, glauben Sie, daß
uns der gute Pascha die
kleine Million in die
Tasche stecken wird — so
als eine Art von Ab-
schiedsgeschenk oder so
etwas? Oder wie haben
Sie sich das vorgestellt?"
,,Ich weiß nicht, wie ich
mir das vorgestellt habe",
sagte sie, ,,aber ich gehe
auf keinen Fall ohne das
Geld. Ich bin dafür ver-
antwortlich. Es gehört
doch nicht mir."
,, Sondern Herrn Stavri-
des — wenigstens im
Augenblick. Aber wenn es
nach dem gegangen wäre,
hätten Sie das Geld schon
lange nicht mehr. Sie
wissen ja gar nicht, was
hier gespielt wird."
Sie trat überrascht einen
Schritt zurück.
,,Wer — woher — • wer
sind Sie eigentlich?"
Da klangen draußen die
Stimmen zweier Diener.
,,St — leiser!" flüsterteer. ,, Wir müssen vor allen Dingen machen,
daß wir hier herauskommen. Das Geld kriegen wir später auf
diplomatischem Wege. Ich habe Regierungsbezichungen. Es ist
weiß Gott wichtiger, daß Sie wieder sicheren Boden unter den
Füßen haben. Ich will auf keinen Fall, daß Sie sich noch länger
der Gefahr aussetzen. Ich nehme mein Schießeisen wieder, und
dann werden zusammen — — Was ist denn, Kind?"
Sic hatte über seine Schulter aus dem Fenster hinausgesehen.
Zuerst mit einem fast geistig abwesenden Ausdruck — dann mit
einem strahlenden, geradezu triumphierenden Lächein.
,,Ich denke nicht daran' , sagte sie plötzlich mit tanzenden
Augen, ,, Seite an Seite aus dem Schloß gestürmt, die Pistolen
in der einen, den Säbel in der anderen, zwei junge Menschen-
schicksale in der dritten Hand — sehr hübsch — aber veraltet.
Ich weiß nicht, Sie wollen mich immer sofort retten, wenn Sic
mich zu sehen bekommen. Das ist beinahe ein Komplex bei
im
an
Ihnen, glaube ich. Bitte, machen Sie einmal die Augen auf
und sehen Sie zum Fenster hinaus! Was liegt da, wie?"
Er sah sich verblüfft um.
In der Bucht, fünfzig Meter unterhalb des Hauses, lag eine
kleine, blitzende Luxusjacht mit weiß gestrichenem schlanken
Rumpf und einem leuchtend zitronengelben Schornstein. Und
vom Bug der Jacht tropften die Ankerketten herunter.
Es gab nur einen einzigen kurzen Moment der Erstarrung.
Dann gab sich Dorrit einen Ruck.
,,Ich übernehme das Kommando", erklärte sie. „Sie müssen
— hören Sie — Sic müssen jetzt tun, was ich Ihnen sage.
Machen Sic sofort, daß Sie hier herauskommen, und laufen Sic
zum Strand herunter! — Rufen Sie die Jacht an! Sagen Sie,
daß man die Herrschaften mit Vergnügen erwartet — daß es
Ihnen eine besondere Ehre sei, sie hcraufzuführen — daß sie den
Besuch sicherlich nicht bereuen werden — und lotsen Sie die
ganze Gesellschaft hier herauf. Sofort. Um alles weitere
brauchen Sie sich nicht zu kümmern. Dafür sorge ich."
,,Ja — aber — "
,,Kein Aber! Vorwärts, vorwärts!"
Resigniert machte Robby kehrt, saß mit einem Ruck
Fensler, bog sich nach außen und verschwand, sich wieder
der Dachrinne emporziehend, mit einem Schwung.
Im ersten Augenblick hatte sie ihm ganz entsetzt nachgestarrt.
In der Aufregung hatte sie gar nicht daran gedacht, daß er
ja das Zimmer nicht durch die Tür verlassen konnte —
Noch immer klangen draußen die Stimmen der Diener.
Sie zwang sich, zu überlegen.
Aber mit aller Macht mußte sie die Worte zurückdrängen, die
er ihr über den Pascha gesagt hatte — sonst verlor sie die
Sicherheit.
Und die brauchte sie — vielleicht nur noch auf ein paar
Stunden, aber sie brauchte sie.
Sie wußte sehr gut, daß es bisher zwecklos gewesen wäre,
etwa den Pascha unter Bedrohung zur Herausgabe des Geldes
zu zwingen.
Bei dem Fußballspiel hatte sie die Zahl seiner Leute fest-
stellen können — es waren fast zwanzig.
Und jetzt?
Wer konnte sagen, was für Menschen an Bord der Jacht
waren — und sie kamen ahnungslos herauf, erwarteten ein Ver-
gnügen, eine Sensation; vielleicht, ja, fast sicher waren Frauen
dabei. Sie durften nicht in Gefahr kommen.
Warum sollte sie aber auch?
Sie lächelte.
Sie hatte wieder einmal eine Idee.
*
Robby hatte das Ufer erreicht.
Von der Jacht stießen gerade zwei Boote ab, jedes von zwei
Matrosen gerudert und jedes gefüllt mit einem Dutzend eleganter,
lachender, schwatzender Menschen.
Robby schwankte zwischen der Freude, endlich in diesem ver-
fluchten Land ein paar Europäer zu treffen — und dem Gefühl
absoluter Unsicherheit.
Würden die Leute die ,, Einladung" annehmen?
Und wenn sie sie annahmen — würde der Pascha die Tore
öffnen lassen?
Es war schließlich nicht gut denkbar, daß diese Damen und
Herren wie er über den Ahorn da hinten und über die Mauer
und die Hühnerställe einsteigen würden —
Fast gleichzeitig stießen die Boote an Land.
„Hallo!" schrien die Insassen im Chor. ,,Hcre we are —
Sind Sic der Führer? Ist das da oben die neue Sache? Dear
me, das sieht aus wie eine Festung. Wie alt ist das Haus?
Gibt es eine Bar? Gibt es eine Tanzdiele? Sind vor uns schon
Leute angekommen? Was spielt man bei euch? Bac? Roulette?
Ecartc?"
Robby, umtost von den amerikanischen und englischen Quelsch-
tönen, ließ die Fragen wie belaubt auf sich einprasseln.
Völlig hilflos klammerte er sich an das, was ihm Dorrit auf-
getragen halte.
Er machte eine leichte Verbeugung, murmelte seinen Namen.
„Ladies and gentlemen — man erwartet Sie mit Vergnügen —
CS ist mir eine besondere Ehre, Sie heraufzuführen — Sie werden
den Besuch sicherlich nicht bereuen."
Worauf ein großer, dicker Herr in tadellosem, blendend weißem
Scglcranzug three checrs auf die famose alte Räuberhöhle da
oben ausbrachte, so daß Robby ihn verblüfft ob dieses geradezu
fabelhaften Ahnungsvermögens anstarrte.
Die ganze Gesellschaft stimmte ein und machte sich dann be-
geistert daran, hinter Robby den Felsenpfad zum Hause des
Paschas hinaufzusteigen.
Alle waren in prachtvoller Stimmung, fanden den Weg roman-
tisch, das Schloß, von dem nur ein paar Linien durch die
dichten Palmengruppen schimmerten, ,, pittoresk" und ,,awfully
nice", und der Besitzer der Jacht, Mr, Stuart Bopkinson, strich
sich mit zufriedenem Lächeln seinen Menjou-Schnurrbart.
Es war doch mal eine Abwechslung nach zehn Tagen Kreuz-
fahrt durch diesen blitzblauen Teich, den sie Mittelmcer nannten.
Dorrit sah sie heraufsteigen.
Sie stürzte zum Zimmer Schükri-Paschas, der seinen Kef hielt.
Es war ganz ausgezeichnet, daß er seinen Kef hielt.
Sie fegte an dem sudanesischen Diener, der sie nicht zurück-
zuhalten wagte, mitten in den Schlaf seiner Exzellenz hinein.
Schükri-Pascha schlief den Schlaf des gerechten Wucherers.
Er röchelte ein bißchen, und sein borstiger, weißgrauer Schnurr-
bart stach im Schnarchen auf und nieder.
Seine bräunlich gefleckten Hände mit den dicken, übermäßig
beringten Fingern zuckten, als wollten sie etwas festhalten.
Dorrit überwand lebhaften Widerwillen und schlich an ihm
vorbei zum Fenster, das sie aufriß,
Sie schrie in den Hof:
„Habib!"
Der Neger am Tor erschien.
Das Mädchen, das aus dem Schlafzimmer des Paschas sah,
rief herunter,
,, Schließ den Gästen die Tore auf, Habib!"
Habib, der Neger, grinste ein bißchen.
Er riß die Tore auf.
Die Kleider der Damen schimmerten bereits bunt zwischen den
Stämmen des Palmenwäldchcns. Jetzt ging Dorrit auf Zehen-
spitzen hinaus. Der Pascha drehte sich, noch immer schlafend,
auf die andere Seite. Vor dem Zimmer wandte sich Dorrit an
den Diener: ,, Melde mich Seiner Exzellenz, Ali."
Der Sudanese machte ein geradezu idiotisches Gesicht. Erst
ging sie hinein, dann kam sie heraus und wollte sich melden
lassen.
Aber er gehorchte.
Der Pascha war es schon fast gewohnt, im Kef gestört zu
werden.
Er kam kaum eine Minute später und brachte es sogar fertig,
zu lächeln.
Sie stürzte auf ihn zu.
,,Ich bin so froh, Exzellenz — soeben sind ein paar sehr liebe
Freunde von mir eingetroffen — sie sind schon unten im Vor-
raum und freuen sich so darauf, Sie zu begrüßen. Bitte, kommen
Sie doch gleich mit nach unten — ! Ich habe meinen Freunden
bereits so viel von Ihrer herrlichen Gastfreundschaft erzählt — "
Sie hatte ihn schon die halbe Treppe hinunter, als sich der
Inhalt ihrer Worte in dem erst langsam wieder in Gang kom-
menden Gehirn des noch halb Schlafenden niederschlug. Er be-
griff zwar noch nicht, aber er hatte die ersten unbehaglichen
Gefühle.
Und da war es auch schon zu spät.
Die ganze Gesellschaft platzte in den Vorraum. Der Pascha
sah sich von zwei Dutzend Damen und Herren umringt, und das
europäische Begrüßungszeremoniell nahm ihn voll in Anspruch.
Dorrit ließ ihn auch gar nicht mehr dazu kommen, an irgend-
welche Abwehrmaßregeln zu denken. Sie fischte geschickt die
Französisch Sprechenden heraus und schob ihnen den Pascha als
mundgerechten Bissen zu.
Madame Ciaire de Vatel, Mrs. Joan Georgina Crawford und
Miß Joy Pringle überschütteten den Verwirrten mit hundert
Fragen, die alle zu beantworten er zwei bis drei Stunden ge-
braucht hätte.
Dorrit sah ihn gut aufgehoben und fuhr wie ein Blitz unter die
verstörte Dienerschaft.
Weinvorräte aus dem Raritätcnkabinelt — ein Fäßchen uralten
Malvasier und fünfzig Flaschen Irroy 1911 — wanderten nach
unten.
Ali, Hussein und Mulei wuschen Gläser.
Achmed und Masud brachten Tablette mit Maiskuchen.
Mit dem Temperament eines halben Dutzends von Kobolden
heizte Dorrit die braven Leute durcheinander, wirbelte sie mit
Likören und Zigaretten unter die umherstehenden Jachtleute,
unter denen sich bereits zwanglose Gruppen zu bilden begannen.
Niemand findet sich schneller in ungewöhnliche Situationen als
der Angelsachse. Fortselzung folgt
FRAGEN
die uns errei'chtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,,F i 1 m -M a g a z i n". Berlin SW 68, Zimmerstraße 35 — 41,
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme IJricfc worden nicht bi',Tnt\vortct. Bei Slanii-
^kriiit.inKeU'Kenliciten Ijitten wir folgendes zu bcjichten: Jeder Anfrage ist
Kückporto lieiziifiigen. .lede Einsendung eines Manuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im VnifanKO von !'-.■! S(lueibniascliiiieiis<Mten
sin<l zur EinsendunR an die Eilnündustrie, Kegissenre usw. geeignet. Für
Verlust der einges.uulten Manuskrijite kann keine Verantwortung iiber-
nommen werden, .'ilso soll der Verfasser nur Durclisehläge senden. M)n
handgesehriebeneu Sendungen (lescrlieli) eine Abselirift zuriickbeli.ilten.
die Künstlerin am
.S t u d. i n g. F ritz K., Berlin: Sie erreichen
besten durch die Aafa, Berlin ISW i«, FriedriclistraUe
Eva U... S e li (> n e li 0 r K :
Wir empfehlen, Ihre Bilder so-
fort an die matigebenden Stel-
len, n.imlich au die F^ilmgesell-
sch.iflen. zu senden. Wir gehen
lliuen hiermit einige .Adressen:
Ufa. Berlin SW fiw, Koehstr. 6-8.
Hegew.ald. Berlin SW ts. Fried-
riclistraUe i'.'.P. Eiehberg - Film.
Berlin SW l.s. Friedrichstr. 171,
Hom-Film, B.-rlin SW 48, Jried-
ricbstralie 2-.'>.
K a m o n N' o v a r r o - V c r -
e li r e r I n : Ranion Xovarro
gibt Autogramme und ist durch
die Melro-t;old\v\ n-Mayer-Studios,
Culver-Cily. Kalifornien, F. S.A.,
zu erreichen.
F^ i I ni ni a r I e n e : Rin-Tin-
Tin ist ein deutscher Scliiifer-
hund. Er gcdiiirt der Warner
Brothers, deren ..St.ir" er ist. —
Tom Mix ist durch die Fox-Stu-
dios. 1101, AVolcrn .Vveniie, Hol-
lywood, Kalifornien. l'.S.A., zu
erreichen. Sie können Deutseh
lin ihn schreiben. — Wilhelm
Dieterle dreht zur Zeit in ilitten-
w,ild (Tirol) den Film ..I>as
Schweigen im Walde". .Seine
Berliner Adr<'sse ist ANilmersdorf,
.lenaer Straße H.
A ni a I i e R.. I. a u t e r .s -
h e i m : Am besten, Sie senden
Ihr .M.'inuskripl an die dr.imatur-
gischen .Miteilungen der F'ilm-
gcsi'llsch.iften. z. B. an die Uta,
Berlin SW (IS. Kochstr.ißc 6-8,
Terr.i, Berlin S\V (i.s. Koehstr. 73,
DeiKsclie Uni\ crs.il, Berlin W 8.
.M.iuerstraße 8l'. Nation:il, Berlin
SW 18, Fric(lrich>tr:iL!e 10, Deut-
sches ].iclilspiel-Syn(lik:it. Berlin
SW 18, FricdrichsIr.iUe 2i'.'>. .\;ifa.
Berlin SW 18, Friedrichstr. 22:5.
F i 1 m f r e u n d i n II e r t h :i .
(' (i p e n i c k : Anu.a .\I;iy Wong
ist durch die Eichbcrg-Film.
Berlin SW48, FriedriclistraUe 171,
('■ret.i (i:irbo durch die Metro-
(iold\\yn-M;iyer-S| 11(1 ins. Culver-
Cily. Kalifornien. U..S..\., zu er-
reichen. Beide geben .Viitii-
gnimine. Beide sind unverheira-
tet. Die niuhstcii Ann.a M;iy
Wong - Filnii' sind: ..Symphonie
der l.H'lie" und ,.Dcr Weg der
Scli:iiidi>'. (Jret.i llarlio arbeitet
nugeiihlicklich an ,,Eifersuchf.
Fertiggestellt sind: „Wilde Or-
chideen" und „A wornaii of ;if-
f:iirs",
Z « e i Dieterle- \' e r e h r e r i n n e n
teile gcr.'ide Katzen liebt, wissen wir nicht,
nehmen wir es .'in. .Sein Film ..Ich lebe für
im Berliner Uf:i-I',ivillon nr.-iufgefiihrt worden
ri's Wissens Zutritt. Ihr Bildwunsch ist
Dieterle einm.al nach dort kommt. — l.ien
tig. — Wilhelm Dieterle treibt viel Sport.
Sie ihn geschäl/t li.ilx'ii.
V e r a .s c h m i t t e r 1 ö w — .1 e ii n y .7 il g o - V e r e b r e r W i I -
li e 1 m K., B e r I i n - L i e h t e n b e r g : Vera Sclimillerliiw wohin
Berlin-Il.ileiisee. Xestorstr.iUe 1. und wurde ;im Ifl. .luli geboren. .lenny
.Ingo h.at am II. .Iiiiii (Jebiirtstag iiml wohnt Berlin W. Kaiserd:imm 2!».
Beide geben .\iitogramnie. Das ,\lter der Filmstars geben wir grund-
sätzlich nicht bek.'innt.
B. F., II ,1 gen: Wenn Sie erst im .lalire 1»,12 zum F'ilm gehen wol-
len, d.'iiin h.ihen Sie j.i noch reichlich Zeit, sieh die Sache genau zu über-
legen. Wie Sie wohl liebiirt und gelesen haben werden, ist es .•iiißei-
ordentlich schwer, als Filiii-ili.iiispieler v(mw .■irtszukommen. Um vor Eiit-
tiiiischiingen zu bew.ihren. r;ilcii wir d.ilii'r jedem l,;iii'ii von dieser L.-iuf-
b;ihn .-ib. A\enii Sie trotzdem ;ui die Filmgesellscli.-iflen schreiben wol-
len, so wenden Sie sich vielleicht einm.il .'in die If.i. Berlin SW 68. Koih-
straße 6-8. X,itioii:il. Berlin SW 48, Friedrichstraße Ul. Terr.i. Berlin
SW 68. Koehstraße 711. Deutsehe Fiii%ersal. Berlin W ». M.iiier.straßc 82.
Aiifa, Berlin S\V iS. F'riedrielistr.aße 22.1.
OFEN
a u
Da
F.: Ob AVilhelm Die-
: .liier Tierfreund ist,
dich" ist ,'1111 :i, .September
eil. .lugendliche li.iben uiise-
vorgemerkt. Miiglich. d:iß
Deyers, nicht Dyers. ist ricli-
Er ist ungefähr so alt, wie
I> o t t i e D., Bremen : In dem Sveusk:i-Filin ,,Die Verführerin''
spielten neben I.issy Ariia Carl Brisson, Erwin Adolphson und Anna
I.ind.'ihl die Ilaiiptrolleii.
.\l ä d i ('.. XI u n c li e n : Wagen Sie es nur, Xl.irtin Herzberg um
ein .\utogramm zu bitten. Der Künstler wird Ihnen bestimmt Ihren
Wiinseli erfüllen. Bildkartr'ii erli.ilteii .Sie durch die ..llliisirierte Film-
woche". Berlin SAV 68, Koehstraße 6-8 (Stück 0,lj -M.). Senden Sie Herz-
berg ein IMioto ein und fügen Sie adressiertes, frankiertes liückkiivert
bei, Ihre (irülle sind bestellt worden. .la, wir finden ihn auch im Eebeii
iinbesclireiblich nett. — Rin-Tin-Tin lebt nicht in Deutschland, sondern
in Amerika. Nene Filme mit dem Hunde-St.ir sind in Arbeit. Sie wer-
di'ii Ihren Liebling also in kurzer Zeit wieder hewuiidern kiinnen.
fS c h w ä r m e r 1 i s 1 G. B.,
A I t 0 n a : Elisabeth Bergner
ist nnverlobt und unverheiratet.
Im Herbst ist die Kiinstlerin wie-
der in Berlin und wird aller
Wahrscheinlichkeit n.ich im Win-
ter hier ;iuf der Siirechbühne er-
scheinen. Ein neuer Elisabeth
Bergiier-F'ilm ist noch nicht an-
gekündigt.
V a u 1 N., K .1 111 e n z : F'ranz
I.ederer kam über die Sprech-
biiline zum Film. Er li:it schw.ir-
zes Haar. Ist im I,ebeii genau
so nett und liebenswürdig, wie
in seinen I'ünieii.
Ein C... Berlin: Die Mi-
stingiiett ist unter Casino de Pa-
ris, P.'iris, zu erreichen. Franz
Baumann wohnt Berlin XW 6,
Karlstraße 16. Lena Xl.ilena ist
durch die Länder-Film. Berlin
X'W 7, DorotheenstraDe 4, Irene
Rieh durch die Wiirncr Brothers,
.')842. Siinsct Boulevard, Holly-
wood, Kai.. U.S..\.. zu erreichen.
Lupe Velez und Rudolf Scliild-
kraiit wohnen in Beverly-Hills,
K.ilifornien. U.S..\., Renee Hi^-
ribel li;it ihre Wohnung in Pa-
ris 17, 9 Rue Verniguet.
Iwan P e t r o V i c h - V e r -
e h r e r i n , .M a i n z : Iwan
Petrovich hat die .\ufn.'ilimen zu
dem (;reeiibauiii-l''ilni ..Der (iiinst-
ling von .Schünbrunn " kürzlich
beendet. Der Criindzug seines
Wesens ist ernst. Ungefähr so
alt, wie Sie gesehätzt haben.
Vielleicht erinnern Sie ihn einmal
an das fällige .\ii(ogr:inim.
Regina B.. B e r n a ii : ,,Die
Spielerin" ist ein Sok.il-Film der
National. aus der Produktion
1(127. Die Hauptrollen spielten
H.'irry LIedtke. .VgncN Esterh.izy.
.T;ick Tievor und Deiie Slorel. —
Möglichi'rweise erhalten Sie d.'is
liewünsehte durch den Verlag
..llliisirierte Filmwoche". Berlin
SW 68, Koehstraße 6-8,
E d m. B.. H a in bürg 2 ..Ro-
seiimont;ig" ist ein Rinlolf Mei-
nerf-F'ilm. Er wurde vor mehre-
ren .laliri'n liergesti^Ul. Die ILiupt-
rolleii spielten Helga Thomas und
Cerd Briese.
Ernst AV.. A h 1 t e n fHann.):
-Am besten. Sie wenden sich ein-
mal an die ,, Illustrierte Film-
wiiche", Berlin SA\' 68, Koeh-
straße 6-8.
H e i d e r o s e und L i n d e n w i r t i n : F'rcd Louis Lercli w olint
Berlin AA', Regensburger Straöe 14, und ist nicht mit Orete Reinwald ver-
heiratet. Sein neuester Film ist ..Spiel um den Alanii" mit Li.'ine H.iid
in der weiblichen H.iiiptrolle. Sie haben recht. tJrit ll.'iid ist Liaiics
Schwester. l.i.ine 'Il.iid wurde fiir den neuen Ufa-Tonfilm der .loe Al.iy-
Produktion ..Dit uiisterblicbe Lump " verpflichtet. ■ — tiritt.i Ley wohnt
Berlin AV. Düsseldorfer Str.iße 42. Ihre bekanntesten I'"iline sind: ..Der
größte (i.'iuner des .Tahrhiinderts ", ...Alpenglühen und Edelwoiß ". ..Herbst-
zeit am Rhein". Ihr neuester Film heißt ..Wenn du noch eine Heimat
hast ". — Renate Müller wohnt Berlin-AVilniersdorf. Dü-seldorfer Str. .'il.
Ihr neuester F^ilm ist ..Revolte im F>zieliungsliaus''. A'orher s|iielte sie
in ..Peter, der M;itrose" und ..Drei machen ihr Glück"' (Teure Heimat).
Lilli.'in Ellis ist durch die Hegew.ild. Berlin SAV 48. Friedrielistraße 25(1,
zu erreichen. .Sie debütierte in ..Heut" spielt der .Strauß '. spielte dann in
..l.eiitii.int Ihrer M.ijestäf und .'irbeitet augenblicklich an dem Film ..Im
I'niter blühn wieder die Bäume". Unseres AVissens ist die Künstlerin
li ilig. — Rolf von tioth wobiit Berlin SAV 11. H.illesches Ufer '25. liei
Künstlerin ist mit dem gen.'innten Künstler verheiratet. —
soll mit einer Xichte des Ozeanfliegers l.indbergh ver-
PROTOS
fiir Zusatzheizung
SIEMENS-SCHUCKERT-ERZEUONIS
F.'cber.
11.1 rry
mahlt
F 1
träger
— Die
Franck
sein,
a II B..
werden.
II a m II II r g : D;iß die H:iinbtirger bei uns nicht Preis-
ist Pi'ch, d:is uns übrigens noch gar nicht aufgefallen ist.
Jedenfalls sind wieder iinzähligi' richtige Liisiingen eingegangen, daß d.as
Los entscheiden mußte.
Toni, Harry Liedtke-Vcrchrerin: Harry Liedtke
wohnt Berlin-Grunewald, BIsinarckallcc 16, und gibt Autogramme. Ja-
wohl, er ist noch immer mit Christa Tordy glücklich verheiratet. —
Maria l'audler stammt aus Tetschcn-Bodcnbach und hat am i'U. Juni
Geburt.slag. Sie ist geschieden. Ihr neuester Film heißt „Die fidele
Herreniiarlie''. Livio Pavanelli hat seine Wohnung in Berlin-Wilniois-
dorf, Havcnsberger Straße 5. Er wurde am 8. September in Bologna
geboren.
G r e t c h e n A., Berlin : Charles Rogers ist durch die l'ara-
mount-Studlos, 54;')!, Marathon-.Street, Hollywood, Kalifornien, U.S..V., zu
erreichen. Kr stammt aus Olathe in Kansas, ist unvcrlieiralet und gibt
Autogramme. Als Soliii eines Kedakteurs sollte rh.irles auch die Jour-
nalistenlaufbahn einschlagen. Er ging aber zum Film.
H a r V e y - F r i t s c h - F r e u n d e aus Aachen: Lilian Harvey
ist mit Willy Fritsch befrouiulet, aber nicht verlobt. Beide geben Auto-
gramme und sind große Naturfreunde. Fritsch wurde in K.ittowilz,
I-ilian Ilarvcy in London geboren. — Gerda Manrus ist von Fritz Lang
für den Film entdeckt worden. Sie debütierte in ,, Spione".
Susi N., Köln: John (ülberts ständige Adresse ist: Metro-Gold-
wyii-M;iyer-Stuili()s, Ciilvcr-City, Kalifornien, U. S. A. Gilbert befindet
sich angenblicklich mit seiner t'.altiii Ina Claire in Paris und wird w;ihr-
scheinlich .•uicli nach Deutschland kouimen. — Grefe Mosheini ist auch
selir viel an der Siirechbiihne tätig. Sic gibt Autogramme und wohnt
Berlin W, Pariser Straße 27.
F i 1 m f r e u n d Werner a u s H :i n n o v e r : Wir empfehlen,
sich unmittelb:ir an die Filmgesellschaflen zu wenden. Einige Adressen:
Hegewald, Berlin .*<W J8, Friedrichstr.iße 2:>(i. Aafa. Berlin S\V 48, Fried-
richsIralJe l'l'H, DcMtsclie Vnivers.-il, Berlin \V 8, .Mauerstraße 82, Deutsches
Lichlspiel-Svndik.it, Berlin SW 48. Friedrichstraße 225.
F.. IL. X e II k o I 1 n : Renate -Müller wohnt Berlin-Wilmersdorf,
Kiisselilnrfer Straße .t1, und ist ledig. — Clar;i Bow ist durch die Para-
mount-.Studios. .'>4.t1, Marathon-Street, Hollywood, Kalifornien, IT.S..\.. er-
reichb:ir. — Ilse .Stobrawa hat ihre Wohnung in Berlin W^ Aschaffen-
liurger Straße 6.
-A 1 b i n S p., Berlin: Emil Jannings und Igo Sym sind durch
die Ufa, Berlin SW B8, Koehstraße 6-8. erreichbar. K.äthe Dorsch wohnt
Berlin-!, ichterfelde. Drakeslraße 81, Harry Piel Berlin - Cliarlottenburg,
Kaiserdamm "7, Agnes Esterhazy Berlin-Westend. Kaiserdamm 10. — Von
Alexander d'Arcy haben wir in Deutschland bis jetzt nur ..Die Regimenls-
tochler" und ,.Eva im Paradies" gesehen. Sein nächster Film ist ..Der
Held von Sevilla". D'Arcy ist durch die Elstree-Sludios, Hersfordsliire,
England, zu erreichen. Sybil Morel ist nicht mit dem verstorbenen Dene
Morel verwandt.
F i 1 m f r e u n d i n Gerda aus Leipzig: Lien Deyers hat
einen blonden Bubikopf und blaue Augen. Sie gibt Autogramme. Die
Hauptdarsteller in dem Defina-Film ..Die Heilige und ihr Narr" (neben
Lien Deyers und Dieterlc) waren Gina >L'infs, Felix P. .Soler. H.inni
Reinwald und die kleine Lnni Nest. Die .\ußenaiifn.ihmen wurden in
Italien gedreht, die Innen.iiifn.'ihmen f.inden im Efa-.\telier. Berlin-
Halensee, statt. Eine ausführliche Beschreibung mit D.irsteller-Verzeich-
nis erhalten Sie durch den ..Hlustrierten Filmkurier", Berlin W 9, Kölhe-
ner Straße .')7. Lien Deyers ist noch sehr jung, wurde vor zirka l\'i
J.'iliren von Fritz Lang für den Film entdeckt und debütierte in
..Spione". Die Künstlerin wohnt nicht mit ihren Eltern zusammen, da
di<'sp in Amsterdam leben. In ..Ich lebe für dich!" ist Wilhelm Dieterlc
wieder ihr Partner. Ueber ihre beiden anderen Filme ist noch nichts
Näheres bekannt. Man hat erst mit den Vorarbeiten begonnen. ..Ich
lebe für dich!" ist, wie Sie wissen werden, inzwischen lierausgckomiiien.
— Die betreffende Rolle in „Ben Hur" wurde von M;iy Mc. .\voy
dargestellt.
I w n n P e f r o v i e h - V e r e h r e r i n , Berlin: Wir werden
Iwan Petrovicli an das fällige .\iitogramm erinnern, emiifehlen aber, es
n.icli einiger Zeit liclier selbst nocli einmal zu tun. — Harry Liedtke
wohnt Ber'in-Grunewald, Bismarckallee Ifi. Sein neuester Film ist ..Der
schwarze Domino". — Warwick AVard lebt und filmt zum grüßten Teil
in Eiigl.nid. .Xugenbllcklich weilt er zu Aiinen:uifn;ilimen des Pnl.i Negri-
C/iniier-Films ..Die Str.-iße der verlorenen .Seelen" in Frankreich.
H e d w i g G.. Berlin: Tum Mix ist durch die Fox-Studios, 1401,
AVestern Avenue. Hollywood. K.ilifornien. F. S.A.. zu erreichen. Von einer
Scheidung des Künstlers ist nichts bekannt. Sein neuester Film heißt
,,Das Prärie-Hotel".
W. D.. W e s e r m ii n d e : Maly Delsehaft und Mary Kid wurden
in JI;iitibiirg gehören: Laura l:i Plante ist unseres AVissens .Vmerikanerin.
.Malcolm Tndd Engländer. — Der neueste Film mit Fred Diiderlein ist
..N.-ichtloknl". — Ernst .St.ihl-Nachbaiir spielte ii. a. in folgenden Filmen:
..Skandal in Baden-Baden". ..Kolonne X". ..Mutterliebe".
Ilse B., Z ii 1 1 i c h a u : AA'ladimir (iaidarow wohnt Berlin-IL-iIensee.
.To.ichiin-Friedrich-Slraße .5.1, wurde am 28. .Tuli in Polt.iwa (Rußland) ge-
boren und ist mit der russischen Schauspielerin Olga Gzowskaja verhei-
r.itet. G.-iidarow ist groß, hat schwarzes Haar und braune -Augen. Er
ist der Si)hn eines (Jutsbesitzers. studierte Philosophie, ging dann zur
Sprechliühne ans Afoskaner Künsllertheater und später zum Film. Seine
bekanntesten Filme sind: ..Die Gezeichneten", ..Der brennende Acker",
..Tragiidic der Lielie". ..Der Raub der Helena", ..Die Flucht in den
Zirkus". ,,Die weiße Sklavin". ..Die Dame mit der Maske". ..Alpen-
tragödie". ..Fraiienraiib in Marokko". — Bitten Sie ihn ruhig um ein
-Aiitngramm. Er ist sehr liebenswürdig. Bildkarteii von G;iiilarow
erli.illen Sie in jedem uroßen Papier<resehäft oder durch die ..llliisirierte
Filiiiwoclie". Berlin SAA' 68. Koehstraße 6-8. — Die nächsten Filme mit
AVilhelm Dielerle heißen: ..Ich lebe für dich!" und „Das Schweigen im
AValde". Dieti'rle h;it am l.'>. Juli Geburtstag.
Gerhard Seh.. P 1 a t t e n t a I , Erzgebirge: Der neueste
Harry Piel-Filin ..Sein beslcr Freund" wird zur Zeil in und um Berlin
gedreht. — Der Titel des nächsten Luci;iiio Albertini-Films steht noch
nicht fest. — Harry Hill (A':ily .Arnheim) spielt eine Rolle In dem neuen
Ifichard Osw;ild-Filin ..Der Hund von B.askerville". — Fred Thomsen ist
leider nicht mehr unter den Lebenden. Er starb am 24. Dezember 1928
an den Folgen einer Gallensteinoper.-itinn.
Jules H.. Ölte n (S c h w e i /): Meli Lyon ist dureli die Fir.st Na-
tional. Burlmnk-Hollywood,' Kalifornien. U.S.A.. zu erreichen. - Am
besten. Sie wenden sieh gleich an die Filmgesellschaften. AVir vermitteln
keine Filmengagements.
R. G. M. O.: ihre guten AVünsclie h:iben wir Madv Christians aus-
gerichtet. Dir Bildwunsch ist vorgemerkt. — Wir enipfelilen. sich das
Kiich .,AVir vom Film" anzuschaffen. - Ob Filmstars in die genannten
Sl:idle kommen, wissen wir leider nicht. Aber es ist nicht .-lusgeselilos-
seii, daß sie es tun.
Jack T r e V o r - V e r e h r e r i n . München: Jack Trevor
wdhnt Berlin AV. Bendlerslraße fl. und wurde am 14. Dezember in London
gelioren. Er war früher englischer Kav:illerieoffizier. d.inu Filmslatist
111 London und den I'.S.A. und kam endlieh nach Deiil>;chl.ind wo er
rasch b.-kanul wurde. Trevor spielte ii, a. in ..Der Katzen^^teg" Die
•Saiidgräfin". ..Aloderne Piriileii", ..Die Dame und ihr Chauffeur",
..N.i(litg<'st.illen". ..Champ.igner". ..Abwege". ..Rai-piitins Liebes.itien-
leuer", ..Die weißen Rosen von R.iveiisberg". Sein neuester Film heißt
..M«'ine .Schwester und ich" mit Nfady Christians in der weiblichen Haupt-
rolle. Trevor ist ein großer Sporlsfrenud. gilif .Autogramme, hat zwei
Kinder und ist auch im Lehen sehr sympathisch.
Filmfreundin H. H., Goslar: Walter GrUters wohnt Mün-
chen, Martiusstraße 4, erblickte am 15. April in Frankfurt/Maiii das Licht
der AVeit, kam vor einem Jahr durch den Regisseur Karl Grüne zum Film
und ist seit dem 1. April bei der Emclka fest engagiert. Er spielte bis
jetzt in„AVenn der weiße Flieder wieder blüht", ,, Bruder Bernhard"
(Titelrolle), ,, Links der Jsar, rechts der Spree' und ,,Der Wildschütz".
Grüters ist ledig und gibt Autogramme.
Erika M., Berlin: Domenico Gambino wohnt Berlin AV, Düssel-
dorfer Straße 32. .Sein nächster Film heißt ,,Ieh hab mein Herz im
Autobus verloren". Die weibliche Hauptrolle spielt Truus van Aalten. —
ULirry Picl ist mit Dary Holm verheiraiet. Er dreht augenblicklich
„Sein bester Freund". — Douglas Fairbauks hat seine Besitzung in Be-
verly-Hills, Hollywood. Kalifornien, U.S.A.
Claire R o m m e r - A" e r e h r e r i n , B e r 1 i n - AV e s t e u d :
Claire Rommer hat ihre AVohnung in Berlin-Schöneberg. Innsbrucker
Straße 18. Ja, sie kommt von der Sprechbiihne zum Film. Ihr Geburt."»-
tag ist am 7. Dezember. Sie ist mit Xichtschansiileler verheiratet und
gibt Autogramme.
45012, P. F.: Am besten, Sie senden Ihr Filmmanuskript in Form
eines Exiiost'^s (2—."! Schreibmaschinenseiten) an die dramaturgischen -Ab-
teilungen der Filmgesellschaften. AVir geben Ihnen folgende Adressen:
Ff.i, Berlin SAV 68, Kochstraße 6-8, Nation.il, Berlin SW 48. Friedrieh-
straße 10, Terra, Berlin SW 68, Koehstraße 7.t, Aafa, Berlin SAV 48 Fried-
riclistraße 223.
G r e t a G a r b o - S c h wärmer, Berlin: Greta Garbos richtiger
N.-ime ist Greta (instavson. Die Künstlerin erblickte in Göteborg (Schwe-
den) das Licht der AVeit. Sie ist ledig. Nein, sie war nie mit John
Gilbert verheiratet.
Carola M., F r a n k f ii r t - M a i n : Iwan Petrovicli wurde in
Budapest geboren. ist aber jetzt serbischer Staatsangehörigkeit. Sein
nächster Film ist ..Der Günstling von Schönbriinn ". I'elrovich wohnt
Berlin - Schmargendorf, Forkenbeckstraße 56a. Sein Geburtstag ist am
lil. Dezember.
K i I 1 .'1 K 0 w a 1 - S a m b o r s k i - A' e r e h r e r i n , Mainz:
AValter Rilla und Iwan Kowal-S.imborski filmen fleißig. Rilla wurde
am 22. .August in Ncunkirclien. Kowal-S.iniborski am 20. November in
Charkow (Rußland) geboren. Beide Künstler geben Autogramme.
Rudolf T., B e u t h e n : Senden Sie uns, bitte, das Porto, damit
wir Hiren Brief .an den Regisseur weiterleiten können.
K ä t h e T., B e r 1 i n : Iwan Petrovicli wohnt Berlin-Schmargendorf.
Forkenbeckstraße 56a. Er gibt -Autogramme.
D. Z., S ii d e n d e : ,, Submarine" wir! deshalb auch als stummer
Film gezeigt, weil die betreffenden Theater, die ihn in dieser Fassung
zeigen, noch keine eigene Toufilm-Apparalur besitzen. — AVir glauben
sicher, d.iß Sie von dem Nibelungen-Film noch einen ..Illustrierten Filni-
kurier" erhalten. Den Gisellier spielte Erwin Biswanger. — AVarner Baxter
spielt bei Fox-Film. 1901. AVestern Avenue. Hollvwood, Kai.. U.S.A Der
Künstler filmt fleißig. Ebenso Marceline Day. ..Ben Hur" ist vor zirka
drei Jahren in Berlin l.-inge gel/iiifen. Die Lygia in ,,Quo A'.idis" spielte
Lillian Hall-Davis, Nero wurde von Emil J;iniiings verkörpert. Ein neuer
Eli.sabeth Bergner-Film ist noch nicht angekündigt. ..Erich der Große •
mit Conrad Veidt ist noch nicht uraufgeführt worden. H.inna Ralph
spielte u. a. die Eriinhild in den ..Nibeluiigen" und die weibliche Haupt-
rolle in dem Gunnar Tolnaes-Kilin ..Das verlorene (Jliick". Ihr nächsler
Film ist ,,St. Heleiii ■ loii AV( rncr Kr.iuß als Napoleon. Maro-arete
Schön, die kür/lich .ine Hauptrolle in dem Film ..Die von der Scholle
sind" spielte, arbeitet augcnl)lickli<li an den ..Halbwüchsigen" Der
neueste Film mit Paul Richter heißt ..Die Fr.ui im Talar".
III .-1 n n i D.. B e r 1 i n : Käthe Dorsch ist von Harrv Liedtke ge-
schieden. Licdtkes dritte Gattin ist Clirisia Tordv. Die neiicslen Liedtke-
Filme führen die vorläufigen Titel: ..t;oli;..ili.i seines Herzens" (Aafa) und
..Vater und Sohn" (D. L. S.). — Grete -Alosheim ist mit Oskar Homolka
verheiratet. Beide sind hauptsächlich bei der Spreclibühne tätig —
Maria Paudlers nächster Film heißt ,,Die fidele Herrenpartie- Ihr
Partner ist AValter Rilla. — Carl Laemmle ist nicht mehr in Berlin.
Douglas F a i r b a n k s - M i 1 t 0 n S i 1 1 s - F r e ii n d e : AVanii
lairbanks und Sills einmal Europa besuchen, wissen wir leider nicht
Douglas Fairbanks war ja mit -Alary Pickford bekanntlich schon mehr-
mals in Deutschland. Es stimmt wirklich, Douglas Fairbanks hat schon
einen erwachsenen Sohn, der verheiratet ist, und zw.ir mit der amerika-
nischen Filmdiva Joan Crawford.
F i I m f r e u n d i n aus Bochum: Hella Moja hat braune Augen
und dunkles Haar. Sie ist mit dem Filmregisseur Heinz Paul vcrheir.itet.
Die Künstlerin spielte u. a. in ,. Figaros Hochzeit", „Die AVareiihausiirin-
zessin", ,.U 9, AVeddigen".
E 11 y - O r c h i d e a . -AI ii n c h e n : Die Hauptrollen in dem Pabst-
Film .,I)!is Tagebuch einer A'erlorenen" spielen Louise Brooks, Lucio
Höflich und .Arnold Korff. — Daisy d'Ora spielt eine Rolle in dein Film
..Die Halbwüchsigen '. — Die nächsten -Ann:i Mav AVong-Eichberg-Filme
heißen ..Symphonie der Liebe" und ..Der AVeg der Schande". — Franz
Lederer arbeitet in Prag an dem -Alerkur-Film ..G.ilgentoni". Seine Part-
nerin ist Ita Rina. Die -Aufnahmen zu dem A'andal-Filni der Ufa ..ALaman
Colibri" hat er schon beendet.
Fi Im freund Hans Joachim A. aus Forst: Ilse Sto-
biaw.'i wohnt Berlin AA', Aschaffenburger Straße 6. bei Peyser. Sie wurde
.■:m 9. Februar in Köln geboren und ist ledig. Nein, zur Schule geht sie
nicht mehr, obgleich sie noch sehr jung ist. AVieviel Jahre sie zählt,
wissen wir leider selbst nicht, und wir möchten sie auch nicht gern
danach fragen. Ilse Stobiawa siüelte bis jetzt in ..Kampf der Tertia",
..Spuren im Schnee". ..Revolte im Erziehungshaus" und ..Sprengb:igger
10)0". Die beiden letzten Filme sind noch nicht uraufgeführt worTlen.
Die Künstlerin kommt von der Sprechbiihne. AVir glauben, daß sie ihren
richtigen Namen trägt.
Holla. Breslau: Sie li.aben ja f.ist beinahe dichterisches Ta-
lent! Selbstverständlich werden wir R.imon Xov.irro. sob.ild er wieder
einmal inkognito in Berlin erscheint, die ..Bresl.nier Luft vorschl.-igcn".
Da Sie dort eine Nov.irro-Kopie gi'fiinden haben, ist interess.-iul. Gut,
daß der Künstler nichts davon weiß. — Carl Laemmle ist längst wieder
abgereist. Er weilt jetzt in K.irlsbad. — Sie irren, es gibt nicht nur
Dorodiy Arzner .ils wi'ibliclien Resrisseur. AVir li.iben z. B. in Deiifscli-
l.-ind noch Luise Fleck und Olg.n Tschecliow.i. die Regie fiiliren. — Oeti
Garbo war nie mit John Gilbert verheir.ilet. Das w:ireii nur Gerüclilc.
Der Künstler befindet sich noch mit seiner Gattin Ina Claire in P.iri^
und wird in abselib.-irer Zeit auch Berlin besuchen. Er nutzt seinen
Url;inb mit einer Eiirop.ireise ans.
F i I m h o y : Elis.ibelh Bergiier wohnt Berlin-Dahlem, Farad.ivweg
Nr. 15, Grete Mosheim Berlin AV. P.iriser Straße 27, Lili.iu Harvev Berliii-
AA'estend. Ahorn-Allee 16/17. Sie geben .Aiitogr.iinme. Elisabeth' ItergniT
und Lilian Harvey sind ledig. Grete Alosheim ist mit Osk;ir Homolk.i
verheirjitet. Lili.in Il.irvey wurde in Loinlon geboren. Ihre Alutler ist
Engländerin, ihr A'.'iter Deulscher. Die liek.iiintesten Lili;in Illarvey-Filinc
sind; ..Liebe und Tromnetenbl.iseti". ..Prinzessin Trullalla". ..Die keiiscli.-
Susanne". ..Die toll(> I.ol.i". ..Ihr dunUlcr Punkt'. ..Eine N.iiht in I.oii
don". ..Adieu. Mascotte". — Elis;ibelli Bergiier spielte in ..Ev.'ingelimann .
..Nju". ..Liebe'. ..Der Geiger von Florenz". ..Donna Jiiana". ..Fräulein
Else". — Die bek:inntesten Filme von Grete Alosheim sind: ..Die SnorU-
schen Jäger". ..Prim.-iuerliebe", ,. Erwachen des AVeibes". ..Frau Sorge".
..Höhere Töchter". ..Die Rothausgasse". ..Die kleine Sklavin".
f
N O Q A u l:. A U I N G
ein neuer en^lisch-schv/edischer Filmstar
I w n n P fi f r 0 V i c li - V p r c Ii r e r : Iwan Pctrovicli woliut Berlin-
SclininrKeiidorf, Forkcnbeckstraüp ."jßa, wurdo am 31. Dezember in Hiula-
rost KPhoroii, ist aber jetzt serbischer StaatsaiigelioriKkeit. Der Künstler
war früher InEenieur, im Kricfje Hiisarenoffizier, später Operetten-
bonvlvant. Er wurde im .lalire 19l'3 von Micliael Kertcsz für den l'ilm
entdeckt. Pelrdvich ist unverlieiratet und Kiht .\iit(iKr:inime. Er ist auch
im Leben .sympathisdi. Selbstverständlich. Sport treibt er auch, er
rettet, rudert, schwimmt, segelt, boxt, siiielt Golf und Tennis, kurz, .illos,
w;is .Sie von ihm verlangen. Die bekanntesten Kilnic mit Iwan Petrovich
find: ,. Frauenarzt Ttr. .Scliiifer''. ..T)ot l/cutnant Ihrer .Majestät", ,.l)rci
Leidenschaften", ,,(;clieimnisse des Orients", ,,Qu.irlier Latin", „Kürst
oder Clown", ,.l)er Zarewilsch". Sein neuester Film heißt ..Der (Jünst-
lint; von Schonhrnnn".
F i 1 m f r e u n d ans X ü r n h c r K : (,'orinne (iriffith und Dorothy
Mackail sind durch die First Xational-Studios, Burbank-llollywood, K.-ili-
fornien, U.S.A., zu erreichen. Sie Reben beide .Autogramme.
A n n y M.. 1) r e s d e n : AVir haben
eine (;.""'zo .Vnzahl Rroßcr, begabter Film-
sehauspielerinnen. Einzelne hervorheben,
hieüe andere zurücksetzen. AVir kön-
nen Ihnen also diese Frage niclit näher
beantworten. - Fred Louis Lcrihs näch-
ster Film ist ,. Spiel um den ,\I.nin ".
.Seine Partnerin ist Liane llaid. .lack
Trevor h.it kürzlich in Paris gefilmt.
In dem soeben uraufgcrührten Film
..Meine Schwester und ich" si)ielt der,
Künstler ebenfalls eine Hauptrolle. ,\lar-
eella .\lbani arbeitet auneulilicklich au
..Sturmflut der Liebe". Ihre Partner
sind AVerner Fuettercr und l'et("r Voü.
Die kommenden Käthe von X.igy-Filme
heißen ..Der Weg durch die XaclU" und
..Unschuld" (nach der Xovello ,,Die
kleine Veronika). In dem ersten Film
ist Imrc IJ.iday der Partner von Käthe
\o\\ Xagy. in dem zweiten spielt sie mit
H.irry ll'ardt und M.ily Delschaft. Vera
Schmitterlöw kam von der schwedischen
Spreclib\iline zum Film. — ,,l>er weiße
Teufel" ist noch nicht fertiKRestellt. —
Die Hildkarlc ist an die Künstlerin wei-
terKcleitet worden. Evelyn Holt ist
ernst und heiter zuRleich. — Ihre Uild-
wünsche sind vorgemerkt. — \\ir haben
Iwan Petrovich .in das fällige Auto-
gramm erinnert, empfehlen aber, nach
einiger Zeit es selbst noch einmal zu
tun. — Die Titelrolle in ,,I)er fesche
Husar" spielte Ivor Xovello. — Schwiir-
men .Sie nur Harry I^iedtkc an! Christ.i
Tordy wird bestimmt nicht eifersüchtig.
A u t o - H c i n z , K ii 1 n : Unseres
\Vissens existiert dort keine bekannte
Filmgesellseliaft. Möglich, daß kleinere
Firmen ihren Wohnsitz in dieser Stadt
b.-ihcn. die sich mit der Herstellung von
Kultur- und Werbefilmen bei/issen.
H e r t h a v. K.. Stettin: Cunnar
Tolnaes ist nicht mit Karin.i Hell vcrhei-
r.itet. Heide sind ledig. — Helga Tho-
mas wohnt Berlin W, Kufsteiuer Str. 3. —
Die Ufa hat ihre Käume in Merlin SW fi8,
Kochstraße 6-8. — .Vlle Filmslars geben
Autogramme. — .lack Trevor ist Eng-
länder, in London geboren, verheiratet,
bat zwei Kinder und gibt Autogramme.
Helene D. u n d .S i e g 1 i n d S.,
Wilhelm Dicterle und Lieu Deyers nach
nicht. Lien Deyers' Linken sind ,,echt
befreundet. — (üna Mancs ist eine
Pforzheim : Ob und w.inn
dort kommen, wissen wir leider
.Jawohl, sie ist mit Dieterle
große lilunicnfreniidirt. Unseres Wis-
L o r i F., Berlin: Käthe von Nagy wohnt Berlin W, Prager
Straße 4, Brigitte IHelm Berlin-Dahlem, Im Winkel 5, Henny Porten
Herlin-I>ahlem, Parkstraße 74, Betty Bird Berlin-Tempelhof, Manteuffel-
straße 4, Fred Louis Lerch Berlin W, Kegensburger Straße 14, Franz
L( derer Berlin-Friedenau, Fehlerstraße 4, Elisabeth Bergner Berlin-
Dahlem, F.ir:idaywcg 15. — Xils Astlier ist durch die Metro-Goldwyn-
M.iyer-Studios. Cnlver-City, Kalifornien, U.S..\., Billie Dove durch die
First X:ttional-Studios, Burbank- Hollywood, Kai., U.S.-\., Reginald Denny
und L.-iura la Plante durch die Universal-Studios, Universal-City, Kalifor-
nien. l'.S..\., zti erreichen.
Erik :i H., Dresden: Lilian Harvey ist nicht mit Willy Fritsch
verlobt. Der neueste Lilian Harvey-Film heißt „W'enn du einmal dein
Herz verschenkst". AVilly Fritsch hat am 27. Januar Geburtstag. Gustav
Fröhlich ist nicht mit Gerda Maurus verheiratet. Beide sind ledig. —
AVann der Fritz Lang-Film ..Die Frau im Mond" erscheint, steht noch
nicht fest. Aber aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr.
Filinfrcundin Paula undSu-
s i aus dem Rheinland: Lil Da-
govers neue Filme heißen: „Der weiße
Teufel". „Es flüstert die Xacht". „Der
Günstling von Schönbrunn", „Spiele-
reien einer Kaiserin". Die Künstlerin
ist verheiratet und hat eine Tochter. Sie
gibt .Autogramme, hat ihre Villa in Ber-
lin-Westend, Arys - Allee 4, und wurde
am .SO. .September geboren.
G r .a z i a , Alwine L.. Augs-
burg: Die betreffende Rolle in den
..Weißen Rosen von Ravensberg" si)ielte
I.nigi Serventi. Milt(m Sills und Billie
Dove sind durch die First National-Stu-
dlüs. Burbank-Hollywood, Kai., U.S.A. ,
Marceline Day durch die Metro - Gold-
wyn-Mayer-Studios, Culver-C'ity, Kai..
U.S.A., erreichbar. MarccUa .\lbani
wohnt Berlin W, Paulsborner Str. 13,
Dolly Davis ist jetzt durch das Deutsche
Liehtspiel-Syndikat, Berlin SW 48, Fried-
richstraße 225, zu erreichen. Sie ist die
Partnerin in dem neuen Liedtke-Film,
dessen Titel noch nicht feststeht. Sic
haben nicht unrecht, Marcella Albani
und Carmen Boni sehen sich in ihrem
italienischen Typus ein wenig ähnlich.
Der Harvey. Film ,. Adieu, Mascotte" ist
schon uraufgeführt worden. „Die Flucht
vor der Liebe" und ,,Der Günstling von
Scliönbrunn" sind noch nicht herausge-
bracht worden. — Ihre Grüße sind den
betreffenden Künstlern bestellt worden.
Rich.ird Dix ist unseres Wissens ver-
bcir.atet.
(i r e t e P.. E 1 b e r f e 1 d : Bildver-
öffentlichungen aus dem betreffenden
Film sind iticht vorgesehen. — Der Ca-
milla Horn-Film ..Die Drei um Edith"
ist erst in .Arbeit. Der Uraufführungs-
termin steht noch nicht fest. — Carmen
Boni weilt augenblicklich zur Erholung
in einem fianzösischen Bad.
M i n n a AV., Hamburg: Zu unse-
rem Bedauern können wir Ihnen Ihren
Wunseil nicht erfüllen, da Ramon No-
varro in Kalifornien lebt und wir Auto-
gramme nur von Stars, die im Inlande
wohnen, vermitteln.
Bonn: Ihr Brief ist an die Künstlerin
sens ist die Künstlerin verheiratet. Ihr neuester Film heißt ,,Xächte
eines Prinzen" mit .laciiue Calelain.
Paul S., F r a n k f n r t - U d e r : Buster Keaton bat seine Be-
sitzung in Beverly-Hills, Kalifornien, U.S..A. Er wurde am 4. Xovember
in Pickway (Kansas) geboren. Er ist mit Xatalie Talmadge. der
Schwester von Xorma und Coustance. verheiratet, hat Kinder und trägt
unseres Wissens seinen richtigen Xamen. Keaton filmt fleißig. Er ist
Star der Mctro-tioldwyn-.Mayer. Der Künstler gibt .\ulogramme nml ist.
so hdffcu wir. im Leben nicht so ernst wie in seinen Filmen.
.M a d y .S,, Berlin: Iv;in Petroviehs neuester Iilm bejlJi ..Der (iiinst-
ling von Scliönbrunn". Der Künstler ist unverheir.ilet. gibt .\utogramme
und wohnt Berlin-.Sehmargendorf, Forkenbeckstraße .'>ßa.
Erna .M.. F r a n k f n r t - M a i n : Greta Gjirbo ist durch die
Metro-Goldwyu-.Mayer-Studios, Culver-City, K.ilifornien, U.S..A., zu err.'i-
chen. Die Künstlerin wurde am 17. April in Göteborg geboren, ist ledig
nml gibt Autogramme.
F r a u M a r g. .s c h
weitergeleitet worden.
Bert a B.. Kiel:
geschickt worden sein. -
durch die
neuer Flln
Ihr Brief wird dem Künstler sicher nach-
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mit ^\■l.•Mlimir Gaidarow ist noch nicht angekündigt. — Oskar
Marion jilmt zur Zeit in Prag
Guter inszeniert einen neuen H a r v e y - F i 1 m. In der
letzten Xummer hat der Druckfehlerteufel einen kleinen Irrtum erregt. Er
hat :ils Regisseur für den neuen Lilian Harvey-Film Wilhelm Thiele ge-
nannt, der ,,.\dieu, Mascotte" inszenierte, während ,,Wenn du einmal dein
Herz verschenkst" unter der Regie von Dr. .lohannes Guter hergestellt
ist. Wir stellen diesen Irrtum hiermit richtig.
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A.Rosenthal — Aros, Berlin. Für die RedaUtion und Herausgabe in Oe^terrcich verantwortl. Robert Mohr, Wien 1, Domgasse 4. Verantwortl. (ür Anzeigen Wilhelm Schaefer,
Charlotlenburg. Anzeigenverwaltung Universum-Film A.-G., Abt. Uli-Werbefilm, Berlin SW68, Kochstr. 6 8. KupferlietdrucW: August Schert G.m.b.H., Berlin SW 68
BEI WEITENAN ERSTERSTELIE
DER DEUTSCHEN
WERBEFILNPRODUKTION
Die Ufa hat sich an dem Preiswettbewerb für
Werbefilme, der aus Anlaß der „Reklameschau"
vom Lehrfilmbund veranstaltet wurde, nicht beteiligt.
Trotzdem wurden zwei Filme preisgekrönt, die
die Ufa für eine andere Gesellschaft hergestellt hat.
Jll
vJUAI-MI:R 38 / BERLIN, 2 2. S E P r L \l B E K 1929 / PREIS 0 P T E N \ I C
II i
; 1 f
: I I
Phot.Vfa
^uslov cJrohliclif iQaiißldarsk'llcr des ^CÄJo'Cyilins „IQoüwerrat
ist l)c-im l-ilmen odi-r l-'otoj^inlicrcn niclil allein das Wirli-
lif-slc, sondcni aiuli die Qualität des Kntwickeliis und Kopie-
lens ist für das Geliiif^en eines Hildes be/.w. Films ausschlaj^-
nehend. Lassen Sie Ihre Negative bei der Ufa-Man(lels{»esell-
scliaft entwickeln und kopieren, der die weltbekannten Film-
hel riebe der Ufa zur Verfütsun},' stehen.
rfa - Ilniulelsgesellschaft, Berlin SW 68, Koclislr. 8.
I
>^v
1) I 1. M OCH 1. \ S C II R I I [' D J: \{ V I L M F R I. l \ D L
Phut. Ula
LILIAN HARVEY
auf dem Balkon ilires Berliner Heims
Oben und unten:
Dita Parlo
Phot. L la
Lt.
'm
p 'U
'^/^iSanf"j»
die Herrschaft wird ungeduldig, ermahnt, zürnt und setzt die Schöne
vom Dorfc eines Tages auf die Straße. Leider findet sie nicht den Mut,
dem Gefreiten ihre Bedrängnis einzugestehen. Sie fällt in schlechte
Hände und sinkt schließlich zur Dirne herab. Doch vor dem geliebten
Mann weiß sie die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage zu verbergen, und
jeden Sonntag, an dem sie sich treffen, erscheint sie um halb vier
Uhr nachmittags in der Tracht ihres Dorfes und spielt das herbe starke
Bauernmädchen, das keinen anderen Schatz als den Gefreiten hat.
Ein tragischer Zufall führt zur Entdeckung des Doppelspiels und zur
endgültigen Zerstörung ihres Lebens. Dita Parlo erhält in dem Film
ihre erste hochdramatische Rolle, Willy Fritsch ist ja schon seit ,, Spione"
aus dem Fach des Bonvivants in das der Charakterliebhabcr mit großem
Erfolg übergegangen. Eine besondere Note erhält der Film durch den
Umstand, daß nicht nur die Hauptdarsteller, sondern auch die Ver-
treter der Nebenrollen sprechend vorgeführt werden.
»i^ip
ai
_4«>i
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Oben Mille: Willy Frilsch
Unlen: Janos Körmendy,
Gero Maly Phot. Uja
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Lehner und Winlerslcin sind ca. 30 m von mir entfernt.
Ein unsanfter Windstoß zerrt an unseren Wetterjacken. Es
ist sechs Uhr abends. Ich mache die Sache noch zweimal,
stürze aber ziemlich holzig auf den gefrorenen Schnee.
„Lassen wir's jetzt, es ist gut genug", meint Winterstein.
Ich mag nicht und kehre um, will noch einmaL hinauf . Zwei
Meter von meiner Sturzstelle ist ein kleiner Schneeknödel,
schaut aus wie Pulverschnee, achtlos schiebe ich den linken
Ski vor, er bleibt mit der Spitze in der harten Eiskruste
stecken — ich fliege nach vorn auf den Bauch, greife mit
beiden Händen vor, um den Körper aufzufangen, beide
Hände schlagen in den Schnee, haltlos brechen sie durch
eine kaum fünf Zentimeter dicke Schneekruste in die
schwarze, gähnende Tiefe, links und rechts fliegen klirrend
Schneebrocken der einstürzenden Decke nach, und die
Hände haben sich geöffnet. Ein Skistock ist in die Tiefe
verschwrunden, der andere baumelt am Handgelenk, und
unter dem Brustkasten ist auch alles hinunter. Mit dem
austaxierten Gewicht von Milligrammen gelingt es mir, die
Ife-.^''^^'
Palance des Körpers zu erhalten (die schweren Hickorybretter
•n den Füßen gleichen das Gewicht rettend für mich aus), ich
fühle, daß es ums Leben geht. Die Haare sträuben sich bei dem
Gedanken, daß es am Ende auch unter den Füßen so hohl sein
könnte. Finster und schwarz starrt mir ein Grab entgegen.
Donnerwetter, ich spüre, es kann verdammt schief gghen, drüben
die beiden sind mäuschenstill, wie im Traum höre ich irgend-
etwas rufen. Ich habe keine Zeit und versuche mit dem Skistock
der rechten Hand irgendwo Stütze zu linden. Kompliziert und
vorsichtig mit größter Kraftanstrengung und sachte, sachte ge-
lingt es mir, den weil über die liefe überhängenden Oberkörper
zentimeterweise zurückzuschieben. Nach einigen Minuten stehe
ich wieder dankbar und ganz zufrieden als ganzer und gewon-
nener Mensch auf den Skiern, Die Stelle unter den Füßen war
nicht hohl gewesen. Wir haben das Loch photographiert. —
So kann es gehen, und so ähnlich ist es auch schon öfter ge-
gangen. Im Film sehen Sie das nicht. Ja, die ganzen Szenen
der Gletscher-Hochtour wurden nachträglich gestrichen. —
In einem Film, der in den gefährlichen Eisregionen der Arktis
und des Hochgebirges spielt, muß man auf kleinere Abenteuer
immer gefaßt sein.
Das vorstehend Erzählte ist eine kleine Episode, die uns am
27. März im Berner Oberland passiert ist. Am 1. April saßen wir
bereits im D-Zug, der uns nach Oslo führls. Oben im Sturm des
Eismeeres im Treibeis und auf Spitzbergen kamen dann ganze
Speisekarten voll Strapazen und Entbehrungen dazu. Doch auch
Lustiges war darauf. Soll ich erzählen, wie Aribert Mog, unser
großer Nimrod, vor Übereifer einen Seehund schnell zu
schießen, vom Schlafsack heraus im dünnen Schlafanzug direkt
ins Freie und über Bord sprang? Wie er dann sofort zwischen
zwei Eisblöcken hindurch bei minus soundsoviel Grad Kälte
senkrecht ins Meer flog? Als wir ihn zähneklappernd und schlot-
ternd an Bord hatten, nahm ein anderer das Gewehr und wollte
schießen. Zum Anschleichen über das Eis fehlte ihm nach dem,
was Mog passiert war, wohl die Lust. Als er anlegte , , . flog
der Seehund auf und davon. — Mog wurde dann, so oft draußen
im Nebel eine einzelne Möwe sich herumtrieb, gerufen: „Komm!
Komm, einen Seehund schießen!" Mir kam Mog an jenem Tage
vor wie der Herr Adamson, dem auch immer solche Sachen
passieren.
Aber sogar unser Kapitän hat sich bluffen lassen müssen. Er
kam zu mir und behauptete, in der Zeit, in der wir Lehner ver-
mißten, er habe ihn und den Schlitten gesehen. Ich glaubte ihm
aufs Wort, denn er hatte die sichersten Augen von uns allen im
Eisgebiet oben. Ich ging gar nicht auf Deck, sondern erst in die
stockfischstinkende Küche und bestellte Tee und Essen für die
Ankommenden, teilte es allen vor Freude herzklopfend mit und
ging dann auf Deck, um sie selber zu sehen. Kleinlaut zuckte
der Kapitän die Achsel. Ich sah durchs Fernrohr lange im
Nebel in die angegebene Richtung. Zwei Seehunde waren es, die
dann und wann ihre Schwanzflosse hoben. — Irren kann man
sich leicht im arktischen Nebel, davon kann unser Lehner ein
Lied singen. Nie werde ich die qualvollen Tage vergessen, in
denen wir über das Schicksal unserer verirrten Kameraden im
ungewissen waren, und noch weniger den Augenblick, als wir
den Zermatter Führer fanden, und als wur ihm den ersten
Schluck Kognak reichen durften.
Wie erfreuend ist jedesmal der gute Ausgang einer gefähr-
lichen Sache! Und wie fade kann das patentierte „Happy
end" sein!
U/af I^cs:yecu^ kSn/i0i müssen
Je besser es ein Regisseur versteht, seinen Darstellern die ein-
zelnen Bewegungen vorzuspielen, desto inniger pflegt der
Kontakt zwischen ihm und den Schauspielern zu sein. An
die Fähigkeit der Regisseure werden manchmal starke Anfor-
derungen gestellt. So mußte Karl Grüne einmal seiner Haupt-
darstellerin vorspielen, wie Kuchen gebacken wird. Als sich
Lillian Gish an das
Spinnrad zu setzen
wußte BI^H^^^^^HHHHHI^BHii^HHil
mand im Atelier,
wie ein solches zu
bedienen war, bis
man schließlich
daran dachte, daß
es vielleicht Victor
Sjöström verstehen
werde, in dessen
norwegischer Hei-
mat noch Spinnrä-
der im Gebrauch
sind. Er hatte in
der Tat eine Ah-
nung davon, aber
er stach sich doch
ein paarmal an der
Spindel. Böser er-
ging es William A,
Seiter, der einer
Schauspielerin zei-
gen mußte, wie man
einem störrischen
Pferd in die Zügel
fällt. Der Gaul
mißverstand den
Regisseur, bockte,
stieg hoch und riß
Herrn Seiter mit
empor, der ihm un-
ter die Hufe ge-
kommen wäre, wenn
sich nicht ein paar
beherzte Alelier-
arbeiter dazwischengeworfen hätten. Auf Außenstehende, die mit
den Gewohnheiten der Filmateliers nicht vertraut sind, pflegt es
stets einen überwältigend komischen Eindruck zu machen, so-
bald der Regisseur seinen Darstellern eine schmachtende Liebes-
szene vorzuspielen hat. Aber, was man nicht für möglich halten
sollte, so ziemlich alle Regisseure erklären, daß kaum eine Schau-
spielerin aus sich
Frilz Lang und Margarete Kupfer bei den Aufnahmen zum Fritz-Langfilm der Ufa „Frau im Mond"
eine Liebesszene so
zu spielen versteht,
wie sie gebraucht
wird. Frauen spie-
len in der Regel zu
stark; sie haben
immer wieder die
Angewohnheit, sich
an das Herz zu
greifen, eine Geste,
die sehr leicht ko-
misch wirken kann,
wenn sie nicht mit
äußerster Dezenz
dargestellt wird.
Aber Regisseure
müssen auch wis-
sen, wie man stirbt,
ja, sie müssen die
verschiedensten To-
desarten andeuten
können, eine Kennt-
nis, die rein in-
tuitiv ist, denn es
ist eine Legende,
daß etwa Griffith
dazu Studien in
Spitälern gemacht
hätte. Übrigens |
ist nichts schwieri
ger, als den Dar
stellern das not
wendige ungekün
steite Lachen bei-
zubringen.
i
Harry Hardi, Leopold von Lcdebour und Gerda Maiirtjs in dem Ufafilm „Hocfiverrai" Phot. V\a
Die amerikanischen Groteskfilme wurden anfänglich von
Darstellern gespielt, ■ die Artisten waren, vom Zirkus oder
Variete kamen und ihre Fachausdrücke auch beim Filmen
verwendeten. In der Manege spielt der Clown eine große
Rolle, der in angelsächsischen
Ländern das verbindende
Glied zwischen den einzelnen
Darbietungen des Programms,
den ,, Nummern" der \'arietc-
sprache, darstellt. Die eng-
lischen Clowns nennen die
plötzlichen Einfälle, mit denen
sie die Zuschauer erheitern
und die sie an jedem Abend
neu erfinden, ,,Gags", Ein be-
sonders guter ,,Gag" wird na-
türlich nicht nur in einer Vor-
stellung verwandt, sondern die
Clowns zehren von witzigen
und komischen Situationen
eine Reihe von Jahren und
achten eifersüchtig darüber,
daß ihnen niemand diese
„Gags" entwendet. Selbst in
einer so vollkommen anderen
Kunst, wie dem Film, lassen
die Artisten ihre ,,Gags" nur
höchst ungern wiederholen.
Als Chaplin den Trick des
Spiegelkabinctts und der me-
chanischen Figuren wieder-
holte, in deren Mitte ein
Mensch gerät, der, um sich zu
verbergen, nun selbst eine
Puppe spielt, waren die arti-
stischen Facliblätter Amerikas
Der Cowboyslar Hoot Gibson
Rutfi Eider, die Partnerin seiner
recht übelgelaunt, weil diese Tricks im Besitze einiger Artisten-
familien sind. Und der letzte in Wien gedrehte Max-Linder-
I'ilm ,,Der Zirkuskönig" (worin Vilma Bankys Anmut als Trapez-
künstlerin auffiel) mußte vom Spielplan verschwinden, weil ein
großer Teil des Films nichts
weiter war als die Verfilmung
der Varieteszenc ,,Der zer-
brochene Spiegel", welche
den Brüdern Schwarz paten-
tiert ist. Um solchen Schwie-
rigkeiten auszuweichen, wer-
den für jede amerikanische
Groteske, die für das Haupt-
programm bestimmt ist, die
Gags erfunden. Gagman sein,
ist ein recht einbringender,
aber auch sehr anstrengender
Beruf, denn diese ungenann-
ten Mitarbeiter am Film, die
eigentlichen Begründer des
Weltruhms zahlreicher Film-
komiker, werden nach der
Güte und Zahl ihrer Einfälle
bezahlt. Nur Chaplin arbeitet
ohne Gagman, während Ha-
rold Lloyd in der Regel sechs
beschäftigt, die, nach der
Wirksamkeit des Situations-
witzes in Lloydfilmen zu ur-
teilen, die Elite dieser Film-
leute darstellen.
Wie entsteht nun ein Gag,
wird der Leser fragen, und
welche Rolle ist ihm inmitten
des Filmspiels vorbehalten?
Nun, .wie die 7irkusclowns
fieiratele die Ozeanfliegerin
letzten Filme Phol. Cniversal
ihre besten Einfälle abends in der Manege vor dem Publikum
erhielten, so entsteht der Gag eines Groteskfilms unmittelbar bei
der Aufnahme. Es liegt in seiner Art, daß er gar nicht vorher
erfundett v^crden kann, weil er abhängig von der Situation, der
Laune des Schauspielers, der Stellung der Dekorationen ist. Man
\seiß, daß amerikanische Groteskfilme im Manuskript ganz locker
angelegt werden. Die Handlung wird skizziert und in scheinbar
flüchtiger Form durch einzelne Situationen nicht beschwert. Re-
gisseur und Hauptdarsteller wissen nur, daß sie die Begeben-
heiten so und so vorwärtszutreiben haben, damit sie schließlich
zum notwendigen Ziel kommen. An welchen Stationen sie unter-
wegs verweilen, auf welche Art sie das Spiel unterbrechen, ist
ihre Sache, die jedoch immer erst im Laufe der einzelnen Auf-
nahmetage festgelegt
wird. Wenn ein Ko-
miker, den wir Ha-
rold nennen wollen,
am Vormittag mit
den Aufnahmen be-
ginnt, so wird zuerst
die Szene verlesen,
in der er zu spielen
hat. Dieser Vorgang ■
heißt etwa: ,,Harold
flieht vor einem
Manne, der ihn mit
einem Golfschläger
verfolgt. An der
Wand eines Hauses
bricht Harold zu-
sammmen, der Geg-
ner erreicht ihn und
trifft ihn auf dem
Kopf." Das ist dia
Szene, und nun be-
ginnt die Arbeit der
Gagmen. Denn ein
Vorgang, wie der vor-
stehende, war schon
zu häufig da, um
zu interessieren. Es
muß etwas völlig
Überraschendes ge-
ichehen, etwas ganz
Tolles, an das keiner
der Zuschauer ge-
dacht hat. Soll man
mit dem Hieb auf
Harolds Kopf gleich-
zeitig eine Fliege
töten lassen? Diese
Pointe wäre nicht
unnötig, sie hat aber
den Nachteil, nicht
neu zu sein, Wet oft-
mals ins Kino geht,
ist ihr bereits begeg-
net, und ein Komiker,
der auf sich hält,
kann sie nicht ver-
wenden. Also ist es Aufgabe des Gagman, eine originelle Wen-
dung zu erfinden. Die Aufnahme wird unterbrochen, und die
,, Einbläser" haben Gelegenheit, sich die Köpfe zu zerbrechen.
Nach anderthalbstündiger Pause wird der Einfall des ersten
Gagman als bester erklärt. Der Golfschläger trifft überhaupt
nicht den Kopf, sondern einen Nagel, der etwa zehn Zentimeter
darüber im Balken steckt. Das hatte niemand erwartet, und so
soll an die Aufnahme der Szene gegangen werden. Aber dem
Gagman ist das noch nicht genug, er weiß, daß Kontraste am
allerbesten wirken und die humoristische Pointe vorbereitet
werden muß. Er verlangt also, daß in einer Szene, die der Ver-
folgung voraufgeht, gezeigt wird, wie sich der Hausbesitzer oder
jemand anders vergeblich bemüht, den Nagel richtig in die
Wand zu schlagen, während er auf den Hieb mit dem Golf-
schläger ohne weiteres in der Wand verschwindet. Nun prasseln
die Einfälle der Gagmen von allen Seiten. Einer fordert, daß an
dem Nagel ein Pferd angebunden wird und mit dem Huf dagegen
zu schlagen hat, ohne etwas zu erreichen. Dieser Einfall wird
abgelehnt, da er sich mit der Handlung nicht vereinigen läßt.
Aber warum, fragt ein Dritter, soll die hübsche Nagelgeschichlc.
Adolphe Menjou in seinem Heim Phot. Paramount
die noch nie in einem Film gezeigt wurde, nicht bis zur letzten
Konsequenz ausgenützt werden? Es handelt sich um einen sehr
langen Nagel, der durch den ganzen Balken hindurch geht und
plötzlich einem Mann, der ahnungslos im Hause an der Wand
schlief, in den Rücken fährt. Die Verlegung des Schauplatzes
durch den Nageleffekt von der Straße in das Haus ist gut, denn
dadurch wird der Raum der Handlung erweitert, und das Bild
lenkt einen Augenblick von dem Komiker ab, und macht diesen,
sobald er wieder erscheint, von neuem interessant. Der Nagel
muß in dem Zimmer einige Verwirrung anrichten, aber auf eine
andere als die vorgeschlagene Art. Wieder langes Nachdenken
und zum Schluß die Kombination von zwei Einfällen. Der Nagel
trifft das Schloß einer alten Flinte, bringt diese zur Entladung,
worauf der Schuß in
einen Bienenstock
geht, der auf dem
Boden untergebracht
war. Die Bienen
schwärmen wütend
aus, worauf sämt-
liche Menschen nach
allen Seiten die
Flucht ergreifen.
Dieser Gag ist aus-
gezeichnet, aber er
paßt in seiner Pointe
nicht zur Handlung.
Nun, das schadet
nichts, in diesem
Falle wird die Hand-
lung eben geändert
und durch einen
Gag wieder dahin
gebracht werden, wo
man sie haben will.
Nicht immer er-
geben sich die
,,Gags" so einfach.
Manchmal schwitzt
der gesamte Auf-
nahmestab tagelang
nach einer guten
Pointe, Am schwie-
rigsten ist es, den
Komiker in Alltags-
situationen komisch
erscheinen zu lassen.
Was kann einem
Menschen schon zu-
stoßen, der durch
den Garten geht.
Nun, er kann rück-
wärts auf die Zin-
ken einer Harke
treten und sich da-
durch den Hut vom
Kopf schlagen. Aber
was kann ihm Komi-
sches in den Weg
kommen, wenn er in
ein Zimmer tritt. Je natürlicher, je einfacher die Gags sind,
desto stärker wirken sie. Die alltäglichen Dinge müssen plötz-
lich ihre Tücken bekommen, bocken und den Komiker zur Ver-
zweiflung bringen.
In ,, Ausgerechnet Wolkenkratzer", dem witzigsten Harold-
Lloyd-Film, stand anfangs nur die Idee fest, daß der Hauptdar-
steller an der Fassade eines Hochhauses emporklettern sollte.
Die einzelnen» Erlebnisse, die er bei seinem Aufstieg von Stock-
werk zu Stockwerk erlebt, sind erst bei den Aufnahmen zu-
stande gekommen. Wie langsam solche Großfilme entstehen,
die scheinbar so leicht und lustig hingeworfen sind, geht aus der
Tatsache hervor, daß an den Wolkenkralzerszenen nahezu ein
halbes Jahr gearbeitet wurde. Bei einer improvisierenden Art
der Herstellung kann es natürlich nicht ausbleiben, daß beim
Zusammensetzen des Filmes die lustigsten Gags herausgeschnitten
werden, weil sie nicht recht mit der Handlung zu verschmelzen
sind. Es muß zwischen den einzelnen humoristischen Tricks ein
Zusammenhang bestehen, der freilich erst vom ,, Cutler", dem
Manne, der den Film schneidet und zusammensetzt, hineingebracht
wird.
ms^ss^mf'm^^'^^&i^m^mm^:
Corinne Griffith konnte in der vergangenen Saison
einen großen Erfolg als Lady Hamilton für sich
buchen. Nicht nur ihre Schönheit siegte in die-
sem historischen Film, auch die Art, wie sie die leicht-
sinnige Lady, die schließlich doch eine Angelsächsin
war, bei aller Kühnheit der Gebärden als Wesen mit
gewissem ,,Cant" darstellte, war viel mehr im Sinne
der historischen Figur, als diese von Vorgängerinnen
der Griffith erfaßt worden war, Sie ist eine Schau-
spielerin, die in der Regel nur in zwei, höchstens in
drei Filmen vor die Zuschauer tritt, und deren Ar-
beiten man deshalb stets mit Spannung entgegen-
sieht. Trotz des schönen Erfolges in einer Kostüm-
rolle, der von der außerordentlichen Kleidsamkeit der
Empiregewänder unterstrichen wurde, hat sie sich
aber doch wieder dem modernen Schauspiel zuge-
V
s^
i
dem Scheckbuch befriedigen kann, sondern recht
eigentlich als die um ihr Glück ringende Frau. Sie
zeigt den Ehrgeiz der Amerikanerinnen, unter allen
Umständen über die beschränkten Verhältnisse hin-
aussteigen zu können. Sie beweist den zähen Willen,
sich durch keine noch so widrigen Umstände unter-
kriegen zu lassen und erreicht zuletzt doch ihr Ziel,
das ihr regelmäßig erst nach hartem Kampf in den
Schoß fällt. Daß sie sich dazu der stets siegreichen
Waffen des Weibes bedient, daß sie ihre Schönheit
ins Treffen führt und die Männer durch das Rührende
ihrer Erscheinung zu bezaubern weiß, erhöht nur die
Stimmung ihrer Filme. Ihre Gegenspielerin ist dies-
mal Kathryn Carver, die Gattin Menjous, die sich von
der besten Seite zeigt. Die Charakterdarstellerin
Louise Fazenda stellt wieder eine ihrer kostbaren,
scharf gezeichneten Typen auf sehr eigenwillige Füße.
^''■r^
'■%
■■/
Corinna Grillith
Phoi. Dejina
Menjou in amerikanischen Filmen niemals als Ameri-
kaner herausgestellt wird. • — Corinne Griffith ist da-
gegen die elegante Amerikanerin. Sie ist das Vor-
bild für die große Reihe der Flappers und Stenoys,
die über ihren Beruf nicht den Traum vergessen, die
Leiter des Glücks bis zur höchsten Stufe emporsteigen
zu dürfen und in einem Apartment in Park Avenue
oder River Side Drive zur Ruhe zu kommen. Der
Erfolg der Filme mit Corinne Griffith beruh: darauf,
daß in ihnen dieses moderne Märchen lebendig wird.
Sie erscheint nicht schon eingangs als die Dame der
Gesellschaft, die alle ihre Wünsche und Launen mit
^W
■A
'\
i^O-
• ••
Lily Damita und ihr Regisseur Charles Brabin lassen sich vom Kameramann Merrif Gerstadt einen photographischen Trick erklären, der
in dem viersprachigen Tonfilm „Die Brücke von San Louis Rey" zur Anwendung kommt Phot. M.O.M.
nmne Ospcfilcfden ^on gioysmJmkn
Rudolf Schildkraut hält, was man aus seinen Filmen nicht
ersehen kann, im Zivilleben außerordentlich auf korrekte
Kleidung, So hatte er sich zu einem Gartenfest bei Laemmle
eine neue Hose bestellt, die ein in Los Angeles ansässiger Wiener
Schneider in Auftrag bekam. Dieser Schneider ist ein vorzüg-
licher, aber vollkommen saumseliger Arbeiter, der sich nicht an
verabredete Termine hält. Schildkraut, der noch nie hatte bei
ihm arbeiten lassen, mußte die Erfahrung machen, daß auch er
von dem Schneider im Stich gelassen wurde, worauf ihm nichts
weiter übrig blieb, als mit einem bereits getragenen Beinkleid
auf dem Fest zu erscheinen. Natürlich war er ärgerlich, aber
er wurde nachgerade wütend, als der Schneider zwei Tage darauf
im Auto vor Schildkrauts Bungalow vorfuhr und lächelnd die
Hose vorwies. Auf Schildkrauts energischem Rüffel antwortete
er nur, daß schließlich ein Sonntag dazwischen gelegen habe.
„Es ist unglaublich", rief Schildkraut erzürnt, „in sieben Tagen
ist die Welt erschaffen worden, und Sie bringen nicht einmal
eine Hose in der Zeit fertig!"
„Herr Schildkraut", antwortete der Schneider gekränkt, ,, sehen
Sie sich die Welt an — und dann sehen Sie sich diese Hose an! '
Von einer begeisterten Verehrerin erhielt Harold Lloyd nach
dem überwältigenden Erfolg von ,,Girl Shy" ein Tafclservice
für achtundvierzig Personen. Der große Komiker war sehr er-
freut darüber, aber weil er ein ebenso großer Mensch als
Künstler ist, schrieb er an die Spenderin folgenden Brief;
, .Gnädige Frau! Ihre Anerkennung rührt mich tief und ich danke
Ihnen von ganzem Herzen. Aber sagen Sie offen, was soll ich
mit einem Service für achtundvierzig Personen! Meine Frau
und ich speisen am liebsten im Garten, wie wir auch die ein-
fachen Gerichte dem komplizierten vorziehen. Wir brauchen
jeder am Tage höchstens drei Teller, die wir abwaschen lassen,
damit sie am nächsten Tage wieder zu verwenden sind. Mein
Film, der Ihnen so gefallen hat, ist schließlich nur mit Hilfe
meiner ständigen Mitarbeiter zu jener Arbeit geworden, die Sie
bewunderten. Sie werden mir daher erlauben, daß ich das Ser-
vice in acht Teile zerlege und sieben meiner hauptsächlichsten
Mitarbeiter ebenfalls bedenke. Es haben dann mehr Menschen
etwas von Ihrer Liebenswürdigkeit, und der Diener nimmt sich
mehr in acht, wenn er nur sechs statt achtundvierzig Teller im
Schrank sieht."
-K
Mac Murray erhielt, nachdem sie zwei Jahre nicht filmte, in
einem ,,Talkie" eine Rolle, in der sie zu singen und zu spielen
hat. Die Prevost, ihre intimste Feindin, trifft sie bei ,, Henrys"
und sagt:
„Sie spielen jetzt in einer Tonfilmrevue? Haben Sie eine gute
Rolle?"
„Ich stelle die Unschuld dar", antwortet die Murray.
Darauf die Prevost: „Aha! also eine Kostümrolle!"
ßr S
V_^ UND W
le
UND SEHR VIEL
Sdiiriiidel
Givi.Lu^ti0erAbei4.teu.errovna.K.
VON LUDWIGvoN WOHL
20. Forlfftzims
Eine Viertelstunde später kam es Mr. Roy Burroughs aus Bal-
timore und seinen Freunden gar nicht mehr verblüffend vor, statt
einer Spielhölle oder eines Luxusrestaurants mit Bar und Jazz-
bond eine etwas verräucherte Villa ä la Iure vorgefunden zu
haben, und da Old England an Barbaresken-Staaten und ihre
Repräsentanten nicht europäischen Maßstab legt und dement-
sprechend auch keine solchen gesellschaftlichen Hemmungen kennt,
so setzten sich Mr. Mills, Fred Archer und der kleine Bobby
Huddelstonc zur Fortset-
zung der letzten Bridge-
partie nachmittags auf der
„Uncle Sam" zusammen.
Lieber Gott, ob man in
dem kleinen Salon der
Jacht spielte oder in die-
sem komischen Zimmer mit
Koransprüchen — !
Mrs. Bycicle aus Newr
York, von der es hieß, daß
sie sogar noch mehr Tau-
senddollarnoten als Som-
mersprossen hätte, sauste
mit Miß Waterman und
Mrs. Doubleday, das Lor-
gnon vor den Augen, durch
alle Räume, genau so, wie
sie es im Louvre, im Briti-
schen Museum und im Do-
genpalast gemacht hätte.
Sie sahen alles, begriffen
nichts und erfüllten damit
aufs beste die selbstgestellte
Aufgabe der amerikani-
schen Touristinnen.
Die vierundzwanzig Gäste
aus Europa und Amerika
erfüllten das Bucn Retiro
Schükri-Paschas mit dem
Gesumm von ebensoviel
Bienenschwärmen.
Eine Stunde später ka-
men noch die Geister des
Malvasicrs und des Irroy
dazu.
Stuart Bopkinson hielt es
nicht für nötig, den Wirt
um Erlaubnis zu fragen —
er ließ einfach die Jazz-
band von Bord heraufkoni-
men, und ein Hexensabbat
wohldressiertcr Synkopen
ergoß sich durch die
Räume, alles Rätselhafte, Geheimnisvolle und Unheimliche in fröh-
licher Beschwingtheit fortschwemmend.
Man tanzte, lachte, trank und ließ es Abend werden.
Er ist bald reif, dachte Dorrit, die den Pascha beim Trinken
beobachtet hatte.
Die Chancen standen gut.
Wenn sie — so etwa in fünf Minuten — an die Ausführung
ihrer Idee ging, das heißt, an die Ausführung des Endeffektes —
Es war zehn zu eins zu wetten, daß es klappte.
Man rief ,, Silentium" und verkündete laut, man dürfe es den
Gästen nicht vorenthalten, was für ein wunderbarer und edler
Gentleman Exzellenz Schükri-Pascha sei. Er habe sie, Dorrit
Brink, vor Räubern gerettet, denen er das ihr gestohlene Geld,
fast fünfzigtausend Pfund, abgenommen habe — und er habe,
da die Wege im Lande für den Transport einer solchen Summe
viel zu unsicher wären, sich erlaubt, das nächste Schiff per Radio
Heinrich George und Betty Amann in dem Ufa-Film „Der Sträfling aus Stambul'
P/tot. Ufa
hineildruck verboten
herbeizurufen. Sozusagen als Gegenleistung dafür, daß es sie
und den Gentleman aus Deutschland in den nächsten sicheren
Hafen brächte, hätte er die Passagiere als hochwillkommene
Gäste zu sich eingeladen, und jetzt würde er ihr die zu treuen
Händen aufbewahrte Summe übergeben, und dann würden sie
alle miteinander Abschied nehmen im Gefühl der Hochachtung
vor türkischer Gastfreundschaft und Fairneß.
Wenn der Pascha zögerte, bedurfte es nur eines kurzen
Hinweises auf das gute
Dutzend europäischer Her-
ren — und wenn es auch
ziemlich mürbe aussehende
Jammergestalten waren — ,
der Pascha würde sich hü-
ten, irgend etwas zu unter-
nehmen, was für ihn schließ-
lich nur schlecht enden
könnte.
Sie sorgte dafür, daß eine
neue Batterie Flaschen her-
untergebracht wurde, und
ging dann auf die Ecke zu,
in der sie den Pascha zu-
letzt gesehen hatte.
Er war nicht mehr da.
Sic begann, die Räume
der Reihe nach abzusuchen.
Sie fand Mr. Chesterton
aus Louisiana in innigerUm-
armung mit Miß Philipps,
London E. C.
Sie fand Achmed, der
eine Flascjie Irroy an die
dicken Lippen setzte.
Der Pascha war nicht da.
Aber er mußte her!
Die Tür zum ,, Radiozim-
mer", seinem eigentlichen
Arbeitszimmer, war ge-
schlossen.
Sie klopfte und trat ein.
„Exzellenz!"
Er hob langsam den mas-
sigen Kopf. Blaurot vom
Wein waren die zahlrei-
chen Adern und Äderchen,
die über sein Gesicht liefen.
Er sah sie, stand auf und
lächelte.
,, Exzellenz! Ihre Gäste
erwarten Sie."
Er ging, noch immer lächelnd, gehorsam zur Tür und — schloß
sie. Drehte blitzschnell den Schlüssel um und steckte ihn in
die Rocktasche.
,,Ich habe gerade an Sie gedacht", sagte er mit nicht ganz
sicherer Stimme, und Dorrit sah, daß das Weiße seiner Augen
blutigrot gesprenkelt war.
Ehe sie es verhindern konnte, ergriff er ihr Handgelenk und
riß sie zu sich heran.
,,K — kann nicht noch länger warten — ", sagte er fast lallend
und hatte plötzlich gar keine, aber auch gar keine Spur von
Zivilisation im Ausdruck.
Sein Gesicht war tiefrot und auf eine widerwärtige Weise
nackt.
Dorrit kämpfte gegen seinen Griff — sie wußte nicht, ob sie
schreien sollte — aber als er auch mit der andern Hand zupackle,
schrie sie doch.
Er sagte lachend etwas in einer Sprache, die sie nicht ver-
stand— dann dämmerte es ihm, und er sprach Französisch weiter.
,, Zuviel Teppich — Wände, Fußboden — niemand hört
etwas."
Sein Französisch war plötzlich fast gebrochen — er schien von
allem Europäischen weit abgerückt, kaum daß die gellende Musik
der Saxophone draußen zu hören war.
Einen Augenblick hatte sie das Gefühl, der Boden unter ihren
Füßen gäbe nach — aber sie riß sich 7usammen.
Sie erkannte, daß sich in ihm Wein, Enttäuschung und Wut
zu einer einzigen aggressiven Trunkenheit vereinigt hatten. Sie
wußte — es gab nur eine Möglichkeit: mitzumachen, den Irren-
wärter zu spielen — bis man den Schlüssel hatte.
Sie begann plötzlich zu lachen.
Er hielt noch immer ihr Handgelenk — jetzt ließ .er sie los.
Sie war mit zwei Schritten am Schreibtisch, auf dem zwei
Flaschen Champagner und ein schwerer Slibowitzkrug standen.
Sie schenkte ein — beide Gläser.
„Wir wollen trinken, Exzellenz — erst trinken!"
,,Erst trinken", wiederholte er mit dem kleinen, fetten Ge-
lächter, das sie immer verabscheut hatte. ,,Erst, ja erst. Erst
trinken,"
Er leerte das Glas auf einen Zug, und sie schenkte sofort
wieder ein.
„Sie müssen auch Irinken!" befahl er plötzlich mißtrauisch,
„Schneller, schneller!"
Wenn das so weitergeht — ! dachte sie angstvoll.
Der Pascha hatte plötzlich Gefallen am Wettrinken bekommen.
Er ließ sich immer wieder einschenken, und wenn es ihr auch
häufig gelang, die Hälfte statt in ihr Glas ins Zimmer zu gießen,
so begann sie doch ebenfalls Wirkung zu spüren, die durch ihre
rasende Aufregung noch verstärkt wurde.
Er warf sein Champagnerglas splitternd an die Wand und
wollte auf sie zugehen,
Sie lachte laut auf,
,, Jetzt müssen Sie aus diesem Glas trinken, Exzellenz!" rief
sie und riß den großen Silberkrug von prachtvoller bosnischer
Arbeit hoch, der bisher sinnlos und leer auf dem Schreibtisch
gestanden hatte. Sie goß Champagner hinein und, dem Türken
blitzschnell den Rücken drehend, die Hälfte aus dem Slibowitz-
krug dazu.
Uralter Pflaumenschnaps und Champagner — es war eine
Mischung, um einen Ochsen zu fällen.
Der Pascha stand mit unsicher knickenden Knien, Er sah
nur noch durch einen Schleier die Frau, die er begehrte — ein
schlankes, helles Figürchcn — zwischen ihnen stand noch ein
Etwas — ein störendes Etwas — er wollte es beiseiteschlagen,
aber ihm fiel ein, daß er trinken mußt^c — erst trinken —
dann — —
Er nahm den Krug und trank, während seine Au'gen nicht
von ihr wegsahen, — Sechs, sieben Schlucke — dann ließ er
den Krug fallen — ein schäumender Strom ergoß sich über den
Teppich — er machte noch zwei Schritte auf sie zu — geriet
ins Taumeln — hielt sich am Tisch lest,
Sie half ihm in den Sessel — er hatte die Hand sofort an
der Rocktasche — es war unmöglich, den Schlüssel heraus-
zubekommen.
Ratlos stand sie da und fühlte, wie das Zimmer begann, sich
langsam zu drehen, dabei ansteigend und sich auf die Seite
legend wie ein Ozeandampfer in der Dünung.
Die wilden Arabesken der Teppiche an den Wänden spritzten
in tollen Mustern hüpfend und krabbelnd durcheinander —
wurden zu farbenglühenden Irrlichtern, glitten wie ein Kometen-
schweif,
Sie machte wilde Anstrengungen, aber es gelang ihr nicht,
das Gleichgewicht wiederzubekommen — sie taumelte auf den
Pascha zu — die Rock Rocktasche — in der der Seh —
— Schlüssel —
Es gelang ihr, den Schlüssel zu fassen, aber der Pascha halte
sie kommen sehen. Er griff zu, umschloß mit beiden Händen ihre
Hand, die das kleine rettende Stückchen Eisen umklammerte.
Er grinste.
„Hab' — ich — gc'dachl. Hab' ich gewußt — aber — irren
sich — das ist nicht Schlüssel zum Geld — hahaha zum
Geld — das liegt woanders — woanders."
Sie rang gegen seinen Griff.
„Gewußt — seit die — die Menschen plötzlich kamen", sagte
er. „Sehr kluge — kluge kleine Kröte — aber das ist nicht der
Schlüssel — zum Geld — das Geld ist nicht — da — nicht
hier — Geld ist in meinem Zimmer, meinem Zimmer — Abdul
Hamid — der große Abdul Hamid — der weiß — der darf
wissen — alles wissen — hahaha — kluge kleine Kröte — alles
wissen — — betrügen wollen — betrügen wollen — — "
Das Wort ließ ihn nicht mehr los. Es peinigte ihn, quälte
ihn, steigerte ihn in eine plötzliche furchtbare Wut hinein. — Er
fuhr aus dem Sessel empor, Dorrit mit sich fortreißend, daß sie
stolperte und auf ein Knie fiel,
,, Betrügen wollen!" brüllte er und griff hinter sich nach dem
nächsten Gegenstand.
Es war die bronzene Lampe, und er hob sie hoch.
Dabei hatte er Dorrits Hand losgelassen,
Sie raste zur Tür — den Schlüssel hineingesteckt — umge-
dreht — wieder herausgezogen — die Tür flog auf — die
bronzene Lampe krachte drinnen gegen das Holz.
Sie schloß von außen ab und lehnte sich schwer gegen die
Mauer.
Ein Negerjunge in weißem Kaftan machte eilig, daß er aus
ihrem Bereich kam. Er sah sich ein paarmal vorsichtig nach
ihr um, aber sie beachtete ihn gar nicht.
Nichts drehte sich mehr — nichts rollte mehr auf die Seite
und stieg an. Ruhig und selbstverständlich lagen die Teppiche,
standen die Möbel.
Der Schreck hatte sie völlig ernüchtert. Mit zitternden Beinen
ging sie langsam in die Richtung, aus der unbekümmert und
sorglos die Saxophonmusik erscholl.
Der Negerjunge im weißen Kaftan huschte die Treppe zum
Schlafzimmer des Paschas empor.
Der Pascha war nach seinem Wutausbruch in den nächsten
Sessel gesunken. Er schlief und atmete schwer mit weit geöff-
netem Mund.
Aus dem Trichter des Lautsprechers kam plötzlich die Stimme
des Herrn Professors Mouchard von der Ecole des Sciences
politiques. Er sprach über das Lombardgeschäft und den bar-
geldlosen Verkehr,
Mit zusammengepreßten -Lippen hörte Robby Dorrits Ge-
schichte.
,,Man sollte ihm den Schädel einschlagen", sagte er.
,,Mein Gott, er war vollständig betrunken!"
,,Was macht er jetzt?"
„Ich habe ihn in seinem Zimmer eingeschlossen."
„Wo hat er gesagt, ist das Geld?"
„In — in — " Sie fuhr sich leicht mit der Hand über die
Stirn,
„Er hat es gesagt", murmelte sie in heftigem Nachdenken.
„Ich weiß ganz bestimmt, daß er es gesagt hat — aber wo
— wo — "
Er wartete ungeduldig,
Sie machte ganz verängstigte Augen.
„Aber das ist ja furchtbar", sa^te sie endlich. „Ich habe es
vollkommen vergessen. Ich habe mit ihm trinken müssen —
ach Gott — ich war selbst — ganz — alles hat sich gedreht, als
er mir gesagt hat — "
Sie brach plötzlich in fassungsloses Schluchzen aus.
,, Alles umsonst!" brachte sie hervor. ,,Und ich habe mir docli
solche Mühe gegeben!"
,,Aber Kind, wer wird denn weinen! Sie haben sich bis jetzt
so fabelhaft gehalten!"
,,Aber ich habe ganz vergessen, wo es liegt — es ist wie
vcrlicxt."
,,Das werden wir gleich haben", sagte er. „Hier — trin-
ken Sic!"
Er hielt ihr ein Glas Champagner hin.
Sie sah ihn verstört an.
,,Was — ich soll — "
Er zuckte die Achseln.
„Tut mir furchtbar leid, aber es hilft nichts. — Sie müssen
sich jetzt einen kleinen Schwips antrinken, ungefähr in derselben
Größe, wie Sie ihn vor einer Viertelstunde halten, bis Sie durch
den Schreck so plötzlich nüchtern wurden — trinken Sie, Kind!"
Sie zögerte.
„Ich übernehme jetzt das Kommando ", sagte er energisch.
„Aber — "
„Kein aber — vorwärts, vorwärts!"
Sie trank. — Er goß ihr das Glas wieder voll.
Schluß folgt
FRAGEN
die uns erreichten
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,,F i Im -M a i« a z i n". Berlin SW 68. ZimmerstraOe 35 — 41
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Hriefe werden iiielit be.-intwnrtet. liei M.inu-
.»■kriiit.iiifjeleKenliciten l>itli'ii wir lultfeiiiles zu be.-uhteii: .)ed<'r Aufr.ifje i>t
l{iick[i<irl() bciziil'iijfeii. .Icile ICiiiseiuluM}! eines -M.inn.-kripts zur l'riifuuK
ist zwecklos, nur Exposes im L'nifange von 2 — :< Selireihniasehinenseiteii
«iiid zur Kin.-emluiitc an tlie Fihuiniiuslrie. Itesisseurc ns-.v. geeiKuet. Kiir
Verlust der einsesjuidteM .M.inuskripte kann keine Verantwortuu;; über-
nommen werden, uImi soll der Verf.-isser nur DurelisehläKC seuüi-n, von
baudjjeseliriebenen ><endungen (leserlieli) eine Absebrlft zurückbehalten.
*
Baby E.. Berlin: Sie sind ja fabelli.it't orientiert über Lewis
Stone! Außer in den j;:en.iiinlen Filmen spielte der Ktiusller noeli in dem
l'niversnl-Film ..I>ie Hölle der Heimatlosen".
1' a u 1 a W., Düsseldorf:
Creta (iarbo spielte liis jetzt in
folKendeu Filmen: ..(iösta Ber-
lins'', ,.I>ie freudlose Uasse",
,,Es war", ...Vnuu Karenin.-r',
..Totentanz der IJebc", „Das gött-
liehe Weib", ,, Krieg im Dunkel',
llire niiebsten Filme sind: ,, Wilde
Orchideen", .,A woman of af-
fairs • und ,, Eifersucht". — Anua
May Won:? spielte u. a. in fol-
genden Filmen: ..Lotosblume"
(Madame Butterfly). ..Der Dieb
von Bagdad ', ,. Pflicht und
Liebe", „Xachtwelt " (Piccadilly),
..Schmutziges Geld" (Song),
..Grolistadtschmetterling". Die
niichsteu Anna May Wong-Filnic
heißen: ..Symphonie der Liebe"
und „Der Weg der Schande''.
Beide werilen wieder von der
Richard Eichberg-Filmgesellschaft
hergestellt.
F i I m r a t t e ans Codes-
b e r g : In dem Meinert-Fihn
..Die letzte Schlacht des Kapitän
Frank" spielte Xina Vanna die
Hauptrolle. — Jawohl, Carl de
Vogt ist auch Sänger. — Ivan
l'etrovich hat seinen Film ..Der
Günstling von .Schönbruun" be-
endet. Drei weitere I'etrovich-
Greenb:ium-Filme sind in .\us-
sicht genommen. Mit den Vor-
arbeiten ist begonnen.
„W a g e m u t", Berlin:
Emil Jannings und Joseph von
Steniberg erreichen Sie durch
die Ufa, Berlin SW 68, -Koch-
straße 6 — 8. Jannings wird unter
Sternbergs Ifegie einen Film
von l':irl Zuckmayer spielen. Mit
den Aufn.'dimen ist aber noch
nicht beginnen worden.
Eine U o n n 1 d C o I m a n -
Verehrerin: Hon.ild C'olman
ist durch .Samuel Goldwyn. iilU
Santa Mouica Boulevard," Holly-
wood, Kalifornien, L'.S.A.. zu er-
reichen. Er gibt Autogr.imme.
Sic können deutsch :in ihn
schreiben. Colman ist von der
Schauspielerin Thelma Roye ge-
schieden, l'nseres Wissens hat
er keine Kinder. Wann der
Künstler cinnuil nach Dcutscli-
l:»nd kommt, können wir Ihnen
leider nicht sagen. — Sie dürfen
Fragen stellen, sooft Sie Lust
haben! „Lästig" sind Sie
uns damit ganz und g.ir
nicht.
Kurt P.. München: Ein Monalsabonnement auf das ,, Film-
Magazin" kostet 1,75 M. — Maria Mindzenti wohnt Berlin W 15. Duisbur-
ger Straße 17, wurde am 16. August in Wien geboren und ist mit Jack
Mylong-Münz verhcjnitet. Ein neuer Film mit ihr ist noch nicht ange-
kündigt.
F i 1 m - L i e b h a b e r Kurt X. aus Leipzig: Evelyn Holt ist
ledig. Dir neuester Film beißt ..Mädchen .'im Kreuz". Er wurde kürz-
lich im Tit.inia-l';ilast in Berlin uraufgeführt. — Lien Deyers' neuester
Film (am .1. Sepiemlier im rf.i-Pavillon erstaufgeführt) heißt ,.leh lebe
lür dich!" mit Wilhelm Dieterb? in der männlichen Hauptrolle.
Horst .V., Köln: Henny Porten wohnt Berlin-Dahlem. Parkstr.
Xr. 71. und gibt Autogramme. Die Künstlerin wurde am 7. J.inu.ir in
M.igdcburg gehören und ist mit Dr. von K.iuffmann. dem Direktor ihrer
Firm.i. verheiratet. Asia Xielseu bat ihre Wohnung in Berlin W. Kriisi>r-
.•illee 2li:i. Sil' ist Dänin, :im 11. September in Kopenb.igen geboren und
mit dem russischen Scb.iuspieler (iregori Climara verheiratet. Auch sie
gibt .\ulogramme. Wann Asta Xielsen wieder filmt, wissen wir leiiler
Uli bt. Das hängt ganz von den Manuskripten ab. die man für sie schrei-
ben bissen uuißte.
Fred P., Berlin: Evi Eva wohnt Berlin-Wilmersdorf. Badensclie
Straße 1.1. hat am .".0. Dezember Geburlstag iiiiil ist mit dem Ililtmeister
von tippen verheiratet. Sie gibt Autogramme, hat ein Kind. Xein, bei
der Sprechbühnc ist sie nicht.
H a r r y P i e 1 - S c b w ä r m e r . B r e s 1 a u : Harry Piel ist um-
gezogen und wobiit jelzl Hi'rlin-Ch.irlottcnburg. K.iisenl.imm 77. Piel
wurde .im 1-'. Juli in DüsseMorf geboren, ist mit Dary Holm verheiratet
und gibt Aiitograinme. Der Künstler dürfte zwanzig Jahre beim Film
sein. Er arbeitet augenblicklich :iii dem D. L. S.-Film „Sein bester
Freund".
K .•! in o n X o v .'1 r r o - V e r e Ii r e r i n , Aachen: Kamon Xovarro
ist durch die Metro-Goldwyii-.M.-iycr-Studios. (.'ulver-City, Kalifornien,
U.S..V.. erreichbar. Er wurde am 6. Februar in Diiraiigo (Mexiko) ge-
boren. Seine Eltern sind Spanier. Xov.irro wurde im Jahre üIl'I, durch
den Kegisseur Re.\ Iiigram zum Film gebracht. Sein Filnuleluit war
..Om.ir Kh:iyyam'". Kamon Xövarro ist ledig, gibt Autograiiinie und trägt
einen Künstlernamen. Er heißt in Wirklichkeit Samoniegos.
Brigitte Helm - Ver-
ehrerin. Berlin: Brigitte
Helm w iirile am 17. März in Ber-
lin geboren. Sie giht Auto-
gramiue. ist mit Richard Weiß-
baeb verheiratet und hat keine
Kinder. Jbr nächster Film lieiUt
...Sklaven der Leidenschaft". —
Greta (i.-irbo ist durch die M<'tro-
Goldwyn-Mayer-Stiidios. Ciilvcr-
City, Kalifornien. L'.S.A., zu er-
reichen. Die Künstlerin wurde
am 17. April ia Göteborg,
Schweden, geboren. Sie ist un-
verheiratet. Greta Garbo gibt
Autogramme. Hir richtiger Name
ist Greta Gustavson.
X u r 51 .a d y Christians-
Verehrer: Mady Christians
ist 10 — 12 Jahre beim Film. Sie
ist ungefähr so alt, wie Sie ge-
schätzt haben. Ihre Grüße sind
ausgerichtet worden. Mady Chri-
stians kann auch im Lebeu so
heiter und voll Humor sein wie
in ihren Filmen. Selbstverständ-
lich, sie besitzt auch ein Auto.
Die Mutter der Künstlerin lebt
unseres Wissens noch.
Hans W. aus Wie s-
baden: Lilian Harvey ist noch
etwas jünger, als Sie geschätzt
haben. — .Vm besten wenden
Sie sich unter Beilage von Bild-
kartc und Rückporto direkt an
die Künstlerin.
G r e t e 1 aus Hamburg:
Oskar Marion ist von der Gräfin
Arnim geschieden. Olga Tschc-
cliowa und Xenia Desni waren
mit Russen, Eiizza la Porta un-
tres Wissens mit einem Ru-
mänen verheiratet. Die Künstle-
rin ist schon lange nicht mehr
mit Gustav Fröhlich verlobt. Lily
Damiia, Vera Schmiterlüw und
Lya de Putti sind ledig.
Greta Garbo-Verehre-
r i n aus H a 1 e n s e e : Greta
(iahors richtiger Xamc ist Greta
(iustavsou. Die Ivünsllerin ist
Schwedin, in Göteborg geboren
und ledig. Hire nächsten Filme
heißen „Wilde Orchideen", ,,A
woman of affairs" und „Eifer-
sucht".
Bernhard B., Breslau:
In dem Florence Vidor-Film
,,Hir großer Flirf" spielte die
kürzlieh verstorbene Marietta
Miliner nicht mit.
Otto G e h ii h r - F r e u n d i n aus München: Otto Gebühr
wird auch w iedcr filmen. Er wohnt Berlin W 57, Kurfürstenstraße 11»,
wurde am 19. .Mai in Kettwig an der Ruhr geboren, kam 1919 zum Film
und ist geschieden. .Sie haben recht, er hat eine Tochter, die Hildegard
heißt, und Gcbiihrs Bruder ist .siiidienrat. — Jack Trevor und Henry
Stuart sind Engländer, Iw;in Mosjiikin ist Russe.
R o d 1 a R o (( u e - V e r e h r e r : Rod la Roque wurde am 29. Xo-
vember in (hikago geboren. Er ist mit Vilma Banky verheiratet. Di
dem Film ..Auferstehung'- war Dolores dcl Rio seine Partnerin. — Monte
Blue ist durch die Warner Brolhcrs-Siudios, 5842, Sunset Boulevard,
Hollywood. Kalifornien. l'.S..V.. zu erreichen.
I> i s a P.. F r a n k f u r I I .M .-i i n : Lilian Harvey wohnt Berlin-
Westend, Ahornallee Ifi 17. Willy Fritsch Berlin W. Kaiserdamm 95. Gustav
Fröhlich Berlin-Steglitz. Orli'.iiissiraße 4, Jenny Jugo Berlin W, Kaiser-
d.iiiim 29, Brigitte Helm Berliii-D.ihlem. Im Winkel 5. Liane H;iid Berlin-
Westend, A\ iirtlembergische Straße 13, Lissv Arna Berlin W 9, Lindauer
Straße 9.
A n d r e >t a t t o ii i - V e r e h r e r i n , Tilsit: .Vndri^ Matloni kam
über die sprechbübnc zum Film, bei der er heute noch ist. Mattoni ist
auch im Leben sehr syinp.ithisch. liebt alle Blumen und treibt viel Siiort.
— .\gnes Eslerhazy ist nicht mit Elena Liinda verwandt. — Wir glauben,
daß Luigi Servcntis Bart ,,echt" ist. — Lien Deyers wird Deiers ge*
sprochen.
0 i s P I ,n R.. Ti 0 r I i n : Tcddv Rill wohnt Roiliii-Wcsfond, >rpinitiscn-
iillc« 7, f;il)t Aiilo^rr.ii i- uml ist \ ciliciiMlct. — ('.ul Halliaiis spipll ilii;
niäiiiiliclie ll.iiiplnillc in dem AsafraiDlI-Kilin „U(Molti" im Erzicliiitiss-
Iiaiis". — Hi'tty Italldtir ist niclil Ainciiliaiicrin, scindciii Kn^läiidorin.
I'liylli.s Havel- ist durch die .M('tr()-<i(ild\v.vii-.\la.v('i-Slndio.s, ( iilvv'i'-C'i'v,
Ka.. r.S.A., J^upo \ flcz (liin'h di(! I'iüti'd Artisis, 72l'0, Santa )li)iiii'.i
iioiilcf ard, llollywoiid. Kalifdiiiicii. l'.s.A.. zu ci rcirlicn.
Peter .1.. II a m li ii r «• : (live Jliuoks neiie.-ter Kiliii lieil.!t ..Ver-
gossene (iesiehler". Seine l'artneiin ist Oif>;i JJaclaiiuv.i. ('Ii\e Ihocik Ist
(in Si.ir der J'.-uanionnt und diireh deren Simlius in Ilollywond. Kai.,
:>\:t\. -MartlKMi Sireet, erreielili.ir. JJrook v\nrde am l. .Iiini in Londiiii
Hcbiiren, ist verheiratet und hat Kinder. Kr fjilit Anliii;'''"'"»''- C'live
Itrook war früher .Iourn;ilist. im Kriege .M.-ijor und «ins später zur Spreeli-
liiihne. — Linnel li.irryiuoore ist durch die -Metro-Cioldwyn-Maycr-Studios,
(nlver-Cily, Kalil'urnieii, r..S.A.. zu erreichen.
I'" i 1 tn r .•! t t e .i u s H r a u ii s c h \v e i r- - Olaf Fjord -wohnt Berlin-
AVihnersdorf, X.-intcin'r Str.-iUa !!-•. Er ist -VorvveKor und wurde in Oslo
K:(dioren. .><ein lielinrlsl.-(<>- ist der 1-'. .Vnsust. .AulJer in dem fieiiatinten
l-'ilni spielte der Künstler nodi u. a. in ..Zwei .Menschen-', ..Indizicn-
lieweis--. ..J)ie K.-iincradsehattsehe"'. ...M.-id<inii,-i im Schlafwafien''. — Dina
(ii.-illas l'arlrier in ..Kin kleiner \orschul.l auf die !selit;keit' ist Inire
K:iday. — ll.-i Uin.-i ist Serhin. Ihr luMiesii-r l-'ilni licilJt ..tJ.-ilKcntoni'. der
7.Mr Zeit in l'r.-iK Kcdrehl wird. Die niännliclie ll;niptrolle spielt Kranz
J.cdcrer. — .\uller in den (m-h jihnteii J-'ilnicn h:it man .\l;iria .I.-ieohini
noch in ..Orient" (mit ll.-irrv Liedtke), ,.l>cr l-";ill des ."staatsanw.-ilt .\l.-"
(mit .Ic.-in Au'ielo. (ircj;ori (lim.-ira). ,,Ari.-ulne in Iloppeji-.-irten-' (mit .7e.-in
Kr.-idin), .,Vill.-| \alciuiieri' (mit tll;\ns .Stüwi'), ..Der lel)eiule J^eichnam'
(mit l'iuloukin und Gustav Diessl) s'es<'hen. — .Icnny .(uros l'artuer in
,, Sechs .\lä<lchen suchen X;iclit((uartier" w.-ir (ieorg Alex.-uider.
.\l u c k i u n d K u c k i .-i u s ]) r e s d e n : Dolores de! Rio und
üid.-iml Drew sind durch die Edwin ('.-irewe-l'roductior.s, Tee-Art Studios,
Hollywood, Kai., r.S..\., AV.-irner Haxter durch die l-'ox-Stiulios. 1101. Xo.
AVestern .Avenue. Hollywood. K.-iliforiiien. r..S.A.. Kollert Castle (Fred
Solml durch die l'ar;imount-l-".-inious-l,;isk\ -Studios, Hollywood, K.-il., I'.S.A..
zu erreichen, .\dolphe F.URcrs wulint Hcrlin AV l.'i, F.-isanensir.-ilJc! Js.
Victor A'arconi weilt .■lunculilicklieh in Deutsehland und ist durch die
HcR-ew.-ild-l-'ilm. Hcrlin S\V is. Fricdrichstr.-il3c i'.'iO. crreichli.-ir.
S. Qu.. Uanibiirji: 1. .Tawolil.
es ist Enrico iienfer. ~ ;$. JIarcell;i
.Alhani ist von <leni Regisseur
(iuido .SchamherR- R-eschiedeii.
1. Ji.-iura l.-i l'l.-inic ist mit dem
amerik.-inischen Weaisseiir AVilli;im
,A. Seiler vciheir.-itet. ;>. A'i\iaii
(iilis(n\ ist vmi einem ]-^nt;länder
ncschiedeu uuil hat eine Tochter
.Auitel.-i. 7. Freil Sidm alias Ko-
hert Castle filmt flcil-üj;- hei der
]';iramount in H(dl\wiiod. Zu i".
und ().: Die heideii Filmst.-us sind
unseres Wissens früher mit Ni(-ht-
Künstleni verheiratet gewesen.
I n p; e b o r tv . F i I m f r e u n -
d i n a US Leipzig: Henry
Siii.-irt wohnt Herlin W. P.iss.-iuer
Sir.'ilie 17. wurde ;nM I. Februar
gehören, ist ledi^ und R-ibI .\ulo-
Kr.-imme. Way'cn Sie es nur, .'in
den Künstler zu s(-hreibeii. Kr
wird Ihnen siclier lliren Wunsch
erfüllen. Er ist seit .'i — fi ,1,-ihren
beim Film. Welchen Fraueiit,\ p
.situ.-irt hevorzuKt. entzieht sich lei-
der unserer Kenntnis. Das Aller
der Filmstars veröffeiitliohon wir
grundsätzlich nicht.
T h e o d o r B., F r a n k f u r t -
M .1 i 11 : D.-is uns einR-es;iiidle ]{ild
stellt nicht die betreffende Künst-
lerin d.-ir. Die Aufii.-ihme ist Dineii
inzwiscIuMi w unscliRcmälJ wieder
zUKeRjuiKen.
O e r t r II d aus F.: Rudolph A'alpntino starb am 2.". AuRUst IfliT,.
Er ist unseres Wissens in seiner italienisehen Jlcini.it beisesetzt worden.
.la. er war erst ;iO .l.-ihre alt. V.ilenliiio h;itte schwarzes Ha.-ir und hr.ione
AuR-eii. Er hat in Heverly-Hills. Hollywood, eine Besitzunsi- neli.-ibl. ^\u■
nehmen an. daU K'udolph V.ilcntino-Filme noch hier und d.i l.-iufen werdi-n.
R e i n h ,'1 r t K.. K ii s t r i n : Käthe von N.-iR-y liefindet sii h autieu-
blieklich zu Auljen.iiifn.-ihmi-n ihres Films ..Fnschuld " (..Die kleine Vero-
nik.'i'-) in AVien. Ihre Jlerliner Adresse ist W, Pr.-iger StraMe i. A\'ir
nelmien an. d.iß ihr die Post n.icIiKeschickt wird.
F i I m h u I) i , C ii p e ii i c k : .M.'irlene Dietrich wurde am 27. De-
zember in Berlin ucboreu. Sie kommt von der Sprechbühne zum Film,
ist mit dem .\ufn.ibmelciter Riulolf Sieber verheiratet und hat ein Kind.
•Sie spielte in ..Priiizo-in Olala ", „Ich küsse Diie Hand, Al.-idame''. „Die
J'raii, n;ich der man sieh sehnt". Ihr iieuesler Film ist „Das Schiff der
verlorenen Alenscheii ". — Elizz.a la Porta wohnt Berlin AV. Xürnbei'Ker
Slr.-ille i:!. Haniii Weisser Berlin-CharhdtenlHirg. Cl.-iuscw itzstraße ;i, Otto
(Ichühr Berlin AV 57. Kiirfürsteiistr.'ilJe IIH.
I- 11 i s e A.. Dresden-X. :U) : Ch.-irlolte Ander wohui Berlin-AVil-
iiiersdorf. ZäliriURer Str.'ilJe l;i. Sie wurde .-im 11. August in Berlin rc-
bm'en. ist f>-escliieden, üibt Autogramme und weilt aiiRcnblickiicIi in
Berlin. Sie siuelt die weibliche Hauptrolle in dem C.irl Froelich-T<mfilin
..Die X;icht ftehört uns". Jhre OrüMe sind bestellt worden. Die Künst-
lerin i.sf auch sehr viel .-lu di^r Sprechbiihne täti«-. Sie w.ir ti. .1. in fol-
Kcnden Filmen tätii;-: ..D.inlon" mit Emil .1,-iniiinKs. „Tr.iRiidie der T.iebe"'
mit .lanniuKs. Oaidarow, Mia May. ..Sturmflut des Lehens" mit C.unn.-ir
loluaes, „Die Dame und ihr Cb.-iiiffeur-" mit .l.ick Trevor. .,I.iehesi-eif>en"-
mit Wilhelm Dielerle, „(iaunerliebcheii" mit R.iimondo van Kiel. Char-
I" Ite .\mler ist .iiicli im ],pbeii sehr liebenswürdig und wird Ihnen be-
.slimmt Ihren A\ iiiiseh erfüllen, ebenso AVilhelm - J)ietcrle. — Sie dürfen
J- rasen :iii uns stellen, sooft Sie J.iist haben.
I. . J«'-'".."^ '' "• }.'■• ",''■'' ' ' " " ^'' '" ' '^ '' '' " ■' " '■ I" •'•■•" -Ania-Filin ..Indizien-
l'-ibb \./'" n" J"'P1>'" •"*'■'"'" '''•' "■•'"Ptrollen: Henry Edwards (lir.if
I l,e ie, ■', ^i'.''' ','"■",•>"■''•/'"■ liinder). In weiteren Rollen waren
Lil \l V \o7;i ■'■'"' V ';''''■•.' V''' -^"'••'"" """ '^"'.nbiirKer. Iiir-c E;ind-
n ■hsie^ V ".' ^ ■'•'•' .-^'"'"•"" iK-schäftio-t. _ Der Termin unseres
V ileii..lei Die Kiiiisllenn spielt aun-enblicklicli die weibliche Hauptrolle
',"-"'■;"> ..■".■OS „, Kellen". Ihr Bildwunsch ist vorRcnicr <t. - ' eber
den Si siel 'r,:.''^^^ '""■" ■''"'■'■ '"•'"'" '"'•'"•^ Pizählen. Vielleicht
winiien ."sie sii-li siialcr noch einm.-il .-in uns
• vi"..'"- \',''""V" "illi'-lm Dicterle hat kürzlich die AuUenaufnahme,,
in Milteiiwald zu s,.ii,ei„ Film ..Das Schwei-en im AValde' I ei d^^^^^^^
arbeitet jetzt in den Ffa-Atelicrs vom Xeu-Babelsber«. i r ist aü sf
he.sehaf iRt. Wann er llircn Wunsch erfüllen wii.l, küiinen wir Ihnen lei
der aiK'h nicht sagen. Am besten also, Sie gedulden sich noch!- Dietcrle
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Hauptgeschäft: BERLIN SW 68, KOC
F/'/ia/e: CHARLOTTENBURG, BERLINER
Hans AA'., flrpiffcnhorg: Cilly Feindt ist durch das Film-
haus W ilhelni Feindt, Berlin SW 48, Friedrichstralie 216, zu erreichen,
•"»ie wurde, .im 8. April in Berlin geboren, ist unverheiratet und Rillt
Autogramme. Sie spielte bis- jetzt in der ..Zirkiis|irinzessiii-, ,.(ifährdel<;
.liiRend". ..Alordsmädi-I--. ..Der Feldmarschall". — l.illian Ellis ist durch
ilie HcRCwald. Berlin SW l,H, Friedrichstralie 250, erreichbar. Sie ist
Dänin, wurde in Koiienh.iRen geboren. Ribt .AutOKranime uml ist lediR.
IJIlian Ellis ist Tänzerin, spielte vorigen AVintcr in Berlin die Rolle der
Tänzerin in Rcinh.irdts ...Artisten- und kam danach mit dem Film in Be-
rührung. .Alan sah die jiiiiRc Künstlerin bis jetzt in .,Hcut spielt der
strauLi- und ..Der Leutnant Hirer -Majestät". Ihr neuester Film ist ..Im
Prater liliihn wieder die Bäume"'.
H a r r y 1. i e il t k e - F r e n n d i n , Berlin: Harry l.iedtk.r
wdhut Berlin-tiruncw.dd, Bisniarekallee 16. wurde am 12. Okt(iber in
KiiniRsberR Reb.>reii und Ribt AutoR-ramme. Ja, er ist mit Christa Tordy
verheiratet. l>ie nächsten Liedtke-Filme hoiLlen: ..A ater uml .Sohn" und
..(iolR-ath.'i seines Herzens"".
F i I 111 f r e ii n d H .-i n s - .7 o a p h i m .\. aus Forst: Hse Sto-
braw.-i wohnt Berlin AV. AschaffenburRcr Stralie B, wurde am 9. Februar
in Köln Rcboren und komiiit von der .S]irechliüliiie zum Film. Sie spiidte
bis jetzt in ..Kampf der Tertia-, ., Spuren im Schnee"", ,. Revolte im Er-
ziehuiiRsh.ius" und ..SpreuRbaRRer 101(1". AVie .ilt Ilse Stobrawa ist.
können wir Ihnen leider nicht saRcn, d.i. wir unsere Filmstars Rriind-
sätzlich nicht cl.-in.-ich frjiRcn.
AI .a X H.. Düsseldorf: BriRitte Helm ist Berlinerin. Sie hat .im
17. Alärz OeburtstaR. Die Künstlerin wohnt Berlin-Dahlem. Im Winkel 5.
ist mit Richard AA'eilibaeh verheiratet und Ribt AutORramme. Hir iiäehsfer
Film ist ,, Sklaven der Leidenschaft". — Anna Alay AViuiR wurde am
21. September in Los AiircIcs Rcboren. Ihre nächsten Filme, die sie in
Dcnlschl.ind bei Richard EichberR spielt. lieiLli'n: ..Symphonie der Liebe"
und ..Der WeR der Schande". Anna Alay AX'our Ribt AutoRramnie. ist
IcdiR. — Fred Louis Lercli wohnt Berlin W, KeRcnsburRer StralJc 11.
..(.,' h a r u R o v: Das Rcwünschte Photo werden Sie sicher durch
den A'erluR ..Illustrierte Filmwoche". Berlin SW lis. KochstralJe 6—8. iie-
AutoRramin von diesem Künstler können Sie am besten durch
der (ireat Eastern Corp.. Ltd., l>ellii, Indien, erhalten.
E V e I y n K.. H a n n o v e r :
Die männlidic Hauptrolle in dem
Film der Deutschen l'niversal ..D.is
ScbweiRcn im AValde" (n.icli dem
Roman von (ianfeliofer) siiielt AVil-
helm Dicterle. Die Aullenauf-
n.-ilimen in .Milteiiwald (Tiridl sind
beendet. Dietcrle hat mit den
Innenszcnen in Xeiihahelsberg be-
Ronucn. Der Künstler wohnt Ber-
lin-\\ilinersdorf, .leiiaer Stralie s.
AA i I h <■ I m D.. D a ii z i p: -
LauRfuhr: AVilhelm Dietcrle
hat seine WohnuiiR in Berlin-W il-
inersdorf. .fenaer Str.ille 8, wurde
am 15. .liili in Ludw iRshafen Rc-
boren und ist mit der Schausiiiele-
rin l'h.-irlotte H.-iRenbruch verhei-
r.itet. Dicterle ist Star der Deut-
schen Uuivers.-il und führt auch in
seinen Filmen die RcRie. AiiRPii-
blicklich dreht und s|iielt er in
Xciib.ilielsberR ..Das Scliweigeii im
AV.ilde".
(i r e t .'1 C. n r b o - V p r e li r c -
r i n . M ü n c h e n : tirela (iarbo
arbeitet auRenblicklicli in Holly-
wood an einem Tonfilm ..Eifer-
sucht", iler von dem französischen
RcRisseur .L-iciiues Feyder in-
szeniert wird. (iret.-i Garbo
Ii.it hellblondes Haar und bl:ino
AiiRen. Sie ist nicht mit .lohn
(iilbert verheiratet. Beide sind
lediR.
H.ins .stüwe wohnt Berlin-Halensep,
BulR.irin verheiratet. Lil DaROver
rniählt und hat ihre Villa in
Adresse ist Berlin AV.
C; e r d a B.. K ö n i r s b e r r :
l'aulsborner Stralie rt. und ist mit ein
ist mit di-m Pioduktionsleiter Karl Witt
Berlin-Westond, .Arys-.Allee 4. Ernst A'erebes
lu. — AVir linhen Harry Halm Iliren Dank für das Bild
Möglicherweise findet im AA'inter ein -\utograninitag in K.
Emser Stralie
«iiSR-erichtet.
statt.
Willy F r i t s c li - V e r e h r e r , Berlin: AVilly Fritsch wohnt
Berlin W . K.iisei d.nom !15. wurde .im 27. .lanii.-ir in K.ittowitz Reboren
uml ist ledig. Er gibt AntORramme, treibt viel .Sport und ist auch im
Leben unbcsclirciblich nett. Seine neuesten Filme sind ,,Die Frau im
Mond"' und ..Melodie des Herzens"".
F r i e d e 1 IT.. Iserlohn: Einen großen Erfolg in .Amerika lintte
vor kurzem der I'fa-Film ,.1'iiRarisclie JJhapsodie ". — Der P. D. C. de
Mille-Film ..A'aritesterne'" ist vor einiger Zeit in Berlin iiraufRcführt wot-
deii. ..Die .lagd nach der Erbschaft" ist noch nicht heraiisRekommen. —
Lina Basquette und CeorRCS Duryea siiiil noch nicht in Europa Rcwesen.
W.iiin sie uns einmal in Deutschland besuchen werden, wissen wir leider
nicht. — .losepli Schildkraiit ist durch die Vnivcrs.il-.Sdidios. Fniversai-
City. Kalifornien. Richard BarthelmeU durch die First Xalional-Stiidios.
Burb.-iiik-IloUyw (lod. Kalifornien. F. S. .A., zu erreichen, .loseph Schild-
kraiit ist der Sohn des Deutschen Rudolf Schildkraiit. Er hat am 7. Mai
(iebiirtstan. Richard BarthelmeU wurde am i). Al.ii in New York geboren.
— Irene Rieh ist durch die Warner Brolhers-Stiidios. 5842. Siinsct Boule-
vard, Hollywood, Kalifornien. F. S. .A.. erreichbar. Sie haben recht, die
von lhne:i aufRczählten RcRisseiire haben alle internationalen Ruf. .Aber
Sie h.'iben einiRC prominente Spielleiter verRcssen, so Fritz LaiiR. .loe
:May, Friedrich Zclnik. D. W. Criffith. Rex IiiRram. A'ictor Sjöström, Aböl
(i.inee. .l.-icc|ues Fcydcr. King Vidor. .loseph von Sternberg.
Ed. .1.. Hasel: Der Partner von Maria Coida in ..Dulderin AA'eih'"
hciUt .lanieson Thomas. Mari;i Corda ist nicht EiiRländerin. sondern FiiRa-
riii. — lireta (Jarbo spielte bis jetzt in folRenden Filmen: ..luista Ber-
ling"". ,,Die freudlose C.asse ", ,,Es war- , ..Totentanz der Liebe", ..Anna
Karenina"", ..Das Röttliche AN'eib". ,,KrieR im Dunkel". Ihre neueslci
Filme sind: ..Wible Orchideen"" und ...V womaii of alTairs". AuRcnblick-
licli .•irbcitct Creta tiarlio an dem Tonfilm ,,Eifersnelit"". -- Brigitte Helm
ist noch etwas jünger, als .Sie Rescliätzl haben. Aoraiissiehtlich wird sie
auch bald tonfilmen. Der ..Schm.ali'" in ..Aletropolis"" wurde von Fritz
Rasp verkörpert. — ..Die weillc Hölle von Piz Palü" ist schon iiranfRc-
führt worden. — Zu den gröLiten und teuersten Filmen gehören: ..Ben
Hur", .,KöniR der Könige", ,,Dic zehn (iebote". ..Metropolis ". ...Arche
Xoali"-. Dil- Rröliten .•imerik.uiiscben FilmResellscb.iften sind: P.iramonnt,
Metro C.oldwyn-Mayer. Fox, Fiiited .Artists, Warner Brothers, First Xatio-
Ulli uml l'niversal. (".rolle deutsche Filmfirmen sind u. .1.: Ffa. .Aafa,
X'atioii;il. Terra. Deutsches Lichtspiel-Symiikat. Eniclka. Das Buch
..Fiisere Flimmerköpfe" enthält von Brigitte Helm ein UilU, aber nicht
von den andern genannten Künstlerinnen.
niiiiii» I.' it.i
ii.-.i'.-.i.i. : .t
OWEN LEE
beim Tanken ihres Flu^zeu^^
n
OrPtn fJnrlio-A'orplirorln, Kielt Ein.nr ir.-insnn ist in
Kaliriiniii'ii iliircli ciiirii Aiitoiinr.'iU iiiiis l.clicii ki'I^oxxix'Ii. M.'iiiiit/.
Stiller >t.'ii'li im vciriKi-ii .l.ilirf in seiner scliw eiliselien lle|in:it .'im llcr/-
selila;;. — Wir i^l.iiilien liestimml. il:iU .ille (iri-l:i (i.-irlio-l'ilnie :iHeli n.icii
Kiel klimmen. Trotzilem eiii|il'elileii wir. sieh mit Ihrem .Si.'immkiiiii-
liesilzer in VerliiniInnft /ii setzen. (;ret:i (i.-irlios Hniiler. .s-veii tiiisi.ivson,
filmt Iiei iler S\ensk.i in Siixkluilm. — Itie Szenen, in ileiieii .lohn (iil-
liert in den ..Kos.iken' reitet, sind keine Tiiekliilder. (Wlliert ist t.it-
säehlieh ein so \ orziiiilieher Heiter. (lennii wie I)iiii;;l:is K;iirli.'iiiks. -
Man stellt in Amerik.i und Kn;;l.'iiid m.inehe 'ronfilnie in zwei liis dri'i
.S|iriieheii her. uiinilieh in ileiit^elier. en«liseliec und fr.inzösi>elier. nm den
internalion.ilen M.irkt versur^en zu können.
K i I m V e r e h r e r i ii M a r ti ■' r e t e
S t.. H e r I i n : Wir h.ilieii Werner
J''netterer Ihre (iriiUe liestellt und ihn
:in d.'is Antiiprr.'imni erinnert. Kri^iKe
Ilelni ciht Anliifjr.imme. Jtie Criille .in
diese Kiinsllerin und an Kriisl Verehes
sind elienl'.ills :iiist;erielitet worden.
M e r t a K., Nürnberg: Hri;titt<'
Helm wurde :iiii IT. März in lierliii
gehören, ist mit Ifii-h.ird WelUhaeh > er-
heir.ilei, fiilii .\nl(i(;ranime. treilit viel
.Sport lind hat ihre Widiiiiint; in Herliii-
D.'ihlem, Im Winkel .'>. Ihr neuester
J'ilm ist ..Manoleseii". — Fr.inz l.ederer
wohnt Herlin-Krieilenan, KehlersIr.ilJe I.
st.'immt .'ins l'rai;. h.'it .'im li. .\o\ einher
(ieliurtstag. ist ledi^ und f;i'" Aiito-
Krainme. — Kurien Henfer isi diireh die
ri'a. Herlin SW (iX, Koehstralie ti— s.
Hillie Dovc und Dorolh.v .Maelitill dureli
die l-'irst Natiiui.'il-.Siudios. Utirhauk-
lloll.vwood, K.-ilifornieii, L'.S.A., zu er-
rei eilen.
K d i t li u n d ^' e r .'i .'i u s .•< w i n e -
m ii n d e : Sie li.'ilien reeht. ll.'iiiiii Kein-
w.'ild ist die Sihwesier von (irete. —
Fred I is l.ereli widiiil Berlin W. l.'e-
Kensbnr^er Str.ilie 14. (iiist.iv Diessl ist
Miener. — Alle Filinst.irs sehen .\uto-
f^ramme. — Wenn .Sie zum Film vx ol-
len, so ist es .'im hesten, .Sie wenden
sieh iininilteUi.'ir an die FiliiiKesellsehat-
ten. Wir >;ehen Ihnen hiermit einige
Adressen: Ffa. Herliii .sW i;«. Koeh-
slr.'iUe (1-8, .V.'ifa. Herliii SW is. Fried-
riehsir.iUe 2l>:i, Xati.mal. JJerlin SW I«.
FriedriehslraBe in. Deutsehe Fniversal.
IJerlin W M, .M.iiiersir.ille «2. lleKew.ild.
Herliii SW ts. Friedrielistr.iüe l'.'id.
I. o t t i A.. s I e I t i n : l.ili.iu Har-
ve.v ist nieht mit Willy Friiseli verhdu,
— .M.irlene Dietrieh wohnt Berlin W.
K.iiser.'illee r>4. ist mit dein .\ufnahine-
leiter Kiidolf Sieher verheir.'itet und
wurde am J7. Dezeuiher in JJerliii ge-
hören.
Else R.. B 0 11 n : Am hesten. Sie
wenden sieli in Ihrer .\iiKele};eiilieit ;in
die ..Illustrierte Filinwoehe". Berlin
SW n.s. Kodisir.ille (i-s. Sie erhallen dort
sieher das (iewünschie.
/, w e i X e u j;- i e r i ;; e ;! ii s S t n t
selion l.iiifie wieder in den F. S.A. Kr ist
dios. Ciilver-Cit.v, K.'ilifornien. erreiehhar.
mit einem I'ark. Welelie lliindi
Kart : Ttamon Xov.irro ist
diirili die Melro-tloldwv n-Slii-
.lawolil. er liesilzt eine Viil.i
hevorzunt, wissen wir leider nieht.
Oerd Briesp-Vnrelirorin Maprret O.. BrCTncn: Wir
werden die betrefVendiii Filmstar» erinnern. — Vietor Varkony spielt die
m.'iiinliehe Hauptrolle in dem Hefjewald-Filni „Pie Warsehauer Zitadelle'',
Kr ist ,'iImi. jetzt in Berlin und dureli diese Firma, Berlin SW 4M, Friedrieli-
str.ilJe 2.'i(i, zu erreiehen.
.\ I m .'t s.. Dort in u n d : Bildkarten von Filmstars können Sie durch
den Verl.'ifj der ..Illustrierten Filinwoelie", Berlin .SW GS, KoehstraUe fi — S,
hezieheii. — .\l.i rechne I>.iy ist durch die .Metro-(!old« yn-.\l:iyer-Studios.
( nher-tity. Kaliforinen. F. S. A., zu erreiehen. .Steftie Vid.-i wohnt Berlin
W l.'i. l).inii>tadter Slralie H, Iris .Vrlaii, Berlin-Charlottenlinri;, Uesteud-
allee 71. Louise I.a-iraiijje, l'aris. Hue l.eifiendrc VIII. Kstellu Taylor .'ii."il
J.os Feliz Boulevard, Los Anseles, Kalil'ornien.
I w an 1' e t r 0 V i e li - V c r e li r e -
r i n , Berlin: Iw.in I'etrovieh ist
ein Sl.'ir der (Jreenhaum-Filnisjesellseh.il'l.
Iler Künstler wohnt Berlin-Silimart^en-
dorf. Fiirkeuheekstr.'iüe .'ifi.'i. ist iiiiver-
Iieiratet und 'fii.'i' .Viilourr.imine. l'etro-
V ieh wurde .'im ;il. Kezemher in Bud.i-
pi'sl ^elioren. ist .'iher jetzt serhiseher
St.i.its.'iiij;ehöri)ikeit. Kr k.im lUi':! dureli
-Mieh.'iel Kertesz zum Film.
B o d o W.. K a t z e b n r s : I.ili.in
ll.irvey hat ;im li). .Fanii.ir (Jehurtstau.
.sie hat lil.-iue .\iii;en und ist lilond.
(inst .1 V y r ö li I i e h - S e Ii w ä r -
m e r i n K n e i c B., S t r a I s u n d :
Ciistav Fröhlieh «iht .Viito^ramine. Sie
ktinnen sieh riilii^ mit Ihrer Bitte per-
siinlieh an ihn wenden. Kr wird Jlinen
he^liiiimt Ihren Wiiiiseh erfüllen. JJild-
k.'irten v<in dem Künstler erli.'ilten Sie
in jeder firiilien I'.iiderliandliiiiH: oder
aiK'ii dureli den Verl.is;- der ..Illustrierten
Filmwoehe". Berlin SU GS, Koehstr. G-s.
F I I .'1 C) u d s t r ö in - .1 ä f; e r .
S t 11 t I -r .1 r t : Zu unserem Bedauern
können wir Ihnen die .\dresse von Fll.i
Ondströni nieht mitteilen, da wir nicht
wissen, bei welcher Filnifresellsehafl sie
in Xebenrollen gewirkt hat. Aber viel-
li'ielit ist es Ihnen doch noch möglich,
die betreffende Firm.i in Krf.iliriiiiK zu
briiiKcii. D.aiin sind wir n.itürlicli ;;ern
bereit. Ihnen weiterzuhelfen.
1{ h e i n I .'i n d m ä d e I a u s P n s -
seid o r f : Fred l.oiiis l.ercli wurde
am 2S. März in Krnsdorf (Oesterreich)
{reboren. Kr ist uiiverlieir;itet und seit
zirk.i vier .laliren heim Film. Seine
l.ieblin.i>'sblnnien sind unseres Wissens
Xelkeii. A\;inn der Künstler l>üs.-el-
dorf besucht, wissen wir leider nicht.
Ihre (JriiUe sind .•iiis(;erichtet worden.
Die neuesten Filme mit Fred l.oiiis
l.ercli sind ...Spiel nm den .M.'inu " und
...•Schw.'irzw.'ildinädel". In beiden Filmen
ist er der Partner von Li:iiic llaid.
K II t h W.. B .1 r III e n : >l:ircell.i
.Mb;ini wohnt Berlin AV. r.iiilshoriier
Str. i:i. C'olleen Moore ist durch die
First X.'itional-.studios, Bnrb.ink - Holly-
wood. K.il.. l'.s..\., zu erreiclien.
M. W. a 11 s n^a n n o v e r : Die BeschreibiiUKen zu den i;enannten
Filmen erli.'ilten Sie durch den ., Illustrierten Filmkiirier ", Berlin W F,
Köthener Stialie :!?.
Ktwas älter, als Sie Keseliälzt h.'iben. Fiiseres W is...ens 'l'eiior. Flieucn
k.'iiin Nov.'irro. .'iber ein eigenes FliiKzeut; hat er wohl noch nicht. Miiji-
licli, d.'iU ..Ben Hur" .iiieli in Stiiltfi.irt noch einm.il Kezei';t wird. Her
Hamoii Xovarru-Filin ..S.'hij; der Süd^ee" (Iriiher ..Der Heide") ist noch
nicht zur rr.iuffiihriiiiK «elatiKt. — .Mareeline P.iy ist ebenfalls dureli
die Metro-Goldwyn-Stiidios in fulvei'-City. K.'ilifornien. l'.S.A., zu er-
reichen.
r e d d y B i I I - V e r e li r e r a n s W n r e n d o r f : 'l'eddy Bill wohnt
Berlin-Wi'stend. Mi-inin;;enallee 7. iinil fjibt Aiitot;rainme. r>er Kiiiistler
wurde am IS. November in Wien geboren und ist vei licir.'itet. Kr spielt
eine H.'iiiptrolle in dem kürzlich iiranfKeführten Diua (iralla-Film ..Kehre
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Ulf denen {lesehossen und Potpourri - -Musik Kemaeht
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A.Rusenthal — Aroa, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Ocsterreich verantwortl. Robert Mohr, Wien 1, Domgasse 4. Verantwortl. für Anzeigen Wilhelm Schaefer,
Charlottenburg. Anzeig enverw al lung Universum-Film A.-G., Abt. Ufa-Wcrbifilm, Berlin SW68, Kochstr. 6 8. Kupfertiefdruck: August Schert G.m.b.H., Berlin SW 68
e
Ivan
Mo^onkiii
V
% ^
V
HeinrfcliGeor^
DUaftirio
ManusKript: Nach emei Ftimnovelle von Man«
SzeKely tr«i bearbeitet von Robert Liebmann
... W%]jaiisiy
Produktion : Bloch • Rablnowitsch
. . . großer Premicrcn-Krfolji . . . betörend Bri-
(iitle Helm . . . MosjouUin ganz außerordentlich,
ein Held, von dem die Frauen träumen. Brigitte
Helm schön bis dort hinaus. Hinreißend auch
Dita Parle, von stärkster Trieb- und Ticrhaftig-
kcit Heinrich George. Beifall schon mitten im
Bild, Stürme von Beifall . . . Ein großer Erfolg
der Ufa im Gloria-Palast, der wieder einmal auf
Monate hinaus ausgesorgt hat. Lokal-Anzeiger
. . . erstrangiges Erzeugnis der deutschen Pro-
duktion. Regie, Darstellung und Photographie
haben hier ihr Bestes gegeben und erneut den
Beweis vom Geltungswcrt des deutschen Film-
schaffens erbracht . . . von Erotik durchtränkte
Liebesszenen, die haften bleiben . . . Brigitte
Helm eine wunderbare Kanaille . . . großer Er-
folg ... 12 Uhr Blatt
. . . Spannung und Idylle . . , vorbildlich auf-
einander abgestimmt, unerhört farbig, einzigartig
die Kunst des Kameramanns Karl Hoffmann,
grandioser Wirbel von Liebe und Verbrechen,
Haß und Resignation . . . großes Zugstück . . .
ein neuer großer Erfolg der Ufa* Nachtausgabe
. . . Ivan Mosjoukin meißelt die Gestalt in voll-
endeter Plastik . . . Brigitte Helm die Heldin
dieses Abends. Hinreißend die Art, wie sie die
triebhafte, gierige Verfüherin darstellt . . .
Morgenpost
• . . Es ist ein so frischer, temperamentvoller,
lebendiger Film, mit ein paar reizenden, ironi-
schen Zügen, ein Spiel, das nur Spiel sein will,
ohne falschen Prunk, ohne Feierlichkeit mit der
einen Ambition: dem Vergnügen der Einwohner
zu dienen. Turjanskys ganz ausgezeichnete Regie,
Karl Hoffmanns unvergleichliche Photographie
und eine bravouröse Darstellung ergänzen sich
aufs schönste. ... Der Film wurde mit lautem
Beifall aufgenommen. 8 Uhr-Abendblatt
"M
,&.
f
Vi
Printed -h riermany.
iFIL
^^^^
fUMMER 39 / BERLIN, 29. SEPTEMBER 1 92 9 / PREIS 40 PFENNIG
1
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■*>\-
i
l'hüt. l\a
oL^oHe oLorrin^ sfoteli tm ^uLjaplm ,foDer C/frajltn^ aus Cyiamoul
Für den Sportsmann^^
ist die Kamera unenibeßrlicß!
-y.-M
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-■^ ,.'^. '■> »■; ».'
'7 ,- -
.ry^-üJiK,,
Sei OS ;uir iloin SiJOilphil/, beim Trainin<< oder
NYettUami)!, iiniucr wird Ilinen der l-'ilin- oder
l-'olo-Apparat von Nutzen sein. Die Kamera, mit
der Sie auch die Tecimik und ilic Kij^enartcn
der großen Sportkanonen -^enau beohachlen
können, ist wie ein Spiegel, in dem Sic liire »e-
wef^unt-en, Ilnc Leislunnen verfolf^en können.
Wir inrormicKii Sic kitii iin\ irbiii(Ilic)i über dir IImikI-
iKibiiii« iintl Ans.hairuiiKsUosliii der Aiifiiiihme- uuil Wic-dn -
j;;i bf-A|>|>;ii!ilc der Aiii:ileiir-Kiiu-i!i:iloKra|>liii- und Koloürali.-
Ilillc- sihrcibcii Sic uns oder bcsii.licii Sic die AussIclUiiiijs-
nluiiic der l fa-llandcIsKcs.lKchidl, licrliii SW Ü8, KochsIr 8
^S^ifiS^
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Klaus Pohl
im Frilz-Lang-Film der Ufa „Frau im Mond"
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Kann ein Artist jemals seinem Beruf un-
treu werden, solange ihn nicht das Alter
zwingt, auf die Lockung der Manege zu ver-
zichten? Der Film verneint diese Frage, denn
die Praxis hat gelehrt, daß Artisten die flir-
rende Buntheit ihrer Welt nicht entbehren kön-
nen. Eine Anzahl zieht sich in den besten Jah-
ren mit Ersparnissen zurück, aber bald über-
fällt sie die Langeweile, und so wie sich eine
Gelegenheit bietet, stehen sie wieder inmitten
der Manege oder auf der Varietebühne. Der
Versuch eines Alltagslebens erscheint ihnen
wie eine Flucht vor dem Ich. Hierin ähneln
sich die Stars des Artistenhimmcls und die klei-
nen Schausteller, die ein karges Brot auf Rum-
melplätzen finden. Vielleicht hängen die Ar-
tisten deshalb so sehr an ihrem Beruf, weil sie
täglich in harter Arbeit um den Erfolg ringen
müssen. Sic sind die einzigen Künstler, die
ihre Tätigkeit Arbeit nennen; selbst der In-
spezient, der hinter den Kulissen des Varietes
für den richtigen Auftritt zu sorgen hat, sagt
nicht, wie bei der Sprechbühne: ..Achtung, es
ko.Timt Ihre Szene", sondern: ,,Ihre Nummer
ist daran, Sie müssen arbeiten." Jenny Jugo,
die in „Looping the Loop" den Werdegang
eines Bürgermädchens zur Zirkusartistin durch-
lebt, ist in der „Flucht vor der Liebe" ein klc
nes Schaubudenmädel. Welche Unterschiede
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Enrico Benfer
Mute: Enrico Benfer und Jenny Jugo
im sozialen Milieu beider Filme! In „Looping
the Loop" wird die Welt der arrivierten Ar-
tisten lebendig, die im Luxuszug durch die
Länder fahren und vor einem glänzenden Par-
kett spielen, denen Diener die Koffer packen,
und die sicherlich über ein hübsches Bankkonto
verfügen. Ganz anders die Welt der kleinen
Artisten, die auf Rummelplätzen beheimatet
sind. Sic erleben zwar in viel stärkcrem Maße
die Romantik des Artistentums, sie sind die
letzten Vertreter der fahrenden Leute, aber
sie müssen den Flitterglanz teuer erkaufen, weil
die Bedingungen, unter denen sie leben, er-
bärmlich sind. Es ist kein Wunder, daß eine
junge Schaustellerin, die nur ein paar be-
glückende Augenblicke bei der Abendvorstel-
lung erlebt, sonst aber einen grauen Alltag
hat, sich verlocken läßt, den Rummelplatz mit
einem gesicherton Leben zu vertauschen. Na-
mentlich, wenn damit auch das Glück der
Liebe verbunden ist. Aber auch sie lernt er-
kennen, daß bürgerliches Glück nicht für die
fahrenden Leute geeignet ist, denen eine selt-
same Unruhe im Blute brennt. Sie läßt den
Reichtum und den geliebten Mann zurück und
folgt dem Vater in die kleine Schaubude des
Rummelplatzes. Artistenlos — das diesmal
eine Flucht vor der Liebe ist.
Links: Jenny Jugo und Enrico Benfer
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Die Geschichte des Vorkriegs-Kußland ist
reich an spannenden Momenten. Schick-
sale, wie sie in gleicher Abenteuerlich-
keit nur das Leben ersinnen kann, waren wie
{geschaffen, Vorbilder der Literatur zu sein.
In diesem Riesenreich, das die verschieden-
artigsten Völkerschaften und sehr viel un-
ruhige Elemente vereinte, war eine straffe
Hand nötig, um den Bau zusammenzuhalten.
In der russischen Geschichte haben die revo-
utionären Bewegungen immer eine große
Rolle gespielt. Die Lust der Slawen am Aus-
spinnen sonderbarer Theorien übertrug sich
auch auf die Politik, und nicht alle umstürz-
lerischen Ideen waren so ernst gemeint, wie
sie bei den endlosen Diskussionen am Tee-
tisch ausgesponnen wurden. Vielleicht gerade
deshalb ergab sich die Jugend gern diesen
Spekulationen, deren Gefährlichkeit ihr
nicht immer bewußt war, und die nicht selten
mit Entsetzen sehen mußte, daß die Gegen-
seite zum Schlag ausholte. Eine derartige
Geschichte wird in dem Ufafilm ,, Hochverrat"
erzählt, der die interessante Darstellerin zum
erstenmal unter anderer Regie als der Fritz
Längs zeigen wird. Dieser Film bringt einen
Querschnitt aus dem Leben des guten Bürger-
tums im Vorkriegs-Rußland. Diese Menschen
aus einer kultivierten Atmosphäre machten
sich sehr oft aus Idealismus zum Anwalt an-
derer Volksschichten, die ihnen diese Bemü-
hungen niemals gedankt haben. Sie wurden
besonders hart getroffen, sobald sich eines
ihrer Mitglieder in den Fallstricken revolu-
tionärer Politik verfing. Denn für den Ge-
strauchelten gab es dann wenig Hoffnung.
Entweder schlössen sich hinter ihm die Tore
der Schlüsselburg, jenes Verlieses, das in der
Historie ebenso berüchtigt geworden ist wie
die Bastille, oder aber es folgte die Verban-
nung nach Sibirien. Das Leben in den
Sträflingskolonien war hart, wenngleich
Russen, die an eine dünnbevölkerte Land-
schaft gewöhnt waren, die sibirische Einsam-
keit weniger niederdrückend empfanden als
Westeuropäer. , .Hochverrat" gibt auch jene
internationale Atmosphäre wieder, die um die
russischen Terroristen lag. Vor dem Anschlag
war alles zur Flucht vorbereitet, die auf dem
kürzesten Wege in das Ausland erfolgte, und
selbst wer unschuldig war, aber in den Ver-
dacht geriet, an umstürzlerischcn Unterneh-
mungen beteiligt zu sein, suchte so schnell
wie möglich über die Grenze zu kommen. So
reist auch in ,, Hochverrat" Gerda Maurus, die
eine Dame der ersten Gesellschaftskreise ver-
körpert, von Warschau nach Zürich, wo sie
allerdings vergeblich auf den jungen Studen-
ten wartet, der in der Zwischenzeit die un-
freiwillige Reise nach Sibirien antreten mußte.
Von Zürich aus läßt diese Dame dann alle
ihre Beziehungen spielen, die zu hohen Mili-
tärs und zu den Kreisen der Diplomatie rei-
chen. Auch jene Korruption, die sich aus
Innerasien auf sibirisches Beamtentum über-
tragen hatte, wird dargestellt. Damals bestand
das Sprichwort: Der Himmel ist hoch und
der Zar ist weit, zu Recht.
Oben und Mitte: Gustav
Fröhlich. Unten: Gerda
Maurus (rechts Mitte)
Leopold von Ledebour
P/iot. Uja
Q^huf uj^ JiAdyujmt'
Autobiographische Notizen von Betty Amann,
Es ist noch nicht lange her, daß ein Journalist, dem
ich erzählte, daß Pirmasens meine Heimatstadt und
ich ursprünglich Kunstmalerin sei, die schmeichel-
haften Worte sagte: ,,Also sind in Pirmasens zwei
Malergcnies geboren worden." Auf diese Weise erfuhr ich
erst, daß der zu Ludwigs Zeiten lebende Maler Morcau in
Pirmasens zur Welt gekommen war.
Was nun mein ,, Genie" angeht, so darf ich feststellen,
daß die bildende Kunst zwar meine Sehnsucht war, doch
nicht mein Beruf.
und setzte mir die Vorzüge des Bühnenlebens in den
schillerndsten Farben auseinander. Das tat sie so über-
zeugend, daß ich zum Schluß begeistert ,,Ja!" schrie.
Vier Wochen lang Abend für Abend trat ich im Ver-
folg unserer Unterhaltung in einem Sketscb auf einer
New-Yorker Varietebühne auf.
Es war das May Palace Theater, in dem ich die Sensa-
tionen des Lampenfiebers und des ersten Bühnenabends er-
lebte. Aber wie alles zur Gewohnheit werden kann, so
fühlte ich mich
Als ich sechs
Jahre alt war,
fuhren meine El-
tern mit mir über
den großenTeich
nach Deutsch-
land. Ich erin-
nere mich, als
sei es gestern
gewesen, daß ein
Maler, der mit
seiner Staffelei
vor dem Rathaus
stand, einen be-
sonderen Ein-
druck auf mich
machte. Die Ent-
stehung seines
Bildes ist sozu-
sagen unter mei-
ner Kontrolle
vonstatten ge-
gangen.
Und von die-
sem Augenblick
an übte ich mich.
Keine Kaffee-
tüte, kein Brief-
umschlag, kein
weißer Fetzen
war mir zu ge-
ring: ich be-
schmierte ihn mit
Tinte, Blei und
Kohle, Später kamen Wasserfarben und Buntstifte hinzu.
Aus den graphischen Arbeiten wurden Gemälde.
Schließlich trat ich an meine Eltern mit der Bitte heran,
mich bei der New-Yorker Kunstakademie einschreiben zu
lassen. Mein mißtrauischer Vater sah noch einmal meine
gesamte Produktion durch und meinte dann: ,,Gut! Soll
sie auf die Academy! Man wird sie bald genug fortjagen!"
Man jagte mich nicht fort. Ich malte, malte, malte und
schickte jeden Monatsletzten eine ziemlich hohe Rechnung
für Pinsel, Farben und Malmittel nach Hause. Mein Vater
konnte sich über meinen Fleiß nicht beschweren. Dann
trat der entscheidende Augenblick, der berühmte Wende-
punkt, in mein Leben. Und zwar auf dem Dach eines
Omnibusses, mit dem ich zur Akademie fahren wollte.
Eine Dame, die man ebenso gut für eine Pensionats-
vorsteherin wie für eine Modehausbesitzerin halten konnte,
saß mir gegenüber und starrte mich mit dem hypnotisie-
renden Blick einer Boa constrictor an.
Es dauerte lange, bis sie mit dem Anstarren fertig war;
dann tippte sie mich an und fragte: „Haben Sie Lust,
Theater zu spielen?"
Meine respektlose Antwort: „Nein, Sie?" überging sie
Betty Amann Phot. Ufa
schon nach den
ersten beiden
Abenden auf
den Brettern zu
Hause. Als die
vier Wochen zu
Ende gingen, saß
— ganz wie im
Film — ein
freundlicher
Herr in der Sei-
tenloge und
prüfte uns mit
dem Blick eines
Anatomie-
professors.
Es war ein
Filmregisseur,
der mir den
Vorschlag
machte, eine
mittlere Rolle
für den großen
Film einer ganz
großen Gesell-
schaft zu über-
nehmen.
Mein Vater
fragte mich le-
diglich in seiner
leisen, andeu-
tungsreichen
Art, ob ich viel-
leicht ein ganz
klein wenig wahnsinnig geworden sei? Ich malte daher weiter.
Ich malte weiter.
Die Rechnungen aus dieser Zeit (für Öl und Pinsel) waren
weitaus höher als die früheren.
Wie die meisten Tage des Jahres, kam endlich auch mein
Geburtstag heran. Für die Enttäuschungen des Jahres, und
weil ich brav gewesen war, schenkte mir der Vater als
Überraschung eine Deutschlandreise.
Und auf dieser Reise ereignete sich, was für meine jetzige
Laufbahn so entscheidend werden sollte: In einer großen
Gesellschaft zu Ehren der drei Ozeanflieger von Hünefeld,
Kohl und Fitzmaurice sahen mich Erich Pommer und
Joe May.
So kam ich zu meinem Beruf. Und habe einsehen gelernt,
daß Beruf und Sehnsucht irgendwie unsichtbar miteinander
verbunden sind. Der szenische Aufbau beim Film scheint
mir einem graphischen Entwürfe zu ähneln. Das wurde mir
klar, als ich die Filme ,, Asphalt" und ,, Sträfling aus
Stambul" hinter mir hatte. Aus Farbtupfen, aus tausend
Einzelheiten setzt sich ein Film zusammen, bis das Gesamt-
spiel der Szenen in seiner Kontinuität eine wirkungsvolle
und klare Sprache spricht.
Ausgerechnet Bananen! Lilian Harvey bei den Außenaufnahmen auf den Kanarischen Inseln für den Ufa-Film ,,Wenn du einmal dein
Herz verschenlist" i'/wt. l'ja
\
Als der ,,Union-Filni" vor 17 Jahren Ürban Gad und Asta
Nielsen nach Spanien schickte, damit dort die Außenauf-
nahmen zum ,,Tod in Sevilla" gedreht wurden, hielt dies
alle Welt für Verschwendung, denn in dem näher gelegenen Rü-
dersdorf halte man bis zu dem Tag alle möglichen Auslands-
szenen gedreht. Selbst nach dem Kriege waren die Berge um
den Creniersee ein beliebter Filmhintergrund, und es sind Teile
von ,, Carmen", sogar vom ,,Wcib des Pharao ' und der ,, Ex-
zellenz von Madagascar" in Rildcrsdorf beheimatet. Einer der
ersten, der in die Fremde zog, war Georg Jacoby, der seinen er-
folgreichsten Film, ,,Dcr Mann ohne Namen", in Spanien und
Marokko aufnehmen ließ. Dafür siedelte er wiederum die
Löwenszenen in Tempelhof an, weil sie in Marokko ebenso selten
als bei dem Kapitän Schneider häufig sind. Die Expedition
verlor in Madrid durch plötzlichen Tod ihr Mitglied Alexander
Eckert, für den schnell aus Berlin Erich Kaiser-Titz, den nun
auch schon der Rasen deckt, geholt werden mußte. Harry
Liedlke, Mady Christians, Jakob Tiedtkc, Georg Alexander er-
lebten eine Anzahl Abenteuer unterwegs, kauften begehrte Gegen-
stände ein, die es damals in der Heimat noch nicht wieder gab,
und standen mit einem riesigen Kofferberg schließlich in Kon-
stanz auf dem Zollamt. Damals war noch die Separatisten-
bewegung im Rheinland lebendig und in den Grenzorten war das
berechtigte Mißtrauen gegen allerlei dunkle Gestalten wach, die
im Trüben fischen wollten. Man konnte daher gewissen Aus-
ländern gar nicht scharf genug auf die Finger sehen. Als sich
daher Jacoby und sein Darsteller auf dem Zollamt meldeten,
wurden sie einer scharfen Kontrolle unterzogen. Die Sonne des
Mittelmeeres hatte sie braun gebrannt, und die anstrengende Ar-
beit, Hetzjagd der Reise, etwas nervös gemacht. Namentlich die
elegante Mady Christians schien den Zollbeamten verdächtig,
denn schöne Frauen hatten sich zuoft als Hochstaplerinnen oder
Spioninnen erwiesen. Ihr Gepäck wurde mit einer Sorgfalt
durchsucht, als ob sie bereits eine überführte Person wäre, und
als der alte schwäbische Zollbeamte auf ein großes verschnürtes
Paket stieß, konnte er vor Eifer den Knoten nicht lösen.
,,Sie brauchen nicht öffnen", rief Mady ärgerlich, ,,es sind nur
meine Photographien aus Marokko drin!"
,,Ha! Aus Marokko", rief der Zollbeamte mit höhnischem Ge-
lächter, ,,aus Marokko • — warum nit gar!"
Es war aber wirklich nichts anderes darin. Nur die Schau-
spieler behielten die Worte ,,aus Marokko — warum nit gar!" eine
Zeitlang bei.
Clara Bow und ihr Verlobter der Revuestar und Nachtklubbesitzer Harry Richman
VOA/
ClAI^/ißoU/
Darf man heute eigentlich noch das Wort Liebe aus-
sprechen, ohne daß sofort gelächelt wird? Beinahe
scheint es, als ob die Liebe nichts weiter als ein
Thema für Schlagertextdichter, für Romane und für den
Film ist, eine sehr hübsche Sache zum Singen oder besten-
falls eine angenehme Unterbrechung des Alitags.
Die große Liebe gilt als ein Etwas, das nicht mehr in
unsere Zeit paßt. Wir sind nüchtern und praktisch ge-
worden und haben mit so vielen anderen wichtigen
Sachen zu tun, daß wir uns die große Liebe einfach nicht
leisten können.
Aber das stimmt ja gar nicht. Manchmal lesen wir von
Liebestragödien oder sonderbaren Schicksalen, denen eine
große Liebe zugrundeliegt, und dann wundern wir uns viel-
leicht ein bißchen, wie dergleichen möglich sein kann,
vergessen daran und leugnen im nächsten Augenblick die
Noch-Existenz der großen Liebe. Und wir merken gar
nicht, daß wir uns vielleicht nur die Liebe ausreden wol-
len, weil wir Angst vor ihr haben.
Ich. glaube nicht, daß es möglich wäre, der Liebe in
allen Kunstwerken einen so überragenden Platz einzu-
räumen, wenn sie nicht — trotz aller Überlegenheit und
aller Kühle — das Wichtigste unseres Lebens wäre. In
allen meinen Filmen spielt sie die Hauptrolle. Und daß
sie nicht erfunden ist, beweist z. B. die Handlung meines
Films ,, Steckbrieflich verfolgt", dem die wahre Lebens-
geschichte eines Zuchthaussträflings zugrunde liegt.
Dieser Mann, Sträfling Nr. 13 332, berichtet von der
Liebe seiner Frau, die um der Liebe willen jedes erdenk-
liche Opfer bringt. Die Frau stammt aus Verbrecher-
kreisen, und ihre große Sehnsucht geht nach einem an-
ständigen, sauberen Leben. Aber sie liebt ihren Mann
mehr als ihr Leben, und um seinetwillen nimmt sie alle
Opfer, alle Ängste und Sorgen auf sich, die die Ver-
brecherlaufbahn ihres Mannes mit sich bringt; sie gibt
sich selbst auf, um ihn zu retten, und liebt ihn unendlich.
Ich bin überzeugt, daß dies kein Einzelschicksal ist.
Gerade in den unteren Kreisen, von denen wir so wenig
wissen, gibt es bestimmt viele Frauen, die der Yvonne
meines Films in ihrem Fühlen innig verschwcstert sind.
Wir hören von ihren Schicksalen nicht viel, nur in Prozeß-
berichten wird ihrer flüchtig Erwähnung getan, ohne daß
man sich ein deutliches Bild von ihnen machen kann.
Vielleicht wird die große Liebe nur geleugnet, weil die,
denen sie begegnet, sie nicht in die Öffentlichkeit hinaus-
posaunen. Aber braucht es denn immer großes Gerede, um
das Vorhandensein der Dinge zu bezeugen?
Ich wehre mich dagegen, daß man die Liebe im Film so
oft als sentimentalen Kitsch brandmarkt. Bei vielen, die
so verächtlich die Bezeichnung ,, sentimentaler Kitsch"
gebrauchen, ist der Untergrund ihrer Empfindungen sicher-
lich nichts als Neid, weil sie einfach keiner großen Liebe
fähig sind.
Wir aber, die wir unsere Rollen spielen, die Rollen der
großen Liebenden, wir spielen nicht für die Gefühllosen
und Neidischen, sondern für die, die noch an die große
Liebe glauben, die sich nach ihr sehnen und den Mut haben,
ihre Existenz anzuerkennen.
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Willy Fr lisch und Diia Parlo
im Ufaion-Film der Ericii Pommer-Produkiion „Melodie des Herzens"
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Für unternehmungslustige Touristen ist
heute kein Land derWelt mehr unerreich-
bar. Die verschlossenen Länder der Erde
haben sich dem Verkehr geöffnet, und die ver-
botenen Stätten des Orients sind verschwun-
den. Wo noch vor einem halben Jahrhundert For-
schungsreisende ihr Leben daran setzten, wilde Gegen-
den mit wilden Tieren und Menschen zu durchqueren,
stehen heute Luxushotels, zu denen die Autos auf
zementierten Straßen fahren. Hochzeitsreisen in den
Dschungel oder gar Familienfahrten durch ehedem
dunkle Erdteile sind nichts Ungewöhnliches mehr.
Nur ein Land der Welt macht davon eine Ausnahme,
ein Land, das bereits in seiner Natur ungastlich ist,
Grönland, das der moderne Passagierverkehr bisher
nicht zu erfassen vermochte. In einer Zeit, da Nord-
landsreisen beliebt sind und Spitzbergen längst nicht
mehr der nördlichste Punkt der Touristenfahrten ist,
wäre ein Abstecher nach Grönland nur eine Frage
der Zeit. Aber Dänemark, das über Grönland herrscht,
verbietet das Betreten des Landes, weil es kein an-
deres Mittel gibt, um die Eingeborenen, die Eskimos,
vor dem Aussterben zu bewahren. Grönland ist frei
von Krankheiten, die in zivilisierten Ländern gras-
sieren, es gibt weder Tuberkulose noch Grippe, weder
Typhus nach Zahnkaries unter den Eskimos. Die
Mannschaften der wenigen Schiffe, die in Grönland
vor Anker gehen, ist ausgesucht — also, w2r nicht
als Matrose eines Frachtdampfers nach Grönland
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fahren will, wird es nie zu sehen bekommen.
Da setzt nun der Film ein, der die Ferne nah-
machen und ihr Gesicht in charakteristischen
Bildern zeigen kann. Die Kulturfilm-Abteilung
der Ufa hat soeben einen Film fertiggestellt,
der unter dem Titel „Bilder aus Grönland" ein
packendes Gemälde dieser Weltgegend darstellt. Um
dem Zuschauer ein anschauliches Bild des Landes zu
geben, wird er Zeuge einer Schlittenexpedition, die
in das Inlandseis führt. Das einzige Beförderungs-
mittel ist dort oben immer noch der Hundeschlitten.
Zwanzig und mehr der struppigen Gesellen werden
vor einen kleinen Schlitten gespannt, und dann be-
ginnt die wilde Jagd über das Eis. Der Troß wird
von einem Leithund dirigiert, der sich erst mit allen
anderen Hunden seines Gespannes beißen muß, damit
sie seine Herrschaft anerkennen. Auch über die Eis-
bildungen an der Küste, durch welche Grönland sein
charakteristisches Aussehen erhält, klärt der Film auf.
Es sind dort neben dem Packeis aus gefrorenem
Meereswasser riesige Mengen von Inlandseis zu fin-
den, das aus Süßwasser besteht und dem Meere in
Form von Gletschern zustrebt. Riesige Eisdome
recken ihre Wipfel in den wolkenbedeckten Himmel.
Aber wichtiger als Tier und Landschaft ist für uns
der Mensch, der Eskimo, dessen Leben in den Haupt-
abschnitten gezeigt wird. G. B. Shaw hat einmal an
den Eskimos das Glück der Ungewaschenheit geprie-
sen, aber das ist rein klimatisch begründet.
Phot. Ufa
Vor fünf Jahren erregte in den heißesten Sommertagen ein Film
in Berlin Aufsehen, der ,,Die Insel der verlorenen Schiffe" hieß,
und von dem französischen Regisseur Maurice Tourncur in Holly-
wood hergestellt worden v\ar. Eben, da man daran geht, das Thema
dieses Filmes in den Burbank Studios noch einmal zu drehen —
diesmal freilich mit Ton und Geräusch — , erscheint Maurice Tour-
neur, von dem seit jener Zeit kein Erfolg mehr gemeldet werden
konnte, mit einem Seefilm, der ,,Das Schiff der verlorenen Men-
schen" heißt und der in Staaken und an der Nordsee gedreht wurde.
Tourneur i\sX- seiner Zeit durch eine vollkommen unpathetische Be-
handlung der Massen ^uf. Zwar die berühmte Boxszene, die in
Berlin mit stürmischem Beifall begrüßt wurde, hat er nicht erfunden,
sondern nur zerdehnt. Als Gennaro Ripfelli sie in „Steuerlos"
noch mehr auseinanderzog, wirkte sie parodistisch. Aber das eigen-
artige Tempo, der Bildschnitt, der kleinste Ausschnitte panorama-
Oben links: Friiz Kortner
ObeiC rechts (Mitff): Boris de Fas
Unten rechts (Mitte): Fritz Kortner
Um ihn unä im Kreis: Die Mann-
schaft: Robert üarritoij, Alfred
Loretto, Fedor Schatjapiti^ ]r., Harry
Grunwaid und Max Maximi/ian
P/iol. Qlass-Ulm der OrpliJ
wa
mo
Vordergrund und ist um gewaltsame Lösung der Konflikte nicht ver-
legen. Da er einen Blick für Typen hat, weiß er sie für jede Rolle
passend auszuwählen. Das bedeutet viel, denn in dem Milieu, welches
seinen Filmen zugrunde liegt, herrscht eine gewisse Annäherung der
einzelnen asozialen Erscheinungen aneinander. Tourneur weiß auch
dort Unterschiede zu entdecken, so daß der Zuschauer nicht vor die
Rätselfragc gestellt wird, mit welchem Zuschauer er es gerade zu tun
hat. Im ,, Schiff der verlorenen Menschen", dessen größere Ab-
schnitte im Atelier gedreht werden mußten, feiert die Trickphoto-
graphie von Nicolas Parkas Triumphe. Ihm und dem Architekten
Franz Schroedter ist die Lebensechtheit der Bilder zu danken.
^■<\
\
i.
Ohen links," Fritz Koriner
Oben rechts: Fritz i^orlner und
Gaston Moda^
Unten links: Robin Irvthe und
Marlene Dietrich
['hol. Gfai^^nt-der OrpUd
Großstadt - Tiere!
Das steinerne
Meer, dessen
Wellen, immer weiter
in das Land drinjj^n,
ist unbarmherzig und
fordert von allen Ge-
schöpfen Anpassung.
Aber die Mehrzahl
der Tiere ist in seiner
Lebensart so einge-
stellt, daß sie in der
Großstadt keine Nah-
rung findet, und nur
lichtscheues Gesindel,
wie die Ratten, ver-
mehrt sich unheimlich
in den düsteren Kel-
lern, Nur die Vögel
oder einige von ihnen,
haben sich an das
Stadtleben gewöhnt.
In der Dämmerung
des Sommerabends
'ffS^
><?. .^
4 .,5
%
erschallt das Gezwit-
scher der Mauersegler
über den Häusern, die
in späterer Stunde
von den geisterhaft
huschenden Fleder-
mäusen abgelöst wer-
den. Das freche Volk
der Spatzen hüpft un-
bekümmert um den
Verkehr durch die
Straßen. Wo aber nur
ein Stückchen Grün
in die harte Asphalt-
wüste gesprengt ist,
machen sich allerlei
Vertreter der Finken-
familic breit. Ein
Waldvogel, die früher
sehr scheue Schwarz-
drossel, ist seit 30
Jahren in den Gärten
und den Parks heimisch
geworden.
Meisennesl im Brief-
kasten, Daneben : Ein
Finkenmülterchen erbit-
tet Futter für seine
Kinder
Eines der letzten Eich-
kätzcfien im Tiergarten.
Die Parkverwaltung
stellt sie nicftt gern
Phot. Uta
et..S'
SdiwiitÄel
UHDK^tio UNDSEHR VIEL'
Givo^ La5ti0er Abei4.teu.erronacLyL
^ VON LUDWIGvoN WOHL
2/. rortsetzung
Nach dem dritten Glas kamen die ersten Schwingungen wieder
• — nach dem vierten die ersten Schwierigkeiten in der Gleicli-
gewichtsfrage.
,,Er hat mich eine kleine Kröte genannt", sagte sie und hatte
dabei die Empfindung, ihre Zunge wolle ihr fortlaufen.
,,Und er hat gesagt, ich habe ihn betrogen — "
Der Konjunktiv des Präsens stand wirklich außerhalb des
Bereichs ihrer Möglichkeiten.
,, Betrogen", sagte sie wieder und nickte mit dem Köpfchen
wie eine chinesische Pagode.
,,Und das Geld war nicht da, sondern woanders."
,,Aha", sagte Robby ernsthaft. ,,Und wo?" fragte er so ganz
nebenbei.
,,In seinem Zimmer • — ■ in seinem Zimmer. Und dann hat er
etwas von Abdullah — Abdul Hamid — gesagt — der wüßte es
— kleine Kröte ist eine Frechheit, finden Sie nicht? — Außer-
dem würde ich ihn ganz bestimmt betrügen, wenn ich ver-
heiratet wäre,"
,,Ich auch", stimmte
mit Champagner ein.
mehr — kommen Sie!"
„Wohin?"
„In sein Schlafzimmer natürlich."
Sie kam gehorsam mit. Aber die Art, wie sie ein Bein be-
hutsam vor das andere setzte, war noch ein bißchen bedenklich.
,,Wo gibt es hier Wasser?" fragte er.
„Drüben im Badezimmer."
Er tauchte ein Tuch ein und wusch ihr energisch das Ge-
sichtchen.
,, Wievielmal sehen Sie mich?" fragte er dann.
Sie lachte. ,, Einmal ist genug."
„Dann los! — Wo ist das Schlafzimmer — haben Sie das
schon rausgekriegt?"
,,Ja — drüben die zweite Tür."
Die beiden traten ein — und blieben stehen.
An der Wand hing eine Photographie des Sultans Abdul
Hamid. — Sie hing schief.
Ein Negerjunge in Fes und weißem Kaftan hatte sie beiseite-
geschoben.
Robby ihr zu und rieb ihr die Schläfen
,,Ich glaube, wir wissen schon bedeutend
Nachdruck verboten
Dahinter war ein Loch in der Mauer. Ein kräftiges Stemm-
eisen und ein Hammer, die auf dem Diwan lagen, verrieten, wo-
durch es entstanden war.
Neben diesem Werkzeug lagen verschiedene Päckchen sehr
hoher englischer Geldnoten.
Der Negerjunge hatte sich umgedreht. — Er hatte ein tief-
schwarzes Gesicht mit blitzenden weißen Zähnen, das ohne den
Ausdruck wilder Wut sogar bildhübsch gewesen wäre.
„Aber", sagte Dorrit verblüfft.
,, Guten Tag, Mademoiselle Ranka", sagte Robby mit einer
ehrerbietigen Verbeugung. ,,Es ist sehr nett von Ihnen, daß Sie
uns diese Arbeit erspart haben."
Der Negerjunge zog eine ganz wilde Grimasse und stieß ein
sehr salonunfähiges Schimpfwort aus.
Robby schüttelte den Kopf.
„So was sagt man nicht", erklärte er. ,,Auch nicht auf fran-
zösisch, kleiner Nigger."
Ranka Jcllacic war noch nie in ihrem Leben so wütend ge-
wesen. — Was hatte sie sich mit diesem Klotz von einem Deut-
schen für Mühe gegeben — alles, damit er sich mit der blonden
Kartoffel die Früchte ihrer Arbeit holte. Und so, in dieser Ver-
fassung, mußte er sie sehen — neben der anderen! Das war un-
erträglich. Unerträglich!
,,Gar nicht dumm, sich in dieser Verkleidung einzuschleichen",
meinte er. ,, Steht ihr ausgezeichnet. Viel besser als Röcke und
weißer Feint. Ich glaube, jeder kommt einmal dazu, seine wahre
Natur zu entdecken."
,, Schweigen Sie!"
Ranka spuckte fast.
,,Sie sind ein widerlicher Verräter, daß Sic's nur wissen! Ich
habe Ihnen Vertrauen geschenkt, aber Sic betrügen Ihren Ver-
bündeten. Wenn Sie glauben, daß ich Ihnen und dieser blöden
Kartoffel jetzt ohne Gegenwehr alles überlasse, dann irren Sie
sich! Ich weiß ganz genau, was ihr vorhabt. Ihr wollt das
Geld so hübsch für euch durchbringen — die getreue Sekre-
tärin und ihr Liebhaber — aber ich kann euch sagen — "
,,Das ist eine Gemeinheit", sagte Dorrit, und es schössen ihr
tatsächlich die Tränen in die Augen.
Dita Parlo verbringt das Wochenende im Bereich der Havelseen
Phot. Ufo
Rudolf Biebrach und Igo Sym im Ufafilm: „Wenn du einmal dein Herz verscfienkst.'
Phot. Ula
Aber Robby winkte ab. Er lachte vergnügt.
„Keine Aufregung, Kindl" sagte er. „Sic hat gar nicht so
unrecht,"
Ganz groß und ungläubig sah ihn Dorrit an,
Ranka nickte spöttisch,
„Sie hat gar nicht so unrecht", wiederholte Robby Valberg.
,,Nur eins muß ich leider bestreiten, daß ich mich diesem edlen
Kegerknaben gegenüber als Verräter erwiesen hätte. Denn ich
habe gleich zu Beginn unserer Verbündetenschaft — wenn man
davon überhaupt sprechen kann — den Fall ausgenommen, daß
der wirkliche Besitzer des Geldes seine Ansprüche geltend'
machen würde. Und dieser Besitzer bin ich nun einmal. Da
beißt keine Maus 'nen Faden ab. Denn Herr Stavrides schuldet
mir die Summe, um die es sich handelt,"
Ranka wich einen Schritt zurück. Ihr Mund stand halb offen,
,,Sie — Sie sind — "
„Der Idiot aus Deutschland", nickte Robby gleichmütig. ,,Hier
ist mein Paß — hier ist das Schreiben des Herrn Stavrides an
mich, worin er die Schuld bestätigt und mir den Wechsel schickt,
dessen erste Ausfertigung er seiner Sekretärin zur persönlichen
Einziehung übergeben hat, wobei er allerdings vergaß, ihr mit-
zuteilen, daß er einen gewissen Herrn Jander beauftragt hatte,
ihr dieses Dokument in Form eines Raubüberfalls wieder abzu-
nehmen. Das wissen Sic ja alles noch nicht", fügte er mit einem
schnellen Seitenblick auf Dorrit hinzu. ,,Auch nicht, daß Herr
Stavrides mit Herrn Mircovich unter einer Decke steckte. Und
daß er sich der Schuld an mich dadurch entziehen wollte, daß
er durch den fingierten Raubüberfall das Geld auf die Seite
brachte, wodurch er schuldlos und rein wie ein Engelchen Kon-
kurs machen konnte. Der Vorwurf, ich wäre der Liebhaber der
jungen Dame hier, hat dagegen allerdings wieder seine gewisse
Berechtigung."
Dorrits Gesicht war eine Studie für ein Kabinettsstück:
Fassungslosigkeit.
,, Allerdings in zukünftiger Hinsicht", fuhr Robby fort, „Vor-
läufig bin ich erst ihr Verlobter. Zum Liebhaber fehlt noch eine
kleine, aber notwendige amtliche Zeremonie, die der Kapitän der
Jacht ,Uncle Sam' vornehmen wird, mit der wir uns jetzt von
diesem reizenden Flecken l'>de fortbegeben. Mit Mr. Bopkinson,
dem Besitzer, habe ich darüber schon gesprochen. Ich könnte
ihn eventuell veranlassen, auch Sie mitzunehmen, mein schwarzer
Knabe, etwa als Kajütensteward. Aber ich habe offengestanden
zu viel Befürchtungen in bezug auf silberne Löffel und solche
Dinge."
Ranka lellacic bekam plötzlich einen Tobsuchtsanfall und ging
auf Robby los.
Was macht man nur mit ihr? dachte er, während er sie ratlos
festhielt, Sie hätte jetzt verschwinden müssen — langer, ent-
täuschter Blick — und ab durch die Mitte, Statt dessen geht
sie auf mich los, Sie war doch eine kleine Kanaille,
Er schob sie auf den Gang und rief einen der Jazzband-
matrosen herauf, die gerade Pause hatten.
Es war ein großer, kräftiger Bursche,
,,Wie heißen Sie?"
,, Evans, Sir,"
,, Hören Sie zu, Evans. Nehmen Sie diesen Jungen und bringen
Sie ihn hinter das Haus, Da werden Sie Hühnerställe finden,
Sie sperren ihn in den nächsten besten und riegeln gut zu. Ver-
standen?"
„All right, Sir!"
Der Malrose nahm Ranka beim Genick wie ein Bullterrier
eine Ratte. Sie strampelte wild mit den Beinen und versuchte
gleichzeitig, Robby den verachtungsvollen Blick einer beleidigten
Dame zuzuwerfen. — Der Anblick war überwältigend!
Evans machte kurzen Prozeß, hing sich den Jungen über den
Arm und wuchtete die Treppe hinunter. — Gleich darauf ver-
schwand er im Vorraum.
Dafür erschien Mr. Stuart Bopkinson, stellte sich in aller
Form Dorrit vor und gab seiner Freude Ausdruck, sie bis Fiume
oder Triest mitnehmen zu dürfen. In einer Viertelstunde wollten
sie aufbrechen. Er und seine Gäste hätten viel Spaß gehabt —
a lot of fun, indead!
Und dann merkte er, daß keiner der beiden so recht zuhörte,
und strich sich seinen Menjou-Schnurrbart und zog sich leise
und lächelnd wieder zurück, wie es das Vorbild seines Schnurr-
barts nicht diskreter hätte machen können,
*
Als Dorrit sich endlich freimachte, stellte sie sofort eine
Frage: ,, Sagen Sie mal — wie heißt du eigentlich?" —
Frauen sind entsetzlich neugierig.
Er wußte doch ihren Namen auch nicht! —
Ende!
FRAGEN
die uns eri'ei'chtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „F i I m -M a ij a z i n". Berlin SW 68, Zimmerstraße 35 — 41,
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nielit benntwurtet. Bei M;inu-
skript.niKelejcenlK'iteM bitten wir folgendes zu lie.iihten; Jeder AnfMse ist
lÜiekiHirtc) lieizufiifien. Jede Kiiiseiidinif; i'ines M.mnskripts zur I'nifiins
ist zwecklos, nur Exposes im Umfjinse von i— .i .Sehreiljm.iseliinenseiten
sind zur Einseiiilunn ai\ die Fihiiiuduslrie. Ife^issi'ure usw. ■;eeif;-net. Fiir
Verlust der eingesandten Manuskripte k.niu keine Ver.intwortuii« ülier-
noinnieu werden, .ilso soll der Verfasser nur Dtireliselilüse seuili-n. von
liandKesehrietieneu Sendunncu (.k'serlielil eine Abschrift zuriiekbeli.ilten.
e r i n . K e r 1 i n : HriKitte Helm ist
Die Adres.se stimmt. l)ie Künstlerin
Ihren Wunsch erfüllen.
ELEKTPISGHE5 KOCHEN
MIT DER
PROTOS
KLEINKÜGHE
H r i R- i t t p H e 1 ni - V e r <■ h r
mit Kieh.ird WeiUb.ieli verheir.itet.
gibt .\uto)iranime. Sie wird auch
1 j; <i S y m - V e r e li r e r i n
V o ni K e '^ ti s i r n n d: ItfO Syui
ist ffcschieden. Sein (ieburtstas
ist der ^^. .luli. Wie alt der
Künstler ist. wissen wir nicht.
.l,iw(dil, er Hibt .\utoKr.Hnnu'.
Send<'n Sie ihm eine Hildk.irte
und füKcn Sii- adressiertes, fran-
kiertes Uu<kku\ert bei. Hildcr
von Filmstars erhalten Sie in je-
der grolien l'apierh.indlunt; oder
durch ilie ..Illustrierte Film-
woche-. Berlin SW fiS, Koch-
straUe fi— .s. Iso Sym spielte u.
a. in folgenden Filmen: ..Die
K.iiserjäRer '. ..Dcninc unil der
Zulall-. ..W;>s kostet Liebe?-.
..Adie\i. M.-iscolte-. ..Meine
Schwester und icb'. Sein neue-
ster Film ist ..Das Cehcimnis im
SchlafwaRen-' (Prinzessin auf l'r-
laub) mit (»ssi Oswalda in der
weiblichen Hauiitrolle. — Gustav
Friihlich wohnt Hcrlin-Stc '
Orlcansstratjc I. h;it :im :;i.Marz
GehnristaK und ist unverheiratet.
Fröliliih wurde fiir den neuen
Ff,-i-Film ..Der unstiTblichc
IvUmp"- viTpflicht<'t. Die weib-
liche H.-iuptroUc spii'lt l,i;nie
Haid. — Dolly l)a\is ist Fran-
züsin ninl hat ihre W'oImuiur' iu
Paris IT. Rue Philibert Delorme.
Sie ist Pariserin und unseres
AVisseus unverheiratet — Felicitas
M.nlteu ist mit einem Xicht-
Künsllcr vermählt.
it ii d i a u s D r e s d e n: Iwan
I'etrovicli wohnt Itlu.-Schmar-
fiendorf. Forkcnbeckstralle .')Ga,
wurde am :il. Dezi'miicr in Bu-
<lapcst geboren, ist ;iber jetzt ser-
bischer Sta.-its.-inKchöritckeit. Pe-
tro\ich war früher Inneniei"
im Kriege llnsarenoffizii-r. dann
Operettcnbou\ ivant. Im .lahre l!)i:i
\>nrde er von Micb.-iel Kertesz.
für den Film entdeckt. Iwan
Petrovich ist unverheiratet, (jibt
Autojframme und ist passio-
nieiter Sportsmann. Sein neue-
ster Film ist ..Der (Jünstlius von
Schönbrunn'-.
Gertrud W'.. B e rl i n :
Wilhelm Dieterle hat am 15. .luli
Gcburtsl.-iR. Das .\ltcr Rcbea wir
nicht .-m. Nein. DieterU' hat kcin<-
Kinder. .Sein neui-stcr Film
heil.it ..Das S(hwcif;cn im Wald« -.
— Lien Dcjcrs wurde in Amsti'r-
d.-im Kcboren.
(" 1 a r a H o w -Verehrer. Essen: Clar.a Bow ist am besten
durch" die Paramount - Fainous - I.asky - Studios, Hollywood. Kalifornien.
V. .S. A.. zu erreiiben. Die Künstlerin wird sich in niichster Zeit mit
dem New -Yorker Kcvuestern H:irry Richman \ erheiraten. Ihr neuesli-r
Film heiUt ..Sti'ckbrieflich verfolst-. t'lara Bow wurde am 8. August in
Brookl\n ceburcn. .Sie hat braune .\un-en und tizianrotes Haar. Wann
sie na<-h '»eutschland kommt, wissen wir leider nicht. Das .Alter der
Films'ftt (j.lien wir urundsätzlich niiht an. Aber wir glauben. ilalJ
Ihre Scliätzniin nuKcfähr stimmt.
.1 o h n (; i 1 b e r t - \' e r e li r e r i n . B e r 1 i n : .lohn Gilbert betin-
det sich mit seiner t;:ittin Ina Claire auf einer Erholunf;-sri'ise durch
Europ.-i. Wir nehmen ;in. dalJ er b.'ild auch in Berlin sein wird. Gilbi^rt
hat am lo. .Inli Gebiirtst;);;. — Richard Arien ist mit .lobyana Ralston
A erheiratet.
r r s n I a B.. D r e,s d e n : T-ien Deyers (^«'sproclMMi Dcicrs) ist hell
und bat bl.-iue .\us;-en. Sie ist durch ilie Kentscln' l'niv i-rs.-il. Berlin \\ s.
Manerstr. X2. oder unter der .\dri-sse Dictcrle-Cliarlcitfe Il.-ij;-<'nbnuh. Blri.-
A\ilmersdorf. .Icnai'r .Str. x. zu erreichen. ..Ich lebe für dich!- ist kürzlich
in Uerlin nr.-iufn-efiihrl worden. Die männliche Il.-iuplrcillc spielt A\ilhelrri
Dii't<'rle. läcn Hexers arbeitet zur Zeit .-in dem Film ..D;(s Ibmkos.-ikeiilicil-.
Die beiden ainlercti Filme sind noch nicht in Arbeit. Ihre liildw imscbc
sind V(ir(":emerkt. — Defin.i setzt sich zus.'immcn ;iiis: Deutsche First
National. — Lieu Deyers ist selbstverständlich auch unsere Leserin.
SIEMENS-SCHUCKERT-ERZEUGNIS
F i 1 in f r e u n diu AI a r I i c s a u s G ü f e r s 1 n h : AVir werden die
betreffenden Filmstars noch einmal erinnern. Es ücrI nicht an un>,
wenn sich die Besorgung verzögert. — Nein, ein Lilian-H;irvey-Buch gibt
es nicht. — Fee Al;ilten h;it bl,iue Augen. Augenblicklich filmt die
Künstlerin nicht.
.\l .-i r g II t (i. a 11 s Augsburg: Iwan Petrovich wohnt Bcrlin-
Schmargendorf, Forkcnbcckstralie Ö6a. Er wurde am 31. Dezember in
Biid.-ipest geboren, ist alier jetzt serbischer Staatsangehörigkeit. Wie alt
er ist. wissen wir nicht, d.i wir es für indiskret finden, ihn dan;ich zu
fr.igen. Sie können deutsch an ihn schreiben, ebenso an Cl.ira Bow.
Petrovich hat dunkle Augen und dunkles Haar. Ihre Grüße an Iwan
Petrovich und Agnes Esterh.izy sind bestellt worden. Die Küitstlerin ist
auch im Leben furchtbar nett. — Ihr Bildwunsch ist vorgemerkt.
.\ I e k s a n d r a s U., Kau-
nas: Luis Trenkcr ist am
besten durch die Hom-Film .\.-tt.,
lUilin SW 48, Friedriehstr. 22.").
zu erreichen. Hanna Ralph wohnt
B( rlin-Frieili iiau. Deidcsheimer
Str.ille 2t, Harry Hardt Berlii.-
Halcnsi'c. Panlsbonicr Straße ao,
K.irl Harbacher Rln.-lharlottcn-
burg. (Jervinnsstraße 12. Fritz
Rasp Bln.-W ilmersdorf. Gastei-
ner Strafe ;i.-l-;il. Theodor Loos
Bln.-I.ankwitz. Gluckstraße 12.
AV a I I y Sc h.. Alte n b u r g,
T h ü r i n gen: Iw.in Petrovich
isi um erheiratet, wurde am .il.
Di'zcmbcr geboren und bat seine
Wohnung in Bln.-.Si'hmargendurf,
Forkenbeckstraße äCa. Petrox ich
gilit Autogramme. Bildkarten
von di[>in Künstler erhalten Sie
durch die ..Illustrierte Film-
woche--. Berlin SW 08. Koch-
straße G— 8. Der nächste Filin
mit Iwait Petrovich heißt ..Der
Günstling von Schönbrunn'". Lil
I>agover ist seine Partnerin.
Frau Ilse aus Erfurt:
Leider müssen wir IhiuMi .s'agen,
daß Sie die Wette verloren ha-
ben: denn Friedrich Zcliiik li:it
tatsächlich ganz früher selbst
gefilmt. — Evelyn Holt ist nach
wie vor der Star der Hegewald
iiinl hat bei dieser Firma kürz-
lich mit einem neuen Film be-
gonnen.
F .V., F r a n k f u r t - O d e r :
l'ritz Lang ist nicht mit Gerd:i
-Mauriis. sondern mit Thea von
Harbou verheiratet. Der Film
..Die Frau im Alond'' erschei'it
noch im Oktober.
T r n d e : Willielm Dieterle
wohnt Bln. -Wilmersdorf. .lenaer
Straße 8. Der Grundzng seines
\\ csens ist ernst. Er ist etwas
älter, als Sie geschätzt haben.
Dieterle dreht und spielt zur Zeil
in den Ffa-.\telicrs von Xeu-
IS.ibelsberg ..Das Schweigen im
Wähle".
IL S. 12: Es ist möglich, daß
prominente Filmstars bald ein-
mal in Kiel gastieren werden.
.Sicher waren auch früher schon
AI rscliicdene F'ilmgrößcn dort.
Holla. B r e s 1 a u : Sie dür-
fen es Ulis glauben. Gret.i Garbo
war nie mit .lohn Gilbert \erhi'i-
r.itet. D.is waren nur IJcrücbic.
.) o h n B .1 r r y m o r e - A' e r e li r e r .i ii s Hildes li e i m : .lohn
Barrymore ist mit Dolores Costcllo verlieir;itet. Er wurde .im l.'i. Febru.ir
in Philadelphia geboren, war friiher .lournalist. ging dann zur Büiiue
und später zum Film. Barrymore filmt fleißig.
Elisabeth B e r g n e r - V e r e h r p r i n . Berlin: Elisabeth
Bergm-r wird auch wieder filmen. Die Adresse der Künstlerin i-st
Berlin-D.ihleni. Far.iyd.iy w eg 1.'). .l;i. sie gibt Autogr:imme.
Kate H.. Bremen: AVilly Fritsch befindet sich augenblicklieh
in Berlin. Seine hiesige .Vilresse ist Berlin \V, Kaiserdamm ll."i. Fritsch
h.it am 27. .I.iniiar (icluirtst;ig. — Brigitti' Helm hat noch eine Schwester,
die ebenfalls filmt. Ihr Gatte Richard AVeißbacb. hat auch schon in
Filmen mitgewirkt. Brigitte Helm debütierte in dem Fritz-Lang-Film
...Metropolis-. — Ataly Dclschaft wohnt Berlin AV. AVittelsbacher Straße 28.
und hat am 4. Dezeiiiber (ieburtstag. Sie ist mit einem Kaufmann ver-
heiratet. Sie ist ."i bis 6 .L'ihre beim Film. Maly Delschaft siiielte u. a.
in fidgcndcn Filmen: ...Anneliese von Dessau ". ..Die Eiserne Braut".
..Der letzte Al.inn", ..Varieti^''. ..Kreuzziig des AVeibes". ..Die Linden-
wirtin A Olli Rhein'. ..Die Wiskottcns'-. ..Pi'troiU'll.i-. Ihr neuester Film
heißt ..Eros in Ketten'. — Li.'ine Haid ist mit Baron H.iymerle > er-
heiratet, hat am Ui. August Geburtstag- und ist gebürtige Wienerin. ■ —
Paul Richter ist mit ilcr Norwegerin And Egede Nissen verheiratet. —
Lilian Ilarvey hat noch einen Hriider iiiiil eine .Schwester. — Ueber das
Alter der Stars geben wir prinzipiell keine Auskunft.
1" I i m m c r s u s i n ii s Berlin: Biistor Kontoii ist mit X.-itali«^
TalniMilK«'. •'*■'■ Si-Iiwcstcr Vciii Noiiiia iiiid C'onstaiiec, vciliciratct. Er
slaniint ans I'irkway (Kansas) rnul liat am 1. NoviMnlii-r (icliurtslas- —
.lack Trcvor wohnt iicrlin W. UcniliiTsIr.ilJo !l. wiinlc am 11. Dczc iiilicr in
l.unildn K<'l'«'r<'n. ist mit ciiiiT Knjilänilcrin verheiratet nnil hat J Kinder.
'l'reVDr «ar früher enulisi'lifr K;n allerieiil'fizier. ^vllr(le darauf l'iliiislatisl
in l.onditii. (iins dann naeli .\merika, wo er aneli nnr kleinere Itollen
spielte lind kam h.ild n.aeh Dentschland. Hier arheitete er sieh rasch
emimr nnd wurde liek.innt dnreli seinen Uolesl.av in (ierh.ird l.anip-
reehts ..K.itzenstcf; '. .laek Trevor spielt in dem kiir/lieh iiraiifKefiilirten
.Alfred .\hel-T"ilm ..Narkose" die niännliehe ll:inptrolle.
K i 1 m f r e u n d K u r t . N ii r n 1) e r K : l-ilian llarvey wuhnt
Herlin-A\ fslend. .Minrn-Allee lG/1". wurde .im l!l. .lann.ir in lanidou
f^elKM-eii. ist iinverlieir.ilet nnd Riht .AiitoKramme. Ihr neuester riliii
lieiUt ..Wenn du einmal dein Heiz versehenksf. — T.issv .\riia ist
lediji. ^ie "olint in Berlin W ön. I.indanor .straUe !>. — Hene<' Herihel
ist Fr.-inzösin. Hire Adresse ist l'.iris. i'l, I!ne J)enionrs. Ihr neuester
J-'ilni ist ..Narkose".
H a r r y 1' i e I - V e r e h r e r i n n e n .i n s K ö 1 n ; Harry l'iei ist
mit der Filmseh.iiispieleriii Dary Holm \erheir:itet. wurde ;im 1-'. .lull
in Itiisseldorf Hi'tioreii. hat seine WidiniiiifV in Herlin-Ch.ulofliMihinn.
K.iiserd.inim 77. und K'''* AtitoKramine. Sein iieiiesti-r rilni heillt ..Hin
kesser .Inline" iSein liester Freund). Seine Partnerinnen sind Vera
Sclimilerliiw. Dary llcdiii und IJrit Haid.
F, 1 sa C... F r e i e n w :\ 1 d e:
.loliii (iilhiMt h.-it sieh kiirzlieh
mit der aiiK-rikaniscIien Sclian-
spielcriii Ina Claire \erli.i-
r.itet. (!illu-rt wnrde am Hl.
.Ulli in Masillon. Oliio. (letpo-
reii. Sein näehster Film ist
.. \ wonian of affairs'. —
•lohn liarryinore wnrde von
den W.irner Hrothers für lincii
Film ..Der .Mann" veriiflichtet.
I w a n I* e t r o v i e h - \'e r-
e h r e T i n T r a n il e h e n .
II a 11 n o v e r : Iwan l'etro\ ieli
ist ;;rolj. Cemesseii liahen wir
ihn aller noch nielit. Kr hat
diiiiUles Haar und dnnklc
Aii;;eii. So alt. wie Sie k**-
sihätzt haheii. Tetrovieli treihi
ji'deii Sport. Fiiseros Wissens
reitet und autelt er am lieh-
sten. AntoKramme ^iht er,
nnd seine l,ii-hliii(;slihimeii
siiiil Nelken und Lilien. Alier
in weleheii l.'estaiirants Sie
ihn treffe-! können, wissen wir
seihst liielit.
Fran K in m y H.. .S e h w c-
r i 11 : Vii'lleieht wenden Sic
sieh einmal an die Mi'rknr-
Filmsesellsealift. die den fünf-
jährigen Bohhy Hnrns fiir
eiiii:;e Filme ihrer neuen Pro-
duktion \ erpfliihlet hat.
F i 1 m f r e n 11 d Hans N..
Berlin : (live liroidc ist ein
Star der Parainonnt-Famoiis-
I.asky und dnrcli deren Stu-
dios in Ilcdlywood, Kai., V.
S. .\.. zu erreiehen. Bruok ist
FaiHJänder. in T-oiidon gehören
und verheiratet. .Sein neuester
Film lieilJt ..Vert;essene (ie-
siehter" mit ()1k;i Baeanlowa,
Mary Brian. — Milton Sills
erreiehen Sie ihueh die First
National - Studios. liiirhank-
HoUywood, Kalifornien, F. S.A.
Sills ist mit Doris Keiiyon
vermählt. S( in neuester Film
ist ,, Seine OefanKene " mit
Dorotliy Mackaill in der Titel-
rolle.
.\ 1 li i II s p., Berlin: Igo
.Sym ist durch die Ffa, Berlin
SW Gn, Kochstraüe fi— «, Anna
.\lav WoiiK durch die Kicli-
herü-Filni Herlin SW LS. Fried-
riehstraüe 171, zu erreichen.
— Mary Kid wohnt Berlin W.
CiesehrechtstralJe Di, Klizza la
Porta Berlin W, Nürnlierfier
Stralie l.i. hei Adler. Valeria
Boothhv, Berlin W. Kiifsteincr
Slialle .', hei B.aseh, Malv Del-
sehaft. Berlin AV. Wittels-
hacher StraÜe 2.S.
F i 1 111 I i e s e 1 , B r e m e n : .Tawolil, mit
AVnnsrh ist vorseiiierkt. — Werner Fnetterer h.it
t.-iK- Wenn er gerade nicht filmt, treiht er viel
F r .1 II M ,1 r {r a r c t e P., S t ii t t K •' r t :
Berlin W, Passaner Str.aße 17. Er si''' -^'i'
1- i I y D a in i t a - V e r e h r e r : I.ily
wyn-stndios, 721(1, ' Santa Monica
l
Joseph von Sternberg, der Regisseur des erslen Emil Jannings-Ufalon-Films
Für das „tiUn-.Wa^azin" gc^fichnct von Unna Koluin
Enrico Benfer. — Ihr
.•im 10. Januar (lehiirts-
Sport.
Henry Stn:irt wohnt
ramme.
D.iinita ist durch Sam (!oId-
Bonlevard, Hollywood, K.-iliforiilen,
A.. zn erreichen. Die Künstlerin wurde ■■im in. .Inli In P.iris (lehoreii.
Ihr richtiger Name ist I.ily C.avroche. Ihr neuester Film lieilJt ..T»ie
Hetlnii";" mit Konald Colman in der mäiinliclieii Il.inptrolle.
1) o r r i t P.. Frankfurt a. .Main: Am besten. Sie wenden sich
niimittelhar an die FilmKesellsch.iften. AVir vermitteln keine Film-
eiinaKements. AVir tcehen Ihnen einiKe Adressen: FV.i. Berlin SW f,s.
Kochstr.ilie fi- K, National, Berlin SW 1«. Friedriehstr.il.le Id, Terra.
Berlin SW fiS. Koehstralie 7.!. Hegewald. Berlin SW IS. lMiedrielistral.!e J.iH.
Deutsches l.ichtspiel-Syndik.il. Berlin SW 18. FriedrichstraUe i'-Ti, Deutsche
Fiiivers.il, Berlin AV K, .M.inerstralJe 8:.'.
H i I d e K 11 r d S c li., Berlin: Siicy A'ernon Ist .iiiKenhlieklieli
durch d.is Deutsche Lichtspiel-Syndikat, Berlin SW 18, Friedrichstraüe ii'.'i,
zu erreichen. Die .Indern fraiiziisischen Darsteller, die in der franzii-
sischeii FassniiK des Tonrilins ,,Die N.ichl gehört uns" spielen, erreichen
Sie üher die Tohis. Berlin AV n, M.uierslr.-iCe l.t. — Doii;;l.is F.iirh.mks
und Alary Pickford sollen In :illern;ielister Zeit nach Einop.i kommen.
D i I .1 P .1 r I o - S c h w ii r iii er. II e r I i ii - S t e ^ 1 i t z : Dila P.irlo
wcdiiil Berlin W. .MotzsIraUe H7, wiinle am 1. Seplemher in Stettin
(lelporen. ist iiiiverhelralet und t;i'>l .Vntiijjr.-inime. Ihr rielitijjer Name ist
(ierda Kornstedt. Der neueste Film mit Dila l'arlo heißt „Alelodie des
Herzens".
F i I in s c h w :i r m e r i n in B r e in e n : Iwan Petrovich hat am
.il. Dezeinher Cehiirtsta^c. Wir nehmen an. daU er .alle (ilüekw iinsch-
hriefe. die er erhält, liest. Sein neuester Film ist ..Der (■iinstjinK von
.Schiiiihninn". - Die iienesteii I'ilnie mit AXerner Fiiellerer heißen .,Iin
Pr.iter hluhn " ieder die Bäume" und ..D;is Aläclel mit der Pi'ilsche". In
dem erslen Film ist l.illi.aii Ellis seine P;irlin'riii, im zweiten spielt er
mit .\nny Umlr.i.
F i I m r ;i t t e n : l'amoii Novarro Riht AutosTamnic. AA'ir empfehlen,
ihn noch einmal darum zu lütten. .Si(> dürfen iinhesorst sein. Bamoii
Novarro denkt nicht daran, sieh vom I'ilm — seiner Operntätiskeit
weKeii — ziirückziizielien.
F i 1 m f r e ii ii d E r w i ii F., B e r 1 i n : Ein Buch über den ver-
storbenen AVeriier Piltsch.in fiibt es nicht. — Oh und w.iiiii Tom Tyler
einm.il ii.ich Berlin kommen wird, wissen wir nicht. Ihr Bildwiiiisch
ist \oif;cm<'rkt. — .Antwort ans Hollywuod können Sie frühestens nach
•J. :i ANdchen erhalten.
Peter B.. K öl n - K a I k : Aber nein. Donshis F.iirbanks ist
nicht mit M.idy Christi.iiis verheir.itei, F.iirbanks' (iattin ist .M.iry l'iek-
tord. Alady Christians ist mit Dr. von Aliiller vermählt. AVilliain Fair-
b.inks ist nicht mit Doiisil.is F.iirb.iiiks verwandt. Harry Piel ist mit
D.iry Holm verheiratet. .l;i«ohl, in dem f;eiiaiiiili'n Film ist D.iry Holm
Piels Partnerin. Der Künstler Riht .\ntof;ramiiie. ~ l.ya .Mar:i ist mit
{■"riedrich Zeliiik vermählt. Die Kiiiistleriii (;ibi Aiitoy:ranime nud wurde
am 1. .\iit;u~t in K'i^.i K'eLi'neii. — Pat und Palaehon sind verheiratet.
s (• Il m i t e r 1 ö w - A' e r -
e II r e r a ii s li ii h ni e n :
Aera Sclimiterlöw ist sroß.
Iiellbhiiid und hl.iuänjii'r. Ihr
(iewicht li.'iben »ir bis jetzt
)i<Hh nicht feststellen können,
nehmen ;iber an, dalJ sie
l.öelistens 11.') Pfunil w ieKt. Die
Künstlerin filmt fleilü};. Ihre
neuesten I'ilme sind ,,Die
I'lucht vor der T.iebe" und
„Bruder Bernhard". Frühere
Filme mit A'era Sclimiterlöw
sind ..Alädcheiischicksale".
..Seine stärkste ANaffe', „Frau
.SorRe", .,Der schwarze Do-
mino"', „SiindenfaM". AVaiiil
der Film ..AA'enii iler weilJe
l-'lieder wieder bliilit ' nach
Böhmen kommen wird, wissen
wir leider auch nicht. Das
erfahren Sie am besten durch
den Besitzer Ihres Stammkinos.
Emil (;.. (i e 1 s e II k i r-
e U e 11 : Betiv .\manii ist iliirch
die Ffa. Berlin SW fiS. Koeh-
ftraUe 6 — 8. zu erreiehen, Sie
wurde in Pirmasens geboren
und ist von ICricIi Pomnier für
ileii F'ilm entdeckt worilen.
Simon S., S c li w e n n i n-
K e n a. N e c k a r : Rudolf
Sehihlkrant ist ilnreli die P.
D. C. de Alille Pict., New York,
zu erreichen.
F r i t z E.. Kiel: AA'ir wer-
den Täane Haid an das fällifre
.Autogramm erinnern. Die
Kün-stlerin wnrde für die weib-
liche Hauptrolle des neuen
Ffa-Films ..Der iinsterhiiehe
I.ump" verpflichtet.
G r e t .T. (i a r b 0 - A' e r -
e h r e r ans T. e i ji z i ;;■ :
Creta Garbo arbeitet aujreii-
hlicklich unter der Itefiie von
.laeiiues Feyder an einem Ton-
film ..Eifersucht". Die Künst-
lerin ist ein Star der Aletro-
Goldw yii->I,ayer nnd durch
deren Studios in Cnlver-City,
K.ilifornien, F. .S. .\.. erreich-
bar. .Sie fiibt .\iitop:ramme.
Gret.a Garbo wurde am 17,
April in (^ötehorp;. Schweden,
lieboren. Sie ist ledis'.
Eine F i 1 m f r c n n d i n
a n s P o m m e r n : Hans Stii-
wes neuester Film ist ,,Es
flüstert die Nacht". .Viifieiiblick-
lich arbeitet der Kiiiistler an
einem Tonfilm ..Nur Dich hab'
ich geliebt" mit M;idy (liiisli-
ans in der weiblichen Haupt-
rolle. Stüwe ist mit einer
Bulgarin verheiratet und (riiit
.\nt04;r:iiume.
.^. S., Berlin. AVenn Sie zu d -w Keii.innten Firmen p;elien. so
ist es niöf;licli, daU .Sie die Künstler dort .intrelfen. .Aber wir ein fehlen
Ihnen, sieh immer schriftlich mit solchen Bitten ;iii die Stars zu wenden,
Richard T.inber wohnt Berlin-Schöiieber';-, Iniisbriicker Str.iUe l."^. Al;ix
H.uiseii Berlin-Wilmersdorf. Br.indeiibiirniselie Str.ilJe J.'>. Eilten Klopfer.
Berlin-Ch.irlottenburf;-. Schillerstr.ilJe IIG, Car.d.i Toelle, Berlin-(li:ir-
lolleiibiirf;-. Alommseiistr.ilJe l!l, Fsehi Elleot, Berlin AV 1.'). t)liv;ier Pl.itz I.
il :i m b II r \x. e r F i 1 iii f r e n n d e : AFirianne AVinkelstern wohnt
Berlin W, L'hl.indstralJe lli:!. Sie wurde am H. März in Berlin i;i'b(iren,
ist ledij]; und jiibt .\nto;' ramme, ,l:iwolil, in dem Ivan Mosjukin-Film
,.Di'r weiLle Teufel" wirkt M.'iri.iune W iiikelsleru in einigen Tanz-zeneii
mit. — Triide Beiliiier wohnt Berliii-.SclKiiieherK. IIolien^t;iiifen-tr.ilje fi.'t,
wurde am l".s. l'ehruar in Berlin fii'bori'ii und ist mii einem Nieht-Scliaii-
spieler \ermälilt. Auch sie «iht Aiiloj-r.inime. Als P.irluerin H.irry
l.iedlkes in dem neuen .\afa-Filin ..Die Konkurrenz platzt " wurde Maria
Curda verid'lichtet.
Fritz (i.. I, i e h t e r f e 1 d e : Käthe von N;i,!;y li;it ihre AVolinnnp;
in Berlin W. Präger StraUe 1. Die Künstlerin wurde am t, .April in
Subotic:i, FiiK.irn, Kehoren. Sie ist aber .jetzt .jutrosl.iwiseher Si.i.its-
.iiiL^chörifikeit. Käthe \ oii N.'ijiy ist Keschieden. f;ilit .AiitoKrainnie und
tieibt \ iel Sport. Ihre nächsten Filme sind ..(iaiikler". ,,Der AVep;
durch die N.iclit" und ..Fiischiild " (Die kleine A'eronika),
.M ,1 r I 1' II e 1) i e t r i e h - A' e r e h r e r i ii , I. e i ii z i p: : Marlene
Dietrichs luoiester Film lieitlt ..D.is Schiff der verlorenen Alenschen ".
Die Kiiii'-Ileriii Wmile jim 27. Dezember in Bi'rlin uehoren. wohnt Berlin AV.
K.iiser:illi'e '.>\. und ist mit dem l'ilnirefiisseiir Rudolf Sieber verlieir.itet.
Marlene Dietrich ist auch hei der Spreclibühne, .Auirciihlicklich tritt Sie
am Berliner Theater in ,,Zwei Kraw:itten"' auf.
H e 11 r V Stuart- V e r i> li r c r i n XW., B p r 1 i n : Henry Stuart
hat siiui; w'oliuuug in Horliu W, I'assaupr Straße 17, wurde am 1. Teliruar
gelioreu, ist un\ erlieiratot uml gibt AntOKraninie. .Stuart weilt au-enl)liek-
rieh in Berlin und trat bis jetzt im Tbalia-Theater in ileiii Lustspi.'! ..Ge-
■^chlo--^eiie tiesellseliaft auf. Sein nenesti^r Kilni ist ..Der t;iinstljn;;
von Seliünbrunn • mit Iwan Petrovicli in der Titelrolle. Henry Stuart be-
vorzugt das Keiten und jeden Wassersiiort. Ihre (iriißo sind an ileu
Künstler ausRericlitet. f^tuart spielte in foltrenden Filmen: ..I>ic I'eriieke-.
.Der Mann im Feuer'. ..Der Bettler vom Kolner Dinv. ..Die peheim •
M.iclif. ..Liebelei-. ..Die versunkene Flotte-, ..Die Frau mit dem A\ elt-
rekord-, „Skandal in Baden-Baden'-. „IVr Bing: der Bajadere". — Evelyn
H(dt ist leditr und bat am :!. Oktober (ieburt>tan-. Ilire bekanntesten
Filme sind: ,,Si)itzen--, ,.].ii belei-, ,.Die AVai^.- \ (in l.owiiod'-. ..Freiwild',
„Der fesehe Hus.ir'-. ,.F;in Mädel uml drei Clowns -, .,Verbreelieii- (Der
Mann mit dem Laublro.-elil. Ihr neuester l-"ilm lii'ilU ,.M:idrlieii .im
Kreuz-'. — Fred Fouis Fereli wohnt Berlin W. l{ef;ensliiir-iT Str.ilie II.
Der Künstler wurde .•im is. ,M;irz in J^rnsdorf (Osterreiebl geboren. Fr
ist unverheiratet. Fi-reli sjiielte u. a. in ..Carmen", ..Versieg-elte l.ip|ieii-.
„Liebelei ", ,,Elieskaml.-il im ll.iuse Friimoiif. ..At.iry l.oii'. ..Fri'iwibl '.
..Der rot.- Kreis". ..Die kl. -ine Sklavin'. ..Bnt«.bli.-ihii . ..(irol.;>t.'idl
t-elimetterliiiK'. — Fred .S.dm filmt in Am.-rika uut.T dem .Vam.-ii Uob.'it
Casll.' und ist dureli die l'.ir.imount-Famous-T.asky-Stu.li.x. Hiillywo.id,
Kalifiuuien, F. S, A„ zu err.'ielien. Der Kiinstler wurde .im l'l' .lanu.'.r
in Frankfurt am Jlaiii gebor.'ii. Kr kommt Mirl.iiifij; nicht nai li Herliii.
Freil Sohn spi.-lte ii. .i. ..F !l. We.liiinen ". ..Die l.lmleii« irtiii .im l'heiir-
nml ..T>as .Spreewaldmädel".
(; r e t e h .• n . K ii .1 o l f - V a 1 e n t i n o - s c h \v U r m e r i ii . B .• r -
liii: Budolf V.ileiitiioi wurde in Ca-it.'ll.iiii't.i K.-boren. Valeiiliuos l'ail-
n.Tiii im ..Adler ' w;ir Vilma Banky. in ..Monsi.'iir Beaiieaire" spi.-lt.- i'i
mit Hebe l>aiiiels. Der Künstler galt als ..ib-r sch.insie .M.niii «I.t W .It .
Hil.lkarten von Kudolt Valentino erhalten Sie iii jed.-r ^;i<d!eii l'.ipii-i-
liandluni;.
1) (1 11 K 1 a s - F .a i r b ,a n k s - V e r e li r e r ans H a in b ii r tc ;
Douglas Fairb;inks liat seine HenitziiUfj in Beverty-Ilills. Hollyw.iod. K.ili-
fornien. Kr ist mit Mary I'iekford verheiratet. Fairb.iiiKs st.-immt an-;
Denver, hat .im :;.(. M.ii (leiuirtst.i;! uml sibt .\ut<it;ramme. Kr .'ub..it(t
aufrenblieklich in IloUyw.iod .in einem l'"ilm ..D.-r \\iilerspeii>tii;en
Zälimuny:".
Zwei F i l m f r e u n .1 i ii n .' ii II i I .1 e n a r d W . u ii d H .■ il w i ^
('•. :i II s 1! o s e n b e r ^c (AV e > t p r.): Fe.' M:ilien b.it j.t/t eimii liulii-
kopf. — Iji.ine H.iid Ii.it tizi.iiii otes H.i.ir. -- l.i! JJ.iiiOvers Aiincu sind
diinkellirauii. — .la. es ist i.'ider -wiihr. M.iri.i (>rsk:i ist wirklieh in
einer Anstalt. — .Mier n.'iii. Il.-ury I.iedtkp li.-il keine (!l;itze! — Emil
.laniiinns ist diireli ilii- Ffa. Merlin S\V (W. Kochslr.ilje fi-!*, zu erreichen. —
■Werm-r Kr.iiiss wohnt Herlin-D.ihlem. Im scliw.-irzen (".rund 17. Maily
Christians Herlin-Charlnlleiiliur;;-. HiMii.ircU^tra Ue (i7. (Jusi.iv Fiühlich
Bi-rliii - Steglitz. (»rl.-aii^slr.ilJ.- I. .\iiit.i l).irri> Hi'rlin - Cbarloti.'iibur;;,
So.u'str.ii;.' >. Ted.ly Itill Ib-rlin-AVe-lcnd. .M.-iniii-enallee' 7, ll.'l-a Thom-is
Berlin W, Kufsteiiier StraUe :i. Hella iloja Herlin-Ch.-irlottcnburj;-, Fietzen-
seeiifer 10,
F i I m f r .• ii n .1 in D o r 1 e M., X ii r ii b e r ix : Sie h;ilieii reiht.
..Das närrische fJlück " ist in und um Berlin t;i'dn'lit worden. Ebenso
stimmt es, d;iß die .Vufnahmeii zum .,.Mi'isler von -NüruberK" zum uroHeii
Teil :iii Ort und Sd-lh' •gemacht wiinlen. — Ihr Wunsch i^t vorgemerkt.
— Fili.in Harvey ist so alt. wie Sie nes.h.älzt h.-ibcn. — ]{e(ty .\m.iiiM
besitzt ein Auto.
IJ u d o 1 f Soll.. D a r m s t .1 d t : (iiaviotto Ander -wolmt Berlin W,
Zährinscrstraßc la. Xenia Di-sni, Berlin W, I'aulsborucr .Straße .'5, .Mar-
lene Dietrich, Berlin W, Kaiseralleo .'il, Felicitas Malten, Berlin-Halen-
see, Xestorstraße bj. Hans .\lbers, Berlin A\', T.ennestraßc 7, Heinrich
Ueorse. Kohlh.iseiibrück bei Berlin, Bae.k.'sIraUe C, Harry Hardt. Berlin-
Halensee. l'aulsborner Straße 00. Fritz Kasii, Berlin- Wilmersdorf. Gasteiner
Straße M-'M. Ernst Verebes. Bi'rliii W. Eniser Straße Ifi. — .leiiny .Jup,'0
widiiit B.'rlin AV. K.'iiserdamm l'O. Der betri-ffemle Kiinstler ist .im besten
durch die Ffa. Berlin .SW CS. Kochstraße C— 8. zu erreichen. — .lawolil.
seit kurzer Zeit mit der Künstlerin verheiratet. Beide geben AutoKrammc.
Eve K.. Berlin: Wuiisehgeinäß geben wir Ihnen hiermit die
.\dressen von einigen Filmgesidlseiiaften an : Ffa. Berlin .SW (IK. Kocli-
siraße fi-f*. Teira. Berlin sW HS, Koelistraße 7;^, Deutsches Ficlitspi.'l-
Syndikat. Berlin SW ix. Friedrichstniße 2i3. Hegewald, Berlin SW l.s.
Frii'ilriihstr.-iße i'.'iO. Starfilm. Berlin SW l.s, Frie.lrichslr.iße L'l.s. Orpli.l-
Messiro. B.'rlin SW (,.s. Zimmersir.tße 70l^o. Deutsche Vereinsfilm. B.'r-
lin WS. Fiiti-r d.'u Find. '11 10. Bay.'rische Filmgesellschaft. Berlin SW is.
Friedrichstr.iße 210.
Heinz Kl :i .■ il t k i' . H r e m e r h .a v e n : Brigitte Helm h.it iioc'i
ein.' Seil« i'ster. die seit kurzer Zeit ebenfalls filmt, aber no.li iiielit in
griißi'U l'.dl.'U an die Off.'iitliehkeit g.'treten ist. — Wir nennen Tbn.-n
il.'ii Verlag ,.Hliistri.'rt.' Filmwiiche", .lur.li ileii Sie aueli Bil.ler v.m
Brigitte Helm erb.ilten kiinnen.
II e i 11 z D.. M a i n z : Brigiile Helms richtig. 'r Xnme ist Brigiile
Scliütt.'iihelm Die Küiistli'rin ist init F'ieh.'ird A\'eißha.-ii verheiratet uml
wurde .im 17. März in Berlin g.'liiucn. Außer in den gen.-iniiteii Film.'ii
spi.'lli' Brigitl.' Helm iioi'h in ..Abwege ". .l;i. Min Fritz Fang eiitdeeUI.
Ihr Debiit w.ir ...M.'lropiilis--, Xur Ffa-St;ir. Xieht bei .l.-r Sprcbbiilim'.
Em Buch iib.'r Brigitte Helm gibt es nicht. — Elg.i Briiik wohnt Bmlin
W :>i>. l'rager .Sir.iße :tl. wurde am '2. .\pril in W .•n.lm.iiinslust bei Ber-
lin geboren und trägt ihren riehligen N;iiiieii. Di." Künstlerin ist seit läii-
g.'rer Zeit Witwe. Sie ist elw.i fi .I.'ihre beim Film. Xieht bei der
Spre.'bbüliiie. J>er neueste Film mit Elga Briuk heißt: ..Fr.auen am Ab-
gioml'. — tiii'ta liarb.i' Avurdi- .-im 17. April in (J.'iteb.Mg geboren, ist
l.'ilig und spricht geliroeheii Heiitsch. Ihr rieliliger X.iiiK? ist Greta
OnsiaAsioi. Wir b.w iimli'rn Ihr.' Kenntnisse. (Jreta (;arlio wurde von
il.'in v.'rsiorh.'iieii sch« .'di>cli.'n Itegisscnr M;iiiiilz Slilli-r für den Film
eiilil.'ckl. Sil' d.'liiitieri.' .-iN Elisabeth D.diiia in seinem l-"ilm ..(Jösl.-i
B.'rling ". In B.'rlin spi.'K.' si.- d.iiiii ..Die frciiillose (iasse ". in Am.'riUa
11.11 li.'inand.'r ..F.s war", ..Totentanz d.'r l.ieb.-". ..\iiiia Kareiiiii;i ", ..D.-is
goilliche W.'ib'-. ..Der Krieg im Dunkel'. Ihre neui'steii Filme sind
..W il.l.' Oreliiilei'U'. ,,.\ wiini;iii of .-iffiiirs" und ..Eifi'rsiieln ". (ir.'t.i
(i.irlio kam von .1er schwedischen Siireehbühnc zum Film. — l>ie Spiel-
plan.' der I.iclitspiel-Tlie.'iler fiii.len Sii- stets in .leii groß.'ii Ttiges-
z.'iliingeii. — D;is .VIter der Filnisi.irs veriiffentliehen wir iiiclil.
I-: i l a M.. y\ ii II c h e n : Brigitte H.'lms iien.'st.-r Film ist ..Maim-
lescir . Dil- Küiistl.'i in wiii.li' am 17. März in Berlin geb.n-en iiml ist
mit l.'icli.'iril \\ .'ißb.i.h \ .'i li.'ir.it.'t. Si.' gibt Autogramm.', tr.'ibt \ i.'l
Sp.irl iiii.l ist .'in.' groß.' Bliim.'ufr.'umlin. AVir glaub. 'ii. .l.-iß sie Bos.'ii
bi'\ .irziigl. ,l;i. .Sil' li.-iben reelil. Brigitte Helm ist von Fritz Fang für
.l.'ii Film .'iitd.'cUt w.n.l.'ii.
ll.'d.\ I'.. Stuttgart: ■\Villielm Dieterle w.diiil Berliii-Wilm.'rs-
d.u'f. .(.'ii.-i.'r Str.-iße s. und ist mit ( li.irlotte H;igenbriicli verheiratet. —
(iiiiiii.-ir Tolnaes ist nicht mit Jlary .miIiiisou verheiratet. Toln;ies ist ledig.
M.i|-.\ Johnson verli.'iratet. — Ol.if Fönß ist Däne. — Fien D.'vcrs ist am
li.'si.'ii diinh di.' D.'iitsche FniM-rs.-il. B.'rlin WS. M.iuerslraße S2. zu er-
i.'ieheii.
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lederarti«»em Material bespannt. Das
hierdurch verminderte Ei«»"en«>e\viclit
der Karosserie führt zu weiterer
Leistunj»serhöhunj>' und neuer Ver-
besserun<4" der «glänzenden Fahrei«4en-
schaiten des NA(i- Protos- Wagens mit
Kupplun<»saut<)mat.
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Nationale Automobil -Gesellschaft A.-G.,
K5^ ^^ Berlin - Oberschöne weide.
^N^,/^ Verkdufsstellon in allen Teilen Deutschlands werden nachgewiesen.
H n n s i T.. AV i o n : Maiiricn Olipv.ilior ist aus Hollywood wic'tlor
nach Paris zuriirkKoUclirt. — Adolphe Moiijou dreht voraussichtlich iu
Paris ciucM Film. — Koo ^laltou ist iriit einem Xicht-Scliauspieler ver-
heiratet. — Die H.iui>trolleii in ..rr.uieiir.iiili in .Marokko" s|iiellen AVI.-i-
dimir ti.tid.iro« . t'l.iire Ifoinmor. J>()lly J).ivis, (ieor;;es t'h.irlias.
il e r r y n n d K i I m l> o y : 'Werner l'nellerers P.irtiier in ..(Jl.-niz
\iiid Klond der Knrtis.-inen" war .\ndree I.afayette. iu ..Der Soliu der
llaiiar" Mady Christi.-ins. in ..So kiiüt nur eine Wienerin" (Jrel.-i (Jr.a.-il (tl.
in ..Du sollst uiclit stehlen" (Nur eine kleine Dieliin) l.ili;iu ll.irvey. iu
...Vhenteuer eines Zelin-.M.irk-Scheiues " Imo;;ene TtolierlMiu. — Eru.-I
Verebes spricht fast flieUeud Deutsch. — .VuUer in ..Mütterliche" nnil
..Meineid" spielte Inire l,.\ndKUt noch in- ..Violaniha " und ..An^^t '.
Fritz S c li .. I{ r e s 1 n u : l.iliau
Harvey wird auch bald tonlilnien. Dii-
Künstlerin ist untiefähr so alt, «ie Sii-
Kcscliiitzt hallen.
Charlotte S.. B 1 n. -Licht <• n -
b e r (t : Max M.'inseu wohnt Hln.-\Vil-
niersdsrf. ISr.andi'nliurKisclic stralic l'.'i.
wurde am •22. Dczi-mher gehören unil
ist unverheiratet. .la, er Riht Aulo-
Kranime.
ir i 1 d e i: a r d V.. Berlin : Ahcr
nein, iler kleine l)a\iil l.cc ist nicht
;;estorhen. Kr erfreut sich liesliT (!e-
suudhcit uuil wird .auch iu dem uächsf-n
.\l-.1olson-KilMi eine lraK<'Uiic Holle
spielen.
E. P.. Z ii r i c h : Die K.artcn sind m?i
die lietretTiMiilcu Kilnislars weilcrjiclei-
tet. Sobald wir die Bilder wieder zu-
rückcrhallen, wenleii sie Ihnen zuj^c-
saudt. Xur a iiu l.uisi' Brooks können
wir Ihnen l<idcr kein Auto'iraiMni licsor-
ncu. ila die Kiinstlcrin zur Zeil in l'.i-
ris ist. - Dcni> Morel ist Kndc \(ni;;i'n
.lahres fjestorhen. Marictta Millncr
siiielte u. a. im ...Manu ohui' N.inicu ".
..Moderne I'iratcn", ..Z.iri'« ilsch ',
.,.\dicii. M.iscotte ".
II e i u z H., II a u u o nc r : Wir wer-
den die Künstlerin noch eium.il au ilas
fällige Autofrramui erinnern.
<; r e t e Kein w a I d - V e r e h r e -
r i II . CJ u e r f II r t : (;rcte I'eiuwald
wohnt Berlin A\'. IJenenshnr(;cr Str. II.
Ihr ueuester Film ist ..Kolonne .\ ' niii
Keinhold Schiinzel.
(i r e t a (J a r b o - \' e r i- h r e r i n -
n e 11 a u s .s a c h s c n : Hie liciilcn
Partner von (ircta (i.ulio in ..Kric;; im
Dunkel" waren Conrad .\.i;rcl und
(Justav Min SeylTcrlitz. Hie Kiiustlcriu
arbeitet au;;t'ublicklich in den Mclro-
Coldwyu-.Mayer-Sludios. Cuher- City,
Kalifornien, au dem Tonfilm ..Eifi'i'-
sucht".
W alter E., E 1 h c r f .• 1 d : I.issy
.\rna widint Berlin AV !i, Liudauer S|r. ü:
Betty ,\niman ist durch die l'fa. Herlin
S\V r.8. KochstraUi' f<—H. J.yii tie Pulli
durch die Kisiree-Sludios. Hersfordshire.
England, zu i'rrcichen.
Erna .aus Dresden: l.ivio P.-ivanelli hat seine AVoliniiiifr iu
Bprlin-AVilniersdorf, KavensberKcr Slr;il.!e .'>. Er wurde am H. September
in Bido)?n;i f;<'horeu und ist ledi;r. .I.iwohl. Aulosr.imme f>iht er. Pava-
lielli ist auch Im l.eheu fiirchth.-ir nett. .Sein neuester Film ist ..Der
Hund von Baskerville". — Imre IJ.iday wurde am 1. September in
Budaiiest K<"horcn. isl cbcnr.ills ledi;;. KihI AnloKrauime iiuil
Berlin W. (ieisberf;slr.il]c l'1. l'cusion .\ijrnlicrfjer Pl.itz
Film heißt ..Der We;; durch die .N;ichl " mit Kiithe
ll.'iuptridle.
.M o r e I - II e I ui - H ;> r v e y - V e r e h r e r i n M .i r sx o t C. a u s
\ u ff s b n r K : Sie h:ilien recht. F^lizza l.i Porl.i spielte in ..C.is.inipv.a*
..Am I'iide^hcimer
« ohul
K.id.iys ncuoler
in -V.ifiv iu der
Erbe" die Rolle des Zimuiermädclu'iis. In
Schlolj steht eine Liudi- " spielte uiclit
.Schmlterhiw die weibliche Ilaiipirollc. -
.März iu Berlin, l.ili.in ll.irvey .im III.
ilem Füll
Dit.i Parle, sondern Ver.i
Urifiitle Helm T\ iirde am
II. .MI1I/. III jii-iiiii. I. III. III ii.iiii-,« jiiii i:i. .I.'iniiar in l.oiidon ^'eboi-cn.
Wenn .Sie die betreffenden Xnminerii n.iclibcsfellen wollen, so «eiideu
Sie sich, bitte, .in den Verl.iK ..Illustrierte Filmwoche", Berlin SW fi.H,
Kochstraße G — S. — Sie belästif-eu iiiis mit Ihren Fräsen diirch.iiis nicht.
O r e t c h e n X., Stettin: Wilhelm Dietcrle filmt aiiKeiiblicklicli
in Xeu-B.ibclslierK ..Das Sehweiten im W.ilde". Seine P.irlneriuneii
sind Itiiia .\larsa. Pett:i Frederic. (Irelhel Berndt. Der Film wird auch
wieder von Dielerle inszeniert. Der Künstler ist mit Charlotte IlaKcn-
hrucli verheiratet und Kihl AuloK>auimc. .Seine Wohnuiij;: befindet sich
iu Bln. -Wilmersdorf, Jenaer Str.ißp H.
F i I m f r o 11 n d i n I. p n o : Richard Barthelniess und Coriniic
(iriffilh sind durch die First Xational-Stiidios, Burb.ank-Hollywood. Kai.,
r. s. A.. zu erreichen. — Doiij^las Fairb.inks li.ii seine Besilzun;; in
Be\erly-HilN. Hollywood, Kalifornien. F. S. \. _ Sie haben recht. Belli
I.:iemle ist eiue Xichte von Carl L;iemnile. — Bek.'iniile franzüsischc
Regisseure sind ii. :i. Abel Ciance. Maurice Tourueur. .laeiiues Feydcr. —
.Ast.i Xielsen ist mit dem russischen . Sch.auspieler (•ri;;orl. Clini;ira vcr-
heiralet.
F :i i r b a n k s - B e w u ii d e r e r , B r e in e n : Douglas Fairb.aiiks
li.al seine Besitzun!*: in Beverly-Hills. Hollywood. Kalifornien. U.S..\. Er
yilit Aiitojiramme. Der Künstler arbeitet aii;;<'nblicklicli in den Fnited
Artists-Stiiilios an dem Film ..Der Widerspenstigen Zähuiuns".
K a y s e r - T u e n >; e r I h a 1 - C o -
t b .a : IMe zweite «cililiche Haupt-
rolle in dem Film ..Die Frau, nach
der mau sich sehnt" spielte Edilii
Edwards.
II o 1 1 a . B r e s I a ii : Sie dürfen es
Ulis riilii;i ;;l:iiilien. Kanioii Xovarro be-
findet sich t.'ilsäcliilcli wieder in Hollv-
\M.od.
]. i 1 i a II II a r v e y - \' e r e h r e r ,
D a n z i fr : Den fte« üuschtcn Schlager
erhallen Sie durch den Miisikvcrlap; Edi-
tion K.irl Brüll, Berlin W .'lO. Kurfür-
stemlaiom 2;10. — Bclly Amaiin Aviirde
in l'ii iM.isens geboren. Ihre Ellern sind
Ueutsch - Amerikaner. Die Kiinsllerin
wurde \ oii Erich Pomnier entdeckt uiul
ilebulicrle in dem l'fa-Film .. Aspli.ill ".
M.iricne l>ictricli hat .im 27. I'ezeni-
lier (icliiirtslaK. Sie spielte Mir ca. zwei
.iaiircii iu einem Harry I'iel-Film iiml
später iu ..Prinzessin ()l;il;i". Vor kur-
zer Zeil erschien sie in ..Iidi küsse Iluf
ll.ind. M.id.inie ■ und als ..Frau, ii.icli
der man sich sehnt". Ihr iieucsler Film
heiUI ..D.i* .SeliitT der ^ crlorenen Men-
schen". Die Kinoslaiiilbilder sind
nicht käuflich. — Ver.a Selimilerlöw ist
blond und h:il blaue Auf;eii. Sie spielte
II. a. in folKendeu Filmen: ..Frau
Sor^e' . ..Mädchcnscliicksale". ..Seine
stärkste Waffe ', ..Der schw.irze Do-
mino". ..Sjindenf.iH". ..Wenn der weiße
Flieder wieder blüht". Ihre iiächsteii
Vilme sind ..Bruder Bernhard", ..Die
Flucht vor der l.ii'be". - I.ili.in Harvey
schwärmt unseres Wissens für rote IJo-
sen. .1a, sie besitzt ein .\uto. Seine
Marki- iiiiil Xumiiier wissen wir l.il-
sächlich selbst uiclit. Die Aufiiahiiicn
zu ..Ihr dunkler Punkt" haben einij;e
Woclicii (red.iuert. Die Aiißenszcnen
sind in Xizz.i fjedrcljt Wdideii.
II a 11 II y II.. K :i u 1 s <1 o r f : Xeiii.
der kleine David I.ee ist nicht {testor-
beii. Er Iclil in Hollywood, erfreut sich
bester (lesundhcil und spielt seinen
nächsten Film wieder mit \l .lolsoii
(..His l.illle Pal" Sein kleiner Ka-
nier.id"). Raiiion Xovarro ist so alt,
wie Sie fteschälzt haben.
F i I m f r e ii n d K. H., SI ;i •; d e b u r (? : -Vlle Filmslars sehen
Auliisramme. Wenn Sie zum Film wollen, so ist es am liesten. Sie
wenden sich direkt an die Films'esell-ch.irteii wie Ff:i. Berlin SW HS.
Kochsiraße (i— S. X:ilioii,il. Iterliii SW IH, Friedriclislr.iße 10, Terra. Herlin
SW lis. Kochsir.aße 7:!_. A.if.i. Berlin SW IS. Fric.lrichslr.iße •-•i'.l.
.M. II. .1 11 s K ii 11 i n s b e r s' : Ranion Xov irro isl durch die .Melro-
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NUMMER 40 \ BERLIN, 6. OKTOBER 1929 / PREIS 40 PFENNIG
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DIE ^VOCHEN SCHRIFT DER FILM FREUNDE
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PJi
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GEßö MALY und ANNI MEWES
in dem Ufeion-FUm „Melodie des Herzens"
Von King Vidor wurde
vor Jahresfrist in Ber-
lin der Film „Ein
Mensch der Masse" gezeigt,
der das typische Leben eines
Durchschnittsbürgers der
Staaten schilderte. Unpathe-
tisch, vielleicht sogar ein
wenig zu grau, rollten die
Tage eines kleinen Man-
nes vorüber, der niemals
die Sorge um die Existenz
verlor und dessen Schicksal
drückend auf dem Zuschauer
lastete. Es war ein Film,
dessen Naturalismus nicht von
allen Zuschauern verstanden
wurde. Man kann das gleiche
Thema aber auch ganz anders
packen, und der junge, unga-
rische Regisseur Paul Fejos
hat mit seinem ersten Film
,,Zwei junge Herzen" den Be-
weis dafür geliefert. Er be-
sitzt den unüberwindlichen
Optimismus, daß auch in die
dunkelsten Tage noch ein
Strahl Sonne fällt, nur muß
jeder einzelne sich so zu
setzen wissen, daß ihn die
Strahlen erwärmen und er-
leuchten. ,,Zwei junge Her-
zen" heißen im Original so-
gar ein wenig melancholisch
„Allein". Das Leben New
Yorks mit seinem jagenden
Lebenstempo bildet den Herz-
schlag des Films, und die
Starrheit der Wolkenkratzer-
stadt ergibt den dekorativen
Hintergrund. Hier leben in
Barbara Kent und Glenn Tryon
Plwi. Universal
iO^^w
engen Zimmern sieben Mil-
lionen Menschen, die um ihi
Brot kämpfen, sieben Millio-
jien, die aneinander vorüber-
laufen, nichts vom Mitmen-
schen wissen und immer
allein sind. Nicht umsonst
ist von einem amerikanischen
Philosophen das Wort „Ne-
benmensch" erfunden worden.
Es ist ein neues, kaltes Wort,
ein Gebilde der letzten Jahre,
aber es trifft den Nagel auf
den Kopf, um die eigentliche
Stellung zu kennzeichnen, in
der die Menschen heute zu-
einander stehen. Das klingt
erbarmungslos, braucht es
aber nicht zu sein, wie Paul
Fejos verrät, wenn auch er
einen etwas melancholischen
Eingang findet. Da ist eiii
riesiger Betrieb, wie ihn nur
eine Millionenstadt haben
kann. Die einzelnen - An-
gestellten sind in Gruppen
gespalten, die sich nicht um-
einander kümmern. Sie lau-
fen im Betrieb aneinander
vorbei, haben im Dienst nur
die Sorgen des Ressorts und
vermögen den Gesamtkomplex
nicht einmal mehr zu über-
schauen. Wer außerhalb der
rle^i&en.
Gruppe steht, ist schon ein
Fremder. Sobald der Dienst-
schluß schläft, lösen sich alle
Angestellten, welche von der
Organisation in der Arbeit
zusammengehalten werden, in
Einzelglieder auf. Keiner
weiß mehr vom anderen, jeder
hat seine eigenen Sorgen, und
wenn sie in einem Tenement-
haus Wand an Wand zusam-
men wohnen, so wissen sie es
nicht einmal. Nur am Sonn-
tag, im Luna-Park, treffen sie
zusammen, und dann erleben
sie in kurzen Stunden die
große Idee der Zweisamkeit.
Und diese wenigen Stunden
müssen herhalten, um so viel
Glück daraus zu schöpfen,
daß es in der ganzen kom-
menden Woche vorhält. Paul
Fejos hat das mit einer De-
likatesse ausgemalt, wie es
vor ihm nur Arthur Schnitz-
ler vermochte. Die Erlebnisse
in einem Vergnügungspark
können ja nicht groß sein.
Sie sind sogar stereotyp,
ähneln sich, wie überhaupt
alle diese scheinbar völlig in-
dividuell geführten Existenzen
vollkommen gleichartigen Ver-
lauf zeigen. Die ,,.^lenschen
der Masse" nehmen aber ihr
Schicksal nicht, wie bei King
Vidor, als schwere Bürde auf
die Schultern, sie lassen sich
nicht niederdrücken, sondern
schreiten im Glauben an den
Aufstieg in bessere Verhält-
nisse glücklich lächelnd ihre
Straße, Vielleicht, weil sie
jung sind, daß es ihnen
schließlich nichts ausmacht,
wenn sie sich im Gedränge
des Vergnügungsparkes ver-
lieren. Denn schließlich müs-
sen sie sich doch einmal wie-
derfinden. Vielleicht ist das
Leben nicht so liebenswürdig,
wie es der mit Heiterkeit be-
gabte Paul Fejos darstellt.
Aber im Film ist es viel net-
ter, wenn der Zuschauer mit
herzlichem Humor beglückt,
als daß er mit Pessimismus
gequält wird.
In den einzig wichtigen Rol-
len erscheinen Glenn Tryon
und Barbara Kent. Beide sind
,,Featured Players", wie man
die Chargenspieler in Holly-
wood nennt, aber sie spielen
mit so viel Natürlichkeit und
reizender Unbefangenheit, sind
wirklich große Kinder, denen
es Freude macht, einmal von
Herzen glücklich zu sein.
Außer ihnen spielt noch die
Maschinerie des Luna Parks,
präzise, mechanisch, aber
durch Fejos nicht ohne Witz.
Barbara Kent und Glenn Tryon
Pliot. Universal
Sk
){m
UHß
Auf den Schwingen der Phantasie sind die Dichter
zu allen Zeiten den irdischen Ereignissen voraus-
geeilt. Als der Mensch noch mühsam an der Erde
klebte, träumte er vom Flug durch die Lüfte, ersann dit?
Legende von der Himmelsleiter oder hoffte, über die
Regenbogenbrücke in Walhall einziehen zu können. Heute
gibt es in der Technik das Wort ,, unmöglich" kaum noch,
denn es hat sich zu vieles erfüllt, was unseren Vätern
noch als unausführbar erschien. Die Geschwindigkeit, mit
der sich letzthin einzelne Flugzeuge bewegten, wurde
selbst vor ein paar Jahren noch nicht geahnt, und der
Gedanke, über die Atmosphäre hinaus in den Welt-
raum vorzustoßen, gilt nicht mehr für utopisch. Schrieb
ehedem ein Dichter seine Phantasien nieder, ohne viel
danach zu fragen, ob sie nicht vollkommen losgelöst von
den wirklichen Verhältnissen waren, fabelte er völlig in
das Blaue hinein, so ist ihm das jetzt nicht mehr mög-
lich. Seitdem Jules Verne seinen Zukunftphantasien ein
technisches Rückgrat gab und nie eigentlich Lücken in
der Aufzählung der technischen Probleme ließ, kann ein
Schriftsteller den Lesern nicht mehr imponieren, wenn er
ihnen nicht ganz genaue Aufklärungen darüber erteilt, wie
er sich die technische Ausführung seiner Vorgänge denkt,
die den Ereignissen vorauseilen. Der Romanschriftsteller
von heute hat es sogar viel schwerer als Jules Vernc,
denn ein Teil der Romantik, mit welcher Verne seine
Spannungen erzielte, ist in Fortfall gekommen. Der Welt-
verkehr hat viele Eigentümlichkeiten exotischer Länder
zerstört, und der Leser glaubt nicht mehr recht, daß es
im Orient romantischer als bei ihm zu Hause zugehen
soll. Außerdem war Jules Verne kein großer Erzähler,
die Fabel seiner Bücher ist trocken und lehrhaft wie ein
technischer Katalog, so daß er uns, die wir längst eine Er-
füllung seiner technischen Phantasien erleben, nichts mehr
zu sagen weiß. Wer benutzt im Zeitalter des Radios
noch eine Flaschenpost?
Aber die menschliche Sehnsucht, alle Geheimnisse des
Weltalles enträtseln zu wollen, ist dieselbe geblieben. Die
Dichterin Thea von Harbou, die man nicht mit Unrecht das
stärkste phantastische Talent unter den zeitgenössischen
Im Kreis: Gerda Maurus
Mitle: Klaus Pohl
*
Unten: Klaus Pohl, Fritz Rasp. Willy
Frilsch, Gerda Maurus und Gustav
von Wangenheim
Phot. tritz Langfilm dtr Ufa
Schriftstellern genannt hat, beweist seit „Metropolis", daß
sie Stoffe und Probleme zu meistern versteht, die über die
Ereignisse des Tages hinausgehen. In ihrem letzten Roman
„Frau im Mond", der wie verschiedene andere ihrer Bücher
ihrem Gatten Fritz Lang zur Unterlage eines Films
diente, wagt sie sich an die schwere Aufgabe, den Tra-
banten der Erde zum Schauplatz der Handlung zu machen.
Aber es ist keine Phantasie wie in Andersens lieblicher
Träumerei, die in den „Galoschen des Glücks" steht, son-
dern eine realistische Erzählung, die nicht phantastisch
aufgefaßt werden darf. Der Dichterin ist es nicht darum
zu tun, eine außerirdische Idylle zu malen, sondern ein
Problem vorwegzunehmen, das in wenigen Jahren aktuell
sein wird. Vielleicht kommt die Überraschung, daß der
Vorstoß in den Weltraum glückte, sogar noch schneller.
Die technischen Unterlagen der ,,Frau im Mond" beruhen
zumeist auf Studien von Professor Hermann Oberth, der
augenblicklich mit dem Bau einer Fernrakete beschäftigt
ist, welche als erste über die Stratosphäre hinaus in den
Weltraum vorstoßen soll. Die Möglichkeit zur Erreichung
des leeren Raumes jenseits der letzten Atmosphäreschich-
ten ist heute bereits gegeben. Selbstverständlich kennt man,
da das Gebiet der theoretischen Erörterungen noch nicht
verlassen wurde, noch lange nicht alle aerodynamischen
Kräfte, und an einen .regelmäßigen Verkehr zwischen Erde
und Mond ist einstweilen nicht zu denken — abgesehen
von der Frage, ob der Mond eine Atmosphäre besitzt, in
der Menschen zu leben und zu atmen vermögen. Für die
Dichtung ist das kein Hindernis, denn es ist ihr gutes
Recht, auf dem sicheren Sockel technischer Errungenschaf-
ten die kühne Vision künftiger Tage aufzubauen. Es ist
außerdem die Aufgabe des Films, Bilder, die ein Dichter
vor seinem geistigen Auge vorbeiziehen sah, in die Reali-
stik des Filmbildes umzuwandeln. Der Film ist die ein-
zige Erscheinung, die technische Tricks zur Kunst gestalten
kann. Was in Ateliers in mühevollen Arbeitsstunden er-
funden, mit Hilfe komplizierter Tricks aufgebaut und auf-
genommen wurde, scheint dem Auge auf der Leinwand
photographierte Wirklichkeit zu sein. Da Thea von Harbou
keine abstrakte Geschichte von einer Eroberung des Mon-
des geben wollte, so ließ sie die Menschen, die sich auf
diese abenteuerlichste aller je gewagten Fahrten begeben,
über die Stratosphäre hinweg ihre Sorgen und Ideen mit
auf die Mondkrater nehmen. Damit wird dichterisch die
Abhängigkeit des Menschen von der Erde betont, aus der
er stammt und in die er wieder zurückkehrt. Wie denn
auch die Erlebnisse ihrer Mondreisenden beweisen, daß die
Bezwingung eines Planeten noch lange nicht die Eroberung
des Herzens bedeutet.
"^
Unten : Willy Fritsch, Gerda Maurus,
Fritz Rasp
Phol. Fritz Langfilm der Uja
d)ce fuufw^ oufM ^auii^tßiS^
Von Carl Hoffmann,
Erst durch die Loslösung der Kamera vom rein Technischen
kann ein Film in seinem künstlerischen Aufbau ncuartifj
werden. Diese Lösung bedingt natürlich eine vollständige
Beherrschung aller technischen Dinge. Wenn der Kamera-
mann all das bei seiner Arbeit mechanisch leistet, was ihm
seine Maschine, die Kamera, durch ihre Konstruktion ermöglicht,
kann er sich der Lichtausgestaltung des Films widmen. Ein
Kameramann muß
meiner Meinung
nach ein suchender
Mensch sein, will
er dem Publikum
neue optische Ein-
drücke vermitteln.
Es ist viel leichter,
eine einheitliche
Lichtstimmung zu
erzielen, wenn der
ganze Film im
Atelier aufgenom-
men werden kann,
als bei einem Film,
der teils im Freien,
teils im Atelier
spielt.
Gerade der neu-
este Ufa-Film ,,Ma-
nolescu" unter der
Regie von Turjan-
sky mit Iwan Mos-
jukin und Brigitte
Helm in den Haupt-
rollen war nach
dieser Richtung hin
eine meiner inter-
essantesten Aufga-
ben. Wechselten
doch Atelierauf-
nahmen ständig mit
Freiaufnahmen.
Manolescu ist das
Sinnbild des mo-
dernen Ahasver, der
ruhelos von Ort zu
Ort getrieben wird.
Ich mußte mich
mit meiner Kamera
dieser europäischen
Wanderung an-
schließen. Berlin,
London, Paris, Niz-
za, Monte Carlo.
Schweiz, das sind
die Stationen die-
ses neuesten Ufa-
Films, und all diese
Orte wurden nicht im Atelier als Modelle errichtet und gedreht;
sie mußten aus der natürlichen Landschaft her aufgenommen
werden. Bei jedem Ort war die Stimmung des Erlebnisses mit
der Lichlstimmung der Stadt in Einklang zu bringen, ohne daß
irgendwie das Gebiet des Kulturfilms gestreift werden durfte.
Die Landschaft halte nur Umgebung für Manolescu zu sein, sie
mußte also da sein, mußte gesehen werden und durfte doch nicht
nur äußerlicher Eindruck bleiben. An sich bereitet eine Frei-
aufnahme keine Schwierigkeiten, Interessant und für einen nach
wirksamen optischen Ausdrucksformen suchenden Kameramann
lohnend wird die Aufgabe erst, wenn er das Bildhafte mehrerer
Schauplätze erfassen, kontrastieren und sie dennoch einheitlich
in den Rahmen eines Films, fassen, aus einem Lichterlebnis
heraus gestalten muß. Genau so wie bei der Handlung eines
Films muß auch durch seine Photographie ein roter Faden gehen,
die Lichtkonirastc müssen sich harmonisch auseinand<ir cnl-
Raguel Torres und Charles King piwt. M.Q.M
wickeln, es dürfen keine Härten in dem Aufeinanderprall der
Stimmungen der einzelnen Bilder entstehen. Besonders bei den
Freiaufnahmen in der Schweiz waren in diesem Jahre große
Schwierigkeiten zu überwinden. Wir drehten auf einem einsamen
Bergkamm an einer verlassenen Waldhütte in 2500 Meter Höhe,
das Thermometer zeigte 35 Grad Kälte, Es war so, daß unser
Film oft durch die Kälte spröde wurde und beim Drehen brach
oder, was noch
schlimmer war, die
Schicht riß, ohne
daß man es gleich
merkte. Das Ein-
rollen einer neuen
Filmrolle mußte in
wenigen Sekunden
erledigt sein, da
sonst die Gefahr
bestand, daß der
Apparat einfror.
Anschließend rei-
sten wir dann in
den Frühling nach
Monte Carlo. In
knapp zwei Tagen
mußte man sich
vom schärfsten
Winter mit seinen
völlig andersartigen
Lichtverhältnissen
auf einen strahlend
schönen Frühling
einstellen.
Als weitere Ar-
beitsplätze folgten
Paris bei Nacht mit
seinen vielen Lich-
tern, seinen Licht-
reklamen, London
im Nebel und zu-
letzt Berlin. Alle
diese Städte mit
ihren verschieden-
artigen Lichtäuße-
rungen auf Straßen
und Plätzen haben
ihr besonderes Ge-
präge und mußten
trotzdem aus einem
Kameraerlebnis
heraus gestaltet
werden, nicht nur
allein als Einzel-
ausdruck, sondern
im Zusammenraffen
aller Ausdrucks-
möglichkeiten des
Spiels und nicht zuletzt der Kamera. Außerdem war immer zu
bedenken, daß die Freiaufnahmen in der Art ihrer optischen
Tongebung mit den Atelieraufnahmen zu harmonieren hatten.
In den heute gebräuchlichen Dunkelateliers, von denen jeder
Einfluß des Tageslichtes ferngehalten wird, ist es natürlich nicht
allzu kompliziert, mit Hilfe eines Lampensystems, dessen Regu-
lierung der Kameramann besorgt, eine einheitliche Beleuch-
tungsart durchzuführen. Denn die Wirkung eines Films beruht
nicht zuletzt darauf, daß er optisch eine Einheit bildet. Eine
gute, in jeder Beziehung einwandfreie Photographie ist heute
die Vorbedingung für jeden Film, aber darüber hinaus muß auch
der Kameramann künstlerisch arbeiten, und sein Werk hat wie
das des Regisseurs aus einem Guß zu sein. Gewollte Kontraste
in der Lichtgebung, mit denen die Stimmung der einzelnen
Szenen bereits unabhängig von den Vorgängen gemalt ist, haben
natürlich ihre Bedeutung.
i
I .uut»jaaMUi«.iiiiiiiiwiiiiieiwiiiiiWBiiwi
■RHHMH^'o^!?"
■y^S«BS*^*^t
PfTot.
J
LI LI AN H AßVEY
in dem Ufa-Film „Wenn du einmal dein Herz verschenkst'
Ernst Lubilsch und Hans Kräly arbeiten wieder gemeinsam an einem Drehbuch
Wie ichj '^ißm^oikl uhkae
Von Buster kcaton.
Wir drehten die erste Szene in meinen Film „Buster, der
Fiimrcportcr", und ich sollte von einer großen Masse
nicdcrjtetrampell werden, da ich mich anstrengte, mich
in den Vordergrund zu drängeln, um anläßlich einer Parade oder
so etwas Ähnlichem Aufnahmen dieses Ereignisses kurbeln zu
können, Edward Sedgewick, der Regisseur, saß neben der
Kamera auf einem hohen Gestell, und wir probierten die Szene.
„Halt!" rief Sedgewick, den ,Extra's', den Komparsen, zu.
,.Hier gibt es nichts zu lachen — auch wenn es eine Komödie
ist! Gerade deshalb ist es eine verdammt ernste Sache!"
Im ersten Moment wird man vielleicht an die Bemerkung eines
gewissen Filmproduzenten erinnert werden, der vor einigen
.iahren erklärte: ,,Bci meinen Komödien gibt's nichts zu lachen!"
iyöch wenn man sich die Sache anfängt zu überlegen, so liegt
tinc tiefe Wahrheit darin.
Komödie spielen, und noch dazu beim Film, ist wirklich eine
sehr ernste Angelegenheit. Daher mein immer todernstes Gesicht.
Sobald ein Komiker lacht, gibt er seinem Publikum zu ver-
stehen, daß es nicht zu glauben braucht, was es sieht, weil alles
nur aus Spaß geschieht. Die Wirkung seines Spiels verpufft
in diesem Falle vollständig: denn mögen die Situationen, in
d^r.cn er sich nachdem zeigt, noch so komisch sein* — er wird
nicht mehr komisch wirken; denn, je ernsthafter er selbst dabei ist.
je mehr v.erden die Verlegenheiten, in die er gerät, echt erscheinen.
Einer der besten Komiker, den ich je gekannt habe, war Patsy
Doyle. Er nannte sich selbst „Trauerkloß" und stand in der
Mitte der Bühne, und erzählte dem Publikum mit kummervoller
Stimme und kläglicher Miene alle seine Schmerzen und Sorgen.
Die Wirkung ssar die komischste, die man sich denken kann
aber hätte er dabei auch nur einmal gelächelt, so wäre der ganze
Effekt -zum Teufel gewesen. Meiner Meinung nach war Patsy
derjenige, der damit, ohne es zu wissen, das Grundprinzip für
Filmhumor schuf; lange bevor es den Film gab.
Aber nicht nur das Spiel, sondern auch die Herstellung und
Regie einer Komödie ist eine ernste Sache. Sie muß sehr flüchtig,
vorübergehend erscheinen — deshalb muß man eine Situation
blitzartig aufleuchten lassen, danach eine Pause in die Handlung
einfügen, um dem Publikum Zeit zu lassen, sich diese Situation
einzufühlen, und dann diesen ersten Vorgang mit einem zweiten
an Komik ühcrlreffcn.
Wir nennen diesen, mit mathematischer Genauigkeit erfolgen-
den Aufbau einer Komödie bis in das kleinste Detail ,,spacing",
zu deutsch vielleicht ,,dcn Zuschauer Luft holen lassen", damit
er den vollen Effekt jeder Situation erfassen kann, ohne sich
zu langweilen. Es ist dies eine sehr exakte Wissenschaft; und
einer der Hauptgründe, weshalb Edward Sedgewick für einen der
besten Komödien-Regisseure gilt, ist sein fast unheimlich siche-
rer Instinkt in ,,spacing" das Spieltempo.
Somit kann man die Herstellung einer Komödie mit dem Zu-
sammensetzen einer sehr kostbaren Taschenuhr vergleichen; die
einfachste Phase, zu schnell oder zu langsam vollführt, kann das
Ganze unrettbar ruinieren. Ganz davon zu schweigen, daß ein
Komödicndarslellcr sich den ganzen Film hindurch hcrumpuffen,
von Wolkenkratzern fallen, mit Cremetorten pflastern und von
den ,,künstlcrisclicn" Stars über die Achsel ansehen lassen muß
— weil er ,.nur" ein Komiker ist!
Jawohl — eine Komödie ist eine verdammt ernste Sache für
alle, die darin zu tun haben!
4
Nach Island muß
man mit einem
Fischdampfer fah-
ren, um schon au'
der Reise einen Vorge-
schmack von dem rauhen
Klima zu bekommen, das
auf dieser Insel herrscht,
die ohne seine vulkanische
Unterwelt in Eis erstarren
würde. Es ist auch heute
noch das Land ohne Autos
oder vielmehr ohne Auto-
straßen, und Reisen in
das Innere können immer
nur zu Pferde zurückgelegt
werden, die allein imstande
sind, die Unebenheiten des
Geländes zu überwinden.
Aber Island ist auch die
Insel pittoresker Schönhei-
ten. Riesige reißende Was-
serfälle bahnen sich im
Innern den Weg durch das
Gestein. Eisiges, von
Gletschern stammendes
Wasser füllt die scharf
zerklüfteten Rinnen, durch
deren Furt die Pferde mit
Gewalt getrieben werden
müssen, weil sie sich gegen
die rasche Strömung stem-
men. Aber nicht weit da-
von schießen plötzlich
Garben kochenden Was-
sers in die Luft, die Gey-
sire, die einzigen heißen
Fontänen, welche die
nördliche Halbkugel be-
sitzt. In Rejkjavik, der
Hauptstadt des Landes, die
aus lauter kleinen ein-
stöckigen Holzhäusern be-
steht, haben es die Frauen
gut, Sie brauchen nicht
auf die Warmwasserver-
sorgung durch den Haus-
wirt zu warten, wenn sie
Wäsche waschen wollen,
sondern sie ziehen einfach
Oben : Wasserfälle u. Geysir-
aiisbrüchc im Innern Islands
an die Quelle, die heißes,
nur ein wenig schwefelhal-
tiges Wasser im Winter
wie im Sommer ohne jede
Berechnung liefert. Ein
wenig ungewohnt ist der
Anblick der isländischen
Landschaft schon, denn ihr
fehlen Bäume, die der
ewig wehende Meereswind
nicht gedeihen läßt. Küm-
merliche Blumenbeete von
seltsam fahlem Glanz ge-
deihen im Schutze der
Häuser, ein schüchterner
Versuch der Pflanzenwelt,
selbst in dieser rauhen
Umgebung ein wenig Farbe
aufleuchten zu lassen. In
einem Ufa-Kulturfilm, der
nach Island führt, lernt
man dieses Ultima Thule
der Germanen kennen.
Island ist ja mit der nordi-
schen Sage eng verknüpft.
Und wenn man heute auch
die Sprache der Edda auf
Island nicht mehr versteht,
so sind doch noch viele
Begriffe aus der großen
Heidenzeit übrig geblieben,
und das Meer ist noch
immer die alles verschlin-
gende große Midgart-
schlange. In der Nähe von
Island liegen auf kaum
ersteigbaren Klippen die
Vogelberge, auf denen
Millionen nordischer See-
vögel ihre Brutstätten an-
legen: Lummen, Alke, Pa-
pageientaucher, Möwen —
und weit draußen liegt
auch die wildumbrandete
Klippe, auf welcher noch
vor einem halben Jahrhun-
dert der Brillenalk, der
größte Seevogel, hauste,
Mille: Reisen durch das Land
Unten: Heißes Wasser lielert
die Natur in Island Plwt. l ja
Toseph von Sternberg, der gebürtige Wiener, der
I eben mit den Vorbereitungen zu dem ersten Jan-
I nings-Tonfilm der Ufa beschäftigt ist, hat mit „Un-
/ terwelt" einen ganz spezifisch amerikanischen Film
geschaffen. Das Milieu der Großstadtverbrechcr hat
nicht einmal Griffith, der doch Bürger der ,, Staaten"
ist, mit solcher Schärfe getroffen. Die Kämpfe der
einzelnen Bootlegger-Banden, die Eifersucht der Be-
rufsverbrecher auf ein gewisses ihnen gehörendes Ge-
biet, waren, ehe ,, Unterwelt" kam, noch niemals mit
jenem unbarmherzigen Realismus gezeigt worden, durch
den Sternberg ein böses Thema jeder Romantik ent-
rückte und in nackter Brutalität zeigte. Aus der Bowry,
dem New-Yorker Apachenviertel, ist Sternberg noch
ein paar Stufen weiter herabgestiegen und hat die
Docks von New \ ork erreicht, diese finsterste Gegend
der Riesenstadt. In allen Städten der Erde sind es die
Hafenanlagen, die mit rätselhaftem Magnetismus das
wüsteste Gelichter anlocken. Nun gar in New York,
wo Schiffe aus aller Herren Länder anlegen und wo
im Hinterland eine mächtige Gaunergesellschaft von
der Ausbeutung und Ausplünoerung der Matrosen lebt.
Seeleute, die an Bord unter einer harten Disziplin
leben, weil sich ohne Manneszucht das Leben auf den
Schiffen nicht dirigieren läßt, sind, sobald sie das Land
betreten, die wohlfeile Beute des Hafengesindels, daß
mit großem Geschick männliche Schwächen auszubeu-
ten versteht. In das Milieu der verrä'ucherten Hafen-
schenken, deren Primitivität in so starkem Gegensalz
zu den Errungenschaften der Großstadt steht, die ein
paar Straßenzüge weiter zu bewundern sind, führt
Joseph von Sternbergs Film ,,Die Docks von New
York". Er ist wieder ganz amerikanisch, wenn es auch
ein anders Amerika ist als das offizielle. Die Hafen-
kneipen der Hudsonstadt erhalten noch dadurch ein
sonderbares Gepräge, weil die ,, Staaten" ja trocken ge-
legt sind. Alkohol aber spielt im Leben des See-
mannes eine große Rolle. Wer den Anfechtungen von
Wind und Wetter ausgesetzt ist, wer im Sturm und
Regen an Bord eine harte vielstündige Arbeit zu ver-
richten hat, der greift gern nach wärmenden Getränken.
Oben: Olga Baklanova. Unten links: MUchel
Lewis, Olg;n Baklanova. Rechts: George Ban-
croft, Betty Compson, Gustav von SeyiUrtilz
Auch an Land, das für ihn ja nur eine Station zwischen
den Reisen bedeutet, eine kurze Pause, locken ihn
daher lärmende Vergnügungen, die scheinbar die Stun-
den lebhafter als stille Unterhaltungen füllen. In
New York, wo der Alkohol offiziell verboten ist, führt
der Wunsch nach ihm leicht zur Bekanntschaft mit
dem Verbrechen. Der New-Yorker Hafen ist die große
Schmuggelstation, über die viele, viele Fässer und
Flaschen mit dem begehrten ,, Feuerwasser" gelenkt
werden. Kein Wunder daher, daß die Bocrtlegger, denen
das Schießeisen locker in der Hüfttasche sitzt, die
Hafengegend New Yorks bevorzugen, um immer neue
Verbindungen mit Leuten anzuknüpfen, denen wie ihnen
das Leben ein ewiger Kampf mit der staatlichen Ord-
nung ist. Hier stoßen sie auf schnelle Bereitwilligkeit,
denn die Mehrzahl der Hafenbewohner hat längst ehr-
liche Arbeit aufgegeben. Auch die Frauen sind nur
ausnahmsweise vom Willen, ein ehrliches Leben zu
führen, erfüllt. Joseph von Sternberg ist so kühn, zu-
zugeben, daß die meisten Frauen, die sich in den Ha-
fenschenken oder an den Docks herumtreiben, Dirnen
sind, die nur darauf warten, leichtsinnige Männer aus-
plündern zu können. Diese Darstellung von Frauen
wäre noch vor einem Jahrzehnt in einem amerikani-
schen Lokalfilm unmöglich gewesen. Man leugnete
in Amerika stets die Existenz eines Dirnentums, weil
offiziell ihre Existenz nicht anerkannt wurde. Aber
Sternberg hat auch den Mut, einzugestehen, daß sich
viele aus der trostlosen Umgebung, aus der erniedri-
genden Gesellschaft hinwegsehnen und manche doch
auch Mittel und Wege finden, um dem Milieu zu ent-
fliehen. Neben Bancroft, diesem großen Charakter-
darsteller, sieht man diesmal Betty Compson. Diese
Frau ist beinahe eine Neuentdeckung. Noch vor fünf
Jahren ein großer Star, den Grüne vergeblich nach
Berlin zu locken suchte, als er ,, Arabella" drehte, ver-
schwand die Compson plötzlich von der Leinwand, ohne
daß man je den Grund erfahren hätte. Sie ist eine
prachtvoll temperamentvolle, blutechte Künstlerin,
deren Wiedersehen erfreut.
Oben: Betty Compson und George Bancroft.
Unten: Gustav von Seyffertitz, George Ban-
croft, Betty Compson, Clyde Cool:
VeUieMe We£t:
Los Angeles ist wirklich eine der sonderbarsten, man kann
schon sagen verrücktesten Städte der Welt, und wenn Fox
jetzt einen Film ,, Verkehrte Welt" nennt, ist das berechtigt.
Seit Jahren ist es den Filmschauspielern in Hollywood ein
Rätsel, warum die
Regisseure Winter-
filme im Sommer
und Sommerfilme
im Winter drehen
lassen. Es scheint
dies eine alte Sitte
zu sein, und wenn
man diese Einrich-
tung den Filmdar-
stellern gegenüber
erwähnt, kann man
sicher sein, daß sie
mit überraschendem
Eifer auf das Thema
eingehen und die
Produzenten mit
Ausdrücken be-
legen, die alles an-
dere als parlamen-
tarisch sind.
Wenn man dann
in Einzelheiten ein-
geweiht wird, kann
man sich die Erre-
gung der Betreffen-
den allerdings leicht
erklären: denn im
kalifornischen Som-
mersonnenschein
mit einem Pelzman-
tel herumlaufen zu
müssen, ist bestimmt
eben so unange-
nehm, wie in der
kalten Jahreszeit
— oh ja! Es
ist
dann kalt! — nur
einen, obendrein
vielleicht auch noch
rückenfreien Bade-
anzug spazieren-
führen zu dürfen.
Dieses alte Pro-
blem wurde kürz-
lich wieder aktuell,
als Harry LangJon
mit den Aufnahmen
seines ersten Films
unter G.-M. -Kon-
trakt zu beginnen
hatte. Harry spielt
einen ,,stowaway",
den blinden Passa-
gier eines transkontinentalen Aeroplans. Dieser erleidet
unterwegs einen Defekt, und man ist gezwungen, auf
einem Eisberg notzulanden. Diese Eisberg-Landschaft ist
auf freiem Gelände errichtet worden, so daß alle Be-
teiligten im straiilendsten Sonnenschein zu arbeilen haben.
Schließlich konnte man nicht verlangen, daß Langdon den Tücken
eines grönländischen Eisberges ausgesetzt wurde, der auch
schwierig nach Kalifornien zu transportieren gewesen wäre.
Haben doch die Tierfreunde von Los Angeles schon genug damil
zu tun, aufzupassen, daß die Eisbären im Zoologischen Garten
auch regelmäßig ein paar schnell zerschmelzende Eisblöcke er-
hallen, um nicht am Hitzschlag zu sterben. Aber ein Filmschau-
spieler ist kein Eisbär!
Jedermann genoß das herrliche Sonnenbad mit Entzücken, und
der Reflex, den der künstliche Schnee ausstrahlte, bewirkte bei
Dary Holm, die Gattin Harry Piels
allen ein wundervolles Sonnenbraun — außer bei den drei
Akteuren. Denn diese Ärmsten waren nach Manuskriptvorschnft
natürlich bis zur Unkenntlichkeit in winterliche Kleidung ver-
mummelt. Langdon trug einen dicken Winterpelz, eine Sealmütze
mit Ohrenwärmern,
Pelzhandschuhe,
einen dicken wolle-
nen Schal und h"ohe
Pelzgaloschen, wih-
rend seine Partne-
rin, Thelma Todd,
sich in einem le-
dernen Flugkostüm
mit noch einem
Pelzmantel darüber
auch nicht vielwoh-
1er führte — ebenso
war Eddie Dunn's
Pilotenanzug alles
andere aiskühl, üali
infolgedessen diese
drei nicht nur der
Temperatur wegen
temperamentvoll
wurden, dürfte wohl
jedermann einleuch-
ten; und man be-
schloß einstimmig,
dem Urheber die-
ser ungemütlichen
Situation energisch
auf den Leib zu
rücken.
Dieser aber, Harry
Walker, der Mann,
der die mehr oder
minder komischen
,,stories" für solche
Leute wie Langdon
auszutüfteln hat,
vor leidigle sich nicht
ungeschickt und
meinte, daß es ihm
niemand verdenken
könne, wenn seine
Gedanken sich an
heißen Tagen in
schneebedeckten
nordischen Weiten
und an einem frosti-
gen Dezembermor-
gen in sonnendurch-
glüht eWüstenshek-
ken und rücken-
freien Badeanzügen
den Aufnahmen
ergingen.
Nachdem er aber
eine Weile zugesehen und die Ströme von Schweiß und zer-
flossener Schminke, die auf den sommerlichen Eisberg herniede.-
rannen, wahrgenommen, schmolz auch bei ihm etwas — nämlich
das Herz in der Brust im Mitgefühl für die bedauernswerten
Interpreten seiner Ideen; und er versprach, die bisher geübte
Arbeitsmethode einer Änderung zu unterziehen — d. h. Winter-
geschichten im Winter und Sommergeschichlen im Sommer zu
schreiben.
Verdreht ist es ja eigentlich auch, wenn man New-Yorker
Szenen in amerikanischen Filmen vielfach nicht an Ort und
Stelle, sondern in Hollywood, dreht, wo die Szenen im Atelier
aufgebaut werden müssen. Oder daß man den Luna Park von
Coney Island durch den von St. Monica vortäuscht oder den
Mississippi mit einem anderen Strom vertauscht, der bequemer
7u erreichen ist und ein besseres Bild des Riesenflusses ergibt.
r/iot. />. /. S.
VON
cmmf^ LomrNf/^
Merlan C. Cooper
Die ungewöhnlichsten Regisseure in ganz Hollywood
sind ohne Zweifel Merikan C. Cooper und Ernest
B, Schoedsack (die ,, Unzertrennlichen", wie man sie
im amerikanischen Slang nennt), die augenblicklich bis
über die Ohren mit der Herstellung der Atelicrszcnen ihres
neuen Paramount-Großfilms ,.Die Vier Federn" beschäftigt
sind.
Man beurteilt die meisten Regisscure nach Regeln, aber
keine kann angewandt werden, um den Qualitäten dieser
eigentümlichen, abenteuerlustigen Dramatiker gerecht zu
werden.
Sie halten sich an keine Filmvorschriften und stellen ihre
eigenen Grundsätze auf — schwere, befehlende Regeln - — ,
die sie streng befolgen.
,,Und", wie Jesse L. Lasky sagt, der diese beiden Re-
gisseure in jeder Weise unterstützte, als sie unbekannt und
ungefeiert vor drei Jahren zu ihm nach New York kamen,
und ihm nichts weiter bieten konnten als einige tausend
Fuß Negative zum Film ,Das Volk der Schwarzen Zelte".
,,sie haben viel zur Verbesserung des Films beigetragen."
Das ganze Atelier hat eine gewisse Scheu vor diesen
beiden Männern; dem langen Schoedsack aus Iowa, dem
rastlosen Abenteurer
■und Glücksritter, und
Cooper, dem kleinen,
blauäugigen Sohn Flo-
ridas.
Beide betrachten die
Inszenierung einesFilms
nicht als ein Geheim-
nis, das nur von einigen
wenigen Auserwählten
gelöst werden kann,
aber sie nehmen ihre
Aufgabe alles andere
als leicht. Sie gehen
ganz in ihrem Werk
auf, treiben sich ohne
Gnade an und erzielen
letzten Endes treffliche
Resultate,
Die Inszenierung des
Afrika-Films ,,Die vier
Federn" wird eine Mil-
lion Dollar kosten. ,,Die
Unzertrennlichen" dis-
ponieren über diese
Summe mit einem un-
Aufgeschreckte Paviane fliehen über eine aus Lianen geflochtene
Hängebrüc/te phot. Paramoum
Ernest B. Schoedsack
erschütterlichen Glauben, der selten bei Regisseuren mit
viel bedeutenderer Erfahrung zu finden ist.
Ihre Konferenzen und Beratungen dauern nie lange, aber
dafür sind die Szenen, welche sie verfilmen, d. h. Szenen,
die soviel Schönheit, Wucht und dramatische Handlungen
bergen, daß selbst die Atelier-Oberhäupter nicht aus dem
Staunen herauskommen, um so länger.
Beide .Männer kennen keine Furcht. Sie sind aufrichtig
und erwarten von ihren Mitarbeitern das gleiche.
Beim Arbeiten im Atelier halten sie viel auf Kamerad-
schaftssinn unter ihren Mitgliedern. ..Die Unzertrennlichen"
sind bereits nach einer Stunde Arbeit gute Freunde mit
allen, denn sie wissen sehr wohl, was sie w-ollen und wo-
durch sie ihren Willen am besten durchsetzen können.
Als Cooper und Schoedsack mit ihren Aufnahmen für die
,,Vier Federn" aus Afrika zurückkehrten, hatten es die
Atelicrangestellten nicht leicht, denn es wurde während
der ersten zwei Wochen durchschnittlich 18 Stunden pro
lag gearbeitet. Trotzdem beschwerte sich niemand.
Die Darsteller in ,,Die Vier Federn" — Richard Arien,
Clive Brook, VC illiam Powell, Fay Wray, Noah Beery,
Theodor von Eltz und viele andere bekannte Filmschau-
spieler — schwören alle
auf die Cooper-Schoed-
sack -Kombination.
Weder Cooper nt)ch
Schoedsack verlangen
von einem Menschen
eine gefährliche Lei-
stung, die sie selbst
nicht ausführen würden.
Sic wohnen niemals
Aufnahmen anderer Re-
gisseure hei, und Ate-
lierbesucher sind ihnen
ein Greuel.
Es gibt bei ihnen
weder Reibungen noch
Uneinigkeit. Was
,,Coop" sagt, gilt für
,,Ernie", und umgekehrt
ist es genau so.
Sic brachten über ein
Jahr in der afrikani-
schen Wildnis mit der
Verfilmung von Natur-
aufnahmen für ,.Die
Vier Federn" zu, die
•innerhalb einer Stunde
auf der Leinwand vor-
geführt werden können.
Sie erwarten von
einem jeden ihrer Mit-
arbeiter das Äußerste;
aber stehen anderer-
seits ihren Arbeitern
auch treu zur Seite.
Sie meiden Ruhm und
Propa<^anda. Wenn sie
von Berichterstattern
gequält werden, doch
etwas von ihren vielen
Dschungclcrlebnissenzu
erzählen, dann sagt
Coopcr so wenig wie
möglich und schließt
mit ,,Aber nennen Sie,
bitte, nicht meinen Na-
men, geben Sic Schoed-
sacks Namen an". Und
Schücdsack sagt wie-
derum: ,,Wenn Sic
schon wirklich etwas
über uns schreiben müssen, dann erwähnen Sie nur nicht
mich, sondern Cooper." Das Komische daran ist, daß sie
es wirklich so meinen.
Beide sind Gentlemcn im wahrsten Sinne des Wortes.
Alle ihre Gedanken gelten ihren Mitmenschen, und ihre
Freigebigkeit kennt keine Grenzen.
Die Unmenge Gefahren, denen Cooper und Schoedsack
beim Verfilmen von ,,Chang" in Siam ausgesetzt waren,
kann man sich gar nicht vorstellen, aber auch bei den Auf-
nahmen zu den ,,Die Vier Federn" am Ufer des Rovuma
"J^.^ES.-
Flußpferdherde auf der Flucht durch einen Slrom Plwt. Paiünumnl
ging es heiß her. Ein
angreifendes Flußpferd
hätte Cooper beinahe
in die ewigen Jagd-
gründe befördert. Ein
anderes Mal sprang
Schoedsack einem Ein-
geborenen nach und
rettete ihn vor dem
sicheren Tode im Kro-
kodilsrachen.
Schoedsack ist ein
geborener Kameramann.
Er war es, der ,,Das
Volk der Schwarzen
Zelte", ,,Chang" und
die Naturaufnahmen im
afrikanischen Busch für
,,Die Vier Federn" kur-
belte.
Trotzdem hat er noch
nie die Methoden oder
Ergebnisse der Atelier-
aufnahmen kritisiert
oder sich beim Photo-
graphieren hineingemischt. ,,Das ist Jurrles Arbeit", sagt
er. ,,Er versteht sein Handwerk."
Cooper und Schoedsack leben nur für den Film. Ihre
Speise ist Film, und wenn sie Zeit zum Träumen hätten,
dann würden sie sicher auch noch vom Film träumen. —
Übrigens ist sich niemand darüber klar, ob beide über-
haupt und wann sie schlafen. Müdigkeit gibt es bei den
zweien nicht, und zu sehen sind sie stets.
Sic sind auf jeden Fall Hollywoods ungewöhnlichste Re-
gisseure!
Jenny Jii^o im Berliner Zoologisclien Garten
l'liot. ( la
g>zÄ
E/N ROMAN VON STANHOPE
1. Kapitel.
Mafalda Tcrpin hatte sclion längst der Jugend einen großen
Vorsprung abgewonnen; da sie aber aus vielen privaten und ge-
schäftlichen Gründen für die Dauer ihres Lebens jung bleiben
mußte, blieb sie es. Zwanzig Jahre lag es zurück, daß sie die
Erbschaft einer pensylvanischen Tante benutzte, um mit der Er-
öffnung des ersten Modesalons in einer der Prachtslraßen dar
Hauptstadt den Grundstock zu ihrem späteren Wohlstand zu
legen. Damals heiratete sie gewaltsam den Dr. Mosch Terpin,
der seine Kenntnisse der
Chemie nicht mehr der Wis-
senschaft, sondern der Be-
kleidungskunst widmete und
in seiner freien Zeit sinnver-
wirrende Farben für die von
seiner Gattin aus Paris im-
portierten modischen Gedan-
ken ersann. Nicht ohne Stolz
betonte Mafalda bei den im-
mer häufiger in ihren Räumen
veranstalteten Presse - Emp-
fängen den anwesenden Jour-
nalistinnen das erfindungs-
reiche Genie ihres Gatten,
dem es immer wieder ge-
länge, neue Nuancen auszu-
tüfteln,
,,Ja, ja, diese Chemiker!"
sagte sie und rührte verson-
nen in ihrer Teetassc. Hier-
nach war es Pflicht der ein-
geladenen Damen, in kleine,
entzückte Schreie auszu-
brechen; und es wurde mit
pUseif iger Verwunderung auf-
genommen, dfß Fräulein
Murmel vom ,, Vorabendblatt"
einer Kollegin die Bemerkung
hörbar ins Ohr flüsterte: das
Zugeständnis sei anerkennens-
wert, weil es andere vor dem
Verdacht bewahre, als Ur-
heber solcher Geschmack-
losigkeiten zu gelten, Fräu-
lein Murmel hatte unrecht.
Was sie für abgeschmackt
hielt, blieb siegreich. Und der
Erfolg entscheidet.
Vierzig weibliche Ange-
stellte, die Außerordentliches
im Umkleiden, An- und Aus-
ziehen leisteten, waren die
Stützen des Hauses; und das
Bewußtsein, daß seit nunmehr sieben Jahren regelmäßig zur
Winterzeit die Modekönigin aus ihrem Personal gewählt wurde,
konnte Mafalda fast eitel machen.
Das heitere Leben spielte sich nur in den vorderen Sälen ab;
hier saßen, begleitet von Ehemännern und denen, die es nie
werden wollten, die Damen von Welt und erquickten sich an der
Betrachtung der Gewänder, der blauvioletten Stoffe, der pur-
purnen Seiden, der königlichen Spitzen, der spanischen Brust-
tücher, der schemenhaften Dessous und all der übrigen Dinge,
welche die Frauen ,, bezaubernd" nennen.
Eine sieben Meter hohe Glaswand trennte die Räume der Ele-
ganz von jenen, in denen nicht so sehr künstlerische wie zweck-
mäßige Arbeiten verrichtet wurden. Hier war auch das Labo-
ratorium des Dr. Mosch Terpin, in dem hinter verschlossenen
Türen geheime Experimente angestellt wurden. Manchmal geschah
/ G 0
spielt im Ufa-Film „Wenn du
Süclidruck verboten
es, daß sich ein Mannequin hineinverirrte, dann kam es regel-
mäßig mit geröteten Wangen und wirrem Bubihaar wieder heraus.
An solchen Tagen war Frau Mafalda sehr unzugänglich und nur
durch ein Geschenk im Werte von etwa hundert Mark wieder
aufzumuntern.
,,Du bist kostbar!" sagte ihr ,, Männchen" an solchen Tagen und
lachte ein wenig laut, ein wenig verlegen. Übrigens war das eine
Lieblingsredensart von ihm. Einmal, als er wegen seiner Ver-
dienste mit dem St. -Martins-Orden ausgezeichnet werden sollte,
dessen ockerfarbenes Band er
seither im Knopfloch trug,
schüttelte er ganz benommen
dem verleihenden Minister
die Hand und sagte: ,,Sie
sind kostbar!" Ja, solche
Sachen waren dem gelehrten
Manne häufig zugestoßen;
aber es gab niemanden, der
ihn deshalb weniger schätzte.
An den Arbeitsraum des
Gatten schloß sich ein weni-
ger großes als hohes Zim-
mer, in dem fünf kaufmän-
nische Angestellte, zum Teil
bilanzsicher, zum Teil ge-
wandt im fremdsprachlichen
Korrespondenzwesen, die Ein-
nahmen und Ausgaben der
Firma Mafalda Terpin G. m.
b, H. notierten und für einen
glatten Geschäftsgang sorgten.
Die Einrichtung des Büros
war, da niemals Fremden
Gelegenheit gegeben war,
ihren Fuß über seine Schwelle
zu setzen, denkbar sparta-
nisch. Kein Zierstück, kein
Bildnis schmückte die Wände,
und nur der in jeder Frau
schlummernde Sinn für Duft
und Farbe brachte es zu-
wege, von Zeit zu Zeit ein
Wasserglas mit Kornblumen
oder Männertreu auf die
Schreibtische zu zaubern.
Es ging vollkommen ge-
räuschlos zu. Man hörte nur
Kratzen von Federn, Klap-
pern von Schreibmaschinen,
Rascheln von Butterbrot-
papieren und unterdrücktes
Räuspern oder Hüsteln. Bis
dann mal der Prokurist einen
Witz zum besten gab. Aber das geschah selten und dauerte nie
länger als drei, höchstens vier Stunden.
Hier arbeiteten Bill und Billie Amery. Billie, ein achtzehn-
jähriges Mädchen, verdiente Lobsprüche auf ihre Schönheit, Die
Linien ihres Leibes, die Frische ihres Gesichtes und das Parfüm
ihrer Haare, nicht zuletzt aber der Glanz ihrer Augen hätten
Herrn Mosch Terpin bewegen können, seine Gattin jederzeit durch
ein Geschenk im Werte von hundertfünfzig Mark zu versöhnen.
Aber Billie hatte ihm zu verstehen gegeben, daß ihre Tätigkeit
der Firma durch nichts anderes als das Schreiben auf der Ma-
schine zum Vorteil sein könne. Dieser Tatsache ist wohl die
Ablehnung zuzurechnen, die sie erfuhr, als sie, um Ostern etwa,
die Bitte aussprach, in die Reihe der Mannequins aufgenommen
zu werden.
Billie blieb Stenotypistin und fand sich ab. Ihre Arbeit war
S Y M Pl'"<- l^'l"
einmal dein Herz verschenks'"
ja auch wichtig genug: täglich gingen dreiundfünfzig Briefe
hinaus, die alle Mahnungen und Bitten um Bezahlung enthielten;
sie flatterten in die reichsten Häuser der Stadt. Billic wäre brot-
los geworden, wenn die Kunden sich unverständlicherweise ent-
schlossen hätten, die Rechnungen zu begleichen.
Die Kunden waren verständig.
Billie schrieb nach wie vor ihre dreiundfünfzig Bjicfe,
Bill, ihr Bruder, hatte die gleiche zarte Haut wie sie und
war ihr überhaupt in vielem ähnlich. Wie sie trug er auf dem
linken Nasenflügel zwei Sommersprossen, wie sie hatte er eine
schm.ächtige Figur, die indessen sportliche Gewandtheit verriet,
und wie sie trug er zwei abstehende Ohren, die bei ihr reizend,
bei ihm ein wenig lächerlich wirkten. Seine ölglatten Haare trug
er an der rechten Seite gescheitelt, seinem Kinn gab er mili-
tärische Falten, und seine Stirn zog er häufig zusammen und sah
auf diese Weise nachdenklicher aus, als er wirklich war. Im
übrigen war er stiller als sie. Nicht aus Anschauung oder Anlage.
Trotz seiner zwanzig Jahre und ungeachtet der siebenhundert
Tage, die er älter war als Billie, hatte er eine Schüchternheit
nicht zu überwinden gemocht, die die Schwester schon im Alter
von fünfzehn Wintern gegen eine allerliebste Frechheit einge-
wechselt hatte. Nur äußere Anlässe: der Einfluß von Spirituosen
oder Kränkungen, ganz gleich welcher Art, pflegten ihn in Ekstase
zu bringen. Dann wurde sein Gesicht krebsrot, und die Stirn
zeigte blaue Adern, dick wie Schiffstaue; in dieser Stimmung
konnte er jähzornig und ungerecht werden. Flüchtigen Bekannten
galt er als liebenswürdiger, unwissender Trottel; und sie behan-
delten ihn gern etwas von oben herab, jovial, mit der Neigung,
ihm wohlwollend auf die Schultern zu klopfen. Freunde und
Freundinnen hatte er nicht; sein Umgang war die Schwester, die
ihrerseits lebenslustig genug sich mit vielerlei jungen Damen und
Herren ihres Standes umgab.
,, Müssen denn diese gräßlichen Menschen immer in unserer
Bude herumtrampeln?" hatte er sie nach einem Sonntagtanztee
verzweifelt gefragt, „sie sind noch bestimmt mein Tod, paß auf!"
,,Ich freue mich, daß du heute noch lebst", hatte das herzlose
Geschöpf darauf erwidert. Und. so war alles beim alten geblieben.
Acht Stunden lang übertrug Bill lange Zahlenreihen, dann
wartete er fünfunddreißig Minuten auf das Fertigmachen Billies,
bot ihr bei Regen den Schirm, bei Sonnenschein den Arm an und
strebte schweigsam der gemeinsamen Wohnung zu, die im Süd-
westen der Stadt vier Treppen hoch in einem jener Häuser lag,
für deren Bau dereinst der Architekt Rechenschaft ablegen muß,
wenn irgend es eine Gerechtigkeit im Jenseits gibt. Billies Plapper-
mäulchen kritisierte währenddes das Äußere des Prokuristen,
erzählte die neueste Unanständigkeit des Prinzipals und wußte
geistvoll die belegte Zunge Frau Mafaldas nachzuahmen.
Dann langten sie an, und Billie stellte an acht Etagentüren fest,
daß man Rotkohl oder Wirsing gegessen und grüne Bohnen ein-
gemacht hatte, zog den Schlüssel heraus und tat, was sie nun
seit den vier Jahren ihres Hierseins täglich machte: sie stürzte
zum Lukenfenster, schürzte die Lippen und pfiff, worauf gravi-
tätisch und sehr vornehm ein ungeheuer großer Kater vom Dach
her einstieg, mit gelassener Selbstverständlichkeit beiden die
Tatze gab und auf einem ihm reservierten Schemel mit nur ober-
flächlich interessierten Augen zusah, wie Billie zum Abend-
essen rüstete.
In einer Ecke stand ein Grammophon mit einem riesigen
Messingtrichter, das für das ganze Stadtviertel eine Quelle der
Erbauung und Qual war. Bill bevorzugte amerikanische Neger-
sänge und hatte selbst eine gewisse Fertigkeit im Mitsingen ge-
wonnen. Keine Platte konnte abrollen, ohne daß er seine Stimme
ihrer Begleitung widmete. Zwar verstand er nur mangelhaft
Englisch, aber er pflegte diesen Fehler durch ein ausgesprochen
schauspielerisches Talent zu ersetzen. In solchen Momenten ver-
lor er jede Schüchternheit und Hemmung, bog den Körper wie
Gummi und schrie beispielsweise: How kille too mem push, push,
pushü mit solcher Überzeugungskraft, daß alle daran glaubten,
die ihm zuhörten: also Billie und Mohamed, der Kater.
Sobald ein anderer Mensch die Mansarde betrat, verstummte
Bill, gab auch vor, nicht tanzen zu können, und zog sich zurück,
im Augenblick, da die Freunde Billies hereinstürmten. Wer kann
es unter diesen Umständen Billie verübeln, wenn sie recht häufig
Gäste zu sich bat?
„Es geht so nicht mehr weiter, wir haben kein Geld mehr,
Billie; Du lebst über unsere Verhältnisse", sagte Bill eines
Abends, als das Grammophon müde geworden war
„Sag mal, Bill, hast du heute früh das Samtkleid ä la Russe
gesehen; das möchte ich nicht geschenkt haben."
,, Beste, ich meinte, wir sind pleite."
„Nein, nicht geschenkt. Aber fein wäre es doch, wenn man
es sich leisten könnte. Brokat wird mal wieder sehr modern."
„Wir sind pleite, Billie!"
„Wie?"
„Wir haben kein Geld!!!"
„Wie hast du denn das fertiggebracht?"
,, Billie, du machst mich noch verrückt!"
Billie betrachtete ihren Bruder mit unverhohlener Neugier,
„Nein, so siehst du eigentlich nicht aus", stellte sie dann fest.
Bill empfand eine seltsame Verzagtheit. Immer, wenn er über
den Zustand der Finanzen sprach, ließ Billies Auffassungsgabe
nach. Und er hatte nicht die Kraft, sie durch eine Moralpauke
zu erschüttern. Dann schwieg er verbittert, ärgerte sich, daß
er wieder einmal nichts ausgerichtet hatte, und quittierte einen
schmeichlerischen, schwesterlichen Kuß mit einem Wort, das wie
„chachoch" klang. Gott, es war ja immer gut gegangen. Zum
Ende kam irgend etwas, das sie wieder auf die Beine brachte.
Ein kleiner Nebenverdienst durch Vermittlungsgeschäfte und der-
gleichen. Schließlich hatte das arme Mädel wirklich recht wenig
vom Leben. Einmal in der Woche ein Kinobesuch, einmal im
Monat Theaterabend, das war alles. Wenn nur die ekligen Be-
kannten nicht wären. Die fraßen alles auf, was der kleine Haus-
halt hatte, machten Lärm — ach ja, Bill fühlte sich recht leer
und unglücklich.
Am anderen Tage, gerade als Bill den Federhalter beiseite
legte, um nach Hause zu gehen, stürzte plötzlich mit allen An-
zeichen hoher Nervosität Herr Dr. Mosch Terpin ins Büro, hielt
Bill und Billie an und sagte:
„Sie müssen heute ausnahmsweise noch hierbleiben!"
,, Überstunden müssen extra bezahlt werden", bemerkte Billie.
„Sie sind kostbar", sagte der Prinzipal, lachte und überließ
es dem Scharfsinn der Geschwister, sein Einverständnis oder
Ablehnen zu ergründen. „Kommen Sie, kommen Sie ins Labo-
ratorium,"
Hastig ging er voran.
Im Laboratorium ließ er die beiden Platz nehmen, holte ein
Bündel Papiere, warf sie auf den Tisch, drückte mit Daumen
und Zeigefinger der rechten Hand seine Hüfte ein und begann
eine pathetische Ansprache:
„Was Sie hier sehen, meine Lieben, ist das Produkt meiner
Emsigkeit, ja ich möchte Regsamkeit sagen. Meine Versuche
haben große Resultate gezeitigt. Danken wir dem, der mich
eine Erfindung machen ließ, die mich, ich möchte sagen, über-
dauern wird. Es gelang mir, ein Parfüm zu mischen, das den
Textilfabrikaten, den Fäden und Garnen beigemengt wird und
nie, ich möchte sagen, seinen Duft verliert. Erkennen Sie die
Aussichten, die sich hier eröffnen? Die Zukunft gehört dem ,, par-
fümierten Kleid!" Ist es nicht kostbar?"
,, Sicher sehr teuer", sagte Billie, Bill wußte nicht, wo er
seine Hände lassen sollte, und sah auf die Uhr.
,, Warum ich Ihnen wohl davon erzähle, meine Lieben?" fragte
der gelehrte Herr,
Gerade wollte Billie erwidern, daß es auch ihr unerfindlich
sei, als er fortfuhr und selbst die Erklärung gab,
,,Ich muß heut abend mit meiner Frau ins Theater. Bis morgen
früh aber will ich eine saubere Abschrift meiner Notizen haben,
und niemand scheint mir vertrauenswerter als ihr, meine Lieben.
Schreibt und vergleicht, solange ich fort bin. Es soll euer finan-
zieller Schade nicht sein! — Nein, nein, nein, das .parfümierte
Kleid!'!" Herr Terpin geriet in flammende Begeisterung.
,,Wie hoch bezahlen Sie Überstunden?" fragte Billie ungerührt.
„Sie sind kostbar", lachte Dr. Mosch, „Nun. sagen wir dreißig
Mark für beide zusammen und die ganze Arbeit."
Bill war bereit. Billie nicht,
,,Was halten Sie von fünfzig?" fragte sie,
„Nichts", war die Antwort,
„Ich auch nicht viel; also bleibt's bei fünfzig?"
„Dreißig! " Herr Terpin wurde kühl,
..Auf Wiedersehn!" sagte Billie, „und grüßen Sie ihre parfü-
mierten Fahnen!"
„Halt!"
„Bitte?"
,, Vierzig!"
„Fünfzig!"
..Fünfzig!"
..Abgemacht, Husch, husch. Bill, an die Arbeit!" Billie holte
ihre Schreibmaschine, Bill ordnete die Papiere und begann sein
Diktat. Fortsetzung folgt
t,
FRAGEN
die uns erreTchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „F i 1 m -M a g a z i n". Berlin SW 68. Zimmcrslraßc 35—41
Schcrlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
Biirbaiik-
Henry
\ n V i 0 1 fi : Anonvinc Briefe werden nicht beantwortet. Bei Manu-
skriplanffeleKcnheiten bi'tten wir folRendes zu beachten: Jeder Anfrase i.«t
Rückporto heizufiidcn. Jede Einsendung eines .M.inuskniits zur PrutunK
ist zwecklos, nur E\\<os(-s im Umfange von 2— .'1 .Schreihmaschinensciten
eind zur EmM-niUinn an ilie Filmindustrie. KcKisseure usw. geeignet. Fnr
Verlust der eingcsandlen Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nomuieu werden, also soll der Verfasser nur Durchschlage senden, von
liandgeschriebeneii Sendungen (leserlich) eine Ahsdirift zurückbehalten.
»
F i 1 m t r e u n d 1' a u 1 X., K a in e n z : ^Vir empfehlen Ihnen, .seihst
an Franz Lcdcrcr zu schreiben und ihn zu fragen, ob er Ilir Geschenk
erh.-ilten hat. Wir glauben sicher, dalJ er Ihnen dann schreiben wird.
L. .1., Düsseldorf: Wenn Sie Filnischauspiclerin werden wollen,
so empfehlen wir, sich direkt an die Filmgesellschaften zu wenden. Eine
Filmschule existiert in Miinchen, SonnenstraUe i:>. Eine Film-Agentur
(Keiniger-Marvellv) befindet sich in Berlin SW r„s. Kochsiraße lu. — Im
vor Enttäuschungen zu bewahren, machen wir gleich darauf aufmerksam,
daß beim Film die Aussichten auf ein VorwiirtsUommen sehr gering sind,
auch wenn Si<- als Tiinzerin ausgebildet sind, rnifi'ii Sie sich also vorher
genau, ob Sie wirklich für den Film geeignet sind. — Der stumme lilni
wird neben dem 'ronfilni immer weiter bestehen.
D i e t e r 1 e - u ii d D e .v e r s - V e r e b r e r i n n e ii aus 11 a n n o -
ver- \\illiclm Dieterle wohnt Berlin-AVihncrsdorf, .Iciiaer Straße; 8, und
wurde aiii l.'.. .luli in I.udwigshafen gebor.'ii. Er ist mit der Füniautorin
Charlotte Il.igcnbruch verheiratet, li.it keine Kinder, gibt Autogramme.
Dieterle h:it schwarzes Haar und braune .Vugen. Seine lüichsten Filme
vind- ..Das Schweigen im Walde', ..Konig Ludwig der Zweite', ,. Mater
Dolorosa-. In seinem kürzlich uraufgeführten Film ..leb lebe für dich!'
Ist wieder Lien Devers seine Partnerin. — I.ien Deyers ist durch die
Deutsche Fniversal'. Berlin W «. Mauerstraße &2. zu erreichen. Sie ist
Holländerin, in Amsterdam geboren und trägt ihren richtigen Xamen.
Lien Deyers hat am ä. Novenüier (iebiirtstag. Sie ist hellblond und hat
blaue .Vugen. Das Alter der Filmstars wird von uns nicht vcriiffentlieht,
aber wir glauben, daß Sie richtig geschätzt haben.
F i 1 m f r e u n d i 11 aus d e m A I 1 K ü u : Werner Piltsehau starb
im Oktober vorigen Jahres und ist unseres Wissens in einem Berliner
Vorort beigesetzt worden. Die .\dresse seiner Mutter wissen wir leider
auch nicht. — I.uis Trenker ist am besten durch die Hom-Film A. t...
Berlin SW 48. Friedrichstraße 'Jl'.'i. zu erreichen. Trenker hat am
4. Oktober Geburtst.ig, ist Südtiroler und w.ir früher Diiilommgeuicur.
Er ist verheiratet und gibt Autogramme. Kiirzlich ist sein Film „Der
Ruf des Nordens" in Berlin uraufgeführt worden.
Alice M., Berlin: Fred Sohn filmt unter dem Xamen Robert
Castle bei der Paramount-Famous-l.asky in Hollywood. Kalifornien,
F. S A. Jawohl, Joan Crawford ist mit Douglas Fairbanks jun^ verhei-
ratet. — Alice White ist durch die First Xational-Studios,
HoUvwood. Kalifornien, V . S. A.. zu erreichen.
Henry S t u a r t - V e r e h r e r i n T h i 1 d a W ., Köln
Stuart hat seine Wohnung in Berlin W, I'assaucr Straße 17. Der Künstler
wurde am 1. Februar in Kairo geboren, ist alier englischer Slaatsangc
horigkeit. Er ist unverheiratet, gibt Autogramme und trägt einen Künstler-
namen. Sein richtiger Xamc ist Jimmy Heß. Stuarts neuester i ilm ist
Der Giinstling von Schünbrunn' mit Iwan Petro\icli in der Titelrolle.
" Edith P., Berlin: „Der heilige Berg' wurde vor nahezu drei
Jahren im Ufa-Palast uraufgeführt. Luis Trenker spielte die mUnnliche
Hauptrolle. — Der amlere Film heißt ,, Kampf nin» Matterhorn".
B o b b y Magdeburg: Evelyn Holt ist durch die Hegewal.l.
Berlin Sw"4x' Friedrichstraße 250. zu erreichen. — Bildkarten von dem
genannten Kunstler erhalten Sie unseres Wissens in jeder größeren
Papierhandlung. — Walther Slezak wohnt Bln.-Friedenau, Stierstr. 14-lo.
I n g e b 0 r g K., Ha n n o v c r : In dem Lola Kreutzberg-I ilm .,Der
Ring der Bajadere" spielten Bob StoU (Arzt) und Henry Stuart (dc^sen
Vetter) die männlichen Hauptrollen. .Nein, die Bajadere ist keine Berufs-
filmschauspielerin. Der Film wurde vor zirka 2'- Jahren in Indien gedreht.
Stuart und Stoll geben Autogramme. — Walter RiUa stammt aus Ncuu-
kirchen. Er war früher Journalist und Dranmturg, wurde bald Schau-
spieler und kam schließlich zum Film. Er gibt .Vutogramme, hat seine
Wohnung in Berlin-Cbarlotteiiburg, Wacholderweg 6, und ist mit der
früheren Schauspielerin Therese Roland verheiratet.
Hildegard W., Berlin: Eliz/.a la Porta war mit einem Rumiinen
verheiratet. — Inge Landgut trägt unseres \\ issens ihren richtigen Namen.
— Anita Dorris i^t nicht mit Oskar Marion verlobt. Beide Kiinstler sind
ledig. — Charlotte .Ander ist ebenfalls unverheiratet. — Carl uiiil Hilde
Auen sind nicht verwandt. — Lotte Neumann ist mit einem Nicht-Künstler
.verheiratet. — llimaiisu Rai ist nicht mit Seeta Devi verhcir.itet. S.-ine
Gattin ist nicht beim Film. — M Jolson ist durch die Warner Brothers-
Studios, .')842, Siinset Boulevard, Hollywood, Kalifornien, U.S.A., zu er-
reichen. Er ist mit Ruliy Keeler verheiratet und hat keine Kinder.
Horst .M., Frei e n w aide: Brigitte Helm wohnt Berlin-Dahlem.
Im AVinkel 5. wurde am 17. März in Berlin geboren und ist mit Richard
Weißbach verheiratet. Sie gibt Autogramnie. Nein, bei der Sprechbühue
ist sie nicht. — Han.s Stüwe ist mit einer Bulgarin verheiratet. Er hat
seine Wohnung in Berliu-Halensee, Paulsborner Straße 9. — Iwan Mos-
jukin ist mit Agnes Petcrsi-n vermählt. Er stammt aus I'enza U<iißland)
uu<l hat am 26. Seytember Geburtstag.
Film w (i I f e h e n , C ü p e n i c k : Elizza la Porta wohnt Berlin W,
Nürnberger Straße 4:), bei .\dlcr. Sie ist geschieden.
Alfred .M., A Schaffenburg: Wir geben Ihnen wunschgemäß
einige Adressen von Filmgesellschaften: Ufa, Berlin SW 68, Kochstraße
Xr. ß_s, Hegewald, Berlin SW 48, Friedrichstraße 2.'iU, Eichberg-Film. Ber-
lin ^W 48, Friedrichstraße 171, Deutsches Lichtspiel-Syndikat, Berlin
SW 48, Friedrichstraße 22.'>, Orplid-Mcßtro, Berlin SW 68, Zimmerstraße 7!)
bis 8(1. — Eine deutsch-russische Firma ist die Prometheus. Berlin SW 11,
Hedeinanns raße 21, Die Adresse der Mesehrabpom-Ruß-Film ist Mosl^au,
Leningradei Chaussee 44.
Betty aus Köln: Oskar Marion wohnt Berlin W, Kurfurstendamm
Xr. llt). Er gibt Autogramme. Das Alter der Künstler geben wird gruud-
säztlich nicht an.
Ich
schwöre
auf
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weil er so handlich, so klein ist und frohe
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ZESS
KON
c ■
D/E TÄNZEQIN FLOQENCE FOQMAN
aus dem Programm des Berliner Winiergarlens
Btaas
I. i 1 i n 11 H a r V e j - V e r 0 h r c r A. G.. Leipzig: Lilian H;ir-
voys neuester Film ist .,Wenii du einmal dein Herz verschenkst''. Ihre
Biidkarte ist an die Künstlerin weiferKeleitet. Uire Grüße sind Lilian
Harvey bestellt wunlen. AVann Ihr Lieliling einmal Leipzig: besuchen
wild, wissen wir leider auch nicht.
P u t t i H., }i r a 11 n s 0 h w c i K : Wir haben den betreffenden Film-
stars von Ihrer Freude über die Bilder erzählt und Ihren Dank bestellt.
H a r r .V T.. Lübeck: (iritta Ley wohnt Berlin AV. Düsseldorfer
Straße 42. Vera Selimiterlöw Berlin-Haleiisee. Xestorstraße 1. .Viiii.i
May AVong ist wieder in Berlin und durch die EiehlierK-Film. Berlin
SW 48, Friedriclistr:iUe 171, zu erreichen. Dolores del Rio ist durch die
Edwin Carewe I'roductions Tee - Art Studios. Hollywood. Kai., Kuth
Taylor durch die Paramount-Famoiis-Lasky-Stiidios. Hollywood. Kai.,
LT.S..V.. zu erreichen. Karten von der fren.-innten Künstlerin erhalten Sie
durch die ,, Illustrierte Filmwoche'-, Berlin SW fit«, Kochstr.-iße 6-8.
Herrn a n n R., A n k 1 ;i in : AVir haben Ihre Bildk.-irte an Ernst
Deutsch weiterfieleitet. Wann die unterschriebene Karte wieder in Ihrem
Besitz i>t. können wir Ihnen leider nicht saiien. Das hiiiiKt von dem
Künstler .ib. Deutsch isl in der Hauptsache büluientätJK und li.it d.iber
wenig Zeit für den Film. — Paul Wegener Ist von seiner Südainerik.i-
Reise wieder zurückgekehrt und tritt augenblicklich am tiroUen Schau-
spielhaus in den ..Drei Musketieren'' auf.
L i d d a K.. I. e i p z i j; ; Wir Ii.iheii Ihre .\ngelegenheit erledigt,
werden die Künstlerin aber noch eiiiinal an das fiillige Autogramm
erinnern.
Gerda M.. Charlotten-
bürg: AVir haben Ihre Bild-
kart^'u damals sofort an die be-
treffenden Filmst.irs weitergelei-
tet, haben sie wiederholt an die
.Vutogramme erinnert und wer-
den es auch gern noch einmal
tun. Zurücksenden können wir
Ihnen die K.irten aber nur, wenn
wir selbst sie erhalten.
W alter S.. B a ii t z e n : Es
stellen mehrere denfsche Film-
gesellschaften Tonfilme her. Z.
B. die Ffa. Berlin SW 68. Koch-
straße 6 — 8. die Tobis, Berlin
W 8. M.iiierstraße 4.1. die Green-
haiim, Berlin W 8. Mauerstr. 43,
die Aafa. Berlin SW 48. Fried-
richstraße 22."!. — .\m besten. Sie
siMiden dort ein kurzes Expose
Ihres Romans ein. Mit der Aus-
arbeitung des Drehbuches wer-
den nur Fachleute betraut. —
P.aul Wegener wohnt Berlin
W .l.'S. Am Karlsbad 2. Er gibt
.Vutogramme.
Greta G a r h o - V e r e h -
rerill aus Berlin: Greta
Garbo filmt in den Metro-(iold-
wyn-Studios in Culver-City. Ka-
lifornien, l'.S.A. Ihr neuester
Film , .Eifersucht " wird ein Ton-
film sein. Greta Garbo ist
Schweiliu, in Göteborg geboren,
hat am 17. .Vpril Geburtstag, ist
ledig und gibt -Autogramme. Ihr
richtiger Name ist Greta Gustav-
son.
P. H., Köln: Iwan Pelro-
vich wohnt ßerlin-Schmargen-
dorf, Forkenbeckstr. 56a, wurde
am Vi. Dezember in Budapest
geboren, ist aber jetzt serbischer
Staatsangehörigkeit. Petrovieh
war früher Ingenieur, ging aber
bald zur Operette, inachte den
Krieg als Husarenoffizier mit
und kam lfl2:i durch den unga-
rischen Regisseur Michael Ker-
fesz zum Film. Der Künstler
ist unverheiratet und gibt Auto-
gramme. Sein neuester Film
heißt ,,Uer GUnstling von Schün-
brunn".
Fred und H a n s i aus
Düsseldorf: Oolleen Moore
ist durch die First Xational-
Stiidios, Burbank-Hollywood, Ka-
lifornien, U.S.A.. zu erreichen.
Sie gibt -Autogramme. Jawohl,
CoUeen Moore ist verheiratet,
und zwar mit .lohn Sic. Cor-
mick.
E 1 1 i G.. Berlin: Xorma und Constance Talmadge sind durch
die United -Vrtists-Studios. 1041 Xo., Formosa-Avenue- Hidlywood, K.il..
zu erreichen. Tony v.iii Eyths .\dresse ist Berlin ^V. Ileilbromier Str. 2!l.
Lorett.i .louiig W(dint in ilevcriy-Ilills. Ilollywooil. K:il,. l'.S.A. — Ita
Rin.i filmt .ingeiiblickliih in Pr.ig. — Renee StolMau.i li;il ihre AVoh-
iiuug in Berlin-Il.ilensee. A\ Cstf.ilische Siralie .11.
F i 1 m f r e u n d G g. K .. E d c n k oben ( R h e i n p f .i 1 z) : Sie
li.iben recht. Betty Am;inn wurde in Pirm.isens und AVilhelm Dicterle in
l.udwigshafeii geboren. Dieterli- hat seine A\idinung in Berlin-AVilmers-
dorf. Jenar<'r Str.iUe 8; Betty .\maiins ,A<lresse ist Berlin W. Kurfiirsten-
damm 42. — .Sie belästigen uns mit Ihren Fragen ganz und gar nicht.
Immer seliütl<'ii Sie uns nur Ihr Filmherz aus!
Conrad A' e i d t - A' e r e h r e r a u s Düsseldorf: Conrad
A'eidt wohnt Berlin AV in. I.ichtenstein.illee 2a, ist gebürtiger Berliner.
li;it ,1111 22. .l.inu.ir C.ebiirist.ig und ist ^ (TlH'iratet. Seine neuesten Filme
sind; ..Illusion'. ..D.is L.ind ohne Frauen'. -\ugenblicklicli arbeilet er
.111 dem rf.i-Film ..Die letzte Kompagnie'.
X i 1 s .A s t h e r — A\' <■ r ii e r F ii e t t e r e r - A' e r e h r e r i n n e n
in L e t t I a n d : AVerner Fui-Iterer erfreut sich bester (iesiindheit.
erschien kürzlich in einem Film ..Im Pr.iter blühn wii'der die Bäiimc>'
und .irbeitet .lugcnblicklich .im ..Mädel mit der Peitsche'. Er gibt .\uto-
gr.imme. Xils .Aslber ist ledig und gibt ebenfalls .Autogr.imnie. Xur
müssen Sie. wenn .sie ilini schreiben. einen liilerii.ition.'ilen Poslsclieiii
für die Rückantwort lu'ifügen. ^ R.imon Xov:irro hat am 6. Februar (ie-
biirtstag. — Lilian Harvev ist nicht mit AVilly Kritsch verlobt. Das
w.iren nur (;erüclite. — Ernst A'erebes isl iiiiverheiratel. hat schw.ir/es
H.i.ir lind braune .\ugeii. Seine Lieblingsbliime ist — wir könuen's .iber
nicht beschwören — Resed.i. Sicherlich t.inzt er auch gern. Seine
neuesten. Filme sind ..Der schw.-irzr' Domino " iiinl ..D.is L.ind ohne
Frauen". Auch er wird Ihren Autogrammwunseh erfüllen. Peter VoU
hat am 4. üklober Geburtstag.
tiebiihr wohnt Berlin AV TiT.
Ein neuer Film mit Gcbiiht
Heinrich S., O s n a b r ü c k : Olle
Kurfürsteiistr.iUe 118. Er gibt .Vutogramme
ist noch nicht aiigekündigl.
F i 1 m f r e 11 n d (i e o r g e s in M ii n s I e r : Gret.i (!arbo ist ledig.
John (iilbert ist aber seit kurzem mit der ainerikanischen Schauspielerin
Ina Cl.iirc verlieiratet. wie wir schon wiederholt sclirii'ben. Also nur
ein Druckfehler. — Ja, es isl wirklich sehr, sehr schwer, beim Film
festen Fuß zu f.issen. Da wir keine Engageinents verniilleln. können
«ir Ihre Photos an die Filmindustrie leider nicht weiterleilcii. Wir hal-
ten es auch für viel richtiger, wenn Sie sich selbst mit den Filnigesell-
sch.ifteii in A'i-rbindung setzen. Einige .Adressen: Ufa, Berlin. SAV IIS.
Koclistr:iße 6-8; Aafa. Berlin SW 48, Friedrichstraße 223; X.ilional, Berlin
NW 48. Frie<lrichslr;ii;e lü: Terra, Berlin SW 68, Koclistr;iße 73: Deutsche
Ulliversal, Berlin AV 8, M;iiierslraße 82, Jawohl, .inch .in die Sens.i-
tiüiisdarsleller werden die höi-bsten .Anforderungen gestellt. — Sie kön-
nen beriihigl sein, der Tonfilm wird den stninmen Film durchaus nicht
^erdrällgen.
AI ;i r g o t (;.. .\ u g s b u r g : Anilere Filme mit Brigitte Helm außer
den von Ihnen .•lufgezälilten gibt es nicht. Möglich, daß ..Metropolis "
dort noch einmal gezeigt wird. — (";ul de A'ogt ist ungef.äbr zehn .labrc
beim Film. Er hat unseres AVissens einen Sohn. — Die Filme ..Melodie
des Hi^rzeii'*" und ..Schwester Al.iri.i' sind noch nicht ur.iiifgefiilirt.
K a e t h e P.. B e r 1 i n - C h a r 1 o f t e n b ii r g : Filmpostkarten
können Sie durch den A'erl;ig der ,. Illustrierten Filniwocl Berlin
SW 08. Kochstraße 6-8, beziehen.
AV .1 1 te r B.. D r e s d c n :
X'ein. wir vermitteln nicht den
A'erk.tuf von Filmnianuskripten.
Am besten, Sie senden Ihr Ex-
pose an die dr;imaturgischen
AbtiMlungen der Filmgesellschaf-
ten. Sie haben liier die (iewälir.
daß es bestimiul gelexMi und
geprüft wird. AVir nennen llineii
ilie Ufa. Berlin SAV 68. Kocli-
Straße 6—8. die X.-itional. Berlin
SW .18. Friediicbstraße in. die
Terra, Berlin SW 6S. Kocb-^trarie
\r. 73. die Aaf:i. Berlin SAV 4«.
Friedrichstraße 223. die Deutsche
Universal. Berlin W8. Mauerstr.82.
T r u d e n ii d Lore a u s
P f o r z li e i in : Aber wir sind
lliiien diircli.-iii'- nicht böse, wenn
Sie I'r.-iiien stellen! Tun Sie es
nur, sooft Sie Lust haben! —
AV,iUher Rill;i wohnt Berlin-
Chjulotteiiburg, AV.ieliolderweg 6.
Er wurde am 22. August in
Xeiinkirehen geboren.
E. D. 14 '!.-): Conrad A'eidt trägt
seinen richtigen X.'imen. Der
Künstler wohnt Berlin W 10.
l.iclilensleinallee 2.i.
F i 1 in r r e u n d i n Heidi
v. O., B I n.-T c in p e 1 h o f :
Lilian Harvey widint Berlin-
AVeslenil. .Ahornallee 16-17, ist
ledig und so alt. wie Sie ge-
schätzt haben. Sie gibt Auto-
gramme. Kam von der Tanz-
biiline zum Film. Ihr neuester
Film heißt ..AA'enn. du einm;il
dein Herz Aerschenkst". Lilian
Harvey wurde nicht in Ham-
burg, sondern in London ge-
boren. Ihre Teleplionniimmer
dürfen wir nicht verraten. -
A\'enii Sie zum Film wollen, so
müssen Sie sich schriftlich oder
noili besser mündlich an die
Filmgesellschaften wenden.
AI y z. T.. y. aus Dresden:
AVilhelm Dietcrle hat die .Auf-
nahmen zu dem Film ,,Das
Sehweigen im AValde" eben be-
bendet. Er hat lutt dem Schnei-
den und Ziis.immenselzen des
Films begonnen. Die weiblichen
ll.iiipli'olli-n liegen in den Hän-
den von Rin.'i Marsa, Petla Fre-
ileric, Crethel Bermlt. Der I'r-
.•niff ührungsterinin vom ..Schwei-
fen im AV.ilde'' steht noib niclit
fest. — Die nächsten Filme mit
Lien Deysers heißen ,,Da.'
Kosakeniied" und ,,Da
röschen".
Berlin; llenny Porten
ie h.il ihre Ailla in Berlin-
rteii
Di
Ann.-i Bolcv n ",
Don-
Heide-
röschen".
11 e n n y Port e n - A e r e h r e r a ii
ist mit Dr. \ oii Kauffni:inn verheiratet,
winde .'1111 7. .I;inii:n' in Alagdebiirg
bekanntesten Filme der Kinisllcrin
Kohlhiesels Töchter". ..Der
1 ;iiis
Kalb
ind
Süden'. ..nie
..Franenopfer ■.
Licbfr.iiienmilcli".
in -Vrhcit. Doch
D;ihleiii, P.irkstr.iRe 74. Hciiiiy I
geboren. .sie gibt .Autogramme
siiiil: ..MonicM \'ogels;ing", ...Anii;i Bolcv n", ,.
K.'iurm.'inn von A'enedig". ..Kamerinusik". ..Ri
-Abenteuer der Sybille Braut", ..Das goldene
..AVehe. wenn sie losgel.-isseii'. ..Die große Paus
!.Ziirinclit ". ..Alulterliebe". Neue Porten-Filme
stehen die Titel noch nicht fest.
Unseres AXissens sind die gen.'innteii Cowboy-
die Pferde und IHuiide ihr F.igentiim sind.
-.agen. Alöglicb ist es. .iber w;ilirs( liein-
betreffendi'ii Filmgesellscharti'ii gehören.
Sebleltow wohnt Berlin O 17. tirolle Fr.inkfiirtcr
Slinße 4. Er ist auch im Leben scdir sympathisch und gibt -Vntogr.imme.
Wagen Sie es nur. ihn darum zu bitten. — ..Der Günstling von Sehön-
brunii" ist fertiggestellt. Iv:iii Petrovieh spielt darin die Ridle des
B.irons Trenck.
. h .•! t e n ; Werner Fnetlerers .\(lresse
7. Er wurde am 10. .l.-miiar in Slral-
gibt .Autogr.imnie. Seine erste Film-
riel im Murnan-Filni ..Faust". Danach spielte
unter Karl (■riiiies Regie eine kleine Rolle in den ..Briiderii Sehellcn-
berg ". Es f.dglen ..Die AXiskottens". ..Knbinke". ..Ich Ii.ib' mein Herz
in Heidelberg viTloreii". Filme, ilii- Werner l'uetterer b(dvaniitm,ichleii.
Die neuesten l'iline mit diesem Kinistler lieiUen ..Im Pr;iter blühn wi(
der die Bäume " mit Lilliaii Ellis und ..D,is .Mädel mit d
-Ai.ny Ondr.i. AVir empridilcn Ihnen, Ihr Bild liebe
FilmgeselKch.iflen zu senden.
B e r I a B.. Kiel:
d.irsleller um erlK'iralet. Ob
Uönnen wir Ihin'ii leider nicht
lieber noch, .laß die Tiere dei
— H.ins -Ad.ilbert von
AI o 11 a L i s .1 , L n d w i
ist Berlin-Steglitz, Kleisislr;iBe
siiiid geboren, ist unverheir.itet.
rolle war der Erzengel (J.ibri
Peilsclie ■ mit
iininittelhar an die
Ivan I' e t r o V i 0 h - V 0 r e li r 0 r i n C o n t a W., Augsburg:
J\;ni l'ftrdvicli hat dunklf AuKcii. liiseros Wissens tnist or BCitu'ii
liililiKi'ii Namen. Ihre tiiiiUu habi'ii wir dein Küiistlor t.i'stcllt. \iel-
Iciolit lioniiiiiMi Sie doch noi-h iMniual nach Ucrlin, damit sich Ihr ..Her-
zenswunsch", Ivan l'ctrovich liei der Uranlführunt; eines seiner Kilme
in n.'itnru zu sehen, erliillt.
C i 1 1 y F c i n d t - V e r e Ii r e r i n A n n c ni i e , Berlin: Wie
alt Cilly i'eindt ist, können wir Ihnen leider nicht sagen, da wir Fräsen
nach dem Aller unserer .Stars prinzipiell nicht heantwurten. — Auch den
Vornamen vnn dem Kinde Evi Eva» können wir Ihnen nicht sa^en. —
Voraussichtlich wird schon im Winter wieder ein AulOKr.unmtat; sl.itt-
finden. — (ireto Keinwaldts neuester Film ist ..Kolonne .\" mit KeinhoUl
Xchiinzel in der männlichen Il.niiilrolle. Vorliiufis geht IJriKitte Helm
nicht nach Amerika. — .lenny Jugo wohnt Berlin W, Kaiserdamm 2a,
Inge Landgut Berliu-Halensec, N'estorstraUe ü;l, Fred Düderlein Berlin-
Wilmersdorf, Babelbergcr Straße 50.
H a n n s F., B e r 1 i ii - H a I e n s e e : Cireta Garbo ist durch die
McIro-Uohlwyn-.Mayer-Studios, Culver-City, Kalifornien, U.S.A., zu errei-
chen. Sie ist Schwedin, wurde in liöteborg geboren und li.at am IT. Ajuil
IJeburlstag. lireta Uarbo ist nicht mit John Gilbert verheiratet. Sie ist
It-ilig-. — t)ssi UswalUa ist von Baron Ciustav von Kocziani geschieden.
Il.irry Liedtke» neuester Film heiüt ,,Uie Konkurrenz platzt •. Seine
r.irtnerin ist .Maria C'orUa.
..Unsere Lya Mara": Jawohl, es gibt einen I-ya Mara-Film
„Ilaria Theresia". Aber er ist noch nicht uraufgeführt. Lyn .M.ir.i lilmt
nicht in .Vmerika. A\ ir nehmen an, daU die Künstlerin in abseharcr
Zeit wieder muh Heutschland zuriickkehreu und hier tätig sein wird.
Ihr Wunsch ist vorgemerkt. Möglich, daü Lya ilara auch bald toii-
filmen wird. Die letzten Lya Mara-Filme sind alle im Verleih der
Defina erschienen.
A. F., Berlin : Henry Stuart wohnt Berlin AV, l'assauer Stralle 17.
Er wurde am 1. Februar in Kairo geboren, ist aber englischer Slaats-
angduirigkeit. Stuart ist unverheiratet, gibt Autogramme. Sein rich-
tiger Name ist .liiiimy Hess. Sein neuester Film ist ,,Der Günstling von
Scbimbrunn " mit Ivan i'etrovich.
F i 1 m f r c u n d F. G.. I) a u z i g - L a n g f n h r : Lieu Deyers ist
durch die Deutsche Universal, Berlin W ft, .Mauerstraße 82, zu erreichen.
Sie wurde am n. November in Amsterdam geboren. Die neuesten Filme
mit Lien Deyers sind „Ich lebe für dich!" mit Wilhelm Dieterle als
Partner und „Das Donkosaken-Lied" mit Hans Adalbert von Sehlettow
in der männlichen Hauptrolle. Augenblicklich arbeitet die Künstlerin
an „Heideröschen". — Mari.i I'audlcr ist nicht wiederverheiratet. Ihr
neuester Film heißt „Die fidele Herrenpartie". Die Künstlerin ist im
Leben genau so frisch und liebenswürdig wie in ihren FImen. — Iwa
Wanja ist Bulgarin. Sie spricht gebrochen deutsch, gibt Autogramme
und wohnt Berlin W, Präger Platz 1. — Jlüglich, daß verschiedene Film-
stars auch einmal Danzig besuchen.
F i 1 ni i n t e r e s s e n t i n aus Hamburg: Carmen Boni hält
sich noch immer in Frankreich auf. — Marcella Albani wolmt Berlin W,
Paiilsborner Straße i:*; sie hat am 7. Dezember Geburtstag. — Elga
Brinks Adresse ist Berlin W, Prager Straße 31. Die Künstlerin hat am
2. April Geburtstag. John Gilbert ist durch die Melro-Goldwyn-ilayer-
.Studios, t'uIver-City, Kalifornien, U.S.A., zu erreichen. Sein Geburtstag
isi der Kl. .luli. — Gustav Diessl wohnt Berlin W, Kcgcnsgburger Str. i'B,
bei Schleusener. Er wurde am .'iO. Dezember geboren. Nils Asther ist
ebenfalls ein Star der Metro-Goldwyn-Mayer und durch deren Studios
in Culver-City, Kalifornien, am besten zu erreichen. Er hat am 17. Ja-
nuar Geburtstag. Außer C.trmcn Boni, die mit Augusto üenina und
.lohn Gilbert, der mit Ina Ciaire verheiratet ist, sind die genannten
Künstler ledig.
Luis T r e n k e r - V e r e h r e r i n E. E., Berlin: Luis Trenker
weilt augenblicklich in Berlin und ist durch die Hom-Film, Berlin SW 4S,
Friedriebstraße 225, zu erreichen. Er gibt Autogramme. Trenker ist Süil-
tirolcr, hat am 4. Oktober Geburtstag und war früher Diplomingenieur. Er
ist verheiratet, aber nicht, wie Sie schreiben, mit Lcni Kicfenstahl.
Walter R i I 1 a - V e r e h r e r , Berlin: Walter Rilla wohnt
Berlin-Charloltenburg. W;uholderweg 6. Er wurde am 22. August in
Neunkirchen geboren. Das Alter der Künstler geben wir grundsätzlich
nicht an. weil wir es für indiskret halten, sie danach zu fragen. Er
gibt Autogramme und ist auch im Leben sehr symp.-ithisch. Rilla ist
mit der früheren Schauspielerin Therese Roland verheiratet. Sein
neuester Film heißt ,, Blutschande".
Lieselotte J., Dresden: Franz Osten ist über die Ufa, Berlin
SW 6«. Koelistraße 6—88, zu erreichen.
Ella T., Berlin: Grete Mosheim wohnt Berlin W, Pariser
.Straße 27, Käthe von Nagy Berlin W. Prager Str. 4. Max Hansen Berlin-
Wilmersdorf, Brandenburgische Straße 25. — Die Adresse von Carl
Beckersachs wissen wir leider selbst nicht. — JLirgarete Schlegel wohnt
Berlin W, Ballenstedter Straße IGa.
WN I e h I in D i e t e r 1 c - V e r e h r e r i n D 1 n a : In dem genannten
Film führte Wilhelm Dieterle unseres Wissens noch nicht Regie. Die-
terle ist musikalisch. Jawohl, er treibt jeden Sport, reitet auch gern.
Seine Partnerinnen im ,. Schweigen im Walde ' sind Rina ilarsa, Petta
Frederie und Grethel Berndt.
F i 1 m f r e u n d C. K., Steglitz: Jenny Jugo wohnt Berlin W,
K-iiserdimin 211. Dina Gralla. Berlin-Steglitz, Opitzstraße 8, Iwan Mosjukin,
Ucriiii W, Kiirfiistenilamm 195, Hans Stüwe, Berlin-Halensee, Paulsborner
Straße !). l>er nächste Film mit Lien Deyers heißt ..Das Donkosaken-
Lied" ihr l'artiier ist H. A. v. Sehlettow. — Viola Gardens Adresse ist
Itcrlin Wil, BendlersiraUe 17. Die Künstlerin spielte u. a. in „In Werder
lilühn lue Bäume", ,.l)ie von der Scholle sind", ,,Dcr lebende Leichnam",
..Die weißen Kosen von Ravensberg". — Ihre Bildwüiische sind vor-
geiiK-rkt. — Der Harry 1-icdtke-Film ,,0 Mädchen, mein .Mädchen" ist noch
nicht geilrcht. Liedtke .ubcitct zur Z;;it an ,, Vater iiiiil Sidin" und an dein
.\afa-l.ll^tspiel ..Die Konkurrenz platzt". — Wir lulimcii an, daß Gerda
.Maiinis iniil Willy Fiitscli der Premiere der ,,Frau im Mond" lieiwohuen
«erden. Möglich, daß sie dann auch ihren Bewunderern und Verehrerinnen
ein paar .Viitogramme speinlen.
E 1 f r i e (t c W., L i c h t e r f e 1 d e : Das ist w ulil ein Irrtum. Von
einer Scheidung Charles Willy Kaysers ist nichts bekannt.
Ronald C o 1 m a n - V c r e h r e r i n Hilde H.: Ronald Colman ist
durch die Samuel Golilwyn-Studios, 7210 Santa Monica Boulevard, Holly-
wood, Kalifornien, U.S.A., zu erreichen. — Die russische Gräfin in dem
liegewald-Kilm ..In Stolzenfels am Rhein" spielte Helen von Münchhofen,
eine Dänin. — Käthe Dorsch wurde in \Vien gelioren. — Wir glauben, daß
Otto Gebühr in der 4. Etage seine \Vohiiiiiig tKurfürstenstraße 118, Berlin
A\ 57) hat. Sind Sie zufrieden mit unsV — Ja, Warner Baxter soll
Indianer sein.
I. IL, Rheinland: Leni Riefenstahl wohnt Berlin - Wilmersdorf.
Iliiidenburgsfraße 92. Sie hat am 22. .\ugust (ioburtstag und ist ledig.
Leni Riefeiist.-ihl siiielte u. a. in ..Der heilige Berg", ,.Das Schicksal derer
■von Habsburg", ..Die weiße Holle von l'iz Palü".
I v .-1 n P e t r o V i c h - V e r e h r e r i n : Ivan Petrovieh gibt Auto-
gramme. -Mit welcher Künstlerin er besonders befreundet ist und von wel-
cher Firma sein Auto stammt, wissen wir beim besten Willen nicht.
.Vber wir glauben, d.iß Petrovieh ungefähr so alt ist, wie Sie geraten
haben.
Ruth H. a u s H .i m b u r g : Ivan Mosjukin ist mit Agnes Petersen
verheir.-itet. Von einer Scheidung ist nichts bekannt. Ein Buch über den
Künstler gibt es nicht. Ivan Mosjukin wurde in Penza (Rußland) geboren.
Ja, er ist auch sehr musikalisch. -Augenblicklich .irbeitet er noch immer
an dem ..Weißen Teufel". — Lon Clianey gibt Autogramme und ist durch
die Metro - Goldwyn - .Mayer - Studios. Culver-City, Kalifornien, U.S.A.. zu
erreichen. Auch Greta Garbo gibt Autogramme. Sie können es ruhig
wagen, an sie zu schreiben. Habvn Sie beim erstenm.il nicht den ge-
wiinschten Erfolg, so müssen Sie es eben noch einmal versuchen.
Irma L.. Berlin: Luis Trenker ist am besten durch die Honi-
Filin A.-G., Berlin SW 48, Friedrichstraße 225. zu erreichen. Er wohnt im
Hospiz am Gend.irmeiimarkt. Trenker ist Südtiroler, hat am 4. Oktober
(ieburtstag, w.ir früher Diplomingenieur und ist mit einer Nichtschauspie-
lerin verheiratet. Er gibt .\utogramme. Außer in den genannten Filmen
spielte der Künstler noch in ,,Der heilige Berg" und ..Der Berg des
.Schicksals". Sein nächster Film heißt ..Die heiligen drei Brunnen".
Selbstverständlich beherrscht der bekannte Bergsteiger auch jeden anderen
Sport mit derselben Virtuosität. Der Grundzug seines Wesens ist ernst.
-A. n n i H.. E I s b e t h R., A n n i H., 51 a r t h a E., B e r 1 i n : Es
ist leider wahr, daß Marietta Miliner gestorben ist. Von einer Dame, die
sich jetzt .-ils Marietta Miliner ausgibt, ist uns nicht bekannt. Aber es
i.st ja möglich, daß diese Dame denselben Namen trägt.
L. T., Kassel: Leider können Avir Ihnen die gewünschte Adresse
nicht mitteilen, da uns der betreffende Künstler nicht bekannt ist.
Elisabeth AV.. (Hannover: Jack Trevor wohnt Berlin W,
Ben<llerstraße 9. Er gibt selbstverständlich auch Autogramme.
L. W. aus B r o m b e r g : Anny Oiidra ist durch ilie Hom-Film A.-tJ.,
Berlin SW 48, Friedrichstraße 225. zu erreichen. Die Künstlerin wurde
am 15. Jlai in Tarno (Polen) geboren. Sie ist unverheiratet, gibt Auto-
gramme. Anny Ondr.a spielte u. a. in ,,Der erste Kuß". ..Saxophonsusi".
,, Sündig und süß" und „Erpressung". Ihr nächster Film heißt ,,Das
Mädel mit der I'eitscho". — Lily Daniita ist durch die Sjimuel Goldwyn-
Studios, 7211» Sant.a Monica Boulevard, Hollywood, Kalifornien, U.S..\., zu
erreichen. Sie wurde am 10. Juli in Paris geboren. — sie haben recht,
Rudolf Valentino ist mit Pola Ncgri verlobt gewesen. — Lillian Hall-Davis
filmt in England und ist durch die Elstree-Studios. Herstordshire. er-
reichbar.
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nnb iva^ bet 3nf)(ill her STniJcttc (et, tue ittd)t8 j«r
2rt(^e, er (ei iiuerfc(}lic^.
Tic loUitcn Weviit^le fitriiertcn. SOInn fütterte
von »Serien, Lvbelfteincn, Vicbeobriefen. Toä) (nßt«
innn firi) ittlflemcin, bau bcr 2d)nü, hier in bcr
ai'ilbnid, fern uott ullcn i{<crfcl)tiMnitteln, uiifit lueit
[ein (önnc. Iroübcm blieb bic Jlnncttc uct|rt)ruuu=
beit, unb 2t[)ön=ViI lief; fd)ott ihre .Voifer pnctcn.
'Vlütjtit^ nbcr erfcOiilItc au-:- einer .sioiitpiufennntppc
iViitj unpnd'ciibei. (Seläd)tcr. ^'or ihnen, nuf einem
tleinen gelyuorfpnino infi S.'iilo, biic- ■Jiifdjcu, biii.^
initflcfilint hatte, hielt ciucit filbevneii Spicßcl oor
{eilt 2.thiifiȊ(heit unb fnlbtc fith mit einer uictOen
ma)i(.
„SBoiiiitf fitjt btt?- äliejt?! hörte mnit bcu ;)!eniiienr
rufen, unb biinn toiir er mit einem Z>tii oben, iiiib
biii.< sSiffthen mit einem 2nii uiileit. 9I1U'S Inrf)te nnb
fri)rie. S'er iliciiiüeur ober biivfi etuiii>.* mit fd)uollein
Wiijf in feiner ailufe.
„. . . hier ift 3hrc .fiiifjette", fnftte er bnnn liithelnb
jitr frtjbncn i'il. „Ä'iilo h<it ^Ihncn immerhin norf)
brct Sofcii ii(nrtjl(in=(iremc iibrin nelojicn. S^ni-
reitht niol)(, biS mir in jibilifiertc öcflcnben
tommen?"
2rf)i.in'?il errötete lief. Tcx SJeniffeur aber
lädjcüe Hufl. „SUtte, feine (SrHnrHUfleu", (nfltc er,
„rueift ei» alter 'lUciftifer inic idj, nKeiS! i"lliiiri)Ion=
Greine ttncntbchrlid) nllen S^iuncn. Unentbehrlich
bei Sleifeftiinb unb ßrmübunfl! Unentbehilirf) bei
bcr tonlii^cit iWnffnftc, äur ethüliunfl einer fri)öneit
i;mut!! — Örtlf«^, fflnöbiofte, fnifth lunr nur bai- &(■-
heimnii-, bn« 2ie iiiic- bem QnOnIt bet .fldifette
miiri)tcu. Giitc .Oiiiitpjlcfie mit S)irtn)riiu=(5tetitc äcitflt
nur uoii bcr .Miiltuv bcr i>erbriUtri)criM! Sluficrbcm
hotte firi) bei uiifercn niibercu S'amcn fid)et nitd)
;liiiirt)lnn=C}remc fii'funben — 3hi'e i'eräiociflunfl
liöttc nlfo fri)nen behoben iverbcu föniieit."
.,2ic haben recht, lieber '^reuitb", fcifltc Sil unb
lärfyeUc be^nubeinb — „bie Unciitbeljrlithfeit bet
ii.iinri)tiin=(5icme fennt nllcvbiiiflö jebec' ,Winb."
2olltc bet 5?efet btefer ftciiien Öefdjirfjtc fic ie=
borf) norf) nid)t tenuen, tue et beit etftcit 2(hrttt
biijn, inbem er nnrf)ftchenbcti Wraticbejiiflöfthein
in eilt offcueo .«itucrt Iciit, bnd mit (icnnncr iUbrcffc
niif feiner fliüflfcitc ncrfehen ift. '^OMto nur 5 ^fö-
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illüubiot) fiub i'Oll bei t'obci^.
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Charlottenburü. Anzeifi en verw altunfi Universum-Film A.-G., Abt. UJa-Werbefilm, Berlin SW68, Kochstr. 6,8. Kupfertiefdruck: August Schert G.m.b.H., Berlin SW 68
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NUMMER 4t / BERLIN, 13. ORTOBER 1929 / PREIS 0 PFENNIG
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David Lee (Sonny Boy)
in einer neuen Qolle
v-ggft-r.'^r-.vy-
^-
Nach der Trauung (Dimitri
Zakiris u.AliceTheodorides)
Die griechische Filmproduktion befindet sich noch
in ihren allerersten Anfängen. Von den letzten
vjer Filmen, die in Griechenland hergestellt wor-
den sind, gewinnt der Film ,,Astero" eine be-
sondere Bedeutung. Diesem Film liegt das ländliche
Leben des bergischen Griechenland als Thema zugrunde.
Im großen und ganzen handelt es sich darum; In einem
kleinen, malerisch gelegenen Dorfe im Peloponncs, an den
Hängen des Berges Hclmos gelegen, lebt Vater Mitro, ein
reicher Bauer, mit seinem Sohn Timio und seiner Adoptiv-
tochter Astero. Niemand von den Bauern wußte, wie
dieser alte Geizhals aus einem einfachen Aufseher, der
die Ländereien eines reichen Atheners beaufsichtigte,
plötzlich zum Herrn der von ihm beaufsichtigten Güter
geworden war.
In den Herzen der beiden Kinder Timio und Astero, die
zusammen aufwuchsen, ist das geschwisterliche Gefühl
einer starken Zuneigung gewichen. Astero, die der alte
Bösewicht aufs grausamste mißhandelte, als ob er sich
ihrer entledigen wollte, hatte keinen anderen Gefährten als
Timio in ihrem kummervollen Leben. Ihm beichtete sie alle
ihre Geheimnisse, um sich zu trösten und zu erleichtern.
Aber Vater Mitro sah mit bösen Blicken auf das Einver-
ständnis der beiden Kinder. Eines Tages erklärte er
seinem Sohn brutal, daß er ihn enterben würde, wenn
er die Absicht hätte, dieses auf der Straße aufgelesene
Mädchen zu heiraten. Astero, die zufällig diese Worte
gehört hatte, entschließt sich,
ihre Liebe zu opfern, und er-
klärt Timio, daß sie ihn nicht
mehr liebt, weil sie einem an-
deren ihre Liebe geschenkt hat.
Es ist die Zeit, zu der die
Herden von den Bergen her-
unterkommen, um im Tal zu über-
wintern. Einer der Besitzer der
Herden, der Hirte Stamo, der die Weideplätze vom
Vater Mitro gemietet hatte, verliebt sich in Astero
und erklärt ihr, daß er sie heiraten wolle. Astero
willigt ein, seine Frau zu werden und sofort mit
ihm in die Berge zu ziehen, aber ihr Herz bleibt an
den alten geliebten Stätten, wo sie es zum ersten-
mal schlagen fühlte.
Sie heiratet und zieht sofort fort, ohne daß Timio
von ihrem tragischen Opfer etwas ahnt. Sie lebt
mit ihrem Mann in den Bergen, aber ihre alte Liebe
kann sie nicht vergessen. Asteros Glück war nicht
von langer Dauer, An einem Ostermorgen ist ihr
Mann getötet worden, als er sich aufgemacht hatte,
seinen besten Hammel für das Osterfest auszu-
suchen. Allein und verlassen, ganz von Sinnen vor
Verzweiflung, irrt sie durch die Berge.
Vater Mitro, der seinen Sohn von Tag zu Tag
mehr leiden sieht, bereut seine damalige Haltung
und beichtet Timio, daß Astero die eigentliche Be-
sitzerin seiner Güter sei, weshalb er sich ihrer ent-
ledigen wollte. Obgleich Timio noch immer glaubt,
daß Astero ihn verlassen hat aus Liebe zu dem
Hirten, den sie heiratete, will er kein Unrecht be-
gehen, sondern Astero die Güter zurückgeben. Er
macht sich mit seinem Vater auf, um Astero zu
suchen. Aber erst nach langem Umherirren finden
sie Astero vollkommen von Sinnen in einer kleinen
Hütte auf der Spitze des Berges Helmos.
Dieses Stück griechischen Berghirtenlebens spielt
sich in klassisch-schöner Landschaft ab, im Pelopon-
nes. Unter der Regie von Gasiades spielen Alice
Theodorides, Kostas Musuris, Emil Beakis, einer der
bekanntesten Theaterschauspieler Griechenlands,
die Hauptrollen in diesem ,,echt griechischen" Film,
Pimilri Zakiris fTinünl
Der Muster -Vurfiiliningsraiim der Ufa im U. T. Weinbergsweg, Berlin plwt. Lfa
Der Frankfurter Sender brachte vor kurzem eine Funkrepor-
tage aus dein Vorfuhrunjjsraum des Frankfurier Ufa-Theaters
,.Zum Schwan", Wir jjebcn die Ausführungen hier wieder, um
unseren Lesern aucli einmal einen Blick in den Raum zu ge-
währen, in dem aus dem schmalen Zelluloidhand das lebende
Hild in Uebcriehensgröße entsteht.
Vor mir die Dunkelheit. Endlos, unbewegt. Ich sitze vor
einem kleinen Quadralfenster und luge hinaus. Plötzlich
beginnt neben mir eine Maschine zu surren, ein auf-
blitzender Lichtstrahl zerspaltet die Schwärze und dort,
wo er das Ende des Raumes trifft, entsteht das Bild.
Ich sitze im Vorführungsraum eines großen Lichtspieltheaters,
wo zwei moderne Projektionsapparate, einander ablösend, das
Programm abwickeln. Der Raum ist düster, einfach. Ein
Maschinenraum. An den Wänden Schaltbretter und geheimnis-
volle Teile der elektrischen Anlage, die der Laie mit heimlichem
Grausen betrachtet. Die zwei Apparate sind in der Mittelachse
des Theaters aufgestellt; die Bilder, durch die kleinen Fenster
belrachlel, scheinen übergroß zu sein, doch wirken sie leblos und
allzu flach. Eine amerikanische Burleske langweilt, die Wochen-
schau mil ihren Neuigkeiten ist ohne Lebendigkeit und wirkt
unwahrscheinlich. — Was ist der Grund? Dieser Raum ist eine
Werkslatte des Films; das Amüsement liegt im Zuschauerraum.
Das Publikum genießt zu dem photographierten Leben des
lilms die musikalische Untermalung mit und ist außerdem in
einer größeren Menge beisammen. Sei es im Kino oder im
Theater man kann nur über Massenw irkung reden, als einzelner
vermag lediglich der Kritiker zu entscheiden, der aber auch von
der herrschenden Atmosphäre berührt wird. Ich dagegen sitze
hier vor diesem kleinen Fensler allein, vom Zuschauerraum luft-
dicht abgeschlossen, ich sehe nur das stumme Agieren des
Kapellmeisters und vereinzelte Musiker im Lichte ihrer abge-
dämpften Lampen, dazu das monotone Knattern des Projektions-
apparates, das meinen Genuß maschinell beeinflußt.
Zwei glühende Kohlenstäbe erzeugen im Innern des Vorfüh-
rungsapparates eine Lichtquelle von 15 000 Kerzen Stärke, die
von einem Konvexspiegel und durch eine Sammellinse auf den
schmalen Filmstreifen konzentriert wird. Als Begleiterscheinung
tritt infolge dieses starken Lichtes eine große Hitze auf, die aber
die einzelnen Bilder nur für den Bruchteil einer Sekunde trifft
und daher unschädlich ist. Wenn aber der Apparat durch Film-
risse oder durch Maschinendefekte während der Vorführung so
stehenbleibt, daß ein Stück des Films sich unmittelbar vor der
Lichtquelle verfängt, wird die Rolle durch die Hitze sofort ent-
zündet. Filmbrände sind zwar heute seilen, doch müssen die
Zuschauer vor der damit verbundenen Gefahr geschützt werden,
da das brennende Filmband Rauch und giftige Gase entwickelt
und die Stichflamme leicht in den Zuschauerraum schlagen kann.
Daher dient eine besondere Einrichtung dazu, sämtliche von dem
Vorführungsraum zu dem Thealerraum führenden Fenster bei
Feuersgefahr mit Eisenplatten automatisch zu verschließen:
Erstens ein Brandstreifen. Dieser ist über dem rollenden Film
angebracht, wird von dem brennenden Streifen sofort angezündet
und löst durch Abfiammen die Sicherung, worauf die Fenster zu-
klappen. Zweitens kann der Vorführer durch einen Druck auf
den Auslöser, der sich neben jedem Apparat befindet, die gleiche
Wirkung hervorbringen, und drittens, wenn die erste Sicherung
..»-rf.,-,->^wf -■■ > -.^.-.■«l ■^.
Professor EQNST QAUSCHEQ mali ULI AN HAQVEY
5»
versagt und die zweite wegen Gefahr nicht bedient werden kann,
sind die Fenster durch einen elektrischen Schalter, der außer-
halb des Vorführungsraumes angebracht ist, abzuschlielJen. Um
die Brandgefahr zu vermindern, wird der Raum zwischen dem
rollenden Film und der Sammellinse durch eingeblascne Kaltluft
abgekühlt und das Filmband nach jeder Vorstellung geprüft.
Die Filme müssen vor neuen Vorführungen zurückgerollt werden.
Das geschieht durch einen Handapparat. Dabei läßt der Vorfüh-
rer das Filmband zwischen seinen Fingerspitzen hindurchgleilen
und prüft es so auf schadhafte Stellen, die sofort entfernt wer-
den. Das ist sehr wichtig, da die meisten Filnibrände durch
Risse während der Vorführung entstehen.
Der Vorführer betrachtet dauernd das projektierte Bild, kann
aber dabei seinen Apparat, ohne sich abwenden zu müssen, be-
dienen und kontrollieren. Er hat, um die Schärfe und Reinheit
des Bildes gleichmäßig zu halten, die beiden glühenden Kohlen-
släbe zu regulieren, deren Stand er auf einer vor ihm auf der
Wand befestigten weißen Rundfläche, durch ein Prisma projiziert,
beobachtet. Er führt mir während der Vorstellung die ver-
schiedenen Tönungen des Films vor — von der störenden gelben
bis zu den leuchtenden weißen Farben — , beeinflulJl durch die
wechselnde Lage der Kohlenstäbe.
Der Vorführer erzählt mir aus der ,, Jugend" des Films, Er
ist seit zwanzig Jahren dabei, bediente schon das Urkino, wo
der Projektionsraum noch aus Holz erbaut und die Arbeit der
Vorführer noch mit Lebensgefahr verbunden war.
So sind die Verhältnisse in einem neuartig eingerichteten
Großlichlspieltheater, entgegen den kleineren Kinos, deren Ein-
lichtungen von den eben geschilderten stark abweichen. Die
Vorführungsräume sind da im allgemeinen auf raumlose, schlecht-
gelüftele Kammern beschränkt, mit nur einem Projektionsapparat,
meist älterer Bauart, und nur einem Vorführer, der alle Arbeiten
allein erledigen muß. Die technischen Einrichtungen sind un-
vollkommen, der Schutz gegen Brandgefahr noch oft im anfäng-
lichen Stadium.
In einem Kleinkino, das ich besuchte, besteht die Schutzvor-
richtung aus einem Brandstreifen, der mit den Fensterklappen
durch Schnüre verbunden ist, so daß sich die eisernen Platten
durch ihr Eigengewicht schließen müssen. Während ich in die-
sem Vorführungsraum weilte, sprang ein Stück von dem rollen-
den, abgespielten Filmband ab, fiel in den Raum zwischen Sam-
mellinse und Film und entflammte explosionsartig. Zum Glück
war der Filmsplitter zu klein, um schwere Folgen zu verur-
sachen. Das Abflanimen des Filmstückes geschah so plötzlich,
daß ich darüber erschrak; nicht aber der Vorführer, der ruhig
Zugriff und den Apparat in Ordnung brachte.
Die Brandgefahr in den Kleinkinos kann sich dadurch steigern,
daß die hier zur Vorführung gebrachten Filme schon stark ab-
genutzt sind, wodurch Risse entstehen können. Die projizierten
Bilder sind unrein und flimmern. Der Apparat knattert wie ein
Maschinengewehr, Afenn die Randlöcher der Filme schadhaft
sind. Der Vorführer muß dauernd nachhelfen. Er hat hier
eine weitaus schwierigere Arbeit als seine Kollegen in den
modern ausgestatteten Projektionsräumen, doch durch sein fach-
männisches, sicheres Arbeiten ist das Publikum vollständig ge-
schützt.
Die Schnelligkeit der Vorführung, die in den größeren Licht-
spieltheatern zu der Begleitmusik abgestimmt ist, kann gleich-
falls haargenau eingestellt werden. Dazu muß der Vorführer
allerdings den Film kennen, denn manche Szenen bedingen, um
groteske Wirkung auszuschalten, verschiedene Geschwindigkeit.
Den Kontakt zwischen Vorführer und Kapelle stellt eine Schelle
und ein Mikrophon her, wodurch Film und Musik in voller
Fühlung bleiben können. Gewöhnlich rollt ein Film mit einer
Geschwindigkeit von 28 — 30 Bildern in der Sekunde ab, was
ungefähr 1800 Bildern innerhalb einer Minute entspricht.
Gute Filmmusik darf man nicht hören, sondern nur empfinden.
In der Pause kam der Kapellmeister, Ein wenig aufgeregt.
Musik und Film stimmen nicht genau. Es soll etwas langsamer
gespielt werden, 28 Bilder statt 30 in der Sekunde.
Vorarbeiten. Ein Film wird geklebt, die Schnittstelle erst
gesäubert, dann mit dem Filmkilt sorgfältig zusammengefügt. Die
Pause ist aus. Der linke Apparat schlingt die Filmrolle, Zwei
Paar Zahnräder, die in die Randlochung des Films greifen,
ziehen den Streifen aus einem oberen in einen unteren Behälter,
,,Ich bin gleich zu Ende", meldet der Vorführer an dem arbei-
tenden Apparat, und sein Kollege paßt gespannt auf. Seine Hand
ruht auf einem Hebel. Der Film, dessen erster und zweiter Akt
auf dem linken Apparat projiziert wird, soll ohne Unterbrechung
auf dem rechten Apparat weitergespielt werden. ,, Fertig! ' Ein
Griff an den Schaller bringt den ersten Apparat zum Stillstand
und läßt den zweiten sofort einsetzen. Mit einer Geschwindig-
keit, die das Auge nicht wahrzunehmen vermag, ist der räum-
liche Unterschied zwischen den beiden Apparaten überbrückt,
der Film rollt weiter, niemand hat etwas bemerkt.
Ich blicke nochmals durch das Fensterchen, Der ,, große Film"
wird eben gespielt. Auf der Leinwand küssen sfch zwei Men-
schen — jetzt schon mit der korrigierten Bildergeschwindigkeit
von 28 Bildern in der Sekunde. Laszio Rozsa.
I
Mrs. hairbanks. Doiigs crslo rmi, (seine zweite ist bekanntlich Mary Picklord), begrüßt ihren Sohn und seine junge Frau Joan Crawford
anläßlich der Rückkehr der NeuvermähUen
Die neuen Tonfilm-Ateliers der Ufa auf ihrem Auf-
nahmegelände in Neubabelsberg wurden dieser Tage
ihrer Bestimmung übergeben. Das unaufhaltsame
Vordringen des Tonfilms und der enorme Fortschritt
der Tonfilmlechnik haben zu dem Entschluß der Ufa ge-
führt, in gioßem Umfang die Produktion des Tonfilms in
allen seinen Arten unverzüglich in Angriff zu nehmen. Die-
ser Entschluß machte den sofortigen Bau von neuen, den
besonderen Anft)rdcrungen des Tonfilms entsprechenden
Ateliers notwendig.
Der Bau wurde mit größter Beschleunigung durchgeführt.
Am 25. April 1929 wurde mit dem Abreißen der auf dem
Gelände der heutigen Filmateliers stehenden Filmbauten
begonnen. Am 1. Mai erfolgte der erste Spatenstich für die
Ausschachtungsarbei-
ten, und schon am
25. Juni war der
Rohbau nach ununter-
brochener Tag- und
Nachtschicht - Arbeit
fertiggestellt. Mehrere
Monate erforderte
noch die Ausstattung
und Einrichtung der
Ateliers, insbesondere
die Installation der
Tonfilmapparaturen.
Die neue Tonfilm-
Atelieranlage der Ufa
besteht aus vier Ate-
liers, die in Form
eines Kreuzes an-
geordnet sind. In der
Mitte des Kreuzes be-
findet sich das tech-
nische Herz der Ton-
filmanlage: die Klang-
film - Tonaufnahme-
maschinen, und zwar
sowohl Lichttonappa-
rate (also Ton auf
Filmstreifen photogra-
phiert) wie auch Na-
deltonaufnahmegeräte
(Schallplattensystem).
Die Aufnahmemaschi-
nen sind so angeord-
net, daß jede Appara-
tur an jedes der vier Ateliers
Die Maschinen sind von den
und schallsicher isoliert.
Von den vier Tonfilm-Ateli
und Südatelier - je 20 X 30
Aufnahmewagen für Freilichl-Tonaufnahmen
angeschlossen werden kann.
Ateliers erschütterungssicher
ers sind zwei — das Nord-
m groß, das Ost- und West-
atelier je 18 X 25 m. Die
erste Anforderung beim
Bau der Ateliers war voll-
kommene Schallsicherheit,
Deshalb wurden die Ate-
lierwände aus hartgebrann-
ten Ziegeln errichtet und
sind vollständig fensterlos.
Eisenkonstruktionen hat
man vermieden, weil Eisen
bekanntlich ein guter
Schalleiter ist. Besonders
konstruierte Türen lassen
ein schalldichtes Ver-
schließen der Ein- und
Ausgänge zu.
Um die Möglichkeit
von Echowirkungen
oder eines zu starken
Nachhalls von Spra-
che und Musik in den
großen Atelierräumen
auszuschalten, wur-
den die Wände mit
Cellotex bekleidet
und mit Zugvorhän-
gen ausgerüstet. Je-
des der vier Ateliers
hat einen besonderen
Abhörraum, wo der
Tonmeister sitzt, der
für die tonliche Struk-
tur und Gleichmäßig-
keit der Aufnahme
verantwortlich ist und
durch Verstärker oder
Abschwächer die
Tonstärke und Ton-
farbe regulieren kann.
Eine lautlose Ver-
ständigung zwischen
den einzelnen Auf-
nahmestellen, wie Ab-
Der Tonmeister regelt an diesem Apparat Tonstärke und Nuancen
hörraum, Tonapparateraum und dem Atelier selbst gestatten automatisch
Maschinentelejjraphe. Die Überprüfung des Tons erfolgt schon während
der Aufnahme durch Abhörgeräte und ist außerdem sofort nach der Auf-
nahme durch den Regisseur möglich, indem eine der Plattenaufnahmen
vorgeführt wird.
Die Beleuchtung der Ateliers wird von der 25 000 Ampere liefernden
Neubabelsberger Betriebszcnlrale gespeist. Da die bisher üblichen
Kohlcnscheinwerfer nicht geräuschlos brennen, w^erden jetzt für die Ton-
filmaufnahmen nur Glühlampen verwendet, und zwar bis zu einer Stärke
von 5000 Watt. Die Armaturenzusammensetzung und -Zusammenstellung
sind größtenteils Konstruktionen der Ufa-Betriebsbüros und der Ufa
durch Patente geschützt. Für den Fall einer Stromstörung ist eine sofort
automatisch in Tätigkeit tretende Reserve- oder Notbeleuchtung gelegt,
die eine besondere Stromquelle besitzt. Die Absperrung der Ateliers
nach außen erfolgt ebenfalls durch eine selbsttätige Lichtsignalanlage,
Die Kalt- und Warmluftzufuhr der vier hermetisch abgeschlossenen
Ateliers erfolgt durch eine Cärrier-Entlüftungsanlage, die auch die Regu-
lierung der Luftfeuchtigkeit besorgt. Durch die Entlüftungsanlage wird
die Luft zehnmal stündlich erneuert, und zwar geräuschlos und ohne Zug-
lufterscheinungcn. Vier Maschinenanlagen, die durch vier Luftkanäle mit
den Ateliers verbunden sind, saugen die verbrauchte Luft auf und pumpen
neue, durch Quellwasser gekühlte oder durch die umfangreichen Heiz-
anlagen vorgewärmte Luft in die Ateliers. Je nach der Jahreszeit.
Zu den Ateliers gehören zwei
große Vorführräume für Ton-
film und Platten, die auch für
nachträgliche Synchronisierung
benutzt werden. Außerdem ge-
hören zu den Tonfilm-Ateliers
72 Garderoben mit Baderäumen,
ferner Arbeitsräume für die
Darsteller, Architekten, Regis-
seure und Operateure, Sie sind
völlig schalldicht gegenüber den
Ateliers abgeschlossen.
Die künstlerische und bau-
technische Bearbeitung der neuen
Tonfilmanlagen der Ufa hatte
der Architekt Otto Kohtz in Ge-
meinschaft mit den Architekten
der Bauabteilung der Ufa, die
Ausführung besorgte die Heil-
mann und Littmann A.-G., die
statische und konstruktive Be-
arbeitung stammt von Dipl.-Ing.
Otto Zucker, in Gemeinschaft
mit den leitenden Technikern
der Ufa.
Die neuen Tonfilmateliers der
Ufa in Neubabelsberg stellen die
größte Tonfilmanlage Europas
dar. Sie werden allgemein als
mustergültig und in Technik und
Anlage den modernsten ameri-
kanischen Ateliers zumindest
ebenbürtig bezeichnet.
Die Tonfilmtechnik ist in kur-
zer Zeit zu hoher Vollkommen-
heit entwickelt worden.
Es ist heute möglich. Filme
zu schaffen und vorzuführen,
bei denen das Bild durch Mu-
sik, Sprache und Geräuschwie-
dergabe ergänzt wird. Es ist
weiter möglich, eine unbedingte
Übereinstimmung zwischen Ton
und Bild innezuhalten und eine
außerordentlich naturgetreue
Klangwirkung zu erreichen.
Wer einer Klangfilmvorfüh-
Signalanlage, die für geräuschlose
Verständigung zwischen Regisseur,
Tonmeister und Tonaufnahmeraum
sorgt und Anfang und Ende der
Szene anzeigt
rung beiwohnt, kann sich dem star-
ken Eindruck nicht entziehen, den
das tönende Bild auf den Zuschauer
ausübt. Es ist eine Tatsache, dali
man stumme Szenen in oder nach
einem Tonfilm als matt und eigen-
tümlich unwirklich empfindet.
Welche Tonfilmarten gibt es? Wir
können drei Arten des tönenden
Films unterscheiden: den Musikfilm,
den Geräuschfilm und den Sprech-
film.
Der Musikfilm gibt die zum Film
gehörende Begleitmusik wieder. Man
braucht also kein Orchester und hat
trotzdem — auch in kleinen Theatern
— hochwertige und vor allem die für
den Film selbst komponierte Musik.
Der Geräuschfilm bietet außer der
Musik die akustische Illustration der
sich im Bild abspielenden Vorgänge.
Motoren- und Maschinenlärm, Stim-
mengewirr, Pfiffe, Hupensignale, Pro-
pellersurren, das Heulen des Stur-
mes, das Rauschen der Brandung,
Pferdegetrappel, Schreie, Klingeln
usw. werden originalgetreu und zeit-
und handlungsgleich wiedergegeben.
Der Sprechfilm endlich läßt die
auftretenden Personen selbst singen
und sprechen, er gibt gleichzeitig die
akustische Begleitung wie der Ge-
räuschfilm.
Arten der Wiedergabe. Die haupt-
Willy Frilsch in dem Ufaton-Film
,, Melodie des Herzens"
sächlichsten Wiedergabesysteme las-
sen sich in zwei Gruppen einteilen:
die Lichttonfilme bzw. Filme mit pho-
tographiertem Ton, bei denen Bild
und Ton auf Filmstreifen festgehal-
ten sind, und die Bildfilme mit zu-
gleich ablaufender Schallplatte.
Filme mit photographiertem Ton
(Lichttonfilm). Bei der Tonaufnahme
werden die Schallschwingungen in
elektrische umgewandelt, die ihrer-
seits Lichtschwankungen hervorru-
fen. Die Lichtschwankungen zeich-
nen auf dem normalbreiten Filmband
innerhalb der Perforation einen
schmalen Streifen auf, der aus helle-
ren und dunkleren Schattierungen
(Schattierungs- oder Intensitätsver-
fahren) oder lebhaft gezackten Kur-
ven (Schwarzweiß- oder Transversal-
verfahren) besteht. Bei der Wieder-
gabe werden die Helligkeitsunter-
schiede des Streifens in elektrische
Schwingungen umgewandelt.
Filme mit Ton auf Schallplatte,
Die Wiedergabetechnik der Schall-
platte ist erheblich vervollkommnet
worden. Die Schwierigkeiten der
Synchronisierung, d. h. der Überein-
stimmung von Bewegung und Ton,
sind überwunden. Das Wort setzt
mit Sicherheit im selben Augenblick
ein, in dem es dem Bild nach er-
scheinen muß.
In diesem Raum wird der Ton gleichzeitig auf Film (Licfittonj und auf Platten (Nadelton) aufgenommen
derungen des Tages gewach-
sen, als Ton- und Sprechfilm
drehte. Einen Film, dem eine
Erfolgsgarantie schon da-
durch innewohnte, daß Dina
Gralla als die Trägerin der
Hauptrolle ausersehen war.
Dina Gralla ist hier eine
Privatdetektivin, die Ange-
stellte des Detektivinstituts
,, Greif". Sie soll einen jungen
Mann verhaften, der an-
Dina Gralla wird als Hotelratte
verhaftet
Oben rechts: Paul Hörbiger zaubert
Im allgemeinen heißt es ja,
daß Schlager kurze Beine
haben. Und das ist ja —
wieder im allgemeinen —
auch richtig. Wie viele
Schlager, die einmal so po-
pulär waren, daß sie einem
über wurden, sind versun-
ken und vergessen, und kein
Mensch erinnert sich ihrer
noch! Man könnte sagen:
,,Je populärer, je schneller
vergessen!" Daran könnte
man die Betrachtung knüp-
fen, daß dieser Satz nicht
nur für Musikschlager, son-
dern auch für Lieblinge des
Publikums Geltung habe —
aber das wäre vom Thema
abgeschweift.
Festzustellen wäre hier,
daß der Schlager ,,Wer wird
denn weinen, wenn man aus-
einandergeht", so populär,
vielgesungen und vielgespielt,
doch nicht den üblichen
Schlagerweg des Vergessens
gegangen ist. Er ist sozusagen
in die Schlagerklassik ein-
gegangen.
Eichberg, der weiß, was
man von ihm verlangt, war
daher gar nicht auf dem
Holzweg, als er um den Titel
,,Wer wird denn weinen"
herum einen Film schreiben
ließ, den er, immer den For-
1^
Dina Gralla und
Harry Halm
iOCHM. VPUX*\>
m
'-.it-
6
scheinend geflohen ist, weil er an-
jjeblich in einem Bankhaus eine
Viertelmillion in bar gestohlen hat.
Nun, Dina macht das sehr nett.
Sie irrt sich zwar, wie viele be-
rühmte Detektive, nach Strich und
Faden, hat allerhand Abenteuer
durchzumachen, wird als vermeint-
liche Hotelratte nächtlings einge-
sperrt und sinkt schließlich dem
netten Harry Halm, den sie so un-
gerechterweise verdächtigte und ver-
folgte, in die weitgeöffneten Arme.
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'»t.
Paul Hörbiger und Vera Voronina
Oben links: Dina Gralla
Mitte: In der Artistenpension
Unten: Harry Halm u. Dina Gralla
{Halb und Halb) Phot. Eichbcrg-Filni
'%
^Wl"-
Der Filmschwank, den
Alfred Hahn und Friedrich
Stein zu dem Titel, der zum
geflügelten Wort geworden
ist, geschrieben haben, bietet
viel Gelegenheit zu handfester
drastischer Situationskomik
in den Szenen auf dem Schiff,
auf dem sich der vermeint-
liche Verbrecher und die ihn
verfolgende Dina Gralla be-
finden, in Paris, in der Ar-
tistenpension und in dem mon-
dänen Vergnügungsetablisse-
ment Lido. Die Jagd nach
dem gestohlenen Geld — eine
Viertelmillion ist immerhin
ein ganz nettes Sümmchen —
bringt die flotte Detektivin in
allerlei Ungelegenheiten, die
in amüsanter Weise bereinigt
werden.
An dem Spiel, das Hans
May tonfilmisch reizvoll und
apart untermalt hat und in
dem es manchen Lustspiel-
dialog gibt, sind Komiker-
koryphäen wie Paul Mor-
gan, Szöke Szakall und der
witzig - lebendige Paul Hör-
biger beteiligt. Es läßt sich
denken, daß das eine lustige
Sache wurde und daß Eich-
berg wieder nach einem neuen
Schlagerstoff angelt.
Die Geschichte der Nordpol-
forschung ist eine Kette von
Tragödien, die hier und da
verschönt ist durch die Freude der
Entdecker, denen es dann und wann
gelang, wirklich einmal an den nörd-
lichsten Punkt der Weltkugel zu
kommen.
Seitdem der Mensch überhaupt
fliegen gelernt hat, war der Nord-
pol eines der Ziele, die besonders
lockten und reizten.
Dunkel erinnern wir uns noch an
Andrees Polarflug. Eine Tat küh-
ner Männer, die man niemals wie-
dersah. Bekannt sind die Bestre-
bungen, die auch augenblicklich
noch im stillen mit allem Eifer ver-
folgt werden, unseren Zepp an den
90. nördlichen Breitengrad zu
senden.
Am stärksten aber lebt von all
diesen Dingen noch in unserer Er-
Im Vordergrunde
linbx^^incoln Ells-
worih. der „Finanz-
minister" der Polar-
flieger. Auf einer
EisscfiollefilmlBerge,
der Bordfotograp/i.
In der Gondel hält
Rieser harten atiro-
nomitche Austchau
mm^ssw-
■^
<Z&ut.
c9o^
sieren oder am Regisseur mäkeln,
sondern muß sich darauf be-
schränken festzustellen, daß der
Photograph Berge das Interessan-
teste festhielt, und daß der deut-
sche Bearbeiter Wolfgang Geiger
das Ganze geschickt und inter-
essant betitelt hat und außerdem
noch mit einer kleinen Schluß-
pointe versah, die jedes deutsche
Herz höher klopfen läßt, nämlich
mit dem Bild Eckeners und des
Zeppelins, welch crsterer auf sei-
ner Fahrt nach dem Norden glück-
licher sein kann, eben weil der
Zepp, bei aller Hochachtung vor
der italienischen Leistung, erheb-
lich zuverlässiger erscheint als
die ,,Norge".
g)zÄ
/A/ qoman von STANHOPE
I. Fortsetzung
Herr Dr. Mosch Terpin kam mit Mafalda, bevor er ging, noch
einmal zu ihnen hinein:
„Freche Krabbe", lachte er, ,,Sie sind kostbar!"
Mafalda hätte ihn beinahe mißverstanden. Aber es gelang
ihm, sie zu beschwichtigen. Und während beide in die Oper
fuhren, rasten Billics Finger über die Maschine, und Bill diktierte
nach Gebühr.
Plötzlich ließ Billie die Finger sinken und machte: ,,Ph — h!
Pause! Wir können's uns ja leisten."
Franz, der Hausdiener,
hatte sich in einer benach-
barten Weißbierkneipe zur
Ruhe gesetzt, die Firma
war gut behütet; es gab
wohl nirgends zwei Men-
schen von ähnlicher Ehr-
lichkeit wie die Geschwi-
ster Amery. So dachte er
und wäre wohl entsetzt
aufgesprungen, hätte er
ahnen können, daß der
Teufel der Verführung
noch im Lauf der nächsten
drei Stunden seine Herr-
schaft über die jetzt noch
unschuldsreichen Seelen
antreten würde.
Billicalso befahl ,, Pause!",
und Bill gehorchte.
,,Fein, so allein, was?
Gib mir mal ne Zigarette!"
Und Bill gehorchte.
,.So, nun wollen wir wei-
terarbeiten", sagtecr. Billie
machte einen formvollende-
ten Hofknicks: „Damen-
wahl! Herr Erzherzog, darf
ich bitten?"
,. Billie, mach doch kei-
nen (Quatsch!"
,,Was ist das für ein un-
höfisches Betragen? Ich
werde Ihnen meinen Bru-
der, den Lordkanzler von
Intarsien schicken, der
schießt mit Kanonen, wenn
Sie mir nicht — — "
„Aber, B —
„Wer ist Billie? Ich
bin die Marquise de la
Confiturc, verstanden?"
Bill erhob sich machtlos
und ächzend. Sie hakte sich ein und flüsterte noch: „Allein
graule ich mich so!" Und dann traten sie einen Rundgang an.
Durch ihr Schloß, wie Billie plauderte. Sie kamen in den ersten
Salon, wo Mäntel und Hüte um diese gespenstischen Stunden auf
den Puppen wie Geister wirkten. ,, Unsere Ahnengalerie", er-
klärte sie.
Dann fanden sie den Lichtschalter, knipsten, und im Nu er-
strahlten die Säle, die sie sonst niemals betraten, in festlichem
Glanz. Das ist ein ganz eigenartiges Gefühl, einen verlassenen
Modesalon zu durchstreifen; in leeren Museen packt uns Ähn-
liches; es ist, als hätte man verabsäumt, vor einem Höher-
gcstellten den Hut zu lüften. —
Es war natürlich, daß Bill drängte, wieder ins Laboratorium
zu gehen: es sei noch furchtbar viel zu schreiben.
Aber Billie war gerade im Schuß. Hier war ein Hut in der
Bauart griechischer Helme zu bewundern; dort forderte ein
flitterflatterndci Paillcttenklcidchen ihren Neid heraus; es gab
keinen Meter freien Raum, der ihr nicht Neues, Wissens- und
Sihlidriirl; verboten
Wilhelm Bendow wird für einen Ulaton-Film hergerichtet Phoi. Ufa
Erstrebenswertes zeigte. Bill stand gerade vor einem
Spiegel und zog den Schlips gerade, entfernte imaginäre
Stäubchen von den Aufschlägen und strich seine Haare
zurück. Billie konnte der Versuchung nicht widerstehen,
probierte ein winziges Hütchen auf, hängte sich ein Her-
melincape um und stolzierte nach Art der dämonischen
Frauen wiegend und schaukelnd auf den edlen Teppichen um-
her. Plötzlich hatte sie einen netten Einfall. Bill war noch
immer mit seinem Spiegelbild beschäftigt und merkte nicht,
daß jemand auf leisen Soh-
len herangehuscht kam und
ihm, bevor er noch Ein-
spruch erheben konnte,
etwas auf den Kopf setzte.
,, Goldig siehst du aus,
Bubi!"
Bubi hatte sie gesagt!
Bill erstarrte. Nicht über
die Frechheit, sich ar\ frem-
dem Eigentum zu vergrei-
fen, sondern — ,,Bubi"!
Ist ja eine Unverschämt-
heit, er w-ar doch kein,
kein, kein — ihm fiel nicht
ein, was er nicht war, er
verhedderte sich zunächst
in die Worte und dann in
das Cape, das ihm Billie
vor Vergnügen quiekend
umgehängt hatte. Bill
starrte in den Spiegel. Was
war denn das? Wenn er
nicht so genau wüßte, Bill
zu sein — Donnerwetter,
zum ersten Male fiel ihm
seine Ähnlichkeit mit der
Schwester auf. Die stand
und lachte:
,,Bill, wenn du keine
Buxen anhättest, man
könnte dich, weiß Gott,
verwechseln!"
Nun mußte Bill auch
lachen.
Billics Ausgelassenheit
nahm seltsame Formen an,
als sie neben einer Huf-
schachtel eine vergessene
^lasche Kognak entdeckte.
Den Schachtcldeckel be-
nutzte sie als Tablett,
schritt feierlich und abge-
messen zu Bill, machte den Knicks eines fürstlichen Pagen und bot
der ,,Danic Bill" den Trunk an, wobei sei einen klassischen
Dichter zitierte.
Bill nickte holdselig und widmete der französischen Flasche
seine Aufmerksamkeit. Billie blieb ihm nichts schuldig.
Nachdem sie sich gegenseitig zu eifrigem Zuspruch genötigt
hatten, glaubte Billie ein Grammophon zu sein, drehte sich selbst
auf, öffnete weit den Mund und begann zu schnarren. Bill
fühlte, wie stets, die Pflicht, die Begleitung zu übernehmen:
,,How kille too mem push, push push!" sang er, beschrieb wun-
derschöne Figuren und tanzte ein Solo, daß die Schwester inne-
hielt, ihn aufmerksam beobachtete. Sic schien mit einem Schlag
nüchtern zu werden. Unklare, aber dringende, wichtige Gedan-
ken machten sie für Sekunden stutzig; sie vermochte sie nicht
zu ordnen, ihnen keine Form zu geben; aber da war irgend
etwas — die Räume schienen ihr fremd zu werden; Frauen haben
häufig eine Ahnung, daß sie zu gleichgültiger Stunde ,,Auf Nim-
merwiedersehen" sprechen, ohne es laut werden zu lassen.
,,An die Arbeit!" sagte sie plötzlich hart.
In dieser Minute begann der Teufel der Verführung sein Werk.
Bill, gewohnt nachzugeben, warf einen letzten Blick auf den
Kognak und ging dem energischen kleinen Fräulein nach, dessen
veränderte Laune er nicht bemerkt hatte.
Es war schon lange nach Mitternacht, als die Geschwister die
letzte Seite mit einem erlösenden Seufzer „Quatsch!" fertig
hatten.
In dieser Nacht konnte Billie lange nicht einschlafen. Es war
ihr, als ob sich in Kürze ihre Vermögenslage nicht unerheblich
bessern müsse. Aber wie?
Am anderen Morgen fand Billie unter dem Wachstuch ihrer
Schreibmaschine eine Schachtel mit Katzenzungen und ein Brief-
chen, das die vereinbarten fünfzig Mark enthielt. Auch Bill
war durch eine Schachtel mit Zehnpfennigzigaretten angenehm
überrascht.
„Mosch hat Lebensart; er ist kostbar", sagte Billie.
In der Mittagspause studierten die Geschwister eifrig den Ver-
gnügungsplan. Der heutige Abend sollte der Zerstreuung gewid-
met sein. Sie entschieden sich für das Glaspalast-Variete, be-
sorgten sich Karten und waren nachmittags recht zerstreut bei
ihrer Arbeit.
Mit dem Glockenschlag sechs brachen sie auf, Billie mit dem
natürlichen Rouge der Erwartung, das ihr Gesicht jedesmal ver-
schönte, wenn ein Theaterbesuch bevorstand, und Bill mit dem
Stolz und der Behäbigkeit eines e.xotischen Regenten, nicht nur
weil ihn der Schaffner der Stra(3enbahn um eines Trinkgeldes
willen entsprechend behandelte.
Als sie dann kurz nach Eröffnung der Kassen den hellblau
gepolsterten Vorraum betraten, merkten sie nicht, dalj der
Teufel, der kleine Teufel mit hineingeschlichen karii. In sehr
malerischen Schaukästen gruppierten sich bunte Plakate und
Photographien, durch welche die auftretenden Künstler ihr
Publikum zum Zeugen sehr sehenswerter Details aus ihrem Pri-
vatleben machten. ,,Die Brüder Giacomi beim zweiten Früh-
stück" hieß es beispielsweise, und man sah, wie auf höchst
komplizierte Weise drei Herren vorgerückten Alters Nudeln
oder Makkaroni auf Wandschirmen, Stuhllehnen und Kleider-
ständern zu sich nahmen. Ein anderes Bild trug die Unterschrift
„Castruccio Castracani, der Liebling der Frauen, die Zeitung
lesend." Das war sehr schön; denn man sah nur das Journal,
hinler dem möglicherweise jemand sitzen konnte. So jagte ein
erstaunliches Bild das andere. Was Wunder, wenn die Zeit bis
zum Beginn den Geschwistern wie eine Sekunde verging. Beson-
deren Eindruck hatte auf Billie ein Plakat gemacht, das eine
wohlproportionierte Dame zeigte und als Aufschrift nichts
anderes trug als „Rence?"
,,Wic können wir nur zu Geldc kommen?'
unvermillclt und traumhaft.
..Na he, wir haben doch fünfzig Mark!"
,,Wir müssen mehr haben, wir müssen reich
,,Sci doch nicht so albern, Billie, ich kenne
wieder!"
„Wir müssen — Bill — und wir werden. Verlaß dich drauf!"
,,Soll ich's mal mit Novcllcnschrcibcn versuchen? Ich habe
Phantasie, beherrsche die Sprache und kann vortrefflich intcr-
pungieren; das sind doch die Erfordernisse eines Schriftstellers.
Was meinst du, Billie?"
,,Daß du heute sehr scherzhaft bist. Du — und Phantasie?
Dussel! Mir ist alles bitter Ernst."
„Na, komm nur rein, Billie, du wirst schon wieder vernünftig
werden."
Und dann saßen sie auf ihren Plätzen, starrten gebannt auf
die Akrobaten, Spaßmacher und Tänzer. Das bunte Vielerlei
brachte sie in jene Stimmung, die so wohltätig beruhigend auf
abgespannte Wesen wirkt und ihren Höhepunkt im Genuß der
vier Tage alten Schinkenbrötchen findet, die im Foyer während
der Pause feilgeboten werden.
Eme Nummer gab es, die besonders Billies Anteilnahme hatte;
„Rence" mit dem Fragezeichen. Die hübsche Pe.scn trat als
erste nach der Pause auf. Sang Chansons mit vollendeter An-
mut, tanzte mit Grazie und beherrschte mit Kunst und Scharm
ihre Zuschauerschaft, Unbeschreiblich aber war der Beifall,
als sich „Renee" gemach zu entkleiden begann, sorgsam ihre
Kleider auf einen Stuhl hängte, sich einmal heimlich mit dem
Handrücken übers Gesicht fuhr, die Perücke entfernte und sich
dem Theater als Mann präsentierte. Das alles mit solchem Ge-
schmack und Takt, daß niemanden das häßliche Gefühl bc-
schlich, das nur zu leicht derartige „Darbietungen" hervorrufen.
Billie war zur Salzsäule geworden.
fragte Billie ganz
sein!
dich
:ht
Was ihr vor vierundzwanzig Stunden noch unklar vorschwebte,
nahm nun Gestalt an. Das war kein Zufall, daß sie gestern
Bill mit Hut und Cape geschmückt hatte, das war kein Zufall,
daß sie heute im Glaspalast saßen. Das war Bestimmung, Not-
wendigkeit, Schicksal!
Sie war auf dem Nachhauseweg recht einsilbig.
,,Bist du vielleicht krank, Billie?" fragte der Bruder besorgt.
,,Du bist ja krank! ' lachte Billie,
Zu Hause angekommen, vergaß Billie zum ersten Male, Kater
Mohammed einzulassen, sie setzte sich an den kleinen Kamin und
stocherte gedankenvoll im Feuer herum,
,,Nun sag mal, was hast du nur, Billie?"
,, Nichts, nichts, lieber Junge — übrigens kennst du Mark
Twain?"
,,Ncin, schuldet er den Terpins viel?"
„Gar nichts. Na, das hilft dann nichts. Dann werde ich dir
Unterricht geben."
,,Haha! Noch einmal; Haha! Englisch, Religion, Boxen kann
ich besser als du, in den übrigen Fächern stehen wir gleich.
Was willst du mich lehren — überhaupt, was soll diese ganze
Geheimniskrämerei? Seit zehn Stunden rennst du umher wie
ein Krokodil und machst ein Gesicht — "
,, Krokodile rennen nicht", betonte Billie ihr Wissen.
,,Was ist denn nur los?"
,,Du sollst es nie erfahren, paß auf: Mit uns geht eine große
Veränderung vor — — "
,,Um Gottes willen, Billie, ist Tante Gertrud — — ?"
,,Pst, mein Sohn, nichts dergleichen. Hör zu und unterbrich
mich nicht! Veränderung vor. Wir werden kündigen, weil
du eine bessere Position gefunden hast!"
,, Erlaube mal, davon weiß ich ja gar richts!"
,,Ruhe! Ich habe dich gestern als Mädchen gesehen, Bill!
Wir haben heute , Rence' gesehen. Weißt du, was der im Monal
verdient? Fünf- bis sechstausend! Ist das vielleicht 'ne Klei-
nigkeit? Und was der kann, wirst du auch können, verstanden?
Dafür sorge ich!"
,,Was denn, was denn — das ist doch alles Unsinn — ich
meine, so was muß einem doch gesagt werden — " Bill war
hilflos. ,,Und dann, man kann doch nicht kündigen, und außer-
dem— ach. Bli'dsinn, dieser Wahnsinn ist ja Irrsinn — verrückte
Weiberlaune! ' Bill zog das Grammophon auf, um auf heitere
Gedanken zu kommen.
„Hucki jucki eikin tuh!" machte der Apparat, und Bill sang
und tanzte, vergaß die Schwester und ihre gewaltigen Ideen.
Die musterte ihn zum ersten Male mit ungeteilter Aufmerksam-
keit, entdeckte kuriose Nuancen und sagte dann;
,, Abgemacht, Bill, schlag ein! Denk an das Plakat mit dem
Fragezeichen! Ausrufungszeichen! Was , Rence' kann, kann
,Bill' schon lange! Und stell dir mal das Leben vor: nicht jeden
Morgen um halb sieben aus den Federn zu müssen."
Billie halte, wenn sie sich etwas davon versprach, einen Ton
der Beredsamkeit und Überzeugung, daß ihr so leicht kein Opfer
aus dem Netz entwich. Und mit Bill hatte sie überhaupt keine
Arbeit.
„Wer ist denn eigentlich dieser Mark Twain?" fiel ihm plötz-
lich ein.
,,Ja, Bill, sieh mal, wenn du den kenntest, dann brauchte ich
dir jetzt nicht beizubringen, v\ie man sich als Mädchen zu ver-
halten hat; der hat so ein Buch geschrieben, da steht drin, wie
sich ein Junge als Mädel verkleidet hat und wie der Schwindel
'rausgekommen ist, weil er sich immer wieder wie ein Junge be-
nahm: die Knie zusammenpreßte, als man ihm ein Wollknäuel
zuschmiß, anstatt sie auseinanderzureißen — na, imd solche
Sachen. Wirst du schon lernen, wirst du alles noch lernen!"
Abend für Abend machte Billie die Lehrmeisterin und brachte
Bill die Künste der weiblichen Koketterie, die Anmut der Be-
wegung und die Reaktion auf die verschiedenen äußeren Ein-
flüsse bei. Zunächst mit Widerstreben, aber ohne Auflehnung,
später mit Interesse und endlich mit lebhaftem Vergnügen ver-
suchte sich Bill als gelehriger Schüler, und das Grammophon
spielte bei all diesen Unterrichtsstunden eine nicht zu unter-
schätzende Rolle.
Es wäre übertrieben, zu sagen, daß Bill im Verlauf der ersten
acht Tage bereits ein bühnenfähiger Künstler geworden sei; aber
er entpuppte sich als ein begabter Bursche mit ausgeprägtem
Instinkt für Wirkungen; es gab für ihn eine Wichtigkeit: seine
Schüchternheit abzulegen. Doch das würde schon kommen, dachte
Billie hoffnungsfroh. Erst einmal ins Engagement, erst einmal
Breltcrlufl schnuppern!
Forlsetzung folgt
ti i el
FRAGEN
die uns erre Tchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „Fi 1 m -M a g a z i n". Berlin SW 68, ZimmerstraSe 35 — 41,
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Ehe Einsendung von Rückporto bat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe «erden nicht beantwortet. Bei M.inu-
skriptauf^elegenlieiten bitten wir folgendes zn bearbten: .leder Anfr.ise ist
Hiiekixirto beizufügen. Jede Kinsendung eines .Mauu>kri|>ts zur Priifung
ist zwecklos, nur ExiiostJs im Umfange von 2 — 3 Sebreibmasebinenseiten
sind zur Ein.-enduni; an die KilniinduMrie. l(e;;i.-seure usw. geeignet, i'iir
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verf.asser nur IJurclisehläge senden, von
bandgesebriebenen Sendungen (leserlieb) eine Abschrift zurückbehalten.
Berlin: Oswaldo Valenii soll w jeder n.irh sei-
zurückgekebrt sein. Er ist blond und helläugig.
Konstaniino|iel ilas Lieht der Welt, ist aber italie-
rigkeit.
T a n z c 1 f e AV
ner Heimat Italien
Valenti erblickte in
niseber Staatsangeli
K ii t h e U o r s e li - V e r e li -
r e r Ernst II.. Lichter-
f e 1 d e : Kiitbe Dorsch wohnt
Berlin-Lichlerfelde, Urakestr. bl.
Harry Liedtkes Auiouuinnier
kennen wir nicht. Ebenso ist
uns nicht bekannt, wo er seine
Sonimerferien verlebt hat. —
(.iustav Erohlich scbwürnii für
Ituscu und i'lieder.
E. il. aus 11 .1 ui b u r g : Wir
haben Ihren Brief au den Kunst-
ler weitergeleitet.
Else 11.. Charlotten-
bürg: Iten schwedischen Re-
gisseur tiu.-lav Unländer errei-
chen .Sie durch die Svenska-
Eilm, >it>nkli<ilm. Ualambstorg i.
Die andere Adresse können wir
Ihnen leulcr nicht geben.
(J u s t ii V E r o h 1 i e h - V e r-
c h r e r i u a u fc 11 i n d e n -
bürg: Hilde .Maruff wohnt
Berlin NW t>7, Agricolastr. i:i-14,
Ernst Vercbes Berlin \V, Eniser
Slralie IB. Eranz Lederer ist un-
seres Wissens .lugenblicklich in
Berlin. Hilde .Maroff und Ernst
Vercbes, ebenso Eranz Lederer
und Ered liniiiler sind ledig.
.M a n u h e i in e r H a n n i :
C;usl:iv Erolilicb und Betty
Aniaiin sind uiiverheiralet.
Harry Halm ist nicht gestorben,
er erfreut sich vicinielir aller-
bester liesundheit.
K d g a r .S e h., Görlitz:
Jlarei'lla .Vlbani wohnt Berlin
W. l'.iiilsbonier Siralie l.i. —
Lin.i B.is(|iielte ist durch die
Universal - Studios, Universal-
tity, K.iliforiueii. U.S.A., zu er-
reichen. Bildk.iricn von ihr er-
halten .Sie sicher durch den Ver-
l.ig iler ..llliislrierleii Eilin« oclie",
Berlin SW lif, Kochstr. ti-8.
.\1 .1 II f r e d Seh., l! ii r I i t z:
Lilly Elohr wohnt Berlin - Wil-
iiier,-.dorf. B.ibelsberger Siralie 6.
Ilse H.. E r a n k f n r t -
.\l a i II : l,ya XIara befindet sieh
noch imnicr in Ami'rika. Ein
neuer Eiliii mit ihr ist im .\iigeii-
bhck nicht angekiindigt. Die
Kiiiistlcrin wurde am 1. August
in lüga geboren und ist mit
Zelnik verbeir.itet. Ihr richtiger
Name ist Lissv tiudow iisch.
A. J. n n d M. s ,• h.. H a n -
II o V e r : .lack Treiors liaifin
ist keine Eilmschuuspielcrin. —
(»iisl:i\ Erohlicli ist augenblick-
lich in Berlin.
Ingo a 11 s li ;i r m e ii : .lciiii> .Ingos Partner
l.iclic' ist Enrico Br'iifcr. — D.is .\lii-r von Hrigiil
ll.iiM'y b.ihi'ii Sic riiliiig geschätzt. — .l.iwobl, Brigill
r(iisi(jii.it erzogen worden. — Lili.in JI:ir\cvs neiii'si«-
bie fordern
^^^^^^^T einen widerstandsfähigen
Staubsauger mit hoher Reini-
ungsleistung, gleich stark bei
bppichen, Fußböden, Möbehi
und Wänden, mit langer Lebens-
dauer, ruhigem Lauf, Feinstaub-
und Bakterienfilterung sowie mit
geräumigem Staubbehälter. Alle
diese berechtigten Forderungen er-
üllt der
PROTOS - STAU B SAUG E R
Herz verschenksf. — tirda tirirbo
du eiiim.'il d
ticsuiidlieit.
.\l .1 n n li e i m e r II a n n i :
(i.irl)O sind uri\ erheir.ilel. Eben
dunkles lla.ir und braune .\iigen.
und Mitlcltilme werden niigclälir
(iroLil'iime bcanspniclicn manclim.il
•lalir.
1. c) r i , B e r I i n - I' h a r 1 0 t I
seine Besitzung in lievcrly-llilU. III
Autogramme, traut seinen riclitigci
lind wiirdi- :im i'.t. M.ii in I)i'ii\cr
I. Preis der nciilsvlun Laiul-
wirlschafls • Gesellschaft. - Son-
iienstenipel iiiul VDE- Zoicheii.
n ..Kliicht vor der
' IIi'liii und Lili.'in
' lleliii i'.t in einem
■ EiliM lieiül ..Wenn
crlreut sich bester
E. Th. l'f.. Q 11 e r f II r t : Iler Eilm ,.Dic t;iiiiacn der Väter' staiumt
aus der l'rodiiktion 1921. Die H.'iupldarstellcr w.iren von Dlcn-
diiclis und lledd;i Beck. — .lawobl, Trude Heslerlierg ist mit Heinrich
.\l.inii verlieiraiel. — Henry .sin.irls neuester Eilm ist ..Der Ciünstling
von .Scbonliriinn' mit l\.in I'ctnivicb in der Titi'lrolle. Sm.irt ist seit
kurzem bei der Spreclibubne, filmt also daher so wenig. — Jacob
Tiedtke ist verbeir:itet.
1* i a 11 i s t i 11 , L 11 d w i g s h a f e n : 'Wilhelni Jüeterii' ist umgezo-
gen. Er wohnt jetzt Berlin-D.iblem. .Scbweinfiirter Str.-illc 2."). .Sie kön-
nen den Künstler riibig um ein Autogr.imin bitten. Er wird Ihnen gewiü
Ihren Wunscli erfiillen. — Levis .Stone hat unseres ^\'is<ens dunkles Haar
lind dunkle .\iigeii. Verbeir:itet. Er sowie (Jreta (Jarbo sprechen ein ge-
brocbenes Di-ntseh. Beiile geben ,\ntogr,iiiime. \\ir \criiiitlcln niclit
rnlerschriflen von Eilmgriitien. die in den U.S.A. wohnen.
(i e r d a T.. N e ii b r a n d e n-
biirg: .Sie liabcn recht. Wil-
belni Dielerle ist umgezogen und
wohnt jetzt Birlin - D.iblem,
.Scliwi'infurter .SIr.iUe i^i. Unse-
res Wissens fiihrtc Dielerle
crstm.ilig Regie in dem Eilm
..D.IS tielieimnis des .Abbe \. "
Die bekanntesten Filme mit Wil-
helm Dielerle sind ..Mutter und
Kind ■. ..Violaiitba', ..Der Pfar-
rer von Kircbfeld ". ..Krau .Sor-
ge"'. ..Dil" Heilige und ihr Xarr",
..t;<'schlecbt in Fesseln", ..Ich
lebe für dich. " — Oskar .M.irion
wnliTit Berlin A\'. Kiirfiirsleii-
il.imm tlü. Der Künstii'r wurde
am t. Febrn.ir in Königsberg
gi'boren. ist gescbiedi'ii. gibt
.\iitograninie. Sein neuester Film
heißt ...Vnfritlir des Blutes". —
'\\;irw ick Ward ist diircb die Els-
tree-Studios. Herlfordsbire - Eng-
land, zu erreichen. Er ist Eiig-
liiiidcr. Ward spielte ii. a. in
..V.iriete ". ..Der weilJe Scheich ",
..F^iii M.-idel und drei Clowns',
..Ihr dunkler I'unkl ". ..Die wun-
derbare Liige der Nina Pelrow-
na". .Sein neuester Film ist
..Die Nacht innb dem Verr.-it "
mit Lya de Piitli und Lars Il.in-
son. — Die ..Illiisirii'rle F'ilni-
woelie" ist nicht mit dein betref-
fenden Verl.ig identisch.
E I i s a b e t b v o in K h ein:
(iiinnar Tidiiaes tritt augenblick-
licli in Norwegen .'im ..Neuen
Theater" .'luf. Seine Adresse ist
Oslo. Nils Juelsgate l.'i. Tolnaes
ist unverheiratet, hat am 7. De-
zemlier Geburtstag, studierte
Jur;i. d.inn Medizin, ging aber
.«ehr b.ild zur Sprechbühne uml
später zum Film. W.igen .sie
nur, den Künstler iitn ein Aulo-
gr.-uniii zn bitten! AVir gl.iiiben
sicher, d.ilJ er Ihren AViiiiscb er-
fiillen wird. Wenn nicbt, so sen-
den Sie uns seine Bildkarte und
einen ititernationalen l'ostschein.
D.inn wollen wir — ausnahms-
«eise! — versneheii, Ihnen das
Autogramm zu besorgen.
R o s in a r i e, R h e i n I ,a n d:
Der Film ,.Der steinerne Reiter"
wurde von F'ritz AVendhaiisen in-
szeniert. Es ist iniiglich, dalJ .Sie
noch eine Beschreibung durch
den ..Illustrierten F'ilmknrier '.
Berlin \V !l, Külhener Straße .'17,
erli.ilteii.
Titelrolle in „Hell in F"rauen.-ee"
se ist Berliii-Wilniersdorf, B.ibels-
durcli die Universal-Studios, Uni-
erreicben. Willy Fritsch weilt in
Joi/l iiilor PriMOs - Slaiili-
saiiizer aiicli f.ihrlnir. Preis
des F.ihrüestclU 7.SO RM.
Heini, aus S r li w o b : Die
spielte Fri'd Doderlein. .'^eine .Vdre-
berger Str.iüe .lo. Ken M.iyn.ird ist
> ersal-lit\ . K.'iliforiiien. U. .s. .\., zu
Dita
1 ISc
Sie
in :l
I'.irlo. M;iri.i I'audicr und C.reta
ty .Amann. Die Kiinstlcriii bat
debiilierte in ...Asphalf". Kleine
'.s \\ liehen gedrebt. Sogen.-iiinH'
eine Drclizcil miu iiirlir .'il> ciMcin
Berlin und wohnt Kaiserd.imm !!.'). Er wurde am 27. J.inu.ir in Katto-
wifz geb.iren. J.i. er besitzt ein .Auto und In-ibt \ iel !<port.
,.E; i c h k ä t z c h e 11 ": Iv.in Petrovicli ist .Sportsm.iiin eoniino il fanf.
sein Liebling
iinverbdit und
Angehiirigeii
richliger
■ Sport ist. Ebenso
iinverbeir.itet. Ja.
■ ind wir aber nicht
Name.
e n b 11 r g : Doiigl.is
illy w ood. K.'ilifornieii.
Namen. F.iirb.inks
geboren. Er ist mit
F.iirbanks h.ii
U.S.A. Er gibt
ist Amerik.iner
M;iry I'ickford
verbcir.ilel und Ii.it einen S..hii Doiigl.is .ins erster Ehe. Doiigl.is F.iir-
banks junior ist ebenfjills heim Film und mit di'in .imerikanischen Film-
sterii Jnaii Craivford .s.eit kiirzeni Mrinählt. Hilclk;irteii von Doiigl.is
EairbanUs erh.'iltm Sie in jeder großen P.ipicrhandliing. Der Kiinstler
ist ungefähr so alt, wie Sie geraten li,'ihen.
Dr. -Arnold F'aiick erreichen .Sie
Berlin SW IH. F'riedrichslraße 22.').
»seiir auch Filme nach fremden
AVir glauben f.ist, d.iß jedi-r Sport
sclnvärnit er für alle Blumen. Er ist
miisik.ilisch ist er auch. Ueber seine
nnlerricblet. Uiisen-s AN'isseii ist d.'is
1"' r i e (I r i e h ('., H a y i ii g o n :
.im boten iliircli die Ilotn-F'ilm .A. ti.,
.■Si"lli-l\ er>landli( Il inszeniert der Reg
M.'inuskripien.
li i s e I a S.. E s s e n : Die Rolle des Ingenieurs in dem Josephine-
Baker-Eilni ..P.ipitoii. die Sirene der Tropen" spielte Pierre B.itscheff.
— .I.iek Trevor gibt .Autogramme. — Jean .Angeln hat die männliiheii
Ilaiiplrollen in den F"ilmen ..fJraf von Monte Christo" und ..F'.ill des
st;i:its.inwalts M." gespielt. — Fred Louis Lereh gibt Autogramme.
Seine A\olinnng befindet sich in der Regensburger Straße 14. Berlin AA'.
II 0 r 111 a n ii R., A ii U 1 a m : Wonii Sie diese Zellen lefcn, ist die
Bildkurie sclmu in Ihren Händen. Ihre neu eingesandte Karte ist an
den betreffenden Kiin>ller weiterKcleiiet. — Hernliard Uuelzlie wohnt in
Wiiltersdiirf-Erkncr bei Herlin. Karlen von dem Künstler erhallen Sie
durch den Verlag ..lllusirierte Filinwoehc", Uerlin SW GS, KoehstraUe G-8.
AuUer in den fcenannten l'ilnien spielte (Joetzke nueh im ,, Indischen (Jrab-
nial', ,,l)r. Jlabuse", ..Das sefährliehe Alter". !>ein neuctcr Film ist
„Die Todesfahrt im Weltrekord'.
Zwei Röschen, Zürich: Willy Fritschs Liehlingsblnmcn sind
Xelken. Die Marke seines Autos kennen wir nicht. Er cibt ,Vulo-
^ramme, elu-iiso llcnny Porten. Henny Porten treibt selbslverständlich in
ihren .MuUestunden auch sehr viel Sport. Sic soll besonders gern Schlitt-
schuh laufen. Sie liebt alle lilumen.
R. K., .? a c o h s h .n sr c n : Max Sclimcling befindet sieh auRenblick-
lich zur Krholnu^ in Sijddenlscliland. — Pat und Patachon haben ihren festen
Wolinsilz in Kiipcnhaticn. Hermann Kohl Ist durch die Luft Ilansa, Berlin-
Tenipelhuf, errcichb.'ir. — (,'onrad Veidt hat seine Wohnung in lierlin
W 11). l.ichlcnstcinallce L'a. Laura la Plante ist durch die l'nivcrsal-
Studios. l iiiversal - City, Kalifornien, l". .S. \.. Kniil .lannings durch die
l'fa. Ucrlin SW Gf, KoehstraUe 0-S, Anuy Ondra durch die Ilom-Film .\.-(;..
Herlin SW lt<, FriedrichstraUe 22b. zu erreichen. Die Genannten geben
AuK.giamnie. ebenso llcnny Porten uml Otto Gebühr.
L e i i> z i g 0 r F i I m f r e n n -
d e : C-irl I.aemnile ist zur Zeit
in London. — Gustav Friihlich
befindet .«ich .■uigenblicUlicli zu
Antii-naufn.ihmcn fiir den Ufa-
Film ,.Dcr unsterbliche Lunii)"
in Licnz in der Steiermark. Die
«eililiche Ilaupidarslellerin ist
Liane Ilaid. Der Film ist ein
'l'onlilni. — lamill.i llorus P.irl-
iicr in dem lU'uen Naiional-Film
...\l.ulonna im Fegefeuer" sind
Victor Varkiuiy, Werner Fuelle-
rer, Fritz Schulz und H.iimoudo
v;in Kiel. — Sie haben recht,
.Max Reinhardt ist wieder in
ISerlin.
F i 1 m t e n f e 1 aus Stutt-
gart: luüc Landgut ist ."> .lahre
alt, ebenso Hobby liurns. — Die
Partnerin von Wladimir G.lida-
row in der ...Vlpcnlragodie"
heiUt illanni Hoess. Der Film
wurde von Robert Land insze-
niert, von der Defu hergestellt
und von der Dcfiiia verliehen.
— ll.irr> l.iedtke hat seine \ ill.-i
in Hcrlin-Grnucwald. Uisniarck-
allce iti. .lawohl. er ist noch
immer mit Chrisl.-i Tordy vcr-
hcir.-itel.
S u s a n n e P., Königs-
b e r g : Hrigilte Helm wohnt
Hcriiu-U.'ihlem, Im Winkel fi.
Sic ist mit Richard Weilibacli
vcrhcir;itct und gibt Auto-
gramme.. — Collccn .Moore ist
ilnrch die First Xalion:il-Siudios,
llnrbauU-Ilollywood, Kalifornien,
l'.S..V., zu erreichen. Sie wurde
am 11*. August in Port llnron.
F.S..\.. geboren, ist mit John
.Mctdrmick verheiratet und gibt
Aiilogianimc. Ihr .Madchennami-
Ist .Murosco. Die (olleen .Moorc-
l'ilnie erscheinen immer im Ver-
leih der Defina-Nalional.
IC r n s t und ^V i 1 1 y , Ber-
lin: .Sie haben recht, man
kann Junior Coglilan als Nach-
folger von Jackie Coognn be-
zeichnen. .Außer in dem ge-
nannten Film sah man Coghlun
kürzlich in dem Rudolf Schild-
kraut-Film ,.Scin llerzensjunge".
Der kleine Künstler ist durch
die Pathi^-Studios. Culver-C'ily,
Kalifornien, U .8. A., zu er-
reichen.
F r i t z n., W i e s b a den:
John (Jilbcrt ist durch die .Mciro-
GoId«yn-.Mayer-Studiüs, Culver-
t'ity, Kalifornien, L'.S..\.. zu er-
reichen. Er gibt Autogramme. —
Sie haben d;is .\lter von Lilian
Ilarvey richtig geschätzt.
F i I m f r e u n d Heinz a u s Ii e i r z i g : Sie haben recht, Wilhelm
Dielerle, l.ien ])eyers und Charlotte Hagenbruch sind bei der Berliner
Premiere ihres Films ..Ich lebe fiir dich" persönlich anwesend gewesen. —
l.ien Dcycrs hat am b. November Geburtstag, ist von Fritz Lang fiir den
Film entdeckt worden, ist eine große Tier- und Hlumenfreundin. Sie und
ebenso Wilhelm Dielcrie lesen ihre Briefe selbst und geben .Autogramme.
— Eine illustrierte Beschreibung von ..Die Heilige und ihr Narr" erhallen
Sie durch den ,,Illuslrierlen Filmkurier". Berlin W », Kölhener Striüe .17.
Jenny J u g o — Enrico B e n f e r - V e r e h r e r i n Grefe V ..
Elberfeld: Hans Ad:ilbert von Sehlctlow ist mit einer friiheren
Schauspielerin verheiratet. — Die zweite weibliche Hau|itrnlle in di'in
(ircenbaum-Film „Der Günstling von Sehönbrunn-' spielt die Russin Vera
.Malinowskaja. — Die beiden Filmstars sind seit zirka einem Jahr ver-
heir.-itet. — Jenny Jogos richtiger Name ist Jennv Walter. Die Künst-
lerin wohnt in Berlin W. Kaiserdamm ;'9. Enrico Benfers .Name ist unse-
res Wissens ,.eeht'-. AVir haben Ihre Grüße bestellt. Sic haben das
Alter der Künstler ziemlich richtig gesehiilzt. Jennv Jugo und Enrico
Benter geben Autogramme. — Der nächste Ivan Petrov ich-Filin heißt ..Es
gibt eine Frau, die dich niemals vergißt". Er ist ein Tonfilm. Die Tifl
der beiden anderen Petrnvich-Filme stehen im Augenblick noch nicht fest.
Lilo: l'.-iul Il.irlmann. fliristi:in Biimmerstedt. Ernst Deutsch und
Hans Brausewetirr filmen jetzt seltener. Sie sind vor allein bei der
Spreclibiibne tätig, — Paul Richters neue Filme sind ..Die Frau im
lalar" und ,, Sensation im Wintergarten". — Inge Landgut ist erst fünf
.lalire ;ili, d.i wird es wohl schwer sein, ein Autogramm
kommen, Ihre Bildwiinsclie sind vorgemerkt.
E. P,, A 1 t o n .1 : Die Bildkarte mit dem Aulogrami
Dielerle ist Ihnen inzwischen zugegangen. Leider können wir Ihnen nicht
s.igen. wie all der Künstler ist. Wir halten es für indiskret unsere Star»
nach dem Alter nusziifraiten. Ja, Dlcterle treibt viel und gern Sport
M. A., R ö d e I li e i m
ohne Namen" (Peter VoU)
Sie haben recht, die
spielte Harry Licdlke.
Titelrolle i
— Werner
n ..Mann
l'illschau
Auloiinfall ums Lebi-n. Xlci
.Die Kaiserjäger •. ..Die
...SiraÜcnbckannischaflen ',
.Vußcnaufn.'ihmen zu dem
Gwen Le eerhiell von ihren japanischen Verehrerinnen ein echt japa-
nisches Kostüm, das ihr durch Miss Tornuzuka, eine bekannte Mode-
schriftstellerin, überreicht wurde Phot. M -G -M
k.im im Oktober vorigen Jahres durch e
Künstler spielte u. a. in ,,Die Eiserne Brauf
Wiskottens", ..Erinnerungen einer Nonne",
..Der erste Kuß".
Gerhard Sc h., P I a t t e n t .a I : Die
Luci.ino .Mbcrtini-Film ,, Tempo — Tempo" fanden in der Umgebung von
Berlin statt. — Eddie Polo ist fleißig bei der .Arbeit. — Die bekannicsten
ll.irry I'iel-Filine sind u. a.: ,, Panik", „Seine stärkste Waffe", ,,Manii
gegen Mann", „Männer ohne Beruf".
Adalbert J., Bremen: Leider können wir Ihnen auch keine
Ratschläge geben, wie Sie am besten zum Film kommen können. Auch
ein erfolgri-icher Film.'iutor oder Regisseur zu werden, ist unendlich
schwer. Um vor Enttäuschungen zu bewahren. r;ilen wir jedem ab, die
Filmk.irricre einzuschlagen. .Mit dem Ansarbeiien des Drehliiiches werden
nur Fachleute betraut. — Dr. Johannes Guter wohnt Potsdam, Auf dem
Kiewilt 12.
Mimi aus München: Der Iw;in Pelrovieh-Film ,,Der Günslling
von Sehönbrunn" wird voraussielillich noch in dieser Spielzeit erscheinen,
W.inn der Künstler einmal .Miinehen besucht, wissen wir lei Icr au>-li
nicht. — Harry Liedtke ist schon längst wieder ge^und und munter. Er
aibeitet jetzt an dem Aafa-Filni ,,Die Konkurrenz platzt".
A 1 f 0 n s S., Elberfeld:
Ma.x Maek wohnt Bcrlin-Wil-
mersdiirf. Konstanzer .Straße 11.
Helge A., Lichter-
t e 1 d e : Ina von Eiben und
Rolant Varno sind .am besten
durch die Slraiiss-Film. Berlin
SW 18, Friedriclistraßc 2.'!. zu
erreichen. Es ist nicht aiisge-
sclilüsscn. d.iU CS in verschiede-
nen groUeii l'api( rliaiidliingen
schon I'osikarten von ihnen gibt,
— Richard Tauber li;it seine
Woliniing in Berlin-Scliöneiieri;.
lnnsbriickcrS;r.iUei8, — Uhrisi.i
Tordy filmt vorläufig nicht.
1' e t r 11 v i c li -V e r e h r e r i n
M a r i a n i t :i A., D r e s d e n ;
.Altred .\bel wohnt Berlin-Il.ilen-
sce. Kiirliirstctidamm 70, Nein,
er wild nicht nur Regie führen,
sondt rn Jiucli weiter selbst fil-
men, ."sein nächster Film ist
..(iiflgas". AVenn diese Zeilen
erscheinen, tritt der Künstler in
Berlin am Königgrälzer-Tlieatcr
mit Friizi M.iss:uy auf. — Fred
Lmiis I.erch wohnt Berlin W,
Regensburger Straße II. Dina
i;ralla Berlin-Steglitz, Opitz-
straße ?. Dina (ir;uias iiems;i i
Film heißt ..AVer wird denn wrj-
nen. wenn man auseinander-
geht". Er ist ein Tonfilm,
Tonfilme der Ufa sind u. a.
,.Die letzte Kom;;ignic" mit t'on-
rad A'eidt und ..Der unsterbliche
Liinii)" mit Li:iue Haiil und
Gusl;iv Fröhlich in den >Iaupt-
roileii. — .\lle Filmstar« gilben
.\utogr.imme. — Ihie Bildwiinsclie
sind vorgemerkt. — M.irccline
Day ist unseres AA'issens noch
ledig. — Die .Aiiresse der Green-
baum ist Berlin NAA' 7. Priiiz-
l.ouis-Fcrdin;iniI-Straße 1, Ecke
Dorotlieeiistraße.
X Y Z. B e r 1 i n: Licn Deyers
ist Holländerin, in .Viuricrdun
geboren, Sie trügt ihren richti-
gen Namen. Er wird ..Deiers "
ausgesprochen. Fragen über die
Konfession unserer St;irs beani-
worten wir grundsätzlich nicht
Ja. ..Spione" war ihr erster
Film. Sic wird noch häufig mii
Wilhelm Dieterle ziisanimen
spielen. Lieii Devers i-i eine
große Blumen- und Tierfreundin.
ebenso Dielerle. Der Küiisllei
kam von der Spreehbüline zum
Film. Er wurde in Ludwigs
hafen geboren.
C 1 ä r e C, Neukölln: Ige
Syms neue Adresse ist Berlin-
.Schöiiebcrg. Innsbrneker Str. IG
neuer Film mit Elisabeth Bcrgiicr
nächste Emil Jaiinings-Film Iieißi
P.irtr.er in ...A womau of affairs"
John Gilbert. AA'ann ..Eifersuchf
..Wenn du einmal dein Herz ver-
lud fast fertiggestellt. — A'on dem
Ihre Grüße an Lilian Harvey
von ihr zu be-
AVilhelm
Vineenzo K., Berlin: Ein
ist noch nicht .■ingekiindigt. — Der
..Professor Unrath". — Grel.i (i.irbos
(..Eine Frau mit A'crgaiigenheit") ist
erscheint, steht noch nicht fest. —
schenkst" und ..Der Bund der Drei" .'
betreffenden Liede gibt es keine Noten,
und Brigitte Helm sind ausgerichtet.
Mary M c II a 1 I , .M a r i e n d o r f : Paul Richter spielte u. a.
in ..Das indische Grabmal", ..Der Henker von St. Marien". „Dr. Mahuse ",
..Die Nibelungen" (Siegfried). ..Pletro. der Korsar", ,.Dagfin" ..Schwe-
ster Veronika". ..Schneescliuhbanditen". Seine neuen Filme sind ,.Die
Frau im Talar" und ..Sensation im AVinlergarten". Richter ist mit And
Egede Nissen verheiratet. D.is .Alter der Kiinstler veröffentlichen wir
nicht, — John Barrymore ist mit Dolores Costello vermählt. In ..Don
Juan" war Dolores Costello die Partnerin von Barrymore. — Der Oster-
mayr-Film ..St. Helena" wird voraussichtlich noch in dieser Spielzeit
herauskommen. — Ein neuer indischer Film mit Secta Dcvi und Cham
Roy ist bis jetzt noch nicht angekiindigt.
Emil \ .. Berlin: Eva von Herne gibt Autogramme und wohnt
Berlin-Grunewald. Jlubcrtusallee 13. — AVenn Sie zum Film wollen, so
ist es am zweckmäßigsten. .Sie setzen sich mit den Filmgesellschaften
unmittelbar in A'erbindung. Wir geben Ihnen einige Adressen: Ufa, Berlin
SW GH, KoehstraUe fi— 8. National. Berlin SW 48. Friedrichstraße 10. Terra,
Berlin SW 68. Kochstraße 7.1. Deulsehe Universal, Berlin AV 8, Maiier-
str.iße 8L\ Aafa. Berlin SW 48, Friedrichstraße 22.1, Eiehberg-Film. Berlin
SW 48. P'riedrichstraße 171.
D i t a und I, o t t y . S e h ö n e b e r g : Jawohl. Henry Stuart wohni
noch immer Berlin AV, Pussaucr Straße 17. Er gibt Autogramme. AVir
werden Ihn erinnern.
Von A 1 f r e d Kell
Städtefilme und Landschaftsfilme hat es gegeben, seitdem
die Hand des Menschen die Kurbel drehen gelernt hat.
Wir alle erinnern uns dieser Postkartenalbums, die
wir in den Theatern als Beiprogramm sahen, und wir alle
haben uns schon dabei gelangweilt. Da zogen aufgereiht
vorbei — es war fast, als ob alle diese Filme nach gleichem
Muster gedreht seien — ,,Die 1115 erbaute Marienkirche",
,,Der Bahnhof", „Der Marktplatz von Ixebüttel", ,, Denkmal
Friedrichs des Kurzatmigen", ,,Ypsilonstett, das mecklen-
burgische Davos", — alle, alle kamen sie wieder, mit un-
heimlicher Sicherheit, in jedem dieser Filme,
kann. — Noch immer tötet der Buchstabe, und Worte
bleiben immer gefrorene Gedanken. Und es ist so viel in
der Welt, das nicht durch Worte oder tote Bilder fest-
gehalten werden kann.
Noch gibt es Gegenden in unserem Vatcrlande, in denen
die Trachten des Volkes noch nicht verstaubt in den
Truhen liegen oder als Paradestücke in den Schränken
von Maskenverleihern stehen. Noch werden sie da und
dort im Alltag getragen oder wenigstens an den Sonn-
tagen oder bei den Festen, den , .hohen Zeiten" des
Lebens, angelegt. Als Feier!
Links: Jun^c Fischer-
frau auf Möncfjgut
*
Rechts: „Er" hatte
sie im kleinen Boots-
hafen erwartet
*
Unten : Vor ' dem
Kirchgang
l>ii' Aiiinahmrn wurden für
dfn film „l'us I arid am
Mfer" auf Mönch-iiil auf-
genommen Plwt. L ja
Aber mit der eilenden Zeit
schreitet alles vorwärts.
Auch der Film.
Und der moderne Landschafts-
film ist nicht mehr eine Zwiebcl-
reihe mehr oder weniger guter
Photographien, die eine künstliche
Belebung durch vorübergehende,
befreundete Landeseinwohner er-
hielten, die meist freundlich nach
dem Kurbelkasten sahen und
winkten. Verschwunden — Gott
sei Dank! — ist auch die Land-
schaft, in der, um zu zeigen, daß
,,es" kein ,, Standphoto" sei, ein
Baum mit seinen Zweigen in zit-
ternde Bewegung geriet, im rich-
tigen Moment durch die geschickte
Hand des Aufnahmeleiters zum
,, Bäumlein, schüttle dich" gemacht.
Der moderne Landschaftsfilm ist ein Kulturfilm, der
Landschaftsfilm ist zum Heimatfilra geworden.
Immer weitere Kreise wenden sich diesen werbenden
Kulturfilmen zu, die für die Städte und Länder Dokumente
sind, die Land und Volk vor das Auge bringen, wie es ist,
die in lebendigen Bildern das Werden des Landes und die
Arbeit des Menschen zeigen, die alte — im Verschwinden
begriffene — Gebräuche festhalten, wie es kein Buch
Es ist ein besonderes, gutes
Zeichen unüberwindlicher Volks-
kraft, wenn sich solche Trachten
erhalten haben.
Für den Regisseur eines Hei-
matfilmes ist es immer eine helle
Freude, wenn er auf solches
,, Trachtenland" stößt.
Für einen großen Film der Wer-
befilm-Abteilung der Ufa für die
Provinz Pommern, der jetzt seiner
Vollendung entgegengeht, waren
Ausflüge ins Trachtenland möglich.
Auf Mönchgut halten die ajten
Seebären wie die jungen fest an
ihrer seltsamen Kleidung.
Kommt einmal der Tag, an
dem die alles verwischende Zeit
auch hier das Wort lebendig
werden läßt, mit dem jedes
schöne Märchen schließt; ,,Es war einmal . . .", dann
werden in späten Zeiten noch diese lebendigen Erinnerun-
gen an das, was einst war, wie ein leuchtendes Fanal hin-
überstrahlen in ein neues, kaltes, nüchternes, ,, modernes"
Zeitalter.
Und diese Erinnerungen wachzuhalten und zu pflegen,
gehört mit zu dem ureigenen Arbeitsgebiet der Werbefilm-
Abteilung der Ufa.
1" 1 I in f r V II II d 1 u O c r (1 a a ii s I. e i j) /. i ;; : Jii üi'in WilUolui Die-
Icrli'-rilm ,.i):ib SvIj« eigen im Walde' siiielt iiiclil l.ien Devers die weili-
liilii- llaiijiirolle. Dielerle* l'ailiieriiiiieii »iiid Hiiia Mai>a, retla l'rederic
und (irelliel Jteriidl. X>er ^iliii .,lrli teljc liir dieli" wurde ziiiu Teil in
Si. .Miiiit/. aiitüeiuiiiiineii. >^eiii, einen lioiuaii vun diesem l'ilm (jilit e.>
Uli hl. Ks i>l iiioglieb, dali J>ien l>e\ei> ein Aulo besiUl. — Kixaiifliili-
riiiii; niid IraiiÜiiTiruiiK' i>t da.s>ellie.
!•' 1 1 III - K II t li a II s J) 11 > s 0 I d II r f : l\aii l'elruvieli Im iiuverbei-
»atel. Er isl niiKelalir .-ti all, «le .Sie Ke'"*'''alzl haben. Ja, er treibt
viel Simrl, reitet, Mln\ iiiiiiil, .uilelt, bii.\i, lauft :Slii und .spielt Tennis.
Im ,,tiiin»Ilin^ M)ii 5>eliuubriinir' ist j.il J).if;o\er seine l'arlneriii. l'etru-
\ ieh f;ilil AiiKigr.nunu'. Ihre (iniUe haben «ir ihm ,iu>;;erieluel. Wann
der Kiin>ller iiaeli Jlii.-.'.eiilurI' Kuiiiiul, küniien wir Ihnen leider nielit
sa;(eii. VuvIaiMi^ siehiT iiirht. denn er wird bald mit den Anrnalimeii
zu .-einem neuen loiililiii ..Es nibl eine l-r.iii, die dieh iiieni.ils versiüt",
lieniiineii.
\\ e r 11 e r F Heilerer — -M .i .\ Hans e n - \' c r c li r e r i n
li e a ( e •■>.. A n k -■* '' n r g : Wi-iner liiellerers l'arHierinnen in ...Mornen-
rule' «.in'ii Klua Itnnk und lli'lj^.i Thiim.-is. — .Max llansiMi «(diiil Jier-
Iiii-Wiliiiersdorf, Krandenhiirui-ehe .Sir.ilie i'.i. Er liai am J.1. l)e/.emlii'r
(ielinrlNla^', gibt Auiu^r.imme und i.-t nnvi'rheiralel. Der neiie-sle Diiia
Iji.illa - i- Ihn lieilit ..Wer wird denn «einen, «eiui uiaii auscin.inder-
Kehf. Ihr l'artner i.-l ll.irr.v Halm. — J.j a ilara i.-l nueli immer m
Amerika.
Drei N i' u ^ i e r i j; e .in- S I ii t t ;;■ .i r t : Sie künneii deiit-eh an
K.'iniiMi Nov.irm .-ihreibrii. Er « ird Sie bestimmt Ner.-tehen. .I.i. fuaen
Sie einen iniern.iiioiialeii l'ii.-i-eliein bei. .N.ieli .StiiitKart kiunml der
Kiiiisiler Vürlaiiti;; nubl. ..Saiiü der .Siidsee" niiil ,.!• liegende i-'liilH'"
sind in Herliii imi li iiielil ge/.eigt \Mirden. In ,,1'flielit uiui l.iebe' war
.ioaii (r.iHlmd .■-eine l'artnerin. l>er .iiidere i'ilm im uns .ils .NuN.irru-
lilm nielit bekannt. .Sollten Sie sieh nielit irrenV Wir neiinrii Ihnen
iioeh einige l>aniuii Xuv.irrn-Eilme: .,\\ Cibstentel ", ..\ erleiinuluiig',
..Heil Ali ■, ,.Uen lliif, ,,Fiirst der Abenteurer'. .,Die Dame hinierm
\ iirh.ing". tl.i, er ii;it seine N illa In lle\erl.v - Hills. Ji.imon .Nnv.irro
ist ii.issiiiiiierter S|ii>rtsmaiin und ungeliilir su alt, wie Sie ged.ieht h.ihen.
\\ ie\ iel er wiegt, koiuieii wir lliiieii .aber heim besten A\ illeii nielit ver-
raten. — .\1 .Polson ist dureh die Warner lirnlhers - Sindiiis, :j(-4l', Siiiiset
lionle\ ;ird, HoIIn wund, h.ililurnieii, l ..s..\., zu erreielieii. Der Kiilistier
ist mit Hiiby Kecler \ erheinitet und hat keine Kinder. — Der kleine
Havid l.ee — Sniiiiy JJny — ist fiiiif .J.ilire alt.
1* n t h y r., C I e V e : Cinst.iv l'riihlieh vvnlint Bln.-S|e{;litz, Orleaus-
.S|r;iUe 1, und wurde am 21. .März in lliinimver gehnreii. Sein neuester
l'ilm lieiUt ..Hochverrat'. Jlady l'hrislians h.it ilirc W'ohniing in üerliii-
( harkitlenhiirg. Hismarekstralic 67. Sic wurde :iiii lU. .I.iuuar in \Vieii
geboren. Augenblickliih arbeitet sie an einem Tonl'ilin .,Xur dieh liah'
ich geliebt '. — Willy l'ritselis Adresse ist Herlin AV. Kaiserdainm !)ö.
l'ritseh erbliekte .im 1'7. .I.inii.ir in Katto.viiz d.is l.ielit der Welt. .Sein
nruofter l'ilm ist ...Melodie der W Clf. — Dita l'arlo wohnt Ucrlin W".
.Molz-tralie s7. .Sie hat .iiii It. SeiitembiT Cebiirlstag und wurde in Stetliii
gi'bori'ii. .M.irliii ller/.berg wurde :iiii .'>. .laniiar in Herliii geboreii. Seine
Adn-.-se ist Herlin SC) i(l, W.iMeiuar>lr;ilte (i.'i.i. .Sein neuester Kiliii heilJt
..Die H.ilbw iielisigen". — ll.irry ll.iliii ist mit einer .Nielit-.Seli.iiispieleriii
\ erlieir.ilet. l'.r wurde .im 17. .I.inu.ir in Herliii gelioren und li.it seine
Wohnung In Herlin-Halensee, (iecM'osIr.iUe Ü7. — Diiia (irallas neuester
l'ilm lieilJt ,.W er wird denn weinen, wenn man ;iiisein,iiiderKeht" mir
ll.nry ll.ilm .ils r.irlner. Sie wurde am lö. .I.'iiiii.'ir in AV.irsehaii gehoreii
und wcihnt rterlin-Steglit/.. Opitzsir.il'e .>«. — Hrigitte Helm wohnt Herliii-
D.ilileni. Im Winkel .'). ist mit lüehard W'eiljb.ieli verheiratet und wurde
.1111 17. .Miirz in Herliii geboren. — Sie bel.-iviigen uns mit Ihren I'r.igen
durehaus nicht. Nur bitten wir, nielit — s.igeii wir iii.il — mehr .ils 20
l-'r.igen auf einmal zu stellen. Die anderi'H I'r.igen alMi bitte ein
andermal.
Will y I' r i I - e h - \' e r e li r e r i n . II .i r t h a : \\'ir h.iheii Fred
1. Ollis 1. ereil .'in die fälligen Aulograninie erinnert. — Enrico Henfer ist
am besten durch die rf.i. Hi-rlin SW tis. Koehstr.ilJe fi-8, zu erreiehen. —
Kolf von (ioth wohnt Herlin SW 11. llallesehes l'fer 'ri. bei r.iher. —
Die hek.inntesleii l'iimo mit Willy Eritseh sind ..Kin W':ilz<'rtr.iiim ", ..Der
T;iiiz-nident". ..Die keuselu' .Siis.iniu'''. „Ihr dunkler l'uiikt", ..Spione",
..I'ng.irisclie Hh.ipsodic", seine neuesten J'ilnio: ,.Die Eraii im Mond"
und ..Melodie des Herzens".
., S e a m p o 1 o ": X,'ilieres über den betreffenden Kiinstler erfahren
.Sie sieher durch das Berliner The.itcr. — Angelo Ferraris neuester Film
i-l „Der .Mann, den niemand sah ". Er spielt liier eine gröUere Kollc.
— l'eter l.eska wohnt Derliii-Zehleiidorf-W est, tieorgeiistralie H. Kr
ist Wiener und mit einer Nieht-Sehan.-pielcrin veriieiralet. — (Jreta
(J.irbos l'artner in ,.\ vv<iiiiau (if affairs" sind .lohn Cülbert. Lewis
.siuiie und Douglas F.iirbaiiks jr. — llimaiisii K.ii wohnte unseres
Wissens wahrend seine- Jierliner .^iifeuthalti's im Espl.an.ide-Ilotel.
— .Agnes Str.iiih wiilint Herlin-Urunev\ald, Trabeiier straUe 1.'). — .lohn
tiilberts Hiirteheii ist ,,eeht ". — Jn seinem Tonfilm ..Der Wider-
spenstigen Ziilimniig" spii'lt Doujjlas F;iirhaiiks zum er.-tenm.il mit Mary
l'iekford, seiner (l.ittin. Es ist nicht aiisgeselilosseii, dali wir diesen
Film in Deutschland bald zu sehen bekommen. — Conrad Xagel wurde
in Keoknk, F. S. A.. geboren.
F 1 I m freu ii d i ii a n s E s s r ii : Krigitie Helm gibt .Viilograinnie.
— I.iane Haid ist mit l{,'iron llay iiierle vertieirjilet. ,1a, sie h.it tizi;in-
roies H.iar. .\ueh sie gibt .\utograiiinie. — Fee M.ilten h.it unseres
Wissen.-, seit kurzem einen liiibikopf. — Betty .\manns Adresse i>t
Merlin W . Kurfiirslcnd.inim 12. Sie ist ledig. — .\l .lid.-oii spii-lte noch
im ...l.izzs.inger '. .Sein miehsler Film lieilJt ..l.illle l'al" (..Sein kleiner
Kamer.id").
F i I m r a t t e a n s K .i t h e n o w : DalJ Liliaii Harvey — die .Mutter
von (h.irlie (h.-iplin — o tioti! — sein soll, gl.uibeii Sie doch v\olil selbst
nielit! i)as war in der /.i'iliiiig ii.inirlich ein .\prilseln rz. — Der !>■'-
tieffeiide Film mit W l.iilinur (iaid.irow und Lucy Doraine hieß ...\lpeii-
ti.vgiidie". Igo .Sym jM dureh die Lfa. Herlin SW fi.s. KoehsiralJe (i — s,
Laura la l'l.iute durch die l.nivers.il-Siudios. Fiiiversal-('it.\ . Kalifornien.
l'.S..V., \i\iaii (iibson durch die .\af.i. Herlin .SW W. Friedriehsir.ilje 22r>,
zu erreiehen. Evel.vn Holt h.it ihre Wohiiiiiig in Herlin-t'li.irlollenburg.
S.liillerstraUe 121. Olg.i Tseheehow.i Bc-rlin .MI 2:i. Klopslockstraße 2ii.
\eiii:i Desni Berlin W, l'.iiilsborni r Str.-ilJe :!. Wl.'idimir (i.iidarow »oliiil
Herlin-Halensee. .lo.ieliini-Fri<'drieli-Sir.ilJe .'i.'i. — .\ndre .Matloni trügt iin-
-ere- W i>sens seinen riebligen X.imeii.
K o n r a d li., Breslau: Olg.i Tsclieehowa gibt .Autogramme.
AV.igen Sie es nur. die Kiin-tlerin noch einmal darum zu bitten. — .Vgiies
E-terh.izy wohnt Berlin-W istend. K.ii>erd.inini in. .Mi.i l'.iiik.iu Beriiii-Xeii-
tenipelhof. Biirglicrri'n>traCi> in. l'ol.i Negri ist dureh die Elsiree-Siudios.
Ilcrsford-hire. England, zu erreieln-n. ,\niia .May Wong befindet sich jci/t
wieder in Berlin. Sii' ist :ini besloii dincli Eicliberg-Film, Herlin sW 4^.
Fl iedricli-lraUe 171. erreielihar. .Sie können .in l'ol.i Xegri und Anna May
Wong ruhig deutsch schreiben. — Wir Iiabc;i die Filmstars erinnert.
F r s e I . Otto li e b ii li r - V e r e h r e r i n : .Soviel w ir wi-seii, war
titio liebiihr friiher mit einer Schauspielerin verheiratet. — Ihre Bild-
wiinsehe sind vorgemerkt und sollen in .ibselibarer Zeit erfüllt werden.
Erna .M. .ins Leipzig: Vivi.in Uibsoii ist .im besten durch die
Aafa. Berlin SW is. Friedrichsir.iUe 22;t. zu erreichen. Sie wurde .im
M. Mai in Li\erpool, England, gehoreii und ist geschieden. Sie li.ii eine
Tochter .\iigel.i. D.is .\lter iler Filmst.irs geben wir griiml-.ilzlieh nicht au.
Friede! IL. Iserlohn: I'red Louis l.ercli ist iiiclit .Maler gi--
wesen. bevor er zum Film k.Min. — Iler groCle j.ipaiiische Filmkiiiisller
lieilJt Sessiie H.i\ .ikavx.i. Einige Filme mit ilini sind friiher in Deiitschl.iiid
erschienen. .l.iv\ohl. es kommen .iiicli deui-die Filme n;ich lliiiia und
.laii.'in. — Fast zu jedem grollen deiiisclieii und aiisl.-indischen Film gibt
es einen ..Illiistrnrten Filmknrier ". — Die grolJte Filiml.irsielleriii der \\ eil
lioiiiieii wir IliiH'ii nicht angeben: denn eine nennen, liielje .indere znriiek-
si'tzen. Wir h.ilien einige g.iiiz st.irke Küniierinni'ii. die \Veltriir geiiieUeii.
— liiistav Fridilichs neuester Film ist ..Der un.-terbliclie Lump ". — .Si«^
haben recht. Li! D.i.i;o\er w.ir vor einiger Zi'it in .\nicrik:i, .\lier sie liat
dort nicht gefilmt. Zu den er-teii grolJen Filmerfolgen l.il Dagovers ge-
biireii: ..Der miide Tod'. .. Tieflaiu! ". ..T.irtiitfi ". ..Der Demniige und die
SängiTin", ..Da- K.ibinelt des Dr. l':igli:iri ", ,.Lieb.' macht bliml ". In der
..l'lirunik von Crieslinns " war nielit. wie .sie schrieben. I'aiil I'ichter der
l'.irtner der Kün-tlerin. sondern I'.iiil llartm.inn. l':inl IJieliier ist nielit
mit Ellen Kicbler verwandt. — D.is .\Iter der betreffenden FilinsleniR
li.'iben Sie iingcfiihr riclilig geseh.-ilzt.
V. B., (' ö p e n i e k : .\l .loNoii ist durch die AV.irner Hrothers-Sludios.
."iSPJ. Suiiset Boulevard. IIoll>v\ood. Kalifornien. F..s:..\.. zu eireielien. Er
ist Hiisse. wurde als .Solin eines K.intors in St. I'elersbiirg geboren. .lolsO'i
ist mit l'iiby Kecler verheir.ilet und gibt .\ntogr;iiiiiiie. Seine bek.'iiiiitesleii
Filme sind ..Der .I.izz-iinger " iiinl ..Der singende X.irr ". Sfin iieue-ter
Film heißt ..Litlle l'al ".
Film^
und Bühnentalente fördert
Manuskripte verwertet
Dramatisches Institut, Berlin, Speyerer Str. 21
Wie komme ich zum J> JL JLy L K • Schreiben Sie sofort an
flin-VERLAG HENNIG, BERLIN-GRUNEWALD, Fitl 22
Die wirksamen Hauptbestandteile von „Ohnaa" werden Jetzt nach einer Methode, -neluhe durch das
Deutsche Reichspatent
NO. 471793
Rpschützt ist, hergestellt! Alles Nähcrc bitten wir aus unserer unten anfjeccbenen Liter.ifnr zn ersehen. Wenn flberh.iupt
noch eine Verliesserung unseres seit Jahren bewahrten ..Okaaa" möglich war, so ist dies jetzt endlich diiroli diese
Methode, welche in laiigjähiiirer Arbeit von einem deutscbaa Arzt entdeckt wurde, gelungen. Es durfte dadurch uOkusa"
wirklich das unübertroffene Priiparat sein.
Ein Geheimnis? M 3 H 11 6 T ■
Neue KrafftI
i,OkaSB** (nach Qeheimrat Dr. med. Labusen).
Das nnOberlroffene uochwertige Sexual -Kräftigungsmittel (sexuelle Neurasthenie). Kein
Hei/niittel, für das gesamte Nervensystem überaus wohltuend. Feberrasehende Wirkung!
Kotnriell beglaubigte Anerkennungen von zahlreichen Aerzten und lausende Dankschreiben
dankbarer Verbraucher beweisen die einzig dastehende Wirkung! Trotzdem gibt es noch
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Einmalige Ausgabe — Jahreianger Oebraucli!
von Ihm
Eine Probe Lebensdeutung
frei für Leser dieses Blattes.
Der wohlbekannte Astrologe Prof.
Roxroy hat sich wieder entschlos-
sen, für die Bewohner dieses Lan-
des ganz kostenfreie Probe-Horo-
skope ihres Lebens auszuarbeiten.
Prof. Roxroys Ruhm ist so weit
verbreitet, dalJ er wohl kaum mehr
einer Einführung durch uns bedarf.
Seine Fähigkeit, das Leben anderer
zu deuten, einerlei wie weit entfernt sie auch
wohnen mögen, soll an das Wunderbare grenzen.
Selbst Astrologen von verschiedenen Nationalitäten und
Ansehen in der ganzen Welt sehen in ihm ihren Meisler
und folgen in seinen Fußtapfen. Er zählt Ihre Fähigkeiten
auf, sagt Ihnen, wie und wo Sie Erfolge haben können, und
erwähnt die günstigen und ungünstigen Epochen Ihres Lebens.
Seine Beschreibung vergangener, gegenwärtiger und zu-
künftiger Ereignisse wird Sie in Staunen versetzen und
Ihnen helfen.
Herr Paul Stahmann, ein erfahrener Astrologe, Obcr-
r<üewiadom, sagt:
,,Die Horoskope, die Herr Prof. Roxroy für mich aufge-
stellt hat, sind ganz der Wahrheil entsprechend. Sie sind
ein sehr gründliches, wohlgelungenes Stück Arbeit. Da
ich selbst Astrologe bin, habe ich seine planetarischen Be-
rechnungen und Angaben genau untersucht und gefunden,
daß seine Arbeit in allen Einzelheilen perfekt, er selbst
in dieser Wissenschaft durchaus bewandert ist."
Wenn Sie von dieser Sonderofferte Gebrauch machen und
eine Leseprobe erhalten wollen, senden Sie einfach Ihren
vollen Namen und genaue Adresse ein, nebst Tag, Monat,
Jahr und Ort Ihrer Geburt (alles deutlich geschrieben) so-
wie Angabe, ob Herr, Frau oder Fräulein, und nennen Sie
den Namen dieser Zeitung. Geld ist nicht notwendig. Sie
können aber, wenn Sie wollen, 50 Pf. in Briefmarken Ihres
Landes (keine Geldmünzen einschließen) mitsenden zur Be-
streitung des Portos und der Schreibgebühren. Adressieren
Sic Ihren Brief an Prof. Roxroy, Dept. 8298 F., Emma-
straat 42. Den Haag (Holland). Briefporto 25 Pf,
PICKEL, MITESSER
Solioiilu'it beiloiitfl (;iiick. Krf.il- >iiicl l.i.ln'.
I in :ill illosc ."SiOf^o des I.cIiptis bringt 8ii' Ihr
luirt'iiUT 'ri'int, iliT Sic so entstellt und iiii-
scliöii iii.iclit — ilcr .Sie ulistoUt. Stlioiilnit
ulTiiot iilU" rforti-n des Lebens. Deshalb \tr-
"emlen .Sie sofort meine Seli.-ilkiir ,,No\o-
cernia". Sclmn naili der ersten .\nwend. ln'-
;;iMnl die Keininunt,' Ihrerli.iiit. nml Si,- selluT
uerdeM mit Ihrer neuen, ver.iiin^ten tJesichls-
haiit ein nener, holTniin^sreieher Meiisrh.
l'Kkel, .Mitesser. ll.iut^rielJ. welk «erdende.
Kr;ine. f.-ihle nnd undipori^re llant heselti;;t
nieini' Seii.ilknr samt ilenF.nlslelMin;;snrs:iihen.
rnmerklieli liir ilie l'nii^ebnni;'. (dme lieriifs-
stunintj. Garantiert unsehiidlieh. l'ri'is M.9.75.
Schöne Augen
.\-iat. -Vnni'iihr.'inensatt stärkt
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1
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Fanzelpteis 40 ri. lur das lleii Bezuubpreis durch die Post monatl. 1.75 .M. V e r 1 a j; : lllustrierle Filmwoche ü. m. b. H. Berhn S\V 68. Kochsli.iße 6— S S c h r i ( l 1 e i l u n i;
A. Rosenthal — Aros, Berlin. Für die Kedaklion und Herausjjabc in üestcrrcich verantwortl. Robert Mohr, Wien 1, UorntJasse 4. V erantwortl. lur Anzeigen \X ilhelin hchaeler,
Charloltunburii. A nz ei(J en vcr w al tu nfi Univcrbum-Film .A.-G., Abt. Ufa-Werbefilm, Berlin SW68, Kochstr. 6 8. Kupierticidruck: August Schert G.m.b.H., Berlin SW 68
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spielen sich fast täglidi bedeutsaineEr-
eignisse ab. Zeitung u.Wodiensdiau
übermitteln sie der Allgemeinheit in
Wort und Bild. - Wie Sie nicht
einen Tag ohne Zeitung sein möchten,
ebenso erwarten Sie, in jedem Kino-
programm die Wodiensdiau zu
sehen. - Schnelligkeit und Zuverläs-
sigkeit im Nadirichtendienst, aktuell-
ste Bildberidhterstattung gewähr-
leisten che Wodiensdiauen der Ufa:
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in \ orbiiiclun},' mit den» ^^c'ltlmlspann^•lull'n
IS'adiriditcnclii'nst der NU'(r(>-(7oldw\ n-Ma\er
Deulig-Woche
in \ erbindiinp mit den
Nadiriduendienst <K'i
Opel-Woche
in \ erbindiinp mit dem m elf umspannenden
Nadiriditendienst <lef Paranioiint - NeM».
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NUMMER 42 / BERLIN, 20. OKTOBER 1929 / PREIS 40 PFENNIG
i'hol. Lang-Film dtr Vja
^erda \l f Laurus dte „(ztn
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UFÄ-PAIASTamZOO
n 1 j: w c) c im \ s c ii r i r r n i; h i i l m r h i i \ d e
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Fritz Lan^ spieli Gerda Naurus und Gusil S ia rk-Gs i e i ie n ba u r
eine Szene „Frau im Mond" vor Phoi. Langfum der uja
''' "^:mif
Mich haben immer technische Probleme und
astronomische Theorien interessiert. So
hörte ich auch einmal von einer Ver-
mutung, die wissenschaftlich allerdings noch nicht
erforscht ist, die aber immerhin interessant klingt
und berichtet, daß vor vielen Jahrtausenden eine
interplanetare Invasion vom Mars auf die Erde
stattgefunden hätte und daß diese Emigranten
eines fremden Planeten seither als richtige Söhne
unserer Erde weiterlebten. Die Chinesen, so er-
zählt diese Theorie, wären vom Mars auf die Erde
eingewandert. Sie nennen sich ja selbst ,, Söhne
des Himmels". Für den strengen Wissenschaftler
ergeben sich natürlich so gut wie gar keine An-
haltspunkte. Ich entnahm aus dieser Theorie die
Idee zu meinem Film und dachte mir, es könnte ja
auch «Änmal umgekehrt geschehen, und einige Kin-
der unserer Erde würden auf den Mond auswan-
dern.
Aber der Film sollte keine wilde Utopie werden.
Daher mußte ich mein Problem füt die Wirklich-
keit zurechtmachen, und als einziges Fahrzeug,
das vielleicht schon in absehbarer Zeit eine Reise
durch das Weltall ermöglichen wird, kam nur die
Rakete in Betracht
Was nun in dem Film geschieht, der das Schick-
sal einer Frau und zweier Männer, losgelöst von
der gesellschaftlichen Konvention und Erden-
schwere, zeigen sollte, so hat Thea von Harbou
diese Geschichte in einem Roman gestaltet, der
in der „Woche" erschienen ist. Er setzt ein Pro-
blem fort, das bereits im Metropolis-Film kurz
berührt, aber nicht zu Ende geführt worden war.
Doch das Buch ist ja bekannt, man muß seinen
Inhalt nicht mehr wiederholen
Fast vier Jahre dauerten die Vorarbeiten für
den Film. Die dichterische Phantasie, die sich in
epischer Form austoben kann, mußte reale For-
men gewinnen, das Märchen von einer Reise auf
den Mond sollte glaubhaft wirken, alles Unwirk-
liche mußte ausgeschaltet werden. Kein Jules
Vcrne, der auf einem Trugschluß seine Romane
Unten: Gerda Maurus,
Fritz Rasp, Willy Fritsch,
Gustl Stark - Gstetten-
baur, Gustav v. Wangen-
heim
SCHÖNHEIT IST TRUMPF
l'lial. Sdincldir
£offc £orring
©« enfjücfrntic JUm»
f(^aufptelerln t ottt
£orrtn0 uvUHt über
„3hrc 5i)ortif(or=Erfmc enU
jucff mid) täg(icf) nufsi neue
Öurcf) if)rr fabcl[)afte ^''frfung
unD ii)vm feinen, fultfpferfcn
©iift. 3rf) habe in 3f)rcm
13raparat efn ÖoutPflfS^nttttev
gefunDcn, D<i^ id) ni(f)t metjr
miijen möcfjfe,"
33U5ntd der rctjenötn
SJlolnärs Spielerin
Staute flamme, Die
ftd) jur i?)ortif{ors£ceme
tpte folgt äußert:
„'^lä (S'ic oor 3<if)ren mit
Obrer ir)ortif(or=ß!reme in Die
Cifent(id)ffit traten, t)cran=
Iaf3ten mtcf) 3hre fc(f)(id)en
■^Irguniente, &aö V^räparat ju
erproben. — Öeute bin id)
fcf)on ja()re(ang eine begeil'tiT=
te "Jlnfjängerin Der .V)ortif(or=
Creme, Dnrrf) Die icb Den 3eint
unD Die "^rifcbe meiner Öant
ermatten unD entiricfelf babe.
3d) fann Daä ^.Vaparat nur
n)ärmften£( empfehlen."
2rauff glamme
®.
'er prac{>tt)oI( fnmtarticjc Stimmer bcr 5])aut ift mit
ber @d)6nf;cit einer .l^lumc 311 üercjtcic^en. '^ic t)ie ^(umc
gepflegt ojcröen muJ3, fo trtufj axid) imferc S^ciut eine ganj
forgfältige, fpe3iftfcf)e "pflege erhallen, tnn in (Sd)önheit 31t
erffrnf)(cn. ?h'ema(si toirb ^ic S!)au\ ihre feinen Dveije auf
iiaß Qhige außübcn unb il)ren natürlichen, feinen "Duft
entiyicfeln, tnenn fie nicht atmet, nii)t i^re g'unftionen er=
füllt, mit anberen 3}orten: burcT) unfachgemäfjc Pflege in
il)ren ^unftionen f)erat)geminbert tnirb.
'?)af3 hier mit ber ^^ortiflor=(Ireme gans neue -U3ege
eingcfchlagen finb, t)ie taß '^Uifblü^en ber ^laut betpirfen,
^at bei \)en "^lebi^inern lebhafte '^nerfennung gefunben. ^c=
traclitcn <2ie t>ie umftebenben "^bbilbungen. Sie fe^en l)icr
eincS^^aut, tic burd) unfad^geniäf^e ^eljonblung auf ber"p^oto=
grapl)ie gleidifam flecfig erfc^eint. "i^ic^c g'fecfen geben fc^incU
unb ficf^er gurücf, toenn man bie ipc»rtiflor=<Xreme=J5auttiefen=
maffage anu?enbet. 'Die 33irfung iit fo frappant, baf} in
furjer 3c{t i^ie ^laut in fc^önfter D?ein^eit unb (gcl)önbeit
Jlicr abtrennen!
©ie roirfung &er i^etttflor*Äeömetif
in bilblid)er Sarftellung.
(Jin S^err fcbrcibt un^:
„■J^Ieine S^aut trnr übel jugeritbtet, üö((ig er=
frf)(afft, runzelig unD fa()(. Seit 3 3a()ron biibe icf)
uie(c ffremesi unD Äoi^metifa angemanDt, aber adeö
blieb obne Den geringften ^Srfofg.
©er (Erfolg meineiJ '53erfurf)et* mit 3f)ren
13räparaten bat micf) geraDe-jU i>erb(üfft. ^Uv>a
■i ^^o<f)en erft benütjc (d) 3()r Glittet, unD Vjaut unD Jeint
finD bereitsi fo i'öKig ueränDert, Daf5 jeDer mic^ auf mein
ganj ueränDerted rerjüngte!< 'Jhu^fefien anfpricf)f."
©rudffa^e
^tn ben
^ovtifiov^^ettvieh
©. m. h, ^.
61
33erlfn @9[g 68
%U^<ini>vimnftva%e 25 »26
crftra^lt. '^ei Öcm anbcrn ^t(=
Öcrpaor (unten) i)at bte Jpauttic=
fcnmoffage mit bcr .<3ortif(or=
drcme iie (^(afti'sitä't bcr ipaut
vüicbcr^crjuftcKcn unb Ötc ^nltcn
3u bcfciti'flcn. '?>of3 t>n^ gelingt,
ift taufcnbfarf) bc3cugt. — Qin
6d^6n^eitömttte(, baö nur auf
&d)ein, ntd^t auf &ein 6e*
bad^t iftf entn>i(fert öie
j^aut 3U einer pergamcnt*
artigen OSerftad^e, in öer
nad^^er ÖCe Ratten wie ()inein=
geSügelt erfd^einen. ^an
wirb a(fo ftet^ ^ortif(or*Äo^-
metif treiben muffen, um biefe
(Srfd^einungen erft gar nic^t
eintreten gu (äffen. '^Iber für
diejenigen, iiie fdion Sünben
TOiber bie S^aut begangen ^aben,
beftebt nid)t nur öie i^')oftnung,
fonbcrn in nUerljocbftem '57tnt3e bie
Öeroiftf^cit, üorgeitig cntftan&cne
galten unt> ^un^cln wieder gu be=
feitigen. — Um ^2ie nun erft ein=
mal mit bicfer neuartigen ?7Ie=
t^obe bcfannt 3u macben, fte((en
toir D^nen anljeim, fi(^ foftenlod;
unö portofrei üon unö eine
(^rati^probe ^lortiflor = dreme
fenben 311 (äffen. 5Denn auc^ bie
Probe naturgcmä|3 nur ju eini=
gen '^ntuenbimgen reicht, fo ge-
nügt ]ic bocf) ba^u, baf} Sic fclbft
fi^ ein Urteil bilben fönnen.
'Z)ic Sinfenbung ber angef)ä'ngten
O5rati^be3ug0farte lof^nt fic^ aber
Sy.tx abfrriiiKii!
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Gratis- Bezugskarte.
Cenben Sie mir foftenlo^ unb portofrei:
1. Sine ProSe iporfiflor^fiTreme/
2. t>a^ ^üd)(ein „t)ie 25?tebergeSurt ber e^ön^eit''/
3. ^ebiginifc^e ^eri^te über bie tieueften (Erfolge/
4. 3eric{)te auä ©eSrauc^erf retfett.
Strafte:
Poft:
auc^ be^ruegcn fe^r, weil ujir 3^nen t)a^
v3ü(blein ,,^xe 33iebergcburt ber «Scbön*
beit", t>aß ©ie über iie au|3erorbentli({)
leben0tt)icbtigen ^unftionen ber ipaut auf=
flcirt, gleicbfall^ foftenlo^ mitfenben.
Ober 53ortiflor=^af)m ift nur folgen^
be^ 3u merfen: i^ortiflor^r'xabm förbert
bie ir')autbilbung imb bietet bcn bcften
(3(^u^ gegen ^V^etterunbilben. T^aS fo
gefabrlicbe (2pröbe= \mi> ??iffigiücrbcn
ber 5^aut toirb mit Sieberbett burc^)
>Portiflor=[)\a^m üerbinbert,
H o r t i f I o r - Ve r t r i e b
Berlin SW 68
Alexandrinenstraßc 25/26
Kii|)lri-th-rili-iii'U \<in
Ailuii»! Sili,--f (..Mi.li. II..
Il.ilin SW 1.S
l'liol. rrilz-Lang-nim der i' ja
aufbaute! Keine Utopie! Kein Ausschalten der
Schwerkraft und anderer physikalischer Gesetze!
Diese Arbeit, eine phantastische Idee in Bildern
einzufangen, brachte mich mit Professor Oberth
zusammen, der mein wissenschaftlicher Mitarbeiter
und Berater wurde.
Im Jahre 1896 entdeckte ein astronomischer Pri-
vatgelehrter, der im Film den Namen Mansfeld
führt, daß das Urgestein auf dem Mond mehr Gold
enthalte, als auf der ganzen Erde zu finden wäre.
Seine prophetische Verkündung stößt auf Wider-
spruch und Hohngelächter. Er wird für irrsinnig
erklärt, doch er arbeitet als Sonderling weiter an
Seiner Idee. ^ Klaus Pohl, den ich als Filmschau-
spieler entdeckt habe, gibt diese Rolle, diesen
astronomischen Narren und Phantasten, der
schließlich doch recht behält und seine Theorie,
daß man zum Mond fliegen und von dort das Gold
holen könnte, in der Wirklichkeit durch ein Ex-
periment bestätigen kann.
Zwei neue technische und szenische Probleme
waren zu lösen. Erstens die Konstruktion eines
Weltraumschiffes. Sie erfolgte genau nach den
wissenschaftlichen Angaben Professor Oberths. Es
wurde ein 42 Meter hohes, raketenartig gebautes
Weltraumschiff, das mit einer Geschwindigkeit von
11 200 Meter in der Sekunde fliegen und so der
Schwer- und Anziehungskraft der Erde entfliehen
könnte. Zweitens der Mondkrater. In Babelsberg
wurde diese Landschaft gebaut, eine weite Sand-
ebene, in der das Flugzeug landen sollte.
Gerda Maurus ist die ,,Frau im Mond". Eine
Werkstudentin der Astronomie, die sich für die
Idee eines Fluges zum Mond so unerhört be-
geisterte, daß sie die Reise durch das Weltall mit-
machen mußte. Fritsch und Wangenheim sind die
Männer, die sich um ihre Liebe bewerben und
mit ihr die Reise zum Mond antreten. Sechs Per-
sonen starten, nur zwei kommen zurück.
Wir haben an dem Film fast ein Jahr gearbeitet.
Anfang November gingen wir ins Atelier, im April
erst war unsere Arbeit dort beendigt.
i.^^iMiÄ'iiÄr;-^
\
jF^-s-J^i
bauen die Elektroleute ihren Plan auf. Wollen ein-
fach Straßenbahn, Pferd und Kutscher ver-
schleppen, damit sie erst fünfundzwanzig oder
sechsundzwanzig Stunden später wieder auftauchen.
Wer verhindert das? Eine Frage, die leicht zu
lösen ist, wenn man weiß, daß Harold Lloyd der
Held dieses Films ist.
Er rettet die Konzession, erringt dem alten Dillon
ein Riesenvermögen und — wiederum unschwer zu
erraten — bekommt die Enkelin, die nun natürlich
sehr reich ist, so daß Harold Lloyd — wenigstens
bis zu seinem nächsten Film — nichts mehr zu tun
' braucht.
Das Ganze natürlich ulkig aufgezogen, wie schon
unsere Bilder zeigen. Der» gute Harold spielt 'mehr
/ämipfimSie
Da soll es wirklich vor
kurzem noch irgendwo
in einer Ecke von New
York eine richtige, konzessio-
nierte Pferdebahn gegeben ha-
ben, so ein Vehikel, wie es
hier bei uns schon die jungen
Sisters Barrison besangen, die
heute, wenn sie nicht gestorben
sind, schon lange als Urgroß-
mütter irgendwo auf ihrem Al-
tenteil sitzen.
Besagtes Vehikel ist ver-
ständlicherweise den Besitzern
der Aktienmajorität der New-
Yorker Straßenbahn ein Dorn
im Auge, um so mehr als der
Eigentümer mit dem schönen
Namen Pop Dillon Wert darauf
legt, sie nur für eine mehr als
angemessene Entschädigung zu
verkaufen.
Amerikanische Konzessionen
sind immer, besonders aber im
Film, recht merkwürdig be-
griindete Dinger. Diese Pferde-
bahnkonzession erlischt zum
Beispiel, wenn das Wägelchen
vierundzwanzig Stunden lang
nicht mindestens einmal seine
konzessionierte Route gezogen
ist. — Auf dieser Tatsache
Rechts: Harold als Pferdebahn-
schallner ptwt. Paramount
Baseball, als seine Brotherren lieben, fährt als
Autochauffeur den Baseballstar gratis auf den
Kampfplatz und wird mit seinem Freibillett von
seinem Chef erwischt. Als er ihn herausschmeißt,
geht er mit dem geliebten Mädchen in den Luna-
park, erlebt dort in einem Akt mehr, als in vielen
anderen Films an Lunaparkabenteuern zusammen
gezeigt wird.
Amüsiert, erfreut durch allerhand Einfälle, die,
nebenbei bemerkt, von Walter Lundin ausge-
zeichnet photographiert sind.
Auf dem Vorspann des Films nennt man auch
noch einen Spezialphotographen, Es ist H, Koh-
ler — etwas, was deswegen besonders erwähnt sei,
weil dadurch in Zukunft die Vorspanne noch
etwas länger werden können, - -^ :^
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Der Film, den Ted Wilde in-
szeniert hat, zeigt nicht weniger
als vier Manuskriptverfasser,
nämlich John Grey, Lex Neal,
Howard Rogers und Jay Hove,
Das nette Mädchen, das als
Harolds Partnerin durch das
Lustspiel geht, ist Anne Christy,
während der Großpapa von
y/oodruff gespielt wird.
Es fehlen natürlich nicht die
exzentrischen Tricks, Akroba-
tische Kunststücke, die den
Ruhm Harold Lloyds begünsti-
gen und festigen. Sicherlich ist
Charlie Chaplin der berühm-
tere, der Mann, über den am
meisten geschrieben wird. Viel-
leicht sind seine Arbeiten tat-
sächlich feiner und intensiver
durchgearbeitet, steckt in ihnen
mehr tieferer Gehalt. Aber es
ist immerhin dabei zu bedenken,
daß man nur alle zwei Jahre
einen neuen Charlie-Film fin-
det, während Harold Lloyd ein
paar Mal im Jahr mit hübschen
Arbeiten vor uns tritt. Die
Quecksilbrigkeit, die aus' jeder
Rolle spricht, ist auch sonst im
Leben in ihm. Er arbeitet un-
unterbrochen, ist wenig von
Stimmungen abhängig, strebt
immer zu höchster Leistung,
will immer weiter in der tech-
nischen Vervollkommnung, ohne
dabei das Menschliche, das Hu-
morvolle zu vergessen. Seine
Filme wollen erheitern, unter-
halten. Sie sind unphilo-
sophisch und doch voller höch-
ster Lebensweisheit.
A
I
Ein hübsches Sepiett im Regen
Phot. M.-Q.-M.
ANEKDOTEN
„Der Dichter wohnt der Vorstellung bei."
In einem kleinen Orte, tief im Staate Nebraska, U. S. A.,
gastierte eine reisende Theatergesellschaft. Die in dem
Orte angeschlagenen Plakate von amerikanischen Aus-
maßen kündigten die Darstellung von Ibsens „Ein Volks-
feind" an. In fetten, schreienden Lettern war auf den Pla-
katen angezeigt: ,,Der Autor, Mr. Henrik Ibsen, wird per-
sönlich erscheinen!"
Ein Reisender, den das Schicksal in das weltferne Nest
verschlagen hatte, besuchte die Vorstellung. Er war sehr
gespannt, wie die Theaterdirektion es zustande bringen
werde, den toten Ibsen auf der Bühne erscheinen zu lassen.
Nachdem die Stimmung im Anfang sehr mäßig war, gab
es nach der großen Szene im zweiten Akt lebhaften Bei-
fall. Als der Vorhang sich zum zweiten Male senkte,
erscholl stürmischer Beifall, die CIaque funktionierte, und
richtig wurde der Autor gerufen. An die Rampe trat ein
sehr würdiger, glattrasierter Herr in schwarzem Salon-
Anzug und verbeugte sich mehrere Male, sichtlich erfreut.
Am Ende der Vorstellung mußte „Mister Ibsen" noch
mehrere Male Hervorrufen Folge leisten.
Der Reisende suchte nach der Theatervorstellung den
Herrn Thealerdirektor auf und erkundigte sich harmlos und
treuherzig, wo er wohl den Mister Ibsen treffen könne.
Er wurde in das gegenüberliegende Restaurant gewiesen.
Dort saß der Herr, der den Dichter Ibsen gemimt hatte,
mit einem anderen Mann. Der Reisende trat zu dem Ibsen-
Darsteller, klopfte ihm auf die Schulter und sagte: „Herr
Ibsen, soviel ich weiß, sind Sie doch schon einige Jahre tot.
Wie kommt es denn, daß Sie da hier noch erscheinen
können?" Herr Ibsen sprang erschrocken auf, blickte sich
ängstlich um und flüsterte hastig: ,, Schweigen Sie doch um
Gottes willen, Sie ruinieren uns ja!" — Nachdem ihn der
Reisende lachend beruhigt hatte, erklärte Ibsens Begleiter,
er sei Agent für Theaterstücke, der Herr sei als Dichter
bei ihm angestellt. ,,Mein Gott, es geht nicht anders",
meinte der Agent, das Publikum kommt ganz anders in
Stimmung, wenn der Autor erscheint. So ist unser Billy
hier heute Ibsen, ein andermal Sardou, in einem kleineren
Ort war er sogar Schiller."
,,W er sich der Einsamkeit ergibt . . ."
Zuckmayer wollte sich einmal behufs Ausarbeitung der
Idee zu einem Theaterstück in die Einsamkeit zurückziehen.
Er vergrub sich also in einem Dorfe in der Mark. Hier
wollte er ganz allein sein und nur seiner Arbeit leben.
Gleich am ersten Tag seiner Idylle kam ,,Jule" Falken-
stein in das Dorf hinaus. Er hatte eine Gesellschaft von
zwölf Personen bei sich. — ,,Wir kommen nur, um zu
sehen", sagte er freundlich zu dem entsetzten Dichter, ,,wie
du dich ausnimmst, wenn du ganz allein bist."
I
Links oben: Mary Brian
Rechts oben: Noah Beery
Mitte: Alberto Vaughan
*
Rechts: Richard Dix
Oben links: Btislcr Keaton
Oben rechts: Jean Arthur
Mitte: Olga Baclanova
*
Links: Mary Brian
Plict. Parampiinl, Melro-Goldwyn-Mnyer, P. P.
Die Kullurfilme, die die herrliche
Landschaft Siziliens und den furcht-
baren Aelna-Ausbruch des Vorjahrs
im Film (estjäehaltcn haben, laufen
jetzt in den deutschen Kinos. Aus
diesem Anlaß geben wir den Im-
pressionen des verdienstvollen Kullur-
lilmmannes Raum.
Wir weilten in dem herrlich gele-
genen Taormina. Urplötzlich,
gegen 8 Uhr abends, verbreitete
sich durch die kleinen Cafes des Städt-
chens wie ein Lauffeuer die Nachricht
des Ätna-Ausbruchs. In etwa 1000 Me-
ter Höhe, inmitten eines herrlichen
Buchenwaldes, hatte sich ein Krater
auf^etan, der unter gewaltiger Rauch-
und Dampfentwicklung Unmengen von
Lava entsandte. Da der Bergwald in
der Nähe des neuen Kraters ein großes
Gefälle besaß, ergoß sich der glühende
Lavastrom in rasender Eile über ein
kilometerweites Gebiet, vor sich alles
mit dem Lavabrei zudeckend, neben
sich weithin durch die gewaltige Hitze
alles versengend. Als wir am nächsten
Morgen mit unseren Apparaten am
Die Bevölkerung stellt ihre Heiligen vor
die anrückende Lava
Der Feuerstrom zerstört den Ort Mascali
Fuße des Ätna ankamen, war die ganze Gegend bereits in ein völlig
undurchsichtiges Rauch- und Dampfmeer gehüllt; zahlreiche Wein- und
Zitronengärten hatte die Lava bereits überrannt. In dem Orte Mascali,
in dem wir tags zuvor noch einen herrlichen Tropfen Ätna-Weines bei
den gastfreundlichen Plantagenbesitzern getrunken hatten, war alles in
vollstem Aufruhr; hieß es doch, in wenigen Stunden die Habe auf den
kleinen, zweirädrigen Karren aus dem Bereich der sicheren Verwüstung
zu schaffen. Was uns auffiel bei diesem Massenunglück, das so plötz-
lich die Bevölkerung einer ganzen Stadt betraf, waren der Gleichmut und
die Duldsamkeit, mit der sich Männer und Frauen in dieses unabwend-
Der Aetna von Catania aus gesehen
Rechts: Die Bevölkerung von Mascali rettet vor dem im Hintergrund an-
ruckenden Lavastrom alles, was überhaupt nur abzutransportieren ist
II
unbeschreiblich schönen und gleichzeitig
schaurigen Anblick bot der Abend des
vierten Tages, als die Lava Mascali über-
rannt hatte, die zahlreichen eingestürz-
ten Häuser der ganzen Stadt noch in
Flammen standen und immer neue
feurige Massen sich heranwälzten.
Noch heute, Monate nach dem Aus-
bruch, sind uns sämtliche Ereignisse
dieser entsetzlichen Katastrophe derart
lebenswahr in Erinnerung, daß alle son-
stigen Erlebnisse unserer dreimonatigen
Sizilien-Expedition, die herrlichen Tem-
pelruinen zu Girgenti, die wundervoll er-
haltenen Theater zu Taormina und Syra-
kus, die unvergleichlich schöne Gegend
von Palermo, völlig verblassen gegenüber
diesem grandiosen, in allen Phasen mit-
erlebten Naturereignis. Daß die Auf-
nahmen der großen Katastrophe nicht
bequem und gefahrlos zu machen waren,
das wird jedem, der die Bilder sieht,
ohne weiteres klar sein. Der Kamera-
mann mußte seinen Stand oft in aller-
nächster Nähe der glühenden Lava
wählen und darauf bedacht sein, nicht in
den Strom zu geraten.
Dr. Ulrich K. T. Schulz
Spuren des Erdbebens in Messina
vom Jahre 1908
Der Kirchturm, als letztes Wahrzeichen von Mascali, versinkt in den Lavamassen
bare Unglück fügten. Nirgends hörten wir jemand klagen oder jammern;
es scheint, als ob durch die zahlreichen Ausbrüche der letzten Jahr-
hunderte die Ätna-Bewohner von Generation zu Generation gegen diese
Katastrophen mehr und mehr immun geworden sind.
Während die Lava in der nächsten Nähe des Kraters völlig flüssig aus
dem Erdinnern schoß, war sie bei der Zerstörung der ersten Häuser
von Mascali bereits derart ,, eingedickt", daß, die in 5 — 8 m Höhe sich
heranwälzenden Lavamassen völlig glühendeil Koksbergen glichen, die
durch das stete Nachschieben neuer Meng?'n weiterkollerten. Einen
I
]
Die Lava erreicht und überrennt die ersten Häuser von Mascali
Links: Lava bringt die Häuser von Mascali zum Einsturz
Die Filme, durch die der
Name Charlie Chaplin
zuerst berühmt wurde und
die seinen Träger zum Filmlieb-
ling der ganzen Welt gemacht
haben, sind seine Kurzfilme,
die er vor „Goldrausch", ,, Zir-
kus" und ,, Lichter der Stadt"
hergestellt hat.
Damals freute man sich an
diesen Filmen, ohne zu unter-
suchen, welche philosophischen
Systeme Charlie nun eigentlich
mit diesen herrlichen Grotes-
ken begründet hatte oder wel-
cher Weltanschauung er d^rait
Ausdruck geben wollte.
Immer hatte er es in diesen
Filmen mit dem Großen, Dicken.
Er, der Kleine, Unscheinbare,
vom Schicksal und dem grim-
migen, starken Riesen immer
mächtig gebeutelt und umher-
gestoßen, bleibt in allen diesen
tempoerfüllten Grotesken mit
ihren unglaublich komischen
Situationen immer ,,Herr im
Spiel". Der Riese hat immer
das Nachsehen,
Herrlich, ,, Charlie als Roll-
schuhläufer", elegante Bogen
fahrend, Pirouetten drehend,
seinen Gegner zu Fall bringend,
dann „Charlie als Kellner", mit
Eleganz servierend, die unmög-
lichsten Dinge anstellend, wei-
ter ,, Charlie als Filmstar",
welche Karriere er als Arbeiter
im Filmatelier beginnt; was er
da anstellt, ist eine Angelegen-
heit der Lachtränen.
Wer früher schon „Charlie
bei der Feuerwehr" gesehen
hat, wird mit großem Vergnügen
diesen Film wiedersehen, in
dem Charlie der Schrecken des
Feuerwehrdepots ist und doch
zuletzt als Held dasteht.
Wenn er dann die Lebens-
quelle in der Kuranstalt in eine
alkoholspendende Quelle ver-
wandelt, dann ist die Fröhlich-
keit so groß wie zu der Zeit, als
diese kurzen Filme erschienen,
die in Kürze dem Publikum zu-
sammengefaßt gezeigt werden.
Neue Wege zum Filmmanuskript. Von Dr. Werner Seh u {tan
Schritt für Schritt geht die Ent-
wicklung des Filmwesens vor-
wärts, Schritt für Schritt ver-
größern sich die Anforderungen, die
Regie und Publikum an die Qualität
des Filmmanuskriptes stellen. Für die
Rummelangelegenheit, die der Film
vor dreißig Jahren noch war, genüg-
ten Manuskripte von dem künstleri-
schen, literarischen und stilistischen
Niveau eines Zehnpfennigromans.
Heute verlangt man mit Recht von
dem Filmautor eine fein ausgeschlif-
fene, nach jeder Richtung hin bis ins
kleinste durchdachte Arbeit. Der
Film ist nun aber, als Kunst gewertet,
kein Reproduzent des reinen Gesche-
hens, sondern er hat auch die Auf-
gabe, das, was an Gedanken und
Empfindungen außerhalb des Ge-
schehens, durch dieses verursacht
oder vermittelt, mitspielt, dem Zu-
schauer so nahezubringen, daß er in
der Handlung mit deren Helden ge-
radezu mitlebt.
Man glaubt allgemein, daß sich
alles, was sich im Leben abspielt, also
auch Gedanken und Empfindungen,
durch Worte ausdrücken lasse. Das
ist aber nicht der Fall. Der Filmautor
weiß am besten, daß gerade der Film,
dessen Grundlage ja die Bewegung
ist, vieles in dem Beschauer erwecken
soll, was ihm kein Roman, auch der
beste nicht, jemals geben könnte. Wir
können im Film fast von einer Son-
dergruppe der darstellenden Kunst
sprechen, der die Aufgabe zufällt,
durch Bewegungen das Wort nicht
nur zu ersetzen, sondern auch künst-
mmi
-y
lerisch zu ergänzen. Es liegt nicht
nur im Auge des Beschauers, wie eine
Filmszene auf ihn wirkt; das gemein-
same Arbeiten von Autor, Regisseur
und Darsteller wird vielmehr in ihm
jene Empfindungsgruppen auslösen,
die durch die entsprechenden Bewe-
gungsfolgen anklingen.
Wenn manche Filmautoren oft dar-
über klagen, daß das, was auf der
Leinwand abrollt, sich in wichtigen
Gefühlspunktcn mit dem, was sie ge-
schrieben zu haben glaubten, nicht
deckt, so ist die Schuld meist nicht
beim Regisseur oder den Darstellern
oder gar bei dem Operateur zu suchen,
sondern bei dem Schriftsteller selbst.
Das mag vielleicht seltsam klingen,
aber es ist doch so.
Nehmen wir den Fall an, der Autor
wolle darstellen lassen, wie ein
Mann in seinem Zimmer ans Fenster
tritt und hinausschaut. Es ist klar,
daß diese Bewegung erst dann einen
Sinn bekommt, wenn sie diktiert und
getragen ist von einer bestimmten Ge-
dankengruppe. Daß diese zahllosen
Schattierungen unterliegt, versteht
sich eigentlich von selbst. Und hier
setzt nun eine Erfindung ein, die ge-
eignet erscheint, das ganze Manu-
skriptwesen von Grund auf zu revolu-
tionieren.
Es ist die Bewegungsschrift. Ge-
boren wurde sie aus den Notwendig-
keiten einer Kunst, die dem Film eng
wesensverwandt ist, dem Tanz. Es ist
interessant, zu wissen, daß die An-
fänge dieser Bemühungen bis in das
16. Jahrhundert zurückreichen. Um
diese Zeit finden wir bereits die ersten
Versuche einer Bewegungsnotation in
dem Tanzbuch der Margarethe von
Österreich. Der nächste, der sich
um die Bewegungsschrift bemühte, war
der Domherr Jehan Tabourot, der
unter dem Decknamen Thoinot Ar-
beau im Jahre 1589 in Paris seine
,,Orchesographie" erscheinen ließ. Die
Suche nach einer brauchbaren Bewe-
gungsschrift hat eigentlich nie auf-
Links: System Laban.
Unten: System Vischer-Klamt
I
Darstellung einer Armbewegung mit
Berührung des Kopfes
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1^
System Laban
1 .
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1 •
Stellung
2 Schritte vor
nach uorn neigen
gehört. Die „Choreographie" von M.
Feuillel, im Jahre 1701 ebenfalls in Paris
erschienen, bot für die Bewegungsforscher
der nächsten Jahrhundertc die Grundlage.
Alle diese Versuche aber scheiterten und
mußten scheitern, weil man sich lediglich
darauf beschränken wollte, den von dem
Tänzer zurückgelegten Bodenweg auf-
zuzeichnen und die Körperbewegungen, in
Gruppen zusammengepreßt, durch Posi-
tionszeichen zu notieren. Sogar die üble
Methode des sogenannten ,, Männchen-
malens", also der schematischen Zeich-
nung eines ganzen Menschen, spukte her-
um und hat sich bei einzelnen Tanzschrilt-
stellern, wie Jaap Kools, erhalten. Erst
Rudolf von Laban war es, der die
Bewegung innerhalb des Raumes selbst zu
erforschen und in ihre Grundfaktoren auf-
zulösen begann. Es würde hier zu weit
führen, die Lehre Labans in ihren Grund-
lagen und Auswirkungen darzustellen.
Nur so viel sei hier gesagt, daß wir heute
dem Raum und den in ihm schwebenden
Bewegungen nicht mehr mit der gleichen
Ahnungslosigkeit gegenüberstehen wie
ehedem.
Laban war es auch, der vom ersten
Augenblick an die Notwendigkeit er-
kannte, in diesen neu erforschten Raum,
in dieses Strahlenbündel von Bewegungen
hinein, eine Schrift zu setzen, die es er-
laubte, jede Bewegung kurz und eindeu-
tig so zu notieren, daß aus dieser Schrift
nicht nur ihre Form, sondern auch ihr ge-
fühlsmäßiger Inhalt abgelesen werden
konnte.
Unabhängig von Laban, aber doch be-
einflußt durch die ganze um ihn schwin-
gende tänzerische Atmosphäre, schuf ein
zweiter Forscher, Jo Vischcr-
K 1 a m t , ebenfalls eine Bewegungs-
schrift, die, auf physiologischen und
psychologischen Grundlagen aufbauend,
dem gleichen Zweck diente und das
gleiche Ziel erreichte. Die beiden Systeme
sind heute allgemein als führend an-
erkannt. Sie unterscheiden sich dadurch,
daß Laban mehr den formalen, Vischer-
Klamt mehr den biogenetischen Gesichts-
punkt betont.
Man hat zu allen Zeiten, in denen man
diesen Problemen überhaupt nachspürte,
nur die Bewegung als solche zu erfassen
gesucht; der Gedanke, sie in direkte Be-
1^
Ziehung zu dem Raum zu setzen, in dem
sie schwingt, tauchte erstmalig bei Rudolf
von Laban auf und ist dann auch von
Vischer-Klamt aufgenommen worden. Man
entdeckte nämlich, daß nicht die Be-
wegung den Raum bestimme,
sondern der Raum die Bewe-
gung. Vielleicht scheint das auf den
ersten Blick unerheblich; in Wirklichkeit
ist es aber das ganze Grundproblem der
Bewegungsschrift überhaupt! Der Raum
als seelisch einwirkender Faktor steuert
unser ganzes Empfindungs- und Gedanken-
leben in so seltsamer Weise, daß es un-
begreiflich scheint, wieso man seine Be-
deutung nicht schon viel früher erkannt
hat. Raumgefühl, erzeugt durch Körper-
gefühl, d. h. durch das Wissen um die
Schwingungen des eigenen Körpers im
Raum, ist das, was uns in allen unseren
Lebensäußerungen ausschlaggebend beein-
flußt. Der Filmautor muß ja mehr sein
als nur ein trocken sachlicher Bericht-
erstatter des Lebens: er muß Dichter
sein, aber ausgerüstet mit einem besonde-
ren Sinn, der ihn das Leben als Bewe-
gung empfinden läßt.
So liegen die Dinge. Dem Filmautor
bietet sich hier eine Ausdrucksmöglichkeit
von so unglaublicher Präzision und Fein-
heit, wie sie bisher nur in den Träunren
der Autoren und Regisseure existierte.
Mit wenigen Zeichen vermag er heute
Dinge, die nur durch Bewegung, aber nie
durch Worte ausdrückbar sind, eindeutig
und klar schriftlich zu fixieren. Nun hat
er die Möglichkeit, eben durch die Bewe-
gungsschrift entscheidenden Einfluß auf
die Regie zu gewinnen. Mißverständnisse
in der Auffassung eines Themas zwischen
Autor, Regisseur und Darsteller sind von
nun an unmöglich gemacht. Dem Blick
des Vorausschauenden eröffnet sich hier
eine Perspektive von so ungeahnter Weite,
daß diese Erfindung den Schlußstein zu
bilden scheint für das stolze Gebäude
dramatischer Filmgestaltung. Die in den
Abbildungen durch Notierung in beiden
Systemen dargestellten Bewegungsfolgen
aus dem Ufa-Film ,, Hochverrat" zeigen
überzeugend, mit wie wenigen Zeichen
eine solche ganze Bewegungsfolge nicht
nur formal, sondern auch inhaltlich dar-
gestellt werden kann.
Den Filmautoren steht nun der neue
Weg offen. Zeigen Sie, meine Herren, daß
Sie Ihr Handwerkszeug zu brauchen wis-
sen, und daß Sie fortschrittlich genug
sind, um an keiner Neuerung vorbei-
zugehen, die Ihnen zur künstlerischen
Vollendung Ihrer Arbeit dienen kann!
System Vischer-Klamt
^Qi^^dgS- ^ ^lesiQ
£fN ROMAN VON STANHOPE
2. Fortsetzung
Es zeigte sich, daß Bill, von ihrem Tatendrang angesteckt,
sich ohne ihr Wissen in Frauenkleidern hatte aufnehmen lassen.
Er schickte die Bilder, welche die Unterschrift ,, Belle Billie??"
(mit zwei Fragezeichen!) an alle Variete-Agenturen, die er im
Telephonbuch fand, und hoffte zuversichtlich auf Erfolg.
Am 3. Oktober, sie würden das Datum nie vergessen, fanden
sie eine Postkarte vor, auf der die ,, Agentur Artista" den ge-
ehrten Herrn nach vorheriger telephonischer Anmeldung um
Rücksprache bat.
Bill mußte beichten.
..Donnerwetter, das hast
du ja großartig gemacht",
anerkannte Billie, ,,zeig doch
mal die Bilder!"
,,Du siehst aus wie eine
pensionierte Vogelscheuche.
Was sind denn das für gräß-
liche Kleider?"
Bill gab Bericht, die
Schwester grinste:
,,Na, viel Geschmack
scheint ja die , Artista' auch
Sdihäriitk verboten
:ht
habe
„Also
morgen in der Mittagspause
geht's hin."
Bill bebten die Knie, als
er vor dem düsteren Haus
der ,, Agentur Artista" stand.
Billie wollte unten warten.
,,Ich möchte vorher lieber
einen Kognak trinken", sagte
Bill.
Sie tranken beide vier
und gingen gemeinsam und
mutig das düstere Stiegen-
haus empor.
Georges Faisal hieß der
Impresario und Leiter des
Büros. Er war, nehmt alles
nur in allem, ein recht be-
leibter Mann und trug mit
der Wüidc eines Bernhardi-
ners als einzigen Kopf-
schmuck elf lange Haare,
die nach Art der napoleoni-
schen Frisur als Locke seine
Stirn streichelten. Er schien
überhaupt eine Vorliebe für
den Korsen zu haben; nicht
nur, daß er überall erzählte,
er sei in Ajaccio auf Kor-
sika geboren (seine Wiege
stand in Neuruppin, und er
hieß mit seinem rechten
Namen Peter Steinbrink), nicht nur, daß er sich, wo er ging und
stand, mit Büsten und Bildern seines Idols umgab, nahm er sich
die Mühe, Gang und Haltung Bonapartes nachzuahmen und seine
Reden mit korsischen und italienischen Worten zu durchmengen,
die er selbst erdachte.
Zu diesem Mann begab sich das Geschwisterpaar. Er hatte
eine Zweizimmerwohnung inne, die aufs bunteste mit den Pla-
katen bedeutender Artisten ausgestattet war, und eine Wand
nahm Hunderte von Anerkennungsschreiben ein; da schrieb z, B.
Frau Rittergutsverwalter M, inP.; „Bestätige Ihnen, Herr Georges
Faisal, gern, daß unsere Tochter Elsbeth, die wir zur Kunst-
reiterin bestimmten, durch Ihre Hand nach Pittsburg ins Engage-
ment reiste, und schreibt dieselbe erfreute Briefe aus Valparaiso,
Santiago und Meran."
In diesen und anderen Tönen sangen viele Schreiben das Lob-
lied Georges Faisals, der mit Ausnahme seiner komischen Lei-
ERIKA DA
spielt in dem Ufafilm ,,Wenn Du
denschaft bescheiden geblieben war, Bill und Billie warteten
im Vorraum, wo ein dünnes Mädchen nach ihrem Begehr fragte,
im rückwärts gelegenen Zimmer mit der Anmeldung verschwand
und nach zehn Minuten mit der Bitte wiederkam, sie möchten
eine Sekunde warten.
Die Mittagspause war schon längst verstrichen, als Herr
Georges Faisal seine Besucher zu sich bat:
,, Verzeihen Sie", sagte er, .meine Arbeit ist riesig, ist miraku-
lös, Sie wissen!"
Bill und Billie wußten.
Das heißt, eigentlich wuß-
ten sie nicht, daß die Lek-
türe erotischer Romane die
Arbeitsüberhäufung der
,, Agentur Artista" verschul-
dete.
Sie sagten dennoch, daß
sie es wüßten.
Herr Georges Faisal rieb
sich die Hände: „Ich habe
etwas für Sie, es ist Ihr
erstes Engagement, nicht
wahr?" Er wandte sich zu-
nächst an Billie, dann an
Bill, sah mit großer Ge-
schwindigkeit abwechselnd
beide an, starrte auf eine
Napoleonbüste auf dem
Schreibtisch und fragte end-
lich:
,,Wer von Ihnen ist denn
nun , Belle Billie'?"
Billie, die zwar die Bilder
gesehen, aber die Unter-
schrift nicht gelesen hatte,
war verwundert über die
Frage und schüttelte den
Kopf. ,,Was will der denn
von mir?"
Beide antworteten zur
gleichen Zeit:
„Ich, ich bin Billie!"
Es dauerte fünfundzwan-
zig Minuten, bis die Mißver-
ständnisse geklärt waren
und der Impresario seine
Vorschläge zu unterbreiten
begann;
„Die .gelbe Nachtigall' will
Sie sehen. Für ein erstes
Engagement ist das unbe-
schreiblich ehrenvoll, Sie
wissen! Die , gelbe Nachti-
gall' ist das feinste Kabarett
im Süden der Stadt, Sie wissen! "
Bill und Billie wußten in der Tat. Die „gelbe Nachtigall",
ein Lokal, das sie bei Einbruch der Dunkelheit nur im Schutze
eines Faustkämpfers betreten hätten, verbreitete Sonnabends in
den umliegenden Häusern Zettel, die um gütigen Zuspruch der
Bewohner baten und mit zartfühlenden Worten auf die fett-
gedruckte Devise des Etablissements aufmerksam machten;
,, Jedem Mann ein Mädel!"
,,Die , gelbe Nachtigall' wird Ihr Sprungbrett sein, junger
Mann! " Der prophetische Geist Bonapartes strahlte bei diesen
Worten a"«' seinen Augen.
„Aber bie haben ja noch gar nicht gesehen, ob ich was kann!"
Eine wegwerfende Handbewegung war die ganze Antwort. „Sie
sind zum Probesingen bestellt; engagiert man Sie, geben Sie mir
20 Prozent Ihrer Gage, engagiert man Sie nicht, müssen Sie mir
zwanzig Mark bezahlen. Das ist ein glattes Geschäft, Sie wissen!"
N N HOF F
einmal Dein Herz verscfienfist"
Er drückte ihnen ein Pappkärlchcn in die Hand und empfahl,
auf schnellstem Wege die ,, gelbe Nachtigall" aufzusuchen. Dann
wandte er sich dem Genüsse eines grellen Romans zu und sagte
halblaut: Auf Wiedersehen.
Das war nun schon zwei Stunden her, daß die Mittagspause
vorbei war. Jetzt aber! Sie rannten mit den Automobilen um
die Wette und kamen erschöpft und beinahe vom Omnibus ver-
stümmelt beim Hause Terpin an.
,, Gehen Sie zu meinem Gatten!" sagte Frau Mafalda streng.
Sie sagte immer ,, Gatte", wenn sie böse war. Und böse war
sie über die Verspätung; im Hause Terpin herrschte preußische
Ordnung, römische Pünktlichkeit und griechisches Stilgefühl.
Dr. Mosch stand gerade an seinem Arbeitsplatz und prüfte mit
Genauigkeit seine Erfindung nach.
Er war nicht nur Männchen, Chemiker, Erfinder und Gafte,
sondern zugleich Personalchef; erstens weil Mafaldas schwache
Nerven dem Ärger der Engagements und Entlassungen nicht ge-
wachsen waren; dann aber auch, weil seine Kenntnis des mensch-
lichen Körpers der Firma zu den bestaussehenden Vorführdamen
verhalf. Jene Fräuleins, an denen das gute Leben in den Mode-
salons Terpin mit den Jahren nicht spurlos vorübergegangen war,
lud er zu gewissen Zeiten zum Abendessen ein, drückte ihnen
beim Abschied ein lila duftendes Kuvert in die Hand. „Zu Hause
erst öffnen!" lächelte Dr. Mosch und entging auf diese Weise
allen unersprießlichen Auseinandersetzungen. Das Kuvert ent-
hielt einen Hundertmarkschein, eine wehmütige Kündigung und
ein Empfehlungsschreiben an den Leiter der Ortskrankenkasse.
Es zeigte sich mit der Zeit, daß sämtliche weibliche Angestellten
dieses gemeinnützigen Instituts aus dem Personal der M. Terpin
G. m, b. H. hervorgegangen waren.
Ohne, daß das Gehalt des Krankenkassendirektors derartige
Anschaffungen aufzuhalten vermochte, rühmte man die Fähigkeit
seiner Gattin, die köstlichsten Roben der Saison zu tragen. Nei-
dische Zungen allerdings — doch lassen wir das.
Es pochte, als Dr. Terpin seine Erfindung erprobte und mit
Stoffen experimentierte, die brausende und zischende Töne von
sich gaben und einem unvorbereiteten Gast die Überzeugung bei-
gebracht hätten, daß eines Tages der Modesalon dem Erdboden
gleich sein würde.
,, Herein, herein, herein!" sang der gelehrte Mann, ohne seine
Arbeit zu unterbrechen. Er glaubte, es sei Myra Tipola, die
blauschwarze Bulgarin, eine seit dem Ersten engagierte junge
Dame, deren Qualitäten er zwar schon mehrfach festgestellt
hatte, indessen immer noch nicht so sicher, daß es unnötig ge-
wesen wäre, die Lücken seines Gedächtnisses auszufüllen.
Billie trat ein, um eine Strafpredigt zu hören.
„Hallo!" sagte Terpin, „Hallo, mein sprödes Fräulein. Das
nenne ich eine Überraschung. Riegeln Sie ab und bitten Sie
mich um Verzeihung! Treten Sie näher, gutes Kind, ich möchte
sagen, näher!"
„Es tut mir ja sehr leid, Herr Doktor, und — ich meine, ich
glaube nicht, daß das nochmal passieren wird "
„Schon gut, treten Sie doch näher. Beste!"
„Im Gegenteil. Gestatten Sie, daß ich mich zurückziehe!"
„Aber warum denn — Sie sind kostbar!" Etwas unsicher sah
er sie an. „Wer wird denn so mißtrauisch sein? Komm, Billie-
chen, gibt Küßchen, und wir sind versöhnt."
„Sie sollen ,Sie' zu mir sagen! Außerdem bin ich nicht Ihr
,Billiechen'! Lassen Sie Ihre Finger von mir, lieber alter
Herr!"
Sie gab ihm einen Stoß vor den in bedrohliche Nähe gerück-
ten Brustkasten und wandte sich.
„Adieu!"
„Hiergeblieben!" donnerte schwach Herr Dr. Mosch, „wie
sprechen Sie mit Ihrem Chef?"
Billie hörte schon nichts mehr. Der Knall der Tür hatte die
Worte des Prinzipals verschluckt.
Der gelehrte Mann raste ihr nach, fand sie und Bill mit Un-
schuldsmienen bei der Arbeit; das brachte ihn noch mehr aus der
Fassung, und er schrie wie ein hungriger Seeadler: ,,Sie bleiben
mir heute hier, kein Schritt wird aus dem Hause gegangen! Ge-
arbeitet wird, ich möchte sagen, bis Sie schwarz und blau sind!
Beide! Verstanden?"
„Zu Befehl!" sagte Billie frech.
Dr. Mosch verschwand.
„Kann er das verlangen?" fragte sie ihren Bruder.
„Das kann er verlangen!"
„Na, wenn er's verlangen kann, dann kann er's verlangen;
bleiben wir also. Heute können wir doch nicht mehr zur ,öelben
Nachtigall!"
Das Teufelchen der Verführung zwinkerte dem Teufelchen der
süßen Rache zu: ,, Passen Sie mal auf!"
Mosch und Mafalda waren bei Exzellenz von Knalter zum Abend-
essen eingeladen. Die alte, recht wohlhabende Baronin hatte
für ihre Tochter ein äußerst reizvolles Abendkleid bestellt, dessen
sparsame Gestaltung kaum im Verhältnis zu seinen Kosten stand.
Rätsel dieser und ähnlicher Art, hatte sich Frau von Knatter
vorgenommen, am heutigen Tage zu lösen.
Geehrt durch den Verkehr mit altem Adel, zog^n die Eheleute
davon, schlössen die Eingangspforte ab und zwanger solcher
Art die Geschwister zu bleiben, bis sie wiederkamen.
,,Eine Gemeinheit!" sagte Billie. ,,Ich arbeite keinen Strich.
Wir werden heute Generalprobe zum morgigen Vorsingen machen."
Bill war einverstanden.
Er hatte 39 Grad Lampenfieber und zitterte vor dem anderen
Tage.
Franz, der Hausdiener, hatte sich diskret zurückgezogen, um
bei ,, Vater Meike" den gewohnten Schoppen zu genehmigen.
,,Ist doch eigentlich eine Frechheit, uns einzuschließen!"
konnte Billie sich nicht beruhigen.
Beide verließen das Kontor, gingen in die vorderen Säle.
Billie setzte sich nieder und gab durch Händeklatschen das
Zeichen zum Beginn der Privatvorstellung.
Bill trat auf und begann mit einem Scherzlied. Er trug es
mit Anmut vor und fühlte, daß er die Hoffnung der Variete-
bühnen der ganzen Welt war. Das Chanson hatte viele inhalt-
reichen Strophen; er sang sie mit Ausdauer und großem Stimm-
aufwand.
Es schlössen sich die übrigen Nummern seines Programms an.
Und Billie kritisierte:
Anitras Tanz: „Etwas weicher in den Knien, Bill!"
Neger-Chanson: „Bauch rein, nicht so frech dastehen!"
Step-Tanz: ,, Schon besser, noch schmalziger, Bill!"
Neger-Chanson: ,,Gut so!"
Anitras Tanz: ,,Noch leichter, so, so — noch weicher!"
Anitras Tanz: ,,Fein, vergiß das morgen um Gottes willen
nicht, Bill!"
Erschöpft machte Bill eine Pause.
,, Hammel, meine Tinte!" schrie Billie entsetzt. „Wir Kamele,
wir Riesenkamele!"
,,Was ist denn, was hast du denn?"
„Wir Kamele!"
,,Ohne Zweifel, aber warum denn?"
,,Hast du vielleicht daran gedacht, daß du kein Kostüm zum
Vorsingen hast?"
,, Natürlich habe ich. Natürlich. Ich ziehe eins von deinen
Kleidern an."
,,Ach nee? Vielleicht das Stilkleid, oder das goldglänzende,
ärmellosse, oder das aus Taft mit Silber, oder, oder — meine
zwei kleinen Fähnchen, die man nicht einmal ins Theater an-
ziehen kann?"
„Was denn, Kleid ist doch Kleid!"
„Und so was ist seit vier Jahren im größten Modehauj der
Stadt beschäftigt, Bill, du bist ein — — ! Bill, sieh mal, zu
so 'ner Sache mußt du ein Abendkleid haben, wenn du nicht
ausgepfiffen werden willst. Was machen wir, was machen wir?"
,,Ist denn das wirklich so nötig?"
„Ja. Weißt du, Bill, wir pumpen uns — ach, natürlich — so
geht es — an der Quelle saß der Knabe — wir pumpen uns
von Mafalda, ohne ihr was zu sagen, und übermorgen geben wir
alles zurück!"
,,Und wenn ich engagiert werde?"
,,Das soll uns erst morgen bedrücken!"
,, Billie, du bist eine leichtsinnige Fliege. Na, und wie kriegen
wir die Sachen raus? Die haben doch abgeriegelt!"
,, Verlaß dich auf mich. Ja, wenn du deine Schwester nicht
hättest, könntest du in fünf Jahren noch ebenso wie heute
Zahlen, Zahlen, Zahlen malen! Bin ich nicht kostbar? Ver-
schwinde mal für fünf Minuten im Büro; ich will währenddessen
zaubern, süßer Junge."
Kopfschüttelnd verschwand Bill.
Zierliche Pirouetten drehte Billie, setzte das eine Füßchen über
das andere, wippte im Takt zu selbst komponierten Pfiffen und
betrachtete eingehender als je die Abendkleider des Hauses
Terpin. Schließlich fand sie in einer versteckten Ecke ein
schneeweißes Seidenkleid, das nach den neuesten Wünschen
einer exzentrischen Dame bis zum Handgelenk geschlossen war.
Wenig Raum nahm das dazugehörige Rüstzeug der Schönheit ein:
die Silberstrümpfe, Silberschuhe, ein hauchzarter Schleier und
die seidenweiße Tasche. Fortsetzung folgt
FRAGEN
die uns erreichten
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,,F i 1 m -M a g a z i n". Berlin SW 68, ZimmerstraBe 35 — 41
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei Manu-
.skriptangelegenheiten bitten wir folgeiules zu beachten: Jeder Anfrage ist
Kiickporto beizufügen. Ji-de Einsendung: eines Jlanuskl-ipts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2—3 Schreilimaschincnseiteu
sind zur Einseuduii^ an die l-ilmindiisirie. lle^isseure usw. }?eei^iiet. i'iir
Verlust der eiuKo.'-aiulten Jl.-inuskiipie kann keine Verantwortung über-
nommen werden, .-ilso soll der Verf.isser nur Burchsehliige senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
Fritz
l'ng
ei der
SPP
h Wm
Fritz S c Ii u 1 z - V e r e h r e r i n , Dresden:
widmt Berlin \V, Olivaer Platz \. Er ist unveilieir.itel.
.ilt, wie Sie geschätzt h;iben. .Schulz filmt augenblicklich I
als Partner von Canüll.i Hörn In ,..\ladoiiii:i im Fegefeuer'
Ella T.. Berlin: Lien
Peyers ist am besten durch die
Deutsche Universal. Kerlin \\ S,
Mauerstr. 82, zu erreichen. —
.Siegfried -Arno wohnt Berlin
■\V. Zähringer Stniße .'). — Iris
Arlans Berliner Adresse ist
Charlottenb., Westend-Allee 71.
Ossi ()sw:ild.i hat ihre AVcdinung
in Berlin W Id. Hohenzollern-
str.iße 14. Evelyn ISrent errei-
chen -Sie durch die Paramounl-
F.imous-I.asky -Studios. Holly-
woimI. Kalifornien. U.S..\.
V i I m a M.. B e r 1 i n : Lien
Deyers ist durch die Deutsehe
Universal. Berlin W 8, Mauer-
straße S2. erreichbar.
F i I m r a n g e A. K,. Ber-
lin: Die kleine Inge Landgut
kann noch nicht .Autogramme
geben. — Dita Parlo filmt
augenblicklich in Berlin. —
Filme mit ^fargarete Schlegel
und Cilly Feindt sind bis jetzt
noch nicht angekündigt. Die
betreffenden Cilly Feindt-Filme
wurden vor zirka zwei .lahren
gedreht. Die Partner der Küusi-
lerin im Film ,, Feldmarschair
waren Harry Gondy und Harr>
Hardt. ■ — ., Morgenröte" mit
\N eruer Fuettercr, Carl de
Vogt, Elga Bruik und Helga
'Ihomas ist in Berlin vor kur-
zem herausgekommen. — Cilly
Feindt ist eine große Blumeu-
freundin.
Die Schwärmer aus
Barmen: Jack Trevor
wiihnt Berlin W, Bendlerstr. 9.
Er wurde am 14. Dezember in
London geboren.
Iv. Seh.. D a n z i g : Cli\ e
Brook, Lane Chandler und
(jary Cooper sind durch die
l'aramount - Famous-Lasky-Sui-
dios, Hollywood, Kai., U.S..\.,
zu erreichen. — üunnar Tol-
naes ist unverlobt und unver-
heiratet. — Sie haben das Al-
ter von Lilian Harvey, Ka-
nion Xovarro und Iwan Petro-
vicli ungefähr richtig geschätzt.
— Charles Farrell ist durch du-
Fox-Studios, 1401, Xo. Woterii
Avenue. Hollywood, Kalifor-
nien, U.S.A., Lars Hanson durch
die Elstree - Studios, Hersforil-
shire (England), Ernst Peter-
sen durch die Sokal - Film,
Berlin SW 48, Friedrichstr. 24fi.
zu erreichen. — Carl AValter
Meyer wohnt Berlin W, Motz-
straße 46.
H e 1 g a K.. Harry T, i e d t k e - V e r e h r e r i n , Berlin
empfehlen Ihnen, sich lieber öfler ;in uns zu wenden, .-ils mehr al>
ßig Fragen .luf einm.il zu stellen. — H.irry Liedtke filmt seit im
l.'i— 20 Jahren. Alte Lieiltke-Filiiie sind: ,,Der gelbe Schein",
Weib des Pharao". ..Mad.ime Dubarry", ,, Vendetta", ..Suniurun ',
men". Harry Liedtkes erste Cittin war die Schauspielerin Proft,
Schulz
•fiilir so
\:itional
PROTOS
Wir
d re i -
gefall r
..D.is
„Car-
später
heiratete er Käthe Dorsch, und jetzt ist er mit Christ.i Tordy vermählt.
— Din;i Gralla wohnt Berlin-Steglitz, üpitzstraße 8. Sie hat am 15. Janu;ir
Geburtstag. Marcella Albani wurde am 7. Dezember geboren und wohnt
BerHn W. P.iulsborner Str.iße l.i. I^ivio Pavanellis Gebiirtst:ig ist der
8^ .September. Seine Adresse ist Berlin-AVilmersdorf, Ravensberger Str.
Xr. .'). IJIian Harvey hat am 19. Januar Geburtstag. Sie wohnt Berlin-
Westend. .\Iiorii.illee lfi-17. Brigitte Helm li;it ihre Wohnung in Berlin-
Dahlem. Im Winkel 5. Ihr Gehurlstag ist der 17. März. Grete Mosheim
h.it am 8. Januar Geburtstag und wohnt Berlin AV, Pariser Straße 27.
Henny Porten hat ihre Villa in Berlin - Dahlem. Parkstniße 74. Sie
erblickte am 7. Januar d;is Licht der Welt. — Ramon Xovarro ist durch
die Metro - Goldwyn - Mayer - Studios, Culver-City, Kalifornien. U.S.A., zu
erreichen. Er wurde am fi. Februar geboren. >[.irlaniie AVinkelstern
wohnt Berlin AV, Uhlandstraße 163. Sic hat am 24. März Geburtstag.
Eric .1 11 n d K a t y aus Luckenwalde: Enrico Benfer ist
:im besten durch die Ufa. Berlin S\\' 68. Koclistr.iße 6-8, zu erreichen.
P'r wurde am 2». Juli in Xe.ipel geboren. — AVerner Fuetterer ist groß,
blond, helläugig. Er wurde in Str.ilsund gebiiren und hat :ini lii. Januar
Geburtstag. Er ist auch im Leben furchtbar nett. — Eric Barclay ist
Schwede. Er filmt unseres ANissens augenblicklich in Frankreich. —
Aiola Garden wohnt Berlin A\'. Bend'lerstraße 17. — Ch.irles Farrell ist
durch die Fox-Studios. 1401 Xo. AVestern Avenue, Hollywood, Iv.ilifornien,
U.S.A., erreichbar. — Irene Rieh wohnt in Beverly-Hills, Hollywood,
Kalifornien. U.S.A.
H. Dr. S., B e r n b II r g i. Anh.: Edda Croy (Edda von .Stephan!)
spielte die weibliche H.iiipirone in den beiden Liedtke-Filmen ..Die Ge-
liebte" und ..Die rollende Kugel". Die Filme sind von der Paneuropa
für den A'erleih der Hiiickmauii hergestellt.
Lilian H a r v e y - V e r -
e hierin, Berlin: Lili.iii
Harvey ist ungefähr so alt,
^ wii- .Sie geschätzt haben.
.Sie hat noch eine Schwester n
einen Bruder. Ja, Lilian Har-
vey besitzt ein .Auto. Unseres
Wissens wohnt sie mit ihren
Eltern zus.inimen. T.ili.m Har-
vey ist mit AVilly Fritsch lie-
freiiudet.
r. R.. Frankfurt a. M.:
Charles Farrell i st durch die
Fox-Studios. MOl. Xo. AVe^tcrii
Avenue. H.dly« ood. Knl.. U.S.A.,
erreichbar. Er i>l unverheira-
tet, unseres AVissens Amerik.a-
ner. gibt .\utngr:imme. Sie kön-
nen ruhig deutsch an ihn
schreiben. — Janet Gavnor ist
ebenfalls ein Star der Fox und
durch deren Studios zu errei-
chen. Ja lief Gavnor wurde am
fi. Oktober in PIiihide|oIii;i als
Tochter eines lunendekorateiirs
geboren. .Sie hat sich kürzlieh
mit dem amerikanischen Mil-
lionär Lydell Peck verheiratet,
jr a r i a n i t a A .. Dres-
den: AA'illy Fritsch wohnt
Berlin AA'. K.iiserdamm 9.5.
Harrv Liedtke. Bln.-C.runewald,
Bisiiiarckallee 16. Igo Sym. Bln.-
Schöneberg. Innshrucker Str. 16,
K. Fryl.ind. Bln.-Schmargendf..
Ruhlaer Straße 15. Lili.-ui Har-
vey Berlin - AA'estend. Ahorii-
allee 16 — 17, Agnes Esterhazy
Berlin - AA'estend. Kaiserdamm
Xr. 10, Ita Rina Berlin-AVil-
mersdorf, AA'ilmersdorfer Str. 98.
Drei Frankfurter
F 1 i m m e r m ä d e I s : Iwan
Afosjukin ist 8 — 10 Jahre beim
Film. Mosjukiii war früher mit
der russischen .Scbausiiielerin
Xalalie Lissenko verheiratet.
Seine zweite Gattin ist die Dä-
nin Agnes Petersen, mit der er
seit ca. l"i Jahren vermählt ist.
F i 1 m f r e u n d i n T o n v
B.. Emsdetten : Maria
P.indler ist gesehieden. Sie hat
ihre AA'ohnung in Berlin-Halen-
see. Allirecht-.\chilles-Str. 5a.
Sie gibt -Autogramme. — Bri-
gitte Helms .Adresse ist Bln.-
D;ililem. Im AVinkel ."i.
E r i k .1 T.. Bautzen:
AA'.irwick AVard können wir lei-
der nicht an das fällige Auto-
graniMi erinnern, da der Künst-
ler in England ist. Mit AVilly
Fritsch haben wir schon da-
rüber gesprochen.
Greta G a r b o - \' e r e h r e r Karl K r., B e r I i ii : J.iwohl. Sie
erreichen Greta Garbo unter .Metro-Goldwyn-Mayi-r-Studios, Culver-City,
Kalifornien, U.S..A. Sie gibt Antogr.imme. Sie kiinnen deutsch an die
Künstlerin schreiben. Fügen Sie einen internationalen Postschein und
eine Bildkarte bei. AVir glauben, daß Sie d.is .Autogramm von Greta
Garbo frühestens in 3 — 4 AVochen erhalten können.
Einzig Jenny J u g o und Douglas F a i r b a n k s : Douglas
Fairb.inks ist .Amerikaner, in Denver geboren. Er ist ungefähr so alt,
wie Sie geschätzt haben. F:iirbaiiks ist unseres AA'issens 6—8 Jahre
beim Film. — Jawohl, Jenny Jiigii ist die Tochter eines Ingenieurs, und
mit Carl Sternheims ..Hose" hatte sie ihren ersten großen Filmerfolg.
In der ..Schmugglerbraut von M;illorca" spielte AVilly Fritsch nicht mit.
— In Steglitz wohnen u. a. (instav Fröhlich. Orleansstraße 4, Dina Gralla,
Opitzstraße 8. AVoIfgang Zilzer. KniephofsIraUe 60.
Greta G a r h o - A' e r e h r e r i n , Berlin: Jawohl, Greta Garbo
hat noch einen Bruder, Sven Gustavson, der jetzt bei der Svenska in
Stockholm filmt. Greta (iarbo ist ledig. Sie gibt Autogramme, spricht
gebrochen Deutsch, ist groß, hellblond und hat bl.iue Augen. Ihr nächster
Film ist ein Tonfilm und heißt ..Eifersucht". — Lilian Harvey ist nicht
mit AA'illy Fritsch verlobt. — Alle Filmstars geben Autogramme.
" """i»ifnt/uf/r/,f//////
Vx fetten
waren
am Kamin verplauderte Stunden das Vorrecht
hochgestellter und begüterter Kreise. Jetzt
bringt der Protos-Strahlkamin für wenige Mark
überallhin freundliches Behagen und zuverlässi-
gen Schutz gegen gesundheitschädliche Tempe-
raturschwankungen. In den Übergangsmonaten
ersetzt er die Hauptheizung, im Winter bei sehr
starkem Frost gibt er zusätzliche Wärme ab.
Drei Größen zu M15,60 M27,- M39,-
SIEMEHSSCHUCKERT- ERZEUGNIS
[
0. M., S (• h m a r K e n d 0 r f : Bernhard Bölel ist unseres Wissen»
vrrlipiratcl. Leider können wir Ihnen die gewünsehtc Adresse nicht
niiltoilen.
Ha IS I,., Berlin: Mary Parkor wohnt Berlin W, Pestalozzisir.
Xr. 103. Sic ist Jh'iitsehe, wurde in Breslau Keboreii. Mary Parker gc-
hiirt in das Kacli der iiiKemlllehen J.iebhabetiunen.
K o 1 f V ci II U o t li - V e r e h r e r i n : Sie haben reeht, Kolf von
(Joth spielte eine Hauptrolle in „Veriirle .luvend". Die andere (?'"'!«
Bulle (Helmut Krönen wurde vun .Martin HerzlierK dargestellt. — Rolf
von ('■(itli wirkte aiicli iioeli in dem Ufa-Film ,.Vom Tiiter fehlt jede
Spur" und in ..Revolution der .luiiend" mit. Sein neuester Film ist
..Vater und Soliir' mit Harry Liedlkc in der Hauptrolle. üb Rolf von
(iotb ein Auto b.at. wissen wir nicht. .la, er spielt Tennis. — .Marietta
Millncr ist leider am 2-. .luiii dieses .l.ilires in Baden bei Wien an einem
i.unKenleiden gestorben. — .Manehe Filmslars schminken sieh auch auf
der Str.iüe.
.s t II .1 r t - F r ö h I i e h - V e r c li r e r i n n e n L. u. U. M., H a m -
li 11 r K : Henry Stuart hat br.iiiiie Aukcii und blondes Haar. Bevor er
/um Film kam, war er .Vrcliitekt und .Maler. Sein nenestcr Film ist
..Iter (iiinstliiig: von Scl>;nlirunir" mit Ivan l'etrovieli in der Titelrolle.
Stii;irt ist iinjtefälir so alt, wie Sie ijesehiitzt haben. Seine bekanntesten
Filme sind ,.I)ie versunkene Flotte". ..Liebelei", ..Die Perücke". ..Die
Kebeime Jt.-iebt", ..Der KiiiK der Bajadere". ..Skandal in Baden-B.iden".
..Hie Fr.iii mit dem Weltrekord". — (iiislav Fröhlich IrÜRt seinen rich-
ti;ren Namen. — Vera Sebmiterliiw wohnt Berlin-Halensee.Xestorstraßc 1.
R 11 (1 o I f Seh.: Dar m -
Stadt: Käthe J)ors(li woliiit
Berlin-Lichterfelde. Diakestr. Hl,
(Justav Diessl Berlin W. KcRens-
biirRer StralJe iH. bei Schleuse-
ner. Hans .Adalbert von Scblet-
ti)W Berlin () 17, (iroße Frank-
furter Str.iüe 4. Hilde .Maroff
Berlin NW H7. Afrricol.istr. 1.3-14,
Fritz Kortner Berlin - Dahlem,
Max-Eyth-Straße 5.
M i a B.. L o t t e B., Kre-
feld: Harry Liedtke Iiat seine
Vill.-i in Berlln-tiruiiewald. Bis-
marck.illee Ifi. Er ist mit Christa
Tordy verheiratet, h.it 2 Söhne,
.la. .^utOKr.iiiinie n'bt er. Liedtke
ist iiiiKefähr so alt.
..R o d a - R o d a": Sie haben
recht, Rod.i-Roda hat vor Jahren
gefilmt. Und zwar spielte er in
dem Greenbaum-Film ..Der Fcld-
herrnhiisel".
.,T u K e n d p f 1 ä II z c h e n" :
Fred Louis I/Creh wohnt Berlin
W, ReKensbiirKcr Str. 14. Truus
van .Aalten, Berlin W, J.iithcrstr.
Xr. 27. Jieide sind jetzt in Ber-
lin. — Das Alter der Künstler
Keben wir K;rundsätzlich nicht an.
F i 1 m f r e u n d i n Astrid
F.. Berlin: Jenny Jugo
wollte iirspriiiiKlieh studieren,
wurde aber von Filmleuten über-
redet, zum Film zu gehen. Sie
fuhr nach Berlin und erhielt zu-
nächst kleine Rollen. Der Film
..Die Hose" von Stcrnheiin, in
dem Jenny Jugo die weibliche
Hauptrolle sidelte, machte sie
populär. Der neueste Film der
Künstlerin heiUt „Der Bund der
Drei". — Alfons Fryland filmt
fleißig. — Jack Trevor trägt un-
seres Wissens seinen richtigen
Namen. Seine (iaitin ist Eng-
länderin und keine Schauspiele-
rin. — Hire (Iriißc an Lilian
Harvcy und Jenny Jugo sind
ausgerichtet.
E r w i I
K ö n :
DORIS HILL
mit ihrem Springpferd „Reina"
g s b e rg :
Reinhold Schiinzels Adresse ist
Berlin W. Kaiserdainm 81. Vera
Sehmiterlöw wohnt Bln.-Halen-
see. Xestorsfraße 1. Hilde Jen-
nings Bln. -Wilmersdorf., Rüdes-
heiiner Platz 11. Rina .Marsa
Berlin W. Kiirfürslcndamin 173,
Claire Roinmer Berlin - Schöne-
berg. Innsbrucker Straße IH. —
Camilla Hörn ist ;iin besten durch
die X'atioiial. Berlin SW 48, Fried-
richslraße li), zu erreichen.
,,P a II t h e r". Fr ei bürg: .Mice Terry ist mit Rex Ingram ver-
heiratet und durch die Re.x Ingram-Studios In Nizza (Frankreich), zu
erreichen. — Vivian (Jibson ist am besten durch die Aafa, Berlin SAV 48,
Kriedrichstraße 223, zu erreichen. Erna Morena hat ihre Wohnung in
der Händelstraße 5, Berlin NW 23. — Iwan Petrovich ist iinverlobt und
unverheiratet.
E I 1 y - () r e h i d e c . M ii n e li e n : Nein, Franz
nicht verheiratet. — ..Der (Jr.if von Miuite Christo" is
dreht worden. — JJrigifte Helms Schwester heißt Heid
bis jetzt nur kleine Rollen. — Lilian
in der Oeffentllclikeit nicht hekannt.
von ..Wenn du einmal dein Herz
.sieber durch Ihren Kinobesitzer
sönlich ii.ieli München kommt.
Lederer hat sieh
in Frankreich ge-
Ford. Sie spielte
H.irveys Schwester singt, ist aller
Wann die Münehener Premiere
verschenkst" stattfindet, erf.ihren Sie
Ob Lilian Harvey zu diesem Film per-
wissen wir leider nicht. — Die niänn-
liche Hauptrolle in ..Liebe und Trompetenbl.isen " spielt(> nicht Harrv
Halm, sondern Harry Liedtke. — Lili.ui H.irvev wird gewiß bald wieder
einmal mit Willy Fritsch filmen. — Igo Sym erblickte in Innsbruck da.-
Ijcht der Welt, und zwar am 8. Juli.
Hans A.. B e r 1 i n - S t e g 1 i t z : Josephine Baker ist verheiratet.
— Douglas I airhanks wird rornussiehtlieh bald nach Berlin kommen.
Sie h.ihrii recht. Douglas Fairbanks jr. hat sich vor kurzem mit der
Hol ywocMl.r !■ ilmdiva Jonn Crawford verm.ihlt. — Harrv Liedtke wohnt
Berliii-I.runcwald. BIsmarckallee Ifi. Er treibt viel Sport. Wir glauben
er reitet besonders gern. Seine Lieblinirsblumeii sind alle Blumen —
Reinhold Schiinzel ist mit Maria Kamradek verinälill. Es stimmt früher
war er mit Hanne Brinkiii.iiin verbeir.ilet,
C .1 r 111 e n B <> ii i - V e r e h r e r i n , Berlin: Carmen Boni he-
rindef sich noch immer in Frankreich. Sie tut mit dem italienischen Re-
?i,'r,'!n"i:i-.^"'-""'"v'''"""''l ..^•'/''•'i'-.'tet. Wir glauben, daß Carmen Boni
iiiren richtigen Namen friigt.
Filmfieber, Wiesbaden: Die Antworten im ,, Film-Maga-
zin ' sind selbstverständlich kostenlos. Ja, wir lesen alle Briefe. —
Werner Pittschau verunglückte im Oktober vorigen Jahres mit einem
Auto. Er war noch sehr jung, als er starb. Sic haben recht, er spielte
eine Hauptrolle in dem Film ,, Herzog Hansl". — Iwan Petrovich arbeitet
augenblicklich an dem Greenbaum-Film ,.Ich weiß eine Frau, die dich
niemals vergißt". — Ein Filmmanuskript muß in Form eines kurzen
E.\pos(^s klar und anschaulich die Handlung erzählen.
E. P.. A 1 t o n a : Am besten, Sie schreiben das nächste JLU auch
Ihren Vornamen, damit wir richtig adressieren. — Sie belästigen uns mit
Ihren Fragen durchaus nicht.
H. R., Leipzig: Igo Sym wohnt Berlin-Sehöneherg, Innsbrucker
Straße 16.
Harry aus dem K u h r g c b i e t : Bilder von dem Ufa-Film „Der
weiße Teufel" werden noch gebracht werden. — Sie haben reeht, (iustav
Fröhlich spielte in dem Ufa-Film ..Hurra, ich lebe!" Die männliche
Hauptrolle in diesem Film verkörperte aber Nicolai Kollin. Fröhlich
arbeitete an ,, Hochverrat" mehrere Wochen. — Fragen über die Kon-
fession beantworten wir niclit. — Die genannten Filme sind die neuesten
.\rbciteii von Betty .\mann und Gerda Maiirus. — Harry Fraiick ist
Deutscher, Heinrich George wurde in Stettin geboren. — Jenny Jugo
spielte 11. a. in ,,Die Hose", ..Casanova". ..Die C/irmen von St. Pauli".
..Looping thc Loop". ..Sechs Mädchen suchen Xaclitf|uartier'", ..Die blaue
Maus" ,,Die Schniugglerhraut von Mallorca". ..Die Flucht vor der
Liebe'". Jenny Jugos neuester Film heißt ..Der Bund der Drei".
Friede! K.. G 1 e i w i t z :
Robin Irvin siiiclte außer in dem
genannten Film noch in ..Eine
X^aclit in London" mit Lilian
Harve.v und in ..Das Schiff der
verlorenen Menschen" mit Mar-
lene Dietrich. — Walther Grü-
ters spielte bis jetzt in folgen-
den Filmen: ..Wenn der weiße
Flieder wieder blüht", ..Links
der Isar — rechts der Spree"',
..Bruder Bernhard" und ..Der
AVildschütz''. — Charles Lincoln
spielte noch außer in ..Die Da-
me in Schwarz" in ..Männer vor
der Ehe" und ..Mädchenhan-
del". — Rolf von Goths neuester
Film ist ..Vater und Sohn" mit
Harry Liedtke in der Hauptrolle.
Man sah Rolf von Gofh u. a. in
..Vom Täter fehlt jede Spur".
..Verirrte Jugend". ..Revolution
der Jugend". In dem Dina Gral-
la-Film ., Kehre zurück, .alles
vergeben" führte Erich Schön-
felder Regie. Victor Abel ist
nicht mit Alfred Abel verwandt.
Lotti aus Hamburg:
Die Titelrolle in ..Ben Hur" ver-
körperte Ramon Xovarro. .Vußer
Otto Gebühr spielten in dem Na-
(ional-Filni ,.Die heilige Lüge"
folgende Darsteller: Maria Mind-
zenti, Margarete Kupfer, Oskar
Homolka. — Sie haben recht,
die Künstlerin ist mit dem be-
treffenden Künstler verheiratet.
— Den Pagen in ..Mari.-i Stuart"
spielte Martin Herzherg. —
Maly Delsch.'ift trägt ihren rich-
tigen Xamen. — Tom Mix und
Douglas Fairhanks sind kürz-
lich nicht in Berlin gewesen.
Aber F.iirbanks befindet sich
zur Zeit mit seiner Gattin Mary
Pickford in Paris und soll da-
nach auch Berlin besuchen. Mix
ist in den TT. S.A. — Hans Al-
bers dürfte bereits mehr als in
.Talire beim Film sein. — Hans
Adalbert von Schlettow wurde
in Frankfurt - Main geboren. —
Rolf von Goth ist ungefähr so
alt. wie Sie geschätzt haben. —
Beim Film entscheidet in erster
Linie das Talent.
B e r g f r e u d e : Leider wis-
sen auch wir nicht, ob und wann
die beiden letzten Filme mit
dem verstorbenen Werner Pitt-
schau herauskommen. Aber es
ist keine Seltenheit, daß Filme
erst nach langer Zeit auf dem
Spielplan erscheinen.
Kurt W.. Wilmersdorf: Lilian Harvey. Greta Garbo. Maria
Paudler. L;iura la Plante. Brigitte Helm sind blond, Elisabeth Bergner
li.it tizianrotis H.iar, Louise Brooks ist dunkelbraun. Greta Garbo debü-
tierte in dem Stlljer-Film ..Gösta Bcrling'". Lilian Harvey erschien zum
erslenm.il in dem Otto tiebübr-Film ..Dii' Liebschaften der Hella von
(iilsar"". Elis;ibeth Bergner debiitierte in dem Holger >Ladsen-Film ,.Der
K\ .ingelimann". Mari;i P.iiidler in dem -Vrtiir Bergen-Film ..Die vom
.■ii'dern Ufer", Brigitte Helm wurde zum ersten Male in dem Fritz Lang-
l'llm ,. Metropolis"" lierausgebnicht. Lili.in Harvey wohnt Berlin-Westend,
Aliornallee 16-17. Brigitte Helm Berlin-Dahlem. Im ■\Viiikel 5, Elisabeth
Bergner Berlin-D;ihlem. Faradayweg l.'i. — Greta G.irbo ist durch die
Ml tro-tioldw yn-Mayer-Studios, t^ulver-City. Kalifornien. U.S..\.. Laura la
IMaiile durch die Uiiiversal-Stiidios, Universal-Cily, Kalifornien. L'.S.A..
zu erreichen. — Die gen.innten St.irs geben .\iitogranune und sind auch
iiii Leben riesig nett. — (Jreta Garbos neuester Film ..Eifersucht"' ist ei:i
'roufiliii. — ■ Die Uf.i hat ihre Ateliers in Neu-Babelsberg. die Terra in
Berlin-Marieiifelde. Sieniensstraße. D.is Efa-, Melier befindet sich in Bln.-
Haleiisee, Cicerostraße. Die .\:ifa und Orplid-.Messtro drehen sehr häufig
in Staaken. manchmal im Grunewald- Atelier oder in den Tempelhofer
rr,i-.\teliers. Nein, der L;iie b.it nicht Zutritt zu den Ateliers.
Christ a v. B.. Berlin: Käthe Dorsch ist Wienerin und liat
.1111 29. Dezember Gebiirtst.ig.
Gerd B r i e s c - V e r e h r e r i n Margret G .. Bremen: Den
Leutnant Liind in den ..Schneesehulibandilen" spielte der Xorweger
Fridtjof Mjöen. — Ein neuer Film mit Olaf Fjord ist bis jetzt noch nicht
.'ingekiindigt. — Uschi Elleol wohnt Berlin AV. (»livaer Pl.itz 4. — Ihre
Bildwünsche sind vorgemerkt. — ..Der Günstling von Schönbrunn" ist
in Berlin noch nicht zur Uraufführung gelangt, läuft aber schon in der
Provinz. — Die weibliche Hauptrolle In dem Richard B:irthelmess-Film
..Die Nacht ohne Hoffnung" spielte Lina Basqucttc.
P/u>t. Paramount
geistert. Er glaubt, die Kreatur zu be-
herrschen. Programmwidrig und hinter
seinem Rücken macht sich jedoch der harm-
los aussehende Elefant selbständig und ver-
wandelt sich wieder Erwarten in eine
Giraffe. Egon staunt, und wir staunen über
Egons Verwunderung; denn die ist so ehr-
lich, wie sie im Zeitalter der Blasiertheit
kaum zu finden ist. Aber Egon schlägt uns
erst damit, daß er das Wunder auf sein
Der Trickkünstler Wolfgang Kaske-
line, der durch seine absoluten und
Begriffsfilme dem Werbefilm eine neue
Note gegeben hat, zeigt sich hier von
einer neuen Seite.
Charakter ist wichtiger als Schön-
heit. Und so entstand Egon. Egon
war nie jung und wird nie alt.
Er bleibt sich zu jeder Zeit und in
jeder Lebenslage gleich. Wer will be-
streiten, daß Ehrlichkeit wertvoller als
Klugheit ist? Egon ist nicht klug, dafür
aber ehrlich. Seine Empfindungen
sind so einfach und klar wie sein Le-
benswandel. Die Dinge um ihn sind
immer etwas stärker als er selbst. Und
immer, wenn er glaubt, er sei auf der
Höhe seiner Leistung angelangt, zeigt
es sich, daß das Geschehen um ihn
doch das Ausschlaggebende ist. Bei
all dem ist er restlos glücklich und
auch imstande, seinen unerschütter-
lichen Glauben an sich selbst so weil
zu treiben, daß man ihn bewundern
muß. Die vielen kleinen Nöte,
die er zu bekämpfen hat, ver-
mögen nicht, ihn auf die
Dauer aus der Fassung zu
bringen. Er wird immer einen
Weg finden, sich irgendwie
aus der Affäre zu ziehen. Bei
ihm verläuft nichts pro-
grammäßig. Wenn er voll
strotzenden Selbstbewußtseins
seine Kunst als Tierbändiger
zeigt, ist er selbst von den
Leistungen seines kleinen
Elefanten am meisten be-
Konto setzt. Er wird ganz stolz und selbstbewußt, und wir können es
ihm unmöglich übelnehmen, denn sein Empfinden ist eben gleich.
Egon fährt auch Auto, und in ihm spiegelt sich das ganze zufriedene
Selbstbewußtsein des Herrenfahrers wider. Es stört ihn nicht, daß
sein Wagen nicht den neuesten Anforderungen der Technik und des
Schönheitsempfindens entspricht. Auch in diesem Fall überwindet er
alle Störungen durch sein unerschütterliches Temperament. Das letzte
Lebensziel Egons ist, daß wir mit ihm weinen und lachen, daß wir uns
mit ihm fürchten und mit ihm stolz sind. Wenn dem kleinen Mann
das gelingt, dann erfüllt er seine Lebensaufgabe. Er ist zwar sehr viel-
seitig; beispielsweise beschäftigt er sich auch mit der Kakteenzucht.
Aber es kommt ja schließlich nicht darauf an, was man macht, sondern
wie man es macht. Und dabei beweist unser Egon stets, daß er
Charakter hat, Egon soll noch eine ganz besondere Verwendung fin-
den: Er soll in den Dienst des Werbefilms gestellt werden. Und er
selber ist ganz und gar davon überzeugt, daß er die Aufgaben, die ihm
hierbei gestellt werden, glänzend lösen wird. Er wird sich besonders
geschmeichelt fühlen, wenn ein immer ernst
dreinblickender Kaufmann, vor dem er großen
Respekt hat, den glücklichen Entschluß finden
wird, den Egon in den Dienst seiner Sache zu
stellen, und wir alle glauben an Egon und an
seine Fähigkeit, an die Kunst seiner Darstellung
und an seinen unbezwingbaren Humor, Egon wird
imstande sein, das nüchterne Geschehnis zu einem
grotesken Erlebnis zu gestalten. Die Werbefilm-
Abteilung der Ufa hält diesen Darsteller bereit
und pflegt ihn sorgsam, um ihn in den Dienst
ihrer Filmwerbung zu stellen. Und wenn Egon auf
der Leinwand erscheint, sollen ihn seine großen
und kleinen Bewunderer mit dem halb freudigen
und halb erwartungsvollen, vielleicht auch etwas
ängstlichen Ruf, man weiß ja nie, was ihm
passieren wird, begrüßen: Egon, du?
Harry Piel- Verehrer: Harry Piel trägt einen Künsller-
iiaiiicii. Kr iht mit Dary Holm verheiratet, K'l't Autogramme. Sein
neuester Film heißt „Ein kesser Junge" (Sein bester Freund).
F i I m f r c u n d F. O., 1> a n z I g - L a n g f u h r : Leiiler müssen
wir Ihnen s.igen, daß Kudolf V.ilcnlino am 2.t. August 1026 gestorben ist.
— Wir haben die betr. Darstellerin erinnert. — Elisabeth »ergncr hat
ihre Wohnung in Herlin-Bahlein, Faradayweg 1». .la, es existiert eine
Elisabeth Ucrgnor-Biographie. — Kijrzlich sind zwei deutsche Tonfilme
in Merlin zur Urauffiihrung gelangt, nänilirh ,.Uas Land ohne Frauen",
mit Conrad Veidt und Elga Urink in den Hauptrollen, und ,,\\er wird
denn weinen, wenn man auseinandergeht", mit J)iiia liralla, Harry Halm.
— .\lle Filmgrößeii geben Autogramme. Aber es ist zweekmäßig. stets
die jeweilige Bildkartc und frankiertes, adressiertes lUitkkuvert bei-
zufijgcn.
E. P.. Zürich : Von William S. >lart hat man in letzter Zeit
nichts gehört. Der Künstler lebt in den Vereinigten Staaten. — Die
niichsten Dolores del Hio-Filme lieiOen ,,Evaiigelinc" und „Zigeuner-
rache". — Man hofft, daß Douglas Fairbanks auf seiner Europareise auch
Herlin besuchen wird. — Drei Uihlkarten siiul Hinen inzwisdien
zugegangen.
D r e i S c h w a b c n : Fiir 'Werturteile über die Filmst.irs h;iben wir
in unserem Hriefkasicn keinen Platz. .Mso können wir Ihnen nicht
sagen. ..ob Uamon Xovarro oder Werner Fuetlerer berühmter, beliebter,
liiibsclier und im I.elien sympathischer ist". — Der .A.1 .lolson-Film ,,Sein
kleiner KannT.ul" mit David Lee ist unseres Wissens auch wieder ein
Tonfilm. ^\■ir gl.itiben sicher, daß Jugendliche Zutritt haben.
Ein AV i ß b e g i e r i g e r :
l.il ]).igovcr wohnt Hcrlin-West-
end, Arys-Allee i. Die Künstle-
rin hat am ;iO. .September Ge-
iiurlslag und ist mit dem Film-
Iiroilnktionsleiter Witt verheira-
tet. Sie wurde als Tochter deut-
scher Eltern in Java geboren.
Ihren N.imen hat sie von ihrem
ersten Cattcn, dem Schauspieler
Dnghofer. Sie ließ das ,,h" fort
und verwandelte das ,,t" in ,.v".
Zwei F i 1 m f r e u n d i n -
neu D i t ii H., Edith F.,
M a r i e n w e r d 0 r (W c s t -
p r e u ß e n): Ran\on Xovarro ist
Mexikaner, seit 3921 beim Film,
ledig. Ja. sein richtiger Name
ist San\oniegos. — Jenny Jugo
hat rotlichbraunes Haar. — Es
stimmt. l{einhold Schiinzcl ist
bei der Piscator-Bühnc verun-
glückt. — Iwan Petrnvich ist
serbischer St.iatsangehürigkeit. Er
bat dunkles H.iar und filmt seit
jc)->3. — Injo Syms Partnerin in
..Wenn du einmal dein Herz ver-
schenkst" ist Lilian TIarvey. —
Jawohl, Liane Haid hat noch
eine Schwester, die ebenfalls
Filmschauspiclerin ist. Est ist
Crit Haid. — Greta Oraal ist seit
ungefiihr zwei J.ahren tot. Ihr
Partner in ..So küßt nur eine
Wienerin" war Werner Fuettc-
rer. Werner Fuetterers Partne-
rin in ..Der Sohn der Hagar"
war Mady Christians. — Der
H:niptd:irsieller in ..Paris, du
Stadt der Liebe" (Quartier La-
tin) war Iwan Petrovich, seine
P.irtnerin Carmen Bonl. — Kobin
Irvin ist ))lond. Sportsmann,
spielte u. a. in den Filmen
..Eine Nacht in London" mit
Lilian Harvey. ..Kehre zurück,
.illes vergeben" mit Dina Gralla,
..Das .Schiff der verlorenen Men-
sehen" mit Marlene Dietrich.
L i e s c 1 .1 G.. Berlin-
Treptow: Mady Christians
wohnt Berlin - Charlottenburg,
Hismarckstraßc ß7. Sie gibt .Auto-
gramme. — Iwan Mosjukins
Adresse ist Berlin W, Kurfürslen-
damrn 195. — Orete, TIanni und
Otto Reinwald sind Geschwister.
— Dita P.irlo wohnt Berlin W 30,
Molzstraßc 87.
G e r d .1 M., Berlin: Xenia
Desnl wohnt Berlin W, P.auls-
borner Straße 3. Sic wurde am
ifl. Januar in Kiew (Rußland)
geboren.
Fritz K., Fraustadt: Olga Tseheehowas Adresse ist Berlin
\AV' 2Ä. Klopstockstr.-iße 20. Die Künstlerin ist geschieden.
Billy G., Basel : Die Bildkarten sind -schon vor langer Zeit
■.veitcrgi'leitet worden. — Die Künstlerin ist mit dem betreffenden Künst-
ler verheiratet. — Wann Sie das Autogramm von Harold Lloyd bekom-
men werden, wissen wir wirklich nicht. — Billie Dove ist durch die
First Xational-Studios. Burbank-Hollywuod, Kalifornien, U.S.A., zu errei-
■lien. .Sic gibt Autogramme.
Ellen J a c k o w . Leipzig: Wir erinnern uns nicht, jemals
grschrieben zu haben, daß .Alfred Abel ein französischer Regisseur sei.
In welcher Nummer haben Sie das gelesen? — Mady Christians wurde
in Wien getioren \tnd ist mit Dr. von Müller verheiratet. — Walter Rilla
war früher Journalist und Dramaturg, wurde dann Sehatispieler und k.im
vor ntigefiibr 6 Jahren zum Film. — Ivan Pelrovichs Autonummer wis-
sen wir nicht. — Brigitte Helnt ist jetzt zum ersten Male vcrheir.itet. —
Alliier bei den Filmpremieren können Sie einige Filmstars, wenn Sie
i.liick liaben. in der Fricdricbslraße in natura sehen. Denn in der
l'riedilchslraße befinden sich die Büros von f.-ist s.ämtlichen Filmgesell-
• cliallen. — Am besten. Sie besorgen sich das Blieb ..Das Film-
iiintniskript". zu beziehen durch den .M.i\ Mattisson-Verl.ag, Berlin SW 68
Uittcrslraüe 71. '
Walde mar G., B r e s 1 a u : Die .Adressen von den betreffenden
>poilgroßeii können wir Ihnen leider nicht geben. — Pat und Pifichon
erreidicn Sie durch die Elstr.e-Slu.lios, Ilersfordsblre (England), wo sie
neuerdings filmen. — Wann Lya Mara aus Amerika zurückkommt, ist
noch nicht bekannt. — J.ickie Coogaii wohnt 67.T South Oxford Avenue
Los Angeles, Kalifornien. — Dita Parlos richtiger Name '
Zeit in Paris,
burtstag. Jean
EIza Temary
Bradin wurde
Lotosblume a u .s L. : Bobhy Bums ist fünf, David Lee vier
Jahre alt. Der nächste Film mit AI Jolson und David Lee heißt „Sein
kleiner Kamerad" (Little Pal). — Ihre Bildwünsche sind vorgemerkt.
Henry .Stuart wurde in Kairo geboren, ist englischer Staatsangehörigkeit.
— , .Asphalt" ist vor zirka einem Jahre gedreht worden. Ja, Betty
.\innnn debütierte darin. — John Gilbert ist seit kurzem mit der amcri-
k.inischen Schauspielerin Ina Clairc vermiililt. Die Künstler befinden
sich zur Zeit in Europa. — ,.Mein Herz ist eine Jazzband" w urde im Oktober
vorigen Jahres gedreht. — Die miinnliche Hauptrolle in dem Film
..Hilller Haremsinauern" .spielte Charles Farrell. Er ist durch die Fox-
stiidios, 1401, No. Western Avenue, Hollywood, Kalifornien, U.S..\., zu
ci reichen.
Grazia. Alwine L., Augsburg: Teddy Bill wohnt Berlin-
Westend, Meiningenallec 7. Er wurde am 18. November in Wien ge-
boren. Maria Jaeobinis Adresse ist Berlin W l.'«. Joachiiiisth.iler StriUc
Nr. 22-2.1. Die Künstlerin erblickte .■im 17. Februar in Koni das Licht
der Welt. Nornia Shearer ist durch die Mctro-Goldwyn-.M.iyer-Studios.
Ciilver-City, Kalifornien, U.S.A., zu erreichen. Sie wurde am Kl. .August
in Montreal (Kaii.ida) geboren. — Die weibliche Hauptrolle in ..Meineid"
spielte Alice Roberte. — Dolores Costello ist durch die Warner Krolbers-
.Sludios, .W42, Sunsct Boulevard, Hollywood, Kai., U.S.A., erreichbar. .Si-
ist .Amerikanerin und wurde in Pittsburg geboren. Jacqueline Logan ist
durch die Columbia-Studios, 11,)H, Gower .Street, Hollywood, Kai., U.S.A..
■ erreichen. — EIza Tem:iry, Diaii.i Karenne und Je.in Bradin sind zur
ist riig.irin und h.it am 12. Februar Ge-
am 'M. Mai in Paris geboren.
H e II 11 y P o r t e n - V 0 r c li -
r e r i n II e n , Düsseldorf:
Hcnny Porten gibt Autogramme.
Sie können es ruhig wagen, an
die Künstlerin zu schreiben.
Senden Sie ihr eine Bildkarte
und fügen Sie adressiertes, fran-
kiertes Rückkuvert bei. Henny
Porten hat keine Kinder. Aber
sie ist sehr kinderlieb, nicht nur
im Film, sondern auch im Leben.
H. S., Fra nk f ur t -M ai n:
Ossi Oswalda ist zur Zeit in
Wien bei der Operette tätig. Sie
wird aber noch in diesem Monat
mit einem Film in Prag begin-
nen. Ihr neuer Film ..Geheimnis
im Schlafwagen" (Prinzessin auf
Urlaub) wird voraussichtlich noch
in dieser Spielzeit zur Urauffiih-
rung gelangen. Wann Ossi Os-
walda nach Frankfurt-M. kommt,
wissen wir nicht.
Angela. V i v i a n G i b -
s 0 n - F r e u n d i n : Vivian
Gibsons neuester Film ist ..Früh-
lingsrauschen". .Sie ist geschie-
den. Ja. ihre Tochter heißt An-
gela. Vivian Gibson und Iwan
Petrovich sind ungefähr so alt.
wie .Sie geschätzt haben. — Die
Künstlerin ist mit dem betref-
fenden Künstler verheiratet. —
Elga Brink ist ledig, hat dunlv
les Haar und dunkle Augen. —
Brigitte Helm ist so alt, wie Si;-
geschätzt haben. Ihr nächster
Film heißt ..Sklaven der Lei-
denschaft". Vivian Gibson, Jen-
ny Jugo und Lil Dagover haben
unseres Wissens rotbraunes Haar
und braune Augen.
Hilde und andere Wiß-
begierige : Olaf Fjord
wohnt Berlin-Wilmersdorf. Xaii-
tener Straße 18. Er wurde am
12. August in Oslo geboren und
ist unverheiratet. — Lya Mar.a
befindet sich noch immer in
.Amerika. — AVir werden den
Künstler erinnern. Ja, er ist
auch im Leben ernst. Sie haben
sein Alter ungefähr richtig ge-
schätzt, ebenso das von Olaf
Fjord. — Pat und Patachon fil-
men augenblicklich in England
und sind dort durch die Elstree-
Sfudios, Hersfordshire, zu er-
reichen.
H. R. M.: Lilian Harvey war
16 bis 18 Jahre alt, als sie
zum Film kam. — Greta Garbo
hat keine Kinder. Sie ist ledig.
K. AV., B e r I i n - AV i 1 m e r s d 0 r f : A'aleria Boothby wohnt Berlin
AV, Kufsteiner Straße 2. bei Basch. Sie h.it am 18. Oktober Geburtstag.
Sie spielte u. a. in ..Die Frau mit dem AAeltrekord", ..Adam und Eva",
„Um Frauen und Geld", ..Das Girl von der Revue". ..A'ercrbte Triebe".
Louise Brooks ist geschieden. Ihre neuesten Filme sind ...Aus dem ""ige-
buch einer Verlorenen" und „Schönheitskonkurrenz''. Lilian H.irvey ist
ledig und hat am 19. Januar (Geburtstag. Ihre Adresse ist Berlin-AVest-
end. .Ahornallc lfi-17. .Sie gibt Autogr.imme. Die bekanntesten Lilian
Harvey-Filiiie sind ..Liebe und Trompetenblasen", ..Die keusche Su-
sanne", ..Die tolle liOla". ..Die Kleine vom Bummel". ,,A'ater werden
ist nicht schwer". ..Eine Nacht in London". ..Ihr dunkler Punkt". Die
neuesten Filme mit Lilian Harvey heißen ,..\dieu. Mascotte" und ,,AVenn
du einmal dein Herz verschenkst".
G. I. G., Breslau: Richard Oswald wohnt Bcrlin-Charlottcnburg.
K;tiserd.imni 100. Kr wurde am .5. November in AVien geboren, ist ver-
heiratet, hat zwei Kinder. Möglich, daß er mit Hans Stüwe befreundet
ist. — Jawohl. Stüwe hat den Krieg mitgemacht. In seinem Tonfilm
..Nur dich hab' ich geliebt" wird er auch singen.
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unter W. G. Hauptpostfach 18, Aarau Schweiz.
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Stellung der wahllosen Bilddokumente, in denen
der Stift des satirisdien Zeidiners der Welt des
Films die komischen Seiten abgelauscht hat.
Aus dem Inhalt:
Weltgeschidite im Film — Aus den Kindertagen
des Films — Naturgeschichte eines Films — Film»
Könige und «Adjutanten — Der Regisseur — Der
Dichter — Die Kritik — Der Mann, der alles
dreht — Die Niegenannten — Im Glashaus
Zwischen den Kulissen ~ Im Cafe der Kom-
parsen — Achtung! Aufnahme! — Die Diva
Der schöne Mann — Abenteuer, Sensationen
und Grotesken — Romantik — Hollywood Erotik
Film undFamilie —Die Größten ihrer Zeit — Kino
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Charlottenburg. Anxeig en Verwaltung Universum-Film A.-G., Abt. Uta-Werbefilm, Berlin SW68, Kochstr. 6 8. KupferticWnick: August Scherl G.m.b.H., Berlin SW 68
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(Conrad hZicU spidl /.. dem 'Ufahnclilm der /Joe QlUy^Sloänf^hon ,/<d'ie lelsste Uiompa^nie
I
i
UI^-PALASTamZOO
Die Mutter des Taubstummen
spielt Margaret Mann, eine Multer-
darstellerin, zu der der Ruhm kam,
als sie schon nahezu sechzig Jahre
alt war. Gelegentlich einer großen
Ausstellung in San Diego ver-
körperte sie bei einem Festspiel die
Rolle der Martha Washington, Man
legte ihr nahe, nach Hollywood zu
gehen. Dort dauerte es lange, bis
sie auf den richtigen Platz gestellt
wurde. Aber dann kam der große
Erfolg in Mutterrollen. Heute hat
Margaret Mann einen langfristigen
Starkontrakt.
Oben links: Mary Duncan. — Oben
rechts: Vom Erfrieren gerettet. — Mitte:
Die erste Begegnung. — Links: Char- ^1
les Farrell. — Rechts: Iwan Linow
P/lOl. I.n-hir,
'J^^äa^SL,tSiS!f-:
In der „Ersten Frau" kommt die
estalt eines Taubstummen vor, der
en jungen Menschen (Farrell) vor
em sicheren Untergang rettet und
e junge Frau aus den Klauen eines
annes befreit, der ihr Unglück
Diesen Taubstummen spielt Iwan
now, ein blonder russischer Riese,
essen Schicksale, die ihn zum Film;
achten, selbst wie ein romanti-
her Film anmuten. In Hollywood
hätzt man ihn ob seiner ausge-
ichneten darstellerischen Fähig-
eiten, die einen Charakter in
nappsten Strichen umreißen, und
ewundert seine außerordentliche
raft, die ihn zu einem Boxkämpfer
on Klasse machte.
D
;•»'.)
ie genaueste Nachbildung
markanter historischer
Stätten war für den Ufa-
tonfilm „Der weiße Teufel", der
nach der Novelle Leo Tolstois
„Hadschi Murat" gedreht wird,
Erfordernis, sollte der Film die
lebensechte Atmosphäre haben.
Da gibt es die Empfangsräume
des Zaren Nikolaus I., ein riesi-
ger Thronsaal, der mit seinen
mächtigen Lustern, seinen Ko-
lossalgemälden und den stil-
echten Möbeln eine Sehens-
würdigkeit bildet. Dann ist da
der Zuschauerraum der , .Peters-
burger Hofoper" im Lichtcr-
glanze der sich in dem Gold der
Wandverkleidungen, den gold-
strotzenden Uniformen der
Würdenträger und hohen Mili-
tärs und den Diamanten der
Damen, einen märchenhaften
Anblick bietend, die Bühne die-
ser Hofoper, auf der Marianne
Winkelstern mit dem Eduardowa-Ballett ein graziöses Tanzbild
zur Vorführung bringt, weiter wurden genau in den Maßen des
Originals Teile der Kasan-Kathedrale errichtet, vor der sich
große Massenszenen abspielen, der Pavillon, dessen Außen- und
Innenansicht unsere Bilder zeigen, ist in jeder Einzelheit nach
dem Original gebaut. In diesem Pavillon spielen sich die drama-
tischsten Szenen der spannenden Handlung ab.
Errichtet wurden diese historischen Bauten auf dem weit-
räumigen Ufagelände in Neubabelsberg von den Architekten
Oben:
Petersburger Hofoper
Mute:
Der Zuschauerraum im Bau
Unten :
Der historische Pavillon.
Außen- und Innenansicht
l'hot. Ufa '
hot. Vja
Die goldnen Sternlein prangen — an der Außenfront des Ufa-
Palastes, beinah so unzählig wie am blauen Himmelszelt.
Eine Rakete fliegt von der großen plastischen Erdkugel hin-
auf in die Unendlichkeit und wieder zurück, und das alles, um
schon von weitem anzukündigen, daß hier der große Fritz Lang-
Film gezeigt wird. Die anderen Aufnahmen stammen vom Pre-
mierenabend und zeigen die Darsteller, wie sie sich, froh über
den Erfolg, unserem Spezialphotographen präsentieren.
Phot. Schert
Oben: Gerda Maurus und Willy Fritsch in der
Kunstlerloge. Mitte: Außenfront des Ufa-Palastes.
Unten im Kreis: Danfi für den Beifall. Recltts:
(Von linlis nacfi recfits) Fritz Lang, Theo von
Harbou. Sclimidt -Gentner. Claus Polil, Gerda
Maurus. Rasp, Gustel Starfi-Gstettenbaur, Kantureli,
von Wangenheim. Willy Fritscfx (ganz recfits)
Von Heinz Udo Brachvogel
Der Film war von jeher der ErfüUer
einer großen Sehnsucht; der großen
Sehnsucht breitester Massen, auch
einen Blick zu tun in die weite, bunte
Welt, von der man soviel hörte und so-
viel las und deren Schönheiten den Min-
derbemittelten doch ewig versagt er-
schienen.
Es ist kein Wunder, daß Kulturfilme
und Wochenschau bei einem großen Teil
der Kinobesucher, hauptsächlich bei den
nicht blasierten, immer lebhaften An-
klang finden, denn das geschaute Bild
bleibt ein tiefer und nachhaltiger Ein-
druck, gegen den auch die farbigste und
glühendste Schilderung in Worten ver-
blaßt.
Aber auch vom Standpunkt der reinen
Aktualität aus haben die Film-Wochenschauen unendlich viel
Gutes gewirkt; sie haben in knappster und präzisester Form dem
Publikum haftende Eindrücke von dem Geschehen in der weiten
Welt gegeben — Eindrücke, die sich gerade die Massen nach
der erschöpfenden Arbeit des Alltags aus der Zeitung wohl
kaum herausgelesen hätten.
Die Filmwochenschau ist das Auge der Welt geworden, durch
das der kleinste Bürger des kleinsten Ortes sozusagen persön-
lich verfolgen kann, was draußen in der Welt passiert.
In Parenthese sei bemerkt, daß es absolut unverständlich ist,
wie ein Staate wie Deutschland, der sonst soviel Wert auf die
Bildung der breitesten Massen legt, die Wochenschauen nicht
als Kulturfaktoren anerkennen will, die der Vergünstigung der
Steuerfreiheit wert seien.
Nun hat sich die große Wandlung vollzogen — aus der stum-
men Wochenschau ist die tönende Wochenschau geworden.
Bild und Ton vereinigen sich zum stärksten Eindruck, den man
sich denken kann. Die Perspektiven, die sich eröffnen, sind
gigantisch weite.
Wirkt schon die einfache Naturaufnahme (Meeresaufnahme
usw.) durch den Ton noch weitaus lebendiger als das, trotz aller
Schönheit immerhin stumme Bild, — so gibt es eine Reihe Auf-
nahmen, die gerade durch den Ton erst zum tatsächlichen ,,Bild"
des Lebens werden.
Eine Fahrt durch den Hamburger Hafen kann in der stum-
men Wochenschau sehr schön und interessant sein. Den un-
geheuren Eindruck der titanenhaften Arbeit, die in diesem Welt-
hafen geleistet wird, kann man aber erst dann richtig bekom-
men, wenn das Heulen der Sirenen, das Rasseln der Maschi-
nen, das Keuchen und Stöhnen der Dampfer und der Züge,
kurz der gewaltige akustische Eindruck zu dem bewegten
Bilde tritt.
Alle ethnographischen Streifen, die sonst im stummen Film
aus Besorgnis vor „Verschleppung des Tempos" gekürzt wer-
den mußten, können jetzt auch im Lichtspieltheater in voller
Länge vorgeführt werden. Ich erinnere nur an die hervor-
ragenden Aufnahmen von den phantastischen Tempeltänzen in
Tibet, Indien usw., die man in ihrer ganzen Länge nie hätte
bringen können, weil der optische Eindruck allein auch mit der
besten musikalischen Untermalung zu monoton gewesen wäre.
Heute aber, wo man das Schmettern der Hörner, das Rasseln
der Gebetsmühlen, das Klingen und Singen der bronzenen
und silbernen Glocken, das dumpfe Wirbeln der Pauken und die
ekstatischen Schreie der Tänzer hört, wird man in die Atmo-
sphäre selbst versetzt, — sieht nicht nur das Bild eines solchen
Tanzes, sondern erlebt das Ganze nahezu körperlich mit. —
In der stummen Wochenschau konnte man Personen nur
flüchtig zeigen. Wer erinnert sich nicht mit einem leisen Lächeln
der verschiedensten Prominenzen aus allen Lagern, die, zum
erstenmal gefilmt, immer einen komisch verlegenen Eindruck
machen. Heute ist es anders. Heute hat der Prominente, der
den Völkern der Welt gezeigt wird, nicht mehr bloß zu lächeln
und zu grüßen, — nein, — heute hat er die Möglichkeit, die
Stimme zu erheben und zu allen Völkern der Erde im buch-
stäblichsten Sinne des Wortes zu sprechen.
Das ist so unendlich viel, daß man sich die Folgen davon noch
gar nicht richtig ausmalen kann. In der Movietone Wochen-
ichau haben schon Mussolini, König Alfons XIII. , Bernard
Shaw, Admiral Beaty, Gcrhart Hauptmann usw. usw. ge-
sprochen. Nicht nur ihre Bilder, sondern auch ihre Gedanken
sind durch das Tonfilmband den Völkern
der Erde vermittelt worden. War die
stumme Wochenschau das Auge der
Welt — so wird die Tonfilmschau die
„Stimme der Welt", durch die die
Großen, die Bedeutenden zu den Völkern
der Erde sprechen.
Es liegt klar auf der Hand, daß man
mit der Tonfilm-Wochenschau ein völ-
kerverbindendes Element von außer-
gewöhnlichem Format gewonnen hat.
In Deutschland hatte man gerade in
der jüngsten Zeit den schlagendsten Be-
weis für die ungeheure Eindruckskraft
des Tonfilmes bei aktuellen Berichten.
Der — ohne zu übertreiben — wirk-
lich enorm starke Eindruck, den solche
Aufnahmen vermitteln können, räumt der
tönenden Wochenschau heute schon
einen allerersten Platz auf dem Riesen-
betätigungsfeld des Filmes ein — und wir
können heute schon zuversichtlich hoffen,
daß auch Deutschlands Tonfilmoperatcure
ehrenvoll neben ihren schon länger trai-
nierten amerikanischen Kollegen be-
stehen werden.
'■'■.i.'-.m. '. ,■"
mmmmamsrnmummmmmmmma
P1W?.Watl ).'MiiM!ai!LaiiiA«^t!«ttiJfclW^.JÜtmg5gJ^lS5^^
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I I I
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MAQION DAVIES ALS TÄNZEQIN
Phot. M.-Q.-M.
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rikatur an Stelle der Wirklichkeit treten ließ.
Der Übergang aus der Welt des Zwangs in
die Freiheit wird zu einer Art Revolte im
Erziehungshaus.
Draußen in der Welt tritt wieder, vielleicht
gezwungen durch die Zensur, eine gewisse
Dezenz in die Erscheinung, die filmisch und
ästhetisch wohltuend berührt, weil sie einmal
ad oculos demonstriert, daß es auch so geht.
Am Schluß des Bildes siegt die Großmut.
Das verlorene Mädel, das sich inzwischen
einen Gräfinnentitel gekauft hat, verzichtet
auf das Geld, das sie durch einen Glücks-
zufall vom Vater erbt, zugunsten der Stief-
mutter, die sie eigentlich in alles Unheil hin-
eingetrieben hat.
Im Roman wird die Geschichte noch außer-
ordentlich rührselig. Der gräfliche Schwieger-
papa oder Schwiegcronkel nimmt die Ver-
lorene zu sich, weil er, durch ihre Menschlich-
^iCii
Dseph Rovcnsky als Papa, Vera Pawlowa
als Tante Frida, Fritz Rasp als der Ver-
führer und Andre Roanne als der junge
Graf genannt.
Die Vorsteherin an der Erziehungsanstalt
wird von Valeska Gert gespielt. Sic hat
nach dieser Leistung bestimmt keinen
Grund gehabt, bei der Vorführung des
,,Land ohne Frauen" laut zu protestieren.
Man könnte das viel eher manchmal bei
ihrer Leistung in diesem Film tun. Aber
andere Filmdarsteller besitzen mehr Takt
und verzichten auf diese Demonstration,
die zwecklos und peinlich ist.
*
Links: Louise Brooks
Besuch bei Busler Keaton im Atelier. Dorolhy Sebastian, William Collier, Edward Earle und Leila Hyams arragicrcn ein Spielchen
l'liol. Mi-trc> (;.),'i/ii'i'n-.lli/ir/
Der Kinobesucher weiß natürlich, daß zur Herslellung eines
Films allerlei gebraucht wird, z. B, ein Manuskript (wenn
möglich, ein gutes), ein Regisseur, möglichst viel ,, promi-
nente Darsteller", ein Kameramann und viele, viele Requisite^,
Es gibt nun Requisiten, die nicht besonders ins Auge fallen, die
eben da sind, oder solche, die als ,,Ding an sich" überhaupt
nicht sichtbar werden, zur Hervorbringung bestimmter Effekte
aber unerläßlich sind.
Da gibt es für die Herren Aufnahmeleiter und Requisiteure oft
manches Kopfzerbrechen, aber beschafft wird jedes Requisit,
und sei es noch so ,, ausgefallen", Tiere aller Art herbeizu-
schaffen, seien es nun dressierte Affen, weiße Mäuse, Riesen-
schlangen, ,, handzahme Ratten", das bereitet erfahrenen Film-
leuten keine besonderen Schwierigkeiten,
Allerdings kann es auch da passieren, daß etwas ,, daneben"
geht. So wurde e-nmal für eine im Gebiet von Dreilinden an-
gesetzte Saujagd ein Wildscfiwein gebraucht. Der Lieferant ver-
schwur sich hoch und heilig, der ,, Keiler" werde rechtzeitig
zur Stelle sein. Aber, der Trag schritt -.vciler, und von dem
Keiler war weit und breit nichts zu sehen. Nach stundenlangem
Harren traf wohl ein Lastwagen mit der Hundemeutc ein, von
dem nicht vorhandenen Wildschwein erzählte der Lieferant oder
vielmehr „Nicht"-Licferant, der Schwarzkittel sei auf dem
Transport in Weißcnsce vom Wagen gehupft und entsprungen.
Das ausfallende, lebende Wildschwein wurde durch ein aus-
gestopftes, das als Trophäe im .Jagdschlag ,, Dreilinden ' hing,
ersetzt. Die Sache wurde eben so arrangiert, daß der
Keiler erst in Erscheinung trat, als bei der ,, Strecke" die Brüche
verteilt wurden.
Sportgeräte in allen Varianten: eins Kleinigkeit. Brauchte man
aber z. B. die Requisiten für das baskischc Pelotaspiel, mußte
nr.an sich doch schon etwas vor der Aufnahme darum küm-
mern, soll CS keinen Anpfiff durch den Regisseur wegen dor
durch das Fehlen eintretenden Verzögerun;.» geben
Bei Szenen mit Explosionen brauc.it man ,, Aschenregen". Der
ist in Na'urireue als chemisches Präparat fertig beziehbar. Für
die Hervorbringung herrlicher Eisblumenkristalle an winterlich
beschlagenen Fensterscheiben gibt es fix und fertiges Eisblumen-
pulver. Um ein heftiges Schneegestöber hervorzuzaubern, nimmt
man jetzt an Stelle der früher üblichen Stoffe, wie Salz, Kampfer,
Papieriichnilzel, die sich im Objektiv häufig in unerwünschter
Verzerrung abzeichnen, ein Präparat, das auf der Kohlenschaufel
entzündet, ein wunderbar echtes Schneetreiben ergibt.
Es kann auch die Notwendigkeit eintreten, daß im Atelier
oder auf dem Freigelände eine vulkanische Eruption inszeniert
wird, um so mehr, als ja auch bei Filmexpeditionen die Vul-
kane nicht ,, fahrplanmäßig ' funktionieren.
Ob Fackeln (die in der Photographie richtig leuchten), ob
Blitzwurfgranaten, Wasserbomben, komplette Einrichtungen
chirurgischer Institute, Flaggen aller Jierren Länder, Fhuumcn-
vorrichtungen. Pflanzen und Gewächse seltsamster Art, Fuhr-
werke aller Zeitalter, Musikinstrumente von Josuas Posaune bis
zum Saxophon, Orden aller Staaten in heraldischer Treue, Tep-
piche, die als echter Pflaslerstcinbelag wirken, Wachsfiguren,
Zauberartikel, selbst der Zirkus-Wohnwagen, das alles und noch
viele tausend andere für Filmaufnahmen notwendige Dinge liefern
die Hilfsindustrien, die für den Btdarf bei Filmaufnahmen eigens
organisiert sind.
Immer schon hat es Film-
darsteller von Namen und
Rang gereizt, berühmte
Rollen der Sprechbühne im
Film darzustellen. Nicht im-
mer entsprach die Wirkung im
Film den gehegten Efwartun-
gen, was seinen Grund darin
hat, daß bei vielen Rollen so-
zusagen das , .psychologische
Gewebe" rein optisch nicht
zustande zu bringen ist.
Bei den Rollen, von denen
hier die Rede ist, liegt der
Filmfall günstig:
Cyrano von Bergerac, der
Gaskogner, der bei aller Groß-
sprecherei und Prahlsucht ein
wirklicher Held ist, eignet
sich in seiner exzentrischen,
phantastischen Art durchaus
für die Verlebendigung durch
den Film. Dieser Herr von
Bergerac ist eigentlich jetzt,
in der Zeit, in der das Pro-
blem der Mondrakete zur Dis-
Links: Lew Cody in dem Film
„Cyrano von Bergerac" Phot. M.-O.M.
Im Kreis: Josef Kainz, der be-
rühmte Darsteller des Cy-
rano, auf der Bühne
kussion steht, eine ganz aktu-
elle Gestalt, Er hat ein Buch ge-
schrieben, ,,Die Reise nach dem
Mond", und auch in Rostands viel-
gespieltem, von Ludwig Fulda
meisterhaft übersetzten Bühnen-
stück schildert er verschiedene
phantastische Arten der Reise
zum Mond.
Der erste Darsteller des Cyrano
von Bergerac auf der Bühne war
der berühmte Jean Coquelin der
Ältere, der in dieser Rolle auch in
Deutschland gastierte; der berühm-
teste deutsche Cyrano-Darsteller
war Josef Kainz. Im Film stellt
jetzt Lew Cody diese Rolle dar,
seinen Rollenkreis dadurch we-
sentlich erweiternd.
Die Stimmung, die in Tolstois
,,Der lebende Leichnam" zum
Ausdruck kommt, läßt sich im
Film einfangen; die Atmosphäre,
die um Fedja ist, kann von einem
kultivierten Filmregisseur spürbar
gemacht werden, wie Osep, der rus-
den konnten, sind durch den Tonfilm erst ,, filmreif"
geworden.
Andere große Rollen, die bereits früher den Weg zur
Filmgestaltung gefunden haben, feiern- im Zeichen des
Tonfilms ihre Filmauferstehung oder richtiger, ihre Wie-
dergeburt.
Es wird nicht ausbleiben, daß es bei der Auswahl von
bedeutenden Bühnengestalten für den Film, d. h. für den
Tonfilm, zu manchem Mißgriff kommen wird. Aber eben
diese Experimente werden den Weg zur richtigen Ton-
filmdramaturgie weiter weisen.
Von großen klassischen Rollen, die im Tonfilm er-
scheinen, sei hier nur noch , .Richard der Dritte" genannt,
den sich John Barrymore, Amerikas bedeutender Bühnen-
und Filmdarsteller, nicht entgehen läßt.
*
Links: Alexander Moissi
als Fedja in „Der lebende
Leichnam"
Im Kreis: John Gilbert in
der gleichen Rolle in dem
M.-G.-M.-Film
*
sische Regisseur, in dem Film mit Pudowkin als Fedja be-
wies. Interessant wird es sein, wie ein Darsteller von der
Art John Gilberts sich mit dem Fedja abfinden wird, einer
Gestalt, die wir in Deutschland ganz durch das Medium
Moissi zu sehen gewohnt sind.
Der exzentrische Schauspieler Kean war von jeher
das Paradestück großer Darsteller. Unvergeßlich in
dieser Rolle Adalbert Matkowsky vom Königlichen
Schauspielhaus in Berlin. Im Film hat zwar Mosjoukin
diese Rolle schon gespielt; für den Sprech- und Tonfilm,
den die Warners unter dem Titel ,,Die Königliche Loge"
(The Royal Box) hergestellt haben, spielt Moissi als
Partner der Camilla Hom den Kean,
Die Reihe großer dankbarer Bühnenrollen, sogenannter
,, Bombenrollen", die auch im Film Leben und Gestalt ge-
wannen, ist groß und wird immer größer. Besonders der
Tonfilm bringt viele
berühmte Bühnenge-
stalten in Film und
Ton; viele Rollen, die
nicht auf das rein
Optische gestellt wer-
*
Im Kreis : Ivan Mosjoukin
als Kean in dem Film
,, Erlöschende Fackel"
Rechts : Alexander Moissi
als Kean in dem Warner-
Film „DieKöniglicheLoge"
Pliot. Schert. M.-O.-M. Dewtsti,
\X arner Bros.
^Qi^'ägS^
WBii
ei\j ßOMAN VON STANHOPE
I. turt^fliiini;
Ängstlich, wie hrauen immer, wenn sie allein und ohne Zu-
schauer sind, streifte Billie ihr Kattunklcidchen über den Kopf,
war allerliebst in einer geheimen Tracht anzuschauen (niemand,
wirklich niemand hatte dos Vergnügen), und streifte das seidene
Kleid über, konnte sich die Freude nicht versagen, vor den
vielen Spiegeln hin und her zu promenieren, bis ihr Bill einfiel
und der Ehrgeiz die Eitelkeit ablöste.
,,Bill!" rief sie, ,,du kannst kommen!"
Der war mittlerweile nervös auf und ab gegangen und dachte:
,,0 Gott, wenn Franz kommt,
o Gott, wenn Mcsch, wenn
Mafalda kommen, o Goft, o
je, o je!" Dann Iröslele er
sich und sein reines Her/,
durch das Versprechen, das
seine rechte Hand der lin-
ken gab (es kann auch um-
gekehrt gewesen sein), die
entliehenen Prachtstücke nur
ja bald zurückzugeben. Bei
diesen Gedankengängen be-
ruhigte er sich allmählich.
Er fand Billie vor, wie er
sie verlassen halte, ,,Na?"
fragte er oin *venig enl-
läuschl.
„Ja?"
,, Warum hast du denn
schon gerufen?"
,,Ich habe schon gezaubert."
,,?"
,,Na, das ist fein, daß du
nichts merkst, obgleich das
nicht viel bedeuten will."
Sie schlug ihren Kattunärmel
zurück. Drunter schimmerte
es silbern, Bill lobte ihre
Vorsicht mit leiser Furcht
im Gesicht. Vor vierzehn
Tagen hätte er die eigene
Schwester für die Schandtal
den Gerichten überantwortet,
gesetzt, er wäre hierzu nicht
zu feige gewesen — und
heute!? Frechheit ist eine
ansteckende Krankheit, wie
alle Pädagogen bezeugen
werden.
Schal, Schuhe und Tascli-
chcn schlüpften geschwind in
Bills Aktentasche, und glück-
lich, daß der Streich zu ge-
lingen schien, begaben sich
die beiden an die Arbeit,
gleichsam um eine wahrhaft gute Tat zu vollbringen, die
einstens hoch angerechnet werden würde,
*
Draußen klirrten Schlüssel, Irgend jemand tappste durchs
Dunkel, fand den Schaller nicht, gröhlte plötzlich, es klang wie
Franzens Stimme: ,,Fröllein Amery, Herr Amery, kommen Sie
doch mal unten!"
„Keine Antwort, Bill!'
,,Halt den Mund, schreib, Billie!" sagte Bill großartig: ,, — und
taucht man den fertigen Kunstseidenfaden in die präparierte
Flüssigkeit, so trennt sich das eine nie mehr vom — "
,,Fröllein Amery, hören Sie mich, kommen Sie doch mal unten!"
,, — anderen, Punkt. Hast du Punkt?"
Die schweren Schritte kamen näher, Franz trat ein. Ganz
wenig, ein kleines bißchen stärker als sonst klopfte Billies Herz-
chen unter dem weißen Seidentuch.
IQ
Sachdriick verboten
T R 1 l R y
m dem Sprechfilm ,,Dcr
ihnt
,, Kommen Sie doch mit rüber, wir sind gerade so gemütlich bei
Vater Meicke, ich dachte, was sollen die armen Amerys da in
der stinkigen Bude sitzen, die Gnädige kommt doch nicht vor
Zwölfen!"
,,Nein, Franz, das ist schrecklich lieb von Ihnen, aber es geht
nicht. Bleiben Sie fünf Minuten bei uns, und dann schließen
Sie wieder ab, Haben Sie jetzt auch von innen zugeriegelt?"
,,Um Gottes willen, das hab ich ganz vergessen," Er raste
behende zur Eingangstür und war im Handumdrehen wieder zu-
rück, nahm eine Zigarette in
Empfang und versuchte in
liefen Tönen, die beiden zu
cineni Schnaps zu verlocken,
y\ber sie blieben eisern. Und
zum Ende zog er brummend,
aber voller Anerkennung ab.
, Diese Amerys!" erzählte er
später bei Vater Meicke,
,, diese Amerys, pflichtbe-
wußt, ehrenhaft, arbeitsam!
Die bringen's noch mal zu
was. Für die würde ich
beide Hände und die Nase
ins Feuer legen."
,,Du bist raffiniert, Billie,
weißt du, was du gemacht
hast?"
„Doch weiter nichts Be-
sonderes."
,, Billie, in mir schlummert
ein Psychologe!"
,,Das weiß ich, in dir
schlummert allerlei, aber
sehr fest leider!"
,, Billie, paß mal auf; Ein
Kleid ist verschwunden. Wer
kann es gestohlen haben?
Franz, der Hausdiener? Die
Amerys? Alle drei sind als
glaubwürdig bekannt, Rache-
akt der Amerys für schlechte
Behandlung. Immerhin dcnk-
jBjl^ Ä bar, Vernehmung der Ame-
^H^K,^ ^B rys. Wir sind unschuldig.
mJKl^ ^K Zeugnis des Hausdieners:
Die Amerys hätten wunder-
schön weglaufen können, als
ich sie bat, mir in eine
Kneipe zu folgen. Sie haben
ihre Arbeit weiterhin getan.
Plrinnerung der Amerys: Die
Tür blieb zehn Minuten lang
offen. Diese Zeit genügte
vertrauten Dieben usw, usw,
Entlassung des imwachsameii Hausdieners. Leider, leider. Die
Amerys sind untröstlich. Aber leider, leider!"
„Und du, mein Junge, trittst in dem Kleide auf; es braucht
dich nur jemand zu kennen , , ."
, Das erste Auslandsengagement wird angenommen, außerdem
Kannst du ein bißchen an dem Kleid rumnähen!"
, Die Varietes reißen sich ja auch bloß so um dich, was? —
Aber im ganzen, du machst dich, Bill, Das ist ganz scharfsinnig,
v.as du da vorgebracht hast! Vielleicht machen v\ir's wirk-
lich so,"
Mafalda und Mosch ki^men gegen zwei Uhr in der Nacht zu-
rück und fanden am Eingang einen Wirrwarr von Hutschachteln.
Kleiderständern und Stoffen. Sie stürzten in den Arbeitsrauni
wo friedlich Bill und Billie saßen und schrieben,
„Was ist denn das für eine Schweinerei?" schrie Mafalda,
I'iiol. briti^li itiiiJ^fu
CLARK
Teufel in Verlegenheit"
,.Dic Erfindung Ihres Gatten. Seite 168, gnädige Frau", sagte
Billie.
„Ach, Unsinn, wer da vorn alles umgeschmissen hat, will ich
wissen. Wo ist denn überhaupt Franz?"
„Nanu, hat er etwas umgeworfen? Ich komme sofort und hebe
alles auf. Es hat ja was gebumst, so um elf Uhr, da wollte
Franz gerade mal ein Glas Bier trinken gehen. Na, und weil
wir ja hier waren, konnte er ja ruhig fort. Aber, daß er etwas
umgeworfen hat — — " Billie lächelte Frau Mafalda vielsagend
an. Mochte es sein, daß die Terpins recht gut und reichlich im
adligen Hause gespeist hatten oder noch andere Gründe des Be-
hagens hatten, sie vergaßen jedenfalls für diesen Abend ihre
preußische Ordnung und römische Pünktlichkeit, verziehen den
Amerys ihr Zuspätkommen, dem Hausdiener den Trunksucht ver-
ratenden Ausgang und zogen sich zurück.
Am anderen Morgen herrschte große Verwirrung im Mode-
haus. Nicht, daß das Verschwinden des Silberkleides entdeckt
wurde; das geschah erst zwei Tage später und fand die Ver-
mutung als Erklärung; es sei wahrscheinlich bei Baronin Klett-
wig zur Ansicht. Nein, es war etwas ganz anderes. Der Emir
von Kurdistan war auf der Durchreise in der Stadt und kam
höchstpersönlich in Terpins Salons, einmal, um die Erzeugnisse
zu betrachten, die ursprünglich seinem Vaterland entstammten,
dann aber auch, um Marcelle Palmina zu schmücken, einen Pariser
Revuestar, von dem er gestochen war. Sehr vornehme Verbeu-
gungen seitens Herrn Dr. Mosch, ebenso elegante Knixe von
Mafalda wurden kaum beachtet.
Die allgemeine Verwirrung, die in den vorderen Sälen
herrschte, erleichterte es den Geschwistern, vorzeitig zu ent-
weichen, und mit Eile der , gelben Nachtigall" zuzustreben.
Die ,, gelbe Nachtigall" war ein Trinkhaus, in dem es zwanglos
zuging und das Publikum, Handlungsgehilfen jüngster Jahrgänge
mit Fräulein Braut, Trunkenbolde und übernächtigte Chauffeure,
über die betagtesten Witze dankbar krächzten.
Der Besitzer hatte wenig Geld, viel Schulden und einen Sprach-
fehler. Seina Hast und Zerstreutheit verrieten beständige Furcht
vor den Beamten der Steuer- und Finanzbehörden,
Bill zeigte das Pappkärtchen des Neuruppiner Korsen und
blinzelte etwas mißtrauisch die verblichenen Kulissen und eine
altersschwache Bühne an.. Um diese Stunde war die ,, gelbe
Nachtigall" noch unbesucht; abseits stand hinter einem Bier-
ausschank etwas gelangweilt ein alter Kellner, biß in ein Butter-
brot und dachte an die längst vergangenen Zeiten, als er noch
Hotelier zu werden sich vorgenommen hatte. Er war zvveiund-
sechzig Jahre alt.
,,Amery" stellte Bill sich und seine Schwester mit einer un-
merklichen Verbeugung vor.
„Weiß, weiß, jai, jai, na, dann klettern Sie man da 'rauf. Das
Fräuleinchen spielt wohl, was?" Er lehnte sich bequem zurück
und verfolgte die Vorbereitungen mit Interesse. ,, Garderoben
haben wir nicht, jai, jai, wenn ich Sic gebrauchen kann, müssen
Sie sich in der To — i — Ictte umziehen!"
Billie saß an einem Klavier, das recht feindselig die schlecht
geputzten Zähne zeigte, und hieb mit Lust und Skepsis auf das
Instrument ein. Mit Lust, weil sie sich endlich einmal wieder
auf den Tasten austoben konnte, mit Skepsis, weil ihre Gedan-
ken das Lokal unwillkürlich mit den Träumen von einer ruhm-
reichen Laufbahn in Verbindung brachten.
Billie war noch keine zweiundsechzig Jahre alt.
Zagschrittig trat Bill auf die Bühne, knickte in den Knien ein,
als er sich exponiert fühlte; selbst die Leere des Lokals be-
drückte ihn, und durch einen Schleier sah er einen hemdsärme-
ligen Mann, der ihn spöttisch und erbarmungslos betrachtete.
Recht und schlecht, speziell schlecht, stoppelte Bill sein Pro-
gramm zusammen und war sicher, von dem kräftigen Wirt an
die Luft gesetzt zu werden.
,,Sie können nichts!" meinte der seelenruhig.
,.Wem sagen Sie das?' wollte Bill erwidern, aber er kam
nicht dazu, sondern mußte vor Verwunderung seinen Mund
öffnen.
„Ich engagiere Sic trotzdem; oder vielmehr Ihr Kleid!"
„Ein schöner Erfolg des Hauses Terpin", sagte Billie und warf
dem blamablen Bill einen verächtlichen Blick zu.
,,Wie meinen Sie, Fräulein?"
„Nichts, nichts."
„Ich engagiere Sic beide; das Fräuleinchcn bleibt am Klavier
jai. jai. Abends J-S Uhr antreten. Freies Essen und pro Kopf
vier Mark! Einverstanden?"
Sie schlugen ein. Am anderen Abend sollte das Debüt sein.
Unterwegs sagte Billie: „Hör mal, Bill, wir können doch ganz
gut vorläufig beides machen. Morgens tippen und rechnen,
abends singen und spielen.
Und so taten sie es auch.
Es war einige Tage später.
Herr Georges Faisal war pünktlich in den Besitz der Amery-
schen Abrechnung gekommen und plante, die „gelbe Nachtigall"
aufzusuchen, um sich von der Tüchtigkeit seiner Klienten zu
überführen.
Er hatte hohen Besuch bekommen: Madame Kalothakis war
eine Griechin, die auf den Rufnahmen Priscilla hörte, und zudem
die Gattin eines spekulativen Kopfes, der vor ganz kurzer Zeit
in Athen ein Variete gegründet hatte. Sie stellte mit ihren
glücklich gebildeten Polstern, dem brandroten Haar, das einen
Tizian begeistert hätte, und dem guten Blicke ihrer dunklen
Augen ein angenehmes Musterstück ihres Geschlechts dar. Sor-
gen und Kummer schienen sie selten zu bedrücken; ihr Tem-
perament und eine ewige Freude am Genuß des Lebens, der
sie sich schrankenlos mit allen Sinnen hingab, waren die Grund-
züge ihrer weltlichen Natur. Die Reise durch Europa sollte ihr
nicht nur die Kultur der hauptsächlichen Vergnügungsstätten
zeigen, sondern zugleich zum Engagement geeigneter Kräfte für
das heimatliche Etablissement, das den Namen ,,Kawkasia"
trug, verhelfen.
Auf ihrer Studienfahrt hatte sie Herrn Faisal kennengelernt,
dessen Bewunderung für Griechenland sie erfrischte. Was war
natürlicher, als sich blindlings dem erfahrenen Manne anzuver-
trauen, der seinerseits keine Sekunde zögerte, der schutzlosen
Frau mit Rat und Tat beizuspringen.
Es ergab sich, daß Frau Kalothakis auf den Streifzügen durch
die vielen großstädtischen Varietes und Kabaretts einen panther-
haften Spürsinn für ,,gute Nummern" entfaltete. Ihrem Instinkt
und den kaufmännischen Talenten ihres unzertrennlichen Beglei-
ters war es gelungen, in verhältnismäßig kurzer Zeit für das
,,Kawkasia" ein ausgezeichnetes Ensemble zu gewinnen.
Mehr, um sich zu erholen, als nach weiteren Engagements
zu streben, suchten die beiden die ,, gelbe Nachtigall" cui.
Durch Tabakqualm und Parfümdunst erkämpften sie sich einen
Tisch, dicht an der Bühne. Als Bill auftrat, wurde es merkwür-
digerweise etwas leiser; er hatte sich rasch an die Atmosphäre
gewöhnt und gewann von Tag zu Tag mehr Sicherheit,
hatte seinen Kollegen allerlei Mätzchen und Kniffe
abgeguckt, mit denen er um die Gunst der Zuschauer buhlte.
Um seines Kleides willen trat er nicht als die mißachtete Num-
mer eins auf, sondern erst an vierter Stelle.
Bill beendete seine Nummer, lüftete sein Geheimnis und
heimste tosenden Beifall ein; mehrfache Einladungen zum Trin-
ken schlug er aus, ließ auch Anrempelungen über sich ergehen
und wollte sich umkleiden gehen.
Plötzlich fühlte er eine schwere Hand auf seinen Schultern,
„Au weh", dachte er, „Terpin !"
Er war recht schreckhaft geworden, der gute Bill.
Es war Georges Faisal: ,,Wenn Sie fertig sind, kommen Sic
an meinen Tisch, Sie verstehen? Ich hole inzwischen Ihre
Schwester!"
Madame Kalothakis hatte Bills Auftreten mit gebannter, be-
hexter Aufmerksamkeit verfolgt, ihre Nasenflügel zitterten, und
ihre Augen schlössen sich zu strichdünnen Spalten; das war bei
ihr immer das Zeichen hoher Erregung. ,,Der Junge muß gemacht
werden", flüsterte sie Faisal zu. Der erzählte ihr, daß Bill seine
Entdeckung sei. Er vertrete im übrigen ganz ihre Ansicht, , Er
wolle nach dem Auftritt Bill bewegen, ein anderes Lokal aufzu-
suchen, wo man ruhig und ungestört verhandeln könne. Frau
Priscilla war Feuer und Flamme.
Sic brachen bald auf und gingen in eine kleine, verschwiegene
Weinstube, wo ihnen unbeobachtet und geläufig der Impresario
von dem luxuriösen athenischen Variete vorschwärmte.
,,Und Mädchcnhändlcr gibt's da unten nicht?" fragte Bill.
,,0h, Sie Schäker!" lachte Faisal.
Schließlich holte er die günstig lautenden Verträge heraus, die
Billie sofort an sich riß und eifrig studierte.
500 Mk ?
Sie griff nach dem Füllfederhalter, der so verführerisch aus
den dicken Fingern lugte, und schrieb in den Vertrag: „Belle
Billie" & Partner, änderte die Summe bescheiden in 600 Mk.
und legte das Dokument Bill zum Unterzeichnen vor. Billie war
wieder hoffnungsfroh.
Herr Faisal lieble glnüc Geschäfte. Er war guter Laune und
ließ eine Flasche Champagner kommen.
Fortsetzung folgt
FRAGEN
die uns erreTchtert
Anfragen crbiUcn wir an die Redaktion des .. K i I m -M a i a z i n". Berlin SW68, Zimmcrslraßc 35—41
}^cherlvcr!a);. Antwort erfolgt nur im ,, Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An \ iole: Anonyme Briefe «erden nielit beaiiiwortet. Hei .M.inii-
.-•kript.-uigelcgenlieiten bitten wir folfrendes zu beachten: Jeder Anfrage i^t
Kiickporto beiziifüfreii. Jede Einsendung eines Jlanuskripl.s zur Priifunf;
ist zwecklos, nur Exposi's im Umfange von 2—3 Scbreibniascliinenseiten
sind znr Einsendung; an die Filmindu.strie. Regisseure us,v. geeignet. Fiir
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantw ortung iiber-
noninien werden, also soll der Verfasser nur üurcliscliläge senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift znriickbchalten.
Dr. .\ 1 f r e d V... I" r a n k f ii r I - .\I .i i n : Am besten, .sje wenden
sich in Ihrer Angelegenheit direkt .in eine FilmgeKellsehaft. Vielleicht
sehreihen Sie deswegen einmal an die T'fa. an die Xatiiuial, Terra oder
Hegewald. Sie erfahren ilmt alles XJihere.
A u t I» g r a m m j ä g e r . H r e s I a n : Das ist natürlich persönliches
IVeh, wenn Sie durch Verinittliing der Kilnigesellsch.iften vcui den Film-
stars keine .Autogramme erhalten. Die Firmen leiten ilie Kriefe schrift-
lich Oller mündlich (^iele Filtnkiinsller kommen sehr hiinfig in die Büros)
.•in die richtige Stelle sofmt weiter. Moglieh. d:iß Sie durch A\ilhelin
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die Metro-Cdlilwyn-M.iyer-Studios, Culver-City. Kalifornien. U.S..\.. huis
Trenker durch die Hom-Filni A.-(J., Berlin SW 4S. Friedrichstraße 2J.'i. zu
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Maria Solveg Bcrlin-CJrunew .ild. -Margarethenstr.iße .'). I.ya de Piitty ist
durch die Elstree-Stndios. Hersfordshire. England. A"ivi.in Oihsiui durch
die .\af.i, Berlin S\V 4J*, Fricdrichstr.iBe 22;i, erreiehh.ir. Wir werd-Mi
.\nna Ma.\ AVong noch einmal erinnern.
F i I ni f r e u n d aus Bütow: Die weihlichen Hauptrollen in ..Hell
in Frauenseo" spielten .Mona M.aris. Hilde Maroff und .Mi.i Pankaii. Wer
außer den genannten Filmstars noch aus Pommern stammt, können wir
Ihnen im .Augenblick nicht sagen. Jawohl, viele Filnigrößen verleben ihre
Ferien oder ihr Wochenende in den Ostseebädern, z. B. in Swinemünde.
Heringsdorf, Misdroy. Bansin. — l'eber die Angehürigen von Custiv
Fröhlich können wir Ihnen leider keine Auskunft geben. — Der ..Illu-
strierte Filmkurier" kostet pro Stück 0.20 M.
O r a e e T h. B.. Riga: ..Der Katzensteg'' wurde von der Xation.il-
Film A.-G. hergestellt und in Berlin aufgenommen. — Maria Corda bleibt
vorl.äufig in Deutschland. Sie wohnt Berlin AV, Zähringerstraße 19. —
Jack Trevor unterschreibt die Autogramme selbst. — Die Rolle des Sohn-
chens der Anna Kareninn in dem gleichnamigen Film spielte Philippe de
I.orez. — Jawohl, deutsche Tonfilme werden auch im .\usland gezeigt.
Libelle: Dorothea AA'ieck wohnt München, Thierstraße 49. Sie
gibt .Autogramme. — Vilm.i B.anky ist durch die S.imuel (iiddw yn-Stii-
dios. 7210 S.mta Mimiea Boulev;ird. Hollywood. Kalifornien. l'.S..\.. zu
erreichen. — AVir haben die betreffenden Filmstars erinnert. — T,ya
Mfira ist noch immer in .Amerika.
P. B., Berlin: Sie haben recht, in dem K.Sthe von N'.igy-Film
..Aufruhr im Junggesellenheim' führte Manfred Xoa Regie. — Stu.irl
AA'elihs ist am besten durch d.is Deutsche IJehtspicI-Syndik.at, Berlin
SAA' 18, Friedrii'hstr.iße 22.^, zu erreichen,
.,R e i e h s m a r i n e": Triiiis van .Aalten wdhnt Berlin AA". I.uther-
straße 27. bat ,'im 2. .August Ciehurtst.ig, ist so alt, wie Sie geschätzt
h.ibcn, gibt Anlogramme und ist ledig. — Ruth AA'eyher hat ihre AA'idi-
iMing in Berlin-Schöneberg. Sliibenrauchstraße .'ia. Sie hat am 2S. Mai
Geburtstag, gibt ebenf.ills .Autogramme und ist unverheirafel,
Egon. AV i I I y . R ü n d c r o t h : Die Adresse der .Artisten-Zeil-
Progr.imm" ist Berlin ."^AA' fiH. Zimmerstraße 7-H. — Ernst
erster Film hieß ..Manege.". Der Künstler hält sich unse-
lugenblieklich in Frankreich auf. — Oreta (larbo ist nicht
Sie ist durch die Metro-Gold" yn-Alayer-Stiidios, Ciiher-
ien. r,S..A,. zu erreichen.
sehrift ..D,
^an Duerens
res AAissens ;
verheir.itet.
(ily. K.iliforn
F i 1 m f r e ii n d i n T r ;i u t e H., M e m e 1 : Stellen Sie nur Fr.i-
gen. — AAir h.aben Ihre (irüße an die betreffenden Filmstars .lusgerich-
tet und sie auch erinnert. — Ramon Xovarro ist schon lange wieder
in den Vereinigten Si.i.iten, Sein neuester Film heißt ..S.-ing der
.Südsee''.
H e I in PI f Tb,, Dri'sili'ii: .Alax .Alaek wohnt Berlin-AA'ilmersdorr,
Knnstaiizer Slr.iße II.
Paul K.. P ,1 n k II « : Hiichev iilier Filmstars erhalten Sie unseres
AAissens durch den Al.i\ M.ittissoii-Aerlag. Berlin SAA' 6H. Rittersiraße 71.
Rs existieren lliiigr.iphien ti. :i. von Charlie ('h.iplin. Rudolf V.ilentino (tV
Kamon Novarro, .laekie Coogan, Harry I.iedtke, (iiinnar Toln.ics, I>ya
M.-ira. .Ast.i Nielsen, Henny Porten, Conrad A'eidt. Otto Gebühr, Elisabeth
Bergner. Pol.i Negri. Fritz Kortner. P;iul Richter.
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h.it seine AA'ohniing in Müiu-hen, M.irtiusstraßc I, Er hat am l,'i, .April
(iebiirtst.ig. wurde in Fr.inkfuri a. AI. geboren, ist ledig und k.im eben-
f.ills von der Sprechbühne zum Film,
I r m .1 a ti s H a m bürg: Fred Louis Lercli ist noch nie verhei-
Talet gewesen. Er wohnt Berlin A\', Regensburger Sir.iße 14. h.it am
•_'H. März (Jehurtstag, filmt seit ungefähr fünf .l.ihren und gibt Auto-
gr.imnie. — AA'erner Fuetterers nächster Film heißt ..Das Mädel mit der
Peitsel mit Anuy Oiiilra in der Titelrolle. — Cb.irles Rogers ist iiiner-
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Lee Parry -Freund 'W.aldi: Lee Parry wohnt Berlin W,
Kurfürstendamm 195. Sie wurde am 25. Januar in München geboren.
Die 6eburt.sjahre der Filinsrüßen veröffentlichen wir nicht. Der Titel
des nächsten Lee Parrj'-Fllms stellt im Augenblick noch nicht fest.
Bekannte Filme mit Lee Parry sind n. a. „Monna Vanna", ,,Die Frau
mit dem Etwas", ,,Die leichte Isabcll ■, ..Regine", „Die Frau mit dem
Weltrekord". ..Die schönste Frau der Welt", ...Vnastasia", ,.Die reichste
Frau der Welt". ,,Die seltsame Nacht der Helga Wangen". Ihr ncu<'ster
Film ist ,, Autobus Nr. 2".
S p o r t s c h o r c h in W o I f e n b ii t t e I : Es gibt
Filtne, in denen der Fußballsport eine wichtige Kidle s|)i<'lt.
Ihnen nur ,.Die 11 Teufel" mit Evelyn Holt und (iustav
den Hauptrollen, uiul ,,Der König der Mittelstürmer" mit
und Aud Egede Nissen.
F r a n z - I, u d w i g S., J- i c li t e r f e 1 d o : Die vor den Kinos
.insgcstclltcii St.indbilder sind nicht käuflich. Doch können Sie Szcucn-
hildcr aus ..Metropolis" sicher durch die „Hin •'■ erte Film« od , Ucr-
lin .^W 68. koclistraüe 6-8, beziehen.
Horst P., It c r 1 i n : lireia (Jarhos richtiger N:ime ist (ireta
Uustavson. Die Klinstlerin ist dundi die Mctro-(!oldwyn-Mayer-Studios.
Culver-C'ity. Kalifornien. I'.S..\., zu erreichen. Sie hat am 17. .\iiril
Ocburtstag, ist unverheiratet und gibt Autogramme. Ihr neuester Film
heißt ,, Eifersucht" und ist ein Tonfilm. (Jreta Carbo spricht fließend
deutsch und englisch. Ja. sie ist Schwedin.
E I f r i e d e W., .\I a g d e b u r g : Der betreffende Fllnularsteller ist
uns nicht bck.mnt. Wir können Ihnen d.iher seine Adresse nicht mitteili-n.
W. G 1., I> r e s d e n : Ilse
.Stobrawas niichster Film beißt
..Sprengbagger m Ul". Tom Mi\
ind Eddie Polo arbeiten eben-
falls fleißig. Brigitte Helm wird
voraussichtlich bald mit den .Auf-
nahmen zu ihrem niichsten Film
..Sklaven der Leidenschaft" be
ginneu. Ilse iStobrawa hat am
9. Februar, Brigitte Helm am
17. Mitrz (4eburtslag. Tom Mi.v
wurde am 6. Januar und Eddie
Polo am 1. Februar geboren.
Frau L., Neukölln: ,.Der
Pfarrer von Kirehfeld" wurde
vor ungefiibr drei Jahren her-
ausgebracht. Es ist nicht aus-
geschlossen, (laLi der Film noch
einmal gezeigt winl. .\m besten,
Sic setzen sich deswegen mit
dem Besitzer Ihres Stammkinos
in Verbindung.
F r ö h 1 i c h - L c r c h - V e r -
e h r e r i n n e n : Uu^tav Fröh-
lich ist umgezogen und wohnt
jetzt Berlin - Steglitz, Orleans-
straße 4. Ebenso hat Wilhelm
Dieterle seine Wohnung ge-
wechselt. Die neue Adresse des
Künstlers ist Berlin - Haiensee.
Schweinfurter Straße 25. — Mary
Johnson befindet sich unseres
Wissens augenblicklich in ihrer
nordischen Heimat. Ihre bekann-
testen Filme sind ,, Herrn .Vrnes
Schatz", ,,Die Heimat ruft",
,.Die Herrenhofsage", ,,Die raf-
finierteste Fr.iu von Berlin",
,,Dagfin, der Schneeschuhlati-
fer", ,, Staatsanwalt Jordan",
,,(icschlcclit in Fesseln". — Fee
Malten spielte bis jetzt in ,,Die
Frau im Schrank". ,.Der geheim-
nisvolle Spiegel", ,, Rutschbahn"
und ,,Aus dem T;igebuch einer
Kokotte". — Ob Fred Louis
Lerch ein Auto besitzt, wissen
wir leider nicht. — Wagen Sie
nur, Gustav Fröhlich um zwei
Autogramme auf einmal zu bit-
ten. Er wird Ihnen sicher Ihren
Wunsch erfüllen. Aber vergessen
Sie nicht, auch adressiertes,
frankiertes Rückkuvert beizufü-
gen. — H.ins .Vdalbcrt v. Schlet-
tow ist mit einer früheren Schau-
spielerin verheiratet; XeniaDesni
ist geschieden. Schleltow spielte
u. a. in ..Königin liUise", ..Die
Flammen lügen", ,, Brennende
Grenze", ,, Wolga-Wolga", ..Die
Nibelungen". Sein neuester Film
ist ..Das üonkosakenlied".
1 n g e b o r g P.. Berlin: Nein, Ramon Nov.irro hat sich nicht ver-
heiratet. Das sind also wieder nur Gerüchte.
Fritz K o r t n e r - V e r e h r e r i n Carola 7... Berlin: Frilz
Kortner wohnt Berlin-Dahlem, .Max-Eyth-Str.%ße .'). Er hat am 12. M.ii
Geburtstag uml ist mit der Schauspielerin Jobanna Hofer verheiratet. (1b
er links oder rechts den Sch.'itel trügt, wissen wir tatsächlich nicht. Sein
neuester Film ist ,,Giftg.is '. Kortner spielt zur Zeit noch im Staatlichen
Schauspielhaus den Dr. Sclüin in ,, Erdgeist". Wenn diese Zeilen
erscheinen, wird er vor.-mssichtlich schon im ..Don Carlos" auftreten. —
Karten von Frilz Kortner können Sie durch den Verlag der ..Illustrierten
Filmwoche", Berlin SW 6H, Kochstraße 6 — 8, beziehen.
K ii t h e von N a g y - V e r e h r e r i n : Küthe von Nagy besitzt
ynseres Wissens ein Auto. — In den meisten Fällen wählen und probie-
ren die Filmdixen ihre Haarfrisuren zu den jeweiligen Filmen selbst
aus. — Sie haben recht, Rolf von C.oth spielte eine H.auptrolle in dem
Film ,, Verirrte Jugend". — Die AuDenaufnahmen für den Dieterle-Film
,,Ich lebe für dich!" hatte mau nicht im .\telier, sondern in und um
St. Moritz gedreht.
Ren e Z., Zürich: 1. Mary P.irker W(dint Berlin W, Pestalozzi-
straße 103. ."Sie ist unverheiratet und gibt Autogramme. — 2. Jawolil,
mit Enrico Benfer. — 3. Xorm.i Sbearer ist durch die .Metro-Goldwyn-
Mayer-Studios, Culver-City. K.alifornien, U.S.A.,
.Autogramme. .Sie können ruhig deutsch an sie
Sbearer ist mit IrN ing Thalberg verheiratet. Keine
Martin K., Merseburg: Wir werden die
die fälligen Autogramme erinnern.
R. S., O n s t m e t t i n g e n , W ii t t e m b e r g
jetzt in Berlin-Chnrlottenburg, Kaiserdamm 77.
Gerd a J., Chemnitz: Wir empfehlen Ihnen das Buch „Das
Filmmanuskript"; zu beziehen durch den .Max Mattisson-Verlag, Berlin
SW 68, Ritterstraße 71. — Ein Film-Expose muß eine Länge von 2— ')
Schreibmaschinenseiten haben. Es muß klar und verständlich den Gang
der H.indlung enthalten. .Mit der Ausarbeitung des Dri'hhucbes werden
im :illgemeinen nur F.icbleule betraut. Das Drehbuch bat eine ganz
besondere Technik, die der L;iie nicht beherrschen kann. — Wenn Sie
ein Exp«s6 verf.iüt haben, so raten wir, dieses an die dr.'ini.iturKiscben
.Abteilungen der Filmgesellschaften zu senden. Sie haben hier die Gf-
wäbr, daß es wirklieb gelesen und gepriift wird. Wir nennen Ihnen
einige Adressen: l'fa. Berlin SW (iS. Kochstraße 6-8. National. Berlin
SW 18, Friedrichstraße in, .\.ifa. Berlin SW 4M, Friedrichstraße 223, Terra,
Berlin SW 68, Kochstraße 7;^, Deutsche l'niversal. Berlin W 8. Mauerstraße
Nr. 82, Deutsches Lichtspiel-Syndikat. Berlin SW 48. Friedrichsiralie 225.
H. Seh., Görlitz: Die neuesten Lien Deyers-Filme heißen ,.D;is
ItonkosakiMilied • mit Hans .\d.illieri von Schleltow als Partner und
..Frühlingsr.insthen " mit Wilhelm Dieterle in der männlichen Hauiilrollc.
— Pudowkin arbeitet in Moskau ;in einem neuen Film. Doch steht der
Titel noch nicht fest. Ein neuer Frilz L.ing-Film (nach iler ,.Fr;ui im
.\loml") ist noch nicht in Vorbereitung. — Die gcn:innten Filmstars fil-
men im -Augenblick nicht.
F i 1 m f r c u n d W o 1 f g a n g \ . II. .-i u s Kassel: l'arol Lombard
wohnt in Beverly-Hills. Hollywood, K;ilifornien, F. S.A. Sie gibt .Auto-
gramme. Sie können ruhig deutsch an die Künstlerin schreiben. Senden
Sie ihr eine Bildkarte und fügen Sie einen internationalen Postschein bei.
l'nseres Wissens ist die Klinstlerin ledig. .Sie filmt fleißig.
I g o .s y m - A' e r e h r e r i n .
1. II c k e n w a 1 d c : Igo Syni
widiiit Brrlin-Schöiiclierg. inns-
lirucker Str.ißc 16. Er wurde am
.1. Juli in Innsbruck geboren, ist
geschieden, gibt .^iitogr.imme uml
ist .•iiich im Leben riesig nett.
Sym ist sein richtiger N.ime.
doch sind seine Vornamen Karl
.lulius. Sym ist grolJ, hat blaue
.Allgen und dunkles Haar. Ja,
er treibt viel Sport. — Lilian
Harvey wohnt Berlin - AVestend,
.Ahornallee 16-17. — Die Haiipt-
d.irsteller in dem Star - Film
...Meineid" waren Alice Roberte-.
L.i Jan.i. Inge L.-mdgnt. Fr.inz
l.edcrer und Miles .Mander. —
l'orr.i Bell wolint Berlin-Char-
lottenburg. Knrfiirstendamm 183.
~ Pol.i Ni'gris Parlner in ,. Ho-
tel St;idi Lemberg • war J.imcs
Hall.
V. P. 10 0: Warwick Ward
ist .im besten durch die Elstree-
Studios, Ilersfordshire, England,
zu erreichen. Er gibt .Auto-
gramme lind ist unseres AVissens
ledig.
Josef H.
Wenn Sie zum
ist es
setzen
Vdt fetten
waren
am Kamin verplauderte Stunden das Vorrecht
hochgestellter und begüterter Kreise. Jetzt
bringt der Protos-Strahlkamin für wenige Mark
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gen Schutz gegen gesundheitschädlicheTempe-
raturschwankungen. In den Übergangsmonaten
ersetzt er die Hauptheizung, im Winter bei sehr
starkem Frost gibt er zusätzliche Wärme ab.
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beiden Filmstars
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B i h e r a c h :
Film wollen, so
am zweckmäßigsten, Sie
sich unmittelbar mit den
Filmgesellscb.'iften in A'erbindung.
AA'ir geben Ihnen einige .Adres-
sen an: l^fa. Berlin SAV 68,
Kochstraße 6—8. National, Berlin
SAV 48, Friedrichstr.iße 10, Terra,
Berlin SAV 68. Kochstraße 73,
Deutsches Lichtspicl - Svndikat,
Berlin SAV 48, Friedrichsiraßo 225.
Deutsche l'niversal, Berlin W 8,
Mauerstraße 82. Daß gerade der
Filmkiinstlerbcrnf überfüllt ist,
und daß sich nur sehr wenige
durchsetzen, wird Ihnen hoffent-
lich bekannt sein. Das ,,Filni-
mag:izin " vermittelt keine Film-
engagemenfs.
Di. K o., Naumburg a. S.:
1. Truus van Aalten wohnt Ber-
linAV. Lutherstraße 27. Sie wurde
am 2. .August in .Arnhen, Hol-
land, geboren. Truus van .Aalten
ist unverheiratet. — 2. Mit En-
rico Benfer. — Das Alter der
Künstler geben wir grundsätz-
lich nicht bekannt.
F i 1 m - R u d i S.,
Olaf Storni wohnt
Alotzstraße 29. Er
10. Januar in Frederiksborg,
Dänemark, geboren.
AV i 1 I i H.. AV i e s h a d e n : Drehbücher werden in Deutschland mit
1000—10 000 .Mark honoriert. Das richtet sich ganz nach dem Ruf der
.Autoren und nach der Qualität der Manuskripte. — AVenn Sie ein Film-
manuskript verfaßt haben, so senden Sie es in Form eines kurzen
E\pos(^s (2 — 3 Schreibmaschinenseiten) an die dramaturgischen Abteilun-
gen der Filmgesellschaften. Sie müssen sich aber sehr in Geduld fassen,
ilie Eingänge sind zu zahlreich.
H a n s R. a u s A' a r e I : Der nächste Film mit Oskar Marion heißt
...Aufruhr des Blutes". — Die neuesten Käthe von Xagy-Filme sind:
..Gaukler", ..Der AVeg durch die Nacht", ,,Die kleine A'eronika" (Un-
schuld). — Die betreffende Rolle in dem Ufa-Film ..Vom Täter fehlt jede
Spur" spielte Rolf von (ioth. Der Künstler wohnt Berlin SAV. Hallesches
Ufer 25. ist ledig und gibt .Autogramme. Er spielt eine Hauptrolle in dem
neuen Liedtke-Film ..A'ater und Sohn".
Adel e K., AV i e n : Die Adresse der Bayerischen Filmgesellschaft
ist Berlin SW 48, Friedrichstralie 210. Der Ivan Petrovich-Film ,.Es gibt
eine Frau, die dich niein.ils vergißt" wird von der Greenbaum-Film
hergestellt. Man hat mit den .Aufnahmen soeben begonnen. Petrovich
befindet sich daher in Berlin. Sie haben recht, ,.Es gibt eine Frau, die
dich niemals vergißt" wird durch die Bayerische Filmgesellschaft ver-
liehen.
Lilly F., Berlin : John Gilbert ist mit In;i Ciaire verheiratet,
Greta Garbo ist ledig. — Joan Crawfords richtiger Name i,st Lucille Le
.Suedo. Sie war Tänzerin, bevor sie zum Film kam. — Neil Hamilton
ist durch die Paramount-Famous-Lasky-Studios, Hollywood. Kai., U.S..A..
zu erreichen. — Gina Manes wurde am 7. April in Paris geboren. Sie
kam von der Sprechbühne zum Film. — Maurice (^hev;iliers Gattin ist
Schauspielerin und heißt Yvonne ValliJe.
Berlin:
Berlin AV,
wurde am
Irrwische Elsbelh S. u. Lissy M.. AVürzburR: Das
Töchtcrcheii von Conrad Vcicit heißt Viola Vera Maria. — Unseres Wissens
nntcrsrlireilipn die Filmstars dio Antonranimc alle selbst.
G c w e , V r a n k f n r t / M a i n : Christa Tordy spielte in dem Mady
CIiristians-Kilni ..Ein AValzortr.nini" nicht mit.
Erwin ().. H ;i ii s c li e n : .\us iirinzipiellen ErwÜKiint?<'n können
wir Ihnen Iliri'n AVunseh leider nicht erfüllen. — Dr. Ocrd Hriese wohnt
Hcrlin-Wilniersdorf. Nassauische Str. 28-29.
F i 1 m f r e u n d Fritz U.. D a n z i k - !.■ -i " K f " h r : Ihre (Jriiüe
,iTi .Maria r.'indler sind bestellt worden.
(1. H.. X c u h a 1 d e n s 1 e h e n : Nicht Tom Mix, sondern Fred
Thonisen ist (lestoibcn. — lUith Koland wohnt ;iH28 AVilshire Boulevard.
l,()s .\nKclcs. Kalifornien. l'.S..V. — Ken Maynard nml Uoot Gibson sind
durch die l"ni\ ersal-Slndios. fniversal-Citj
Lieselotte AV., Che in -
n i t z : Ibo Sym wohnt Heiliu-
Schiinebers. Innsbrucker Str. 16.
Er ist unverheiratet und wurde
.im ."(..Tuli in Innsbruck K^boren.
Dichten Sie ihn nur ruhiK an,
wir Kl'i"'"'" sicher, daß er es
sich (lefallcn lassen wird, .la,
\ielleicht antwortet er Ihnen
auch. Iro Syin ist .lucli im
Leben nett uiul liebenswürdig,
wie Sie ihn sich wünschen.
Grefe D., E 1 b e r f e 1 d :
Mnrietta Miliner w.ir 25 bis 2«
,Iabre alt, als sie starb, elu'iiso
Werner riltscliHu. — Sie haben
recht, der .Mfred .\belFilni ,. Nar-
kose" hieU vorher ,, Briefe einer
rnhek,\nnteu". — .Tack Trcvor
war damals unseres AVissens
schon verheiratet. — Evelyn Holt
ist für Hepew.ilil fest veriiflich-
tet. kann aber auch in .\ns-
ii.ihmcfiillen bei .-indcrcu Firmen
arlieitcn. So spiellc sie n. ,i.
•auch liei der Xati(Ui.il, Orplid-
Mestro, Felsnm, M,ixim. Evelyn
Holt ist c.i. 0 Jahre beim Film.
— AAir haben Iv.in I'ctrovicli .iii
das .Autosr.imm erinnert. — Den
H.inus Steinherr in ..Die vom
N'iederrhein" spielte Ernst Hof-
mann, die Hanne war Fsclii
Elleot.
T r u d c 1 a u s de m U li e i n-
1 -.1 n d : H,ins .\lbers widiiit Ber-
lin, I-enn('stral.!e 7. Der Künst-
ler tritt .auKCublicklich im Ber-
liner Theater in .,Z\M'i Kraw.if-
ten" mit Marlene Dielrieh auf,
.\lbers ist Kcschieden. p:ilit.\uto-
Krainme und ist im Leben sehr
sympathisch. Sie künnen sich
n'iit Ihrer Bitte ruhi); an ihn
weiulen. Er ist >in«;efähr so all,
wie Sie Kcraten haben. Xene
Filme mit Hans .Vlbers sind in
.Arbeit.
1 r m K ■'< r d A.
Sic sind mit
durchaus nicht
Sie dürfen uns
K.alifornii'u, zu erreichen.
, Hannover;
Ihren Fragen
unbescheiden,
ruhJK Ihr Herz
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ausschütten. — Him.insu Rai ist
verheiratet. Er silit Autot;ramme
und wird auch sicher Ihren
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ihn am besten durch The (ireal
Eastern Corp. Ltd., Delhi, In-
dien. K.ii wird .jetzt hjiufig nach
Deutschland komnuMi. Seine
Filme erscheinen alle im I'fa-
leih. A'ielleicht erhalten Sie
Bilder von dem Künstler durch
die Ff.i, Berlin S\V RH, Koch-
sttaße 6-8. Himansu K,ii ist
,inch als Kechtsanwalt in K;il-
kntta tätiK,
M .1 r y L., Mainz: BriRitte
Helm ist mit lüchard AA'eißbacU
verheiratet und hat ihre AVoh-
nnnft in Berlin-D.ahlem, Im
AVinkel 5. — Lilian llarveys
Adresse ist Berlin - AVestend,
.Ahornallee 16-17, Sie ist ledig.
— A'era Schmlterliiw wohnt Ber-
lin-H,ilcusce, Xestorstr. 1, und
ist unverheiratet, — Franz Le-
derer ist ledig und wohnt Ber-
lin-Fricden,iu, Fehlcrstraße 4. -
Die genannten Stars getieii
Autogramme.
AV. K. 10 0: Greta {i.irho filmt
in den U.S.A, utul Ist durch
die Metro - Goldwyn - M.iyer-
Studios, Cniver-City. Kalifornien,
zu erreichen. Sic gibt Auto-
gramme.
M a r i o t\ B., (J e v e 1 s b e r g :
schafft spielte Honald Colman. Der
wyn-Studios, 7210, Santa Monica
i:,S,A., zu erreichen, Colman ist Ei
Lieht der AVeit und h.at am fl. Xo\e
— bei — bo —
es — fei — ge
— ha — < heid — hu — i — i — i — im — in — kuk
la — la — Iah — laus — li — lo — ma — me — mo — -
ne — ne — ni — ni — ni — ni — no — nok — on — pa
— pe — pec — phi — ra — ral — rant — re — re —
— resk — ri — ri — schan — sop — ^ te — te — ti —
tur — u — ut — ve — ver — vi — vol — y — zna
Es sind 25 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben
nach unten und deren Endbuchstaben von unten nach oben einen
bekannten Sensationsdarsteller und vier seiner Filme nennen.
Die Wörter bedeuten: 1 Prophet des alten Testaments, 2 Neger-
volk, 3 eine Maskareneninsel, 4 Küstenstrich am Mittelmeer,
5 ausländische Rohrpflanze, 6 Frauenfigur der griechischen Sage,
7 Liste verbotener Bücher, 8 spanischer Frauenname, 9 Apothe-
kergehilfe, 10 böhmischer Königsname, 11 niederländische Uni-
versität, 12 afrikanischer Volksstamm, 13 Stadt in Mexiko,
14 Kanal und Staat in Mittelafrika, 15 Vorname einer amerika-
nischen Filmschauspielerin, 16 Schußwaffe, 17 Tochter des Minos,
18 Begleiter im Sonnensystem, 19 Berg im Himalaja, "20 berühm-
ter Komponist, 21 Stadt in Mähren, 22 Frauengestalt der Ilias,
23 italienisches Adelsgeschlecht, 24 weiblicher Vorname, 25 mu-
sikalischer Begriff.
An Preisen stehen wieder zur Verfügung:
RM. SO.— in bar
10 Scheckhefte mit je 6 Eintrittskarten
für ein Theater am Wohnort des Gewinners,
20 Scheckhefte mit je 2 Eintrittskarten
für ein Theater am Wohnort des Gewinners,
10 Bücher „Frau im Mond", Roman Aon Thea von Harbou
10 Bücher „Otto Gebühr" von Dr. Lohmeyer.
Schluß der Einsendungen am 15. November.
Alle Einsendungen sind, möglichst auf einer Postkarte, zu
richten an die Schriftleitung des ,, Film-Magazins
SW 68, Zimmerstr. 35.
Den Michael Geste in ,, Blutsbrüder-
Künstler ist durch die Samuel (inld-
Bonlevard, Hollywood, K,iliforuicu,
iglüuder, erblickte in BIcIiukmuI das
mber (;eburlsl,ig. Er k.im von der
ist
Sprechbühni' zum Film. Bon.ild Colman gibt .Autogr.imme. Sie können
deutsch ;iu ihn schreiben, — Enrico Bcnfer ist .im besten durch die l'fa.
Berlin SW CS, Koclistr.i ße 6—8, erreichliar. Er wurde am 28, .Juli iu
.Neapel geboren, gilit .AntOKramme.
F i 1 m f r e n II d i n V e r r e t I e , AV i e s b a d c n ; Suzv A'ernon
diireti d.is Diiilsche Liihlspicl-Syndikat, Berlin SAV 18, Friedr'iclistraße :
zu r^rrcichcn. Ihre ständige fr.inzösische Adresse ist Paris 12, Boulev,ird
SimK 16. — .)|.;in Br.adins nugenbllekliehe Adresse ist Berlin-Wilmersdorf
Sii(l«estkorso 20.
R. AV., Berlin: Brigitte Helm ist mit Itlclmrd \VeilJb,ich verhei-
ratet, Sic hat keine iviiider, — Die Telephoniiuimueru der Filmstars ver-
iiffontlieheii wir grundsatzlich nicht. — Die Hildkarte ist an die Künstle-
rin weitergelcitet worden.
Marie S eh., AVi e n : Berühmte Leute müssen es sich gefallen lassen,
d.ii; man Gerüchte über sie verbreitet. Ivan Pelrovich ist auch im
Leben sehr sympathisch. Er gibt Aulogramrae. A'ersuchen Sic es nur,
er wird Ihnen sicher Ihren AVunsch erfüllen. Pctrovich ist augenblick-
lich in Berlin und .arbeitet an seinem Tonfilm ,,Es gibt eine Frau, die
dich niemals vergißt''.
H. S e h.. Görlitz: Bernhard Goetzkc spielte kürzlich in dem Film
..Die Todesfahrt im AVeltrckord'', — Der Titel des nächsten Luciano Al-
bertini-Films steht im Augenblick noch nicht fest, — Xein, Rudolf Klein-
Rogge spielt in der ,,Frau im Mond" nicht mit. — A. von Czerepy dreht
augenblicklich keinen Film.
H ,1 r r y P i e 1 - A' e r e h r e r , B c r 1 i n - S t e g 1 i t z : Harry Fiel
trägt einen Künstlernamen. Er ist mit Dary Holm verheiratet, gibt
.Autogr.amme. Seine neue Adresse ist Bln.-Charloilcnburg, Kaiserdamm 77,
L n c i e K., Berlin : ,Iack
Trevur ist mit einer Englände-
rin verheiratet, aber nicht, wie
Sie denken, mit Betty Balfour.
— Enrico Benfer ist am besten
durch die Ufa. Berlin SAV 68,
Koehstraße 6 — 8, zu erreichen,
,Ia, mit Jenny ,Iugo. — AA'alter
Rilla ist mit der früheren Schau-
spielerin Therese Roland ver-
mählt. Seine Adresse ist Ber-
lin-Charlottenburg, AV.acholder-
weg 6. Er wurde in Xeunkir-
chen geboren. — Harry Licdtke
ist noch immer mit Cbrisl.i
Tordy verheiratet.
E 1 f r y Sc h., Hamburg:
Ihre Bildkarte ist au den Künst-
ler weitergeleitet. — Iwan Mos-
jukin ist ungefähr so alt, wie
Sie gesehätzt haben. — Igo Sym
wohnt Berlin-Schöncberg, Inus-
brucker Str.iße 16. — ,, Der weiße
Teufel " wird voraussichtlich
noch in dieser Spielzeit zur Ur-
aufführung gelangen. Mosjukin
ist seit 8 bis 10 .fahren beim
Film.
V i 1 m a M., Berlin: Die
Aiißenaufn.ihmen zu „Ich lebe
fiir dich! " sind in und um
S(. Moritz gedreht worden. Die
Außenaufn.ihmen zu ,,FrühlinKS-
r.iiischen' sind, soviel uns lie-
kannt, in der Umgebung von
Berlin gem.icht worden, — AVil-
helm Dieterle ist mit der Film-
sehriFlstellcrin Cliarlotfe Hagen-
bruch verheiratet,
Rudolf AV., Görlitz:
Atichael Bnhiieu ist am besten
durch d.is Theater des AA'estens,
Berlin, K.inistr.iße. zu erreichen.
— Elis.ibetb Piu:ijeff wohnt Ber-
lin AV ."iO, Magdeburger Platz 2,
Bella Polini Berlin-Charlotfeu-
Inirg, Bleilitreuslr,iße br<.
I, y a AI ,1 r a - V e r e h r c r i n.
H .1 m bürg: Lya Mara h.at
rotblondes Haar. — Ihre AA'ünsehe
sind vorgemerkt. — Anita Dor-
ris hat am 21. Dezember Ge-
burtstag. — Die Film-Idee, die
man damals für Lya M.ira
suchte, ist unseres AVissens nicht
gefuiulcn worden. — Lilian Har-
vey hat blondes lockiges Ha.ir.
.Tawohl, sie hat im ..Dunklen
Punkt" die Doiipelrolle allein
gespielt. — Renee Heribel h.it
eine Hauptrolle in dem Film
„Die Stadt der 1000 Freuden"
gespielt.
Erich R.. Berlin: Mar-
eeline Day wohnt in Beverly-
Hills, Hollywood, Kalifornien,
U.S..A. Unseres AA'issens ist die
Künstlerin ledig. Sie gibt Auto-
gramme. Sic können ruhig
deutsch an sie sehreiben. —
.Alle Fragen über die Filmstars
werden nur in iinsercni Brief-
kasten beantwortet.
Siegfried E., S I u t ( -
g ,1 r t : .Auch wir halten es fiir
das beste, -daß Sie zuerst Ihr
Studium beenden, ehe Sic zum
Film gehen. Und wir raten
Ihnen, d.inn n,ich der von Ihnen
,iugegi'benen Zeit an die Film-
gesellscli.ifteii zu schreibi'u und
Ihre Hilder zur Prüfung an diese
einzusenden.
F r. AV.. Berlin : ..Die In-
sel der Liehe" ist ein französi-
scher Film. Die Haiiptrollo
spielte Pierre Batsehetf.
M e r r y n n d F i 1 m b o y : AVerner Fuetterers Partnerin in ..Der
Mäd<henhirt" heißt Ly Corelli. In ,, Morgenröte" spielte er mit Elga
Hriiik und Helg.i Thomas, im ,,Sohn der Hag:n" w,ir Mady Christians
ilie weibliche H.iuptd.irslellerin. — Gustav Fröhliehs Partnerin in ..Hciin-
ki'hr" war Dit.i P.irlo. AVo Fröhlich seine ."»ommerferien ^erleb| hat,
können wir Ihnen leider ,iuch niclit s,igen.
F i I m f r e n n d i n 11 e r t a a u s H ,i m b n r g : .\m licslen. Sie
weijilen sich in Ihrer .Angelegenheit ,in die Filmgescllsch.iften. A'ielleicht
silireibeu Sie einmal ;in die Ufa. Berlin SAV 68. Kochstraße 6—8. :in die
Natioiuil, Berlin SAA' 48, Frieilrielistr,iBe lü, an die Terra, Berlin SAV 18,
Koihslralle 7:t, A;if.i, Berlin SW 18, Friedrichstr,iße 22;t, oder an die
Hegew,ild, Berlin SAV 18, Friedrichstraße 2,')0.
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;e.seliiit/.t i.st, herge.stellt! Alles Nähere bitten wir aus unserer unten angegebenen T.itenlnr zu ersehen. Wenn überhaupt noch eine Ver-
MssiMiing unseres seit .I.ihren liewiihrlen „Okasa" möglieh war, so Ist dies jetzt endlieli durch diese .Methode, welche in laugjähriger Arbeit
(l<'uts<heii .\rzt entdeckt wurde, gelungen. Es dürfte d.idnreh „Okasa" wirkiicli das uniiliertroffene I'räparat sein.
^lMl ciuci
E.in GG^Gimnis! 1^1
e r
Neue KrafltfT
„Okasa" (nach (! e h e i m r a t T> r. me d. T. a h u s e n).
Das unübertroffene luH-hwertige Se.Kual-Kriiftiguugsuüttel (sexuelle XiMirastlieuieK Kein Reizmittel, für das »gesamte
Nervensystem überaus wohltuend. Ucbcrraschendc Wirkung! Notariell beglaubigte -Anerkennungen von zahlreichen
Aerztcn und tausende Dankschreiben dankbarer Verbraucher beweisen die einzig dasteliende Wirkungl Trotzdem gibt
es noch Zweiflerl Wir versenden daher nochmals von diesem neuen I'räparat
Zehntausend Ppobepackungen umsonst.
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2^^^2E
Einzelpreis 40 PI. für das Heft. Bezugspreis durch die Post monatl. 1.75 M. Verlag: Illustrierte Filmwoche G.m.b. H., Berhn SW 68, KochslraÖe 6—8. S c h r i f t le i t u n g
A.Rosenthal— Ares, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oeslerrcich vcrantwortl. Robert Mohr, Wien I, Domgassc 4. Verantwortl. für Anzeigen ^i''>?'™ ,?'='i?.j'^^
Ch»rlottenburg. Anzeig enverw allung Universum-Film A.-G., Abt. Ufa-Werbefilm, Berlin SW68, Kochstr. 6 8, Kupfertiefdruck: August Scherl G.m.b.H., BerUo 5>W 6»
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NUMMER 44 / BERLIN, 3. NOVEMBER 1929 / PREIS 40 PFENNIG
COmtl lyanmngS spielt in cLin *^Ctfalcn'C7ilnt Jer Oru4i C^omnier-cJroJukliott ,,Ll'er- blaue (On^el
]) I E M O C II 1 \ S C II K I I [ D ]. \{ 1 1 L M F H L l N D L
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LIANE HAID
spielt in dem Ufaion-Film der Joe t^ay-ProdukHon „Der unsierbliche Lump'
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06en links: Conrad Veidt in „Illusion".
Rechts: Ranwn Novarro in „Ben Hur".
Mille: Wollgang Zilzer in ..Raub der
Sahinerinnen". Unten links: JuneCollycr.
Mitte: Ossi Oswalda. Rechts: Fritz
Rasp in „Frau im Mond"
Phot. Lnivtrsat. Por.tiiutunl. l>. L. S. I ox, l /u
Natürlich — das braucht man ja wohl nicht
er^ zu sagen — der Mantel ziert vor
allem die Frau. Aber, das ist selbstver-
ständlich und darum wohl kaum eigens er-
wähnenswert.
Es gab einmal einen Einjährig-Freiwilligen,
den auf dem Marsch der Herr Korporal an
fauchte: ,, Schock Schwerenot, Mann, Sie haben
ja den Mantel um!", worauf der ,, Einjährige" er-
widerte: ,, Jawohl, es regnet ja, wie mit Gieß-
kannen!"; was den Herrn Korporal zu den ge-
flügelt gewordenen Worten anregte: ,,Was nützt
mich denn der Mantel, wenn er nicht gerollt ist."
Nun, der Mantel, ehedem beim Militär gerollt
(daß er aussah wie heute ein Autoreifen) über
die Brust getragen, würde für unsere Zwecke,
d. h. für den Film gar nicht in Frage kommen,
weil er keinerlei dekorativen, heroischen, roman-
tischen, persönlichkeitsbetonenden Ei-
genschaften hat. Darauf aber kommt
es beim Film — und nicht weniger
beim Theater — eben doch an.
Denn, wie der alte Volksspruch
sagt: ,,Der Mantel ziert den Mann,
wer ihn hat, der zieh' ihn an."
Beim Theater hatte dieser Satz
von jeher Geltung; man denke an
den ,. Fliegenden Holländer", den der
schwarze Mantel mystisch umwallt,
an Wotan, der sich als ,, Wanderer"
in einen großen Mantel einhüllt, an
das Mäntelchen von starrer Seide,
von dem Goethe Mephisto reden
läßt, und unzählige heldische Man-
telträgcr auf der Bühne in unseren
Klassikern.
Auch im Film spielt der Mantel
eine Rolle. Man braucht ja nicht
gleich grob zu sein und zu denken,
die Mantelträgcrei ginge nach dem
arabischen Wort: ,, Bekleide einen
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Strunk, so wird er hübsch." — Die Herrschaften,
die wir hier in unseren Bildern manlelbehaftet
zeigen, sind auch ohne Mantel keine Strünke,
Aber der Mantel unterstreicht gewissermaßen
hier die Eigenschaften, die wir schon eingangs
erwähnten: Heroisches, Dekoratives, Romanti-
sches und Betonung der Persönlichkeit.
Ramon Novarros Geste, ist sie nicht bedeut-
samer durch den flatternden Mantel? Cony in
,, Illusion" ist im modernen Straßenmantel, Wolf-
gang Zilzer im ,,Raub der Sabinerinnen" im
Havelock, ohne den ehedem kein Jünger Tha-
liens denkbar war, Ossi Oswalda als
Malerin in einer Filmrolle trägt den
weißen Ateliermantel. June Collyer i
ist mit einem modernen pclzbesetzten
Abendmantel umwickelt, und Fritz
Rasp, der lächelnde Schurke aus der
,,Frau im Mond" trägt den eleganten
Gehpelz nach dem Satz: ,,Ein Mantel
deckt viele Schand".
Jannings (Mephisto) trägt Faust
(Gösta Ekmanl im Zaubermantel über
Länder und Meere, pompös umwallt
der Kosakenumhang den ,, Adler" (Va-
lentino), schottische Mäntelchen tra-
gen Josef Striker, Lilian Gish und
Norman Kerry in der Schottenballade
,,Annie Laurie", ein reizvolles Mantel-
modell trägt Jeanne Lorraine zur
Schau, pelzmantelvcrmummt ist Pola
Negri, und Harry Liedtke kommt uns
als eleganter Bonvivant natürlich im
Frackmantel. So ist der Mantel seinen
Trägern im Film und auf der Bühne
mehr als die vielleicht gerade durch
Jahreszeit und Klima vorgeschriebene
wärmende Hülle. Er ist ein Ausdruck
gesteigerten Selbstgefühls, des Gel-
tungsbedürfnisses der darzustellenden
Gestalt schlechthin.
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Oben links: Jannings
und Ekmann in ..Faust".
Oben rechts: Rudolf Vo-
lentino in „Der Adler".
Oben Mitte: Josef Striker,
Lilian Gisfi, Norman
Kerry. Unten links: Je-
anne Lorraine. Unten
Mitte: Pola Negri. Unten
rechts: Harry Liedtke
l'lwt. l'lit. Piirümcunt. l ^n,
.U.ü.-.ll , .-U/J
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Mit Abbildungen aus dem KuUurjilm der Lja „Antike Statten auf Sizilien"
..It.ilieii oliiii' Sizilien
ni.iclit f;-.ir ki'iii Kilil in der Sccir
Hier ist (liT Sc-Iiliis-.,.| zu :illt>iii.-
Wenn wir
betreten,
als Deutsche Sizilien
scheint sich uns un-
absehbar Goethes Genius zum
Begleiter anzubieten. Für ihn war der
sizilische Aufenthalt die Krönung sei-
ner Italienfahrt, und diese Reise war
das große Erlebnis seines Lebens. Sage
und Geschichte haben diese Insel ver-
klärt. Wir wandeln auf Sizilien, der
alten Trinacria, überall auf klassi-
schem Boden. Die Scylla tmd Charyb-
dis in der Meerenge von Messina, die
Cyklopeninseln bei Catania, welche der
geblendete Polyphem dem Odysseus
nachschleuderte und vieles andere
mehr, lassen uns die Spuren des
Odysseus erkennen. Es liegt wie ein
Fluch auf Siziliens gesegneter Erde,
daß kein Volk im Laufe der letzten
drei Jahrtausende eine dauernde
Herrschaft über das größte und
schönste Eiland des Mittel-neeres aus-
üben konnte. Die gesamte Geschichte
bis in die neueste Zeit ersieht vor
uns, wenn wir die Kämpfe verfolgen,
Das gut erhallene griechische Theater
Rechts: Gräberstraße aus der Sarazenenzeit auf dem Wege zum
Felsennest Taormina
die um diese wichtige Insel ausgefochten wurden, deren Be-
sitz ehemals die Herrschaft über das Mitlelmeer bedeutete.
Sikuler, Phöniker, Hellenen, 'Punier, Römer Goten, Sara-
zenen, Normannen, Deutsche, Spanier, sie alle haben hier
ihre Spuren hinterlassen, doch keine sind großartiger als die
Ruinen aus der Zeit der Griechen, die lange vor Rom diesen
Gestaden ihre hohe Kultur brachten. Diese Spuren aufzu-
suchen im Lande selbst und in seinen heutigen Bewohnern,
war die erste Aufgabe unserer Filmexpedition.
Von der früher weitberühmten Fruchtbarkeit Siziliens —
war es doch die ,, Kornkammer" des alten Roms — ist nur
noch wenig zu merken, da wegen der von April bis Septem-
ber herrschenden Trockenheit der Ackerbau fast ganz zurück-
geg^ingen ist. Der Sizilianer mußte sich also auf die Kultur
von Gewächsen mit Blättern von lederartiger Beschaffen-
heil umstellen, die nur wenig Wasser verdunsten und somit
die heiße Jahreszeit zu überdauern vermögen. Er betreibt
daher neben erfolgreichem Anbau von Öl- und Mandelbaum,
der Rebe und der Opuntienkakleen in großem Maßstabe, die
Kultur der Apfelsinen und Zitronen. Unwillkürlich wird,
speziell bei dem Norddeutschen, bei Nennung des Namens
Un'en rechts: Das römische Amphitheater zu Syrakus
air/Msi
Sizilien die Erinnerung an Messina-
Apfelsinen und -Zitronen wach. Zwei-
mal im Jahre bietet die gesamte
Küstenlandschaft der Insel, die einen
einzigen großen Apfelsinen- und Zitro-
nengarten darstellt, einen herrlichen
Anblick, nämlich im Frühjahr, wenn
die riesigen Pflanzungen mit schnee-
weißen, stark duftenden Blüten über-
sät sind, und von Dezember bis
Februar, wenn die Bäume unter der
Last der leuchtend gelben und der
rotgelben Apfelsinen zusammenzu-
brechen drohen. Bei der großen Be-
deutung der Apfelsiaen und Zitronen
auf dem Weltmarkt, nicht nur als
wohlschmeckendes Obst ynd für die
durststillende Limonade, sondern
vor allem zur Gewinnung der wert-
vollen Öle aus den Schalen, die bei
der Fabrikation der edelsten Par-
füme Verwendung finden, wandten
wir unsere Aufmerksamkeit diesem
Erwerbszweig der Sizilianer in beson-
derem Maße zu. Doch da zeigten
sich für uns Filmleute Hindernisse
der Schwarzweiß-Photographie, die
anfangs unüberwindlich schienen. Die
m^
Rechts:
Die in Syrabus
freiwachsenden
Papyrus - Stau-
den
Die an herrlichen
Ausblicken reiche
Fahrstraße zum
Felsennesl
Taornüna
Blick vom Griechischen Theater auf den Aetna
Zitronen und Apfelsinen ließen sich nämlich an ihren Bäu-
men nicht filmen, d, h., sie ,, kamen photographisch" genau
so dunkel wie die Blätter, so daß selbst bei buchstäblich
mit Früchten überladenen Bäumen nicht eine Spur von Zitro-
nen oder Apfelsinen zu sehen war. Ohne diese Aufnahmen
durften wir aber auf keinen Fall nach Berlin kommen! Da
verfielen wir auf die höchst sonderbare Idee, die gesamten
Früchte der für unsere Zwecke besonders günstig gelegenen
Bäume regelrecht zu pudern. Ich sehe noch heute die ent-
setzten Gesichter der sizilianischen Plantagenbesitzer, als
wir sie von unserem Vorhaben unterrichteten. Nun, ein
kleiner Obolus wirkte mehr als lange Reden, von der Erde
und von Leitern aus zerrieben wir ganze Puderbüchsen auf
den Früchten. Sofort angestellte Entwicklungsproben bestä-
tigten uns glänzend den erwünschten Erfolg.
Dr. Ulrich K. T. Schulz.
Anmerkung der Redaktion: Da haben die Kultur-
filmleute aber Glück gehabt, daß sie bei den schönen klas-
sischen Bauwerken, die sie auf Sizilien auf dem Bildstreifen
festhielten, dieses Verfahren nicht nötig hatten, das bei der
Größe und dem Umfang der Objekte doch seine Schwierig-
keiten gehabt und doch sehr viel Zeit in Anspruch genommen
hätte. Aber diese Bauwerke kamen wie die Aufnahmen zeigen,
auch , .ungeschminkt" photographisch richtig.
Links: Tempel der Concordia, der Göttin der Eintracht zu Girgenli
Lewis Stone, Greta Garbo, Nils Asther in einer Szene von „Wilde Orchideen" Phot. M.-G.-M.
G e n u ß s 11 c li t i }5.
Eine Berliner Familie hat Besuch von einem Onkel aus
der Provinz. „Heute abend gehen wir in ein Kino", sagt
das Familienoberhaupt, ,,der neue Film, der da gespielt
wird, soll sehr gut sein." — Das paßt aber dem sensations-
lüsternen Onkel gar nicht. Er meint: ,, Könnten wir nicht
lieber in einen schlechten Film gehen, bei dem gepfiffen
wird?"
AmTelephon:
,, Hallo, ich möchte gern zwei gute Sitzplätze haben." —
,.Wie bitte?" — ,,Zwei gute Sitzplätze. ' — ,,Wir haben
überhaupt keine Sitzplätze." — ,,Ja, sind denn dort nicht
die Kainmerlichtspiele? ' — ,,Nein, hier ist die Berliner
Verkehrs- Aktiengesellschaft."
Stoßseufzer,
Requisiteur im Filmatelier: „Ja, natürlich, wenn ge-
gessen und getrunken wird, da müssen die Requisiten alle
echt sein, wenn aber einer Gift nehmen muß, da darf ich
das Gift nur markieren."
Vorsicht ist die Mutter . . . .
,,Also sagen Sie mir aufrichtig, was halten Sie von meiner
Manuskriplidec? ■ — ,,Ja, — das möchte ich doch lieber
nicht sagen, ich hai>e gehört, Sic nehmen jetzt Boxunter-
richl."
Der erste Hervorruf.
Heutzutage ist der f^ervorruf im Theater und im Licht-
spielhaus bei Filmpremieren nichts Außergewöhnliches.
Da ist es von Interesse, zu hören, daß die Beifallsäußerung
des Hervorrufs aus Italien stammt.
Im deutschen Sprachgebiet ist der erste Hervorruf in dem
schon immer theaterfreudigen Wien zu verzeichnen. Die
Auszeichnung galt dem berühmten Bailettmeister und Pan-
tomimendichter Novcrre.
Der erste Schauspieler, den das Publikum hervorrief, war
der Charakterspiclcr Bergopzomer, als er im Jahre 1774
in Wien Richard den Dritten spielte (nicht den von Shake-
speare, sondern von Weiße, einem eifrigen Dramen-
schreiber).
Der erste Berliner Hervorruf galt 1778 dem hervorragen-
den Schauspieler Brockmann für seinen in der Theater-
geschichte berühmt gewordenen ,, Hamlet".
Tiefe Wirkung.
In einem Film mit tieflragischer Handlung sitzt eine
Dame neben zwei jungen Mädchen, die andauernd zu
tuscheln und zu lachen haben. Endlich fragt die Dame
pikiert; was es denn hier zu lachen gäbe. ,,Ach ', antwortet
die eine der holden Feen schnippisch, „wir wissen doch
jcnau, daß dcl allcns nur Komödie ist."
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"Nä
Man sagt immer, daß Hollywood
eine Stätte der Unkultur sei,
daß man nichts von Theater,
Konzerten höre. Aber wenn man die
Geschichte näher besieht, so stellt
sich heraus, daß das in Wirklichkeit
ganz anders ist. Es gibt zwar kein
ständiges Theater, keine große Ka-
pelle, die regelmäßig Konzerte ver-
anstaltet, aber in der riesigen Holly-
wood Bowl, einer Arena, die vieltau-
send Zuschauer faßt, konzertieren die
bedeutendsten Künstler der Welt,
hört man Beethovensche Symphonien,
moderne Musik genau so vollendet
wie in Berlin oder Wien. Es gibt
keinen namhaften Sänger und keinen
berühmten Kapellmeister, den der
Weg nach New York führt, der nicht
auch, wenn irgend möglich, sich in
Hollywood vor ein riesiges Parkett
besonders kunstbegeisterter Zuhörer
und Zuschauer stellt, in dem natur-
gemäß auf den besten Plätzen, manch-
mal auch geschickt durch Scheinwer-
fer hervorgehoben, all die großen
Flimmerstars sitzen, deren Name in
der ganzen Welt bis -ins kleinste Dorf
hinein bekannt ist. Manchmal be
kannter als der der großen Berühmt-
heit oben auf dem Podium. Unser
Bild gibt einen ungefähren Begriff von
einem Abend, an dem man Musik
unter Sternen macht, denn es handelt
sich um ein offenes Amphitheater, wie
es schon die Griechen und Römer für
ihre großen Volksspiele verwandten.
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/ ,., ; 1.. )iur-Uut> biHifi Cj/i/."«..
vermögen auf die äußerste Probe
stellt. Ein junges Mädchen, die tapfere
Rosemarie, die keine Ruhe hat, bis sie
den Mann, der ihre Mutter ermordete,
entdeckt hat, steht im Mittelpunkt der
Geschehnisse,
Diese Rosemarie, die im Verlauf der
Dinge in vielen verwickelten und
schwierigen Situationen vor nicht leicht
zu lösende Aufgaben gestellt wird,
findet ihre Verkörperung in Jenny
Jugo, deren Partner in dem spannen-
den Spiel Enrico Benfer ist, der einen
jungen Minenbesitzerssohn darstellt,
der durch die merkwürdigen Verket-
Enrico Benfer und Jenny Jugo
Der Kriminalfilm moderner Art, d, h. der Film,
in dem das Kriminalistische nicht schwerfällig,
breitspurig entwickelt und die Lösung auf
selbstgefällige Detektivart, die das Gras wachsen
hört, aufgezeigt ist, hat mit Recht ein großes Publi-
kum. Mit Recht, weil der Zuschauer in einem
solchen Film, in dem es Schlag auf Schlag, Blitz auf
Blitz geht, in der Spannung, die ihm die Handlung
mit interessanten Verwicklungen jn zeitgemäßem,
raschem Tempo, der Akkumulator, der seine geistige
Leistungsfähigkeit speist, neu auflädt, ohne daß er
sich dessen eigentlich bewußt
wird.
„Der Bund der Drei" ist ein
solcher Film, in dem es darum-
geht, einen Mörder zu entlarven.
Es ist eine an Überraschungen
reiche Geschichte, die immer das
Interesse des Zuschauers fesselt,
wachhält und steigert und seinen
Scharfsinn und sein Kombinations-
Enrico Benfer, Jenny Jugo. Raimondo vanRiel
Rtchls: In der Wildwest- Bar in Paria
A^,
tungen der Begebenheiten einen
harten Kampf zwischen Pflicht
und Liebe zu bestehen hat. Er-
heblich an der Angelegenheit be-
teiligt ist Ernst Stahl-Nachbaur,
der in dem Film ein australischer
Minenbesitzer ist, auf dem sehr er-
heblich der Mordverdacht ruht,
Auch Max Maximilian, der Vater
der klugen Rosemarie, der viele
Jahre unschuldigerweisc im Ge-
fängnis saß, hat erheblichen Anteil
an der Entwirrung der verfitzten
Kriminalsache, Es sind da noch
einige Gestalten, deren Tun sich
Jenny Jugo. Raimondo van Riel,
Max Maximilian Plwt. i'fa
Oben : Charles Rogers
und Jerry Binford. —
Links: Norma Shearer
mit ihrem preisgekrön-
ten Hündchen. — Unten
links: Mary Brian und
Charles Rogers. — Un-
ten rechts: Irving Thal-
berg und Norma Shearer
. Paramount, M.-ü.-M.
QUislig^^
Die Sache von dem „Keep smiling" der
Amerikaner hat sich ja schon einiger-
maßen herumgesprochen, und man
braucht daher nicht eigens zu betonen,
daß für die „Publicity" Bilder lachender
Menschen und für die Filmpublicity erst
recht Photos lachender oder lächelnder,
auf alle Fälle vergnügt aussehender Film-
stars in Mengen hergestellt werden.
Aber als eine Eigenheit der amerikani-
schen Filmbilder — nicht solcher, die aus
bestimmten Filmen, aus dem ,,Satz" zu
irgendeinem Film stammen — , sondern der
Genrebildchen, die Stars und Feature
players popularisieren sollen, zeigt sich
deutlich das Duett.
Die Serie, die wir als ,, Lustig zu
zweien" bringen, könnte beliebig lange
fortgesetzt werden.
Die amerikanischen Publicity-Managers
haben es längst heraus, daß die jungen
Damen, deren Bild sie dem Publikum so-
zusagen einhämmern wollen, den Weg
zum Gedächtnis viel besser finden, wenn
sie in einer heiteren Situation im Duett
abgebildet werden, und bei männlichen
Filmdarstellern gilt das natürlich noch in
verstärktem Maße.
Das erste Bild z. B. zeigt einen Besuch
von Mrs. Jerry Binford, der Schwester des
populären Charles Rogers, in der Garde-
robe eines großen Studios. Der Herr
Publicity-Manager schreibt darunter, daß
,,Buddy" (Charles Rogers) seiner Schwe-
ster die verschiedenen Kleider und Ko-
^^JüdeC£4\j
stüme zeige, die Esther Ralston in
,,Fashion for Women", Betty Bronson in
„Peter Pan" und Ruth Taylor in „Gentle-
men bevorzugen Blonde" getragen haben.
Dann sehen wir Norma Shearer mit
ihrem preisgekrönten Hündchen, das sich
mit philosophischer Ruhe in den durch ihnj^;
gewonnenen Preisbecher stecken läßt. -
Norma Shearer, als Soldat wie ihr Gatte,
der Metro-Produktionsleiter Irving Thal-
berg, für einen Kostümball kostümiert,
gibt einen Beitrag zu dem Thema: „Wie
sich die Filmleute in Hollywood amü-
sieren".
Charles Rogers ist beneidenswert, weil
er von einem so hübschen Barbier wie
Mary Brian rasiert, bzw. mit der Milli-
meterschere behandelt wird. Benny Rubin
und Cliff Edwards probieren in einer Auf-
nahmepause zur „Ukeleie" einen neuen
Song; Eddie Quillan, ein neuer Lustspiel-
star, und Sally O'Neill rauchen, wenn sie
in dem Film ,,Sophomore" gerade nicht
dran sind, lustig im Duett; Richard Arien
ist mit seinem Koch John zu sehen, der
nicht nur wegen seiner deliziösen Koch-
künste, sondern auch wegen seiner un-
erschöpflichen Schwanke bei den Film-
leuten Hollywoods bekannt ist; und Eddie
Nugent und Douglas Fairbanks junior
blasen vergnügt die Posaune, weil sie, wie
der Pressemann in der Bildunterschrift be-
hauptet, gar so fröhlich seien, weil sie
in dem und dem Film so hübsche und wir-
kungsvolle Rollen hätten.
9 >
Oben : Benny Rubin und
CUH Edwards. — Mute:
Eddie Quillan und Sally
O'Neill. — Links: Eddy
Nugent und Douglas
Fairbanks junior.
Unten : Richard Arie
mit seinem Koch Joh
Phot. M.-Q.-M., P. D. c,
Paramount
I
l
Die Frau zwischen zwei Altern, mit Schmerz bemerkend,
daß die Jugend verronnen ist, dem Wunsche hinge-
geben, die Tage der Jugend festzuhalten, die sie neben
einem für ihre Leiden und Schmerzen verständnislosen,
egoistischen Manne dahinlebend, doch eigentlich nie so
richtig fühlte, das ist ein in der Literatur, auf dem Theater
und im Film zur Gestaltung reizendes Thema,
Hier ist die Frau, die ihre Jugend entfliehen sehen muß,
die ihr nie das Gefühl des Glücks geben konnte, die Ba-
ronin Irene Rysbergue. Sie geht den ganzen Passionsweg
der zartfühlenden Frau, deren Mann, korrekt bis aufs
äußerste, sich die ganzen Jahre der Ehe niemals die Mühe
genommen hat, daran zu denken, daß die Frau an seiner
Seite ein Seelenleben habe, das in dieser Atmosphäre der
Lieblosigkeit ersticken müsse.
Oben: Franz Lederer und Maria Jacobini
Mute: Maria Jacobini
Unten: Franz Lederer, Helene Hallier
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Maria Jacobini
Vlii'l. Li'lunil'iu
DOQOTHY QEVIEQ ein Columbia-Siär
fmti^ttSmi>if^m^K*fKlu»-^iiii^li»'*ii''immm»ti^^n0m^^
i ]
(
Kaltherzigkeit des Mannes, die Verzweiflung über ein
freudloses Leben treiben sie auf einem Feste, auf dem sie
als Madame Colibri strahlend und fröhlich scheint, einem
jungen Offizier, dem Freund ihres erwachsenen Sohnes, in
die Arme. Der Lauf der Welt, daß tiefe Enttäuschung sich
der Unglücklichen bemächtigt, als sie, die mit ihrer Fa-
milie gebrochen hatte, um dem Manne, den sie liebt, zu
folgen, sehen muß, daß sie für den jungen Menschen ein
Spielzeug, ein Zeitvertreib war, von dem sich d'e unbe-
denklich egoistische Jugend des Mannes abwendet, als ein
junges Mädchen ihn fesselt. Und tiefe Resignation der
Alternden, die zurückkehrt und sich mit ihrem Manne an
der Wiege des Enkelkindes aussöhnt.
Der Film bringt schöne Landschaftsaufnahmen aus Nord-
afrika, dem Lande, in das die Frau dem Manne, der Leut-
nant bei den Spahis ist, folgte.
Maria Jacobini, die Darstellerin, die Schmerz und Leid
des Frauenherzens in an das Herz greifender Eindringlich-
keit fühlbar macht, gestaltet die ,, Madame Colibri". Den
jungen Leutnant gibt Franz Lederer. Helene Hallier ist
das junge Mädchen, dem die Frau weichen muß.
Julien Duvivier, ein kultivierter französischer Regisseur,
hat den Film nach Bataiiles Bühnenstück „Maman Colibri"
inszeniert.
Oben: Helene Hallier und Maria Jacobini
Mitte: Jean Gerrard und Maria Jacobini
Unten rechts: Franz Lederer und Maria Jacobini
Maria Jacobini
JämmmBOEwm'
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WBu
E/N ROMAN VON STANHOPE
4. Fortsetzun''
IQ
Kachdruch verboten
Madame Kalothakis und Bill schlössen im Lauf des Abends
gute Freundschaft. Herr Faisal, der ein ähnlich zartes Band
um sich und Billie zu schließen trachtete, war verwundert, auf
eine ablehnende Haltung zu stoßen, und schob die Schuld der
schlechten Qualität des Schaumweines in die Schuhe. Er sehnte
sich nach seiner Literatur.
,,Wir sind Sonntagskinder", sagte Billie am anderen Morgen
träumerisch und vergaß ihre Maschinenschrift.
,,Sie sind Frcilagsbocher!" schrie der Prokurist, ,,und machen
seit Tagen nichts als Un-
sinn. Wie sehen Sie über-
haupt aus? Verschwiemelt
und miekrig! Das muß auf-
hören, sonst sage ich dem
Chef Bescheid, verstanden?"
„Na, na, man nicht so
pampig!" sagte Billie; die
Aussicht auf die Reise und
die Erhöhung der monatli-
chen Bezüge hatten sie stolz
gemacht.
Die Geschwister sannen
über eine anständige Mög-
lichkeit nach, mitten im Mo-
nat zu kündigen, ohne daß
man wegen des Silberklei-
des Verdacht gegen sie fas-
sen konnte.
,, Übrigens weißt du, Bill,
wir müssen noch ein Kleid
mitnehmen, mit einem hast
du nicht genug!"
Und Billie benutzte Brief-
bogen und Schreibmaschine
der Firma, um an Frau Ma-
falda einen rührenden Ab-
schiedsbrief zu schreiben,
ihre Verzeihung zu erflehen,
selbständig entliehen zu ha-
ben, was bei gesetzesgemä-
ßer Bitte ihr mit Sicherheit
abgeschlagen worden wäre.
Sie endete mit einem Appell
an das künstlerische Fein-
empfinden der verehrten
Frau und der Versicherung,
daß mit veränderter Ver-
mögenslage das Kleider-
material sofort zurückgege-
ben werde, im Falle einer
Wandlung der Mode aber
sollte eine angemessene
Wiedergutmachung nicht auf
sich warten lassen.
Billie also klaute, unbemerkt und sehr geschickt, ein zweites
Kleid.
Der 26. Oktober war gekommen.
Pässe, Fahrkarten waren besorgt, das Künstlergepäck stand
auf dem Bahnhof. Alles war zur Abfahrt bereit.
Am Morgen kam es im Hause Terpin zu schärfsten Zusammen-
stößen. Die Geschwister waren überreizt und nervös; es war
schwierig, von der „gelben Nachtigall" loszukommen; es war
schwierig, bis in die Nacht hinein an neuen Tänzen und Chansons
zu arbeiten, es war schwierig, an der Schreibmaschine und dem
Kontobuch munter zu bleiben und die Angst vor Entlarvung zu
unterdrücken.
Bill hatte einen Fehl.ir in der Buchhaltung gemacht.
Er wurde zu Dr. Terpin zitiert.
Was nun folgte, ging Schlag auf Schlag.
Dr. Mosch ermahnte väterlich.
Hi
Douglas Fairbanks junior phot. M.-G.-M.
Dr. Mosch geriet in
Bill kochte.
,,Sie sind — ■ — " Dr Moschs Stimme schnappte über.
. — — kostbar!" ergänzte der von der Schwester unterrichtete
Bill.
,, Gehen Sie, gehen Sic, ich mag Sie nicht mehr sehen, weg!
Undankbare' Welt!" rief der gelehrte Mann.
Die Geschwister nahmen ihre Lohntüten in Empfang und wan-
derten zufrieden durch die mittägliche laue Oktobersonne.
Sie ruhten noch ein paar
Stunden; um sechs Uhr fünf-
zig ging der Zug nach Buda-
pest. Sie hatten verabredet,
nicht mit den übrigen Ar-
tisten zu fahren, sondern
allein zu bleiben.
Den Brief an Frau Ma-
falda brachte Billie noch
rasch zur Post, und dann
gaben sich beide den span-
nenden, aufregenden Emp-
findungen hin, die auch den
abgebrühtesten Reisenden
befällt, wenn er zu großen
Fahrten rüstet.
„Wie unnötig das alles ist?
Weshalb haben die beiden
es nur zum Krach kommen
lassen?" fragte sich zum
elften Male Dr. Terpin, als
seine Gattin zu ihm stürzte:
,, Denke dir — das Kleid —
das Abendkleid — für Ba-
roneß von Knatter — ist
verschwunden. Was tu' ich
nur, sie wollte es doch
heute haben?!"
,, Gnädige Frau, das Tele-
phon."
„Mosch, liebster Mosch,
was machen wir mit Exzel-
lenz? Ach, ach, entschul-
dige, ich muß an den Appa-
rat! Ich werde noch ver-
rückt!"
„S — s — SS, ich ahne
was, ich ahne was." Dr.
Mosch telephonierte nach
seinem Freund, dem Krimi-
nalkommissar Spanger, und
bat ihn um seinen sofortigen
Besuch.
Schon war Mafalda wieder
bei ihm:
., Baronin Klettwig war am Telephon. Sie hätte kein Silber-
kleid zur Ansicht bekommen.
,.Aha!" machte Mosch.
„Was heißt Aha? Ahae nicht, Mosch! Hilf lieber!"
, Aha, und noch einmal aha! Ich weiß genug, mein
Gedulde dich zwei Stunden."
,, Weißt du denn etwas?"
,, Weshalb sind wohl die Amerys so rasch von uns gegangen,
diese ehrlichen Menschen, nun?"
„Aha — a!"
,, Siehst du, nun sagst du selbst Aha!"
,,Du mußt sofort die Polizei verständigen, aber sofort, sofort,
sage ich, Mosch, sofort!"
„Ruhig, ruhig, Spanger kommt gleich, und ist unsere Ver-
mutung richtig, dann gehen wir zu den sauberen Vögeln und
nehmen ihnen ihre Beute wieder fort!"
Kind.
..Moscli, du bist kostbar!"
Ja, und dann ereignete sich, was für die Lebensbahn der beiden
jungen Menschen von umwälzender Bedeutung werden sollte.
Vielleicht um die vierte Nachmittagsstunde pochte es unfreund-
lich heftig an der kleinen Mansardentür. Bill sah durchs
Guckloch:
,,Um Gottes willen, Billie, der alte Mosch und Polizei!"
,, Verdammt, in letzter Minute! Ausgerechnet. Komm aufs
Dach, rasch, rasch, nur raus hier! Sie sprang auf den Tisch,
machte das Fenster auf und stieg aufs Dach, wo Mohamed sie
mit überraschter Zärtlichkeit begrüßte.
,, Aufgemacht!" schrie man draußen, ,,oder wir schlagen die
Tür ein!" Schon knallten Fußtritte gegen die bebende Tür.
,,Komm doch, Bill, wo bleibst du denn?"
,,Fine Sekunde, — so!" Bill wollte auf den Tisch springen,
verhedderte sich in den Drähten des Radio-Apparates; mit
großem Gepolter fiel der Lautsprecher herab, Bill stürzte und
fühlte einen stechenden Schmerz im Schienbein; er versuchte,
sich zu erheben; der linke Fuß versagte den Dienst, es war, als
gehöre er ihm nicht mehr; ächzend ließ er sich wieder fallen und
rief halblaut: „Billie, ich habe mich verletzt; wenn alles gut
geht, treffen wir uns an der Bahn; nachweisen kann man uns ja
nichts! Auf Wiedersehen!" Billie verschwand. Er lächelte
schmerzlich. Aus dem Wiedersehen würde wohl nichts; aber
was nun? Er hatte sich das Bein gebrochen, das war unbe-
streitbar. Was nun? Was hatte Billie neulich gesagt? ,Wir
sind Sonntagskinder?" Ach, ach, ihm wurde schwindlig; eine
leichte Ohnmacht machte ihn unempfindlich. Er hörte nicht mehr
das Eindringen der Beamten. Viel später erst, als das Bein in
Gips und lästigen Verbänden lag, erwachte er und erfuhr, daß
er im Laurcntius-Hospital war.
alte, gut aussehende
dessen Anzug einen
2. Kapitel.
,,Wir wollen jetzt frühstücken!" Die
Dame sagte es zu einem jungen Herrn
teuren Schneider verriet.
Das Hotel Grande Bretagne, dicht an der Avenue Kiphissia in
Athen, war ein elegantes Haus, und seit ein russischer Professor
die Küchcnleitung innehatte, versammelte sich hier täglich zu
gewissen Stunden alles, was vor dem Krieg zu der Gesellschaft
gehörte.
Der junge Herr geleitete sorgsam, aber ein wenig zerstreut,
seine Tante Philba Erskine zu ihrem Tisch im Palmenhof des
Hotels und blickte interesselos auf die ägäischen Krebse, Arli-
schockenböden, Sardinen, Salate und Cumberlandschnitten, denen
die Tante mit Eifer zusprach. Lediglich durch einen Aperitif
stärkte er sich, der am frühen Morgen genossen, neurasthenische
Naturen lebendig macht.
Mrs. Erskine nahm noch ein wenig Wildschweingelatine und
eine winzige Scheibe Burgunderpudding, dann wischte sie sich
behaglich den Mund und widmete sich einem vierfach schwarzen,
türkischen Kaffee.
Ganz bedachtsam musterte sie ihren Neffen:
„Pitt, du bist verliebt!"
,,Laß doch, Tante, ich bin ein wenig nervös, das ist alles."
Mrs. Erskine und ihr Neffe Pitt waren aus Kairo vor einigen
Tagen in Athen eingetroffen. Sie hatten eine lange Reise hinter
sich. Mr. Hamilton Erskine sagte am Tage, als Pitt von der
Yale-Universität das Zeugnis der bestandenen Staatsprüfung
heimbrachte: Jetzt macht ihr beide, Tante und du — Pitt war
ein weitläufiger Verwandter aus Deutschland, den das kinderlose
Ehepaar an Kindesstalt angenommen und voller Güte und
Großzügigkeit herangebildet hatte — , eine Fahrt nach Europa.
Der Onkel griff tief in seinen Beutel, er konnte es, denn die
meisten Getreidespeicher von Dallas gehörten ihm, und nun be-
gann die schönste Zeit im Leben des jungen Baccalaureus. Manch-
mal, wenn er träumte, wirbelte durcheinander, was er seit Wochen
in sich aufgenommen hatte: der Nachthimmel von Honolulu, die
jäh ragenden Felswände der norw-cgischen Küste, die dunklen
Olivenhaine Spaniens, die seltsam verwinkelten Wege der Insel
Korsika, die Gesänge der Misriat, der Bewohner des Nillales,
und beängstigend, bedrückend mischten sich Bilder und Gedanken
ein, die hier erst, in Athen, verursacht wurden und entstanden.
„Pitt, ich will mich nicht in ein Geheimnis drängen", sagte
Tante Philba, „ich sage nichts, daß du nichts ißt, daß du am
frühen Tag schon einen Schnaps trinkst, aber du weißt, daß ich
dich noch nie im Stich gelassen habe, wenn du einmal nicht
weitergewußt hast!"
„Tante!" Mehr brachte der offensichtlich unglückliche Jüng-
ling nicht heraus.
,,Geh, Pitt, geh ein bißchen spazieren und sei in einer Stund
wieder hier. Ich will heute mittags in Phaleron sein." Sie nickt
ihm freundlich lächelnd zu, blieb sitzen und versteckte sich
hinter einer riesigen Zeitung,
Pitts Betrachtungen waren immer noch nicht von Heiterkeit ge-
färbt, als er von der breiten Straße in den öffentlichen Park
einbog.
,,Bin ich denn wirklich krank?" Ganz laut waren diese
Worte über seine Lippen gekommen. ,,Um Himmels willen!" Er
sah sich um, ob niemand ihn belauscht hatte; sein Ausspruch
schien eine tiefere Bedeutung zu haben, denn sein Gesicht war
von einer glühenden Röte Übergossen.
Er ging und sah nicht das Astwerk, das ihn hinderte, quer
durch die Sträucher zu laufen, bemerkte die märchenwunder-
lichen Farben indischer Pflanzen nicht, die man sorgsaii hier
aufzog, fühlte nicht Stacheln und Dorne, die ihn zurückreißen
wollten spürte nichts von der drückenden Hitze, die über allem
lag, lief nur vorwärts, hinein in die üppige Blumenflur, um
seine schlimmen Gedanken zu verscheuchen.
Plötzlich knackten die Büsche, dann tauchte ein schneekaltes
Batistkleid auf und pilgerte überschäumend und friedesam glück-
lich auf einem der schmalen Wege zum Denkmal eines großen
Griechen, das zu dieser Stunde nur wenige aufsuchten.
Das war ungefähr in der gleichen Minute, als sich der junge
Jurist entschlossen hatte, eine unschuldige Pinie durch einige
sachkundige Boxhiebe zur Vertrauten seiner Mißstimmung zu
machen.
Kurze Zeit nachdem stand er auf dem stillen Weg und sah
in dem Lichtfleck am Standbild das allerliebste Batistkleid.
Pitt hatte alles Bilterslrengc verloren und empfand plötzlich
das Bedürfnis, sich an irgend wen, an die Besitzerin des weißen
Batistkleides anlehnen zu müssen. Er beschleunigte seine
Schritte.
,, Tausend nein, was geschah denn jetzt?"
Das Fräuleinchen glaubte sich unbemerkt und tänzelte mause-
schnell um das Denkmal, spitzte das Mäulchen und pfiff weh-
mütige Melodien, die ihre Lebenslust verrieten.
Gerade kam Billie, jawohl Billie, wieder um die versteckte
Ecke des Sockels, sah jemanden auf dem Wege und ging,
Gleichmut und Unbekümmertheit heuchelnd, an Pitt vorbei.
,,Wie appetitlich!" dachte er und schmeichelte ihre Gestalt
mit Blicken, die ihn zunächst nur trösten sollten, dann aber und
mit sonderbarer Geschwindigkeit an Aufrichtigkeit gewannen.
, Ja, ist denn das möglich? Dieses Profil, diese, nein wirklich,
das ist zauberhaft!" Pitt lief hinter Billie her, immer schneller.
Es geschah, daß sich Pitt in wirreu Unlösbarkeilen verlor; die
Ähnlichkeit des jungen Mädchens mit der Ursache seiner Nie-
dergeschlagenheit richteten seinen Blick weit weg von allem, was
ihn in dieser Minute umgab, er empfand niemals früher oder
später das An-einander-Vorbei, dies unnennbare Gefühl so stark.
Und er ging wie eine Maschine hinter Billie her, verlangsamte
oder beeilte seinen Schritt, wie sie es angab, dachte in keiner
Sekunde daran, sie anzusprechen. Das alles war gut für Billie.
Irgendwo am Konkordiaplatz verschwand sie im Gewühl. Pitt
suchte nicht nach ihr.
Aufatmend schloß Billie die Tür hinter sich und lehnte sich
horchend an sie. Niemand kam. Das kleine Häuschen, das
Billie für ein Spottgeld mieten konnte, lag in einer Seitenstraße,
welche direkt zum Gesandtschaftsviertel führte. Nie empfing
Billie Besuche; sie konnte auf diese Weise ihr Zimmer in ein j|
Schmuckkästchen weiblicher Empfindsamkeit und Ordnungsliebe
verwandeln.
Peinlich sorgsam lagen über einem Stuhl die vollständigen Be-
kleidungsstücke eines einigermaßen eleganten Herrn. Seufzend
zog Billie ihr Batistkleidchen aus und schlüpfte in ein linkes
Hosenbein. Genau die gleiche Situation hatte sie schon einmal
erlebt; sie erinnerte sich und ließ die letzten Wochen im Geist
an sich vorüberziehen:
Es begann auf dem Dach. Sie hockte und wartete auf Bill,
der ihr gerade ein Köfferchen heraufgereicht hatte. Aber Bill
erschien nicht. Statt dessen erhob sich in der Mansarde ein
Getöse, und sie entdeckte mit halbem Blick, daß wütende Men- j
sehen in die kleine Wohnung eingedrungen waren.
Später erhaschte sie noch, daß Bill verletzt war. Er schien
bewußtlos zu sein. Im ersten Augenblick wollte sie sich selbst
stellen, um den Bruder nicht im Stich zu lassen. Aber dann
siegte eine andere, zweckmäßigere Erwägung.
Fortsetzung folgt
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i i.„.
FRAGEN
die uns errerchten
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,,F i 1 m - M a g a z i n". Berlin SW 68, ZimmcrstraQe 35 — 4t
ScherlverlajJ. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viel«': Aiioiiyme liricfc werden nielit lie.uilu ortet. liei M:uui-
^kri|)tan^eU■t?elllleilen bitten wir l'ulKende.s zu lieaelilen: Jeder AnIr.iKe i^t
Kiiekporto IjeizMiiifreu. Jede Kin>enduiit;' eines .\l.inu>kri|ils znr l'rnfnnn
ist zweeklos. nur Kxposes im l'nifange von J — ;i .Svlireilini.iseliinenbeiten
sind zur Kin^endiinn an die i-ilniiniluMrie. I{e;;isseure ns.v. tjeeinnet. Fiir
\'erlust der eingesandten .M.iniiskrii'le k.inn keine Ver.intw ortiiMK iiber-
iiuniinen werden, also snll iler Verfasser nnr Diirehselilage .senden. \uii
li.indKesehrleljCMen Senduiitjen (leserlieli) eine Ahselirift znriitkbeli.ilten.
I» i I ;i 1' .1 r I (1 - V 1' r e li r <• r . AV e i I.; e ri s e e : .I.ihmIiI. Dil.i I'.irlo
ist nnverlieir.it<'t. Sie sü'' AiiInfcr.iiniMi'. llie .inni'ifeliene .\dri'^se ^rininil.
Kita l'arlns rieliltuer Name ist (ii-rd.i Kornsledl.
F e e .\l .1 I t !■ n - V e r e li r e -
r i n .ins V II in I. n d w i K s -
li n r fi : Fee .Malten lielil .alle
KInnien. Wir ^l.iiil)en sicher,
ilaii Ihnen die Knnstlerin Ihren
\\ imseli erfnilt. Ihre »JrnUe h.i-
Iteu wir heslellt. — K.irten \iin
Filnist.-irs kimnen sie dnreli den
Verl.!«' der ..I lliisirierlen Filin-
woche--. HcMlin SW li«. Kiieh-
slr.iUe II- s. hezii'hen. Das Sliiek
kiislet II. 1.1 M. — .i.iwiihl. .alle
FilniKriil.!"!! lesen .las ..Filni-
iji:i;;.'iziii". — 'l'iiiii 'I'n li'r widint
in Ue\erl.\ llilN. llollyw I. K.i-
lifiirnien. ISA. Kr ^iht Aiiln-
^r.iinine. — .\ n di'iii siijicn.inii-
len Aiitii;;r.iininl.i;; erselieini ir-
U'eiidein Ix'riihniler Filnisterii in
einem Kiniitheater und (;ilit sei-
nen F'reiindeii lind Freiindiiiiien
.\ II ti 1^1. im II II'. Selbst \crstiiml lieh
ist der Kinirilt frei, nur niiissen
unsere l.eser d.is ..Filmiii.iu.iziii"
Ulli dem Tilelbilde des lietieffen-
deu .S|;irs \ iirzei;;'eii.
1'. i;.. N e n k (i I I n : Luis
'l'renker i-t .im hebten diiiili die
Il.im-Filni A.-(!.. Herlin SU (s.
Fl iidriihstralje Ji'.i, zu i'rreielieii.
Iler neueste Film, .in dem er
;iiiuenblieklii'li :irlieiti>t. Iieil.lt
..llie lieilif;eii drei Hrunnen .
'l'renker isi mit einer Nielil-
Kiiiistlerin \ erheir.itet. h.'il .im
I. (»ktiiher (ieliurlst.i>c. ist Siid-
tiriiler und war lli|diiniin^enieur.
bcMir er zum Film (riii^. .\ellere
Filme mit l.iii» 'l'renker sind:
..Iler lli-r;;- des Sehuks.iK-. ..Der
lieili;;e Her;;' . ..Kampf ums
.M.itterhiirn-. — Dr. M. Unlzhuers
,\dresse ist Herlin- Friedenaii.
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W" o n g - V e r e h r e r i ii : .Viin.i M;iy Woiih; ist jetzt
EicliberK-Film«esellscliaft. Herlin SW -IH, Friedrich-
str.ilje 171. zu erreichen. Sie «ibt .ViitoKr.ininie. .\un,a M:iy Woii^ wurde
am Jl. SepiemtuT in I.o.s .Angeles. K.ilifui nieii. geboren. \ein. sie ist
nicht mit Xieii Sön l.iiift \ erbeii.ilet. sie ist ledis. Sie haben recht,
in dem DoukI.is Fairbanks-Film ..Der Dieb von HaKd.id' spielte .\nn.i
M.iy Won;;- die Dienerin. — Ci.ice Chiana ist J.ip.inerin. - l.on Clianev
ist durch die .\Ieti ii-tioldw yii-.\l.iyer-S|udios. luUer-lil>. K.ilifornieii,
S.r.A., erreichbar.
H a r r y I' i e I - V e r e h r e r .i u ^ D li s s e I il o i f : ICs stimmt,
ll.irrj l'iel erblickte d.is l.icbt der Welt in Dnsseidorf. Kr ist mit D.iry
Holm verheir.-itet. tcihl .Xiitosramme. Die Harry l'iel-F'ilnii- erscheinen
im Verleih des Deutschen l,iclitspiel-SyndiU;,is. Herlin SW 4S. Friedrich-
.itralie 2l'.'i. Die l'rival.-idresse \ on l'iei i~i Herliii-( 'h.irlottenbnrs. K,ii<er-
d.imm 77.
•S II b III .'1 r i u e - .s c h w ;i r in e r , Herlin: Noten fiir Kla\ ier zu
dem betreffenden Film s;ilil es unseres Wissens nicht. — Weil wir es für
indiskret halten, die Filiiisi.ns .lusziifniKen, veröffentlichen uir das
Alter nicht.
I.. K.. M e 1 1 i ii: lu.in \lo-jiikiii wiilint Herlin W , Knrfiirslend.imm IH.'i.
^ilit .Vnloii'r.iiiime und i^i mit der dänischen Filmsi'b:iuspielerin .\kii*'-°^
l'eleisen \ eilu'ir.itet. .\losjukin arbeitet aii;;enblicMii'li in .\enb.ibeKlierii;
.111 dem rr.i-l'iliii ..Der «eilJi- 'l'eiifid- .
[■:. ().. Schriftsteller. F r .i n k f ii r t .i. .\l.: Doiollie.a Wieck
spielte II. .1. in folgenden Filmen: ..Ich li.ili' mein Herz, in lleidcllier;;
verliiren". ..Mein Heidelberg', ich k.'iiin-dich nicht very;essen ". ..Die kleine
liiue lind ihre drei Nätei'. ..Sibicks.i I des .Menschen. « ie ;;leiclist dl
dem Mi-ci-. — Ihr Hildw iiii-i li ist voiiiei kl.
II .-1 US .1.. t; i, s s n i t z. T 11 ii-
r i II ;; e n : Am besten. Sie wen-
den siili .111 ilen Klub iler K.iine-
r.ilcnie. Herliii-Steulitz. I'ener-
b.icbstr.ilJe i'l. Sie erf:iliren dort
.alles N.abi're. — In Ihrer anderen
Aimelenenheit r.ileii wir Ihnen,
sieh d.is Hiiih ..D.is F'ilinmaiin-
kripf zu besorgen. Sie erh.ilten
es durch den Vcrlai; .Max Mallis-
son, Heilin SW lis, K'ittersir. 71.
r .1 11 I K.. (I e r 1 i k o II bei
'/. li r ich: Di-r l'f.i-l'.il.ist .im
/iiii entliäll :.'L>nii Sitzplätze. Sein
(inliester ist ln-.-)(l .M.inii stark.
lOs wird bei j^rolien l'remieren
uesentlich verstärkt. — D.is l'ni-
\ersiini besitzt I7M7 Sitzplätze.
Das Oiibester bestellt dort .ins
L'.'i— ;;ii .M.iiin. — Der Ifa-l'.il.ist
;im Zoo ist d.is ;;r(iljle läclif-
spieltlie.iti'r Herliiis.
Steffi H.. W i e n . Der
Film ..(iefälirliclie Fr.iiien' mit
h.iii l'etroNicIi und .\rlette M.ir-
( li.il wurde \ on der l'.iriser
l'irm.a (i.anmont hergestellt und
Min Deitz & f... v.'rliehen. Der
Film ersibieii im i'idirn.ir 1IIJ7.
|{ II t h II.. 11 .1 111 b II r >; :
li.ilph l'.inc.x -Stu.irl Weblis wohnt
in ll.inibur^-. Krikasir.ilJe 1:;«.
F'.r ist .\iisl.indsdeUtsclii-r. war
friilu'r K.'iiifniann, W'ildj.ip.'er.
Sc li.arf schütze, .Meistersch.iflsiiin-
zer. Kr bebi'rrscht jeden Sport.
.I.'iwohl. ein Hlnmenfi eiind ist er.
1 Uli Ihre .\iiio;;r.iiiiiiibitte wird
er lieslinimt erfiillen.
U i c il .1 r d 'l'.a u b e r - V e r -
e 11 r e r i u. H e r 1 i n W: Kichard
Tauber wiilint Herlin-.Sehöneber^',
Innsliriicker Sir.ilJe LS, und ist
mit I '.irbitt.i V.inconti veibeir.i-
tet. .lawolil. er ;;il)t .\nlOf;r.aiiinie
und ist ein ^lolJer HInnien- und
'rierfreiiml. Kv trä;;t seinen
ricliti;;i'ii N'.imeii. .Vbi'r n.itiir-
llcli. ein Auto besitzt 'l'.aiiber
.lucli. welche Nummer es träsl.
wissen wir jediieh selber nicht.
M .1 t h i I d e I,., H a d H o in -
b II r n' : Wir h.ihen Wilhelm
Dieterle erinnert. — Fällen Rich-
ter wiihnt Herlin W. Kiirfiirsleii-
d.iiiim L'ii.',. Nicol.ii Kolliii Herlin-
( b.irlottenburn'. Niebnlirstr.il.'ic 7s,
Uetly .\m.iiin Herlin W. Kiir-
fiirslend.imm l'J. (iin.i M.iiies l'.i-
ris l.s. 1 l!ue (i.ibrielle. Iw.i
W.uij.i lU'rlin W. l'r.i«er l'l.itz 1.
— Ihre tirlilie an (instav Fröh-
lich sind .iiisfcerichtet.
Edith und V i c k y S,, Herlin: Hrinitte Helm wohnt Herlin-
D.iblem. Im Winkel .). Die Knnstlerin ist mit Kicli.ird AVeilib.icIi \er-
heir.itet. Sie wurde am 17. .März in Herlin (geboren und siht .\uto;;r.iiiiine.
Ihr nächster Film lieilit ..Sklaven der l.eidensch.ift •. — Henry Siu.irls
richtiger N.iiiie ist .limmy HelJ. Der Kiiiistler h.it seine Wobniiii'; in
Herlin W. I'.iss.iuer .StraUe 17. Kr wurde lii K.iiro kc'""'"'"- Sein F'ilin-
deblit war in dem Otto (Iidilihr-Film ,.Die l'eriicke'. ,l.ick Trevor w.ir
friiber eiif-lisclii-r Kav.allerieoffizier. Er wohnt Herlin W, HiMiillersIralJe 9.
K r II a d r i n .i (;.. F" r .i n k f ii r t a. M ,i i n : Iv.iii .\losjnkin wohnt
Herlin W. Kiirfiirstend.imm 19.">. V.r wurde ,iiii JVi. .September in l'enz.i,
Hiilil.'ind. geboren und ist mit der (länischen I ilnidarslellerin .\nnes
Petersen \ erlieir.atet. F"r nü'! .\utu;;i.imnie. .Mosjukin spielte ii. .t. In
lullenden F'ilmen: ..Ke.iii ■. ..Der Kurier des /.ireii', ..<';is;imiva",
..(>|ifer" (HiiiK.ibe). ..D.-is urolJe (icheimnis ■ (Der .\djutant des Zaren),
..Der geheime Kurier-. ..Der l'riisideiit ■. ..M.imilescn •. .Sein nächster
Film ist ..Dir weiLie 'reiifel ". — Kiidolf Klein-KonK'' h.it seine Wohniinif
in Berlin - l,icliterfelde-W est. Hortciisii iistr. l.'i. ICr wnnle am 21. Novem-
ber in Köln geboren. Klein-Uot;«e ist >erlieir.ilet. ji'iht .Viitiij>rainme, war
Offizier, bevor er zum F'ilm k.im. Sein neuester F'iliii ist ..'r.irankanowa"
Kiululf Kleiii-Roggc spielte ii. a. in ,.Dr. Mabiise". ..NibeliiiiKeir', ...Metro-
polis", ..Spione", ,,l)Pr steinerne Heiler", ...Mädcbenliandel ".
waren
am Kamin verplauderte Stunden das Vorrecht
hochgestellter und begüterter Kreise. Jetzt
bringt der Protos-Strahlkamin für wenige Mark
überallhin freundliches Behagen und zuverlässi-
gen Schutz gegen gesundheitschädlicheTempe-
raturschwankungen. In den Übergangsmonaten
ersetzt er die Hauptheizung, im Winter bei sehr
starkem Frost gibt er zusätzliche Wärme ab.
Drei Größen zu M15,60 M27,- M39,-
SIEMENSSCHUCKERT-ERZEUGNIS
H e r lj I- I I U., 1) r c s il i- n : l'nl.n XcRi-i ist :iiii l)pst('ii diircli die
Klstrco-Sludios, llorsfordsliiri-, Kil);liiiid, /.ii iTiricIicn. Sic niljt AuId-
li;r,'tiiiiMc'.
T i |i |> III .1 III seil a ii s L., H <' r I i ii : .\l.iii.i I'.iiidJiT woliiil Hcrliii-
Ualcnscc. AUjicclil-Acliillo-Slrallc :).i. I.iaiic llaid Hi-riiii-Wr.stciid. \\ iiri-
liiiilriT/Jri.srlic Sti.iUc i:i. I'.iiil l{i<lili'is AdrcsM- i>t Hcrliii \\ . Taiifiit/irii-
Siralie I(i. Ja, er ;;ilil Aiili-sianiiiu-. — Olaf Fjord «Dliiit Hcrliii-W iliiu-r>-
iliirf, Xantciicr SlralJr is, uunli- am IJ. Aiit;ii>l in tl.-lu •;i'|p(ircii und filmt
ficiUitr. - Ktfcm mhi .Imilan liäsl M'incn iirlilif;rii Xamcn. «ulin! Mt'rliri
W I.'), I.ii'l/rliliiirf;('i SiiaUc :;7. und «iirdf in l>n\, Holinicn. ni-lnirrii. -
(irpla tJarlio i>-l dnrili dii- ,\li'lrii-(i(ild\\ \ n-Ma.\ i'r-Stinlius, < iilvcr-l'ily.
Kalironiifii. l'SA., i'rrricliliar. Sir ^i''' Aulusraiiinir. — Camillu llnrii
(■rri'icliiMi Sic am lip.vicii durch die Nalidnal. Merlin SW IH. I'riedricli-
stralie lii. Sie i»l iiiif ileni (irolikaiifmann Klau- (Iciiv. \ erlieiialel. —
Anita Dtirries i>l nmi;c/.i>i;en und wiiliiit jcl/.i Uerliu-( 'liarliiltenlinrK,
Kaiserdamiii IT«. — l,i>>.\ Arnas Ailresse i>t Heiliii \\' :i(i. I.inilam-r Sir. !i.
.lawidil. I.i>sy Arna ;;ilil A nliifiraiiimc. — l,ya de l'iilli liefindel >icli jclzl
in Herliii und ist am holen durch die Siidfilin. Merlin SW i,-<. l'riedi icli-
sliaUe L'liT, zu eirciclicii. .Mary Kid.* Ailie>>e ist Itcilin \\ . ( i ieschreclil-
stralJc i;i. — NVenii Sie mit einer l'iliumaKa/.iii-l.esci in Uiirrcs|mniliercn
iiiöcliteii. so ist es am /\veckin.'ifJii;stcn, hei uns m inserieren.
\V e r II !• r K u i- t t e r e r - S e |i w ;i r m e r i ii in H r e n : Wer-
ner Kiu'tlerer ist nn\erl(dit iiml um erheiratet. l'ehcr seine t'.iinilicn-
.'iiiKehüriK'eii sind wir nicht iinii-i richlcl. — ,,l>ie l'lmlK iler Pelia" ist in
Jierliii vor einiger Zeit uraufgeführt wurden. — Kiietterer ist kürzlich
mit dem neuen Hc^e« .ihl-Kiliu „liii I'r.iter liliih'ii « ieder die Häiiiiic'
.ui die Oeffenilichkeil «etretcli. Sein niichsicr l'ilm ist ..H.is .M.-iilcl mit
der l'cilsche-. .\iin.\ (Indr.i ist durch die lldiu-l'ilm .\.-t;.. Uerlin SW Is.
Krieilrichstr.ilJi' L'i'.'i, zu erreichen. Claire Ituminer li.it ihre WiiIiiiuiik' in
Itcilin-SchunelK'it;-. Inlisliruckcr StrilJe l.s. .M.irccil.i .Mli.uii «(diiil
Herliii W. I'.iiilsluiruer Sir.ilJe i:t. Il.i Kin.i lierlin-\\ ilmcrsdurf. Wilmers-
dorfer StralJe ilM. Dina lir.illa Herliii-Stcfjlitz. Opilzsir.ilJc ,i.
l'ilm Vre und Fritz I'., Sti-ttin: Hrinittc llc'lm isi mit Kich.ird
Weilili.ich M'rlieiratet. Sie (iiht Aiito«r.immc. Ihre W idinuiif;- hefimU-t
sieh in Hcrlin-D.ihlem. Im Winkel .'■. Xri^^iltc Helm ist Herlinerin und
hat :im IT. .Miiiz tudinrtsl.iü:.
F. r i c h II.. II .1 I I e : Luis Trenker ^ilil .\ul(inr.imme. Der KiiiisHcr
isi .1111 licsteu durch <lie Ilmii-Film .\.-(i., Uerliil SW |h, l'iiedrichsir. JSt.
zu erreichen. ..Her Ituf des .Nordens- ist im \ erleili der Smlfilin er-
schii'uen. — Ihn- Itildk.irte ist .au die Kiiiistlcrin inzwischen weileineleitet
worden. — .\in hestcii, .sie Hcmlen sich mit Ihrer Hille noch eininal an
l.ily ll.imit.i. " .Viitler in di IJchcimnisscn des (Iricnts' h.ihcn l\.in
l'etrovieh und Marcell.i .\lliani. noch in dem l'hiielius-Filin ..Fiir^t oder
Clowif fiesiMelt. — Die lieiilen weiMichcu ll.iui>lrolli>ii ip dem l'ilm
..Hie keusche Kokotte" siiiellen l.i.i Kihenschiitz i.M.iry .Meier). M.ily
Delseli.ift ( l'ilm-tiattin von Otto (ielmlir). Sie h.ilien recht, der lietreVfende
Film ist eine di'iitsch-fr.inziisische Zus.ammenarheit jicweseii. — Für
welche (iesellsch.ift ll.iiry l'iel sich s|ialer M'ridlichleii lälJt. steht im
.\un<'nlilick noch nicht fest. Norliiufi;;- ist er der St.ir iles 11. I,. S. —
.\iin.i steil ist ,1111 hesteii durch die .Mcschr.ih) i-l'ilm. .Mosk.iii, Lenin-
Kr.ider ( li.iiissee 41, zu erreichen. Sie ;;ilii .\ ulO(;r.iinmc. Scincihcn Sie
riiliiK- deiilscli an sie. — llic u cihlichcn ILiuptrollen in dem l'ilm ..Sii,il.leii-
liek.inntsch.ifteir' mit dein verstoihenen Werner l'iltscli.iu spielten .Manj.i
Xenisek. Kitly It.irlin^-, Hilde .M.iroff. — Sie sind im Irrtum: Kiitli Weylier
und Il.ins Siüwe wurden nicht in Il:ille «.■ehoreii. Stiiwe st.-iinint .aus
.MecklenhiirK. Ifiilh WCylier erhlickle in .Nowimi.-ist.'i. Polen, das Licht
der Welt. — l{;i(|iiel Ateliers .inücnhlickliche .Adresse ist uns nicht he-
kannt. — In dem Hnch ..Film-Führer" Criie.aler- n. Filni-Vcrl.i«- Hiilini
iV fo.. SW |K. Fl iedrichsti.ilJe JI7) finden Sie .iiich lüe .\drevsen der
l'iliiijjesellsi'li.-ifti II.
.\ s ( h e r - r e t r o \ i c li - \' e r e h r e r i n ;i ii s M u n c li e n ; Nils
Astlii'rs niichsicr Film hcillt ..Wilde (Irchidi-en- mit (Jrct.i (i.irho in der
«i'ililichcu ll.iuptrolli'. — l'r.inz l.edercr und Osk.ir .M.irion sind :iii die
f;iMis;('ii .Xutojir.-imme erinnert worden. — l\.in relrovich und Xils Asther
sind uim-cfälir so .ilt. wie Sie t;i'^''lia>zt h.llien. — Die ailKefiehene .\diesse
\oii IJIIi.in llall-D.i\ is stimmt.
F i I m - 1, o t t i , H e r I i II : Willy Fritsch wohnt Berlin W, K.iiser-
ilamiii !!.'), träfjt seinen richtineii N.iineii. niht .Viitoni.iniine. .I.i. <t ist
dunkelhlond. lielit .alle Iflumen, und — Sie h.llien recht — er hat :iiieh
ein .\iito. Khenso sliiniut es. d.iLt Fritsi-Iis V.iter lici Siemens ist. —
(Ireta (iarlio ist durch die .Mctro-Ccdd wyii-M.i.v er-Studios. (uh er-( ity,
Kalifornien, ISA., zu erreichen. .Sein eilicii .sie deutsch .in die Kiinsilcrin.
\lö;;lich. d.iU auch (irel.i (l.irho h.-ihl einmal n.icli lierlin kommt. —
Werner Fuetterer tr/if^l seinen rielitii;en N.imen. h.it seine Wohnnnp; in
Herlin-Stctclilz. Kleiststr.ilie i'T. Kr hat dniikelhlondes H:i;ir. Kr.iiilil.aiie
Alleen lind ist •jroli. — Die (•en.innlen .Stars sind unKeVälir so :ilt, wie
Sie ^eralcii h.iheii. — Wenn Sie Filmscliauspielerin werden wollen, so ist
es ,'im zHeckmallitfsti'ii. Sie schrcilien .an die Film^esellschafteii und
senden Ihre l'liolos dmt zur Prüfuntc ein.
K t h o 1 . .\ II n' s h II r ;;■ : Fritz Kortiier wcdint Herlin-D.ihlem. .\I.i\-
Kytli-Str.iUe .'>. Er h.it am I:.'. M.ii (Jehnrtst.iH: und ist mit di-r Scli.iu-
spieleiiii .)oh;iiiii;i llofer verheiratet. F.r h.it ein Kind. .la. er (ciht
.Autoirr.ainnie. — Korlner spielte ii. a. in ...Marc|uis d'Kon", ..Die Hüchse
der r.indor.i", ..Die stärkere .M.ielif, ..Das Schiff der verhireiien .\leii-
srlion". ..Die Frau, nach der man sich sehnt", ,.Die Fr;iii im Talar".
Sein neuester Film ist ...Atl.intie'.
K o s e - M a r i e . K h e i n I i ii d : Fritz Wciiilhaiiseii wohnt Iterlin-
Wilmersdorf, Deidesheimer Siralie ".;i.
K .1 I i a II s H a r in e ii : W .lueii Sie es nur, l.ili.in ll.irvoy persönlich
um ein .\uto«;r.imin zu hillen. Senden Sie ihr eine Hihlk.irte und fuyen
Sie .adressiertes, frankiertes Itiickknvcit hei. Die Künstlerin wird Ihnen
sicher Ihren Wunsch eifiillen. .I.i, l.ili.in II.-um'v w.ir früher 'r.inzerin.
Sie ist so alt. wie Sie Kcd.ichl h.ihen. In ihrem neiieeten Film ,,l,iches-
vv.alzer'" wird Willy Fritsch wieder ihr r.irtner sein. - Sie h.ihen recht,
in dem Film ,,Die Canneii von St. l'aiili" dehiitierte Enrico Henfer. Der
iiäclisle Film, in dem .leiinv .Iii'jo und Henfer zusammen spielen, lieilJt
„Der Hund der Itrei ".
I'anI M.. Frankfurt ."i. M.: .Vst'a Nielsen ist mit dem Russen
(Jnnori Clim.'irfi verheir.atct. - lleniiy l'orten wohnt »erlin-Dahlem, P.irk-
siraOp 74. — Wenn .Mia .May die p.isseiideii Hollen findet, wird sie sicher
auch wieder filmen. — Kern Aiidr.i hefiiidet sich auKenhIieklieh in den
\creini>cten Staaten.
H :i r r y a n s d e in H ii h r k <• h i e I : Die heiden männlichen H.iiipl-
rollen im „Mitterii.ichlsw.ilzer ■ spielten .M.ilcolm 'l'od und .\ndrc M.ittoni.
— IMiiitos von (iiisi.iv Fröhlich kö 'ii Sie durch die „Illustrierte Filiii-
woche"-. Herlin SW (W. KoelistraUe fi— H. erhallen. — Si,.^rf, |c,| Arno tritt
«iijceiihlicklich am CroUcn Schanspiellians in den ..Drei Musketieren "
Jiiif. — l-ranz l.ederer denkr nicht daran. Deutschland zu verl.isvcu und
in Amerika zu filmen. — Carl Italhans winde am 4. Novemher in Mül-
heim Kehnren. Er ist seit niiKcfäln drei .laincii hei .ler Huhne und filmt
erst seit kurzer Zeit.
Ellen (;.. Herlin: Am L's. (»kli r ist der Todeslai; Werner I'ill-
se laiis Keweseii — W.mn der letzte Film „Schwester Maria" mit l'itt-
sch.Tii zur l ranffulnunn- «elaiiKt, wissen wir leider auch nicht. — Wenn Sie
Zinn h lim wollen, so müssen Sie sich iinmitlelhar .iii die Filmiresell-
schaflen wenden. Heim Hiliii enl.scheidel innner d.is Talent DalJ kiniii
Aussichten auf Erfol« hcsiclicn, wird Ihnen hoffenilich hekaiinl sein
W o I f - ü i e t r i e h E.. Plön. Holstein: Charles Rogers Ist
durch die l'.-ir.imouiit-Famous-Lasky-Sliiilios, Hollywood, Kai.. US.V., zu
erreichen. Er hat am IH. .\iiKiist (icbiirtstag. .Sie können ilini deutsch
schreihen. HogiTs gilit Anto(ir;inime.
F i 1 m f r e ii n d V .i n 1 N'., K a m e n z : Franz l.ederer spielte bis
jetzt in ..Zuflucht", ,,Die sells.ime N.iclit der Helga Wangen", ,,l>ie
Hiichse der l'andor.i". ,,Die v\ underhare l.üge der Xina Petrowna"",
...Meineid", ,. Irene Kysliergues grolie Liebe"" i .Madame l'olibri). — Lederer
isi ein grolJer Hlnmenfreiind.
Ilse D. a 11 s II a m h ii r g : Rolf von (ioth wtdint Herlin SW, Halle-
sclies l'fer 2i«. — IJainon Nmarro ist durch die .Metro-tioldw yii-M.i.M'r-
Stndios. Ciih cr-City, K.ilifornien. ISA., zu erreichen. Heide gehen .\ulo-
gr.'imnie. — .Ma\ Schineling hefiiidet sicli zur Zeit im Schwarzwald zur
Krholung.
I' .1 11 I a (i., Zürich: Nein. Camilhi Honi h.it sich nicht sclieiden
l.isscn. .Sie ist mit dem (iroUkaufmann Kl.iiis lieerz \ erheiratet, — Der
kleine D.'i\id Lee wurde von .M .IoIs(hi für den Film entdeckt und dehii-
tierte in seinem ...Sinniug Fool ". Der michsie Film mit .VI .lolsoii und
D.i\id Lee lieiljt ..Litlle l'.il". — Die gen.'iniiteu Filme sind stiimin. -
Ch.irles F.iriell ist ledig. — .I.iiiel (i.i.vnor hat sich kürzlich mit dem
ainerik.inischen .Millioniir Lydell l'eck vermählt. — Es stimmt leider. Paul
l.ciii ist .'IUI :!. .Sepiember in Hollywood gesloi lien. ■ — Kmil .l.'innings «ar
MM'lier mit l.ucie Höflich und noch früher mit ilituna Halph verheiratet.
- .Nit.i Naldi wohnt in Heveil.\ -Hills, Holl.twood, Kalifornien, IS.V. —
Die hetreffendeii Filmgrölicii sind jünger, als .Sie geschätzt li;ihen.
F i 1 m f r e u n d i n P. .\.. Herlin: .M.irianne W inkelstern ist ledig.
— Miltoii Sills ist durch ilie First N.itioiial-Studios. Hurli.ink-Ilollj w ood.
K.ilifornien. I'S\., zu erri'iclieii. Er ist mit der Filnjsch.iuspielcrin Doris
Keynon vermählt. .Li, er gibt .\ntogr:iiinne.
W e r n e r F nett e r e r - \ e r e h r e r i ii , S c h n e i d e in ii h I :
Nein. Werner Fuetterer ist nicht gestorben. Er erfreut sich .lUcrbester
(iesiindheit.
L u c i e n n d F r s n I .i .M., II ;i m b ii r g : Wilhelm Dieterle hat am
l."i. .Iiili (iebiirlst.ig. Er kam vmi iler Spreilihiibiie zum Film. Einer
si'iner ersten Filme vv.ir ,,Die (Jeyerwajly"" mit Heiiiiy Porten. .Sein
neuester Film hcillt ,,l).is Schweigen im Walde"". Seine P.trinerinneii sind
liii'r Pett.i Frederick. Kiii.i M.irsa und (Jrclhel Herndt. Iwan .Mosjukin
wohnt Herlin W. Kiirfiirstend.'imm l!i.'), Cl.iiri" Komnii'r Herliii-Schönebcrg.
liinshriickcr Str.ilii' li*. — .\in besten, Sie erinnern Agnes Esterhazy noch
cinm.il ,111 il.is fällige .\ utogr.imm. — Lien Deyers ist richtig, ,ilso nicht
Dyers. — ( oiirad N'i'idt bleibt xcirlänfig in Herlin. Er filmt .iiigenblick-
licli hi'i der If.i ..Die letzte Koiiip.ignie". .Sciiii- Priv.it.idrcsse ist Herlin
W II). Licbtensleiii.'illee 2.i. — l.ili.in Harvey ist .seit ea. B .L-ihren beim
Film. — Xeiii."i Desni filmt iioi'li. — Der neueste Otto (iehiihr-Film heiUl
..Sc.ip.i Flow"".
(! e r t r n d XL. H e r 1 i ii - W I 1 m e r s d o r f : Das w.-iren nur (ie-
rüclite! Der kleine D.i\id Lee ist nicht tot, sondern lebt und wird bald
in dem nächsten AI .lolson-Tonfilm ..'l.ittle Pol " zu sehen und zu
hören sein.
F i 1 in f r e ii n d i n .M ,i r y S., V r a n k f n r t a. M.: Einb.inddeckel
fiir d.is ..Filmm.ig.izin" «i'rden iiiclil mehr hergestellt. — Die .\nti>-
nummcrn von Itrigittc Helms und W.ilther sicz.iks W.igeii wissen wir
l.'itsächlicli nicht, köiinen Ihnen .ilso die Richtigkeit Ihrer .Vngaben nicht
bestätigen. Ebmiso können wir Ihnen leider keine .Xnskiinft über die
betr. F.imilien.ingi'hörigeii gehen. Aber Ihre (Jrülie h.ihen wir selbst-
verständlich bestellt, auch an W.ilther Slez;ik.
.1 II h 11 iL, H ."1 II II o v e r : Lee Parry wohnt Herlin W. Kurfürsten-
d.'inini lü.'i. ist mit dem K.'iiifmann .Moldauer verheir.-itet und hat keine
Kinder. — Albert Paulig wohnt Herlin W l.'i. Duisburger StralJe Ifi. —
Senden .Sic uns pro ltildk.irti> ii..'iO .M. in Hriefinarki-n ein. anlierdein
sclbstN ersländlich die betreffende Hihlk.irte, d.iiiii «ollen wir Ihnen gern
.\utogranime besorgen.
It r i g i t t e H c I m - \' e r e h r e r :i n s K ö 1 n : Hrigilte Helm wohnt
Herlin-Dahlein, Im Winkel .'.. Sie ist mit Richard W CiUlLiih verheir.ilet.
Die Künstlerin winde .'im 17. März in Herlin geboren, gibt .Vnlogr.iinnie.
ist eine grolle Hlumenfreiiinlin. .la, sie debütierte in dem Fritz L.iiig-
l'ilni ...Metropolis". Ihr nächster Film heiUt ..Sklaven der Leidenscli.iff.
H ;i r r y P i e 1 - F r e n n il , H a in b ii r g : H.irry l'iels neuester
Film hcillt ..Sein bester Freund"'. Piel wohnt Hcrliii-Ch.irlnttenburg.
Kaiserd.iinm 77. Er wurde .im II'. .Iiili in Diissehlorf geboren, ist iiii!
D.iry Holm verheir.itet und gibt .\iitograiiiine. — K.inion Nov.irro wurde
in Durango (.Mexiko) geboren. Er ist durch die .McUo-i;oldwyii-M.iy cr-
Studios, Ciilver-City, K.ilifornien, l'S.V.. zu erreichen. .I.i, er ist ledig.
Sein nächster Film ist ,,s,ing der .Südsee".
E r II st und Kurt. Stettin: Käthe von X.igy ist geschieden.
Ihre neuesten Filme sind ,,(;;iiikler"", ,,T'nschiild"", ,,Der Weg durch die
Xa("hC". — John H.irrymore ist iiiil Dolores Costello verlieir.-itet. — Sie
haben recht, Hctli L.iemmle ist eine Nichte von C.irl L."ieninile.
F. 4 !) :! , M a n n h e i in : Wenn .sie zur .Sprechbühne widleti. so
müssen Sie zunächst Scli.iusjiieluntcrricht nelimen. D.is weitere winl
sich il.inn finden. Einen .'indercn R.it können wir Ihnen leider nicht
geben. Dali auch beim The.iter die .\iissicliten .iiif Erfolg nur gering
sind, wird lliiieii hoffentlich hek.iiint sein.
(ierda S. "J (Hl : Igo Syni wohnt Herlin-Schönebcrg, liinshrncker
Str."ille 16. Er wurde in Innsbruck geboren.
II u g o D.. D II i s b II r g : Eine Filmgesellscli.ift Drewals ist nielil
hck.iiint. — J)ita P.irlow sjüeltp bis jetzt in den Filmen ..Die D.iine mi;
der M.Tske'". ..(ieheininisse des Orients". ,.Heiinkelir ", ..Fngarische Kb.ip-
siiilie". ...M.iiiolcscu"". ...Melodie des Herzens"". .\ngenblicklicli arbciti't
die Künstlerin :iti einem neuen Film in P.iris. — .\in besten. Sie wenden
sich .111 ilcii A'erb.ind deutscher .M.iskenbilder fiir Huhne und Film e. V.,
Herlin W j7. .\n der .Vpostclkirclie 14.
W. R.. Essen: H.H. -Film heillt Bolton-Heekers-Filin. Diese (Ie-
sellsch.ift drehte vor J.ibren sehr viele Lustspiele. — Tom .Mix war vor
ungefähr drei Jahren in Herlin. W:inii er wieder nach Eiirop:i koinnit.
wissen wir nicht.
H i I d e .M. a ii s M :i ii n h e i in : Fred I.oiiis Lerclis neuester Film
ist ..Spiel niii den .Main:"". Der Künstler filmt seit zirka fiiiif .laliren.
Er wurde .'im 2H. .März in Ernsdorf lOesterreii li i geboren. I.ercli ist
Hin erheiratet, hat braunes H.'i.'ir, ist .'iiicli im Leireii sehr liebenswüriliür.
F i 1 m f .1 X , Hern: (dnr.id Veidt w.'ir l':; .l.ilire in .\iiierik:i. Er
snielle dort ..Der Hetlelpoet", ,,Der selts.'ime F.ill eines .\rzles". ..l>cr
M.'iiin. diT lacht". ..Illusion'". Der letzte Kilni wird in nächster Zeit in
Deiitschl;ind gezeigt werden.
E r i c Ir V., C h a r I o l t e n h n r g : Der nächste Film mit Imogene
Kobertson hcillt ,.Weiin Frainni sich lieben". \\.iiin sie wieder ii.icli
Deiitscbl.ind koninil. wissen wir nicht. Die Kiinstlcrin ist ledig, gihi
.\iitogr.iiniiie. filmt seit ungefähr sechs .l.ihren. w.ir vorher Ziegfield-tJirl.
P. II. 7: Ron.'ild Colnian ist durili die Samuel (iold wy n-Stiidios. 7l'UI.
S.inl.'i .Monica-Houlev.'ud. Holi.vwood. Kaliforni FS.\.," zu erreichen
Colm.'iu hat .'im it. Novemher (iebintstag. Er soll mit der Scli.iiispieleriii
Thelm.i Hoye \ erheir.'itet sein. — Wann der Ffa-Filni ..Hochverrat"" zur
li.inffuhriing gelangt, stellt im .Viigenblick noch nicht fest. — Wilhelm
Thiele wohnt Herlin W .')7, Pallasstralle H-il. — Die weibllphen Haiipt-
rnll«'" ii> il ^'ilnl ..Hell in Fr.iueusee" s|iiellen .Mia l'ankau (Caniilla
Hojan). Hilde .Maroff ipiick). .Mon.'i .Maris i.\l."i.\). Helen Sieels (.Viuisehka).
— .\iigelo Ferr."iri wohnt Herlin. Hozoiier Siralie ».
IK
ß/lOE/iAUS 0£R
\\^\
9ieUW-
WOC/VENSC^AU
Slapellauf des neuen Kreuzers ,, Leipzig'
Herbstarbeit auf dem Felde
I r III c :i r i\ I... C li c in ii i I z : Eiiriro Bciifcr is( iliircli dir" Ufa, Hcr-
liii S\V liX. Kocli^lniße 0 — t*. zu Pirriclicii. Kr «iiiilc :iin 28. Juli in
Neapel geboren, k''" .^nloBr.nnine. Sein iieue>ter Kilm i>t ..Der Uuiiil
der Drei". — Mit .lenn.v .Iuk". — Kuliiii Irvin ist Jre. unverheiratet, H;ilit
Aiitogramiiie. Kr .spielte u. a. in ..Kine Naelit in l-onilun", ,.Kelire /ii-
riiek. alles verneben", ..Das .Seliiff der verlorenen .Menselien". l'nseres
Vissens Ist er jetzt diireli die Klstn-e-Stiidios. Hersrurdsliiro, Eiislaiid.
erreieliliar.
r r s e I aus \ il r d li a n s e n : Tedd.v Hill wolint Iti-rlin-Westeinl.
Meiiiinneii.illee 7. Kiille Neuinaiins .\dresse ist Berlin \V :)(i. Taueni/.ieM-
slralie 14. Sie ist mit eineiii Kaiiliiiann verheiratet. Hell.\ Haltuiir isl
diireli die Kllsree-Siudii)-. ller~f<irilsliiri', Kurland. K:iI|jIi Cimy dun h
das Deiilselie l.ielitspiel-S.Midikal. Hcrliii S\\ 4h. I'riedi ielisIraUe i'i'.'i. zu
erreiehen. — Tun.v \aii K.\ k wiplint Herliii W, Heilliniiiiu'r Stralje J!i. .Iran
Antceli) wolint in i'aris 11. Uoulei.ird de .\lontp;irnas>e. — Helic Daniel-,'
raitner in ..Das Miidel mit der K.imera" war Neil llamilloii.
K. M.. V r i\ n U f ii r t ;i. M a i n; Der
AI .lid-.in-i'ilm ..lattle l'.il" mit DaNid
l.i'C i.-t auch «ieiler ein Toiifilin.
Mild e .\l.. H a in h ii r ;; : .lark 'l'ri'-
\(U- mIiwüiuM tur roll' l{ii>en. Ihr UiM-
«uiimIi i*l Niuneiiierkl und soll iii
iiiichsler Zeit erlulll «erdi'u. \\ erin Sie
'l'reMir persiinlieh sehen «nllen, so
iniisseii Sie seine Kilinpri'mieren l>e-
siicheii, hei denen er meist ;iii«<-seii(l i»l.
Z w e i K i I iii f r e ii ii de II e i n z H..
Kurt Seh.. H e r I i ii : (ierda .\l.iu-
rus wiihiil Herlin-Wiliiiersdorf. llidieii-
zollenulamin TiJ. Sie ist leilin'. Dai.v
Mohn- Adresse i-t HeilliiCh.ii lolli-o-
hurn. Kaiserdaniin 77. — HiiHilie Helm
ist iiii^efiihr so .ilt. wie Sie m-vihal/.t
liaheii. Sie traut einen KüM-llernamen
und heiUt rielili« Urinitle SchilliMilielm.
K 1 i s a h e t h M.. I. o n d o n : .1. AI.
l'l.i.Moiirt wohnt Hei lin ( h.irlolteiiliiMn J,
His'marikstr.iUe !l.
.\l a d y Christi :i n s - V e r e h r e-
r i II I. o t I e . M 11 II e h e n : .M.iily
( hristi.ins lielit alle Hliimen. — \\ir
nehmen an. dalJ sie sieh dariiher freuen
wird. — Nein. sie h,it keine t!e-
seh« ister, .null keine Kinder. — W.iiili
der Kilin ,.Nur dieli hah" irli jieliehf
ii.ich Milnelieii kommt, können «ir
Ihnen heute .iiieh iioeli nielit sauen. —
Ihre Hildwiinsehe sind vcuKeinerkt.
W. ])., W o s e r in ü n d e : Fred Dii-
ilerlein wiirile am l'4. .\pril in S.inkt
.\\iild (iclioren. Kr spielte n. a. in
..Hell in Kr.inensee'. ...\ns dem 'i'.ise-
hneh einer Kcdiolte'. ..NaclilloUal'.
Sein neuester Kilm ist ..Das ;;rNin'
.Monokel". — .M.iry Kid niid D.iry Holni
wurden in ILimlMir^ (cehincu. — Osk.ir
.Marions neuester Kilm lieilJt ..Aufruhr
des JJIntes ■'. Ihr liildwiinsch soll er-
füllt »erden.
.. H i I I v ■■ - Y e r e h r e r i n 1 r m -
Kard T.. M a « d e h ii r k : Den Hilly
in dem Dolores ('ostello-Kilin ..Die elf-
faehe Witwe' spielte Willi.im ((dlier
jiiii. Der Kiinsder ist dureli die War-
ner Hrothers Smdios. .ihlL'. Siinset Houle-
vard. Ilollywdod, Kalifornien. l'S.\., zu
erreiehen.
I' i I m f r e u ii d in If i a . A\' i t t e n h e r s ; Ivan I'etro\ ich wurde
.-IUI :'l. Dezemher in Hiidapesi gehören, ist .iher serhischer St.ialsaiiKehöriü-
keit. .Sein iieui'ster Film heilJt .,10s niht eine Frau, die dich niemals ver-
liilif. Die zweite weihliche ll.iuplrolle in dem Creenhanm-I'ilm ..Der
tiönsIliiiK von Schiiuhruiin' spielte Vera .Malinowsk.ija. — Fee .M.iltens
IJatti' ist nicht heim Kilm. .Viihcres iiher ihn ist uns nicht hekannt. —
lleiir,\ Stuart wurde .am 1. Fchruar in K.iiro s-ehnren. ist aher eimlischi'r
Si.i.itsaii;;ehori;;kcit. Slii.irt tritt zur Zeit im 'Ihciter in der Ihdirenstralle
in ..'l'hc liest l'eople" .-iiif. Kr spielt in eiiKlischer .Sor.iche. — Ks;i'u \on
.lonl.in wohnt Herliii AV 1.'), IJetzenhnrKer Sti.iLle 1'7. Er wurde •■im 1!». .März
in Dii\. Xölimen, (gehören. • — Hich.ird T.iuher ist verheiratet. — Die (te-
n:iiinli>ii Künstler Keheii \ uto<>i;imme. — Karten von den Stars erli;ilteii
Sie durch den VcrI.i;; der ..lllu-lrierlen l'ilm» iiche". Herliii SW (is.
Koch Straße fi— S.
I,. K.. il a n n h e i m : Nein. Iv.in l'elro\icli ist Ihm dem Antoiinfill
nicht verletzt worden. Aher die heiden .Moforr.idfahri'r sind hi'i dem
Ziis.ammeupr.ill ums l.elien ;;ekommen. I'etrovieli i-t leider zu .1 Mcm.iti'ii
CefäiiKiiis mit |{ew;iliruii;;sfrist ,iuf ;! .I.iljre niid l'(mm) Mark (Jeldstrafe
veiiirleilt.
Heinz F.. H a r m e ii - K I h e r f e 1 d : Die Hildk.irle ist au die
Künstlerin w eilerncleilel worden.
M. K., II o h e n s t e i n - K r n s t t 11 n I : Elis.ahetli HerRiier wtdint
Hi'rliii-Dahli'm, F;ir:id;iy we^ 1''. Sic ist unverheiratet, wurde :iin 17. .Xpril
in Wien gehören und tci'it .Aulourainme. Senden Sie eine üildk.irte .in
die Kiin-tlerin und fiiKCii Sie adressiertes, frankiertes Kiiekkuvert hei.
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Filmwoche". Merlin SW C.H. Koclislraße f.-8. heziehen. ViM;inssiclillich
wird die Künstlerin im ANinter wieder in Herliii 'Ihealer spielen. Kin
neuer Film mit ihr ist his jetzl noch nicht .innekündi(;t. D.is ,\||er der
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.Vutogramme. Jhr iiäelistcr Film ist ein Tonfilm und heißt ..Eifersuchf.
— H.irry l'iels neuester Film ist ..Sein bester Freund". — Alle Filmstars
Siben .\ntut;raiiiine.
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Dnrchgängerin", ..A'erdnn". — .lawidil, L:irs Hanson spielte in ..Heim-
kehr", die ;iiid<'re männliclie H.iiiptrcdle wurde \on Giist.iv Fröhlich d;ir-
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NUMMER 45 / BERLIN, lo. \0\EMRI.R 1929 / PREIS .,0 PFENNIG
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erssens
DIE ^\ o c H I. \ s c w w I r r d m w f i l m f r j: i n d e
^ikC
^^
GUSTL STAQCK-GSTETTENBAUQ
im Friiz Lan^Film der Ufa „Frau im Mond"
I
Unten links: G. A. Koch und Fritz
Kortncr. Unten rechts: Kampf um
den Platz im Rettungsboot
t
Unter den Frauen am berühmtestpn und bekanntesten
Lucie Mannheim. Daneben aber als aufstrebendes neues
Talent Elsa Borodin, die interessant aussieht und sicher-
lich noch manchmal im Film hervortreten wird.
Genial die Inszenierung der Massenszenen, das Herab-
lassen der Rettungsboote, die letzten Szenen bevor das
Schiff versinkt.
Eine Großtat Ewald Andre Duponts, der sich mit die-
sem Film ein Denkmal in der Filmgeschichte gesetzt hat,
weil es das erste Bild in zwei Sprachen ist, das außer-
dem in doppelter Besetzung gedreht wurde, nämlich ein-
mal mit Schauspielern aus England für die englische
Fassung und dann wieder mit der Besetzung, die wir
bei uns im Kino sehen.
Unten links: Georg John, Fritz Korl-
ner und Elsa Wagner. Unten rechts:
Fritz Kortner und Franz Lederer
Phot. Siiillilm
/I l-DAS GEHEIMNIS DER.
Oben und unten:
Hoot Cibson und Anne
Christy
Mitte: Hoot Gibson und'
Francis Ford
Es gab eine Zeit, in der
„ernsthafte" Menschen es
für eine Einbuße an gei-
stigem Niveau angesehen hätten,
würden sie zugegeben haben,
daß sie an Detektivgeschichten,
spannenden Abenteuern, sofern
sie nicht ,, wissenschaftlich auf-
gezogen" waren, Cowboyerleb-
nissen und dergleichen Gefallen
finden.
Solche Bedenklichkeiten gibt
es nicht mehr; man weiß heute
sehr wohl, daß die Spannung,
die abenteuerliche Begebenheiten
im Buch und im Film dem Leser,
bzw. dem Zuschauer geben, in
dem scharfen Lebenskampf un-
serer Zeit mehr bedeutet, als
Zeitvertreib und Zerstreuimg.
Deshalb veraltet auch das Genre
der Wildwestfilme nicht, die mit
Recht immer ihr Publikum
haben.
Im ,, Geheimnis der Höllen-
schlucht" ist es Hoot Gibson,
-der ausgezeichnete Cowboydar-
steller, der Detektiv ,,in eigener
Sache" spielt und mit Hilfe eines
Komplicen, den er in dem ver-
dächtigen Verbrechernest unter-
gebracht hat und der dort als
schwachsinnig und daher unge-
fährlich gilt, seine Aufgabe glän-
zend löst.
Man weiß, daß die Amerikaner solche Filme mit
Schwung und Tempo machen
Das ist auch hier der Fall. Immer ist Spannung vor-
handen, wenn Hoot Gibson den Verbrechern nachspürt,
die seinen Vater, den Distriktkommissar, feig ermordet
L
haben. Es gibt aufregende
Situationen, Verfolgungen in
atemraubendem Tempo, wenn es
gilt, Mary Lu, ein junges Mäd-
chen, aus den Klauen der Ver-
brecher zu befreien, Szenen ohne
Pathos, aber mit einem er-
frischenden Humor ausgestattet,
der besonders zur Geltung
kommt, wenn der pfiffige Hel-
fershelfer des jungenKommissars
die Gauner so nach und nach in
seinem zum Gefängnislokal ,, er-
nannten" Sprengwagen unter-
bringt.
Hoot Gibson, der junge Cow-
boydarsteller, genießt in seinem
Fache mit Recht großen Ruf;
sein reiterliches Können, seine
draufgängerisch-frische Art ha-
ben ihn schnell populär gemacht.
Das nette junge Mädchen, das
durch Zufall in den Besitz des
Verbrechergeheimnisses gekom-
men ist, wird von Ann Christy
dargestellt.
Es gibt sozusagen einen Re-
kord im Revolverschießen, um
den die beteiligten Parteien mit
Eifer und Hingabe kämpfen, in
Situationen, die Tempo und
nochmals Tempo haben.
Der Regisseur Reaves Eason
legt es darauf an, unsentimen-
tal, natürlich und frisch zu
wirken und die Vorgänge niemals zu einer Haupt- und
Staatsaktion aufzuplustern. Der Mann, der als ver-
meinthcher Idiot durch den Film geht und klüger
ist als mancher, der sich gar gescheit dünkt, ist der
ausgezeichnete Charakterspieler Walter Brennan.
i /
Oben: Hoot Gibson und
Francis Ford
Mille: Anne Christy und
Hoot Gibson
Unten: Hoot Gibson in
Heils Gulch auf der
Verbrechersuche
Dorothy Sebastian mit einem Sprößling des verstorbenen Rintintin-Konkurrenten „Stronghearl
Phot. M.-O.-M.
Die schwierigen Tierstars
Brief aus Hollywood.
Es gibt Regisseure, die es grundsätzlich ablehnen, mit Tieren
zu arbeiten, weil sie ihnen zu schwierig sind. Obwohl
Tiere die besten Filmschauspieler an Erfolg bei den Zu-
schauern übertreffen, weil Tiere eben immer wirken, wollen
doch einige Regisseure nichts mit ihnen zu tun habtn. Und so
sind die Tierszenen, die ja in keinem amerikanischen Film
fehlen, oft von einem anderen Regisseur als dem aufgenommen
worden, dessen Name für die Arbeit verantwortlich zeichnet.
In Los Angeles hat sich eine Anzahl älterer Artisten ange-
siedelt, die ihren Lebensabend damit verbringen, Tiere filmreif
zu machen. Werden schon die meisten Menschen im Atelier
von einer Nervosität befallen, so sind es die Tiere in besonders
hohem Maße, weil ihnen das grelle Licht besonders peinlich ist.
Die meisten Raubtiere, die sich besonders dekorativ auf der
Leinwand ausnehmen, sind ja von Haus aus Nachttiere, also
an ganz andere Lichlverhältnisse gewöhnt als der Mensch, der
als Augentier ohne Lichl nicht auskommen kann, Sie müssen
also an das Licht gewöhnt werden, an den Lärm und die gesamte
mit Spannung geladene Atmosphäre eines Filmateliers. Das ist
nicht immer leicht, und wo es angeht, werden denn auch die
meisten Tierszenen in die freie Luft verlegt, wo die empfind-
lichen Geruchsorgane der Raubtiere nicht so belästigt werden,
wie es in einem Atelier notgedrungen der Fall sein muß. In der
Nähe von Los Angeles hat sich der alte Raubtierbändiger William
Gay seine bekannte Löwenzucht zugelegt, von der aus die
meisten Zoos Amerikas mit den blonden Raubkatzen versorgt
werden und wo regelmäßig über hundert Löwen in jedem Alter
zu finden sind. Selbstverständlich versorgt Will Gays Löwenfarm
auch den amerikanischen Film mit seinen Zöglingen, die von den
Regisseuren nicht selten zu zahm, in manchen Fällen allerdings
auch zu unmanierlich gefunden werdtn. Denn die Raubtiere,
welche den Menschen von früher Jugend auf kennengelernt
haben, die erst als ein allerliebstes Spielzeug dienten, haben in
vielen Fällen nicht mehr den notwendigen Respekt vor ihm. —
Mit Löwen allein sind aber Spielfilme, deren Handlung in den
tropischen Ländern vor sich geht, nicht zu drehen. Außerdem
sehen Tiger und Leoparden viel filmgerechter aus, weil ihr Fell
viel dekorativere Wirkungen abgibt. Deshalb ließ Lon Chaney
in seinem letzten Urwaldfilm drei Tiger, einen Leoparden und
fünf Elefanten mitwirken. Außerdem brauchte er e-'ne ganze
Schar von Papag«;ien, die einen Höllenlärm im Atelier aufführten
und durchaus nicht in das Filmfeld kommen wollten, bis man sie
mit Futter anlockte. Als Kuriosum muß vermerkt werden, daß
in diesem Film auch eine Herde Gänse von Bedeutung ist, und
daß Lon Chaney von dem Gänserich sehr heftig gebissen wurde.
In dem Garbofilm „Wilde Orchideen" muß Nils Asther, so will
es das Manuskript, mit einem Tiger kämpfen. Und wenn es
auch ein gut eingearbeitetes Exemplar war, das unter Aufsicht
seines Dresseurs arbeitete, so kann man es Nils Asther glauben,
daß er froh war, als die Aufnahmen zu Ende gingen. Für einen
in Australien spielenden M.-G.-M.-Film wurden zwei Känguruhs
benötigt, die sich sehr unmgenehm und aufgeregt benahmen
und durchaus nicht verstanden, was man eigentlich von ihnen
wollte. Sie hüpften schließlich mit gewaltigen Sätzen aus der
Dekoration heraus, zertrümmerten Lampen und benahmen sich
so ungebärdig, daß man schließlich auf ihre Mitwirkung ver-
zichten mußte. Dagegen zeigte ein Lama stoische Ruhe und
wurde etwas voreilig zum Liebling der Darsteller ernannt. Bis
sich herausstellte, daß es ebenfalls seinen Kopf für sich hatte,
denn es gibt keinen Schauspieler, dem es nicht auf jene Art -«e-
antwortet hätte, die eben einem Lama vorbehalten ist.
=ll
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i
i^:
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MAQY ASTOQ. DEQ FOX-STAQ
Pliot. Fox
=0
I
Clara Bow, die wir nocli vor drei Jahren als kleine Episodistin im
Lubitsch-Film ,,Küß mich noch einmal" sahen, ist inzwischen ein Star
geworden, deren Name vor dem Titel des Filmes auf der Leinwand ge-
zeigt wird. Die drolligen Kulleraugen, mit denen sie damals, als wir sie
zuerst sahen, den dicken Luis Wilhelm bedrohte, sind ihr geblieben, da-
gegen ist ihr Spiel sicherer und routinierter geworden, wenn sie es auch
verslanden hat, sich von einfach festgelegten Gebärden frei zu halten. Noch
immer ist Clara Bow im Besitze ihres köstlichen Humors, der ganz zwanglos
und leicht ihre Erscheinung begleitet. Die Bow ist mehr als eine erfolgreiche
Schauspielerin — sie ist ein Ensemble aus Heiterkeit, Geschmack, guter
Laune, sie bringt jede Gebärde mit entsprechender Heiterkeit, unter-
streicht ihre puppenhafte Erscheinung durch vortrefflich gewählte Kleider,
die bei allem Schick eine große Dezenz verraten und ist wahrhaft
eine einmalige Erscheinung am internationalen Filmhimmel. Das Talent
der Clara Bow ist so überzeugend, daß es ihr gelingt, selbst schwache
Filme interessant zu machen und in oft gesehene Situationen einen
neuen Zug zu bringen. In vorliegendem Lustspiel, das nach einem
Buch von Elinor Glyn geschrieben und von dem bewährten Clarence
Badger inszeniert wurde, hat die Bow ein armes Tanzgirl zu
spielen, das sich nach dem großen Leben sehnt. Dieser Wunsch-
traum wird von allen kleinen Mädchen in der Welt mit Zärt-
lichkeit gehegt, die aus der Enge ihres Lebens hinauswollen
und sich -jine Existenz ersehnen, in der man nicht mit
Zittern an den nächsten Tag und seine Zufälle zu denken
hat. So etwas wurde schon sehr oft im Film dargestellt.
Aber weil sich dieser Vorgang alle Tage neu ereignet, ist
er für den Film immer wieder aktuell. Sehr amerikanisch
ist freilich der zweite Teil des Filmes, der die Jagd
nach einer Versicherungsprämie zum Mittelpunkt hat.
Clara, im Spiel Gladys O'Brien geheißen, hat ihrem
Photomontage mit Clara Bow. Neil Hamilton,
Litcille Powers, Harrison Ford P/wt Parjmount
L
Bräutigam, den sie für einen Millionär
ein Versicherungsagent ist, ohne es zu w
die besonders hohe Prämie einer Lebens
er seinerseits einem Millionär aufhängen w
und bietet Clara Bow allerlei Gelcgcnhe
der besten Seite zu zeigen. Aber um se
nicht zu denken, daß eine leichte Übe
gestalte, als sie in Wirklichkeit sind, mu
sichcrungsfimmel wirklich etwas sehr Am
reizendsten Laura la Plante - Filme ; ,,Mcin
ähnliches Spiel getrieben. Eine Lebensve
Spekulationsgeschäft wie jedes andere.
Spieltrieb der Amerikaner, daß sie au
großen Wahlspruch ihrer technischen Entw
bevorzugen. Jedenfalls kennt kein Land
Versicherungssystem und ähnlich raffinie
allen Mitteln versuchen, reiche Klienten
sind es vielfach Frauen, die sich auf dies
Liebenswürdigkeit, schlagfertige Redcgabc
scheinung die besten Erfolge verbürgen,
ein wenig die Jagd ihrer Landsmänninn
aber weil sie das so ganz reizend und
man ihren Bemühungen auch bei uns übera
Ihr Partner ist Neil Hamilton, einer der
jugendlicher Liebhaber im amerikanischen
eigenartige Form der Komik, das diskre
witziger Pointen werden ihn schnell b
machen. In kleineren Rollen sind Harr
Gay Oliver recht bemerkenswert. Vortre
Milieu mit seinen wechselnden Sp.inniin!;
Photomontdge mit Neil Hamilton,
Gay Oliver, Clara Bow l^iwt Paramoimt
rplß'^sdä^
#
Unter den amerikanischen Slars, die in den letzten
Jahren hervorgetreten sind, hat sich Victor McLaglen
schnell in die erste Reihe der Dai steller gespielt. Mit
ihm beginnt die Reihe jener Filmliebhaber, die nicht
in erster Linie durch ihre Schönheit, sondern durch eine
gewisse männliche Herbheit wirken und die den Typ des
Frauenlicblings in den des Charakterdarstellers verwandeln.
Diese etwas abenteuerlichen Gesellen entsprechen dem lite-
rarischen Geschmack einer Zeit, deren Heros Jack London
ist und die Gerstäcker wieder neu entdeckte. Wir kennen
Victor McLaglen, dessen erste Filme nicht zu uns gelangten,
als Escamillo in ,, Carmen", wo er Partner der Dolores
del Rio war, und vor allem als Kapitän Flagg in den „Ri-
valen". Seine Darstellungskunst in diesen Filmen bestand
darin, daß er nicht eigentlich spielte, sondern nur seine Er-
scheinung in das Bild warf und einfach vollkommen unkom-
pliziert da war. Jeder Film wirkt stets um so echter, je
Oben links: Jane Winlon und Vicior McLaglen. Oben rechts:
Ciaire Windsor und Albert Conti. Unten: Victor McLaglen
und Clyde Cook r/iri i ,.t
liSpttähJhsk
Oben: Victor McLaglen und Claire Wuidsor. Uiilcii: Jane
Winton und Victor McLaglen. Unten rechts: Ciaire Windsor
und Albert Conti Pho' Frx
niger das Ganze als Spiel erscheint und je mehr es
scheinend photographierte Natur ist. In den „Weiber-
;chichten des Kapitän Lash" ist es dem Regisseur John
'stone, der schon seit vielen Jahren für Fox arbeitet,
uns aber noch nicht bekannt wurde, gelungen, den
druck des Unmittelbaren, des Umgestellten in jeder
enc festzuhalten. Victor McLaglen gibt wieder einen
einer Draufgänger, den Oberingenieur eines Übersee-
ampfers, der für seine Leute in jeder Situation einspringt,
r den aber auch die Frauen schwärmen, weil er ein
nzer Kerl ist. Niemand außer McLaglen hätte diese
Ue hinreichend verkörpern können, denn sie erfordert
ht nur Forschheit, sondern auch Humor, und zwar einen
satten, breiten Humor, der eine der Charaktereigenschaften
dieses Darstellers ist. Unter den Darstellerinnen begegnet
man Namen wie Ciaire Windsor, Jane Winton, die ifian
bereits aus der Produktion ausgeschieden glaubte.
-^"^ wei Tänze von erschütternder Tragik habe ich — als
ijfr erste Frau — auf Bali filmen dürfen Der eine ist der
Kristanz, der Tanz der Todesgöttin. Bricht eine Seuche
auf Bali aus, so suchen die erschreckten Inselbewohner
Rettung vor dieser Geißel der Menschheit im Kristanz,
Als der Fürst mir ermöglichte, diesen Kristanz zu filmen,
sagte er: ,,Ich werde Ihnen heute den grausamsten Tanz
zeigen, den wir auf Bali kennen. Ich hoffe, Sie werden
den Anblick ertragen können. Fürchten Sie sich nicht vor
dem Schreien der Männer, sie sind im Trancezustand und
ihrer Sinne nicht mächtig. Versuchen Sie so viel als mög-
u!'
Siebenjährige Tänzerin im Trancczusiand.
Links: Vor einem Gong aus purem Golde tanzen die schönsten Frauen des Dorfes
lieh von diesem Brauch aufzunehmen." Ich versprach, mein Bestes
zu tun.
Dem eigentlichen Trancetanz voraus geht ein sinnbildliches Vor-
spiel: Vor dem primitiv mit goldenen Schirmen dargestellten Palast
des Fürsten erwartet der nie schlafende Wächter des Palastes den
Angriff eines Tier-Dämons. Dieser Dämon wird dargestellt von einem
der Fabeltiere. Immer wieder versucht der Dämon — der die Seuche
versinnbildlicht — in den Palast einzudringen, der Wächter aber
wehrt ihm den Eintritt. Endlich ruft er die Diener des Palastes zu
Hilfe. Mit hochgeschwungenem Kris — im tiefsten Trancezustand —
stürmen diese herein, um den Dämon zu töten. Dieser ist einstweilen
entschlüpft und bewirkt dadurch, daß die Diener, die ihn nicht mehr
finden, gegen sich selbst zu wüten beginnen. Schlafend, in vollkom-
menem Trancezustand, verwunden sie sich selbst mit ihren Messern
Einen Tänzer mußte man schwerverwundet wegtragen.
Diese Menschen bringen ihre Gesundheit der Todesgöttin als Opfer
Wir entnehmen die interessante Schilderung und die Bilder dem fesselnden Buch: ..Tiere,
Tänzerinnen und Dämonen". Mit der Filmkamera durch Bali und Indien von Lola Krt-utibcriJ.
Verlaj Carl Reissner, Dresden.
I
für die kranken, seuchebefallencn Brüder dar. Sie
erbitten mit diesem Opfer die Heilung der Kranken
durch die Todesgöttin.
Mit Schrecken erinnere ich mich der Aufnahme
dieses Kristanzes; das furchtbai-e. hysterische Schreien
der Trancetänzer klingt mir noch heute in den Ohren.
Gut, daß man beim Filmen, wenn man die Szenen
durch den Apparat hindurch beobachtet, die einzelnen
Vorgänge nicht genau verfolgen kann. Nur dieser Tat-
sache verdanke ich es, daß ich es vermochte, diese
grauenvollen Szenen bis zum Schluß aufzunehmen
Erst als ich den Filmstreifen auf einer Berliner Lein-
Tanz zu Ehren der Götter
Oben: Tempelzeremonien auf Bali
wand laufen sah, wurde mir die furchtbare Bedeutung dieses
Totentanzes klar.
Einem ähnlichen Zweck dient der Trancetanz der Kinder.
,, Sangyang" genannt. Diese Kinder, meist im Alter von vier
bis sechs Jahren, stellen sich auf eigenen Wunsch freiwillig
den Priestern, die zwei aus der Kinderschar wählen.
Die so zum Dienst der Göttin erwählten Kinder leben bis
zu ihrem siebenten Jahr im Tempel unter der Obhut der
Priester. Droht Krankheit oder sonst eine Gefahr der Insel,
so werden die Kinder in Trancezustand versetzt. Das ist eine
der qualvollsten Zeremonien, die ich auf Bali miterleben
mußte Die beiden Kinder knien am Boden vor einem Altar,
neben ihnen die Priester. Vor jedes Kind stellt man ein
Räucherbecken, aus dessen nie zu erforschendem Inhalt von
Kräutern und Wurzeln ein süßlich duftender Rauch ent-
steigt. Willig atmen die kleinen Auserwähltcn der Götter
diesen Rauch ein, denn im Trancezustand sind sie heilig, und
ihre Berührung soll Kranke heilen.
Einzug zum Erauentanz
Qualvoll wird der Anblick erst, wenn die Besinnung zu
schwinden beginnt und der kleine Körper sich gegen das
Gift wehrt. Im beginnenden Trancezustand schlägt der
arme Kinderkopf immer auf den Boden, rechts und links
vom Räucherbecken einen Halbkreis über diesem beschrei-
bend. Das Gesicht verzerrt sich qualvoll. Endlich, nach
eineinhalb Stunden, fällt die Märtyrerin ohnmächtig in die
Arme der hinter ihr sitzenden größeren Schwester oder
Freundin. Man trocknet ihr den Schweiß von der Stirne,
man setzt ihr eine Krone aufs Haupt. Ein Frauenchor be-
ginnt zu singen.
Arme, kleine, heilige Kinder ....
Tanz der
.zarten Fürsten"
Die Sehnsucht aller, de-
nen der Beruf eines
Filmstars als erstrebens-
wertestes Lebensziel vor
Augen steht, ist wohl ein
,,screen test!" — eine Probe-
aufnahme. Nun ist es nicht
nur sehr schwer, überhaupt
zu einer solchen zugelassen
zu werden, sondern dann be-
ginnen sogar erst die eigent-
lichen Schwierigkeiten.
Im allgemeinen kann man
wohl sagen, daß es haupt-
sächlich zwei Punkte sind,
die für die Bewertung einer
solchen Aufnahme als Grund-
lage dienen.
Der eine ist, ob sich die
Person gut photographiert,
und der andere, ob sie, das
heißt ihr lebender Schatten,
beim Beschauer einen be-
stimmten Eindruck auslöst.
Es kommt nämlich heute
nicht mehr so sehr darauf
an, ob man sich gut photo-
graphiert, sondern ob man
sich für den Charakter der zu
besetzenden Rolle eignet.
Dies geht mitunter sogar so
weit, daß ein Regisseur nur
auf eine ganz bestimmte
Nuance aus ist und alles
andere ignoriert, mag es nun
den Gesetzen der Photogra-
phie entsprechend negativ
oder positiv sein.
Objektiv gesehen, geht eine
solche Aufnahme in der Weise
vor sich, daß die zu filmende
Person in einem bestimmten
Kostüm und entsprechend ge-
schminkt vor der Kamera
einige Posen zu stellen oder
sogar eine kleine Szene zu
spielen hat. Hierbei unter-
scheiden sich die Methoden
der einzelnen Regisseure sehr
In den M. - G, - M. - Ateliers
z. B., wo täglich durchschnitt-
lich etwa zehn Probeaufnah-
men gemacht werden, geht
der Regisseur Harry Beau-
mont z. B. in der Weise vor,
daß er die betreffende Per-
son sich mehrere Male ganz
langsam um sich selber dre-
hen läßt. Im Projektionsraum
beobachtet er dann die erhal-
Liuio Pavanelli und Liane Haid
Pfiot. Bayrische
tene Aufnahme ganz genau
daraufhin, in wieviel Stellun-
gen das Gesicht nicht gut
„kommt". Sind deren allzu
viele, so nimmt er an, daß es
schwierig sein wird, eine wir-
kungsvolle Photographie her-
auszuholen — und wieder ein-
mal ist eine Hoffnung zu-
schanden geworden.
Tod Browning, Lon Chaneys
Regisseur, sieht bei einer
Frau zuerst nach dem Munde
und bei einem Manne nach
den Augen. Ist der Mund
einer Frau ausdrucksvoll, so
nimmt er an, daß der Rest
des Gesichtes ebenso gut
kommt. ,,Der Mund ist do-
minierend im Gesamtausdruck
einer Frauenerscheinung", sagt
er, ,, während es bei einem
Manne die Augen sind".
George Hill hingegen be-
hauptet: ,,Mir ist die Haupt-
sache, ob die betreffende Per-
son genau in den Charakter
einer Rolle hineinpaßt.
Man kann an Hand einer
Probeaufnahme niemals mit
Bestimmtheit feststellen, wie
ein Darsteller sich photogra-
phiert.
Dazu kommt noch, daß,
wenn man zu sehr darauf
achtet, wie er oder sie sich in
dem Kostüm macht, man sich
auch da irren kann; da dieses
gewöhnlich ohne Rücksicht
darauf, ob es auch sitzt,
schnell aus dem Gaideroben-
bestand des Ateliers herbei-
geholt worden ist. Das gleiche
gilt vom Schminken — wie oft
ist dies zu schnell und nicht
sorgfältig genug geschehen!
Aber ein Charakter, eine Per-
sönlichkeit bleibt eine Persön-
lichkeit — auch auf dem Strei-
fen eines Probefilms! '
Die photographischc Linse
arbeitet sehr eigenartig. Es gibt
hübsche Menschen, von denen
beim besten Willen kein ge-
schmackvolles Bild herzustellen
ist und andere mit kleinen
Fehlern, wie Gloria Swanson,
Norma Talmadge mit großen
Nasen, die auf der Photo-
graphie charaktervoll aussehen.
^iBBie
£/N ROMAN VON STANHOPE
3. Fortsetzung
Sie suchte eine stark besuchte Konditorei in der Nähe des
Bahnhofs auf und begab sich dorthin, wo es ihr am ehesten
gelingen konnte, die Kleider zu wechseln. Bei ihrem abenteuer-
lichen Abstieg durch benachbarte Trockenböden und Treppen-
häuser war ihr klar geworden, daß sie für ihren Bruder ein-
springen mußte. Die Ähnlichkeit der Geschwister erleichterte
diese Aufgabe etvvas. Etwas. Die unüberbrückbaren Schwie-
rigkeiten mußten sich erst später herausstellen. Zunächst einmal
half sich Billie mit ihrem unverwüstlichen Optimismus. So
sehr lange wird Bill ja nicht festgehalten; dann kommt er mir
ja nachgefahren. Und die
ersten paarmal wird niemand
etwas merken. Abwarten, I^HHHBHBSHHIHHHHHl
immer abwarten! Und dann ■
war sie an die Veränderung
ihres Exterieurs gegangen,
hatte der Toilettenfrau ve--
sichert, auf einen Masken-
ball zu gehen. Nein, wie
hatte die gelacht! „Na,
Fräuleinchen, gehen Sie aber
vorsichtig hier aus der
Tür raus, wenn Sie der Ge-
schäftsführer so sieht, kriege
ich eine mächtige Zigarre!"
Auf dem Bahnhof stand
ängstlich, wie eine Hühner-
mutter, Mdme. Kalothakis
und hielt Ausschau nach
ihren ,, süßen Kindern", wie
sie sagte.
„Wo haben Sie denn Ihre
Schwester, Herr Amery?"
fragte sie.
Billie bebte. Gab ihrer
Stimme alle Festigkeit: ,,Sie
hat heute mittags nach Ost-
preußen reisen müssen.
Nachtwache am Bett unseres
todkranken Großvaters!!"
„So, so! In diesem Fall
bekommen Sie natürlich nur
500 Mark!" Frau Kalothakis
war fast so geschäftstüchtig
wie Billie.
,,Wir beide werden in
einem Abteil fahren, Herr
Amery, die übrigen Künst-
ler haben ihre Plätze vorn."
Nicht unfreundlich waren
ihre Worte.
Bevor sie einstiegen, repe-
tierte Billie noch einmal, wie sie sich als wohlerzogener junger
Mann zu benehmen hatte: Damen Platz machen, zurücktreten,
Feuer geben und so weiter und so weiter.
Die Reise begann. Und Billie erprobte an der majestätischen
Hera die schönen Talente, die ihr die Schutzgöttin der Bühnen-
kunst in die Wiege gelegt hatte; war ihr behilflich, in den
Speisewagen zu gelangen oder die Koffer an der Grenze vor-
zuweisen. Und als der Zug Prag verließ, hatte Frau Priscilla
Kalothakis eine für ihre Jahre heftige Neigung zu dem wohl-
gebauten jungen Mann gefaßt. Das geschah solcherart, daß sie
ihm denkbar freiesten Einblick zu ihren nach ihrer Meinung
recht gelungenen Rundungen gewährte; daß der junge Mann so
gut wie keinen Gebrauch von ihrer Großzügigkeil machte, ver-
übelte sie ihm keineswegs, sondern rechnete es seiner Un-
erfahrenheit zu. Komm du mir nach Athen! dachte sie auf
neugriechisch.
Im Speisewagen dann, hinter Belgrad, als es schon nicht mehr
so offiziell zuging wie in dem mitteleuropäischen Restaurant-
Nttchdruck verboten
Bealrice Banyard in dem Sprechfilm „Hunted" Phot. M.-G.-M.
wagen, erstaunte Billie oder Herr Amery, wie sie jetzt hieß,
über die Gewandtheit und Scherze der Artisten. Einmal mußte
sie sehr an sich halten, um nicht schreiend auf einen Stuhl
zu springen. Riegemann, der Illusionist, verwandelte einen
Haufen bunter Bänder in eine Ratte, die rasch Freundschaft
mit Billies Hosenbeinen schließen wollte. Billie sagte beherrscht,
bewundernd, sonor: ,,Doll! Doli! Mein lieber Riegemann, Hoch-
achtung!"
Und dann war man angekommen. Es war schon recht dunkel,
und alles, was Athen von verstorbenen polnischen Provinzorten
zu unterscheiden schien, war
die Tiefe der Löcher in der
Bahnhofstraße und der feine
Staub, der sich sofort in die
Kleider setzte und das At-
men erschwerte.
Ein alter Omnibus brachte
die Gesellschaft ins Zentrum
der Stadt: hier wurde die
Luft reiner, die Straßenbe-
leuchtung großstädtisch und
der Bodenbelag Asphalt.
Man überquerte einen Platz;
ehrfurchtsvoll starrte Billie
zwei lichtüberflossene Ge-
bäude an, die ihr als Uni-
versitäten vorgestellt wur-
den, und war gespannt auf
ihre neue Heimat, das
Variete Kawkasia.
Kalothakis' Etablissement
war weit davon entfernt, als
Prachtbau im Geschmack der
neuesten Zeit zu gelten; es
lag in einer schmalen Gasse
und war ein wehrhaftes,
klosterähnliches Bauwerk,
das sich — man brauchte nur
die Gasse durch ein Gitter
abzusperren — ganz nach
Belieben vom Leben der
Außenwelt abzuschließen
vermochte. Wie Herr Kalo-
thakis auf die Idee gekom-
men war, in diesem Gebäude
eine Vergnügungsstätte zu
eröffnen, ließ sich niemals
feststellen. Tatsache bleibt,
daß ihn Überlegungen leite-
ten, den in Athen so über-
aus zahlreich anwesenden
Österreichern, Ungarn, Rus-
sen und seltener Deutschen zum Totschlagen der Zeit eine Zu-
flucht zu bieten,
Priscilla Kalothakis hatte ihrem Herzen nachgegeben und Herrn
Amery zur Wohnung ein Häuschen angewiesen, das wir weiter
oben schon beschrieben haben.
Der nächste Nachmittag war der Besichtigung der Stadt ge-
widmet: Priscilla watschelte voran, drehte sich von Zeit zu
Zeit einmal um ihre Achse, ließ ihre Arme ausgleiten und er-
klärte die Sehenswürdigkeit der perikleischen Stadt: Dies ist
das Wohnhaus meines Onkels, des Pächters Thukidid Aparion!
Das da die Bäckerei meiner Tante Amalfa Pistizis! Hier wohnt
Dr. Pelleados, der Schwiegervater meiner Tochter! Dort liegt
die Villa des Legationssekretärs Astamamides, eines Verwandten
von Monsieur! Und so ging es, bis aller Beine müde wurden
und man sich in ein Wirtshaus begab, wo es nach Augsburger
Marktplatz, Zwiebeln und Knoblauch roch.
Da Billie die Umkleideräume anderer Bühnen nicht kannte,
nur die ,, gelbe Nachtigall" zum Vergleich heranziehen konnte.
wunderte sie sich nicht über die Bauart des „Kawkasia"; fand
nichts dabei, daß die Tür ihrer Garderobe unmittelbar auf die
Bühne führte. Sie war glücklich, ein eigenes Zimmerchen zu
haben; denn sonst wäre wohl der Schwindel allzubald heraus-
gekommen.
Am ersten Abend ihres Auftretens hatte sich eine zahlreiche
Zuhörerschaft versammelt. Es waren zum allergrößten Teil ge-
strandete Existenzen, und nur ganz spärlich hielten sich in den
Logen oder auch mitten unter den übrigen durchreisende Fremde
auf, die das Leben überall, wo es sich anbot, zu begrüßen
pflegten.
In Billies Zimmerchen drangen die Töne der feurigen Instru-
mente. Wenn der Straußschc Walzer verklungen war, mußte sie
heraustreten und mit Anilras Tanz beginnen, den sie in so langen
mühevollen Stunden Bill beigebracht und den sie nun auf zwei
Proben selbst gelernt hatte. Mutiger und frecher als Bill, sah
sie nicht mit ängstlicher, sondern freudevoller Erwartung ihrem
Debüt entgegen.
,,Es wird Zeit!" Priscilla pochte, trat ein und sagte, begeistert
in die Hände schlagend: ,. Entzückend siehst du aus, Herzens-
junge!" Sie hatte schon gleich am ersten Abend das vertraute
„Du" lanciert.
Die Donauwellen waren verrauscht. Billie trat zur Tür hinaus.
Die ungewohnte Eleganz ihres tief ausgeschnittenen, maulbeer-
farbencn Abendkleides, das die Arme bis zu den Schultern bloß
zeigte und als einzigen Schmuck eine schwarze Rose trug, ließ
die Zuschauerschaft verstummen. ,,Wenn es mir doch nur ge-
lingt, sie zu täuschen", flehte Billie unhörbar. Sie fühlte, daß
die Atmosphäre verwirrend war, daß die Männer dort unten
sich nichts vormachen lassen würden, wenn sie hinter die Wahr-
heit kämen. Weiß Gott, wie es ging, ganz plötzlich fand sie
das Mittel, ihre Umgebung zu bluffen. Zunächst gluckste sie
beim Singen an falschen Stellen ,,ganz versehentlich" männlich
tiefe Töne dazwischen, unterstrich die Pointen mit weit aus-
ladenden Gesten und handhabte ihre Kehle wie ein kompliziertes
Instrument mit Meisterschaft. Während einer Atempause zwi-
schen zwei Vorträgen, entdeckte sie Riegemann, eine Zigarre
rauchend an einer Seitenkulisse stehen. Sofort stürzte sie sich
auf ihn, riß ihm freundlich lächelnd die Brasil aus dem Mund,
trat wieder auf und gewöhnte sich von diesem Augenblick an,
auf eine außerordentlich nonchalante Art während ihres Auf-
tretens ein paar Züge aus der Zigarre zu tun. Das kostete an-
fänglich viel Überwindung, aber später gehörte es sozusagen zu
den Beweismitteln ihrer Männlichkeit.
Wer zählt die Hervorrufe die Billie an diesem Abend, die
Gläser Bier und Flaschen ,,Tour la Reine", die Herr Kalothakis
für sich buchen durfte? Wieder angetan mit Bills Hosen, mußte
sich Billie unters Publikum mengen, auf den Boden spucken,
wo die Soucke der Gäste lag, fluchen, wie die Gäste fluchten,
und Geschichten mit anhören, die sie nicht verletzten, weil sie
sie nicht begriff. Sie lachte unmäßig laut, wenn die anderen
gröhlten. und avancierte an diesem Abend zum Liebling, zum
Hans Dampf der rauhen Gesellen, die samt und sonders Deutsch
verstanden.
In den ersten Tagen fand sie Gefallen an dem ungewohnten
Leben, aber mählich rettete sie sich wieder zu sich selbst und
mied den Umgang mit der großen Welt im kleinen Raum.
Eines Abends geschah es, daß durch das Dunkel des Saales
von der Seite her eine weiße Hemdbrust leuchtete, in der sich
Billies Blick verfing. Als es wieder hell wurde, sah sie unauf-
fällig hinüber und bemerkte in einer Loge einen jungen Herrn
von lebensheiterem und zufriedenem Aussehen, der die in diesen
Gegenden unübliche Tracht eines Smokings der kritischen Wür-
digung der übrigen Gäste mit Gelassenheit zur Verfügung
stellte. Es war Pitt Erskine. der auf eigene Faust einen Streif-
zug ins dunkle Athen gemacht hatte und dessen Wandlung von
einem lebensfrohen Sanguiniker zum melancholischen, eingebil-
deten Kranken in diesem Augenblick begann.
Es kam ein Abend, da sogar die staubige Stadt Athen mild
und maihaft geworden. In der dumpfen Luft des ,, Kawkasia"
freilich merkte man nichts davon. Billie, die sich an das Smo-
kinghemd schon so gewöhnt hatte, daß ihr eine Vorstellung
ohne den unbekannten Besucher ein Unding schien, entdeckte
eifersüchtig, daß die Loge leer war.
Ganz langsam, traurig und feierlich wanderte Pitt Erskine am
Arm seiner Tante kreuz und quer durch die blühenden und
fruchttragenden Zitronenplanlagcn der Insel Porös. Kanarien-
vögel oder Eulen machten pieps, Pitt seufzte, und die Tante
lächelte. ,, ,Tour la Reine" ist ein guter Landwein, dort drüben
das, was man in Italien Osteria nennt, Pitt, und sei pünktlich
zum Abendessen wieder im Hotel!"
So ihre Güte und Rücksichtnahme betonend, trennte sich die
Tante vom offensichtlich verliebten Neffen, drang nicht in ihn,
sondern gab sich den Meditationen über die Zusammenstellung
eines würdigen Soupers hin.
Die Zeit des Abendessens war schon längst vorüber. Pitt
hatte seine Tante zum erstenmal im Stich gelassen und saß
dumpf brütend vor der fünften Weißweinflaschc, starrte melan-
cholisch nirgend wohin und kam immer mehr in Gegensalz zu
den zwei einheimischen Besuchern der Schenke, deren göttliche
Unbekümmertheit sich durch lautes Rülpsen äußerte, in eine
Stimmung, die ihm den Trost des Klosterlebens in schönen
Farben malte.
Seine Gedanken beschäftigten sich mit der Genealogie seiner
Vorfahren; er fand keine Anhaltspunkte für die Möglichkeit der
Degenerationserscheinungen, die er an sich festgestellt hatte.
,, Hätte ich doch niemals die verwünschte Höhle aufgesucht",
warf er sich vor und meinte seine Besuche im Variete „Kaw-
kasia".
Der Genuß von mehreren Litern Alkohol macht ehrlich vor
sich selbst, Pitt gestand sich, ohne rot zu werden, ein, dem
Damenimitator des ,, Kawkasia" während der Zeit seines Auf-
tretens ein mehr als gebührliches Interesse zu schenken, ein
Interesse, das geradezu krankhaft war. Dabei lag ihm nichts
daran, den Mann kennenzulernen. Im Gegenteil. Allabendlich
in der Loge zu sitzen und beim Auftritt die Überlegung auszu-
schalten, daß die Künstlerin ein Künstler sei, das ging noch an,
obgleich ihn dieser Zustand zermürbte. Aber eine Bekanntschaft
würde sicherlich enttäuschen. Das wäre vielleicht indessen gar
das Mittel — ? Pitt beschloß, sich seiner Tante zu offenbaren.
Mit dem Mut, den der Wein verleiht, erhob er sich, zahlte und
ging zur Dampffähre, die schon längst ihren Betrieb eingestellt
hatte.
Holt eine Landkarte hervor und sucht einmal die Insel Porös
auf der Seite der Balkanhalbinsel! Das Eiland liegt nicht allzu
fern vom Piräus; aber mit einem Ruderboot die Fahrt durchs
Ägäische Meer zu machen, ist ein Zeichen von Trunkenheit oder
Wahnsinn und hat mit Mannesmut nichts zu tun. Es sprang eine
Brise auf, fegte die Wolken vor den Mond, und bei Morgengrauen
landete Pitt einigermaßen zerschlagen und mißmutig in der
Hauptstadt.
Tante Philba hatte nach der ermüdeten Arbeit, welche die
kunstvolle Erledigung einer Truthahn-Galantine, einer Kalbszunge
mit Schneckenragout, eines Viertels tschechoslowakischen Fasans,
den winzige, aber schmackhafte Wachteln umgaben, beansprucht,
beim türkischen Kaffee noch eine Stunde auf ihren Neffen ge-
wartet, war dann besorgt ins Bett gegangen und rasch und gut
eingeschlafen.
Am Morgen dann, beim Frühstück, geschah, wovon der Beginn
dieses Kapitels plaudert: Pitt hatte den Mut zur Beichte ver-
loren, die scharfsinnige Tante Zusammenhänge geahnt und dem
Jungen noch einmal Gelegenheit zur erquickenden Einsamkeit
gegeben. Als Pitt beinahe zu spät zum Ausflug nach Phaleron
kam, stand ihr Vorsatz fest, Neugier aus Herzensgüte zu üben.
Der Ausflug begann.
Bequem zurückgelehnt, musterte Tante Philba vom Auto aus
die griechische Landschaft, legte den Zeigefinger an die Nase,
sah den fischstummen Pitt scharf an und fragte: ,, Meine Gesell-
schaft ist kein Vergnügen mehr, was Pitt?"
,,Aber Tante — !" angstvoll zerstreut klang das.
„Amerika ist das Land der guten Freundschaften, Pitt. Wir
beide waren die besten Freunde, die besten Freunde Amerikas,
also die besten Freunde der Welt. Pitt, ist das noch so?"
,, Natürlich, Tante!"
,,Ist das wirklich der Fall? Dann, Pitt, um ganz offen mit dir
zu sein, glaube ich, daß du der schlechtere Kamerad bist. Mit
geschlossenen Augen sieht man, daß dich was bedrückt. Wahr-
scheinlich ein Frauenzimmer — . Unterbrich mich nicht! Du
brauchst mir nur anzudeuten, daß du meine ernstliche Sorge
nicht willst, und ich werde den Mund halten."
Pitt schien erregt: ,, Tante, laß anhalten, ich zerspringe sonst,
ich will dir alles erzählen, wollte es ja gestern schon, ich hab
es nur nicht übers Herz gebracht. Wenn du magst, wollen wir
ein paar Schritte gehen."
Fortsetzung folgt
FRAGEN
die uns erreTchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,, F i 1 m - M a g a z i n". Berlin SW 68, ZimmerstraBe 35 — 41
Scherlverlag, Antwort erfolgt nur im ,. Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei M.inii-
skript.ingclegenhoiten bitten wir folRCndcs zu beachten: Jeder .Xnfr.ige i-l
Rückporto bciziifiipen. Jede Ein.sendung eines Jlaniiskripts zur I'riifiini;
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange voa 2—3 Schreibm.-ischinensoitcn
sind zur EiiisiMiduns .in die Filiiiinduslrie. Regisseure usw. geeignet. Ktir
Verlust der eingesandten .Manuskripte kann keii\e Verantwortung über-
nommen werden, also .soll der Verfasser nur Durchschlage senden, von
handgeschriebenen .Sendungen (leserlich) eine Abschrift zuriickbeh.iltcn.
rill, das Urebiiin'h zu den .,Nilic>luiigeir- js(
Herbert Kawlinsons .Adresse ist I7;i:i,
rnien. (".SA. Ja, er gibt .\utogr;ininie.
\V alter I,., \V i e n : X
nicht im Druck erschienen.
Christ.! V. H., .M (1 n c b e n
Ilighland Street, I,(ps .Vngeles. K.ilif
F i I ni f r e u n d O s w a I d M..
Frankfurt- Oder: Enrico
Benfer ist Italiener. .Seiu näch-
ster Film heißt ..Der Hund iler
Drei" mit Jennv Jugo in der
Hauptrolle. — flifford Mcl.ag-
len ist Engländer. Er spielte
kürzlich eine H.iuptrolle in dem
neuen C'onr.id Vcidt-Kilm ..D.is
I,and ohne Frauen', — Iwan
Kowal - Sainborski siiielt augen-
blicklich in .Sprengli.igger l"lir.
Sie haben recht, in dein ge.
nannten französischen Film sjiiclr
Jean Weber die FlaupiroUc. —
Hans Stüwc» Partnerin im
., Schinderhannes' war l.iss.v
Arna. — Giist.i ?'knian filmt
augenblicklich nicht. somlern
tritt in Stockholm bei der Sprecb-
biihne auf.
A e n n e E., K «i 1 n - X i p ■
p e s : Fred Louis I.erch wohnt
Berlin W, Regensburger Str. U.
Er ist ledig uml gibt Autogramme,
— Nein. Edith I'osca, die Gattin
Lupn Picks, filmt nicht mehr.
N. n.. S a g a n : Henr,v Ed-
wards ist in England tind am
besten durch die Elsiree-Studios.
Hersfordshire (England» zu er-
reichen. Edith Edwards ist nicht
mit ihm verwandt. So viel uns
bekannt, ist der Künstler ver-
heiratet, Henr.v Edwards spielte
außer in den genannten Filmen
noch im ..Faschingskönig", .,EiM
Mädel und drei Clowns" und
„I.ord Bluff.
Filmwdlfchen. Ber-
lin-Wilmersdorf: Sie
haben schon recht. Bebe Daniels
ist ihrer tollkühnen Sensationen
wegen in .Vmerika .,der weib-
liche Fairbanks" getauft wor-
den. Die bekanntesten Bebe Da-
niels-Filmc sind ..Eins — zwei —
drei — los!", ,.Dic Tochter des
Scheichs", ,,Sennoriia", ..Das
Mildel mit der Kamera". — Char-
lie Chaplin filmt seit rund 15
Jahren. Seine ersten 2- bis ."-
Akter-Grotesken waren n. a.
„Chaplin als Sträfling", ,, Chap-
lin als Rollschuhläufer", ,.Die
Chaplin-Quelle". — Ob Harr.v
Piel im Leben auch so kühn
und Siegfried .\rno so drollig ist
wie in ihren Filmen? Schon
möglich! — Jawohl, Lilian Har-
vey und Brigitte Helm sind so
alt, wie Sie denken. Wir entp-
fehlen, Lilian Harvey schriftlich ,
um ein .\ulogramm zu bitten.
Karl T., .S a g a n : Wir nennen Ihnen hiermit die größten ame-
rikanischen Filmgesellseb.iften; Paramount - Famous - Lasky, Mciro - (iold-
w\n-Mayer, Fox, Warner Brothers, rniversal, First Xational. Iniled
.Xrtists. — Die .\nierikaiier honorieren ein Filnimanuskriiit mit Inno bis
20 000 Dollars. Das hängt g.iiiz von iler Qualität des M:inuskripl> und
von dem Ruf des .\utors ;ib, Cnverlangte Jlanuskriptcinscndungcn .in
amerikanische Firmen sind .ibsolnt zwecklos. Sie werden laut Verein-
barung der Prodiiktionsrirmen nicht gelesen, um Pl.igi.itbcsclinldiguiigeii
keinen (!rund zu geben.
(Gertrud W., Kerlin: Die männliche Haniitrolle im ,, Untergang
des Hespems" spielte Frank M.irion. Er ist durch die l',I).C.-<le .Mille-
Film. Xew York, I'S,\,, zu erreichen. Ein
ler ist bis jetzt niicb nicht angezeigt. —
und Imre R.id.iy sind .•iiisgerichtet.
I< 11 c i a n o ,\ I b e r t i n i - F r e u n d ,
tini ist am besten «lurch die Aaf;i. Berlin
erreichen. Ja, er .irlieitct schon
gibt Autograninie. Er wurde am
neuer Film
Ihre (Jrüßc
mit
,'in
diesem Kiir.sl-
Willy Frilscli
war früher
zum Film.
\ a c h e n : l.iicianu Alber-
SW 48. Friedricbstr.iUe 22.3. zu
wieder ;m einem neuen Film. Albcrtiiii
1(1. Xovember in Lngo (Italien) geboren.
Malrose, dann M.irincturnlehrcr und kam im Jahre 1916
E 1 I .1 1',. H e r I i n : Werner Fneilercr wobnl Merlin-Steglitz, Kleist-
slriiUe 27. Er filmt seit fünf bis sechs Jahren, Seini- ersten Erfolge
li.itte er in den ..W iskottens '. ..Knbiiike ", ..Ich li.ib' mein Herz in Hei-
delberg verloren": später k;imcn Filme wie ..Fiirst von l'appcnbeim".
...\ni Rinlesheiiiier Schloß steht eine Linde". ..D.is (;irl von iler Revue",
..til.inz und Elend der Knrtis.inen". ..Das Fräulein von Kasse 12". ..Die
tolle Komteß". ..W()cbenenilbr;iut '. — Oskar .Marion wohnt Berlin W.
Kurfürstend.imni lin. l.il H.igover Hcrlin-AVcsteiid, .\rys-.\llee 4, Stn.irl
Welilis iR.ilph C.iin-y) Il.imburg. EriU.istr.ilie 12r.. H.uis .\lhers Berlin W.
Lennestr.ille 7. — Elg.i Brink li.it am 2. .\piil (iebiirlstag nml uolinl
Merlin W ."lO, l'r.iger Slralie ;il, Il.ins Br,iiisew etlers .\dresse ist Kerliii-
Charlottenburg. Sour.sir.ißc 77. Er bat ;iiii 27. M.ii tielnirtst.ig, .I.iwolil.
Brausewetter haf noch eine .Schwester. Ren.ile Hi.niscu etlcr. die ebeii-
f.ills bei der Sprechbüliiie und beim Film ist.
F r 1 t s c h - \ e r e li r e r .
I. u ■/. e r n : Willy Fritsch ist
Heulsclier niiil wurde in K.itto-
w itz geboren. Er kam über ilii'
Siireilibiiliiie /um Film. Zu sei-
nen .illerersten Filmen geboren
..Stolze Fr.iiien" mit Viggo L:ir-
sen und Evi Ev.i in den H.iiipl-
rolleii. Wagen sie nur. .-in Fritscb
zu scbreilieii. Er wird es Ihnen
bestiniint nicht ..übelnebtiien". —
Filiiipostkarten erh.illen Sie in
jeder großen l'apierliandinng odi'r
auch durch den Verlag der ..II-
liistri(>rteii l'ilnnvoche". Berlin
S\\' fis. KocIistr.iBe 6-8. — Jennv
.Ingo gibt .\iitogr.imme. — Alit
Enrico Henfer, — sie h.iben recht,
l.iiigi Ser\enli, der die betref-
femle Rolle in ..(ieheimnis von
Genf" gespielt hat. wirkte ■•lucli
in ..Erotik" mit, — Sie dürfen
Fragen stellen, so oft es Ihnen
gefällt.
Franz X.. L u d w i g s h a -
f e n : Filme mit ähnlichen Ti-
teln, wie Sie angaben, gibt es.
7.. B, ...iiigendsündeii". ...Tugend-
tragiidie". ..Kevolutioii der Ju-
gend" nsw. — .\ni besten, sie
senden Ihr M.inuskripi unmittel-
bar an die dr.iniatiirgiscben .\b-
teiliingcn der Filmgesellschaften,
\Vir nennen Ihnen einige be-
kannte Firmen, an die Sie sich
wenden können: Ufa. Berlin
SW B8, Kochstraße 6-8, Aaf.i.
Berlin SW 48. Friedrii'hsir. 22.T.
X.itional. Berlin S\V 48. Fried-
richstraße 10. Deutsche Univer-
sal. Berlin W 8. .Mauerstraße 82.
Hoin-Filni .\,-G,. Berlin SW 48.
Friedriebstraße 22.'>. Hegewald.
Berlin SW 48. Friedrichstr, 2.50,
>I o s j u k i n - V e r e h r e r i n,
Castrop-Rauxel : Iw.in
Mosjnkin wohnt Berlin W. Kur
fürstendamm 19,'), Sie erreichen
ihn unter dieser ,\dresse he
stimmt. Wir glauben sicher, daß
er Ihnen ein .\ntogramm senden
w ird.
F i 1 ni s c h w ä r m e r ans
H a gen:* Cilly Feindts .\dresse
ist Berlin SW 48. Friedrichstr.
Nr. 246. — .\nny Ondra ist durch
die Hom-Film .\.-G.. Berlin
SW 48. Friedrichstraße 225. er-
reichbar. — Cilly Feindt gibt
Autogramme und ist ungefähr so
alt. wie Sie geraten haben,
E d y F,. D i f f e r d i n g e n :
Ein .Nlonatsalionnement auf das
..Film-Magazin" kostet t.7ö M.
D o u g 1 ,a s F a I r b a n k s - V e r e h r e r , Berlin: Douglas F:iir-
banks wurde am 2.'?. Mai in Denver geboren. Es slininit. F.iirbanks be-
findet sieh mit seiner ti.ittin Mary Pickford augenblicklich in P.iris, J.i.
er gibt .Vutogramme. — Harry Piels neue .Adresse ist Herlin-Charlotteii-
liurg, Kaiserdamm 77. .Sie haben recht, Piel ist mit Dary Holm verbei-
i.itet. — Janet G.iynor li.it sich kiirzlich mit dem amerikanischen Millionär
l.jdell Peck vermählt.
M. W,, H e i 1 1) r o n n : Iler Carl Boese-F'ilm ,. Unter der Laterne"
wurde im \origen J.ihre in dem X.itlonal-Film-.Vtelier, Tempclhof. ge-
dreht. Auch die .Vußcn.infnalinien wurden in und iini Merlin gedreht.
Neben Lissy .\riia spielten M.itllii.is Wiemaiiii. P.inl Heideni.inn, Käthe
lla,ick, Hubert von .Meyerink. Gerhanl D.inini.iun. Carla Bartheel und
,\I.ix .Maximili.in. — Die letzten Filme mit Lissy .\rii,i waren ..Die A er-
fiihreriii" und ..Jenseits der Str.iße". Die Künstlerin ist ungefähr so
all. wie Sie geschätzt haben. Sie wurde in Berlin geboren. Lissy .\rn.i
ist nicht bei der Sprechhiibne. l'ngefähr sechs Jahre beim Film.
F i 1 m f r e n n d i n Hertha v o m R h ein: Jaw obl. Greta Garbo
ist Schwedin. Ihr richtiger X;ime ist Greta Gustavson. Die Künstlerin
ist am besten durch die Metro-Goldwyn-Mayer-Studios, Culver-City, Kali-
fornien, US.A., zu erreichen.
Vx fetten
waren
am Kamin verplauderte Stunden das Vorrecht
hochgestellter und begüterter Kreise. Jetzt
bringt der Protos-Strahlkamin für wenige Mark
überallhin freundliches Behagen und zuverlässi-
gen Schutz gegen gesundheitschädlicheTempe-
raturschwankungen. In den Übergangsmonaten
ersetzt er die Hauptheizung, im Winter bei sehr
starkem Frost gibt er zusätzliche Wärme ab.
Drei Größen zu M 15,60 M27,- M39,-
SIEMENS-SCHUCKERT-ERZEUGNIS
U. P., Berlin: Olat Fönss wohnt Kopenhagen, St. KnudsTey 26.
Er wurde am 17. Uktober in Kopenhagen geboren, ist verheiratet und
tragt seinen richtigen Kamen. Er kam von der .Sprechbiihne zum Film.
,Uie l^ebens-
seltsame \'er-
Fönss spielte u. a. im ,, Indischen Grabmal'', ..Humuiiculus
lüge", „Ich lebe für dich". Sein nächster Film heiUt ,,l)ie
gangenheit der Thea Carter".
V e i d t - 1^ e d e r e r - V e r e h r e r i n , Mannheim : (ierda .Mau-
rus wohnt Berlin-Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 52, Elga Hriiik Herlin
W 50, Prager Straße 31. — Wir haben den Künstler an die fälligen Auto-
gramme erinnert. — Wir glauben sicher, dali Conrad Veidt Jhrcii Wunsch
erfüllen wird. Wagen Sie nur, ihm zu schreiben. — .lawohl, ,, Illusion '
ist mit dem genanuleu Film identisch. — Tom Tyler wohnt in Beverly-
Hills, Hollywood, Kai., IJ.S.\. — Matthias Wiemanns Adresse ist Berlin,
Bonner StraOe 55.
J o s i Z., W e r d a u : Elga Brink wohnt Berlin W 5U, Präger Str.
Xr. .Sl, (ierda Maiirus, Berlin-Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 52, Fee
Malten Berlin-Halensee, Nestorslratie bä, Mady Christians Berlin-Chaa-Iot-
teiiburg, JlismarckstraUe 67, Henry Stuart Berlin W, l'assauer Str. 17,
Harry Halm Berlin-Halensee, Cicerostraüe 57, Hans Stiiwe Berlin-Halen-
see, Paulsborner StraUe 9, Paul Richter Berlin W 5t), Tauentzienstraüe lU.
Lilian Harvey ist seit fünf bis sechs .lahren beim Kilm. — Camilla Hörn
ist am besten durch die National, Berlin .SW 48, Friedrichstraße 10, z"
erreichen. Die genannten Filmstars geben alle .Autogramme.
Harry T., Lübeck:
Douglas Fairbaaks und Kich
Talmadgc wohnen in Bcver-
ly-HiUs, Hollywood, Kalifor-
nien, USA. — Eddie Polo ist
durch die Deutsche Universal,
Berliu \V 8, Maucrsiraße 82,
Aiiny Undra durch die Hoin-
Filni, Berlin S\V 4», Friedrich-
straße 225, zu erreichen. —
Paul Wegener wohnt Berliu
Vi aö, Am Karlsbad 2. — Ja-
wohl, auch Wegener gibt
.-Vutugramme.
T u t t 1 F r u t t i , W a i d -
mauuslust: Paul Kich-
ters Adresse ist Berlin W,
TauentzienstraUc lü. Richter
spielte in folgenden Filmen:
,,Üas indische Grabmal ', ,,Der
Henker von St. Marien", „Dr.
Mabuse", „Die Mibelungen",
„Pieiro, der Korsar", „Dag-
fiu, der Schueescbuhlaufer",
,, Schwester Veronika", „Der
König der Mittelstürmer",
,,Die Frau im Talar ",
„Schnceschuhbauditen". —
Nils Asther ist durch die Me-
Iro - Ooidwyn- Mayer -Studios,
Culver - City, Kai., U»A., zu
erreiclien.
Kurt K., Clausthal-
Zellerfeld : Lilian Har-
vey filmt seit 7—8 Jahren. —
Wenn Sie Filmoperateur wer-
den wollen, so wenden Sie
sich am besten einmal an den
Klub der Kameraleute, Ber-
lin-Steglitz, Feuerbachstr. 21.
Günter B. aus C h a r -
I o t t e n b u r g : Clara Bow
ist durch die Paramount-Fa-
inous - Lasky - Studios, Holly-
wood, Kai., USA., zu errei-
chen.
Henny Porten -Ver-
ehrerin, Zürich: Der
nächste Henny Porten - Film
heißt ,,Die Herrin und ihr
Knecht". Nein, soviel uns
bekannt ist, hat Henny Por-
ten keine Kinder. Dir Vater,
Franz Porten, lebt noch. Die
Künstlerin spielt (>eige, nennt
alle Blumen ihre Lieblinga-
blumen und kann auch Eng-
lisch und Französisch spre-
chen. Henny Porten filmt seit
20 Jahren. Ihren Lieblings-
schriftsteller kennen wir nicht.
A. H. P., Braun-
schweig: Seeta Devi, die
in dem Himansu Rai-Film
„Schicksalswürfel" die weib-
liche Hauptrol'e gespielt hat,
ist Inderin.
.Mannheimer G c o r g i : Betty Aniann
Mny-Film ,, Asphalt". Unseres Wissens trägt sie
Ihr nächster Film ist ,,Der weiße Teufel" mit
Titelrolle. — Sie haben recht, Werner Fuetterers
der Revue" war Dina Gralla. — Ramon Novarro
.Melro-GoIdwyn-.Maycr-Sludios. Culver-City, Kai.,
wurde am 6. Februar in Durango (.Mexiko)
gibt Autogramme. Sein richtiger Name ist
wurde im Jahre 1921 durch Rex Ingram
Brigitte Helm besitzt ein Auto. Sie
men: ,, Metropolis", ,, Alraune", ,,I)ie
Liebe der Jeanne Ney", ..An
Anni Ondra beim Morgentraining
debütierte in dem Joe
keine Perücke im Film.
Iwan Mosjukin in der
Partnerin im ..Girl von
ist am besten durch die
USA., erreichbar. Er
geboren, ist unverheiratet,
Ramon Samoniegns. Novarro
zum Film gebracht. — Jawohl,
spielte bis jetzt in folgenden Fil-
Jacht der sieben .Sünden", ,.l)ie
Rande der Welt", „.Abwege", ..Skandal in
Geld - Geld", ,,T)ie wunderbare Lüge der Nina
Baden-Baden", ,,Gcld -
Petrowna", ..Manolcscu'
E., Königsberg: Edith Meinliardt und Dalsy d'Ora sind am
besten durch die Hom-Film A.-G., Berlin SW 48. Friedrichstraße 225,
Helen Sieels durch die Strauß-Film, Berlin SW 48, Friedrichstraße 2:i,
-Nlarion Davics durch die Melro-Goldwyn-Mayer-Stiidios, Culver-City, K.il.,
USA., zu erreichen. — Hilrta Roschs Adresse ist Berlin NW l.t, Agricola-
A n n y M., Dresden: Sie haben Ihre Wette gewonnen, das Bild
stellt Dita Parlo dar. Es ist Ihnen inzwischen zugegangen. — Wilhelm
Dieterle hat am 15. Juli Geburtstag. — Ihr Wunsch ist vorgemerkt. —
l^ilian Harveys nächster Film heißt ,, Liebeswalzer", der nächste Film
mit Lien Deyers betitelt sich „Das Donkosakenlied". Fred Louis Lerch
erschien kürzlich als Partner Liane Haids in dem Film „Schwarzwald-
niädcl". Grit Haid spielte eine Hauptrolle in dem neuen Harry Piel-
Film „Sein bester Freund"'. — Wir empfehlen, noch einmal an Ivan
Petrovich zu schreiben. Vielleicht haben .Sie das nächste Mal mehr
Glück.
Gert S., Delitzsch: üb Brigitte Helm ihren diesjährigen Soui-
incrurlauh in Bischoffsgrün im Erzgebirge verlebt hat, wissen wir leider
auch nicht.
F i 1 m f r e u n d Paul N., K a m c n z : Maria Forescu ist Deutsche,
Ren(''e H^rihel Französin. — Nita Naidi filmt augenblicklich nicht.
1. R., F r a n k f u r t / M a i II : Charles Farrell wurde in Cape, Cod,
geboren, ist unverheiratet, gibt Autogramme. Näheres aus dem Leben
des Künstlers können wir Ihnen im Augenblick nicht sagen.
H. N., Berliu: Eva von Berne wohnt Berlin-Grunewald, Hubertus-
allee 1.3. Sie wurde in Wien geboren, ist ledig, gibt Autogramme. Eva
\on Berne filmt erst seit kurzer Zeit. — Gerda Maurus ist ebenfalls un-
verheiratet, widint Berlin-Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 52, und wurde
am 25. August in Zagreb, Kroatien, geboren.
,,Links der Isar —
rechts der Spree": Ja-
wohl, von dem Ufa-Film ,,Der
Bund der Drei" werden wir
Bilder bringen. — Die Künst-
ler waren damals schon ver-
heiratet. — Käthe von Nagy
hat rotbraunes Haar. — Jack
Trevors Gattin ist nicht Schau-
spielerin. Wie sie heißt, kön-
nen wir Ihnen wirklich nicht
sagen. Ebensowenig kennen
wir die Vornamen seiner bei-
den Kinder. — Gerda Maurus
ist ledig. — Willy Clever
spielt eine Rolle in dem Film
,, Revolte im Erziehungshaus".
Er ist auch bei der Sprech-
bühne. — Franz Lederer ist
zur Zeit in Berlin. Er gibt
Autogramme. — Jack Trevor
ist häufig bei den Premieren
seiner Filme anwesend.
Loni Bergner, Köln:
Walther Rilla hat am 22. Au-
gust Geburtstag. Er ist mit
der Schauspielerin Therese
Roland verheiratet. Der Grund-
zug seines Wesens ist wohl
ernst. — Rin-Tin-Tin ist nicht
dressiert. Ein zweiter Hunde-
star ist der Polizeihund Greif,
der kürzlich in den Filmen
..Todesfahrt im Weltrekord"
und ,,Sein bester Freund"
herausgekommen ist.
F i I m f r e u n d B. H.,
München: Douglas Fair-
banks ist seit 10—12 Jahren
beim Film. Ob und wann
sein Tonfilm ,,Der Wider-
spenstigen Zähmung" nach
Deutschland kommt, steht
noch nicht fest. — Tom Mix
filmt ebenfalls schon seit
vielen Jahren. Sein neuester
Film heißt „Vogelfrei". —
Buster Keatons neuestes Stück
ist „Buster Keaton, der Film-
reporter".
J. M., B e r 1 i n - C h a r -
1 0 1 1 e n b u r g : Die Part-
nerin von Wilhelm Dieterle
in dem Film ,,Die Heilige und
ihr Narr" war Lien Deyers.
Es ist möglich, daß der Film
auch jetzt noch in kleineren
Berliner Kinos läuft.
Dita K., Königsberg:
Salto King ist am besten
durch die Eisbär-Filmgesell-
schaft, Berlin SW 48, Fried-
richstraße 13. zu erreichen.
Er trägt einen Künstlerna-
men, heißt eigentlich Her-
mann Stetza und gibt Auto-
gramme.
Rudolf Sc h., D a r m s t a d t : Maly Delschaft hat ihre Wohnung
in Berlin W, Wittelshacher Straße 28. Imre Raday wohnt Berlin W,
(ieisbergstraße 21, Pension Nürnberger Platz, Carl de Vogt Berlin-Tem-
jiclhof. Hohenzollernkorso .'i.'ia. Wolfgang Zilzer Berlin-Steglitz, Kniephof-
straße fiO. Fred Döderlein Berlin-Wilmersdorf, Babelsberger Straße 50,
Hanna Ralph Berlin-Friedenau, Deidesheinicr Sir.iße 24, Willy Forst Ber-
lin-Schöneberg, W.-irlbiirgstrnße 2.'t, Magda Sonj.i Berlin-Grunewald. Wal-
Intstraßc 9. — Anna ,M.iy Wong ist jetzt durch die Richard Eichberg-
Filingesellschaft. Berlin SW 48. Kricdrichstraße 171, zu erreichen.
Wallfriede W.. Hockstedt: Ci.nrad Veidt wohnt Berlin
W 10,, Lichtensteiiiallee 2a. Er ist verheiratet. Wie alt er ist. wissen
wir selbst nicht: denn wir halten es für indiskret, ilon Künstler danach
vn fragen. — Lilian Harveys P:irtner in dem Film ..Eine Nacht in Lon-
straße 13.
Stefan C.
fiirstonstraßc 1|8.
seiiren inszeniert
,.1'ricdcrlcu» Rex'
S.irissüuci" —
l.amprecht. —
.Stoff Interesse hat
gar nicht gedreht werden
Freihurg: Otto Gebühr wohnt Berlin W 57, Kur-
I)ie Friedericus-Rex-Filme sind von folgenden Regis-
wiirden: ..Die Tänzerin Barberina" — Friedrich Zelnik;
(I, II, III, IV) — Arzen von Czerepy; „Die Mühle von
Friedrich Zelnik; „Der Alte Fritz" (2 Teile) — Gerhard
Ob die Industrie heute noch an einem so oft dargestellten
■ ' ist fraglich, zumal historische Filme jetzt so gut wie
don" war Robin Irvin.
H a r r .>• P i e 1 - V e r e h r e r
Holm verheiratet.
..Menschen im Fcii
Henny P " r t e n
bürg: Henny I'nrtcii
rieh Zelnik verheiratet.
.\ a c h e n : Harry Piel
Er gibt .Autogramme. Sein nächster
ist mit
Film
Darv
heißt
- L y a 11 a r a - V e r e h r e r i n , M e c k 1 e n -
ist mit Dr. von K.iiirfmann. Lya Mara mit Fried-
Beide Kliiislleriiinc'ii gclicii .Autogramme. Wann
l.ya Mara .'lus Ainerik.'i zurückkommt, steht noch nicht fest. Henny Porten
h.'it am 7. Januar, l.ya M.'ir.-i am 1. August Geburlstag.
Josef G.. H a g e n : Jenny Jugos neuester Film heißt ..Der Bund der
Drei". Ja. mit Enrico Beufcr. — Brigitte Helm wohnt Berlin-Dahlem,
Im Winkel 5. Sie gibt .Autogramme. — Anita Dorris ist nicht mit Oskar
Marion verlobt. Beide sind ledig. — W:inii ..Die Frau im .Mond" nach
dort kommt, erfahren Sie am besten durch Ihren Kinobesitzer. — Maricila
Miliner starb am 22. Juni und war erst 25 Jahre alt.
Jenny J u p o
im. Ufa-Film „Flucht vor der Liebe"
Helene G., K s s e ii : l)io Fr.-ui des Arztes in dem Aafa-Film ,,I>ie
fidelP Herrenparlie" war Eva Speyer. - Fritz Kainpers wohnt Berlin-
Cliarlottenbiirg. Waitzstraüe Jl'. Ilerinanii Tiilia Kerlin-Tempelhof, Blu-
iiientlialsIraUe r.'. l'aiil Kiclitcrs Adresse ist Herliii W. Taueiitziensir. 10.
Ilie Hauptdarsteller in dem l'ilni ..Die Eiserne Uraiif waren Otto (ie-
liiihr, Claire Koinnier. Ernst Dernlpiirtr. Owen »iorin, (lllo Keinwald. Ern.i
.Mnrcna. In dem l'fi'-Filin ..Kie drei Kn< kiuksuliren" spielten Erie
Harelay. Nil.s Asther. Nina Vanna nnd Lillian Hall-Davics. „Ah.sehieds-
walzer'' ist ein franziislseher Film. I'ierre Kl.ineliar spielte tue Haiipt-
M a r c () t (i., AnKshiirR: .lawolil, Sie kiinnen Kiinstlerknrten
vergröBerii lassen — In ..FriililiiiKsr.iuseben" spielt Lien Deyers wieder
mit Wilhelm Dieterle. Ihr niiehster Film ist „Das I)(mkosakenlied". Ihr
Partner ist Hans Adalliert vitn Schleltow. Dieterle spielt in seinem neuen
Film Das Soliweitjen im Walde" mit I'etta Frederiek, Kina .Marsa und
Grelhei Heriidt. — Ihre (Jriiüe an die Künstler sind ausgerichtet worden.
F u e 1 t e r e r - Verehrerinnen
1,. u. I.. S e h i» n e h e r t; : Werner
Kuetterer wohnt Kerlin-Steglilz, Kleist-
slraüo 27. Er Ribt Autogramme. Wir
empfehlen, sieh lieber sehrit'tlieh an ihn
zu wenden. - - Robert Thienis Adresse
ist Berlin-Zehlendorf. SehiitzsIr.iUe 4l'.
Er wird Ihnen sieher gern ein .\iitu-
Kramm geben.
F. St. 19 0 :\ : Evelyn Holt wohnt
Herlin-CharlotleiiburK, SehillerstraUe U'l.
Sit- wurde am X. Oktober in Berlin ge-
boren, ist unverheiratet und gibt .\uio-
gramme. Sie spielte u. a. in folgenden
Filmen: ..Spitzen", ..Liebelei", ,,Wenii
.Mensihen reif zur J.iebc werden",
,, Freiwild", ,Der fesche Husar", .,F.in
Madel und drei Clowns", ..Der Mann
mit dem Laubfrosch" (\erbrechen j.
..Nachtlokal". ...Mftdchen am Kreuz".
Der nllchste Evelyn Holt-Film lieiOt
..Die Schlelcrtfinzerin".
Greta Garbo - \'erehrerin.
Berlin: Sie haben recht. tJreta
(iarbo trügt einen Künstlernamen. Sie
heißt in Wirklichkeit (Jreta Gustavson.
Sie ist Schwedin, wurde in Göteborg
geboren und hat am 17. April (ieburts-
tag. (ireta Garbo ist unverheiralct.
Sie wurde von dem verstorbenen Re-
gisseur M.'iuritz .Stiller für den Film
entdeckt, ihr Debüt war die Elisabeth
Dohna in ,, Costa Berling ". Es folgten
dann ..Die freudlose Gasse", ,.Es war",
..Totentanz der Liebe", ...Anna Kare-
nin.i", ..Das göttliche Weib". ..Krieg
im Dunkel". Ihre nächsten Filme sind
..Wilde Orchideen". ...A woman uf af-
fairs" und ..Der Kuß" (Eifersucht),
lireta Garbo gibt .Autogramme.
G. H. 1001: Harry I'iel arbeitet
augenblicklich an einem Film ..Men-
schen im Feuer". Ja. er ist umgezogen
nnd wohnt jetzt Berliii-ClirirlottenburK,
Kaiserd.'imm 77. — Carmen Honis näch-
ster Film heißt ..K:itliarina Knie" nach
dem Seiltänzerstück von Carl Ziick-
mayer. — Milton .Sills ist mit Doris
Kenyon verheiratet. Sie filmt nicht
mehr, sondern widmet sich nur noch
ihren beiden Kindern.
I'. P.. C I e V e : Anny Oiidra ist am besten durch die Hom-Film
A.-G.. Berlin SW 48. Friedrichstraße 22r>. zu erreichen. Die Künstlerin
wurde am iä. Mai in Tarnow (Polen) geboren. Sie ist unverheiratet. Anny
Ondra spielte u. n. in ,,Der erste Kuß", ..Saxoplion-Snsi", ..Sündig und
siiß". ..Erpressung'. Ihre nächslr-n Filmi- sind ..Das Mädel mit der
Peitsche" und ..Die Kaviar|)rinzessin". — Fred Döderleins .Adresse ist
Berlin-AVilmersdorf. Babelsberger Straße .')ü. Diiderlein ist ledig, wurde
am 24. April In St. Avold geboren, spielte in ..Hell in Frauensee '. ...Aus
dem Tagebuch einer Kokotte". ..X.tchtlokar', ,,D.is grüne Monokel". —
Dolores del Rio erblickte am ,3. August in Durango (Mexiko) das Licht
der Welt. Sie ist unverheiratet. Ilire .Adresse: Edwin Carewc-Produc-
tions, Tec-Art-Studios, Hollywood, Kalifornien, l'S.V. Ihre bekanntesten
Filme sind , .Auferstehung", ,. Rivalen", ..Ramona". ..Die Liebe vom
Zigeuner stammt". ..Sklavin der Ehe". Ihre nächste Arbeit ist ..Zigeuner-
raehe". — Franz Lederer wohnt Berlin-Fricdenau. Fehlerstrnße 4. Er
wurde am 6. Xovemlier in Prag gehören, ist ledig nnd debülierte in dem
Henny Porlen-Film ..Zuflucht". Er siiielte dann ..Die seltsame Nacht der
Helga Wangen". ..Die Büchse der Pandora". ..Die wunderbare Lüge der
Nina Petrowna". ,, .Meineid". ..Madame Colibri".
Hedwig M., M ü n c h c n : Creta G;irbo und Brigitte Helm sind
groß. Aber gemessen h.iben wir sie noch nicht. Brigitti' Helm hat blaue
Augen. — Den Mörder I.ulus in der ..Büchse der Pandora" spielte (iustav
Dießl. .Ja, er spielte auch im ..Lebenden Leichnam '.
Kälte G.. Königsberg: Wladimir Gaidarow wohnt Berlin-Ha-
Er wurde am 28. Juli in Poltawa
wie Sie geraten haben. Gaidarow
Er ist mit der russischen Schau-
Er gibt Autogramme und wird
Straße 12.
aus
Film
wen-
Film-
Willy Frit8ch
an dem Ufa-
Die weibliche
In das Preisrätsel des ..Film-Magazin'
Nr. 4.3 haben sieh zwei Druck-
fehler eingeschlichen. Die Sillie ..resk"
ist zu ändern in ..r e s t", und
anstatt ..Millelafrika " muß es heißen
..K.in.'il und St.i.il in .Mittel-
a m e r i k .'i ".
Kaulen Sie Keinen Feuerlösclier.
bevor Sie Fl£kmn\ex: Rennen.
Flammct-Fcucrlöschcr liir alle Arten von Entslchungs-
hrändcn. vom Preußischen Feuerwehrbeirat anerkannt.
Flamme! G~m.b.H.. Berlins. 59. MaybaMrS. Tel.fieuköllo Wk.
lensee, .loachim-Friedrich-Straße 53.
(Rußland) geboren. Ungefähr so alt,
kam von der .Sprechbühne zum Film.
Spielerin Olga Gzowskaja verheiratet.
:iuch Ihnen diesen Wunsch erfüllen.
B. S p.. F. m den: .Mady Christians ist mit Dr. von Muller verhei-
r;itct. Sie wohnt Bcrlin-Charloltenburg, Bismarckstraße 67. und hat am
19. Januar Geburlst;ig. Ihre bekanntesten Filme sind ..Walzertraum",
..Der verlorene Schuh". ..Der Solin der Hagar", ..Königin Luise", ,,Na-
nette macht alles". ..Crand-Hotel". ..Das brennende Herz". ..Priscillas
K.ilirt ins Glück". ~ .Matthias Wiemaiin ist mit der Schauspielerin Erika
.Meingast verheiratet. Er wohnt Berlin. Bonner .Straße 55, und spielte u. a.
in ..Königin Luise". ..Unter der Laterne". — Käthe von Nagy ist ge-
schieden. — Theodor l.oos h.it seine Wohnung in Berlin-Lankwitz. Gluck-
Er ist mit einer Nichlschanspiclerin verheiratet.
Inge H.. Grunewald: .Außer In
den 4 Fritz Lang-Filmen spielte Rudolf
Klein-Rogge noch im ..Steinernen Rei-
ter", ..Pielro. der Korsar", .,Mädchen-
liaiulel". ..Casanov.i". Sein neuester
Film ist ..Tarankanov.-t". Er ist
ungefähr so alt. wie .Sie geraten
li.'ihcn.
E m m .-1 P., A I t o n a : ..Das Schwei-
gen im W.ilile • ist noch nicht urauf-
geführt wordi-n. .la. wir glauben, daß
Wilhelm Dieterle ein Kinderfreuud ist.
Eine Villa besitzt er nicht.
F i 1 m f r e u n d e H e r t h .-i
Dussel d o r f : Wenn Sie zum
«dlleii. so ist es am besten, .Sie
den sich immer direkt an die
gesellscbaften. AVir geben Ihnen einige
Adressen .in: Ufa. Berlin SW 68. Koch-
straße 6- S, National, Berlin SW 48,
Friedrichsiraße 10. Terra. Berlin SW 88,
Kochstraße 73. Aafa. Berlin SW 48,
Friedrichstraße 22S. Deutsches Licht-
spiel-Syndikat. Berlin SW 48, Friedrieh-
straße 225. Hegewald. Berlin SAV 48,
Friedrichstraße 250. Deutsche Universal,
Berlin A\' 8. Mauerstraße 82. Daß beim
F'ilm kaum .Aussichten auf Anstellung
lieslehen. wird Ihnen hoffentlich be-
kannt sein.
L. H.. H .1 n n o V e r
arbeitet augenblicklich
Film ..Liebeswalzer".
Hauptrolle spielt Lilian Har\py — Emil
Janniiigs gibt Autogramme. — Fritz
Lang hat zur Zeit noch keinen neuen
Film in Arbeit. — Wir werden die
beiden Künstler noch einmal an die
fälligen Autogramme erinnern. — Ein
Mon.-its.ibonnement auf das ..Film-Maga-
/iii • kostet 1,75 M.
.M a r t a K.. Düsseldorf: .Auto-
gr.'tmme oder AVidmungen geben alle
Filmstars. Aber daß sie auch noch
Briefe an ihre Verehrer und Aerehrerin-
iien schreiben sollen, das ist wohl
etwas zuviel verlangt. Dann kämen
die Filmsterne ja kaum zum Filmen,
und das wollen Sie doch nicht.
Mit Adressenmaterial stehen wir Ihnen
jederzeit gern zur Verfügung.
Ilse O.. Friedrichs hagen: Martin Herzberg gibt Autogramme.
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Hans Stüwe wohnt Berlin-Halensee, Paulsborner Straße 9. Seine neueste^
Filme sind ..Nur dich hab' ich geliebt" und ..Der Walzerkönig".
A d o z i : .Selbstverständlich können wir nur
empfehlen, sieh ..Die Frau im Mond" .'inzusehe.n.
— Maciste ist Italiener. Jawohl, auch von
Maciste - Filmen gibt es ..Illustrierte Film-
kuriere". — Die weiblichen Hauptrollen in ..Ben
Hur" spielten May .Me.Avoy. C;irtnel Myers und
Betty Bronson. — Der nächste (ireta Garbo-Film
liclßt ..Eifersucht" und ist ein Tonfilm. — Ein
neuer Film mit Elisabeth Bergner ist im Augen-
blick noch nicht in Arbeit. — ..Ein Millionen-
angebot" mit Dolores Costello ist vor kurzer
Zeit uraufgeführt worden. — John Barrymore
filmt fleißig. — Ja. Sie können durch den A'er-
lag ..Illustrierte Filmwoche". Berlin SAA' 68.
Kochstraße 6-8, Filmpostkarten beziehen. — Den
russischen General in dem Olga Tschechowa-
Filrn ..Diane" spielte Boris de Fas. den de La-
salle Henry Victor, Leutnant .M<^vil wurde von
Pierre Blanchar dargestellt.
K ä t e und Elisabeth K.. Breslau:
Den K;irl-Hcinz in dem vor sieben Jahren ge-
drehten ...Alt-Heidelberg '-F'ilm spielte Paul Hart-
in;inn. In dem neuen Ernst Lubitsch-Filni ..Alt-
Heidelberg" wurde diese Rolle von Ramon Xo-
v.irro d.irgestelll. — Ernst Hofm.tnn wohnt in
Hcriin-Il.ilensce, .Auguste-A'ikloria-Straße 4. Ja.
stimmt, der Künstler wurde in Breslau ge-
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Oppeln: Cb.irlie Ch.-iplin wohnt in Be\erlv.
Hills bei Hollywood. Kalifornien. l'S.V. Die
P.irtncr Crct.i (iarbos in ilircm neuen Tonfilm
..Der Kuß" i F'.ifcrsuclil l slml Conrad Nagel, Lew
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A.Roseotbal — Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oesteireich veraotwortL Robert Mohr, Wien I, Domgasae 4. VerantwortL für Anzeigen Wilhelm Schaefer,
Cbarloticnburg, Anzeig enverw «Itung Universum-Film A.-G., Abt. Ufa-Werbefilm, Berlin SW68, Koch«tr.6,8. Kupfertiefdruck: Augutt Scherl G.m.b.H., Berlin SW 68
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44C4i
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LM-M
NUMMER 46 / BERLIN, 17. NOVEMBER 1929 / PREIS 40 PFENNIG
1) 1 L AS o c 11 1. \ s c n Kl 1 i n i; k i i l m f u i: i n d k
Lola Lane, ein" neuer Tonfilmslar von Fox
m
Abel Gance, der zwei Abschnitte aus dem Leben Napoleons in-
szenierte und bei der Vorführung des Films durch die „ent-
fesselte Leinwand", die dreiteilige Projektionsfläche, über-
raschte, gibt in einem Schlußteil, ,,Der gefangene Kaiser", das Leben
Napoleons auf St. Helena. In einem historischen Film sind höch-
stens Details zu erfinden. Die allgemeine Linie der Handlung steht
fest, und Abweichungen darf oich weder der Manuskriptautor noch
der Regisseur gestatten, wenn er nicht in Konflikt mit den Ge-
schichtsfreunden kommen will. Allein in der Darstellung der ein-
zelnen Charaktere ist ihm eine individuelle Auffassung gestattet.
Denn wie die historischen Figuren schon auf ihre Zeitgenossen ver-
schieden gewirkt haben, so sehen wir sie heute ebenfalls nicht
gleichmäßig. Wieviele Auffassungen von Napoleon gibt es doch!
Seine Mitwelt hat so abweichende Schilderungen seines Charakters
hinterlassen, daß sich eine mittlere Linie kaum ziehen läßt. Noch in
jüngster Zeit ist er von Werner Hegemann seines Heroentums ent-
kleidet worden. Bühne und Film kennen viele Manifestationen der
Napoleonfigur; trotzdem verstanden es bisher
wenige Schauspieler, die bekannte Geste der
über der Brust verschränkten Arme aufzu-
lockern und die Heldenlocke nicht allzu heftig
<€
Oben: Werner Krauss (Na-
poleon). Mille: Hermann
Thiemig und Philippe He-
rial. Unlen: General
Bertrandi Kind
wehen zu lassen. Werner Krauß gibt im „Gefangenen Kaiser" jene
Auffassung von Napoleon, die unserer Zeit entspricht. Krauß ist der
am meisten mit Phantasie begabte Schauspieler von heute. Es gab
eine Zeit, da Krauß den Expressionismus der Darstellung, durch den
er ,,Caligari" lebensfähig machte, auch auf andere Themen übertrug,
die sich gegen eine Stilisierung sperrten. Er hat diesen Zustand
überwunden, ist zu großer Schlichtheit gelangt und versucht nichts
weiter als die Rollen, welche man ihm überträgt, menschlich auszu-
deuten. Napoleon war auf St. Helena keine heroische Gestalt mehr;
CS läßt sich nicht leugnen, daß die konstitutionelle Korpulenz, die ihm
die Kriege abtrainieren halfen, sich bemerkbar machte. Der verfettete
Heros - — ein Shaw-Thema, dessen Witz der Film gewiß nachzeichnen
könnte, woran er aber geschmackvoll vorübergeht. Werner Krauß
spielt seinen Napoleon mit jener männlichen Zurückhaltung, die schon
seinen Gneisenau auszeichnete, der uns als Film versprochen wurde,
aber bisher noch nicht erschien. Unterstützt wird seine bedeutende
Leistung von Albert Bassermann, Hanna
>^-- Ralph und Paul Henkels.
Ihr Partner ist Gustav Fröhlich, der ja seit
seiner bedeutenden Leistung in „Heimkehr"
zu den hoffnungsvollsten Charakterliebhabern
zählt. Die jüngste Filmdramatik liebt es nicht
mehr, als Liebhaber einen Bonvivanttyp hin-
zustellen und die Handlung dem Schema einer
solchen Rolle anzupassen, die natürlich nur
leicht und oberflächlich gezeichnet sein kann.
Auch in Amerika ist man von dem Liebhaber-
typ abgekommen, der, wie Valentine, körper-
liche Vorzüge in den Vordergrund rückte und
schärfere Charakterzüge nicht zur Ausprägung
brachte. Mit Ronald Colman begann er in
Hollywood und endete bei George Bancroft
und Victor McLaglen, denen vor zehn Jahren
niemand führende Liebhaberrollen anvertraut
hätte. Wir sind in der glücklichen Lage, daß
unsere jungen Charakterdarsteller, etwa Willy
Fritsch und Gustav Fröhlich, nicht nur aus-
gezeichnete Schauspieler sind, sondern es auch
in der Erscheinung mit jenen ,, Unwidersteh-
lichen" aufnehmen, die niemals vollkommen
von der Bildfläche verschwinden werden. Daß
Gustav Fröhlich die schwierige Partie in
, .Hochverrat" als tief schürfende Menschen-
darstellung bietet, überrascht nicht, wenn man
weiß, wie er in ,, Heimkehr" einen ähnlich ge-
arteten Charakter mit aller Feinheit und Herb-
heit einer nordischen Seele aufbaute. Thema-
tisch ist „Hochverrat" sensationeller, ein bun-
Oben: Gerda Maurus, Harry Hardl,
Leopold von Ledebour. Mitte: Gerda
Maurus (unten): mit Gustav Fröhlich
Plwl. Via
tes Spiel aus verklungenen Tagen, die frei-
lich nicht so fern liegen, als daß wir uns ihrer
nicht erinnerten. ,, Hochverrat" führt in das
Rußland der Vorkriegszeit. Ein beliebtes
Thema der zeitgenössischen russischen Lite-
ratur bildete die Auflehnung gegen den Za-
rismus, mehr noch gegen die Ausführenden
dieses Systems, die sich recht oft schärfer an-
stellten, als es von ihnen verlangt vk-urde. Die
,, Propaganda der Tat", wie das sinnlose Wü-
ten der Nihilisten genannt wurde, spukte in
vielen Köpfen der Jugend, die sich nach sla-
wischer Art in Theorien einspann und ge-
wöhnlich ganz entsetzt war, wenn ein Wirr-
kopf aus ihren Kreisen sich nun wirklich zu
der Tat hinreißen ließ. Das Geheimnisvolle
des Sektierertums hat auf die Jugend stets
gewirkt, und so sind auch immer Angehörige
bürgerlicher und aristokratischer Schichten in
Jen Reihen der Verschwörer gewesen. Ein
solcher Typ wird in Vera Starschenski darge-
stellt, die an die edlen Absichten der Revo-
lutionäre glaubt, bis sie das Krachen der
Bomben hört. In diesem Augenblick fehlt ihr
der Mut, die übernommene Rolle weiterzu-
spielen und mit dem Revolver zu erledigen,
was die Bombe verfehlte. Nicht weniger
schwärmerisch und von jugendlichem Edelmut
erfüllt ist der Student Wassil, der Vera, die
sich in seine Wohnung flüchtete, deckt und
die Schuld aus Liebe auf sich nimmt. Figuren,
wie diese, haben nicht nur in Rußland, son-
dern in den politischen Bewegungen aller Län-
der gestanden. Deshalb führt die Darstellung
— und dies namentlich dank der großartigen
Charakterisierungskunst von Gerda Maurus und
Gustav Fröhlich — über den Rahmen des rus-
sischen Milieus in das Allgemein-Menschliche
hinaus. „Ein gutes Theaterstück", heißt es ein-
mal bei Lessing, ,,muß man in den Kostümen
aller Zeitalter spielen können." Auch ,, Hoch-
verrat" beweist seine dra-
matische Kraft, in dem es
über die zeitliche Bedingt-
heit hinaus in seelische Ge-
biete vorstößt.
i
Oben: Gustav Fröhlich. Unten: Gerda
Maurus. Mitte: Gerda Maurus, Gustav
(^ Fröhlich Phoi. Uta
^■T ur ganz wenig Filme oder Bühnenstücke weisen eine
Handlung auf, die sich ohne Pause abrollt. Selbst dort,
wo die Ereignisse auf wenige Stunden zusammengedrängt
werden, pflegt die Vorgeschichte mit hineiuzuspielen und
den Rahmen des Zeitablaufes zu sprengen. Im Film ist es eigent-
lich nur einmal geglückt, eine spannende Handlung als fort-
laufendes Geschehnis zu geben, in Robisons ,, Schatten", die
wirklich Spuk einer Nacht waren. Die Sprechbühne hat es
darin sehr leicht. Sie sagt einfach im Theaterzettel: ,,Der dritte
Akt spielt drei Jahre später" und überläßt es dem Zuschauer,
sich mit der Tatsache abzufinden. Zu so plumpen Mitteln kann
der Film nicht mehr greifen. Zwischentitel, die ohne weiteres
den Zcitablauf ankünden, erlaubt die augenblickliche Film-
dramaturgie nicht
mehr, zumal die Re-
gisseure den Wandel
der Zeit optisch
sichtbar zu machen
suchen. Wenn in
einem alten Cecil-
de-Mille-Film in
Großaufnahmen ge-
zeigt wird, wie eine
Hand das Kalender-
blatt des 31. Dezem-
ber abreißt, so weiß
der Zuschauer so-
fort, mit welcher
Stimmung die kom-
mende Szene begin-
nen wird. Der glei-
che Trick ist auch
wirksam, wenn an
Stelle des Monats-
datums eine Jahres-
zahl erscheint, was
bei Filmen aus der
uns näher liegenden
Kostümgeschichte
sogleich die notwen-
dige Einstellung des
Zuschauers bedingt.
Denn es ist nicht
nebensächlich, ob
ein Kleid aus dem
Jahre 1510 altmo-
disch oder als Stil
der Zeit wirkt. Be-
sonders beliebt, weil
sinnfällig, ist es, den
Stundenablauf der
Uhr zu zeigen. Das
wirkt optisch und
verlangt trotzdem
keinerlei Nachden-
ken des Zuschauers.
Viel origineller wirkt
es jedoch, wenn das
Verfließen der Stunde auf andere als diese Weise dargestellt
wird. Die Lichter der Nacht verlöschen und den Morgen her-
aufdämmern zu lassen, hat die Sprechbühne in zahlreichen Fäl-
len verwandt. Die Stimmung dieser Szene, deren Wirkung vom
Beleuchter abhängt, findet immer wieder Anklang, mag sie nun
von einem Dichter oder einem Stückefabrikanten gestaltet wer-
den. Der Film kann sie nicht so romantisch wiedergeben als
die Bühne, denn eigentlich beruht sie auf einer sentimentalen
Übertreibung. Der heraufdämmernde Morgen ist fahl, nüchtern
und kalt, während auf der Bühne die rosigsten Farben auf dem
Kuppelhorizont erscheinen. Auch Mondnächte, die der Bühne
ein poetisches Bild ermöglichen, sind im Film nicht ähnlich
stimmungsvoll zu treffen. Trotzdem kann er die Illusion des
Zeitablaufes viel deutlicher machen als die Bühne, auf der ja
Einzelheiten der Dekoration von den Zuschauern nur dann be-
achtet werden, wenn der Dialog darauf Bezug nimmt. Wenn
Lilian Harvey in dem Ufa-Film „Wenn Du einmal Dein Herz verschenkst'
Phot. Via
aber in der ,, Flamme" von Lubitsch in einem Bilde neben dem
Gast eines Tanzpalastes erst eine leere Sektflasche steht, in
einem späteren Bilde aber vier zu sehen sind, so ist der Ver-
lauf der Nacht damit ebenso gezeichnet wie mit dem Bilde des
Tanzparketts, das erst spiegelblank, nachher aber zerschrammt
und mit Papierfetzen bedeckt gezeigt wird. Heruntergebrannte
Kerzen, die im ersten Bilde gerade angezündet wurden, sprechen
n Grünes ,,Die Brüder Schellenberg" ebenso vom Verlöschen
der Nacht wie eine noch feinere Nuance, die immer kürzer
werdenden Schatten der Kerzen, womit Robison den Ablauf
der Zeit in „Schatten" verdeutlichte. Ähnlich in Chaplins ,, Gold-
rausch", wo auch durch die herabgebrannten Kerzen das Ende
der Nacht angedeutet wird. Für einen Traum ist dieser Vor-
gang sogar etwas
reichlich ausgespon-
nen, jedoch durch
Chaplins Kunst ge-
rechtfertigt. In den
,,Buddenbroocks",
dem ersten Erfolg
des jungen Gerhart
Lamprecht, glückte
es sogar, das Ver-
streichen eines län-
geren Zeitabschnit-
tes illusionsecht zu
gestalten, indem der
Haufen Wertpapiere
im Geldschrank
immer kleiner wurde
und die suchende
Hand zum Schluß
vor leeren Fächern
stand. Die Stim-
mungen der einzel-
nen Tageszeiten
lassen sich durch die
entsprechende Be-
leuchtung natürlich
sehr gut andeuten.
In früheren Zeiten,
da man Freilicht-
szenen noch wirk-
lich durch Außen-
aufnahmen bewäl-
tigte, hatten die Re-
gisseure sogar alle
Hände voll zu tun,
um möglichst rasch
fertig zu werden,
damit nicht die ver-
änderten Schatten
die Zuschauer dar-
über aufklärten, daß
die Aufnahme in
Wirklichkeit viel
länger gedauert
hatte, als die Szene
nach ihrem Inhalt erscheinen durfte. Im Zeitalter der Atelier-
arbeit ist das nicht mehr zu fürchten. Nicht in allen Filmen
wird der Illusion der Zeit die notwendige Aufmerksamkeit ge-
schenkt. Außerordentlich fein ist der Zeitablauf in der ,,Frau
im Mond" gelungen, welcher Film dem Zuschauer in jedem
Augenblick verrät, daß die Handlung fortgeschritten ist.
Je sinnfälliger das geschieht, je mehr dieser Vorgang mit dem
Thema der Szene selbst verbunden ist, desto intensiver verspürt
der Zuschauer den Fortsc'iritt der Handlung. Die Zeit muß —
wofür lebten wir sonst im Zeitalter der Relativitätstheorie —
zu einem sichtbaren Element werden, zu einer Dimension, die
unser Hauptsinn, das Auge, verspüren kann. Die Zeit sichtbar
zu machen, das vermag keine andere Kunst als der Film, wäh-
rend alle übrigen an unser Erinnerungsvermögen pochen. Der
Film als lebendes Element höherer Mathematik: eine nicht ge-
ahnte, aber dankbare Aufgabe.
V(
Vierzigjährige
Tibeterin
Der SthöpftT lies erlolgreichen Filmes
,,0m niani paduie hum" hat seine Aben-
teuer in Tibet in einem gleichnamigen
Buche niedergelegt, dem wir mit Erlaub-
nis des Verlages F. A. Brockhaus, Leip-
zig, nachstehenden Abschnitt entnehmen
9. Oktober. In der Nacht war das Ther-
mometer auf — 7,1 Grad Celsius gesunken.
Die Ta;Jestemperatur hingegen zeigte im
Maximum +18,3 Grad Celsius. Wolken-
loser, schöner, fast windstiller Morgen.
Noch in der Nacht war Noga von Nga-
tschu-ka her eingetroffen mit der Mittei-
lung, daß der Khampo den Wula für uns
bewilligt habe, d. h. die kostenlose Stel-
lung von drei Pferden für den geplanten
Ritt nach Nga-tschu-ka. In der Frühe
sind die Pferde schon durch die Tibeter
der umliegenden Zelte herangebracht, und
dann geht es zur Provinzhauptstadt. Auch
ich, der verdächtige Deutsche, habe zum
ersten Male die Erlaubnis, die ,, Höhle des
Löwen" zu betreten. Wir kommen nach
mehreren Kilometer Ritt am stattlichen
Häuptlingszelt und einem kleinen, niede-
ren, aus Stein und Erde erbauten, von
Die Stadt Lch in Kaschmir
\j ^ Pho!o>. Hhhner (l . A. Brnt-k/iau.s)
Vol.
' "r Mauer eingeschlossenen Häuschen
uoe.jgj^ dem ersten Gebäude dieser Art
Zusc Zaka.
undllmähiich wird der Verkehr rege. Un-
miscige kleine, mit Lanzen bewaffnete
Q]-ai-rtrupps, Karawanen und Jakherden
starr*^ nach Nga-tschu-ka, wo heute ein
1 >• 1 mit Tanz im Kloster stattfindet.
Q .■■„seit Tagen treffen von weither Be-
ein. Die Geländeaufnahmen wer-
seinettj^^jg^jg Nga-tschu-ka, dieser wich-
herunl/ggei^reuzungspunkt, bietet aus der
der Ja einen überraschend vorteilhaften
Vogelwii Um einen ganz in tibetischem
heute sc'uroßntal gehaltenen Klosterbau
Wer da villenartige Haus des Khampo
wird imrrPP'^'^^'^ ^''^^ ^anz willkürlich die
n Nagh-ka. Sie sind sämtlich drei
bis sechs Meter hoch,
von quadratischem oder
rechteckigem Grundriß.
Außen fehlen die Fen-
ster, sie münden nach
dem Hof hinaus, der von
einer hohen Mauer um-
rahmt ist. Die Häuser
sind aus Stein erbaut
mit ebenem Dachbelag
aus Holz, Faschinen,
Steinplatten und mit
Lehm verschmiert. Außer-
halb der Hofmauern sind
Steine in der Erde ver-
ankert, an denen Jaks,
Schafe und Pferde wäh-
rend der Nacht befestigt
werden. An die Slein-
siedelungen von Nga-
tschu-ka schließt sich
ein Komplex von weit-
verstreuten Zehen.
In Nga-tschu-ka sollen
etwa tausend Familien
leben.
In dem Raum zwischen
dem Kloster und der Ka-
rawanserei bringen zwei
Gebetsmauern, im Ab-
stand von 100 Meter
errichtet, den Beweis von
der großen Frömmigkeit
der Eingeborenen. Solche
Gebetsmauern sind im
allgemeinen ein bis zwei
Meter hoch, zwei Meter
breit und 10 bis 20 Me-
ter lang, können aber
auch zuweilen Riesendi-
mensionen annehmen. Lama-Priester beim
Aus der Ferne wirken sie dann wie starke !• uslungswcrkc. Bei
Leh trafen wir später ladellos ausgeführte, meterhohe Mauern von
Kilometerlänge. Die Mauern sind aus Steinplatten erbaut, die
mit heiligen Gebeten oder Götlerbildnissen geschmückt sind.
Steinmetze haben diese ausgeführt und mit Bemalung versehen.
Wenn also der Sturm durch diese, ohne Bindemittel aufcinander-
geschichteten Steinplatten fährt, so liest er nach Überzeugung
der glaubensfreudigen Tibeter alle die auf den Steinplatten ein-
gemeißelten Gebete ab und trägt sie zum Himmel empor. Dort
werden sie zum Seelenheil dessen, der eine solche Gebetsmauer
errichten ließ, registriert. Eine andere Art von Gebetsmauern
besteht darin, daß der freie Raum innerhalb einer aus Mani-
platten errichteten Steinumwallung mit Gebctstafeln willkürlich
ausgefüllt wird. Diese Art treffen wir hier in Nga-tschu-ka an.
Über der Mitte dieser 30 Meter langen Mauer ist ein Stein-
häuschen aufgesetzt, das eine drehbare Gebetsmühle umschließt.
Ein anderer religiöser Bau ragt auf der Höhenkuppe jenseits
des Flusses auf, ein gewaltiges Lha-tsa. Unterhalb am Steilhang
leuchtet weithin sichtbar in etwa fünf Meter hoher tibetischer
Schrift das Gebet ,,0m mani padme hum", durch Einfügung heller
Steine in den dunklen Erdgrund besonders kenntlich gemacht.
Nördlich vom Kloster ist auf der untersten Terrasse ein Non-
nenkloster — Any-gomba — erbaut, das aus einem Hauptbau
besteht, von einer feslungsartigen Umwallung umfriedet. Kein
männliches Wesen darf das Kloster und seine Umgebung betreten.
Diese Nonnen mit kurzgeschnittenem Haar, ungefähr sechzig
an der Zahl, stehen auf einer höheren Stufe als die meisten tibe-
tischen Frauen, denn ihnen wurde im Kloster Lesen und Schrei-
ben gelehrt. Diese Künste beherrscht im allgemeinen nur die ver-
mögende Frau, die sich einen Lehrer hallen kann. Dem einfachen
Volk ist CS übrigens gar nicht erlaubt, die wenigen vorhandenen
Mädchenschulen zu besuchen.
Mein Kamerad hatte inzwischen in einer Karawanserei Unter-
kunft gefunden, dem ,, Hotel" des Ortes. Von seinem Dach flattern
Gebctswimpel. Das kleine Haus mit Seitenbau und Hof um-
schließt einen Wohnraum für die Familie sowie einen länglichen
Raum mit Schlafgelegenheit für die Gäste. Der einzige schemel-
arlige Tisch und einige Etageren an der Wand enthalten Lebens-
mittelvorräte zur Aufbewahrung: Zucker, Reis, getrocknete Früchte,
Butter, Nüsse, Tsamba,
Tee und Aprikosenbaumöl.
Im Hauptgebäude nimmt
die Küche den größten
Raum in Anspruch. Hier
steht ein aus Lehm er-
richteter Herd, in den
eiserne Kessel eingelas-
sen sind. An der Wand
ein Tisch, zu beiden Sei-
ten einige niedrige Sitz-
leisten, die Tag und
Nacht belagert sind. An
den Wänden stehen auf
Gestellen Säcke mit
Wolle, truhenähnliche
Vorratskisten sowie nicht
gereinigte Töpfe und Kes-
sel herum. Das ganze
Kücheninnere ist verrußt
und ganz mit Schmutz
überdeckt. Der Rauch
zieht durch ein Loch in
der Decke ab. In einer
Ecke kämmt eine Frau
ihrem Eheliebsten die
Haare und händigt diesem
die dabei vorgefundenen
Läuse mit unnachahmli-
cher Grazie aus.
Gegenüber dem Hotel
winkt uns das Gefängnis,
ein zwei Meter hoher,
fensterloser Bau aus
Bruchstein. Das Innere
gleicht einem dunklen,
niederen Stall. Hier fal-
len oberhalb des Bodens
starke, vierkantige Bal-
ken auf, die im ganzen
P/iot. fdclmer jg Doppellöcher enthal-
ten. In diese Locher werden nachts die Hand- oder Fuß-
gelenke der liegenden Gefangenen eingeführt. • Unter Tag
sitzen diese vor der Tür in der Sonne. Füße und Hände sind
in Eisen gelegt. Der Verkehr zwischen dem jovialen Gefängnis-
wärter und den Gefangenen ist recht gemütlich. Nur ein Blick
an die Außenwand des Gefängnisses erinnert uns daran, daß es
doch besser ist, mit dem Gefängnis keine nähere Bekanntschaft
anzuknüpfen. Dort hängen nämlich die an den Gelenken ab-
gehauenen, eingetrockneten Hände eines angeblich wegen Dieb-
stahls Verurteilten.
In unserem Hotel wird Rindfleisch gekocht und ein Riesen-
quantum Tee für uns bereitgehalten. Wir saßen am Boden, von
Hunden umgeben. Bald wurde das Mittagessen in einer Truhe
serviert. Das ,, Diner" begann. Jeder fischte sich mit der
,,Fünfzinkigen" einen Brocken heraus und aß mehr oder weniger
schmatzend.
Nach dem Diner besuchten wir den Khampo. Er bewohnt ein
villenartiges, einstöckiges Haus, dicht neben dem Kloster. Am
Eingang hingen verschiedene Riemen und Peitschen, die Zeichen
der Macht und Würde.
Wir wurden angemeldet. Nachdem wir einige Zeil anticham-
briert hatten, führte man uns nach einem großen, freundlichen
Zimmer im ersten Stock, Hier saß der Khampo in gelbem
Daniastkleid mit gleichfarbigem Hut auf breiten Teppichen und
vielen Kissen. Feierlich, mit beiden Händen überreichte ich dem
Khampo einen Chadak. Dann nahmen wir auf einem Teppich-
schcmel, links seitwärts von dem Gestrengen, Platz. Uns gegen-
über saß ein tibetischer Beamter.
Der Khampo gab sich liebenswürdig. Er ließ mir durch den
Dolmetsch sagen, daß er mich nicht verstehen könnte, was ja
auch umgekehrt zuträfe. Dann fragte er, für welchen Weg ich
mich endgültig entschieden hätte; ob ich nach Taidschenär zurück
wolle oder nach Leh? Der letztere Weg sei für uns durch den
Dalai-Lama freigegeben. Via Rudok könnten wir in vierzig Tagen
in Ladak sein. Wir hätten sieben Distrikte zu passieren, also
siebenmaligen Tierwechscl. In seinem Distrikt würden wir noch
neun Tage bleiben, um dann den Distrikt seines Schwagers zu
betreten, den wir nach weiteren fünf Tagen durchmessen haben
könnten.
Gebet
(
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P/iW l'niversal
Robert Ellis und Mad^e Bellamy
in .,Heut Nacht iini zv.völf"
Die Filmregisseure Myers und Mjete bei der Aufnahme des ersten nur von Hunden gespielten Films
Phot. M.-a.-M.
c9af€^ 9ä. Oa^-^c^ß
Neun Jahre sind ts her, seitdem die Jazz-Musik in Europa
heimisch wurde und sowohl der Musik als auch dem Tanz
ihren Stempel aufdrücken konnte. Jazz-Orchester haben
sich die kleinsten Städte erobert, und schneller als ein anderes
Instrument hat sich das Saxophon durchsetzen können. Sogar
klassische Musik wurde verjazzt,
was weder ihr noch der Idee vom
Rhythmus unserer Zeit zugute kam, r . , , >
Aber es macht sich seit einiger
Zeit eine lebhafte Stimmung gegen
die Synkopenmusik bemerkbar, die
nicht nur in den Kreisen der Mu-
siker, sondern auch beim Publikum
Anklang gefunden hat, das müde
des ewigen Jazzlärms ist. Nun
kommen die Pariser Tanzmeister
und erklären, daß die Jazzmusik
in diesem Winter voni Parkett der
Tanzsäle und der eleganten Privat-
häuser verschwinden werde, Sie
sind der Meinung, daß auch der
Step ein völlig überholter Tanz sei,
der im nächsten Jahre von distin-
guierten Leuten nicht mehr für salon-
fähig gehalten werde. Der Step
kam aus den kleinen Kneipen und
eroberte sich durch seine gewisse
Originalität das mondäne Parkett.
Es war die Zeit, in der man für
Apachen schwärmte und ihre Tänze
für erregend und abwechslungsreich
hielt. Aber die heutige elegante
Well, so erklären die Tanzmeister,
die es schließlich wissen müssen,
ist dieser Laune längst müde ge-
worden und verlangt nach anderer
Unterhaltung. Von Paris wird daher
als Tanz des Winters der Tango
kreiert, der allerdings kleine Re-
Der Jazzkönig Paul Whileman in seinem Heim
formen aufweist und nur aus fünf Schritten besteht, weil ein paar
Figuren des bisher üblichen Tangos für die Durchschnittstänzer
zu schwer sein sollen. Der Tango wird langsam und schwebend
getanzt und durchaus als Gegenstück zum Step gehalten, der
dem Variete überlassen werden soll, wie Fox und Shimmy, an
den kein eleganter Tänzer mehr
denkt. Daß der Tango, der ja
eigentlich nie vom Parkett ver-
schwunden ist, wieder an die Spitze
gesetzt wird, erklären die Tanz-
lehrer für eine Folge der Mode,
die lange Abendkleider vorschreibt,
Herr Colombier, der Tanzlehrer
eines besonders vornehmen Pariser
Stadtviertels, äußerte sich zu einem
Interviewer über den Tanz des
Winters wie folgt: , .Können Sie sich
vorstellen, daß eine Tänzerin in
modernem langen Abendkleid einen
Jazz wagen darf, ohne für ihre
Schleppe zu fürchten? Sehen Sie:
als die Generation unserer Mütter
tanzte, hatten die Ballkleider so
lange Schleppen, daß sie von den
Damen über den Arm geworfen
werden konnten. Die heutigen Ball-
koslüme lassen das nicht zu, außer-
dem kennen wir auch den Luxus
des Frou-Frou noch nicht wieder,
den die jetzige sportliche Frauen-
generation ablehnen dürfte. Mit
einem Abendkleid im heutigen Stil
läßt sich nur ein sehr langsamer
Tanz ausführen. Es bleiben also
nur Valse Boston und Tango. Von
ihnen ist der Tango der weitaus
schw ierigere und weitaus elegantere,
so daß man ihm schon deshalb den
Vorrang zugestehen wird."
§)eit eindkcfie ^OidaikH^hC
Es kommt sehr darauf an, in welcher Rolle ein Schauspieler
den Zuschauern zuerst vorgestellt wird; sie kann in dar-
stellerischem Sinne noch so ausgezeichnet sein, wenn das
Publikum aus irgendeinem Grunde nicht davon gefesselt wird, so
hat es der Darsteller schwer, beliebt zu werden. Richard Dix
konnte von Glück sagen, daß sein Name bei uns mit einem der
größten Filmerfolge verknüpft ist. Er wurde populär mit den
.,Zehn Geboten", wo er in dem modernen Teil den guten Bruder
dt-Tzustellen hatte. Seine Darstellung strahlte ungewöhnliche
Sympathie aus, und so
fand er schneller bei den
Zuschauern Anklang wie
Rod la Rocque, obgleich
die Handlung dem letzten
die weitaus größere Par-
tie zugewiesen hatte. Aber
die Zuschauer interessie-
ren sich nun einmal in
erster Linie für die lie-
benswürdigen Darsteller,
selbst wenn diese nur in
landläufigen Partien zu
sehen sind. Seither sind
eine ganze Anzahl Filme
mit Richard Dix über das
große Wasser gekommen
und haben den ersten Ein-
druck verstärkt. Aller-
dings bilden sie nur einen
Bruchteil der .Arbeiten, an
denen Richard Dix im
Laufe der Jahre teilge-
nommen hat und es fehlen
gerade seine erfolgreich-
sten Filme, die ihn als
Indianer zeigen. Vermut-
lich glaubte man, daß der
,,Vanishing American" in
Deutschland nicht inter-
essieren werde. Aber wer
die Indianerbegeisterung
kennt, die sich jeder Er-
wachsene aus den Cooper-
und Karl May-Jahren in
das gesetztere Alter her-
übergerettet hat, der wird
gerade einem derartigen
Sujet, das uns nun der
Winter bringen soll, vol-
len Erfolg prophezeihen.
— Richard Dix ist ein
echtes Kind der Filmstadt
Los Angeles, dessen aller-
meiste Bewohner ja von
außen her eingewandert
sind. Er wurde freilich
nicht von Jugend auf mit
dem Film bekannt, war
keines jener Kinder, die
bereits in frühen Tagen mit dem Kurbelapparat Freundschaft
geschlossen haben, denn seine Erziehung ging auf einem College
in Minnesota vor sich, und weder er noch seine Eltern dachten
an die große Karriere auf der Leinwand. Aus diesen College-
tagen, an die sich Richard Dix mit größtem Vergnügen er-
innert, erzählt er gern seine tollen Streiche sowie seine Vorliebe
für den Sport, der ja freilich im amerikanischen Unterrichts-
wesen eine ganz andere Rolle wie bei uns spielt. Aber schon
damals meldete sich bei ihm eine dramatische Begabung, denn
er nahm sehr regen Anteil an den Schülervorstellungen klassi-
scher Stücke, mit denen sich die Collegeschülcr die Zeit ver-
trieben. Es war ganz selbstverständlich, daß Richard Dix alle
Hauptrollen für sich beanspruchen durfte, die er auch unter
großem Beifall seiner Kameraden durchzuführen wußte. Seine
Richard Dix mit einer glückbringenden Hasenpfote piwt. Paramount
Eltern hatten ihn für das Studium der Medizin ausersehen, aber
ihn schreckte ein Beruf zurück, der sich ohne blutige Eingriffe
nicht ausüben ließ. Er wählte daher die Laufbahn eines Archi-
tekten, die in einem Lande, das dem Baugedanken jeden Raum
läßt, als sehr aussichtsreich bezeichnet werden muß. Allerdings
müssen damals schon bei ihm gewisse Wünsche über einen Über-
gang zu den weltbedeutenden Brettern vorgeherrscht haben, denn
er nahm an Unterrichtskursen teil, die ein ergrauter Schauspieler
abends erteilte. Richard Dix hat damals sehr fleißig Sprech-
unterricht genommen, et-
was, was ihm im Zcit-
aller des Tonfilms außer-
ordentlich zum Vorteil
gereicht. Er ließ sich denn
auch sehr schnell über-
reden, Mitglied einer
Theatergruppe zu werden,
die von Minnesota aus
die Umgebung bereiste.
Amerikas Provinz kennt
keine ständigen Bühnen,
sondern nur Gastspiel-
truppen, die mit einem
erfolgreichen Stück um-
herziehen und auch die
Dekorationen gleich mit
sich führen. Diese Gast-
spiele werden in der Regel
in New York zusammen-
gestellt und gehören gro-
ßen Unternehmern, die
nach einem genau festge-
legten Plan das Land mit
Schauspielkunst versorgen.
Richard Dix wandte sich
daher bald nach New
York, da es nur vom
Broadway aus möglich
war, festen Fuß auf der
amerikanischen Bühne zu
fassen. Aber ein Engage-
ment bei einem der stän-
digen New-Yorker The-
ater, die ihrem Publikum
nur ganz große Namen
bieten, fand sich für den
jungen Provinzdarsteller
nicht. Auch anderswo ist
es ja nicht möglich, von
der Wanderbühne aus die
Theater der Hauptstadt
zu erobern, und so blieb
ihm denn nichts weiter
übrig, als abermals ein
Engagement bei reisenden
Gesellschaften anzuneh-
men. Ein Jahr später
starb sein Vater, und
Richard Dix mußte nach
Los Angeles zurückkehren, um Mutter und Schwester zu unter-
stützen. In Los Angeles, wo zu seiner Zeit noch ein Mangel
an wirklich ausgebildeten Bühnenschauspielern herrschte, denen
der szenische Dialog geläufig war, erhielt er umgehend ein En-
gagement bei der berühmten ,,Moresco Stock Compagnie". Ihr
Leiter, Walter Moresco, heiratete später den Filmstar Corinne
Griffith, wollte allerdings damals noch nichts vom Film wissen,
den man auch in Kalifornien anfangs für eine vorübergehende
Mode hielt. Innerhalb dieser Gesellschaft, die das Konver-
sationsstück pflegte und auf einem höheren Niveau stand als
die durchschnittliche amerikanische Wanderbühne, spielte sich
Richard Dix schnell in den Vordergrund. Dazu verhalfen ihm
nicht nur seine dramatischen Studien, nicht nur seine ge-
schliffene Sprechtechnik, nicht allein seine Bühnensicherheit,
sondern auch sein gutes Aussehen, seine sportliche Figur, die ihm
das Training für Fuß- und Baseball im Laufe der Jahre ver-
liehen hatte. Es konnte daher nicht ausbleiben, daß man im
benachbarten Hollywood auf den jungen Schauspieler aufmerk-
sam wurde, dessen Erscheinung außerordentlich für den Film
geeignet war. Richard Dix wurde zu einer Probeaufnahme ein-
geladen. Und als diese überaus günstig ausfiel, gab man ihm
eine kleine Rolle, die er zur vollen Zufriedenheit ausführte. Noch
ehe Richard Dix eigentlich die Technik des Filmspiels erlernt
hatte, die ja vollkommen von derjenigen auf der Bühne ver-
schieden ist, wurde Cecil B. de Mille auf ihn aufmerksam. Unter
der Leitung dieses bedeutsamen Regisseurs, der aus seinen Schau-
spielern wie kein zweiter die künstlerischen Effekte herauszu-
locken versteht, entwickelte sich Richard Dix sehr schnell.
UND DER,
I"
//
Liane Haid
In Kalifornien sind die echten Wildweststreiche, die in
den Cowboyfilmen einen so breiten Raum einnehmen,
keineswejjs nur eine Angelegenheit der Filmindustrie,
sondern sie tragen sich täglich
zu. Überfälle auf Autos und
Landhäuser von selten be-
waffneter Banden gehören
nicht zu den Seltenheiten,
und an den Gasolinstatio-
nen, wo die Autos getankt
werden, lauern die ,,Hold
ups", Strauchritter, die den
Revolver in der Rocktasche
tragen und die Brieftaschen
abfordern. Aber an diesen
Zustand hat sich die Be-
völkerung langsam ge-
wöhnt, und so unternehmen
denn die Bewohner von
Los Angeles ruhig Aus-
flüge in die Umgebung.
Von Bebe Daniels ist be-
kannt, daß sie eine leiden-
schaftliche Forellenanglerin
ist. Nun befinden sich aber
die Bäche mit den begehr-
ten Fischen anderthalb
Autostunden von Holly-
wood, und der Weg führt
durch sehr einsame Hügel-
ketten, die nur mit dürrem
Gras bestanden sind. Nach
einem besonders geglückten
Fischzug machte sich Bebe
Daniels eines Tages auf
den Rückweg und mußte
nach einiger Zeit merken,
daß ihr ein kleines, schnel-
les Auto nahezukommen
suchte. Sie gab sofort Voll-
gas, mußte aber bemerken,
daß ihr der verfolgende
Wagen näherrückte. Kein
Zweifel, daß darin ein
„Hold up" saß, der es auf
ihr Geld abgesehen hatte.
Bebe Daniels aber hatte
plötzlich eine glänzende
Idee. Sie stoppte ihr Auto,
verbarg bis auf einen Ring
ihre Schmucksachen im
Wagen und winkte den
Verfolger zu sich heran.
Das andere Auto kam
schnell herbei, und die
Filmschauspielerin sah sich
einem Manne gegenüber,
bei dem kein Zweifel dar-
über waltete, daß sie es mit
einem
Bebe D
daß ich
,,Hold up" zu tun hatte. — ,,Mein Herr", sagte
aniels mit liebenswürdigstem Lächeln. ,,Sie sehen,
eine schutzlose Frau bin, darf ich wohl auf Ihre
Unterstützung rechnen?" Diesem Appell kann
sich kein Amerikaner, der ja in der absoluten
Verehrung der Frau groß geworden ist, ent-
ziehen, und so sagte der Mann wohl oder übel
,,Ja!" — ,,Man hört jetzt so viel von ,,Hold
ups," fuhr die Filmschauspielerin fort, ,,und
ich fürchte mich, den Weg allein zurückzulegen.
Würden Sie wohl so liebenswürdig sein und mir
vorausfahren, bis wir an den Hollywood-Boulevard
gelangt sind, wo ich mich sicherfühle?" — Der
,,Hold up ' lüftete seine Mütze, lenkte den Wagen
an Bebe Daniels Auto vorbei und fuhr wie auf
Kommando bis zum Hollywood-Boulevard, den
beide trotz scharfen Tempos erst in einer Stunde
erreichten. Als sie dort
in Sicht mehrerer Autos
gekommen waren, zog Bebe
Daniels eine Karte aus der
Tasche und reichte sie mit
gleich liebenswürdigem
Lächeln ihrem seltsamen
Reisegefährten hin. ,,Für
Ihre Liebenswürdigkeit
kann ich mich auch er-
kenntlich zeigen. In Pasa-
dena findet übermorgen die
erste nichtöffentliche Vor-
stellung von Chaplins ,,Zir-
kus"statt. Die Öffentlichkeit
weiß nichts davon, und ich
gebe Ihnen mein Billett,
denn man kann für kein
Geld Eintrittskarten kau-
fen, weil Charlie kein
fremdes Publikum will und
nur seine Freunde ein-
geladen hat. Ich bitte Sie,
zu erscheinen, denn es
wird wirklich eine Über-
raschung sein, und alle
Ihre Bekannten werden
Sie darum beneiden!" Der
,,Hold up" dankte nicht
weniger höflich und ver-
schwand mit seinem Wagen
in einer Seitenstraße. Aber
als der Chaplinfilm vor-
geführt wurde, sah man
auf den Plätzen, die für
Bebe reserviert waren,
zwei Damen der Hoch-
finanz aus Los Angeles,
die strahlend um sich
blickten. Der ,,Hold up"
hatte die Karten für je
100 Dollar weiterverkauft.
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E/N ROMAN VON STANHOPE
6. Fortsetzung
Das Auto war kleiner geworden als das Schwarze unter dem
Fingernagel, war weit zurückgeblieben, Tantchen schnaufte schon
ein bißchen, als Pitt sich einen Ruck gab und in einer synkopi-
schen Rede den Zustand seiner Seele enthüllte, sich anklagte und
Tante Philba verwirrte. Aber sie war Amerikanerin, kannte
keine Probleme und war gewohnt, verzwickte Fragen des Ge-
schäfts- und Familienlebens mit kundiger Hand und klarem
Verstand zu lösen,
,,Gut, daß du Vertrauen hattest, Pitt. Hast du diese unselige
Neigung nicht auch schon früher an dir bemerkt?"
,,Nie, und auch jetzt nur
bei dieser einzigen Per-
son — "
Philba Erskine schüttelte
den Kopf: ,, Merkwürdig ist
das, sehr merkwürdig. Was
mir übrigens gerade einfällt:
Mein Großvater selig, David
Corryna, der Uhrmacher, du
weißt, hat sich eine Kunst-
reiterin vom Zirkus Bailey
zur Frau geholt, tja, tja —
doch das gehört nicht hier-
her. Morgen suchen wir Pro-
fessor Hedonc auf — ich will
wissen, wie es um dich steht.
Und alles übrige laß meine
Sorge sein, mein lieber
Junge!"
Still und ruhig war die
Rückfahrt, und das Essen an
diesem Abend bestand aus
drei Toastscheiben, ganz
wenig Bayonner Schinken
und einem Schluck vortreff-
lichen Burgunderweines. Und
schon um 10 Uhr nachts lag
Tante Philba im Bett, konnte
aber lange nicht einschlafen.
Kaum war die unver-
gleichliche Frau verschwun-
den, huschte Pitt am Portier
vorbei, charterte ein Taxi
und raste zum ,,Kawkasia";
er nahm gerade noch recht-
zeitig Platz, als der Vorhang
aufging und Billie, sprühen-
der und munterer als je,
über die Bühne hüpfte.
Sie hatte, das Schicksal
herauszufordern, das gleiche
Kleid wie am Vormittag an-
getan. Der Nachmittag war
der Feststellung gewidmet, daß es eine sonderbare Art von Liebe
gibt, die den Menschen befällt, ohne den Partner näher als vom
Ansehen zu kennen, die aber dennoch Treue und Ergebenheit
fordert, weil sie weiß, daß ein Echo widerklingt.
Ob ihr ,, Beruf" auf rasche Weise ein Ende nahm, war ihr
gleich; daß die ewige Verkleidung quälend sein konnte, hatte sie
am Vorabend erfahren, als sie vergeblich nach Pitt Erskine
spähte. Am anderen Morgen sagte sie vernehmlich dreimal das
griechische Wort ,,Skata!", zog ihre eigenen Sachen an und
An all das dachte sie, während sie charmante Chansons zwit-
scherte und knixend den südlichen Beifall quittierte. Eine neue
Nuance fand sie an diesem Abend: aus einem Rosenbusch warf
sie kokett die roten Rosen ins Parkett, und die weiblichen Zu-
schauer strahlten beglückt. Was ist natürlicher, daß eine Rose
den Weg zur Loge fand und Pitt Erskine purpurübergossen
machte? Er hatte, in modischen Dingen absolut ungewandt, nicht
IQ
Kmlidriick vrr/tnlfn
Kapellmeister Willy Schmidt-Gentner
bei der Komposition der Begleitmusik zu dem Fritz -Lang-Film der Ufa
„Frau im Mond" Plwi. Ufa
gemerkt, daß Billies Kleid schon einmal an diesem Tag ganz
dicht vor seiner Nase einhergeflatlert war.
3. Kapitel.
Tante Philba sann so lange über die erbarmungswürdige Ver-
fassung ihres Neffen nach, bis die Natur und ihre Übermüdung
sie zu zornigen Träumen einschlafen ließen. Gegen sieben Uhr
in der Frühe stand sie auf; ihre Lage war keineswegs angenehm,
dennoch schien Frau Philba lustig und holte beim Frühstück
nach, was sie am Vorabend unterlassen hatte.
Sobald ein feiner Sprüh-
regen aufgehört hatte (der
bei der Heimkehr Pitts schon
dessen Kleider durchnäßt
hatte), machte sie sich auf
den Weg. Professor Hedonc
freilich, der große. Seelenarzt
und Analytiker, schlief um
diese Stunde noch; Tante
Erskine mußte sich sammeln,
um dem vorbereitenden Be-
such und der folgenden Kon-
sultation gewachsen zu sein.
So ging sie in einem tüch-
tigen Marschtempo, das ihrer
Art ganz ungewohnt war,
ohne die leiseste Ahnung der
Richtung, in den Morgen.
Mittlerweile waren die letz-
ten Wolken vom Himmel
verschwunden, und die Sonne
brannte auf die Tante und
die Straße nach Eleusis, die
sich willig rösten ließen;
denn beide konnten allerlei
vertragen.
Dann kam ein alter, rad-
wunder Omnibus, den Land-
weiber benutzen, um Wein,
Schaffleisch und Korinthen
zur Hauptstadt zu bringen,
auf Philba Erskine zu. Sie
ließ ihn halten, stieg ein und
schaukelte munter zurück,
sich im stillen bewundernd,
welche Strecke sie gepilgert
war. Ihr flüchtiger Blick
glitt über die Fahrgäste. In
einer Ecke saß ein blond-
bärtiger Mann mit blauen
Augen, die so gar nicht ins
heutige Griechenland passen
wollten.
Die nächste Unebenheit der Straße brachte eine Unterhaltung
zustande, die durch die in vortrefflichem Englisch gehaltene Ent-
schuldigung des Blonden eingeleitet wurde. Überrascht und mit
freundlicher Würde — der Zustand der Kleider des Mannes ver-
langte Reserve — sprach Tante Philba vom Wetter, der Land-
schaft und dem Leben.
Dann erfuhr sie die Schicksale des Puppenspielers, der zu Fuß
Europa durchreist hatte und nun auf der Wanderschaft durch
Griechenland in einem Variete seine Künste zeigen wollte. Es
war manches Unterhaltsame, was mit lebendigen Worten der
Blondbart erzählte.
Diesem einzigartigen Zufall, der sie mit einem Artisten zu-
sammenbrachte, hatte die Tante eine Idee zu verdanken, die sie
für gut hielt, von der sie indessen nicht ahnen konnte, daß sie
gleichviel zur Verwicklung und Klärung der Sache ihres Neffen
beitragen sollte. Vorläufig nahm sie mit leisem Lächeln die „Ge-
schäftskarte" des Künstlers an und las: Einar Söndarssbn, Di-
reklor der weltbekannten Marionettenlruppe ,,Teatro dei Dodici",
empfiehlt sich dem Publikum, den Agenturen und den Variete-
bühnen aller Länder.
„Ich hoffe, gnädige Frau, daß Sie mich im Variete Kawkasia
aufsuchen werden", sagte Herr Söndarsson beim Abschied und
fügte hinzu: „Dann will ich Ihnen mein Theater zeigen, wie es
hinter und über den Kulissen aussieht."
Er winkte Abschied, und die Tante stand in der breiten Ge-
sandschaftsstraße; die Sonne stach grausam, selbst hier, wo die
Luft reiner war als in den Händlervierteln an der Stoa des
Attalos.
Im Wartezimmer des Professors Hedone saßen Fremde aus
allen Provinzen, die den Offenbarungen des Gelehrten ergeben
waren und auf Befreiung von ihrer verwickelten Seelenbeschaffen-
heit, die sie Komplexverdrängung nannten, hofften.
Die aus der Art geschlagene Menschheit der ganzen Erde
schien sich ein Stelldichein gegeben zu haben, das durch das
korybantische Lobgelön der Patienten, wenn sie den Arzt ver-
ließen, immer größere Dimensionen annahm, Teufel, die Degene-
ration der Welt war ungeheuer! Tante Erskine sah mit gesunder
Verachtung auf Püppchen und Schminkstifte, die sich im ge-
polsterten Warteraum lümmelten. Mit Pitt aber hatte sie Mitleid.
Endlich, als Nummer neunundzwanzig, trat sie in das Sprech-
zimmer des Berühmten. Ein spitzbärtiger, pudelähnlicher alter
Herr trat weltmännisch wippend auf sie zu und wollte sie nöti-
gen, auf einem schwarzen Diwan Platz zu nehmen, Frau Philba
dankte und bemerkte, daß sie nicht ihretwegen, sondern um
ihres Neffen willen gekommen sei.
Der Arzt hörte ihrem Bericht aufmerksam zu, dann sagte er:
,.Die Merkwürdigkeit des Falles scheint mir darin zu liegen, daß
die Neigung des jungen Mannes nur unter bestimmten Bedingungen
bei einer einzigen Person erwacht. Das erleichtert meine Aufgabe,
wenn ich überhaupt von einer Aufgabe sprechen darf. Ich er-
innere mich aus meiner Praxis an eine Begebenheit — hier
lächelte der alte Herr schalkhaft — , daß der Sohn eines meiner
Bekannten eines Tages seinem Vater ein Geständnis ähnlich über-
raschender Art machte; der ängstliche Papa griff darauf zu einem
Mittel, das ihm ein Freund des Jungen anriet: Er gab den beiden
Geld und schickte unter der Leitung des Freundes seinen Sohn
in Tanzlokale und andere Etablissements, wo leichte Mädchen
den armen Kranken auf die normale Bahn zurückbringen sollten.
Was war das Ganze? Nichts als ein Komplott, um dem Vater
Geld zu entlocken, das die beiden mit ihren anspruchsvollen
Freundinnen gut und sicher vertaten. — Nun, derlei ist wohl
möglich, wird aber bei Ihrem Herrn Neffen nicht in Betracht
kommen. Schicken Sie mir den jr.ngen Mann heute nachmittag
einmal her, ich will mit ihm sprechen, wir werden's schon in
Ordnung bringen, gnädige Frau; die Kasse ist unten rechts —
pardon, die Gewohnheit! Gnädige Frau, die Gewohnheit! Sie
brauchen natürlich erst heute nachmittag zu bezahlen. Habe die
Ehre, Kompliment, auf Wiedersehen!"
Tante Philba war einigermaßen verwundert über den sonder-
baren Doktor,
Nachmittags stellte sich der Neffe bei dem Seelenarzt ein und
erwartete mit leichtem Magenschmerz die Diagnose,
,,Es ist nichts, mein lieber Herr", sagte Professor Hedone, ,,ich
finde an Ihnen keinerlei Kennzeichen einer anormalen Natur, will
ich davon absehen, daß Sie mit einer außergewöhnlich träumeri-
schen Phantasie begabt sind. Würde man mich fragen, ich würde
sagen, daß Sie verliebt sind, in eine hübsche junge Dame ver-
liebt sind und daß Sie sich keineswegs anders benehmen als alle
jungen Leute beiderlei Geschlechts in diesem Zustand Beruhigen
Sie Ihre Frau Tante, und beruhigen Sie sich! Die Wissenschaft
hat immer recht; und wenn Sie mir auch noch so überzeugende
Tatsachen nennen, glauben Sie mir, Sie sind gesund, die Wissen-
schaft läßt sich nicht täuschen. Die Kasse ist unten r«chts. Auf
Wiedersehen, grüß Gott, leben Sie wohl!"
Pitt Erskine wußte nicht, wie er am besten dem Arzt seine
Verachtung bezeugen sollte; es schien ihm, daß er bei den Ochsen
mehr Wissen vertreten gefunden hätte als bei diesem Scharlatan,
wie er ihn nannte. Pitt hatte sich nach Art der Hypochonder in
das Gefühl des ungesunden Krankseins so sehr hineingesteigert,
daß er im besten Begriff stand, ein Menschenfeind zu werden.
Die Feindschaft begann er bei sich und festigte sie durch die
Absicht, so bald wie möglich die Gesellschaft der Wüstentiere
aufzusuchen. Mit einem Wort: die Konsultation hatte den Erfolg,
Pitt und sein Verhalten zur Tante unerträglich zu machen.
,, Schande!" dachte Frau Philba, ,,wir müssen abreisen; der ver-
rückte Bengel brennt mir durch, fürchte ich!"
Da fiel ihr zur rechten Zeit Einar Söndersson ein, und sie
begab sich zum Variete ,, Kawkasia", das sie bisher wie die Pest
gemieden hatte. Als sie durch das nicht sehr vornehme Stadt-
viertel ging und mit jedem Schritt dem alten Gebäude näher kam,
das sich durch grelle Plakate verriet, klopfte ihr Herz, Sie ahnte,
daß sie nicht zurückkehren würde, ohne den entscheidenden
Schlag im Interesse ihres Neffen gegen ihn geführt zu haben. Auf
welche Weise das geschehen sollte, war ihr bis jetzt noch unklar.
Es fehlte nicht viel, so wäre sie vor ihrem Unternehmen davon-
gelaufen, aber ihre Tatkraft entschied: die eigene Bequemlichkeit
verlangte zu handeln.
Um diese Stunde lag der Theatersaal des ,, Kawkasia" eisig
schwül in einem Dunst kalten Bier- und Zigarettenqualmes; kein
Mensch war anwesend, die Proben waren vorbei, bald kam die
Stunde, da die Scheuerfrauen ihr Werk begannen. Tante Philba
suchte sich einen Weg zwischen tausend Stühlen und Tischen
und stand endlich vor der Bühnenlür. Dahinter roch es nach
Sauerbraten und Parfüm; es war dunkel auf dem gewundenen
Gang, der zu den Künstlerzimmern, also direkt auf die Bühne
führte. Etwas betreten stolperte die Tante über allerlei Deko-
rationswerk, bis sie mit der trüben Beleuchtung vertraut war.
Dann hatte sie ihre alte Festigkeit wieder und trat zum Zimmer,
das ihr am nächsten war. Sie hatte Glück. Hinter der Tür ver-
barg sich das ,,Teatro dei Dodici", und sein gefälliger Direktor,
Herr Söndersson, saß in einem abenteuerlichen Gewand auf einem
vergoldeten Rokoko-Stuhl und leimte einem Hampelmann zwei
hellblaue Flügel an. Tante Erskine, die geräuschlos eingetreten
war, spürte in dem kleinen Raum eine fremdvertraute Welt.
David Corryna und die aus dem Zirkus geholte Großmama
schwirrten für Sekunden durch ihr Hirn.
Sie räusperte sich und begrüßte den überraschten Puppen-
spieler,
,,Das ist aber eine Freude, gnädige Frau", sagte der, ,,wie sind
Sie denn hineingekommen?"
Dann bat er sie, Platz zu nehmen, plauderte unbekümmert, ließ
Kasperl und Colombine kalten Kaffee trinken, trunken tanzen,
allerlei Unsinn reden, räumte alles fort, erklärte dabei viel, und
die gute Tante vergaß bei so viel temperamentvoller Unterhaltung
beinahe das Ziel ihres Besuches.
Als er ihr endlich etwas Zeit ließ, sich zu besinnen, empfand
sie, daß ein zu schroffer Übergang zum Thema, das ihre Gedanken
bedrückte, das Mißtrauen des regsamen Mannes herausfordern
mußte.
,,Was wissen Sie von , Belle Bellie'?" fragte sie endlich.
,,Ein ruhiger junger Mann, der nach seinem Auftreten bald
verschwindet. Er wohnt draußen, in der Nähe der alten Burg;
recht still und verschlossen, wie mir scheint. Mit den Kollegen
hat er, glaube ich, gar keinen Umgang."
,,Er ist also ein Musterknabe, solide und brav, wie?"
Der Puppenspieler lachte: ,, Soweit ich das beurteilen kann, ist's
wohl so. Übrigens hat er nicht nur unter den Frauen Verehre-
rinnen, es gibt da einen Studenten, oder so etwas, der sich täg-
lich pünktlich einfindet. Ob die beiden befreundet sind, kann ich
nicht sagen. Ich kümmere mich um das Privatleben meiner
Kollegen nicht."
Nachdem sich Einar Söndersson drei Stunden in bester Gesell-
schaft bewegt hatte, wußte Tante Philba, was sie in Erfahrung
bringen wollte, und verabschiedete sich herzlich von dem Puppen-
spieler, der zu seiner Überraschung nach ihrem Fortgang ein
Kouvert mit einigen Drachmen fand,
Philba Erskine bereute die Intimität keineswegs; denn ihre
Höflichkeit hatte' ihre Kenntnis des Artistenlebens bereichert. Sie
war, da das Denken des Künstlers sich vornehmlich in dieser
Richtung bewegte, über die Charakterlosigkeit einzelner Variete-
Agenten durchaus im Bilde und wußte genau, daß das Büro des
Aristide Gibier de Potence in Paris zu den bedeutendsten der
bestechlichen Institute zählte.
So kam CS, daß Billie an einem schönen Vormittag aus Paris
einen Brief empfing, der das Siegel der größten Artisten-
Agentur trug.
Billies freie Zeit wurde seit Tagen mit der antwortlosen Frage
ausgefüllt, ob es ratsam sei, das Empfinden ihres Herzens dem
Logenschließer mitzuteilen, den sie im Laufe der Wochen nicht
mehr als Fremden ansah; ganz ahnungslos wollte sie ihren
Schwindel beichten; einmal, weil es Genugtuung bereitet, einen
Mitwisser zu haben, dann aber, um zu erleichtern, was ihm ganz
offensichtlich und auch ihr Schwierigkeiten bereitete: die gegen-
seitige Aufmerksamkeit und wachsende Zuneigung sich frei ent-
falten zu lassen. Fortsetzung fol^t
I
FRAGEN
die uns eri'erchtert
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des ,.Fi 1 m -M a J a z i n". Berlin SW 68, Ziramerstraße 35 — 41
Scherlverlag. Antwort erfolgst nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht bcmlwortet. Bei 5I;inu-
skriptangclegenlieiten bitton wir folRondes zu beachten: Jeder Anfrage ist
Kürkporto beiznfiipren. Jede Einsendung eines: Manuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2 — 3 Schreibmaschincnseitcu
sind zur Einsendung an die Filmindustrie, Kegisseure usw. geeignet. Für
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durchschlage senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
*
Indien in Hamburg: Die Haupldarstellcr in dem indischen
F'ilm .,Das Ur.ibmal einer großen Liebe" waren Hjmansu Rai, Euakse
K.in\a-Rau. Sceta Devi, Cbaru Roy. Sie erreichen die Künstler am besten
diirili die The (ireat Eastern Corp. Ltd.. Delhi, Indien.
F I i m m e r g i r 1 : Rolf von
Coth wcdint B«'rlin SW, Halle-
sehes L'fer 2,'). — Lilian Harvey
ist seit ungefiihr T Jahren beim
Film. Wir glauben, daß Sie alle
Blumen liebt, ebenso Willy
F'ritsch und Werner F'uetterer.
Ja. die beiden Künstler haben
auch ein Auto. — Fritsch filmt
seit "—8 Jahren, Fuctterer ist
ungefähr .'> Jahre im Film tätig.
— Martin Herzherg hat am 5. Ja-
nuar Geburtstag. — Aller unge-
fähr richtig geraten.
P r i s k a P., C 1 e v e : Schlit-
ten Sie uns nur weiter Ihr Herz
aus! — Lya Mara befindet sich
noch immer mit ihrem Gatten
Friedrich Zelnik in Amerika.
Wann sie zurückkommt, steht
noch nicht fest. Lya Mara wurde
am 1. August in Riga geboren.
Ihre bekanntesten Filme sind
..Das Mädel von Capri", „För-
sterehrislel", ,,Die Grille", „An
der schönen blauen Donau",
..Das tanzende Wien". ,,Mary
Lou", .,Mein Herz ist eine Jazz-
band", ..Der rote Kreis". —
Olga Tschechowa wohnt Berlin
NW 2."i. Klopstockstraße 20. Sie
erblickte am 26. April in Alexan-
dropol das Licht der Welt. Sie
spielte u. a. in ,,Xüra", ..Schloß
Vogclöd", ,,Der verlorene Schuh",
..Brennende Grenze", ,, Marter der
Liebe", ..Moulin Rouge", ,,Weib
in Flammen". ..Diane", „Die
Liebe der Brüder Rott". — Gerda
Maurus hat ihre Wohnung in
Berlin-Wilmersdorf. Hohenzollern-
dainm 52. Sie wurde am 25. Au-
gust in Zagreb. Kroatien, ge-
boren. Sie spielte bis jetzt in
,. Spione". ..Die Frau im Mond",
„Hochverrat".
Erna K., Dresden: Wil-
helm Dieterles neue Adresse ist
Berlin - Dahlem. Schweinfurter
Straße 25. Er hat am 15. Juli
(ieburtstag und ist mit der Film-
schriftstellerin Charlotte Hagen-
bruch verheiratet.
Charlotte R.. Leipzig::
Gunnar Toliiaes wohnt jetzt Ca-
milla Collettsvei 15. Oslo. Xor-
wegen. Er tritt augenblicklich am
Osloer ..Neuen Theater" in der
Komödie ,.Im Käfig der Frei-
heit" auf.
R o s e m a r i e v. G.. Ger a :
Werner F'uetlercr wohnt Berlin-
Steglitz. Kleiststraße 27.
•Margot St., B e r 1 i n - W i 1 m e r s d 0 r f
Berlin-Sclim.'irgendorf. F'orkenbeckstr.iße 56a
Kurfürstendamm 195, Conrad Veidt Berlin
Siegfried Arno Berlin W, Zähringerstraße 5.
durch die Hum-F'ilm A.-G.. Berlin SW 48.
reichen.
Brigitte H e I m - V e r e h r e r . Berlin: Sie haben recht,
Brigitte Helm ist Berlinerii\. Sie wohnt Berlin-D.ihlem. Im Winkel 5,
und hat am 17. März Geburtstag. Verheiratet ist sie auch, und zwar mit
Richard Weißbach. — Henny Porten stammt aus M.igdebtirg. — .\lle
Filmstars geben Autogr.imme. — Glauben Sie uns. es ist nicht so leicht,
ein berühmter Filmstern zu werden. Wir r.atcn ab. um vor Enttäuschun-
gen zu bewahren. — Ob Hariy Liedike Rosen oder F'lieder bevorzugt, ent-
zieht sich t.itsächlich unserer Kenntnis.
F'' i 1 m t r e u n d i n Erika P. aus F r i e d e n a u : Gustav Fröh-
lichs neuester Film ist ..Der unsterbliche 1-ump '•. Liane Haid spielt die
weibliche Hauptrolle. — Fritsch. F'ucttcrer. F>ühlich und Verebes sind
ledig, Mosjukin und Trevor verheiratet. — Harry Liedtke liebt alle
Blumen. Er gibt Autogramme. Ebenso Wilhelm Dieterle und Charlotte
H.igenbruch.
'r\C KLEIN-
vJO KÖGHE
u.Schalt-
uhr
SIEMENS-SCHUCKERT-ERZEUGNIS
Ivan Petrovich wohnt
Iwan Mosjukin Berlin W,
W 10, Licbtensteinallee 2.i.
Louise. Brooks ist am besten
F'riedrichstraße 225, zu er-
G r e t a G a r b o - S c li w ä r m er aus Düsseldorf: Greta Garbo
ist unverlieir.ilet. i^ie ist durch die -Metro-Goldwyn-Mayer-Studios. Culver-
C ity. Kalifornien. USA., zu erreichen. Greta Garbos richtiger Name ist
Gret.i Ciustavson. Die Künstlerin wurde am 17. April in Göteborg geboren.
Sie gibt Autogramme. Ihr neuester F^ilm heißt ..Eifersucht" und ist ein
Tonfilm. Greta Garbo debütierte in dem Mauritz Stiller-Filra ,,Gösta
Berling--. Sie spielte darin die Elisabeth Dohna.
Erika K., L a u b n n : Rinn de Liguoros Adresse ist Rom. Via
Crescentzio 19. Mona Martenson ist durch die Svenska-F^ilmgesellscliaft,
Stockholm, Kungsgutan. Louise Brooks durch die Hom-F'ilm A.-G.. Berlin
SW 48. F'riedriclistr.iße 225. zti erreichen. Helen .Steels wohnt Berlin W 15,
Fasanenstraße 28. Lilian Weiß Berlin - l'harlottenburg. Cicerostraße 61,
(iaston Jacquet Paris 68, Rue Laugier, Ruth Albu Berlin W, .Steifensand-
sfr:iße 5. Wo sich .\nna Pawlowa zur Zeit aufhält, wissen wir leider nicht.
E. P., Zürich: Nein, der
kleine David Lee ist nicht ge-
storben. Er erfreut sich der
besten Gesumiheit. Das waren
nur Gerüchte. Sein nächster
l-'ilm heiß; ,.Say it with Songs"
wieder mit AI Jolson in der
Hauptrolle. Auch ein Tonfilm.
— Hauptdarsteller in dem
Svenska-Film ..Die Verführerin"
waren Lissi Arna, Anna Lindahl.
Carl Brisson. Erwin Adolphson.
— Wir glauben kaum, daß Joe
May mit dem Stadtbaurat .M. in
F'rankfurt a. M. verwandt ist. —
Inzwischen werden Sie die drei
Bildkarten erhalten fiaben. — Die
bekanntesten Tom Mix-F"ilme sind:
..Texasreiter", ..Der Blitzbeißer",
„Der Sturm auf den Goldexpreß",
,,Der Herr der Steppe". Sein
neuester F'ilm heißt ..Vogelfrei".
Gerd B r i e s e - V e r e h r e -
rin: Gerd Brieses nächster F'ilm
heißt ..Rosen blühen auf dem
lleidegrab". — Die beiden Haupt-
darsteller im ..Weib des Gar-
ilisten" wareti Emma Zessarskaja
und K. Gurnlak. — Wir haben
die betreffenden Filmst.irs an
die fälligen Autogramme erin-
nert. — Louise Brooks ist am
besten über Hom-Film, Berlin
SW 48. Friedrichstraße 225, Vi-
vian Gibson durch die Aafa.
Berlin SW 48. Friedrichstraße 22.'!.
zu erreichen. ,Iean Angclo wohnt
in P;iris 11, Boulevard de Mont-
parnasse.
Eberhard S.. Breslau:
Asta Nielsen spielt augenblick-
lich in Hamburg Theater. —
Iwan Mosjukin wohnt Berlin W,
Kurfürsteitdamm 195. Er hat am
26. September Geburtstag.
Film freund in Karls-
horst: Iris Arlan %vohnt Ber-
ti n-Charlottenhurg, AVestendallee
Nr. 71. .\ußer in den genannten
Filmen spielte sie noch ,, Glück
bei Frauen", ..Verschwundene
Frau" und „Schwester Slaria".
.la. sie ist auch bei der Spreeh-
bühne. und zwar ist sie häufig
in Wien am Theater in der
Josefstadt aufgetreten.
Dr. Erich St.. Halle:
F"'ragen über die Konfession un-
serer Stars beantworten wir
grundsätzlich nicht.
Wilhelm D.. Halle: Fra-
gen über die Konfession beant-
worten wir grumlsätzlich nicht.
.VI Jolson ist gebürtiger Russe.
Lotte Km.. Hannover: Wir empfehlen, sich das Buch „Das
F'ilmnianuskript" zu kaufen. Sie erli;ilten es durch den Verlag Max
Mattisson, Berlin SW 68, Ritterstraße 71. Sie ersehen daraus alles, was
Sie wissen möchten. — Drehbücher sind im allgemeinen nicht käuflich.
.\ n n e - .M a r i e Sc h.. Weser m ü n d e : Otto Gebühr wohnt Ber-
lin W 57. Kurfürsti-nstraße 118. Er ist blond. Das Alter von Filmstars
veröffentlichen «ir grumlsätzlich nicht. Gebühr ist geschieden. Ihre
(irüße sind liestellt worden.
E. P.. Berlin; Martin Herzberg wohnt Berlin SO 26. Waldemar-
straße 65a. Er wurde am 5. Januar als Sohn eines Malers in Berlin
geboren, ist ledig und gibt Autogramme. Herzberg filmte schon als Kind.
Er wurde vor acht Jahren von dem dänischen Regisseur A. W. Sandberg
entdeckt und debütierte in seinem F'ilm „Die vier Teufel". Herzberg
filmt fleißig.
F r i e d e I St., Berlin: Victor V.irkoni ist
National-F'ilm, Berlin SW 48, zu erreichen. Er
C.imilla Hörn in dem National-F'ilm ,, Madonna im
ist mit der ung:irischen Sängerin Nust Avanyossi
Autogramme. — Ann.v Ondra ist ungefähr so alt, wie .Sie geraten haben
• — Gustav Fröhlich wohnt Berlin-Steglitz, Orleansstraße 4.
= DasUniversal-Kochgerät auch für den
Kleinhaushalt.
Rechtzeitig schaltet in Abwesenheit der
Hausfrau die Schaltuhr den Strom ein u.
aus.
WärnneUammer u. Schaltuhr können nach-
träglich zugekauft werden.
am besten durch die
ist der Partner von
F\>gefeuer". Varkoni
verheiratet und gibt
Die ;iiiilcr('ii Filme, die Sii- ,111-
iiicli mich in dieser Spielzeit
I ..Der imsterbliolie Liiinp' i.<t
siiiil vursenierkt. — Xeiii, d.is
Ateliers. — Lil D.isrover ist mit
ik.'il 1111(1
J u n 11 > J u g u - ji, 11 r i c o it c 11 f p r - V 0 r e h r e r i n: Fclicit:is Mal-
ten wird aueh wieder filmen. — Kiirico Ueiifer wurde am 2H. .Iiili in
Neapel Rcboren. Er debütierte in dem .lenny .)ni;()-Film ..Die C'.inneu von
ist. Pauli". AVir sl'mben. daU eher Ihre Freundin d.is Alter v(in ISenfer
richtig sesclijitzt hat. — Jenny Jusos näehster Film heißt ..Der Bund der
Drei-" — Urigitte Helm wurd<' liir den L'fa-Film ,.Skl.ivi>n der Leiden-
sehaft" verpfliehtet. — Fred Döderleiii wirkte in dem kiirzlieh urauf-
Ket'ührteii Stuart Wehbs-Film .,D:is Ki'i'ue .Monokel" mit. — ..Der (iiinst-
liiig von Seliönbrunn" ist am 4. November im Jferliner Capitol nranf.uefiibn
worden. ..Die weilie Hölle von I'iz I'alii " i;iut'1 bereits in der Pro\inz und
erscheint in Kerlin .Mitte dieses Mon.its.
KCfteben haben, werden mdKlielii'rwcise
liprauskomnien. — Ll.-uie Haids l'.irtner
CJnst.-iv Friiblieli. — Ihre Bildwiinsehe
Publikum h.it nicht Zutritt zu den L'f.i-
dein Produktionsleiter Witt. Arucs Eslerhazy mit Direktoi
Hans Stiixve mit einer bultrarisclien (hetuikeriii verheiratet.
F. A.. II e e k 1 c n b 11 r K : Harry Piel ist mit Dary H(dm verheir.itel.
Spiu Film ..Sein bester Freund" ist kiirzlieh in lierlin zur Ir.infriihrun^
fielaiifjt. Die weihlieheu Hauptr(dlen spielen Dary Holm, (irit ll.iiil. Ver.i
Schniiterlöw. Piel arbeitet ausi-nblicklich ,in einem Film ...Mensehen
im Feuer".
L e i p z i K e r F i I m f r r n n d e : U.in Petrovich ist serbischer
Sl.ialsanffehiiritrkeit. Fr ist nincrlieiratel und «ibt .\utonramme. — Nils
Asther h.if sich mit der Filmschauspielerin Viviau Duncan verlobt. Heide
sind durch die .Metro-Goldwyn-il.iyer-.Studios. Culver-Citv, K.ilifornien,
l'S.V., zu orroiehen.
John G i I h e r t - F r e u n d . H a m b u r ;; : .John Oilbert h.it sich
im Juni mit der amerikanischen Sch.inspielerin In.i Cl.iire '»erm.-ihlt. Er
firibt Aiitosrammo. Sein nächster Film licillf ...V wOTuan of afl'.iirs ". Die
weibliche Hauptr<dle spielt Greta ti.irbo. (;ilbert wurde .im jo. jiili in
-M.isillon. Ohio, (reboren.
G c o r K e - F r 0 u n d i n . Potsdam: Heinrich (ieorge hat am
9. Oktober Geburtstag. Ja, er ist unverheiratet. Er «ibt .VutoKramme.
NN.iKcn Sie nur. ihn darum zu bitten. Der Künstler wird Ihin-ii bestimmt
Ihren Wunsch erfüllen. Der näeh.ste Film mit Heinrieh Geor"C ist
..Sprenjrb.ifjKer 1010".
Wilhelm H., L i e h t e r f e I d e : AI Jolson i.st durch die Warner
Hrolhers Stndms. 5842, .Sunset Boulevard. Hollywood. Kalifornien. USA .
Kamon Xov.irro durch die iletro-Gtddwyn-Maycr-Studios. fulver-City Ka-
litornieii. USA., zu erreichen. H.irold Lloyds Adresse ist fiBJO, " Santa
.Mouic.a Boulevard. Hollywood. K.il., FSA. Die Künstler frebeii Auto-
gramme. Sic können Deutsch an sie schreiben. — Das ..FTlmni.iftazin"
vermittelt keine AuloKrammc von Si.irs. die im Ausland leben. — "sies;-
fried Arno liat seine Wohnung in Berlin W. Zährinserstr.iße ü. .M:7x
H.-msens Adresse ist Berlin-Wllmersdcuf. BramlenbiirKisehe iSIraüe .'5. \rno
und H.'insen scheu .AutoKramme.
Her m a n n ().. Berlin: Wenn Sie FilmschausiiieliT werdiMi wol-
len, so ist es am z« eckmiilüfrsteii. Sie wenden sieh direkt au die Film-
KCselKsehafleu. Wir seben Ihnen ciuifie Adressen: Ffa. Berlin SW fi«
KochstralJe 6—x. Xational, Berlin SW W. Friedriehstralie 10 Terra"
Berlin SU fi«. KochstralJe 7:i, Deutsche riiivers.il, Berlin W H Mauer-
slraße üi. Hefri'wald. Berlin SW 4X, Friedrichstraße lOO, Deutsches Licht-
spiel-Syndik.it und Hom-Film .V.-(;.. Berlin SW 4S Friedrichstraße •'•>-)
Aafa. Berlin SW 4,s. Friedrichstraße 2-':t. Daß die .\ussichteii auf Erfolg
beim Film sehr, sehr gering sind, wird Ihnen hoffentlich bekannt sein
Das ..tilmmagazin'' vermittelt keine Engagements.
Die nächsten
..Donauw.ilzcr"
Harry I. i e d t k e - V e r 0 h r e r i n , Berlin:
Harry I.iedlke-Filmc heißen ..Die Konkurrenz platzt" und
Liedlke ist mit Chrisl.i Tordy verheir;ilel.
Filmfreundin P. aus Frankfurt a. <).: Igo S\ m wohnt
Bcrlin-iSchüiieberg. lunsbrucker IStraße 16. Gerda .Maiirus Bcrlii'i-\\ ilmcrs-
dorf. Hohenzollerndamm :>■!. Es stimmt. Gerda .Mauriis debütierte in dem
Fritz Lang-Film ..S|)ioue ". An der ..Frau im Mond" h.it ni.iii mehr .als
ein Jahr gearbeitet. Der neueste Film mit tierda .Mauriis heißt ..Hoch-
verrat". — Ellen Hichler filmt noch. Ihr näehster Film hetilelt sich
..Polizeisiüoniii Nr. 77". — IHv neuesten Filme mit \V<'ruer F"uetterer sind
..Im Prater blüb'ii dl ■ Bäume". ..D.is Mädel mit der Peitsche", ..Der
-MäJchenhirt", ...M.idoniia im Fegefeuer".
Betty iL. Kaunas: t'orinne (iriffilhs neuester Film heißt ..Fr.iu
(der GelieUte?" — Greta G.irhos Liehlingshlunien sind Koriihluiuen. Ihr
Licbliiigsparfüni kennen wir — zu unserem Schmerz — nicht. — Ivan
Petrovich wurde zu :! .Mon.iten (ierängiiis mit Bewälirungsfrist und einer
Geldstr.ife von JOiiO M:irk vcriirlcilt. Barb.ir.i von Annekoff wohnt Berlin-
Wilmersdorf, l'riiizrcgentensiraße !il.
Kurt Seh.. Heinz H.. Herliii; DaivIIolm trägt einen Küustler-
nanieii, H.arry Piel nicht. — Hicli.inl \\ Cißli.Mch. der (iatte von Brigitte
Helm, ist auch heim Film. Sein richtiger Name. Sie h.aben das Alter
der Künstlerin richtig geschätzt.
Horst G.. Tempelhof: Willy Frilscli wohnt Berlin W. K.-iiser-
damin it.j. — Am besten, Sie wenden sich .111 If.i-Werbefilni, Berlin ISW li),
Kr.insenstr.aßc .'W/.'ül.
• Thiele, .\1 ii n c h e n : Ihr Brief ist wcilergeleitct worden. — Con-
rad Veidt wohnt Berlin W 10, Lichtensteinallec i'.a, Emil .l.innings Berliii-
t;runew.il(l. Dellirockslr:ißc L'7, Ernst Ilofm.iun Berlin-ll.ilcnsee, Augnste-
Viktori.i-Straße 4.
Fried I IL. Berlin: Die betreffende Tänzerin heilll liigehorg
t'arlsson, wohnt Berlin W !l, Liiikstraße 41, wurde am J. Juli in H.imburg
geboren, ist aber schwedischer Staatsangehörigkeit, unvcrheiralot. Sie
wird Ihnen sicher gern ein .Uitogr.amm geben.
F i I m f r e 11 n d i n a u s E s c h w e i I e r : Wladimir (iaid.irow wohni
in Berlin-Halensee. Joaehim-Friedrich-Straße .'i:i. Augenblicklich tritt
er an keiner Sprechhühne auf. Gaidarow wird in nächster Zeit im
If.ihmen der Wladimir Gaid.irow-Film-G. m. b. H.
filmen.
\V a 1 1 i S p.. Berlin: Enrico Benfer ist .im besten durch die Uf.i.
Berlin SW (in, Koelistraße 6—8, zu erreichen. — Elga Brink wohnt
Berlin W ."lO, Prager .Straße .31. Lina Bas(|uette ist durch die l'nivers.il-
Stiidios. T'niversal-City. Kalifornien. L'SA.. Eddie Qiiillan durch die
Pathe-Studios. (iilver-City. Kalifornien, FS.\.. zu erreichen. — Die ge-
n.innten Stars gehen .Viitogrammv.
H e r t y B.. II a m h u r g : Olga Tschechowa ist geschieden und hat
.iia L'6. .Vpril Geburtstag. Sie h.it eine Tochter. Olga Tschechow. 1 trägt
ihren richtigen Xameii, ist ungefähr so alt. wie .sie geraten h.ibeii. gibt
.Xntogr.imme. liebt .alle Blumen und ist .(iich im Leben sehr syniii.ilhisch.
— Diiia Gnilla wohnt Berlin-Steglitz. Opitzsir.iße 8. — (Justav vcm W.iii-
genheims Adresse ist Berlin W, Xicbuhrstr.iße 8. Er gibt Autogr.imnie.
Sie werden den Künstler sicher noch öfters im Film sehen. — Biehard
Talmadgc wohnt in Beverly-Hills. Hollywood. Kai., L'SA.
A. i,.. K ö 1 n : Es besteht die .Möglichkeit, d.iß .\sta Xielseii .(ucli
wieder filmen wird. — Die hetreffendc Bolle in den ..Rosen vim B.aveiis-
berg" spielte die Fr;itizösiii Dolly D.i\is. — Xicht (^rtt.a Garbo, sondern
Mary Johnson spielte die weibliche Haiipirollc in der ..Herrenhofsage".
Greta Garbo ist sehr musikalisch.
..Stempelbrüder"
^' '^r Auto
MINIMAX A. 6., BERLIN NW 6
STUTTGART / KÖLN
F i 1 in 1" r c ii n d H n r r y aus dem R u li r g c 1) i e t : Der l.iliaii-
}|,irvoy-FiIm ..Liolu'swalzei-' i.-l ein Tonfilm. — Der Titel dos Films,
den Dila l'-iiln aufrcnlilicklirli in Paris sjiiclt, heißt „Das Fräulein vom
Seidenlaser'. Hetty Am.inn spielt eine Hauptrolle in «lern rt'.i-Filni
..Der weiüe TeuTel" mit Iwan .Mosjukin in der Titelrole. — Wenden Sie
stell, bitte, an den A'erKiii des lietrcffenden Hlattes, Herlin S M, Sl.ili-
sehreiUerstralie ;ll/.'t.'). Kin neuer Fritz L;ins-Filni ist nneli nielil an^c-
kündifft. — liust;iv Friihlieh spielte u. a. in ..Metropolis', ..Seliwere
.InnKeii — leielite .Miidelien". ..Der Freindenlepionar'', ..Die l'flielil zn
sehweiKcn", ...VursI ", ..Hurra, ieli lebe!"'. „Das brennende Herz' .
..Asph.'ill", ..Hoeliverrat ". .Xu^enblieklieli arbeitet er an dem Lfa-Film
..Der unsterblielie Lump " mit Liane H.'iid in der w.'iblielien Hauptrolle.
~ Die bekanntesten Filme mit Willy Frilseli sind: ..Ein Walzertr.inm".
..Der Tanzstudent ". ..Spione'. ..Die keuselie Susanne' . .,Hir dunkler
l'nnkl".
E 1 1 i (!.. U 0 r I i n : Die ll.'iu{itrollen im Film ,.T.'i|ijcbueli einer Ver-
lorenen " spielten Louise Hro(d<s, Edith Meinhard, Fritz Kasp, Andre
Koanne, Arnold Korff. V;ileska (iert. — Olaf Fönss wohnt Ko|)enhagen.
.s|. Knudsvey 26. — Dolores C'ostello ist durch die Warner Hrothers-
Stndios. .W13. Sunset Uoulevard. Hollywood, Kai.. l'S.V.. zu erreichen. —
Xatalie Talmadge. die (Jattin Buster Keatons, wohnt Beverly-Hills,
Hollywood. K:ilifornicn. L"S.\. I^ois Moran ist durch die Fox-Studios.
1401 Xo. Western Avenue, Hollywood, Kai., US.V., zu erreichen. — Hka
(irünini; widint Herlin-Charlottenlinrir. Kaiserdamm 114.
Helga Seh. ans H a. in b u r g : Gustav DieDl wohnt Berlin W,
Regensburger Stralic 28. bei Schleusener. Er hat am 30. Dezember Ge-
burtstag. Lien Deyers ist durch die Deutsche L'nivers.'il. Berlin W 8,
MauerstraUc 82. zu erreichen. Sie Ii;it am .'i. November Geburtstag. —
(iuniiar Tolnaes ist unverheiratet. — .Marcell.i .\lbani wohnt Berlin W,
l'.'iulsliorner Straße 13. Sie wurde am 7. Dezi'inber geboren. — Der
neueste Film mit Franz Lederer heißt ..M.'iinan Ccdibri ". — ilaleolm Tod
hat am 17. .März Geburtstag und ist am besten durch die Elstree-Studios,
Hersl'ordshire. England, zu crreiehen. — Wir empfehlen, die anderen
Fiagen später noeli einmal an uns zu stellen.
.Anneliese Marion S f., \V i I m e r s d o r f : Erieh Pommer
und Wilhelm Thiele erreichen Sic am besten durch die Ufa. Berlin SW 68,
Koehstraße 6 — 8, Kiehard Eiehberg durch die Eichberg-Filmgcsellscliaft.
Berlin SW 48, Friedrichstraße 171. — Karl Grüne wohnt Berlin-lharlotten-
burg, Droysenstraße 't. Dr. Johannes Guter Potsdam. .\uf dem Kiewitt 12,
Dr. Paul Gzinner Kerlin-Schoneberg, Frlir.-\ .-Stein-Straße 19. — Ein
Filmregisseur Trenck ist uns nicht bekannt.
F i 1 m f r e u n d Herber». A 'i c li e n : Lilian Harvoy ist unver-
heiratet. Ihr neuester Film heißt ,. Liebeswalzer". — Anny Giidra ist
ledig. Hirc nächsten Filme sind „Das Mädel mit der Peitsche" und
„Die Kaviarprinzessin". — Louise Brooks i.st nicht mehr in Deutsch-
land. — Elisabeth Bergner ist gebürtige ^\'ienerin. Sic ist unverheiratet,
gibt Autogramme und hat ihre Wohnung in Berlin-Dahlem, Faraday-
weg 15.
Josephine Dünn. Leila Hyams und Racquel Torres mit den modernen Ansteckblumen Phot. M.-O.-M.
He. He., D r e s d i' p : .lentiy Jugos richtiger .Name ist .Icnny
W.iltei'. Die Künstlerin wohnt Berlin W, Kaiserdaumi 29, und wurde
■UM II. ,luni in Wien gelmreii. .Mit F.urico Beiifer. — Dit.-i Parlo hat ihre
Widmung in der .MolzvIrnHc ,s7. Herlin \\' :W. Sie heißt richtig Genl.'i
Kornsicdl. ist ledig und wurde :im 4. September in .Stettin geboren. —
Elga Brink, ledig, geboren .'im 2. .Vjirrl in \V;iidm.'innslust. widjnt Herlin
\\ .'>0, Prager Str.'iße .'U. — Vera Schmiterlö« wcdint Berlin-H:ilensee.
Xestorstr.'ißi' l. wiirile .-im 19. .luli In Siockholin ;;clun'cn und ist nUM'r-
licirali-t, Harry Lie<ltke wurde am 12. ()kl(dier in Koiiin>berg geboriMi.
\-\ mit ( lirista Toidy verlieir;itet und wohnt Berlin-tJrunewald. Hisni.'irck-
.•ille<' if). — Emil .l.'uiMings wohnt Herliu-Grunew.ild, l)clliriickstr,'iße 27.
Kr lial .im 2,T. September Gebnrtsl.-ig und ist mit (;u--sy Holl verheiratet.
Willy Frit'.ih wnrile am 27. .1,inu.'ir in Katlowitz gelmren. ist li'dig
nnd h:it seini' Wohnung Herlin W, K:iiserd.'imni ü.'i. — Harry Halms
Adri'sse ist Herlin - Il.'ilen^ee, t'ieerostr,'iße ,'17. H.'ilm erlilicktc ,'im
17. .Ianu;ir in Herlin d.-is Lieht der Welt uml isi mit einer Xiclit-Scb.iu-
^l'ielerin viTinählt, — Harry Piel wohnt Herliii-I harlotlenbnrg. Kaivei-
d,'irnm 77. Er wurdi- am 12. .luli in Düsseldorf geboren und ist mit D:ir.\
Holm verheiralel. — I.uci.'ino .\lberlini ist durch dl- .V.-ifa. Herlin SW' 18.
KriedricIistraUe 2211. zu eireiehen. Er i>t yerheir.'ili't nnd wurde am
.'Kl. Xoveiiib<-r in Lugo, Ii.ilien, geliiu'en. — f.irlo Aldini wurde .'im (1. .M'ii
in Hol(i(;n.i H-eboren. ist ebenfalls verbeir;ilet nnd widint Herlin \\',
Martin-Luther. Sn.'ißi- 24. — Eddie Polo wurde am I. Fcbrn.'ir in New York
i;el)oreji. — HeinlKdil Sebün/el ist mit d.'r Filniscli.-iuspielcrin .\l.iria
Kamradek verlieir,'ilet, — Ly.-i de Putty stammt aus Hnik-ipest und hat am
lo. .lannar Ceburlstag. — Louise Hrooks wurde in Wiehita im Sta;ite
K.'insa" geboren.
Hilde St.. B e r 1 i n - Da h 1 e m : Willy Fritsch wohnt Berlin W.
Kai>erdamm !),->, M;iria Paudler Herlin-Halensee, Albrecht-. Vehilles-Sir, .-);i.
Gu s t .•! V F r (i h I i e h - V e r e h r e r . H r e s I .i ii : Ein Buch über
linst.iv Frohliib gibt es nicht. Wenn diese /.eih-u (M'>chi'iiien. ist der
I fa-Film ..Ilochverr.-if in Hi'rlin schon ur.infgefühil worden. .\ugen-
lilickhch .irbeiict Fröhlich .'in dem Film ..Der unMcrbliehe Lump". Die
»eibhrlie HaiipirMlIe spielt l.i.ine llaid. Wir h.ibeii den Künstler au
d,'i> Anlonr,'inim eriniuTl und ihm Ihre t;niße ,'iusnerielitet. -- E\elMi
Holt widinl H<-rliti t'h.irlottenlMiig. Sehillerstr.iße 121. Sie isi ledig.
.l.'iwDhI, Bricitle Helm Ii.it einen Prozeß mit der l"fa.
.\L L., AI ii n e h e n : Eine l''ilni~ch.'iuspielerin Dorrlt l.e.-ker ist
iiielit bekannt.
Kelly P. t\ u s M ü n c h e n : Donglas Fairbanks ist mit ifary
Piekford. Milton Sills mit Doris Kenyon verheiratet. — .Vlle Filmstars
geben .Xutogramme. — Wenn Sie Filnul.'ustellerin werden wollen, so
i--t es r,its,im. sich mit den Filnigesellseh:iften in Verbindung zu setzen.
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Herlin SW is. Friedrichstraße 2ö(i. ])ie Aussichten sind .iber gering. —
Willy l-riisili li.it .IUI 27. .I.innar. Marcella Albani am 7. Di-zember Ge-
liiMtsiag.
Will y F r i t s c h- 11 n d F j e- d Louis I. e r e h - \' e r e h r e r i n;
Nein. Willy Fritsch ist nicht > erungluekt. Er erfreut sieh der besten
tiesniidheit. Fritsch trägt seinen richtigen Namen. .\lier ungefähr
richtig ger.'iten. — Ivan l'etrovicli und .I.iik Trevor geben .ViiiOKr.imme.
— In seinen beiden neuen Filmen ..Spiel um den .Mann" und ..Schw.irz-
w .-ildniädel" ist Liane Haid die Partnerin \u\\ Fred Louis Lereh. — Die
beU;iiintesten Filme mit I\.iii Petrovicli sind: ..Fürst oder t'lown". ..(ie-
fährliche Fr.iuen". ..Frauenarzt Dr. Schäfer ", ,.l>er Leutnant Ihrer Ma-
jestät". ..Der Z.'irew itsch". ..Gidicimiiisse des Orients". Sein neuester
Film ist ..Der (üinstling von Sehiiiiliriiiin ".
F i 1 m f r e u n d i n II .1 11 n ,'i , (i ii r I i t z : Brigitte Helm wohnt Ber-
lin-Dahlem. Im Winkel ."1, ist mit lüeh.ird Weißli;icli verlieir:itet. wurde
;im 17. .März in Berlin geboren, gihi .Vulogi.imine. Sie ist groß, blond
und h.'it blaue .\ugen. — (Ireta (iarbiis richtiger -Name ist (Jreta (iust;iv-
son. — Die Kniistleriii ist am besten dureil die .Metro-tioMwyn-Maycr-
studios, Cuher-City, Kalifornien. I'S.X.. zu erreichen. — Elga Hrink ist
ledig. — Ivan Petrovieh wohnt Herliii-.Selim;irgendorf. Forkenbeek-
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A.Rosenthal — Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oesterreich veranlwortl. Robert Mohr, Wien 1, Domgasse 4. Vcrantwortl. für Anzeigen Wilhelm Schaefer,
Cbarlottenburg. Anzeigenverwaltung Universum-Film A.-G., Abt. Ufa-Werbefilm, Berlin SW68, Kochstr. 6 8. Kupferliefdruck: August Scherl G.m.b.H., Berlin SW 68
GERDA mums
GUSTAV m&lUCH
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NUMMER 47 / BERLIN, 24. NOVEMBER 1929 / PREIS 30 PFENNIG
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LILIAN HARN/EY
in dem Ufa-Film^
„Wenrr- du einmal dein
Herz verschenksf"
P/u/t. Ufa
Wieder ein Film aus der Welt der unend-
lichen Bcrjje, wo Wolken über Eisgrate
wandern, wo sich dunkle Tiefen geisterhaft
plötzlich auftun.
Eislawinen stürzen donnernd ins Tal und begraben
Menschen unter sich, die sich vermessen, die gigan-
tischen Riesen der Natur zu bezwingen. Der Piz
Palü ist Schauplatz der Handlung. Jener Berg mit
der fast unüberwindlichen Nordwand, an dem sich
die besten Könner der Alpinistik versuchten.
Dr. Arnold Fanck schuf das Manuskript, dem wir
bereits eine Reihe herrlicher Ski- und Bergfilme ver-
danken. Gemeinsam mit G. W. Pabst führte er
Regie, unterstützt durch bekannte Alpinisten wie
Gustav Dießl und Ernst Petersen. Gefördert durch
Leni Riefenstahl, die in ähnlichen Filmen ihre
Meisterschaft bewies.
^i"^
iw
t
Leni Riefenstahl
r^y*
PkoL Aafa-Sokal
\
Eine besondere Nuance bekommt dieser Film
durch die Mitwirkung Ernst Udets, der zu den popu-
lärsten deutseben Fliegern gerechnet werden muß.
Was er mit seinem Doppeldecker leistet, ist allein
die Besichtigung dieses Filmes wert.
An der Kamera stehen erprobte Männer: Sepp
Allgeier, Hans Schneeberger, Richard Angst, die als
Spezialisten auch diesmal wieder Bilder von einem
Reiz einfingen, der nicht mehr übertroffen werden
kann.
Eingekleidet ist dieses herrliche Kulturgemälde in
eine Handlung von Liebe und Entsagung, von Men-
schensuchen und Menschenfinden. Die Natur trium-
phiert über den Menschen. Das Erdengeschlecht
erkennt die Unüberwindlichkeit der Schöpfung.
Eine Mischung von Naturgemälde und dramati-
schem Filmspiel, bei dem naturgemäß das Spiel vor
der Wirklichkeit zurücktritt.
ten: LenfHiefenslaM, Gustav Dießl
i,l
PL4r£r
Die Konfektion ist immer ein dank-
bares Gebiet für den humoristi-
schen Füin öKweäen — %on Ernst
Lubitsch bis zu Kurt Bois. Es liegt dies
im Wesen der Modesalons, in denen eine
vorübergehende Erscheinung, wie die
Mode, feierlich ernst und überaus wich-
tig genommen wird. Daraus ergeben sich
Zusammenstöße mit der Wirklichkeit, zu-
mal gerade auf diesem Gebiete Übertrei-
bungen und Verstöße gegen die Diskre-
tion des Auftretens von übereifrigen
Jünglingen und Mannequins zu verzeich-
nen sind. Diesen dankbaren Stoff hat
der Aafafilm seiner neuesten Schöpfung
mit Harry Liedtke untergelegt, dessen
Partnerin wieder einmal Maria Corda
ist, mit der er vor drei Jahfen in einer
seiner besten Arbeiten, in ,, Madame
wünscht keine Kinder" erschien. Harry
Liedtke spielt diesmal jene wichtige
Figur eines Modellsalons, den Mode-
zeichner, dessen Aufgabe es ist, indi-
viduelle Kostüme zu entwerfen. Die
Handlung beginnt in Baden-Baden, dem
mondänsten der deutschen Kurorte, wo
Maria Corda, im Film Besitzerin eines
berühmten Modehauses, im ersten Hotel
abgestiegen ist und durch Eleganz Auf-
sehen erregt. Sie ist einem Flirt nicht
abgeneigt, gerät aber an eine falsche
Adresse, nämlich den Modezeichner
Liedtke, den sie für einen Grafen hält.
Aus dieser Verwechslung, der noch
andere folgen, ergeben sich die zahl-
reichen humoristischen Pointen des flott
heruntergespielten Films, der natürlich
wieder eine ganze Reihe köstlich ge-
sehener Typen aufmarschieren läßt und
den Betrieb der Konfektion parodiert.
I
4
1
r
1
I
1
Aus dem kleinen, unschuldigen
Gretchen im Faust ist eine
echt englische Lady geworden,
die sich in ihrem neuesten Film mehr
zu dem Tiger Brown hingezogen
fühlt als zu ihrem Verlobten, dem
Diamantenhändler John Morland.
Sie bummelt mit dem Tiger durch
die Londoner Kaschemmen, verleitet
ihn indirekt zu einem Totschlag und
läßt ihn schließlich, als es hart auf
hart kommt, doch sitzen, um dem
Mann aus den oberen Sphären der
Gesellschaft als Gattin zu folgen.
Das gibt Bilder aus der oberen und
unteren Welt, und bietet neben der
scharmanten Camilla dem routinier-
ten Jack Trevor und dem ausgezeich-
neten Gustav Dießl interessante Rol-
len.
Im Titel heißt es, daß drei Männer
um Edith sein sollen. Das stimmt
nicht ganz, denn den kleinen Ver-
brecher und Chauffeur kann man
eigentlich nicht mitzählen, weil seine
Liebe reichlich passiv ist und weil
auch die verliebten Augen nur ein
paar Filmmeter lang da sind.
Aber schließlich macht das für den
Erfolg nichts aus. Die Warners, die
diesen Film in Berlin herstellen lie-
ßen, wollten ein Werk mit amerika-
nischem Einschlag. Sie verheirate-
ten also — natürlich nur bildlich ge-
meint — • die alte, ehrliche Courths-
Mahler mit dem viel schreibenden Ed-
gar Wallace.
Wenn wir auch nicht behaupten
wollen, daß Erich Waschneck den
Film so schnell gemacht hat, wie Wal-
lace seine Bücher schreibt, so ist es
doch immerhin keine Arbeit, an der
man monatelang saß, so daß man
unter Berücksichtigung dieses Um-
slandes ruhig behaupten kann, daß es
eine gute Regieleistung ist, mit fei-
nem Empfinden für Bildwirkung ge-
macht.
''■<ixm
Camilla Hörn
Phot. National— Worrur
Streit de
Hühner an
der Tränke
Gelbbrandkäfer an der Beule. — Welpen und Schaflamm an der Milcfiflascfie
weiter. Hunde verjagen jeden Fremden von dem Platz, wo sie ihren
Knochen vergraben haben, Vögel dulden keine fremde Einquartierung in
ihren Nestern, Affen wissen genau, was ihnen gehört. Am weitesten geht
wohl der Begriff des Besitzes bei den staatenbildenden Insekten, die sich
eigens eine Kampflruppc geschaffen haben, um gegen alle Störungen ge-
sichert zu sein. Dagegen bekämpfen artgleiche Stämme bis zur Vernich-
tung und rauben einander den Besitz, Es gibt überhaupt w-enig ,, sanfte"
Tiere, wie sie in einer gewissen Belletristik erscheinen, sondern in der
Natur regiert der Satz: ,,Friß, damit du nicht gefressen wirst!" Nur wo
der Mensch dem Tier die Sorge um die Ernährung abgenommen hat, wo er
;s für seine Zwecke zähmte, ist eine gewisse Änderung im Charakter ein-
getreten. Allerdings ist die Domestizierung, die wohl in der jüngeren Stein-
zeit begann, noch nicht restlos geglückt. Denn niemand wird glauben,
daß ein erwachsener Bulle, ein alter Eber ein zahmes Tier ist. Allerdings
scheint es, als sei die Epoche der Zähmung noch nicht vollendet und als
sollten vor allem zur Zahl '^"' '»tziöen Haustiere noch andere treten.
Leben, um sei-i Leben kämpfen, das ist Wesensart der Tiere,
ihnen noch deutlicher zum Ausdruck kommt wie beim Mensch
Kampf um das Futter ist die erste und regste Äußerung d
Seele, die bei den niedrigsten Geschöpfen im Wassertropfen genau s
entwickelt ist, wie beim höchsten Säugetier. Wie könnte es auch
sein, wo die Fülle der Anwärter auf einen guten Happen unübe
groß ist. Bei Tieren, die in Rudeln leben, wie die hundeartigen
tiere, die Hühnervögel, würde für ein bescheidenes Mitglied wenig
allgemeinen Beute übrigbleiben. Der Ufafilm „Mein und Dein i
reich" zeigt das Verhalten verschiedenartiger Geschöpfe bei der Na
aufnähme in überzeugenden Bildern. Aber der Eigenlumsbegriff ge
Kofilweißlinge trinken am Tümpel.
Bruno Walter bei seinem ersten Aufenthalt in Hollywood mit Paul Kohner, E. Moos, Conrad Veidt. Ernst Laemmle und Paul Leni phol Universal
BRUNO WXLTER SP^^
(Brief aus
Abermals hat Bruno Waller den Wej< nach Kalifor-
nien gefunden und in der „Hollywood Bowl", dem
großen Freilichttheater, zwei Konzerte dirigiert, die
den allergrößten Eindruck auf die Zehntausende machten,
die den klassischen Weisen verzückt lauschten. Bruno Wal-
ters Anwesenheit benutzte die deutsche Kolonie, um ein
Fest zu arrangieren und den berühmten Dirigenten zu
feiern. Und da die Deutschen ja insgesamt beim Film tätig
sind, so nimmt es nicht wunder, daß Bruno Walter in sei-
nen freien Stunden sehr viel in den verschiedenen Film-
ateliers zu sehen war.
Besonders eingehend hat sich Bruno Walter mit dem
Tonfilm befaßt, der ja einen Musiker vor ganz andere Auf-
gaben stellt wie ein stummer Film. Er weilte besonders oft
im M.G.M. -Tonstudio und beobachtete Lawrence Tibbett,
den bekannten Sänger der Mctropolitan-Oper, der unter
der Regie von Lionel Barrymore in dem Tonfilm ,,Rogue's
Song" spielte, und ließ sich gleichzeitig die Kompliziertheit
des Ton-Empfangsapparats von Ingenieur Douglas Shearer
eingehend erklären.
Der berühmte Dirigent und auch Clarence Brown, unter
dessen Regie die beiden Ton- und Sprechfilme ,,Fles and
the Devil" und ,,Wonder of Women" entstanden, in denen
ein Symphonie-Orchester zum ersten Male auf der Lein-
wand erscheint, sind sich darüber einig, daß der Ver-
Hollywood.)
filmung von Opern eine sehr große Zukunft bevorsteht.
,, Große Oper", sagt Bruno Walter, ,,muß im Film ge-
radeso gehandhabt werden wie auf der Bühne. Die Film-
oper kann in allen Städten und kleineren Orten vor-
geführt werden, und diese Art Aufführung haL Vorteile, die
nicht übersehen werden dürfen.
Vor allen Dingen kann eine Besetzung mit erstklassigen
Künstlern erfolgen, was sich keine Operngesellschaft, die
durch das Land zieht, leisten kann, weil die ersten Kräfte
für diese"!! Zweck unerschwinglich teuer sind. Die Kosten
einer Rollenbesetzung mit erstklassigen Künstlern sind aber
nicht nur enorm; es ist sehr oft auch aus anderen Gründen
nicht möglich, einen bestimmten Künstler für eine Vor-
stellung zu gewinnen. In einem Film, dessen Absatzgebiet
die ganze Welt umfaßt, spielen solche Auslagen keine
Rolle. Dazu kommt noch, daß szenische Ausstattungen,
Lichteffekte und eni erstklassiges Orchester auf einer
solchen Basis wirkungsvoller zum Ausdruck gebracht
werden können als bei einer der üblichen Bühnenauffüh-
rungen.
Das Beste bei dieser Sache ist jedoch, daß eine derartige
Filmoper in allen Städten der Welt gezeigt werden kann,
selbst in kleinen Städten und Ortschaften, wo sich sonst
eine Opern- oder Schauspielergesellschaft niemals ver-
irren würde. Ein Beispiel hierfür ist die ,, Hollywood-
AI Jolson mit Dave Lee und dem Regisseur Lloyd Bacon bei den Aufnahmen zu dem neuen Warner Vitaphon-Film „Mammy" phot. Warner
Revue", die in allen Kinos erscheint. Es ist unmöglich, ein
derartiges glänzendes Ausstattungsstück — das selbst eine
Ziegfield-Revue in den Schatten stellt — in Original-
besetzung von New York aus durch die Welt auf eine
Tournee zu schicken.
Trotzdem Amerika im Tonfilm Europa voraus ist, bin
ich überzeugt, daß der beste Opernfilm aus Europa kom-
men wird. In Amerika hat man auf diesem Gebiet große
Erfahrungen, aber was die
Große Oper anbetrifft, besitzt
Europa außergewöhnlicheVor
teile. Ich bin der Ansicht,
daß die besten europäischen
Filmbilder, die in der Zukunft
den Weltmarkt beherrschen
werden, diesem Genre ent-
sprechen.
,,Es ist meine Überzeugung,
daß große Opern, prächtig
ausgestattet, mit einer Beset-
zung von erstklassigen Künst-
lern, durch den Film ein inter-
nationales Absatzgebiet haben
werden — gerade wie die
heutige Oper — . Es hat dies
auch den Vorteil, daß durch
niedrigere Eintrittspreise ein
größerer Besuch dieser Opern-
filme erzielt wird und durch
den somit erweiterten kul-
turellen Einfluß ein regeres
Interesse für die Oper im
.illgemeinen erweckt wird."
Nach Ansicht des bekann-
ten Filmregisseurs Clarence
Brown erhält der Opernfilm
durch die bühnentechnische
Behandlung eine schärfere
dramatische Form und über-
El friede Borodin spielt in dem Dupont -Tonfilm „Atlantic"
trifft dadurch die übliche Bühnendarstellung. Auch er ist
Bruno Walters Meinung, daß die zukünftigen hervor-
ragenden Opernfilme aus Europa kommen werden; doch gibt
er der Hoffnung Ausdruck, daß sich Amerika früher oder
später mit derartigen Produktionen befassen wird.
Bruno Walter bestätigt die Tatsache, daß es bis jetzt noch
nicht gelungen ist, eine perfekte Wiedergabe eines Sym-
phonie-Orchesters im Tonfilm zu erreichen. Es bedarf noch
vieler Versuche, ehe man von
vollkommener Reproduktion
sprechen kann, und er ist
überzeugt, daß Amerika diese
technischen Schwierigkeiten
zuerst überwindet.
Bruno Walter hörte mit In-
teresse die Neuigkeit, daß
Ramon Novarro beabsichtigt,
in einem Opernfilm zu singen
und auch, daß er in der näch-
sten Saison in Berlin als
Opernsänger aufzutreten ge-
denkt.
Es ist unter allen Umstän-
den erfreulich, wenn sich ein
Künstler vom Range Bruno
Walters prinzipiell zur Mit-
arbeit am Tonfilm bereit-
erklärt.
Hoffentlich bietet man
ihm recht bald Gelegenheit,
seine Absicht zu verwirk-
lichen. ,,Aida", ,, Zauber-
flöte", ,, Afrikanerin", ,,Obe-
ron" wären die geeigneten
Objekte für Tonfilm-Opern
großen Stils. Auch eine tö-
nende ,, Fledermaus" wäre
ein Weltereignis.
J
k
er Küinn
Wien >
Winke für den Amat eut filmer
Wer selbst Filme aufnehmen, das heißt also, statt der ein-
fachen Bilder Serien mit Bewegung photographieren will
oder hierzu eines Tages Lust bekommen sollte, muß vor
allem lernen, in allem weise Zurückhaltung und Maß zu üben. In
allem. Hier sei schrittweise dargetan, daß es hierfür keine Aus-
nahme gibt. Bevor man sich aber mit der Frage befaßt, welcher
von den in Handel befindlichen Kameras man den Vorzug geben
soll, empfiehlt es sich, sich über das Wesen der Amateurkine-
matographie zu informieren. Was nützen Prospekte, Beschrei-
bungen, Illustrationen, wenn man von dem, was man sucht, keine
Ahnung hat? Also gilt es, sich ein Buch über die Amateurkine-
matographie zu beschaffen. Ja, aber welches? Es seien hier einige
deutsche Werke aufgezählt: Fr. W. Frerk ,,Der Kinoamateur",
Dr. Ernst Rüst ,,Der praktische Kinoamateur", Ewald Thielmann
,, Amateur-Kinematographie", Fr. W. Winkler ,, Amateur-Kine-
matographie" u. a. Für Sprachenkundige erwähnen wir: englisch:
I. Collins ,, Advanced Studies", L. Donaldson ,,Cinematography for
Amateurs", G. W. French ,,Photography for the Amateur", Th.
Langlands ,, Populär Cinematography", H, C. McKay ,, Motion
Picture Photography for the Amateur" u. a,; französisch: Raoul
Danot ,,Le Cincma ä la porte des Amateurs", J. Henry-Robert
,, Manuel de Cincma Amateur" u. a.; holländisch: S. Schiffer jun.
und M. Faber ,,Hoe make ik zelf een famile-bisocope en hoe is
de werking er van?" u. a.; russisch: Uspensky ,,0. D. S. K. Ver-
einigung der Freunde der Kinematographie (Amateure)", M. Was-
silieff ,,Der Pholoamateur" u. a. Diese wiederholten u. a. weisen
darauf hin, daß es natürlich noch viel mehr Werke gibt. Welches
soll man nun wählen, um schnellstens und bestens informiert zu
sein? Drum für jede Sprache ein Hinweis: man lasse sich in
der Buchhandlung die Werke vorlegen, blättere in ihnen, lese
wenige Zeilen und treffe dann seine Wahl. Denn es kommt darauf
an, welches am leichtfaßlichsten, verständlichsten informiert, ja
nicht etwa unterrichtet. Es kommen in manchen so viele fach-
männische Ausdrücke, komplizierte Illustrationen vor, man findet
vielleicht physikalische, optische, algebraische, chemische und
andere Formeln.
Ohne Werkzeug kann man nicht arbeiten. Man wird also wohl
oder übel zur Anschaffung einer Aufnahmekamera schreiten
müssen. Man wird sich also ein Verzeichnis jener Firmen be-
sorgen, bei denen eine solche Kamera zu haben ist. Und schon
da stößt man auf Schwierigkeiten. Wählt man nur jene Namen
aus, die deutlich bekanntgeben, daß sie Amateurapparate liefern,
so wird die Auswahl eine sehr geringe sein, und man wird daher
sich auch an Firmen wenden, die unter dem Sammelnamen kine-
matographische Apparate oder Aufnahmekameras ihre Artikel
ausbieten. Doch wenn man von ihnen Kataloge einfordert, muß
man erstens wissen, wie ihnen bekanntzugeben, was man haben
will und zweitens dann auch in den etwa eingehenden Offerten
Bescheid wissen. Darum sei jedem, der Kameraamateur ist oder
werden will, vorerst zu empfehlen, mit sich selbst ins reine zu
kommen. Vor allem soll man anfangs kein Material vergeuden,
man sehe sich also vorerst um eine Kamera für kleine Filmrollen
um. Die Kassetten müssen möglichst kleinen Fassungsraum
haben, je weniger Film man beim Aufnehmen in Vorrat hat,
desto sparsamer wird man damit umgehen. Dann muß man
wissen, ob man wie ein Photograph von einem Stativ aus das
Roll Randolf bei den Aufnahmen des Films ,,Der Mann, den niemand sah", nach dem letzten Roman des kürzlich verstorbenen
Paul Rosenhayn Phot. Omnia
Bild einstellen will, oder ob man kineniatographischc Aufnahmen
aus der Hand machen möchte, wie ja die meisten Aniateurpholo-
<iraphen aus der Hand visieren und knipsen. Hierbei ist folßcn-
dts zu bedenken: Vom Stativ aus aufzunehmen, gibt ruhigere
Aufnahmen, die Ungeschicklichkeit des Aufnehmenden, der mit
der Handkaniera noch nicht umzugehen versteht und infolge-
dessen manche Aufnahme verdirbt, fällt v, cg, man kennt im vor-
aus beim Einstellen sein Bildfeld genau und arbeitet anfangs
ruhiger und sicherer. Dem steht aber folgendes als Nachteil
gegenüber: Man wird ein Bildfeld bestimmen müssen, danach
Stativ und Kamera einstellen, man wird also nur das filmen
können, was sich später innerhalb des gewählten Bildfeldes ab-
spielt. Man ist während dieser Aufnahme, um einen bekannten
Ausdruck zu wählen, an die Scholle gebunden. Bei der Hand-
kaniera ohne Stativ wird man bei Gelegenheiten zu sofortiger
Aufnahme nach etwas Übung das Aufzunehmende visieren können,
das heißt, man v\ird durch den Sucher das Bildfeld finden, dann
schnell einstellen und binnen kurzem filmen können. Bei etwas
(jbung ist es dann möglich, mit dem Bildfeldc dem aufzunehmen-
den Objekt, falls es außerhalb des Anfangsrahmens gerät, leicht
folgen zu können, man behält es also dadurch immer im Bild-
feld und braucht deshalb die Aufnahme nicht zu stoppen oder
zu unterbrechen. Beim Stativ wäre dies nur mit einem sogenann-
ten Drehkopf möglich, der zuläßt, während des Filmens durcii
Änderung der Kameralage das Bildfeld nach Bedarf zu wechseln.
Das bedarf einmal der Übung, ein andermal wird man das Bild-
feld bald mehr nach rechts oder links, bald höher oder liefer
haben, man muß also einen Drehkopf benutzen, der freie Be-
wegung nach jeder Richtung hin gestattet. Solche Drehköpfe
benutzt der fachmännische Kinematograph oder Filmer; sie sind
vielleicht für den Amateur zu teuer, ihre Handhabung muß erst
geübt werden, sie vermehren das Gewicht der zum Filmen mit-
zunehmenden Utensilien. Hat man bereits Übung im Filmen und
Freude an dem Gelungenen, dann wird man sich zu einem Dreh-
kopf entschließen können und der Amateurkinematographie neue
Seiten der Befriedigung abgewinnen. Bei Stativarbeit wird man
sich für das Handkurbeln entschließen, obwohl auch da mecha-
nischer Antrieb der Kamera verwendet werden kann. Beim
Filmen mit der Kamera in der Hand wird das richtige Halten
der Kamera und gleichzeitiges Kurbeln große Schwierigkeiten
verursachen, bis man beides zugleich geübt ist. Bis dahin wird
aber vielleicht viel Filmmaterial unnütz vergeudet werden. Man
wählt am zweckmäßigsten für den Handbetrieb automatisch
funktionierende Kameras. Hat man eingestellt und sich zur Auf-
nahme entschlossen, so wird geknipst, dadurch löst sich das den
Film durchrollende Triebwerk und arbeitet so lange, bis man
wieder knipst und dadurch den Trieb wieder zum Halten bringt,
wobei man acht haben muß, ob nicht vorher schon der Film der
Kassette abgelaufen, d, h. zu Ende ist. Wer auf diesen letzteren
Punkt immer genau achtet, besonders zu Anfang, wird mit der
automatisch betriebenen Kamera in der Regel weniger Film ver-
brauchen wie beim Handkurbeln.
Der Kleinfilm setzt sich durch
Von Herbert Kiper, Berlin, Bd.F.A.
Endlich dämmert es auch in den Ainaleurvereinen, daß der
Kleinfilm ein auf dem Gebiete des Amateurfilmwesens
durchaus ernst zu nehmender Faktor ist. Bislang hatte der
Pathefilm sich zwar fast die gan^e Welt erobert mit Ausnahme
der Vereinigle Staaten, da dort der 16-mm-Schmalfilm sehr pro-
pagiert wird; nur in Deutschland hatten unbegreiflicherweise
die Photohändler selbst kein rechtes Vertrauen dem ausländi-
schen Fabrikat gegenüber; auch brachten leider nur wenige
Photohändler so viel Interesse auf, daß sie sich genügend mit
der Materie beschäftigten. So hatten weitaus die meisten der
Photohandlungen gar keine Möglichkeil, in einem verdunkelten
Raum die Projektoren vorzuführen, oder auch wußten sie nicht,
einem Interessenten die Apparaturen zu erklären, kurz, es war
eine bedauerliche Indolenz in der Händlerschaft vorhanden, so
daß die Entwicklung der Amateurkinematographie dadurch sehr
gehandikapt war.
Nun kamen von Jahresfrist deutsche 16-nini-F^ilmgeräle auf
den Markt, und da es große Firmen waren, so konnten die
Phofohändler nicht länger abseits stehen und mußten sich nun
allmählich doch für die Amateurlilmerei interessieren. Und
wenn Kauflustige zurückschreckten vor den sehr hohen Preisen,
so erinnerten sich die Händler wieder des Patheformates, und
nun sieht man fast in jeder seriösen Photohandlung eine ge-
nügende Anzahl von „Kinlein'-Projekloren und ,,Pathex"-Kame-
ras, denn die Konkurrenz des 16-mni--Hlms hat segensreich ge-
wirkt dadurch, daß das Interesse des Publikums mehr geweckt
wurde, jedoch wurden viele durch die hohen Preise abgeschreckt
und wandten sich der Kleinfilmerei zu. Das ist kein Wunder,
wenn man bedenkt, daß dieselben Resultate mit ca. 40 "„ Er-
sparnis erzielt werden.
Und da nun auch in den deutschen Aniateurvereinen ver-
schiedene Kleinfilme einen durchschlagenden Erfolg bei der Vor-
führung erzielten, so ist es sehr erfreulich, daß Fachleute, wie
Dr. J. Graßmann, der Vorsitzende des Bundes der Filmamateure,
Berlin, und der bekannte Operateur Guido Seeber, sich über
den Kleinfilm zustimmend äußern.
Diese Anerkennung ist besonders hoch zu werten, wenn man
v/eiß, daß gerade Dr. Graßmann er^t durch die Arbeiten einiger
Pioniere des Kleinfilms zu dieser hohen Meinung gekommen ist.
Hieraus ergibt sich ein enormes Anwachsen des Interesses für
den Kleinfilm, und es ist unschwer tu prophezeien, daß in Zu-
kunft auch die deutschen Amateure den Kleinfilm viel ver-
wenden werden.
In letzter Zeit ist viel über den Wert oder Unwert der Still-
slandsvornchlung beim Pathekleinfilm geschrieben worden.
Die filmsparende Einrichtung ist gewiß eine gute Lösung der
Film wird
genial be-
Titelfrage bei kleinen Spulen, denn wenn eine Rolle 10 oder
20 Meter Film enthält, so würde, wenn der Film mit auskopierten
fitein versehen wäre, doch ein allzugroßer Prozentsatz des Films
aus Titeln bestehen. Durch die Stillstandskerbe im Film und die
Einrichtung an den Kleinfilmprojekloren ist es jedoch möglich,
durch wenige Zentimeter Titelfilm den gewünschten Effekt zu
erzielen. Bekanntlich schnappt ein kleiner Bolzen in die durch
eine Stanze eingedrückte Öffnung, der sogenannten Stillstands-
kerbe ein, worauf das zweitnächste Bildfeld automatisch einige
Sekunden vor dem Filmfenster stehenbleibt, während der
sonstige Mechanismus des Projektors weiterläuft.
Danach schnappt der Bolzen zurück und der
wieder weiter transportiert!
Diese Einrichtimg konnte man schlechtweg «Is
zeichnen.
Konnte man . . . aber jetzt nur mit Einschränkungen!
Als vor Jahren der Patheprojektor, der sich ja auch bei uns
großer Beliebtheit erfreut, eingeführt wurde, war man erstaunt
über die verhältnismäßig großartige Wirkung der projizierten,
lächerlich gering dimensionierten, Filmstreifen.
Eine ganz neue Lösung des Heimkinoproblems war erfolgt und
die Zahl der Anhänger wuchs rapide.
Inzwischen war aber auch der 16-mm-Film eingeführt worden
und erwies sich als starke Konkurenz.
Insbesondere hatten die Projektoren des 16-mm-Films den
Vorzug, größere Bilder in der Vorführung zu ermöglichen, auch
größere Filmmengen konnten auf einmal vorgeführt werden.
So wurde der kleine Projektor bald verbessert, so daß nicht
mehr, wie ursprünglich, nur 10 sondern 20 Meter vorgeführt
werden konnten.
Aber der Kampf ging weiter. Dir lö-mm-Projek'torcn wurden
meist mit Spulen ä 100 m und sehr lichtstarken Niedervolt-
lampen ausgerüstet!
Pathe verbesserte seine Optik und Kondensatoren, und die
deutsche Firma Osram stellt neuerdings die kleinen Lämpchen
für die Patheapparate her.
Diese ergeben in der Tat ein weitaus helleres Bild v\ ie die
bisherigen von Philipps (Holland) hergestellten Lampen, haben
aber einen Nachteil, sie werden sehr warm und der Film wird,
wenn er längere Zeit vor dem Filmfenster stehenbleibt, ge-
fährdet. So habe ich die Erfahrung machen müssen, daß der
Film nach ganz wenigen Vorführungen an den Stellen, wo er als
Standprojektion gedacht war, also vornehmlich bei Titeln und
unbeweglichen Landschaften etc. so gut wie unbrauchbar wurde,
da die große Hitzeentwicklung den Film verbiegt und ihn rauh
und häßlich macht.
M,
iJas fcljöne JpilcL^
Rosa, und
ein helles
Aufnahmen uon W. Knaiik mit Voigtl. Avus 1:4,5
farbraster-
Von P ^i u 1 Oll
Die '"arbrasterpholo^i aphie
beruht auf der Erzeugun«!
des farbigen Bildes durch
Zusammenwirken dreier orange,
grün und violett gefärbter
Lichtarten. Aus der ,, Addition"
dieser drei ,, Grundfarben" ent-
stehen dann auf optischem
Wege alle nur erdenkbaren
Mischfarben; so ergeben z. B.
grünes und orangenes Licht
eine gelbe Farbe, Grün, Orange
und Violett vereinigen sich zu
Weili. Violett und Orange
lassen ein dunkles
Violett und Grün
Blau entstehen.
Damit aber bei der
Betrachtung einer
Mischfarbe, z. B.
Gelb, nicht die
einzelnen — in die-
sem Fall die grü-
nen und orangenen
— Lichtarten zu
sehen sind, müssen
die in den drei
Grundfarben ein-
gefärbten Lichtfil-
terchen so klein
gehalten sein, dalj
sie vom Auge nicht
mehr als einzelne
Elemente unter-
schieden werden
können.
Soweit die Theo-
rie, die Ducous de
Hauron schon im
Jahre 1869 auf-
stellte. Aber bis
zur praktischen
Umsetzung dieses
Vorschlages — die
drei notwendigen
Farbenfilterele-
niente gleich mit
auf die Platte auf-
Blcndc 9. Pariitz Brauns, '/o-, Sek. Tunia Papier
Photographie
II
c r r n k 1 n
/.ugief3cn — • war noch ein
weiter Weg, und alle Versuche
scheiterten stets an den immer
zu großen Filterelementen. Die
ersten v.irklich brauchbaren
Resultate erzielten die Brüder
August und Ludwig Lumiere in
Lyon, die dann am 17. XIL
1903 das für die Farbraster-
photographie grundlegende fran-
zösische Patent Nr. 339 223 er-
hielten. In diesem wurden als
Träger der Grundfarbenfilter-
chen Stärkekörner, Bazillen und
pulverisierte Emaillen benannt.
Am. 26. Oktober 1904 — also
genau vor 25 Jah-
ren — folgte die
Erteilung des deut-
schen Patentes
Nr, 172 851, das
folgende für das
Verfahren charak-
teristische Über-
schrift trägt: ,,Mit
aus Elementarfil-
tern der verschie-
denen Grundfarben
zusammengesetzten
Mehrfarbenfiltern
versehene licht-
empfindliche Platte
zur Herstellung von
Photographien in
natürlichen Far-
ben,"
Obwohl bereits
früher ähnliche Fil-
terraster bekannt
waren (z. B. die
amerikanischen Pa-
tente 471 186 und
471 187), erkannten
die Lumieres so-
fort, daß sowohl
das Absorptions-
vermögen als auch
d.nsT.ichtbrechnngs-
vermögen an je-
der beliebigen
Stelle der Platte
die gleichen sein
müssen. Gleich
nach dem Be-
kanntwerden des
Patentes aber er-
hoben sich da-
mals (Mitte 1905)
sehr viel Skepti-
ker, die eine Fa-
brikation nach
den im Patent
angegebenen
Richtlinien als
fine technische
Llnmöglichkeil er-
klärten. Als nun
trotzdem Mitte
1907 die ersten
derartigen Auto-
chromplatten in
den Handel ka-
men und gleich von Anfang an
vorzügliche Resultate der Farb-
wiedergabe lieferten, nahm das
Staunen kein Ende. War doch
nun die Farbenphotographie, die
bis dato nur von „Photographie-
gelehrten" ausgeübt wurde, für
jedermann möglich.
Um uns über den Aufbau einer
Autochromplatte zu informieren,
schneiden wir eine Platte durch
und betrachten die Schnittfläche
unter dem Mikroskop. Fünf ver-
schiedene Schichten sind hierbei
zu erkennen; die Glasplatte als
Träger (1), die Klebeschicht (2),
die Raslerschicht (3), eine Firnis-
schicht (4) und zuletzt die —
selbstverständlich panchromatische
— Emulsion (5). Wie die Her-
stellung der Platlo geschieht, soll
uns ein Besuch der Luiiiiereschen
Fabriken erklären.
Der Ausgangspunkt der Fabri-
kation ist die Herstellung des Fil-
terrasters, dessen Träger Körner
der Kartoffelstärke sind, wie wir
sie in Bild 2 und in einer stärke-
ren VergrölJerunj; in Bild 3 sehen.
Zunächst unterwirft man die han-
delsübliche Kartoffelstärke einem
Spezial-Aussiebverfahren, das die
Körner von etwa 0,010 bis 0,015
Millimeter Durchmesser von den
anderen 98 Prozent, die wegen
ihrer Größe unbrauchbar sind,
trennt. Das ausgesiebte Stärke-
pulver wird jetzt in drei gleiche
Teile gelrennt, von denen der
erste eine orangene, der zweite
eine grüne und der letzte Teil
eine violette Färbung erhält. Die
B. NACH DER UMKEHRÜN6 UND /l. ENTWICKLUNG.
Zwei Abbildungen zum Aulsalz „Farbrasler-Photographie".
(1. -Glasplatte als Trager. 2: Klebeschicht. 3: Rasterschicht.
4: Firnisschicht. 5:panchrom. Emulsion). Oben: Schema
der Lichtanalyse und Synthese durch die Filterchen
Kntpsinitnahmen a. d. Hrrslaner Ziio v
Trude Miillcr. Breslau
Farben müssen
natürlich licht-
echt sein und ge-
nau den ge-
wünschten Teil
des Spektrums
durchlassen oder
verschlucken.
Hierauf kommen
die getrockneten
und gefärbten
Stärkepulver in
große Mischtrom-
meln, in denen
sie so lange be-
arbeitet werden,
bis keine Farbe
mehr vorherrscht
und das ganze
Pulvereine gleich-
mäßige dunkel-
graue Färbung
aufweist.
Unterdessen
sind die gereinigten Glasplatten
mit einer äußerst dünnen Klebe-
schicht aus einer Mischung von
Gelatine mit Glyzerin oder Zucker
überzogen und werden nun mit
dem gemischten Stärkepulver be-
stäubt. Das mikroskopische Bild
der eben aufgetragenen Raster-
schicht zeigt uns Abbildung 4. Die
hier noch vorhandenen Räume
zwischen den einzelnen Rasterpar-
likelchen würden natürlich die
Wirkung des fertigen Bildes be-
einträchtigen. Um dies zu vermei-
den, unterwirft man die überzoge-
nen Platten einem weiteren Fabri-
kationsprozeß, wobei die Raster-
schicht mit feinstem Kohlestaub
bearbeitet wird, der sich dort fest-
setzen wird, wo noch Teile der
Klebeschicht freiliegen. Und das
sind gerade die Zwischenräume
zwischen den einzelnen Filterele-
inenten, so daß bei neuer Be-
trachtung unter dem Mikroskop
die ganze Klebeschicht zugedeckt
ist, sei es durch die Filterchen, sei
es durch den Kohlestaub (Abbil-
dung 5). Die Platte mit der auf-
gestäubten Raslerschicht gelangt
sodann in einen Walzengang, wo-
bei die Stärkekörner breil-
gequetscht werden, und wird zum
Schluß mit einer Schutzschicht
aus einer Auflösung von Scammo-
niumharz bedeckt. Im letzten Ar-
beitsgang erfolgt das Aufgießen
der panchromatischen Emulsion,
und die Aulochromplatte ist fer-
tig!
Da bei der Aufnahme das farbige
Ficht durch die Lichtfilterchen gc-
Vmr09 ^ ^ Eß ß giC-UTEN
5 ;
Weinernte
Aufna/ime von Erneslo Timm mit Agja-Stan-
dard. Agfa-AnasUgm. F. 6,3—10,5 cm. Blende
12,5. Agfa-Film, Belichtg. % Sek. Gelb-
sc Iteihe. A gfa-Papier-Cellofix .
n^, m./UU-
Jeder Leser der „Filmwelt" kann sich an
diesem Wettbewerb beteiligen.
Wahl des Slotivs, Größe und Ai-t des Ab-
zuges bleiben dem Einsender überlassen.
Jeder Abzug muß aber auf der RUcltseite
folgende Angaben enthalten: Name des Appa-
rates — Art und Lichtstärke des Objektivs —
Blende — Platten- oder Filmfabrikat — Zeit-
punkt der Aufnahme — Belichtungszeit — Ver-
wendung etwaiger Hilfsmittel (Gelbscheibe, Vor-
satzlinse u. dgl.) — Art des für den Abzug
verwendeten Papiers — geniue Anschrift des
Einsenders — ausdrückliche Erklärung, daß
der Einsender Photoaniateur ist.
Rücksendung der nicht prämiierten Bilder er-
folgt nur, wenn adressierter Freiumschlag bei-
liegt. Nach Möglichkeit erfolgt Veröffentlichung
der Bilder. Die Entscheidung des Preisgerichts
ist endgültig. Beschreitung des Rechtsweges
ausgeschlossen. Einsendungen sind zu richten
an: „Filmwelf-Photowettbewerb, Berlin SW 68,
ZimmerstraBe 35-41.
^u"!*;
!(*(»;)
Ausblick über den See nach Zell
Aujnahme von Oora Miililer mit Voigtländer
Heliar 1:4,5. — Agfa-Film 9 X /2 , vorm.
10 Uhr im Juli 29. '/ss Sek. Lupex Papier.
Straßenfront in Crikvenica
Aufnahme von Gertrud Müller mit Box-Tengor-Perutz-Rollfilm
'/so Sek. Papier Galos.
Bild aus den Alpen
Aufnahme von Jürgen von W'eise mit Agfa-Standard — Agfa-Anasligm.
mm, 6,3 - Agfa-Rollfilm — mittag.^, August -
'/«s Sei, - Velox Glanz.
4,5, 105
wissermaßen erst sor-
tiert werden muß, ehe
es die Bromsilberschicht
erreicht, ist die Auto-
chromplatte mit der
Glasseite nach dem Ob-
jektiv zu in die Kas-
sette einzulegen.
Das Zustandekommen
des farbigen Bildes ge-
schieht nun auf ganz
einfache Weise: Aus der
Unmenge der Farben-
töne greifen wir uns
einmal fünf Farben her-
aus, und zwar Weiß,
Gelb, Grün, Blau und
Schwarz. Weißes Licht
schwärzt das Bromsil-
ber hinter allen drei
Filtern, gelbes Licht
geht nur durch das
orangene und grüne
Filter und schwärzt hier die
Schicht, während die hinter Blau-
filtern liegenden Teile unverän-
dert bleiben. Grüne Strahlen
schwärzen nur die hinter grünen
Stärkekörnern liegenden Emul-
sionsteile, blaues Licht geht durch
Violett und Grün hindurch und
läßt die Bromsilberkörnchen hin-
ter den orangenen Filterchen un-
belichtet, Schwarz jedoch läßt na-
turgemäß die Schicht vollkommen
unangetastet.
Jetzt wird die Platte entwickelt,
so daß die belichteten Bromsilber-
teilchen zu Silber reduziert wer-
den. Während aber in der Schwarz-
Weiß-Photographie das noch un-
belichtete Bromsilber in einem
Fixierbad aufgelöst wird, lassen
wir bei der Autochromplatte das
noch vorhandene Bromsilber in
Ruhe,
durch
bad"
Silber
wogegen wir
ein ,,Umkehr-
das reduzierte
auflösen, so daß
Gutswiese
Aufnahme von Willi Vi'entzke mit Ica-Anastigm. 7 - 6,S. '/so Sfk. Blende 6.S.
Extra-Rupid. 9 X 12. — Papier Agfa Iwcliglänzend.
Platte Agfa-
Pichelsdorf — Havel
Aufnahme von Ully Ktiinmerling mit Zeiss-Throim.
1 : 4,5 F.-n. Agfa.
Sek. Lifa-üelbseheilte.
(Mimosa).
Zeiss-ies.'iar
Velotyp-Raster
schließlich die Schicht
nur noch aus unbelich-
teteni Bromsilber be-
steht. Bei der Be-
trachtung der Platte
treten schon jetzt die
Farben ein wenig zu-
tage, doch noch viel zu
blaß, da die Deckkraft
des Bromsilbers nicht
genügt. Erst eine noch-
malige Belichtung des
Bromsilbers und gleich-
zeitige Entwicklung (2.
Entwicklung) lassen die
Farben kräftig erschei-
nen. Alles, was nach
der 1. Entwicklung be-
lichtet war, ist im Um-
kehrbad aufgelöst und die Emul-
sionsschicht an diesen Stellen
durchsichtig geworden, während
die nach der 1. Entwicklung noch
vorhandenen Bromsilberteilchen
zum zweiten Male belichtet und
in der 2. Entwicklung geschwärzt
werden. Das Ergebnis ist im un-
teren Teil der Abbildung 6 auf-
gezeichnet. Genau, wie in der
Einleitung angegeben ist, addieren
sich jetzt die Grundfarben zu den
gewünschten Mischfarben. Im
ersten Feld der Zeichnung (von
links an gerechnet) geht das Licht
durch alle drei Filter hindurch und
erzeugt so Weiß; im 2. Feld ist
Violett abgedeckt, im 3. Feld
liegt allein das grüne Filterchen
frei, Blau (Feld 4) kommt durch
Zusammenwirken von grünem und
violettem Licht zustande
t
Die Kamera vor dem Aquarium
Was für den photographierenden Aquariumfreund selbstver-
ständlich sein sollte, ist für jeden anderen Amateur zumindest
ein interessantes lehrreiches Experiment. Großtieraufnahmen
führt wohl ein jeder durch. Doch schon Irsekten und Kriech-
tiere erscheinen den meisten für das Lichtbild so abwegig und
wenig lohnend, daß sie dieses ,, Spezialgebiet" den naturwissen-
schaftlich stark Interessierten überlassen. Und gar Fischaufnah-
men!
Gewiß bot das altmodische runde Goldfischglas mit den kit-
schigen Tuffsteingebilden schon durch die in der Form des
Glases gegebenen Reflexe oder gar Verzeichnungen der Fische
allerhand Schwierigkeiten, die aber heute durch die geradwan-
digen Gläser, durch die natürlicne Gestaltung eines Aquariums
nach biologischen Grundsätzen, durch Bepflanzungen, Stein- und
Sandgrund u. dgl. behoben sind. Andererseits hat sich das In-
teresse am Zierfisch durch Einführen vieler exotischer Arten
mit ihrer Farbenpracht und den eigenartigen, zum Teil
geradezu grotesken Formen sehr gehoben, die Zahl der Aqua-
riumfreunde hat sich erhöht, so daß es geradezu auffällt, daß
man so überaus selten Fischaufnahmen begegnet. Brauchen die
ersten Versuche auch nicht immer zu glücken, so stellen sich
andererseits dem Vorhaben keine außergewöhnlichen Schwierig-
keiten entgegen. Derjenige Amateur, der als Aquariumfreund
rnit den Lebenserfordernissen der Fische und der Einrichtung
eines Aquariums Bescheid weiß, ist zweifelsohne im Vorteil. Wie
gelingen nun gute Aufnahmen? Der Glasbehälter selbst sei nicht
ZV. groß, damit vor allem die Fische weniger Bewegungsfreiheit
haben und leichter im Bil.lfeld des Objektivs verbleiben, da sonst
d<e Geduld des Amateurs luf eine harte Probe gestellt oder eine
gu^c, biidmäßige Aufnahme in Frage gestellt wird. Damit die
5j:. die Aufnahme ausgewählten Fische auch keinen allzu großen
bpiclraum in der Tiefe haben und sich an der Vorderwand auf-
•i^Uen und dadurch möglichst in der Tiefenschärfe des Objektivs
verbleiben, empfiehlt sich, eine Glasscheibe in Breite des
Aquariums einzusetz a. Sie tritt besonders dann nicht in Er-
scheinung, wenn der Behälter nicht in seiner vollen Breite auf-
genommen wird. Die zur bildmäßigen Wirkung erforderlichen
Pflanzen sowie die anderen Fische können vor und hinter der
Scheibe des Behälters sein. Die vordere, dem Objektiv zuge-
kehrte Scheibe muß aus planparallelem, reinem Glas zur Ver-
meidung von Verzerrungen und frei von Algenbelag sein, das
Wasser klar; auch eine Reinigung der Pflanzen, Steine usw. ist
geboten.
Die Frage der bestmöglichen Beleuchtung läßt sich dann am
einfachsten lösen, wenn der Glasbehälter ins freie Licht oder
an ein gut beleuchtetes Fenster gesetzt werden kann. Im an-
deren Falle sind künstliche Beleuchtungen durch Blitzlicht,
starke Glühlampen oder dgl. von oben her geboten. Durch
mehrere verteilte, gleichmäßig starke Glühlampen und sinn-
gemäße Lichtreflexion durch weißes Papier lassen sich gut
durchgeleuchtete Aufnahmen erzielen. Da wegep der unbe-
rechenbaren Bewegungen des Fisches und der Notwendigkeit,
selbst sich bewegende Flossen scharf abzubilden, mit möglichst
kurzen Belichtungszeiten gerechnet werden muß, ist eine gute
Beleuchtung eines der Haupterfordernisse. Den Hintergrund
bildet eine zur hinteren Glaswand im Winkel von etwa 45
stehende Pappe, deren Farbe mit der des Fisches im Gegensatz
stehen muß.
Zur Aufnahme eignet sich vor allem eine größere Platten-
kamera, etwa ab Format 6 mal 12 Zentimeter, mit lichtstürkem,
auch bei voller Öffnung bis zum Rand gut auszeichnendem Ob-
jektiv. Das Bildfeld wird auf der Mattscheibe, die Bildschärfe
nach den Wasserpflanzen oder Steinen, in deren Tiefe der Fisch
am günstigsten stehen dürfte, eingestellt. So vorteilhaft auch
ein Abblenden wäre — sei es zur Erzielung einer größeren Tie-
fenschärfe, sei es zur Gewißheit, selbst mehrere hintereinander
schwimmende Fische gleichmäßig scharf abzubilden — , so ver-
bietet sich das von selbst, zumal die Belichtungsdauer sich auf
eine oder mehrere Sekunden ausdehnen kann. Im. Hinblick
hierauf ist ein hochempfindliches, dazu wegen genauer
Wiedergabe der Tonwerte ein orthochromatisches Platten-
material, möglichst in Verbindung mit heller Gelbscheibe
vorteilhaft.
Probleme sind bei Aquariumaufnahmen nach den Ausfüh-
rungen gewiß nicht zu lösen. Wer die Möglichkeit zu selchen
Photos hat und Gefallen an ihnen findet, dem eröffnet sich ein
dankbares Gebiet.
A
^iBBte
£/N ROMAN VON STANHOPE
7. Forlsetzung
Der Pariser Brief unterbrach ihre Überlegungen; sie wandte
sich den Tatsachen zu und las ein Schriftstück, dem ein gestem-
pelter Vertrag beigefügt war. „Entzückt von Ihren großen Gaben",
hieß es in dem Schreiben, ..wandte sich einer unserer griechi-
schen Geschäftsfreunde an uns, um Ihnen das Auftreten in Paris
zu ermöglichen. Sollten Sie geneigt sein, den nächsten Monat
in unserer Stadt zuzubringen, bitten wir Sie um Unterfertigung
und rasche Rücksendung des Vertrages. Mit der vorzüglichsten
Hochachtung sind wir Ihre gehorsamen Diener Aristide Gibier
de Potence-Compagnie.
Es schnitt ihr ins Herz,
Athen zu verlassen. Die
ganze Sache schien ihr nicht
eines gewissen Hohnes zu
entbehren, wie ihn das
Schicksal liebt. Am Abend,
nachdem sie den Brief
empfangen hatte, ging sie in
eine wüste Kneipe und
nahm an einer Zecherei teil,
die bis in die Morgenstun-
den dauerte; sonderbarer-
weise wurde ihr Kopf im-
mer klarer; und als ringsum
die letzten Trunkenbolde
unter die Tische sanken,
stand ihr Entschluß fest: sie
reiste und unterdrückte die
Tränen und die Stimme ihres
Herzens.
Sie setzte Madame Kalo-
thakis alsbald von ihrer Ab-
sicht in Kenntnis und
mußte hören, daß die
Wackere, die sich im Laufe
der Monate ohne Erfolg um
die Gunst „Bill" Amerys
bemüht hatte — zurückge-
wiesene Frauen sind, wie
die Weltgeschichte lehrt,
stark im Haß — , sie mit
Schmähungen überhäufte
und ihr Undankbarkeit vor-
warf.
„Ich hatte es erwartet,
ich hatte es erwartet!"
Böse stieß sie es heraus,
ging erregt auf und ab und
stellte sich durch ihr Beneh-
men in Gegensatz zu ihrer
Behauptung; sie schien über-
aus verblüfft zu sein.
,, Vielleicht kann ich später einmal wieder zu Ihnen zurück-
kehren. Nie werde ich vergessen, daß Sic gütig zu mir waren",
wollte Billic besänftigen.
,,Wir werden auf Sie verzichten, junger Mensch! Die Kalotha-
kis sind noch niemals jemandem nachgelaufen. Gehen Sie nur,
gehen Sie nur, aber kommen Sie nie mehr wieder." Sie vergaß
das vertraute ,,Du", und grimmige Trauer schien sie zu über-
mannen.
Sie zog sich zurück.
Und Billie ging zum Postamt, um einen Brief nach Paris
ni den Kasten zu stecken.
Das einzige, was Pitt über den plötzlich verschwundenen
Damenimitator erfuhr, war, daß der junge Mann in der Schenke
,,zum vergilbten Heraklit" öffentlich sein Wohl ausgebracht
habe und in schwer betrunkenem Zustand von guten Freunden
zum, Expreßzuge Larissa- — Subotiza — Belgrad — Budapest — Paris
gebracht worden sei.
Pitt hielt den Ausdruck der Überraschung zurück und gab zu
Renale Müller
Nachdruck verboten
seiner gehemmten Seele den besorgten Erwägungen über die Pein-
lichkeit des Vorfalles Einlaß.
,,Es ist besser so!" sagte er mit den Schwachen und schlug der
schmunzelnden Tante vor, die dalmatinische Riviera. Kap Hörn
oder die Delagoa-Bai aufzusuchen, nur nicht länger in Athen zu
bleiben. So vergrub der ahnungslose Jüngling, was die Natur
zur Blüte bestimmt hatte, bis dann die Stunden der Leidenschaft
auch ihm die Tage des hymettischen Honigs verkünden sollten,
wie der Dichter sagt. Doch eines nach dem anderen!
4. Kapitel.
Bruder Bill hatte in dar
Zeit der Trennung beson-
dere Erlebnisse.
Verständig, wie er war,
lobte er die Flucht seiner
Schwester, dachte viel an
ihr Schicksal, als er sich auf
den Polstern des Gefängnis-
lazaretts ruhelos umher-
wälzle und dem Tag ent-
gegensah, der ihn in ei.ne
Einzelzelle schaffte.
Die Amerys entstammten
einer in ihren Bezirken an-
gesehenen Kleinbürgerfami-
lie, die jeden Konflikt mit
den Strafgesetzen durch
Enterbung geahndet hätten,
wenn solcherlei möglich
und ein Nachlaß vorhanden
gewesen wäre. Die Familie
lebte in einer Provinz und
hatte keinerlei Bindung mit
dem Geschwisterpaar, des-
sen Anstellung in einem
Modehause bei den Ver-
wandten die Einbildung von
etwas höchst Unsittlichem
hervorgerufen hatte.
Als die Mode sich aber-
mals gewandelt hatte und
Bill schon einige Zeit auf
freiem Fuß war, traf im
Modesalon der Frau Ma-
falda Terpin ein Paket aus
Griechenland ein, das neben
zwei getragenen Gesell-
schaftskleidern, mit denen
nur wenige Hunde hinter
dem Ofen hervorgelockt
werden konnten, einen
Scheck über fünfhundert Mark enthielt. War Billie nicht ein
braves Geschöpf? Bill hatte nichts davon. Er mußte mit sei-
nem Besitz — sieben Mark und fünfunddreißig Pfennigen —
ökonomisch wirtschaften.
Da nun Billies Ruhm erst von Paris aus sich über alle
Grenzen zu verbreiten begann und man in ihrem Vaterland vor-
läufig keine Ahnung von ihrem Genie hatte, fand Bill in den
Fachblättern nichts, was ihm den Aufenthalt der Schwester ver-
riet. So zog er denn auf gut Glück nach Athen, wanderte und
kreuzte ohne Paß die Grenzen; zu schreiben getraute er sich
nicht; ein Gefühl sagte ihm, daß er ihr durch einen Brief mög-
licherweise Ungelegenheiten bereiten konnte
Die Pilgerschaft machte seine Gedanken ruhelos und durstig;
er sah viel, was anderen verborgen blieb; denn er hielt sich in
den Schenken der Eingeborenen auf, trank mit ihnen und spielte
zum Tanze. Dabei stellte er plötzlich eine neue künstlerische
Gabe an sich fest; das Kunstpfeifen. Dieses Talent brachte ihm
das geringe Geld ein, das er für Schlafen und Wachen gebrauchte.
Als er eines Tages in einem winzigen serbischen Dorf seine
Melodien sang und pfiff, trat ein ungemein feierlicher Herr auf
ilin zu und äußerte mit einer Grabesstimme, daß ihn der Vortrag
überaus erheitert habe. Zum Beweise seiner Begeisterung drückte
er mit eisernen Klammern Bills Hände und lud ihn ein, mit
seinem Wagen nach Ragusa zu fahren, wo seine melan-
cholische Gattin durch ihn zerstreut werden müsse. Ragusa lag
nun nicht in der Richtung Athens. Aber Bill war großzügig und
gab seinen reisclcidenschaftlichcn Ideen nach.
Ragusa.
Mit verzückten Augen starrte Bill auf das nie vorher gesehene
Meer; er fühlte grenzenloses Herzklopfen beim Anblick der
Festungsstadt und beim Atmen der blühenden Farben und Düfte.
.,Ich bin sehr froh, Sic kennenzulernen", sagte die Hausfrau
und warf einen mißtrauischen Blick auf Bills Garderobe.
, Ich danke Ihnen. Ich bin glücklich, daß Ihr Gatte mich mit-
nahm, und hoffe, seiner Güte würdig zu sein."
Noch am Abend mußte Bill seine Künste zeigen. Er hatte den
«ichdnen Erfolg, daß Madame teils sanft einschlief und teils das
Konzert durch emsiges Stricknadelklappern begleitete. Auf
solche Art sicherte er sich das Wohlwollen der ganzen Haus-
genossenschaft, deren Vorstand von Beruf Advokat war.
Vierzehn Tage lebte Bill nun schon im Hause des Anwalts,
Nie war ein Wort des Abschieds gefallen. Madame war auf-
geblüht, das Familienleben hatte an guter Laune und Zufrieden-
heit gewonnen, kurz, alle waren guter Dinge.
Der Bischof hatte Geburtstag. Bill hatte sich unter die Menge
gemischt und trug zum erstenmal seinen neuen Anzug, ein Ge-
schenk.
Ein junges Mädchen schob sich heran und war durch eine zu-
fällige Bewegung bereit, Bill die ihm noch unbekannte Stadt zu
zeigen. Arm in Arm bewegten sie sich durch das Gewirr,
schlössen sich einem dichten Zuge an, verloren plötzlich die Ver-
bindung mit allen, die vor ihnen und um sie herum gingen.
Sie schritten schweigend, forschten manchmal in den Blicken
und entdeckten beiderseits große scheue Heiniwehaugen.
,,Ich liebe dich", sagte Bill,
,,Iss gefellik!" erwiderte sie ihre einzigen deutschen Worte, und
deutele auf die Kakteen und Agaven am Abhang. Da sah man,
daß, wie anderwärts in Bäume, die Liebespaare in die Blätter
Namen, Daten und Herzen eingegraben hatten.
Sie stiegen höher hinauf auf den Berg Imperial, bis die Stadt
sich wie ein Blumenbukett in einem weißen Schacht ihnen und
dem Licht entgegenrankte.
,,Paapa!" machte die Kleine und wies auf einen alten Mann,
der in montenegrinischer Lammfellkleidung an einer Wegbiegung
aufgetaucht war, Stcpan Dobrosch hieß er, lebte als Einsiedler
und Dichter, hatte Peter den Großen (von Serbien) besungen und
in der österreichischen Kriegsmarine gedient. Kam nur selten
hinab in die Stadt, Blieb lieber oben und machte Verse. Rezi-
tierte mit Feuer,
Das Mädchen wurde ungeduldig, und der Alte brach ab. Wie-
der in der Stadt ging das Paar zu den Wagen, die zu den Ombla-
Ouellen fuhren. Hier war um diese Stunde kein Fremder, Kein
Einheimischer,
Beide lagerten sich an den Rand des wundervoll klaren Ge-
wässers und hörten auf die rauschenden Orgelklänge, die irgend-
woher oder nirgendwoher kamen.
Es war unbeschreiblich schön.
Bill kehrte nicht mehr zu seinen Wohltätern zurück, sondern
begab sich an Bord eines Hi'ndelsdampfcrs aus Suschak, der
griechischen Landwein aus Patras holen wollte. Die letzten
Stunden an Land waren einer träumerischen Innigkeit geweiht;
was alles Bill unternahm, seine Überlegungskraft war ausgesclial-
tel. Er ging in einen Blumenladen und bclud seine Freundin
mit sterbenden Blüten; gleichzeitig ließ er durch Boten Frau
Cyllara Jabra, der Advokatengattin, mit dem ehrlichen Dank
seines Herzens einige botanische Kuriositäten überbringen, die der
Blumenzüchter mit dem Namen ,, Nelken" belegte, ohne daß sie
deshalb aufhörten, Bill unbestimmt an Mixedpickles zu erinnern.
Von dem zarten Aussehen, das Bill sein Auftreten als Damen-
imilator erleichterte, halle er nach der Ankunft in Patras so gut
wie alles verloren. Ein gebräunter, wetterfester Seemann ging
da an Land mit stattlichen Muskelpaketen, die von Arbeit im
lauwerk und Laderaum sprachen. Mit zerrissenen Schuhen
enterte er über den Steg; er war seiner Schwester auf dieser
Fahrt, was Icniperament und Unternehmungsgeist betraf, immer
ähnlicher geworden.
Als Bill stundenlang durch die Stadt geirrt war und sein Ziel,
das Kawkasia-l.tablissement, immer noch nicht gefunden hatte,
war er vor Hunger fast dem Umsinken nahe. Dazu kam, daß
ihn jetzt die Gedanken niederdrückten, ob es überhaupt zweck-
mäßig sei, die Schwester im Variete aufzusuchen; wer wußte, ob
sie dort war und was sie machte?
,, Tausend, das nenn' ich eine Freude!" Jemand klopfte ihm auf
die Schulter; ein unbekanntes Gesicht lachte ihn an.
,,Das ist nahezu der schönste Tag meines Lebens; wo kommst
du denn her, Jack?"
Minuten dauerte es, bis Bill Worte fand, und diese klangen
unsicher, hungermatt,
,,Ich weiß nicht recht, mein Herr — ? '
Doch der sprudelte schon weiter mit seiner Rede, merkte, daß
CS seinem Gegenüber an allerlei fehlte, hakte sich ein und zog
ihn in die nächste Wirtschaft, ohne daß Bill sich zu wehren ver-
mochte. Ganz kurz durchzuckle ihn die Idee von Bauernfängern
und dergleichen. Aber der Fremde sprach freimütig und auf-
recht, bestellte Lammkoteletts und allerlei andere nahrhafte
Dinge, Bill wollte erst satt sein, um dann um so dankbarer die
Verwechslung richtigzustellen.
,, Erinnerst du dich noch an den Tag im Hamburger Hafen, da
wir zum erstenmal im ,, Silbersack" zusammenkamen?"
Bill kaute emsig, und der Fremde entnahm seinem Grunzen
daß er ihn nie vergessen würde,
, .Donner, was waren wir damals für tolle Burschen! Ja, man
wird ruhiger mit der Zeit!"
,, Stimmt, stimmt!" sagte Bill und schob eine süße Kartoffel
in den Mund. Er war nun satt und ruhiger und sah mit ge-
spannter Erwartung der Entwicklung der Dinge entgegen.
Sein Freund, den er nicht kannte, zahlte, schlug ihm abermals
auf die Schulter und rief;
..Komm, alter Schwede, auf meine Bude, ich braue einen
Mokka!"
Nun hielt Bill den Zeitpunkt für gekommen, die Wahrheit zu
gestehen,
,,Geh mir, du machst mir etwas weis! ' sagte der Fremde,
.,Nein. nein, ich war hungrig. Sonst hätt ich's nicht so weit
kommen lassen. Übrigens sage ich Danke schön!"
Der Fremde schwieg etwas gekränkt; dann lachte er mit gut-
mütigen Augen: ..Ich bin ein kurzsichtiger Hund. Ich habe Jack
fünf Jahre nicht gesehen; er hat mir mal das bißchen Leben ge-
rettet. Na. um seinetwillen, alter Freund, kommen Sie nur mit!
Man muß Ihnen auf die Beine helfen, was? Finden Sic hier
nicht zurecht, was? Heiße Tyll Karo,"
,,Bill Amcry, sehr erfreut!" Bill klappte wie ein preußisches
Taschenmesser zusammen,
Tyll fragte: ,,Wo sind Sie zu Hause? '
Bill gab Auskunft und erzählte ausführlich seine Schicksale,
wobei er verschwieg, was auch wir verschwiegen hätten,
Tyll Karo war Kunstmaler und besaß ein helles, geräumiges
Atelier am Tor des Hadrian, Er halte einen bewegten Lebens-
gang hinter sich, war in der Fremdenlegion und bei den Rot-
gardisten gewesen, äußerte große Gedanken, und während er
sprach, hatte Bill die Empfindung, als ob Jack, sein Doppel-
gänger, eine mythische Gestalt sei, die Tyll Karo ersonnen habe,
um seine Hilfsbereitschaft zu verkleiden.
..Einen Tag können Sic hier hausen. Länger nicht. Ich will,
daß sich jeder selbst hilft. Es ist schwer, in Athen Arbeit zu
finden. Aber wer was kann, schafft's. Wenden Sic sich nicht an
den Konsul! Unfähig! Weist Sie ab!" Die Worte klangen zu-
nehmend schärfer. Es schien, daß der Kunstmaler schlechte Er-
fahrungen mit dem Vertreter seines Landes gemacht hatte.
Nun erkundigte sich Bill nach dem Variete Kawkasia, das Herr
Karo von zwei, drei Besuchen kannte.
,,Ich habe nicht viel übrig für derlei Darbietungen. Ein Freund
von mir spielt dort — er erzählte von einem Damenimitator —
La belle — ich weiß nicht — ah doch — La belle Billie. Aber
im übrigen kenne ich niemanden."
Es überlief Bill kalt.
Er fand keine Aussicht, das Variete aufzusuchen, ohne daß
wenigstens Madame Kalothakis hinter den Schwindel kam.
Es war nicht leicht, in dem stattlichen Jüngling den unansehn-
lichen Buchhalter des Modehauses Tcrpin wiederzuerkennen; und
so ist es nicht weiter verwunderlich, daß Madame Kalothakis,
als sich der Kunstpfeifer Henry Marshai vorstellte, durchaus
nicht an die , .gelbe Nachtigall" erinnert wurde. Zu Erinnerungen
und Vermutungen lag für sie auch gar kein Grund vor, seit sie
den Namen Amcry aus ihrpm Herzen verbannt hatte.
Fortsetzung folgt
FRAGEN
*--<-
die uns errei'chtert
Anfraj^en erbitten wir
Scherlvcrlag. Antwort
an die Redaktion des „K i 1 m - M a )J a z i n ". Berlin SW 68, Zimmerstraße 35—41
erfolsJl nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
All viele: Aiioiivnii; liiicfr worden nicht boaiitwortct. lU-i Maiiii-
skripfansoleBOiihcitcii liilti'ii wir folurciuli's zu lieachtcii: Ji'dcr Aufrage i>t
KiaUpiirlo beiziirii;;eii. .Icde Klii^eniliiiis- eines .\laiin-Uri|ils zur rriifiiim
ist zwecklos, nur Exposes im Inifangc von 2 — S iSelireilnnaseliincnseiten
sind zur Kin>endiMm an die rilniiiidii>lrie, KeKi»eiire m~a. •iei-isnel. Kiir
Verlust der einse^andlen Mannvl^riple kann keine Veranlwortiiiiyr iilier-
noninicn werden, also soll der Verla-ser nur Durehselil.iKe .-enilen. von
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K.ii-erd.imiii it.'i. Ci'rd.i .M.iiiriis
Hcilin-Stculitz. Thor walil seilst r:inc
Nr. 2.-I.
Filnifreundin H. aus St.:
Neil Hamilton. lilori.i Sw.-in-
-oii. Doiijjl.is Fairb.inks ii. .M.-iry
l'ickford befinden sieb zur Zeit
in P;iris. — George H.im-roft h.ii.
wenn diese Zeilen i'rselieiiieii.
Herlin wieder verl.isseii. Es
beißt, d.ii; .lohn (iilliert mit sei-
ner C.-iiliii lii.'i flaiie sich .•inseu-
l.licklieh in Entil.iii.l .lufhiill. —
.1.1« obl. es nilit ein I.issy-Arn;i-
Hiich. — .Viideie liline iiiil
(Inst.iv Fiöblich kennen aiieli
wir nicht. — t;ret.-i (i.irb.i ist .iia
sichersten durch dii- Mi'Iro-Cold-
w .\ n-.M.iyer-Siiidios. t^nlver - liiy.
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— Wann John Gilbert einimil
Dentscbl.-iud besucht, wissen wir
leider selbst nicht. — Elizz;i l:i
rmta wohnt Herlin AV. Xiirn-
l.eruer Sti;il!e 10. bei .\dler.
Film-Seppl, Wilmersdorf: Sic
b.ibeii recht, der ]>riicUfebler
ist inzwischen berielilini w m -
.Ich. — Harry Liedtke wiihiii
Hin -(Jrnnew.ibl. Hisiii.irck;illee Ki.
Nixe: Hri;;ine Helm uoliiil liei liii- 1 l.ililciii. Im Winkel .'i.
H. Seh., Görlitz: Ihre Hildw ünsche sind vor-emerUt. — Die Haupt-
d.irsfeller im ..Fridericus Kex' i.iiiUer Otto (iebiihr) waren Albert Sleiii-
riick. Ern.i Moren.i. T,lli Alexandra. Maria Drska. — Fritz Lauf'- ist zur
Zeit veirei-t. Mit ei i neuen Film li.it er noch nicht bcfi-onin'n.
..Hie Eiserne llr.inf und ..In Treue st.irk ■ siml moi dem Kiiiissciii Dr.
I!ciiiriili Ifr.indt iiiszeiiiert worden.
OJA
Die gute
WUNDER-SEIPL
maclil eine neue Haut
l.2.i, 2.—
OJA ^1 OJA
X\GF:L-HAUr-
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enif. d. NiiHcIhaul ohne
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PARIS
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hLRLIN W ,-0
Kiirfiirstcndamm 13
rümtreund Franz E., Fürstenwalde: Cliarlcs Farroll wurde als Sohn
eines Theaterdirektors iii Cape Coil in Jlassacliiisetts geboren. Er stu-
dierte zuerst Literalurgcseliiclite, King aber bald zur Spreclibiiliiie und
endlich zum l'üni. Kr ist unverheiratet, iias>i(inierter Sportsniann, (j'ht
Autogramme. i'arrell ist am besten durch die Fox-Studlos, 1401 Xo.
Western Avenue, IIollj wuud. Km!., ISA., zu errcieheii.
Wiener Filmfreunde: Ik» Syms Adresse ist Berlin-Sehüneberjc. Inns-
brucker Straüe 16. — Lil Da^over ist mit dem Produktionsleiter Witt
verbeir.itet. — Iwan Petrovieh ist ledig- und gibt Autogramme. Wir
glauben, daü er alle Blumen liebt. Sein n.-ieh.ster Film heißt „Es gibt
eine Krau, die dich niemals vergllit''.
Filmfreundin Emmy H., Thüringen: Lon Chaney hat seine Besitzung
in Beverly-llills, Holljwdnd, K-.I., L'S.V., wurde in Colorado geboren, ist
verheiratet und bat einen erwachsenen .Sohn. — Sue Carol (eifrentlidi
Susy I.ederer) sianiiiii .ins Chik.ifio. — .)anet Oaynor wurde als Tochter
eines Innendekor.iteiirs am ß. (Ikliiber in l'liiladelphia geboren. — Die
Adresse der Hom-FiJm .\.-G. ist Berlin SW If, FriedricbsIraBe 225. —
Der ncufste Film mit Luis Trenker heißt ,,l)ie heiligen drei Brunnen".
.Seine l'.irtiierin ist Betty Bird.
Film-Rose aus Sachsen: Iw:ni Mosjukin wohnt Berlin W. Kiirfürsten-
d.iinm 1!).'>. Er wurde am 2ß. September in Peiiz.i (Kulll.ind) geboren und
ist mit der dänischen Filmd.irslellerin Agnes Petersen vermahlt. — (ier-
irude OliMstedt ist Scliwedin. mit dem Regisseur IJi)bert Z. Leon.ird ver-
heiratet. — Daisy d'Ora liciGt richtig Barom'sse Daisy von Freiberg.
Zwei Leipziger Filmfreunde: liustav DieHl wohnt Berlin AV, Regens-
burgcr Stralie 2K, bei .Schleusener. Er wurde am :w. ])ezember in Sv'ien
geboren, kam von der Spreelibiiluie zum Film und ist geschieden. Sein
neuester Film ist ..I)i(! weiße Holle von l'iz Palir". — Edda Croy ist mit
dem Herzog .lo.nhim Ernst vun Anhalt verlobt. — Ernst Verches ist
ledig, ebensi) ^I.iri:inne Winkelslern.
Greta Garbo-Verehrer, Berlin: (ireia Garbos nächster Film heißt
..Per Kuß" (..Eifersucht'). Ihre P.irtner sind Conrad Xagel, Lew Ayres,
.Vnders Rimdolidi. l)ie Künstlerin gibt Antogr.imme. Die Adresse ist
richtig. — .lohn Gilbert i^t mit der :imerik;(nischen .Schauspielerin lii.i
Claire verheiratet. — I.illian (^.ish wurde in Springfield geboren.
Li und Lu aus Baden-Baden: Willy Fritsch, Gustav Fröhlich, Werner
Fucitercr sind ledig, llari> Halm i^t mit einer Xichtsch.'iuspielerin ver-
heiratet. — Die Partnerin von AVilhelm Dielerle in ..Friihlingsrauschen"
war l.ieii Deyers. Die Künstlerin ist hellblond und hat blaue .\ugen.
Sie wurde :ini ."^i. November in .Vmsterdam geboren und ist unverheinitct.
Dieterle und Lien Deyers geben -Vutograinine.
Conrad Veidt-Verehrerin Esther, Hamburg: Die Partnerin von Conrad
Veidt in dem neuen l'fa - Tonfiltn ..Die letzte Kompagnie" ist Karin
Evans. Veidt gibt Autogramme. Seine Adresse ist Berlin W 10, Lichten-
steinallec 2a.
Film-H.: Der Verfasser des .Aufsatzes äußert sich auf Hire .Vnfrage
wie folgt: Das in Hi'ft .Ifi der „Filmwelf ;ibgebildete Kompendium wurde
gebaut für ein Objektiv: f : 2." bei 20 mm Brennweite. Es läßt sich jedoch
ohne weiteres auch vor einem Objektiv von .50 mm Brennweite bei f : .i..'«
verwenden. Das KompcMulium hat mit der K.iineraoptik überhaupt nichl-
zu tun. J.eiliglieh die .\ufsii.uiMhiilse. millils deren der Ledcrbalgen in
der SoMnenblemle des ()bjekli\s befestigt v\ird, muß den entsprechenden
Durchmesser haben. Vielf.ich wählt man den Durchmev-^er der Spann-
hülse etwas größer als den Durchnu'sser der grüßten v orhandenen .Sonnen-
blende. Durcli eingelegte Papp- oder Ilolzringe paßt mm dann die Spann-
hülse dein jeweils verwemleten Objektiv an. Xalnrlich lohnt sieh der
-Vnbaii eines Kompendiums an eine Kodak-K;imera B. f : fi,5. Die ver-
hältnismäßig geringe Lichtstärke dieses Objektivs wird ja durch ein
Kompendium in keiner Weise beeinflußt.
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Erna und Susi aus Danzig: Den Professor in dem Fritz L.ing-Film
..Frau im Moml" spielte Klaus Pohl. .\lle Filmstars geben Auto-
gramme. — Lilian Harvey und Willy Fritsch sind unverheiratet.
Susi K., Bad Homburg: ll.irry Liedtkc ist mit Christa Tor,ly
verheiratet. Beide Künstler geben Autogramme. — Gustav Fröhlich
lu'lte seinen ersten großen Erfolg in ...Melropoüs". — Werner Fuetterer
ist .■> — (') Jaliie beim Film. F^r bevorzugt \\ ;isscrsport. — Lilian Harveys
l'artncr in der ,, Tollen Lol.i" w.ir Harry Halm. — .Soviel uns bekannt ist,
trägt l\.ni Petrovich seinen richtigen Namen. — Die bekanntesten Filme
mit Eric Barclay sind ..Die drei Kuckucksuhren ■, „Das brennende
.Schiff", ..Die Hölle vom .Montmartre". ,,G'schiehten aus dem Wiener
Wald". Barcl.i.vs Adresse ist Paris Vlll, 15 Kue du Cirquc. — Ossi
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end. Kaisercbimm 10. — Wenn Sie Filmoper;iteur werden wollen,
Sil weiiiW'ii Sie sich am besten einmal ,ni den Klub der Kameraleute,
Herliii-Sieglilz. Feuerbaehstraße 21. — Priscilla Dean lebt in Hollywood,
K,ilifi)rnicii. l'.s.V. Sie gibt Autogramme. Möglich, daß Sie auch wieder
filmen wird.
Lil Dagover - Verehrerin Sybille v. U.: Sic haben recht, Lil
D.igciver li.it <'ine Tochter. D.is .\lter der Künstlerin können
uir Ihnen leider nicht mitteilen, d.i wir unseren Filmslars grundsätzlich
nicht diese Frage vorlegen. Lil J).igiiver ist auch im Leben furchtbar
nett. — Hcnny Porten w;ir kürzlich in ll.imbiug und Breslau, wird aber,
wenn diese Zeilen erscheinen, wiiMler in Berlin sein. Wir werden .Sic
an das fällige .\utogr.imm erinnern. — .le;in Angelo v\ohnt Paris 11.
Broilev.ird de .Montparnassc. — Die Adresse des Freiherrn von Dungern
ist Berlin W, Paulsborner Straße 2. ^ Wir haben Georg Alexander Ihre
(iniße bestellt und ihn an das .Viitogramm erinnert.
Filmfreundin aus Rapperswyl: Wir empfehlen, sich die Bücher
zini;ichst zu bestellen. sie d.nin direkt an Harry Liedtkc zu
-■cliiekcn und ihn um Widmungen zu bitten. Wir glauben sicher, daß
er Ihren Wunsch erfüllen wird.
Zwei Hamburger Filmfreunde: Iw.in Mosjukin wohnt Berlin AV,
Km fürstcnd.tnim l'.l.'i. Er ist mit der dänischen Filmschau-
spielerin .\gnes Petersen verheiratet, wurde ;im 26. September in Petiza,
l!i[i;i:ind. geboren, gibt Autogramme.
Filmfreundin Hilde aus Halle: Greta Garbo ist unverheiratet,
■ lehn B.irrymore mit Dolores Costello verheirritet. — H;irry Liedlke wohnt
Uerlin-{irunewald, Bismarckallce 16. Er wurde am 12. Oktober in Königs-
lieig geboren.
H. L. aus Königsberg: .l.iwohl, Harry Liedtke wurde in
Königsberg geboren. Geburlsl.ig hat er am 12. Oktober. .Selbstverständ-
lich ist er auch im Leben ,,s(i liebenswürdig und symp;iibisch" wie im
Film. Die letzten Liedtke-Filnie waren: ,.Die Zirkusprinzes-in". ..Der
lustige Witwer", ,, Großstadijugend ', ..Ich küsse Ihre Hand, Madame".
Kürzlich erschien sein Film ..Vater und Sohn". Die nächsten Filme mit
l.iedtke sind ..Der Erzieher meiner Tochter", ..Die Konkurrenz platzt".
.. lionauwalzer". J.a. mit Christa Tordy li.it er schon einmal gefilmt, und
/u.ir ..Amor auf Ski". — Xeni.i Dcsni filmt augenblicklich nicht. Sie
li.it ..echtes" blondes Haar.
Tanja aus Hannover: Ein Monatsahonnement kostet 1.75 M. — Willy
Fritsch wohnt Berlin W. Kaiserdamni 9.5. Er gibt Autogramme. Sein
nächster Film heißt ..Liebeswalzer" und ist ein Tonfilm. Die weibliche
ll.iiiptrolle spielt Lilian Harvey. — Die beiden Hauptdarsteller in dem
Film ..Die Lindenwirtin vom Rhein" waren Fred Solm und Carl de Vogt.
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reichste Fr.iu der Weif war .lean Mnrat. ein Franzose, der in Pi^riRueux
^ell<>ren winde nnd unseres \Vissens zur Zeit
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hesien erreichen Sie Itamon Xovarro
unter der .\dressc der Metro - Ooldwyn-
Nlaver-Siudios, C'nlver-City, Kalifornien,
L'S.\. Xov.'irro spriclit jjebrocliei-. Deutsch.
Die o-enaniiten Filme sind in Uerlin
noch nicht «czeiKt worden. Ihr Bild-
wntiseh soll in :ilisehli;iri-r Zeit orfülll
werden. .Vllcr riclitig geraten.
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.111 die fälligen Autogramme erinnert, mit
.\usnabme von Tom Mix, der in .\nie-
lika wohnt.
Dita B., Westend: Igo Sym wurde ;im
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schieden und heißt riditifr Karl Julius
Sym. Er treibt jeden Sport, sibt .Vulo-
granime und ist auch im Leben riesin
uvtt. — Werner Fuelterer uml Dina
(iraila sind ledis und neben Aulo-
■;ramme.
Gretel L., Potsdam: lIoU' mmi Coth
sibt AutOKramme, ist lediR. Sein neue-
>ter Film heiüt ..Vater uml Sohn" mil
Harry l.iedtke.
Ruth W., Barmen: Wir werden Henry
Slii.iit UM{I Dila P.irlo an die fälli].;en
.\ntosranime i-rinnern. I.ya Mara befin-
det sich m)ch immer in Amerika. —
Itamon Xovarro denkt nicht d;ir:iti. ins
Kloster zu Kchen. Wir glauben kaum,
d.iß ili'r kleine J)a\id I,ee schon Auto-
Kr.-imine K<"hen k.-mn.
Marietta S.-, Gera: .Tawolil. Harr.\
l.iedtke ist Oslprciiljc, in KöniKsber;;
Hi'biiren. Er wohnt in Uerlin - (iruiie-
w.ald, lüsm.irckallee Ifi. — Ast.i Xicl-
sens Adresse ist Berlin M'. Kaiser.illee
Xr. '.'0.1. — Emil .l;inninp,s hat seine
\Volinuntc in Berlin - IJrnm'wiikl, Del-
briickstraße i7. Die Künstler geben
Antotjrammp.
Hilde St., Dahlem: Maria P.tndler
wohnt Bcrlin-Ilalensee,. .Mbrecht-Adiil-
les-Straße .'la. Willy Fritschs .Adresse
ist Berlin AV. K:iisoril:imm !),".. Der
Künstler bat am 1'7. Jantiar (Jeburtst.ny;.
Er arbi'itet aiisenblicklicli in Xeub.ibels-
lierjr .-in dem 'l'ünfilm ..Licbesw.ilzer".
Elisabeth K.: Evelyn Unit wohnt licrlin-fbarloitenlMirg. Schiller-
straße 121. Vera Schmiterlöw Berlin-Halcnsce. Xestorstraße 1. — Soviel
lins bekannt, trägt der lt;iliener Carlo Aldini seinen richtigon Xamen. —
Beim Film kommt es nur auf das T.ilent an.
B. N. 1001: Filnim.inuskripte sind nicht käuflich. — Die hekannte.sten
l.ili.in H;ir\ cy-rilme sind ..Liebe und Trompelenblasen-. ..Die keiLSChe
Siisaniu'". ..Prinzessin Triillalla". ..Vater werden ist nicht schwer". ..Die
Kleine vom Biimnier'. ..Die tolle l.ol;i". ..Ihr dunkler Piinkf. Ihr
nächster Film heißt ..Wenn du einmal dein Herz verschenkst". Augen-
bliil.licli arbeitet Liliau Harvey an dem Ufa-Tonfilm „Liebeswalzer"
}imw!!^mism^S!fWFimm^
Werner G., Charloilenburg: Louise Brooks ist am besten durch die
Hom-Film .\.-G., Berlin SW 4(<. Friedrichstraße 22j. zu erreichen. Sie
ist .\merik;inerin, in Wichita geboren, spricht gebrochen Deiitsth und
wird ungefähr so alt sein, wie Sic geraten haben.
Fritz B., Wiesbaden: Klans Pidil wohnt Berlin-Xeubabcisberg. Stahn»-
dorfer Straße 107. Gerda Maiiriis hat ihre Wohnung in Berlin-Steglitz,
Thorwaldsenstraße 20. .Sie hat am 25. August Geburtstag. — .\l Jolsoii
ist durch die Warner Brothers-Siudios. 5812, Sunset Boulevard, Holly-
wood, Kai., VSA., zu erreichen. Er gibt Autogramme.
Willy F., Stettin: Die Rolle des Ver-
brechers, der ..Prinz" genannt wurde,
in dem Fox-Film ..Kriminalkavaliere"
spielte Ben Banl. .\lle Filmstais geben
Autogramme. — Milton Sills ist mit
Doris Kenyon verheiratet.
Zwei „Frau im Mond"-Ijiebhaberin-
nen. Hamburg: Gerda Matiriis wohnt
Berlin - Steglitz. Thorwajdsenstraße 2.'>.
Sie ist unverheir.itet. Dcbiitierie in ..Spi-
one". Ihr neuester Film heißt ,, Hoch-
verrat". Ihr P.irtner ist Gustav Fröh-
lich. — Fritz L:ing ist mit Thea von
ILirboii vermählt. — Willy Fritsch filmt
seit ungefähr sieben Jahren. — tiiistl
Si.irk-Gstetteiib.iiir spielte schon vor ein
bis zwei Jahren in dem Xational-Film
,.lJer Piccolo vom (iolilenen Löwen".
S|)ätcr ..Die Känlierbande ", ..Kampf der
Tertia". — Henny Porten wohnt in Bi'r-
lin-Dahlein. Parkstralie 71. — Urigilii-
Helm \\ in\ ihre Tätigkeit fiir die ff.i
\\ icdcr ;iuf nehmen.
Film-Leüla: .\ndre Koanne ist Fran-
zoc~e. — J.ick Trevor gibt .ViitogramiiM-
und wird Ihnen bestimmt Ihren Wunsch
erfüllen. — Xein. l'iitli Weyher ist kein
Keviiest;ir. sondern Filmsch.iuspiclerin.
— .\nny üiidr.i ist ledig.
Münchner Kindl: .M.iry Pickford wohin
in Beverly-Hills. H.illywood. Kai.. l"SA.
Sie hat ;im ,s. Apiil Geburtstag. Vilnia
Banky liat am 9. Janu.ir Gcbnrlslag
nnd ist durch die S.nniiel (ioldwyn.
7210. S.int;i .\lonic;i Boulevard, Holly-
wood. K.il., rsA.. zu erreichen. Lili.i:i
Harveys Wolmung befindet sich in der
Ahorn-Allee 16-17. Die Künstlerin h.it
am r.i. J.inii.ir (jebiirtstag. — Mareell.i
.Alli.iiii wurde :ini 7. Dezember geboren
und widinr Berlin W. Paiilsborner Str.
Xr. i;!. — C'amill.i Hörn li.it am 2.'). .\pril
Geburtstag. Evelyn Holt am .i. Oktober.
Marietta und Viiicenzo K., Berlin:
Carmen Koni ist wieder in licrlin. .Sie
spielt dii^ Titelrolle in dem Karl Griine-
Film ..Katharin.'i Knie". Liliaii H.irvey
b.it iiellblondes Ha.ir. ■\V.inii (iret.-i Gar-
bos ..Wilde Grcbideeii" in Berlin ge-
zeigt werden, steht noch nicht fest.
Ellen D., Dresden: Jack Trevor wohnt Berlin W. Bendlerstr.iße i).
Er ist mit einer Xicht-Sch.auspielerin verheiratet und h;il zwei Kinder.
Wir glauben, daß er Besitzer eines Autos ist. — l.ien Deyer.s ist am
besten durch die Deutsche l'iüvers.il, Berlin W H, Maiierslraße 82, zu er-
reichen. Sie ist unverheiratet.
Filmratte Pussy: ]>ie Hedwig in ..Mutterliehe'' spielte Ibolya Szekely.
— Hans lirauscwelter wohnt Berlin-Cliarlottenburg. SoorstraUe 77. Elg.-i
Brink Berlin W 50. Prager Str.iße 31, Lee P.irry Berlin W, Kurfürsten-
damm 195. M.ary Kid Berlin W, Giesebrechtstraßc 13. — Wir haben die
betreffenden Künstlerinnen an die fälligen Autogramme erinnert.
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CiufsdieinF.
gültig bis 5. Dezember 1929
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Hauptschriftleitung: Allred Rosenthal (Aros). Verantwortlich für die Redaktion: Arthur Schctter, für den Anzeigenteil: A. Picniak, sämtlich in
Berlin. Für Redaktion und Herausgabc in Osterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien 1. Domgasse 4. — Nachdruck nur unter Quellenangabe gestattet. Unver-
langte Einsendungen werden nur zurückgeschickt, wenn Porto beiliegt. — Verlag und Druck: August Scherl G. m. b. H., Berlin SW 68, Scherlhaus.
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muß es immer etwas Besonderes sein, das Freude auslöst und vom
Beschenkten oft schon heimlich gewünscht w ird. Frauen haben ja viel
mehr die Gabe, heimliche Wünsche zu erraten oder auch Geschenke
zu w ählen, die den Empfänger beglücken. Deshalb wählen sie oft von
der Ufa eine Filmkamera für Amateure, die so handlich gebaut ist.
Wir Informieren Sie (jern und unvcrblndlldi über Ansdia&ungskostcn und Handhabung der Auf-
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errriana Bangs melancholische Zu -
kusnovelle „Die vier Teufel" lockt
"alle paar Jahre einen Filmregisseur,
der dieses Thema auf eine noch nie da-
gewesene Art zu gestalten versucht. Der Däne Sandberg gai
die letzte europäische Illustrierung der Vorgänge, die ja in seiner
Heimat vor sich geht, zu welchem Zweck er sich den damals
noch den Kinderschuhen nicht entwachsenen Martin Herzberg
nach Kopenhagen holte. Seither sind sieben Jahre vergangen,
die ja im Film eine lange Zeit bedeuten und sowohl regietechnisch
als auch darstellerisch zu neuen Gesichtspunkten führten.
F. W. Murnau, der seit einiger Zeit in Hollywood arbeitet, hat
dieses eigentlich europäische Thema in seiner bekannten Art
inszeniert. Wie früher, so geht auch Murnau diesmal vom opti-
schen Eindruck aus; war doch, als er die ,,Vier Teufel" insze-
nierte, der Siegeslauf dos Tonfilms noch nicht vorauszusehen.
Murnau beabsichtigt immer, den Zwischentitel nach Möglichkeit
auszuschalten und die Handlung aus sich verständlich zu machen.
Er hat ja den ,, Letzten Mann" ganz ohne Titel gegeben, womit
er dem Ideal eines Filmes nahekommt. Freilich engte er damit
den Gang des Geschehens sehr ein, weil sich nur unkomplizierte,
vollkommen im Äußerlichen liegende Begebenheiten auf diese
.^rt darstellen lassen. In den ,,Vier Teufeln" hat Murnau die
"renzen weiter gezogen, obgleich die gradlinig verlaufende Hand-
Photomontage mit Janei Gaynor,
Nancy Drexel, Charles Morton,
Barry Norton
^
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WT^^^:
^;-.w
^^-'
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^^^^^^ lung, deren Wirkung sich stark nach
^^^^r außen projiziert, seinen Absichten gün-
^^r stiger ist als etwa „Die Reise nach Tilsit",
^F Die Geschichte von den vier Waisen, die
in einem Wanderzirkus zu Artisten dressiert werden und eine
traurige Jugend verleben, gehört zu jenen Parallelfilmen, die von
zwei Darstellergenerationen dargestellt werden müssen, den
Kindern und den Erwachsenen, in denen wir die Kinder wieder-
erkennen sollen. Eine derartige Handlung bietet für den Re-
gisseur außerordentliche Schwierigkeiten. Er hat nicht nur nach
größtmöglicher Ähnlichkeit zu suchen, sondern muß auch in der
Angleichung der Charaktere nach einer Entwicklungslinie streben,
die im allgemeinen über das Darstellungsvermögen von Kindern
hinausgeht. Es ist Murnau geglückt, eine Glaubwürdigkeit zu er-
zielen, die weit dasjenige übertrifft, das man bisher dieserart
im Film zu sehen bekam. Außer Janet Gaynor, die auch bei
uns schnell beliebt geworden ist, beschäftigt Murnau in den
führenden Rollen Schauspieler, deren Namen man bei uns bisher
noch nicht kannte. Zwar Mary Duncan, die einen Vamp auf
echte HoUywoodait spielt, ist bereits auf der Leinwand zu sehen
gewesen, aber einem Charakterdarsteller wie John Farell, be-
gegnet man im amerikanischen Film selten.
Vhol. Im
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■Pa^^^jafflBa-jTggg^i'AUMW.j la
^,r.ä: • -J!««:»**'--Sü I?Äü „
diesen bunten Abschnitt, der ähnlich farbig nicht wieder in
der Welt existiert. Der Film läßt uns einen Blick hinter die
Kulissen der Riesengewerbe werfen, in denen das Vergnügen
industrialisiert ist. Denn die glänzende Fassade, die all-
nächtlich in einem zauberhaft glänzenden Lichtkreis er-
strahlt, hat auch eine nüchterne und sogar düstere Rückseite.
Nirgendwo stoßen Ehrbarkeit und Laster, Verschwendungs-
sucht und Armut so eng aufeinander wie in diesem Vergnü-
gungsviertel. Die prächtig kostümierten Girls der Revuen
sind soeben müde und schlecht genährt der Untergrundbahn
entstiegen. Die Besucher der eleganten Cafes wenden nicht
selten ihren letzten Dollar an einen Mokka, und in den ge-
heimen Nachtlokalen sitzen die Bewohner des Millionär-
viertels um die Park Avenue Seite an Seite mit Alkohol-
schmugglern und noch finstererem Gelichter. Das ist der
Broadway in seinem wahren Wesen — und kein zweiter wie
Paul Fejos versteht es, seine beiden Gesichter deutlich zu
machen. Aber darüber hinaus zeigt er die brutale Lebensgier,
mit der die heutige Menschheit sich dem Rausch des Ver-
gnügens ergibt, und so wirkt er schließlich ethisch, ohne
warnend den Zeigefinger zu erheben.
Photomontage mit Robert Ellis, Thomas E. Jackson,
Evelyn Brent Phot. Universal
se^'"';'::i"~y::?ws'*f'. ^^«8
Walther Jankiihn und Mady Christians in dem Aafa-Tobisfilm „Dich hob' ich geliebt'
Phot. Aajtt
HctM^ie emeJ^ {/-IßiaJk^mlMelS
(Brief aus Hollywood.
Eddie Nurfent saß in der Kantine der M,-G.-M. -Ateliers
und bereitete sich mit strahlender Miene zum Angriff auf
ein riesiges Steak vor, indem er zunächst einmal eine
Bresche in den es umgebenden Wall von Bratkartoffeln, Schoten,
Mohrrüben und Blumenkohl schlug.
Es ist nämlich noch nicht lange her, dafi Eddie in der Lage ist,
regelmätiige Mahlzeiten zu sich zu nehmen.
Er landete in Los Angeles nach mehrjährigem Herumwandern
mit Zirkussen, Schmierenkomödianten, mit einem Magen, der
ebenso leer war wie seine Tasche. Es war gerade Thanks-
givingday — ein amerikanischer Feiertag, Ende November, den
die Puritaner einführten, und der im Zeichen eines saftig ge-
bratenen Truthahnes steht.
Im Schaufenster einer Automat-Cafeteria las Eddie das Schild
., Susboy zur Aushilfe gewünscht". Ein Busboy hat das
schmutzige Geschirr von den Tischen zu räumen.
„Sie arbeilen von 12 Uhr mittags bis vier Uhr dreilJig, kom-
men um sechs Uhr zurück und bleiben bis acht — dann zahlen
'•,y-ii Ihnen einen Dollar oder geben Ihnen ein reguläres Truthahn-
^-r.'-r", berncrkte de.' Manager. Eddie wählte das Truthahn-
■"* ■- <'nd machte sich an die Arbeit.
■erer Magen knurrte beängstigend. Jede Tablett-
^chirr schien Tonnen zu wiegen. Der Anblick der
■urcid^n Speisen verursachte mir Ohnmachtsgefühle. Meine
Knie zi!!e-tf;,n, und kalter Schweiß rann mir das Gesicht her-'
unter. Die Uhr schien •nillzustehen, und jeder Gang zur Küche
war eine Tortur.
Endlich — endlich war es vier Uhr dreißig. Ich stürzte hin-
aus, hinüber in eine Parkanlage, um dort auf einer Bank sechs
Uhr und damit meine Mahlzeit herbeizusehnen — aber um diese
Zeit schlief ich den Schlaf der Erschöpfung an der Schulter
irgendeines Vagabunden. Um zehn Uhr rüttelte mich ein Poli-
zist wach und liet mir, mich nach einer anderen Schlafstelle
umzusehen. Wie ein geölter Blitz flitzte ich hinüber zur
Cafeteria — sie war geschlossen . . . ."
Eddies nächster ,,Job" war der eines Wärters auf einer
Straußenfarm in der Nähe von Hollywood. ,,Ich sollte meinen
Lohn täglich ausgezahlt erhalten, so schien mir denn an diesem
Abend ein Mahlzeit ziemlich sicher. Ich startete meinem Job
bei diesen Riesenvögeln mit Riesenhoffnungen, aber ohne Früh-
stück. Als die Mittagsstunde nahte, schleppte ich die Futter-
kiste in den Hof und lud die Riesenvögel ein, sich herzubemühen.
Ich hatte persönlich vorher nie etwas mit Straußen zu tun ge-
habt und wollte sie in der Art, wie man es mit Hühnern macht,
füttern. Sie zogen es auch denn vor, sich selber zu helfen; nur
ein alter Hahn schien mit meiner Füttcrungstechnik nicht ein-
verstanden zu sein.
Danach arbeitete er wieder in einem Restaurant. Alles schien
diesmal zu klappen, so daß er eine Ruhepause benutzte, um
frische Luft zu schnappen; denn die Atmosphäre in diesen
Restaurantsküchen ist fürchterlich. ,,Als ich zurückkam, sah ich
sämtliche Feuerwagen von Los Angeles vor dem Hause stehen
Ich eilte herzu — nur um zu entdecken, daß meine Mahlzeii
jämmerlich angebrannt war. Das einzige, was von der Küche
übriggeblieben war, war die Stelle, wo sie sich befunden hatte."
Erst als Eddie als Requisitenarbeiter auf dem Aufnahme-
gelände der Mctro-Goldwyn-Maycr-Ateliers Anstellung fand,
konnte er sich wieder regelmäßigerer Mahlzeiten erfreuen.
Immerhin hatte er gegen Ende der Lohnwoche noch oft genug
magere Tage.
Die Spitzenorganisation der deut-
schen Filmindustrie hat mit dem
großen Filmball die Berliner Sai-
son in aller Form eröffnet. In den
Räumen des Zoo sah man große und
kleine Sternchen aufleuch-
ten, glitzernd durch den Saal
schweben, angeschwärmt und
bestaunt von einer großen
Schar von Bewunderern.
Im Marmorsaal hatten die
großen Firmen ihr Heim auf-
geschlagen. Von den Tischen
leuchteten die Firmenschil-
der der Ufa. Siidfilm, Nero,
Tobis, Greenbaum. Oben auf
dem Rang und unten in der
Ehrcnloge saßen Minister,
Ministerialräte. Parlamenta-
rier aller Richtungen und die
Führer des deutschen Films,
Fünf Kapellen aus allen
Ländern und Zonen spielten
gemafreie Musik, das heißt
/ Maria Paudler, 2 Marlene
Dietrich, 3 Gerda Mauriis,
4 Josef V. Siernberg 5 Bri-
gitte Helm, 6 Willy Fritsch
Kompositionen, für die keine Abgabe
an die vielumstrittene Gema zu leisten
ist, sondern höchstens an die Ge-
nossenschaft Deutscher Tonsetzer.
Die Damen erhielten eine hübsche
Tasche aus Agfa - Travis -
Seide, die Herren einen aus-
gezeichnet gedruckten Alma-
nach, dessen Text Heinrich
Pfeiffer zusammengestellt
hatte, der viele bedeutende
deutsche Autoren und Zeich-
ner zur Mitarbeit heran-
gezogen hatte.
Der Filmball, schon seit
Jahren eine beliebte Attrak-
tion des Berliner Winters,
hat jetzt einen ganz großen
gesellschaftlichen Anstrich
erhalten. Man sagt nicht
zuviel, wenn man behaup-
tet, daß er die Berliner
Wintersaison eröffnet.
7 Lilian Harvey, 8 Rechts-
anwalt Dr. Plugge, 9 Rechts-
anwalt Dr. Donner, 10 Conrad
Vcidt, 11 Kommerzicnrat Scheer
12 Lee Parry
LTißfuh C^anif/, "'^ SwuhihJleii^
Der amerikanische Film findet ein sehr dankbares Thema in
der Schilderung der europäischen Auswanderer, die sich
nach Amerika sehnen und mit allen Mitteln versuchen, auf
seinem fioden sich eine Existenz zu schaffen. Der europäisohe
Film ist daran so ziemlich vorübergegangen, bis auf jenen ge-
hmgenen Film mit Nicola Kolin, der einen falschen Auswanderer
darzustellen hat, einen, der sich vor dem großen Wasser fürchtet
und lieber in Europa bleibt. Aber für so viele tausend andere
bedeute', das Land über dem Ozean das Paradies, und so hat
man einen Auswandererfilm mit Vilma Banky sehr mit Recht
,,Mein Himmelreich" getauft. Die Banky, die ja viel, viel besser
als die große Masse nach Amerika kam, und die dort dank
ihrer Anmut und ihrer Begabung eine große Karriere machte,
lockte es wohl, einmal ein einfaches Mädchen darzustellen, das
in New York landet. Freilich
nicht ganz hilflos, wie die
Mehrzahl der Auswanderer,
denen es in Ellis Island, der
Einwandererstation so höllisch
schwer gemacht wird. Es neh-
men sich ihrer Verwandten
an, die bereits Bescheid
wissen, wie man das Leben
am Hudson zu zwingen hat
und wie man es schnell zu
Geld bringt. Für ein hüb-
sches Mädchen ist es in New
York immer noch nicht
schwer, eine Stellung zu er-
halten, und so wird Vilma
sehr schnell in einer Pasteten-
bäckerei angestellt, weil sie
genau so knusprig wie das
Backwerk ist. Aber noch weiß
Vilma mit dem amerikani-
schen Leben ganz und gar
nicht Bescheid, sonst würde
sie nicht einen Millionär, den
sie auf einem Wohltätigkeits-
fest kennen gelernt hatte, für
einen einfachen Chauffeur ge-
halten haben. Und dieser, der
auf den hübschen Namen
Jimmy hört, läßt sie auch in
dem Glauben, weil Millionäre
nun einmal so sind. Hier wird
der Film zu einem modernen Märchen, Die Menschheit kann
das Märchen, den Glauben an das Wunder, anscheinend nicht
entbehren. Aber die Träume der Menschen von heute glauben
nicht mehr an die Zauberkraft, die im Märchen geheimen Schutz-
geistern verliehen war. Sie glauben zuerst an jenes Wunder,
das sich an Geld knüpft und hegen zu tiefst die Überzeugung,
daß man mit dem Gelde zaubern kann. Der Film bringt diese
Wunscherfüllung auf eine Art. die sich scheinbar zwanglos aus
dem Leben unserer Tage herauslösen läßt, die aber nicht weniger
märchenhaft und wunderbar ist, wie alle die Geschichten bei
Grimm und Andersen. Der Millionär will nämlich nicht seines
Geldes, sondern, wie man so schön sagt, um seiner selbst willen
geliebt werden, und deshalb erzählt er seiner Vilma, daß er
fleißig ,, spare", um 500 Dollar zur Hochzeit zusammen zu bringen.
Wie jede liebende Frau ist sie natürlich gern
bereit, mit allen Kräften dazu beizutragen,
daß die Summe so schnell wie möglich zu-
sammenkommt. Sie kaufen sich eine Auto-
taxe, wie man in Amerika alles kauft, auf Ab-
zahlung, denn damit muß ja das Geld schnell
zusammen zu bringen sein. Aber es kommt
ja im Leben immer anders, wie wir es uns
„,^ . , in unseren Träumen gedacht haben. Vilmas
.Sl^\ . ■ Onkel bringt die Ersparnisse Vilmas und
.\\*~~^ ■ Jimmys nicht zur Bank, sondern zum Buch-
K "^ All 5 macher, und verspielt das Geld. Nach einigen
Irrungen und Wirrungen, die sich als Folge
dieser bösen Tat ergeben, klärt sich aber
alles auf, und der Film endet mit einem ganz
besonders glücklichen Abschluß. Vilma Banky
macht das alles ganz reizend.
\C^^^^ flK j^^ Der Film bietet ihr reiche Mög-
A^^^. ^^H '^^K^. ''(^l^l^^itci^i ihre Darstellungskunst
zu erproben. Sie kann jung, lie-
benswürdig, schelmisch, traurig,
verzweifelt sein, und sie trifft
stets den richtigen Ausdruck für
die Szene. Sie ist das geliebte
Mädchen, das geheiratet wird —
und sie zeigt ihren vielen
Schwestern im Parkett, wie man
sich anstellen muß, um dahin zu
kommen.
Vilma Banky
Pli lt. L'nilfd Arlists-Trrm
I
iimen ^
Technik des
kinematographischen Bildes
Wie eigentlich kommt der Eindruck eines Bildes mit
Bewegungen zustande? Es liegt hier eine zweifache
Täuschung vor: Statt der vielen einzelnen Bilder
glauben wir ein einziges Bild zu sehen und ferner Bewegungen,
die an sich im einzelnen Bild nicht vorhanden sind. Mit der
physiologischen geht eine psychologische Seite des kinemato-
graphischen Sehens parallel. Das Auge des Menschen vermag
höchstens 7 — 8 Einzelbilder in der Sekunde auseinanderzuhalten.
Darüber hinaus verschwimmen sie, bzw. sie gehen ineinander
über. Es ist die Erscheinung der Nachbildwirkung auf die Netz-
haut. Dazu kommt die zweite Täuschung im Denkprozeß durch
Anwendung des Gesetzes von Ursache und Wirkung. Wir
sehen z. B. ein Auto in voller "Fahrt. Schließen wir auf kurze
Zeit die Augen, so erwarten die Augen beim Wiederöffnen das
Auto ein Stück weiter. Wir haben gewiß nicht den Eindruck,
daß der Wagen gesprungen sei, sondern nach dem Gesetz von
Ursache und Wirkung stellen wir uns die lückenlose Fahrt des
Autos vor.
Bilddurchleuchtung wechselt fortgesetzt mit Dunkelpause ab.
Wohl überbrückt das Auge durch seine Nachbildwirkung die
beiden Gegensätze. Sie sind aber besonders bei sehr heller
Schirmbildbeleuchtung stark unterschiedlich — dann empfindet das
Auge das ,, Flimmern". Um diesen unangenehmen Begleiterschei-
nungen vorzubeugen, wird die Helligkeitsphase bei der Durch-
leuchtung durch Dunkelfelder imterbrochen; bei einem gewissen.
Wechsel von Hell Dunkel hört das Flimmern je nach der Bild-
helligkeit auf. Der hierfür erforderliche Wechsel von Hell und
Dunkel ist die Verschmelzungsfrequenz, die etwa bei 50 Bild-
wechseln in der Sekunde liegt. Da aber gewöhnlich ein etwa
24maliger Bildwcchsel in der Sekunde erfolgt und 24mal die
Filmbandfortbewegung durch ein Dunkelfeld verdeckt wird, ist
zur Behebung, des Flimmerns ein zweites Diinkelfeld erforder-
lich. Ein weiteres Mittel zum Beseitigen dieses Übels sind mög-
lichst gleichmäßig große Hell- und Dunkelfelder der Sektoren.
Unser Auge sieht so genau, daß bei zu großem Dunkel- und zu
kleinem Hellfeld im Flimmern das Dunkelfeld betont wird,
während bei zu kleinem Dunkel- und zu großem Hellfeld der
Film hell flimmert. Die Bilddurchleuchtung des stehenden Filmes
dauert bei 24 Bildwechseln in der Sekunde etwa ' ^^ Sekunde,
ebenso lange auch die Dunkelperiode durch das Abdeckdunkel-
feld während der Filmbandweiterschaltung und das Flimmer-
dunkelfeld.
Wie oft wiederholt sich die absatzweise Fortschaltung des
Filmbandes? Wie viele einzelne Bilder hat wohl ein Film bei
IJl' Stunde Spieldauer? Bei einer Filmlänge von 2000, 3000,
ja 3500 m (3!.' km) etwa 182 000 Einzelbilder! 180 OOOmal wird
der Film in 90 Minuten um je ein Bild weitergeschaltet, in der
Sekunde also 24mal. Als normaler Bildwechsel gilt 24- 30 in
der Sekunde. Es gibt aber auch I^änder mit 40-, ja SOmaligem
Bildwechsel und damit außergewöhnlicher Beanspruchung des
Mechanismus. Eine Genauigkeit des Mechanismus ist erforder-
lich, wie sie selten andere Maschinen aufweisen. Dazu kommt
die ruckweise Fortschaltung des Filmbandes und die absatzweise
Bewegung einzelner Teile, während andere gleichmäßig bewegt
werden. Die Seele dieser absatzweisen Fortschaltung, des Kino-
projektors und damit der Lichtbildprojektion im allgemeinen ist
bei vollwertigen Kinoprojektoren ein an sich einfaches und
kleines Konstruktionselement: die Stiftscheibe mit ihrem Ein-
griff ins Malteserkreuz, auf dessen Welle die Transporttrommel
sitzt. Lediglich bei einfacheren Apparaten wird der Film durch
den Schläger- oder Greifermechanismus fortbewegt. Als zweit-
wichtig zeigt sich die Blende.
Aus dem bereits Ausgeführten ist zu wiederholen: Der Film
läuft zwecks Projektion im stillstehendem Moment auf einem
Teil seiner Bahn absatzweise; er wird fortbewegt durch die auf
der Malteserkreuz-Wellenachse sitzende Transporttrommel, wäh-
weil es nichts Schöneres, nichts
Lustigeres, nichts Lebendigeres
gibt, als in der Welt herumzu-
stromern und alle Erlebnisse
einzufangen mit dem kleinen
SdnanioSlO
tBS^
IKO[N_
Er ist die kleinste Federwerk-
kamera für Schmalfilm 16 mm,
erspart alle Mühe des Kurbeins
und der Belichtungsberechnung,
kostet nur 250.- RM. und arbeitet
gut u. sicher wie alle Fabrikate der
rend er auf dem übrigen Wege im Ab-
laut von der einen, im Aufwickeln auf
die andere Filmspule ununterbrochen
läuft. Den Filmweg zeigt Abbildung 2,
in der 26 und 27 die Ab- bzw. Auf-
wickelspule, 48 und 55 die sich gleich-
mäßig drehenden Vor- bzw. Nach-
wickeltrommeln sind. Zwischen 26 und
48 bzw. 56 und 27 bewegt sich der Film
gleichmäßig, zwischen 48 und 56 ab-
satzweise. 50 ist die „Filmbahn" mit
dem Bildfenster in der optischen Achse,
in dem das Filmband durchleuchtet wird.
Durch die darunter befindliche Trans-
porttrommel 53 wird das Filmband ab-
satzweise fortgeschaltet. Die Blende
verdeckt 1. den Bildwechsel und be-
hebt 2. das Flimmern.
Jede Ungenauigkeit im Bildwechsel
würde das Auge empfinden. Es kann
deshalb die Genauigkeit im gesamten
Mechanismus nicht hoch genug gestei-
gert sein, und Toleranzen von
l/'i(ioii mm + dürfen bei den wichtigen
Teilen nicht überschritten werden. Es
gibt nur ganz wenige Maschinen, die
eine so hochgesteigerte Präzision er-
fordern. Ebenso hohe Anforderungen
'werden auch an das zu verwendende
Material gestellt. Es ist bezeichnend,
daß die ersten französischen Projek-
toren als Erzeugnisse der Feinmechanik
schon nach wenigen Monaten ausge-
fahren waren, während die heutigen
Qualitätsmaschinen, vor allem deutschen
Ursprungs, jahrelangen Dauerbclastun-
gen standhalten.
Noch einige Abschweifungen auf das
Gebiet des kinematographischen Filmes.
Natürlichkeit in den Bewegungen wird
nur dann gewahrt, wenn die Bild-
wechselzahl der Aufnahmen mit der
der Wiedergabe übereinstimmt. Da
aber heute die Wiedergabe das 14-,
Aufnahmen von W. Lüneburg, Hamburg,
einfach vergrößert
2-, ja noch Mehrfache der Aufnahme-
frequenz beträgt, ergibt sich der be-
kannte Kinoschritt. Die Bewegungen
hasten und eilen in sinnentstellender
Weise; Personen jagen ohne jeden
Grund dahin, als hefte sich an ihre
Fersen eine Bestie. Die Wiedergabe
rafft, also kürzt die Zeitdauer der Be-
wegungen. Wenn aber die Gescheh-
nisse in einer Sekunde in der Projek-
tion auf das 20-, ja 30fache gedehnt
werden, dann liegt eine Zeitlupenauf-
nahme zugrunde. Wohl läuft hier der
Film im Kinoprojektor mit üblicher
Frequenz ab; bei der Aufnahme wurden
aber nicht 18, sondern 400, 500 oder
gar mehr Einzelbilder in der Sekunde
gemacht, die Bewegungen in einer Se-
kunde also auf das feinste analysiert,
um bei der Wiedergabe^ gedehnt zu
werden.
Im modernen Theaterbetrieb zeigen
sich neben gewöhnlichen oft genug auch
Zeitraffer- und Zeitlupenaufnahmen. Die
schnellsten Bewegungen im Autorennen
werden ebenso klar erfaßt und wieder-
gegeben wie das bewegungsarme Mie-
nenspiel des Filmschauspielers im Groß-
bild. Aber Leben, überall Leben und
Bewegung, deren Ursprung im kleinen,
1 8^^24 mm großen Filmnegativ und
seiner lückenlosen Aufeinanderfolge
durch die Vorführung in einem ausge-
klügelten Kinoprojektor erfolgt. Für
Millionen und aber Millionen bietet der
Kinofilm eine wohltuende Ablenkung
und ebenso vielen ist er ein unüber-
troffenes Lehrmittel. Wer nicht allein
die Filmbilder als solche, sondern auch
deren Entstehung und die erforderlichen
technischen Mittel kennt und mit seinem
Interesse bedenkt, ist dem Film näher
verbunden als je.
Aus den Kindertapen des Films
Friizi Massary in einem Melllt, „Ton-
Bild" von 1909
Mizzi Wirth in der ersten Verfilmung der
Operette Falls „Die Dollarprinzessin"
Paul Poulsen, der danische Charakter-
darsteller, in einem Psilander-Film
öne J3ilcL^
Deuhdier Lidii-
Seit drei Jahren erscheint
„Das deutsche Lichtbild"
ein Sanimelband, der aus
ungefähr dreißigtausend Photo-
abzügen rund hundert auswählt,
die die Herausgeber für wesent-
lich oder vorbildlich halten.
Dem Einleitungsaufsatz von
Peter Panter ist der lapidare
Satz vorausgesandt: ,, Maler
können bekanntlich nicht kie-
ken".
Beim Photographen scheint
es dagegen anders zu sein,
denn schon eine flüchtige
Durchsicht dieses Bandes zeigt
eine geradezu vorbildliche Be-
obachtungsgabe, besonders da,
wo man nicht die landläufigen
Motive, keine Menschen und
Situationen, sondern lediglich
stimmungsmäßige Ausschnitte
gewählt hat. Wie etwa bei
dem Mäher von M. Curt
Schmidt oder der Wolkcnland-
schaft von Karl Stengel.
Allerdings ist das Buch keine
I
Probeseiten aus der
Jahresschau „Das
schöne Lichtbild"
Aufnahme: „Silbcr-
kugel" A. u. P. Neiner
Auf nähme unten :,, Ab-
strakte Photographie"
von Prof. L. Moholy-
Nagy
Aufnahme: „Lünebur-
ger Heide" von Hugo
Eskamp
Vorbildersammlung im üblichen Sinne,
Es ist vielmehr eine Zusammenstellung
qualitativ hochwertiger Bilder, ganz
gleich, ob sie von Amateuren oder
Fachleuten stammen.
E. 0. Hoppe, der berühmte Photo-
illustrator, zeigt eine wundervolle Auf-
nahme von einem Flugzeug vor der
Abfahrt. Hedda Walter erscheint mit
einigen ausgezeichneten Tierbildern.
Mit Recht hat man den Textteil auf
ein paar Artikel beschränkt. Läßt
vielmehr die Abbildungen an sich wir-
ken, von denen das Porträt Fred
bild' QuGrsdiniü
A. Angermayers von Jaro von
Tucholka mehr sagt als seiten-
lange Abhandlungen über Biid-
nisphotographie.
Aus der Tafel von Hugo Es-
kamp aus der Lüneburger Heide
lernt man über die Verteilung
von Licht und Schatten, über
die Schwarzweißtechnik mehr
als aus einem dicken Band, und
die Bilder von Hoppe und
Titzentaler, die aus Detroit und
dem Ruhrgebiet stammen, klä-
ren den Begriff der neuen
Sachlichkeit besser als dick-
leibige Bücher.
Es gibt Tierbilder von sel-
tenem Reiz, so den Inseltiger
und das Nilpferd. Man sieht
auch die oft und viel gelästerte
Stimmungsphotographie in Voll-
endung, etwa an dem Beispiel
von dem ,, Fischfang im Gelben
Meer". Sieht fast abstrakte
Bilder, etwa beim ,, Geländer-
schatten" oder bei dem ,, Vor-
hang" von Finsler.
Tiere und Pflanzen zeigen sich als
Kameraobjekte in der Totale und in
glänzenden Einzelheiten, wie etwa die
,, Froschzunge" oder das ,, Moospolster
aus goldenem Frauenhaar".
Ein Artikel über die ,, Scheiner-
skala" von Prof. Dr. P. V. Neugebauer,
der mit vielen Irrtümern aufräumt,
eine Abhandlung über ,,Die Farbe in
der Bildnisphotographie" sowie eine
grundsätzliche Auseinandersetzung über
,, Photographie und Lichtbildkunst"
schließen das interessante Werk ab,
das, wie immer, im Verlag von Robert
und Bruno Schultz, Berlin, erschienen
und ausgezeichnet ausgestattet ist.
rTTTTrrrj
• ■ B-jkt ■ ■ ■ ■
Photos auf
Kinofilm
In neuerer Zeit kommen in
Deutschland sowohl wie in
Österreich Kameras in den
Handel, die zum Photogra-
phieren mit gewöhnlichem Kino-
film eingerichtet sind. Sie wer-
den besonders gern für Aufnah-
men auf Reisen benutzt, weil
man auf einem Meter Kinofilm
mehr als dreißig Aufnahmen
machen kann.
Man braucht also verhältnis-
mäßig selten seine Kamera zu
laden und kann — etwas, was
gerade bei größeren Reisen sehr
wesentlich ist — genügend Ma-
terial auf engstem Raum in ein-
fachster Form mit sich führen.
Die Aufnahmen, die wir heute
unseren Lesern zeigen, sind mit
einem kleinen österreichischen
Apparat gemacht worden, der
mit Ersatzkassetten geliefert
wird, von denen man ein paar
bequem in einer Seitentasche
mitführen kann.
Wer auf einer großen Orient-
reise oder auf einer Expedition
durch den Balkan mit hundert
Aufnahmen rechnet, hat neben
der geladenen Kamera nur zwei
Ersatzkassetten mitzuführen.
Allerdings sind die Aufnah-
men im Original außerordentlich
klein, weil von der Breite von
3,5 cm ja auch noch der Perfo-
ratio"- .^rand abgeht, wie auf den
abgebildeten Streifen bei uns
sichtbar ist.
Die kleine Kamera zeichnet
aber ohne besondere Einstellung
so scharf, daß sich die Bilder,
wie ebenfalls wieder an unse-
ren Mustern nachgewiesen wird,
ausgezeichnet vergrößern lassen.
Unsere Kopien sind durch-
weg vom Originalfilmstreifen
hergestellt. Wir haben uns Ori-
ginalabzüge gemacht und sie
auf dem gewöhnlichen Wege
vergrößert.
Die Vergrößerungen, die diese
Seite zeigt, sind auf das dop-
pelte Format gebracht worden.
Wer etwa das Drei- oder Vier-
fache erzielen will, hat auch
weiter keine Schwierigkeiten.
Aufnahme von Friedrich von Zglinicki mit Apparat Amourette der österreichischen Telefonfabrik, Wien
Vmr09 ^ ^ EßßEICWTEN
Klagender
Aufnahme vnri II. r.
t'oih-Dopiielanti'sligiii
% .Sc*, blende
Tiger
liorken-Binder
mit
4,i. lonniit f> / ').
'). Gevaert-Piii'icr
:'*'i«S^-''=*®t
I
^^mmfimi^mmm^mm
In den Masten
Aiifn. von -I. Kesslir mit \ ario Arrnrol
I : li.i. Blinde 'J. '/:;.-, .S( *. 2 ihr.
Unten: Lachendes Kind
Aiifn. V. Il-e Stiinholj niii Laaik-Kuticnow-Aii.
l:l.i. t. /i,! ein. Bt. 12. '/.-,„ Sik. Vtiox-I'ap.
Jeder Leser der „Filmwelt" kann sich an
diesem Wettbewerb beteiligen.
Wahl des ilotivs, Größe und Art des Ab-
zuKcs bleiben dem Einsender überlassen.
Jeder Abziip: muß aber auf der Rückseite
folKcnde Angaben enthalten: Name des Appa-
rates — Art und Lichtstarke des Objektivs —
Blende — Platten- oder Filmtabrikat — Zeit-
punkt der Aufnahme — Belichtungszeit — Ver-
wendung etwaiger Hilfsmittel (Gclbscheibc, Vor-
satzlinse u. dgl.) — Art des für den Abzug
verwendeten Papiers — genaue Anschrift des
Einsenders — ausdrückliche Erklärung, daß
der Einsender Photoamateur ist.
Kücksendiing der nicht prämiierten Bilder er-
folgt nur, wenn adressierter Freiumschlag bei-
liegt. Xach Möglichkeit erfolgt Veröffentlichung
der Bilder. Die Entscheidung dos Preisgerichts
ist endgültig. Beschreitung des Rechtsweges
ausgeschlossen. Einsendungen sind zu richten
an: „Filmwelf-Photowettbewerb, Berlin SW 68,
Zimmerslraße 35-41.
fmm-
Lokomotive
Aufnahme von Klau^ lehmann mit ti4h-
.Apparat. Doppcl-.Ana.^tium. I : 4.5. Blende 9.
Haujj-Film. 21-
Bach-Aulnahme
Aujn. von .Mfnd II olj mit hrnemann-Doip.-
An. I : 4,5, Hrenniv. li.jnn. (>,3. '/.-,o -SVA'.
Unten: Bahnhof
.Aujn. von II iltv Hartniann mit \ oigtlünäer-
Avns, 0.5 ,% V.' 1 . 4,5. Blende 9. Ua Sek.
Vorm Pferdestall
Anfnahme von Waller ii^mnnn mit Doppel-. Ana>.tif;m., Knalls
Rigonar 0,J. 10 Sek. Blende 12. I'erniz-I Um. Papier Leanar.
Zeiliingsboot
auf der Havel
Aiijnalintf von Lette
Katzniareelt mit /ecti,
Jena (Aiuistigm.)
lilende (),S. Platte
llaaff - OrthnUclithoj-
jrei. Hlende 9. '!■::,
•SrX'. Sonne vorm. l'a-
pier Cliamair, Gaslicht .
Kesse Bolle
Aufnahme von t. Kindervater mit Stativ-Kamera liy IS. Oörz-Dogmar 1 : 4,5. F. IS cm. Blende
4,3. .Igfa-Aiulre.'ia-Platte. 2 üUihlnrnen 500 Watt. V. Sek. Mimosa-Bromosa-Papier.
Links: Braunsberg (Ostpr.)
.hifnahme von Iritz Angastin mit Rnlzsiliel-Olaie-lAneur-Ana.
Chromu-horapid-Platte. Sept. 12 Vhr. ','o; Sek.
I : 4,S. Blende 9. Agja-
.Mimosa-Siinotyp-Papier
Wanderrudern mit der Kamera
Gelegenheit zu Aufnalimen findet der Anfänger wie der
gewitzigste Photokünstlcr übergenug; jeder Paddelschlag
bringt ihn vor neuen Landschaftsreiz, jedes Lager, jede
Landung lockt ihn. Gerade der beginnende Amateur findet hier
ein ergiebiges Arbeitsfeld, denn er kann kaum eine Aufnahme
verderben. Für Wasserbilder nimmt er Fernsicht, für Land-
szenen schreitet er die Entfernung ab; es kann gar nicht schief
gehen. Zu merken ist nur:
Alle Photoutensilien in wasserdichte Gummisäckchen ver-
packen, — bei Wasseraufnahmen mit wolkigem Himmel mög-
lichst Gelbschcibc vorklemmen, da nur so die vielen zarten
Abstufungen, die durch Blau und Weiß entstehen, auf die
Platte kommen, — bei Wasserfernsicht stets nur Vordergrund-
wirkung in Betracht ziehen, denn die Entfernung wird stets
unterschätzt, und was das bloße Auge klar sieht, wird auf der
Platte eine unwirksame Liliputangelegenheit, — fahrende Boote
stets schräg von vorn oder hinten knipsen, nie senkrecht seit-
lich, — für Aufnahmen im sonnenbeleuchteten Uferwald lichthof-
freie Platten, — für lange Fahrt Filmpack.
Im allgemeinen wird in jedem Falle (von reinen Sport- und
anspruchsvollen Künstleraufnahmen abgesehen) eine schlichte,
so!:de Kamera allen Anforderungen genügen. An ein paar
schlecbten Bildern lernt der angehende Lichtbildner weit mehr
als an einwandfreien Aufnahmen, die nach viel Suchen und end-
'c'>pr/fl Überlegen und Berechnen zustande kamen. Denn auch
Oi',s'iS ist v.'ichtig: schnelles Erfassen eines Landschaftsbildes
vosi abgerundeter Wirkung und schneller Entschluß zur Auf-
nahme. Nicht lange wägen! Schnell wagen!
Jahr für Jahr füllt unsere getreue Kamera eine Mappe mit
den schönstcti, lebendigsten Bilderinnerungen. Photo auf Photo
erzählt unverlierbar, unvergeßlich von all den herrlichen Tagen,
bringt sie so nah und leibhaftig zurück, daß wir sie stets neu
und stets eindringlich wieder erleben!
Und welcher Wanderer findet wohl so oft Gelegenheit zu
wahrhaft künstlerischen Aufnahmen wie wir Faltbootler, die
wir die verstecktesten Waldseen befahren, die heimlichsten
1 lußeinsamkeiten aufspüren, die Brandung der Meeresküsten
zwingen und die Wildwasser und Floßgassen hinunterschnellen!
Kein Sport durchsetzt derart die Übung von Kraft und Mut und
Geschicklichkeit mit einer Schulung des Blickes für Natur-
schönheit und mit dem unschätzbaren seelischen Gewinn an
echter Poesie.
Sieh dies Bild noch: die gespenstisch verkrüppelten Weiden
am Rande des grauen, düsteren Sees, eilende Wolkenfetzen
über der zackigen Waldsilhouette in der verschwimmenden
Ferne: dies ist der tiefste Gehalt unserer Heidefahrten durch
Moore und Brackwasser, das innerste Antlitz eines Landes im
Bilde, eine Aufnahme, wie sie nur vom Faltboot aus mög-
lich wird!
Und sich hier: unser Faltboot, steilabstoßend wie ein
Falke, in dem oberbayerischen Sturzbach, übersprüht von der
Gischtwolke, — du hebst das Doppelpaddel über dich, wie eine
Seiltänzerin ihren Stab, und man sieht fast den Schrei der
jungen Freude auf deinen Lippen! — Auch dies Bild ist ein
inneres Antlitz: das Gesicht nämlich der neuen Jugend, die in
selbstgewählter Körperschulung den Pfad findet zu geistiger
Gesundheit, zu echtem Mut der Selbstbestimmung, zu Freiheit
und zu gläubiger Andacht!
Doch lassen wir die großen Sprüche beiseite! Es sei nur einem
Vielerfahrenen, Vielbcfahrenen vergönnt, zu sagen: Der Falt-
bootsport ist der ,,allerschönste im ganzen Land", aber der
,,aller-allerschönste ist der Fallboot-Photosport", durch den wir
uns alle unsere Sommer fein säuberlich konservieren und unser
Leben lang all unsre Erlebnisse als ,, Eingewecktes" wieder und
wieder kosten dürfen.
Sonne im Herzen! — sommers und winters — dies ist unser
Gewinn. Unser kleiner Einsatz ist ein Faltboot und eine
Kamera.
I
Wßii
E/N ROMAN VON STANNOPE
8. Fortsetzung
Dem Abend seines ersten öffentlichen Auftretens im Kawkasia
ging ein Atelierfest bei lyll Karo voran, bei dem sehr zeitig die
festen Gerichte durch süße und herbe Weine, Liköre und andere
Alkoholika ersetzt wurden. Man muß nicht etwa annehmen, daß
dieses Fest Bill zu Ehren stattfand oder von sonstiger weit-
tragender Bedeutung war. Herr Karo hatte seine internationalen
Freunde schon vierzehn Tage zuvor eingeladen. Daß sich Bill
unter ihnen fand, hatte für ihn lediglich den Vorteil, die Bekannt-
schaft einiger ausgezeichneter junger Leute zu gewinnen, deren
Ton und leichte Lebensauf-
fassung künstlerischen Natu-
ren eigen ist. ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Als Mitternacht ^^^HH^^^HI^^^HIHHiil
lange vorüber war, sollte
einer der Anwesenden, der
als vorzüglicher Redner galt,
die übrigen durch eine feu-
rige Ansprache ermuntern.
Man nötigte den Halbeinge-
schlafenen auf einen erhöh-
ten Platz, weckte ihn durch
Püffe und Knüffe, bis er sich
endlich räusperte, den Zeige-
finger an die Nase legte und
begann.
,,Es ist bei uns nicht üb-
lich, auf die Gesundheit
eines Anwesenden zu trin-
ken", bemerkte Tyll Karo zu
Bill. ,, Bringt man schon
einen Toast aus, so geschieht
es auf Unbekannte, die vom
Redner so fein charakte-
risiert werden müssen, daß
sie uns als zu unserem Kreis
gehörig erscheinen."
,,Eine praktische Einfüh-
rung", anerkannte Bill.
Tyll Karo mußte sich sei-
nen übrigen Gästen widmen
und hatte Bill sich selbst
überlassen, der den folgen-
den Darbietungen, musika-
lischen und rezitativen Ge-
nüssen, mit Behagen folgte.
,,Es ist überall dasselbe",
sagte Bill zu sich und sagte
es halblaut.
Bill überlegte einige Zeit,
höfliche Worte zu finden, um
des anderen Beredsamkeit
zu rühmen. Aber es fiel ihm
nur Banales ein, und so schwieg er lieber und glitt in seiner
Antwort zur Frage über, ob der Herr Dichter oder ähnliches sei.
Einar Söndarsson lachte:
,, Marionettenspieler bin ich. Sie sind noch nicht lange hier,
sonst wüßten Sie vom .Teatro dei Dodoci'."
Bill war unglücklich, ahnungslos zu sein.
„Schadet nichts. Ist auch alles gar nicht so wichtig. Wenn es
Sie interessiert — ich trete im Variete Kawkasia auf."
, Kaw ka — si — a?" wiederholte Bill fragend, und sein
Erstaunen zerpflückte das Wort. „Das ist ja lustig! Ich bin näm-
lich ans Kawkasia als Kunstpfeifer engagiert. Morgen abend be-
ginne ich."
Die Sonne stand schon über dem Berg des Lykabettos. Das
Atelier lag unaufgeräumt und übermüdet, als die letzten Gäste
gingen. Es mußte gegen sechs Uhr am Morgen sein. Zwei junge
Damen warfen prüfende Blicke in einen Spiegel, zupften ihre
Locken zurcchl und freuten sich überaus, daß sie noch hübsch
waren. Sie ließen sich gern von Bill und Einar, mit denen sie
ZP
Nachdruck verbalen
Phot. Ufa
liuan Mosjoukin und Betty Amann in dem Ufaion-Film „Der weiße Teufel"
schon auf recht vertrautepi Fuß standen, nach Hause bringen,
waren auch bereit, einen Ausflug für den kommenden Sonntag zu
verabreden .
Abends fand er sich pünktlich und mit klopfendem Herzen im
Variete ein und suchte unter den umherstehenden, plaudernden
Artisten die Schwester. Aber sie war nicht zu sehen. Bill schritt
an den Türen der Solisten vorbei und erwartete eine Visitenkarte
oder ein Schild mit dem vertrauten Namen. Nichst dergleichen.
Sollte Billie eine so untergeordnete Rolle spielen, daß sie sich,
wie er, in der unter der Erde
gelegenen Statistengarderobe
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ umzukleiden hatte? Da kam
HH^H^^^^^H^IHHHHim er zum Zimmer des ,, Teatro
dei Dodici '. Herr Söndarsson
würde ihm sicher Auskunft
geben. Bill pochte und Iral
ein.
„Hohuho!" gurgelte der
Puppenspieler und spie Bill
einen Willkommcnsgruß ent-
gegen. ,,Was gibt's, mein
Freund? "
Rasch und roh kam die
Enttäuschung, ohne daß sich
Einar Söndarsson etwas da-
bei dachte: ,,Die ist schon
bald einen Monat lang weg;
treibt sich, glaub' ich, in
Frankreich rum, Soll sich
drüben einen großen Namen
— — doch was ist Ihnen?"
,.Ph ■ — ph, ich glaube, ich
habe einen Kater", ächzte
Bill.
„Na, hier, rasch, trinken
Sie ein Kirschwasser — das
hilft! Und dann aber 'raus!
Sie haben ja gleich Auftritt!"
Bill blieb allein mit seiner
Enttäuschung; enttäuschte
Freuden sind nicht so schwer
wie die enttäuschte Bereit-
schaft zur Freude.
,,Was machen Sie denn für
ein verdattertes Gesicht?"
fragte der Puppenspieler.
,,Nein, danke", sagte Bill,
Eine Glocke schrillte.
,,Menschenskind, Sie müssen
auf die Bühne!" Söndarsson
stieß kopfschüttelnd Bill auf
den Gang.
Er streifte mechanisch ein mit blauen Punkten übersätes weißes
Gewand über seinen Anzug und trat in das grelle Schein-
werferlicht.
Die Musik begann, und Bill pfiff: „0 Marie, o Marie." Als
er geendet hatte, verharrte das Publikum in eisigem Schweigen
Aus einer Seitenkulisse sah zornig Frau Kalothakis auf den Neuen.
Die Zuschauerschaft war gespannt auf besondere Eigenarten
des Künstlers und ließ ihrer Enttäuschung ungehemmten Lauf,
als sie merkte, daß sich das Können des Vortragenden auf das
klägliche Gepfeife beschränkte.
Ein Witzbold stand auf und suchte mit mächtiger Lunge Bill
zu übertönen, was ihm nur zu gut gelang.
Der andere Teil des Publikums nahm die Anregung dankbar
auf und pfiff im Chore mit; es war ein Konzert, wie es die ehr-
würdigen Mauern des Kawkasia bis auf diesen Tag noch nicht
erlebt hatten. Durch dieses gemeinsame Mitwirken war die Hei-
terkeit und gute Laune wiederhergestellt, und Bill konnte seinem
gnädigen Gott danken; Monsieur Kalothakis hätte ihn wegen
Unfähigkeit an die Luft gesetzt, wenn nicht Einar Söndarsson
eingesprungen wäre, um Bill zum Aufseher über seinen Mario-
nettenstaat zu machen.
Diesen Beweisen vollkommener Kameradschaftlichkeit gegen-
über wurde Bill wachsweich. Er besch^oß, dem guten Schweden
seine Abenteuer zu offenbaren, um sich selbst Erleichterung zu
schaffen, und dann, um Rat zu holen.
Das war eine wirre Nacht, die diesem Abend folgte. Der
Puppenspieler hörte gespannt zu; manchmal glitt ein Lächeln
über sein Gesicht. Mosch Tcrpin und Frau Mafalda lebten in
der lebendigen Schilderung Bills wieder auf. Und Bill selbst
fühlte sich um ein Jahr jünger, so frisch und genau waren ihm
alle Ereignisse im Gedächtnis.
Söndarsson fühlte gutherziges Mitleid mit dem verzweifelten
Bill, den er sich als Damenimitator gar nicht recht vorzustellen
vermochte, der ihn aber bald eines Besseren belehrte.
Er grübelte, wie ihm zu helfen sei.
,,Ja, wenn Frau Philba Erskinc noch im Lande wäre! Dann
wäre es ein leichtes gewesen, das Reisegeld zu pumpen," Er
sah mit ernstem Blick auf eine häßliche Kasperlcfigur; ganz
dicht vor seine Augen hielt er das blatternarbige Faltengesicht,
wie immer, wenn er nachdenklich war.
Ein dünner Pfiff — langsam trat er zu Bill und sagte;
,,Man muf3 kombinieren können — man muß kombi — einen
Moment — einen Mo — ich habe gleich alles beieinander! Also
Frau Erskine war bei mir, fragte nach Variete-Agenturen, er-
kundigte sich ganz beiläufig nach dem Damenimitator .Belle
Billic' — ich gehe Bescheid — sie geht — einige Tage nachher
kündigt ,Biir Amery — fährt ab — einige Tage nachher reist
Frau Erskinc und ihr Neffe, der, wie wir feststellten, der myste-
riöse Logenbesucher war! Merken Sie etwas?"
Bill merkte natürlich nichts.
Also klärte ihn der Schwede auf.
Am anderen Morgen gaben die beiden jungen Leute eine De-
pesche nach Paris für die Agentur Aristide Gibier de Potence
auf; ,, Drahtet gegenwärtigen Aufenthalt Belle Billic! Kawkasia,
Athen."
Dann gingen sie zum Hotel Grand Bretagne und erfuhren, daß
Frau Philba Erskine nach Ragusa abgereist sei.
5. Kapitel
Ragusa.
„Mit wieviel Schmerz dieser Junge vergilt!" Tante Erskine
lehnte sich stöhnend im Korbsessel zurück und beklagte den
fehlenden Appetit Pitts, seinen Hang zur Einsamkeit und den
Mangel an Gesprächigkeit.
Tag für Tag strolchte er hinauf auf den Berg, kam mittags
hinab zum Hotel Odak, goß sich mit zitternder Hand ein Glas
tiefschwarzen Dalmatiner ein und trank den Wein, einerlei, ob
er Sumpfwasser oder Nektar war.
„Wollen wir nicht heimfahren?" fragte er manchmal die Tante,
„Junge, wenn ich dich so nach Hause bringe, säbelt mir der
Onkel den Kopf ab. Sei vernünftig, iß und schwimm dich gesund!
Dann werden wir reisen."
Pitt ging in die Stadt, kaufte sich eine Zeitung, die er wenig
später oben auf dem Imperial entfaltete. Hin und her rollten die
Augen und saugten auf, was sie lasen, mit einer Gier und Hast,
als könnte ihnen der kleinste Tupfen Druckerschwärze entgehen.
Von unten durch Astwerk und Häuserdächer klang der Kom-
mandopfiff einer Sirene herauf; „Klar zur Landung!" Und in der
Bucht von Gravosa erschien ein silberweißes Boot, legte an und
entließ einen Strom Sommergäste, die von Osten kamen. Zwei
Stunden später fuhr der Dampfer weiter, triestwärts.
Bill war angekommen.
Er fand sich unter feilschenden Autofahrern, wandte den alten
Trick an; warf eine Münze in die Luft, um die sich die Lenker
balgten, indes er mit dem ruhigsten, zurückgebliebenen Chauffeur
davonfuhr. Sein erster Besuch galt der Familie Jaba, die sich
wunderte, den jungen Mann schon so bald und zu seinem Vorteil
im Äußeren verändert zu sehen. Ohne Grimm und Groll wurde
er aufgefordert, zu bleiben. Die Fragen schwirrten, daß Bills
Antworten sie kaum einholen konnten, und dann schrie jemand:
,.Ach, Bill!" Es war ein Papagei, der diese Worte während
seiner Alhenreise gelernt hatte.
Man brachte Kaffee und Kuchen, und als das Eis gebrochen
war. zwinkerte die schlank und schön gewordene Frau Cyllara
Bill zu;
„Von Zeit zu Zeit kommt barfuß ein nettes Mädchen zur Gar-
tenarbeit herein und fragt n.ich Ihnen! Ich hab' ihr immer gesagt:
.Es geht ihm gut!"
„Ach, Marina!" sagte Bill traumverloren,
„Nein, nein, so hieß sie nicht."
„So, so." Bill war zu tadeln, denn er war zerstreut. In seinem
Kopf rüttelten plötzlich die Gedanken durcheinander; Personen
verwirrten sich, Ziel und Zweck der Reise fielen zusammen —
Billie — Marina — Cyllara — Kalothakis — Karo — Sön-
darsson — Geldbeutel — Tante Philba.
Mit der Versicherung, zum Abendessen wieder zurück zu sein,
aus dem berühmten Delikatessenladen eine Flasche Salonäer
Wein mitzubringen (was von Frau Cyllara mit Energie abgelehnt
wurde) und ein höchst anregendes Konzert zu veranstalten,
trennte er sich von seinen Freunden.
Bill fragte und fragte; ,,Wo wohnt Frau Philba Erskine?"
Im ,, Imperial" nicht, im ,, Central" nicht, in den Villen nicht;
gesuchte Personen mit unbekanntem Aufenthalt wohnen immer
dort, wo man sie am letzten vermutet.
Und so war Bill schon recht müde, als er am Strandbad vor-
beitorkelte und seinen Füßen das kühle Wasser der Adria
wünschte.
Vor ihm wandelte eine rüstige Dame, die sich auf einen sil-
bernen Stock stützte. ,, Diese ist die Tante", beschloß Bill. Sie
verschwand im Odak, dem abseits gelegenen Hotel ,,mit Meeres-
sicht und Wiener Küche".
Bill gab seinem Instinkt nach und rannte nun, da er sicher
fühlte, sein Ziel erreicht zu haben, zum steinigen Strand, sprang
ins Wasser, schwamm und schöpfte Lebenskraft.
Dann erst ging er zum Hotel und überließ es dem Seewind,
seine Haare zu trocknen.
„Wohnt Frau Philba Erskine hier?"
„Ei, freilich."
,,Dann bitte ich, mich anzumelden." ,Bill Amery' schrieb er
auf den Besucherzettel; denn eine Visitenkarte besaß er nicht.
Und unter ,, Angelegenheit" setzte er: betreffs Kawkasia und
Herrn Neffen.
Dann wartete er in einem Korbsessel.
Dann kam, sehr aufmerksam begleitet, die ehrwürdige Dame
mit dem Krückstock die Treppe herab. Sie schien zerstreut
und ärgerlich, gab Anweisungen, die sie widerrief, und glich in
jeder Beziehung einem Huhn, das in den Strudel des Verkehrs
geraten ist.
Bill empfand Mitleid; er näherte sich voller zurückhaltender
Bescheidenheit der alten Dame und begann:
,,Ach, gnädige Frau, haben Sie doch die Freundlichkeit . . ."
,,Ich bin nicht in der Stimmung, Bittgesuche anzuhören. Kom-
men Sie morgen wieder — oder, noch besser, überhaupt nicht!'
Der kroatische Hotelportier wollte Bill zum Anblick der
Straßenfront des Odak nötigen.
Da rief der in letzter, höchster Not;
,, Gnädige Frau, es handelt sich um Ihren Neffen und Bill
Amery!"
Auf einmal zuckte das steinerne Gesicht der Tante. Sie piekte
Bill ihren Sommerschirm in den Magen und fragte außerordent-
lich prüfend und kalt, während ihr doch das Herz zu stocken
drohte:
„Was soll das heißen, lieber junger Freund?"
,,Ich möchte nicht gern hier im Hausflur darüber reden!"
,,Also gut, kommen Sie mit in den Speisesaal. Wer sind Sie
eigentlich?"
,,Bill Amery!"
„Mm?"
,, Jawohl, gnädige Frau, ich werde Ihnen alles erklären. Haben
Sie keine Angst, daß ich — "
,,Wir werden sehen — wir werden sehen!" unterbrach ihn die
Tante und ging voran, keineswegs beruhigter. .
Frau Erskine wurde höflich von überall gegrüßt. Man schätzte
sie wegen ihres Wohlstandes, ihrer Herzlichkeit und des Ver-
ständnisses, mit dem sie Kellner, Kinder, Erwachsene und Speisen
behandelte.
Heute erwiderte sie gütig wie sonst die Grüße, aber ein wenig
müder; doch hatte sie sich genug in der Gewalt, um teilnahms-
vollen Fragen auszuweichen. .
,,Also, was soll das alles heißen?" fragte die Tante und
fächelte sich mit einem Papier, das, wie Bill sah, eine Anmel-
dung war.
„Sie wissen es nicht, gnädige Frau — natürlich, Sie können es
nicht wissen. Ich werde, wenn Sie erlauben, alles der Reihe
nach erzählen. Forlsetzung folgt
'
FRAGEN
die uns erreichten
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „F i Im -M a g a z i n ". Berlin SW 68, Zimracrstraße 35 — 41
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film -Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
l
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei Manu-
skriptangelegeiiluMteii bitten wir folgendes zu beachten: Jeder Anfrage ist
Kückporto beizufiifreii. Jede Einsendung eines Manuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposos im Umfange von 2 — 3 Scbreibmascbinenseiten
sind zur EiiiseiiduMg an die Filmindustrie, Regisseure usw. geeignet. Für
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durchschläge senden, von
haudgeschricbenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
*
Iwan Petrovich-Verehrerin Erika, Königsberg: Iwan Petrovich wohut
Berlin-ScliinarKcndorf, Forkenbcckstraße 56a.
Hety B., Arnsberg: Iwan Petro-
vich arbeitet an dem Tonfilm ,,Es
gibt eine Frau, die dich niemals
vergißt '. .Seine Partnerin ist Lil
Bagover. — Evelyn Holts Part-
ner in der ..Schleiertänzerin"
sind Carl de Vogt, Andre Mat-
toni, Harry Hardf. — Paul Richter
ist mit Aud Egede Nissen ver-
heiratet. — Ossi Oswaldas neue-
ster Film heißt ..Das Geheimnis
im Schlafwagen". Igo Sym und
Elga Brink sind ledig.
Mizi, Charloltenburg: Gustav
Fröhlich wolint Berlin-Steglitz,
Orleansstr.itie 4. Sein nächster
Film heißt ..Der unsterbliche
Lump".
Hilde M., Bern-Bumplitz: Hans
Slüwe ist mit einer Bulgarin ^ er-
heiratet. — Dil' Hauptdarsteller
aus ..Husarentieber" waren Elga
Brink, Edith Meiler, Georg Alex-
ander. — Don .\lvarado ist Slexi-
kaner. Er spielte u. a. den Don
Jose in dem Dolores del Rio-
Film ..Die Liebe vom Zigeuner
stammt".
Lee Parry-Verehrerin Karl Ko.,
Berlin. Wir cmiifelilcn, die Film-
stars noch riniiial um ein .\iito-
gramin zu bitten. Vielleicht haben
Sie das nächste Mal mehr Glück.
— I-ee I'arry liebt alle Blumen.
— Renate Miiller wohnt Berlin-
Wilmersdorf. Dilsseldorfer Str. 51.
— Margot \\alter wolint Berlin
W, Kurfiirstendamm 11, Maria
Zelenka Berlin \V 30, Hohen-
staiifeiistralJe öl.
Rosa, Düren: Das gemalte Bild
stellt wirklich l.illan Harvey dar.
Filmfreundin Erna S.. Berlin:
Brigitte Helm wohnt Berlin-Dah-
lem, Im Winkel .'i.
I. R.. Frankfurt/Main: Greta
Nissen ist Norwegerin und wurde
in Oslo geboren. — Charles Far-
rell wurde als Sohn eines Thea-
terdirektors in Cape Cod in Mas-
sachusetts geboren. Er studierte
zuerst Literaturgeschichte, ging
dann zur Spreehbiihne und
schließlich zum Film. Er ist un-
verheiratet. Der Geburtstag des
Künstlers ist der 11. März.
Pummel aus S. 42: Wir haben
die beiden Künstler an die Auto-
gramme erinnert, empfehlen aber,
es nach einiger Zeit, wenn Sie
<lie rnterschriften dann noch
nicht hekommen haben, seihst
noch eiiim.il zu tun.
Petrovich-Trevor-Verehrerin Hilde M., Fürstenwalde: Iwan Petrovich
wohnt Herlin-Seliinargendorf, ForUcnbeckstraße 56a. Er hat am 31. De-
zember (iebnrtstag und ist unverheiratet. — Jack Trevors Adresse ist
IJerlin W. BeiulliTstr.iße !». Trevor hat am lt. Dezember Geburtstag und
ist MMlieiratet. Beide Künstler tragen ihre richtigen Namen und geben
Autogramme.
Alison L. M. 7: Jean .Vngelo wurde am 17. Mai in Paris geboren und
\yolint Paris 11. Boulevard de Montparnasse. Jawohl, ,,Der Graf von Monte
Christo" wurde von einer französischen Firma hergestellt. — Lewis Stone
erreichen Sie am besten durch die Metro-Goldwyn-Mayer-Studios, Culver-
City. Kalifornien, l'. S. .\. — Fritz Kortners neuester Film ist ..Atlantic".
Er ist h.iuptsächlich Bühnendarsteller. Augenblicklich spielt er den König
in ,.l)on Carlos".
Lisel St., Braunschweig: Hans Alhers wohnt Berlin W, Lenn^str. 7.
Ihr Bildwunsch ist vorgemerkt. — Ja. beim Film sind die Aussichten
auf Erfolg nui sehr gering. Wir raten jedem ab, um vor Enttäuschungen
zu bew.ihren.
Frau Franziska M., Hamburg: Wir raten Ihnen, zunächst einmal Bilder
Hires Kindes an die Filmgesellschaften zur Prüfung einzusenden. Wir
nennen Ihnen einige Firmen, an die Sie sich wenden können: Ufa, Berlin
SW 6S, Kochstraße 6—^. Aafa. Berlin SW 48, Friedrichstraße 223, Star-Film,
Berlin SW 48, FriedrichstralJe 218. Terra. Berlin SW 6«, Kochstraße 73,
Deutsches Lichtspiel-Syndikat, Berlin SW 48, Friedrichstraße 225.
d0^
SIEMENS-SC
Gräfin Renee: Gerd Briese ist vor einiger Zeit von seiner Gaslspicl-
tournee durch Südamerika zurückgekehrt. Seine Berliner Adresse ist
Wilmersdorf, Nassauische Straße 28-29. Er ist passionierter Sportsmann,
liebt alle Blumen und gibt Autogramme. Sein nächster Film heißt
,, Rosen blühen auf dem Heidegrab".
Ivan Petrovich-Verehrerin Erika, Königsberg: Ivan Petrovich wohnt
Berlin-Schmargeudorf, Forkenbeckstraße ö6a.
Hermann H., Münster: Der kleine David Lee ist .\merik.iner und
erst 4 Jahre alt. Die AI Jolson-Tonfilme werden in den Warner-Brolhers-
Studios in Hollywood, Kai.. USA., hergestellt. Der AI Jolson-Film ,,Little
Pal" ist in Berlin noch nicht uraufgeführt worden.
R. L., Magdeburg: Rolf von Goth wohnt Berlin SW. Hallesches Ufer 25.
,,Iha". Igo Sym wohnt Berlin-
Schöneberg, Innsürucker Str. 16.
Kr w urde am 3. Juli in Iniisliriick
geboren, ist geschieilen, gibt .\iito-
gramme. Er heißt richtig Karl
Jiilius .Sym. Der Künstler arbei-
tete friihcT hauptsächlich in Wien
und filmt seit ungefähr lii Jah-
len in Berlin.
Grete P., Elberfeld. Iwan Pe-
troviclis Partnerin in ,,Es gibt
eine Frau, die dich nie vergißt",
ist Lil Dagover. — Betty und
Mary .Astor, ebenfalls Lillian und
Diane Ellis sind nicht verwandt.
— Evelyn Holt ist Berlinerin. —
Jack Trevors neuester Film heißt
,.Die Drei um Edith". — Carmen
Boni und Lissy .\rna haben dunk-
les Haar. — Dolores del Rio ist
jünger, als Sie gedacht haben. — -
Lillian Hall-Davis spielte außer
in den genannten Filmen noch
in ,,Die drei Kuckueksuhren " und
.,Der weiße .Sclieik".
Heinz V., Thale: l.ya de Puttys
neuester Film heißt ..I>ie Nacht
nach dem Verrat". Die Künst-
lerin hetiiidet sich augenblicklich
in Lonilon. — Fern .Vndra, die in
Hollywood lebt, filmt nicht mehr,
ebenso Lotte Neiimaiin. — Victor
Varkoni ist am besten durch die
National, Berlin S\V 48, Friedrich-
straße 10, zu erreichen. Sein
nächster Film ist ..Madonna im
Fegefeuer" mit Camilla Hörn.
Der Künstler ist verheiratet, und
zwar mit der ungarischen .Sänge-
rin Nusi Avanyossi. Er gibt
-Vutogramme.
Jack Trevor-Scbwärmerin, El-
berfeld: Jenny Jugo war früher
mit dem Schauspieler Emmo Jugo
verheiratet, der vor ca. 2 Jahren
gestorben ist. — Evelyn Holt de-
bütierte in dem National-Film
..Spitzen". — Die genannten Stars
sind fest bei der Ufa verpflich-
tet. — Jack Trevor ist ein großer
Blumenfreund. — Robert Irvin ist,
so viel uns bekannt, ledig.
Greta Garbo- Verehrer, Danzig:
Greta (Jarhos nächster Film heißt
..Der Kuß". Die Künstlerin hat
blondes Haar und blaue .\ugen.
Ja, sie wurde in Göteborg ge-
boren. Greta Garbo gibt .Auto-
gramme. Durch die Metro-Gold-
wyn -Mayer -Studios. Culver-City,
Kalifornien, USA., zu erreichen,
rcii-lieii.
Gerda Z. . . ., Berlin-Lichlerfelde: Tom Tyler hat am 17. August Ge-
burtstag. — Camilla Horu erreichen Sie am besten durch die National,
Berlin SW 48, Friedrichstraße 10. — Bildkarten von den genannten ver-
storbenen Filmstars erhalten Sie sieher noch in den großen P.ipierhand-
lungen oder durch den Verlag der ,,Jllustrierten Filmwoche", Berlin
SW 68, Kochstraße 6—8.
Gösta Ekman-Verehrerin, Altena: Den Grafen Romina im ..Indizien-
beweis" spielte Henry Edwards. — Gösta Ekman spielt in Schweden
Theater und kommt deshalb sehr wenig zum Filmen. — Ein neuer
Elisabeth Bergner-Film ist zur Zeit noch nicht angekündigt. Die Künst-
lerin tritt augenblicklich in dem Stück ...Seltsames Zwischenspiel" im
Deutschen Künstlertheater auf. — Der neueste Wladimir Gaidarow-Film
heißt ,, Stempelbrüder". Die Namen Gaidarow und Mosjoukin werden auf
der zweiten Silbe betont.
Film-Liesel Elordia aus Kassel: Die bekanntesten Filme mit Jackie
Coogan sind ,,My boy", ..The kid", ,, Jackie, der kleine Lumpensamm-
ler", ,,Der Boy von Flandern", ,,Lang lebe der König", ...Alles für die
Firma", ,, Jackie als Schiffsjunge", — Ilarold Lloyd spielte u. a. in
„Ausgerechnet AVolkenkratzer". ..Großmutters Liebling", ..Mädchen-
scheu", ,,Harold, der Pechvogel", ,,Los, Harold, los!". — In ..Mein Herz
ist eine Jazzband" spielten neben Lya Mara noch Iwan Kowal-Sam-
borski, Raimondo van Riel, Bobby Bums. — Ja, Mady Christians hat
am 19. Januar Geburtstag.
-ERZEUGNIS
Kino-Li aus Giberfeld: Sic li.ibon ri'clil. Nils A.sthcr li.it !-k'h iiiii
Viviiiii Jtuiic.'iii, (lio Kilinilivii iiiiil TanzKirl ist. vorloht. Xils Astln-r li.it
tiraunc Augi'ii und schwarzes Haar, wurde am IT. .laiiii.ir in Maliiiii,
JScIiwfiJpii, gi-borcn und ist iiitlU mit .\st;i Xiciscn vcrwaiidl. Si'iil
niirhstpr Kilm liciUl ..Wilde Oreliideen' mit (ireta (;ailpc> in der wcih-
liclieii llaiipinille. — .laek 'Prevor ist mit einer Xielit-Seli.uispielerin \fi-
lieir.iti't. — l>ie I'.irtner von Dolores del Hio in ..IJ.imuna' «.iren W.irner
It.iMiT und liulaml Drew.
Schleltow-Nils Asther- Verehrerinnen aus Könisisbere: ll.ins .\d:ill>i rt
von Schlolto« «oliMi liiTlin () 17. tiroUe FranMnricr SiimCc I. Kr wnnle
am 11. Jon! in l'r.Mikriirl .i. .M.iin jieboren und i^t verlieir.itel. I)ie he-
k.'.iintesten Filme mit Nclilellow sind ..Die .NilieliiiiKen ■ i ll.inenl. ..Der
letzte Walzer". ..Die l'l.inmien lii^en". ..Hreniiende (in'iize", ..N\ ulf;a -
■WdlK.-r". ..Königin Luise". ..\\ eili .im Kreuz". Sein nein >rer Film lieiUt
..Das Donkosakeillied". — Nils Astlier ist ein St.ir der .\lelr<i-(;old\vyn-
Ma.ver und .im sieliersteii diireli deren ^^tudios in Cnlver-Cily. Kai.. I'ISA.,
zu erreiilieii. Sein (iehiirtst.-if; ist der 17. .lanu.'ir. — ., Tragödie der Liehe"
ist vor inelireren .Jahren in Herliii Ki'ilf'ht worden. — Wir h.ilieii den
Künstler an das AiiloKiainm erinnert. — Ihr Hrief ist weilerneleitel
worden.
P. H., Barmen: Vielleicht wenden Sie sl<li cirini.il .in die Aal.i.
Berlin SW is. FriedrichstralJe L'i'.t. die h;iuiPtsachli(li Lustspiele dreht,
oder .■in da~ Deutsche I.ichlspiel-Sj udiUat. Merlin S\\ |S. I'ricilrichsir. i'i.').
an die Eichlicrji-l-'ilmKcsellscli.ifl. iierlin SW is. FricilrJchsiial.;c 171.—
I'at und l'.it.iclion sind jil/t iluich <lie KNli cc Siu(hii>, llcr>tordsliire
(England) zu erreichen.
Lotosblume aus L.: Wl.nlimir
Gaid.iro« «ohiit Jlerlin-ll.ilensec.
Joachim - Friedrich - Sir.iUe ."i.i. Kr
(tiht .\ulogr;imine. — Der neueste
Film mit Will.v Fritsch und Lili.-in
llarve.v heiüt ..Liehesu.ilzer ". —
Wir haben die helreffemlen Sl;irs
an die .Vutojrr.ininie criiiiieit. —
llenr.v Stu.irts netiesicr Film ist
,,Der (iiiiistliiiK von Schonlirunn".
Werner Fuetterer arbeitet zur Zeit
an dem Film ..M:idoiina im Fege-
feuer" mit ( aniill.i Ilivrn.
Film-Lo aus Nürnberg: Der
noucsle Film mit Henry smart ist
„Der (liinsliiiif; v(m Schiiulirunn".
— ^Villy Fritsch widini Hcriin W,
Kaisenlanim 'X'. Hildk.irten von
dem Künstler erhallen Sie durch
den Verhig ..Illustrierte Filni-
vvoche". Herlin SW BM, Koch-
glralie G-8.
„Schneeliesel aus dem Norden":
Krnst rcierscn ist Norue:;er. So-
viel uns bck.annt. i>t er niilit vcr-
heir.itet. — l.cni liicfensl.ihl wohnt
JJerliii - Wilmersdorf, llindcnbiir;;-
BtraLie fl2. isic li.it am Jl'. .Vu^nst
liebiirlstag und ist Icdi;;-.
Lucie H., Wiesbaden: K.imon
Novarro ist durch die .Mclro-Iioid-
wyn - .M.iyer - Studios, t uher City.
K."ilifornien. ISA.. Licn Dcyers
durch die Deutsche Fuivcrs.il. Her-
lin W H, .Mauerstr.clJc sj. zu er-
reichen. — (iustav Fridilicli wohnt
Herliii - Steglitz. Orleansslralie 4,
Mady Christians yterlin-(.'harlütten-
burg, Hismarckstr.-ilJe C\l.
Brigitte Helm-Verehrerin, Stet-
tin: ,1.1. Jirigitte Helm ist augcn-
Micklicli in iJerlin. Die Künstlerin
ist mit Kicharil \\ eiljliiicli vcruiiihlt
und gibt Autogramme. — .M.iri.i
l'audlcr i.st ledig. — Harry Liedtkes
neuester Film lieißt ..Die Konkur-
renz pkitzt ". Seine nächsten Filme
.sind ..Don.'iiiwalzer" und ,,Delik.i-
tessen'. Kr ist mit ('hrist:i Tonly
verheiratet. — K.ithe i)orscli ist
Jliinchcncrin.
Eva L., Hamburg;: (ierda M.iii-
rus ist ledig, hat am i'."). .\ugust
(iebiirtslag und ist nngef;ihr so
alt, wie Sie geschätzt haben.
Garbo-Verehrer .aus Westfalen:
Orei:i (i.irbos richtigi'r Xame ist
(irot.i (iust.ivson. J)ie Kiiiistlerin
ist ledig. Ihr neuester Film lieilit
,,Dcr KulJ". Ihre l'.irluer sind
Conrad Xagel, Lew.\>ns. .\ndirs
Kandolph.
Harry Liedtke - Verehrer: Harry Liedlke ariieitel augenlilicklicli
an dem Film ,.Donauw.ilzcr". Seine l'artiierin ist I'eggy Xor-
m.in-Szi'kely. Sein Film ..Die Konkurrenz pl.-itzt". in dem M.iri.i" Cord.i
seine Partnerin ist, wurde eben fertiggestellt. — Ly.i .Mar.is I'.nlner in
..Mein Herz ist eine .Lizzb.iud" w.ir Jwaii Kow.il-S.imborski. Iii ..Heul'
tanzt .\I.iriett ■ spielte sie mit Fred Louis Lcrcli und ILirry H.-ilm. — J)ie
betreffende l{ollo in ...Meine Schwester und iclr' siüclte Igo S\ m. — .l.i-
vv(dil, von ILirry LicdtUe gibt i-s einen <;ediclitb;ind. uml zw.ir ..Vergelit
n.ich nicht!" Das Buch ..Die, Frau im .Mond" ist dunh den Scherl-Verlag
crl.i.Uüch und kostet in der kleinen Ausgabe 2 .M. und in der grollen
illjitnciien Ausgabe .% M.
Ms^:•l'!^.^jt S., VareL- Die vveibliehc H;ini>trolle in ..D;(s goiijose >läd-
cr"M" spiellc J.inn Basnuette. Ihr Partner war nicht Iw.in Kow.il-S.-im-
■ ort!;i. sondern^ Gooigos Dnryea. — Die Il.iuptdarsteller im ..Letzten
" Liane H.-iid. Willy Fritsch. Suzy \Crnon und ILiiis .\il.il-
• itovv. — Der vorletzte Film mit .Lick Trevor w.ir ..^Meine
!"b". Sein allernenester ist ..Die Drei um Kdilli" mit
:n Kichters Partnerin im ..König der .Millclsiurmer"
"1 Kgede Xisscn. — Die weibliche H.iuptnille in
i'IJ ' spielte die Dänin Lillian Ellis. — l{e.\ Ingram
rheiratet. In dem Film ..Die Heilige und ihr Narr'
weibliche H:inptilarslellerin.
LudwiK G., M&cdebuJK: Wir haben die Bildkarte an den Künstler
damals .sofort w citcrgeleiiet und ihn später erinnert. Wir empfehlen, uns
noch einmal eine K.irle von dem Schauspieler zu senden. Wir hoffen, dall
Sie die^m.il mehr (ilück h:il)cn werden.
Anni W. aus Füssen: Alle Filmstars geben .\utogrammc. Sie miLssen
jeweilige Hiblkartean die Künstler senden und ein frankiertes,
l.cifugi.n.
RAGE SCHMUC
FOTO-PREISAUSSCHREiBEN
CENTRALAUSSCHUSS DEUTSCHER SCHMUCKKULTUR
BEDINGUNGEN BEI ALLEN JUWELIEREN UND UHRMACHERN
DU GEWINNS
I. Z., Mannheim: Lya Mara liefindet sich noch immer in .\nierika.
Sic ist mit Friedrich Zcinik verheiratet. — Bruno Kastner ist mit
der Scliauspiclcrin Liiisl Tiersch verheiratet und wohnt Hcrliii-('h:irlot-
lenbiirg. Siormsiralle ;l. — Krnst llofmann wohnt Heriiu-Ilalensee,
Au-;iiste-Vik;oria-.str.ilie 1. Er ist mit der Soubrette Hcdda Kcmp vcr-
lieir.itet. — ; l-'ern .\ndr;i ist g..'scliieden uml lebt seit einiger Zeit in Holly-
v% 1. Kai: — Ossi (»sw.-ildas ständige Adresse ist Berlin W l(i, Hoheii-
/olleriistr.ilie IL .Sie ist geschieden. — .M.irgarete .Schon, Berlin W,
.\i-ue .\u>li.iclii'r .siralJi^ II, und .Xeni.i Desni. Hcriin W. Paiilsboriier
sir.ille :'.. --iiid ebcnf.ills geschieden. — .\giu'S »lerh.izy ist mit Film-
dircklor Sok.il \ crlieiritct und wohnt Berlin-Westend. K;nserd.imm 10. —
( l'.irlc> Willy Kyser ist verheiratet uml h.it eine Tochter. — (ll.if -Storm
widiul Herliii W . Molz^lr.ilJe i'ü. — Carl .\ucns .Vdrcsse ist Berliii-Lichtcr-
Ichl... lIciiH.iinisIr.-iLle .".l.
A^nes Esterhazy-Verehrerin Ruth M., Dresden: .Agnes Esterli.azy wohnt
licrini-W Csleml. K.iisi.ril.imm 11). Sie gibt .\ulogr;imnic und wird auch
llineii bestimmt diesen Wunsch erfüllen. Die Künstlerin filmt fleiUig.
Hek.-iniile Filme mit ihr sind ii. a. ..Der Betlelstudcnt". ..Die Spielerin",
..Der .M.iiiu. der nicht liebt", ..Der Leutnant Ihrer .Majestät". ..Flucht
\ Ol HIoiid". — Franz Lcdcrer wohnt Hcrlin-FrK'di'naii, FehlersIr.iUe 4.
V.v debiilicrli' in dem lleuiiy Porteu-Film ..Ziifluiht". — Der nächste
j-ilii, mit .l.icU ric\<ir hcillt ..Die Drei um Kdilh" mit C.imilla Horu in
dcl ueibliclirll ll.iiililrolle.
Helene N., Mühltroff: Iw.iu Pclrovidi befindet sieb .lugenblicklieh in
Hiiliii. Kr arbeitet :iii dem Tonfilm ..Ks gibt eine l'r.iu. die dich nie-
iii.ils vcrgiUi". l'drovich gibt Autogramme.
Alfred N., Wehlau: .M:iria Pand-
Icr w iiliiil Berlin - H;ilensec. -Vl-
lircchl-.\cliilles-Slraße ä.i, Gerda
.M.iunis Hcriin-Sieglitz. Thorwald-
sciisir.ille L'.'i, Truus v:in Aalten
Hcrliu W. Luiherstr.ille J7. >l:idy
Christians Hi'rliu - Cli.irlollcnburg,
Hisni:uckstr.il.!e «7. Herm.iiiu Picha
HliL-Tcnipclhof. Blumenilialstr. 12.
Film-Dolly: Bolf von Goth wohnt
Berlin SW, H.illeschos Ufer 25.
•Sein neuester Film ist ..Frühlings-
erw.tchen". Er ist ledig. — Vii-
verheiratet sind auch igo .Sym und
Ivan Petrovich. Jvan l'etrovich
wurde .im :il. Dezember, Jgo Syni
am .'1. .7 Uli geboren.
C. F., Annaberg: Die P:irtnerin
von ILins Stiiwe in dem geuanu-
leii Film war .M.aria .Licobini. —
Alfred .\bel wohnt Bcrlin-Halen-
see, Kiirfiirstendamm 74. — Jack
Trevor wird sicher auch bald toii-
filnien. — Der neueste Film mit
Trevor heißt ..Die Drei um Kdith".
— Wenn Asta Xielsen passende
Kolleu findet, w ird sie sicher wie-
der filmen. — Brigitte Helms
nächster Film heißt ,, Sklaven der
Leidenschaft".
Elisabeth W., Hannover: Lars
li.inson ist mit der schwedischen
Scb.iuspiclerin K.irin Molandcr ver-
heiratet. — Iv.iu l'etrovich wohnt
Berlin-Schm.irgendorf. Forkenbcek-
stralie 56a. Er wurde am 31. De-
zember in Budapest geboren, ist
■■liier jetzt serbischer Staatsange-
liiirigkeit. Er ist ledig. — Hans
Stüwes Adresse ist Berlin-Halcn-
see. P.iiilsborncr Straße '^. Stiivve
wurde am 14. .M.ii in .Mecklenburg
geboren und ist mit einer Bulga-
rin vermählt. — Gustav Fröhlich
wohnt Berlin - Steglitz, Orleans-
straße 4. Er wurde am 21. März
in Hannover geboren und ist
ledig. — Nein, Rudolf Klciii-
Itoggc ist nicht verunglückt.
Ursel aus Hannover: Otto Gebühr
fihut zur Zeit in Tenipelliof ..Sc;ipa
l'low". — Jlir Wunsch ist vor.
gemerkt.
,,Riesengebiree": Wir pnipfehlen
Ihnen, das Manuskriid in Form
eines kurzen Exposes :in die dra-
iii.ilurgische Ableiliing der Ufa,
Iierlin SW 68, Kochstr.ißc 6—8, zu
senden. — F;iis;ibetli Bergners
Adresse ist Berlin-Dahlem, F'ara-
dayweg 15.
Der neue Otto Gebühr-Film ist kein historischer
isNi i>t verheiratet. Er ist in erster Linie bei der
Christi.ins ist Wienerin, seit ungefähr zehn Jah-
.iiich bei der Sprechbiiliiie. trägt ihren richtigen
Antogr.imme. Ihr G.ittc. Dr. von .Miiller,
Cbri>Ii.ins hat 'vor kurzem die .\ufn:ilimeii
Bert Sp., Emden:
Film. — Alcx.iuder .Mi
.S|)re<libüliiic. — M;idy
reii beim Film. i>l
.N'amen, gibt
Film. .M.idy
ist nicht beim
;u ihrem ersten
ist o,,t Alirr ..;
war Licii Dcver;:
G.
immer die
ailressiertcs HuckkiiMTl
Tonfilm ..Nur dich li.ib' ich giliebt" beendet. — Ch.irles Vanel ist F'ran-
zose. vpii.|te in lii'iu gcii.inntcn Film, gibt .\utogramme.
Film-Ruth aus Düsseldorf: Gerda Maurus' neuester Film heißt ..Hoch-
verrat". — Iwan l'etrovich arbeitet augenblicklich an dem Tonfilm ,,Es
gibt eine Fr;iu, die dich niemals vergißt". J;ivvohl, beide Künstler
lesen d.is ..Film-.M.ig.iziii". Gerda M;niriis treibt viel .Sport, ist eine
große Blumeiifrciiiidiii und niigefäbr so ;'lt. wie Sie gedacht h.iben.
Arnold H., Waldemar A., Magdeburg: Der neueste Eddie Polo-Film
licißi ..(icheimpolizisten". — Mit .Mary Astor ist kiirzlich ein Film
..Krimiu.ilk.n aliere" (Kojif hoch. Baby!) herausgekommen.
,,Scampolo": Sie Ii.iben recht. Bichard Tauber ist geschieden. —
Emil J.innings vv;ir früher mit Hann:i ){;ilph und dan.ich mit Lucie
Hoflich verlicir;itet. — Die ll.iupIroUe in dem betreffenden Film spielte
Maria Jacobini. — Gerda M.iurus wohnt in Berlin-Steglitz. Tliürw;ildscn-
slr.-ilie 2.'i. — Fred Louis la'rcli und (Jrete Beinwald sind ledig.
E. L., Berlin: W;inn Grel.i G.-irbo einmal nach Deutschland kommt,
wissen wir leider auch nicht. — Viggo Larsen tritt jetzt in Varietes auf.
— Fern Andra befindet sich zur Zeit in .Amerika. — Lya de Piitti ist
Uürzlich mit dem Film ,,Die Xacht nach dem A'crr.it" an die Oeffcnt-
lichkeit gcireten. Sie ist wieder luich England abgereist.
Elisabeth B., Königsberg: Fritz Lang ist :im besten durch die
IJf.i. Berlin SW 6s, Kochktraßc 6—8, zu erreichen. Ja, er liest alle
seine Briefe selbst.
Schon ein Jahr, be-
vor Max Reinhardt
sich auf das Aben-
teuer einließ, zwei Filme
zu drehen, hatte es die
Bioskop verstanden,
Alexander Moissi, den
damals beliebtesten al-
ler Berliner Schauspie-
ler, für den Film zu ge-
winnen.
Alles, was damals in
der Berliner Literatur
Namen hatte, schrieb
ganz plötzlich Filme,
ohne eigentlich sehr viel
davon zu verstehen. Un-
ter den wenigen, die be-
griffen, wie ein Film-
manuskript auszusehen
hatte, befand sich auch
Adolf Paul, der für
Moissi und seine Gattin
Johanna Terwin ein
richtiggehendes Film-
manuskript verzapfte.
Es war eine Panta-
lone - Komödie ,,Das
schwarze Los", deren
Aufnahmen in Neu-
babelsberg vor sich gin-
gen, in jener Urzelle
der heutigen großen An-
lage, die klein und be-
scheiden neben den Rie-
senbauten steht.
Moissi faßte recht
schnell Fuß im Film.
Hanns Heinz Ewers, der
damals für die Bioskop
tätig war und der eine
Anzahl recht geschick-
ter Filmmanuskripte ge-
schrieben hat. entwarf
für Moissi einen großen
Abenteuerfilm ,,Die
Augen des Ole Brandes",
worin die damalige Dar-
stellerin des Puck aus
dem ,, Sommernachts-
traum" des Deutschen
Theaters, ein junges
Fräulein Grefe Berger,
diePartnerinMoissis w\! •■.
Als ein paar Jahre sp,^
ter Hans Land den Ver-
such machte, aus Goe-
thes ,, Dichtung und
Wahrheit" einen Film
zurecht zuschneiden,
wurde die Hauptrolle an
Alexander Moissi über-
tragen, der den jungen
Goethe darstellte, was
zum Protest aller gut-
gesinnten Leute führte
Alexander Moissi ist
noch in vielen anderen
Filmen zu sehen ge-
wesen, ohne daß es ihm
gelang, in die erstf
Reihe der eigentlichen
Filmschauspieler aufzu
steigen, als \\ eiche seini
Kollegen von den Reii
hardt-Bühnen, EmilJai.
Canülla Hörn und
Alexander Moissi
vUüm'ifä
nings, Werner Krauß,
Conradt Veidt, schon
damals anzusehen waren.
Man hat Moissi zu-
letzt in einer Verfilmung
von ,, Figaros Hochzeit"
vor sieben Jahren auf
der Leinwand erblickt
und vermißte ihn, den
Gastspiele in alle Welt
führten, sogar längere
Zeit auf der deutschen
Bühne.
Im vorigen Jahre, als
der Tonfilm schon auf
einige Erfahrungen zu-
rückblicken konnte, ge-
lang es den rührigen
Warner Bros., Alexan-
der Moissi, der sich ge-
rade in New York be-
iand, zur Übernahme
einer Tonfilmrolle zu ge-
u innen. Am Broadway
hatte soeben ein Spek-
takelstück „Die Königs-
loge" großen Erfolg, das
sich bei näherem Zu-
sehen als nichts weiter
entpuppte als eine Be-
-vrbeitung von Alexander
Dumas' vielgespieltem
\ irtuosenstück ,,Kean".
Dieser in Coney Is-
land aufgenommene Ton-
film wurde durchweg
mit deutschem Dialog
gefilmt. AlexanderMoissi
hat darin nicht weniger
,ils den Hamlet-Monolog
/u sprechen, während
außer ihm noch seiner
Partnerin Camilla Hörn
größere Sprechab-
schnitte anvertraut sind.
Alexander Moissis
Bühnenruhm resultiert
aus der Tatsache, daß
er einer der besten
und beliebtesten Spre-
cher der Szene war.
Diese Sprechkunst geht
bei ihm so weit, daß ihn
sehr viele weniger als
Schauspieler denn als
Rhetor gellen lassen
wollen. Die Annahme,
daß sein Organ für den
Tonfilm besonders ge-
eignet sein müsse, hat
sich leider als irrtümlich
herausgestellt. Augen-
blicklich ist das Mikro-
phon noch nicht im-
stande, der allzu nu-
ancenreichen Sprache
Moissis in entsprechen-
dem Maße zu genügen.
Deshalb ist der Tonfilm
,,Die Königsloge" wohl
ein interessantes Expe-
riment, aber er verrät
nicht, ob in Alexander
Moissi dem Tonfilm ein
großer Sprecher und
Darsteller erstehen wird,
in ,, Königsloge"
Plwt. \\ urner ßros.
Filmlreund Richard H., Berlin: Ariios Ppterson wolint Berlin W. Kiir-
fiiislciKl.Mfrim 19'). \Villicliii HoiiiIdw Uerliii \V 62. I.iilzow ufcr ;i.i. (Jirl:!
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K.il., rs.\.. Kdilie l'iilo durch die Deniselie l.'nivers.il. Uerliii W S. M.uiit-
slr:>ße «2, zu errcielien.
Kaschy: Versuchen fiie nur, ein Filin-
exposc .•Miszu.irlii'ilen! Xnr «ehen Si(?
sich keinen lloftnnnuen hin. d.tU Sie so-
fort den soccn.-uinlen ..Kroljen Sclil.i-r '
tun. Ks ist nicht s(i leiclit. ein l-'ilni-
irLiiiuskripl zu schreiben und zu ver-
k:iufeii.
Julius St., Rumänien: Vür ein Kilu -
ni.inMsl>rii't wird je nach ijuaiit.it und
dirii Knf des .\ut(irs viin iWM .M.irk al>
uezahll. — Kniil .lanniiifis wohnt lierlin-
tlrunew.ihl. l>i>ll)ruckstralie L>7. Kr spielt
.lUKeiihlicklich die Hauptrolle in dem
l fa-Kilui ..Her l>l,iue Kn^el".
Filmfrcund Josef G., Hagen: Nein, es
ist nicht notwendiii. d.iU ein Filnist.ar
vorher eino Kilnischulc besucht hat.
Kr'ini I''ilni entscheidet iiunier il;is T.i-
li'Ut. - Her 'ronfilni wird den sluiuiuen
l'ilin n;inz sicher nicht verdrängen. —
.lenny .lu^o kam \ or nnnclälir acht
.lahren durch einen Filnifriclini.uin
zum h'ilm.
F. A., Aachen: Lya Mara ist nncli
imnuT in .\merika. Wann sie zuritcK-
komnil. ist unlieslimnit. — .lackie Coo-
jcan wird sicher auch wieder filmen. —
J)ie .\dii-sse der Ufa ist Herlin SW (is.
KochsiralJe (1 — '*. — Willy Fritsch \\ urde
;im 27. .laiiuar in Kalouilz neluireii.
Lilian Harvey-Verehrer, Düsseldorf:
I.iii.in ll.uiivs neuester Film hcilJt
..l.iehesw.ilzei-''. .la. er ist ein Ton-
film. J)ie Kiinstlerin ict eine {croi'"'
Mlumenfreniidin und liciht in ihren
freien Siuiiden sclir vii-l Sport. Sic
;;ibl A uIoiir;mime.
Priska P., Cleve: Der Partner von
I.y.i .M.ira iii ..Das tanzende Wien" war
der Amerik.mer Hen J>yon. — Fred
I.ouis l.erch wolint Berlin W', KeK<'ns-
l)ur;;er Sir.iUe II. wurde am •-'8. .Miirz
in Krnsdorf, Oesterreich, gehören und
spielte 11. a. in ..VersicKelle Lippen' .
,.I)ie kleine Skhivin", ,,l!ulschh.ihrr\
..(iroljst:idlschnieiterlinK', ..Mary l.ou ".
..Spiel um den .M.uin", ...Schw.irzw.ild-
mädel'. — l.'olf \ on (ioth wcdiiit Heiiiu
SW. ll.illesches Ifer lV., t)skar .Maiion
Iterlin \\ . Kui fiirstcnilamm 1 lu.
Alexander ScU., Köln: W Clin Sic Filmopcr.ilcur werden wullcii. so
cmiifchlen wir, sich ;in den Kliili der K.imcralciilc. I{crlin-.ste«|jiz. Fciier-
h.ichstr.iUe '_'l, zu wciulen.
GerJy H. aus Dresden: Wal'hcr SIezak wohnt H 'rlin-Frieden.-iii. Stier-
straUe ll-l.'i, und li.it am ;). .\l.ii (iehiirtstiig. Ciaire I'ommers .\dri'sse
ist Herlin-Schönchern. iunshrucker Slr:iUe 18. l)i<' Kiinstlerin hat :im
7. Dezember tH'hiirtst.i«. — Kriisl Vcrehcs erblickte am f>. Dezember das
I.icht der Welt und ist am besten diiich die .A.if.i. Hcriin SW Is. Fricd-
richsiraUe 2i':i. zu errcielien. — (irele Wcimvald wohnt Ucrliii W. IU'Kcus-
burncr .Stralh- 11. und hat am 2;'). Mai (ioburtstaK. — Wann l.y.i .Mar i
wieder nach llciitschland kommt, ist noch nicht bekannt. Ja, auch ihr
(iatte l"ricdri<'h Zi-Iiiik ist in Amerik.'i.
Rudolf Z., Leipzig: .Sie iii"ineii Ly;i Eibonsehülz in dem Otto (iebiihr-
Film ..Die keusche Kokotte". Die Kiinstlerin ist mit (all X'cspermaiin
verheir;ilct und silit .\utoijratnme.
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Franz N., Luzern: Mady Christians
wohnt Herlin-t'harlottenburg, Bismarck-
str.ilJc 67. Sie wurde .im 19. Januar in
W icn ^teboren und ist mit Dr. von Mül-
ler verheiratet. .Sie ist seit mehr als
1(1 Jahren beim Film. Ja, mit Harry
l.iedtkc h.it sie :iiich schon gefilmt, und
zwar in den ..Finanzen des Großher-
zogs', im ...Mienteurer", in ..Der Manu
ohne Xamen'' usw. — Willy Fritsch gibt
AutOKranime. — Bildkarten erhalten Sie
durch den Verlag der ..Illustrierten
FiliinvoclK'-', Berlin SW 68, Kochstraße
Xr. 6 — S. — I.iiigi Scrveiiti wohnt Ber-
lin-Friedenan, Sentasslr.iße 4. Ein Mo-
nats.'ihomc'niciil .luf d:is ..Film-Migazin"
kosiet I.7.-I .M.
Ramon Novarro - Liebhaberinnen: Ja,
;iuch wir glauben, d.ili K;imon Xovarro
ca. 1.7(1 m groll ist, wissen ."iber leider
selbst nicht, wieviel er wiegt. Aber
daß er fleißig filmt und fast jeden Sport
mit gleicher Liehe und Vollendung bc-
treilii. glauben wir Ihnen sagen zu
kfinnen.
Elisabeth Bergner-Verehrerin Sofie M.,
München: Elis.iheth Bergner wolint Ber-
lin-Dahlem. Faradayweg 15. Sie gibt
.Vutogi.iiiime. Versuchen Sie ruhig noch
einmal Ihr Heil. Xcin. nicht mit Dr.
Paul Czinner verheiratet, sondern ledig.
Kill neiiiT l-'ilni mit der Künstlerin ist
bis jetzt noch nicht angekündigt. Elisa-
beth Bergner tritt augenblicklich im
..Seltsamen Zwischenspiel" an der Ber-
liner Sprechbühne auf.
Hildegard Seh., Berlin: Lya de Putti
ist wieder ii.ich Loiiden abgereist und
wohnt dort im Savoy-Hotel. — Emil
.laiiniiigs h.it seine -Adresse in Berlin-
Crunewald. IH-Ibriickstraße 27. — Lien
Deyers ist am sichersten durch die
Deutsche Iniversnl, Berlin W 8. Mauer-
stralie »2, zu erreichen. — Huc Bild-
wimsche sind vorgemerkt. — Brigitte
Helm filmt wieder bei der Ufa.
B. 97092: Betty Bronson wohnt in
Bevei'ly-Hills. Hollywood, Kalifornien,
l'S.V.. ujid wurde in Trenton. US.\., ge-
liorcn. Sie gibt .Autogramme.
.Vlbert P.iulig wolint Berlin W lä, Duis-
Ein Preisausschreiben für Schmuck-Fotos vcranst.iltet der Zentral-
ansschiiß für Deutsche Schniuck-Knltin. Die BtMciligung an dem Preis-
:iusschri-ibcii ist nicht vom Kauf von .Sclmiuck .ibhängig. sondern jeder
k.iiin sich beteiligen. Als Preise sind Schmuckstiickc im Werte von
Ü.M. liMloo. — rinsgesetzt derart, daß die Preise (der größte betrügt
l'M. l.'iiiii. — ) in der Form von (Gutscheinen ,'insgcgeben werden, für dit;
die Fachgeschiifte des Schmuckh.'iiidels nachher im entspreclienden Be-
tr;ige Schmuck nach W;ilil des Preisträgers liefern. Jeder Preisträger
kann sich .also selbst den Schmuck wiihlcn, der ihm am besten zusagt.
Die Bedingungen für das Preisausschreiben sind in allen Juwelier-
gesohäflen niid Uhrmachergeschäften, die mit Schmuck handeln, zu haben.
Die Frist zur Einreichnng der iJildcr läuft bis zum 1. Fi'hniar lil.'lO.
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gültig bis 5. Dezember 1929
VorzciiJerin zahlt für die
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Hauptschrillleitung: Alfred Rosenthal (Aros|. Verantwortlich für die Redaktion: Arthur Schetter, für den Anzeigenteil: A. Pieniak, sämtlich in
Berlin. Für Redaktion und Verausgabe in Osterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien 1. Domgasse 4. — Nachdruck nur unter Quellenangabe gestattet. Unver-
langte Einsendungen werden nur zurückgeschickt, wenn Porto beiliegt. — Verlag und Druck: August Scherl G. m b. H., Berlin SW 58, Scherlhans
fcÄ
Kein Mensch will heutzutage die Zeitung ent-
behren, denn sie sagt ihm, was in der Welt
vorgeht. Jeder wünscht heute im Kino eine
Wochenschau zu sehen, denn sie zeigt ihm, was
sich in den letzten Tagen ereignete. Wie Schnel-
ligkeit und Zuverlässigkeit internationaler Be-
richterstattung das Charakteristische der Zei-
tungen von Weltruf sind, so sind diese P'igen-
schaften gleichfalls Merkmale der unübertrefl-
lichen drei großen Wochenschauen der Ufa.
in Verbindung mit dem weltumspannenden Nachrichtendienst der Netro-Goldwyn-Nayer
in Verbindung mit dem weltumspannenden Nachrichtendienst der Paramount-News
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VEREINIGT MIT
Berlin, 8. Dezember 1929
PRE/S :
Nummer 49
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M^/ilCrUEUSTE
I Dfö TAGES
UFA-WOCHENSCHAU
in Verbindung mit dem weltumspannenden
Nachrichtendienst der Netro-Goldwyn-Mayer
DEUUG-WOCHE
in Verbindung mit dem weHumspannenden
Nachrichtendienst der Paramount-News
OPEL-WOCHE
DIE3 WOCHENSCHADEN
DER UFA
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OriA [^ARLO
im ' laton-rilni ..?^U-loaitt de* r lerzeii
Phot. Via
riwa^Ba
Das schöne Ungarland, für dessen landschaftliche Struktur
der Dichter Leo Greiner einmal den Ausdruck „melan-
cholischer Steppengesang" gefunden hat, bildet wieder
den Hintergrund eines Filmes mit Dita Parle und Willy
Fritsch, die schon mit der ,, Ungarischen Rhapsodie" einen inter-
nationalen Erfolg verzeichnen konnten. Diese Geschichte eines
Dienstmädchens und eines Bauernburschen, der seine Militär-
jahre in Budapest verlebt, ist wahrhaft eine Melodie des
Herzens, die in melancholischen Molltönen harft. Willy Fritsch
ist längst über die Zeit hinaus, da er der jugendliche Bonvivant
und der hübsche Liebhaber war, dessen Liebenswürdigkeit
stets siegreich durchdrang. Er hat schon in seinen letzten
Filmen bewiesen, daß er ein Charakterdarsteller von Format
ist, der eine Rolle klug und überlegen aufzubauen versteht und
der feinste seelische Regungen in die plastische Form der
Gebärde zu bringen versteht. Der internationale Film weist nur
wenige jugendliche Darsteller auf,
denen das Talent gegeben ist. Ge-
fühltes sichtbar werden zu lassen.
Deshalb sind ja auch Filme, in denen
Oben: Willy Frilsch und Anni
Mewes. Im Kreis: Willy Frilsch
undDitaParlo. Unten : WillyFrilsch
.,.
Fritsch spielt, stets individuelle Schöpfungen. Die Zahl der
Themen, die dem Film zur Verfügung stehen, ist kaum größer
als beim Theater, für welches Gcrard de Nerval, der ,,Faust"-
übersetzer, die achtundzwanzig dramatischen Situationen als
verwendungsinöglich beschrieb. Aber auch eine ganz all-
tägliche Liebesgeschichte, das Schwanken eines Mannes
zwischen zwei Frauen, kann eine künstlerische und dabei
spannende Form erhalten, wenn sie von Schauspielern wieder-
gegeben wird, die sich ihrer Rolle mit innerer Anteilnahme
nähern. So steht neben Fritsch die junge Dita Parlo, die
schon in ,, Heimkehr" den Reichtum ihrer Begabung bewies
und die auch diesmal leise und verhalten durch das Bild
geht. Unterstützt wird die Psychologie der Vorgänge diesmal
noch durch das Wort, denn ,, Melodie des Herzens" ist ein
Ufaton-Film, der die große Entdeckung der tönenden Lein-
wand für seine besonderen Zwecke zu benutzen versteht.
Eine Anzahl bei uns unbekannter ungarischer Darsteller
gibt dem Film außerdem noch das notwendige Heimats-
kolorit. Die Regie führte wieder
der im ungarischen Milieu bewährte
Hanns Schwarz, die musikalische
Leitung Werner R. Heymann.
Oben:Dita Parlo und W Uly Fritsch.
Daneben : Dita Parlo. Unten : Gero
Maly und Janos Körmendy
i'iwi. r/fl
zurechtfinden und nicht
selten damit allerlei Un-
heil anrichten, dem sie
selbst in der Regel nur
wie ein Wunder ent-
gehen. Solche Typen sind
die geeigneten Objekte
für groteske und komi-
sche Filme. In London
hat man jetzt einen Film
gedreht, der einen sol-
chen Erfinder und seine
Taten unter die kritische
Lupe nimmt. Der junge
Erfinder fliegt zwar mit
seiner ersten Maschine
in die Luft, fliegt aus
einer Spielwarenhand-
lung heraus, wo er als
Verkäufer das Anban-
deln mit reizenden Käu-
ferinnen netter als den
Dienst findet, aber er
läßt nicht von seiner
Marotte. Walter, so
heißt der junge Mann,
hat nichts anderes als
einen Tank konstruiert,
den er dem Kriegsmini-
ster vorführen will, und
dessen Bekanntschaft be-
absichtigt er durch eine
reizende junge Dame,
die Sekretärin eben des
Ministers, zu machen.
In dieser Zeit wird
Haghi, der König der
ACHrUNCTANK
Seitdem die Technik ungeahnte Fortschritte zu ver-
zeichnen hat, ist das Heer der privaten Erfinder ge-
waltig angewachsen. Mit nur geringen Kenntnissen
der Materie, aber mit einem gewaltigen Trieb zum Basteln
ausgerüstet, glauben sie, die Well mit ungeahnten Erfin-
dungen verblüffen zu können. Natürlich versuchen sie sich
an den ungeeignetsten Objekten und übersehen in ihrem
Spieilrieb, daß ein praktischer Zweck damit gar nicht
erreicht werden kann. Solche Erfinder sind Harold-
Lloyd-Naturcn, die sich in ungeahnte Abenteuer stürzen,
weil sie sich inmitten ihrer Apparaturen nicht mehr
\
n
Spione, auf ihn aufmerk-
sam und hetzt vier sei-
ner besten Leute auf den
jungen Erfinder, damit
sie ihm die Erfindung
abjagen sollen. Denn,
was Walter eigentlich
gar nicht mehr recht
glauben wollte: sein
Tank funktioniert — er
funktioniert zum Schluß
sogar so gut, daß er
alles umrennt, was ihm
in den Weg kommt. —
Der Film,, Achtung Tank"
gehört zu jenen parodi-
stisch-grotesken Filmen,
die bisher nur in Holly-
wood hergestellt wur-
den, in Europa zwar vol-
len Anklang fanden, die
Produktion aber nicht
weiter anregten. Es ist
ein toller Ulk, der sich
um den jungen Walter
entspinnt, bestes Rezept
der Harold - Lloyd-
Schule, aber weniger
amerikanisch, weniger
aus dem Gesichtswinkel
Kaliforniens als aus
europäischer Atmosphäre
heraus gestaltet. Das Be-
ste und Wirkungsvollste
sind die zahllosen komi-
schen Einfälle, für die
"^^i
;fc'S-
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J^'
.:ss^
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/s
Walter Forde und Pauline
Johnson. Mitte: mit Arthur
Stratton
^m
r*^0\
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X-\
ik
.^aa^aia^ ^«
%
Vi
eine größere Anzahl von Gagmen tätig gewesen sein muß
und die ununterbrochen auf den Zuschauer hereinprasseln.
Walter Forde ist ein artistisch gewandter Schauspieler,
der seinem Vorbild Lloyd noch durch eindringlichere
Charakterisierungskunst überlegen ist. Filme, die, wie
, .Achtung Tank", mit befreiendem Humor den Ernst des
Lebens zu zwingen wissen, sind in der heutigen Zeit not-
wendiger denn je.
Das Thema ist neuartig und aktuell. Gerade in der
letzten Zeit ist das ,,Lied der Maschine" sehr laut und
ein wenig feierlich gesungen worden. Es ist daher nicht
ohne Witz, wenn ein lustiger Mensch, wie Walter Forde,
daherkommt und die Maschinensongs parodiert. Die Satire
ist nicht böswillig, sondern übermütig und gerade deshalb ge-
eignet, besser zu wirken. Und Walter Forde ist ein Komiker,
dessen Begabung eine erfreuliche Bekanntschaft darstellt.
te
Qi^c/ut^
Ein wundervoll feinsinniges
Spiel. Die Geschichte eines
kleinen Mädchens, das rei-
nen Herzens in der Nacht des Fir-
mungstages verführt wird und dann
freiwillig aus dem Leben geht, als es
erkennt, daß hinter dieser hingebungs-
vollen Stunde nicht die Liebe, sondern
nur die Gier des Augenblicks stand.
Von Robert Land ganz im Stil des
Kammerspiels gestaltet. Ein lyrisches
Epos im Bild. Eine rührende Ge-
schichte, die sich teils in dem lachen-
den Wien, im sonnigen Prater, teils
in den wundervollen Tiroler Bergen
abspielt.
Käthe von Nagy spielt die Haupt-
rolle. Das kleine Dorfmädcl, das in
vicrundzwanzig Stunden höchste
Freude und tiefsten Schmerz erlebt.
Maly Delschaft steht neben ihr als
sentimentales Dämchen aus irgend-
einem Freudenhaus.
Felix Saiten lieferte die Grundidee
des Spiels, Max Junk schrieb nach
der Novelle das eigentliche Buch.
Siegfried Arno --/j
Jlä(M
Anny Ondra, die sich als „Mädel mit der
Peitsche" in die vorderste Reihe der
europäischen Darstellerinnen spielt, ist vor
Jahren von Paul Davidson, dem unvergessenen
Entdecker so vieler Talente, in Berlin beschäf-
tigt worden. Aber sie konnte sich hier an-
fänglich nicht durchsetzen und ging wieder nach
Prag zurück, von wo aus sie dem europäischen
Film wiedergewonnen wurde. Als „Mädel mit
der Peitsche" verhilft sie einem abgebrauchten
Thema zum vollen Erfolg. Sie hat die Tochter
eines Professors darzustellen, der für äußerste
Sittenstrenge eintritt und in seinen Ansichten
reichlich altmodisch ist. Seine Tochter Anny
aber wird im Laufe der Handlung zu einem
hypermodernen Mädchen, das an einer Schön-
heitskonkurrenz teilnimmt und schließlich sogar
errxcr Fuellerer
Anny
Ondra
k
auf die Bretter eines Varietes gerät, wo
sie in einer bacchantischen Szene in allen
Ehren vor dem verwöhnten Publikum be-
steht. Anny Ondra ist in diesem Film
mehr als eine Humoristin, sie ist ein ein-
zigartiges Ensemble aus Heiterkeit,
Scharm, Drolerie, Schönheit, Tempera-
ment und Toilettenkunst; sie ist darüber
hinaus so etwas wie eine junge Massary,
das große Soubrettcntalent des stummen
Films, bei dem man die Sprache in kei-
nem Augenblick vermißt. Ein natürliches
Gefühl hindert sie, in den grotesken Sze-
nen, da sie in altmodisch-komischer Ge-
wandung auftritt, die Komik noch eigens
zu betonen, wie es ihr Partner Siegfried
Arno manchmal nicht vermeiden kann.
SPHENG- inirt
JUIU
k
ei/^ Küinn
men ;
Titelhersicllung
Mit dem Drelien der Kurbel oder dem Auslösen des
Federwerkes zur kincmatographischen Aufnahme
interessanter, liandlungsreichcr Vorgänge gelten für
den Liebhaber - — abgesehen vom Schneiden und Kleben des
Positivs — die schwierigsten Arbeiten als erledigt. Aber
mag der Film aus noch so interessanten Familien- und Land-
schaftsaufnahmcn zusammengesetzt sein, niemals wird er bei
der Vorführung vollständig befriedigen, wenn der innere Zu-
sammenhang, der
durch die erläu-
ternden Texte, ,, Ti-
tel" genannt, gege-
ben werden könnte,
fehlt. Mit Hilfe der
Titel kann man
selbst aus den ,, ge-
mischtesten" Gele-
genheit sauf nahmen
noch einen einiger-
maßen brauchbaren
kleinen Vorfüh-
rungsfilm herstel-
len, wenn die Tex-
tierung geschickt
durchgeführt wird.
Allerdings sollte
man sich möglichst
daran gewöhnen,
zusammenhängende
Szenen nach einem
Manuskript zu dre-
hen, in dem an ge-
eigneter Stelle be-
reits die Titeltexte
vorgesehen sind.
Wer über eine ge-
nügend starke Geld-
börse verfügt, kann
die Anfertigung der
Titel von einem
Fachgeschäft aus-
führen lassen, das
beim 16-Millimetcr-
Schmalf ilm die Vor-
lage gewöhnlich mit
einer Mark und je-
des Meter Film mit
0,40 bis 0,60 *'.ark
in Rechnung stellt.
Wesentlich billiger
kommt man zu den
Zwischentexten,
wenn man die Titel
selbst herstellt. Das erfordert zwar einige Erfahrungen und
Vorbereitungen, die sich jedoch, wenn man sie erst einmal
kennengelernt hat, unbedingt lohnen.
Die Vorlage fertigt man am besten auf einem möglichst
glatten, weißen (nicht gelblichen) Zeichenkarton durch
Schreiben mit einer breiten Feder an. Die Größe des Ent-
wurfs muß dem vorhandenen Objektiv des Apparates an-
gepaßt werden und ist in fast allen Abteilungen für Auf-
Ansicht der Filmführung in der Kodak-Kamera „B". Ucr zur Herslellung verwendete
Posilivfilm wird genau so eingelegt wie der Umkehrfilm. — Unten: Einseitige Beleuch-
tung der Vorlage ergibt sclilechte Titel, bei denen die Schrift zu verschwinden scheint
nahmcapparate vorgeschrieben. Beispielsweise beträgt die
Formatgröße für die Kodak-Modelle 24 mal 33 Zentimeter.
Um bei der Einstellung des Bildfeldes nicht durch sich leicht
einschleichende Abweichungen überrascht zu werden,
empfiehlt es sich, das vorgeschriebene Format für die Be-
schriftung an jeder Seite noch um etwa drei Zentimeter zu
verringern, so daß die benutzbare Fläche für die angegebene
Größe 18 mal 27 Zentimeter beträgt. Will man die Texte
durch eine gezeich-
nete Umrahmung
einfassen, so trägt
man diese auf einen
geeigneten Bogen
auf und schneidet
dann die Innen-
fläche heraus. Da-
durch entsteht nach
Aufheften auf ei-
nem Reißbrett eine
Art Wechselrah-
men, in den die
verschiedenen vor-
bereiteten Schriften
eingeschoben wer-
den können.
Als Aufnahme-
material läßt sich
selbstverständlich
der übliche 16-mm-
Umkehrfilm ver-
wenden, der jedoch
— wie üblich - —
zur Entwicklung in
ein Fachgeschäft ge-
geben werden muß.
Die Belichtungszeit
kann hierbei ver-
hältnismäßig kurz
sein, um eine mög-
lichst harte Schrift-
zeichnung zu erhal-
ten. Da bei dem
Umkehrfilm die Ko-
sten der Verarbei-
tung schon beim
Einkauf des Roh-
materials entrichtet
wurden, werden die
damit angefertigten
1 itel ungewöhnlich
teuer. Teurer je-
denfalls als die in
Auftrag gegebenen
Titel, da ein Meter Umkehrfilm etwa eine Mark kostet.
Außerdem haben die nach dieser Methode hergestellten
litel, wenn die Umkehrung durchgeführt wird, den Nach-
teil, daß sie in schwarzer Schrift auf weißem Grunde er-
scheinen und bei der Projektion infolge der Überblendung
der hellen Fläche nur schwer lesbar sind.
Billigere und bessere Titel erhält man unter Benutzung
des Agfa-Positivfilms, der in 30-Meter-Rollen geliefert wird
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Hamtra
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Schematische Darstellung
bei der Benutzung von
und pro Meter etwa 0,35 Mark
kostet. Hierbei hat man nämlich ein-
mal den Vorteil des hart arbeiten-
den Aufnahmcmatcrials, das gute
Negativbilder ergibt, die direkt ver-
wendbar sind, so daß also weiterhin
die Schrift weiß auf schwarzem
Grunde erscheint. Da die Herstel-
lung mit diesem Aufnahmematcrial
wirklich gute Ergebnisse liefert, mag
das Verfahren nachstehend eingehen-
der beschrieben werden.
In fast allen in Buchform heraus-
gebrachten Anleitungen über Ama-
teurkinematographic wird zur Titel-
herstcllung ein kompliziertes Auf-
nahmegestcll verlangt, dessen Her-
stellung man zwar selbst übernehmen kann, das jedoch in-
folge seines Ausmaßes so umständlich zu handhaben ist,
daß es jeder nur ungern benutzen wird. Tatsächlich kann
ein Amateur, der nur gelegentlich Titel herzustellen wünscht,
darauf verzichten. Erforderlich ist lediglich ein geeignetes
Brett, auf das die geschriebenen Vorlagen in der bereits ge-
kennzeichneten Art aufgeheftet werden sollen. Außerdem
ist der Besitz einer Nitraphotlampe wünschenswert, da er-
fahrungsgemäß die Aufnahme von Zeichnungen bei gleich-
bleibender künstlerischer Lichtquelle wesentlich einfacher ist
als bei Tageslicht. Denn letzteres ist niemals so konstant,
daß man immer voraussagen könnte, welche Blendeneinstel-
lung zur Erzielung eines guten Bildes notwendig ist. Zur
Aufnahme stellt man am besten das mit der Vorlage be-
spannte Brett auf einem größeren Tisch lotrecht auf. In der
Mittellinie wird nun in entsprechender Entfernung und gerin-
ger Höhe (einige Bücher drunterlegen) die Aufnahmekamera
aufgestellt. Bei der Einstellung muß das Bild im Durch-
sichtsucher unten um etwa ein Drittel abgeschnitten erschei-
nen, da die Abweichung des Suchers von dem tatsächlichen
Bildfeld zu berücksichtigen ist, die bekanntlich um so größer
ist, je näher Objekt und Objektiv zusammenrücken. Ge-
naucrc Angaben über den Abstand der Kamera von der Vor-
lage und über deren Aufstellung sind in allen den Aufnahme-
geräten beigegebenen Anmerkungen enthalten. Da das Auf-
nahmematerial nur verhältnismäßig wenig lichtempfindlich
ist, muß bei der Anwendung von nur einer Nitraphotlampe
wenigstens die Blende 2,5 oder 1,9 benutzt werden. Die
Nitraphotlampe selbst wird hinter der Kamera so aufgestellt,
daß sie die Vorlage gleichmäßig beleuchtet. Jetzt kann die
Belichtung des eingelegten Filmstreifens mit dem normalen
Federwerk erfolgen. Wer zum ersten Male nach dieser
Methode arbeitet, entwickelt am besten nach der Belichtung
von fünf bis sechs Bildern diesen kurzen Filmstreifen, um die
der Lampenanordnung
zwei Nitraphotlampen
Einstellung zu kontroUieren, Ist diese
als einwandfrei festgestellt, so be-
lichtet man zweckmäßig sofort alle
herzustellenden Titel hintereinander
(Auswechseln im Wechselrahmen!),
wobei erfahrungsgemäß für jede Zeile
Text etwa 50 Zentimeter Aufnahme
(3 Sekunden Belichtungszeit) herge-
stellt werden müssen. Bei der Be-
schriftung der Vorlagen ist eine klare
und deutUche Blockschrift anzuwen-
den, bei der auch die kleinen Buch-
staben noch wenigstens zwei Zenti-
meter hoch sein sollen. Schreibschrift
eignet sich nur dann, wenn sie in
entsprechend dicken Strichen aus-
führt wird.
Steht nur eine Nitraphotlampe zur Verfügung, so lasse man
sich nicht verleiten, diese seitlich aufzustellen, da sich dann
beim fertigen Titel die ungleichmäßige Ausleuchtung der
Fläche unliebsam bemerkbar macht. Wer mit einer Kamera
arbeitet, deren Objektiv nur eine Lichtstärke von 3,5 auf-
weist, muß zwei Nitraphotlampen anwenden, deren Aufstel-
lung in unserer schematischen Darstellung angedeutet ist.
Die Entwicklung des belichteten Positivfilms läßt sich mit
einem hart arbeitenden Metol-Hydrochinon-Entwickler leicht
selbst durchführen. Das Zelluloidband wird dabei so um
einen Metallrahmen gewickelt, daß die Schichtseite nach
außen zu liegen kommt. Es gibt zwar Spezialcntwicklungs-
rahmen für diesen Zweck, die jedoch selbst in den Fach-
geschäften erst besonders bestellt werden müssen. Als ich
einen solchen Rahmen für meine ersten Versuche vor meh-
reren Jahren nicht sofort bekommen konnte, entschloß ich
mich nach kurzer Überlegung dazu, einfach einen großen Ein-
legerahmen aus Blech zu benutzen, wie man ihn z. B. zur
Formatverkleinerung der Plattenkassetten von 13 mal 18
Zentimeter auf 10 mal 15 Zentimeter in jedem Photogeschäft
für wenige Pfennige erhält. Mit diesem Rahmen hatte ich
mich schon nach kurzer Zeit so eingearbeitet, daß ich ihn
— obwohl mir inzwischen verschiedentlich andere Rahmen
zur Verfügung gestellt wurden — bis heute zum Entwickeln
meiner Titel beibehalten habe.
Da man natürlich bei den hintereinander aufgenommenen
Titeln in der Dunkelkammer niemals erkennen kann, wann
eine Aufnahme beendet ist und die nächste beginnt, kommt
es häufig vor, daß ein Titel zerschnitten wird. Das ist zwar
wenig angenehm, tritt jedoch bei der Vorführung kaum in
Erscheinung, wenn man die Klebestellen sorgfältig behandelt.
Der angegebene Entwicklungsrahmen läßt sich mit etwa drei
Meter Film bespannen, so daß selbst längere Titel aller-
höchstens einmal ungewollt zerschnitten werden. Und das
fällt praktisch nicht auf.
Querschnitt durch das Modell des Uta-Theaters „Universum" am Lehniner Platz
le I
jJas fcljöne J3ilcl—p
Maschinen im Lichtbild
Wer als Liebhaberphotograph technisch inter-
essiert ist — und wer wäre das nicht! —
wird sicherlich schon einmal mit mehr oder
weniger großem Erfolg den Versuch gemacht haben,
Maschinen auf die Platte zu bannen. An sich müßte
das, günstige Lichtverhältnissc vorausgesetzt, keiner-
lei größere Schwierigkeiten bieten. Denn schließlich
ist die Maschine kein so sehr von der üblichen Norm
abweichendes Objekt, daß man darauf nicht auch die
sonst maßgebenden Gesichtspunkte anwenden könnte.
Trotzdem aber werden die erzielten Ergebnisse in
der Regel kaum befriedigen, da meistens die nächst-
liegenden Vorbedingungen der Maschinenphotogra-
phie unbeachtet bleiben. Es sollen hier keine abge-
droschenen Regeln wiederholt oder neue Prinzipien
aufgestellt, sondern lediglich auf Grund eige-
ner Erfahrungen gesammelte Gesichtspunkte an-
gegeben werden, die von anderer Seite genau so gut
niedergeschrieben werden könnten. Zunächst muß
man bedenken, daß bei fast allen Maschinenauf-
nahmen, die in industrieller Umgebung gemacht wer-
den, auf künstliche Lichtquellen verzichtet werden
muß, so daß höchstempfindliches Plattenmaterial
Vorbedingung ist, zumal gerade bei diesen Objekten
Oben: Maschinenraum der Großfunkstation Nauen
Voiglttinder 4,5, Blendr 0,3 auf Agfa-ExIrarapid-PlaiU, I 'iik. Bromsilher
abzug ai.j \ ikho-Mediiiin
Unten: Späne
\ oiglliindfr 4,5, volle Blfndenöjfnung. Haiijj-lltra-Filni, '/inci Sekunde.
Bromsilherafizug auf Kodak-Special
Rechts: Küchenmaschinen
Agfa-Kamera 0,1. 1,5 Sekunden Belirtitungszeil auj Agfa-Ulm. Bromsilher
abzug auf Sihko-Kontrasl
{
Links; Generalorwicklung
Optik Schnfider-nenar 4.5. Blende 16,
lieliehlunsszeit '/ss Sekunde. Agfa-
üxtrarapid. Gaslichtabzug auj Leoaar
glänzend
Mitte: Sinfonie in Stahl und Eisen
Mukiiia-I'lniihel 2.9. Blende 0, Belirli-
tiing^zeil Mjr, Sek.. PeniU-Plünjäm.
Ahziifi auf Nikko-.Mediiim.
Rechts: Prüf stand f. Fahrradreifen
Makina-Plauhel 2.9. Blende 4,5. Be-
lichtungszeit 'las Sek.. Perutz-t'lunfilni.
Bromsiltierahzug auj Nikko-Kontrasl
Unten: Straßenreinigungswagen
Miikiwi-Plauhel 2.0. Blende fi,3, Belicli-
tungszeit '/:.o Sek., Haufj ■ Planlilm.
bromsilbervergröfierung auj Sikko-
Spezial
Aufnahmen: Kluth
oft sogenannte „Schatten-
nesler" auftreten, deren
DurcharbeitunjS für den Er-
folg der Aufnahme nicht
unwesentHch ist. Im all-
gemeinen wird man mit
dem bekannten Ultramate-
rial auskommen, wenn eine
Kamera mit genügender
Lichtstärke zur Verfügung
steht. Allerdings hat das
auch wieder den Nachteil,
daß man auf Tiefenschärfe
verzichten mufJ. Ein Nach-
teil, der bei Maschinen-
aufnahmen besonders kraß
in Erscheinung tritt, da
meistens scharfe Konturen
vorhanden sind.
In einigen Fällen wird
der Liebhaberphotograph
aber auch auf
deren genaue Ab-
bildung verzich-
ten können. Näm-
lich dann, wenn
ihm daran liegt, ein
bildwirksames Mo-
tiv zu erhalten, das
zugleich die Gewalt
des aufgenommenen
Objektes zum Aus-
druck bringen soll.
Denn darin liegt
das Geheimnis der
erfolgreichen tech-
nischen Aufnahme:
man muß versu-
chen, den Sinn der
photographierten
Maschine durch die
Art der Aufnahme
wiederzugeben. Ka-
talogmäßige Auf-
nahmen, die jede
Einzelheit, jedes
Schräubchen, jede
Mutter und jeden Hebel
einwandfrei erkennen las-
sen, sind niemals schön.
Das sind Dokumente, die
der Werksphotograph an-
zufertigen hat und die auf
jeden künstlerischen Ge-
schmack verzichten.
Beim Photographieren
im Bau befindlicher Ma-
schinen muß unbedingt ein
rotempfindliches Platten-
material benutzt werden,
da die Eisenteile vielfach
zum Schutze gegen Rost-
gefahr mit einer roten
Mennige-Farbe angestri-
chen sind. Arbeitende,
sich bewegende Maschi-
nenteile erfordern beson-
dere Vorsichtsmaßnahmen.
Hierbei wird man
auf kurze Belich-
tungszeit und ent-
sprechende Licht-
verhältnisse nicht
verzichten können.
Allerdings wird
vielfach auch durch
Zeitaufnahmen sol-
cher Objekte ein
nicht unwirksamer
Effekt erzielt, da
die dann entstehen-
den verwaschenen
Konturen den Ar-
beitsvorgang selbst
sinngemäß andeu-
ten. Diese Anregun-
gen berücksichtigen
nicht die grundsätz-
lichen Erwägungen,
die jeweils den ört-
lichen Verhältnissen
entsprechend auf-
gestellt werden
können. H. Kluth.
I
'S»
Vmr09 ^ ^ EßßfICWTEN
„Orientalischer Markt"
Allin. Alfred Hnnsmaim nül App. Reicker. Mars-
Anastigni. Bl. 7.7. i.xtra-Rapid-I'l. '(io Sek., ohne
Hiljsm. Celloidin-Papier.
Linienschiff „Elsaß"
Aiifn. von Willi. Seegeharth mil .Uelta-Knmera-Objek-
iiv 4,5. Blende IS. '/.•- '^''' '^l'''"r'a-riaü. Papier
Olympia-l'o->tkarte
Aiijn. 1
l'erutz-
„Mutter^lüclt"
'an t.va Holz mil [iox-Trngor. 'j:,,, Sek.
Ralljiiin. Allgast. 12 ihr.
l Wie glänzend
Papier:
„Malerische Treppe"
.Aafn.
Anasl.
van Alfred LngeUiardi mit .4gfa-Billv.
Ivetar. /■ = S.S. Blende 12, i. 'l':,Sek.
„Napoleon-Studie"
Aafn. van U //// Könrniund mil
Vaigtl. Kamera I : 4,i. .Meyers
Anastigm. A = 6,7. <>X 12. Agfa-F.xtra-Rapid. '/.Sek.
hei Heimtainpe
na. m./Uur
Jeder I>cser ilor ..Filmweli' kann sich an
diesem Wellbewerli beteiligen.
Wahl lies Motivs, Größe und Art des Ab-
zutros bleiben dem Einsender überlassen.
Jeder Abzug muß aber auf der Ruckseite
folgende Angaben enthalten: Xame des Appa-
rates — Art und Liehlstiirke des Objektivs —
BIciule — rialten- oder Filmfabrikat — Zcit-
vunkt der Aufnahme — Belichtungszeit —Ver-
wendung etwaiger Hilfsmittel (Gelbscheihe, Vor-
satzlinse n. dgl.) — Art des für den .Vbzug
verwendeten Paiürrs — genaue Anschrift des
F.insenders — ausdriickliche Erklärung, daß
der Einsender Photoamateur ist.
Rücksendung der nicht prämiierten Bilder er-
folgt nur. wenn .ulressierter rreiumschlag bei-
liegt. Nach Möglichkeit erfolgt Veröffentlichung
der Bilder. Die Entscheidung dfs Preisgerichts
ist ciidgüllig. Beschreitung des Rechtsweges
ausgeschlossen. Einsendungen sind zu richten
an: ,,rilmweH"-Pbo(owellbcwerb, Berlin SW 68,
Zimmcrsiraßc 35-41.
„Fribour^ im Schnee"
.Aiijn. van .Marcel Ihirigsail. lea-Xavar-.Ana-
sligm. l : ().S. t = 10,5. Agfajilmpark '/^ Sek.
Bl. 25. Oelhjilier. Agfa-Papier
„Kaktusbliite"
Aajnahnie von Rad. Beer mit Melta-Kaiiiera.
Rodenstock-Dopp.-Anast. I : ö.5. I- = /3,5.
Blende 12,5. '/^i Sek. Oernert-Papier Ride\.
„Vorm Mailänder Dom"
Aulnaliiiu von Alf Birn, Milaiio.
Wende l. Momenlaulnnhme. Zwei
Vlir natiim. Vesh-I'eriknt
„Kranlor in Danzig"
Aufnahme von Eiifli Pietel mit
\'pil>lländer-Anis-Skoiwr 1 : 4.5.
AaJa-Cliromo-T/wr.-l'l. 'h,o Sek.
Af>l<i-lMf'ei-N(>niial. (.Mille ohrn.)
.\ujni]/iiiie von If . Jenlsili mit
/liss - Ikon - Stein/itil L'nojoial
t = 4,ö. Blende <>. Haufj-fla-
vin-l'latle. '/.-.u Sek. ohne Uell>-
silieibe. Papier Miniosa \ elolyp
„Wandertag"
.Aufnahme von Karin Sieinkirch-
ner mit Agfa ,,Billv". Aaa.'it.
Igetar. t = S,S. Blende 12.5.
.Uiinosa-Rollfilni. '1...-, Sek.
Minio\a-Vrlolyii
Platte oder Film?
Die namentlich von Anfängern in der Lichtbildkunst häufig
aufgeworfene Frage, ob das Arbeiten mit Platten oder
mit Filmen mehr zu empfehlen sei, kann nicht ohne weite-
res zugunsten des einen oder anderen Aufnahmematerials
beantwortet werden. Beide Aufnahmematerialien haben ihre
Vorzüge und ihre Nachteile, die wir zunächst kennenlernen
müssen, um uns je nach den gegebenen Verhältnissen für dieses
oder jenes zu entscheiden. Als wichtigster technischer Vorzug
der Platten gegenüber Filmen kann die Tatsache angesehen wer-
den, dall die Schicht infolge der Glasunterlage auch bei großen
Formaten absolut plan liegt. Vielfach wird auch behauptet, daß
das Verarbeiten der Platten in der Dunkelkammer, namentlich
das Entwickeln, leichter sei als dasjenige von Filmen. Dies ist
jedoch, sofern man von Rollfilmen absieht und den Vergleich nur
zwischen Platten und Planfilmen zieht, eine rein individuelle An-
sicht. Dieselbe mag vielleicht dadurch entstanden sein, daß man
beim Arbeiten mit Packfilmen meist mehrere Filme gleichzeitig
entwickelt, wobei durch Übereinanderschwimmen oder Zusam-
menkleben der Filme leicht Beschädigungen der Schicht ent-
stehen. Wenn man aber die Filme ebenso einzeln entwickelt,
wie dies seitens der Amateure üblich ist, so dürften sich hin-
sichtlich der Verarbeitungsmöglichkeit keinerlei Unterschiede
zwischen den beiden Aufnahmematerialien ergeben. Um das bei
manchen Filmfabrikaten noch übliche Rollen der Filme zu ver-
meiden, empfiehlt sich die Verwendung kleiner, im Handel er-
hältlicher Rähmchen, in die die Filme während der Verarbeitung
t^espannt werden. Der große Vorzug des Films gegenüber den
Platten besteht in der Möglichkeit der Tageslichtwechslung. Man
ist hier hinsichtlich der Auswechslung des belichteten Auf-
nahmcmaterials gegen neues von der Dunkelkammer vollkom-
men unabhängig. Dies macht sich natürlich beim Photographie-
ren auf Reisen besorders angenehm bemerkbar, weshalb Filme
hierfür das idealste Aufnahuiemalerial darstellen. Dazu kommt
noch der Vorzug der Unzcrbrechlichkeit und die Annehmlichkeit
eines wesentlich geringeren Gewichtes gegenüber Platten. Was
die photographischen Eigenschaften anbelangt, so sei erwähnt,
daß die Farbenempfindlichkeit des Filmmaterials bei erstklassi-
gen Fabrikaten derjenigen gut farbenempfindlicher Platten gleich-
kommt. Die Lichthoffreiheit ist bei Filmen infolge Fehlens der
den Lichthof hauptsächlich erzeugenden Glasunterlagc schon an
und für sich eine hervorragende. Die Allgemeinempfindlichkeit
guter Filmfabrikate entspricht etwa derjenigen hochempfind-
licher Platten, Es gibt jedoch auch Spezialfabrikate unter den
Filmen, sogenannte Porträtfilme, deren Allgemeinempfindlichkeit
derjenigen höchstempfindlicher Platten nicht nachsteht. Aller-
dings sind diese Filme, wie aber auch die höchstempfindlichen
Platten, nicht oder bestenfalls nur sehr gering farbenempfindlich.
Als ein gewisser Nachteil der Filme wäre zu erwähnen, daß die-
selben bei großen Formaten manchmal nicht ganz plan liegen.
Dadurch können beim Arbeiten mit lichtstarken Objektiven bei
Aufnahmen mit voller Blendenöffnung infolge der geringen Tie-
fenschärfe in der eingestellten Bildebene Unscharfen auftreten.
Um diesem Fehler vorzubeugen, muß man in solchen Fällen
zwecks Erzielung einer größeren Tiefenschärfe entsprechend ab-
blenden. Wie schon erwähnt, ist diese Gefahr jedoch nur bei
großen Formaten, also etwa von 10 X 15 Zentimeter ab, vor-
handen. Der Amateur wird aber bei Arbeiten mit solchen For-
maten schon wegen des sich hier weit mehr als bei kleinen For-
maten bemerkbar machenden Preisunterschiedes die Verwen-
dung von Platten vorziehen. Bei den üblichen Amateurformaten
bis einschließlich 9X12 Zentimeter ist jedoch die Möglichkeit,
daß die Filme nicht plan liegen, nicht zu befürchten. Dazu
kommt auch noch die Tatsache, daß wir es hier ja mit Ob-
jektiven kürzerer Brennweite zu tun haben, bei denen die Tie-
fenschärfe bei gleichen Blendenöffnungen gegenüber langbrenn-
weitigen Objektiven entsprechend größer ist. Zusammenfassend
kommen wir also zu dem Ergebnis, daß für Aufnahmen am
Wohnort und in dessen näherer Umgebung im allgemeinen aus
Preisrücksichten das Arbeiten mit Platten vorzuziehen ist,
Ewald Thielmann.
^GmägS-
^ißSiG
E/N ROMAN VON STANHOPE
I nrtsrtziing
Sarlhlnii k verholen
\
Bill begann seine autobiographische Unterhaltung, fügte von
Zeit zu Zeit Notizen über den Lebensgang der Schwester ein
und erzählte, was ihm Söndarsson und die anderen athenischen
Freunde bemerkt und berichtet hatten.
Die Tante hörte gesammelt zu, verlor aber für alle äußeren
Dinge die Beobachtung, tat sich Senf in die Suppe und Mark-
klößchen in den Kaffee, merkte nicht, daß sich Bill von den vier
Filetstückchen drei nahm, aß die ihr verbliebene Scheibe nur
zur Hälfte; sie hörte zu, sie hörte zu.
„Dies also ist Bill", schloß
Bill, ,.dies ist der Damen-
iniitator: — meine Schwe-
ster, die Ihr Neffe scheinbar
unglücklich liebt!"
Tante Philba mußte lang-
sam zu sich kommen:
„Ihre Schwester . . .!"
„Ja, meine Schwester, die
sich sozusagen selbst nach-
ahmt. Sie hat, wie ich heute
weiß, glänzende Kritiken."
„Sie muß ein Genie sein,
Herr Amery. Sosehr mich
Ihr Bericht überrascht und
glücklich macht, — er kommt
um zwölf Stunden zu spät."
„Wie''" sagte Bill.
„Sollte . . ."
,,Mein Neffe ist auf und
davon. Heute, gerade als
Sie kamen, fand ich seinen
letzten Brief."
Frau Erskine kramte in
ihrer Tasche und holte ein
Schreiben heraus, in wel-
chem Pitt die Tante um
Vergebung lür seinen ver-
brecherischen Leichtsinn bat
und seine Abreise nach Pa-
ris ankündigte, wo, wie er
einem französischen Journal
entnehme. Belle Billie mit
beispiellosem Erfolge auf-
träte.
,, Denken Sie, ich habe das
Mädchen, das wir alle für
einen Jungen hielten, mit
Müh und Not dort unter-
gebracht, bin eigentlich die
Urheberin der Ruhmesbahn
Ihrer Schwester — und jetzt
brennt dieser dieser — Pitt durch — und der Jüngling ist
ein Mädchen! Was mich diese Amerys schon gekostet haben!"
Sic schüttelte den Kopf.
,,Ach. ich kann ja das Abendbrot selbst bezahlen, gnädige
Frau!" sagte BiU bescheiden.
,.Ich sehe Sic heute zum erstenmal, aber Sic gefallen mir.
junger Mann. Sic haben eine große Ähnlichkeit mit Ihrer
Schwester, die ich nur von Bildern kenne. Man könnte unter
Umständen darauf schworen, daß Sie beide eines sind. — Viel-
leicht?" Ihr Gesicht umwölkte sich.
..Keine Sorge, kein Mißtrauen, gnädige Frau!"
,, Freilich, bei sorgfältiger Beobachtung muß man sagen, daß
Ihre Schwester zierlicher ist und andere Mundwinkel hat als
Sie! — Sprechen Sic Französisch?"
,,Ein wenig."
,,Das ist gut. Ich nämlich nicht. Also ich lade Sie ein: Morgen
mittag geht es mit dem Dampfschiff nach Fiumc, und von dort
fahren wir nach Paris. Wir werden die beiden finden. Sic sollen
Willy Fritsch singt vor dem Mikrophon seine Schlager aus „Melodie
des Herzens" für Lindström piiot. L ja
sich kriegen. Heute noch telegraphiere ich nach Dallas und gebe
meinem Mann Bescheid."
So wurden wiederum Bills Handlungen (diesmal mag man auch
Wünsche sagen) durch den Willen einer Dritten bestimmt; er
war glücklich, das Wohlwollen der Tante zu besitzen, und bat.
für diesen Abend sich verabschieden zu dürfen, weil ihn Pflicht
und Schuldigkeil in den Familienkreis der Jabas befahlen.
Während er sich davonmachte und dennoch zu spät kam,
wurde Tante Philba ruhiger; beim türkischen Kaffee überlegte sie
mancherlei, was für die Reise
nützlich sei und ihrem Neffen
die Schwierigkeiten aus dem
Weg räumte; zuvor wollte
sie Billie aber auf die Probe
stellen, wollte wissen, ob
sie, wie die Frau des David
Corynna (wie ihre Großmut-
ter also), wert war, die Gat-
tin Pitt Erskines zu werden,
und sie fand einen guten
Weg. Sie malte sich dann
das Häuschen aus, das sie
den Kindern irgendwo in
Kalifornien zwischen Apfel-
bäumen und Immortellen
bauen wollte.
Es war noch früh, als Bill
durch den Hotelgarten strich.
Er setzte sich in einen
Liegestuhl, starrte auf die
Stachelpflanzen und Agaven,
empfand wohltätig beruhi-
gend das gleichmäßige Wo-
herwohin der Brandung und
nickte ein wenig ein, nach-
dem er seine Schuhe ausge-
zogen und neben sich ge-
stellt hatte.
Das Klappern der Tassen,
Löffel, Teller weckte ihn.
Er fragte nach Frau
Erskine.
,,Gut, dal] Sie da sind!"
Tante Philba hatte ausge-
zeichnet geschlafen, hatte
einen Löwenhunger und
freute sich, daß Bills Appe-
tit dem ihren kongenial war.
,,Das Schiff — es ist die
,Srbina' von der Adriatischen
Linie — geht in einer Stunde
von Gravosa."
Tante Philba, gewöhnt an die Begleitung ihres Neffen, hatte
bald Bill in ihr Herz geschlossen.
,,lch will wissen, ob Ihre Schwester Pitt wirklich licht : ich
v\ill sie erproben!" sagte die Tante, als sie im Auto rund um
Ragusa zum Dampferplalz fuhren.
.,0h, aber oh!" verteidigte Bill die Schwester.
,,Ja, ja, das ist nötig!" beharrte die Tante und erzählte niil
Fteude und Stolz die Geschichte der Ehe ihres Vorfahren David
Corynna.
Bill half der Tante über die schwankende Planke auf das
Schiff, das diese verflixten serbischen Buchstaben am Heck
zeigte; es mochte wohl ,,Srbina" heißen.
Bill verstaute das Gepäck in einem mäßig sauberen Raum, be-
legte zwei Kabinen (es schienen die einzigen zu sein), fand zwei
Liegestühle, schleppte sie nach hinten, wo sich beide nun dem
Genuß der Landschaft und der Betrachtung der emsig arbeitenden
Ladearbeiter hingaben.
Drüben lag am Kai ein größeres Schiff, das sich nach drei-
maligcm Heulsignal langsam in Bewegung setzte und gemach an
der Breitseite der ,,Srbina" vorüberrauschte.
Bill machte Frau Phliba darauf aufmerksam:
„Das ist offi^nbar ein Italiener."
,,Hm. Sehen Sie doch mal, ob man keinen Tee bekommen kann."
Bill verschwand.
„Gibt's hier Tee?" fragte er den Südslawen.
„Tee?" versetzte der in unvermittelt erwachter heimatlicher
Mundart, aber mit verächtlicher Betonung. „Tee? Beileibe
nicht! Hier gibt's nur Rum — das ist was Besseres! Tee?!" Kopf-
schüttelnd wandte er sich und überließ es Bill, die Koir.büsc und
den Schiffskoch zu finden,
„Scheußliche Wirtschaft!" fluchte Bill.
Endlich entdeckte er, dem Geruch nachgehend, einen finsteren
Verschlag, in dem sich ein bärtiger Mann Spiegeleier briet.
Noch halte Bill nicht ausgesprochen, als es einen Ruck gab,
der ihn beinahe den Spiegeleiern beigesellt hätte; es brauste,
und von den schlagenden Schrauben flogen heulende Wellen
den Kiel entlang und bespülten die Kaimauer. Das Schiff be-
wegte sich immer rascher, immer sicherer und steuerte aus der
Bucht von Gravosa ins offene Adriatische Meer.
„Fahrgäste?" Der Bart des Kochs zitterte verwundert und
kam mit einem Dotter in Berührung.
,,Die .Bukolika' hat seit Menschengedenken keine Gäste melir
an Bord. Ich dachte, Sie sind der neue Signalgast. Wie, zum
Teufel, sind Sic denn an Bord gekommen?"
„.Bukolika" — ist dies denn nicht die ,Srbina"?"' fragte Bill.
,,Haha, die .Srbina"! Die ,Srbina'!'" Der Koch lachte wie über
einen guten Witz. Als seine Heiterkeit etwas ruhiger wurde,
ließ er sich zu Erklärungen herbei, denen Bill nach einer halben
Stunde entnahm, daß jener ,, Italiener" die ,, Srbina"' War und
daß die unglückliche Tante und er sich auf einem Schiff be-
fanden, welches das Rote Meer befahren wollte und zum ersten-
mal in Smyrna hielt.
,,Diavolo!'" fluchte Bill und raste zur Tante, die dem Spiel der
Abfahrt mit Wohlgefallen beigewohnt hatte.
,,Bill, Sie sind ein Esel!"' sagte sie.
Bill gab seine Schuld zu. Der Kapitän kam.
,,Was kostet es, wenn Sie nach Gravosa zurückfahren?"
„Ich fahre nicht zurück."
Die Tante bot gute Dollarnoten,
Der Kapitän blieb unerbittlich.
„Ich werde Ihre Gesellschaft verklagen! Es handelt sich um
ein Menschenleben! Warum weist uns der Steuermann nicht von
Bord, wenn er die falschen Karten sieht?"'
„Meine Leute können nicht lesen. — Klagen Sic nur! —
Bis Smyrna müssen Sie mitfahren. Macht pro Person sechs-
hundert Dinar!"'
,,Sie sind ein Esel, Bill!" sagte die Tante.
Bill sah das ein und war so zerknirscht, daß ihn die Tante
wieder aufmuntern mußte.
„Na, laß gut sein, Junge! Flucht und Verfolgung — eins klappt
immer nicht. Diesmal haben wir Pech. Hoffen wir, daß es
Pitt und Billie besser geht!"
Frau Philba nun für ihr Teil vergaß Umgebung und Reise-
ziel, als etwa bei Kotor das Schiff in einen Wirbelwind geriet,
der den Aufenthalt an Deck durch heftige Spritzwellen hinderte.
In der schmalen Kajüte aber sammelte sich Wärme und üble
Luft und erschwerte der alten Dams aufs äußerste das Atmen.
Sie war wetterfest genug, um nicht hilflos der Seekrankheit aus-
geliefert zu sein; aber es war endgültig vorbei mit ihrer guten
versöhnlichen Laune, Alle bekamen ihr Teil.
Als die ,, Bukolika" dann das Mittelmeer berührte, war die
Hitze groß geworden, und der Sturm hatte nachgelassen. Dii'
Glut der Sonne erfüllte die Tante wieder mit Zuversicht und
Festigkeit.
Wie sie sich so genießend der Ruhe hingab und auf Gott ver-
traute, zerriß das Schiff den sonnigen Nebel und zeigte die
schmucklose, fast zerstörte Stadt: Smyrna.
,,Wir sind da! ' rief sie. ,,Bill, packen Sic alles zusammen —
wir steigen aus. "
Drei Tage später fuhr ein italienischer Dampfer via Malta,
Syrakus, Neapel und Livorno nach Genua; mit vierzehntägiger
Verspätung trafen die Verfolger in Paris ein, um der liebevollen
Zärtlichkeit eines Paares freie Entfaltung zu vermitteln.
6. Kapitel.
Während Tante Philba und ihr neuer Begleiter sich auf einem
falschen Schiff immer mehr von ihrem Ziel entfernten, empfand
Pitt sein Alleinsein bitter und irrte durch die Straßen von Paris.
Bisher an einen gewissen Wohlstand gewöhnt, sah er sich
plötzlich in der erstaunlichen Lage, nur noch drei Dollar zu
haben. Einen wandte er für einen Logenplatz im Variete Ripope
an, einen gab er für einen Blumenstrauß aus, und der letzte sollte
Garderobengelder, Autofahrt und Abendessen bestreiten.
Seine melancholischen Augen leuchteten begeistert, als Billie
auf die Bühne trat, und als sie endete, beklatschte er ihre Lei-
stung so rasend, daß er selbst den zahlreichen Amerikanerinnen
auffiel, die in den ersten Parkettreihen saßen und ihrem ,,Boy '
leidenschaftlich verdrehte Augen machten. Allabendlich baten
die sehr selbständigen Damen vergeblich um Schäferstündchen;
manche unterstützten sogar Heiratsanträge mit dem Hinweis
auf ihre Dollarmillionen. Es nützte alles nichts. Der Damen-
imitator blieb reserviert und kühl.
Aber auch Billie war der feurige Applaus nicht entgangen, und
als man ihr einen Blumenstrauß brachte, der eine Karte trug:
,,Dem großen Künstler gute Wünsche eines aus Athen!'", da
wußte sie Bescheid und lehnte sich an einen kalten Ofen, trieb
allerlei unverständliche Sachen, kämmte sich sehr ausführlich
und verdeckte mit ungeheuer viel Puder die Glut ihrer Wangen.
Zum Ende aber wurde sie schwermütig und fragte sich:
,,Wie lange soll das noch weitergehen?"
Sie fand die Antwort nicht und vor allem nicht, was doch bei
ihr zu verwundern war, die Entschlußkraft zur Wahrheit.
Pitt wanderte wieder durch die Nacht, und seine Gedanken
streiften, ohne durch ein unruhiges Herz gestört zu werden, um
den Gegenstand seiner Wünsche und den drohenden Ruin.
,,Bin ich nicht so weit, mein Leben abzuschließen?" begann er
einen Monolog, der seltsamerweise gar nicht düster und ver-
zweifelt, sondern nüchtern-geschäftsmäßig klang. ,, Sterben aus
Geldnot ist lächerlich, aber man kann als ruinierter Mensch
einen an sich so bedeutungslosen Grund wie meine Krankheit
zum letzten und wichtigsten Motiv machen. Es handelt sich
also nur noch darum, eine würdige Art zu finden.""
Seine Worte glitten in trübe Verwünschungen über, als ihn
ein hellroter Wägen von der Seite bei scharfem Bremsen über
und über mit Kot bespritzte.
Aus dem Gefährt sprang eine junge, exzentrische Dame her-
aus, die für das Auto geschaffen schien, wie es für sie.
Fortsetzung folgt
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ULUU
FRAGEN
die uns erreTchterL
,ty
Antragen erbitten wir
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an die Redaktion des „F i 1 m -M a jj a z i n ". Berlin SW 68, Zimmerstraße 35 — 4'
erfolgt nur im ,, Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zwec -
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Levita T., Berlin: lOni .•inicrik:iulM-licM- F'ihn^t.ir I'aul V. i>.t nic-lit
lick.-iurit. \\ ir kiiinicn lliucii ilaliiT leider -.eine Adre^i' iiiclit gclieri.
Annie H., Kempten, Allgäu:
Guuii.ir 'riilii.ie- «uliut ji'l/t Ci-
mllla Colletlsvci i;i. Oslo I N'or-
wcgeui. Er tritt .•lugeulilirkluli •■ : - '
aju (tsliier ..Neuen Tlie.-itcr' in
der KiiMiödii' ..Im Käfig der '^fc; . .
Freiheif auf. — Fignu a ou Lin-
den ist UMS Mi<'lit liekaiint. —
Itichard liuttor ist nicht Kegis-
scur. souderu Schriftsteller. Seine
Adresse ist Herlin - ll.ileusr»«.
Küstriuer Stralie .'>. — Wolf \im
(ioth woluit Berlin S\V. IImIIi--
sches l'fc'r L'."). Mich.iel Kertesz
errciclii'u Sie am siilier^teu durcli
die W.-irner Hrotlicrs - Stu<liiis.
,'ixl2. Sunset Houlevard. Holl.v-
wood. K.il.. ("SA. — Wir haben
lue lietreffiMiilcM St;irs .-lu ilii'
.\utiigr.iuniH criiiiHTt.
Iwan Pelrovich - Verehrerin,
Dresden: Durch ili-n .Vulouni.il!
sind zwei riMsuneu ums l.eiien
gckiMiiriMMi. Der Künstler ist uu-
gcfalir Sil .alt. wie Sie geil.-icht
li.ilieu. — Ij.x.t M.ira w.ir früher
Tänzerin. — (iret:i (Jarliii i>t le-
dig. — Wenn Sie filmen möch-
ten, ist es .-im rats.amslen. sich
unmitti'lb;ir mit den Filmgesell-
schaften in Verbindung zu set-
zen. .Selbstverständlich müssen
Sie (l.inn Ihre I'holos zur Beiir-
Icilung dort einsenden. Einige
.\dressen: l"f;i, Berlin SW l'.S.
Kiicbstr.-ilie fi-s. Si.irfilm, Herlin
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h.aum. Berlin XW 7. Priuz-l.iniis-
F"i'rilin.-inil-Str,-ilie 1.
Fritz L., Ludwigshafen: AXilly
Fritsch wiiliul Berlin W . K;iiser-
ilamm i).'), ist ledig, seit T .lahren
beim F'ilm und gibt Autogramme.
V.r ist I'f;i-Star. Sein neuester
F'ilm ..l.iebesw/ilzer".
Aloysia H., Saarlouis: (iltii
fiebiilir uiihiil Berlin W ,'i7. Kui-^
fiirsteusir.iUe 1 IH. V.r wurde .•im
19. .\l.ii gebiiren. — .Maurice (hc-
\alier ist mit Y\ imne V.allee \er-
heir.itet. — Mary tllory ist Fr.in-
ziisiu, — Henry Victors .Vdresse
ist i:;. .Mililm.iy Hii:iil. London.
Flimmermädel, Münster: C.ust.iv
l'rölilicli ist ledig, treibt unse-
res Wissens am liebsten AV.is-
sersiiiirt. — Kulant V.-irno wohnt
Beriiii-Steglitz. F'iirsistr. tu. bei
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El Dura-Verehrerin, Berlin: Kl Dura wohnl Berliu-Charloltcnburg.
K;iuistr;ilJe V.U. .Sie wurde .am 1. Scpirmber in Bio Benito (Südwest-
arrik:i) geboren. Sie w.ir früher Tänzerin. Der neueste F'ilm mit F^l
Dur.'i ist ..D:is Mädchenscliiff". Die Kiinstlerin ist iiiiv crheir.alet. gibt
.•\ulugr:ininie.
Brigitte Helm-Verehrerin, Berlin: .la. Brigitte Helm hleilit l'f.i-Star.
Sie gellt iiichi u.icli A uiiTik.-i. .Sie i.st eine grulöe Blumen- und Tier-
freundiii. Die Kiiusl Icriii ist mit Hich.'U'il Wei l.lli.ich \ crlieir.-iiet. Ihr
nächsrer Film lieilJt ..Sl, |,u cii der l.eiilciiscli:ift ■.
Joachim S., Berlin-Zehlendorf: Cenl.i .M.iiiriis' iiciu^tir Film is|
..HiK-li\ ci r;i(". Die Kitii>Iierin gibt .Viitogr.iminr. W.-igi-ii Sir rv nur. si.^
darum zu bitten. .Senilen Sie eine Hililk.uie :iii sie. iiml fiigni .Sie
.iilrrssicrti's. frankiertes F'ückkuvert iici.
Erna D., Dresden: Fritz I{:is|is neuester l'ilm ist ..Frulilingsciwacheir'.
Der Kiinstler gilit Autiigr.-imme. .Sii' Uiiuiicii ilin ruhig darum bitten.
Den Idioten in dem F'ilm ..Kreuzzug ilrs Weibes" mit Fiedtke, Veidt,
.\laiy DeKchaft sjürlie iiicIit Basp. von. lern \\ eriirr Kr.iun.
Hans H. Brugg, Schweiz: l'ol.i
Ncgris neuester Film beiüt ..Die
.SiralJe der \erliireneii Seelen'. —
l.y;i .Nf.-ir.-i befindet sich mit ih-
rem (J.-itten Friedrich Zelnik in
Amerik.i. — l.ilian Harvey ist
noch nie verheiratet gewesen. —
De;' nächste Henny I'orten-F'ilin
hcilU ..Die Herrin und ilir
Kiieclil". — Der französische
F'ilm ..Beipliegor- ist jetzt nicht
mehr ;iuf dem deutscheu Spiel-
plan. — Hans Stüwe wohnt ISer-
liii-H.-ilensee. I'aulsburner Str. :).
I.niii l'av.im-lli Berlin W fii'.
Kalckreuihstr. Ifi. — B.'imoti Xo-
v.iirii ist am besten durch die
.Metro - (loiil i\ > ti - Mayer -.Studios.
CiiKer - Cils . K.-il.. rs.\._ cr-
reiclili.'u.
Margherita B., Turin: Fi! Da-
go\er h.'il ihinkies ll;i;ir, btaiine
.Vugeii und ist millelgroli. Sie
«uiile .1111 .l.i\ 11 geboren und ist
mit dem l'reduktioiisleiter Will
verlieir.itcl. Jliren .N.-imeii. ein
\venig .ibgeändert. trägt sie von
ilirem ersten (i.atten. dem .Scluiii-
s|iieler Daghofer. Sie gibt .\uto-
graiiime. Seit ungefähr lU Jah-
ren heim Film. Die bekanntesten
F'ilme mit Fil Dagover sind ..Der
müde Tod". ..Der Demütige uml
die .Sängerin'. ..Die Chronik von
(ii'ie-hiMis". ..Tiefland". ,.Tar-
tiifte ". Ihre neuesten F'ilme sind
.Der weilJe Teufel". ..Spiele-
reien einer K.ai.-erin" und ..Es
gilit eine Fr.iu. die dich niemals
\ergilJt ". Ihre .\dresse; Berlin-
Westend. Aiys-Allee 4.
Henry Stuart - Verehrerin, Rei-
chenberg: Henry Stu.'irl ist seit
iiiigefälir f) Jahren lieim F'ilm.
.\ ugcnblicklich .-irbeitet er mit
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F'ilm ..Das Recht auf Liebe ".
Stuart ist seit kurzer Zeit ,'iueli
bei der .Sprechbübne. Nein, er
h.it kein Buch über seiiu' liulien-
reise gcselirielien.
M. R., Charlottenburg: Leber
die Tänzerin Hilde ICngel li.iben
wir keine .\ng,'iben uml können
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Düsseldorf: Betty .Vm.uin w.ilint
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jukin in der Titelrolle, Sie gibt
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III X'i'i'liiiiiliiiii:' zu ■<r</.v\\. Scndcii ^l<• Ihre I'IidKis zur l'niiiin;; dorl ein
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lliiideiilinr;;slr.ilJe ül".
Gottfried Seh,, Bantzen: lUe St(d)r:i\\:i> »iel)iirtst;iK ist :im !». Febrn.ir.
Sil- spielte im ..K.iinpf der Terti;i", .. Spuren im Selinee". ..Kevolte im
Ki/ieliunicsh.Mis" nii<l ..Siirenich.ifiK'T miie-. — Liiei.nmi Alliertini «nrdc
.';m ."II. Ndvemlier celmren. .Seine lieU.iMMleslen l'ilme sind ..Ifin.ildo Ki-
n:ildiiii'. ..I'er fr'i'IJ'f (f.'Hiiier iles .l.ihrliiinderts •, ..Der fniilperw iedliehe',
..'riMMpii-Tempo'. Sein neuester Kilni lieillt ..Die J.iud ri.ieli der Alillinu"'.
— Vi\i.ni Cilisdu h;it am 11. Mai, Klizz.a l.i I'urt.i am 1. .M;irz (ielinrtsl.aK.
G. H. Rebew: Wann cU'r (Jrel.i
(iarlup-l'ilm ..Wilde Orehideen'
iir-iuf'^elhlirt wird, steht im Aiigen-
lilick imch nielit fest. — Krn.st
l'elersen spielte u. a. in ..Der
lieilif;<' Her«--. Kr ist »m sieher-
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SSV IK. KiiedriehstraUe 210. zn i-\-
reiehen.
S. K., Magdebure: AN ir enip-
Velilen. Mir .Maiiu^Uript ,in die dra-
m.ilur;ii~ilieii A lileilunjien der
l'ilmt.iliriki'M zu -enileu. Adresscui
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Maricchen G., Cheranitz-Furth:
Walter (iriiters wuhnt in -Mün-
ehen. .M.irliiisstr.iLie 1. Er wurde
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t;eli(ueu. filmt seit <'inpin .Jahr
und ist uiiM'rlieiratet. — Charles
l'.irrell ist ledii; und am hosten
dureh die l"(ix-S(udi(is. iini, X».
Weslern .Vvi-uue. Hidlxwoml. Ka-
lifiiriiien. ISA.. zu erreichen.
(Jrulers nud l'.irrell schiui .\uli>-
^r.imme. W.iller (iriiters spielte
liis jetzt in ..Wenn der weiße Klie-
iler wieder blüht", ..Bruiler Jterii-
h.inl". ..Links iler Is;ir — ri'ehts
der Spree'. ..Der A\ ildsehiitz'.
Fricdel H., Iserlohn: Leider lälJt
sieh der .V.ime des D.irstellers .aus
di'Mi hc'lreffenden Film iiielit iiudir
feststellen. .\iif dem l'riifframm
ist er nicht vermerkt. Der Film
wurde \(Ui eiiH'r l'r.iner Film-
cesellsch.ift lierKeslellt und durch
l.tiw Ä: (ii. verliehen. — In den
Kf.i-.\leliers, ll.ilensee. drehen
auch viele .indere Firmen. :ilsi>^
nicht nur die vuii llineu Ren.iniite
Sehansiiielerin. — I,il Diigover
wohnt Iterlin-Westeiul. .Vrys.iUee I.
— Miiii.i M.iris ist noch immer iu
Hollywood. — l'red 'riiiuuseii sl.irh
:im Jl. Mc/ciiilicr lüL'N :iu den Fol-
gen einer I i.illciisteiuopcr.ilion.
Gabello N., Berlin: J)le hek.iiin-
lesteii Filme mit lv;iu l'etnivich
sind ..Frauen.irzI Dr. .Sehäfer'',
..Fürst oder (low n". ..(Jeheimiiisse
des Orients', ..Der Z:irew itseli",
..Der l>eiilii.'int Ihrer .M.ijpstäf.
..(Jii.iriier l.alin", ..J>er (iünstliuj;'
\ (Ml Si-h(inliruiin". — Carmen Honi
sjiielle II. .1. iu ..Sc.impolo",
..l.ielie^k.irneval ". ..(Jii.irtier l..i-
lin". ..Her .Vdjnl.-inl des Z.iren ".
— Ivan l'etrovich wohnt Kerlin-
ScIini;irKCiidorr, Forkenbeeksir.iUe
N'r. .")6;i. und wurde ;im Sl. Dezem-
ber in Hiidaiiest geboren. — l'ar-
iiK-n Koni erblickte iu (ieiiiia d.is
l.ichl der Welt.
Ellen und Helga K.: l.ien Deyers ist am besten durch die Deittsclio
rnivers.il. Berlin W s. Jlanerslraße 82, 9.M prreiclien. Sie trii^t ihren
riclitiijeu N.inien. Alter richtig' t;''i'ali'U. Ihre nächsten Filme sind ,.D:is
Dmikos.akeiilied " iiiitl ..lleiileröschen ". — lufie L;ind^iit wohnt Berlin-
llalensee. Xcsiorstr.iUe :>.'!. Sie ist .'i J;ilire ;ilt.
E. D., Werda: llarr.v l.iedlke wohnt Hevlin-tirunewald, Hisinarck-
allep Ifi. ist mit Chri.sta Tord.v verheiratet und sibt AntoKramnu-. —
Wenn Sie filmen niöehten. so ist es ;ini zweekmiiliitc'''en, Sie schicken
Ihre riiotos direkt :in die Filmn<'sellsch;iften. z. H. Ffa, Berlin SW K>*.
Kochstraßp G-S. National, Berlin .SW is. Friedrichstr.iße m. J>eutsches
I.iclitsiiiel-Syiidikai. Berlin SW 4h. Friedrichstr. i'L'.'i. Aafa, Berlin SW 4«,
Fiii'drichsIr.ilJe Jr.K Terr.i. Berlin SW fis. Kochstr.iUe 7:1.
S. G., Stettin: Harry I.iedtkes neuester Film ist ..Die Konkurrenz
lil.itzt". Der Kiiiistler wohnt Berliii-tiriiiiewald. Hismarckalloe Ifi. ist
mit C'hrisln Torily verheir:ilet und f;ibl Antour.imnio.
Max von Eynern, Barmen: luo .Syiii widint Berlin-Sehiincberjr. luns-
briickcr Str:ilie in. Er (jibl Aulofir.imme. Seine nächsten Filme .sind
..Das (ieheimnis im SehlafwaKeii'' mit Ossi Oswalda und ..Wenn du pin-
ui;il dein Herz ver.sclienk.st" mit I.ili:iii H;ir\ey. Sym ist ledig. — Willy
Fritseh hat seine Wohniiu«: iu Berlin W, K;iiserdaiuiii ü.'i. Frilseh arbeitet
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^Veslern Ammiiic. Ilullywood. Kai.. ISA., zu erreiclii'u. — (ii'or^i.i Lind
wohnt Merlin-Il.ilensee. .\ Ibreclil-Ac hilles-Str.-i l.ie .'i. — Den lictreffendeu
l'iesseehef erreichen sie durch ilie Cilly Fiiiidl-Filiiif;i'sellseh.ifl. Berlin
SW 4S. Fricdrich^traüe L'IK.
F., Königsberg: Ihre Briefe sind weilerRcleitet wurden.
Filmfreundin Hertha S., Braunschweig: Will\ Fritsch wuhni Berlin
W. Kaiseril.imm il.'i. und wurde am 27. .laun.ir in K.illowitz teeboren. Er
filmt seit zirka sechs .l.ihren. Zu seini'ii ersten Filmen (;''hiirte ..stolze
Fr.'iuen". .Sein neuester Film hcilJt ..Liebesw .ilzer ■. Frilsch uibi Auto-
jjraninip. (JiiiUe sind ;iiisf;ericlilcl winden. Alter riclni;;- {jcr.ilcn,
Filmfreund Heinz D., Görlitz:
s.,\ iel uns bck.inut. werden l'.it
iiiitl l'.il.iclioii \orlaiifij; nicht in
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soii filmt fleitli);'. — Hoot (jibsoii
ist durch die Fuivcrsal-.Stiidios,
l uivcrs.il-City. Kalifornien, USA.,
/u erreichen. — Ktilf von eioths
Adresse ist Berlin SW . ll.illesches
l fer ■•:>. — l.eni Kiefenslahl h;it
ihre Wohnung in Berlin-\S iliner.<-
iluif. lliiidenbnrfistratic »2. Sie
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iniil ..D.is .Schicksal derer von
ILilisbiirj;'. — Alle Filmstars
Hellen .\iil<i^r:imme.
,, Kamera": (;ust;n Diessl widint
Berlin \\ , KeKensbnrser .siratie 2t>,
lei Silileiisener. Er i.st Wiener
und k.'im über di<" Spreelihühne
zum l'ilm. — ■ Leni l'iefenst:ilils
Adresse ist Berliii-W ilmersdorf.
lliudenbiirgstr.iUe !IJ. Dicssl und
Leiii Kiefensl.ihl i;ebeii Vnlo-
nr.iuiuie. — Dr. .\riiiild F.iiick ist
.IUI bisteu durch die llom-Film
A.-C. Berlin SW 4S. Friedrieh-
slriUe 22.1. zu erreichen.
Wilhelm Dieterle - Verehrerin,
Nordost: Ihren CriilJ h.iben wir
Wilhelm Dielerle .iiisf;erichlet. ^
Die Il.iii|itdars|ellcr in dem Film
..Des Köniifs tircii.idiere' w.iren
Kriist Dcrubnrj;-. Hiith C.irel. He-
lene vuii Bdlv.iry. Carl W.ilicr
Meyer. Dr. Heinrich .Seilz.
Lotte V.: Ciistav Fröhlich wohnt
Berliii-SteH.liiz. Orleansslr.ilje 4.
Fee .Malten Kerlin-H.ilensee. Xes-
inrstr.ilJe .">.'), (iiistl Siark-(i5tetten-
b.iiir Berlin-Ch;irlottenbnrf;. Droy-
seiistr.ilie 7. (Just.iv Fröhlich ist
bl 1 und li:it blaue Alleen. — U.i-
iiioii Niiv.irro ist .im besten durch
die .Meiro-(;oldw yn-.Mayer-Stndios,
( ulver-Cily, K.al., FS.V.. zu <'r-
leiclien. Die j>'e"-''ii'i'p'i Film-
-l.irs f::eben .Vntos'rainme.
Gerhard Seh., Würzburg: Der
nächste Film von Wilhelm Die-
lerle hciUl ..Das SehweiKen im
W.ilde'. Lieii Deyers arlieitet
.'iiiiiciililicklieh an liem Film ..Das
ll.iiis der t.insend Freuden".
,, Tonfilm", Würzburg: Warten
Sie noch, bis Sie sich zu einer
erslklassif;-en (n'iKcrin entwickelt
b.'ibeii. d.'iiin haben Si(> immer noch
Zeil, sieh mit Tonfilingesellseh.if-
li'u in Verbiiulunfi' zu setzen. C.irl
de Voi;ts neuester Film heilit ..Die
.Schleiertäiizerin". mit Evelyn Holt
in der Titelrolle. Bei der .sprecli-
biihne ist er nicht mehr tätii;.
P. P., Cleve: Agnes Esferliazy wohnt Berlin-Westeud. K.iiserd:imin 10.
Sie ist Vntrarin. Ihre bekanntesten Filme: ..Die Spielerin". ..Der Beitel-
stndpuf, ..Flucht vor Blond"", ..J)er Lentn.int Ihrpr il.ijesiät '". ..Trii.st
der Diebe". — Lipn Deyprs wurde am .'). Xovember in .\msterd.im ge-
boren und ist am besten durch die Deutsche Inivcrs.il. Berlin W S.
.M.iuerstraUe 82, zu erreichen. — Liii.i B.isi|uelles .\nschrift ist Universal-
Stndios. I'niversal-City, K.ilifornien, F.SA. Ihre bekanntesten Filme sind
..Das tr<>"l'>''e -Mädchen " und ..Varieteslerne"'.
Orlando de la P., Goldberg: • Elizz:i la l'ort:i ist Kumänin und wurde :im
1. Jlärz in Kr.ijov;i geboren. .Sie ist nicht mit tJnst.iv Frühlich verlobt,
(übt -ViitoKnimine. — Werner I'itselniii ist ;iuf dem Friiilbof Heerstr.iCe
beerdifjt worden.
Bert Sp., Emden: I)er Terra-Film ..Königin l-uise'" wurde vor un-
gefähr 2 .laiiren gedreht. — .Myrii.a Lo> ist durch die M.-(i.- AI. -Studios.
Ciilver City, Kai.. FS.\.. zu erreichen. Sie gibt .\ntogramme. ])ie Künst-
lerin spielte u. a. iu ..Der Deserl<'ur " mit Monte Bliie. ..Die .\rche Xo.-ili""
mit Dolores Costello. ..Kazzi:i"" mit Conrad Xagel.
Filmfreund Robert, Leipzig: Der nächste Eddie 1'olo-Filni heilit
..fielieimpolizisten '". — Harry I.'cdlke :irbeitet .ingenblickliib :in dem
Film ..Don.inw;ilzer"'. Fraut'geführt wurde kürzlich ein Film ..Die
Konkurrenz pl.'itzt '". — Mari.iiiue Winkelsti-rn filmt zur Zeil nicht, tritt
.iber :im Berliner (iroßeii Seh."ins|iielh;ins als 'l'änzi'rin ;inf.
*'^lflB 1^ I C l-i A R D
-]|
VO(RFfllTPPPlCtitTmäoLitJN^fTPi:pPENiM)KR|
B e r I _ .
|V«rir<)»n von linol «um und Löuf crn auf Treppen u Flächen. Rcporoturrn. Eiarne Linoteuntleqcr u. Tapezier««
iMucfer. Koatenonschlöq« und Verfre^erbesucK unverbindlich. (GeqrCndef 1699)
AinvaaS
Ä
SdiallplaÜcn, die man gern hört
Instrumentalmusik
Slawischer Tanz Nr. 2 E-moll von Dvorak-Kreisler.
Spanischer Tanz Nr, 4 Jota Navarra (Sarasate op. 22
Nr. 2). Gespielt von Vasa Prihoda (Geige) und Charles
Gerne (Klavier).
Wundervoll diese Kadenzen und Doppelgriffe. Fein abgestimmt
Tempo und Tonstärke beim Slawischen Tanz. Gipfelkunst der
Fingerfertigkeit, ein vollendetes Virtuosenkunststück die Sara-
satesche Bearbeitung.
Eine besondere Platte. Glanzstück jeden Hausrepertoires.
Grammophon 66 886.
Mit Bomben und Granaten. Marsch von Bilse.
Düppeler Schanzen. (Armeeraarsch II 186). Gespielt vom
„Grammophon'-Blas-Orchester unter Josef Snaza.
Zwei flotte Märsche, vielbekannt und vielgespielt. Der Düp-
peler mit dem bekannten Refrain: „Steh' ich in finstrer Mitter-
nacht". Ausgeführt von einem Orchester, das nach dem Schema
der früheren Regimentskapellen zusammengestellt ist.
Grammophon 22 716.
Erinnerungen an die Mandschurei. Russ. Walzer.
Schicksalsschläge. Russ. Marsch. Gespielt von Peter
Biljos Balalaika-Orchester.
Die übliche russische Musik. Etwas für besondere Liebhaber
der Balalaika. Die Kompositionen nicht überragend. Das Spiel
gut, besonders das Trio des Marsches mit Kastagnetten.
Brunswick 57 004.
Vokalmusik
,,D er Zigeunerbaron" von Joh. Strauß. Werberlied und
Csardas, gesungen von Franz Völker (Tenor). ,,Mein Aug'
bewacht", gesungen von Elsa Kochhann und Emma Banth
(Sopran), Franz Völker (Tenor) Chor und Orchester.
Das Werberlied mit glänzend durchgeführtem Chor und wohl-
disziplinierteni Orchester. Der Csardas etwas zu bewegt, aber
doch klangschön und wirkungsvoll.
Das Terzett getragen von dem Tenor und von der einen
Sopranstimme. Stimmlich glänzend, nur in der Deklamation
manchmal etwas unklar. Grammophon 27 072.
„F rauen, ihr macht uns das Leben schö n."
,,W er immer eine Frau nur küß t." Aus der Operette
,,Marietta". Gesungen von Richard Tauber mit Orchester
unter Leitung des Komponisten Oscar Straus.
Zwei Schlager aus der populären Operette, die allein schon
große Verbreitung finden, weil Tauber sie singt. Die aber auch
als Kompositionen an sich sehr lieb und melodiös sind.
Odeon 4948.
Wein, Weib, Gesang.
Künstlerleben. Walzer von Johann Strauß. Gesungen vom
Berliner Lehrer-Gesang-Verein mit Orchester. Leitung:
Prof. Hugo Rudel.
Der großen Plattcnmode folgend, bringt Odeon jetzt auch
Straußsche Walzer, von Männerchor gesungen. Läßt Rudel den
Stab führen, der Lied und Ton geschickt zusammenhält, für melo-
dische Reinheit sorgt und nur zuwenig bedenkt, daß ein Wiener
Walzer ganz leicht und lieblich klingen muß. Für manchen Ge-
schmack zu sehr Berliner, zuwenig Wiener Stil. Odeon 6730,
Kapelle Dajos Bela spielte bei der Premiere des Ufafilmes „Hocfiverral" im Universum. Im Vordergrund Da/os Bela, Harry Hardt
Gerda Maurus. Gustav Fröftlicfi p/,oi. ila
„Tonlilm", Würrburg: AI .lolsoii ist am sicliorstcn diircli die AVariior
Brotlicrs Studios. MM, Simsi-t Hoiilevarrl. Hollywoiid. I\:il.. l'-SA.. zu
errcirlien. Kr cilit Aiilof;r;imiiio. Sic lifiniicii (Iciilscli ;iri ilin sclir.'ibon.
Cbarlott Sl., Berlin: Die Adresse eines
Filiiiscliaus|>ielers Kene Aribcrt ist uii&
iiielit bekannt.
M. F., Frankfurt a. M.: (iiistav Iliossl
«•(iliiit Berlin W. )!e{;enslnirt;ei- Str. 'JS,
bei Sebleiisener. Kr wnrde am :i(i. De-
zember in Wien K<"l""'<'n. ist ledin nnd
trÜKt seinen riilitisen Namen. Ilitti'n
Sie ibn rnliitc nm ein AntO|.;r.inHn. er
wird Ihnen bestimmt Ihren Wniiseh er-
füllen. Das Aller der Kilmsl.irs jjebeii
wir (irin/ipiell nicht ;in. Dieol spielte in
...VbwoKe". ..Die Jliichse der randora'.
..Mntterliebo-'. ..Der Mann, der niiht
liebt •. „Die Kbe". ..Die weiUe Hülle vom
ri7. Palii'. ..Die Drei nm Kdith'.
Kohila, Estland: l{.\nion Novarro ist
IidlK, mittelsrnU. — Wir h.aben die
l'ilnistars an die AnlOfrramme erinnert.
— I.va de l'ntlis anK<'nl>licklichi' Adresse
ist London. S:ivoy-lliilel. — Knrieii Hen-
fer erreiehen Sie am besten dnreli die
rta. Herlin S\V B«. Knchsli.ilie 6-H. l'iila
Xejjri ilnreh die Klstree-Stndiiis, 1Ier>-
f(n(lsbire (Kiifjland).
Fr. W., Berlin: Pierre llatelieff lebt
nnd filmt in Krankreieh. — l'.nil Hieli-
ter ist mit And Ejieile Nissen \erlieira-
tel. Kr wohnt Herlin W. T.inenizienstr.
Nr. in. Kr si>iello zuerst in den l'ilmen
..Dr. M;ibnse". ..Der Henk"r \ on
St. -Marien". ..Das indiseh" (Jr.ihmal'.
Anßrenlilieklieh filmt Itiehter nicht.
Alfred B., Sebnilz: Itrisitte Helm ist
eine ^loße ninmenfrenndin. Sie ist noch
jiinKer, als Sie Kfilacht balien. Znr Zeit
arbeitet sie an keinem Film. Von einem
Itesneh möchten wir .ibr.-ili-n. ANohin
sollte es führen, wenn jcdei' Verehrer
die Künstler anfsnebte!
Filmfreundin Inge B : Fritz Odeniar
wohnt Herlin-Wilniersdorf, Ahrweiler
Stralle :1l'. Kr ist nnverheiratet nnd };ibl
Anlocr.inime.
Lieselotte Seh., Berlin-Lankwitz: Sic
haben recht, 'l'hi'iidor l.oos hat vor eini-
ger Zeit in KnKland Kcfi'nit. ninl zwar
in dem i)npont-Film ,, Atlantic". ,Ta-
Vdbl, er ist ein groUer Tier- und Blu-
n\enfreun(J.
Brigitte Helm-Verehrer, Wiesbaden: lirl^itle Helm wohnt
Dahlem. Im Winkel .'>. \\ nrdc am IT. Miirz in HerlJTi nclioien
mit Kicbard W4-ilJb;icb verheiratet, .sie ^'l"! Antosramme. Ihr
Film beißt „Sklaven der Lciden.^ehaff.
iimiii|iiuiwijimiiiMiu»j
Herlin
nnd i>
nächsiei
Dede B., Frankfurt-Main: .lack Trevor ist blond und blauiiti<;iR. hat
am 1). Dezenilier (iebnrtsl;i;; nnd filmt seit nnsefäbr .sieben .labren. .Sein
neuester Film heilü „Die Drei nm Kdilh" mit t'.imilla Hörn.
N. R., Dortmund: D .in l'etrovieh b.it
verf;an;;i'nen Sommer mit seinem Auto
(>inen rnirlücksf.ill Kehabl. dem zwei
Menscbenlchen znm Opfer fref^ill.-n sind.
Harry Liedlke-Vcrehrer H. S.: Harr.v
l.iciliki's l'.'u'liH'rin im ..Don.inwalzer"
licilli l>e^;;y NoiiH.in-Szi-kel> . .lawolil,
l.iedlke ist sehr mnslk.ilisch. Kr sin;;!
nnd spielt .inssezeirlinet Kl.ivier. Die
•Vdresse stimmt. .Mari.i l'.uuller wird
.•nicli wieder filmen. An^enlilicklich trill
sie in Herlin an der .Sprechbühm' .inf. —
l.y:i de Pulli ist wiedi'r nach Kn-rland
znriickKereist. wo sie weiter filmt. —
l^ci Syms neuester Film heil.li ..Das
|{i-cht .Ulf l.icl mit K\clyM Holt in
der weililicl Il.inpirolle.
Ria und Lissy vom Rhein: AVill.v
Fritscb wcdmt Herlin AV. Kaiserd.innni
Nr. !t.i, wurde ;im L'7. .laniiar in Katto-
witz fjehoren, ist so ;ilt, wie Sie ife-
sch.-itzt b.iben. nnd ^ibt .VotoKramme. —
Der nächste Film mit (!ret:i Grirbo nnd
fonr.id N.i-el lieilit ..Der Kuß-.
Zwei Filmfreundinnen aus Bückeburg:
.1.11 k Tievor i.-t l';ni;];iiiiler. mit einer
KiitilaMileiin veilieir.itet und seit sieben
.I.Tlireii lieiiii Film. .Vlter unnefiilir ricli-
tiü.' (i'cr-iten. — Cirl de Vofjt widint iter-
lin-Tempclhof, Hulienzollernknrso .">.')a.
Kr ist mit der Filniscb.inspielerin t l:iir"
l.utto verbeir.itet. — Mari.i l'.uidler ist
^■eschieden. — Ivan Petrovieh li.it mit
seinem Auto versr.infienen Sommer Un-
(jlück ^('li.ibl. Zwei Mensehen siinl d:i-
liri inii-i kellen ,ü:ekommen.
Orchideen-Elly: W.iriim Iviiii Petro-
vieh zn dieser .strafe verurteilt worden
ist. finden Sie .mii anderer Stelle. —
IJolf von (iotli liebt Blumen. So alt.
wie Sie K'i'seb:itzt h.iben. Kiner seiner
ersten Filini-: ..Vmn Täter fehlt jede
Spur". — l.ieii l)e.\('V> debütierte in
l'rilz l.anss ..Spioie-".
Ein Tauber-Verehrer, Berlin: Bildkar-
ten v(m ilem Kün.-tler friht es in jeder
uroUen P.ipierhandliins. Wahlen Sie nur,
T.inber nm ein .Viito^ramm zu bitten. Dr.
Kekener wohnt in Lndwinsh.ifen. Auch er
s;ilit .Vutoür.inime. Klienso Käthe Dorsch.
If von tiolh wohnt Berlin SW. Halle-
Bobby B., Frankfurt a. M.: B
-(lies ll'er i'.'i. Kr ^ilit A ulour.iniiiie.
Ramon-Schwärmerin Ly: Wir bewiindeni Ihre
.Vlle Ihre .Viisaben über IJanion X()v;irro sind riebtitt.
Person.'ilkenntiiisse.
Stand
wer
e
Isadora Dune an
Memoiren
Mit einem Nadiwort von Ftilöp - Miller und einer Tanzstiidie
von El.sa Wiesenihal
410 Seiten und 137 Bilder
Geheftet K.M. 1I.-, Leinen R\t. /,i.-
10. Tausend
Berliner Tii^eHiitt: „Die Kroße Linie ihres Lebens ist In diesen Memoiren
völlig wahr (lezotjen, und die erstaunlkhc l'ersönlkiikelt, geistreiib,
Kenia), dämonlsdi, bandenlos, \on unerhörter anlnialisHier Kraft und
kindlich, ia kindlsdi zugleidi, uird darin deullidi. Diese naiven, un-
verhüllten Bekenntnisse verbliiffen: Pathos, Oberllädilidikell, Torheil
»ediseln mit Sdillderungen von uußerordentlidier Kraft, Hemerkunj,"cn
von fast ersdiredicnder .Mensdilidikeil."
Mündiner '/.eilung: „Dieses ungewöhnlidi Inhallreidie Btidi wird pcwiß
viel pelesen werden. Im Criinde sdieint das ganze Budi eine einzige
.Sensation zu sein. Aber es Ist mehr, weil mehr: das glühende. In-
brünstige, fanatlsdie Bekenntnis einer KOnsllerscele zu ihren Idialen."
L' Est ränge Fawcett
Die Welt des Films
2S4 Seilen und KU Bilder
Geheftet KM. S.-, Leinen KM. lO.-
Dtulsdie f'ilmzeitunfr. Mündien: „Nldit allein der Fadimann wird daraus
AnroKung und Beiehrung sd^ipfen, sondern audi die unabsehbare
.KTttHc der Filnifreunde und taglidien Klnobesudier erfährt in leidil
fnC'liiic!, tintcriniltender I'orm alles \\ esenllldie über die gesdialllidu-,
t' thnis<iie, kUnstIrrisdte und kulturelle Bedeutung des Fllm.s. Zum
ci',t" iii'ial »erden hier sonst nur »enlgen r.lnge»eihten zugiiiiglidie
l>ii' 1 . Vorzüge, l'ohlcr und besondere \erhal(nlsse aus «ler \Velt des
H;i> In iludiform der O0cntlidikcll übergeben."
<t
GutsdieinF.
gültig bis 24. Dezember 1929
V o rz c i g c r i n zahlt für die
ganzer Kopi statt M. 25--
nur M. 12-
6 Monate Haltbarkeit, keine
Negcrkrausc.
Färben von M. 10. —
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Berlin W50,
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1^ c i^ i" n t n II ii De r c
1. 6d)iuifdiräntd)cn
2. "i^.'vbrcdicr
3. >>od)fd)üU'v
4. "IlH'ttipiclplnt^
5. l(ini)ttiirtid)oftlidiC6 Oicbnnbe
(>. Stofttnnffc
7. ^c^• (f>ott i^oti 'ilVinö
8. !öiilinemo(U'l
9. miinMid)c "iHul^anMuiui
10. -IiH-bbilb
11. UH-iblidH'r "l\ornnnic
12. ücil bcr 6pcifcrLiI)rc
iL'öfniuu'n finb niif einer "^\ofttnrte bic- fpntoftens 20. "Dencmber eiii--
i^ufeiiben. (Inennne -Jlrnjobe ^c^• '3lnfd)iift öes "Jlbfcnöei;.^ ift uncilüfe'
lid). 'Jliuu'ftellte bes ^iUnlnacö unö bcvcn 'Jlngc|)i.nicic finb «on öcr
Seilnnhnie oii6iiefd)lofien.
"Jllö -^U'cifc iv.'lnniuMi .yir -ikrteilniu):
a) 'iMidier:
1. v^rau im SQionb" oon 'Zf)ea v. ^arbou
2. „älktropolis'" von S^ea v. ^atbon
3. „aKctropoUs" oon 2^ca o. §arbou
4. „Gpionc" Bon Zt)ea v. ^atbou
5. 3)os C>tto-(Sebü^r--95u(i^ von Dr. 2of)mcqct.
Sie %ä(^er 1—4 erhalten eine pcrfönlic^c 'Bibmung oon ^ri^
Sang unb Zl)ea v. ^arbou.
b) >xino--Jvi"eitnvten:
5 'greife 511 je 6 ^iiio-^arten,
20 'iprcifc ju je 2 Aino^^artcn,
aiiltii^ für ein «ino=5[)cater am ©obnoit des (fieiuinnerö.
(öeben mcl)v rid)tiiie l'öfiiiuien ein, als "^Ucife noiljonben finb, fo
entfdieiöet bn!j i.'os;. Sie (fiitfdjeibinui bcr "OU'bnttion ift cnbiuiltig.
öd)iiftlid)e "Jlnfiocien, bic nnf bn^ "^Nreierötfel 'Bejiui beben, tonnen
nidit benntmortet inerben. -Jlüe Crinfcnbiuuien ftnb ,^u vid)ten an
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Berlin. 15. Dezember 1929 * Nummer 5C
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Keine der gewöhnlichen flüssigen Haarwaschseifen hat auch nur
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PIXAVON
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Wilhelm Diclcrlc liebt
die idealistische
Weitauffassung. Er
hat daher mit Geschick nach
einem der interessantesten
Romane Ganjjhofers, „Das
Schwcijjcn im Walde", gegrif-
fen, der sich schon seiner
landschaftliclicn Motive hal-
ber für den Film eignet.
Ganghofers Optimismus,
seine Verachtung des lauten
Treibens in den Städten,
seine Schwärmerei für d'
unberührte Natur treffen bei
der heutigen Jugend auf ein
gleichgesinntes Geschlecht.
Wilhelm Dietcrlc will eine
volksstückmäßigc Handlung
in der zu ihr gehörenden
Landschaft vor sich gehen
lassen, um einen betont deut-
schen Film zu schaffen. Er
hat sich die Gegend um
Mittcnwald ausgesucht, das
Dorf selbst in die Handlung
einbezogen und zeigt vor
allen Dingen die Schönheil
der deutschen Hociigcbirgs-
wclt, die ragenden Gipfel
die strengen Wälder, die
blütenübersponncnen Berg-
wiesea und die sciiwcigcnden
Bergsccn. Die Landschaft
erhält durch die vorzügliche
Kameraarbeit von Charles
Stunnar etwas Romantisches,
wenn diese auch im ,, Schwei-
gen im Walde" nicht südlicii
heiter wie bei Böcklin, son-
dern ernst und nordisch ist.
Die Handlung dagegen ist
der Sentimentalität nicht
mnier aus dem Wege gegan-
gen; Volksstiickc müssen
noch einfacher sein. Dagegen
hat Wilhelm Diclcrle" ein
paar Talente entdeckt, die
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* VON KARL HEIN? HEILAND *
Wir sind in Deutschland gewohnt, Ceylon, da
es so hübsch in der Nähe Indiens Hegt, als
einen Teil davon zu betrachten — eine
leider auch n gebildeten Kreisen weit verbreitete
Ansicht. Der Film hat nun auffallenderweise auf
Ceylon als Vorführung keinen sonderlich festen Fuß
fassen können. Sogar in Colombo, einer Weltstadt,
die vor allem infolge eines unmäßig angewachsenen
Über-Land-Autobusverkehrs von Eingeborenen oft
aus dem fernsten Innern wimmelt, gibt es nur zwei
größere Kinos, denen es dem Vernehmen nach nicht
einmal glänzend geht.
In Mutara, dem Endpunkt der meist befahrenen
Bahnstrecke längs der Westküste, einem Endpunkt,
an den Dutzende von Autolinien anknüpfen, bauten
ein paar unternehmungslustige Leute ein mittel-
großes, modernes Kino, das schon kurz nach Er-
öffnung vor dem Ruin stand.
In Kandy, der Gebirgshauptstadt des Landes, die
außerordentlich viel Europäer und Halfcasts beher-
bergt, deren Umgebung von Pflanzungen wimmelt,
die von Europäern angelegt sind und geleitet wer-
den, in Kandy, das scharenweise von Damen be-
sucht wird, denn fast alle Pflanzer sind verheiratet,
gibt es nichts, was einem modernen Kino auch nur
ähnlich sieht.
An Fabrikationsfirmen ist natürlich unter diesen
Umständen nicht zu denken. Auch ausländische
Gesellschaften haben meinen Ermittelungen nach
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Karl Heinz Hei-
land und Lo Hall
gewaltige Tempelelefant des Dalada-Tempels, in welchem
der sogenannte „Zahn Buddhas" aufbewahrt wird.
Auf meiner jetzigen Reise wollte ich nun einen Kultur-
spielfilm schaffen, der, mit den zahlreich vorhandenen
indischen Filmen verglichen, den ungeheuren Unterschied
zwischen den beiden so nahen Ländern klarmachen sollte.
Die vom Filmstandpunkt
aus einzig existierende Pflanze,
die Kokospalme, gibt es vor
allem im benachbarten Süd-
indien fast gar nicht, und
wenn, dann nur in wenigen
Exemplaren, da sie künstlich
bewässert werden müssen,
dort wächst die grundverschie-
dene Palmyra-Palmc mit
Fächerblättern. Die Kokos-
palme, die ganz Ceylon über-
wuchert, hat die bekannten
langen Wedel.
Ceylon hat keine Tiger,
trotzdem sie in jedem dort
spielenden Roman vorkom-
men, sondern nur Leoparden.
Der Ceylorielefant, auch das
riesigste Männchen, hat abso-
lut keine Stoßzähne. Nur ver-
einzelt findet man Stoßzähne
bei den Nachkommen von ein-
geführten Elefanten.
Ceylon hat, abgesehen von
dem nördlichsten Distrikt, wo-
hin die Tamilen erobernd ein-
drangen keine , .Götzentempel",
verehrt nicht Brahma, Wishnu
und Shiwah, sondern die
Singhalesen sind durchweg
Buddhisten, Anhänger einer
Religion, die mit dem Hindu-
glauben so viel Ähnlichkeit
hat, wie Christentum und
Fetischdienst.
Ceylon hat — keine Tänze-
rinnen, nur männliche Tänzer,
die sogenannten Teufelstänzer
etc., etc.
Da ich nun Ceylon bis ins
tiefste Dschungel von mehr-
fachen Autotouren und Jagd-
fahrlen auf's genaueste kannte,
auch mit mehreren der ein-
geborenen ,, Chiefs", der Fürsten, -befreundet war, so
konnte ich hoffen, einen interessanten Film zu
schaffen, der eine völlig neue Welt öffnen sollte.
Bilder aus dem eigenartigen Dschungel Ceylons mit
seinen Salzlagunen, zahllosen Giftbäumen, seinen
im tiefsten Urwald vergrabenen Riesenpalästen,
Tempeln und Buddhastatucn, hat wohl noch nie-
mand gesehen, geschweige die seltsamen buddhisti-
schen Zeremonien — die Opferung von Blumen, die
endlosen Litaneien usw.
Nun einiges von meinen Erlebnissen. Die Haupt-
schwierigkeit lag wie meist darin, geeignete Leute
als Schauspieler zu gewinnen, Leute, die eine mehr-
monatige Auto- und Jagdreise mitmachen wollten
und konnten. Als Operateur hatte ich meinen Vor-
kriegsbegleiter Munuswami aus Oberindien kommen
lassen, den ich seiner Zeit nach Berlin gebracht und
dort ausgebildet hatte. Männer waren genügend
disponibel, auch Schauspieler, von der einzigen
singhalesischen Bühne, aber — niemand wollte sich
den Kopf kahl scheeren lassen, wie es die Rolle als
Priesterschüler erforderte. Die Singhalesen tragen
meist noch heute eine Weiberfrisur sogar mit Kamm.
Die städtische Jugend ist bis zu einem langhaarigen
Lockenkopf gekommen, aber kahl — nein. Schließ-
lich bewog der Manager des erwähnten Theaters
durch milden Zwang eine seiner männlichen Bal-
letteusen, die — pardon — der ein äußerst geeig-
netes Gesicht hatte, sich der Operation zu unter-
werfen, und schließlich fand ich auch eine Partnerin
für ihn. Die Reise begann, und bald hatten die
beiden sich so eingespielt, daß ich freudig der Zu-
kunft entgegen sah. Doch mit des Geschickes
Mächten — — Es kam anders.
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Es ist bekannt, daß die Schauspieler mit dem Text in den
Stücken lebender Autoren sehr frei umspringen und gern
ihre eigenen Witze einfügen. Die Prominenten des En-
sembles, die Träger der Hauptrollen, \\ achen eifersüchtig darüber,
daß sie alle wirksamen Sätze zu sprechen haben, um den
Applaus mit ihren Auftritten zu verknüpfen. Von der Eigen-
schaft, neidisch auf die Pointen in der Rolle eines Kollegen zu
sein, ist kaum ein Schauspieler frei, und sobald er als ,,Star"
gelten kann, wird er es
durchzusetzen verstehen,
daß alle zugkräftigen
Dialogstellen, Witze aus
anderen Rollen entfernt
und ihm übertragen
werden.
Zu denjenigen Komi-
kern, die keinem Kolle-
gen einen Witz gönnten,
gehörte auch der ge-
feierte Volksschauspieler
Alexander Girardi, der
am Ende seines Lebens
noch Mitglied des Burg-
theaters wurde. Diese
höchste Ehre, welche die
deutsche Bühne zu ver-
geben hat, konnte seinen
Eifer, alle guten Witze
eines Theaterstückes für
Bich zu beanspruchen,
nicht dämpfen. Girardi
studierte Possen und Ko-
mödien, in denen er auf-
treten mußte, sehr sorg-
fältig, und sobald er in
irgendeiner Rolle einen
passenden Witz ent-
deckte, schrieb er an den
Rand des Buches: ,,Sage
ich" Da Girardis Name
Genügte, um jedes Thea-
ter zu füllen, blieb dem
Regisseur nichts weiter
übrig, als der Laune des
Stars nachzugeben. Zwi-
schen ihm und den Kol-
legen gab es nicht selten
Zusammenstöße, bei de-
nen er sich immer als
der mächtigere erwies.
Aber einmal spielten sie
ihm doch einen Schaber-
nack.
Die Verfasser von
Possen bringen den besten
Witz des Abends regel-
mäßig in der ersten
Hälfte des dritten Aktes,
weil er an dieser Stelle
erfahrungsgemäß am be-
sten wirkt. Nun näherte
sich einmal eine Posse,
in der Girardi die füh-
rende Rolle hatte, der
hundertsten Aufführung.
Der Dramaturg der Bühne erzählte bei einer Arrangierprobe,
die durch Neubesetzung der weiblichen Hauptrolle notwendig
war, den neuesten Witz, der in einer Pariser Komödie jeden
Abend Stürme fröhlichsten Gelächters hervorrief. In Wien war
der Scherz noch unbekannt, und man beschloß, ihn bei dem
kommenden Jubiläum zum erstenmal zu verwenden. Daß ihn
Girardi zu sprechen hatte, galt dem Bühnenleiter und vor allen
Dingen dem Komiker selbst als natürlich. Aber da er die Kol-
legen bei den Arrangierproben wieder geärgert hatte, beschlos-
sen sie, sich an ihm zu rächen.
Im ersten Akt wurde der Dialog, der ja in Possen sehr leicht
hingeworfen ist, so geändert, daß ein unbedeutender Chargen-
spieler den Witz bringen konnte, der ungeheures Gelächter her-
vorrief. Bis in seine Garderobe hörte Girardi, der auf das
Klingelzeichen des Inspizienten wartete, die schallende Heiter-
keit der Zuschauer dringen, deren Ursprung er sich nicht er-
klären konnte, da ihm jede Pointe bekannt war. Er erfuhr aber
den Grund nicht und sprach ahnungslos im dritten Aht den-
selben Witz. Eine Welle des Unwillens flutete aus dem Parkett
zu ihm auf, denn bekanntlich wirkt nichts fader, als wenn der-
selbe Witz nach kurzer Pause noch einmal erzählt wird. Als
Girardi späterhin die Ursache dieses Fiaskos erfuhr, war er sehr
wütend, aber nicht einmal die Tatsache, daß die schuldigen
Schauspieler ein Strafgeld zu zahlen hatten, half ihm darüber
hinweg, daß seine beste Pointe ohne Beifall geblieben war.
Berühmte Schauspieler
Trude Lieske und Paul Heidemann in dem Ufaton-Film „Zille-Typen"
Phot. Vja
sind oft nicht so sehr auf
ihre Kunst stolz, son-
dern auf Eigenschaften,
die außerhalb ihres Be-
rufes liegen. So kämpft
Harry Liedtke um seine
Anerkennung als Dich-
ter, Albert Bassermann
ist in den Mußestunden
Maler, und Ferdinand
Bonn versucht sich als
Violinvirtuose. Agnes
Sorma, die unvergessene
Künstlerin, setzte ihren
Ehrgeiz darein, eine voll-
endete Hausfrau zu sein
und eine gute Küche zu
führen.
Als in den neunziger
Jahren Sudermanns ,, Jo-
hannes" mit Agnes Sorma
und Joseph Kainz in den
Hauptrollen einstudiert
wurde, zogen sich die
Proben so lange hin, daß
die Künstler, die am
Abend in einem anderen
Stück beschäftigt waren,
nicht nach Hause gehen
konnten, sondern am
Spätnachmittag eine
warme Mahlzeit in der
Nähe des Theaters ein-
nahmen. Es fügte sich
nun, daß sie in der Regel
so spät kamen, daß nur
noch ein Gericht auf der
Speisekarte nicht ge-
strichen war, nämlich
Kalbsbraten. Und um sich
und den andern Appetit
zu machen, lobte ihn
Kainz derart, daß die
Sorma nervös in die
Worte ausbrach; ,,Sie
müßten einmal Kalbs-
braten bei mir essen, um
zu erfahren, wie er
eigentlich schmecken muß.
Darf ich Sie nach der
Premiere bei mir erwar-
ten?" Kainz sagte zu,
nahm sich aber vor, die
Sorma wegen des ner-
vösen Tones zu necken.
Die Generalprobe brachte diesmal nicht nur den Dichter des
,, Johannes", Hermann Sudermann, in das Theater, sondern auch
eine Anzahl geladener Gäste, da sich niemand über die Wirkung
dieses vom bisherigen Schaffen Sudermanns abweichenden
Stückes auf die Zuschauer klar war. Die glänzend einstudierten
Szenen klappten ausgezeichnet, und mit dem letzten Akt sollte
der Höhepunkt der Darstellungskunst für die Sorma kommen.
Kainz, der Johannes, hatte hinter der Szene sein Leben lassen
müssen, und ein Statist mußte jetzt auftreten, um der Sorma-
Salome das Haupt des ,, Johannes" auf goldener Schüssel zu
reichen. Der Statist kam auch, aber statt des grausigen Ernstes
empfing ihn brausendes Gelächter, denn er war mit weißer
Schlächterschürze und Konditormütze versehen und präsentierte
der verblüfften Sorma einen frischen Kalbskopf. Niemand anders
als Joseph Kainz hatte nämlich die Statistenrolle übernommen.
Jedenfalls war es mit der feierlichen Stimmung in dieser General-
probe vorbei. Das Stück wurde ein Erfolg.
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WIELE^
Der Großstadtmensch kennt außer Hund, Katze und Pferd nur
Stubenvögel oder die melancholisch plätschernden Insassen
eines Aquariums. Allein die zoologischen Gärten machen
ihn mit anderen Vierfüßlern vertraut, denen er sich allerdings
nur bis zur Distanz eines schützenden Gitters nähern kann. Der
Aufenthalt in einem Tierpark, dessen bunte Fülle zum schnellen
Vorüberschreiten lockt, damit nur ja kein Käfigtier ungesehen
bleibe, ist auch zu kurz, als daß der Besucher vom eigentlichen
Wesen der Tiere etwas erfassen könnte; es bleibt bei der Be-
trachtung der äußerlichen Gestalt. Der Film hat es sich nun zur
Aufgabe gesetzt, die Allgemeinheit mit der Tierseele vertraut zu
machen und vor allen Dingen mit jener sentimentalen Betrachtung
der Tiere aufzuräumen, die seit einiger Zeit in einer gewissen
Belletristik seltsame Blüten treibt. Daß junge Tiere spielen, weiß
jedermann, aber daß diese Tiere gleichzeitig damit ihre Kräfte
üben und Eigenschaften, denen sie später die Nahrungssuche ver-
danken, durch das Spiel geweckt und vervollkommnet werden,
ist weniger bekannt. Aber nicht nur die Jungtiere spielen, son-
dern auch die erwachsenen Wesen des Tierreiches haben viel
Interesse für das Spiel. Die Tänze der Stelzvögel, die einem
Durchschnittsmenschen verborgen bleiben, der Tanz der Kraniche
etwa, machen auf uns einen komischen Eindruck, weil sie durch
eine Fülle grotesker Stellungen ausgezeichnet sind. Der Balztanz
des Auerhahns, die Tänze des Birkhuhns sind vielfach bildlich
dargestellt worden. Der in Australien lebende Laubenvogel baut
sich eigene Lauben aus Gesträuch, Federn, Steinen, Knochen,
glitzernden Gegenständen, um darin seine Tänze wie auf einer
Bühne vor einem Publikum von Hennen vorzuführen.
Oben: Tanzende Kraniche
Im Kreis: Junge Katze spielt mit einem Silberfuchs
Mille: Spielende Bären
Unten: Junge Löwen
Photos: Ufa
Die Tiller Girls bei ihrer Ankuft in Berlin Phol. Scala
^ ^ I ^
Es besteht doch irgendeine Verwandtschaft zwischen dem
Kino und der bunten Bühne. Nicht nur durch die Bühnen-
schau, die einunddieselbe Nummer vom Universum in die
Scala und aus dem Wintergarten in die Turmstraße führt.
Es ist irgendein gemeinsames Fluidum, die Mischung zwischen
Unterhaltung und ernster Kunst, zwischen Humor, leichtem Witz
und ernster Arbeit, die sich eng mit der Wissenschaft vermählt.
Die Kulturfilme gibt es hüben und drüben. In der Scala läuft
heute bereits ein Tonfilm, genau so wie damals in der Luther-
straße das große, weltberühmte Erzeugnis der Fox, das ,,Hohe
Lied der Mutter", zum erstenmal gezeigt wurde.
Deshalb v/ird unser Blatt jetzt auch regelmäßig zu den Er-
eignissen des Varietes Stellung nehmen. Es beginnt in einem
glücklichen Augenblick, am Tage, da die Tillers wieder in Berlin
einziehen, um drei Monate lang allabendlich unter dem Sternen-
himmel in der Dorotheenstraße begeisterten Beifall entgegenzu-
nehmen.
Sie zeigen ihre berühmte Exerzitien, tanzen Parade und ver-
wandeln sich zu guter Letzt in Puppen oder — besser gesagt —
in Gclenkpuppen, die nicht nur den kleinen, sondern auch den
großen Kindern außerordentlich gut gefallen.
Zwischendurch spielen die ausgezeichneten Weintraubs in ihrer
bekannten, beinah unerreichten Art und versöhnen uns mit dem
tanzenden Export, weil wir zu dem Resultat kommen, daß uns
diese Musik und auch diese Aufmachung selbst Jack Hilton nicht
nachmacht.
Man grüßt alte Bekannte. Nämlich die Schattenwunder der
Steinmeyer-Girls, bei denen es nun einmal ohne das berühmte
blaue Auge — allerdings verbunden mit einem roten — nicht
abgeht.
Am Schwungseil entzücken die zwei Hartwells, Jenny jongliert,
Nathanos rollen auf ihren Schuhen über Boden und Tisch, Roth
und Shay liefern exzentrische Akrobatik in neuer, sympathischer
Form, und Georg Bonhairs Truppe spielt das. was man im
Varietejargon ikarisch nennt.
Was dem Wintergarten Tiller, ist der Scala Mattray.
Soll man diesem ausgezeichneten Ballettmeister und wunder-
vollen Tänzer hier neue Lobeshymnen singen? Wohl kaum
nötig, wenn man nur feststellt, daß seine neue Spielfolge wieder
ein seltenes Gemisch von Farbenschönheit, Exaktheit, Geschmack,
Routine und Kunst ist. Katta Sterna zeigt Frauen im Wandel
der Zeiten, eine ,, Kopflose Geschichte", nicht nur nett und origi-
nell in der Idee, sondern eine wirkliche Neuheit auf dem Gebiet
des dekorativen Tricktanzes.
,, Brautschau" ist beinah ein kleines Ausstattungsstück, und die
berühmte ,,Hohc Schule" mit Schellengeklirr reizt heute zu Bei-
fallssturm wie vor Jahresfrist. Bolls & Bolly balancieren ein
paar Meter hoch über der Erde. Achilles, der Kraftmensch, er-
scheint mit seinem lustigen Knappen Newman.
Die Breiers sind wirklich Schleuderbrettakrobaten in seltener
Vollendung, und Kafka, Stanley und May zeigen, ohne zu schwin-
deln, schwindelerregende Sensationen am schwingenden Trapez.
Daß es noch neue Jongleurkunststücke gibt, zeigt der hervor-
ragende Charles Perezoff, der von den zwei Caligaris abgelöst
wird, Exzentrikern, über die man wirklich gern und herzlich lacht.
Den Schluß bildet ein Abend in einem amerikanischen Tingel-
tangel. Eine Parodie der bekannten Billy Devoy Comp,, die da-
durch besonders berühmt ist, daß einst in ihr Charlie Chaplin
agierte, zu einer Zeit allerdings, als er noch nicht an Film
dachte.
Wenn man sich genau erinnert, sieht man, daß aus diesem klei-
nen Scherz inzwischen wieder etwqs anderes geworden ist als
vor einem Jahr. Er kommt zwar in der Grundidee immer wieder.
Ist aber genau so wie jene alte Geschichte im Gedicht, die immer
wieder neu bleibt.
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I
li
Im Zeilalter der Edgar - Wallace - Romane
lockte es Jenny Jugo, einmal in einem
Kriminalfilm zu spielen, dessen ver-
worrene Fäden vor dem Zuschauer lang-
sam gelöst werden. Der durchschnittliche
Detektivfilm mit dem scheinbar so scharf-
sinnigen Detektiv, der die wahren Zusam-
menhänge immer sehr viel später erfährt
als das Parkett, ist längst erledigt. Heute
kann nur noch ein Film locken, der Men-
schen auf die Leinwand bringt, wie sie
einem im Leben begegnen. Jenny Jugo,
im Film Mixerin einer Bar, hat sich die
Aufgabe gestellt, den Mörder ihrer Mutter
zu entdecken und gleichzeitig die Un-
schuld ihres Vaters zu beweisen. Sie ver-
fügt über keinerlei detektivistische Ver-
stellungskunst, sondern verläßt sich auf
ihre Schönheit, die ihr schließlich auch
zum Siege verhilft. Freilich so leicht, wie
sie es sich gedacht hat, lassen sich halb
vergessene Verbrechen nicht aufdecken,
zumal ihre Absichten von ein paar Gau-
nern beinahe durchkreuzt worden wären,
die zwar dieselbe Fährte aufgenommen
haben, aber ganz anderen Zielen zustre-
ben. Außerdem gerät Jenny Jugo in den
Konflikt zwischen Liebe und Pflicht. Der
Sohn des Mannes, den sie hassen muß, ist
ihr nicht gleichgültig. Wie sich schließlich
alles zum Guten wendet, bildet den Inhalt
dieses spannenden Films, der außer
Jenny Jugo noch Enrico Benfer, Raimondo
van Rief, Max Maximilian und Ernst
Stahl-Nachbaur in führenden Rollen zeigt.
Jenny Jugo und Enrico Benfer
Phot. Ufa
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Der Amateur und die Großaufnahme
»
Teder Amateur wird schon gesehen haben, daß die Re-
I gisseurc der Spielfilme die Kette ihrer Bilder durch
I Großaufnahmen zu unterbrechen und zu beleben wissen.
/ Wichtige Teile der Handlung werden auf diese Weise
hervorgehoben und verdeutlicht. Die Figur oder auch
Teile von ihr erscheinen im Vor-
dergrund und führen die Handlung
unabhängig vom Gesamtbild wei-
ter. In Amateurfilmen trifft man
bis heute noch viel zuwenig Groß-
aufnahmen. Die Amateure haben
eine Scheu davor, mit dem Knipsen
zu unterbrechen und die Handlung
durch eine Großaufnahme weiter-
zuführen. Sie rollen lieber den
Filmstreifen zu Ende und kleben
dann einen Titel ein, der nicht
selten an der falschen Stelle er-
scheint.
Um zu wissen, wo eine Großauf-
nahme hingehört, bedarf es genauer
Beobachtung und eingehender
Schulung. Es kann den Amateuren
verraten werden, daß durchaus
nicht alle Berufsregisseure, deren
Spielfilme man in den Kinotheatern
sieht, das Gefühl dafür haben, wo
eine Großaufnahme einzuspannen
und wo sie nicht am Platze ist.
Man kann auch in Großaufnahmen
zuviel tun, und jeder Besucher eines
Kinos wird schon oft mit leisem
Unwillen die Tatsache konstatiert
haben, daß gewisse Stars viel zu
oft in allerlei Großaufnahmen er-
scheinen.
Wer sich mit dem Gedanken ver-
traut macht, seinen Filmen durch
Großaufnahmen einige Abwechs-
lung zu geben, muß schon im Ma-
nuskript, falls ein solches vorhan-
den ist, die Großaufnahmen mar-
kieren, oder im Laufe des Drehens
genau wissen, an welche Stelle er
eine Großaufnahme zu setzen hat.
Es ist dazu durchaus nicht nötig,
daß der Amateur die Handlung
während des Drehens unterbricht,
die Großaufnahme knipst und dann
die Handlung weitergehen läßt. Im
Gegenteil, auch in den Film-
ateliers drehen die Berufsregisseurc
ihre Handlung erst einmal durch
und nähern Sich dann den Stars zu
Großaufnahmen. Auch der Ama-
teur wird gut tun, nach diesem
Rezept zu verfahren, weil er sonst
unnötig viel Film verdreht, für den
er durchaus bessere Verwendung
hat. Er wird mit der Zeit schon Aufnahmen von W
das nötige Fingerspitzengefühl da- Einjach
für bekommen, an welcher Stelle seiner filmischen Arbeit
die Großaufnahmen den Verlauf der Handlung fördert.
Prinzipiell kann man sagen, daß Großaufnahmen immer
dort gehören, wo ein Titel gesprochen werden muß.
Die sprechende Person kann ruhig im Hintergrund der
Dekoration oder des Zimmers
stehen. Man dreht dann ihren
Kopf mit dem Dialog, der natürlich
gesprochen werden muß, weil man
von den Mundbewegungen den Titel
ablesen kann, und fügt dann die
Großaufnahme einfach an dieser
Stelle ein. Aber nicht nur Köpfe
sind ja der Gegenstand von Groß-
aufnahmen. Der Amateur kann
ebenso wie der Berufsregisseur
seine Handlung steigern und leicht-
verständlich machen, wenn er ge-
wisse Dinge, die im Spiel eine Rolle
spielen, hervorhebt und größer
sichtbar macht. So kann etwa
eine Hand, die den Telephonhörer
abnimmt, oder eine Unterschrift
unter einen Brief setzt, den Verlauf
der Begebenheit ohne den Titel
verständlich machen. Der Titel ist
gewiß notwendig, aber man sei sich
darüber klar, daß er in jeden^ Fall
eine Brücke ist, nie mehr sein darf
als etwa die Unterschrift eines Bil-
des einer illustrierten Zeitung, und
daß durch ihn allein nie ein guter
Film weitergeführt werden kann.
Der Amateur muß überlegen, wie
er die von ihm gedrehte Szene in
die allgemeinen Aufnahmen und
die Großaufnahmen zerlegen kann.
Es hilft hier nur Probieren, immer
wieder versuchen und sich nicht
etwa durch Mißerfolge abschrecken
lassen.
Da der Amateur ja nicht, wie der
Berufsregisseur, mit Schauspielern
zu tun hat, sondern eben ein Laien-
publikum filmt, wird er gut tun,
jede Handlung einmal vorher zu
probieren. Großaufnahmen von
Köpfen machen sich am besten,
wenn sie mit Blenden aufgenommen
sind, deren Ränder ins Ungewisse
gehen. Überhaupt wird man gut
tun, in einer Nahaufnahme nicht
mehr zu zeigen, als die Gegen-
stände, auf welche es ankommt und
überflüssige Requisiten der Deko-
ration verschwinden zu lassen.
Amateure neigen leicht zu der An-
sicht, daß durch Großaufnahmen
Sprünge in der Handlung ent-
stehen. Es wird dies nur dann der
T- u ^ u u ^ Fall sein, wenn die Übergänge voll-
Lunebitrg, Hamburg ' -^^,,^11,
vergrößert kommen unvermittelt geschehen.
Ein neues Amateurfilmformat?
Von Herbert Kiper, BdFA, Berlin.
Endlich haben wir eine Art Normung in der Amateur-
kinematographie erreicht, die Filmbreiten 9,5 mm
und 16 mm gelten als die üblichen Formate, da
kommt eine Nachricht aus Amerika, die neue Verwirrung
anrichten wird, da sie fast dazu angetan
erscheint, alles Erreichte über den Hau-
fen zu werfen, wenn alles so heiß ge-
gessen würde, wie es gekocht wird...!
Die Codel Electric & Mfg. Co. (Cinci-
nati, Ohio) hat in jahrelanger Vorberei-
tung eine neue Aufnahmetechnik ent-
wickelt, die von einem ganz neuartigen
Filmtransport ausgeht. Als Material
wird der in Amerika meist gebrauchte
16-mm-Film verwendet. Aber nicht mehr
wie bisher wird das Filmband in der
Längsrichtung weiterbefördert, sondern
abwechselnd, gewissermaßen im Zick-
zack, einmal in Längsrichtung und ein-
mal seitwärts, wobei jedes Bildfeld des
16-mm-Films in vier Teile geteilt wird,
so daß das eigentliche Filmformat, das
dadurch entsteht, zirka 3,5X5mm groß ist.
Woraus sich eine Filmersparnis von
75 Prozent ergiebt, da auch dieser eigen-
artige Mechanismus den Film mit einer
Geschwindigkeit von 16 Bildern in der
Sekunde transportiert, — Die Vorteile erscheinen aller-
dings im ersten Moment ungeheuer. Wenn die Kameras
mit Kodakspulen von 30 m Länge geladen werden können,
ist der Amateur imstande,
über eine Viertelstunde
Aufnahmen zu machen
ohne Kassettenwechsel und
eine Vorführspulc von 120
Meter würde ungefähr eine
Stunde spielen.
Eigentlich sind das die
ganzen Votteile, die aller-
dings schwer genug wiegen,
um die schon mit Kameras
versehenen Amateure be-
denklich zu stimmen, Übel
dran sind besonders die
16 - mm - Filmer, denn sie
werden, wenn sich die
neuen Kameras, die unter
dem Namen ,,Homovic" im
Frühjahr in den Handel
kommen sollen, bewähren,
voller Neid auf diese Film
sparenden Apparate blik-
ken. Auch die deutsche
Industrie wird wenig be-
geistert sein, denn sicher
sind die neuen Projektoren
und Kameras durch Paten-
te geschützt, so daß eine
Umstellung schwer fallen
dürfte.
Doch es bleibt ja vor-
erst mal abzuwarten, ob
die ..Homovics" mit die-
sem winzigen Bildaus-
schnitl eine vernünftige
Projektion erreichen wer-
Arbeitsweise der „Homovie"-Kamera
Sie und Ihre Freunde iin Film!?
Wäre es nicht ein verführerischer Gedanke für Sie, einmal Ihr
Talent als „Filmstar" zu prüfen, sich selbst einmal im Film zu
sehen? Es ist in der Tat ungemein reizvoll, im Film seine
eigene Bekanntschaft zu machen! Erst so lernt man sich
wirklich kennen , . Und dann denken Sie an all' die fröhlichen
oder interessanten Momente aus Ihrem Leben und dem Ihrer
Freunde; denken Sie an Lustspiele, die Sie selbst inszenieren
können: nichts ist Ihnen verschlossen, wenn Sie einen
C i n e - N i z o Ihr eigen nennen!
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C. m. b. H.
M ü II c h e n 2.3, Seeland straüc 5,
den, ob außerdem das Bild bei diesem Zickzacktransport
so gut ,, stehen" wird, wie beim bisherigen Transport in
Längsrichtung und ob das Filmmaterial nicht auch sehr
leiden wird und ob bei dem an und für sich noch recht
groben Korn aller Schmalumkehrfilme
ein Detailreichtum auf einer Bildfläche
von 3,5X5 mm zu erreichen ist!
Wie dem auch sei, es ist bedauerlich,
daß nun wieder ein neues pilmformat die
Händlerschafl und die Kunden irritieren
wird.
Wolfgang Jaensch warnte schon vor
langer Zeit in seiner Broschüre: ,, Hailoh,
Sie filmen noch nicht?" vor neuen Film-
formaten , , , , .Weitere Formate wie
der 9,5-mm- und 16-mm-Film sind kaum
zu erwarten; wenn sich~~aber irgendwo
Neigung zeigen sollte, die Welt hiermit
zu .beglücken', dann müssen die Kino-
amateure eine geschlossene Front bil-
den und energisch protestieren , . ,"
Ein wirkliches Urteil kann man sich
natürlich erst bilden, wenn man die
Sache gesehen hat, aber etwas ergiebt
sich nun doch schon aus dieser alar-
mierenden Nachricht aus Dollarland,
Daß die Firma Pathc, als sie vor Jah-
ren den 9,5-mm-Film ins Leben rief, damit das Richtige
getroffen hatte, denn die Pathefilmer sind nicht so übel
dran wie die 16-mm-Kollegen. Der Pathefilm ist ungefähr
im Gebrauch schon 50 Pro-
zent billiger als der 16-mm-
Film, was insbesondere
auch durch die filmsparen-
de Titelstillstandseinrich-
tung erzielt wird. In letzter
Zeit ist auch die Qualität
des Kleinfilms wesentlich
besser geworden, die Op-
tik und die Lampen der
Projektoren sind verstärkt
worden, so daß große, helle
Bilder erzielt werden, die
allen Anforderungen genü-
gen.
Daher ist es kein Wun-
der, wenn selbst Skeptiker
zu begeisterten Pathefreun-
den wurden, aus den Ama-
teurvereinen hört man über
erstaunliche Leistungen der
Kleinfilmgruppen, kurz, es
scheint, das im allgemeinen
der Kleinfilm der Ama-
teurfilm zu werden ver-
spricht.
Nach den Erfahrungen,
die wir mit amerikanischen
Apparaten machten, wird
wohl auch der ,,Homovic"
sehr kostspielig in der An-
schaffung sein, so daß die
Amateure sich wohl sehr
überlegen werden, ob sie
sich die neue Anschaffung
leisten können.
Cine-Nizo 16
Nod.B
für 10 m Kassetten
mit Federwerk u.
Handkurbel für
allerhand Trick-
aufnahmen. Eine
Kino-Kamera von
großer Vielseitig-
keit u. Präzision.
Von RM 185.—
bis RM 300.—
J^
jJas fcljöne Milci-^
h ■
Der Mensch im Liditbild
Von Ewald Israel, Kalkbergc.
Ist CS nicht auffallend, daß man so viele Land-
schaftsbilder ohne Menschen sieht? Man könnte
fast glauben, daß eine Gegend wie durch Krieg
und Pestilenz ausgestorben sei, und dabei leben doch
genug Menschen auf der Erde, es sei zugegeben,
daß nicht jedes Landschaftsbild den Menschen
braucht, doch wird das sicher übertrieben.
Woher kommt diese Scheu des Lichtbildners,
seinesgleichen im Bilde wiederzugeben? Ist es wirk-
lich so schwer, wie es meist angenommen wird? Da
sind drei Möglichkeiten, den Menschen darzustellen:
als Porträt, als sogenanntes Genre, in dem er in
irgendeiner Betätigung aufgenommen wird und als
Staffage, in der er sich in die Landschaft einpaßt.
Doch ist die Grenze zwischen ihnen nicht ganz
deutlich, und es kann oft ein Porträt als Genre
und das Genre als Staffage angesprochen werden.
Nicht ganz leicht ist allerdings das bildnismäßige
Porträt. Und es ist etwas anderes, z. B, eine
Maschine, die ein immer gleichbleibendes objektives
Bild gibt, als einen Menschen darzustellen, den
subjektive Momente immerfort verändern. ,,Der
Porträtmaler faßt alle jene verschiedenen Regun-
gen der Psyche im Gesicht, aus welchen er die be-
Was hat St. Niklas gebracht?
Rüo Akoniar, l : 4,5, 2 Sekunden. Filter 2, Verfiröfierung
Bildnisstudie
Rüo Akomar, l : 4,i, künsiUches l.irhi. 6 Sekunden
Vergrößerung
Frühmorgens
Rüo Akoniar, 1 : 4,5, ' ;,-, Sekunde, Uller 2
.
zu machen sein. Doch gilt auch für sie Gesetzmäßiges. So
muß die Handlung^bei mehreren Personen auf dem Bilde
eine einheitliche sein und darf in der Landschaft nichts von
dem Hauptmotiv — eben dem Menschen — ablenken.
Andars sind die Staffagenaufnahmen, bei denen sich der
Mensch der Landschaft unterordnet. So gut die Staffage
ist, die irgend etv^fas Belebendes sein kann, muß man sich
doch davor hüten, sie vorherrschen zu lassen. Was sie alles
für die Landschaft sein kann, sei nur angedeutet; so können
ein einsamer Wanderer auf der Heide und ein weißes Kleid
auf der blühenden Wiese den Ernst und die Wärme des
Motives unterstreichen, kann ein Arbeiter neben dem Kran
die Wucht der Maschine zeigen u. a. Die Staffage im Bilde
wendet sich an das Gefühl und schafft so eine Bindung, die
sonst oft fehlen würde. Der bewußt schaffende Lichtbildner
wird deshalb die Staffage zur Beseelung und Bildkomposi-
tion gebrauchen. Natürlich darf sie nicht beliebig stehen.
Sie darf auch nicht zu groß und zu klein sein, wie ihr ein
ganz bestimmter Platz zukommt. Und vor allem muß sie
natürlich-passend sein;
die beste Staffage wird
meist der Mensch bei
der Arbeit abgeben.
Und nun ans Werk
und den Menschen mehr
im Lichtbild gezeigt.
Abend am See
Rüo Akomar, l : 4,5, 1 Sekunde,
Filter 2, 7 Uhr abends
Der Scherenschleifer ist da
Rüo Akomar, 1 : 4,5, V'so Sek.
morgens 9 Ohr, Vergrößerung
Rüo Akomar 1:4,5, '2.-, Sek.,
Filter 1, nachm., Vergrößerung
zeichnendsten auswählt,
zu einem Gesamtbilde
zusammen, stellt also
möglichst viele Seiten
der porträtierten Per-
sonen dar. Der Photo-
graph gibt ein Abbild,
der Porträtist ein Bild-
nis, in welchem er nicht
nur das Individuum als
solches darstellt, son-
dern das allgemein
Menschliche aus der rein individuellen Sphäre zu allgemein
gültiger Bedeutung erhebt." Wer den Menschen im Porträt
wiedergeben will, muß also das herausheben, was einer
Person besonders charakteristisch ist. Er muß es wie der
Maler machen und mit seinen Mitteln die psychische Ver-
änderung im Ausdruck festhalten, die kennzeichnend ist.
Wie er sie dann durch Beleuchtung, Unscharfe und Tönung
unterstreicht, ist seine Sache. Jedenfalls setzt das Porträ-
tieren bei dem Lichtbildner manches voraus, und es sollte
deshalb sein Letztes bleiben.
Leichter ist schon die Genreaufnahme, bei der der Mensch
eine übergeordnete oder doch nebengeordnete Stellung in
seiner Umgebung einnimmt. Leider werden noch so viele
Aufnahmen mit dem Gesicht auf den Apparat gemacht, die
unnatürlich wirken. Wie lebendig sind die andern, die den
Menschen bei der Arbeit oder irgendeiner Betätigung über-
raschen? Und man sage nicht, daß sie sich nicht leicht
finden; solche Genreaufnahmen sind überall zu machen. Sie
werden am besten mit der kleinen Kamera aus der Hand
LUki
VmT09 ^ ^ Eßßf ICWTEN
Affe
Aufnahme Gerhard Mohrmann. ,,Erbee"-
Apparat Vario I : 6,3. Agfa-Filmpack
6.5 X 9. Juni / Uhr mittags, '/.j Sei.
Papier Oaloi
Greifswald
Aufn. Sybil Stockliaasen. 14. 9., 16 Uhr.
Box Tengor. Zeiss-Ikon-Obj. .Momentaiifn.
Papier Agfa-Lti/iex
Träumercfien
Aufn. von E. Lübkemann.
,,Vag" Voigtländer, Blende
Zeiss. Brennweite 4,5.
Okt. 3 Uhr nachm. I Sek.
Ortho ■ Isodiix - Platte.
Blende 6,3
*
Links: Ferienlust
Aufn.
Busch
Blende
.luli. 'h
Chromo - horapid-Platte
Glänzend. Isi - Gaslicht-
Papier
Annemarie Klose.
Rectiplanat F : S.
S. II Uhr vorm.
Sek. Agfa-
*
Rechts: Jungmädcfien
Aufn. von Walter Saatz.
Voiglländcr Rollfilm-
Camera i X 8. Skopar
I : 4,5. Blende 6.3. Pe-
ruIz-Roüfilm 5 X S. August
29. I') Uhr. "lis Sek.
Lconar Bromsilherpai'irr
neifl matt
Jeder Leser kann sich an diesem \Ve(t-
bewerl) heteiliBCn.
Wahl des llutivs. Große nnd Art des Ab-
zupres bleiben dem Einsender überlassen.
Jeder Abzug niuU aber auf der Rückseite
folKende Angaben enthalten: Xame des Appa-
rates — Art nnd Liclitstärke des Objektivs —
Blende — Platten- oder Vilmfabrikat — Zeit-
punkt der Aufnahme — Beliehtüngszeit — Ver-
weiidunK etwaiger Hilfsmittel (Oelbseheibe, Vor-
satzlinse u. dergl.) — Art des für den Abzug
n... m./UUr
verwendeten Papiers — genaue Anschrift des
Einsenders — ausdrückliche Erklärung, daQ
der Einsender Photoamateur ist.
Rücksendung der nichtprümiierten Bilder er-
folgt nur, wenn adressierter Freiunischlag bei-
liegt. Nach Möglielikeit erfolgt Veröffentlichung
der Bilder. Die Entscheidung des Preisgerichts
Ist endgültig. Beschreitung des Rechtsweges
ausgeschlossen. Einsendungen sind zu richten
an „Film - Magazin" („Filmwell") - Pbotowett-
bewerb, Berlin SW 68, ZimmerstraOe 3S-41.
St. Jacobskirche, Bamberg
Heliar9. August. II Uhr. ' *, VA. Perutz Brauiisietirl
Altes Pferd
Ellmar 4,i. .August. 16 Ulir. ' m Sekunde. Perutz
Leica Spezialfilm
Sämtliche Aufnahmen von Eugen Kusch,
Nürnberg
Innsbruck nach einem Gewitter
HrliarO.Aug. 14 Uhr. ' ,oSf*. Gdhjilter. Perutz Filmp.
Von der Photo-Optik
Das einfachste photographische Objektiv stellt die so-
genannte Landschaftslinse, auch Achromat genannt, dar.
Sie wird heute nur noch bei billigen Apparaten verwendet.
Ihr wesentlichster optischer Fehler ist die sogenannte Verzeich-
nung, welche sich darin äußert, daß die Linien an den Bild-
rändern etwas gekrümmt erscheinen. Dies macht sie natürlich
für Aufnahmen, bei welchen auf dokumentarisch getreue Wieder-
gabe der Linien bis an die Bildränder Wert gelegt wird, wie es
z. B. bei Architckturaufnahmen der Fall ist, unbrauchbar. Da-
gegen stört diese Erscheinung bei reinen Landschaftsaufnahmen
wohl kaum. Und es gibt erfahrene Amateure, welche die ein-
fache Landschaftslinse für solche Aufnahmen sogar den hoch-
wertigen Objektiven vorziehen. Der Grund hierfür liegt in der
ausnehmend hohen Brillanz der mit der Landschaftslinse er-
zeugten Bilder, die natürlich infolge der vielen spiegelnden
Flächen viellinsiger Objektive mit diesen meist nicht im gleichen
Grade erreicht werden kann.
Eine höhere Lichtstärke weisen die sogenannten Aplanate auf.
Der Fehler der Verzeichnung ist bei denselben behoben. Sie
haben jedoch den Nachteil, daß sie bei voller Blendenöffnung
das jeweilige Plattenformat, für das sie bestimmt sind, nicht
randscharf auszeichnen. Dies spielt z. B. bei Bildnisaufnahmen
keine Rolle. Und da die Aplanate an und für sich eine weiche
Zeichnung ergeben, was bei solchen Aufnahmen erwünscht ist,
so sind sie für dieses Aufnahmegebiet sehr gut geeignet. Wollen
wir jedoch mit einem Aplanat auch randscharfe Bilder erhalten,
so müssen wir entsprechend abblenden, was natürlich wieder
eine Verlängerung der Belichtungszeit bedingt. Wir können so-
mit bei solchen Aufnahmen die eigentliche Lichtstärke des Ob-
jektives nicht ausnützen. Eine Annehmlichkeit des Aplanates
besteht darin, daß wir auch mit der Hinterlinse allein Aufnahmen
machen können. Allerdings muß in diesem Falle die Kamera
einen doppelten Bodenauszug besitzen; denn die Hinterlinse
allein besitzt die doppelte Brennweite des Gesamtobjektives.
Wir sind dadurch in der Lage, vom gleichen Standpunkt aus
die Aufnahmegegenstände in doppelter Größe auf der Platte zu
erhalten, als wir sie mit dem Gesamtobjektiv erhalten würden.
Die Lichtstärke der Einzcllinse ist jedoch um das Vierfache
geringer als die des Gesamtobjektives.
Die hochwertigsten Objektive bilden die Anastigmate und
Doppelanastigmate. Sis zeichnen schon bei voller Blenden-
öffnung das Plattenformal, für das sie bestimmt sind, vollkommen
randscharf aus, wodurch die Ausnützung ihrer hohen Licht-
stärken bei allen Arten von Aufnahmen gewährleistet ist. Und
hierin liegt der eigentliche Wert dieser Objektive, die natürlich
praktisch von allen optischen Fehlern frei sind. Bezüglich der
Unterschiede zwischen Anastigmaten und Doppelanastigmaten
ist die naheliegende und daher auch vielverbreitete Ansicht,
daß man mit Doppelanastigmaten bessere Bilder erzielen könne
als mit Anastigmaten, nicht zutreffend. Die Doppelanastigmate
haben lediglich den Vorzug, daß auch die einzelnen Objektiv-
hälften zur Aufnahme verwendet werden können, um bei glei-
cher Entfernung vom Aufnahmegegenstand den doppelten Ab-
bildungsmaßstab auf der Platte zu ergeben, als wir mit dem
Gesamtobjektiv erhalten würden. Hinsichtlich der Leistungs-
fähigkeit des Gesamtobjektives aber kann man keine der beiden
Objektivgattungen als besser oder schlechter bezeichnen.
Die Preisträger unseres Photowettbewerbs im November.
N.irli i'iiifjt'lK'iiili-r ri'iil'iiii^ ilii /.ililiciilicu XoM'iiilicr-lCiMsc'iiiliinst'ii wunli" ilic YcMloiliiiii;' ilrr TrciM' \\\r folftt licsclildsscii:
K v 1- r li i (• I ( (• n :
1. Preis: 20 Mark in bar.
Walter Eismann, \.r\\i/.].^ c i. I.illcii^tr. Kl.
2. Preis: 10 Mark in bar.
Hertha Stcnzcl, Nciilir.iiHl.-iilMiin.
UiIciifiliUT Str.iUc l.i.
Gerhard Wenzel, lliTliii S 1 1, \\':ill.sli';ilJi> 7:!.
Lotte Katzniarcck, Itorlin-Schöiiobfitc.
(ii iiMCwiililstraUc 17.
Trostpreise: 5 Mark in bar.
InRcborg Erichsen, Illn.-Xii'ilcrschönliiiiisoii.
K:ii>('riM-Aii4i'ii^l.i-Sti;iU(' L'fi.
Ingcr Kroker, ll.i.vn.iii in Schlcisicii.
CirU'iisiiiiüc 1.
Hans Weener, Hcrlin-Schöni-bprs.
Miihlcii-Ir.ißi' 10.
Willi Wcntzke, .Xsclicrslcbpn (Il.irz).
FrioilviclislniUi- ifi.
Alfred WoU, Uciiilu'iKslioli. Post SciilDvf.
Kii-is llirscliliiTji. Rii'sciiKCbirKO.
Willy Hartmann. Hiidrlbcr;;.
I,:(iulli;iii.-!-Ir!iUc !!>.
E. Kindervater. HiTlin-Ni-iiküllM. B,iliii>lr. .">.
Leon Pozniak, rii/!iKui. iil. Ko|iornik:i.
Christian Jensen, Horliii-Neiiköllii.
K.uM'r-Frictlridi-Sir.-iHp •!(*.
Ciirt Herzog, H.iiiiliiird 2'A. Piiiicnstratic IUI.
1)10 l'rpisc .siiiil den (Jcwinncin iihorwioscii wonlin. Itiirkseiuliiiij; di>r nicht iin'i>;tfkioiitcn Arbpllcii crfolii;! M-hiicIl.slens. .sufcni
iidrpsMCitc JrciiMiiscIiJiiirc bciliini-n.
\\\r hoffen, il.iß sich in /.iiknnfl nicht nur die I'niiiwle der ..Kilinwclf ;ir. dein AVetlhewerb heteilifteii wi-idon. sondern :incb die
Mflen IlMito.iinateiirc, die dnieh Vercinircnns mit dein ..FIIm-MaüJiziu" jetzt zu unserem J.eserkielse uehiiieii.
Verlaj? und Schriftleituiif,^ „FILM-MAGAZIN FII.MWKLT".
£/N ROMAN VON STANHOPE
^ieeü
10. Fortsetzung
Das Fuhrwerk hatte neben seinem überaus vornehmen gesell-
schaftlichen Charakter ein geradezu liebesdurstiges Äußere,
genau wie die Besitzerin, deren hellroter Trenchcoat sehr her-
ausfordernd roch.
„Hallo, Pitt — das ist süß, dich hier zu sehen!"
Schon stand die heißblütige Dame dicht vor dem weitabge-
wandten Denker und schüttelte ihm die Hand.
Es war Miß Liane Pilbury. Pitt kannte sie aus New York, von
wo er mit ihr im letzten Som-
mer einige Weekend-Ausflüge
nach Seattle und Oklahoma
unternommen hatte,
,,Wie geht es, meine Teuer-
ste?" fragte Pitt, der nicht
aufgelegt war, Schmeichel-
worte zu sagen, und insge-
heim den Zufall verdammte,
der ihm das lüsterne Per-
sönchen in die Quere ge-
schickt hatte.
Miß Pilbury raffte ihren
Mantel und zeigte ein Kleid
aus Schlangenhaut, dessen
Wert raffinierte Kenner auf
tausend Dollar schätzten.
,,Was ist dir passiert,
Jungchen? Wo wohnst du?
Was machen Tante und
Onkel? Hast du schon ge-
gessen?" Ein Wasserfall
von Fragen betäubte Pitt
und machte gleichzeitig die
Seele der verführerischen
Amerikanerin frei. Es war,
als läge nicht der Ozean
zwischen Paris und der Hei-
mat. Zum Ergötzen der Lenke-
rin begann nun Pitt eine
sachliche Schilderung sei-
ner augenblicklichen Lage,
ohne aber den Grund zu
nennen. Er ließ auch seine
Absicht, im Bois zu nächti-
gen, nicht unerwähnt.
,,Pfui, pfui, das ist unan-
ständig!" sagte Miß Pilbury.
,,Das ist ordinär! Ich bin
selbst schon zweimal dort
gewesen."
Die Vorstellung, daß Pitt
ohne Geld war, kam ihr so
grotesk vor, daß sie nur an
eine spleenige Idee dachte, auf die sie voller Laune einging.
,,Ich habe etwas Besseres für dich, Pitt!" Und ohne daß sich
Pitt dagegen wehren konnte, war er im Hotel Montmorency
untergebracht, wo seit alters her die Freundinnen der Fabrikan-
ten aus Nancy und Rouen wohnen und mit Wohlgefallen den
jungen Herren begegnen, die durch Zufall in diesem Hotel Woh-
nung nehmen. Mancher, der als armer Schlucker das Hotel
Montmorency betrat, hat es als Mann mit erträglichem Bank-
guthaben wieder verlassen.
Mit der Selbstverständlichkeit, die Miß Liane im Verkehr mit
Pitt Erskine anwandte, zog sie ihn in ein palastähnliches Gebäude
in der Ruc de Rivoli.
,,Ist die gnädige Frau zu Hause?" erkuiidigte sie sich bei dem
Portier und stürzte dann, einen prächtig gekleideten Diener bei-
nahe umreißend (Pitt konnte kaum folgen), durch eine Zimmer-
flucht in ein Boudoir, wo in recht mangelhafter Bekleidung eine
vielleicht vierzigjährige Frau der Bearbeitung, ihres Körpers
durch vier Personen mit großer Gleichgültigkeit zusah.
le
Nachdruck verboten
wenn er zu \V eih-
nadHen eine Foto-
oder Film -Kamera
{geschenkt erhält!
Wollen Sie nicht
audi damit Freude
bereiten?
Die Ufa -Handelsgesell-
schaft. Berlin SW 68,
Kochslr, 8. informiert Sie
gern unverbindlich und
kostenlos über die Hand-
habung und Anschaffungs-
kosten der Aufnahme- und
Wiedergabe-Apparate.
,, Liebste!" keuchte Liane atemlos.
,, Beste?" fragte die schöner werdende Frau.
,,Ich möchte dir einen Freund vorstellen. Pitt Erskine aus
Dallas!"
„Interessant, interessant", sagte ungerührt die nun schon ganz
schöne Frau.
,,Ich kenne Pitt aus New York", begann Liane ein ausführ-
liches Referat über die Vorzüge des schweigenden Jünglings.
,, Verwandt mit den Erski-
nes aus Birmingham?" fragte,
um zu fragen, die schöne
Frau und entließ gleichzeitig
mit einer Handbewegung ihr
Personal.
Die schöne Frau lachte
nicht (mit Rücksicht auf die
Kalkschicht, die ihre Haut
bedeckte und nicht platzen
durfte).
,, Schäkerin!" sagte sie. ,,Eh
bien! Wartet in der Halle
auf mich!"
Pitt wußte wirklich nicht,
was er sagen sollte, und war
ärgerlich auf seine Circe. Er
machte ihr Vorwürfe und
fragte:
,,Wer ist denn diese See-
kuh überhaupt?"
,,Pst, pst! Wie sprichst du
von Bessie Flasher?"
,,Und weshalb sind wir
hierhergegangen?"
,, Bessie Flasher ist die
beste Fremdenführerin. Sie
weiß wann, wo und warum
etwas los ist."
Pitt blieb keine Zeit zur
Entgegnung. Die Treppe
stieg Frau Flasher herab,
ganz wunderschön in Gold
und Schwarz, so wie wir uns
alle die Sünde vorstellen.
Sie hatte ihr Phlegma mit
der Schönheitspaste abge-
legt und umarmte ihre ameri-
kanische Freundin; dann
musterte sie mit saugendem
Blick den verlegen hüsteln-
den Pitt. Pitt war nicht nach
dem Geschmack der ver-
wöhnten Dame.
,,Wir wollen in die ßobby Bar", sagte Frau Flasher. ,,Ich will
doch sehen, ob ich diesen reizenden Burschen nicht lammfromm
kriege! ' Und sie lächelte ein wenig falsch.
„Wen denn?" fragte Liane Pilbury.
„Belle Billie!"
Pitt, allerlei gewöhnt von den Zufällen der letzten Zeit, fand,
daß er ganz die Hauptrolle eines schlechten Romans spielen
konnte. Was sich hier zutrug, »'ersetzte ihn in Aufregung und
Ärger, weil er außerstande war, sich der Entwicklung der Dinge
entgegenzustemmen. Es blieb ihm die ängstliche Hoffnung, daß
sich (rätselhaft, auf welche Weise) alles noch zum happy end
entwickeln würde. Und da er in der letzten stillen Stunde
mit sich ins reine gekommen zu sein glaubte, hatte er eine Ent-
schuldigung für seine bedingungslose Kapitulation vor dem
Schicksal.
Billie saß in der Bobby-Bar, versunken in den Anblick der ver-
zwickt gemusterten Tapete. Sie gewahrte nicht die Blicke der
übrigen Gäste des kleinen Lokals; sie ahnte überhaupt nicht, daß
sie schon seit geraumer Zeit eine gewisse Berühmtheit genoß.
Ihr zurückgezogenes Leben gab zu den verworrensten Gerüchten
Anlaß und trug viel zur Verbreitung ihres Ruhmes bei.
,,Hach!" seufzte sie.
„Der Herr befehlen?" fragte der diensteifrige Kellner.
„Nichts, nichts — oder doch — irgend etwas zu trinken,"
Wenn man dem Urleil der Herren Glauben schenkte, war Billie
im Privatleben der unsympathischste Mensch, der jemals un-
schuldige Frauenherzen in Aufruhr gebracht hatte. Besonders
mutige Charaktere versuchten in ihren Blick Verachtung, Unmut
und Neigung zum Zweikampf zu legen.
„Heiliger Himmel! Dort! — Wer — — ?!" Billie machte
sich ganz klein.
Aber mit wellgewandter Sicherheit segelte Bessie Flasher
immer näher heran. Da geschah es auch schon;
,, Welche Freude, Herr
Amery, einem besetzten Lo-
kal Ihre Bekanntschaft zu
verdanken!" leitete Frau
Flasher ein.
,,Als ob Sie's nicht darauf
.abgesehen haben! Übrigens,
dahinten ist noch ein leerer
Tisch!" sagte Billie, die ihr
altes Temperament erwachen
fühlte.
,,Ach, Sie sind lustig!"
zwitscherte Bessie Flasher.
,,Nein — kostbar!" er-
innerte sich Billie an Mosch
Terpin.
..Hj
ha!" Frau Bessie
grinste verständnislos innig.
,,Ha — ha! Aber lassen
Sie mich vorstellen: Wer ich
bin, wissen Sic natürlich!"
,,Nein, aber ich bin auch
nicht neugierig."
,,Wic, Sie kennen Bessie
l'Iashcr nicht?"
,,Na, jetzt kenne ich sie
ja. Weiter, weiter!"
,,Aber, Herr Amery, wie
respektlos!" fuhr Liane Pil-
bury dazwischen.
,,Ei, ei, auch schon da?
Wer sind Sie denn, mein stil-
les, verschlossenes, anhei-
melndes Fräulein?" Billie
war wütend. Die Gäste guck-
ten schon.
,,Sie sind wirklich kein
Kavalier!" sagte Bessie
Flasher.
„Nein!" erwiderte rauh und
sehr selbstsicher Billie.
,.Ha — ha, zum Schießen!"
Bessie nahm Platz, stellte
Liane Pilbury und Pitt Ers-
lirkatx-"36a arui/a5 5 €
R.M. 2*^?. 4-a2. 6 12. 12—
Ja, und dann saß
kine vor, dem ein wenig schwindlig wurde,
man und redete eine Weile nichts.
Bis dann der Kellner die fatale Pause unterbrach. Und wäh-
rend Bessie und Liane in der Speisekarte schnüffelten, die letzte
nicht vergaß, sich unauffällig unter Tag an Pitt zu schmiegen,
prüfte Billie die Gesellschaft und befand sie, ausgenommen Pitt,
zu leicht.
Sie entdeckte den Schmerz in seinen Augen; und die Hast,
mit der er sich abwandte, wenn sie sich zufällig ansahen, die
übertriebene Aufmerksamkeit, die er nach solchen Augenblicken
den beiden Damen widmete, und die Heftigkeit, mit der er sich
an Miß Liane drückte, waren ihrer wachen Auffassungsgabe ver-
räterische Zeichen einer frohen Botschaft. Sie hätte ihm gern
die Haare gestreichelt, ihn getröstet; aber es ging nicht, es ging
doch nicht. So saß sie gebunden, wo sie das Recht hatte, willen-
los und behutsam anderwärts mit Pitt zu sein. Die Spannung
war fast unerträglich. Und wieder einmal half ihr eine edle
Ausgelassenheit. Während sie allmählich jede Klarheit verlor,
sah sie ganz deutlich den Zwang vor Augen, noch heule Pitt
Verkleidung und Schwindel zu beichten.
,,Das ist gemütlich", stöhnte die sonst so verwöhnte Bessie
Flasher,
,,Herr Amery, reiten wir doch morgen gemeinsam ins Bois!"
schlug sie dann vor.
,, Leider kann ich nicht."
,,Ich muß meiner Braut einen Ring kaufen."
Ein Stuhl in der Nähe Pitt Erskines fiel um. „Pardon!" sagte
Pitt. Billie lächelte.
Billie knüpfte hieran eine Aufzählung der schönen Eigen-
schaften ihrer imaginären Braut. Mit so glühenden Farben malte
sie, mit so hinreißendem Schwung plauderte sie, daß sie nicht
merkte, wie Pitts Stirn sich von Sekunde zu Sekunde mehr um-
wölkte. Erst als es zu spät war, erhaschte sie, daß Pitt sich
hastig erhob, seiner Nachbarin unbedachte böse Worte gab und
das Lokal verlassen wollte.
Rasch stand sie auch auf und zahlte, nahm Zylinder, Havelock
und Spazierstock in Emp-
fang und ließ die beiden
Damen in enttäuschter Er-
wartung und erstaunt zu-
rück.
Draußen fand sie Pitt
nicht.
Der ging und stolperte
durch die Stadt, wußte
nichts mit sich anzufangen
und wankte endlich ins
,,Montmorency", wo die to-
leranten Freundinnen der
Fabrikanten aus Nancy und
Rouen ihn erwarteten.
7. Kapitel.
Tante Philba hatte die
Muße in Smyrna benutzt,
ihrem Gatten die verdrieß-
lichen Sachen und Pitts Zu-
stand ausführlich zu schil-
dern; sie schrieb, daß sie
aus Paris, wo sie den Nef-
fen ohne Schwierigkeit zu
finden hoffe, alsbald die
Heimreise antreten und mög-
licherweise eine Braut mit-
bringen würde.
Hamilton Erskine bekam
ihr Schreiben gleichzeitig
mit der Rechnung eines Pa-
riser Krankenhauses über
einige hundert Franken für
die Gesundung seines Nef-
fen. Etwas verwundert hielt
er das Dokument in der
Hand, verglich es mit dem
Brief aus Smyrna und
lächelte dann: „Das kommt
davon, wenn man Babys auf
die Reise schickt." Aber
da es sein Wunsch war, daß
die Zähigkeit, mit der er
sich vom einfachen Angestellten emporgeschwungen und alle
Schwierigkeiten überbrückt hatte, auch Pitt beweisen sollte, so
schrieb er keine Zeile an den Rekonvaleszenten, überwies den
Geldbetrag und wartete ab. Da die Tante verabsäumt hatte,
eine Pariser Adresse anzugeben, konnte er auch ihr nicht schrei-
ben und die Spur auf Pitt lenken. Das stimmte ihn froh; denn
er schrieb nur ungern.
Pitt hatte inzwischen mancherlei erlebt; er lernte plötzlich die
wohltuende Härte des Lebenskampfes kennen, da er weder die
Tante in Ragusa noch den Onkel in Dallas anzupumpen sich
vorgenommen hatte.
Abends, auf einer Bank im Bois, schüttelte ihn ein heimtücki-
sches Fieber; er schöpfte tief Luft.
Fast verhungert brachte man ihn ins Krankenhaus. Mit ab-
nehmendem Bewußtsein lallte er etwas von ,,drei Uhr zehn, mein
Kleiner"; dann träumte er wilde Träume vom Meeresgrund, wo
Tante Philba auf einem großen Stein saß und mit einer Gänse-
leberpastete Fische fütterte. Ein paarmal ritt auch Billie auf
einem Seepferdchen vorbei und machte auf einer Posaune gräß-
liche Musik. Fortsetzung folgt
i
FRAGEN
die uns eiTei'chtert
>~^
V-i.^
.SY
Anfragen erbitten wir an die Redaktion des „Film-Magazin". Berlin SW 68, Zimmerslraßc 35 — 44
Scherlverlag. Antwort erfolgt nur im „Film-Magazin", Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
PROTOS
DIENT
DER
HAUS
FRAU
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei Manu-
skriptangelegenheiten bitten wir folgendes zu beachten: Jeder Anfrage ist
Rückporto beizufügen. Jede Einsendung eines Manuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2 — 3 Schreibmaschinenseiten
»ind zur Einsendung an die Filmindustrie, Regisscure usw, geeignet. Für
Verlust der eingesandten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durchschläge senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten,
•
Treuer von R., Berlin: AI Jol.'^on ist am sicher.-lcn durch die Warner
Brothers-Studios, 5842. Suuset Boulevard. Hollywood, Kai., US.4., zu er-
reichen. Er ist mit Ruby Keelcr verheiratet.
Grete F., Plettenberg: Frod
l.ouis I.crcli wohnt Berlin W,
Regcnsburger Strallo 14. Harry
Halm, BiTliu-Halcnsce, Cicero-
straße 57, Bernhard Goetzkc,
Wolfcrsdorf-Erkner bei Berlin.
Charles Farrell ist durch die
Fox-Studios, 1101, No. Western
Avenue. Hollywood. Kai., U.S.A.,
7U erreichen. — Siegfried und
Bruno .Vrnn sind Brüder.
Karl L., Berlin: Fritz Lang i^l
am bc.>itcn durch die Ufa, Berlin
SW 68. Kiirhstraße 6—8. zu er-
reichen. — Wenden Sic sich in
Ihrer Angelegenheit einmal au
den Klub der Kameraleute. Bln.-
Steglitz, Feuerbachstraße 21. Dort
erfahren Sic alles Nähere.
Hanna und Edith Seh., Bres-
lau: Wann Lilian Harvey und
Willy Fritsch einmal nach Bres-
lau kommen, wissen wir leider
au'-li nicht. — fJreta fJarbns
Ailrosso ist Mptro-Odldwvn-Ma.ver-
Sluilios, fulver-City, Kai., U.S. .\.
Paul S., Bonn (Rhein): Tony
\au Eyck wohnt Berlin W. Heil-
hrnnner .Straße 2i>. Sic ist iin-
vcrliciratet und gibt .\uti)graniuir.
Ihr neuester Film heißt ,,Früh-
lingscrwaolHMi'. Die Knnslleriu
ist MiT allen Oingen bei der
Sprcclibiihne.
Frau Ria W., Köln: Sje haben
Ihre Wette gewnnneu; denn Iwan
l'ctrovich bat wirklich den
Frauenarzt l)v. Schäfer in dem
gleichnamigen Film gespielt.
Gustav Dießl-Verebrerin aus
Dresden: Oustav Dicßl wohnt
Berlin W, Regensluirgcr Str. 28,
bei .Schleuscner. Er wurde am
3(1. Dezember in Wien geboren
und spielte bis .jetzt in ,,.\l)-
wege". ,, Mutterliebe", ..Der .Mann,
der nicht lieht''. ..Die Ehe'. ..Die
Hiichse ilcr I^mdora'". ,.Die weiße
Hülle von I'i/, Palü", ,,Dic Drei
um Edith ".
Josephine K.: Den Bob Mason
in ,, Submarine'- spielte Ralph
(Jraves. Der Künstler ist durch
die rolumhia-Stmlios, 14:i8 Onwer
Street. Hollywood, Kai., F. S.A..
■u erreichen. Soviel uns bekannt
ist, ist Hravcs ledig. Er gibt
Autogramme. Schreiben Sie ru-
hig deutsch au ihn. Selbstver-
ständlich müssen Sie ihm seine
Bildkarte mitsenden.
Erich B., Halle: Himansii Kai
Eastern Corp. Ltd.. Delhi (Indien)
FilmkUnstlcrinnen an die
wir an Ihrer Stelle selbst
und Seeta Devi sind durch die tircat
zu erreichen. — Wir haben die dr-M
Unterschriften erinnert. Camilla Hörn würden
noch einm.'il eine Bildk.irle senden und sie um
ein Autogramm bitten. — .Sic haben recht, der rnlcrlilcl des Harry
Piel-Films ,,Sein bester Freund" heißt ..Ein kesscr Junge". Augen-
blicklich arbeitet Piel an dem Film ...Menschen Im Feuer".
Rita, Agnes Esterhazy-Verebrerin, Halle: .Vgncs Esferh.izy ist Ung.irin
und seit 7 J.iliren beim Film. Ihr neuester Film heißt ..Trust der Diebe".
^^ ir ghiubeu. daß sie einen AVagen hat. — Ocrd.-i Maurus wurde am
25. .\ugust in Zagreb, Kroatien, Lil Dagover am 30. September in Java
geboren.
Ester S., Berlin: Jack Trevnr spielte u. a. in ..I>er K;itzensteg", „Der
große Unbekannte". ..Die Samigräfin". .,(^liampagner". ..Liebeskarnev:irS
...\bwege". ..Rasputins Liebesabenteuer'", ,,Die Frau ohne X;imen'", „Mo-
derne Piraten", ..Meine Schwesicr und ich". Sein neuester Film heißt
„Die Drei um Edith".
Drei Neugierige ans Stuttgart: R:imon Xovarro hat .seimii Wohusit/.
in Hollywood. Kai., US.\. Wir glauben. d.iU er ein Sckretari.it hat,
kiinnen Ihnen aber zu Ihrer HcnihlguMg sagen, J.iß it Irul/.dem alle au
ihn gerichteten Briefe zu sehen bekonunt. Ob und w.inn er nach Berlin
oder Stuttgart kommt, v-ivsen wir nicht. Ja. er ist auch im Leben riesig
nett. Ein Brief nach Hollyw-jod geht etwa 20 Tage.
Kurt K., Clausthal: Der Partner von Vera Sclimiterlow in ..Wenn
der weiße Flieder wieder blüht" war Waltber Grüters. — Vera .Schmiter-
löw wohnt Uerlin-Halensce. Nestorsiraße 1. Sie wurde am 13. Juli in
.Stockholm geboren und ist unverheiratet. Wagen Sie nur, die Künstlerin
um ein Autogramm zu bitten. Sie wird Ihnen sicher Ihren Wunsch
erfüllen.
Brigitte Helm-Terehrerin, Berlin: Ja, Brigitte Helm bleibt Ufa-Star.
Hedi aus P.: Olaf Fjord wohnt Bcrlin-Wilmersdnrf. X.mtcncf Sir. 18.
Kr hat am 12. August Geburtstag und ist geschieden. — Jac(iues Citelain
wohnt P.iris fi.1, Boulevard des Invalides Vlle. Er wurde am fl. Februar
geboren. — Imre Raday gibt Autogramme. — Karten von FilmgroSen
erhalten Sie in jeder großen Papierhandlung oder durch den A'erlag der
,, Illustrierten Filmwoche''. Berlin SW 68, Kochslr.iße fi-S.
Ruth aus Friedenau: Din.a
Gralla wohnt Bln. -Steglitz. Opitz-
straße 8, Igo Sym, Bln.-Scliöne-
berg. Innsbrucker Straße 16,
Anrtr«i Mattoni, Bln. -Charlotten-
burg. Mecklenburger .Vllec 4.
Die genannten Stars geben Auto-
gramme.
P. P., Köln: Fritz Lang ist
durch die Ufa. Berlin sW GS,
Kochstraße 6—8. erreichbar.
Filmfreundin Rita H., Berlin-
Schöncberg: Ramon Xovarro hat
am 6. Februar Gehiirtstag. Alter
richtig geraten. Wenn Sie ihn
um ein Autogramm bitten, fügen
.Sie einen internationalen I'ost-
schein bei. ^ ..Frau im Minnl"
wurde in Xeu-Babclsberg ge-
dreht.
Wilhelm - Dielerle - Verehrerin
aus Pforzheim: Ihr BiliUvunsch
soll bald erfüllt werden. liieu
Dcyers ist so alt. wie Sie ge-
schätzt haben. — Der Ramon Xo-
varro-FIlm ..Alt Heidelberg" ist
vor ca. zwei .Talircn hergestelH
worden. ..Die Dame hinterm Vor-
hang" vor elw.a eineni Jahr.
Stropp, Iserlohn: Hans Slawe
wohnt Hln.-Haleusec, Paulsbin-
McT Straße f).
Filmfreundinnen Ulla K., Gerli
R., Niesky (O. -Lausitz): Willy
l'ritsch wohnt Berlin W, Kalser-
damu\ n.'i. Er wurde am 27. Ja-
nuar In Kattowilz geboren, ist
unverheiratet, gibt .\utogrammc
und ist ein großer Blumenfreund.
- Den jungen Zaren im 2. Teil
der ..Künigin Luise" spielte
EgiMi von Jordan. Er wohnt
Berlin W 1."). I^ictzenburger Straße
Xr. 27.
Erich J., Altenburg: Ihre Grüße
sind M;ircella .Vtb.iui ausgerichtet
worden. — Brigitte Helm denkt
nicht daran, das Filmen auf/.n-
gelieu. Ihr nächster Film be-
titelt sich ..Sklaven der Leiden-
schaft".
E. P., Zürich: Eine Xacliz.-ili-
lung kommt nicht in Frage. Für
künftlg<' Fälle raten wir. sich
personlich an die Stars unter
Benutzung eines internationalen
■ Postscbeins zu weiulen. — Ein
^^^ Sonderheft gab es nur noch von
..Metrop(dls". — Brigitte Helm
wird weiter für die Ufa lötig
sein.
Jungkünstler Berry Rosen: ..Das Film-Magazin" erscheint auch ii\ den
'J'heatern jetzt in der ungekiirzlcn Ausg.ibe. — Wenn Sie bei der .,Film-
biirse" abgewiesen worden sind, so können wir Ihnen leider keine amlere
Stelle nennen. .\m . besten, Sie wenden sich persönlich an die Film-
gesellschaften und lassen sich dort bei dem jeweiligen Aufnahmeleiter
melden, der bek.inntlleh die .Vuswahl der Komparserie trifft. — Jawohl,
der betreffcndi' Studienrat ist der Bruder V(m Otto Gebühr.
K. G., Essen: Xcin. vom ileni Film ist nichts bekannt. _ Richard
T.'iubcrs erster Tonfilm heißt ..Ich glaub' nicht mehr an eine Frau". —
Marlene Di. trieb spielte bis jetzt In ..Ich küsse Ihre H.ind, Mailame'',
,.Die Frau. n;ich der man sieb sehnt". ..D.is Schiff der verlorenen Men-
schen". Ihr neuester Film ist ..Der blaue Engel" mit Emil J,nii\ings.
Hildegard S.. Berlin: Ihre Bildwünscbe sind vorgemerkt. — Douglas
Fairb.inks und Mary Pickford sind nicht in Berlin. — .\st.i Xielseii wohnt
Berlin W, K-iiserallee 20.'!. Emil Januings Berlin-Cirunewald. Dclbrnck-
straße 27. Heinrich George Koblh.isenbrück bei Berlin. Baeckestraße 6.
Pol.i Xcgri ist durch die Elstree-Stndiso. Hersfordshire, England, ('.luiilla
Hörn durch die X.uiou.il. Berlin SW 4H. Friedriebstraße 10, zu erreichen.
Filmfreundin Lieselott B., Bln. -Dahlem: Xcin. rs gibt kein liucli
über Brigitte Helm. .M:m; b;it zunächst erst mit den Vor;irbelten zu dem
betreffenden Film begonnen, .\lter richtig geraten. — Beim Film ent-
scheidet in erster Linie d.is Talent. — Fragen ülier die Konfession der
Schauspieler beantworten wir nicht.
Kitty, Uannorer: Willy Fritscli ist lUinkelblnnd und hat graublaue Augen.
Er lr;«;;t >cineii iiclitlH;»'ii Xaiiicn. In sriiieni ucueu Film ..Liobcswalzcr"
ist l.ilia]) llarvcy .seine Partnerin. l.ilian llarvey wohnt Bln. -Westemi,
.^hurnallee 16—17. Sie wurde an» Is». Januar geborcu. Alter richtig
ee.seliälzt.
Karl H., Lindenau: Der Koniau „Kampf der Tertia'" ist im Verlag
lidwolilt ersiliienen.
Hanni M., Berlin: l.otte Rienieke kennen wir nicht, .\lier vielleicht
meinen sie l.ntte Ki-ininger. die Schöpferin der Silhouettcnfilnie .,Ur. l>o-
little' ii>-\v.
A. L. München: I>or »:cnannte Film mit l.ily Damita i.st in Kerlin noch
nicht nr.iiiftiefiihrt worden. Ein ncn.iner l'ermin .steht bis jetzt noch nicht
fest. — Hetl\ Hlytlic wird auch wii'der filmen.
Waroch: .\ni ral>am-ten ist es. wi-iiii Sie Ihre Exposes an die l'rodnk-
lionstiinicn senden, sinlfilm niiil Dentsclier Vereins-Film sind in erster
l.inn' Verh'ih-Firmeii. I>ie l'nited .\rtists. Herlin SW l.s. FriedriehstraUe )!l.
verleilil nur. Uic Herliner Verlretniin der IniNcrsal l'iet. t'orp., Kali-
fornien, ist die DewIsche l"nivers;il. Herlin W H. .ManerstraUe Ki. Die l'arn-
f:imet in der Itelleviiestr.ilte und die l'arnfamet in der Frie<lrlehstralie sind
selhstverst.indlidi eine Firnni.
Frau Gert G., Leipzig: W .iltcr (irüters wohnt in München. Martius-
straLie I. Autler ..liruilcr Iternhard • ist bis jetzt noch kein neuer Film
mit ihm an^ekiindii^t.
„Greta und BriKitte": (Ireta (larbo spielte bis jetzt in ..(iösta llerling".
..Die freinllose (i.isse ', ..Es war". ..Totentanz der I.iebe", ...\nn.i Karenin.i".
,.l);is ;;(iltliilic AVeih ■. ..Kiie^ im Dunkel". Hrigitte Helms Filme und ihre
l'artin'r darin "ariMi n. a. ...Milidpidis" ((inst.iv Friihliclii. ...\lraum'" (l';inl
\\ esi-nc-n. ..Am Kande der WClt" (.lean Kr.idinl. ...\lr\veg<' " ((inst.iv Dielil,
.l;iek Trevori. ..iMe wunderbare l.iiire der Nina l'etro« na " (Franz l.ederer,
\\ar\vick Wardl. ..Sk.indal in Haden-Haden " (Henry Stu:irtl. ..Celd-Celd-
tield" (Alfred .Vbel. I'ierre .\lcover). ...\lanolescn" (Iwan .Mosjoukln, Hein-
ricll (iriir;;-el.
Angclla C, Hamburg: Da .sie sich seihst für schön und talentvoll
h.ilten, r.ifen wir. Ihre IMiotos so rascli wie niö;;lich ;in die Filnigesell-
scli.iflen zu sendiMi. damit irm'ndein Filmregisseur nocli schnell aus
Ihnen einen Filmsiern m.ichen k.inn. — .X^nes Esterhazy h.it dunkles
H.iar und br.inne Andren und ist mit di-m Filmdirektor Sok.il »erheiratet
— (irct.M (i.irho ist nie mit .lohn (ülbcrt verlobt ;;ewesen. Das w;iren
nur (ieriichte. — .Marccil.i .Mb.ini ist von dem Filmref;isseur (juidoScham-
b( rs geschieden. — l.ilian Ihirvcy. Brigitte Helm, (ireta (Jarbo sind
blond und blauäugig;.
Franzi, Wien: \era Mali'iow sU.ij.i wohnt ltcrlin-Wilin<'rsdorf. K.iiser-
.■»llee iMiT. Sie ist Hiissin und Iränl ihren riclüigeii Xamcii. Aller ricliiig
gcr;iten. Die Künstlerin filmte früher in Kulilanil, u. a. in ..Der l'osl-
me ister". ..BiireMliochzeit".
Erich P., Bcrlin-Halensee: Elis.ibeth Bergners .\dros.se: Herlin-Dahlem.
F.ir.iil.iy w CK l."». Der l'iddnktionsleiter Witt, der datte I.il D.igovers.
wohnt Berlin-Westend, Ar\s;illec I. — Carl l.aemmle befiiulet sich nicht
mehr in Deiitschl.iiid.
Filmfreund K. B. aus Pankow: Zu erreichen sind jetzt l':it niiil l'atachon
iloicli die Klstrec-Studios. Hersfordsbire. Englainl. AI .lolson durch W.irner
Biotbers-Studios. .".(<li'. S|ii\set Boulevanl. Holly -. «lod. Kai.. F. S.A. — l.ilian
H.irvev widint Hin. -Westend. .Miornallee 16 — 17. — Ernst l.nbitsch iiml
Har<dii l.loy.l haben ihren Wohnsitz in tte» erly-llills, Kai.. U.S.A. — Die
augenblickliche Adresse von Fairbaid. ■ wissen wir leider nicht.
Wilhelm Dielerle-Verehrerin, Mannheim: Wilhelm Dicterle wohnt Hln.-
T>,ilib-ni. .S(.ii\veiiifiirler Stratie ■_'.'). Er gibt Aiitoi;! .imme. l'hotos von dem
Künstler iTh.ilten Sie in jeder grolien I'aiderhandlung.
Boszi und Veruschka aus Graz: Hans Stiiwe wohnt Bln. -Haiensee. I'auls-
borner Str.ilJe i». W.ilti-r sjezak. Bln.-Friedenau. Stierstr;iße 11—15. T.ya
de I'niti ist wieder nach l.oiulon zurückgereist und wcdint dort im .S,ivo>-
Hotel. Enrico Renfer errci<lieii Sie .nn besten durch die rf.i. Herlin SW 6S.
Kochstraße 6— S, — Wenn Sie (iret.i Garbo um ein .Vnlogramm bitten
wollen, so müssen Sie einen iiitern.Uioiialcn Fostscbcin beifügen.
Hilda-Maria, Zürich: Leider müssen wir Ihnen sagen, d.iß Werner
I'ittseh.in nicht mehr unter den Lebenden ist. .\in 28. Oktober 192« ver-
nngliickte der Kiinstler tödlich mit einem Auto auf einer LamlsIr.iUe
in der Fmgebnng Berlins. Er trug seinen richtigen Xamen. wurde am
21. .Miirz in Berlin geboren uiul w.ir unverheiratet. — Iris .\rlans Ber-
liner Atlresse ist ('h.irlottenbnrg. AVestemlallee 71. — Sie gibt .\uto-
gramme. Ihre bek.innteslen Filme siml ..Glück ln-i Frauen". ..Schwester
Mari.T'. ..I'm Fr.iiien und (ield".
Filmfreund L. H. aus München: Tom Mix filmt seil mehr .als zehn
.I.ihren. .\nßer di'U von Ihnen :nifgezälilten Filmen gibt es unseres
\\'issens nur no<h Jon kiirzlieh nr.itifgeführten Tom Mi\-Filni ..Vogel-
frei". Der Künstler bleibt beim Film. — Filme, die mit Douglas F.iir-
banks bis jetzt in Denlschland ges|iielt wurden, sind: ..Der Dieb von
Bagd.id", ..Kobin Hood", ..Der (i.inclio'', ..Im Zeichen des Zorro ", ,.I)er
Staun mit der Peitsche". ..Die \ ier .Musketiere". ..Die eiserne Maske".
Gerda H., Berlin: W-Mmer Baxter ist .-im besten durch die Fox-Stu-
dios. 1101. No. Westertl .\venne, Hollywood. K;il.. F.s.\., zu erreichen. Er
hat dunkles Il.i.ir, ist so alt, wie .Sie ged.icht haben, und gibt .\uto-
gramme.
H. S., Stettin: Jteinhold Schünzel ist mit Maria Kamradek. Milton
Sills mit Doris Kenyon verheir.atef. — .\Ile l'"ilmstars geben .\ntogrammi\
Die Adresse der Ffa ist Herlin SW 6t<, Koclistraße 6-8, — AVilly Fritsch
hat am 27. .Tanuar Geburtstag,
Gerd Briese- Verehrerin, Bremen: Die betreffende Rolle in dem Mary
Astor-Filni ,.Dcr Kriminalkavalier" spielte .John Boles. — Der neueste
Film mit Charles F.irrell heißt ..Die erste Frau im Leben". — Wir hubeu
die genannten Filmstar» au die .Vutograinme erinnert. — Der neueste
Film mit Fred Louis Lercli ist ,,.Schw;irzw,ildniadcl", — Filinphotos er-
halten Sie durch den Verlag ,, illustrierte Filmwoche", Berlin SW 68,
ls.oclistr;iße B— 8.
Filmlreund Bruno, Stettin: .\nna May Wong wurde in Los Angeles
geboren. — Den Klettermaxe in dem gleichnamigen Film spielte Paul
lleidem:inn. — Wenn .Sie ein Filnimanuskript schreiben wollen, so ist
es am zweckmäßigsten, dieses in Form eines kurzen Exi)Oses an die
dramaturgischen .^Heilungen der Filmgesellscb.iften zu senden.
Doris R., Cliemnitz: Wir cmiifchlcn. sich mit Ihrer Bitte uninittelb.ir
an Otto (iebuhr zu wenden. Seme Adresse ist Berlin W 57, Kurfürsten-
slraßo 118.
Polly, Bremen: Henry stu.-irts nädister Film heißt „Das Keeht auf
Liebe". Die Grüße sind besti-llt worden. — Viviau Gibson erreichen Sie
durch die .\af.i, Berlin SW Is. Friedrichsir.iße 22:i. ~ Wir haben die
betreffenden Filmst;irs an die .\iitogranime eriiineri. — Margarete Schlegel
wohnt Herlin \\ . Hallensledter Straße 16:i.
Filmfreundinnen Luzia, Grefe: Dita i*:irlo hat tizi.inrotes Haar und
einen Biibikopf. Dit.i l'arlo und ANilly Fritsch sind ledig. — Der neueste
Film mit Rolf von (iolh heißt ..l'riihlingserwacbeir. — Wilhelm Dietcrie
ist mit d4-r Filmschriftstcllerin Ch.ulotte Hagenbruch verheiratet. — Die
kleiiu' Inge L;iridgut filmt fleißig.
Hildegard B., Hamburg: Wilhelm Dieterle ist vor kurzer Zeit um-
gezogen und wohnt Berlin-l»alilem. .Schwcinfurtcr Straße 25. Der Künstler
ist seit mehreren .I.ihren mit Ch;irlotte ll.agenbrueli vcrheir.itet. Alter
stimmt ungefähr. Der neueste Wilhelm Dieteric-Film heißt ..l);is .Schwei-
gen im Walde". Ein Hneh über den Künstler gibt es nicht. — Ihre
Grüße b.ibi'ii wir Werner Fuetterer bestellt. — Robert Thiem wohnt Ber-
lin-Zchlendorf, Scliützstr.aße 12,
Ivan Petrovich-Verehrerin: Iv.m retrovich ist ,im besten durch die
(;reenb;ium-Fi!m. Herlin NW 7, Prinz-Louis-Ferdinand-Siraße 1, zu er-
reichen. Er ist unverheiratet, gibt Autogramme. Sein neuester Film
heißt ..Es gibt eine Fi.iii. die dich nicin.ils vergißt". — .lack Trevor ist
Engländer, mit einer Englämlerin verheir.itel. h.it 2 Kinder.
H. P., Berlin: I'aul leichter ist nicht mit Ellen IJichler verwandt.
Siegfried und Hrnno Arno sind Brüder. — Alle Filmstars geben Auto-
gramme. Die Adresse der Ufa ist Berlin SW 68. KochstraUc 6 — 8.
Mädi, Oppeln O.-S.: Imre I{:id:iys Adresse ist Berlin W. Geisbcrg-
str;\ßc 21, Pension Nürnberger Platz. Er ist ledig, etwa 5 .lahre beim
Film, gibt .\utogramme und ist ungefähr so ;ilt. wie Sic ger.iten haben.
Rad.iy spielte u. .i. in ..Die Fr.iu im .Schr.ink ", ,,Heut' spielt der Strauß".
..Ein kleiner Vorschiili .inf di(' .Seligkeit".
Margot H., Dresden: Greta Garbo war nie mit .lohn Gilbert vcrhei-
r.itet. .sie ist durch die .\letro-(ioldw yn-Mayer-Situdios, Ciilver-City, K;ili-
fiirnien. FS.\.. zu erreichen. — Tom >lix ist verheiratet und am sichersten
durch die Fox-Stiidiiis. 1101. Nu. Western Avenue. Hollywood. Kai., FS.V.,
erreichb;ir. Fügen Sie Ihrem Briefe einen internationalen l'osisehein bei.
Ilse D., Duisburg: .Sie irren, in dem Ly.i M.ira-Film ,.Mein Herz ist
eine .l.izzband" kommt der Name Domke nicht vor. Din.i Grall.i wohnt
Berlin-Steglitz. Opilzstr.iße 8, D.is .\lter der Filnist;irs wird von uns
grundsätzlich nicht > eröffciillicht. J>ii.a (iralla kam über die Sjirechbiihu"
zum Film.
Filmfreundin Hilde K., Mannheim: Wilhelm Dieterle ist mit der Film-
schriftstcllerin Charlotte Hagenbruch verheiratet. Er wohnt Berlin-
D.'iblem. Scliweinfnrter Stniße 25. Sein neuester Film heißt ,.Das
Schweigen im AValde ". — Hans Stüwes neuestes stück ist ..Nur dich hab'
ich geliebt" mit Midy Christl.ins in der weiblichen flaupirolle. Seine
.\dresse ist Berlin-Ilalensee. Paulsborner Str.iße !l. Er ist mit einer Hiil-
g.trin verli(iratel. — ll.irry Liedtke b:il seine Wohnung in Berlin-Grune-
wald. Bisinarckallee IG, Er Ist mit Christ.i Tordy vermählt. Sein
neuester J''ilm heißt ,,Die Konkurrenz platzt", .Vlle drei Künstler geben
.\ulogramii.e.
Harry aus dem Hulirgebiet: Sie h.ib'Mi recht, (iustav Fröhlich spielte
ein.' Hauptrolle in dem l'fa-Film ...Ingeiidrausch". Neben Fröhlich spielen
Liane Haid nnil H.iiis Ad.ilbert von Schlettow im ..Fnsterblichen I-iinip"-
Die nächsten Filme mit Igo S.mu sind ..Die Herrin und ihr Kneclif und
.Stud. ehem. Helene AVillfüer". — D;is gewünschte Buch erhalten Sie
sicher durch den Max M.itlisson-Verlag. Herlin SW 68. Kitterstraße 71.—
Filme mit ILirry Il.ilni und Leni Kiefenstahl sind bis jetzt noch
angekündigt. — .\nny Ondr.i wurile in T.irna (Polen). Christa
in^Hreinen. Conrad Veidt in Berlin, Giist;iv Dießl in AVien go-
Ernst Petersen ist Norweger, .Andre Ko.-inne Franzoso, Rolf von
Goth Südafrikaner.
K. K., Köln: Die P:irtiierin von Emil .lanninirs in ..Sein letzter Be-
fehl" w.ir Evel.Mi Hrent. — .T:iwnhl. d.is ,.Film-Mag:izin" br.ichte kürz-
lich eine Sondernnmmer von der ..Frau im Mond". Sie können sie noch
durch den Verl.ig der ..Illustrierten Filmwoche". Berlin sW 68. Koeh-
straße fi-8. bekommen. — Ein Buch über (ireta (i.irbo gibt es noch nicht.
Die Künstlerin ist eine große Tierfreundin. Soviel uns bekannt, liebt
sie besonders Hunde und Pferde.
, .Sonny Boy": Sie können beruhigt sein, der kleine David Lee ist
nicht gestorben. Das w.iren nur (ieriichte. Er erfreut sich der aller-
besten Gesundheit.
Neue
nicht
Tordy
boren.
(Sin fofi6arer $utt5.
eine .'CMiiititiifdii' Irtrt lutr mir, iniili'ii niif bor
2triiiic. Sv-iiv )ic iiiio ciiicni i'liitü biTiiiii-ncfiilloif:'
■j^oriiriitifi hui) irt) iic iiiif.
Sv-ciii modito Mo oloiiaiito Siifdic fioliorcn':'
iri) fio otinoto/ \'^iolloiri)t föitiitc id) öoiiit
liinoutiiuu'iiii orniittoliC
■Jfiin bntle irii lU'i'üiu't. M^ fnli (*>oltifri)oiiic,
3Miri)lciii iiiiö nii&oro .Mlciuififoitcii. Cb in
■J'iirf)lotii iiudil bor ■Jinmo bcv yorliororiii (tiiiiö.''
^'iciii. Vlbor bor ^iliiino bOi> 5<iid)loiiio intcroijlortc
iiiirt) lobliiijt. ,'\rf) itiiirt in du (>iiie itiib liu» nnb
liiv. Tnc- "Jtiiriiloin luiu riefin iiitcvotiiiiitl
"..'v-oMi iiljor noborlo Mo itoiiinöouo iiifriio? ,'\rf)
bind)|iiri)tc bioiolbo iiorii oiuiiirtl, oinnoboiiö. ,Vl.<t
fiiiifi iri) in oiitoiit -.Voliouiiid) oliirtio ■^fofitriv.-dntoii,
Iiiiitciib iiiif boii ■,'fiiiiion oiiior bofoiiiitoii ,\\{m-
(d)iiiiipioloriii. Tio|or (^htijio nlfo nohiirto i>io JoiriioV
2d)iioll fiiliv iri) jiit Wül)iiiiii(t bor nie )ri)i>ii ba
(riii)itrii '.!<ciitcrcrin.
bic
, Ol»
boill
3!iiii ftiiitb iri) ifir ficnoitiibor! ,'idi oritiiniitc iolir!
■J\H-lri)o »"iiini'i'f", ii'ctriio iiiiniitt-MU'llo, licblirfio ,\riid)c
boo C'K'iidit!.'. Tio ii'iir ja blonboiibcr i\l-> lUif bor
Ailinloiiuiirtlib. 5diniinfo biitto fio iiiriit niitnolortt,
biVi- mortto iri) biilb. SU'or fliiiij odiio .*>ilfc foiiiito
bioc (^H'firi)t u'of)! fiiiiiii fo niinuittnioll bliilioii.
Wir pliiiibortoii eino Si'oilo ;,iifiiiitinoii. 2ri)lioi";liri)
friifllo niiri) bic liobciu-inürbino .Miiiiftloriii, ob iio
mir irnonboiiio „"JU'Uiliniiuo" nnbiotoii büvfi'. ,^(fi
ormiborto: „Tniin bitto id) beiliriiit iiiii biio ".f'iirijloin
iiii-.^ »^brov .\niiibtüfri)o, bonu bioo. -J'iiriilciii pliiiibort
iü JiitoroiioMt iiiib iibor,ioiifloiib uoii beut 'JiüMt bor
jnnn luib lioblirtl mnriionboil n>.iinri)(iiii=l5roiiio.
Tio .viiiiiftloriu orrötcto loirtit. ,'\ri) fiililto: blor
biibo iri) oiii ("«tohoiniiiivi ontbocft. M) bofniii bno
■J'iiriiloin.
'JU'iiii .\iiiiiiiii'rtof)oii iiol mir bao nllorliobito (*)o=
firi)tri)ou bor ,',ufo nui. M) flüftcvto ihr oiif boni
.Werrtbor ^ii: „2iiib iic niirii oino Aiiiiruliiu 'ISriii:
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(itotiirioll benlrtiibirttl uerbürnt. Venen 2ie biirum
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Miiuevt Ibiinii füftot ec nur 5 >Vin. "iSürto burtft
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friiroibeit 2io »Vire ni'iirtiie ?Ibvefie.
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xMorliit ni-!, ,\riebrirt)ftr. 24. (.vrinurto iiüllfüiiinioii f üften»
lüo iinb pürtüirei oino "l^robe iiiiirnloitCMeme niib önv<
(obneiri)e'ihi(t)lein: „rnv<»>elKiuniiC',iiiiio ä" bleiben."
Ä
AtnvaaS
Sdiallplatten, die man gern höü
Instrumentalmusik
Gräfin Mariza von Calman. Großes Potpurri, gespielt von
Dajos Bela mit seinem Orchester.
Die hübschen Melodien, Walzer, Fox und Slow, fein gespielt,
originell instrumentiert. Höhenpunkt mit GeigensoH selbstver-
ständlich das Lied vom Zigan, der sein Lied spielen soll. Erst
süß, schmelzend. Mit einem Czardcis im brausenden Fortissimo
endend. Odeon 6732
Hochzeit der Holzpuppen. Foxtrott a, d. Operette „Die
drei Musketiere".
Ziki-Paki-Ziki-Pu. Onestep. Beides arrang. und gespielt
von Mitja Nikisch und seinem Orchester.
Der Foxtrott etwas abseits von dem, was man von einer
Tanzplatte erwartet, und auch der Ziki-Paki etwas aus der
üblichen Art geschlagen. Das Arrangement von Mitja Nikisch
eigenartig, nach neuen Effekten suchend, die nicht nach jeder-
manns Geschmack sind. Parlophon 12 101.
Kinderszenen für Klavier von Rob. Schumann. Gespielt
von Fanny Davis.
Heute, wo das Klavier in Deutschland im Hause genau so
selten geworden ist, wie in England, haben diese klassischen
Weisen Schumanns auf der Schallplatte die gleiche Berechtigung
wie Jazz und Oper. Sic vermitteln uns Hausmusik, die sonst
für uns verloren wäre. Die Wiedergabe gut, virtuos, nur der
berühmte vorletzte Satz zu gedehnt und teilweise zu leise.
Columbia 2321,
Vokalmusik
Mein holdes Vöglein in den Zweigen, von David.
Die Nachtigal, von Alabieff. Gesungen von Gitta Alpar
(Sopran) mit Berliner Sinfonie-Orchester.
Wundervoller Koloraturgesang. Künstlerisch vollendet. Hübsch
im Thema. Flüssig in der Melodie, nett und sauber begleitet.
Homocord 4-9002.
L i t t 1 e Pal (Guter kleiner Kamerad).
Im siebenten Himmel. Aus dem Tonfilm „Sag es in
Liedern". Gesungen von AI Jolson.
Der populäre Jazzsänger und Filmschauspieler singt hier zwei
Lieder aus seinem neuesten Tonfilm, der vielleicht auch bald bei
uns laufen wird. Es handelt sich wieder einmal um ein Kinder-
iied, in Stil und Inhalt ähnlich wie Sonny boy, und um einen
Foxtrott, wie man ihn drüben liebt und bejubelt.
Brunswick 4400.
„Hier ist der grauenvolle Ort."
,,W enn das Krau t." Aus dem 2, Akt von ,,Ein Maskenball"
V. Verdi. Gesungen von Meta Seinemeyer mit Orchester
unter Leitung von Dr. Weißmann.
Jede Platte mit Meta Seinemeyer bietet einen seltenen Genuß,
bietet neue Freude, gemischt mit tiefem Bedauern, daß die Künst-
lerin nicht mehr unter uns weilt. Verdis Maskenball wird durch
die Reproduktion neue Freunde gewinnen. Parlophon 9867.
Die sclkönsteiiL Melodien
£itis den neuesten Tonfilmen auf Odeon" und P£krlopl\on"Plaillen!
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„Dich hab' ich geliebt"
den gleidmamigen Schlager
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Bin kein Hauptmann, bin kein großes Tier
Sieben Sterne hat der {jroße Här Best.-Nr. O iilOÖ
j£kncsi Beilogt\ Zigeuner-Orctiester
Czardaspotpourri
Heut komm idi zu dir, mein Mädel Best.-NrB. 12106
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mit seinem Orchester vom Hotel Esplanade
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Hilla-Verehrerin: Walter Rilla wolint Berlin-Charlottpnburg, 'Wacliol-
ilerwi's G. wurde am L'i'. Aiigiisl in Xeuiikirtlit'ii sol>oreii und ist mit der
St!iaus|iielerin Tlierese Huiaud vevlielratet. i)ei- Künstler war frülicr
bei (Irr .S|ire<-libiiline, ist jetzt alier nur noch beim Film.
H. Seh.: Ibr Hrief ist un den Künstler
weitergeleitet wurden.
Frilz B., Waldenburg: I.eni Kiefenstahl
uiilint Herlin-WilmerMlorf, llindenbnrK-
slralie ii;.'. .Jawohl, die Künstlerin hat
aueh die HlDtinia in ..Der heilige JierK"
nesiiielt. J)ie .antworten in unserer Zeil-
sehrift >iiid kii-slcnlos.
Rudi W., Jena: Harr.v I'iel traf?' wirk-
lich seinen riehüficn Namen. Aller ritli-
lijj ser;iteii. — S.ilio Kin« wurde in (»ste-
rode. Ostpreulien. fjeburen. .Sie haben
recht, er ist sehon lange als Artist im
Kilm tätig. Kr lieiUt iirhtig Hermann
Stetza.
Filmtreund K. H., Berlin: .losephine
iJnnn ist ilurrli ilir Metru-Colilw yn-.M.iyer-
Stndiio. ('nI^ er-Cilj . Kalifornien. l.Js.\..
zu erri'ielien. Mi' gibt Autognimme.
H. O., Dresden: ILnis Stiiwe wohnt
Herlin-Ilalcnsec. raulsborner Straße '•>.
ist mit einer bnigarisihen Chemikerin
verheir:ilet und gibt Autogramme. Das
Alter der Kilmsiars verotfenllichcn wir
grundsälzlieh niebt.
Kläre K., Gelsenkirchen: Leider ist es
wahr, Freil Tliouisen ist niebi ini'br unter
den l.elienden. Am llejlig.ibend vorigen
.lahres sl.-irb er ;in di'U Kolgen einer
(iallensteino|ier.ilion. 'riiomsen wurde in
l'.isaden.i. Kalifornien, gi-boren und ist
verheir.ilet gewesen. Sein letzter Film
war ..Silberkönigs letzter Sieg", Da»
l'ferd lebt noc-b. Freil TImmseii ist nur
:t9 .l.ihre ;ilt gewiuden. — Tom .Mix ist
iluicli die Fo.\-Sludiiis. IliU. Xo. Wesleru
Avenue, Hollywood. Kai.. l'S.V., zu er-
reieberi. .\ller riiblig ger.deu.
„Frau im Mond": (ierd.-i .\l.uirus wolint
Herlln - Steglitz, Tliorw.ild-enstr.ille l'.'i,
^Villy Fritseh Jlerlin \V. K,'iiserdamni 9,i,
liust'l St.irk-Ostettenb.iur Herlin-i:liarIot-
lenburg. Jtroysi'iLstr.iUe 7.
Zwei Conrad Veidt- Verehrerinnen: Die
illustrierte Hes<hreibung zum ..Inilisehen
(Jr.ibm.'il" erh:ilten Sie diireli ilen ..lllii-
slrierlen Filmkurier". Berlin XV S, Köthe-
ner straUe .'S".
E. S., HanibufK-Hamm: Wir werden
Autogramme erinnern. — .Mona .M.iris w
Die .Adresse von (ierd.i .M;iurus finden Sie an .inderer
.l.icobinis Anschrift ist Berlin W ;>7. l'alhissIr.ilJe ü.
immer ..Frau . . ."
R. Th., Filmfreund: Kine Besehreibung mit lllustr.ilionen von dem
Prometheus-Film „.lenseits der Str.ilie- können Sie beim ,, Illustrierten
Filmkurier". Berlin W 9, Köihener Str:iße :17, beziehen.
Willy B., Seelze: Senden Sie Ihre Manuskripte in Form ron kurzen
Exposes an die dramaturgischen Abteilungen der Filmgesellschaften.
Einige Adressen finden Sie an anderer .Stelle. Leider miissen wir Ihnen
s:.gen, daß auch der Verkauf von Filmnianuskripten sehr, sehr schwer ist.
Christa H., Cottbus: Es gibt keine Fort-
setzung von der „Frau im Mond". —
Willy Fritschs Adresse ist Berlin W,
Kaiserdamm 95. — In einem Filmexposö
muß klar und verständlich der Gang Aev
ll.'indlung wiedergegeben sein.
Irene L., Hamburg: Alfons Fryland
wohnt Berlin - Schmargendorf, Huhlaer
Straße l.i. Er ist mit keiner Künstlerin
verheiratet. — Sehreiben Sic an Vilma
Hanky und Ronald Colman ruhig deutsch
und fügen Sie einen internationalen Post-
scheiu bei. Filme, in denen die beiden
zusammenspielteu, waren „Die Xacht der
Liebe", „König Harlekin", „Die Ver-
schwörer". — Maly Delschaft ist mit
einem Kaufmann verheiratet. — Wer die
Partner von Wilhelm Dieterle und Lien
Deyers in den beiden Filmen sind, steht
bis jetzt noch nicht fest. — Hans Adal-
bert von Schictiow ist mit einer frühereu
Schauspielerin vermählt.
Hans R., Berlin: .lenny Jugu wohnt
Berlin W, Kaiserdamm i9. Sie gibt Auto-
gramme, Nein, sie ist nicht mit Igo Sym
verheiratet.
,,Venezia": Zu unserem Bed,iuern kön-
nen wir Ihnen keine Angaben über den
Filmarchitekten Prof. Fred Joe machen,
da er in Deutschland gar nicht bekannt
ist. — ^Vann der Ufa-Film „Die wunder-
bare Liige der Nina Petrowna" in Du.\
zur Uraufführung gelangt, erfahren Sie
sicher am besten durch den Besitzer Ihres
Staramkinos. — Paul Uartmanu filmt
deshalb so Avenig. weil er in Wien bei
der Sprechbühne ist. Seine bekanntesten
Filme sind ...Monik:i Vogelsang". ..Anna
Boleyn", ,, Kabale u. Liebe". ,,Die Chro-
nik zu Grieshuus", ..Der Evangelimann'.
die betreffenden Stars an die
ihnt in Holl>w(iOd. K.il., USA.
Stelle. — .M:nl(i
Adressieren .Sic
Ihr Gesicht klagt Sie an, früher
oder später, wenn Sie es ohne richtige
Pflege lasseh. Wissen Sie, welch köst-
licher Besitz ein blühendes, von Falten
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um Edifli • wurde Ton Gustav Dießl dargestellt. Er wohnt Berlin W,
Rcgensburgcr Straße 28. bei Schleusener, und gibt Autogramme.
Wilma D., Wesermünde: Lillian EUis wurde in Kopenhagen ge-
boren. Sie spielte bis jetzt in „Heut' spielt der Strauß", „Der Leutnant
Ihrer Majestät", ,,Im Prater bliihn wieder die Bäume". — Willy Fritschs
neuester Film beißt „Melodie des Herzens". — Maly Delschaft wurde in
Hamburg geboren.
A. H., Kempten: Gunnar Tolnaes befindet sich jetzt in Oslo (Nor-
wegen), wo er am „Neuen Theater" in der Komödie ,.Im Käfig der Frei-
heit ' auftritt, und wohnt Camilla Collettsrei 15. — Rolf von Goths Adresse
ist Berlin SW, Hallesches Ufer 25. — Iwan Petrovich ist am besten durch
die Groenbaum, Berlin NW 7, Prinz-Louis-Ferdinand-Straße 1, zu errei-
chen. Lien Deyers wohnt bei Wilhelm Dieterle in Berlin-Dahlem, Schwein-
furter Straße 25, der Schriftsteller Richard Hutter Berlin-Halensee,
Kiistriicr Straße 5. — Wir haben die beiden Filmstars an die Auto-
gjanirae erinnert. — Egon von Linden kennen wir nicht.
, Mary und Ossi": Vcrsucbtn Sie es, senden Sie Ihre Bilder den Film-
geseflschaften zur Prüfung ein, aber geben Sie sich keinen Hoffnungen
hin. Es ist unendlich schwer, im Film festen Fuß zu fassen, und selb'^t
bekannte Filmdarstellerinneu sind oft monatelang ohne Beschäftigung.
H. Seh., Görlitz: „Die versunkene Flotte" wurde von Manfred Noa,
„Unsere Emden" von Louis Ralph inszeniert. Der Regisseur der „Köni-
gin Luise" war Karl Grüne. Bei „Rose Berndt" hat E. A. Dupont Regie
geführt. .,Der König der Mittelstürmer" ist von dem Regisseur Fritz
Freißler gedreht worden. „Die Nacht der Liebe" hat Georges Fitz-
mauricc zum Spielleiter. — „Es werde Licht" ist ein Richard Oswald-
I'ilm mit Kcrndt .\ldor, Hugo Flink, Leontine Kühnberg, Lupo Pick,
Kurt Vesperman in den Hauptrollen. — ,,U 9" wurde von Heinz Paul
inszenier!.
E. H., Lebe: Ihr Briet ist an den Künstler wcitergeleitet worden. —
Brigitte Helm und Lilian Harvey sind so alt, wie Sie geraten haben.
Brigitte Helm debütierte in ,, Metropolis". Sie ist noch nicht lange ver-
h«!iratet. Richard Weißbach sieht man nur in kleineren Rollen.
H. S., Pranklurt-Main: Die Darstellerin der Haydee in dem Film
,',Der Graf von Monte Christo" heißt S. Stezensko. Nähere -Angaben
über die Künstlerin können wir Ihnen im .Augenblick leider nicht machen.
Jack Trevor - Verehrerin, Elberfeld: Jack Trevor wohnt Berlin W,
BcndlorstraUc 9. Sein neui-i>ter Film heißt .,Die Drei um Edith". — Heia
Helios ist am besten durch die Emelka, München, Sonnenstraße 15,
erreichbar. Ein neuer Film mit ihr ist noch nicht angekündigt, — Die
weibliche Hauptrolle in „Susannes erstes Abenteuer" spielte Colleen Moore.
Greta Garbo debütierte als Elisabeth Dohna in dem Svenska-Film „Gösta
Berling". — Jenny Jugo und Enrico Benfer sind Ufa-Stars.
K. L., Berlin N: Fritz Lang ist durch die Uta, Berlin SW 68. Koch-
straße 6-8, zu erreichen. — Wenn Sie Filmoperateur werden wollen, so
raten wir Ihnen, sieh mit dem Klub der Kameraleute, Berlin-Steglitz,
FeueibachstraCe 21, in Verbindung zu setzen.
Filmfreundin Erni M. ans Leipzig: Waldemar Psilander ist vor viel-n
Jahren gestorben. — Lily Damita ist Französin. — Mary Kid ist mit
Deszö Kertesz verheiratet und wurde am 8. August in Hamburg geboren.
— Harry Piel filmt seit 20 Jahren. — Fritz Kampers ist am besten durch
die Aafa, Berlin SW 48. Friedrichstraße 223, zu erreichen. — Lucy
Doraine ist nicht an der Sprechbühne tätig. Sie filmte zuletzt in Holly-
wood. — Die bekanntesten Filme mit Jack Trevor sind „Der Katzen-
steg", „Der große Unbekannte", ,,Die Sandgräfin", ,, Moderne Pirateli",
,.I'räulein Else", ..Liebeskarneval". ,, Abwege", ..riiampagner", , .Narkose"
..Die Drei um Edith", ,. Meine Schwester und ich".
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langte Einsendungen werden nur zurückgeschickt, wenn Porto beiliegt.. — Verlag und Druck: August Schcrl G. m. b. H., Berlin SW 68, Scherlhaus.
Verfaßtvon Hans Szekely / Musikai. Leitung u. Komposition Werner R. Heymann
Regie: Hanns Schwarz
URAUFFÜHRUNG:
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Berlin, 22. Dezember 1929 * Nummer 51
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aus der Ausstellung}
E. Biober, Kurfürslendamm
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Kurt Gerron, Marlene Dietrich. Emil Jannings in dem Ufaton-Film „Der blaue Engel" Phot. i'fa
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Von Otto H ar e.
, «Hereinspaziert, hereinspaziert — nur keine Müdigkeit
vorschützen!" so schrie der sogenannte Kraftmeier in der
berüchtigten Hamburger Hafenschänke, wo Lola die toll-
sten Sachen trieb.
,,Schaun Sie sich mal diese Muskulatur an! Daran er-
kennt man die Intelligenz der Menschen."
Ich wollte das zuerst nicht recht glauben und besah mir
diesen sonderbaren Mann aus nächster Nähe. Und siehe
da, er gab mir seine muskidöse Hand und sagte: ,,Hans
Albers. Ab heute Athlet, Rausschmeißer, Wettsäufer hier-
selbst." Dabei zerdrückte er mir beinahe einige Finger,
worüber Lola sich diebisch freute, die
den guten Professor Rath und den
Kabarettdirektor alias Kurt Gerron
ganz links liegenließ und sich zu uns
setzte.
Bei dem dritten Kognak im heißen
Atelier wurde mir noch wärmer, und
ich fragte:
,, Gestatten die Herren — möchten
Sie mir erzählen, was Sie Interessan-
tes in irgendeiner Weihnacht erlebt
haben?"
,, Passen Sie auf", meinte Hans
Alhers;
,,lis war 1912 bei einer Schmiere
in Oemmin in Pommern, als unser
Freund und Direktor ausgerechnet
einen Tag vor Weihnachten mit der
Kasse fortging und nicht sagte, wo-
hin. Nach Zusammenlegung der Reise-
kasse begaben sich die Kollegen nach .
Hause. Für unsere Souffleuse und
für mich hat es nicht mehr gereicht.
Was tun?
Da meinte die Souffleuse, sie hätte
einen bekannten Buchdrucker hier, und wir beide sollten
am Heiligen Abend eine Nachmittagsvorstellung geben.
Auf dem Zettel stand folgendes:
Der berühmte Darsteller Hans Albers, bekannt aus den
Stücken von ,Don Carlos' bis , Parkettsitz Nr. 10', gibt
sich die Ehre, das geehrte Publikum zu einer Nachmittags-
vorst ,llung einzuladen. Der Reingewinn soll für die Heim-
reise der Souffleuse und des Schauspielers bestimmt sein.
Tn einem Gasthof mieteten wir uns einen Saal. Der Nach-
mittag kam, die Leute auch. Bis 2 Uhr saß ich an der
Kasse, nach 2 Uhr die Souffleuse, und dann sollte die
Vorstellung beginnen.
Was ich damals spielte, war nicht
ausschlaggebend für meine nach-
malige Karriere, das weiß ich.
Als ich sah, daß das Publikem un-
ruhig wurde, mußte ich noch etwas
Großes bringen. Und da fiel mir die
, Flucht nach Ägypten' ein. Ich war
der Josef und die Souffleuse die
Maria. Die Reise ging zwar nicht
nach Ägypten, sondern die Souffleuse
fuhr nach Hause, und ich fuhr nach
Hamburg zu meiner Mutter.
Der Wirt schrieb mir dann in
einem Brief, daß das Publikum, als
die Wartezeit zu lange dauerte, hin-
ter den Vorhang ging und, nachdem
es auf der Bühne eine Tafel mit den
Worten: ,Wir sind auf der Flucht
nach Ägypten', vorfand, in ein stür-
misches Gelächter ausbrach.
Durch diese Flucht war es uns bei-
den möglich, den Weihnachtsabend,
wenn auch spät, im Kreise unserer
Marlene Dietrich Lieben zu feiern."
™L
Auf der Reise durch un-
erforschte oder schwer
zu erreichende Länder
ist die Filmkamera jetzt im
Himalaya angelangt und ge-
währt einen Einblick in ..das
verbotene Land Nepal". Hier
stoßen indische und mongoli-
sche Kulturen zusammen und
ergeben eine eigenartige Mi-
schung, die nicht weniger
seltsam ist als die Bevölke-
rung, in der sich Typen aus
allerlei asiatischem Blut be-
finden. Die Bewohner Nepals
sind auch heute noch außer-
ordentlich fremdenfeindlich
und ziehen nebenbei Nutzen
aus der Unzugänglichkeit
ihres Landes. Den Kamera-
mann reizt natürlich jedes
Hindernis, und so ließ sich
auch Dr. Hürlimann nicht ab-
schrecken, inmitten einer Be-
völkerung Aufnahmen zu
machen, deren Aberglaube und
Gespensterfurcht in der Welt
nicht ihresgleichen hat. Wie
in allen Gebirgsländern ist
auch in Nepal die Bevölke-
rung dünn gesät, und wie
Tempelstraße in dir Hauptstadt Katmandu
Statue des Cötlervogels
überall ist die große Menge
arm und unwissend. Die
architektonische Kultur ist
von Indien beeinflußt, hat es
aber trotzdem zu eigenen For-
men gebracht und verschmilzt
mongolische und indische
Elemente, die als Formen-
schatz der buddhistischen Re-
ligion zu gelten haben. Frei-
lich liegt der Buddhismus wie
ein dünner Lack über uraltem
asiatischem Volksgut, zumal
sich letztes überall in schwer
zugänglichen Gebirgsländern
besser als in der freien Ebene
zu halten weiß. Nepal ist
Asien, also erfüllt von einer
naiven Grausamkeit, einem
Symbolkult und Fürstenver-
götterung, Was man bisher
aus wenigen mangelhaft illu-
strierten Büchern herauslesen
mußte, gibt der Film ,,Das
verbotene Land Nepal" in
reicher Fülle. Gerade die
Form des Kulturfilms, der
sich auf das Wesentliche be-
schränkt ui\d zur Sammlung
gelangt, ist geeignet, unser
Weltbild reich zu erweitern.
Volkstypen aus Nepal
Heilige Quellen
l'hiUos: Pr. HurUm.yin, Allanlis-Ufa
Schlafender Buddha
Busler Keaton mit seinen Söhiu-n unter dem Weihnachtsbaum
4iyM
44<y
Ali Hubert.
Ali Hubert, der langjährige künstlerische Mitarbeiter von Ernst
Lubilsch hat unter dem Titel .Hollywood, Legende und Wirklich-
keit", ein Buch über seine kalifornischen Erlebnisse im Verlag
E. A. Seemann erscheinen lassen. Wir entnehmen diesem Werke,
das amüsante und witzige Aulklärung über das Leben in der
,, Hauptstadt des Films" gibt, mit Erlaubnis des Verfassers und
Verlegers nachstehenden Abschnitt;
Am Weihnachtsabend 1922 sitzen drei Berliner, Ernst Lubitsch,
seine Frau und seinAufnahmeleiter HeinzBlanke, in einemZim-
mer des Ambassador-Hotels von Los Angeles. Auf dem Tisch
stehen zwei Leuchter mit langen, dünnen Kerzen, die den fehlen-
den Weihnachtsbaum ersetzen sollen, und ein unberührtes Dinner.
Es gibt weder Gänsebraten noch Karpfen, weder Pilsner noch
Rüdesheimer, dagegen Hühner mit Icecream, Ananas mit Käse
und Pudding aus gutem Plakatkleister. Dazu Eiswasser in unbe-
grenzten Mengen.
Von draußen schallt der übliche, amerikanische Weihnachts-
lärm herein. Betrunkene taumeln gegen die Tür. Die drei da
drinnen sind dem Weinen so nahe, wie sie der Heimat in diesem
Augenblick fern sind.
Lubitsch kaut an seiner Zigarre, sein Geist überfliegt die letzte
Zeit. Er ist der erste Deutsche, den man in dieses Land ge-
rufen hat; ein ehrenvoller Ruf, gewiß, den ihm Mary Pickford,
der vergötterte Liebling Amerikas, zuteil werden ließ. Man ist
außerordentlich zuvorkommend und liebenswürdig gegen ihn,
zeigt ihm bei jeder Gelegenheit, daß man in ihm einen Meister
bewundert. Seine beste Visitenkarte hatte er in diesem Lande
abgegeben: ,, Madame Dubarry"; und die amerikanische Film-
industrie hatte sofort erkannt, daß sie diese Kraft braucht.
Während man zu Hause in Deutschland ihn beneidet, als Glücks-
pilz preist, sitzt er bekümmert in seinem Hotelzimmer und ver-
sucht die Zukunft, die wie ein Nebel vor ihm liegt, zu durch-
dringen. Seit Wochen in diesem Lande, ist er keinen Schritt
vorwärtsgekommen. Alle Nöte eines europäischen Filmregisseurs,
der zur Tatenlosigkeit verurteilt ist, multipliziert mit dem Ein-
samkeitsgefühl des Schrittmachers in einer neuen, völlig fremden
Welt, erfüllen ihn. Er sieht einen langen, schweren Weg vor
sich, und gerade die allernächste Zeit ist in undurchdringliches
Dunkel gehüllt. Er weiß, daß trotz des liebenswürdigen Ent-
gegenkommens der Filmwelt die breite Masse von der heute so
selbstverständlichen Sympathie für Deutsche und deutsche Arbeit
noch w^eit entfernt ist. Mit Knüppeln hatte der Pöbel noch erst
kürzlich das Publikum vom Besuch des Kinos, in dem Robert
Wienes Film „Caligari" lief, forlgetrieben. Dieser Deutschfeind-
lichkeit zu begegnen, hatte man Lubitsch den Vorschlag gemacht,
sich als Polen oder Russen auszugeben, was er glatt ablehnte.
Die ursprüngliche Idee, den ,, Faust" als erstes zu inszenieren,
hatte sich als undurchführbar erwiesen. Vom ,, Faust" kannte
man bisher den Faustwalzer, den die Grammophonplatten spiel-
ten; doch hätte sich das amerikanische Publikum schön bedankt.
ihren Liebling Mary Pickford als unverehelichte Margarcthe mit
dito Balg auf der Leinwand zu sehen. ,,Keep smiling" und
„Happy end" waren in der Industrie noch tiefwurzelnde Be-
griffe, die als eisernes Gesetz galten, das jeder respektierte,
der Erfolg haben wollte. Nach endlosem Warten, Zögern und
Prüfen war das Thema endlich gefunden, und die Arbeit konnte
beginnen. Der Erfolg von ,,Rositta" mit Mary Pickford in der
Hauptrolle ebnete Lubitsch den Weg, der für ihn und europäi-
sche Filmarbeit von größter Bedeutung war. Als nächsten Film
drehte er bei Warner Brothers „Ehe im Kreise" und befestigte
damit nicht nur seine Position in Amerika, er zeigte mit dieser
Arbeit auch in der Heimat, daß er in Hollywood nichts ver-
lernt hatte.
Als er zugleich mit diesem Film Monte Blue und Menjou in
die erste Reihe der Darsteller rückte, suchte jeder Schauspieler
unter seiner Regie die Möglichkeit, ein internationaler Star zu
werden, was natürlich nicht wenig zu seiner Popularität in der
Filmwelt beitrug.
Heute hat er eine erste Position in Hollywood, das Vertrauen
aller Produzenten. Die besten Darsteller
wetteifern, sich unter seiner Regie auf der
Leinwand zeigen zu können.
Ob jetzt Max Reinhardt, der Sänger
Schaljapin oder ein deutscher Kreuzer nach
Kalifornien kommt, jeder prominente Euro-
päer hat die gastlichen Häuser der Deut-
schen, insbesondere die von Lubitsch und
Jannings, kennengelernt. Beide Stätten sind
der Mittelpunkt der deutschen Kolonie.
Im schönsten Teil von Beverly Hills liej«!.
Lubitschs hübschgs Haus, das in reinem
(Kolonialstil gebaut ist.
- Kommt man am Sonntagvormittag zu ili.ii,
um ihn zu einer Fahrt in die Berge abzu-
holen, so liegt er im Bett unter den riesigen
Papierwolken der Sonntagsausgaben kalifor-
nischer Zeitungen, die sich um ihn herum
und auf der Erde meterhoch auftürmen.
Das Ansinnen, mit Kräly und mir auszu-
fahren, weist er entrüstet zurück und emp-
findet unser Vorurteil, frische Luft zu
schnappen, als lächerlich. Kehrt .man
am Nachmittag zurück, so £,ä4t»«*tfer
Garten voller Gastet Damen und Herren in
Badekostümcfi" toben vergnügt in seinem
Schwimmbassin herum. Der vollschlanke
Huszar-Puffy springt wie ein Torpedo durch
die Luft ins Wasser. Monte Blue und eine
Menge anderer Schauspieler sind da, die
schlanke Mary Philbin und andere hübsche
Frauen. Sie schwimmen, tauchen, springen
und reiten wie vergnügte Tritonen auf
Wassertieren aus Gummi. Lubitsch, dem die
nassen schwarzen Haare ins Gesicht hängen,
sieht aus wie ein feuchter Napoleon, -
Man nimmt den Tee im Badekostüm, wie
man das hier j*t Kalifornien gewöhnt ist.
Am Abend herrscht der Smoking. Man
spricht und streitet über Film und sucht sich
gegenseitig mit Gründen und Organ zu über-
zeugen.
Selten weicht man vom Thema ab. Es sei
denn, Kapitän Hager, der Intimus von Lu-
bitsch, hat das Wort, dessen geistvolle Sen-
tenzen und Maximen jeden Hörer in seinen
Bann zwingen. Dieser nach Hollywood ver-
schlagene Voltaire ist die Quelle, aus der
Lubitsch täglich neue Anregung schöpft.
Wer Lubitsch näher kennt, weiß, daß er
lediglich in geistiger Beziehung anspruchs-
voll ist, persönlich ist er der alte geblieben.
Einfach, schlicht und sparsam. Die unver-
meidliche Zigarre ist im großen und ganzen
alles, was er für seine Person verlangt.
Die mitunter so reizvolle Außenseite
Hollywooder Häuser birgt leider oft ein
wenig erfreuliches Interieur. Alle Vollkom-
menheiten amerikanischer Wohntechnik sind
natürlich vorhanden. Was aber die Ein-
richtung und Ausstattung anbelangt, so zeigt
Richard Barlhelmeß in
..Die Well in Flammen"
l'liot Dflina
sich hier fast überall Hilflosigkeit und Eintönigkeit, Einige Ber-
liner haben sich ihre Möbel, Bilder usw, aus Berlin mitgebracht
und ihrem Heim damit das gute geschmackvolle Niveau der Hei-
mat erhalten.
Sonst sieht man hier bei jedem die gleichen Möbel und Lam-
pen, im verwässerten Kolonial- oder Jakobstil gehalten, moderne,
mit Anilinfarben hergestellte chinesische Teppiche.
Man lebt hier möglichst im Garten, im Schwimmbassin, im
Auto oder auf dem Sportplatz.
Das Hauptmöbelstück ist und bleibt ein möglichst pompöser
Radioapparat, kombiniert mit Grammophon, das selbsttätig ein
Dutzend Platten oder mehr hintereinander spielt. Alle Errun-
genschaften der Technik sind in diesen Zwingburgen der Ge-
schmacklosigkeit vereint. Man wundert sich, daß diese scheuß-
lichen Radaumaschinen nicht auch Wasserspülung und Staub-
sauger aufweisen.
Wie der Samum in der Wüste jeden Keim der Vegetation so-
fort verweht, mit seinem heißen Hauch erstickt, vernichten diese
Batterien der Konservenmusik jede seriöse Unterhaltung, jedes
Gespräch, das möglicherweise entstehen
könnte.
Wer den Krach nicht hören mag, gilt
als unmusikalisch und musikfeindlich!
Zu den weiteren Kolonialgreueln gehö-
ren die privaten Filmvorführungen. In
manchen Häusern schweben sie wie ein
Damoklesschwert über den Gästen. Nach
dem Essen wird die weiße Leinwand auf-
gerollt, die Stühle werden aufgestellt, die
Damen kommen auf die eine, die Herren
auf die andere Seite, warum diese Tren-
inn^-<^yyiaien ist, weiß ich nicht, und
' rgcilJAP^llm-IJ9|^ft|?>S||^mart§jj^wird
den wehrlos gemachten Gästen x^^k
flimmärt. Es ist unbegreiflich, daß man
privat nie einen von den guten Filmen zu
sehen bekommt. Es werden hier doch
genug gute Filme hergestellt.
Manchmal ist der reizende dicke Komi-
ker aus Budapest, Huszar-Puffy, die ein-
zige Rettung, der im Ton eines Kientopp-
.'\nsagers seeligen Angedenkens die Vor-
tühruno mit seinem Witz glossiert und
~(fcir-'Kits,cli ZOHI, Spaß macht.
In einem öffentlichen Kino[gjaH}dscht
man natürlich auch mal eme^Watfi^J^
kann man wenigstens fliehen. Hier gilf
es als grobe Beleidigung, wenn man den
Schmarren nicht mit derselben Abhär-
tung erträgt, wie alte, kitschgewöhnte
Hollywoodianer.
Man kann als Entschuldigung anführen,
daß alle, die hier schwer arbeiten, abends
oft zu müde sind, um nach Los Angeles
hineinzufahren und sich dort einen Film
ach ihrem Geschmack anzusehen. Dazu
t, daß es Theatervorstellungen von
QualTTät-aight gibt. Ich nehme hier den
Deutsch-Amernr»Q^' Franz Reicher aus,
der einige wirklichgtlt**J^ffl«|^rungen
Dem Berliner, der nach Hollywood v^P
pflanzt wird, dämmert es hier, wie man
ihn zu Hause gerade in dieser Beziehung
verwöhnt hat. Gibt es noch einen Platz
in der Welt, wo man so herrlich Komö-
die spielt, wie an der Spree? Nur in
Berlin hat man den Mut, völlig neue
Wege der Dichtung, Darstellung, Insze-
nierung und Ausstattung zu gehen.
Was dem armen Kolonialdejutschen da-
für in Hollywood geboten wird, ist tiefste
amerikanische Provinz. Nur wenn man
einen Reißer oder ein Sensationsstück
wie ,,Chikago" oder ,, Broadway" sieht,
hat die Aufführung Elan und Schmiß.
Diese, aus dem amerikanischen Alltag ge-
schöpften Ereignisse werden gut insze-
niert und dargestellt.
Der Weihnachtsmann bei Lilian Harvey und Willy Friisch
Plwt. Litt
IMIiaii Gish mit (rechts) Paul Ludwig Stein, dem Regisseur ihres ersten Sprechfilms „Der Schwan". Conrad Naiel und Dr. Friedrich Kohner
Von unserem Dr. F. K. -Berichterstatter aus Hollywood.
Nein, die weltberühmte Lillian Gish, das Mädchen, dessen
Hilflosigkeit alle Welt zu Tränen rührt, ist nicht zufrieden,
und Paul Ludwig Stein, ihr Regisseur, ist ebenfalls nicht
befriedigt, mit dem ,, Sound" nämlich, der ist zu hoch oder zu
lief oder zu schneidend, und der Name Nikolas vollends, den
Lillian in dem kritischen Moment (da der Hauslehrer der Prin-
zessin seine Liebe gesteht) ihrem Partner Conrad Nagel zurufen
soll, kommt schnarrend und krächzend aus dem ,, Playback". Die
Sylphide, Finger an die Schläfe gepreßt, läuft erregt hin und her,
probiert noch einmal und noch einmal, immer wieder dieselbe
Szene. ,,Quiet" ruft Stein, „All Quiet", jetzt ist es besser, jetzt
noch besser, bis der Mixer „Okey" ruft, was auf berlinisch etwa
Edelknorke heißt, dann ist es am besten.
Die Gish spielt die Prinzessin X u^ Molnars ,, Schwan" bei Uni-
ted Artisis, sie spricht zum erstenmal i^ Film — was Wunder,
daß sie das Lampenfieber schüttelt. Stein trägt die schwere
Aufgabe, die stumme Prinzessin sprechen zu machen mit wohl-
tuender Ruhe und seinem ,,da-kann-man-nix-machen" Kopf-
schütteln.
Molnar übrigens ist in Amerika einer der bekanntesten und
meistaufgeführten Autoren Europas.
Joseph Schildkraut, des alten Schildkraut Sohn, hat „Lilion"
787mal auf amerikanischen Bühnen gespielt. Joseph ist seit sei-
nem Erfolg in ,,Show Boat" mit festem Kontrakt bei Universal,
und seine „Stimme" zählt zu den besten Hollywoods. „Mir
schien die Verwandtschaft des Films mit dem Theater immer
evident", sagt der erst Achtundzwanzigjährige. „Jetzt haben wir
durch den Sprechfilm das ideale , entfesselte' Theater, die monu-
mentale Volksbühne mit ihren tausend neuen Möglichkeilen für
Schauspieler, Regisseur und Autor. Endlich einmal dürfen wir
natürlich sprechen, müssen nicht „überschreien", uns nicht aku-
stisch in einen Raum einfühlen, wir können uns frei bewegen
wie Mtif der Bühne (\oh N:iliiralismiiK dor neunziger Jahre. Wir
werden in Kürze die Zauberstücke Raimunds, die Schaudramen
Shakespeares, alles vvas auf der Bühne umständlich-lächerlicher
Maschinerie bedurfte, richtig illusioniert erleben. Der Dichter
wird wieder an erste Stelle rücken. Der Dialog muß auf ein
Minimum reduziert werden. Der Talkie, wie wir ihn jetzt sehen,
krankt vor allem an seiner Hundertprozentigkeit. Er macht den
Fehler jeder neuen Kunst; er lehnt sich an, er geht nach rück-
wärts. Film ist nicht Theater. Man müßte sich hinsetzen und
statt erst einmal der Reihe nach alle Irrwege und Unmöglich-
keiten zu versuchen, in Stunden ruhiger Überlegung die Theorie
der neuen Kunst formulieren,"
Eine Sensation für die Filmliebhaber der ganzen Welt wäre
ein Bild Buster Keatons, das einen Anflug von Lächeln zeigen
würde, auf dem er w-enigstens Miene machen würde, Miene zu
machen. Aber wie weit man auch im Photoalbum der Familie
Keaton zurückblättert: tödlicher Ernst und stumpfe Resignation
in den Zügen des Oberhauptes Busler. Als Siebenjähriger assi-
stierte er seinem Vater in einer Knockabout-Nummer auf den
Varietebühnen Europas. Schon damals brüllte das Publikum,
wenn Klein-Busler von einer schlimmen Verlegenheit in die an-
dere mit angefrorener Gleichmut stolperte und es verstummte,
wenn auch nur ein Schein des Lächelns über sein Gesicht
huschle.
Wie macht man Busler lächeln? Man erzählt ihm von seinen
Millionen Freunden in Europa, von den vielen reizenden Frauen,
die in den genialen Tolpatsch vernarrt sind, man legt ihm eine
Zeitung hin, die berichtet, daß Henry Bergson, Frankreichs Philo-
soph, seinem „Lachen" ein Kapitel über Keaton anfügen will, an-
geregt durch den Film „Der Statist". Da muß Busler natürlich
lächeln, verlegen, entschuldigend: Ich hab' es nicht gewollt.
In seinem nächsten Film wird Buster sprechen, ungern, aber
dem Drucke des Produzenten gehorchend. Im Februar komml
er n;ich Europa, wird Paris, Berlin und Wien besuchen.
±)as fcljöne JSilcL^
Winferaufnahmen ohne Schnee
Es ist eine ebenso interessante wie merkwür-
dige Tatsache, daß nur die allerwenigsten
Amaleurphotographen über gute Winterauf-
nahmen verfügen. Das erklärt sich daraus, daß der
Städter nur während einer verhältnismäßig kurzen
Zeit die Voraussetzungen für effektvolle Schnee-
bilder vorfindet. Dann aber wird er meistens, und
zwar während der günstigsten Belichtungsstunden
(im Dezember und %Ianuar von 10 Uhr vormittags
bis 2 Uhr nachmittags)
,, dienstlich verhindert"
sein. Schließlich erfor-
dert das Photographieren
von Schneelandschaften
ein ganz bestimmtes Ne-
gativmaterial, die Ver-
wendung von Gelbfiltern,
eine weiche Entwicklung
und für die Kontrakt-
drucke oder Vergröße-
rungen ein entsprechen-
des Papier. Alles in
allem ist das für be-
queme Knipser zu viel
Aufwand; nach den
ersten Mißerfolgen lassen
sie gewöhnlich die Fin-
ger davon.
Recht wenig ist eigent-
lich bekannt, daß auch
,, Winteraufnahmen ohne
Schnee" einen ganz be-
sonderen Reiz haben kön-
Ohen: Am Wohiger See
Tessar 4,5; I'erulz-Roltlilm />x<>;
l^einiiher, 12 Uhr,
",'M Sek.
üfgfnlitlil;
Links: Der Angler
Voiglr, 5 X S,- Skopar; Bl. «;
Aaja-kolllitiii ; nezeiiiher. ' ;:, Sek.
Rechts . Am Tegeler See
i>/:ui>ar, III. (>,'i; ' ju Sek. ii>«i/
n'it oben
nen. Wenn man an klaren Tagen den Schnee nur
,, riecht" und allein die Außentemperatur zu ver-
stehen gibt, daß es Winter ist, dann hat die At-
mosphäre einen wunderbaren Stimmungsgehalt, der
sich viel leichter mit der Kamera einfangen läßt.
Die kahlen Zweige der Bäume und Sträucher er-
kennen wir dann in ihren letzten und feinsten
Verästelungen als herrliche Filigrane, besonders
wenn sie sich schwarz vom Himmel abheben. Dar-
'%i:(r^mSf&
■&i5*^
MfevM.yjJJ.4^^.>,J^i.itkmiJl[MM
Links oben: Weide zwischen Erlen
Tessar 4,i; Perulz-RoUjilm ; Dtzember, ' -^ Sekunde
^>
Rfchls oben: Motiü in Tegel
Voielländer Skoper; Agfajilm 5x8, > ,„, Sekunde
Im Kreis: Dezembermorgen
Tessar 4,i; Bl. S; IWuizfilm; 'j,, Sek.
Kerhts: Am Storkow-Kanal
fessar •/,5; Bl. 8; Haujl-Cllra-Film 0X9
Aufnahmen von Allred Jiihre
aus ergibt sich von selbst, daß man getrost gegen das Licht
photographieren sollte. (Freilich nicht gegen die blanke
Sonne.) Gegenlichtaufnahmen ermöglichen allerkürzeste Mo-
nicntbelichtungen, mit Optik f : 4 5 selbst im Dezember bis zu
'/:m(i Sekunde. Da es aber nicht nötig ist, unbedingt mit s o
großer Öffnung s o kurz zu belichten, können also auch
weniger teuere Apparate mit geringerem Objektivdurchmesser
verwendet werden.
Die Photo-Industrie hat in letzter Zeit eine ganze Serie von
kleinen, handlichen Rolifilmkameras herausgebracht, von
denen tatsächlich die eine immer besser und preiswürdiger
ist als die andere: Billy, Bessa, Ikonta, Vollenda — die
Namen lesen sich wie eine Konjugation, und in bezug auf
ihre Objektive stellen sie auch wirklich eine Steigerung dar,
nämlich von f:88 (Billy), 1:1,1 (Bessa) bis f : 6,8 (Ikonta
und Vollenda). Die Arbeit mit derartigen Apparaten wird
jetzt im Winter auch dadurch erleichtert, daß man seit
kurzem Rollfims 6X9 mit der erstaunlichen Empfindlichkeit
von 21 '-" Scheiner (Hauff-Ultra) kaufen kann.
Bei unseren ,,Winleraufnahmen ohne Schnee" zeigt sich
der Vordergrund sowie alles, was sich gegen den Himmel
abhebt, selbstverständlich als Silhouetten. Man wähle den
Vordergrund, da er für die Bildwirkung hier unwesentlich ist,
möglichst klein. Schöne Wolken übernehme man durch eine
helle Gelbscheibe (orthochromatisches Negativmaterial vor-
ausgesetzt) mit auf das Bild. Nur in den wenigen Fällen,
in denen auch der Vordergrund irgendwie interessant ist und in
allen seinen Einzelheiten auf dem Positiv zu erkennen sein
soll, empfiehlt sich eine Gelbscheibe mit sogen. ,, zunehmen-
der Dichte". Für die Berechnung der Belichtungszeit ist dann
natürlich der Lichtwert der dunklen Teile im Bild ausschlag-
gebend. Hierfür bieten alle im Handel erhältlichen Belich-
tungstabellen in ihrer Rubrik ,, Landschaft mit dunklem Vor-
dergrund" genügend Anhaltspunkte.
k
er Kann
ßL
Wien ;
Einige Fehler des Mnfängevs
In fast allen Filmen, die der Amateur zu Beginn seiner Lauf-
bahn dreht, unterliegt er dem Fehler, den optischen Eindruck
des Auges mit dem seiner Kamera gleichzusetzen. Nicht allein,
daß das Auge durch die Fülle der Farben anders angeregt wird,
es ist auch zu bedenken, daß die Kamera die natürlichen Farben
ganz anders, in der Regel viel weniger lebendig, wiedergibt. Auf
das Auge wirken Wiesen, Moore, im Winter große Schneeflächen
äußerst angenehm, weil von ihrer Einfarbigkeit eine große Ruhe
ausgeht.
Leider wird sie im Film aber nicht verspürt, sondern als
langweilig empfunden. Der Amateur muß zusehen, daß er ein be-
lebendes Moment hineinbekommen kann. Das kann bereits eine
einfache Wolkenpartie sein, die langsam über der.i Horizont segelt,
oder ein windiger Tag, der das Gras bewegt. Der Amateur wird
gut daran tun, zu beobachten, wie die Berufsregisseure eine der-
artige Naturaufnahme ,, stellen"; er wird schnell bemerken, daß sie
verschiedene Dinge des Vordergrundes in Großaufnahme zeigen.
Die Fernsichten sind für den Amateur immer undankbare Objekte,
denn trotz sorgfältig gewählter Gelbscheiben verschleiern sie sich
gern und zeigen niemals die notw'endige perspektivische Tiefe.
Der Amateur kann diesen Fehler, dem auch die Berufskinemato-
graphie nicht ganz aus dem Wege zu gehen vermag, eigentlich nur
dadurch vermeiden, daß er solche Aufnahmen möglichst kurz
schneidet und schnell durch näher gerückte Bilder aufteilt. Nicht
sehr viel anders ist es mit Wäldern, die im allgemeinen zu starr
kommen. Auch hier muß auf den tüchtigen Helfer Wind gewartet
werden, denn wehende Zweige haben im Film einen stets ange-
nehmen Rhythmus. Bleibt dieser aber aus, oder kann er im Hoch-
wald nicht mehr empfunden werden, so muß das Licht die Stelle
der Bewegung vertreten. Die Spiele des Lichtes, wie sie in den
Waldszenen der ,, Nibelungen" im Atelier mit Kunstlicht hervor-
gebracht wurden, sind auch in der Natur vorhanden. Freilich ist
es nicht leicht, ihre Fülle zwanglos auf den Zelluloidstreifen
bannen zu können. Hier hilft eben neben der unauslöschlichen
Geduld nur eines: probieren und immer wieder probieren, bis die
Aufnahme gelungen ist. Der Amateur wird durch diese Arbeit zu
einem feinen und nachdenklichen Beobachter der Natur. Wie der
Kameramann im Atelier seine Lampen nicht nach mathematischen
Formeln rückt, sondern die Lichtwerte im Gefühl hat, so wird der
Amateur im Laufe der Zeit dahinterkommen, wie sich eine Na-
turszene mit allen Lichtschattierungen im Filmstreifen wieder-
geben läßt.
Der Amateur hat nicht selten bei der Aufnahme derartiger
Naturbilder den Eindruck, daß sein Film in diesen Partien aus
druckslos sein werde. Er versucht dann recht oft eine Pano-
ramaaufnahme zu machen, um auf diese Weise etwas Ab-
wechslung und Bewegung in sein Bild zu bringen. Aber der
Erfolg ist in fast allen Fällen negativ, denn gerade eine Pano-
ramaaufnahme erfordert distanzierte Bewegung. Überhaupt setzt
eine solche Aufnahme — insofern der Apparat sie zuläßt —
eine geübte Technik voraus. Man muß damit rechnen, beim
Panoramadrehen verschieden beleuchtete Landschaftsabschnitte
vor die Linse zu bekommen und zuletzt mit unscharfen Bildern
dazustehen, die nicht einmal dem Amateur selbst gefallen.
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Ccunera schenkt
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Agfa-Cameras in wenigen Minuten.
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kosten RM 60.— bis RM 118.—.
Die Billy kostet nur RM 36.—.
Mehr filmen!
Vor einiger Zeit hat ein Akademiker das Wort vom theo-
retischen Menschen geprägt. Wird man beim Gedanken
an die Amateur-Kinematographie nicht lebhaft an diesen
theoretischen Menschen erinnert? Wir schreiben und sprechen
viel von der Amateur-Filmerei und filmen wenig. Wir bleiben
Theoretiker des Films, statt mit beiden Beinen frisch in die
Praxis hineinzuspringen!
Wieviel Tinte und Druckerschwärze hat nicht allein die For-
matfrage verbraucht! Dabei ist die Entscheidung doch recht
einfach: Wer nur wenig für die Filmerei ausgeben kann, wird
den Kleinfilm — 9,5 mm — wählen; wer es
sich leisten kann, etwas höhere Ansprüche
zu stellen, wird zum Schmalfilm — 16 mm
— greifen. Es ist damit etwa so wie mit
den Autos: man kommt auch mit dem Klein-
wagen ans Ziel, aber man fährt schneller
und vielleicht etwas bequemer mit einem
größeren Wagen. Also im Grunde eine reine
Preisfrage. Es ist ja nun einmal überall
so im Leben, daß die höhere Leistung eine
höhere Gegenleistung erfordert. Beim Schmal-
film besteht die höhere Leistung in der
Hauptsache darin, daß das aufgenommene
und projizierte Bild etwas größer ist als
beim Kleinfilm.
Im übrigen kann man heute auch schon
beim Kleinfilm seine Ansprüche recht hoch
schrauben. Bietet doch, um das beste Bei-
spiel zu wählen, die bekannte Cine-Nizo 9V'2
sogar die Möglichkeil, sog. Zeitlupenaufnah-
men mit dem Federwerk zu machen. Da
sie ferner auch eine Einbildachse hat, so
liegt hier eine höhere Form der Kleinfilm-
Kinokamera vor, mit der man die allerver-
schiedensten Aufnahmen machen kann.
Dabei taucht dann sofort die Frage auf,
ob es nicht richtiger sei, die Kinokamera
für den Amateur so einfach wie möglich zu
hallen. Wozu beispielsweise noch eine
Handkurbel bei der Federwerk-Kamera? Wozu Einer- und Ach-
tergang? Nun, die Antwort darauf ergibt sich einfach aus der
Erwägung, daß der Anfänger zuerst zwar hochbeglückt von einer
nur automalisch arbeitenden Kamera ist, daß er aber in kurzer
Zeit über das Stadium der Versuche hinauskommt und nun
nicht auf Trick- und Hochfrequenzaufnahmen verzichten möchte;
er wird allerhand Filme machen wollen, die ihm mit der nur
automatischen Kinokamera verschlossen sind. Deshalb ist die
Cine-Nizo für Schmalfilm von vornherein mit Einer- und Achter-
gang ausgestattet, ja sie bietet sogar die Möglichkeit, von Feder-
Cine Nizo 16. Mod. C.
werkaufnahmen ohne weiteres auf Handaufnahmen überzugehen,
ohne daß das Federwerk vorher abgelaufen sein müßte. Trotz
dieser ,, Schikanen" ist die Kamera so einfach zu handhaben wie
eine nur automatische. Man darf eben „einfach" nicht mit „pri-
mitiv" gleichsetzen. Selbst das Modell C des Cine-Nizo, das
30 m Schmalfilm faßt, ist trotz seiner Vielseitigkeit, die an die
der Berufskameras heranreicht, durchaus nicht schwierig zu
handhaben. Gerade die Frage des Einlegens der Filme, die sonst
manchen Amateuren Schwierigkeiten bereitete, ist bei den Cine-
Nizos in der denkbar vollkommensten Weise gelöst. Bei richtiger
Wahl der Kamera gibt es heute keine
Schwierigkeiten mehr für den Amateurfilmer.
Trotzdem es uns also nicht an guten Ama-
teur-Kinokameras fehlt (auch Projektoren
sind in genügender Auswahl da), wird noch
verhältnismäßig wenig gefilmt. Das Filmen
wird noch zu sehr als Luxus angesehen,
was es in Wirklichkeit heute durchaus nicht
mehr ist. Die Kinokamera kostet kaum mehr
als ein Apparat für stehende Aufnahmen,
und auch das Filmmaterial ist durchaus er-
schwinglich. Blieben also noch die Mehr-
kosten für den Projektor. Bedenkt man aber
welch ganz anderen Genuß man vom leben-
den als vom stehenden Bilde hat und welch
ganz andere Möglichkeiten es bietet, so wird
man ohne weiteres sagen müssen, daß die
Mehrkosten reichlich ausgeglichen werden.
Denken wir nur einmal an Aufnahmen aus
dem Wintersport. Auch die stehende Pho-
tographie liefert vielfach sehr hübsche und
malerische Bilder vom Schneeschuhlaufen,
vom Rodeln usw., aber sie bietet eben doch
immer nur einen ganz kleinen, kurzen Aus-
schnitt; sie läßt die Bewegung erstarren,
während die Kinematographie sie in voller
Lebendigkeit erhält! Wobei der malerische
Eindruck durchaus nicht zu kurz kommen
braucht, denn er ist ia nicht immer an
die Technik gebunden, sondern es ist eine Folge des rich-
tigen Sehens. Wer einmal beides vom Wintersport nach
Hause mitgebracht hat: gewöhnliche und Kinoaufnahmen, wird
zwar der stehenden Photographie seine stille Achtung nicht ver-
sagen, aber sein Kinofilm wird ein Kleinod für ihn sein, an das
er mit Begeisterung denkt. Wenn man ein bilderreiches Bei-
spiel gebrauchen darf, so wird man sagen können, die stehende
Photographie gleicht einem hübsch präparierten Schmetterling
unter Glas und Rahmen, während ihn uns die Kinematographie
in voller Lebendigkeit und Natürlichkeit sehen läßt. K.
Voriragsabend des Bundes der Filmamateure
Man schreibt uns:
Der Bund der Filmamateure — der die einzige Zusammenfas-
sung aller Interessenten der Amateurkinematographie ist —
hatte seine Mitglieder kürzlich zu einem Vortrags- und Übungs-
abend geladen. Eingeleitet wurde der von mehr als 100 Per-
sonen besuchte Abend durch einen Vortrag des Herrn Dr. Reeb
über: ,,Die Technik der Heimaufnahmen bei Kunstlicht". Herr
Dr. Reeb sprach zunächst über die verschiedenen Arten der Ni-
traphotlampen; er demonstrierte im Lichtbild die Anwendung
der Glühlampen in den Filmateliers und behandelte zum Schluß
die Technik der Heimaufnahme.
Von Wichtigkeit ist die Frage nach der Anzahl der Lampen,
die an eine Lichtleitung angeschlossen werden können. Die
Filmamateure, die 220 Volt zur Verfügung haben, werden sich
folgendes merken müssen:
4-Ampere-Sicherung 2 Lampen, nacheinander einschalten, damit
die Leitung nicht überlastet wird;
6-Amperc-Sicherung 2 Lampen dauernd oder für ganz kurze
Zeit auch drei, die dann aber ebenfalls hintereinander
eingeschaltet werden müssen;
10-Amperc-Sicherung 4 Lampen dauernd oder für ganz kurze
Zeit auch 5, dann auch nacheinander einschalten.
Für 110 Volt darf nur die Hälfte der angegebenen Lampen
verwendet werden.
Belichtungszeiten (für Filmmaterial von etwa 17 Grad Empfind-
lichkeit):
Blende 12 3 4 Lampen
2,7 0,70 m 1,00 m 1,20 m 1,40 m\ Abstand d. Lampen v.
3,5 0,50 m 0,70 m 0,85 m 1,00 m) Aufnahmegegenstand
Die Beherrschung der Aufnahmetechnik bei künstlichen Licht-
quellen ist für den Filmamateur, dem ja nur bescheidene Mittel
für die Heimaufnahmen zur Verfügung stehen, von ganz beson-
derem Nutzen, ersehnt er doch die Möglichkeiten, im eigenen
Heim filmen zu können, da ihm hierdurch sowohl die Gelegen-
heit gegeben wird, interessante Familienaufnahmen zu machen,
als auch Spielfilme und Trickfilme zu drehen.
Im Anschluß an den überaus interessanten und lehrreichen
Vortrag wurden von den Mitgliedern des Bundes und den zahl-
reich erschienenen Gästen fleißig Versuchsaufnahmen bei Kunst-
licht unter Anleitung von Herrn Dr. Reeb und seines Assisten-
ten Herrn Goldmann gemacht. Die überaus rege Tätigkeit, die
dabei entfaltet wurde, bewies, daß diese Veranstaltung den Film-
amateuren viel Neues und Interessantes zur Frage der Auf-
nahmetechnik brachte.
Vmr09 0^ ^ EßßfICMTCN
Aufnahme von üirliard lannenberg. Ica 10 X /5.
Doppel ■ Anasligm. Blende 12. Agfa • film.
y. Sek. 1% Gelbjiller.
im Zillertal
\ufnalime von Dorothea Tillmanns. Kodak
.lirownie". PeruU-Rollfilm. Ms« Sek. Papier
Velox.
Jetlor AbzuR iiuiU aber ;nif der Küi-ksi-ile ^-^ Ff/^ M \^ \^^
folKcnilc An^caboii pntlialtpii: Xanio dos Appa- / f/ {\t ''*^V • m ^-"^ ^"^ M
rates — An iiiitl l.ichlstiirko di's (»lijcklivs — ^^<A Sit/f /^ / i^ /
Blende — Platleii- oder Filmfabiikat — Z.-ii- T *^L *^^ i/ ^ r» I ^ t^m \-tt^^l^^t»
piirikt der Aiirnahme — MelichtuiiKS/eit — Ver- / -^--tyfFlH^/ll A^nllrrllV
weiiduiiK etwaiger Hilfsmittel (Gelbseheibe, Vor- L/l*/t«^I- \/i U^tAJ»f
Jeder Leser kann sieb an diesem Wel
bcwerb beteiligen.
Wahl des Motivs. CiroBe und Art des AI
Zuges bleiben dem Einsender überlassen.
Jeder .\bzug muß aber ;nif der Rüek
m
Art des liir den AbziiK
\ erwendeten Papiers — genaue Anschrift des
Einsenders — ausdrüekliehe Erklärung, daß
der Einsender Pbotoamateur ist.
Büeksendung der nichtpriuuiiorten Bilder er-
folgt nur. wenn adressierter Freiumsclilag bei-
liegt. Xaeh Mögliehkeit erfolgt Veröffentliehung
iler Bilder. Die Entscheidung des Preisgerichts
ist endgültig. Beschreitung des Kechtswi-;;es
ausgeschlossen. Einsendungen sind zu riehteu
an „Film - Magazin" („Filmwelt") - Photowett-
bewerb, Berlin SW 68, ZimmerstraBe 35-41.
Sparkasse, Berlin,
im Scheinwerfer-
licht
Aufnahme von Werner
Reißmann. Patent Eliii-
Kamera. SIein/ieil Dop-
pelanastif^mat. Unijocal
J : 4,5. t. 13,5. Blende
4,5. Agja-Chromo-ho-
rapid. 12 Minuten. Mi-
mosa Sunotyp normal.
Letzte Rosen
Aufnahme von Josef Heichele. Klapp-Kainera 9 X 12. Xenar 12.5. Braun-
tiegel-Pl. Nitraphotlampe mit Streuschirm. 15 Sek. Leonar- Auto-Papier.
"
*
Geivitter
Aufnahme von Rupert
Günter. Fixfocus - Ka-
mera Matador 1 : 4.5.
Blende 4,5. Perulz-Grün-
sieget-Ptatte. 12 Uhr
nachts, ca. 2 .Minuten.
Satrox-ü'niversat.
Photo-
(Schluß)
Außer den genannten Nor-
malobjektiven kommen für
den Amateur, der sich mit
bestimmten Aufnahniegebie-
ten eingehender befaßt, noch
die Weitwinkel- und die
Teleobjektive in Betracht.
Davon sind die Weitwinkel-
objektive überall da zu ver-
wenden, wo wir von unserem
Aufnahmeobjekt keinen ge-
nügend großen Abstand neh-
men können, um ihn mit dem
Bildwinkel unseres Objekti-
ves ganz zu erfassen. Dieser
Fall tritt namentlich in der
Architektur - Photographie
häufig ein. Die Teleobjek-
tive bezwecken das Gegenteil
wie die Weitwinkelobjektive
und sind daher da erforder-
lich, wo wir an unseren Auf-
nahmegegenstand nicht nahe
genug herankommen können,
um ihn in genügender Größe
auf die Platte zu erhallen,
also z. B. bei Aufnahmen von
freilebendem Wild. Diese Ob-
jektive wirken also in ähn-
licher Weise wie die schon
erwähnte alleinige Verwen-
dung der Hintcrlinse; doch
ist die Vergrößerung dabei
Optik
TAGESLICHT-
LAMPENLICHT
PFEIL-PAPIER
ENTTÄUSCHT
DICH NICHT
LIAMCE8ARTEU- FABRIK PH0T0G&ÄPH1SCHEB^PAPURE CHARLOITENBUR&I
natürlich eine weit stärkere.
— Schließlich sei noch auf
die sogenannten Vorsatzlin-
sen hingewiesen die, je nach
ihrer Beschaffenheit in Ver-
bindung mit einem Normal-
objektiv als Weitwinkel-
oder Teleobjektive wirken
und so die Anschajfung
eines solchen Spezialobjek-
tives erübrigen. Der Wir-
kungsgrad derselben erreicht
jedoch niemals denjenigen
der entsprechenden Spezial-
objektive. Auch für Bild-
nisaufnahmen gibt es Vor-
satzlinsen, die in Verbindung
mit dem Normalobjektiv
eine besonders weiche Zeich-
nung ergeben.
Die Wahl des Objektives
ist von nicht zu unterschät-
zender Bedeutung für den
künstlerischen Erfolg auf den
einzelnen Gebieten der Pho-
tographie. Aber auch der-
jenige Amateur, dem nur ge-
ringe Mittel zur Verfügung
stehen, kann zu beachtens-
werten Resultaten gelangen,
wenn er sich auf dasjenige
Aufnahmegebiet verlegt, für
das sich seine optische Aus-
rüstung gut eignet.
^etSaanS-
WBti
11. Fortsetzunz
Lange schwebte er zwischen Leben und Tod, und als er zum
erstenmal wieder die Herrschaft über seine Sinne antrat, tat er
es als autokratischer Schwächling.
..Strich unter alles!" brüllte er sich an. ,,Nach Ragusa zu-
rück! Die arme, alte Tantei"
Bis die telegraphische Anweisung aus Dallas eintraf, mußte
Pitt im Krankenhaus bleiben; nach achtunddreißig Stunden
quittierte der Spitalarzt dem Postboten einen größeren Betrag
und sagte zu Pitt Erskine: „Sie können gehen, wann und wohin
Sie wollen,. Hier sind noch ein paar Franken für Sie. Gott
befohlen!"
„Wie denn?" erstaunte Pitt. ,,Und keine Nachricht für mich?"
,.Nein, nichts. Bleiben Sie gesund! Auf Wiedersehen!"
Pitt stand auf der Straße und wußte mit Onkel Hamiltons
seltsamem Verhalten nichts anzufangen. ,,Bin ich denn ein Ver-
brecher?" fragte er f:ich. ,,Ach, daß ich doch rasch soviel
Geld hätte, ihm die Überweisung vor die Füße — — Ruhe,
Ruhe, aller Freund! Wir wollen zunächst einmal feststellen, was
Tantchen macht."
Er ging zum Postamt, gab eine Depesche nach Dalmatien auf,
wartete auf Antwort und laS; was das Hotel Odak telegraphierte:
,,Frau Erskine mit Dampfer ,Srbina' Italien stop Reiseziel Paris
stop vermuten längst Ankunft."
„Tante Philba in Paris! Herrlich!" jubelte Pitt.
Billie hatte schwere Sorgen. Seit sie Pitt im Straßengewühl
verloren hatte, fürchtete sie, daß er sich, jeder menschlichen
Vorsicht zum Trotz, in Abenteuer stürzte, die ihn vernichten
konnten. Es zeigte sich, daß ihr Leben und Liebe Pitt Erskines
£/N ROMAN VON STANHOPE
IQ
Nachdruck verboten
mehr wert waren als ihr Ruhm, der dem Anschein nach nicht
einmal so weit reichte, hinter den Grenzen den Bruder zu be-
freien; denn was alles sie insgeheim hierzu unternommen hatte,
war fehlgeschlagen.
In der Nacht nach der ersten Zusammenkunft mit Pitt wanderte
sie gedankenbeschäftigt nach Hause und ließ die Bobby-Bai
links liegen. Hätte sie gewußt, daß zur gleichen Stunde der Ge-
suchte in dem kleinen Lokal saß, sehnsüchtig Billie erwartend,
sei es auch nur, um aus der Ferne dem großen Künstler zuzu-
schauen, die Löffel Suppe zu zählen, die er aß, die Speisen zu
bestellen, die er bestellte — ja, hätte sie das gewußt, so wäre
mit eins der Weg aus Not und Dilemmna gefunden worden. So
aber — so aber ging Billie vorüber und überließ Pitt seinem
Schicksal, das ihn in den höchst jämmerlichen Zustand und ins
Krankenhaus brachte.
Auf der Bühne trug Billie die Miene eines zufriedenen Men-
schen zur Schau; sooft sie auftrat, ging Beifallsrauschen durch
das ganze Haus. Und wenn sie endete, erfüllte ein Jubel den
Raum, wie ihn das Ripope wohl nur selten vernommen hatte.
Es war Billies beste Zeit. Und wer es nicht anders wußte,
mußte glauben, daß das Glück des Künstlers wie des Theaters
vollkommen war.
Abend für Abend trat der Komiker des Varietes, Perseus
Natron, vor die Rampe, ohne daß sich eine Hand rührte. Und
früher? Früher war er ohne Ripope und es ohne ihn nicht zu
denken.
,,Ich werde dem Jungchen schon die Flötentöne beibringen",
verkündete er unu lud seine Freunde und Neidgenossen ein, sich
vor Billies Garderobenlür aufzuhalten.
^iH'h utiiii Sie fern von ihm,
umschwebt ihn noch Ihr Duft -
zärtliche Erinnerung an Sie.
'Der Zauber Ihres Tarfums
ist das Qeheimnis Ihres Erfolges:
es lockt, es iiberrulet, es bindet.
Coty-Parfums
wirken wie schmeichelnde Worte,
die zu sagen Ihnen Ihr Stolz verwehrt.
Coty-Parfums
sind vielfältig wie die Frau -
sie entsprechen jeder Eigenart.
<+
OENERALVERTRIEB FOR DEUTSCHLAND: REGENSBURGER 6. CO. /KOMMANDITGESELLSCHAFT/BERLIN W50
Mutig schritt er in das kleine Zimmer, wo Billie ihn schon er-
wartete. Es ist anzunehmen, daß dieser Gang ein wenig Mut
erforderte; denn an der Tür blieb der Komiker eine Sekunde
stehen, schöpfte tief Luft, pochte dann und trat ein.
„Nehmen Sie doch Platz!" sagte Billie, ,, Rauchen Sie eine
Zigarre oder eine Zigarette?"
,,Nun ja — weshalb bieten Sie mir das alles an? Sie wollen mich
doch wahrscheinlich einseifen. Ist nicht, mein Bester, ist nicht!
Wer uns ärgert, den ärgern wir wieder. Wir lassen uns nicht
verdrängen."
„Verdrängen? Wer hat das gewollt? Wenn ihr was könnt,
wird euch niemand verdrängen! Mich geht das alles nichts an.
Ich verdränge niemanden!"
„Haha!" Der Komiker lachte; aber es war ihm nicht sehr
spaßig zumute. „Sie glauben ja selbst nicht, was Sie sagen.
Weshalb kümmern Sie sich nie um Ihre Kollegen, wenn Sie sie
nicht hassen oder verachten, wie?"
Pcrseus Natron wußte, daß hinter der Tür die Kollegen auf
seinen Triumph warteten. Und so erhob er noch einmal seine
Stimme und sagte ohne Zusammenhang:
„Sie kennen jetzt die Meinung der Künstler. Richten Sie sich
danach, junger Mann!"
Schon war er draußen; der Gegenstand, den Billie ihm nach-
warf, traf die Türfüllung.
-K
Bill fand, daß er das Leben eines Märchenprinzen führte. Ihm
war die Reise nach Paris im Nu vergangen, und wenn er daran
dachte, wieviel längere Zeit er auf einen viel kürzeren Weg ver-
wandt hatte, so lächelte er wehmütig.
In Paris hatte er im Auftrag der Tante viele Besuche zu er-
ledigen und vor allem Pitts Adresse zu ermitteln. Ganz be-
schämt kam er zurück: Im Einwohnermeldeamt ist nichts be-
kannt, die großen Hotels wissen nichts von ihm, und auch das
Variete, wo Billie auftritt, hat keine Ahnung.
„So, so", sagte enttäuscht die Tante. Übrigens, waren Sic
schon bei Ihrer Schwester? Sie hätten sie doch hierherbringen
sollen!"
,,Nein, gnädije Frau, ich will sie überraschen. Ich will sehen,
ob sie eitel geworden ist; zerlumpt und zerrissen will ich sie
aufsuchen."
,,Gut, gut, mein Junge! Ach, wenn wir nur wüßten, wo Pitt
steckt!"
Bill machte den Vorschlag, einmal bei den Pfandleihern nach-
zufragen.
„Pfui!" sagte die Tante. ,,Ein Erskine sucht keine Pfand-
leihe auf!"
,, Gnädige Frau, auch die Goldschmiede und Juweliere §ind in
gewissem Sinne Pfandleiher. Vielleicht hat er bei Spinola oder
Robertson einen Ring verkauft?"
,,Ach Gott, auf was für Ideen Sie kommen! Nun gut — ^ehen
Sie hin und fragen Sie!"
Bills Vermutung, daß Pitt Erskine eher einen solchen Laden
als die vornehmen Geschäfte aufsuchen würde, um etwas Geld
flüssig zu machen, hatte alles für sich. Um so enttäuschter war
er, als er nach dreistündigem Suchen immer noch ohne befriedi-
gendes Ergebnis war.
Kurze Zeil nachdem schlüpfte Bill in seine alten Kleider und
machte sich bei strömendem Regen auf den Weg zum Ripope;
er vertraute auf Billie und spiegelte sich in jeder Schaufenster-
scheibe, die er von halbreqhts betrachtete, zur Unterhaltung ein
frohlockendes Gesicht.
Am Bühneneingang stand ein grimmiger Portier, dem es aufs
strengste verboten war, Privatpersonen oder Presseleuten den Ein-
tritt zu den Künstlergarderoben zu gestatten, ohne die übliche
Taxe von 50 Franken einzukassieren. Gestalten so zweifelhaften
Aussehens, wie Bill, wurden wie lästige Fliegen mit einem „Ph!"
abgewiesen. Bill versuchte auf geraden und ungeraden Wegen
sein Heil, ohne daß es ihm etwas half.
„Ph!" machte der Portier.
„Ich möchte zu Mr. Amery."
„Gehen Sie weiter, Herr — hier kommt keiner 'rein!" war die
Antwort. Der Wächter drückte Bill zur Seite.
„Na, dann nicht, mein Freund!" Unbekümmert, festen Schrit-
tes, die Mütze trotzig in den Nacken geschoben, stolzierte Bill
davon. Ging um die nächste Ecke und warf prüfende Blicke auf
die Hauswand. Als er eine Feuerleiter entdeckte, strahlten
seine Augen.
In diesem Augenblick wurde in Billies Garderobe die Pointe
zu einer Geschichte vorbereitet, deren Beginn drei Tage zu-
rücklag.
Billie, frei von allen Leidenschaften, ging durch Hohn und
Spott, bis zur unrechten Stunde die Bombe platzte. Aus der Deko-
ration starrte Perseus Natron auf die Szene und Billie, die ge-
rade ein Couplet da capo vortrug. Wie oft sie aus dem großen
Vorhang trat und sich verneigte, wußte sie nicht zu sagen. Beim
letztenmal hüpfte sie rasch durch die Seilenwand, stolperte über
die Füße des Feuerwehrmannes und wäre gestürzt, hätte sie sich
nicht an einer Dekoration gehallen. Sie fauchte den Tolpatsch
an: Ob er sich nicht in acht nehmen könne? Er solle nicht so
blöde in die Gegend stieren, zum Donnerwetter!
„Sie, Amery, das ist keine Art, Herr!" fuhr Natron los.
,, Wollen Sie etwas von mir?"
,, Amery, ein Feuerwehrmann ist schließlich auch ein Mensch!"
,,Was wollen Sie eigentlich?"
,, Ihnen Benehmen beibringen, Herr!"
,,Sie Lump! Ich will Sie lehren, hilflose Leute zu beschimpfen!
Ich will — da — nehmen Sie das!"
Glaubten nicht alle Anwesenden ein Drama im Geschmack der
alten Zeit zu erleben, als die klatschenden Geräusche ertönten?
Es war ein Applaus, der sich über die Wangen der zwei Kontra-
henten ergoß. Ein Applaus seltener Art.
Aus war es mit der weltmännischen Ruhe, die Billie bis zu
dieser Minute bewahrt hatte. Kaum hatte sie die Ohrfeige
empfangen, gab sie zwei zurück, deren sich August der Starke
nicht hätte zu schämen brauchen,
Billie durchschaute seine Angriffe und Finten und vermochte
•u parieren, obgleich sie die Schwächere war. Sie setzte sich
zur Wehr: Trat dem Komiker gegen das Schienbein, kratzte ihm
die Wangen blutig, ja, sie spie sogar im Eifer des Kampfes, Die
beiden hatten sich gepackt, sprangen hierhin und dorthin; immer
zahlreicher prasselten die Hiebe, immer mutiger wurde Perseus
Natron; denn er spürte, daß die Kräfte des Imitators nach-
zulassen begannen. Von seilen des Publikums erschollen be-
geisterte Rufe: „Bravo! Bravo! Nur zu! Haut euch!"
Erleichtert hielt Billie inne, denn die Nase scwholl an und
hinderte den Kämpfer an jeder Fernsicht. Billie schien gerettet.
Aber sie hatte ihre Rechnung nicht mit dem klassischen Kampf-
geist gemacht, den Perseus plötzlich bewies. Ohne daß er viel
erkennen konnte, warf er sich auf Billie, schmetterte sie zu
Boden und hieb auf sie ein.
Mit Klammern wollte er den Imitator auf dem Boden fest-
nageln, sich nach Ringerart auf den Brustkasten stützen, bis der
Unterlegene seine Niederlage zugegeben hätte, als er, wie von
der Tarantel gestochen, plötzlich zurückfuhr.
Teufel, was war das? Billies Gebet war ungehört verhallt,
Perseus Natron verfärbte sich: Die Entdeckung, die er da
durch einen Zufall gemacht hatte, hätte zweifellos aucA nüch-
ternere Naturen aus dem Häuschen gebracht.
Der Komiker benahm sich ganz unverständlich. Jetzt stand er
auf und sagte:
, .Erheben Sie sich, Herr Amery! Wir haben uns wie die Kinder
betragen. Wir wollen uns wieder versöhnen. Ich bitte Sie herz-
lich: Vergessen Sie, was zwischen uns war!"
Billie erhob sich, wohl oder übel die dargebotene Rechte des
treublickenden Komikers schüttelnd.
Dann ging sie in ihre Garderobe. Wanderte auf und ab, hin
und her, den Weg vom Gedanken zum Plan: Fort aus Paris —
zurück zu Bill; Über die Grenze, wo kein Mitwisser, kein Per-
seus Natron war. Fort, fort;
Perseus Natron trat ein, legte öliges Gurren in seine Stimme
und den Zeigefinger an die Nase.
„Mein F r ä u 1 e i n". begann er sehr gedehnt, ,,mein Fräulein,
wir haben uns zu unterhalten."
Und da ihm ihr Stillschweigen peinlich wurde, fuhr er mit
großer Lebhaftigkeit in seiner Rede fort, hüstelnd und sich
häufig unterbrechend:
,,Also ja, das ist nun ja hochinteressant — ich meine, was ich
da weiß, das mit dem Schwindel da; ich denke, ich könnte das
jedem erzählen, wie? Ein netter kleiner Skandal — die Zeitungen
hören dergleichen sehr gern, hem, hem; oder die Direktion; das
heißt, die hört es nicht so gern, wird aber allerlei auf den Tisch
legen, wenn ich ein bißchen plaudere. Na, und die Kollegen,
Freunde und Freundinnen, stille, reine Freude das, was? Aber,
wissen Sie, ich bin ja gar nicht so. Ich könnte ja nun auch sagen:
,Also, Fräulein, nun machen Sie mal, daß Sic wegkommen!' Aber,
nein, nein, nein, so einer bin ich ja nicht. Ich gönne jedem sein
Brot, zum Unterschied von gewissen — na, ja, also, wie steht
das? Vielleicht finden wir eine gesunde Basis, wie?"
Fortsetzung lolgt
FRAGEN
die uns erreTchtert
Anfragen erbitlcn wir an die Redaktion des „F i 1 m -M a g a z i n ". Berlin SW 68, Zimmerstraße 35—44
Scherlverlag, Antwort erfolgt nur im „Film -Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
An viele: Anonyme Briefe werden nicht beantwortet. Bei Manu-
skriptanselegeiihciten bitten wir folgendes zu beachten: Jeder Antrage ist
f'iickporto beizufügen. Jode Einsendung eines Manuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2 — 3 Schreibmascbinenseiten
sind zur Einsendung an die Filmindustrie. Regisseure usw. geeignet. Für
Verlust der eingesandten Jlanuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen werden, also soll der Verfasser nur Durchschlüge senden, von
handgeschriebenen Sendungen (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
»
G. G., Bonn: Eine Filmscliauspiclcriii Ellen Mcis ist uns nicht bo-
Uaunt. lluf Adresse kiiniirii wir Ihnen ditlier leider nicht mitteilen.
Igo Sym-Verehrerin aus Elber-
(eld: Die weibliche Huiiptiiille
in „Geschlecht in Fesseln" .spiolle
die Schwedin Mary Johnson. —
Jgü Sym arbeitet augenblicklich
an dem Hcnay l'<irtcn-Film .,I>ie
Herrin und ilir Kiicclit •. — JJcr
neueste Film mit Jack Trevor
heiUl ,.Uic Drei um Edith'.
Lieselotte und Anneliese, Wei-
ßensee: Walter Killa woliut Ber-
lin - eharloiicnburg. Wacholder-
weg 6, wurde .im ii. August in
Xeinikirclicn geboren und ist mit
Thcrcse Roland \ erheiratet. Das
Alter der Filmi-l.irs veröffent-
lichen wir nidil. — D.ivid J.ee
ist nicht das Kind von AI Jol.soii.
Bubi aus Hünchen: Ihre Kild-
karte aa Olaf Fjord ist in-
zwischen weitergeleitet worden.
Wir haben den Kinistler auch
schon an d.is Autogramm erin-
nert. Eine Unterschrift von Char-
les Rogers künneu wir Ihnen
leider nicht besorgen, da Rogers
in Kalifornien wohnt und wir
von im Auslande lebenden Stars
.Vutügramme nicht vermitteln. —
Willy Fritsch ist dunkelbloiul
und ledig. — Wir empfehlen,
uu die betreffenden Filmdarstcl-
1er selbst noch einmal zu
schreiben.
Sechs Filmfreunde aus Essen:
.,Hochverr;»f ist kürzlich urauf-
geführt worden. Der l'artner
von Uerda Maurus in diesem
Film ist tiustav Fröhlich. —
..Licbeswalzer" ist noch nicht
lierausgekommen. — Die Auf-
nahmen zur „Frau im .Mond"'
d.'iuerten ungefähr 1 J.ibr. —
Klaus Pohl war früher .Maurer-
li'brling. dann Adre.ssensclireiber,
hatte noch verschiedene andere
IJcrufe, ging schlielilich zur
Schmiere und bald zum Film.
F.r debütierte in Fritz Lang»
..Spione". — Christa Tordy filmt
nicht mehr. Alady Christians
und Christa Tordy haben keine
Kinder.
Pa. Lü. We. 37: Wann Greta
(iarbo nach Deutschland kommt,
wissen wir leider nicht. Die
Kün.stlerln bat ihren ständigen
Wuhnsitz in Hollywood, Kai.,
l SA., wo sie schon ungefähr
:'. .fahre lebt. Sie ist so alt, wie
Sie geraten haben, ledig und
liebt alle Blumen. Sie können
deutsch an Greta Garbo
.-chreilieu.
Filmkomparse, Berlin SW: In Ihrer .Vngelegenheit können wir Ihnen
nur den Rat gelieu, sich den .Vufnalimeleitern der Filmgesellschaften vor-
zustellen. Da Sic schon tätig waren, ist es nicht ausgeschlossen, diu
man Sie wieder einmal für ein bis zwei Tage beschäftigt.
Hermann H., Mannheim: Zu unserem Bedauern können wir Ihnen den
Xamen und die Adresse des kleinen Jungen in dem betreffenden Film
nicht angeben, da er auf ilem Personenverzeichnis nicht vermerkt ist.
Sprudeln?
Suiit^it5-SdiuduYt-trxcu^tu5
Willy V. M., Potsdam: Wolfgang Zilzer ist ledig und bisher nicht
verheiratet gewesen. — ((mr.id Vcidt erblickte in Berlin das Dicht der
W<'lt, vcrlclite aber in Jüterbug seine .lugend.
Hermann L. aus Gelsenkirchen: W.irum Ludwig Tranfmnnn nicht
mehr filmt. köMncn wir Ihnen leider ;iuch nicht sagen. — Big Boy
Williams spielte in der ...Vrche Xoali' nicht mit. — AuUer den von Ihnen
.•lutgczähltcn Filmen gibt es keine Il.irry l'iel-Filme. ,, Menschen im
Feuer" ist seine neueste Arbeit.
Ramon Novarro-Verehrerin aus Frankfurt-Main: Ranion Xovarro
treibt jeden Sport. Er h.it kürzlich d:is Fechten gelernt. Selbstverständ-
lich, ein Auto besitzt er :iuch. .\lter richtig geraten. Xovarro trägt
einen Künstlernamen. Sein richtiger Xame ist Samoniegos.
Helmut H., Gifhorn: Dolores
Cüslello filmt bei Warner Bro-
thers. Ihre bekanntesten Filme
sind ,,Don Juan", ,,Die Arche
.Noah", ..Das Millionenangebot',
„Die elffache Witwe'. Sie
wurde als Tochter eines Schau-
spielers in I'ittsburg geboren
und ist mit John Barrymorc
verheiratet.
Josi Z.. Werdau: Ai i besten,
Sie erinnern die Filmstars selbst
noch einmal an die Autogramme.
Nielleicht haben Sie jetzt Erfolg.
Gustav DieBl-Verebrerin, Schö-
neberg: Gustav Dießl ist unver-
heiratet, gibt Autogramme, wurde
am 3(1. Dezember in Wien ge-
b<nen und wohnt Berlin W, Re-
gensburger StraUe 28. bei Schleu-
sener. Sein neuester Film ist
..l>ie Drei um Edith".
Arnim G., Essen: Gerda Mau-
rus widint Berlin-Steglitz, Thor-
waldsenstraUe ib, und ist unver-
heiratet. Das Alter können wir
Ihnen leider nicht sagen, da
wir das ans Prinzip nicht tun.
Gustav Fröhlich-Verehrerin H.
Sl.: Gustav Fröhlich wohnt Ber-
lin-Steglitz, Ot;eansstr. 4. ist
ledig, hat blonOes H.iar. Das
Aller wird ni' ht bekanntgcgi-lien.
— Ramon Njvarro und Greta
(iarbo sind durch die -Metro-
Gold wyu-.\layer-Studios, Culver-
City, Kalifornien. USA., Ivan
I'etrovieh durch die Greenb;iuni.
Iterlin NW 7. PrinzrLouis-Fcrdi-
n.ind-Str.ilJe 1, zu erreichen. Pe-
irovich li.it dunkle .\ugen.
Rudolf R., Chemnitz: Drei
Ihrer Bildkarteu haben wir in-
zwischen weitergeleitet. Wenn
wir sie vim den St.us zurück-
erhalten, werden sie Ihnen so-
fort zugeschickt. Ein .Vurogr.imm
von Lucy Dcir.-iine können wir
IhiKMi leider nicht besorgen, d:t
die Künstlerin in llolijwood
lebt, wir aber von FilingröUeu,
die im Auslände «idmen. keine
l'uterschriflen vermittein.
Heinrich Seh., Essen: AN'ir
sehen Ihrer Einsemlung zu un-
serem Photowettbewerb mit
groUem Interesse entgegen.
Riebard K., Dortmund: Am
besten, Sie schreiben in Ihrer
Angelegenheit direkt au ilie
Filmgesellsch.'iften. Sie werden
bestimmt Antwort erlmlten.
Adressen finden Sie au anderen
Stellen.
Lalla-Rutb und Narry-Norma, Berlin-Bellevue: Ihre Bildwiinsche sind
vorgemerkt. — Rolf von Gotli wurde von dem Regisseur C. David für
den Film entdeckt und debütierte in ,.Vom Täter fehlt jede Spur''. —
Fred Död^rlein trägt seinen richtigen Xamen. Ihre Grüße haben wir
bestellt. — Der genannte Regisseur ist uns nicht bekannt. — Gewiß,
viele Filmstars besuchen diese Caf«^s. — Soviel \ins bekannt, ist Max
Schmeling von seiner Reise noch nicht zurück.
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Die gute
WLINDER-SEIPE
macht eine neue lliiut
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llincn .'lui'li niclit liclfcn. /.um Kiliii /.u kuninicn. Wir niMinon Ihnen aber
tiviii bckannic Filiiigesellsc-barten, ilcneu ^Sie llire Bilder zur Priitiniii
i'iii>en(len kiinnen: rt'.i. Jlerlin S\V 6t*. KuelistraUc 6 — 8, Xatlonal, Berlin
S\V -l«. »iedriehsIraUe Kl. Terr.i. Berlin S\\ (m. Kuelistralie 7:1, lle^e-
w.iid, Berlin S\V ■l^. KiiedrielistraUe 2J0. .Val'.-i. Berlin S\V 1«, Friedrieli-
slraüe 2i';i, Dentselie l'iiivcr-al, Berlin W H, .\lanerstral3e (<:.'.
„Rheinische Mädel aus Wesel": Mö-ilieh. dall Sie die Adresse des
Kiinsller>. diT in dem beirelfeiulen l'at nnd rat.ielion-Filni }?e.siiicll bat.
iliiri-li die ralladinm-l'ilm. Kdiienbaseii. erlalirea. — i..ilian Harvc.v bat
<iii eigenes- Auto. — Käthe von >>agy ist »o alt, wie Sic geraten liaben.
— Evelyn Holt bevorzujct langes H:iar ninl läUt sieh deslialb keinen
Ilnbikn|if .sebneiden.
„Jemand, der Walter SIezak verehrt": Wenn Sic uns Ihren Xanieii
niebt nennen, künnen wir ihnen leider aneli nichts \.in Ihrem verehrten
W.ilier SIczak erzählen.
Irene H., Königsberg: (iiist:iv IJieBI wcdint Berlin W. Kegensburger
.sir;ilJe :.'S. bei Seblenscni'r. Er ist ledig. Spielte bis jetzt in .,.Vbwegc".
..Dil' Biicb-^c der randora". ..Der .Mann, der nicht liebt', ...Mntterliebe",
..liif wclUi' Hölle Mim l'iz l'alii', ,.l)ic Drei nm Edith".
Kalli B., Herzfelde: Die Bildkarte Ist an die Kliiistlerin weltergcleilct
worilen. — llnserc Zeilsclirlft erscheint jetzt, immer in dieser .Vnfmaehniig
nnd kosti't Im Einzelverk;iiif nur noeb (l,.iü .\l.
Priska P,. Cleve: 1.11 Dagover
\Mihnt Berlln-\\ esleml, .Vrysallee
Nr. l. Sie wurde ;im ;I0. Sep-
tember anf .l.iv.i geboren. Ihre
bekannlesteu Filme sind ,.Tiel-
land-', ..Der miide Tod", ..Der
Dcmiitige nnd die Sängerin",
..'l'artntfe ". ..Der (irat von .MomIc
l hrlsto", .,L'iig:irlsebe Hh:ipsii-
dlc", ..Der (iünstlliig %onSchön-
bruiin". — C.rele Mosheims
Adresse ist Berlin AV, Pariser
Siralie 27. Die Kiinstleriii wnrd'.!
am t*. .I;inn-ir in Berlin geboren
nnd siiielte n. a. in ..Sit', d;is
Weib. il:is den .\lcnd beging",
,, Erwachen des Weibes", ,,1'rima-
nerliehe ", ..Höhere Töchter",
,.Die kleine Skkiviii •, ,.Die Hot-
liansgasse".
Wolfgang St., Frohnau: .M:i-
rianne Winkclslern wirkt in ei-
nigen Tanzszeiu'ii in dem Ut'.'i-
'J'onfilm ,.Der « cillc Teufel" mit.
Gussi - Schwärmerin: tinstav
Frölilub wohnt Jierlin-SH'glllz,
Orlc.insstr.iUe 1. ist ledig. Hebt
.alle Blumen. ,,lliicliverrat" Ist
in Xeub.ibelsberg gedreht wor-
den. Nein, der Klinstler hat sich
seine H.iare nicht schwarz fär-
ben lassen. Siml .sj,. zufrieden?
Friedel R., Gleiwilz: DerCJrela
IJ.irbu-Film ..Krieg im Dunkel"
wurde in Hollywood hergestellt.
I'onrail Xagel Ist Dentsch-Ame-
rikaner. -M.irla Orska siiielte
u. ;t. die Tänzerin Barberina in
,,l"ridcrjcns Hex". • — Sie h:iben
recht, -Mfred Abel Ist Film-
regisseur geworden. Victor. \bel
ist Filin:iutor. — Die Hauptrolle
im .•.(ialeerenscblff- spielte John
B.'irrynuire.
E. S., Hamburg-Hamm: Sie
wollen gleich 4(1 .\dressen anf
einmal haben!? Das ist wohl
etwas zu ^iel! .Maria l'andler
wohnt Berlin-Halensee, .Mbrecht-
.Acbilles-StraUe Oa, .lenny .Ingo
Berlin \V, Kalserdamin iSi, Niol.i
(iaiden Berlin \V H. Bendler-
stralJe 17, Betty BIrd Berti n-
Tempelhof, .ManteuffelstraUe I.
Vci.i Scbmlterlüw bat ihre Woh-
nung in Berlin-il:il<^nsee, .N'estor-
str:iUe 1, Trnns \an Aalten 15er-
liii W, J.nthcrstniUe 27, Mary
Ki<l Berlin W, (ilcsebrecbtstr.ii;«'
Nr. l.t, Evi Eva Berlln-A\llmcTN-
ilorf. Badensebe SiralJe i:i, IJa
Elbenscbiitz Berlin - (irunew;ild.
Kasp;ir-TlieilJ-Str;ilJe 18. — fo-
rlnne (iriffith ist durch die First
National Studios, Jiurbank-HoUy-
wooil, Kalifornien, US.V., zn er-
reichen.
Günter S., Hannover: (;retji Carbo ist durch die
XIa.vcr-Snnllos, C'ulver-City. Kaliforiileii, l'S.A., Bebe
l{.-K.-(l. -Studios, Hollywood, Kai., USA., zn erreichen. —
wohnt Berlin-Westend, Ahorn.'iilee l(i-17, Harry Liedtke
wald, BIsmarek.-illee 16.
Alfred M., Berlin: Trnns v.-in .\alten .spielte n. :i. in ..Die geheime
•M.-iibt ". ..Die selluc Exzellenz", ..Spreewaldmädel", ,,l)ie lu.stigen V.-ig.-i-
bnnden", ..Ich bah' mein Herz im .\ntobns verloren". ...lennys Bummel
durch dl.' .Männer". — tirete Keinw.ild wird :ineb wieder fllnien. — Die
bekanntesten Filme mit Mlll.in Hall-Davis siml ,Dle drei Kuckncks-
ubren'. ..gna v.-idis?", ..Der weilie Scbelk". „Wolga — Wolga'. — DIta
l*:irlos neuester Film helUl „.Melodie des Herzens". — Leider inlis.sen wir
Ihnen sagen, dall .M:irletta .Miliner :iin 22. .luni In J{;iden bei Wien an
einem lanigenleidcn gestorben ist. — .loe .May nnd Hanns Schwarz er-
reichen Sie bei der Ifa, Berlin SW 6.s, Koebslr.iljc (i— 8. Kndolf W:ilther-
Feln. M.ix Ob.il nnd Victor .laiison durch die .\afa, Berlin SW -18,
Frledi icb'.traße 22:t.
Friedel H., Iserlohn: Sic haben recht, ,.Die .\relie Xoah" ist ein
Millionen Film. Er wurde In Hollywood von den \Varner Brothers ge-
dreht. — Dolores Costcllo wurde :ils Tochter eines Schauspielers gelmren
und k.iin d;ilier sehr friib mit Bühne und Film in Berilhmng. — .Marl;i
Coiil.'i l~l die (;altin von .\lexamler Corda. Es stimmt, die genannten
Filme haben die Künstlerin populär gemacht. — Von den betreffenden
amerikanischen Filmstars siml :iugenbllckllcb keine Filme auf dem
Spielpl.'ui. — D.iU Colleeii Moore fiir ihre Korrespondenz ilrel Si-kri-täre
bcscliäfligt. kiinii schon .stimmen.
am Deutschen
Künstlerin ist
für Teerosen.
unverheir;itet,
Künstlerinnen
lletro-Ooldwyn-
Danicl.s durch
Lill:iii Harvey
Berlin-tirune-
Hannele aus Altona: Elisabeth Bcrgucr tritt zur Zeit
Küiistlertheater In ..Seltsames Zwischenspiel" auf. Die
ledig. (übt .\utogranime. Scliwärnit unseres Wissens
Wann sie nach Hamburg kommt, wissen wir nicht.
Harvev-Helm-Verehrer, Aachen: Lilian Uarvey ist
Brigitte Helm mit Kleh.ird Weillbach vermählt. Beide
geben Autogramme. Lilian Harveys neuester Film heißt ,,Wean du
einmal dein Herz versehenkst". Augenblicklich arbeitet sie an dem
Tonfilm ,, Liebeswalzer". Brigitte Helms nächster Film heißt „Sklaven
der Leidenschaft'".
G.-I.-G., Breslau: Hans Stiiwc spielt die münnlichc Hauptrolle in
dem kommenden Film ..Der Walzerkönig''.
Filmfreundin P. aus Frankfurt-Oder: Heiiny Tortens neuester Filn\
heißt .,Die Herrin und Ihr Knecht". — Otto Gebühr wohnt Berlin W 57,
KurfürsteiistralJe 118. Er arbeitet augenblicklich an dem Film „Scupa
Flow ". — Lilian Harvey wohnt Berlin-Westend. Ahornallee 16-17.
Ruth H., Hamburg: Ralph C'aney wohnt Hamburg, ErikastraSe 126.
Er gibt Autogramme.
Filmfreund aus Remscheid: Dolores del Bio ist .tm besten durch die
Edwin l;irewe-Productions, Tee-.\rt-Studlos. Hollywood, Kai., US.A.., zu
erreichen. Die Künstlerin wurde am 3. August in Durango llle.xiko) ge-
boren. Sie ist unverheiratet nnd gibt Antogramine. Dolores del Rio
spielte in ..Auferstehung", ,, Rivalen". „Die Liebe vom Zigeuner stammt",
,.DIe rote Tänzerin", ..Die Sklavin einer Ehe", ,.Die Pantherkatze".
R. K., Breslau: Der Boston, der
in dem gen.-mnteu Film vorkam,
hieß ,,Einmul sagt man sich
Adieu".
H. Seh., Görlitz: Harry Piels
neuester Film heißt ...Menschen
Im Feuer". Seine Partnerin ist
Lotte Lorring. — W;»nn die ge-
nannten Filme erscheinen, steht
noch nicht fest. — ..Die versun-
kene Flotte" wurde >on .Manfred
Xu;i inszeniert, ,,l{ose Bernd'
von E. A. Dupont, ..König der
.Mittelstürmer " von Fritz Freißler.
Betty M., Kaunas-Litauen: Li-
lian Harvey gibt -Autogramme.
— Die weibliclie H;iuptrolle im
,, Zapfenstreich" spielte C'lalrc
Lotto. — .\ber natürlich. K:tiuon
Xovarro kann ;iuch tJolf spielen.
— -Lya de Putti hat ;im 10. .I;i-
nuar Ueburtstag, .Mary P:irker
am 3. November. — Viola Dana,
die Schwester von Shirley ,\la-
son, wohnt in Beverly-Hills,
H.illywood, Kai., FSA., Arletle
.Marclial in Paris 32, Kue (inyot.
Helene G., Breslau: Hans
J^tüwe, Berlin-Halensee. l'.iuls-
liorner Stralie 9, wurde .-«m
14. -Mal in .Mecklenburg geboren,
kam von der üper zum Film
und ist mit einer Bulgarin ver-
heiratet. Seine bekanntesten
Filme sind ,, Prinz Louis Ferdi-
nand", ,,Feme", ,,Schinderhun-
nes", ..Cagliostro", ,,Es flüstert
die Xacht". Sein neuester Film
beißt ..Dich hab' ich gelieht".
Frau Mieze K., Pforzheim:
.\enia Desui wohnt Berlin \\ ,
Paulsborner Straße 3. Sie wurde
am 19. Januar in Kiew geboren.
Hermann H., Stuttgart: R.ilpb
Cancy wohnt Hamburg, Erika-
straße 126. Er ist Auslaiidsdeut-
scher, war früher Kaufm.'nin,
Wildjäger, Scharfschütze, >lei-
slcrschaftstünzer. Er gibt Aiito-
gr:iinme.
Lotlemarie J.: Gustav Dießl
wohnt Berlin W. Regensburger
Straße 28, bei Schleusener. Er
wurde am 3ii. Dezember in Wien
geboren. Er ist ledig, gibt .\nto-
grainme, kam von der Sprecli-
büline zum Film. Er spielte bis
jetzt in „.Abwege"", „Die Büchse
der P.mdora"", ,,Der .Mann, der
nicht liebt"", ,. Mutterliebe"", ,,Die
weiße Hölle vom Piz Palii",
„Die Drei um Edith".
L. K., Berlin: Eine Kllniregis-
senrscbule gibt es nicht. Wir
empfehlen, an die Filmgesell-
schaften zu schreiben. Sie erfah-
ren dort alles Xäliere d:irüber.
Tanja: Lilian Harvey nnd Willy Fritsch sind Leser unserer Zeit-
schrift. Llli.'in Harvey isl hellblond und h;it bl:ine .\iigen. Fritsch ist
dunkelblond und hat gr:inblaue Augen. Aller stimmt. Jhr Winiseh ist
\ ornemerkt,
Antoine B., Genf: Brigitte Helm wohnt Berlln-D:iblem, Im Winkel 5.
Sie gibt .Vnlogramme nnd wird auch Ihnen, wenn Sie es noch einmal
versuchen, Ihren Wunsch erfüllen. Senden .s|e eine Bildkartc an sie,
und fügen Sie einen internationalen Postscbeln bei,
Ivan Petrovicb-Verebrerin, Altenburg: Ihre Grüße sind Iv:in Petrovich
bestellt worden. .\lle Filmstars geben .Vntogramme. also wird ;iueh lv:in
Pcirovicb Ihren Wunsch erfüllen. Der genannte Filmschauspieler ist
nicht bek.'innt.
Ingeborg K., Frankfurt-Main: .Vlter richtig geraten. — Lilian Harvey
Ist nicht mit \\illy Fritsch verlobt. Die Künstlerin hat am 19. Januar,
Werner Fnetterer am 10. .laniuir (iebnrtstag.
Annuscbka aus Berlin: Kleb.'inl Eichberg ist nicht verhelr;ite(. — lg»
Hym Ist so .-ilt, wie Sie ger.-itcn haben. Ihre tirüße ."«n ihn und die
anderen Künstler h.iben wir .•tusgericbtet. — Llll.-in H;irvey isl sehr niiisi-
k.-illscli. Ja. sie kann auch Klavier spielen. — Wenn Sie zum Film
wollen, so ist es nui ratsamsten, Sic wenden sicii direkt an die Filin-
gesellschaften.
Mainzer Filmireand, 17 jährig, wünscht Bekanntschaft mit nettem Mädul (Filni-
Ireundin), 16—17 Jahre, zwecks gemeinsamer Kinobesuche und Tanz etc. Bild er-
wünscht, aber nicht Vorschrift. Angebote erbeten unter K. B. 8048 ScherlhauJ.
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Weihnachtsliederpotpourri von Nagans. Gespielt
vom Grammophon-Blas-Orchester mit Sologesang, ge-
mischtem Chor und Orgel,
Weihnachtsstimmung mit allem festlich-feierlichen Beiwerk.
Die schönen alten Melodien erklingen in feinabgestimmtem Chor
oder von sympathischsten Solostimmen vorgetragen. Die Aus-
wahl der Lieder, die kontrapunktliche Behandlung der einzelnen
Weisen ist geschickt und wirkungsvoll. Grammophon 27085.
Carolina Moon. Waltz von David-Burke.
I'm crazy over you. Foxtrott von Sherman/Lewis. Ge-
spielt von Teddy Kline mit Orchester und Chor.
Gesungener Walzer, liebenswürdig gespielt mit schmachten-
den Geigen. Foxtrott, der durch die Trix-Sisters populär ge-
worden, in gefälliger Auffassung und passabler Wiedergabe.
Homocord-Elektro 3354.
Andante Religicso von Francis Thome.
Invocation von Louis Ganne, gespielt vom Paul Godwin-
Quintett.
Orgel, mit mächtigen farbigen Tönen, vereint sich mit weichen,
schmelzenden Geigenklängen. Harfe und Cello singen die Be-
gleitmelodie. Populäre Linienführung der Komposition und
glänzende Instrumentation werden diese Platte besonders ge-
sucht machen. Grammophon 27103.
Ouvertüre zum Sommernachtstraum, gespielt vom"
Philharmonischen Orchester unter Wilh. Furtwängler.
Glänzende Interpretation. Herrliches Pianissimo am Anfang,
grandioses Forte gegen Schluß. Alles in abgeklärter, schwung-
voller Wiedergabe. Ein Kunstwerk,
Abgesehen davon, daß eine Furtwängler-Platte an sich eine
Sensation vorstellt. Grammophon 66925/26.
Vokalmusik
Die Weihnacht. Chor mit Glocken und Orgel. Sprecherin
Mathilde Sussin. Chor der St. Hedwigskirche Berlin unter
Pius Kalt.
Die biblische Erzählung von Christi Geburt, umrahmt von
Orgel, Glocken und Chorgesang. Wundervoll schlicht die Worte
Mathilde Sussins; einfach, aber innig der Gesang des Basilika-
chors. Grammophon 19582.
Kosaken-Wiegenlied von Gretschaninoff.
In der Kirche von Tschaikowski. Gesungen vom Don-
Kosaken-Chor unter Leitung von Serge Jaroff,
Eine glänzend gelungene Aufnahme des weltberühmten Chors,
A-capella-Gesang in höchster Vollendung, bei dem die wunder-
vollen Bässe genau so wie die hohen tragenden Stimmen im
unerhörten Pianissimo bis zur letzten Note zur Geltung kommen.
Ein phonographisches und stimmliches Meisterwerk.
Columbia 9839.
Solang' ich mein Mütterlein habe. (Motter of Mine.)
Blaue Fluten. (Blue River.) Gesungen von AI Jolson mit
Orchester.
Zwei Songs im bekannten AI Jolson-Stil. Das Mütterlein
natürlich sentimental, der Blue River im Jazztempo. Beide
liebenswürdig, wirkungsvoll, volkstümlich, melodiös.
Brunswick 3719.
Zwei Lieder aus Manon von J. Massenet. „Ich schloß
die Augen" und „Flieh, o flieh", gesungen von Kammer-
sänger Peter Raitscheff (Tenor) mit Orchester.
Eine der besten Homocordplatten. Nicht nur ausgezeichnet
in Stimme und Orchester, sondern auch gut moduliert in der
Wiedergabe. Eine hübsche Nuance, das Autogramm des Sän-
gers auf der Platte. Horaocord 4 — 8870.
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Deutscher Rundfunkkalender aui das Jahr 1930. Südwest-
deutscher Funkverlag G. m. b. H., Frankfurt Main.
Bei der besonderen Vorliebe für illustrierte Kalender, die
augenblicklich in Deutschland zu bemerken ist, war das Er-
scheinen eines Rundfunkkalenda-
riums eigentlich eine Selbstverständ-
lichkeit. Als erstes erscheint für
Rundfunkliebhaber der Südwest-
deutsciii. Sender auf dem Plan, der
einen interessanten, praktischen
Block vorlegt, der für jede Woche
zwei Seiten aufweist. Am Sonntag
wird ein ganzseitiges Bild geboten.
Die Tage der Woche müssen sich
mit einem halben Blatt begnügen.
Die Illustrationen stammen aus
ganz Deutschland. Sie bieten in-
teressantes historisches und aktuel-
les Material, berücksichtigen alle
Gebiete und zeigen deutlich, wie
vielseitig Kunst, Wissenschaft und
Unterhaltung vor und hinter den
Kulissen arbeiten. Es ist vielleicht
die interessanteste Bildzusammen-
stellung, die man auf diesem Gebiet
bisher sah, so daß sich der Deutsche
Rundfunkkalender voraussichtlich
ausgezeichnet einführen wird.
Bedauern wird man nur, daß der
Block lediglich zum Aufhängen ein-
gerichtet ist, während er seiner gan-
zen Anlage nach eigentlich auf den
Schreiblisch gehörte. Entsprechende
billige Aufstellvorrichtungen, wie
man sie an sehr vielen ähnlichen
Werkchen findet, sind doch leicht
zu beschaffen und erhöhen kaum
den Preis.
Krösus Vagabund. Roman von
Josef Delmont. Verlag von F r.
W i I h. G r u n o w in Leipzig.
Erst nimmt man den dickleibigen Band mit einer gewissen
Angst in die Hand. Dickleibige Unterhaltungsromane sind mei-
stens etwas langatmig. Aber dann ist man angenehm enttäuscht.
Dieser Ignatz Gürtler erlebt allerhand, vielleicht etwas zuviel.
Manchmal etwas reichlich phantastisch. Hier und da etwas dick
aufgetragen. Ausflug in ein Reich, das bisher Domäne Karl Mays
war.
Zwischendurch ein Quantum Sen-
timentalität, lyrische Partien, mehr
oder weniger philosophische Zwi-
schenspiele, die nicht zu Delmont
passen, die wir, die ihn Jahrzehnte
kennen, nicht glauben.
Aber im ganzen eine spannende
Geschichte, die rund um die Welt
führt. Vom sonnigen Wien quer
durch Europa in die Fremdenlegion.
Von Berlin über London auf un-
heimlichen Schiffen zu den Gold-
gräbern nach Australien und ins
schöne und häßliche Afrika.
Ein paar Frauen — gute und
schlechte — um den Krösus, der als
Vagabund begann und der schließ-
lich — — wer weiß wie und wo —
endet.
Keine hohe Literatur. Abenteuer-
roman für Stunden der Abspannung.
Wallace im Wien-Berliner Volks-
stiL
Tiere, Tänzerinnen und Dämonen.
Von Lola Kreutzberg. Mit 56 Ab-
bildungen im Tiefdruck. Verlag
Carl Reißner- Dresden.
Mutig, wenn eine Frau sich hin-
auswagt in unbekanntes Land. Nach
Bali und Indien. Imponierend, wenn
sie selbst nicht nur mit Kamera und
Kurbelkasten typische, gutgesehene
und gekonnte Bilder hineinbringt.
Glückliches Zusammentreffen, wenn
dieser Frau auch die Kunst der
sprachlichen Schilderung gegeben
ist, wie in diesem Buch, das von Filmerlebnissen mit Tieren,
Tänzerinnen und Dämonen erzählt.
Über fünfzig ausgezeichnete Bilder schmücken das Buch,
dessen einzelne Kapitel man immer mit Vergnügen lesen kann
25000
nisse!
mit dem weltbekannten
wfesbad. Original-
Iraner^ -umaiator
ist das beste Mittel zur
Bekämpfung von Asthma,
Bronchialkatarrb, Grippe,
Keuchhusten, Halsentzün-
dun|<, Vcrschicimuni; und
Katarrhen der Luftwege.
Dieser Apparat verwandelt
heilkräftige, desinfizierende
Stoffe auf kaltem Wege in
einen feinen Gasnebcl, der
durch die Nasengänge,
Mund- und Rachenhöhle
bis in die Lunge gelangt.
Es sind damit ganz auf-
fallende Heilerfolge erzielt
worden, worüber mehr als
25 000 Patienten, darunter
auch Aerztc, sich sehr aner-
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Hauptschriftleitung: Alfred Rosenthal (Aros). Verantwortlich für die Redaktion: Arthur Schetter, für den Anzeigenteil: A. Pieniak, sämtlich in
Berlin. Für Redaktion und Herausgabc in Osterreich verantwortlich Robert Mohr. Wien I, Domgasse 4. — Nachdruck nur unter Quellenangabc gestattet. Unver-
langte Einsendungen werden nur zurückgeschickt, wenn Porto beiliegt. — Verlag und Druck : August S c h c r I G. m. b. H., Berlin SW 68, Scherlhaus.
Verfaßt von Hans Szekely / Musikal. Leitung u. Komposition Werner R. Heymann
Regie: Hanns Schwarz
UFA- PALAST AM ZOO
Wochentags: 7, 9'^ • Sonnabend: 5, 7, 9^^ , Sonntag: 3, 5, 7, 9^^
^(inieü in üermaay.
VEREINIGT MIT
BerlicL 29. Dezember 1929
fiiiMS^eit —
Nummer 52
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cTlennv cJoHen umnsdit ein jrones neues (yolir
I
r
IN DEN
GEFÄHRLICHSTEN
SITUATIONEN
kurbeln die Kameraleute der Ufa-Wochen-
schauen ihre Aufnahmen, um dem Publikum
stets das Interessanteste und Sensatio-
nellste in der
UFA- WOCHENSCHAU
in Verbindung mit dem weltum-
spannenden Nachrichtendienst der
Metro -6oldwyn- May er
DEULIG -WOCHE
in Verbindung mit dem weltum-
spannenden Nachrichtendienst der
Paramouni News und
OPEL-WOCHE
in Verbindung mit dem Europa- und
Ueberseedienst der Ufa zeigen zu
können.
^m
^aaäimamämilm
mmm
(S^uZpß^^'Pl^
Der cinzijJe j^roße Chaplinfilni, den wir noch nicht
kannten, ,,The Pilgrim", ist nun auch über die Lein-
wand j5c}Sangcn und hat uns wundersam bej^lückt wie
alle SchöpfunjSen dieses großen Künstlers. Obgleich er zeit-
lich bereits vor dem ,,Kid" Hegt, ist er doch eine der stärk-
sten Filmdichtungen Charlies und weist in gerader Linie
auf den ,, Zirkus", namentlich auf jene melancholische
Schlußszene, in der Chaplin allein bleibt und mit komischen
Schritten glattweg in die Unendlichkeit läuft. Freilich, ganz
so befreit von allen Hemmungen der Zivilisation ist Char-
lie, der Pilgrim, noch nicht. Er hängt eingangs sogar im
wahrsten Sinne des Wortes in ihren Ketten, denn er ist ein
Sträfling, der im günstigen Augenblick die Flucht in der
gestreiften Kleidung wagt, die den Menschen wie ein Zebra
aus seiner Umgebung abhebt. Aber in dem Augenblick,
da er sich frei fühlt, erwacht in Charlie der Mutterwitz
des Schwachen, der sich allein dadurch gegen seine Um-
gebung zu behaupten weiß. Der Anzug macht ihn nicht
mutlos, sondern er eilt an den Badestrand und vertauscht
seine auffülligen Kleider mit
einem schwarzen Anzug, des-
sen Schnitt an das Gewand
eines Sektenpredigers erin-
nert. Das ist Unglück im
Glück, denn auch ein solcher
Rock hebt seinen Träger aus
der Lfmgebung heraus und
zwingt ihm zudem eine Hal-
tung auf, die ganz und gar
nicht im Wesen Chaplins
liegt. Aber dieser Streit der
Kontraste bringt die herr-
lichen humoristischen Szenen
hervor, die Chaplins Filme
so einzigartig machen. Wie
immer ist er vom Pech ver-
folgt, das ihn zwingt, eine
nicht zu seinem Wesen pas-
sende Rolle bis zum bitteren
Ende zu spielen. Im ,, Goldrausch' war er der Vagabund,
der unter die Goldgräber fiel, im ,, Zirkus" der ahnungslose
1 ramp, der zum Clown wurde und der beste Clown war,
der je in einer Manege seine Spaße getrieben hat, im
,, Pilgrim" ist er der ,, Flüchtling", dem die Rolle zufällt,
als Sektenprediger seinen Verfolgern zu entgehen. Chaplin
rückt in seinen Filmen den Zufall an die Stelle des Schick-
sals der Tragikomödie. Zufall ist es, daß ihm just jene
schwarzen Kleider von puritanischem Schnitt in die Hände
fallen (er hätte ja ebenso gut einen eleganten Strandanzug
finden können) und Zufall ferner, daß der Ort, bei dem
seine Bahnreise endet, von einer kleinen Gemeinde fanati-
scher Sektierer beherrscht wird, die gerade einen neuen
Prediger erwarten. Aber bei Chaplin ist der Zufall dem
Gewaltsamen entrückt, das er sonst gern annimmt. Bei ihm
hat man nie das Gefühl, der Zufall wurde nur aus Ver-
legenheit, eine andere Lösung zu finden, so oft benötigt.
Der Zufall tritt als komisches Element auf und erhält da-
durch neben Scherz und Satire jene tiefe Bedeutung, die er,
über Grabbe hinaus, in der anti-
ken Komödie besaß. Der ,,Mi-
mus" ist von den Brettern auf
die Leinwand geflüchtet. Im
Thema ist der Film vollkommen
amerikanisch. Kein Land der
Zivilisation hat soviel Sekten,
soviel Gruppen und Grüppchen,
die sich um allerlei falsche Pro-
pheten scharen, denen nur an der
Ausbeutung ihrer Schäfchen
iegt. Religiöse Schwindel-
geschichten sind eine Domäne
der amerikanischen Provinz.
Chaplin parodiert diese Zu-
stände, indem er seinen Sekten-
führer mit Ernst und Gewissen-
haftigkeit umkleidet, die zu sei-
ner Erscheinung und seinen Ge-
bärden im Gegensatz stehen.
Clara Bow, der berühmte Flapper des amerikani-
schen Filmes, die wie keine zweite das leicht-
sinnige und oberflächliche Großstadtmädchen
verkörpern kann, ohne diesen Typ unliebens-
würdig erscheinen zu lassen, hatte eines Tages den
Ehrgeiz, ihr Rollengebiet zu vertiefen. Sie wollte nicht
länger das ewig lächelnde Girl spielen, das Mädchen
' mit dem gefährlich roten Haar, sondern einem wert-
volleren Frauentyp Leben auf der Leinwand ver-
schaffen. Sie ließ sich deshalb die Geschichte eines
; Barmädchens schreiben, das in einer Matrosenschenke
'in San Franzisko angestellt ist und dessen Aufgabe
darin besteht, die Gäste zu erheitern. In einer solchen
IJmgebiing ist es für eine Frau sehr schwierig, nicht
einem leichtsinnigen Lebenswandel anheimzufallen,
sondern standfest zu bleiben, zumal die Gäste solcher
Schenken an Entgegenkommen gewöhnt sind. Clara
Bow aber weiß sich die männliche Zudringlichkeit vom
Leibe zu halten und verliebt sich ernstlich in einen
Matrosen, der sie vor den Handgreiflichkeiten eines
Rohlings bewahrte. Aber der Überfall war abgekarte-
tes Spiel, was sich allerdings rasch herausstellt. Clara
Bow braucht in dieser Rolle nicht auf ihre Fröhlich-
keit, ihr reizvoll temperiertes Spiel, das leichte Hin-
tupfen der Gefühlsnuancen zu verzichten. Sie kann
aber auch tiefere Gemütsbewegungen verraten und
sentimentalen Augenblicken den Wert echter Innigkeit
geben. Dieser Film bedeutet einen Schritt vorwärts
in der Karriere der ja noch sehr jungen Schauspielerin,
die der Aufgabe einer Charakterliebhaberin bald ge-
wachsen sein dürfte.
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Alles ist relativ und eine Sache des Standpunktes.
Vorderjjrund oder Hintergrund? üas kommt
ganz darauf an, wie man die Sache ansieht, das
heißt, wie man selbst zu ihr steht.
Die Herrschaften im Sperrsitz eines Theaters fühlen
sich als Vordergrund, der Akteur auf der Bühne fühlt
sich als Vordergrund, und die kompakte Masse des
Publikums, die er verschwimmend im dunklen Zu-
schauerraum sieht, erscheint ihm als ,, Figuren des Hin-
tergrundes".
Im Film sind diese Figuren des Hintergrundes von
außerordentlicher Wichtigkeil. Geben sie doch oft die
\üni Autor und Regisseur gewollte Atmosphäre besser
und eindringlicher als langausgesponnene Szenen oder
ellenlange Titel. Und die Bauten und Landschaften des
Handlungshintergrundcs bekommen ihr Leben, ihre
Farbe, ihre Luft auch von den Figuren im Hintergrund,
deren scheinbare Absichtslosigkeit der Abglanz des
Lebens ist, das geschildert werden soll.
Die Meister der Regie legen deshalb auf diese Figu-
ren, die für sie und für d-en Film nicht etwa einfache
Koinpirserie sind, den größten Wert.
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Jacques t'pyder beobachtet eine Porlrätaufnahme von Greta Garbo durch Milton Browne
Von unserem Dr. F. K. - Berichterstatter aus Hollywood
Phot. M-O-Al.
Neun Monate lang hat der französische Regisseur Jaques
Feyder in den Ateliers der Metro-Goldwyn-Mayer be-
schäftigungslos herumgehockt. Dann erkämpfte er sich
ein schwaches Sujet und eine wunderbare Schauspielerin, und er
drehte The Kiss (der Kuß), den letzten stummen Film der Garbo.
Den letzten? •
Die Geschichte: Liebe eines Anwalts für die Frau eines Bank-
magnaten. Können zusammen nicht kommen. Der Mann ist
rasend eifersüchtig, die Frau treu, der Anwalt ein Brackenburg.
Da erscheint, lupus in fabula, ein liebenswerter Student, der, in
Frau Garbo verliebt, ihr gerade in jenem Moment einen Kuß
abzwingt, da der herzkranke Bankier unerwartet heimkehrt.
Tableau! Er stürzt auf den jungen Mann, schlägt blindlings um
sich, die erzene Tischlampe schwebt über dem Kopf des Kuß-
räubers. Da schießt die Frau, um den Studenten zu retten . . .
Selbstmord wird fingiert. Bei der Aussage verstrickt sich die
Frau in Widersprüche. Verhaftung. Prozeß. Der diskret lie-
bende Anwalt kehrt zurück und versteht die Geschworenen von
der Unschuld seiner Klientin zu überzeugen. Der Schluß ist
unschwer zu erraten.
Unvergeßliche Szenen: Wie die Kamera mit einem Bewe-
gungsstakkato einsetzt, eine Cook-Reisegesellschaft durch eine
Gemäldegalerie hetzt, vorbei an Boucher, Valasquez und Dcgas
und plötzlich bei dem heimlichen Liebespaar, das hier seine
Rendezvous hat, stehen bleibt. Zweitens: Die visuelle Um-
setzung der widerspruchsvollen, in sich selbst zusammenbrechen-
den Aussage. „Waren die Fenster offen?" Gespenstisch öffnen
und schließen sich die Flügel. ,,War das Licht angedreht?"
Zögernd lastet die Frauenhand zum Lichtschalter, zieht sie zwei-,
dreimal zurück.
Unvergeßlich auch wiederum die edelste und persönlichste
Frau, die man heute auf der Leinwand sehen kann. Wie fern
ist ihr der verliebte Junge (der sie zu küssen glaubt), den sie
spielerisch, mütterlich-zart, mit dem kleinen Finger der Hand
gleichsam von sich hält. Einsam, groß, unantastbar steht sie
vor ihren Richtern, Richterin selbst und nicht Richtende. Nur
eine Frau vermochte stumm so beredt zu sein wie sie: die
göttliche Düse, die Garbo des Theaters.
Eine ängstliche Frage drängt sich auf. Wird, wenn die Garbo
nun sprechen soll, der Zauber filmischer Siummheit nicht von
ihr weichen? Wird dieses Vieldeutige, Unbestimmte, Unaus-
sprechliche, dieses „Nicht-zu-Ende-Gedichtete" ihrer Erscheinung
und ihrer Beseelungen nicht verfliegen mit der klaren Deutlich-
keit des Wortes? Wird sie auch dann „zwischen den Zeilen"
sagen können, was jetzt aus geschlossenen Lippen tausendfältig
zu uns spricht? Ein Wagnis mit dem Kostbarsten, das der Film
uns beschert, ein harter Prüfstein zugleich für den Talkie.
Das Drehbuch von The Kiss ist von Hans Kräly, gut uie
immer, zwingend, den banalen Stoff sauber verarbeitend.
Feyders Regie macht auch dieses schwache Buch zum Er-
lebnis. Wieviel Ruhe, Kultur und Vornehmheit kennzeichnet
die Arbeiten dieses Mannes; wer noch unter den Regisseuren
Hollywoods weiß die leisesten seelischen Stimmungen so auf-
zufangen wie er, sie wie ein Seismograph einzuzeichnen in das
Zelluloid? Ein Meister! Man muß hoffen, daß die Firma, die
den Mann nach Amerika geholt hat, sich seine Standardwerke
ansieht, L Image, Visages d'Enfants. Theresc Raquin, Carmen,
und daß sie endlich einem filmischen Genius wie diesem Jaqiie»
Feyder eine würdige Aufgabe zuweis(.
Greta Garbo und Conrad Nagel in dem M.-G.-M.-Film „Der Kuß"
Nach der Premiere des llalon-Films „Melodie des Herzens": Werner R. Heymann. Ernst Pfeifler, Hans Szekely, Dilo Parlo, Erich Pommer,
Hanns Schwarz, Willi Fritsch Phot. i'fa
Qi,
2 und
3^^
Die Uraufführung des Ufa-Tonfilrus „Melodie des Herzens"
brachte allen Beteiligten rauschenden Beifall. Dieser große
Tonfilm, dessen Melodien nicht nur von der Leinwand
tönen, sondern auch auf Schallplatten aus allen Grammophonen
sprechen werden, leitet die
eigentliche deutsche Tonfilm-
epoche ein. In Neubabelsberg
ist man seit längerer Zeit
fleißig gewesen und hat in
der Stille für den tönenden
Film gesorgt. So wird im
Anfang des nächsten Jahres
Lilian Harvcys großer Lust-
spielfilm „Wenn du einmal
dein Herz verschenkst" er-
scheinen; man wird Lilian
nicht nur sehen, nicht nur in-
mitten der Geräusche eines
Frachtdampfers ihren lustigen
Streichen folgen, sondern
auch hören können. Auch
dieser Film erhält ein paar
Schlagerlieder. Eine der größ-
ten Filmüberraschungen aber
wird der sprechende Emil
Jannings sein. Seit vier Jah-
ren ist dieser Künstler der
Sprechbühne ferngeblieben,
weil ihm seine Arbeit für
den Film keine Zeit ließ und
weil er in Hollywood natür-
lich keine Gelegenheit fand.
Jetzt wird in dem Erich
Pommer-Film der Ufa „Der
blaue Engel" nach Heinrich
Mann seine Stimme zu hören
sein. Man weiß, daß Jannings
nicht nur einer der stärksten
Mimiker dei Leinwand, son-
dern auch einer der größten
Conrad Veidt und Regisseur Kurt Bernhard
Spiechkünstler der Bühne ist. Unvergessen bleibt sein Wehrhahn
im ,, Biberpelz", sein Spekulant in ,, Geschäft ist Geschäft". Der
Humor dieses Schauspielers ist auf der Leinwand in der letzten
Zeit wenig erprobt worden, vielleicht weil die typisch deutsche
Form des satten Humors von
der amerikanischen Provinz
nicht verstanden worden
wäre. In ein paar Szenen
des „Blauen Engels" findet
Jannings Gelegenheit, seinen
Humor zu entfesseln. Mar-
lene Dietrich, die schnell zu
Ruhm gekommene Schau-
spielerin, ist ihm als Partne-
rin zugesellt worden, -r
Auch Conrad Veidt, ein an-
derer Heimkehrer aus kali-
fornischen Gefilden, setzt
sich in Neubabelsberg für
eine Tonfilmrolle ein. Man
hat ihm, der seine besten
Wirkungen als Kostümdar-
steller oder in stilisierter
Kleidung wie im ,, Kabinett
des Dr. Caligari" erzielte, die
tragende Rolle eines histori-
schen Filmes ,,Die letzte
Kompagnie"anvertraut, einem
Film aus der napoleonischen
Zeit. Für die großen Schlach-
tenszenen reichte sogar der
Raum in Neubabclsberg nicht
aus, so daß sie in das Döbe-
ritzer Gelände verlegt wer-
den mußten. Ein Troß von
500 Komparsen in histori-
schen preußischen Unifor-
men des Jahres 1806 wurde
tönend gefilmt.
r/iot. Uta
#
jcljöne ^ilcL^
Morgendressur im Zoo
Von Otto Schwerin,
Dompteur im Zirkus — und Tierwärter im Zoo!
Zwei Berufe, die sich insofern ähneln, als
Dompteure und Wärter beide mit Tieren zu
tun haben, ebenso wie Architekten und Maurer
beide ihre Arbeit in den Dienst der Baukunst stellen.
Und trotzdem besteht — wenigstens nach Meinung
des Laien — ein grundlegender Unterschied zwischen
dem Dompteur, dem Künstler, der in glänzender
Uniform, im strahlenden Licht der Scheinwerfer, seine
Nummer in der Manege vorführt, und dem Xier-
wärter, dem besseren Stallknecht, der in abgetragener
Arbeitskleidung die Tierkäfige reinigt, die Insassen
versorgt und füttert. — Aber wie irrig ist diese Mei-
nung! — Wenige Eingeweihte, die gelegentlich einen
Blick hinter Zirkuskulissen zu werfen Gelegenheit
haben, sehen morgens in der dunklen Stallgasse auch
den Dompteur in Schürze und ältester Kleidung seine
Pfleglinge behandeln, genau wie der Wärter im Zoo,
und noch seltener gelingt es dem Laien im groß-
städtischen Zoo, die Wärter zu beobachten, wie sie
in einer sorgfältigen, aufreibenden und mitunter auch
recht gefahrvollen Tätigkeit wilde und reißende Tiere
,, handzahm" machen und an allen möglichen Objek-
ten ihre Abrichtungskünste versuchen. Der Tier-
wärter von heute ist kein Stallknecht mehr von ehe-
dem. Von ihm verlangt man Mut, Entschlossenheit,
Talent in der Dressurkunst und vor allem Hingabe
an seinen nicht immer dankbaren und meist
recht gering bezahlten Beruf, der nicht zuletzt
auch eingehende zoologische und tierpsycho-
logische Kenntnisse erfordert.
Während die Tätigkeit des Dompteurs mehr
oder weniger auf Augenwirkung eingestellt ist
und sich zumeist auf wilde Tiere und die,
nebenbei bemerkt, außerordentlich klugen und
gelehrigen Elefanten zu beschränken hat, ver-
sucht der Tierwärter seine Kunst an allen mög-
lichen Objekten. Daß die Wärter im Frank-
furter Zoo mit ihren Elefanten und Menschen-
affen auf bestem Fuß stehen, kann jeder Be-
sucher täglich mehrmals beobachten. Aber auch
die Seehunde und Seelöwen sind in mühe-
voller Kleinarbeit derart abgerichtet worden,
daß sie ein ganzes Varicteprogramm absol-
Leica-Knipsauf nahmen aus dem Frankfurier Zoo von
Otto Schwerin
Papageien, Zebras, Zwergschafe und
auch andere nicht gerade alltägliche
Dressurobjekte sind im Frankfurter Zoo
abgerichtet und gezähmt worden; nur bei
einem Tier, zufällig dem Prachtstück des
Gartens, dem afrikanischen Flußpferd,
versagt jede Kunst. — Flußpferde gelten
nach menschlichen Begriffen für dumm,
faul und schwerfällig, und wenn „Lies-
chen" auch seinen Wärter kennt und im
Käfig duldet, so scheitert hier doch jeder
Versuch einer Abrichtung an einem voll-
ständig untauglichen Objekt.
vieren. Es sind uns einige Aufnahmen gelungen, die mehr wie jedes ge-
schriebene Wort die Tätigkeit der Tierwärter bei ihrer Morgendressur
ei läutern. Erstaunlich sind mitunter die Erfolge unter anderem bei einem
prachtvollen ausgewachsenen Kragenbär männlichen Geschlechts, der erst
mit zwölf Jahren in Dressur genommen wurde. Auch mit dem als bösartig
und dumm verschrienen Nashorn sind erfolgreiche Dressurversuche unter-
nommen worden. Unser Bild zeigt ,,Faru" mit ihrem Wärter und einem
jungen afrikanischen Flußschwein, das man ihr (Faru ist weiblichen Ge-
schlechts) als Gespielin beigegeben hat. Die beiden Tiere fressen aus einem
Napf und vertragen sich großartig. —
c4r k
ünn
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Der Amaieurfilmer auf dem Flugplatz
Von Herbert Kiper, BdFA, Berlin.
Wir leben in einer Zeit der unglaublich schnellen mechani-
sierenden Menschheitsentwicklung.
Und erfüllt von der Magie des Geheimnisvollen, des
Gefahrvollen und des Sensationellen wollen wir nicht abseits
stehen im rasenden Getriebe, wir wollen dabei sein. Noch nicht
beendet ist die Entwicklung des Flugzeuges, aber wer irgend es
sich leisten kann, will doch mitreden können, wie es „da oben"
ist, wie die Welt aus der Vogelperspektive aussieht, was für
Gefühle beim Fluge durch die Wolken einen „befallen" usw.
Und gerade, weil wir in der Flugtechnik sicherlich noch mitten
in der Entwicklung, wenn auch in einer unerhörten Aufwärts-
entwicklung, begriffen sind, so sollte der Filmamateur unbedingt
einmal den äußerst reizvollen Versuch unternehmen, einen Film
von einem Flug aufzunehmen. Gewiß wird das nicht immer so
einfach sein, es wird da Verbote geben, es werden Schwierig-
keiten zu überwinden sein, wie man ja merkwürdigerweise der
Filmamateurbewegung überhaupt behördlicherseits nicht gar zu
freundlich gegenübersteht. Na schön, man wird also einen klei-
nen Ringkampf auszufechten haben, einen geistigen natürlich,
aber mit Zähigkeit und Energie wird man es vielleicht doch
erreichen, daß man seine Filmkamera mit in das Flugzeug
nehmen kann.
Ist so ein Fiugfilm aber zustande gekommen, so wird der
Filmamateur seine Sammlung um einen wertvollen Film be-
reichem können. Denken Sie einmal an das erste Automobil
von Benz, vielleicht wird in wenigen Jahren der aufgenommene
Flug sehr drollig wirken, wenn man prophezeiend daran denkt,
daß in nicht allzu ferner Zeit die Flugzeuge ein wesentlich ver-
ändertes Äußeres zeigen werden. Dann wird das heute als
hypermodern angesehene Flugzeug vielleicht wirken wie einer
der ersten, heute so ulkig anmutenden Motorgefährte einer ver-
gangenen Epoche.
Um den Kollegen von der Schmalfilmfakultät aber nicht nur
lyrische Theorien zu präsentieren, werde ich einmal erzählen,
wie ich dazu kam, einen recht interessanten Flugfilm zu
„starten".
Schon vor Jahren hatte ich Gelegenheit, meinen ersten Flug
zu unternehmen. Es war ein kurzer Rutsch über den Bodensee
von Lindau nach der Domierwerft in der Nähe von Friedrichs-
hafen.
Ich war damals zur. Erholung in den Ferien im Allgäu und
wollte dem Bodensee einen kurzen Besuch machen, da hörte ich
schon in der Bahn, daß am Bodensee in Lindau ein Wasser-
flugzeug stationiert sei und daß man, verhältnismäßig billig,
Rundflüge machen könne.
Schon immer hatte ich mir gewünscht, einmal zu fliegen, und
nicht eine Sekunde zögerte ich nach Ankunft in Lindau und
rannte spornstreichs zum Flughafen, der in diesem Falle aller-
dings nur aus einem Billettschalter und einem kleinen Seesteg
besteht.
Der Pilot äußerte Bedenken, als ich einen Rundflug zu machen
wünschte, es wäre etwas stürmisch, und ein Genuß würde der
Flug nicht werden. Doch das war mir einerlei, ich bestand
darauf, und ich muß sagen, die 15 Minuten in der Luft waren
ein unerhört starkes Erlebnis. Leider hatte ich damals noch
nicht eine Filmkamera, sondern nur eine gewöhnliche Kamera,
aber auch mit dieser hielt ich die Eindrücke fest, prachtvoll
war der Blick über die Alpenkette, der Bordmonteur erklärte
mir die Gegend, so sah ich Bayern, Österreich und die Schweiz.
Seit dieser Zeit bin ich begeisterter Anhänger des Flugsports
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Es ist sicher im Gebrauch» bequem und
sauber in der Handhabung und da-
bei — die billigste Lichtquelle
für Kunstlichtaufnahmen
Der Regisseur Robert Land bei Aufnahmen im Atelier zu Schönbrunn
mir sehr ungünstige war. Kurz
und hatte den lebhaften Wunsch, gelegentlich einen Weit-
streckenflug mitzumachen.
Dazu sollte mir vor Jahresfrist Gelegenheit werden.
Ich kam von einem Gastspiel aus Amerika und machte über
Cherbourg noch einen Abstecher nach Paris.
Nach acht Tagen wollte ich den Weg nach der Heimat Berlin
fortsetzen und mußte auf dem Reisebüro vernehmen, daß die
Verbindung per Eisenbahn eine
entschlossen bestellte ich für
meine Frau und mich zwei
Flugkarten nach Berlin. Am
nächsten Tage gegen 10 Uhr
sollte der große Flug begin-
nen. Auf dem Flugplatz Le
Bourget, den man per Auto in
zirka 45 Minuten von Paris
erreicht, stand schon unsere
schöne deutsche dreimotorige
Junkersmaschine D. 903 be-
reit. Außer uns nahmen noch
vier Personen an dem Fluge
teil.
Leider herrschte ziemlich
dichter Nebel, und der Start
mußte so lange verschoben
werden, bis bessere Wetter-
nachrichten von der Strecke
eine bessere Sicht ver-
sprachen. Woraus sich er-
hellt, daß die Fliegerei zu-
mindest in punkto Pünktlich-
keit noch eine unsichere An-
gelegenheit ist, denn was
nutzt CS, wenn die absolute
Flugzeit beispielsweise von
Berlin nach Paris 6'A Stun-
den beträgt, wenn man durch
ungünstiges Wetter nicht star-
ten kann, wodurch ein Zeit-
verlust von eineinhalb Stun-
den entsteht.
Womit ich nur die oben er-
wähnte Entwicklungsmöglich-
und Notwendigkeit in Erinne-
rung rufen möchte, denn eines
Tages werden wir auch den
Nebel und die Dunkelheit
völlig beherrschen.
Aber durch den unfreiwilli-
gen Aufenthalt hatte ich doch
Muße, einen Rundgang über
den Flughafen zu machen, der
LlANGtBARTELS- FABRIK PHOTOCRAPHISCHER RAPIERE CHARLOTTE NBUR&1
zwar sehr groß ist, sich aber an Schönheit mit unserem Tem-
pelhofer Hafen nicht vergleichen kann.
Da ich auf Reisen (seit drei Jahren) niemals ohne meine
Motokamera bin, so bot sich mir nun eine Fülle interessanter
Motive.
Wenn auch die Luft diesig war, auf kürzere Entfenfungen
konnte ich recht gute Aufnahmen machen. Bekanntlich ist ja
die beste Aufnahmenähe eine Entfernung von drei bis vier Meter.
Vor allem hatte ich Glück!
Das Lindbergh-Denkmal, wel-
ches die amerikanische Schul-
jugend dem französischen
Volke anläßlich der glück-
lichen Überquerung des
Ozeans durch Oberst Lind-
bergh und seiner Landung auf
dem Flugplatz Le Bourget
gestiftet hat, wurde gerade
auf den Sockel gehoben.
Es stellt einen die Arme
weit ausbreitenden fliegen-
den Engel dar.
Der bekannte Pariser Bild-
hauer Michel, der diese sehr
schöne Figur geschaffen hat,
war anwesend und gerade
damit beschäftigt, seinen
Namen in den Sockel einzu-
schlagen. Das war Wasser
auf meine Filmmühle!
Ein Postflugzeug startet, ein
großes englisches Passagier-
flugzeug kommt soeben aus
London an. Schnell den Ap-
parat gezückt . . . hat ihn
schon!
Endlich war es so weit, der
Nebelschleier zerriß, und wir
durften einsteigen.
Ei, wie bequem sind die
Sessel. Ich sitze am ersten
Fenster links hinter dem Füh-
rerstand; rechts neben mir
sitzt der Funker, der an-
dauernd Nachrichten über das
Wetter gefunkt bekommt, sie
auf einen kleinen Zettel
schreibt und durch ein Fen-
sterchen dem Piloten oder
seinem neben ihm sitzenden
Bordmonteur zwecks Informa-
tion überreicht. (S(7//»/( /o/j.'//
TAGESLICHT-
LAMPENLICHT
PFEIL-PAPIER
ENTTÄUSCHT
DJCH NICHT
Vmr09 ^ ^ EßßöCWTEN
Vnten :
Porzellanpapagei
Aufnahme von Luduig Herold mit
/fiss - Tissar i,y. Platte: Agfa-
Vllrarupid. BeUilit. 4 Sek. Ai\ii-
UiliexSpeiial
l':lt n:
Am Luganer See
Auinahme von R. Jassy mit l'laii/iel
..Makinu" I : J.'K I- = /O an.
Itlende IJ. i|,„ .S>*. Cielhsrheihe.
I'eriili-I Um
.Teder Loser kann sieh an diesem Wett-
Itewerb beteiÜReii.
Wahl lies Motivs, Größe niid Art des Ab-
zuges bleiben dem Kinsender überlassen.
Jeder Abzug niuU auf der KUekseite fol-
gende Angaben enthalten: Name des Appa-
rates — Art und Lichtstärke des Objektivs —
Blende — Platten- oder Filmfabrikat — Zeit-
punkt der Aufnahme — Belichtungszeit — Ver-
wendung etwaiger Hilfsmittel (Gelbscheibe. Vor-
satzlinse II. dergl.) — Art des für den Abzng
verwendeten l';ipiers — genaue Anschrift des
Einsenders — aiisdrücklii'he Erklärung. ilaU
der Einsender l'hotoamateur ist.
Einsendung gilt gleichzeitig als Genehmi-
gung zur Veröffentlichung im Kahmen des
Preisausschreibens. Kiicksendung der nicht-
prämiierten Bilder erfolgt nur. wenn ;idressier-
ter Freiumschlag beiliegt. IMe Entscheidung
des Preisgerichts ist endgültig. Beschreitung
des Kt'chtsweges ausgeschlossen. Einsendungen
au „Film-MaKazin" („Filmwelt") - Photowett-
bewerb, BerliD SW 68, Zimmerslraße 35-41.
^'{
Von großem Vorteil ist eine
lichtstarke Optik; denn
wir haben im Dezember
einen der lichtärmsten
Monate. Dazu finden solche Auf-
nahmen meistens in Innenräumen
statt. Aus dem letztgenannten
Grunde werden wir auch von
langbrennweitigen Objektiven,
die sonst für die künstlerische
Photographie sehr zweckmäßig
sind, absehen müssen, wenn wir
nicht über sehr günstige Raum-
verhältnisse verfügen. Denn je
kürzer die Brennweite ist, desto
größer ist der Bildwinkel. Wir
werden hier also einen Kompro-
miß schließen müssen. Welche
Brennweite wir wählen, richtet
sich natürlich nach den jeweils
gegebenen Verhältnissen; doch
werden wir z. B. für Format
9 X 12 cm nicht unter 13,5 cm
zu gehen brauchen. Ein weite-
rer wichtiger Punkt ist die Wahl
des Plattcnmaterials. Die schon
erwähnte Lichtarmut bedingt
einerseits höchstempfindliche
Platten. Nun haben wir es aber
bei Weihnachtsaufnahmen oft
mit großen Lichtkontrasten, viel-
leicht gar Aufnahmen gegen das
Fenster, zu tun, die auf jeden
Fall lichthoffreie Platten erfor-
dern. Daß die brennenden Lich-
ter des Christbaumes und die
zahlreichen Lichtreflexe auf den
mmmm
meinempfindlichkeit auszeichnen
und somit ebenfalls für diese Auf-
nahmen geeignet sind. Für Auf-
nahmen, wie die erwähnten vom
Christkindelmarkt und ähnliche,
die keine Lichthoffreiheit bedin-
gen, wählen wir vorteilhafter eine
der höchstempfindlichen Platten-
sorten, da wir es hier doch fast
ausnahmslos mit Momentaufnah-
men zu tun haben und dieses
Aufnahmematerial infolge seiner
außerordentlich hohen Empfind-
lichkeit selbst an trüben Tagen
noch genügend schnelle Moment-
aufnahmen gestattet. Haben wir
es jedoch mit grellem Sonnen-
licht zu tun, das über den mit
Schnee belasteten Verkaufsbuden
liegt, so werden wir auch in die-
sem Falle lichthoffreie Platten
oder Filme vorziehen. Die ge-
ringere Empfindlichkeit gegen-
über den höchstempfindlichen
Platten wird ja dann durch das
vom Schnee reflektierte Licht
wieder ausgeglichen.
Von Vorteil ist für solche Auf-
nahmen natürlich eine Spreizen-
oder Spiegelreflexkamera, welche
bei genauer Bildfeldbeurteilung
ohne Mattscheibe bzw. ohne
Auswechslung derselben gegen
die Plattenkassette Aufnahmen
aus der Hand gestattet, da es
meist mit Schwierigkeiten ver-
bunden ist, im Gedränge ein Stativ
glänzenden Glasku-
geln starke Lichthof-
freiheit des Aufnah-
mematerials bedingen,
wird jeder Lichtbild-
ner ohne weiteres
einsehen. Nun sind
aber die höchstemp-
findlichen Platten
nicht lichthoffrei. Wir
wählen daher für
solche Aufnahmen
zweckmäßig eine Plat-
tensorte, die mit .gu-
ter Lichthoffreiheit
bestmögliche Allge-
meinempfindlichkeit
vereint. Auch gibt es
unter den an und für
sich lichthoffreien
Filmen Fabrikate,
welche sich durch be-
sonders hohe Allge-
auf zustellen. Bei dieser
Gelegenheit möchte
ich gleich davor war-
nen, bei kalter Witte-
rung die Kamera un-
vermittelt aus dem
Freien in stark ge-
heizte Räume zu brin-
gen. Ein Verziehen
des Holzes sowie die
Entstehung von Kitt-
blasen bei verkitteten
Objektiven können
die unangenehmen
Folgen sein. Wir wer-
den also die Kamera
zweckmäßig im Vor-
platz etwas anwärmen
lassen.
Bei Weihnachlsauf-
nahmen müssen wir
ferner oft Blitzlicht
zu Hilfe nehmen.
<^iBßu
E/N ROMAN VON STANHOPE
12. Fortsetzung und Schlufi
„Ja. wie denn, was denn?" Billie fragte, sie hatte gehört, aber
nicht verstanden.
„Nun, ich will doch davon profitieren, wenn ich den Schnabel
halte — das ist doch klar!"
,, Erpresser!"
,,Mein liebes Kind, wir werden ein Kompagniegeschäft grün-
den; ich denke nicht mehr daran, einen Finger zu rühren!"
,,Ich werde den ganzen Krempel an den Nagel hängen! Nun
aber raus!" sagte Billie.
,,Das nützt dir alles nichts, Herzblatt! Gar nichts. Hab' ich
erst einmal den Schwindel aufgedeckt, kommt die Polizei,
schnappt dich — Gefängnis nicht unter drei Jahren, Süßes! Laß
dir nur Zeit! Wir können
uns morgen vor der Vor-
stellung noch unterhalten!"
Perseus Natron kicherte
vor sich hin, schloß die Tür
hinter sich und ließ Billie
verzweifelt zurück.
Am anderen Morgen fragte
sie noch einmal im Hotel
Montmorency nach, ob Pitt
Erskine sich inzwischen ein-
gefunden habe. Die ver-
neinende Antwort konnte
sie zwar nicht verblüffen,
aber ihre Niedergedrückt-
heit nur verstärken. Arme
Billie! Ein schlimmer Tag
war zu überwinden. Seit
vierundzwanzig Stunden war
sie keinen Schritt weiter-
gekommen. Was sollte wer-
den, wenn Mafalda Terpin
sie nicht beschäftigen
wollte? Damit war doch zu
rechnen, denn den Streich
mit den ,, entliehenen Klei-
dern" würde die ernste
Frau kaum verzeihen. Wenn
man doch nur wüßte, wo
Bill steckte? —
Abends stellte sich kurz
vor dem Auftritt, furchtsam
erwartet, Perseus Natron
ein.
„Nun, mein Häschen?"
fragte er.
,,Ach, Natron, haben Sie
denn gar kein Herz!?"
„Herz ist nichts. Nein.
Keine Ausflüchte! Wie ist's?
Einverstanden. Sonst — — "
„Sonst — ?"
Gelangweilt säuberte der Komiker seine Manschetten: „Sonst
spreche ich heute, verschaffe der Presse eine Sensation, dem
Publikum Enttäuschung, der Direktion eine Pleite und mir Ge-
nugtuung! Also?"
19
Sii.hdrud verholen
Der seit altersher als haarstärkend und belebend an-
erkannte Natursaft der Birken bildet die Grundlage für das
nach wissenschaftlicher Erkenntnis zusammengestellte
Dr. Dralles B i r k e n - H a a r w a ss e r. Weltbekannt
als unerreichtes Mittel
gegen Kopfschuppen und Haarausfall.
Billie wußte nichts anderes zu sagen, irpmer wieder: ,,Bill, ach,
ach "
Bill sprach kein Wort, bis Billie Freude und Kummer hinweg-
geschwemmt hatte und der Neugier und Liebe Platz machte.
Sie vergaß alle Ärgernisse und hörte angespannt zu, wie Bill
seine Erlebnisse erzählte und von seiner Kletterpartie an der
Feuerleiter des Ripope. Da fiel ihr seine abgerissene Kleidung
zum erstenmal auf. ,,Du Armer!" sagte sie, ,,Das soll alles
anders werden!" Bill lächelte insgeheim und froh. Wie merk-
würdig das alles war! Billie hatte nichts mehr von der zungen-
fertigen „großen Schwester", sondern sah mit Hochachtung auf
den älteren Bruder. Es erfüllte siö behagliche Ruhe, und sie
wollte, daß diese Stunde nie
verging.
Nun sprach sie. Auch sie
hatte einiges erlebt; und
was in den letzten Stunden
vorgefallen war, brachte Bill
so sehr in Harnisch, daß sie
ihn bestürmen mußte, nicht
hinauszurennen, um den
Komiker zu zermalmen. Als
sie von Pitt Erskine sprach,
wollte er allerlei wissen und
prüfte sie wie ein Beicht-
vater.
Sie bestand vor seiner
Strenge und erstaunte über
die Tatkraft, mit welcher
der umgewandelte Bruder
die Führung der Schicksane
in die Hand nahm, so, als
wollte er sagen, daß er sich
ab heute nie mehr von an-
deren leiten lasse.
Noch spielte das Orchester
„Publikum" seine summende
Melodie, begleitet von
Klappstuhlknallen und Kni-
stern der Butterbrotpapiere.
Tante Philba saß allein und
unbehütet in der vordersten
Parkettreihe; ihr Nebenplatz
war frei. Sie rechnete be-
stimmt darauf, daß sich Bill
im Verlaufe der Vorstellung
einstellen würde. Ob Pitt
wohl im Theater war? Sie
lugte durch ihr Glas in jede
Loge, sah Eleganz und
Talmi, aber den Neffen
fand sie nicht. Wie sollte
sie auch — — ,
achtete nicht auf die Um-
„Tante Philba!" schrie Pitt und
stehenden.
Ernst und ruhig begrüßte Frau Erskine ihren Neffen, um den
sich ansammelnden Gästen kein Schauspiel zu geben, unter-
„Machen Sie, daß Sie hinauskommen!" drückte alle Gefühle, die sie bewegten, und lud Pitt ein, den
Billie kauerte sich in einen Sessel zusammen und schluchzte,
weinte ohne Hemmung und Zwang, war hilflos und ohnmächtig,
war so klein, so klein,
,,Aber, Billie, wos hast du denn?" Mitleidig klang die gute
Stimme,
Um Gottes willen, das war nicht möglich — das war doch Bill,
und und — — ,,Bill!"
„Ja, ja, ich bin Bill!"
,,Ach, Bill, das ist — das ist — ! Ach, Bill, das ist wunder-
schön! Ach, Bill! "
freien Platz neben ihr einzunehmen.
Dann sprach sie, leise und voller Gewalt über sich, aber mit
Wärme: „Mein armer Junge, du hast wohl allerlei durch-
gemacht, wie?"
„Tante, — — aber: du bist mir gar nicht böse? Ich habe
mich doch schändlich betragen!"
Es wurde wieder dunkel im Zuschauerraum. Tante und Neffe
versenkten sich in sich, achteten nicht auf die Vorgänge in^
Licht. Sie führten unhörbare Zwiesprache; Pitt war sehr ergriffen
Das Fräulein mit der Nummerntafel schwebte vorüber und
kündigte „Belle Billie" an.
Pitt schnappte Luft und stöhnte leise. Frau Philba lächelte.
Wund im ficrzen, sah Pitt, wie sich der Vorhang teilte und
in den Scheinwerferstrahl der Imitator trat, voller Laune und
Temperament; wie er sang, tanzte und das Publikum bezauberte,
heiter wie damals im ,,Kawkasia".
Gerade hatte der Künstler ein Chanson beendet und dankte
dem Beifall, als plölzlich etwas Merkwürdiges geschah: Mit
großer Hast stürzte der Komiker Perseus Natron, der seine Reime
doch schon zur Zufriedenheit einiger gesprochen hatte, an die
Rampe und ließ sich weder durch Bühnenarbeiter noch durch
„Belle Billie" aufhal-
ten, ja, nicht einmal
durch den fallenden
Vorhang, den er sieg-
haft durchbrach; es
störte ihn ebenso-
wenig, daß die Schein-
werfer ihr Licht aus-
schalteten. Er erhob
seine Stimme, garstig
und schrill, und schrie
seine Botschaft in das
wehrlose Publikum:
,, Meine Damen und
Herren!
Ehrlichkeit und Wille
zum Recht zwingen
mich, so plötzlich und
unerwartet zu Ihnen
zu sprechen. Es ist
mir unmöglich, wei-
terhin anzusehen, wie
durch Hinterlist Ihr
guter Glaube verspot-
tet wird. Meine Ge-
wissenhaftigkeit er-
laubt mir nicht, län-
ger ein Geheimnis zu"
bewahren, ' dessen
Zeuge ich durch einen
Zufall wurde." (An
dieser Stelle drückte
der Komödiant mit
beiden Händen kräf-
tig seinen Busen,
machte einen halben
Schritt nach vorwärts
und legte Treue in
seinen Blick, aber
niemand sah das,
denn er stand im
„Dort hin-
hinter dem
steht jene
— vielleicht
hat sie inzwischen die
Gelegenheit ergriffen,
sich davonzumachen
— steht jene Person,
sage ich, die Ihr Ver-
trauen so grob hinter-
ging und bis in alle Ewigkeit hintergangen hätte, gäbe es Per-
seus Natron nicht. Ich vernichte die freche Sicherheit dieser
Person, ich vernichte sie in dieser Minute, da ich Ihnen, meine
Damen und Herren, den schändlichsten Betrug enthülle, der seit
Bestehen der Itfternationalen Artistengemeinschaft von einem
Künstler verübt wurde. , Belle Billie' ist kein Mann! Ist kein
Damenimitator! , Belle Billie' ist eine freche, schamlose Weibs-
person!"
Kaum halle er geendet, erhob sich eine Unruhe im Publikum,
,,Pfui!" schrie ein Teil, ein anderer strebte dem Ausgang zu. Das
Getöse wuchs mit jeder Sekunde; Wutschreie, Demolierungs-
wünsche tönten. Perseus Natron strahlte, als er sah, was er an-
gerichtet hatte.
Mit gemessener und gezirkelter Kraft schritt langsam der
Damenimitator, unberührt vom Radau im Zuschaucrr.ium, auf den
Komiker zu, blieb stehen, sah hin zum Publikum, entledigte sich
Dunkel.)
ter mir,
Vorhang,
Person -
IST VERFILMT
UNTER PEM TITEL
y^^^ einmal ^f^4^Vem£e^^
Mtr L f Lf A N +4 A R.VE Y /^ obr ßv4Upr/ioi££
ganz gemach der lästigen weiblichen Kleidung, bis er im Trikot
stand, riß die Bubikopfperücke vom Kopf und stellte sich zum
Boxkampf auf.
Die Rufe der Masse verschwammen; atemlose Spannung ver-
schloß aller Mund, und alle sahen regungslos auf das, was sich
nun mit Blitzeile begab.
Ein Kinnhaken setzte den Komiker zu Boden; und nocli ehe
er sich sammelte, war er zum zweitenmal niedergestreckt. Er
torkelte auf ,, Belle Billie" zu, ballte die Fäuste, um zu schlagen;
traute sich nicht, weil er glaubte, ein Mädchen vor sich zu
haben — das konnte doch gar nicht anders sein. Und erst der
dritte Hieb überzeugte ihn von der Männlichkeit des Imitators.
Perseus Natron war
k. o.
Und das Publikum
tobte. Hin und her
wogte die begeisterte
Menge. Bills Ohren
füllten sich mit der
Musik des Beifalls,
und er verbeugte sich
wieder und immer
wieder. Man schien
dort unten zu glauben,
die Sache mit dem
Komiker sei abgekar-
tet und eine neue
Nuance im Spiel des
Imitators.
Tante Philba begriff
das alles nicht; vor
allem nicht, daß Bill
da oben stand und
gestanden hatte. Nun,
die Aufklärung würde
ja nicht auf sich war-
ten lassen.
Pitt für sein Teil
hatte seine Ruhe zu-
rück. ,, Tante, du
kennst die ganze un-
selige Geschichte; wir
werden fortreisen; ich
verspreche dir, nie
mehr mit einem Wort
davon zu reden, es
sei denn, um deine
Güte zu erwähnen —
also, ich möchte nur
eins und frage dich
um Erlaubnis: ich will
Abschied nehmen. Ich
kenne Herrn Amery,
will den großen Strich
unter alles machen.
Ja, Tante?"
Sie traten nun in
die Vorhalle und war-
teten, bis ein eingebil-
deter Uniformierter
nahte und sie mit ver-
ächtlichen Achtungs-
beweisen umfächelte,
nach dem Auftreten
nicht
kurz
„Man soll die Künstler
stören", bemerkte er.
,,Ihre Umsicht in Ehren", sagte die Tante. ..Melden Sie uns
getrost und sagen Sie, daß man Ihnen fünfzig Frank versprochen
hat, wenn wir noch in der nächsten Viertelstunde den Künstler
zu Gesicht bekommen!"
Der Galonierte verschwand mit der Geschwindigkeit eines
von sicherer Hand geworfenen Bumcrangs und war genau so
rasch zurück.
,,Herr Amery läßt bitten, ich bitte!"
Oben auf dem Ruhebett lag Billie und sah aus glänzenden
Augen, wie Bill vor dem Spiegel mit Hasenpfote und Fett-
näpfchen die Schminke aus seinem Gesicht entfernte.
Billie wollte wissen, wie er gefallen habe, was die Leute gesagt
hätten, wie er sich auf der Bühne befunden habe, was Be-
merkenswertes geschehen sei.
'%
■ ^
Tausendfaches interessierte sie, und Bill referierte gehorsam;
während er es noch tat, fiel ihm in verständlicher Sentimentalität
die heimliche Dachstube ein. ,,Ach, Billic", sagte tr, „wfißi
du noch?"
Und Billie wußte.
Aber im Augenblick war alles unw'ichtig, was nichts mit Bills
Debüt zu schaffen hatte. Ganz leise und behutsam schmiegte sich
die Schwester an den Bruder und erfuhr vom Zwischenfall mit
dem Komiker auf der Bühne,
Es pochte. Billie verschwand freuderot hinter der spanischen
Wand, und Bill ließ einen flötenden Diener ein, der eine Reilie
von Karten und Blumen auf dem Sofa ausbreitete.
..Woran wohl nicht zu zweifeln ist", sagte Bill und warf
den Brief über die spanische Wand, damit auch die Schwester
eine Zerstreuung halte.
Aufgeregt suchte er unter den übrigen Briefen, Anm.eldezetfcln
und Visitenkarlen. Aber weder von Tante Philba noch von Pill
Erskine fand sich ein Papier darunter. Dagegen andere Schrei-
ben. Beispielsweisi von der Redaktion des ,,Lynkeus".
Wie der Blitz stürzte Billie hervor: ,,Nun, war keine Karte von
Pitt dabei?"
,,Ncin, Billie — wird wohl noch kommen — "
Sehr zuversichtlich klang das nicht. Arme Billie! Sie nagte
an ihren Lippen, holte kurz .Atem und schluckte, als sei sie dem
Ersticken nahe. Arme Billie!
Kaum hatte sie gesprochen, als es draußen abermals klopfte.
Wieder eilte Billie hinter den Paravcnt, und wiederum trat
ein Diener im Prachtkleide ein und meldete: ,, Zweie sind
draußen!"
,,Was ist das für eine Sprache?" donncrie Bill und der Tres-
senmann zuckle zusammen:
,,Eine Dame und ein jüngerer Herr!" ergänzte er geknickt.
..Haben sie ihren Namen genannt?"
„Es sind Amerikaner. Erskine heißen sie, sagten sie."
,, Laufen Sie! Führen Sie sie zu mir!" ordnete Bill an.
Die Augen Billies leuchteten begeistert, als sie aus dem Ver-
steck hervorsprang, und sie spürte ein so gewaltiges Klopfen in
ihrer Brust, daß sie ihr Herz festhalten mußte — es wäre ihr
sonst davongehüpft.
,, Billie, du mußt dich noch einmal kurze Zeit verbergen; wir
wissen nicht, was alles Frau Philba mit dem jungen Mann be-
sprochen hat, und wollen eine Überraschung nicht zu plötzlich
wirken lassen."
Als es draußen pochte, saß Billie schon wieder hinler dem
Wandschirm, spähte durch einen Spalt und zerrte an ihren Fin-
gern, daß sie in den Gelenken knackten. — —
Pitt kam aus dem Staunen nicht heraus. Welche Veränderung
war mit der Tante vorgegangen! Mit welcher Sicherheil bewegte
sie sich hinter den Kulissen einer Bühne, sie, die zwar Oper und
Schauspiel gern besuchte, aber doch nie daran gedacht halle,
das Theater anders als vom Orchester-Fauleuil aus zu belrachten.
Verehrung und Anbetung der Darsteller waren ihr fremd; nach
dem letzten Aktschluß gehörte es zu ihren Gepflogenheiten, im
besten Restaurant der Stadt vorzüglich zu speisen, kleine kriti-
sche Bemerkungen, wie ,,Ganz nett, sehr hübsch, recht anständig",
zu machen, im übrigen aber ihre Aufmerksamkeit auf Dinge well-
licher Art zu spannen.
Und nun? Schien es nicht, als sei die Tante in den Gängen
und Korridoren des Bühnenhauses daheim?
Was mochte sie bei dem Damenimitalor wollen? Pitt durch-
strömten so vielfältige Überlegungen, daß er zunächst gar nicht
auf die Lösung kam, die Tante zu fragen. Als er dann endlich
begriff, daß auch dieser Weg eine neue Regung zärtlicher An-
teilnahme war, da war er so überwältigt, daß er sich eine Ziga-
rette anzündele.
Mit unheimlicher Geschwindigkeit stampfte ein Feuerwehrmann
heran — es war der gleiche, der die unschuldige Ursache des
Zweikampfes Billie contra Natron abgegeben halte — und schrie:
,,Sie — das geht hier nicht! Rauchen gehl hier nicht! Ich
muß Sie feststellen; ist doch unglaublich!"
,,lch bitte um Verzeihung — ich wußte das nicht!" sagte Pitt.
,, Unkenntnis schützt nicht vor Sirafc. Geben Sie Ihre Ziga-
rette her!"
Pitt übergab sie ihm und noch drei andere, die letzten, die er
bei sich trug; und der Feuerlöscher achtele sorgsam darauf, daß
kein Funke auf den Boden fiel, ließ den Tabak weilerglimmen
und rauchte mit Behagen die Zigarette zu Ende, als die Erskines
urn die nächste Gangeckc tScboöcn uaren.
Aus den neuesten Tonfilmen
die schön»ien Melodien ekXJf Odeon^- und P£krlopl\on''Pl£»fleil!
M[£kcl>^ Ct\risti£ins
«in^t aus
„Dich hah" ich jje lieht"
den <{lfiihnanii}>cn Sdilaper
C>roße Orchcstcrbegleitung
lifst.'Nr. H 12104
^Willi Fritscli »ingt aus „,\tfloaie des
Bin kein Kaiipnnanii, bin kein tjroÜes Tier
Sit'hj'ii .Sit-rnr hat »irr ••roße Bär
Jancsi BalogK XiQeuner-Orchesler
C z a r d a s [) c> f |) o 11 r r I
llciK komm lili zu dir, mein Mädel
mit si'intMii Orc-hcsti-i- vom Hiitcl Ksplanade
Bin kein I lauplniaiin. hin kcingrolScsrier. Foxtrott Besl.-\i .B12I1(H
ODEON u. PARLOPHON
Die ,M u s i k p I a ( ( e 11 von besonderer
K (* i n h e i t und Seh ö n h e i t d e s T o n s !
Odccm- und l'ail<«i>t"'n - Aliisik))l.il(rii iiiul Ap-
paralr sind crh.illlidi: Oili-on -Aliisik - Hiius
G. ni.l) H, Berlin W.S, l.<-i|)ilg<T Sli. im / Pai-
lophon - ll.ius, Herlln N\>' 7. Iiirilriilislr. Ql /
Coliinilii.iTMiisik-M.itis, Kfi-tiii \\ 15. Kurlürslcn-
il.uiiin 20 / K. Kühlt-. Miislkh.tiiili-I C in. b. )!..
Iterlin S 42, OiMiiii'nsIr. 04, siih.iii jed ;>iilt'ii I <idi-
jjcMiiäli. Musik. i|i|>.ir.<ti- .ludi iuif l'cil/alilun^!
Carl L i n <l s I r <> ni A. - C.. B <■ r I i n S () 36
Je näher Tante und Neffe der Garderobenlür kamen, zu der
sie der Logenschließer führte, desto unruhiger wurde Pitt. Er
fülilte eine Glut in sich, und obwohl es ganz still um ihn war,
hörte er tiefe, harte Glockenschläge in seinem Inneren, die in
einem schmerzenden Erzittern dahinstarben.
Die Tante trat als erste ein.
Bill hatte sich einen Morgenmantel umgeworfen und stand
höchst malerisch zwischen Schminktöpfen und Lorbeerkränzen
mit der Miene eines Feldherrn,
Er machte eine gravitätische Verneigung vor der schmunzeln-
den Tante, die ihre Äuglein hurtig im Zimmer umherschickte,
wo sie er'^taunlicherweise Billies Schwester nicht fanden.
,, Guten Abend, gnädige Frau", sagte Bill.
Pill, der die Begrüßung nicht ganz verstand — denn woher
sollte wohl die Tante den Künstler kennncn? — , trat nun auch
vor und beglückwünschte Bill. Jetzt geschah es, daß die Hitze
aus Pills Herz verschwand und er nichts mehr fühlte, was
ihn damals in der Bobby-Bar so verwirrt hatte.
„Wie ist CS Ihnen seitdem ergangen?" fragte er Bill.
„Oh, ich danke Ihnen", sagte Bill.
Tante Philba hatte sich indessen niedergesetzt und fühlte sich
als Zuschauerin bei einem Lustspiel, das ihr aufrichtigen Spaß
machte.
,,lch sehe, Sie kennen meine Tante", nahm Pitt wieder auf.
„In der Tat, ich kenne sie", bestätigte Bill und gab sich seiner-
seits keine Mühe, das Gespräch flüssiger zu gestalten.
„Wahrhaftig, wir kennen uns", pflichtela auch die Tante bei.
,,Ja, ja", begann Pitt wieder.
,,Wie meinen Sie?" fragte Bill.
,,Sie sind vielleicht verwundert, daß wir Sie aufgesucht haben,
Herr Amery — "
■ ,,Aber keineswegs", wies der mit bescheidenem Stolz zurück.
,,Es hat einen Beweggrund: Morgen, am Nachmittag, reisen
wir nach Dallas zurück. Da wir nun heute im Theater waren
und ich von Ihren Leistungen den stärksten Eindruck nach
Amerika mitnehme, so dachte ich, es sei gut, Ihnen zum Ab-
schied meinen Dank und gute Wünsche zu sagen." Ganz ernst
und feierlich hatte er gesprochen.
Und Bill fühlte, daß es an der Zeit war, zu enthüllen. Er
ahnte, daß die unsichtbare Billie auf glühenden Kohlen saß,
und gab das Zeichen, den Vorhang zum letzten 'Akt unserer Ge-
schichte aufzuziehen.
,,Herr Erskine", sagte er, „ich muß Ihnen ein Geständnis
machen. Ich habe mit Ihrer Tante gesprochen und weiß, was
Sie seit langem bewegt und Sie auch jetzt noch traurig macht."
Bleich sah Pitt zur Tante hinüber. Doch noch ehe er pfui
sagen konnte, stürzte ihn Bill in neue Verblüffung.
,, Denken Sie nicht schlimm von Ihrer Tante! Sie ist die liebens-
werteste Frau der Welt. Und nun hören Sie zu: Sie glauben,
n-ich zu kennen. Das ist ein Irrtum. Wir sehen uns beide
jetzt zum ersten Male."
,Was denn? Was denn?" fragte Pitt.
Theatralisch rollte Bill mit seinen Augen, stellte sich vor
den Wandschirm und sagte:
„Den Sie damals in der Jolly-Bar, oder wie das Trinkhaus
heißt, trafen, war nicht ich, war meine Schwester: Billie!"
Klatsch! fiel der Paravent um, und von Schamröte erfüllt
wurde Billie sichtbar, die sich in ihrer Verborgenheit das
Kleidchen angetan hatte, mit dem sie ihren größten Beifall
auf der Bühne einzuheimsen pflegte.
„Hei, wie appetitlich!" sagte Tante Erskine und merkte, daß
in ihr heiratsvermiltelnde Gefühle emporkeimten.
Pitt war von ähnlicher Sprachlosigkeit gehemmt wie Billie.
Die Abenteuer der letzten Monate, die Ängste und Nöte und
nun diese letzte Überraschung ließen ihn taumeln. Er stützte
sich schv/ankend auf irgendeinen Gegenstand, merkte nicht,
daß er in einen Napf fetter Schminke gegriffen, und starrte
Billie wie einen Traumgeist an.
Billie faßte sich schneller, weil sie vorbereitet war. Zwar
war auch sie zu sehr erfüllt von den Schwingungen des Herzens,
um Frau Philba würdig zu begrüßen, aber sie fand sich zurechl
und lief auf Pitt zu und strich mit ihren Fingerchen ganz sanft
über sein Haar.
,,Mcin guter Kerl!" sagle sie und schnitt solcherart von vorn-
herein die Möglichkeit ab, durch unsinnige Hemmung erst all-
mählich Vertrautheit entstehen zu lassen.
„Mein lieber, guter Kerl!" sagte sie abermals, und Pitt er-
wachte. Die Flügel des Glücks trugen ihn und Billie dorthin,
wo alles war, was Pitt in banger Zeit erträumt, aber nicht er-
hofft hatte. Beide merkten wohl nicht, daß sie engumschlungen
aus glücklichen Augen in glückliche Augen Wonne und Ruhe
senkten. Beide merkten wohl nicht, daß sie nicht allein waren.
Beide merkten wohl nicht, wie sich ihre Lippen zum ersten Male
fanden.
„Amen!" sagte Tante Philba.
Pitt und Billie schraken zusammen.
Es brauchte einige Minuten, bis sie mit den Füßen wieder auf
dem Erdboden standen. Und nun erfolgte die offizielle Vor-
stellung von Schwiegernichte und Schwiegertante.
Jetzt überstürzten sich die drei Wissenden, dem ahnungslosen
Pitt alle Aufklärung zu geben, bis er wußte, wie die mysteriösen
Wandlungen der Geschwister Amery zu deuten waren.
Es wurde ein schöner Abend.
Ende
SCHACC'PCATTE.N
INSTRUMENTALMUSIK
Tiellandphanlasie, von Eiitjoii (VAllKTf. r;fs|>ielt vom Sinfoiiic-Orclicster
unter Hr. Woiliiii.'Uin.
Die scliüiiston, iiopiiliirstcn Mviodirn zu riiirm reichen, kinngvolleii
straiiU 7.n!-:iiiinu-ni;t'l>iinden. Mitglieder der .Staatskapelle spielen mit ge-
wohnter Feinheit lind Kvinlieit unter dem gewandten populären Dirigenten.
Udfon 6714.
Hisloriscbe Märsche ans Mittelalter liis 19. Jahrhundert. Miislkkorps 1. u.
II. Uatl. 9. Inf. -Heg. unter Leitung von l'rof. Hackenherger.
Drei aiiUenirdentlieh wertvolle Platten, die die Entwicklung des Mili-
tärni.-irsehes illuittrieren. Aus dem Mittelaller klingen sehen ganz mo-
derne Rhythmen an. Das seehzelinte .Jahrhundert bringt schon fast den
;;leieli.'n Avanciermarseh wie der Weltkrieg.
Der ..Torgauer" erinnert an sein ehrwürdiges Alter von mehr als drei-
hundert .fahren. Es erklingen die Märsche, die den ,.Kridericns"-Film
lebendig maehten.
Aus dem aelilzehiiten .lahrhundert ist eigentlich nur der sogen.
..Hühenfriedberger .M.irsch"' und der I'ariser Einzugsmarseh p<)pnliir ge-
blieben, der seliiin ins neunzebnti; .fabrhiindert überleitet.
Hier finden wir bekannte l'anideniärsche der letzten Friedensjahre,
bis dann im l.oewesehen ..Fridericus"" das Ganze ausklingt.
Die Wiedergabe ist mnsikaliseh interessant und exakt. Ein Beweis,
daü aneli Militärmnsik künstleriseh 'Werlvolles selmfft.
Homoeord t<789/91.
Marscblied aus „Drei Musketiere", von Kiesenfeld und Uenatzki.
Schöner GikoIo. Taugolied von I.. C'assuci. Text von Krammer. Gespielt
von Marek Weber, mit Kefr.ningesang.
Zwei populäre Schlager der lelzien Monate. Der flot'e. melodiöse
Marsch ans den ..Drei Musketieren" und der liebenswürdige Tango, der
jetzt die Tanzbars und Dielen beherrseht. Glänzend, wie immer, gespielt
von Marek Weber, der nicht nur selbst als Solist hervorlrill. sondern
auch für sympathischen Refraingesang sorgt. Elektrola i:>J3.
VOKALMUSIK
Zwei WaKner-Lieder, gesungen von I.olte Lehmann. Mit Orchester unter
Leitung von Dr. WeiUmann.
Schon ein Ven'ienst, Richard Wagner als Liederkomponisten populär
zu machen. Ein Versuch, der sicher gelingt, weil die ausgezeichnet«
Sängerin, glänzend disponiert, sich zwei wirksame Stückchen auswählte,
dif das Orchester — Mitglieder dtr St:intskapolle — virtuos bcgUitet.
Odeon ()— 1812.
Das Land des Lächelns, von Franz Leh:ir. „Dein ist mein ganzes Herz"
und ,. Immer nur lächeln". Gesungen von Franz Völker (Tenor)
mit Orchester.
Zwei |u>puläre Songs aus der neuen Lehär-Oiierette. vtui Franz A'ölker
elegant und liebenswürdig gesungen. Eine l'latte. die sieher gern in
jedes Operellenrepertoire aufgenommen wird. Interessant ein Vergleieh
mit Tauber. Grammophon 22760.
Es war einmal ein treuer Husar. Marsch von Frantzen,
Waldeslust, Volkslied, Gesungen von .Vugusf Balzem, mit Orchester.
Zwei Volkslieder. Nett gesungen und mit einfachen, schlichten, aber
wirks;iinen Harmonien begleitet. Besoii lers für die. denen ganz po|>uläre
.Musik mehr sagt als Klassiker. Grammophon 22S.-.R.
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Antragen erbitten wir an die Redaktion des ,,F i 1 m -M a g a z i n ". Berlin SW 68, Zimmerstraße 35 — 44
Scherlverlai;. Antwort erfoIfSt nur im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck
i
An viele: Anonyme Itriefc werden nicht beantwortet. Bei Manu-
skriptangeloKenliolten bitten wir folKOndes zu beachten: Jeder Anfrage ist
lUiokporto bei7.ufii;;cn. .Icde KlM.<iendung eines Manuskripts zur Prüfung
ist zwecklos, nur Exposes im Umfange von 2—3 Schreibmaschinenseiten
«lud zur Ein.senduiig an die Filmindustrie. Kegisseure usw. geeignet. Für
Verlust der eingesaiulten Manuskripte kann keine Verantwortung über-
nommen worden, also soll der Verfasser nur Durchschläge senden, von
li.-iiidgescIiricbi'noM iSi-iidungcn (leserlich) eine Abschrift zurückbehalten.
dem lielrelfeiid Ml
\ ernicrUl.
Frieda F., Leipzig: Her X.imo des lJ.Mstelli-r> .lus
Mix-l'ilm i>l .nif liem l'ersiincnviT/.ciclinis li'ider Mhlil
Gertrud R., Berlin: l>.is (^.uii-
liai 'rolii.ics-Hucli crli.iltCM Sic
MiixTcs Wis.-ens iliirili cirii M;i\
Mattisson-ViMlaf;. Ifcrliii SW CS.
^iII(•r^I^alie 71.
Ernst N., Berlin - SchöneberK:
(icrda M.iurii- tränt ilircii ricli-
ti'lfii N.imeii und «dliiit Jterlin-
.sicglil/,, Thor« alil-i'iisiralie J.'i.
Filmfreundin Anny aus Köln:
\Vill> Fritscli gilil AutOKr.iiiuue.
Kl .'irlii'iti'i aii^i'Mlilii'klicIi in
.\i-uli;ihclslii'r|; au d'r IIa - 'rmi-
lilm-t ipiTi'tti' ..l.ii'lies« ,il/.(T ■. —
.M.idy (lirisii.ins ist mit llr. von
.Müller vi-rlicir.ilel, — .Mit Kii-
ricc) Uciifer.
W. F., München: l>.r lel/lo
Film mit Ni>ritia T.'ilm.idKc liieli
,,|)if Stiiiiite (li-r F.iitM-liciduiiu".
Hie Küii-'llcriii wird \<iraussi(lil-
liili noch 111 dieser .Siiielzeil mit
eiiu'iii ni'iieu Film crsihi'ineii.
Sic ist .St.ir der luited Arlists.
\\ unle in Xiag:ira Falls gobo-
n-ii. l);is Alter der Filmstars
rtird voll uns .ni* rriiizip iiiehl
MToflrntliilit.
Desiderico M.-D., München;
Käthe von .Nagy »idiiit Hcrliii
\V. l'rager Sir.ilje I.
Traute H.: It.imoii Nov.irro
bleilit sellisU ersl.iiulliih beim
Kilm. — Die (irüUe sind :in dii-
ven.i nuten Stars ;(iisgfri(litet,
elieiisd h.ilM'n wir sie ;iii die
.\ulo';r.iiiime erinni-rt. -- Nils
.\-tlier ist .-im sichersten diircli
.Metlii-Ciild» .\ ll-M;iyer. Clllvel -
Cil.x. Kai.. l'SA., erreiehbar.
Jli<- belieft \r Holle in ..Der
«ii.if von -Monte Christo- spielte
l'ierre Hatihefl. — Fred Tliom-
seii ist am i'l. Dezember liljs
.111 den Folgen eiiii'r <;.i lIiMistei n-
oper.ilion f;esIorbeii.
Schnucky B., Cleve: Kiirico
Heuler i^l iliireb die tf:i. Herliii
SW Kh. KochstralJe (i-.s, .\i|s
.\slbei ilMreli dii- .\lelro-(;oM-
w.\ n-.M.i><>i-Stmllr)>. (■iilMr-(il> .
K:il.. ISA.. /M ericiclien. Iteiifei
ist p.issionierter Spnrtsm.iiin iiinl
Itlu iiliebb.ilier. Fr spielte bis
jeizl in ..Die ('.iriiieii von Si.-
I'.iuli ■, ..Die Flmht vor der
l.iebf'. ..Die.Sclimii(;o|(.rbr;iul von
M.illoic.i ■. ..Der Hund der Drei-
Margarete R., Berlin: Hr. K.il-
bns \\ oliiit Herlin-Sii.^ljlz, Sdiiin-
b.in^iM str.ilJc 17.
Valentin V. G., Litauen: t »l-a Tsebc.ln.« as Aiis.hrill ist Kerliii \\V ,S7.
Mop-toikslialJi' jn. si,. j,, ,.,„,.11 ,,„ i.,,i„,„ niil.esebreiblieh nett.
,.., '''«nfreundin Erna aus Kaunas: Die bekanntesten K.imon Nin.irro-
1 ilme siml ,.Hen Hur'. ..Heu Ali •. ..Alt-Heid.'lberg'. ..Verleiimdnn--.
..Der Forst der Abenteurer-. ..Pflicbi und l.iel ..Die Daim- hinterin
\orliang-. — (iret.-i (;:;rbo und F.inil .l.-inniiiKs geben .\.utogr:imme. —
l'byllis H.-ivers lichtiger \;ii.ie ist IMiylMs Scein:inii. Die Künstlerin ist
am besten diircb dl.- Melro-tioldw y n-.M.ty.-r-Stmlins. t nlver-t ily. K:ili-
fmiuen. l'SA.. /n eir.-iiben. \:ini.\ CirolU richtiger X.-iine ist Xanev
l..-ibiff.
Lya Mara-Verehrer: Aelti-re Filme tnil I.ya Mar.» (;uilJer den gen.iir.i-
ten) sind ..Die Mädel \„n Cinri -. ..An der si-liönen bliiien Don.-in--. ..D.-ts
tanzende Wien -. ..Die l.iihemli- Crille-. ..Aus di<m Tigibmh der Faiinv
l-.RIler-. .\eltere Filme mit tinst.iv Früblieh sind ..Mc!r<ipolls--, ...Ingend-
r:iiiseli--. ..Sclmerc .liingen, leichte Mäilrhen-. .\elteri' Filme mit W.-ilti-r
Kill.-i: ..Doiin.i .liiaii:i--. ..Dürfen wir sebweigen'/--. ..Der I{:iiib der s.ibiin'-
I innen-. ..l'rinzessin (»l.il.r-. - l.j.i M.ir.i belimlel sirb noch immer in
\merik.i.
Gert B., Marburg: Der Itom.-ui ..Die Fi.iii im Mom|-' isl im s,lii.rl
\eil,ig erschienen nnil Unstet - niil 1(1 'rietdiuekliilderii .-ins (lein F'rilx
J..-ing-Filin — :, .Mark. F.iin- kliiii4> .Viisn.ibe eili;illen Sic zu -J .M:irk.
I'iisere» \\ i>seiis gibi es .im-li -rlum Karten .ins diesem Film.
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luul Bakterienfilterung sowie mit
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Jiese berechtigten Forderungen er-
tiillt der
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vv irtschalts ■ Gcsolls^-liafl. - Soii-
iicnstonipel uiul \'DE-ZeK-lion.
Käthe Seh., Hamburg: Italpli (':ine\ -Siu.-irl Webbs wobnt in ll.'imbnrg.
F.rik.istr.iUe Uli. V.r gibt .Viitogramme.
Elsa B., Berlin: Frnst Kiickert gibt .Viilogr.imme iiinl wohnt Iterlin
s\\'. Il.'illesi'be .str;iüe l.'i. W.inn er wieder filmen wird. « isscii wir
leider .iiieli nirbl.
Douglas Fairbanks-Freund: Doiigl.is F:ilrb.'iiiks li.it seine Kesllziing
in He\ erly-Hills. Hollywood. Kai.. FS.\. Kr isl mit -Mary l'i(-kforil ver-
lieir:itet. gilit .\utogr;iinme und ist auch im Leben unbesehreililicb nett.
Lotty H., Steglitz: tiusi.iv Dietil wohnt Herliii W, Kegensbiirgcr
SlraUi" ivs. bei .Schleiisener. Er kam \(iii der Spre(-bliiihne zum I"llni.
ruverbeir;itei. (übt .\iitogranime. Dielil spielte .-iiieb noch in den Filmen
...M'wege- iiml ..Die liücbse der Pamlora-.
„Sprengbagger 1011": Ilse Sto-
_ lir.-iwa wol'iit Herlin \\ . Ascliaf-
fenburger .Str.iü" (!. Sie gibt
Aiitogi-amme. In den i'apii'r-
b;uidlungeii finden Sie bestimmt
Hildkarten di-r Kiinstli-rin.
„Tauentzien - Breslau": llenii>
Porten hat ihre Wohnung in
Herlin-D.-ihlem. P.irkstr. 71. Sie
hat am 7. .Janu.ir liebiirtslag.
Karl Th., Sagan: ])ic Hrllisli
Iniern.itioin'il li:it ihre .'-^tlldiMs in
Hertfordshin^ ( Kngl.iml ). — Die
russische l''ilmgesellscli;ift Me-
sehl-abpom - Film li.-ct ilireii Sitz
in Moskau, l.i'iiingr.ider Chaus-
see II. Eine lieU.iniile fr.inzösi-
scbe Firm.-i ist Albatnis-\\ enge-
roff, -'11 Km- Forlnny. P.iiis. --
Von deiitsehen ( iesi'llscli.iflen
nennen wir Ihnen l'f:i. Herlin
SW lls.. KochstnilJe (IM. .Vatinii.il,
Herlin SAV I«. FriedricIistr.ilJe in.
Terr:i. Berlin SW (il<, Koebslr:ilJe
Nr. 7:1. Deiitsebes I.iclitspiel-
Syndik.-it. Herlin SW is. F'ridl-
rich-tratie L'2."i. Deiitscbe l'nivei-
s,-il. Herlin W J<. .M.iiiersir. sj.
C. H., Coburg: AVilli:>m Pow<'ll
ist am besten dnreli dii- P;iv.-i-
mnunl - Famoiis - l,:lsk.^ -Simlios.
Hollywood. Kalilornieii. l'X.V..
/u erreichen. So viel uns be-
kannt. ist er Amerikaner, .\ller
richtig geraten.
,,Kascha Pcraa": I\an Petro-
vicli h.-itte vergangenen Sommer
mit seinem .Viilo einen Fnf;ill.
dem zwei .Menschenleben zum
Opfer fielen. Der Film mit .\lice
Terry beilJt ..Die drei l.eiden-
seb.-iften--. Sie h.-iben rcclil: Pc-
trovich wurde am .11. J)czenibcr
in Hud.ipesi geboren. J>;is G.>-
burtsjahr geben wir aus Prinziii
nicht an. — ■ ,\ndre .Mattoni isl
sehr viel .-in der Sprechbübm-
tätig und filmt d.iher jetzt weni-
ger. Wir gl.iiibiMi. d.ilJ er eine
Vorliebe für IJeseda hat. (ie-
burtst;ig li.it ir ;im 2i. Febrii.-ii.
(iebiirtsort ist K:irlsbad.
Filmfreundin Edith aus Stet-
tin: (ieorg .Mex.imlers neuester
Film lieillt ..l.iebesw.ilzer-. —
Die Titelrolle in der ..Liebe de:-
.leaiine Xey- spielte Fälitb .le-
b.-inne. — .\lle F'ilinstars geben
.Autogr.-iiniiie. — Lilian H.-irve.\
bat hellblondes. Elisabeth Berg-
iier tizi.inrotes Haar.
Heinz H., Berlin: M:iy McAvoy ist durch die W;irner Hrolhers-.Stiidios.
.')S42, Siinset Binilev .iril. Hollywood. Kai.. L'.S.\.. zu erreichen. Die Künsi-
lerin b:it .-im s. September tiebiirtstag und gibt Autogramme. Sie ist mit
.Maurice .1. Cle.-iry verheii-,-ilet.
,, Märzveilchen": C;irl Laenimle ist vor einiger Zeit wieder ii;u-b d-n
ISA. zitriiekger<'isl. Fred N'iblo und (iriffith leben in Hollywood.
Miirnaii weilt .-nif Tahiti. Der Tonfilm ..S.ing der Südsee- ist in Berlin
noch iiit-bt gezeigt worden.
Stuart Webbs-Verehrerin Erika M., Hannover: stii.iil Webbs (H.-ilpii
Cjincyi wohnt ll.imbiirg. Krikastr.iUe l-.'li. — Viol.i C.'irileiis .\dresse ist
Berlin W. Bemllerstr.ilJe 17. Die Küiisileriii ist mit dem riissisehei.
Kegissciir O/.ep \ erbeir.ilet. Ihr neuester Film heiüt ...Sprengbagger
liiio--. — .M:ircell.i .\lb.-ini widint Herlin-H:ileiisee. !>aulsborner Str. i;:.
Hans .Sliiwe Herliii-H.ileiisee. I'.iiilsboi ner Str;iße !).
Horst K., Wanne-Eickel: Fritz Kortner wohnt Berlin-D;ililein. Ma\-
Eytli-Str:iße .'■. — V.ileri.i Bootliby hat ihre Woliniing Berlin W. Kuf-
slc iiier Straße 2. bei Baseli. Sie ist H.-imbiirgerin lind hat :iin IX. Oktober
(lebtirtstag. fiesebieden. (übt .\iitograinnie.
Magdalene S., Kassel: Welche Sch.inspielerinnen .\nfängerinnen
Hülincniinlci riebt L;ebeii, können wir li-ider .-iiicli nicht s.ageii. Vielleicht
ist es g.-iiiz zwcckmänig. wenn Sie sich einm.il bei den einzelnen Direk-
tionen der Herliner Bühnen d-irübcr Kat holen.
Jol/t jotlor l'roios - Stauh
saiiszor aiK'li l.ilirliar. Preis
des Falin;estells 7.SO RM.
L. u. E., Schöncberfc: l.il D.-inuvci «uliiit Ucrliii-Wi'Nicinl. ArysalU'i- I,
1,1111 Dryris Ki'rliii-I ):ilil( in. Scliwciiilwrtcr .siiaLic i,'i, lici Willii'lm Jlii--
1(1 Ir. V:iliTi:i Hl.iiik.i Hrrliii NW HI. Uiiickoii.illfc 2. Di«' tccii.iniilcn
I iliiisl.li> wcnlrii llirc Aiit<it>i;ii hmiiscIic siclicr i-ifüllrii. — Kino l'iliii-
il.ii>lclliiiii l»in:i Wi'Mi'isliciih i>l iiiclit lii'k.-iiilil. — Kn'Mi mhi .loid.iii
ii'iti :iiit:i-iililii'lili<üi in Hriliii .in ilrr S|iicclihiiliiic ;iiif. — Krii-^l N'i'i-
cli.-.s t'iliiit lli'iUiH;.*
George Diiryea-Verehrerin: tii'oruc |liir\c.i wdliiii in llollyn uml. K.il..
'.S.X. Siiii nriirr I'ilni ..IMc .l.ifid n.icli ili-i Kiliscli;ifl ■. i:-l in Hcrliii
iiipili niilil si<""''iil «iinli'H. Sn\ ii'l uns hi'k.iniil. ist iliT KünstliT Aiin'-
rik.'ini-r. - (ini.i (!.iili(i> llinilcr .Smmi spielt in S\cnsk.i-Kiliiii'ii, simk-
linlni. J>ii' rilinc sinil in Dcntsclil.iiifl niicli nicht ■■iscliicnrii.
L. D. BamberR: (iiistl Stark-tJsictti'nli.ini-
«iiliiit HcrIili-tli.irliillfniMir«. nroyscn-
sti'.'ilM' T. iinil »nnli- in Sti'.iiilMiij; am
I. M:ir/. «:<'Imii<'ii. Kf s|iicllr liis jcl/t In
..licr I'ikkold vom Ciiliii'iKMi l.iiwcn ".
.K.im|il iliT Trili.i". ..Hir l{;tnlicili.inilc'.
..I'r.'iii im Miiiiil". Kililkarton xiti (iiisti
st.irk-tisIrlti'iili.iMr rrlialti'ii Sir in ji-ilci
:;r<ilJi'U l'.i|iiiTli:iiiilliiii;; iiiiil ji't/.l im Wf-
naiss.mrr- Tlii'atcT.
A. V. M., Danzig: l'at iiml l'.-itaclion
»inil anL^cnlilicklirli in ili'ii Illstici'-.sJtnilios.
Ili'isfiirilsliirc. Kn^laml. tati«. Hur l'ii\.it-
wolinniii; li.ilii'ii Sic in KcipciliaKcn. I'.it
liciUt t'arl Srlicnström. l'.itaclinns licliti-
licr Name ist ll.iialil Macls.'n. Meide
sprcdicn llicIJ I Keiitscli. Ihre 1-iimc
»niili'ii .-iMc N »n der daiiiseheii rilmjicsell-
scli.ilt l'.ill.iiiiiini licifiestellt. Ihre lickanii-
Icsteii .Sinckc sind ..Tat und r.it.ichiiii .uil
hidicr See-. ..l'.it iinil ratachmi im Air-
Kiis". ..I>iin (inijiitc-, ..l-.ii und I'.iI.h Imn
.als l'ilmlicldcn-. ..l'at und l'.it.ichmi .ml
dem l'iih crfalj-. ..I'al nnil l'al.icliiiii .i|s
K.iniiili.ili'n'. ihr iieiiester I'ilni: ..l'.it und
l'.'il.icliiiii .Uli dem K.'ikcteniimi'iliiis' .
Hermann R., Anklani: Die MildK.iitcn
;;elu'n Ihnen /.ii. sii|,..i|,| «h die .\iitii-
^raninie heU.iiiiini'ii h.iln'ii. Wir li.ihcn die
Kiinsller licrcits erinnert.
Juta Z., Charloltenbure: i;iii Scli.anspie-
ler ll.irald Ueiider ist uns nicht hck.iniit.
Vielleicht meiin'n Sii> lleiir,\ Heiider. der
iici der S|irecliliiiliiie und heim I'ilni ist.'
i;i hi-ilJt eigentlich Iter;^- und hat im Her-
liner \\ estin ein Kiiiistlerhdi.il eriitl'nel.
Herbert J., Dresden: Wenn sie l'ilm-
schaiispicIiT «erden «ollen, so ist es .im
i.its.iMisliMi. ~iih iinmiltelli.ir :in die Tilni
;;esellsrh,ilten zu «enden. Zunächst müs-
sen Sie Hill' Milder zur rriifnii« cinsi'n-
deli. D.is weitere « ird siih d.iiin rindcii.
Kiiii^e Adressen: Ita. Merlin SW iis. Koch-
s|r.il.;e (1— N. N.itioiial. Merlin S\V IH.
l'riedricIistr.ilJe in. 'I'err.i. Merlin SW hh.
Ki.chstr.ilie 7:i. \;if.i. Merlin S« is. I'ried-
rii'hstr.aCc -ii':,. I)eiitsel,e liii\ ers.il. Merlin
W" H. .MaiierMr.ilie s:;.
Emma P., Allona: Willielm Jtielcrle- le Adresse i.st IJerlin-D.ililcin.
Scli«eiiifiirler S|i;,|.;,. :;,-,,
Robin Irvin-Verehrerin, Hannover: Ifohin Irviiis Ailiesse ist {.nndo^
\\ . Ilenini.ii Street, ri.idesseliih. Aller richlis -eraK n. — Marlene
Dietrich «ohni Merlin W. K.iiser.illce ,'.(. Sie «nrde ani 27. Dezeinher in
Mi'llin uel.iren.
AI Jolson-Vcrehrerin: \l .lolson « nrde in .St. l'elershnrj; als Scditi
i-ines K.inior- ^eli.iieii. Ki i-t mit Knhy Kc-eler vcrlieiralct und am
sicheisieii durch die \\ .iriiei Miotlieis Studios. ,-i.s|l>. Siiiiset MoiilcN.iid
Hol!.*" I. K.il.. Ina.. 7.11 4'rreiclieii.
Paul K , Mainz: Senden sie Ihr M.iniiskripl in l'oiin eines kurzen
'••\|"ises ei al ,111 die V.il.i. M.-rlin SW tis. I'iiedrichstr.ilie ili'.'i, od.'i
111 ilii' Kichhcin-I'ilin. Berlin SW (s. I'riedriclis|r.il.le 171. Meide l'irmen
^lellcn in «■isier Linie l.n-lspiele her.
Juliane B., Halle: Henry Hender «ohnl Merlin - t liarlntienhiir^.
Schliiterslr/itie IK.
Hilda-Maria, Zürich; Leider iiiiis.si-ii wir Ihnen .sa^eii. ilaU Werner
rittsch:iii nicht mehr unter den Leheinlen it*!. Kr kam um 2«. Oktober
lüL'H (liirdi einen .Viitoiinl'.ill niiis Lehen, l'ittsclian tmi; seinen riehtiKcn
.Vanieii. Avnrde .ain 2(. .M;irz in Merlin ««''mri'n und w.ir nnverhciratel.
Seine liek.itintesten .Filme w.iri-n: ..Die Ki.si-rne Hraiil ', ..KrinnerunKcn
einer .\oiine", .,l):is k. ii. k. M.illellniädel ". ..Der erste KnIJ". Jris
.\rl.ins Adresse ist Herliii-Cliarloitcnhi'r);- W i-slenil.illee 71. Die KüilsI-
leriii spielte n. .a. in ..(iliick hei l'rriiieii ■. ..l'in Frauen iiinl (it'ld".
..Schwester M.ari.i". — llenny Porten wohnt Merliii-Dalileiii, Parkstr. 74,
^ihl Aiito^iamnie und ist eine {tioUe Mluineul'reiindiii.
Ernst K., Stellin: (>l> Lilian ll:ir\ey mit
ilem hetretTetiden Herrn, der ihr in .Stet-
tin das Auto /.nr Verfii(;iins (testeilt li:it.
verwandt ist inler nicht, können wir Ihnen
heim hesten Willen nicht s:i;;en.
Fritz T., Insterburg: Paul W enenoi ist
(»stpreiilie. ■ Me\ nr er zur Miihiie und zum
l'ilm niiif;-. studierte er. — Wenn sie /um
l'iliii wollen, so müssen Sie sich mit
den Kilinj^esellschalten in Verhindiinj;
setzen. Adressen finden Sie :in anderi'r
Stelle.
Hilde G., Berlin: sie h.ilieu recht. Pola
.Xc-ri h.it die ritclndle der ..Madame
Duliariy • gespielt. — Die ILinplilarsielli-i
von ..Hanseaten' w.iren l'rilz .Vlherti. ller-
miiie sterler. Werner Pittsch:iu t. Ren.ile
Mr.iiise» clter
Anita C, München: Klisaheth HerKiier
«oliiit Merlin-Dalilem. rarad.iyvven l.i. und
hat am 17. April (ichurlsta};. — l.ilian
ILiiM-ys Adresse ist Merlin - VVestend.
Ahoi n.illec 111-17. Dil' Künstlerin wurde
.Uli III. .I.aiiii.ir ;;ehorcii. — Den I'.iki'Ii in
..M.iria .Stuart' s|iiclte Martin Herzherii-
Wir hallen den Knnstler an das Aiilii-
il'r:imm erinnert. Alter licIiliK' ;;i'raten.
,.Uie ll.illivx iiclisit;i'ii- ist in Hi'rlin scliiin
ur:iiit^i'fulirt worden. Herzher;^ hevorzu^i'l
jeden W.assersport iiml sehwärint hesuu-
ders für Nelken.
Louise Brooks-Verehrer, Gelsenkirchen:
Louise MrciiiUs ist .im sichersli'ii durch
ilie lloni-l'ilm A.-t... Merlin s\\ in. Kried-
jiclistr. 22."i. zii erreichen. .Sie ist Ame-
rik.anerin. in \\ icliil.a ;i'ehoren. (i'esehieih'ii.
Ihn neuester l'ilm. in Krankreii'li (jedrelit.
lieilit ..Schiinheitskont iirrenz". — Andere
Kiline mit Mri^itte Helm als die von
Ihnen aiil^cz.ililti'ii ivihi es nicht.
,,Glm", Hamhurg: Wladimir (laldarow
liiftl aii^if nhliiklich die Vorl'ereiliiii;;en zu
seinem ersten l'ilm in ei^jener liesell-
scli:ift. Der Künstler hat seine W'obiiiliiK
in Merlin-ll ih'iis.'e. .loachiin-Kriedrieli-
str.iUe .'):i. und ist mit der russischen
Schauspielerin t'ltca (izowsk.ija \erlieii.i-
tet. Alter richtig; iteialen.
H.irvcy wurde ,im III. .laiinar in l.onilou
huren, ist leditr und wohnt Merlin-Westend, .Miorn.illee l(i-17. Kiiiift''
ihrer Filme: ..Liehe und 'rrompeli'iilil.i-cn". ..Dil' keusche sus.iiiiie".
..Die lulle I.ol.r-. ..Prinzessin Trull.ilja". ..Ihr dunkler Punkt". ..Adi"i(.
M.iscoite' . Ihr niiehsler Film: ..Wenn du einni.il dein Herz verscln-iiksf .
In Arheit; .. l.iehes« ;ilzer". Das Alti'r dei Sl.us wird ,iiis Prinzip \'Hi
■ ins nicht veröffentlicht.
A. W., Berlin: (Jerda Maiiriis wnhul Merlin - Steglitz. riior«aldseii-
sii.il.te 1'.'). und li.it :iin l'.'^i. Viiuust ( ii'hiirtslau.
Ella B., Berlin: Ol.if l'iinss wohnt Kopenhascn. Si. KnmUve.v i'C.
M.irlene Dietrich Merlin W. K.iisei.i llee .".1. Klleii Plessow Merlin-H:ili'n
see, .N'esiorsir.iUe .'>:t. I liarlotte Sus,i Merliii-ILilciivee. (ieorst-W illielm-
S|r,iUe Ii. Vvetle D.irnys Merlin W :to. Mot/str:ilie i'l. C.irl Hiisz.ir Merlin
SchöiH'hcr«. St.iruherKi'i Str.ilJc i.
f
r. M. S, Friedberg: l,ili,i
Jaki
Sfodtsfativ
<t
9( ^Xsi\mHause ^
Allfiiiluislclli'
llcii l'hol.diaMdlim^cn
JaKi-WerK. Reullingen
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I. A., Frankfurt-Main: tiri'i.i (::irlio liaf .iiii 17. .Xpril (icliurtsl.iLV.
1^0 S.\ 111 w iirili' .1111 :>. .Iiili ;;i'l)ori'ii. — Wilhelm Dirterlc ist mit ( li.ir-
loltc HaKi'iihr.ich \ crrMalill. — Wrnu'r l'iii-ltcrer ist li'di;;. — Willy
Kritscii i>t fi liis 7 .laliri' heim riliii. N'orher lu-i der .siiireelilnihiie. ,\ller
ricliti«- ijcralon.
Robert J., Frankfurt-Main: Holt' von Cutli delnitierie in di>m l"l';i-l'ilm
..Vom 'r.itiT fehlt jed" ^'piir'". Her Künstler wurde ;im .'•. Xuvemher in
\\ indhnk I Sud.'.frik.i I Ketiiireii. liilder von v. (imith und den .indiMen Kiin-t-
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Skizzen cnth.-ilt. Der Blntkrei^Linf wird in iill' seiiiei; .\rten hei .Mensch
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Die .M;irk Hr.indenliin ;; wird neii.in -o wie Br;isilieii wder Hieinen niil
Bri'skiu in inslriiktiveii K:irtcii u;ezei^t. Das British Empire wird iii-\nt-
s:itz<-n und Zeielinnuneii zirfiliedei t.
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langte Einsendungen werden nur zurückgeschickt, wenn Porto beiliegt. — Verlag und Druck: August Schcrl G. m. b. H., Berlin SW 68, Scherlhaus.
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